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Politics: Schröder beleidigt Volk


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- Au backe ! - kleine Satire - Au backe ! -

Schröder wirft Deutschen Schmarotzertum vor

Weil in Deutschland der Sozialstaat zu kippen droht, und das Volk wegen Hartz IV pünktlich zu jedem Montag in Leipzig und anderen (Ost)-Deutschen Städten auf der Straße steht, scheint jetzt einem Politiker nach dem anderen der Arsch zu platzen.

Captain Data / basierend auf Spiegel.de vom 17.09

Als einfacher Bürger steht man alle 4 Jahre vor der großen Entscheidung: Tut man sich eine weitere Legislaturperiode die gleiche Bande von Zwangsneurotikern und Versagern an, oder wechselt man, nur um nachher festzustellen, dass Murphy recht hat, und man stehts bei einer Fifty/Fifty Sache sich für die falsche entscheidet. Dabei ist wie bei keiner anderen Wahl klar wie bei der Wahl von Parteien: ALLE Möglichkeiten führen zum schlechtmöglichsten Ergebnis für das Volk.

Nun stehen demnächst in 2 Bundesländern wiedermal Landtagswahlen an, und es scheint jedes Mittel recht, den Wahlkampf anzuheizen - diesmal mit einer Nouvelle - Volks-Bashing. Anstatt die Schuld beim Tross von Beamten und den Aufsichtstäten diverser defizitärer Exstaatsunternehmen (die Privaten sowieso) zu suchen, wird das Volk beschuldigt, am Hochwasser, fehlenden Kindern und vermutlich auch am 3. Weltkrieg schuld zu sein. Ja - Deutschland könnte so schön sein ohne Volk.

Das muss auch so sein, denn würde bei den kommenden Wahlen die SPD hart abgestraft - und das sei nichtmal so unwahrscheinlich - so wird Schröder wohl schon Briefchen an seine Genossen in den Führungsetagen der Deutschen Bank, Volkswagen oder der Telekom schreiben, um nach der nächsten verlorenen Bundestagswahl dann trotzdem fett weiter abzukassieren.

Da beschuldigt man doch lieber das dumme Volk, am Kentern des Schiffs USS Sozialstaat schuld zu sein, statt dem VW-Boss viel zu fette Gehälter abzugreifen, denn dies könnte ja in 2 Jahren dazu führen, dass unser lieber Kanzler ähnlich wie Altmeister Kohl in der zweiten Reihe im Bundestag verschwindet, und dort ebenso rumzuvegetieren. Höchstens der verfühte Tod seiner Frau würde ihn dann noch ins Lampenlicht rücken ... aber da müsste Schröder wohl nachhelfen, denn seine Frau macht einen sehr fidelen Eindruck.

In Deutschland herrscht eine Stimmung, wie mancherorts während eines Bürgerkrieges. West gegen Ost, Arm gegen Reich, Dünn gegen Fett und vermutlich auch Kirche gegen Staat. Partei gegen Partei und innen drin wird auch fest gezofft, auf dass der Frieden rein symbolischer Natur nach außen hin gehalten wird - doch der Apfel "Deutschland" ist verfault bis ins Mark.

Dabei ist doch die Lösung viel Naheliegender. So mag es im Volk Typen geben, die Florida-Rolf wie einen Chorknaben erscheinen lassen. Doch die gibts auch - und gerade dort - bei den oberen Zehntausend. Wenn ein Michael Schumacher ob seiner Renn-Millionen Kindergeld beantragt, so ist das natürlich gesetzlich okay, aber dem Volk das nahezubringen ist ein Unding. Denn - Michael S. braucht das Geld ganz sicher nicht, aber vielleicht die alleinerziehende Mutter, die aufgrund ihrer beiden 1 und 2 Jährigen Kinder nicht mehr arbeiten kann und Sozialhilfe bezieht. Auch sonst sollten sämtliche Sozialleistung an Hochverdienende (und damit meine ich ab 20.000 Euro monatlich gestrichen werden - zahlen sollten sie aber weiterhin.

Das tut aber sich kein Politiker an. Es ist ja viel einfacher, das Volk zu knechten, ewig zu binden ... im Lande Mordor, wo die Schatten drohn ...

Auch die Idee eines Herrn Rogowski, der Arbeitnehmer solle gefälligst ALLEIN seine Sozialabgaben tragen, ist alles andere als sozial. Denn würde der Arbeitnehmer tatsächlich all die Sozialabgaben allein tragen müssen, so wären die Demonstrationen zu Hartz IV wohl eher eine Dorfversammlung. Dann gäbe es vielleicht tatsächlich so große Demonstrationen, dass es an die unmittelbare Vorwendezeit erinnert.

Deutschland hat nicht nur ein Problem mit sog. Schmarotzern. Nein, es hat auch ein Problem mit der Gebermentalität. Niemand will mehr sein Schärflein beitragen - wen wunderts, scheinen die Sozialsysteme eine Art "Bodenloses Loch für Finanzen" zu sein. Ganz oben auf der Liste stehen dabei Großindustrielle, die am liebsten wieder Tagelöhner beschäftigen wollen, welche zwar bezahlt werden müssen, aber keine Sozialabgaben leisten müssen, keiner Gewerkschaft angehören und vermutlich auch weniger Rechte als ein durchschnittlicher Mensch im Sudan haben.

So kommen wir nun zum Ausgangspunkt dieser Geschichte - Kanzler Schröder hat Recht. Ja, wirklich. Es IST so, dass kaum jemand nicht die Chance ergreift, staatl. geföderte Maßnahmen zu ergreifen. So werden Häuser gebaut, die sich keiner leisten kann, nur um die Eigenheimzulage abzugreifen. Es werden Ich-AGs mit Konzeptideen wie "Hausmeister für Villen mit Eigennutzungsrecht" gegründet, nur um nicht als Hartz IV-Empfänger im Plattenbau zu enden.

Ja, Schröder hat Recht. Doch auch wenn es im Volk diverse Steuertrickser gibt, so finden sich in den großen Konzernen mehr kriminelle Energien als in der Mafia. Es wird nicht mehr auf Gewinn kalkuliert, sondern auf Plus-Minus-Null-Umsatz, um weniger Steuern zahlen zu müssen. Es werden Subventionen abgegriffen, um 100 Arbeitsplätze zu sichern, statt 100 neue zu schaffen - obwohl der Staat mit dem Geld vermutlich 1000 Arbeitslose mit einem monatlichen Anspruch auf 800 Euro hätte versorgen können - 10 Jahre lang.

Der Ausbildungspakt, welcher die Schaffung von 30.000 neuen Lehrstellen erwirken sollte, mutierte zur Lachnummer, als ein Wirtschaftsboss dazu später meinte, wieso von seinen knapp 18.500 geschaffenen Lehrstellen nur ein Netto von 500 neuen Lehrstellen verblieben seien: "NEUE Lehrstellen sind nicht ZUSÄTZLICHE Lehrstellen". Konjunkturbedingt wahren zufälligerweise zuvor 18.000 Lehrstellen wegrationalisiert wurden ...

Schröder hat Recht. Es wäre nur schön gewesen, wenn er mit dem Finger auf die Verursacher gedeutet hätte, als einen schwammigen Satz zu äußern "bis in die Mittelschicht hinein" würden Sozialleistungen schmarotzt. Von wo ? Armut bis Mittelschicht ? Die Elite bis in die Mittelschicht ? Auch die Gebermentalität blieb unangesprochen, aber da müsste ja Schröder konkret werden: Die Mittelschicht zahlt, die Vielverdiene und die Elite entzieht sich dank Privatversicherungen und fetten Geldpolstern der Verpflichtung, den Sozialstaat zu stützen. Nur die Firmen zahlen noch - an das Arbeitnehmergehalt gebunden - und selbst das soll wohl am liebsten abgeschafft werden, um nochmehr grenzenlosen Profit zu erwirtschaften.

