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Hier einmal etwas was ich auf Spiegel online gefunden habe. So eine gutgeschriebene Kritik habe ich noch nicht gelesen.

@Locutus : Ich finde, könnte glatt von Dir sein :-)

Vier verliert

Von David Kleingers

Hollywood weigert sich beharrlich, Comics als Kunstform zu begreifen: Mit dem hirnlosen Action-Spektakel "Fantastic Four" werden die nächsten Marvel-Helden zu Grabe getragen. Hässlich, herzlos und humorfrei soll die Superhelden-Kinderei vor allem Kapital schlagen.

Comics sind Kunst, was längst sogar versnobte Hochkulturwächter zugeben. Und weil einer der schönsten und prägnantesten Standards dieser Kunst der Prolog ist, soll auch diese Kritik an der Verfilmung des Marvel-Klassikers "Fantastic Four" mit einem kleinen Vorspann beginnen - aus Respekt vor der Vorlage, aber vor allem, um das Ausmaß superschurkenmäßigen Unrechts zu zeigen, welches ihr im Kino angetan wurde. Doch, wie gesagt, zunächst zurück zum Anfang.

Zeichnung und Wunder

"Make mine Marvel!" lautet der berühmte Slogan des US-amerikanischen Comic-Imperiums, welches die westliche Popkultur seit den sechziger Jahren entscheidend mitgeprägt hat. Dabei ist der verheißungsvolle Werbespruch auch stets ein Versprechen an die Leserschaft, die jeden Monat durch aktuelle Abenteuer ihrer Superhelden in Erstaunen versetzt werden will. Unter den zahlreichen, über Jahrzehnte immer wieder neu erfundenen Parallelwelten im Marvel-Universum ist die der "Fantastic Four" sicher nicht die originellste, vermutlich aber die heimeligste: Von Über-Vater Stan Lee und seinem Kollegen Bruno Kirby vor nunmehr 44 Jahren in die Welt geworfen, bildet das durch einen Strahlenunfall deformierte Quartett eine rührende Wohngemeinschaft, die sich um Anpassung an den Alltag bemüht und nebenbei die Welt rettet.

Zudem waren die vier Pioniere für Marvels Philosophie der unfreiwilligen Helden, denen der eigene Körper Gefängnis und Gabe zugleich ist. Im Gegensatz zum ewigen Konkurrenten D.C., der mit ursprünglich unbeirrbaren Lichtgestalten wie Superman und Batman reüssierte, war Marvels Personal im Grunde eine Ansammlung von Außenseitern, die nagende Selbstzweifel und gesellschaftliche Vorurteile überwinden mussten. Marvel stand für Toleranz gegenüber dem vermeintlich Fremden, und eben diese Prämisse gestattete etwa "Spider-Man" oder den "X-Men" effektvolle Sozialkritik jenseits einer bloßen Gut-versus-Böse-Erzählung.

Die Verfilmungen letztgenannter Titel übernahmen erfolgreich das progressive Credo ihrer Vorlagen und gehörten zu den erfreulichen Erscheinungen im anhaltenden Boom der Adaptionen aus dem Comic-Fundus. "Hulk", "Daredevil" und "Elektra" blieben hingegen auch im Kino eher Helden aus der zweiten Reihe, obwohl zumindest Regisseur Ang Lee versuchte, den grünen Giganten Hulk als existentialistischen Trauerklos zu etablieren.

Superlativ der Ödnis

Aber auch diese schwächeren Filme - um vom Prolog auf das Unvermeidliche zu kommen - sind Triumphe angesichts der Tragödie, die mit der Kinoversion der "Fantastic Four" über Comic- und Filmfreunde gleichermaßen heftig hereinbricht. Denn aus den Leinwandrechten, auf denen Produzent Bernd Eichinger gut 20 Jahre brütete, ist unter der Regie von Tim Story ein abgrundtief hässliches, langweiliges und schlicht herzloses Bilder-Konglomerat geschlüpft.

Ohne jegliches Gespür für Figuren und Situationen wird dabei zunächst das schicksalhafte Werden des Helden-Kollektivs abgespult: Während einer riskanten Weltraumexpedition gerät ein Forscherteam in einen radioaktiven Sturm, der die genetischen Anlagen von Forschungsleiter Reed Richards (Ioan Gruffudd), seiner Ex-Freundin Sue Storm (Jessica Alba), Sues Bruder Johnny Storm (Chris Evans) sowie von Astronaut Ben Grimm (Michael Chiklis) fatal durcheinanderwirbelt. Auch ihr mitgereister Geldgeber, der arrogante Industriemagnat Victor von Doom (Julian McMahon), gerät in den Dunstkreis der kosmischen Wolke und durchläuft ebenfalls eine folgenschwere Transformation.

