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  • Reviews Star Trek Filme
    Alle guten Dinge müssen einmal vorüber sein... mit diesem fulminanten Kino-Epos endet die Filmreihe um die TOS Crew...
    Als der Mond Praxis, auf dem sich die Hauptenergieversorgung der Klingonen befindet, explodiert, gerät das Machtgefüge im Alphaquadranten aus der Balance. Denn durch die Explosion wird Quonos, die Heimatwelt der Klingonen, so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nur noch 50 Jahre zu leben hat, wenn die Klingonen nicht all ihre Kräfte darauf konzentrieren, die entstandenen Schäden zu beheben. Allerdings wären die Klingonen dann nicht mehr in der Lage, sich weiterhin einen Krieg mit der Föderation zu leisten, und so bleiben nur zwei Alternativen: Entweder ein alles entscheidender Angriffskrieg oder Frieden mit dem Todfeind. Als der klingonische Kanzler Gorkon den ersten Ölzweig zum Friedensschluss reicht, schickt die Föderation Botschafter Spock, Captain Kirk und seine Crew, um den klingonischen Kanzler an Bord der Quonos 1 zu Verhandlungen zur Erde zu eskortieren.
    Nach dem ersten Treffen wollen sie sich auf den Weg zur Erde machen, als die Enterprise plötzlich zwei Photonentorpedos auf die Quonos 1 feuert, und damit deren künstliche Gravitation außer Kraft setzt. Zwei Attentäter beamen in Gravitationsstiefeln an Bord und verletzen den Kanzler tödlich. Keiner an Bord der Enterprise kann sich erklären, was geschehen ist, und so kapituliert Kirk und beamt sich mit McCoy auf die Quonos 1, um zu sehen, was passiert ist. Doch McCoy kann den sterbenden Gorkon nicht mehr retten, woraufhin er und Kirk gefangen genommen und für den Tod des Kanzlers verantwortlich gemacht werden. Ein klingonisches Gericht verurteilt sie zu lebenslanger Haft im Arbeitslager Rura Penthe, während an Bord der Enterprise akribisch Nachforschungen angestellt werden, da die Attentäter offenbar an Bord sind, und vermutlich ein Bird of Prey die Torpedos abgefeuert hat, und zwar trotz aktivierter Tarnvorrichtung, was bislang als technisch unmöglich galt. Nachdem Spock und die Crew die beiden Inhaftierten befreit haben, werden die wahren Attentäter ermordet aufgefunden, und es stellt sich heraus, dass Lt. Valeris, eine Vulkanierin, Teil der Verschwörung ist. Um ein erneutes Attentat zu verhindern, machen sie sich auf den Weg nach Khitomer, wo die neuen geheimen Friedensverhandlungen stattfinden sollen, um die Katastrophe zu verhindern. Im Orbit wird die Enterprise, die von der Excelsior und deren Captain Sulu unterstützt wird, von dem getarnten Bird of Prey attackiert, kann ihn aber durch einen präparierten Suchtorpedo zerstören.
    Auf Khitomer gelingt es ihnen schließlich, ein Attentat auf den Präsidenten der Föderation zu verhindern, und den Weg in eine neue Zeit des Friedens zu ebnen, um einer neuen Generation Platz machen zu können. Doch vor der Abmusterung lassen sie es sich nicht nehmen, entgegen den Befehlen noch ein wenig dem zweiten Stern von rechts entgegenzufliegen...
    The Undiscovered Country markiert das Ende der Kinoabenteuer der alten Enterprisecrew. Hier kommen noch einmal alle Recken zusammen um nichts geringeres als Frieden in der Galaxis zu schaffen. Der Film zeichnet sich in vielerlei Hinsicht aus: Die Spezialeffekte sind abermals von ILM und wie immer sehr gelungen, die Formwechsel von Model Iman sind sehenswert, und auch die Musik von Eidelman ist sehr schön, eine gute Mischung aus Abschieds- und Aufbruchsstimmung. Auch die Grundidee vom Frieden zwischen den Erzfeinden Föderation und Klingonen passt gut ins Star Trek-Universum, ist allerdings weniger spektakulär, da Teil 6 damit nur eine politische Entwicklung nachbereitet, und nicht visionär vorwegnimmt. Gemeint ist damit das reale Ende des Konflikts zwischen den Großmächten USA und Sowjetunion, die ja durchaus als äußere Vorlagen für die Föderation und die Klingonen zu betrachten sind. Da die Next Generation-Serie bereits vor Ende dieses Konflikts das Ende des Konflikts Föderation - Klingonen vorsah, liegt die Vorwegnahme hier, worin sich abermals das visionäre Genie eines Gene Roddenberry zeigen lässt. Die Umsetzung dieser Idee ist durchaus gelungen, und so ist ein spannender Film entstanden, der den Erstbetrachter zum Miträtseln bei Spocks Detektivarbeit anregt und dem es nicht an einer Portion Action mangelt. Die gesamte Crew kommt zwar zum Einsatz, allerdings konzentriert sich die Handlung diesmal vorrangig auf die Hauptfiguren Kirk, Spock und McCoy, die sich noch ein letztes Mal von ihrer Schokoladenseite zeigen können. Natürlich gibt es auch ein paar Minuspunkte zu erwähnen.