Es ist traurig. So traurig, dass aus dem als Satire gemeinten Posting doch am Ende nur die übliche Gesellschaftskritik wurde.

Eins jeden Falls ist sicher: Die nächste Wahl wird nicht gnädig mit der SPD umgehen. Wir werden wohl wieder mit den Schwarzen leben müssen - oder schlimmer noch: mit braunem Gesocks als Koalitionspartner.

Bearbeitet von Captain Data
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Erstmal, werter Kollege, gibt es hier Threads speziell für politische Diskussionen.

Ferner haben wir hier sogar eine recht aktuelle Diskussion zu den Sozialreformen,

Und deinen schwarzen Text auf grauen Grund werde ich mir jetzt auch nicht antun, würde mich aber für die sogenannte "Beleidigung" im Wortlaut (Zitat) interessieren.

PS:

Hab über den Link doch noch die gewünschten Informationen erhalten:

Meines Erachtens handelt es sich dabei um keine Beleidigung, sondern um eine Feststellung. Allerdings kann man die Schuld nicht allein dem Volk in die Schuhe schieben - natürlich versucht jeder, soviel Geld wie möglich auf seiner Seite zu behalten. Da wird getrickst, wo es nur geht (Steuererklärung, Förderungen und Zuschüsse....) - auch wenn man im Pronzip auch ohne diese Leistungen über die Runden kommt.

Das der Finanzhaushalt des Staates etwas ins Schleudern gerät, wundert mich nicht - denn der Staat selbst hat doch all diese sozialen Schlupflöcher erschaffen. Wenn man diese nicht tragen kann, muss man sie halt schliessen. Entweder komplett oder in Verbindung mit einer Einkommensermessensgrenze, wo man Lesitungen und Einsparungen in Anspruch nehmen kann, wenn man darunter liegt.

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Dein Sozithread interessiert allerdings das Forenvolk genausowenig wie der meinige, so wie's aussieht.

Jedenfalls ists so kein Wunder, dass in Deutschland wirklich all das den Bach runtergeht, was wir als Zivilisation, Sozial und Gerecht empfinden. Aber ehrlich gesagt: Politverdrossenheit ist verständlich, akzeptabel jedoch nicht.

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Und wo liegt die Alternative????

PDS - die immer noch nicht wissen, dass die Planwirtschaft versagt hat?

NPD - Weil Deutsche viel besser und effektiver arbeiten als andere - und es unter denen auch plötzlich wollen?

FDP - dienen, folgen, und einfallslos ne 18 auf alles pinseln?

Politikverdrossenheit soll nicht aufkommen, wenn alle nur und immer wieder nach Strich und Faden beschissen werden - und das ganz egal, welcher Partei sie ihr Kreuz widmen????

Na euren Optimismus möchte ich haben...

Bearbeitet von Locutus
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jetzt hier mal von mir ein politisches statement muahaha

kleines frage und antwortspiel bezüglich harz mit den wichtigsten fragen die alle immer breitkauen und meine meinung dazu:

Bundeskanzler Schröder ist der Ausspruch „Es gibt kein Recht auf Faulheit. Wer arbeitsfähig ist, aber einen zumutbaren Job ablehnt, dem kann die Unterstützung gekürzt werden.“ zuzuschreiben. Was sagen sie dazu als Arbeitsloser, stimmen Sie dem zu?

Absolut, ich würde sogar noch weiter gehen. Wer in angemessenem Zeitraum keine neue Arbeit in seinem Fachgebiet findet muss halt etwas anderes machen. Keiner hat das Recht sich auf dem Rücken Gemeinschaft auszuruhen. Sicherlich, einen ‚minderen’ Job anzunehmen mag hart sein, aber es bleibt das gute Gewissen keinem anderen auf der Tasche zu liegen. Es gibt sich immer Arbeit, man muss sie nur wollen.

Bisher waren die kommunal finanzierte Sozialhilfe und die einkommensabhängige Arbeitslosenhilfe voneinander getrennt, nun werden sie gekoppelt. Macht diese Einkürzung von Sozialleistungen bei Doppelbeziehern Sinn oder ist sie nicht eher eine doppelte Bestrafung für Arbeitslose wie sie? So müssen schließlich etwa 500.000 Empfänger des alten Arbeitslosengeldes nun das niedrigere Sozialgeld beantragen.

Sowohl Sozialhilfe als auch Arbeitslosengeld ist grundlegend gesehen erstmals eine überbrückende Maßnahme die für einen temporären Zeitraum gedacht ist. Außerdem erfolgen Kürzungen ja nicht aus Spaß an der Freude. Es ist weniger Geld vorhanden, demnach muss man seinen Standard zeitweilig senken können.

Erhoffen Sie sich neue Chancen auf einen Job durch Hartz IV? Erwarten Sie eine deutliche Senkung der Arbeitslosen durch Hartz IV? Wirtschaftsminister Clement hat diesbezüglich die Schaffung von bis zu 600.000 Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose angekündigt. Bitte begründen Sie.

Ich habe keine Sorge arbeit zu finden da ich mich bald Aufgrund der Flaute in meiner Branche selbstständig machen werde. Abgesehen davon hoffe ich, dass durch mehr Kürzungen und Druck seitens des Sozialstaats die Erkenntnis in den Leuten erwacht, dass es nicht immer nur Bergaufgehen kann. Wer den Gipfel erklimmen will muss erstmal im Tal stehen. Besonders Langzeitarbeitslose werden dadurch zu Recht gezwungen sich neu zu orientieren.

Wie bewerten Sie denn generell die Politik der Bundesregierung, die sich zunächst gegen Forderungen nach einer Veränderung der Reform sperrt und dann doch nachgibt und Verbesserungen beschließt?

Generell bin ich mit dem derzeitigen „Hin und Her“ wenig zufrieden. Allerdings hat die Bundesregierung auch kaum Alternativen da der Druck der Opposition und des Volks enorm ist. Verbesserungen sind oftmals nicht wirkliche Verbesserungen sondern lediglich pro forma Eingeständnisse um das Ziel zu erreichen. Mich stört es sehr dass einer gewählten Regierung auf kurzsichtige Art und Weise derart Steine in den Weg gelegt werden. Hier wäre mehr Entscheidungskompetenz wünschenswert. Einschnitte in den Sozialleistungen usw. entstehen schließlich nicht aus Habgier. Ich denke dass der Regierung auf jeden Fall unser Wohl am Herzen liegt.

Der Kanzler will mehr informieren und aufklären. Ist das der richtige Weg, um Menschen wie Ihnen die Verunsicherung wegen der Reformen zu nehmen? Halten Sie die Form der Aufklärung - eine Anzeigenkampagne und die Verteilung von Broschüren - für ausreichend?

Leider nein, die kommunizierte Botschaft ist mehr als Mangelhaft. Begründet werden kann dies aber auch durch die schlecht Meinungsmache, die egoistische Gewerkschaftsbosse und die generell negativ eingestellte Opposition verursachen.

Die Perspektive, die Hartz IV bieten soll, heißt: Wiedereingliederung von Erwerbslosen ins Berufsleben. Sind dafür auch genügend Arbeitsgelegenheiten vorhanden?

So einfach darf man die Frage nicht stellen. Komplette Eingliederung ins derzeitige Berufsleben ist sicherlich nicht möglich. Hier muss sich einiges an der Wirtschaft im Gesamten ändern.

Der Unmut der Bevölkerung über Hartz IV zeigt sich derzeit bei den Montagsdemonstrationen. So hat der frühere SPD-Vorsitzende Oskar die Leipziger Montagsdemonstration unterstützt. Wie finden Sie das?

