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<rss version="2.0"><channel><title>Newsmeldungen: Newsmeldungen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/?d=6</link><description>Newsmeldungen: Newsmeldungen</description><language>de</language><item><title>Star Trek: Antares - Wo nicht zur H&#xF6;lle...</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-wo-nicht-zur-h%C3%B6lle-r6568/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_62736.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0403.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares - Die Miniserie (Teil 3) - "Wo nicht zur Hölle..."</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Allianz trifft den Entschluss, nun endlich in die Offensive gegen die Romulaner zu ziehen. Man schmiedet einen komplizierten Plan, doch die Romulaner machen ihnen einen Strich durch die Rechnung, denn sie starten ihre eigene Offensive. Bei Cheron treffen die beiden Flotten aufeinander...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_62737.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=62737" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57491.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57491" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57492.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57492" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_62727.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=62727" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_56138.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=56138" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59549.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59549" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_62728.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=62728" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_62693.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=62693" border="0"></a> <a 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border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59453.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59453" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59454.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59454" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_62726.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=62726" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59557.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59557" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_56142.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=56142" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_62696.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=62696" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_56143.html"><img 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Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                               "Wo nicht zur Hölle..."<br><br></font></p><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_63733.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=63733" border="0"></a></center><br><br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. WELTRAUM                                            1<br><br>               Wir schweben in einem Orbit um die Erde. Hinter dem blauen<br>               Planeten geht gerade die Sonne auf. Ihr Strahlen brechen sich<br>               in der Atmosphäre und lassen erahnen, welch ein wunderbarer<br>               Tag auf der Oberfläche heranbricht.<br><br>               Wir ZOOMEN ein Stückchen aus diesem Bild heraus. Ein<br>               Fensterrahmen kommt ins Bild und WIR ERKENNEN, dass wir uns<br>               gar nicht im Weltraum befinden, sondern:<br><br>                                                          MATCH CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE - FOLGEND                2<br><br>               Im Innern der Antares.<br><br>               Wir fahren auch hier mit der Kamera weiter zurück, bis wir<br>               erkennen: Der Raum ist leer. Jedenfalls fast, denn an dem<br>               Fenster, durch welches wir das Schiff soeben "betreten"<br>               haben, steht eine Person und schaut hinaus. Da wir die Person<br>               nur von hinten sehen, können wir nicht viel erkennen. Es ist<br>               ein Mann. Er hat graues Haar, das langsam in einen Weißton<br>               übergeht, und er trägt einen schwarzen Smoking. Wir sehen ihn<br>               nur von hinten, dennoch kommt er uns auf merkwürdige Weise<br>               vertraut vor.<br><br>               DER MANN seufzt kurz, dann wendet er sich vom Fenster ab und<br>               geht in Richtung des Backbord-Ausganges.<br><br>               WIR FOLGEN ihm mit der KAMERA, SEHEN ihn auch weiterhin nur<br>               von hinten. Er verlässt nun die Messe - und wir mit ihm - in<br>               den angrenzenden Korridor:<br><br>         3     INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND                        3<br><br>               Auch hier ist - abgesehen von unserem mysteriösem Bekannten,<br>               dem wir weiter folgen - niemand.<br><br>               Er geht die Korridore des Decks eine Weile entlang, biegt an<br>               Kreuzungen ab, folgt neuen Korridoren, bis er schließlich<br>               eine Tür erreicht, die sich bereitwillig vor ihm öffnet und<br>               ihm den Weg freigibt in einen:<br><br>         4     INT. ANTARES - TURBOLIFT - FOLGEND                       4<br><br>               Er geht hinein und wieder folgen wir. Immer noch konnten wir<br>               keinen Blick auf sein Gesicht erhaschen und auch in dieser<br>               Szene wird sich dies nicht ändern.<br><br>               Der Mann greift nach dem Liftschalter, hält ihn mit seiner<br>               Hand umschlossen. Er gibt dem Lift sein Ziel an. Seine Stimme<br>               klingt alt, heiser, aber dennoch vertraut.<br><br>                                   MANN<br>                         Brücke.<br><br>               Der Lift setzt sich in Bewegung und einige Sekunden später<br>               haben wir unser Ziel erreicht. Die Türen öffnen sich und wir<br>               folgen unserem Fremden ins Kommandozentrum der Antares:<br><br>         5     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                          5<br><br>               Der Mann kommt aus dem Turbolift, wendet sich nach links,<br>               folgt dem kurzen Gang bis zur Brücke.<br><br>               Auch hier ist er allein. Keine der Stationen ist besetzt,<br>               dennoch sind alle aktiviert.<br><br>               Langsam folgen wir dem Mann ins Kommandozentrum, SEHEN, wie<br>               er am Captain's Chair vorbeigeht, kurz über dessen Lehne<br>               streichelt. Dann geht er weiter, stellt sich zwischen den<br>               Captain's Chair und die Steuerkonsole und blickt zum<br>               Hauptschirm, welcher ein Warpmuster zeigt.<br><br>               Wir FAHREN nun MIT DER KAMERA um den Mann herum, FAHREN an<br>               ihm herauf, bis sein Gesicht ins Bild kommt und wir erkennen:<br><br>               FREDERICK CAYLON<br><br>               Älter, gebrechlicher, als wir ihn in Erinnerung haben. Mit<br>               funkelnden Augen, blick er verträumt zum Bildschirm...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         6     INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER                   6<br><br>               Caylon steht noch immer mit funkelnden Augen und leichter<br>               Melancholie im Blick in der Mitte der Brücke.<br><br>               Er schaut sich um, atmet einige Male tief ein, als wolle er<br>               den Augenblick förmlich einatmen.<br><br>               Im Hintergrund HÖREN WIR das Zischen von Türen und fast<br>               gleichzeitig kommt aus dem Turbolift eine Person - ein ENSIGN<br>               der Sicherheitsabteilung - heraus. Das Patch an seiner<br>               Uniform zeigt das Antares-Logo.<br><br>               Der Ensign bemerkt Caylon, welcher den Ensign widerum<br>               entweder nicht gehört, odersich entschlossen hat, ihn bis auf<br>               Weiteres zu ignorieren.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Uuhm... Verzeihen Sie, Sir.<br><br>               Caylon reagiert nicht und der Ensign geht auf ihn zu und<br>               stellt sich ihm gegenüber.<br><br>                                   ENSIGN (CONT'D)<br>                         Verzeihung, Sir. Wir schließen<br>                         gleich.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem dürfen Sie sich hier gar<br>                         nicht alleine aufhalten...<br>                             (beat)<br>                         Was machen Sie überhaupt hier, die<br>                         letzte Gruppe hat das Schiff vor<br>                         einer halben Stunde verlassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß.<br>                             (beat)<br>                         Ich wollte noch einmal ganz in Ruhe<br>                         durch das Schiff gehen.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Sir, Unbefugten ist der Zutritt zu<br>                         dieser Sektion des Schiffes ohne<br>                         Aufsicht untersagt.<br>                             (beat)<br>                         Überhaupt, wie konnten Sie die<br>                         Sicherheitssperren der Brücke<br>                         umgehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es war nicht so schwierig.<br><br>               Der Ensign blickt den alten Mann - offenbar hat er keine<br>               Ahnung, wen er hier vor sich hat - verdaddert an. Dann:<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Sir, ich muss Sie jetzt bitten zu<br>                         gehen. - Sie können ja morgen<br>                         wiederkommen, wenn Sie wünschen. -<br>                         Die erste Tour startet um 8 Uhr<br>                         planetarer Standartzeit.<br>                             (beat)<br>                         Ich muss hier jetzt abschalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sind doch eh alles nur<br>                         Bildschirmschoner.<br><br>               Der Ensign ist verwirrt.<br><br>                                   ENSIGN<br>                             (verwirrt)<br>                         Sir, ich...<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (leise)<br>                         Natürlich.<br><br>               Caylon rührt sich nun (endlich) und bewegt sich in Richtung<br>               Turbolift, in welchem er dann auch verschwindet.<br><br>               Der Ensign bleibt zurück, geht zur technischen Konsole und<br>               schaltet von dort aus die restlichen Konsolen und Monitore<br>               (inkl. Hauptbildschirm) ab. Das Licht schaltet er auf<br>               Notbeleuchtung. - Dann verlässt auch er die Brücke.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. LANGER KORRIDOR                                     7<br><br>               Caylon geht den Korridor entlang. Durch sporadisch<br>               angeordnete Fenster können wir auf die Erde hinab blicken.<br><br>         8     INT. AUSSICHTSDECK                                       8<br><br>               Caylon verlässt den Korridor und betritt einen großen Raum<br>               mit einer riesigen Fensterfront.<br><br>               Caylon blickt hinaus und wir mit ihm und dort SEHEN WIR sie:<br>               Die Antares in einem Hangar, hinter ihr die Erde.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               ZOOMEN WIR aus dieser Einstellung hinaus, durch die Scheibe,<br>               vorbei an der Antares, bis hoch über das Dock, in der sich<br>               die Antares befindet und WIR ERKENNEN:<br><br>         9     EXT. WELTRAUM - ERDORBIT                                 9<br><br>               Dass das Dock Teil einer größeren Station ist.<br><br>               Wir ENTFERNEN UNS weiter, bis wir einen Schriftzug auf der<br>               Station entdecken: Dort steht in großen schwarzen Lettern:<br>               "UNITED FEDERATION of PLANETS - STARFLEET MUSEUM".<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        10     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 10<br><br>               Das Schiff unserer Helden, strahlend wie eh und je fliegt es<br>               mit Impulsgeschwindigkeit in die Richtung eines<br>               Zwillingssternes.<br><br>               Wir genießen diese Einstellung für eine Weile, ist es doch<br>               das letzte Mal, dass wir dieses Schiff so sehern werden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   11<br><br>               Und hier SEHEN WIR sie alle, jung wie wir sie kennen: Caylon,<br>               MÜLLER, TORLAN, MESTRAL, TSCHERNOVSKY, BEEM, MILLER und<br>               FERNANDEZ. Sie alle stehen hier auf der Brücke, bzw. Besetzen<br>               ihre Stationen und schauen zum Hauptschirm, auf welchem wir<br>               den Zwillingsstern in seiner ganzen Schönheit betrachten<br>               können.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist schon irgendwie komisch.<br>                             (beat)<br>                         Ein solch schöner Ort und wir<br>                         benutzen ihn.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Ort ist perfekt gewählt,<br>                         Commander. - Er liegt nur unweit<br>                         zur Grenze und die<br>                         Elektromagnetischen und<br>                         Strahlenfelder machen eine<br>                         Entdeckung durch die Romulaner<br>                         nahezu unmöglich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist mir bewusst, Commander. -<br>                         Dennoch: Die Schönheit dieses Ortes<br>                         steht in einem ziemlichen Kontrast<br>                         zu dem Vernichtungspotenzial,<br>                         welches wir hier verstecken.<br><br>               Eine Weile blicken alle schweigend zum Bildschirm, auf dem<br>               wir nun sehen, wie wir um einen der Zwillingssterne<br>               herumfliegen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Da sind sie.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        12     EXT. WELTRAUM - ZWILLINGSSTERN                          12<br><br>               Wir folgen der Antares um den Stern, den sie umfliegt herum<br>               und ERKENNEN, was Darius gemeint hat:<br><br>               Eine große alliierte Flotte, bestehend aus Schiffen der<br>               Menschen, Andorianer, Tellariten und der Vulkanier. Hier<br>               lauern sie, warten nur noch auf den Befehl.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Darius, bringen Sie uns in<br>                         Formation.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   13<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Darius gibt Befehle in die CONN ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        14     EXT. WELTRAUM - ZWILLINGSSTERN                          14<br><br>               Die Antares ordnet sich in die Formation ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   15<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu Caylon)<br>                         Wir sind eingegliedert, Captain.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Darius)<br>                         Gut.<br>                             (zu allen)<br>                         Ladies and Gentlemen, jetzt heißt<br>                         es für uns alle warten. Die<br>                         Besprechung der Kommandanten mit<br>                         Admiral Forrest ist in einer Stunde<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß nicht, wie lange sie<br>                         dauern wird, aber wir sollten es<br>                         uns hier nicht zu gemütlich machen,<br>                         wir werden sicherlich bald wieder<br>                         aufbrechen.<br>                             (beat)<br>                         Ich schlage vor, Sie alle setzen<br>                         sich mit den Mitarbeitern in Ihren<br>                         Abteilungen zusammen und schauen,<br>                         was getan werden muss, um das<br>                         Schiff in optimale<br>                         Gefechtsbereitschaft zu versetzen.<br>                             (long beat)<br>                         Das wäre dann alles.<br><br>               Caylon steht aus seinem Kommandosessel auf und begibt sich in<br>               seinen Bereitschaftsraum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        16     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM - MOMENTE SPÄTER       16<br><br>               Wir SEHEN Caylon hinter seinem Schreibtisch sitzen. Er starrt<br>               auf einen der zahlreichen Monitore.<br><br>               Es klingelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein.<br><br>               Die Türen öffnen sich und herein kommt Müller. Sie geht nicht<br>               zum Schreibtisch, sondern setzt sich unaufgefordert auf die<br>               Couch in der Ecke des Raumes.<br><br>               Schweigen.<br><br>               Nach einer Weile:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was meinst Du, was die Oberen<br>                         Etages ausgeheckt haben?<br><br>               Caylon steht auf und kommt hinter seinem Schreibtisch hervor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß es nicht.<br><br>               Er setzt sich zu ihr, legt unbewusst einen Arm auf die<br>               Rückenlehne hinter Müller.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich erfahre den Plan auch erst in<br>                         einer Stunde, aber in Anbetracht<br>                         der Zahl der versammelten Schiffe<br>                         hier, wird es wohl groß werden.<br><br>               Müller lehnt sich etwas weiter zurück, so dass ihre Schultern<br>               seinen Arm berühren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Davon kann man wohl ausgehen. So<br>                         wie ich das sehe, sind fast alle<br>                         Schiffe der Allianz hier<br>                         versammelt.<br>                             (long beat)<br>                         Ich denke es ist das Ende. Auf die<br>                         ein oder andere Weise.<br>                             (beat)<br>                         Ich--<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf und legt ihr seinen Zeigefinger auf<br>               die Lippen. Dabei macht er einen sanften "Shhht!"-Laut.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Nicht.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin zwar nicht abergläubisch -<br>                         nicht sonderlich, jedenfalls - aber<br>                         dieses Gespräch haben wir vor gut<br>                         einem Jahr schon einmal geführt.<br>                             (long beat)<br>                         Es hat uns damals nicht gerade<br>                         Glück gebracht.<br><br>               Beat.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir leben noch.<br>                             (beat)<br>                         In meinen Augen kann man das Glück<br>                         nennen.<br><br>               Sie ergreift sein Gesicht mit ihren Händen, zieht ihn sanft<br>               zu sich herüber und küsst ihm auf die Stirn. Dann steht sie<br>               auf.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich werde jetzt wohl besser in den<br>                         Maschinenraum gehen. - Der Antrieb<br>                         hatte vergangene Woche etwas<br>                         "Schluckauf", nicht, dass uns das<br>                         während einer kritischen Situation<br>                         trifft.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wäre unerfreulich.<br><br>               Müller lächelt flüchtig. Dann macht sie auf dem Absatz kehrt<br>               und verlässt den Bereitschaftsraum.<br><br>               Caylon steht nun auch wieder auf und begibt sich zurück zu<br>               seinem Schreibtisch und starrt wieder in den Monitor vor ihm.<br><br>               Wir FAHREN MIT DER KAMERA um Caylon herum, sodass wir auch<br>               einen Blick auf den Schirm erhaschen können:<br><br>               Namen. Namen von Offizieren und dahinter Geburtsdatum und<br>               Todestag... Und dieser ist bei fast allen derselbe:<br>               "11.12.2158".<br>               - Da hinter sind noch Name und Registriernummer des letzten<br>               Schiffes aufgeführt. Und hier SEHEN WIR ausnahmslos dasselbe:<br>               "NX-05 - S.S. ANTARES".<br><br>               Caylon seufzt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        17     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - TAG                         17<br><br>               Grau, grau, grau, sind alle meine Kleider, grau, grau, grau,<br>               ist alles was ich hab...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        18     INT. ROMULUS - SENATSITZUNGSSAAL - TAG                  18<br><br>               Die üblichen Verdächtigen sind anwesend: PRÄTOR CATOR, ROMOR,<br>               VALDORE und eine ganze Latte "namenloser" SENATOREN.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Mit Ihrer Einwilligung, werte<br>                         Senatoren, werden wir unseren Plan,<br>                         den wir Ihnen vor einigen Wochen<br>                         vorgelegt haben, nun in die Tat<br>                         umsetzen.<br>                             (beat)<br>                         Unsere Schiffe stehen bereit, um<br>                         den letzten Schlag gegen die<br>                         Allianz einzuleiten.<br><br>                                   SENATOR #1<br>                         Ihr Plan sollte besser<br>                         funktionieren, Admiral Romor.<br><br>                                   SENATOR #2<br>                         Ja! Noch einmal werden wir nicht so<br>                         nachsichtig mit Ihnen beiden sein.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Werte Senatoren, ich versichere<br>                         Ihnen, es gibt keinen Grund zur<br>                         Sorge. - Remanische Kampfverbände<br>                         werden die erste Welle bilden.<br>                             (beat)<br>                         Sie werden die Allianzflotte<br>                         aufmischen, sodass unsere<br>                         Romulanische Flotte nur noch bei<br>                         ihnen aufzuräumen braucht.<br><br>                                   CATOR<br>                         Werte Senatoren, geschätzt<br>                         Admiräle. Wir alle hier sind mit<br>                         den Feinheiten des Planes vertraut,<br>                         ich denke, wir sollten zur<br>                         Abstimmung übergehen.<br>                             (beat)<br>                         Ein jeder, der dafür ist, die<br>                         Mission zu beginnen, hebe nun die<br>                         Hand.<br><br>               Einstimmige Handzeichen dafür.<br><br>                                   CATOR (CONT'D)<br>                         Damit ist es entschieden.<br>                             (zu Romor und Valdore)<br>                         Lassen Sie die Flotten in Stellung<br>                         gehen.<br><br>               Valdore und Romor verbeugen sich und verlassen dann die<br>               Senatskammer.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        19     EXT. WELTRAUM - WARP                                    19<br><br>               Die E.D.S. AMMAR, das Schiff der Exekutive Erde, fliegt mit<br>               Warpgeschwindigkeit durchs Bild. Sie aktiviert ihre Tarnung.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     INT. E.D.S. AMMAR - OSBOURNES QUARTIER                  20<br><br>               WILLIAM OUSBOURNE - Anführer der Exekutive Erde - sitzt in<br>               seinem Quartier in einem bequem aussehenden Sessel.<br>               Nachdenklich blickt er drein.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        21     INT. UNBEKANNTER FENSTERLOSER RAUM - FLASHBACK          21<br><br>               Wir SEHEN einen Konferenztisch, um den Männer in dunklen<br>               Anzügen versammelt sind. Am Kopf des Tisches sitzt Osbourne.<br><br>               Die Männer sind gerade dabei sich zu erheben und den Raum zu<br>               verlassen.<br><br>               Osbourne bleibt sitzen, widmet sich einigen PADDs.<br><br>                                   STIMME (O.C.)<br>                         Eine beeindruckende Ansprache, Mr.<br>                         Osbourne.<br><br>               Osbourne schreckt auf und herum in die Richtung, aus der die<br>               Stimme kam. Dort tritt aus dem Schatten ein komplett in<br>               schwarz gekleiderter Mann. Er ist uns kein unbekannter. Es<br>               handelt sich um HARRIS (bekannt aus "Enterprise").<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (mit einem Hauch von<br>                              Verunsicherung in der<br>                              Stimme)<br>                         Wer sind Sie?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Mein Name ist Harris.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wie sind Sie hier rein gekommen?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Sie wären überrascht, wo ich alles<br>                         herein kommen kann, Mr. Osbourne.<br><br>               Harris umrundet langsam den Konferenztisch.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was wollen Sie?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Die Frage ist nicht was ich will,<br>                         Mr. Osbourne, sondern was ich Ihnen<br>                         verschaffen kann.<br><br>               Osbourne sieht ihn neugierig an.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und das wäre?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Zugang, Mr. Osbourne.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe ihn... Und Sie können ihn<br>                         von mir erhalten.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich habe bereits Zugang.<br><br>               Harris nickt.<br><br>                                   HARRIS<br>                         Zu allen bekannten Einrichtungen<br>                         der Allianz, ich weiß.<br>                             (beat)<br>                         Was ich Ihnen anbieten kann, ist<br>                         Zugang zu den unbekannten. Zu<br>                         denen, von denen selbst die<br>                         Führungschefs der Allianz nichts<br>                         wissen.<br><br>               Osbourne schweigt.<br><br>                                   HARRIS (CONT'D)<br>                         Ich kenne Sie, Mr. Osbourne. Ich<br>                         weiß, dass Sie ein Mann sind, der<br>                         sich dem Schutze der Erde<br>                         verpflichtet hat. Ich weiß, dass<br>                         Sie sich als Kämpfer des rechten<br>                         Kampfes sehen und ich weiß, dass<br>                         Ihnen jedes Mittel Recht ist, um<br>                         Ihr Ziel zu erreichen.<br>                             (beat)<br>                         Und darum weiß ich, dass Sie mein<br>                         Angebot annehmen werden.<br><br>               Beat.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und was wollen Sie im Gegenzug von<br>                         mir?<br><br>               Harris lacht grunzend.<br><br>                                   HARRIS<br>                         Sie haben schon Recht, Mr.<br>                         Osbourne, nichts ist völlig<br>                         umsonst.<br>                             (beat)<br>                         Ihre kleine Exekutive wird von den<br>                         meisten Abteilungen meiner<br>                         Institution als Terroristische<br>                         Vereinigung angesehen. - Und wenn<br>                         man sich anschaut, zu welchen<br>                         Mitteln sie greifen, würde ich<br>                         sagen, dass dies den Tatsachen<br>                         entspricht.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ihre Institution? Von welcher<br>                         Institution sprechen wir hier?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Dem Geheimdienst der Sternenflotte.<br><br>               Osbourne tippt kaum merklich einen seiner Manschettenknöpfe<br>               an. Sekunden später stürmen bis an die Zähne bewaffnete<br>               Wachen herein, richten ihre Waffen auf Harris.<br><br>               Dieser lächelt nur.<br><br>                                   HARRIS (CONT'D)<br>                             (amüsiert)<br>                         Ich bitte Sie, Mr. Osbourne. Wollen<br>                         Sie mich jetzt etwa erschießen?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was glauben Sie wohl?!<br><br>                                   HARRIS<br>                         Ich möchte Ihnen dringlichst davon<br>                         abraten, Mr. Osbourne.<br>                             (beat)<br>                         Meine Sektion kennt meinen<br>                         derzeitigen Aufenthaltsort. Es wäre<br>                         nur eine Frage von Minuten, bis<br>                         eine Eingreiftruppe der MACOs hier<br>                         wäre.<br><br>               Osbourne scheint darüber nachzudenken.<br><br>                                   HARRIS (CONT'D)<br>                         Ich denke, es ist nur fair Ihnen zu<br>                         sagen, dass wir bereits seit über<br>                         einem Jahr Ihre Stützpunkte kennen,<br>                         Mr. Osbourne.<br>                             (beat)<br>                         Die Tatsache, dass wir sie noch<br>                         nicht getürmt haben, sollte Sie von<br>                         meinen wohlwollenden Absichten<br>                         überzeugen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich frage Sie noch einmal...<br>                             (nachdrücklich)<br>                         Was wollen Sie?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Ist das nicht offensichtlich?<br>                             (beat)<br>                         Ich will einen Deal mit Ihnen.<br><br>               Osbourne bedeutet seinen Leuten, die Waffen zu senken.<br><br>                                   HARRIS (CONT'D)<br>                             (re: gesenkte Waffen)<br>                         So redet es sich doch gleich viel<br>                         angenehmer.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was für einen Deal wollen Sie?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Sie wollen die Erde in SIcherheit<br>                         wissen, das wollen wir auch. Was<br>                         Sie brauchen und wir haben, ist<br>                         Zugang. Und den kann ich Ihnen<br>                         verschaffen.<br>                             (beat)<br>                         Alles, was wir dafür erwarten, sind<br>                         gelegentliche - nennen wir es -<br>                         "Gefälligkeiten" von Ihnen und<br>                         Ihrer Gruppe.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was für Gefälligkeiten?<br><br>                                   HARRIS<br>                         Sie haben ein Schiff mit einer<br>                         Tarnvorrichtung. - Die<br>                         Gegenleistung bestünde darin, dass<br>                         Sie von Zeit zu Zeit kleinere<br>                         Missionen für uns durchführen.<br>                         Selbstverständlich alle im Sinne<br>                         der Erde.<br><br>               AUF Osbourne:<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        22     INT. ROMULUS - HAUPTQUARTIER DER NAVY - ROMORS BÜRO - TAG22<br><br>               Romor, Valdore und DORENGA vom Tal'Shiar sind hier.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (zu Dorenga)<br>                         Und Sie sind sicher, dass die<br>                         Remaner uns keine Probleme machen<br>                         werden?<br><br>               Dorenga schüttelt den Kopf.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Sie wissen, was gut für sie ist.<br>                         Sie werden tun, was wir von ihnen<br>                         verlangen, oder sie müssen die<br>                         Konsequenzen tragen. Und das wissen<br>                         sie.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Gut. - Denn wenn der Plan<br>                         schiefgeht, werden unsere Köpfe<br>                         rollen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     EXT. WELTRAUM - FLOTTE                                  23<br><br>               Und im Fokus unseres Interesses: Die Antares.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 24<br><br>               Caylon und ADMIRAL MAXWELL FORREST schreiten den Korridor<br>               entschiedenen Schrittes entlang, ihr Ziel fest vor Augen<br>               (NOTE: Diese EInstellung sollte aus einer Kameraeinstellung<br>               etwas unter der Augenhöhe der beiden, auf deren gesichter<br>               gefilmt werden). Nun erreichen Sie es: Eine Tür, die sich<br>               ihnen bereitwillig öffnet. Die beiden schreiten hindurch in<br>               die:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE - FOLGEND               25<br><br>               ... Manschaftsmesse.<br><br>               Die Tische wurden entfernt, Stühle wurden in mehreren Reihen<br>               aufgestellt, an einer Wand wurde eine große Leinwand<br>               befestigt.<br><br>               Durch die Fenster sind die Zwillingssterne und die Flotte zu<br>               sehen.<br><br>               Sternenflottenkapitäne sind hier versammelt, unterhalten<br>               sich. - Bei der großen Anzahl der Leute jedoch können wir<br>               nicht verstehen, was sie sagen.<br><br>               Wenn Forrest den Raum betritt, wird es fast augenblicklich<br>               still und die Captains setzen sich. Caylon reiht sich ein.<br><br>                                   FORREST<br>                         Computer, die Türen verriegeln und<br>                         die internen Sensoren in der Messe<br>                         deaktivieren!<br><br>               Wir HÖREN das Klacken der Türriegel.<br><br>               Forrest tritt nun nach vorn und stellt sich vor die Leinwand.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Meine Damen und Herren, ich habe<br>                         eine gute und eine schlechte<br>                         Nachricht für Sie.<br><br>               Besorgte Minen in der Menge.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Die gute: Unsere Regierung hat sich<br>                         mit den übrigen Führer der Allianz<br>                         endlich dazu durchgedrungen, in<br>                         eine großangelegte Offensive gegen<br>                         die Romulaner zu ziehen.<br>                             (beat)<br>                         Die Vernichtung des Dreadnoughts<br>                         der Romulaner und das nun aktive<br>                         EIngreifen der Vulkanier in diesen<br>                         Krieg, hat sie entschlussfreudiger<br>                         werden lassen.<br><br>               Einige Minen der Anwesenden hellen etwas auf. Es sind Sätze<br>               wie "Na endlich!" Oder "Das wurde aber auch mal Zeit!" Zu<br>               hören.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         In den vergangenen fünf Wochen<br>                         haben Strathegen der Sternenflotte<br>                         sich mit ihren Kollegen von den<br>                         Andorianern, Tellariten und<br>                         Vulkaniern beraten und einen Plan<br>                         entwickelt, der es uns möglich<br>                         machen sollte in Romulanisches<br>                         Territorium einzudringen, ihre<br>                         Verteidigungslinien zu durchbrechen<br>                         und ihre taktisch wichtigsten<br>                         Stellungen zu bombardieren.<br>                             (beat)<br>                         Der Plan sieht vor, dass der Krieg<br>                         innerhalb der nächsten zwei Monaten<br>                         zu unseren Gunsten entschieden<br>                         wird.<br>                             (beat)<br>                         Soweit der Plan und die gute<br>                         Nachricht, meine Damen und Herren.<br><br>               Und die Minen werden wieder finsterer.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Die schlechte Nachricht lautet: Der<br>                         Plan ist nutzlos.<br><br>               Gemurmel in der Menge.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Ladies und Gentlemen, ich bitte<br>                         Sie, hören Sie mir weiter zu.<br><br>               Es wird wieder stiller.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Spähsonden der Vulkanier haben<br>                         entdeckt, dass die Romulaner eine<br>                         große Flotte versammelt und in<br>                         unsere Richtung geschickt haben.<br>                             (beat)<br>                         Sie scheinen einen ähnlichen Plan<br>                         zu verfolgen, wie wir.<br>                             (long beat)<br>                         Darum ist unser Plan hinfällig.<br>                             (beat)<br>                         Aber das heißt nicht, dass wir<br>                         jetzt unsere Köpfe in den Sand<br>                         stecken, nein! - Wir werden die<br>                         Romulaner abfangen.<br><br>               Wieder Gemurmel.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Wir starten morgen um 0500. Nutzen<br>                         Sie die Zeit bis dahin, um Ihre<br>                         Schiffe und Ihre Crews auf die<br>                         kommende Schlacht vorzubereiten.<br>                         Alle sollen sich noch einmal<br>                         richtig ausschlafen, wenn der Kampf<br>                         kommt, können wir uns keine<br>                         Müdigkeit leisten.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Romulaner ihren Kurs und<br>                         ihre Geschwindigkeit halten, dann<br>                         werden wir morgen um 2145 bei<br>                         Cheron, einem kleinen System nahe<br>                         der Grenze, mit ihnen<br>                         zusammentreffen.<br><br>               Das Gemurmel wird lauter.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Zwar ist unser Plan dahin und wir<br>                         werden improvisieren müssen...<br>                             (beat)<br>                         Aber wir werden diesen Krieg<br>                         beenden und zwar zu unseren<br>                         Gunsten!<br>                             (long beat)<br>                         Und nun... Kehren Sie auf Ihre<br>                         Schiffe zurück. Ruhen Sie sich aus.<br>                         - Wegtreten!<br><br>               Forrest verlässt den Raum und die Captains stehen auf.<br><br><br>               Einige rotten sich in kleinen Grüppchen zusammen und reden<br>               noch etwas, andere - unter ihnen Caylon - verlassen die<br>               Messe.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        26     EXT. WELTRAUM - ZWILLINGSSTERN                          26<br><br>               Die Allianzflotte bricht auf.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - MÜLLERS BÜRO             27<br><br>               Müller sitzt verschlafen auf ihrem Stuhl, den Kopf auf eine<br>               Hand abgestützt blickt sie in die Monitore. Ihre Augen werden<br>               kleiner und kleiner.<br><br>                                   KENDALL (O.C.)<br>                         Ich dachte der Befehl des Captains<br>                         war, dass wir uns alle etwas Ruhe<br>                         gönnen.<br><br>               Müller schreckt auf und dreht sich mitsamt Stuhl zu ihrem<br>               Stellvertreter DR. BORIS KENDALL, der nun ins Bild tritt,<br>               herum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie wissen doch, wie das ist,<br>                         Doktor.<br>                             (beat)<br>                         Sie möchten schlafen, haben aber<br>                         noch so viel zutun, dass Sie nicht<br>                         dazu kommen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Gehen Sie ins Bett, Commander.<br><br>               Müller schüttelt energisch den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es gibt noch so viel zu tun.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Und Sie haben eine Menge<br>                         ausgeschlafener Leute hier, die die<br>                         Arbeit tun können.<br>                             (beat)<br>                         Sie allerdings...<br><br>               Müller lächelt, schüttelt dann aber den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Zwingen Sie mich nicht, zu Doktor<br>                         Miller zu gehen, damit sie Sie vom<br>                         Dienst entbindet.<br>                             (beat)<br>                         Sie wissen, dass ich das tun werde,<br>                         wenn Sie jetzt nicht schlafen<br>                         gehen.<br><br>               Müller seufzt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie sind ein harter<br>                         Verhandlungspartner, Boris.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Der schlimmste.<br><br>               Müller steht auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wahrscheinlich haben Sie Recht,<br>                         Boris.<br>                             (beat)<br>                         Da ist eine Liste im Computer, wäre<br>                         schön, wenn Sie die abarbeiten<br>                         könnten, bis ich wieder komme.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ja, ja, und jetzt raus hier!<br><br>               Müller lächelt gezwungen. Dann verlässt sie den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Tsss. Verrückte Frau.<br><br>               Er setzt sich auf Müllers Stuhl.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                             (fluchend; leise)<br>                         Waaaah! Vorgewärmt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     INT. E.D.S. AMMAR - OSBOURNES QUARTIER                  28<br><br>               Osbourne sitzt noch immer grübelnd in seinem Sessel.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        29     EXT. SAN FRANSISCO - DUNKLE GASSE - NACHT - FLASHBACK   29<br><br>               Wir befinden uns im Hafenviertel der Stadt. - Im Schatten<br>               reden zwei dunkel gekleidete Gestalten miteinander: Harris<br>               und Osbourne.<br><br>                                   HARRIS<br>                         Ich habe einen Auftrag für Sie und<br>                         Ihre Gruppe, Mr. Osbourne.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Lassen Sie hören.<br><br>                                   HARRIS<br>                         Sagt Ihnen "Der wahre Weg" etwas?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Eine Vulkanische<br>                         Dissidentenbewegung.<br><br>               Harris nickt.<br><br>                                   HARRIS<br>                         Ganz Recht. - Aber ihre Köpfe sind<br>                         wohl kaum Vulkanier. Es sind<br>                         Romulaner.<br><br>               Osbourne ist entsetzt.<br><br>                                   HARRIS (CONT'D)<br>                         Sie haben sich mit einem Schiff von<br>                         Vulkan abgesetzt, als sie drohten<br>                         aufzufliegen.<br>                             (beat)<br>                         Aber sie können noch immer<br>                         verheerenden Schaden anrichten.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was soll ich tun?<br><br>               Harris reicht ihm ein PADD.<br><br>                                   HARRIS<br>                         Hier drauf finden Sie Informationen<br>                         über den Aufenthaltsort ihres<br>                         Schiffes. - Finden Sie es und dann<br>                         zerstören Sie es.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        30     INT. EDS AMMAR - OSBOURNE'S RAUM - FLASHBACK            30<br><br>               Osbourne sitzt bequem in einem Sessel und schlürft eine Tasse<br>               Tee vor sich hin.<br><br>               Die Türen "springen" förmlich auf, als CANE in den Raum<br>               hineinstürtzt.<br><br>               Cane stößt wütend Atem aus der Name aus.<br><br>                                   CANE<br>                             (wütend)<br>                         Sie wissen verdammt gut, warum wir<br>                         hier sind! Wir haben der Sektion<br>                         versprochen, sicherzustellen, dass<br>                         "Der Wahre Weg" keine Gefahr mehr<br>                         für die Erde darstellt!<br><br>               Osbourne blickt auch weiterhin nicht zu ihm auf.<br><br>               Cane stampft wütend durch den Raum. Dabei:<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Wir wissen wo Volvek's Schiff ist,<br>                         wir haben die nötige Feuerkraft und<br>                         wir haben das Überraschungsmoment<br>                         auf unserer Seite gehabt. Aber Sie<br>                         haben die Chance vergehen lassen!<br>                         Sie haben gewartet, bis es zu spät<br>                         war! Nun ist die Antares im<br>                         Nebel... Zwar nicht in<br>                         unmittelbarer Sensorenreichweite,<br>                         aber eine gewaltige Explosion, so<br>                         etwa wie die eines Raumschiffs,<br>                         würden sie erkennen und<br>                         untersuchen.<br>                             (beat)<br>                         UND DANN WÜRDEN SIE UNS<br>                         AUFSPÜREN!!!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich weiß, dass die Antares hier<br>                         ist. Ich habe sogar damit<br>                         gerechnet, dass sie hier auftaucht.<br><br>               Nun endlich sieht er zu Cane auf, wütend.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Ich weiß auch, wie es um Ihre<br>                         Loyalitäten steht, Cane!<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß, dass die Exekutive nicht<br>                         mehr an erster Stelle auf Ihrer<br>                         Prioritätenliste steht. Dass wir<br>                         längst von Harris und seiner<br>                         Sektion vom Spitzenplatz verdrängt<br>                         wurden.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich will Ihnen etwas sagen,<br>                         Cane: Wir sind KEINE<br>                         Befehlsempfänger der Sektion.<br>                             (beat)<br>                         Die Exekutive hat mit der Sektion<br>                         eine Vereinbarung... An diese werde<br>                         ich mich halten. Wie ich das mache,<br>                         lassen Sie mal meine Sorge sein.<br><br>                                   CANE<br>                         Und wie wollen Sie die Vereinbarung<br>                         noch einhalten?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Gewalt ist nicht immer der einzige<br>                         Weg zum Ziel... Und in diesem Fall<br>                         vertraue ich darauf, dass Caylon<br>                         mit seiner Mission Erfolg haben<br>                         wird.<br>                             (beat)<br>                         Es ist viel besser für uns, andere<br>                         die Drecksarbeit verrichten zu<br>                         lassen.<br><br>                                   CANE<br>                         Was meinen Sie damit?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wenn wir nicht auftreten, wird auch<br>                         niemand mit uns rechnen, wenn es<br>                         drauf ankommt...<br>                             (beat)<br>                         Sie werden schon sehen, Cane.<br><br>               AUF Osbournes entschlossenen Gesichtsausdruck:<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        31     EXT. WELTRAUM - WARP                                    31<br><br>               Die Allianzflotte fliegt durchs Bild.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        32     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         32<br><br>               Unser Captain sitzt in seiner Schlafmontur (T-Shirt und<br>               Shorts) auf seiner Couch uns schaut durch die nach hinten<br>               weisenden Fenster hinaus zu der alliierten Flotte und die<br>               vorbeiziehenden Warpsterne.<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Brücke an Captain Caylon.<br><br>               Caylon steht auf, geht zu seinem Schreibtisch und aktiviert<br>               dort das Intercom.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier Caylon.<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Captain, wir nähern uns Cheron.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin unterwegs.<br><br>               Caylon deaktiviert das Intercom und geht in seine<br>               Schlafniesche, wo er den Wandschrank öffnet und eine Uniform<br>               herausholt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        33     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   33<br><br>               Beem hat das Kommando, MENDEZ an der Taktik, Darius am<br>               Steuer, Mestral an der Wissenschaft, Torlan an der<br>               Kommunikation und RedShirts an weiteren Stationen.<br><br>               Caylon kommt - in der kurzärmligen Uniformvariante - aus dem<br>               Turbolift. Beem macht ihm den Kommandosessel frei. - Mendez<br>               übernimmt derweil die Technische Station.<br><br>                                   BEEM<br>                         Noch zwei Minuten, Captain.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Sensoren zeigen eine große<br>                         Flotte der Romulaner an.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (leicht beunruhigt)<br>                         Dann geht es gleich wohl los.<br><br>               Ein Piepen an Torlans Station.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu Caylon)<br>                         Admiral Forrest für alle Schiffe,<br>                         Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lassen Sie hören, Torlan.<br><br>                                   FORREST'S KOMMSTIMME<br>                         Hier Admiral Forrest an alle<br>                         Schiffe der Allianzflotte. Bereiten<br>                         Sie sich darauf vor unter Warp zu<br>                         gehen und den Feind anzugreifen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Kurz und bündig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay... Dann wollen wir doch mal.<br>                             (beat)<br>                         Mr. Tschernovsky, sobald Admiral<br>                         Forrest den Befehl erteilt,<br>                         springen wir zurück auf Impuls.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   FORREST'S KOMMSTIMME<br>                         Jetzt!<br><br>               Darius gibt Befehle in seine Konsole ein.<br><br>               Caylon setzt sich in seinen Sessel.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich; leise)<br>                         Also los.<br>                             (laut)<br>                         Taktischer Alarm! Gefechtsstationen<br>                         besetzen!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        34     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  34<br><br>               Die Allianz und die Romulaner kommen aus dem Warp. Die beiden<br>               Flotten stehen sich nun Auge in Auge gegenüber.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        35     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   35<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Auf dem großen Wandschirm ist die Flotte der Romulaner zu<br>               sehen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich orte Schiffe der Klasse Bird of<br>                         Vengeance und Bird of Prey.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie viele?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie sind uns zahlenmäßig leicht<br>                         unterlegen, Captain.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was man basierend auf unseren<br>                         Erfahrungen von ihrer Feuerkraft<br>                         nicht behaupten kann.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Unsere bisherigen Erfahrungen<br>                         schließen die Vulkanier nicht mit<br>                         ein, daher dürften sie hinfällig<br>                         sein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Hoffen wir es.<br><br>                                   FORREST'S KOMMSTIMME<br>                         Admiral Forrest an alle Schiffe. -<br>                         Die Fregatten übernehmen die erste<br>                         Angriffswelle. Versuchen Sie, die<br>                         Formation der Romulaner<br>                         durcheinander zu bringen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        36     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  36<br><br>               Schiffe der Explorer- und der Intrepid-Klasse, sowie ihre<br>               Pendants unter den Schiffen der Vulkanier, Andorianer und<br>               Tellariten starten aus der Allianzformation und fliegen auf<br>               die Romulaner zu. Scheinbar willkürlich eröffnen sie das<br>               Feuer auf die Spitzohren.<br><br>               Diese lässt dies relativ kalt. Zwar feuern sie zurück, doch<br>               sie halten ihre Formation.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   37<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   FORREST'S KOMMSTIMME<br>                         Einsatz der Korvetten. Unterstützen<br>                         Sie die Fregatten in ihrem Vorhaben<br>                         und versuchen Sie, die vorderen<br>                         Reihen der Romulaner zu schwächen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        38     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  38<br><br>               Schiffe der NX-, New Berlin- und Roddenberry-Klasse, sowie<br>               ihre alliierten Gegenstücke treten dem Kampf bei.<br><br>               Unetr Dauerfeuer fliegen sie auf die Romulaner zu, aus deren<br>               Formation nun erste Schiffe ausbrechen. Eine Raumschlacht im<br>               "klassischen Sinne" beginnt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        39     INT. E.D.S. AMMAR - OSBOURNES QUARTIER                  39<br><br>               Osbourne sitzt noch immer grübelnd in seinem Sessel.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        40     INT. EDS AMMAR - OSBOURNE'S RAUM - FLASHBACK            40<br><br>               Unser Freund Osbourne sitzt an seinem Computer, über welchen<br>               er eine Verbindung zu einem geheimen Ort - vermutlich auf der<br>               Erde - hergestellt hat. Und dort befindet sich niemand<br>               anderes, als HARRIS, Anführer von Sektion 31 (bekannt aus<br>               "Star Trek: Enterprise").<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Haben Sie es?<br><br>               Osbourne nickt.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ja. Wir konnten eine kleine Menge<br>                         des Erzes aus dem Frachtraum<br>                         bergen, bevor das Schiff zerstört<br>                         wurde.<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Dann gehen Sie vor, wie ich es<br>                         Ihnen gesagt habe.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Mr. Harris, ich halte Ihren Plan<br>                         auch weiterhin für etwas extrem.<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Es ist der einzige Weg.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das sehe ich anders.<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Der Plan steht, Osbourne...<br>                         Vermasseln Sie ihn nicht! Sie<br>                         würden es bereuen!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie können mir nicht drohen,<br>                         Harris.<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Sie würden sich wundern, was ich<br>                         alles kann, Mr. Osbourne. Sie mögen<br>                         sich vielleicht für unverwundbar<br>                         halten, doch es ist nur ein Befehl<br>                         von mir nötig, und Sie und Ihre<br>                         kleine Exekutive würden für immer<br>                         von der Bildfläche verschwinden.<br>                             (beat)<br>                         Überlegen Sie sich also gut, was<br>                         Sie tun, Mister.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ihr Plan könnte nach hinten<br>                         losgehen!<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Das wird er aber nicht, Mr.<br>                         Osbourne.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Abgesehen vom Mord an Milliarden<br>                         unschuldigen Lebewesen, wird dieser<br>                         Anschlag nichts erreichen!<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Oh doch, es wird die Romulaner zur<br>                         Aufgabe zwingen.<br>                             (beat)<br>                         Wenn wir Romulus zerstören, dann<br>                         haben sie nichts mehr, wofür sie<br>                         kämpfen könnten.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wenn wir Romulus zerstören, dann<br>                         haben sie nichts mehr zu verlieren.<br>                             (long beat)<br>                         Nichts ist gefährlicher, als ein<br>                         Feind, der nichts mehr zu verlieren<br>                         hat!<br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Belästigen Sie mich nicht mit Ihrer<br>                         Grundschulpsychologie, Mr.<br>                         Osbourne.<br>                             (beat)<br>                         Der Plan steht. Er wurde<br>                         abgesegnet. Sie werden ihn<br>                         durchführen. Harris Ende!<br><br>               Harrisch verschwindet vom Schirm.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        41     INT. E.D.S. AMMAR - OSBOURNES QUARTIER - GEGENWART      41<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Osbourne steht aus seinem Sessel auf und verlässt das<br>               Quartier.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        42     INT. E.D.S. AMMAR - BRÜCKE                              42<br><br>               Bekannte Gesichter hier sind CANE und GARY ANDREWS.<br><br>               Wir ENTDECKEN aber auch noch ein fremdes Gesicht unter den<br>               Anwesenden: Ein Mann, Mitte bis Ende 30. Gekleidet in die<br>               Farben der Sektion 31 (also schwarz): KNOWLAND.<br><br>               Osbourne kommt herein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sind wir unterwegs?<br><br>                                   CANE<br>                         Aber natürlich.<br><br>               Knowland tritt an Osbourne heran, mit entschlossenem Blick.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Ich möchte Sie nocheinmal dazu<br>                         ermuntern, sich genauestens an den<br>                         Plan zu halten, Mr. Osbourne.<br>                             (beat)<br>                         Meine Sektion hat größte Bemühungen<br>                         durchgeführt, um die Waffe in Ihrem<br>                         Frachtraum herzustellen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Halten Sie mich etwa für illoyal?<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Ich will es mal so sagen, nach<br>                         Ihrem letzten Gespräch mit Mr.<br>                         Harris, ist meine Sektion etwas zur<br>                         Vorsicht geneigt.<br>                             (beat)<br>                         Darum bin ich hier.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Um mir auf die Finger zu schauen,<br>                         schon klar, Mr. Knowland.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich garantiere Ihnen, das wird<br>                         nicht nötig sein.<br>                             (long beat)<br>                         Ich werde die Mission ausführen.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Ich wusste, dass Ihnen Ihr Leben am<br>                         Herzen liegt, Mr. Osbourne.<br><br>               Knowland wendet sich von ihm ab und geht wieder einige näher<br>               Schritte zum Wandschirm.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        43     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  43<br><br>               Nun greifen auch die alliierten Zerstörer (also Antares- und<br>               Babylonklasse, sowie die Gegenstücke von Vulkaniern,<br>               Adnorianern und Tellariten) in die Schlacht ein. Ein für den<br>               Betrachter undurchsichtiges Chaos an durcheinander fliegenden<br>               Schiffen, Phaser- und Disruptorstößen, sowie Torpedos<br>               beginnt. Erste Schiffe fallen auf beiden Seiten.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        44     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   44<br><br>               Es sieht schon nicht mehr ganz so aus, wie zuvor. Einige<br>               Konsolgen flackern, Leitungen qualmen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Tellariten haben bereits 13<br>                         ihrer Schiffe verloren.<br><br>               KAWUMM, ein Treffer und eine Konsole macht bumm!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Potemkin wurde vernichtet.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Lebenserhaltung auf Deck 15<br>                         versagt!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Deck evakuieren.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, bringen Sie uns in einem<br>                         unregelmäßigen Vektor an das<br>                         Romulanische Führungsschiff heran.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        45     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  45<br><br>               Die Antares fliegt - manövrierfähiger, als sie vielleicht<br>               aussehen mag - durch die kämpfenden Schiffe hindurch und<br>               steuert auf einen bestimmten Bird of Prey zu. Mit den<br>               Phasenkanonen eröffnet sie das Feuer.<br><br>               Im Hintergrund fällt ein Schiff der New Berlin-Klasse.<br><br>               Das Romulanische Führungsschiff vermag dem Feuer der Antares<br>               auszuweichen un kontert mit einem wenig gezielten<br>               Disruptorstoß.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        46     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   46<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Das Schiff erbebt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Der letzte Treffer hat den<br>                         Impulsantrieb destabilisiert!<br>                             (beat)<br>                         Ich habe Schwierigkeiten zu<br>                         manöverieren!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bringen Sie uns aus dem hauptpulk<br>                         heraus, Darius.<br><br>               Caylon aktiviert das Interkom über einen Knopf an seinem<br>               Stuhl.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Brücke an Maschinenraum.<br><br>                                                           INTERCUT TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            47<br><br>               Hier sieht es wesentlich schlimmer aus, als auf der Brücke.<br>               Überall qualm, Feuer, Trümmerteile liegen herum, der Warpkern<br>               leuchtet schneller und heller, als gesund scheint.<br><br>               Und in all diesem Trouble ist Müller beschäftigt.<br><br>               TREFFER!<br><br>               Sie taumelt zum Interkom und aktiviert es mit einem<br>               Faustschlag.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja?!<br><br>                                                           INTERCUT TO:<br><br>        48     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   48<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, der Inpulsantrieb hat etwas<br>                         abbekommen, sieh zu, dass ihr den<br>                         wieder hinkriegt!<br><br>                                                           INTERCUT TO:<br><br>        49     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            49<br><br>               KAWUMM!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe gerade niemanden dafür<br>                         übrig, Fred. - Wir haben Probleme<br>                         mit der Strukturintegrität, also<br>                         wenn du nicht willst, dass das<br>                         Schiff auseinander fällt, solltest<br>                         du den Impulsantrieb auf deiner<br>                         Prioritätenliste etwas herabstufen.<br>                             (beat)<br>                         Entweder das, oder du siehst zu,<br>                         dass ich hier noch ein bisschen<br>                         Unterstützung bekomme!<br><br>                                                           INTERCUT TO:<br><br>        50     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   50<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain, ich denke die<br>                         Wissenschaftliche Station ist<br>                         momentan nicht von sonderlicher<br>                         Bedeutung. Ich kann Commander<br>                         Müller zu Hand gehen.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>               Mestral springt auf und läuft zum Turbolift.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Mestral ist zu dir unterwegs.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMMSTIMME<br>                         Verstanden!<br><br>               Mestral betritt den Turbolift.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        51     INT. E.D.S. AMMAR - BRÜCKE                              51<br><br>               Osbourne ist Chef, Cane und Knowland an verschiedenen<br>               Konsolen, Andrews am Steuer.<br><br>               Ein ALARM an Canes Station.<br><br>                                   CANE<br>                         Die Langstreckensensoren orten eine<br>                         große Flotte der Romulaner.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Die, die nach Cheron aufgebrochen<br>                         ist?<br><br>               Cane schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CANE<br>                         Nein, die haben wir schon vor<br>                         Stunden passiert. Dies hier ist<br>                         eine andere Flotte.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sind wir in visueller Reichweite.<br><br>                                   CANE<br>                         Ja.<br><br>               Er legt das Bild der Flotte auf den Schirm: Hunderte von<br>               Birds of Prey, Birds of Vengeance und ungetarnter Birds of<br>               Stealth.<br><br>               Osbourne steht aus seinem Stuhl auf.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Mr. Knowland, könnte ich Sie wohl<br>                         kur zunter vier Augen sprechen?<br><br>               Ohne ein Wort steht Knowland auf und geht in Richtung von<br>               Osbournes Büro.<br><br>               Osbourne folgt ihm.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        52     INT. E.D.S. AMMAR - OSBOURNES BÜRO - FOLGEND            52<br><br>               Knowland kommt gefolgt von Osbourne herein.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Was wollen Sie?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Diese Flotte. Ich denke, sie wäre<br>                         ein wesentlich besseres Ziel, als<br>                         Romulus.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Nein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sehen Sie, wenn wir Romulus zerst--<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (nachdrücklich)<br>                         Nein!<br>                             (beat)<br>                         Der Plan steht, er wird nicht<br>                         geändert.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich will, dass Sie Harris<br>                         kontaktieren und ihm meinen Plan--<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (unterbricht)<br>                         Wir werden die Funkstille<br>                         einhalten, sonst könnten wir<br>                         entdeckt werden.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich--<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (unterbricht)<br>                         Wegtreten!<br><br>               Osbourne ist platt.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie lassen mich wegtreten!? ICH<br>                         habe das Kommando hier. - Wenn hier<br>                         einer wegtritt, dann sind SIE das!<br>                             (beat)<br>                         UND JETZT RAUS HIER!!!<br><br>               Knowland geht widerstrebend, während Osbourne zurückbleibt<br>               und sich hinter seinen Schreibtisch setzt.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        53     INT. E.D.S. AMMAR - BRÜCKE - FOLGEND                    53<br><br>               Knowland kommt aus dem Büro und geht zu Cane.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (flüsternd)<br>                         Sie sind der Sektion treu, nicht<br>                         wahr?<br><br>                                   CANE<br>                         Uneingeschränkt.<br><br>               Knowland deutet ihm an zu flüstern.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (flüsternd)<br>                         Gut.<br>                             (beat)<br>                         Ich fürchte, wir können Osbourne<br>                         nicht trauen.<br><br>                                   CANE<br>                             (flüsternd)<br>                         Das sage ich doch schon seit<br>                         Wochen!<br><br>               Knowland nickt.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (flüsternd)<br>                         Ich weiß.<br>                             (beat)<br>                         Ich fürchte, er wird versuchen, den<br>                         Plan zu vereiteln. - Sind Sie auf<br>                         meiner Seite, wenn ich ihn<br>                         ausschalte?<br><br>                                   CANE<br>                             (flüsternd)<br>                         Das bin ich.<br><br>               Knowland lächelt.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                             (flüsternd)<br>                         Gut.<br>                             (beat)<br>                         Wie es ausschaut, wird die<br>                         Exekutive Erde wohl bald einen<br>                         neuen Anführer bekommen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT VI<br><br>               FADE IN:<br><br>        54     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  54<br><br>               Die Schlacht geht weiter.<br><br><br>               Die Antares versucht sich etwas zurück zu ziehen, doch sie<br>               hinkt nur und vier Birds of vengeance sind ihr auf dem<br>               Fersen. Sie feuern.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        55     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   55<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die oberen Schutzschilde werden<br>                         bedenklich schwach, Captain!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius, versuchen Sie weiteren<br>                         Treffern zu entgehen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das wäre leichter, wenn das<br>                         Impulsantrieb nicht Schluckauf<br>                         hätte!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tun Sie einfach Ihr Bestes,<br>                         Lieutenant.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        56     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  56<br><br>               Die Antares weicht einem weiteren Treffer haarscharf aus.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        57     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 57<br><br>               Turbolifttüren öffnen sich und Mestral kommt heraus. Er läuft<br>               den Korridor entlang.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        58     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  58<br><br>               Einer der vier BoV feuert Plasmatorpedos auf die Antares ab<br>               und trifft. Die Schilde des Schiffes unserer Helden blitzen<br>               ein letztes Mal auf.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        59     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   59<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Es wackelt fürchterlich.<br><br>                                   BEEM<br>                         Schutzschilde zusammengebrochen!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie feuern erneut!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        60     INT. E.D.S. AMMAR - FRACHTRAUM                          60<br><br>               Wir SEHEN Knowland, wie er Einstellungen an einer Bombe, wie<br>               wir sie aus dem Season 2-Finale kennen, vornimmt.<br><br>               Osbourne kommt herein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Der Plan ist geändert!<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Nein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Muss ich Sie daran erinnern, dass<br>                         ich hier das Kommando habe?<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Ich hatte mir gedacht, dass Sie<br>                         sich querstellen würden.<br><br>               Er drückt eine Taste an der Bombe.<br><br>                                   KNOWLAND (CONT'D)<br>                         Darum habe ich vorgesorgt. - Die<br>                         Bombe ist nun scharf. Sie wird in<br>                         30 Minuten explodieren.<br><br>               Osbourne zückt eine Phasenpistole.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Deaktivieren Sie sie!<br><br>               Knowland zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Ich fürchte, dafür ist sie nicht<br>                         konstruiert worden.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Dann fürchte ich, dass ich keine<br>                         Verwendung mehr für Sie habe.<br><br>               Osbourne drückt ab. Aber nichts passiert.<br><br>                                   KNOWLAND<br>                         Oops! - Dämpfungsfeld.<br>                             (beat)<br>                         Denken Sie denn, ich hätte nicht--<br><br>               Osbourne schleudert ein Messer in Knowlands Kehle.<br><br>               Knowland packt sich erschreckt an die Kehle, in der das<br>               Messer noch steckt. Blut spritzt aus der Wunde. Er versucht<br>               Luft zu schnappen, jedoch erfolglos. Er versucht etwas zu<br>               sagen, doch es schäumt nur Blut aus der Wunde. Dann bricht er<br>               zusammen, bleibt sterbend auf dem Boden liegen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Offenbar nicht.<br><br>               Osbourne geht zu ihm, zieht das Messer aus der Wunde und<br>               rammt es Knowland ins Herz.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Wenn das Herz stehen bleibt,<br>                         erleben wir es noch einige Sekunden<br>                         bewusst mit... Die will ich Ihnen<br>                         natürlich nicht nehmen.<br><br>               Knowland liegt zuckend am Boden, nach etwa 15 Sekunden<br>               verliert er das Bewusstsein und stirbt.<br><br>               Osbourne zieht das Messer aus Knowlands Leiche heraus, wischt<br>               die Klinge an dessen Kleidung ab. Er steht auf und schaut auf<br>               die Bombe. Sie ist wirklich scharf gestellt.<br><br>               Er verlässt den Frachtraum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        61     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  61<br><br>               Einer der BoV feuert seine Disruptoren auf die Antares ab.<br>               Der Strahl trifft auf die ungeschützte Hülle des<br>               Verbindungsstückes zwischen Kugelsegment und Antriebsrumpf.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        62     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 62<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Mestral läuft den Korridor weiter entlang, das Schiff erbebt<br>               aufs heftigste, Mestral verliert den Halt, stürzt zu Boden.<br><br>               Wir HÖREN die Außenhülle brechen, einige Meter vor Mestral<br>               reißt der Korridorboden auf, ein gewaltiger Feuerball kommt<br>               aus dem Loch hervor, hüllt den Korridor ein, doch schon<br>               Sekundenbruchteile später kommt es zur explosiven<br>               Dekompreission, als die Außenhülle weiter bricht...<br><br>               Feuer, Luft, Trümmer, Mestral...<br><br>                                                          SMASH CUT TO:<br><br>        63     EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOLGEND                       63<br><br>               ... Alles wird durch den Hüllenbruch in die Kälte des<br>               Weltraums geblasen!<br><br>                                                          SMASH CUT TO:<br><br>        64     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   64<br><br>               Wie zuvor. Das Schiff erbebt noch immer.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Hüllenbruch, Verbindungstunnel,<br>                         Sektion A bis E!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Abriegeln!<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie greifen erneut an!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Steuerkontrollen sind<br>                         ausgefallen, Captain.<br><br>               AUF den entsetzt dreinblickenden Caylon:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        65     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  65<br><br>               Die BoV feuern Plasmatorpedos auf die Antares ab.<br><br><br>               Aus dem unteren Bildrand kommt ein Andorianischer Kreuzer<br>               geflogen und fängt diese ab.<br><br>               Von "oben" werden die BoV unter Beschuss genommen. Wir<br>               erkennen, dass es Sternenflottenwaffen sind und nun kommt<br>               auch das feuernde Schiff ins Bild: Die ENTERPRISE!<br><br>               Die BoV wenden sich von der Antares ab.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        66     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   66<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich habe wieder Steuerkontrolle.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Waffenstatus?<br><br>                                   BEEM<br>                         Torpedos voll einsatzbereit,<br>                         Phasenkanonen bei 50 Prozent.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Wir greifen ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        67     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  67<br><br>               Die Antares wendet etwas schwerfälliger, als üblich und folgt<br>               den BoV, die es nun auf die Enterprise und das<br>               Andorianerschiff abgesehen haben.<br><br>               Die Enterprise verteidigt sich tapfer gegen zwei Romulaner,<br>               die Antares kommt von hinten dazu und feuert eine Salve<br>               Torpedos ab. Einer der BoV wird vernichtet, der zweite gerät<br>               ins Trudeln.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        68     NT. E.D.S. AMMAR - BRÜCKE                               68<br><br>               Cane und Andrews an ihren Konsolen.<br><br>               Osbourne kommt herein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu Andrews)<br>                         Wir ändern den Kurs. Wir fliegen<br>                         zurück zu der Flotte.<br><br>                                   ANDREWS<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Er tippt einige Befehle ins Steuerpult ein, doch:<br><br>                                   ANDREWS (CONT'D)<br>                         Das Steuer reagiert nicht.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (flucht)<br>                         Knowland!<br><br>               Ein Phaserstrahl schießt milimeterscharf an Osbournes Kopf<br>               vorbei und trifft Andrews im Rücken. Dieser bricht tot über<br>               seiner Konsole zusammen.<br><br>               Osbourne schreckt herum.<br><br>               Cane richtet seine Phasenpistole nun auf Osbourne.<br><br>                                   CANE<br>                         Nein, nicht Knowland.<br>                             (beat)<br>                         Ich.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich wusste es! - Was haben Sie<br>                         getan?<br><br>                                   CANE<br>                         Nichts, nur das Steuer blockiert.<br>                         Es wird erst wieder freigeschaltet,<br>                         wenn wir unser Ziel erreicht haben.<br>                         Und das ist Romulus.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nur über meine Leiche!<br><br>                                   CANE<br>                         Nichts leichter als das.<br><br>               Cane feuert. Osbourne springt hinter die Steuerkonsole, wird<br>               aber noch von einem Streifschuss am Arm getroffen.<br><br>               Osbourne bleibt in Deckung, zieht seine Phasenpistole.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Glauben Sie wirklich, dass Sie<br>                         damit durchkommen, Cane?!<br>                             (beat)<br>                         Die Crew ist auf meiner Seite.<br><br>                                   CANE<br>                         Und aus diesem Grund habe ich auch<br>                         die Quartiere versiegelt.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Dort halten sich niemals alle auf.<br><br>               Cane nickt.<br><br>                                   CANE<br>                         Das wird wohl so sein.<br><br>               Er drückt einige Tasten an seiner Konsole und das Schiff<br>               erschüttert kurz.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was war das!?<br><br>                                   CANE<br>                         Ich habe die Luftschleusen geöffnet<br>                         und die Korridore dekomprimiert.<br>                             (beat)<br>                         Nun ist niemand mehr auf diesem<br>                         Schiff, der Ihnen helfen könnte.<br><br>               Osbourne feuert einen ungezielten Schuss auf Cane, verfehlt<br>               ihn.<br><br>               Cane feuert etwas gezielter zurück, trifft aber nur das<br>               Steuerpult. Funken sprühen.<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Das war nicht nett von Ihnen,<br>                         WILLIAM!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Tja, ich bin nicht nett.<br><br>                                   CANE<br>                         Warum geben Sie nicht einfach auf?<br>                         Sehen Sie es ein, Sie können die<br>                         Mission nicht stoppen!<br>                             (beat)<br>                         Wir fliegen durch bis Romulus und<br>                         dann werden wir die Bombe ins all<br>                         beamen und diese romulanischen<br>                         Bastarde ein für alle Mal<br>                         auslöschen!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und sie werden die Allianz dennoch<br>                         überrennen, WEIL SIE NOCH EINE<br>                         ZWEITE FLOTTE HABEN, VON DER<br>                         NIEMAND ETWAS WEISS!!!<br><br>                                   CANE<br>                         Wir werden ja sehen.<br><br>               Er feuert wieder, verfehlt aber Osbourne erneut.<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Das heißt, ICH werde es sehen. Sie,<br>                         fürchte ich, werden es nicht mehr<br>                         erleben!<br><br>               Osbourne kommt kurz aus der Deckung, um zu feuern. Diese<br>               Gelegenheit nutzt Cane aus, um seinerseits auf Osbourne zu<br>               feuern. Mit Erfolg: Er trifft Osbourne in die Schulter.<br><br>               Osbourne schreit vor Schmerzen und schleppt sich zurück in<br>               Deckung.<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Autsch! Das muss doch weh tun.<br>                             (beat)<br>                         Legen Sie Ihre Waffe weg und kommen<br>                         Sie hervor und ich verspreche<br>                         Ihnen, Sie werden nie wieder<br>                         Schmerzen haben.<br><br>               Wir HÖREN, wie das Schiff auf Impuls verlangsamt.<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Wir haben Romulus erreicht. Zeit,<br>                         es zu Ende zu bringen.<br><br>               Mit schmerzverzerrtem Gesicht nimmt Osbourne an seiner<br>               Phasenpistoleeinie Einstellungen vor.<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Sie wissen, dass Sie mich nicht<br>                         besiegen können. Sobald Sie aus<br>                         Ihrer Deckung kommen, um zu feuern,<br>                         sind Sie tot.<br><br>               Osbourne drückt eine letzte Tase an seiner Pistole. Wir hören<br>               eine sich aufbauende Überladung.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (schmerzverzerrt)<br>                         Sie irren sich, Cane.<br>                             (beat)<br>                         Ich muss gar nicht aus meiner<br>                         Deckung kommen, um Sie<br>                         auszuschalten.<br><br>               Mittlerweile blinkt ein rotes Warnlicht an Osbournes<br>               Phasenpistole. Er wirft sie über das Steuerpult, direkt zu<br>               Cane.<br><br>               Dieser erkennt, was dort auf ihn zukommt, versucht noch in<br>               Deckung zu springen, doch es ist zu spät: Der Phaser überläd<br>               sich und explodiert, direkt ins Canes Nähe.<br><br>               Eine Feuersbrunst verschlingt die halbe Brücke.<br><br>               Osbourne, ebenfalls von der Feuersbrunst überrolt und mit<br>               schweren Verbrennungen übersäht, hievt sich hinter dem<br>               Steuerpult hervor und ans Steuer heran.<br><br>               Er gibt Befehle ins Steuer ein.<br><br>               Wir HÖREN, wie das Schiff auf Warp springt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        69     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  69<br><br>               Beide Flotten sind mittlerweile auf die Hälfte ihrer<br>               ursprünglichen Stärke reduziert.<br>               Ein butes Wirrwarr aus Phaser- und Dirsuptorstößen ist zu<br>               sehen, immer wieder sehen wir Explosionen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        70     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  70<br><br>               Die Enterprise wurde von Birds of Prey eingekreist, welche<br>               nun allesamt das Feuer auf das tapfere kleine Schiff<br>               eröffnen.<br><br>               Eine Salve aus drei Plasmatorpedos rast auf Archers Schiff<br>               zu. Der erste legt die Hüllenpanzerung der Untertassensektion<br>               lahm, der zweite reißt ein klaffendes Loch in die Hülle und<br>               der dritte durchschlägt die Untertasse.<br><br>               Die Antares eilt zur Hilfe, feuert aus allen Rohren auf die<br>               Romulaner, vernichtet zwei Schiffe.<br><br>               Ein Explorerklasse-Schiff kommt hinzu, die Kräfte in dieser<br>               Kampfgruppe sind nun wieder ausgewogen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        71     EXT. WELTRAUM                                           71<br><br>               Wir befinden uns bei der zweiten Romulanerflotte. Sie ist<br>               gigantisch und furchteinflößend.<br><br>               Aus einem Warpblitz tauch KEIN Schuff auf... Doch plötzlich<br>               fällt eine Tarnvorrichtung und enthüllt die E.D.S. Ammar.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        72     INT. E.D.S. AMMAR - BRÜCKE - FOLGEND                    72<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu sich; erleichtert)<br>                         Geschafft!<br><br>        73     EXT. WELTRAUM - FOLGEND                                 73<br><br>               Die Erzbombe geht hoch, verschlingt das gesamte System<br>               mitsamt Romulanerflotte.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT VI<br>                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        74     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   74<br><br>               Die Schlacht hat unser Kommandozentrum weiter in<br>               Mitleidenschaft gezogen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Feuer!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Leite Ausweichmanöver Teta-12 ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        75     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  75<br><br>               Eine weitere Torpedosalve der Antares vernichtet einen<br>               weiteren Bird of Prey.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        76     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                76<br><br>               CLOSE-UP: ARCHER<br><br>                                   ARCHER<br>                         Nett, dass ihr noch gekommen seid.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Ich dachte, wir revanchieren uns.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        77     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - NACHT                       77<br><br>               Establishing.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        78     INT. ROMULUS - HAUPTQUARTIER DER NAVY - ROMORS BÜRO - NACHT78<br><br>               Romor starrt auf einen Wandmonitor.<br><br>               Valdore kommt herein gestürzt.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Es muss eine Fehlfunktion der<br>                         Scanner sein.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (ruhig)<br>                         Ich habe bereits einen Scout<br>                         ausschicken lassen, um das zu<br>                         prüfen.<br>                             (long beat)<br>                         Aber wir haben die Daten beide<br>                         gesehen und Sie wissen genauso gut,<br>                         wie ich, was sie zu bedeuten haben<br>                         und dass es KEINE Fehlfunktion der<br>                         Scanner ist.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Informieren wir den Senat?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Das müssen wir... Sobald der Scout<br>                         Bericht erstattet, werden sie es<br>                         ohnehin herausfinden...<br>                             (beat)<br>                         Wir haben versagt, mein Freund...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        79     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  79<br><br>               Beide Flotten sind stark dezimiert, doch der erbahmungslose<br>               Kampf läuft weiter.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        80     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   80<br><br>               Die Brücke und alle in ihr sehen stark mitgenommen aus.<br><br>               Auf dem flimmernden Wandschirm SEHEN WIR gerade, wie der<br>               letzte Bird of Prey explodiert. Ansonsten: Trümmer so weit<br>               das Auge reicht.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        81     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  81<br><br>               Wo vorhin noch die größte Schlacht, in der bisher bekannten<br>               Weltraumgeschichte stattfand, findet sich nun ein<br>               gigantisches Trümmerfeld, bestehend aus unterschiedlichsten<br>               Schiffen der Menschen, Vulkanier, Andorianer, Tellariten und<br>               der Romulaner.<br><br>               Und durch dieses gigantische Trümmerfeld fliegen die 17 noch<br>               verbliebenen Allianzschiffe mit niedriger<br>               Impulsgeschwindigkeit. Von den Romulanern gibt es nur noch<br>               Trümmer.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        82     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   82<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (beinahe ungläunig)<br>                         Wir leben...<br><br>               Lange ist niemand in der Lage oder wagt es, etwas zu sagen.<br>               Dann:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ausdruckslos)<br>                         Ja... WIR leben...<br>                             (beat)<br>                         Aber es ist noch nicht vorbei...<br>                         Wir haben diese Schlacht gewonnen,<br>                         aber wenn wir diesen Krieg beenden<br>                         wollen, dann müssen wir weiter<br>                         machen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br>                                       AKT VI<br><br>               FADE IN:<br><br>        83     INT. ROMULUS - SENATSITZUNGSSAAL - NACHT                83<br><br>               Dieselbe Besetzung, wie zuvor, nur deutlich verschlafener.<br><br>                                   SENATOR #2<br>                             (wütend)<br>                         Das ist ein Desaster!<br><br>                                   SENATOR #1<br>                             (zu Romor und Valdore)<br>                         Wie rechtfertigen Sie Ihr Versagen?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Es gibt nichts zu rechtfertigen.<br>                         Wir haben den Feind unterschätzt,<br>                         dafür gibt es keine Entschuldigung.<br><br>                                   SENATOR #3<br>                         Allerdings, meine Herren, da haben<br>                         Sie Recht!<br><br>                                   CATOR<br>                             (zu Romor und Valdore)<br>                         Was gedenken Sie nun zu tun?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Es gibt nichts mehr zu tun, Prätor.<br>                             (beat)<br>                         Admiral Valdore und ich sind uns<br>                         unserem versagen bewusst und<br>                         bereit, die Konsequenzen zu tragen.<br><br>                                   SENATOR #2<br>                         Und das werden Sie!<br><br>                                   CATOR<br>                         Welche Optionen stehen uns jetzt<br>                         noch offen?<br><br>                                   VALDORE<br>                         Nur eine, Prätor: Kapitulation.<br><br>                                   SENATOR #1<br>                         DAS KANN NICHT IHR ERNST SEIN!!!<br><br>                                   ROMOR<br>                         Wenn wir jetzt nicht kapitulieren,<br>                         wird die Allianz weiter und weiter<br>                         in unser Territorium vorstoßen. Wir<br>                         haben nichts mehr, was wir ihnen<br>                         entgegenstellen könnten.<br>                             (beat)<br>                         Wenn wir kapitulieren, bevor sie<br>                         dies feststellen, werden sie<br>                         wesentlich offener für unsere<br>                         Bedingungen sein.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Aber wenn sie erst einmal<br>                         feststellen, dass wir am Boden<br>                         sind...<br><br>                                   CATOR<br>                         ... Werden wir nicht mehr in der<br>                         Lage sein, Bedingungen zu<br>                         diktieren.<br><br>               Romor nickt.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Ganz Recht.<br><br>                                   SENATOR #1<br>                         Nein! Niemals! Wir kapitulieren<br>                         niemals!<br>                             (beat)<br>                         Wie hört sich das denn an?! "Das<br>                         Romulanische Sternenreich<br>                         kapituliert"!? So etwas ist noch<br>                         niemals vorgekommen!<br><br>               Cator denkt einen Augenblick lang nach. Dann steht er<br>               entschlossen auf.<br><br>                                   CATOR<br>                         Stellen Sie mir eine<br>                         Subraumfunkverbindung zur Erde her!<br><br>               Ein Bediensteter eilt.<br><br>                                   CATOR (CONT'D)<br>                             (re: Valdore und Romor)<br>                         Wachen!<br><br>               Vier Remaner kommen herein und nehmen Valdore und Romor in<br>               Gewahrsam.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        84     EXT. WELTRAUM - CHERON                                  84<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        85     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            85<br><br>               Durch die Fenster sind die Trümmer von Cheron ZU SEHEN.<br><br>               Im Konferenzraum versammelt haben sich die Kommandanten der<br>               17 verbliebenen Schiffe, unter ihnen Caylon, Forrest, Archer,<br>               MALEK, TIRIS und EREK.<br><br>               Wir befinden uns Mid-Scene.<br><br>                                   TIRIS<br>                         Ich sage, wir dringen weiter vor!<br><br>                                   EREK<br>                         Wir sind wohl kaum in der Lage<br>                         dazu.<br><br>                                   TIRIS<br>                             (wütend)<br>                         Sie sind ein feiges Schwein! Wir<br>                         haben diese Schlacht nicht<br>                         geschlagen, um jetzt ängstlich nach<br>                         Hause zurück zu kehren!<br><br>                                   MALEK<br>                         Wir sollten der Situation mit Logik<br>                         begegnen.<br><br>                                   TIRIS<br>                             (wütend)<br>                         Logik hat hier nichts verloren! Wir<br>                         haben heute einen großen Teil<br>                         unserer Schiffe verloren!! Viele<br>                         gute Krieger sind gestorben!!!<br>                             (beat)<br>                         SOLL DAS ALLES FÜR NICHTS GEWESEN<br>                         SEIN!?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ladies und Gentlemen, ich bitte<br>                         Sie, so kommen wir doch nicht<br>                         weiter.<br>                             (zu Malek)<br>                         Captain, Malek, wie schätzen Sie<br>                         die Lage ein?<br><br>                                   MALEK<br>                         Die Romulaner haben uns eine große<br>                         Flotte entgegen gestellt.<br>                         Möglicherweise ihre gesamte. - Wenn<br>                         dies der Fall ist, sind wir nun in<br>                         der einmaligen Position, sie in die<br>                         Knie zu zwingen und diesen Krieg zu<br>                         von uns festgelegten Bedingungen zu<br>                         beenden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (monoton)<br>                         Sie sagten "möglicherweise". - Und<br>                         wie sieht es aus, wenn wir uns<br>                         verschätzt haben?<br>                         Wenn dies nicht, die gesamte Flotte<br>                         der Romulaner war?<br><br>               Torlan kommt herein.<br><br>                                   MALEK<br>                         Dann werden wir mit an Sicherheit<br>                         grenzender Wahrscheinlichkeit<br>                         vernichtet werden.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sehr beruhigend.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ihre Befürchtungen sind<br>                         unbegründet.<br><br>                                   FORREST<br>                             (sarkastisch)<br>                         Haben Sie etwa Zugang zu geheimen<br>                         Berichten über die tatsächliche<br>                         Flottenstärke der Romulaner?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe Nachrichten von der Erde.<br><br>               Alle blicken ihn erwartungsvoll an.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Es ist vorbei.<br>                             (beat)<br>                         Die Romulaner haben uns ein<br>                         Friedensangebot unterbreitet.<br><br>               Ungläubige Blicke. Schweigen.<br><br>               PLÖTZLICH schnellt Tiris' Faust in die Luft, begleitet von<br>               einem schier unglaublichen Jubelschrei!<br><br>               Erek und weitere Andorianer und Sternenflottler stimmen ein,<br>               ebenso die restlichen Andorianer.<br><br>               Auch Forrest und Torlan stimmen mit ein.<br><br>               Nur Caylon (und die Vulkanier logischerweise) schweigt. Er<br>               verlässt den Raum.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        86     EXT. WELTRAUM - ERDE                                    86<br><br>               Die Antares fliegt mit fünf weiteren beschädigten<br>               Sternenflottenschiffen zur San Fransisco Werft im Erdorbit.<br><br>                                   NACHRICHTENSPRECHERIN (V.O.)<br>                         Mit dem Friedensangebot der<br>                         Romulaner nach der Schlacht von<br>                         Cheron ist nach vier langen Jahren<br>                         voller Angst und Schrecken das wohl<br>                         blutigste Kapitel der menschlichen<br>                         Raumfahrtgeschichte zu Ende<br>                         gegangen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        87     EXT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - TAG                  87<br><br>               Tausende haben sich hier eingefunden und jubeln<br>               überschwänglich.<br><br>                                   NACHRICHTENSPRECHERIN (V.O.)<br>                         Millionen Menschen auf der ganzen<br>                         Welt sind auf den Straßen und<br>                         feiern dieses geschichtsträchtige<br>                         Ereignis.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        88     INT. ANTARES - MILLER'S QUARTIER                        88<br><br>               GLAN fliegt durch den Raum. - Miller hat das Licht verdunkelt<br>               und sitzt zusammengekauert in einer Ecke auf dem Boden, das<br>               Gesicht in den verschränkten Armen begraben. Am<br>               gelegentlichen Zucken ihres Körpers können wir ERKENNEN, dass<br>               sie weint. (NOTE: Abgesehen von dem Off-Text spielt diese<br>               Szene ohne Ton).<br><br>                                   NACHRICHTENSPRECHERIN (V.O.)<br>                         Die Freude und Erleichterung haben<br>                         sich bei jedem Menschen<br>                         eingefunden.<br>                             (beat)<br>                         Und von den Heimatwelten der<br>                         Tellariten und Andorianer erreichen<br>                         uns ähnliche Bilder.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        89     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE                         89<br><br>               Tische und Stühle wurden aus der Messe entfernt. Dafür sind<br>               mehrere Särge aufgestellt. Die anwesenden Offiziere tragen<br>               ihre Traueruniformen (= schwarze Galauniformen).<br><br>               Die Crew ist sichtlich mitgenommen und kann ihre Gefühle kaum<br>               zurückhalten.<br><br>               Caylon steht vor den Särgen und spricht zu seiner Crew.<br>               (NOTE: Auch diese Szene spielt - abgesehen vom Off-Text -<br>               ohne Ton).<br><br>                                   NACHRICHTENSPRECHERIN (V.O.)<br>                         Egal, wo sich Menschen derzeit<br>                         befinden, die Freude ist überall<br>                         und sie feiern das Ende dieses<br>                         Krieges.<br>                             (beat)<br>                         Hoffentlicher der letzte in der<br>                         Geschichte.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        90     EXT. PARIS - REGIERUNGSSITZ - NACHT                     90<br><br>               Wir SEHEN NUN die uns stimmlich bereits bekannte<br>               Nachrichtensprecherin vor dem Amtssitz des Erdpräsidenten in<br>               Paris stehen. Sie spricht direkt in die Kamera.<br><br>                                   NACHRICHTENSPRECHERIN<br>                         Obwohl die die Kampfhandlungen<br>                         bereits eingestellt sind, ist ein<br>                         offizieller Friedensvertrag noch<br>                         nicht formuliert.<br>                             (beat)<br>                         Die Diplomaten der Erdregierung<br>                         befinden sich derzeit in<br>                         Subraumfunkkontakt mit ihren<br>                         Romulanischen Kollegen, um den<br>                         genauen Wortlaut des Vertrages und<br>                         die Bedingungen, die beide Seiten<br>                         einander stellen, auszuformulieren.<br>                             (beat)<br>                         Aus informierten Quellen haben wir<br>                         erfahren, dass mit der endgültigen<br>                         Fassung des Vertrages und der<br>                         Unterzeichnung innerhalb der<br>                         nächsten zwei Monate gerechnet<br>                         werden kann.<br>                             (beat)<br>                         Doch auch ohne Vetrag haben beide<br>                         Seiten zugesichert, keine weiteren<br>                         Vorstöße in das jeweils andere<br>                         Territorium vorzunehmen. Auch der<br>                         Schiffbau beider Seiten ist bis zur<br>                         Vertragsunterzeichnung stillgelegt.<br>                         - Es bleibt aber abzuwarten, ob<br>                         diese Zusicherung von beiden Seiten<br>                         erfüllt wird.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin Jenny Learner für GNN. Gute<br>                         Nacht.<br><br>                                                          CUT TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT VI<br>                                       AKT VII<br><br>        91     EXT. WELTRAUM - ERDE                                    91<br><br>               SUPER: 27. NOVEMBER 2160<br><br>               Die Sonne geht auf.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        92     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ABEND         92<br><br>               Establishing.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        93     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - KONFERENZRAUM - ABEND93<br><br>               Vulkanier, Andorianer, Tellariten und Menschen sind um den<br>               Tisch versammelt. Unter ihnen der JANDESH, das andorianische<br>               Staatsoberhaupt (wenn auch nur noch das repräsentative),<br>               T'PAU von Vulkan, KANZLER SHOK für Tellar und NATHAN SAMUELS<br>               für die Erde.<br><br>               Mid-Scene.<br><br>                                   JANDESH<br>                             (erregt)<br>                         Mein Volk verlangt darüber hinaus,<br>                         dass die Vulkanier ihre<br>                         Spionagesonden aus unserem Raum<br>                         zurückziehen!<br><br>                                   T'PAU<br>                             (typisch vulkanisch ruhig)<br>                         Wie ich Ihnen bereits mehrmals<br>                         versichtert habe, handelt es sich<br>                         bei diesen sogenannten<br>                         "Spionagesonden" um rein<br>                         wissenschaftliche Flugkörper.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Verzeihen Sie mir, wenn mir das<br>                         Wort eines Vulkaniers nicht<br>                         sonderlich viel bedeutet.<br>                             (beat)<br>                         Die vergangenheit hat schon immer<br>                         gezeigt, dass die Vulkanier nicht<br>                         vertrauenswürdig sind.<br><br>                                   SHOK<br>                         Und was ist mir Ihrem Volk? Sie<br>                         haben die Schiffspräsenz an unserer<br>                         Grenze erhöht.<br>                             (beat)<br>                         Ein kriegerrischer Akt!<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Ich bitte Sie!<br>                             (beat)<br>                         Was ist aus uns geworden?<br>                             (long beat)<br>                         Bis vor einem halben Jahr haben wir<br>                         alle Seite an Seite gegen einen<br>                         gemeinsamen Feind gekämpft.<br>                             (beat)<br>                         Die gegenseitigen Differenzen waren<br>                         vergessen und jetzt soll das alles<br>                         wieder von vorn losgehen?<br>                             (zu T'Pau)<br>                         Wenn Ihre Sonden nur rein<br>                         wissenschaftliche Zwecke erfüllen,<br>                         dann können Sie sie auch<br>                         zurückziehen. Bitten Sie die<br>                         Andorianer um die Daten, die Sie<br>                         begehren.<br><br>                                   T'PAU<br>                         Vulkanier forschen lieber selber.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Aber nicht auf Kosten dieser<br>                         Allianz, das werde ich nicht<br>                         zulassen!<br><br>               Er blickt alle ernst an.<br><br>                                   SAMUELS (CONT'D)<br>                         Zählen die vergangenen beiden Jahre<br>                         denn gar nichts für Sie?<br>                             (beat)<br>                         Wir haben gemeinsam Blut vergossen,<br>                         für usner aller Überleben!<br>                             (long beat)<br>                         Wenn Sie jetzt zu ihren alen<br>                         Verhaltensweisen und dem<br>                         gegenseitigen Misstrauen<br>                         zurückkehren, dann wird diese<br>                         Allianz zerbrechen.<br>                             (beat)<br>                         Unser aller Ziel war es, diese<br>                         Allianz zu festigen, doch ich sehe<br>                         bisher nichts davon, im Gegenteil!<br>                             (beat)<br>                         Im Moment scheinen Sie alle sehr<br>                         bemüht zu sein, das Vorhaben<br>                         scheitern zu lassen!<br>                             (long beat)<br>                         Erst wenn wir unsere Differenzen<br>                         auf Dauer beigelegt haben und<br>                         bereit sind, dem anderen zu<br>                         vertrauen, dann werden wir wirklich<br>                         einen Sieg über die Romulaner<br>                         erzielt haben...<br>                         Wenn wir das nicht schaffen,<br>                         Militärischer Sieg hin oder her,...<br>                             (beat)<br>                         Dann haben die Romulaner bekommen,<br>                         was sie wollten...<br>                             (long beat)<br>                         Dann haben Sie trotz Allem noch<br>                         gesiegt.<br><br>               Die Anwesenden lassen diese Worte einen Moment lang auf sich<br>               wirken.<br><br>                                   T'PAU<br>                         Mr. Samuels hat Recht. Es ist nicht<br>                         logisch alles aufzugeben, wofür wir<br>                         gearbeitet haben, nur weil wir<br>                         gerne wieder in alte<br>                         Verhaltensweisen zurückfallen<br>                         würden, um wieder das GEFÜHL der<br>                         Normalität, wie sie vor diesem<br>                         Krieg herrschte, zurückzuerlangen.<br><br>               Sie blickt zum Jandesh.<br><br>                                   T'PAU (CONT'D)<br>                         Vulkan wird die Sonden<br>                         zurückziehen.<br><br>               Sie geht zum Jandesh und reicht ihm die Hand. Dieser zögert<br>               kurz, ergreift sie dann aber.<br><br>               Samuels lächelt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        94     EXT. WELTRAUM - ERDE                                    94<br><br>               Die Antares fliegt in einen Orbit um den blauen Planeten ein.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares,<br>                         Captain Caylon. 10. Oktober 2161.<br>                         Dies ist mein letzter<br>                         Logbucheintrag als Kommandant<br>                         dieses Schiffes.<br>                             (beat)<br>                         Die Antares ist zur Erde<br>                         zurückgekehrt, um den morgigen<br>                         Feierlichkeiten zur Grundung der<br>                         "Vereinten Föderation der Planeten"<br>                         beizuwohnen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        95     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        95<br><br>               Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch. Es klingelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein.<br><br>               Müller betritt den Raum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Kann ich Dich kurz sprechen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Klar doch.<br><br>               Er steht auf, geht zu ihr und lenkt sie in Richtung der<br>               Couch, wo sich beide hinsetzen. Eine Weile schweigen die<br>               beiden. Dann:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es hat sich im letzten Jahr doch<br>                         wieder ganz gut zwischen uns beiden<br>                         entwickelt, meinst Du nicht?<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn ich mir dagegen das Jahr nach<br>                         Deiner Rückkehr anschaue...<br>                             (beat)<br>                         Ja, es hat sich prächtig<br>                         entwickelt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (halb vorwurfsvoll)<br>                         Und dennoch hast Du die Beförderung<br>                         akzeptiert.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es fühlte sich richtig an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Du stellst Deine Karriere über uns.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein. Nein, das stimmt nicht, es<br>                         ist nicht nur meine Karriere, auf<br>                         die ich blicke. - Es ist auch<br>                         Deine.<br>                             (beat)<br>                         Du bist dran mit einer Beförderung<br>                         zum Captain, was bedeuten würde, Du<br>                         müsstest das Schiff verlassen, es<br>                         sei denn...<br><br><br>               Beat.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es sei denn Du gehst.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Richtig.<br>                             (beat)<br>                         Darüber hinaus: Ich habe es satt.<br>                         Ich will nicht mehr für ein Schiff<br>                         verantwortlich sein.<br><br>               Nicole grinst.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dazu hab ich Dir zwei Sachen zu<br>                         sagen: 1.: Gute Idee dann den Job<br>                         als Commodore anzunehmen, wo Du<br>                         gleich für mehrere Schiffe<br>                         verantwortlich bist und 2.: Danke,<br>                         dass Du mir den Job so schmackhaft<br>                         redest.<br><br>               Beat.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Bleib hier.<br>                             (beat)<br>                         Lass die Beförderung sauen und<br>                         bleib einfach bei mir.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das kann ich nicht.<br><br>               Müller steht auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dann bin ich Dir wohl doch nicht so<br>                         wichtig, wie ich dachte...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, ich--<br><br>               Sie geht.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        96     EXT. WELTRAUM - ERDE                                    96<br><br>               Die Antares dreht ihre Runden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        97     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         97<br><br>               Das Licht ist gedimmt.<br><br>               Caylon hat sich mit nachdenklicher Mine auf seiner Couch<br>               ausgestreckt.<br><br>               Im Sessel sitzt Fernandez, leicht gelangweilg.<br><br>               Schweigen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zögernd)<br>                         Captain... Verstehen Sie das nicht<br>                         falsch, ich verbringe gern Zeit mit<br>                         Ihnen, aber...<br>                             (beat)<br>                         Herrgott, wollen Sie mir nicht<br>                         endlich sagen, warum Sie mich<br>                         hergebeten haben?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß nicht, ob ich das Richtige<br>                         getan habe.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Die Beförderung?<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe heute Mittag mit Nicole<br>                         gesprochen, sie ist wütend auf<br>                         mich, deswegen.<br><br>               Emma hört zu.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Emma, meinen Sie ich mache einen<br>                         Fehler, wenn ich meine Karriere<br>                         verfolge?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das hängt davon ab: Was ist Ihnen<br>                         wichtiger? Ihre Karriere, oder Ihre<br>                         beziehung zu Commander Müller?<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist ja nicht nur meine Karriere.<br>                         Meine Beförderung hat als kleinen<br>                         positiven Nebeneffektauch noch die<br>                         Beförderung von Nicole und Beem zur<br>                         Folge.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das ist aber keine Antwort auf<br>                         meine Frage, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es hat wahrscheinlich eh keinen<br>                         Sinn, sich groß Gedanken zu machen.<br>                         Ich habe die Beförderung<br>                         akzeptiert, ich kann jetzt keinen<br>                         Rückzieher mehr machen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was ist mit Commander Müller?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich liebe sie. Für sie mache ich<br>                         das.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Für ihre Karriere.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Im Grunde ist es Selbstschutz,<br>                         denke ich.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe einmal mit ansehen müssen,<br>                         wie Nicole förmlich gestorben<br>                         ist... Ich habe gesehen, wie<br>                         verändert sie zurück gekommen ist.<br>                             (long beat)<br>                         Ich habe Angst davor, dass das noch<br>                         einmal passieren wird.<br>                             (beat)<br>                         Ich könnte das nicht ertragen.<br>                             (long beat)<br>                         Und ich würde es auch nicht<br>                         ertragen können wollen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ihre Versetzung wird den Commander<br>                         aber nicht beschützen.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß...<br>                             (beat)<br>                         Aber es beschützt mich davor, ihr<br>                         beim Sterben zusehen zu müssen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie haben eine ziemlich<br>                         pessimistische Einstellung,<br>                         Captain.<br><br>               Caylon zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin, was vier Jahre Krieg und<br>                         eine Menge Schicksalsschläge aus<br>                         mir gemacht haben.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         So wie ich das sehe, Captain, haben<br>                         Sie Ihre Entscheidung doch schon<br>                         gefallen. - Was soll ich also hier?<br><br>               Caylon zuckt erneut mit den Schultern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht wollte ich von Ihnen nur<br>                         hören, dass meine Entscheidung<br>                         nicht falsch war.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das kann ich Ihnen aber nicht<br>                         beantworten, Captain.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben eine Entscheidung<br>                         getroffen. Eine wichtige.<br>                             (beat)<br>                         Ob sie richtig oder falsch war, das<br>                         kann Ihnen nur die Zeit zeigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na super.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT VII<br>                                      AKT VIII<br><br>               FADE IN:<br><br>        98     EXT. WELTRAUM - ERDE                                    98<br><br>               SUPER: 11. Oktober 2161 - Tag der Föderationsgründung<br><br>               Zahlreiche Schiffe haben sich im Orbit versammelt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        99     INT. AMPHITHEATER - TAG                                 99<br><br>               Wir befinden uns in dem aus ENTERPRISE bekannten riesigen<br>               Amphitheater, in dem die Unterzeichnung der Charta<br>               stattfinden wird.<br><br>               Zig tausende Vertreter der vier Gründungsspezies haben sich<br>               hier versammelt und warten auf den Auftritt eines Mannes.<br>               Jonathan Archer, der nun in Galauniform die Bühne betritt.<br><br>               CLOSE-UP: ARCHER<br><br>               Sichtlich unangenehm ist dem Captain der Enterprise der<br>               tosende Applaus, der ihn auf seinem Weg zum Rednerpult<br>               begleitet.<br><br>               Archer erreicht ihn nun. Wohl oder übel wird er seine Rede<br>               halten müssen.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Es war ein langer Weg, um von dort<br>                         nach hier zu kommen.<br>                             (beat)<br>                         "Dort", das war der Tag des Ersten<br>                         Kontaktes und "Hier" ist hier und<br>                         heute.<br>                             (beat)<br>                         Als Zefram Cochrane vor etwas über<br>                         100 Jahren damit begann, sein<br>                         Warpschiff zu konstruieren hatte er<br>                         - so erzählte er später meinem<br>                         Vater - nur eines im Sinn: Er<br>                         wollte Geld verdienen, um sich<br>                         seinen Lebensabend finanzieren zu<br>                         können. - Wenn ihm damals - vor<br>                         seinem Jungfernflug mit der Phoenix<br>                         - jemand gesagt hätte, dass eben<br>                         dieser Flug eine neue Ära der<br>                         Geschichte einleiten würde, ich<br>                         denke Cochrane hätte diesen jemand<br>                         für verrückt erklärt.<br>                             (beat)<br>                         Wahrscheinlich hätte er den Flug<br>                         mit diesem Wissen gar nicht<br>                         durchgeführt, denn er hasste es, im<br>                         Mittelpunkt zu stehen.<br>                             (beat)<br>                         Nun ja... Die Geschichte wollte es<br>                         anders.<br>                             (long beat)<br>                         Dennoch, es war ein weiter Weg.<br>                             (beat)<br>                         90 Jahre später begann mit dem<br>                         Aufbruch der Enterprise ein<br>                         weiteres Kapitel der Geschichte. -<br>                         Wir Menschen lernten viele neue<br>                         Spezies kennen, nicht alle davon<br>                         waren uns freundlich gesonnen und<br>                         einander meistens noch viel<br>                         weniger.<br>                             (beat)<br>                         Vor zehn Jahren waren die meisten<br>                         der hier anwesenden Spezies noch<br>                         miteinander verfeindet.<br>                             (beat)<br>                         Es wäre bei mehreren Anlässen fast<br>                         zur Katastrophe gekommen. Oftmals<br>                         stand das Universum vor der eigenen<br>                         Vernichtung. Doch wie heiß es doch<br>                         so schön? "Was uns nicht umbringt,<br>                         macht uns nur stärker".<br>                             (beat)<br>                         So auch der vergangene Krieg gegen<br>                         die Romulaner. - Von vielen wird er<br>                         schon jetzt das dunkelste Kapitel<br>                         der modernen Ramufahrtgeschichte<br>                         bezeichnet.<br>                             (long beat)<br>                         Ich bin andere Meinung.<br>                             (beat)<br>                         Ja, der Krieg war verherend, er hat<br>                         verwüstet, Millionen Leben<br>                         gekostet. - Er hat alles verändert.<br>                         Doch nicht nur zum Schlechteren,<br>                         wie es viele Schwarzmaler uns gerne<br>                         weißmachen wollten. - Denn ohne<br>                         diesen Krieg, würden wir heute<br>                         nicht zusammen hier sitzen. Hier,<br>                         an diesem Tisch, und kurz davor<br>                         stehen, die größte Allianz in der<br>                         Geschichte unserer vier Völker zu<br>                         besiegeln.<br>                             (beat)<br>                         William Shakespeare hat einmal<br>                         geschrieben: "Wo nicht zum Himmel,<br>                         dort Hand in Hand zur Hölle."<br>                             (beat)<br>                         Wir waren auf dem Weg in unser<br>                         Verderben. Wir waren unterwegs zur<br>                         Hölle. Doch wir haben zusammen<br>                         gehalten, dem gemeinsamen Feind die<br>                         Stirn geboten. Wir können uns nun<br>                         das Paradies schaffen, meine<br>                         Freunde.<br>                             (beat)<br>                         Darum drehe ich Shakespeares Satz<br>                         um, meine Freunde: "Wo nicht zur<br>                         Hölle, dort Hand in Hand zum<br>                         Himmel."<br>                             (long beat)<br>                         Lassen Sie uns auch weiterhin so<br>                         gut zusammen zu arbeiten, so wie<br>                         bisher.<br>                             (beat)<br>                         Lasst uns zusammenarbeiten, meine<br>                         Freunde. Lasst uns - mit den Worten<br>                         Zefram Cochranes - dorthin gehen,<br>                         wo noch nie ein Mensch - wo noch<br>                         niemand - zuvor gewesen ist!<br><br>               Archer tritt einen Schritt vom Pult zurück, als Zeichen, dass<br>               seine Rede beendet ist.<br><br>               Tosender Applaus bricht aus.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       100     INT. AMPHITHEATER - ETWAS SPÄTER                       100<br><br>               Die Abgesandten der vier Gründungsvölker unterzeichnen die<br>               Charta.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       101     EXT. WELTRAUM - ERDE                                   101<br><br>               Die Antares umkreist weiter die Erde in einem niedrigen<br>               Orbit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       102     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                        102<br><br>               Caylon steht vor dem Spiegel in seiner Schlafniesche. Er<br>               begutachtet sich in seiner neuen Uniform. Mit dem Abzeichen<br>               der Sternenflotte der Föderation und den Rangabzeichen eines<br>               Commodore.<br><br>               Es klingelt an der Tür.<br><br>               Caylon wendet sich vom Spiegel ab, geht aus der Schlafniesche<br>               in den Wohnbereich und wir folgen ihm.<br><br>               Auf seinem Weg zur Tür fällt uns auf, dass sich keine<br>               persönlichen Gegenstände mehr hier befinden, dafür stehen<br>               zwei große Koffer neben der Tür.<br><br>               Caylon öffnet und CAPTAIN Müller kommt herein.<br><br>               Müller deutet auf Caylons neue Rangstreifen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Steht Dir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (re: Müllers Captain<br>                              Streifen)<br>                         Und Dir erst.<br><br>               Die beiden sehen sich eine Weile in die Augen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun ja.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin hier, um Dich zum<br>                         Transporterraum zu begleiten. - Die<br>                         anderen sind schon unten im 602<br>                         Club, um zu feiern. - Ich schlage<br>                         vor, wir bringen Deine Sachen in<br>                         Dein Haus und schließen uns dann<br>                         auch an.<br><br>               Caylon lächelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nichts lieber, als das.<br><br>               Müller umarmt ihn, sie küssen sich.<br><br>               Dann nimmt sich jeder einen Koffer und sie verlassen das<br>               Quartier. Die Türen schließen sich hinter ihnen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">       103     EXT. SAN FRANSISCO - 602 CLUB - ABEND                  103<br><br>               Die Sonne geht hinter dem 602 Club unter.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       104     INT. ANTARES - BRÜCKE                                  104<br><br>               Darius sitzt am Steuer, Beem (jetzt im Rang eines vollen<br>               Commanders) sitzt an der Taktischen Konsole, ENSIGN D'VILLE<br>               an der Wissenschaftlichen Station und - COMMANDER Torlan (nun<br>               in einer Sternenflottenuniform) an der Kommunikation.<br><br>               Captain Müller betritt die Brücke, geht zu IHREM Stuhl und<br>               setzt sich. Sie blickt in die Runde, atmet einmal tief durch.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Also los, dann wollen wir mal.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, setzen Sie Kurs auf 216<br>                         Komma 31.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Captain.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Voller Impuls bis zur Systemgrenze<br>                         und danach auf Warp 5<br>                         beschleunigen.<br><br>               Darius tippt die Befehle in seine Konsole ein.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       105     EXT. WELTRAUM - ERDE                                   105<br><br>               Die Antares verlässt den Orbit und fliegt in die Weiten des<br>               Weltraumes.<br><br>               AUF die sich mit den funkelnden Sternen verschmelzende<br>               Antares:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT VIII<br>                                       AKT IX<br><br>       107     EXT. WELTRAUM - STARFLEET MUSEUM                       107<br><br>               Wir blicken durch die Fenster des Aussichtsdecks hinein und<br>               erblicken dort den gealterten Caylon, wie er noch immer<br>               hinaus zur Antares schaut. Doch...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       108     INT. STARFLEET MUSEUM - AUSSICHTSDECK - FOLGEND        108<br><br>               ... er ist nicht mehr allein hier.<br><br>               Um Caylon herum hat sich eine Gruppe aus "Sternenflotten<br>               Rentnern" versammelt:<br><br>               Admiral Nicole Müller, Admiral Torlan, Captain James Beem,<br>               Captain Darius Tschernovsky und Commander Kathrine Miller.<br>               Allesamt in Galauniformen. Sie alle stehen um Caylon herum<br>               und blicken hinaus.<br><br>               Von hinten kommt eine weitere Person herangetreten. Eine<br>               Frau. Sie trägt Zivil, ist aber - ebenso wie die anderen hier<br>               - festlich gekleidet: Dr. Emma Fernandez. Sie gesellt sich zu<br>               den anderen hinzu und schaut ebenfalls mit ihnen hinaus.<br><br>               So verweilen die sieben eine Weile. Dann:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Zeremonie fängt gleich an.<br><br>               Caylon nickt geistesabwesend.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Präsident Archer wird sicher nur<br>                         ungern seine Rede verschieben, nur<br>                         weil wir zu spät kommen.<br><br>               Caylon seufzt. Dann:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schweren Herzens)<br>                         Also gut... Gehen wir.<br><br>               Die sieben machen sich auf.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       109     EXT. PARIS - FÖDERATIONSHAUPTQUARTIER - TAG            109<br><br>               Auf dem großen Platz vor dem Hauptquartier hat sich eine<br>               gigantische Menschenmenge eingefunden. Tausende und<br>               abertausende Föderationsbürger von allen Mitgliedswelten sind<br>               anwesend.<br><br>               Eine große Bühne ist aufgebaut, auf der sich auf einer Art<br>               Podium hunderte Sternenflottenoffiziere in Galauniform<br>               eingefunden haben. Ein paar tragen auch Zivilkleidung.<br><br>               Am vorderen Rand der Bühne - vor dem Podium - befindet sich<br>               ein Rednerpult, welches das Wappen der Föderation zeigt. Noch<br>               ist dieses Pult leer. - An einem Rand der Bühne ein<br>               verhüllter Klotz.<br><br>               Wir FAHREN durch die Menge der Sternenflottler auf dem Podium<br>               und entdecken schließlich unsere alten Freunde von der<br>               Antares. Bei ihnen verweilen wir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hasse solche Veranstaltungen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Es ist ein wichtiger Tag, Admiral.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sparen Sie sich den Admiral,<br>                         Emma... Ich bin in Rente.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Emma hat Recht, Fred... Es ist der<br>                         25. Jahrestag der Föderation. Wer<br>                         hätte damals schon gedacht, dass<br>                         dieser verrückte Haufen tatsächlich<br>                         eine Allianz formen würde, die so<br>                         lange hält.<br>                             (beat)<br>                         Wir sollten dankbar sein, dass wir<br>                         das heute miterleben dürfen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Trotzdem... Ich komme mir vor, wie<br>                         ein alter Gaul, der vorgeführt<br>                         wird, wenn es etwas zu feiern gibt<br>                         und den die Kinder dann<br>                         streicheln...<br>                             (beat)<br>                         Alle fünf Jahre der gleiche Mist.<br>                         Wir--<br><br>               Applaus bricht aus, Jubel. Die Menge vor der Bühne beginnt<br>               mit Föderationsfahnen zu schwenken.<br><br>               Die Antarescrew entdeckt, was Auslöser für diese Hysterie<br>               ist:<br><br>                                   LAUTSPRECHERSTIMME (O.S.)<br>                         Meine Damen und Herren, der<br>                         Präsident der Vereinten Föderation<br>                         der Planeten.<br><br>               Der genannte betritt nun vo nder Seite die Bühne:<br>               FÖDERATIONSPRÄSIDENT Jonathan Archer.<br><br>               Unter tosendem Applaus begibt er sich zum Rednerpult. Dort<br>               wartet er, bis der Applaus verklungen ist. Dann legt er los.<br><br>                                   PRÄSIDENT ARCHER<br>                             (ins Mikrofon)<br>                         Meine Damen und Herren. Es freut<br>                         mich, dass Sie so zahlreich hier<br>                         erschienen sind, um diesen großen<br>                         Tag mit uns und mit einander zu<br>                         feiern.<br>                             (beat)<br>                         Auf den Tag genau 25 Jahre ist es<br>                         her, dass die Vereinte Föderation<br>                         der Planeten gegrpndet wurde.<br>                             (beat)<br>                         An jenem denkwürdigen 11. Oktober<br>                         2161 wurde die Grundlage für etwas<br>                         gelegt, das für unsere Kinder<br>                         mittlerweile zu einer<br>                         Selbstverständlichkeit geworden<br>                         ist.<br>                             (beat)<br>                         Die Föderation hat die<br>                         Lebensqualität aller seiner Bürger<br>                         verbessert. Durch<br>                         Technologieaustausch der<br>                         Mitgliedwelten unter einander,<br>                         durch Austausch von Wissen und -<br>                         vor Allem - Austausch von neuen<br>                         Ideen und Idealen, ohne die wir uns<br>                         unsere heutige Welt gar nicht mehr<br>                         vorstellen könnten.<br>                             (long beat)<br>                         Doch - so traurig es auch ist -<br>                         müssen wir eingestehen, dass es die<br>                         Föderation, wie wir sie kennen,<br>                         heute sicherlich nicht existieren<br>                         würde, hätte es nicht den Irdisch<br>                         Romulanischen Krieg gegeben.<br>                             (beat)<br>                         Es ist eine traurige Tatsache, dass<br>                         die Gründungswelten dieser<br>                         Föderation erst eine gemeinsame<br>                         Bedrohung brauchten, um zu einander<br>                         zu finden...<br>                             (beat)<br>                         Um das gegenseitige Misstrauen<br>                         beiseite zu legen und gemeinsam für<br>                         eine größere Sache zu kämpfen.<br>                             (long, long beat)<br>                         Anders, als es damals zum Teil<br>                         berichtet wurde, hätte der Krieg<br>                         vor 26 Jahren genauso gut, anders<br>                         entschieden werden können.<br>                         Nur durch Glück konnte unsere<br>                         Allianz das Blatt zu ihrem Gunsten<br>                         wenden...<br>                             (beat)<br>                         Der Preis war hoch--<br><br>               Die Antarescrew reagiert auf diesen Ausspruch Archers.<br><br>                                   PRÄSIDENT ARCHER (CONT'D)<br>                         -- doch ich denke niemand wird mir<br>                         widersprechen, wenn ich sage, dass<br>                         er es wert war.<br>                             (beat)<br>                         Darum sind wir heute nicht nur<br>                         hier, um den 25. Geburstag der<br>                         Föderation zu feiern, nein, wir<br>                         sind vor allem hier, um die jenigen<br>                         zu ehren, die die Gründung erst<br>                         möglich gemacht haben, indem sie<br>                         ihr Leben für uns riskierten... Und<br>                         teilweise auch gaben.<br><br>               Er nimmt sich das Mikro und geht damit zum verhüllten Klotz<br>               am Rande der Bühne.<br><br>                                   PRÄSIDENT ARCHER (CONT'D)<br>                             (unterwegs)<br>                         Zur Ehrung der Kriegsveteranen<br>                         werden wir gleich kommen. Ich denke<br>                         jedoch, dass es nur gerecht ist,<br>                         wenn wir uns zuerst denjenigen<br>                         widmen, die ihr Leben in diesem<br>                         schrecklichen Krieg geben mussten.<br><br>               Archer ist nun bei dem "Klotz" angekommen und enthüllt ihn<br>               nun. Zumr Vorschein kommt eine gigantische Mamortafel mit<br>               unzähligen eingravierten Namen.<br><br>                                   PRÄSIDENT ARCHER (CONT'D)<br>                         Hier steht: "In Ehren derjeniger,<br>                         die ihr Leben für unser Überleben<br>                         gaben. - Mögen wir sie und ihr<br>                         Opfer niemals vergessen."<br>                             (beat)<br>                         Ich werde nun die Namen auf diesem<br>                         Monument verlesen.<br><br>               Caylon verdreht die Augen.<br><br>                                   PRÄSIDENT ARCHER (CONT'D)<br>                         Crewman Amy Aaberg, Lieutenant Beth<br>                         Aarons, Ensign Chloe Abare,<br>                         Commander Carlos Abaya, Captain--<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       110     EXT. PARIS - FÖDERATIONSHAUPTQUARTIER - SPÄTER ABEND   110<br><br>               Die Menge hat sich aufgelöst. Vereinzelt stehen noch ein paar<br>               Leute am Veteranen-Denkmal. Unter ihnen auch Kathrine Miller.<br>               Sie sucht die Liste der Kriegsopfer nach einem bestimmten<br>               Namen ab... Findet ihn nun: "LIEUTENANT COMMANDER GEORGE<br>               MESTRAL".<br><br>               Tränen bilden sich in den Augen der Ärztin, als sie sich<br>               zurückerinnert:<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       111     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE - FLASHBACK            111<br><br>               Zeitlich befinden wir uns wenige Stunden nach Cheron.<br><br>               Tische und Stühle wurden aus der Messe entfernt. Dafür sind<br>               mehrere Särge aufgestellt. Die anwesenden Offiziere tragen<br>               ihre Traueruniformen (= schwarze Galauniformen).<br><br>               Die Crew ist sichtlich mitgenommen und kann ihre Gefühle kaum<br>               zurückhalten.<br><br>               Caylon steht vor den Särgen und spricht zu seiner Crew.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben uns hier heute zusammen<br>                         gefunden, um unserer gefallenen<br>                         Freunde zu gedenken.<br>                             (beat)<br>                         Acht Personen aus unseren Reihen<br>                         durften nicht mehr miterleben, wie<br>                         dieser Krieg zu Ende gegangen ist.<br>                             (long beat)<br>                         Ensign John Kowalski. Ensign Lucy<br>                         Kasami. Crewman Gabriella DaSilva.<br>                         Lieutenant Marcello Lombardi.<br>                         Ensign Sven Bauer. Crewman Walter<br>                         Smith. Ensign Mary D'Arcy.<br>                         Lieutenant Commander George<br>                         Mestral.<br>                             (long beat)<br>                         Ich wünschte ich könnte behaupten,<br>                         dass ihr Tod einen Sinn hatte. Das<br>                         würde es uns allen leichter machen,<br>                         damit klar zu kommen.<br>                             (beat)<br>                         Doch sie starben einen sinnlosen<br>                         Tod. Sie starben, weil sie zur<br>                         falschen Zeit am falschen Ort<br>                         waren.<br>                             (long beat)<br>                         Hoffen wir, dass sie die letzten<br>                         Freunde waren, die wir<br>                         verabschieden müssen...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       112     EXT. PARIS - FÖDERATIONSHAUPTQUARTIER - SPÄTER ABEND   112<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Kathrine steht noch immer vor dem Monument.<br><br>               Emma tritt von hinten an sie heran.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Kathrine.<br><br>               Miller wischt sich die Tränen aus den Augen und dreht sich zu<br>               ihr um.<br><br>                                   MILLER<br>                             (erfreut)<br>                         Emma. Hey, schön Sie zu sehen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Haben Sie geweint?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, ich...<br>                             (schluckt)<br>                         Ich hatte nur etwas im Auge.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie müssen mich nicht anlügen,<br>                         Kathrine.<br><br>                                   MILLER<br>                             (wehrt ab)<br>                         Nein, wirklich...<br>                             (beat)<br>                         Nur eine Wimper oder sowas.<br><br>               Emma nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Natürlich.<br><br>               Sie wartet darauf, dass Kathrine etwas erwidert. Als dies<br>               nicht geschieht:<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Hören Sie, die anderen und ich<br>                         wollen uns gleich noch treffen...<br>                         Ein bisschen reden, was trinken und<br>                         über die alten Zeiten plaudern...<br>                             (beat)<br>                         Wollen Sie sich anschließen?<br><br>               Kathrine zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   MILLER<br>                         Klar, warum nicht. - Hab ich noch<br>                         Zeit mich umzuziehen?<br><br>               Emma nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Klar. Wir treffen uns um elf. Wenn<br>                         Sie's bis dahin nicht schaffen,<br>                         dann kommen Sie halt nach.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wo soll das ganze denn stattfinden?<br>                         Hier in Paris?<br><br>               Emma schüttelt den Kopf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Caylon und Müller meinten, es gäbe<br>                         nur einen Ort, der dafür angemessen<br>                         wäre.<br><br>               AUF Miller:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IX<br>                                       EPILOG<br><br>               FADE IN:<br><br>       113     INT. ANTARES - ANDOCKSCHLEUSE                          113<br><br>               Caylon, Müller und Torlan befinden sich hier. Ihnen gegenüber<br>               steht der Ensign aus Akt 1, der ihnen den Weg versperrt.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Es tut mir Leid, Sirs, aber das<br>                         hier ist ein Museum und kein<br>                         Restaurant. Sie können hier nicht<br>                         einfach rei--<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht; deutet auf<br>                              ihre Rangabzeichen)<br>                         Sehen Sie diese Balken hier,<br>                         Ensign?<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Ja, Sir, selbstverständlich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na also.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Sir, ich kann nicht--<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Doch, können Sie. Das ist ein<br>                         Befehl, Ensign.<br>                             (beat; mit nachdruck)<br>                         Und nun aus dem Weg, sonst lernen<br>                         Sie mich kennen!<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Sir, Sie sind nicht in meiner<br>                         Kommandokette, Sie--<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie sind Ensign, ich bin Admiral.<br>                         Ich befehle, Sie gehorchen.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Sir,--<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich mach es Ihnen einfach, Ensign:<br>                         Entweder, Sie lassen uns und unsere<br>                         Freunde durch, ODER es warten<br>                         wunderbare Monate Latrinendienst<br>                         auf Sie.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Admir--<br><br>                                   MÜLLER<br>                         WEGTRETEN, Ensign!<br><br>               Der Ensign zuckt zsuammen.<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Jawohl, Sir.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na also, ich wusste doch, wir<br>                         würden uns verstehen. - Und weil<br>                         Sie so nett waren, dürfen Sie vor<br>                         der Tür stehen, bis der Rest von<br>                         uns da ist. Schicken Sie sie in die<br>                         Messe hoch und dann sorgen Sie<br>                         dafür, dass und niemand stört,<br>                         verstanden?<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Danke, Ensign.<br><br>               Caylon, Torlan und Müller machen sich auf den Weg zur Messe:<br><br>       114     INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND                      114<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Holla, Nicole... Ich wusste ja gar<br>                         nicht, dass du so giftig werden<br>                         kannst.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (scherzhaft)<br>                         Gerade Du solltest wissen, DASS ich<br>                         das kann.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich meinte zu anderen, außer zu<br>                         mir.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>       115     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE - SPÄTER               115<br><br>               Unsere sieben Kriegsveteranen haben sich in der<br>               Mannschaftsmesse zusammengefunden. Einige tragen noch ihre<br>               Galauniformen, andere ihne normalen Uniformen und manche sind<br>               in Zivilkleidung hier.<br><br>               Unsere Freunde haben die Tische verrückt und zu einem großen<br>               Tisch zusammengeschoben, an dem sie nun alle sitzen, reden,<br>               lachen. Vor sich Gläser mit farbenfrohen Flüssigkeiten. Die<br>               Stimmung ist ausgelassen fröhlich. Unsere Crew ist sichtlich<br>               "angeheitert".<br><br>               Mid-Scene.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         --dieser arme junge Ensign greift<br>                         also in den Schacht hinein, um das<br>                         Vieh ins Freie zu locken und packt<br>                         voll in seine Exkremente hinein!<br><br>               Allgemeines Lachen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Ich schwör Ihnen, ich konnte mich<br>                         nicht mehr zusammen reißen... Und<br>                         das als Captain.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lachend)<br>                         Uns allen ist in unseren jungen<br>                         Jahren doch einiges dummes<br>                         unterlaufen.<br>                             (beat)<br>                         In meinem ersten jahr auf der<br>                         Akademie bin ich einmal in einen<br>                         Tank mit flüssigem Deuterium<br>                         gefallen... Es war recht<br>                         unangenehm, aber meine Komolitonen<br>                         fandes es wohl sehr belustigend.<br>                             (beat)<br>                         Hach, war das damals alles lustig.<br><br>                                   MILLER<br>                             (todernst)<br>                         Und dann kamen wir an Bord der<br>                         Antares.<br><br>               Die Stimmung kippt.<br><br><br>               Schweigen.<br><br>               Nach einer Weile:<br><br>                                   BEEM<br>                         Ach kommen Sie, Doc, wir haben doch<br>                         auch lustige Dinge an Bord erlebt.<br>                             (beat)<br>                         Die Weihnachtsfeiern zum<br>                         Beispiel... Die waren doch jedes<br>                         Jahr der Renner.<br><br>               Caylon kriegt plötzlich einen Lachkrampf:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lachend)<br>                         Erinnert Ihr Euch noch an<br>                         Lieutenant O'Grady?<br><br>               Alle grübeln, bis auf Beem, der nickt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich hab ihn abgefüllt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (stammelnd vor Lachen)<br>                         Und... Und dann... *Muhahahaha*...<br>                         Hat er auf dem Tisch tanzend "Oh du<br>                         Fröhliche" gesungen!!!<br><br>               Alle lachen, oder schmunzeln zumindest. Nach einer Weile<br>               kehrt wieder Ruhe ein.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wir hatten schon tolle Zeiten hier<br>                         und auf der alten Antares.<br><br>               Er sieht sich um.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Diese Wände haben viel gesehen...<br>                         Hochzeiten... Tragödien...<br><br>               Völlig unerwartet hebt Torlan sein Glas.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Auf die Antares.<br>                             (beat)<br>                         Auf die guten und auch die<br>                         schlechten Zeiten mit ihr.<br><br>               Die anderen tun es ihm gleich und erheben ebenfalls ihre<br>               Gläser.<br><br>                                   ALLE<br>                         Auf die Antares.<br><br>               Beat.<br><br>               Dann erhebt Darius sein Glas.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Auf uns.<br>                             (beat)<br>                         Hoffentlich dauert es nicht nochmal<br>                         so lange, bis wir einmal wieder<br>                         alle zusammen an diesem Tisch<br>                         sitzen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hört, hört!<br><br>               Lasst euch nicht lumpen, hoch den Humpen! Und leer.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius hat schon Recht, Leute. Wie<br>                         lange ist es jetzt her, dass wir<br>                         uns alle das letzte Mal getroffen<br>                         haben?<br><br>               Beat.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wir alle? - Ich denke, das war am<br>                         Tag der Föderationsgründung... Vor<br>                         25 Jahren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Richtig.<br>                             (zu Caylon)<br>                         Wir hatten damals auf deine<br>                         Beförderung zum Commodore<br>                         angestoßen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und auf deine zum Captain und Jims<br>                         Ernennung zum Ersten Offizier...<br>                             (long beat)<br>                         25 Jahre... Wow.<br>                             (beat)<br>                         Das darf nicht wieder so lang<br>                         dauern...<br>                             (halb scherzend)<br>                         Sonst ist unser nächstes Treffen<br>                         wohlmöglich meine Beerdigung.<br><br>               Die Crew schmunzelt zwar über seine letzte Bemerkung, doch<br>               sie wissen, dass er Recht haben könnte.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Okay.<br>                             (beat)<br>                         In spätestens einem Jahr dann also.<br>                         Genau hier.<br><br>               Beem und Darius sehen sich an. Ihren Gesichtern ist deutlich<br>               zu entnehmen, dass sie befürchten, dass sie es nicht zu dem<br>               Treffen schaffen werden. Sie sind Captains von Raumschiffen.<br>               Sie können nicht einfach mal zur Erde fliegen, nur weil sie<br>               an einem Treffen teilnehmen wollen. - Dennoch nicken sie. Wie<br>               alle anderen.<br><br>               Eine Weile schweigen alle. Dan ndurchbricht Caylon die<br>               Stille.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (plötzlich)<br>                         Also. Wo waren wir stehen<br>                         geblieben?<br><br>               Während die Crew wieder zu reden und lachen beginnt,<br>               verschwindet der Ton, Musik setzt ein...<br><br><br>               Dann ZOOMEN WIR mit der KAMERA heraus, verlassen die Antares<br>               aus einem der Fenster der Messe, FAHREN EINMAL um unser<br>               Schiff herum, bevor wir uns von ihm entfernen und:<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE EPILOG<br><br><br><br>                                      - ENDE -<br><br><br><br>                               - ENDE DER MINISERIE -<br></font></p><br><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_63712.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=63712" border="0"></a></center>]]></description><guid isPermaLink="false">6568</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares - Neuordnungen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-neuordnungen-r6451/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_59585.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0402.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares - Die Miniserie (Teil 2) - "Neuordnungen"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Sternenflotte erdenkt sich einen Plan, der die Gefahr, die vom Superschiff der Romulaner ausgeht, ein für alle mal aus dem Wege räumen soll. Damit dieser Plan gelingt, müssen jedoch alle an einem Strick ziehen. Wird es Caylon und seiner Crew gelingen, die Vulkanier zum aktiven Handeln zu überzeugen und auch mit den Andorianern - die nach dem gerade noch abgewehrten Romulaner-Angriff auf ihren Heimatplaneten am Rande eines Bürgerkrieges stehen - zusammenzuarbeiten?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_59555.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59555" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59547.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59547" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59451.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59451" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59452.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59452" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59457.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59457" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59455.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59455" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59456.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59456" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59458.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59458" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59459.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59459" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59460.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59460" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59548.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59548" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59556.html"> <img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59556" border="0"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                   "Neuordnungen"<br><br><br><br><br>                                       TEASER<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         1     EXT. WELTRAUM - WARP                                     1<br><br><br>               SUPER: <u><b>2 Monate zuvor...</b></u><br><br><br>               Wir sehen die Antares. Die neue Antares. Langsam und<br>               majestätisch kommt sie auf Warp auf uns zu.<br><br><br>         2     INT. ANTARES - MESSE                                     2<br><br><br>               Wir sehen Müller, die in der ansonsten leeren Messe arbeitet.<br>               Ihr Tisch ist mit Pads übersät. Auf ihnen ereknnt man<br>               Baupläne für Waffen. Ein großer Becher Kaffee dampft auf dem<br>               Tisch und der heiße Inhalt wartet darauf, die sichtlich<br>               übermüdete Chefingenieurin zu beleben. Doch Sie bemerkt ihn<br>               nicht. Sie schüttelt immer wieder den Kopf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das klappt nie... Das kann einfach<br>                         nicht gehen.<br>                             (beat)<br>                         Was haben die sich bloß dabei<br>                         gedacht?<br><br><br>               Beem kommt herein. Im Pyjama. Etwas groggy wirkend holt er<br>               sich einen Tee. Er geht zu Müllers Tisch.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Guten Morgen, Nicole!<br><br><br>               Müller hat ihn bis dahin nicht bemerkt. Sie zuckt völlig<br>               überrascht zusammen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Huch. Mein Gott haben Sie mich<br>                         erschreckt. Ich habe Sie gar nicht<br>                         kommen hören.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Hätte ich nicht bemerkt. Noch frei?<br><br><br>               Sie nickt. Beem setzt sich. Dabei bemerkt Müller seine<br>               Bekleidung.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie können wohl auch wieder nicht<br>                         schlafen?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es ist lange her, seitdem es so<br>                         schlimm war. Aber im Moment geht es<br>                         gar nicht.<br><br><br>               Müller guckt nicht auf. Man merkt, dass ihre Konzentration,<br>               sofern sie noch welche hat, woanders ist.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich dachte, dass mit dem Romulanern<br>                         sei vorbei?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ist es auch.<br>                             (Er atmet durch und guckt<br>                              aus dem Fenster)<br>                         Sagen wir es mal so. So wie es<br>                         bisher war, ist es vorbei. Aber<br>                         seitdem ich Hendriks Tod und meinen<br>                         Hass überwunden habe, fühle ich<br>                         mich irgenwie, na, ja, leer.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (wie ein Echo)<br>                         So, so leer. Und?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Na, ja. Wissen Sie. Ich frage mich<br>                         im Moment, wer ich bin. Wo mein<br>                         Platz ist. Was ich will. Früher war<br>                         das einfacher. Da wollte ich nur<br>                         Rache. Auch wenn ich dabei drauf<br>                         gehe.<br><br><br>               Müller schaut kurz auf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Besser so wie es jetzt ist, oder?<br>                         Sehen Sie es doch so. Mittlerweile<br>                         sind Sie ja sogar Lt. Cmdr. Da<br>                         werden Sie Ihre kleine Sinnkrise<br>                         doch auch noch überwinden.<br><br><br>               Beem guckt Müller, die schon wieder ihre Pads anschaut,<br>               verständnislos an.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Na, sehr einfühlsam. Irgendwie,<br>                         glaube ich, hören Sie mir nicht mal<br>                         richtig zu.<br><br><br>               Müller guckt auf. Sie atmet tief durch, trinkt einen Schluck,<br>               und widmet etwas mehr Aufmerksamket ihrem Gegenüber.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Tut mir leid. Ich bin einfach im<br>                         Moment ziemlich am Ende.<br><br><br>               Beem guckt auf Müllers dunkel unterlaufende Augen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sieht man.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie charmant Sie doch sind.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         So wie Sie. Aber im Ernst,<br>                         Commander: Sie sollten schlafen<br>                         gehen. In Ihrem jetzigen Zustand<br>                         möchte ich Sie morgen nicht am<br>                         Warpkern rumwerkeln sehen.<br><br><br>               Sie schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gähnend)<br>                         Bin freigestellt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich verstehe nicht.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich und Kendall. Der Captain hat<br>                         uns im Moment freigestellt, damit<br>                         wir an diesen Daten arbeiten<br>                         können. Lombardi schmeißt solange<br>                         den Maschinenraum. Sie sehen, Ihnen<br>                         kann nichts passieren.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und wenn irgendetwas unerwartetes<br>                         passiert? Denken Sie doch mal an<br>                         vor drei Jahren, als wir hier schon<br>                         mal so sassen. Und schwups, waren<br>                         wir weggebeamt. Ohne es zu merken.<br>                         In so einer Lage wären Sie dieses<br>                         Mal sicher keine Hilfe.<br><br><br>               Müller guckt Beem groß an. Ohne zu reagieren. Beem bemerkt<br>               das.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Alles in Ordnung?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was sagten Sie eben?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das Sie so keine Hilfe wären.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Davor.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Na, ja. Das wir damals weggebeamt<br>                         wurden.<br><br><br>               Müller wirkt, als wenn Sie plötzlich zwanzig tassen Kaffee<br>               intus hätte<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja. Genau. Das ist es. Mensch, Jim.<br>                         Sie sind ein Genie.<br><br><br>               Beem will noch etwas sagen, doch kommt nicht dazu. Müller<br>               verpasst ihm einen Schmatzer und rennt raus. Nach einigen<br>               Sekunden kneift sich Beem in die Hand. Er zuckt zusammen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ungläubig)<br>                         Wach bin ich.<br><br><br>               Er schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         3     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                          3<br><br><br>               CAPTAIN FREDERICK CAYLON kommt aus dem Schlafbereich seines<br>               Quartiers getaumelt, sichtlich verschlafen, und geht zur Tür.<br><br><br><br>               Es klingelt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (genervt)<br>                         Ja doch, ich komme schon!<br><br><br>               Er erreicht die Tür, öffnet sie und Müller kommt<br>               hereingestürmt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe eine gute und eine weniger<br>                         gute Nachricht.<br><br><br>               Caylon fährt sich müde mit der Hand durchs Gesicht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dir auch einen guten Morgen... Wie<br>                         ich geschlafen habe möchtest du<br>                         wissen? - Zu kurz!<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich gar nicht. - Also--<br><br><br>               Caylon unterbricht sie.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Setz dich.<br><br><br>               Er geht zu seinem Schreibtisch und setzt sich hinter diesen.<br>               Müller seufzt genervt und setzt sich ihm gegenüber.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (genervt)<br>                         Kann ich jetzt?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß, wie wir das Dreadnought<br>                         ausschalten können.<br><br><br>               Caylon guckt erstaunt und erfreut nach oben. Nach einigen<br>               Sekunden wird sein Gesichtausdruck wieder sachlicher.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die schlechte?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (korrigiert)<br>                         Die weniger gute.<br>                             (beat)<br>                         Wir brauchen die Hilfe der<br>                         Vulkanier dafür... Und zwar aktive<br>                         Hilfe.<br><br><br>               AUF Caylon, dem wir ansehen können, dass dies nicht einfach<br>               wird:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         4     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  4<br><br><br>               Erneut kommt das Schiff auf uns zu<br><br><br>               SUPER: <u><b>Gegenwart...</b></u><br><br><br>         5     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                             5<br><br><br>               Wir sehen das Techniker-Team der Antares um den großen<br>               Konferenztisch verteilt. Müller, KENDALL, McFORLAY, LOMBARDI<br>               und zwei weitere ND-Techniker.<br><br><br>               Müller sitzt am Kopf der Runde und leitet die Sitzung. Wir<br>               befinden uns Mid-Scene.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Vulkanier werden die nötigen<br>                         Teile an Bord bringen, sobald wir<br>                         den Planeten erreicht haben.<br><br>                             (beat)<br>                         Es ist unbedingt erforderlich, dass<br>                         sie schnell in die Aparaturen<br>                         integriert werden, die Zeit ist<br>                         knapp, wie Sie alle wissen. Wir<br>                         müssen so schnell wie möglich<br>                         SICHER auf den Planeten beamen<br>                         können.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich will ja kein Spielverderber<br>                         sein, aber bin ich der einzige, dem<br>                         es komisch vorkommt, dass die<br>                         Vulkanier uns helfen?<br><br><br>               Fragende Blicke in der Runde.<br><br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Ich meine, da halten sich unsere<br>                         spitzohrigen Freunde vier Jahre<br>                         lang aus diesem Krieg heraus und<br>                         ganz plötzlich sind sie bereit uns<br>                         zu helfen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie haben uns auch schon vorher<br>                         geholfen.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Aber niemals so offen.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich will auf keinen Fall paranoid<br>                         klingen, aber--<br><br><br>               Das Zischen der sich öffnenden Türen unterbricht ihn. Captain<br>               Caylon betritt den Raum.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Meine Damen und Herren, der Plan<br>                         wurde geändert.<br>                             (zu Müller)<br>                         Dein Team wird in zwei Tagen an<br>                         Bord der Scorpion gehen und zum<br>                         Planeten fliegen.<br>                             (zu Lombardi)<br>                         Sie werden so lange den Posten des<br>                         Chefingenieurs übernehmen,<br>                         Lieutenant Lombardi.<br>                             (zu allen)<br>                         Die Antares selbst wird nach Vulkan<br>                         fliegen.<br>                             (beat)<br>                         Sie kennen Ihre Befehle. Wegtreten.<br><br><br>               Die Truppe steht auf und verlässt den Raum. Einzig Caylon und<br>               Müller bleiben zurück.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was ist passiert, Fred?<br><br><br>               Caylon zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß es nicht. Wirklich. Ich<br>                         habe nur die Befehle erhalten, die<br>                         ich Euch gerade weitergegeben habe.<br>                         Mehr weiß ich auch nicht. Vulkanier<br>                         halt.<br><br><br>               Nicole gibt sich damit zufrieden, da sie anhand Caylons<br>               Gesichtsausdruck und der Art, wie er das Letzte sagte,<br>               deutlich merkt, dass es ihn wurmt, nicht mehr zu wissen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde dann alles für den<br>                         Transport zur Scorpion vorbereiten.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sei um Himmels Willen vorsichtig,<br>                         wenn du auf dem Planeten bist.<br><br><br>               Müller lächelt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bin ich doch immer.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         6     INT. VULKAN - REGIERUNGSGEBÄUDE - WARTERAUM              6<br><br><br>               Wir SEHEN Caylon, MESTRAL und FERNANDEZ im Warteraum.<br><br><br>               Der Raum verfügt über ein großes Fenster, durch welches wir<br>               die Hauptstadt Vulkans sehen können.<br><br><br>               Während Caylon und Mestral auf der Bank sitzen, steht Emma am<br>               Fenster und schaut hinaus.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (gedankenversunken)<br>                         Maravilloso.<br><br><br>               Mestral schaut zu ihr auf.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wie meinen?<br><br><br>               Emma schreckt zu ihm herum.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wie? Ich war gerade etwas in<br>                         Gedanken.<br>                             (beat)<br>                         Dieser Ausblick... Es ist<br>                         wunderschön hier... Auf eine recht<br>                         wüstige Art und Weise. - Ich würde<br>                         fast sagen, es ist die schönste<br>                         Alienwelt, auf der ich je war.<br>                             (beat)<br>                         Natürlich habe ich nicht zu viele<br>                         Vergleichsmöglichkeiten, dies ist<br>                         erst mein dritter Planet.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich mag unlogisch klingen, aber ich<br>                         fühle mich unwohl auf Vulkan. Von<br>                         Besuch zu Besuch ein wenig mehr.<br>                             (beat)<br>                         Irgendwie fremd.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das liegt vielleicht daran, dass<br>                         Sie sehr lange Zeit unter Menschen<br>                         verbracht haben. Ihr menschl--<br><br><br>               Sie wird von einem hereinkommenden Vulkanier unterbrochen.<br><br><br>                                   VULKANIER<br>                         Ministerin T'Pau ist nun bereit Sie<br>                         zu empfangen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         7     INT. VULKAN - REGIERUNGSGEBÄUDE - T'PAUS ARBEITSZIMMER   7<br><br><br>               Caylon, Fernandez und Mestral  betreten den Raum, indem T'Pau<br>               und Soval warten.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Captain Caylon. Es freut mich, Sie<br>                         kennen zu lernen. Ich habe bereits<br>                         viel über Sie gehört. Sie scheinen<br>                         ein integrer Vertreter Ihres Volkes<br>                         zu sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Freude ist ganz meinerseits.<br>                         Wenn man den Geschichten glauben<br>                         darf, war es eine kluge<br>                         Entscheidung ihres Volkes, Sie als<br>                         Oberhaupt gewählt zu haben.<br>                             (Er guckt Soval an)<br>                         Botschafter. Schön Sie zu sehen.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Ex-Botschafter für den Moment,<br>                         Captain.<br><br><br>               Caylon grinst kurz.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sind Lieutenant Commander<br>                         Mestral, mein<br>                         Wissenschaftsoffizier. Er ist zu<br>                         einem Achtel Vulkanier. Und das ist<br>                         Lieutenant Fernandez,<br>                         Schiffscouncellor und meine<br>                         diplomatische Beraterin.<br><br><br>               T'Pau geht auf Mestral zu und mustert ihn.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ja. Der Nachfahre Mestrals, des<br>                         ersten Vulkaniers, der eine<br>                         Menschenfrau als Gefährtin wählte.<br>                         Wie gefällt Ihnen Ihre Heimat?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich würde Vulkan nicht unbedingt<br>                         als meine Heimat betrachten.<br>                         Jedenfalls nicht als meine einzige<br>                         Heimat.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Nein. Sie sind ein Wandler zwischen<br>                         den Kulturen. Im Moment<br>                         einzigartig. Aber Sie sind ein<br>                         Vorreiter für Tausende, die noch<br>                         kommen werden.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich weiß nicht, ob ich dem<br>                         zustimmen kann.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Wir werden es noch erleben. Da bin<br>                         ich sicher.<br><br><br>               Sie wendet sich Caylon zu.<br><br><br>                                   T'PAU (CONT'D)<br>                         Wie der Botschafter schon andeutet,<br>                         läuft alles nach Plan. Te'en'g<br>                         wurde zum Botschafter bestellt, um<br>                         ihn in Sicherheit zu wiegen.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                             (einwerfend)<br>                         Und um unsere Kontrolle zu erhöhen.<br>                         Denn als Botschafter ist man davon<br>                         abhängig, was man an Informationen<br>                         von seinen Mitarbeitern bekommt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihren Mitarbeitern.<br><br><br>               Soval nickt.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         So ist es.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Auch bei den anderen Agenten der<br>                         Romulaner in unserem<br>                         Regierungsapparat kontollieren wir<br>                         so die Informationen, die sie<br>                         erhalten. Glücklicherweise sind es<br>                         nur wenige, daher ist es uns<br>                         möglich.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Allerdings oft in entscheidenden<br>                         Positionen in der zweiten Reihe.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Uns ist noch zu gut in Erinnerung,<br>                         was Sie bewirken können.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Es ist müßig, die Vergangenheit zu<br>                         bemühen. Unser Blick muss in die<br>                         Zukunft gewendet sein. Und dort<br>                         zählt im Moment nur unser Erfolg.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber um uns das zu sagen, haben Sie<br>                         uns sicher nicht angefordert?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Nein. Denn wir haben in gewisser<br>                         Weise ein Problem.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wäre.<br><br><br>               Statt T'Pau antwortet Soval.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Als wir die Agenten dank Tos Hilfe<br>                         entdeckten, bot sich eine<br>                         einzigartige Chance. Denn die<br>                         Romulaner glaubten, das Tos bei<br>                         ihrem Anschlag auf unser Schiff<br>                         starb. Aber wir antizipierten ihr<br>                         Vorgehen.<br><br><br>               Er guckt T'Pau an.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Commander Malek, den Sie ja<br>                         kennen...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         In der Tat hatte ich mehrmals das<br>                         Vergnügen.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Commander Malek empfahl, die<br>                         Agenten erst zu enttarnen, wenn wir<br>                         mit einem Schlag das ganze Netzwerk<br>                         zerschlagen könnten.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Der Plan, um den Dreadnought zu<br>                         übernehmen, änderte die Lage. Uns<br>                         bleibt nur noch wenig Zeit, der<br>                         Agenten außerhalb der Regierung<br>                         habhaft zu werden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gibt es denn welche?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Sagt Ihnen der "Wahre Weg" etwas?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind das nicht die Vulkanier, die<br>                         an eine etwas härtere Auslegung der<br>                         Logik glauben. An die Notwendigkeit<br>                         der Kontrolle. Wie jener, der<br>                         damals die Boleaner infizierte.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Toros. Ja. Aber nach diesem Vorfall<br>                         haben sich viele von dieser<br>                         extremen Sichtweise abgewandt. Der<br>                         "Wahre Weg", den Volvek, ein alter<br>                         Lehrer an meiner Schule und einst<br>                         ein bekannter Geistlicher, führt,<br>                         vertritt eine weniger extreme<br>                         Position. Er lehnt extreme<br>                         Maßnahmen und Gewalt ab.<br>                             (beat)<br>                         Allerdings auch die Allianz.  Nach<br>                         dem Vorfall und dem daraus<br>                         resultierenden endgültigen<br>                         Stimmungsumschwung zugunsten der<br>                         syrannitischen Positionen wurde er<br>                         zum neuen Anführer der<br>                         Dissidentenbewegung.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und sie meinen, dieser Volvek<br>                         könnte ein Agent der Romulaner<br>                         sein?<br><br><br>               T'Pau schüttelt den Kopf.<br><br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Sicher nicht.<br>                             (beat)<br>                         Aber wir halten es für sehr<br>                         wahrscheinlich, dass es in seiner<br>                         Gruppe ein oder zwei Agenten gibt.<br>                         Agenten, die nach der Enttarnung<br>                         der anderen für Unruhe sorgen<br>                         werden.<br>                             (beat)<br>                         Unruhe, die möglicherweise den<br>                         Beitritt Vulkans zur Allianz<br>                         verzögern wird. Aber leider reicht<br>                         die Zeit nicht, dieser Agenten<br>                         habhaft zu werden. Außer wir machen<br>                         Volvek direkt auf Sie aufmerksam.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Dafür also brauchen Sie uns. Um an<br>                         Volvek heranzukommen?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         In der Tat. Volvek würde mir so<br>                         nicht glauben. Im Gegenteil: Wenn<br>                         wir Ihn warnen, könnten wir unser<br>                         Vorhaben verraten. Aber ich könnte<br>                         Volvek überzeugen, wenn ich mit ihm<br>                         von Angesicht zu Angesicht spreche.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum bitten Sie ihn nicht einfach,<br>                         zu Ihnen zu kommen?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Er würde ablehnen. Immerhin ist er<br>                         ein Dissident.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Also wollen Sie zu Ihm?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ja. Wir wissen, dass sein Schiff<br>                         sich in einem Nebel am Rande<br>                         unseres Gebiets versteckt. Doch<br>                         unseren Schiffen gelange es bislang<br>                         nicht, es dort zu finden, aufgrund<br>                         der Ausstattung des Schiffs mit<br>                         Holotechnik.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Die Antares verfügt über neue<br>                         Sensoren, die jede Art von<br>                         bekannter Tarnung entdecken kann.<br>                         Sensoren, über die sonst nur einige<br>                         Schiffe der Andorianer verfügen.<br>                         Die uns diese sicher nicht zur<br>                         Verfügung stellen werden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Jedenfalls nicht im Moment.<br><br>                             (beat)<br>                         Also wollen Sie, dass ich das<br>                         Schiff finde und Sie dann<br>                         hinbringe?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Darum bitten wir Sie. Sie würden<br>                         mir helfen, mein Volk wieder zu<br>                         einen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wenn wir es gefunden haben?<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Wir statten eines ihrer Shuttle mit<br>                         unser Holotechnik aus. Damit sollte<br>                         es uns gelingen, im Nebel unbemerkt<br>                         über eine der Noteinstiegslucken an<br>                         Bord zu gelangen.<br><br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich werde zu Volvek gehen und ihm<br>                         persönlich unsere Beweise vorlegen.<br>                         Ich bin sicher, Sie werden ihn<br>                         überzeugen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und Sie sind sich auch sicher, dass<br>                         er Sie nicht einfach gefangen<br>                         nimmt? Immerhin sind Sie das<br>                         Oberhaupt Vulkans.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Das wird er nicht. Darauf können<br>                         Sie sich verlassen. Vertrauen Sie<br>                         mir.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na, ja. Viel anderes bleibt mir<br>                         auch nicht übrig. Immerhin habe ich<br>                         den Befehl, Ihnen unter allen<br>                         Umständen zu helfen.<br><br><br>               AUF T'Pau:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         8     EXT. WELTRAUM - ANDOR                                    8<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>         9     EXT. ANDORIA - HAUS DER VERBORGENEN - ABEND              9<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>        10     INT. HAUS DER VERBORGENEN - ARBEITSZIMMER - ABEND       10<br><br><br>               Wir befinden uns in einem schick eingerichteten<br>               Arbeitszimmer. Durch die Fenster sind die vereisten Türme der<br>               andorianischen Hauptstadt zu sehen.<br><br><br>               Ein antik-andorianischer Schreibtisch steht vor diesem<br>               Fenster, doch niemand sitzt an ihm.<br><br><br>               Wir FAHREN mit der KAMERA durch den Raum, bis wir an einer<br>               Couch angelangt sind, die in einer Ecke steht. Und dort SEHEN<br>               WIR sie sitzen: TORLAN und seine Schwester und gleichzeitig<br>               Vertreterin als Familienoberhaupt SHALA.<br><br><br>               Die beiden reden. Wir befinden uns Mid-Scene.<br><br><br>                                   SHALA<br>                         ...und der gerade noch abgewehrte<br>                         Angriff des Dreadnoughts vor sechs<br>                         Monaten hat nicht gerade zu einer<br>                         Verbesserung der Stimmung<br>                         beigetragen.<br>                             (beat)<br>                         Das Volk gibt der Regierung die<br>                         Schuld, dass es überhauipt soweit<br>                         kommen konnte.<br>                             (beat)<br>                         Es gibt starke Unruhen in der<br>                         Bevölkerung... Von vielen wird eine<br>                         neue Verfassung gefordert.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Mag sein, dass es an meiner Zeit<br>                         bei den Menschen liegt, dass ich<br>                         nun so denke, aber ich schätze,<br>                         dass dies die einzig wirklich<br>                         brauchbare Lösung ist.<br><br><br>                                   SHALA<br>                         Nicht nur du denkst so.<br>                             (beat)<br>                         Es gibt Befürworter im Jandush von<br>                         Andusha. Sie haben bereits den<br>                         Antrag gestellt, die Verfassung zu<br>                         ändern. Die Aristokratie in der<br>                         jetztigen Form soll beendet werden.<br>                             (beat)<br>                         Wir sollen zwar weiter gewisse<br>                         Rechte und Privilegien haben, wenn<br>                         es darum geht, neue Gesetze in die<br>                         Welt zu schicken, doch im<br>                         Endeffekt, soll die Kontrolle an<br>                         ein vom Volk gewähltes Parlament,<br>                         in das ein jeder Andorianer gewählt<br>                         werden kann, übergeben werden.<br><br><br>               Torlan nickt.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Das ist nur fair. Es sind die<br>                         niederen Kasten, die unter diesem<br>                         Krieg am meisten zu leiden haben.<br>                             (beat)<br>                         Ihre Resourcen werden gepfändet,<br>                         sie werden zum Dienst in der Garde<br>                         zwangsrekrutiert, weil uns die<br>                         Soldaten ausgehen...<br>                             (beat)<br>                         Es ist nur richtig, dass sie in<br>                         Zukunft ein Mitbestimmungsrecht<br>                         bekommen.<br><br><br>                                   SHALA<br>                         Es geht nicht nur um Mitbestimmung.<br>                         Im Grunde wird die vollständige<br>                         Entscheidungsgewalt bei ihnen<br>                         liegen, sollte die neue Verfassung<br>                         verabschiedet werden.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Das wird sie.<br>                             (beat)<br>                         Das MUSS sie.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   SHALA<br>                         Auch ich mich schwer damit abfinden<br>                         kann, dass uns unser Geburtsrecht<br>                         streitig gemacht werden soll, das<br>                         Volk zu führen, wie es uns<br>                         gefällt...<br>                             (beat)<br>                         ...so muss ich dir dennoch<br>                         zustimmen. Der Ruf des Volkes nach<br>                         Veränderung ist viel zu laut.<br>                             (beat)<br>                         Sollte der Antrag scheitern, wird<br>                         es zu offenen Unruhen kommen... Es<br>                         könnte sogar einen Bürgerkrieg<br>                         geben.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ein Grund mehr, warum wir alles<br>                         daran setzen sollten, den Antrag zu<br>                         unterstützen.<br><br><br>               Shala nickt.<br><br><br>                                   SHALA<br>                         Du hast Recht, Bruder. Dennoch: Ich<br>                         bezweifle, dass alle Abgeordneten<br>                         des Jandush dies so sehen werden...<br>                         Es soll 50-50 stehen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Dann liegt es nun an uns, weitere<br>                         von dem Antrag zu überzeugen...<br><br><br>               AUF Torlan:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        11     EXT. ANDORIA - HAUPTQUARTIER DER IMPERIALEN GARDE - NACHT11<br><br><br>               Establishing Shot.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        12     INT. HAUPTQUARTIER DER GARDE - TIRIS BÜRO - NACHT       12<br><br><br>               FORCE-COMMANDER TIRIS sitzt hinter ihrem Schreibtisch und ist<br>               in auf PADDs gespeicherten Akten und Berichte vertieft.<br><br><br>               Der Türmelder summt.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Was!?<br><br><br>               Torlan kommt herein.<br><br><br>                                   TIRIS (CONT'D)<br>                         Commander Torlan... Welch<br>                         unerwartetes Vergnügen!<br><br><br>               Torlan begrüßt sie.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         So spät noch bei der Arbeit, Tiris?<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sie kennen das doch, Torlan...<br>                         Dieser Krieg gönnt einem keine<br>                         Ruhe.<br>                             (beat)<br>                         Schon gar nicht mir.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Was auch der Grund sein dürfte,<br>                         warum Sie in Kürze zum Soldier<br>                         General befördert werden sollen,<br>                         wie man hört.<br><br><br>               Tiris seufzt.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Noch mehr Pflichten, noch weniger<br>                         Zeit...<br>                             (beat)<br>                         Aber Sie sind doch sicher nicht um<br>                         diese Uhrzeit hier, nur um mit mir<br>                         zu plaudern?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Da haben Sie leider Recht, Tiris.<br>                         Ich muss mit Ihnen über etwas sehr<br>                         wichtiges reden.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sie kennen doch alle Berichte -<br>                         sowohl des Oberkommandos, als auch<br>                         der Sternenflotte - zum<br>                         Kriegsgeschehen?<br><br><br>               Torlan nickt.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja. Aber darum geht es auch gar<br>                         nicht. Es geht um eine viel<br>                         präsentere Gefahr...<br><br><br>               Tiris sieht in fragend an.<br><br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Ich nehme an, Sie haben bereits von<br>                         dem Antrag im Jandush gehört?<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Der Antrag, der uns unseres<br>                         Geburtsrechtes berauben soll?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Antrag, der uns helfen wird,<br>                         diesen Krieg zu gewinnen.<br>                             (beat)<br>                         Verstehen Sie doch, Tiris... Die<br>                         gegenwärtige Regierung wird niemals<br>                         den Plan der Sternenflotte<br>                         unterstützen, mit den Vulkaniern<br>                         den Dreadnought zu vernichten... Es<br>                         bedarf dafür einer offeneren, neuen<br>                         Regierung.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Was wollen Sie, Torlan?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich möchte, dass Sie mit mir an die<br>                         Öffentlichkeit treten...<br>                         Unterstützen Sie offen mit mir den<br>                         Antrag... Suchen Sie mit mir nach<br>                         Unterstützern für die Mission mit<br>                         den Vulkaniern.<br><br><br>               Tiris schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Ich traue den Vulkaniern nicht.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Vor sechs Monaten sagten Sie noch<br>                         etwas anderes. Sie meinten, die<br>                         Allianz sei mehr, als eine<br>                         Zweckgemeinschaft... Wir müssten<br>                         unsere Vorurteile überwinden, wenn<br>                         wir überleben wollen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Wir reden hier immerhin von den<br>                         Vulkaniern, Commander!<br>                             (beat)<br>                         Und als ich diese Worte sagte,<br>                         waren sie noch nicht Teil der<br>                         Allianz.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Im Gegenteil. Sie haben uns nur<br>                         noch nicht offen unterstützt. Aber<br>                         sie haben uns unterstützt.<br>                             (beat)<br>                         Sie sind nun bereit, aus dem<br>                         Schatten zu treten und eine aktive<br>                         Rolle zu übernehmen. Der Zeitpunkt<br>                         dafür könnte kaum besser sein! Es<br>                         ist eine einmalige Chance für uns<br>                         und wir müssen sie ergreifen.<br>                             (beat)<br>                         Wir können uns nicht durch blinden<br>                         Hass blenden lassen. Dafür steht<br>                         viel zu viel auf dem Spiel.<br><br><br>               Für den Bruchteil einer Sekunde scheint er zu Tiris<br>               durchgedrungen zu sein. Doch:<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Wenn Sie mich jetzt bitte<br>                         entschuldigen würden, Commander...<br>                         Ich habe noch viel zu tun.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Bedenken Sie meine Worte, Force<br>                         Commander...<br>                             (beat)<br>                         Ein General sieht nicht nur bis zu<br>                         den Grenzen seines Territoriums, er<br>                         sieht darüber hinaus...<br>                             (beat)<br>                         Guten Tag, Tiris.<br><br><br>               Damit verlässt Torlan das Büro und lässt Tiris allein mit<br>               ihren PADD-Bergen zurück.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        13     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - MORGEN                      13<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        14     INT. TAL'SHIAR-HAUPTQUARTIER - TORANIS BÜRO             14<br><br><br>               Wahrscheinlich ist es immer noch Tag. Wir können es von hier<br>               drinnen nicht sagen, denn in bester Tal'Shiar-Manier gibt es<br>               keine Fenster.<br><br><br>               Anwesend hier sind unser Lieblings-Major TORANIS und zwei<br>               weitere Romulaner, die wir bisher noch nicht kennen:<br><br><br>               LIEUTENANT GENERAL S'TOKKR, Toranis' Vorgesetzter, sowie -<br>               erkennenbar an seiner Robe - ein Senator SAHEN.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Es gibt vielleicht Probleme.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Ich rate Ihnen, dass sie lösbar<br>                         sind, Major.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Das hängt davon ab.<br><br><br>                                   SAHEN<br>                         Wovon?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Es gibt Gerüchte, nach denen die<br>                         Allianz dabei ist, eine Basis zu<br>                         errichten, von der aus sie in unser<br>                         Territorium vordringen möchten.<br>                             (beat)<br>                         Aber wie gesagt, es sind Gerüchte.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Dann soll Te'en'g  sie bestätigen<br>                         oder wiederlegen. Und nicht mit<br>                         Halbwahrheiten unsere Zeit<br>                         verschwenden.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         General, ich denke es gibt einen<br>                         effektiveren Weg herauszufinden, ob<br>                         es ein Gerücht oder die Wahrheit<br>                         ist.<br><br><br>                                   SAHEN<br>                         Nämlich?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Wir leiten dieses Gerücht als<br>                         "Information" an die Navy weiter.<br>                         Sie werden sich darum kümmern.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Warum sie? Ist unser Schiff noch<br>                         immer nicht wieder einsatzbereit?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Unsere Ingenieure versicherten mir,<br>                         dass die Reparaturen im Laufe der<br>                         Woche abgeschlossen sein werden.<br>                         Mit einer zusätzlichen Verbesserung<br>                         am Warptriebwerk.<br>                             (beat)<br>                         Unser Dreadnought ist nun fast so<br>                         schnell wie ein Bird of Vengeance.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Warum sollten wir dann die Navy und<br>                         Romor die Lorbeeren ernten lassen?<br>                             (beat)<br>                         Das kann ich auch selbst tun.<br><br><br>               Er sieht zu Sahen.<br><br><br>                                   S'TOKKER (CONT'D)<br>                         Mir Ihrer werten Erlaubnis,<br>                         Senator.<br><br><br>               Sahen nickt.<br><br><br>                                   SAHEN<br>                         Nichts wäre mir lieber, als die<br>                         Gesichter der Admiräle Romor und<br>                         Valdore zu sehen, wenn sie wieder<br>                         einmal nur zusehen durften, wie wir<br>                         das Imperium retten.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                             (zu Toranis)<br>                         Ich will, dass der Dreadnought für<br>                         den Angriff auf die Basis<br>                         vorbereitet wird.<br>                             (beat)<br>                         Geben Sie den Ingenieuren zwei<br>                         Tage.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Bis dahin sind nicht alle<br>                         Reparaturen abgeschlossen, General.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Der Flug dauert eine Weile... Sie<br>                         sollen die letzten Reparaturen im<br>                         All durchführen... Und weisen Sie<br>                         Te'en'g an, mehr über die Lage des<br>                         Stützpunktes herauszufinden...<br>                         KEINE DISKUSSION MEHR!<br><br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Jawohl, General.<br><br><br>               AUF Toranis:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        15     EXT. WELTRAUM - NEBEL                                   15<br><br><br>               Die Antares nähert sich dem von T'Pau im ersten Akt genannten<br>               Nebel und fliegt mit niedriger Impulskraft in diesen hinein.