    Ein gut gewähltes Zitat zur passenden Gelegenheit kann jedem Text oder Film noch einen gewissen Schliff verleihen; leider sind die Ecken und Kanten bei ´The Undiscovered Country´ rund gelutscht. Überall Shakespeare, wohin das Ohr nur hört. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Shakespeare ist herrlich. Aber diese ständige Herumreiterei auf Zitaten tut dem Film nicht gut, und passt auch nicht immer. Die etwas kriegerische Art des Films ist ebenfalls zu bemäkeln, doch akzeptabel, da dies ja zur Wahrung des Friedens gedacht ist, und somit kein Bruch mit der Star Trek-Idee vorliegt. Es gibt eine kleine Gruppe Menschen, die diesen Film furchtbar schlecht finden. Es wird argumentiert, dass zuviele Bilder an den Wänden sind, dass eine Szene in der Kombüse der Enterprise stattfindet oder zur Kommunikation mit den Klingonen Bücher gewälzt werden, was zugegebener Maßen wirklich blödsinnig ist, aber auch durchaus unterhaltsam. Bei all diesen Punkten handelt es sich jedoch fast nur um Kleinigkeiten, nichts, was wirklich gravierend ins Gewicht fällt.
    Fazit: Star Trek 6 ist einer der besten Filme der Reihe. Das Streben nach Frieden entgegen allen Widrigkeiten und Vorurteilen und die Einleitung einer neuen Ära sind ein wunderbares Thema. Der Film ist spannend und interessant erzählt, zwar etwas ernst, aber er lässt den Witz auch nicht vermissen und setzt die Troika Kirk, Spock und McCoy noch ein letztes Mal gekonnt ein, den Frieden im All zu retten. Von einigen Dummheiten und Zitatenreitereien abgesehen ist der Film ein Muss für jeden Trekkie, auch Nichttrekkies dürften sich freuen.
    Markus Sampl

    Reviews Star Trek Filme
    Das wohl beliebteste Abenteuer der Crew um Kirk und Co. spielt nicht etwa in der Zukunft sondern in der Gegenwart...
    Eine Sonde unbekannter Herkunft bahnt sich unaufhaltsam ihren Weg zur Erde. Alle Schiffe, die sich ihr nähren, werden von ihr neutralisiert. An der Erde angekommen, beginnt sie sogleich, ein unbekanntes Signal auf die Meere zu senden und den Himmel mit einer dichten Wolkendecke zu überziehen, die die lebensnotwendige Sonne verdeckt. Kirk und Crew begeben sind nach einigen Monaten auf Vulkan mit ihrem gekaperten Bird of Prey, den McCoy ´Bounty´ getauft hat, in Richtung Erde, um sich dort für ihre Vergehen zu verantworten, als sie von der Situation erfahren. Sie finden heraus, dass das Signal nicht für die Menschen, sondern die bereits ausgestorbenen Buckelwale bestimmt ist, und daher nicht beantwortet werden kann. Die einzige Möglichkeit die Welt zu retten, liegt darin, einen Zeitsprung zu machen und einige Wale aus der Vergangenheit zu holen.
    Kaum im 20.Jahrhundert angekommen, steht die Crew jedoch vor großen Problemen. Die Dilithiumkristalle sind kurz davor sich aufzulösen, es fehlt ein Walbecken an Bord und die beiden ausgemachten Wale müssen aus dem Catecean Institute in San Francisco beschafft werden. Die Aufgaben werden aufgeteilt: Scotty und McCoy organisieren Plexiglasplatten im Tausch für eine bis dato unbekannte Formel, Sulu einen Hubschrauber zum Transport der Platten, und Chekov und Uhura beschaffen, um das Dilithium wieder zu rekristallisieren die nötige Energie. Sie zapfen diese dem Reaktor des Flugzeugträgers Enterprise ab, wobei Chekov jedoch gefangengenommen wird und durch einen Fluchtversuch schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden muss. Kirk und Spock untersuchen derweil das Institut, an dem sie die Meeresbiologin Gillian Taylor kennenlernen, und von der sie erfahren, dass die Wale bald freigelassen werden sollen. Als an Bord der Bounty alles bereit ist, müssen sie noch Chekov aus den Fängen der Ärzte befreien, ehe sie mit Gillian an Bord die nun freien Wale vor einem Walfänger retten, und alle zusammen in die Zukunft zurückkehren. 