Diese Demonstrationen sind kontraproduktiv. Die angestrebten Reformen sind Schritte die zwar hart sind, aber getan werden müssen.

Schafft Hartz IV in Ihren Augen wieder eine Kluft zwischen dem Westen und Osten der Republik?

Diese Kluft existiert nur in den Augen derjenigen die sie sehen wollen.

Was wünschen Sie persönlich von der Bundesregierung, um Ihnen aus Ihrer Lage zu helfen?

Arbeitsmäßig sehe ich der Zukunft positiv entgegen. Verbesserungen in Form von Vereinfachungen im Steuerrecht wäre für mich als baldigen Selbstständigen wünschenswert.

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Dein Sozithread interessiert allerdings das Forenvolk genausowenig wie der meinige, so wie's aussieht.

Könnte damit zu tun haben, dass man deine Schmähschrift schlicht und ergreifend nicht lesen kann. Habe gerade (mit Lesebrille und Nasenspitze auf dem Bildschirm (was übrigens eklige Fettflecken gibt)) ewig gebraucht, um mich da durchzuquälen.

Und nun fällt mir dazu leider nichts ein ausser einem Schulterzucken. Was möchte du dazu hören? Widerspruch? Zuspruch?

Schröder hat doch vollkommen Recht. Jeder nutzt die Möglichkeiten, die sich ihm bieten.

Menschlich.

Dumm für die Staatskasse, aber menschlich.

Und dass die Industrie sich manches Ding erlauben kann, dass für den Normalsterblichen nicht möglich ist - das ist bekannt. Auch dumm für die Staatskasse, aber hey, willkommen im Kapitalismus!

Darüberhinaus muß ich - wer hätte geglaubt, dass dieses Board diesen Tag noch erleben darf?! - DR zustimmen. ;)

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Ich habe mich zu diesem Thema bereits in einem anderen Thread geäussert und stimme

@dreffects ebenfalls weitgehend zu.

und sorry @captain

ich habe mich durch Deinen unleserlichen Text durchgequält, aber der Grundtenor

enthält schon wieder dieses Übliche "Die da oben machen ja nur Mist....", mein Vorschlag, geh in die Politik und mach es besser !!!

Ich könnte mich ja freudestrahlend zurücklehnen und sagen "Siehste, ich hab die Deppen nicht gewählt" Toll ! Aber hätten Stoiber und Konsorten irgendetwas besser machen können ?! Nein, denn was wir erleben sind die Auswirkungen schon vor langer Zeit getroffener Entscheidungen und Entwicklungen. Schön wäre auch, wenn man endlich mal aufhören würde einen Schuldigen auszumachen.

Denn das bringt uns im Endeffekt keinen Schritt weiter. Die Situation ist wie sie ist und die Regierung tut das einzig Richtige, sie startet Reformen, setzt den Hebel an... OK! etwas zögerlich und inkonsequent aber es passiert zumindest mal irgendwas und schon geht das Geheule los, als würde man das Volk zwingen als Galeerensklaven zu arbeiten.....

Das ist auch wieder eine typische deutsche Eigenschaft, es wird dramatisiert, alles schwarz gemalt, der Untergang des Sozialstaates steht bevor...

Mir geht einfach diese ständige Jammerei und das Geheule auf den Nerv, dass der Sozialstaat abgebaut wird.

Ich weiss nicht, ob einigen Leuten, die auf diesen Montagsdemonstrationen rumspringen klar ist, dass auch "Geld" eine endliche Ressource sein kann, auch wenn das vielen nicht so ganz bewusst ist, haben wir uns doch in den letzten Jahren und Jahrzehnten munter verschuldet um irgendwie über die Runden zu kommen.

Irgendwann ist schlichtweg KEIN GELD MEHR DA, was irgendwer kriegen kann, weil er gerade nicht den passenden Job, der ihm ausreichend Selbstbestätigung und Erfüllung bietet....., findet.

Irgendwann muss dann jeder selbst schauen wie er auf gut deutsch was zu essen oder Klamotten oder weiss der Himmel was er noch zum Lebensunterhalt braucht herkriegt ...

OK! das ist jetzt etwas drastisch überzeichnet dargestellt, aber manchmal frage ich mich wirklich mit welcher Anspruchshaltung manche Leute so auf die Welt komme ?!

Der Staat hat für mich zu sorgen, mir den Arsch abzuputzen..... oder was auch immer sonst noch?!

Meiner Ansicht nach ist jeder zum größten Teil für sich selbst verantwortlich und für das was er aus seinem Leben macht. Für benachteiligte Menschen, in Not geratene Menschen etc. sollen die Sozialleistungen da sein als Hilfe zur Selbsthilfe, zur Überbrückung aber nicht als Dauereinrichtung zur Finanzierung des Lebensunterhalts.

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Dein Sozithread interessiert allerdings das Forenvolk genausowenig wie der meinige, so wie's aussieht.

1. Das war nicht "mein" Sozi-Thread

2. Interesse gabs genug (Diskussion über mehrere Seiten)

3. finde ich dein Verhalten und Umgangston hier ziemlich arm, dafür schenke ich dir einen "Moment" Mitleid :engel:

Trotzdem möchte ich nochmal an deine Worte anknüpfen:

Das Steuerrecht muss drastisch vereinfacht bzw. abgespeckt werden.

Was macht es für einen Sinn, die Bürger und Unternehmen mit unnötig hohen Steuersätzen zu belasten, damit man sich Teile der gezahlten Steuern mühselig über die Steuererklärung und sonstigen Maßnahmen (Wohnungsbauprämien, Kindergeld, etc.) wieder zurückholen muss. Dieser Verwaltungsaufwand kostet nur Zeit und Geld.

Merz hatte mit seinem Konzept eine Möglichkeit aufgezeigt. 3 Steuerklassen, die linear - progressiv ineinander verschachtelt sind und fertig - keine "Schlupflöcher", um sich Geld zurückzuholen, dafür aber eine geringere Steuerbelastung, so dass man im Endeffekt nicht schlechter darstehen muss - man spart sich halt nur den ganzen Papierkram.

Natürlich gibt es - gerade in sozialen Belangen - trotz dieser Regelung noch Bedarfs an Hilfsleistungen, die man individuell vergeben muss (Beispiel: Kindergeld). Dies liesse sich aber relativ einfach durch angepasste Freibeträge regulieren, die dann nicht versteuert werden müssen.

@DR: In welchen Gewerbe/Berufsbild wirst du dich selbständig machen?

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So, habs geändert, was die Farbe angeht.

Ansonsten, mein Ton ist in Ordnung. Wenn ich die Politik so betrachte, entgleists mir manchmal einfach, weil das so ja wohl nicht sein kann.

Nu setz ma aber mal fort, wo wir abgebrochen haben. Weil will trotzdem diverse Sachen abarbeiten.

BTW: In die Politik gehen ist ein Unding, weil man - einmal dort drin - ohnehin angepasst wird bzw zu wenig Einfluss hat. Und die, die den Einfluss haben, sind ohnehin schon von diversen Lobbys gekauft.

Bundeskanzler Schröder ist der Ausspruch „Es gibt kein Recht auf Faulheit. Wer arbeitsfähig ist, aber einen zumutbaren Job ablehnt, dem kann die Unterstützung gekürzt werden.“ zuzuschreiben. Was sagen sie dazu als Arbeitsloser, stimmen Sie dem zu?

Schröder hat recht. Allerdings ist bis HEUTE nicht geklärt, was ZUMUTBARKEIT bedeutet.

