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einz1975

Della van Hise - Star Trek: Zeit zu Töten

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Es gab schon so einige Zeitreisen, in der die Crew der Enterprise eine wichtige Rolle gespielt hat. Diesmal sind sie ebenfalls wieder mittendrin und ganz vorn mit dabei Spock und Kirk. Seit Tagen erleben sie schon seltsame Träume und sie scheinen so real, als ob sie in einer anderen Realität stattfinden. Selbst Spock ist davon nicht unberührt, doch dank seiner vulkanischen Physiologie, kommt er mit diesen Problemen besser zurecht als der menschliche Körper. Irgendwann wurde es jedoch so schlimm, dass fast die Hälfte der Besatzung betroffen war und das Schiff bekam zudem seltsame Befehle von der Sternenflotte. Sie sollen sich an der Neutralen Zone einfinden, da ein Angriff der Romulaner droht. Im selben Moment verschwimmt jedoch die Realität und als Leser landen wir in einem parallelen Universum, in dem wahrlich einiges anders ist.

So stehen z.B. die Vulkanier an der Stelle der Menschen und befehligen die Schiffe der Sternenflotte und Captain Spock trifft auf Fähnrich James T. Kirk. Diese Idee hat wirklich einen gewissen Reiz, denn wer würde nicht gern einmal sehen, wie sich Kirk schlägt, wenn er nicht das Kommando hat? Es stellt sich weiterhin heraus, dass die Romulaner ein Zeitexperiment durchgeführt haben, so dass es nie zur ursprünglichen Gründung der Föderation kam. Das Wie ist dabei kaum richtig erklärt, auch wenn man hier die Idee der Kinofilme aus den 80er zur Hilfe genommen hat. Ab jetzt beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, denn auch in dieser Realität, bekommt Spock mit, dass etwas nicht stimmt. Dank der Hilfe von McCoy findet er eine plausible Idee, welche sich erschreckend als wahr erweist. Sie haben nur wenige Tage, um das alte Universum zu retten...

Die Romulaner hingegen versuchen jetzt die Macht an sich zu reißen. Leider schwimmt die Story jetzt etwas, denn so logisch wie bisher alles klang, entwickelt sich der Inhalt leider nicht mehr. Kirk und Spock einen eine unbeschreibliche Freundschaft, welche auch über Dimensionen hinweg zu spüren ist. Etwas sehr mystisch, aber es kommen noch fantastischere Ideen hinzu. So ist Kirk etwa sehr aufsässig als Fähnrich und seine Akte liest sich auch eher sehr unreif, als dass der den Dienst auf so einem Schiff vollziehen könnte. Spock hält dennoch fest an diesem jungen Mann, denn irgendetwas sagt ihm, dass es richtig sei. Später kommunizieren sie auch über Lichtjahre hinweg, nur in Form von Gedanken und als Bindeglied dient das „alte“ Universum. Die Romulaner hingegen entpuppen sich später als nicht wirklich Handlungswillig und als Spock auch noch gezwungen wird Theater zu spielen und sein Pon farr ausbricht, zerfällt leider die schöne Idee hinter dem Roman.

Dennoch rundet auch diese Zeitreise sich wieder vollkommen ab und der Kreis schließt sich wohlwollend. Das nur wenige sich an die Ereignisse erinnern können, mag auch am kurzen Ende liegen. Der bereits 1985 erstmalig erschienene Roman hat für die damalige Zeit erstaunlich viel Gefühl parat. Nicht nur zwischen Spock und Kirk scheint es fast mehr als nur eine Freundschaft, auch manch andere Mitglieder an Bord gehen, neben einigen kleinen Sticheleien, doch sehr sorgsam miteinander um. McCoy hat erneut wieder alle Sympathiepunkte auf seiner Seite. Seine raue Art und der dennoch bedächtige Freund, in einer Person vereint, machen ihn zur schimmernden Randfigur. „Ich bin Arzt und kein Architekt…“ oder „Ich bin Arzt und kein Gärtner...“ lassen sogar die Synchronstimme im Kopf auferstehen und man erinnert sich an manch Wortgefecht auf der Brücke der Enterprise.

Fazit:
Zeitreisen und neue Universen, treffen auf eine überdimensionale Männerfreundschaft. Kirk und Spock stehen im Mittelpunkt der Geschichte einer seltsamen Zeitreise, in der ein Universum entsteht, welches nicht sein sollte. Autorin Della van Hise erklärt das tiefe freundschaftliche Band, zwischen Kirk und Spock vergisst dabei jedoch gelegentlich die eigentliche Story. Die Gegner haben großartig angefangen, verlieren sich jedoch nach und nach und somit bleiben nur die bekannten Hauptpersonen der Enterprise, welche alles herausreißen. Charmante Dialoge und ein McCoy in Höchstform, lassen das Gefühl von Star Trek aufleben.

Matthias Göbel

Autor: Della van Hise
Übersetzung: Andreas Brandhorst
eBook: 645 Seiten
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 308 Seiten
Verlag: Heyne Verlag 
Erscheinungsdatum: 25.02.2014
ISBN: 9783641114657

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bearbeitet von einz1975

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