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        16     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           16<br><br><br>               Wir SEHEN unsere Bordärztin LIEUTENANT COMMANDER KATHRINE<br>               MILLER bei der Arbeit... Mehr oder weniger. Sie sitzt an<br>               ihrem Schreibtisch und ordnet PADDs von rechts nach links und<br>               links nach rechts.<br><br><br>               Eines der Biobetten ist mit einem Patienten belegt. Um diesen<br>               kümmert sich SCHWESTER MELANIE APOLL.<br><br><br>               Vom Zischen der Türen wird Miller aus ihrer Routine gerissen,<br>               wendet sich dem Geräusch zu und sieht, dass LIEUTENANT DARIUS<br>               TSCHERNOVSKY die Krankenstation betreten hat. Dieser kommt<br>               direkt auf die Ärztin zu.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sie wollten mich sprechen, Doktor?<br><br><br>               Miller deutet auf die Laborecke, in der sich auch einige<br>               Stühle befinden.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, richtig, hallo, Darius. Setzen<br>                         wir uns doch.<br><br><br>               Die beiden gehen zur Laborecke und setzen sich.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich will Sie ja nicht drängen,<br>                         Doktor, aber ich müsste eigentlich<br>                         schon auf der Brücke sein.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Es wird nicht lange dauern,<br>                         Lieutenant. Ich wollte nur, dass<br>                         Sie es wissen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was wissen?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Dr. Ashan... Der Name sagt Ihnen<br>                         doch etwas, nicht wahr?<br><br><br>               Darius bedenkt sie mit einem "Soll das ein Scherz sein?"<br>               Blick.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Sie hat sich beim ISMA beworben und<br>                         speziell um eine Stelle auf der<br>                         Antares gebeten.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (halb erfreut, halb<br>                              erschreckt)<br>                         Was?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Da die neue Antares doch um einiges<br>                         größer ist als die alte, und wir<br>                         eine dementsprechend größere<br>                         Besatzung haben, bin ich geneigt,<br>                         das Angebot anzunehmen. Zumal sie<br>                         eine hervorragende Ärztin sein<br>                         soll. Ihre Referenzen sind äußerst<br>                         beeindruckend.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ordnet seine Gedanken)<br>                         Ashan... Kommt... Auf... Die<br>                         Antares?<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe ihr noch keine Zusage<br>                         gegeben.<br>                             (beat)<br>                         In Anbetracht ihrer...<br>                         "Vergangenheit" mit Ihnen, wollte<br>                         ich das nicht tun, ohne vorher mit<br>                         Ihnen darüber gesprochen zu haben,<br>                         Darius.<br><br><br>               Long beat.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Soll das heißen, ICH soll<br>                         entscheiden, ob Ashan an Bord<br>                         kommt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das soll heißen, dass ich Nein<br>                         sagen werde, wenn Sie sie nicht<br>                         hier haben wollen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Soll das ein Scherz sein?!<br>                             (beat)<br>                         NATÜRLICH will ich sie hier<br>                         haben... Aber andererseits...<br>                         Ich...<br>                             (long beat)<br>                         Brauchen Sie eine Antwort jetzt,<br>                         Doktor?<br><br><br>               Miller schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Aber im Laufe des Tages wäre schön.<br><br><br>               Darius nickt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Gut... Ich muss erst ein bisschen<br>                         darüber nachdenken.<br><br><br>               Miller lächelt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Nur zu.<br><br><br>               Darius steht auf und verabschiedet sich. Er verlässt die<br>               Krankenstation.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        17     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 17<br><br><br>               Darius befindet sich im Korridor vor Emmas Büro, welche<br>               dieses in diesem Augenblick verlässt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Emma. Haben Sie kurz Zeit?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Weniger, ich muss zu einer<br>                         Besprechung...<br>                             (beat)<br>                         Und Sie auch, wenn ich mich nicht<br>                         sehr irre. Aber danach hab ich Zeit<br>                         für Sie...<br>                             (beat)<br>                         Denke ich jedenfalls... Je nachdem,<br>                         was der Captain sich spannendes für<br>                         uns ausgedacht hat.<br><br><br>               Darius seufzt, folgt ihr aber schweigend zum nächsten<br>               Turbolift.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        18     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            18<br><br><br>               Um den großen Tische herum bereits versammelt sind Lombardi,<br>               Beem, Mestral, Soval und T'Pau. Caylon steht am Fenster und<br>               schaut hinaus.<br><br><br>               In diesem Moment treten Fernandez und Darius herein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Schön, dass Sie zwei es auch noch<br>                         einrichten konnten.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verzeihung, Sir.<br><br><br>               Die beiden setzen sich und Caylon dreht sich zur versammelten<br>               Mannschaft um.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann lassen Sie mich mal loslegen.<br>                             (beat)<br>                         Ich machs kurz und knapp, wir haben<br>                         nicht viel Zeit.<br>                             (beat)<br>                         Der Plan lautet wie folgt: Wir<br>                         fliegen mit dem modifizierten<br>                         Shuttle zu Volveks Schiff und<br>                         werden durch eine der Notluken an<br>                         Bord gelangen. Mr. Lombardi, wie<br>                         weit sind Sie mit dem Shuttle?<br><br><br>                                   LOMBARDI<br>                         Wir sind fast fertig, Sir. Es sind<br>                         nur noch ein paar letzte<br>                         Einstellungen nötig. Ich denke, in<br>                         ein oder zwei Stunden werden wir<br>                         einsatzbereit sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, das wir reichen.<br>                             (beat)<br>                         Wenn wir an Bord gehen, und mit<br>                         "wir" meine ich T'Pau, Soval und<br>                         mich, werden...<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht)<br>                         Sir, Sie sollten zumundest einen<br>                         Sicherheitsoffizier mit auf diese<br>                         Mission nehmen.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Informationen T'Pau's<br>                         stimmen, dann könnten sich mehrere<br>                         Romulaner auf Volveks Schiff<br>                         befinden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß Ihre Besorgnis zu<br>                         schätzen, Commander, aber wir<br>                         müssen das Außenteam so klein, wie<br>                         möglich halten. Je mehr Leute wir<br>                         sind, umso größer ist die Gefahr,<br>                         entdeckt zu werden.<br><br><br>               Beem will etwas erwidern, doch Caylon bedeutet ihm mit einer<br>               Geste, zu schweigen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Soval wird unseren Gefangenen<br>                         spielen, den wir zu Volvek bringen<br>                         werden.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Captain, ich will ja nicht<br>                         pessimistisch klingen, aber meinen<br>                         Sie nicht, dass man auch zumindest<br>                         T'Pau erkennen wird?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Davon ist auszugehen, deshalb<br>                         werden wir uns tarnen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        19     INT. ANTARES - SHUTTLERAMPE                             19<br><br><br>               Das Shuttle ist fertig. Beem ist hier und wartet auf das<br>               Außenteam. Er hat es einen kleinen Koffer mit Waffen.<br><br><br>               Am Zischen der Türen und an den schritten von drei Personen,<br>               HÖREN WIR nun, dass Caylon, T'Pau und Soval die Rampe<br>               betreten haben.<br><br><br>               Beem dreht sich zu ihnen um und wir mit ihm:<br><br><br>               BEEM'S POV<br><br><br>               WIR SEHEN Soval in seiner normalen Kleidung, mit ein paar<br>               "blauen Flecken" (sofern man bei Vulkaniern denn "blauen"<br>               Flecken sprechen kann), die Doc Miller ihm angeschminkt hat<br>               und rechts und links von ihm Caylon und T'Pau... Beide in<br>               Kutten mit Kapuzen.<br><br><br>               TOTALE<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (re: "Tarnung" von Caylon<br>                              und T'Pau; wenig<br>                              überzeugt)<br>                         Wow!<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        20     INT. ANTARES - EMMAS BÜRO                               20<br><br><br>               Emma und Darius kommen herein. Durch die großen Fenster ist<br>               das Innere des Nebels zu SEHEN.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun, worum geht es, Lieutenant?<br>                             (deutet auf die Couch)<br>                         Nehmen Sie doch Platz, Darius.<br><br><br>               Dieser setzt sich und Emma setzt sich daneben.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ashan. Sie hat sich über das<br>                         Austauschprogramm als Ärztin auf<br>                         der Antares beworben und Doc Miller<br>                         überlässt mir die Entscheidung, ob<br>                         sie zustimmt, oder nicht.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wollen Sie sie denn nicht an Bord<br>                         haben, Darius?<br><br><br>               Tschernovsky zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (beat)<br>                         Ich bin mir nicht sicher.<br>                             (beat)<br>                         Auf der einen Seite möchte ich<br>                         sofort auf die Krankenstation<br>                         laufen und Miller sagen, dass sie<br>                         Ashan an Bord holen soll, so sehr<br>                         freue ich mich darauf, sie<br>                         wiederzusehen... Briefe sind eben<br>                         nicht alles.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und auf der anderen Seite.<br><br><br>               Darius seufzt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Auf der anderen Seite möchte ich<br>                         sie nicht hier haben. Sogar<br>                         möglichst weit weg von der Antares.<br>                             (beat)<br>                         Sie ist eine hervorragende Ärztin,<br>                         sie könnte überall eine Stelle<br>                         bekommen...<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ist ihre Karriere der wirkliche<br>                         Grund, Darius?<br><br><br>               Tschernovsky schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nein.<br>                             (beat)<br>                         Es ist ihre Sicherheit.<br>                             (long beat)<br>                         Das hier ist immerhin die Antares.<br>                         Wir sind das Flag-Schiff der<br>                         Flotte. Wir werden an der Front und<br>                         für die schwierigsten und<br>                         gefährlichsten Missionen<br>                         eingesetzt.<br>                             (beat)<br>                         Es ist mir ja schon fast zu viel,<br>                         wenn ich abends ins Bett gehe und<br>                         mich frage, ob ich den nächsten Tag<br>                         überstehen werde.<br>                             (beat)<br>                         Wenn ich mir diese Sorgen auch noch<br>                         wegen Ashan machen muss...<br>                             (long beat)<br>                         Ich weiß nicht, ob ich das<br>                         aushalten würde...<br>                             (beat)<br>                         Oder schlimmer noch, wenn ihr<br>                         tatsächlich hier an Bord etwas<br>                         passieren würde...<br>                             (beat)<br>                         Würde ich dann mit dem Wissen klar<br>                         kommen, dass es im Grunde meine<br>                         Schuld ist, dass sie verletzt oder<br>                         vielleicht sogar tot ist? Weil ich<br>                         weiß, dass sie nur wegen mir hier<br>                         ist?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich verstehe Ihre Sorgen, Darius.<br>                         Aber ich fürchte, ich kann Ihnen<br>                         auf keine Ihrer Fragen eine Antwort<br>                         geben.<br>                             (beat)<br>                         Ich kann Ihnen nur vorschlagen,<br>                         dass Sie mit Ashan reden und ihr<br>                         von Ihren Ängsten erzählen. Ich bin<br>                         sicher, dass Sie sich einig<br>                         werden... Aber das geht nur, wenn<br>                         Sie ihr Ihre Gefühle nicht<br>                         verschweigen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aber Doktor Miller braucht schon<br>                         heute Abend eine Antwort von mir.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Dann wäre mein Tipp an Sie, es<br>                         diesmal nicht auf dem Briefweg zu<br>                         probieren, sondern direkt über Com<br>                         mit ihr zu sprechen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aber so lange wir im Nebel sind<br>                         müssen wir Funkstille wahren.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich würde mir da keine Sorgen<br>                         machen, Darius. Wenn der Plan des<br>                         Captains funktioniert, sind wir in<br>                         ein paar Stunden wieder im offenen<br>                         Raum.<br><br><br>               Darius grunzt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Pläne des Captains neigen in<br>                         letzter Zeit dazu, nicht so zu<br>                         verlaufen, wie er es sich<br>                         vorgestellt hat.<br><br><br>               AUF Darius:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        21     INT. SHUTTLE                                            21<br><br><br>               Caylon sitzt am Steuer, Soval und T'Pau sind an den hinteren<br>               Stationen.<br><br><br>               Unser Kommandant deutet aus dem Fenster (NOTE: Dieses ist<br>               nicht im Bild).<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dort ist es.<br><br><br>               T'Pau steht auf und kommt näher, um besser sehen zu können.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Eine Notluke sollte sich auf der<br>                         Steuerbordseite befinden. Auf<br>                         halbem Weg zwischen den<br>                         Bussardkollektoren und der<br>                         lateralen Sensorenphalanx.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay.<br><br><br>               Er gibt einige Befehle in die Steuerkonsole ein und steuert<br>               das Shuttle via Joystick (juhu, er ist zurück!).<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        22     INT. VOLVEK'S SCHIFF - KORRIDOR                         22<br><br><br>               Caylon, T'Pau (beide "kuttiert") und Soval kommen aus einer<br>               Tür. Soval ist gefesselt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüstert)<br>                         Und Sie sind sicher, dass niemand<br>                         unseren Einstieg bemerkt hat?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich habe die internen Sensoren in<br>                         dieser Sektion gestört.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüstert)<br>                         Sollte das ein "Ja" sein?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         In der Tat.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollten aufhören zu flüstern,<br>                         Captain... Sie könnten<br>                         Aufmerksamkeit erregen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüstert)<br>                         Ich flüstere, um eben dies zu<br>                         vermeiden, T'Pau.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Es ist für einen Crewman nicht<br>                         logisch, an Bord seines Schiffes zu<br>                         flüstern, noch dazu, wenn er einen<br>                         Gefangenen eskortiert.<br><br><br>               Caylon seufzt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie Sie meinen.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Zu Volveks Räumen sollte es dort<br>                         entlang gehen.<br><br><br>               Sie deutet in eine Richtung und die drei schreiten los.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        23     INT. VOLVEK'S SCHIFF - ANDERER KORRIDOR - MOMENTE SPÄTER23<br><br><br>               Unsere zwei Kuttenträger und ihr "Gefangener" kommen um eine<br>               Ecke des Korridors und nähern sich einer Tür.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Hier müsste es sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na dann...<br>                             (atmet tief durch)<br>                         Alle bereit?<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Nein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, dann los.<br><br><br>               Er drückt den Türmelder.<br><br><br><br>               Es dauert nur einen Augenblick, bis die Tür sich öffnet und<br>               die drei schreiten hindurch.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        24     INT. VOLVEK'S SCHIFF - VOLVEK'S RÄUME                   24<br><br><br>               Caylon, T'Pau und Soval finden sich ein einem typisch<br>               vulkanisch spärlich eingerichteten Raum wieder. Keine<br>               Fenster, keine Deko, nur ein Schreibtisch. Und hinter diesem<br>               sitzt... Auf jeden Fall nicht Volvek, wie wir aus Sovals und<br>               T'Pau's Gesichtern ablesen können.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Wir wollen zu Volvek.<br><br><br>               Die Person hinter dem Schreibtisch - DORENEK - blick die Drei<br>               an.<br><br><br>                                   DORENEK<br>                         Er ist nicht hier.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         In der Tat.<br><br><br>               Dorenek steht auf und geht zu unseren drei Freunden. Unter<br>               seiner Kutte zieht er eine Waffe hervor, die vulkanische<br>               Version eines Handphasers. Er zieht T'Pau die Kaputze vom<br>               Kopf.<br><br><br>                                   DORENEK<br>                         T'Pau von Vulkan...<br>                             (beat)<br>                         Was verschafft uns diese Ehre?<br><br><br>               T'Pau blickt ihm in die Augen... Dorenek zuckt darauf kaum<br>               merklich und tritt einen kleinen Schritt zurück.<br><br><br>               Mit der Waffe weiter auf T'Pau und Co. gerichtet, holt er<br>               einen Kommunikator aus einer Tasche und aktiviert diesen.<br><br><br>                                   DORENEK (CONT'D)<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Wachen in Volvek's Büro.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Um Ihre Frage zu beantworten, was<br>                         Ihnen die Ehre meiner Anwesenheit<br>                         verschafft: Wir wollen zu Volvek.<br><br><br>                                   DORENEK<br>                         Das erwähnten Sie bereits.<br><br><br>               Fünf WACHEN betreten den Raum.<br><br><br>                                   DORENEK (CONT'D)<br>                             (zu T'Pau)<br>                         Aber ich werde Sie nicht zu ihm<br>                         lassen.<br>                             (zu den Wachen)<br>                         Sperrt sie ein! Isoliert sie!<br>                         Niemand darf zu ihnen, außer mir.<br><br><br>                                   WACHE #1<br>                         Jawohl, Dorenek.<br><br><br>                                   WACHE #2<br>                         Ich werde über die Eindringlinge<br>                         Volvek informieren.<br><br><br>               Dorenek hebt widersprechend die Hand.<br><br><br>                                   DORENEK<br>                         Nein. Es wird nicht nötig sein, den<br>                         Meister wegen solch einer Lapalie<br>                         bei seiner Meditation zu<br>                         belästigen.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde ihn informieren, sobald<br>                         er sie beendet hat.<br>                             (beat)<br>                         Nun sperrt sie weg!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        25     INT. VOLVEK'S SCHIFF - ZELLE                            25<br><br><br>               Nicht gerade auf die feine Englische Art werden Caylon, Soval<br>               und T'Pau von den Wachen in eine Zelle hineingeschubst.<br>               Hintern ihnen wird ein Kraftfeld aktiviert und eine schwere<br>               Tür verriegelt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja... Das hat ja bestens<br>                         funktioniert.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Der Plan mag zwar nicht aufgegangen<br>                         sein, doch habe ich eine wichtige<br>                         Information erlangen können.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die wäre?<br><br><br>               Aus Soval blickt sie fragend an.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich war in der Lage eine kurze<br>                         telepathische Verbindung zu Dorenek<br>                         aufzubauen... Er ist ein Romulaner.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und das hilft uns genau... wie?<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Nun kennen wir die Identität von<br>                         zumindest einem der Agenten im<br>                         "Wahren Weg".<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         In der Tat...<br>                             (beat)<br>                         Bedauerlicherweise blieb meine<br>                         telepathische Verbindung von ihm<br>                         nicht unbemerkt. Er wird<br>                         zweifelsohne deshalb vermuten, dass<br>                         ich ihn enttarnen konnte. Die Logik<br>                         legt also nahe, dass er uns mit<br>                         ziemlicher Sicherheit versuchen<br>                         wird, zu töten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr aufbauend. Was mich zu meiner<br>                         ursprünglichen Frage zurückbringt:<br>                         Nämlich wie uns dieses Wissen<br>                         helfen wird?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Nun sind wir vorbereitet.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aaah ja. Gut, dass Sie uns auf<br>                         seine finsteren Pläne mit uns<br>                         hingewiesen haben.<br>                             (beat)<br>                         Denn anhand der Tatsache, dass er<br>                         uns in eine Zelle gesperrt hat,<br>                         hätte ich gedacht, dass er uns<br>                         lediglich zu einem verlängerten<br>                         Wochenende auf dem Land einladen<br>                         wollte.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Ihr Sarkasmus in Ehren, Captain,<br>                         aber ich sehe nicht, wie er uns in<br>                         unserer derzeitigen Situation<br>                         helfen soll.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ungefähr soviel, wie das Wissen<br>                         über Doverneks...<br><br><br>                                   T'PAU<br>                             (unterbricht; korrigiert)<br>                         Dorenek.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie auch immer!<br>                             (beat)<br>                         Ich will sagen, was bringt es uns<br>                         zu wissen, dass er uns töten will,<br>                         wenn wir hier drin stecken und<br>                         nichts tun können!?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Gar nicht. Weshalb ich einen<br>                         Ausbruch in Betracht ziehen würde.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was Sie nicht sagen! Und wie?<br><br><br>               T'Pau antwortet nicht. Sie blickt nur entschlossen Soval an.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Das können Sie nicht.<br><br><br>               T'Pau schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich bin sicher, dass ich in der<br>                         Lage dazu bin.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wozu?<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Das bezweifle ich nicht.<br>                             (beat)<br>                         Ich bezog mich auf Ihr Gelöbnis.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was für ein Gelöbnis?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Außergewöhnliche Situationen<br>                         erfordern außergewöhnliche<br>                         Maßnahmen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             ("ich bin auch noch da!")<br>                         Hallo!?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                             (zu Caylon)<br>                         Sehen Sie zu.<br><br><br>               Sie geht zur Wand, einige Meter neben der Zellentür, lehnt<br>               sich mit einer Schläfe an diese und legt ihre Hand an die<br>               Wand.<br><br><br>               Soval begibt sich derweil neben die Tür und wartet einfach.<br><br><br>               Caylon steht mitten in der Zelle und versteht die Welt nicht<br>               mehr.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wäre wohl jemand so freundlich mir<br>                         zu verraten...<br><br><br>                                   SOVAL<br>                             (zischend)<br>                         Schweigen Sie!<br><br><br>               T'Pau's Lippen beginnen sich zu bewegen. Offenbar flüstert<br>               sie etwas, doch es ist so leise, dass wir nichts davon hören,<br>               geschweige denn verstehen.<br><br><br>               Einige Augenblicke verstreichen, dann öffnet eine der Wachen<br>               die Tür und senkt das Kraftfeld. Er betritt die Zelle und<br>               schaut sich verwirrt um. Gerade, als er einen Kommunikator<br>               hervorholen will, kommt Soval von hinten auf ihn zu und<br>               betäubt ihn mit dem Vulkanischen Nackengriff. Die Wache<br>               bricht zusammen.<br><br><br>               T'Pau löst sich nun von der Wand, während Caylon sich die<br>               Waffe der Wache greift und kurz auf den Korridor hinaus lukt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (re: Korridor)<br>                         Leer!<br>                             (zu T'Pau)<br>                         Könnten Sie mir nun erklären, was<br>                         gerade passiert ist?<br><br><br>               Statt T'Pau antwortet ihm Soval.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Die telepathischen Kräfte der<br>                         Ministerin liegen weit über denen<br>                         des durchschnittlichen Vulkaniers.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Es ist mir gelungen eine Verbindung<br>                         zu der Wache herzustellen und ihr<br>                         zu suggerieren, dass er gehört<br>                         habe, wie ein Transporter in<br>                         unserer Zelle eingesetzt wurde, und<br>                         dass er nach dem Rechten sehen<br>                         müsse.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Durch... die... Wand hindurch?<br><br><br>               T'Pau nickt.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         In der Tat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Erschreckend.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Wir könnten sicherlich den Rest des<br>                         Tages versuchen, weitere<br>                         Beschreibungen für meine<br>                         Fähigkeiten zu finden, aber ich<br>                         schlage vor, dass wir zuerst unsere<br>                         Mission vollenden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Da werde ich nicht widersprechen.<br>                         Kommen Sie!<br><br><br>               Er stürmt aus der Zelle hinaus und seine beiden vulkanischen<br>               Begleiter folgen ihm.<br><br><br>        26     INT. VOLVEK'S SCHIFF - KORRIDOR VOR DER ZELLE - FOLGEND 26<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Warten Sie!<br><br><br>               Caylon stoppt, ebenso Soval.<br><br><br>               T'Pau schließt die Zelle und die Wache damit in dieser ein.<br>               Sie geht zu einem nahen Wandterminal.<br><br><br>                                   T'PAU (CONT'D)<br>                             (zum Terminal)<br>                         Suche mir Dorenek!<br><br><br>                                   COMPUTER<br>                         Dorenek befindet sich in seinen<br>                         Gemächern.<br><br><br>               Ein Lageplan wird angezeigt, densich T'Pau in<br>               Sekundenbruchteilen einprägt, dann deaktiviert sie das<br>               Terminal und läuft los.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        27     INT. VOLVEK'S SCHIFF - KORRIDOR VOR DORENEKS RÄUMEN     27<br><br><br>               Unsere drei Freunde stehen vor Doreneks Gemächern.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Warten Sie bitte draußen.<br><br><br>               Da Caylon die Waffe hat, klingt das für ihn einleuchtend. Er<br>               nickt.<br><br><br>               T'Pau überwindet die Computersperren via Türpanel und die Tür<br>               öffnet sich. Sie und Soval treten hinein:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        28     INT. VOLVEK'S SCHIFF - DORENEKS GEMÄCHER - FOLGEND      28<br><br><br>               ... und hinter ihnen schließt sich die Tür wieder.<br><br><br>               Dorenek bemerkt die beiden, springt auf, will erneut nach<br>               Wachen rufen, doch Soval setzt auch ihn mittels Nackengriff<br>               außer Gefecht.<br><br><br>               T'Pau kniet neben ihm nieder und berührt dessen Gesicht auf<br>               typische Gedankenverschmelzer-Weise.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Mein Geist zu deinem Geist... Meine<br>                         Gedanken zu deinen Gedanken...<br><br><br>               Sie schließt die Augen, ist vollends konzentriert.<br><br><br>               Die Kamera fährt einige Augenblicke um sie herum. Dann öffnet<br>               sie die Augen wieder und geht zu Soval.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Wir können es verhindern...<br><br>                             (beat)<br>                         Es geschehen zu lassen, kommt in<br>                         gewisser Weise sogar einem Mord<br>                         gleich.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich überlasse Ihnen die Wahl.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich habe keine Wahl.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Das sehe ich ebenso.<br>                             (beat)<br>                         Es zu verhindern, wäre eine zu<br>                         große Gefahr für uns alle.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Das Wohl von vielen...<br><br><br>               T'Pau nickt.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                             (vollendet)<br>                         ...wiegt schwerer, als das Wohl von<br>                         wenigen, oder von einzelnen.<br><br><br>               Soval nickt zustimmend.<br><br><br>               AUF Dorenek, der noch immer bewusstlos am Boden liegt:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        29     INT. VOLVEK'S SCHIFF - VOLVEK'S RÄUME                   29<br><br><br>               VOLVEK, ein älterer, weise wirkender Vulkanier, kommt herein.<br>               Er geht einige Schritte in den Raum hinein, dann bleibt er<br>               stehen. Er dreht sich zu einer Ecke um und WIR ERKENNEN, dass<br>               sich im dortigen Schatten eine Person befindet.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                             (zur Person im Schatten)<br>                         Ich muss zugeben, ich bin erstaunt.<br>                         Sie gehen ein enormes Risiko ein.<br><br><br>               Die Person tritt aus dem Schatten heraus und WIR ERKENNEN,<br>               dass es sich um T'Pau handelt.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Es geht um das Wohl unseres Volkes<br>                         und das des gesamten Quadranten...<br>                         Es war logisch, dieses Risiko<br>                         einzugehen.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                             (verachtend)<br>                         Ihr Syranniten rechtfertig jede<br>                         Eurer Handlungen damit, nicht wahr?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Wir Syranniten haben Vulkan auf den<br>                         richtigen Pfad zurückgeführt. Wir<br>                         haben Suraks wahre Thesen dem Volk<br>                         zurückgegeben und eine verheuchelte<br>                         Regierung in den Rücktritt<br>                         getrieben.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Und Ihr glaubt, Ihr hättet damit<br>                         alles besser gemacht.<br>                             (beat)<br>                         Doch in Eurem Streben, unser Volk<br>                         zu seinen Wurzeln zurück zu führen,<br>                         seid Ihr blind dafür geworden, was<br>                         um Euch herum geschieht.<br>                             (beat)<br>                         Du bringst Verderben über Dein<br>                         eigenes Volk, T'Pau.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Die Lehren Surak's führen nicht zum<br>                         Verderben, Volvek.<br><br><br>               Volvek schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Oh ja, das tun sie.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Surak hat uns zu dem Volk gemacht,<br>                         das wir einst waren und das wir in<br>                         Zukunft wieder sein werden.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Du sprichst die Wahrheit. Und doch<br>                         irrst Du Dich, T'Pau.<br>                             (beat)<br>                         Es ist wahr: Surak's Thesen haben<br>                         uns vor der Vernichtung durch uns<br>                         selbst bewahrt. Doch seit der<br>                         Restauration sind viele<br>                         Jahrhunderte vergangen. Die Welt<br>                         und auch das Universum um sie herum<br>                         haben sich geändert... Die Leute...<br>                             (beat)<br>                         Surak's Thesen, waren genau das,<br>                         was unser Volk damals brauchte.<br>                         Aber wir haben uns weiter<br>                         entwickelt.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Logik...<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                             (unterbricht)<br>                         Logik ist wichtig, aber Ihr wendet<br>                         sie falsch an! Unsere Logik macht<br>                         uns den übrigen Völkern des<br>                         Quadranten überlegen. Sie gibt uns<br>                         Macht. Kontrolle.<br>                             (beat)<br>                         Es wäre eine Katastrophe, wenn wir<br>                         nicht die gleiche Macht und die<br>                         Kontrolle weiter ausüben würden,<br>                         wie Vulkan vor Eurem Putsch es tat.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Su hast recht. Man muss Suraks<br>                         Lehren den Gegebenheit anpassen.<br>                         Dann erkennt man, dass die Zukunft<br>                         liegt nicht darin, Macht über<br>                         andere auszuüben. Sie liegt in<br>                         friedlicher Koexistenz.<br><br>                             (beat)<br>                         Die Allianz bietet uns Sicherheit.<br>                         Sie entspricht den Visionen, die<br>                         Surak vor zweitausend Jahren hatte.<br>                         Sicherheit, ohne eine totalitäre<br>                         Auslegung der Logik.<br>                             (beat)<br>                         V'Las und seine Regierung haben<br>                         Vulkan fehlgeleitet. Ihre Auslegung<br>                         der Logik hat Vulkan für unsere<br>                         verlorenen Brüder und Schwestern<br>                         anfällig werden lassen...<br>                             (beat)<br>                         Ihre Auslegung der Logik hat es<br>                         möglich gemacht, dass sie sich<br>                         unbemerkt unter uns mischen<br>                         konnten.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         V'Las hätte Romulaner in unseren<br>                         Reihen nie geduldet. Er hätte sie<br>                         entdeckt und entfernt.<br>                             (beat)<br>                         Die Vulkanier sind nicht so blind,<br>                         dass sie so etwas nicht bemerkt<br>                         hätten.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Du irrst Dich, Volvek... Sogar Du<br>                         hast Dich von ihnen täuschen<br>                         lassen.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Wie meinst Du das?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Dorenek...<br><br><br>               Volvek schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Niemals!<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich kann es Dir beweisen...<br>                             (beat)<br>                         Du musst mich nur lassen. Alles was<br>                         Du tun musst, ist Deine Abscheu vor<br>                         einer Gedankenverschmelzung zu<br>                         überwinden.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Niemals! Ich werde mich niemals<br>                         einem solch perversen Akt<br>                         unterziehen!<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ganz wie Du wünscht, Volvek. Aber<br>                         dann wirst Du niemals die Wahrheit<br>                         erfahren...<br>                             (beat)<br>                         Und auf ewig ein Spielball des<br>                         Feindes bleiben...<br>                             (long beat)<br>                         Willst du dieses Risiko eingehen?<br><br><br>               Volvek überlegt sichtlich. Er scheint hin- und hergerissen.<br>               Dann:<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Also gut.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        30     EXT. NEBEL                                              30<br><br><br>               Joah. Da sind wir. Aber warum, denn hier ist nix, abgesehen<br>               vom Nebel? Doch Moment... da flimmert ja was!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        31     INT. EDS AMMAR - OSBOURNE'S RAUM                        31<br><br><br>               Nun ist uns wohl klar, was da geflimmert hat: Die E.D.S.<br>               Ammar, das Schiff der Exekutive Erde. Und wir befinden uns im<br>               Raum von deren Anführer: OSBOURNE.<br><br><br>               Er sitzt bequem in einem Sessel und schlürft eine Tasse Tee<br>               vor sich hin.<br><br><br>               Die Türen "springen" förmlich auf, als CANE in den Raum<br>               hineinstürtzt.<br><br><br>                                   CANE<br>                             (wütend)<br>                         Was zum Teufel tun Sie da!?<br><br><br>               Osbourne schaut nicht einmal von seinem Tee auf.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (ruhig)<br>                         Ich kann mich an eine graue Vorzeit<br>                         erinnern, in der Besucher<br>                         anklopften, bevor sie mit der Tür<br>                         ins Haus fielen.<br>                             (beat)<br>                         Aber um Ihre Frage zu beantworten:<br>                         Ich trinke einen Pfefferminz-Tee.<br><br><br>                                   CANE<br>                             (kocht vor Wut)<br>                         Sie wissen verdammt gut, was ich<br>                         meine!<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ach ja?<br><br><br>               Cane stößt wütend Atem aus der Name aus.<br><br><br>                                   CANE<br>                             (wütend)<br>                         Sie wissen verdammt gut, warum wir<br>                         hier sind! Wir haben der Sektion<br>                         versprochen, sicherzustellen, dass<br>                         "Der Wahre Weg" keine Gefahr mehr<br>                         für die Erde darstellt!<br><br><br>               Osbourne blickt auch weiterhin nicht zu ihm auf.<br><br><br>               Cane stampft wütend durch den Raum. Dabei:<br><br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Wir wissen wo Volvek's Schiff ist,<br>                         wir haben die nötige Feuerkraft und<br>                         wir haben das Überraschungsmoment<br>                         auf unserer Seite gehabt. Aber Sie<br>                         haben die Chance vergehen lassen!<br>                         Sie haben gewartet, bis es zu spät<br>                         war! Nun ist die Antares im<br>                         Nebel... Zwar nicht in<br>                         unmittelbarer Sensorenreichweite,<br>                         aber eine gewaltige Explosion, so<br>                         etwa wie die eines Raumschiffs,<br>                         würden sie erkennen und<br>                         untersuchen.<br>                             (beat)<br>                         UND DANN WÜRDEN SIE UNS<br>                         AUFSPÜREN!!!<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich weiß, dass die Antares hier<br>                         ist. Ich habe sogar damit<br>                         gerechnet, dass sie hier auftaucht.<br><br><br>               Nun endlich sieht er zu Cane auf, wütend.<br><br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Ich weiß auch, wie es um Ihre<br>                         Loyalitäten steht, Cane!<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß, dass die Exekutive nicht<br>                         mehr an erster Stelle auf Ihrer<br>                         Prioritätenliste steht. Dass wir<br>                         längst von Harris und seiner<br>                         Sektion vom Spitzenplatz verdrängt<br>                         wurden.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich will Ihnen etwas sagen,<br>                         Cane: Wir sind KEINE<br>                         Befehlsempfänger der Sektion.<br>                             (beat)<br>                         Die Exekutive hat mit der Sektion<br>                         eine Vereinbarung... An diese werde<br>                         ich mich halten. Wie ich das mache,<br>                         lassen Sie mal meine Sorge sein.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Und wie wollen Sie die Vereinbarung<br>                         noch einhalten?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Gewalt ist nicht immer der einzige<br>                         Weg zum Ziel... Und in diesem Fall<br>                         vertraue ich darauf, dass Caylon<br>                         mit seiner Mission Erfolg haben<br>                         wird.<br>                             (beat)<br>                         Es ist viel besser für uns, andere<br>                         die Drecksarbeit verrichten zu<br>                         lassen.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Was meinen Sie damit?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wenn wir nicht auftreten, wird auch<br>                         niemand mit uns rechnen, wenn es<br>                         drauf ankommt...<br>                             (beat)<br>                         Sie werden schon sehen, Cane.<br><br><br>               AUF Osbournes entschlossenen Gesichtsausdruck:<br><br><br>                                                           CUT BACK TO:<br><br><br>        32     INT. VOLVEK'S SCHIFF - VOLVEK'S RÄUME                   32<br><br><br>               T'Paus Hände lösen sich von Volvek's Gesicht. Beide öffnen<br>               die Augen, Volvek blickt beinahe verängstigt drein. Die<br>               Verschmelzung ist beendet.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                             (auf vulkanische Weise<br>                              erschüttert)<br>                         Bei Surak!<br>                             (long beat)<br>                         Wissen die anderen Völker darüber<br>                         Bescheid?<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Nein. Und das soll auch so bleiben.<br>                             (beat)<br>                         Selbst wenn diese Allianz gefestigt<br>                         wird, wie es die Menschen planen,<br>                         werden wir dieses Geheimnis mit<br>                         niemandem teilen, den wir nicht für<br>                         vollkommen diskret erachten.<br>                             (beat)<br>                         Es ist ja noch nicht einmal unser<br>                         eigenes Volk bereit für diese<br>                         Enthüllung.<br><br><br>               Volvek nickt nachdenklich zustimmend.<br><br><br>                                   T'PAU (CONT'D)<br>                         Es würde wohl auch die<br>                         Vorgehensweise der Romulaner<br>                         verändern, wenn bekannt würde, dass<br>                         wir es wissen.<br>                             (beat)<br>                         Im Status Quo sind sie leichter<br>                         aufzuhalten, als wenn sie ihre<br>                         gesamten Energien darauf verwenden,<br>                         Rache für ihre Diaspora zu nehmen.<br><br><br>               Volvek nickt.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br>                                       AKT VI<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        33     INT. VOLVEK'S SCHIFF - DORENEKS GEMÄCHER                33<br><br><br>               Caylon und Soval sind hier und starren fassungslos (zumindest<br>               Caylon) auf den am Boden liegenden Dorenek herab.<br><br><br>               T'Pau betritt mit Volvek den Raum. Letzterer sieht Dorenek<br>               zuerst.<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                             (re: Dorenek)<br>                         Was ist passiert?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Er ist tot.<br><br><br>               T'Pau blickt zu Soval, dieser nickt kaum merklich.<br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        34     INT. VOLVEK'S SCHIFF - DORENEKS GEMÄCHER - FLASHBACK    34<br><br><br>               T'Pau kniet neben dem am Boden liegenden Dorenek, steht nun<br>               auf und geht zu Soval.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Wir können es verhindern...<br><br>                             (beat)<br>                         Es geschehen zu lassen, kommt in<br>                         gewisser Weise einem Mord gleich.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich überlasse Ihnen die Wahl.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich habe keine Wahl.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Das sehe ich ebenso.<br>                             (beat)<br>                         Es zu verhindern, wäre eine zu<br>                         große Gefahr für uns alle.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Das Wohl von vielen...<br><br><br>               T'Pau nickt.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                             (vollendet)<br>                         ...wiegt schwerer, als das Wohl von<br>                         wenigen, oder von einzelnen.<br><br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br><br>        35     INT. VOLVEK'S SCHIFF - DORENEKS GEMÄCHER                35<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                             (zu T'Pau)<br>                         Ist das Dein Werk?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Er lebte noch, als ich den Raum<br>                         betrat.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                         Darf ich vorstellen: Captain<br>                         Frederick Caylon von der Erde.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                             (zu Volvek)<br>                         Wir haben schon oft erlebt, dass<br>                         sich Romulaner lieber selbst töten,<br>                         als in Gefangenschaft zu geraten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber normalerweise läuft das<br>                         spektakulärer ab. So, dass keine<br>                         Reste übrig bleiben, die man<br>                         untersuchen könnte. Nun aber...<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Wir werden uns darum kümmern,<br>                         Captain.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was geschieht nun mit den anderen<br>                         Agenten?<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         Es ist meine Gruppe, meine Sache.<br>                         Wir werden sie enttarnen und uns um<br>                         sie kümmern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sind ein Dissident. Warum<br>                         sollten wir Ihnen trauen?<br><br><br>                                   VOLVEK<br>                         T'Pau vertraut mir. Das sollte<br>                         Ihnen genügen, Captain.<br><br><br>               Caylon sieht T'Pau fragend an und diese nickt bloß.<br><br><br>               Unser Captain zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Tja... Das muss mir dann wohl<br>                         reichen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        36     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT                               36<br><br><br>               Der übliche graue Alltag auf der Romulanischen Heimatwelt.<br><br><br>        37     INT. TAL'SHIAR-HAUPTQUARTIER - S'TOKKER'S BÜRO          37<br><br><br>               Ein umdekoriertes Büro von Toranis. Auch hier auffallend:<br>               Keine Fenster.<br><br><br>               S'Tokker und Sahen sind anwesend.<br><br><br>               Toranis kommt herein.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Es ist bestätigt. Te'en'g hat uns<br>                         darüber hinaus Informationen über<br>                         die Lage des Stützpunktes<br>                         beschaffen können.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Fahren Sie fort.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Es ist ein etwas abseits gelegenes<br>                         System, aber aus taktischer Sicht<br>                         eindeutig sinnvoll gewählt, um von<br>                         dort aus einen Angriff auf unser<br>                         Territorium zu starten.<br>                             (beat)<br>                         Laut Vulkanischer Datenbank - so<br>                         Te'en'g - gibt es außer der Basis<br>                         nichts, das für uns von Interesse<br>                         ein könnte.<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Bereiten Sie den Dreadnought für<br>                         den Angriff vor. Ich will außerdem,<br>                         dass das Schiff von einem unserer<br>                         Eliteverbände begleitet wird...<br>                         Dann muss unser Schiff nicht für<br>                         die nachträgliche Säuberungsarbeit<br>                         aufgehalten werden.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Sir, ich möchte zur Vorsicht<br>                         raten...<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Gibt es einen Grund an unserem<br>                         Schiff und dem damit verbundenen<br>                         Sieg zu zweifeln? Irgendeinen<br>                         Hinweis dafür, dass die Allianz dem<br>                         Schiff noch einmal schaden könnte?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Nein, General, ab...<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Dann behalten Sie Ihre Bedenken für<br>                         sich, Major!<br>                             (zu Sahen)<br>                         Senator, begleiten Sie mich doch<br>                         und werden Sie Zeuge unseres<br>                         Sieges...<br><br><br>                                   SAHEN<br>                         Ganz den alten Traditionen<br>                         entsprechend...<br><br><br>                                   S'TOKKER<br>                         Jawohl!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        38     EXT. WELTRAUM - ANDOR                                   38<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        39     INT. ANDORIA - KAMMER DES JANDUSH VON ANDUSHA - ABEND   39<br><br><br>               Wir befinden uns in der aus 2x08 "Vergeltung" bekannten<br>               wichtigsten der drei andorianischen Regierungskammern. Hier<br>               werden täglich Entscheidungen getroffen, die Richtungsweisend<br>               für die Zukunft aller Andorianer sind.<br><br><br>               Wir befinden uns in der Mitte einer wichtigen Sitzung. Sie<br>               wird über die zukünftige Regierungsform Andors entscheiden.<br><br><br>               Am Rednerpult in der Mitte des Amphitheaters ERKENNEN WIR<br>               Torlan, der gerade am Ende einer flammenden Rede angekommen<br>               ist:<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         ... wir dürfen uns dem Fortschritt<br>                         nicht in den Weg stellen!<br>                             (beat)<br>                         Wenn wir als Volk überleben wollen,<br>                         dann müssen wir dem Antrag<br>                         zustimmen und die neue Verfassung<br>                         unterstützen!<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen enger mit der Allianz<br>                         zusammenarbeiten, um die Romulaner<br>                         zu besiegen und in eine glorreiche<br>                         Zukunft schreiten zu können.<br>                             (long beat)<br>                         Doch das derzeitige<br>                         Regierungssystem macht dies<br>                         unmöglich!<br>                             (beat)<br>                         Deshalb seien Sie weise und treffen<br>                         Sie die richtige Entscheidung!<br><br><br>               Applaus von ca. der Hälfte der Ränge.<br><br><br>               Torlan verlässt das Pult und kehrt auf seinen Platz in den<br>               Reihen zurück.<br><br><br>               Der VORSITZENDE de Kammer tritt nun ans Pult.<br><br><br>                                   VORSITZENDER<br>                         Sie haben nun die verschiedenen<br>                         Meinungen gehört. Ich erwarte Ihre<br>                         Stimmen... Enthaltungen sind nicht<br>                         möglich.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        40     MONTAGE                                                 40<br><br><br>               Wir SEHEN die Hände einiger Andorianer, wie sie an ihren<br>               Tischen Knöpfe - entweder für Ja, oder für Nein - drücken.<br>               Nach einigen dieser Einstellungen:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        41     INT. ANDORIA - KAMMER DES JANDUSH VON ANDUSHA - NACHT   41<br><br><br>               Es ist später geworden, ansonsten ist alles wie zuvor.<br><br><br>               Der Vorsitzender steht wieder am Rednerpult.<br><br><br>                                   VORSITZENDER<br>                         Ich verkünde nun das Ergebnis der<br>                         Wahl: Stimmen für eine neue<br>                         Verfassung: 261. - Stimmen gegen<br>                         die neue Verfassung: 261.<br>                             (beat)<br>                         Nicht in dieser Kammer anwesend war<br>                         eine Person.<br>                             (long beat)<br>                         Damit haben wir einen Patt, meine<br>                         Damen und Herren. Und nach unseren<br>                         Gesetzen bestimmt in diesem Fall<br>                         die Stimme des Vorsitzenden über<br>                         den Ausgang der Wahl.<br>                             (beat)<br>                         Und somit erkläre ich den Antrag<br>                         auf eine neue Verfassung für a--<br><br><br>               Er wird unterbrochen von einer Frauenstimme:<br><br><br>                                   TIRIS (O.S.)<br>                         Ich stimme für die neue Verfassung!<br><br><br>               Sie kommt nun ins Bild getreten.<br><br><br>                                   TIRIS (CONT'D)<br>                         Niemand ist ein größerer Verfechter<br>                         der alten Werte, als ich. Und Sie<br>                         kennen alle meine Einstellung zu<br>                         den Vulkaniern.<br>                             (beat)<br>                         Doch ich bin zu dem Schluss<br>                         gekommen, dass es für uns einem<br>                         Selbstmord gleichkäme, den Wunsch<br>                         des Volkes, unserem Staat eine neue<br>                         Verfassung zu geben, und seinen<br>                         Ruf, uns mit anderen gegen unseren<br>                         gemeinsamen Feind zu verbünden, zu<br>                         ignorieren und zu widersprechen.<br>                             (long beat)<br>                         Darum gebe ich meine Stimme für die<br>                         Unterstützung des Antrages ab.<br>                             (beat)<br>                         Und damit sind es 262 Für-Stimmen<br>                         gegen 261 Gegenstimmen.<br><br><br>               ZWISCHENSCHNITT AUF Torlan, dem ein Lächeln über das Gesicht<br>               huscht.<br><br><br>                                   TIRIS (CONT'D)<br>                         Ich kann die Zweifel aller, die<br>                         sich gegen die Verfassung<br>                         ausgesprochen haben,<br>                         nachvollziehen. Es geht mir nicht<br>                         anders.<br>                             (beat)<br>                         Doch ich habe eingesehen, was das<br>                         Beste für Andoria und seine<br>                         Bevölkerung ist.<br>                             (beat)<br>                         Und so bitte ich all diejenigen,<br>                         die mit einem Nein abgestimmt<br>                         haben, inständigst keine Versuche<br>                         zu unternehmen, sich in den Lauf<br>                         der Dinge, die nun kommen,<br>                         einzumischen und diese wohlmöglich<br>                         mit Gewalt zu stoppen.<br>                             (long beat)<br>                         Denn dies wäre das Ende für<br>                         Andoria.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß, Sie fürchten um Ihren<br>                         Stand und um Ihre Positionen. Und<br>                         och bin ich sicher, dass<br>                         diejenigen, die sich in der<br>                         Vergangenheit verdient gemacht<br>                         haben, werden auch in der Neuen<br>                         Zeit ihren Platz in der Welt<br>                         finden!<br><br><br>               Tosender Applaus bricht aus.<br><br><br>               Der Vorsitzende scheint die Euphorie nicht so ganz teilen zu<br>               können, dennoch bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich dem<br>               Gesetz zu beugen und die folgenden Worte zu verkünden:<br><br><br>                                   VORSITZENDER<br>                         Damit ist dieser Antrag angenommen.<br>                             (beat)<br>                         Von nun an soll die Regierung von<br>                         einer neuen Kammer gestellt werden,<br>                         in die alle Bürger - auch die Nicht<br>                         Aristokraten - von allen Bürgern<br>                         gewählt werden können...<br><br><br>               Standing Ovations. Und mittendrin SEHEN WIR Torlan, der<br>               zufrieden dreinblickt und euphorisch applaudiert.<br><br><br>               AUF Torlan:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT VI<br>                                       AKT VII<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        42     EXT. WELTRAUM - WARP                                    42<br><br><br>               Die Antares rauscht durch die Weiten des Alls.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        43     INT. ANTARES - MESTRALS QUARTIER                        43<br><br><br>               Es klingelt. Mestral geht zur Tür. Als sie sich öffnet, steht<br>               im T'Pau gegenüber.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ministerin. Ich ich...<br><br><br>               Er bemüht sich sichtlich, den Einfluss seiner menschlichen<br>               Seite zu kontrollieren. T'Pau macht eine beruhigende Geste...<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Es ist gut, Mestral. Sie sind, wer<br>                         sie sind. Ein Mensch und ein<br>                         Vulkanier. Doch bei weitem mehr ein<br>                         Mensch als ein Vulkanier. Das ist<br>                         nichts, wessen Sie sich zu schämen<br>                         habe. Bei Weitem nicht.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bei allem Respekt Ministerin. Viele<br>                         auf Vulkan dürften das anders<br>                         sehen.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ich kann diese Leute sogar<br>                         verstehen. Auch mir fällt es<br>                         schwer, es zu akzeptieren. Es zeigt<br>                         sich, die Logik schützt uns nicht<br>                         vor der Emotion des Vorurteils.<br>                         Vielleicht zeigt es auch, wir sind<br>                         nicht bereit dafür.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (niedergeschlagen)<br>                         Das ist sicher logisch.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Logik ist der Anfang aller<br>                         Weisheit, nicht das Ende. Das muss<br>                         unser Volk noch lernen. Ihr Volk...<br>                         Ihre beiden Völker.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ehrlich gesagt, ich weiß nicht...<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         ...wer ihr Volk ist? Ich weiß.<br>                         Daher wollte ich sie auch kurz<br>                         sehen, bevor ich das Schiff<br>                         verlasse. Denn das ist schade. Sie<br>                         sind soviel mehr. Jemand der<br>                         Emotion und Logik zum Ausgleich<br>                         bringen könnte. Von dem Vulkanier<br>                         und Menschen lernen könnten, dass<br>                         sich beides nicht widersprechen<br>                         muss.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das sind überraschende Worte,<br>                         Ministerin.<br><br><br>               AUF T'PAU<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Ja. Und das ist auch das Problem,<br>                         Mestral. Doch ich glaube, dass sie<br>                         ihren Weg meistern werden. Wie ich<br>                         Ihnen auf Vulkan schon sagte: Sie<br>                         sind ein Wandler zwischen den<br>                         Welten. Ein Vorbote dessen, was die<br>                         Allianz bringen wird. Sollten sie<br>                         also je den Weg nicht mehr sehen,<br>                         so zögern sie nicht, mich zu<br>                         konsultieren. Jeder braucht einen<br>                         Halt in seiner Kultur. Und auf<br>                         Vulkan werde ich gerne Ihrer sein.<br><br><br>               Mestral wirkt gerührt. Nach einigen Sekunden wird er sich<br>               seiner emotionalen Reaktion bewusst.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Verzeihen Sie, Ministerin...<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Da gibt es nichts zu verzeihen,<br>                         Mestral.<br><br><br><br>               Sie guckt ihn ruhig an. Dann entbietet sie ihm den klassichen<br>               Gruß.<br><br><br>                                   T'PAU (CONT'D)<br>                         Leben Sie lang und in Wohlstand.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Leben Sie lang und im Wohlstand.<br><br><br>               Ohne weitere Worte geht T'Pau davon.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        44     INT. ANTARES - DARIUS' QUARTIER                         44<br><br><br>               Darius sitzt an seinem Computer, auf dessen Schirm wir ASHAN<br>               SEHEN können. Mid-Scene.<br><br><br>                                   ASHAN<br>                         Du willst nicht, dass ich an Bord<br>                         komme?<br>                             (beat)<br>                         Haben sich denn Deine Gefühle für<br>                         mich geändert?<br><br><br>               Darius schüttelt energisch den Kopf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ganz und gar nicht.<br>                             (beat)<br>                         Und das ist auch der Grund, warum<br>                         ich dich lieber überall haben<br>                         wollen würde, nur nicht hier.<br><br><br>                                   ASHAN<br>                         Das verstehe ich nicht.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ist das denn wirklich so schwer<br>                         nachzuvollziehen?<br>                             (beat)<br>                         Das Leben auf einem Raumschiff ist<br>                         gefährlich. Selbst zu<br>                         Friedenszeiten ist es ist nicht<br>                         sicher, aber jetzt, mitten in einem<br>                         grausamen Krieg, ist es der letzte<br>                         Ort, wo Du Dich aufhalten solltest!<br><br><br>                                   ASHAN<br>                         Es ist also in Ordnung, wenn du Tag<br>                         für Tag Dein Leben auf der Antares<br>                         riskierst, aber wenn ich das machen<br>                         will, willst du es mir verbieten?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich will Dir nichts verbieten,<br>                         ich...<br>                             (beat)<br>                         Ich könnte es nicht ertragen, wenn<br>                         Dir etwas zustoßen würde.<br><br><br>                                   ASHAN<br>                         Aber mir kannst Du dies aufbürden?<br>                         Wenn Dir etwas passieren würde und<br>                         ich damit klarkommen müsste, wäre<br>                         Dir das egal, nicht wahr? Du<br>                         müsstest damit dann ja auch nicht<br>                         mehr klarkommen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ashan, ich--<br><br><br>                                   ASHAN<br>                         Was ich damit sagen will, ist,<br>                         dass, wenn Du das Recht hast, Dein<br>                         Leben zu riskieren, ich doch wohl<br>                         dasselbe Recht haben sollte.<br>                             (beat)<br>                         Ich will auf die Antares und ich<br>                         will bei Dir sein.<br>                             (beat)<br>                         Sicher mag es gefährlich sein. Aber<br>                         das ist es überall. Denk doch nur<br>                         an Bolear zurück. Dort war es im<br>                         Grunde genommen sicher und dennoch<br>                         wurde ich entführt...<br>                             (long beat)<br>                         Absolute Sicherheit gibt es nicht,<br>                         Darius. - Ich bin bereit, dieses<br>                         kalkulierte Risiko auf mich zu<br>                         nehmen, um bei Dir zu sein. - Bist<br>                         Du es auch?<br><br><br>               Darius überlegt eine Weile. Dann:<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich werde Doktor Miller sagen, dass<br>                         sie Deine Bewerbung akzeptieren<br>                         soll.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        45     EXT. PLANET - RUINEN - SONNENUNTERGANG                  45<br><br><br>               Müller und Kendall sind unterwegs zwischen den Ruinen auf dem<br>               Planeten aus 1x07 "Machtlos"<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist schon traurig.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie haben eine merkwürige Art, mit<br>                         Erfolg umzugehen, Commander.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben die Vorrichtung<br>                         entschlüsselt. Wir sind in der<br>                         Lage, sie zu steuern. Wir haben es<br>                         geschafft, dass unsere Schiffe von<br>                         den Sensoren der Vorrichtung<br>                         unentdeckt bleiben und nur die<br>                         Romulaner von Bord ihrer Schiffe<br>                         gebeamt werden.<br><br><br>               Müller nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß. Und das meinte ich auch<br>                         gar nicht.<br>                             (beat)<br>                         Schauen Sie sich hier um, Boris. Es<br>                         gibt hier unzählige Ruinen. Eine<br>                         ganze Kultur hat hier gelebt, ist<br>                         hier gestorben und diese Ruinen<br>                         sind das Einzige, was von ihnen<br>                         übrig geblieben ist. Wir sind vor<br>                         drei Jahren zufällig über diesen<br>                         Planeten gestolpert und wurden von<br>                         seiner Technologie überrumpelt.<br>                             (beat)<br>                         Ein Geheimnis haben wir<br>                         entschlüsselt. Aber überlegen Sie<br>                         mal, wie viele sich noch in diesen<br>                         Ruinen befinden.<br>                             (beat)<br>                         Technologie, die wir gleich mittels<br>                         eines EMP lahmlegen werden, damit<br>                         sie den Romulanern nicht in die<br>                         Hände fällt.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich muss Ihnen zustimmen,<br>                         Commander. Es ist ein unbezahlbarer<br>                         Schatz, den wir hier vor uns haben<br>                         und den wir vernichten werden.<br>                             (beat)<br>                         Aber Sie dürfen auch nicht<br>                         vergessen, was wir gewinnen!<br>                             (beat)<br>                         Wenn alles glatt läuft, dann wird<br>                         die Vorrichtung und diesen Ruinen<br>                         die Romulaner von ihrem Superschiff<br>                         herunterbeamen... Und es für uns<br>                         zugänglich werden lassen. Überlegen<br>                         Sie, was wir von diesem Schiff<br>                         lernen können - mal abgesehen von<br>                         seiner überlegenen Panzerung.<br>                         Datenbänke mit Tonnen von<br>                         Informationen über die Romulaner...<br>                         Unser Feind bekommt endlich ein<br>                         Gesicht.<br>                             (beat)<br>                         Vielleicht sind Forschungsreisen ja<br>                         doch nicht so verkehrt, wie ich<br>                         immer dachte... Denn Sonden allein,<br>                         würden uns niemals einen derartigen<br>                         Nutzen bringen...<br>                             (beat)<br>                         Vielleicht habe ich mich geirrt,<br>                         als ich diese Bheuaptung damals<br>                         aufstellte.<br><br><br>               AUF die überrascht dreinblickende Müller:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        46     EXT. WELTRAUM - WARP                                    46<br><br><br>               Die Antares rast durchs Bild.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        47     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   47<br><br><br>               Darius am Steuer, Mestral den der Wissenschaft, JUAN MENDEZ<br>               an den Waffen, Lombardi an der Technik, Ensign YANA OSTROWSKI<br><br>               an der Kommunikation. Beem hat das Kommando, bis -  was in<br>               diesem Augenblick geschieht - Caylon aus seinem<br>               Bereitschaftsraum auf die Brücke kommt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir nähern uns dem Planeten, Sir.<br><br><br>               Beem macht Caylons Sessel frei und übernimmt die<br>               Waffenkontrolle von Mendez.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden. Auf Impuls<br>                         verlangsamen, Darius.<br><br><br>               Darius führt den Befehl aus.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        48     EXT. WELTRAUM - FOLGEND                                 48<br><br><br>               Die Antares kommt aus dem Warp.<br><br><br>        49     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         49<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Sensoren orten mehrere Schiffe<br>                         im Orbit.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (besorgt)<br>                         Romulaner?<br><br><br>               Mestral schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ganz im Gegenteil, Captain... Sehen<br>                         Sie selbst.<br><br><br>               EINSTELLUNG AUF DEN HAUPTSCHIRM<br><br><br>               Auf dem nun der Planet erscheint... Und in dessen Orbit: Ein<br>               Verband Andorianischer Kreuzer.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Das Andorianische Führungsschiff<br>                         ruft uns, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br><br>               Auf dem Schirm erscheinen nun Torlan und Tiris.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (erfreut)<br>                         Torlan. Force-Commander Tiris. Es<br>                         freut mich, Sie beide<br>                         wiederzusehen.<br><br><br>                                   TORLAN (ON SCREEN)<br>                         Die Freunde ist meinerseits,<br>                         Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss zugeben,  Ihre Anwesenheit<br>                         hier überrascht mich ein wenig.<br><br><br>                                   TIRIS (ON SCREEN)<br>                         Gewöhnen Sie sich lieber daran,<br>                         Captain. Die Krise auf Andoria ist<br>                         beigelegt... Sie werden uns nun<br>                         öfters wieder an Ihrer Seite<br>                         kämpfen sehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (begeistert)<br>                         So viele gute Nachrichten an einem<br>                         Tag... da kann ja eigentlich gar<br>                         nichts mehr schiefgehen.<br><br><br>                                   TORLAN (ON SCREEN)<br>                         Captain, wenn Sie nichts dagegen<br>                         haben, würde ich nun gerne meinen<br>                         Dienst an Bord der Antares wieder<br>                         aufnehmen. Bitte um Erlaubnis, an<br>                         Bord kommen zu dürfen, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (erfreut)<br>                         Erteilt, Commander. Erteilt.<br>                             (beat)<br>                         Willkommen zu Hause, Torlan.<br><br><br>               Torlan nickt.<br><br><br>                                   TORLAN (ON SCREEN)<br>                         Danke, Sir.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        50     EXT. WELTRAUM - ROMULUS                                 50<br><br><br>               Wir SEHEN den Dreadnought ein gigantisches Tarnfeld<br>               verlassen. Er schließt zu einer Flotte von Birds auf Prey<br>               auf, die sich im Orbit befinden.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        51     INT. GETARNTES RAUMDOCK                                 51<br><br><br>               Toranis befindet sich hinter dem Fenster, hinter dem er vor<br>               knapp zwei Jahren (--&gt; 2x12) schon mit Romor stand.<br><br><br><br>               Er beobachtet, wie der Dreadnought zur Flotte aufschließt und<br>               mit dieser zusammen auf Warp springt.<br><br><br>               AUF Toranis:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT VII<br>                                      AKT VIII<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        52     EXT. WELTRAUM                                           52<br><br><br>               Die Antares, weitere Sternenflottenschiffe, der andorianische<br>               Verband und ein Verband der Vulkanier haben sich um den<br>               Ruinenplaneten versammelt.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        53     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   53<br><br><br>               Es herrscht taktischer Alarm. Alle sind an ihren Posten<br>               (inkl. Torlan).<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Öffnen Sie einen Kanal zum<br>                         Außenteam.<br><br><br>               Torlan tut, wie ihm befohlen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Kanal offen, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon an Müller.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Schieß los, Fred.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben den Dreadnought mitsamt<br>                         einer kleinen Flotte auf den<br>                         Sensoren. Er bewegt sich schneller,<br>                         als wir erwartet hatten und wird in<br>                         nicht ganz einer Stunde hier sein.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Wir sind fast fertig, Fred. Eine<br>                         Stunde sollte kein Problem sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn es nicht reicht, dann kommt<br>                         Ihr trotzdem rechtzeitig an Bord...<br>                             (beat; leise)<br>                         Ich könnte Dich nicht schon wieder<br>                         verlieren, Nicole.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                             (gerührt)<br>                         Wir werden es schaffen, Fred.<br>                         Versprochen.<br>                             (beat)<br>                         Müller Ende.<br><br><br>               Damit wird die Verbindung unterbrochen.<br><br><br>               AUF Caylon, der sich sichtlich Sorgen macht:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        54     EXT. WELTRAUM - ROMULUS                                 54<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        55     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - TAG                         55<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>        56     INT. KOMMANDOZENTRALE DER NAVY - TAG                    56<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Das Dreadnought dürfte bald die<br>                         Position der Allianzbasis<br>                         erreichen. Dann wird es also enden.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Noch vor Montaten wäre das ein<br>                         Grund zum Feiern gewesen.<br><br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Es mag für uns persönlich eine<br>                         Niederlage sein. Für das Imperium<br>                         jedoch ist es zweifelsohne ein<br>                         glorreicher Tag.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Nicht für das Imperium, wie wir es<br>                         kennen und lieben. Es wird nicht<br>                         lange dauern, bis Sahen die Macht<br>                         übernehmen und das Rad der Zeit<br>                         zurückdrehen wird.<br><br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Es sollte uns trösten, dass die<br>                         Macht unseres Imperiums niemand<br>                         mehr in Frage stellen wird.<br><br><br><br>               Dorenga kommt herein.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Es gibt beunruhigende Neuigkeiten.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Sprechen Sie.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Seit geraumer Zeit störte mich, wie<br>                         sich einige Dinge entwickeln... Als<br>                         wenn uns die Kontrolle entglitten<br>                         wäre. Ein Verdacht, der sich nun<br>                         bestätigt hat.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Wovon sprechen Sie, Dorenga? Was<br>                         für ein Verdacht?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Davon, dass die Vulkanier unsere<br>                         Agenten enttarnt haben.<br><br><br>               Romor und Valdore sind für einen Moment wie versteinert.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Sie sagten, Ihr Verdacht wurde<br>                         bestätigt?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Orionische Söldner in unseren<br>                         Diensten haben beobachtet, wie<br>                         starke Verbände vulkanischer<br>                         Kreuzer zu der Allianzbasis<br>                         fliegen. Aber keiner unserer Agent<br>                         hat bis dato davon berichtet.<br><br><br>               Romor und Valdore sind sichtlich besorgt.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Wissen sie auch, WER wir sind?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Die meisten unserer Agenten sind<br>                         Vulkanier. Daher blieb es Ihnen<br>                         bisher allen Anschein nach<br>                         verborgen. Doch wenn wir nicht<br>                         versuchen, unsere Leute sofort<br>                         abzuziehen, wird auch das nur noch<br>                         eine Frage der Zeit sein.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Was ist mit unserem Agenten auf der<br>                         Erde?<br><br><br>               Dorenga sieht Romor kritisch an.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Seine Existenz dürfte den<br>                         Vulkaniern kaum verborgen geblieben<br>                         sein.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Aber von ihm stammen doch...<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Ja.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Das würde bedeuten... Ich wage es<br>                         nicht auszusprechen.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Das es möglicherweise eine Falle<br>                         ist. Ja.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Aber wie? Es gibt keine Hinweise<br>                         dafür, dass die Allianz noch Erz<br>                         hat.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                             (zu Romor)<br>                         Sagen Sie es ihm. Sie waren an der<br>                         Konstruktion des Schiffes<br>                         beteiligt.<br><br><br>               Romor atmet tief durch.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Das Schiff wurde unter der Prämisse<br>                         gebaut, dass es in einem schnellen<br>                         Schlag die Allianz vernichten<br>                         würde. In dem Glauben, dass dieser<br>                         keine Zeit bliebe, Gegenmaßnahmen<br>                         zu entwickeln.<br><br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Was für Gegenmaßnahmen? Die einzige<br>                         Waffe ist doch das Erz selbst?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Leider Nein! In den letzten Monaten<br>                         hat der Tal'Shiar höchst selbst<br>                         einen Einsatz von Subraumwaffen<br>                         simuliert, der das Schiff zerstören<br>                         könnte. Doch der Allianz fehlte<br>                         nach unseren Informationen immer<br>                         wichtiges theoretisches Wissen, um<br>                         solche Waffen zu bauen.<br><br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Ein Wissen, über das aber die<br>                         Vulkanier zweifelsohne verfügen.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Sie meinen?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Wenn die Vulkanier unsere Agenten<br>                         schon seit Monaten bewusst<br>                         täuschen, dann gibt es sicher auch<br>                         eine intensive Zusammenarbeit<br>                         zwischen Ihnen und der Allianz.<br><br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Und die Basis? Wozu diese<br>                         Täuschung!<br><br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (nachdenklich)<br>                         Ich denke, der Allianz dürfte klar<br>                         sein, was die Zerstörung des<br>                         Schiffes bewirken wird. Das System<br>                         ist abgelegen, unauffällig, weißt<br>                         keine Anormalien auf. Sie bestimmen<br>                         so Zeit und Ort und können ihre<br>                         Verluste minimieren.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Wir müssen sie warnen. Sofort!<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Wovor?<br><br><br>                                   VALDORE<br>                             (nicht verstehend)<br>                         Vor der Gefahr.<br><br><br>               Dorenga sieht Romor an. Der scheint zu verstehen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Wir wissen nicht einmal, was für<br>                         eine Art von Waffe es sein kann.<br>                         Ein Torpedo, eine Raumladung, neue<br>                         Disruptoren?<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Das ist egal. Sie müssen sofort<br>                         umkehren.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Überlegen Sie, Valdore: Das Schiff<br>                         wurde gebaut, weil man davon<br>                         ausging, dass die Allianz keine<br>                         effektive Waffen dagegen hat. Es<br>                         hat keine konventionellen Schilde.<br>                         Es mag massiv bewaffnet sein, aber<br>                         wenn unsere Annahmen stimmen, dann<br>                         ist es nicht mehr als eine große<br>                         Zielscheibe.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Was soll das heißen?<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Das es wertlos ist. Wenn es nicht<br>                         zerstört wird, so kostet es uns<br>                         Unmengen an Resourcen, um es zu<br>                         schützen und umzubauen. Resourcen<br>                         die wir anderswo dringender<br>                         brauchen. Wenn es eine Waffe gibt,<br>                         dann ist das Schiff schlicht<br>                         wertlos geworden.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Sie meinen, wir sollten es einfach<br>                         fliegen lassen?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Was könnte denn passieren? Entweder<br>                         ist das Schiff siegreich oder es<br>                         wird zerstört. Mit zwei unserer<br>                         ärgsten Feinde an Bord... Feinde<br>                         des Volkes<br>                             (beat)<br>                         Warnen wir sie aber, wird es<br>                         entweder zu einem späteren<br>                         Zeitpunkt zerstört oder nutzlos.<br>                         Aber unsere Feinde überleben. Und<br>                         sollte es die Waffe nicht geben<br>                         oder sich diese als nutzlos<br>                         erweisen, so wird uns der Tal'Shiar<br>                         sicherlich dafür über die Klinge<br>                         springen lassen.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                             (entsetzt)<br>                         Aber das wäre Verrat!<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Am wem, Valdore? An unserem Volk<br>                         oder am Tal'Shiar? Denken Sie<br>                         daran, was die tun werden.<br><br><br>               Valdore zögert.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Die Zerstörung eine Chaos auslösen.<br>                         Der Senat könnte erwägen, zu<br>                         kapitulieren.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Nicht, wenn wir ihn vom Gegenteil<br>                         überzeugen.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Und wie? Wer soll uns dann noch<br>                         retten?<br><br><br>               Romor wirkt entschlossen. Scheinbar hat er einen Plan B in<br>               der Schublade.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Unsere Flotte, Valdore. Unsere<br>                         Flotte.<br><br><br>               AUF Romor:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT VIII<br>                                       AKT IX<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        57     EXT. WELTRAUM                                           57<br><br><br>               Ein gigantischer Warpblitz ist zu SEHEN und aus diesem<br>               springt nun der Dreadnought heraus. Er steuert direkt auf den<br>               Ruinenplaneten zu.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        58     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   58<br><br><br>               Es herrscht Alarmstimmung. Die komplette Brückencrew (plus<br>               Müller und Kendall) ist anwesend.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich empfange das Signal.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hoffen wir, dass es funktioniert<br>                         hat.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Es gibt nur einen Weg, das heraus<br>                         zu finden.<br><br><br>               Caylon nickt zustimmend.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich fürchte, da haben Sie Recht,<br>                         Doktor.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, setzen Sie einen Abfangkurs<br>                         zum Dreadnought.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Instruieren Sie die Flotte, uns zu<br>                         folgen.<br><br><br>               Torlan nickt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Flotte ist bereit, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay.<br>                             (zu Darius)<br>                         Energie!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        59     EXT. WELTRAUM                                           59<br><br><br>               Die gemischte Flotte aus Sternenflotte und Andorianern<br>               springt auf Warp und - nur wenige Lichtjahre vom<br>               Ausgangspunkt entfernt - geht sie wieder zurück auf Impuls.<br>               In direkter Reichweite des Dreadnought.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        60     INT. ANTARES - BRÜCKE - FORTSETZUNG                     60<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Die taktischen Scanner zeigen keine<br>                         Anpeilung seitens des Dreadnought<br>                         an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (erfreut)<br>                         Es hat funktioniert!<br><br><br>               Caylon steht aus seinem Kommandosessel auf und geht zum<br>               Hauptschirm, auf welchem wir den Dreadnought treiben SEHEN.<br>               Das Schiff wirkt auf dem Schirm sogar noch monströser und<br>               furchteinflößender.<br><br><br>               Caylon starrt es an. Dann dreht er sich seiner Crew zu.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Also gut. - Wir gehen vor, wie<br>                         geplant.<br>                             (zu Beem)<br>                         Schicken Sie die MACOs rüber.<br>                             (zu Müller)<br>                         Wenn die grünes Licht geben, kannst<br>                         Du mit Deinem Team an Bord gehen.<br><br><br>               Müller nickt nur.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Captain.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        61     INT. EDS AMMAR - BRÜCKE                                 61<br><br><br>               Auch auf dem Schirm der Ammar-Brücke SEHEN WIR den<br>               Dreadnought. Und ebenso die Allianz-Flotte um diesen herum.<br>               Bekannte Gesichter hier sind Osbourne, Cane und GARY ANDREWS<br>               (bekannt aus 2x07 "Verrat").<br><br><br>               Osbourne sitzt im Kommandostuhl.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu Cane)<br>                         Okay, Balthasar. Sie gehen rüber.<br>                             (zu Andrews)<br>                         Sie begleiten ihn, Gary.<br><br><br>               Cane geht mit einem unzufriedenen Gesichtsausdruck zum<br>               Turbolift. Andrews will ihm folgen, doch Osbourne winkt ihn<br>               noch kurz zu sich.<br><br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                             (flüstert)<br>                         Wenn Cane irgend etwas tun sollte,<br>                         was an seinen Absichten zweifeln<br>                         lässt...<br><br><br>               Andrews nickt.<br><br><br>                                   ANDREWS<br>                         Natürlich, Sir.<br><br><br>               Osbourne nickt, klopft Andrews kurz auf die Schulter und dann<br>               begibt sich dieser zu Cane in den Turbolift.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        62     INT. DREADNOUGHT - KORRIDOR                             62<br><br><br>               Ein schier endlos wirkender, spärlich beleuchteter Korridor.<br>               Design und Größe erinnern an das Innenleben der Scimitar aus<br>               "Star Trek: Nemesis".<br><br><br>               Der Korridor ist leer, was ihn noch gespenstischer wirken<br>               lässt. Lediglich eine Computerstimme hallt durch die<br>               Korridore.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Thi siuren!<br><br><br>               Wir HÖREN die Aktivierung eines TRANSPORTERSTRAHLS und in<br>               diesem materialisieren vier MACOs. Sie alle sind bis an die<br>               Zähne bewaffnet.<br><br><br>                                   MACO-LEADER<br>                         Okay. Sie kennen unsere Aufgabe.<br>                         Wir suchen den Weg zur Brücke und<br>                         stellen dort fest, ob wirklich<br>                         niemand mehr an Bord ist.<br><br><br>               Die anderen drei MACOs nicken und man macht sich auf den Weg.<br><br><br>               Hinter einer Kreuzung, einige Meter hinter dem Beam-In-Punkt<br>               der MACOs, schaut Cane vorsichtig aus einem anderen Korridor<br>               hervor. Dann kehrt er zurück zu seinem ebenfalls vier Mann<br>               (Cane mitgerechnet) starken Exekutive Erde Team.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Okay, die MACOs sind unterwegs zur<br>                         Brücke. Dort werden sie das Schiff<br>                         mit den internen Sensoren scannen.<br>                         Das heißt, wir müssen unseren Job<br>                         vorher beendet haben. Also los!<br><br><br><br>               Die vier laufen los, jedoch in eine ganz andere Richtung als<br>               die MACOs.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        63     INT. DREADNOUGHT - ANDERER KORRIDOR                     63<br><br><br>               Cane und sein Team kommen um eine Ecke gelaufen und stoppen<br>               vor einer Tür, die die Aufschrift "HAERTH" trägt.<br><br><br>               Andrews deutet auf die Aufschrift.<br><br><br>                                   ANDREWS<br>                         Hier muss es sein.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Re siuren!<br><br><br>                                   CANE<br>                         Sind Sie sicher?<br><br><br>                                   ANDREWS<br>                         Es steht jedenfalls "Frachtraum"<br>                         auf diesem Schild. Ich gehe mal<br>                         davon aus, dass sich da hinter dann<br>                         auch ein Frachtraum befindet.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Okay.<br>                             (zu den beiden anderen)<br>                         Aufmachen!<br><br><br>               Die beiden anderen schließen ruck-zuck ihre Scanner an ein<br>               nahes Panel an und wenige Sekunden später öffnen sich die<br>               Zugangsschotts.<br><br><br>               Cane, Andrews und die beiden Teammitglieder betreten den<br>               Frachtraum. Alle vier halten nun Scanner in ihren Händen und<br>               beginnen gehetzt mit ihrer Suche.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        64     INT. DREADNOUGHT - BRÜCKE                               64<br><br><br>               Die Brücke ist bereits bekannt aus "Abgrund". Auch hier ist<br>               niemand anzufinden.<br><br><br>               Das MACO-Team verschafft sich nun gewaltsam Zugang zur<br>               Brücke: Sie sprengen das Zugangsschott auf.<br><br><br>                                   MACO-LEADER<br>                         Okay! Versuchen Sie herauszufinden,<br>                         welche Konsole hier Zugriff auf die<br>                         internen Sensoren bietet.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Io siuren!<br><br><br>                                   MACO-LEADER<br>                         Und versuchen Sie herauszufinden,<br>                         was diese Computerstimme uns sagen<br>                         will!<br><br><br>               Die MACOs machen sich auf die Suche.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        65     INT. DREADNOUGHT - FRACHTRAUM                           65<br><br><br>               Cane &amp; Co. sind noch immer auf der Suche.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Beeilung! Wir haben nicht den<br>                         ganzen Tag Zeit!<br><br><br>                                   ANDREWS<br>                         Wir geben hier unser Bestes, aber<br>                         diese Strahlung verhindert eine<br>                         genaue Ortung.<br>                             (beat)<br>                         Aber das wussten wir ja schon,<br>                         sonst hätten wir es ja einfach an<br>                         Bord beamen können. So brauchen wir<br>                         die Transportverstärker.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Dev -- Hni --<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        66     INT. DREADNOUGHT - BRÜCKE                               66<br><br><br>               Die MACOs bei der Arbeit an verschiedenen Konsolen.<br><br><br>                                   MACO #1<br>                         Sir, ich habe herausgefunden, was diese<br>                         Computerstimme uns sagen will.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Lle -- Reh --<br><br><br>                                   MACO-LEADER<br>                         Dann behalten Sie es nicht für sich.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Tho -- Rhi --<br><br><br>                                   MACO #1<br>                         Es ist ein Countdown, Sir.<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Khi -- Thi --<br><br><br>                                   MACO-LEADER<br>                         Außenteam an Antares, Nottransport und<br>                         Warpsprung vorbereiten!<br><br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Re -- Io --<br><br><br>               Die MACOs werden von Bord gebeamt.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        67     EXT. WELTRAUM                                           67<br><br><br>               Die Außenhülle des Dreadnought wird von elektrischen<br>               Entladungen überzogen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        68     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   68<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir müssen hier weg!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (brüllt)<br>                         LOS!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        69     EXT. WELTRAUM                                           69<br><br><br>               Die Allianzflotte springt auf Warpgeschwindigkeit. Fast im<br>               selben Augenblick explodiert der Dreadnought. Eine<br>               gigantische Schockwelle breitet sich von der Explosion aus,<br>               verschlingt das gesamte System und zerstört es! Eine<br>               Katastrophe diesen Ausmaßes haben wir zuletzt in 2x12 "...<br>               starben wir, die Welt zu retten." gesehen, als die Allianz<br>               den Planetoiden zerstörte.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        70     EXT. WELTRAUM - WARP                                    70<br><br><br>               Die Allianzflotte auf Warp.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        71     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   71<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. Könnte mir jemand verraten,<br>                         was gerade geschehen ist?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Offenbar wurde ein<br>                         Selbstzerstörungsmechanismus an<br>                         Brod des Dreadnought ausgelöst.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Da die Außenhülle des Schiffs aus<br>                         dem Erz bestand, hat dies die Kraft<br>                         der Explosion ver-wasweißcihwieviel<br>                         facht.<br><br><br>               Caylon atmet tief durch. Er wirkt niedergeschlagen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind alle Schiffe entkommen?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich empfange von sieben Schiffen<br>                         kein Signal, Captain.<br><br><br>               Caylon beißt sich auf die Lippe.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und der Planet?<br><br><br>               Mestral checkt seine Sensoren.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vernichtet, Sir.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und damit ist dann wohl auch unsere<br>                         letzte Chance dahin, endlich einen<br>                         Blick auf einen lebenden Romulaner<br>                         werfen zu können.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Immerhin ist das Superschiff nun<br>                         vernichtet... Eine Sorge weniger.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (nachdenklich)<br>                         Aber zu welchem Preis?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Immerhin werden wir in die<br>                         Geschichte eingehen.<br>                             (beat)<br>                         Wer sonst kann schon von sich<br>                         behaupten, in seinem Leben ZWEI<br>                         Sternensysteme vernichtet zu haben?<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Es gibt Situationen, in denen dumme<br>                         Sprüche einfach unpassend sind,<br>                         Doktor.<br>                             (beat, er schaut<br>                              nachdenklich auf den<br>                              Hauptschirm)<br>                         Aber schön zu hören, dass auch Sie<br>                         etwas Humor in sich stecken haben.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        72     EXT. WELTRAUM - WARP                                    72<br><br><br>               Die Flotte rast durchs Bild.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT IX<br>                                        AKT X<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        73     EXT. VULKAN - REGIERUNGSGEBÄUDE - TAG                   73<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>        74     INT. REGIERUNGSGEBÄUDE - SITZUNGSSAAL - TAG             74<br><br><br>               Der Saal ist gefüllt mit zahlreichen Vertretern von<br>               Andorianern, Menschen, Tellariten und Vulkaniern.<br><br><br>               Wir SEHEN hier Soval, T'Pau, Tiris, den tellaritischen<br>               Flottenführer EREK (zuletzt gesehen in "Abrgund"), sowie eine<br>               Reihe Sternenflottenvertreter, unter ihnen ADMIRAL MAXWELL<br>               FORREST.<br><br><br>               Wir befinden uns am Ende der Versammlung. Forrest, T'Pau,<br>               Erek und Tiris kommen zusammen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Es freut mich, dass Ihre Regierung<br>                         sich dazu durchringen konnte, sich<br>                         offen gegen die Romulaner zu<br>                         stellen.<br><br><br>                                   T'PAU<br>                         Nun, da wir all ihre Agenten<br>                         enttarnen und außer Gefecht setzen<br>                         konnten, war dies nur ein logischer<br>                         Schritt, Admiral.<br>                             (beat)<br>                         Die Zukunft unseres Quadranten<br>                         liegt nicht in gegenseitigem<br>                         Misstrauen...<br>                             (sie blickt Tiris an)<br>                         ... sondern in der Kooperation.<br>                             (beat)<br>                         Ich hoffe, wir können unsere<br>                         Vorurteile und Differenzen<br>                         überwinden, die uns Jahrhunderte<br>                         haben Feinde sein lassen.<br><br><br>               Tiris nickt.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Wir kämpfen für dieselbe Sache.<br><br><br>               Sie reicht T'Pau ihre Hand, welche Sie ergreift.<br><br><br>                                   EREK<br>                         Es ist traurig, dass wir erst am<br>                         Rande der eigenen Vernichtung<br>                         stehen mussten, bis wir in unseren<br>                         Nachbarn Freunde erkennen konnten.<br><br><br>               Erst AUF T'Pau, dann<br><br><br>               AUF Tiris:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        75     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT                               75<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        76     INT. ROMULUS - SENATSSITZUNGSSAAL                       76<br><br><br>               Wir sind im aus Nemesis bekannten Sitzungssaal des<br>               romulanischen Senats. Der Saal ist voll und eine aufgebrachte<br>               Diskussion ist im Gange. Der Prätor - Cator - hat Mühe, die<br>               Sitzung zu leiten.<br><br><br>                                   SENATOR #1<br>                             (erregt)<br>                         Wir sind am Ende. Dieser Ganze<br>                         Krieg ist ein Fiasko...<br><br><br><br>                                   SENATOR #2<br>                         Aber lieber will ich sterben, als<br>                         vor diesen Barbaren zu<br>                         kapitulieren...<br><br><br>                                   SENATOR #3<br>                         Wie soll es weitergehen? Unser<br>                         angeblich unbesiegbares Schiff<br>                         wurde zerstört.<br><br><br>                                   SENATOR #2<br>                         Wir haben immer noch unsere<br>                         Flotte...<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Verehrte Senatoren. Bitte beruhigen<br>                         Sie sich. Bitte...<br><br><br>               Romor und Valdore betreten den Saal. Als man Sie bemerkt,<br>               endet die Diskussion schlagartig.<br><br><br>                                   STIMME<br>                             (leise)<br>                         Man sollte sie auf der Stelle<br>                         hinrichten.<br><br><br>                                   STIMME#1<br>                         Ihr Versagen hat das Imperium ins<br>                         Unglück gestürzt.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Meine Herren Admiräle. Dieses ist<br>                         eine ausordentliche Sitzung des<br>                         Senats. Ich hoffe, es gibt einen<br>                         guten Grund, diese einfach zu<br>                         unterbrechen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Prätor. Senatoren. Wir bitten um<br>                         das Wort.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Wozu? Der Krieg ist verloren!<br><br><br>                                   STIMME #1<br>                         Sollen sie doch sprechen.<br>                         Vielleicht können Sie zumindest ihr<br>                         Versagen rechtfertigen.<br><br><br>                                   STIMME #2<br>                         Sie werden dem Tal'Shiar die Schuld<br>                         geben! Sonst nichts.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Ruhe, werte Senatoren. Admiral<br>                         Romor, Admiral Valdore. In<br>                         Anbetracht der Lage und der<br>                         Tatsache, dass das Militär uns<br>                         Rechenschaft schuldet, erteile ich<br>                         ihnen das Wort. Aber fassen Sie<br>                         sich kurz.<br><br><br>               Romor tritt vor die Kammer. Vadore schiebt einen Datenchip in<br>               einen Terminal. Auf einem Wanddisplay erscheint eine<br>               taktische Karte.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Werte Senatoren. Prätor. Heute war<br>                         fraglos ein dunkler Tag für das<br>                         Imperium. Doch wir sind nicht hier,<br>                         um nach Rechtfertigungen zu suchen<br>                         oder uns um unsere Verantwortung zu<br>                         drücken. Wir sind hier, um Ihnen in<br>                         unserer dunklesten Stunde Hoffnung<br>                         zu geben.<br>                         Denn wir können das Blatt immer<br>                         noch zu unseren Gunsten wenden.<br><br><br>               Gemurmel wird lauter.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Lügner!<br><br><br>                                   STIMME #1<br>                         Und wie?!<br><br><br>                                   STIMME #2<br>                         Lasst sie sprechen. Was schadet es,<br>                         sich anzuhören, was sie<br>                         vorschlagen?<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Ruhe bitte, wertes Haus!<br>                             (zu Romor und Valdore)<br>                         Haben Sie einen konkreten Plan, den<br>                         Sie uns vorlegen können? Oder sind<br>                         das nur Durchhalteparolen von<br>                         Militärs, die weiterhin kämpfen<br>                         wollen?<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Mein Prätor! Ich habe soeben die<br>                         Daten unseres Plans in den Computer<br>                         geladen.<br><br><br>               Cator nickt.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Dann sprechen Sie. Der Senat des<br>                         romulanischen Volkes wird Ihnen<br>                         interessiert zuhören.<br><br><br>               Es wird leise. Die Senatoren blicken gespannt auf Romor.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Senatoren. Die Zerstörung des<br>                         Dreadnoughts war sicherlich ein<br>                         schwerer Schlag für uns. Dennoch<br>                         traf er uns nicht gänzlich<br>                         unvorbereitet.<br><br><br>               Überraschtes Murmeln wird lauter.<br><br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Das Schiff wurde unter der Prämisse<br>                         gebaut, dass es die ultimativen<br>                         Waffe ist. Die Waffe, der die<br>                         Allianz nichts entgegensetzen kann.<br>                         Die diese in einem schnellen Schlag<br>                         zerstört.<br><br><br>               Unmut wird laut.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Es war das ultimative Desaster.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Werte Senatoren! Bitte!<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Als der Angriff auf Andoria<br>                         scheiterte, wurde mir bewusst, dass<br>                         diese Voraussetzungen nicht länger<br>                         erfüllt waren. Dass der Allianz nun<br>                         Zeit bliebe, Gegenmaßnahmen zu<br>                         entwickeln.<br><br>                             (er guckt demonstrativ ins<br>                              Publikum)<br>                         Aber ein guter Stratege, so heißt<br>                         eine alte Weisheit unseres Volkes,<br>                         hat immer zwei Pläne. Einen<br>                         Genialen und einen Genialeren für<br>                         den Fall, dass der erste scheitert.<br>                         Wie sie wissen, hatte Admiral<br>                         Valdore damals bereits ein<br>                         Flottenbauprogramm gestartet. Das<br>                         war die Basis für einen<br>                         Alternativplan,  die Allianz zu<br>                         schlagen, ohne dass das Dreadnought<br>                         benötigt würde.<br><br><br>               Ein überraschtes Raunenn geht durch den Saal<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Können Sie uns diesen Plan zeigen?<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Er ist bereits auf den persönlichen<br>                         Terminals eines jeden im Saal<br>                         verfügbar.<br><br><br>               Romor aktiviert den Wandschirm. Eine Animation beginnt zu<br>               laufen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich werde dem hohen Senat den Plan<br>                         gerne erläutern.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Der Senat bittet darum.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Durch das Flottenbauprogramm wurden<br>                         bereits die wesentlichen Verluste<br>                         der letzten Kriegsjahre wieder<br>                         ersetzen. Wir wissen jedoch, dass<br>                         die Allianz davon ausgeht, dass wir<br>                         unsere Flotte weiter vernachlässigt<br>                         haben. Kurz gesagt, sie<br>                         unterschätzen unsere Schlagkraft.<br>                         Und das werden sie weiterhin, wenn<br>                         wir durch passives Verhalten und<br>                         Rückzüge, vielleicht sogar durch<br>                         Verhandlungen, sie in diesem<br>                         Glauben bestärken.<br><br><br>               Er nickt Valdore zu.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Auch wenn der Einsatz des<br>                         Dreadnoughts nicht zu den<br>                         gewünschten Erfolgen geführt hat,<br>                         so war er dennoch kein reiner<br>                         Misserfolg. Die andorianische<br>                         Flotte wurde beim Angriff auf<br>                         Andoria entscheidend dezimiert.<br>                         Ebenso die Flottenbaukapazitäten<br>                         der Andorianer. Und die politische<br>                         Veränderung auf Andoria, die die<br>                         Folge waren, helfen uns im Moment<br>                         ebenfalls: Denn keines der anderen<br>                         Mitglieder der Allianz ist im<br>                         Moment in der Lage, diese Lücke zu<br>                         schließen: Auch die Sternenflotte<br>                         nicht.<br><br><br>               Er guckt zu Romor.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (für Valdore fortfahrend)<br>                         So gesehen hat sich das Dreadnought<br>                         sogar bezahlt gemacht. Keine<br>                         unserer Flotten hätten das jr<br>                         bewirken können.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Bei allem Respekt, meine Herren<br>                         Admiräle. Aber wir können nicht<br>                         einfach auf die Schwäche und die<br>                         Fehleinschätzungen des Gegners<br>                         bauen.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Sicher nicht. Werden wir auch<br>                         nicht...<br>                         Im Moment sind wir noch in der<br>                         Lage, mehr Schiffe zu bauen als die<br>                         Allianz. Bis zum Ende dieses<br>                         Zykluses dürften wir so wieder<br>                         einen taktischen Vorteil haben.<br>                         Denn erst dann wird das<br>                         Flottenbauprogramm des Gegners<br>                         greifen.<br><br><br>               Er nickt Romor zu. Dieser deutet auf das Wanddisplay.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Sobald wir bereit sind, werden wir<br>                         die Allianz in zwei Wellen<br>                         angreifen. Die erste Welle,<br>                         bestehend aus erfahrenen<br>                         Flottenverbänden, wird ihre<br>                         Hauptflotte hervorlocken und<br>                         versuchen, sie so weit es geht zu<br>                         dezimieren. Eine zweite Welle,<br>                         bestehend aus den neuen Schiffen<br>                         und den von Admiral Dorenga<br>                         aufgestellten remanischen<br>                         Hilfstruppen, wird dann geeignet<br>                         eingreifen und die Flotte der<br>                         Allianz vernichten.<br><br><br>                                   SENATOR #1<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                         Verstehe ich es richtig, dass wir<br>                         zum ersten Mal seit Jahrzehnten<br>                         erlauben, dass Remaner mit eigenen<br>                         Schiffen in den Kampf ziehen?<br><br><br><br>                                   STIMME<br>                         Niemals. Dass dürfen wir nicht<br>                         erlauben.<br><br><br>                                   STIMME #1<br>                         Sie werden uns verraten!<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         NEIN!<br><br><br>               Er zieht einen kleinen Glasbehälter mit einer leicht<br>               rötlichen, flüssigen Substanz darin aus der Tasche und hält<br>               ihn hoch.<br><br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Für die Remaner ist es eine Chance,<br>                         ihren Status im Imperium zu<br>                         verbessern.<br>                         Und sollten sie das nicht<br>                         begreifen, wird sie dieser Virus,<br>                         den uns vor über einem Jahr<br>                         menschliche Terroristen im Glauben,<br>                         dass wir wie die Remaner wären (--&gt;<br>                         3x03 "Virus"), unfreiwillig zum<br>                         Geschenk machten, dafür einen hohen<br>                         Preis zahlen lassen.<br><br><br>               Ein Raunen geht durch den Saal. Viele Senatoren nicken.<br>               Scheinbar konnte Romor damit die Bedenken zerstreuen.<br><br><br>                                   SENATOR #3<br>                         Wäre es denn weiterhin möglich,<br>                         dass wir die Erde oder Andoria<br>                         erobern?<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Nein. Bedauerlicherweise ist davon<br>                         nicht auszugehen.<br><br><br>               Erneut wird ein Murmeln laut.<br><br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Ich bin ehrlich mit Ihnen, denn das<br>                         schulde ich dem Senat und dem<br>                         Imperium. Aber die Chancen stehen<br>                         gut, dass wir der Allianz eine<br>                         verherrende Niederlage beifügen<br>                         werden. Wir werden ihnen einen<br>                         Frieden diktieren, sie in der<br>                         Bedeutungslosigkeit versinken<br>                         lassen, während das Imperium<br>                         wachsen wird, wie es das Prinzip<br>                         der stetigen Expansion fordert. Und<br>                         früher oder später wird die Allianz<br>                         dann endgültig zerfallen.<br><br><br><br>               Schweigen.<br><br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Was denken Sie, werte Senatoren?<br>                         Wollen wir diesen Krieg wirklich<br>                         beenden? Oder wollen wir uns den<br>                         Platz im Universum sichern, der<br>                         unser Rasse zusteht?<br><br><br>               Ein paar Senatoren klopfen auf ihre Lehne, ein Zeichen der<br>               Zustimmung. Das Klopfen wird lauter, mehr und mehr Senatoren<br>               schließen sich ihm an. Schließlich klopft der ganze Senat.<br><br><br>                                   SENATOR #3<br>                         Was haben wir zu verlieren?<br><br><br>                                   SENATOR #2<br>                         Dann soll es so sein. Alles ist<br>                         besser als die Schmach einer<br>                         Kapitulation.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         So soll es sein. Admiral Valdore,<br>                         Admiral Romor. Ihr Plan hat den<br>                         Segen des Senats. Möge uns das<br>                         Schicksal dieses Mal mehr Gnade<br>                         entgegen bringen als beim letzten<br>                         Versuch. Für das Imperium!<br><br><br>                                   ALLE<br>                         FÜR DAS IMPERIUM!<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        77     INT. HÖHLENNETZWERK                                     77<br><br><br>               Toranis und einige weitere Romulaner in Tal'Shiar-Uniformen<br>               befinden sich hier. Jede Menge technische Gegenstände sind in<br>               den Höhlen verteilt.<br><br><br>               Toranis steht bei einem ND Romulaner an einer Konsole.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Energie!<br><br><br>               Der Romulaner gehorcht, betätigt einige Kontrollen und kurz<br>               darauf materialisiert ein bekittelter Romulaner vor ihnen.<br>               Dieser schreckt herum, ist sichtlich verwirrt.<br><br><br>                                   ROMULANER<br>                             (verwirrt, verängstigt)<br>                         Wo bin ich? Wer sind Sie?<br><br><br>               Toranis tritt auf ihn zu.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Willkommen, Doktor.<br>                             (beat)<br>                         Keine Sorge, Sie sind in<br>                         Sicherheit... Jedenfalls so lange<br>                         Sie tun, was ich Ihnen sage...<br>                             (beat)<br>                         Und zunächst einmal möchte ich,<br>                         dass Sie mir einen Gefallen tun und<br>                         mir bei einer kleineren<br>                         kosmetischen Veränderung helfen...<br><br><br>               Der Doktor erkennt die Uniformen der anderen.<br><br><br>                                   ROMULANER<br>                         Sind Sie Tal'Shiar?<br><br><br>               Toranis schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Nein...<br>                             (beat)<br>                         Aber wir werden es bald wieder<br>                         sein...<br>                             (beat)<br>                         Viel mehr noch... Wir werden<br>                         bestimmen, was im Imperium<br>                         geschieht. Unaufällig, unsichtbar!<br><br><br>               AUF den verängstigt wirkenden Romulanischen Doktor:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        78     INT. EDS AMMAR - OSBOURNE'S RAUM                        78<br><br><br>               Unser Freund Osbourne sitzt an seinem Computer, über welchen<br>               er eine Verbindung zu einem geheimen Ort - vermutlich auf der<br>               Erde - hergestellt hat. Und dort befindet sich niemand<br>               anderes, als HARRIS, Anführer von Sektion 31 (bekannt aus<br>               "Star Trek: Enterprise").<br><br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Haben Sie es?<br><br><br>               Osbourne nickt.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ja. Wir konnten eine kleine Menge<br>                         des Erzes aus dem Frachtraum<br>                         bergen, bevor das Schiff zerstört<br>                         wurde.<br><br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Dann gehen Sie vor, wie ich es<br>                         Ihnen gesagt habe.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Mr. Harris, ich halte Ihren Plan<br>                         auch weiterhin für etwas extrem.<br><br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Es ist der einzige Weg.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das sehe ich anders.<br><br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Der Plan steht, Osbourne...<br>                         Vermasseln Sie ihn nicht! Sie<br>                         würden es bereuen!<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie können mir nicht drohen,<br>                         Harris.<br><br><br>                                   HARRIS (ON SCREEN)<br>                         Sie würden sich wundern, was ich<br>                         alles kann, Mr. Osbourne. Sie mögen<br>                         sich vielleicht für unverwundbar<br>                         halten, doch es ist nur ein Befehl<br>                         von mir nötig, und Sie und Ihre<br>                         kleine Exekutive würden für immer<br>                         von der Bildfläche verschwinden.<br>                             (beat)<br>                         Überlegen Sie sich also gut, was<br>                         Sie tun, Mister.<br><br><br>               SUPER: <u><b>Fortsetzung folgt...</b></u><br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT X<br><br><br><br><br>                                      - ENDE -<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6451</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares  - Abgrund</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-abgrund-r6376/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_59516.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0401.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares - Die Miniserie (Teil 1) - "Abgrund"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Noch zwei Wochen! Und es ist unaufhaltsam. Das Dreadnaught der Romulaner ist auf dem Weg nach Andoria und die Allianz beginnt zu bröckeln. Doch die einzige Hoffnung auf Rettung liegt tief im Herzen des von Machtkämpfen zerrütteten klingonischen Reiches: Auf Kronos! Ein kleines Team der Sternenflotte wird dorthin geschickt, doch schnell zeigt sich, dass nicht alle mit offenen Karten spielen. Und auch anderenorts werden Intrigen gesponnen, Pläne geschmiedet und Entscheidungen getroffen, die die Lage dramatisch verändern könnten.</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_59484.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59484" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59184.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59184" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57724.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57724" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59185.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59185" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_58930.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58930" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57963.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57963" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57725.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57725" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57726.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57726" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59187.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59187" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_58931.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58931" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57964.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57964" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_57965.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=57965" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59188.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59188" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_58932.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58932" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_58933.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58933" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59189.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59189" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_58934.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58934" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_58936.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58936" border="0"></a><a href="http://downloads.scifinews.de/file_58935.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=58935" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_59186.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=59186" border="0"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                      "Abgrund"<br><br><br><br><br>                                       TEASER<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>         1     INT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER                  1<br><br><br>               Wir sehen eine große Menschenmenge in einem großen Saal des<br>               HQs. Es sind Offiziere, Crewmen und Zivilangestellte der<br>               Sternenflotte, die auf einen großen Schirm starren, auf dem<br>               eine zivile Nachrichtensendung die neuesten Meldungen bringt.<br>               Sie werden verlesen von einer gutausehenden Brünetten mit<br>               französischen Akzent, die unerschüttert eine sachliche Miene<br>               hält, trotz der scheinbar fürchterlichen Neuigkeiten. Ein<br>               älterer Offizier im Range eines Commodores drängelt sich<br>               zielstrebig durch die Menge. Er hat braune Augen und dunkles<br>               Haar mit weißen Ansätzen, ist ungefähr 1,75 groß und kräftig,<br>               aber auch relativ schlank. Scheinbar ist er schon auf dem<br>               neuesten Stand oder die Meldungen interessieren ihn nicht.<br>               Jedenfalls beachtet er den Schirm nicht. Im Folgenden folgt<br>               die Kamera ihm so, dass der Schirm im Blickfeld bleibt.<br><br><br>                                   SPRECHERIN<br>                         Nach dem katastrophalen Angriff des<br>                         Dreadnoughts auf die andorianische<br>                         Kolonie auf Tevian IV haben<br>                         Meldungen zu Folge romulanische<br>                         Säuberungseinheiten begonnen, die<br>                         Kolonie zu sichern. Dabei wurden<br>                         scheinbar erneut kleinere nukleare<br>                         Waffen eingesetzt<br><br><br>                                   MANN#1<br>                         Mein Gott!<br><br><br>                                   MANN#2<br>                         Diese verdammten Bastarde!<br><br><br>                                   FRAU<br>                         Das ist das Ende.<br><br><br>                                   SPRECHERIN<br>                         Die Flottenverbände der Allianz<br>                         mussten sich aufgrund eines weit<br>                         gefächerten Vorstoßes der Romulaner<br>                         indes weiter zurückziehen. Dadurch<br>                         mussten sowohl mehrere Konvois mit<br>                         Überlebenden als auch mögliche<br>                         Überlebende zerstörter Schiffe<br>                         aufgegeben werden. Admiral Gardner<br>                         und der tellaritische Flottenführer<br>                         Nak sprach unabhängig voneinander<br>                         von der furchtbarsten Entscheidung<br>                         ihres Lebens.<br><br><br>                                   MANN<br>                         Oh, mein Gott. Mein Bruder. Er...<br>                         Er ist auf der Melbourne<br><br><br>               Ein weiblicher Ensign, der Chantal D'Ville von der Antares<br>               ähnelt, fängt an zu weinen.<br><br><br>                                   ENSIGN<br>                             (mit weinender Stimme)<br>                         Die Antares! Meine Schwester war an<br>                         Bord!<br><br><br>               Sie bricht zusammen. Einige Umstehende fangen Sie auf und<br>               leisten erste Hilfe.<br><br><br>                                   SPRECHERIN<br>                         Scheinbar ist der Vorstoß der<br>                         Romulaner jedoch erst einmal zum<br>                         Stillstand gekommen. Taktikexperten<br>                         meinen, er diente nur zur<br>                         Etablierung einer leicht zu<br>                         verteidigenden Grenzlinie. Der<br>                         Dreadnought ist neuesten Meldungen<br>                         zu Folge jetzt alleine und ohne<br>                         Hilfe von Schleppschiffen<br>                         unterwegs. Gerüchten zufolge soll<br>                         das Schiff Kurs auf Andoria<br>                         genommen haben.<br>                         Sollten unsere Informationen über<br>                         seine Höchstgeschwindigkeit<br>                         zutreffen, so wird er in gut 2<br>                         Wochen dort eintreffen. Scheinbar<br>                         ist das Schiff zudem ohne<br>                         Begleitung.<br><br>                             (beat)<br>                         Bislang gibt es keine offizielle<br>                         Reaktion von andorianischer Seite<br>                         dazu. Lediglich Gerüchte, wonach es<br>                         Evakuierungspläne für Andoria gibt,<br>                         wurden von offizieller<br>                         andorianischer Seite dementiert.<br>                         Ein Mitglied des Jadesh meinte<br>                         dazu: "Wir sind noch nicht am Ende"<br><br><br>               Die Mienen vieler deuten darauf hin, dass sie anderer Meinung<br>               sind. Die meisten sind sichtlich geschockt.<br><br><br>                                   SPRECHERIN (CONT'D)<br>                         Einen Augenblick. Wir erhalten<br>                         gerade neue Informationen. Zivilen<br>                         andorianischen Quellen zufolge hat<br>                         ein andorianisch tellaritischer<br>                         Verband vor einer halben Stunde<br>                         versucht, den Dreadnought erneut<br>                         anzugreifen. Ob dabei die<br>                         versprochenen neuen Waffen zum<br>                         Einsatz kamen ist ebenso unklar,<br>                         wie auch der Ausgang der Aktion<br><br><br>               Das erregt auch die Aufmerksamkeit des Commodores. Er<br>               verharrt ein paar Sekunden am Fuße einer Treppe am Rande der<br>               Menschenmenge und verfolgt die News, die einige Bilder<br>               andorianischer Schiffe zeigen, die auf irgendetwas feuern. Es<br>               bleibt unklar, ob es sich um Archivmaterial oder aktuelle<br>               Bilder handelt. Dann erscheint das Gesicht der Sprecherin<br>               wieder, die eine Hand ans Ohr drückt. Scheinbar bekommt Sie<br>               eine Mitteilung der Regie.<br><br><br>                                   SPRECHERIN (CONT'D)<br>                         Es gibt scheinbar neue<br>                         Informationen, wonach das<br>                         Dreadnought nicht gestoppt wurde.<br>                         Ein ziviler Frachter berichtete vor<br>                         wenigen Minuten, dass er das Schiff<br>                         auf den Sensoren gehabt hätte mit<br>                         Kurs auf Andoria. Wir bemühen uns,<br>                         dafür von offizieller Seite eine<br>                         Bestätigung zu bekommen.<br><br><br>               Raunen geht durch die Menge. Einige brechen in Tränen aus. Es<br>               macht sich sichtbar Verzweiflung breit.<br><br><br>               Der Offizier geht die Treppe hoch.<br><br><br>                                   SPRECHERIN (CONT'D)<br>                         Weitere Meldungen:<br>                         Sternenflottenkreise dementieren<br>                         die Existenz eines Projekts<br>                         "Kolonie Rigel", das zum Ziel haben<br>                         soll, so viele Menschen und so viel<br>                         Technologie wie möglich auf einen<br>                         entfernten Planeten, angeblich im<br>                         Gebiet der ehemaligen Ausdehnung,<br>                         zu schaffen. Admiral Forrest dazu:<br>                         "Noch gibt es berechtigte Hoffnung.<br>                         Nichts ist unzerstörbar, auch<br>                         dieses Ding nicht. Und wenn wir es<br>                         zerstört haben, dann wird sich<br>                         rächen, dass die Romulaner alle<br>                         ihre Ressourcen zum Bau dieses<br>                         Schiffes aufgewendet haben..."<br><br><br>               In diesem Moment biegt der Offizier um eine Ecke am Ende der<br>               Treppe. Der Schirm ist nicht mehr zu sehen, die Sprecherin<br>               nicht mehr zu verstehen. Er geht einige Sekunden durch<br>               gespenstisch leere Gänge, bevor er an einer Tür stehen<br>               bleibt.<br><br><br>               Admiral Geoffrey Black<br><br><br>               Er betätigt den Summer. Die Tür öffnet sich. Er tritt ein.<br>               Man erkennt nun sein Namensschild. Commodore Decker.<br><br><br>                                   ADMIRAL BLACK<br>                             (bemüht gutgelaunt)<br>                         Phillip. Gut Sie zu sehen.<br>                         Ich hoffe, Sie bringen gute<br>                         Neuigkeiten. Die können wir<br>                         verdammt brauchen.<br><br><br>                                   DECKER<br>                         Ich weiß.<br><br>                             (beat)<br>                         Es ist auch bereits etwas<br>                         durchgesickert. Es kam eben bereits<br>                         eine Meldung im Network darüber.<br><br><br>                                   ADMIRAL BLACK<br>                         Es war klar, dass es nicht lange<br>                         ein Geheimnis bleibt. Aber wir<br>                         haben immerhin etwas Zeit für eine<br>                         Erklärung rausgeholt.<br><br><br>               Decker nicht.<br><br><br><br>                                   DECKER<br>                             (ernst)<br>                         Die Andorianer haben mittlerweile<br>                         fast ein Drittel ihrer Flotte<br>                         verloren. Ich hoffe, sie<br>                         akzeptieren jetzt, dass wir auf<br>                         konventionellen Wege keine Chance<br>                         gegen das Ding haben. Sonst ist der<br>                         Krieg bald wirklich hoffnungslos,<br>                         selbst wenn das Ding einfach so in<br>                         die Luft ginge.<br><br><br>                                   ADMIRAL BLACK<br>                         Max arbeitet daran. Er hat Tiris<br>                         auf seiner Seite. Aber wenn wir<br>                         denen nichts liefern, dann habe ich<br>                         da wenig Hoffnung Phil. Die Allianz<br>                         löst sich auf. Spätestens wenn das<br>                         Ding Andoria erreicht. Die<br>                         Andorianer werden entweder<br>                         untergehen oder kapitulieren. Und<br>                         dann bleibt uns nur noch übrig, uns<br>                         zu ergeben und vorher so viele<br>                         Menschen wie möglich wegzuschaffen.<br>                         Irgendwohin wo neu anfangen können.<br>                         Weit weg.<br><br><br>                                   DECKER<br>                         Projekt Rigel?<br><br><br>                                   ADMIRAL BLACK<br>                         Das ist das, was wir verbreiten<br>                         lassen, um den wahren Plan zu<br>                         verbergen.<br><br><br>                                   DECKER<br>                         Nun, dazu muss es vielleicht nicht<br>                         kommen.<br><br><br>               Black guckt Decker aufmerksam an.<br><br><br>                                   ADMIRAL BLACK<br>                         Sagen Sie nicht, Sie haben etwas.<br><br><br>                                   DECKER<br>                         Sagen wir, ich habe die Hoffnung<br>                         auf eine Hoffnung.<br><br><br>                                   ADMIRAL BLACK<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Wo liegt der Haken.<br><br><br>                                   DECKER<br>                         Der Schlüssel dazu ist im<br>                         klingonischen Reich.<br><br><br>               Black guckt Decker verstehend an.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE TEASER<br>                                          AKT I<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>         2     EXT. ROMULUS - GEBIRGE                                   2<br><br><br>               Wir sehen ein alpenartiges Gebirge. Am Fuße einer Steilwand<br>               ist auf einem sanften grünen Hang ein großer Komplex<br>               platziert. Was wir sehen, ist wahrlich eine Bergfestung. Vom<br>               Baustil erinnert es an den Senat der Romulaner. Mehrere<br>               Shuttlerampen ermöglichen den Zugang. Mehrere<br>               Disruptorbatterien machen deutlich, dass aber nicht jeder<br>               Zugang hat.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         3     INT. ROMULUS - TAL'SHIAR EINRICHTUNG                     3<br><br><br>               Wir sind in einem Konferenzraum in der Einrichtung. Dieser<br>               hat ein nach außen hin verspiegeltes Panoramafenster. In dem<br>               Raum sitzen mehrere Admiräle, Commander und Majore des<br>               Tal'Shiar. Unter ihnen auch Toranis.<br><br><br>                                   ADMIRAL #1<br>                         Major Toranis. Der Tal'Shiar ist<br>                         wenig erfreut über die Tatsache,<br>                         dass wir weiterhin keine Kontrolle<br>                         mehr über das Dreadnought haben. Es<br>                         war der Schlüssel zu unseren<br>                         Plänen, dass Imperium nach unseren<br>                         Vorstellungen zu gestallten. Ginge<br>                         es uns nur darum, den Krieg zu<br>                         gewinnen, wäre dieser Aufwand an<br>                         Ressourcen nicht notwendig gewesen.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Romors Schachzug war sicherlich<br>                         brilliant, Admiral. Er war leider<br>                         weniger manipulier und<br>                         kontrollierbar, als wir alle<br>                         dachten.<br><br><br>                                   ADMIRAL #2<br>                         Als Sie dachten, Toranis. Denn<br>                         statt ihn zu kontrollieren,<br>                         kontrolliert er nun Sie UND uns mit<br>                         seinem Wissen über Fato und unserer<br>                         Rolle beim Kriegsbeginn.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Wissen, was ihm nicht mehr lange<br>                         nützen wird. Noch bevor dieser<br>                         Krieg zu Ende ist, wird er als<br>                         Verräter am Imperium sterben.<br><br><br>                                   MAJOR #1<br>                         Wie wollen Sie das bewerkstelligen,<br>                         Toranis?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Etwas Druck und ein verlockendes<br>                         Angebot ist seit jeher ein<br>                         bewährtes Mittel, um neue<br>                         Verbündete zu rekrutieren. So auch<br>                         Commander Romak. Einen der engsten<br>                         Vertrauten Romors. Einem, von dem<br>                         er keinen Verrat erwartet. Und der<br>                         zufälligerweise Kommandant des<br>                         Dreadnoughts ist.<br><br><br>                                   ADMIRAL #1<br>                         Er alleine genügt nicht, um das<br>                         Schiff zu übernehmen. Die Crew ist<br>                         loyal zu Romor.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Nicht übernehmen, Admiral. Wir<br>                         schlagen zwei Fliegen mit einer<br>                         Klappe. Wir revidieren diesen Akt<br>                         der Schwäche unseres Senates, als<br>                         er beschloss, dass Andoria nicht<br>                         zerstört werden darf und beseitigen<br>                         gleichzeitig Romor.<br><br><br>                                   ADMIRAL#2<br>                         Wie?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Wir haben Befehle gefälscht, in<br>                         denen Romor Romak befielt, Andoria<br>                         zu zerstören und danach nach Solia<br>                         III zu fliegen.<br><br><br>                                   MAJOR #2<br>                         Dorthin wo Valdore die neue Flotte<br>                         baut?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Exakt. Einige remanische Anführer<br>                         werden dann auf ihre Ehre schwören,<br>                         dass Dorenga und Romor persönlich<br>                         angeordnet haben, dass die<br>                         remanischen Garde sich in der Nähe<br>                         von Romulus sammeln soll.<br><br><br>                                   ADMIRAL #1<br>                         Der Senat muss glauben, dass die<br>                         Drei mit Hilfe des Schiffes und der<br>                         Remaner einen Putsch planen. Und<br>                         dass die Zerstörung Andorias dazu<br>                         dient, die Massen für sich zu<br>                         begeistern.<br><br><br><br>                                   ADMIRAL #2<br>                         Ein durchdachter Plan, Major. Wenn<br>                         er funktioniert, werden Sie sich um<br>                         unsere Sache verdient gemacht<br>                         haben. Und das werden wir sicher<br>                         nicht unbelohnt lassen.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Der Plan wird funktionieren. Denn<br>                         die Zeit ist günstig. Wie Sie<br>                         wissen, wurde Admiral Dorenga vom<br>                         Senat vor wenigen Stunden ins<br>                         klingonische Reich entsandt. Damit<br>                         ist Romors wichtigster Verbündeter<br>                         im Tal'Shiar mit anderen Aufgaben<br>                         beschäftigt, was die Chance, dass<br>                         er erneut gewarnt werden könnte,<br>                         zunichte macht.<br><br><br>               AUF TORANIS<br><br><br>               Ein selbstgefälliges Grinsen breitet sich auf Toranis Gesicht<br>               aus.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         4     STARBASE ONE                                             4<br><br><br>               Im tiefen Weltraum sehen wir eine fast fertige Einrichtung<br>               der Sternenflotte. Große Buchstaben an der Außenhaut<br>               verkünden STARBASE ONE. Um die Starbase herum ist eine Flotte<br>               von Sternenflottenschiffen zu sehen. Alle gängigen Klassen<br>               sieht man um die Basis herum fliegen. Einige sind in<br>               schlechtem Zustand und so werden vielerorts hastige<br>               Reperaturen durchgeführt.<br><br><br><br>               Unter den Schiffen sind auch die Antares-Klasse Kreuzer<br>               London und Skorpion, die Enterprise und die Columbia.<br>               Scheinbar hat sich also der Großteil der Sternenflotte hier<br>               versammelt. Ergänzt wird der Verband durch eine Gruppe<br>               andorianischer Kreuzer sowie einer handvoll<br>               Tellaritenschiffe.<br><br><br>         5     INT. STARBASE ONE - FORRESTS RAUM                        5<br><br><br>               Wir sehen Admrial Forrest, Captain Archer, T'Pol, Captain<br>               Hank Garibaldi von der Skorpion, Force Commander Tiris und<br>               einen Flottenführer der Tellariten. Die Mienen passen zur<br>               Lage. Düster.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Die Lage ist schlecht. Der Jadesh<br>                         hat zwar zugestimmt,dass Schiff im<br>                         Moment nicht weiter anzugreifen,<br>                         aber das zögert das Ende nur raus.<br><br><br>                                   ARCHER<br>                         Gibt es denn immer noch keine<br>                         Möglichkeit? Das etwas schwer zu<br>                         zerstören ist, kann ich besser<br>                         nachvollziehen als jeder andere.<br>                         Die Xindi-Sphäre zu zerstören hat<br>                         uns damals fast das Leben gekostet.<br>                         Aber das ganze Flotten keine Chance<br>                         gegen etwas haben? Es muss einen<br>                         Weg geben.<br><br><br>                                   GARIBALDI<br>                         Das denke ich auch. Es erscheint<br>                         mir unvollstellbar, dass Torpedos<br>                         an etwas wie Papierkügelchen<br>                         abprallen. Von diesem...<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Korbomit? Unsere Wissenschaftler<br>                         sagen Nein. Es erzeugt, wie ich es<br>                         verstanden habe, eine Art<br>                         Subraumfeld, dass die Waffenenergie<br>                         in den Subraum ableitet. Und<br>                         scheinbar konnten die Romulaner<br>                         diesen Effekt noch deutlich<br>                         verstärken. Es ist, als wenn wir<br>                         mit Wasserpistolen auf Stahl<br>                         schießen.<br><br><br>                                   ARCHER<br>                         Dann müssen wir etwas finden, was<br>                         wir anstatt Wasser in unsere<br>                         Pistolen füllen können. Wie eine<br>                         Art Säure. Die Romulaner sind<br><br>                         technologisch hoch entwickelt. Aber<br>                         dass heißt doch nicht, sie<br>                         plötzlich Wunderwaffen bauen<br>                         können?<br><br><br><br>                                   T'POL<br>                         Ihre Argumentation ist unlogisch<br>                         Captain. Die Fakten sprechen dafür,<br>                         dass die Romulaner es in der Tat<br>                         können.<br><br><br>                                   FLOTTENFÜHRER<br>                         Es gibt Gerüchte, dass die<br>                         Romulaner fremde Technologie<br>                         nutzen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Ach, ja? Wir wissen bis jetzt ja<br>                         nicht einmal, wie Romulaner<br>                         aussehen. Woher wollen Sie wissen,<br>                         woher Sie diese Technologie haben?<br><br><br><br>                                   T'POL<br>                         Nun Force Commander, dass erscheint<br>                         nicht ganz abwegig. Von den Medusen<br>                         wissen wir, dass Korbomit von<br>                         antiken Zivilisationen eingesetzt<br>                         wurde. Das Imperium ist groß und<br>                         erscheint logisch, dass die<br>                         Romulaner bei Ausgrabungen...<br><br><br>               Tiris guckt T'Pol abschätzig an.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sie haben ja viel zu sagen,<br>                         Spitzohr. Anders als der Rest ihres<br>                         Volkes.<br><br><br>                                   T'POL<br>                         Ihre Ressentiments, Force Comm...<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Schluss jetzt! Das führt zu nichts.<br>                         Wir müssen uns auf die Fakten<br>                         konzentrieren. Diese Panzerung<br>                         arbeitet mit Subraumfeldern. Und<br>                         daher konzentrieren sich alle<br>                         Anstrengungen darauf, Subraumwaffen<br>                         zu finden.<br><br>                             (beat, er guckt die<br>                              anderen an)<br>                         Es hat sich gezeigt, dass das<br>                         Schiff ohne Hilfe von<br>                         Schleppschiffen nur maximal Warp 3<br>                         erreichen kann. Daher haben wir 2<br>                         1/2 Wochen Zeit, etwas zu finden,<br>                         um diese Panzerung zu knacken.<br>                         Und sollten die Romulaner diese<br>                         Technologie tatsächlich gefunden<br>                         haben, dann gibt es irgendwo noch<br>                         mehr. Unsere Aufgabe ist es, danach<br>                         zu suchen.<br><br><br>               Ein Piepen unterbricht ihn. Er drückt eine Taste und ein<br>               junger Lt. erscheint. Er wirkt überraschend fröhlich.<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Admiral. Ich glaube, ich habe eine<br>                         gute Nachricht für Sie. Eine sehr<br>                         gute Nachricht.<br><br><br>               Er drückt eine Taste und ein Schiff erscheint. Es ist die EDS<br>               Ammar.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Lt. Ich kann nicht ganz<br>                         nachvollziehen, was an einem<br>                         Erscheinen der Exekutive ein gute<br>                         Nachricht sein soll.<br><br><br>               Auch die anderen wirken verblüfft. Erneut ändert sich die<br>               Ansicht. Ein Gesicht erscheint. Das von Captain Frederick<br>               Caylon.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         6     EXT. STARBASE ONE - DER WELTRAUM                         6<br><br><br>               Wir sehen, wie langsam die Ammar an der Starbase andockt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         7     INT. AMMAR - LUFTSCHLEUSE                                7<br><br><br>               Der Andockvorgang ist beendet. Wir sehen, wie die Crew<br>               langsam in die Starbase wechslet. Einige sind schwer verletzt<br>               und werden getragen. Wie Crewman Mira Singh, deren<br>               spektakuläre Rettung wir in der letzten Episode verfolgt<br>               haben. Wir sehen auch Chantal D'Ville, deren Schwester im HQ<br>               zusammengebrochen war. Dann erscheint die Führungscrew.<br>               Komplett. Alle sind wohlauf und am Leben. Als Letzter folgt<br>               Caylon begleitet von Osbourne. Sie bleiben vor der<br>               Luftschleuse stehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke, ich muss ihn noch einmal<br>                         danken. Dafür, dass Sie uns und die<br>                         anderen Überlebenden da raus geholt<br>                         haben.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Dafür nicht. Wir sind doch Freunde,<br>                         Captain.<br><br><br>               Caylon guckt skeptisch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Freundschaft, die viele Fragen<br>                         aufwirft. Auf die ich immer noch<br>                         keine Antworten habe.<br><br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Die werden Sie erhalten, Captain.<br>                         Bei Zeiten. Bis dahin werden wir<br>                         Ihnen mit unser Hilfe zur Seite<br>                         stehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Also wieder die Story, dass Sie<br>                         sich für unsere Beschützer halten.<br>                         Sie und ihre neuen Verbündeten.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich bin nicht ihr Beschützer,<br>                         Captain. Aber ich und die Leute,<br>                         mit denen ich zusammenarbeite,<br>                         halten Sie für sehr wertvoll.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, ja. Die ominösen Leute.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         So ist das mit Beschützern,<br>                         Captain. Je weniger man über sie<br>                         weiß, desto effektiver sind sie.<br>                         Und jetzt entschuldigen sie mich.<br>                         Ich möchte fliegen, solange sich es<br>                         Admiral Forrest mit dem freien<br>                         Geleit nicht anders überlegt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube, Sie sind im Moment<br>                         nicht das Problem das Admirals.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sicher nicht. Aber geben Sie nicht<br>                         auf, Captain. Es gibt immer<br>                         Hoffnung. Denken Sie an meine<br>                         Worte. Leben Sie wohl.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Machen Sie es gut, Osbourne. Ich<br>                         denke, ich kann davon aussehen,<br>                         dass ein "Wir sehen uns" der<br>                         richtige Abschied ist.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das denke ich auch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ironisch)<br>                         Eine Wette dagegen würde ich sicher<br>                         verlieren.<br><br><br>               Mit diesen Worten dreht er sich um und verläßt die Ammar.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>               Wir sehen Caylons Gesicht. Er wirkt müde, abgespannt, fast<br>               gebrochen. Hinter ihm schließt sich die Luftschleuse.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                        ENDE AKT I<br>                                          AKT II<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>         9     INT. STARBASE ONE - CREWQUARTIER                         9<br><br><br>               Wir sehen Caylon in einem schmucklosen Standardquartier. Er<br>               steht am Fenster und blickt regungslos hinaus. Es klingelt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein!<br><br><br>               Forrest tritt ein.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Max. Was führt Sie zu mir? Weitere<br>                         Fragen?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Nein. Vorerst nicht. Die haben Sie<br>                         ja auch schon so genug<br>                         ausgequetscht. Aber es ist nun mal<br>                         etwas ungewöhnlich, wenn man als<br>                         Totgeglaubter an Bord eines<br>                         Terroristenschiffes wieder<br>                         auftaucht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß selbst nicht, was ich<br>                         davon halten soll. Angeblich ist<br>                         Osbourne uns im Auftrage seiner<br>                         neuen Partner nachgeflogen. Um<br>                         Informationen zu sammeln.<br>                             (Er denkt kurz nach)<br>                         Und laut seiner Aussage sieht<br>                         Osbourne sich nicht mehr als<br>                         Terrorist. Mehr als unser<br>                         Beschützer.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie glauben ihm? <br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Er hat sich verändert, soviel steht<br>                         fest. Und ich glaube ihm, dass er<br>                         nicht mehr gegen die Allianz ist.<br>                             (short beat)<br>                         Aber ehrlich gesagt kann er uns im<br>                         Moment eher nur helfen als schaden.<br>                         Genaugenommen kann uns eigentlich<br>                         jeder nur noch helfen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das könnte sich bald ändern.<br><br><br>               Caylon wird aufmerksam.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt so überzeugt. Und auch<br>                         Osbourne betonte heute so<br>                         überdeutlich, dass es immer<br>                         Hoffnung gibt. Als wenn er was<br>                         wüsste. Was ist es, was ich nicht<br>                         weiß?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Nun. Ich weiß nicht, was Osbourne<br>                         weiß. Aber das, was ich Ihnen jetzt<br>                         sage, kann er eigentlich nicht<br>                         wissen.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben Erz gefunden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Wo? Die Medusen sagten doch, es<br>                         gäbe davon ihres Wissen nach nichts<br>                         mehr. Und die wissen eigentlich<br>                         eine Menge.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie hatten wohl auch recht. Denn<br>                         eigentlich ist es das gleiche Erz.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Bei allem Respekt, Max. Aber ich<br>                         habe gesehen, wie dieses System<br>                         atomisiert wurde. Ich hatte<br>                         geradezu den Logenplatz dafür<br>                         gehabt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ja. Aber das heißt ja nicht, dass<br>                         jemand nicht vor uns dort war.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Die Klingonen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (spöttisch)<br>                         Ein Witz, oder? Und wieso haben die<br>                         dann kein Superschiff aus diesem<br>                         Erz?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sagen wir mal, Sie fanden den<br>                         Astroiden, zu einem sehr schlechten<br>                         Zeitpunkt. Inmitten der Wirren der<br>                         Augmenten - Seuche. Das Schiff, was<br>                         die Proben sammelte, brachte sie<br>                         zwar nach Kronos, wurde dann aber<br>                         wohl zerstört. und in dem Chaos<br>                         interessierte sich wohl keiner mehr<br>                         für ein paar Steine. So wanderten<br>                         dieses nach unseren Informationen<br>                         ins Magazin der<br>                         Reichsforschungseinrichtungen auf<br>                         Kronos. Wo sie schließlich von<br>                         unseren Geheimdienst anhand der<br>                         Analysedaten entdeckt wurden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die haben die Steine dann<br>                         einfach so mitnehmen können?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Leider nein. Den Teil von Kronos<br>                         kontrolliert ein alter Bekannter<br>                         von Ihnen. General Ro'kort.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich sehe das Problem.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Der Sternenflottengeheimdienst und<br>                         MACO-Command schicken ein kleines<br>                         Team, Fred. Und man hat bei mir<br>                         angefragt, ob ich ein paar<br>                         Offiziere stellen kann, die sich<br>                         mit der aktuellen Lage etwas<br>                         auskennen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und ich bin einer.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ich kann mir vorstellen, wie Sie<br>                         sich nach dem Verlust der Antares<br>                         fühlen. Aber Sie haben die<br>                         Erfahrung, das Wissen...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         ...und zufällig auch keine Aufgabe.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Wenn Sie es so ausdrücken wollen,<br>                         ja.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer noch?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Beem und Tschernovsky. Beem hat<br>                         MACO-Erfahrung. Und ein Pilot ist<br>                         nie verkehrt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die restliche Crew?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Kriegt vorerst andere Aufgaben. Wir<br>                         brauchen überall helfende Hände.<br>                         Sobald Sie zurück sind, Captain,<br><br>                         kriegen Sie ein neues Schiff.<br>                         Darauf haben Sie mein Wort. Aber im<br>                         Moment brauchen wir Sie dort.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>               Begeisterung sieht anders aus.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br>                                                               FADE IN.<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        10     INT. NEBEL - BIRD OF PREY                               10<br><br><br>               In einem Nebel sehen wir einen kleinen Bird of Prey kreuzen.<br>               Nach einigen Sekunden kommt ein weiterer Bird of Prey ins<br>               Sichtfeld. Nur dieser ist romulanisch.<br><br><br>        11     INT. KLINGONISCHER PIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE        11<br><br><br>               Die Brücke ist mit Romulanern bemannt. Auf dem Kommandosessel<br>               sitzt Tal'Shiar Admiral Dorenga. Ein Subcommander gibt ihr<br>               einen Pad mit Meldungen. Was sie ließt, entzürnt sie<br>               sichtbar.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Dieser unfähige Versager. Kein<br>                         militärischer Führer würde noch am<br>                         Leben sein, wenn er dem<br>                         romulanischen Imperium so viel<br>                         Sachnde bereiten würde. Nicht nur,<br>                         dass er auf blamable Art und Weise<br>                         eine entscheidende Schlacht<br>                         verliert. Er läßt sich auch noch<br>                         auf einen Waffenhandel mit dem<br>                         Syndikat ein und fliegt auf.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Das ist leider noch nicht alles,<br>                         Admiral<br><br><br>               Dorenga guckt den Offizier scharf an.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Nicht alles? Im Imperium wäre er<br>                         allein dafür schon in die<br>                         remanischen Mienen verbannt worden.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         General Gorth bittet uns um<br>                         Schiffe. Besser gesagt er verlangt<br>                         Sie. Anderenfalls, so droht er,<br>                         wird er im Falle seiner Niederlage<br>                         unsere Verbindungen mit ihm<br>                         aufzudecken. Ich soll Ihnen<br>                         ausrichten: Wenn er fällt, fallen<br>                         wir mit ihm.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Dieser Barbar wagt es.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Admiral. Ich schlage vor, dass wir<br>                         beim Senat um Verstärkung bitten.<br>                         Wir haben im Moment nicht genügend<br>                         Schiffe, um in irgendeiner Wiese in<br>                         den Konflikt eingreifen zu können.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Nein. Der Senat hat mir klar<br>                         gemacht, dass er uns keine weiteren<br>                         Schiffe geben wird. Und alles<br>                         andere wäre nur Wasser auf die<br>                         Mühlen meiner Gegner.<br><br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Bei allem Respekt. Ohne Gorth<br>                         verlieren wir jeden Einfluss auf<br>                         das Reich. Der Senat wird so ein<br>                         Versagen sicher nicht einfach<br>                         akzeptieren.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Nein. Es gibt Wege, unseren<br>                         Einfluss zu erhalten und Gorth<br>                         seine Unverschämtheit mit dem Leben<br>                         zahlen lassen...<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Ich glaube nicht, dass Ro'Korth<br>                         oder Kor'ral mit uns ein Bündnis<br>                         eingehen werden.<br>                         Das sind aber die eizigen beiden,<br>                         über die wir das Reich<br>                         kontrollieren könnten.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Direkt kontrollieren können, ja.<br>                         Aber wir können immer noch jemanden<br>                         installieren, der die Dinge in<br>                         unserem Sinne beeinflusst.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Wen?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Es gibt da einen sehr geeigneten<br>                         Kandidaten, Subcommander. Er ist<br>                         vielleicht nicht bereit, dass Reich<br>                         zu verraten. Jedenfalls noch nicht.<br>                         Aber er ist verzweifelt genug, um<br>                         einem Bündnis zuzustimmen, von dem<br>                         wir beide profitieren könnten. Und<br>                         ich halte Ihn für klug genug,<br>                         dieses nicht zu brechen.<br>                             (Sie guckt den<br>                              Subcommander ernst an.)<br>                         Bringen Sie uns nach Po'leth, am<br>                         Rande des Reiches. Dort werden wir<br>                         finden was wir suchen.<br><br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Zu Befehl, Admiral.<br><br><br>               Er entbietet den traditionellen militärischen Gruß der<br>               Romulaner, indem er sich etwas verneigt und mit der Faust auf<br>               die Brust schlägt. Dorenga erwidert den Gruß. Dann verläßt<br>               Sie die Brücke, die der Subcommander übernimmt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        12     INT. NEBEL - BIRD OF PREY                               12<br><br><br>               Dorengas Bird auf Prey beschleunigt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        13     INT. STARBASE ONE - KRANKENBEREICH                      13<br><br><br>               Wir sehen mehrere Ärzte in einem Raum, in dem viele Verletzte<br>               liegen. Eine große Zahl von Ihnen sind Andorianer. Eine von<br>               den Ärzten ist Miller. Sie steht an einer Konsole gelehnt und<br>               liest ein Pad. Scheinbar ist die Lage ruhig, denn auch die<br>               anderen Ärzte und die Schwestern und Pfleger lassen es ruhig<br>               angehen. Fernandez betritt den Raum und strebt auf Miller zu.<br>               Der Councellor wirkt sichtbar müde und abgeschlagen. Als wenn<br>               er einige Nächte lang nicht wirklich geschlafen hat.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Emma. Was für eine Freude, Dich zu<br>                         sehen. Was hast Du getrieben?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich hatte ein kleines Gespräch mit<br>                         Ensign D'Ville.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (betont lustig)<br>                         Unsere stets zu Kommentaren<br>                         aufgelegten Südfranzösin, hinter<br>                         der die Hälte unser männlichen<br>                         Crewmitglieder her ist?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Genau jene. Ihre Schwester hat das<br>                         Ganze wohl recht stark mitgenommen.<br>                         Na, ja. Mehr darf ich eigentlich<br>                         auch schon nicht sagen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (ernst)<br>                         Eigentlich nicht mal das, wenn Du<br>                         die Schweigepflicht ernst nimmst.<br><br><br>               Fernandez guckt Miller müde an. Diese deutet einen<br>               Reißverschluss auf ihrem Mund an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich sage sicher nichts weiter.<br>                         Außerdem war der Kommentar ein<br>                         Scherz.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Dann war er gelungen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wo bleibt die schlagfertige Emma?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Die ist im Moment müde. Ich muss<br>                         das alles für mich ordnen. Die<br>                         Schlacht, den Verlust der Antares,<br>                         die Toten.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich kenne das. Ich kenne das nur zu<br>                         gut.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Es ist o.k., wirklich. Oder besser<br>                         gesagt, es wird o.k. sein. Aber ich<br>                         denke, ich kann Dich jetzt noch<br>                         besser verstehen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das konntest du auch so.<br><br><br>               Emma guckt Miller kritisch an.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und Dir geht es gut?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich sagte doch, ich habe meine<br>                         professionelle Distanz<br>                         wiedergefunden.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Komm, Katherine. Du kannst mir<br>                         nicht sagen, dass Dich das alles<br>                         nicht mitnimmt. Der Tot von Leuten,<br>                         die Du kanntest.<br><br><br>               Miller zögert für den Bruchteil einer Sekunde.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das sage ich auch nicht. Ich sage<br>                         nur, ich kann jetzt wieder damit<br>                         umgehen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und wie steht es mit<br>                         Psychopharmaka?<br><br><br>               Miller guckt sich verlegen um. Doch niemand hat was<br><br>               mitbekommen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Schrei es am Besten noch lauter<br>                         raus, Emma. Mir scheint, als wenn<br>                         Dich das mehr mitnimmt als mich.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das mag sein. Aber ich versuche<br>                         auch darüber zu reden.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich rede doch auch darüber.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich in mir nicht so sicher,<br>                         Katherine. Du bist noch in der<br>                         Überwindungsphase. Dein Verhalten<br>                         ist typisch dafür.<br><br><br>               Miller passt die Aussage nicht ganz.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ihr Ratschlag, Frau Dr.?<br><br><br>               Fernandez guckt kurz mit blitzenden Augen auf. Doch auch<br>               dieses Mal bleibt die schlagfertige Antwort aus.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und ich weiß nicht, ob ich immer<br>                         der richtige Gesprächspartner sind.<br>                         Immerhin, wie Du mal betont hast,<br>                         bin ich auch Councellor.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Und mit wem soll ich Deiner Meinung<br>                         nach reden?<br><br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wie wäre es mit Mestral? Immerhin<br>                         seit ihr Freunde.<br><br><br>               Miller zuckt merklich zusammen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich weiß nicht. Außerdem<br>                         respektieren wir beide unser<br>                         Privatleben.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ironisch)<br>                         Ja, dass kann man so sagen.<br><br><br>               Miller guckt Fernandez kritisch an.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hör zu, Katherine. Wir können über<br>                         alles sprechen. Immer. Jederzeit.<br>                         Als Freunde. Aber sollte im<br>                         Gegensatz zu Deiner Aussage nicht<br>                         alles o.k. sein, dann hilft es Dir<br>                         vielleicht auch, damit anzufangen,<br>                         mit anderen darüber zu sprechen.<br>                         Deine Gefühle offener zu zeigen.<br><br><br><br>               Die guckt Miller ernst an. Diese nickt nach einigen Sekunden,<br>               sagt aber nichts.<br><br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Jetzt brauche ich eine Dusche,<br>                         einen Cappuccino und eine Tüte<br>                         Schlaf. Wir sehen uns morgen.<br>                         Soweit ich weiß, werden wir wohl<br>                         vorerst zum Stationspersonal<br>                         transferiert.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (bemüht lustig)<br>                         Ja. Keine Möglichkeit, wegzulaufen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sicher nicht. Gute Nacht Katherine.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Gute Nacht, Emma.<br><br><br>               AUF MILLER<br><br><br>               Diese guckt Fernandez regungslos nach.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT II<br>                                         AKT III<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        14     EXT. WELTRAUM - ANDORIANSICHER KREUZER                  14<br><br><br>               Ein Kreuzer der Andorianer kommt mit vollem Warp auf uns zu.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        15     INT. ANDORIANISCHER KREUZER - KRANKENSTATION            15<br><br><br>               Wir sehen eine andoriansiche Ärztin bei der Arbeit. Die<br>               besteht darin, die Sternenflottenleute in Klingonen zu<br>               verwandeln. Caylon sieht schon wie ein Klingone aus, ebenso<br>               mehrere MACOs, unter ihnen Amanda Cole (aus ENT: "Der<br>               Vorbote"). Im Moment ist Beem an der Reihe, ein Major und<br>               Darius warten noch auf die Prozedur.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Aua!<br><br><br>                                   ARZTIN<br>                         Das kann nicht weh tun.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Bei einem Andorianer vielleicht<br>                         nicht. Aber bei mir schon.<br><br><br>                                   ARZTIN<br>                         Ich operiere Sie sogar zu einem um,<br>                         ohne das Sie das merken.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (grimmig)<br>                         Ärzte. Egal ob Menschen,<br>                         Denubolaner oder Andorianer. Alles<br>                         gefühlslose Schlächter.<br><br><br>               Er guckt Darius an.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Vielleicht sind die Deltaner ja<br>                         anders. Oder zumindest betören Sie<br>                         einen so, dass einem alles egal<br>                         ist.<br><br><br>               Bezüglich dieses Kommentars erntet Beem einen bösen Blick<br>               Caylons, ohne dass Beem ahnen kann, warum. Der Major, auf<br>               dessen Uniform Jones steht, sieht Beem abschätzig an.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Wenn Sie fertig mit dem Beschweren<br>                         sind, Lt., dann sollten Sie ihr<br>                         Klingonisch aufbessern.<br><br><br><br>               Er guckt Beem ernst an. Dieser wendet sich an Caylon.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Gleiches gilt für Sie und Ihren<br>                         Piloten, Captain. Captain Cole und<br>                         Corporal Whiley können zwar die<br>                         Gespräche führen, aber hin und<br>                         wieder kann es passieren, dass Sie<br>                         direkt angesprochen werden. Und<br>                         dann wird Ihnen ihr Knopf im Ohr<br>                         nur bedingt helfen. Sie wissen ja.<br>                         Wenn ein Offizier der Klingonen<br>                         glaubt, Sie erweisen ihm kein<br>                         Respekt, dann tötet er Sie. Egal,<br>                         ob Sie ihn unterstellt sind oder<br>                         nicht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Meines Wissens kommt as in der<br><br>                         Praxis nur noch recht selten vor.<br><br><br>               Amanda Cole tritt dazu.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Es reicht, wenn er ihnen ein paar<br>                         Knochen bricht. Und DAS kommt<br>                         häufig genug vor. Also sollten Sie<br>                         ihr Training absolvieren.<br><br><br>               Caylon mustert Sie. Ihm sind die toughen MACO-Spezialisten<br>               sichtlich nicht ganz geheuer.<br><br><br>                                   ÄRZTIN<br>                             (zu Beem)<br>                         Sie sind fertig.<br><br><br>               Sie nickt Jones zu. Der setzt sich auf das Bett. Caylon<br>               deutet Beem an, ihm zu folgen. Beide gehen raus. Vor der<br>               Krankenstation bleiben Sie stehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie waren doch bei den MACOs.<br>                         Kennen Sie diesen Jones?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Nur indirekt. Jones war eine Zeit<br>                         lang Ausbilder bei den MACOS.<br>                         Allerdings habe ich nie unter ihm<br>                         gedient. Aber was ich so weiß, ist<br>                         er ein knallharter Profi.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe schon seine Herzlichkeit<br>                         bemerkt. Sie haben damit vielleicht<br>                         kein Probleme, aber bei mir hebt<br>                         das nicht gerade die Vorfreude auf<br>                         diesen Einsatz.<br><br><br>               Er guckt Beem vielsagend an.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sir. Ich bin<br>                         Sternenflottenoffizier, kein Maco<br>                         mehr. Und sehen Sie das einfach so:<br>                         Das sind Spezialisten und die<br>                         hängen das auch verdammt gerne<br>                         raus.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es freut mich zu hören, dass Sie<br>                         sich als Sternenflottenoffizier auf<br>                         dieser Mission verstehen.<br>                             (beat)<br>                         Sehen wir also zu, dass wir das auf<br>                         professioneller Ebene halten.<br><br>                         Aber mit dem Üben haben die wohl<br>                         recht.<br>                         Bei dem Gedanken, dass ich nicht<br>                         ein Wort Klingonisch kann und in<br>                         wenigen Stunden auf Kronos<br>                         rumlaufen werde, wird mir doch<br>                         etwas anders.<br><br><br>               AUF BEEM<br><br><br>               Beem nickt.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        16     EXT. STARBASE ONE                                       16<br><br><br>               Wir sehen die Starbase, die von einigen Schiffen umkreist<br>               wird. Die Zahl der Sternenflottenschiffe hat sich reduziert,<br>               wohingegen einige andorianische und tellaritische Schiffe<br>               hinzugekommen sind. Ein Schiff der Sternenflotte ist<br>               erkennbar. Es ist die Enterprise.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        17     INT. STARBASE ONE - BESPRECHUNGSRAUM                    17<br><br><br>               In einem Besprechungsraum mit einer großen taktischen Karte<br>               an der Wand sehen wir Forrest, einen Commodore, Archer, einen<br>               andorianischen General, Tiris, Torlan, einen Flottenführer<br>               der Tellariten und seinen Untergebenen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Soweit wir es beurteilen können,<br>                         gibt es keine Neuigkeiten. Wie<br>                         sieht es auf Vulkan aus, Jonathan?<br><br><br>                                   ARCHER<br>                         T'Pol bemüht sich weiterhin um<br>                         Informationen. Aber die Lage dort<br>                         ist im Moment unklar. Nach der Wahl<br>                         von T'Pau zur Regierungschefin gab<br>                         es wohl wieder einen starken Ruck<br>                         hin zu den Syranniten.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Vulkanier. Erst dürstet es sie nach<br>                         Macht, jetzt sind sie plötzlich<br>                         Pazifisten.<br><br><br>                                   COMMODORE<br>                         Das muss nicht schlecht sein,<br>                         General. Seit Monaten haben wir<br>                         Informationen und technische Hilfe<br>                         von den Vulkanier bekommen. Das ist<br>                         mehr, als wir noch vor einem Jahr<br>                         von Ihnen erhofft hätten.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Nur haben wir kein weiteres Jahr<br>                         mehr, um darauf zu warten, dass Sie<br>                         noch mehr unternehmen. In zwei<br>                         Wochen wird meine Heimat fallen.<br><br><br>                                   FLOTTENFÜHRER<br>                         Dann sollten wir jetzt etwas<br>                         unternehmen. Mein Stab hat einen<br>                         Plan entworfen, der die Lage zu<br>                         unseren Gunsten verbessern könnte.<br>                         Der Plan ist nicht ohne Risiko,<br>                         aber wir werden das<br>                         Überraschungsmoment auf unserer<br>                         Seite haben.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Was für ein Plan ist das,<br>                         Flottenführer?<br><br><br>                                   FLOTTENFÜHRER<br>                         Wir greifen die Heimatwelt der<br>                         Romulaner an.<br><br><br>               Ein Raunen geht durch den Raum.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Erek, Sie Schweinskopf. Sie wissen<br>                         ja nicht einmal, wo der Planet<br>                         liegt.<br><br><br>               Für den Flottenführer springt sein Untergebener, ein Captain<br>               der Tellariten, in die Bresche.<br><br><br>                                   TELLARITE<br>                         Anders als die Blauhäuter haben wir<br>                         Kontakte.<br>                         Ein paar Händler, denen es auch<br>                         gelang, Geschäfte mit dem Imperium<br>                         zu machen, haben uns<br>                         vertrauenswürdige Daten geliefert,<br>                         mit denen wir die ungefähre Lage<br>                         interpolieren konnten.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Captain Hark. Sie sind noch dümmer<br>                         als jeder Affe auf der Erde.<br>                         Ungefähre Lage? Selbst wenn man den<br>                         Daten, wie sie behaupten,  trauen<br>                         kann, könnte das immer noch eine<br>                         Suche von Tagen bedeuten. Aber<br>                         selbst wenn wir die Linien<br>                         durchbrechen könnten, hätten wir<br>                         bestenfalls Stunden.<br><br><br>                                   ARCHER<br>                         Wenn wir die Linien durchbrechen<br>                         können. Der Force Commander hat den<br>                         entscheidenden Punkt gebracht. Die<br>                         Romulaner haben ihre gesamte Flotte<br>                         zurückbehalten und das Dreadnought<br>                         allein Richtung Andoria geschickt.<br>                         Das heißt ihre Linien sind voll<br>                         intakt.<br><br><br>                                   EREK<br>                         Nicht ganz. Die Romulaner haben<br>                         ihre Linien nach vorne beschoben...<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (einwerfend)<br>                         ...begradigt...<br><br><br>                                   EREK<br>                         Sie haben Recht Admiral. Sie haben<br>                         sie begradigt. Mit dem ziel, sie zu<br>                         stärken. Doch unsere Scouts haben<br>                         heruasgefunden, dass im Moment das<br>                         Gegenteil der fall ist. Es gibt<br>                         diverse Schwachpunkte, die<br>                         Organisation der Flotte ist<br>                         schlecht, es fehlt an Sensoren und<br>                         Verteidigungsperimetern.<br>                         Es dürfte ein leichtes sein, an<br>                         geeigneter Stelle mit geringen<br>                         Verlusten durchzubrechen.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Nehmen wir mal für den Moment an,<br>                         Schweinskopf, wir stimmen dem zu.<br>                         Über was für eine Flotte sprechen<br>                         wir bei ihrem Plan. 20 Schiffe, 50?<br><br><br>                                   HARK<br>                         Alle Schiffe, General. Alle, die<br>                         unsere Völker irgendwie stellen<br>                         können.<br><br><br>               Der Rest ist sprachlos.<br><br><br>                                   HARK<br>                         Wir brechen durch, überwältigen die<br>                         Verteidgung des Planeten und<br>                         stellen den Romulanern ein<br>                         Ultimatum: Kapitulation und<br>                         Übergabe des Dreadnaugts oder die<br>                         Zerstörung ihrer Heimatwelt.<br><br><br>               Der Rest ist weiterhin sichtbar sprachlos.<br><br><br>                                   EREK<br>                         Sie werden damit nicht rechnen.<br>                         Deshalb wird es gelingen.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Sie sind verrückt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Nun, ich würde das nicht so<br>                         drastisch ausdrücken. Aber für mich<br>                         klingt es etwas wie ein<br>                         Verzweifelungsakt.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Doch, Admiral. Sie sollten das so<br>                         drastisch ausdrücken: Unsere<br>                         schweinsnasigen Verbündeten sind<br>                         komplett wahnsinnig geworden.<br>                         Das ist der größte Mist, den ich je<br>                         gehört habe. Denn bis wir Romulus<br>                         erreicht haben, wenn wir es je<br>                         finden, haben die Romulaner dank<br>                         der fehlenden Verteidigung jeden<br>                         Zivilisten umgebracht, den sie nur<br>                         kriegen können.<br><br><br>                                   HARK<br>                         Sie blauhäutige Mistgeburt. Ihre<br>                         Feigheit und Dummheit, die Feigheit<br>                         und Dummheit ihres Folges, ist<br>                         nicht auszudrücken. Sie verdienen<br>                         es nicht besser. Die Romulaner<br>                         werden Angst haben, dass wir ihre<br>                         Identität lüften. Sie werden in<br>                         Panik jedes Schiff zurückziehen,<br>                         dass sie haben.<br><br><br>               Während Hark das sagt geht Tiris auf ihn zu. Ihr Blick ist<br>               tötlich.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                             (kalt)<br>                         Sie nennen mich Mistgeburt, Sie,<br>                         der wie ein ganzer Zoo voller<br>                         Bestien stinkt? Ich werde Sie<br>                         töten, mit einer Hand, wenn Sie<br>                         sich nicht entschuldigen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Force Commander!<br><br><br>               Er guckt zum General der Andorianer und zu Torlan. Beide<br>               stehen teilnahmslos daneben.<br><br><br>                                   HARK<br>                         Ich habe keine vor Ihnen. Ihr Volk<br>                         mag solchen wie Ihnen Respekt<br>                         erweisen. Aber für mich sind Sie<br>                         ein Witz, den ich mit einer Faust<br>                         zerquetschen werde.<br><br><br>               Tiris ist am Brodeln.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Versuchen Sie es mal.<br><br><br><br>                                   FORREST<br>                         Schluss jetzt!<br><br><br>                                   HARK<br>                         Dann fordere ich Sie zum Cal'vadra.<br>                         Zum Kampf um die Wahrheit. Dann<br>                         wird das Universum entscheiden, ob<br>                         wir verrückt oder Sie feige sind.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Akzeptiert. Auch wenn es da nichts<br>                         zu entscheiden gibt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ein Moment. Ich erlaube nicht...<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Aber ich. Der Force Commander<br>                         untersteht meiner Autorität. Und<br>                         ich erlaube es.<br><br><br>               Forrest guckt Torlan hilfsuchend an.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Commander Torlan.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Tut mir leid, Admiral. Ich kann da<br>                         nichts tun.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>               Der Admiral ist völlig entgeistert.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        18     INT. STARBASE ONE - BESPRECHUNGSRAUM                    18<br><br><br>               Es sind nur noch Forrest und Torlan übrig.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ich verstehe Sie nicht, Commander.<br>                         Es ist ihre Aufgabe, sich als<br>                         Verbindungsoffizier der<br>                         Sternenflotte für unsere Interessen<br>                         einzusetzen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Tiris wurde in ihrer Ehre gekränkt.<br>                         Dieses ist für unser Volk nicht<br>                         hinnehmbar.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Und für uns ist dieser Kampf nicht<br>                         hinnehmbar. Zumal, wenn ich es<br>                         richtig verstanden habe, die<br>                         Tellariten glauben, dass das<br>                         Universum dem Gewinner das Recht<br>                         zuspricht. Gewinnt also der<br>                         Tellarite, dann glauben die doch,<br>                         dass ihr unsinniger Plan<br>                         durchgeführt wird.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Er wird nicht gewinnen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Bei allem Respekt. Der Force<br>                         Commander mag durchtrainiert sein,<br>                         aber dieser Tellarite ist ein Bär.<br>                         Kräftig, widerstandsfähig und<br>                         beweglich. Ich würde um nichts in<br>                         aller Welt gegen ihn kämpfen<br>                         wollen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Vertrauen Sie mir, Admiral. Sie<br>                         können nichts besseres tun, als den<br>                         Kampf abzuwarten. Ich weiß genau,<br>                         was ich da sage, Sir.<br><br><br>               Forrest guckt Torlan durchdringend an.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Gut, Commander. Aber wenn ich am<br>                         Ende dieses Kampfes einen Toten<br>                         habe, egal ob Tellarite oder<br>                         Andorianerin, dann werden Sie sich<br>                         zu rechtfertigen haben.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Es wird alles gut, Admiral. Sie<br>                         haben mein Wort. Sie wissen<br>                         hoffentlich, was das Wort eines<br>                         Aristokraten bei uns bedeutet.<br><br><br>               Forrest nickt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Gut, Commander. Wegtreten.<br><br><br>               Torlan verläßt den Raum.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        19     INT. STARBASE ONE - FORSCHUNGSABTEILUNG                 19<br><br><br>               Wir sehen Dr. Kendall der gerade Yasek und einen Crewman der<br>               Starbase anfaucht.<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Ohne das Netzwerk keine Simulation.<br>                         Ohne Simulation kein Andoria. Also<br>                         machen Sie gefälligst Überstunden.<br><br><br>                                   YASEK<br>                         Wir sind schon seit 16 Stunden im<br>                         Dienst Sir.<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Und ich bin schon seit 20 Stunden<br>                         im Dienst, Ensign. Aber ich bin mir<br>                         meiner Aufgabe bewusst. Also machen<br>                         Sie ihren Job. Vernünftig. Und<br>                         sofort.<br><br><br>               Er lässt die beiden stehen.<br><br><br>                                   YASEK<br>                             (leise)<br>                         Arschloch!<br><br><br>               Müller kommt herein.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Peter. Was ist passiert?<br><br><br>                                   YASEK<br>                         Unser Lieblingsarschloch musste<br>                         sich groß aufspielen, weil wir den<br>                         Computer immer noch nicht verlinkt<br>                         haben und seine Simulation deshalb<br>                         noch nicht möglich ist. Dabei habe<br>                         ich ihm schon zweimal erklärt, dass<br>                         dieser ganze Computerkern nur halb<br>                         fertig ist und es an Bauteilen<br>                         fehlt. Wir müssen improvisieren.<br>                         Das dauert nun mal. Oder denkt der<br>                         wirklich, wir wissen nicht, was auf<br>                         den Spiel steht?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ruhig Peter. Ihr beiden geht jetzt<br>                         erst einmal ein paar Minuten dösen.<br>                         Danach trinkt ihr einen starken<br>                         Kaffee und in zwei Stunden treffen<br>                         wir uns am Computerkern. Dann werde<br>                         ich mir die Sache mal aus der Nähe<br>                         angucken. Drei Paar Hände sind<br>                         immer besser als zwei.<br><br><br>                                   CREWMAN<br>                         Wenn der Lt. Commander hört,<br>                         dass...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         ... werde ich ihm Bescheid geben.<br>                         Ich kann keine völlig übermüdeten<br>                         Techniker gebrauchen, die vor<br>                         Müdigkeit nicht mehr wissen, was<br>                         Sie da zusammenstecken.<br><br><br><br>               Die beiden nicken und verlassen den Raum. Müller geht um eine<br>               Regal herum und trifft dort auf Kendall. Der schaut nur kurz<br>               auf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dr.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Commander. Haben Sie die<br>                         Aufzeichnungen durch?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein. Ehrlich gesagt brauche ich im<br>                         Moment eine Abwechslung. Eine<br>                         Aufgabe mit einem<br>                         Schraubenschlüssel. Und ein paar<br>                         Stunden Schlaf. Dann kriege ich<br>                         vielleicht wieder einen klaren<br>                         Kopf.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Den sollten Sie auch haben. Denn<br>                         wenn wir nicht rekonstruieren<br>                         können, wie diese Bombe gebaut<br>                         wurde, ist die ganze Mission des<br>                         Captains für den... Na, ja sie<br>                         wissen schon.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das schaffen wir aber nicht, wenn<br>                         einige im Team bereits nach zwei<br>                         Tagen völlig ausgebrannt sind.<br><br><br>               Jetzt schaut Kendall richtig auf.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Sie haben mit Ensign Yasek<br>                         gesprochen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das habe ich. Und ehrlich gesagt,<br>                         verstehe ich Sie nicht.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Was gibt es da nicht zu verstehen?<br>                         Drei Völker bauen auf meine<br>                         Fähigkeiten. Und ich habe keine<br>                         Lust zu scheitern, nur weil...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gereizt)<br>                         Nun mal halblang. Was heißt hier,<br><br>                         drei Völker bauen auf ihre<br>                         Fähigkeiten?