Laienspielschar in Latex

Buchstäblich jedes Kind, dessen Eltern kein Bilderverbot unter der Bettdecke verhängten, weiß um die spektakuläre Verwandlung der zur Erde heimgekehrten Abenteurer: Richards mutiert zum extrem flexiblen Gummimenschen "Mr. Fantastic", Sue Storm kann sich als "Invisible Woman" fortan allen Blicken entziehen, Johnny Storm entflammt zur fliegenden "Human Torch" und Kollege Grimm, jetzt ein schier unkaputtbarer Steinkoloss, firmiert unter dem äußerst pauschalen Namen "The Thing".

Diese ungleichen Persönlichkeiten müssen sich zusammenraufen, um ihre Heimatstadt New York vor den metallenen Klauen des "Dr. Doom" - so der naheliegende Nomme de Guerre ihres Gegenspielers Victor von Doom - zu bewahren. Eigentlich ein ebenso simpler wie vielversprechender Handlungsauftrag, der jedoch von den Beteiligten vor und hinter der Kamera schauspielerisch und inszenatorisch völlig in den Sand gesetzt wird.

So chargiert eine in Latex gehüllte Laienspielschar um die zweifellos fotogene, aber erneut den Talentbeweis schuldig bleibende Jessica Alba sowie die Fernsehstars Chiklis ("The Shield") und McMahon ("Nip/Tuck") durch willenlos platzierte Effektszenen, deren ohnehin minimaler Schauwert im dramaturgischen Nirvana verpufft. Nachgerade beeindruckend ist allenfalls die Konsequenz, mit der "Fantastic Four" als Film die Fähigkeiten seiner Protagonisten spiegelt: Er zieht sich wie alter Kaugummi, verfolgt keinen sichtbaren Zweck, ist voll und ganz hirnverbrannt und hinterlässt ein Publikum mit versteinerter Miene.

Da helfen auch keine heldenhaft ausgestanzten Dialogsätze, die selbst Haim Sabans sinnfreien TV-Plastikkrawall "Power Rangers" wie Shakespeare im Park wirken lassen. Allein die enervierende Human Torch krakeelt so oft "Wir sind die fantastischen Vier", dass man sich bald einen großen Aschenbecher herbeiwünscht. Einsamer Höhepunkt in Sachen Dialogdesaster ist jedoch die Verlobungsszene zwischen Mr. Fantastic und Invisible Woman: "Ich habe in der Raumstation einen Dichtungsring gefunden", raunt der erotikfreie Null-Charismatiker seiner Liebsten zu und sorgt so für den einzigen echten, wenn auch unfreiwilligen Lacher im Elend.

Hirnriss hoch vier

Spannung, Humor und Romantik sind so absent wie die inhärente Tragik der Figuren. Denn die halbgare Sinnkrise des körperlich verunstalteten "Thing" wird ebenso lieblos abgehakt wie der unvermeidliche Showdown mit Dr. Doom, dessen Motivation ähnlich schleierhaft bleibt wie die Begeisterung der spärlich drapierten Statisten, welche als diffuse New Yorker Bevölkerung den vier Aufschneidern zujubeln. Kurzum, es gelingt dem Film in keinem Augenblick, die zwingende Ikonografie und den humanistischen Unterbau der Vorlage in mehr als eine vorpubertäre Allmachtsphantasie zu übersetzen: "Make Mine Murks!"

Ioan Gruffudd als "Mr. Fantastic": Zäh wie alter Kaugummi

>Hier liegt das grundlegende Missverständnis - oder sträfliche Vergehen, je nachdem wie viel Überlegung man den Verantwortlichen zutrauen mag - dieses filmgewordenen Lizenzhandels: Die Geschichte, ihren Kontext und vor allem ihre Anhänger nicht ernst zu nehmen, Comics entgegen aller Beteuerungen eben nicht als Kunst zu begreifen, sondern als Kinderei abzutun, aus der sich mit einer hindigitalisierten, rummsdummen und genauso kindischen Revue der Belanglosigkeiten Kapital schlagen lässt.

Was wohl leider funktioniert, wie das erfolgreiche Startwochenende der "Fantastic Four" in den USA andeutet. Doch der kurzfristige monetäre Gewinn kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier langfristig der Kredit einer loyalen Fangemeinde verspielt wird. Angesichts der zahlreichen Titel, für die Marvel bereits Lizenzen an Filmproduzenten vergeben hat, drohen noch mehr Abstürze geliebter Helden, weshalb nur die Hoffnung auf Sam Raimis "Spider-Man 3" bleibt. Auf dass die neuen Leiden des jungen Parker wieder jenes Marvel-Mirakel bewirken, welches die geplatzte Wundertüte "Fantastic Four" so schmerzlich schuldig bleibt.

