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...der Brand in der Felsung!

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„Banale Aufgaben in einer banalen Welt...“ - Allein mit diesem Satz hat der Autor mich schon gehabt. Das Leben von John, dem Hauptcharakter, verlief bisher eher in gleichen Bahnen. Angestellt, mit einem Gehalt, was okay ist, lebt er mit seiner Frau von Tag zu Tag. Er befindet sich aktuell in New York, knapp 900 Meilen weit entfernt von Zuhause. Die laufende Präsentation nimmt er zwar wahr, aber so richtig ist er nicht bei der Sache. Interessant wird es erst, als das Chaos ausbricht. Ein YouTube-Video macht die Runde. In einem Restaurant wird plötzlich ein Kellner von einem Gast angegriffen. Er wird mitten in den Hals gebissen und ein großes Stück Fleisch herausgerissen. Der Autor lässt ab jetzt nicht mehr locker. Er beschreibt sehr haarklein die Flucht von John. Von dem Büro in New York ist es allerdings ein weiter Weg und was hier alles passiert, da wird man mehr als einmal als Leser getestet, ob man Blut „sehen“ kann oder nicht.

Waffen sind von Anfang an eher Mangelware. Eine Eisenstange und ein Hammer sind die helfenden Utensilien, mit den man sich die Zombies vom Hals hält. Knackende Knochen und Fontänen von Blut sind da keine Seltenheit. Jedoch geht es nicht hauptsächlich um den Ekel oder die Brutalität, die hier beschrieben werden. Davis geht eher darauf ein, wie sich John und sein Mitstreiter fühlen, wenn sie eines dieser untoten Wesen töten müssen. Da ist keine Freude oder Gelächter in ihren Gesichtern, vielmehr das blanke Entsetzen und der Wille zum Überleben. Den müssen sie auch haben, denn John will unbedingt zurück zu seiner Frau. Diese wartet auf ihn, nur aktuell funktioniert sein Handy nicht, da der Funkverkehr ausgefallen ist.

Wie auf dem Cover zu sehen, spielt ein Hummer eine wichtige Rolle. Wenn man dieses Auto sieht, kann man sich auch noch einmal einige der Situationen besser vorstellen. Hartes Metall trifft auf ein paar menschliche Knochen, nun, den Ausgang ist recht eindeutig. Ansonsten hält der Autor immer wieder Bezug zu bekannten Zombie Filmen oder Geschichten. Der Kopf ist abzuschlagen, leere Augen, hier allerdings rot leuchtend und je älter die Zombies, desto langsamer bewegen sie sich. Sie bewegen sich auch auch ohne Unterleib oder Gliedmaßen, Hauptsache der Kopf ist noch intakt. Die Reise von John hält Wendungen parat. Nicht nur der Mensch und sein soziales Verhalten wird dabei auf die Probe gestellt, vielmehr wird die Menschlichkeit als solches aufgerufen und bei vielen nicht mehr gefunden.

Ob super reiche Hausbesitzer, verschanzt in einem Bunker oder schon völlig abgebrüht und man erkennt den Unterschied zwischen Zombie und Mensch nicht mehr. Alles Themen, auf die man sich vorbereiten muss. An einigen Stellen findet Davis sogar die richtigen Worte, um den Leser auch Schmunzeln zu lassen, was angesichts der Geschehnissen schon recht überraschend war. Das liegt zum einen auch an John, aber auch an Kyle, der ihm mehr als einmal das Leben rettet und selbst zum Ende hin, beide nur zusammen diesen Wahnsinn überleben. Die geheime sichere Zuflucht Avalon dient perfekt als Showdown-Ort und wird die größte Herausforderung der Geschichte. Schade das man über den Ursprung der Seuche/Virus nicht all zu viel erfährt, aber es gibt ja einen Teil zwei...

Fazit:
WTF - An dieser Geschichte beißt man sich fest! S. Johnathan Davis hat mit „900 Meilen“ einen harten Endzeit-Thriller geschrieben der es in sich hat. Die beiden Hauptcharaktere erscheinen erstaunlich lebensecht und jede Situation ist kurzweilig und anschaulich beschrieben. Mit der richtigen Mischung aus Zombie-Action und Horror wird man Nonstop unterhalten. Eine trostlose Zukunft in die uns der Autor schickt und mit all den Menschen, welche bereits ihr zivilisiertes und soziales Leben aufgegeben haben, wirkt der Roman gleich noch brutaler, als die Kämpfe gegen die Untoten selbst. Nicht zu viele Seiten vor dem Schlafengehen lesen, man schreckt unweigerlich nachts auf und hört bei jedem Knacken genauer hin...

Matthias Göbel

Autor: S. Johnathan Davis
Übersetzung: Katrin Fahnert
Taschenbuch: 280 Seiten
Verlag: Luzifer Verlag
Veröffentlichung: 24.04.2014
ISBN: 9783943408249

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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:
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