<br><br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Bei allem Respekt. Im Bereich<br>                         Subraummechanik bin ich mit Abstand<br>                         der Kompetenteste im Team.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es reicht mir. Seit einem halben<br><br>                         Jahr höre ich mir ihre Spitzen und<br>                         Bemerkungen jetzt an. Ertrage ihre<br>                         Selbstgefälligkeit. Es mag sein,<br>                         dass Sie uns im Bereich<br>                         Subraummechanik alle in die Tasche<br>                         stecken. Aber im Bereich<br>                         Menschlichkeit sind Sie trotz ihrer<br>                         angeblichen Läuterung ein absoluter<br>                         Versager.<br><br><br>               Kendall verzieht bei diesen Worten sein Gesicht.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Es gehört mehr dazu, als nur ein<br>                         Experte zu sein. Auch der beste<br>                         Mann ist nur stark im Team. Wenn<br>                         Sie das nicht verstehen, dann<br>                         suchen Sie sich am Besten ein<br>                         schönes einsames Labor auf der<br>                         Jupiterstation und forschen dort<br>                         vor sich hin. Wir werden auch ohne<br>                         Sie zurecht kommen. Vielleicht<br>                         sogar noch besser.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ja. Commander Müller. Die von allen<br>                         Geliebte. Jeden Tag, als Sie weg<br>                         waren, durfte ich ertragen, wie<br>                         Ihre Crew Sie mehr und mehr<br>                         vergötterte. Die große<br>                         Teamleaderin. Die Perfekte.<br>                         Strebsam, ergeizig und gleichzeitig<br>                         menschlich. Und ich war nur der<br>                         arrogante Dr., der den Posten<br>                         dadruch bekommen hat, dass Sie mit<br>                         dem Tod rangen. <br><br><br><br>               Müller schluckt und bemüht sich, nicht die Haltung zu<br>               vrlieren. Sie sieht ihn eisig an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Man erntet nur, was man sät, Dr.<br><br><br><br>               Kendall sieht Müller regungslos an. Scheinbar ist er mundtot.<br>               Müller sieht ihn weiter eisig an. Nach einigen Sekunden<br>               lockert sich ihre Miene. Scheinbar tut es ihr etwas leid, was<br>               sie gesagt hat.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Verstehen Sie mich nicht falsch.<br>                         Ich will Sie nicht verlieren. Aber<br>                         wenn wir an dieser Aufgabe nicht<br>                         scheitern wollen, dann müssen wir<br>                         im Team spielen. Auch Sie. Und das<br>                         geht nicht ohne Respekt.<br>                         Gegenseitigen Respekt.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (höhnisch)<br>                         Den haben Sie mir ja gerade zu<br>                         Genüge bekundet.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (giftiger)<br>                         Ich habe nicht vor, dass<br>                         fortzuführen. Für den Moment ist es<br>                         das Beste, wenn Sie sich wie Yasek<br>                         ein paar Minuten hinhauen.<br>                         Das Gleiche gilt sicher auch für<br>                         mich. Es gibt nichts, was wir nicht<br>                         auch in ein paar Stunden tun<br>                         können. Dann vielleicht sogar<br>                         effizienter.<br><br><br>               Kendall guckt Müller bissig an. Dann legt er das Werkzeug<br>               weg.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Gut. Schlafen wir erst einmal. Aber<br>                         für mich ist das noch nicht zu<br>                         Ende.<br><br><br>               Er guckt Müller kurz wortlos an. Dann verläßt er den raum.<br><br><br>               AUF MÜLLER<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (als wenn Kendall noch da<br>                              wäre)<br>                         Damit hätte ich im Leben auch nicht<br>                         gerechnet.<br><br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        20     EXT. WELTRAUM - PO'LETH STERNENSYSTEM                   20<br><br><br>               Wir sehen einen Planeten, der trübe im schwachen Glanz einer<br>               gelblich-orangen Sonne liegt. Der Planet wirkt wüst, hat nur<br>               wenige Wasserflächen und dürfte wohl nur sehr knapp als<br>               lebensfreundlicher Planet durchgehen. Im Orbit ist eine<br>               kleine Station zu erkennen. Zwei klingonische Bird of Prey<br>               sind im Orbit.<br><br><br>        21     INT. PO'LETH - HAUPTSITZ DES HAUSES DURAS               21<br><br><br>               Wir sind in einer typische klingonischen Halle, die eine<br>               Mischung aus einer Versammlungsalle und einem Büro darstellt.<br>               Am Scheibtisch sitzt ein junger Klingone, der sichtbar noch<br>               nicht lange das Erwachsenenalter erreicht hat. Ein älterer<br>               Offizier tritt zu ihm. <br><br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Mein Herr Woreth. Unsere Sensoren<br>                         melden, dass soeben ein einzelner<br>                         Bird of Prey in das System<br>                         eingetreten ist. Er sendet einen<br>                         Gruß und bittet Sie, an Bord zu<br>                         kommen.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Wer?<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Das wollen Sie nicht sagen. Der<br>                         Captain des Schiffes behauptet,<br>                         eine wichtige Persönlichkeit will<br>                         Ihnen ein interessantes Angebot<br>                         unterbreiten.<br><br><br>                                   WORETH<br>                             (lacht auf)<br>                         Welche wichtige Persönlichkeit<br>                         kommt in einem einzelnen Bird of<br>                         Prey zu mir?<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Sie denken, es ist eine Falle?<br><br><br>               Woreth überlegt kurz.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Ich wüsste niemand, der den Aufwand<br>                         betreiben würde, mich zu töten. Und<br>                         es ist wohl auch kaum den Aufwand<br>                         wert. Nach dem Tod meines Vaters<br>                         ist uns kaum mehr als dieses System<br>                         geblieben. Und wäre mein Vater<br>                         nicht so mutig und verrückt<br>                         gewesen, in den Expanse zu fliegen,<br>                         hätten wir wohl auch dieses und<br>                         unsere Ehre verloren. Nein. Niemand<br>                         interessiert sich für meinen Tod. <br><br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Sie wollen an Bord gehen?<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Was habe ich schon zu verlieren?<br>                         Und wenn ich sterben soll, dann<br>                         will ich es zumindest im Angesicht<br>                         meines Gegners tun.<br><br><br>               Er steht auf.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        22     INT. BIRD OF PREY - RAUM DES CAPTAINS                   22<br><br><br>               In dem kargen Zimmer des Captains steht Dorenga oder<br>               mutmaßlich Dorenga. Denn eigentlich ist nur ein Romulaner im<br>               Kampfanzug zu sehen. Ein rotes Leuchten erscheint. Eine<br>               Person wird in den Raum gebeamt. Es ist Woreth. Als er<br>               Dorenga erblickt, greift er instinktiv zum Disruptor und<br>               zielt auf sie. Doch der Disruptor reagiert nicht. Er will<br>               sein Messer ziehen, doch mit einer Geste gebietet Dorenga ihm<br>               Einhalt.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                             (ihre Stimme klingt durch<br>                              den Helm stark verzerrt)<br>                         Ich habe kein Interesse, sie zu<br>                         töten, Woreth. Aber wenn Sie mich<br>                         angreifen, bleibt mir keine Wahl.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Dann sollten Sie gut kämpfen.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Haben Sie so wenig Interesse daran,<br>                         zu erfahren, was ich von Ihnen<br>                         will?<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Was soll ein Romulaner von mir<br>                         wollen? Entweder mich töten oder<br>                         darauf hoffen, dass ich verzweifelt<br>                         genug bin, mein Volk zu verraten.<br>                         Nun. Ich bin vielleicht<br>                         verzweifelt, aber wenn ich noch<br>                         etwas besitze, dann ist es meine<br>                         Ehre.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Dann besitzen Sie genau das, was<br>                         Sie für mich interessant macht.<br>                         Denn wir Romulaner respektieren<br>                         Ehre und Loyalität zum eigenen<br>                         Volk. Das sind überhaupt unserer<br>                         höchsten Werte.<br><br><br>                                   WORETH<br>                             (höhnisch)<br>                         Ich wundert mich, dass ihr Volk<br>                         überhaupt Werte besitzt. <br><br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Sie unterschätzen uns, Woreth. Wir<br>                         sind stolz auf unsere Traditionen.<br>                         Wie ihr Volk einst stolz auf seine<br>                         Traditionen war. Sie können helfen,<br>                         dass es wieder so wird.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Und wie?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Das ist die richtige Frage. Was ich<br>                         suche, ist kein Spion oder<br>                         Verräter. Ich suche einen Mann von<br>                         Format, der bereit ist, unsere<br>                         Interessen zu vertreten, Wenn auch<br>                         zunächst vielleicht nicht offen.<br>                         Jemanden, der uns hilft, eine<br>                         friedliche Koexistenz unserer<br>                         Völker zu etablieren.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Jemanden, der unser Volk an Sie<br>                         ausliefert...<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Nein. Jemanden der loyal zu seinem<br>                         Volk ist, wie wir es schätzen. Der<br>                         deshalb erkennt, dass eine<br>                         Konfrontation mit uns der falsche<br>                         Weg ist.<br><br><br>               Woreth guckt Dorenga einen Moment an.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Sagen wir mal, ich stimme der<br>                         Zusammenarbeit zu. Ich glaube<br>                         nicht, dass der künftige Führer des<br>                         Reiches, was wahrscheinlich<br>                         Ro'korth sein wird, auf meinen Rat<br>                         hören wird.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Oh. Ro'korth wird ziemlich sicher<br>                         der neue Führer des Reiches sein.<br><br><br>               Woreth stockt.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Sie arbeiten mit Ro'korth zusammen?<br><br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Im Gegenteil. Wir haben ein<br>                         Abkommen mit Gorth gehabt. Aber<br>                         Gorth Auffassung von Loyalität<br>                         entsprach leider nicht unseren<br>                         Hoffnungen.<br><br><br>                                   WORETH<br>                             (höhnisch)<br>                         Er hat Sie verraten?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Er hat uns erpresst. Wofür er<br>                         zahlen wird. Und das hat uns zu<br>                         einer Einsicht geführt.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Welcher?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Jemand, der die ganze Macht hat,<br>                         dient sich am Ende immer nur<br>                         selber.<br><br><br><br>                                   WORETH<br>                         Sie erlauben mir sicher die Frage.<br>                         Ihr Volk besitzt eine Superwaffe,<br>                         mit der es jeden Gegner, auch uns,<br>                         vernichten kann. Was interessiert<br>                         es Sie überhaupt, welche Beziehung<br>                         unser Volk zu ihrem hat?<br><br><br>                                   DORENGA<br>                             (ernst)<br>                         Sicher. Mit dieser Superwaffe ließ<br>                         ihr Volk leicht besiegen. Aber auch<br>                         kontrollieren? Außerdem liegen<br>                         unsere Interessen nicht im Reich.<br>                         Sie sehen also, es gibt kein Grund,<br>                         dass Angebot auszuschlagen.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Bisher habe ich kein Angebot<br>                         gehört.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Die Chance auf einen Platz im hohen<br>                         Rat und auf die Herrschaft über<br>                         mehrere Enklaven gegen ihre spätere<br>                         Hilfe bei der Etablierung einer<br>                         friedvollen Beziehung zu einem<br>                         Reich unter General Ro'Korth.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Und wie soll das geschehen?<br>                         Ro'Korth wird mich wohl kaum<br>                         beachten, wenn ich ihm meine Hilfe<br>                         anbiete.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Wenn Sie aber der sind, der Gorth<br>                         in eine Falle lockt und Ro'korth<br>                         seinen Kopf bringt, dann schon.<br><br><br>                                   WORETH<br>                             (lacht auf)<br>                         Er würde mich fragen, wie ich das<br>                         geschafft habe.<br>                         Und wissen Sie was, Romulanerin?<br>                         Ich frage mich das auch.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Womit wir ins Spiel kommen. Denn<br>                         wir bieten ihnen eine Möglichkeit,<br>                         das zu schaffen. Immerhin sind wir<br>                         noch Verbündete von Gorth.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Wie war es mit Ihrer Wertschätzung<br>                         der Loyalität?<br><br><br>               AUF DORENGAS HELM<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Ich bin loyal zu meinem Volk und zu<br>                         denen, die mir loyal sind. Zu<br>                         niemanden sonst. Und sollten Sie<br>                         sich für die Zusammenarbeit<br>                         entscheiden, dann sollten Sie das<br>                         nie vergessen.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT III<br>                                          AKT IV<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        23     EXT. ANDORIANISCHES SCHIFF - WELTRAUM                   23<br><br><br>               Wir sehen das andorianische Schiff, wie es unter Warp geht.<br>               An der Stelle warten zwei klingonische Schlachtkreuzer. Diese<br>               eröffnen jedoch nicht das Feuer, sondern warten, bis der<br>               Kreuzer der Andorianer angedockt hat.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        24     INT. KLINGONISCHER KREUZER - LUFTSCHLEUSE               24<br><br><br>               An einer sich öffnenden Luftschleuse stehen zwei klingonische<br>               Wachen mit menschlichen Erscheinungsbild. Vor ihnen stehen<br>               zwei weitere Klingonen. Kor'ral, der mittlerweile ebenfalls<br>               menschlich aussieht und eine anderer mit einem übigen Bart,<br>               aber ansonsten ebenfalls menschlichem Erscheinungsbild,<br>               dessen breiter, mit Abzeichen übersehter Schultergurt<br>               andeutet, dass er ein bedeutender Krieger ist. Durch die<br>               Luftschleuse kommen weitere Klingonen an Bord. Diese erweisen<br>               sich auf den zweiten Blick als Caylon, Beem, Darius und die<br>               MACOs.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                             (lachend)<br>                         Captain! Ich hötte nicht gedacht,<br>                         Sie noch einmal zu sehen. Schon gar<br>                         nicht als Klingone.<br><br>                             (beat)<br>                         Aber andererseits sehe ich ja auch<br>                         wie ein Mensch aus.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nichts gegen ihr Volk, Kor'ral.<br>                         Aber ich aber mich wahrlich nicht<br>                         darum gerissen.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Es steht Ihnen aber, Captain. Man<br>                         könnte sie wahrlich für den<br>                         tapferen Krieger halten, der sie<br>                         sind.<br><br><br>               Der andere Klingone schaltet sich ein.<br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         Wenn das, was mir dieser Priester<br>                         berichtet hat, auch nur ein<br>                         Körnchen Wahrheit beinhaltet, dann<br>                         würde ich Sie, wenn ich mir ein<br>                         Hand voll Krieger aussuchen müsste,<br>                         um in den Sto'vo'kor zu ziehen,<br>                         sicher mitnehmen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun. Ich fühle mich geehrt. Wobei<br>                         mein Bedürfnis, in die Hölle zu<br>                         gehen, oder auch in den Himmel,<br>                         erst einmal nicht so groß ist.<br>                         Ehrlich gesagt muss ich zugeben,<br>                         dass ich nicht weiß, was bei Ihnen<br>                         dem Sto'vo'kor näher kommt.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Ich würde sagen, sowohl als auch,<br>                         Captain. Jeder Himmel kann die<br>                         Hölle und jede Hölle der Himmel<br>                         sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (leicht ironisch)<br>                         Ja. Da kann ich durchaus zustimmen.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Aber vielleicht sollte ich Sie<br>                         vorstellen. Das ist Par'roth. Dahar<br>                         Meister und einer unser besten<br>                         Krieger und Anführer. Ein Kämpfer,<br>                         der noch weiß, was Ehre heißt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sind Lt. Beem und mein Pilot,<br>                         Ensign Tschernovsky. Und das ist<br>                         Major Jones und sein MACO Team.<br><br><br>                                   PAR'ROTH<br>                         MACOs?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Unsere Elitekrieger, wenn Sie so<br>                         wollen. Die Leute bei uns, mit<br>                         denen Sie sich am wenigsten anlegen<br>                         wollen.<br><br><br>               Par'roth mustert das MACO-Team. Dann beginnt er schallend zu<br>               lachen.<br><br><br>                                   PAR'ROTH<br>                         Sie meinen höchstens die Leute, mit<br>                         denen ich mich bei Ihnen AM MEISTEN<br>                         anlegen möchte.<br><br><br>               Er schlägt Caylon die Hand auf die Schulter.<br><br><br>                                   PAR'ROTH (CONT'D)<br>                         Kommen Sie, Captain. Sie und ihre<br>                         Männer sind heute meine Gäste. Was<br>                         ein richtiger Klingone sein will,<br>                         der verträgt auch ein paar Becher<br>                         Blutwein. Und der Weg bis Kronos<br>                         ist noch weit. Weit genug für eine<br>                         richtige Feier.<br><br><br>               AUF DIE MACOS<br><br><br>               Während Caylon und die beiden anderen etwas zögerlich<br>               Par'roth folgen, bleibt das Team stehen. Par'roth deutet<br>               ihnen an zu folgen, doch erst als Major Jones das Zeichen<br>               gibt, setzen Sie sich in Bewegung.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        25     EXT. STARBASE ONE                                       25<br><br><br>               Die Starbase, ein paar Schiffe und die unendlichen Weiten.<br><br><br>        26     INT. STARBASE ONE - TRAININGSRAUM                       26<br><br><br>               Wir sehen Tiris, wie sie alleine einen Sandsack bearbeitet.<br>               Ihrer Bewegungen sind extrem schnell und elegant, ihre<br>               Schläge und Tritte dermaßen hart, dass man um nichts auf der<br>               Welt mit dem Sandsack tauschen möchte.<br>               Torlan betritt den Raum und bleibt an der Tür stehen, da ihn<br>               Tiris scheinbar nicht bemerkt, denn sie steht mit dem Rücken<br>               zu ihm. Einige Sekunden vergehen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Und Commander. Denken Sie, dass der<br>                         Tellarite eine Gefahr für mich sein<br>                         wird?<br><br><br>               Torlan scheint nicht überrascht<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie sind gut in Form, Force<br>                         Commander. Und wie ich Sie kenne,<br>                         werden Sie den Gegner nicht<br>                         unterschätzen. Sollten Sie auch<br>                         nicht. Denn dieser Hark soll ein<br>                         exellenter Kämpfer sein.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Das ist er sicher. Aber ich werde<br>                         ihn schlagen. Noch vor dem Ende<br>                         wird er um Gnade betteln.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögerlich)<br>                         Sicherlich.<br><br><br>               Tiris hält inne und dreht sich zu Torlan um.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Das hört sich nicht überzeugt an.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich bin überzeugt, dass Sie ihn<br>                         schlagen werden, Force Commander.<br>                         Ich bin aber nicht überzeugt, ob ob<br>                         es weise ist.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                             (erregt)<br>                         Wollen Sie mir etwas vorschlagen,<br>                         dass ich den Kampf verlieren soll,<br>                         Verborgener?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Nicht verlieren heißt nicht<br>                         automatisch gewinnen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sieh an. Ein Verborgener, der ins<br>                         Licht kommt. Sprechen Sie es aus,<br>                         Torlan.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Hark hat eine Lektion verdient.<br>                         Aber den Kampf bis zur Aufgabe oder<br>                         sogar seinem Tod zu kämpfen, wäre<br>                         nicht weise.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Dieses Ungeziefer hat die Ehre<br>                         meiner ganzen Kaste beleidigt. Ich<br>                         werde so lange kämpfen, wie er zu<br>                         kämpfen wünscht.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Dann sollten Sie ihn überzeugen,<br>                         dass es nicht zu lange ist. Denn<br>                         das Problem an sich kann man nicht<br>                         mit Fäusten oder archaischen<br>                         Kämpfen lösen. Sollte man auch<br>                         nicht.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Wieso nicht? Es würde die<br>                         Diskussion für alle Zeiten beenden.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Wirklich? Oder würde es nur einen<br>                         Keil zwischen uns und die<br>                         Tellariten treiben?<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Ich habe Ihnen nie getraut.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Das ist das Problem.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sie trauen Ihnen?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich versuche es. Immerhin haben Sie<br>                         viele Schiffe geopfert, um unsere<br>                         Heimat zu beschützen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sie haben es wohl eher getan, weil<br>                         Tellar das nächste Ziel sein wird.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Möglich. Aber das Volk sieht das<br>                         vielleicht anders. Und wenn wir das<br>                         überleben, wird das Volk regieren.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Und das sagt ein Adeliger.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ein Adeliger, der gelernt hat. Von<br>                         den Menschen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Den Pinkies. Shran vertraute Ihnen,<br>                         Sie vertrauen ihnen. Muss ich es<br>                         deshalb tun? Gut, sie haben sich<br>                         als ehrenvolle, würdige Verbündete<br>                         erwiesen. Aber sonst? Sie träumen<br>                         von dieser interstellaren Allianz.<br>                         Föderation der Planeten nennen Sie<br>                         sie jetzt schon. Ein Hirngespinst,<br>                         wenn Sie mich fragen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe mal gedacht wie Sie,<br>                         Tiris. Doch die Erfahrung hat mich<br>                         eines Besseren belehrt. Mein Haus<br>                         wird den Weg in diese Allianz<br>                         unterstützen. Und Sie wären weise,<br>                         es auch zu tun. Allein Shrans<br>                         Andenken willen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Shran war ein großer Mann. Aber<br>                         deswegen sind meine Zweifel nicht<br>                         ausgeräumt.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Zweifel haben wir alle. Doch sehen<br>                         Sie, wohin die Allianz uns gebracht<br>                         hat: Tellariten an der Seite von<br>                         Andorianern. Und ohne dieses Schiff<br>                         wären die Romulaner bereits am<br>                         Ende. Wenn wir das überleben,<br>                         Tiris, ist die Allianz der logische<br>                         Weg. Die Menschen würde sie eine<br>                         Rückversicherung nennen. Ein<br>                         Rückversicherung durch gute<br>                         Freunde. Der Wandel wird kommen,<br>                         Tiris. Auch auf unserer Welt. So<br>                         oder so. Und wir sollten uns nicht<br>                         wegen ein paar überholter<br>                         Traditionen und schwer zu<br>                         begründener Zweifel ihm entgegen<br>                         stellen. Wissend, dass wir ihn doch<br>                         nicht aufhalten können, noch<br>                         aufhalten sollten. Deshalb muss<br>                         jemand den Mut haben, voran zu<br>                         gehen. Und dieser Jemand sollten<br>                         wir sein.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Dieser Verborgene entpuppt sich<br>                         nicht nur als großer Kämpfer,<br>                         sondern auch als ein weiser Mann.<br>                         Und als attraktiver obendrein.<br><br><br>               Sie nähert sich Torlan bis auf wenige Zentimeter. Torlan<br>               scheint sichtbar etwas eingeschüchtert<br><br><br>                                   TIRIS (CONT'D)<br>                         Mag sein, dass sie recht haben,<br>                         Commander. Mag sein, dass der<br>                         Wandel nicht aufzuhalten ist.<br>                         Aber für mich, dass dürften Sie<br>                         verstehen, ist es noch weit<br>                         schwerer zu akzeptieren, als für<br>                         Sie.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Immerhin, glaube ich, sind Sie in<br>                         Ihrem Innersten dazu bereit.<br>                         Vielleicht haben Sie es sogar schon<br>                         akzeptiert. Und das ist wichtiger<br>                         als alles andere.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Shran war wohl ein guter Lehrer.<br>                         Aber ehrlich gesagt, weiß ich<br>                         nicht, ob ich schon bereit bin. Und<br>                         ioh weiß nicht, ob ich diesen<br>                         Tellariten morgen töten soll.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber ich weiß es. Ich weiß, dass<br>                         Sie morgen das Richtige tun. Das,<br>                         was weise ist.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Ich werde ihre Worte im Gedächnis<br>                         behalten, Verborgener.<br><br><br>               Tiris guckt Torlan durchdringend an, dann geht sie zur Tür.<br>               Diese öffnet sich. Als sie um die Ecke biegt, guckt sie kurz<br>               zurück.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Ich meinte es ernst, Commander. Sie<br>                         sind ein attraktiver Mann.<br><br><br>               Mit diesen Worten verschwindet sie. Die Tür schließt sich.<br>               Torlans Fühler gehen nach oben.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Und Sie eine attraktive Frau, Force<br>                         Commander.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        27     INT. STARBASE ONE - FORSCHUNGSSTATION                   27<br><br><br>               Wir sind in einem großen Raum mit großen Displays, auf denen<br>               Sternenkarten, Planetenkarten, Datenreihen und vieles weitere<br>               zu sehen ist. Mehrere Mitglieder der Sternenflotte arbeiten<br>               dort. Unter Ihnen Ensign D'Ville und Mestral. D'Ville will<br>               gerade den Raum verlassen, als Miller herein kommt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ups. Ensign. Ich wäre fast in Sie<br>                         rein gelaufen.<br><br><br>                                   D'VILLE<br>                         Es war mein Fehler.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Und bei Ihnen ist alles o.k.?<br><br><br>                                   D'VILLE<br>                         Es geht.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich... Ich habe gehört, dass es bei<br>                         einigen Crewmans Probleme gab.<br><br><br>                                   D'VILLE<br>                             (ausweichend)<br>                         Probleme? Ich habe nichts gehört.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         War wohl auch nicht so schlimm. Ich<br>                         suche Mestral.<br><br><br>                                   D'VILLE<br>                         Dort drüben. Einen schönen Tag noch<br>                         Dr.<br><br><br>               Sie verschwindet aus der Tür. Miller verzieht ihr Gesicht.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (zu sich)<br>                         Puh. Da hätte ich mich fast völlig<br>                         verplappert.<br><br><br><br>               Sie geht zu Mestral.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dr.? Ich bin überrascht Sie zu<br>                         sehen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         George. Du kannst mich ruhig beim<br>                         Vornamen nennen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (steif)<br>                         Es erscheint mir im Moment nicht<br>                         angebracht.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wieso? Viele in der Sternenflotte<br>                         tun das im Dienst, solange keine<br>                         Krisensituation vorliegt.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (mit einer komischen<br>                              Betonung)<br>                         Aber es liegt doch eine vor.<br><br><br>               Miller guckt Ihn wie einen Geist an. Erst ganz langsam, als<br>               Mestral etwas verlegen zur Rede ansetzt, dämmert es ihr:<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ein Scherz. Und ich Depp merke das<br>                         nicht mal.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Er war wohl nicht sonderlich<br>                         gelungen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, nein. Du bist nur, na,ja, man<br>                         erwartet von Dir halt keine<br>                         Scherze.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist wohl das Problem, wenn ich<br>                         mal meine menschliche Seite zeige.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Nein. Es ist o.k. Wirklich.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Womit kann ich Dir helfen?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Na, ja. Im Moment ist nicht viel<br>                         los. Unser Kräfte ziehen sich<br>                         zurück. Die Ruhe vor dem Sturm<br>                         sozusagen. Und mein Krankenstation<br>                         habe ich schon ein paar Mal<br>                         aufgeräumt. Also...<br><br><br>               Sie guckt Mestral unentschlossen an.<br><br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (fast überhastet)<br>                         Ich wollte fragen, ob wir heute<br>                         oder morgen einfach mal wieder<br>                         Essen gehen könnten. Einfach so.<br>                         Ich meine, es lange her. Wirklich<br>                         lange her. Aber...<br><br><br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Nun. Im Prinzip schon. Nur gibt es<br>                         leider in der Umgebung keine<br>                         Restaurants.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Meines Wissens nach hat die<br>                         Enterprise immer noch den besten<br>                         Koch der Sternenflotte. Ich bin<br>                         sicher, dass man dort zwei Gäste<br>                         empfängt.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das scheint mir eine Erfahrung wert<br>                         zu sein.<br><br><br>               Die beiden gucken sich einen Moment an. Dann lächelt Miller,<br>               dreht sich um und verläßt den Raum.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT IV<br>                                          AKT V<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        28     EXT. KRONOS - HAUPTSTADT, ALTES VIERTEL                 28<br><br><br>               Es ist Nacht. Wir sehen eine Art klingonische Version eines<br>               Maschendrahtzaunes. Er umfriedet ein großes Gelände mit einem<br>               alt wirkenden, typisch klingonischem Gebäude, dass fast<br>               gänzlich im Dunklen liegt. Einige Scheinwerfer beleuchten<br>               periodisch den Streifen zwischen Zaun und Gebäude. Alles im<br>               allen wirkt das Gebäude nicht allzu stark gesichert. Am<br>               Randes des Zaunes versammelt sich ein Trupp Klingonen, der<br>               sich bei näherem Hinsicht als das Sterenflottenkommando<br>               erweist. Cole checkt mit einem Scanner den Zaun. Alle<br>               nachfolgenden Gespräche sind im Flüsterton.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Es ist ein einfacher Zaun.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das hätte ich auch ohne Scanner<br>                         sagen können.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Sehr vorwitzig, Beem.<br>                             (zu Cole)<br>                         Keine Sicherung, Cole?<br><br><br>               Sie schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Kein Scanner, keine Kameras, kein<br>                         Strom, nichts. Wir können den Zaun<br>                         problemlos durchschneiden.<br><br><br>               Einer der MACOs zieht eine Art Bolzenschneider aus dem<br>               Rucksack und beginnt, den Zaun zu durchtrennen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Finden Sie nicht, dass das alles zu<br>                         einfach geht, Major?<br><br><br>                                   JONES<br>                         Eine Falle? Dann müssten die<br>                         wissen, das wir kommen.<br><br><br><br>                                   COLE<br>                         Die taktischen Berichte besagen,<br>                         dass die Klingonen dieser<br>                         Einrichtung wenig Bedeutung<br>                         zumessen. Aus ihrer Sicht ist wohl<br>                         eine bessere Sicherung<br>                         Ressourcenverschwendung.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ironisch)<br>                         Und was die taktischen Berichte<br>                         sagen, muss ja stimmen. Scheiß<br>                         darauf. Mein taktischer Bericht<br>                         beinhaltet nur, was ich selbst<br>                         gesehen habe.<br><br><br>               Der Trupp schlüpft durch den Zaun und bewegt sich während<br>               einer Periode der Dunkelheit schnell und geduckt zum Gebäude.<br>               Als er dort ankommt, stoppt er an einer Ecke.<br><br><br>                                   JONES<br>                             (zu Beem)<br>                         Der taktische Bericht über Sie<br>                         stimmt jedenfalls.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (gereizt)<br>                         Was soll das heißen?<br><br><br>                                   JONES<br>                         Das soll heißen, dass Sie als<br>                         unbeherrscht, paranoid und<br>                         unzurechnungsfähig gelten. Und das<br>                         ist wahr.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (pampig)<br>                         Denken Sie? Aber wenn es da steht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke, im Moment ist der Feind<br>                         da draussen.<br><br><br><br>                                   JONES<br>                             (arrogant)<br>                         Kein Problem, Captain. Mir entgeht<br>                         schon nichts.<br><br><br>               Beem guckt Caylon an. Der zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise zu Beem)<br>                         Sie haben immer die Chance, den<br>                         Bericht lügen zu strafen, Jim. WENN<br>                         Sie sich beherrschen.<br><br><br>                                   MACO<br>                             (leise warndend)<br>                         Trupp voraus. 11 Uhr. drei<br>                         bestätigte Kontakte.<br><br><br>               Alle gehen noch weiter in Deckung. Wir sehen drei Schatten.<br>               Urplötzlich erhebt sich ein lauter Gesang. Der Klingone, von<br>               dem er stammt, scheint nicht gerade nüchtern zu sein.<br><br><br>                                   WEIBLICHE STIMME<br>                         Halts Maul. Und sauf nicht so viel.<br><br><br>                                   MÄNNLICHE STIMME<br>                         Halt selber das Maul. Und motz<br>                         nicht so viel.<br><br><br>                                   WEIBLICHE STIMME<br>                         Noch ein Wort und ich breche Dir<br>                         alle Knochen.<br><br><br>                                   JONES<br>                             (leise und ironisch)<br>                         Das sind also die Wachen. Wenn die<br>                         alle so aufmerksam und leise sind,<br>                         wird das noch ein<br>                         Sonntagsspaziergang.<br><br><br>               Keine weiteren Worte. Die Drei torkeln weiter. Nach einer<br>               Weile steht der Trupp auf.<br><br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                         Schnell. Zur Tür da vorne.<br>                         Beeilung.<br><br><br>               Geduckt und vorsichtig auftretend sprintet der Trupp los. Sie<br>               erreichen die Wand des Gebäudevorsprungs, in dem eine einfach<br>               Tür ist. Blitzschnell scannen die MACOs sie, dann holen sie<br>               ein kleines Werkzeug raus. Nach ein paar Sekunden ist die Tür<br>               offen und der Trupp schlüpft rein. Ein schwach beleuchtetes<br>               Gangsystem wartet dahinter.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Wir müssen in die zweite<br>                         Kelleretage. Etwas 100m<br>                         nordwestlich. Laut Karte keine<br>                         weiteren Hindernisse.<br><br><br>               Plötzlich fällt ein Schuss. Ein grüner Disruptorstoß trifft<br>               einen MACO, der stöhnend zu Boden geht. Der restliche Trupp<br>               prescht auseinander, um den Feind und Deckung suchen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (halblaut)<br>                         So viel zum Sonntagsspaziergang.<br><br><br>               Ein weiterer Schuss fällt, trifft aber sein Ziel nicht. Jetzt<br>               erst wird sichtbar, woher er kommt. Schräg gegenüber ist eine<br>               kleine Tür. Dahinter scheint ein Raum für die Wachen zu sein.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Granate!<br><br><br>               Kurz darauf explodiert eine Granate in dem Raum. Sie hat<br>               ihren Job getan, denn niemand feuert mehr...<br><br><br>               Dafür geht lautstark ein Alarm los.<br><br><br>                                   JONES<br>                             (wütend)<br>                         Ich dachte, alles wäre sauber.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Scheinbar hatte der Raum eine<br>                         Abschirmung. Er war nicht auf dem<br>                         Scanner zu erkennen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Egal. Was machen wir?<br><br><br>               Drei Klingonen kommen um die Ecke und geben die Antwort:<br>               Kämpfen! Denn sie ziehen ihre Waffen und feuern. Ein<br>               erbittertes Feuergefecht bricht aus.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Raus hier! Sofort!<br><br><br>               Der Trupp verläßt das Gebäude so, wie er reingekommen ist,<br>               wobei der scheinbar tote MACO zurückbleibt. Doch bereits<br>               hinter der nächsten Ecke trifft man wieder auf Klingonen. So<br>               direkt, dass es unmittelbar zu einem Kampf Mann gegen Mann<br>               kommt. Einer von ihnen attackiert Darius mit seinem Messer,<br>               der geschickt ausweicht und ihm einen Tritt versetzt. Mit dem<br>               Betäubungsstab setzt Beem den Klingonen außer Gefecht, dann<br>               nickt er Darius anerkennend zu.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Selbstverteidigungskurs. Vorsicht!<br>                         Hinter Ihnen!<br><br><br>               Beem will ausweichen, doch wird er an der Schulter von einem<br>               Bat'leth getroffen. Er schreit auf. Mit einem "Nein" zieht<br>               Darius einen Phaser aus seinem Gürtel und streckt den<br>               Klingonen und einen weiteren, der heranstürmt, nieder. Ein<br>               Dritter ist zu nahe. Darius kann nur noch seinen Dolchstoß<br>               abwehren. Dann schleudert der Klingone ihn zu Boden...<br><br><br>               Auch an anderer Stelle steht es schlimm. Jones wurde<br>               getroffen, lebt aber. Caylon und ein Maco haben ihn in eine<br>               Nische gezogen und verteidigen sich per Phaser, was das Zeug<br>               hält.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        29     EXT. KRONOS - FORSCHUNGSEINRICHTUNG                     29<br><br><br>               Zwischen zwei Wänden sehen wir Amanda Cole laufen. An einer<br>               Ecke dreht sie sich um. Niemand folgt ihr. Sie bleibt stehen<br>               und zieht einen Kommunikator.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Cole an Nader. Nader. Hören Sie<br>                         mich?<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Hier Nader. Cole. Sie sollten doch<br>                         Funkstille bewahren, außer es liegt<br>                         ein Notfall vor.<br><br><br>                                   COLE<br>                             (leicht panisch)<br>                         Verdammt, das ist ein Notfall. Die<br>                         Mission ist gescheitert. Hören Sie!<br>                         Sie müssen der Sektion mitteilen,<br>                         dass sie kein Wahl mehr hat. Sie<br>                         muss mit Ro'korth in Kontakt<br>                         treten, um das Erz zu bekommen.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Es gibt keine Chance, es noch so zu<br>                         kriegen?<br><br><br>                                   COLE<br>                         Haben Sie mich nicht verstanden?<br>                         Der Trupp ist in der Falle. Wir<br>                         haben keine Chance. Sie müssen mich<br>                         rausholen. Bitte.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Negativ. Sie kannten das Risiko.<br>                         Wenn ich Sie jetzt raushole, dann<br>                         wissen die, wo ich bin. Außerdem<br>                         erfahren alle, dass wir involviert<br>                         sind. Es geht nicht. Aber ich werde<br>                         so tun, was ich kann. Nader Ende.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Aber..<br><br><br>               Die Verbindung bricht ab.<br><br><br>                                   COLE<br>                         Verdammt!<br><br><br>               Zwei Klingonen kommen den Durchgang lang und feuern. Cole<br>               guckt erschrocken zu ihnen hin, dann läuft sie ohne zu<br>               schauen, um die Ecke. Direkt in einen Klingonen. Sie schaut<br>               ihn erschrocken an und zuckt dann zusammen. In ihrer Brust<br>               steckt ein Messer. Fast augenblicklich verlischt das Leben in<br>               ihren Augen. Sie bricht zusammen.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        30     INT. RAUMSCHIFF                                         30<br><br><br>               Durch ein kleines Fenster erkennt man Kronos. Wir sind in<br>               einem Frachter. Ein Klingone sitzt dort. Oder ein als<br>               Klingone getarnter Mensch? Denn er spricht mit Harris. Und<br>               die Stimme gibt ihn als Nader zu erkennen.<br><br><br>                                   NADER<br>                         Sie sind in der Falle, Sir. Wenn<br>                         wir nicht handeln, verlieren wir<br>                         Sie und das Erz.<br><br><br>                                   HARRIS<br>                         Danke Nader. Ändern Sie ihre<br>                         Position, sobald es unauffällig<br>                         möglich ist. Ich werde tun, was ich<br>                         kann.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        31     INT. KRONOS - RO'KORTHS AMTSSITZ                        31<br><br><br>               Wir sehen Ro'korth an einem klingonsichen Schreibtisch. Karg,<br>               düster, aus dickem Stein, aber voll von Pads und Papieren.<br>               Sein Terminal piept. Er aktiviert es. Ein Klingone ist zu<br>               sehen.<br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         Ein Gespräch für Sie, General.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Durchstellen.<br><br><br>               Harris erscheint. Scheinbar kennen sich beide.<br><br><br>                                   RO'KORTH (CONT'D)<br>                         Was verschafft mir die Ehre,<br>                         Harris?<br><br><br>                                   HARRIS<br>                         Es ist wenig Zeit, General. Wenn<br>                         Sie ihre taktischen Berichte<br>                         abfragen, wird Ihnen sicher<br>                         auffalen, dass ein Trupp<br>                         Unbekannter in die geologischen<br>                         Forschungseinrichtungen im alten<br>                         Viertel eingedrungen ist. Es ist<br>                         wichtig, dass Sie den Wachen sofort<br>                         befehlen, niemanden zu töten und<br>                         die Gefangenen zu Ihnen zu bringen.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Es sind doch nicht etwa Ihre Leute?<br><br><br>                                   HARRIS<br>                         Nein. Sternenflotte. Wir haben<br>                         davon auch gerade erst erfahren.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (fast lachend)<br>                         Ich glaube IHNEN nichts HARRIS und<br>                         das erst recht nicht. Und warum<br>                         sollte ich ein paar Agenten der<br>                         Sternenflotte verschonen?<br><br><br>                                   HARRIS<br>                         Weil es in Ihrem Interesse sein<br>                         könnte. Außerdem ist Captain<br>                         Frederick Caylon unter ihnen. Wenn<br>                         er noch lebt. Also handeln Sie<br>                         schnell. Alles Weitere erkläre ich<br>                         Ihnen später.<br><br><br>               Ro'korth guckt aufmerksam.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Vergessen Sie nicht, dass ich nicht<br>                         ihr Untergebener, sondern ihr<br>                         Partner bin, Mensch. Also geben Sie<br>                         mir keine Befehle.<br><br><br>               Er guckt Harris scharf an.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Nichtsdestotrotz erfülle ich Ihre<br>                         Bitte. Denn es wäre ja schade, wenn<br>                         der tapfere Captain Caylon von<br>                         irgendeinem dahergelaufenen<br>                         Klingonen getötet würde. Aber wenn<br>                         wir uns wieder sprechen, dann will<br>                         ich Antworten haben, Harris.<br>                         Ro'korth Ende.<br><br><br>               Ro'korth deaktiviert den Schirm. Dann kontaktet er einen<br>               seiner Offiziere.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Im geologischen Labor Pal'eth'tak<br>                         wurde eingebrochen. Die Einbrecher<br>                         sind Menschen unter Führung eines<br>                         Captain Frederick Caylons. Meines<br>                         Wissens nach sind sie von den<br>                         Wachen in ein Gefecht verwickelt<br>                         worden. Sorgen Sie dafür, dass man<br>                         sie gefangen nimmt. Lebend. Und<br>                         sagen Sie diesem Caylon, ich will<br>                         ihn sprechen, falls er sich nicht<br>                         ergeben will. Und sollte jemanden<br>                         nach der Erteilung dieses Befehls<br>                         noch ein Haar gekrümmt werden, dann<br>                         wird der Verantwortliche dafür<br>                         sterben. Verstanden?<br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         Jawohl, General.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        32     EXT. KRONOS - FORSCHUNGSEINRICHTUNG                     32<br><br><br>               Darius hat sich zusammen mit einem MACO verschanzt. Beem<br>               liegt regungslos auf der Erde, ein paar Meter entfernt. Die<br>               beide sind unter Feuer. Plötzlich hört dieses auf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was ist los?<br><br><br>                                   MACO<br>                         Die scheinen ihren Plan zu ändern.<br>                         Sicher nicht zum Besseren für uns.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Spielt das noch eine Rolle? Wir<br>                         haben doch eh keine Chance mehr.<br><br><br>               Eine Stimme ertönt.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Captain Frederick Caylon. Hier<br>                         spricht Lt. Worak von der<br>                         klingonischen Verteidigungsarmee.<br>                         Wir wissen, dass Sie da draußen<br>                         sind. Ergeben Sie sich und wir<br>                         verschonen Ihr Leben und das Ihrer<br>                         Männer. General Ro'korth will Sie<br>                         sprechen.<br><br><br>               Eine kurze Pause.<br><br><br>                                   CAYLONS STIMME<br>                         Woher weiß er, dass wir hier sind?<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Das braucht Sie nicht zu<br>                         interessieren.<br><br><br>                                   CAYLONS STIMME<br>                         Und woher weiß ich, dass Sie uns<br>                         nicht töten, wenn wir uns ergeben?<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Ich habe hier mehrere<br>                         Fusionsgranaten, Mensch. Die werden<br>                         Sie sicher töten, wenn ich sie<br>                         gegen Sie einsetze. Beantwortet das<br>                         Ihre Frage?<br><br><br>               Man hört einen Moment lang nichts.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich kann mir denken, was der<br>                         Captain sich denkt.<br><br><br>                                   CAYLONS STIMME<br>                         O.k. Wir kommen raus. Einzelnd.<br>                         Damit jeder sehen kann, was<br>                         passiert. Ich gehe als erstes. Und<br>                         sollten Sie einem meiner Leute was<br>                         tun: Ich habe auch noch ein<br>                         Granate. Und die lege ich erst aus<br>                         der Hand, wenn alle in Sicherheit<br>                         sind.<br><br><br>                                   STIMME<br>                             (lachend)<br>                         Der General meinte schon, dass Sie<br>                         nicht aufgeben. Also gut. Aber<br>                         sollten Sie einen Fehler machen,<br>                         Captain, werden die, die danach<br>                         noch leben, sterben. Sehr langsam<br>                         sterben.<br><br><br>                                   CAYLONS STIMME<br>                         Gut, ich komme jetzt. Beem, Cole,<br>                         haben Sie gehört?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Tschernovsky, Sir. Beem ist<br>                         verletzt. Cole verschwunden.<br><br><br>                                   CAYLONS STIMME<br>                         Darius. Wir sind drei. Wenn wir<br>                         drüben sind, kommen Sie. Kann Beem<br>                         gehen?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Er ist bewusstlos, Sir. Wir kommen<br>                         auf ein Mal und tragen ihn.<br><br><br>                                   MACO<br>                         Scheint, als wenn es doch noch<br>                         nicht vorbei ist.<br><br><br>               AUF TSCHERNOVSKY<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Frage, ob es sich für uns zum<br>                         Besseren gewendet hat, bleibt aber.<br><br><br>               Er sieht nicht sonderlich zuversichtlich aus.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                        ENDE AKT V<br>                                          AKT VI<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        33     INT. STARBASE ONE - TECHNISCHE SEKTION                  33<br><br><br>               Wir sehen diverse Personen, teils an Arbeitsplätzen, wo<br>               Simulationen ablaufen, teils an technischen Geräten. Unter<br>               Ihnen sind Yasek, McForlay, Kendall und Müller. Yasek und<br>               McForlay unterhalten sich.<br><br><br>                                   YAZEK<br>                         Hast Du das Gerücht mit den<br>                         Andorianern und den Tellariten<br>                         schon gehört?<br><br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Über den Kampf? Ja. Irgendwie war<br>                         es auch klar, dass die sich<br>                         irgendwann an die Gurgel gehen. Und<br>                         jetzt, wo eh alles im...<br><br><br>               Er guckt erschrocken auf. Vor ihm steht mit giftigem Blick<br>               Müller<br><br><br>                                   MCFORLAY (CONT'D)<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Ist doch so...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nichts ist so. Traurig genug, dass<br>                         hier fast jeder Trübsal bläst. Aber<br>                         wenn ich Sie daran erinnern kann,<br>                         haben wir eine Aufgabe. Eine, die<br>                         vielleicht das Blatt zum Guten<br>                         wendet. Da erwarte ich von euch<br>                         beiden vollen Einsatz. Mensch<br>                         Jungs. Wir haben doch schon<br>                         Schlimmers zusammen durchgestanden.<br><br><br>                                   YAZEK<br>                         Bei allem Respekt, Commander. Wir<br>                         haben einiges durchgestanden, aber<br>                         das...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ist noch nicht vorbei. Solange es<br>                         noch eine Chance gibt, geben wir<br>                         alles, damit wir bereit sind, wenn<br>                         der Captain das Erz bringt. Klar?<br><br><br>               Die Beiden nicken.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schärfer im Ton)<br>                         KLAR?!<br><br><br>                                   BEIDE<br>                         Ja, Mam!<br><br><br>               Müller nickt und geht weiter. Kendall kommt ihr entgegen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie sehen aus, als wenn Sie gerade<br>                         die Universalformel gefunden<br>                         hätten.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Leider nicht. Aber eine Antwort auf<br>                         unser Problem.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (erfreut und erstaunt)<br>                         Sie sagten doch, die Daten sind<br>                         unzureichend für eine schnelle<br>                         Rekonstruktion des<br>                         Herstellungverfahrens?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Genau. Aber das und ein anderes<br>                         Probleme haben mich zum Entschluss<br>                         gebracht, ein alternatives<br>                         Verfahren zu entwickeln. Und dessen<br>                         ersten Simulationen waren sehr<br>                         vielversprechend.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwirrt)<br>                         Neues Verfahren? Andere Probleme?<br>                         Ich verstehe im Moment nur Bahnhof.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (leicht genervt und<br>                              herablassend)<br>                         Dachte ich mir schon. Gut. Dann<br>                         erkläre ich es Ihnen halt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ebenfalls genervt)<br>                         Das wäre nett. Aber bitte die<br>                         Kurzform.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Wenn es sein muss. Zum Problem: Ich<br>                         habe die Angaben des Geheimdienstes<br>                         über die Menge an Erz mit der<br>                         verwendeten Menge bei der Bombe,<br>                         die wir damals fanden, verglichen.<br>                         Dabei kam ich zum Ergebnis, dass<br>                         selbst unter der Annahme, dass bei<br>                         der damaligen Bombe die Sprengkraft<br>                         des Erzes sehr ineffizient genutzt<br>                         wurde, mit der jetzigen Erzmenge<br>                         selbst bei effizienterer Nutzung<br>                         sich nur eine Bombe mit sehr<br>                         begrenzter Sprengkraft konstruieren<br>                         ließe. Es steht zu befürchten, dass<br>                         die Sprengkraft zu gering sein<br>                         könnte für das Ding.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (etwas geschockt)<br>                         Damit kommen Sie jetzt?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie haben doch geschlafen.<br><br><br>               Müller guckt ihn giftig an.<br><br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Also habe ich ein anderes Verfahren<br>                         entwickelt, bei dem das Erz im<br>                         Moment der Zündung von<br>                         Subraumfeldern zum Kollabieren<br>                         gebracht wird.<br>                         Denn wie Sie ja wissen, ist es<br>                         ebenfalls die Wechselwirkung mit<br>                         dem Subraum, die dem Korbomit seine<br>                         erstaunliche Sprengkraft<br>                         ermöglicht. Und meine ersten<br>                         Simulationen des Verfahrens<br>                         lieferten erfreuliche Ergebnisse.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Kann ich die Simulation sehen?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (zögerlich)<br>                         Der Rechner arbeitet gerade an<br>                         einer Weiteren. Sie dürfte in einer<br>                         Stunde berechnet sein.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Was und?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         In Ihren letzten Worten schwebte<br>                         ein "und" mit. Als wenn da noch<br>                         etwas wäre.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Na, ja. Das bisherige Verfahren<br>                         benötigt große<br>                         Subraumfeldgeneratoren. Verdammt<br>                         große. Aber noch ist ja Zeit...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Boris. Raus mit der Sprache.<br><br><br>               Die Anrede mit seinem Vornamen beeindruckt Kendall sichtlich.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Gut. Nach dem bisherigen Stand der<br>                         Entwicklung müsste ein Schiff die<br>                         Bombe ans Ziel bringen und zünden.<br>                         Und zwar ein Schiff mindestens in<br>                         der Größe der Explorer-Klasse oder<br>                         der eines andorianischen Kreuzers.<br>                         Und...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Und...?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Es müsste eine kleine Kerncrew an<br>                         Bord bleiben, um die Stabilität des<br>                         Feldes zu kontrollieren. Ein<br>                         Computer alleine könnte unter<br>                         Beschuss vielleicht falsch<br>                         reagieren. Und ein Beschuss dürfte<br>                         wohl unvermeidlich sein. Die Frage<br>                         ist nur noch, wie groß das Schiff<br>                         und die Crew am Ende sein muss.<br><br><br>               Müller guckt eine Sekunden regungslos auf Kendall.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein!<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Wie nein? Heißt das, Sie stoppen<br>                         meine Entwicklung?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Genau. Ich werde kein Verfahren<br>                         vorschlagen, bei dem vielleicht<br>                         Duzende von Lebewesen Kamikaze<br>                         begehen müssen. Niemals.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (so laut, dass sich<br>                              Umstehende umdrehen)<br>                         Entweder nur ein paar Duzend oder<br>                         Millionen. Was ist Ihnen lieber,<br>                         Commander?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Noch gibt es einen anderen Weg. Und<br>                         auf den konzentrieren wir uns.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Das Verfahren müsste noch weiter<br>                         getestet werden. Wenn wir uns jetzt<br>                         nur darauf konzentrieren, zu<br>                         rekonstruieren, wie die Bombe<br>                         gebaut wurde, und sich dann<br>                         herausstellt, dass das Erz nicht<br>                         reicht, mag es zu spät sein. Die<br>                         Subraumgeneratoren, wie man sie<br>                         dafür brauchte, müssten speziell<br>                         hergerichtet werden. Ohne genügend<br>                         Zeit...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (wütend)<br>                         Verdammt! Ich sagte Nein! Nein! Ich<br>                         werde keine Menschen, Andorianer<br>                         oder Tellariten ohne Not in den Tod<br>                         schicken, klar? Das ist maximal ein<br>                         Notfallplan. Verstanden?<br><br><br>               Wieder gucken sich Umstehende um und fangen an zu tuscheln.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie machen einen Fehler, Commander.<br>                         Einen Fehler, weil es Ihnen<br>                         vielleicht nicht passt, dass ich<br>                         und nicht Sie die entscheidende<br>                         Idee hatten.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Da irren Sie sich gewaltig, Dr.<br>                         Denn nicht jeder hat so ein<br>                         gewaltiges Ego wie Sie. Ich kann<br>                         dreimal damit leben, wenn Sie die<br>                         Lorbeeren einheimsen. Aber ich kann<br>                         nicht damit leben, Leute in den Tod<br>                         zu schicken, ohne alle anderen<br>                         Alternativen geprüft zu haben.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Aber dafür fehlt uns die Zeit.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wieso? Sie waren es doch, der<br>                         meinte, man braucht nicht zu<br>                         schlafen.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich frage mich gerade, wer von uns<br>                         beiden das zu große Ego hat?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vorsicht Dr. Noch ein Wort und Sie<br>                         reinigen Plasmaleitungen. Sie<br>                         kennen meinen Befehl.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Er ist ein Fehler.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dann vermerken Sie einen Protest.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Das werde ich.<br><br><br>               Müller guckt Kendall scharf an, dann dreht Sie sich um und<br>               geht wortlos aus dem Raum.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        34     INT. KRONOS - ARRESTZELLE                               34<br><br><br>               Wir sehen Caylon, Darius, und zwei MACOs, sowie den leicht<br>               verletzten Jones und Beem, der stöhnend auf einem primitiven<br>               Bett liegt. Letzteren hat es schwerer erwischt. Einer der<br>               beiden MACOS verarztet ihn mit einem MedKit, was die<br>               Klingonen scheinbar dem Team gelassen haben.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das lief doch toll. Immerhin sind<br>                         wir jetzt in Sicherheit. Das<br>                         Dreadnought wird sicher nicht so<br>                         schnell hierher kommen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (gequält)<br>                         Ich denke, es braucht Ca.<br>                         zwei bis drei Monate, sofern die<br>                         Romulaner es sich überlegen, wegen<br>                         uns den Umweg hierher zu machen.<br><br><br>                                   MACO#1<br>                         Nicht so viel bewegen Lt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Da käme ich gar nicht auf die<br>                         Idee...<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Frage ist nur, ob wir in drei<br>                         Monaten noch leben?<br><br><br>                                   JONES<br>                         Da bin ich relativ optimistisch.<br>                         Klingonen machen normalerweise<br>                         kurzen Prozess. Das Ro'Korth uns<br>                         lebend haben wollte, heißt, dass<br>                         wir einen längerfristigen Wert für<br>                         ihn haben. Nur zum Plaudern läßt<br>                         der uns nicht am leben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Wert mag sein. Ob<br>                         längerfristig, werden wir sehen.<br>                         Vielleicht läßt er uns nur ein<br>                         bißchen foltern, um herauszufinden,<br>                         wo man schnell noch ein paar<br>                         Allianzeinrichtungen plündern kann,<br>                         bevor Sie den Romulanern in die<br>                         Hände fallen.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Dafür bräuchte er nur Sie und mich.<br>                         Und Klingonen sind in der Hinsicht<br>                         sehr effizient.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie nett ausgedrückt.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Ich denke, die wollen mehr von uns.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was könnte das sein?<br><br><br>                                   JONES<br>                         Das ist die große Frage, Ensign.<br><br><br>               AUF JONES<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        35     EXT. WELTRAUM - NEBEL                                   35<br><br><br>               Wir sehen eine Gruppe Bird of Preys, gepaart mit einigen<br>               größeren Schiffen und einem D7. Die Kamera schwenkt und wir<br>               sehen noch eine viel größere Gruppe von Schiffen, die<br>               verschwommen in einer dichten blauen Nebelwand zu erkennen<br>               sind. Es sind ebenfalls Schiffe klingonischer Bauart.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        36     INT. D7 - BRÜCKE                                        36<br><br><br>               Wir sehen Duras Sohn auf dem Stuhl des Captains. Er unterhält<br>               sich mit jemanden nur über Audio. Ein Knopf im Ohr sichert,<br>               dass niemand mithört.<br><br><br>                                   DORENGAS STIMME<br>                             (nur für uns und Worth<br>                              hörbar)<br>                         Alles wurde in Position gebracht.<br>                         Sie haben die volle Kontrolle.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Unsere Schiffe reichen nicht.<br><br><br>                                   DORENGAS STIMME<br>                         Nicht alle auf Gorth Seite sind ihm<br>                         loyal. Einige werden sich ihnen<br>                         anschließen. Und meine Schiffe<br>                         werden ebenfalls das Feuer<br>                         eröffnen.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Sie wissen, was passiert, wenn man<br>                         die Schiffe sieht.<br><br><br>                                   DORENGAS STIMME<br>                         Ich versichere Ihnen, Woreth.<br>                         Niemand wird meine Schiffe sehen.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Dann möge das Schicksal auf unserer<br>                         Seite sein. Ende<br><br><br>                                   DORENGAS STIMME<br>                         Mit Schicksal wird das nichts zu<br>                         tun haben.<br><br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         Gorth ruft uns.<br><br><br>                                   WORTH<br>                         Auf den Schirm.<br><br><br>               Die Person erscheint. Ein älterer Klingone, dessen<br>               Stirnplatten nur noch schwach zu erkennen sind. Er hat weiße<br>               Haare, einen weißen Bart und ein hartes, kantiges Gesicht.<br><br><br>                                   GORTH<br>                         Der Sohn des Versagers Duras. In<br>                         einem D7. Ich wusste ja nicht, dass<br>                         ihr Haus noch über so ein<br>                         machtvolles Schiff verfügt.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Dieser Krieg bietet gewisse<br>                         Möglichkeiten, General. Ein<br>                         Strahlungsleck tötete die Crew<br>                         dieses Schiffes. Pech für sie,<br>                         Glück für mich.<br><br><br>                                   GORTH<br>                             (lachend)<br>                         Ein räudiger Geier, der einen<br>                         Kadarver flettern muss, um an ein<br>                         machtvolles Schiff zu kommen.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Ein räudiger Geier, von dem Sie nur<br>                         zu gerne die Hilfe annehmen.<br><br><br>                                   GORTH<br>                             (knurrend)<br>                         Nur ein Narr lehnt die Hand eines<br>                         Kriegers ab. Außerdem hatten Sie<br>                         Fürsprecher unter meinen<br>                         Verbündeten.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Allerdings. Und ein besonderer<br>                         Verbündeter von Ihnen läßt Sie<br>                         grüßen.<br><br><br>               Gorth schaut misstrauisch auf. Er scheint zu kapieren, von<br>               wem Woreth spricht.<br><br><br>                                   GORTH<br>                         Sie haben mit Ihm gesprochen?<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Ja. Und ich soll Ihnen etwas<br>                         ausrichten.<br><br><br>                                   GORTH<br>                         Was?<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Verräter.<br><br><br>               Mit diesen Worten drückt er einen Knopf an seiner Lehne.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        37     EXT. WELTRAUM - FREIES WELTALL                          37<br><br><br>               Aus größerer Entfernung sehen wir einen blauen Nebel.<br>               Scheinbar ist es der, in dem wir eben waren. Plötzlich<br>               erleuchtet eine gewaltige Explosion einen kleinen Abschnitt<br>               im Herzen des Nebels.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        38     EXT. STARBASE ONE                                       38<br><br><br>               Wir sehen die Starbase und einige Schiffe. Es sind<br>               andorianische, tellaritische und hauptsächliche menschliche<br>               Schiffe.<br><br><br>        39     INT. STARBASE ONE - TRAININGSHALLE                      39<br><br><br>               Wir sehen eine große Gruppe von Personen, die einen freien<br>               Bereich umstellen. Es sind viele Sternenflottenangehörige,<br>               aber auch massenweise Andorianer und Tellariten unter ihnen.<br>               Unter den Leuten sind auch Forrest, Torlan, der andorianische<br>               General, Archer und Phlox, der scheinbar als Arzt hier ist.<br>               In der Mitte des Raumes sind in einer Art Kampfkleidung Tiris<br>               und Hark zu sehen. Sei stehen sich konzentriert gegenüber.<br>               Der tellaritische Flottenführer Erek steht zwischen Ihnen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (zu Torlan)<br>                         Ich hatte gehofft, Sie hätten das<br>                         doch noch verhindert.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Vertrauen Sie uns, Admiral. Es wird<br>                         sich alles fügen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Vertrauen. Das sagen Sie schon die<br>                         ganze Zeit, Commander. Aber ich<br>                         befürchte immer noch, dass am Ende<br>                         hier jemand in seinem Blut liegt.<br><br><br>               Phlox, der das scheinbar gehört hat, dreht sich zum Admiral.<br><br><br>                                   PHLOX<br>                         Ich musste schon einmal bei einem<br>                         solchen Zweikampf, damals zwischen<br>                         Captain Archer und Shran,<br>                         medizinischen Beistand leisten. Der<br>                         Captain trennte Shran damals einen<br>                         Fühler ab. Aber wie sich<br>                         herausstellte, war das nicht weiter<br>                         schlimm. Er wuchs einfach nach.<br><br><br><br>               Forrest guckt Phlox irritiert an.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie sind mir gut. Wenn ich wüsste,<br>                         dass das hier auch wieder alles<br>                         nachwächst, wäre ich vielleicht<br>                         auch optimistischer.<br><br><br>                                   PHLOX<br>                         Oh, es geht los.<br><br><br>                                   EREK<br>                         Dies ist der Kampf zweier<br>                         Streitender. Dies ist der Kampf der<br>                         Wahrheit. Ein altes Ritual, wenn<br>                         sich keine Entscheidung finden<br>                         läßt. Der Kampf findet ohne Waffen<br>                         statt. Das ist die einzige<br>                         Einschränkung. Wer flieht, aufgibt<br>                         oder im Kampf stirbt, dessen<br>                         Überzeugung, so will es das<br>                         Schicksal, unterliegt. Denn der,<br>                         dessen Herz von der Wahrheit<br>                         erfüllt ist, wird sich am Ende<br>                         durchsetzen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (leise)<br>                         So ein Schwachsinn.<br><br><br>                                   EREK<br>                         Der Kampf möge beginnen.<br><br><br>               Tiris und Hark gehen in Kampfhaltung. Einige Sekunden<br>               passiert nichts. Dann greift der Tellarite an...<br><br><br>               Was dann passiert, geht rassend schnell. Tiris weicht zur<br>               Seite aus. Im Stile eines Kong Fu Kämpfers nutzt Sie die<br>               Bewegungsenergie des Gegners, um ihn nach einem gezielten<br>               Tritt zu Fall zu bringen. Blitzschnell ist sie auf seinem<br>               Rücken, reißt seinen Arm nach hinten, wobei ein Krachen klar<br>               macht, dass der Knochen dabei bricht. Der Tellarite schreit<br>               auf. Dann versucht er, sich noch einmal hochzustemmen. Doch<br>               er hat keine Chance. Tiris hat ihn an den richtigen Stellen<br>               gepackt. Er ist bewegungsunfähig. Sie beugt sich vor und<br>               flüstert ihm etwas ins Ohr. Die Kamera zoomt heran.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                             (leise)<br>                         Ich habe kein Interesse daran, das<br>                         hier bis zum bitteren Ende zu<br>                         führen. Wenn Sie auf ein<br>                         Weiterkämpfen verzichten, werde ich<br>                         loslassen, den Kampf beenden und<br>                         vorschlagen, dass über Euer<br>                         Anliegen vom Flottenkommando<br>                         entschieden wird. Aus Sicht meines<br>                         Volkes habe ich Dich auch so<br>                         besiegt und damit die Ehre meiner<br>                         Kaste wieder hergestellt.<br><br><br>                                   HARK<br>                         Niemals werde...AHHH<br><br><br>               Tiris verschärft den Griff. Hark stöhnt auf.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Sei nicht dumm, Schweinsnase. Nicht<br>                         Du bis mein Feind, sondern die<br>                         Romulaner. Es schadet nur der<br>                         Allianz, wenn ich Dich töten würde.<br>                         Und das wird Dein Schicksal sein,<br>                         wenn Du weiterkämpfen willst.<br><br><br>               Einige Sekunden vergehen.<br><br><br>                                   TELLARITE<br>                         Einverstanden.<br><br><br>               Die Kamera zoomt weg, wir sehen auch wieder die Umstehenden.<br>               Tiris läßt den Tellariten los und steht auf. Der Saal raunt.<br>               Hark rappelt sich unter Schmerzen wieder auf. Keiner von<br>               beiden macht Anstalten, den anderen zu attackieren, was ein<br>               weiteres Raunen auslöst.<br><br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Die Ehre meiner Kaste ist wieder<br>                         hergestellt. Ich habe bewiesen,<br>                         dass der Tellarite mich nicht<br>                         besiegen kann. Aber an seinem Tod<br>                         habe ich kein Interesse. Er würde<br>                         nur unserer Allianz schaden.<br><br><br>                                   EREK<br>                         Wenn Sie jetzt aufhören, dann ist<br>                         es nach den Regeln meines Volkes<br>                         eine Aufgabe. Er wüüde im Recht<br>                         sein.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Dann werde ich Ihm sein Recht<br>                         zugestehen, auch wenn ich nicht an<br>                         seine Strategie glaube. Doch wer im<br>                         Recht ist, dass sollte nicht ein<br>                         Zweikampf, sondern der taktische<br>                         Stab entscheiden. Daher stimme ich<br>                         zu, seinen Plan an das<br>                         Flottenkommando weiterzuleiten.<br><br><br>               Wieder geht ein Raunen durch den Saal. Heftige Diskussionen<br>               brechen aus.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Diese Allianz ist mehr als eine<br>                         Zweckgemeinschaft. Und wenn Sie das<br>                         bleiben soll, sollten wir nicht wie<br>                         die Romulaner Arenakämpfe abhalten,<br>                         sondern Kompromisse finden.<br><br><br>               Nach diesen Worten verläßt Sie den Raum. Einige Andorianer<br>               klopfen ihr auf die Schultern. Auch der General scheint<br>               zufrieden. Die Tellariten scharren sich um ihren Kämpfer.<br>               Aber wie Sieger wirken Sie nicht gerade. Phlox geht in die<br>               Richtung des Tellariten.<br><br><br>                                   PHLOX<br>                         Na, dann wollen wir mal. Ich denke,<br>                         der Captain dürfte mit einem<br>                         einfachen Bruch und ein paar<br>                         Quetschungen davon gekommen sein.<br>                         Nichts, was ihn mehr als ein paar<br>                         Tage behindern dürfte.<br><br><br>               Forrest dreht sich zu Torlan, der sich ein Grinsen verkneift.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie wussten die ganze Zeit, dass<br>                         der Tellarite keine Chance hatte.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie haben halt nicht mein Wissen<br>                         über unsere Gesellschaft. Tiris ist<br>                         nicht irgendwer, sondern gehört zu<br>                         einer erlesenen und wichtigen<br>                         Gruppe unseres Volkes, von der es<br>                         nur noch wenige gibt. Sonst hätte<br>                         Sie es nicht so jung zur Force<br>                         Commanderin gebracht.<br><br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ich kann Ihre Bewunderung nur<br>                         schwer teilen, da ich in der Tat in<br>                         der Hinsicht nicht viel über ihr<br>                         Volk weiß.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Eines Tages werdet ihr Pinkies<br>                         verstehen. Vielleicht wird Ihnen<br>                         auch einiges klarer, wenn Sie Tiris<br>                         mal genau in die Augen schauen.<br>                         Dann sehen Sie, dass Sie sich<br>                         langsam anfangen, gelb zu<br>                         verfärben. Admiral. Captain.<br><br><br>               Torlan nickt und verläßt den Raum. Forrest bleibt verduzt<br>               stehen und guckt Archer an, der wortlos zugehört hat.<br><br><br>                                   ARCHER<br>                         Sie sehen Max, ich habe nie<br>                         untertrieben, wenn ich in meinen<br>                         Berichten geschrieben habe, dass<br>                         dieses Universum zuweilen sehr<br>                         merkwürdig sein kann.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Nun. Sollte ich das je bestritten<br>                         haben, dann werde ich das sicher<br>                         nie wieder tun.<br><br><br>               Forrest und Archer gucken sich etwas ratlos an. Dann gehen<br>               beide.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        40     INT. STARBASE ONE - MESTRALS QUARTIER - SPÄTER          40<br><br><br>               Wir sehen Mestral und Miller. Scheinbar sind beide gerade<br>               angekommen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Danke für den Abend. Es war schön,<br>                         mit Dir nach so langer Zeit mal<br>                         wieder sprechen zu können, George.<br>                         Und das Essen auf der Enterprise<br>                         ist wirklich so gut, wie alle immer<br>                         behaupteten.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es war akzeptabel.<br>                             (verlegen guckt er auf<br>                              Miller)<br>                         Ich meine, sehr lecker,<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Komm George. Lass das. Ich kenne<br>                         Dich lange genug. Vor mir brauchst<br>                         Du Dich nicht zu verstellen wie bei<br>                         diesen Männerrunden<br><br><br>               Mestral setzt sich aufs Bett.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich verstelle mich nicht,<br>                         Katherine. Es ist mein Wunsch,<br>                         meine menschliche Seite stärker zu<br>                         betonen.<br><br><br>               Miller setzt sich neben ihn.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das gelingt Dir bereits besser, als<br>                         Du denkst. Es gibt keinen Grund, es<br>                         noch mehr auf Krampf zu versuchen.<br>                         Denn die Leute brauchen nur Zeit,<br>                         um sich daran zu gewöhnen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Meinst Du wirklich?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ja. Zumindest ich brauche Zeit<br>                         dafür.<br><br><br>               Sie lehnt sich an. Mestral wirkt verlegen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Katherine. Ich weiß nicht, ob das<br>                         gut ist.<br><br><br>               Sie nimmt den Kopf wieder weg.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Darum geht es nicht, George. Ich<br>                         brauche nur jemanden, an den ich<br>                         mich mal anlehnen kann, verstehst<br>                         Du.<br><br><br><br>               Mestral guckt Sie emotionslos an. Dann versucht, etwas<br>               Verständnis in seiner Mimik auszudrücken.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja, ich denke schon.<br><br><br>               Sie lehnt sich erneut an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Weißt Du. Du warst immer ein guter<br>                         Freund gewesen. Und wäre nicht<br>                         dieser Krieg gewesen, dann...<br>                             (sie zögert)<br>                         Egal. Lass uns einfach nur einige<br>                         Minuten so sitzen, ohne den Moment<br>                         mit Worten kaputt zu machen. Mehr<br>                         nicht.<br><br><br>               AUF MILLER<br><br><br>               Sie schließt die Augen. Ihr Gesicht wirkt entspannt.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT VI<br>                                         AKT VII<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        41     EXT. KRONOS - RO'KORTHS AMTSSITZ                        41<br><br><br>               Wir sehen von oben in der Hauptstadt auf Kronos ein<br>               palastartiges Gebäude, dass am Rande eines Abgrundes steht.<br>               Die Kamera fährt von dieser Seite über eine Terasse in den<br>               Hauptraum, in einen Saal, den wir bereits zuvor sahen. Es ist<br>               der Raum mit Ro'Korths Schreibtisch. Die Kamera zoomt auf die<br>               Tür durch die Caylon hereingeführt wird.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Captain Frederick Caylon. Sie<br>                         machen sich gut als Klingone.<br>                         Anders als zu vielen anderen<br>                         Menschen passt es zu Ihnen.<br>                         Allerdings sollten ihre Ärzte das<br>                         nächste Mal beachten, dass kaum<br>                         noch ein Klingone so viele<br>                         Stirnwülste hat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde Ihnen das gerne<br>                         ausrichten, wenn ich sie das<br>                         nächste mal sehe. Aber Sie haben<br>                         uns wohl kaum verschont, um uns<br>                         Nachhilfe in Sachen plastischer<br>                         Chirurgie zu geben, oder?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Schön zu sehen, dass Sie Ihre<br>                         Schlagfertigkeit gegenüber unserer<br>                         letzten Begegnung nicht eingebüßt<br>                         haben, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wäre es nach Ihnen gegangen, wäre<br>                         es auch wohl unsere letzte<br>                         Begegnung gewesen.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Und da irren Sie sich, Captain.<br>                         Zwischen unseren Völkern gibt es<br>                         engere Verbindungen, als es Ihnen<br>                         bewusst ist.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was meinen Sie damit?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Sie haben sich doch sicher gefragt,<br>                         woher ich wusste, dass dieser<br>                         angebliche Kahless bei Ihnen an<br>                         Bord ist, oder?<br><br><br>               Caylon stutzt und wirkt besorgt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was wollen Sie damit sagen?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Das einige Ihres Volkes eine<br>                         intensive Zusammenarbeit mit uns<br>                         pflegen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Ich denke nicht, dass es diesen<br>                         Personen recht wäre, wenn ich es<br>                         Ihnen erzählen würde. Und ich<br>                         respektiere den Wunsch meiner<br>                         Partner. Aber Sie sollten denen<br>                         dankbar sein. So wie es damals zu<br>                         unserer Absprache gehörte, ihr<br>                         Schiff nicht zu zerstören, so haben<br>                         diese Leute auch dieses Mal Ihr<br>                         Leben gerettet.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie meinen, wir wurden verraten?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Oh, wir wussten schon, dass Sie da<br>                         waren, als man sich an mich wandte.<br>                         Ich war sogar zunächst recht<br>                         ungehalten darüber. Aber ich wurde<br>                         überzeugt, dass es Sinn macht, Sie<br>                         am Leben zu lassen. Und dass es aus<br>                         Ihrer Sicht Sinn machte, sich nicht<br>                         unbedingt anzukündigen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie verzeihen, dass ich nicht<br>                         verstehe, Ro'korth.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Oh, Sie verstehen sicher, Captain.<br>                         Das Erz. Man hat mir erzählt, was<br>                         es damit auf sich hat. Und was man<br>                         damit bewirken kann.<br><br><br>               Caylon wirkt einen Moment niedergeschlagen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was haben Sie nun vor? Eine<br>                         eigene Bombe bauen? Leben wir<br>                         deswegen noch. Damit wir Ihnen<br>                         verraten, wie das geht?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Der Gedanke kam mir. Denn wenn die<br>                         Zeit reif ist, könnten wir uns von<br>                         Ihrem Volk sicher nehmen, was wir<br>                         brauchen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (lacht auf)<br>                         Sie sind gut, Captain. Es ist<br>                         leider nicht so, dass die Bombe uns<br>                         sonderlich viel an Macht bringen<br>                         würde. Im Grunde gibt es nur ein<br>                         Ziel für sie. Das Schiff der<br>                         Romulaner.<br>                         Und das würde uns ganz sicher zum<br>                         Ziel der Romulaner machen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Viel Feind, viel Ehr. Und Ihr Volk<br>                         liebt doch den Kampf, oder irre ich<br>                         mich.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (abrupt ärgerlich)<br>                         Aber es braucht Ihn nicht. Mein<br>                         Volk liegt am Boden. Und Ihr Volk<br>                         trägt dafür die Verantwortung.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie meinen die Augmentenseuche?<br>                         Niemand hat Sie gezwungen,<br><br>                         Augmenten zu züchten.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Und doch hat Ihr Volk eine Rolle in<br>                         dieser Geschichte gespielt. Und<br>                         trägt deshalb ein Teil der<br>                         Verantwortung. Ob es Ihnen gefällt<br>                         oder nicht, Captain, unsere Völker<br>                         sind schicksalhaft miteinander<br>                         verbunden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was hat das alles mit der<br>                         aktuellen Lage zu tun, Ro'Korth?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Ich will es Ihnen erklären: Fangen<br>                         wir mit der Seuche an. Als der<br>                         Bürgerkrieg ausbrach, infizierten<br>                         die Parteien sich gegenseitig.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wozu? Es gab bereits ein<br>                         Medikament.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Wie wenig Sie verstehen. Es ging<br>                         darum, dem Gegner seine Identität<br>                         zu nehmen.<br>                         Seine klingonische Identität. Und<br>                         so machten wir uns gegenseitig zu<br>                         Menschen.<br><br><br>               Caylon zuckt die Schultern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Tragisch. Nur ist jeder selbst für<br>                         sein Handeln verantwortlich.<br><br><br>               Ro'korth kommt bedrohlich näher.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (zischend)<br>                         Treiben Sie es nicht auf die<br>                         Spitze, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Und wie ging es weiter?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Fast alle fähigen Wissenschaftler<br>                         wurden getötet. Und mit Ihnen die<br>                         Chance, unsere Identität in naher<br>                         Zukunft wieder zu erlangen, das<br>                         Genom zu rekonstruieren. Dieser<br>                         Bürgerkrieg war dreckiger und<br>                         blutiger als jeder andere zuvor.<br>                             (er schlägt sich auf die<br>                              Brust)<br>                         Weil wir keine Klingonen mehr sind.<br>                         Unser Flotte, einst die stärkste im<br>                         Quadranten, ist ein lächerlicher<br>                         Abklatsch seiner selbst. Es gibt<br>                         keine Neubauten, die Crews sind<br>                         untrainiert, ungebildet und<br>                         undiszipliniert. Stolze D5 und D7<br>                         Kreuzer sind aus Mangel an fähigen<br>                         Ingenieuren und Ersatzteilen mit<br>                         solch überholten Waffen und<br>                         Schilden ausgestattet, dass sogar<br>                         ein Schiff der Menschen darüber<br>                         lachen würde. Unser Reich liegt am<br>                         Boden. Es mag Sie überraschen. Aber<br>                         Fakt ist, was das Reich braucht ist<br>                         Frieden, nicht Krieg.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         In der Tat eine Überraschung.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Ich bin nicht religös, sondern ein<br>                         Soldat und Pragmat, Captain. Aber<br>                         unsere Vergangenheit, das<br>                         Vermächtnis von Kah'less, lehrt<br>                         uns, dass ein Krieger nichts ohne<br>                         Bauern, Handwerker und Forscher<br>                         ist, die ihm sein Mahl bereiten,<br>                         seine Waffen schmieden und seine<br>                         Schiffe entwickeln.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie verzeihen mir, dass ich darauf<br>                         hinweise, aber haben nicht gerade<br>                         Sie eben jenen Kah'less getötet?.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (lacht auf)<br>                         Sie glauben, dieser Junge war<br>                         Kah'less? Ich sage Ihnen was: Der<br>                         echte Kah'less hätte mich mit einem<br>                         Schlag entwaffnet. Seine Präsens<br>                         hätte mich niederknien, mein Leben<br>                         in seine Hand legen lassen. Diese<br>                         Junge war nicht mehr als eine<br>                         lächerliche Replik, von der uns die<br>                         Mönche glauben machen wollten, es<br>                         wäre Kah'less. Dabei ging es Ihnen<br>                         nur um Macht, um Kontrolle.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Aber Ihnen natürlich nicht.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (bedrohlich)<br>                         Ich sagte es schon mal. Übertreiben<br>                         Sie es nicht, Captain.<br><br>                             (beat)<br>                         Mir geht es um Macht. Worum auch<br>                         sonst? Aber ich werde das Reich<br>                         wieder aufbauen, Captain.<br>                         Ich werde der Korruption ein Ende<br>                         bereiten. Ich werde dafür sorgen,<br>                         das Priester wieder beten und keine<br>                         Politik machen. Ich werde unserer<br>                         Flotte und unserer Wirtschaft<br>                         wieder Leben einhauchen und dafür<br>                         sorgen, dass unsere Feinde wieder<br>                         vor uns zittern. Das wir uns<br>                         nehmen, was wir wollen, ohne darum<br>                         zu betteln.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Schön. Und was hat das nun alles<br>                         mit uns zu tun?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Es dürfte Ihnen einleuchten, dass<br>                         es nicht im Interesse des Reiches<br>                         ist, dass das Schiff unzerstört<br>                         bleibt. Und Ihr Volk hat das<br>                         größere Wissen, um das Schiff zu<br>                         zerstören.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Fein. Dann geben Sie uns also das<br>                         Erz. Ehrlich gesagt, hätten wir das<br>                         vorher gewusst, hätten wir<br>                         natürlich danach gefragt.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (zischend)<br>                         Nichts ist umsonst, Captain. Sehen<br>                         Sie. Ich bin nicht abgeneigt, dass<br>                         die Allianz siegt. Ich kann mir<br>                         sogar vorstellen, unsere<br>                         Beziehungen auf eine offizielle<br>                         Ebene zu bringen, um ein Bündnis<br>                         zwischen unseren Völkern zu<br>                         schmieden.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Ich verlange eine Gegenleistung.<br>                         Ihr Wissen über Kor'rals<br>                         Flottenpositionen. Und sagen Sie<br>                         nicht, Sie wüssten nichts. Ich<br>                         kenne Par'roth, Kor'rals<br>                         Flottenkommandanten. Eine guter<br>                         Kämpfer, aber ein Trunkenbold und<br>                         Praller, der das Wort Geheimnis<br>                         nicht kennt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Vergessen Sie es.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Dann behalte ich das Erz.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sagten selbst, dass Ihr Volk<br>                         früher oder später das Ziel der<br>                         Romulaner wird. Und ihre Chancen,<br>                         selbst eine Bombe zu bauen sind<br>                         doch fast Null. Sonst würden Sie<br>                         nicht mit mir reden.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (lacht)<br>                         Sie denken also, Sie wären in der<br>                         besseren Verhandlunsposition? Dann<br>                         erzähle ich Ihnen mal was. Ich<br>                         behalte das Erz noch eine Woche,<br>                         bis Andoria zerstört oder besetzt<br>                         ist. Spätestens dann werden ihre<br>                         Freunde bereit sein, für das Erz<br>                         jeden Preis zu bezahlen. Um Ihre<br>                         kleine Erde zu retten. Dann bekomme<br>                         ich, was ich will. Mit dem<br>                         Unterschied, dass dann vielleicht<br>                         Milliarden von Andorianer tot sind.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und warum machen Sie es nicht<br>                         gleich so?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Ihre Chancen, dass Schiff zu<br>                         zerstören, sind um so größer, je<br>                         früher ich Ihnen das Erz gebe.<br>                         Außerdem würde die Romulaner den<br>                         Krieg dann wahrscheinlich gewinnen.<br>                         Das wäre zwar akzeptabel, aber wenn<br>                         ich wählen kann, bevorzuge ich<br>                         einen Sieg der Allianz. Sie ist,<br>                         sagen wir mal, berechenbarer. Aber<br>                         wie gesagt: Das ich den Sieg der<br>                         Allianz bevorzuge heißt nicht, dass<br>                         ich nicht mit dem Sieg der<br>                         Romulaner leben kann. Solange nur<br>                         dieses Schiff zerstört wird.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber ich bin nicht gewillt,<br>                         Tausende zu verraten und für Ihren<br>                         Tod verantwortlich zu sein.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Sie werden sowieso sterben,<br>                         Captain. Früher oder später werde<br>                         ich ihre Position entdecken und<br>                         zerschlagen. Aber bis dahin werden<br>                         weitere tausend unnötig sterben.<br>                         Sie töten also niemanden, sondern<br>                         retten sogar Leben. Sie sorgen nur<br>                         dafür, dass es endlich Frieden<br>                         gibt.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist ein Unterschied, ob die<br>                         Dinge geschehen, weil sie<br>                         geschehen, oder ob sie geschehen,<br>                         weil man jemanden mit vollem<br>                         Bewusstsein verraten hat. Und ich<br>                         bin nicht bereit, dieses Massaker<br>                         zu verantworten.<br><br><br>               Überlegend lächelnd geht Ro'Korth auf Caylon zu.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Sie denken also, ich werde meine<br>                         Gegner massakrieren? Ich sage Ihnen<br>                         was: Wer im Kampf sterben will,<br>                         wird das tun, egal wann der Kampf<br>                         stattfindet. Wer sich ergibt, wird<br>                         auch leben. Ich habe kein Interesse<br>                         daran, meine Gegner zu Märtyrern zu<br>                         machen. Denn Respekt hat man<br>                         bereits vor mir. Vielmehr werde ich<br>                         sogar mich gerne großmütig zeigen.<br>                         Vor allem, wenn der Krieg nicht<br>                         mehr lange dauern sollte. Ich<br>                         denke, Sie verstehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zu gut. So oder so. Ich müss<br>                         erst meine Vorgesetzten<br>                         kontaktieren.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Den Satz kenne ich doch schon.<br>                         Damals wollten Sie Zeit gewinnen,<br>                         jetzt meinen Sie das vielleicht<br>                         sogar ehrlich. Aber wissen Sie was,<br>                         Captain? Einer muss am Ende immer<br>                         die Entscheidung treffen. Die<br>                         Verantwortung tragen. Und dieses<br>                         Mal werden Sie das sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihr Volk weiß doch Ehre und<br>                         Loyalität zu schätzen? Also werden<br>                         Sie verstehen, dass ich nicht meine<br>                         Verbündeten verraten werde.<br><br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Diese Begriffe sind relativ,<br>                         Captain. Ich denke, das wissen Sie.<br>                         Sonst wären Sie nur ein großer<br>                         Narr.<br><br>                             (Er guckt Caylon<br>                              durchdringend an)<br>                         Ich gebe Ihnen zwei Stunden<br>                         Bedenkzeit.<br><br><br>               AUF RO'KORTH<br><br><br>                                   RO'KORTH (CONT'D)<br>                         Und bedenken Sie: Kor'ral und seine<br>                         Leute würden schnell zu Ihren<br>                         Feinden, wenn es ihren Interessen<br>                         dienen würden. Ohne zu zögern. Denn<br>                         die Ehre verlangt nicht, dass man<br>                         auf ewig auf der gleichen Seite<br>                         steht. Also entscheiden Sie, was<br>                         wichtiger ist: Das Leben von ein<br>                         paar angeblichen Freunden, die Sie<br>                         ohne zu zögern auch verraten<br>                         würden, oder das Leben von<br>                         Millionen. Die Zukunft Ihres<br>                         Volkes? Sie haben zwei Stunden.<br>                         Abführen!<br><br><br>               Er nickt den Wachen zu, die Caylon packen und etwas unsanft<br>               aus dem Raum bringen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        42     INT. STARBASE ONE - FORRESTS RAUM                       42<br><br><br>               Wir sehen Forrest am Schreibtisch. Es klingelt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Herein!<br><br><br>               Müller kommt herein.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie wollten mich sprechen?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Einer Ihrer Leute war vor einer<br>                         Stunde bei mir. Er hat mir die<br>                         ersten Ergebnisse präsentiert.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Wer?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Lt. Commander Boris Kendall.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dieser... Was hat er gesagt?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Nicht viel. Er meinte, Sie wären<br>                         erschöpft und hätten deshalb ihn<br>                         geschickt, um den Durchbruch ihres<br>                         Teams zu präsentieren.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und was hat er Ihnen präsentiert?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Wenn ich es richtig verstanden<br>                         habe, hat Ihr Team ein neues<br>                         Verfahren entwickelt, mit dem sich<br>                         die Sprengkraft des Korbomits<br>                         erhöhen läßt. Was ohne Zweifel bei<br>                         der wohl geringen Menge, die wir<br>                         wahrscheinlich bekommen werden,<br>                         sinnvoll ist.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hat er Ihnen auch die Nachteile<br>                         erklärt?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ja. Es wird wohl ein<br>                         Kamikazeangriff werden. Die Frage<br>                         ist nur noch, wie viele sich opfern<br>                         müssen. Er erwähnte auch noch, dass<br>                         es Ihnen wohl sehr schwer fiel,<br>                         sich dazu durchzuringen, mir die<br>                         Ergebnisse mitzuteilen.<br><br><br>               Müller verzieht ihr Gesicht.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterkühlt)<br>                         So kann man das wohl sagen.<br>                         Ehrlich gesagt will ich auch lieber<br>                         noch versuchen, ein anderes<br>                         Verfahren zu entwickeln.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Wie hoch sind dafür die Chancen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Schwer zu sagen. Bisher gibt es<br>                         keine Fortschritte.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Und bei dem fraglichen Verfahren?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun. Um ehrlich zu sein, kenne ich<br>                         nicht alle Spezifikationen, denn es<br>                         war in erster Linie Dr. Kendalls<br>                         Idee. Aber der Dr. ist in<br>                         FACHLICHER Hinsicht sehr<br>                         zuverlässig. Und da er sagt, es<br>                         ginge nur noch darum, die<br>                         entsprechenden Vorrichtungen zu<br>                         bauen, gehe ich davon aus, dass dem<br>                         so ist.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Wozu wir nicht mehr viel Zeit<br>                         haben. Captain Caylon dürfte bald<br>                         wieder zurück sein und dann tickt<br>                         die Uhr. Und deshalb, auch wenn es<br>                         mir und Ihnen schwer fällt, gebe<br>                         ich dem Plan höchste Priorität.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber...<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ich weiß, Commander. Aber das ist<br>                         ein Befehl. Mein Befehl. Damit<br>                         übernehme ich auch die<br>                         Verantwortung. Auch mir gefällt es<br>                         nicht, Leute in den Tod zu<br>                         schicken. Aber es geht um viel. Um<br>                         Millionen. Um unsere nackte<br>                         Existenz.<br><br><br>               Müller steht auf. Sie wirkt benommen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verstehe.<br>                             (beat)<br>                         Nur eine Frage noch. Wissen Sie<br>                         etwas über Captain Caylon?<br><br><br>               Forrest schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das muss nichts heißen. Im<br>                         Gegenteil. Das Team hat Anweisung,<br>                         nur im Notfall mit uns in Kontakt<br>                         zu treten.<br><br><br><br>               Er nickt ihr aufmunternd zu. Müller nickt zurück und verläßt<br>               sichtlich mitgenommen den Raum. Die Kamera folgt ihr. Als<br>               sich hinter ihr die Tür schließt, bleibt Sie stehen.<br><br><br>               AUF MÜLLER<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (wütend zu sich)<br>                         Diese Mal ist er fällig. Dieses Mal<br>                         fliegt er aus der Luftschleuse. Ich<br>                         werde ihn fertig machen, so wahr<br>                         ich Nicole Müller heiße.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        43     INT. KRONOS - ARRESTZELLE                               43<br><br><br>               Wir sehen Jones, wie er an Beems Lager tritt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (schwach)<br>                         Na Major. Irgendwelche Fluchtpläne?<br><br><br>                                   JONES<br>                         Negativ. Diese Zellen sind<br>                         primitiv, aber verdammt massiv<br>                         gebaut. Da bräuchte man ordentlich<br>                         Sprengstoff, um raus zu kommen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Tja. Vielleicht bringt der Captain<br>                         ja was mit. Aber ich denke, es<br>                         werden wohl eher schlechte<br>                         Nachrichten sein.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Fragen Sie ihn doch selber.<br><br><br>               Man hört, wie die Zellentür geöffnet wird. Caylon wird<br>               hereingestoßen. Mit einem Knall schließt sich die Tür wieder.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, alles o.k.?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         So weit ja. Man hat mich jedenfalls<br>                         nicht gefoltert oder sonst<br>                         irgendwelche bösen Sachen gemacht.<br><br><br>                                   JONES<br>                         Was wollte man von Ihnen, Captain<br>                         Caylon?<br><br><br>               Caylon atmet tief durch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Verrat, Major. Man will von mir<br>                         Verrat und bietet uns Hoffnung.<br><br><br>               Die anderen schauen Caylon aufgrund dieser rätselhaften<br>               Aussage fragend an.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        44     INT. STARBASE ONE - EMMAS QUARTIER.                     44<br><br><br>               Der Raum ist dunkel. Nur ein paar Kerzen brennen. Auf einem<br>               Stuhl sitzt nachdenklich der Councellor. Es klingelt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (schwach)<br>                         Herein!<br><br><br>               Müller erscheint.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Haben Sie kurz Zeit?<br><br><br>               Fernandez nickt nur. Ihre Augen wirken verweint. Müller<br>               bemerkt das.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (besorgt)<br>                         Alles o.k.?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich denke schon.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie denken?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Es ist schon o.k. Ich, ich habe<br>                         mich einfach mit den letzten Tagen<br>                         auseinandergesetzt. Mit dem, was<br>                         auf der Antares passiert ist.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es hat uns alle mitgenommen. Aber<br>                         das Sie es so trifft, überrascht<br>                         mich schon ein bißchen. Was ist<br>                         passiert?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie können es auch nicht wissen, da<br>                         Sie ja damit gekämpft haben, dass<br>                         Schiff zusammen zu halten. Es ging<br>                         um meine Sterbebegleitung.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (vorsichtig)<br>                         Ja, ich habe davon gehört. Ist<br>                         bestimmt nicht schön. Ehrlich<br>                         gesagt bewundere...<br><br><br>               Emma gebietet ihr mit einer Geste Einhalt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Da gibt es nichts zu bewundern. Ich<br>                         konnte es auch nicht. Woher auch?<br>                         Das kam nicht einmal in unserer<br>                         Ausbildung vor.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie sind auch kein Priester, Rabbi,<br>                         Mönch, Iman oder sonst etwas.<br><br><br>               Emma schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein. Wissen Sie, ich denke immerzu<br>                         an O'Reilly. Er war der Erste. Ich<br>                         konnte ihm nichts sagen. Nichts.<br>                         Ich stand eigentlich nur hilflos da<br>                         und habe irgendetwas gesagt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (behutsam)<br>                         Ich hätte wahrscheinlich nicht mal<br>                         das rausgebracht. Dabei weiß ich<br>                         wohl besser als viele andere, was<br>                         es heißt, dem Tod nahe zu sein.<br><br><br><br>               Fernandez nickt. Nach einigen Sekunden fährt sie fort.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wie gesagt, ich muss es einfach<br>                         verarbeiten. Mehr nicht. Aber auch<br>                         nicht weniger.<br><br>                             (beat, bemüht aufmerksam)<br>                         Aber Sie wollten ja zu mir?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Schon o.k. Ich denke, zur Zeit<br>                         sollten Sie lieber reden.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (mit aufblitzender<br>                              Schlagfertigkeit)<br>                         Soweit kommt es noch. Das Sie mein<br>                         Councellor sind.<br>                             (beat)<br>                         Es ist wirklich o.k. Ich kann<br>                         meinen Job machen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Gut. Aber Sie wissen ja: Eine<br>                         kranke Ärztin pro Schiff reicht.<br><br><br>               Fernandez guckt Müller erstaunt an.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich bin nicht dumm, Emma. Und ich<br>                         kenne Katherine lange. Ich weiß<br>                         sehr wohl, was mit ihr los ist. Der<br>                         Captain mag es nicht bemerkt haben,<br>                         weil er zu viel mit sich<br>                         beschäftigt war, Mestral, weil ihm<br>                         sein Wesen im Weg steht und die<br>                         anderen sind entweder zu naiv oder<br>                         zu ignorant. Zugegeben, es hat bei<br>                         mir eine Zeit gedauert. Aber ich<br>                         weiß es. Und ich behalte es für<br>                         mich.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das ist gut. Denn ich denke, sie<br>                         kommt gerade wieder auf die Beine.<br><br><br><br>               Die beiden gucken sich einen Moment lang an.<br><br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Also?<br><br><br>               Müller zögert, atmet tief durch.<br><br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es geht um Kendall. Kurzform: Er<br>                         hat mich hintergangen. Er hat eine<br>                         Lösung für unser Problem gehabt,<br>                         die ich nicht befürwortet habe.<br>                         Aber statt nach einer anderen zu<br>                         suchen, wie ich es befohlen hatte,<br>                         ist er zum Admiral gegangen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und der hat ihm zugestimmt?<br><br><br>               Müller nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde ihn am Liebsten aus der<br>                         nächsten Luftschleuse werfen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Da sind Sie nicht der oder die<br>                         Erste. Bereits vor einem Jahr hat<br>                         er das Gleiche mit dem Captain<br>                         getan.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (nachdenklich)<br>                         Ich weiß.<br><br>                             (beat, entschlossener)<br>                         Dieses egoistische Schwein. Er hat<br>                         nichts, aber auch nichts dazu<br>                         gelernt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hat er Forrest gesagt, dass Sie<br>                         dagegen waren?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Indirekt. In gewisser Weise war das<br>                         eine Überraschung. Er hat so getan,<br>                         als wenn ich ihn gebeten hätte, zu<br>                         Forrest zu gehen. Er hat das Ganze<br>                         sogar als Erfolg des Teams<br>                         beschrieben, obwohl es in<br>                         Wirklichkeit nur sein Verdienst<br>                         war. Er hat nur gesagt, dass ich<br>                         große Bedenken hege und eine andere<br>                         Lösung bevorzugen würde.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Also hat er was dazu gelernt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich verstehe nicht?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Damals hat er den Captain<br>                         übergangen. Offen. Und daraus auch<br>                         vor dem Admiral keinen Hehl<br>                         gemacht.<br>                         Dieses Mal war er darauf bedacht,<br>                         weder Sie noch irgendwenn sonst zu<br>                         beschädigen. Ganz im Gegenteil<br>                         sogar. Er will den Verdienst sogar<br>                         teilen. Das ist eine interessante<br>                         Entwicklung bei Kendall.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das macht es für mich aber nicht<br>                         besser.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nicole. Darf ich Sie fragen, warum<br>                         Sie seinen Vorschlag verworfen<br>                         haben? Können Sie mir das<br>                         erläutern, auch wenn ich nicht<br>                         weiß, worum es geht?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Weil sein Vorschlag den Tod vieler<br>                         Leute bedeuten würde. Gut, es<br>                         werden dafür vielleicht Millionen<br>                         gerettet. Aber es müssen Leute<br>                         sterben. Und ich habe es satt,<br>                         Leute sterben zu sehen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Gibt es Alternativen? Oder<br>                         Aussichten auf Alternativen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Im Moment nicht. Aber das kann sich<br>                         jederzeit ändern.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wie hoch ist die<br>                         Wahrscheinlichkeit, dass es in der<br>                         noch verbleibenen Zeit eine<br>                         machbare Alternative gibt?<br><br><br>               Müller guckt Emma fassungslos an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was? Ich weiß es nicht. Mein Gott,<br>                         es...<br>                         Ich kann doch auch nicht hexen. Wir<br>                         versuchen alle unser Bestes.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Auch auf die Gefahr hin, dass Sie<br>                         mir an die Gurgel gehen. Sieht man<br>                         mal vom Menschlichen ab, sind Sie<br>                         und Kendall sich im Moment<br>                         eigentlich recht ähnlich.<br><br><br>               Müller guckt Emma erneut fassungslos an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Da will ich jetzt aber eine<br>                         wirklich plausible Begründung<br>                         hören.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Kurz gesagt: Sie sind beide<br>                         Perfektionisten. Und setzen sich<br>                         beide selbst sehr unter Druck. Wie<br>                         gesagt: Vom Menschlichen her kein<br>                         Vergleich, aber in dieser<br>                         Hinsicht...<br><br><br>               Müller guckt Emma regungslos an. Dann nickt sie.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie haben wohl recht.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was ich glaube, ist, dass aus<br>                         Kendalls Sicht es keine andere<br>                         Chance gab. Er hat erkannt, dass<br>                         Sie das aber bis zum Ende nicht<br>                         akzeptieren würden. Intuitiv, weil<br>                         er im Innersten weiß, dass sie<br>                         beide sich in gewisser Hinsicht<br>                         gleichen. Und Ihm war bewusst, dass<br>                         er für Sie nicht so zum Team<br>                         gehört, wie manch ein anderer. Und<br>                         dass Sie ihm gegenüber vielleicht<br>                         eine gewisse, sagen wir, Abneigung<br>                         hegen.<br><br>                             (beat, dann vorsichtig)<br>                         Was natürlich auch leicht dazu<br>                         führen kann, dass Sie sich bei<br>                         seinen Vorschlägen mehr auf die<br>                         Negativaspekte konzentrieren.<br><br><br>               Müller guckt Emma einige Sekunden lang regungslos an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise)<br>                         Vielleicht ist das so. Aber er hat<br>                         sich das selbst zuzuschreiben.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Reden Sie mit ihm. Sprechen Sie<br>                         sich aus. Von Mensch zu Mensch.<br>                         Aber ruhig und sachlich.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mit Kendall? Ruhig und sachlich?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (lächelnd)<br>                         Ignorieren Sie einfach die kleinen<br>                         Arroganzanflüge, die sein Ego<br>                         braucht. Das dient nur unbewusst<br>                         dazu, sein Selbstwertgefühl zu<br>                         steigern. Ich denke, dann finden<br>                         Sie vielleicht heraus, dass er ganz<br>                         andere Motive hatte, als Sie<br>                         zunächst dachten.<br><br><br>               Müller nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich werde es versuchen.<br><br>                             (beat, sie guckt Emma an)<br>                         Und Sie brauchen nichts?<br><br><br>               Fernandez schüttelt lächelnd den Kopf.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Aber wenn Sie wollen, gehen wir<br>                         vorher noch einen Kaffee trinken.<br>                         Ich denke, der tut uns beiden gut.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie sind nicht zufällig Empart oder<br>                         so etwas?<br><br><br>               AUF EMMA<br><br><br>               In ihren Augen funkelt wieder Lebensfreude auf.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein. Nur Councellor.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        45     INT. KRONOS - ARRESTZELLE                               45<br><br><br>               Wir sehen Caylon und Darius, die etwas abseits sitzen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und was meint Jones?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Raten Sie mal.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das Gleiche wie Beem.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hey, Sie Menschenkenner. Was denken<br>                         Sie?<br><br><br>               Darius schluckt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß nicht. Es ist ein verdammt<br>                         harte Entscheidung. Ich bin nur<br>                         Ensign.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt. Aber später?<br>                             (Er mustert Darius)<br>                         Keine Sorge. Wie immer ich mich<br>                         entscheide, es hat nichts mit Ihnen<br>                         zu tun. Mich interessiert einfach<br>                         nur, was Sie denken.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob<br>                         wir eine Wahl haben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Natürlich haben wir die.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es geht um das Leben von Millionen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber ist jedes Mittel recht, um sie<br>                         zu retten? Ist Ethik ein leerer<br>                         Begriff, wenn ums Ganze geht? Und<br>                         selbst wenn: Ich denke nicht, dass<br>                         es das Ende von allem wäre. Es<br>                         glaube, auch wenn wir verlieren,<br>                         wird es eine Zukunft geben.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nur was für eine? Und vor allem:<br>                         Sehen das alle so? Ethik hin oder<br>                         her, Captain. Was nützt die beste<br>                         Moral, wenn die Institution, die<br>                         Sie vertritt, untergeht? Mein<br>                         Urgroßvater hat für die<br>                         Ostkoalition im dritten Weltkrieg<br>                         gekämpft. Und wissen Sie, was er<br>                         immer sagte: Man musste vielleicht<br>                         diesen Krieg führen, um den Frieden<br>                         zu retten. Den der Weg zum Himmel<br>                         führt manchmal durch die Hölle.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie überraschen mich, Ensign.<br><br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich mich auch. Aber heute weiß ich,<br>                         er hatte recht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie, das Dumme ist nur, wenn<br>                         man erst einmal mit so etwas<br>                         anfängt, hört man vielleicht nicht<br>                         wieder auf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Doch. Ich glaube, man kann immer<br>                         wieder aufhören, wenn man nur will.<br>                         Vor allem Sie. Sie sind stärker als<br>                         alle anderen zusammen. Ich glaube<br>                         nicht, dass man dazu verdammt ist,<br>                         seine Fehler immer wieder zu<br>                         wiederholen.<br>                             (Er zögert)<br>                         Es mag sein, dass ich deshalb daran<br>                         glaube, weil ich damals auf diesen<br>                         Planeten flog, um diesen Aufstand<br>                         auszulösen. Aber ich glaube daran.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich erinnere mich.<br><br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und ich denke Ro'korth hat recht.<br><br>                         Auch wenn er Sie manipulieren<br>                         wollte. Es stimmt, dass Sie, wenn<br>                         Sie sich weigern, das<br>                         Unvermeidliche nur etwas<br>                         hinauszögern würden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine verführerische Begründung,<br>                         nicht wahr?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und Sie sagten doch selbst, dass<br>                         alles, was hier geschieht, geheim<br>                         bleiben wird.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie, dass das interessant<br>                         ist? Osbourne meinte über seine<br>                         neuen Verbündeten, dass sie in<br>                         unserem Sinne handeln. Das es Leute<br>                         sind, die die Dinge tun, die nötig<br>                         sind. Und zwar im Verborgenen,<br>                         damit der einfache Bürger der Erde<br>                         weiterhin ruhig schlafen kann.<br>                         Damit er unschuldig bleibt.<br><br><br>               Darius nickt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich verstehe, was Sie meinen<br>                         Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist leicht, andere zu<br>                         verurteilen. Zu sagen, dass es<br>                         alles Verbrecher, Bösewichte und<br>                         amoralische Menschen sind. Aber wie<br>                         schnell ist man in der gleichen<br>                         Lage. Redet sich selbst ein, dass<br>                         die Moral nur in diesem einen<br>                         Moment ausnahmsweise nichts zählt.<br>                         Und ehe man sich versieht, ist man<br>                         selbst der Verbrecher.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das ist nicht wahr. Denn Sie<br>                         wissen, das es nicht moralisch<br>                         vertretbar ist. Aber Sie wissen<br>                         auch, dass es einfach keine Wahl<br>                         gibt. Es getan werden muss.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>               Caylon guckt Darius ernst an.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, das ist die einfachste aller<br>                         Ausreden. Selbst wenn sie stimmt.<br><br><br>               Wir sehen Caylon Gesicht. Dann sein Auge. Es blickt starr in<br>               die Kamera.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT VII<br>                                         AKT VIII<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>               Wir sehen ein Auge. Es sieht aus, wie das von Caylon. Die<br>               Kamera fährt zurück und wir erkennen, dass es tatsächlich das<br>               Auge von Caylon ist. Noch immer sieht Caylon aus wie ein<br>               Klingone. Aber etwas ist anders. Er sitzt in einem Quartier,<br>               und er trägt eine Sternenflottenuniform. Vor ihm steht ein<br>               Glas. Die blaue Flüssigkeit in diesem erinnert an<br>               andorianisches Ale. Es piept. Caylon reagiert einige Sekunden<br>               nicht. Dann drückt er einen Knopf. Die Kamera dreht sich, und<br>               ein Monitor kommt ins Sichtfeld. Dieser geht an. Ein<br>               Andorianer erscheint.<br><br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Ein Gespräch für Sie, Captain<br>                         Caylon. Auf einem verschlüsselten<br>                         Sternenflottenkanal.<br><br><br>               Caylon nickt und drückt einen Knopf. Auf dem Schirm<br>               erscheint...<br><br><br>               OSBOURNE!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (kalt)<br>                         Sie!<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Captain. Geht es Ihnen gut?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wagen Sie noch zu fragen?<br>                         Außerdem wissen Sie die Antwort<br>                         doch. Wie kommen Sie überhaupt an<br>                         diese Frequenz?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Einige Vorteile meiner neuen<br>                         Partnerschaft.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihre verdammte Partnerschaft.<br>                         Wissen Sie, was die bewirkt hat?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ihr Leben gerettet. Auch wenn ich<br>                         dieses Mal absolut nichts damit zu<br>                         tun hatte.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Zu welchem Preis?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Zu einem Vertretbaren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Diese Leute hielten mich für einen<br>                         Verbündeten.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Es ist nie schön, jemanden zu<br>                         hintergehen.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (höhnisch)<br>                         Sagt William Osbourne!<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Captain. Es bleibt leider immer an<br>                         jemanden hängen, die dreckigen<br>                         Dinge zu tun. Daher gibt es Leute,<br>                         wie uns. Dieses Mal war es<br>                         unvermeidlich, dass Sie die Bürde<br>                         tragen mussten. Und für Ihre<br>                         Verbündeten war es, wenn überhaupt,<br>                         nur ein kurzer Schock. Soweit ich<br>                         weiß, wurde Kor'rals Schiff gestern<br>                         zerstört.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (geschockt)<br>                         Sie arrogantes Arschloch. Was<br>                         denken Sie, wer Sie sind? Ein<br>                         ehemaliger Terrorist. Also spielen<br>                         Sie sich bloss nicht so auf.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (ernst)<br>                         Zugegeben. Ich war ein Terrorist.<br>                         Aber jetzt kämpfe ich auf Ihrer<br>                         Seite. Und ich mache meinen Job,<br>                         egal was er von mir verlangt.<br>                             (beat)<br>                         Das Arschloch schiebe ich mal auf<br>                         ihren offensichtlich nicht ganz<br>                         nüchternen Zustand, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (eisig)<br>                         Ich werde dafür sorgen, dass man<br>                         Ihre Verbündeten zur Rechenschaft<br>                         zieht.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Captain. Als Ihr Freund...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sind nicht mein Freund.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (leicht ironisch)<br>                         Gut. Als ihr selbsternannter<br>                         Schutzengel. Lassen Sie es. Diese<br>                         Leute sind überall. Sie sind<br>                         unsichtbar, handeln nur, wenn es<br>                         not tut, sind gut informiert und<br>                         bestens organisiert. Sie werden<br>                         entweder nichts finden und sich<br>                         lächerlich machen.<br>                             (Er zögert)<br>                         Oder...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Oder?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie werden ihr Geheimnis wahren.<br>                         Egal, was es kostet.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie drohen mir?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich bin nicht die. Sondern nur<br>                         deren Partner.<br>                         Und als solcher weiß ich viel mehr<br>                         als Sie. Nein, ich drohe Ihnen<br>                         nicht, Fred. Ich warne Sie. Und das<br>                         so nachhaltig, wie ich kann.<br><br><br><br>               Caylon guckt Osbourne fragend an.<br><br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Schlafen Sie, Captain. Ich bin<br>                         sicher, Sie werden auch das<br>                         durchstehen. Und die Sternenflotte<br>                         braucht Sie. Mehr als je zuvor. Wir<br>                         sehen uns.<br><br><br>               Der Schirm verlischt. Caylon guckt einige Moment auf den<br>               diesen. Dann geht er in eine kleine Waschnische. Er öffnet<br>               den Wasserhahn, wirft sich Wasser ins Gesicht, starrt sein<br>               klingonisches Ebenbild an.<br><br><br>               Dann übergibt er sich.<br><br><br>               Einige Minuten später torkelt er benommen aus der Nische. Es<br>               klingelt. Dieses Mal ist es die Tür.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (schwach)<br>                         Herein!<br><br><br>               Darius tritt ein. Er sieht bereits wieder menschlich aus.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mein Gott, Captain. Alles o.k.?<br><br><br>               Calyon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Geht schon.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich sollte zu Ihnen gehen und<br>                         fragen, ob Sie jetzt unters Messer<br>                         wollen?<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Zu viel Alkohol.<br><br><br>               Darius guckt das Glas an.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Geht es Ihnen wirklich gut?<br><br><br>               Caylon winkt ab.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Ich musste nachdenken.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Worüber, Sir?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Über mich.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sie brauchen sich keine Vorwürfe zu<br>                         machen, Sir. Es war richtig. Und<br>                         wenn nicht Sie damit klar kommen,<br>                         wer dann? Sie haben soviel<br>                         durchgemacht und sind immer noch<br>                         ein Vorbild.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius. Sie sind ein Goldstück.<br>                         Versprechen Sie mir, dass Sie Ihre<br>                         positive Einstellung in dieser<br>                         Hinsicht behalten. Dann werden Sie<br>                         mal ein richtig guter Captain.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Im Moment bin ich noch ein Ensign.<br>                         Und ehrlich gesagt, gibt es weitaus<br>                         begabtere Leute. Mit mehr<br>                         taktischen Fähigkeiten,<br>                         diplomatischen Fähigkeiten oder...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hören Sie auf. Man muss kein Genie<br>                         sein, um Captain zu werden. Sonst<br>                         wäre ich es sicher nicht.<br>                         Da gehören andere Fähigkeiten zu.<br>                         Fähigkeiten, die Sie ohne Zweifel<br>                         haben. Und ja. Sie haben nicht<br>                         immer die Beachtung erhalten, die<br>                         Ihnen zusteht. Es wundert mich<br>                         sogar, dass Sie noch immer bei uns<br>                         sind. Ein Pilot wie Sie wird<br>                         überall gebraucht. Und sicher<br>                         besser bezahlt.<br><br><br>               Darius wirkt verlegen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nun, Sir. Ich habe zwar mal<br>                         nachgedacht darüber, die<br>                         Sternenflotte zu verlassen. Aber<br>                         ich denke, ich werde doch lieber<br>                         Captain. Mit Ihnen als Admiral.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wird wohl nichts.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich verstehe nicht, Sir?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn das vorbei ist, nehme ich<br>                         meinen Hut. Ich habe zuviel auf dem<br>                         Kerbholz, um noch weiter Captain<br>                         sein zu können. Ich denke, ich<br>                         sollte den Platz räumen für<br>                         jemanden, der ein reineres Gewissen<br>                         hat las ich. Der wirklich ein<br>                         Vorbild ist.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Captain. Das stimmt nicht.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein. Ich möchte das nicht mehr.<br>                         Irgendwann ist es eine kritische<br>                         Entscheidung zuviel. Irgendwann hat<br>                         man solange immer wieder in diesen<br>                         Abgrund gestarrt, dass er in einen<br>                         zurückstarrt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nitsche.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gute Bildung.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir. Das sollten Sie sich nicht<br>                         einreden. Es timmt einfach nicht.<br>                             (Er überlegt)<br>                         Wenn Sie nicht mehr Captain sein<br>                         worden, dann werden Sie zumindest<br>                         Ausbilder. Denn von Ihnen kann man<br>                         mehr lernen, also von<br>                         irgendjemanden sonst.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hören Sie auf, Darius. Von mir kann<br>                         man nur lernen, dass Idealismus<br>                         etwas für die Theoriestunde ist.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das stimmt nicht. Wenn es an Bord<br>                         jemand geschafft hat, den<br>                         Widerspruch zwischen Ideal und<br>                         Notwendigkeit zu meistern, dann<br>                         Sie.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war wohl auch mein Job.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und deshalb können Sie auch anderen<br>                         zeigen, was es heißt, ein Kommando<br>                         zu führen. Sie auf diese<br>                         Entscheidungen vorbereiten. Sie aus<br>                         Ihren Fehlern lernen lassen.  Sie<br>                         könnten sogar an dieser Direktive<br>                         arbeiten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Welche Direktive?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sie erzählten mal davon. Das<br>                         Captain Archer vorgeschlagen hätte,<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                         eine Art Regelwerk zu schaffen. Für<br>                         Erste Kontakte, den Umgang mit<br>                         anderen Völkern und so weiter.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war vor dem Krieg. Ich glaube,<br>                         dass ist längst vergessen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Dann beleben Sie es neu. Aber<br>                         laufen Sie nicht einfach davon.<br><br><br>               Caylon nickt. Einige Sekunden verstreichen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagen Sie dem Doktor, dass ich<br>                         morgen früh komme. Ich muss jetzt<br>                         erst mal schlafen. Ich denke, dass<br>                         wird helfen.<br><br><br>               Darius nickt.<br><br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Schlafen Sie gut, Captain.<br><br><br>               Dann verläßt er den Raum.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        46     INT. STARBASE ONE - TECHNISCHES LABOR                   46<br><br><br>               Wir sehen Kendall, wie er alleine an einem Terminal arbeitet.<br>               Auf dem Bildschirm erkennt man Ströhmungsdiagramme. Müller<br>               kommt herein. Er dreht sich kurz um, arbeitet dann weiter.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (abgewandt)<br>                         Ach Sie sind es.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich war beim Admiral.<br><br><br>               Kendall zögert kurz.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Was hat er gesagt?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (betont gelassen)<br>                         Wir realisieren Ihr Projekt.<br><br><br>               Einige Sekunden verstreichen. Beide warten ab, was der andere<br>               sagt.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (schuldbewusst)<br>                         Mehr nicht?<br><br><br>               Müller atmet durch.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hören Sie, Doktor... Boris. Wir<br>                         kennen uns nun recht lange. Wir<br>                         sind zwar sicherlich nicht<br>                         unbedingt die besten Freunde, aber<br>                         wir müssen uns auch nichts<br>                         vormachen. Sie haben mich<br>                         übergangen, indem Sie Forrest gegen<br>                         meinen Willen informiert haben. Sie<br>                         haben mich wie ein kleines Mädchen<br>                         aussehen lassen. Ehrlich gesagt WAR<br>                         ich stinksauer.<br><br><br>               Kendall dreht sich um. Er ist sichtbar gewillt, sich zu<br>               rechtfertigen. Etwas läßt ihn stocken. Müllers gelassene<br>               Miene.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (verwundert)<br>                         Ich hätte gedacht, Sie würden<br>                         ausrasten. Mich aus dem Team<br>                         werfen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ruhig)<br>                         Ihnen war also bewusst, was Sie da<br>                         taten.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Natürlich. Aber hatte ich eine<br>                         andere Wahl? Ich wusste, dass Sie<br>                         mir nicht zustimmen würden.<br>                         Genauso, wie ich damals wusste,<br>                         dass der Captain damals nie die<br>                         Waffe eingesetzt hätte. Und beides<br>                         Mal wusste ich, dass jeder von<br>                         Ihnen im Begriff war, einen<br>                         riesigen Fehler zu begehen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (einen Moment aggressiver)<br>                         Weil Sie ja so viel intelligenter<br>                         sind als wir.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Bei allem Respekt. Darüber sollte<br>                         eigentlich kein Zweifel bestehen.<br>                         Aber das ist nicht der Grund,<br>                         Commander. Sie beide waren zu<br>                         emotional. Sie weigerten sich<br>                         einzusehen, dass es keinen andere<br>                         vertretbare Option gab oder gibt.<br>                         Beriefen sich auf Bedenken, die<br>                         sicher ehrenwert waren, aber in<br>                         Anbetracht der Lage völlig<br>                         unhaltbar.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (aggressiver)<br>                         Und daher kamen Sie, um uns die<br>                         Entscheidung abzunehmen? Sehen Sie<br>                         sich etwa so?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ja. Und nein! Ich habe es gemacht,<br>                         weil ich überzeugt war, dass es<br>                         notwendig war. Das jemand die<br>                         Verantwortung übernehmen muss, es<br>                         zu tun. Jemand, der damit schlafen<br>                         kann. Ich kann es.<br>                         Sie hätten es nie gekonnt, selbst<br>                         wenn es Ihnen noch so klar gewesen<br>                         wäre, dass es keine andere Chance<br>                         gibt. Das können Sie nicht<br>                         bestreiten.<br><br><br>               Müller denkt kurz nach. Dann nickt Sie.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht haben Sie damit sogar<br>                         recht. Denn ich wusste es schon,<br>                         als Sie mit ihrem Vorschlag kamen.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Einst sollte Ihnen klar sein. Ich<br>                         wollte mich nicht auf Ihre Kosten<br>                         profillieren. Ich gehöre nicht<br>                         gerade zum Team, aber ich habe<br>                         schon verstanden, was Sie zu mir<br>                         gesagt haben.<br><br>                             (beat)<br>                         Der Admiral dürfte Ihnen doch<br>                         gesagt haben, dass ich sagte, Sie<br>                         hätten mich geschickt?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, das hat er. Aber meinen Sie,<br>                         dass macht alles besser?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich meine nur, dass es einer tun<br>                         musste. Und das ich Sie nie hätte<br>                         überzeugen können, bis es zu spät<br>                         gewesen wäre.<br><br><br><br>               AUF MÜLLER<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (merkwürdig schwach)<br>                         Und dennoch. Sie hätten es<br>                         zumindest noch einmal versuchen<br>                         können.<br><br>                             (beat, sie überlegt)<br>                         Wir haben jetzt ein Projekt und ich<br>                         brauche Sie. Im Moment ist keine<br>                         Zeit für persönliche Differenzen.<br>                         Ich weiß nicht, wie es zwischen uns<br>                         weitergeht. Aber für den Moment<br>                         sind wir ein Team. Ein Team, bei<br>                         dem sich jeder auf den anderen<br>                         verlassen können muss.<br><br><br>               Sie steht auf und guckt Kendall emotionslos an. Dieser sagt<br>               nichts. Dann geht Sie wortlos raus.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        47     INT. KRONOS - RO'KORTHS AMTSSITZ                        47<br><br><br>               Wir sind in Ro'korths Besprechungsraum. Ro'korth ist guter<br>               Laune. Ein Becher Blutwein steht auf seinem Tisch. Ein<br>               Klingone kommt herein.<br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         General. Woreth, Sohn des Duras,<br>                         will Sie sehen. Er sagt, er hätte<br>                         für Sie das kostbarste Geschenk,<br>                         was man Ihnen machen könnte.<br><br><br>               Ro'korth guckt auf.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Ich wüsste nicht, was dieser Sohn<br>                         eines Feiglings mir kostbares<br>                         schenken könnte. Ist es sauber?<br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         Ja.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Schickt Ihn rein.<br><br><br>               Woreth kommt mit einer kleinen Kiste herein und kniet nieder.<br>               Zwei Wachen bleiben an der Tür stehen.<br><br><br>                                   RO'KORTH (CONT'D)<br>                         Ich hoffe, Du verschwendest nicht<br>                         meine Zeit. Sonst werde ich mir<br>                         überlegen, ob ich nicht die<br>                         jämmerlichen Reste Deines<br>                         jämmerlichen Hauses einfach<br>                         auslösche.<br><br><br>               Woreth erhebt sich und stellt die Kiste ab.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Ich denke, dazu dürften Sie keinen<br>                         Grund haben, General Ro'Korth.<br><br><br>               Ro'korth sieht ihn durchdringend an.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Was ist in der Kiste?<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Es ist Gorth Kopf. Zumindest das,<br>                         was nach der Zerstörung seines<br>                         Schiffes davon noch übrig blieb.<br><br><br>               Ro'korth öffnet die Kiste. Der Anblick scheint nicht so schön<br>               zu sein, denn selbst er verzieht die Miene. Er winkt eine<br>               Wache herbei.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Bestätigen Sie die Identität.<br><br><br>               Die Wache zieht einen Scanner vom Gürtel ab und untersucht<br>               den Inhalt der Kiste. Dann nickt Sie.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (durchdringend)<br>                         WIE?<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Gorth suchte Verbündete. Daher war<br>                         er bereit, mit mir zu verhandeln.<br>                         Was er nicht wusste, war, dass<br>                         einer seiner Geschwaderführer eine<br>                         alte Ehrenschuld bei meinem Haus<br>                         hatte. So gelang es mir, ihm im<br>                         Par'tarth Nebel eine Falle zu<br>                         stellen.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Es verwundert mich, dass das Haus<br>                         Duras genügend Schiffe hat, um so<br>                         eine Falle erfolgreich zu stellen.<br><br><br>               Woreth lacht.<br><br><br>                                   WORETH<br>                         Ein paar Händler ermöglichten mir<br>                         den Plan. Sie suchten einen<br>                         Abnehmer für ein paar völlig<br>                         veraltete Mienen, die Sie<br>                         deaktiviert und den Romulaner<br>                         gestohlen hatten. Mienen mit einer<br>                         antiquierten Tarnung. Im freien<br>                         Raum ohne Nutzen, weswegen die<br>                         Romulaner die Händler wohl gewähren<br>                         ließen. Aber richtig eingestellt im<br>                         richtigen Nebel sind sie immer noch<br>                         für Sensoren nicht zu entdecken.<br>                         Also haben wir ihn einfach in die<br>                         Luft gesprengt und dann den Rest<br>                         seiner Flotte in die Flucht<br>                         getrieben.<br><br><br>               Er hält Ro'korth einen Datenchip hin.<br><br><br>                                   WORETH (CONT'D)<br>                         Überzeugt euch selbst, General.<br><br><br>               Ro'korth nimmt den Chip und gibt ihm der Wache. Die bringt<br>               ihn weg.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Eine Überraschung. Der Sohn des<br>                         Duras scheint nicht dessen<br>                         Unfähigkeit geerbt zu haben. Wenn<br>                         Deine Angaben stimmen, Woreth,<br>                         werde ich mich erkenntlich zeigen.<br>                         Denn damit ist der Krieg kurz vor<br>                         seinem Ende und es gilt, den hohen<br>                         Rat neu zu besetzen.<br><br><br>               Er schlägt Woreth mit der Hand auf die Schulter. Dann dreht<br>               er sich zu der anderen Wache hin.<br><br><br>                                   RO'KORTH (CONT'D)<br>                         Hol mir Blutwein. Es gibt einen<br>                         weiteren Sieg zu feiern.<br><br><br>               AUF RO'KORTH<br><br><br>               Lachend nimmt er seinen Becher und trinkt einen großen<br>               Schluck.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       END AKT VIII<br>                                          AKT IX<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        48     EXT. WELTRAUM - FLOTTE DER ALLIANZ                      48<br><br><br>               Wir sehen eine große Flotte der Allianz. Sie besteht aus<br>               einem großen Kontingent andorianischer Schiffe, aber auch<br>               eine Vielzahl tellaritischer und menschlicher Schiffe ist zu<br>               erkennen. Die Kamera fokusziert ein Schiff der Sternenflotte.<br>               Es ist die Skorpion, dass aktuelle Flagschiff der<br>               Sternenflotte.<br><br><br>        49     INT. SKORPION - FORRESTS RAUM                           49<br><br><br>               Wir sehen Forrest am Fenster stehen. Es klingelt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Herein!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Admiral.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Fred. Endlich. Tut mir leid, dass<br>                         ich bisher noch keine Zeit fand,<br>                         Sie persönlich zu empfangen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (nach draußen deutend)<br>                         Ich denke, Sie hatten wichtigeres<br>                         zu tun.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ohne Sie würden wir hier nicht<br>                         stehen. Das, was Sie für die<br>                         Allianz getan haben, ist mit nichts<br>                         aufzuwiegen. Wenn einer den Platz<br>                         auf der Brücke dieses Schiffes<br>                         verdient hat, dann Sie.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wirklich? Habe ich nicht unsere<br>                         Prinzipien verraten?<br><br><br>               Forrest guckt Caylon ernst an.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (ernst)<br>                         Es war richtig, Fred. Nicht schön,<br>                         aber richtig.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eben. Und irgendwann wid es wieder<br>                         richtig sein. Nur der Preis<br>                         vielleicht niedriger.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ich habe Ihre Anmerkungen gelesen.<br>                         Ebenso, wie den Vorschlag, diese<br>                         Direktive zu realisieren.<br>                         Allerdings ist jetzt nicht der<br>                         rechte Zeitpunkt...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (dazwischengehend)<br>                         Bei allem Respekt. Wann denn?<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (streng)<br>                         Wenn der Krieg vorbei ist, Fred.<br>                         Wenn wir es wirklich überstanden<br>                         haben. Dann und erst dann. Dann<br>                         werde ich der Erste sein, der das<br>                         Projekt unterstützt, Fred. Der<br>                         Allererste. Das verspreche ich, bei<br>                         allem, was mir heilig ist.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (förmlich)<br>                         Ich werde Sie daran erinnern,<br>                         Admiral.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das können Sie, Captain.<br><br><br>               Einige Sekunden vergehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (lockerer)<br>                         Ich hoffe nur, es war es wert.<br><br><br>               Forrest nickt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         In wenigen Minuten werden wir es<br>                         wissen. Wenn es nichts mehr gibt,<br>                         sollten wir zu Brücke gehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Sache wäre da noch.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>               Forrest guckt Caylon gespannt an.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Und zwar?<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es gibt da eine Sache, die schon<br>                         längs hätte getan werden müssen...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        50     EXT. ROMULUS - SENATSGEBÄUDE                            50<br><br><br>               Der bekannte Komplex ist von oben zu sehen.<br><br><br>        51     INT. SENATSGEBÄUDE - TAKTISCHER RAUM                    51<br><br><br>               Wir sehen Valdore und Romor umgeben von Offizieren. Sie<br>               gucken auf ein taktisches Display.<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Noch fünf Minuten bis zum Erreichen<br>                         der Allianzflotte. Entfernung der<br>                         Allainzflotte zum andorianischen<br>                         System: Ein Parsek.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Es ist soweit. In wenigen Minuten<br>                         wird dieser Krieg sein Ende finden.<br>                         Wir waren nicht immer einer<br>                         Meinung, Romor, aber nun bleibt mir<br>                         nur noch, Ihnen zu diesem Erfolg zu<br>                         gratulieren. Es ist ein glorreicher<br>                         Tag für das Imperium. Ohne Frage.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Nein. Das letzte Mal, als jemand<br>                         mir vor Ende einer Aktion<br>                         gratulierte, endete Sie in einem<br>                         Desaster für unser Volk.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Den Informationen unser Spione<br>                         zufolge wird die Allianz mit<br>                         Trikobald versetzte Torpedos<br>                         einsetzen. Unsere Experten sagen,<br>                         sie stellen keine Bedrohung da.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Das ist mir durchaus bekannt. Ich<br>                         sorge mich vielleicht auch nicht so<br>                         sehr um diese Schlacht, als um die<br>                         Zeit danach.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Das Schiff?<br><br><br>               Romor nickt.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Als das Projekt von Fato an mich<br>                         herangetragen wurde, empfand ich es<br>                         als den Höhepunkt meiner bisherigen<br>                         Karriere. Der Bau des Schiffes und<br>                         der erfolgreiche Einsatz erschien<br>                         mir als die perfekte Gelegenheit,<br>                         den ultimative Beweis für die<br>                         Überlegenheit unseres Volkes zu<br>                         erbringen. Es machte mich stolz,<br>                         die Verantwortung dafür zu tragen.<br>                         Stolz und blind die Wahrheit.<br><br><br>               Valdore guckt Romor kritisch an.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Die Wahrheit?<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Dorenga hatte recht. Dieses Schiff<br>                         ist eine Waffe der Macht. Viel mehr<br>                         noch als eine Waffe des Krieges.<br>                         Wer sie in den Händen hält, wird<br>                         das Imperium kontrollieren.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Dann sollten wir fro sein, dass wir<br>                         sie in den Händen halten, Romor.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Sie waren Senator, Valdore. Ich<br>                         brauche Ihnen nicht zu sagen, wie<br>                         schnell aus Ruhm und Aufstieg<br>                         Schande und Fall werden kann. Vor<br>                         allem, wenn das eigene Schicksal an<br>                         einem eizigen Faden hängt. Nein,<br>                         Valdore. Würde ich heute die<br>                         gleiche Entscheidung treffen<br>                         müssen, würde ich mich gegen das<br>                         Schiff entscheiden. Nicht nur für<br>                         mich, sondern zum Wohl des Volkes.<br>                         Und mit den gleichen Ressourcen<br>                         hätten wir ebenso eine gewaltige<br>                         Flotte bauen können, die den Krieg<br>                         entschieden hätte. Ein Flotte, die<br>                         sich weitaus einfacher hätte<br>                         kontrollieren lassen.<br><br><br>               Abrupt dreht er sich zu einem der Offiziere hin.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (im Befehlston)<br>                         Status!?<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Eine Minute bis zum Eintritt. Keine<br>                         Probleme. Die Kampfflotte erreicht<br>                         dann ca.<br>                         fünfzehn Minuten später das System.<br>                         Der Commander meldet, dass der<br>                         Verband bisher unentdeckt geblieben<br>                         ist.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Kein Wunder. Die Allianz ist durch<br>                         das Dreadnought vor Angst wie<br>                         paralysiert.<br><br><br><br>               Ein anderer Offizier, ein Subcommander, dreht sich um.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Admiral Romor. Admiral Valdore.<br>                         Soeben ist unser Kommunikation<br>                         ausgefallen. Wir empfangen<br>                         Telemetriewerte, können aber keinen<br>                         Funkkontakt mehr zum Dreadnought<br>                         aufnehmen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Ursache?<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Unbekannt. Ebenso die Art der<br>                         Störung.<br><br><br>               AUF ROMOR<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Ursache rausfinden und abstellen.<br>                         SOFORT!!<br><br><br>               Der Subcommander nickt und entbietet einen Gruß. Romor<br>               reagiert nicht. Er wirkt angespannt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        52     INT. SKORPION - BRÜCKE                                  52<br><br><br>               Neben der Brückencrew und dem Captain der Skorpion, Hank<br>               Garibaldi, sind Forrest, Caylon, Müller und Kendall auf der<br>               Brücke. Auf dem geteilten Schirm sind der andorianische<br>               General, Tiris und Flottenführer Erek zu sehen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das Hauptquartier hat bestätigt,<br>                         dass "unser Mann" die Informationen<br>                         erhalten hat.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Unsere erste Welle wird mit<br>                         Trikobald angereicherten Torpedos<br>                         angreifen und so versuchen, die<br>                         Täuschung perfekt zu machen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Das Schiff wird wie geplant mit der<br>                         zweiten Welle fliegen. Läuft alles<br>                         nach Plan, wird der Commander des<br>                         Dreadnoughts spätestens nach dem<br>                         erfolglosen Angriff der ersten<br>                         Welle seine Zurückhaltung aufgeben.<br>                         Für unser Schiff sollte es ein<br>                         leichtes werden, dann in Position<br>                         zu kommen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Gut. Denn wenn uns auch nur ein<br>                         Fehler unterläuft, könnte alles<br>                         vorbei sein. Viel Glück allen.<br><br><br>               Die anderen Nicken und der Schirm verblast.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Status!?<br><br><br>               Der taktische Offizier, eine junge blonde Frau im Range eines<br>               Lt., ca. 1,65 m groß und sportlich, antwortet:<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Alles läuft nach Plan. Eintritt des<br>                         Gegners in einer Minute, zehn<br>                         Sekunden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich kann immer noch nicht glauben,<br>                         dass die Andorianer das Schiff und<br>                         Crew unbedingt selbst stellen<br>                         wollten.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie sind halt sehr stolz. Es wäre<br>                         gegen ihre Ehre gewesen, andere für<br>                         die Rettung ihres Planeten zu<br>                         opfern.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Gerüchteweise wollte Tiris das<br>                         Schiff sogar selbst kommandieren.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das war kein Gerücht. Das Los fiel<br>                         nur auf jemand anderes.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                             (ernst)<br>                         Das Schiff geht unter Warp.<br><br><br>               AUF DEN SICHTSCHIRM<br><br><br>               Dramatische Musik schwillt an, als man das Schiff auf den<br>               Schirm unter Warp gehen sieht. Majestetisch und düster<br>               scheint das Schiff fast bewegungslos im All zu hängen.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>                                   FORREST<br>                         An alle Sternenflotteneinheiten.<br>                         Angriff!<br><br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        53     INT. DREADNOUGHT - BRÜCKE                               53<br><br><br>               Die Brücke des Dreadnought ist erstaunlich klein, nicht viel<br>               größer als die eines Bird of Vengeance. In der Mitte steht<br>               der Captain des Schiffes, Commander Romak, eine großer<br>               Romulaner mittleren Alters mit scharfen Gesichtzügen. Er<br>               wirkt fast wie ein Musterexemplar seines Volkes. Ein<br>               Subcommander dreht sich zu ihm um, um ihm Meldung zu<br>               erstatten.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Eine Angriffsformation nähert sich.<br>                         Unsere Scans ergeben keine<br>                         Besonderheiten.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                         Geben Sie zunächst volle Energie<br>                         auf das Subraumfeld. Wir wollen<br>                         keine Risiken eingehen. Was ist mit<br>                         der Kommunikation?<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Die Flotte können wir erreichen.<br>                         Aber die Kommunikation zum HQ ist<br>                         weiter gestört.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                         Arbeiten Sie daran.<br>                             (leise zu sich ironisch<br>                              hinzufügend)<br>                         Schließlich müssen wir DAS HQ ja<br>                         noch einmal erreichen.<br><br><br>               Das Schiff erbebt. Auf dem Schirm ist der Grund zu erkennen.<br>               Ein massives waffenfeuer der Allianzflotte, die<br>               auseinanderfällt, um einen schnellen Vorbeiflug zu starten.<br>               Ein anderer Offizier dreht sich um.<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Mit Trikobald verstärkte<br>                         Photoniktorpedos. Minimale<br>                         Subraumwirkung. Keinerlei Gefahr<br>                         für das Feld und die Panzerung.<br><br><br>               Romak fängt an zu lächeln.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                         Unser Quellen bleiben zuverlässig.<br>                         Scanner auf Feuerleitmodus stellen!<br>                         Voller Energietransfer zu den<br>                         Waffen! Machen wir diesem<br>                         jämmerlichen Krieg ein schnelles<br>                         Ende.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        54     EXT. DREADNOUGHT - WELTRAUM                             54<br><br><br>               Wir sehen das Dreadnaugt von vorne. Aus der Kameraposition<br>               jagen unzählige Schiffe auf das Schiff zu. Plötzlich eröffet<br>               das Schiff der Romulaner massiv das Feuer. Eine Reihe von<br>               Allianzschiffen wird schwer getroffen, während ihre Waffen<br>               hell explodierend, aber sichtbar wirkungslos am Dreadnought<br>               zerschellen. Die ganze Szene wird mit passender Musik<br>               untermalt.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        55     INT. KLINGONISCHER BIRD OF PREY - BRÜCKE                55<br><br><br>               Wir sehen die Brücke von Dorengas Bird of Prey. Sie sitzt<br>               besorgt auf dem Kapitänsstuhl und studiert ein Pad. Ein<br>               Commander des Tal'Shiar tritt zu ihr.<br><br><br>                                   COMMANDER<br>                         Sir. Wir können nichts machen. Der<br>                         Kontakt zum HQ bleibt gestört. Die<br>                         Ursache ist nicht zu klären.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Können wir direkt mit dem<br>                         Dreadnought in Kontakt treten?<br><br><br>                                   COMMANDER<br>                         Ich denke schon, Admiral.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Sie denken? Wenn Sie morgen noch<br>                         leben wollen, etablieren Sie eine<br>                         Verbindung. Sofort!<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        56     INT. SKORPION - BRÜCKE                                  56<br><br><br>               Wir sehen alle in höchster Anspannung.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                             (sachlich)<br>                         Angriff der ersten Welle<br>                         abgeschlossen. Moderate Ausfälle.<br>                         Die Meisten der beschädigten<br>                         Schiffe schaffen es, den<br>                         Detonationsradius zu verlassen.<br>                         Zweite Welle beginnt den Angriff.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (sich auf die Lippe<br>                              beißend)<br>                         Jetzt wird es ernst. Steuermann!<br>                         Angriffskurs!<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        57     EXT. DREADNOUGHT - WELTRAUM                             57<br><br><br>               Wir sehen den Dreadnought in weiter Ferne. Eine kombinierte<br>               Angriffsflotte, zur der auch die Skorpion gehört, fliegt auf<br>               das Dreadnought zu. Noch feuert niemand. Die Kamera<br>               fokusziert einen Verband andorianischer Kreuzer. Des Heck<br>               eines Kreuzers ist, von vorne nicht zu erkenne, mit roten<br>               Schriftzeichen und Symbolen überzogen. Offensichtlich ist es<br>               das Schiff, dass die Hoffnung aller in sich trägt. Und dessen<br>               Crew sehenen Auges ins Verderben fliegt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        58     INT. DREADNOUGHT - BRÜCKE                               58<br><br><br>               Wir sehen die Brücke und die gleiche Crew. Erneut wird das<br>               Schiff erschüttert.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Die zweite Welle eröffnet Feuer.<br>                         Die gleichen Waffen. Wir erwidern.<br><br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Commander. Dringende<br>                         Prioritätsmeldung.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                         Auf den Schirm.<br><br><br>               Eine stark verzerrte und verrauschte Dorenga erscheint dort.<br><br><br>                                   DORENGA<br>                         Romakkrrr. Sofort raukrrr da. Die<br>                         Allianz krrr Erz aus dem Reich<br>                         krrr. Die Informatkrrr wurde<br>                         eindeutig kkrrrtigt. Treffen kkk<br>                         sofkkkr die Flotte. Romak krr haben<br>                         kkkrrrr.<br><br><br>               Die Verbindung bricht ab. Romak wird sichtbar etwas bleich.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                         Subcommander! Scanner!<br>                         Maschinenraum! Warpsprung<br>                         vorbereiten!<br><br><br>                                   KOMMSTIMME<br>                         Commander. Wir brauchen einige<br>                         Sekunden.<br><br><br>               Der Subcommander dreht sich zu Romak.<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Wir empfangen ein starkes<br>                         Subraumfeld.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                             (scheinbar leicht panisch)<br>                         Maschinenraum! Warpsprung!<br>                         Beeilung!<br>                             (zum Subcommander)<br>                         Quelle lokalisieren und dann mit<br>                         allem beschießen, was wir haben.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        59     INT. SKORPION - BRÜCKE                                  59<br><br><br>               Wir sehen die Crew in Aktion. Einige Konsolen qualmen<br>               Scheinbar musste die Skopion schon einiges einstecken.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Sir. Der Warpantrieb des Dings wird<br>                         aktiviert.<br><br><br><br>                                   FORREST<br>                         Was?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (verstehend)<br>                         Verdammt. Wir sind aufgeflogen.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Selbst wenn. Ein Warpfeld dieser<br>                         Größe kriegen die nicht von einer<br>                         Sekunde auf die andere aufgebaut.<br><br><br>                                   GARIBALDI<br>                         Ein Salve Torpedos auf die<br>                         Warpkondeln. Vielleicht läßt sich<br>                         durch die Antimaterieexplosion der<br>                         Aufbau der Warpfeldes etwas<br>                         verzögern.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Funkeroffizier. Anweisung an alle<br>                         anderen Schiffe, das Gleiche zu<br>                         tun.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Sir. Wir müssen abdrehen, sonst<br>                         erwischt uns die Detonation.<br><br><br>                                   GARIBALDI<br>                         Tun Sie es! Mit dem hinteren<br>                         Torpedowerfer weiterfeuern!<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Sir. Das Dreadnought weiß scheinbar<br>                         von der Bombe. Das Schiff liegt<br>                         unter massiven Feuer.<br><br><br>                                   GARIBALDI<br>                         Kurs halten. Wir sind schon zu weit<br>                         weg. Jetzt liegt es in der Hand des<br>                         Schicksals.<br><br><br>               Die folgenden Szenen sind stark verlangsamt. Langsame Musik<br>               mit einer einzelnen weiblichen Stimme ertönt.<br><br><br>        60     EXT. DREADNOUGHT - WELTRAUM                             60<br><br><br>               Wir sehen das andorianische Schiff. Es liegt unter schweren<br>               Feuer und weist erste Hüllenschäden auf. Doch plötzlich<br>               tauchen zwei weitere andorianische Kreuzer auf, die sich vor<br>               das Schiff setzen und das Feuer abblocken.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        61     INT. DREADNOUGHT - BRÜCKE                               61<br><br><br>               Wir sehen in Zeitlupe, wie sich panische Betriebsamkeit<br>               ausbreitet.<br><br><br>                                   ROMAK<br>                             (durch den Zeitraffer<br>                              verzerrt)<br>                         SOFORT AUF WARP!<br><br><br>                                   SUBCOMMANDER<br>                         Unser Warpfeld ist instabil. Der<br>                         Antrieb könnte zerstört werden...<br><br><br>                                   ROMAK<br>                         Warp. SOFORT!<br><br><br>               Wir sehen, wie der Subcommander Befehle in eine Konsole<br>               hämmert.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        62     EXT. DREADNOUGHT - WELTRAUM                             62<br><br><br>               Eine Salve Torpedos zerfetzt den letzten Kreuzer, der dem<br>               Schiff mit der Bombe Deckung gibt. Auch dieses wird am<br>               rechten Antrieb getroffen. Plasma entweicht. Das Schiff<br>               driftet nach links weg. Dann wird es weiß. Blendend weiß.<br><br><br><br>               Ab jetzt Normalzeit. Keine Musik. Nur dumpfe Trommelschläge.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        63     INT. SKORPION - BRÜCKE                                  63<br><br><br>               Alles ist erstarrt. Die Kamera springt von Gesicht zu<br>               Gesicht, von Nahaufnahme zu Nahaufnahme. Forrest, Caylon, der<br>               Captain der Skorpion, Müller, der taktische Offizier,<br>               Kendall, zwei andere Crewmitglieder, wieder Forrest, zuletzt<br>               Caylon.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Aufklärer am Ziel. Empfange Daten.<br><br><br><br>                                   FORREST<br>                         Auf den Schirm.<br><br><br>               Rauschen. Nur Rauschen. Dann ist etwas zu erkennen. Das<br>               Dreadnought! Scheinbar driftet es. Etwas Plasma entweicht aus<br>               dem Antrieb. Doch die Hülle wirkt unbeschädigt. Einige Waffen<br>               feuern automatisch auf das Schiff, dass die Aufnahmen macht.<br>               Aber es scheinen nur wenige zu sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das darf nicht wahr sein.<br><br><br>               Kendall, Müller und der taktische Offizier machen sich über<br>               die Daten her. Die anderen sind wie gelähmt.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das ist unmöglich.<br><br><br>               Die junge Frau auf dem Posten des taktischen Offiziers dreht<br>               sich um.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Leider nicht, Sir. Position und<br>                         Daten lassen vermuten, dass das<br>                         Schiff im Moment der Explosion auf<br>                         Warp ging. Das und einige<br>                         Instabilitäten im Subraumfeld unser<br>                         Bombe haben scheinbar sein<br>                         Überleben ermöglicht.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Das war es wohl.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Vielleicht nicht, Sir.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Was meinen Sie damit, Lt.<br>                         Commander?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Wenn diese Daten richtig sind, und<br>                         daran besteht eigentlich kein<br>                         Zweifel, dann wurde der Antrieb<br>                         dieses Schiffes vollkommen<br>                         zerstört. Dieses Schiff fliegt<br>                         nirgendwo mehr hin.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wahrscheinlich hat die Hülle auch<br>                         diverse Risse. Aber das läßt sich<br>                         so noch nicht sagen. Aber wir<br>                         könnten einen Angriff versuchen.<br>                         Das Dreadnought wird auf jedem Fall<br>                         nicht fliehen können. Mit etwas<br>                         Ausdauer knacken wir es vielleicht<br>                         auch mit konventionellen Waffen.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Früher oder später sind deren<br>                         Waffen jedenfalls am Ende.<br>                         Panzerung UND Waffen mit Energie zu<br>                         versorgen, dürfte denen in der<br>                         momentanen Situation nicht lange<br>                         gelingen.<br><br><br>                                   TAKTISCHER OFFIZIER<br>                         Romulanische Schiffe! Sie gehen<br>                         beim Dreadnought unter Warp.<br>                         Schätzungsweise vierzig Schiffe<br>                         verschiedener Größen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Was?<br><br><br>                                   GARIBALDI<br>                         Scheinbar wollten die Romulaner auf<br>                         Nummer sicher gehen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das war es mit dem Angriff. Unser<br>                         Verband ist zu schwach, um auch<br>                         noch damit fertig zu werden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie gewonnen, so zerronnen.<br><br><br>               Forrest guckt Caylon wenig amüsiert an.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Sir. Ich bin kein Taktiker, aber<br>                         ich denke, die werden ihr Schiff<br>                         sicher schützen wollen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Für einen Angriff auf Andoria sind<br>                         das jedenfalls definitiv zu wenig<br>                         Schiffe.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Wenn ich die wäre, würde ich<br>                         versuchen, das Schiff nach Hause zu<br>                         bringen. Transport, Bau eines neuen<br>                         Antriebes, Reparatur. Das wird<br>                         dauern. Wenn die das Schiff<br>                         überhaupt wieder hin kriegen.<br>                         Vielleicht haben die Romulaner auch<br>                         bereits ihr ganzes Material<br>                         verbraucht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nachschub ist jedenfalls nicht in<br>                         Sicht.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Wie lange würden die Romulaner<br>                         dafür brauchen?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Selbst wenn wir ihr Vorhaben nicht<br>                         durch Angriffe verzögern würden,<br>                         zwei, drei Monate. Minimal. Das ist<br>                         sicher ein gewaltiges Aggregat.<br>                         Soetwas haben die nicht einfach auf<br>                         Lager. Mit etwas Glück dauert es<br>                         sogar länger, möglicherweise bis zu<br>                         einem halben Jahr.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das würde nur das Unvermeidbare nur<br>                         aufschieben.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Nein. Zwei, drei Monate. Gehen wir<br>                         erst einmal nur davon aus. Selbst<br>                         das könnte reichen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wozu Admiral?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Tut mir leid. Das ist Geheimsache.<br><br><br>               Er dreht sich zur Brückencrew.<br><br><br>                                   FORREST (AN ALLE) (CONT'D)<br>                         Was ich eben gesagt habe, verläßt<br>                         nicht diesen Raum. Wer auch nur ein<br>                         Wort sagt, wird es bereuen.<br>                         Verstanden!<br><br><br>                                   ALLE<br>                         Ja, Sir!<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Gut. Aber seien Sie versichert. Es<br>                         gibt Hoffnung. Für alle. Egal ob<br>                         Mensch, Tellarite, Andorianer.<br><br><br>               Er dreht sich zum Kommunikationsoffizier.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Verbinden Sie mich mit dem General.<br><br><br>               Einige Sekunden vergehen.<br><br><br>                                   KOMMUNIKATIONSOFFIZIER<br>                         Admiral. Ich empfange eine<br>                         Audiobotschaft von Force Commander<br>                         Tiris. Sie sagt, der General ist<br>                         tot. Sein Schiff hat sich zwischen<br>                         das Dreadnought und die Bombe<br>                         gestellt. Ich soll Ihnen mitteilen,<br>                         dass Sie es bedauert, dass Sie die<br>                         erste Welle führen musste.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>               Es ist zu sehen, dass Forrest der Inhalt der Nachricht<br>               mitnimmt: Sein andorianischer Kollege hat sich mit seinem<br>               Schiff für das Schiff mit der Bombe geopfert. Er wirkt<br>               sichtlich ernüchert. Ernst guckt er zu den anderen<br>               Sternenflottenangehörigen. Niemand sagt ein Wort.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT IX<br>                                          AKT X<br><br><br>                                                               FADE IN:<br><br><br>        64     EXT. STARBASE ONE                                       64<br><br><br>               Wir sehen die Starbase, um die eine kleine Flotte von<br>               Sternenflottenschiffen versammelt ist. Unter Ihnen eines, das<br>               ins Auge fällt. Es sieht aus wie die glücklose SS Babylon.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        65     INT. STARBASE ONE - FORRESTS RAUM                       65<br><br><br>               Wir sehen Forrest und Caylon im Gespräch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war am Ende also der große Lohn<br>                         für meinen Verrat. Vielleicht drei<br>                         weitere Monate.<br><br><br><br>                                   FORREST<br>                         Oder auch mehr. Wir konnten gestern<br>                         einige der Schleppschiffe<br>                         beschädigen. Das wird ein langer<br>                         Weg nach Hause für die Romulaner.<br>                         Und sei Sie versichert: Was Sie<br>                         getan haben, wird seinen Preis noch<br>                         wert sein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ausweichend)<br>                         Immerhin haben die Romulaner sich<br>                         aus den besetzten Systemen<br>                         zurückgezogen.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Scheinbar befürchten Sie, dass wir<br>                         die Gunst der Stunde nutzen und<br>                         einen Großangriff starten. Sie<br>                         haben ihre Front jedenfalls<br>                         drastisch verkleinert. Aber diesen<br>                         Gefallen werden wir ihnen nicht<br>                         tun.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sicher nicht.<br>                             (beat)<br>                         Ein Frage, Admiral. Haben Sie<br>                         eigentlich auch die andere private<br>                         Anmerkung zu der Mission bekommen?<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (zögerlich)<br>                         Sie meinen die über Osbournes<br>                         Verbündete? Die Leute, die die<br>                         Mission manipuliert haben? Das ist<br>                         in der Tat sehr bedenklich. Denn<br>                         dafür sind intensive Kontakte zur<br>                         Sternenflotte und zum Geheimdienst<br>                         notwendig.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Ein beunruhigender Gedanke.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Auch ich habe einige Kontaktleute<br>                         im Geheimdienst, denen ich<br>                         vertrauen kann. Ich werde sie<br>                         darauf ansetzen. Nur fürchte ich,<br>                         wenn diese Gruppe wirklich<br>                         unerkannt bleiben will, dann wird<br>                         ihr es im Moment gelingen. Und<br>                         nicht alle werden Ihnen glauben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Vor allem, wenn die dafür sorgen.<br>                         Osbournes Warnung vor Ihnen klang<br>                         sehr eindringlich. Ungewöhnlich<br>                         eindringlich.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ein anderes Problem dürfte im<br>                         Moment auch sein, dass uns einfach<br>                         die Ressourcen fehlen, eine interne<br>                         Verschwörung aufzudecken. Und nicht<br>                         nur das. So bitter es auch ist, Sie<br>                         scheint uns im Moment sogar noch<br>                         eher zu nützen als zu schaden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Sie bescherte uns zum Beispiel<br>                         Ro'Korth, unseren neuen Freund und<br>                         Verbündeten.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ein Bestard. Aber im Moment unser<br>                         Bastard.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Logik, die in der Geschichte<br>                         mehr als einmal verherrende<br>                         Konsequenzen hatte.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie wissen hoffentlich, was ich das<br>                         meine. Aber wir werden alle<br>                         Möglichkeiten nutzen, um mit dem<br>                         Reich Frieden zu halten. Vor allem<br>                         im Moment. Dennoch werden wir genau<br>                         darauf achten, was er tut. Sie<br>                         wissen...<br><br><br>               Er guckt Caylon vielsagend an.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß. Solange Ro'Korth an der<br>                         Macht ist, wissen wir, dass die<br>                         Romulaner das Reich nicht<br>                         kontrollieren. Das habe ich in den<br>                         letzten Tagen von fast jedem<br>                         gehört.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Aber so sieht es aus. Im Krieg kann<br>                         man sich die Dinge eben nicht<br>                         aussuchen. Aber ich denke, es wird<br>                         nun Zeit.<br><br><br>               Er deutet auf die Tür.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        66     INT. STARBASE - VERSAMMLUNGSHALLE                       66<br><br><br>               Wir sehen die Crew der Antares dort in Galauniformen<br>               versammelt. Hinzu kommen Crewmitglieder anderer Schiffe und<br>               Stationspersonal. Alle in Galauniform. Wir sehen die<br>               Männerrunde, Torlan, Darius, Mestral, Beem, anscheinend<br>               wieder völlig gesund, Kendall und Mendez am diskutieren.<br>               Anlaß der Diskussion ist eben jenes Schiff, dass der Babylon<br>               zum Verwechseln ähnlich sieht und welches, schwer zu<br>               erkennen, im Dunkel des Alls vor den Panoramafenstern des<br>               Raumes schwebt, flankiert von drei Schiffen der Antares<br>               Klasse.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Unser neues Flottenkontingent.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich kann nicht glauben, dass Sie<br>                         dieses unglaublich hässliche Ding<br>                         in Betrieb nehmen wollen. Vor allem<br>                         nach dem Desaster mit der Babylon.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Die Prometheus? Ich habe einige<br>                         Gerüchte gehört, sie sei der<br>                         Antares-Klasse in allen Belangen<br>                         überlegen. Mehr Waffen, schneller,<br>                         reguläre Schilde, übrigens auf<br>                         Basis von Nicoles Arbeit. Sensoren,<br>                         die getarnte Schiffe entdecken<br>                         können.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Es ist und belibt trotzdem ein<br>                         häßliches Schiff. Für uns<br>                         Andorianer zählt auch die Ästetik.<br>                         Ein Schiff muss beeindrucken. In<br>                         jeder Beziehung.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vielleicht laufen die Romulaner vor<br>                         diesem hier ja davon...<br><br><br>               Die anderen gucken ihn groß an...<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das war...<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (fängt an zu grinsen)<br>                         Ein Witz. Und es war sogar ein<br>                         richtig guter Witz.<br><br><br>               Ein Pfeifen ertönt.<br><br><br>                                   STIMME<br>                         Achtung!<br><br><br>               Alle gehen in Formation und ins Stillgestanden.<br><br><br>               Caylon und Forrest kommen rein. Caylon reiht sich ein.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Es ist viel passiert in den<br>                         vergangenen Tagen und Wochen. Das<br>                         Schicksal hat uns schwer geprüft.<br>                         Hoffnung und Verzweiflung haben<br>                         sich abgewechselt. Sie alle haben<br>                         den Tod von Kameraden erlebt...<br><br><br>               AUF EMMA<br><br><br>               Sie nickt.<br><br><br>               AUF MILLER<br><br><br>               Sie bemüht sich, Haltung zu wahren.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Dinge getan, die für Sie<br>                         Unvorstellbar schienen. Es waren<br>                         Dinge, die Ihnen der Krieg<br>                         abverlangt hat. Dinge, die Sie<br>                         schweren Herzens taten, um dafür zu<br>                         sorgen, dass in einem besseren<br>                         Morgen soetwas nie wieder getan<br>                         werden muss. Getan werden darf.<br><br><br>               Nacheinander:<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>               Er wirkt nachdenklich.<br><br><br>               AUF MÜLLER<br><br><br>               Sie atmet tief durch.<br><br><br>               AUF KENDALL<br><br><br>               Er verzeiht keine Miene.<br><br><br>               AUF FORREST<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         ... Doch Sie haben alle Prüfungen<br>                         gemeistert, Sie und wir...<br>                             (er guckt in die Runde)<br>                         Haben überlebt. Die Hoffnung ist<br>                         nicht gestorben, wir sind nicht<br>                         gestorben und so wahr ich hier<br>                         stehe, sie wird nicht sterben.<br>                         Heute nicht, morgen nicht und auch<br>                         nicht in drei Monaten. Wir werden<br>                         erfolgreich sein, wir werden erst<br>                         das Schiff und dann die Romulaner<br>                         besiegen, den Krieg beenden und<br>                         unseren Traum von einer Föderation<br>                         der Völker, den der Krieg so<br>                         grausam beendet hat, nicht nur<br>                         wieder träumen, sondern wahr werden<br>                         lassen.  Die ersten Schritte dazu<br>                         sind unternommen...<br>                             (eine Raunen geht durch<br>                              den Saal)<br>                         Und ich verspreche Ihnen allen,<br>                         dass dies nicht leere Worte sind.<br>                         Sie mögen Zweifel haben in<br>                         Anbetracht der Macht dieses<br>                         Schiffes, das leider immer noch<br>                         existiert. Diese Zweifel sind<br>                         berechtigt, und doch werden sie<br>                         unbegründet sein.<br>                         Ich sagte es, und ich werde es noch<br>                         einmal sagen. Wir werden das Schiff<br>                         vernichten.<br><br><br>               Applaus bricht aus. Forrest wartet, bis er sich legt.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Doch heute ist es meine angenehme<br>                         Pflicht, den Leuten zu danken, die<br>                         viel dazu beigetragen haben, dass<br>                         die Hoffnung lebt. Der Crew und den<br>                         Offizieren der NX-05 Antares. Das<br>                         Schiff mag verloren sein. Aber<br>                         nicht die Crew, ihre Tapferkeit und<br>                         Intelligenz. Captain Caylon, Lt.<br>                         Beem, Ensign Tschernovsky,<br>                         Commander Müller, Lt. Commander<br>                         Kendall.<br><br><br>               Die Angesprochenen treten vor.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Sie alle haben auf die eine oder<br>                         andere Weise eine herausragende<br>                         Rolle in dieser letzten Episode des<br>                         Krieges gespielt. Dafür verleihe<br>                         ich jeden von Ihnen das Purple<br>                         Heart der Sternenflotte.<br><br><br>               Applaus brandet auf. Die Angesprochenen sind sichtlich<br>               gerührt. Forrest tritt mit einem Adjudanten vor und heftet<br>               jedem den Orden an. Als er fertig ist, treten alle wieder in<br>               Reih und Glied zurück.