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Danke meinem Megabitch - für das entgegengebrachte Vertrauen... *g*

Die Kritik ist in der Tat überzeugend entzaubernd - und untermalt die Befüchtungen, die mich seit jeher in Sachen Comicverfilmung überkommen.

Mag ein 60er Jahre Batman heute Kult sein - ist er in Sachen Batman eine "Kawoom, Zoing, Clash, BAAAANGG" - Tragödie und schmerzt unendlich durch zahllose Robinaussprüche, die mit "Heiliger sonstwas" beginnen durften.

Dagegen wirkten die Superman Verfilmungen absolut göttlich.

Der wirklich wahre Superman, Christopher Reeves, gab ihn in 4 Filmen - welche alle mehr oder weniger gut waren - aber erstaunlich viel Spaß machten und sich sehr an der Comicvorlage orientierten.

Mit Batman geht´s gleich weiter... 2 wunderbare Tim Burton Filme, mit einem hervorragenden Michael Keaton in düster-schauriger Umgebung, mit CoStars in beiden Filmen die mehr als überzeugten.

Sprechen wir besser nicht über die Teile 3, 4 - und Catwoman... ich zumindest war so enttäuscht, dass ich mich außer Stande sehe, diese Vergewaltigungen in passende Worte zu fassen.

Dafür gibt´s aber ein 3 faches Hoch für Batman Begins!

Besser als die Burton-Filme? Für mich nicht.

Liebevoll, dramatisch, actionreich, vielleicht ein Stück mehr entfernt vom Comic und in unsere tatsächliche Welt integriert - stellt sich der American Psycho und Grammaton-Kleriker John Preston aka Christian Bale mit Micheal Keaton auf den geteilten ersten Platz.

X-Men - Beide Filme haben nur einen wirklichen Nachteil: Sie sind viel zu kurz!

Bryan Singer hat beide Filme so gut in Szene ge- und besetzt und viel Wert auf eine möglichst ausgewogene Geschichte und die verschiedenen Charaktere gesetzt, dass die Verbindung der Schauspieler, Story und Comic-Helden einfach gut ist und Lust auf mehr macht.

Ebenso gut ist es Sam Raimi gelungen - die Art und Weise wie er uns Peter Parker und Spiderman in beiden Filmen präsentierte, wirkte ebenso detailreich und fesselnd.

Auch hier meine Aufforderung: Beeilt euch mit Teil 3!!!

(Ich gestehe: ich habe mich nie an der anderen und älteren Realverfilmung von Spiderman versucht...)

Selbst Blade, seines Zeichens Comicheld, hatte 2 grandiose Auftritte auf der großen Leinwand - und einen etwas schwächeren...

Es gibt also absolute Glanzlichter in Sachen Comicverfilmung.

Warum also werden wir mit den Elektras, DareDevils, Hulks und Fantastic Fours gequält?

Elektra und DareDevil gebe ich sogar noch ein Stück weit Rückendeckung - weil im Vorfeld ihre gedruckten Abenteuer nur wenige Leute kannten.

Die 70er Jahre Serie Hulk mit Bill Bixby und Lou Ferrigno - war um Welten besser als dieses animierte Monster - allerdings gestehe ich hier wohl besser gleich, dass mir die Serie sogar besser gefallen hatte, als der Comic... .

Jetzt hab ich so viel geschrieben - und nmoch nichts zu den F4 gesagt.

Aber was sollte ich auch nach der Kritik von Megabitch noch sagen?

Ich hab´s: Er hat recht.

Ich mochte die Comics, die Cartoons - und Jessica Alba.

All das tu ich auch jetzt noch - und das beste was ich für diesen Film tun kann, ist ihn zu vergessen und so zu tun, als hätte es ihn gar nicht gegeben.

Damit bewahre ich mir nämlich meine Einstellung zu den oben genannten drei Punkten.

Für diesen Film haben Drehbuchautor, Produzenten und Regisseur Prügel verdient.

Was bei Spiderman, einigen Batmans und den X-Men goldrichtig gemacht wurde - ist hier mit Füßen getreten worden: Die Liebe zu den Figuren, ihr Hintergrund, ihre Beweggründe und ihre individuellen persönlichen Eigenschaften.

