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...der Brand in der Felsung!

und das orginal ST Universum existiert doch weiter!


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Die ganze spinnerei die ich mir hier zusammengereimt hat beruht auf diesem Interview:

http://trekmovie.com/2008/12/11/bob-orci-e...d-real-science/

bttf2timeline.jpg

Dort wird gesagt das die Back to the Future regeln falsch sind, wenn man in der Vergangenheit seinen eigenen Vater tötet würde man nicht einfach wie in dem Film Comichaft verschwinden, sondern weiter existieren in eben dieser Zeitlinie in der man gerade ist, ohne das man in die eigene Zukunft jemals zurück könnte. Was in BTTF allerdings auch so war, am Ende hatte Marty z.B. auf einmal reiche Eltern und den schwarzen Jeep den er vorher so angehimmelt hatte! Nur das mit dem Verschwinden war humbuck.

Ich hab da mal was vorbereitet anhand von der Zeitreise in First Contact und der Zeitreise in ST XI sollte das verdeutlichen was in ST XI mit den Zeitlinien passiert ist! (das ganze könnte man mit den vielen Zeitreisen in Star Trek natürlich unendlich weiter spinnen.)

poxnjzvy.jpg

Meine Schlüsse daraus:

Spock (oder auch Nero) könnte theoretisch in die Zukunft reisen, aber es wäre nicht die Zukunft aus der Sie stammen da Vulkan schon zerstört wurde.

Würde Spock nun nochmal in die Vergangenheit reisen um Vulkan zu retten würde er eine dritte Zeitlinie erschaffen, schon alleine durch seine Anwesenheit, somit könnte er die Zukunft gewissermaßen zwar wieder in die richtige Richtung lenken aber niemals zu 100%

Ich gehe auch davon aus das mit Spocks Know How über die *Supernova* und rote Materie in der Zukunft die Zerstörung von Romulus noch lässig abgewendet werden kann in der neuen Abrams Zeitlinie.

Im TNG Universum ist Romulus jetzt allerdings zerstört und das bleibt auch so (und wehe die Futzis von Star Trek Online halten sich nicht drann !!! ).

Zu Star Trek First Contact:

Die Borg sind in die Vergangenheit gereist, haben die Erde assimiliert, die 1701-E war in diesem Strudel gefangen und hat dadurch die neue Zeitlinie die durch die Borg geschaffen wurde sehen können.

Wäre die 1701-E ausserhalb vom Strudel gewesen wäre die Borgsphere einfach nur verschwunden, die Erde wäre aber nicht assimiliert gewesen da die Borg eine neue Zeitlinie geschaffen haben und die 1701-E in ihrer bestehenden Zeitlinie geblieben wäre.

Nun ist die 1701-E aber in dem Strudel gewesen und hatte nur die Wahl den Borg zu folgen oder über der Borg-Erde zu stranden.

Die 1701-E fliegt durch den selben Strudel, und kann so die Borg vernichten bevor sie ihren Plan durchführen können. Die *Borg-Erde* hat also nie existiert (selbe anomalie führt zum gleichen Zeitpunkt auf der selben Zeitlinie -> Borg zukunft verhindert!), aber die 1701-E und die Borg waren trotzdem beim First Contact dabei und offensichtlich hat die Enterprise ein paar Borgleichen übersehen sonst hätte es niemals diese (umstrittene) Borg Folge geben können bei ENT (NX-01).

Demnach lief ENT schon komplett auf der von First Contact veränderten Zeitlinie! (auch wenn es nur in der einen Folge sichtbare Auswirkungen hatte, wer weis was für Details noch anders waren dadurch).

Als wir TOS und TNG geschaut haben gab es aber keine Aufzeichnungem von dem Borg-Zwischenfall der NX-01 weil dieser vor Star Trek 8 einfach noch nicht passiert ist. Was auch eine erklärung wäre für das andere Design der NCC-1701 in STXI, durch die Borg und die mögliche Invasion PLUS den Temporal Cold War hat sich die Föderation evtl. gezwungen gefühlt der ganze Flotte etwas mehr Feuerpower zu verpassen? (Butterflyeffect und so ^^ )

So wie Benjamin Sisko nach seiner Zeitreise auf einmal ein Foto von sich selber gezeigt bekommen hat als Gabriel Bell sind die Borg-Aufzeichnungen der NX-01 für die 1701-E Crew auch erst vorhanden gewesen als sie am Ende von First Contact wieder in die Zukunft kamen -> bedeutet wieder eine neue Zeitlinie mit minimalen Änderungen! Zur TNG zeit können die militärischen tendenzen der Föderation ja schonwieder nachgelassen haben, die Schiffdesigner der 1701-D und -E und dem Rest der Flotte waren 100 Jahre später warscheinlich auch wieder die gleichen wie in der Zeitlinie die bekannt war.

Somit war der erste kontakt der TNG Crew mit den Borg durch Q auch wirklich der ERSTE, komplett ohne Aufzeichnungen von Zephram Cochrane oder Archer!

In der Zukunft in die sie zurückgekehrt sind ist der zwischenfall mit Q vielleicht sogar etwas anders verlaufen nur hat das weder UNSERE TNG Crew mitbekommen noch Q zu dem Zeitpunkt, noch wir als Zuschauer!

Bis jetzt waren die Veränderungen immer durch die Star Trek Crews im Rahmen gehalten worden so das die eigene Zukunft nur unmerklich verändert wurde.

Bei Star Trek XI wurden durch Nero aber jetzt das erste mal gravirende Veränderungen herbeigeführt die nicht aufgehalten wurden, dadurch verändert sich ALLES, aber eben nur in dieser einen Zeitlinie!

