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Madeleine Puljic - Zweite Heimat: Die Reise der Celeste

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Mit dem Namen Madeleine Puljic verbindet man automatisch Perry Rhodan, denn die Autorin fühlt in der Zukunft und im Weltall so wohl, dass sie hier auch andere Helden durch diese Dunkelheit begleitet. Der Name „Zweite Heimat“ lässt schon erahnen um was es sich handelt. Der nächstgelegene für uns zu erreichende Planet ist der Mars. Nicht nur jetzt schielen wir nach ihm, auch hier in einer relativ nahen Zukunft wird der Weg dorthin unternommen. Die Autorin greift dabei auf aktuelles Wissen zurück und schickt einen ordentlichen Tross von Wissenschaftlern auf den roten Planeten. Nicht ganz herausgefunden habe ich, warum es plötzlich so eilig war die Reise anzutreten – Umwelt? Überbevölkerung? etc.

Die ersten Seiten lesen sich schnell, fast genauso wird der Ablauf des Starts und dessen Vorbereitungen abgehandelt. Als Leser wird man dann völlig überraschend vor die Situation geworfen, dass sich ein Raumschiff von Aliens ebenfalls dem Planeten nähert. Erst einmal eine fantastische Idee und ich hatte später wirklich gehofft, dass der Verstand seinen Sieg feiern kann. Denn schon von der ersten Sekunde nach der Entdeckung, schwingt eine extrem negative Stimmung mit. Alle sind gereizt und wollen die Aliens am liebsten gar nicht kennenlernen. Wäre das wirklich so? Ich kann mir denken, dass besonders die Wissenschaftler doch eher Interesse hätten das außerirdische Leben kennenzulernen, oder?

Es stellt sich heraus, dass die E’Kturi die Menschen schon eine ganze Weile beobachtet haben und sich nun endgültig eine Meinung über uns bilden wollen. Dazu wollen sie die Kolonisten beobachten und somit soll für die gesamte Menschheit entschieden werden, ob sie in den Völkerbund aufgenommen werden oder nicht. Das so eine Beurteilung mehr als Stress hervorruft, kann man sich denken. Ob Azubi oder Schüler, man kennt das Gefühl, wenn ständig einer einem auf die Finger schaut und entspannt ist man dabei nie. Dennoch, wo ist die Neugier der Menschen hin? Alles wirklich schon verlernt und vergessen? Wollen sie immer noch sich untereinander lieber mit der Keule den Kopf einschlagen, als das sie lernen und forschen?

Ich muss gestehen, dass ich einige Beweggründe der Menschen absolut nicht nachvollziehen konnte. Was bewegt das Militär zu solch fatalen Entscheidungen? Warum kann ein einzelner General über so viel Macht verfügen und das kein Wissen über die Aliens je nach draußen gelangt bei so vielen Mitarbeitern? Mit einem hat Madeleine Puljic allerdings recht. Solange wir Menschen es nicht schaffen auf unserem eigenen Planeten für Frieden zu sorgen, warum einen anderen Planeten besiedeln? Ich wünschte mir endlich mal eine positive Stimmung, so dass wir alle in eine Zukunft blicken können, die es wert ist erlebt zu werden. Perry Rhodan hat sehr gute Ansätze, nur endet hier die Reise der Celeste völlig anders, als man es sich von Anfang an gewünscht hätte.

Fazit:
Lügen, Intrigen, Hass, Angst, Krieg... macht nur das uns als Menschen aus? Nicht ganz, es gibt viele gute Ansätze, wie in dieser Geschichte deutlich beschrieben. Ehrlichkeit, Demut, Reue und Offenheit können Türen öffnen, doch nicht jeder kann sich in einem Dialog unterhalten. Die Idee, dass wir Menschen einer Beurteilung unterzogen werden, ist nicht neu und aktuell würden wir als Barbaren unseren Ruf zurecht abbekommen. Autorin Madeleine Puljic versucht es nicht zu beschönigen, wir haben einfach nichts dazugelernt, auch wenn einige sich größte Mühe geben. Neben der erwähnten Kernaussage fehlt der Geschichte an einigen Stellen die Plausibilität des Dargestellten und oft huschen Momente zu schnell am Leser vorbei.

Matthias Göbel

Autor: Madeleine Puljic
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Erscheinungsdatum: 02.03.2020
ISBN: 9783426524350

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