Wenn man sich schon in eine Welt wagt, die fest definiert und seit vielen vielen Jahren beständig ist und heute noch Anhänger aller Altersgruppen hat - dann sollte man sich verdammt noch mal auch in dieser Welt bewegen und sich auf sie einlassen - statt mit SFX, Geballer und bekannten (Comic)Namen das schnelle Geld zu suchen.

Abschließend bin ich froh, nur 4€ Eintritt bezahlt zu haben und hoffe inständig niemals eine Fortsetzung - ohne erhebliche Änderungen im Konzept - ertragen zu müssen.

Comic- und Videospielverfilmungen können so geil sein - warum nur sind so wenige Leute auch dazu in der Lage diesen Zauber mit der Kamera einzufangen?

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Comic- und Videospielverfilmungen können so geil sein - warum nur sind so wenige Leute auch dazu in der Lage diesen Zauber mit der Kamera einzufangen?

Tja weil´s Stümper sind, die keine Ahnung von der Materie haben!!

Mhh, die Fantastischen Vier haben sich ja ganz schön verändert ;)

Ne Spass beiseite.

Ich hab den Film zwar noch nicht gesehen, aber die Kritik is schon, naja, vernichtend.

Und es ist wirklich schade, dass manche Comicverfilmungen ihre Vorlagen entarten. Aber wie schon gesagt und von Locutus schon aufgezählt gibt es durchaus gute bis hin zu genialen Umsetzungen.

Aber mal schauen, vielleicht geh ich ja doch noch rein und werd den Film beim rausgehen wieder vergessen.

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Ich hab mir den Artikel nochmal durchgelesen, einfach gut! :woot: Mich freut es erst einmal, dass ich den Bericht hier veröffentlichen konnte. Ich bin gespannt was die Leute posten, die den Film dann gesehen haben...

@Locutus:

Ich glaube Du verstehst den tiefgehenden Charakter des Robin in der 60 er Serie.

"Heiliges KrachendesschädelsaufdieTastaturgeräusch !" - ZOFF -

Ich denke es gibt´nen anderen Thread, bin mir aber nicht sicher:

Aber mich würde eine Realverfilmung von "Silver Surfer" reizen, aber nicht wie der Drecksanimations Hulk, sondern auch im Stile von Spiderman( ist meiner Meinung die beste Verfilmung, wie schon von anderen auch gesagt)

Bearbeitet von Megabitch
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So, hab mir den Film nun ansehen müssen, da alle Bowlingbahnen belegt waren, und wir dann ins Kino ausgewichen sind.

Nach der vernichtenden Kritik, dort oben, hatte ich nun fast gar keine Erwartungen.

Ich muss aber sagen, dass ich den Film besser finde, als er in der Kritik weggekommen ist. Klar, die Helden haben alle uninteressante und wenig fantasievolle Fähigkeiten. Und über die schauspielerische Leistung kann man auch streiten, aber ich find ihn trotzdem um Längen besser als Daredevil, Electra o.ä.

Außerdem entschädigt Jessica Alba für einiges. 5/10 Punkten.

Bearbeitet von Lt. Foster
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kann mich meinem vorredner nur anschließen! hab ihn mir auch angesehn und ich muß sagen er war wirklich nicht so schlecht! es ging nur alles recht schnell! ein paar details hätten der story nicht geschadet! dafür finde ich aber das die schauspieler perfekt zu ihren rollen gepasst haben und das mit den fähigkeiten ... war ja von den comics schon so vorgegeben und dafür haben die das ganz gut umgesetzt!

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  • 2 Wochen später...
  • 2 Wochen später...
  • 3 Jahre später...

Ich habe mir mal nun "The Fantatsic 4 and the Silversurfer" reingezogen und muss sagen, dass dies ein Film der überflüssigen Art ist. Keine gute Action, keine "sinnvolle" Handlung, soweit dies in diesem Genre möglich ist und vor allem der zwanghafte Versuch gute Dialoge und charkterliche Tiefe zu vermitteln. Alles misslungen. Die Dialoge waren schlecht, die Wandlung des Silversurfers nur teilweise nachvollziehbar, weil er diesen Weg ja schon früher hätte wählen können und das planetenfressende Monster etwas zu weit hergeholt.

Dass man keine gute Geschichte hatte zeigt sich doch schon an der tatsache, dass der Film nur 84 Minuten läuft (inklusive Abspann). Hier wurde nun ein Comic geradzu vergewaltigt, um auf den Zug des Fantasy-Hypes mit aufspringen zu können.

Bereits im ersten Teil gab es nichts positives zu vermerken und trotzdem hat man es nochmals versucht. Ich hoffe das uns weitere Teile erspart bleiben, den auch Jessica Alba hat nichts retten können. Wahrscheinlich versucht man aber in 2 - 3 Jahren einen Reboot der Helden.