Unsere *Canon* Zeitlinie die schon unzählige male verändert wurde ohne das es schlimme konsequenzen hatte, wenn überhaupt, existiert aber Parralel weiter, nur das dort Romulus jetzt zerstört ist, Spock weg ist als er die sog. *Supernova* aufgehalten hat und für Tod gehalten wird.

So, jetzt bin ich mal gespannt wer da noch mitkommt ^^

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Bei Star Trek sind durch Zeitreisen nie Multiversen entstaden, entweder waren die Zeitreisen fester Teil der Zeitlinie oder haben sie verändert. Auch in No Trek ist keine Rede davon, dass ein paralleles Universum entstanden sein soll. Das einzige in Orcis billiger Rechtfertigung, was mit dem Canon vereinbar ist, ist die Behauptung, die Zeitlinie würde sich selbst reparieren (womit er übrigens seiner konstruierte Handlung Glaubwürdigkeit verschaffen will) Wäre dem nämlich nicht so, hätte jede Zeitreise in Trek die Zukunft massiv verändert. Auch Daniels behauptet in Enterprise, die Zeitlinie würde sich selbst reparieren. Von den Borg wusste die Föd übrigens auch schon zu Zeiten der Hansons und durch die El-aurianer. Auch Data konnte die Borg schon vorab benennnen. Dadurch wird klar, dass die Borg wohl größtenteils Geheimsache gewesen sind und Picard deshalb so ahnungslos war.

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Auch in No Trek ist keine Rede davon, dass ein paralleles Universum entstanden sein soll.

Hä? Genau das wird im Film gesagt, und zwar zwei mal. Einmal sagt es der junge Spock und einmal der alte.

Dadurch wird klar, dass die Borg wohl größtenteils Geheimsache gewesen sind und Picard deshalb so ahnungslos war.

Die eigentliche Erklärung ist ja, dass die Autoren Mist gebaut haben ;)

Mit deinem Einwand, dass in Trek nie ein paralleles Universum entstanden ist, kann ich mich nicht ganz anfreunden. Zum Beispiel die Folge, in der Sisko in der Vergangenheit den Platz von Gabriel Bell einnimmt und dann sein Gesicht plötzlich in den Geschichtsbüchern auftaucht. Oder die Folge Timeless (VOY). Kim erhält eine Nachricht aus einer Zukunft, die eigentlich nicht mehr existieren sollte... Kim und Janeway diskutieren am Ende darüber.

Ich kann deinen Ärger darüber aber verstehen, zunächst konnte ich mich mit dem Gedanken einer neuen Zeitlinie auch nicht ganz anfreunden. Jedoch solltest du auch bedenken, dass das alte Trek am Ende an sich selber gescheitert ist. Es hat sich selbst gefesselt, geknebelt und anschließend erwürgt. Eine Neuerung in diesem Ausmaß wie Star Trek XI (und es ist doch Star Trek!) war einfach nötig. Wem es nicht gefällt, der muss sich die neuen Filme ja nicht ansehen. Alle anderen greifen auf die fünf (bzw. sechs) Serien und zehn Filme zurück. Genug für ein ganzes Leben ;)

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Es gibt viele gute Zeitreisenepisoden - und doch wünschte ich mir, es hätte nie welche gegeben. Irgendwie ruinieren sie alles. Zeitreisen gehören in reine Zeitreisenserien oder Einzelfilme.

Warum gibt es im 29. Jahrhundert eine "Zeitreisepolizei", wenn Zeitmanipulationen völlig bedeutungslos sind? Warum der temporale kalte Krieg? In Star Trek 11 wird sogar gesagt, dass das Universum sich nun anders entwickelt hat. Damit wurden die Ereignisse aus TOS, TNG, DS9, VOY und ST1 bis 10 ausgelöscht. Super. Und für die, die davon ausgehen, dass das Originaluniversum weiter existiert, haben sie Romulus zerstört.

Dass Zeitreisen Paralleluniversen generieren, ist eine Möglichkeit, aber die bisherigen Folgen deuten eher darauf, dass diese Möglichkeit in Star Trek nicht verfolgt wird. Auch die Bell-Folge erzeugt kein Paralleluniversum, sondern ein verändertes Originaluniversum. Ein Paralleluniversum ist eher ein Universum, in dem irgendwann eine andere Entscheidung getroffen wurde (Cochrane erschießt Vukanier).

Die Autoren wollten dieses Reboom, weil sie ihre Story durchsetzen wollten und haben es per Zeitlinienänderung gemacht. Trotzdem haben sie diverse Kleinigkeitenfehler fabriziert, wie z.B. der blaue Himmel von Vulkan oder dieses Transwarpbeamen.

Daher frage ich mich: Warum hat man die Handlung nicht tatsächlich und deutlich in ein Paralleluniversum gesetzt? Dort hätte man alle Freiheiten und es gäbe keine Fehler. Ich verstehe, warum die Autoren einen Neuanfang wollten, aber ich verstehe nicht, warum sie das auf eine Weise machen mussten, die das alte Star Trek so schädigt.

Paralleluniversum hin, Paralleluniversum her... Romulus bleibt zerstört - als Nebensatzhandlung. Seufz.

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Ich hätte evtl. besser differenzieren sollen zwischen Parraleluniversen und veränderten Zeitlinien, das eine ist natürlich entstanden (Datas Erklärung, jede Entscheidung lässt ein neues entstehen.) Das andere entsteht durch einen Eingriff in die Zeit, ist also eine Alternative Zeitlinie vom selben Universum.