    Dort kommuniziert die Sonde mit den Walen, lässt von der Zerstörung der Welt ab und verschwindet wieder. Kirk und seine Crew verantworten sich nun vor dem Gericht, da sie aber gerade die Welt gerettet haben, fällt die Strafe mild aus: Kirk wird zum Captain degradiert, und sie bekommen ein neues Schiff mit altem Namen: Die Enterprise (NCC-1701-A).
    The Voyage Home ist in der Tat eine Reise nach Hause, und zwar nicht nur zurück zur Erde. Im vierten Teil kehrt Star Trek nach den etwas militanten Teilen II & III wieder zurück zu seinen Wurzeln und besinnt sich auf eine friedliche Rettung der Welt, ohne dafür auch nur einen Phaser oder Photonentorpedo zu gebrauchen. Stattdessen greift der Film die bis dahin im Star Trek-Universum noch nicht behandelte Thematik der Umweltzerstörung und Ausrottung von Tieren auf, und hebt deren Bedeutung hervor, indem das Schicksal der Menschheit von Walen abhängig gemacht wird. Damit greift der Film die immer stärker ins Bewusstsein der Menschen der 80er Jahre dringende Wichtigkeit des Umweltschutzes auf und bezieht eine eindeutige Position, ähnlich klar, wie Star Trek es tat, als eine Schwarze, ein Japaner und ein Russe die Enterprise in den 60er Jahren durchs All leiteten... Die Geschichte ist gut erzählt und alle Charaktere spielen eine wichtige Rolle für den Handlungsausgang. Durch das Zusammentreffen mit der befremdlichen Vergangenheit ergeben sich zahlreiche witzige Situationen, so etwa, als Kirk und Spock am Bus kein Kleingeld haben, Scotty die Computermaus als Mikrophon benutzen will oder der Russe (!) Pavel Chekov an Bord eines US-(!)-Flugzeugträgers in der Zeit des Ost-West-Konfliktes verhört wird.
    ILM war wieder einmal für die Spezialeffekte verantwortlich, und auch die Musik von Altmeister Rosenman ist in Ordnung.
    Doch es gibt auch Kritikpunkte. Um die Zeitlinie nicht zu beeinflussen, darf man bekanntlich möglichst wenig verändern. Ist es da nicht etwas leichtsinnig, eine Formel aus der Zukunft der Vergangenheit auszuhändigen? Oder wie steht es damit, dass Chekov auf dem Flugzeugträger seinen Phaser und seinen Kommunikator zurückgelassen hat? Es ist zweifelhaft, dass solche Geräte in Folge von Unkenntnis ihrer Funktion von der Navy in den Mülleimer geworfen werden. Auch zu hinterfragen ist das Konzept einer Zeitreise an sich. So ließe sich beispielsweise fragen, weshalb Kirk & Co. nach Spocks Tod nicht schon zurückgereist sind, um ihn zu verhindern? Aber mögen diese Überlegungen hier enden. Die ungeklärte Herkunft und die relativ unklare Absicht der Sonde lassen ein etwas unbefriedigendes Gefühl zurück, sind aber nicht gravierend.
    Fazit: Star Trek IV ist einer der besten Filme der Reihe. Er verfügt über eine gute und humorvoll erzählte Geschichte, lässt alle Hauptcharaktere zum Zug kommen und ist gut in Szene gesetzt. Gewisse Widersprüche, die sich bei den meisten Zeitreisegeschichten ergeben, lassen sich nicht von der Hand weisen, doch sieht man darüber hinweg, bleibt noch hervorzuheben, dass die Thematik exzellent gewählt wurde, da sie jeden Zuschauer gleichermaßen anspricht, egal ob Trekkie oder nicht. Ein guter Film für jedes Publikum.
    Markus Sampl

    Reviews Star Trek Filme
    Am Rande des Universums sollte der fulminante Nachfolger zu Star Trek IV werden, scheiterte jedoch kläglich an der Story...
    Der Vulkanier Sybok schart auf dem Planeten Nimbus III, der von Föderation, Klingonen und Romulanern zusammen regiert wird, zahlreiche Anhänger um sich, und löst dort eine Revolte aus. Er nimmt dabei die drei Regierungsvertreter in der Stadt Paradise City gefangen, um ein Raumschiff herzulocken, mit dem er diesen öden Planeten verlassen kann. Natürlich ist die Enterprise das einzige Schiff, das für die Aufgabe geeignet ist, auf Nimbus III für Ordnung zu sorgen, und so begibt sie sich trotz zahlloser technischer Probleme dorthin, nachdem sich die im Landurlaub befindliche Crew wieder an Bord zusammengefunden hat.