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Doch auch der Rest der Crew hat<br>                         Einzigartiges geleistet. Auf der<br>                         Antares, aber auch auf ihren Posten<br>                         in den letzten Wochen. Dafür wird<br>                         jedem der große Verdienstorden<br>                         erster Klasse verliehen.<br><br><br>               Wieder Applaus!<br><br><br><br>                                   FORREST<br>                             (süffisant)<br>                         Sie mögen mir verzeihen, dass ich<br>                         das nicht persönlich tue. Aber zum<br>                         Glück ist die Zahl derer, die den<br>                         Orden erhalten werden, doch sehr<br>                         hoch.<br><br><br>               Gelächter, dann Applaus.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Zudem wird der eine oder andere an<br>                         Bord demnächst eine wohlverdiente<br>                         Beförderung zu erwarten haben. Eine<br>                         dieser Beförderungen soll aber<br>                         vorgezogen werden. Ensign Darius<br>                         Tschernovsky<br><br><br>               AUF TSCHERNOVSKY<br><br><br>               Etwas verwirrt tritt er hervor. Forrest geht auf ihn zu.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Auf besonderen Wunsch ihres<br>                         Captains werden Sie hiermit unter<br>                         besonderer Belobigung zum Lt.<br>                         Jr.Grd. befördert. Mit<br>                         ausdrücklichem Hinweis, dass Ihre<br>                         Beförderung zum Lt. nicht sehr<br>                         lange auf sich warten lassen<br>                         sollte, wenn Sie weiterhin so<br>                         hervorragend Ihren Dienst auf der<br>                         Antares verrichten.<br><br><br>               Darius ist sichtlich gerührt. Forrest heftet ihm die neuen<br>               Abzeichen an. Dann schüttelt er ihm die Hand. Kaum Ist Darius<br>               weggetreten, ist der Bann gebrochen. Fast alle verlassen das<br>               Glied und gratulierem ihm. Er wirkt völlig abwesend.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Mein Damen, meine Herren!<br><br><br>               Geduldig wartet er, bis alle wieder in Formation sind.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Ihnen dürfte vielleicht im Trubel<br>                         entgangen sein, dass ich zu Lt.<br>                         Tschernovsky sagte, wenn er<br>                         weiterhin so hervorragend seinen<br>                         Dienst auf der ANTARES verrichtet.<br>                         Bitte drehen Sie sich um.<br><br><br>               Die Meute folgt der Anweisung.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Mit dem heutigen Tage, dem 5.<br>                         Januar 2159, wird auf<br>                         Sonderanweisung des Oberkommandos<br>                         der Sternenflotte der Name des<br>                         folgenden Schiffes auf NCC-16<br>                         Antares geändert: NCC-16<br>                         Prometheus, Babylon-Klasse.<br><br><br>               Mit diesen Worten wird die Prometheus von Scheinwerfern<br>               erhellt. Und jeder kann es erkennen. Nicht mehr Prometheus,<br>               sondern Antares steht in großen Lettern auf der Kugel.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Als Captain des Schiffes wird<br>                         Captain Frederick Caylon ernannt.<br>                         Ihm wird bei der Auswahl seiner<br>                         Crew volle Wahlfreiheit aus dem<br>                         verfügbaren, nicht eingesetzten<br>                         Personal gewährt. Wobei ich denke,<br>                         dass er jeden, der an Bord der NX<br>                         05 gedient hat, als erste Wahl<br>                         ansieht, sofern die betreffende<br>                         Person es denn möchte.<br><br><br>               Jetzt ist alle Förmlichkeit dahin. Applaus bricht aus.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Worauf Sie sich verlassen können,<br>                         Admiral. Und wer nicht will, wird<br>                         trotzdem genommen.<br><br><br>               Gelächter.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Damit ist der förmliche Teil<br>                         beendet. Auf die neue USS ANTARES<br>                         und ihre tapfere Crew ein<br>                         dreifaches HIPP HIPP<br><br><br>                                   ALLE<br>                         HURRA, HURRA, HURRA!<br><br><br>               Eine Moment lang ist ein unglaublicher Trubel ausgebrochen.<br>               Jeder umarmt förmlich jeden. Die Kamera fokusziert Müller,<br>               die zum Fenster geht und dort auf Beem und Torlan trifft.<br>               Torlan hat wohl etwas gesagt, was Beem weniger gefallen hat.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (erschrocken)<br>                         Nicht ihr Ernst.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Doch.<br><br>                             (beat)<br>                         Aber ich werde trotzdem auf ihr<br>                         dienen.<br>                             (er guckt Beem ernst an)<br>                         Das sollten Sie als ultimatives<br>                         Zeichen meiner Verbundenheit zu<br>                         Ihnen allen sehen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich kann Sie verstehen, Torlan.<br>                         Eine Schönheit ist Sie wahrlich<br>                         nicht.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ach was, Schönheit. Hauptsache gut<br>                         bewaffnet und schnell. Und wie<br>                         scherzte Mestral so schön...<br><br><br>               Müller wirkt erstaunt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mestral scherzte?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ja. Ein richtig guter Scherz. Er<br>                         sagte, vielleicht reicht ihr<br>                         Anblick ja aus, um die Romulaner in<br>                         die Flucht zu schlagen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (von hinten)<br>                         Sie meinen, so viel Schönheit wird<br>                         die Romulaner einschüchtern?<br><br><br>               Lachend drehen sich die anderen um.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (beleidigt)<br>                         Hey. Ich meinte das ernst. Sie ist<br>                         wunderschön.<br><br><br>               Müller zeigt mit dem Finger an, er solle doch näher kommen.<br>               Dann beugt Sie sich vor und schnuppert.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Besoffen ist er nicht.<br><br><br>               Die anderen zucken mit den Schultern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was nicht ist, kann ja noch werden.<br>                         Kommt Leute.<br><br><br>               Die vier verschwinden in der Menge.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        67     EXT. ROMULUS - SENATSGEBÄUDE                            67<br><br><br>               Das Senatsgebäude aus der Luft.<br><br><br>        68     INT.  SENATSGEBÄUDE - ROMORS BÜRO                       68<br><br><br>               Wir sehen Romor im Gespräch mit dem Prätor, Cator. Dieser ist<br>               auf einem großen Wanddisplay zu sehen, vor dem Romor steht.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Tut mir leid. Der Senat hat<br>                         entschieden. Ich habe mich für Sie<br>                         verwendet und versucht, den Senat<br>                         davon zu überzeugen, dass Sie ein<br>                         ehrenwerter Mann sind, der zum<br>                         Besten des romulanischen Volkes<br>                         handelt. Dennoch konnte der<br>                         Tal'Shiar auf Grund der Ereignisse<br>                         erwirken, dass man das Schiff<br>                         seinem Kommando unterstellt.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (wütend)<br>                         Romak. Wie kann er nur bahupten,<br>                         die Warnung sei früher gekommen?<br><br>                         Ich hätte sie nicht ernst genommen?<br>                         Dabei konnten wir nicht einmal<br>                         kommunizieren.<br><br>                             (er atmet tief durch)<br>                         Er hat mir alles zu verdanken. Und<br>                         jetzt läßt er sich kaufen.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Ich verstehe Sie, Admiral. Aber<br>                         immerhin haben Sie und Valdore<br>                         weiterhin die Flotte unter sich.<br>                         Alles andere...<br>                             (er zögert)<br>                         Liegt in der Hand des Schicksals.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Sie sollten wissen Prätor, worum es<br>                         diesem Flügel des Tal'Shiar geht.<br>                         Sie wollen die Macht. Sie<br>                         interessiert nicht das Wohl des<br>                         Volkes.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Ich weiß, Admiral. Doch mir sind<br>                         die Hände gebunden. Wir können nur<br>                         abwarten, wie die Dinge weiter<br>                         verlaufen. Guten Tag, Admiral.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Prätor.<br><br><br>               Romor verneigt sich. Der Schirm erlischt. Doch Romor bleibt<br>               keine Zeit. Ein weiterer Ruf kommt rein. Romor aktiviert das<br>               Display erneut. Es erscheint Toranis.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Sie!<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Ja ich, Admiral. Mir ist klar, was<br>                         Sie sagen wollen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Dann gibt es nichts mehr, was noch<br>                         zu sagen ist.<br><br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Oh, doch Admiral. Denn ich<br>                         persönlich achte Sie. Sie sind ein<br>                         Patriot, dem es um das Imperium<br>                         geht. Aber die Dinge ändern sich.<br>                         Vor allem, nachdem Sie unser<br>                         Bündnis aufgekündigt haben.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Zu Recht, wie sich nun zeigte. Also<br>                         sparen Sie sich Ihre Floskeln.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Nicht doch, Admiral. Denn auch nach<br>                         dem Krieg braucht das Imperium<br>                         fähige Kommandeure. Und<br>                         zweifelsohne sind Sie und Valdore<br>                         die Fähigsten. Daher wäre es<br>                         bedauerlich, Sie beide zu<br>                         verlieren.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Und der Preis dafür?<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Das Sie sich aus der Politik<br>                         heraushalten.<br>                         Sie und Valdore machen ihren<br>                         militärischen Job und halten dem<br>                         Dreadnought und uns die Allianz vom<br>                         Leib. Mehr nicht. Als Gegenleitung<br>                         werden Sie leben und irgendwann als<br>                         verdiente Kommandeure einen<br>                         angenehmen Lebensabend genießen.<br>                         Als Helden des Imperiums.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (erregt)<br>                         Das glauben Sie doch selbst nicht.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                         Oh doch. Denn Sie sind ohne<br>                         Bedeutung. Vielleicht sollten Sie<br>                         noch wissen, dass das Eingreifen<br>                         der Allianz und Ihr kleiner<br>                         Schachzug mit der Flotte, sehr<br>                         clever übrigens, unseren<br>                         eigentlichen Plan vereitelt hat.<br>                         Ich musste improvisieren, was Ihr<br>                         Leben rettete, weil Sie dadurch vom<br>                         designierten Hochverräter zu einem<br>                         verdienten Kommandeuer wurden, dem<br>                         aber leider ein schwerer Fehler<br>                         unterlaufen war, weswegen man seine<br>                         Kompetenzen beschneiden musste.<br><br><br>               Romor starrt Toranis wortlos an.<br><br><br>                                   TORANIS (CONT'D)<br>                         Hätte ich Sie töten wollen, wie es<br>                         meine Vorgesetzten eigentlich<br>                         verlangt hatten, wäre mir sicher<br>                         noch was Nettes eingefallen. Aber<br>                         meine Vorgesetzten sind nun auch so<br>                         zufrieden und haben Sie längs<br>                         vergessen. Sie erfreut im Moment<br>                         der Gedanke, dass in wenigen<br>                         Monaten die Allianz zu Asche<br>                         zerfällen wird. Angefangen mit der<br>                         Erde, die bereits ein toter Planet<br>                         ist. Einer, der nur noch auf seine<br>                         Zerstörung wartet.<br><br><br>               Bei diesen Worten zoomt die Kamera auf Toranis Gesicht, auf<br>               dem sein charakterisitisches zufriedenes Grinsen erscheint.<br><br><br>               SUPER: Fortsetzung folgt...<br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT X<br><br><br><br><br>                                      - ENDE -<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">6376</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares - Special #004</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-special-004-r6204/</link><description><![CDATA[<p>Was bei TV-Serien mittlerweile Gang und Gäbe ist, nämlich die Veröffentlichung mehrerer Episoden am Stück, gespickt mit einigen Extras, findet nun auch Einzug in die FanFiction. Zwar nicht als teure DVD, aber als kostenfreie ZIP-Datei.<br><br><i>Star Trek: Antares</i> macht den Anfang und präsentiert euch die Episoden 13 bis 18 dieser erfolgreichen FanFiction-Serie in einem Episodenbündel. <br><br>Für Neulinge ist dies sicherlich der perfekte Einstieg in diese Serie, doch auch für unsere Stammleser ist etwas dabei. Denn neben komplett überarbeiteten PDF-Versionen der Episoden mit Kapitelauswahl, gibt es auch ein paar Autorenkommentare und Bilder zu den verschiedenen Episoden. Als besonderen Bonus erhaltet ihr in diesem Pack noch eine siebtente, unveröffentlichte Episode!<br><br></p><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_55404.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=55404" border="0"></a><br><b>Star Trek: Antares - Season Bündel 2.1</b><br>Dateityp: zip<br>Größe: 9,52 MB</center>]]></description><guid isPermaLink="false">6204</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x13 - Das Ende</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x13-das-ende-r6178/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_53798.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0313.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x13) - "Das Ende"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Nachdem ein Andorianisches Scoutschiff eine große Romulanische Fertigungseinrichtung nur wenige Lichtjahre hinter der Grenze entdeckt, wird die Antares mit einer Taskforce losgeschickt, um die Einrichtung zu vernichten und den Romulanern damit möglicherweise den Kriegsentscheidenden Schlag zu versetzen...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_53679.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53679"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53673.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53673"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53674.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53674"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53675.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53675"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53676.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53676"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53677.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53677"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53680.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53680"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53681.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53681"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53682.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53682"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                     "Das Ende"<br><br><br><br><br>                                       TEASER<br><br><br>         1     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                  1<br><br><br>               Eine gemischte Flotte aus Schiffen der Sternenflotte und der<br>               Andorianer hat sich im Orbit versammelt.<br><br><br>         2     INT. ANDORIA - EIN BESPRECHUNGSRAUM                      2<br><br><br>               Wir sehen Caylon, Torlan, Tiris, einen andorianischen General<br>               und Admiral Black. Sie stehen vor einer großen digitalen<br>               Wandkarte. Auf ihr ist eine grüne, geschwungenen Linie<br>               eingezeichnet, scheinbar die vermutete Grenze zum<br>               romulanischen Imperium. Mehrere blaue, gelbe, violette und<br>               grüne Markierungen zeigen Positionen der Romulaner,<br>               Andorianer, Menschen und Tellariten. Ein System zoomt nun<br>               heran und uns werden taktische Daten angezeigt.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Wir haben diese Bilder vor drei<br>                         Tagen von unserem Scout erhalten.<br><br><br>                                   BLACK<br>                         Das sieht nach einer erheblichen<br>                         Romulanischen Präsenz in diesem<br>                         System aus.<br><br><br>               Der General nickt.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Das ist korrekt. Allerdings keine<br>                         solche Präsenz, wie Sie vielleicht<br>                         denken.<br><br><br>               Das Bild auf der Wandkarte zeigt nun eine visuelle Aufnahme.<br>               Sie ist verschwommen, dennoch kann man das Wichtigste<br>               erkennen: Werften.<br><br><br>                                   GENERAL (CONT'D)<br>                             (re: Werften)<br>                         Offenbar handelt es sich um eine<br>                         große Fertigungseinrichtung der<br>                         Romulaner. Und sie befindet sich<br>                         nicht unweit hinter der Grenze.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Das sieht nach mindestens<br>                         einhundert Schiffen aus.<br><br><br>               Der General nickt.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Korrekt.<br><br>                             (beat)<br>                         Einhundert Schiffe, die noch nicht<br>                         fertig gestellt sind.<br><br><br>                                   BLACK<br>                         Können Sie sagen, wie weit diese<br>                         Schiffe im Bau fortgeschritten<br>                         sind?<br><br><br>               Der General schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Nicht mit hundertprozentiger<br>                         Sicherheit. Unser Scout wurde<br>                         leider vernichtet, bevor er<br>                         genauere Informationen sammeln<br>                         konnte. - Aber es spricht einiges<br>                         dafür, dass diese Schiffe zwar<br>                         schon weltraumtauglich, aber noch<br>                         nicht kampfbereit sind.<br>                             (beat)<br>                         Es dürfte ein leichtes sein sie und<br>                         die Fertigungseinrichtung zu<br>                         vernichten, zumal die Romulaner<br>                         offenbar nur wenige Schiffe zu<br>                         ihrem Schutz abgestellt haben.<br>                             (beat)<br>                         Offenbar rechnen sie nicht damit,<br>                         dass wir uns so weit in ihr<br>                         Territorium hinein wagen würden.<br><br><br>                                   BLACK<br>                         Immerhin haben sie Ihren Scout<br>                         vernichtet. Ich denke sie wissen<br>                         nun, dass wir uns von ihren Grenzen<br>                         nicht mehr aufhalten lassen.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Nichtsdestotrotz, es ist eine<br>                         einmalige Möglichkeit für uns.<br>                             (beat)<br>                         Wenn es uns gelingt, diese<br>                         Fertigungseinrichtung zu<br>                         vernichten, oder auch nur Teile<br>                         davon, dann ist das ein enormer<br>                         Schritt in die richtige Richtung<br>                         für uns.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem ist dieses System soweit<br>                         vom Zentrum des Romulanischen<br>                         Raumes entfernt, dass es extrem<br>                         unwahrscheinlich ist, dass<br>                         rechtzeitig Verstärkung für sie<br>                         eintrifft.<br><br><br>               Black überlegt kurz, dann nickt er.<br><br><br>                                   BLACK<br>                             (zu Caylon)<br>                         Sie gehen in die Offensive.<br><br><br>               AUF Caylon und Torlan:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         3     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                  3<br><br><br>               Wir fliegen mit der Kamera zwischen den Schiffen hindurch,<br>               auf die Antares zu. Wir nähern uns ihr von hinten, fliegen<br>               auf die Fenster des Konferenzraumes zu und durch diese<br>               hindurch in den...<br><br><br>         4     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                             4<br><br><br>               ... hinein.<br><br><br>               Die komplette Führungsriege der Antares ist anwesend. Auf<br>               einem der großen Bildschirme ist ein Angriffsplan zu sehen.<br>               Caylon steht davor und hält einen Vortrag.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Der Plan sieht wie folgt aus: Die<br>                         Antares wird die Flotte anführen.<br>                         Da unsere Taskforce nur aus 17<br>                         Schiffen besteht stehen wir unter<br>                         Zeitdruck.<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen die<br>                         Fertigungseinrichtung erreichen und<br>                         so viel Schaden wie möglich<br>                         anrichten, bevor weitere Schiffe<br>                         der Romulaner sie erreichen und<br>                         befestigen können.<br>                             (beat)<br>                         Wir fliegen rein, greifen an und<br>                         fliegen wieder raus. Das ist der<br>                         Plan.<br>                             (beat)<br>                         Damit er funktioniert müssen alle<br>                         an Bord hundert Prozent geben. Die<br>                         Systeme des Schiffes müssen<br>                         einwandfrei funktionieren.<br>                             (betont)<br>                         Es gibt keinen Spielraum für<br>                         Fehler.<br><br><br>               Caylon blickt in die ernsten Gesichter seiner<br>               Führungsoffiziere.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Müller)<br>                         Nicole, wie sieht es mit den<br>                         Andorianischen Modifikationen an<br>                         Bord aus?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr gut, Captain. - Die<br>                         Antriebsverbesserungen arbeiten<br>                         besser als erwartet. Unsere<br>                         Höchstgeschwindigkeit wurde auf<br>                         Warp 5,5 angehoben. Die können wir<br>                         für etwas mehr als zehn Minuten<br>                         halten.<br>                             (beat)<br>                         Was unsere bisherige<br>                         Höchstgeschwindigkeit, also Warp<br>                         5,3 angeht, so konnte die<br>                         Zeitspanne, für die wir diese<br>                         aufrechterhalten können, stark<br>                         verlängert werden. Wir können sie<br>                         nun mehrere Stunden aufrecht<br>                         erhalten, statt der bisherigen<br>                         zwölf Minuten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das kann ich nicht genau sagen.<br>                         Aber jedenfalls lange genug, um die<br>                         Fertigungseinrichtung rechtzeitig<br>                         zu erreichen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (zu Beem)<br>                         Jim, wie sieht es mit den<br>                         Modifikationen an der Taktischen<br>                         Pharlanx aus?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich muss die Zielerfassungsscanner<br>                         noch neu justieren, aber das können<br>                         wir unterwegs erledigen.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, Sie werden Lieutenant Beem<br>                         dabei unterstützen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu allen)<br>                         Prägen Sie sich alle die<br>                         Angriffspläne genau ein. - Wie<br>                         schon gesagt, es gibt keinen<br>                         Spielraum für irgendwelche Fehler.<br>                             (long beat)<br>                         Wenn wir das nicht vermasseln,<br>                         könnte es Kriegsentscheidend sein.<br>                             (beat)<br>                         Wer weiß, vielleicht können wir den<br>                         Krieg heute sogar beenden.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         5     INT. ANTARES - WAFFENDECK                                5<br><br><br>               Beem und Darius sind anwesend und mit der Neujustierung der<br>               Zielerfassungsscanner beschäftigt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Versuchen Sie den Kontrast zu<br>                         erhöhen, indem Sie den visuellen<br>                         Buffer neu konfigurieren.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye.<br><br><br>               Darius macht sich an die Arbeit. Dabei:<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                             (arbeitend)<br>                         Wissen Sie schon was Sie machen<br>                         wollen, wenn dieser Krieg vorbei<br>                         ist?<br><br><br>               Beem zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Dasselbe, wie bisher.<br>                             (beat)<br>                         Ich denke ich werde auf der Antares<br>                         bleiben. Hier kann ich die Erde am<br>                         besten schützen und dafür sorgen,<br>                         dass so etwas wie dieser Krieg<br>                         nicht wieder passiert.<br><br><br>               Beem schaut auf seine Anzeigen.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Gut. Versuchen Sie aber noch etwas<br>                         mehr aus den Buffern<br>                         herauszukitzeln.<br><br><br>               Darius nickt.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Ich denke man wird uns im<br>                         Romulanischen Raum einsetzen, um<br>                         mögliche Aufstände gegen unsere<br>                         Besatzung gleich im Keim zu<br>                         ersticken.<br><br><br>               Darius schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Glauben Sie wirklich, dass das der<br>                         Weg ist, den die Sternenflotte<br>                         einschlagen wird?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn die Sesselpupser im<br>                         Hauptquartier nicht völlig den<br>                         Verstand verloren haben, dann ja.<br><br><br>               Darius seufzt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wie ist es jetzt?<br><br><br>               Beem checkt die Sensoren in einer kurzen SImulation.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Perfekt.<br><br><br>               Darius kommt zurück zu Beem und beide arbeiten weiter an der<br>               Hauptkonsole.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nein, mal ehrlich.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Sternenflotte diesen Weg<br>                         einschlägt, dann werde ich das<br>                         Schiff wahrscheinlich verlassen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und was wollen Sie dann machen?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wenn es endlich wieder sicher dort<br>                         draußen ist werde ich mir<br>                         vielleicht meinen eigenen kleinen<br>                         Frachter kaufen.<br>                             (beat)<br>                         Mir ist klar, dass man von<br>                         Frachtflügen nicht reich werden<br>                         kann, aber darum geht es mir auch<br>                         gar nicht.<br>                             (long beat)<br>                         Ich will nur zwischen den Sternen<br>                         sein, ohne dabei ständig Angst<br>                         haben zu müssen, an die nächste<br>                         Frontlinie geschickt zu werden...<br>                         Oder in irgendwelche Romulanischen<br>                         Kriesenherde.<br><br><br>               Beem zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Jedem das Seine.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Außerdem wäre ich dann mein eigener<br>                         Chef.<br>                             (beat)<br>                         Stellen Sie sich das mal vor.<br>                         "Captain Darius Tschernovsky".<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (lacht)<br>                         Besser nicht.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich meine es ernst, Jim.<br>                             (beat)<br>                         Was habe ich hier in den letzten<br>                         drei Jahren schon erreicht? Ich<br>                         meine, ich bin immer noch ein<br>                         Ensign.<br><br><br>               Beem grinst.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Vielleicht sollten Sie Caylon das<br>                         mal stecken... Dann werden Sie<br>                         vielleicht befördert.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sie mögen das vielleicht lustig<br>                         finden, Jim, aber Ihre Karriere<br>                         stagniert doch auch schon seit drei<br>                         Jahren...<br>                             (beat)<br>                         Dieses Schiff hält uns all nur auf.<br><br><br>               Beem schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es ist nicht das Schiff, Darius...<br>                         Es ist dieser Krieg...<br>                             (beat)<br>                         Er hat alles verändert...<br><br><br>               AUF Darius:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         6     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                            6<br><br><br>               Wir sehen Miller beim Einsortieren von medizinischen<br>               Material. Es ist sichtbar, dass sich die Station auf das<br>               Schlimmste vorbereitet. Zischend geht die Tür auf und Müller<br>               kommt herein. Sie hält sich den rechten Arm, der eine übel<br>               aussehende Verbrennung am Unterarm aufweist. Miller schaut<br>               sie an und es ist erkennbar, dass ihr dieser eine Blick<br>               genügte, um zu sehen, was Sache ist.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Nicole, dass sieht ja übel aus.<br><br><br>               Sie greift sich einen Scanner. Müller setzt sich auf ein<br>               Biobett.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (trocken)<br>                         Schmerzt auch übel.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ist zum Glück aber nicht so<br>                         schlimm. Die Behandlung dürfte nur<br>                         ein paar Minuten dauern.<br><br><br>               Sie holt eine Art primitive Version eines Hautregenerators<br>               hervor und fängt an, damit zu hantieren.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (vorwurfsvoll)<br>                         Aua!<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Tut mir leid, aber das lässt sich<br>                         nicht vermeiden, wenn man nicht mit<br>                         EPS-Relais aufpasst.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wer den Schaden hat, hat wohl immer<br>                         auch den Spott.<br><br><br>               Miller lächelt spontan. Gegenüber den letzten Malen, wo wir<br>               sie sahen, wirkt sie geradezu gelöst.<br><br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Sie wirken so entspannt, Doc. Als<br>                         wenn Ihnen das nichts ausmacht.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Was ausmacht?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Zum ersten Mal den Feind auf seinen<br>                         Gebiet anzugreifen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (übertrieben lässig)<br>                         Ach wissen Sie, Nicole. Ich musste<br>                         in den letzten Monaten alles<br>                         mögliche akzeptieren, was ich nicht<br>                         ändern kann, dann doch auch das.<br>                         Ich bin nur Arzt, kein Taktischer<br>                         Offizier. Warum soll ich mir also<br>                         einen Kopf machen?<br><br><br>               Müller guckt den Doc kritisch an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und es ist alles okay?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Warum sollte es nicht?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun, wir haben uns seit meiner<br>                         Rückkehr kaum unterhalten,<br>                         Katherine. Ich gebe zu, ich habe<br>                         die Krankenstation gemieden, wo ich<br>                         konnte. Das hatte aber nichts mit<br>                         Ihnen zu tun, sondern...<br>                             (beat)<br>                         Na, ja, Sie wissen sicher.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Kein Grund zur Entschuldigung.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (vorsichtig formulierend)<br>                         Nun, es schien mir manchmal, dass<br>                         Sie - wie soll ich sagen? - etwas<br>                         frustriert waren. Jedenfalls waren<br>                         Sie nicht die korrekte,<br>                         professionelle Ärztin, die ich von<br>                         früher kannte.<br><br><br>               Miller zuckt etwas zurück.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Nun, mag sein. Ich war zuletzt<br>                         etwas überarbeitet. Und der Krieg<br>                         hat meine Stimmung sicher nicht<br>                         gehoben. Aber jetzt ist alles okay.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ist es? Sie wissen, wenn Sie<br>                         jemanden brauchen, ich kann<br>                         zuhören.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich weiß. Und Emma hört mir auch<br>                         zu. Aber ganz ehrlich, Nicole. Die<br>                         Dinge, die mich beschäftigen, damit<br>                         muss ich klarkommen. Das sollten<br>                         Sie doch am Allerbesten verstehen,<br>                         oder?<br><br><br>               Müller guckt Sie etwas pikiert an. Dann wird ihr Mienenspiel<br>               wieder gelassener.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie haben Recht. Am Ende muss jeder<br>                         selbst mit seinen Dämonen klar<br>                         kommen. Dennoch kann der eine oder<br>                         andere Rat nicht schaden. Das habe<br>                         ich auch gelernt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Sicher. Und ich werde bestimmt<br>                         nicht zögern, Sie um Rat zu fragen.<br><br><br><br>               Sie beendet die Behandlung.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Wie neu. Auch wenn es nicht so<br>                         aussieht. Ich gebe Ihnen noch eine<br>                         Salbe, das wird die restliche<br>                         Heilung beschleunigen.<br><br><br>               Sie geht zu einem Schrank und holt eine Dose heraus.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Wie sieht es mit Ihnen aus, Nicole.<br>                         Haben Sie Angst?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na, ja. Mir ist schon etwas flau.<br>                         Ich meine, erinnern Sie sich, was<br>                         Emma erzählt hat? Diese komischen<br>                         Andeutungen von der Romulanerin.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich dachte, dass alle meinten, da<br>                         würde nichts hinter stecken.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und wenn doch? Ich weiß nicht,<br>                         Katherine, ich habe da ein übles<br>                         Gefühl. Mir kommt das alles komisch<br>                         vor. Diese lückenhafte<br>                         Verteidigung, dass wir plötzlich<br>                         ein Standort der Romulaner<br>                         entdecken. Einfach alles.<br><br><br>               Sie springt vom Biobett und nimmt die Dose, die Miller ihr<br>               hinreicht.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie mit dem Captain darüber<br>                         gesprochen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja. Aber Fred meint, alle Daten<br>                         legen nahe, dass maximal eine Hand<br>                         voll Schiffe hinter dem Mond<br>                         verborgen Wache halten. Außerdem<br>                         gäbe es, so sind sich scheinbar<br>                         alle einig, keinen erkennbaren<br>                         Nutzen für die Romulaner, so<br>                         aufwendig einen Stoßtrupp der<br>                         Allianz in einen Hinterhalt zu<br>                         locken. Und für den Fall des Falles<br>                         habe er zudem den Befehl, sofort<br>                         das Weite zu suchen. Tja, und dem<br>                         konnte ich nichts sinnvolles<br>                         entgegen setzen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (halb ernst, halb<br>                              scherzend)<br>                         Vielleicht sollten Sie mit Emma<br>                         darüber sprechen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ironisch)<br>                         Klar.<br><br>                             (beat)<br>                         Nein im Ernst. Ich denke, wenn man<br>                         wie ich dem Tod so nahe war, dann<br>                         hat man umso mehr Angst, sein Leben<br>                         zu riskieren.<br><br><br>               Sie geht zu Tür.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich denke, es ist nichts. Gar<br>                         Nichts. Aber wo wir schon so<br>                         entspannt miteinander plaudern,<br>                         Katherine, wollte ich Ihnen noch<br>                         eines sagen: Ohne Sie wäre ich<br>                         nicht mehr am Leben. Ich habe mich<br>                         nie richtig bedankt. Das wollte ich<br>                         auf jeden Fall noch mal nachholen.<br>                             (beat)<br>                         Man kann ja nie wissen.<br><br><br>               Sie nickt Miller zu. Diese steht etwas unbeholfen, aber<br>               sichtlich gerührt im Raum und sieht zu, wie Müller ohne<br>               weitere Worte den Raum verlässt.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         7     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    7<br><br><br>               Wir sehen Mestral und Torlan bei der Arbeit. Sie checken<br>               gemeinsam irgendwelche Daten.<br><br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Nichts. Keine Hinweise. Ich werde<br>                         dem Captain sagen, dass auch unsere<br>                         Analyse keinen Hinweis auf einen<br>                         Hinterhalt ergibt. Dort befinden<br>                         sich allem Anschein nach wirklich<br>                         nur ein paar Schiffe im System.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Lieutenant,... warten Sie.<br><br><br>               Mestral bleibt stehen und guckt den Commander an.<br><br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Was kann ich noch für Sie tun?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Einfach zuhören. Wir waren sicher<br>                         nie Freunde, Lieutenant, und ich<br>                         werde auch nie im meinem Leben<br>                         einen Vulkanier, auch wenn er nur<br>                         zu einem Achtel Vulkanier ist,<br>                         gegenübertreten können, ohne an<br>                         meinen Vater denken zu müssen. Aber<br>                         wenn es einen Vulkanier gibt, dem<br>                         ich am ehesten trauen würde, dann<br>                         wären Sie es. In diesen drei Jahren<br>                         haben Sie in der Tat sich stets<br>                         ehrenhaft verhalten.<br><br><br>               Mestral wirkt etwas unbeholfen, man sieht, wie seine<br>               menschliche Seite die Oberhand behält.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun, Commander, das freut mich.<br>                         Ganz ehrlich, auch wenn ich das<br>                         nicht zu zeigen vermag. Aber mich<br>                         überrascht es doch ein wenig, dass<br>                         Sie ausgerechnet jetzt so etwas<br>                         sagen.<br><br><br>               Torlan hebt die Fühler.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Morgen sind wir vielleicht die<br>                         Sieger in diesem Krieg. Oder tot.<br>                         Oder beides. Wie auch immer. Es ist<br>                         eine Tradition unseres Volkes, vor<br>                         dem Kampf den Leuten, die uns nahe<br>                         stehen, unsere Zuneigung oder<br>                         unseren Respekt auszusprechen.<br>                         Zumindest denen, bei den wir es<br>                         nicht so oft tun...<br>                             (beat)<br>                         Oder noch nie getan haben.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun, Commander, dann solten Sie<br>                         auch wissen, dass ich Sie genauso<br>                         respektiere. Sie haben immer gute<br>                         Arbeit geleistet und uns in letzter<br>                         Zeit mehr als einmal geholfen.<br><br><br>               Er guckt Torlan immer noch etwas hilfos an.<br><br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Ich denke, ich werde dem Captain<br>                         sagen, dass alles in Ordnung zu<br>                         sein scheint.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Tun Sie das, Lieutenant.<br><br><br>         8     EXT. WELTRAUM - WARP                                     8<br><br><br>               Die Antares führt ihre Flotte an.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         9     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                             9<br><br><br>               Durch die Fenster können wir den Rest der Flotte sehen, die<br>               der Antares im Warp folgt.<br><br><br>               Caylon sitzt in seinem Stuhl am Kopf des Konferenztisches und<br>               starrt zu den anderen Schiffen hinaus.<br><br><br>               Die absolute Stille wird nur vom beruhigenden Brummen des<br>               Warpantriebes durchbrochen. Und nun vom Zischen der<br>               Zugangstüren, durch die Emma Fernandez herein tritt.<br><br><br>               Caylon scheint dies jedoch nicht zu bemerken, er starrt<br>               weiter aus den Fenstern hinaus.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Captain?<br><br><br>               Caylon zuckt kaum mekrlich zusammen und dreht sich dann<br>               mitsamt Stuhl zu Fernandez.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Emma.<br><br><br>               Sie zieht einen der anderen Stühle vom Tisch weg und setzt<br>               sich zu ihrem Captain.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie sind so still seit der<br>                         Konferenz vorhin.<br><br><br>               Die Andeutung eines Lächelns huscht über Caylons Gesicht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bereite mich innerlich auf die<br>                         Schlacht vor, Councellor.<br>                             (beat)<br>                         Wir könnten diesen Krieg<br>                         tatsächlich beenden.<br><br><br>               Emma sieht ihn an.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (long beat)<br>                         Ich wage es kaum, soweit zu denken<br>                         und noch weniger, so etwas zu<br>                         sagen, aber...<br>                             (beat)<br>                         Ich sehe dem mit gemischten<br>                         Gefühlen entgegen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Der Mission?<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dem Ende des Krieges.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wieso denn das?<br><br><br>               Caylon lacht kurz auf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (long beat)<br>                         Klar wäre ich froh, wenn der Krieg<br>                         vorbei ist.<br>                             (beat)<br>                         Aber was soll ich machen, wenn es<br>                         soweit ist?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Vielleicht könnten Sie sich ein<br>                         paar Wochen frei nehmen... Ihr<br>                         Leben mal wieder genießen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist schon geplant, Emma.<br>                             (beat)<br>                         Aber das meinte ich nicht.<br>                             (long beat)<br>                         Ich weiß nicht, ob ich in den<br>                         "normalen" Alltag zurückkehren<br>                         kann. - Nicht nach allem, was ich<br>                         durchgemacht habe...<br>                             (beat)<br>                         Nicole... Die Romulanische<br>                         Gehirnwäsche...<br>                             (long beat)<br>                         Ich hatte in den letzten Jahren<br>                         trotzdem immer ein genaues Ziel vor<br>                         meinen Augen: Alles tun, um diesen<br>                         Krieg zu beenden.<br>                             (beat; traurig)<br>                         Was mache ich danach, Emma?<br>                             (beat)<br>                         Kann ich einfach wieder Forscher<br>                         werden? Ohne ein richtiges Ziel vor<br>                         Augen zu haben?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ist Forschen denn kein Ziel?<br>                             (beat)<br>                         Ist es kein Ziel, sein Wissen zu<br>                         erweitern und Kontakt mit neuen<br>                         Spezies herzustellen?<br><br><br>               Caylon grunzt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Man sieht ja, was es uns<br>                         bishereingebracht hat...<br>                             (beat)<br>                         Einen grausamen Krieg.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und was ist mit der Allianz?<br><br><br>               Caylon sieht sie nichtverstehend an.<br><br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Ohne die Erforschung des Weltraums<br>                         wären wir nie den Andorianern oder<br>                         Tellariten begegnet.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Und die Zukunft der Allianz sollten<br>                         Sie auch nicht vergessen.<br>                             (beat)<br>                         Im Moment wird sie zusammengehalten<br>                         von einer gemeinsamen Bedrohung und<br>                         jeder Menge Guter Wille.<br>                             (beat)<br>                         Wenn dieser Krieg vorbei ist und<br>                         die Bedrohung durch die Romulaner<br>                         nicht mehr existiert, wird es nur<br>                         noch Guter Wille sein.<br>                             (beat)<br>                         Und ich befürchte, dass die alten<br>                         Konflikte wieder an die Oberfläche<br>                         kommen und der Gute Wille allein<br>                         nicht mehr reichen wird, um die<br>                         Allianz zusammen zu halten.<br>                             (beat)<br>                         Es wird ein ganzes Stück Arbeit<br>                         sein aus diesem wackeligen Bündnis<br>                         nach dem Krieg eine gefestigte<br>                         Allianz zu formen.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Und wenn das kein Ziel ist, was ist<br>                         dann eines?<br><br><br>               Caylon nickt erneut.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben Recht, Emma.<br>                             (beat; lächelnd)<br>                         Wie so oft.<br>                             (beat)<br>                         Soweit hatte ich noch gar nicht<br>                         gedacht.<br><br><br>               Emma lächelt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und das sollten Sie auch nicht.<br>                         Jedenfalls noch nicht.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben eine unglaublich<br>                         schwierige Aufgabe vor sich.<br>                             (beat)<br>                         Es kann zwar nicht schaden, Pläne<br>                         zu schmieden, aber wir sollten erst<br>                         einmal diesen Krieg beenden - zu<br>                         unserem Gunsten - bevor wir uns zu<br>                         große Gedanken über das Danach<br>                         machen.<br><br><br>               Caylon lächelt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Emma.<br><br><br>               Emma zwinkert ihm zu.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hey, wofür bin ich da?<br><br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Captain Caylon auf die Brücke.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich komme.<br>                             (zu Emma)<br>                         Was würde ich nur ohne Sie machen?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ihren Job.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        10     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   10<br><br><br>               Beem hat das Kommando, Darius am Steuer, Mestral an der<br>               Wissenschaft, Torlan an der Komm, Mendez an der Taktik,<br>               RedShirts an weiteren Stationen.<br><br><br>               Caylon und Emma kommen nun durch die hintere Tür aus dem<br>               Konferenzraum auf die Brücke.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Bericht!<br><br><br>               Beem erhebt sich aus dem Captain's Chair und löst Mendez an<br>               der Taktik ab.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir nähern uns dem Ziel, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind Ihre Zielerfassungsscanner<br>                         einsatzbereit?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ja. - Und wenn ich das hinzufügen<br>                         darf: Ich brenne darauf sie<br>                         einzusetzen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke dieser Wunsch wird Ihnen<br>                         gleich erfüllt werden.<br><br><br>               Caylon setzt sich in seinen Stuhl und aktiviert das Interkom.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Müller.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Sprechen Sie.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie siehts bei dir da unten aus?<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Wir sind bereit, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut zu wissen. - Caylon Ende.<br><br><br>               Er deaktiviert das Interkom.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir erreichen das Ziel in fünfzehn<br>                         Sekunden.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, alle Mann... Es geht los...<br>                             (beat)<br>                         Torlan, informieren Sie die<br>                         Flotte...<br>                             (beat)<br>                         Wir gehen unter Warp...<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, Captain.<br><br><br>               AUF Caylon:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        11     EXT. WELTRAUM                                           11<br><br><br>               Die Schiffe der Allianz-Taskforce gehen unter Warp.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        12     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   12<br><br><br>               Es herrscht Taktischer Alarm, ansonsten ist alles wie zuvor.<br><br><br>               BLICK AUF DEN HAUPTSCHIRM<br><br><br>               auf dem wir ein - abgesehen von einigen Planeten mit Monden -<br>               leeres Sternensystem sehen.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Lieutenant?<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (verwirrt)<br>                         Auf den Taktischen Sensoren ist<br>                         nichts zu entdecken, Captain.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bestätigt, Captain. Auch meine<br>                         Sensoren zeigen nur die Sonne und<br>                         seine Planeten mitsamt Trabanten<br>                         an. - Keine Spur von einer<br>                         Fertigungseinrichtung.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ungläubig)<br>                         Aber das ist unmöglich... Ich habe<br>                         die Sensordaten des Scouts mit<br>                         eigenen Augen gesehen.<br>                             (beat)<br>                         Es MUSS etwas hier sein.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        13     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - TAG                         13<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        14     INT. ROMULUS - HAUPTQUARTIER DER NAVY - KOMMANDOZENTRALE14<br><br><br>               Die Admiräle ROMOR und VALDORE sind hier anwesend, zusammen<br>               mit einer ganze Reihe Untergebener, die an den verschiedenen<br>               Stationen arbeiten.<br><br><br>               Ein ZENTURION kommt zu den beiden.<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Admirals. Die Allianz hat den Köder<br>                         offenbar geschluckt. Siebzehn<br>                         Schiffe sind in das System<br>                         eingedrungen. Sie führen Scans<br>                         durch.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Offenbar wurden unsere Sensordaten<br>                         für echt gehalten.<br><br><br>                                   VALDORE<br>                         Das ist sehr gut. Endlich können<br>                         wir dem Senat beweisen, dass unser<br>                         Plan es wert ist, weiter von ihnen<br>                         unterstützt zu werden.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Und Toranis in seiner Position<br>                         schwächen...<br><br><br>               Er lächelt.<br><br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Das Schiff soll starten.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        15     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   15<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich habe das gesamte System nun<br>                         eingehend gescannt, Sir. Es ist<br>                         nichts hier.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Die übrigen Schiffe haben ebenfalls<br>                         nichts entdecken können.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Könnte die Fertigungseinrichtung<br>                         möglicherweise getarnt sein?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ein Tarnfeld dieser Größe müsste<br>                         von unseren Kurzstreckensensoren<br>                         entdeckt werden können. - Aber wie<br>                         bereits gesagt, dort draußen ist<br>                         nichts.<br><br><br>               Ein Alarm an Beems Konsole.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Korrektur, ich habe da etwas. -<br>                         Offenbar ein Schiff. Es hat sich im<br>                         Schatten eines der Monde des ersten<br>                         Planeten versteckt.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich habe es nun ebenfalls auf<br>                         meinen Sensoren. Ein großes Schiff.<br>                         Es hat etwa das vierfache Volumen<br>                         eines Schiffes der Babylon-Klasse.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Die Bauart ist unbekannt. Aber<br>                         ausgehend von Energiesignatur und<br>                         der Hüllenkonfiguration scheint es<br>                         ein Schiff der Romulaner zu sein.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dies ist bestätigt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Bildschirm.<br><br><br>               BLICK AUF DEN HAUPTSCHIRM<br><br><br>               Wir ERKENNEN nun das Schiff. Es ist das Schiff, welches wir<br>               am Ende von 2x12 "...starben wir die Welt zu retten" im<br>               getarnten Raumdock gesehen haben. Der "Dreadnought".<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es mag zwar groß sein, aber gegen<br>                         unsere Flotte dürfte es keine<br>                         Chance haben.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dennoch macht es keine Anstalten<br>                         zur Flucht. - Im Gegenteil, es<br>                         steuert direkt auf uns zu.<br><br><br>               Caylon überlegt kurz.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan)<br>                         Stellen Sie mich zur Flotte durch.<br><br><br>               Torlan tut wie ihm befohlen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hier spricht Captain Caylon. Wir<br>                         werden das Romulanerschiff<br>                         einkreisen und wenn möglich entern.<br>                         - Caylon Ende.<br><br><br>               Torlan schließt den Kanal.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Torlan)<br>                         Öffnen Sie nun einen Kanal zu den<br>                         Romulanern.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Offen, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier spricht Captain Frederick<br>                         Caylon vom Erdenraumschiff Antares.<br>                         - Wir haben Ihr Schiff eingekreist.<br>                         Bereiten Sie sich darauf vor von<br>                         uns geenter zu werden.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Keine Antwort, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hatte ich auch nicht anders er--<br><br><br>               Eine Dirsuptorsalve lässt die Antares erbeben.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        16     EXT. WELTRAUM                                           16<br><br><br>               Der Dreadnought beginnt nun auch - aus scheinbar unzählig<br>               vielen Disruptorkanonen und Torpedolaunchern - auf die<br>               restlichen Schiffe der Taskforce zu feuern.<br><br><br>               Diese eröffnet nun ihrerseits das Feuer.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        17     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   17<br><br><br>               Und weiter gehts.<br><br><br>               Treffer lassen das Schiff immer wiedererbeben.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir richten überhaupt keinen<br>                         Schaden an!<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Schwerer Treffer auf der Potemkin.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich habe die Hülle des angreifenden<br>                         Schiffes gescannt. Sie besteht<br>                         offenbar aus dem Erz von Iota<br>                         Leonis.<br><br><br>               Caylon will etwas erwidern, doch ein schwerer Treffer<br>               schleudert ihn aus seinem Sessel.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        18     EXT. WELTRAUM - ANTARES - FORTSETZUNG                   18<br><br><br>               Die Steuerbordgondel reißt mit einer gewaltigen Explosion vom<br>               Verbindungspylon an.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        19     INT. ANTARES - BRÜCKE - FORTSETZUNG                     19<br><br><br>               Konsolen explodieren, RedShirts fliegen durch die Luft und<br>               Leitungen platzen.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Wir haben die Steuerbordgondel<br>                         verloren!!! Wir--<br><br><br>               DieInterkomverbindung bricht zusammen, gleichzeitig wird es<br>               dunkel auf der Brücke.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ruft)<br>                         Wir haben die Hauptenergie<br>                         verloren!!!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        20     EXT. WELTRAUM                                           20<br><br><br>               Die Schlacht geht weiter. Der Dreadnought hat der taskforce<br>               schwer zugesetzt. Schiffe explodieren, Trümmerteile fliegen<br>               durch den Raum...<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        21     EXT. WELTRAUM                                           21<br><br><br>               Der Dreadnought ist weg.<br><br><br>               Von den siebzehn Schiffen der Taskforce ist nur noch ein<br>               Trümmerfeld übrig geblieben, in dessen Mitte das Wrack der<br>               Antares treibt. An dieses zoomen wir nun heran und erkennen<br>               das ganze Ausmaß der Schäden: Die Antriebssektion ist im<br>               Grunde nur noch ein Schweizer Käse. Hüllenbrüche soweit das<br>               Auge reicht. Die Backbordantriebsgondel ist aufgerissen und<br>               Plasma entweicht, die Steuerbordgondel wurde völlig vom<br>               Schiff abgerissen. Teile der Untertassensektion sind<br>               weggesprengt, der Rest weist zahlreiche Hüllenbrüche auf.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        22     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   22<br><br><br>               Hier sieht es keinen Deut besser aus. Feuer, Qualm,<br>               explodierte Konsolen, flackernde Notbeleuchtung. Am Boden<br>               liegen Offiziere. Einige verletzt, andere tot.<br><br><br>               Unsere Standart-Brückencrew hat es weniger schwer erwischt.<br><br><br>               Caylon gräbt sich unter ein paar Trümmerteilen hervor und<br>               hievt sich in seinen Stuhl.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (hustend)<br>                         Bericht.<br><br><br>               Beem humpelt von seiner Station zur technischen Konsole<br>               hinüber.<br><br><br>               Mestral und Torlan, sowie einige der weniger schwer<br>               verletzten RedShirts versorgen derweil die schwer verletzten<br>               und bewusstlosen notdürftig.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Den Hauptcomputer hats erwischt.<br>                         Ich kann Ihnen keinen<br>                         Schadensbericht geben, Captain.<br>                             (beat)<br>                         Aber wenns auf dem Rest des<br>                         Schiffes so aussieht, wie hier,<br>                         dann stecken wir ziemlich in der<br>                         Scheiße.<br><br><br>               Ein bedrohliches Quietschen/Krachen ist zu hören.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        23     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1                             23<br><br><br>               Millers Team (Apoll, Cenko, Smith, Fields und D'Arcy) ist<br>               gerade dabei hier ein Feldlarzarett einzurichten.<br><br><br>               Miller ist derweil damit beschäftigt verletzte Offiziere<br>               flüchtig zu untersuchen um herauszufinden, welcher von ihnen<br>               am dringendsten Hilfe braucht... Und für wen jede Hilfe zu<br>               spät kommt. Sie hängt ihren Patienten kleine farbige<br>               Anstecker an. Rote für die schwer verletzten, gelbe für die<br>               mittelschwer verletzten, grüne für die leicht verletzten<br>               (hiervon sehen wir allerdings im Moment noch niemanden),<br>               blaue für sterbende und schwarze für die Toten.<br><br><br>               Wir beobachten dies eine Weile. Uns fällt die überwiegende<br>               Zahl "roter" Patienten auf.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        24     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   24<br><br><br>               Wie zuvor. Wieder hören wir das Quietschen/Krachen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Hülle scheint extrem belastet.<br>                         Ich denke nicht, dass sie noch<br>                         lange halten wird.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. Sehen wir zu, dass wir die<br>                         Verletzten zu Doc Miller bekommen.<br><br><br>               Beem und Mendez schnappen sich eine der Bewusstlosen (Crewman<br>               Singh) und wollen sie zum Turbolift bringen. Doch dessen Tür<br>               öffnet sich nicht.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Wäre ja auch zu schön gewesen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich schätze wir haben ein Problem.<br><br><br>               Quietschen/Krachen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         George, was schätzen Sie, wie lange<br>                         hält die Hülle noch?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist unmöglich vorher zu sagen,<br>                         Sir. Aber ich denke es ist nur noch<br>                         eine Frage von Minuten.<br><br><br>               Caylon denkt kurz nach.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. Wir nehmen die<br>                         Wartungsröhren. - Die Verwundeten<br>                         zuerst.<br><br><br>               Beem und Mendez tragen ihren Offizier zum Zugangsschott zu<br>               der Wartungsröhre, der sich im Boden vor der Steuerkonsole<br>               befindet. Sie öffnen es. Wir blicken hinein und SEHEN: Es<br>               geht steil hinab.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Jetzt kommt der harte Teil.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Da bekommen wir die bewusstlosen<br>                         niemals schnell genug hinunter.<br>                         Nicht ohne Hilfsmittel. Und die<br>                         haben wir nicht.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Auch MIT Hilfsmitteln wäre es nicht<br>                         zu schaffen.<br><br><br>               Caylon denkt wieder nach. Eine Entscheidung zu treffen fällt<br>               ihm sichtlich schwer, doch die Zeit drängt, also:<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, jeder der noch selber<br>                         klettern kann in die Röhre.<br>                             (beat;<br>                              Weltuntergangsstimmung)<br>                         Wir werden retten, wer zu retten<br>                         ist, die übrigen müssen wir zurück<br>                         lassen.<br><br><br>               Quietschen/Krachen.<br><br><br>               Die RedShirts, die noch laufen können, klettern in die Röhre<br>               hinein und diese hinab. Wenn diese alle draußen sind:<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mendez, Sie gehen vor. Beem und ich<br>                         lassen Crewman Singh vorsichtig<br>                         hinunter.<br><br><br>               Mendez tut, wie ihm befohlen.<br><br><br>               Beem und Caylon fassen Singh vorsichtig an deren Armen und<br>               lassen sie langsam in die Röhre hinab.<br><br><br>               Quietschen/Krachen, das Schiff erbebt. Beem verliert den Halt<br>               und ihm rutsch Singhs Arm aus den Händen. Die bewusstlose<br>               wird nun nur noch von Caylon gehalten, sie knallt gegen die<br>               Wand der Röhre.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (warnend)<br>                         Hüllenbruch steht unmittelbar<br>                         bevor!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (in die Röhre)<br>                         Mendez, gehen Sie zur Seite!!!<br><br><br>               Wir HÖREN Mendez' Tritte auf den Leitersprossen.<br><br><br>                                   MENDEZ (O.S.)<br>                         Frei!<br><br><br>               Caylon lässt nun auch Singhs anderen Arm los. Wie HÖREN, wie<br>               sie an den Sprossen der Leiter aneckt und dann hart auf dem<br>               Boden aufschlägt.<br><br><br>               Das Quietschen/Krachen hört nun überhaupt nicht mehr auf. Das<br>               Schiff vibriert.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ruft)<br>                         Okay, alle Mann raus hier!!!<br><br><br>               Die verbleibenden (Beem, Darius, Torlan, Mestral und Caylon)<br>               klettern in die Röhre:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        25     INT. ANTARES - WARTUNGSRÖHRE - FORTSETZUNG              25<br><br><br>               Caylon klettert als letzter hinein. Er schließt das<br>               Zugangsschott mittels eines hydraulischen Hebels. Keine<br>               Sekunde zu früh, denn:<br><br><br>                                                           CUT BACK TO:<br><br><br>        26     INT. ANTARES - BRÜCKE - FORTSETZUNG                     26<br><br><br>               Das Schott wurde gerade geschlossen, als sich deutlich<br>               sichtbare Risse in der Brückendecke bilden. Wir SEHEN und<br>               HÖREN Luft (vor allem SEHEN WIR den Qualm in der Luft)<br>               entweichen und:<br><br><br>                                                          SMASH CUT TO:<br><br><br>        27     EXT. WELTRAUM - ANTARES - FORTSETZUNG                   27<br><br><br>               Die Hülle der Brücke bricht nun vollends!!! Teile der Decke<br>               "reißen" förmlich vom Schiff ab. Luft entweicht<br>               explosionsartig, Trümmerteile und die Körper der bewusstlosen<br>               Crewmitglieder werden in den Raum geblasen... Die Feuer auf<br>               der Brücke erlischen augenblicklich.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        28     INT. ANTARES - WARTUNGSRÖHRE - FORTSETZUNG              28<br><br><br>               Das Schiff erbebt aufs Heftigste!!! Caylon und Co. können<br>               sich nur mit äußerster Mühe auf der Leiter halten.<br><br><br>               Nach wenigen Sekunden hat alles ein Ende. Das Schiff "steht<br>               wieder still". Kein Lärm mehr, keine Vibrationen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich)<br>                         Das war knapp.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        29     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - WENIG SPÄTER              29<br><br><br>               Millers Team ist mittlerweile mit der Einrichtung des<br>               Notlarzaretts fertig. Ersatzbiobetten sind aufgestellt, doch<br>               es sind nicht annähernd genug für die ganzen Verletzten<br>               (hauptsächlich rot und gelb markierte, einige blaue, kaum<br>               grüne).<br><br><br>               Miller und ihr Team sind mit der Behandlung beschäftigt.<br><br><br>               Müller und LIEUTENANT COMMANDER BORIS KENDALL stehen an, bzw.<br>               liegen unter einer Konsole und versuchen diese wieder zum<br>               Laufen zu bringen.<br><br><br>               Durch die von Hand aufgeschobenen Türen kommen nun Caylon und<br>               Co. zusammen mit den überlebenden RedShirts von der Brücke<br>               herein. Die Verletzten - darunter auch Singh - werden zu<br>               Miller gebracht, unsere Führungsriege begibt sich zu Müller<br>               und Kendall.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (re: Konsole)<br>                         Das funktioniert so nicht!<br><br><br>               Müller kommt unter der Konsole hervorgekrochen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wetten?<br><br><br>               Sie betätigt den "An"-Knopf der Konsole und... Nichts.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie können mir ruhig glauben, wenn<br>                         ich Ihnen sage, dass--<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Kendall, halten Sie die Klappe.<br><br><br>               Sie versetzt der Konsole einen Tritt und - siehe da - sie<br>               schaltet sich ein.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Unterschätzen Sie niemals die<br>                         Willenskraft einer Frau, Doktor.<br><br><br>               Kendall verzieht keine Miene, sondern beginnt sogleich etwas<br>               in die Konsole ein zu tippen.<br><br><br>               Caylon und Co. haben sich nun durch das Gedränge zu den<br>               beiden durchgewurschtelt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Geht es Ihnen beiden gut?<br><br><br>               Müller nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nur ein paar Kratzer.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Kannst du mir einen Bericht geben?<br><br><br>               Müller will antworten, doch Kendall kommt ihr zuvor.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe hier einen unvollständigen<br>                         Schadensbericht, Captain.<br><br><br>               Müller sieht sich den Bericht - und vor allem seine Länge -<br>               ebenfalls kurz an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich denke wir beschränken uns<br>                         dennoch nur auf das Wesentliche.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Okay. Sensoren und Kommunikation<br>                         sind tot. - Wir können also weder<br>                         um Hilfe rufen, noch nachsehen, ob<br>                         auf den anderen Schiffen jemand<br>                         überlebt hat.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was ist mit den Shuttles? Die haben<br>                         eigene Sensoren und<br>                         Kommunikationssysteme, mit ihnen<br>                         müssten wir Hilfe holen können.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sofern sie nicht auch zerstört<br>                         wurden.<br><br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Auf dem Weg hierher hab ich aus<br>                         einem Fenster gesehen. Der<br>                         Zigarrenrumpf ist im Grunde nur<br>                         noch ein einziger Hüllenbruch. Es<br>                         grenzt schon an ein Wunder, dass<br>                         wir es überhaupt bis hierher<br>                         geschafft haben.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Dann müssen wir eben die EV-Anzüge<br>                         benutzen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Die EV-Anzüge befinden sich auf dem<br>                         D-Deck. Dort hat ein feindlicher<br>                         Torpedo schlimmste Verwüstungen<br>                         angerichtet.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir sollten es dennoch versuchen...<br>                             (beat)<br>                         Es ist ja nicht so, dass wir eine<br>                         große Wahl hätten.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Caylon)<br>                         Ensign Tschernovsky hat Recht,<br>                         Captain.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden.<br>                             (zu Darius und Mestral)<br>                         Sie beide versuchen sich zum D-Deck<br>                         durchzuschlagen und zumindest einen<br>                         EV-Anzug zu holen. Ein zweiter ist<br>                         Bonus.<br>                             (beat)<br>                         Wenn Ihnen das gelungen ist, suchen<br>                         Sie nach einem Weg die Shuttlerampe<br>                         zu erreichen und ein Notsignal zu<br>                         senden.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Warten Sie.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hast du eine bessere Idee?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht.<br>                             (beat)<br>                         Im Frachtraum II haben wir eine<br>                         Notrufbarke. Der ist nur zwei Decks<br>                         unter uns.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                             (re: Schadensbericht)<br>                         Dem was hier steht zu Folge ist der<br>                         Weg dorthin teilweise durch<br>                         geborstene Leitungen blockiert...<br>                         Aber keine Hüllenbrüche.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es könnte etwas dauern, aber ich<br>                         denke ich kann dorthin kommen und<br>                         die Barke starten.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden. - Aber sei<br>                         vorsichtig.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bin ich doch immer.<br><br><br>               Müller verlässt den Frachtraum.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, mit Ihrer Erlaubnis würde ich<br>                         trotzdem gerne versuchen zum D-Deck<br>                         zu gelangen.<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Abgelehnt. Sie und Mestral werden<br>                         stattdessen die zugänglichen<br>                         Bereiche des Schiffes nach weiteren<br>                         Überlebenden absuchen.<br>                             (zu Beem und Torlan)<br>                         Für Sie beide gilt das Gleiche.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>               Die vier machen sich auf den Weg.<br><br><br>               Am anderen Ende des Frachtraumes ist Emma derweil mit Crewman<br>               Apoll zwischen den "Blauen" Patienten unterwegs. Sie stoppt<br>               nun bei Ensign Linus O'Reilly (zuletzt gesehen in 2x04<br>               "Schwarzmarkt).<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ruhig)<br>                         Wie geht es Ihnen, Linus?<br><br><br>                                   O'REILLY<br>                             (leise)<br>                         Ich habe keine Schmerzen, wenn Sie<br>                         das meinen, Councellor. Doktor<br>                         Millers Mittel wirken Wunder.<br>                             (beat)<br>                         Aber davon abgesehen geht es mir...<br>                         beschissen.<br><br><br>               Er beginnt zu schluchzen.<br><br><br>                                   O'REILLY (CONT'D)<br>                         Ich habe Angst, Councellor.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (flüstert)<br>                         Das ist ganz normal. Dafür müssen<br>                         Sie sich nicht schämen, Linus.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>               O'Reilly bricht nun vollends in Tränen aus.<br><br><br>                                   O'REILLY<br>                             (weinend)<br>                         Ich will noch nicht sterben.<br><br><br>               Emma bekommt nun auch Tränen in den Augen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (mit zitternder Stimme)<br>                         Ich wünschte, ich könnte Ihnen<br>                         jetzt etwas ermutigendes sagen,<br>                         Linus.<br>                             (beat)<br>                         Etwas, um Ihnen Ihre Angst zu<br>                         nehmen, aber ich kann es nicht.<br>                             (long beat)<br>                         Der Tod ist Teil unseres Lebens...<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   O'REILLY<br>                             (weinend)<br>                         Sie haben Recht, Sie können mir<br>                         tatsächlich nichts sagen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (aufrichtig)<br>                         Es tut mir Leid, Linus.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        30     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 30<br><br><br>               Müller fällt gerade von einem Trümmerhaufen herab und landet<br>               direkt vor der Tür zum Frachtraum II. Sie...<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        31     INT. ANTARES - FRACHTRAUM II - FORTSETZUNG              31<br><br><br>               ...betritt ihn.<br><br><br>               Zielstrebig geht sie auf eine der Frachtkisten zu, öffnet<br>               sie, durchwühlt sie und...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Scheiße!<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        32     INT.  ANTARES - FRACHTRAUM 1                            32<br><br><br>               Die Führungscrew (minus Miller und Emma, dafür plus Kendall)<br>               hat sich wieder um die Konsole eingefunden.<br><br><br>               Müller hat die Notrufbarke dabei. An einigen Beulen können<br>               wir erkennen, dass auch sie offenbar Schaden genommen hat.<br><br><br>               Caylon sieht sie sich an.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sieht gar nicht mal so schlimm<br>                         aus.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Tja, könnte man meinen. - Wäre es<br>                         auch nicht... Unter normalen<br>                         Umständen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Soll heißen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ihr Speicher ist beschädigt. Und<br>                         wir haben keine passenden<br>                         Ersatzteile.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Können Sie nicht den Speicher eines<br>                         Scanners oder eines PADDs einbauen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nicht ohne das passende Werkzeug.<br>                         Und für derartiges Kleinzeug haben<br>                         wir nur im Maschinenraum Werkzeug.<br>                             (beat)<br>                         Oder kurz: Nein.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich fürchte ich muss Commander<br>                         Müller zustimmen... So sehr es mir<br>                         auch widerstrebt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Barke ist also unrbauchbar?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das heißen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es bedeutet, dass - was für einen<br>                         Notruf wir auch immer auf dem<br>                         Speicher speichern - er vielleicht<br>                         verloren geht, bevor die Barke in<br>                         Funkreichweite der Allianz kommt.<br>                         Vielleicht aber auch nicht. Ich<br>                         kann es nicht sagen.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Na ja, mehr als 26 Stunden muss die<br>                         Barke eh nicht durchhalten.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Was wollen Sie denn damit sagen?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Das Lebenserhaltungssystem ist<br>                         hinüber.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (zu sich)<br>                         Ich hätte nicht fragen sollen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Spezifizieren Sie das.<br><br><br>                                   KENDALL<br><br>                         Kurz gesagt: Unsere Sauerstofftanks<br>                         haben ein Leck und die Luftfilter<br>                         arbeiten nur mit fünf Prozent<br>                         Effektivität. Das--<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht)<br>                         Sie sagten "Kurz gesagt".<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Wir haben nur noch für 26 Stunden<br>                         Luft, dann werden wir jämmerlich<br>                         ersticken.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Noch mehr "gute Nachrichten"?<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Vorerst keine.<br><br><br>               Caylon denkt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay.<br>                             (zu Müller)<br>                         Nicole, starte die Sonde.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay... Ich such mir einen schönen<br>                         Hüllenbruch und schmeiße sie raus.<br><br><br>               Müller geht mit der Sonde.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Darius)<br>                         Treiben Sie mir alle PADDs auf, die<br>                         Sie finden können.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wozu?<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Falls niemand rechtzeitig auf<br>                         unseren Notruf reagieren sollte,<br>                         oder er nicht übertragen wird,<br>                         möchte ich, dass die Crew ein paar<br>                         persönliche Botschaften<br>                         aufzeichnet, damit...<br>                             (long beat)<br>                         ... Damit sie sich von ihren Lieben<br>                         zu Hause verabschieden können.<br><br><br>               Darius macht sich auf den Weg.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (zu Kendall)<br>                         Versuchen Sie noch etwas mehr aus<br>                         der Lebenserhaltung rauszukitzeln,<br>                         Doktor.<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Unmögl--<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht)<br>                         Keine Widerrede!<br><br><br>                                   KENDALL<br>                         Ja, SIR.<br><br><br>               Kendall spurtet.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        33     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - SPÄTER                    33<br><br><br>               Caylon geht zwischen den Verletzten hindurch. Mestral<br>               nähertsich mit einem - mit SEINEM - PADD dem Captain.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain. Kann ich Sie kurz stören?<br><br><br>               Caylon stoppt und drehtsich zu Mestral um.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zu.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, diese persönlichen<br>                         Botschaften...<br>                             (beat)<br>                         Ich habe keine Erfahrung damit,<br>                         meine Gefühle auszudrücken...<br>                         Wie...<br><br><br>               Caylon schaut sich hilfesuchend nach Emma um, sieht jedoch,<br>               dass sie bei den sterbenden Offizieren schon beschäftigt<br>               genug ist. Er dreht sich zurück zu Mestral.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie, George... es bringt<br>                         nichts, nach den richtigen Worten<br>                         zu suchen... Lange zu überlegen,<br>                         was man sagen will... Lassen Sie es<br>                         einfach fließen. Lassen Sie es<br>                         fließen.<br><br><br>               Er wendet sich ab und setzt seine "Tour" fort.<br><br><br>               Mestral bleibt verwirrt zurück.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        34     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              34<br><br><br>               Caylon hat sich mit einem Stapel PADDs in eine Ecke des<br>               Frachtraums gesetzt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins PADD)<br>                         An Mr. und Mrs. O'Reilly.<br>                         Mein Name ist Frederick Caylon und<br>                         ich war der kommandierende Offizier<br>                         Ihres Sohnes... Es tut mir Leid<br>                         Ihnen mitteilen zu müssen, dass...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        35     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              35<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins PADD)<br>                         ... Ihre Tochter Carolyn nicht nur<br>                         ein wichtiger Bestandteil meiner<br>                         Crew war...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        36     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              36<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins PADD)<br>                         ... Ihr Sohn Michael war auch sehr<br>                         beliebt unter seinen Kameraden...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        37     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              37<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins PADD)<br>                         ... Leider kannte ich Abby nicht<br>                         sehr gut, aber sie war ein Mitglied<br>                         unserer Familie...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        38     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              38<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins PADD)<br>                         ... Wir werden Paul vermissen.<br>                             (beat)<br>                         Mein aufrichtiges Beileid.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        39     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - MOMENTE SPÄTER            39<br><br><br>               Beem sitzt mit seinem PADD gut versteckt in der Menge.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ins PADD)<br>                         Der Captain meinte, wir sollten<br>                         Botschaften an unsere Lieben<br>                         verfassen, für den Fall...<br>                             (beat)<br>                         Für den Fall, dass wir es nicht<br>                         schaffen.<br>                             (beat)<br>                         Und da ich niemanden mehr habe, dem<br>                         ich etwas sagen könnte...<br>                         Hendrick...<br>                             (long beat)<br>                         Ich habe weiß Gott schon in<br>                         schlimmen Situationen gesteckt.<br>                             (beat)<br>                         Aber dieses Mal habe ich zum ersten<br>                         Mal Angst. Wirkliche Angst.<br>                             (beat)<br>                         Dies hier könnte wirklich das Ende<br>                         sein. Wer hätte das gedacht...<br>                             (beat)<br>                         Ich sitze hier und schreibe einen<br>                         Brief an einen Toten...<br>                             (beat)<br>                         Aber egal. Ich muss es jemandem<br>                         erzählen...<br>                             (long beat)<br>                         Hier sitze ich nun und warte auf<br>                         mein Verderben, in das ich<br>                         natürlich - wer hätte es auch<br>                         anders erwartet? - von den<br>                         Romulanern hineingestürzt wurde.<br>                             (beat)<br>                         Aber das Schlimme ist - jedenfalls<br>                         für mich schlimm, ich bin sicher<br>                         Councellor Fernandez würde es als<br>                         letzten Schritt in die richtige<br>                         Richtung ansehen - ich hasse die<br>                         Romulaner nicht mehr dafür.<br><br><br>               Er fährt sich mit der Hand über den Kopf.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (ins PADD)<br>                         Klar, ich bin nicht glücklich, aber<br>                         ich habe vor kurzem einen kleinen<br>                         Blick darauf erhaschen können, wie<br>                         die Romulaner in ihrem Innersten<br>                         ticken.<br>                             (beat)<br>                         Sie sind im Grunde nicht anders,<br>                         als wir. Sie haben Gefühle und sie<br>                         haben Ängste, genau wie wir.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben allerdings eine<br>                         Regierung, die ihnen sagt, was sie<br>                         zu denken haben. Wer sich weigert,<br>                         wird bestraft. Und wenn man nicht<br>                         mehr da ist, um bestraft zu werden,<br>                         dann wird halt seine Familie<br>                         bestraft...<br>                             (beat)<br>                         Ich kann die Romulaner - jedenfalls<br>                         die einfachen Soldaten und denen<br>                         stehen wir ja im Kampf in der Regel<br>                         gegenüber - nicht mehr hassen.<br>                             (beat)<br>                         Sie sind nur Marionetten ihrer<br>                         eigenen Regierung...<br>                             (beat)<br>                         Wenn ich noch jemanden hasse, dann<br>                         ist es die Romulanische<br>                         Regierung...<br>                             (long beat)<br>                         Und mich selbst, weil ich über<br>                         Jahre alle Romulaner über einen<br>                         Kamm geschoren habe...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        40     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1                             40<br><br><br>               In einer anderen Ecke entdecken wir Darius Tschernovsky mit<br>               seinem PADD.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ins PADD)<br>                         Hallo Mama, hallo Papa.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß, ich habe mich schon eine<br>                         Weile nicht mehr bei euch gemeldet,<br>                         aber... Aber ich hatte viel um die<br>                         Ohren...<br>                             (long beat)<br>                         Wenn euch diese Nachricht erreicht,<br>                         dann wisst ihr wahrscheinlich<br>                         schon, was mit der Antares<br>                         geschehen ist...<br>                             (beat)<br>                         Aber da mir dies erst noch bevor<br>                         steht... Ich möchte lieber über<br>                         etwas schönes reden.<br>                             (long beat)<br>                         Ich habe jemanden kennen gelernt.<br>                         Ihr Name ist Ashan. Sie ist<br>                         Deltanerin. Das ist eine sehr<br>                         sinnliche Spezies.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe sie vor etwa einem Jahr<br>                         kennen gelernt. Ich war von<br>                         vornherein ganz verrückt nach<br>                         ihr... Was zum Teil wohl auch daran<br>                         lag, dass sie als Deltanerin ein<br>                         Pheromon verströmt, das auf Männer<br>                         äußerst anziehend wirkt.<br>                             (beat)<br>                         Besonders, wenn es einen<br>                         unvorbereitet erreicht.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe mich zunächst nicht<br>                         getraut, sie anzusprechen. - Ich<br>                         habe mich gar nicht getraut, sie<br>                         anzusprechen, das hat sie<br>                         übernommen.<br>                             (long beat)<br>                         Wir haben uns in den letzten<br>                         Monaten einige Male geschrieben<br>                         und...<br>                             (beat)<br>                         Und...<br>                             (long beat; schluchzend)<br>                         Ich glaube, es hätte etwas aus uns<br>                         werden können...<br>                             (beat)<br>                         Na ja... Ich weiß nicht, wie viel<br>                         ich noch auf diesem PADD speichern<br>                         kann, darum...<br>                             (long beat)<br>                         Ich liebe euch... Ich hoffe mein<br>                         Tod wird euch nicht zu lange<br>                         quälen...<br>                             (beat)<br>                         Wir sehn uns... Irgendwann...<br><br><br>               Und weiter geht die Reise durch den Frachtraum, rüber zu<br>               Torlan.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (ins PADD)<br>                         Hallo, Mutter. - Ich hatte gehofft,<br>                         ich würde niemals eine Nachricht,<br>                         wie diese verfassen müssen.<br>                             (beat)<br>                         Ich hoffe du weißt, was ich dir<br>                         sagen möchte...<br>                             (long beat)<br>                         Was die Führungs des Hauses angeht,<br>                         ich überlasse sie Shala. Ich denke,<br>                         sie wird unser Haus zurück zu dem<br>                         Ansehen führen, das wir einst<br>                         hatten. Das unserem Haus zusteht.<br>                             (beat)<br>                         Mutter... Fass das jetzt nicht als<br>                         schwach auf... Ich habe dich lieb.<br>                         Euch alle.<br>                             (beat)<br>                         Trauert angemessen um mich... Aber<br>                         vergesst darüber hinaus nicht das<br>                         Haus...<br>                             (long beat; zögernd)<br>                         Ich liebe euch alle.<br>                             (beat)<br>                         Shl'rm'na...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        41     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              41<br><br><br>               Miller ist weiterhin damit beschäftigt, die zahlreichen<br>               Patienten zu versorgen.<br><br><br><br>               Emma wendet sich kurz von ihren "blauen" Patienten ab und<br>               kommt zu ihr.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wollen Sie gar keine Nachricht<br>                         aufzeichnen?<br><br><br>               Miller zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Und Sie?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich habe doch überhaupt keine Zeit<br>                         dazu.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Mir gehts da nicht anders...<br><br><br>               Sie scannt einen ihrer "Roten".<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Außerdem... ich wüsste nicht, wem<br>                         ich etwas sagen sollte.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was ist mit Ihren Eltern?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Hah!<br>                             (beat)<br>                         Meinem Vater, der sich lieber<br>                         einredet, dass ich tot bin, statt<br>                         zu akzeptieren, dass mein Bruder<br>                         und seine Schwestervor fünf Jahren<br>                         umkamen, oder meine Mutter die<br>                         große Egomanin?<br>                             (beat)<br>                         Nein, ich habe den beiden nichts zu<br>                         sagen...<br>                             (long beat)<br>                         Aus ihrer Sicht bin ich doch schon<br>                         lange tot.<br><br><br>               AUF Fernandez, die reagiert:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        42     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1 - ETWAS SPÄTER              42<br><br><br>               Nun sind wir bei Mestral angelangt. Er sitzt auf dem Boden,<br>               sein PADD in den Händen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ins PADD)<br>                         Hallo, Mutter. Der Captain meinte,<br>                         wir sollten uns von unseren<br>                         nächsten Angehörigen<br>                         verabschieden....<br>                             (beat)<br>                         Er sagte auch, ich solle es<br>                         "einfach fließen lassen". - Und das<br>                         versuche ich jetzt.<br>                             (long beat)<br>                         Ich bin nicht erfahren, wenn es<br>                         darum geht, meine Gefühle<br>                         auszudrücken...<br>                             (beat)<br>                         Ich habe mein Leben damit verbracht<br>                         zu leugnen, dass ich Emotionen<br>                         empfinden kann, habe sogar<br>                         versucht, mich ihrer zu entledigen,<br>                         so wie es Vater auch geschafft hat.<br>                             (long beat)<br>                         Heute wünschte ich mir, ich wäre<br>                         deinem Rat gefolgt und hätte<br>                         wenigstens ab und an meinen<br>                         Gefühlen freien Lauf gelassen, dann<br>                         wäre es jetzt nicht so schwer für<br>                         mich, sie rauszulassen und in Worte<br>                         zu fassen.<br><br><br>               Er räuspert sich.<br><br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (ins PADD)<br>                         Ich empfinde große Trauer, dass ich<br>                         mich seit Jahren geweigert habe dir<br>                         zu zeigen, wie sehr ich die liebe,<br>                         Mutter.<br>                             (long beat)<br>                         Ich hatte gedacht, es würde mir<br>                         schwerer fallen, dies zu sagen...<br>                             (beat)<br>                         Es tut mir Leid. Ich wollte<br>                         niemals, dass du das Gefühl<br>                         bekommst, dass du nicht mehr als<br>                         meine Erzeugerin für mich bist...<br>                             (beat)<br>                         Ich liebe dich wirklich... Und<br>                         Vater auch...<br>                             (long beat)<br>                         Er wird es verstehen... Auch wenn<br>                         er es sicherlich nicht zugeben<br>                         wird...<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        43     INT. ANTARES - FRACHTRAUM 1                             43<br><br><br>               Caylon sitzt noch in seiner Ecke des Frachtraumes und legt<br>               nun das letzte PADD seines Stabels an die Seite.<br><br><br>               Müller kommt herein und geht auf ihn zu.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben noch 22 Stunden... Und<br>                         das ist endgültig.<br>                             (beat)<br>                         Kendall und ich haben alles<br>                         versucht.<br>                             (long beat)<br>                         Wir können nichts mehr tun.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hast du schon eine Botschaft<br>                         verfasst?<br><br><br>               Nicole nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Schon vor langer Zeit. Gleich<br>                         nachdem ich wieder an Bord gekommen<br>                         bin.<br><br><br>               Sie setzt sich neben Caylon auf den Boden, lehnt ihren Kopf<br>               an seine Schulter.<br><br><br>               Caylon ist sichtlich unsicher, wie er reagieren soll.<br>               Schließlich legt er seinen Arm um ihre Schulter.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Glaubst du, wir schaffen es?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir waren schon in schlimmeren<br>                         Situationen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja?<br>                             (beat)<br>                         Nenn mir eine.<br><br><br>               Caylon schütteltden Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war eigentlich eine rhetorische<br>                         Bemerkung...<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   MÜLLER<br><br>                             (beat)<br>                         Na ja... Ich schätze wir müssen uns<br>                         damit abfinden, dass es das Ende<br>                         ist...<br>                             (beat)<br>                         Alle guten Dinge enden ja einmal...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Du solltest nicht so pessimistisch<br>                         sein.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Komm schon, wie groß ist schon die<br>                         Chance, dass unsere Barke ein<br>                         Signal zur Flotte durchbringt...<br>                             (beat)<br>                         Und wie groß ist dann die Chance,<br>                         dass sie Hilfe schicken werden...<br>                             (long beat)<br>                         Und das auch noch rechtzeitig. -<br>                         Und versuch jetzt nicht, mich<br>                         anzulügen... Das kannst du nämlich<br>                         nicht.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ehrlich)<br>                         Verschwindend gering.<br><br><br>               Nicole küsst ihm auf seine Wange.<br><br><br>               Caylon schreckt ein paar Milimeter zurück.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was machst du?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich hab dir einen Kuss gegeben.<br>                             (beat)<br>                         Ich will nicht allein sein, wenn es<br>                         zu Ende geht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist alles?<br><br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein... Und das weißt du.<br>                             (long beat)<br>                         Ich habe nie aufgehört, dich zu<br>                         lieben, das weißt du doch...<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber scheinbar war dir das nicht<br>                         genug.<br><br><br>               Sie wendet sich von ihm ab.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (sanft)<br>                         Hey... So war das nicht gemeint.<br><br><br>               Sie sieht ihn an.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Du musst mich verstehen, ich bin<br>                         gerade erst über dich hinweg...<br>                             (beat)<br>                         Halbwegs zumindest.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Oh... Na wenn das so ist...<br><br><br>               Sie will aufstehen, doch Caylon hält sie am Arm.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (sanft)<br>                         Trotzdem bedeutest du mir noch<br>                         mehr, als du dir vorstellen<br>                         kannst...<br>                             (beat)<br>                         Und wenn wir schon sterben müssen,<br>                         dann wäre ich sehr froh, wenn du<br>                         bei mir wärst...<br><br><br>               Müller sieht ihm tief in die Augen und erkennt seine<br>               Aufrichtigkeit in ihnen. Sie setzt sich wieder, gibt ihm<br>               einen Kuss auf die Stirn... Dann legt sie ihren Kopf wieder<br>               an seine Schulter.<br><br><br>               Caylon legt erneut seinen Arm um sie.<br><br><br>               Und aus einer Großaufnahme der beiden ZOOMEN WIR HINAUS,<br>               fahren durch die Frachtraumtür hinaus auf den Korridor,<br>               diesen entlang, hindurch durch geschlossene Notschotten und<br>               verlassen die Antares schließlich durch einen Hüllenbruch in<br>               den...<br><br><br>        44     EXT. WELTRAUM                                           44<br><br><br>               ... Weltraum. Wir entfernen uns vom Wrack der Antares soweit,<br>               bis wir sie in der Totalen sehen...<br><br><br>               Wir sehen noch einmal das ganze Ausmaß der Zerstörung und<br>               dann:<br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br><br>                                  - ENDE SEASON 3 -<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6178</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x12 - Perspektiven</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x12-perspektiven-r6145/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_53678.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0312.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x12) - "Perspektiven"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Während die Antares von den Andorianern aufgerüstet wird, haben Beem und Fernandez einen Einsatz auf einem Frachterkonvoi. Nach einem Angriff der Romulaner sitzen beide in einer Rettungskapsel ohne funktionierende Langstreckenkommunikation fest. Als die Beiden schließlich jemanden erreichen können, ist der Gesprächspartner ein anderer als erhofft...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52668.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52668"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52669.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52669"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52670.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52670"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52671.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52671"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                <u>STAR TREK: ANTARES</u><br>                                   "Perspektiven"<br><br><br><br><br>                                       TEASER<br><br><br><br><br>           1     EXT. ANTARES - WELTRAUM ÜBER ANDORIA                   1<br><br><br>                 Wir befinden uns in einem sehr hohen Orbit über Andoria.<br>                 In einer Werftanlage befindet sich die Antares<br>                 angedockt.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>           2     EXT. ANTARES - ANDORIA                                 2<br><br><br>                 Wir sehen eine andorianische Stadt. Die Luft über dieser<br>                 wirkt klar und winterlich. Die Gebäude, die wir sehen,<br>                 scheinen schon sehr alt zu sein. Sie wirken fast wie<br>                 Prachtbauten aus dem 19. Jahrhundert der Erde. Bei<br>                 genauerem Hinsehen sind jedoch Unterschiede zu erkennen,<br>                 wie zum Beispiel Figuren, die Andorianer zeigen oder die<br>                 bläulich-beige Farbe des verwendeten Steins.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>           3     INT. ANDORIA - EIN BESPRECHUNGSRAUM                    3<br><br><br>                 Wir sehen Caylon, Torlan, Tiris, einen andorianischen<br>                 General und Admiral Black. Sie stehen vor einer großen<br>                 digitalen Wandkarte. Auf ihr ist eine grüne,<br>                 geschwungene Linie eingezeichnet, scheinbar die<br>                 vermutete Grenze zum romulanischen Imperium. Mehrere<br>                 blaue, gelbe, violette und grüne Markierungen zeigen<br>                 Positionen der Romulaner, Andorianer, Menschen und<br>                 Tellariten. Auf der Karte läuft zudem eine Animation im<br>                 Wiederholungsmodus, die scheinbar den Weg einer Flotte<br>                 der Allianz durch das Gebiet des Imperiums zeigt. Der<br>                 andorianische GENERAL redet zu den anderen:<br><br><br>                                     ANDORIANISCHER GENERAL<br>                           ...führte der erste Vorstoß leider<br>                           nicht zu irgendwelchen<br>                           Erkenntnissen. Sollten wir in die<br>                           Offensive gehen wollen, ist daher<br>                           ein weiterer, noch tieferer<br>                           Vorstoß von Nöten, um einen<br>                           Eindruck von der Verteidigung der<br>                           Romulaner zu erhalten. Diesen<br>                           bereiten wir bereits durch<br>                           Einsätze unsere Scouts vor.<br>                           Nur können diese nicht so tief wie<br>                           eine Flotte sicher vorstoßen und<br>                           provozieren, wenn überhaupt, nur<br>                           das Auftauchen einzelner Schiffe<br>                           des Feindes.<br><br><br>                                     ADMIRAL BLACK<br>                               (zu Caylon)<br>                           Der Vorstoß ist ihre Aufgabe,<br>                           Captain Caylon. Die Antares wird<br>                           von den Andorianern dafür<br>                           ausgerüstet werden, eine kleine,<br>                           kombinierte Flotte zu führen.<br>                           Sobald Sie in Schwierigkeiten<br>                           geraten, kehren Sie um und fliegen<br>                           so schnell wie möglich zurück. Die<br>                           Daten, die wir so bekommen,<br>                           sollten uns als Grundlage für eine<br>                           Angriffsplanung hilfreich sein.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (zieht die Augen hoch)<br>                           Dafür sind also die<br>                           Antriebsmodifikationen. Wann geht<br>                           der Spaß los?<br><br><br>                                     ANDORIANISCHER GENERAL<br>                           Wir können umgehend mit dem<br>                           Training ihrer Crew beginnen.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Das ist schlecht. Mein taktischer<br>                           Offizier, mein Chefingenieur, zwei<br>                           Techniker und mein Councellor sind<br>                           noch auf einer Mission, um einige<br>                           unserer Frachter und deren Crews<br>                           besser auf die zuletzt vermehrten<br>                           Angriffe romulanischer Scouts<br>                           vorzubereiten. Außerdem sind große<br>                           Teile meiner Crew seit fast einem<br>                           Jahr mehr oder weniger durchgehend<br>                           im Einsatz. Sie sind erschöpft.<br>                           Einige Tage Entspannung wären für<br>                           alle hilfreich.<br><br><br><br>                                     ANDORIANISCHER GENERAL<br>                           Was schlagen Sie vor, Captain?<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Der Konvoi soll in ca. drei<br>                           Stunden am Treffpunkt mit der<br>                           "London" und der "Skorpion"<br>                           ankommen. Die "Skorpion" wird dann<br>                           unser Team übermorgen hier wieder<br>                           abliefern. Wenn es allen recht<br>                           ist, würde ich die Crew danach<br>                           gerne eine Woche in Urlaub<br>                           schicken.<br><br><br>                                     ANDORIANISCHER GENERAL<br>                           Das wäre eine vertretbare<br>                           Verzögerung, da wir sowieso noch<br>                           nicht umgehend angreifen können.<br>                           Wir werden noch weitere<br>                           Scoutmission durchführen.<br><br><br>                 Er guckt Admiral Black an. Dieser nickt. Im gleichen<br>                 Moment meldet sich ein Andorianer über die Komm.<br><br><br>                                     ANDORIANISCHE KOMMSTIMME<br>                           Sir. Eine Nachricht von der<br>                           Antares für ihren Captain.<br>                           Scheinbar höchste Priorität.<br><br><br><br>                                     ANDORIANISCHER GENERAL<br>                           Wenn Sie einverstanden sind,<br>                           Captain, lasse ich hierher<br>                           durchstellen?<br><br><br>                 Caylon nickt. Der General drückt eine Taste auf einem<br>                 Kontrollfeld und Mestrals Gesicht ersetzt die Karte.<br><br><br>                                     MESTRAL<br>                           Captain. Der Konvoi wurde<br>                           angegriffen.<br><br><br>                 Alle Anwesenden sind durch die Nachricht sichtlich<br>                 bewegt.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (stockend)<br>                           Gab es Verluste?<br><br><br>                                     MESTRAL<br><br>                           Der Konvoi konnte sich dank der<br>                           neuen  Waffen und Schilde<br>                           verteidigen, aber,..., nun sehen<br>                           Sie lieber selbst.<br><br><br>                 Er drückt eine Taste. Ein Fenster geht auf. Wir sehen<br>                 einen Erdenfrachter der in einem Asteroidenfeld mit<br>                 Phasern und einem Torpedo auf ein anfliegendes Ziel<br>                 schießt. Dieses kommt ins Bild: Ein kleines Schiff,<br>                 hinten typisch romulanisch mit "Vogelschwingen", aber<br>                 mit einer Art Kopf wie bei einem klingonischen Bird of<br>                 Prey, nur ist dieser direkt angesetzt an den hinteren<br>                 Teil. Das Schiff feuert mit leichten Plasmawaffen auf<br>                 den Frachter. Der Torpedo trifft die Antriebsgondel des<br>                 romulanischen Schiffs und Plasma tritt aus. Daraufhin<br>                 steuert das Schiff auf den Frachter zu, der sofort<br>                 versucht, abzudrehen. Doch dem schwerfälligen<br>                 Erdenschiff gelingt es nur, einen direkten Aufprall zu<br>                 vermeiden. Stattdessen reißt das romulanische Schiff die<br>                 Brücke und einen Teil der vorderen Sektionen weg,<br>                 verliert aber den Flügel und Teile des Rumpfes.<br>                 Unkontrolliert trudelnd und brennend driftet es auf<br>                 einen Asteroiden zu. Auch der Frachter gerät außer<br>                 Kontrolle. Plasmabrände entstehen an den Bruchstellen.<br>                 Damit endet die Aufnahme.<br><br><br><br>                                     ADMIRAL BLACK<br>                           Oh mein Gott.<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Scheinbar halten die Romulaner an<br>                           ihrer Taktik, in aussichtslosen<br>                           Lagen Selbstmordattacken<br>                           durchzuführen, fest. Ich hoffe,<br>                           ihre Crewmitglieder waren nicht an<br>                           Bord, Captain.<br><br><br>                 Caylon guckt fragend Mestral an.<br><br><br>                                     MESTRAL<br>                           Bedauerlicherweise waren Sie es,<br>                           Captain. Commander Müller,<br>                           Lieutenant Lombardi und Ensign<br>                           McForlay konnten sich retten und<br>                           wurden geborgen...<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (ahnungsvoll)<br>                           Mestral, was ist mit Beem und<br>                           Fernandez? Sind Sie...?<br><br><br>                                     MESTRAL<br><br>                           Nein, Captain. Zum Glück nicht.<br>                           Aber leider ist ihre Fluchtkapsel<br>                           tief in das Asteroidenfeld<br>                           geraten.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Hat der restliche Konvoi denn<br>                           keine Spur von Ihnen gefunden?<br><br><br>                                     MESTRAL<br>                           Das ist das Problem. Der restliche<br>                           Konvoi musste die Suche abbrechen,<br>                           da weitere Schiffe der Romulaner<br>                           im Anflug waren. Da diverse<br>                           Strahlungsquellen im System das<br>                           Signal der Kapsel stören, wissen<br>                           wir im Moment nicht, wo sie sind.<br><br><br>                 AUF CAYLON<br><br><br>                 Caylons Gesicht zeigt eine Mischung aus Anspannung,<br>                 Erleichterung und Entsetzen. Er beißt sich auf die<br>                 Unterlippe.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Also sind Sie alleine irgendwo da<br>                           draußen.<br><br><br>                                                               FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE TEASER<br>                                          AKT I<br><br><br><br><br>           4     EXT. RETTUNGSKAPSEL - ASTEROIDENFELD                   4<br><br><br>                 Wir sehen einen großen, dunklen Asteroiden, der nur<br>                 schwach von einer weit entfernten kleinen weißen Sonne<br>                 angestrahlt wird. Ein kleines Objekt schwebt langsam in<br>                 einer Umlaufbahn über der Oberfläche. Nur ein periodisch<br>                 blinkendes Positionslicht ermöglicht es überhaupt, dass<br>                 man es von der Oberfläche unterscheiden kann. Es ist<br>                 eine kleine Rettungskapsel. Wir hören eine Stimme, die<br>                 zu sprechen beginnt. Es ist die von Beem.<br><br><br>                                     BEEM (V.O.)<br>                           Computerlogbuch Rettungskapsel 07,<br>                           Eintrag 02.12.2158, Lieutenant<br>                           Beem, taktischer Offizier des S.S.<br>                           Antares. Nach zwei Stunden haben<br>                           wir es geschafft, unsere Kapsel im<br>                           Orbit eines größeren Asteroiden zu<br>                           stabilisieren. Interne Systeme und<br>                           Lebenserhaltung sind intakt.<br>                           Allerdings haben die äußeren<br>                           Systeme doch erheblichen Schaden<br>                           bei der Explosion der "Aurora<br>                           Borealis" erlitten. Wir können uns<br>                           nicht mehr eigenständig aus dem<br>                           Orbit befreien.<br>                           Langstreckenkommunikation und<br>                           Sensoren sind offline. Das heißt,<br>                           wir müssen hoffen, dass uns ein<br>                           Rettungsteam findet. Wenn uns<br>                           jemand denn in diesem Strahlungs-<br>                           und Gassalat hier je finden wird.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>           5     INT. RETTUNGSKAPSEL                                    5<br><br><br>                 Wir sehen Beem und Fernandez nebeneinander angeschnallt<br>                 sitzen. Die Kapsel ist eng, vor beiden ist ein kleines<br>                 Fenster und mehrere Displays.<br><br><br><br>                                     BEEM (CONT'D)<br>                           Aber immerhin verhindern die<br>                           Störungen, dass uns diese<br>                           romulanischen Hunde, die hier<br>                           rumstreunen, den Garaus machen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (süffisant)<br>                           Und ich dachte schon, Sie wollten<br>                           einen sachlichen Eintrag machen.<br><br><br>                 Beem drückt schwungvoll eine Taste und wendet sich mit<br>                 einem unterdrückten Grinsen an Fernandez<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ich dachte, ich soll mich nicht<br>                           verstellen?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (augenzwinkernd)<br>                           Aber Disziplin wahren.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Auch im Angesicht des Todes immer<br>                           das letzte Wort.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           So pessimistisch, der Herr? Noch<br>                           sind wir nicht tot.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Tot nicht. Aber ohne Barkensignal<br>                           in einem Asteroidenfeld voller<br>                           Gasfelder und Strahlungsquellen.<br>                           Und wir wissen noch nicht mal, ob<br>                           man uns überhaupt sucht.<br><br><br>                 Beem beginnt mit einem kleinen Werkzeug an einer offenen<br>                 Abdeckung zu arbeiten.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Sie kriegen es nicht mehr hin?<br><br><br>                 Beem schüttelt den Kopf.<br><br><br><br>                                     BEEM<br>                           Sieht nicht gut aus. Die<br>                           Kurzstreckenkommunikation<br>                           funktioniert wieder. Aber das wars<br>                           dann auch.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Kann ich Ihnen helfen?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Nein. Außer Sie sind zufällig auch<br>                           ausgebildete Technikerin.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (lacht)<br>                           Eher nicht.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (murmelnd)<br>                           Dann können Sie ja einen ihrer<br>                           Briefe schreiben.<br><br><br>                 Er guckt Fernandez fest an. Diese erwidert den Blick<br>                 zögerlich.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (zurückhalten)<br>                           Nein. Ich denke, im Moment nicht.<br><br><br>                 Beem denkt einige Sekunden nach. Dann legt er das<br>                 Werkzeug nieder und guckt den Councellor wieder an, die<br>                 den Blick erwartungsvoll erwidert.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Gefion? So hieß doch ihre<br>                           Freundin, der Sie schreiben.<br>                           Gefion Petterson?<br><br><br>                 Fernandez guckt Beem nachdenklich an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (zögerlich)<br>                           Ja, ja, so heißt Sie.<br><br><br>                 Es entsteht eine kurze Pause<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (wie aus einer Akte<br>                                vorlesend)<br>                           Gefion Anna Petterson. Lt.JrGrd.<br>                           26 Jahre, letzte Position...<br><br><br>                 Er macht eine bedeutungsschwere Pause.<br><br><br>                                     BEEM (CONT'D)<br>                           ... stellvertretender taktischer<br>                           Offizier der S.S. Herakles...<br><br><br>                 Er macht eine erneute Pause. In Fernandez Blick zeigt<br>                 sich ein Anflug von Panik und Unsicherheit.<br><br><br>                                     BEEM (CONT'D)<br>                           ...Zerstört 2157 in der Schlacht<br>                           bei<br><br><br>                 Ruhig und erwartungsvoll schaut Beem den Councellor an.<br>                 Dieser sagt einige Sekunden nicht, schaut ihn nur<br>                 entsetzt an.<br><br><br><br>                                                            FLASHCUT TO:<br><br><br><br><br>           6     INT. ERDE - GARTEN STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER         6<br><br><br>                 Die Szene ist in schwarz-weiß. Wir sehen Emma und eine<br>                 kleine, hellhaarige, schlank-sportlich Frau im Rang<br>                 eines LtJrGrd im bekannten Garten des HQ stehen. Die<br>                 Frau, scheinbar Gefion Petterson, wirkt aufgekratzt.<br><br><br>                                     PETTERSON<br>                           Kannst Du Dir das vorstellen,<br>                           Emma? Taktischer Offizier auf<br>                           einem NX-Klasse Kreuzer. Na, ja<br>                           stellvertretender taktischer<br>                           Offizier, um genau zu sein. Aber<br>                           Egal. Ein Traum geht für mich in<br>                           Erfüllung.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Das freut mich. Aber auf der<br>                           anderen Seite macht mir das auch<br>                           Angst.<br><br><br>                                     PETTERSON<br>                           Wieso Angst?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Diese Gerüchte um diese Romulaner.<br>                           Manche meinen, es könnte Krieg<br>                           geben.<br><br><br>                                     PETTERSON<br>                           Emma, so kenne ich Dich ja gar<br>                           nicht. Du warst doch immer<br>                           diejenige, die sich als Erste auf<br>                           alles sofort einstellen konnte.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nein, Gef. Ich war die, die immer<br>                           am Besten so tun konnte, als wenn<br>                           Sie mit allem problemlos<br>                           klarkommt. Aber dass Du jetzt<br>                           gehst, macht mir Angst, viel<br>                           Angst. Ehrlich gesagt bist Du der<br>                           einzige Mensch, der mir geblieben<br>                           ist, seitdem meine Eltern tot<br>                           sind. Der Gedanke, Dich auch noch<br>                           zu verlieren, der ist einfach<br>                           furchtbar.<br><br><br>                 Gefion guckt Emma erstaunt an. Dann nimmt sie sie<br>                 wortlos in den Arm.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>           7     INT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - FLASHBACK    7<br><br><br>                 Wir sehen einen jungen Offizier, der mit Emma in einem<br>                 Zimmer steht.<br><br><br>                                     OFFIZIER<br>                           Es tut mir leid, Emma. Aber ich<br>                           muss Dir mitteilen, dass die<br>                           Herakles bei Iota Leonis zerstört<br><br>                           wurde.<br><br>                               (Er zögert.)<br>                           Es gibt keine Überlebenden. Gefion<br>                           ist tot, Emma.<br><br><br>                 AUF EMMA<br><br><br>                 Ihr Gesicht ist regungslos. Aus dunklen großen Augen<br>                 starrt Sie ihr Gegenüber an.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>           8     EXT. MEDUSENPLANET - FLASHBACK (3X04 "LICHTER IN DER   8<br>                 DUNKELHEIT")<br><br><br>                 Beem und Fernandez gehen in Thermokleidung und mit<br>                 Atemmaske und Schutzbrille über die Oberfläche.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wir gingen zur Sternenflotte.<br>                           Gefion machte Karriere als<br>                           taktische Offizierin, ich als<br>                           Councellor.<br><br>                               (Ihre Stimme wird<br>                                trauriger)<br>                           Und das war nicht der letzte<br>                           Verlust in meinem Leben. Es...<br><br>                               (beat)<br>                           Aber lassen wir das für den<br>                           Moment.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>           9     INT. ANTARES - GANG - FLASHBACK (3X04 "LICHTER IN DER  9<br>                 DUNKELHEIT")<br><br><br>                 Wir sehen Beem und Fernandez, wie sie im Gang sprechen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Sie müssen sich sagen, ich diene<br>                           meinen toten Freunden nicht, wenn<br>                           ich seelisch sterbe. Und glauben<br>                           Sie mir, ich weiß noch besser als<br>                           Sie denken, was das heißt. Viel<br>                           besser.<br><br><br><br>                 Sie wirkt niedergeschlagen, fast bestürzt.<br><br><br>                                     FERNANDEZ (CONT'D)<br>                           Ich denke, im Moment brauche ich<br>                           etwas Ruhe. Wenn Sie mich<br>                           entschuldigen.<br><br><br>                 Beem nickt. Sie dreht sich um und geht weg. Beem schaut<br>                 ihr nach. Kurz vor der nächsten Biegung bleibt sie<br>                 stehen und dreht sich noch einmal um.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          10     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER - FLASHBACK (3X04     10<br>                 "LICHTER IN DER DUNKELHEIT")<br><br><br>                 Wir sehen die Männerunde plus Caylon beim Pokern. Vor<br>                 Beem, der recht ruhig wirkt, liegt ein Pad. Caylon<br>                 bemerkt dieses:<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Keine schlechte Arbeit auf dieser<br>                           Mission, Lieutenant. Ihr Bericht?<br><br><br>                 Er deutet auf das Pad. Beem wirkt etwas unbeholfen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Danke. Das? Nein. Eine<br>                           Personalakte... Was Privates.<br>                           Nichts bedeutendes. Nur eine Sache<br>                           bezüglich ein... eines Bekannten.<br><br><br>                                                                BACK TO:<br><br><br><br><br>          11     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   11<br><br><br>                 Emma starrt Beem regungslos an. Dann schlägt sie die<br>                 Hände vor das Gesicht und wendet sich ab. Man hört ein<br>                 Schluchzen. Beem schaut fast hilflos zu.<br><br><br><br>                                     BEEM<br>                           Hören Sie, Emma, ich wollte<br>                           nicht...<br><br><br>                 Wütend wirbelt Fernandez den Kopf herum und guckt Beem<br>                 mit Tränen und Wut in den Augen an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (kalt)<br>                           Nein? Was wollten Sie nicht? Mich<br>                           nicht verletzen? Sich nicht einen<br>                           Moment emotionaler Überlegenheit<br>                           gönnen? Sie sollten doch am Besten<br>                           wissen, wie es ist, einen Mensch<br>                           zu verlieren. Sie betonen das doch<br>                           Tag für Tag.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (etwas säuerlich)<br>                           Ich habe mich entschuldig. Ich<br>                           habe nun mal damals recherchiert<br>                           und es herausgefunden. Und wenn<br>                           Sie das patut nicht wollten, warum<br>                           haben Sie es dann überhaupt<br>                           angedeutet?<br><br><br>                 Fragend guckt er Sie an. Sie wendet sich erneut ab und<br>                 schlägt die Flache Hand gegen die Hülle.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (zögerlich)<br>                           Ich... Ich weiß es nicht.<br>                           Vielleicht wollte ich es auch.<br><br><br>                 Eine Pause entsteht.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Sehen Sie, es hat auch ein Gutes.<br>                           Als ich das damals kapiert habe,<br>                           wurde mir klar, dass nicht nur ich<br>                           einen schweren Verlust erleiden<br>                           musste. Dass nicht nur ich einen<br>                           Grund habe, die Romulaner zu<br>                           hassen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (kalt)<br>                           Ach, haben Sie? Dann haben Sie das<br>                           falsche kapiert. Ich hasse die<br>                           Romulaner nicht, jedenfalls nicht<br>                           wie Sie. Zugegeben, in den ersten<br>                           Wochen, hätte man mir da den<br>                           Auslöser für eine Bombe<br>                           hingehalten, mit der ich den<br>                           Heimatplaneten der Romulaner hätte<br>                           zerstören können, ich hätte ihn<br>                           gedrückt. Aber ich habe mir immer<br>                           wieder gesagt, dass die meisten<br>                           von ihnen wohl leiden wie wir. Das<br>                           nicht alle den Krieg wollen. Und<br>                           das ist der Unterschied zwischen<br>                           uns, Jim. Sie haben nie daran<br>                           gedacht, dass das so sein könnte.<br><br><br><br>                                     BEEM<br>                           Nein! Und wissen Sie was. Es ist<br>                           mir egal. Für mich sind sie alle<br>                           schuldig. Oder können Sie das<br>                           Gegenteil beweisen?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (gereizt)<br>                           Nein. Aber alles, woran ich<br>                           glaube, was ich gelernt habe,<br>                           zwingt mich, anders zu denken. Ich<br>                           behaupte nicht, dass ich keine<br>                           Probleme damit hätte, mich<br>                           zusammenzureißen, sollte ich<br>                           jemals einem Romulaner<br>                           gegenüberstehen. Aber ich würde es<br>                           versuchen. Das unterscheidet uns.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (abweisend)<br>                           Das ist wohl so. Denn ich glaube<br>                           daran, dass man Sie zur<br>                           Rechenschaft ziehen muss. Alle.<br>                           Ohne Ausnahme.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Damit ist wohl alles gesagt.<br><br><br>                 Ein Piepen geht durch die Kapsel. Beem fängt an, an<br>                 einer Konsole zu arbeiten. Eine kurze Pause entsteht.<br>                 Nach einer kurzen Pause durchbricht Fernandez die<br>                 Stille.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Was ist das?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Wir empfangen ein Kommsignal. Ein<br>                           Funkspruch auf einer hohen<br>                           Frequenz außerhalb des<br>                           Standardbereichs.<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Funkspruch von wem?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Unbekannt. Aber die Quelle ist<br>                           hier im Feld. Scheinbar kein<br>                           Schiff.<br><br><br>                 Er hantiert an einem Regler<br><br><br>                                     BEEM(CONT'D)<br>                           Hören wir mal rein.<br><br><br>                 Eine weibliche Stimme, nur undeutlich zu verstehen durch<br>                 viele Interferenzen, erklingt.<br><br><br>                                     STIMME<br>                           Hier ist Lieutenant Ronen. Kann<br>                           man mich empfangen. Hier ist<br>                           Lieutenant Ronen. Bin in einer<br>                           Rettungskapsel und bitte um<br>                           Bergung. Hier spricht...<br><br><br>                 Mit diesen Worten bricht der Kontakt ab. Nur ein<br>                 statisches Rauschen ertönt.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Was ist passiert?<br><br><br>                 Beem deutet aus dem kleinen Fenster, wo kaum erkennbar<br>                 der Asteroid sichtbar ist. Oder eher nur das Schwarz<br>                 seiner Oberfläche.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Wir sind im Funkschatten unseres<br>                           Freundes da draußen. Sollte das<br>                           Signal die Position halten, an der<br>                           es war, wird es ein halbe Stunde<br>                           dauern, bis wir es wieder<br>                           empfangen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Scheinbar eine Überlebende des<br>                           Angriffs. Seltsam, Lieutenant<br>                           Ronen. Ist mir nicht bekannt.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Jetzt tun Sie mal nicht so, Emma,<br>                           als wenn Sie alle Crewmitglieder<br>                           schon persönlich kennen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (etwas schnippisch)<br>                           Mein Beruf erfordert die<br>                           Fähigkeit, sich schnell Namen,<br>                           Aussehen und gewisse<br>                           Charaktermerkmale von Personen<br>                           einzuprägen. Also von daher tu ich<br>                           nicht nur so. Es ist meine<br>                           Aufgabe. Aber ich denke, Sie haben<br>                           recht.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (aufgetragen locker)<br>                           Nun, wer soll es denn auch sonst<br>                           sein? Die Romulaner sprengen sich<br>                           lieber in die Luft, bevor sie sich<br>                           der Gefahr aussetzen, dass wir sie<br>                           bergen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ich sagte ja, wahrscheinlich haben<br>                           Sie recht.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ich kann ja mal den Computer, oder<br>                           besser das, was hier ein Computer<br>                           sein soll, befragen.<br><br><br>                 Er tippt ein paar Befehle ein und starrt dann regungslos<br>                 auf den Schirm.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Was haben Sie, James.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (erst leise, dann<br>                                zunehmend aggressiv)<br>                           Das Signal. Das Signal! Es ist von<br>                           einer Scheiß Romulanerin!<br><br><br>                 AUF BEEM<br><br><br>                 Beem verzieht sein Gesicht. Unterlegt wird das Bild von<br>                 passender Musik, die lauter wird.<br><br><br>                                                               FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                        ENDE AKT I<br>                                          AKT II<br><br><br><br><br>          12     EXT. ANTARES - WELTRAUM ÜBER ANDORIA                  12<br><br><br>                 Wir befinden uns wieder in dem sehr hohen Orbit über<br>                 Andoria. Die Antares befindet sich weiterhin in der<br>                 Werftanlage.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">          13     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS         13<br><br><br>                 Wir sehen, wie Caylon, vor ihm eine Tasse Kaffe, grimmig<br>                 ein PADD studiert. Es klingelt.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Immer herein!<br><br><br>                 Mestral kommt herein und nimmt nach einer Geste Caylons<br>                 diesbezüglich Platz.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Womit kann ich helfen?<br><br><br>                 Mestral druckst herum.<br><br><br>                                     MESTRAL<br>                           Es mag im Moment unpassend<br>                           erscheinen, aber ich würde gerne<br>                           um die Erlaubnis bitten, Dr.<br>                           Miller nach Andoria zu begleiten.<br>                           Natürlich nur, wenn...<br><br><br>                 Er druckst herum und versucht, Betroffenheit<br>                 auszudrücken.<br><br><br>                                     MESTRAL (CONT'D)<br>                           ...natürlich nur, wenn Lieutenant<br>                           Beem und Ensign Fernandez nicht...<br>                           Sie verstehen?<br><br><br><br>                 Er guckt Caylon an, der nichts sagt.<br><br><br>                                     MESTRAL (CONT'D)<br>                           Sir. Es tut mir leid. Meine<br>                           menschliche Seite weiß, dass es<br>                           sicher unpassend ist. Aber mein<br>                           Verstand sagt mir, dass der<br>                           Lieutenant und der Councellor heil<br>                           zurückkommen. Die Chance, dass die<br>                           romulanischen Scouts sich die Mühe<br>                           machen, eine Rettungskapsel zu<br>                           zerstören, ist äußerst gering.<br><br><br>                 Caylon hebt die Hand und muss unversehens schmunzeln.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (etwas verkrampft<br>                                grinsend)<br>                           Nein. Es ist nicht unpassend. Auch<br>                           ich sehe im Moment nur die Gefahr<br>                           darin, dass sich die beiden<br>                           gegenseitig umbringen, während sie<br>                           auf Rettung warten. Ich wäre zwar<br>                           gerne selbst losgeflogen, um das<br>                           zu erledigen, aber die Andorianer<br>                           werden sie sicher schnell finden.<br>                           Und wie sagt man so schön: Das<br>                           Leben muss halt weitergehen.<br><br><br>                 Er wird wieder ernst.<br><br><br>                                     CAYLON (CONT'D)<br>                           Nach Andoria? Was treibt Sie dort<br>                           hin?<br><br><br>                                     MESTRAL<br>                           Dr. Miller wurde von der<br>                           medizinischen Abteilung der<br>                           imperialen Garde eingeladen, heute<br>                           einen Vortrag zu halten.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (etwas süffisant)<br>                           Ich weiß. Ich meinte auch eher,<br>                           was treibt SIE dort hin?<br><br><br>                                     MESTRAL<br>                               (unbeholfen)<br>                           Der Dr. hat mich gefragt, ob ich<br>                           ihn nicht begleiten könnte.<br>                           Eigentlich wollten wir die<br>                           Hauptstadt im Anschluss<br>                           besichtigen, aber...<br><br><br>                 Er guckt Caylon nur an.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (grinsend)<br>                           Nun dies ist bestimmt den Besuch<br>                           wert. Nur zu. Im Moment können Sie<br>                           beide den beiden auch nicht<br>                           helfen, wenn Sie hier bleiben. Im<br>                           Gegenteil: Etwas Zerstreuung kann<br>                           nicht schaden.<br>                               (beat)<br>                           Und im Grunde genommen haben Sie<br>                           jetzt eine Woche frei, George.<br>                           Wohin Sie fliegen, braucht mich<br>                           nichts anzugehen, solange es nicht<br>                           die Heimatwelt der Romulaner<br>                           ist...<br><br><br>                 Mestral guckt ihn einen Moment fragend an, bevor er<br>                 begreift, dass der Captain scherzt.<br><br><br>                                     CAYLON (CONT'D)<br>                           Also viel Spaß Ihnen beiden.<br><br><br>                 Mestral nickt und verlässt den Raum. Caylon dreht sich<br>                 um und guckt aus dem Fenster.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (zu sich selbst)<br>                           Und vielleicht sollte ich selbst<br>                           mal dort hin fliegen...<br><br><br>                 Wir sehen Caylon, wie er aus dem Fenster auf Andoria<br>                 starrt.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          14     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   14<br><br><br>                 Eisiges Schweigen. Ohne etwas zu tun starren beide, Beem<br>                 und Fernandez, auf die Wand vor ihrer Nase. Schließlich<br>                 wendet sich Fernandez an Beem.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Also, wollen wir jetzt schweigen,<br>                           bis man uns rettet? Oder wollen<br>                           wir uns überlegen, was wir mit<br>                           dieser Situation anfangen können?<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (kalt)<br>                           Was anfangen? Sie wollen doch<br>                           nicht... Das kann nicht Ihr Ernst<br>                           sein? Und fangen Sie jetzt nicht<br>                           wieder mit ihrem<br>                           Glaubensbekenntnis von eben an.<br><br><br>                 Ein Moment lang zieht man die Wut in Emmas Miene<br>                 aufsteigen. Dann aber reißt Sie sich innerlich zusammen.<br>                 Sie atmet hörbar durch.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Hören Sie, James. Es ist mir auch<br>                           nicht ganz wohl dabei. Ich weiß<br>                           auch nicht, was ich davon halten<br>                           soll. Aber jetzt können wir<br>                           zumindest sehen, wer von uns recht<br>                           hat. Denn eine kleine Tatsache<br>                           sollten wir nicht außer Acht<br>                           lassen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (genervt)<br>                           Das wäre?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wir wissen, Romulaner sterben<br>                           eigentlich lieber, bevor Sie in<br>                           die Gefahr geraten, gefangen<br>                           genommen zu werden. Im Grunde<br>                           genommen haben die Romulaner sich<br>                           ja auch umgebracht, nämlich indem<br>                           Sie uns rammten.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (kalt)<br>                           Ja. Und dabei noch "Für das<br>                           Imperium" riefen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Aber Sie nicht. Sie ging von Bord,<br>                           Sie macht auf sich aufmerksam.<br>                           Handelt also anders.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Was soll das werden?<br>                           Spezialisieren Sie sich nun auf<br>                           die Psychoanalyse von Romulanern,<br>                           oder was?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Seien sie bitte nicht so<br>                           starrköpfig.<br><br>                               (Sie atmet durch)<br>                           Psychologie ist nun mal mein Fach.<br>                           Taktik und Sicherheit das ihre.<br>                           Mein Fach sagt mir, dass wir<br>                           möglicherweise eine einmalige<br>                           Chance haben, dass diese Frau,<br>                           oder was Sie auch ist, dort anders<br>                           tickt. Und auch Ihr Fach sollte<br>                           gleiches sagen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (erneut etwas genervt)<br>                           Und was meinen Sie damit?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Sollten die Romulaner Sie suchen,<br>                           werden Sie uns so oder so finden.<br>                           Sollte mein Instinkt aber richtig<br>                           sein, könnte das auch einen<br>                           unglaublichen taktischen Vorteil<br>                           bieten. Möglicherweise ist Sie<br>                           sogar bereit, sich von uns bergen<br>                           zu lassen. Dann würden wir endlich<br>                           wissen, mit wem wir es zu tun<br>                           haben. Sie würden ihren Dämon<br>                           endlich von Angesicht zu Angesicht<br>                           sehen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (gereizt)<br>                           Versuchen Sie es bitte nicht<br>                           dauernd auf dieser Psychoschiene,<br>                           Emma.<br><br><br>                 Er denkt einen Moment nach. Emma beißt sich auf die<br>                 Lippen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Aber mit einem haben Sie recht:<br>                           Ich kann als taktischer Offizier<br>                           der Sternenflotte nicht<br>                           ignorieren. Wir haben vielleicht<br>                           die Chance, etwas mehr über<br>                           diese... dieses "Volk"<br>                           rauszufinden. Aber wenn diese<br>                           "Frau" anfängt, mir auf die Eier<br>                           zu gehen, dann ist schneller Ende,<br>                           als Sie Halt sagen können.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ist okay. Wann empfangen wir das<br>                           Signal wieder?<br><br><br>                 Beem guckt auf eine Anzeige.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Fünf Minuten, dann ist der "große"<br>                           Moment gekommen.<br><br><br>                 Er guckt Fernandez finster an. Diese nickt.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          15     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   15<br><br><br>                 Wir sehen die beiden angespannt in ihren Sitzen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Unbekannte Raumkapsel. Hier<br>                           spricht Lieutenant Beem. Können<br>                           Sie mich hören. Lieutenant Beem<br>                           für unbekannte Raumkapsel. Haben<br>                           ihren Funkspruch empfangen. Können<br>                           Sie uns hören?<br><br><br>                 Nur statisches Rauschen. Beem guckt Fernandez an.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Wenn wir Pech haben, dann will Sie<br>                           nicht antworten. Nach meinen<br>                           Berechnungen müssten wir<br>                           kommunizieren können.<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (mit sanfter Stimme)<br>                           Versuchen Sie es doch einfach<br>                           weiter, Jim.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (knurrend)<br>                           Keine Sorge. Ich habe eine Menge<br>                           Fragen, die ich der stellen will.<br><br><br>                 Fernandez verdreht vielsagend die Augen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Die eine oder andere davon sollten<br>                           Sie aber vielleicht NICHT stellen.<br><br><br>                 Beem ignoriert die Bemerkung.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Unbekannte Raumkapsel. Können Sie<br>                           mich hören. Hier ist Lieutenant<br>                           Beem.<br><br><br>                 Für eine Sekunde scheint eine Stimme im Rauschen zu<br>                 verstehen zu sein.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Da!<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Habe es gehört. Ich versuche die<br>                           Frequenz zu verstärken. Moment...<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Hier spricht Lieutenant Ronen an<br>                           unbekanntes Schiff. Bitte<br>                           identifizieren Sie sich.<br><br><br>                 Beem atmet tief durch und guckt Emma an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (leise)<br>                           Sachte Beem. Es kommt auf jedes<br>                           Wort an. Notfalls lassen Sie mich.<br><br><br>                 Beem schüttelt den Kopf<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Hier... Nun, Lieutenant wie Sie<br>                           sitzen wir in einer<br>                           Rettungskapsel. Mein Name ist<br>                           Lieutenant Beem.<br><br><br>                 Eine Pause entsteht. Erneut guckt Beem zu Emma.<br><br><br>                                     RONEN<br>                               (zögerlich)<br>                           Sie sind von der Erde, aus dem<br>                           Frachter, richtig?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ja, und. Und Sie sind von Romulus<br>                           oder wie Sie ihren Planet auch<br>                           nennen.<br>                               (beat)<br>                           Und nun sitzen wir beide hier<br>                           fest.<br><br><br>                 Wieder eine Pause.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Interessant. Sie nennen unsere<br>                           Heimatwelt Romulus.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (patzig)<br>                           Ja. Passt doch. Und wie nennen Sie<br>                           unsere? Neue Sklavenwelt Eins.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Beem!<br><br><br>                 Eine weitere Pause entsteht. Zehn Sekunden, zwanzig.<br><br><br>                                     FERNANDEZ (CONT'D)<br>                           Klasse, Lieutenant. Nicht mal fünf<br>                           Sekunden. Ich glaub, dass war es.<br><br><br>                 In diesem Moment schält sich eine Stimme aus dem<br>                 Rauschen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Wer spricht da? Wer ist da noch?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ich heiße Emma Fernandez. Wir sind<br>                           zu zweit. Wir kommen eigentlich<br>                           von einem Schiff namens Antares.<br>                           Vielleicht ist es ihnen bekannt?<br><br><br>                 Beem guckt Emma mit einem "Was reden Sie da" Blick an.<br>                 Emma nickt.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (leise)<br>                           Ja, ja, Sie haben ja recht. Das<br>                           war absolut albern.<br><br><br>                 Wieder meldet sich Ronen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Nein. Das ist mir nicht bekannt.<br>                           Ich bin kein sonderlich hoher<br>                           Offizier. Überhaupt will und kann<br>                           ich ihnen keine Informationen<br>                           geben. Nur damit Ihnen es klar<br>                           ist. Und wenn Sie sich meiner<br>                           Kapsel nähern, werde ich sie<br>                           sofort zerstören.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Hören Sie Lieutenant Ronen.<br>                           Niemand will sich Ihnen nähern.<br>                           Wir haben Ihren Ruf empfangen und<br>                           gedacht, wir könnten uns<br>                           gegenseitig helfen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich wüsste nicht wie. Wir sind<br>                           Feinde.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (zu sich)<br>                           Verdammt richtig.<br><br><br>                 Dafür erntet Beem den klassischen Emma-Blick.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich denke, wir sollten den Kontakt<br>                           jetzt einstellen. Sollte mein Volk<br>                           uns zuerst finden, werde ich mich<br>                           dafür einsetzen, dass man ihr<br>                           Leben verschont, wenn Sie sich uns<br>                           ergeben.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Was? Sie, was immer Sie sind!<br>                           Unser Leben verschonen? Etwa um<br>                           uns dann, wie unseren Captain, zu<br>                           einem Zombie zu machen? Ihr<br>                           Schweine, ich werde euch...<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Beem, halten Sie endlich die<br>                           Klappe.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Nun, dass bestätigt nur, dass alle<br>                           Angaben über ihre Rasse stimmen.<br>                           Sie sind unzivilisierte Barbaren.<br>                           Ronen Ende.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Lieutenant, warten Sie.<br><br><br>                 Stille. Einige Sekunden lang.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich wüsste nicht, was es noch zu<br>                           reden gibt.<br><br><br>                 Fernandez guckt in die Luft, als wenn Sie dort den<br>                 rettenden Gedanken vermutet.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Haben... Haben Sie Kinder?<br><br><br>                 Beem verdreht höhnisch lachend die Augen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (leise zu sich)<br>                           Kinder... tolle Frage...<br><br><br>                 Emma steht so unter Strom, dass Sie Beem nicht<br>                 registriert.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Was soll die Frage...<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Sie sind doch... Sie sind doch ein<br>                           weiblicher, oder wie das nennen,<br>                           Angehöriger ihrer Spezies.<br><br><br>                 Eine Sekunde Pause.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich wüsste nicht, was Sie das<br>                           angeht.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nun, ... Hören Sie Lieutenant, Sie<br>                           sollten sich selbst eingestehen,<br>                           dass Sie mit uns reden wollen...<br><br><br>                 Beem guckt Emma kopfschüttelnd an.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Wie meinen Sie das?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ihre Spezies geht lieber in den<br>                           Tod, als eine Gefangennahme zu<br>                           riskieren. Ihr Schiff hat sich<br>                           geopfert, indem es unseres gerammt<br>                           hat. Aber Sie, Sie sind geflohen.<br>                           Alleine. Nun reden Sie mit uns,<br>                           auch wenn Sie das angeblich nicht<br>                           wollen. Warum? Ich denke, weil Sie<br>                           gar nicht sterben wollen. Weil Sie<br>                           wissen, dass wir vielleicht keine<br>                           grausamen Barbaren sind.<br><br><br>                 In diesem Moment macht ein Knacken klar, dass die<br>                 Verbindung definitiv beendet ist. Beem guckt Fernandez<br>                 kopfschüttelt an.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Glanzvorstellung, Councellor. Und<br>                           Sie haben ihre Prüfungen wirklich<br>                           bestanden?<br><br><br><br>                 Fernandez guckt Beem finster an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Halten Sie bloß ihren Mund. Oder<br>                           wollen wir mal über IHRE taktische<br>                           Glanzleistung von eben reden?<br><br><br>                 AUF EMMA<br><br><br>                 Emma sieht ziemlich mitgenommen und nicht zum Scherzen<br>                 aufgelegt aus.<br><br><br><br>                                                               FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT II<br>                                         AKT III<br><br><br><br><br>          16     EXT. ANDORIA - STADT                                  16<br><br><br>                 Wir sehen die Stadt vom Anfang.<br><br><br><br><br>          17     INT. ANTARES - BÜRO TIRIS                             17<br><br><br>                 Wir sehen die Andorianerin an einem Schreibtisch voller<br>                 PADDs. Sie wirkt wenig begeistert. Es klingelt.<br><br><br>                                     TIRIS<br>                               (gereizt)<br>                           Ja!<br><br><br>                 Caylon kommt rein.<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Ach Sie sind es. Ich dachte schon,<br><br>                           weitere Arbeit.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           So viel zu tun?<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Bürokratie. Ich weiß nicht, wie<br>                           Shran das ertragen hat. Ich kann<br>                           es jedenfalls nicht. Ich bin<br>                           Soldatin, kein Politiker.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (mitfühlend)<br>                           Ich kann das verstehen. Als ich<br>                           Captain wurde, musste ich mich<br>                           auch daran gewöhnen, dass ich die<br>                           meiste Zeit im meinem<br>                           Bereitschaftraum über PADDs brüten<br>                           musste. Statusbereichte, anfragen,<br>                           taktische Berichte,<br>                           Sicherheitsberichte,<br>                           Küchenpläne...<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Küchenpläne? Ich würde meinen Koch<br>                           erschießen lassen, hätte er mir<br>                           Küchenpläne vorgelegt.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (etwas verwirrt)<br>                           Nun,..., darüber hab ich sooo...<br>                           noch nicht nachgedacht.<br><br><br>                 Tiris bemerkt die Verwirrung des Menschen.<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Allerdings ist sowohl die<br>                           Exekution von militärischen<br>                           Untergebenen als auch die<br>                           Todesstrafe insgesamt seit der<br>                           Jadesh-Diktatur verboten.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                               (mit den Augen rollend)<br>                           Nun, dass... hätte ich mir bei<br>                           ihrem Volk auch nicht anders<br>                           gedacht.<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Sie wollen sich doch sicher nicht<br>                           über Küchenpläne austauschen.<br>                           Falls es um ihre vermisste Crew<br>                           geht: Leider sind unsere Schiffe<br>                           in ein Gefecht mit den Romulanern<br>                           geraten, was sie kurz aufgehalten<br>                           hat. Allerdings nur sehr kurz.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Ja, dass wurde mir bereits<br>                           mitgeteilt. Nein, es geht um etwas<br>                           persönlicheres. Etwas privates.<br><br><br>                 Tiris guckt ihn aufmerksam an.<br><br><br>                                     TIRIS<br>                           Das wäre?<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Ich würde gerne jemanden besuchen.<br>                           Allerdings weiß ich nicht, wo sich<br>                           dieser jemand aufhält. Aber ich<br>                           denke, Sie wissen es.<br><br><br>                 AUF TIRIS<br><br><br>                 Sie hebt ihre Fühler.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          18     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   18<br><br><br>                 Wir sehen Beem und Fernandez. Beem schraubt an den<br>                 Systemen rum, während Fernandez eisig schweigt.<br>                 Schließlich hält Beem inne und dreht sich zu Emma hin.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Hören Sie. Ich habe mich bereits<br>                           entschuldig. Kein Grund also, mich<br>                           anzuschweigen.<br><br><br>                 Emma wendet den Kopf langsam zu Beem.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nicht? Sie machen sich das immer<br>                           sehr einfach. Sie sabotieren einen<br>                           Dialog, denn Sie wurden ja<br>                           provoziert. Sie töten einen<br>                           Verwundeten, ja es war Krieg, es<br>                           ging um das Überleben. Einfach,<br>                           logisch. Sie haben immer eine<br>                           Erklärung, immer eine<br>                           Rechtfertigung. Nur erkennen, dass<br>                           etwas vielleicht aus der Sicht<br>                           anderer falsch oder fraglich ist,<br>                           dass können Sie nicht.<br><br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ach daher weht der Wind. Ich<br>                           dachte, wir alle hätten uns<br>                           darüber ausgesprochen. Oder wozu<br>                           war dieses Treffen vorherige<br>                           Woche?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wie können Sie erwarten, dass<br>                           alles so einfach wieder gut ist?<br>                           Solange Sie nicht bereit sind,<br>                           auch mal ihre Schwächen zuzugeben.<br>                           Und dazu bereit sind, andere zu<br>                           verstehen...<br><br><br>                 Beem guckt Sie regungslos an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ (CONT'D)<br>                           Ich verstehe Sie nicht. Andauernd<br>                           benehmen Sie sich so, dass man Sie<br>                           nur verachten kann. Und dann...<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (ruppig)<br>                           Dann was?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Dann wieder blitzt dieser alte<br>                           Beem auf. Wissen Sie, in gewisser<br>                           Weise mag ich Sie dann wieder. Wir<br>                           haben ähnliche Erfahrungen<br>                           gemacht, ähnliches Leid erlebt.<br>                           Wenn Sie nur ein bisschen weniger<br>                           selbstgerecht sein würden, wieder<br>                           ihre Gefühle zeigen würden, ich<br>                           denke,<br>                               (beat)<br>                           Ich denke, wir wären die besten<br>                           Freunde.<br><br><br>                 Beem guckt Emma erstaunt und überrascht an. Diese<br>                 erwidert ernst den Blick.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Aber so... Ich möchte mich hier<br>                           gewiss nicht als moralische<br>                           Instanz aufführen, Jim.<br>                           Aber wenn Sie sich nicht bald mal<br>                           etwas ändern, werden Sie eines<br>                           Tages sehr einsam sein.<br><br><br>                 Sie dreht sich wieder ab. Zunächst scheint Beem sich<br>                 verteidigen zu wollen, doch dann dreht auch er sich ab.<br>                 Er guckt eine Weile nachdenklich auf den Boden. Dann<br>                 hebt er wieder den Kopf:<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Wissen Sie, eines habe ich Ihnen<br>                           sicher nicht erzählt.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Was?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           In der Zeit kurz nach Hendriks<br>                           Tod, da habe ich jeden<br>                           Logbucheintrag an ihn gerichtet.<br>                           An Hendrik. Verstehen Sie?<br><br><br>                 Emma nickt.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Also wenn Sie glauben, dass ich<br>                           mich über ihre Briefe amüsieren<br>                           wollte, dann, dann heißt das wohl,<br>                           dass ich mich über mich selbst<br>                           amüsiert habe.<br><br><br>                 Ein Lächeln huscht über Emmas Gesicht. In diesem Moment<br>                 ertönt ein Piepen. Die Kommunikation. Beem guckt auf ein<br>                 Display.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (überrascht)<br>                           Es ist sie.<br><br><br>                 Auch Emma ist überrascht. Dann guckt Sie sehr<br>                 durchdringend Beem an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Das kann nur eines heißen. Das ich<br>                           recht habe. Sie will nicht<br>                           sterben. Jim, wenn wir das jetzt<br>                           richtig anpacken, dann könnten wir<br>                           bald den ersten Romulaner zu<br>                           Gesicht bekommen. Vorausgesetzt<br>                           Sie sind bereit, ihren Hass zu<br>                           überwinden, um das durchzuziehen.<br>                           Darauf kommt es jetzt an.<br><br><br>                 AUF BEEM<br><br><br>                 Beem nickt leicht.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          19     EXT. RETTUNGSKAPSEL                                   19<br><br><br>                 Vor einem dunklen Asteroiden etc. etc.<br><br><br><br><br>          20     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   20<br><br><br>                 Wir sehen Beem und Fernandez höchst angespannt. Emma<br>                 bedient eine Taste.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ensign Fernandez an Lieutenant<br>                           Ronen. Können Sie mich hören?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich kann.<br><br><br>                 Emma guckt Beem an.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Kurz und knapp.<br><br><br>                 Emma wirkt etwas verlegen, um Worte ringend. Doch Ronen<br>                 kommt hier zuvor.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ensign? Was ist das für ein Rang?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Offiziersanwärterin. Ich bin de<br>                           facto in unserer Flotte ein Rang<br>                           unter ihnen, wenn ich das richtig<br>                           sehe.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Interessant. Sie klangen wie ein<br>                           Tal'legar.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ein was?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Tal'legar.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ich verstehe nicht. Was ist ein<br>                           Talliga?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Tal'legar. Das ist eine Art<br>                           Moraloffizier des Tal'shiar. Das<br>                           ist unser Geheimdienst. Er kommt<br>                           an Bord, um die Moral der<br>                           einzelnen Crewmitglieder zu<br>                           überprüfen und bei Problemen die<br>                           entsprechenden Maßnahmen zu<br>                           treffen.<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Maßnahmen?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Moralschulungen im Normalfall. Bei<br>                           schweren Fällen auch Entfernung<br>                           aus dem Dienst. Jedenfalls würde<br>                           ein Tal'legar so reden, wie sie es<br>                           vorhin taten.<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nun, in gewisser Weise mache so<br>                           etwas ähnliches, auch wenn ich<br>                           glaube, dass das Ziel meiner<br>                           Aufgabe ein deutlich anderes ist.<br><br><br>                                     RONEN<br>                               (zögerlich)<br>                           Ähnliches? Was heißt das?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Man nennt meine Position einen<br>                           Councellor. Wenn Crewmitglieder<br>                           Probleme haben, kommen Sie zu mir<br>                           und ich versuche ihnen zu helfen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (leise zu sich)<br>                           Kommen zu Ihnen? Wer es glaubt.<br><br><br>                 Emma winkt heftig in seine Richtung ab.<br><br><br>                                     FERNANDEZ (CONT'D)<br>                           Zudem berate ich den Captain<br>                           meines Schiffes in schwierigen<br>                           Situationen, wenn er Probleme hat,<br>                           die richtige Entscheidung zu<br>                           treffen. Nur habe ich nichts mit<br>                           Geheimdiensten zu tun. Ich bin<br>                           eher eine<br>                               (beat)<br>                           Medizinerin.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Dann sind Sie in der Tat so etwas<br>                           ähnliches.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Aber nicht gleich.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Und ihr Kamerad?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Lieutenant Beem. Er... er ist<br>                           Brückenoffizier.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Anders als Sie scheint er nicht<br>                           sonderlich daran interessiert, mit<br>                           mir zu sprechen?<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (vor sich hin murmelnd)<br>                           Eher nicht.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Er... Er hat im Krieg seinen<br>                           Lebenspartner verloren.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (wütend und abrupt )<br>                           Das geht Sie nichts an!<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Verluste sind im Krieg<br>                           unvermeidlich.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ach. Man höre sich diese<br>                           kaltschnäuzige Romulanerin an.<br>                           Dabei gebe es keinen Krieg, wenn<br>                           Sie nicht wie Tiere über uns<br>                           hergefallen wären.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           BEEM! Halten Sie den Mund.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Halten Sie ihn lieber, Ensign. Ich<br>                           bin hier immer noch der<br>                           Vorgesetzte.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ach plötzlich?<br><br><br>                 Beem guckt Emma scharf an. Einen Moment lang scheint er<br>                 ausrasten zu wollen. Doch dann reißt er sich zusammen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ronen, sind sie noch da?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Das bin ich.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Der Lieutenant ist sicher etwas<br>                           aggressiv. Aber<br>                               (beat)<br>                           Egal...<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Was wollten Sie sagen?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nichts?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Es war zum Krieg, oder? Sie sind<br>                           der Meinung, dass wir sie<br>                           angegriffen haben?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Das ist leider ein Fakt.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Wenn wir es nicht getan hätten,<br>                           wäre ihre Rasse uns doch zuvor<br>                           gekommen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Was?<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wer hat Ihnen das erzählt?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Es wurde unserem großen Anführer<br>                           Fato offenbart.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Offenbart? Wie bitte offenbart?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Das geht Sie sicher nichts an.<br>                           Aber jeder weiß, dass man der<br>                           zukünftigen Gefahr, die ihre Rasse<br>                           darstellt, begegnen muss.<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Und das glauben Sie?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Wieso sollte ich nicht? Nur weil<br>                           Sie es sagen?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Weil es nicht stimmt. Wir sind<br>                           Forscher. Bis zu dem Angriff<br>                           besaßen wir nicht mal echte<br>                           Kriegsschiffe.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Sie können doch alles erzählen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Klar. Und wie sollte ich es<br>                           beweisen? Sie werden wohl kaum zur<br>                           Erde mitkommen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Das wäre Verrat. Wir müssen unsere<br>                           Identität mit unserem Leben<br>                           schützen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Und dennoch leben Sie?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Bitte?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Auch auf die Gefahr hin, dass Sie<br>                           die Verbindung wieder abbrechen,<br>                           aber Sie haben ihr Leben gerettet.<br>                           Wieso?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Auch das geht Sie nichts an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (kalt)<br>                           Warum reden Sie überhaupt mit uns?<br><br><br>                                     RONEN<br>                               (erst zögerlich, dann<br>                                nachdrücklich)<br>                           Ich... will einfach etwas über<br>                           unsere Feinde erfahren.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Kommen Sie. Hätten Sie sterben<br>                           wollen, wären Sie auf dem Schiff<br>                           geblieben. Es gibt nur eine<br>                           Erklärung. SIE WOLLEN NICHT<br>                           STERBEN.<br><br><br>                 Einige Sekunden ist es still. Ein komisches Geräusch<br>                 kommt von Ronens Seite. Man kann es kaum definieren,<br>                 aber fast könnte man meinen, es ist ein Schluchzen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wartet zuhause jemand auf Sie?<br><br><br>                 Keine Antwort, aber der Kanal ist offen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (Mit Nachdruck)<br>                           Ronen! Wartet zuhause jemand auf<br>                           Sie?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Meine kleine Tochter.<br><br><br>                 Beem hebt eine Augenbraue. Auch Emma wirkt überrascht.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                           Wie alt?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich habe keine Ahnung, wie sie die<br>                           Zeit messen, aber Sie ist klein.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Der Vater.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Er starb in der großen Schlacht um<br>                           den Asteroiden.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Es tut mir leid. Ehrlich. Meine<br>                           beste Freundin starb dort<br>                           ebenfalls.<br><br><br>                                     RONEN<br>                               (hörbar durchatmend)<br>                           Ich sagte ja, Verluste sind im<br>                           Krieg unvermeidlich.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Aber ihre Tochter sollte Sie nicht<br>                           verlieren?<br><br><br>                 Beem hört mehr und mehr interessiert zu.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Nein. Ich bin der letzte, den sie<br>                           #knack#.<br><br><br>                 Der letzte Teil ging im Rauschen unter. Emma guckt Beem<br>                 fragend an.<br><br><br><br>                                     BEEM<br>                           Der Schatten. Ca. 15 Minuten. Tut<br>                           mir leid, aber ich habe selbst<br>                           nicht darauf geachtet.<br><br><br>                 AUF EMMA<br><br><br>                 Emma nickt bedächtig.<br><br><br>                                                               FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT III<br>                                          AKT IV<br><br><br><br><br>          21     EXT. ANDORIA - HAUPTSTADT                             21<br><br><br>                 Vor dem Hintergrund einer gewaltigen, schneebedeckten<br>                 Gebirgskette sieht man eine erstaunlich flache,<br>                 schmucklose Wohngegend ausgebreitet.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          22     EXT. ANDORIA - VOR EINEM WOHNHAUS.                    22<br><br><br>                 Vor einem unauffälligen Haus stehen Tiris und Caylon.<br>                 Caylon klopft an die Tür. Nach einigen Momenten wird<br>                 diese geöffnet. Jhamel, Shrans Frau, steht dort. Neben<br>                 ihr erscheint ein kleines Mädchen. Shrans Tochter.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Jhamel? Ich bin Frederick Caylon<br>                           von der Erde. Ein Bekannter ihres<br>                           Mannes. Ich möchte Ihnen mein<br>                           Beileid aussprechen. Und, wenn es<br>                           ihnen nicht unangenehm ist, würde<br>                           ich mich gerne etwas mit Ihnen<br>                           unterhalten. Über das was<br>                           geschehen ist.<br><br><br>                                     JHAMEL<br>                           Es ist mir nicht unangenehm<br>                           Captain. Kommen Sie doch rein. Sie<br>                           auch, Tiris.<br><br><br>                 Caylon wirkt etwas überrascht, dass die blinde Jhamel<br>                 von  Tiris Anwesenheit wusste.<br><br><br>                                     JHAMEL<br>                           Ich hoffe es ist ihnen nicht<br>                           unangenehm, dass ich ihre Gedanken<br>                           empfangen kann.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Nein. Ich vergaß nur für einen<br>                           Moment die besonderen Fähigkeiten<br>                           der Aenar.<br><br><br>                 Caylon und Tiris folgen Jhamel in den Raum. Die Tür<br>                 schließt sich hinter ihnen.<br><br><br>                                                                 CUT TO:<br><br><br><br><br>          23     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   23<br><br><br>                 Wir sehen die beiden Insassen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Beeindruckende Leistung,<br>                           Councellor. Das meine ich ernst.<br>                           Ehrlich. Ich hätte nicht gedacht,<br>                           dass wir überhaupt etwas aus ihr<br>                           rausbekommen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Schulbuchpsychologie. Vertrauen<br>                           gewinnen, dann Konfrontation.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Kommen Sie, so einfach war das<br>                           nicht.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Sie scheinen ja ihre Meinung<br>                           schnell geändert zu haben.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Habe ich nicht. Aber im Moment<br>                           bringt es uns einfach taktische<br>                           Vorteile. Dafür lohnt es sich,<br>                           Opfer zu bringen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Taktische Vorteile? Geht es ihnen<br>                           nur darum?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Wieso nicht? Mir fällt es nun mal<br>                           nicht so leicht, mit Romulanern zu<br>                           sprechen wie ihnen. Wäre Gefion<br>                           meine Freundin gewesen, ich hätte<br>                           der bestimmt nicht mein Beileid<br>                           ausgesprochen.<br><br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nun, dann lassen Sie mich Ihnen<br>                           sagen: Mir fällt das gewissß nicht<br>                           leicht. Und ich weiß auch nicht,<br>                           was ich von Ronen halten soll.<br>                           Aber ich versuche sie als das zu<br>                           sehen, was sie ist, Ein fühlendes,<br>                           denkendes Wesen. Eines, was zudem<br>                           offensichtlich manipuliert wird.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Was meinen Sie?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Dieser Kram mit diesem<br>                           Moraloffizier. Die Sache mit der<br>                           Vorsehung. Das klingt förmlich<br>                           nach Überwachung, Propaganda,<br>                           Totalitarismus. Vielleicht ist das<br>                           schon die wertvolle taktische<br>                           Erkenntnis. Unser Gegner ist<br>                           scheinbar ein faschistoides<br>                           Machtkonstrukt.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Das würde jedenfalls einiges<br>                           erklären. Und das dieser Fato dort<br>                           das sagen hatte, erklärt den Rest.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (überrascht)<br>                           Ihnen sagt dieser Name was?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ja. Die Informationen sind als<br>                           streng geheim klassifiziert. Aber<br>                           bei unserem ersten Einsatz, nach<br>                           Hendriks Tod, sind wir auf eine<br>                           Basis der Romulaner getroffen.<br>                           Fato war der Kommandant. Ein<br>                           Irrer, der von irgendeiner<br>                           Vorsehung faselte. Caylon hat ihn<br>                           getötet.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Interessant. Da baut sich ein<br>                           gewisses Bild auf Jim. Etwas, was<br>                           wir zu unserem Vorteil nutzen<br>                           können. Und, um Ronen das Leben zu<br>                           retten.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (kalt)<br>                           Sie wollen diese Romulanerin also<br>                           wirklich retten?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Natürlich. Das ist unsere Pflicht<br>                           als Menschen. Bedenken Sie, Jim,<br>                           wenn alles so stimmt, wie wir<br>                           denken, dann können wir noch<br>                           wesentlich mehr erreichen, als das<br>                           Geheimnis der romulanischen<br>                           Identität aufzudecken.<br>                           Möglicherweise bietet Ronen einen<br>                           Zugang zu der Bevölkerung. Wenn<br>                           das Imperium ein faschistoider<br>                           Staat ist, muss es einen<br>                           Widerstand geben. Verstehen Sie?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Ich denke, Sie sind zu<br>                           optimistisch, Emma. Noch ist ihre<br>                           These nicht einmal bewiesen. Sie<br>                           wissen ja, dass ich Strukturen<br>                           außerirdischer Intelligenz auf der<br>                           Akademie gehört habe. Und eine der<br>                           wichtigsten Punkte war, dass man<br>                           nie, nie, nie menschliche oder<br>                           vulkanische Denkmuster auf eine<br>                           andere Kultur anwenden darf.<br><br><br>                 Er guckt zu einem Display.<br><br><br>                                     BEEM (CONT'D)<br>                           Aber Sie haben ja jetzt die<br>                           Möglichkeit, ihre These zu<br>                           überprüfen. Die 15 Minuten sind<br>                           um.<br><br><br>                 AUF BEEM<br><br><br>                 Beem guckt Emma nachdrücklich an.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          24     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   24<br><br><br>                 Die beiden sprechen mit Ronen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Lieutenant, darf ich sie etwas zu<br>                           ihrer Kultur fragen? Keine Sorge,<br>                           ich denke, es ist keine taktisch<br>                           relevanten Informationen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Fragen Sie. Sie werden sehen, ob<br>                           ich antworte.<br><br><br>                 Beem und Emma gucken sich vielsagend an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Gibt es bei Ihnen Wahlen?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich weiß nicht, ob ich die Frage<br>                           verstehe.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ihr Regierungschef, wie immer sie<br>                           den auch nennen. Wer wählt den?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Unser Prätor? Nun ich denke, dass<br>                           kann ich ihnen sagen. Den wählt<br>                           der Senat. Und ihren Prätor?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ich denke, sie meinen unseren<br>                           Präsidenten. Den wählt das<br>                           Parlament. Das dürfte so etwas wie<br>                           ihr Senat sein. Und das Parlament,<br>                           das wählt das Volk, also jeder<br>                           Einwohner der Erde.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           So ist das auch bei uns.<br><br><br>                 Emma guckt Beem fragend an. Dieser reagiert mit einem:<br>                 "Was habe ich Ihnen gesagt"- Blick.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (überrascht)<br>                           Wirklich? Und jeder kann ins<br>                           Parlament.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Wenn er als loyal gegenüber dem<br>                           Volk gilt, ja. Aber im Normalfall<br>                           muss man ein verdienter Militär,<br>                           Tal'shiar oder Bürokrat sein,<br>                           damit man zugelassen wird.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Zugelassen. Von wem?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Vom Ministerium für Frieden und<br>                           innere Sicherheit.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Das heißt, nicht jeder kann in den<br>                           Senat.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Nur wenn er loyal zum Imperium<br>                           steht. Ich sagte das doch schon.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Und wer ist loyal? Was ist mit<br>                           einem kritischen Journalisten? Ist<br>                           der Loyal?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Die Zeitungen unterstehen dem<br>                           Ministerium. Um Journalist zu<br>                           sein, muss man loyal sein. Es gibt<br>                           also keine illoyalen Journalisten.<br>                           Außerdem denke ich, möchte ich<br>                           keine weiteren Fragen<br>                           diesbezüglich beantworten.<br>                           Erzählen mir lieber, wer bei ihnen<br>                           ins Parlament darf.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Jeder. Theoretisch darf jeder ins<br>                           Parlament, wenn er genügend<br>                           Stimmen bekommt.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ein Staatsfeind also auch?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wenn jemand offen gegen die<br>                           Grundcharta der Erde verstößt,<br>                           dann natürlich nicht.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Also wie bei uns. Wer loyal zu<br>                           seinem Volk ist, darf ins<br>                           Parlament.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ich glaube, da ist ein<br>                           Unterschied.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich sehe da keinen.<br><br><br>                 Emma wirft Beem einen "Mist"-Blick zu.<br><br><br><br>                 AUF BEEM<br><br><br>                 Der schüttelt den Kopf, um zu verdeutlichen, dass er<br>                 Emmas Versuch für gescheitert hält. Einen Moment lang<br>                 überlegt Emma.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Dieser Fato, mit der Offenbarung,<br>                           der war ihr Prätor?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Er war der Oberkommandierende der<br>                           Flotte. Er starb wie mein<br>                           Verlobter in der großen Schlacht.<br>                           Aber ehrlich gesagt, ich möchte<br>                           nicht mehr darüber reden. Nicht<br>                           über Politik oder unsere Führung.<br><br><br>                 Beem wirkt überrascht.<br><br><br>                                     BEEM<br>                               (zu Emma)<br>                           Unmöglich. Er starb vor fast drei<br>                           Jahren in dieser Arena. Ich habe<br>                           es mit eigenen Augen gesehen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Was Sie gesehen haben, war sicher<br>                           eine Art Klon, auf den der Admiral<br>                           seine Gehirnwellen übertragen hat.<br>                           Vor Jahrhunderten war es eine<br>                           Tradition, Arenakämpfe zum Zeichen<br>                           seiner Führungsstärke zu<br>                           absolvieren. Um das Leben der<br>                           Teilnehmer zu schonen, wurden<br>                           später dafür diese Klone<br>                           entwickelt. Hüllen ohne eigene<br>                           Intelligenz. Aber diese Praktiken<br>                           werden schon seit Jahrzehnten als<br>                           antiquiert und verwerflich<br>                           angesehen. Der Admiral wurde dafür<br>                           auch stark attackiert. Ehrlich<br>                           gesagt gibt es sogar Gerüchte,<br>                           dass man wegen seiner Verfehlungen<br>                           sein Schiff sabotiert hat, damit<br>                           es nicht mehr aus der Schlacht<br>                           zurückkehrt. Unser neuer...<br>                           ehrlich gesagt, denke ich aber,<br>                           dass diese Informationen Sie aber<br>                           nichts angehen.  Ich habe schon<br>                           viel zu viel erzählt.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Kommen Sie Ronen. Sie müssen sich<br>                           doch eingestehen, dass sie sich<br>                           entscheiden müssen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Was meinen Sie?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Früher oder später wird ein<br>                           Rettungsschiff hier aufkreuzen.<br>                           Die Chancen sind hoch, dass es<br>                           nicht von ihrem Volk ist. Und ich<br>                           denke, dass ist Ihnen doch auch<br>                           klar.<br><br><br>                 AUF EMMA<br><br><br>                 Sie beißt sich auf die Lippe.<br><br><br>                                                               FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT IV<br>                                          AKT V<br><br><br><br><br>          25     EXT. ANDORIA - HAUPTSTADT                             25<br><br><br>                 Wir sehen Jhamels Haus.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          26     INT. ANDORIA - JHAMELS HAUS                           26<br><br><br>                 Wir sehen Jhamel in einer Art Sessel. Auf einer Art Sofa<br>                 sitzen Tiris und Caylon. Auf dem Tisch dazwischen stehen<br>                 warme Getränke.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Ja, so war es. Als ich diese<br>                           Programmierung im Kopf hatte,<br>                           dachte ich nur an mich. Später war<br>                           ich zu sehr mit meiner... Reue<br>                           beschäftigt. Und daher fühl ich<br>                           mich als Freund ihres Mannes auch<br>                           schuldig, dass ich noch nicht<br>                           einmal wusste, dass er die Flotte<br>                           vor Monaten verlassen hatte...<br><br><br>                                     JHAMEL<br>                           Das müssen Sie nicht. Ihre Gründe<br>                           sind mehr als eine Rechtfertigung.<br>                           Nur wenige würde überhaupt nach so<br>                           einem Schicksal hier noch sitzen<br>                           können. Ich weiß ihre Geste zu<br>                           schätzen, Captain. Sie sollten<br>                           sich keine Vorwürfe machen.<br><br><br>                 Caylon nickt bedächtig. Dann guckt er Jhamel ernst an.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Ich danke Ihnen Jhamel. Alleine<br>                           mit ihnen sprechen zu können, hat<br>                           mir in dieser Sache schon<br>                           geholfen.<br><br><br><br>                                     JHAMEL<br>                           Die Familieehre wird auf Andoria<br>                           leider noch viel zu hoch<br>                           geschrieben, Captain. Sonst hätte<br>                           Shran nicht aus Furcht vor Unehre<br>                           die imperiale Garde verlassen und<br>                           sie hätten ihm vielleicht sogar<br>                           auch helfen können.<br><br>                               (beat)<br>                           Commander Tiris mag mir<br>                           widersprechen, aber wenn Sie mich<br>                           fragen, wird es Zeit, dass man<br>                           diese alten aristrokatischen<br>                           Denkweisen auf Andoria<br>                           durchbricht. Mein Mann war ein<br>                           guter Mann. Aber auch der Beste<br>                           macht mal Fehler.<br><br><br><br>                 Sie senkt die Fühler Caylon nickt. Einige Sekunden<br>                 schweigen alle. Dann steht Caylon auf.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Sie verzeihen mir, Jhamel, aber<br>                           meine Pflicht ruft. Im Moment<br>                           werden zwei meiner Crewmitglieder<br>                           vermisst und es ist sicher bald<br>                           notwendig, dass ich auf meinen<br>                           Posten bin. Das ist die Bürde<br>                           eines Captains. Ich danke ihnen<br>                           für den Tee, oder was immer das<br>                           war, er war jedenfalls lecker.<br><br><br>                 Er und Tiris gehen zur Tür. Als beide im Begriff sind,<br>                 rauszugehen, dreht sich Caylon noch einmal um.<br><br><br>                                     CAYLON<br>                           Sollte Sie oder ihre Tochter je<br>                           was brauchen, Jhamel, oder sollten<br>                           Sie  die Erde besuchen wollen, so<br>                           können Sie sich jederzeit an mich<br>                           wenden. Es wäre mir eine Ehre.<br><br><br>                 Jhamel nickt.<br><br><br>                                     JHAMEL<br>                           Ich danke Ihnen Captain.<br><br><br>                 Caylon nickt, dann verlassen er und Tiris die Tür. Wir<br>                 sehen Jhamel in Großaufnahme. Im Hintergrund erscheint<br>                 plötzlich eine Gestalt aus dem Nebenzimmer. Die Kamera<br>                 wendet sich ihr zu. Es ist Shran.<br><br><br>                                     JHAMEL<br>                           Und Du wolltest wirklich nicht mit<br>                           Ihnen sprechen? Sie waren wegen<br>                           Dir hier. Um Dich zu betrauern.<br>                           Sie werden es vielleicht nie<br>                           verstehen, wenn Du wieder<br>                           auftauchst.