Meine Theorie ist das sich die entsprechende Zeitlinie nur selber reparieren kann wenn der Eingriff durch die selbe Anomalie geschieht, z.B. bei Yesterday's Enterprise ist die 1701-C in die Zukunft und in einem Universum gelandet das ohne sie existiert hatte, dann jedoch zurückgeflogen durch die selbe Anomalie wodurch sie wieder am Ausgangspunkt gelandet ist, für die Kurze zeit aus der Perspektive der 1701-C hat diese Zeitlinie existiert, nach dem Rückflug aber nicht mehr, die TNG Zeitlinie war wieder hergestellt.

Die 1701-D hat nur noch kurz eine Anomalie auf den Sensoren gehabt, was die Vermutung zulässt dass der Riss in beiden Zeitlinien aufgetreten ist, was auch damit zusammenhängen könnte das Guinan in der Folge irgendwie wusste das alles so nicht richtig ist.

Beim TCW kann ich nicht wirklich was dazu sagen da man nicht weiß wie Daniels & Co. durch die Zeit gereist sind... da greifen vielleicht wieder ganz andere Theorien/Techniken, ausserdem ist Daniels auch einmal mit Archer zusammen in einer zerstörten Zukunft gelandet, was keine Absicht war also meint er das irgendwie unter kontrolle zu haben.

Auch Data konnte die Borg schon vorab benennnen. Dadurch wird klar, dass die Borg wohl größtenteils Geheimsache gewesen sind und Picard deshalb so ahnungslos war.

Ein Lt. soll also über Geheimsachen bescheid wissen die der Captain vom Flagschiff nicht kennt?

Unwarscheinlich, soweit ich mich erinnere hat Guinan die Borg auch zuerst benannt.

War die Raven nicht ein Ziviles Raumschiff? Hatte nichts direkt mit der Sternenflotte zu tun? die Ergebnisse sind auch niemals bei der Föderation angekommen.

Bearbeitet von Z3R0B4NG
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Dass Zeitreisen Paralleluniversen generieren, ist eine Möglichkeit, aber die bisherigen Folgen deuten eher darauf, dass diese Möglichkeit in Star Trek nicht verfolgt wird. Auch die Bell-Folge erzeugt kein Paralleluniversum, sondern ein verändertes Originaluniversum.

Darüber kann man streiten. Grundsätzlich hat man sich IMO aus drei Gründen für lineare Zeitlinien entschieden:

1. es ist leichter zu verstehen

2. es bietet mehr Möglichkeiten für eine Handlung.

3. vielleicht war man damals noch nicht so weit ^^

Aber hat Star Trek sich nicht schon immer zu einem gewissen Grade an die Gesetze der Physik gehalten (ich betone: zu einem gewissen Grade!)? Waren wir nicht alle so begeistert davon, dass Trek in vielen Dingen versucht, so realistisch wie möglich zu sein? Ich persönlich mag mittlerweile die Theorie über eine neue Zeitlinie. Außerdem hat sich Trek auch viele Freiheiten genommen. Möglich, dass man bei einer Zeitreise eine neue Zeitlinie schafft. Vielleicht nimmt sich Trek einfach die Freiheit, dass man eine neue Zeitlinie schaffen kann aber nicht muss ;)

BTW, bei den Kommentaren war jemand, der Quantenphysik studiert/studiert hat. Wisst ihr, wer das ist? Vielleicht kann er uns hier weiterhelfen...

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Ein Lt. soll also über Geheimsachen bescheid wissen die der Captain vom Flagschiff nicht kennt?

Unwarscheinlich, soweit ich mich erinnere hat Guinan die Borg auch zuerst benannt.

Das war schon einige Folgen vorher. Angeblich, so Lt. Commander Data, hätten die Borg romulanische Außenposten vernichtet. Man wollte damals einen Borgdreiteiler machen, der wegen eines Autorenstreits nie realisiert wurde. Deshalb nur die Erwähnung.

War die Raven nicht ein Ziviles Raumschiff? Hatte nichts direkt mit der Sternenflotte zu tun? die Ergebnisse sind auch niemals bei der Föderation angekommen.

Jedenfalls haben die Hansoes keine Reise ins Blaue gewagt, sondern hatten das Ziel vor Augen, etwas über die Borg zu erfahren. Nur Detailwissen konnte die Raven dann nie übermitteln. Auch die EL-Aurianer, die die Föderation gutmütig nach deren beinahe-Ausrotten zum Ende des 23. Jahrhunderts durch die Borg aufnahm, werden nicht zu den Borg geschwiegen haben. Die Enterprise-Epidose ist daher mit der Zeitlinie vereinbar, das einzig mysteriöse bleibt, warum die Enterprise-D so wenig darüber wusste. Vermutlich wurde es zur Gehimsache erklärt und nur sehr wenigen Leuten zugänglich gemacht. Hier und da mal einem Forscherteam, man will ja was über seinen zukünfzigen Feind erfahren. Vielleicht hat man Informationen aus dem Wrack des Borgschiffes gewinnen können, welche Daten über den Erstkontakt mit den Borg preisgaben und man wollte die Zeitlinie nicht manipulieren. Möglicherweise hat die temporale Kommision da auch einen Riegel vorgeschoben, um ihre Zukunft zu erhalten.

Memory-alpha schreibt dazu folgendes: Der erste offizielle Kontakt mit den Borg, findet erst 2365 statt, die Hansens sind aber schon Anfang der 2350er auf der Suche nach den Borg, ohne jedoch ihre Erkenntnisse zwischenzeitlich an die Föderation zu übermitteln. Die Borg waren damals allerdings auch nur als geheimnisvolle Gerüchte bekannt und schon namenlos in TNG: „Die neutrale Zone“ und ENT: „Regeneration“ angedeutet worden bzw. aufgetaucht.