    Auf Grund der defekten Transporter müssen Kirk und seine Leute mit einem Shuttle auf Nimbus III landen. Dort scheitern sie mit dem Versuch die Geiseln zu befreien, da sich diese, wie alle in Paradise City, Sybok freiwillig angeschlossen haben. Sie werden gefangen genommen, und müssen Sybok mit auf die Enterprise nehmen. Unterwegs werden sie jedoch von einem klingonischen Bird of Prey attackiert, dessen Captain Klaa Kirk töten will, um Ruhm und Ehre zu erwerben. Sie schaffen es bis in den Hangar der Enterprise, die gerade noch entkommen kann. Dort hat Spock die Chance, Sybok zu töten, macht dies aber nicht, da dieser sein Halbbruder ist, woraufhin Kirk, Spock und McCoy in eine Arrestzelle gesperrt werden, und Sybok die Enterprise übernimmt. Er lässt Kurs setzen auf die große Barriere, hinter der er den Planeten Sha Ka Ree vermutet, auf dem er Gott zu finden glaubt. Nach einem Fluchtversuch zeigt Sybok Spock und McCoy ihren größten Schmerz und hilft ihnen, diesen zu überwinden, um sie für sich zu gewinnen. Doch Kirk und die beiden weigern sich dennoch, im Gegensatz zum Rest der Crew, sich ihm anzuschließen. Bei Sha Ka Ree angekommen, fliegen Sybok und das Trio im Shuttle auf die Oberfläche, wo sie auf ein Wesen treffen, das sich als Gott ausgibt. Es entpuppt sich jedoch als bösartig, und Sybok opfert sich, um den anderen die Flucht zu ermöglichen. Kirk entkommt jedoch nicht, wird aber von dem Bird of Prey gerettet, der wider erwarten nicht Kirk, sondern den ´Gott´ per Torpedo vernichtet.
    An Bord des Klingonenschiffes befindet sich Spock, der dank des klingonischen Regierungs- vertreters eine vorübergehende Allianz mit dem Klingonencaptain schließen konnte, um Kirk zu retten. Sie verlassen Sha Ka Ree wieder, und Kirk, Spock und McCoy setzen ihren Landurlaub am Lagerfeuer fort, wobei sie unter freiem Sternenhimmel ein Lied anstimmen...
    The Final Frontier war zum Glück nicht die letzte Herausforderung für die alte Crew, trotz dem der Film an der Kasse mehr oder weniger floppte. Dieser Misserfolg ist jedoch weniger an äußeren Umständen zu suchen, wie etwa dem parallelen Kinostart von Indie III oder der Next Generation-Serie, als durchaus in der Qualität des Films selbst, doch zunächst zu den guten Seiten. Star Trek V zeichnet sich vor allem durch seinen Humor aus. Jeder Charakter der Stammcrew erhält ein paar gute Szenen, die recht unterhaltsam sind, wie etwa Scotty, der gegen den Stahlträger läuft, Chekov und Sulu, die sich im Wald verlaufen oder Kirk, Spock und McCoy am Lagerfeuer. Zu letzterem ist anzumerken, dass die Idee, die drei ans Lagerfeuer zu setzen einfach wunderbar ist. Dadurch wird der kumpelhafte Umgang und Zusammenhalt dieser alten Pfadfinder perfekt getroffen. Die äußere Handlung selbst ist auch ganz in Ordnung, in sich geschlossen und dynamisch, sieht man von McCoys und Spocks Schmerzszenen ab, die jedoch für die Fans interessantes und neues über diese beiden Charaktere vermitteln.
    Doch nun zu den weniger positiven Seiten des Films, beginnend mit den Äußerlichkeiten: Aus Kostengründen wurde diesesmal nicht ILM, sondern Associates & Ferren für die Spezialeffekte beauftragt. Nie zuvor waren die Spezialeffekte so erbärmlich schlecht, wie in diesem Film. Angesichts der bis dahin in Star Trek-Filmen dargebotenen Qualität fällt dieser Unterschied nur noch um so extremer auf. Beispiele seien hier nicht genannt, man möge sich den Film ansehen. Furchtbar! Die musikalische Gestaltung übernahm glücklicherweise Jerry Goldsmith, allerdings sprüht der Meister in diesem Film nicht unbedingt vor Innovationskraft. Die Kameraführung ist in manchen Szenen nur noch als erschütternd zu bezeichnen, was auf William Shatners, der die Regie führte, Wunsch nach Gebrauch der Handkamera zurückzuführen ist. Das Drehbuch selbst ist, wie gesagt, ganz nett, allerdings fehlt es dem Film gänzlich an Tiefgang. Geben die anderen Filme noch ein wenig Interpretationsspielräume (in manchen ganz wenig), so wird hier ganz einfach nach Gott gesucht, und zwar nicht in einem metaphysischen, sondern ganz plump physischen Sinne, und das lässt sich auch durch das Lagerfeuerlied "Life is just a dream" nicht kompensieren, eher zementieren.