Ums auf einen Punkt zu bringen:

Unzumutbar ist dann:

Wenn die Bezahlung UNTER dem tariflich festgelegten Mindestlohn liegt

Wenn die Arbeit auf 6 Monate oder weniger befristet ist

Wenn die Arbeit einen Umzug erfordert und die Arbeit auf weniger als 1 Jahr befristet ist.

Wenn die Arbeit einen Umzug in eine Gegend erfordert, in welcher das Einkommen nicht zu überleben reicht.

usw usf

Das sind aber Dinge, die werden nicht beachtet. Ein Grund für Einwohnerverlust im Osten ist beispielsweise der Punkt, dass man seiner Arbeit gefälligst hinterherzuziehen hat. Nun, das ist an sich okay, solange man dann sicher ist, 5 oder mehr Jahre auch den Job zu behalten, was aber in den wenigsten Fällen so ist.

Und abgesehen davon: Umziehen ist von den wenigsten ein Hobby. Es ist teuer, reißt Familien auseinander ...

Auch die 1-Euro-Jobs sind für mich unzumutbar, weil man, will man am Ende des Monats mit 160 Euro nach Hause gehen, täglich 8 Stunden arbeiten müsste - nur Sklavenhalterei ist noch schlimmer.

Schröder hat Recht. Allerdings sollte sein Satz so lauten: Jeder hat Recht auf zumutbare Arbeit. Allerdings fehlt es an ordentlich bezahlten Vollzeitstellen, und zwar überall im Land.

Absolut, ich würde sogar noch weiter gehen. Wer in angemessenem Zeitraum keine neue Arbeit in seinem Fachgebiet findet muss halt etwas anderes machen. Keiner hat das Recht sich auf dem Rücken Gemeinschaft auszuruhen. Sicherlich, einen ‚minderen’ Job anzunehmen mag hart sein, aber es bleibt das gute Gewissen keinem anderen auf der Tasche zu liegen. Es gibt sich immer Arbeit, man muss sie nur wollen.

Dieser Zeitraum ist sogar ziemlich genau definiert, nämlich für Ungelernte ab sofort, für Facharbeiter 3 Jahre usw usf.

Auch hier gilt wieder: Zumutbarkeit. Ich hab Mikrotechnologe gelernt und hab zur Zeit 20 Bewerbungen laufen und bei einigen sieht es sehr, sehr gut aus. Ich hab auch Bewerbungen in Bereichen laufen, die nichts direkt damit zu tun haben, etwa in anderen Elektroberufen. Ich bin auch bereit, meinen Facharbeiter aufzuwerten zum Techniker, wenn ich wüsste, dass ich damit auch einen Großteil meines Arbeitslebens damit arbeiten kann. Nur - eins ist sicher: Dönerbudenverkäufer, Putzfrau, Maurer oder Fleischer werd ich erst dann, wenns Wasser wirklich bis zum Hals steht.

Man darf sich, und das wird oft genug betont, nie unter Wert verkaufen. Nun, ich bin inzwischen 7 Wochen arbeitslos (nach'm Zivi) und bin damit noch weit entfernt von Hartz IV. Und ich bin noch nicht bereit, mich unter Wert zu verkaufen. Denn das kann ich jederzeit, während ich jetzt noch mit meinem Vollwert arbeiten kann.

Erhoffen Sie sich neue Chancen auf einen Job durch Hartz IV? Erwarten Sie eine deutliche Senkung der Arbeitslosen durch Hartz IV? Wirtschaftsminister Clement hat diesbezüglich die Schaffung von bis zu 600.000 Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose angekündigt. Bitte begründen Sie.

Die Schaffung von 600.000 Ein-Euro-Jobs ist rein popularistisches Geschwafel. Denn weil nirgendwo definiert ist, was genau eine Hilfstätigkeit ist, werden bald einige hunderttausend 6-Stundenkräfte aus dem Bereich Reinungskräfte auf der Straße stehen. Auch Leute vom Bau dürfen mit der nächsten Kündigungswelle rechnen, weil Schutt wegräumen und Steine klopfen in Zukunft von Ein-Euro-Joblern durchgeführt werden.

Abgesehen davon wird das Hauptziel, dem Bürger eine Arbeit zur Verfügung zu stellen, von welcher er OHNE Drittmittelhilfe leben kann, völlig ignoriert.

Wie bewerten Sie denn generell die Politik der Bundesregierung, die sich zunächst gegen Forderungen nach einer Veränderung der Reform sperrt und dann doch nachgibt und Verbesserungen beschließt?

Prinzipiell war die Änderung notwendig. Hartz IV ist allgemein richtig, denn es wird eine Menge Bürokratie durch die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe gespart. Das senkt die Ausgaben für Verwaltungsangestellte usw usf.

Allerdings gibts einige Dinge, die eben änderungsbedürftig waren oder noch sind.

Beispiel Auszahlungstermin: Um Geld zu sparen wurde so ausgezahlt, dass im Extremfall die Beziehenden einen Monat ohne Geld auskommen müssten. Erklärbar, warum das so sein sollte, war's nicht. Ebenso die Unterschiede zwischen Ost- und West. Auch das ist nicht wirklich erklärbar, außer über die angeblich unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten. Und wieso der Antragssteller eine Art Offenbarungseid ausfüllen muss, ist auch unklar. Usw usf.

Auch sollte Hartz IV keinen Zugriff auf Altersvorsorge und Kindervermögen haben (siehe Freibeträge), weil zum einen sonst verstärkt Altersarmut droht und andererseits die Kinder nix für die Arbeitslosigkeit ihrer Eltern können. Usw usf.

Arbeitsplätze schafft Hartz IV jedenfalls nicht, und die 1-Euro-Jobs sind halt keine Alternative zu einem Vollzeitjob. (nichtmal Teilzeit).

Der Unmut der Bevölkerung über Hartz IV zeigt sich derzeit bei den Montagsdemonstrationen. So hat der frühere SPD-Vorsitzende Oskar die Leipziger Montagsdemonstration unterstützt. Wie finden Sie das?

Diese Demonstrationen sind kontraproduktiv. Die angestrebten Reformen sind Schritte die zwar hart sind, aber getan werden müssen.

Schafft Hartz IV in Ihren Augen wieder eine Kluft zwischen dem Westen und Osten der Republik?

Diese Kluft existiert nur in den Augen derjenigen die sie sehen wollen.

Hierzu fass ich zusammen:

Die Montagsdemonstrationen laufen zur Zeit hauptsächlich ab, weil die Regierung vergessen hat, eine notwendige Aufklärungskampagne durchzuführen. Außerdem präsentiert die Regierung regelmäßig neue Reförmchen, die nichts weiter tun, als den Bürger oder den Arbeitslosen zu belasten, aber keine Lösung bieten. Bestes Beispiel dafür ist wohl die aktuelle Diskussion über eine Pflichtzahnersatzversicherung, die wieder ein Heer von Verwaltungsangestellten beschäftigen wird, den Bürger zusätzlich belasten, nur damit er weiterhin lächerliche 20% Zuzahlung für seine Zähne bekommt. Auch die Praxisgebühr hat zu gewissen Verwaltungskosten geführt.

Dass Oskar LaFontaine da mit in den Demos rumrührt seh ich persönlich nicht gern, einfach weil er keine eigene Meinung zum Thema hat, sondern wie viele ein Wendehals ist, der seine Fahne in den Wind hängt.

Ansonsten Hartz IV schafft zwar im Ansatz keine Kluft, aber da gibts ja die künstliche Schere von 14 oder 15 Euro zwischen ALG II Ost und ALG II West, die wirklich nicht sein muss.

usw usf. Man kann es sehen wie man will.