<br><br><br>                 Shran schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                     SHRAN<br>                           Nein. Je weniger Bescheid wissen,<br>                           desto sicherer ist es. Eigentlich<br>                           ist es schon zu gefährlich für<br>                           mich, hier zu sein. Aber der<br>                           Gedanke, Monate, vielleicht auch<br>                           Jahre ohne euch zu sein, ohne euch<br>                           noch einmal zu sehen, der brachte<br>                           mich um. Ein letzter Abend,<br>                           Jhamel, dass ist alles was uns<br>                           vielleicht bleibt. Und der soll<br>                           nur Dir gehören. Dir allein.<br><br><br>                 Er geht auf Sie zu und nimmt Sie in den Arm.<br><br><br>                                     SHRAN (CONT'D)<br>                           Auch wenn ich Caylons Geste zu<br>                           schätzen weiß.<br><br><br>                 Er sieht sie an.<br><br><br>                                     SHRAN<br>                           Solltest Du je in Gefahr sein und<br>                           auf Andoria niemanden trauen<br>                           können, dann wende Dich an ihn. An<br>                           ihn oder Jonathan Archer. Ich<br>                           hätte vor Jahren nicht gedacht,<br>                           dass ich je so denken würde. Aber<br>                           diese Menschen sind die<br>                           wertvollsten Freunde, die man<br>                           haben kann.<br><br><br>                 AUF SHRAN<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          27     INT. RETTUNGSKAPSEL                                   27<br><br><br>                 Wir sehen beide Insassen sehr angespannt.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich werde mich ich nicht ergeben.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Aber was soll dann werden?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich weiß es nicht. Ich wollte<br>                           bisher nicht darüber nachdenken.<br>                           Ich kann es nicht.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Das sollten Sie aber. Und<br>                           eigentlich haben Sie die<br>                           Entscheidung doch getroffen, als<br>                           sie sich retteten, statt an Bord<br>                           ihres Schiffes zu sterben.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Die Entscheidung war falsch, dass<br>                           weiß ich jetzt. Ich habe darüber<br>                           nicht nachgedacht. Ich sah in dem<br>                           Moment nur meine Tochter, die ich<br>                           nie wieder sehen würde. Die<br>                           Hoffnung, dass mich vielleicht<br>                           eines unserer Schiffe bergen<br>                           würde.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Und was würde dann eigentlich mit<br>                           Ihnen passieren?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Es ist nicht unehrenhaft, sich von<br>                           einem beschädigten Schiff zu<br>                           retten. Ich hätte argumentiert,<br>                           dass ich nicht wusste, was<br>                           geschehen war und mich deshalb<br>                           gerettet häbe. Als mir klar wurde,<br>                           was geschehen war, habe ich in<br>                           einem Selbstmord solange keinen<br>                           Sinn gesehen, wie die Chance<br>                           bestand, dass man mich birgt. Mit<br>                           einem gnädigen<br>                           Richter, hätte man ein einen<br>                           Fehler geglaubt, und man hätte<br>                           mich nur degradiert.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Und wenn nicht?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Möglicherweise exekutiert. Aber<br>                           meiner Tochter wäre nichts<br>                           geschehen. Man hätte Sie an eine<br>                           Offiziersfamilie weitergegeben, um<br>                           ihre loyale Erziehung zu<br>                           gewährleisten. Offizierskinder<br>                           kommen nicht ins Lager oder ins<br>                           Weisenhaus. Es gibt in den meisten<br>                           Fällen bei uns keine Erbsünden.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Nur hypothetisch. Was wäre mit<br>                           ihrer Tochter, wenn wir Sie<br>                           gefangen nehmen würden?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Dann würde man Sie exekutieren.<br>                           Sofort.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Sie sagten, es gebe keine<br>                           Erbsünde.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Ich hätte unsere Identität<br>                           verraten. Selbst wenn ich nichts<br>                           für die Gefangennahme könnte. Das<br>                           wäre trotzdem Hochverrat. Und bei<br>                           Hochverrat wird die Familie<br>                           ebenfalls exekutiert. Zur<br>                           Abschreckung.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (ahnungsvoll)<br>                           Das heißt...?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Mir bleibt keine Wahl, das ist mir<br>                           nun klar geworden.<br>                           Sollte das erste Schiff, was uns<br>                           findet, nicht romulanisch sein,<br>                           werde ich die Kapsel sprengen.<br>                           Nehmen Sie es nicht zu persönlich,<br>                           aber mit Ihnen zu reden war eine<br>                           wirre Hoffnung, ein Selbstbetrug,<br>                           ein Fehler, den es zu revidieren<br>                           gilt.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Das ist doch sinnlos.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Es würde meine Tochter retten.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Hören Sie. Wir können Sie<br>                           beschützen. Wir würden alle<br>                           Möglichkeiten nutzen, um sie zu<br>                           schützen. Niemand würde es je<br>                           erfahren.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Selbst wenn, Sie unterschätzen das<br>                           Imperium.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Wir wissen um die Spione. Wir<br>                           würden mit äußerster Sorgfalt<br>                           vorgehen. Ronen, Sie könnten ihrem<br>                           Volk sogar helfen.<br><br><br>                                     RONEN<br>                               (auflachend)<br>                           Wie? Sie wollen mich doch nur<br>                           ködern, weil Sie unsere Identität<br>                           lüften wollen.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Mag sein, dass uns das<br>                           interessiert. Aber wir werden<br>                           sowieso früher oder später<br>                           dahinter kommen, Ronen. Irgendein<br>                           Romulaner wird vielleicht weniger<br>                           Skrupel haben. Oder irgendjemand<br>                           Drittes ist bereit, diese<br>                           Information zu verkaufen. Es wird<br>                           auf Dauer nicht möglich sein, die<br>                           Identität ihres Volkes zu<br>                           verschleiern. Deren Aufdeckung ist<br>                           sowieso unvermeidbar. Und wenn der<br>                           Krieg so weiter läuft, wie jetzt,<br>                           dann wird es für ihr Volk umso<br>                           schwerer.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Sie glauben an den Sieg?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ronen. Ihr Volk hat mittlerweile<br>                           drei Gegner. Weitere Völker werden<br>                           uns auf Dauer unterstützen.<br>                           Ich glaube nicht, dass Ihre Flotte<br>                           dem auf Dauer widerstehen kann.<br>                           Und wenn Sie uns helfen, ihr Volk<br>                           zu verstehen, dann wird es uns<br>                           vielleicht möglich sein, im Falle<br>                           des Falles diesem zu helfen. Wenn<br>                           ihr Volk ein gesichtloser Feind<br>                           bleibt, dann werden viele unserer<br>                           Verbündeten wenig Skrupel haben,<br>                           Rache für das zu nehmen, was man<br>                           ihnen angetan hat.<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Sie sollte nicht so optimistisch<br>                           sein, Councellor Fernandez. Die<br>                           Realität wird Sie vielleicht noch<br>                           bitter überraschen. Glauben Sie<br>                           mir, ich kann nicht vor meinem<br>                           Volk davonlaufen, auch wenn ein<br>                           Teil von mir sich das wünscht, ein<br>                           Teil von mir bereit ist, das<br>                           Risiko einzugehen. Es gibt keinen<br>                           sicheren Ort. Mein Volk wird mich<br>                           schneller wieder einholen, als es<br>                           mir lieb sein dürfte, egal wohin<br>                           ich fliehe. Und dann wird meine<br>                           Tat den Tod meiner Tochter nach<br>                           sich ziehen. Es tut mir leid.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ich verstehe das nicht. Wieso sind<br>                           Sie so pessimistisch?<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Das kann und werde ich Ihnen nicht<br>                           sagen. Aber sie werden noch<br>                           verstehen. Bald. Sehr bald.<br><br><br>                 In diesem Moment erfüllt ein Piepsen die Kapsel. Emma<br>                 guckt Beem fragend an.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Annäherungsalarm. Ein Schiff. Es<br>                           ist...<br><br><br>                 Er guckt Emma ernst an.<br><br><br>                                     BEEM (CONT'D)<br>                           ... andorianisch.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ronen...<br><br><br>                                     RONEN<br>                           Councellor. Ich sehe es auch. Die<br>                           Entscheidung ist also gefallen.<br>                           Ich wäre Ihnen sogar gerne mal<br>                           begegnet, aber es gibt keine<br>                           Zukunft mehr für mich.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (verzweifelt)<br>                           Nein, warten Sie. Lassen Sie mich<br>                           mit dem Captain der Andorianer<br>                           reden. Vielleicht ist er bereit<br>                           ihre...<br><br><br>                                     RONEN<br>                               (bestimmt)<br>                           Nein, Councellor. Das ist er<br>                           nicht. Und das wissen Sie. Ich bin<br>                           der Feind. Sie und er sind mein<br>                           Feind. So ist es einfach. Leben<br>                           Sie wohl.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           RONEN! BITTE...<br><br><br>                 Mit einem Knacken endet die Verbindung.<br><br><br>                 Ein Piepen, anders als das des Annährungsalarms ertönt.<br>                 Beem guckt kurz auf die Konsole, dann guckt er Emma an<br>                 und schüttelt den Kopf.<br><br><br><br>                 AUF EMMA<br><br><br>                 Emma wirkt fertig, verzweifelt. Tränen bilden sich in<br>                 den Augen.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">          28     EXT. ANDORIANISCHES SCHIFF - DER WELTRAUM             28<br><br><br>                 Wir sehen einen andorianischen Kreuzer auf Warp von<br>                 hinten.<br><br><br>                                                            DISSOLVE TO:<br><br><br><br><br>          29     INT. ANDORIANISCHES SCHIFF - MESSE                    29<br><br><br>                 Emma steht in einer kaum besetzten andorianischen<br>                 Version einer Messe am Fenster und guckt raus. Beem<br>                 tritt ein und geht zu ihr hin.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Geht es Ihnen gut?<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Geht so. Haben Sie einen Bericht<br>                           abgeliefert?<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Habe ich. Der andorianische<br>                           Captain war wenig beeindruckt. Er<br>                           hat nur bedauert, dass man Ronen<br>                           nicht hat gefangen nehmen können.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (leise)<br>                           Was sonst auch...<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Was sonst auch?<br><br><br>                 Fernandez dreht sich ruckartig zu Beem um.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ja. Was sonst auch?  Ronen. Die<br>                           verschenkte Chance.<br><br><br><br>                 Sie guckt Beem intensiv an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ (CONT'D)<br>                           30 Minuten Jim, 30 Minuten und ich<br>                           hätte Sie überzeugen können. Ich<br>                           hätte ihr Leben gerettet. Aber das<br>                           interessiert niemanden.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Natürlich. Jeder wünscht sich,<br>                           dass Sie es geschafft hätten. Der<br>                           taktische Wert..<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                               (aggressiv ins Wort<br>                                fallen)<br>                           Sehen Sie. Taktischer Wert. Zur<br>                           Hölle mit ihrem taktischen Wert.<br>                           30 Minuten. Das hätte ich<br>                           gebraucht, um einen weiteren<br>                           sinnlosen Tod zu vermeiden. Und<br>                           DIESER Tod war sinnlos.<br><br><br>                 Beem guckt Emma fassungslos an.<br><br><br>                                     FERNANDEZ<br>                           Ihr Tod ist nicht weniger sinnlos<br>                           oder sinnvoll wie der von Gefion<br>                           oder Hendrik. Oder zählt ihr Leben<br>                           nichts, nur weil Sie eine<br>                           Romulanerin war? Lässt Sie das<br>                           alles so kalt in ihrem Hass?<br><br><br>                 Beem dreht sich weg und guckt aus dem Fenster. Ein paar<br>                 Sekunden vergehen.<br><br><br>                                     BEEM<br>                           Nein. Ich begreife es selbst nicht<br>                           ganz. Einerseits kann ich nicht<br>                           aufhören, die Romulaner zu hassen<br>                           für das, was sie getan haben.<br>                           Andererseits tut mir Ronen leid.<br>                           Sie wollte nur ihre Tochter<br>                           wiedersehen. Dafür nutzt Sie eine<br>                           Chance auf eine Chance.<br>                           Aber das Ganze war letzten Endes<br>                           irgendwie hoffnungslos und...<br>                           ja... sinnlos.<br><br><br>                 Die Kamera fährt durch das Fenster nach draußen.<br>                 Melancholische Musik schwillt an. Die Kamera schwenkt um<br>                 und wir sehen Beem und Emma, die beide je durch ein<br>                 Fenster mit ernster Miene rausguckend. Dann beginnt das<br>                 Schiff an der Kamera vorbeizufliegen, schließlich sehen<br>                 wir das Schiff von hinten, wie es sich entfernt.<br><br><br>                                                          FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                        ENDE AKT V<br><br><br><br><br>                                         - ENDE -<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6145</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x11 - Kriegstaktiken</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x11-kriegstaktiken-r6116/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_53672.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0311.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x11) - "Kriegstaktiken"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Als einem Schmugglerschiff eher zufällig eine große Waffenlieferung der Allianz in die Hände fällt, versuchen die Schmuggler die heiße Fracht schnellstens so gewinnbringend wie möglich zu verkaufen. Doch wer sollte ihnen diese Waffen abnehmen? - Unterdessen planen sowohl die Allianz, als auch die Romulaner, wie der Krieg weiter zu verlaufen hat...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_53667.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53667"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53668.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53668"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53669.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53669"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53670.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53670"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53671.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53671"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Kriegstaktiken"<br><br><br><br>                                       TEASER<br><br>         1     EXT. WELTRAUM - EIN BELEBTER RAUMSEKTOR                  1<br><br>               In einer Kurve fliegt die Kamera um eine große Installation<br>               herum, die Angelpunkt für zahlreiche Schiffsbewegungen ist,<br>               und zeigt uns beim Näherkommen, dass es sich um eine frühe<br>               Sternenbasis der Sternenflotte handelt. Ein vulkanischer und<br>               ein tellaritischer Kreuzer, unsere Antares, sowie unzählige<br>               Frachter unterschiedlicher Herkunft scheinen hier Handel zu<br>               betreiben.<br><br>               Beim weiteren Umfliegen der Station erkennen wir, dass sie<br>               noch sehr neuen Datums sein muss und noch nicht vollständig<br>               abgeschlossen ist: Eine der drei Armkonstruktion besteht noch<br>               hauptsächlich aus Gerüstteilen, nichtsdestotrotz scheint die<br>               Station in vollem Betrieb zu sein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         2     INT. STATION - KORRIDOR                                  2<br><br>               Das Innere der Station ähnelt nicht unwesentlich den<br>               gewöhnlichen Räumen auf Sternenflottenschiffen, etwas größere<br>               Geräumigkeit unterscheidet diese Lokalität jedoch von einem<br>               normalen Schiffskorridor.<br><br>               Zwei bekannte Sternenflotteoffiziere biegen um eine Ecke, es<br>               sind Lieutenant Beem und Lieutenant Mendez, die sich nun der<br>               Kamera nähern.<br><br>               ANSICHT VON HINTEN<br><br>               Eine sehr attraktive Frau, höchstens Anfang 30, mit leuchtend<br>               roten Haaren und einem tiefen, zielstrebigem Blick in ihren<br>               Augen, weichen und hellen Gesichtskonturen, die nur von<br>               harten Wangenknochen unterbrochen werden, schreitet auf die<br>               beiden Offiziere zu. Ihr Körper ist schlank, aber keinesfalls<br>               dürr, sondern kräftig gestellt, mit deutlich gezeichneten<br>               weiblichen Formen. Sie trägt allerdings keine<br>               Sternenflottenuniform.<br><br>               Mendez fixiert sie in seinem Blick und wendet ihr seinen Kopf<br>               nach, als sie an ihnen vorbeiläuft.<br><br>                                   BEEM<br>                             (scherzend)<br>                         Hey, dir fallen gleich die Augen<br>                         raus...<br><br>               Mendez konzentriert seinen Blick wieder noch vorne und beide<br>               laufen weiter. Die weiteren Passanten sind für beide nun<br>               wieder von weniger Interesse.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Komm, man sieht nicht oft so schöne<br>                         Frauen hier draußen. Da hast du<br>                         einen Vorteil.<br>                             (beat)<br>                         Ich frage mich nur, was eine solche<br>                         Frau hier draußen macht?<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie ist kein<br>                         Sternenflottenoffizier, also kann<br>                         sie nur von einem der Frachter<br>                         stammen.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Hm, das ist eine harte und<br>                         undankbare Arbeit. Die Arme.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         3     INT. STATION - FRACHTTRANSPORTERRAUM                     3<br><br>               Wir befinden uns vor einer riesigen Transporterplattform, die<br>               eindeutig nur für Fracht gedacht sein kann. Vor dieser<br>               enormen Plattform arbeitet ein Stationsoffizier an der<br>               Transporterkonsole, als sich die schweren Türen zu diesem<br>               Raum öffnen.<br><br>               Die unvergessliche Frau von eben, die wir noch als Christine<br>               Barris kennen lernen werden, steht etwas ratlos in der Tür.<br><br>               Der Stationsoffizier starrt sie einen kurzen Moment verblüfft<br>               an, bevor er wieder an seine dienstliche Pflichten denken<br>               kann.<br><br>                                   STATIONSOFFIZIER<br>                         Halt! Das ist ein<br>                         Sicherheitsbereich, hier darf nur<br>                         Stationspersonal rein!<br><br>               Christine antwortet mit einem unschuldigen und geniertem<br>               Blick.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                             (mit gedämpfter Stimme)<br>                         Tut mir sehr leid. Ich habe mich<br>                         leicht verirrt, ich suche nur den<br>                         Frachthanger 2B. Ich gehe lieber<br>                         wieder.<br><br>               Sie deutet in eine Richtung, in die sie sich auch spontan in<br>               Bewegung setzt.<br><br>                                   CHRISTINE (CONT'D)<br>                         Ich glaube, ich muss da entlang.<br><br>               Nun ist die Dame aus der Tür verschwunden.<br><br>                                   STATIONSOFFIZIER<br>                             (hinterherrufend)<br>                         Miss! Das ist die falsche Richtung.<br><br>               Doch die Türen sind schon wieder zugeglitten und Christine<br>               kann ihn unmöglich gehört haben. Der Offizier denkt für einen<br>               kurzen Augenblick nach, dann setzt er sich in Bewegung und<br>               verfolgt die Schönheit.<br><br>                                   STATIONSOFFIZIER (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Dann zeig ich ihr eben den Weg.<br><br>               Der Offizier hat den Raum kaum verlassen, da schleicht sich<br>               eine andere männliche Gestalt herein, ebenfalls kein<br>               Sternenflottenoffizier. Es ist ein kleinerer, gewieft<br>               dreinblickender junger Mann zwischen 20 und 30 mit einer<br>               verwegen Frisur, mit blonden Strähnen im sonst aschbraunen<br>               Haar.<br><br>               Zielstrebig geht er auf die Transporterkonsole zu und packt<br>               vor ihr ein elektronisches Bauteil aus seiner Tasche aus. Der<br>               Mann, später als Shawn Cutledge bekannt, kniet vor das<br>               Computersystem und öffnet eine Abdeckung an ihrer Unterseite.<br>               Mit geübten Griffen löst er ein paar Kabel, die er an sein<br>               mitgebrachtes Modul anschließt. Nach nur wenigen Sekunden<br>               verschwindet das neu installierte Modul hinter der Abdeckung.<br>               Sofort macht sich Shawn aus dem Staub, lange bevor der<br>               Stationsoffizier wiederkommt.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         4     INT. FRACHTRAUM EINES RAUMSCHIFFES                       4<br><br>               Ein kleinerer und nur mit sehr wenig Kisten gefüllter<br>               Frachtraum steht uns gegenüber, in dem aber drei Herren<br>               eifrig zu warten scheinen. In einem blauen Lichtschein werden<br>               auf einmal drei Frachtkisten materialisiert und die<br>               Anwesenden machen sich sofort an dem Gut zu schaffen.<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Nun erreichen auch die beiden bereits bekannten Kollegen,<br>               Christine und Shawn, den Frachtraum und gesellen sich zu dem<br>               Rest.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Lief alles glatt, Boss?<br><br>               Nathan, der noch am feinfühligsten aussehende Mann der<br>               Gruppe, mit dunklem, vollem und langem Haar, das sich über<br>               die Ohren schwingt, aber die ersten Anzeichen seines Alters<br>               von etwas mehr als 40 Jahren zeigt, deutet auf die neuen<br>               Kisten im Hangar.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Das Timing hätte kaum besser sein<br>                         können, Shawn.<br>                             (beat; zu Christine,<br>                              schmeichelnd)<br>                         Christine, es ist unglaublich wie<br>                         die Männer immer auf dich<br>                         hereinfallen.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                             (im Spaß)<br>                         Dann denk dran, Nathan, was ihr<br>                         ohne mich wärt, wenn du die Beute<br>                         aufteilst.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Jetzt sollten wir aber schnell<br>                         verschwinden, bevor jemand bemerkt,<br>                         dass beim Transport drei Kisten<br>                         abhanden gekommen sind.<br>                             (beat)<br>                         Abu, starte das Schiff Richtung<br>                         Treffpunkt.<br><br>               Abu Massa el-Fasir, ein arabisch-stämmiger Mann aus der<br>               Runde, der in jedem Fall jünger als Nathan aussieht, mit<br>               lockigen, aber strohigen dunklen Haaren, gebräunter<br>               Gesichtshaut und einer tiefen Stimme, fühlt sich angesprochen<br>               und macht sich davon.<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Dabei.<br><br>               Abu verlässt den Frauchtraum nun in Richtung Brücke.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Rand und Shawn, jetzt helft mir die<br>                         Kisten aufzukriegen, wir wollen<br>                         doch wissen, was wir abgegriffen<br>                         haben.<br><br>               Rand, ein grobmotorisch wirkender, muskulöser Kerl, dessen<br>               Alter schwer einzuschätzen ist und der einem grimmigen Blick<br>               hat, der bei ihm zumeist mehr sagt als seine Zunge, macht<br>               sich zusammen mit Shawn und dem Captain des<br>               Schmugglerschiffes, auf dem wir uns ganz eindeutig befinden,<br>               daran die Kisten aufzubrechen.<br><br>               Mit einem schweren Stemmeisen und viel Kraft gelingt es der<br>               Gruppe unter der Führung von Rand die erste Kiste zu öffnen.<br>               Während Nathan in eher neutraler Verwunderung den Inhalt<br>               begutachtet, reißt Shawn vor Überraschung die Augen auf. Rand<br>               beobachtet seine Kameraden intensiver als den Inhalt und mit<br>               einem tödlichen Starren zeigt er deutlich, dass er<br>               Überraschungen überhaupt nicht ausstehen kann.<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                         Shawn...Was für ein Schiff zum<br>                         Geier habt ihr da denn<br>                         erleichtert!? Das gehört nicht zum<br>                         üblichen Frachtgut in dieser<br>                         Gegend.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Definitiv nicht! Das sind Emitter<br>                         von Phasenkanonen, mit einer<br>                         passenden Energiequelle lassen sich<br>                         daraus problemlos Waffen bauen.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Scheiße Mann. Wer transportiert<br>                         Waffenteile so völlig ungeschützt?<br><br>                                   SHAWN<br>                         Die Ladung sollte eigentlich auf<br>                         einen vulkanischen Kreuzer gebeamt<br>                         werden, bevor die Zielkoordinaten<br>                         von mir überschrieben wurden und<br>                         der Teil hier gelandet ist.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Vulkanier und Waffentransporte?<br>                         Verdammt, das bedeutet Ärger.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Vulkanier die Allianz mit<br>                         Kriegsmaterial unterstützen, warum<br>                         hört man davon nichts?<br>                         Und wieso dann so lausige<br>                         Sicherheitsvorkehrungen? Als wenn<br>                         die Sache nicht auffallen sollte.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                         Vielleicht liefern Sie ja nicht an<br>                         die Allianz, sondern an die<br>                         Romulaner?<br><br>                                   SHAWN<br>                         Das können wir nicht wissen. Die<br>                         Hauptsache ist, dass wir jetzt<br>                         einen Teil haben. Was meinst du,<br>                         wieviel solche Waffenteile auf dem<br>                         Schwarzmarkt wert sind. Wir könnten<br>                         endlich mal ordentlich absahnen und<br>                         uns mit etwas Glück zur Ruhe<br>                         setzen.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Denk mal nach. Wenn wir<br>                         normalerweise ein paar Medikamente,<br>                         Nahrung oder elektronische<br>                         Bauteile, einfache Mengenware<br>                         abgreifen, dann fällt meist erst am<br>                         Zielort auf, dass die Menge nicht<br>                         stimmt. Das bedeutet für den<br>                         Lieferanten ein paar Quälereien,<br>                         aber kein Grund uns zu jagen. Nur<br>                         bei Waffenteilen, sieht die Sache<br>                         anders aus. Das ist<br>                         brandgefährlich!<br><br>                                   SHAWN<br>                         Okay, ich verstehe, Du hast Recht.<br>                         Aber zurückbringen können wir sie<br>                         eh nicht. Willst du die Kisten<br>                         einfach über Bord werfen?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Hm... Die Gelegenheit wird sich<br>                         auch kaum wieder bieten.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn das Stationspersonal nicht<br>                         völlig blöd ist, werden sie<br>                         rausfinden, auf welchem Frachter<br>                         das Zeug gelandet ist. Auf uns<br>                         abgesehen werden sie es also<br>                         sowieso haben, ob wir die Kisten<br>                         hier schon abwerfen oder noch<br>                         nicht.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Also verkaufen wir sie so schnell<br>                         wie möglich an die Orianer, die<br>                         werden uns dafür auch deutlich mehr<br>                         bezahlen als für den gewöhnlichen<br>                         Kram.<br><br>                                   RAND<br>                             (grimmig)<br>                         Das bezweifle ich stark.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ich irgendwie auch. Die Orianer<br>                         wollen doch selber den Hauptgewinn<br>                         einstreichen. Die werden uns auf<br>                         einen Tiefstpreis runterdrücken,<br>                         und wir werden einschlagen müssen,<br>                         um das Zeug loszuwerden.<br><br>                                   RAND<br>                         Ich kenne da vielleicht jemanden,<br>                         der deutlich mehr abdrücken wird...<br><br>               Bei Nathan erzeugt diese Aussage erstmal starke Verwunderung,<br>               doch schnell konzentriert er sich wieder aufs Geschäft.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ist er vertrauenswürdig? Ich will<br>                         meinen Kopf nicht umsonst<br>                         riskieren.<br><br>                                   RAND<br>                         Mein Wort.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Gut, dann vertraue ich dir. Gib Abu<br>                         die Koordinaten deines Abnehmers,<br>                         und sag ihm, er soll die<br>                         Grenzkontrollen noch mehr meiden<br>                         als gewöhnlich.<br><br>               Rand nickt stumm und verschwindet in die selbe Richtung, die<br>               Abu vorher genommen hat.<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                         Shawn, steh hier nicht so<br>                         angewurzelt rum, du kannst zusehen,<br>                         dass der Warpantrieb auf Maximum<br>                         läuft.<br><br>               Auch Shawn lässt sich nicht zweimal bitten und verlässt den<br>               Hangar in die andere Richtung. Zurückbleiben nur Christine<br>               und Nathan.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                         Lass dich nicht an Shawn aus, er<br>                         konnte ja nicht wissen, was wir uns<br>                         da an Board holen.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ist mir klar. Ich versuch mich auch<br>                         schon abzuregen.<br>                             (beat)<br>                         Ich will uns ja nur über Wasser<br>                         halten, und bislang hat das auch<br>                         gut geklappt, ohne als<br>                         Waffenschieber zu enden.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                             (ironisch)<br>                         Ziemlich hohe Ansprüche für einen<br>                         Schmuggler.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Irgendwo in mir steckt halt doch<br>                         ein Gentleman. Du müsstest nur<br>                         lange genug suchen.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                         Wohl zu lange.<br><br>                                   NATHAN<br>                             (geflissnetlich das Thema<br>                              wechselt)<br>                         Ich will uns einfach nicht zwischen<br>                         die Fronten dieses Krieges bringen.<br>                         Wir haben schon genug Probleme.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         5     EXT. ERDE - SAN FRANCISCO - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER  5<br><br>               Establishing Shot. Die Bucht von San Francisco liegt immer<br>               noch malerisch hinter dem Anwesen des<br>               Sternenflottenhauptquartiers, auf das wir uns zu bewegen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         6     INT. HAUPTQUARTIER - ADMIRAL FORRESTS BÜRO               6<br><br>               Forrest sitzt hinter seinem Schreibtisch und wertet einige<br>               Berichte aus, die er studierend betrachtet. Einige bedeutet<br>               allerdings in diesem Fall, dass sein ganzer Tisch gestapelt<br>               voll unter PADDs begraben ist.<br><br>               Die Tür zu seinem Büro öffnet sich nun und ein<br>               Sternenflottenoffizier weist Botschafter Soval herein.<br><br>                                   FORREST<br>                         Guten Tag, Soval.<br><br>               Mit gewisser Freude legt er die Unterlagen zur Seite und geht<br>               auf Soval zu, um ihn mit einem Händedruck zu begrüßen.<br><br>               Seine Stimmung schwenkt direkt danach in düstere Enttäuschung<br>               um.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Ich fürchte, wir müssen heute eine<br>                         entscheidende Angelegenheit<br>                         besprechen.<br><br>                                   SOVAL<br>                             (wohlwissend)<br>                         Das habe ich durchaus erwartet,<br>                         Admiral.<br><br>               Beide nehmen nun an gegenüberliegenden Seiten des<br>               Schreibtisches Platz.<br><br>                                   FORREST<br>                         Dann wissen Sie sicher, was ich<br>                         meine. Ich habe soeben von den<br>                         Gesprächen mit den Tellariten<br>                         erfahren. Warum? Und wieso haben<br>                         sie uns nichts gesagt. Vorallem<br>                         würde ich aber auch gerne wissen,<br>                         wie  sie die Tellariten dazu<br>                         gebracht haben, ihnen Tos zu<br>                         übergeben?<br><br>                                   SOVAL<br><br>                         Die Tellariten mögen zwar teilweise<br>                         noch gewöhnungsbedürftigere<br>                         Verhaltensweisen als die Menschen<br>                         pflegen, aber auch sie folgen einem<br>                         stichhaltigen Argument. Die Logik<br>                         legt nahe, dass sich jedes Volk um<br>                         seine eigenen Angelegenheiten<br>                         kümmern sollte, und Tos ist eines<br>                         unserer Probleme.<br>                             (beat; in einer Art<br>                              vulkanischen Ironie)<br>                         Sie wurden, nach meinem Wissen, von<br>                         unserer Regierung allerdings auch<br>                         mit materiellen Argumenten<br>                         überzeugt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ahja. Ich vermute, die Tellariten<br>                         werden keinen billigen Preis<br>                         verlangt haben.<br>                             (beat)<br>                         Nur, Soval, ich glaube nicht, dass<br>                         es nur "Sympathie" gewesen sein<br>                         soll, die sie dazu bewegt hat, ein<br>                         solches Geschäft einzugehen. Was<br>                         ist bei Ihnen los?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das stimmt wohl. Lassen Sie es mich<br>                         so sagen: Auf diese Weise können<br>                         wir einige persönliche und für uns<br>                         eher kontraproduktive Informationen<br>                         unter rein vulkanischen<br>                         Gesichtspunkten bewerten.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ich möchte es schon genau wissen.<br>                         Was sie sagen, sagt alles und<br>                         nichts.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich kann ihnen die Details dieser<br>                         Angelegenheit nicht erklären. Es<br>                         tut mir leid. Aber ich versichere<br>                         ihnen, dass meine Regierung nie aus<br>                         Eigennutz handeln würde. Sollten<br>                         bestimmte prekäre Informationen an<br>                         die Öffentlichkeit geraten, könnte<br>                         das nicht nur eine Destabilisierung<br>                         der vulkanischen Gesellschaft<br>                         bedeuten. Es könnte den alten<br>                         Konflikt zwischen den Andorianern<br>                         und uns wieder anschürren. Gerade<br>                         in den aktuellen Zeiten wären<br>                         innerpolitische Verwicklungen in<br>                         der Allianz ganz logischerweise<br>                         sehr gefährlich.<br><br>                                   FORREST<br><br>                             (nickend)<br>                         Es kratzt zwar etwas an meinem<br>                         Vertrauen Ihnen gegenüber, dass sie<br>                         mich mit so einer vagen Erklärung<br>                         abspeisen, aber ich alleine würde<br>                         aktzeptieren, dass Ihnen nicht mehr<br>                         sagen dürfen, auch mir nicht<br>                         gegenüber. Aber ich kann den<br>                         Generalstab und den Präsidenten<br>                         damit niemals überzeugen, diese<br>                         Aktion hinter unserem Rücken<br>                         gutzuheißen. Wir sind doch<br>                         Verbündete. Die enge Kooperation<br>                         verpflichtet uns, den anderen über<br>                         solche kriegsentscheidenden<br>                         Entwicklungen zu unterrichten. Das<br>                         bereitet dem Kommando tiefe Sorgen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Selbstverständlich. Mir ist das<br>                         bewusst, aber meine Regierung kann<br>                         diese Informationen einfach nicht<br>                         teilen. Noch nicht zur heutigen<br>                         Zeit.  Vielleicht wird nach dem<br>                         Krieg die entsprechende Zeit<br>                         gekommen sein, wenn die Gefahr<br>                         durch die Romulaner gebannt ist,<br>                         und die Völker der Allianz<br>                         friedvoll zusammenleben.<br><br>                                   FORREST<br>                         Viele von uns hegen zwar große<br>                         Hoffnung darin, mehr hilfreichere<br>                         Angaben aus ihrer Hand zu erfahren,<br>                         als sie die Tellariten geliefert<br>                         haben, aber wenn ich das Kommando<br>                         davon überzeugen soll, müssen Sie<br>                         mir noch irgendetwas geben. Ich<br>                         will damit nur uns allen helfen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         In Ordnung. Was ich Ihnen jetzt<br>                         sage, darf allerdings auf keinen<br>                         Fall an meine Regierung<br>                         zurückdringen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das kann ich Ihnen versprechen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das Oberkommando hegt schon seit<br>                         Längerem den Verdacht, dass Tos<br>                         nicht der einzige heimliche Agent<br>                         für die Romulaner war. Indizien<br>                         legen sogar nahe, dass hohe Kreise<br>                         infiltriert wurden.<br><br>                                   FORREST<br>                             (erschüttert)<br>                         Tatsächlich?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Unglücklicherweise, ja. Mit Tos'<br>                         Hilfe könnte es uns aber sehr bald<br>                         gelingen, gewisse Verdachtsmomente<br>                         zu erhärten und die Agenten zu<br>                         identifizieren.<br><br>                                   FORREST<br><br>                         Das würde unsere Position enorm<br>                         stärken.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin sicher, dass ich damit die<br>                         Anderen überzeugen kann, dass Tos<br>                         in ihren Händen noch hilfreich sein<br>                         wird.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Und sie verstehen sicher auch, aus<br>                         welchen Gründen diese Information<br>                         weiter geheim bleiben muss.<br><br>                                   FORREST<br>                         Natürlich. Wir werden ihre Arbeit<br>                         nicht gefährden.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe aber noch eine weitere<br>                         Kleinigkeit mit Ihnen zu<br>                         besprechen: Wurden Sie schon<br>                         informiert, dass einige Kisten<br>                         einer vulkanischen<br>                         Versorgungsladung im Draylax-System<br>                         verschwunden sind?<br><br>                                   SOVAL<br><br>                         Ja, ich wurde kurz zuvor davon<br>                         unterrichtet. Wie man mir sagte,<br>                         handelte es sich bedauerlicherweise<br>                         ausgerechnet um wertvolle<br>                         Phasenkanonen-Emitter, die wir für<br>                         die Sicherung der Grenze<br>                         bereitgestellt haben. Der<br>                         Kommandant der Station äußerte die<br>                         Vermutung, dass sich Schmuggler<br>                         diesem Teil der Fracht bemächtigt<br>                         haben könnten.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich gehe davon aus, dass sie von<br>                         einer Verfolgung der Schmuggler<br>                         absehen?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Natürlich. Etwas anderes wäre<br>                         unlogisch. Zu einer öffentlichen<br>                         Kriegsunterstützung ist das<br>                         Oberkommando immer noch nicht<br>                         bereit. Ich hoffe, Sie verstehen<br>                         das.<br><br>               Forrest nickt bedächtigt, wenn auch nicht aus besonderer<br>               Überzeugung.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Würden wir offiziell in den Krieg<br>                         eintreten, dann würden besagte<br>                         Agenten aktiver über uns in den<br>                         Kriegsverlauf eingreifen können,<br>                         als bisher. Ein Publikwerden<br>                         unserer Ressourcen- und<br>                         Waffenlieferungen an die Allianz<br>                         würde unserem Volk auf vielfältige<br>                         Weise schaden.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut. Die Erde ist angesichts der<br>                         Lage auch schon für diese Hilfe<br>                         dankbar.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Auch für uns ist das romulanische<br>                         Vordringen eine Gefahr, deshalb<br>                         können Sie auch weiterhin auf<br>                         unsere Unterstützung zählen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das ist schön.<br>                             (beat)<br>                         Ich muss noch einige aktuelle<br>                         Grenzberichte lesen und die<br>                         wenigsten sind erfreulich.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich verstehe.<br><br>               Soval steht auf und reicht Forrest seine Hand, der beinahe<br>               schon wieder in seine Berichte vertieft war.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Ich weiß, dass es ihrer Spezies<br>                         schwer fällt, solche Heimlichkeiten<br>                         zu aktzeptieren. Darum bitte ich<br>                         darum, dass sie es nicht als<br>                         Zeichen des Misstrauens verstehen.<br><br>               Forrest ergreift Sovals Hand und schüttelt sie.<br><br>               Soval dreht sich nun um verlässt das Büro des Admirals.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. HAUPTQUARTIER - KORRIDOR                            7<br><br>               Die Türe zu Forrests Büro gleiten gerade hinter Soval zu, als<br>               sein Assisten, Te'en'g um die Ecke geschritten kommt.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Botschafter, ich nehme an, sie<br>                         haben ihre Unterredung mit Admiral<br>                         Forrest schon beendet.<br><br>               Beide entfernen sich nun gemeinsam von der Bürotür, wobei<br>               Te'en'g seinem Meister einfach nur zu folgen scheint.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Sehr richtig.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Ich verstehe. Aber erlauben Sie die<br>                         Frage, warum Sie diesmal auf meine<br>                         Anwesenheit verzichtet haben?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ihr Beisein war unnötig. Es gibt<br>                         zur Zeit so viel im Sinne unseres<br>                         Volkes zutun, dass es unlogisch<br>                         wäre, die einfachen Berichte<br>                         zwischen mir und dem Admiral<br>                         überzubesetzen.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Dann ist nichts von weiterer<br>                         Relevanz besprochen worden?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Nur ganz gewöhnliche Dinge. Die<br>                         Menschen haben immer noch<br>                         logistische<br>                         Nachschubschwierigkeiten, die es<br>                         ihnen erschweren, den Grenzverlauf<br>                         stabil zu halten. Sonst gibt es<br>                         keine kriegsrelevanten Neuigkeiten.<br><br>               Te'en'g beobachtet seinen Mentor mit einem intensiven Blick,<br>               der ihm mehr verraten soll, als die Worte des Vulkaniers,<br>               doch seine Miene ist nichtssagend wie immer.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Haben die Menschen nicht um weitere<br>                         Hilfe gebeten?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das haben Sie. Aber das<br>                         Oberkommando will sich weiterhin<br>                         nicht in diesen Krieg einmischen.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Das ist unlogisch.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Kriege sind unlogisch. Diplomatie<br>                         kann auch unlogisch sein, das<br>                         wissen sie. Und manchmal lässt sich<br>                         Unlogik nur mit Unlogik bekämpfen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>         8     INT. SCHMUGGLERSCHIFF - BRÜCKE                           8<br><br>               Wir befinden uns auf der mit Sternenflottenschiffen<br>               verglichenen eher kleinen Brücke des Schmugglerschiffes. Abu<br>               sitzt an der Steuerkontrolle, an der rote Lichter aufleuchten<br>               und ein konstantes, bedrohliches Fiepen auftönt.<br><br>               Nathan betritt die Brücke und stützt sich sofort über Abu's<br>               Schultern, über die wir die auf Warp vorbeiziehenden Sterne<br>               sehen können.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Was ist los?<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Ein Schiff nähert sich uns auf den<br>                         Langstreckensensoren, Nathan.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Dann weg hier!<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Das ist schon zu spät. Es ist ein<br>                         telleritischer Kreuzer, die haben<br>                         uns schon länger auf den Sensoren<br>                         als wir sie. Mit etwas Glück ist es<br>                         keine Patroullie und sie fliegen<br>                         einfach an uns vorbei.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Mein Gefühl sagt mir, dass es eine<br>                         ist.<br>                             (beat)<br>                         Okay, wir sollten Vorbereitungen<br>                         treffen, falls sie uns abfangen.<br><br>               Der Captain beugt sich noch weiter vor und aktiviert einen<br>               Kommunikationsschalter.<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                             (in das Kommgerät)<br>                         Shawn, wir haben möglicherweise<br>                         eine tellaritische Patroullie im<br>                         Nacken. Sie dürfen die Kisten nicht<br>                         finden.<br><br>                                   SHAWN (O.C.)<br>                             (über Komm)<br>                         Ich werd mir etwas ausdenken, Boss.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Wäre gut. Rand kann dir helfen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         9     INT. SCHMUGGLERSCHIFF - FRACHTRAUM                       9<br><br>               Shawn führt einige Veränderungen an der Transporterkonsole<br>               des Frachtraumes durch, während sich Rand im Hintergrund mit<br>               den Kisten beschäftigt. Er scheint den gesamten Inhalt an<br>               Waffenemittern aus den drei Kisten auszuleeren und auf einem<br>               Stapel zu verteilen. Im Hintergrund fehlt auch an anderen<br>               Kisten der Deckel, doch was sie enthalten, erkennen wir<br>               nicht.<br><br>               Nachdem eine der drei Kisten gänzlich geleert wurde, bricht<br>               Rand ab und geht mit einem sehr grimmigen Blick zu seinem<br>               Kollegen. Shawn bemerkt Rands stummen Blick, den dieser für<br>               mehrere Sekunden auf ihn richtet.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Was willst du denn?<br><br>               Rand weist nur mit einer knappen Kopfbewegung auf die übrigen<br>               Kisten.<br><br>                                   SHAWN (CONT'D)<br>                         Irgendwer muss die Kisten leer<br>                         machen. Ein völlig leerer<br>                         Frachtraum wäre verdächtiger, als<br>                         ein paar Kisten, die scheinbar nur<br>                         Schrott enthalten.<br><br>                                   RAND<br>                         Ich weiß wie man Kontrollen<br>                         täuscht, ich mache das schon länger<br>                         als du. Du könntest trotzdem<br>                         mitanpacken, dann würde es<br>                         schneller gehen.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Ich muss mich um die<br>                         Transporterkonsole kümmern, die<br>                         programmiert sich nicht von selbst<br>                         um. Es ist nicht vom Hersteller<br>                         vorgesehen gewesen, Schmugglergut<br>                         im Transporterpuffer zu verstecken,<br>                         also muss ich etwas nachhelfen.<br>                         Oder will unser Grobmotoriker das<br>                         lieber übernehmen?<br><br>                                   RAND<br>                         Das kannst du danach auch noch, die<br>                         Tellariten haben uns erst in 20<br>                         Minuten eingeholt.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Tu du einfach das, was du am besten<br>                         kannst, und ich tue, was ich am<br>                         besten kann, ja?<br><br>                                   RAND<br>                         Spar dir deine Überlegenheit. Ich<br>                         tue meinen Job wenigstens<br>                         verlässlich. Wer hat uns denn drei<br>                         heiße Überraschungseier vor die<br>                         Nase gesetzt?<br><br>               Wir sehen nun, wie im Hintergrund Nathan den Raum betritt und<br>               die Unterhaltung noch leise mitzukriegen scheint.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Mach es doch besser. Du würdest<br>                         dich doch am liebsten bis zur<br>                         Fracht durchschießen. Warum bist du<br>                         nochmal bei den MACOs rausgeflogen?<br>                         Ach, stimmt, du hattest dich mit<br>                         einem gewissen  Kollegen in einer<br>                         Bar geprügelt.<br><br>                                   RAND<br>                         Ich bin freiwillig gegangen.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Wie du meinst. Mich wundert es<br>                         jedenfalls nicht, dass du<br>                         Waffenhändler persönlich kennst.<br><br>                                   RAND<br>                         Ich muss mich nicht rechtfertigen,<br>                         vorallem nicht vor dir.<br><br>                                   NATHAN<br>                             (laut und bestimmend)<br>                         Reißt euch zusammen, haltet die<br>                         Klappe und räumt gemeinsam die<br>                         Kisten aus!<br><br>                                   SHAWN<br>                         Ich kümmere mich gerade um die<br>                         Transporter...<br><br>                                   NATHAN<br>                         Nein, du hilfst erst Rand.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Boss.<br><br>               Shawn zieht den Captain zur Seite und flüstert mit ihm.<br><br>                                   SHAWN (CONT'D)<br>                         Ganz ehrlich, warum vertrauen Sie<br>                         Rand? Er ist ein Schlächter.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Er ist schon länger in meiner Crew<br>                         als du und vertrauen muss man sich<br>                         erarbeiten.<br>                         Aber nicht dadurch, dass man in der<br>                         Vergangenheit des anderen<br>                         schnüffelt, kapiert? Das<br>                         interessiert hier keinen. Keiner<br>                         von uns ist zum Spaß hier. Ich weiß<br>                         auch über dich bescheid, also lehn<br>                         dich nicht zu weit aus dem Fenster.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Äh..<br><br>               Nathan wendet sich nun von Shawn ab und verlässt den<br>               Frauchtraum wieder.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        10     INT. TELLARITISCHES SCHIFF - CAPTAINS ROOM              10<br><br>               Wir befinden uns in dem Bereitschaftsraum des Captains an<br>               Bord des tellarischen Kreuzers, leicht anhand der Anwesenheit<br>               eines Tellariten in der Uniform eines Captains zu erkennen.<br><br>               Der Captain dieses Schiffes unterhält sich gerade mit einer<br>               anderen, der Uniform nach hochdekorierten, Gestalt die seinen<br>               persönlichen Computerbildschirm einnimmt. Beide führen eine<br>               für menschliche Verhältnisse energische Diskussion, die<br>               allerdings auf Tellar aber wohl eher nur eine Aufwärmübung<br>               wäre.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Admiral Naril, wir haben ein<br>                         kleines Frachtschiff der Menschen<br>                         entdeckt, das durch tellaritisches<br>                         Territorium zur Grenze zu fliegen<br>                         scheint.<br><br>                                   NARIL<br>                         Dann fangen Sie es unbedingt ab und<br>                         kontrollieren es. Kein Schiff soll<br>                         unbefugt in unseren Raum<br>                         eindringen.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Sir, ist es nicht reichlich dumm,<br>                         wenn wir unseren Flottenverband auf<br>                         ihr Führungsschiff warten lassen,<br>                         nur um ein paar Händler zu<br>                         durchsuchen?<br><br>                                   NARIL<br>                         Sie sind der Idiot, wenn sie<br>                         vergessen, dass unsere oberste<br>                         Priorität der Schutz Tellars ist.<br>                         Ja, wir unterstützen die Allianz an<br>                         der Front. Aber es ist von<br>                         absoluter Wichtigkeit, zu<br>                         verhindern, dass uns weitere<br>                         Agenten der Romulaner infiltrieren.<br>                         Jetzt, da wir die Allianz<br>                         unterstützen sind wir ebenfalls ein<br>                         Ziel der Romulaner. Und da sie uns<br>                         schon einmal unterwandern<br>                         konnten...<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Darum war ich von Anfang an gegen<br>                         unseren Beitritt in die<br>                         Kriegshandlungen. Wenn wir keine<br>                         Möglichkeit haben einen<br>                         romulanischen Agenten zu erkennen,<br>                         sind wir hilflos gegen sie. Ohne<br>                         die Unterstützung würden die<br>                         Romulaner ihre Ressourcen sicher<br>                         nicht auf uns verschwenden und wir<br>                         wären vorerst sicher.<br><br>                                   NARIL<br>                         Kapieren Sie, das ist nur solange<br>                         der Fall, bis sie die Menschen und<br>                         Andorianer erledigt haben. Und wenn<br>                         sie das schaffen, können wir<br>                         alleine auch nichts gegen sie<br>                         ausrichten.<br>                             (beat)<br>                         Aber die ganze Diskussion ist<br>                         unsinnig. Es wurde bereits auf<br>                         höchster Ebene so entschieden.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem sind ihre Argumente<br>                         veraltet. Mit solch einer<br>                         schlechten Vorstellung werden Sie<br>                         es nicht zum Admiral schaffen.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Was wissen Sie denn?<br><br>                                   NARIL<br>                         Die Vulkanier haben uns ein paar<br>                         Geheimdienstinformationen<br>                         mitgeteilt. Angeblich geben sich<br>                         die Romulaner für dauerhafte<br>                         Tarnung vornehmlich als Vulkanier<br>                         aus. Die DNA-Maskierung für andere<br>                         Rassen funktioniert wohl nur auf<br>                         begrenzte Zeit. Es gibt zwar keine<br>                         Möglichkeit diese Behauptung<br>                         nachzuprüfen, aber sollte es<br>                         stimmen, sollten sich Agenten, die<br>                         sich als Tellariten tarnen, auf<br>                         lange Sicht selber enttarnen.<br>                         'Vulkanische' Agenten sind das<br>                         größere Risiko. Allerdings gibt es<br>                         ein Erkennungszeichen. Die<br>                         Romulaner machen etwas falsch, die<br>                         DNA der Agenten ist nur zu ungefähr<br>                         80% echt-vulkanisch.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Sehr gut. Ich werde also auf<br>                         Ungereimtheiten bei den DNA-Proben<br>                         achten, sollten Vulkanier an Bord<br>                         sein.<br><br>                                   NARIL<br>                         Kontrollieren Sie auch die Fracht.<br>                         Für den Fall, dass Agenten<br>                         versuchen sollten in anderer<br>                         Gestalt Waffen in unser Territorium<br>                         zu schmuggeln, töten Sie sie dafür.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Ich verstehe.<br><br>               Der Captain bedient einige Kontrollen vor dem Bildschirm,<br>               worauf sich eine zweite Leitung öffnet, die auf der Anzeige<br>               als Audio-Verbindung ausgewesen wird.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN (CONT'D)<br>                         Steuermann, setzen Sie einen<br>                         Abfangkurs auf den menschlichen<br>                         Frachter.<br><br>               Ein kurzer erneuter Tastendruck beendet die Verbindung.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN (CONT'D)<br>                         Admiral, ich nehme an, dass sie<br>                         diese Informationen im Austausch<br>                         gegen den vulkanischen Dissidenten<br>                         erhalten haben?<br><br>                                   NARIL<br>                         Woher wissen Sie von davon? Das ist<br>                         vertrauliche Angelegenheit der<br>                         Admiralität.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Ich bin eben doch besser informiert<br>                         als sie denken. Ich konzentriere<br>                         mich einfach auf die besonders<br>                         brisanten Entwicklungen in den<br>                         oberen Reihen. Wer seinen Gegenüber<br>                         durch besonders geheimes Wissen<br>                         überrascht, und selbst wenn dieser<br>                         es teilt, wird diesen aus dem<br>                         Konzept bringen und ihm klar<br>                         überlegen sein.<br><br>                                   NARIL<br>                         Ich bin beeindruckt. Sie könnten es<br>                         wohl doch sehr weit bringen. Dafür<br>                         haben Sie eine Antwort verdient.<br>                             (beat)<br>                         Ja, wir sind für diese<br>                         Informationen einen kleinen Handel<br>                         mit den Vulkanieren eingegangen.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Erst lassen sie den Attentäter<br>                         Caylon gehen, und jetzt Tos. Ich<br>                         hoffe doch sehr, dass sie mehr als<br>                         diese lausigen Informationen für<br>                         unsere beschämende Hörigkeit den<br>                         Menschen und Vulkaniern gegenüber<br>                         bekommen haben. Alles andere wäre<br>                         eine Schande für einen<br>                         tellaritischen Diplomaten.<br><br>                                   NARIL<br>                         Hörigkeit! Ich fürchte Sie müssen<br>                         die Sache aus einem größeren<br>                         Blickwinkel sehen. Es waren eher<br>                         Gefälligkeiten, die uns erhebliche<br>                         Zusicherungen eingebracht haben.<br>                             (beat)<br>                         Die Verwicklung der Romulaner in<br>                         diese Angelegenheit ist, das wissen<br>                         Sie sicher auch, mittlerweile<br>                         erwiesen. Wir können uns mit diesem<br>                         Argument also nicht mehr gegen die<br>                         Allianz wehren.<br>                             (beat)<br>                         Und sehen Sie, es ist abzusehen,<br>                         dass die Allianz auch nach dem<br>                         Krieg noch weiterbestehen wird.<br>                         Alle Seiten wollen sie sogar noch<br>                         weiter festigen, wirtschaftlich wie<br>                         politisch. Auch Tellar wird sich<br>                         nicht gegen das Entstehen einer<br>                         Föderation der Planeten wehren<br>                         können. Wenn Andoria, Vulkan und<br>                         die Erde an einem Strang ziehen<br>                         sollten, wird eine Handelsmacht wie<br>                         unsere wirtschaftlich neben dieser<br>                         Großmacht untergehen. Bei einem so<br>                         gewaltigen Vorhaben muss Tellar<br>                         einfach ebenfalls vertreten sein.<br>                         Vorallem, da uns die Vulkanier nun<br>                         zugesichert haben, dass sie in<br>                         Zukunft Verständnis für unser<br>                         legitimes Bedürftnis nach<br>                         'gewissen' Sonderrechten und<br>                         Vorzügen haben werden.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Ich verstehe. Das hört sich gut an.<br><br>               Einer der Brückenoffiziere erscheint nun in einer zweiten<br>               Anzeige auf dem Bildschirm<br><br>                                   TELL. OFFIZIER (O.S.)<br>                         Wir sind nun in<br>                         Transporterreichweite des<br>                         Frachters.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Dann dürfen Sie die Menschen<br>                         informieren, dass wir einen Blick<br>                         auf Fracht und Crew werfen werden.<br><br>                                   NARIL<br>                         Ich wünsche ihnen dann jetzt viel<br>                         Erfolg, auch an der Front, Captain.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Danke sehr.<br><br>               Das Bild des Admirals verschwindet nun vom Schirm.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        11     INT. SCHMUGGLERSCHIFF - FRACHTRAUM                      11<br><br>               Ein Kommando Tellariten, bestehend aus 5 Mann, unter Ihnen<br>               der Captain persönlich, erscheint durch einen Transporterbeam<br>               in dem Frachtraum, direkt vor der komplett anwesenden<br>               Frachtercrew.<br><br>               Nathan gibt sich als der Captain des Schiffes zu erkennen,<br>               indem er einen Schritt vor seine Kameraden macht.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Diese Kontrollen sind Schikane.<br>                         Machen Sie fix, sonst werde ich<br>                         mich über Sie beschweren.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Stört es Sie etwa, wenn wir ihre<br>                         Fracht inszipizieren?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ja.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Gut.<br>                             (beat)<br>                         Ist das ihre gesamte Crew?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Wir sind vollzählig.<br><br>               Der tellaritische Captain beobachtet einen seiner Offiziere<br>               fragend, der mit einem Sensorgerät umherwedelt.<br><br>                                   TELL. OFFIZIER<br>                         Auf den Sensoren sind auch keine<br>                         weiteren Lebenszeichen zu erkennen.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                             (seine Offiziere<br>                              anblickend)<br>                         Okay, Ihr beide kontrolliert die<br>                         Frachtkisten, der Rest schaut, ob<br>                         sich nicht in einem anderen Teil<br>                         des Schiffes doch noch jemand oder<br>                         etwas versteckt.<br><br>               Zwei der Tellariten verlassen nun gänzlich den Raum, während<br>               die anderen beiden vor den Augen ihres Captains die<br>               bereitstehenden Kisten öffnet.<br><br>               Zum Vorschein kommt in den Kisten allerdings nur eine immer<br>               halbvolle Ladung Plunder. Ein Haufen angerosteter<br>               Metallteile, die auch ohne weitere Erklärung sofort als<br>               ziemlich wertloser Schrott zu erkennen sind. Zig Teile, die<br>               sich mit der Zeit in jedem Schiff ansammeln und dieses<br>               normalerweise über eine Luftschleuse verlassen.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN (CONT'D)<br>                         Was soll das?<br>                             (beat)<br>                         Sie wollen mir weiß machen, dass<br>                         sie nur Schrott transportieren?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Warum nicht? Schrott produziert<br>                         jeder, aber nicht alle wollen ihn<br>                         einfach vollkomen unökologisch in<br>                         den Weltraum hinausblasen. Wir<br>                         nehmen uns diesem Schrott an und<br>                         führen ihn für eine geringe Gebühr<br>                         einer umweltfreundlichen Verwertung<br>                         zu.<br>                             (beat)<br>                         Sie wollen nicht zufällig auch noch<br>                         günstig ihren Schrott bei uns<br>                         abgeben? Ich mache Ihnen auch einen<br>                         besonderen Preis.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Ich mag es überhaupt nicht,<br>                         veräppelt zu werden. Ich bin<br>                         sicher, dass sie Schmuggler sind.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Beweisen Sie es doch. Sie werden<br>                         nichts Illegales finden. Und das<br>                         müssten Sie, um uns festnehmen zu<br>                         können. Es würde auch eine Menge<br>                         aufsehen erregen, wenn ein<br>                         tellaritischer Captain völlig<br>                         unschuldige Frachtermannschaften<br>                         angreift. Das könnte für Sie<br>                         unangenehm werden, so ganz ohne<br>                         jeden Beweis, für ihre Meinung.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Ich sag Ihnen mal, was mir an euch<br>                         Menschen missfällt. Für eine nach<br>                         außen hin ach so freundliche, anti<br>                         kapitalistische Gesellschaft bringt<br>                         ihr eine ziemliche Menge Schmuggler<br>                         hervor. Ich kenne euren Schlag.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Wir sind ehrliche Händler. Aber ich<br>                         kann ihr Vorurteil gut verstehen,<br>                         in unserem Gewerbe lernt man so<br>                         viele zwielichtige Tellariten<br>                         kennen, das schadet dem Ruf der<br>                         ganzen Branche.<br><br>               Die Schweinsnasen des Captains krümmen sich nun synchron zu<br>               seinem tiefen Schnauben in angewiderter Weise.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Nun, wenn Sie ein Schmuggler wären,<br>                         wären Sie ein Parade-Beispiel ihrer<br>                         Gattung. Ich kenne euch schmierigen<br>                         menschlichen Schmuggler. Ihr seid<br>                         dumme, abenteuerlustige Vagabunden,<br>                         die unbedingt in den Weltraum<br>                         wollen, aber bei der Sternenflotte<br>                         gescheitert sind.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Sie haben wohl auch ihren Beruf<br>                         verfehlt, bei ihren Psychoanalysen.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                         Ich habe noch keinen von euch<br>                         kennen gelernt, der Pazifist war<br>                         und deshalb nicht zur Sternenflotte<br>                         wollte. Aber ihr wurdet alle<br>                         abgelehnt oder seid rausgeflogen.<br>                         Und ein normales Händlerdasein ist<br>                         euch natürlich auch zu langweilig.<br><br>               Die restlichen beiden Offiziere kehren nun wieder, nachdem<br>               sie das Schiff scheinbar untersucht haben, allerdings mit<br>               leeren Händen.<br><br>                                   TELL. OFFIZIER<br>                         Wir haben nichts gefunden.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                             (zu Nathan)<br>                         Wir sehen uns sicher noch wieder.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Das will doch hoffen, das macht ja<br>                         das Abenteuer aus.<br><br>               Der tellaritische Captain zieht nun immernoch schnaubend<br>               einen Kommunikator hervor und hält ihn vor seinen Mund.<br><br>                                   TELL. CAPTAIN<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Beamt uns zurück.<br><br>               Daraufhin verschwindet die gesamte Schweinsnasen-Riege wieder<br>               vom Schiff und ein bisher nicht sichtbar gewesene Anspannung<br>               in der Crew kommt schlagartig wieder zum Vorschein, um sofort<br>               in Erleichterung umzuschlagen.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                         Ich kann Tellariten nicht<br>                         ausstehen. Sie sind hässlich,<br>                         unfreundlich und stinken.<br>                             (beat;zu Nathan)<br>                         Wie hälst du ihre Streitlustigkeit<br>                         nur immer aus?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Der Kerl war noch einer der besser<br>                         gelaunten Tellariten, die ich<br>                         kennen gelernt habe.<br>                             (beat)<br>                         Abu, nimm unseren alten Kurs wieder<br>                         auf.<br>                             (beat)<br>                         Rand, du hast mir noch nicht<br>                         gesagt, was für eine Art Käufer uns<br>                         erwartet? Ich hoffe, du<br>                         präsentierst uns nicht die<br>                         nächstbesten Piraten dieses<br>                         Sektors.<br><br>                                   RAND<br>                         Nein. Wartet es einfach ab.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>        12     EXT. WELTRAUM                                           12<br><br>               Wir sehen die Antares auf Warp an uns vorbeifliegen. Nach<br>               einem kurzen Zoom auf das Schiff blenden wir über auf...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                         13<br><br>               Torlan sitzt gerade vor seinem Computermonitor, den er mit<br>               seinem Kopf verdeckt, und seine schlaff hängenden Fühler<br>               geben ihm einen bedrückenden Eindruck.<br><br>               SEITENAUFNAHME<br><br>               Von der Seite erkennen wir nun, dass er sich mit einer<br>               anderen Andorianerin über Komm unterhält, die einen deutlich<br>               jüngen Eindruck macht als er. Sie wirkt nach menschlichen<br>               Maßstäben gerade erwachsen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Bitte, ich möchte darüber nicht<br>                         mehr mit dir diskutieren, Shala.<br><br>                                   SHALA<br>                         Aber dein Platz ist Zuhause, bei<br>                         deiner Familie, Bruder.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe auch hier eine Familie,<br>                         bitte vergiss das nicht. Nur ihr<br>                         haben wir es überhaupt zu<br>                         verdanken, dass es unserem Haus<br>                         wieder besser geht.<br><br>                                   SHALA<br>                         Wir hatten auch viel Glück. Ohne<br>                         den Sturz von Shugal wäre es zwar<br>                         nie zu alledem gekommen, aber wir<br>                         müssen auch dankbar sein, dass uns<br>                         der Jandesh zum Ausgleich einige<br>                         Kolonien anderer Häuser übertragen<br>                         hat.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (schmunzelt)<br>                         Die Menschen würden es Ironie<br>                         nennen. Das einzigste, was uns<br>                         Shugal noch gelassen hat, seine<br>                         große Flotte, die er in seinem<br>                         Machthunger erbauen lies...und<br>                         diese Flotte hat uns erst die<br>                         Möglichkeit gegeben, als einzigstes<br>                         verbleibendes Haus seine eigenen<br>                         Kolonien noch unabhängig von der<br>                         Imperialen Garde zu schützen.<br>                             (beat)<br>                         Schon verrückt, nicht wahr?<br><br>                                   SHALA<br>                         Ja. Wir sind tief gefallen,<br>                         Bruderherz, aber das Haus der<br>                         Verborgenen hat sich immer wieder<br>                         zur neuer Stärke emporgehoben. Wenn<br>                         man am wenigsten mit uns rechnet,<br>                         sind wir am stärksten. Wir haben<br>                         uns unseren Namen bekanntlich durch<br>                         dieses Kennzeichen verdient.<br>                             (beat)<br>                         Aber unser Haus braucht auch sein<br>                         Oberhaupt. Unser Einfluss ist immer<br>                         noch nicht sehr mächtig, aber er<br>                         wächst stetig. Ich kann dich so<br>                         nicht mehr lange vertreten. Niemand<br>                         nimmt eine 19jährige als<br>                         stellvertretendes Oberhaupt ernst.<br>                         Es gibt Angelegenheiten, die du<br>                         persönlich regeln musst.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Du kannst in deinem Alter, auch<br>                         wenn du noch nicht volljährig bist,<br>                         rechtlich bereits als Vertreterin<br>                         auftreten.<br><br>                                   SHALA<br>                         Sag das den Leuten. Die wollen mit<br>                         dem Oberhaupt sprechen, und nicht<br>                         mit einem minderjährigen Mädchen.<br>                         Soll ich es ihnen verübeln?<br>                             (beat)<br>                         Außerdem riskisiert du an der Front<br>                         täglich dein Leben. Wir wollen dich<br>                         keinesfalls verlieren. Vaters Tod<br>                         war schon schlimm genug; du kannst<br>                         uns nicht noch einmal so etwas<br>                         antun.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es gehört zu meiner Schuld.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich bin auch kein geeigneter<br>                         Politiker. Ich wurde ausgebildet in<br>                         einem Krieg an der Front zu stehen.<br>                         Ich kann nicht einfach Zuhause<br>                         sitzen und irgendwelche<br>                         Entscheidungen treffen. Das ist ein<br>                         himmelweiter Unterschied.<br><br>                                   SHALA<br>                         Ich verstehe das, aber...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein, ich glaube nicht, dass du das<br>                         verstehst, Schwesterherz.<br><br>                                   SHALA<br>                         Nichtsdestotrotz könnten wir deine<br>                         Erfahrung hier gebrauchen. Die<br>                         anderen Oberhäupter und Politiker<br>                         wissen doch überhaupt nicht, wie es<br>                         an der Front aussieht. Viele von<br>                         ihnen wettern immer noch gegen die<br>                         Vulkanier.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Vulkanier sind sicher nicht<br>                         das, was man gute Freunde nennen<br>                         kann. Aber ich habe gelernt, dass<br>                         sie ehrbar sind und auf unserer<br>                         Seite stehen.<br><br>                                   SHALA<br>                         Das hast du mir schon oft gesagt.<br>                         Aber viele Machtträger können die<br>                         alte Feindschaft nicht vergessen.<br>                         Sie fragen sich auch, warum sich<br>                         die Vulkanier nicht aktiv in dem<br>                         Krieg beteiligen. Und die<br>                         vulkanische DNA, die an der Bombe<br>                         der Risa-Konferenz gefunden wurde,<br>                         tut ihr übriges.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich sage auch nicht, dass ich das<br>                         alles erklären kann. Aber wir<br>                         können es uns nicht leisten, die<br>                         Waffen wieder gegen die Vulkanier<br>                         zu erheben. Wir müssen uns auf die<br>                         Romulaner konzentrieren.<br><br>                                   SHALA<br>                         Eben das solltest selber vor dem<br>                         Jandesh vortragen. Bisher hält er<br>                         sich zurück, aber die Rufe nach<br>                         einer Resolution gegen die<br>                         Vulkanier werden immer lauter.<br><br>               Plötzlich wird im Shala im Hintergrund auf dem Bildschirm von<br>               einer weiteren Person besucht, die ihr etwas in die Fühler<br>               flüstert.<br><br>                                   SHALA (CONT'D)<br>                         Es gibt schlechte Nachrichten.<br><br>               Wenige Sekunden darauf bricht auch auf Torlans Seite roter<br>               Alarm aus.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich höre es.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT IV<br><br>        14     EXT. ROMULUS - WELTRAUM                                 14<br><br>               SUPER: EINEN TAG ZUVOR.<br><br>               Wir sehen den Planeten Romulus aus dem Weltraum. Im Orbit<br>               befinden sich Raumstationen und Dockanlagen, einige Schiffe,<br>               hauptsächlich zivile, aber auch ein Geschwader<br>               Schlachtschiffe sind zu sehen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        15     EXT. ROMULUS - WOCHENENDAMTSSITZ DES PRAETORS           15<br><br>               Es ist ein schöner sonniger Tag. Wir sehen den gewaltigen<br>               Wasserfälle von oben. Auf einem Hochplateau seitlich von den<br>               Fällen ist ein größeres, erhabendes Gebäude zu sehen. Es ist<br>               umgeben von einem Park mit mehreren kleineren Gebäuden und<br>               Pavillions. Einem dieser Pavillions am Rande des Abgrundes<br>               nähern wir uns schnell. Als wir von der Seite mit der Kamera<br>               den Pavillion betreten, erkennen wir zwei Personen. Romor und<br>               eine weibliche Romulanerin im Range eines Zenturios,<br>               scheinbar eine Vertraute des Admirals. Beide sind im<br>               Gespräch.<br><br>                                   ZENTURIO<br>                         Und Sie sind sich sicher, Admiral?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Leider, ja, Velar. Dorengas<br>                         Kontakte haben unwiderlegbare<br>                         Beweise dafür. Die Tal'Shiar um<br>                         Toranis wollen die Kontrolle über<br>                         den Dreadnaught. Nach dem Desaster<br>                         mit Tellar und dem daraus mit<br>                         Sicherheit resultierendem Scheitern<br>                         ihres Wunschkandidatens bei der<br>                         Wahl zum Praetor sehen Sie darin<br>                         die Chance, ihre Macht zu erhalten<br>                         und auszubauen.<br>                             (schwer atmend)<br>                         Dorenga hatte also Recht. Dieses<br>                         Schiff ist nicht nur eine Waffe. Es<br>                         ist ein Machtinstrument.<br><br>                                   VELAR<br>                         Dem Tal'Shiar muss klar sein, dass<br>                         die Imperiale Flotte nicht so<br>                         einfach das Kommando abgeben wird.<br>                         Das ist immernoch ihre<br>                         Entscheidung, solange sie der<br>                         Oberbefehlsbefehlhaber sind.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (versonnen auf die<br>                              Wasserfälle blickend)<br>                         So einfach ist das nicht, Zenturio.<br>                         Der Tal'Shiar kann beweisen, dass<br>                         ich Toranis über Tellar kontaktet<br>                         habe. Die Tellariten konnten den<br>                         Ruf mit ihren Sateliten abfangen<br>                         und das Ziel der Nachricht<br>                         feststellen, was leider dazu<br>                         führte, das sie den Menschen weiter<br>                         glauben schenkten. Sie haben ihre<br>                         Protokolle überprüft und<br>                         herausgefunden, dass das Schiff,<br>                         mit dem Toranis geflohen ist, eine<br>                         Person in unmittelbarer Nähe der<br>                         Konferenz hinein und kurz danach<br>                         auch wieder herausgebeamt hat. Der<br>                         Plan, der die Allianz zerstören<br>                         sollte hat genau das Gegenteil<br>                         bewirkt: Die Tellariten sind<br>                         entschlossener als jemals zuvor und<br>                         haben der Allianz nicht nur<br>                         Handelsabkommen zugesichert,<br>                         sondern auch Soldaten und Schiffe.<br><br>                             (beat)<br>                         Sie sehen also, warum ich nicht<br>                         direkt gegen den Tal'Shiar vorgehen<br>                         kann...<br><br>                                   VELAR<br>                         Das wäre das Ende ihres Kommandos.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Nicht unbedingt das Ende, aber ein<br>                         großer Schritt in diese Richtung.<br>                         Wenn ich Ihnen unangenehm werde,<br>                         wird mich der Tal'Shiar ins<br>                         Verderben reißen, daran besteht<br>                         kein Zweifel.<br><br>                                   VELAR<br>                         Und was wollen Sie dann machen?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Etwas, was ich nie wollte.<br><br>                                   VELAR<br>                         Admiral?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Als ich den Pakt mit Toranis gegen<br>                         Fato einging, da wusste ich, dass<br>                         es ein Pakt mit dem Teufel sein<br>                         könnte. Der Tal'Shiar hingegen<br>                         hatte Fato lange unterstützt. Zu<br>                         lange, wie sich herausstellte, als<br>                         dieser Irre unsere Flotte über der<br>                         Erde opferte.<br>                         Und da ich das wusste, habe ich<br>                         jene Beweise, die der Tal'Shiar<br>                         verschwinden lies, vorsichtshalber<br>                         gesichert. Die Absprachen mit Fato.<br><br>               Er atmet tief durch.<br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Wenn die mich in den Abgrund<br>                         stürzen, reiße ich sie mit.<br><br>               Velar guckt den Admiral ernst an.<br><br>                                   VELAR<br>                         Der Tal'Shiar wird das nicht so<br>                         einfach hinnehmen.<br><br>               Im Hintergrund näher sich eine junge Offizierin.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Nein. Sicher nicht. Das ist nicht<br>                         nur das Ende unseres Bündnisses,<br>                         sondern der Anfang einer<br>                         Feindschaft. Aber ich alleine kann<br>                         ich meinen Feind nicht schlagen.<br>                         Daher habe ich auch eine andere<br>                         beendet. Auch wenn es mich viel<br>                         gekostet hat.<br><br>               Velar sieht den Admiral fragend an. Romor bemerkt das.<br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Sie werden es bald verstehen,<br>                         Zenturio. Sehr bald. Aber es gibt<br>                         keine Wahl. Ich kann das Schiff<br>                         nicht dem Tal'Shiar überlassen.<br>                         Das Schiff ist die größte<br>                         Errungenschaft unserer Technik.<br>                         Aber er darf nicht der<br>                         Überschätzung und den politischen<br>                         Manipulationen des Tal'Shiars zum<br>                         Opfer fallen. Sie haben Fato<br>                         unterstützt. Sie könnten uns wieder<br>                         ins Verderben jagen. Das kann ich<br>                         unseren Kindern nicht zumuten.<br><br><br>               Die Offizierin hat den Pavillion erreicht.<br><br>                                   OFFIZIERIN<br>                         Der Prätor ist nun bereit, Sie zu<br>                         empfangen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Danke. Melden Sie ihm, das wir auf<br>                         dem Weg sind.<br><br>               Die Offizierin nickt und geht wieder zum Haupthaus. Romor<br>               dreht sich noch einmal kurz zu den imposanten Fällen, dann zu<br>               Velar.<br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Ich bin immer wieder beeindruckt,<br>                         wie schön diese Fälle sind,<br>                         Zenturio. Eine Schönheit die mir<br>                         immerwieder zeigt, wie wichtig es<br>                         ist, meiner Heimat zu dienen. Sie<br>                         zu schützen.<br><br><br>               AUF VELAR<br><br>               Der Zenturio blickt den Admiral respektvoll, aber sichtlich<br>               verwirrt an.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        16     EXT. ROMULUS - WOCHENENDAMTSSITZ DES PRAETORS           16<br><br>               Wir sehen den Amtssitz des Prätors, dieses Mal aus der Nähe.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        17     INT. ROMULUS - WOCHENENDAMTSSITZ DES PRAETORS           17<br><br>               Ein älter, grauhaariger Mann mit einer kaminroten Robe sitzt<br>               in einem Sessel. Er scheint der Praetor zu sein und erinnert<br>               mit seinem nachdenklichen Blick ein wenig an einen Vulkanier.<br><br><br>               In diesem Moment klopft es.<br><br>                                   CATOR<br>                         Herein.<br><br>               Romor, Valdore, Velar und ein weitere Zenturio, scheinbar<br>               Valdores Adjutant, betreten den Raum.<br><br>                                   CATOR (CONT'D)<br>                         Mein Herren, Zenturios, ich habe<br>                         Sie erwartet. Ich hoffe, Sie<br>                         bringen gute Neuigkeiten.<br><br>               Valdore und die Zenturios verteilen sich auf die Stühle. Nur<br>               Romor bleibt stehen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich denke schon, Praetor. Unser<br>                         kürzlicher Erfolg gegen die<br>                         andorianischen Linien dürfte<br>                         gezeigt haben, dass unsere Flotte<br>                         jederzeit in der Lage ist, die<br>                         Allianz in die Defensive zu<br>                         treiben.<br><br>                                   CATOR<br>                         Sie verzeihen Admiral, aber viele<br>                         Analysten, der Senat und auch ich<br>                         sind da skeptischer. Die Allianz<br>                         verstärkt ihre Flotte im Moment<br>                         massiv, während wir nach den<br><br>                         schweren Niederlagen über der Erde<br>                         und in Iota Leonis einen großen<br>                         Teil der Flotte verloren haben,<br>                         ohne ihn bisher zu ersetzen, da der<br>                         Schiffbau aufgrund ihres<br>                         Mammutprojektes nahezu zum Erliegen<br>                         gekommen ist. Und jetzt steht auch<br>                         noch Tellar gegen uns. Wir brauchen<br>                         einen klaren Sieg gegen die<br>                         Allianz. Der Senat ist der Meinung,<br>                         dass wir uns auf Dauer keine<br>                         Pattsitation leisten können. Und<br>                         ich neige ihnen zuzustimmen. Einige<br>                         gehen sogar so weit, einen<br>                         Waffenstillstand in Erwägung zu<br>                         ziehen. Denn noch sind wir in einer<br>                         Lage, das ohne Zugeständnisse an<br>                         die Allainz zu tun.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Bei allem Respekt, Praetor, das<br>                         wäre verfrüht. Admiral Valdore hat<br>                         bereits einen Produktionsplan<br>                         ausgeabeitet, der den Schiffsbau<br>                         nach der Fertigstellung des<br>                         Dreadnaughts ankurbeln wird. Auch<br>                         wenn das dann eigentlich unnötig<br>                         sein dürfte.<br><br><br>                                   CATOR<br>                         Auch dort ist der Senat weiterhin<br>                         skeptisch, meine Herren. Dieses Erz<br>                         ist ein beeindruckender Stoff. Aber<br>                         nichts ist unzerstörbar.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Nein, Prätor. Aber verbunden mit<br>                         unser Subraumtechnologie werden<br>                         alle momentanen Waffen der Allianz<br>                         wirkungslos gegen die Hülle des<br>                         Schiffes sein. Und um welche zu<br>                         entwickeln, die sie durchschlagen<br>                         können, wird der Allianz keine Zeit<br>                         mehr bleiben. Ich verspreche Ihnen,<br>                         das Schiff wird die Resourcen, die<br>                         es gekostet hat, Wert sein.<br><br>                                   CATOR<br>                         Ich hoffe es für sie, Admiral. Ihr<br>                         Name steht unter diesem Projekt,<br>                         und sollte es scheitern...<br>                             (beat)<br>                         Es wäre dennoch sehr erfreulich,<br>                         wenn Sie mehr Erfolge vorweisen<br>                         könnten. Der Vorstoß der Allianz in<br>                         unser Terretorium, auch wenn er<br>                         folgenlos bleib, hat die Angst vor<br>                         einem großangelegten Gegenangriff<br>                         verstärkt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Dazu wird es nicht kommen, darauf<br>                         haben Sie mein Wort, Praetor.<br><br>               Er zieht ein Gerät aus der Tasche, eine Art Comupterpad und<br>               Fernbedienung in einem. Damit aktiviert er das Display an der<br>               Wand und lädt eine taktische Karte. Valdore steht auf.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Admiral Romor und ich haben eine<br>                         gezielten Angriffs- und<br>                         Verteidigungsplan bis zur<br>                         Fertigstellung des Superschiffes<br>                         ausgearbeitet. Wir planen<br>                         zahlreiche gezielte Manöver über<br>                         den ganzen Grenzverlauf zu<br>                         verteilen, um den Nachschub der<br>                         Allianz über längere Sicht zu<br>                         schwächen. Das wird es dem<br>                         Superschiff noch einfacherer<br>                         machen, den Feind dann endgültig zu<br>                         besiegen. Wir können Ihnen<br>                         vergewissern, dass wir uns mit dem<br>                         Schiff nicht überschätzen wollen.<br><br>               Romor hantiert auf dem Pad und eine Ausschnitt zoomt heran.<br>               Man sieht einen Nebel eingezeichnet, sowie einer Reihe von<br>               Allianzpositionen. Eine Animation zeigt den Plan der<br>               Romulaner.<br><br>                                   VALDORE (CONT'D)<br>                         Ziel unseres ersten Schlages ist<br>                         eine Versorgungungslinie, die dem<br>                         Bau einer tellaritischen Werft nahe<br>                         der Grenze dient.<br>                             (auf den Schirm zeigend)<br>                         Hier.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Der Wert des Zieles ist unmittelbar<br>                         zu erkennen. Sind die<br>                         Nachschubkonvois, die an dieser<br>                         Stelle unser Gebiet streifen<br>                         müssen, erstmal zerstört, wird sich<br>                         die Fertigstellung massiv<br>                         verzögern.<br>                         Das bietet uns die Möglichkeit die<br>                         eigentliche Werft in einem der<br>                         späteren Schläge komplett zu<br>                         vernichten und damit das weitere<br>                         Vorrücken der Allianz zu<br>                         verhindern.<br><br>               Der Praetor nickt zustimmend.<br><br>                                   VALDORE<br><br>                         Gedeckt wird das Vorhaben zudem von<br>                         einer zweiten Einsatzgruppe. Diese<br>                         wird an einer anderen Stelle die<br>                         Grenze zuvor überschreiten und auf<br>                         diesen Planeten zufliegen. Es ist<br>                         eine gemeinsame Kolonie der<br>                         Menschen und Andorianer, die von<br>                         keiner der beiden Flotten<br>                         militärisch unterstützt wird.<br>                         Ursprünglich war es eine Siedlung<br>                         andorianischer Demokraten, die aber<br>                         nach dem Xindi-Konflikt eine starke<br>                         Zuwanderung von Menschen erlebt<br>                         hat. Heute leben dort jeweils<br>                         400.000 Menschen und Andorianer.<br>                         Hauptsächliche Farmer, es gibt<br>                         mittlerweile aber auch einen<br>                         Bergbaubetrieb, der es der Kolonie<br>                         ermöglicht auch ohne äußere Hilfe<br>                         gut leben zu können.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Die Allianz wird sofort versuchen<br>                         eine verteidigende Flotte<br>                         zusammenzuziehen. Darum werden wir<br>                         ihr auch die Möglichkeit geben,<br>                         unsere Flotte so früh zu erkennen,<br>                         damit eine Verteidigung noch<br>                         sinnvoll erscheint. Zur selben Zeit<br>                         greifen wir die Nachschublinie an.<br>                         Dies wird dafür sorgen, dass diese<br>                         völlig ungedeckt ist. Sollte die<br>                         Allianz ihrem Konvoi die Priorität<br>                         geben, werden wir die Kolonie<br>                         vernichten. Das bringt uns zwar<br>                         keine wirtschaftlichen Vorteile,<br>                         ihre Zerstörung dürfte aber vor<br>                         allem die freiheitsliebende<br>                         Menschen stark demoralisieren. Der<br>                         Sternenflotte dürfte wohl nichts<br>                         übrig bleiben, als die Sicherung<br>                         menschlicher Siedlungen zu<br>                         verstärken. Zusammen mit unseren<br>                         weiteren Vorhaben dürfte das<br>                         verhindern, dass die Allianz in den<br>                         nächsten Monaten in die Offensive<br>                         gehen kann.<br><br>               Der Praetor scheint sehr angetan von diesem Plan.<br><br>                                   CATOR<br>                         Der Plan erscheint mir<br>                         wohldurchdacht, meine Herren.<br>                         Dennoch muss ich noch einmal<br>                         deutlich betonen, dass die<br>                         längerfristige Fortführung des<br>                         Krieges bei weiteren Misserfolgen<br>                         nicht zu halten isz. Viele halten<br>                         nach heutiger Lage den Krieg für<br>                         einen großen Fehler. Sie wissen<br>                         also woran Sie sind.<br><br><br>               Romor nickt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich verstehe durchaus, Praetor.<br>                         Auch ich denke das der Kriegs unter<br>                         den falschen Vorraussetzungen<br>                         begonnen wurde. Viele Parteien<br>                         haben ihre eigenen Interesseren in<br>                         diesen Konflikt projeziert, ohne<br>                         über die Konsequenzen nachzudenken.<br>                         Aber das können wir nicht mehr<br>                         ändern. Wir können diesen Konflikt<br>                         aber immer noch klar zu unserem<br>                         Gunsten entscheiden. Sie müssen uns<br>                         nur die Möglichkeit dazu geben,<br>                         Praetor.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        18     EXT. ROMULUS - VOR DEM WOCHENENDAMTSSITZ DES PRÄTORS    18<br><br>               Wir sehen Romor alleine das Gebäude verlassen. Er läuft einen<br>               Weg lang, als sich aus der allgemeinen Masse eine bekannte<br>               Gestalt schält, Toranis, der Agent des Tal'Shiars, mit dem<br>               Romor bereits kooperiert hat.<br><br>                                   TORANIS<br>                             (gewohnt souvarän)<br>                         Admiral. Wie ich hörte hatten Sie<br>                         eine Unterredung mit dem Praetor.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ja, das stimmt.<br><br>                                   TORANIS<br>                             (unterbrechend)<br>                         Sie brauchen mir gar keine weiteren<br>                         Erklärungen geben. Die Sicherheit<br>                         des Imperiums fordert, dass wir<br>                         immer wissen, was mit dem Praetor<br>                         besprochen wird.<br>                             (beat)<br>                         Wir sind Ihnen dankbar, dass Sie<br>                         den Praetor davon überzeugt haben,<br>                         den Krieg fortzusetzen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ersparen wir uns doch die falsche<br>                         Freundlichkeit, Toranis. Ich weiß,<br>                         was Sie und ihre Hintermänner<br>                         wollen. Aber Sie werden es nicht<br>                         bekommen.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Sie wissen, ich achte Sie, Admiral.<br>                         Aber Sie sollten ihre Position noch<br>                         einmal überdenken. Ansonsten könnte<br>                         gewisse Fakten bekannt werden, die<br>                         ihren Ambitionen nicht förderlich<br>                         sein dürften.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich weiß, was Sie gegen mich in der<br>                         Hand haben. Aber ich war längst<br>                         nicht so dumm, wie sie vielleicht<br>                         gedacht haben... Daher habe ich<br>                         mich rückversichert.<br><br><br>                                   TORANIS<br>                             (argwöhnisch)<br>                         Was wollen Sie damit sagen,<br>                         Admiral?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Das ich über umfangreiches Material<br>                         darüber verfüge, wie der Tal'Shiar<br>                         mit Fato verwickelt war. Das man<br>                         ihn gedeckt hat, gefördert, weil er<br>                         ihnen ihren Krieg geliefert hat.<br>                         Und dass man ihn dann am Ende<br>                         beseitigt hat. Auch wenn ich in<br>                         erster Linie Soldat bin, weiß ich<br>                         mehr als genau, wie man seine Macht<br>                         im Imperium sichert.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Wollen Sie den Tal'Shiar erpressen,<br>                         Admiral?<br>                             (lacht laut)<br>                         Sie können eine einzelne Person<br>                         erpressen und sie vielleicht zu<br>                         Fall bringen, aber nicht den ganzen<br>                         Tal'Shiar. Das ist hoffnungslos.<br>                         Wir sichern die Stabilität des<br>                         Imperiums. Der Senat bezieht seine<br>                         Macht aus unserer Zuwendung. Unsere<br>                         Männer sind überall. Welche Torheit<br>                         bringt sie dazu, zu glauben, sie<br>                         könnten uns etwas anhaben?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Der Fall des Tal'Shiar liegt mir<br>                         nicht am Herzen. Nur eine Änderung<br>                         ihrer Politik. Sie benutzen den<br>                         Krieg um ihre Macht auszuspielen,<br>                         und dafür brauchen sie den<br>                         Dreadnaught. Aber das ist das<br>                         falsche Ziel. Ich will diesen Krieg<br>                         zum Wohle unseres Volkes führen.<br>                         Wir wollten ursprünglich<br>                         verhindern, dass sich der Quadrant<br>                         einigt und unsere Macht gefährdet.<br>                         Jetzt haben wir die Allianz näher<br>                         zusammengebracht als je zu vor. Die<br>                         Zeit für irgendwelche<br>                         Machtspielereien ist vorbei.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Ihre Bemühungen sind putzig. Der<br>                         Tal'Shiar wird Sie weiter<br>                         beobachten. Sie haben sich die<br>                         richtige Hilfe geholt, damit wir<br>                         sie nicht auf der Stelle<br>                         liquidieren. Gehen Sie in unserem<br>                         Ansinnen weiter vor, gönnen wir<br>                         ihnen vielleicht sogar einen<br>                         natürlichen Tod in ferner Zukunft.<br>                         Aber wehe, sie arbeiten weiter<br>                         gegen uns.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Dann werden meine Informationen<br>                         über Sie ans Tageslicht kommen.<br>                         Damit wäre ihre Karriere ebenfalls<br>                         vorbei. Also haben wir wohl einen<br>                         Pakt, und wir sollten uns nicht<br>                         gegenseitig auf die Füße treten.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Sie sind mutig und gewieft. Zu<br>                         schade, dass sie nicht auf unserer<br>                         Seite stehen.<br><br>               Beide Romulaner trennen sich nun an der nächsten Abbiegung in<br>               zwei verschiedene Richtungen.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>        19     EXT. WELTRAUM - WARP                                    19<br><br>               Ein kleiner Frachter der DY-Familie fliegt einem Strom<br>               vorbeizischender Sterne entgegen.<br><br>               Unvermittelt bricht das Strahlenband zusammen und das Schiff<br>               springt unter Warp in ein binäres Sonnensystem, dessen zwei<br>               Sonnen das Schiff blendend erhellen.<br><br><br>               Kurz darauf öffnet sich eine Shuttlerampe am Schiff, aus der<br>               ein bulligeres und weniger wendiges Shuttle als eines der<br>               Antares herausschlümpft, dass aber den Eindruck zu erwecken<br>               scheint, ideal für den Transport von Waren geeignet zu sein.<br><br>               Langsam gleitet das Schiff auf einen in einem beruhigendem<br>               Blau strahlenden Planeten zu, dessen riesige Ozeane und<br>               trotzdem nicht zu übersehenden Landmassen lassen klar<br>               erkennen, dass er humanoides Leben eine Heimat bieten kann.<br>               Der Frachter schwingt in eine Umlaufbahn um den Planeten ein.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     EXT. PLANET - TAG                                       20<br><br>               Vom tiefen Erdboden aus blicken wir in die Höhe auf einen mit<br>               leicht Wolken behangenen, ansonsten aber kristallblauen<br>               Himmel, aus dessen weißen Schwaden ein Shuttle durchbricht<br>               und über uns hinwegfliegt. Die Kamera versucht dem Gefährt zu<br>               folgen, wobei sie, kaum dass man den Blick auf die eine Sonne<br>               verloren hat, gleich in den blendenden Schein der zweiten<br>               Gerät.<br><br>               SICHT VON OBEN<br><br>               Wir verfolgen das Shuttle jetzt von oben, wie es über die<br>               unberührte Natur hinwegfliegt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     INT. SHUTTLE                                            21<br><br>               In dem Shuttle finden wir die gesamte Crew wieder: Abu hat<br>               auch hier das Steuer in der Hand, neben ihm sitzt Nathan,<br>               dahinter Rand und Christine, während Shawn nur in der dritten<br>               Reihe Platz gefunden hat.<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Wo soll jetzt unser<br>                         Geschäftspartner sein?<br><br>                                   RAND<br>                             (in die Landschaft<br>                              deutend)<br>                         Über diesem Hang liegt sein Dorf.<br><br>               Die Landschaft beginnt sich leicht in dem Cockpit zu neigen,<br>               als Abu die Richtung anpasst.<br><br>               Kurz darauf passiert das Shuttle die kleine Bergkette, und<br>               dahinter offenbaren sich lange Weizenfelder, die je nach<br>               Schein der zwei Sonnen teilweise golden glänzen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        22     EXT. PLANET                                             22<br><br>               Wir sehen, wir das Shuttle über eine halbe Minute nur über<br>               landwirtschaftliche Ackerflächen fliegt, an deren Rand immer<br>               wieder Farmhäuser aufblitzen, die in den vielen Pflanzen aber<br>               nahezu untergehen.<br><br>               Erst nach dieser Zeit erreicht das Shuttle eine größere<br>               Zusammenballung von Gebäuden, die noch am ehesten an eine<br>               Siedlung erinnert. Sie ist nicht groß, scheint kaum Luxus zu<br>               beherbergen, aber zahlreiche Menschen tummeln sich in den<br>               Straßen.<br><br>               Nach einem kurzen Überflug über die Siedlung findet das<br>               Shuttle zwischen den äußeren Gebäuden und den Weizenfeldern<br>               einen geeigneten Landeplatz, auf dem es sich niederlässt.<br><br>               Die Schleusentür öffnet sich nun zischend und die Mannschaft<br>               verlässt das Fluggerät nacheinander. Rand und Nathan, die als<br>               erste die frische Luft des Planeten einatmen, schauen sich<br>               gegenseitig an.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Rand, wie ich das sehe, ist das<br>                         doch eine reine Farmerwelt. Wo soll<br>                         sich hier ein Waffenhändler<br>                         verstecken?<br><br>                                   RAND<br>                         Ich habe nie davon gesprochen, dass<br>                         mein Kontakt Waffenhändler sei.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Du willst doch nicht sagen, dass<br>                         einer dieser Farmer Interesse an<br>                         einer Großlieferung Waffen hat?<br><br>               Eine kleine Menge örtlicher Farmer kommt nun aus einer nahen<br>               Straße zu dem Landeplatz gelaufen, direkt auf ihre Gäste zu.<br>               Unter ihnen sind auch Andorianer, was erkennen lässt, dass<br>               dies keine rein menschliche Kolonie sein kann.<br><br>               Rand betrachtet den mittleren Mann genau, mit zusehends<br>               auflimmender Freude.<br>               Auch der Gegenüber gibt Rand freudestrahlend die Hand, die<br>               dieser ergreift, und beide reißen sich mit euphorischer<br>               Begeisterung aufeinanderzu und klopfen sich auf die Schulter<br>               des anderen.<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                         Ich sehe, ihr kennt euch...<br><br>                                   RAND<br>                         Das ist Richard Franklin, er ist<br>                         der Bürgermeister dieser Siedlung.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Woher kennt ihr euch denn?<br><br>                                   RAND<br>                         Franklins Familie und Meine hatten<br>                         beide eine Ranch in direkter<br>                         Nachbarschaft, damals in Texas.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         Ja, das war noch in unserer Jugend.<br>                         Bis zum Angriff der Xindi. Nachdem<br>                         die Erde mit der Förderung der<br>                         Kolonisierung fremder Welten<br>                         begonnen hat, sind wir hier<br>                         ausgewandert.<br>                             (beat)<br>                         Aber kommen wir zum Tagesgeschäft.<br>                         Ich freue mich über ihren Besuch.<br>                         Wir können ihre Hilfe sehr gut<br>                         gebrauchen.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Rand... Warum bieten wir gerade dem<br>                         Bürgermeister einer einfachen<br>                         Farmersiedlung Waffen an?<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         Lassen Sie mich das bitte erklären.<br>                             (beat)<br>                         Wir sind hier weitgehend autark.<br>                         Die Landwirtschaft hier reicht aus<br>                         um uns mit dem nötigsten zu<br>                         versorgen. In den Bergen haben wir<br>                         auch eine kleine Bergbauindustrie<br>                         aufgebaut. Es ist sicher kein<br>                         Luxus, aber es fehlt uns auch<br>                         nichts lebensnotwendiges. Wir haben<br>                         uns das so ausgesucht.<br>                             (beat)<br>                         Das hat allerdings auch seine<br>                         Schattenseiten. Wir sind sehr nah<br>                         an der Grenze zum Romulanischen<br>                         Reich.<br>                         Die Allianz kann hier nur sehr<br>                         selten vorbeisehen, und sollten die<br>                         Romulaner versuchen diese Kolonie<br>                         zu erobern, ist es fraglich, ob sie<br>                         uns rechtzeitig helfen könnten.<br>                         Sofern sie überhaupt kommen würden.<br>                         Wir haben hier nichts, das auf<br>                         größerem Maßstab von Priorität<br>                         wäre. Wenn die Romulaner an<br>                         mehreren Stellen einen massiven<br>                         Vormarsch über die Grenze wagen<br>                         sollten, sind wir hier draußen wohl<br>                         völlig auf uns gestellt.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Diese Emitter werden euch aber<br>                         nicht gegen eine ganze romulanische<br>                         Armada helfen. Warum gebt ihr die<br>                         Kolonie nicht auf, wenn es so<br>                         unsicher ist?<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         Nein. Niemals. Das ist unserer<br>                         Land, das wir mit harter Arbeit<br>                         bestellt haben. Wir werden es nicht<br>                         kampflos hergeben. Die Romulaner<br>                         wollen diesen Planeten doch genauso<br>                         wenig aus irgendwelchen<br>                         strategischen Gründen erobern. Sie<br>                         finden hier nichts von Bedeutung,<br>                         und wenn wir ihnen genug<br>                         Schwierigkeiten bereiten können,<br>                         ziehen sie vielleicht von alleine<br>                         ab, weil wir die Mühe gar nicht<br>                         wert sind.<br>                             (beat)<br>                         In jedem Fall sind diese Emitter<br>                         mehr, als uns die Allianz je geben<br>                         wird. Die investiert ihre Waffen in<br>                         die entscheidenen Stellen an der<br>                         Grenzen. Wir können nur schauen, wo<br>                         wir bleiben.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ich verstehe, was sie damit sagen<br>                         wollen. Ich würde aber ich würde<br>                         das gerne noch kurz mit meinen<br>                         Partnern besprechen.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         In Ordnung, ich möchte Sie auch zu<br>                         nichts zwingen. Aber wir können<br>                         diese Waffen wirklich dringend<br>                         gebrauchen. Die Romulaner könnten<br>                         jeden Tag kommen.<br><br>               Nathan und seine Crew geht nun wieder ein paar Schritte zu<br>               ihrem Shuttle zurück, während Franklin und sein<br>               menschlich/andorianisches Gefolge der Diskretion wegen auch<br>               einige Schritte zurückweichen.<br><br>                                   NATHAN<br>                             (an Rand wendend)<br>                         Warum hast du uns denn nicht gleich<br>                         gesagt, wofür die Waffen sind?<br><br>                                   RAND<br>                         Ich konnte nicht sicher sein, ob<br>                         ihr dann mitmacht.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ich bitte dich! Ich gebe diesen<br>                         Leuten die Waffen allemal lieber<br>                         als einem zwielichtigen Orianer,<br>                         der das Zeug weiß Gott wohin<br>                         verkauft.<br><br>                                   RAND<br>                         Du weißt, dass diese Leute nicht<br>                         viel Geld haben. Sie werden uns<br>                         geben, was sie können, aber reich<br>                         werden wir damit nicht.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Na wunderbar. So viel zum erhofften<br>                         Ruhestand.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                         Schnauze! Hier gehts nicht allein<br>                         um uns.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Hey, ich habe für diesen blöden<br>                         Kram fast meinen Kopf riskiert,<br>                         dann will auch etwas davon haben.<br>                         Die paar Emitter werden gegen eine<br>                         romulanische Division nichts<br>                         ausrichten.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Trotzdem. Es ist ein Anfang.<br><br>               Nathan tritt nun wieder vor seine Gruppe um sich Franklin<br>               zuzuwenden, der hoffnungsvoll auf ihn gewartet hat.<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                         Also, ich würde sagen, wir haben<br>                         einen Deal.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         Wunderbar. Allerdings können wir<br>                         nicht sehr viel als Bezahlung<br>                         anbieten, wir sind keine sehr<br>                         reiche Kolonie.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Das habe ich mir gedacht. Aber wir<br>                         werden schon etwas finden.<br><br>               Die beiden Geschäftspartner scheinen zufrieden ob ihrer<br>               Einigung zu sein, doch für eine Sekunde legen sich dunkle<br>               Schatten über ihre Gesichter. Es ist eine merkwürdige und<br>               schwer zu beschreibende Erscheinung, doch plötzlich schien<br>               sich das Licht einer der Doppelsonnen für einen Moment<br>               verdunkelt zu haben. Auch die Anwesenden haben das bemerkt<br>               und wenden nun ihre Köpfe um in Richtung der Sonne zu<br>               starren, ohne in dem gleißenden Lichtschein etwas erkennen zu<br>               können.<br><br>               ZOOM AUF DIE SONNE<br><br>               In der kreisrunden Sonne zeigt sich die Erklärung für dieses<br>               Phänomen: Kleine dunkle Flecken sind auf ihrer Oberfläche<br>               aufgetaucht, die vorher noch nicht da waren. Noch<br>               merkwürdiger scheinen diese Flecken sich aber, sofern dies<br>               keine Täuschung durch die Überstrahlung ist, zu bewegen.<br><br>               NORMALE ANSICHT<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                         Zeigt der Stern häufiger<br>                         Sonnenflecke?<br><br>                                   SHAWN<br>                         Ich hab das dumme Gefühl, dass das<br>                         keine Sonnenflecken sind.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                             (beängstigt)<br>                         Er hat Recht.<br><br>               Wie zur weiteren Bestätigung beginnen auf einmal Warnsirenen<br>               aufzuheulen, die sich unüberhörbar über die ganze Siedlung<br>               legen und ohne Zweifel auch bis weit auf die Felder zu hören<br>               sind.<br><br>               Ein unbekannter Siedler kommt nun hinter den Gebäuden zum<br>               Vorschein und rennt panisch, aber zielstrebig auf die Gruppe<br>               zu.<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Ist das...?<br><br>               Der Himmel bekommt nun eine völlig unerwartete Neufärbung.<br>               Ein grüner Schimmer legt sich über den ehemals blauen Himmel,<br>               ausgelöst von einer Reihe Plasmatorpedos, die auf den<br>               Erdboden zurasen.<br><br>               Mit einem markerschütternden Knall kracht ein Torpedo in ein<br>               nahes Farmerhaus, die Druckwelle ist für die Gruppe immernoch<br>               zu spüren und veranlasst sie sich sich wegzudrehen, um nicht<br>               von kleinsten Trümmern verletzt zu werden. Nach dem das erste<br>               Inferno versiegt ist, sind nur noch die brennenden<br>               Grundmauern von dem Gebäude übrig.<br><br>                                   ABU FASIR (CONT'D)<br>                         Oh verdammt. Warum musste ich recht<br>                         haben.<br><br>               Ein weiter romulanischer Torpedos kommt runter, diesmal<br>               schlägt er in unmittelbarer Nähe ein und die Druckwelle reißt<br>               Franklin, Nathan und alle anderen von den Beinen. Nachdem der<br>               Hagel an kleinen Trümmerteilen in ascheartiger Konsistenz auf<br>               ihre aus dem Dreck herausragenden Rücken nachlässt, erheben<br>               sie sich wieder. Der Siedler, den wir noch vor ein paar<br>               Sekunden auf die Gruppe zulaufen gesehen haben, hat diese nun<br>               ungeachtet des Chaoses erreicht.<br><br>                                   SIEDLER<br>                         Bürgermeister Franklin! Eine<br>                         romulanische Armada hat sich gerade<br>                         im Orbit enttarnt. Sie kamen völlig<br>                         unerwartet.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         Ja, das sehen wir.<br>                             (beat;zu den Besuchern)<br>                         Ich hatte ja gesagt, sie könnten<br>                         jederzeit kommen.<br><br>               Am Himmel sind immer noch weitere Flugkörper zu erkennen, die<br>               auf die Siedlungen des Planeten zurasen. Im Hintergrund<br>               ereignen sich gerade zwei weitere Einschläge, die von weiten<br>               schon bedrohlich genug anzusehen sind, aber durch die<br>               Entfernung nicht mehr direkt zu spüren sind. Ihre verheerende<br>               Wirkung in der Siedlung kann man sich aber redlich<br>               vorstellen.<br><br>                                   SIEDLER<br>                         Wir müssen durchhalten. Eine Flotte<br>                         der Allianz war in unmittelbar<br>                         Nähe, als sie die Romulaner auf<br>                         ihren Sensoren entdeckt haben. Sie<br>                         sind nun hierher unterwegs.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Die Flotte war doch getarnt?<br><br>                                   SIEDLER<br>                         Irgendwie müssen sie sich vorzeitig<br>                         verraten haben.<br><br>               Das Bombardement nimmt kein Ende, und über den gesamten<br>               Horizont verteilt sind Explosionenen zu sehen, die versuchen<br>               den grün schimmernenden Himmel mit einem feuerroten Glühen zu<br>               überdecken.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         Und warum hat uns niemand<br>                         rechtzeitig gewarnt?<br><br>                                   SIEDLER<br>                         Die Allianz hat gerade noch<br>                         rechtzeitig diese Flotte<br>                         abkommandieren können. Vermutlich<br>                         dachten Sie, wir hätten die<br>                         Romulaner ebenfalls auf unseren<br>                         Langstreckensensoren gesehen.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                             (wutschäumend)<br>                         Wir haben schon seit Monaten keine<br>                         funktionierenden<br>                         Langstreckensensoren und die<br>                         Allianz hat uns nie Ersatzteile<br>                         geliefert.<br><br>               ZOOM AUF DEN HIMMEL<br><br>               Nach einigen weiteren Explosionen verfärbt sich der Himmel<br>               plötzlich wieder zu einem etwas friedvolleren Gemisch aus<br>               Blau und rot. Die giftgrünen Torpedos der Romulaner scheinen<br>               auf einmal zu versiegen und den Himmel wieder frei zu geben.<br><br>               Doch verschwunden können die Romulaner noch lange nicht sein,<br>               es scheinen sogar neue Schiffe im Sonnenlicht einen fleckigen<br>               Schatten zu werfen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     EXT. WELTRAUM                                           23<br><br>               Wir sehen eine mittlere romulanische Streitmacht, deutlich<br>               kleiner als die aus 2x12, im Orbit kreisen und aus ihren<br>               Bugöffnungen Torpedos in Richtung des schutzlosen Planeten<br>               blasen.<br><br>               Hinter der grünen Invasionsmacht taucht nun ein besonderes<br>               Lichtspiel auf. Erst ein Blitz erhellt den Hintergrund, aus<br>               dem die S.S. Antares schlüfpft, dann zwei, dann mehrere, bis<br>               aus ihnen eine ganze Angriffsflotte der Allianz erscheint,<br>               bunt gemischt aus Sternenflottenschiffen, andorianischen und<br>               tellaritischen Kreuzern, die Kurs auf ihren Feind nehmen.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        24     INT. PLANET - TAG                                       24<br><br>               Der Siedler, der uns schon über den Angriff der Romulaner<br>               berichtet hat, hält nun seinen Kommunikator in der Hand und<br>               scheint neue Informationen zu bekommen.<br><br>                                   SIEDLER<br>                         Die Allianz ist eingetroffen, die<br>                         Romulaner konzentrieren ihr Feuer<br>                         nun auf deren Schiffe.<br><br>               Nathan hat zur selben Zeit ebenfalls seinen Kommunikator<br>               gezückt und weiß für seine Crew ebenfalls neues zu berichten.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Unser Schiff befindet sich noch<br>                         heil im Orbit, die Romulaner haben<br>                         es wohl bis jetzt ignoriert.<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Dann sollten wir schleunigst hier<br>                         verschwinden.<br><br>                                   FRANKLIN<br>                         In Ordnung, versucht heil davon zu<br>                         kommen. Und hofft, dass wir uns<br>                         dann alle noch einmal wiedersehen.<br><br>               Franklin weist seinem Stab an, ihm in Richtung Siedlung zu<br>               folgen, und alle beginnen loszurennen.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Wollen wir uns dem Schiff mitten<br>                         durch das Kampfgebiet im Orbit<br>                         schlagen?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Ich sehe keine andere Möglichkeit.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Das ist Wahnsinn. Wir könnten in<br>                         dem Getümmel jederzeit von beiden<br>                         Seiten getroffen werden.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Hast du einen besseren Vorschlag?<br><br>                                   SHAWN<br>                         Wir warten hier, bis die Allianz<br>                         die Romulaner zurückschlagen kann.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Und wenn sie die Romulaner nicht<br>                         zurückschlagen kann?<br><br>                                   SHAWN<br>                         Dann... sind wir auch tot.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Eben. Dummer Plan. Ich werde mich<br>                         durchschlagen. Wer kommt mit?<br><br>               Vereinzelt regnen immer noch wenige Torpedos herab, noch<br>               ungezielter als zuvor, und einer schlägt direkt zwischen dem<br>               Weg in Richtung Siedlung, auf dem gerade eben noch Franklin<br>               und seine Mitbürger zu sehen waren, und dem Shuttle ein. Die<br>               Explosionswelle schleudert Nathan und seine Crew gegen ihr<br>               Shuttle, und einige Trümmerteile donnern hörbar gegen die<br>               Metallhülle des Gefährts.<br><br>               Unsere Frachtercrew hat diesen Einschlag glücklicherweise<br>               noch knapp überstanden, auch wenn ihre Kleidung von einigen<br>               kleinsten Fragmenten stellenweise zerfetzt wurde. Die Straße<br>               in Richtung Siedlung ist allerdings scheinbar leer. Mehr noch<br>               ist eigentlich überhaupt keine Straße mehr zu erkennen, ein<br>               riesiger Schutt- und Erdhaufen sind die einzigsten<br>               verbleibenden Landschaftsmerkmale.<br><br>                                   CHRISTINE<br>                         Ich komme mit.<br><br>                                   ABU FASIR<br>                         Vesuchen wirs.<br><br>                                   RAND<br>                         Ich bleibe hier.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Was?<br><br>                                   SHAWN<br>                         Du?<br><br>                                   RAND (CONT'D)<br>                         Es ist sicherer.<br>                             (zu Shawn)<br>                         Ich kann zugeben wenn jemand<br>                         anderes Recht hat. Was ist mit dir?<br><br>                                   NATHAN<br>                         Mein Gott, seid ihr des Wahnsinns?<br>                         Die Zeit läuft uns davon.<br><br>                                   RAND<br>                         Dann bleibt auch hier.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Sorry, ich werde nicht einfach auf<br>                         meinen Untergang warten. Ich<br>                         versuche mein Glück. Wenn ihr nicht<br>                         mitkommen wollt, tut es mir leid.<br>                         Sollten die Allianz gewinnen,<br>                         kommen wir wieder. Ansonsten...<br><br>                                   RAND<br>                         Ich weiß.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Bist du dir wirklich sicher Rand?<br><br>                                   RAND<br>                         Bist du es dir?<br><br>               Nathan zieht mit einem sehr schmerzhaften Blick auf Rand<br>               seinen Kommunikator.<br><br>                                   NATHAN<br>                         Behaltet das Shuttle, wir nehmen<br>                         den Transporter.<br>                             (beat)<br>                         Ich wünsche euch viel Glück.<br><br>                                   RAND<br>                         Wir euch auch. Einer von uns wird<br>                         schon durchkommen.<br><br>               Nathan, Christine und Abu treten nun zwei Schritte zurück<br><br>                                   NATHAN<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Computer, drei Personen hochbeamen.<br><br>               Die drei verschwinden nun in drei synchronen Lichtblitzen,<br>               die ihre Materie in sich aufnehmen und dann erblassen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     EXT. WELTRAUM                                           25<br><br>               Die beiden Flotten haben sich bereits in ein großes<br>               Raumgefecht verkeilt. Die aktuelle Frontlinie ist zwar zu<br>               erkennen, aber immer wieder schlüpfen Schiffe beide Seiter<br>               ins Getümmel des Gegners und versuchen dort mit explosiven<br>               Geschosse und Phaserstrahlen schaden anzurichten. Wir<br>               erkennen jetzt, dass die Allianz die zahlenmäßige<br>               Überlegenheit auf ihrer Seite hat, was sich auch in dem<br>               ersten romulanischen Schiff zeigt, der vor unseren Augen<br>               explodiert. Ein Sternenflottenschiff, dass sich mutig<br>               vorgewagt hat, muss zwar einige Treffer von einem Bird of<br>               Stealth einstecken, doch dieses wird sofort von einer<br>               hinteren Linie andorianischer Kreuzer unter gezieltem<br>               Beschuss genommen und explodiert.<br><br>               ZOOM AUF EINEN KLEINEN DY-FRACHTER<br><br>               Mitten in diesem Chaos erkennen wir nun einen leicht zu<br>               übersehenden Frachter, der versucht einen Graben in dem<br>               Getümmel zu finden, durch den es schlüpfen kann.<br>               Ein paar duellenierende Schiffe konnte es schon hinter sich<br>               bringen, als es blitzartig einem hervorschießenden<br>               romulanischen Vogel ausweichen muss, der mit dieser Taktik<br>               versucht hinter die feindlichen Linien zu kommen.<br><br>               Währenddessen können wir die Kommstimme von Nathan hören.<br><br>                                   NATHAN (V.O.)<br>                         Es sieht gut aus, die Allianz<br>                         scheint in der Überzahl zu sein.<br><br>               Der Frachter hat gerade das gefährliche Ausweichmanöver<br>               hinter sich gebracht und das romulanische Schiff ist ohne<br>               Kollision an ihnen vorbeigeflogen, als sie in ein direktes<br>               Feuergefacht zwischen einem Sternenflottenschiff, der S.S.<br>               Antares und einem Bird of Stealth geraten. Der erste<br>               Phaserstrahl schießt zum Glück noch knapp vorbei und Abu<br>               scheint ein erneutes Ausweichmanöver fliegen zu wollen, als<br>               die zweite Phasersalve des Sternenflottenschiffes die linke<br>               Warpgondelaufhängen erwischt.<br><br>               Der gelborangene Strahl bohrt sich einfach durch das Metall<br>               und strahlt ungestört weiter durch das All, um sein<br>               eigentliches Ziel, den romulanischen Vogel, zu treffen.<br><br>                                   NATHAN (CONT'D)<br>                         SCHEIßE!<br><br>               Die Warpgondel reißt nun ab und durch das bereits<br>               eingeleitete Ausweichmanöver gleitet die Warpgondel auf das<br>               entgegenkommende eigene Schiff zu, um mit ihrem hinteren Ende<br>               zu kollidieren. Dabei bricht die Gondel auf und wir erkennen<br>               bläuliches Plasma ausströmen, dass sich an den am Heck<br>               befindlichen Antriebsdüsen entzündet und explodiert.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        26     INT. SHUTTLE                                            26<br><br>               Rand und Shawn sitzen direkt vor der Cockpitfront, durch die<br>               das mittlerweile wüstliche Land zu sehen ist, doch ihre<br>               Aufmerksamkeit konzentriert sich mehr der Kommunikation, die<br>               laut durch den Innenraum hallt.<br><br>                                   SHAWN<br>                         NATHAN! Bericht! Bitte kommen!<br><br>               Doch die einzige Antwort bleibt Rauschen.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        27     EXT. WELTRAUM                                           27<br><br>               Das kleine Frachtschiff treibt nun sehr mitgenommen durch das<br>               Kampfgeschehen. Das komplette Heck ist in der Explosion der<br>               Warpgondel in Fetzen gerissen wurden, an Steuern des<br>               überbleibenden Restes ist kaum zu denken.<br><br>               Ein andorianisches Schiff bricht nun über das Frachtschiff<br>               herüber, das gerade an einem schon halbzerstörten Bird of<br>               Stealth verbeigleitet. Mit einigen gezielten Feuersalven gibt<br>               der Kreuzer dem giftgrünen Vogel den Todesstoß, dessen<br>               Warpmatrix danach in einem gleißenden Lichtball explodiert,<br>               deren Radius auch unseren Frachter einschließt, der von der<br>               ungeheuren Wucht endgültig zerrissen wird.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     INT. SHUTTLE                                            28<br><br>               Shawn hat seinen Kopf in seinen Händen vergraben, er scheint<br>               an der Grenze seiner menschlichen Kräfte zu sein.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Sie sind tot...Verdammte Scheiße,<br>                         Sie sind tot!<br><br>               Rand nähert sich seinem Nacken und spricht von hinten auf ihn<br>               ein.<br><br>                                   RAND<br>                             (schwermütig)<br>                         Es ist vorbei.<br><br>                                   SHAWN<br>                             (rasend)<br>                         Es ist vorbei??? MEIN GOTT, SIE<br>                         SIND TOT!<br><br>                                   RAND<br>                             (ruhig, besonnen)<br>                         Ja. Und die Romulaner ziehen sich<br>                         zurück.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Ich glaube es nicht! Berührt es<br>                         dich gar nicht, dass Nathen,<br>                         Christine und Abu tot sind?<br><br>                                   RAND<br>                         Natürlich. Aber, aber sie sind<br>                         nicht die Einzigen. Schau doch mal<br>                         raus.<br><br>               BLICK DURCH DAS FENSTER AUF DIE LANDSCHAFT<br><br>               Aus der einstmals grünen Landschaft, in der sich goldene<br>               Weizenfelder gewiegt haben, ist nun eine verbrannte, dornige<br>               Erde geworden. Die Siedlung ist zum größten Teil zerstört,<br>               auf ihre Grundmauern abgebrannt, und die Felder sind<br>               ebenfalls von den Flammen zerfressen worden.<br><br>                                   RAND (O.C.) (CONT'D)<br>                         Hier ist alles tot.<br><br>               ANSICHT IM SHUTTLE.<br><br>                                   SHAWN<br>                             (immernoch wütend)<br>                         Die Leute werden ihre Farmen wieder<br>                         aufbauen, neue Felder anlegen, da<br>                         bin ich sicher. Aber die Toten<br>                         kommen trotzdem nicht zurück.<br><br>                                   RAND<br>                         Das will ich sagen. Das sieht<br>                         niemand. Eine Ernte kann vernichtet<br>                         werden, aber Pflanzen wachsen immer<br>                         wieder nach. Was das bedeutet,<br>                         juckt sonst keinen.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Gott verdammter Scheiß!<br>                         Ausgerechnet derjenige, der wohl<br>                         nur Brei im Kopf hat, überlebt. Was<br>                         redest du nur für einen<br>                         Schwachsinn?<br><br>                                   RAND<br>                         Du musst als Farmer aufgewachsen<br>                         sein, um zu verstehen, was einem<br>                         ein Stück Land bedeuten kann. Für<br>                         die meisten ist ein Farmer nicht<br>                         mehr wert als sein Feld. Du sagst<br>                         es doch selber. Einfältiges<br>                         Gesindel; denken doch alle. Aber<br>                         dir gehts jetzt genauso. Wir<br>                         spielen keine Rolle. 'Es geht schon<br>                         weiter'. 'Da wächst Gras drüber'.<br>                         Du weißt, das ganze dumme Gefasel.<br>                         Wen scherrts schon wirklich,<br>                         wieviele heute alles verloren<br>                         haben, wenn ein Krieg tobt. Was<br>                         sind schon Felder, Farmer oder<br>                         Schmuggler.<br><br>                                   SHAWN<br>                         Aber sag mir, was sollen sie denn<br>                         anderes tun als weiterzumachen,<br>                         wenn die ihr Land nicht aufgeben<br>                         wollen?<br><br>                                   RAND<br>                         Keine Ahnung. Das ist wohl der<br>                         Punkt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        29     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS           29<br><br>               Wir sehen Captain Caylon, wie er ruhig in seinem Sessel sitzt<br>               und über eine Kommverbindung mit Admiral Forrest spricht und<br>               ihn über die Ereignisse informiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir konnten die Romulaner ohne<br>                         eigene Verluste zurückschlagen. Wir<br>                         haben insgesamt drei romulanische<br>                         Schiffe zerstören können, bevor sie<br>                         sich zurückgezogen haben.<br>                             (beat)<br>                         Während des Kampfes haben auch ein<br>                         paar Shuttles und Frachter versucht<br>                         den Planeten verlassen. Wir konnten<br>                         in dem Getümmel allerdings nicht<br>                         feststellen, wieviele es geschafft<br>                         haben.<br><br>                                   FORREST<br>                         Verstehe.<br>                             (beat;etwas bedrückt)<br>                         Ich fürchte nur, dass es sich<br>                         leider um ein Ablenkungsmanöver<br>                         gehandelt hat. Die Romulaner sind<br>                         zur gleichen Zeit an einer anderen<br>                         Stelle über die Grenze gekommen und<br>                         haben einen Versorgungskonvoi<br>                         vernichtet.<br><br>               Caylon knickt seinen Kopf daraufhin betrübt ein.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Das ist ärgerlich.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir können den Verlust verkraften.<br>                         Die Ladung lässt sich ersetzen.<br>                         Wichtig ist, dass wir die<br>                         Grenzlinie halten konnten. Wenn wir<br>                         den Planeten verloren hätten, hätte<br>                         das eine enorme demoralisierende<br>                         Wirkung auf die Truppen gehabt.<br>                         Solange wir den Status quo halten<br>                         können, bleibt die Hoffnung, dass<br>                         die Romulaner irgendwann aufgeben<br>                         müssen. Sie können nicht ewig so<br>                         weiter machen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...Genauso wenig wie wir.<br><br>                                   FORREST<br>                         Denken Sie einfach immer daran,<br>                         dass sie heute wieder zahllose<br>                         Menschenleben retten konnten.<br><br>               Beide Männer blicken sich unter gegenseitigem Schweigen an.<br>               Ihre Gesichtsausdrücke verraten, dass sie nicht über das<br>               reden brauchen, was beide wissen: Der Krieg ist zu ihrem<br>               stetigen Begleiter geworden, und es scheint nichts anderes<br>               mehr zu geben, als den endlosen Kampf.<br><br>               Das Bild verblasst.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                      - ENDE -<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6116</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x10 - Der Retter</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x10-der-retter-r6094/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52673.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0310.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x10) - "Der Retter"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Überraschend kontaktiert der Vulkanier Malek die Antares und bittet sie, zu einem Kloster der Klingonen auf einem vulkanischen Planeten zu fliegen. Die Crew reagiert misstrauisch. Die Exklave wurde auf brutaleste Weise zerstört. Als die Antares doch noch Überlebende findet, gerät die Crew mitten in einen Machtkampf, dessen Ausgang das Schicksal des Universums nachhaltig verändern könnte...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52664.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52664"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52665.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52665"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53653.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53653"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_53654.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=53654"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52663.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52663"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52666.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52666"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52667.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52667"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                     "Der Retter"<br> <br> <br> <br> <br>                                        TEASER<br> <br> <br>          1     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                  1<br> <br> <br>                Wir sind im Weltraum. Die Antares kommt auf uns zu. Langsam<br>                fliegt sie über den Betrachter weg.<br><br> <br> <br>                                                            DISSOLVE TO:<br> <br> <br>          2     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                          2<br> <br> <br>                In der Mitte des Raumes stehen Caylon und Torlan. Caylon<br>                wirkt sehr mitgenommen und ist unrasiert.<br> <br> <br>                                    TORLAN<br><br>                          Leider gibt es keine Hinweise<br>                          darauf, dass er überlebt haben<br>                          könnte. Daher hat der Jandesh ihn<br>                          jetzt offiziell für tot erklärt.<br><br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (niedergeschlagen)<br>                          Das ist ein weiterer schwarzer Tag<br>                          in diesem Jahr. Und ich weiß nicht,<br>                          was mich im Moment mehr schockiert.<br>                          Die Nachricht oder das ich noch<br>                          nicht einmal wusste, dass er<br>                          bereits vor zwei Monaten sein<br>                          Kommando niedergelegt hatte.<br> <br> <br>                Er blickt aus dem Fenster.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                              (zu sich selbst)<br>                          Es scheint mir fast wie die<br>                          Ouvertüre einer kommenden<br>                          Katastrophe<br> <br> <br>                                    TORLAN<br>                          Captain? Was sagten Sie?<br> <br> <br>                Caylon schreckt auf.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Verzeihen Sie, Commander. Ich muss<br>                          auf Sie lächerlich schwach wirken<br>                          im Moment, aber die Ereignisse<br>                          hinterlassen auch bei mir Spuren.<br> <br> <br>                                    TORLAN<br>                          Sie brauchen sich nicht zu<br>                          entschuldigen. Wir mögen ein<br>                          kämpferische Rasse sein, Captain,<br>                          aber wir kennen auch Trauer und<br>                          Hoffnungslosigkeit. Beides<br>                          empfinden wir als Herausforderung<br>                          und Prüfung.<br><br>                              (beat)<br>                          Sein Verlust ist tragisch, gewiss.<br>                          Aber die Zeit wird alle Wunden<br>                          heilen. Und seine Nachfolgerin,<br>                          Tiris, ist eine hervorragende<br>                          Kommandantin.<br> <br> <br>                Caylon nickt.<br><br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (leise)<br>                          Herausforderung. Prüfung. Das ist<br>                          es sicher.<br> <br> <br>                In diesem Moment unterbricht das Kommsignal das Gespräch.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                              (tief durchatmend)<br>                          Sie sehen, Commander. Es geht immer<br>                          weiter. Egal ob man es will.<br> <br> <br>                Torlan guckt Caylon bestätigend an. Caylon aktiviert die<br>                Komm.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Caylon hier!<br> <br> <br>                                    MENDEZ KOMMSTIMME<br>                          Wir empfangen eine Nachricht für<br>                          sie, Captain. Sie kommt von Captain<br>                          Malek.<br> <br> <br>                Caylon und Torlan sehen sich an.<br><br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Stellen Sie es durch.<br> <br> <br>                Torlan will gehen, doch Caylon deutet ihm mit der Hand an, zu<br>                bleiben, während er zum Terminal geht. Auf diesem erscheint<br>                das Gesicht Maleks, des vulkanischen Captains aus dem Bolarus<br>                Zwischenfall ("Geheimnisse Teil I und II"), der mit den<br>                Menschen damals zusammen gearbeitet hat.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Captain Malek. Was verschafft mir<br>                          die Ehre?<br> <br> <br>                                    MALEK<br>                          Eine Bitte, Captian. Sie Menschen<br>                          würden es einen Gefallen unter<br>                          Freunden nennen.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Bedauerlicherweise befinden wir uns<br>                          auf dem Weg zu einem wichtigen<br>                          Einsatz, Malek. Wir haben also nur<br>                          ein sehr eingeschränktes<br>                          Zeitfenster.<br><br> <br> <br>                                    MALEK<br>                          Es dürfte nicht sehr lange dauern,<br>                          Captain. Weniger als vielleicht<br>                          vier bis fünf Stunden. Aber<br>                          schnelles Handeln könnte von<br>                          immenser Wichtigkeit sein. Es<br>                          könnte die Zukunft von uns allen<br>                          nachhaltig beeinflussen.<br> <br> <br>                AUF CAYLON<br> <br> <br>                Caylon guckt überrascht zu Torlan.<br> <br> <br>                                                               FADE OUT.<br> <br> <br> <br> <br>                                        ENDE TEASER<br>                                           AKT I<br> <br> <br>          3     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                  3<br> <br> <br>                Die Antares ist auf Warp.<br> <br> <br>          4     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    4<br> <br> <br>                Wir sehen Ostrowski am Steuer, Mendez an der Taktik, D'Ville<br>                an der Wissenschaft. Scheinbar kam Maleks Ruf gerade während<br>                der B-Schicht herein. Caylon, Torlan und Miller stehen auf<br>                der Brücke.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Wie lange noch?<br> <br> <br>                                    OSTROWSKI<br>                          Sechs Minuten, Sir.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Irgendwelche Anzeigen?<br> <br> <br>                Mendez schüttelt den Kopf. Caylon guckt fragend zu D'Ville.<br> <br> <br>                                    D'VILLE<br>                          Ich habe bereits die<br>                          wissenschaftlichen Sensoren zur<br>                          Taktik transferiert, Sir. Keine<br>                          Hinweise auf irgendetwas.<br> <br> <br>                In diesem Moment kommt Mestral auf die Brücke und löst<br>                D'Ville ab. Kurz darauf kommt auch, sichtlich verschlafen und<br>                ungekämmt, Beem herein.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Verdammt, Captain. Was ist los? Was<br>                          macht der Doc hier?<br> <br> <br>                Miller guckt Beem etwas abschätzig an.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Wir sind auf einer Rettungsmission.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Und wenn retten wir, wenn ich<br>                          fragen darf?<br> <br> <br>                Tschernovsky kommt herein und geht zum Steuer. Dabei lauscht<br>                er dem Gespräch.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Kligonische Mönche.<br> <br> <br>                Beem lacht, als wenn er einen Scherz gehört hat.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Nicht Ihr Ernst?<br><br> <br> <br>                Caylon guckt ihn ernst an.<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br>                          Höchst ungewöhnlich, Captain.<br>                          Meines Wissens befindet sich hier<br>                          kein Kloster der Klingonen.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Hat uns das Reich darum gebeten?<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Nein, es war Malek.<br> <br> <br>                Die Crew guckt Caylon erstaunt an.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                              (fast theatralisch)<br>                          Malek? Was kümmern den klingonische<br>                          Mönche?<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Komplizierte Geschichte,<br>                          Lieutenant. Da musste ich auch<br>                          dreimal nachfragen. Daher nur die<br>                          Kurzfassung: Die Mönche haben die<br>                          Vulkanier gebeten, aus religiösen<br>                          Gründen ein Kloster auf einem von<br>                          den Vulkaniern beanspruchten<br>                          Planeten zu errichten und sie zudem<br>                          um Schutz ersucht.<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br>                          Das ist unlogisch, Captain. Es wäre<br>                          entehrend für Klingonen, bei den<br>                          Vulkaniern Schutz zu ersuchen,<br>                          statt sich selbst zu schützen.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Und davon mal abgesehen, BITTEN<br>                          Klingonen nicht, sie NEHMEN.<br> <br> <br>                Miller zieht eine Augenbraue hoch und schüttelt den Kopf.<br>                Beem bemerkt das.<br> <br> <br>                                    BEEM (CONT'D)<br>                          Was soll das heißen, Doc?<br> <br> <br>                                    MILLER<br>                          Nichts. Eine solche Weltsicht passt<br>                          einfach nur wieder zu Ihnen.<br> <br> <br>                Beem will noch was erwidern, aber Caylon gebietet ihm<br>                Einhalt.<br><br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Es muss Ihnen genügen, dass die<br>                          Mönche nicht das militärische<br>                          Standing im Reich hatten, um sich<br>                          von den Vulkaniern was zu nehmen<br>                          oder sich selbst zu schützen.<br>                          Außerdem sollten Sie aus den<br>                          taktischen Berichten wissen, dass<br>                          nicht alle Klingonen gleichermaßen<br>                          gewalttätig sind. Ja, es ist<br>                          ungewöhnlich, aber scheinbar nicht<br>                          ungewöhnlich genug.<br> <br> <br>                Er wendet sich an Tschernovsky.<br><br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Wie lange noch, Darius?<br> <br> <br>                                    TSCHERNOVSKY<br>                          Noch 30 Sekunden.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Maschinenraum. Ist der Schild klar,<br>                          Nicole?<br> <br> <br>                                    MÜLLER KOMMSTIMME<br>                          Einsatzbereit, Fred.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Aktivieren!<br> <br> <br>          5     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                  5<br> <br> <br>                Wir sind im Weltraum. Die Antares fällt vor uns aus dem Warp<br>                und fliegt über den Betrachter weg. Die Kamera dreht sich und<br>                folgt ihr. Im Blickfeld taucht ein Planet auf. Über diesem<br>                schweben erkennbar Trümmer. In der Atmosphäre erkennt man<br>                eine grau braune Wolke, die Sichtbar auf eine Katastrophe<br>                hindeutet.<br> <br> <br>                                                            DISSOLVE TO:<br> <br> <br>          6     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    6<br> <br> <br>                Die Brückencrew guckt entsetzt auf dem Schirm. Alles deutet<br>                auf die Tatsache hin, dass etwas Grauenhaftes passiert ist.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (zu Mestral)<br>                          Bericht, George! Was ist da<br>                          passiert?<br> <br> <br>                Mestral guckt auf seine Anzeigen und zeigt für ihn<br>                ungewöhnlich deutlich eine emotionale Reaktion. Er ist<br>                entsetzt.<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br>                              (geschockt)<br>                          Die Kolonie wurde Opfer eines<br>                          massiven thermonuklearen Schlages.<br>                          Im Orbit sind zudem die Trümmer<br>                          eines Versorgungsschiffes<br>                          vulkanischer Bauart.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (leise)<br>                          Mein Gott.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                              (fast flüsternd)<br>                          Einfach weggebombt. Ohne Kommentar.<br> <br> <br>                Er dreht sich zu Caylon.<br> <br> <br>                                    BEEM (CONT'D)<br>                          Sir. Das waren sicher nicht die<br>                          Klingonen. Die gehen taktisch<br>                          anders vor. Ehrlich gesagt kenne<br>                          ich nur ein Volk, das so etwas tun<br>                          würde.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (halb fragend, halb<br>                               ahnend)<br>                          Ist das eine Vermutung oder haben<br>                          Sie auch Beweise?<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br><br>                          Leider lassen sich keine klaren<br>                          Belege finden. Es wurden zwar<br>                          Plasmawaffen verwendet, aber die<br>                          Signaturen können die These des<br>                          Lieutenant, dass die Angreifer<br>                          Romulaner waren, nicht eindeutig<br>                          untermauern.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Wer sonst sollte so etwas machen?<br>                          Und wer sonst hat so etwas schon<br>                          gemacht? Man denke nur an die<br>                          andorianische Kolonie vor ein paar<br>                          Wochen.<br> <br> <br>                                    MILLER<br>                              (flüsternd und sichtbar<br>                               mitgenommen)<br>                          Aber warum? Warum sollten sie das<br>                          tun?<br>                          Sie würden möglicherweise einen<br>                          Krieg gegen die Vulkanier<br>                          riskieren. Zumindest aber einen<br>                          gegen das Reich.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Warum? Weil sie böse sind. Haben<br>                          Sie DAS immer noch nicht erkannt.<br> <br> <br>                Miller zuckt zusammen bar der harschen Worte Beems. Caylon<br>                geht dazwischen<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Ein Rückfall in alte Zeiten, Mr.<br>                          Beem?<br><br> <br> <br>                Beem dreht sich sichtbar von den Worten Caylons getroffen zu<br>                seiner Station. Caylon wendet sich an die anderen.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Ich habe so eine Ahnung, dass das<br>                          Reich nicht unbedingt wegen der<br>                          Zerstörung dieses Kloster einen<br>                          Krieg anzetteln wird.<br> <br> <br>                Die anderen gucken ihn überrascht an. Er wendet sich wieder<br>                an Beem.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Lieutenant Beem, scannen Sie bitte<br>                          nach Neutrino-Emissionen.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Wozu? Denken Sie, dass getarnte<br>                          Schiff hier sind?<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Sagen wir mal, ich hoffe es.<br> <br> <br>                Die Crew blickt ihn überrascht an.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Die Störungen durch die Strahlung<br>                          sind immens. Moment: Ich scanne ein<br>                          kleines Schiff im Orbit. Ein<br>                          Shuttle, nicht größer.<br>                          Es hat eine Art Dämpfungsfeld,<br>                          keine echte Tarnung. Aber scheinbar<br>                          konnten Sie unbemerkt bleiben.<br> <br> <br>                Er guckt skeptisch auf seine Konsole.<br> <br> <br>                                    BEEM (CONT'D)<br>                          Sie treiben in einer sehr niedrigen<br>                          Umlaufbahn und werden in ungefähr<br>                          30 Minuten wieder in die Atmosphäre<br>                          eintreten, wenn wir Sie nicht<br>                          bergen.<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br><br>                          Um genau zu sein...<br> <br> <br>                Beem und Torlan gucken Mestral ernst an. Dieser bemerkt den<br>                Blick.<br> <br> <br>                                    MESTRAL (CONT'D)<br>                          Wir sollten uns beeilen.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Können Sie sonst noch irgendwelche<br>                          Schiffe in der Umgebung scannen,<br>                          Mr. Beem?<br> <br> <br>                Beem schüttelt den Kopf.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Weder normale Schiffe, noch<br>                          getarnte Schiffe. das System ist<br>                          sauber laut meinen Sensoren.<br> <br> <br>                Caylon nickt.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Holen Sie das Shuttle rein und dann<br>                          direkter Kurs auf Malek. Commander<br>                          Torlan, teilen Sie auf<br>                          verschlüsseltem Kanal unseren<br>                          Status mit. Mr. Beem, Doc! Sehen<br>                          wir uns an, wer da entkommen<br>                          konnte.<br> <br> <br>                Torlan nickt, während Caylon die Brücke mit Miller und Beem<br>                verlässt.<br> <br> <br>          7     INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR                             7<br> <br> <br>                Ein kleines Shuttle klingonischer Bauart befindet sich im<br>                Hangar. Müller, McForlay und Yezek sind bereits schon vor Ort<br>                und bereiten die Türöffnung vor. Zwei Sicherheitsleute,<br>                Lt.JrGrd. Davis und Ensign Linus O'Reilly mit Gewehren im<br>                Anschlag stehen gegenüber der Tür. Miller zieht beim Eintritt<br>                den medizinischen Scanner, Beem den Phaser. Caylon sieht zu<br>                Müller, die ihn professionell emotionslos anschaut. Er zögert<br>                ein paar Sekunden.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Bereit Nicole?<br> <br> <br>                Sie nickt und gibt Ensign McForlay ein Zeichen. Dieser<br>                entriegelt die Tür, die zischend aufspringt. Die beiden<br>                Wachen zucken kurz, in Erwartung eines Feindes, doch nicht<br>                passiert. Das innere des Shuttles ist dunkel.<br> <br> <br>                                    MILLER<br>                          Zwei Lebenszeichen, männliche<br>                          Klingonen. Beide sind bewusstlos<br>                          und schwach, aber stabil. Einer der<br>                          Klingonen ist noch nicht erwachsen.<br> <br> <br>                Caylon nickt.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (ironisch)<br>                          Laut Malek haben wir scheinbar das<br>                          Universum gerettet.<br><br> <br> <br>                Die anderen blicken ihn verblüfft an. Caylon bemerkt dies.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Erklärung folgt. Versprochen.<br> <br> <br>                AUF CAYLON<br> <br> <br>                                                                FADE TO:<br> <br> <br>          8     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                            8<br> <br> <br>                Auf der Krankenstation befinden sich Miller, Schwester Apoll,<br>                Caylon, Beem, Councellor Fernandez und zwei Wachen. Die<br>                beiden Klingonen sind noch bewusstlos. Der eine ist ein<br>                zehnjähriger Junge, der andere ein etwas ergrauter Klingone.<br>                Beide haben noch die charakteristische Stirnplatte und<br>                scheinen somit von der Seuche im reich nicht betroffen zu<br>                sein.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Scheinbar sind sie nicht mit dem<br>                          Erreger der Augments infiziert.<br> <br> <br>                                    MILLER<br>                          Korrekt. Demnach muss das Kloster<br>                          in den letzten Jahren von der<br>                          Außenwelt abgeschottet worden sein.<br>                          Beide sind abgesehen von leichten<br>                          inneren Verletzungen durch eine<br>                          Entladung gesund. Mein Wissen über<br>                          Klingonen ist minimal, aber<br>                          scheinbar regenerieren sich die<br>                          Körper sehr schnell von selbst.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Irgendwelche Hinweise auf ihre<br>                          Identität.<br> <br> <br>                Miller schüttelt den Kopf.<br> <br> <br>                                    MILLER<br>                          Sie wissen, dass wir kaum Daten<br>                          über das Reich haben. Aber ich<br>                          denke, er kann ihnen sicher helfen.<br>                          Der Junge sollte im Moment noch<br>                          schlafen. er regeneriert sich etwas<br>                          langsamer.<br> <br> <br>                Sie tritt an den älteren Klingonen heran und verabreicht<br>                diesem eine Spritze. Der Klingone beginnt zu zucken, schlägt<br>                seine Augen auf und fährt abrupt hoch. Die Wachen greifen<br>                instinktiv zu ihren Waffen.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (abrupt und laut)<br>                          Wir sind Freunde! Wir wollen ihnen<br>                          helfen!<br> <br> <br>                Der Klingone hält inne und mustert die Krankenstation und die<br>                Personen in ihr.<br> <br> <br>                                    KLINGONE<br>                          Menschen. Sternenflotte. Sicher<br>                          haben sie die Vulkanier geschickt.<br> <br> <br>                Caylon wirkt etwas erstaunt.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          In der Tat.<br> <br> <br>                                    KLINGONE<br>                          Das Gute an eurer Rasse ist, dass<br>                          ihr so hilfsbereit seid. Wer auf<br>                          einem Schiff von euch ist, kann<br>                          sich sicher sein, dass er sicher<br>                          ist. Das Reich sollte es besser<br>                          wissen, welche Spezies ehrenhaft<br>                          denkt und welche nicht.<br> <br> <br>                Die Crew ist erstaunt ob des kryptischen Kommentars. Der<br>                Klingone deutet auf den Jungen, als er langsam aufsteht.<br> <br> <br>                                    KLINGONE (CONT'D)<br>                          Geht es ihm gut?<br> <br> <br>                                    MILLER<br>                          Soweit ich das beurteilen kann, ja.<br>                          Ich habe wenig Erfahrung mit<br>                          Klingonen, aber seine Verletzungen<br>                          waren nicht schwer und er erholt<br>                          sich gut.<br> <br> <br>                                    KLINGONE<br>                          Natürlich tut er das. Er ist der<br>                          Stolz unserer Rasse.<br> <br> <br>                Er erntet erneut fragende Blicke.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Vielleicht wäre es an der Zeit, uns<br>                          mal gegenseitig vorzustellen.<br>                          Ich bin Captain Frederick Caylon,<br>                          Kommandant des Erdraumschiffes<br>                          Antares. Und sie sind?<br> <br> <br>                Der Klingone dreht sich langsam zu Caylon hin und guckt ihn<br>                durchdringend an.<br> <br> <br>                                    KLINGONE<br>                          Kor'ral. Sohn des Moch'reck.<br>                          Zweiter oberster Priester des<br>                          Klosters Boreth.<br> <br> <br>                Wieder erntet er fragende Blicke, vor allem von Caylon.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Boreth liegt aber im klingonischen<br>                          Reich.<br> <br> <br>                                    KOR'RAL<br>                          Natürlich liegt es das. Mir<br>                          scheint, als hätten die Vulkanier<br>                          ihnen nur das Nötigste gesagt.<br><br>                              (beat)<br>                          Es muss ihn reichen, wenn ich sage,<br>                          dass wir aus religiösen Gründen<br>                          diese Exklave gründeten.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Und der Junge?<br> <br> <br>                                    KOR'RAL<br>                          Er ist unser Hoffnung, unsere<br>                          Zukunft unser Retter. Er ist<br>                          Kah'less.<br> <br> <br>                Erneut blicken die Sternenflottenoffiziere erstaunt auf<br>                Kor'ral.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Wenn ich mich nicht irre, ist<br>                          Kah'less der mystische Begründer<br>                          des klingonischen Reiches. Also ist<br>                          das eine Art Metapher.<br> <br> <br>                Kor'ral beginnt schallend zu lachen. Verwundert blicken ihn<br>                die Menschen ein.<br> <br> <br>                                    KOR'RAL<br>                              (typisch klingoisch laut)<br>                          NEIN! Ihr Ahnungslosen. Es IST<br>                          Kah'less. Es ist seine<br>                          Reinkarnation, die gekommen ist, um<br>                          unser Volk von den Krankheiten der<br>                          Machtgier, Ehrlosigkeit und der<br>                          Geisel dieser Seuche zu heilen. Und<br>                          euer Platz in dieser glorreichen<br>                          Geschichte ist es, Kah'less nach<br>                          Kronos zu bringen, wo er ein neues<br>                          goldenes Zeitalter bringt und alle<br>                          seine Feinde zerschmettern wird.<br> <br> <br>                Caylon wirkt verwirrt. Eine Pause entsteht. In diese springt<br>                schließlich Beem ein.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Wo wir gerade bei Feinden sind,<br>                          Kor'ral. Welcher ihrer Feinde<br>                          steckt hinter diesem Angriff.<br> <br> <br>                Kor'ral fletscht die Zähne.<br> <br> <br>                                    KOR'RAL<br>                              (zischend)<br>                          Die Romulaner. Bislang haben wir<br>                          nie Probleme mit diesen Hunden<br>                          gehabt, daher haben wir auch erst<br>                          im letzten Moment reagiert, als<br>                          klar wurde, dass wir ihr Ziel<br>                          waren. Sie werden in ihrem Blut<br>                          ersaufen für diese Tat.<br> <br> <br>                Caylon und die anderen blicken Kor'ral teils ungläubig, teils<br>                fragend, teils entsetzt an.<br> <br> <br>                AUF KOR'RAL:<br> <br> <br>                                                               FADE OUT.<br> <br> <br> <br> <br>                                         ENDE AKT I<br>                                           AKT II<br> <br> <br>          9     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                  9<br> <br> <br>                Die Antares kommt auf Warp auf uns zu.<br> <br> <br>                                                            DISSOLVE TO:<br> <br> <br>         10     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         10<br> <br> <br>                Wir sehen die gesamte Führungscrew plus Ensign Fernandez am<br>                Tisch versammelt.<br><br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Wie gesagt, Malek hat mir nur<br>                          erzählt, dass das Kloster über ein<br>                          Shuttle mit einem Dämpfungsfeld<br>                          verfügt, für Notfälle, da in dem<br>                          Kloster eine wichtige Person lebt.<br>                          Und das es für die Zukunft aller<br>                          sehr wichtig sein könnte, diese<br>                          Person zu retten. Er hat mir aber<br>                          nicht gesagt, dass wir dort eine<br>                          Art klingonischen Gott finden.<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br>                          Kah'less ist kein Gott. Ich würde<br>                          Ihn lieber mit der historischen<br>                          Figur des Kaisers Friedrich<br>                          Barbarossas auf der Erde<br>                          vergleichen.<br> <br> <br>                Alle bis auf Müller gucken ihn erstaunt an.<br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Barba wer?<br> <br> <br>                Mestral will Beem seine Aussage erläutern, aber Caylon geht<br>                dazwischen.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Lassen Sie gut sein, Lieutenant Ich<br>                          denke, Sie wollen uns sagen, dass<br>                          Kah'less ein mystischer und<br>                          machtvoller Herrscher war. Der<br>                          Begründer des Reiches.<br> <br> <br>                Mestral nickt.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Und nun bittet, nein, vielmehr<br>                          verlangt Kor'ral von uns, dass wir<br>                          diese angebliche Reinkarnation<br>                          dieses mystischern Herrscher ins<br>                          Reich bringen, weil wir dazu vom<br>                          Schicksal auserwählt wurden.<br>                          Weigern wir uns, so hat er uns<br>                          wissen lassen, wäre das ein Akt der<br>                          Ehrlosigkeit.<br><br> <br> <br>                                    BEEM<br>                          Und das, da, wie er sagt, alle<br>                          Feinde Kah'less in Blut baden<br>                          werden, könnte man das indirekt als<br>                          eine Drohung verstehen.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (süffisant)<br>                          Gibt es hier jemanden, der das<br>                          nicht für selbstverständlich hält.<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Ich weiß nicht, ob ich in Deiner<br>                          stelle darüber Witze reißen würde.<br> <br> <br>                                    MESTRAL<br>                          nach einer Einschätzung dürfte uns<br>                          die Befolgung von Kor'rals "Bitte"<br>                          in einen Machtkampf um die<br>                          Herrschaft im Reich verwickeln.<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Also sollten wir die Finger davon<br>                          lassen, Fred. Wir haben schon<br>                          selbst genug Probleme. Allerdings<br>                          frage ich mich, wieso die Vulkanier<br>                          sich da eingemischt haben.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Gute Frage. Die hat Malek bisher<br>                          nicht beantwortet.<br> <br> <br>                                    TORLAN<br>                          Überrascht mich wenig.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Bitte keine alten Ressentiments,<br>                          Commander. Ich stimme Ihnen allen<br>                          im Prinzip zu. Aber es gibt da nur<br>                          ein kleines Problem. Nämlich die<br>                          Tatsache, dass die Romulaner diesen<br>                          Kah'less töten wollen. Ich weiß<br>                          nicht, aber es scheint mir, wir<br>                          sollten noch etwas mehr über das<br>                          Ganze in Erfahrung bringen, bevor<br>                          wir<br><br>                              (er betont das Wort<br>                               bedeutungsvoll)<br>                          Diese "Bitte" einfach so ablehnen.<br>                          Wenn es für die Romulaner so<br>                          wichtig ist, dass sie soviel<br>                          riskieren, ist es sicher einen<br>                          zweiten Blick wert.<br> <br> <br>                Er blickt sich um. Seine Offiziere wirken etwas ratlos. Der<br>                ein oder andere nickt schwach.<br> <br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Gut. Ich und Commander Müller<br>                          werden als Führungsoffiziere noch<br>                          einmal mit dem Jungen und Kor'ral<br>                          reden. Mestral, Sie und Beem<br>                          recherchieren, was im Reich gerade<br>                          passiert. Außerdem werde ich Malek<br>                          kontakten. Nur wenn wir näheres<br>                          über die Gesamtlage erfahren,<br>                          können wir eine richtige<br>                          Entscheidung treffen. Und wenn die<br>                          Romulaner versuchen, die<br>                          Machtverhältnisse im Reich in Ihrem<br>                          Sinne zu beeinflussen, dann sollten<br>                          wir uns da sicher nicht raushalten.<br> <br> <br>                Gemurmel brandet auf. Man sieht, dass die Meinungen<br>                unterschiedlich sind, als die Offiziere den Raum verlassen.<br>                Caylon schaut ihnen nachdenklich hinterher. Nur Müller bleibt<br>                im Raum stehen und guckt Caylon kühl an.<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Meinst Du nicht, Fred, der<br>                          Councellor wäre eine bessere Wahl<br>                          für diese Aufgabe?<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Du bist die erste Offizierin dieses<br>                          Schiffes und damit diejenige, die<br>                          meine Entscheidungen weiter tragen<br>                          müsste, sollte mir was passiert.<br>                          Außerdem<br>                              (beat, er beginnt leicht<br>                               zu stammeln)<br>                          Bist Du trotz allem<br>                              (beat)<br>                          Oder warst mir ein emotionaler<br>                          Stützpfeiler. Ich brauche Dich,<br>                          gerade jetzt.<br><br> <br> <br>                Müller guckt ihn kritisch an.<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Was Dir widerfahren ist, ist sicher<br>                          nicht leicht, das gebe ich zu. Aber<br>                          dabei sollte Dir der Councellor<br><br>                          helfen, nicht ich. Ich habe auch<br>                          meine Probleme und könnte einen<br>                          emotionalen Stützpfeiler brauchen.<br>                          Aber Pflicht ist nun einmal Pflicht<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (emotional)<br>                          Ich brauche keinen Councellor,<br>                          sondern jemanden, der mir Halt<br>                          gibt, verstehst Du das nicht?  Oder<br>                          meinst Du, mir fällt es leicht, Tag<br>                          für Tag schwere Entscheidungen zu<br>                          treffen.<br> <br> <br>                Müller tritt mit finsterer Miene nach vorne.<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                              (scharf)<br>                          Scheinbar muss ich dann deutlicher<br>                          werden. Und zwar als Dein erster<br>                          Offizier. Wenn Du nicht mehr in der<br>                          Lage bist, den Anforderungen Deines<br>                          Postens nachzukommen, dann lege<br>                          Dein Amt nieder. Gerade im Moment<br>                          kommt es auf Deine Führungsstärke<br>                          an. Dir ist doch sicher nicht<br>                          entgangen, wie aggressiv die<br>                          Stimmung im Moment wieder ist,<br>                          oder? Es ist keine Zeit für private<br>                          Dinge.<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                          Was soll das Nicole? Man kann diese<br>                          Dinge im Moment nicht trennen. Also<br>                          muss einfach dafür Zeit sein.<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                              (schnippisch)<br>                          Natürlich. Für Deine Gefühle. Nein,<br>                          Fred SO funktioniert das sicher<br>                          nicht. Wo hörst Du mir denn zu?<br>                          Seit Deiner Genesung haben wir<br>                          nicht EIN Mal über die ganzen<br>                          Ereignisse vor und während meiner<br>                          Abwesenheit richtig gesprochen.<br>                          Über meine Gefühle...<br> <br> <br>                                    CAYLON<br>                              (erregt)<br>                          Und wobei sollte ich zuhören? Bei<br>                          Deinen Phantasien, wie Du diesen<br>                          Deltaner begehrst, wegen, wegen<br>                          irgendwelcher Pheromone?<br> <br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Du elender Feigling...<br> <br> <br>                Müller verzieht das Gesicht und versetzt Caylon spontan eine<br>                Backpfeife. Dieser bleibt wie versteinert stehen.<br> <br> <br>                                    MÜLLER (CONT'D)<br>                              (kühl)<br>                          Das war privat. Aber wenn Du es<br>                          dienstlich sehen willst, dann<br>                          suspendiere mich bitte vom Dienst.<br>                          Ansonsten werde ich Dich bei den<br>                          Gesprächen unterstützen und<br>                          beraten. Als Dein erster Offizier<br>                          und als NICHTS sonst.<br> <br> <br>                Sie will sich schon umdrehen, da fällt ihr noch etwas ein.<br> <br> <br>                                    MÜLLER (CONT'D)<br>                              (sachlich)<br>                          Ich sollte Dich vielleicht davon in<br>                          Kenntnis setzen, dass das<br>                          Dämpfungsfeld des Shuttles<br>                          vulkanisch ist. Kendall meint, dass<br>                          die Daten denen entsprechen, die<br>                          ihr von Malek bei der Bolarus<br>                          Mission erhalten habt. Das solltest<br>                          Du vielleicht bei Deinen<br>                          Entscheidungen bedenken.<br> <br> <br>                Mit diesen Worten dreht sich Müller um und verlässt ohne<br>                weitere Worte den Raum. Caylon guckt ihr regungslos und fast<br>                wie ein bedröpelter Hund nach.<br> <br> <br>                AUF CAYLON<br> <br> <br>                                                                 CUT TO:</font><p><br><font face="Courier New" size="2">        11     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           11<br><br><br>               Wir sehen Caylon und Müller, die mit Kor'ral sprechen. Neben<br>               ihm, nun bei Bewusstsein, sitzt der Junge, der Kah'less sein<br>               soll.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Bevor ich eine Empfehlung zu ihren<br>                         Gunsten an meine Vorgesetzten geben<br>                         kann, wäre es notwendig, Kor'ral,<br>                         wenn Sie uns etwas über die Lage im<br>                         Reich erzählen würden.<br>                         Und offen gesprochen auch darüber,<br>                         was passiert wird, wenn wir Sie<br>                         beide dort abliefern. <br><br><br><br>               Der Junge springt auf und geht auf Caylon zu.<br><br><br>                                   KAH'LESS<br>                         Dann werde ich mein Volk retten und<br>                         unsere Kultur erneuern. Und alle<br>                         Feinde, von innen und von außen,<br>                         werden sterben oder sich uns<br>                         unterwerfen. Das Reich wird wieder<br>                         die Stellung im Universum bekommen,<br>                         die ihm zusteht.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (trocken)<br>                         Die Vorherrschaft?<br><br><br>                                   KAH'LESS<br>                         Seine Führungsrolle, die mein Volk<br>                         nicht nur durch Eroberung, sondern<br>                         alleine durch Ehrfurcht der anderen<br>                         erringen wird.<br><br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und wer keine Ehrfurcht zeigt?<br><br><br>               Während dieser Worte wird Kah'less Blick bedrohlicher.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (etwas schärfer im Ton)<br>                         Nicole. Im Moment geht es um die<br>                         momentane Lage.<br><br><br>               Müller guckt Caylon kritisch an. Der wendet sich an Kor'ral<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wie sie wissen, hat unser Volk dem<br>                         ihrigen mehrfach geholfen, sei es<br>                         beim Broken Bow Zwischenfall oder<br>                         bei der Augementen-Seuche.<br>                         Und wir sind auch dieses Mal<br>                         bereit, Ihnen zu helfen, wenn wir<br>                         sicher sind, dass unsere Hilfe<br>                         nicht missbraucht wird. Wir haben<br>                         unsere Regel und ich...<br><br><br>               Er zögert und überlegt sichtbar, wie er seine Worte wählt<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Die Ehre fordert von mir, dass ich<br>                         die Regeln meines Volkes befolge.<br>                         Um zu wissen, ob ich gegen sie<br>                         verstoße, ist es wichtig, dass sie<br>                         mir meine Fragen beantworten.<br><br><br>               Kah'less will was erwidern, doch Kor'ral hält ihn zurück.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                             (zu Kah'less)<br>                         Lasst mich sprechen, mein Herr.<br>                         Ihre Zweifel sind begründet, aber<br>                         lassen sich leicht zerstreuen.<br><br><br>               Kah'less nickt.<br><br><br>                                   KOR'RAL (CONT'D)<br>                             (zu Caylon)<br>                         Vor langer Zeit gründete Kah'less<br>                         das Reich. Aber immer wieder war es<br>                         die Schwäche der Anführer, die das<br>                         Reich später an den Abgrund führte.<br>                         Bis schließlich der Hohe Rat die<br>                         Führung übernahm und einen Kanzler<br>                         wählte. Dieser sollte Kah'less<br>                         Kodex der Ehre durchsetzen oder<br>                         abgewählt werden. Der Rat bestand<br>                         aus den Repräsentanten der<br>                         ehrenhaftesten Familien des<br>                         Reiches, deren Machtanspruch vom<br>                         Volk bestätigt wurde. In dieser<br>                         Zeit erlebten wir Fortschritt und<br>                         Wohlstand. Aber mehr und mehr wurde<br>                         das System korrupt.<br>                         Das Volk verlor sein Gehör und ein<br>                         Platz im Rat wurde durch eine große<br>                         Flotte und später sogar durch die<br>                         Gunst der Mehrheit des Rates und<br>                         des Kanzlers gesichert. Um sich<br>                         einen Namen zu machen, begannen<br>                         junge Krieger der Familien mit<br>                         Beutezügen und Intrigen, während<br>                         der Kanzler nur noch alles<br>                         bekämpfte, was ihm gefährlich<br>                         werden konnte. Ein Machtwechsel<br>                         hieß Bürgerkrieg.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Daher versteckten Sie auch<br>                         Kah'less? Um ihn davor zu schützen?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Ja. Diese Ehrlosigkeit im Reich<br>                         nötigte unseren Orden zu diesem<br>                         feigen Vorgehen. Der letzte<br>                         Kanzler, Gotor, begann, die<br>                         Priesterschaft zu schwächen. Als<br>                         eines Morgens dieses Kind auf<br>                         unserem Altar lag, wussten wir,<br>                         dass es Opfer eines Anschlages<br>                         würde, wenn es im Reich blieb. Wir<br>                         hatten nicht mehr die Macht es zu<br>                         schützen.<br><br><br>               Fast verschämt guckt er zu Boden.<br><br><br>                                   KOR'RAL (CONT'D)<br>                         Wir wandten uns an Robok, damals<br>                         der Abgesandte der Vulkanier auf<br>                         Kronos. Auch wenn er ein Vulkanier<br>                         war, so war er ehrenhafter als die<br>                         meisten Klingonen. Er bot uns an,<br>                         ein Kloster auf einem Planeten im<br>                         freien Raum zu errichten und es<br>                         dadurch zu schützen, dass die<br>                         Vulkanier Anspruch auf den Planeten<br>                         erhoben. Wir deuteten einige alte<br>                         Quellen so, dass ein religiöser<br>                         Anspruch auf den Planeten<br>                         abgeleitet werden konnte.<br>                         Niemand im Reich kümmerte das und<br>                         daher wunderte sich auch niemand,<br>                         dass wir mit den Vulkanieren<br>                         verhandelten. Ja es ist war, wir<br>                         sind soweit gesunken, dass wir zu<br>                         diesen Lügen greifen mussten, um<br>                         den rechtmäßigen Herrscher zu<br>                         verstecken.<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber die Vulkanier wollen Sie nicht<br>                         ins Reich bringen?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Wir wollen es auch nicht. Es würde<br>                         Kah'less bei vielen als ein<br>                         Feigling dastehen lassen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber wenn wir ihn bringen, dann<br>                         nicht?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Das Schicksal hat Sie geschickt,<br>                         nachdem Kah'less es geschafft hat,<br>                         einer heimtückischen Attacke seiner<br>                         Feinde zu widerstehen. Das wird das<br>                         Volk verstehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Womit wir bei Thema sind. Es waren<br>                         keine Klingonen, die sie angriffen,<br>                         sondern die Romulaner.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Sie fürchten seine Macht. Zu recht.<br>                         Außerdem würde es mich nicht<br>                         wundern, wenn einer oder mehrere<br>                         der Mitglieder im Hohen Rat, die<br>                         gegen Gotor kämpfen, Hilfe von<br>                         außen bekämen. Diese Seuche hat<br>                         unser Volk endgültig in<br>                         machtgierige Barbaren verwandelt,<br>                         die keine Ehre mehr kennen. Ich<br>                         weiß nicht, hinter wem die<br>                         Romulaner stehen.<br>                         Aber derjenige musste sich so nicht<br>                         die Hände schmutzig machen und den<br>                         Zorn des Volkes riskieren.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (fast flüsternd, )<br>                         Das macht Sinn, Fred...<br><br><br><br>               Sie stockt<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und es herrscht also de facto<br>                         Bürgerkrieg im Reich?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Seit vor einigen Monaten Mitglieder<br>                         im Rat behaupteten, dass Gotor<br>                         durch sein Amt versucht, Mienen<br>                         unter seine Kontrolle zu bekommen.<br>                         Fraglos hat er es versucht, aber im<br>                         Normalfall hätte es kaum jemanden<br>                         interessiert.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was passiert, wenn Kah'less es<br>                         in den Schutz ihrer Anhänger<br>                         schafft?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Ein großer Teil der einfachen<br>                         Arbeiter, Soldaten und Offiziere<br>                         ist noch sehr gläubig. Sie werden<br>                         sich erheben und ihre Waffen hinter<br>                         Kah'less stellen. Es wird ein<br>                         glorreicher Kampf, bei dem wir am<br>                         Ende siegen werden, wenn das Blut,<br>                         was fließen muss, geflossen ist.<br>                         Dann wird Kah'less das Reich wieder<br>                         aufbauen und zu alten Glanz<br>                         verhelfen.<br><br><br>               Caylon guckt zu Müller, die sehr nachdenklich wirkt. Dann<br>               guckt er zu Kor'ral und Kah'less und nickt ihnen zu.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich danke Ihnen. Das gibt mir erst<br>                         einmal einen Eindruck von der<br>                         Situation, mit der wir konfrontiert<br>                         sind. Ich werde mein Wissen mit<br>                         meinen Offizieren und Vorgesetzten<br>                         teilen und dann entscheiden,<br><br><br><br>               Er zögert kurz.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         ...was die Ehre mir gebietet.<br><br><br>                                   KAH'LESS<br>                         Dann kann es nur eine Entscheidung<br>                         geben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden sehen.<br><br><br>               Nach diesen Worten verlassen beide den Raum. Vor der<br>               Krankenstation, die von zwei Sicherheitsleuten bewacht wird,<br>               bleiben sie stehen. Müller lächelt kurz.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Respekt. Und ich dachte, den<br>                         Diplomaten Frederick Caylon gibt es<br>                         nicht mehr.<br><br><br>               Dann wird sie ernst.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Aber zunächst einmal muss ich mir<br>                         selbst dazu Gedanken machen, bevor<br>                         ich meine Meinung sage. Ich hoffe<br>                         Du verstehst das.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>               AUF CAYLON:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT II<br>                                         AKT III<br><br><br>        12     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 12<br><br><br>               Wir sehen die Antares von oben, wie sie auf Warp fliegt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        13     INT. ANTARES - CAYLON RAUM                              13<br><br><br>               Caylon sitzt am Tisch und unterhält sich mit jemanden über<br>               den Terminal. Die Kamera fährt um den Tisch herum und wir<br>               erkennen Maleks Gesicht auf dem Schirm.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Sie haben also mit ihm gesprochen?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Er spricht von einem<br>                         Bürgerkrieg im Reich, in den<br>                         möglicherweise die Romulanern<br>                         einzugreifen versuchen.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         In der Tat ist die Information über<br>                         einen Bürgerkrieg korrekt. Ob die<br>                         Romulaner wirklich versuchen, dort<br>                         einzugreifen, ist uns aber nicht<br>                         bekannt. Allerdings erscheint es<br>                         mir als eine logische Konsequenz<br>                         aus dem Angriff nicht abwegig, es<br>                         zu vermuten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie es wirklich nicht, oder<br>                         sagen Sie es uns bloß nicht?<br><br><br>                                   MALEK<br>                             (ungerührt)<br>                         Ich bin erstaunt über ihr<br>                         Misstrauen, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin ehrlich mit Ihnen, Malek.<br>                         Im Moment weiß ich nicht, inwieweit<br>                         ich Ihnen vertrauen kann.