    Fazit: Star Trek V gehört zweifellos zu den schlechtesten Filmen der Reihe, da er trotz vieler witziger Szenen und guten Einsatzes der Charaktere den Tiefgang eines Surfboards hat. Die Handlung ist zwar nett und gut strukturiert, setzt aber nicht gerade neue Maßstäbe und die Äußerlichkeiten, in die das alles eingebettet ist, vornehmlich die Spezialeffekte, spotten jeglicher Beschreibung. Nichttrekkies sollten sich das nicht antun, nur dem ganz harten Kern (die mit der Nichelle Nichols-Plattensammlung) ist dieser Film zuzumuten.
    Markus Sampl

    Reviews Star Trek Filme
    Oder ist er etwa doch nicht tot? Teil drei der Erfolgreichen Star Trek Kinofilme dreht sich voll und ganz um unseren spitzohrigen Freund.
    Als die schwer beschädigte Enterprise ins irdische Raumdock zurückkehrt, wird McCoy - in hohem Maße geistig verwirrt - in Spocks versiegeltem Quartier gefunden. Kirk begibt sich nach Hause und wird dort von Spocks Vater Sarek besucht, da dieser von ihm die unsterbliche Seele Spocks, die Katra, haben möchte. Sie finden durch Aufzeichnungen heraus, dass Spock kurz vor seinem Tod seinen Geist mit dem McCoys verschmolzen hat, ihm also seine Katra hinterließ, was auch McCoys Verwirrtheit erklärt. Um beide Seelen zu retten, müssen sie jedoch zum Genesisplaneten zurück und Spocks Leichnam nach Vulkan bringen. Dies gestaltet sich schwierig, da McCoy im Gefängnis sitzt, Genesis zum verbotenen Planeten erklärt wurde und Kirk die Enterprise, die ausgemustert wird, nicht zurückerhält. Um die Freunde zu retten bleibt also keine andere Möglichkeit, als McCoy zu befreien, die Enterprise zu stehlen und die Excelsior zu sabotieren, um eine Verfolgung zu vereiteln. 
    In der Umlaufbahn um Genesis wird derweil die Grissom, nachdem sie Kirks Sohn David und Lt. Saavik zur Forschung auf die Oberfläche gebeamt hat, von einem klingonischen Bird of Prey zerstört, der auf der Suche nach dem Geheimnis von Genesis ist. Auf dem Planeten finden sie einen kleinen vulkanischen Jungen, Spock, auf dessen Leiche sich offenbar die regenerative Wirkung von Genesis übertragen hat, der aber rapide altert, ähnlich wie der Planet, der allmählich zu zerfallen droht. Wenig später nehmen die Klingonen sie gefangen.
    Als die Enterprise auftaucht, wird sie vom Bird of Prey attackiert, kann sich aber nicht verteidigen, da sie ja nahezu unbemannt ist. Als die Klingonen Kirks Sohn töten, kapituliert er zum Schein, lockt dadurch fast die gesamte Besatzung des kleinen B´Rel-Klasse Bird of Prey an Bord, und beamt sich und seine Leute auf Genesis, nachdem er die Selbstzerstörung der Enterprise eingeleitet hat. Die Enterprise und die feindliche Crew, die sie übernehmen wollte, sterben. Der erzürnte Klingonencaptain Kruge stellt Kirk daraufhin zum Zweikampf auf dem kurz vor dem völligen Zerbersten stehenden Planeten, und verliert. Kirk & Co. gelingt es, das nur noch von einem Klingonen bemannte Schiff zu kapern, und mit dem mittlerweile alten Spock nach Vulkan zu fliegen. Dort wird seine Katra wieder mit seinem Körper vereint, und er beginnt, sich wieder an seine alten Freunde zu erinnern.