Fakt ist jedenfalls, und da hast du, die Regierung usw Recht: Die Reformen müssen sein. Aber sie müssen eben wohl durchdacht sein, und am Ende alle Bevölkerungsteile gleichmäßig belasten, um den Sozialstaat zu erhalten. Zur Zeit gehen die Reformen aber ausschließlich zu Lasten der Rentner, der Arbeiter, der Arbeitslosen und der Kranken - aber nicht zu Lasten der Aktionäre, der Manager, der GmbHs und AGs ... der Reichen und Schönen usw usf - also denjenigen, die genug haben, aber immer wieder außen vorgelassen werden. Und da fühl ich mich einfach - darf ichs sagen - verarscht.

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aber nicht zu Lasten der Aktionäre, der Manager, der GmbHs und AGs ... der Reichen und Schönen usw usf - also denjenigen, die genug haben, aber immer wieder außen vorgelassen werden. Und da fühl ich mich einfach - darf ichs sagen - verarscht.
Was willst Du denn machen ?! Die Reichen und Schönen höher besteuern, weisst Du was die Reichen und Schönen dann machen ? Die verlassen schlichtweg das Land und leben in Monaco oder wo auch immer sonst...

Was passiert, wenn Du die Unternehmen stärker zur Kasse bittest ?

Hier sollte man sowieso zwischen klein- und mittelständischen Unternehmen unterscheiden, denn klein- und mittelständische Unternehmen sind am Limit, denen kannst Du nicht mehr viel Belastungen aufdrücken, es sei denn Du willst mehr Pleiten und damit noch mehr Arbeitsplätze aufs Spiel setzen. Also was ist wenn Du bei den "Grossen" abkassieren willst ?

Die verlagern Standorte ins Ausland. Dann bleibt gar nichts mehr in Deutschland hängen.

Die Staatsquote in Deutschland ist einfach zu hoch ! Wir geben zuviel Geld aus, als das wir einnehmen, eine ganz klare betriebswirtschaftliche Rechnung und die geht einfach nicht mehr auf. Neue "Geldesel" finden um Löcher zu stopfen sind nicht die Lösung...

Zur Zeit gehen die Reformen aber ausschließlich zu Lasten der Rentner

...also da lach ich mich doch jetzt einfach kaputt. Es gibt selbstverständlich Rentner, ganz besonders Frauen, die als Hausfrau gearbeitet haben und daher lediglich Ansprüche auf die Rente ihrer Ehemänner geltend machen können, was meiner Meinung nach eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist, das nur am Rande erwähnt, die am Existenzminimum krebsen.

Aber der Grossteil der Rentner verfügt über eine äusserst üppige Rente, schau Dir da mal genaue Zahlen an.

Meinst Du im Ernst irgendwer kümmert sich in 30 Jahren noch darum, ob unsere Generation eine Rente kriegt ?! Nein, denn dann ist keine Kohle mehr in der Rentenkasse und wer sich nicht privat abgesichert hat, der hat einfach Pech gehabt, so wird es dann aussehen.

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aber nicht zu Lasten der Aktionäre, der Manager, der GmbHs und AGs
Bischen seltsame Aufzählung *g*

Würde es denn viel Sinn machen, die Wirtschaft noch stärker zu belasten?

Viele Unternehmen können sich aufgrund der Konjunkturverhältnisse grad so über Wasser halten, daher darf man den Faktor Arbeit nicht verteuern, ansonsten würden noch mehr Leute auf der STrasse sitzen, die mittels Steuererhöhungen finanziert werden müssen.

Nein - die Steuerlast der Wirtschaft hat momentan ihre Schmerzgrenze erreicht.

Nichtsdestotrotz muss gespart werden, damit wir nicht endlos weiter Geld ausgeben, was wir gar nicht besitzen und die Grenze der Zumutbarkeiten muss demnach in vielen Bereichen herabgesenkt werden, um die Leute von der Staatszitze loszubekommen.

Deutschlad hat eine lange Zeit über seine Verhältnisse gelebt und nun müssen wir uns mit den Konsequenzen auseinandersetzen, was so aussehen wird, dass die Leute, die einen Job haben in Zukunft mehr Abgaben leisten und jene Leute ohne Arbeit mit weniger Sozialleistungen auskommen werden.

Ein mögliches "Allheilmittel" wäre ein großer Wirtschaftsaufschwung und den Zustand der "Vollbeschäftigung", doch den sehe und erwarte ich in absehbarer Zeit nicht.

Nur - eins ist sicher: Dönerbudenverkäufer, Putzfrau, Maurer oder Fleischer werd ich erst dann, wenns Wasser wirklich bis zum Hals steht.

Auch eine komische Aufzählung: 2 Berufe erfordern eine mehrjährige Ausbildung und können recht lukrativ enden, ein Beruf kann eine Ausbildung erfordern und ebenfalls gutes Geld bringen und ein weiteres Beispiel von dir - OK, da müsste mir das Wasser auch bis zum Hals stehen (Willsu mit Kalb oder Geflügel...).

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*** Hier steht ein riesiges nonsense Post, was ich gekillt hab ***

Weisst du, die Aufzählung war reiner Zufall. Fleischer ist trotzdem nix für mich, und Putzfachkraft wäre wirklich was für den Fall, dass ich nix anderes kriege.

Prinzipiell hast du mit der Wirtschaft recht, wenn du den Mittelstand meinst. Ich sprech aber von diesen Monsterkonzernen ala Exstaatsunternehmen sowie diverse immer wieder negativ auffallenden Firmen. Ganz weit oben steht da die Bahn, fast alle Banken, die Telekom, VW, BMW, Siemens ... kurzum, Firmen die weiß Gott nicht mehr Mittelstand sind, aber jedes Jahr neue Massenentlassungen ankündigen, aber gleichzeitig Rekordgehälter an Manager auszahlen, während Aktienwerte vernichtet werden.

Der Mittelstand ist gefährdet und gehört entlastet.

So richtig belasten gehören aber solche Megaunternehmen. Subventionszahlungen würde ich auf 10 Jahre rückwirkend in doppelter Höhe zurückverlangen, wenn Arbeitsplätze durch eine Verlagerung von Produktionskapazität ins Ausland verloren gehen. Klingt hart, finde ich aber fair. Denn: Nichts gegen Produktion im Ausland, aber nur dann, wenn hier in Deutschland zumindest Arbeitsplätze erhalten bleiben. In diesem Falle muss man einfach egoistisch sein und sagen "zuerst Arbeitsplätze für das Volk, DANN erst Arbeitsplätze in China". Klingt jetzt beknackt, aber das sollte eigentlich eine Kernaussage sein.

Auch sonst würde ich Großverdiener anständig belasten und mit empfindlichen Strafen (70% Privatvermögen und Einkünfte als Strafmaß) bei Kapitalflucht verhängen. Es muss einfach etwas getan werden, damit auch wirklich JEDER seinen Beitrag leistet, und da müssen einfach Vermögende (und damit mein ich nicht den Häuslebauer, sondern den Profisportler, den Manager, also Leute mit Verdiensten von mehreren Hunderttausend oder Millionen Euro im Jahr) stärker als bisher belastet werden, während den Großunternehmen engere Zügel angelegt werden müssen.

Meinst Du im Ernst irgendwer kümmert sich in 30 Jahren noch darum, ob unsere Generation eine Rente kriegt ?! Nein, denn dann ist keine Kohle mehr in der Rentenkasse und wer sich nicht privat abgesichert hat, der hat einfach Pech gehabt, so wird es dann aussehen.

Belanna, wenn wir mal ins Rentenalter kommen, haben wir ganz sicher keine Vorsorge mehr, weil die schon besteuert wurde und im Rahmen von sozialer Gerechtigkeit an Sozialhilfeempfänger abgetreten werden musste. Abgesehen davon ... ich glaub eher an Schnee in der Hölle denn daran, dass unsere Generation JE Rente bekommen wird, weil dann das Renteneintrittsalter bei 80 oder so liegt.