Bearbeitet von Knut85
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NajaBorg und Zeitlinien hin oder her, es ist gut das die sich für einen eingriff in die Zeitlinie endschieden haben, damit ist falls man auf sowas wie jetzt kommt spkuliert hat eben einfacher.

man kann die alte Zeit linie durch mehrere möglichkeiten ja ganz leicht wieder hinbekommen.

1. Spock reist zum ersten erscheinen der Narada zurück und vernichtet diese (bevor die Kelvin Zerstört wird).

=Zeitlinie fast 100% wieder hergestellt.

2. Spock reist weit in die Vergangen heit um anschliessend alle auf Neros erscheinen zu warnen (wegen technischen fortschritt ect).

=Zeitlinie fast zu 100% wieder hergestellt.

3. Spock dreht däumchen und sieht einfach nur zu wie sich alles weitere endwickelt bis er stirbt, dann hat er ja nichts mehr danit zu tun.

4. Spock reist zurück, erzählt Daniels was der Böse Nero da macht. Daniels reist in seine zukunft. geht seine Daten durch. Reist wieder in die vergangenheit und Killt die Narada bevor sie im Schwarzen Loch verschwindet oder rettet Romulus.

=ehr unwarscheinlich

5. Spock schickt Robau aus der Zukunft eine Nachricht womit er bewirkt das dieser das Schwarzeloch bevor die Narada herraus kommt zerstört.

= Am warscheinlichsten um eine störung im weiteren regulären alten Zeitablauf zu vermeiden.

Jetzt verstehe ich aber warum Janeway immer Kopfschmerzen von zeitreise geschichten bekommt.

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Es wird in der Tat von einigen Physikern, besonders wäre hier David Deutsch zu nennen, die Auffassung vertreten, dass es eine praktisch unvorstellbar große Zahl von parallelen Quantenuniversen gibt. Es handelt sich freilich bisher um eine Minderheitenmeinung. Allerdings stößt ja auch die Möglichkeit von Zeitreisen an sich auf einige Skepsis. Nach dieser Auffassung würde dann auch, so denn Zeitreisen überhaupt möglich sind, eine Zeitreise in die Vergangenheit niemals die Zukunft des Universums verändern, aus dem der Zeitreisende kommt. Diese Theorie wurde auch im Star-Trek-Kanon mit der TNG-Episode „Parallelen“ berücksichtigt, allerdings nicht im Sinne von durch Zeitreisen entstandenen Paralleluniversen.

In den Zeitreisefolgen Star Treks, Mythos hat es schon geschrieben, wurde die Theorie jedenfalls nicht explizit angewendet. Es ist zumindest schwierig Folgen wie „Griff in die Geschichte“ oder „Gefangen in der Vergangenheit“ so zu interpretieren, dass dabei nicht die Zeitlinie des Universums, aus dem die Zeitreisenden kamen, verändert wurde. Der Grund dafür liegt natürlich nicht darin, dass damit eine bestimmte physikalische Theorie vertreten oder abgelehnt werden soll. Es geht einfach darum, dass sonst dem Zuschauer die Notwendigkeit schwerer zu vermitteln wäre, gegen den Eingriff in die Zeitlinie vorzugehen, wenn die bekannte Serienwelt auch ohne ein solches Vorgehen unverändert bliebe.

Wenn man dennoch die Meinung vertreten will, dass das Universum, aus dem Spock und Nero kamen, fortbesteht, führt daher kaum ein Weg an Snowstars Auffassung vorbei, dass eine Zeitreise bei Star Trek zwar eine neue parallele Quantenrealität schaffen kann, aber nicht muss, unabhängig davon ob das nun auch physikalisch korrekt ist oder nicht. Und das im Anfangspost verlinkte Interview spricht ja dafür, dass die Autoren diesmal eher zu einem parallelen Fortbestand des alten Universums neigen, vielleicht auch um das Konfliktpotential mit den Fans zu begrenzen. Selbst wenn man aber meint, dass die alte Zeitlinie nicht mehr besteht, müsste man davon ausgehen, dass einige der in „Parallelen“ eingeführten Paralleluniversen der nicht mehr existenten Zeitlinie so ähnlich sind, dass auch ein eingefleischter Fan sie kaum auseinander halten könnte. So jedenfalls meine erste Einschätzung.

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Meine persönliche Theorie ist immer noch, dass der ganze Film von Anfang an in einem Parallel-Universum spielt. Das würde auch gewisse Ungereimtheiten schon bei der USS Kelvin erklären (Enterprise-Emblem als Abzeichen für offenbar die gesamte Sternenflotte, vierstellige Registriernummer mit vorangestellter Null, 800 Mann Besatzung).

All dies wären Kleinigkeiten und hätten im Grunde zu EXAKT demselben Universum wie dem uns bekannten geführt (bis zu einer möglichen gravierenderen Aufspaltung zu einem späteren Zeitpunkt).

Jetzt kommt aber Nero und verändert die Zeitlinie dieses Parallel-Universums so drastisch, dass es zu den schon bekannten Abweichungen kommt.

Immerhin kann niemand sagen was wirklich passiert, wenn man ein schwarzes Loch durchfliegt. Die Kräfte können immerhin so stark sein, nicht nur das normale Raum-Zeitgefüge innerhalb eines Universums durcheinanderzubringen, sondern sogar die Barriere zu einer parallelen Realität zu durchbrechen.

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Ich empfinde die ganzen Versuche, den Film in das bestehende ST-Universum integrieren zu wollen (oder ungekehrt) und für alles auch mathemathische bzw. theoretisch-physikalische Erklärungen zu suchen, putzig, rührend, peinlich.