    Die Suche nach Spock knüpft exakt dort an, wo Star Trek II aufhört, sowohl in puncto Effekte (ILM) als auch Musik (James Horner), ist also eine direkte Fortsetzung, die allerdings andere Schwerpunkte setzt als der Vorgänger. Die Crewmitglieder bekommen dieses Mal ein paar eigene, recht witzige Szenen ab, wie etwa Sulu, der den goliathhaften Gefängniswächter mit Martial Arts-Technik abserviert, Uhura, die ihren Transporterassistenten in den Schrank sperrt, oder Scotty, der McCoy die Einzelteile des Transwarpantreibs der Excelsior in die Hand drückt. Der Dualismus Kirk-Khan findet mit dem Klingonen Kruge eine dezente Aufbereitung, ohne jedoch wirklich eine ähnliche Spannungsdichte zu erzeugen. Gut gelungen ist die Verarbeitung der Freundschaftsthematik, die durch die Verschwörung der alten Crew und dem darin liegenden Zusammenhalt schön herausgearbeitet wird, und auch McCoys gelegentliche Spockanwandlungen sind sehenswert. Die Zerstörung der Enterprise war zweifelsohne bitter für die Trekkies, denn schließlich ist dieses Schiff quasi das Zuhause im Trek-Universum, ein Ort der Zuflucht und Sicherheit (solange man kein Besatzungsstatist mit Sprechrolle ist), aber die Vernichtung hat zumindest neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet.
    Das Manko des Films ist jedoch, dass er nur Wegbereiter und Ausbesserer ist. Er muss den Fehler, Spock in Teil II sterben zu lassen korrigieren, und den Vulkanier für den nächsten Teil wieder bereitstellen, was Titel, Sinn und Zweck des Filmes ist. Dass es daher, wie schon im vorangegangenen Teil angeklungen, um Freundschaft geht, ist nur logisch, und nicht überraschend. Und dass Spock am Ende wieder da ist - auf welche abenteuerliche Weise auch immer - geht aus dem Titel hervor, sonst hieße es ja: Auf der Suche nach Mr. Spock - aber leider nicht gefunden. Der Film ist also leicht durchschaubar, unerwartet ist nur die Zerstörung der Enterprise. Die Klingonen als Widersacher zu wählen war eine gute Idee, doch leider sind sie seit der alten Serie auch nicht intelligenter geworden. Kruge beweist zwar guten Instinkt, als er die vermeintlich weit überlegene Enterprise angreift, doch seine Crew beweist grobe Unterbelichtung, als sie selbst beim Countdown zur Selbstzerstörung nicht begreift, dass sie auf der menschenleeren Enterprise in die Falle gelaufen ist.
    Fazit: Star Trek III ist ein solider und gut gemachter Film, der durchaus zu überzeugen weiß. Da er allerdings nur Handlungsfäden aufnimmt, korrigiert, und neue vorbereitet, ist er zu leicht durchschaubar und besitzt wenig Eigenständigkeit innerhalb der Reihe. Dies, und das zentrale Thema um Spocks Auferstehung, machen den Film für Nichttrekkies unattraktiv, für Star Trek-Fans oder Interessierte ist er jedoch durchaus sehenswert, wenngleich der Film nicht überragend ist.
    Markus Sampl

    Reviews Star Trek Filme
    Verdammnis - das wünschten viele Star Trek Fans den Produzenten und Storyschreibern nachdem Spock in diesem Teil sein Leben lies...
    Dr. Carol Marcus und ihr Sohn David, der auch der Sohn Admiral Kirks ist, arbeiten an dem geheimen Projekt Genesis auf der Raumstation um Regula I. Um Genesis erproben zu können, brauchen sie einen geeigneten, leblosen Planeten, den zu finden die Aufgabe der USS Reliant ist, auf der auch Chekov arbeitet. Im Ceti Alpha System stoßen sie ahnungslos auf Kirks Erzfeind Khan, der vor vielen Jahren dort vom Admiral ausgesetzt wurde. Seine Frau und viele seiner Gefolgen starben durch eine Klimaveränderung, so dass Khan auf Rache sinnend, die Reliant kapert und sich das Geheimnis des Genesis-Projekts aneignen will. 
    Ein Hilferuf von Regula I erreicht die Enterprise, die wieder unter dem Kommando Kirks steht, den es nach einiger Zeit an der Sternenflottenakademie wieder zu den Sternen zieht. Aus einer Geheimdatei erfahren Kirk, Spock und McCoy, dass Genesis fertigentwickelt auf einen toten Planeten abgefeuert werden soll, um dort eine Kettenreaktion auszulösen, die dem Planeten neues Leben einhaucht und ihn bewohnbar macht. Allerdings nimmt Genesis dabei keine Rücksicht auf eventuell bereits bestehende Lebensformen, und kann daher zweckentfremdet als Vernichtungswaffe dienen. Auf dem Weg nach Regula I begegnen Kirk und seine Crew der Reliant. Da sie nichts von der Kaperung wissen, wird die Enterprise durch einen Überraschungsangriff schwer getroffen. Kirk gelingt es in Folge eines Tricks, Khan vorübergehend zu vertreiben. An der Raumstation angekommen, entdecken sie, dass sich Dr. Marcus mit Sohn und Genesis-Projektil in das Innere des Regulaplanetoiden geflüchtet haben. Sie folgen dorthin, und sitzen einige Stunden fest, nachdem Khan den Genesis-Torpedo per Transporterstrahl gestohlen hat. 
