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einz1975

Una McCormack - Star Trek – Picard: Die letzte und einzige Hoffnung

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Jean-Luc Picard, was für ein Name. Als ich die Zeilen las, dass es eine neue Serie geben wird, in der dieser charismatische Captain die Hauptrolle übernimmt, stiegen mir die Freudentränen ins Gesicht. Sicherlich war ich gewarnt durch Star Trek - Discovery, dass sich das Franchise mittlerweile entwickelt hat und Patrick Stewart auch älter geworden ist. Dennoch, eine gute Geschichte und dieser Schauspieler, was kann da schon schief gehen? Picard wird zum Sternenflotten-Hauptquartier nach San Francisco gerufen. Hier erfährt er, dass die Sonne des romulanischen Systems sich in den nächsten Jahren in eine Supernova verwandeln wird. Schock! Starre! Doch Picard, der über die Jahre schon immer das Leben liebt weiß, dass man hier sofort handeln muss.

Keine Enterprise mehr und kein Captain mehr – Willkommen Admiral Picard. Die Aufgabe klingt relativ einfach - Rette so viele Leben wie es nur geht. Doch neben der logistischen Probleme, gibt es so viele mehr, an die man im ersten Moment gar nicht denken würde. Da haben wir die Romulaner selbst. Nicht nur, dass sie über Jahre hinweg die Erzfeinde der Föderation waren, selbst jetzt, im Angesicht der kommenden Katastrophe können sich diese beiden Parteien immer noch nicht vertrauen. Es geht sogar soweit, dass einige Welten der Föderation verlangen, dass all die Hilfe eingestellt wird. Diese Stimmung nutzen findige Politiker, um sich einen Namen zu machen, egal wie tief der moralische Aspekt des Lebens dahinter zu beleuchten ist. Für Picard zählt jedes einzelne Lebewesen, egal welchen Rang oder welche Herkunft sie haben.

Doch auch die Romulaner untereinander scheinen sich mit ihren Lügen und Intrigen nicht weiterentwickelt haben. Der Tal Shiar spielt dabei wieder eine tiefgreifende Rolle, wird hier aber meiner Meinung nach etwas zu überspitzt dargestellt. Das der Admiral seine alten Freunde der Enterprise mit einbinden kann ist ein logischer Schritt, nur fehlt mir hier die Beratung mit ihnen und auch mit seiner neuen Crew ist er mehr unterwegs, als das sie zusammen Entscheidungen treffen. Ich muss auch gestehen, dass mir die neue Nummer 1 mit ihrem „JL“ doch deutlich fehl am Platz vorkam und wer bereits die Serie gesehen hat wird wissen was ich meine. Una McCormack gibt Pirard nicht nur eine neue Uniform, er hat sich auch verändert.

Er ist zwar immer noch im Begriff wortgewandt Situationen zu klären und er schlägt auch mit seinen Taten mal einen der Oberen vor den Bug, aber woher kommt diese extreme Verbissenheit? Er zwingt sich regelrecht alles richtig machen zu wollen und ist nicht mehr so analytisch und scharfsinnig wie zuvor. Im Buch wird leider auch nicht geklärt, warum die Sonne explodiert und das Problem mit den Droiden, auch da bekommen wir keine Antworten. Das möge daran liegen, dass alles erst in der Serie zur vollen Reife erzählt wird. Immerhin erfährt man warum die Droiden gebaut wurden und wer die Idee dahinter hatte. Milliarden von Leben stehen auf dem Spiel und alle schauen weg? Ist der Plot so einfach? Leider ja. Dennoch schafft Picard mit seinen ersten Schritten einen kleinen Teil der Romulaner zu retten, viel zu wenig und doch so viel, dass er weiß, dass er das richtige macht.

Fazit:
Rette andere und rette dich selbst! Das Leben ist das kostbarste Gut was ein jeder besitzt. Egal welche Herkunft, Hautfarbe oder Religion, am Ende sind wir alle nur Lebewesen. Picard hat dies in seinem Herzen verwurzelt und schon in der Star Trek - Next Generation - Serie hat er ganze Welten vor dem Untergang bewahrt. Dies ist die größte Herausforderung seines Lebens, doch die Steine die im in den Weg gelegt werden sind schier unüberwindbar groß. Auf jeder Seite des Buches spürt man diese drückende Last auf dem Herzen von Picard. Er kämpft sich stetig voran, verliert aber auch immer wieder viele Meter. Das Buch ergänzt die ersten Folgen der Serie perfekt, liefert aber selbst wenig Antworten. Vielmehr erkennt man auch hier, dass Picard nicht mehr der gleiche ist, der er einmal war. Die Fassungslosigkeit beim Scheitern der Mission, lässt selbst einen Picard daran zerbrechen. Allerdings ist es nicht das Ende seiner Reise...

Matthias Göbel

Autor: Una McCormack
Übersetzung: Stephanie Pannen
Taschenbuch: 404 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Erscheinungsdatum: 12.02.2020
ISBN: 978-3-426-52435-0

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bearbeitet von einz1975

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