Sucht ihr auch mathematische. physikalische, logische Erklärungen dafür, dass der gestiefelte Kater im Märchen reden kann, Katzen aber in anderen Märchen offensichtlich nicht, dass Rapunzel bei einer angenommen Haareslänge von 10 Metern nicht 80 Jahre alt und damit für notgeile Prinzen uninteressant ist oder dass in einem Frosch ein Prinz steckt?

naja ... solange es im Leben eines Menschen keine wichtigeren Fragen gibt, ist es wohl ok, darüber nachzudenken ... und irgendwie schult es ja auch den Geist ... :lol:

Bearbeitet von Deus Irae
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naja ... solange es im Leben eines Menschen keine wichtigeren Fragen gibt, ist es wohl ok, darüber nachzudenken ... und irgendwie schult es ja auch den Geist ... :lol:

Weißt du, ich studiere und betätige mich in meiner Freizeit in einer Partei und "arbeite" ehrenamtlich in einem Jugendzentrum und ich beschäftige mich momentan mit wirklich wichtigeren Fragen als Zeitreisen. Aber warum sollte ich mich in meinen Lernpausen nicht mit sowas beschäftigen? Ist halt nur so zum Spaß. Was soll ich denn sinnvolleres machen? Die Blumen auf dem Balkon gießen? Den Staubsauger schwingen? Solange man sich eben nicht den ganzen Tag über mit solchen Fragen wie Zeitreisen und Paralleluniversen beschäftigt und deswegen nachts nicht schlafen kann, finde ich es absolut in Ordnung, wenn jemand anfängt herumzuspinnen. Lass uns doch den Spaß. Und ja, es macht Spaß!!! ;)

@Talby: studierst du Physik?

Bearbeitet von SNOWSTAR
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Eben was soll man sonst anderes während der Kurzarbeit machen als über eins seiner Hobbys zu philosophieren :D

Aber eins stört mich bei dem gedanken doch :D

In Star Trek 4 hat der gute Kirk doch gesagt er wäre in Iowa aufgewachsen, wie im film (teil 11) zu sehen (Corvette szene) wenn der doofe Nero die Kelvin nicht zerlegt hätte, dann wäre er doch wohl zumindest ein paar jährchen auf der Kelvin aufgewachsen, (anders als mit familie sind die 800 menschen an bord nicht erklärbar) nicht in Iowa, folgerichtig hätte der Paps Kirk dem sohnemann einige male die fressluke poliert wenn er ihm gegenüber so 'mutig' gewesen wäre, und wir hätten nicht den kirk erlebt den wir erlebt haben ... (hach is das schön in eine fantasiewelt zu schlüpfen :D )

Also müsste Nero ansich in den 25 jahren aufgehalten werden wo er untätig im all rumgegurkt ist und auf Spock gewartet hat :D Nachdem er die Kelvin zerlegt°°

Man wenn man sich das ganze langsam durchliest wird das echt ein klein wenig albern ... :D

mfg

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NajaBorg und Zeitlinien hin oder her, es ist gut das die sich für einen eingriff in die Zeitlinie endschieden haben, damit ist falls man auf sowas wie jetzt kommt spkuliert hat eben einfacher.

man kann die alte Zeit linie durch mehrere möglichkeiten ja ganz leicht wieder hinbekommen.

1. Spock reist zum ersten erscheinen der Narada zurück und vernichtet diese (bevor die Kelvin Zerstört wird).

=Zeitlinie fast 100% wieder hergestellt.

2. Spock reist weit in die Vergangen heit um anschliessend alle auf Neros erscheinen zu warnen (wegen technischen fortschritt ect).

=Zeitlinie fast zu 100% wieder hergestellt.

3. Spock dreht däumchen und sieht einfach nur zu wie sich alles weitere endwickelt bis er stirbt, dann hat er ja nichts mehr danit zu tun.

4. Spock reist zurück, erzählt Daniels was der Böse Nero da macht. Daniels reist in seine zukunft. geht seine Daten durch. Reist wieder in die vergangenheit und Killt die Narada bevor sie im Schwarzen Loch verschwindet oder rettet Romulus.

=ehr unwarscheinlich

5. Spock schickt Robau aus der Zukunft eine Nachricht womit er bewirkt das dieser das Schwarzeloch bevor die Narada herraus kommt zerstört.

= Am warscheinlichsten um eine störung im weiteren regulären alten Zeitablauf zu vermeiden.

Jetzt verstehe ich aber warum Janeway immer Kopfschmerzen von zeitreise geschichten bekommt.

1. Spock hatte nie die Möglichkeit Neros Narada zu vernichten, es wurde nur durch das Eingreifen der NCC-1701 unter Kirk möglich. (Enterkommando, Schiff entführen, Neros Torpedos durch Feuer von der Enterprise vernichten, damit die Rote Materie nahe genug an die Narada herankommt.)

2. Wenn Spock in der Zeit zurückreist und die Föderation mit Wissen und Technik über das 24. Jahrhundert ausstattet verändert er die Zeitlinie und stellt sie nicht wieder her.

3. Was sich entwickelt ist, die Föderation samt Sternenflotte wird vernichtet, und er stirbt binnen kurzer Zeit mit ihnen.

4. Daniels existiert noch nicht, kann also nicht eingreifen, wenn Spock oder Daniels in der Zeitlinie in der die Narada losschlägt in die Zukunft reist gibt es keine Föderation mehr. Und Spock risikiert verändert die Zeitlinie weiter wenn er einfach bei Archer und Co anklopft. Außerdem wissen wir wirklich nicht ob Daniels jemals für die Föderation gearbeitet hat, da er in der ersten Staffel Enterprise Siliks Versuch die Enterprise zu retten zu verhindern versucht.