Und Hausfrauen - jetzt kann es sein, dass ich mich unbeliebt mache - hätten nach 3 Jahren Kinderzeit auch wieder mit der Arbeit anfangen können. Das ist machbar, scheitert leider aber zu oft am Arbeitsmarkt oder dem Willen, nochmal von vorn anzufangen. Ist hier im Osten sowieso nicht verbreitet, die Hausfrauentätigkeit, weil hier jeder damit jeden Tag rechnen muss, den Blauen Brief zu bekommen, also müssen notgedrungen beide Partner arbeiten.

Wie gesagt, kann sein, dass ich mich mit der Hausfrauensache eben unbeliebt gemacht habe, aber das passiert einfach bei einer angeregten Debatte.

Bearbeitet von Captain Data
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Also ich muss nun mal Captain Data den Rücken stärken.

Ich habe es echt satt immer zu höhren Unser unternehmen hat Miliarden Euro gewinn gemacht und um Eine Gewinnmaximierung im nächsten Jahr zu erhalten werden wir 500.000 arbeitsplätze abbauen oder der Standort wird geschlossen und in ausland verlegt.

"Wie wir habe versprochen das der standort noch mid. 2 jahre erhalten wird wen Interesiert das ? Ihr Könnt nichts dagegen machen" Ha ! Ha !

Genauso sollte etws dagegen unternommen werden das Unternehem den Staat verarschen nach dem motto Ich habe 100 Arbeitsplätze geschaffen gib mir mal geld dafür und an andere stelle wurden 1000 leute endlassen

Dagegen muss die Politik etwas unternehemen und hohe Strafen verhängen.

Und unsere Grossverdiener wander schon jetzt ins ausland ab dazu muss man nicht erst die Steuern für Grossverdiener erhöhen ! z.B. Boris Becker , die Schumacher´s usw. wo ist da die Moral ? Das ist nicht richtig, die habe so viel geld die müssen nicht abhauen um ein Paar Millionen mehr zu haben ! Es wäre Richtig wie Data sagt 70% des vermögens zu kassieren wenn so einer Steuerflucht begeht. Oder ein gesetz erlassen Egal wo auf der welt du lebst und Arbeitest wenn du deutscher bist oder warst werden in deutschland steuern Gezahlt !

Was die schaffung von arbeitspläzen mit Harz IV angeht ist das augenwischerrei es werden Qualifizierte arbeiter die einen gut bezahlten job haben endlassen um an anderer stelle für den midestlohn oder weniger (1 Euro Job) wieder eingestellt werden, genau das wird passieren nichts anderes.

Auf in Amerikanische Verhätnisse wo auch Reiche Aktionäre wichtiger sind als die leute die die Arbeit machen

Wo Arbeiter auf lohn verzichten um "der Firma auf die beine zu helfen" und damit belohnt werden das die Firma Nach Mexico oder SüdAmerika Abwandert

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Auch sonst würde ich Großverdiener anständig belasten und mit empfindlichen Strafen (70% Privatvermögen und Einkünfte als Strafmaß) bei Kapitalflucht verhängen. Es muss einfach etwas getan werden, damit auch wirklich JEDER seinen Beitrag leistet, und da müssen einfach Vermögende (und damit mein ich nicht den Häuslebauer, sondern den Profisportler, den Manager, also Leute mit Verdiensten von mehreren Hunderttausend oder Millionen Euro im Jahr) stärker als bisher belastet werden, während den Großunternehmen engere Zügel angelegt werden müssen.

...also ich weiss nicht ob sich das mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und den Grundsätzen der Marktwirtschaft vereinbaren lässt ?! Mich erinnert das mehr an Planwirtschaft und diverse Wirtschaftsformen, die schon zur Genüge gezeigt haben, dass sie einfach nicht funktionieren.

Ganz ehrlich in so einem Staat möchte ich nicht leben, was ist denn wenn plötzlich einer in 30 Jahren meint, das Haus was ich mühsam finanziert habe OHNE EIGENHEIMZULAGE ist eigentlich zu grosser Reichtum für mich und wird mir mal eben kurzerhand weggenommen ?!

Wo ziehst Du die Grenze, wer soll entscheiden wem was weggenommen wird und wem nicht ?!

Ne sorry Leute, aber das ist echt nicht meine Welt, überlegt Euch mal warum manche mehr haben als andere ?! Kann es sein, dass sie dafür auch härter arbeiten oder mehr Leistung bringen.....

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Also ich habe mit das ganze Affentheater mal Durchgelesen. Und ich muss sagen manches Klingt hier wie ein Strategie papier der PDS. Ohne Witz, wie Belanna sagte in solch einem Land wollte ich ebenfalls nicht Leben wo einem das hart Verdiente einfach in Piraten Manier weggenommen wird.

Und was heißt hier Schmarotzer wenn man sich die kilometerpauschale zurückholt? Hat einer von euch (Captain Data usw) ein Auto? Bus und Bahn sind keine Alternativen. Das heißt ich muß einmal die Woche für 50 € Tanken. Und das ist nur hin und zurück zum Arbeitsplatz. Die Pauschale deckt bestenfalls ein drittel der Kosten ab. Und nun soll mir einer sagen ich wär ein Schmarotzer. :blink:

@ Belanna

Komm ins Kaffeekränzchen (eleven forward) . Dort ist das Früstücksbuffet eröffnet und ich brauche einen starken Rak`Tajino. Lade dich auch ein ;)

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Hilfe ! Ich hab diesen Beitrag zwar nur Überflogen aber müsst ihr euch solche Sachen an den Kopf werfen??? Ich meine Ändern können wir an dem ganzen Schlamassel doch eh nix mehr !

EDIT: Mehr dazu später! Ich muss erstmal fleisig tippen ! :woot:

Bearbeitet von "Trip"
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Ganz ehrlich in so einem Staat möchte ich nicht leben, was ist denn wenn plötzlich einer in 30 Jahren meint, das Haus was ich mühsam finanziert habe OHNE EIGENHEIMZULAGE ist eigentlich zu grosser Reichtum für mich und wird mir mal eben kurzerhand weggenommen ?!

Wo ziehst Du die Grenze, wer soll entscheiden wem was weggenommen wird und wem nicht ?!

Ich auch nicht aber davon ist auch nicht die Rede Sondern davon das Leute die mind. 1 Million Euro oder mehr haben daran gehindert werden sollen das Geld ins Ausland zu schaffen oder ins ausland zu ziehen um den Deutschen Steuern zu endgehen. Daher finde ich meinen vorschlag bezüglich deutsche zahlen in deutschlnd steuern egal wo sie leben oder Arbeiten besser.

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Mahlzeit,

Also um ganz ehrlich zu sein, ich verstehe einige Leute nicht.

Im Grossen und Ganzen sehe ich diesen Thread als "Anti-SPD" Gründesammlung. Sicher, Die momentane Regierung hat mit allerlei Problemem zu Kämpfen, und ebenso sicher macht sie Fehler die dem kleinen Mann auf den Magen schlagen weil er - auf den ersten Blick - abgezockt wird.

Schröders Aussage empfand ich persönlich weniger als Beleidigung, ich meine wo er Recht hat hat er nunmal Recht, er das eigentlich nur festgestellt.

Und nebenbei:

Wer, wenn nicht die SPD ist in der Lage dringend notwendige Reformen ins Rollen zu brigen, die schon vor 20 Jahren hätten beginnen müssen ?

Nicht Schröders Regierung hat die Karre in den Dreck gefahren, wie belanna schon richtig erkannt hatte, die Fehler wurden vor langer Zeit gemacht und einfach verdrängt. Geld wurde mit offenen Händen zum Fenster rausgeschmissen, Rücklagen wurden erst gar nicht in Erwägung gezogen, statt dessen wurde behauptet "Die Renten sind sicher".

