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...mehr krass als man denkt

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Ich hoffe auch, dass wir irgendwann einmal, irgendein Zeichen von da Oben bekommen und wir erkennen, dass wir nicht allein sind in der großen Leere. In diesem Fall ist es eine Bewegung, welche plötzlich in der Nähe des Saturns beobachtet wird. Anscheint bewegt sich hier ein Raumschiff und genau das wollen jetzt irdische Wissenschaftler erforschen. Autor John Sandford hat sich Ctein mit an diese Seite geholt, welcher ihm mit technischen Wissen ausstattet, welches heutzutage möglich oder in der Theorie bewiesen ist. So wird schon beim Bau des Raumschiffes eine Raumstation umfunktioniert und ein Elektroantrieb erfunden, welcher wohl wirklich funktionieren könnte. Klingt interessant und bis zu dieser Stelle frag man sich nur, wenn die Reise Jahre dauert, ist das Raumschiff dann noch da?

Nebenbei wird auch noch erwähnt, dass die Chinesen eine Mission zum Mars schicken. Da wir uns im Jahr 2066 befinden, könnte auch das recht Wahr werden, obwohl die Amerikaner sicher sind, dass diese Reise auch zu diesem Punkt wohl stattfinden wird. Die Crew wird nach und nach zusammengestellt und an dem Schiff wird ordentlich gebastelt. Hier muss der Leser auch Geduld beweisen, denn wirklich voran geht die Geschichte an diesem Punkt leider nicht. Selbst wenn die einzelnen Figuren erklärt werden, fallen sie später auch schnell wieder ins Loch der Vergessenheit. Dann irgendwann ist der Tag des Aufbruchs gekommen und die Reise geht los. Die Spannung steigt und das erwähnte Raumschiff ist nicht mehr da.

Dennoch wissen die Wissenschaftler, dass sie dort mehr finden werden und die Reise geht weiter. Monate vergehen und auf dem Schiff passiert so gut wie nichts. Damit die Geschichte an Spannung gewinnt, wird eine kleine Verschwörung mit eingebaut, so dass das amerikanische Schiff nun langsamer vorankommt, aber dennoch erster ist. Eine kleine unbedeutende Liebesgeschichte endet mit dem Tod im All und erst als das Schiff ankommt geht die Geschichte wirklich los. Hier befinden sich keine Aliens, aber ein Depot und um die Spannung nicht ganz zu nehmen, es klingt einiges doch recht logisch wie und warum es so handelt, aber dennoch ist da Ende zu vorhersehbar.

Denn das chinesische Schiff schafft es auch anzukommen, jedoch entwickelt sich hier ein Kampf um Leben und Tod. Am Ende schaffen es fast alle nach Hause und die Welt wird danach nicht mehr die gleiche sein. Denn das Wissen und die Entdeckungen die mitgebracht werden, sind Jahre später der Start in eine neue Zeit. Selbst wenn es irgendwann soweit kommen würde wie hier beschrieben, gehe ich davon aus, dass die Welt sicher anders zusammenarbeiten würde, denn allein die Ressourcen für die Schiffe und Reise hätte man geteilt schneller hinbekommen. Die technischen Details sind gut erklärt, auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe und wer danach ein wenig Eigenforschung betreibt, findet erstaunliche neue wissenschaftliche Erkenntnisse heraus.

Fazit:
Sci-Fi muss nicht immer in einer weit entfernten Zukunft spielen, manchmal ist die Zeit schon fast da. John Sandfor und Ctein haben mit dem heutigen Stand der Dinge ein, für technikbegeisterte Leser, guten Roman geschrieben. Die Geschichte selbst, weißt einige Fragen ohne Antworten auf und viele Handlungen der Charaktere sind nicht immer nachvollziehbar. Spannungsbögen schafft er nur durch zu schnelle unnötige Wendungen und würde der kalte Krieg immer noch so arg wüten, könnte das Szenario wohl auch in Erfüllung gehen. Dennoch rückt mit diesem Buch die Hoffnung auf eine baldige Reise zum Mars näher.

Matthias Göbel

Autor: John Sandford, Ctein
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 17.03.2016
ISBN: 978-3-492-70397-0

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Bearbeitet von einz1975
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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:
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