5. Wie soll Robau das machen, ohne Rote Materie, wenn er die bekommt verändert sich die Zeitlinie wieder! Nach dem Motto BORG futsch, Dominion futsch....

Der alte Spock in der neuen Zeitlinie hat das Problem das es in der neuen Zeitlinie keine Mittel gibt die der Narada gewachsen sind mit denen er in der Zeit zurückreisen kann um die Narada daran zu hindern durch das schwarze Loch zu kommen und die Kelvin zu zerstören. Sicherlich kann er mit jeden warpfähigen Schiff in die Vergangenheit reisen allerdings hat keines zu der Zeit die Feuerkraft die Narada zu zerstören.

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@Tolayon

Das ist auch eine interessante Theorie. Sie hätte immerhin den Vorteil, dass die Autoren sich auch für die Vergangenheit nicht mehr um Kanonbrüche kümmern müssten, weil ja in einem Paralleluniversum, dass sich schon vor Neros Ankunft von dem bekannten unterschied, alle möglichen Dinge anders verlaufen sein könnten. Vielleicht sollte man den Autoren vorschlagen diese Erklärung explizit im nächsten Film unterzubringen, dadurch ließe sich viel Streit vermeiden.

@Deus Irae

Ob der gestiefelte Kater sprechen kann, andere Katzen in anderen Märchen aber nicht, wirft schon deshalb keine Kontinuitätsprobleme auf, weil die verschiedenen Märchen nicht als Teile einer zusammenhängenden Welt vorgestellt werden. Was nun den Froschkönig und Rapunzel angeht, Märchen operieren i.d.R. nicht unter der Prämisse, dass was in ihnen geschieht wissenschaftlich erklärbar ist. Das ist bei Science Fiction meist anders, wie die Genrebezeichnung ja schon andeutet. Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

@Snowstar

So schmeichelhaft deine Vermutung auch ist, ich studiere nicht Physik. Was ich hier wiedergebe sind nur die Informationen, die ich mit der Zeit aus diversen populärwissenschaftlichen Publikationen, dem Wissenschaftsteil von Zeitungen usw. zusammengetragen habe. Und ja, das macht mir auch Spaß.

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@Deus Irae

Ob der gestiefelte Kater sprechen kann, andere Katzen in anderen Märchen aber nicht, wirft schon deshalb keine Kontinuitätsprobleme auf, weil die verschiedenen Märchen nicht als Teile einer zusammenhängenden Welt vorgestellt werden. Was nun den Froschkönig und Rapunzel angeht, Märchen operieren i.d.R. nicht unter der Prämisse, dass was in ihnen geschieht wissenschaftlich erklärbar ist. Das ist bei Science Fiction meist anders, wie die Genrebezeichnung ja schon andeutet. Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Q: Wissenschaft oder nicht?

Rote Materie: Wissenschaft oder nicht?

PSI, Telekinese: Wissenschaft oder nicht?

.....

Ein lustiger Ausdruck, eindringliche Geräusche und ein kleiner Kippschalter definieren noch keinen ernsthaften wissenschaftlichen Anspruch.

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@Deus Irae

Es liegt bei einer Serie, die im 23./24. Jhd. spielt, in der Natur der Sache, dass nicht alle dort gezeigten Technologien/Ereignisse im Rahmen der heute vorherrschenden wissenschaftlichen Theorien erklärbar sein können. Andernfalls müsste man ja davon ausgehen, dass die Wissenschaft in all dieser Zeit keine Fortschritte gemacht hätte. Nur damit fiktive wissenschaftliche Theorien, mit denen man sich dann unvermeidlich behelfen muss, als solche glaubwürdig sind, ist zumindest ein gewisses Maß an Kohärenz in der Verwendung der „lustigen Begriffe“ und der explizit oder implizit behaupteten Kausalzusammenhänge erforderlich. Das trägt wieder dazu bei, dass ich mich besser in die fiktive Welt hineinversetzen kann, daher auch mehr Spaß beim Anschauen habe. Wie ich auch schon in meinem ersten Beitrag in diesem Thread geschrieben habe geht es mir also nicht primär um die Übereinstimmung mit gegenwärtigen Theorien, im Sinne eines „ernsthaften wissenschaftlichen Anspruchs“, auch wenn ich dort auf sie zurückgreife, wo sie von Star Trek ausdrücklich eingeführt werden. Bei einem Märchen wird man dagegen auch auf fiktive wissenschaftliche Theorien verzichten können, wobei es sicherlich seine je eigenen Kriterien für Kohärenz hat. Nicht mehr wollte ich mit meinem zweiten Beitrag ausgesagt haben.

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Nochmal zum nachdenken:

Zeitlinien "reparieren" sich nicht. Jede Entscheidung, die irgendwann mal getroffen wurde, löst eine Kette von Ereignissen aus, die weitere Entscheidungen bedingen, die dann weitere Ereignisse auslösen.

Global gesehen macht es für das Universum keinen großen Unterschied, ob in der durch ST XI geschaffenen Zeitlinie der Planet Vulkan und 6 Mrd. Vulkanier ausgelöscht worden sind, aber lokal betrachtet, also für die Galaxie, insbesondere aber die Föderation macht dies einen riesigen Unterschied!

Gerade wenn man bedenkt, wie bedeutend die Vulkanier für die Föderation sind und wie tief integriert dieses Volk eigentlich ist (im 24. Jahrhundert sind Vulkanier die größte außerirdische Minderheit an Bord von Sternenflotten-Schiffen!), ergibt sich automatisch der Schluss, dass eine veränderte Zeitlinie mit fast völlig ausgerotteten Vulkaniern sich nie wirklich wird reparieren können.