Wie dem auch sei:

Ich bin der Meinung, dass das deutsche Volk sich wesentlich mehr mit Hintergründen zur aktuellen Politik befasen sollte, und nicht ständig sofort losschreien, wenn es an den Geldbeutel geht.

Klar ist das hart, wenn es ums Geld geht, allerdings wenn die Regierung nicht sehr schnell anfängt etwas zu bewegen, würde das Geschrei des Volkes sehr bald noch grösser sein.

Wir können dankbar für einen Finanzminister wie Eichel sein, mir ist übrigens fast gänzlich unklar wie der Mann es geschafft hat in der Wirtschaftskrise der letzten Jahre die Neuverschuldung so gering zu halten.

Ich will hier übrigens nicht die SPD heilig Sprechen, ich meine nur, lieber SPD als gar keine Regierung ( CDU wäre für mich das Äquivalent zu "keine Regierung")

So, das wollte ich mal loswerden, so als Student, ohne viel Geld aber mit einigermaßen Vertrauen in die Regierung.

Als Schlusswort vielleicht noch ein kleines Zitat:

"Die Revolution ist die erfolgreiche Anstrengung, eine schlechte Regierung loszuwerden und eine schlechtere zu errichten."

-- Oscar Wilde --

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Also zuerst einmal: Hier wird das im Prinzip gleiche Thema schon diskutiert oder wurde es zumindest.

Und dann zum Thema Zumutbarkeit:

Es gibt durchaus Grenzen, so muss ein Klavierspieler nicht unbedingt schwere Sachen auf einer Baustelle schleppen, weil da die Gefahr besteht dass er sich seine für den erlernten Beruf wichtigen Hände ruiniert.

Was die Arbeitszeit angeht, über einen kurzen Zeitraum halte ich sogar eine 60-Stunden-Woche für angemessen, aber dann sollte das Ganze nicht auf 1- oder 2-Euro-Basis vergütet werden sondern schon für mehr, ansonsten ist wirklich kein Anreiz gegeben.

Generell sind diese 1- oder 2-Euro-Jobs keine dauerhafte Lösung, denn die Sozialhilfe müsste weiterhin bezahlt werden um davon leben zu können und kann somit nicht unbedingt als Übergangshilfe angesehen werden, die eigentlich nur so kurz wie möglich ausgezahlt werden sollte.

Dann sollte das Beamtentum komplett abgeschafft werden, alles wird auf Angestelltenbasis umgestellt und so weit wie möglich privatisiert.

Einzige Ausnahme wären vielleicht Polizeibeamte, denn um Gewalt gegenüber Bürgern ausüben zu können bedarf es einer besondern Befugnis, die weiterhin nur der Staat erteilen sollte und die mit einem Amtseid oder dergleichen bekräftigt werden sollte.

Abgesehen davon sollte der Staat gar nicht erst versuchen die Wirtschaft kontrollieren zu wollen, um sich zu finanzieren sollte er sich selbst als eine Art Großkonzern betrachten und dementsprechend auf dem globalen Markt handeln. Inwieweit das überhaupt möglich ist kann ich aber nicht sagen...

Neoliberalismus ist vom Klang her eigentlich ein schönes Wort, es steht für neue Freiheit, eine in der idealerweise jeder seine Chance erhält ein Stück vom Kuchen abzubekommen, aber mit dieser Freiheit sollte auch vernünftig umgegangen werden, das heißt etwa dass Menschenrechte nicht um des puren Profits Willen mit Füßen getreten werden dürfen und dass den Bedürftigen, die wirklich nicht wettbewerbsfähig sind ein halbwegs würdiges Leben ermöglicht wird.

Am allerbesten aber wäre:

Schafft das Geld und die Profitgier ab!

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Prinzipiell hast du mit der Wirtschaft recht, wenn du den Mittelstand meinst. Ich sprech aber von diesen Monsterkonzernen ala Exstaatsunternehmen sowie diverse immer wieder negativ auffallenden Firmen. Ganz weit oben steht da die Bahn, fast alle Banken, die Telekom, VW, BMW, Siemens ... kurzum, Firmen die weiß Gott nicht mehr Mittelstand sind, aber jedes Jahr neue Massenentlassungen ankündigen, aber gleichzeitig Rekordgehälter an Manager auszahlen, während Aktienwerte vernichtet werden.

Da hast du einerseits wohl nicht ganz unrecht, auch wenn diese Problematik eher Einzelfälle ausmacht und nicht für über 4 Millionen Arbeitslose zuständig ist.

Das "Problem" ist, dass wir uns in einer sozialen Marktwirtschaft befinden, welche sich nunmal an den Grundsätzen der freien Marktwirtschaft orientieren muss.

Sicherlich könnte man die soziale Marktwirtschaft ein wenig in Richtung "Planwirtschaft" verschieben, doch ich denke nicht, dass jedes Unternehmen sich das gefallen lassen wird, wenn der Staat noch mehr Kontrollmöglichkeiten erhält.

Die Vorgeschlagenen Maßnahmen gegen die reichen Leute halte ich für überzogen und praktisch nicht durchführbar. Wer mehr Kohle, zahlt auch deutlich mehr - man darf aber nicht erwarten, dass man utopische Steuersätze oder irgendwelche, ebenfalls utopische Zwangsabnahmen verhängt. In diesem Fall würden der Begriff "Steuerflucht" sicher andere Dimensionen annehmen, z.B. dass die Steuerflüchtigen sich andererorts eine Staatsbürgerschaft ergattern etc.

Nein, das kanns nicht sein und ist auch überhaupt nicht der Knackpunkt dieser Diskussion, sondern eher eine Ablenkung. Wie schon gesagt, sollte man sich lieber darauf konzentrieren, die ganzen Steuerschlupflöcher zu schliessen und dafür die Steuersätze anzugleichen.

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Eigentlich wollt ich nix mehr zu schreiben, aber ich komm nicht umhin ;)

1.Will keine DDR 2

Ich will mit Sicherheit keine DDR 2 mit Planwirtschaft und co. Das ging schonmal schief und würde diesmal vermutlich auch nicht klappen.

Allerdings ist NICHT alles was in der DDR existiert hatte wirklich schlecht. Es gibt EINIGE Sachen, wovon man lernen kann und es auch tun sollte.

2. Die Arbeitszeitdebatte

Wir haben hier in Deutschland mehrere Probleme. Eins davon nennt sich Beamtenstatus, ein weiteres zu hoher Stundenlohn und ein wichtiges: Es gibt nicht genug Arbeit.

Fangen wir mit der letzten Problematik an.

Sinn und Ziel jedes Arbeiters ist es doch, am Ende des Monats einen Geldbetrag (abzgl. Steuern, Sozi- und Versicherungsabgaben) aufs Konto überwiesen zu bekommen, von welchem man dann den kommenden Monat bestreiten kann, ohne irgendwo knausern zu müssen.

Dieses Ziel wird imho nur noch in 30-Stundenjobs und mehr erreicht. Demzufolge sind alle anderen Maßnahmen (etwa 1-Euro-Jobs etc) bestenfalls bezahlte Trainingsmethoden, um Langzeitarbeitslose zurück ins Erwerbsleben zu schicken, einfach weil man davon nicht leben kann.

Nun haben wir aber ein Problem, das nennt sich zu viele Arbeiter und zu wenig Stellen. Die, die einen Vollzeitjob haben, werden 35 oder 40 Stunden die Woche beschäftigt und die Industrie schreit nach MEHR Arbeitszeit, WENIGER Urlaub usw usf.