<br>                         Immerhin haben Sie einige Tatsachen<br>                         verschwiegen. Etwa die, dass das<br>                         Dämpfungsfeld von ihrem Volk<br>                         stammt.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         In der Tat stammt es von uns. Mir<br>                         schien es in Anbetracht der Lage<br>                         aber eine zweitrangige Information.<br>                         Es war primär wichtig, schnell zu<br>                         handeln.<br><br><br>               Caylon hebt die Augenbrauen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Zweitrangig? Dass die Vulkanier<br>                         ihre eigene Regel der strikten<br>                         Nichteinmischung missachten?<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Dies ist eine überzogene<br>                         Interpretation der Lage, Captain.<br>                         Wir haben Asyl gewährt. Das heißt<br>                         noch nicht, dass wir uns in die<br>                         Politik des Reiches aktiv<br>                         eingemischt haben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine vulkanischen<br>                         Kleinkariertheiten bitte, Malek.<br>                         Ihr Volk dürfte gewusst haben, wer<br>                         Kah'less ist und was er für das<br>                         Reich bedeutet. Immerhin haben Sie<br>                         zu mir gesagt, dass die Mission die<br>                         Zukunft nachhaltig beeinflussen<br>                         könnte.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         In der Tat war uns das bewusst,<br>                         Captain. Doch manchmal ist Logik<br>                         alleine nicht genug. Verschiedene<br>                         Aspekte einer Tatsache führen zu<br>                         verschiedenen Schlüssen, die man<br>                         gegeneinander abwägen muss.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte auch keine Rätsel, Malek,<br>                         sondern Klartext.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Das Reich befindet sich im Verfall,<br>                         Captain. Und auch wenn sie sich im<br>                         Moment in einem schlechten Zustand<br>                         befindet, so verfügen die Klingonen<br>                         über die schlagkräftigste<br>                         Raumflotte in der Region. Unter<br>                         denjenigen, den die Mönche für<br>                         Kah'less halten, mögen  die<br>                         Klingonen mächtiger und<br>                         schlagkräftiger werden, aber auch<br>                         berechenbarer. Dieses wird<br>                         letztlich auch die Ausbildung und<br>                         der Einfluss der Mönche<br>                         sicherstellen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstehe. Berechenbarkeit ist<br>                         natürlich eine Sache, die euch<br>                         Vulkaniern gefällt. Und der Punkt<br>                         mit der Macht dürfte anderen, zum<br>                         Beispiel den Romulaner, sicher<br>                         missfallen.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Dieser Schluss ist korrekt,<br>                         Captain. Es liegt nahe, dass die<br>                         Romulaner die Klingonen als<br>                         unliebsamen Rivalen auszuschalten<br>                         versuchen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber woher wussten Sie, wo Kah'less<br>                         zu finden ist?<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Weiten Kreisen unserer Führung war<br>                         seine Präsens bekannt.<br><br><br>               Caylon guckt Malek fragend an.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt, als wenn sie Verräter<br>                         in den eigenen Reihen vermuten.<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Ich bin im Moment nicht befugt,<br>                         dazu etwas zu sagen, Captain.<br>                         Konkretere  Informationen würden<br>                         unserem Anliegen schaden.<br><br><br>               Caylon guckt Malek verblüfft an und nickt dann.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe, was Sie mir sagen<br>                         wollen. Aber warum handeln die<br>                         Romulaner erst jetzt?<br><br><br>                                   MALEK<br>                         Das ist eine berechtigte Frage.<br>                         Scheinbar wandeln sich die<br>                         Interessen der Romulaner.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und genau DAS bereitet mir im<br>                         Moment Sorgen.<br><br><br>               AUF DAS TERMINAL<br><br><br>               Wir sehen, wie Malek ungerührt leicht den Kopf nickt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        14     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         14<br><br><br>               Wir sehen die Stammcrew einschließlich Ensign Fernandez<br>               wieder am Tisch versammelt. Mestral referiert.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Und was Kah'less angeht, so gibt es<br>                         nur wenige historische Fakten.<br>                         Allerdings ist seine<br>                         Wiederauferstehung ein wichtiger<br>                         Teil der klingonischen Mythologie.<br>                         Gemäß einer Sage deutete er bei der<br>                         Ankündigung seiner Rückkehr auf<br>                         jenen Stern, in dessen System sich<br>                         heute das Kloster Boreth befindet.<br>                         Abweichende Darstellungen indes<br>                         bestehen bei der Art der Rückkehr.<br>                         Die Mehrheit der Quellen berichten<br>                         von einer Rückkehr als Krieger. Nur<br>                         wenige Quellen sprechen von einer<br>                         Rückkehr als Kind.<br><br><br>               Caylon zieht die Augenbrauen hoch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt, es könnte ein Betrug<br>                         sein?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das können wir nicht überprüfen<br>                         ohne die dafür nötigen<br>                         Informationen wie die DNA-Reste des<br>                         historischen Kah'less. Allerdings<br>                         konnten wir belegen, dass Kor'ral<br>                         wirklich das zweithöchste<br>                         Ordensmitglied auf Boreth ist.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Warum sollte er also lügen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Macht? Er sagte selbst, dass sein<br>                         Orden an Einfluss verliert.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (gleichgültig)<br>                         Soll uns egal sein, solange es den<br>                         Romulanern schadet.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (gedankenverloren)<br>                         Konnte man sich denken.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (darauf anspringend)<br>                         Was meinen Sie, Doc?<br><br><br>               Fernandez guckt Beem kritisch an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Können Sie sich das nicht denken?<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (Miller anschnauzend)<br>                         NEIN KANN ICH MIR NICHT.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (schnippisch)<br>                         Können Sie, Lieutenant Da bin ich<br>                         mir sicher.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Jetzt auch noch Sie. Na, ja, mit<br>                         ihrer Blumenwiesenattetüde...<br><br><br>               Caylon schlägt auf den Tisch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (giftig)<br>                         Das reicht jetzt. Tragen Sie ihre<br>                         Differenzen bitte nicht hier aus.<br>                         Wir haben wichtigere Probleme. Und<br>                         was ist eigentlich überhaupt im<br>                         Moment wieder los mit allen hier?<br><br><br>               Einige gucken ihn erstaunt an. Müller nutzt die daraus<br>               entstehende Pause.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Kah'less ins Reich zu bringen? Ist<br>                         das unser Problem, Fred?<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Du wolltest meine Einschätzung?<br>                         Nun, ich will Sie Dir geben. Ich<br>                         habe es mir gut überlegt, und ich<br>                         sage: Nein.<br><br><br>               Murmeln brandet auf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ehrlich gesagt, Kah'less erinnert<br>                         mich an die dunkelsten Führer<br>                         unsers Volkes: Stalin, Mao, Hitler,<br>                         Green, Noonian Singh. Nicht der<br>                         Klasse von Anführern, denen ich die<br>                         Hand reichen möchte. Denn das ist<br>                         die Klasse von Führern, die sich<br>                         irgendwann gegen Dich wenden.<br><br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Ich halte Ihren Vergleich nicht für<br>                         korrekt, Commander. Kah'less hat<br>                         das militärische im Reich stark<br>                         geschwächt und Arbeiter, Forscher<br>                         und Handwerker als Rückrat des<br>                         Reiches bezeichnet. Er wollte das<br>                         Blut seiner Leute nicht unnötig<br>                         vergießen. Andererseits war er<br>                         sicher ein ausgesprochener<br>                         Eroberer, der mitunter<br>                         unvorstellbar grausam war. Ich<br>                         würde ihn trotzdem lieber<br>                         vergleichen mit den ersten großen<br>                         Khans der Mongolen allen voran<br>                         Dschingis Khan. Die waren durchaus<br>                         auch für überraschende<br>                         Aufgeklärtheit, Weitsicht,<br>                         Weltoffenheit und Toleranz bekannt,<br>                         dennoch unberechenbar,<br>                         expansionistisch und kriegerisch.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ironisch)<br>                         Klingt ja schon viel besser...<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (niedergeschlagen)<br>                         Sagt mal, ist euch allen egal, was<br>                         dieser Mann bewirken wird?<br>                         Er wird einen Bürgerkrieg und eine<br>                         unvorstellbares Leid im Reich<br>                         auslösen. Wie können wir überhaupt<br>                         erwägen, ihn ins Reich zu bringen?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das ist doch Mist...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (Nachdrücklich)<br>                         Lieutenant, sachlich.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Gut, sachlich. Und Sache ist, auch<br>                         wenn es nicht jedem schmeckt, dass<br>                         dieser Bürgerkrieg längst Realität<br>                         ist. Kahless wird auch sehr<br>                         wahrscheinlich ohne uns ins Reich<br>                         gelangen. Nur wenn wir ihn bringen,<br>                         haben wir, wie man so schön sagt,<br>                         einen bei ihm gut. Und wenn er es<br>                         nicht ins Reich schafft, nun, dann<br>                         besteht nicht die unerhebliche<br>                         Gefahr, dass die Romulaner jemanden<br>                         an die Macht bringen, der Ihnen<br>                         genehm ist. Möglicherweise sogar<br>                         Ihnen hilft.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Dem kann ich nur beipflichten,<br>                         Captain. Wir müssen diese Gefahr<br>                         eliminieren. Der Schaden den wir<br>                         anrichten, wenn wir Kah'less<br>                         helfen, ist weitaus geringer als<br>                         der, der entstehen könnte, wenn wir<br>                         es unterlassen. Gegen die Flotten<br>                         beider Völker hätten wir keine<br>                         Chance.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sollten auch nicht vergessen,<br>                         dass Vulkan Kah'less für<br>                         unterstützenswert hält.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (ironisch)<br>                         Das ist allerdings ein Argument.<br><br><br>               Caylon guckt Torlan scharf an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir wissen nicht, was die Romulaner<br>                         wirklich planen. Ich glaube nicht,<br>                         dass sie die Möglichkeit haben, das<br>                         Reich so einfach zu übernehmen. Und<br>                         ich frage jetzt einfach mal, seit<br>                         wann es unsere Politik ist, ohne<br>                         nähere Informationen so eine<br>                         Entscheidung zu treffen? Wir<br>                         sollten den Geheimdienst der<br>                         Sternenflotte zunächst nach<br>                         Hinweisen für eine Einflussnahme<br>                         suchen lassen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Commander, Captain, die Romulaner<br>                         hinterlassen nicht einfach Spuren,<br>                         dass sollten wir mittlerweile<br>                         wissen. Und in der Zeit könnten Sie<br>                         uns sehr schnell vor vollendete<br>                         Tatsachen stellen. Und das hat<br>                         nichts mit Paranoia oder Hass zu<br>                         tun. Das ist, wie unsere<br>                         vulkanischen Freunde so schön<br>                         sagen, einfach das Resultat der<br>                         Logik. Das Universum ist kalt und<br>                         brutal. Je schneller wir lernen,<br>                         dass zu akzeptieren, desto besser.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich bin nicht bereit, für einen<br>                         vagen Verdacht und ihre<br>                         nihilistische Logik unsere<br>                         Prinzipien zu opfern.<br><br><br><br>                                   BEEM<br>                         Vager Verdacht? Bei allem Respekt,<br>                         ein weggebombter Planet ist wohl<br>                         kaum ein vager Verdacht. Eher ein<br>                         handfester Beweis.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Schluss jetzt! Ich habe genug<br>                         gehört. Die Entscheidung ist für<br>                         mich gefallen.<br><br><br><br>               Die anderen gucken ihn an.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Das ist nicht Dein Ernst, oder?<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir fliegen nach Kronos. Beem hat<br>                         Recht, wir dürfen nichts riskieren.<br>                         Und ich sehe nicht, dass wir viel<br>                         zum Guten ändern, wenn wir es nicht<br>                         tun. Ich habe mit Forrest<br>                         gesprochen. Er gab mir freie Hand<br>                         bei der Entscheidung, aber er denkt<br>                         ähnlich. Wenn die Gefahr besteht,<br>                         dass die Romulaner das Reich<br>                         unterwandern, müssen wir<br>                         eingreifen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Fred. Es geht nicht darum, ob wir<br>                         was ändern. Sondern darum, ob wir<br>                         etwas auf unsere Werte geben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn das Leben von Millionen<br>                         Menschen auf dem Spiel steht, kann<br>                         ich nicht darauf Rücksicht nehmen,<br>                         Nicole. Tut mir leid. Ich muss die<br>                         Dinge miteinander abwägen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (kalt)<br>                         Verstehe.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Proteste werde ich im Logbuch gerne<br>                         vermerken. Ansonsten kennt jeder<br>                         seine Aufgaben. Torlan. Sie<br>                         kontakten Tiris und Malek und<br>                         informieren beide über die neue<br>                         Lage.<br><br><br>               Torlan nickt.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Gut. Wegtreten. Jim, Sie bleiben<br>                         bitte hier.<br><br><br>               Beem schaut Caylon überrascht und skeptisch an, zumal er, was<br>               selten ist, "Jim" sagte. Währendessen verlassen die anderen<br>               wortlos den Raum. Einige blicke, wie die von Fernandez und<br>               auch Müller zeigen, dass nicht alle einverstanden sind. Als<br>               alle raus sind, geht Beem auf Caylon zu.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Captain. Ich mag mich im Ton<br>                         vergriffen haben. Aber ich bin<br>                         überzeugt, dass es aus taktischer<br>                         Sicht das einzig Richtige ist.<br>                         Ich...<br><br><br>               Caylon wirkt fast abwesend, als er ihm ins Wort fällt. Er<br>               guckt Beem nur kurz an und geht dann ans Fenster, wo er für<br>               fast den ganzen Rest des Gespräches rausschauend stehen<br>               bleibt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben Recht, Jim. Und sie<br>                         brauchen sich nicht zu<br>                         entschuldigen. Sie sind sicher ein<br>                         Mann mit manchmal relativ extremen<br>                         Ansichten, aber dieses Mal liegen<br>                         sie wohl richtig.<br>                         Und sie haben Recht: Dieses<br>                         Universum ist kalt und brutal.<br>                         Grund genug für etwas zu kämpfen,<br>                         was das ändert.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Bitte?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Idee der Föderation, Lieutenant<br>                         Nur so werden wir überleben können.<br>                         Ich hoffe Soval, Malek und die<br>                         anderen Können ihr Volk davon<br>                         überzeugen, denn wenn die Vulkanier<br>                         draußen bleiben, könnte es schlimm<br>                         werden. Daher müssen wir Ihnen hier<br>                         auch beistehen, auch wenn ich ein<br>                         ganz flaues Gefühl habe.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, ich verstehe nicht?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie, wer Lenin ist?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Natürlich Sir. Russischer<br>                         Revolutionär, Kommunist, 20<br>                         Jahrhundert.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sorgte für den Aufstieg der<br>                         Sowjetunion, indirekt für den von<br>                         Stalin und den kalten Krieg, genau.<br>                         Müllers Volk, die Deutschen,<br>                         brachten ihn nach Russland, wohl<br>                         wissend, dass er die Revolutionen,<br>                         deren Inhalte noch nicht mal in<br>                         ihrem Sinne waren, auslösen würde.<br>                         Sie hofften, es würde Russland<br>                         schwächen und ihnen helfen den<br>                         ersten Weltkrieg zu gewinnen.<br><br><br>               Beem schaut Caylon regungslos an. Dieser guckt weiterhin aus<br>               dem Fenster.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (fast flüsternd)<br>                         Ein tragischer Irrtum. Letztlich<br>                         half diese Entscheidung mit, die<br>                         Welt ins Chaos des zweiten<br>                         Weltkrieges und später des kalten<br>                         Krieges zu stürzen. Deutschland<br>                         wurde fast selbst vernichtet und<br>                         mit ihm um ein Haar auch unsere<br>                         Zivilisation. Alles nur, weil Sie<br>                         in Hoffnung auf einen Vorteil<br>                         Lenins Zug durch ihr Land ließen.<br><br><br>               Beem guckt irritiert. Ihm scheint das Verhalten des Captains<br>               nicht geheuer.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Was meinen Sie damit, Captain?<br><br><br>               Erst jetzt dreht sich Caylon um.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie wirklich sagen,<br>                         Lieutenant Das wir nicht in diesem<br>                         Moment Wladimir Lenin nach Russland<br>                         bringen und damit unser Schicksal<br>                         besiegeln, nur weil wir meinen, so<br>                         uns zu retten?<br><br><br>               Beem guckt Caylon fassungslos an, dann schaut er zu Boden und<br>               schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Nein, Captain. Das kann ich nicht.<br><br><br>               Er guckt wieder auf und guckt Caylon fest an.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Aber ich glaube fest, dass wir das<br>                         Richtige tun.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe es, Lieutenant Ich hoffe<br>                         es wirklich.<br>                         Aber ist mir klarer als je zuvor:<br>                         In diesem Universum haben wir nur<br>                         eine Chance mit Freunden an unserer<br>                         Seite.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>               Caylon blickt Beem ernst an.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT III<br>                                          AKT IV<br><br><br>        15     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 15<br><br><br>               Wir sehen die Antares von hinten, wie sie auf Warp fliegt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        16     INT. ANTARES - GANG                                     16<br><br><br>               Langsam und gedankenversunken geht Miller den Gang entlang.<br>               Von hinten nähert sich eilig Fernandez<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Katherine, warte!<br><br><br>               Miller dreht sich fast gleichgültig um.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Emma?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Katherine. Warum provozierst Du<br>                         ihn?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wen?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wen wohl? Beem.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ehrlich gesagt, Mich kotzt seine<br>                         Einstellung an. Sein destruktives<br>                         Weltbild.<br><br><br>               Fernandez guckt Miller überrascht an. Das scheint nicht die<br>               Miller zu sein, die sie kennt.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Du kennst ihn. Und Du weiß, was ich<br>                         von ihm erzählt habe.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das ist keine Entschuldigung.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Mensch Katherine. Seitdem Du von<br>                         der andorianischen Kolonie wieder<br>                         zurück bist, bist Du wie<br>                         ausgewechselt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wundert Dich das? Was ich dort<br>                         erlebt habe, reicht für drei Leben.<br>                         Und ich kann einfach nicht<br>                         vergessen, was Beem dort getan hat.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Du darfst das nicht an Dich<br>                         ranlassen. Ich...<br><br><br>               Mit einer Geste deutet Miller ihr an, zu schweigen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Lass mich einfach.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich bin Deine Freundin. Ich will<br>                         Dir helfen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Du bist auch der Councellor dieses<br>                         Schiffes. Und ich brauch keine<br>                         Therapie.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Aber...<br><br><br>               Doch Miller hört ihr schon nicht mehr zu. Eiligen Schrittes<br>               biegt sie um die nächste Ecke.<br><br><br>               AUF FERNANDEZ<br><br><br>               Emma blickt mit einer Mischung aus Besorgnis und Verwunderung<br>               hinterher.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        17     INT. ANTARES - CAYLON RAUM                              17<br><br><br>               Caylon sitzt am Tisch, vor ihm eine Tasse Kaffee. Er ist<br>               sichtbar aufgewühlt. Ein PADD liegt vor ihm, doch er schreibt<br>               nicht. Schließlich steht er auf. In diesem Moment ertönt das<br>               KOMM-Signal<br><br><br>                                   MÜLLER KOMMSTIMME<br>                         Fred, wir haben Schiffe auf den<br>                         Sensoren.<br><br><br>               Caylons Miene zeigt, dass er keine freundlichen erwartet.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Romulaner?<br><br><br>                                   MÜLLER KOMMSTIMME<br>                         Klingonen, Fred. Es sind Klingonen.<br>                         Zwei schwere D7-Schlachtkreuzer und<br>                         zwei Bird of Prey. Sie kommen von<br>                         schräg hinten mit Warp 6.8.<br>                         Dreiundzwanzig Minuten und sie sind<br>                         hier.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernüchtert)<br>                         Das reicht nicht.<br><br><br>                                   MÜLLER KOMMSTIMME<br>                         Nein. Und das ist eine Menge<br>                         Feuerkraft, die da auf uns zukommt.<br>                         Wenn das keine Freunde Kor'rals<br>                         sind, haben wir ein ernstes<br>                         Problem.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hol Kor'ral sofort auf die Brücke<br>                         und versetz die Crew in<br>                         Alarmzustand. Vielleicht ist das<br>                         nur ein Zufall. Kor'ral konnte<br>                         keine Nachricht absetzen und die<br>                         Klingonen können eigentlich<br>                         unmöglich wissen, dass Kah'less<br>                         noch lebt.<br><br><br>                                   MÜLLER KOMMSTIMME<br>                         An soviel Zufall glaube ich nicht,<br>                         Fred. Für ein Rettungsteam ist es<br>                         zu früh, für einen Zufall kommen<br>                         Sie viel zu zielstrebig hinter uns<br>                         her.<br><br><br>               Caylon guckt nach unten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden es bald wissen. Ich<br>                         komme sofort. Caylon Ende.<br><br><br>               In diesem Moment ertönt der rote Alarm.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   18<br><br><br>               Auf der Brücke ist die Anspannung greifbar. Als Caylon durch<br>               die Tür kommt, ist Kor'ral, begleitet von einer bewaffneten<br>               Wache schon da. Müller steht angespannt neben dem Captains<br>               Chair.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe, dass sind Bekannte,<br>                         Kor'ral.<br><br><br>               Kor'ral schüttelt ernst den Kopf.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                             (abschätzig)<br>                         Es sind Feinde. General Ro'korth.<br>                         Er ist einer derjenigen, der um den<br>                         Posten des Kanzler kämpft. Ehre ist<br>                         für ihn ein Fremdwort. Er würde nur<br>                         vom Tod Kah'less profitieren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist er es persönlich?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Es ist sein Flagschiff.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Tolle Aussichten. Mestral, können<br>                         wir Kor'ral und Kah'less irgendwo<br>                         unterbringen, wo sie vor deren<br>                         Scans geschützt sind.<br><br><br>               Mestral nickt.<br><br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Wenn unsere Informationen über die<br>                         Sensoren der Klingonen einigermaßen<br>                         stimmen, ist das machbar.<br><br><br>               Caylon nickt ihm zu.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Sie wollen doch nicht gegen<br>                         Ro'korth kämpfen? Sie hätten keine<br>                         Chance. Er wird Sie<br>                         manövrierunfähig schießen, das<br>                         Schiff entern und alle töten.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Warum wird er uns nicht einfach aus<br>                         dem Weltraum pusten?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                             (zähnefletschend)<br>                         Er mag ehrlos sein, aber er ist<br>                         immer noch ein Klingone. Die<br>                         Antares wird eine hübsche Beute<br>                         sein und zudem würde er Kah'less<br>                         persönlich töten, als Beweis, dass<br>                         er überlegen ist. Als wenn es<br>                         ehrenvoll ist, einen Jungen zu<br>                         töten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Am besten gehen Sie mit Mestral.<br>                         Noch wissen wir nicht mal, ob er<br>                         weiß, dass sie hier sind. Auch wenn<br>                         seine Anwesenheit wohl kaum einen<br>                         Zufall ist.<br>                         Und wenn er es weiß, dann müssen<br>                         wir zusehen, dass wir noch<br>                         irgendwie zehn bis fünfzehn weitere<br>                         Minuten gewinnen.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Sie haben in der Tat Ehre, Captain.<br><br><br>               Mit diesem Worten folgt er Mestral.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole. Gehe besser runter und<br>                         versuch aus dem Antrieb raus zu<br>                         holen, was geht. Wir werden wohl<br>                         auch den Schild in Topform<br>                         brauchen.<br><br><br>               Müller nickt.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Beem. Bewaffnen Sie Mann und Maus.<br>                         Versuchen sie Blockaderinge um die<br>                         Position von Kah'less zu errichten.<br>                         Wenn Kor'ral recht hat, gewinnen<br>                         wir vielleicht im Notfall auch so<br>                         Zeit.<br><br><br>               Ein Moment lang gucken Beem und auch Teile der restlichen<br>               Brückencrew Caylon entsetzt an. Jedem ist klar, was das<br>               bedeutet, was der Captain in Erwägung zieht. Beem nickt und<br>               atmet tief durch.<br><br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich bin wahrlich kein Feigling,<br>                         aber das ist ein Kampf, den ich<br>                         lieber vermeiden würde.<br><br><br>               Caylon nickt mit düsterer Miene.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        19     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   19<br><br><br>               Einige Minuten sind vergangen. Mestral ist wieder da und alle<br>               wirken voll konzentriert.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Noch drei Minuten, dann sind wir in<br>                         Waffenreichweite.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Antwort.<br><br><br>               Torlan schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (besorgt)<br>                         Was ist, wenn Sie uns einfach<br>                         angreifen?<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (augenrollend)<br>                         Dann werden die uns kennen lernen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Zunächst einmal werden wir die<br>                         kennen lernen. Sie rufen uns, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es werde Gewissheit. Auf dem<br>                         Schirm!<br><br><br>               Auf dem Schirm erschein ein Klingone. Aber keiner, wie wir<br>               ihn kennen. Sein haar ist kurz, seine Stirnwülste fast nicht<br>               vorhanden, sein Bart gestutzt. Seine Uniform ist aus sehr<br>               dunklem Leder, allerdings mit einer ungewohnten silbrigen<br>               Weste darüber, die scheinbar das Erkennungszeichen von<br>               Ro'korths Truppen ist.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Captain Frederick Caylon. Wie ich<br>                         höre einer der besseren Captains<br>                         der Menschen. Angeblich sollen sie<br>                         die Romulaner in einer Schlacht<br>                         besiegt haben.<br>                         In Anbetracht ihres Schiffes eine<br>                         bemerkenswerte Leistung.<br><br><br>               Caylon bemerkt sichtbar den hämischen Tonfall des Klingonen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und nun habe ich soviel Respekt<br>                         erlangt, dass sie mit mir einen<br>                         Blutwein trinken oder etwas von<br>                         diesen Würmern essen wollen, um<br>                         sich taktische Ratschläge zu holen,<br>                         nehme ich an?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Verspotten Sie mich lieber nicht,<br>                         Mensch. Eine Wort von mir und die<br>                         lächerliche Hüllenpanzerung, mit<br>                         der ihr Menschen eure Schiffe<br>                         verteidigt, wird von meinen<br>                         Disruptoren zerfetzt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann kommen Sie zu Sache, General.<br>                         Sie wissen sicher, dass wir einen<br>                         Krieg zu führen haben.<br><br><br><br>               Die Crew bemerkt Caylons schnippischen Unterton und blickt<br>               sorgenvoll ihren Captain an. Das lockere Mundwerk ihres<br>               Captains scheint ihnen in dieser Situation nicht zu behagen.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Hören Sie auf mit der Charade. Wir<br>                         wissen, dass sie einen Mann namens<br>                         Kor'ral an Bord haben. Einen<br>                         Lügner, der einen Jungen aufzieht,<br>                         der angeblich Kah'less sein soll.<br>                         Übergeben Sie ihn mir samt den<br>                         Jungen, damit wir auf Kronos<br>                         gerecht über ihn urteilen können.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Mit der gleichen Gerechtigkeit, die<br>                         Jonathan Archer entgegengebracht<br>                         wurde? Oder mit der gleichen Härte,<br>                         mit der ihre romulanischen Freunde<br>                         ihn vernichten wollten?<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (richtig wütend)<br>                         Was wollen Sie damit sagen, Mensch?<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das es sicher kein Zufall ist, dass<br>                         die Romulaner erst das Kloster, in<br>                         dem der Junge lebte, zerstören, und<br>                         Sie dann auftauchen, um das Werk zu<br>                         vollenden.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Wenn Ihnen ihr Leben lieb ist, dann<br>                         schweigen Sie lieber, Mensch. Ein<br>                         General Ro'korth hat es nicht<br>                         nötig, Mörder zu engagieren. Schon<br>                         gar nicht die Hunde von Romulanern.<br>                         Das werden Sie sehr schnell merken,<br>                         wenn Sie noch weiter solche<br>                         Ungeheuerlichkeiten behaupten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sei es, wie es sei. Ich werde den<br>                         Jungen gerne für Sie nach Kronos<br>                         bringen und mich überzeugen, dass<br>                         über ihn gerecht geurteilt wird.<br>                         Aber ich werde ihn nicht Ihnen<br>                         übergeben.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Sie haben wohl kaum eine Wahl,<br>                         Captain. Also versuchen Sie nicht,<br>                         Forderungen zu stellen. Ich gebe<br>                         ihnen eine Minute. Entweder die<br>                         beiden sind dann bei mir auf der<br>                         Brücke oder ich werde ihr Schiff<br>                         zermalmen und jedem einzelnen aus<br>                         ihrer Crew die Bäuche aufschlitzen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss ihr Anliegen mit meinen<br>                         Vorgesetzten erörtern. Aber dafür<br>                         brauche ich Zeit.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (schallend lachend)<br>                         Anliegen? Ich werde Ihnen zeigen,<br>                         was anliegt. Denn in einer Minute<br>                         werde ich Sie hiermit eindecken.<br><br><br>               Der Schirm verblasst und im gleichen Moment erzittert die<br>               Antares.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ein Disruptorstoß. Minimale Stärke<br>                         Ich brauche wohl nicht zu sagen,<br>                         das alle Schiffe ihre Waffen und<br>                         Schilde aktiviert haben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eher nicht. Mestral, gibt es<br>                         irgendetwas, was wir erreichen<br>                         könnten, dass uns Deckung böte.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Knapp 2 Minuten entfernt ist ein<br>                         roter Zwerg. Am Rande des Systems<br>                         ist ein Gasriese, ähnlich dem<br>                         Uranus.<br><br><br>               Caylon aktiviert die KOMM<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Besser als nichts. Beem, Nicole,<br>                         Darius sie müssen jetzt gut<br>                         arbeiten. Wenn Rokorths Ultimatum<br>                         vorbei ist, gehen sie kurz raus aus<br>                         dem Warp und dann sofort Kurs auf<br>                         den Planeten. Im gleichen Moment<br>                         den Schild hoch. Außerdem nehmen<br>                         wir den rechten Bird of Prey ins<br>                         Visier. Epsilon Manöver. Mit etwas<br>                         Glück überraschen wir sie damit.<br><br><br>               Beem und Tschernovsky nicken.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Es ist Wahnsinn, aber wir werden es<br>                         versuchen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Zumindest gehen wir mit fliegenden<br>                         Fahnen unter.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nur so als Frage. Was macht uns<br>                         sicher, dass Ro'korths Behauptung<br>                         nicht stimmt?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Er wird uns wohl kaum Beweise<br>                         vorlegen. Aber warum sollten die<br>                         Romulaner die Kolonie wegbomben und<br>                         einen Konflikt mit Vulkan in Kauf<br>                         nehmen, wenn das nur ein Betrüger<br>                         ist?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben keine Wahl, außer unserem<br>                         Instinkt zu folgen. Und der sagt,<br>                         dass Ro'Korth uns so oder so nicht<br>                         ziehen lassen wird. Mestral, Sie<br>                         zählen an.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch zwölf Sekunden...zehn...fünf,<br>                         vier drei, zwei, eins.<br><br><br>               Ein Ruck geht durch das Schiff und die Besatzung bemüht sich<br>               festzuhalten und zeitgleich ihre Aufgabe zu erfüllen.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        20     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 20<br><br><br>               Wir sehen die Antares, verfolgt von den Klingonen. Plötzlich<br>               lösen sich drei Torpedos aus der hinteren Rampe. Einen Moment<br>               später verliert die Antares rapide an Geschwindigkeit. Die<br>               klingonischen Kreuzer ziehen an ihr vorbei. Als die Schiffe<br>               bereits vor ihr sind, entschwindet sie blitzschnell,<br>               schneller als man sehen kann aus dem Sichtfeld. An ihrer<br>               letzten Position tauchen vier Torpedos auf, dir rot glimmend<br>               auf einen der beiden Bird of Prey losfliegen. Sie schlagen<br>               nur wenige Sekunden nach den ersten drei in Zweierwellen<br><br>               ein.<br>               Scheinbar haben die Klingonen ihre Schilde nach vorne<br>               verstärkt, denn während die Torpedos dort wenig ausrichten,<br>               schaffen es die ersten beiden, den Schild zu schwächen, so<br>               dass das zweite Paar starke Schäden anrichten. Mit einer<br>               massiven Plasmaspur fällt das Schiff unter Warp. Die anderen<br>               drei Schiffe reagieren nun und wechseln den Kurs. Ein Kreuzer<br>               schießt zwei Torpedos nach hinten ab.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        21     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 21<br><br><br>               Wir sehen, wie die Antares unter Warp fällt, ihren Schild<br>               aufbaut und sofort den Kurs wechselt. Sie geht umgehend auf<br>               Warp und kann so nur knapp zwei Torpedos entgehen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        22     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   22<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (jubelnd)<br>                         Jawohl! Erfolg. Der Bird of Prey<br>                         ist außer Gefecht gesetzt.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Dafür ist der Rest sehr, sehr böse.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und kommt wieder schnell näher. Die<br>                         werden uns in Waffenreichweite<br>                         haben, noch bevor wir den Planeten<br>                         erreichen.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Ich kann euch nicht garantieren,<br>                         dass der Schild lange genug hält.<br><br><br>               Sichtbar bemüht sich Caylon Haltung zu bewahren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange noch?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch zwanzig Sekunden.<br><br><br>               Die Crew blickt sich kurz vielsagend an. Man erkennt, dass<br>               jeder weiß, dass es lange zwanzig Sekunden werden.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es geht los!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        23     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 23<br><br><br>               Wir sehen die Antares von vorne auf Warp. Von hinten nähern<br>               sich die beiden D7 und der Bird of Prey. Alle drei eröffnen<br>               massiv das Feuer mit Torpedos. Die ersten Salven prasseln auf<br>               den Schild, der grün aufleuchtet.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        24     INT. ANTARES - DIE BRÜCKE                               24<br><br><br>               Die Brücke vibriert unbeschreiblich. Es ist ein<br>               Durcheinander. Eine Konsole geht in Flammen auf.<br><br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Captain. Der Schild droht zu<br>                         versagen. Die Feuerkraft der<br>                         Klingonen ist unglaublich.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius, versuchen sie irgendwie<br>                         beim Austritt aus dem Warp einen<br>                         Haken zu schlagen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        25     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 25<br><br><br>               Wir sehen, wie die Antares in der Nähe eines Gasriesens aus<br>               dem Warp fällt. Abrupt reißt sie rum und versucht mit einer<br>               Rolle zum Planeten zu drehen. Im gleichen Moment gehen kurz<br>               hinter ihr die Klingonen unter Warp und eröffnen das<br>               Trommelfeuer erneut. Einige Schüsse gehen vorbei doch dann<br>               trifft eine ganz Serie von Salven die rechte Warpgondel. Ein<br>               Blitz macht klar, dass der Schild kollabiert und<br>               nachfolgenden Explosionen zeigen, dass auch die Panzerung<br>               nicht widerstehen kann.<br>               Die Gondel verliert leicht Plasma, und die Antares, durch die<br>               Trägheit ihrer Bewegung behindert, beginnt unkontrolliert zu<br>               taumeln. Die Klingonen schwärmen aus und feuern nur noch sehr<br>               selektiv auf das Schiff der Menschen. Scheinbar bereiten sie<br>               sich zum Entern vor. Ein Schiff erfasst die Antares mit einem<br>               Traktorstrahl.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        26     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   26<br><br><br>               Auf der Brücke sind jetzt mehrere Feuer ausgebrochen. Zwei<br>               Personen liegen leicht verletzt auf dem Boden. Rauch<br>               behindert die Sicht.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Steuertriebwerke ausgefallen. Ich<br>                         verliere die Kontrolle.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie stabilisieren uns mit einem<br>                         Traktorstrahl, Sir. Eine Vielzahl<br>                         von Beamvorgängen beginnt. Unsere<br>                         Brückenabschirmung scheint aber zu<br>                         funktionieren oder die Klingonen<br>                         haben kein Interesse an ihr.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Unwahrscheinlich. Sichern sie die<br>                         Türen. Weisen Sie den Maschinenraum<br>                         an, gleiches zu tun.<br><br><br>               Mestral nickt. Während dieser Worte greift Beem zu einem<br>               Phasergewehr neben seiner Konsole und haut auf diese.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Beem an alle. Showtime! Es geht<br>                         los.<br><br><br>               Er nickt einem Sicherheitsmann, Ensign O'Reiley zu, der ihm<br>               folgt.<br><br><br>        27     INT. ANTARES - GANG                                     27<br><br><br>               Eine Reihe von Sicherheitsleuten sind in Position. Plötzlich<br>               tauchen vor ihnen Klingonen auf, die laut schreiend auf sie<br>               zustürmen. Alle sind mehr oder weniger menschlich aufgrund<br>               ihrer fehlenden Stirnwülste. Ein massives Feuergefecht bricht<br>               aus und mehrere Klingonen gehen zu Boden. Auch zwei<br>               Sicherheitsleute werden getroffen. Dann erreichen die<br>               Klingonen die Menschen. Einige ziehen Bath'leths oder Messer<br>               und eine brutaler Nahekampf beginnt. Die Menschen versuchen<br>               sich mit ihren Schlagstöcken und Gewehren zur Wehr zu setzen.<br>               Einigen gelingt es, doch mehrere werden niedergeschlagen oder<br>               gestochen, zum Teil mit klaffenden Wunden. Schließlich ziehen<br>               sich eine handvoll Menschen feuernd zurück, verfolgt von den<br>               Klingonen. Ein Mensch geht, niedergestreckt von einem<br>               Disruptor, zu Boden.<br><br><br>        28     INT. ANTARES - GANG                                     28<br><br><br>               Aus einer Tür kommt Councellor Fernandez raus. Sofort<br>               verfehlt sie ein Schuss nur knapp. Kreidebleich presst sie<br>               sich hinter einem Pfeiler an die Wand. Die Kamera schwenkt<br>               und wir sehen Lt.JrGrd. Davis, der hinter einer Wandstrebe in<br>               Deckung ist und sich ein Gefecht mit einem Klingonen weiter<br>               hinten im Schiff liefert. Plötzlich springt schreiend ein<br>               Klingone aus einer Abzweigung seitlich auf Davis zu. Dieser<br>               kann den Bath'leth Schlag mit seiner Waffe abwehren, doch ein<br>               zweiter Hieb verletzt ihn schwer an der Schulter. Der<br>               Klingone holt zum finalen Schlag aus, als hinter Fernandez<br>               Beem um die Ecke springt. In beiden Händen hat er ein Gewehr<br>               und schießt beide Klingonen, der Zweite hatte seine Deckung<br>               verlassen, nieder. Dann läuft er zu Davis, packt diesen und<br>               zieht ihn zur Tür, hinter der Fernandez Büro ist. Er öffnet<br>               diese und setzt den Mann dahinter ab.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Am besten bleiben sie hier. Halten<br>                         Sie durch, bis Hilfe kommt?<br><br><br>               Davis ist bleich, aber er nickt. Beem verschließt die Tür und<br>               guckt Fernandez an. Dabei hält er ihr ein Gewehr hin.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Wenn Sie schon ihre Nase von ihrer<br>                         Blumenwiese in die kalte, brutale<br>                         Realität stecken, dann sollten sie<br>                         das hier im Anschlag haben. Die<br>                         Klingonen werden sich von ihren<br>                         schönen Augen nicht abhalten<br>                         lassen, Sie zu töten. Und das wäre<br>                         schade.<br><br><br>               Fernandez lächelt abrupt und fast herausfordernd.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sind Sie eigentlich Bi?<br><br><br>               Beem guckt sie fassungslos an.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sie haben ja wohl Probleme, mich<br>                         das in diesem Moment zu fragen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ihr Timing bei den Medusen war auch<br>                         nicht besser.<br><br><br>               Beem packt Sie an der Schulter.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Kommen Sie, es ist nicht gut wenn<br>                         wir hier Wurzeln schlagen. Wo<br>                         wollen Sie eigentlich überhaupt<br>                         hin?<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Zur Krankenstation. Immerhin habe<br>                         ich als Psychotherapeutin auch<br>                         Medizin studiert.<br><br><br>               Beide biegen um eine Ecke und erstarren. Vor ihnen stehen<br>               zwei Klingonen. Ironischerweise haben Beem und Fernandez ihre<br>               Waffen gesenkt. Die Klingonen wiederum tragen Stichwaffen in<br>               ihren Händen. Beide Gruppen starren sich einen Moment lang<br>               an, dann greifen die Klingonen blitzschnell zu ihren Waffen,<br>               ziehen diese und heben sie in Richtung der Menschen. Doch<br>               Beem ist schneller.<br>               Statt aber das Gewehr zu heben, greift er nach seinem Phaser<br>               und schießt aus der Hüfte mit diesem die Klingonen nieder.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ironisch)<br>                         Wusste ich doch, dass es bei denen<br>                         keine Cowboys gibt.<br><br><br>               Fernandez guckt Beem ungläubig an.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ihr Testosteronspiegel muss ja<br>                         schon kritisch sein.<br><br><br>               Beem lächelt sie breit an.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ein Danke würde genügen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Danke. Und jetzt sollten wir<br>                         verschwinden.<br><br><br><br>               Beem guckt sie kurz an, dann verschwinden beide in einem der<br>               Korridore.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        29     INT. ANTARES - FRACHTRAUM                               29<br><br><br>               Wir sehen Kor'ral und Kah'less, beide ohne Waffen. Man hört<br>               laute Kampfgeräusche. Ein dumpfer Knall, dann ist Stille.<br>               Beide schauen auf die Tür. Plötzlich öffnet sich diese und<br>               mehrere Klingonen stürmen rein und gehen vor ihnen in<br>               Position. Dann tritt Rokorth ein, gefolgt von einigen<br>               Offizieren.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (zynisch)<br>                         Kah'less nehme ich an? Ein<br>                         verängstigtes Kind in einem<br>                         Frachtraum von Schwächlingen. Du<br>                         glaubst doch nicht, dass Dir das<br>                         Reich so folgen wird? Ich werde<br>                         Dich an den Haaren nach Kronos<br>                         schleifen. Dich und diesen PetaQ.<br><br><br>               Kah'less tritt vor Kor'ral<br><br><br>                                   KAH'LESS<br>                         Nein! Wenn, dann endet es hier.<br>                         Alle sollen sehen, ob Du den Mut<br>                         und die Cuzpe, Kah'less zu töten.<br><br><br>               Ohne Furcht sieht er Rokorth an. Dieser grinst.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Zumindest bist Du ein Klingone.<br><br><br>                                   KAH'LESS<br>                         Nun töte mich oder knie nieder, um<br>                         mir Treue zu schwören.<br><br><br>               Einen Moment lang verzieht Rokorth sein Gesicht. Dann grinst<br>               er manisch und hebt das Bath'leth.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Wenn Du so nett bittest.<br><br><br>               Man sieht, wie er seitlich ausholt.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br>        30     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 30<br><br><br>               Mehrere Schiffe gehen unter Warp. Zunächst drei hinter den<br>               D7, dann noch drei in der Nähe des Bird of Prey und dann drei<br>               weitere so, dass die Schiffe aus drei Seiten auf den<br>               Schauplatz des Geschehens zufliegen. Es sind Schiffe der<br>               Andorianer. Sie eröffnen das Feuer auf die Klingonen, die<br>               einen Moment später zurückfeuern und nach wenigen Sekunden<br>               abdrehen. Ein klingonischer Kreuzer feuert einen Torpedo auf<br>               die Antares, doch ein Schiff der Andorianer taucht elegant<br>               unter dieser durch und wirft sich diesem in den Weg.<br>               Wirkungslos explodieren diese auf dem Schild des Schiffes.<br>               Währenddessen sieht man den Bird of Prey unter dem massiven<br>               Feuer der Andorianer explodieren. Die beiden D7 gehen auf<br>               Warp.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                       ENDE AKT IV<br>                                          AKT V<br><br><br>        31     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 31<br><br><br>               Die Antares fliegt im All und entfernt sich von dem Planeten.<br>               Sie wird eskortiert von Freunden: Den Andorianern.<br><br><br>        32     INT. ANTARES - DIE BRÜCKE                               32<br><br><br>               Die Situation ist entspannter. Die Feuer sind gelöscht, der<br>               Rauch lichter geworden. Ensign Raimes hat die Taktik<br>               übernommen. Caylon steht in der Mitte und wirkt gelöst.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin froh, dass sie da sind,<br>                         Force Commander. Sie machen ihrem<br>                         Vorgänger alle Ehre.<br><br><br>               Die Kamera schwenkt auf den Schirm, wo man eine<br>               verhältnismäßig junge, große und austrainierte Andorianerin<br>               sieht. Es ist Tiris, die bereits in "Geheimnisse, Teil 2" an<br>               der Seite Shrans zu sehen war.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Shran wäre auch stolz auf Sie,<br>                         Captain. Es war unglaublich, wie<br>                         sie es geschafft haben, gegen diese<br>                         Übermacht stand zu halten. Ich<br>                         werde sofort unsere Mediziner und<br>                         Techniker zu ihnen schicken.<br><br><br>               Caylon nickt bedächtig.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben noch keine Berichte, aber<br>                         ich fürchte, die Lage auf der<br>                         Krankenstation dürfte desolat sein.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        33     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           33<br><br><br>               Der Anblick ist eine Katastrophe. Die Wände sind<br>               blutverschmiert, man hört Männer und Frauen stöhnen. Apoll,<br>               D'Arcy und Chenko, sie alle versuchen zu helfen, wo Sie<br>               können.<br>               Dazwischen, sichtlich gezeichnet von der Situation und in<br>               Anbetracht ihrer psychischen Probleme sichtbar kurz vor dem<br>               Kollaps, Kathrine Miller. Fast mechanisch behandelt sie die<br>               schweren Fälle und versucht Leben zu retten. Nachdem sie die<br>               Behandlung an einem ohnmächtigen Mann mit einer Stichwunde in<br>               der Hüfte scheinbar erfolgreich beendet hat, geht sie fast<br>               teilnahmslos weiter. Im Hintergrund betritt eine Person den<br>               Raum, doch Miller bemerkt diese nicht. Plötzlich greift eine<br>               blutige Hand nach ihr. Auf einem Bett, behandelt von D'Arcy,<br>               liegt Corporal Jackson, blas und scheinbar mit großen<br>               Schmerzen. Mit großen Augen guckt die Frau Miller an.<br><br><br>                                   JACKSON<br>                             (fast flüsternd,<br>                              ängstlich)<br>                         Bitte lassen sie mich nicht<br>                         sterben.<br><br><br>               Miller guckt eine Sekunde entsetzt die Frau an. Dann guckt<br>               sie zu D'Arcy auf. Die deutet ihr an, dass Jackson es<br>               schaffen wird. Unsicher fast nimmt Sie Jackson Hand weg<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (emotionslos)<br>                         Sie werden nicht sterben.<br><br><br>               Sie geht zu einem anderen Bett, an dem ein blutüberströmter<br>               Crewman liegt. Sie scannt ihn, dann hält sie inne.<br>               Sekundenlang. Tränen bilden sich in ihren Augen. Sie zieht<br>               das Tuch über seinen Kopf und geht schnellen Schrittes hinter<br>               eine Trennwand, wo sie eine Schublade aufzieht. Doch sie<br>               nimmt nichts raus. Sekundenlang schaut sie in diese nur rein.<br><br><br>                                   FERNANDEZ (O.S.)<br>                         Sie brauchen es nicht.<br><br><br>               Erschrocken fährt Miller um und schaut Fernandez versteinert<br>               an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Lassen Sie mich...<br><br><br>               Mehr bringt sie nicht heraus. Tränen kullern aus ihren Augen.<br>               Fernandez geht auf sie zu.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich bin hier nicht als Councellor,<br>                         sondern als Deine Freundin, die ein<br>                         Geheimnis für sich behält.<br><br><br>               Miller sieht sie verzweifelt an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Emma. Ich schaff das nicht.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Doch. Und ich werde Dir helfen.<br><br><br>               Mit einem kleinen Ruck zieht sie Miller von der Schublade weg<br>               zum Raum hin. Miller guckt sie kurz unsicher an, dann geht<br>               sie wieder zu ihren Patienten. Fernandez folgt ihr.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        34     INT. KLINGONISCHER KREUZER - BRÜCKE                     34<br><br><br>               Wir sind auf der Brücke eines D7. Sie ist typisch klingonisch<br>               düster. Rokorth betritt sie. Am sieht nur seinen Kopf und<br>               seine Brust. Er blickt finster zu einem Offizier.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Woher kamen die Andorianer?!<br><br><br>                                   KLINGONE<br>                         Wir wissen es nicht. Sie kamen aus<br>                         dem Schatten des Planeten. Wir<br>                         haben sie erst einige Sekunden vor<br>                         ihrem eintreffen entdeckt.<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         Scheinbar wussten die Menschen,<br>                         dass Sie kommen. Das erklärt ihren<br>                         törichten Angriff. Sie wollten uns<br>                         verwirren und Zeit gewinnen.<br><br><br><br>               Er blickt den anderen Klingonen scharf an. Dieser wirkt<br>               eingeschüchtert. Plötzlich beginnt Ro'korth schallend zu<br>               lachen.<br><br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                             (lachend)<br>                         Das Universum meint es gut mit uns,<br>                         Lieutenant So konnten wir auch<br>                         unser Wort halten, dass das<br>                         Menschenschiff überlebt. Denn das,<br>                         was wir wollten, haben wir...<br><br><br>               Mit diesen Worten hebt er einen Kopf in die Höhe. Es ist der<br>               von Kah'less!<br><br><br>                                   RO'KORTH<br>                         ...haben wir.<br><br><br>               Er beginnt höhnisch zu lachen.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        35     INT. ANTARES - FRACHTRAUM                               35<br><br><br>               Wir sehen Caylon, Tiris, einen weiteren Offizier der<br>               Andorianer, Beem und Mestral, die entsetzt vor der kopflosen<br>               Leiche des Jungen stehen. Kor'ral kniet neben diesem.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                             (bitter)<br>                         Er hatte noch nicht mal die Ehre<br>                         mich zu töten. Stattdessen bespuckt<br>                         er mein Leben.<br><br><br>               Verbittert guckt er zu den anderen.<br><br><br>                                   KOR'RAL (CONT'D)<br>                         Aber ich werde ihn zahlen lassen,<br>                         Captain. Ich werde ins reich<br>                         zurückkehren und jedem, der es<br>                         wissen will, von dieser ehrlosen<br>                         Tat berichten.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Meinen Sie, dass Sie eine Chance<br>                         haben, Klingone?<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Keine solche, wie mit Kah'less an<br>                         meiner Seite. Aber es kann  nicht<br>                         genug Feinde geben, um einen<br>                         Krieger mit reinem Herz zu stoppen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden Sie Malek übergeben. Die<br>                         Vulkanier werden Sie dann zur<br>                         Grenze bringen.<br><br><br>               Kor'ral nickt.<br><br><br>                                   KOR'RAL<br>                         Danke, Captain. Sie sind ein<br>                         mutiger Mann. Ich werde ihre Taten<br>                         in meinen Liedern besingen.<br>                         Vielleicht kommt eines Tages die<br>                         Zeit, wo mein Volk erkennt, dass<br>                         die Menschen würdige Freunde sind.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn Sie erlauben, möchte ich<br>                         kurz allein bleiben.<br><br><br>               Caylon nickt und alle außer Kor'ral verlassen den Raum.<br>               Während die anderen weiter gehen, bleiben Tiris und Caylon<br>               vor der Tür stehen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Zumindest wissen wir, wer mit den<br>                         Romulanern gemeinsame Sache macht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin mir nicht so sicher, Force<br>                         Commander. Ro'korth reagierte sehr<br>                         aggressiv auf den Vorwurf, als<br>                         würde er sein Ehre tief verletzen.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Eine Finte, ohne Frage.<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, Force Commander. Da passt was<br>                         nicht. Warum kommt Ro'korth an<br>                         Bord, um es persönlich zu tun, und<br>                         beauftragt vorher die Romulaner.<br>                         Überhaupt, wieso war er dann in der<br>                         Nähe?<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Das wirft aber die Frage auf, wieso<br>                         er wusste, dass der Junge an Bord<br>                         der Antares war.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das tut es. Da ist mehr, dass spüre<br>                         ich mit jeder Faser in meinem<br>                         Körper.<br><br><br>               Tiris nickt.<br><br><br>                                   TIRIS<br>                         Was schlagen Sie vor, Captain?<br>                         Sollen wir unsere Mission<br>                         verschieben?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein. Wir können im Moment nichts<br>                         tun, außer uns auf unseren<br>                         Aufklärungseinsatz zu<br>                         konzentrieren, Tiris. Aber ich<br>                         werde mit Admiral Forrest sprechen.<br>                         Unsere Geheimdienste müssen die<br>                         Situation im Reich  klären.<br><br><br><br>               Tiris guckt ihn einen Moment nachdenklich an und nickt<br>               schließlich.<br><br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        36     INT. ANTARES - MESSE                                    36<br><br><br>               Die Antares ist auf Warp, wie man durch die Fenster sieht.<br>               Sie wird begleitet von den Andorianern. Einsam an einem Tisch<br>               sitzt erschöpft Müller und trinkt Tee. Caylon kommt herein.<br>               Er holt einen Kaffee und tritt zu Müller an den Tisch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles okay bei Dir, Nicole?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterkühlt)<br>                         Geht so. Wie alle bin ich doch<br>                         ziemlich mitgenommen von den<br>                         jüngsten Ereignissen.<br><br><br><br>               Es entsteht eine Pause. Caylon nickt und starrt dann aus dem<br>               Fenster. Nach ein paar Sekunden wendet er sich wieder Müller<br>               zu.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hör zu, ich weiß, dass Du nicht<br>                         einverstanden warst...<br><br><br>               Er schweigt, als Müller mit blitzenden Augen aufschaut.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verdammt richtig. Dir ist klar,<br>                         dass sechs Leute heute sterben<br>                         mussten? Fast ein Dutzend schwer<br>                         verletzt wurden?<br><br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist nicht fair, Nicole, und<br>                         dass weißt Du. Der Tod ist immer<br>                         eine Konsequenz, mit der ich<br>                         rechnen muss. Aber ich weiß nicht<br>                         vorher, welche Entscheidung zu<br>                         Verlusten führt. Außerdem: Auch<br>                         wenn wir den Jungen zu Malek<br>                         gebracht hätten, hätte uns Rokorth<br>                         ebenso eingeholt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mag sein, dass es nicht ganz fair<br>                         war. Mag sein, dass Deine<br>                         Entscheidung sogar richtig gewesen<br>                         wäre. Wir werden es aber nicht mehr<br>                         erfahren.<br><br><br>               Sie atmet tief durch.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Mag auch sein, dass ich heute<br>                         morgen nicht fair zu Dir war. Aber<br>                         dennoch bleibt eines gültig, Fred.<br>                         Wenn ich Dir eine Stütze sein soll,<br>                         muss Du es auch sein. Und eines<br>                         sollte Dir immer klar sein.<br><br><br><br>               Caylon guckt Sie fragend an.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wäre?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Egal ob es diese Mission ist oder<br>                         unsere Beziehung. Wie es davor war,<br>                         wird es nie wieder sein. Entweder<br>                         wir akzeptieren den Status quo und<br>                         machen das Beste daraus, oder wir<br>                         lassen es.<br><br><br>               AUF MÜLLER<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        37     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 37<br><br><br>               Wir sehen die Antares von hinten auf Warp, begleitet von den<br>               Andorianern. Langsam fliegt sie zu leiser Musik von uns weg.<br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                        ENDE AKT V<br><br><br><br><br>                                         - ENDE -<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6094</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x09 - Asche und Staub</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x09-asche-und-staub-r6081/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52672.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0309.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x09) - "Asche und Staub"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Während die Antares einen Konvoi auf einem Versorgungsflug beschützen soll, befinden sich Miller, Beem und Torlan auf einer Andorianischen Koloniewelt. Als diese plötzlich von den Romulanern erbarmungslos bombardiert wird, beginnt für die drei ein gnadenloser Kampf ums nakte Überleben...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52662.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52662" border="0"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Asche und Staub"<br><br><br><br><br>                                       TEASER<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         1     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - FELDLAZARETT - TAG      1<br><br><br>               Wir befinden uns auf einem - für andorianische Verhältnisse -<br>               warmen Planeten. Die Temperatur ist hoch genug, damit kein<br>               Schnee liegt und ausreichend für die einheimische Vegetation,<br>               um zu grünen. - Wie wir aber an einigen andorianischen<br>               Militärs, die um die Anlage herum gehen, SEHEN KÖNNEN, ist es<br>               kalt genug, um den Atem der Andorianer sichtbar zu machen.<br><br><br>         2     INT. FELDLAZARETT - KRANKENSAAL - TAG                    2<br><br><br>               Wir befinden uns in einem großen Saal, in dem sich Bett an<br>               Bett reiht. Andorianier liegen darin, einige mit Verbänden,<br>               andere haben "nur" Infusionen laufen. Andere widerum sind an<br>               Überwachungseinheiten angeschlossen, manche werden sogar<br>               künstlich beatmet. Raum für Privatssphäre gibt es keine.<br><br><br>               Mehrere andorianische Ärzte und noch viel mehr<br>               Krankenschwestern sind hier und kümmern sich um die<br>               Verwundeten.<br><br><br>               Wir FAHREN mit der Kamera zwischen den Reihen von Betten<br>               hindurch, zu einer Tür, die sich vor uns öffnet und wir<br>               erreichen:<br><br><br>         3     INT. FELDLAZARETT - OP-SAAL - TAG - FORTSETZUNG          3<br><br><br>               Eine Operation ist im Gange. Mehrere in sterile Kittel<br>               gehüllte Ärzte operieren hier einen Patienten, den es<br>               offenbar ziemlich schwer erwischt hat. Die Kamera zeigt ihn<br>               aber NICHT. Wir SEHEN NUR die Ärzte an ihm herumhantieren.<br><br><br>               Wir FAHREN von einem Gesicht zu nächsten und ERKENNEN<br>               Andorianer und Denobulaner... Und eine Menschenfrau: DOKTOR<br>               KATHRINE MILLER.<br><br><br>               AUF Miller:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         4     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - PROVISORISCHE UNTERKÜNFTE -4<br>               SPÄTER ABEND<br><br><br>               Wir SEHEN ein andorianisches Shuttle auf eine Reihe von<br>               Wohncontainern zufliegen und ganz in der Nähe landen.<br><br><br>               Miller steigt aus dem Shuttle aus und streckt nocheinmal den<br>               Kopf hinein.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Danke fürs Mitnehmen.<br><br><br>                                   PILOT (O.C.)<br>                         War doch nicht der Rede wert. Bis<br>                         morgen, Doktor Miller.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (müde)<br>                         Ja, bis morgen.<br><br><br>               Miller macht sich auf den Weg zu einem der Wohncontainer und<br>               betritt ihn.<br><br><br>         5     INT. WOHNCONTAINER - SPÄTER ABEND - FORTSETZUNG          5<br><br><br>               LIEUTENANT JAMES BEEM und COMMANDER TORLAN sind in der Wohn<br>               Küche des Containers, die gleichzeitig auch den<br>               Eingangsbereich darstellt, als Miller herein kommt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (geschafft)<br>                         'nabend, Jungs.<br><br><br>               Erst jetzt, im Licht, das im Container vorherrscht SEHEN WIR,<br>               wie schlecht Miller aussieht. Sie hat große dunkle Ringe<br>               unter den Augen und ist leichenblass. Wenn man es nicht<br>               besser wüsste, könnte man meinen sie hätte ein paar<br>               Faustschläge auf die Augen bekommen und leide nun unter einer<br>               Gehirnerschütterung.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Guten Abend, Doktor.<br><br><br>               Miller zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Hoffentlich.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Haben Sie Hunger? Ich war mal so<br>                         frei uns etwas deftiges zu<br>                         sequenzieren.<br><br><br>               Miller schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Danke, Lieutenant, aber... Mir ist<br>                         der Appetit vergangen.<br><br><br>               Betroffenes Schweigen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor, gerade Ihnen sollte es doch<br>                         klar sein, wie wichtig...<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Wir haben heute wieder zwei<br>                         verloren... Ich kann Ihnen sagen,<br>                         Jim, das war nichts für meinen<br>                         Magen.<br>                             (beat)<br>                         Gute Nacht.<br><br><br>               Miller geht in Richtung ihrer Schlafzelle.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Der Krieg kostet so schon einen zu<br>                         hohen Preis, Doktor... Lassen Sie<br>                         es nicht zu, dass auch noch Ihre<br>                         Gesundheit mit auf die Rechnung<br>                         kommt.<br><br><br>               Miller lächelt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Danke für Ihre Fürsorge... Aber ich<br>                         will wirklich nur noch schlafen...<br>                         Bis morgen.<br><br><br>               Miller kriecht in ihre Zelle.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (leise)<br>                         Bis morgen.<br><br><br>               Besorgt schaut beem zu Torlan, der nur mit den Schultern<br>               zuckt.<br><br><br>         6     INT. WOHNCONTAINER - MILLERS SCHLAFZELLE - NACHT         6<br><br><br>               Miller hat es sich bequem gemacht. Doch sie kann nicht<br>               schlafen. Wach liegt sie in ihrem Bett. Tränen laufen ihre<br>               Wangen herunter...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         7     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - MILITÄRSTÜTZPUNKT - MORGEN7<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         8     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                  8<br><br><br>               Wir SEHEN einen großen unterirdischen Raum mit zahlreichen<br>               Computerstationen, großen Monitoren mit Sensordaten und<br>               Berichten an den Wänden.<br><br><br>               Andorianische Militärs besetzen die Computerstationen, ein<br>               Andorianischer GENERAL überwacht das Ganze.<br><br><br>               Beem und Torlan betreten den Kommandobunker. Der General<br>               kommt auf die beiden zu.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Aah, meine Herren. Sie kommen<br>                         gerade Recht.<br><br><br>               Beide improvisieren eine kurze respektvolle Begrüßung.<br>               Danach:<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Was können wir für Sie tun, Sir?<br><br><br>               Der General schreitet zu einem der großen Monitore an einer<br>               der Wände und Beem und Torlan folgen ihm.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Korrigieren Sie mich, wenn ich mich<br>                         irre, aber der Antares-Konvoi soll<br>                         meines wissens in drei Tagen hier<br>                         eintreffen, nicht wahr?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         So ist es, General.<br><br><br>               Der General nickt.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                             (beat)<br>                         Dann haben wir wahrscheinlich ein<br>                         Problem.<br><br><br>               Beem und Torlan sehen ihn mit einer Mischung aus Beunruhigung<br>               und Neugierde an.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sir?<br><br><br>               Die drei haben nun den Monitor erreicht.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                             (re: Monitor)<br>                         Was Sie hier sehen sind die<br>                         Langstreckensensordaten dieses<br>                         Sektors.<br>                             (beat)<br>                         Und wie Sie sehen können, ist vom<br>                         Antares-Konvoi noch nichts zu<br>                         sehen. - In Anbetracht des<br>                         Zeitplans sollten wir aber seit<br>                         etwas mehr als drei Stunden<br>                         Sensorkontakt haben.<br><br><br>               Beem reagiert erleichtert (oder tut er nur so?):<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wie Sie wissen, General, besteht<br>                         der Konvoi hauptsächlich aus alten<br>                         Frachtschiffen der DY-Klasse. Ihr<br>                         Höchstgeschwindigkeit beträgt Warp<br>                         2,5.<br>                             (beat)<br>                         Warp 3,8 mit den Modifikationen,<br>                         aber wie Sie wissen, werden dadurch<br>                         die Maschinen so hoch beansprucht,<br>                         dass alle vier Stunden eine<br>                         vierzigminütige Warppause zum<br>                         Kühlen der Aggregate erforderlich<br>                         ist.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Das war im Zeitplan bedacht,<br>                         Lieutenant.<br><br><br>               Beem nickt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Natürlich. - Allerdings ist es<br>                         nicht auszuschließen, dass einige<br>                         der Aggregate doch durch die hohe<br>                         Belastung beschädigt und repariert<br>                         werden müssen.<br>                             (beat)<br>                         Ich würde mir noch nicht all zu<br>                         große Sorgen machen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Lieutenant hat Recht, Sir.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Ich hoffe es. Ich hoffe es<br>                         wirklich.<br>                             (beat)<br>                         Sie wissen ja, das es bei den<br>                         vergangenen Konvois schwere<br>                         Verluste zu beklagen gab.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Mit der Antares als Geleitschutz<br>                         wird das nicht der Fall sein,<br>                         General.<br><br><br>               Der General nickt.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Ich--<br><br><br>               Ein DEFENDER an einem der Computerstationen unterbricht ihn.<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                             (unterbricht)<br>                         Verzeihen Sie, General, aber wir<br>                         haben soeben Nachricht von einem<br>                         Hospitalschiff erhalten. - In<br>                         unserer Forschungseinrichtung<br>                         Y'landra 4 hat es einen Unfall<br>                         gegeben. Ein Hospitalschiff ist<br>                         unterwegs und wir in zehn Minuten<br>                         am Lazarett landen.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Bereiten Sie alles vor.<br>                             (zu Beem und Torlan)<br>                         Meine Herren--<br><br><br>               Beem nickt schon.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht)<br>                         Fragen Sie erst gar nicht, wir sind<br>                         schon unterwegs.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         9     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - FELDLAZARETT - MORGEN   9<br><br><br>               Reges Treiben. Jede Menge Schwestern, Pfleger und Ärzte<br>               kommen mit Antigravtragen aus dem Lazarett gestürmt, laufen<br>               in RIchtung des einige hundert Meter entfernten Landeplatzes.<br><br><br>               Nun kommt auch Miller aus dem Lazarett heraus. Sie trägt<br>               einen Notfallrucksack auf dem Rücken.<br><br><br>               Wenige Schritte von ihr entfernt materialisieren Beem und<br>               Torlan.<br><br><br>               Im Hintergrund HÖREN WIR bereits das näherkommende<br>               Hospitalschiff.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Sie kommen gerade recht. Kommen<br>                         Sie.<br><br><br>               Beem und Miller laufen los. Torlan bleibt zurück und blickt<br>               in den Himmel:<br><br><br>               TORLANS BLICKWINKEL<br><br><br>               Wir SEHEN nun das näher kommende Hospitalschiff am Himmel.<br>               DOch irgendetwas stimmt nicht. Dies bemerkt auch Torlan.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (brüllt)<br>                         Warten Sie!!!<br><br><br>               Beem und Miller bleiben stehn.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Was ist los?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wir haben keine Zeit, Commander!<br><br><br>               Torlan zeigt in den Himmel zum Hospitalschiff.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Schauen Sie!<br><br><br>               CLOSE-UP: HOSPITALSCHIFF<br><br><br>               Nun erkennen wir, was nicht stimmt: Das Schiff zieht eine<br>               riesige schwarze Rauchwolke hinter sich her. Die Hülle ist an<br>               manchen Stellen beschädigt, Feuer und Plasmafeuer lodern<br>               teilweise aus diesen heraus. - Und es ist schnell. Sehr<br>               schnell. ZU schnell.<br><br><br>               RESUME<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Oh mein Gott!<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (da fällt der Groschen)<br>                         Es stürzt ab.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Und in seiner jetztigen Flugbahn<br>                         wird es direkt ins Larzarett<br>                         stürtzen.<br>                             (reagiert; brüllt)<br>                         ALLE MANN IN DECKUNG!!!!!!!<br><br><br>               Beem, Miller, Torlan und einige weitere rennen los, weg vom<br>               Larzarett. Einige andere bleiben wie angewurzelt stehen,<br>               unfähig sich zu bewegen blicken sie ihrem sicheren Tod ins<br>               Auge.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (brüllt)<br>                         Dort!<br><br><br>               Er deutet auf eine Kluft im Boden. Unsere drei Helden rennen<br>               zu dieser, blicken hinunter. Gut zwei Meter tief.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Besser als nichts.<br>                             (zu den anderen)<br>                         REIN DA!!!<br><br><br>               Einige hundert Meter hinter ihnen CRASHT das Hospitalschiff<br>               ins Larzarettgebäude. Eine gigantische Druckwelle breitet<br>               sich aus.<br><br><br>               Torlan ist der letzte der drei, der in die Kluft springt...<br>               Sekundenbruchteile später rast die Druckwelle über sie<br>               hinweg...<br><br><br>               AUF unsere drei Helden:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        10     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                 10<br><br><br>               Es herrscht Großalarm. Hektik ist ausgebrochen, die schon<br>               fast an eine Panik zu erinnern scheint.<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                             (panisch)<br>                         EINE GANZE FLOTTE ENTTARNT SICH IM<br>                         ORBIT!!!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        11     EXT. WELTRAUM - ANDORIANISCHE KOLONIEWELT               11<br><br><br>               Hier SEHEN WIR, was der  Defender soeben sagte: Eine Staffel<br>               Birds of Stealth lässt den Tarnschirm fallen und beginnt fast<br>               augenblicklich mit der Bombardierung der Oberfläche.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        12     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - FELDLAZARETT           12<br><br><br>               Plasmatorpedos schnellen vom Himmel herab und zerstören auch<br>               die letzten Reste des Lazaretts.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        13     EXT. WELTRAUM - ANDORIANISCHE KOLONIEWELT               13<br><br><br>               Von einigen der Birds of Stealth starten nun kleinere<br>               Kampfgleiter, von ihrer Stärker her ungefähr vergleichbar mit<br>               jenen Schiffchen, die die Sternenflotte im vergangenen Season<br>               Finale 2x12 "...starben wir die Welt zu retten." einsetzte.<br>               Auch sie fliegen auf den Planeten zu.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        14     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                 14<br><br><br>               Die Hektik ist noch größer geworden.<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                             (warnend)<br>                         Mehrere Schiffe nähern sich!<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Identifizieren!<br><br><br>               Der Defender checkt kurz seine Anzeigen.<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                         Es sieht nach Kampfgleitern aus.<br>                         Sie steuern direkt auf uns zu.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        15     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - MILITÄRSTÜTZPUNKT - MORGEN15<br><br><br>               Die Gleiter kommen in Wellen näher und eröffnen das Feuer auf<br>               den Militärstützpunkt mit Disruptoren und kleineren<br>               Antimaterieraketen.<br><br><br>               Die ersten paar Disruptorstöße richten Schaden am Stützpunkt<br>               an, dann richten sich dessen Schilde auf und die<br>               Disruptorstöße werden absorbiert.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        16     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                 16<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                         Schilde aufgebaut.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Sehr gut. Laden Sie die<br>                         Abwehgeschütze und lassen Sie die<br>                         Kampfjets besetzen.<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                         Verstanden.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        17     EXT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                 17<br><br><br>               Aus dem Boden - teilweise auch außerhalb des Schutzschildes -<br>               fahren Feuertürme heraus und beginnen mit dem Gegenfeuer.<br><br><br>               Die Romulaner fliegen einige waghalsige Manöver, doch nicht<br>               alle ihrer Jäger können den geballten Energieladungen der<br>               Abwehrgeschütze ausweichen und werden vernichtet.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        18     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - HANGAR                         18<br><br><br>               Andorianische Piloten eilen in ihre Kampfjets (eher Shuttles,<br>               doch die Andorianer nennen sie "Jets").<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        19     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                 19<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                         Der Hangar meldet unsere Jets sind<br>                         besetzt und startklar.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Dann geben Sie den Startbefehl!<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                         Sir, für den Start müssten wir<br>                         unsere Schutzschilde senken.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                             (überlegt kurz;<br>                              entschlossen)<br>                         Das Rikiso müssen wir eingehen,<br>                         Defender.<br><br><br>               Der Defender nickt.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        20     EXT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - MORGEN                         20<br><br><br>               Die zweite Angriffswelle der Romulaner hat begonnen. Noch<br>               immer feuern die Abwehrgeschütze aus vollen Rohren, doch die<br>               Romulaner sind zu flinkt und feuern ihrerseits nicht weniger<br>               heftig.<br><br><br><br>               Die ersten Feuertürme außerhalb der Schutzschilde werden<br>               vernichtet.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        21     EXT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - HANGAR - FORTSETZUNG           21<br><br><br>               Die Hangartore öffnen sich und eine Staffel von Kampfjets<br>               wird sichtbar.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        22     EXT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - FORTSETZUNG                    22<br><br><br>               Der Militärstützpunkt senkt seine Schilde und zeitgleich<br>               starten die Jets.<br><br><br>               Doch auch die Romulaner nutzen diese Sekunden aus und feuern<br>               auf die Schildinneren Feuertürme und können die meisten von<br>               ihnen ausschalten.<br><br><br>               Die andorianischen Jets sind nun alle gestartet und die<br>               Schilde des Stützpunktes werden wieder hochgefahren.<br><br><br>               Eine Luftschlacht Andorianer vs. Romulaner beginnt. Doch die<br>               Situation für die Andorianer ist aussichtslos, denn für jedes<br>               Shuttle d er Romulaner, das sie abschießen, scheint ein neues<br>               zu folgen.<br><br><br>               Wir SEHEN einige rasante Flugmanöver, einige<br>               Kamikazeaktionen, doch schon nach wenigen Augenblicken ist<br>               der Kampf vorbei. Die Romulaner haben alle Jets der<br>               Andorianer "vom Himmel geholt".<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        23     INT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - KOMMANDOBUNKER                 23<br><br><br>                                   DEFENDER<br>                             (betroffen, verängstigt)<br>                         Unsere Jets wurden zerstört.<br><br><br>               AUF den General, der nun das Schlimmste zu befürchten<br>               scheint:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        24     EXT. MILITÄRSTÜTZPUNKT - MORGEN                         24<br><br><br>               Die Shuttles der Romulaner feuern noch ein paar letzte<br>               Disruptorstöße auf den Stützpunkt ab, dann drehen sie ab und<br>               fliegen zu ihren Mutterschiffen zurück.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        25     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - FELDLAZARETT - MORGEN  25<br><br><br>               Wir befinden uns wieder am Lazarett, bzw dort, wo es einmal<br>               stand. Es sind nur noch brennende Trümmer übrig.<br><br><br><br>               Die Romulaner haben ihre Bombardierung mittlerweile<br>               eingestellt.<br><br><br>               Unsere drei Helden von der Antares (Miller trägt noch immer<br>               ihren Rucksack auf dem Rücken) kommen - übersäht mit Erde und<br>               Dreck - aus ihrer Kluft herausgeklettert und sehen sich um:<br><br><br><br>               MILLERS POV<br><br><br>               Leichen soweit das Auge reicht. Einige Soldaten mit<br>               Disruptorgewehren sind hier. Verletzt. Einige können nicht<br>               mehr stehen und liegen blutend am Boden. Verblutend.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>               Miller ist entsetzt. Ebenso Beem. Torlan verzieht keine<br>               Miene. Wir können nur erahnen, was dieses bedeutet.<br><br><br>               Miller läuft los. Ihr ärztlicher Instinkt sagt ihr, dass sie<br>               helfen muss. Beem und Torlan folgen.<br><br><br>               Es ist bedrückend. Die drei kommen an mehreren zerfetzten<br>               Leichen vorbei, darunter auch Kinder.<br><br><br><br>               Im Hintergrund HÖREN WIR näherkommende Geräusche, die wir<br>               aber noch nicht häher beschreiben können.<br><br><br>               Millers Gesicht beginnt zu zucken. Sie wird langsamer, ihr<br>               Beine weigern sich, sie noch länger zu tragen und sie sinkt<br>               in Mitten der Toten auf die Knie und beginnt zu schluchzen.<br><br><br>               Beem und Torlan bleiben neben ihr stehen und sehen sich<br>               weiter um. Sie können nicht glauben, was hier passiert ist.<br><br><br>               Die näherkommenden Geräusche werden lauter und nun bemerken<br>               auch Torlan und Beem sie. Die zwei blicken in den Himmel und<br>               versuchen auszumachen, woher sie kommen. Dann entdecken sie<br>               es:<br><br><br>               TRUPPENTRANSPORTER AM HORIZONT<br><br><br>               Die sich dem Lazaretttrümmerfeld nähern.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Die kommen nicht vom Stützpunkt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Woher wollen Sie das wissen?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie kommen aus der falschen<br>                         Richtung.<br><br><br>               Beem reagiert fast sofort. Er bückt sich zu einigen der Toten<br>               Andorianer herab und nimmt deren Waffen an sich. Was er nicht<br>               tragen kann, wirft er Torlan zu. Dann eilt Jim zu Miller.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor.<br><br><br>               Miller ist apatisch.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (mit mehr Nachdruck)<br>                         DOKTOR!<br><br><br>               Miller sieht aus tränenden Augen zu ihm.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Doktor, wir müssen hier weg.<br><br><br>               Miller sieht ihn weiter einfach nur an.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Es kommen Schiffe. Aber ich fürchte<br>                         nicht unsere. Wir müssen in Deckung<br>                         gehen, bevor sie uns erreichen.<br><br><br>               Miller nickt, steht aber nicht auf. Sie kann es nicht.<br><br><br>               Beem blickt zu Torlan und dieser nickt. Sie greifen Miller<br>               unter die Arme und ziehen sie hoch, schleifen sie förmlich<br>               mit sich.<br><br><br>               Torlan deutet auf einige größere Trümmerteile inmitten des<br>               Feldes. Nun ist es an Beem zu nicken. Sie laufen auf die<br>               Trümmer zu, während im Hintergrund die Schiffe landen:<br>               Truppentransporter der Romulaner.<br><br><br>               Die drei erreichen die Trümmer. Unter ihnen ist ein<br>               Andorianer eingeklemmt.<br><br><br><br>               Miller erwacht aus ihrer Apathie. Sie setzt ihren Rucksack<br>               ab, öffnet ihn und holt medizinisches Mateiral hervor.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Doktor, was machen Sie da!?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wonach sieht es wohl aus,<br>                         Lieutenant?<br><br><br>               Sie will mit der Versorgung des Eingeklemmten beginnen, doch<br>               dieser verdreht in diesem Moment die Augen und ist tot.<br><br><br>               Die Romulaner entsteigen nun in Kampfanzügen ihren<br>               Truppentransportern und werden sofort von den überlebenden<br>               unter Beschuss genommen.<br><br><br>               Die Romulaner erwidern das Feuer.<br><br><br>               Weitere Truppentransporter nähern sich vom Horizont.<br><br><br>               Miller ignoriert die Umgebung um sich herum. Sie hat einen<br>               weiteren Verwundeten entdeckt und läuft - immerhin etwas<br>               geduckt - zu ihm.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (überrumpelt)<br>                         DOKTOR!?!?!?<br><br><br>               Das Feuergefecht Gut gegen Böse dauert an, während Miller<br>               ihren Patienten versorgt. Jedenfalls es versucht, denn es ist<br>               hoffnungslos. - Dabei hat Miller die schützende Deckung<br>               verlassen.<br><br><br>               Ein Romulaner bemerkt dies und zielt auf sie, was widerum<br>               Torlan bemerkt. Er zielt und feuert. Keinen Sekundenbruchteil<br>               zu viel, denn der Romulaner betätigt bereits den Abzug. -<br>               Doch da Torlan ihn einen Sekundenbruchteil vorher trifft,<br>               verfehlt dieser Miller um wenige Milimeter. Ihre Haare werden<br>               angesenkt.<br><br><br>               Torlan greift nach Miller und reist sie - den Rucksack hält<br>               sie wie ihren wertvollsten Besitz mit einer Hand - von ihrem<br>               Patienten weg.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (empört)<br>                         Was soll das!?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sind Sie wahnsinnig, Doktor?!<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        26     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - FELDLAZARETT - ABEND   26<br><br><br>               Das Feuergefecht dauert an und die Andorianer fallen. Alle<br>               fallen, bis nur noch Beem, Torlan und Miller übrig sind, die<br>               nun aber auch das Feuer einstellen. Die  drei liegen hinter<br>               dem Trümmerstück auf dem Rücken. Flüstern.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es hat keinen Sinn. Es sind zu<br>                         viele.<br>                             (beat)<br>                         Wir sollten uns zurückziehen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein, wir müssen die Stellung<br>                         halten, bis Hilfe eintrifft.<br><br><br>               Beem schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Welche Stellung denn?! Und wofür?<br>                         Sehen Sie sich um, Torlan. Was ist<br>                         es hier noch wert verteidigt zu<br>                         werden?<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Wir sollten zusehen, dass WIR UNS<br>                         retten.<br>                             (sieht Torlans zweifelnden<br>                              Gesichtsausdruck)<br>                         Das ist ein Befehl, Commander.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich bin der ranghöhrere,<br>                         Lieutenant.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Torlan)<br>                         Jim hat Recht, Torlan.<br><br><br>               Der Andorianer denkt kurz nach. Dann nickt er.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Also gut.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        27     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - NACHT                  27<br><br><br>               Unsere drei Helden haben sich an den Rand eines Waldes retten<br>               können. Sichtlich geschafft sitzen sie hinter einigen Büschen<br>               und checken ihre Vorräte... Was im Grunde nur Millers<br>               Rucksack ist. Nichts zu Essen, nichts zu trinken, dafür jede<br>               Menge Mullbinden.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (re: Mullbinden)<br>                         Na toll!<br><br><br>               Langes, unerträgliches Schweigen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Und was nun?<br><br><br>               Schweigen.<br><br><br>               Dann:<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir sollten versuchen uns zum<br>                         Stützpunkt durchzuschlagen.<br><br><br>               Beem schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Den werden die Romulaner doch als<br>                         erstes eingenommen haben.<br><br><br>               Torlan zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Und wenn schon... Haben wir denn<br>                         eine Wahl? Wir brauchen Hilfe,<br>                         sonst hätten wir uns erst gar nicht<br>                         zurückziehen müssen... Dann hätten<br>                         wir uns gleich abschlachten lassen<br>                         können.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (sarkastisch)<br>                         Wenn die Romulaner den Stützpunkt<br>                         eingenommen haben, glaube ich<br>                         irgendwie nicht, dass sie uns<br>                         helfen werden.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber dort ist die<br>                         Wahrscheinlichkeit ein Funkgerät zu<br>                         finden am größten.<br><br><br>               Miller zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Was solls? Gehen wir in die Höhle<br>                         des Löwen... Mir ist auch gerade<br>                         irgendwie ein bisschen nach Sterben<br>                         zu Mute.<br><br><br>               Torlan ignoriert diese Bemerkung.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Wald erstreckt sich fast bis<br>                         zum Stützpunkt. Er sollte und<br>                         einigen Schutz bieten.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn wir uns zusätzlich nur<br>                         Nachts bewegen, müssten wir eine<br>                         reele Chance haben.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Na klar.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Miller)<br>                         Eine kleine Chance ist besser als<br>                         keine.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Einverstanden, machen wir's so.<br><br><br>               Miller rollt mit den Augen.<br><br><br>               Beem steht auf.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (zu den beiden)<br>                         Kommen Sie. Je eher wir uns auf den<br>                         Weg machen, desto schneller sind<br>                         wir da.<br><br><br>               Torlan steht auf. Miller bleibt sitzen.<br><br><br><br>               Die beiden anderen sehen zu ihr hinunter.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Doktor?<br><br><br>               Miller stöhnt. Was solls? Sie rafft sich auf und die drei<br>               starten in den Wald... Immer auf der Hut.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT III<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        28     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT           28<br><br><br>               Wir SEHEN unsere drei Helden auf dem Boden knieend, mit<br>               bloßen Händen zwei Löcher graben. Beinahe wie Hunde...<br><br><br>               Wir FAHREN mit der KAMERA ein Stück herum und erkennen,<br>               welchen Sinn diese Löcher erfüllen sollen: Zwei tote<br>               Andorianische Soldaten liegen weniger Meter von den dreien<br>               entfernt... Die Löcher sollen Gräber werden.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (monoton)<br>                         Das ist doch Schwachsinn...<br><br><br>               Beem verdreht die Augen, während Torlan den Ausspruch der<br>               Doktorin völlig ignoriert. Alle drei hören nicht auf zu<br>               buddeln.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ich meine, wofür machen wir das<br>                         hier?<br>                             (beat)<br>                         Meint Ihr nicht, dass die Familien<br>                         dieser Leute sie gerne in ihrer<br>                         Nähe bestatten wollen?<br>                             (long beat)<br>                         Und wir buddeln sie hier in irgend<br>                         einem Wald auf einem verfluchten<br>                         Planeten ein...<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (genervt)<br>                         Das hatten wir doch schon,<br>                         Doktor...<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Außerdem hatten so ziemlich alle<br>                         Soldaten alle ihre Familien mit her<br>                         gebracht...<br><br><br>               Die beiden anderen wissen, was der damit sagen will: Es gibt<br>               keine Familien mehr, die ihre Lieben zu sich holen könnten.<br><br><br>               Long beat.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ein Grund mehr, warum es wenig Sinn<br>                         macht, hier alle fünf Meter Löcher<br>                         zu graben...<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (verärgert)<br>                         Es reicht, Doktor! - Diese Soldaten<br>                         sind für die Allianz gestorben. Das<br>                         Mindeste, was wir tun können, ist<br>                         ihnen die letzte Ehre zu erweisen!<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        29     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - SPÄTER          29<br><br><br>               Miller sitzt am Boden neben den beiden Gräberb, während Beem<br>               und Torlan die beiden toten Soldaten in die Löcher zerren.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        30     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - ETWAS SPÄTER    30<br><br><br>               Die beiden Toten liegen in ihren Gräbern. Noch geöffnet.<br>               Miller, Beem und Torlan haben sich in Reih und Glied davor<br>               aufgestellt.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir ehren die Gefallenen für ihren<br>                         Mut, ihre Tapferkeit... Ihren bis<br>                         zum letzten reichenden Einsatz für<br>                         die gute Sache...<br><br><br>               Es folgt eine kurze Montage:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        31     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - VORHERIGE NACHT 31<br>               (MONTAGE)<br><br><br>               Unsere drei Helden stehen vor einem anderen Grab.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         ... Für Ihren Glauben...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        32     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - ANDERE NACHT    32<br>               (MONTAGE)<br><br><br>               Selbe Grundvorraussetzung... Diesmal aber drei Gräber<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         ... dass sie mit Ihrem Tod etwas<br>                         bewegen konnten...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        33     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT           33<br><br><br>               Wir sind wieder in der ursprünglichen Szene.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         ... Und übergeben die Geister<br>                         dieser Soldaten in die nächste<br>                         Welt.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Amen.<br><br><br>               Beem und Torlan beginnen damit, die Gräber zuzuschaufeln.<br>               Wieder mit bloßen Händen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das hat doch keinen Sinn!<br><br><br>               Beem reagiert erneut genervt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (genervt)<br>                         Doktor!<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (verzweifelt)<br>                         Niemand wird kommen und das für uns<br>                         tun!<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Weil wir überleben werden.<br><br><br>               Miller lacht kurz schallend auf.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (lachend)<br>                         Aber natürlich... Klar... Nichts<br>                         leichter als das...<br>                             (beat; todernst weiter)<br>                         Denken Sie mal scharf nach,<br>                         Torlan... Wir haben seit vier Tagen<br>                         nichts gegessen... Wir sind noch<br>                         nicht verdurstet, weil wir Regen-<br>                         und Tauwasser von BLÄTTERN geleckt<br>                         haben...<br>                             (beat)<br>                         Was denken Sie, wie lange wir das<br>                         noch aushalten können?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (sicher)<br>                         So lange es nötig ist.<br><br><br>               Wieder lacht Miller auf.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Sie sind so wunderbar naiv,<br>                         Torlan...<br>                             (beat)<br>                         Zwei Tage... Wenn wir so weiter<br>                         machen, wie bisher...<br><br>                             (beat)<br>                         Wenn wir weiter unsere Kräfte dafür<br>                         verschwenden, hier Löcher für<br>                         irgendwelche Leute zu buddeln, nach<br>                         denen nie jemand fragen wird, weil<br>                         niemand mehr da ist, der nach ihnen<br>                         fragen könnte!!!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Soldaten ehren irhe Toten! Für<br>                         immer treu! Bis in den Tod.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (ärgerlich)<br>                         Aaach, lassen Sie mich mit Ihrem<br>                         MACO-Scheiß in Frieden, Jim!<br>                             (beat)<br>                         Das hier ist nicht irgend so eine<br>                         Mission, die wir mal eben so<br>                         erledigen können... Hier wird es<br>                         uns an den Kragen gehen, mein<br>                         Lieber.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Die Ehrung unserer Toten ist, was<br>                         uns menschlich macht...<br>                             (zu Torlan)<br>                         ... Pardon, Torlan...<br>                             (weiter im Text)<br>                         DAS ist es, was uns von diesen<br>                         Romulanischen Barbaren<br>                         unterscheidet!<br>                             (beat)<br>                         Und das werde ich aufrecht<br>                         erhalten... Wenn das bedeutet, dass<br>                         wir dafür etwas langsamer voran<br>                         kommen, dann kann ich damit gut<br>                         leben.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (brüllt)<br>                         ABER NUR NOCH ZWEI TAGE!!!<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (leise, aber bestimmend)<br>                         Doktor, mäßigen Sie sich! Sie<br>                         führen die Romulaner direkt zu uns.<br><br><br>               Miller zuckt mit den Schultern.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (gleichgültig)<br>                         Sollen sie doch kommen... Dann hat<br>                         das hier wenigstens ein Ende...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        34     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - SPÄTER          34<br><br><br>               Unsere drei marschieren weiter. Vorne Torlan, dahinter Miller<br>               und ganz hinten Beem.<br><br><br>               Miller stürzt und bleibt am Boden liegen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor.<br><br><br>               Nun bemerkt auch Torlan, dass etwas passiert ist, bleibt<br>               stehen, dreht sich um und geht die paar Schritte zu Miller<br>               und Beem zurück.<br><br><br>               Beem kniet bereits neben Miller.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Doktor, was ist los?<br><br><br>               Miller liegt mit dem Gesicht im Dreck.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (flüstert erschöpft)<br>                         Ich kann nicht mehr...<br><br><br>               Torlan hat sich nun auch niedergekniet.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Doktor, wir müssen weiter.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (nuschelt)<br>                         Darum bin ich nicht Ärztin<br>                         geworden...<br>                         Dafür bin ich nicht in der<br>                         Sternenflotte...<br>                             (beat; schluchzend)<br>                         Es ist zu viel...<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor... KATHRINE, wir können hier<br>                         nicht bleiben!<br><br><br>               Beem dreht sich auf den Rücken. Aus ihrem dreckverschmierten<br>               Gesicht blinzelt sie zu den beiden hoch.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (nuschelt)<br>                         Warum nicht? Wir werden es doch eh<br>                         nicht schaffen, warum sollten wir<br>                         also unseren letzten Kräfte für ein<br>                         unerreichbares Ziel vergeuden?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor...<br><br><br>               Sie rollte den Kopf zur Seite.<br><br><br>               Beem ohrfeigt sie.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (nachdrücklich)<br>                         Doktor!<br><br><br>               Keine Reaktion.<br><br><br>               AUF Beem, der entnervt vom Miller zu Torlan schaut:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        35     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - FRÜHER MORGEN   35<br><br><br>               Wir befinden uns mit unseren drei Helden von der Antares im<br>               Dickicht.<br><br><br>               Miller liegt bewusstlos am Boden und Torlan hält Wache,<br>               während sich Beem Millers Notfallrucksack vorgenommen hat. In<br>               diesem Moment holt er eine Infusionsflasche aus Plastik<br>               heraus, sowie eine Schere. Mit der Schere "köpft" er die<br>               Flasche, geht damit zu Miller und lässt den Inhalt vorsichtig<br>               auf ihr Gesicht tropfen.<br><br><br>               Nach einigen Tropfen auf ihre Augenlieder wacht die Ärztin<br>               auf.<br><br><br>               Beem hilft ihr, sich ein wenig aufzurichten. Dann drückt er<br>               ihr die Infusionsflasche in die Hand.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Hier. Trinken Sie.<br><br><br>               Miller greift schwach nach der Flasche und trinkt mit Beems<br>               Hilfe etwas von der Kochsalzlösung.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Es ist zwar nicht so lecker, wie<br>                         das Regenwasser von den Blättern<br>                         hier, aber ich denke es ist<br>                         wesentlich gesünder...<br><br><br>               Beem schaut zum Rucksack, in dem noch drei weitere<br>               Infusionsflaschen liegen.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (re: Infusionen)<br>                         Warum bin ich da nur nicht früher<br>                         drauf gekommen?<br><br><br>               Miller setzt nun die Flasche ab. Beem nimmt einen tiefen<br>               Schluck, bevor er sie an Torlan weiterreicht, der dasselbe<br>               tut.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Okay, wir haben noch drei weitere<br>                         Flasche. Wir sind alle sehr<br>                         durstig. Wir können uns also jetzt<br>                         direkt über die hermachen, oder wir<br>                         teilen sie uns ein und halten dafür<br>                         vielleicht zwei/drei Tage länger<br>                         durch...<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Einteilen.<br><br><br>               Beem nickt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Auch meine Meinung.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (hat sich aufgegeben)<br>                         Ich wäre für jetzt, wir schaffens<br>                         doch eh nicht bis zum Stützpunkt.<br><br><br>               Beem platzt einmal mehr (verständlicher Weise?) Der Kragen:<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (leise, aber mit deutlich<br>                              wütendem Unterton)<br>                         Stellen Sie sich nicht so an,<br>                         Doktor!<br>                             (beat)<br>                         Wir sind seit Tagen keinen<br>                         Romulanern mehr begegnet...<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (entkräftet)<br>                         Weil sie sich alle beim Sützpunkt<br>                         gesammelt haben...<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sie sind sowieso überstimmt,<br>                         Doktor. Wir teilen uns die<br>                         Infusionen ein und gehen weiter.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        36     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - ABEND                  36<br><br><br>               Die Sonne über dem Wald geht unter...<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        37     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT           37<br><br><br>               Und die Karawane zieht weiter...<br><br><br>               AUF Miller, die mit versteinertem Gesichtsausdruck durch das<br>               unwegsame Gelände stolpert:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        38     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT           38<br><br><br>               Fortsetzung vom Ende von Akt III.<br><br><br>               Unsere drei marschieren schweigend weiter durch das Dickicht<br>               des Waldes. Bis:<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wissen Sie überhaupt, wohin Sie uns<br>                         führen, Torlan?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Zum Stützpunkt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich meine ja nur... Wir marschieren<br>                         hier durch einen dichten Wald. Wir<br>                         sehen keine Sterne über uns, wir<br>                         haben überhaupt keine<br>                         Anhaltspunkte.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich richte mich nach dem Magnetfeld<br>                         des Planeten.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Miller)<br>                         Die Fühler hat er doch nicht<br>                         umsonst...<br><br><br>               Ein Schuss! Ein Treffer! Beem geht zu Boden.<br><br><br>               Torlan schreckt herum, reißt Miller zu Boden.<br><br><br><br>               Unsere Ärztin landet direkt neben dem leblosen Beem. Sie<br>               streckt ihre Hand aus, um nach seinem Puls zu fühlen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Er ist tot!<br><br><br>               Torlan hat derweil ganz andere Sorgen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (flüstert)<br>                         Woher kam das?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         ER IST TOT!<br><br><br>               Er hält ihren Mund zu.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (flüstert)<br>                         Shhhhht! Sie führen Sie direkt zu<br>                         uns.<br><br><br>               Torlan laucht angestrengt in den Wald. Seine Fühler bewegen<br>               sich hektisch. Dann scheint er etwas gehört (oder gewittert?)<br>               zu haben.<br><br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                             (flüstert)<br>                         Bleiben Sie hier.<br><br><br>               Mit seinem Gewehr robbt Torlan los.<br><br><br>               Miller bleibt mit angstverzerrtem Gesicht zurück. Zitternd<br>               greift sich nach Beems Gewehr, das dieser noch immer in<br>               seinen toten Händen hält. Sie zerrt das Gewehr aus ihnen<br>               heraus, umklammert es wie ihren wertvollsten Besitz.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        39     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT - FORTSETZUNG39<br><br><br>               TORLAN<br><br><br>               ist mittlerweile etwas mehr als zehn Meter von Miller<br>               entfernt, hat - wegen dem Dickicht - den Blickkontakt zu<br>               Miller verloren.<br><br><br>               Er kriecht weiter, schiebt vorsichtig einige Sträucher bei<br>               Seite und entdeckt sie schließlich: Zwei Romulaner in<br>               Kampfanzügen, wenige Meter von ihm entfernt. Leise legt er<br>               mit seinem Gewehr an, zielt und feuert. Erst auf den einen,<br>               dann auf den anderen Romulaner. Zu schnell, als dass diese<br>               reagieren könnten. Beide gehen tot zu Boden.<br><br><br>               Torlan lässt sein Gewehr sinken.<br><br><br>               KNACK! Jemand ist hinter ihm.<br><br><br>               Torlan schreckt herum, will sein Gewehr hochreißen, doch es<br>               wird ihm aus den Händen getreten.<br><br><br>               Ein weiterer Romulaner in Kampfanzug steht über ihm. Er<br>               richtet seinen Disruptor auf Torlan, doch nun ist dieser an<br>               der Reihe seinem Gegner die Waffe aus der Hand zu schlagen.<br><br><br>               Der Romulaner taumelt ein paar Schritte zurück, will sich<br>               nach seiner Waffe bücken, doch Torlan stürzt sich auf ihn.<br><br><br>               Dem Romulaner gelingt es jedoch mit einigen gezielten<br>               Schlägen den sichtlich erschöpften Torlan abzuschütteln.<br>               Torlan taumelt.<br><br><br>               Der Romulaner stürzt sich auf ihn, zückt ein Messer und:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>               MILLER<br><br><br>               ist noch immer bei Beem.<br><br><br>               Ein gräßlicher Schrei durchbricht die Stille der Nacht.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>               TORLAN<br><br><br>               geht mit dem Messer im Bauch zu Boden. Er blutet stark,<br>               schließt die Augen und...<br><br><br>               Der Romulaner zieht das Messer aus ihm heraus, steckt es<br>               wieder ein und geht schnurstracks auf Miller und Beem zu.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>               MILLER<br><br><br>               hört den Romulaner kommen. Er scheint gar keine Anstalten zu<br>               machen, seine Annäherung zu verschleiern.<br><br><br>               Nun kommt er durch die Büsche und Miller feuert sein Gewehr<br>               auf ihn ab. Ohne Wirkung.<br><br><br><br>               Der Romulaner holt wieder sein Messer hervor und wirft es auf<br>               Miller. Es trifft sich direkt in der Mitte ihres Brustkorbes.<br><br><br>               Miller fällt zurück. Sie will schreien, doch sie kann es<br>               nicht.<br><br><br>               Der Romulaner kommt immer näher, bis er schließlich neben ihr<br>               steht. Er kniet sich nieder.<br><br><br>               Miller blickt ihn entsetzt an.<br><br><br>               Der Romulaner greift nun nach seinem Helm, öffnet einige<br>               Verschlüsse und nimmt ihn ab.<br><br><br>               CLOSE-UP: MILLERS GESICHT<br><br><br>               deren Augen sich weiten, als sie das Gesicht des Romulaners<br>               erkennt...<br><br><br>               CLOSE-UP: DER ROMULANER<br><br><br>               Doch es ist gar kein Romulaner. Es ist Caylon.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>               Miller stößt einen grauenhaften Angstschrei aus<br><br><br>               CLOSE-UP: MILLER<br><br><br>               während sich PLÖTZLICH eine Hand vor ihren Mund legt und<br>               ihren Schrei erstickt.<br><br><br>                                   BEEM (V.O.)<br>                         Doktor!<br><br><br>                                                          SMASH CUT TO:<br><br><br>        40     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - MITTAG          40<br><br><br>               Miller wacht erschreckt auf. Beem drückt ihr auch weiter eine<br>               Hand vor den Mund.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (beruhigend)<br>                         Sie haben nur geträumt, Kathrine.<br><br><br>               AUF Millers halb entsetztes, halb erleichtertes Gesicht:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        41     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT           41<br><br><br>               Die nächste Nacht. Die drei marschieren weiter. Miller trägt<br>               wieder ihren Notfallrucksack auf dem Rücken.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich schätze es sind noch 15 bis 20<br>                         Kilometer bis zum Stützpunkt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Na toll. - So kurz wie die Nächte<br>                         hier sind, werden wir dann wohl<br>                         noch mindestens zwei Tage brauchen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und dann beginnt der schwierige<br>                         Part: Das Reinkommen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich schlage vor, darüber machen wir<br>                         uns Gedanken, wenn wir dort sind.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das sollte nicht all zu schwer<br>                         werden... Ich hab seit Tagen weder<br>                         Romulaner gesehen, noch Shuttles<br>                         gehört.<br><br><br>               Ein leises Stöhnen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie das auch gehört?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Was?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Pssst!<br><br><br>               Die drei Lauschen. Nun hören sie alle das Stöhnen.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zeigt in eine Richtung)<br>                         Es kommt von dort!<br><br><br>               Sie sprintet los.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (zu sich)<br>                         Das kann doch jetzt nicht ihr...<br>                             (ruft)<br>                         DOKTOR!<br><br><br>               Miller sprintet weiter.<br><br><br><br>               Torlan und Beem starten nun hinterher.<br><br><br>               Miller springt nun durch einen Busch hindurch. Ihre Umgebung<br>               und die Gefahr in der sie schwebt scheint sie vollständig<br>               vergessen zu haben, sie hat nur noch das im Kopf, was ein<br>               potentieller Patient sein könnte.<br><br><br>               Und sie hat Glück: Es ist keine Falle der Romulaner. Hier<br>               liegt tatsächlich jemand und ist verletzt. Ein Andorianer mit<br>               schweren Disruptorverbrennungen.<br><br><br>               Miller setzt ihren Rucksack ab, kniet sich neben den<br>               Andorianer und öffnet den Rucksack.<br><br><br>               Nun erreichen auch Beem und Torlan den Schauplatz.<br><br><br>               Miller holt einen Zugang aus dem Rucksack hervor und legt<br>               diesen dem Andorianer. Dann verabreicht sie ein<br>               Schmerzmittel.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Doktor.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Er hat schwere Verbrennungen... Er<br>                         braucht Flüssigkeit.<br><br><br>               Miller greift nach einer - der letzten - Infusionsflasche und<br>               will sie gerade "anstechen", doch Beem stoppt sie.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Halt! - Was haben Sie vor, Doktor?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie nicht zugehört?! Dieser<br>                         Mann braucht dringend Flüssigkeit,<br>                         ich werde--<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Einen Teufel werden Sie tun!<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Er wird sterben, wenn er keine<br>                         Flüssigkeit bekommt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das werden WIR auch...<br>                             (beat)<br>                         Das ist die letzte Infusionen und<br>                         wir haben noch einen Marsch von<br>                         zwei Tagen vor uns... MINDESTENS!<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (verärgert)<br>                         Und was schlagen Sie nun vor, Mr.<br>                         Beem? Dass ich diesen Mann sterben<br>                         lasse?!<br><br><br>               Beem nickt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Genau das.<br><br><br>               Miller reagiert entsetzt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das kann doch nicht Ihr ernst<br>                         sein!!!<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Lieutenant hat Recht, Doktor.<br><br><br>               Miller wendet ihren Blick von Beem zu Torlan, nicht weniger<br>               entsetzt blickt sie diesen an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Torlan!<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Seien wir doch mal ehrlich, Doktor.<br>                         - Was hat dieser Mann davon, wenn<br>                         Sie ihn behandeln?<br>                             (beat)<br>                         Selbst wenn Sie ihn stabilisieren<br>                         können, wir können ihn unmöglich<br>                         mitnehmen.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn er hier liegen bleibt...<br>                         Na ja, wie groß wären dann wohl<br>                         schon seine Chancen.<br><br><br>               Miller schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (ärgerlich)<br>                         Das ist mir völlig egal! - Ich habe<br>                         einen Eid geschworen, alles Leben<br>                         zu schützen, wo ich nur kann.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Dann denken Sie gefälligst auch an<br>                         unser Leben!!!<br><br><br>               Miller macht eine abfällige Handbewegung und wendet sich nun<br>               wieder der Infusion zu, will sie anstechen.<br><br><br>               Beem hebt sein Gewehr und feuert auf ihren Patienten. Dessen<br>               Stöhnen hört augenblicklich auf.<br><br><br>               Miller fährt entsetzt zum Beem herum.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         WIE KONNTEN SIE DAS TUN!?!?!<br><br><br>               Beem ragiert gelassen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es hieß er oder wir, Doktor... Er<br>                         oder wir.<br><br><br>               Beem kann gar nicht so schnell gucken, wie Miller aufspringt<br>               und vor ihm steht. Er weiß gar nicht, wie ihm geschieht, als<br>               Miller ausholt und ihm ihre Faust ins Gesicht schlägt.<br><br><br>               Beem taumelt zurück, stolpert über eine Wurzel und fällt zu<br>               Boden.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (wütend)<br>                         Sie elender MISTKERL!!!<br><br><br>               AUF Beem, der sich sein Kinn hält:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        42     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALD - NACHT - FORTSETZUNG42<br><br><br>               Miller baut sich vor Beem auf, welcher sich in diesem<br>               Augenblick vom Boden erhebt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (laut)<br>                         Was sind Sie eigentlich für ein<br>                         Mensch?!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Einer, der weiß, wann eine<br>                         Situation hoffnungslos ist.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (wütend)<br>                         Kommen Sie mir nicht so, Mister!<br>                         Wenn es so wäre, dann wären wir<br>                         nicht seit über einer Woche<br>                         unterwegs zu diesem gottverdammten<br>                         Stützpunkt!!!<br>                             (beat)<br>                         Sie stellen Ihr kleines verkommenes<br>                         Leben über das von allen anderen..<br>                         Sie widern mich an!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich tat, was ich tun musste!<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (wütend)<br>                         Ach hörn Sie doch auf!<br>                             (beat)<br>                         Sie schwingen hier hochtrabende<br>                         Reden über Ihre Menschlichkeit und<br>                         wie sie uns von den Romulanern<br>                         unterscheidet und dann erschießen<br>                         Sie einen wehrlosen Mann!<br>                             (long beat; verächtlich)<br>                         Sie sind nicht besser, als ein<br>                         Romulaner! Sie--<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (unterbricht)<br>                         Nicht, dass ich Sie unterbrechen<br>                         möchte, Doktor, aber die Nacht ist<br>                         nur noch kurz. - Wir sollten weiter<br>                         ziehen.<br><br><br>               Miller atmet tief durch, dann nickt sie.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Beem, drohend)<br>                         Wir sind noch nicht fertig<br>                         miteinander, Beem!<br><br><br>               Demonstrativ wendet sie ihm den Rücken zu, sammelt ihre<br>               Sachen zusammen, setzt den Rucksack wieder auf und zieht<br>               weiter. Beem und Torlan folgen...<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        43     EXT. ANDORIANISCHE KOLONIEWELT - WALDRAND - MORGENGRAUEN43<br><br><br>               Unsere drei nähern sich einem Hügel am Waldrand. Miller trägt<br>               ihren Rucksack nicht mehr. Wir können also davon ausgehen,<br>               dass die letzte Infusion getrunken wurde und sie die unnötige<br>               Last nicht länger mit sich tragen wollte.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (re: Hügel)<br>                         Hinter diesem Hügel sollte der<br>                         Stützpunkt liegen.<br><br><br>               Die drei verlassen den Wald und laufen den Hügel hoch.<br><br><br>               Wir FOLGEN IHNEN MIT DER KAMERA und FAHREN über den Hugel<br>               hinweg und SEHEN, was auch unsere drei Helden sehen:<br><br><br>               DER STÜTZPUNKT<br><br><br>               Er wurde nicht von den Romulanern eingenommen. Er wurde<br>               vollständig zerstört. Überall liegen Trümmer, aus denen noch<br>               etwas Rauch aufsteigt. Krater sind zu SEHEN.<br><br><br>               Unsere drei Helden laufen zu den Trümmern.<br><br><br>               IN DEN TRÜMMERNDES STÜTZPUNKTES<br><br><br>               Unsere drei sind angekommen. Sie sehen sich um.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (monoton)<br>                         Vielleicht ist hier ja noch...<br>                         irgendwas--<br><br><br>               Miller schreit auf!<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Hier ist nichts!<br>                             (brüllt)<br>                         GAR NICHTS!!!!<br><br><br>               Sie sinkt auf die Knie...<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Das alles...<br>                             (beat)<br>                         ... für gar nichts...<br><br><br>               Sie bricht zusammen, lässt sich in den Derck fallen...<br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br>        44     SCHWÄRZE                                                44<br><br><br>               Wir HÖREN das Piepen medizinischer Geräte. Leise Stimmen, die<br>               näher zu kommen scheinen. Wir können nicht ausmachen zu wem<br>               sie gehören.<br><br><br>                                   STIMME #1 (V.O.)<br>                         Werden sie es schaffen?<br><br><br>                                   STIMME #2 (V.O.)<br>                         Es steht schlecht um sie.<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        45     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           45<br><br><br>               Wir finden uns im absoluten Chaos wieder. verkrustetes Blut<br>               klebt an den Wänden und am Boden, Konsolen standen wohl in<br>               Flammen und wurden gelöscht. Das Licht ist verdunkelt und<br>               flackert.<br><br><br>               CREWMAN MELANIE APOLL und ihre Kollegen haben alle Hände voll<br>               zu tun.<br><br><br>               Die Biobetten sind alle belegt mit Crewmitgliedern. Auf einem<br>               liegt Miller.<br><br><br>               CAPTAIN FREDERICK CAYLON steht neben Millers Bett.<br><br><br>               Miller öffnet nun ihre Augen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Willkommen zurück, Doktor.<br><br><br>               Miller blinzelt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (schwach)<br>                         Was ist geschehen?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         So wie es aussieht, sind die<br>                         Romulaner aufgetaucht, haben<br>                         Kolonie, Lazarett und Stützpunkt<br>                         vernichtet und sind dann wieder<br>                         verschwunden. Was hier passiert<br>                         ist...<br>                             (beat)<br>                         Na ja, wir haben den Konvoi<br>                         durchgebracht... Aber die Romulaner<br>                         haben es uns nicht leicht gemacht.<br>                         Sie wissen ja, die Frachter<br>                         brauchten alle paar Stunden einen<br>                         Kühlstopp für ihre Antriebe...<br>                             (beat)<br>                         Die Romulaner hatten diese wohl<br>                         irgendwie vorausberechnet...<br>                             (beat; schwermütig)<br>                         Und sie haben dort auf uns<br>                         gewartet... Wir haben uns wacker<br>                         geschlagen... Zunächst.<br>                             (long beat)<br>                         Aber dann kam der Zeitpunkt an dem<br>                         ich mich entscheiden musste, ob ich<br>                         versuchen will den Konvoi komplett<br>                         durchzubringen, oder beschädigte<br>                         Schiffe zurück zu lassen, um<br>                         möglichst viele Frachter<br>                         durchzubringen...<br>                             (beat)<br>                         Zwölf haben es nicht geschafft.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (ungläubig)<br>                         Zwölf?<br><br><br>               Caylon nickt stumm.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (schwach)<br>                         Sie hätten umkehren sollen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann hätten wir Sie drei und die<br>                         anderen Überlebenden aber<br>                         wahrscheinlich nicht mehr retten<br>                         können.<br>                             (beat)<br>                         Wir konnten ungefähr drei Duzend<br>                         Andorianer lebend bergen. Sie<br>                         werden hier und auf den anderen<br>                         Schiffen versorgt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (schwach)<br>                         Egal.<br>                             (beat)<br>                         Zwölf Schiffe...<br>                             (long beat)<br>                         Was sind schon 40 Leben gegen die<br>                         Leben der Besatzungen von ZWÖLF<br>                         Frachtern?!<br><br><br>               Miller schüttelt ungläubig den Kopf. Sie sieht Caylon mit<br>               strafendem Blick an, bis sie erkennt, dass sein Gewissen ihn<br>               schon so stark genug belastet. Dann:<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (schwach)<br>                         Und die Romulaner haben Sie uns so<br>                         einfach hochbeamen lassen?<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die waren schon lange weg, als wir<br>                         ankamen.<br>                             (beat)<br>                         Wie es aussieht, sind sie gekommen,<br>                         zerstörten die Kolonie und wollten<br>                         den Stützpunkt einnehmen... So wie<br>                         es aber aussieht, hat der<br>                         Kommandant die Selbstzerstörung<br>                         zünden lassen, bevor die Romulaner<br>                         eindringen konnten...<br>                             (beat)<br>                         Und dann sind Sie verschwunden.<br><br><br>                                   MILLER<br><br>                             (schwach)<br>                         Dann war auch alles, was wir getan<br>                         haben... Die Flucht, die Angst,<br>                         Beems--<br>                             (long beat)<br>                         Wie lange war ich weg?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Beinahe drei Tage. Sie waren<br>                         innerlich fast ausgetrocknet. -<br>                         Apoll hatte alle Hände voll zu tun<br>                         mit Ihnen.<br><br><br>               Miller sieht sich kurz um...<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (schwach)<br>                         Wo ist Torlan?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Er ist wohl auf. Und Beem ebenso.<br>                         Crewman Apoll hat sie in ihre<br>                         Quartiere entlassen.<br><br><br>               Miller nickt.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         So. Und jetzt ruhen Sie sich ein<br>                         bisschen aus, Doktor. Das ist ein<br>                         Befehl.<br><br><br>               Miller lächelt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (schwach)<br>                         Das müssen Sie mir nicht zweimal<br>                         sagen, Captain... Danke.<br><br><br>               Caylon zwinkert ihr zu und verlässt dann die Krankenstation<br>               in den...<br><br><br>        46     INT. ANTARES - KORRIDOR - FORTSETZUNG                   46<br><br><br>               ... angrenzenden Korridor. Hier wartet bereits COUNCELLOR<br>               EMMA FERNANDEZ auf ihn.<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es war völlig sinnlos, sich bis<br>                         hierhin durschzuschlagen.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das konnten Sie nicht wissen, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sage ich mir auch. Es es hilft<br>                         nicht.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wären wir nicht gekommen, wären<br>                         Miller, Beem, Torlan und ein duzend<br>                         Andorianer höchstwahrscheinlich<br>                         gestorben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist ein schwacher Trost in<br>                         Anbetracht der Kosten.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie haben richtig gehandelt.<br>                             (beat)<br>                         Sie konnten nicht Wissen, dass die<br>                         Basis zerstört wurde. Es ist leider<br>                         das Wesen des Krieges, dass manche<br>                         Opfer am Ende völlig sinnlos<br>                         erscheinen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben wohl recht Councellor.<br><br>                             (beat)<br>                         Das macht es aber trotzdem nicht<br>                         leichter damit zu leben, dass man<br>                         diese Menschen nicht für nichts und<br>                         wieder nichts in den Tod geschickt<br>                         hätte.<br><br><br>               Sie klopft Caylon auf die Schulter und geht.<br><br><br>               Caylon schaut ihr hinterher.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        47     EXT. WELTRAUM - WARP                                    47<br><br><br>               Die Antares fliegt durchs Bild.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        48     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 48<br><br><br>               Miller kommt aus einem Turbolift und geht ihn entlang, bis<br>               sie ein bestimmtes Quartier erreicht. Sie klingelt.<br><br><br>               Und Beem öffnet ihr.<br><br><br>               Ohne auf die Erlaubnis zum Eintreten zu warten, geht Miller<br>               am Sicherheitschef der Antares vorbei ins Quartier hinein.<br><br><br>        49     INT. ANTARES - BEEMS QUARTIER - FORTSETZUNG             49<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Schön, dass Sie wieder wohlauf<br>                         sind, Doktor.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (unfreundlich)<br>                         Sparen Sie sich das, Beem!<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen reden.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Worüber?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das wissen Sie, Lieutenant.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe Ihnen doch gesagt, dass<br>                         wir noch nicht fertig miteinander<br>                         sind...<br><br><br>               AUF Beem:<br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">6081</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x08 - Reue</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x08-reue-r5994/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52511.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0308.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x08) - "Reue"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Nachdem Caylon von seiner Schläferprogrammierung befreit wurde, muss er sowohl den Tellariten, als auch der Sternenflotte seine Unschuld beweisen. Was sich trotz aller Beweise, die für Caylon sprechen als äußerst schwierig erweist, da der Captain selbst von seiner Schuld überzeugt ist. Er will sich den Konsequenzen seiner Taten stellen, allen voran dem Mord an Councellor Danielle MacKenzie...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_51752.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51752" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51762.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51762" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52516.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52516" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51763.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51763" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52517.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52517" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51764.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51764" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51765.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51765" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51766.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51766" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51767.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51767" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52514.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52514" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51768.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51768" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51769.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51769" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51770.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51770" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52518.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52518" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52515.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52515" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51771.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51771" border="0"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                        "Reue"<br> <br> <br> <br>                                         RECAP<br> <br>        R01     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - KORRIDOR (3X05 "DIE R01<br>                RÜCKKEHR")<br> <br>                                    CAYLON (V.O.)<br>                          Bisher bei "Star Trek: Antares".<br> <br>                Wie SEHEN einen Commander der Sternenflotte, der wie wild den<br>                Korridor entlang läuft mit einer Phasenpistole auf alles<br>                schießt, was sich ihm in den Weg stellt oder versucht ihm zu<br>                folgen.<br> <br>                Sicherheitsoffiziere des Hauptquartiers haben die Verfolgung<br>                aufgenommen und feuern ihrerseits auf den Commander, treffen<br>                ihn jedoch nicht.<br> <br>                                    REPORTERIN (V.O.)<br>                          Diese Szenen spielten sich vor<br>                          nicht ganz einer Stunde ab. Der<br>                          Offizier, den Sie hier im Bild<br>                          sehen hat offenbar ohne jede<br>                          Vorwarnung das Feuer im<br>                          Hauptquartier eröffnet, während er<br>                          sich in einer Konferenz befand.<br>                          Dabei wurden mehrere hochrangige<br>                          Offiziere der Sternenflotte zum<br>                          Teil lebensgefährlich verletzt.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>        R02     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ANDERER KORRIDOR (3X05R02<br>                "DIE RÜCKKEHR")<br> <br>                Sicherheitsoffiziere haben den Commander nun eingekreist. Als<br>                dieser erkennt, dass er keine Fluchtmöglichkeit mehr hat,<br>                richtet er seine Phasenpistole gegen sich selbst und drückt<br>                ab. Er bricht zusammen, die Sicherheitsoffiziere stürzen auf<br>                ihn.<br> <br>                                    REPORTERIN (V.O.)<br>                          Den Sicherheitskräften des<br>                          Hauptquartiers gelang es zwar den<br>                          Angreifer zu stellen, doch dieser<br>                          richtete seine Waffe lieber gegen<br>                          sich selbst, als sich gefangen<br>                          nehmen zu lassen.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>        R03     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ABEND (3X05 "DIER03<br>                RÜCKKEHR")<br> <br>                wie zuvor.<br> <br>                                    REPORTERIN<br>                          Es hat leider noch keine<br>                          Stellungsnahme seitens des<br>                          Hauptquartiers gegeben. Sobald wir<br>                          mehr erfahren, werden wir Ihnen<br>                          dies natürlich unverzüglich<br>                          mitteilen.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>        R04     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") R04<br> <br>                Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch. Auf seinem<br>                Computerschirm SEHEN WIR einen Bericht mit der Überschrift<br>                "STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET".<br> <br>                Caylon start den Bildschirm nur an... entweder ist er nur so<br>                tief in Gedanken, oder der Inhalt des Berichtes hat ihn<br>                schwer erschüttert.<br> <br>        R05     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") R05<br> <br>                                    FERNANDEZ<br>                          Sie sollten wissen, dass ich den<br>                          Geheimdienstbericht über den<br>                          Vorfall gelesen habe.<br><br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R06     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S BÜRO - FLASHBACK (3X05 "DIE R06<br>                RÜCKKEHR")<br> <br>                Der Bildschirm wird schwarz. Emma blickt ihn verdutzt an.<br> <br>                Dann erscheint eine persönliche Nachricht auf ihrem<br>                Bildschirm. Offenbar ein Bericht. Wir können die erste Zeile<br>                lesen: STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET. Derselbe Bericht,<br>                den wir zuvor auf Caylons Schirm sahen?<br> <br>                Emma ist verwirrt. Warum schickt man ihr einen streng<br>                geheimen Bericht?<br> <br>                Ein weiteres Fenster öffnet sich auf ihrem Bildschirm. In<br>                diesem erscheint ein Text: "LESEN SIE ES!!!".<br> <br>                                                           FLASHCUT BACK<br>                                                                     TO:<br> <br>        R07     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") -R07<br>                FORTSETZUNG<br> <br>                                    FERNANDEZ (COND'T)<br>                          Ich weiß, was sich wirklich<br>                          zugetragen hat.<br> <br>                Caylon reagiert darauf nicht.<br> <br>                                    FERNANDEZ (CONT'D)<br>                          Sir, warum haben Sie mir diesen<br>                          Bericht zugespielt?<br> <br>                Caylon reagiert überrascht.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Ich habe Ihnen keinen solchen<br>                          Bericht zugespielt, Councellor.<br> <br>                                    FERNANDEZ<br>                          Sir, ich--<br> <br>                                    CAYLON<br>                              (streng)<br>                          Wegtreten, Ensign!<br> <br>                Emma zuckt bei Caylons strengem Tonfall kurz kaummerklich<br>                zusammen. Dann macht sie kehrt und geht in Richtung Tür. Doch<br>                sie verlässt den Raum noch nicht. Sie dreht sich noch mal zum<br>                Captain um.<br> <br>                                    FERNANDEZ<br>                          Wann hatten Sie Ihren letzten<br>                          Albtraum, Captain?<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R08     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - POV PERSON - FLASHBACK (3X05R08<br>                "DIE RÜCKKEHR")<br> <br>                Aus dem Blickwinkel einer unbekannten Person (nicht, dass der<br>                erfahrene Zuschauer nicht wüsste, um wen es sich hier nur<br>                handeln kann) SEHEN WIR, wie diese Person aufspringt und mit<br>                ausgestreckten Armen auf COUNCELLOR MacKENZIE losspringt. Sie<br>                lässt einen Schrei von sich<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R09     INT. ANTARES - KORRIDOR (3X01 "GEHEIMNISSE")           R09<br> <br>                Man sieht Caylons Gesicht. Es ist wie eine Maske,<br>                roboterhaft, emotionslos, kalt. Dann sieht man seine Arme<br>                nach vorne gehen. Die Kamera fährt etwas nach hinten, und man<br>                erkennt im Vordergrund den Crewman, um dessen Hals Caylons<br>                Hände liegen.<br>                Der Crewman geht in die Knie, man hört sie röchelnd um Hilfe<br>                rufen, schließlich bricht sie regungslos zusammen. Die Kamera<br>                schwenkt auf das Gesicht. Es ist Lieutenant Danielle<br>                MacKenzie.<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R10     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER (2X10 "FÖDERARTION")   R10<br> <br>                CAYLONS POV<br> <br>                Caylons Spiegelbild verändert sich zu dem entstellten und<br>                verbrannten Angesicht des Botschafters Beringsby, das zu ihm<br>                spricht.<br> <br>                                    SPIEGELBILD<br>                          Was haben Sie getan?<br> <br>                Eine hallende Stimme dringt aus dem Hintergrund.<br> <br>                                    STIMME (V.O.)<br>                          Du gehorchst nun uns.<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R11     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - FORRESTS BÜRO - TAG (3X05R11<br>                "DIE RÜCKKEHR")<br> <br>                                    SAMUELS<br>                          Ich habe einige anstrengende<br>                          Gespräche mit den Tellariten<br>                          geführt.<br>                              (beat)<br>                          Wenn die Tellariten uns erst einmal<br>                          helfen, wird es nicht mehr dauern,<br>                          bis sich weitere Völker<br>                          anschließen.<br> <br>                                    FORREST<br>                          Alles natürlich nur unter der<br>                          Bedingung, dass die Tellariten<br>                          wirklich mit in den Kampf ziehen.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>        R12     INT. VULKANISCHE BOTSCHAFT - TE'EN'G'S GEMÄCHER - ABEND (3X05R12<br>                "DIE RÜCKKEHR")<br> <br>                                    TE'EN'G<br>                          Computer, stelle mir eine<br>                          abhörsichere Verbindung nach<br>                          Romulus her. Zerhackercode<br>                          Tal'Shiar 174-47/20.14.7.<br> <br>                Der Computer piept bestätigend und wenige Sekunden später<br>                erscheint ein Gesicht auf dem Desktop-Viewer, welches uns<br>                bereits auf den Episoden 2x11 und 2x12 bekannt ist.<br> <br>                                    TE'EN'G (CONT'D)<br>                          Toranis. Wir haben ein Problem.<br> <br>        R13     INT. TAL'SHIARHAUPTQUARTIER - KOMMANDOZENTRALE (3X05 "DIER13<br>                RÜCKKEHR")<br> <br>                Romor kommt hereingeschritten. Er bahnt sich seinen Weg durch<br>                die zahllosen Agenten bis hin zu einem ganz bestimmten. Es<br>                ist derjenige, den wir zu Beginn des Aktes schon auf<br>                Te'en'g's Desktop-Viewer sahen: TORANIS.<br> <br>                                    TORANIS<br>                          Dann nehme ich an, dass ich Caylon<br>                          aktivieren soll.<br> <br>                Romor nickt ein weiteres Mal.<br> <br>                                    ROMOR<br>                          Ich möchte, dass Sie ihn auf den<br>                          Verhandlungsführer der Tellariten<br>                          ansetzen.<br> <br>        R14     EXT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - SPÄTER ABEND (3X06   R14<br>                "ALLIANZEN")<br> <br>                Trotz später Stunde herrscht hier reges Treiben. Zahllose<br>                Tellariten laufen umher.<br> <br>                Caylon kommt aus dem Gebäude und atmet tief durch. Er<br>                schließt die Augen und legt den Kopf in den Nacken.<br> <br>                Aus der Menge kommt ein Tellarite auf ihn zu: Toranis.<br> <br>                Heimlich greift er in seine Tasche und holt das kleine Gerät,<br>                welches wir zuvor schon bei ihm gesehen haben, hervor.<br> <br>                Caylon bemerkt das Gerät.<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                              (neugierig)<br>                          Was haben Sie da?<br> <br>                Toranis hält das kleine Gerät so, dass es Caylon sehen kann.<br> <br>                                    TELLARITE/TORANIS<br>                              (re: Gerät)<br>                          Das hier?<br>                              (beat)<br>                          Nun, damit kann ich Sie für unsere<br>                          Zwecke rekrutieren.<br> <br>                Caylon blickt ihn entsetzt an. Im selben Augenblick drückt<br>                Toranis den Knopf am Gerät.<br> <br>                Caylons Gesicht wird ausdruckslos, sein Blick leer.<br> <br>                                    TELLARITE/TORANIS (CONT'D)<br>                          Hören Sie mir jetzt genau zu,<br>                          Captain Caylon...!<br> <br>        R15     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER (3X06 "ALLIANZEN") R15<br> <br>                Und weiter gehts.<br> <br>                                    FOCKLER (ON SCREEN)<br>                          Und kurz vor seinem...<br>                          "Ausraster"... zeigte sich bei ihm<br>                          eine stark erhöhte Reizbarkeit.<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R16     INT. ANTARES - E-DECK KORRIDOR - FLASHBACK (3X06 "ALLIANZEN")R16<br> <br>                Müller und Emma vor Emmas Quartier.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Jedenfalls ist er richtig<br>                          ausgerastet. Er meinte, ich sollte<br>                          verschwinden, bevor er sich<br>                          vergisst.<br>                              (beat)<br>                          Er hat mir richtig Angst gemacht.<br> <br>                                                           FLASHCUT BACK<br>                                                                     TO:<br> <br>        R17     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER (3X06 "ALLIANZEN") R17<br> <br>                Weiter.<br> <br>                Emma schreckt auf.<br> <br>                                    FERNANDEZ<br>                              (zu Fockler)<br>                          Entschuldigen Sie mich.<br> <br>                Und da hat sie das Quartier auch schon verlassen.<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R18     INT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - KONFERENZRAUM - MITTAGR18<br>                (3X06 "ALLIANZEN")<br> <br>                (NOTE: Die folgenden kursiv geschriebenen Einstellungen<br>                spielen sich in Zeitlupe ab!)<br> <br>                DER TELLARITISCHE AUSSENMINISTER<br> <br>                nähert sich nun dem Konferenztisch.<br> <br>                AUF CAYLON<br> <br>                während dieser den Minister genauestens mustert.<br> <br>                RESUME SCENE<br> <br>                während Hayden und Samuels aufstehen, um den Minister zu<br>                begrüßen.<br> <br>                AUF TORLAN, FERNANDEZ, MENDEZ UND CREWMAN SMITH<br> <br>                während diese einige Meter hinter Caylon materialisieren.<br> <br>                RESUME SCENE<br> <br>                während die Anwesenden auf den Transport reagieren.<br> <br>                AUF CAYLON<br> <br>                der in seine Tasche greift und eine kleine Waffe daraus<br>                hervorholt, welche er auf den Außenminister abfeuert.<br> <br>                RESUME SCENE<br> <br>                Der tellaritische Außenminister geht getroffen mit einem<br>                lauten Schrei zu Boden. Das Sternenflottenpersonal starrt<br>                Caylon ungläubig an. Nur Emma, Torlan und Mendez behalten die<br>                Fassung.<br> <br>                Innerhalb von Sekundenbruchteilen füllt sich der Raum mit<br>                tellaritischen Sicherheitsleuten, die Caylon umzingeln und<br>                allesamt mit ihren Waffen auf ihn zielen.<br> <br>                Torlan, Mendez und Beem schließen sich dem an.<br> <br>                                    BEEM<br>                              (schreit)<br>                          Keine Bewegung, Sir!<br> <br>                AUF CAYLON<br> <br>                während dieser seine Waffe an seine Schläfe richtet.<br> <br>                NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN<br> <br>                Sein Blick ist glasig und leer.<br> <br>                NAHAUFNAHME: CAYLONS FINGER AM ABZUG<br> <br>                Die Muskeln beginnen sich langsam anzuspannen.<br> <br>                NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN<br> <br>                Aus dem OFF HÖREN WIR einen Schuss.<br> <br>                Caylons Augen weiten sich.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>        R19     INT. TELLAR - LEICHENHALLE (3X07 "UNSCHULDIG SCHULDIG")R19<br> <br>                Plötzlich erscheint Miller in der Tür. Sie wirkt erschöpft,<br>                ihr Chirurgenkittel ist mit Blut verschmiert. Doch in ihren<br>                Augen zeigt sich Erleichterung. Die Crew guckt sie fragend<br>                an.<br> <br>                                    MILLER<br>                          Ich hätte nicht gedacht, dass wir<br>                          ihn retten können, aber er war<br>                          stark, sehr stark. Und der Schuss<br>                          verfehlte die Herzumgebung zu Glück<br>                          knapp.<br> <br>                                    TSCHERNOVSKY<br>                          Und was wir nun aus dem Captain?<br> <br>                                    MILLER<br>                          Ich weiß nicht. Sie haben ihn erst<br>                          einmal ruhig gestellt.<br> <br>        R20     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM (3X07 "UNSCHULDIG SCHULDIG")R20<br> <br>                Die Stammcrew plus Councellor Fernandez sitzen am Tisch und<br>                hören Forrest zu.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Was ist mit den Verhandlungen?<br> <br>                                    FORREST<br>                          Die gehen erst einmal weiter.<br> <br>                                    BEEM<br>                              (dazwischenredend)<br>                          Und was ist mit dem Captain?<br> <br>                Stille<br> <br>                                    FORREST<br>                              (Bemüht ungerührt)<br>                          Der wird bleiben.<br> <br>                                    FERNANDEZ<br>                          Bei allem Respekt, Sir. Alle<br>                          Indizien sprechen dafür, dass der<br>                          Captain programmiert wurde und<br>                          seine Tat nicht bewusst begangen<br>                          hat. Wenn wir ihn von der<br>                          Programmierung befreien...<br> <br>                                    FORREST<br>                              (streng)<br>                          Können Sie das wirklich beweisen,<br>                          Ensign?<br> <br>                                                            FLASHCUT TO:<br> <br>        R21     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER (3X07 "UNSCHULDIG  R21<br>                SCHULDIG")<br> <br>                                    OSBOURNE<br>                          Es gibt gleich drei Gründe, warum<br>                          Sie uns helfen sollten, Ensign.<br>                          Erstens: Wir können Caylon<br>                          therapieren, Sie und die<br>                          Sternenflotte wahrscheinlich nicht,<br>                          selbst wenn man Sie lässt.<br>                          Zweitens: Wir werden alle Schuld<br>                          auf uns nehmen, indem wir uns kurz<br>                          enttarnen. Und die Taschen<br>                          vertauschen wir wieder. So sind Sie<br>                          und die Sternenflotte draußen, aber<br>                          Caylon ist sicher. Drittens: Wir<br>                          werden Caylon zurückbringen und<br>                          zwar mit einem Beweis für seine<br>                          Unschuld.<br> <br>                                    FERNANDEZ<br>                          Warum sollte ich Ihnen das alles so<br>                          glauben?<br> <br>                                    OSBOURNE<br>                          Der Feind Deines Feindes ist Dein<br>                          Freund.<br> <br>        R22     INT. TELLAR - CAYLONS ZELLE (3X07 "UNSCHULDIG SCHULDIG")R22<br> <br>                Ein Blitz erhellt die Zelle. Im nächsten Moment wird Caylon<br>                weggebeamt, wie auch die Tasche. Sekunden später<br>                materialisiert sich eine andere Tasche.<br> <br>        R23     INT. AMMAR - KRANKENSTATION (3X07 "UNSCHULDIG SCHULDIG")R23<br> <br>                Auf einem der Betten liegt Caylon. Wir sehen, wie er die<br>                Augen aufschlägt. Langsam und sichtlich benommen richtet der<br>                Captain sich auf. Verwundert betrachtet er die unerwartete<br>                Umgebung. Nach einer Weile stellt er sich wackelig auf die<br>                Beine und beginnt, die Station zu erkunden. Plötzlich öffnet<br>                sich die Tür. Herein kommen Osbourne, Langstroem, der<br>                Verhörspezialist der Exekutive, und eine unbekannte Person,<br>                scheinbar ein Arzt. Verwirrt guckt Caylon Osbourne an. Erst<br>                nach einigen Momenten scheint der Captain ihn zu erkennen.<br> <br>                                    CAYLON<br>                              (leise, durcheinander)<br>                          Soll das ein Witz sein? Wie kommen<br>                          Sie denn hierher? Wo bin ich?<br> <br>                                    OSBOURNE<br>                          Wir haben Sie hochgebeamt. Weil wir<br>                          Ihnen helfen können. Und damit der<br>                          Allianz. Und damit letzten Endes<br>                          der Erde.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Sie müssen mir verzeihen, Osbourne,<br>                          wenn ich nicht ganz verstehe. Ich<br>                          habe da noch die eine oder andere<br>                          Droge im Hirn.<br> <br>                Osbourne nimmt seinen Kommunikator.<br> <br>                                    OSBOURNE<br>                          Bringen Sie Ihn herein.<br> <br>                Die Tür öffnet sich und begleitet von zwei Wärtern kommt Tos<br>                herein.<br> <br>                                    TOS<br>                          Captain Caylon. Ich schlage vor,<br>                          Sie leisten keinen weiteren<br>                          Widerstand. Das macht die Sache<br>                          einfacher für uns beide. Und erhöht<br>                          die Chancen auf ein Gelingen<br>                          beträchtlich.<br> <br>        R24     INT. TELLAR - DAS MINISTERBÜRO (3X07 "UNSCHULDIG SCHULDIG")R24<br> <br>                In diesem Moment materialisieren sich zwei Personen im Raum.<br>                Caylon und Tos. Sofort legen die Wachen an.<br>                Geistesgegenwärtig reißt Caylon die Hände hoch.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Wir sind unbewaffnet. Wir wollen<br>                          uns stellen und werden Ihnen<br>                          beweisen, dass alles eine<br>                          romulanische Intrige ist. Bitte!<br> <br>                Shok deutet den Wachen an, nicht zu schießen.<br> <br>                                    OFFIZIER<br>                          Hände hoch. Los. Beide.<br> <br>                Tos, mit der Situation scheinbar nicht vertraut, guckt die<br>                Tellariten, die immer wütender mit ihren Waffen fuchteln,<br>                unbeholfen an. Dann guckt er zu Caylon. Der verzieht den<br>                Mundwinkel, wippt leicht mit den Kopf, blickt auf seine Arme<br>                und bewegt diese leicht hoch und runter, um Tos anzudeuten,<br>                dass er doch die Hände heben möge. Nach kurzem Zögern kommt<br>                Tos dieser Aufforderung unbeholfen nach.<br> <br>                                                               FADE OUT.<br> <br> <br> <br>                                      ENDE RECAP<br>                                        TEASER<br> <br>          1     INT. TELLAR - DAS MINISTERBÜRO                           1<br> <br>                Die Situation hat sich seit der letzten Folge kein Stück<br>                verändert. Caylon und Tos halten ihre Hände eher hilflos in<br>                die Höhe, während eine Horde tellaritischer Sicherheitskräfte<br>                mit einer schnaubenden Erregung auf sie zustürzt, was ihnen<br>                erst recht den Eindruck einer Meute Schweine verleiht.<br> <br>                Gleich mehrere Tellariten auf einmal schlagen Caylon und Tos<br>                nieder und drücken sie mit ihrem ganzen Gewicht oder dem<br>                kalten Lauf ihrer Waffen auf den Boden, sodass den Beiden<br>                kaum noch Bewegungsmöglichkeiten bleiben.<br> <br>                Forrest und Samuels springen auf um zu verhindern, dass<br>                einige besonders motivierte Tellariten dem Captain und dem<br>                Vulkanier ihre Waffen in die Rippen rammen.<br> <br>                                    FORREST<br>                          Warten Sie!<br> <br>                Doch auch ihnen wird keine Zeit zum Reagieren gelassen, mit<br>                einem unsanften Tritt wird der Admiral von den Beinen<br>                gerissen, Samuels bekommt einen tellaritische Ellenbogen zu<br>                spüren, der ihn ausnockt. Der Präsident, der noch auf seinem<br>                Stuhl verweilt hatte, wird von dem Rest eingekreist.<br> <br>                                    CAYLON<br>                              (dumpf aus seiner<br>                               Belagerung)<br>                          Wir können alles erklären.<br> <br>                                    SHOK<br>                              (bewusst ignorierend)<br>                          Abführen!<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>          2     EXT. WELTRAUM                                            2<br> <br>                Im Orbit über Tellar reißen sich alle Schiffe aus ihren<br>                Positionen und versuchen die kleine Ammar zu verfolgen, die<br>                aber schneller wieder auf Warp springen kann, als eines der<br>                Schiffe reagieren könnte. Keines der tellaritischen Schiffe<br>                folgt allerdings auf Warp, alle ziehen sich an ihre<br>                ursprünglichen Positionen zurück.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>          3     EXT. WELTRAUM - ASTERIODENFELD                           3<br> <br>                Die Antares und das andorianische Schiff sind nach dem<br>                Verschwinden des Schiffes der Exekutive immer noch unter<br>                schwerem Beschuss und trotz der Torlan zu verdankenden<br>                Unterstützung haben die beiden Schiffe keine Chance gegen die<br>                vier Raumer der Tellariten. Phaserstrahlen treffen regelmäßig<br>                auf beide Hüllen und lassen Funken stoben.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>          4     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    4<br> <br>                Die Kommandozentrale erbebt und schüttelt alle unter Müllers<br>                Kommando erheblich durch.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Wir sind hoffnungslos unterlegen!<br> <br>                Müllers Haare hängen mittlerweile zerzaust in ihr Gesicht und<br>                unterstreichen in gewisser Weise die Verzweiflung und<br>                Unsicherheit, die sich deutlich zeigt. Ihre Mimik formuliert<br>                ohne Worte bereits die zentrale Frage, was sie nun tun soll.<br> <br>                Plötzlich setzen die ständigen Beben der Phasertreffer aus.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Sie haben aufgehört zu...<br> <br>                                    TORLAN<br>                              (unterbricht ihn)<br>                          Norch ruft uns!<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Auf den Schirm.<br> <br>                Ein vor Wut tobendes Schweingsgesicht breitet sich auf dem<br>                Hauptschirm aus und wartet nicht lange auf irgendwelche<br>                Förmlichkeiten.<br> <br>                                    NORCH<br>                          Sie haben einem Feind bei der<br>                          Flucht geholfen. Sie wissen, dass<br>                          sie keine Chance haben, ergeben sie<br>                          sich, oder wir erledigen sie auf<br>                          der Stelle! Sie haben 2 Minuten<br>                          Zeit es sich zu überlegen.<br> <br>                Noch bevor Müller irgendetwas darauf erwidern könnte, noch<br>                nicht mal den Gedanken an eine Antwort begonnen hatte,<br>                beendet Norch die Übertragung auch schon.<br> <br>                Ratlos blickt die gesamte Brückencrew auf den neuen Captain,<br>                die aber auch alles andere als Selbstsicherheit und<br>                Zuversicht ausstrahlt.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Kurz, aber eindeutig...<br> <br>                                    TORLAN<br>                          Captain, wir sollten das System<br>                          sofort verlassen!<br>                          Wenn wir uns ergeben, würden uns<br>                          die Tellariten sicher zum Tode<br>                          verurteilen; ich denke aber nicht,<br>                          dass sie uns in der momentanen<br>                          Situation verfolgen würden.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Wir können Forrest, Samuels und den<br>                          Präsidenten doch nicht<br>                          zurücklassen.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Torlan, versuchen sie eine<br>                          Verbindung mit dem Admiral<br>                          aufzubauen, wir müssen wissen, wie<br>                          es ihnen geht.<br> <br>                                    TORLAN<br>                          Aye.<br>                              (beat)<br>                          Steht, allerdings nur Ton!<br> <br>                Jetzt hören wir auf einmal Schritte über die Brücke hallen,<br>                die aus den Lautsprechen kommen müssen.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Forrest, wie sieht es bei Ihnen<br>                          aus?<br> <br>                Aus dem off ertönt eine von fern wirkende tellaritische<br>                Stimme.<br> <br>                                    TELLARITE (O.S.)<br>                          Was ist das?<br>                              (beat)<br>                          Ein Kommunikator!<br> <br>                                    FORREST (O.S.)<br>                              (brüllend)<br>                          Verdammt, Müller, verschwinden Sie<br>                          endlich von hier, sie machen alles<br>                          nur noch schli...<br> <br>                                    TELLARITE (O.S.)<br>                          Her damit!<br> <br>                Einen Sekundenbruchteil später hören wir den dumpfen Knall<br>                eines zerspringenden Kommunikators, unter dem die Verbindungs<br>                zusammenbricht.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Verschwinden wir von hier...<br> <br>                                    BEEM<br>                          Ma'am!<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Wir haben keine Zeit für<br>                          Diskussionen und hier können wir<br>                          nichts mehr ausrichten.<br>                              (beat)<br>                          Torlan, sagen sie unseren<br>                          andorianischen Freunden Bescheid,<br>                          dass sie sich ebenfalls<br>                          zurückziehen sollen.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>          5     EXT. WELTRAUM                                            5<br> <br>                Die Antares und der andorianische Kreuzer manövrieren fast<br>                synchron an den wartenden Tellariten vorbei, die sofort<br>                erneut das Feuer eröffnen, doch es gelingt beiden Schiffe den<br>                Rand des Asteriodengürtels zu passieren, bevor sie zu viele<br>                Treffen eingesteckt hätten. In zwei Lichtblitzen verschwinden<br>                die Schiffe aus dem Tellar-System.<br> <br> <br> <br>                                      ENDE TEASER<br>                                         AKT I<br> <br>          6     INT. TELLAR - GANG VOR DEN GEFÄNGNISZELLEN               6<br> <br>                Die Gruppe tellaritischer Sicherheitsoffiziere treiben Caylon<br>                und Tos einen Gang entlang, an dessem Ende Gefängniszellen<br>                auf Beide warten. Ein Tellarite maschiert voraus und öffnet<br>                mit einer Codekarte die Zellentür. Er hält die Tür zum<br>                Eintreten geöffnet, Tos gibt jedoch nicht auf, noch zu Wort<br>                zu kommen.<br> <br>                                    TOS<br>                          Hören Sie doch! Ich kann seine<br>                          Unschuld beweisen!<br> <br>                                    TELLARITE<br>                          Sparen Sie sich ihre Geschichte für<br>                          jemanden, den das interessiert.<br> <br>                Ohne weitere Verzögungerungen katapultieren zwei Wachen die<br>                beiden Gefangenen mit einem Fusstritt in die Zelle und<br>                schließen direkt darauf die Tür.<br> <br>                                                            DISSOLVE TO:<br> <br>          7     INT. TELLAR - MINISTERBÜRO                               7<br> <br>                Forrest, Samuels und Hayden sitzen derweil wieder auf ihren<br>                Plätzen am Schreibtisch gegenüber Shok, diesmal bekommt jeder<br>                der drei Menschen allerdings die Waffen zweier persönlicher<br>                tellaritischen Wachen an den Hinterkopf gepresst. Keiner der<br>                Schweinsnasen hinter ihnen erweckt den Eindruck einen<br>                zimperlichen Zeigefinger zu haben.<br> <br>                                    SHOK<br>                          Erst bringt einer ihrer<br>                          hochrangigen Captains unseren<br>                          Außenminister um, dann entführt ein<br>                          getarntes menschliches Schiff den<br>                          Täter. Ein Sternenflottenschiff<br>                          hilft auch noch dabei und greift<br>                          eines unserer Raumschiffe an. Ich<br>                          habe zwar keinen Schimmer, warum<br>                          der Mörder und der Vulkanier so<br>                          blöd sind, hier wieder<br>                          aufzutauchen, aber ich sehe<br>                          trotzdem keinen Grund, sie drei<br>                          nicht mit ihnen zu hängen.<br> <br>                                    HAYDEN<br>                          Sie würden es nicht wagen, den<br>                          Präsidenten der Erde zum Tode zu<br>                          verurteilen.<br> <br>                                    SHOK<br>                          Glauben Sie?<br>                              (lacht)<br>                          Haben Sie vergessen, dass wir Ihre<br>                          Immunität nie offiziell bestätigt<br>                          haben? Ihre Welt ist im Krieg und<br>                          steht am Rande des Untergangs, sie<br>                          können sich gar keine<br>                          Auseinandersetzung mit uns leisten.<br>                          Wenn ich mich recht erinnere, waren<br>                          sie es doch, die hierher gekommen<br>                          sind, weil sie etwas von uns<br>                          wollten. Sie sehen, Sie sind in<br>                          einer äußerst schlechten<br>                          Verhandlungsposition.<br>                              (beat)<br>                          Aber weil Sie es sind, MR.<br>                          President, gebe ich ihnen 30<br>                          Sekunden um mir noch einen guten<br>                          Grund zu liefern.<br> <br>                                    FORREST<br>                          Wir haben niemanden aktiv<br>                          umgebracht, Sie haben kein Recht<br>                          dazu.<br> <br>                                    SHOK<br>                          Jedes tellaritische Gericht könnte<br>                          sie allesamt wegen<br>                          gemeinschaftlicher subversiver<br>                          Verschwörung gegen die Regierung<br><br>                          zum Tode verurteilen. Es ist<br>                          unerheblich, wer die Tat ausgeführt<br>                          hat. Es ist ihr Captain und es sind<br>                          ihre Schiffe, und jeder von ihnen<br>                          befindet sich auf unserem Boden und<br>                          wird nach unseren Gesetzen<br>                          verurteilt.<br>                              (beat)<br>                          Schlechter Grund. Ihre Zeit ist<br>                          fast um.<br> <br>                                    SAMUELS<br>                          Okay, jetzt schalten Sie mal ihr<br>                          winziges Spatzenhirn ein und denken<br>                          mal über<br>                          Folgendes nach: Warum sollte die<br>                          Erde ihren Außenminister umbringen,<br>                          wenn wir ihre Hilfe<br>                          brauchen? Überlegen Sie, falls auch<br>                          nur ein kleines Fünkchen Wahrheit<br>                          hinter dem stecken sollte,<br>                          was wir "behaupten", dann bedeutet<br>                          das, dass die Romulaner auf ihrem<br>                          Planeten bereits Schläfer<br>                          einsetzen können, wie es ihnen<br>                          gefällt und niemand vor ihren<br>                          Anschlägen sicher ist. So<br>                          unterbelichtet können nicht<br>                          mal Sie sein, dass Sie die<br>                          Bedrohung nicht erkennen.<br>                          Wir haben den selben<br>                          Feind. Aber wenn sie jetzt Captain<br>                          Caylon und Tos exekutieren, werden<br>                          alle Informationen<br>                          über unseren gemeinsamen Feind, die<br>                          Beide noch preisgeben könnten,<br>                          verloren sein.<br>                          Soviel Dummheit trau ich nicht mal<br>                          Ihnen zu.<br> <br>                Der tellaritische Kanzler steht in erschrockener Weise still<br>                und eine der Wachen hebt seine Waffe weiter in Samuels<br>                Hinterkopf, sodass dieser unter dem Nachdruck gezwungen ist,<br>                seinen Kopf vorzubeugen. Der Tellarite will Samuels Worte<br>                kommentieren, doch es scheint klar, dass dies Samuels letzte<br>                Worte gewesen sein werden, wenn es nach dem Soldaten geht.<br> <br>                Doch der Kanzler beginnt laut zu lachen, er produziert ein<br>                gewaltiges Urgröhlen, dass nur mit einer gewissen Kenntnis<br>                der Tellariten und einiger Fantasie als Lachen verstanden<br>                werden kann. Mit erhobener Hand signalisiert er dem Wachmann<br>                davon abzusehen Samuels zu erschießen.<br> <br>                                    SHOK<br>                          Für einen Menschen war das keine<br>                          üble Vorstellung. Sagen wir, ich<br>                          höre Ihnen noch etwas länger zu.<br>                              (beat)<br>                          Sie müssten mir immer noch dieses<br>                          getarnte Schiff erklären, das ihren<br>                          Captain entführt hat.<br> <br>                                    FORREST<br>                          Dieses Schiff gehört der Exekutive,<br>                          einer paramilitärischen Terroristen<br>                          Gruppe, die sich dem Schutz der<br>                          Erde verschrieben hat und in diesem<br>                          Krieg ihre eigenen Ziele verfolgen.<br>                          Sie stehen in keiner Verbindung mit<br>                          der Sternenflotte. Wir heißen weder<br>                          ihre Ziele noch ihre Mittel oder<br>                          Taten gut.<br> <br>                                    SHOK<br>                          Das behaupten Sie! Trotzdem hat die<br>                          Antares mit diesem Schiff<br>                          zusammengearbeitet. Das ist nicht<br>                          die Art "keiner Verbindung", die<br>                          wir uns vorstellen.<br> <br>                                    FORREST<br>                          Das ist nur geschehen, weil Captain<br>                          Caylon an Bord des Schiffes war und<br>                          ihre Leute ihn mitsamt dem Schiff<br>                          ausgeschaltet hätten! Es gab aber<br>                          keinen offiziellen Befehl dazu.<br>                              (beat)<br>                          Kanzler, die Exekutive hat Caylon<br>                          zurückgebracht, obwohl sie<br>                          Gelegenheit dazu hatten mit ihm zu<br>                          entkommen. Sie haben nur versucht<br>                          die Programmierung zu entfernen,<br>                          bevor Schlimmeres passiert wäre.<br>                          Sie haben ihn doch auch mit<br>                          Unmengen Beruhigunsmitteln<br>                          vollgepumpt, damit er keine Gefahr<br>                          für sich oder jemanden Dritten<br>                          darstellen konnte. Jetzt stellt er<br>                          hoffentlich überhaupt keine mehr<br>                          da. Wenn die ihn wirklich<br>                          deprogrammieren konnten...<br> <br>                                    SHOK<br>                          Mag alles so sein. Das werden wir<br>                          sehen. Jedenfalls werden wir<br>                          Tellariten uns nicht wieder von<br>                          euch Menschen an der Nase<br>                          herumführen lassen. Ich bin bereit,<br>                          nochmal mit ihnen in Gespräche zu<br>                          treten, aber diesmal  stelle ich<br>                          Bedingungen!<br> <br>                                                            DISSOLVE TO:</font></p><p><br><font face="Courier New" size="2">         8     INT. TELLAR - GEFÄNGNISZELLE                             8<br><br>               Wir sehen, dass Caylon und Tos es sich in ihrer Zelle<br>               "gemütlich" gemacht haben, sofern das möglich ist. Der<br>               Captain hat die obere Liege in dem vorhandenen Doppelbett<br>               bezogen, Tos die untere. Caylon starrt in Gedanken versunken<br>               zur Decke und wirkt immer noch sehr passiv, während Tos sogar<br>               so etwas wie Nervosität zu plagen scheint.<br><br>                                   TOS<br>                         Und nun?<br><br>               Caylon lässt sich durch die Frage seines Zellengenossen nicht<br>               beirren und schweigt weiter.<br><br>                                   TOS<br>                         Wir müssen doch etwas tun, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tun wir doch.<br>                             (beat)<br>                         Wir warten.<br><br>                                   TOS<br>                         Worauf?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf unser Lebensende. Mit etwas<br>                         Glück findet das auch noch nicht<br>                         morgen statt.<br><br>                                   TOS<br>                         Was ist mit der Sternenflotte, ihre<br>                         Leute werden Sie doch sicher hier<br>                         rausholen wollen?<br><br>               Weiteres bedrückendes Schweigen ist die Antwort von Caylon.<br>               Erst einige Sekunden später ergänzt er mit einem Grummeln:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hmmmm. Da sollten wir uns nicht zu<br>                         sicher sein. Ich habe den<br>                         Außenminister getötet und die<br>                         Verhandlungen sabotiert. Ich bin<br>                         ein Verräter. Der Kriegsbeitritt<br>                         der Tellariten ist außerdem mehr<br>                         Wert als unser beider lausiges<br>                         Leben.<br><br>                                   TOS<br>                         Darum habe ich mich gestellt. Um<br>                         ihre Unschuld beweisen zu können,<br>                         damit Ihre Hinrichtung nicht<br>                         notwendig ist. Das hier ist<br>                         unlogisch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was haben Sie denn logisches<br>                         erwartet? Sie sind ein verdammter<br>                         Verräter und Fahnenflüchtling.<br>                         Glauben Sie auf Vulkan und der Erde<br>                         würde es Ihnen besser ergehen?<br><br>                                   TOS<br>                         Was ich getan habe, habe ich für<br>                         mein VOLK getan. Bei der Exekutive<br>                         konnte ich nicht länger bleiben und<br>                         sie haben eine Möglichkeit geboten,<br>                         lebendig gehen zu können. Sie<br>                         wissen doch gar nicht, warum ich<br>                         das alles getan habe.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Glauben Sie mir, ich weiß mehr als<br>                         mir lieb ist und ich wäre froh, das<br>                         alles vergessen zu können. Deshalb<br>                         ersparen Sie mir ihre<br>                         Geschichtchen. Auf der Erde gibt es<br>                         genug Leute, die sie interessanter<br>                         finden werden.<br><br>                                   TOS<br>                         Ihre Aussage impliziert, dass wir<br>                         doch an die Erde ausgeliefert<br>                         werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Ahnung.<br><br>                                   TOS<br><br>                         Ich verstehe ihre Reaktion nicht.<br>                         Ich war lange genug unter Menschen<br>                         um zu wissen, dass sie jetzt Angst<br>                         empfinden müssten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Angst... Die würde ich haben, wenn<br>                         ich fürchten müsste, etwas<br>                         Wertvolles zu verlieren. Aber ich<br>                         habe nichts mehr zu verlieren. Auch<br>                         wenn Sie beweisen können, dass ich<br>                         während der Taten keine Kontrolle<br>                         über mich hatte, ändert das nichts<br>                         daran, dass ich meine Schuld kenne<br>                         und das ist meine verdiente Strafe.<br>                         Ich habe mit meinem Leben<br>                         abgeschlossen, als ich mir selber<br>                         eine Waffe an den Kopf gehalten<br>                         habe, und auch wenn ich nur dabei<br>                         zuschauen konnte, ich hätte genauso<br>                         abgedrückt. Ich habe neun Leben auf<br>                         dem Gewissen. Ich bin eine<br>                         romulanische Killermaschine und das<br>                         wars.<br><br>                                   TOS<br>                         Sie vergessen, dass ich Ihre<br>                         Programmierung entfernen konnte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verzeihen Sie, Tos, aber Sie sind<br>                         gewiss nicht die<br>                         vertrauenswürdigste Person auf<br>                         diesem Planeten.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß vielleicht nicht, wer ich<br>                         jetzt bin, aber ich weiß sicher,<br>                         wofür mich alle anderen halten<br>                         werden. Und sie haben Recht.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>         9     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                             9<br><br>               Alle Führungsoffiziere sind im Konferenzraum anwesend,<br>               abgesehen von Müller und selbstverständlich Caylon. Ohne die<br>               schlichtenden Worte eines Captains, auch eines<br>               provisorischen, verläuft die Unterhaltung durcheinander.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir müssen zurückkehren, Forrest,<br>                         Samuels und Präsident Hayden<br>                         brauchen unsere Hilfe, vom Captain<br>                         ganz zu schweigen!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das können wir nicht wissen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (energisch)<br>                         Wir haben seit über zwei Stunden<br>                         nichts von ihnen gehört, wenn alles<br>                         in Ordnung wäre, hätten sie sich<br>                         gemeldet!<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich gebe Darius Recht, wir müssen<br>                         sie befreien. Allerdings können wir<br>                         ohne Verstärkung nichts ausrichten.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wir können trotzdem das Beste<br>                         hoffen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Frage ist, ob wir mit<br>                         Verstärkung rechnen können. Ich<br>                         habe  meinen Einfluss bereits so<br>                         gut ich konnte ausgespielt. Ich<br>                         könnte noch weitere Schiffe rufen,<br>                         aber wir können nicht so einfach in<br>                         das tellaritische System einfallen,<br>                         ohne Krieg zu provozieren. Das kann<br>                         weder ich noch die Allianz<br>                         verantworten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das ist doch Wahnsinn. Die<br>                         Tellariten werden unseren Leuten<br>                         doch nichts antun. Es gibt<br>                         interstellare Gesetze.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Tellariten sind Schweine, bei<br>                         denen ist alles möglich.<br>                             (auf einen bösen Blick von<br>                              Emma reagierend)<br>                         Hey, das ist ausnahmsweise eine<br>                         Tatsache!<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Beem...<br><br>               Die Diskussion scheint sich im Kreis zu drehen und kurz davor<br>               zu stehen aus dem Ruder zu laufen, als Captain Müller herein<br>               tritt. Sofort bricht die Unterhaltung ab und alle Blicke<br>               versteifen sich auf Müller, die noch immer sichtliche<br>               Schwierigkeiten damit zu haben scheint, die<br>               Verantwortungsperson zu sein, auf die alle zählen.<br><br>               Stillschweigend geht Sie an den Kopf des Konferenztisches und<br>               nimmt an der Position des Captains Platz.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ganz langsam)<br>                         Captain...Müller?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe die Sternenflotte über<br>                         unsere Lage informiert. Admiral<br>                         Garner hat uns befohlen weiter<br>                         außerhalb des tellaritischen<br>                         Sonnensystems zu warten, bis sich<br>                         etwas Neues ergibt.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Was soll sich denn bitte Neues<br>                         ergeben?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Der Admiral versucht die Tellariten<br>                         über diplomatische Kanäle zu<br>                         erreichen, bisher ohne Antwort.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir können hier doch nicht einfach<br>                         rumsitzen und warten. Ich habe noch<br>                         nie jemanden zurückgelassen! Wir<br>                         müssen doch irgendetwas tun.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Meine Herren! Momentan können wir<br>                         die Situation nur verschlimmern und<br>                         damit würden wir niemandem einen<br>                         Gefallen tun.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Tellariten können doch aber<br>                         nicht unsere Männer festhalten und<br>                         wir lassen das einfach zu!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie können. Ich verstehe genug über<br>                         die menschlichen Emotionen, um zu<br>                         merken, dass wir alle wütend und<br>                         verzweifelt sind. Nur  wir müssen<br>                         objektiv bleiben. Einer unserer<br>                         'Männer' hat den tellaritischen<br>                         Außenminister umgebracht, ein<br>                         menschliches Raumschiff hat den<br>                         Attentäter entführt und wir haben<br>                         den Entführern auch noch Deckung<br>                         gegeben und uns gegen ein<br>                         tellaritisches Schiff gestellt. Sie<br>                         können nicht nur, sie haben das<br>                         gute Recht.<br><br>               Müller schließt die Augen und es lässt sich durch ihre Lider<br>               ihr Wunsch ablesen, dass die alles nie passiert wäre. Das<br>               Caylon hier sein könnte, der alte Caylon, ohne diesen<br>               verdammten Krieg, der so vielen so viel gekostet hat.<br><br>               Bedrückende Stille herrscht bis:<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        10     INT. TELLAR - MINISTERBÜRO                              10<br><br>               Forrest, Samuels und Hayden befinden sich immer noch beim<br>               Kanzler. Mittlerweile hat sich die Anzahl der Wachen<br>               verringert und sie stehen weniger offensiv hinter den<br>               Menschen, ihre drohende Haltung hat sich allerdings bewahrt.<br><br>               Die Menschen und der Regierungsführer scheinen eine hitzige<br>               Unterhaltung zu führen, die nicht unbedingt zur Zufriedenheit<br>               der 'Gäste' zu verlaufen scheint.<br><br>                                   SHOK<br>                         Ich habe ihnen mein Angebot gesagt,<br>                         mehr sind wir nicht gewillt ihnen<br>                         entgegenzukommen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Kanzler!...<br><br>                                   SHOK<br>                         Aktzeptieren sie meine Bedingungen<br>                         oder gehen sie. Sie können mir<br>                         nichts als Kompromiss bieten, also<br>                         machen sie sich nicht mit der<br>                         Vorstellung lächerlich, sie könnten<br>                         mich zu irgendetwas Anderem<br>                         bewegen.<br><br>               Forrest will erneut das Wort ergreifen, aber Samuels packt<br>               ihn am Arm und gebietet ihm mit einer Anspannung seines<br>               Blickes ruhig zu sein.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Lassen Sie mich diese Angelegenheit<br>                         kurz mit dem Admiral vor der Tür<br>                         besprechen.<br><br>                                   SHOK<br>                         Von mir aus, aber ich beeilen Sie<br>                         sich, meine Geduld ist kurz.<br><br>               Die beiden Vertreter der Menschen stehen auf und gehen an den<br>               Wachen vorbei in den angrenzenden Gang.<br><br>        11     INT. TELLAR - GANG VOR DEM MINISTERBÜRO                 11<br><br>                                   FORREST<br>                             (entrüstet)<br>                         Wir können diese Bedingungen doch<br>                         nicht aktzeptieren!<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (wütend)<br>                         Verdammt noch mal, sehen Sie doch<br>                         ein, dass wir das müssen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das...