Bearbeitet von Polarus
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Schwacher Film. Teil 1 fand ich besser als sein Ruf, den zweiten Teil einfach nur überflüssig und schade. Es fällt mir schwer, positive Worte für den Film zu finden. Jessica Alba ist wirklich nur wegen der Optik dar und auch die Story ist eher dürftig...einziger Lichtblick ist wohl Michael Chiklis.

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Irgendwie wurde in der ganzen FF-Film-Reihe von Marvel auf ganzer Linie versagt. Die Fantastic Four sind eine von Marvels großen Zugpferden und dann haben die es nichtmal geschafft ihre Story vernünftig auf die große Leinwand zu bringen.

Der erste Teil war IMHO noch einigermaßen ertragbar, aber bei Teil 2 haben die so vieles falsch gemacht, da ist man als Comic-Fan total enttäuscht. Warum war Doom überhaupt erst im Film mit drin? Normalerweise ist Doom einer der größeren Gegner im Marvelverse, hier verkommt er jedoch endgültig zur Witzfigur. Und was war das bitte mit Galactus?

Die Story an sich hatte soviel Potential, eine gewaltige Enität durchstreift das Universum und vertilgt dabei Planeten um seinen Imensen Hunger zu stillen, geführt von einem mächtigen Herald, der einst der Liebe und seiner Heimat wegen einen Pakt mit dem Teufel schloss. Und was haben wir bekommen? Eine große Wolke...

Sehr traurig, wenn man bedenkt das er hätte so aussehen können, wenn nicht sogar müssen:

post-2568-1223696814_thumb.jpg

Ich hoffe die haben den Typen bei Marvel rausgeworfen, der sich mal dagegen gewehrt hat in den Filmen haushohe Roboter (Sentinels bei den X-Men) oder andere riesige Superwesen auftauchen zu lassen. Man hat ja spätestens an Transformers gesehen, wie unrecht diese Type damit hatte, das niemand sowas in einem Film hätte sehen wollen...

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Von David Kleingers

Zudem waren die vier Pioniere für Marvels Philosophie der unfreiwilligen Helden, denen der eigene Körper Gefängnis und Gabe zugleich ist. Im Gegensatz zum ewigen Konkurrenten D.C., der mit ursprünglich unbeirrbaren Lichtgestalten wie Superman und Batman reüssierte, war Marvels Personal im Grunde eine Ansammlung von Außenseitern, die nagende Selbstzweifel und gesellschaftliche Vorurteile überwinden mussten. Marvel stand für Toleranz gegenüber dem vermeintlich Fremden, und eben diese Prämisse gestattete etwa "Spider-Man" oder den "X-Men" effektvolle Sozialkritik jenseits einer bloßen Gut-versus-Böse-Erzählung.

Effektvolle Sozialkritik. :animier:

Da scheint jemand nur rudimentäre Ahnung von der Erstehungsgeschichte der FF und dem Beginn der Reihe zu haben. Natürlich haben die FF4 gewisse Innovationen gebracht - so wurde IMO mit Vulture erstmalig im Mainstream ein alter Schurke eingeführt -, aber von Sozialkritik, Toleranz und einer Abkehr des Gut-versus-Böse-Schemas waren die ersten Comics der zitierten Reihen weit entfernt. Vielleicht sollte Herr Kleingers bspw. mal über die Rolle der Frau in jenen Comics des dunklen unaufgeklärten Zeitalters reflektieren, bevor er irgendwelchen Mythenschreibern auf den Leim geht.

Natürlich waren viele der ersten Marvel-Heroen näher am Leser als z.B. Superman, aber alleine damit, dass sich die Protagonisten mit Alltäglichkeiten rumschlagen müssen, lässt sich noch kein sozialkritischer Ansatz rechtfertigen.

Für mich gehört der erste FF4-Film neben den X-Men-Filmen zu den besten aller Marveladaptionen - weit vor Spider-Man, Hulk, Daredevil, Punisher .. - weil er einerseits die Figuren modernisiert (emanzipiert) und andererseits die ursprünglichen 4 Hauptcharaktere IMO sehr genau trifft. Zudem verzichtet er auf diese ganzen, überflüssigen Grim-n-gritty-Dreck, der zur Zeit en vogue ist, der aber mit den FF4 der Anfänge so rein gar nichts zu tun hat.

Mag sein, dass man dem Film vorwerfen kann, er träfe nicht den Zeitgeist, ganz sich kann man ihm nicht vorwerfen, er sei nicht nahe an den Figuren.

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