Denn: von diesen 6 Mrd. Vulkaniern werden einige Vorfahren von Vulkaniern sein, die irgendwann später einmal eine oder mehrere Entscheidungen treffen werden, die einen geringen oder großen Einfluss auf die Föderation nehmen können. Die nunmehr nicht geborenen Vulkanier fehlen nun für diese Entscheidung.

Das bedeutet also, dass ein bestimmtes Ereignis, wenn es nur schwer genug wiegt, dafür sorgt, dass sich die Zeitlinie eben NICHT selbst repariert und sich der ursprünglichen Zeitlinie annähert, sondern davon immer weiter entfernt.

Ein weiteres Problem tut sich auf: Die Vulkanier sind ein sehr heimatverbundenes Volk (sonst hätten sie, da wesentlich länger ein raumfahrendes Volk als die Menschen, eigene Kolonien gegründet, doch es scheint, als ob auf Vulkan das Gros der Vulkanier gelebt hat und nur wenige tausend nicht auf Vulkan lebten).

Einige ihrer Traditionen (Pon Far) erfordern die Rückkehr auf ihren Heimatplaneten, außerdem wurden die Seelen verstorbener Vulkanier in Katra-Schreinen aufbewahrt.

Das heißt, es ist äußerst wahrscheinlich, dass die Vulkanier aussterben werden, wenn sie es nicht schaffen, sich auf die neue Situation einzustellen.

Der Unsinn mit der sich selbst reparierenden Zeitlinie funktioniert also nicht wirklich in diesem Falle. Wenn irgendwo mal jemand aus der Zukunft kommt und in der Vergangenheit EINEN Menschen umbringt, kann das vielleicht das Raum-Zeit-Kontinuum irgendwie ausgleichen. Wenn aber ein rachsüchtiger Romulaner aus der Zukunft kommt, Vulkan und 6 Mrd. Vulkanier auslöscht und auch vorhat, die restlichen Planeten der Föderation ähnlich zu behandeln und damit auch noch erfolgreich gewesen wäre, wäre es dann nicht naiv, anzunehmen, die Zeitlinie würde sich selbst reparieren?

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von diesen 6 Mrd. Vulkaniern werden einige Vorfahren von Vulkaniern sein, die irgendwann später einmal eine oder mehrere Entscheidungen treffen werden, die einen geringen oder großen Einfluss auf die Föderation nehmen können. Die nunmehr nicht geborenen Vulkanier fehlen nun für diese Entscheidung.

Das bedeutet also, dass ein bestimmtes Ereignis, wenn es nur schwer genug wiegt, dafür sorgt, dass sich die Zeitlinie eben NICHT selbst repariert und sich der ursprünglichen Zeitlinie annähert, sondern davon immer weiter entfernt.

Daran habe ich noch garnicht gedacht... das macht die neue Zeitlinie doppelt interessant... obwohl es noch viel zu früh dafür ist, frage ich mich, wie sich wohl das 24. Jahrhundert dann entwickeln wird. Ich frage mich, was nach der geplanten Trilogie kommt (wenn dann überhaupt noch was kommt).

Bearbeitet von SNOWSTAR
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Naja, ein Teil von mir hofft, dass bereits in der Trilogie zumindest eine Verbindung zur originalen Zeitlinie wieder hergestellt wird, aber ich wäre auch zufrieden, wenn jetzt eine Serie mit der alternativen Zeitlinie herauskommen würde, an deren Ende die Wiederherstellung der Canon-Zeitlinie steht.

Ich finde einfach es gibt keinen wirklich guten Grund, die Vulkanier auszurotten nur um eine alternative Zeitlinie zu erschaffen, das ist das Opfer einfach nicht wert.

Ansonsten nochmal zur Theorie:

Jede Entscheidung führt zu einer Reihe Ereignissen, die weitere Entscheidungen beeinflussen. Das klassische Kausalitätsprinzip eben. Je weiter man dabei diesen Prinzipien folgt, desto logischer wird auch die Schlussfolgerung, dass unsere Welt, so wie wir sie kennen, das Produkt des reinen Zufalls ist, weil zufälligerweise alle Entscheidungen im Universum zuvor Ereignisketten in Gang gesetzt haben, die zur Entstehung unseres Sonnensystems führten.

Wenn auch nur EINE dieser Entscheidungen gefehlt hätte oder anders ausgegangen wäre, wäre vielleicht unser Sonnensystem nie entsanden.

Auch die weiteren Ereignisketten nach Entstehung des Sonnensystems hätten entschieden beeinflusst werden können, so dass das Leben nie auf der Erde entstanden wäre, usw usf.

Wenn wir dann noch bedenken, dass in jedem x-beliebigen Zeitabschnitt T eine begrenzte, aber sehr große Anzahl Entscheidungen getroffen werden, die Ereignisketten in Gang setzen, können wir uns zumindest ein Bild davon machen, wieviele unterschiedliche Realitäten es geben müsste, wenn jede Entscheidung bzw jede Kombination von Entscheidungen eine eigene Realität zur Folge hätten.

Nehmen wir nur mal an, es gäbe pro Sekunde nur eine einzige Entscheidung, die eine neue Realität erzeugen würde, dann hätten wir schonmal:

13,6 Mrd Jahre * 365 Tage * 24 Stunden * 3600 Sekunden = 13,6 Mrd Jahre * 31.536.000 Sekunden

= 428.889.600.000.000.000 Sekunden

Der Einfachheit halber nehmen wir mal an, das Universum kennt nur Ja/Nein als Unterscheidungsmerkmal.