<br>                             (wird von Samuels<br>                              unterbrochen)<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Jetzt seien Sie mal einen Moment<br>                         lang still.<br>                             (beat)<br>                         Die Schweinsnasen haben uns an<br>                         unseren eigenen Worten gepackt.<br>                         Wenn wir Tos als Beweis für Caylons<br>                         Unschuld präsentieren, ist es ihr<br>                         gutes Recht, diesen Beweis zu<br>                         behalten. Wenn wir umgekehrt die<br>                         Informationen, die Tos besitzt,<br>                         haben wollen, können wir nichts für<br>                         Caylon tun. Natürlich ist das ein<br>                         Kuhhandel, aber die Tellariten<br>                         hätten auch fordern können, beide<br>                         als Gefangene zu behalten. Und wenn<br>                         wir jetzt nicht darauf eingehen,<br>                         können wir die Tellariten als<br>                         Verbündete abschreiben und das<br>                         können wir uns einfach nicht<br>                         leisten. Wir können froh sein, noch<br>                         so gut bei wegzukommen. Sie können<br>                         auch nichts daran änderen, dass<br>                         deren Kriegsunterstützung ist mehr<br>                         Wert ist als Tos und Caylon.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir können aber keinen von Beiden<br>                         zurücklassen. Die Informationen von<br>                         Tos könnten Kriegsentscheidend sein<br>                         und Caylon, abgesehen davon, dass<br>                         er hier zum Tode verurteilt werden<br>                         wird, könnte vielleicht auch<br>                         Informationen über die Romulaner<br>                         liefern. Aber was mit ihm passiert<br>                         scheint Sie ja nicht zu<br>                         interessieren.<br>                             (beat)<br>                         Wir wissen doch, was im<br>                         Hauptquartier passiert ist. Wenn<br>                         Tos Caylon wirklich helfen konnte,<br>                         dann ist er unschuldig. Er ist ein<br>                         guter Captain und die brauchen wir<br>                         momentan wirklich dringend.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Sofern Caylon tatsächlich wieder<br>                         der Alte ist. Da sollten Sie sich<br>                         nicht zu sicher sein.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich kenne Frederick Caylon. Er ist<br>                         ein starker Mann, und wenn jemand<br>                         das durchstehen kann, dann er. Er<br>                         hat viel für die Flotte und die<br>                         Erde geleistet, wir sind<br>                         verpflichtet ihm dafür zu helfen.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Nun gut, Sie kriegen Ihren Mann.<br>                         Aber passen Sie auf, dass Sie sich<br>                         an ihm nicht die Hände verbrennen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   12<br><br>               Müller steht entsetzt vor dem Stuhl des Captains, um sie<br>               herum die übliche Brückencrew an ihren Konsolen.<br><br>               Sie starrt auf den Hauptschirm, auf dem wir nach einem...<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               ...das Gesicht von Admiral Forrest erkennen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Auf was haben wir uns da<br>                         eingelassen?<br><br>                                   FORREST (O.S.)<br>                         Sie wissen, was man über<br>                         Kompromisse sagt.<br>                         Sie sind dann gut, wenn alle Seiten<br>                         unzufrieden sind.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (nicht zum Spaßen<br>                              aufgelegt)<br>                         Was machen wir nun?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich habe die Tellariten überredet,<br>                         die Antares und ihr<br>                         Schwesterschiff, die Skorpion,<br>                         hierher durchzulassen. Beide<br>                         Schiffe sollen uns abholen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Warum zwei Schiffe, Sir?<br><br>                                   FORREST<br>                         Es ist sicherer, wir verteilen uns<br>                         auf zwei Schiffe. Dieses Fiasko<br>                         hier reicht mir. Wir müssen den<br>                         Romulanern nicht noch Gelegenheit<br>                         geben den Präsident der Erde, den<br>                         Chefbotschafter der Erde, den<br>                         Befehlshaber der Flotte und ihren<br>                         enttarnten Schläfer auf einen<br>                         Schlag zu eliminieren. Caylon und<br>                         Samuels werden auf der Skorpion<br>                         untergebracht werden, der Präsident<br>                         und ich werden auf der Antares<br>                         reisen.<br><br>               Müller dreht ihren Kopf zu allen Seiten und schaut in die<br>               unruhigen Gesichter von 'ihrer', nein Caylons Crew.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sollte Caylon nicht auf seinem<br>                         Schiff sein?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ehrlich gesagt denke ich, dass es<br>                         so besser für alle ist. Wir müssen<br>                         erst eine Menge klären.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber wie, wenn Tos in Gewahrsam der<br>                         Tellariten bleibt? Wie soll er so<br>                         Caylons Unschuld beweisen, wie sie<br>                         gesagt haben?<br><br>                                   FORREST<br>                         Die Tellariten haben versprochen,<br>                         alle Informationen, die Tos Preis<br>                         gibt unverzüglich an uns<br>                         weiterzugeben.<br>                         Ich habe zwar meine Bedenken, was<br>                         die unter "unverzüglich" verstehen,<br>                         aber das steht nicht in unserer<br>                         Macht. Auf der Erde wird sich ein<br>                         Untersuchungsausschuss mit Caylon<br>                         befassen müssen, mehr kann ich noch<br>                         nicht sagen.<br><br>               Müller blickt erneut um sich, und die Mienen 'ihrer' Crew<br>               sind noch eisiger geworden, seit sie von Caylons<br>               Zukunftsaussichten gehört haben. Müller richtet ihren Blick<br>               wieder auf Forrest, weiß aber nichts zu erwidern.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nur noch eins, Captain Müller. Es<br>                         bleibt fürs Erste ihr Schiff. Ich<br>                         weiß, Sie geben Ihr Bestes und<br>                         schaffen das, sonst hätte ich Sie<br>                         nicht ernannt. Halten Sie sich<br>                         einfach an die Befehle. Ich wollte<br>                         Ihnen das nur noch sagen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        13     EXT. WELTRAUM - ORBIT ÜBER TELLAR                       13<br><br>               Wir sehen zwei sehr identisch aussehende<br>               Sternenflottenschiffe im Orbit über Tellar. Die beiden Raumer<br>               kreisen allerdings nicht unbeobachtet um den Himmelskörper,<br>               die gesamte tellaritische Flotte scheint in geringer<br>               Entfernung wie Katzen auf der Lauer zu liegen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   14<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Transport im Gange.<br>                             (beat)<br>                         Ensign Raimes bestätigt, dass<br>                         Botschafter Samuels und Präsident<br>                         Hayden an Board sind.<br><br>                                   BEEM<br>                             (laut denkend)<br>                         Die Schweinsnasen haben also ihr<br>                         Versprechen gehalten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun gut, wir haben hier nichts mehr<br>                         verloren. Torlan, geben Sie der<br>                         Skorpion Bescheid; Tschernovsky,<br>                         setzen Sie einen Kurs Richtung<br>                         Erde, Warp 4.<br><br>               Torlan betätigt einen Schalter an seiner Konsole und zieht<br>               darauf sein Headset über den Kopf. Es scheint als würden<br>               seine Fühler die Metallbügel nicht gerne mögen, da sie<br>               anfangen auszuschlagen.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (in sein Headset)<br>                         Hier ist die S.S. Antares an S.S.<br>                         Skorpion, Samuels und der Präsident<br>                         sind sicher an Board. Unser<br>                         Rufzeichen lautet nun Starfleet<br>                         One.<br><br>                                   SKORPION-OFFIZIER (V.O.)<br>                             (über Lautsprecher)<br>                         Bestätigt, Starfleet One. Admiral<br>                         Forrest und Caylon sind ebenfalls<br>                         sicher an Board.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie können nun Kurs Richtung Erde<br>                         mit Warp 4 setzen.<br><br>               Damit beendet Torlan die Verbindung und setzt die Kopfhörer<br>               wieder ab. Wir spüren nun die Beschleunigung des Schiffes auf<br>               Warp, die Darius ausgelöst hat.<br><br>               Das Schiff fliegt ohne Zutun der Crew vor sich hin, und den<br>               Offizieren bleibt nur das Zusehen übrig. Wir beobachten die<br>               Leute einige Zeit in ihrer Lethargie, allerdings scheint<br>               niemand auf der Brücke zufrieden mit der Situation zu sein.<br>               Trübsal hängt als dunkles Band über allen Gesichtern.<br><br>               Tschernovsky unterbricht als Erster das unbehagliche<br>               Schweigen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das kann doch alles nicht wahr<br>                         sein.<br><br>               Der Ensign sieht sich um und merkt, dass die Anderen ihm<br>               nicht zu folgen scheinen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verzeihung...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ist in Ordnung, Darius. Wir sind<br>                         alle fertig. Das Schiff kann<br>                         vorerst alleine fliegen. Ich würde<br>                         sagen, sie dürfen alle eine Pause<br>                         einlegen und sich erholen.<br><br>               Tschernovsky steht auf und entfernt sich von seiner Konsole.<br>               Bevor er in den Turbolift steigt, sieht er sich noch einmal<br>               um und blickt Beem, Torlan und Mestral hoffnungsvoll an.<br>               Beem und Torlan verstehen seinen Wunsch und stehen ebenfalls<br>               auf um ihn zu begleiten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe wahnsinnigen Kohldampf,<br>                         ich könnte ein ganzes Schwein<br>                         verdrücken.<br><br>               Die anderen starren ihn überrascht an, aber James ignoriert<br>               die Blicke konsequent.<br><br>                                   BEEM<br>                         Schauen wir mal, was der Chefkoch<br>                         noch auf der Pfanne hat.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - MESSE                                    15<br><br>               James, Darius und Torlan haben an einem Tisch Platz genommen<br>               und verpeisen, was die Tabletts vor ihnen hergeben. Im<br>               Hintergrund sehen wir Kendall einige Tische entfernt<br>               ebenfalls sein Essen einnehmen. Bei Tschernovsky scheint der<br>               Appetit jedoch verflogen zu sein, da seine Reste nicht<br>               weniger werden. Beem isst dagegen in einem Tempo, das über<br>               die Grenzen guter Manieren hinausgeht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wisst ihr, was ich mich die ganze<br>                         Zeit frage?<br><br>                                   BEEM<br>                         Sagen Sie es uns schon.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Warum wurde Caylon auf die Skorpion<br>                         gebracht, und nicht zu uns? Wir<br>                         sollten doch das Recht haben, zu<br>                         erfahren, wie es unserem Captain<br>                         geht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Admiral Forrest hält es für besser.<br>                             (beat)<br>                         Und momentan erwartet Müller, dass<br>                         wir sie als unseren Captain<br>                         ansehen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Natürlich, das hat auch nichts mit<br>                         Müller zu tun. Aber ich kann das<br>                         trotzdem nicht ganz nachvollziehen.<br>                         Wenn jemand sagen kann, ob der<br>                         Captain geheilt ist, dann doch wohl<br>                         seine Crew.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Vermutlich befürchtet der Admiral,<br>                         dass uns Caylon ganz im Gegenteil<br>                         leichter an der Nase herumführen<br>                         kann, wie schon die letzten Monate.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         An der Nase herumführen? Wie hätten<br>                         wir etwas ahnen sollen? Die<br>                         Romulaner haben sich doch größte<br>                         Mühe gegeben, dass nichts auffällt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das ganz bestimmt. Aber haben Sie<br>                         noch nicht darüber nachgedacht, ob<br>                         wir nicht doch etwas hätten merken<br>                         können? Ob wir nicht vielleicht<br>                         sogar etwas hätten merken müssen?<br>                         Die Romulaner haben ausgenutzt,<br>                         dass wir dem Captain unsere Treue<br>                         geschworen haben, sie haben unser<br>                         Vertrauen gegen uns benutzt! Waren<br>                         wir zu gutgläubig? Die Gefahr stand<br>                         direkt neben uns, und ich als<br>                         Sicherheitsoffizier habe nichts<br>                         bemerkt. Woher sollen wir noch<br>                         wissen, wem wir vertrauen können?<br>                         Es ist doch so: Jeder in der Flotte<br>                         könnte ein Schläfer sein.<br><br>               Kendall scheint schon seit kurzer Zeit dem Gespräch der Drei<br>               mehr Aufmerksamkeit zu schenken als seiner Mahlzeit. Nun<br>               steht der Chefingenieur auf und nähert sich dem Tisch.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das ist vermutlich genau das, was<br>                         die erreichen wollen; dass wir uns<br>                         gegenseitig verdächtigen.<br><br>               Kendall steht nun direkt neben Torlan und mischt sich in die<br>               Unterhaltung ein.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe das Gespräch mithören<br>                         können.<br>                             (beat;zu Beem)<br>                         Trauen Sie dem Captain nicht mehr,<br>                         Lieutenant?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich würde es gerne. Ich weiß aber<br>                         nicht, ob ich es noch kann. Ich<br>                         traue Osbourne und Tos jedenfalls<br>                         keinen Millimeter, deshalb bleibe<br>                         ich lieber skeptisch.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Caylon braucht unser Vertrauen<br>                         jetzt besonders! Wenn er sich auf<br>                         der Erde einem<br>                         Untersuchungsausschuss stellen<br>                         muss, dann wird er Fürsprecher<br>                         brauchen, sonst hat er gar keine<br>                         Chance. Wenn auch nur die geringste<br>                         Möglichkeit besteht, dass er noch<br>                         der Alte ist, dann braucht er die<br>                         Hilfe seiner Kameraden, die zu ihm<br>                         halten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich will den alten Caylon genauso<br>                         gerne wieder haben wie ihr. Aber er<br>                         stand unter der Kontrolle der<br>                         Romulaner und er ist einfach ein<br>                         Sicherheitsrisiko, solange wir<br>                         nicht wissen, ob er vollständig<br>                         deprogrammiert werden konnte.<br>                         Vielleicht sollte das wirklich<br>                         lieber ein objektiver<br>                         Untersuchungsausschuss feststellen,<br>                         bevor wir uns gutgläubig ans Messer<br>                         liefern.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Jeder Mensch hat eine zweite Chance<br>                         verdient, und Caylon kann nichts<br>                         dafür, was ihm die Romulaner<br>                         angetan haben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was wird das denn bitte? Haben Sie<br>                         plötzlich einen Sinn für<br>                         Kameradschaft entwickelt? So eine<br>                         soziale Ader kennt man von Ihnen<br>                         gar nicht.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Caylon hat mir das Leben gerettet.<br>                         Ich bin ihm dankbar und jetzt kann<br>                         ich mich revangieren.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ach, gehts Ihnen nur darum, eine<br>                         Schuld zu begleichen?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Nein! Diesmal geht es wirklich um<br>                         Caylon. Leute, wir reden von<br>                         Captain Frederick Caylon! Wo wären<br>                         wir heute ohne ihn? Wenn er nicht<br>                         gewesen wäre, würden wir heute doch<br>                         wohl kaum noch hier stehen. Wieviel<br>                         hat er für uns getan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Eine Menge. Ohne ihn würde ich<br>                         heute noch als Verräter auf meiner<br>                         Welt gelten. Dank seiner Hilfe<br>                         wurde mein Haus von seinem<br>                         unrechtmäßigen Regenten befreit.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Kendall hat ausnahmsweise Recht...<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ausnahmsweise?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich verdanke Caylons Verständnis,<br>                         dass ich überhaupt noch in der<br>                         Sternenflotte bin.<br>                             (beat)<br>                         James, was ist mit Ihnen? Der<br>                         Captain hatte doch mehr als einmal<br>                         Nachsicht mit Ihnen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das hatte er. Sie wissen, wie das<br>                         bei den MACOs ist.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Semper Fi? Ich habe geahnt, dass<br>                         Sie das sagen würden.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zunehmende Verzweiflung)<br>                         'Für immer treu'. Ich will ihm ja<br>                         helfen. Ich will Caylon ebenfalls<br>                         zurück, aber wir sind der<br>                         Sicherheit der Flotte immernoch<br>                         mehr verpflichtet als ihm. Wer sagt<br>                         uns, dass wir unser Vertrauen zu<br>                         Recht investieren?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Niemand, aber dann hätten die<br>                         Romulaner das erreicht, was sie<br>                         wollten. Können Sie das zulassen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Uns Andorianern bedeutet die<br>                         Familie sehr viel, und Caylon<br>                         gehört für uns doch zur Familie.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Genau. Und er wird nie wieder<br>                         zurückkehren, wenn wir jetzt nicht<br>                         auf seiner Seite stehen. Vielleicht<br>                         irren wir uns, aber ich bin bereit<br>                         einen Fehler zu machen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Jim?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Etwas Risiko!<br><br>                                   BEEM<br>                         Gut, ich bin dabei. Ich möchte ihn<br>                         ja genauso wenig im Stich lassen.<br>                         Ich hoffe nur, dass wir das nicht<br>                         bereuen werden.<br>                             (beat)<br>                         Aber was wollen wir genau für<br>                         Caylon tun?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wir müssen irgendwie ein gutes Wort<br>                         bei Admiral Forrest und dem<br>                         Präsidenten einlegen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir sollten aber wohl erst mit<br>                         'Captain' Müller sprechen.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (seine Abneigung gegen<br>                              Müller ausdrückend)<br>                         Warum das, damit Sie uns das wieder<br>                         ausreden kann?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein, Darius hat Recht. Es würde<br>                         nicht gut aussehen, wenn wir<br>                         Müllers Authorität untergraben<br>                         würden - damit würden wir niemandem<br>                         einen Gefallen tun.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br>        16     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   16<br><br>               Wir sehen die bekannte Männermeute gemeinsam aus dem<br>               Turbolift steigen und zielstrebig auf den Bereitschaftsraum<br>               des Captains zugehen, in dem sich Müller befinden muss, da<br>               zur Zeit der Captain's Chair leer ist und nur Mestral, Mendez<br>               und Ensign Yana Ostrowski an der Steuerkonsole anwesend sind.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        17     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        17<br><br>               Wir sehen Müller in ihrem neuen Bereitschaftsraum, allerdings<br>               erinnern hier noch die komplette Einrichtung an Caylon.<br>               Müller scheint sich nicht zu trauen, etwas zu verändern. Doch<br>               die neue Kommandantin sitzt nicht alleine in dem Raum, ihr<br>               gegenüber hat Fernandez Platz genommen und beide unterhalten<br>               sich. Wir steigen direkt in das Gespräch ein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verstehen Sie, ich weiß einfach<br>                         nicht, wie ich mit den ganzen<br>                         Sachen fertig werden soll. Ich habe<br>                         nicht mit so viel Problemen<br>                         gerechnet.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nicole, wer hat schon mit all dem<br>                         gerechnet? Sie machen ihre Aufgabe<br>                         bisher gut und Selbstzweifel sind<br>                         als Captain durchaus erlaubt.<br>                         Keiner erwartet von Ihnen Wunder.<br>                         Sie müssen nur versuchen, die Crew<br>                         zusammenzuhalten. Sie wissen, von<br>                         was für einem Haufen wir reden,<br>                         aber wenn die Leute<br>                         zusammenarbeiten, können wir alles<br>                         meistern.<br><br>               In diesem Moment schrillt der Türsummer auf, und beide Damen<br>               sind Angesichts der Störung überrascht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (mit einem leichten<br>                              lächeln; mehr an<br>                              Fernandez als an den<br>                              Besucher gerichtet)<br>                         Ja...<br><br>               Die Tür gleitet nun zur Seite und die bekannte Männerrunde<br>               strömt herein.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wir würden gerne reden...<br><br>               Beem, Tschernovsky und Torlan sind etwas überrascht über<br>               Müllers Besuch, doch Kendall hat seine Worte bereits<br>               überstürzend über den Kopf des Councellors hinweggesprochen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Na wie gut, dass ich hier bin, denn<br>                         das ist ja mal etwas ganz Neues.<br><br>               Beem und Fernandez werfen sich ihre üblichen Blicke zu, die<br>               eine äußerst besondere Spannung zwischen beiden ausdrückt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Eigentlich wollten wir mit dem<br>                         Captain sprechen, nicht mit Ihnen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn es ihnen Recht ist, darf der<br>                         Councellor gerne zuhören.<br>                             (beat)<br>                         Worum geht es denn?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir wollten mit Ihnen über Caylon<br>                         sprechen.<br><br>               Etwas, wie Müllers wunder Punkt, muss bei diesem Thema<br>               getroffen worden sein, denn Müllers frischer Funken<br>               Zuversicht erlischt ganz plötzlich wieder.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hm, gut. Vielleicht gehen wir dazu<br>                         lieber in den Konferenzraum, hier<br>                         ist es etwas eng.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   18<br><br>               Die ganze Gruppe kommt aus dem Bereitschaftsraum und<br>               schreitet Richtung Konferenzraum. Müller bleibt als einzigste<br>               kurz stehen und wendet sich an Mestral.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Mestral)<br>                         Sie sollten auch mitkommen,<br>                         Mestral.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        19     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            19<br><br>               Die Führungsoffiziere haben sich nun endlich versammelt und<br>               es bricht auch sofort eine rege Diskussion los.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir denken, es wäre das Beste für<br>                         Caylon, wenn Sie beim Admiral und<br>                         beim Präsident als Captain im Namen<br>                         der Crew ein gutes Wort für ihn<br>                         einlegen würden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Meinen Sie nicht, dass das den<br>                         Untersuchungsausschuss kaum<br>                         beeinflussen dürfte?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es ist besser, es versucht zu<br>                         haben, selbst wenn es nichts<br>                         bringt, als nichts getan zu haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn wir schon bei diesem Thema<br>                         sind, sollten wir uns die Zeit<br>                         nehmen, es richtig zu besprechen.<br>                             (beat)<br>                         Councellor, wie schätzen Sie<br>                         überhaupt Freds Zustand ein?<br>                         Halten Sie eine vollständige<br>                         Deprogrammierung für möglich?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Für möglich bestimmt, aber ob es<br>                         der Exekutive wirklich gelungen<br>                         ist, seinen Verstand komplett zu<br>                         säubern, ist schwer zu sagen.<br>                         Caylon dürfte jetzt auf alle Fälle<br>                         in einem psychisch instabilen<br>                         Zustand sein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Deshalb sollte er wissen, dass<br>                         seine Crew noch an ihn glaubt und<br>                         wir auf ihn warten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das könnte ihm sicher helfen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mir fällt es zwar schwer,<br>                         menschliche Emotionen nachzufühlen,<br>                         aber ich würde ebenfalls jederzeit<br>                         helfen, damit Caylon zu uns<br>                         zurückkehren kann. Ohne ihn ist<br>                         es...unbefriedigend.<br><br>               Müller wirkt sehr betrübt und scheint in traurige<br>               Erinnerungen zu versinken.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (besorgt)<br>                         Nicole?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (nach einem tiefen<br>                              Seufzer)<br>                         Ich will ganz ehrlich sein. Ich<br>                         habe einfach Angst, dass Caylon<br>                         womöglich nicht mehr der Mann ist,<br>                         der er einmal war, und auch nie<br>                         wieder der selbe sein wird.<br>                             (beat; zu sich)<br>                         Der Mann, den ich geliebt habe.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das verstehen wir. Aber man kann<br>                         wohl sagen, dass niemand von uns<br>                         mehr derselbe ist, der er vor dem<br>                         Krieg war.<br><br>               Alle in der Runde nicken langsam in bedächtiger Bestätigung.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wir alle verändern uns durch die<br>                         Erlebnisse, die uns wiederfahren.<br>                         Damit müssen wir uns abfinden und<br>                         die Person als die schätzen, die<br>                         sie ist.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Die endgültige Entscheidung trifft<br>                         eh der Untersuchungsausschuss. Aber<br>                         wir haben zumindest alles getan,<br>                         was wir konnten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Gut, ich werde mit Forrest und<br>                         Hayden sprechen. Ich werde ihnen<br>                         sagen, dass wir alle an Caylon<br>                         glauben.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        20     INT. KORRIDOR EINES SCHIFFES DER ANTARES-KLASSE         20<br><br>               Caylon läuft durch einen typisch geformten Korridor, wie er<br>               auf der Antares und ihren Schwesterschiffen anzutreffen ist.<br>               Am Ende des Korridors befindet sich eine Tür, auf die der<br>               Captain zielstrebig zuschreitet. Er betritt den<br>               dahinterliegenden Raum, der sich allerdings sicher nicht auf<br>               der Skorpion befinden kann: Councellor MacKenzie liegt tot<br>               über eine Konsole gestreckt. Caylon springt sofort zu Ihr.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was hab ich getan?<br><br>               Caylon nimmt MacKenzie in den Arm, zieht sie von der Konsole<br>               auf den Boden und versucht ihr Erste-Hilfe zu geben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mac, bitte, ich wollte das nicht!<br><br>               Plötzlich öffnet MacKenzie ihre Augen und sagt mit weicher,<br>               tröstender Stimme:<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich weiß. Der Weg ist das Ziel,<br>                         Frederick.<br><br>               Eine weitere, männliche Stimme dringt aus dem Off.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Wir sind Zuhause.<br><br>               Der Captain schreckt auf und erwacht...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     INT. SKORPION - GEFÄNGNISZELLE                          21<br><br>               ...in der Gefängniszelle der Skorpion, in der er auch<br>               eingeschlafen ist.<br><br>               Vor dem Glasgitter steht ein Offizier der Skorpion, mit der<br>               gleichen Stimme, die wir aus dem Off kennen.<br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Wir sind Zuhause. Die Skorpion ist<br>                         in einem Standard-Orbit über der<br>                         Erde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es fühlt sich nicht wie Zuhause an.<br><br>               Der Offizier zuckt nur mit den Achseln und verlässt den Raum.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein australisches Bier würde jetzt<br>                         Wunder wirken.<br><br>               Jetzt tritt ein anderer Mann näher, der sich bisher an der<br>               Seite gehalten hat: Samuels.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Guten Tag, Captain. Ich wollte Sie<br>                         darüber informieren, dass Tos trotz<br>                         der tellaritischen<br>                         Überzeugunsmethode dabei geblieben<br>                         ist, dass er sie seiner Ansicht<br>                         nach vollständig deprogrammiert<br>                         hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich kann mir gut vorstellen, was<br>                         sich die Tellariten unter<br>                         Überzeugungsmethoden vorstellen.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Machen Sie sich darüber lieber<br>                         keinen Kopf. Wir mischen uns da<br>                         nicht mehr ein.<br>                             (beat)<br>                         Allerdings will das Flottenkommando<br>                         vor dem Untersuchungsausschuss noch<br>                         ein unabhängiges Gutachten über den<br>                         Zustand in ihrem Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie soll das gehen?<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Sie werden nicht begeistert sein...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        22     INT. SKORPION - UNTERSUCHUNGSRAUM                       22<br><br>               Neben Caylon sind in diesem größeren Raum Forrest, Samuels<br>               und Botschafter Soval anwesend. Der Captain sitzt in einem<br>               Untersuchungsstuhl, neben ihm sitzt Soval auf einem zweiten<br>               Stuhl genau so, dass er Caylons rechte Gesichtshälfte gut mit<br>               seiner rechten Hand greifen kann. Neben den beiden steht<br>               Samuels; Forrest hält sich etwas zurück.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Soval wird jetzt die<br>                         Gedankenverschmelzung beginnen und<br>                         nach Resten ihrer Programmierung<br>                         suchen.<br><br>               Caylon verhält sich passiv und wartet einfach, bis es vorbei<br>               ist.<br><br>               Soval legt nun seine Hand auf Caylons rechte Gesichtshälfte<br>               und spricht einige traditionelle vulkanische Ritualworte.<br><br>               Das Bild verschwimmt nun...<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        23     I/E. MONTAGE                                            23<br><br>               Wir sehen den tötlichen Schuss auf den tellaritischen<br>               Außenminister, und wie das Leben in einem qualvollen Stöhnen<br>               aus ihm weicht, während er in sich zusammensackt.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Caylon, ich möchte jetzt, dass Sie<br>                         mir zuhören.<br><br>               Kaum ist dieses Bild verblasst, blickt uns eine verkohlte und<br>               entstellte Gestalt an, die früher einmal als Botschafter<br>               Berengsby erkennbar gewesen wäre, in diesem Zustand<br>               allerdings mehr einer Ausgeburt der Hölle gleicht.<br><br>                                   SOVAL<br>                             (hektischer)<br>                         Caylon, fokussieren Sie ihren<br>                         Geist.<br><br>               Als Nächstes erscheint uns eine Gruppe Andorianer, neben<br>               ihnen Berengsby in besseren Zeiten. Alle befinden sich in dem<br>               Konferenzgebäude, dass vor gut einem Jahr explodiert ist, und<br>               genau das müssen wir nun in quälend langsamer Zeit<br>               beobachten.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                             (die Kontrolle verlierend)<br>                         Caylon, hören Sie.<br><br>               Sengende Hitze treibt sich der Gruppe entgegen und lässt alle<br>               peinerfüllt brüllen, von der Explosionswucht weggeschleuderte<br>               Trümmer zerschmettern die Oberkörper zweier Andorianer, bis<br>               alles in einem überschäumenden Schwall aus Schmerz verstummt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. SKORPION - UNTERSUCHUNGSRAUM                       24<br><br>               Soval zuckt geradezu erschreckt zurück und reißt die Augen<br>               auf, Caylon bleibt jedoch gelähmt und abwesend liegend.<br><br>               Forrest und Samuels sind natürlich überrascht und gehen<br>               sofort auf den Botschafter zu.<br><br>                                   FORREST<br>                             (leicht entsetzt)<br>                         Alles in Ordnung, Boschafter?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ja, es geht wieder.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Was ist passiert? Ist die<br>                         Programmierung dafür<br>                         verantwortlich?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Nein, ich konnte bisher kein<br>                         Anzeichen für eine noch vorhandene<br>                         Programmierung der Romulaner<br>                         entdecken. Das einzige, was ich<br>                         gesehen habe, waren schreckliche<br>                         und abstoßende Bilder.<br><br>                                   FORREST<br>                         Und warum die Unterbrechung? Ist<br>                         Caylons Bewusstlosigkeit<br>                         beabsichtigt?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich entschuldige mich dafür,<br>                         Admiral. Ihm geht es gut, ich muss<br>                         die Verbindung nur wieder<br>                         aufnehmen. Die Verschmelzung<br>                         zwischen einem Menschen und einem<br>                         Vulkanier ist viel komplizierter<br>                         und anstrengender als zwischen<br>                         Angehörigen meines Volkes. Und<br>                         Caylons Geist verhält sich<br>                         besonders irrational, er sieht<br>                         unentwegt die Gräueltaten, die er<br>                         begangen hat, vollkommen<br>                         durcheinander. Ein Vulkanier ist<br>                         soviele Emotionen und Chaos nicht<br>                         gewohnt, ich habe einfach die<br>                         Kontrolle verloren.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das verstehen wir, Soval.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich muss mich trotzdem stärker<br>                         konzentrieren. Menschliche<br>                         Emotionen sind für uns oft<br>                         unverständlich, aber diese<br>                         Intensität von Caylons Gefühlen ist<br>                         erdrückend. Es ist schwer zu<br>                         beschreiben zu können, aber ich<br>                         denke, ihr würdet es "Reue" nennen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir danken Ihnen für ihre Mühe<br>                         Soval und muten Ihnen das nicht<br>                         gerne zu, aber wir müssen wissen,<br>                         wie es um seine Programmierung<br>                         steht.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Natürlich. Ich werde versuchen<br>                         weiter vorzudringen.<br><br>               Soval legt seine Hände wieder über Caylons Schläfe und<br>               Gesicht.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        25     I/E. CAYLONS POV                                        25<br><br>                                   SOVAL<br>                             (sich scheinbar<br>                              entfernend)<br>                         Caylon...<br><br>               Wir sind wieder in Caylons Geist, als Soval gerade zu<br>               verblassen scheint und auf einmal gänzlich seinem Bewusstsein<br>               entschwindet.<br><br>               Das Bild wechselt nun erneut und wir sehen MacKenzie mit<br>               qualvoller Miene auf der Konsole hängen. Caylon will sie<br>               erneut greifen und ihr helfen, doch als er sie berührt,<br>               bewegt sich Macs Körper plötzlich ohne sein Zutun. Caylon<br>               weicht einen Schritt zurück, aber die Vision der Councellor<br>               dreht sich zu ihm und blickt ihn mit dem unschuldigen Blick<br>               der Erlösung an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es tut mir wirklich leid,<br>                         MacKenzie. Ich wünschte, ich hätte<br>                         etwas dagegen tun können.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich weiß.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn ich die Kontrolle gehabt<br>                         hätte, ich hätte lieber mich<br>                         umgebracht, als Sie und die anderen<br>                         Opfer meiner Taten. Können Sie mir<br>                         vergeben??<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich kann Ihnen nicht vergeben.<br>                             (beat)<br>                         Sie suchen Absolution für ihre<br>                         Taten. Da, wo ich jetzt bin, kann<br>                         ich ihnen nicht mehr böse sein,<br>                         aber von dort kann ich ihnen auch<br>                         nicht vergeben. Es spielt dort<br>                         keine Rolle mehr. Finden Sie<br>                         diejenigen, die ihnen vergeben<br>                         können. Der Weg ist das Ziel.<br><br>               Caylon versteht nicht ganz, was ihm die Councellor damit<br>               sagen will, doch kaum dass er antworten will, verblasst<br>               Danielle vor seinem inneren Auge.<br><br>               Zur gleichen Zeit taucht die monotone Stimme Sovals wieder<br>               auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe Sie nicht.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Caylon, fassen Sie sich. Dies ist<br>                         nicht real. Wen verstehen Sie<br>                         nicht?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mich.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        26     INT. SKORPION - UNTERSUCHUNGSRAUM - SPÄTER              26<br><br>               Die Prozedur scheint nun beendet zu sein, denn Caylon wird<br>               von einem Sicherheitsoffizier der Skorpion weggebracht. Der<br>               Captain wirkt immer noch passiv und lethargisch.<br><br>               Soval, völlig erschöpft, tritt zu Admiral Forrest und<br>               Samuels.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich hoffe Sie entschuldigen, dass<br>                         wir Sie darum bitten mussten,<br>                         Botschafter.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Es war absolut nötig und die Logik<br>                         hat mich dazu verpflichtet dies für<br>                         sie zu tun, egal wie schlimm die<br>                         Eindrücke gewesen sind. Es hat mich<br>                         auch erneut gelehrt, wie<br>                         verschiedenen unsere Spezies trotz<br>                         ihrer äußerlichen Ähnlichkeiten<br>                         sind. Wie kann ein Mensch solch<br>                         starke Emotionen - Reue, wie sie<br>                         sagen - auf Dauer ertragen?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ehrlich gesagt, kann ich ihnen<br>                         diese Frage nicht beantworten,<br>                         Soval. Vielleicht können wir es<br>                         auch nicht?<br>                             (beat)<br>                         Wir danken Ihnen auf jedenfall<br>                         vielmals.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Haben Sie denn noch Reste einer<br>                         Programmierung finden können?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich habe keine weiteren Spuren<br>                         entdecken können.<br><br>                                   FORREST<br>                             (mit Erleichterung)<br>                         Das ist gut.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Konnten Sie etwas anderes<br>                         Nützliches für uns finden?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Nein, es sind fast keine<br>                         Erinnerungen mehr an die<br>                         Programmierung verhanden, und<br>                         dementsprechend auch keine<br>                         Informationen über die Romulaner.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Das ist ärgerlich.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir sollten froh sein, dass es<br>                         Caylon überhaupt gut geht.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Es wäre allerdings hilfreicher<br>                         gewesen, wenn er uns Informationen<br>                         über die Romulaner hätte geben<br>                         können. Wir müssen immer noch einen<br>                         Krieg gewinnen, mit oder ohne ihn.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        27     INT. ANWALTSBÜRO                                        27<br><br>               Wir befinden uns nun in einem Anwaltsbüro, was unschwer an<br>               dem Haward-Diplom an der Wand und den zahlreichen<br>               Gesetzbüchern in den Regalen zu erkennen ist.<br><br>               William Shorell, Anwalt der Flotte, läuft mit einer dicken<br>               Akte in der Hand durch den Raum, als sich die Türe öffnet und<br>               Captain Caylon in Begleitung eines Sicherheitsoffiziers<br>               hereingeführt wird. Der Wachmann bleibt vor der Tür stehen,<br>               Caylon schreitet in den Raum vor und wird von Shorell mit der<br>               übrigen, freien Hand auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch<br>               gewiesen.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Guten Tag, Captain Caylon. Ich bin<br>                         William Shorell, ihr Verteidiger<br>                         vor dem Untersuchungsausschuss.<br><br>               Shorell läuft weiter im Kreis um seinen neuen Klientel herum<br>               und studiert die Akte.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Ich muss sagen, ihr Fall ist<br>                         wirklich außergewöhnlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh, danke, das ist genau das, was<br>                         ich hören wollte.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Verzeihen Sie.<br>                             (beat)<br>                         Ich schätze ihre Chancen allerdings<br>                         gut ein. Tos ist überzeugt, die<br>                         Programmierung vollständig entfernt<br>                         zu haben, dies bestätigen auch die<br>                         Tellariten. Das Gutachten von Soval<br>                         verzeichnet ebenfalls keine Reste<br>                         der Programmierung.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe bereits mit dem<br>                         Vorsitzenden des Ausschusses<br>                         gesprochen. Er aktzeptiert die<br>                         Beweise als gewichtige Argumente<br>                         für Sie.<br>                         Wir müssen Ihm und dem Rest des<br>                         Gremiums nur noch glaubhaft machen,<br>                         dass Sie im Vollbesitz ihrer<br>                         geistigen Kräfte sind und kein<br>                         Sicherheitsrisiko darstellen, dann<br>                         können wir sicher mit einem<br>                         Freispruch rechnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Klingt, als wäre es ihrer Ansicht<br>                         nach ein Kinderspiel.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Glauben Sie mir, so herausragend<br>                         ihre Geschichte ist, ich habe<br>                         während meiner Zeit als<br>                         Kanzleianwalt ganz andere Fälle<br>                         freigeboxt.<br><br>               In Caylons Zügen will trotz der guten Aussichten keine rechte<br>               Begeisterung aufkeimen.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Glauben Sie mir, alles wird gut<br>                         werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das müssen wir wohl abwarten.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        28     INT. AUSSCHUSS-TAGUNGSRAUM                              28<br><br>               In diesem großzügigen Verhandlungssaal sehen wir in der Front<br>               eine fünf-köpfige Richtergruppe, die ihre Wichtigkeit durch<br>               ihre ausgeschmückten Sternenflottenuniformen des Advocat<br>               Corps zur Schau stellen. Ihnen gegenüber befindet sich die<br>               Anklagebank. Im abgetrennnten hinteren Bereich sind einige<br>               Bänke zu finden, auf denen aber nur Samuels, Forrest, Müller<br>               und Beem sitzen.<br><br>               Müller und Beem tuscheln miteinander so leise wie es geht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie hätten mehr Leute von der Crew<br>                         zulassen sollen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich gebe Ihnen recht. Aber es ist<br>                         eine geheime Verhandlung, die Sache<br>                         soll ja nicht vor Öffentlichkeit<br>                         breit getreten werden. Das ist ja<br>                         letztendlich auch in Caylons<br>                         Interesse. Darum ist es wohl gut,<br>                         dass sie lieber nur den Captain und<br>                         den ersten Offizier zugelassen<br>                         haben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Mag sein.<br><br>               Caylon und sein Verteidiger betreten nun den Raum und<br>               schreiten zu dem Tisch des Angeklagten, an dem sie Platz<br>               nehmen.<br><br>               Der leitende Richter erhebt sich und eröffnet die<br>               Verhandlung, wobei er durch seine reine Bewegung für Ruhe<br>               sorgt. Mit ihm erheben sich alle anwesenden Personen.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Hiermit erkläre ich die Verhandlung<br>                         gegen Captain Frederick Caylon,<br>                         Dienstnummer 73-19-69-38-91-74, für<br>                         eröffnet.<br><br>               Der Richter setzt sich wieder nieder und wieder folgen ihm<br>               alle Anwesenden stillschweigend.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Sind der Name und die Dienstnummer<br>                         korrekt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Natürlich, oder haben sie jemand<br>                         anderen erwartet?<br><br>               Caylons Verteidiger stößt ihn mit einem ordentlichen<br>               Nachdruck in die Seite.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Bitte benehmen Sie sich.<br>                             (beat)<br>                         Wie lautet ihre Adresse?<br><br>                                   CAYLON<br>                         USS Skorpion, D-DECK,<br>                         Arrestbereich, hintereste Zelle.<br>                             (beat; auf die<br>                              ungehaltenen Blicke<br>                              reagierend)<br>                         Vermutlich wollten Sie eher hören,<br>                         Queen Elizabeth Lane 30, Sidnay,<br>                         Australien.<br><br>                                   RICHTER<br><br>                         Captain, Sie werden beschuldigt den<br>                         tellaritischen Außenminister<br>                         ermordet zu haben.<br>                             (beat;in einen weicheren<br>                              Ton verfallend)<br>                         Ich sehe schon, die Behauptungen,<br>                         dass Sie etwas gegen Formalitäten<br>                         hätten, sind nicht aus der Luft<br>                         gegriffen. Lassen Sie mich ein paar<br>                         inoffizielle Worte sagen.<br>                         Die Beweise, die man mir bisher<br>                         vorgelegt hat, zeigen recht<br>                         deutlich, dass Sie zu keiner Zeit<br>                         Kontrolle über sich hatten und<br>                         daher unschuldig sind. Wir sind<br>                         bereit, diese Tatsache zu ihren<br>                         Gunsten zu aktzeptieren, wenn Sie<br>                         kooperieren. Wir müssen erfahren,<br>                         wie das passieren konnte und wie<br>                         wir die Programmierung unserer<br>                         Männer in Zukunft verhindern<br>                         können. Daran sind wir mehr<br>                         interessiert als an ihrer<br>                         Bestrafung. Ich kann aber nicht<br>                         völlig aufs Protokoll verzichten,<br>                         aber wir werden die Beweisaufnahme<br>                         etwas kürzen.<br>                             (beat)<br>                         Zurück zum Protokoll: Auf was<br>                         plädieren Sie, schuldig oder nicht<br>                         schuldig?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (eisern und überzeugt)<br>                         Schuldig.<br><br>               Entgeisterung bricht los, Müller will spontan aufstehen, doch<br>               Forrest und Samuels halten sie nach einer längeren<br>               schockierten Reaktionspause zurück.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Captain???<br><br>               Caylons Verteidiger ist vollkommen entsetzt, fasst sich erst<br>               an den Kopf, packt dann seinen Klienten an der Seite und<br>               redet eindringlich auf ihn ein. Eigentlich sollte er mit ihm<br>               flüstern, aber Shorell ist so aufgebracht, dass er mehr als<br>               deutlich zu verstehen ist.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Sind Sie noch ganz gescheit? Die<br>                         waren doch kurz davor sie frei zu<br>                         lassen! Wir hatten doch die Taktik<br>                         besprochen und das war kein guter<br>                         Beweis, dass ihr geistiger Zustand<br>                         stabil ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin schuldig, die Leute sind<br>                         meinetwegen tot und dafür bin ich<br>                         unweigerlich zu bestrafen. Ich<br>                         hätte mich irgendwie aufhalten<br>                         sollen.<br><br>               Auch der Richter ist entsetzt, doch er kann sich schnell<br>               wieder fangen und pocht mit seinem Hammer für Ruhe und<br>               Ordnung.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Ruhe! Beherrschen sie sich alle!<br>                             (beat)<br>                         Mister Shorell, bitte beeinflussen<br>                         Sie ihren Mandanten nicht.<br><br>                                   SHORELL<br>                         Mein Mandant will scheinbar für<br>                         sich selber sprechen, also soll er<br>                         es auch tun.<br><br>                                   RICHTER<br>                             (ebenfalls durcheinander)<br>                         Captain Caylon, wieso plädieren Sie<br>                         auf schuldig, wieso reden Sie von<br>                         "Leuten" und wieso glauben Sie,<br>                         dass sie sich hätten aufhalten<br>                         können? Sie hatten doch keine<br>                         Kontrolle.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das stimmt. Ich konnte nicht<br>                         verhindern, was mein<br>                         Unterbewusstsein vorhatte, aber ich<br>                         hätte es stärker versuchen müssen.<br>                         Ich wusste, dass etwas mit mir<br>                         nicht stimmt und unterschwellig<br>                         waren mir meine Taten klar, aber es<br>                         hat nicht gereicht.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem reden wir nicht nur von<br>                         dem tellaritischen Außenminister.<br>                         Der "Unfall", dem Councellor<br>                         MacKenzie zum Opfer gefallen ist,<br>                         war kein Unfall. Sie war zu kurz<br>                         davor, mein Geheimnis zu entdecken,<br>                         und damit hat sie den<br>                         Schutzmechanismus meiner<br>                         Programmierung ausgelöst. Sie<br>                         sehen, ich bin mir aller meiner<br>                         Taten bewusst.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Herrje. Das macht die Angelegenheit<br>                         noch schwieriger. Erzählen Sie, wie<br>                         es zu ihrer Programmierung kommen<br>                         konnte?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Angefangen hat es auf Risa, kurz<br>                         vor der Konferenz. Dort haben die<br>                         Romulanern mich entführt. Ich kann<br>                         nicht mehr sagen, was sie mit mir<br>                         getan haben, ich erinnere mich nur<br>                         noch vage an schreckliche Visionen,<br>                         in denen meine Crew gequält wurde.<br>                         Sie haben es wohl geschafft meinen<br>                         Verstand damit zu brechen. Die<br>                         Explosion im Konferenzgebäude...<br>                         Sie können sich jetzt<br>                         wahrscheinlich vorstellen, wer<br>                         dafür verantwortlich war.<br>                             (beat)<br>                         Vier Andorianer, zwei<br>                         Sternenflottenoffiziere,<br>                         Botschafter Berengsby, Councellor<br>                         MacKenzie, der tellaratische<br>                         Außenminister. Ich habe neun Leben<br>                         auf dem Gewissen.<br><br>               Richter und Publikum sind von diesen Ausführungen einfach nur<br>               noch sprachlos.<br><br>               ZOOM AUF CAYLONS ERNSTES GESICHT<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        29     INT. AUSSCHUSS-TAGUNGSRAUM                              29<br><br>               Wie zuvor. Der Richter muss erneut hämmernd nach Ruhe<br>               fordern.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Vielleicht sollten wir die Sitzung<br>                         an dieser Stelle auf morgen<br>                         vertagen, angesichts dieser neuer<br>                         Informationen.<br><br>               Die Richterkollegen nicken ihrem Versammlungsvertreter zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herr Vorsitzender, ich würde gerne<br>                         jemanden besuchen um eine<br>                         persönliche Sache klären zu können,<br>                         solange ich noch darf.<br><br>                                   RICHTER<br><br>                             (überlegend)<br>                         Hm. Dann muss ich Ihnen noch eine<br>                         Frage stellen: Schätzen Sie sich<br>                         selber noch als Gefahr ein?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich könnte niemanden mehr töten,<br>                         ich würde es diesmal nicht einfach<br>                         geschehen lassen.<br><br>                                   RICHTER<br>                         In Ordnung. Ich vertraue einmal den<br>                         Berichten und erlaube ihnen, die<br>                         Skorpion zu verlassen, bis dieser<br>                         Aussschuss morgen wieder tagt. Aber<br>                         zur Sicherheit ordne ich an, dass<br>                         Sie von zwei Sicherheitsoffizieren<br>                         begleitet werden. Die Beiden werden<br>                         Sie dann auch in ihre Unterkunft<br>                         für diese Nacht begleiten. Damit<br>                         schließe ich diese Verhandlung.<br><br>               Als letzte Amtshandlung ergreift der Richter noch ein<br>               Mikrofon erteilt damit Anweisungen.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Ich bräuchte hier zwei<br>                         Sicherheitsoffiziere, die Captain<br>                         Caylon begleiten.<br><br>               Caylon wird von seinem Anwalt nun zum Ausgang begleitet, doch<br>               Müller stürzt nun von ihrem Zuschauerplatz auf Caylon zu.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Fred, warum hast du dich schuldig<br>                         bekannt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole...Die suchen hier nicht nach<br>                         Gerechtigkeit, sondern nach<br>                         Informationen gegen den Feind. Aber<br>                         die Leben, die ich genommen haben,<br>                         sind einfach mehr Wert als diese<br>                         Informationen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und was ist mit dir? Warum willst<br>                         du dich selber bestrafen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß es selber nicht genau. Ich<br>                         versuche den Weg zu gehen, schätze<br>                         ich.<br><br>               Müller reicht Caylon ihre Händ über die Absperrung zum<br>               Zuschauerbereich hinweg und berührt ihn sanft. Er nimmt ihre<br>               Hand und streichelt sie, dann lässt er los als die beiden<br>               bestellten Sicherheitsoffiziere hereintreten.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                         Kommen Sie?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es tut mir leid.<br><br>               Caylon verlässt den Bereich zusammen mit den beiden<br>               Sicherheitsoffizieren.<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Der Richter will nun ebenfalls endgültig die Szenerie<br>               verlassen, doch Müller hält ihn davon ab.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (voller Trauer)<br>                         Herr Richter, bitte warten Sie.<br>                             (beat)<br>                         Ich möchte Ihnen etwas über diesen<br>                         Mann sagen. Ich weiß nicht warum er<br>                         das macht, aber er ist ein guter<br>                         Mensch und er hat dies alles nicht<br>                         gewollt. Ich und die ganze Crew<br>                         vertrauen Ihm noch immer, das<br>                         sollten Sie wissen.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Sie wollen mir doch nicht sagen,<br>                         dass dies noch der alte Caylon ist?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein. Obwohl er es doch irgendwie<br>                         ist. Er versucht die Verantwortung<br>                         für seine Taten zu übernehmen, das<br>                         ist typisch für Ihn. Er ist der<br>                         Captain eines Raumschiffes, das<br>                         heißt, dass er Verantwortung für<br>                         viele Leute übernehmen muss. Und<br>                         genau das tut er.<br>                             (beat)<br>                         Überlegen Sie, er versucht nur mit<br>                         all dem fertig zu werden, was er<br>                         durchgemacht hat. Wie würden Sie<br>                         damit klarkommen?<br><br>                                   RICHTER<br>                         Das ist schwer vorstellbar, aber<br>                         ich versichere Ihnen, dass wir auch<br>                         darüber bei der Urteilsfindung<br>                         nachdenken.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Außerdem haben Admiral Forrest und<br>                         Shran die Explosion überlebt, weil<br>                         Caylon mit ihnen das Gebäude<br>                         verlassen hatte. Das zeigt doch,<br>                         dass er zumindest versucht hat,<br>                         gegen seine Programmierung<br>                         anzukämpfen.<br><br>                                   RICHTER<br><br>                         Ich werde das berücksichtigen,<br>                         Captain Müller.<br><br>               Auch Beem tritt nun in das Gespräch ein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie sollten auch mich zur<br>                         Verantwortung ziehen, Herr Richter.<br><br>               Müller starrt ihren Waffenoffizier, der ihre Nachfolge als<br>               erster Offizier antreten musste, mit einem überraschten Blick<br>               an.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Warum das?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich bin der Sicherheitschef des<br>                         Schiffes. Caylon war ein<br>                         Sicherheitsrisiko und es gab<br>                         deutliche Anzeichen, das etwas mit<br>                         ihm nicht in Ordnung war. Das hat<br>                         ja auch MacKenzie gemerkt. Ich<br>                         allerdings nicht, obwohl es meine<br>                         Pflicht gewesen wäre.<br>                         Ich habe die Sicherheit des<br>                         Schiffes und der Flotte<br>                         mitgefährdet.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Das ist doch übertrieben,<br>                         Lieutenant. Sie haben ihre Pflicht<br>                         mehr als erfüllt, niemand hier<br>                         erwartet von ihnen, dies bemerkt zu<br>                         haben.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollten sich keine Vorwürfe<br>                         machen. Wir können nicht ein Glied<br>                         der Kette für unsere Fesselung<br>                         verantwortlich machen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dann können sie Caylon aber auch<br>                         nicht für die romulanische Pläne<br>                         mit ihm verantwortlich machen.<br><br>                                   RICHTER<br>                         Das ist ihre Antwort auf die Frage<br>                         nach seiner Schuld. Ich wünsche<br>                         ihnen ja, dass sich die anderen<br>                         Fragen erübrigen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        30     EXT. HÄUSERANLAGE - ABEND                               30<br><br>               Mit einem Kameraschwenk sehen wir uns in einer Häuseranlage<br>               um, die noch im traditionellen südafrikanischen Kolonialstil<br>               errichtet wurde.<br><br>               Ein starker Wind zieht auf, der die wenigen Steppen-Bäume ins<br>               Wiegen bringt.<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Mit einem kräftigen Rauschen schwebt der Grund für den<br>               Luftzug an der Kamera vorbei. Ein Sternenflotten-Shuttle<br>               landet am Ende der Häusergruppe und langsam schwenkt die<br>               Ausstiegsluke auf.<br><br><br>               ZOOM-UP<br><br>               Caylon und seine beiden neuen Freunde steigen aus und machen<br>               sich auf den Weg zu einem bestimmten Haus der Siedlung.<br><br>               Die Drei kommen vor dem Eingang zum stehen und lassen sich<br>               von der Wärme und dem Frieden, den die Blumen und die<br>               Dekoration verbreiten, einnehmen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jungs, ihr könntet euch nicht<br>                         zufällig die Beine vertreten,<br>                         während ich reingehe?<br><br>               Die beiden Wachen blicken Caylon mit wenig Einverständnis an<br>               und schütteln den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hört doch mal wie friedlich es hier<br>                         ist. Glaubt ihr wirklich ich plane<br>                         hier ein Familienmassaker? Ich<br>                         möchte nur die Eltern eines<br>                         Crewmitglieds besuchen.<br><br>               Seine beiden Bewacher zögern etwas, was Caylon zu seinem<br>               letzten Argument bewegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist ein altmodischer Bau, wenn<br>                         dort drin irgendetwas passieren<br>                         sollte, hört man das doch bis hier<br>                         draußen.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                         Gut, in Ordnung, dann lassen wir<br>                         Sie alleine rein. Aber wir warten<br>                         direkt vor der Tür.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden.<br><br>               Der Captain wendet sich nun endlich zu der Klingel an der<br>               Tür, neben der auch ein Namensschild zu finden ist, auf dem<br>               "MACKENZIE" zu lesen ist.<br><br>               Nach dem Aufsummen der Klingel öffnet eine freundliche<br>               dunkelhäutige Dame die Tür, ihre grauen Locken machen es<br>               nicht ganz leicht ihr Alter einzuschätzen, aber sie wirkt<br>               nicht viel älter als 60 Jahre.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Misses MacKenzie, ich bin...<br><br>                                   MISSES MACKENZIE<br>                             (offenherzig und<br>                              liebevoll)<br>                         Ich weiß doch wer Sie sind, Captain<br>                         Caylon. Kommen Sie rein.<br><br>        31     INT. HAUS DER MACKENZIES - FLUR                         31<br><br>               Caylon wird von der netten Dame schneller ins Haus gezogen,<br>               als er gedacht hatte, und man merkt ihm diese Überraschung<br>               auch leicht an. Die Tür schließt sich hinter ihm und der Weg<br>               führt für ihn jetzt nur noch gerade aus.<br><br>                                   MISSES MACKENZIE<br><br>                             (die Treppe hoch in den<br>                              ersten Stock rufend)<br>                         Richard, kommst du bitte, wir haben<br>                         Besuch.<br>                             (beat;zu Caylon)<br>                         Unsere Tochter hat uns viel von<br>                         Ihnen erzählt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Danielle. Ich weiß, ich bin<br>                         sehr spät dran, aber ich konnte<br>                         einfach noch nicht früher kommen um<br>                         mein persönliches Beileid<br>                         aussprechen.<br><br>               Richard MacKenzie kommt nun die Treppen heruntergeschritten.<br>               Er ist ungefähr im gleichen Alter wie seine Frau, allerdings<br>               lässt ihn sein schlürfender Gang nicht wirklich jünger<br>               aussehen. Er teilt nicht dieses anhaltende Lächeln seiner<br>               Frau, er wirkt gegensätzlicherweise eher wie ein Brummbär.<br><br>                                   MISSES MACKENZIE<br>                         Das verstehen wir, der Krieg lässt<br>                         keinem Ruhe.<br>                             (beat; zu ihrem Mann)<br>                         Sieh wer gekommen ist, es ist<br>                         Captain Caylon.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Das kann ich mir denken, ich bin<br>                         noch nicht völlig blind, Schatz.<br>                             (beat; zu Caylon)<br>                         Claire hat Sie wahrscheinlich<br>                         bereits zugetextet. Ich hoffe Sie<br>                         konnten es ertragen. Kommen Sie,<br>                         setzen wir uns gemeinsam ins<br>                         Wohnzimmer.<br><br>                                   MISSES MACKENZIE<br>                         Ich werde uns Kaffee und Kuchen<br>                         bringen. Wie wünschen sie ihren<br>                         Kaffee, Mister Caylon? Milch,<br>                         Zucker?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schwarz und zwei Stück Zucker,<br>                         bitte.<br><br>               Claire MacKenzie verschwindet nun Richtung Küche und wir<br>               folgen Richard MacKenzie und Caylon ins Wohnzimmer.<br><br>        32     INT. HAUS DER MACKENZIES - WOHNZIMMER                   32<br><br>               Caylon sieht sich in dem Wohnzimmer um und erkennt sofort so<br>               etwas wie einen kleinen Altar auf dem Kamin, auf dem viele<br>               Fotos von Danielle MacKenzie thronen, zusammen mit einer<br>               Kerze, einem Kreuz und einem Rosenkranz.<br><br>               Richard bietet dem Captain den bequem wirkenden Sessel an,<br>               während er sich auf das Sofa setzt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben ein wunderschönes Haus.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Danke sehr, ich habe auch viel<br>                         Arbeit in die Renovierung gesteckt.<br>                         Aber seit Danielles Tod kommt es<br>                         mir trostloser vor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe, was Sie meinen.<br>                         Wahrscheinlich wird Ihnen das auch<br>                         nicht viel helfen, aber Ihre<br>                         Tochter war wirklich eine<br>                         herausragende Offizierin und<br>                         Councellor.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                             (mit steigender<br>                              Traurigkeit)<br>                         Daran hatte ich keine Zweifel.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ebenfalls mit<br>                              anwachsender Traurigkeit)<br>                         Ihr Einsatz für die Gesundheit der<br>                         Crew war vorbildlich und Sie hat<br>                         sich auch beste Mühe gegeben mir<br>                         persönlich zu helfen. Dafür danke<br>                         ich ihr.<br><br>               Caylon dreht sich zu den Altar auf den Kamin um und schaut<br>               sich die Bilder genauer an. Zwei zeigen sie in jüngeren<br>               Jahren, irgendwann im Teenager-Alter, auf dem dritten Bild<br>               ist sie freudestrahlend in einer Galauniform zu erkennen.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Es ist nett von Ihnen trotz der<br>                         ganzen Ereignisse dort draußen noch<br>                         vorbeizukommen. Es muss schlimm<br>                         sein...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (er unterbricht Richard)<br>                         Sie sind sehr gläubig, oder?<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                             (etwas überrascht)<br>                         Ähm, wenn Sie meinen, dass wir<br>                         katholisch sind und an Gott unseren<br>                         SChöpfer glauben, ja.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann glauben Sie an ein Leben nach<br>                         dem Tod?<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Selbstverständlich, wir alle werden<br>                         für unsere Taten vor Gott gerichtet<br>                         und je nachdem im Himmel oder der<br>                         Hölle landen.<br><br>               Caylon blickt erneut zu den Bildern und wirft einen besonders<br>               langen Blick auf das eine, das die glückliche MacKenzie<br>               zeigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit dem Kopf abgewendet)<br>                         Danielle MacKenzie war ein zu guter<br>                         Mensch.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Ist etwas mit den Bildern?<br><br>               Der Captain steht nun auf und geht auf den Bildersims zu,<br>               Richard folgt ihm direkt. Nachdem Caylon das Bild von<br>               Danielle in Galauniform in die Hände genommen hat, schwenkt<br>               er es leicht um Richard ebenfalls einen besseren Blick darauf<br>               werfen zu lassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in leicht bitterer Miene)<br>                         Sie sieht darauf so glücklich aus.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Das war bei ihrer feierlichen<br>                         Erhebung in den Rang eines<br>                         Lieutenants. Sie war unheimlich<br>                         stolz auf sich, es so weit gebracht<br>                         zu haben, aber wir waren es<br>                         natürlich noch mehr.<br><br>               Caylon reicht dem Vater das Bild und es fällt diesem<br>               sichtlich schwer die Fassung zu wahren und den Schmerz<br>               zurückzuhalten. Er umklammert das Bild mit einer Festigkeit,<br>               als könnte er damit sein Mädchen zurückholen.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Vielleicht wäre es leichter für<br>                         uns, wenn sie im Kampf für unseren<br>                         Planeten gestorben wäre, aber ich<br>                         verstehe nicht, was Gott mit diesem<br>                         Unfall beabsichtigt hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Glauben Sie, dass 'Gott' uns allen<br>                         gnädig sein kann, egal was wir<br>                         getan haben?<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                             (perplex)<br>                         Ja... Gott ist gütig.<br>                         Wir Katholiken kennen die<br>                         Absolution, aber wir müssen unsere<br>                         Taten inständig bereuren und sie<br>                         bereits zu Lebzeiten beichten, dann<br>                         kann uns vergeben werden.<br>                             (beat)<br>                         Aber was hat das mit Danielle zu<br>                         tun?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss ihnen etwas beichten. Der<br>                         Tod ihrer Tochter war kein Unfall.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                             (vollkommen geschockt)<br>                         Was?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist eine lange Geschichte, ich<br>                         weiß nicht, wie ich sie kurz fassen<br>                         soll. Die Romulaner hatten mich<br>                         entführt und programmiert, sodass<br>                         ich tun musste, was sie mir<br>                         befohlen haben. Ihre Tochter wollte<br>                         mir helfen, aber das musste sie mit<br>                         dem Leben bezahlen. Ich habe Sie<br>                         umgebracht.<br><br>               Richard MacKenzie scheint derat schockiert zu sein, dass er<br>               für einen Moment gar keine Bewegung mehr machen kann. Seine<br>               ganze Kraft verlässt ihn und das Bild seiner Tochter<br>               entgleitet ihm aus seiner Hand.<br><br>               KAMERAVERFOLGUNG DES BILDES<br><br>               Die Schwerkraft reißt unbarmherzig an dieser Momentaufnahme<br>               das Glücks, zieht an ihr, bis das Glas im harten Aufprall auf<br>               den Boden der Realität zerberstet und ein großer Riss quer<br>               über Danielle MacKenzies Abbild entsteht.<br><br>               AUFNAHME MACKENZIE/CAYLON<br><br>               Von einer Sekunde auf die andere kehrt der Wille von Richard<br>               in seine Knochen zurück, er rast auf den Captain zu und<br>               drückt ihn trotz seines hohen Alters mit enormer Kraft<br>               zurück. Mit tosender Wut drängt er ihn vorwärts.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                             (brüllend)<br>                         WAS SOLL DAS? Was bezwecken Sie<br>                         damit?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gehetzt)<br>                         Verstehen Sie bitte, ich muss mich<br>                         einem Untersuchungsausschuss im<br>                         Hauptquartier stellen, aber deren<br>                         Arbeit ist Geheimsache, Sie hätten<br>                         nie erfahren, was wirklich passiert<br>                         ist, deshalb wollte ich es Ihnen<br>                         sagen. Sie haben die Wahrheit<br>                         verdient.<br>                             (beat)<br>                         Mein Gewissen konnte es nicht<br>                         ertragen.<br><br>               Richard möchte Caylon gerade zu an die Gurgel, der Captain<br>               wäre zwar in einem solchen Todeskampf eindeutig der<br>               Überlegenere, aber er zieht es vor dem tobenden Mann<br>               auszuweichen und Richtung Flur gedrängt zu werden.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Sie Ungeheuer wollen ein Gewissen<br>                         haben? RAUS HIER!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich stand unter der Kontrolle der<br>                         Romulaner, sie haben mich<br>                         gezwungen. Es tut mir leid.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        33     INT. HAUS DER MACKENZIES - FLUR                         33<br><br>               Beide sind nun im Flur angekommen und im selben Augenblick<br>               kommt Claire aus der Küche, doch der Anblick ihres Mannes,<br>               wie er auf den Besuch loszugehen scheint, erschrickt sie<br>               derat, dass sie ihr Tablett fallen lässt und die Kaffeetassen<br>               zerspringen.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Wir sind für unsere Taten<br>                         verantwortlich!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann tun Sie bitte nichts<br>                         unüberlegtes, draußen stehen zwei<br>                         Sicherheitsoffiziere.<br><br>               KAMERASCHWENK ZUR TÜR<br><br>               Fast wie gerufen haben die beiden Herren den Krach im Haus<br>               nun auch bemerkt, man sieht ihre bewaffneten Schatten vor der<br>               gläsernen Haustür herumgeistern, und sie schreien von draußen<br>               herein:<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1 (O.S.)<br>                         Was ist da drin los?<br><br>               KAMERASCHWENK ZURÜCK<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Verlassen Sie sofort mein Haus!<br><br>               Auch wenn dieser Rat sicher nicht gut gemeint war, erkennt<br>               Caylon, dass es das Beste ist, was er tun kann.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        34     EXT. HÄUSERANLAGE - ABEND                               34<br><br>               Die Tür zum Haus der MacKenzies wird aufgerissen und Caylon<br>               kommt hastig herausgesprungen. Die beiden<br>               Sicherheitsoffiziere links und rechts der Tür wundern sich<br>               und folgen ihrem Auftragsobjekt nach.<br><br>               Aus der Tür brüllt ein wilder Richard MacKenzie zum letzten<br>               Mal.<br><br>                                   RICHARD MACKENZIE<br>                         Gott wird Sie bestrafen, Sie<br>                         Mörder!<br><br>               Die drei Sternenflottenoffiziere machen sich eiligst zu ihrem<br>               Shuttle auf.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Äh, was war da eben los?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in Gedanken)<br>                         Ich möchte nicht darüber reden, sie<br>                         können sich irgendetwas Passendes<br>                         für ihre Vorgesetzten einfallen<br>                         lassen. Mir ist völlig egal was.<br>                             (beat)<br>                         Bringt mich nur in meine<br>                         Unterkunft.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        35     EXT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - MORGEN               35<br><br>               ESTABLISHING SHOT<br><br>               Das Hauptquartier erstrahlt in einem prächtigen Glanz der<br>               morgendlichen Sonne, der den Krieg beinahe übermalen könnte.<br>               Die Golden Gate Bridge erstrahlt trotz ihres roten Anstrichs<br>               in dem Licht passenderweise golden.<br><br>               Wir sehen ein Shuttle hinter dem Areal des Hauptquartiers<br>               landen und bemerken bei seiner Verfolgung mit der Kamera über<br>               einem vorgelagerten Gebäude das Emblem des Sternenflotten<br>               Judge Corps, welches das vermutliche Ziel der Passagiere<br>               erkennen lässt. Zwischen Gebäude und Landeplatz ist<br>               allerdings auch eine dichte Menschentraube zu erkennen.<br><br>               ZOOM AUF DEN SHUTTLE-LANDEPLATZ<br><br>               Die Insassen steigen aus dem Gefährt und erweisen sich als<br>               Caylon und seine beiden Begleiter. Nach nur wenigen Schritten<br>               kommt die Menschenmasse auf sie zu, versperrt ihnen den Weg<br>               und macht deutlich, dass diese Leute da nicht hingehören.<br>               Einige tragen Schilder mit Aufschriften wie "Mörder",<br>               "Verräter", "Romulanerbestie" und ähnlichen Nettigkeiten in<br>               die Höhe, die Meisten geben wilde Buh-Rufe von sich.<br><br>               Sofort versuchen die beiden Wachen Caylon von allen Seiten<br>               von der Gruppe abzusichern, was zu zweit natürlich nur schwer<br>               möglich ist. In einer Art Keilformation mit Caylon als<br>               Abschluss nach Hinten versucht man sich durch die Schar<br>               durchzudrängen.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                         Scheiße Mann! Sollte die<br>                         Verhandlung nicht geheim sein?<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Sieht mir ganz offensichtlich nicht<br>                         mehr danach aus.<br><br>               Der starke Widerstand verhindert, dass sich die Gruppe<br>               besonders schnell durch die Masse schneiden kann.<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Caylon beobachtet den Mob genauer und wir sehen viele<br>               hasserfüllte Gesichter, die ihn gerne tot sehen würden. Die<br>               Gesichtermenge durchmischt sich ständig selber, doch<br>               kurzzeitig ist jemand bekanntes hervorgeblitzt. Nur eben so<br>               schnell war die Wahrnehmung auch wieder verschwunden, weshalb<br>               wir uns nicht sicher sein können, wer da zu sehen war.<br><br>               Plötzlich erkennen wir durch die Masse ganz deutlich, dass<br>               wir uns nicht getäuscht haben: Richard MacKenzies Antlitz ist<br>               deutlich zu erkennen und zwischen den Oberkörpern seiner<br>               Umgebung blitzt ein silbern glänzender Lauf hervor. Es ist<br>               eine Waffe, die direkt auf Caylon gerichtet ist und welche<br>               Absicht dahinter steckt, ist klar erkennbar. "Auge um Auge,<br>               Zahn um Zahn".<br><br>               AUF DIE BEIDEN BODYGUARDS<br><br>               Die beiden Männer fühlen sich auch immer stärker von den vor<br>               ihnen stehenden Menschen bedrängt und einer von beiden erhebt<br>               sein Gewehr drohend in die Luft, bereit einen Warnschuss<br>               abzugeben, um die Leute zu vertreiben. Die Gruppe gerät durch<br>               die drohende Haltung der Wachen in hastige Bewegung und stößt<br>               unabsichtlich aneinander.<br><br>               Das Geräusch eines abgefeuerten Schuss schallt auf, doch der<br>               Lauf des Sicherheitsoffiziers ist noch immer kalt.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Jemand anders schießt!<br><br>               Direkt darauf bemerken die Beiden, dass Caylon zwischen ihnen<br>               getroffen zu Boden sackt.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                         Verdammt!<br><br>               Reflexartig knien sie sich zu Boden und sich den Verletzten<br>               mit ihren Waffen ab, mit einer freien Hand zieht der erste<br>               Sicherheitsoffizier in einer verblüffenden Schnelligkeit<br>               einen Kommunikator zur Hand und betätigt nur eine Taste.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Wir brauchen sofort einen<br>                         Notfalltransport ins<br>                         Sternenflottenkrankenhaus! SOFORT!<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>        36     I/E. EIN LANGER TUNNEL                                  36<br><br>               Alles ist in pechschwarze Dunkelheit gehüllt.<br><br>               FADE IN:<br><br>               Ein grelles Licht keimt in der Ferne auf und kommt immer<br>               näher, wird größer und mächtiger und nimmt letztendlich die<br>               ganze Szene ein. Die Umrisse einer Person treten aus dem<br>               blendenen Schein des Lichtes heraus.<br><br>               ANSICHT VON "OBEN"<br><br>               Wir erkennen nun, da wir nicht mehr direkt in die Lichtquelle<br>               blicken, dass es Danielle MacKenzie ist, die sich auf Captain<br>               Caylon in dieser sonderbaren Szenerie zu bewegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich frage mich, ob Innenausstatter<br>                         eigentlich nie sterben. Hier wäre<br>                         ein neuer Anstrich echt angebracht.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Sie sind nicht tot.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich wurde doch aber von dem Schuss<br>                         getroffen?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ja, aber nicht tödlich. Sie leben<br>                         noch. Das ist nur eine Vision in<br>                         ihrem Geist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, das erklärt das geschmacklose<br>                         und klischéehafte Ambiente, aber<br>                         was machen Sie hier?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich bin hier, weil Sie es so<br>                         wollen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich will das so? Glauben Sie mir,<br>                         ich würde lieber alles vergessen<br>                         wollen, als neuer Mensch komplett<br>                         bei Null anfangen.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ihre Zeit ist aber noch nicht<br>                         gekommen, es steht noch viel vor<br>                         Ihnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber ich weiß nicht, wie ich so<br><br>                         weitermachen soll. Ich habe so viel<br>                         Leid verursucht, so viele Leben<br>                         zerstört, das kann ich nicht<br>                         ertragen. Und wie soll mir je<br>                         wieder jemand vertrauen können? Die<br>                         Romulaner haben mein Leben<br>                         zerstört.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe ja so gut ich konnte<br>                         versucht Vergebung zu finden, aber<br>                         es hat nicht funktioniert, im<br>                         Gegenteil, Sie wissen, weshalb ich<br>                         jetzt hier bin!<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Vielleicht wird Ihnen nun klar,<br>                         dass Sie mehr suchen, als Sie<br>                         finden können, aber es trotzdem<br>                         weitergehen kann. Ihre Crew ist<br>                         bereit Ihnen weiterhin zu<br>                         vertrauen. Sie hat sich für Sie so<br>                         gut sie konnte eingesetzt. Sie<br>                         braucht sie. Der<br>                         Untersuchungsausschuss ist bereit<br>                         Ihnen zu vergeben, nicht weil Sie<br>                         nur an irgendwelchen Informationen<br>                         aus ihrem Kopf interessiert sind,<br>                         sondern weil sie Sie als Menschen<br>                         sehen und wissen, dass Sie nichts<br>                         hätten tun können. Sehen Sie das.<br>                         Sie können nicht mehr tun, als aus<br>                         tiefstem Herzen bereuen, dann wird<br>                         Gott Ihnen auch letztendlich<br>                         vergeben. Aber das ist das<br>                         Schicksal der Menschen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube aber nicht mehr an Gott<br>                         seit dem Krieg mit den Romulanern.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Und doch sind Sie bereit zu<br>                         glauben, dass es noch mehr Dinge<br>                         gibt zwischen Himmel und Erde als<br>                         man mit Schiffen ergründen kann.<br>                         Sie glauben doch, dass alles im<br>                         Universum einen Sinn hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tut das nicht jeder? Glaubt nicht<br>                         jeder irgendwie an einen Sinn im<br>                         Leben?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Und vielleicht wird sich<br>                         letztendlich für jeden Menschen<br>                         dieser Glauben im Tod erfüllen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was ist der Sinn daran, dass<br>                         ich weiterlebe?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Glauben Sie mir, all der Schmerz,<br>                         den Sie und ihre Crew erleiden<br>                         mussten, und<br>                         all die Opfer, die wir alle, ja<br>                         sogar ich, erbringen mussten, wird<br>                         nicht vergessen werden.<br>                         Es wird dazu dienen, etwas Großes<br>                         zu erreichen, das uns alle<br>                         überdauern wird. Ich kann Ihnen<br>                         sagen, dass es Ihr Schicksal und<br>                         das einiger Anderer ist,<br>                         letztendlich Frieden und Wohlstand<br>                         zu bringen, für uns, unsere Kinder<br>                         und alle nachkommenden<br>                         Generationen. Dafür müssen Sie<br>                         weiterkämpfen. Sie dürfen nicht auf<br>                         halbem Wege aufgeben.<br>                             (beat)<br>                         Aber Sie müssen dafür aufhören,<br>                         sich selber zu bestrafen und die<br>                         Gelegenheit ergreifen, die man<br>                         Ihnen bietet. Sie sind nur ein<br>                         Mensch und unsere Unfähigkeit und<br>                         Sünde macht uns menschlich. Es<br>                         spielt keine Rolle, ob Ihnen jeder<br>                         verzeiht, denn keiner von ihnen ist<br>                         ohne Sünde, kein Mensch ist das.<br>                         Aber das Leben geht weiter und es<br>                         gibt immer eine Hoffnung. Gehen Sie<br>                         den Weg weiter, den Sie bisher<br>                         gegangen sind, denn er ist noch<br>                         nicht zu Ende. Er wird<br>                         steinig sein, aber er wird Sie an<br>                         einen Ort führen, den Sie sich<br>                         heute noch nicht vorstellen<br>                         können.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br>        37     INT. STERNENFLOTTENKRANKENHAUS                          37<br><br>               Caylon liegt in einem Krankenbett unter zahlreichen<br>               medizinischen Anzeigen, die an ihn angeschlossen sind und<br>               seine Vitalwerte wie Herfrequenz und Blutdruck überwachen.<br>               Neben dem Piepen seines regelmäßigen Pulses hören wir Stimmen<br>               im Hintergrund.<br><br>               ZOOM HERAUF<br><br>               Wir erkennen nun, dass Captain Müller vor Caylons Bett sitzt<br>               und auf einem Monitor die Nachrichten verfolgt. Ihre Miene<br>               zeigt sich wenig erheitert über das Programm und wir<br>               verfolgen für einige Zeit die Bilder und die Worte des<br>               Sprechers.<br><br>                                   REPORTER (V.O.)<br>                         ...Die Menschen hatten sich heute<br>                         morgen spontan versammelt als<br>                         öffentlich bekannt wurde, dass<br>                         Frederick Caylon, Captain der<br>                         Sternenflotte, von den Romulanern<br>                         programmiert wurde um das Attentat<br>                         auf den tellaritischen<br>                         Außenminister zu verüben. Auf sein<br>                         Konto geht der Mord an mindestens<br>                         einem Sternenflottenoffizier,<br>                         Danielle MacKenzie, der Councellor<br>                         auf Caylons Schiff. Ob er für<br>                         weitere Morde verantwortlich ist,<br>                         ist zur Zeit noch unbekannt. Fest<br>                         steht nur, dass er verletzt wurde,<br>                         nachdem die Demonstration außer<br>                         Kontrolle geraten war und Schüsse<br>                         gefallen sind. Caylon wurde sofort<br>                         weggebeamt und befindet sich zur<br>                         Zeit angeblich außer Lebensgefahr.<br>                         Die Schützen konnten bisher nicht<br>                         identifiziert werden.<br><br>               Wir nehmen ein kurzes Stöhnen war, das Müller sofort<br>               aufhorchen lässt.<br><br>                                   REPORTER<br>                         So viel zur aktuellen Lage aus San<br>                         Francisco, zurück ins Studio.<br><br>               Ein zweites Stöhnen dringt von Caylons Bett, Müller steht<br>               sofort auf, schaltet den lästigen Reporter ab und wendet sich<br>               an Caylon, der gerade aufwacht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo bin ich?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Alles in Ordnung! Du bist im<br>                         Sternenflottenkrankenhaus. Man hat<br>                         sich sofort um dich gekümmert und<br>                         alles sieht gut aus.<br>                             (beat)<br>                         Aber du solltest wirklich versuchen<br>                         nicht mehr ganz so oft erschossen<br>                         zu werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schmal lächelnd)<br>                         Ich sehe, dein Humor ist noch der<br>                         Alte. Ich finde das nicht komisch.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich auch nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange war ich weg?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nicht sehr lange. Der Schuss war<br>                         zum Glück nicht gezielt, er hat<br>                         allerdings deine Milz<br>                         etwas perforiert, deshalb haben<br>                         dich die Ärzte in Narkose versetzt<br>                         um das behandeln zu können. Aber du<br>                         bist glimpflich davon gekommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich sag dir, ich hatte einen<br>                         ziemlich seltsamen Traum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Während der Narkose? Dabei träumt<br>                         man eigentlich nicht... Weißt du<br>                         noch, was passiert ist?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir waren auf dem Weg zum<br>                         Untersuchungsausschuss, als dieser<br>                         Mob durchgedreht ist.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Genau, nachdem du angeschossen<br>                         wurdest hat man dich sofort hierher<br>                         gebeamt und stabilisiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vermutlich bin ich noch etwas<br>                         verwirrt. In letzter Zeit waren<br>                         viel mehr Leute in meinem Kopf als<br>                         normalerweise.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelnd)<br>                         Dein Humor ist aber auch noch der<br>                         Alte. Ich finde das nicht lustig.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zwickernd)<br>                         Ich schon.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Konntest du denn sehen, wer<br>                         geschossen hat?<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        38     EXT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - FLASHBACK            38<br><br>               Richard MacKenzie hält seine Waffe auf Caylon gerichtet und<br>               fixiert Ihn mit todernstem Blick, sein Finger beugt sich<br>               bereits zum Abzug, als sich die Menschen um ihn herum in<br>               Bewegung setzen, ihn streifen und sich der Schuss löst.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        39     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER                        39<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erst einige Sekunden<br>                              verstreichen lassend)<br>                         Nein, es waren zu viele Leute und<br>                         ein zu großes durcheinander, wie<br>                         hätte ich da jemanden erkennen<br>                         können?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Klar. Als die nächste<br>                         Sicherheitstruppe kam hatten sich<br>                         auch bereits alle verdrückt. Wobei<br>                         man sie für das Demonstrieren<br>                         alleine auch nicht hätte festhalten<br>                         können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole?<br>                             (beat)<br>                         Hast du die ganze Zeit hier darauf<br>                         gewartet, dass ich aufwache?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (liebevoll)<br>                         Erwarte deshalb nicht gleich<br>                         zuviel.<br>                             (beat)<br>                         Irgendjemand muss dir ja auch<br>                         sagen, dass der Ausschuss von<br>                         weiteren Untersuchungen absieht.<br>                         Deine Deprogrammierung scheint<br>                         glaubhaft und da du dich auch nicht<br>                         an mehr erinnerst als Soval hätte<br>                         erfahren könnnen, können sie auch<br>                         keine weiteren Informationen<br>                         gewinnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die Tellariten haben das<br>                         zugelassen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie haben die Entscheidung<br>                         vollkommen uns überlassen. Dafür<br>                         haben sie mit Tos freie Hand. Was<br>                         man so hört, sollen sie ihn nicht<br>                         gerade zimperlich behandeln. Er<br>                         redet und der Geheimdienst versucht<br>                         an die Informationen ranzukommen.<br>                         Wie es im Flottenkommando heißt,<br>                         sind seine Angaben bisher<br>                         allerdings nicht zuverlässig<br>                         gewesen. Vermutlich ist sein Wissen<br>                         über die Pläne der Romulaner<br>                         mittlerweile veraltet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oder er denkt es sich nur aus, um<br>                         möglichst lange von Wert zu sein.<br>                         Er ist klug genug, um zu wissen,<br>                         dass es ihm dann noch schlechter<br>                         ergehen dürfte.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr gut möglich. Aber wir sollten<br>                         uns darum nicht kümmern. Du hast<br>                         größere Sorgen als die Tellariten.<br><br>               Müller wirft einen kurzen Blick auf den Monitor, auf dem sie<br>               die Nachrichten verfolgt hatte, wendet ihren Blick aber<br>               sofort ab um Caylon nicht zu verwirren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie auch immer die ganze Sache<br>                         bekannt wurde, jetzt fordern<br>                         natürlich einige Leute deinen Kopf.<br>                         Das hat es dem Auschuss nicht<br>                         leicht gemacht dich freizusprechen,<br>                         aber sie denken, du bist genug<br>                         gestraft.<br>                             (beat)<br>                         Sie ernennen dich auch wieder zum<br>                         Captain der Antares.<br><br>               Caylon betrachtet nun die ungewöhnliche Schärpe an Müllers<br>               Schulter genauer, die sie als Captain ausweist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie war denn dein erstes Kommando?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich schätze, die Crew wird froh<br>                         sein, dich wieder zu haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So schlimm kann es nicht gewesen<br>                         sein! Aber ich muss schon sagen,<br>                         dass dir Rot einfach besser steht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelt)<br>                         Bedingung der Flotte ist<br>                         allerdings, dass Fernandez dich<br>                         einmal die Woche untersucht. Man<br>                         traut ihr offensichtlich zu,<br>                         feststellen zu können, wann du ein<br>                         Risiko bist. Immerhin hat sie als<br>                         Einzige deine Programmierung<br>                         bemerkt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Sorge. Ich werde euch nicht<br>                         wieder im Stich lassen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br>        40     EXT. ERDORBIT                                           40<br><br>               Ein kleines unbedeutendes Shuttle zieht über der<br>               fantastischen Farbenpracht unseres Erdballs hinweg, auf die<br>               Antares zu, die stolz im Orbit schwebt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        41     EXT. ANTARES - HANGAR                                   41<br><br>               Die Hangartore des Schiffes öffnen sich für das kleine<br>               Gefährt, das ohne Verzögerung hineingleitet.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        42     INT. ANTARES - KORRIDOR VOR DEM HANGAR                  42<br><br>               Durch eine große doppelseitig aufschwenkende Tür treten<br>               Caylon und Müller, die nun wieder ihre alte Uniform als<br>               Chefingenieurin im Rang eines Commanders trägt, herein. Der<br>               Captain bleibt sofort schockiert stehen. Müller ergreift die<br>               rechte Hand von Caylon und klopft mit der Anderen darauf.<br><br>               KAMERA FÄHRT DEN KORRIDOR ENTLANG<br><br>               Wie die Kamera sich von den Beiden entfernt wird uns jetzt<br>               klar, was Caylon verblüfft hat: Seine gesamte Crew hat sich<br>               in Reih' und Glied zu beiden Seiten des Korridors aufgestellt<br>               und erweisen dem Captain so die Ehre seines neuen alten<br>               Kommandos.<br><br>               Der Captain beginnt abwechselnd beiden Seiten zuzunicken,<br>               aber nicht alle Crewmitglieder scheinen gleichermaßen erfreut<br>               und begeistert zu sein. Vereinzelt tauchen tuschelnde Stimmen<br>               auf.<br><br>                                   CREWMITGLIED #1 (O.C.)<br>                             (in der Ferne leise zum<br>                              Nebenmann)<br>                         Ich weiß nicht, ob das so gut ist.<br><br>               Caylon läuft an Kendall vorbei, der Ihm die Hand reicht, er<br>               ergreift sie und schüttelt sie.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Jeder hat eine zweite Chance<br>                         verdient. Wir haben unser Bestes<br>                         gegeben Ihnen zu helfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke. Vielen Dank.<br><br>                                   CREWMITGLIED #2 (O.C.)<br>                             (ebenfalls tuschelnd)<br>                         Wie sicher können wir sein, dass er<br>                         wirklich der Alte ist<br><br>               Der Captain läuft weiter und Beem erweist ihm den<br>               unverkennbaren Militärgruß der MACOs.<br><br>                                   BEEM<br>                         Für immer treu, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sagen es, James. Für immer<br>                         treu.<br><br>               In der Reihe folgen weitere seiner Senioroffiziere.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Schön, dass Sie wieder da sind.<br><br>               Noch ein Gratulant in der Reihe.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie haben viel für mich getan, und<br>                         ich werde so viel ich kann für Sie<br>                         tun, das verspreche ich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gerührt)<br>                         Ich werde sicher irgendwann darauf<br>                         zurückkommen müssen.<br><br>                                   CREWMITGLIED #3 (O.C.)<br>                         Der Romulaner haben uns schon mehr<br>                         als einmal getäuscht.<br><br>               Es geht weiter.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich bin froh, Sie wiederzusehen.<br><br>               Die Meute ist lang...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ohne Sie ist die Brücke<br>                         unvollständig, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke für den Gefühlsausbruch,<br>                         George!<br><br>                             (tiefsinnig)<br>                         Im Ernst, ich bin gerührt.<br><br>               Nachdem Caylon an seiner kompletten Crew vorbei ist,<br>               aktiviert er an ein Kommunikationspanel an der Wand, damit<br>               ihn alle in der langen Kette verstehen können. Er dreht sich<br>               zu seiner Crew, sieht sich noch einmal mit einer<br>               zwiespältigen Miene die Männer und Frauen unter seinem<br>               Kommando mit ihren ganz unterschiedlichen Meinungen über<br>               seine Taten und seine Rückkehr an, und legt einfach los eine<br>               Rede zu halten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mir ist klar, dass manch einer von<br>                         Ihnen mir noch misstraut. Und ich<br>                         kann das völlig<br>                         verstehen, hey, mir würde es nicht<br>                         anders gehen. Vertrauen wieder<br>                         aufzubauen dauert lange. Es zu<br>                         verlieren kann dagegen schneller<br>                         gehen, als man meint. Ich<br>                         kann euch wohl nur versichern, dass<br>                         es für mich nicht einfach war, das<br>                         durchzustehen. Mir fiel es selber<br>                         schwer,<br>                         mich mit dem zu arrangieren, was<br>                         ich getan habe. Aber, wie eine Frau<br>                         sagen würde, die<br>                         mir wirklich geholfen hat: Wir<br>                         kommen nach der Bibel alle in Sünde<br>                         auf die Welt. Ich denke trotzdem,<br>                         es gibt nichts unschuldigeres als<br>                         ein Baby. Wie auch immer man es<br>                         sieht, es ist wohl ohne Zweifel,<br>                         dass wir uns alle im Lauf des<br>                         Lebens unweigerlich Dinge zu<br>                         Schulde kommen<br>                         lassen. Manche Sünden werden uns<br>                         vergeben, manche nicht. Was an mir<br>                         haftet, ist natürlich eine schwere<br>                         Schuld und die ist nicht leicht zu<br>                         tragen, aber wichtig ist, dass wir<br>                         unsere<br>                         Fehler erkennen, aus ihnen lernen<br>                         und dafür versuchen die Welt ein<br>                         Stückchen besser zu<br>                         machen.<br>                         Ich kann nur sagen, dass ich wieder<br>                         in der Lage bin mich zu<br>                         kontrollieren und erkennen zu<br>                         können, was ich getan habe. Einiges<br>                         davon kann vielleicht nie wieder<br>                         gut machen. Aber ich will es so gut<br>                         ich kann versuchen. Nehmen wir uns<br>                         also das einfach gemeinsame Ziel,<br>                         die<br>                         Welt mehr als ein Stückchen besser<br>                         zu machen. Ich denke, darauf können<br>                         wir uns alle<br>                         einigen.<br>                             (beat)<br>                         Dieser Krieg ist noch nicht vorbei,<br>                         also sollten wir alle an die Arbeit<br>                         gehen. Denn wir werden irgendwann<br>                         nicht mehr sein, und was von uns<br>                         übrig bleibt, wird das sein, was<br>                         wir unseren Kindern vermachen. Und<br>                         das soll Frieden sein.<br><br>               Die gesamte Mannschaft nickt in Zuversicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke. Niemand könnte sich eine<br>                         bessere Crew wünschen. Wenn jemand<br>                         etwas in dieser Welt erreichen<br>                         kann, dann doch wir!<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">5994</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x07 - Unschuldig schuldig</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x07-unschuldig-schuldig-r5964/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52510.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0307.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x07) - "Unschuldig schuldig"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Nach der Tragödie, die zum Tod des tellaritischen Außenministers führte, stehen die Beziehungen zwischen Erde und Tellar auf des Messers Schneide. Müller, die Forrest als neuen Captain der Antares einsetzt, bleibt jedoch kein Zeit, über die Ereignisse zu reflektieren, denn das Auftauchen von Osbourne und seiner Exekutive Erde droht die Situation endgültig eskalieren zu lassen...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_50467.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50467"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50468.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50468"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50469.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50469"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50470.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50470"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50471.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50471"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50472.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50472"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50473.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50473"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50474.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50474"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50475.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50475"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50476.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50476"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_50479.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=50479"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51753.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51753"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51754.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51754"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51755.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51755"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51756.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51756"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51757.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51757"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51758.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51758"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51759.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51759"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51760.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51760"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_51761.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=51761"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                "Unschuldig schuldig"<br><br><br><br>                                        RECAP<br><br>               FADE IN:<br><br>       R01     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - KORRIDOR (3X05 "DIE R01<br>               RÜCKKEHR")<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>               Wie SEHEN einen Commander der Sternenflotte, der wie wild den<br>               Korridor entlang läuft mit einer Phasenpistole auf alles<br>               schießt, was sich ihm in den Weg stellt oder versucht ihm zu<br>               folgen.<br><br>               Sicherheitsoffiziere des Hauptquartiers haben die Verfolgung<br>               aufgenommen und feuern ihrerseits auf den Commander, treffen<br>               ihn jedoch nicht.<br><br>                                   REPORTERIN (V.O.)<br>                         Diese Szenen spielten sich vor<br>                         nicht ganz einer Stunde ab. Der<br>                         Offizier, den Sie hier im Bild<br>                         sehen hat offenbar ohne jede<br>                         Vorwarnung das Feuer im<br>                         Hauptquartier eröffnet, während er<br>                         sich in einer Konferenz befand.<br>                         Dabei wurden mehrere hochrangige<br>                         Offiziere der Sternenflotte zum<br>                         Teil lebensgefährlich verletzt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R02     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ANDERER KORRIDOR (3X05R02<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>               Sicherheitsoffiziere haben den Commander nun eingekreist. Als<br>               dieser erkennt, dass er keine Fluchtmöglichkeit mehr hat,<br>               richtet er seine Phasenpistole gegen sich selbst und drückt<br>               ab. Er bricht zusammen, die Sicherheitsoffiziere stürzen auf<br>               ihn.<br><br>                                   REPORTERIN (V.O.)<br>                         Den Sicherheitskräften des<br>                         Hauptquartiers gelang es zwar den<br>                         Angreifer zu stellen, doch dieser<br>                         richtete seine Waffe lieber gegen<br>                         sich selbst, als sich gefangen<br>                         nehmen zu lassen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R03     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ABEND (3X05 "DIER03<br>               RÜCKKEHR")<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   REPORTERIN<br>                         Es hat leider noch keine<br>                         Stellungsnahme seitens des<br>                         Hauptquartiers gegeben. Sobald wir<br>                         mehr erfahren, werden wir Ihnen<br>                         dies natürlich unverzüglich<br>                         mitteilen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R04     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") R04<br><br>               Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch. Auf seinem<br>               Computerschirm SEHEN WIR einen Bericht mit der Überschrift<br>               "STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET".<br><br>               Caylon start den Bildschirm nur an... entweder ist er nur so<br>               tief in Gedanken, oder der Inhalt des Berichtes hat ihn<br>               schwer erschüttert.<br><br>       R05     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") R05<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie sollten wissen, dass ich den<br>                         Geheimdienstbericht über den<br>                         Vorfall gelesen habe.<br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R06     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S BÜRO - FLASHBACK (3X05 "DIE R06<br>               RÜCKKEHR")<br><br>               Der Bildschirm wird schwarz. Emma blickt ihn verdutzt an.<br><br>               Dann erscheint eine persönliche Nachricht auf ihrem<br>               Bildschirm. Offenbar ein Bericht. Wir können die erste Zeile<br>               lesen: STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET. Derselbe Bericht,<br>               den wir zuvor auf Caylons Schirm sahen?<br><br>               Emma ist verwirrt. Warum schickt man ihr einen streng<br>               geheimen Bericht?<br><br>               Ein weiteres Fenster öffnet sich auf ihrem Bildschirm. In<br>               diesem erscheint ein Text: "LESEN SIE ES!!!".<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>       R07     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") -R07<br>               FORTSETZUNG<br><br>                                   FERNANDEZ (COND'T)<br>                         Ich weiß, was sich wirklich<br>                         zugetragen hat.<br><br>               Caylon reagiert darauf nicht.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Sir, warum haben Sie mir diesen<br>                         Bericht zugespielt?<br><br>               Caylon reagiert überrascht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe Ihnen keinen solchen<br>                         Bericht zugespielt, Councellor.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sir, ich--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Wegtreten, Ensign!<br><br>               Emma zuckt bei Caylons strengem Tonfall kurz kaummerklich<br>               zusammen. Dann macht sie kehrt und geht in Richtung Tür. Doch<br>               sie verlässt den Raum noch nicht. Sie dreht sich noch mal zum<br>               Captain um.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wann hatten Sie Ihren letzten<br>                         Albtraum, Captain?<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R08     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - POV PERSON - FLASHBACK (3X05R08<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>               Aus dem Blickwinkel einer unbekannten Person (nicht, dass der<br>               erfahrene Zuschauer nicht wüsste, um wen es sich hier nur<br>               handeln kann) SEHEN WIR, wie diese Person aufspringt und mit<br>               ausgestreckten Armen auf COUNCELLOR MacKENZIE losspringt. Sie<br>               lässt einen Schrei von sich<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R09     INT. ANTARES - KORRIDOR (3X01 "GEHEIMNISSE")           R09<br><br>               Man sieht Caylons Gesicht. Es ist wie eine Maske,<br>               roboterhaft, emotionslos, kalt. Dann sieht man seine Arme<br>               nach vorne gehen. Die Kamera fährt etwas nach hinten, und man<br>               erkennt im Vordergrund den Crewman, um dessen Hals Caylons<br>               Hände liegen.<br>               Der Crewman geht in die Knie, man hört sie röchelnd um Hilfe<br>               rufen, schließlich bricht sie regungslos zusammen. Die Kamera<br>               schwenkt auf das Gesicht. Es ist Lieutenant Danielle<br>               MacKenzie.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R10     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER (2X10 "FÖDERATION")    R10<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Caylons Spiegelbild verändert sich zu dem entstellten und<br>               verbrannten Angesicht des Botschafters Beringsby, das zu ihm<br>               spricht.<br><br>                                   SPIEGELBILD<br>                         Was haben Sie getan?<br><br>               Eine hallende Stimme dringt aus dem Hintergrund.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Du gehorchst nun uns.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R11     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - FORRESTS BÜRO - TAG (3X05R11<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Ich habe einige anstrengende<br>                         Gespräche mit den Tellariten<br>                         geführt.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Tellariten uns erst einmal<br>                         helfen, wird es nicht mehr dauern,<br>                         bis sich weitere Völker<br>                         anschließen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Alles natürlich nur unter der<br>                         Bedingung, dass die Tellariten<br>                         wirklich mit in den Kampf ziehen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R12     INT. VULKANISCHE BOTSCHAFT - TE'EN'G'S GEMÄCHER - ABEND (3X05R12<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Computer, stelle mir eine<br>                         abhörsichere Verbindung nach<br>                         Romulus her. Zerhackercode<br>                         Tal'Shiar 174-47/20.14.7.<br><br>               Der Computer piept bestätigend und wenige Sekunden später<br>               erscheint ein Gesicht auf dem Desktop-Viewer, welches uns<br>               bereits auf den Episoden 2x11 und 2x12 bekannt ist.<br><br>                                   TE'EN'G (CONT'D)<br>                         Toranis. Wir haben ein Problem.<br><br>       R13     INT. TAL'SHIARHAUPTQUARTIER - KOMMANDOZENTRALE (3X05 "DIER13<br>               RÜCKKEHR")<br><br>               Romor kommt hereingeschritten. Er bahnt sich seinen Weg durch<br>               die zahllosen Agenten bis hin zu einem ganz bestimmten. Es<br>               ist derjenige, den wir zu Beginn des Aktes schon auf<br>               Te'en'g's Desktop-Viewer sahen: TORANIS.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Dann nehme ich an, dass ich Caylon<br>                         aktivieren soll.<br><br>               Romor nickt ein weiteres Mal.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich möchte, dass Sie ihn auf den<br>                         Verhandlungsführer der Tellariten<br>                         ansetzen.<br><br>       R14     EXT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - SPÄTER ABEND (3X06   R14<br>               "ALLIANZEN")<br><br>               Trotz später Stunde herrscht hier reges Treiben. Zahllose<br>               Tellariten laufen umher.<br><br>               Caylon kommt aus dem Gebäude und atmet tief durch. Er<br>               schließt die Augen und legt den Kopf in den Nacken.<br><br>               Aus der Menge kommt ein Tellarite auf ihn zu: Toranis.<br><br>               Heimlich greift er in seine Tasche und holt das kleine Gerät,<br>               welches wir zuvor schon bei ihm gesehen haben, hervor.<br><br>               Caylon bemerkt das Gerät.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (neugierig)<br>                         Was haben Sie da?<br><br>               Toranis hält das kleine Gerät so, dass es Caylon sehen kann.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                             (re: Gerät)<br>                         Das hier?<br>                             (beat)<br>                         Nun, damit kann ich Sie für unsere<br>                         Zwecke rekrutieren.<br><br>               Caylon blickt ihn entsetzt an. Im selben Augenblick drückt<br>               Toranis den Knopf am Gerät.<br><br>               Caylons Gesicht wird ausdruckslos, sein Blick leer.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS (CONT'D)<br>                         Hören Sie mir jetzt genau zu,<br>                         Captain Caylon...!<br><br>       R15     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER (3X06 "ALLIANZEN") R15<br><br>               Und weiter gehts.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Und kurz vor seinem...<br>                         "Ausraster"... zeigte sich bei ihm<br>                         eine stark erhöhte Reizbarkeit.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R16     INT. ANTARES - E-DECK KORRIDOR - FLASHBACK (3X06 "ALLIANZEN")R16<br><br>               Müller und Emma vor Emmas Quartier.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Jedenfalls ist er richtig<br>                         ausgerastet. Er meinte, ich sollte<br>                         verschwinden, bevor er sich<br>                         vergisst.<br>                             (beat)<br>                         Er hat mir richtig Angst gemacht.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>       R17     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER (3X06 "ALLIANZEN") R17<br><br>               Weiter.<br><br>               Emma schreckt auf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu Fockler)<br>                         Entschuldigen Sie mich.<br><br>               Und da hat sie das Quartier auch schon verlassen.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R18     INT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - KONFERENZRAUM - MITTAGR18<br>               (3X06 "ALLIANZEN")<br><br>               (NOTE: Die folgenden kursiv geschriebenen Einstellungen<br>               spielen sich in Zeitlupe ab!)<br><br>               DER TELLARITISCHE AUSSENMINISTER<br><br>               nähert sich nun dem Konferenztisch.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               während dieser den Minister genauestens mustert.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               während Hayden und Samuels aufstehen, um den Minister zu<br>               begrüßen.<br><br>               AUF TORLAN, FERNANDEZ, MENDEZ UND CREWMAN SMITH<br><br>               während diese einige Meter hinter Caylon materialisieren.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               während die Anwesenden auf den Transport reagieren.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               der in seine Tasche greift und eine kleine Waffe daraus<br>               hervorholt, welche er auf den Außenminister abfeuert.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Der tellaritische Außenminister geht getroffen mit einem<br>               lauten Schrei zu Boden. Das Sternenflottenpersonal starrt<br>               Caylon ungläubig an. Nur Emma, Torlan und Mendez behalten die<br>               Fassung.<br><br>               Innerhalb von Sekundenbruchteilen füllt sich der Raum mit<br>               tellaritischen Sicherheitsleuten, die Caylon umzingeln und<br>               allesamt mit ihren Waffen auf ihn zielen.<br><br>               Torlan, Mendez und Beem schließen sich dem an.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schreit)<br>                         Keine Bewegung, Sir!<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               während dieser seine Waffe an seine Schläfe richtet.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN<br><br>               Sein Blick ist glasig und leer.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLONS FINGER AM ABZUG<br><br>               Die Muskeln beginnen sich langsam anzuspannen.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN<br><br>               Aus dem OFF HÖREN WIR einen Schuss.<br><br>               Caylons Augen weiten sich.<br><br>                                                          CUT TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE RECAP<br>                                          TEASER<br><br>         1     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  1<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>               Wir sind im Weltraum. Unter uns liegt Tellar. Langsam schält<br>               sich ein tellaritischer Frachter aus dem Schatten und kommt<br>               bedrohlich auf uns zu.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         2     INT. FRACHTER - TRANSPORTERPLATTFORM                     2<br><br>               Grünbläulich materialisiert sich eine Person auf der<br>               Plattform. Es ist Toranis. Als er materialisiert ist, kratzt<br>               er sich heftig im Gesicht.<br><br>                                   TORANIS<br><br>                             (zu einer Person im<br>                              Vordergrund)<br>                         Zenturion Tomek! Lassen Sie Kurs<br>                         auf mein Schiff nehmen. So<br>                         unauffällig wie möglich. Und sagen<br>                         Sie meinem Arzt, dass er alles<br>                         vorbereiten soll, um mich wieder in<br>                         mich selbst zu verwandeln. Je<br>                         früher, desto besser. Dieser<br>                         Juckreiz bringt mich noch um.<br><br>                                   TOMEK<br>                         Ich werde sofort Kurs auf unser<br>                         Schiff setzen lassen. Und Admiral<br>                         Romor erwartet ihren Bericht, Major<br>                         Toranis. Er war sehr<br>                         erwartungsvoll.<br><br>               Toranis sieht ihn zufrieden an.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Gut. Der süße Geruch des Sieges<br>                         scheint schon auf Romulus<br>                         angekommen zu sein. Danke<br>                         Zenturion, Sie haben Ihre Befehle.<br><br>               Tomek nimmt Haltung an, schlägt seine Hand auf die Brust,<br>               nickt und geht zackig ab. Toranis erwidert den Gruß und geht<br>               danach zu einem Terminal an der Wand des Transporterraums.<br><br>                                   TORANIS (CONT'D)<br>                         Computer! Subraum-Com-Link<br>                         Verbindung nach Romulus.<br>                         Zerhackercode 8/3745 Toranis.<br>                         Maskierung und Umleitung über Com<br>                         Boje 678-43.<br><br>               Einige Sekunden vergehen, dann, zunächst verrauscht, dann<br>               klar, erscheint Romor auf dem Schirm.<br><br>                                   ROMOR (ON SCREEN)<br>                         Toranis. Gut sehen Sie sie aus. Hat<br>                         sich ihr Ausflug nach Tellar<br>                         bezahlt gemacht?<br><br>                                   TORANIS<br>                             (emotionslos)<br>                         Der Auftrag wurde erfolgreich<br>                         ausgeführt, Admiral. Die primäre<br>                         Zielperson ist tot, unser Schläfer<br>                         dürfte schnell folgen, wenn er<br>                         nicht schon tot ist. Ein<br>                         Kriegseintritt der Tellariten ist<br>                         nun mehr als unwahrscheinlich.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Das sind gute Nachrichten. Es ist<br>                         dann nur noch eine Frage der Zeit,<br>                         bis wir diesen Krieg erfolgreich<br>                         beenden werden.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Ich bin sicher, Admiral, dass Sie<br>                         ihre Aufgabe vorbildlich lösen<br>                         werden.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Das werde ich, Toranis. Und wenn es<br>                         soweit ist, werden wir mit einem<br>                         Glas Ale darauf anstoßen.<br><br>               AUF DEN BILDSCHIRM<br><br><br><br>                                       ENDE TEASER<br>                                          AKT I<br><br>         3     INT. TELLAR -  LEICHENHALLE                              3<br><br>               Wir befinden uns in einer Leichenhalle. Das Licht wirkt<br>               künstlich und unreal, die Wände sind karg und gefliest. In<br>               einer Wand sind Kühlbehälter integriert. Mitten im Raum steht<br>               eine Liege auf der mit einem Tuch bedeckt eine menschliche<br>               Gestalt liegt. Auf das Tuch ist ein Sternenflottenemblem<br>               aufgedruckt. Vor der Liege stehen Müller, Torlan, Beem,<br>               Mestral und Tschernovsky. Alle wirken verwirrt und verstört.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (fast abwesend)<br>                         Mittlerweile ist es schon fast drei<br>                         Stunden her und ich kann das alles<br>                         immer noch nicht begreifen.<br><br>               Sie guckt in die Runde. Die Augen der anderen signalisieren,<br>               dass es ihnen ähnlich geht.<br><br>                                   BEEM<br>                             (fast flüsternd)<br>                         Ausgerechnet er.<br><br><br>               Es entsteht eine kurze Pause<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mein Verstand sagt mir, dass es<br>                         unlogisch ist, dass wir uns<br>                         Vorwürfe machen. Wenn er wirklich<br>                         programmiert wurde, wie der<br>                         Councellor meint, dann konnte<br>                         höchstwahrscheinlich niemand etwas<br>                         merken. Aber in diesem Moment...<br><br>               Er stockt...<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         ... merke ich mehr denn je, dass<br>                         ich doch zu 7/8 ein Mensch bin.<br><br>               Beem klopft ihm auf die Schulter, worauf Mestral unbeholfen<br>               reagiert. Torlan nickt ihm verständnisvoll zu. Müller guckt<br>               weiterhin entsetzt auf den Sarg.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (tonlos)<br>                         Sie wüssten gar nicht, was ich im<br>                         Moment dafür geben würde, meinen<br>                         Schmerz einfach wie ein Vulkanier<br>                         wegwischen zu können. Erst mein<br>                         Vater, dann mein Bruder, und nun...<br><br>               Sie zögert.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Es scheint, als wenn jedes Jahr mir<br>                         einen weiteren Verlust bringt....<br><br>               Eine Pause entsteht. Die anderen Crewmitglieder gucken Müller<br>               aufgrund dieses Gefühlsausbruches fast verlegen an.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (traurig zu sich selbst)<br>                         Für mich bleibt einfach nur diese<br>                         lähmende Ungewissheit, ob ich ihm<br>                         nicht doch hätte helfen können,<br>                         wenn die Dinge anders gekommen<br>                         wären.<br><br>               Wir sehen Müllers Gesicht aus der Nähe, dann nur noch ihre<br>               Augen. Tränen sind in diesen.<br><br>         4     INT. TELLAR - EIN KONFERENZRAUM                          4<br><br>               Wut. Streit. Zwei Tellariten auf der einen, zwei Menschen,<br>               Forrest und Samuels, auf der anderen.<br><br>                                   TELLARITE<br>                         Nur meiner Führsprache haben Sie es<br>                         zu verdanken, dass sie hier noch<br>                         erwünscht sind, Admiral. Hätte ihr<br>                         Captain Archer vor Jahren nicht so<br>                         Großes für unser Volk geleistet,<br>                         dann hätten wir ihr Schiff schon<br>                         längst zerstört und euch haarlosen<br>                         Pordocks ins All geschleudert.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Und dafür sind wir Ihnen sehr<br>                         dankbar, Flottenführer Nak. Denn,<br>                         wie der Admiral es Ihnen erläutert<br>                         hat, sind wir alle Opfer einer<br>                         perfiden Verschwörung.<br><br>               Der andere Tellarite tritt hinter dem Schreibtisch, hinter<br>               dem er steht, hervor:<br><br>                                   TELLARITE<br>                         Aber beweisen kann ihr Volk das<br>                         nicht, Botschafter.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Minister Shok, im Moment können wir<br>                         das in der Tat nicht. Aber die<br>                         Berichte über den Vorfall in<br>                         unserem Hauptquartier...<br><br><br>                                   SHOK<br>                         ...können auch von ihrem<br>                         schleimbeuteligen Volk gefälscht<br>                         worden sein.<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (ratlos wirkend)<br>                         Minister...<br><br>               Der Minister macht eine Handbewegung, mit der er Samules<br>               signalisiert, zu schweigen.<br><br>                                   SHOK<br>                         Ich möchte Ihnen glauben,<br>                         Botschafter, denn Sie sind ein<br>                         Ehrenmann. Und ihre Rasse mag<br>                         vielleicht nicht die klügste sein,<br>                         aber diese Tat ist so dermaßen<br>                         dumm, dass ich es nicht glauben<br>                         mag, dass sie von ihrer Regierung<br>                         geplant sein könnte. Dennoch werde<br>                         ich keinen Millimeter von unseren<br>                         Forderung abweichen, ich kann es<br>                         auch aufgrund meiner Verantwortung<br>                         gegenüber meiner Rasse nicht. Nur<br>                         wenn Sie sie ohne Einschränkungen<br>                         erfüllen, werden wir weiteren<br>                         Verhandlungen zustimmen.<br><br>               Forrest, der bisher nur zugehört hat, schnellt einen Schritt<br>               nach vorne.<br><br>                                   FORREST<br>                             (dazwischengehend)<br>                         Und ich sage Ihnen erneut, wir<br>                         können dem nicht zustimmen. Die<br>                         Sternenflotte wird nicht...<br><br>               Samuels dreht sich abrupt zu Forrest<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (mit Nachdruck)<br>                         Sie wird Admiral.<br><br>                                   FORREST<br>                             (gereizt)<br>                         Nathan, Sie haben nicht das Recht<br>                         mir...<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (leise und nachdrücklich)<br>                         Verdammt Max, wollen sie alles<br>                         kaputt machen, was ich erreicht<br>                         habe? Es bleibt uns keine Wahl. Und<br>                         Sie wissen doch eh nicht, ob es<br>                         überhaupt noch eine Rolle spielt.<br><br>               Nach einigen Sekunden nickt Forrest. Wenig überzeugt guckt er<br>               Samules an.<br><br>                                   SAMUELS (CONT'D)<br>                             (zu Shok)<br>                         Wir werden Ihren Forderungen<br>                         nachkommen, Minister.<br><br>                                   SHOK<br>                         Gut. Was anderes hätte ich Ihnen<br>                         auch nicht geraten, Mensch.<br><br>               In diesem Moment kommt ein tellaritischer Offizier herein. Er<br>               geht zu Nok und flüstert ihm etwas ins Ohr. Dann verlässt er<br>               den Raum. Nok wendet sich an die anderen, die diese Szene<br>               schweigend verfolgen.<br><br>                                   NOK<br>                         Ich denke, ich habe gute<br>                         Nachrichten. Vielleicht können Sie<br>                         doch noch ihre Behauptungen<br>                         beweisen, Menschen. Und wenn nicht,<br>                         dann können wir die begangene<br>                         Schuld doch noch sühnen.<br><br>               Forrest guckt Samuels todernst an.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         5     INT. TELLAR - LEICHENHALLE                               5<br><br>               Die gleichen Crewmitglieder der Antares wie eben stehen<br>               wortlos vor dem Sarg. Plötzlich erscheint Miller in der Tür.<br>               Sie wirkt erschöpft, ihr Chirurgenkittel ist mit Blut<br>               verschmiert. Doch in ihren Augen zeigt sich Erleichterung.<br>               Die Crew guckt sie fragend an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was ist mit ihm, Doc?<br><br>               Miller nickt leicht.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich hätte nicht gedacht, dass wir<br>                         ihn retten können, aber er war<br>                         stark, sehr stark. Und der Schuss<br>                         verfehlte die Herzumgebung zu Glück<br>                         knapp.<br><br>               Geräusche werden hörbar. Das Bild geht in ein anderes über.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         6     INT. TELLAR -  VERSAMMLUNGSHALLE                         6<br><br>               Die folgenden Szenen sind in Zeitlupe:<br><br>               Wir sehen die Augen von Caylon: Groß, leer, starr.<br><br>                                   FERNANDEZ (O.S.)<br>                             (sehr verlangsamt und<br>                              verzerrt)<br>                         Tun Sie es nicht Captain!<br><br>               Wir sehen nun den Finger, wie er sich am Abzug krümmt. Wir<br>               hören einen Schuss aus dem Off.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. TELLAR - VERSAMMLUNGSHALLE                          7<br><br>               Wir sehen die gleiche Szene noch einmal, nur von weitem,<br>               wieder verlangsamt. Wir sehen Caylon, wie er mit der Waffe an<br>               der Schläfe im Raum steht. Sein Finger beginnt, sich zu<br>               krümmen. Im Hintergrund sieht man, wie ein Tellarite seine<br>               Waffe hebt und abdrückt. Eine blaue Kugel ionisierter Materie<br>               tritt aus der Waffe aus, trifft Caylon von hinten an der<br>               Schulter und scheint fast durch den Körper zu gehen. Seine<br>               Kleidung färbt sich an der Brust schwärzlich. Ein Ruck geht<br>               durch seine Glieder. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt,<br>               während er in die Knie geht. Dabei, als wenn eine unbekannte<br>               Kraft seine Hand mit der Waffe hält, bleibt sein Arm oben.<br>               Die Waffe zeigt mehr und mehr zur Decke, während der Finger<br>               seine Bewegung fortsetzt. Ein roter Phasenstrahl wird<br>               ausgelöst, der die Decke trifft und dort ein großes schwarzes<br>               Brandloch hinterlässt. Die Waffe rutscht ihm aus der Hand,<br>               während Caylon, nun auf den Knien, aus glasigen Augen seine<br>               Kameraden anstarrt. Schließlich  fällt sein Körper nach vorne<br>               über und knallt dumpf auf den Boden. Crewman Jason Smith<br>               eröffnet reflexartig das Feuer auf den Tellariten, der<br>               geschossen hatte, verfehlt diesen aber. Zwei andere<br>               Tellariten heben die Waffen und schießen als Reaktion den<br>               Crewman nieder. Im gleichen Moment hebt Forrest die Arme und<br>               versucht beiden Seiten zu signalisiert, nicht zu feuern. Doch<br>               die Crew der Antares macht dazu keine Anstalten. Stattdessen<br>               blicken alle mit sichtbarem Entsetzen auf das Bild des<br>               Grauens. Auf Frederick Caylon, der mit einer blutenden<br>               Brandwunde im Rücken auf dem Boden liegt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         8     INT. TELLAR - LEICHENHALLE                               8<br><br>               Wir sehen die alte Szene. Die Crewmitglieder atmen sichtbar<br>               auf.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und was wir nun aus dem Captain?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich weiß nicht. Sie haben ihn erst<br>                         einmal ruhig gestellt.<br><br>               In diesem Moment sehen wir, wie im Hintergrund eine Liege von<br>               bewaffneten Tellariten vorbei geschoben wird. Auf ihr liegt<br>               Frederick Caylon.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das heißt, er bleibt hier?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich denke, sobald es ihm besser<br>                         geht, wird er in ein Gefängnis<br>                         gebracht. So wie es aussieht,<br>                         wollen sie ihn hier vor Gericht<br>                         stellen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das wird der Admiral nicht<br>                         zulassen.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (ernst)<br>                         Der Admiral wird einen Krieg<br>                         vermeiden wollen.<br><br><br>               Nachdenklich blickt Beem erst zu Müller, dann auf Caylon.<br>               Auch die anderen gucken dem Captain, der langsam aus ihrem<br>               Blickfeld entschwindet, nach.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               Wir sehen Caylons regungsloses Gesicht.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                        ENDE AKT I<br>                                          AKT II<br><br>         9     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                              9<br><br>               Die Antares gleitet über Tellar. Aber nicht allein. Links und<br>               rechts schweben tellaritische Kreuzer.<br><br>        10     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         10<br><br>               Die Stammcrew plus Councellor Fernandez sitzen am Tisch und<br>               hören Forrest zu.<br><br>                                   FORREST<br>                         Es war knapp. Verdammt knapp. Die<br>                         Tellariten haben bereits schon<br>                         Großalarm ausgelöst. Und das Opfer<br>                         war ein perfektes Ziel. Der<br>                         Außenminister war sehr beliebt und<br>                         galt als aussichtsreichster<br>                         Kandidat für den Posten als<br>                         Premierminister. Und er war ein<br>                         Skeptiker bezüglich des<br>                         Kriegseintritts.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was ist mit den Verhandlungen?<br><br>                                   FORREST<br>                         Die gehen erst einmal weiter.<br><br>               Murmeln wird laut und Erleichterung macht sich breit.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Nathan Samuels hat ein Wunder<br>                         vollbracht. Die Tellariten sind<br>                         bereit, uns weiter zuzuhören und<br>                         uns eine Chance zu geben, eine<br><br>                         Beteiligung der Romulaner<br>                         nachzuweisen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (dazwischenredend)<br>                         Und was ist mit dem Captain?<br><br>               Stille<br><br>                                   FORREST<br>                             (Bemüht ungerührt)<br>                         Der wird bleiben.<br><br>               Stille, dann Gemurmel.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir liefern ihn aus? Die werden ihn<br>                         umbringen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Der Premierminister hat seine<br>                         Bereitschaft zu einer ausgiebigen<br>                         Untersuchung erklärt. Aber hier auf<br>                         dem Planeten. Außerdem hat Captain<br>                         Caylon ein Mord gegen einen<br>                         Tellariten begangen. Da bleibt uns<br>                         diplomatisch nicht viel Spielraum.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Bei allem Respekt, Sir. Alle<br>                         Indizien sprechen dafür, dass der<br>                         Captain programmiert wurde und<br>                         seine Tat nicht bewusst begangen<br>                         hat. Wenn wir ihn von der<br>                         Programmierung befreien...<br><br>                                   FORREST<br>                             (streng)<br>                         Können Sie das wirklich beweisen,<br>                         Ensign? können Sie den Tellariten<br>                         garantieren, dass man Caylon wieder<br>                         deprogrammieren kann, dass er nicht<br>                         unwiderruflich ein Killer der<br>                         Romulaner geworden ist, den man am<br>                         besten töten sollte. Können Sie<br>                         das?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (leise)<br>                         Im Moment leider nicht...<br><br>                                   FORREST<br>                         Glauben Sie mir, ich bin alles<br>                         andere als glücklich mit der Lage.<br>                         Mir ist sehr bewusst, dass dem<br>                         Captain die Todesstrafe droht. Aber<br>                         wir müssen an das Wohl der Erde<br>                         denken, daran, dass dieser Konflikt<br>                         sich noch ausweitet. Und das...<br>                             (beat)<br>                         ...bedeutet für sie alle leider<br>                         auch, dass sie in 3 Stunden das<br>                         System verlassen. Die Antares wird<br>                         zum Außenposten 8 fliegen, wo sie<br>                         weitere Instruktionen von Admiral<br>                         Black erhalten wird.<br><br>               Gemurmel wird wieder laut.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir. Bitte!<br><br>                                   FORREST<br>                         Es tut mir leid, Commander. Aber<br>                         die Tellariten verlangen, dass die<br>                         Antares das System verlässt.<br>                         Man befürchtet, dass Sie, nun...,<br>                         dass Sie den Captain befreien<br>                         könnten. In drei Stunden wird ihr<br>                         Schwesterschiff, die "Skorpion"<br>                         eintreffen. Dann ist für Sie die<br>                         Mission vorbei.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Dann lassen Sie mich zumindest<br>                         einen Wachtrupp abstellen, Admiral.<br>                         Wir wissen doch, dass bei Fällen<br>                         dieser Art sich oft ein<br>                         "Freiwilliger" findet, der der<br>                         Regierung die Drecksarbeit abnimmt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Abgelehnt. Wir müssen den<br>                         Tellariten vertrauen. Wohl oder<br>                         übel.<br><br>                             (beat)<br>                         Commander Müller<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja.<br><br>                                   FORREST<br>                         Bis auf weiteres erhebe ich Sie in<br>                         den Rang eines Captains und<br>                         übertrage Ihnen das Kommando über<br>                         die Antares. In Anbetracht der<br>                         Personallage in der Flotte und der<br>                         leider nicht zu erwartenden<br>                         Rückkehr Captain Caylons in<br>                         absehbarer Zeit dürfte diese<br>                         Beförderung allerdings permanenter<br>                         Natur sein. Wären die Umstände<br>                         nicht so bedauerlich, wären jetzt<br>                         Glückwünsche angebracht. Aber ich<br>                         denke, Sie verzeihen mir, dass ich<br>                         darauf verzichte.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Captain Müller. Sie sind mir<br>                         verantwortlich für die exakte<br>                         Umsetzung meiner Befehle. In drei<br>                         Stunden ist die Antares auf den Weg<br>                         zum Außenposten 8. Verstanden?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut. Wegtreten. Councellor<br>                         Fernandez, sie bleiben!<br><br>               Fernandez guckt den Admiral skeptisch an, während der Rest<br>               der Führungscrew den Raum verlässt. Alle wirken sichtbar<br>               verunsichert.<br><br>               Als alle den Raum verlassen haben, wendet sich Forrest an<br>               Emma.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Sie sagten eben, man könnte Caylon<br>                         deprogrammieren. War das eine<br>                         Vermutung, ein Fakt oder nur eine<br>                         Hoffnung?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (skeptisch)<br>                         Ehrlich gesagt, Sir, nur eine<br>                         Hoffnung. Ich weiß es nicht, ob es<br>                         möglich ist. Der Schutz der<br>                         Programmierung ist sicher stark.<br>                         Ehrlich gesagt fürchte ich, dass<br>                             (beat)<br>                         Lieutenant MacKenzie diesem bereits<br>                         zum Opfer fiel.<br><br>                                   FORREST<br>                             (geschockt)<br>                         Sie meinen, Frederick Caylon ist<br>                         auch ihr Mörder?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Vielleicht nicht bewusst. Aber er<br>                         hat mir mehrfach von Träumen<br>                         berichtet, in denen er den<br>                         Lieutenant ermordet hat. Ich<br>                         fürchte das waren Reflexionen<br>                         seiner eigenen Taten als Schläfer.<br><br>                                   FORREST<br>                         Oh, mein Gott.<br><br>               Ein Moment lang starrt der Admiral schweigend ins All raus.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (leise)<br>                         Ich frage mich wirklich, ob der<br>                         Mann da unten überhaupt noch<br>                         Frederick Caylon ist.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sir. Das können wir nur<br>                         herausfinden, wenn die Tellariten<br>                         uns Zugang zu ihm gewähren.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Da haben Sie recht. Ich werde<br>                         Samuels bitten, dass er sich darum<br>                         kümmert. Und bis Personal vom HQ<br>                         kommt, Councellor, werden Sie sich<br>                         um Captain Caylon kümmern. Ich<br>                         werde mich persönlich um eine<br>                         Zugangserlaubnis für Sie bemühen.<br><br>               Emma nickt und atmet tief durch.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Apropos Zugangserlaubnis. Die haben<br>                         Sie sicher nicht gehabt, als Sie im<br>                         Sternenflottennetzwerk<br>                         "recherchiert" haben. Im Sinne der<br>                         Sache ist das vergessen, aber noch<br>                         so ein Ding, Ensign, und Sie<br>                         fliegen achtkantig aus der Flotte<br>                         und zwar MIT Commander Torlan, wenn<br>                         er Ihnen erneut hilft. Verstanden?!<br><br>               Emma schluckt und nickt, ohne was zu sagen.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Trotzdem aber gute Arbeit, Ensign.<br>                         Sie dürfen wegtreten.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        11     INT. ANTARES - GANG                                     11<br><br>               Wir sehen Tschernovsky von vorne. Von hinten nähert sich<br>               Beem, offensichtlich mit dem Vorhaben, den Ensign einzuholen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Darius!<br><br>               Tschernovsky fährt erstaunt rum. Das Beem ihn beim Vornamen<br>               ruft, scheint ihn zu verwirren.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (unbeholfen)<br>                         Ähm, ja, was kann ich tun...<br>                             (beat)<br>                         Lieutenant<br><br>                                   BEEM<br>                         Jim im Moment, Darius. Wir müssen<br>                         reden. Wir alle.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Jetzt? Ich muss die Schicht von<br>                         Ostrowski übernehmen. Sie fliegt<br>                         gerade Material nach unten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn es irgendwie geht, dann lassen<br>                         sie sich kurz vertreten. In einer<br>                         Stunde wollen wir uns in der Messe<br>                         treffen. Mendez und Kendall haben<br>                         zugesagt, Torlan meint, er müsse<br>                         noch kurz was erledigen, dann käme<br>                         er auch. Was mit Mestral ist, weiß<br>                         ich noch nicht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß nicht...<br><br>                                   BEEM<br>                         Kommen Sie. Es wäre uns allen<br>                         wichtig, wenn alle aus unserer<br>                         Runde mit dabei wären.<br><br>               Tschernovsky atmet tief durch. Dann nickt er.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Super Darius. Ich freue mich. Wir<br>                         sehen uns.<br><br>               Beem eilt davon und lässt einen überraschten Tschernovsky<br>               zurück. Der geht weiter uns stößt eine Ecke später auf<br>               Müller, nun in der Uniform eines Captains, die den Gang<br>               entlang eilt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (grüßend)<br>                         Ensign.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Commander, äh, verdammt Captain.<br><br>               Mit einem Hundeblick guckt er Müller an. Die lächelt kurz.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Macht nichts. Ich hätte es nicht<br>                         mal bemerkt.<br><br>               Dann eilt sie weiter.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - GANG VOR FERNANDEZ QUARTIER              12<br><br>               Wir sehen Fernandez, die sich ihrer Tür nähert. Sie wirkt<br>               nachdenklich.<br><br>                                   MÜLLER (O.S.)<br>                         Councellor!<br><br>               Fernandez fährt herum und blickt auf Müller, die vor ihr<br>               stehen bleibt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Comm... Captain, Verzeihung, Ma'am<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ging bisher JEDEM so. Haben Sie ein<br>                         paar Sekunden Zeit.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Natürlich. Kommen Sie rein.<br><br>               Fernandez und Müller gehen in das Quartier.<br><br><br>        13     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER - FORTSETZUNG       13<br><br>               Ein großer, unaufgeräumter Schreibtisch, ein ebenso<br>               unaufgeräumtes Bett und eine Vielzahl von Dekostücken, kurz,<br>               das Chaos.<br><br>                                   FERNANDEZ<br><br>                             (ungewohnt verlegen)<br>                         Ähm, normalerweise...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ist schon okay. Ich bin privat auch<br>                         nicht unbedingt die Ordentlichste.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (überrascht)<br>                         Sie? Sie gelten im Maschinenraum<br>                         doch als Perfektionistin.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Arbeit ist Arbeit, Schnaps ist<br>                         Schnaps sagen wir Deutschen.<br>                         Allerdings ist mir ein Rätsel, wie<br>                         Sie und Katherine sich anfreunden<br>                         konnten. Waren Sie schon mal in<br>                         Ihrem Quartier?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (trocken)<br>                         Steril.<br><br>               Müller kichert. Für einen Moment sind beide zwei Frauen, die<br>               gut miteinander klarkommen. Dann wird Müller wieder förmlich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber nun zu Sache, Ensign. Es geht<br>                         um den Captain. Ehrlich gesagt...<br><br>               Sie zögert<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         ... hat mich die Bemerkung des<br>                         Admirals, ob der Captain noch der<br>                         Captain ist, verwirrt. Ich...<br><br>               Fernandez nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich verstehe. Aber ich weiß es im<br>                         Moment auch nicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber sie fliegen runter, Ensign. Es<br>                         wäre für uns alle wichtig, wenn Sie<br>                         versuchten, es rauszufinden.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sicher. Aber ich denke, es ist vor<br>                         allem für Sie wichtig.<br><br>               Müller schreckt zurück.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was meinen Sie damit?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie standen dem Captain lange sehr<br>                         nahe. Und jetzt müssen Sie ihm in<br>                         dieser Lage nachfolgen, mit dem<br>                         Gefühl, dass zwischen ihnen nichts<br>                         geklärt war.<br><br>               Müller verliert die Fassung.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hören Sie, Ensign. Lassen Sie mich<br>                         da raus. Klar ist es hart, nach<br>                         allem was gewesen ist, jetzt damit<br>                         klar zu kommen. Aber bitte<br>                         versuchen Sie nicht, MICH zu<br>                         therapieren, wenn ich SIE um was<br>                         bitte.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Verzeihen Sie, Captain, es war<br>                         nicht meine Absicht. Ich werde mich<br>                         darum kümmern, aber vergessen Sie<br>                         bitte nur eines nicht:<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (kalt)<br>                         Was?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Jedem an Bord geht es ähnlich. Nur<br>                         sind Sie jetzt in der Pflicht, die<br>                         Crew zu führen. Und das bedeutet,<br>                         dass Sie für ihre  eigenen Gefühle<br>                         im Moment wenig Zeit haben.<br><br>               Müller guckt Sie nüchtern an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das weiß ich sehr wohl selbst.<br><br>               Müllers Züge entspannen sich<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Aber ich weiß zu schätzen, dass Sie<br>                         mir helfen wollen. Vergessen Sie<br>                         einfach meine Reaktionen eben. Sie<br>                         berufen sich ja gerne darauf, dass<br>                         sie Spanierin sind. Nun, ich bin<br>                         Deutsche und wir offenbaren unsere<br>                         Probleme nicht immer gleich jedem<br>                         ohne Weiteres.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ironisch)<br>                         Spanier auch nicht. Sie reden nur<br>                         mehr.<br><br>               Müller nickt und verlässt den Raum. Fernandez atmet tief<br>               durch. Dann geht sie an ihren Schreibtisch und aktiviert den<br>               Terminal. Sie ruft Caylons Akte auf und liest ein paar<br>               Sekunden. Plötzlich guckt sie irritiert in Richtung Ihrer<br>               Duschkabine auf. Die Kamera schwenkt auf die Tür und wir<br>               sehen dort eine Person stehen. Es ist William Osbourne!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ensign Fernandez.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wer zum Teufel sind Sie? Wenn Sie<br>                         nicht sofort verschwinden, rufe ich<br>                         die Sicherheit.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (gespielt verletzt)<br>                         Und ich dachte, ich hätte<br>                         mittlerweile einen höheren<br>                         Bekanntheitsgrad.<br><br>               Jetzt, wo Osbourne mehr ins Licht kommt, scheint Emma sich zu<br>               erinnern.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich habe Ihr Gesicht schon mal<br>                         gesehen. Aus Berichten über die<br>                         Exekutive Erde. Sie sind William<br>                         Osbourne.<br><br>               Osbourne klatscht in die Hände.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Richtig, Ensign.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was wollen Sie?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ihre Hilfe.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zynisch)<br>                         Doch nicht etwa eine Beratung? Dann<br>                         muss ich sie enttäuschen. Ich mache<br>                         keine Hausbesuche.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie haben Zugang zu Captain Caylon.<br><br>               Fernandez wirkt erstaunt.<br><br>                                   OSBOUNRE<br><br>                         Das heißt ja. Dann nehmen Sie das<br>                         hier mit.<br><br><br>               Er reicht ihr eine Standard-Umhängetasche der Sternenflotte,<br>               wie sie für Kleidung und Ausrüstung verwendet wird.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was ist da drin?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ein paar Kleidungsstücke, ein Buch,<br>                         Sachen. Nichts von Bedeutung.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nein. Man wird Sie sorgfältig<br>                         kontrollieren, bevor Sie zum<br>                         Captain dürfen. Allerdings hat die<br>                         Sicherheit der Tellariten einen<br>                         Schwachpunkt: Auf dem Weg zur Zelle<br>                         sind Sie unbeobachtet und ohne<br>                         Begleitung. Anders als die Antares<br>                         können wir dort unbemerkt etwas<br>                         kleines hineinbeamen, leider<br>                         allerdings nicht in die Zelle, die<br>                         ein Störschild sichert.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was hineinbeamen?<br><br>               Osbourne hält die Tasche hoch.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Eine Tasche, die wie diese<br>                         aussieht. Aber mit einem<br>                         entscheidenden Unterschied. In ihr<br>                         ist ein Schilddisruptor. Diesen<br>                         platzieren Sie einfach in der<br>                         Zelle, indem Sie die Tasche<br>                         zurücklassen.<br>                         Unter dem Vorwand, dass Sie dem<br>                         Captain frische Kleidung und<br>                         Lektüre bringen. Sobald Sie weg<br>                         sind, deaktiviert der Disruptor die<br>                         Abschirmung der Zelle und wir<br>                         beamen den Captain raus.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (lachend)<br>                         Sie glauben also, dass ich dafür<br>                         sorge, dass der Captain<br>                         ausgerechnet Ihnen in die Hände<br>                         fällt? Nebenbei löse ich einen<br>                         Krieg aus und wandere selbst bei<br>                         den Tellariten in den Knast, da man<br>                         sich sicher fragen wird, warum der<br>                         Disruptor in einer Tasche wie die,<br>                         die ich mitgebracht habe, da so<br>                         rumsteht. Was war noch einmal das<br>                         Argument, warum ich das tun soll?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Es gibt gleich drei Gründe, warum<br>                         Sie uns helfen sollten, Ensign.<br>                         Erstens: Wir können Caylon<br>                         therapieren, Sie und die<br>                         Sternenflotte wahrscheinlich nicht,<br>                         selbst wenn man Sie lässt.<br>                         Zweitens: Wir werden alle Schuld<br>                         auf uns nehmen, indem wir uns kurz<br>                         enttarnen. Und die Taschen<br>                         vertauschen wir wieder. So sind Sie<br>                         und die Sternenflotte draußen, aber<br>                         Caylon ist sicher. Drittens: Wir<br>                         werden Caylon zurückbringen und<br>                         zwar mit einem Beweis für seine<br>                         Unschuld.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Warum sollte ich Ihnen das alles so<br>                         glauben? Ihr Anliegen ist die<br>                         Isolation der Erde. Da wäre ein<br>                         Scheitern des Bündnisses doch nur<br>                         in Ihrem Sinne.<br><br>                                   OSBOURNE<br><br>                         Zu kurz gedacht, Ensign. Die<br>                         Allianz ist im Moment von Vorteil,<br>                         weil Sie einen Sieg gegen die<br>                         Romulaner ermöglich. Und je stärker<br>                         Sie ist, desto besser. Wie heißt es<br>                         so schön: Der Feind Deines Feindes<br>                         ist Dein Freund. Und Allianzen<br>                         können natürlich wieder zerfallen,<br>                         sobald sie ihren Zweck erfüllt<br>                         haben.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Mag sein, dass ich das glauben<br>                         kann. Denn so verrückt sind Sie ja<br>                         nicht. Aber wieso sollten gerade<br>                         nur Sie Caylon deprogrammieren<br>                         können.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sagen wir, wir haben deshalb die<br>                         besten Chancen, da wir ein Ass im<br>                         Ärmel haben. Einen Vulkanier, der<br>                         die Romulaner kennt und uns nun<br>                         helfen will.<br><br>               Fernandez Miene zeigt, dass sie versteht, was er meint.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Auf der Erde hat es fast schon<br>                         funktioniert.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (überrascht)<br>                         Sie waren das?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ja. Leider gab es Probleme. Aber<br>                         ich denke, die haben wir jetzt<br>                         gelöst.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie denken?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Natürlich können wir keine Garantie<br>                         geben, aber wenn er irgendwo eine<br>                         Chance hat, dann bei uns. Das<br>                         dürften Sie wissen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und warum bieten Sie ihre Hilfe<br>                         dann nicht offiziell an?<br><br>               Osbourne schüttelt den Kopf.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (suggestiv)<br>                         Sie meinen also, man würde uns<br>                         lassen?<br><br>               Fernandez schüttelt den Kopf.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Eben. Sie haben nun zwei<br>                         Möglichkeiten: Sie helfen uns nicht<br>                         und vertrauen darauf, dass die<br>                         Tellariten jemanden an Caylon<br>                         ranlassen und dass dieser jemand<br>                         ohne Erfahrung und Ahnung Caylon<br>                         deprogrammieren kann. Ich denke,<br>                         Sie als Experte können die Chancen<br>                         dieser Variante realistisch<br>                         einschätzen. Oder Sie vertrauen<br>                         uns.<br><br><br>               Emma guckt Osbourne skeptisch, aber sichtbar unsicher an.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Sehen sie es so. Wir werden den<br>                         Captain nicht töten, jedenfalls<br>                         nicht mit Absicht. Also, wie lautet<br>                         ihre Entscheidung?<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT II<br>                                         AKT III<br><br>        14     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   14<br><br>               Auf der Brücke sind kaum bekannte Gesichter. Ensign Chantal<br>               D'Ville, eine wissenschaftliche Offizierin, besetzt das<br>               Steuer, Lieutenant JrGrd Charles S. Davis (zuletzt gesehen in<br>               1x07 Machtlos), die Taktik, einige andere NDs andere Posten.<br>               Mestral arbeitet an seiner Konsole, Torlan steht gerade auf,<br>               um seinen Posten an einen Ensign zu übergeben. In diesem<br>               Moment betritt Müller die Brücke. Sie bleibt verblüfft stehen<br>               und starrt aufs Steuer.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu D'Ville)<br>                         Was ist hier los? Wieso sitzen Sie<br>                         am Steuer?<br><br>                                   D'VILLE<br>                             (etwas genervt)<br>                         Das frage ich mich auch. Im Ernst<br>                         Comm..., verzeihen Sie Ma'am,<br><br>                         Captain. Yana, also Ensign<br>                         Ostrowski, soll Material<br>                         herunterfliegen. Ensign<br>                         Tschernovsky, der die Schicht<br>                         hätte, hat ein dringendes Geschäft<br>                         und bat mich, kurz auszuhelfen, da<br>                         Ensign Raimes gerade den Councellor<br>                         runterbeamt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (etwas ruhiger)<br>                         Ein dringendes Geschäft also? Danke<br>                         Ensign, dass sollte auch kein<br>                         Vorwurf sein.<br><br>               Sie guckt einen Moment in die Runde. Torlan und Mestral<br>               bleiben regungslos.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Hat mir irgendjemand etwas zu<br>                         sagen?<br><br><br>               Torlan senkt die Fühler und guckt sie an.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das hat nichts mit Ihnen zu tun,<br>                         Captain. Die Lage ist einfach für<br>                         uns alle verwirrend und wir<br>                         dachten, es wäre das Beste, wenn<br>                         wir uns darüber aussprechen, noch<br>                         bevor wir hier weg müssen.<br><br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich glaube, ich verstehe ganz gut,<br>                         was sie meinen, Commander: Die<br>                         Männerrunde. Aber warum fragt mich<br>                         keiner, ob es okay ist?<br><br>               Torlan senkt erneut die Fühler.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ein Stunde, dann sind alle wieder<br>                         hier. Sagen Sie das auch Darius.<br>                         Mit einem schönen Gruß von mir.<br><br>               Torlan nickt und geht zur Tür. Dann blickt er zu Mestral, der<br>               unschlüssig sitzen bleibt und Müller anblickt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist okay George. Gehen Sie<br>                         ruhig. Der Ensign und ich kommen<br>                         hier schon klar.<br><br>               Torlan und Mestral verlassen die Brücke. Nachdenklich lässt<br>               sich Müller währenddessen auf den Stuhl des Captains fallen.<br>               Nach einigen Sekunden zieht sie etwas aus der Tasche. Es ist<br>               Caylons Kugelschreiber. Gedankenverloren starrt sie diesen<br>               an.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - TRANSPORTERRAUM                          15<br><br>               Wir sehen Fernandez, die auf der Transporterplattform steht.<br>               An den Kontrollen steht Ensign Thomas Raimes (bekannt aus<br>               1x07 "Machtlos"). Um ihre Schulter hängt eine Standard<br>               Umhängetasche wie die, die ihr Osbourne überreichen wollte.<br><br>                                   RAIMES<br>                         Ich werde Sie in die vereinbarte<br>                         Sicherheitszone beamen, Councellor.<br>                         Die Tellariten werden Sie dort<br>                         gründlich kontrollieren. Ich hoffe<br>                         also, Sie haben nichts dabei, was<br>                         die verärgern könnte.<br><br>               Fernandez schüttelt den Kopf.<br><br>                                   RAIMES (CONT'D)<br>                         Dann viel Glück.<br><br>               Er schiebt die Regler nach oben und mit einem Klirren beginnt<br>               Fernandez sich zu dematerialisieren.<br><br>        16     INT. ANTARES - MESSE                                    16<br><br>               Wir sehen die Männerunde an einem Tisch. Beem, Darius,<br>               Mendez, Torlan, Kendall und Mestral. Die meisten trinken<br>               Kaffee, Mestral einen Tee, Kendall trinkt Wasser. Alle<br>               schweigen und starren hauptsächlich ihre Tassen an. Es<br>               scheint, als wenn niemand so recht was sagen mag.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wenn ich mal anfangen, darf, dann<br>                         hätte ich eine Frage.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nur zu.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mein ihr, dass der Admiral recht<br>                         haben könnte? Das der Captain nur<br>                         noch ein Killer ist?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Ich kann mir nicht vorstellen, dass<br>                         man einen starken Charakter wie den<br>                         Captain so verändern könnte<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich fürchte, dass ich Ihnen<br>                         widersprechen muss, Lieutenant<br>                         Mendez. Gewisse Methoden<br>                         psychischer Folter können eine<br>                         Identität zerstören, egal wie stark<br>                         der betreffende Charakter ist.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber es scheint mir trotzdem<br>                         ungeheuerlich, dass zu denken. Wir<br>                         Andorianer mögen vielleicht zu sehr<br>                         familiär denken, aber der Gedanke,<br>                         dass einer, der uns nahe steht,<br>                         nicht mehr er selbst ist, der ist<br>                         für uns eigentlich undenkbar.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es mag ungeheuerlich scheinen, aber<br>                         rein rational betrachtet ist es<br>                         nicht von der Hand zu weisen,<br>                         obwohl...<br><br>               Die anderen gucken ihn erwartungsvoll an.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         ... mein menschlicher Teil sich<br>                         wünscht, dass meine Analyse falsch<br>                         ist.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Frage ist doch, was sollen wir<br>                         machen? Wegfliegen? Bleiben? Wollen<br>                         wir den Captain raushauen?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Das ist typisch für Sie, Beem. Sie<br>                         wissen noch nicht mal, ob der<br>                         Captain noch er selbst ist und<br>                         wollen wahrscheinlich gleich<br>                         waffenstarrend da runtergehen. Und<br>                         nebenbei einen netten Krieg<br>                         verursachen. Semper fidelis. Wie<br>                         immer.<br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Habe ich so etwas gesagt, KENDALL?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (beschwichtigend)<br>                         Ruhig. Keinen Streit bitte. Egal<br>                         was ist, wir müssen unsere Pflicht<br>                         tun. Das ist zumindest bei uns<br>                         Andorianern das höchste Gebot.<br><br>               Mendez nimmt einen tiefen Schluck und stellt dann seine Tasse<br>               lautstark ab.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Der Commander hat Recht. Nur, was<br>                         ist unsere Pflicht? Wir können doch<br>                         nur entscheiden, was wir tun, wenn<br>                         wir wissen, was mit dem Captain<br>                         ist. Wenn ihr mich fragt, müssen<br>                         wir versuchen, zumindest so lange<br>                         zu bleiben, bis man mit dem Captain<br>                         wieder reden kann.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und wenn er...?<br><br>               Tschernovsky redet nicht weiter und guckt in die Runde.<br>               Trotzdem hat ihn jeder verstanden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Gute Frage, Darius. Ich weiß es<br>                         nicht, Leute, ich weiß es nicht.<br>                         Und überhaupt,...<br><br>               In diesem Moment geht die Tür auf. Noch unbemerkt kommt<br>               Müller herein.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         ...wie wollen wir erreichen, dass<br>                         wir bleiben können?<br>                         Die Tellariten werden uns aus dem<br>                         System jagen, wenn wir nicht<br>                         freiwillig gehen. Jedenfalls würde<br>                         ich das in ihrer Stelle.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr richtig, Lieutenant!<br><br>               Erschrocken drehen sie die Mitglieder der Runde zu Müller<br>               hin.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Und ob wir dann noch an ihn<br>                         herankommen, irgendwer von der<br>                         Sternenflotte an ihn herankommt,<br>                         dass ist fraglich. Sie erlauben,<br>                         dass ich mich kurz dazu setze?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Natürlich, Comm... Captain.<br><br>               Müller zieht sich einen Stuhl ran und setzt sich zwischen<br>               Darius und Torlan.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn Sie erlauben, lassen Sie mich<br>                         ein paar Worte sagen.<br><br>               Alle nicken.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich habe nachgedacht. Und ich<br>                         denke, wenn der Captain uns was<br>                         befehlen könnte, er würde uns<br>                         befehlen, nichts zu versuchen und<br>                         auf Forrest zu hören.<br><br>                                   BEEM<br>                         Deswegen muss es aber nicht richtig<br>                         sein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Stimmt. Aber was ist richtig?<br><br>               Niemand antwortet. Die anderen signalisieren aber, dass Sie<br>               es nicht wissen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (kopfschüttelnd)<br>                         Ich weiß es selbst nicht. Für Sie<br>                         mag es ungewohnt sein, mich als<br>                         Captain zu sehen, es ist ja<br>                             (beat)<br>                         Schon ungewohnt für mich. Aber wenn<br>                         mich eines die letzten Monate<br>                         gelehrt haben, denn das, dass das<br>                         Leben immer irgendwie weitergeht.<br>                         Die Frage ist nur, ob man sich<br>                         diesem Fortgang stellt.<br><br>               Die anderen nicken. Aber keiner antwortet.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ist Fred ein Killer? Ich weiß es<br>                         nicht. Aber der Councellor soll<br>                         hier bleiben, um zu helfen, es<br>                         rauszufinden. Sie ist gerade bei<br>                         dem Captain und wird, bevor wir<br>                         abfliegen, erzählen, was sie<br>                         gesehen hat. Wahrscheinlich werden<br>                         wir selbst dann wohl noch nicht<br>                         viel mehr wissen. Aber eines ist<br>                         doch klar:<br><br>               Sie macht eine kurze Pause.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Wenn wir nicht wegfliegen, dann<br>                         kann es ganz gefährlich für uns<br>                         werden. Und für den Captain. Wollen<br>                         wir das riskieren?<br><br>               AUF MÜLLER<br><br>               Sie blickt in die Runde.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        17     INT. TELLAR - CAYLONS ZELLE                             17<br><br>               Caylon sitzt fast apartisch in der Ecke. Er ist übel<br>               zugerichtet. Scheinbar haben die Wachen ihn nicht sehr<br>               vorschriftsmäßig behandelt. Die Tür öffnet sich und begleitet<br>               von einem Wächter kommt Fernandez rein. Sie stellt die Tasche<br>               ab und kniet vor dem Captain nieder.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Alles in Ordnung, Captain?<br><br>               Caylon antwortet nicht. Sie zieht eine kleine Spritze einem<br>               Spritzenetui. Der Wächter tritt zu ihr.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (zum Wächter)<br>                         Es wirkt nur kurz und ermöglich<br>                         mir, mit ihm zu sprechen. Sie<br>                         können ihre Vorgesetzten kontakten.<br>                         Man hat mich am Eingang sehr<br>                         gründlich untersucht und es mir<br>                         erlaubt.<br><br>                                   WACHE<br>                         Gut. Aber ein falsche Bewegung von<br>                         Ihnen oder Ihm und Sie beide sind<br>                         tot.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (schnippisch)<br>                         Kann ich mir nur zu gut vorstellen.<br><br>               Sie verabreicht dem Captain die Spritze. Dieser rührt sich<br>               und gibt undefinierbare Laute von sich.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (undeutlich)<br>                         Es ist vorbei...<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Captain! Verstehen Sie mich?<br><br>               Caylon hebt seinen Kopf und guckt Emma aus glasigen Augen an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fast flüsternd)<br>                         Es tut mir leid.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was tut Ihnen leid?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (murmelnd)<br>                         Wie ich sie behandelt habe. Sie<br>                         wollten nur helfen.<br><br>               Sein Kopf sackt auf die Brust. Emma versucht, ihn wieder<br>               aufzurichten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wie fühlen Sie sich? Captain,<br>                         können sie mich noch verstehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fast nicht zu verstehen)<br>                         Ja.<br>                             (beat)<br>                         Mies, ich fühle mich mies. Aber ich<br>                         möchte Ihnen danken, dafür, was sie<br>                         für mich als getan haben.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Können Sie sich an etwas erinnern?<br><br>               Caylon nickt leicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         An alles. An alles.<br><br>               Caylon dämmert langsam merkbar weg. Aber er rafft sich noch<br>               einmal auf, und guckt den Councellor an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sagen Sie der Crew, dass sie mich<br>                         nicht retten soll. Was immer mit<br>                         mir passiert... verdiene es. Es...<br>                         Der Vertrag muss... bitte... sagen<br><br>               Mit diesen Worten dämmert er wieder weg. Langsam steht der<br>               Councellor auf. Bevor sie rausgeht, guckt sie Caylon noch<br>               einmal nachdenklich an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich hoffe, wir sehen uns wieder.<br><br>               Begleitet von der Wache verlässt sie die Zelle. Die Tür<br>               schließt sich. Caylon hockt regungslos in der Ecke. Etwas<br>               neben ihm steht die Tasche.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT III<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                          AKT IV<br><br>        18     INT. TELLAR - CAYLONS ZELLE                             18<br><br>               Die Tasche beginnt zu brummen. Ein Blitz erhellt die Zelle.<br>               Im nächsten Moment wird Caylon weggebeamt, wie auch die<br>               Tasche. Sekunden später materialisiert sich eine andere<br>               Tasche.<br><br>               EXT. ANTARES - DER WELTRAUM<br><br>               Wir sehen die Antares, immer noch begleitet von zwei<br>               tellaritischen Kreuzern, über dem Planeten.<br><br>        19     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   19<br><br>               Die erste Schicht ist wieder komplett anwesend. Müller sitzt<br>               auf dem Stuhl des Captains.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain! Admiral Forrest von der<br>                         Oberfläche.<br><br>               Müller nickt Torlan zu. Forrest erscheint auf dem Schirm.<br><br>                                   FORREST<br>                         Captain Müller. Alles bereit zum<br>                         Abflug?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mehr oder weniger. Allerdings ist<br>                         Ensign Fernandez noch auf dem<br>                         Planeten.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sie wissen doch, dass sie bleiben<br>                         wird, um uns zu unterstützen, bis<br>                         weiteres Personal vom HQ kommt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ernst)<br>                         Ich bat den Councellor, uns vor<br>                         unserem Abflug persönlich über den<br>                         Zustand des Captains zu<br>                         informieren. Sir, es wäre sehr<br>                         wichtig für die Moral der Crew,<br>                         wenn der Councellor dazu noch die<br>                         Gelegenheit bekäme.<br><br>               Forrest denkt kurz nach.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut, Captain. Ich werde<br>                         Flottenführer Nak unterrichten,<br>                         dass sich der Abflug der Antares<br>                         wegen kleiner Antriebsprobleme noch<br>                         um maximal eine Stunde verzögern<br>                         kann.<br>                         Aber wenn die Tellariten trotzdem<br>                         verlangen sollten, dass sie<br>                         sofort...<br><br>               In diesem Moment geht der Sicherheitsalarm an.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Was ist da los?<br><br>               Müller zuckt mit den Schultern und guckt fragend zu Mestral.<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Ein Schiff, Admiral. Es enttarnt<br>                         sich.<br><br>                                   FORREST<br>                         Was für ein Schiff? Können Sie es<br>                         identifizieren?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat. Es ist das Schiff der<br>                         Exekutive. Sie wird von der<br>                         tellaritischen Verteidigung<br>                         erfasst. Moment.<br>                             (beat)<br>                         Sie tarnt sich wieder. Es scheint,<br>                         als wenn die Tellariten sie<br>                         ebenfalls verlieren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (überrascht)<br>                         Die Exekutive? Konnten Sie<br>                         erkennen, was die vor hatten?<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                             (ungerührt)<br>                         Leider konnte ich das nicht genau<br>                         feststellen.<br><br>               In diesem Moment scheint jemand Forrest etwas zuzutragen. Der<br>               Admiral wird sichtbar blass.<br><br>                                   FORREST<br>                         Oh, mein Gott. Captain! Man hat<br>                         Caylon aus der Zelle gebeamt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir waren es nicht...<br><br>               Sie guckt zu Mestral.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (fragend)<br>                         Oder?<br><br>               Mestral schüttelt den Kopf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Es wird da oben sicher gleich<br>                         ungemütlich. Captain. Vermeiden Sie<br>                         eine Konfrontation. Kooperieren...<br><br>               Mit diesen Worten bricht die Übertragung abrupt ab.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Einer der Kreuzer ruft uns. Sie<br>                         verlangen, dass wir uns ergeben und<br>                         Sie zur Inspektion an Bord kommen<br>                         können.<br><br>               AUF MÜLLER<br><br>               Müller atmet tief durch und nickt dann leicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sagen Sie ihnen, dass wir uns<br>                         ergeben. Sie sollen an<br>                         Andockschleuse Eins ankoppeln.<br><br>               Besorgt guckt Müller in die Runde.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        20     INT. AMMAR - KRANKENSTATION                             20<br><br>               Wir sind in der Krankenstation der Ammar. Diese wirkt wie<br>               eine verkleinerte Variante der Krankenstationen der NX<br>               Klassen Schiffe. Auf einem der Betten liegt Caylon. Wir<br>               sehen, wie er die Augen aufschlägt. Langsam und sichtlich<br>               benommen richtet der Captain sich auf. Verwundert betrachtet<br>               er die unerwartete Umgebung. Nach einer Weile stellt er sich<br>               wackelig auf die Beine und beginnt, die Station zu erkunden.<br>               Plötzlich öffnet sich die Tür. Herein kommen Osbourne,<br>               Langstroem, der Verhörspezialist der Exekutive, und eine<br>               unbekannte Person, scheinbar ein Arzt. Verwirrt guckt Caylon<br>               Osbourne an. Erst nach einigen Momenten scheint der Captain<br>               ihn zu erkennen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise, durcheinander)<br>                         Soll das ein Witz sein? Wie kommen<br>                         Sie denn hierher? Wo bin ich?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Auf der EDS Ammar, Captain. Unserem<br>                         Schiff. Und die Frage sollte lieber<br>                         lauten, wie kommen Sie hier her?<br><br>               Er macht ein Zeichen zu dem Arzt, der Caylon etwas spritzt.<br>               Einige Sekunden später scheint Caylon klarer zu werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie, wie verdammt komme ich also<br>                         hier her?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wir haben Sie hochgebeamt.<br><br>               Caylon guckt Osbourne kritisch an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie was das bedeutet? Man<br>                         wird mich suchen. Und<br>                         wahrscheinlich die Antares zur<br>                         Rechenschaft ziehen, Sie müssen...<br><br>               Er stolpert fast. Langstroem stützt ihn.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie müssen mich sofort<br>                         zurückbringen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nicht so überstürzt, Captain. Ich<br>                         denke, vielleicht wollen Sie doch<br>                         noch einen Moment bleiben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und damit einen Krieg auslösen?<br>                         Glauben Sie etwa, dass ich Ihnen<br>                         jetzt noch danke. Aber es ist ja<br>                         sicher alles in ihrem Sinne.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie sehen da einige Dinge gründlich<br>                         falsch, Captain. Ich will Ihnen und<br>                         der Allianz helfen.<br><br>               Caylon guckt Osbourne durchdringend an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann bringen sie mich nach Tellar,<br>                         bevor alles zu spät ist.<br><br>               Osbourne lächelt.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nichts ist zu spät, Captain. Wir<br>                         haben uns kurz enttarnt, damit<br>                         jeder weiß, dass wir und nicht die<br>                         Sternenflotte dahinter steckt.<br><br>               Caylon guckt Osbourne überrascht an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieso? Wieso tun sie das?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Weil wir Ihnen helfen können. Und<br>                         damit der Allianz. Und damit<br>                         letzten Endes der Erde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie müssen mir verzeihen, Osbourne,<br>                         wenn ich nicht ganz verstehe. Ich<br>                         habe da noch die eine oder andere<br>                         Droge im Hirn.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Seitdem der Krieg begonnen hat,<br>                         haben wir uns mehr und mehr damit<br>                         beschäftigt, wie wir die Erde gegen<br>                         die Romulaner schützen können.<br>                         Nachdem wir Tos entführt haben,<br>                         fanden wir heraus, dass die<br>                         Romulaner Schläfer programmieren.<br>                         Also begannen wir nachzuforschen,<br>                         welche Offiziere in Frage kamen.<br>                         Schnell fanden wir welche, doch die<br>                         Deprogrammierung lief schief.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Welche? Wie viele?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Zwei vor Ihnen. Von einem dürften<br>                         Sie gehört haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Der Vorfall im Hauptquartier.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ja. Alles schien zunächst geklappt<br>                         zu haben. Aber die Programmierung<br>                         hatte einen Sicherheitsmechanismus,<br>                         tief im Gehirn verborgen. Jetzt, wo<br>                         wir wissen, wonach wir suchen<br>                         müssen, dürfte ihre<br>                         Deprogrammierung kein  Problem mehr<br>                         sein.<br><br>               Caylon guckt Osbourne skeptisch an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum zum Teufel haben Sie nicht<br>                         schon vorher eingegriffen, wenn Sie<br>                         alles wussten. Sie wollen doch<br>                         nicht behaupten, dass Sie nur<br>                         zufällig vor Ort waren.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         In der Tat will ich das nicht.<br>                         Leider...<br>                             (er atmet tief durch)<br>                         ...ist es wie gesagt schwer,<br>                         Schläfer zu entdecken.<br>                         Auf Sie sind wir leider erst<br>                         gekommen, als wir von einer<br>                         heimlichen Anfrage ihres<br>                         Councellors an das HQ Wind bekommen<br>                         haben. Aber als wir hier ankamen,<br>                         war es schon passiert. Wie sie<br>                         sehen, wollen wir Ihnen nur helfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und dann?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Schicken wir Sie wieder nach<br>                         Tellar, damit sie ihre Unschuld<br>                         beweisen können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagen wir mal, ich traue Ihnen.