DAS ist der falsche Weg, denn wenn die Leute noch mehr arbeiten müssen, wird die ohnehin knappe Arbeit noch mehr verknappt, was dazu führt, dass noch mehr Leute entlassen werden müssen. Bei einer (wie jemand verlangte) 60-Stunden-Woche kann beispielsweise ein Schichtbetrieb, der 24h am Tag läuft, mal eben eine komplette Schicht entlassen, würde von 40 auf 60 Stunden umgestellt werden. Das ist aber wohl kaum im Sinne der Wirtschaft, wenn noch mehr Leute arbeitslos sind.

Also ist der logische Umkehrschluss der: Arbeitszeit VERKÜRZEN bei gleichbleibenden Stundenlohn. Von 8 auf 6 Stunden runter, also 30 Stunden Woche. Leider ist dies so nicht wirkungsvoll, denn ein weiterer Punkt sollte dann lauten: Maximal 1 Überstunde erlaubt, jede weitere bei 500% Lohnzahlung pro Überstunde (quasi als Strafe) - somit wäre theoretisch jeder Konzern gezwungen, nach 6 Stunden tatsächlich die Leute nach Haus zu schicken. Weil nun die Abeitskraft künstlich verknappt wurde, dürfte es nun zu Mehreinstellungen führen.

LEIDER ist es nicht so einfach. Denn was die Megakonzerne vielleicht noch schlucken, schafft der Mittelstand nicht. Und da ist halt das Problem. Die einzige denkbare Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen, ist im wesentlichen Mittelständische Firmen zu fördern. Also KEINE LÄNGEREN, aber auch KEINE KÜRZEREN Arbeitszeiten, sondern 40 Stunden, das ist okay, das ist realistisch. Alles andere ist Dummquatscherei, weil das eine dem Arbeitsmarkt, das andere dem Mittelstand schaden würde.

Ansonsten: Beamtenstatus weitgehend abschaffen. Lehrer MÜSSEN keine Beamte sein. Die einzigen akzeptierten Beamten währen für mich Polizisten und Feuerwehr sowie das absolute Minimum Ministrale Beamter.

So ich brech einfach mal ab, weils sonst zu lang wird.

Fakt ist: Die Politik sollte MEHR Einfluss auf die Wirtschaft haben. Es sollte gesetzlich festgelegte Vorgaben für Mindestlöhne für den Teilzeit und den Vollzeitbereich geben. Teilzeit (max 6 Stunden / Tag): 6 Euro/Stunde, Vollzeit (40-Stunden-Woche): 7,50 Euro/ Stunde. Irgendso in dem Bereich.

Außerdem sollten Subventionszahlungen nur noch dann getätigt werden, wenn tatsächlich neue Jobs entstehen, und nicht, um eine Firma im Land zu halten.

Was NICHT passieren darf: 5-Jahrespläne und ähnliches. Die Regierung sollte die Aufgabe haben, die Wirtschaft durch mehr oder weniger starken Druck dazu zu zwingen, Arbeitsplätze zu schaffen, und zwar im Verhältnis 2:1 (2 Vollzeitstellen zu einer Teilzeitstelle), mehr Kontrolle über Kapitalflüsse ins Ausland haben und ggf auch angemessene Strafen verhängen dürfen, wenn Gelder zwecks Steuerflucht umverteilt wird.

So. Ende aus.

BTW: Sollte irgendwann doch eine 50- oder 60-Stunden-Woche eingeführt werden, dann prophezei ich schon jetzt einen zweiten massiven Geburtenrückgang. Oder es brechen für Frauen wieder Zeiten an, wo Kinder und Küche zum Lebensinhalt werden. Und das seh ich (als Mann) genausowenig ein wie die Frauen.

Oder es gibt irgendwann eine 30-Stunden-Woche sowie Überstundenreglement, dann wäre Vollbeschäftigung BEIDER Familienmitglieder machbar und es bliebe immernoch genug Zeit für's Kind. Vielleicht ist die Senkung der Arbeitszeit (bei gleichbleibendem Stundenlohn) am Ende doch die beste Lösung, nur muss der Mittelstand eine Ausnahmeregelung genießen ...

Wer weiß. Aber eins ist sicher: Bis das geprüft wird, wird es noch arg viel bös Blut geben.

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Gewiss, ein bisschen mehr Kontrolle der Regierung über die Wirtschaft würden wir uns alle wünschen, aber leider geht das nunmal nur zu einem gewissen Teil...

Immerhin besteht die Chance, zumindest aber die Hoffnung dass bei weniger Kontrolle und vor allem unter besseren Produktionsbedingungen die Wirtschaft schon von selbst wieder auf die Beine kommt und somit neue Arbeitsplätze entstehen.

Und was eine 60-Stunden-Woche anbelangt, die sollte keinesfalls zur Normalität werden, aber unter gegebenen Umständen, etwa in einer Werbeagentur, kann sie schon mal Realität werden wenn es darum geht einen Termin einzuhalten. Und da wäre es auch wenig sinnvoll mehr Mitarbeiter einzustellen und diese dann in zwei Schichten nur jeweils 30 Stunden arbeiten zu lassen, denn ein einzelner Spezialist behält hier einfach eher den Überblick als wenn zwei Personen unabhänig voneinander Konzepte entwickeln die nicht so recht zusammenpassen.

Zuviel Arbeit ist auf Dauer aber nie gut, besonders diverse freiberufliche Workaholics sind schon mal rund um die Uhr bereit und gehen selbst dann noch ans Telefon wenn dieses um Drei Uhr nachts klingelt und ein Kunde vom anderen Ende der Welt dran ist...

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Werbeagenturen gehören afaik ohnehin zum Mittelstand, dem ich ja zur Förderung eben gesonderte Regelungen zugestehen würde.

Achtung - das ist wichtig:

Als Dresdner schäme ich mich für den Wahlerfolg der NPD. Ich kann nur hoffen, dass die Braune Truppe nicht den Landtag vergiftet und den ohnehin schon schwierigen Stand Sachsens (aber immernoch besten Stand der neuen Bundesländer) noch verschlimmern. Weil radikale Parteien kaum etwas an der Situation ändern werden ...

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Gewisse, verschärfte Regulierungen auf den Arbeitsmarkt könnten sich in vielen Situationen positiv auf die Arbeitslosenzahl auswirken. Der Vorschlag, das Verhältnis zwischen Voll- und Teilzeit auf 2:1 anzupeilen, bzw generell festzusetzen, hört sich auch gut an.

Das Problem wird nur sein, dass man in sehr vielen Bereichen nicht auf Teilzeitkräfte zurückgreifen kann, weil dies in diversen Arbeitsprozessen zu unproduktiv oder nicht machbar ist, weil man in diversen, anspruchsvollen Fertigungsprozessen nicht einfach "den Schraubenzieher fallen lassen" kann, damit die nächste Schicht weitermacht. Sowas ist wohl eher etwas für Fließbandarbeiten o.Ä.

Solche Maßnahmen sollten die Wirtschaft auch nicht schwächen, sondern die Beschäftigung steigern, daher wird man sich wohl oder über auf eine lange Liste von Sonderregelungen und Ausnahmebedingungen einlassen müssen, damit man die Sache in die Praxis umsetzen kann, ohne das die Unternehmen unzumutbar an Produktivität und Konkurrenzfähigkeit verlieren

Leider würde eine solche "Weichmacherei" dafür sorgen, dass der Nutzeneffekt dieser Regelung weitestgehend verpufft (man versucht sich zu drücken) und der Verwaltungsaufwand wohl in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen steht.

Der Vorschlag, sich weitestgehend vom "Beamtentum" zu lösen, finde ich sehr vernünftig und aus Sicht des Staates auch deutlich flexibler.

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