Dann haben wir immernoch 2 ^ 428.889.600.000.000.000 verschiedene Realitäten! Das ist eine verdammt große Zahl.

Erklärversuch:

Jede Ja/Nein-Entscheidung löst eine neue Realität aus. Wenn wir nur mal 3 Sekunden betrachten, sieht es also bereits so aus:

1s Universum "A"

Ja ---> Universum "A-A"

Nein ---> Universum "A-B"

2s Universum "A-A"

Ja ---> Universum "A-A-A"

Nein ---> Universum "A-A-B"

2s Universum "A-B"

Ja ---> Universum "A-B-A"

Nein ---> Universum "A-B-B"

3s Universum "A-A-A"

Ja ---> Universum "A-A-A-A"

Nein ---> Universum "A-A-A-B

3s Universum "A-A-B"

Ja ---> Universum "A-A-B-A"

Nein ---> Universum "A-A-B-B

3s Universum "A-B-A"

Ja ---> Universum "A-B-A-A"

Nein ---> Universum "A-B-A-B

3s Universum "A-B-B"

Ja ---> Universum "A-B-B-A"

Nein ---> Universum "A-B-B-B

usw usf

Die Formel, nach der sich die Anzahl Realitäten berechnen lässt ist also 2^n wobei n die Anzahl der abgelaufenen Zeiteinheiten ist.

Nun ist aber dummerweise nicht pro Sekunde nur je eine Entscheidung gefallen, die neue Realitäten auslöst, sondern pro Sekunde werden extrem viele Entscheidungen getroffen, die ihrerseits unterschiedliche Realitäten auslösen:

Damit gilt nun die Formel 2^n^m - n steht nun für die Anzahl Entscheidungen pro Sekunde und m steht für die Anzahl der Sekunden.

Also ich brech' das mal an der Stelle ab, das wird sonst zu viel ;)

Worauf ich also hinaus möchte:

Wenn irgendjemand in die Vergangenheit reist, Vulkan mit 6 Mrd. Vulkaniern auslöscht, dann hat das einen enorm hohen Einfluss auf die Zeitlinie, da 6 Mrd. Individuen ausgelöscht wurden, die in irgendeiner Form eine Reihe von Entscheidungen mit Einfluss auf die nachfolgende Zeitlinie gehabt hätten. Die Föderation ohne Vulkan wird eine völlig andere Föderation sein als die bekannte.

Die Zeitlinie, die wir mal als "Abrams-Universum" (im Gegensatz zum "Roddenberry-Universum") bezeichnen möchten, wird sich immer weiter von der originalen Zeitlinie entfernen, bis keinerlei Ähnlichkeiten mehr bestehen.

Die Theorie von den sich selbst reparierenden Zeitlinien ist also völliger Unfug, denn dazu müssten alternative Realitäten ausgeschlossen und dem Universum ein Bestreben unterstellt werden, eine bestimmte Realität zu unterstützen. So wir denn nicht an Gott glauben (und den kann es nicht geben in Star Trek, sonst hätte er Zeitreisen unterbunden), ist das Universum nicht mit einer Intelligenz ausgestattet und es ist ihm völlig egal, welche Realität tatsächlich existiert.

Zumal ja in der Multiversum-Theorie, die sich aus der Kausalitätstheorie logisch ergibt, jede x-beliebige Realität existieren kann.

Damit KANN es gar kein Bestreben geben, eine bestimmte Realität zu bevorzugen, oder es gäbe nicht x-beliebig viele Realitäten sondern nur genau eine (der Plan Gottes).

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Angeblich soll ja laut Harald Lesch (der allerdings als eher konservativer Physiker gelten soll) das Prinzip der Dekohärenz dafür sorgen, dass eben NICHT bei jeder kleinen Entscheidung gleich ein neues Parallel-Universum entsteht.

Man könnte vielleicht als Kompromiss annehmen, dass die Dekohärenz bei "unwichtigen" Alltagsentscheidungen (wie etwa der Frage, ob ich grüne oder blaue Socken anziehe) greift und nur bei Entscheidungen von dramatischer Tragweite ein neues Universum entsteht.

Allerdings scheint die Dekohärenz bei Zeitreisen gerade auch dann zu greifen, wenn durch die Zeitreise eine besonders dramatische Veränderung hervorgerufen wird. Wäre dem nicht so, hätte in all den vorangegangenen StarTrek-Filmen / -Episoden mit Zeitreisen kein Grund bestanden, in die Vergangenheit zu gehen und dort den angerichteten Schaden wieder rückgängig zu machen.

Im Übrigen wären wir bei der Frage ob Dekohärenz oder nicht schon wieder bei dem Problem: Wie "erkennt" das Universum, dass bei einem normalen Ablauf der Zeit eine gravierende Entscheidung getroffen wurde, deren Folgen zur Abspaltung mindestens eines neuen Parallel-Universums führen müssen?

Da hätten wir wie schon bei der sich selbst reparierenden Zeitlinie das Problem eines "intelligenten" Universums oder gar Gottes, der stets über alle Dinge wacht und gegebenenfalls eingreift.

Aber selbst wenn man mal für einen Augenblick die Existenz Gottes für gegeben hinnimmt, so muss dies nicht gleich bedeuten dass dieser Gott nur ein einziges "richtiges" Universum will. Wer weiß, vielleicht ist es ja gerade das vielfältige Multiversum an dem er Gefallen findet?

Denn es heißt ja nicht umsonst unter Gläubigen: Gottes Wege sind unergründlich.

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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:

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