    Als sie auf die Enterprise zurückgekehrt sind, findet im nahegelegenen Mutara-Nebel die Entscheidungsschlacht statt, die Kirk gewinnt. Kurz vor seinem Tod startet Khan gedoch den Countdown zur Genesiszündung. Die Enterprise, deren Warpantreib immer noch funktionsunfähig ist, kann nicht entkommen. Und so begiebt sich Spock in die verseuchte Reaktorkammer, repariert den Antrieb und opfert so sein Leben, um das Leben der vielen auf der Enterprise zu retten. Sein Leichnam wird auf dem neu entstandenen Genesis-Planeten zurückgelassen und die Enterprise fliegt mit einer schwerherzigen Crew langsam zurück zur Erde.
    Star Trek II war nicht nur an der Kasse erfolgreich - dieser Film hat viele Fehler seines Vorgängers ausgewetzt: Kirk & Co. sind diesesmal so, wie sie es sein sollten, die Dialoge sind gut und auch die Handlung ist diesesmal gut strukturiert, ereignisreicher und spannend. Letzteres ist vor allem der guten Idee zu verdanken, Kirk einen ebenbürtigen und alten Gegner in Form des Khan Noonien Singh (TOS 23) entgegenzusetzen. Hier entwickelt sich ein interessantes Spannungsfeld. Ebenfalls gut ist die Geschichte vom Kobayashi-Maru-Test, einer ausweglosen Situation, und damit dem Tod, dem sich Kirk mit Witz und Einfallsreichtum nicht gestellt hat. Auch als er Khan mit Hilfe der Kommandocodes der Reliant überlistet, stellt er sich nicht der Ausweglosigkeit. Als die Situation schließlich ausweglos ist, stellt sich nur Spock mit seiner harten, aber zweckmäßigen und sinnvollen Logik, und bezahlt mit dem Leben. Und so ist Kirk schließlich doch gezwungen, sich dem Tod, und zwar dem eines Freundes, zu stellen. Dadurch belastet ihn das Älterwerden auch nicht mehr - er fühlt sich jung. Zu den Spezialeffekten lässt sich nur eines sagen: ILM. Die Lukasspecialeffectsfabrik leistet wie immer gute Arbeit, auch der Soundtrack von ´Titanic´-Horner ist in Ordnung. Die Schlafanzüge aus Star Trek I wurden wohltuend durch neue quasikolonialbritische Uniformen ersetzt.
    Was zu kritisieren ist, sind gewisse logische Fehler. Wie ist es möglich, dass die Reliant nicht bemerkt, das einer der Planeten im Ceti-Alpha-System fehlt, da explodiert? In der Zukunft werden wir doch nicht etwa das Zählen verlernen, hoffe ich doch. Chekov war in TOS 23 noch gar nicht an Bord der Enterprise, kann Khan daher nicht kennen. Geht man davon aus, dass er ihn doch kennt, stellt sich abermals die Frage, weshalb bei ihm nicht bereits bei der Ankunft im Ceti-Alpha-System der Groschen gefallen ist. Weshalb nimmt Kirk nicht die Schilde hoch, selbst als es offensichtlich ist, dass die Reliant nur vorgibt, ein Kommunikationsproblem zu haben? Es gibt noch ein paar andere Fehler, aber die aufzuzählen wäre etwas erschöpfend.
    Fazit: Star Trek II gehört zu den besten Filmen der Reihe. Er ist spannend und interessant erzählt, hat einen guten Plot und weiß auch visuell und musikalisch zu überzeugen. Gewisse logisch Fehler und Ungereimtheiten müssen dem Film angekreidet werden, unter dem Strich bleibt jedoch ein gutes Werk, das auf Grund der einfachen und leicht zugänglichen Rahmenhandlung auch für Zuschauer ausserhalb des Star Trek-Lagers sehenswert ist.
    Markus Sampl

    Reviews Star Trek Filme
    Die Enterprise bricht auf in ihr erstes Kinoabenteuer - mit neuer Technik wurde dieser Film ein großer Erfolg...
    Eine Wolke gigantischen Ausmaßes und unbekannter Herkunft bewegt sich auf die Erde zu, und hinterlässt auf ihrem Weg eine Spur der Verwüstung. Natürlich ist die generalüberholte Enterprise die letzte Hoffnung, und so übernimmt Admiral Kirk kurzerhand das Kommando über sein altes Schiff, ruft seine pensionierte alte Crew zusammen und degradiert im Zuge dessen den eigentlichen Captain des Schiffes - Decker - mehrfach. 
