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Star Trek – Titan 5: Stürmische See


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Wie so viele Romanreihen des neuen Star Trek Universums, so muss auch die Titan die Erlebnisse der Borg-Invasion, gleich zu Beginn erst einmal verdauen. Riker ist sich sicher, dass es noch viel Arbeit gibt und vor allem, dass die Titan viel besser helfen könnte und auch sein Forschergeist ist immer noch ständig in Bewegung. Daher lässt er sich nicht lange betteln und zieht mit seiner Crew erneut hinaus, um fremde Welten zu erforschen, neue Zivilisationen… An Bord selbst hat sich von der Besetzung her nicht viel getan, zumindest sind alle bekannten Gesichter wieder mit dabei. Einzig Tuvok grämt sich heftig und muss den Verlust seiner Familie verarbeiten, was er als Vulkanier nicht sonderlich gut kann. Emotionen werden zwar zur Seite geschoben, doch die letzten Jahre waren für ihn eben weniger hilfreich im Umgang mit solchen Situationen, so dass er Troi und ihre Ratschläge sicher nötiger hat, als jeder andere an Bord. Deanna hingegen hat mit ihrer Schwangerschaft allerhand zu tun. Dank der medizinischen Betreuung auf der Titan, muss sie sich eigentlich keine Sorgen machen, dass noch irgendetwas schiefgehen könnten… eigentlich!

Das neue Ziel führt Riker und seine Crew weit entfernt in den Alphaquadranten. Ein seltsam blauer Planet hat das Interesse geweckt und dieser soll nun untersuchst werden. Schon von weitem war zu erkennen, dass er über und über mit Wasser bedeckt ist. Doch es gab weder irgendwelche Hinweise auf Leben, noch dass eine intelligente Zivilisation diesen Planeten beherbergt. Schon bei der Ankunft im Orbit wird klar, dass es anscheint mehrere Geheimnisse gibt, die diesen Planeten so interessant machen könnten. Seltsam anmutende Inseln werden auch entdeckt und somit bietet sich die Möglichkeit den Planeten aus der Nähe zu betrachten. Gesagt – Getan! Das Außenteam fackelt auch nicht lange und fängt freudig an im Wasser zu schwimmen, doch plötzlich tauchen einheimische Tierarten auf und die Geschichte fängt endlich an spannend zu werden… dachte ich zumindest. Der Autor hat sich, meiner Meinung nach, zu sehr in die Darstellung der fischähnlichen Krakenwesen verfahren.

Seitenweise wird drüber philosophiert wie ihr Leben funktioniert, was sie warum wie machen, die Kommunikation oder etwa ihr allgemeiner Entwicklungsstand und so weiter. Dass dabei die Spannung völlig auf der Strecke bleibt, kann man sich leider denken. Doch zurück zur Geschichte. Nach und nach finden die Mitglieder der Titan heraus, dass diese Wesen auf Droplet, so der getaufte Name des Planeten, schlauer sind als zuerst angenommen. Es gibt sogar so etwas wie eine Sprache, was in diesem Fall jedoch eher als Gesang zu interpretieren ist. Beide Spezies forschen und beäugen sich eine Weile, ohne dass etwas passiert. Wie aus dem Nichts, taucht ein Asteroid auf und droht diese Welt zu vernichten. Mal ehrlich, sonst bekommen die Mitglieder der Sternenflottenraumschiffe auch immer jeden kleinen Stein im Universum mit, aber gerade dieser Brocken wurde übersehen? Wie dem auch sei, die Titan denkt daran zu helfen, auch wenn sie eigentlich nicht dürfte, schließlich spricht eindeutig die Erste Direktive dagegen, sich in Angelegenheiten anderer Völker einzumischen.

Damit es noch ein wenig mehr Spannung zwischen all den wissenschaftlichen Abhandlungen von Unterwasserwesen gibt, wird Deanna entführt und zwar von niemand geringeren als ihrem „Hausarzt“. Er flieht mit ihr in ein benachbartes Sternensystem, um dort das Baby beschützt zur Welt zu bringen. Seine Hormone scheinen plötzlich einen schlimmen Anfall von Beschützer-Instinkt entwickelt zu haben. Die Titan kann natürlich nicht rechtzeitig reagieren, schließlich kämpfen diese gerade gegen den bedrohlichen Asteroiden. Dieser wird zwar teilweise zerstört, vernichtet jedoch aufgrund seiner Beschaffenheit einen wichtigen Bestandteil der Lebewesen auf diesem Planeten. Daher wird ein Teil des Außenteams, unter anderem auch Riker, als Geisel genommen. Technisch versiert wie eh und je, schaffen es die findigen Ingenieure etwas zu entwickeln, um diesen Planeten dennoch zu retten und am Ende darf auch Riker seine kleine gesunde Tochter in den Händen halten.

Fazit:
Irgendwie erscheint die Titan-Reihe mit diesem Roman leider einen kleinen Tiefpunkt zu erleiden. Nicht nur, dass die unlogischen Zwischenfälle doch sehr fragend dem Leser die Stirn runzeln lassen, auch die ewigen Beschreibungen dieser unwirklichen Wasserwelt, sind für meinen Geschmack einfach zu üppig verwendet worden. Hin und wieder gibt es gute und vor allem auch neue Ideen, welche so noch nicht benutzt wurden, doch hätte der Autor lieber bei mehr klassischem Sci-Fi bleiben sollen.

Matthias Göbel

Autor: Christopher L. Bennett
Taschenbuch: 360 Seiten
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 08.01.2011

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Bearbeitet von einz1975
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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

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    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
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