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einz1975

Star Trek – Typhon Pact 7: Risiko

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Politik ist bewegend, Politik ist notwendig und Politik ist auch langweilig. Genau darauf muss man sich als Leser einlassen, wenn man sich an diesen Roman setzt. Im Lauf dieser Reihe hat sich schon viel ereignet, der Typhon-Pakt, ein Zusammenschluss von verschiedenen Rassen des Quadranten, steht plötzlich in Anspannung gegen die Föderation, die auch noch Andor als Verbündeten verloren hat. Dafür wurde aber eine Koalition mit den Cardassianern geschmiedet, welche bisher noch nie dagewesen ist. An den Grenzen zur Föderation sollen nun Stationen der venettischen Regierung durch die Tzenkethi-Koalition besetzt werden, was nicht gerade auf große Freude bei der Föderation trifft.

Eine Versammlung wird einberufen, um sich genau über dieses Thema zu unterhalten. Captain Jean-Luc Picard und die Crew Enterprise sollen den Verhandlungen beiwohnen, genauso wie Vertreter der Ferengi und der Cardassianer. Der Eklat lässt nicht lange auf sich warten, denn der neue Verbündete, die Cardassianer, beschuldigen die Gegenseite, dass sie sich direkt für einen Krieg vorbereiten. Deshalb wird Captain Ezri Dax und die Besatzung der U.S.S. Aventine entsandt, um sich eine der Stationen anzuschauen und soll genaueres herausfinden. Pricard und der Rest der Delegation wird von den Gesprächen ausgeschlossen und von Seite zu Seite spitzt sich die Lage zu, ein Krieg scheint unausweichlich.

Da sieht man wieder, dass manchmal nur ein falsches Wort reicht, um am Ende Tod und Leid über die gesamte Galaxis bringen zu lassen. Dax findet schließlich Hinweise, aber nichts Stichhaltiges und die Nebengeschichte über eine Spionin wächst nach und nach zur eigentlichen Lösung der Provokation der Cardassianern hinaus. Klingt ganz so, als hätte man hier viel Spannung zu erwarten und das man sich selber fragt, ob es zum Ausbruch des Krieges kommt, doch leider hat die Autorin vergessen, dass es mehr gibt als nur Worte. Oft bleiben sehr viele Diskussionen völlig belanglos und die Auflösung ist überraschend schnell.

Manchmal liest sich alles als ob sich hier kleine Kinder um ein Spielzeug streiten. Sicherlich ist genau das Politik. Der eine will, der andere nicht und am Ende soll ein Kompromiss die Lösung sein. Mir persönlich fehlt die Spannung und dass Picard kaum zu Wort kommt, macht seine Anwesenheit völlig überflüssig. Dax ermittelt sicher auch nicht mit absolut sicherer Hand und das alles nur ein Bluff sei, der auf Messers Schneide gespielt wurde, macht alle Beteiligten eher zu Spielfiguren und nicht Akteuren. Vielleicht ein gutes Beispiel für aktuelle Probleme unserer Welt, aber nicht zwingend der Roman, den ich in Star Trek erwarte.

Fazit:
Una McCormack lässt den Typhon-Pakt erneut auf die Föderation los und hat dabei nur Politik und Verschwörung im Gepäck. Leider verliert der Roman rasch an Spannung und jede Debatte um Schuld und Unschuld ermüdet nicht nur den Leser, sondern auch die Helden der Geschichte. Verhandlungen und das Geschick mit Tricks und List das zu bekommen, was für seine Seite das Beste ist, hat schon immer in Star Trek einen Platz gehabt und wird auch in Zukunft nicht verloren gehen, nur sollten dabei mehr als ein Spieler die Fänden in den Händen halten.

Matthias Göbel

Autor: Una McCormack
Taschenbuch: 360 Seiten
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 29.09.2014
ISBN: 978-3-86425-286-0

 

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bearbeitet von einz1975

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