    Nachdem sie auf die Wolke getroffen sind, die sich V´ger nennt, werden sie in sie hineingezogen, und in ihrem Inneren wird die Deltanerin Ilia (Deckers ehemalige Geliebte) von der Wolke entführt und ausgelöscht. V´ger schickt eine mechanische Kopie Ilias zurück, die fortan als V´gers Sonde und Sprachrohr agiert. Spock erfährt per Gedankenverschmelzung etwas mehr über die Wolke, die auf der Suche nach ihrem ´Schöpfer´ ist, den sie auf der Erde vermutet. Da diese von Kohlestoffwesen verschmutzt ist, möchte V´ger die Erde säubern, also alles Leben auslöschen. Als Kirk & Co. schließlich ins Herz der Wolke vordringen, stehen sie auf einmal vor einer alten NASA-Sonde und erfahren endlich die ganze Wahrheit: 
    V´ger ist eigentlich Voyager 6, die vor Jahrhunderten von einer Maschinenrasse entdeckt und mit allem nötigen ausgestattet wurde, um das einzige Ziel ihrer Programmierung auch erreichen zu können: Das Universum erforschen. Nachdem sie das nun getan hat, möchte sie zu ihrem ´Schöpfer´ zurückkehren, um ihm zu berichten. Doch V´ger will plötzlich die Suche noch nicht beenden, denn ihr wird bewusst, dass sie neben all dem empirischen Wissen eines noch nicht kennt: Das Leben. Und so beschließt sie, sich in Person der Sonde Ilia mit dem Schöpfer zu vereinigen, also einem Menschen. Decker erklärt sich freudig dazu bereit, die Wolke löst sich in Wohlgefallen auf und steigt zu einer höheren Form des Seins auf und die Enterprise fliegt neuen Abenteuern entgegen.
    Zunächst einmal die guten Seiten: Star Trek - The Motion Picture ist vor allem in puncto ´Picture´ sehr überzeugend. Die Spezial- und Visualeffekte sind opulent und exzellent; man erkennt deutlich, wohin ein großer Teil des Budgets geflossen ist. Auch die musikalische Gestaltung durch Jerry Goldsmith ist schlichtweg genial. In diesem Film schuf er das berühmte Star Trek-Thema, das zur Titelmusik der Next Generation avancieren sollte und er komponierte für eine 5-Minuten-Szene das eindrucksvolle Klingonen-Thema. Kein Wunder, dass diese Musik für den Oskar nominiert wurde.
    Die Grundidee zur Handlung ist auch nicht schlecht, denn es geht ohne große Raumschlachten um die Suche nach dem Ursprung, ein Selbstfindungsprozess kosmologischen Ausmaßes. Nicht nur V´ger blickt über seinen Tellerrand hinaus, auch Spock erkennt die Kälte und Leere absoluter Logik. Es ist, wenn man es interpretatorisch so weit treiben will, ein Film über das Menschsein.
    Doch was nutzt eine gute Idee alleine ohne Ausgestaltung?
    Und hier kommt nun die dunkle Seite von ´The Motion Picture´: Es fehlt an ´Motion´. Der Film wartet angesichts seiner 130 Minuten Länge mit großer Handlungsarmut auf, und zieht sich folglich furchtbar hin. Ein wirklich guter tiefsinniger Film ist selten actiongeladen, aber allein bis die gesamte Stammcrew an Bord versammelt ist (und darin liegt nichts tiefsinniges...), vergeht eine halbe Ewigkeit. Die Crew selbst ist ein weiteres Manko. Denn sie ist nicht sie selbst. Alle wirken wie ferngesteuert, keiner der Charaktere verhält sich wie gewohnt. Hinzu kommt, dass die Dialoge gelinde gesagt katastrophal sind (Szene am Krankenbett: Jim: "Spock!" Pille: "Jim -" Jim: "Pille!" Spock: "Jim..." Jim: "Spock!" - Kultverdächtig!) oder es wird überhaupt nicht gesprochen, was wiederum zur Langeweile beiträgt, aber immerhin nicht zur geistigen Abstumpfung. 
    Die lächerlichen Kostüme/ Schlafanzüge tragen ihr übriges bei.
    Fazit: Star Trek I verbreitet von allen 9 Filmen das beste Star Trek-Feeling, ist visuell und musikalisch ein Leckerbissen, aber aufgrund miserabler Charakterzeichnung (nicht auf Decker & Ilia bezogen!), entsetzlicher Dialoge und unendlich weiter Langeweile nur etwas für Hartgesottene.
    Markus Sampl

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