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David Mack - Star Trek – Next Generation: Kollateralschaden


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Endlich geht es in die finale Runde, um Captain Jean-Luc Picard und seine Verhandlung, um seine Mittäterschaft an der Amtsenthebung des ehemaligen Föderationspräsidenten Min Zife. Eine Tat, welche Picard schon so viele schlaflose Nächte bereitet hat, kommt endlich ans Licht und er kann offen darüber sprechen, auch wenn es diesmal ausschließlich vor Gericht passiert. Ein Verteidiger steht ihm zur Seite, auch wenn dieser all seine Erfahrung und Kunst der Verteidigung auspackt, Picard will voll und ganz die Wahrheit erzählen, egal welche Konsequenzen das haben wird. Dieser Strang der Geschichte ist für mich das absolute Highlight des Romans.

Es erinnert an ein Gerichtsdrama aller John Grisham und hat doch so viel eigene Elemente in sich, dass es als Sologeschichte super funktioniert hätte. Doch David Mack war dies nicht genug und er fügt noch viele kleine Storys mit ein. Da haben wir Thadiun Okona, ja, richtig, genau dieser Okona! Ihr erinnert euch an die Folge „Der unmögliche Captain Okona“ aus Star Trek: Next Generation? Dann wisst ihr genau wer hier am Werk ist und mittlerweile arbeitet er beim Sternenflottengeheimdienst als aktiver Agent. Er sollte verdeckt eine Waffe der Husnock zum Kauf anbieten, um damit einige gefährliche Individuen aus den Verkehr zu ziehen, doch das lief mächtig schief und die Nausikaaner bekommen erneut einen Auftritt.

Mit so einer Waffe in ihren Händen, ist der gesamte Quadrant in Gefahr und es gilt sie aufzuhalten. So wird Worf, welcher Picard auf der Enterprise als Captain vertritt, mit der Aufgabe betraut nach ihnen zu suchen, genauso wie Okona versucht er jetzt die Nausikaaner aufzuhalten. Ein Katz- und Maus-Spiel, welches recht ausgedehnt erzählt wird. Da sie auf ihrem Weg viel Zerstörung hinterlassen, bekommt die Geschichte noch einige Nebenschauplätze, welche nicht minder gefährlich erzählt werden. Kurzzeitig bekommt sogar Riker einen kleiner Auftritt und auch die restlichen amtierenden hohen Admiräle und selbst die Präsidentin kommen zu Wort, was aber zu erwarten war, wenn eine solche Persönlichkeit wie Picard vor Gericht steht.

David Mack hat sich bei Okona und dem Anführer der Nausikaaner einem literarischen Trick bedient. So wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was anfänglich gewöhnungsbedürftig war, aber auch eine gelungene Abwechslung bringt. Den Gedanken der beiden zu folgen und die Taten auf der anderen Seite zu beobachten, sind genau das, was die Geschichte um die Nausikaaner auch so besonders macht. Als gefürchtete Söldner bekannt, haben sie doch mehr Herz, als es bisher bekannt war. Okona hingegen erweist sich als der „Han Solo“ in seinen besten Tagen. Immer ein Spruch auf den Lippen, schönen Frauen nicht abgeneigt und trotzdem so trickreich unterwegs, dass er jede Situation meistern kann. Zudem noch witzig, was angesichts der grundlegenden Geschichte auch mal etwas Entspannung herbeiführt.

Fazit:
Schuldig oder nicht, die Wahrheit muss ans Licht! Captain Jean-Luc Picard in einer ungewohnt defensiven Situation, in der er nichts weiter machen kann, als seine Taten sprechen zu lassen und auf der anderen Seite ein Volk, welches bisher viel zu lange vergessen wurde. David Mack schafft es immer wieder Star Trek einen Rundumschlag zukommen zu lassen. Ob mit der Gerichtsverhandlung oder den Nausikaanern, er sortiert die Figuren korrekt und passend zusammen, lenkt mit kleinen Umwegen ab, bringt aber alle zum Schluss zusammen. Im Endeffekt, schafft Mack ein Abschluss, welcher auch schon zu lange hat auf sich warten lassen. Fans der Star Trek Romane kommen hier nicht drumherum!

Matthias Göbel

Autor: David Mack
Übersetzung: Bernd Perplies
Taschenbuch: 486 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 05.10.2020
Erstveröffentlichung: 2020
ISBN: 9783966583237

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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:
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