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Galaxis Science Fiction - Band 8 – Die unheimliche Freiheit


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Den Auftakt in diese schöne kleine Sammlung von Kurzgeschichten macht James H.Schmitz mit seiner Geschichte: „Der Puppenspieler“. Die Menschen haben in seiner Vision der Zukunft mittlerweile die Fähigkeit entwickelt PSI-Sinne einzusetzen. So können sie z.B. sich nur in Gedanken unterhalten oder aber auch andere Menschen steuern. Außerdem ist es möglich, dass künstliche Abbilder von Menschen geschaffen werden, welche so täuschend echt aussehen, dass der ein oder andere sie nicht erkennen kann. Telzey ist eine der Wenigen welche PSI-Fähigkeiten besitzt und als sie eines Tages eine Frau sieht, die ihr merkwürdig vorkommt, versucht sie den PSI-Kontakt - Doch nichts passiert. Sie macht sich auf die Suche nach dieser Frau und landet am Ende bei dem der bekanntesten Theaterregisseur ihrer Zeit. Allerdings hat er menschliche Puppen als Schauspieler und eine sieht jetzt genau so aus wie sie.

Ein kurzer Thriller, welcher am Ende eine recht überraschende Wendung nimmt und die sogenannten Puppen in einem ganz neue Licht erscheinen lassen. H. Beam Piper liefert mit „Der Tag des Idioten“ die wohl beste Geschichte ab. Ein Ingenieur wird beauftragt in einem Atomkraftwerk ein neues Sicherheitssystem einzubauen. Er hat allerdings die Befürchtung, dass einer der Arbeiter nicht ganz bei der Sache ist oder gar geistig nicht fähig genug seine Aufgabe korrekt umzusetzen. Er lässt alle Mitarbeiter von einer Psychologin testen, doch nicht jeder ist damit einverstanden, als „Idiot“ hingestellt zu werden und das hat mächtige Folgen. Die Gewerkschaft greift ein und selbst der Präsident der USA hat plötzlich ein Wörtchen mitzureden. Wer ist am Ende aber wirklich der Idiot? Die wohl bekannteste Story hat Harry Bates mit „Der Tag an dem die Erde still stand“ mitgebracht. Ein Raumschiff landet auf der Erde. Lange ist es still, bis ein riesiger Roboter und ein humanoid ähnlicher Außerirdischer aussteigen.

Doch gab es unter den Menschen auf viele welche Angst vor diesen Besuchern hatten und so wurde der Humanoid erschossen. Seitdem steht der Roboter still, bewegt sich kein bisschen und scheint nur darauf zu warten, dass sein Herr wieder zurückkommt. Dieser ist mittlerweile beerdigt worden und die Menschen hoffen, dass sie trotzdem noch guten Kontakt zu den Wesen aufnehmen können. Es wird ein Museum um das Raumschiff gebaut, in der Hoffnung, dass sie irgendwie Zugang zum Schiff oder dem Roboter gelangen. Ein Reporter will es genau wissen und schleicht sich nachts ins Museum. Was er hier erlebt, verändert alles. An einigen Stellen überraschend einfach gehalten und doch ist die Story weltbekannt. Am Ende schließt Randall Garrett mit „Die unheimliche Freiheit“ die Sammlung ab.

Auf einem Raumschiff lebt und arbeitet Jaim Jakom Diego als Meister Schätzer. Er berechnet Wahrscheinlichkeiten wann etwas wo oder wie eintrifft und manchmal muss er eben „schätzen“ was als nächstes passiert. Sein Assistent ist noch lange nicht so weit und seine Fehler muss Diego mit ausbaden. Beim nächsten Landgang will er etwas in einer Bar trinken, doch kommt er nicht mehr auf das Schiff zurück. Vielmehr wird er ausgeraubt und später als Vertragsverbrecher gesucht. Man muss noch wissen, dass die Menschen hier ähnlich wie in einem Kastensystem leben. Keiner ist gleich, alle haben ihrer Herkunft nach ein passendes Benehmen und den dazugehörigen Status. Es gibt Klasse 1-6 und auch noch die Privilegierten. Diego selbst liegt als Schätzer auf Klasse 3 und versucht nun zurückzukommen. Dabei nutzt die einheimische unterste Klasse, lernt ihr Leben kennen und was es mit den Rebellen auf sich hat. Er lebt kurzzeitig das Leben eines völlig neuen Lebens.

Fazit:
Kurzgeschichten haben den Vorteil, dass die Autoren recht schnell zur Sache kommen. Der Nachteil wiederum, manchmal möchte man als Leser noch länger in diesen Welten verweilen. „Der Tag an dem die Erde still stand“ überrascht, da die Geschichte nur sehr wenig mit dem zu tun hat, was man aus den beiden Verfilmungen kennt. „Der Tag des Idioten“ spricht für sich, da es diese Menschen in ihrer Form immer so geben wird und „Die unheimliche Freiheit“ hat starke Bilder eines streng eingeengten Systems, aus dem man nicht ausbrechen kann. Nur „Der Puppenspieler“.ist an einigen Stellen etwas zu einfach gestrickt, hält aber dafür nette Kleinigkeiten aller „Ex Machina“ verborgen. Am Ende bleibt mir nur übrig eine Empfehlung auszusprechen, da man einige Autoren neu entdecken kann und inhaltlich zeitlose Themen bearbeitet werden.

Matthias Göbel

Autoren: James H.Schmitz, H. Beam Piper, Harry Bates, Randall Garrett
Übersetzung: Christian Dörge, Heinz Nagel, Ute Seeßlen, Udo H. Schwager
eBook: 176 Seiten
Verlag: Apex Verlag
Veröffentlichung: 24.01.2019
ISBN: 9783743880924

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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:
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