<br>                         Immerhin wäre die Aussicht, diesen<br>                         Mist aus meinem Kopf zu bekommen,<br>                         das Risiko sogar wert. Wie genau<br>                         soll diese Deprogrammierung laufen?<br><br>               Osbourne nimmt seinen Kommunikator.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Bringen Sie Ihn herein.<br><br>               Die Tür öffnet sich und begleitet von zwei Wärtern kommt Tos<br>               herein.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (trocken)<br>                         Okay Vergessen wir es.<br><br>               Er guckt Osbourne an. Dieser guckt Ihn ruhig und entschlossen<br>               an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Verstehe. Sieht nicht so aus, als<br>                         wenn ich eine Wahl hätte.<br><br>               Osbourne schüttelt langsam den Kopf.<br><br>                                   TOS<br>                         Captain Caylon. Ich schlage vor,<br>                         Sie leisten keinen weiteren<br>                         Widerstand. Das macht die Sache<br>                         einfacher für uns beide. Und erhöht<br>                         die Chancen auf ein Gelingen<br>                         beträchtlich.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               Der Captain atmet tief durch. Dann nickt er leicht.<br><br>        21     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             21<br><br>               Einer der Kreuzer hat an die Antares angedockt.<br><br>        22     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   22<br><br>               Mittlerweile sind den Tellariten an Bord. Diese drehen<br>               buchstäblich jede Schraube des Schiffes um. In der Mitte der<br>               Brücke stehen Nak und Forrest, der scheinbar in der<br>               Zwischenzeit an Bord gekommen ist. Etwas seitwärts stehen<br>               Müller und Fernandez, die sich leise unterhalten.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und Sie glauben also, dass er noch<br>                         er selbst ist?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         In dem Zustand in dem er war, ist<br>                         es schwer einzuschätzen, ob man ihn<br>                         deprogrammieren könnte. Aber es ist<br>                         nahezu ausgeschlossen, dass er mir<br>                         was vorgespielt hat, bei den<br>                         Medikamenten, die er intus hatte.<br>                         Der Charakter Frederick Caylon<br>                         wurde scheinbar nicht völlig<br>                         ausgelöscht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das sind erst einmal gute<br>                         Nachrichten.<br><br>               Ein tellaritischer Offizier betritt die Brücke. Er zieht die<br>               Aufmerksamkeit alle Anwesenden auf sich.<br><br>                                   TELLARITE<br>                             (zu Nak)<br>                         Durchsuchung abgeschlossen. Wir<br>                         konnten keine Spuren dafür finden,<br>                         dass die Antares in irgendeiner<br>                         Form an der Entführung beteiligt<br>                         gewesen war. Scheinbar treffen die<br>                         Behauptungen der Menschen zu.<br><br>               Nak nickt.<br><br>                                   NAK<br>                         Ihre Männer sollen wieder an Bord<br>                         ihres Schiffes gehen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu allen)<br>                         Die Skorpion ist eingetroffen.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   NAK<br>                         Dann soll die Antares nun das<br>                         System verlassen.<br><br>               Er will sich zur Tür wenden.<br><br>                                   FORREST<br>                         Warten Sie Flottenführer!<br><br>               Nak dreht sich um.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Die Antares hat als einziges Schiff<br>                         in der Flotte Erfahrungen damit,<br>                         die Sektion aufzuspüren. Ihre<br>                         Sensoren sind in der Lage, die<br>                         Tarnung ab einer gewissen<br>                         Entfernung zu entdecken. Zusammen<br>                         mit der Skorpion könnte Sie die<br>                         Chancen einer Suchaktion<br>                         beträchtlich steigern.<br><br>                                   NAK<br>                         Sie glauben doch nicht, dass wir<br>                         das zulassen werden?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich verbürge mich für die Crew.<br><br>               Nak überlegt kurz. Dann nickt er.<br><br>                                   NAK<br>                         Sagen Sie der Crew, sie soll keine<br>                         Fehler machen, denn wir werden jede<br>                         ihre Aktionen sorgfältig<br>                         überwachen. Ihre Glaubwürdigkeit<br>                         als Verbündeter steht auf dem<br>                         Spiel, vergessen Sie das nicht.<br><br>               Forrest nickt und Nak verlässt die Brücke. Forrest wendet<br>               sich an Müller.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sie haben gehört, Captain, wie die<br>                         Dinge stehen. Finden Sie ihn, am<br>                         besten noch vor den Tellariten,<br>                         dann hat er noch eine Chance, das<br>                         Ganze zu überleben. Ich habe keine<br>                         Ahnung wie, aber versuchen Sie die<br>                         Exekutive davon zu überzeugen, dass<br>                         Sie Caylon wieder zum Planeten<br>                         bringen. Und denken Sie daran: ich<br>                         habe mich für Sie und das Schiff<br>                         verbürgt.<br><br>               Müller nickt schwach und mit ernster Miene.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT IV<br>                                          AKT V<br><br>        23     EXT. TELLAR - OORTSCHE WOLKE                            23<br><br>               Wir sehen die Ammar. Sie schwebt hinter einem großen dunklen<br>               Planeten in einem dichten Feld aus Eisbrocken und größeren,<br>               schmutzig weißen Objekten.<br><br>               INT AMMAR - Krankenstation<br><br>               Wir sehen Caylon, der auf eine Liege gefesselt ist. Über ihn<br>               ist Tos gebeugt. Langstroem und der Arzt verfolgen die<br>               Prozedur. Osbourne kommt herein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Immer noch nichts? Die Prozedur<br>                         dauert bereits eine Stunde länger<br>                         als beim letzten Mal.<br><br>                                   LANGSTROEM<br>                         Nein. Leider lässt sich auch nicht<br>                         feststellen, ob sich der Captain<br>                         mehr wehrt oder die Prozedur<br>                         einfach nur schwieriger ist.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Verdammt. Die Zeit wird knapp.<br><br>               Osbourne guckt nachdenklich auf die beiden. Dann meldet sich<br>               über die KOMM Don Riley, der Pilot der Ammar:<br><br>                                   RILEY(O.C.)<br>                         Mehrere Schiffe der Tellariten<br>                         nähern sich gefährlich. Wir können<br>                         uns nicht mehr lange vor Ihnen<br>                         verbergen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Manöverieren Sie uns tiefer in das<br>                         Feld hinein, Don. Und sagen Sie<br>                         Chefingenieur Duvall, er soll die<br>                         Tarnung wieder aktivieren.<br><br>                                   RILEY (O.C.)<br>                         Wenn wir noch tiefer hinein<br>                         fliegen, dann wird es schwer, einen<br>                         Warpsprung zu machen, wenn man uns<br>                         entdeckt.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich weiß. Aber wenn Sie uns jetzt<br>                         entdecken, ist alles vorbei. Also<br>                         machen Sie es. Und nehmen Sie die<br>                         Tarnung wieder hoch. Sagen Sie<br>                         Duvall, er soll die letzte Energie<br>                         aus dem Reaktor rausquetschen, wenn<br>                         nötig. Osbourne Ende.<br><br>        24     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   24<br><br>               Müller, Mestral und Beem diskutieren an der<br>               wissenschaftlichen Station. In der Ecke verfolgt Ensign<br>               Fernandez unbeteiligt das Geschehen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Tellariten haben uns vor ein<br>                         paar Minuten die neusten Daten<br>                         ihres Sensorennetzes übertragen.<br>                         Ich habe den Computer diese nach<br>                         Anomalien durchsuchen lassen, die<br>                         auf eine sulibanische<br>                         Tarnvorrichtung hindeuten könnten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ahnungsvoll)<br>                         Sie haben etwas entdeckt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat. Sie befinden sich<br>                         scheinbar in einem besonders<br>                         dichten Teil der Oortsche Wolke des<br>                         Systems.<br><br>                                   BEEM<br>                             (atmet demonstrativ aus)<br>                         Gute Wahl. Sie da genau zu<br>                         lokalisieren, dürfte hart werden.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat. Die Kometenkerne dort<br>                         erzeugen jede Menge Sensorechos und<br>                         falsche Signale. Mit etwas Zeit<br>                         dürfte es allerdings kein Problem<br>                         sein, zu kompensieren.<br><br>               Er guckt die beiden an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Zeit ist unter Umständen genau das,<br>                         was wir NICHT haben.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        25     INT. TELLARITISCHES RAUMSCHIFF - BRÜCKE.                25<br><br>               Wir sind auf der Brücke eines tellaritischen Kreuzers. Alles<br>               ist in dunklen Metallfarben gehalten. An verschiedenen<br>               Stationen arbeiten Offiziere. Einer dreht sich um.<br><br>                                   TELLARITE<br>                         Captain Norch! Sie hatten mit ihrer<br>                         Vermutung Recht.<br><br>               Der Captain des Schiffes tritt zum Offizier.<br><br>                                   NORCH<br>                         Der Abgleich mit den Daten über die<br>                         Sulibantechnologie hat etwas<br>                         ergeben?<br><br>                                   TELLARITE<br>                         In der Korch-Sphäre am Systemrand.<br>                         Leider können wir aber die genaue<br>                         Position noch nicht feststellen.<br>                         Die Sensortrugbilder durch die<br>                         Kometenkerne und Gasreste sind zu<br>                         stark.<br><br>                                   NORCH<br>                         Das werden wir noch. Spätestens<br>                         wenn Sie versuchen, zu fliehen.<br><br>               Er wendet sich einem anderen Offizier zu.<br><br>                                   NORCH (CONT'D)<br>                         Rufen Sie Verstärkung!<br><br>               Der Offizier nickt. Dann geht er zu jemandem, der scheinbar<br>               sein erster Offizier ist.<br><br>                                   NORCH (CONT'D)<br>                             (zum ersten Offizier)<br>                         Der Mord an meinem Bruder wird<br>                         nicht ungesühnt bleiben. Dafür<br>                         werden wir sorgen.<br><br>               Dieser nickt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        26     IRGENDWO                                                26<br><br>               Wir sehen wirre Bilder. Müller, die Caylon zurückweist.<br>               Müller mit offenem Schädel. Müller, mit verweinten Augen in<br>               einem dunklen Quartier. Caylon auf einem Friedhof. Menschen<br>               spucken nach ihm. Caylon, wie er MacKenzie würgt. Die Bilder<br>               werden schneller, zu einem Malstrom. Wir sehen Caylons<br>               Gesicht. Er schreit.<br><br>                                   STIMME<br><br>                         Halten Sie sich fest. Halten Sie<br>                         sich an etwas fest.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe nicht!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     INT. AMMAR -  KRANKENSTATION                            27<br><br>               Osbourne, Caine und Langstroem stehen um Caylons Bett herum.<br>               Wir sehen Caylon auf der Liege.<br>               Vor ihm kniet, scheinbar in Trance, Tos. Er hält krampfhaft<br>               Caylons Schädel. Caylons Gesicht zuckt unruhig. Osbournes<br>               Gesicht ist angespannt. Er blickt besorgt auf die beiden.<br><br>                                   LANGSTROEM<br>                         Soll ich es beenden?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nein. Auf keinen Fall. Wir<br>                         verlieren sonst alles.<br><br>               Langstroem nickt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        28     IRGENDWO                                                28<br><br>               Wir hören wieder die Stimme. Es ist die von Tos.<br><br><br>                                   TOS (V.O.)<br>                         Halten Sie sich fest.<br><br>               Eine Flut von Bildern aus den vergangenen Jahren rauscht<br>               vorbei. Teil real, teils welche, die die Romulaner<br>               implantiert haben: Tschernovsky, wie er blutüberströmt zu<br>               Boden geht, Müller, wie sie Blut spuckt, Müller, wie sie<br>               weint. Ihn, wie er Sie anschreit.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Woran festhalten?!<br><br>               Die Flut der Bilder geht weiter. Wir sehen Joseph, wie er<br>               stirbt, wir sehen Caylons Mutter, wir sehen Müller, wie sie<br>               in seinen Armen stirbt, wir sehen eine Explosion.<br><br>                                   TOS (V.O.)<br>                         An ihrem wichtigsten Gedanken. An<br>                         dem, was ihnen Hoffnung gibt, alles<br>                         andere zu überstehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole!<br><br>               Die Bilderflut verlangsamt sich. Dann bleibt nur noch eines<br>               übrig. Nicole Müller.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        29     INT. AMMAR - KRANKENSTATION                             29<br><br>               Wir sehen weiterhin Caylon und Tos. Plötzlich schreckt Caylon<br>               mit weiten Augen hoch und stößt Tos von sich weg. Osbourne,<br>               Langstroem und der Arzt schrecken zurück und greifen nach<br>               ihren Waffen. Tos kann das Gleichgewicht halten und wendet<br>               sich den Dreien zu.<br><br>                                   TOS<br>                         Das dürfte unnötig sein. Ich denke<br>                         die Prozedur war ein voller Erfolg.<br>                         Auch wenn die Programmierung<br>                         deutlich raffinierter war, als die<br>                         bisherigen. Scheinbar gelang es den<br>                         Romulanern noch, ihr Verfahren zu<br>                         verbessern.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sind Sie sicher?<br><br>               Tos nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (benommen)<br>                         Das kann er. Ich fühle mich zwar,<br>                         als wenn ich zwanzig Tage gesoffen<br>                         hätte, aber ich habe nicht das<br>                         Gefühl, mich oder sonst irgendwen<br>                         umbringen zu müssen.<br><br>               Er guckt Osbourne an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Jedenfalls nicht mehr als sonst.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (süffisant)<br>                         Na, na, Captain. Immerhin haben wir<br>                         Ihnen geholfen. Vergessen Sie das<br>                         nicht.<br><br>               Er nickt Langstroem zu. Der untersucht Caylon.<br><br>                                   LANGSTROEM<br>                         Scheinbar ist er okay<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und nun. Bin ich jetzt quasi bei<br>                         Ihnen Ehrenmitglied mit besonderen<br>                         Aufgaben? Oder wie sieht es aus?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie schätzen mich immer noch falsch<br>                         ein, Captain. Ich suche ein Bündnis<br>                         mit Ihnen. Sehen Sie mich einfach<br>                         als ein Freund.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schwer, wenn man Gefangener ist.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das sind sie nicht. Sie können<br>                         sofort zurück nach Tellar, wenn Sie<br>                         es wollen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das will ich. Das Bündnis muss<br>                         zustande kommen. Notfalls opfer ich<br>                         mein Leben für dieses Ziel.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Edel, aber völlig überflüssig.<br><br>               Caylon guckt Osbourne fragend an.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Wir werden Ihnen ein Beweis<br>                         liefern, die ihr Opfer überflüssig<br>                         machen werden. Mit diesen dürfte<br>                         sich das Blatt zu ihren Gunsten<br>                         wenden und sie werden ein freier<br>                         Mann sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was für ein Beweis soll das<br>                         sein?<br><br>               Osbourne gibt ein Zeichen nach hinten und Tos tritt hervor.<br><br>                                   TOS<br>                         Ich, Captain. Ich werde ihr Beweis<br>                         sein.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               Caylon guckt Tos skeptisch an.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        30     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   30<br><br>               Auf der Brücke arbeiten Mestral, Kendall und D'Ville an der<br>               wissenschaftlichen Station.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Captain Müller. Es ist mir<br>                         gelungen, das Schiff zu<br>                         lokalisieren. Es waren nur triviale<br>                         Modifikationen an den Sensoren<br>                         dafür notwendig.<br><br>               Mestral und D'Ville gucken sich an. Letztere verdreht die<br>               Augen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (sarkastisch)<br>                         Eine Unterforderung für ihr Talent.<br>                         Wie immer. Und? Das Ergebnis?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         In der Oortschen Wolke befindet<br>                         sich ein größerer Planetoid.<br>                         Könnte auch schon ein Planet sein,<br>                         da sollten Sie lieber unser<br>                         wandelndes Lexikon hier fragen.<br><br>               Er deutet auf Mestral.<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Es ist ganz eindeutig ein<br>                         Planetoid.<br><br>                                   DR. KENDALL<br><br>                         Wie auch immer. Langer Rede, kurzer<br>                         Sinn: Das Schiff versteckt sich<br>                         dahinter.<br><br>                                   BEEM<br>                             (dazwischenredend)<br>                         Aber scheinbar ist nicht nur unser<br>                         Super-Doktor so klug, dass<br>                         herauszufinden. Meine Scanner<br>                         sagen, dass ein tellaritisches<br>                         Schiff Kurs auf diesen Planetoiden<br>                         nimmt.<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                         Kann es ein Zufall sein?<br><br>                                   BEEM<br>                         Würde ich nicht drauf setzen. Sieht<br>                         ziemlich danach aus, dass die schon<br>                         wissen, wo sie hin wollen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Darius! Voller Impuls. Wir müssen<br>                         irgendwie vor denen da sein, wenn<br>                         wir noch was erreichen wollen.<br><br>               Tschernovsky nickt.<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        31     INT. AMMAR - BRÜCKE                                     31<br><br>               Wir sehen Caylon, der mit Osbourne auf der Brücke diskutiert.<br>               Don Riley und Caine, Osbournes Nr. 1, sind ebenfalls dort.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zu riskant. Sie sollten ungetarnt<br>                         aus dem System fliegen und sich<br>                         dann wieder tarnen. Die Tellariten<br>                         werden denken, dass wir fliehen<br>                         wollen und nicht damit rechnen,<br>                         dass wir umdrehen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie könnten die Gelegenheit aber<br>                         auch sehr leicht dazu nutzen, um<br>                         herauszufinden, wie man uns<br>                         entdeckt. Die tellaritischen<br>                         Sensoren sind relativ gut.<br><br>                                   CAINE<br>                         Sehr gut sogar, Will. Sie haben uns<br>                         nämlich bereits entdeckt. Ein<br>                         Schiff kommt mit aktiven Waffen<br>                         schnell näher. Gleiches gilt für<br>                         die Antares. Und laut den<br>                         Langstreckensensoren ist das nur<br>                         der Anfang.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Verdammt. Riley! Raus hier, so<br>                         lange wir noch können.<br><br>                                   RILEY<br>                         Ich fürchte, wir werden es nicht<br>                         schnell genug schaffen, hier weg zu<br>                         kommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Osbourne. Lassen Sie mich mit denen<br>                         reden. Wenn ich auf deren Schiff<br>                         gehe, lassen die Sie vielleicht<br>                         ziehen.<br><br>               Osbourne schüttelt den Kopf.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wenn Sie auf deren Schiff gehen,<br>                         sind Sie tot und wir auch. Es gibt<br>                         nur eine Möglichkeit, dass Sie es<br>                         überleben. Wir müssen Sie nach<br>                         Tellar bringen.<br><br>                                   CAINE<br>                         Bei der Anzahl von Schiffen könnte<br>                         das eine harte Angelegenheit<br>                         werden.<br><br>               Caylon und Osbourne gucken Caine skeptisch an. Man sieht,<br>               dass sie es genauso sehen.<br><br>        32     INT. ANATARES - BRÜCKE                                  32<br><br>               Wir sehen die Brückencrew, die angespannt auf den Schirm<br>               schaut. Darius dreht sich um und schüttelt den Kopf. Wir<br>               sehen, wie die Tellariten das Feuer eröffnen. Die Ammar<br>               enttarnt sich, um ihre Schilde zu aktivieren. Nur mühsam kann<br>               sie den Schüssen ausweichen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Torlan)<br>                         Rufen Sie die Tellariten.<br><br>               Dieser nickt. Kurz darauf erscheint Norch auf dem Schirm.<br><br>                                   NORCH<br>                             (wütend)<br>                         Ich bin Captain Norch von der<br>                         tellaritischen Marine. Wie wir<br>                         sehen, haben Sie die angeblichen<br>                         Torroristen, die den Mörder meines<br>                         Bruders entführt haben, auch<br>                         gefunden. Die Frage ist, ob das nur<br>                         ein Zufall ist.<br><br>               Müller guckt mit einer Mischung aus Überraschung und<br>               Besorgnis in die Runde.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Captain. Wir wollten Sie gerade<br>                         darüber informieren. Unser Admiral<br>                         glaubt, dass wir diese Terroristen<br>                         überzeugen könnten, Captain Caylon<br>                         wieder nach Tellar zu bringen.<br>                         Stellen Sie bitte das Feuer ein.<br><br>                                   NORCH<br>                             (aufgebracht)<br>                         Sie lügen doch, Menschenfrau. Aber<br>                         es soll mir egal sein, denn ich<br>                         werde dafür sorgen, dass ihr<br>                         Captain seine gerechte Strafe<br>                         erhält. Wie sie feststellen werden,<br>                         befindet sich Verstärkung auf dem<br>                         Weg. Also halten Sie sich lieber<br>                         heraus. Jede Einmischung werden wir<br>                         als Beweis ihrer Mitschuld werten.<br>                         Was das heißt, dürfte Ihnen<br>                         hoffentlich klar sein. Norch ENDE!<br><br>               Der Schirm wird schwarz.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (geschockt)<br>                         Auch das noch.<br><br>                                   BEEM<br>                         Falscher Tellarite, würde ich<br>                         sagen. Und er hat nicht<br>                         untertrieben. Drei Kreuzer mit<br>                         direkten Kurs hierher. Die<br>                         Schweinsnasen machen jedenfalls<br>                         keine halben Sachen.<br><br>               Müller guckt Beem leicht nickend an. Dann wendet sie sich<br>               Torlan zu.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Können Sie die Exekutive kontakten?<br><br>               Torlan nickt. Einige Sekunden vergehen. Dann erscheint<br>               Frederick Caylon auf dem Schirm. Die Crew guckt verwundert.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Captain? Was soll das heißen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hör zu, Nicole. Die Tellariten<br>                         versuchen die Kommunikation zu<br>                         stören. Du musst mir vertrauen.<br><br>               Streifen laufen über den Schirm. Caylons Stimme wird<br>               verzerrt.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (dazwischenrufend)<br>                         Ich kann noch kompensieren, Sir.<br>                         Aber ich weiß nicht, wie lange.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie soll ich das Fred? Wie weiß<br>                         ich, ob Du Du bist?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Du musst mir glauben, Nicole. Man<br>                         hat mich deprogrammiert. Die Ammar<br>                         bringt mich nach Tellar zurück.<br>                         Zusammen mit Tos. Wir können jetzt<br>                         alles beweisen. Ihr müsst uns nur<br>                         Deckung geben, damit wir einen<br>                         Warpsprung schaffen können. Und<br>                         danach sofort aus dem System<br>                         verschwinden. Es mag merkwürdig<br>                         klingen, aber die Exekutive will<br>                         uns im Moment helfen. Bitte Nico...<br><br>               Der Schirm verlischt.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Kommunikation ist<br>                         zusammengebrochen, Captain. Die<br>                         Störsignale haben sie unseren<br>                         Frequenzen angepasst.<br><br>                                   BEEM<br>                         Meinen Sie, wir können dem trauen?<br><br>               Müller guckt zu Fernandez. Diese wirkt einen Moment lang<br>               verunsichert und zuckt zusammen. Dann tritt sie nach vorne.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun, ich... Ich wüsste nicht, was<br>                         wir sonst tun sollten. Zulassen,<br>                         dass das Schiff zerstört wird?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir müssen es riskieren. Wir werden<br>                         Ihnen als Schutzschild dienen. Aber<br>                         auf keinen Fall dürfen wir auf die<br>                         Tellariten schießen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Die anderen Schiffe sind in wenigen<br>                         Sekunden da. Captain, das schaffen<br>                         wir nicht alleine.<br><br>               Torlan dreht sich zu Müller herum und guckt sie kurz an. Dann<br>               wendet er sich seiner Konsole zu und beginnt, schnell etwas<br>               einzugeben.<br><br>        33     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             33<br><br>               Wir sehen die Ammar. Sie versucht, aus dem Trümmerfeld<br>               bestehend aus Kometensplittern zu kommen, um auf Warp zu<br>               gehen. Mittlerweile versuchen vier Kreuzer der Tellariten,<br>               dass Schiff aufzuhalten. Die Ammar steckt eine Vielzahl von<br>               Treffern ein. Ein wahres Trommelfeuer, doch dann kommt von<br>               unten die Antares ins Bild. Diese schiebt sich in die<br>               Schussbahn und bekommt den Großteil des Feuers ab. Ihr Schild<br>               leuchtet blau auf. Es scheint, als wenn die Tellariten<br>               systematisch vorgehen, denn sofort fokussieren sie das Feuer<br>               auf die Antares. Nach nur wenigen Sekunden durchdringen<br>               mehrere Treffer bereits den Schild und treffen die<br>               Hüllenpanzerung. Doch im nächsten Moment geht ein weiteres<br>               Schiff unter Warp. Es ist ein Schiff der Andorianer. Es wirft<br>               sich vor die Antares und kann für den Moment weitere Treffer<br>               verhindern. Einen Moment später geht die Ammar auf Warp.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        34     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   34<br><br>               Verwundert schaut die Crew auf den Sichtschirm.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwundert zu sich<br>                              selbst)<br>                         Woher kommen die denn?<br><br>               Torlan dreht sich zu Müller um.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das kann ich erklären, Captain. In<br>                         Anbetracht der Lage hielt ich es<br>                         für angebracht, meine Kontakte zu<br>                         nutzen, um etwas Hilfe für den Fall<br>                         des Falles zu besorgen.<br><br>               AUF MÜLLER<br><br>               Müller guckt Torlan überrascht, aber auch etwas erfreut an.<br><br>                                   BEEM<br>                             (Im Hintergrund)<br>                         Das musste also vorhin noch kurz<br>                         erledigt werden...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        35     INT. AMMAR - TRANSPORTERRAUM                            35<br><br>               Tos und Caylon stehen auf der Rampe. Vor dieser steht<br>               Osbourne. An der Konsole wartet ein Crewman der Ammar auf<br>               Anweisung.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wir sind in wenigen Sekunden da.<br>                         Wir haben unsere Tarnung neu<br>                         justiert. Daher können wir Sie<br>                         direkt ins Büro des Ministers<br>                         beamen, bevor die merken, was Sache<br>                         ist. Sobald sie unten sind,<br>                         verschwinden wir. Sie sind dann<br>                         also auf sich alleine gestellt,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eigentlich sollte ich Ihnen wohl<br>                         danken.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Dann tun sie es doch einfach.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Allerdings frage ich mich die ganze<br>                         Zeit, wie ich wissen kann, dass ich<br>                         nicht von Tos zu einem Schläfer der<br>                         Exekutive umprogrammiert wurde.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nicht doch. Sie arbeiten längst in<br>                         unserem Sinne, Captain, auch ohne<br>                         Programmierung.<br><br>               Caylon guckt Ihn erstaunt an.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Wir sind uns näher, als Sie es<br>                         vielleicht zugeben mögen, Captain.<br>                         Also warum sollte ich einem Freund<br>                         so etwas antun? Außerdem werden Sie<br>                         sicher gründlich gecheckt werden.<br>                         Selbst wenn wir wollten, könnten<br>                         wir Sie nicht so gut programmieren,<br>                         dass es unbemerkt bliebe. Also<br>                         Captain.<br><br>               Er gibt dem Crewman ein Signal.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Viel Glück.<br><br>               Caylon und Tos beginnen sich aufzulösen. Es ist gerade noch<br>               erkennbar, dass Caylon Osbourne zunickt.<br><br>        36     INT. TELLAR - DAS MINISTERBÜRO                          36<br><br>               Shok ist gerade in einer Unterredung mit Samuels, dem<br>               Präsidenten und Forrest. Nak ist ebenfalls anwesend.<br>               Plötzlich geht die Tür auf und ein tellaritischer Offizier<br>               kommt herein. Gefolgt von mehreren bewaffneten Wachen. Der<br>               Offizier zeigt auf die Menschen.<br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Verräter! Sie sind festgenommen.<br><br>               Die Menschen gucken erschrocken auf die Tellariten.<br><br>                                   SHOK<br>                         Erklären Sie!<br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Die Antares hat soeben mit Hilfe<br>                         der Andorianer verhindert, dass<br>                         unsere Schiffe den Attentäter<br>                         Caylon stellen konnten. Sie hat den<br>                         Rückzug der angeblichen Terroristen<br>                         gedeckt.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Oh mein Gott. Admiral, Sie haben<br>                         der Antares doch unbedingte<br>                         Zusammenarbeit befohlen?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Wenn das wahr ist, dann war es<br>                         gegen meinen ausdrücklichen Befehl.<br>                         Ich...<br><br>               Der Offizier stößt ihn zu Boden.<br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Lügner. Alle Lügner. Minister,<br>                         Flottenführer. Ich gehe von einem<br>                         gezielten Komplott aus und schlage<br>                         vor, die Abgesandten der Erde<br>                         sofort zu inhaftieren. Wir sollten<br>                         die Antares zerstören. Die Skorpion<br>                         ebenfalls, wenn Sie nicht sofort<br>                         freiwillig das System verlässt.<br><br>               Erschrocken guckt Samuels Shok an.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Minister, ich...<br><br>               In diesem Moment materialisieren sich zwei Personen im Raum.<br>               Caylon und Tos. Sofort legen die Wachen an.<br>               Geistesgegenwärtig reißt Caylon die Hände hoch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sind unbewaffnet. Wir wollen<br>                         uns stellen und werden Ihnen<br>                         beweisen, dass alles eine<br>                         romulanische Intrige ist. Bitte!<br><br>               Shok deutet den Wachen an, nicht zu schießen.<br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Hände hoch. Los. Beide.<br><br>               Tos, mit der Situation scheinbar nicht vertraut, guckt die<br>               Tellariten, die immer wütender mit ihren Waffen fuchteln,<br>               unbeholfen an. Dann guckt er zu Caylon. Der verzieht den<br>               Mundwinkel, wippt leicht mit den Kopf, blickt auf seine Arme<br>               und bewegt diese leicht hoch und runter, um Tos anzudeuten,<br>               dass er doch die Hände heben möge. Nach kurzem Zögern kommt<br>               Tos dieser Aufforderung unbeholfen nach.<br><br>               SUPER: "<u>Fortsetzung folgt...</u>"<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                        ENDE AKT V<br>                                         - ENDE -<br></font></p><br><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_52512.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52512"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_52513.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=52513"></a></center><br>]]></description><guid isPermaLink="false">5964</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x06 - Allianzen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x06-allianzen-r5882/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_49505.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0306.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x06) - "Allianzen"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Caylon und seine Crew beginnen Verhandlungen mit den Tellariten, die zu einem Einstieg in den Krieg überredet werden sollen. Davon haben auch die Romulaner Wind bekommen und versuchen ihrerseits alles, um einen Kriegsbeitritt der Tellariten zu verhindern. - Derweil versucht Emma noch immer herauszufinden, was es mit dem ihr zugespielten Geheimdienstbericht auf sich hat...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_48994.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48994"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48995.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48995"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48996.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48996"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48997.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48997"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48998.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48998"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48999.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48999"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_49000.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=49000"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_49001.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=49001"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_49002.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=49002"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_49003.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=49003"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_49004.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=49004"></a></center><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                     "Allianzen"<br><br><br><br>                                        RECAP<br><br>               FADE IN:<br><br>       R01     INT. ANTARES - B-DECK KORRIDOR - ANDOCKSCHLEUSE (3X05 "DIER01<br>               RÜECKKEHR")<br><br>               Müller hat nun die Antares erreicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bitte um Erlaubnis an Bord kommen<br>                         zu dürfen, Sir.<br><br>               Caylon ist sichtlich erfreut.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R02     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - KORRIDOR (3X05 "DIE R02<br>               RÜCKKEHR")<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>               Wie SEHEN einen Commander der Sternenflotte, der wie wild den<br>               Korridor entlang läuft mit einer Phasenpistole auf alles<br>               schießt, was sich ihm in den Weg stellt oder versucht ihm zu<br>               folgen.<br><br>               Sicherheitsoffiziere des Hauptquartiers haben die Verfolgung<br>               aufgenommen und feuern ihrerseits auf den Commander, treffen<br>               ihn jedoch nicht.<br><br>                                   REPORTERIN (V.O.)<br>                         Diese Szenen spielten sich vor<br>                         nicht ganz einer Stunde ab. Der<br>                         Offizier, den Sie hier im Bild<br>                         sehen hat offenbar ohne jede<br>                         Vorwarnung das Feuer im<br>                         Hauptquartier eröffnet, während er<br>                         sich in einer Konferenz befand.<br>                         Dabei wurden mehrere hochrangige<br>                         Offiziere der Sternenflotte zum<br>                         Teil lebensgefährlich verletzt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R03     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ANDERER KORRIDOR (3X05R03<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>               Sicherheitsoffiziere haben den Commander nun eingekreist. Als<br>               dieser erkennt, dass er keine Fluchtmöglichkeit mehr hat,<br>               richtet er seine Phasenpistole gegen sich selbst und drückt<br>               ab. Er bricht zusammen, die Sicherheitsoffiziere stürzen auf<br>               ihn.<br><br>                                   REPORTERIN (V.O.)<br>                         Den Sicherheitskräften des<br>                         Hauptquartiers gelang es zwar den<br>                         Angreifer zu stellen, doch dieser<br>                         richtete seine Waffe lieber gegen<br>                         sich selbst, als sich gefangen<br>                         nehmen zu lassen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R04     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ABEND (3X05 "DIER04<br>               RÜCKKEHR")<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   REPORTERIN<br>                         Es hat leider noch keine<br>                         Stellungsnahme seitens des<br>                         Hauptquartiers gegeben. Sobald wir<br>                         mehr erfahren, werden wir Ihnen<br>                         dies natürlich unverzüglich<br>                         mitteilen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R05     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") R05<br><br>               Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch. Auf seinem<br>               Computerschirm SEHEN WIR einen Bericht mit der Überschrift<br>               "STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET".<br><br>               Caylon start den Bildschirm nur an... entweder ist er nur so<br>               tief in Gedanken, oder der Inhalt des Berichtes hat ihn<br>               schwer erschüttert.<br><br>       R06     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") R06<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie sollten wissen, dass ich den<br>                         Geheimdienstbericht über den<br>                         Vorfall gelesen habe.<br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R07     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S BÜRO - FLASHBACK (3X05 "DIE R07<br>               RÜCKKEHR")<br><br>               Der Bildschirm wird schwarz. Emma blickt ihn verdutzt an.<br><br>               Dann erscheint eine persönliche Nachricht auf ihrem<br>               Bildschirm. Offenbar ein Bericht. Wir können die erste Zeile<br>               lesen: STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET. Derselbe Bericht,<br>               den wir zuvor auf Caylons Schirm sahen?<br><br>               Emma ist verwirrt. Warum schickt man ihr einen streng<br>               geheimen Bericht?<br><br>               Ein weiteres Fenster öffnet sich auf ihrem Bildschirm. In<br>               diesem erscheint ein Text: "LESEN SIE ES!!!".<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>       R08     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (3X05 "DIE RÜCKKEHR") -R08<br>               FORTSETZUNG<br><br>                                   FERNANDEZ (COND'T)<br>                         Ich weiß, was sich wirklich<br>                         zugetragen hat.<br><br>               Caylon reagiert darauf nicht.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Sir, warum haben Sie mir diesen<br>                         Bericht zugespielt?<br><br>               Caylon reagiert überrascht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe Ihnen keinen solchen<br>                         Bericht zugespielt, Councellor.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sir, ich--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Wegtreten, Ensign!<br><br>               Emma zuckt bei Caylons strengem Tonfall kurz kaummerklich<br>               zusammen. Dann macht sie kehrt und geht in Richtung Tür. Doch<br>               sie verlässt den Raum noch nicht. Sie dreht sich noch mal zum<br>               Captain um.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wann hatten Sie Ihren letzten<br>                         Albtraum, Captain?<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R09     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - POV PERSON - FLASHBACK (3X05R09<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>               Aus dem Blickwinkel einer unbekannten Person (nicht, dass der<br>               erfahrene Zuschauer nicht wüsste, um wen es sich hier nur<br>               handeln kann) SEHEN WIR, wie diese Person aufspringt und mit<br>               ausgestreckten Armen auf COUNCELLOR MacKENZIE losspringt. Sie<br>               lässt einen Schrei von sich<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R10     INT. ANTARES - KORRIDOR (3X01 "GEHEIMNISSE")           R10<br><br>               Man sieht Caylons Gesicht. Es ist wie eine Maske,<br>               roboterhaft, emotionslos, kalt. Dann sieht man seine Arme<br>               nach vorne gehen. Die Kamera fährt etwas nach hinten, und man<br>               erkennt im Vordergrund den Crewman, um dessen Hals Caylons<br>               Hände liegen. Der Crewman geht in die Knie, man hört sie<br>               röchelnd um Hilfe rufen, schließlich bricht sie regungslos<br>               zusammen. Die Kamera schwenkt auf das Gesicht. Es ist<br>               Lieutenant Danielle MacKenzie.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R11     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER (2X10 "FÖDERATION")    R11<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Caylons Spiegelbild verändert sich zu dem entstellten und<br>               verbrannten Angesicht des Botschafters Beringsby, das zu ihm<br>               spricht.<br><br>                                   SPIEGELBILD<br>                         Was haben Sie getan?<br><br>               Eine hallende Stimme dringt aus dem Hintergrund.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Du gehorchst nun uns.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R12     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - FORRESTS BÜRO - TAG (3X05R12<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Ich habe einige anstrengende<br>                         Gespräche mit den Tellariten<br>                         geführt.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Tellariten uns erst einmal<br>                         helfen, wird es nicht mehr dauern,<br>                         bis sich weitere Völker<br>                         anschließen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Alles natürlich nur unter der<br>                         Bedingung, dass die Tellariten<br>                         wirklich mit in den Kampf ziehen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R13     INT. VULKANISCHE BOTSCHAFT - TE'EN'G'S GEMÄCHER - ABEND (3X05R13<br>               "DIE RÜCKKEHR")<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Computer, stelle mir eine<br>                         abhörsichere Verbindung nach<br>                         Romulus her. Zerhackercode<br>                         Tal'Shiar 174-47/20.14.7.<br><br>               Der Computer piept bestätigend und wenige Sekunden später<br>               erscheint ein Gesicht auf dem Desktop-Viewer, welches uns<br>               bereits auf den Episoden 2x11 und 2x12 bekannt ist.<br><br>                                   TE'EN'G (CONT'D)<br>                         Toranis. Wir haben ein Problem.<br><br>       R14     INT. TAL'SHIARHAUPTQUARTIER - KOMMANDOZENTRALE (3X05 "DIER14<br>               RÜCKKEHR")<br><br>               Romor kommt hereingeschritten. Er bahnt sich seinen Weg durch<br>               die zahllosen Agenten bis hin zu einem ganz bestimmten. Es<br>               ist derjenige, den wir zu Beginn des Aktes schon auf<br>               Te'en'g's Desktop-Viewer sahen: TORANIS.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Dann nehme ich an, dass ich Caylon<br>                         aktivieren soll.<br><br>               Romor nickt ein weiteres Mal.<br><br>                                   ROMOR<br>                         So ist es. Und ich möchte, dass Sie<br>                         ihn auf den Verhandlungsführer der<br>                         Tellariten ansetzen.<br><br>               Toranis lächelt.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Es ist diesbezüglich bereits alles<br>                         in die Wege geleitet, Admiral.<br><br>               AUF Romor, der zufrieden lächelt:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE RECAP<br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN                               1<br><br>               Sein Blick ist glasig und leer.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Es heißt, dass man im letzten<br>                         Augenblick vor dem Tode, vor dem<br>                         Moment, in dem alles schwarz wird,<br>                         sein ganzes Leben im Zeitraffer<br>                         noch einmal vor sicht sieht.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         2     MONTAGE                                                  2<br><br>               Eine kurze Ansammlung von Bildfetzen, getrennt durch<br>               Flashcuts.<br><br>               - ein etwa 6jähriger Caylon spielt mit seinem Bruder am<br>               Strand<br><br>               - ein erwachsener Caylon spielt mit seinem Neffen Football<br><br>               - Müller im Maschinenraum<br><br>               - Caylon und Müller küssen sich<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>         3     NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN                               3<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Und nun, da für mich der Augenblick<br>                         des Todes unmittelbar bevorsteht<br>                         weiß ich nun endlich: Es stimmt.<br>                             (beat)<br>                         So viele schöne Erlebnisse...<br><br>               Aus dem OFF HÖREN WIR einen Schuss.<br><br>               Caylons Augen weiten sich.<br><br>                                                          CUT TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         4     EXT. WELTRAUM -WARP                                      4<br><br>               Die Antares rauscht durch unser Blickfeld.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                             5<br><br>               Müller ist dabei den Maschinenraum zu verlassen und geht<br>               dabei an McForlay vorbei, der am Warpkern arbeitet.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Bis morgen, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bis morgen. machen Sie nicht mehr<br>                         zu lange.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Keine Angst, Commander. Sobald<br>                         Kendall auftaucht, tauche ich ab.<br><br>               Müller grinst und verlässt nun den Maschinenraum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - L-DECK KORRIDOR                           6<br><br>               Wir SEHEN wie Müller den Maschinenraum verlässt und den<br>               Korridor entlang zum nächsten Turbolift geht. Sie betritt<br>               ihn.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - TURBOLIFT - FORTSETZUNG                   7<br><br>               Müller drückt den Knopf fürs C-Deck und die Türen schließen<br>               sich und der Lift setzt sich in Bewegung.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         8     INT. ANTARES - C-DECK KORRIDOR - MOMENTE SPÄTER          8<br><br>               Der Turbolift stoppt und Müller kommt aus ihm heraus. Sie<br>               geht die Korridore des Decks zielstrebig entlang, bis sie<br>               schließlich zu einer Tür mit der Aufschrift "C304 - CAYLON,<br>               CPT." kommt. Sie betätigt den Türmelder.<br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME<br>                         Herein.<br><br>               Die Tür öffnet sich und Müller betritt...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         9     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER - FORTSETZUNG            9<br><br>               ... Caylons Quartier.<br><br>               Caylon sitzt auf einer Couch und blickt nun erfreut zu Müller<br>               auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erfreut)<br>                         Nicole...<br><br>               Beat.<br><br><br>               Caylon steht auf und geht auf sie zu, er will sie einmal mehr<br>               in den Arm nehmen. Doch bevor er dazu kommen kann:<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (todernst)<br>                         Frederick, wir müssen uns<br>                         unterhalten...<br><br>               Caylon friert in seiner Bewegung ein. Ihr Tonfall gefällt ihm<br>               ganz und gar nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (abweisend)<br>                         Wieso beschleicht mich das Gefühl,<br>                         dass das, was jetzt kommt mir nicht<br>                         gefallen wird?<br><br>               Beat.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vermutlich, weil es so sein wird...<br><br>               In Caylons Gesicht sehen wir keine Regung.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Wir können nicht länger zusammen<br>                         sein, Frederick.<br><br>               Immer noch keine Regung. Er starrt sie nur an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         WIE BITTE!?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich brauche etwas Distanz.<br>                             (beat)<br>                         Ich muss mit über einige Dinge klar<br>                         werden.<br><br>               Caylon zeigt nun endlich eine Regung. Sein Gesicht zuckt<br>               leicht, seine Augen werden feucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit zitternder Stimme)<br>                         Worüber denn?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zögernd)<br>                         Als ich auf Denobula war....<br>                             (long beat)<br>                         Ich habe jemanden kennen gelernt.<br><br>               AUF Caylon, dem nun erste Tränen über das Gesicht laufen:<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        10     INT. DENOBULA - KRANKENHAUS - INTENSIVSTATION - ABEND - 10<br>               FLASHBACK <br><br><br>               Müller liegt in einem Bett. Intubiert, beatmet und sehr<br>               blass. Denobulanische Ärzte stehen um sie herum.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Die ersten zwei Monate stand es<br>                         sehr schlecht um mich. Die<br>                         Denobulaner hatten ihre<br>                         Möglichkeiten ausgeschöpft, es gab<br>                         nichts mehr, was sie für mich<br>                         hätten tun können.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        11     INT. DENOBULA - KRANKENHAUS - INTENSIVSTATION - NACHMITTAG -11<br>               FLASHBACK <br><br><br>               Müller liegt noch immer wie zuvor im Bett. Schwestern kümmern<br>               sich um sie.<br><br>               Da betritt ein Mann das Zimmer. Jung, gutaussehend, trotz<br>               seiner Glatze.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                             (fährt fort)<br>                         Nichts, außer die Deltaner um Hilfe<br>                         zu bitten.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         12<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (fährt fort)<br>                         Vor zwei Monaten dann war ich<br>                         wieder soweit fitt, dass ich die<br>                         Wirkung der deltanischen Pheromone<br>                         zu spüren begann. Allerdings wusste<br>                         ich dort noch nicht, dass meine<br>                         Gefühle, die ich empfand, durch die<br>                         Pheromone verursacht wurden.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        13     EXT. DENOBULA - KRANKENHAUS - PARK - ABEND              13<br><br>               Wir SEHEN Müller in Krankenhauskleidung und den deltanischen<br>               Arzt. Sie sieht ihn hoffnungsvoll an.<br><br>                                   DELTANER<br>                             (sanft)<br>                         Unter diesen Umständen kann ich<br>                         keine Beziehung mit dir eingehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schluchzend)<br>                         Aber... aber bei Menschen ist es<br>                         doch im Grunde nicht anders.<br>                             (beat)<br>                         Wir geben doch auch Duftstoffe ab,<br>                         die uns für jemand anderes<br>                         anziehend werden lassen. Bei euch<br>                         sind sie nur etwas stärker.<br><br>                                   DELTANER<br>                             (lächelnd)<br>                         Etwas?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay, etwas mehr.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         14<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (fährt fort)<br>                         Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist<br>                         nichts geschehen zwischen und...<br>                             (beat)<br>                         ... aber die Gefühle sind<br>                         geblieben.<br><br>               Caylons Mundwinkel beginnen leicht zu zittern.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich habe auch noch immer Gefühle<br>                         für dich, aber...<br>                             (long beat)<br>                         So lange ich noch jemand anderes<br>                         liebe, ist es vielleicht besser,<br>                         wenn wir etwas auf Distanz gehen...<br>                             (beat)<br>                         Ich brauche etwas Zeit.<br><br>               Caylon explodiert. Wütend schlägt er mit der Faust einen<br>               Glastisch kaputt (erinnert sich noch wer an Season 1?).<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt)<br>                         Geh jetzt!!!<br><br>               Müller ist schockiert über diese Reaktion.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (eingeschüchtert)<br>                         Ich--<br><br>               Caylon fällt ihr ins Wort:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt weiter)<br>                         GEH JETZT, BEVOR ICH MICH VERGESSE!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verängstigt)<br>                         Es tut mir leid, Fred.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt noch lauter)<br>                         RAUS!!!!!<br><br>               Müller schreckt zurück. Sie verlässt das Quartier beinahe im<br>               Laufschritt.<br><br>               AUF den wutschnaubenden Caylon:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        15     EXT. WELTRAUM - ERDE                                    15<br><br>               Die Antares kommt aus dem Warp und fliegt in einen Orbit um<br>               ihren Heimatplaneten ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        16     INT. ANTARES - B-DECK KORRIDOR - ANDOCKSCHLEUSE         16<br><br>               Caylon, BEEM und MILLER stehen hier bereit, um die Gäste an<br>               Bord willkommen zu heißen. Diese betreten nun in folgender<br>               Reihenfolge das Schiff:<br><br>               ADMIRAL MAXWELL FORREST, NATHAN SAMUELS und zu guter Letzt<br>               PRÄSIDENT HAYDEN (zuletzt gesehen in 2x06 "Vertrauen").<br><br>               Caylon scheint nun wieder gefasster zu sein. Er begrüßt den<br>               Präsidenten als ersten:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Willkommen an Bord, Mr. President.<br><br>                                   HAYDEN<br>                         Ich freue mich hier sein zu können,<br>                         Captain. Zusammen mit der<br>                         Enterprise sind Sie wohl eines des<br>                         Schiffe, das am meisten für die<br>                         Erde getan hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Sir.<br>                             (auf Miller und Beem<br>                              deutend)<br>                         Darf ich vorstellen, Mr. President,<br>                         meine Schiffsärztin Lieutenant<br>                         Commander Kathrine Miller und mein<br>                         Sicherheitschef Lieutenant James<br>                         Beem.<br><br>               Hayden gibt beiden die Hand.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wir haben einen Empfang in unserer<br>                         Offiziersmesse für Sie vorbereitet,<br>                         Mr. President. Nichts großes, aber<br>                         für ein Raumschiff auch nicht<br>                         schlecht.<br><br>               Caylon deutet den Weg und alle gehen los Richtung Turbolift.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        17     EXT. WELTRAUM - WARP                                    17<br><br>               Die Antares rast mit Kurs auf Tellar durch unser Sichtfeld.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER                     18<br><br>               Wir SEHEN ENSIGN EMMA Fernandez in Freizeitkleidung auf ihrem<br>               Bett sitzen. Sie diktiert einen Brief.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Liebe Gefion. Es tut mir leid, dass<br>                         ich dir so lange nicht mehr<br>                         geschrieben habe. Aber ich habe<br>                         gute Gründe.<br>                             (beat)<br>                         Ich stehe nämlich gerade vor einem<br>                         großen Rätsel.<br>                             (beat)<br>                         Mir wurde kürzlich ein streng<br>                         vertraulicher Geheimdienstbericht<br>                         zugespielt, für den ich überhaupt<br>                         keine Sicherheitsberechtigung habe.<br>                         Aber du kennst mich ja, neugierig,<br>                         wie ich bin, habe ich ihn trotzdem<br>                         gelesen.<br>                             (beat)<br>                         Ich wünschte, ich hätte es nicht<br>                         getan, denn der Inhalt ist mehr als<br>                         beunruhigend, auch, wenn ich noch<br>                         nicht alle Zusammenhänge völlig<br>                         nachvollziehen konnte.<br>                             (beat)<br>                         Na ja, ich will die nicht mit<br>                         Details langweilen. - Jedenfalls<br>                         habe ich versucht herauszufinden,<br>                         von wem ich diesen Bericht bekommen<br>                         habe, was mir mit Mr. Torlans Hilfe<br>                         auch gelungen ist. Jedenfalls<br>                         glaube ich das. Der Captain war es.<br>                         Als ich ihn aber darauf<br>                         angesprochen habe, wollte er von<br>                         nichts wissen. Er wurde sogar laut,<br>                         was er mir gegenüber noch nie<br>                         geworden ist. Schon sehr<br>                         merkwürdig.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe keine Ahnung, warum er es<br>                         abstreiten sollte, mit den Bericht<br>                         zugespielt zu haben. Ich habe ihn<br>                         ja nicht in aller Öffentlichkeit<br>                         danach gefragt...<br>                             (beat)<br>                         Andererseits, fällt mir auch kein<br>                         vernünftiger Grund ein, warum er<br>                         ihn mir überhaupt hätte zu--<br><br>               Ihre Augen werden weit. Ihr dämmert etwas.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (entsetzt)<br>                         Oh mein Gott... es sei denn...<br>                         nein, das KANN nicht sein!<br>                             (beat)<br>                         Oder doch...?<br><br>               AUF die entsetzt-verwirrte Emma:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        19     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - TAG                         19<br><br>               Grau, grau, grau sind alle meine Häuser, grau, grau, grau,<br>               ist alles was ich hab...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     INT. TAL'SHIARHAUPTQUARTIER - KOMMANDOZENTRALE          20<br><br>               ROMOR schreitet ein weiteres Mal zwischen den unzähligen<br>               Arbeitsplätzen der Tal'Shiar-Agenten hindurch, wieder auf der<br>               Suche nach jemand ganz bestimmten. Und diesen jemand findet<br>               er nun: Ein TELLARITE.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (zum Tellariten)<br>                         Ich sehe, Sie sind soweit.<br><br>                                   TELLARITE<br>                         Allerdings. Unsere Chirurgen haben<br>                         hervorragende Arbeit geleistet,<br>                         finden Sie nicht?<br><br>               An seiner Stimme hat der Aufmerksame Zuschauer den Tellariten<br>               nun erkannt: Toranis.<br><br>               Romor nickt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Wie steht es um die DNA-Maske?<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Sie steht bereit und müsste meine<br>                         DNA für einen Zeitraum von sechs<br>                         Stunden wie die eines Tellariten<br>                         aussehen lassen.<br><br>               Romor ist zufrieden.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Sehr gut.<br>                             (beat)<br>                         Sie kennen Ihren Auftrag, Toranis.<br>                         Aktivieren Sie Caylons<br>                         Programmierung und lassen Sie ihn<br>                         den Tellariten töten. Das wird für<br>                         uns alles wesentlich leichter<br>                         machen.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Was ist mit Caylon?<br><br>                                   ROMOR<br>                             (kalt)<br>                         Das überlassen wir dann den<br>                         Tellariten.<br><br>               Toranis nickt.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Ich werde mich dann jetzt auf den<br>                         Weg machen. Ich muss pünktlich beim<br>                         Treffpunkt sein.<br><br>               Romor nickt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich hoffe für die Ferengi, dass die<br>                         die Ware pünktlich und unbeschädigt<br>                         übergeben.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Ich werde mich so oder so gebührend<br>                         um sie kümmern.<br><br>               Romor lächelt zufrieden.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Tun Sie das.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     EXT. WELTRAUM - ROMULUS                                 21<br><br>               Ein Bird of Prey verlässt den Orbit. Wir folgen ihm mit der<br>               Kamera, bis er auf Warpgeschwindigkeit beschleunigt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        22     EXT. WELTRAUM - WARP                                    22<br><br>               Die Antares.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     INT. ANTARES - D-DECK KORRIDOR                          23<br><br>               Emma Fernandez kommt - mit einem PADD in der Hand - aus einem<br>               Turbolift und geht die Korridore des D-Decks geistesabwesend,<br>               aber dennoch zielsicher entlang, bis sie schließlich vor<br>               einem bestimmten Quartier halt macht: Es ist ein VIP<br>               Quartier.<br><br>               Emmas freie Hand greift in Richtung des Türmelders, kurz<br>               bevor sie ihn jedoch drückt, zieht sie ihre Hand zurück.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu sich; leise)<br>                         Verdammt, Emma, reiß dich zusammen!<br><br>               Sie klingelt.<br><br>                                   FORREST'S KOMMSTIMME<br>                         Herein.<br><br>               Emma öffnet zögernd die Tür und betritt - noch zögernder -<br>               das Quartier des Admirals.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. ANTARES- FORREST'S QUARTIER - FOLGEND              24<br><br>               Hinter Emma schließt sich die Tür.<br><br>               Forrest sitzt an einem Schreibtisch und ist am dortigen<br>               Computer beschäftigt. Nun widmet er sich aber Emma.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Guten tag, Admiral.<br><br>               Forrest nickt ihr zu.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ensign.<br><br>               Er deutet auf einen Stuhl.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Bitte, nehmen Sie doch Platz.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (unangenehm)<br>                         Danke, Sir.<br><br>               Emma bleibt stehen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sie sind Ensign Fernandez, nicht<br>                         wahr? Die neue Schiffspsychologin.<br><br>               Emma nickt. Etwas geschmeichelt, dass Forrest sie erkannt<br>               hat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                             (scherzend)<br>                         Ich hoffe Sie sind nicht hier, weil<br>                         Sie meinen, dass ich eine Therapie<br>                         nötig hätte.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nötig hätte die nach meinen<br>                         Erfahrungen beinahe jeder in der<br>                         Sternenflotte.<br>                             (beat)<br>                         Aber nein, Sir, deswegen bin ich<br>                         tatsächlich nicht hier.<br><br>                                   FORREST<br>                         Was haben Sie auf dem herzen,<br>                         Ensign? Haben Sie Probleme sich<br>                         einzugewöhnen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein, nein, um Gottes Willen,<br>                         Admiral, die meisten haben mich<br>                         hier sehr nett empfangen.<br><br>               Forrest sieht sie mit einem "Worum geht es dann?"-Blick an.<br><br>               Ohne ein weiteres Wort zu verlieren gibt Emma dem Admiral das<br>               PADD.<br><br>               Forrest nimmt es und wirft einen kurzen Blick darauf. Dann:<br><br>                                   FORREST<br>                             (ernst)<br>                         Woher haben Sie das?<br><br>               Emma zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich weiß es nicht, Sir. Er erschien<br>                         einfach auf meinem Monitor.<br><br>               Forrest scheint besorgt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Dann haben wir wohl ein<br>                         Sicherheitsproblem.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das scheint mit auch so, Admiral.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wer weiß noch von diesem Bericht?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Soweit ich weiß, bin ich die<br>                         einzige unathorisierte Person, an<br>                         die er gegangen ist, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut. Ich möchte, dass das auch so<br>                         bleibt, Ensign.<br>                         Sie werden mit niemandem, und damit<br>                         meine ich NIEMANDEM, darüber<br>                         sprechen, ist das klar?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sehn Sies als Patientenakte an, die<br>                         unter meine Schweigepflicht fällt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das will ich Ihnen auch raten,<br>                         Ensign.<br><br>               Long beat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sir...<br>                             (beat)<br>                         Da ist noch etwas, was ich nicht<br>                         nachvollziehen konnte.<br><br>                                   FORREST<br>                             (kalt)<br>                         Und das wäre?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wie kam der Geheimdienst zu dem<br>                         Schluss, dass Commander Sellberg<br>                         ein Schläfer sein musste?<br><br>               Forrest zögert.<br><br>                                   FORREST<br>                             (zögerlich)<br>                         Sie wissen, dass ich Ihnen das<br>                         eigentlich gar nicht sagen darf,<br>                         Ensign.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ernst)<br>                         Dann sehen Sie mich als ihren<br>                         Councellor an, dem Sie Ihr Herz<br>                         ausschütten, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sie sind ziemlich forsch, Ensign.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Danke, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das war nicht als Kompliment<br>                         gedacht.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Tja, wir spanischen Frauen sind da<br>                         etwas anders.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FORREST<br>                         Also gut, Councellor.<br>                             (beat)<br>                         Es wurde uns - lassen Sie es mich<br>                         "zugetragen" nennen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Zugetragen?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ja. Von einer Quelle, der ich<br>                         normalerweise nichteinmal glauben<br>                         würde, wenn sie bei einem Gewitter<br>                         sagen würde, dass es draußen<br>                         blitzt.<br><br>               Emma ist verwirrt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Warum glauben Sie dieser "Quelle"<br>                         dann in diesem Fall, Sir?<br><br>                                   FORREST<br>                         Weil sie in diesem Fall keinen<br>                         Grund hätten, die Unwahrheit zu<br>                         erzählen. In diesem besonderen Fall<br>                         scheinen wir dieselben Interessen<br>                         zu verfolgen.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem gibt es Indizien, die ihre<br>                         Behauptung untermauern.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (neugierig)<br>                         Was für Indizien, Sir?<br><br>               Forrest überlegt kurz, ob er ihr dies anvertrauen soll. Er<br>               hat eigentlich schon zuviel gesagt. Dennoch:<br><br>                                   FORREST<br>                             (zu sich)<br>                         Was solls? Darauf kommt es jetzt<br>                         auch nicht mehr an.<br>                             (beat; dann zu Emma)<br>                         Commander Sellberg war im<br>                         vergangenen Jahr von seinem Schiff<br>                         aus mit einem Shuttle auf einem<br>                         Versorgungsflug zu einem<br>                         Forschungslabor nahe dem<br>                         romulanischen Raum unterwegs. Dann<br>                         verschwand das Shuttle plötzlich<br>                         von allen Sensoren. Wir vermuteten<br>                         zunächst natürlich, dass die<br>                         Romulaner ihn entdeckt und sein<br>                         Shuttle zerstört hatten.<br>                             (beat)<br>                         Doch nach knapp 24 Stunden tauchte<br>                         es wieder auf. Einfach so.<br>                             (beat)<br>                         Commander Sellberg hatte keine<br>                         Erinnerungen an die, wie er es<br>                         später nannte, "verlorenen 24<br>                         Stunden".<br>                             (long beat)<br>                         Man kann nur spekulieren, was an<br>                         diesem "fehlenden" Tag geschehen<br>                         ist und eine dieser<br>                         Spekulationen...<br>                             (beat)<br>                         Nun ja, Sie kennen sie ja.<br><br>               Emma ist sichtlich beunruhigt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zögerlich; beunruhigt)<br>                         Sir... halten Sie es für möglich,<br>                         dass...<br>                             (beat)<br>                         Ich meine... Admiral, wenn es einen<br>                         Schläfer gab, besteht dann nicht<br>                         auch die Möglichkeit, dass es noch<br>                         mehr gibt?<br><br>               Forrest schüttelt mäßig überzeugt den Kopf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nein. Dafür gibt es im Moment keine<br>                         Hinweise.<br>                             (beat)<br>                         Meines Wissens hat in den letzten<br>                         Monaten niemand etwas ähnliches<br>                         durchgemacht, wie Sellberg.<br><br>               Emma hat noch eine weitere Frage auf dem Herzen:<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         War der Commander in<br>                         psychologischer Behandlung nach den<br>                         Ereignissen mit seinem Shuttle?<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ja, das ist Standartprozedur.<br>                             (beat; halb vorwurfsvoll)<br>                         Das sollten Sie aber wissen,<br>                         Ensign.<br><br>               Emma nickt. Sie blickt besorgt drein.<br><br>                                   FERNANDEZ</font><br></b><p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><font face="Courier New" size="2">                         Danke für Ihre Zeit, Admiral.<br><br>               Sie macht auf der Stelle kehrt und will das Quartier<br>               verlassen. Forrest stoppt sie.<br><br>                                   FORREST<br>                         Councellor.<br><br>               Sie stoppt,<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (ernst)<br>                         Ein Wort zu irgendjemandem über<br>                         dieses Gespräch und Sie sind<br>                         fertig. Haben Sie mich verstanden?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Natürlich, Sir.<br><br>               Mit besorgter Mine verlässt Emma nun das Quartier des<br>               Admirals.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        25     EXT. WELTRAUM                                           25<br><br>               Wir SEHEN ein Schiff der Ferengi, einen tellaritischen<br>               Frachter, den die Ferengi im Traktorstrahl halten, sowie den<br>               Bird of Prey von Toranis.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        26     INT. BIRD OF PREY - BRÜCKE                              26<br><br>               Der als Tellarite getarnte Toranis sitzt im Kommandosessel.<br>               Weitere Romulaner an den übrigen Konsolen. Auf dem<br>               Sichtschirm SEHEN WIR einen Ferengi. Mid-Scene.<br><br>                                   FERENGI (ON SCREEN)<br>                         Ich möchte Ihnen raten, uns nicht<br>                         betrügen zu wollen. Ich habe den<br>                         Frachter mit einer<br>                         Fernzündevorrichtung ausgestattet.<br>                         Diese werde ich Ihnen natürlich<br>                         sofort übergeben, wenn der<br>                         Zahlungstransfer abgeschlossen ist.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Und woher soll ich wissen, ob Sie<br>                         diese Fernzündung nicht trotz<br>                         kompletter Zahlung zünden werden,<br>                         Daimon?<br><br>                                   FERENGI (ON SCREEN)<br>                         Sie haben mein Wort, Major.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Das genügt mir nicht.<br><br>                                   FERENGI (ON SCREEN)<br>                         Es wird Ihnen aber genügen müssen!<br><br>               Toranis bedeutet einem seiner Offiziere den Kanal zu<br>               schließen.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                             (zum Taktikoffizier)<br>                         Jetzt!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     EXT. WELTRAUM                                           27<br><br>               Der Bird of Prey feuert eine Salve von Plasmatorpedos auf das<br>               Ferengischiff ab, welches - überraschend getroffen - in einem<br>               grellen Feuerball explodiert.<br>               Der tellaritische Frachter wird von der Druckwelle ein Stück<br>               mitgerissen, bleibt aber weitestgehend unbeschädigt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     INT. BIRD OF PREY- BRÜCKE                               28<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Wir steigen um.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        29     EXT. WELTRAUM - WARP                                    29<br><br>               Röööööööööööööööööööööööhhhhhhhhhhhhhhhrrr! Und vorbei ist<br>               die Antares.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        30     INT. ANTARES - E-DECK KORRIDOR                          30<br><br>               Emma geht den Korridor zügigen Schrittes entlang. Unterwegs<br>               begegnet ihr ENSIGN DARIUS TSCHERNOVSKY.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Kann ich Sie kurz stören,<br>                         Councellor?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ohne stehen zu bleiben)<br>                         Ich bin gerade etwas in Eile,<br>                         Darius.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (lässt sich nicht<br>                              abwimmeln)<br>                         Es geht um Ashan. Sie hat mir<br>                         geantwortet und ich--<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (stoppt; mit Nachdruck)<br>                         Ich habe jetzt keine Zeit, Ensign!<br><br>               Sie geht weiter und lässt einen enttäuschten Darius<br>               Tschernovsky zurück.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (leise; zu sich)<br>                         Gott, braucht der jetzt für jeden<br>                         Brief nen Schupps?!<br><br>               Emma biegt um eine Ecke und erreicht ihr Quartier, vor dem -<br>               zu Emmas Überraschung - Commander Nicole Müller auf sie zu<br>               warten scheint.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Councellor.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Commander, ich bin gerade etwas--<br><br>               Nicole unterbricht sie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich möchte mich bei Ihnen<br>                         entschuldigen, Councellor.<br>                             (beat)<br>                         Ich war Ihnen gegenüber bei unserer<br>                         ersten Begegnung mehr als<br>                         unhöflich.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie brauchen nicht so zu<br>                         untertreiben, Commander. Sie waren<br>                         ein Biest.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ironisch)<br>                         Danke für die Blumen, Ensign.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wir spanischen Frauen sind da etwas<br>                         -<br><br>                                   MÜLLER<br>                         -- etwas anders, ich weiß.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         "Direkter" wollte ich sagen.<br>                             (beat)<br>                         Aber egal. Entschuldigung<br>                         angenommen, Commander.<br><br>               Sie reicht ihr die Hand, Müller ergreift sie.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Wenn Sie--<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht sie ein<br>                              weiteres Mal)<br>                         Ich muss mit Ihnen über Fred<br>                         sprechen.<br><br>               Emma wird hellhörig.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was ist mit dem Captain?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zögerlich)<br>                         Hat er sich in den Monaten, in<br>                         denen ich weg war auch so<br>                         verhalten?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         So?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, er war ganz komisch.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe ihm heute Morgen meine<br>                         Seele ausgeschüttet, wenn Sie so<br>                         wollen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie haben ihm von Denobula erzählt?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie wissen wohl alles, Ensign.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Gut vorbereitet. <img src="/_legacy_inhalte/smile/smile.gif"><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Jedenfalls ist er richtig<br>                         ausgerastet. Er meinte, ich sollte<br>                         verschwinden, bevor er sich<br>                         vergisst.<br>                             (beat)<br>                         Er hat mir richtig Angst gemacht.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zögernd)<br>                         Die... Crew hat Veränderungen bei<br>                         Ihm bemerkt, ja, Commander. Und<br>                         sein verhalten während ich an Bord<br>                         bin war auch nicht unbedingt so,<br>                         wie ich es aus den Berichten meiner<br>                         Vorgängerin erwartet hätte.<br>                             (beat)<br>                         Aber SO hat er bisher noch nicht<br>                         reagiert. Jedenfalls nicht soweit<br>                         ich weiß.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und da Sie ja so gut vorbereitet<br>                         sind...<br><br>               Emma nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Eben.<br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na ja... ich werde wohl seinen<br>                         wundern Punkt erwischt haben...<br>                             (beat)<br>                         Ich kanns ihm nicht verdenken.<br><br>               Emmas Blick entnehmen wir, dass sie nicht so ganz an diese<br>               Möglichkeit glaubt.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Danke für Ihre Zeit, Councellor. -<br>                         Vielleicht sieht man sich mal.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Es ist ein kleines Schiff,<br>                         Commander.<br><br>               Nicole nickt und geht.<br><br>               Noch beunruhigter, als sie es ohnehin schon war, betritt Emma<br>               nun ihr Quartier.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        31     EXT. WELTRAUM - TELLAR                                  31<br><br>               Toranis Frachter kommt aus dem Warp und schwenkt in eine<br>               Umlaufbahn um den Planeten ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        32     INT. TELLARITISCHER FRACHTER - TORANIS QUARTIER         32<br><br>               Der Raum ist ausgestattet mit vielen Monitoren, fast so, wie<br>               Toranis Arbeitsplatz auf  Romulus.<br><br>               Der als Tellarite verkleidete Toranis sitzt an einem<br>               Schreibtisch und hält ein kleines Gerät in den Händen, nicht<br>               viel größer als ein Kugelschreiber des frühen 21.<br>               Jahrhunderts.<br><br>               Vor ihm SEHEN WIR einen Bildschirm, auf dem wir nur einen<br>               Strich SEHEN.<br><br>               Toranis drückt die einzige Taste an dem kleinen Gerät in<br>               seiner Hand und der Strich wird zu einem großen Zacken, der<br>               wieder verschwindet, sobald Toranis den Knopf loslässt.<br><br>               Zufrieden steckt er das kleine Gerät in eine Tasche seiner<br>               Hose.<br><br>                                   KOMMSTIMME<br>                         Wir haben unseren Bestimmungsort<br>                         erreicht.<br><br>               Toranis aktiviert das Interkom.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Senden Sie Admiral Romor unseren<br>                         bisherigen Bericht.<br>                             (beat)<br>                         Ich begebe mich auf die Oberfläche.<br><br>                                   KOMMSTIMME<br>                         Verstanden. Brücke Ende.<br><br>               Toranis steht auf. Er geht zu einem kleinen Koffer auf einem<br>               weiteren Tisch, öffnet diesen und holt eines von zehn<br>               Hyposprays heraus. Dieses injiziert er sich.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                             (zu sich)<br>                         Die ersten sechs Stunden<br>                         beginnen...<br><br>               AUF Toranis:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        33     EXT. WELTRAUM - TELLAR                                  33<br><br>               Die Antares schwenkt in den Orbit ein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        34     EXT. TELLAR - HAUPTSTADT - ABEND                        34<br><br>               Ein Shuttle der Antares setzt zur Landung an. Tellaritische<br>               Offizielle warten bereits.<br><br>               Das Shuttle landet und heraus steigen, Caylon, Forrest, Beem<br>               und Samuels.<br><br>               Samuels tritt hervor.<br><br>                                   TELLARITE #1<br>                         Ihr Visage ist ja noch viel<br>                         hässlicher, als es über Subraumfunk<br>                         den Anschein hatte.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Könnten Sie mich wenigstens<br>                         ansehen, wenn Sie mit mir sprechen,<br>                         statt mir ihr Hinterteil zu zeigen?<br><br>               Caylon und Forrest sehen sich an.<br><br>               Die Tellariten lachen.<br><br>                                   TELLARITE #1<br>                         Ich denke, wir sollten uns als<br>                         erstes die Räumlichkeiten der<br>                         morgigen Verhandlungen ansehen.<br><br>               Samuels nickt.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Darum sind wir hier.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        35     EXT. WELTRAUM - TELLAR                                  35<br><br>               Die Antares im Orbit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER                     36<br><br>               Emma sitzt an ihrem Schreibtisch, auf dem Monitor vor ihn ein<br>               Offizier des Hauptquartiers. Mid-Scene.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (wütend)<br>                         Und warum nicht, wenn ich fragen<br>                         darf!?<br><br>                                   HQ-OFFIZIER (ON SCREEN)<br>                             (ruhig)<br>                         Es tut mir sehr leid, Ensign<br>                         Fernandez, aber alle Unterlagen von<br>                         oder über Commander Sellberg wurden<br>                         vom Geheimdienst als strengst<br>                         vertraulich eingestuft und Sie<br>                         besitzen leider nicht die benötigte<br>                         Sicherheitsfreigabe, um sie<br>                         einzusehen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Verdammt noch mal, es könnte um<br>                         Leben und Tod gehen!!!<br><br>                                   HQ-OFFIZIER (ON SCREEN)<br>                         Ich kann Ihnen nur noch einmal<br>                         raten, sich mit Admiral Stone vom<br>                         Geheimdienst zu besprechen. Sie<br>                         erreichen den Admiral Montag bis--<br><br>               Emma unterbricht ihn.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (wütend)<br>                         Montag bis Freitag von 8 bis 16<br>                         Uhr, ja, danke, ich weiß!<br><br>               Sie prügelt den Monitor aus.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Scheiß Bürokratie!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES - E-DECK KORRIDOR                          37<br><br>               Emma schreitet ihn zielsicher entlang.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        38     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   38<br><br>               Mendez an der Taktik, Darius am Steuer, Müller hat das<br>               Kommando, Mestral an der Wissenschaft und Torlan an der<br>               Kommunikation. NDs besetzen weitere Stationen.<br><br>               Emma kommt aus dem Turbolift und geht zielsicher auf Torlan<br>               zu.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu Torlan; flüsternd)<br>                         Ich brauche Ihre Hilfe, Mr. Torlan.<br><br>               Torlan nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (flüsternd)<br>                         Würden Sie mir einen höchst<br>                         illegalen und konspirativen<br>                         Gefallen tun?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (leise)<br>                         Das gefällt mir gar nicht,<br>                         Councellor.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (leise)<br>                         Kann ich erst unter vier Augen mit<br>                         Ihnen darüber reden, bevor Sie nein<br>                         sagen?<br><br>               Torlan nickt und beide gehen in den angrenzenden<br>               Konferenzraum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        39     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM - FOLGEND                  39<br><br>               Emma und Torlan kommen herein.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nun, Councellor?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Commander, kann ich darauf<br>                         vertrauen, dass alles, was ich<br>                         Ihnen gleich sagen werde unter uns<br>                         bleibt, bis sich meine Vermutungen<br>                         bestätigt haben?<br><br>               Torlan überlegt kurz, dann nickt er.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        40     INT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - KONFERENZRAUM - ABEND 40<br><br>               Caylon, Beem, Forrest, Samuels und einige Tellariten. Auch<br>               hier ist man schon einige Zeit zugange.<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (hitzig)<br>                         Unser Präsident wird dem NIEMALS<br>                         zustimmen!<br><br>                                   TELLARITE #1<br>                             (schreit)<br>                         Das ist eine unserer<br><br>                         Hauptbedingungen, wenn wir Sie in<br>                         ihrem Krieg unterstützen sollen.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Aber Sie können doch nicht im Ernst<br>                         glaube--<br><br>                                   TELLARITE #1<br>                             (unterbricht)<br>                         nicht glaube. Verlangen.<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (wütend)<br>                         Aaargh!<br><br>                                   FORREST<br>                         Gentlemen, vielleicht sollten wir<br>                         es in Betracht ziehen, eine kurze<br>                         Pause--<br><br><br>                                   TELLARITE #1<br>                             (unterbricht)<br>                         NEIN!<br><br><br>                                   SAMUELS<br>                         NEIN!<br><br>               Forrest lässt sich in seine Rückenlehne zurückfallen und<br>               seufzt.<br><br>               Caylon lehnt sich etwas zu Forrest rüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüsternd; zu Forrest)<br>                         Ich brauche etwas frische Luft.<br>                         Wenn Sie mich entschuldigen würden,<br>                         Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                             (flüsternd)<br>                         Ich kann das nachempfinden.<br>                             (beat)<br>                         Nur zu, aber nicht zu lange,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüsternd)<br>                         Aye.<br><br>               Caylon steht auf und verlässt den Raum, während sich Samuels<br>               und Tellarite #1 weiter zanken.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        41     EXT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - SPÄTER ABEND          41<br><br>               Trotz später Stunde herrscht hier reges Treiben. Zahllose<br>               Tellariten laufen umher.<br><br>               Caylon kommt aus dem Gebäude und atmet tief durch. Er<br>               schließt die Augen und legt den Kopf in den Nacken.<br><br>               Aus der Menge kommt ein Tellarite auf ihn zu: Toranis.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                         Sind Sie nicht... Sind Sie nicht<br>                         dieser Sternenflottenmensch...<br><br>               Caylon öffnet seine Augen und sieht ihn an. Er nickt.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS (CONT'D)<br>                         Jonathan Archer, nicht wahr?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, Frederick Caylon, von der<br>                         Antares.<br><br>               Toranis spielt den Enttäuschten.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                             (enttäuscht)<br>                         Wieder nur so ein Alien zweiter<br>                         Klasse.<br><br>               Heimlich greift er in seine Tasche und holt das kleine Gerät,<br>               welches wir zuvor schon bei ihm gesehen haben, hervor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Danke, ich freue mich auch, Sie<br>                         kennen zu lernen.<br><br>               Caylon bemerkt das Gerät.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (neugierig)<br>                         Was haben Sie da?<br><br>               Toranis hält das kleine Gerät so, dass es Caylon sehen kann.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS<br>                             (re: Gerät)<br>                         Das hier?<br>                             (beat)<br>                         Nun, damit kann ich Sie für unsere<br>                         Zwecke rekrutieren.<br><br>               Caylon blickt ihn entsetzt an. Im selben Augenblick drückt<br>               Toranis den Knopf am Gerät.<br><br>               Caylons Gesicht wird ausdruckslos, sein Blick leer.<br><br>                                   TELLARITE/TORANIS (CONT'D)<br>                         Hören Sie mir jetzt genau zu,<br>                         Captain Caylon...!<br><br>               AUF Toranis und Caylon:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        42     EXT. WELTRAUM - TELLAR                                  42<br><br>               Summ, summ, summ, wir (=die Antares) fliegen drum herum...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        43     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER                     43<br><br>               Emma geht auf und ab.<br><br>               Der Türmelder summt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Herein.<br><br>               Die Tür öffnet sich und Torlan betritt den Raum.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe es.<br><br>               Er geht geradewegs zu Emmas Schreibtisch und aktiviert dort<br>               den Monitor. Eine Dateienauflistung erscheint.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hoffentlich war es den tag wert,<br>                         den Sie daran verbracht haben.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich hätte es schneller geschafft,<br>                         wenn ich nicht nur außerhalb meiner<br>                         Dienstzeiten daran hätte arbeiten<br>                         können.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Danke, Torlan.<br>                             (beat)<br>                         Ich möchte Sie nicht weiter in die<br>                         Sache mit hineinziehen... Wenn Sie<br>                         also--<br><br>                                   TORLAN<br>                             (unterbricht; empört)<br>                         Wenn auch nur die Möglichkeit<br>                         besteht, dass Ihre Vermutung<br>                         zutrifft, ist es das Risiko wert.<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie also nichts dagegen<br>                         einzuwenden haben, Councellor,<br>                         werde ich versuchen Ihnen so gut<br>                         wie möglich weiter zu helfen.<br><br>               Emma nickt dankend und lächelt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Also gut. Wir suchen nach der<br>                         Psychologischen Akte eines<br>                         Commander Sellberg. Wenn es keine<br>                         geben sollte, nehmen wir die<br>                         medizinische und hoffen, dass wir<br>                         dort den Namen finden.<br><br>               Torlan nickt und beginnt sogleich mit der Arbeit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        44     EXT. TELLAR - HAUPTSTADT - VORMITTAG                    44<br><br>               Wieder landet ein Shuttle der Antares und heraus steigen<br>               Caylon, Beem, Müller, Forrest (allesamt in Galauniformen) und<br>               Samuels und Präsident Hayden (diese in den besten Anzügen,<br>               die sie in ihren Sortimenten finden konnten). Sie werden von<br>               Tellarite #1 und einigen weiteren ND Tellariten "freundlich"<br>               begrüßt und fortgeführt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        45     EXT. WELTRAUM - TELLAR                                  45<br><br>               Die Antares kreist weiter.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        46     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER - ETWAS SPÄTER      46<br><br>               Offenbar war die Suche von Emma und Torlan erfolgreich, denn<br>               die beiden SEHEN NUN auf dem Bildschirm vor sich das Abbild<br>               einer Frau in medizinischer Sternenflottenuniform. Rang<br>               Lieutenant-Commander, Abzeichen des Hauptquartiers. Sie ist<br>               etwa Mitte 30. LIEUTENANT COMMANDER MARTHA FOCKLER.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Ich nehme an Sie sind mit dem<br>                         Konzept der ärztlichen<br>                         Schweigepflicht vertraut, Ensign,<br>                         und Sie wissen auch, dass diese<br>                         über den Tod des Patienten hinaus<br>                         Gültigkeit hat.<br><br>               Emma nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Natürlich weiß ich das, Commander,<br>                         aber die Sache ist wirklich sehr<br>                         dringend. Im besten Fall hängt<br>                         vielleicht nur die Sicherheit<br>                         meines Schiffes davon ab, im<br>                         schlimmsten...<br>                             (beat)<br>                         Im schlimmsten Fall das<br>                         Fortbestehen der gesamten<br>                         Menschheit, so wie wir sie kennen.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Sie scheinen etwas zur Melodramatik<br>                         zu neigen, Ensign.<br><br>               Emma seufzt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich bitte Sie als Kollegin,<br>                         Commander Fockler. Ich werde nichts<br>                         vom dem was Sie sagen an die<br>                         Öffentlichkeit bringen, ich brauche<br>                         die Informationen lediglich, um sie<br>                         mit einem möglicherweise ähnlichen<br>                         Fall zu vergleichen.<br><br>               Fockler nickt.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Also gut.<br>                             (deutet auf Torlan)<br>                         Aber er muss gehen. Er ist kein<br>                         Councellor und damit auch nicht an<br>                         die Schweigepflicht gebunden.<br><br>               Emma sieht Torlan bittend an, welcher nickt und dann das<br>               Quartier verlässt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu Fockler)<br>                         Er ist draußen.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Also gut.<br>                             (beat)<br>                         Commander Sellberg wurde vom<br>                         Kommando zu mir geschickt. Zunächst<br>                         sträubte er sich gegen eine<br>                         Behandlung, aber dann begann er<br>                         immer öfter Alpträume zu haben...<br><br>               AUF Fernandez:<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - FLASHBACK (2X11 "UND WENN47<br>               SIE UNS ZU RUHE BETTEN...")<br><br>               Mit einem Zischen der Tür tritt Caylon herein und sieht sich<br>               um. Eine verwunderte Doktor MacKenzie gerät in seinen Blick.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie können mir hoffentlich bei<br>                         meinen Alpträumen helfen. Sie sind<br>                         doch Councellor.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        48     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER                     48<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Leider reichten unsere Sitzungen<br>                         nicht aus, um die Ursache dafür zu<br>                         ergründen. Und er konnte mir auch<br>                         nur sehr vage sagen, worum es in<br>                         seinen Alpträumen ging.<br>                             (beat)<br>                         Einige seiner Kollegen und engsten<br>                         Vertrauten sagten mir dann etwas<br>                         später, dass er begonnen hatte,<br>                         sich abzuschotten. Er zog sich<br>                         immer mehr zurück, war launisch...<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        49     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM - FLASHBACK (3X03 "VIRUS")49<br><br>               Tschernovsky und Fernandez.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Anfangs war er sehr locker drauf.<br>                         Er hat eine Menge blöde Sprüche von<br>                         sich gegeben. Ernsthaftigkeit war<br>                         beim Ablegen der Antares nicht<br>                         gerade sein Ding. Mit der Zeit<br>                         wurde er aber immer ruhiger. Ein<br>                         komischer Kauz.<br>                             (beat)<br>                         Er hat sich schon arg verändert. So<br>                         "fremd" ist er erst seit kurzem.<br>                         Mal launisch, mal will er<br>                         vollkommen in Ruhe gelassen werden.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br></font></p><br><p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><font face="Courier New" size="2">        50     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER                     50<br><br>               Und weiter gehts.<br><br>                                   FOCKLER (ON SCREEN)<br>                         Und kurz vor seinem...<br>                         "Ausraster"... zeigte sich bei ihm<br>                         eine stark erhöhte Reizbarkeit.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        51     INT. ANTARES - E-DECK KORRIDOR - FLASHBACK              51<br><br>               Müller und Emma vor Emmas Quartier.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Jedenfalls ist er richtig<br>                         ausgerastet. Er meinte, ich sollte<br>                         verschwinden, bevor er sich<br>                         vergisst.<br>                             (beat)<br>                         Er hat mir richtig Angst gemacht.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        52     INT. ANTARES - KORRIDOR - FLASHBACK (3X01 "GEHEIMNISSE")52<br><br>               Man sieht Caylons Gesicht. Es ist wie eine Maske,<br>               roboterhaft, emotionslos, kalt. Dann sieht man seine Arme<br>               nach vorne gehen. Die Kamera fährt etwas nach hinten, und man<br>               erkennt im Vordergrund den Crewman, um dessen Hals Caylons<br>               Hände liegen. Der Crewman geht in die Knie, man hört sie<br>               röchelnd um Hilfe rufen, schließlich bricht sie regungslos<br>               zusammen. Die Kamera schwenkt auf das Gesicht. Es ist<br>               Lieutenant Danielle MacKenzie.<br><br>                                                          FLASHCUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        53     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S QUARTIER                     53<br><br>               Weiter.<br><br>               Emma schreckt auf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu Fockler)<br>                         Entschuldigen Sie mich.<br><br>               Und da hat sie das Quartier auch schon verlassen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        54     INT. ANTARES - E-DECK KORRIDOR - FOLGEND                54<br><br>               Emma kommt aus ihrem Quartier förmlich herausgeschossen, der<br>               davor wartende Torlan läuft hier hinterher.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ensign.<br><br>               Emma läuft weiter, holt dabei ihren Kommunikator aus einer<br>               Tasche, klappt ihn auf und spricht:<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Lieutenant Mendez, treffen Sie mich<br>                         bitte sofort im Transporterraum.<br><br>                                   MENDEZ' KOMMSTIMME<br>                         Verstanden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        55     EXT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - MITTAG                55<br><br>               Establishing.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        56     INT. TELLAR - REGIERUNGSGEBÄUDE - KONFERENZRAUM - MITTAG56<br><br>               Die Konferenz beginnt.<br><br>               Caylon, Müller, Beem, Forrest, Samuels und Hayden sitzen an<br>               ihrer Seite des Tisches. Tellariten sitzen ihnen gegenüber.<br><br>               Eine Tür öffnet sich nun und ein weiterer Tellarite, der<br>               Außenminister Tellars, der die Verhandlungen führen soll,<br>               tritt herein.<br><br>               (NOTE: Die folgenden kursiv geschriebenen Einstellungen<br>               spielen sich in Zeitlupe ab!)<br><br><i>               DER TELLARITISCHE AUSSENMINISTER<br><br>               nähert sich nun dem Konferenztisch.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               während dieser den Minister genauestens mustert.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               während Hayden und Samuels aufstehen, um den Minister zu<br>               begrüßen.<br><br>               AUF TORLAN, FERNANDEZ, MENDEZ UND CREWMAN SMITH<br><br>               während diese einige Meter hinter Caylon materialisieren.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               während die Anwesenden auf den Transport reagieren.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               der in seine Tasche greift und eine kleine Waffe daraus<br>               hervorholt, welche er auf den Außenminister abfeuert.</i><br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Der tellaritische Außenminister geht getroffen mit einem<br>               lauten Schrei zu Boden. Das Sternenflottenpersonal starrt<br>               Caylon ungläubig an. Nur Emma, Torlan und Mendez behalten die<br>               Fassung.<br><br>               Innerhalb von Sekundenbruchteilen füllt sich der Raum mit<br>               tellaritischen Sicherheitsleuten, die Caylon umzingeln und<br>               allesamt mit ihren Waffen auf ihn zielen.<br><br>               Torlan, Mendez und Beem schließen sich dem an.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schreit)<br>                         Keine Bewegung, Sir!<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               während dieser seine Waffe an seine Schläfe richtet.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Emma drängelt sich durch den Kreis der Sicherheitsleute.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Captain! Tun Sie das nicht!<br><br>               Caylon behält die Waffe auch weiterhin auf seinen Kopf<br>               gerichtet.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Captain, ich weiß, dass Sie das<br>                         nicht wollten.<br>                             (beat)<br>                         Die Romulaner haben Sie verändert,<br>                         damit sie Sie benutzen können, wie<br>                         es ihnen gefällt. Sie haben Sie zu<br>                         dem gemacht, was man einen Schläfer<br>                         nennt.<br>                             (beat)<br>                         Denken Sie nach, Captain. Sie<br>                         wissen es! Sie wussten es schon vor<br>                         mir, zumindest unterbewusst.<br>                             (beat)<br>                         DARUM haben Sie mir den Bericht<br>                         zugespielt, in der Hoffnung, dass<br>                         ich die Zusammenhänge erkenne und<br>                         Ihr Geheimnis aufdecke.<br><br>               Caylon schießt ihr vor die Füße. Emma quiekt und wir von Beem<br>               in Sicherheit gedrängt.<br><br>               Caylon richtet die Waffe wieder an seinen Kopf.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN<br><br>               Sein Blick ist glasig und leer.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLONS FINGER AM ABZUG<br><br>               Die Muskeln beginnen sich langsam anzuspannen.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLONS AUGEN<br><br>               Aus dem OFF HÖREN WIR einen Schuss.<br><br>               Caylons Augen weiten sich.<br><br>                                                          CUT TO BLACK.<br><br>               SUPER: <u>Fortsetzung folgt...</u><br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">5882</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares - Special #003</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-special-003-r5825/</link><description><![CDATA[<p>Was bei TV-Serien mittlerweile Gang und Gäbe ist, nämlich die Veröffentlichung mehrerer Episoden am Stück, gespickt mit einigen Extras, findet nun auch Einzug in die FanFiction. Zwar nicht als teure DVD, aber als kostenfreie ZIP-Datei.<br><br><i>Star Trek: Antares</i> macht den Anfang und präsentiert euch die Episoden 7 bis 12 dieser erfolgreichen FanFiction-Serie in einem Episodenbündel. <br><br>Für Neulinge ist dies sicherlich der perfekte Einstieg in diese Serie, doch auch für unsere Stammleser ist etwas dabei. Denn neben komplett überarbeiteten PDF-Versionen der Episoden mit Kapitelauswahl, gibt es auch ein paar - zugegeben in diesem Bündel noch sehr wenige - Autorenkommentare und Bilder zu den verschiedenen Episoden.<br><br></p><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_42881.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42881" border="0"></a><br><b>Star Trek: Antares - Season Bündel 1.2</b><br>Dateityp: zip<br>Größe: 8.86 MB</center><br>]]></description><guid isPermaLink="false">5825</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x05 - Die R&#xFC;ckkehr</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x05-die-r%C3%BCckkehr-r5791/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_48993.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0305.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x05) - "Die Rückkehr"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Von einem Unbekannten bekommt Ensign Fernandez einen streng geheimen Geheimdienstbericht und wird auf eine Reportage des Earth News Network aufmerksam gemacht, die über einen Amoklauf im Hauptquartier der Sternenflotte berichtet. Emma setzt nun alles daran herauszufinden, wer ihr den Bericht schickte und warum...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_48992.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48992"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48984.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48984"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48985.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48985"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48986.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48986"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48987.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48987"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48988.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48988"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48989.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48989"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48990.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48990"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48991.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48991"></a></center><br><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font><br></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                   "Die Rückkehr"<br><br><br><br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. WELTRAUM                                            1<br><br>               Wir SEHEN die Antares, die sich mit Impulskraft einem<br>               denobulanischen Vorsorgungsschiff nähert und im Laufe dieser<br>               Szene an dieses andockt.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Logbuch des Captains, 31. März<br>                         2158. Die Antares hat das<br>                         denobulanische Versorgungsschiff<br>                         Phlox getroffen, um neue<br>                         medizinische Güter an Bord zu<br>                         nehmen.<br>                             (beat)<br>                         Darüber hinaus freue ich mich auf<br>                         ein Wiedersehen mit einer alten<br>                         Freundin...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - B-DECK KORRIDOR - ANDOCKSCHLEUSE          2<br><br>               CAPTAIN FREDERICK CAYLON - zum ersten Mal in dieser Staffel<br>               frisch rasiert und in Standartuniform, also nicht im Polo<br>               Shirt - befindet sich mit ein paar NDs der technischen und<br>               der wissenschaftlichen Abteilungen hier.<br><br>               Einer der TECHNIK NDs steht an den Kontrollen der<br>               Andockschleuse und öffnet diese durch den Druck auf ein paar<br>               Knöpfe.<br><br>               Aus der Phlox kommen nun einige DENOBULANER mit<br>               Frachtcontainern auf die Antares.<br><br>                                   DENOBULANER #1<br>                         Bitten um Erlaubnis an Bord kommen<br>                         zu dürfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (abgelenkt)<br>                         Gestattet.<br>                             (zu einem der NDs)<br>                         Ensign.<br><br>               Der ND nickt.<br><br>                                   TECHNIK ND<br>                             (zu den Denobulanern)<br>                         Wenn Sie mir bitte folgen würden.<br><br>               Denobulaner #1 nickt.<br><br>                                   DENOBULANER #1<br>                         Wir haben noch viele weitere<br>                         Ausrüstungsgegenstände an Bord.<br><br>                                   TECHNIK ND<br>                         Meine Kollegen werden sic hdarum<br>                         kümmern.<br>                             (zu den übrigen NDs)<br>                         Crewmen.<br><br>               Die angesprochenen nicken und begeben sich durch die Schleuse<br>               in die Phlox und verschwinden so aus unserem Sichtfeld.<br><br>               Der Technik ND führt die Denobulaner fort, so dass nur noch<br>               Caylon im Korridor zurückbleibt.<br><br>               Nervös zupft der Captain seine Uniform zurück.<br><br>               Schließlich HÖREN WIR Schritte aus der Luftschleuse.<br>               Leichtfüßige.<br><br>               AUF DIE LUFTSCHLEUSE<br><br>               In dieser SEHEN WIR nun eine Frau. Sie trägt eine<br>               Sternenflottenuniform. Wir fahren von ihren Füßen hoch zu<br>               ihrem Kopf und erkennen, wer sie ist:<br><br>               COMMANDER NICOLE MÜLLER<br><br>               die nun die Antares betritt.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         3     INT. ANTARES - B-DECK KORRIDOR - ANDOCKSCHLEUSE - FORTSETZUNG3<br><br>               Müller hat nun die Antares erreicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bitte um Erlaubnis an Bord kommen<br>                         zu dürfen, Sir.<br><br>               Caylon ist sichtlich erfreut.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Erteilt, Nicole, erteilt.<br><br>               Müller betritt das Sternenflottenschiff. Caylon kommt auf sie<br>               zu und umarmt sie. Müller erwidert diese Umarmung, allerdings<br>               nur zögerlich.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich bin so froh, dass du wieder da<br>                         bist...<br><br>               Er küsst sie. Ein Kuss, der von ihr nicht so recht erwidert<br>               wird.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... und noch gesund obendrein.<br><br>               Müller löst sich aus seiner Umarmung.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Der lange Flug hat mich erschöpft.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde in mein Quartier gehen.<br><br>               Ohne ein weiteres Wort lässt Müller Caylon im Korridor<br>               stehen.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         4     EXT. WELTRAUM - IOTA LEONIS SYSTEM - FLASHBACK (2X12 - "...4<br>               STARBEN WIR, DIE WELT ZU RETTEN.")<br><br>               Die Antares und etwa zehn weitere Schiffe - Sternenflotte und<br>               Andorianer - fliegen mit niedriger Impulskraft.<br><br>         5     INT. ANTARES - BRÜCKE - FLASHBACK (2X12 - "... STARBEN WIR,5<br>               DIE WELT ZU RETTEN.")<br><br>               Roter Alarm herrscht an Board und alle Offiziere befinden<br>               sich auf ihrem Posten. Rauch auf der Brücke, Konsolen in<br>               Flammen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Keine Anzeichen von irgendetwas,<br>                         Sir. Weder von den Romulanern, noch<br>                         von dem Planetoiden.<br>                             (beat)<br>                         Es hat funktioniert, Captain.<br><br>               Caylon sieht sich auf der Brücke um. Alle Führungsoffiziere<br>               sind - mehr oder minder mitgenommen - an ihren Stationen.<br><br>               Beem fängt plötzlich an zu klatschen und ein paar NDs im<br>               Hintergrund steigen ein. Schließlich auch Tschernovsky und<br>               Torlan.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (jubelnd)<br>                         Wir haben es geschafft!<br><br>               Jubel bricht aus.<br><br>               Caylon sieht zu Müller hinüber, die an der technischen<br>               Konsole sitzt und sie blickt zu ihm zurück. Sie lächelt ihn<br>               an.<br><br>               PLÖTZLICH jedoch packt sie sich an den Kopf, das Gesicht<br>               schmerzverzerrt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leiser, dann immer lauter<br>                              werdend bis zu einem<br>                              Schrei; schmerzerfüllt)<br>                         Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrr<br>                         rrrrrrrrrgggggggggggggggghhhhhhhhh<br>                         hhhhhhhhh!!!!<br><br>               Blut fließt aus ihrer Nase und sie beginnt langsam in sich<br>               zusammenzusacken. Der Schrei verstummt.<br><br>               Der Jubel verstummt, alle blicken besorgt zu Müller.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (besorgt)<br>                         Nicole?<br><br>               Alle Geräusche verklingen. Unheilvolle Musik setzt ein.<br><br>               ZEITLUPE<br><br>               Caylon eilt zu Müller, die nun vollends zusammengebrochen ist<br>               und am Boden liegt. Er versucht sie wachzurütteln. Ohne<br>               Erfolg. Er fühlt nach ihrem Puls...<br><br>               AUF Caylons von Erschrecken zu Geschocktheit wechselnden<br>               Gesichtsausdruck:<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - BRÜCKE - FLASHBACK - FORTSETZUNG          6<br><br>               Caylon holt einen Kommunikator aus seiner Ärmeltasche und<br>               klappt ihn auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Caylon an Miller, medizinischer<br>                         Notfall auf der Brücke!<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Verstanden, wir kommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Beeilen Sie sich! Ich kann Nicoles<br>                         Puls nicht mehr spüren!<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FLASHBACK                7<br><br>               Einige Minuten später.<br><br>               Wir SEHEN Müller auf dem Scannerbett liegen. Auf dem großen<br>               Monitor über der Untersuchungskammer sind Müllers Werte zu<br>               sehen und es sieht nicht gut aus.<br><br>               MELANIE APOLL führt Herzdruckmassagen an der Chefingenieurin<br>               durch, die bereits von Miller intubiert und an ein<br>               Beatmungsgerät angeschlossen wurde.<br><br>               ENSIGN MARY D'ARCY fungiert als Springer, sprich, sie reicht<br>               Miller alles an, wonach diese verlangt.<br><br>                                   MILLER<br>                         3 mg Adrenalin endobrochial.<br><br>                                   D'ARCY<br>                         Aye.<br><br>               Sie zieht schnell das Adrenalin in ein Hypospray auf und<br>               reicht es Miller. Diese verabreicht es.<br><br>               Caylon steht in einiger Entfernung und beobachtet das ganze<br>               Treiben mit versteinertem Gesicht.<br><br>               Der Computer schlägt Alarm und wir SEHEN, wie sich die<br>               Anzeige über dem Scanbett verändert.<br><br>                                   MILLER<br>                             (re: Anzeige)<br>                         Kammerflimmern.<br>                             (zu Apoll)<br>                         Mel, stoppen Sie.<br>                             (zu D'Arcy)<br>                         Stellen Sie den Defibrillator auf<br>                         200 Joule ein.<br><br>               Beide tun, wie ihnen befohlen.<br><br>                                   D'ARCY<br>                         200 Joule.<br><br>                                   MILLER<br>                         Zurück vom Bett!<br>                             (zu D'Arcy)<br>                         Auslösen!<br><br>               Müller zuckt auf ihrem Scannerbett kurz zusammen. Die Anzeige<br>               über ihrem Bett ändert sich jedoch nicht.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Noch mal 200!<br><br>                                   D'ARCY<br>                         200.<br>                             (beat)<br>                         Geladen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Zurück vom Bett!<br>                             (zu D'Arcy)<br>                         Auslösen!<br><br>               Wieder zuckt Müller zusammen und diesmal ändern sich auch die<br>               Anzeigen auf dem Schirm: Eine Nulllinie.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zu beiden)<br>                         Okay, machen wir weiter.<br>                             (zu D'Arcy)<br>                         Noch mal 3 mg Adrenalin. Und halten<br>                         Sie Atropin bereit.<br><br>               Apoll setzt die Herzdruckmassage wieder fort.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         8     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - SPÄTER - FLASHBACK       8<br><br>               Müller liegt noch immer auf dem Scannerbett. Der Monitor<br>               zeigt aber wieder einen - wenn auch etwas zu langsam<br>               wirkenden - Sinusrythmus.<br><br>               Apoll und D'Arcy umsorgen weiterhin die Patientin, während<br>               Miller auf Caylon zugeht.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wir haben Sie für den Moment<br>                         stabilisieren können, Captain.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich weiß nicht, wie lange wir<br>                         diesen Zustand aufrechterhalten<br>                         können.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Ja, aber... ich meine... was soll<br>                         das heißen, Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                             (long beat)<br>                         Es steht sehr schlecht um sie. Ich<br>                         kann hier an Bord leider nichts<br>                         weiter für sie tun.<br>                             (beat)<br>                         Ihre einzige Chance besteht<br>                         weiterhin auf Denobula.<br>                             (long beat)<br>                         Ich will Ihnen keine falschen<br>                         Hoffnungen machen, Sir, selbst dort<br>                         stehen ihre Chance sehr schlecht.<br>                         Aber immer noch besser, als hier.<br><br>               Caylon reagiert sofort, er wendet sich von Miller ab und geht<br>               zum nächsten Interkom, welches er aktiviert.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Caylon an Tschernovsky, setzen Sie<br>                         Kurs auf Denobula, Maximumwarp!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY'S KOMMSTIMME<br>                         Verstanden, Sir. Wir werden in<br>                         circa drei Tagen dort eintreffen.<br><br>               Miller tritt an Caylon heran.<br><br>                                   MILLER<br>                             (ernst)<br>                         Ich weiß nicht, ob das schnell<br>                         genug ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Mr. Torlan, rufen Sie Force<br>                         Commander Shran. Ich muss ihn<br>                         sprechen.<br><br>                                   TORLAN'S KOMMSTIMME<br>                         Aye, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon Ende.<br><br>               Er deaktiviert das Interkom.<br><br>                                   MILLER<br>                         Was haben Sie vor?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Javerna kann Warp 6,5 fliegen.<br>                         Sie kann Denobula wesentlich<br>                         schneller erreichen, als wir.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         9     EXT. WELTRAUM - FLASHBACK                                9<br><br>               Die Javerna hat an die Antares angedockt.<br><br>        10     INT. ANTARES - B-DECK KORRIDOR - ANDOCKSCHLEUSE - FLASHBACK10<br><br>               Auf einer Antigravliege wird Müller von zwei NDs durch die<br>               Andockschleuse auf die Javerna gebracht. Caylon und Miller<br>               folgen...<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - MÜLLERS QUARTIER                         11<br><br>               Wir befinden und wieder in der Gegenwart.<br><br>               Müller kommt herein und sieht sich um. Es scheint sich nichts<br>               verändert zu haben. Sie geht weiter zu ihrem Bett, auf dessen<br>               Nachttisch ein Foto steht, welches sie mit Caylon zeigt.<br>               Beide scheinen sehr glücklich, er hat einem Arm um sie<br>               gelegt.<br><br>               Müller nimmt dieses Bild und sieht es sich eine Weile mit<br>               ausdrucksloser Mine an, bevor sie es zurück auf den<br>               Nachttisch stellt. Nach einem Augenblick greift sie wieder<br>               danach und legt es - mit dem Bild nach unten - wieder hin.<br><br>               AUF Müller:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        12     EXT. WELTRAUM -WARP                                     12<br><br>               Die Antares rast vorbei.<br><br>        13     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        13<br><br>               Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch. Auf seinem<br>               Computerschirm SEHEN WIR einen Bericht mit der Überschrift<br>               "STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET".<br><br>               Caylon start den Bildschirm nur an... entweder ist er nur so<br>               tief in Gedanken, oder der Inhalt des Berichtes hat ihn<br>               schwer erschüttert.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - FERNANDEZ'S BÜRO                         14<br><br>               Wir SEHEN Councellor EMMA FERNANDEZ hinter ihrem Schreibtisch<br>               sitzen. Sie geht einige Berichte auf einem Monitor durch.<br><br><br>               PLÖTZLICH ändert sich die Darstellung auf dem Monitor und die<br>               Berichte weichen etwas, was man Nachrichtensendung nennen<br>               könnte.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu sich)<br>                         Was zum...<br><br>                                   REPORTER (ON SCREEN)<br>                         Wir schalten nun live zum<br>                         Hauptquartier der Sternenflotte<br>                         nach San Fransisco.<br><br>               Emma wird hellhörig.<br><br>               NAHAUFNAHME: BILDSCHIRM<br><br>               (NOTE: Die folgenden, in kursiv geschriebenen Szenen, SEHEN<br>               WIR auf Emmas Monitor)<br><br>        15<i>     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ABEND        </i>15<br><i><br>               Das Hauptquartier ist hell erleuchtet. Überall laufen<br>               Sicherheitsoffiziere herum.<br><br>               Im Vordergrund SEHEN WIR eine weitere Reporterin.<br><br>                                   REPORTERIN<br>                         Ich befinde mich hier direkt vor<br>                         dem Hauptquartier der<br>                         Sternenflotte, wo heute<br>                         Ausnahmezustand herrscht.<br><br>                                                                CUT TO:<br></i><br>        16<i>     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - KORRIDOR            </i>16<br><i><br>               Wie SEHEN einen Commander der Sternenflotte, der wie wild den<br>               Korridor entlang läuft mit einer Phasenpistole auf alles<br>               schießt, was sich ihm in den Weg stellt oder versucht ihm zu<br>               folgen.<br><br>               Sicherheitsoffiziere des Hauptquartiers haben die Verfolgung<br>               aufgenommen und feuern ihrerseits auf den Commander, treffen<br>               ihn jedoch nicht.<br><br>                                   REPORTERIN (V.O.)<br>                         Diese Szenen spielten sich vor<br>                         nicht ganz einer Stunde ab. Der<br>                         Offizier, den Sie hier im Bild<br>                         sehen hat offenbar ohne jede<br>                         Vorwarnung das Feuer im<br>                         Hauptquartier eröffnet, während er<br>                         sich in einer Konferenz befand.<br>                         Dabei wurden mehrere hochrangige<br>                         Offiziere der Sternenflotte zum<br>                         Teil lebensgefährlich verletzt.<br><br>                                                                CUT TO:<br></i><br>        17<i>     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ANDERER KORRIDOR    </i>17<br><i><br>               Sicherheitsoffiziere haben den Commander nun eingekreist. Als<br>               dieser erkennt, dass er keine Fluchtmöglichkeit mehr hat,<br>               richtet er seine Phasenpistole gegen sich selbst und drückt<br>               ab. Er bricht zusammen, die Sicherheitsoffiziere stürzen auf<br>               ihn.<br><br>                                   REPORTERIN (V.O.)<br>                         Den Sicherheitskräften des<br>                         Hauptquartiers gelang es zwar den<br>                         Angreifer zu stellen, doch dieser<br>                         richtete seine Waffe lieber gegen<br>                         sich selbst, als sich gefangen<br>                         nehmen zu lassen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br></i>        18<i>     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ABEND        </i>18<br><i><br>               wie zuvor.<br><br>                                   REPORTERIN<br>                         Es hat leider noch keine<br>                         Stellungsnahme seitens des<br>                         Hauptquartiers gegeben. Sobald wir<br>                         mehr erfahren, werden wir Ihnen<br>                         dies natürlich unverzüglich<br>                         mitteilen.<br><br></i>        19     RESUME: INT. ANTARES - FERNANDEZ'S BÜRO                 19<br><br>               Der Bildschirm wird schwarz. Emma blickt ihn verdutzt an.<br><br>               Dann erscheint eine persönliche Nachricht auf ihrem<br>               Bildschirm. Offenbar ein Bericht. Wir können die erste Zeile<br>               lesen: STARFLEET INTELLIGENCE - TOP SECRET. Derselbe Bericht,<br>               den wir zuvor auf Caylons Schirm sahen?<br><br>               Emma ist verwirrt. Warum schickt man ihr einen streng<br>               geheimen Bericht?<br><br>               Ein weiteres Fenster öffnet sich auf ihrem Bildschirm. In<br>               diesem erscheint ein Text: "LESEN SIE ES!!!".<br><br>               AUF Emma:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     EXT. WELTRAUM - WARP                                    20<br><br>               Die Antares fliegt durchs Bild, während wir HÖREN, wie Caylon<br>               einen weiteren Logbucheintrag macht.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Logbuch des Captains. 1. April<br>                         2158. Die Antares hat nun endlich<br>                         wieder einen Auftrag bekommen, der<br>                         uns zu unseren eigentlichen Wurzeln<br>                         zurückführt: Ein Forschungsauftrag.<br>                         Und da Gefahr ja unser zweiter<br>                         Vorname ist, lautet unser Auftrag<br>                         so nah wie nur möglich an ein<br>                         Schwarzes Loch heranzufliegen und<br>                         so viele Informationen wie eben<br>                         Möglich zu sammeln, um eine These<br>                         untermauern zu können, die besagt,<br>                         dass Schwarze Löcher als Tore in<br>                         andere Dimensionen fungieren<br>                         können.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   21<br><br>               Die Stammcrew (Caylon, Beem, Torlan, Mestral und<br>               Tschernovsky) sind an ihren Stationen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Im Grunde ist diese Mission von<br>                         vornherein zum Scheitern<br>                         verurteilt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wieso das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sollen eine Sonde in das<br>                         Schwarze Loch schießen, und auf<br>                         Telemetrie von der anderen Seite zu<br>                         hoffen.<br>                             (beat)<br>                         Allerdings wird die Sonde nach den<br>                         Gesetzen der Physik bis - wie es<br>                         die Menschen sagen - ans Ende aller<br>                         Tage brauchen, um das Schwarze Loch<br>                         überhaupt zu erreichen.<br>                             (long beat)<br>                         Und ich fürchte, dass selbst ich -<br>                         als Achtelvulkanier - dies nicht<br>                         mehr erleben werde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Machen Sie sich darüber mal keine<br>                         Sorgen, George. Dr. Kendall<br>                         arbeitet schon an einigen - wie er<br>                         es nennt - "technischen<br>                         Unmöglichkeiten" und er hat mir<br>                         noch heute "bedeutende Ergebnisse"<br>                         zugesichert.<br>                             (beat)<br>                         Und bis es soweit ist, werden wir<br>                         eben das Schwarze Loch auf<br>                         herkömmliche Art und Weise<br>                         untersuchen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Das Interkom piept:<br><br>                                   FERNANDEZ' KOMMSTIMME<br>                         Fernandez an Mr. Torlan. Könnte ich<br>                         Sie wohl kurz ihn meinem Büro<br>                         sprechen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich komme sobald ich kann.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        22     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           22<br><br>               Müller sitzt auf dem Scannerbett und wir von Miller<br>               untersucht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe in letzter Zeit zweifellos<br>                         zu viel Zeit in Räumen, wie diesem<br>                         verbracht.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das glaube ich Ihnen gerne.<br>                             (beat)<br>                         Aber Sie kennen die Vorschriften,<br>                         Commander. Jedes Crewmitglied, das<br>                         neu, oder nach längerer<br>                         Abwesenheit, an Bord eines<br>                         Raumschiffes kommt, muss sich einer<br>                         Routineuntersuchung unterziehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Man sollte meinen, dass die Scans,<br>                         die letzte Woche auf Denobula von<br>                         mir gemacht wurden, erst einmal<br>                         ausreichen sollten.<br><br>               Miller zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich mache die Regeln nicht.<br><br>               Beat. Miller überprüft die ihr angezeigten Werte schnell.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (erstaunt)<br>                         Es ist ein Wunder.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn ich nicht wüsste, was Sie<br>                         durchgemacht haben, würde ich<br>                         meinen, Sie wären niemals krank<br>                         gewesen.<br>                             (beat)<br>                         Die denobulanischen und<br>                         deltanischen Ärzte haben wirklich<br>                         ein Wunder vollbracht.<br><br>               bei der Nennung der Deltaner zuckt Müller kurz kaum merklich<br>               zusammen und lässt einen leisen Seufzer von sich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mein Dienst beginnt in wenigen<br>                         Minuten, Doktor.<br><br>               Miller nickt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Nur noch einen Moment, Commander.<br><br>               Sie geht zu einem nahen Schreibtisch und greift sich dort ein<br>               PADD. An diesem berührt sie einige Tasten und hält es dann<br>               Müller hin.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Einen Daumen, bitte.<br><br>               Müller presst ihren Daumen auf das PADD.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Danke.<br>                             (beat)<br>                         Es wird Sie freuen zu hören,<br>                         Commander, Sie sind voll<br>                         diensttauglich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Danke, Doc.<br><br>               Müller steigt vom Bett herab und verlässt die Krankenstation<br>               in den angrenzenden...<br><br>        23     INT. ANTARES - F-DECK KORRIDOR                          23<br><br>               ... Korridor, wo schon Councellor Fernandez auf sie wartet.<br>               Müller schreitet an ihr vorbei, ohne sie zu beachten.<br>               Fernandez folgt ihr und schließt zu ihr auf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Commander, kann ich Sie kurz<br>                         sprechen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ohne zu stoppen)<br>                         Ich bin spät dran.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich weiß, aber es ist wichtig.<br><br>               Müller bleibt stehen, ebenso Fernandez.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Zwei Minuten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Mein Name ist Ensign Emma Paloma<br>                         Ramon Clua Fernandez, ich bin der<br>                         neue Schiffscouncellor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn Sie mit eine Therapie<br>                         aufschwatzen wollen, Councellor--<br><br>               Fernandez unterbricht sie.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich möchte, dass Sie wissen, dass<br>                         ich mir Ihre medizinischen und<br>                         psychologischen Unterlagen von<br>                         Denobula besorgte habe, Commander.<br>                         Und--<br><br>               Nun unterbricht Müller.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verzeihen Sie, aber ich habe keine<br>                         Lust, auf ein kleines<br>                         Therapiespielchen.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe in den vergangenen Monaten<br>                         mehr als genug davon gehabt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das weiß ich, aber das war eine<br>                         andere Situation.<br>                             (beat)<br>                         Sie befinden sich nun wieder an<br>                         Bord der Antares, sind zurück unter<br>                         Freunden, aber dennoch ist alles<br>                         anders.<br>                             (beat)<br>                         In Ihrem psychologischen Gutachten<br>                         stand, was Sie auf Denobula mit<br>                         Doktor Ileus erlebt haben und ich<br>                         denke, dass es wichtig ist, dass<br>                         Sie mit Captain Caylon sprechen.<br><br>               Müller sieht sie wütend an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie nehmen Sie ziemlich viel<br>                         heraus, Ensign. Das geht nur mich<br>                         und den Captain etwas an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wir spanischen Frauen sind da etwas<br>                         anders...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hah!<br>                             (beat)<br>                         Ich kenne so einige spanische<br>                         Frauen, Ensign... glauben Sie mir,<br>                         Sie sind da etwas anders.<br>                             (beat)<br>                         Guten Tag.<br><br>               Und schwupp, weg war sie.<br><br><br>               Emma bleibt allein im Korridor zurück. Sie schüttelt den<br>               Kopf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu sich)<br>                         Ich bin echt auf einem Schiff<br>                         voller fleichsgewordener Neurosen<br>                         gelandet... ne Klapsmühle mit<br>                         Warpantrieb...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT III<br><br>               FLASH IN:<br><br>        24     EXT. RISA - KONFERENZGEBÄUDE - FLASHBACK (2X10 "FÖDERATION") 24<br><br>               Wir SEHEN das Konferenzgebäude explodieren.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        25     EXT. WELTRAUM - SCHWARZES LOCH                          25<br><br>               Die Antares nähert sich dem Schwarzen Loch, bleibt aber auf<br>               "respektvollem" Abstand.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        26     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            26<br><br>               Das Maschinenraumteam ist fleißig am arbeiten. Unter den<br>               Ingenieuren in Müllers kleinem Ameisenvolk befindet sich auch<br>               ENSIGN SEBASTIAN McFORLAY. Von Kendall ist weit und breit<br>               nichts zu sehen.<br><br>               Das große Zugangsschott öffnet sich nun und Müller betritt<br>               ihr neues altes Reich.<br><br>               Die Truppe "stürmt" auf sie zu und heißt sie willkommen. Und<br>               für eine Zeit lang SEHEN WIR tatsächlich ein Lächeln auf<br>               Nicoles Gesicht.<br><br>               Als letzter wird sie von McForlay begrüßt.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Schön, dass Sie wieder da sind,<br>                         Commander.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich freue mich auch, Ensign.<br><br>               Müller sieht sich um.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Hier fehlt doch noch wer.<br><br>               McForlay nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Kendall.<br><br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Kendall.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Wo ist er?<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Auf dem Waffendeck. "Seine<br>                         Unfehlbarkeit" experimentiert dort<br>                         an einer Sonde herum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich denke, dann werde ich ihm mal<br>                         einen Besuch abstatten.<br>                             (beat)<br>                         So wie's aussieht, haben Sie hier<br>                         ja alles bestens im Griff.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Aye.<br><br>               Müller lächelt und macht sich auf den Weg zum Ausgang. Kurz<br>               bevor sie ihn erreicht:<br><br>                                   MCFORLAY (CONT'D)<br>                         Commander...<br><br>               Sie stoppt und dreht sich noch mal zu ihm um.<br><br>                                   MCFORLAY (CONT'D)<br>                         Ich bin wirklich froh, dass Sie<br>                         wieder das Ruder von diesem<br>                         Egozentriker übernehmen.<br><br>               Nicole lächelt einmal mehr, sie ist sichtlich gerührt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     EXT. WELTRAUM - SCHWARZES LOCH                          27<br><br>               Die Antares ist noch immer auf sicherer Distanz.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE                         28<br><br>               Eine Hand voll Besatzungsmitglieder befindet sich hier an den<br>               Tischen, isst, trinkt, plaudert.<br><br>               Unter ihnen ist auch Miller, die genüsslich einen großen<br>               Salat verputzt.<br><br>               Fernandez betritt den Raum, holt sich aus der Essensausgabe<br>               ebenfalls einen Salat und begibt sich mit diesem zu Miller.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hi!<br><br>               Miller sieht zu ihr auf und lächelt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Hi!<br>                             (beat)<br>                         Nehmen Sie doch Platz, Emma.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Danke.<br><br>               Emma setzt sich und beginnt an ihrem Salat zu naschen.<br><br>               Auch Miller futtert genüsslich weiter. Ein Lächeln ist dabei<br>               auf ihrem Gesicht zu SEHEN.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Sie scheinen ja heute einen richtig<br>                         guten Tag zu haben, Kathrine.<br><br>                                   MILLER<br>                             (erst fein alles<br>                              runtergeschluckt)<br>                         Ist auch so. Heute ist einer dieser<br>                         Tage, an denen ich glücklich bin,<br>                         Ärztin geworden zu sein.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wegen Commander Müller?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich darf da doch gar nicht drüber<br>                         reden. Ärtzliche Schweigepflicht,<br>                         Sie wissen schon.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie können mir ruhig davon<br>                         erzählen, ich kenne ihre Akte<br>                         sowieso.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie haben sich Müllers Akte<br>                         besorgt? Warum das denn?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich muss hier auch auf die<br>                         ärztliche Schweigepflicht<br>                         verweisen.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich möchte gar nicht über<br>                         Commander Müller reden, ich möchte<br>                         wissen, wie es Ihnen geht.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wollen Sie mich therapieren?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wa-- warum denken alle immer, dass<br>                         ich sie nur therapieren will?<br><br>                                   MILLER<br>                         Weil das der Fall ist.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Stimmt. Meistens.<br><br>               Beat.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ooookay.<br>                             (beat)<br>                         Commander Müllers Fall hat mir<br>                         endlich einmal wieder gezeigt, dass<br>                         ich den richtigen Job gewählt hab.<br>                             (beat)<br>                         DAS ist der Grund, warum ich Ärztin<br>                         geworden bin. Um kranken Menschen<br>                         zu helfen und zu sehen, wie es<br>                         ihnen wieder besser geht. DARUM bin<br>                         ich Ärztin geworden.<br>                             (long beat)<br>                         Aber so etwas kommt in letzter Zeit<br>                         viel zu selten vor. Ich möchte viel<br>                         lieber viel öfter sehen, wie es den<br>                         Leuten besser geht... doch was muss<br>                         ich meistens mit ansehen? Wie es<br>                         ihnen schlechter geht. Wie es sie<br>                         dahinrafft.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sind Sie sicher, dass Sie da heute<br>                         drüber reden wollen? Sie sind doch<br>                         gerade so gut drauf.<br><br>               Miller isst das letzte Bisschen Salat von ihrem Teller.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie haben Recht. Heute ist ein viel<br>                         zu schöner Tag für traurige<br>                         Gedanken.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        29     INT. ANTARES - WAFFENDECK                               29<br><br>               DOKTOR BORIS KENDALL arbeitet hier fleißig zusammen mit<br>               ENSIGN PETER YEZEK (zuletzt gesehen in 2x04 "Schwarzmarkt")<br>               an einer Sonde, die sie in der Mitte des Raums aufgebockt<br>               haben.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (flucht)<br>                         Herr Gott, wenn man nicht alles<br>                         alleine macht!<br><br>                                   YEZEK<br>                         Es... es tut mir furchtbar leid,<br>                         Doktor. Aber--<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ach, versuchen Sie jetzt nicht Ihre<br>                         Inkompetenz zu entschuldigen.<br><br>                                   YEZEK<br>                         Hey, Sie haben mich doch hierfür<br>                         ausgewählt!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Und jetzt soll ich schuld sein?!<br>                         Das passt!<br><br>               Kendall zeigt in eine der offenen Sondenklappen.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         So. Zusehn!<br>                             (fingert in der Sonde rum)<br>                         DAS muss dorthin und nicht darein.<br>                         Sie können sowas doch nicht<br>                         versuchen hinten reinzustecken!<br>                         Verdammt--<br><br>               Müller kommt herein.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         -- Sie müssen--<br><br>                                   YEZEK<br>                             (bemerkt Müller;<br>                              erleichtert)<br>                         Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hallo, Peter.<br><br>               Kendall sieht aus der Sonde auf und zu Müller. Sichtlich<br>               "erfreut".<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ah. Sie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja... ich.<br>                             (zu Yezek)<br>                         Würden Sie uns bitte einen Moment<br>                         entschuldigen, Peter.<br><br>                                   YEZEK<br>                         Aber sicher doch, Commander.<br>                             (zu Kendall)<br>                         Doktor.<br><br>               Und ab.<br><br>               Kendall wartet, bis Yezek den Raum verlassen hat.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe schon gehört, dass Sie<br>                         wieder an Bord sind.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich freue mich auch ungemein, Sie<br>                         wieder zu sehen, Doktor.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ja.<br>                             (beat)<br>                         Sie stören, ich bin beschäftigt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ironisch)<br>                         Ach, was habe ich diese<br>                         "Herzlichkeit" in den letzten<br>                         Monaten vermisst.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe dem Captain bis heute<br>                         Abend Ergebnisse versprochen,<br>                         Commander. Und ich habe vor diesen<br>                         Termin einzuhalten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das funktioniert sicherlich sehr<br>                         gut, wenn Sie Ihre Mitarbeiter<br>                         zusammenfalten.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Irgendwer musste hier ja für Zucht<br>                         und Ordnung sorgen, nachdem jemand<br>                         das zwei Jahre lang hat schleifen<br>                         lassen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Guter Konter.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ihr bester wiederum nicht. Trotzdem<br>                         Danke.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Ich hoffe Ihnen ist klar, dass die<br>                         Dinge ab jetzt wieder anders laufen<br>                         werden, Kendall.<br><br>                                   KENDALL<br>                         DOKTOR Kendall.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja ja.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie meinen, es wird also wieder<br>                         diese Ineffizienz ausbrechen, wie<br>                         sie bis vor sechs Monaten<br>                         vorherrschte.<br><br>               Müller lächelt ihn an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         So ist es.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich will ganz offen zu Ihnen sein,<br>                         Commander. Ich bin nicht gerade<br>                         begeistert von Ihrer Rückkehr.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ach?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ja. Seit Sie das Schiff verlassen<br>                         haben, lief hier alles blendend.<br>                         Aus technischer Sicht.<br>                             (beat)<br>                         Es hat einige Zeit gedauert, bis<br>                         ich Ihren Saustall aufgeräumt habe,<br>                         aber jetzt funktioniert das Schiff<br>                         einwandfrei... Keine<br>                         unangekündigten Explosionen mehr,<br>                         die wehrlose Councellors<br>                         umbringen...<br>                             (beat)<br>                         Und mir wäre es auch lieber, wenn<br>                         das so bleiben würde.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (die Erleuchtung)<br>                         Sie haben ja Angst.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (überrascht; überrumpelt)<br>                         Angst, ich? Wie kommen Sie darauf,<br>                         dass ich Angst habe? Aber nein.<br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Oh doch. Sie haben Angst, dass ich<br>                         Sie zurück in den Schatten stelle,<br>                         aus dem Sie nur wegen meiner<br>                         Abwesenheit herausschlüpfen<br>                         konnten.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (aufbrausend)<br>                         Wir werden ja noch sehen, wer hier<br>                         wen in den Schatten stellen wird...<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie mich nun entschuldigen<br>                         würden... irgendjemand MUSS hier ja<br>                         arbeiten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Welch ein Glück für Sie.<br><br>               Sie verlässt den Raum.<br><br>               AUF Kendall:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FLASH IN:<br><br>        30     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - POV PERSON - FLASHBACK 30<br><br>               Aus dem Blickwinkel einer unbekannten Person (nicht, dass der<br>               erfahrene Zuschauer nicht wüsste, um wen es sich hier nur<br>               handeln kann) SEHEN WIR, wie diese Person aufspringt und mit<br>               ausgestreckten Armen auf COUNCELLOR MacKENZIE losspringt. Sie<br>               lässt einen Schrei von sich<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        31<br><br>               Caylon zuckt hinter seinem Schreibtisch zusammen.<br><br>        32     EXT. ERDE - STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - TAG           32<br><br>               Ein sonniger Tag über der Bucht von San Fransisco.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        33     INT. STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - FORRESTS BÜRO - TAG  33<br><br>               ADMIRAL MAXWELL FORREST sitzt hinter seinem Schreibtisch und<br>               geht ein paar auf PADDs gespeicherte Berichte durch.<br><br>               Der Türmelder summt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Herein.<br><br>               Die Türen öffnen sich und geben den Weg ins Innere frei für<br>               NATHAN SAMUELS, den wir aus den Episoden 4x20 und 4x21 von<br>               STAR TREK: ENTERPRISE kennen. Er ist der Urheber der<br>               Koalition der Planeten.<br><br>               Forrest steht  auf, um Samuels zu begrüßen. Er gibt ihm die<br>               Hand.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Mr. Samuels, es freut mich, Sie<br>                         wieder zu sehen.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Mich ebenfalls, Admiral Forrest. -<br>                         Und ich bringe gute Nachrichten.<br><br>               Forrest deutet auf einen Sessel an seinem Schreibtisch.<br><br>                                   FORREST<br>                         Bitte nehmen Sie doch Platz.<br><br>               Samuels setzt sich und Forrest ihm gegenüber.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Kann ich Ihnen etwas anbieten?<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Ein Kaffee wäre nett.<br><br>                                   FORREST<br>                         Milch und Zucker?<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Nein danke.<br><br>               Forrest aktiviert sein Interkom.<br><br>                                   FORREST<br>                             (ins Interkom)<br>                         Julia, würden Sie uns bitte zwei<br>                         Kaffee bringen?<br><br>               Forrest Assistentin Julia antwortet:<br><br>                                   JULIAS KOMMSTIMME<br>                         Gerne.<br><br>               Forrest schaltet das Interkom ab. Er wendet sich wieder<br>               Samuels zu.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nun... Sie sagten, Sie hätten gute<br>                         Nachrichten.<br>                             (beat)<br>                         Gott weiß, wir können sie brauchen.<br><br>               Samuels nickt.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         In der Tat.<br>                             (beat)<br>                         Wie Sie wissen stand ich in den<br>                         letzten Wochen in regem Kontakt mit<br>                         den Tellariten.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich habe es flüchtig mitbekommen.<br><br>               Die Tür öffnet sich und JULIA, jung, hübsch, dunkelhaarig mit<br>               ein paar blonden Strähnen, kommt mit einem Tablett mit zwei<br>               Tassen und einer Kanne herein. Sie stellt vor jeden der<br>               beiden eine Tasse und schenkt ihnen ein.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Danke, Julia.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Vielen Dank.<br><br>                                   JULIA<br>                         Nicht der Rede wert. Wenn Sie noch<br>                         etwas brauchen, Sie wissen ja wo<br>                         Sie mich finden.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>               Samuels wartet, bis Julia den Raum verlassen hat, bevor er<br>               weiter spricht.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Wie gesagt, ich habe einige<br>                         anstrengende Gespräche mit den<br>                         Tellariten geführt.<br>                             (beat)<br>                         Sie können sich gar nicht<br>                         vorstellen, wie schwierig es ist,<br>                         sich über Stunden hinweg zu<br>                         streiten, sich übelste<br>                         Beleidigungen an den Kopf zu werfen<br>                         und zu hoffen, dass man die feine<br>                         Grenze zwischen "Spaß" und Ernst<br>                         nicht überschreitet.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich habe schon mit Tellariten<br>                         verhandelt.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Natürlich.<br>                             (beat)<br>                         Ich vergesse manchmal, dass Sie<br>                         nicht ein Kollege aus dem Kabinett<br>                         sind... Die haben von Tuten und<br>                         Blasen keine Ahnung.<br><br>               Forrest muss kurz grinsen.<br><br>                                   SAMUELS (CONT'D)<br>                         Jedenfalls hab ich es geschafft,<br>                         sie - sagen wir - etwas<br>                         aufgeschlossener zu machen, was<br>                         einen Beitritt in den Kampf gegen<br>                         die Romulaner angeht.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wie genau meinen Sie das?<br><br>                                   SAMUELS<br>                             (stolz)<br>                         Sie haben eingewilligt sich<br>                         anzuhören, was wir zu sagen haben.<br>                             (beat)<br>                         Maxwell... wenn wir das jetzt nicht<br>                         verbocken, dann haben wir einen<br>                         weiteren Verbündeten auf unserer<br>                         Seite.<br>                         Ganz im Sinne der Koalition der<br>                         Planeten.<br>                             (beat)<br>                         Wenn die Tellariten uns erst einmal<br>                         helfen, wird es nicht mehr dauern,<br>                         bis sich weitere Völker<br>                         anschließen.<br>                             (begeistert)<br>                         Verstehen Sie, Admiral? Wenn die<br>                         Tellariten bereit sind, Seite an<br>                         Seite mit den Andorianern zu<br>                         kämpfen, zwei Völker, die sich<br>                         Dekaden lang zutiefst verachtet<br>                         haben, haben wir einen bedeutenden<br>                         Schritt gemacht.<br>                             (beat)<br>                         Vielleicht werden dann sogar die<br>                         Vulkanier folgen...<br><br>               Forrest sieht ihn ernst an.<br><br>                                   FORREST<br>                         Alles natürlich nur unter der<br>                         Bedingung, dass die Tellariten<br>                         wirklich mit in den Kampf ziehen.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Richtig. Und darum werden der<br>                         Präsident und ich uns<br>                         schnellstmöglich nach Tellar<br>                         begeben.<br>                             (beat)<br>                         Wir benötigen ein Schiff für die<br>                         Reise. Ich hätte gerne Archer.<br><br>               Forrest schüttelt den Kopf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Die Enterprise ist Wochen von der<br>                         Erde entfernt.<br>                             (beat)<br>                         Die Antares wird das übernehmen.<br>                         Sie ist unser derzeit schnellstes<br>                         Schiff und kann in einer Woche hier<br>                         sein.<br><br>               Samuels nickt.<br><br>                                   SAMUELS<br>                         Also gut. Sie soll sich sofort auf<br>                         den Weg machen.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>               AUF Samuels:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        34     EXT. WELTRAUM - SCHWARZES LOCH                          34<br><br>               Immer noch mit der Antares.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        35     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   35<br><br>               wie zuvor.<br><br>               Caylon aktiviert das Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon an Kendall, wie weit sind<br>                         Sie?<br><br>                                   KENDALLS KOMMSTIMME<br>                             (giftig)<br>                         Ohne diese ständigen<br>                         Unterbrechungen wäre ich schon<br>                         fertig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und mit ihnen?<br><br>                                   KENDALLS KOMMSTIMME<br>                         Fünfzehn Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe es. Caylon Ende.<br><br>               Er schaltet das Interkom ab.<br><br>               Das Komm-System piept.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain, wir empfangen eine<br>                         Nachricht vom<br>                         Sternenflottenkommando. Admiral<br>                         Forrest für Sie, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         In meinen Raum.<br>                             (zu Beem)<br>                         Jim, Sie übernehmen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Caylon verlässt die Brücke in seinen...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        36<br><br>               ... Bereitschaftsraum, wo Forrest schon auf einem der<br>               Bildschirme zu SEHEN ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Admiral?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Hallo, Frederick.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        37     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   37<br><br>               wie am Ende der vorherigen Brücken-Szene. Caylon kommt nun<br>               aus seinem Raum. Noch auf dem Weg zu seinem Captain's Chair:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, setzen Sie einen Kurs<br>                         zurück zur Erde. Maximumwarp.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ironisch)<br>                         Man, da waren wir ja schon ewig<br>                         nicht mehr.<br><br>               Im Hintergrund SEHEN WIR, wie Fernandez die Brücke betritt.<br><br>               Caylon aktiviert einmal mehr das Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Caylon an Kendall.<br><br>                                   KENDALLS KOMMSTIMME<br>                             (gereizt)<br>                         Was jetzt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich wollte Ihnen nur mitteilen,<br>                         dass unsere Forschungsmission<br>                         abgesagt wurde.<br><br>                                   KENDALLS KOMMSTIMME<br>                             (enttäuscht)<br>                         Wie? Was? Gerade, wo ich einen Weg<br>                         gefunden habe, die Gesetze der<br>                         Physik zu umgehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Japp. Wir wurden als Taxi<br>                         eingesetzt.<br><br>                                   KENDALLS KOMMSTIMME<br>                         *hmpf*<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon Ende.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        38     INT. ANTARES - WAFFENDECK                               38<br><br>               Kendall und die Sonde.<br><br>               Kendall atmet erleichtert durch.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (zu sich)<br>                         Puh! Nocheinmal Glück gehabt,<br>                         Boris.<br><br>                                                              BACK T O:<br><br>        39     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   39<br><br>               wie zuvor.<br><br>               Fernandez geht auf Caylon zu.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (leise)<br>                         Captain, ich würde Sie gern kurz<br>                         sprechen.<br><br>               Caylon reagiert auf Emmas leisen Tonfall.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ebenso leise)<br>                         Jetzt nicht, Councellor.<br><br>               Emma sieht ihn durchdringend an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (leise)<br>                         Captain...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Nein.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (leise, aber bestimmend)<br>                         Befehl!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise; verärgert)<br>                         Kommen Sie mir jetzt nicht so,<br>                         Ensign!<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (leise)<br>                         Ich kann auch kurz mit Ihrem Boss<br>                         telefonieren, wenn Ihnen das lieber<br>                         sein sollte, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         *hmpf*<br><br>               Caylon steht auf und geht in Richtung seines Raumes. Er<br>               bedeutet Emma, ihr zu folgen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Beem; genervt)<br>                         Jim, das gleiche Spielchen noch mal<br>                         von vorn.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        40     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        40<br><br>               Caylon und Emma kommen herein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, Councellor?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Haben Sie schon mit Commander<br>                         Müller gesprochen, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ungläubig)<br>                         Dafür holen Sie mich von meiner<br>                         Brücke? Um sich in mein Privatleben<br>                         einzumischen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ja, oder nein, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hatte noch keine Gelegenheit<br>                         dazu.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Meiner Meinung nach sollten Sie<br>                         sich die Zeit dazu nehmen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wars?<br><br>               Emma zögert.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Councellor?<br><br>               Emma schüttelt den Kopf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein, Sir, da ist noch etwas<br>                         anderes.<br>                             (beat)<br>                         Haben Sie von der Sache im<br>                         Hauptquartier gehört?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögerlich)<br>                         Habe ich.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie sollten wissen, dass ich den<br>                         Geheimdienstbericht über den<br>                         Vorfall gelesen habe. Ich weiß, was<br>                         sich wirklich zugetragen hat.<br><br>               Caylon reagiert darauf nicht.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Sir, warum haben Sie mir diesen<br>                         Bericht zugespielt?<br><br>               Caylon reagiert überrascht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie kommen Sie denn da rauf?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich habe mit Mr. Torlans Hilfe den<br>                         Bericht zurückverfolgen können. Er<br>                         kam aus Ihrem Bereitschaftsraum.<br>                             (beat)<br>                         Und da stellt sich mir natürlich<br>                         die Frage: Warum?<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe Ihnen keinen solchen<br>                         Bericht zugespielt, Councellor.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sir, ich--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Wegtreten, Ensign!<br><br>               Emma zuckt bei Caylons strengem Tonfall kurz kaum merklich<br>               zusammen. Dann macht sie kehrt und geht in Richtung Tür. Doch<br>               sie verlässt den Raum noch nicht. Sie dreht sich noch mal zum<br>               Captain um.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wann hatten Sie Ihren letzten<br>                         Albtraum, Captain?<br><br>               Caylon fährt sie an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verärgert)<br>                         Haben Sie etwas mit den Ohren, ich<br>                         sagte RAUS HIER!<br><br>               AUF Fernandez:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        41     EXT. ERDE - VULKANISCHE BOTSCHAFT - ABEND               41<br><br>               Ein lauer Frühlingsabend.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        42     INT. VULKANISCHE BOTSCHAFT - TE'EN'G'S GEMÄCHER - ABEND 42<br><br>               Wir SEHEN Sovals Assistenten TE'EN'G an seinem Schreibtisch<br>               sitzen, wo er auf einem Desktop-Viewer einige Berichte in<br>               Romulanischer Sprache zu lesen scheint.<br><br>               Dieser piept nun und ein Fenster öffnet sich, in welchem ein<br>               Text in Erdenschrift erscheint.<br><br>               Schnell liest Te'en'g diesen, dann schließt er das Fenster.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Computer, stelle mir eine<br>                         abhörsichere Verbindung nach<br>                         Romulus her. Zerhackercode<br>                         Tal'Shiar 174-47/20.14.7.<br><br>               Der Computer piept bestätigend und wenige Sekunden später<br>               erscheint ein Gesicht auf dem Desktop-Viewer, welches uns<br>               bereits auf den Episoden 2x11 und 2x12 bekannt ist.<br><br>                                   TE'EN'G (CONT'D)<br>                         Toranis. Wir haben ein Problem.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        43     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - MORGEN                      43<br><br>               Establishing.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        44     INT. ROMULUS - HAUPTQUARTIER DER NAVY - BÜRO - MORGEN   44<br><br>               Die Admiräle ROMOR und VALORE (beide zuletzt gesehen in 3x02<br>               "Geheimnisse" - Teil II) sind hier und - oh Wunder! -<br>               streiten.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (aufgebracht)<br>                         Das ist ein Desaster!<br><br>                                   VALDORE<br>                         Mein lieber, Admiral Romor, Sie<br>                         übertreiben.<br><br>                                   ROMOR<br>                         So, ich übertreibe? Ich denke, ich<br>                         muss Ihnen nicht erklären, welche<br>                         Folgen es für uns haben kann, wenn<br>                         die Tellariten in den Krieg mit<br>                         einbezogen werden, BEVOR unser<br>                         Schiff fertig ist!<br><br>                                   VALDORE<br>                         Das müssen Sie in der Tat nicht.<br><br>               Beat.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Also... wie lösen wir dieses<br>                         Problem?<br><br>                                   VALDORE<br>                         Ich lasse den Tal'Shiar Schiffe<br>                         ausschicken, um die Antares<br>                         abzufangen und zu zerstören.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Dann verlieren wir Caylon, das--<br><br>               Es dämmert ihm... und Valdore begreift, warum Romor stoppt.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Das können Sie nicht ernst in<br>                         Betracht ziehen!<br><br>                                   ROMOR<br>                         Wenn nicht jetzt, wann dann?<br><br>                                   VALDORE<br>                         Es ist eine Verschwendung von<br>                         Ressourcen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         In Anbetracht der kürzlichen...<br>                         Erkenntnisse... denke ich sollten<br>                         wir diese Ressourcen nutzen,<br>                         solange sie uns zur Verfügung<br>                         stehen!<br>                             (beat)<br>                         Wer weiß schon, wann der nächste<br>                         durchdreht?<br><br>               Valdore fühlt sich entblößt.<br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                             (bestimmend)<br>                         So wird es gemacht und nicht<br>                         anders!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        45     EXT. WELTRAUM -WARP                                     45<br><br>               Die Antares rauscht durch unser Blickfeld.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        46     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            46<br><br>               Müller ist dabei den Maschinenraum zu verlassen und geht<br>               dabei an McForlay vorbei, der am Warpkern arbeitet.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Bis morgen, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bis morgen. machen Sie nicht mehr<br>                         zu lange.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Keine Angst, Commander. Sobald<br>                         Kendall auftaucht, tauche ich ab.<br><br>               Müller grinst und verlässt nun den Maschinenraum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - L-DECK KORRIDOR                          47<br><br>               Wir SEHEN wie Müller den Maschinenraum verlässt und den<br>               Korridor entlang zum nächsten Turbolift geht. Sie betritt<br>               ihn.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        48     INT. ANTARES - TURBOLIFT - FORTSETZUNG                  48<br><br>               Müller drückt den Knopf fürs C-Deck und die Türen schließen<br>               sich und der Lift setzt sich in Bewegung.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        49     INT. ANTARES - C-DECK KORRIDOR - MOMENTE SPÄTER         49<br><br>               Der Turbolift stoppt und Müller kommt aus ihm heraus. Sie<br>               geht die Korridore des Decks zielstrebig entlang, bis sie<br>               schließlich zu einer Tür mit der Aufschrift "C304 - CAYLON,<br>               CPT." kommt. Sie betätigt den Türmelder.<br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME<br>                         Herein.<br><br>               Die Tür öffnet sich und Müller betritt...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        50     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER - FORTSETZUNG           50<br><br>               ... Caylons Quartier.<br><br>               Caylon sitzt auf einer Couch und blickt nun erfreut zu Müller<br>               auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erfreut)<br>                         Nicole...<br><br>               Beat.<br><br><br>               Caylon steht auf und geht auf sie zu, er will sie einmal mehr<br>               in den Arm nehmen. Doch bevor er dazu kommen kann:<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (todernst)<br>                         Frederick, wir müssen uns<br>                         unterhalten...<br><br>               Caylon friert in seiner Bewegung ein. Ihr Tonfall gefällt ihm<br>               ganz und gar nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (abweisend)<br>                         Wieso beschleicht mich das Gefühl,<br>                         dass das, was jetzt kommt mir nicht<br>                         gefallen wird?<br><br>               Beat.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vermutlich, weil es so sein wird...<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        51     EXT. ROMULUS - HAUPTSTADT - TAG                         51<br><br>               12 Uhr. Der Himmel ist grau. Die Leute: auch.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        52     INT. TAL'SHIARHAUPTQUARTIER - KOMMANDOZENTRALE          52<br><br>               Romor kommt hereingeschritten. Er bahnt sich seinen Weg durch<br>               die zahllosen Agenten bis hin zu einem ganz bestimmten. Es<br>               ist derjenige, den wir zu Beginn des Aktes schon auf<br>               Te'en'g's Desktop-Viewer sahen: TORANIS.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Toranis.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Angesichts der Umstände hatte ich<br>                         Sie schon früher erwartet, Admiral.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich hatte eine Auseinandersetzung<br>                         mit Admiral Valdore.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Da Sie nun hier sind, gehe ich<br>                         davon aus, dass Sie sich<br>                         durchgesetzt haben.<br><br>               Romor nickt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Allerdings.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Dann nehme ich an, dass ich Caylon<br>                         aktivieren soll.<br><br>               Romor nickt ein weiteres Mal.<br><br>                                   ROMOR<br>                         So ist es. Und ich möchte, dass Sie<br>                         ihn auf den Verhandlungsführer der<br>                         Tellariten ansetzen.<br><br>               Toranis lächelt.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Es ist diesbezüglich bereits alles<br>                         in die Wege geleitet, Admiral.<br><br>               AUF Romor, der zufrieden lächelt:<br><br>               SUPER: <u>Fortsetzung folgt...</u><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">5791</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x04 - Lichter in der Dunkelheit</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x04-lichter-in-der-dunkelheit-r5767/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_48920.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0304.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x04) - "Lichter in der Dunkelheit"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares ist nach einem Gefecht mit den Romulanern gezwungen, ihren Vorrat an Dilithiumkristallen zu ergänzen. Daher bleibt der Crew keine andere Wahl, als auf einem merkwürdigen Planeten zu landen, auf dem es scheinbar eine unbekannte Form von Leben gibt. Als zwei Crewmitglieder aufgrund einer Art Angriff den Verstand verlieren und Caylon, Mestral und Crewman Jackson in einer Höhle festsetzen, ist es an Beem, die Antares zu schützen und alle Crewmitglieder zu retten. Doch weder er noch alle anderen haben eine Ahnung, wem oder was sie da gegenüber stehen...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_48913.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48913"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48659.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48659"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48660.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48660"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48906.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48906"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48907.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48907"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48908.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48908"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_48909.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=48909"></a></center><br><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font><br><br></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                             "Lichter in der Dunkelheit"<br><br><br><br>                                       TEASER<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>         1     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  1<br><br>               Wir befinden uns in einem planetaren Ring eines Gasplaneten.<br>               Eisbrocken, teilweise schmutzig weiß, teilweise<br>               kohlenschwarz, gleiten vorbei. Die Kamera fährt langsam zu<br>               einer leisen, intensiver werdenden Geigenmusik mit mehreren<br>               Kurven durch das Gesteinsbrockenfeld. Als die Kamera um einen<br>               großen Brocken kurvt, kommt die Antares ins Bild, die ohne<br>               Lichter scheinbar dort versteckt liegt. Gleichzeitig wird<br>               eine Stimme hörbar. Es ist die von Ensign Emma Fernandez:<br><br>                                   FERNANDEZ (V.O.)<br>                         Liebe Gefion. Es ist schon einige<br>                         Zeit her, dass ich Dir geschrieben<br>                         habe. Seitdem ist viel geschehen,<br>                         Du wurdest...<br><br>               Die Stimme von Fernandez stockt. Die Kamera nähert sich der<br>               Antares von der Seite oben, fokussiert ein Fenster und fährt<br>               auf dieses zu. Durch das Fenster erkennen wir Emma Fernandez,<br>               die im nachdenklich im Raum steht. Die Kamera fährt durch das<br>               Fenster durch und wir befinden uns in dem Raum.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (stockend)<br>                         An die Front... Na, ja, Du warst<br>                         halt immer eine Abenteuerin. Ich...<br>                             (beat)<br>                         Na, ja ich bin nun auch an der<br>                         Front, sozusagen. Dabei war ich nie<br>                         eine Abenteuerin...<br><br>               Sie lächelt kurz gequält, dann wird ihre Miene ernst:<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         ...na, ja, in gewisser Weise schon.<br>                         Nun bin ich auf einem Kampfschiff,<br>                         dass eigentlich mal ein<br>                         Forschungsschiff war.<br>                             (beat)<br>                         Entsprechend Arbeit wartet auf<br>                         mich. Und Du wirst nicht glauben,<br>                         wenn ich hier getroffen habe. James<br>                         Beem. Ja, diesen verrückten Cowboy,<br>                         der Dir so gut gefiel...<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - MESSE - FLASHBACK (3X01 "GEHEIMNISSE")    2<br><br>                                   BEEM<br>                             (spöttisch)<br>                         Wir kommen Sie darauf, dass das<br>                         passieren könnte?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (nahezu emotionslos)<br>                         Hören Sie zu, Lieutenant Beem. Ich<br>                         werde Sie nicht analysieren oder zu<br>                         etwas zwingen, wenn Sie nicht<br>                         wollen. Aber ich weiß, Sie sind ein<br>                         ganz anderer Mensch, als der, den<br>                         Sie hier geben. Und ich denke, es<br>                         wäre wichtig, wenn Sie mit jemanden<br>                         über ihre Gefühle sprechen. Egal<br>                         mit wem. Auf jedem Fall werde ICH<br>                         Ihnen gerne zuhören. Wann immer Sie<br>                         wollen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (weiterhin spöttisch)<br>                         Oh, ho. Eine Art Entschuldigung.<br>                         Und warum sollte ich das wollen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (barsch)<br>                         Weil ich Sie besser kenne, als Sie<br>                         es denken.<br><br><br>               Sie sieht ihn ernst an. Beem blickt auf und guckt sie<br>               skeptisch und fragend an. Es sagt aber nichts.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         3     INT. ANTARES - FERNANDEZ QUARTIER                        3<br><br>               Wir befinden uns wieder in der Gegenwart. Alles ist in Farbe.<br><br>                                   FERNANDEZ<br><br>                         Na, ja. Er kam ja sowieso nicht in<br>                         Frage, aber Du würdest Dich<br>                         erschrecken: Aus diesem verrückten,<br>                         romantischen Texaner ist ein<br>                         gewalttätiges Wrack geworden.<br><br>                             (beat)<br>                         Es ist erschreckend, was dieser<br>                         Krieg aus uns macht<br><br>                             (beat)<br>                         Jetzt sitzen wir hier und<br>                         verstecken uns vor den Romulanern.<br>                         Besser gesagt, wir stellen ihnen<br>                         eine Falle. Vor drei Tagen haben<br>                         wir einem Konvoi Kampfkreuzern der<br>                         Andorianer geholfen.<br>                         Seitdem verfolgen die Romulaner uns<br>                         unbarmherzig. Ich merke, wie die<br>                         Nerven blank liegen. Viele glauben,<br>                         wir werden es nicht schaffen. Das<br>                         schlimme ist, jeder ist so auf sich<br>                         fixiert, dass er den Verfall des<br>                         anderen nicht mal mehr erkennt. Ich<br>                         würde wetten, dass mich alle für<br>                         verrückt halten, wenn ich erzählen<br>                         würde, dass ich bei Dr. Miller, die<br>                         die Ruhe in Person scheint, eine<br>                         fortgeschrittene Depression<br>                         diagnostiziere.<br><br>                             (beat)<br>                         Katherine ist mittlerweile fast<br>                         eine Freundin. Sie ist eine<br>                         Idealistin. Sie wollte Leben retten<br>                         und Forschen. Doch hier ist Sie<br>                         Feldärztin. Es hat fast niemand<br>                         bemerkt, aber vor drei Tagen, als<br>                         ihre Krankenstation blau vom Blut<br>                         der verletzten Andorianer war, ist<br>                         sie fast seelisch zusammengeklappt.<br>                             (beat)<br>                         Ich befürchte, dass sie sich zudem<br>                         selbst mit Psychopharmaka<br>                         therapiert. Das...<br><br>               Plötzlich ertönt das Alarmsignal: Alarm Rot! Man hört Caylons<br>               Stimme.<br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME (V.O.)<br>                         Alarm Rot. Unsere Sensoren haben<br>                         den Bird of Vengeance geortet. Die<br>                         Vorbereitungen sind getroffen. Nun<br>                         brauche ich von jedem<br>                         Höchstleistung. Also alle Mann auf<br>                         die Posten und viel Glück uns<br>                         allen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br><br>                         Du hörst ja, was los ist. Nun, ich<br>                         werde meine Nachricht später<br>                         fortsetzen. Computer! Aufnahme<br>                         Stopp!<br><br>                                   COMPUTER VOICE<br>                         Aufnahmemodus beendet!<br><br>                                                         FADE TO BLACK:<br><br><br><br>                                       ENDE TEASER<br>                                          AKT I<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>         4     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    4<br><br>               Wir sehen die Stammcrew auf ihren Posten. Caylon schaut<br>               angespannt auf den Schirm, der eine Ansicht, die scheinbar<br>               von einer Sonde übertragen wird, zeigt. Zwischen den<br>               Gesteinsbrocken bewegt sich ein romulanischer Bird of<br>               Vengeance. Caylon dreht sich zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Wie weit sind sie noch von dem<br>                         Asteroiden entfernt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch 70 Sekunden. Sie folgen dem<br>                         Signal.<br><br>               Caylon dreht sich zu Beem.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind Sie bereit, Mr. Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                         Torpedo bereit, um die Hunde in die<br>                         Hölle zu befördern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kendall!? Schild bereit?<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                             5<br><br>               Wir sehen Kendall, der neben zwei Ingenieuren an einer<br>               Konsole steht. Der eine guckt Kendall an und schüttelt den<br>               Kopf.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Ich würde nach wie vor empfehlen,<br>                         den Schild fünf bis zehn Sekunden<br>                         früher aufzubauen.<br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME (V.O.)<br>                         Das haben wir doch durch, Dr. Wenn<br>                         wir den Schild früher hochnehmen,<br>                         entdecken uns die Romulaner zu früh<br>                         und werden die Falle erkennen.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Nun, ich wiederhole mich nur<br><br>                         ungern. Aber als ihr Chefingenieur<br>                         muss ich erneut darauf hinweisen,<br>                         dass es dauert, den Schild zu<br>                         stabilisieren.<br>                         Der Feedbackimpuls eines<br>                         unstabilisierten Schildes könnte<br>                         unsere Systeme ernsthaft<br>                         beschädigen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    6<br><br>               Wir sehen Caylons Gesicht in Nahaufnahme. Seine Augen<br>               verraten, dass er gereizt ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sagten, Sie bekommen das in den<br>                         Griff.<br><br>                                   DR. KENDALLS KOMMSTIMME (V.O.)<br>                         Ich sagte, ich könnte das Risiko<br>                         vielleicht minimieren. Das habe<br>                         ich. Aber der Schild ist Commander<br>                         Müllers Arbeit. Trotz Ihrer...<br>                             (short beat)<br>                         brauchbaren Unterlagen bin ich mit<br>                         den Eigenheiten des Schildes nicht<br>                         so vertraut wie sie.<br><br>               Bei dem Wort "brauchbar" verzieht sich Caylons Miene.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (barsch)<br>                         Und wie hoch ist ihr MINIMIERTES<br>                         Risiko?<br><br>                                   DR. KENDALLS KOMMSTIMME (V.O.)<br>                         Ich würde sagen, etwa dreißig<br>                         Prozent.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gekauft.<br><br><br>                                   DR. KENDALLS KOMMSTIMME<br>                         Aber sagen Sie nicht, ich hätte Sie<br>                         nicht gewarnt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Werde ich nicht. Machen Sie nur<br>                         ihren Job. Ich mache mir den Kopf.<br>                         Caylon Ende!<br><br>               Er dreht sich wieder zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mestral. Wie lange noch?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Optimale Schussposition in 10<br>                         Sekunden. Neun, acht, sieben,...<br><br>               Die Kamera zoomt erst auf Caylons Gesicht, das angespannt<br>               wirkt, dann auf seinen Mund.<br><br>                                   MESTRAL (V.O.) (CONT'D)<br>                         Sechs, fünf, vier, drei, zwei,<br>                         eins.<br><br>                                   CAYLON<br>                         FEUER! Sobald der Torpedo von den<br>                         Romulanern bemerkt wird, Fluchtkurs<br>                         und den Schild hoch!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  7<br><br>               Wir sehen die Antares von vorne, wie sie im All liegt. Ein<br>               Torpedo wird abgeschossen. Die Kamera folgt ihm. Der Torpedo<br>               fliegt nahe am Eisbrocken, der die Antares verbirgt, vorbei,<br>               wobei sich sein Licht an der Oberfläche reflektiert. Rasend<br>               schnell huscht diese vorbei. Schließlich kommt der Bird of<br>               Vengeance in Sicht, der sich nahe an der Oberfläche befindet.<br>               Der Torpedo fliegt auf ihn zunächst zu, doch kurz vor dem<br>               Aufschlag dreht er ab, nimmt Kurs auf die Oberfläche und rast<br>               auf diese zu.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         8     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  8<br><br>               Wir sehen den Bird of Vengeance von hinten. Der Torpedo<br>               trifft die Oberfläche und löst eine gewaltige Explosion aus.<br>               Scheinbar hat die Antares dort einige explosive Stoffe<br>               verborgen. Der Bird of Vengeance wird von unten von der<br>               Schockwelle getroffen und weggeschleudert. Dabei schlägt er<br>               mit dem Rechten Flügel gegen einen kleineren Brocken. Der<br>               Flügel wird weggerissen und explodiert. Plasmafeuer bilden<br>               sich an der Bruchkante.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         9     EXT. ANTARES - WELTRAUM (SEKUNDEN VORHER)                9<br><br>               Wir sind hinter dem Asteroiden. Die Antares liegt still dort.<br>               Abrupt leuchten alle Lichter und die Impulsantriebe auf. Ein<br>               Flackern um das Schiff herum lässt erkennen, dass der Schild<br>               aufgebaut wird. Scharf dreht sich die Antares vom Asteroiden<br>               weg und versucht, mit voller Kraft vom Asteroiden wegzukommen<br>               und nach oben aus dem Ring zu fliehen. In diesem Moment<br>               erschüttert eine Explosion den Asteroiden. Von seiner anderen<br>               Seite her breitet sich eine Schockwelle aus, die um den<br>               Asteroiden herumläuft und seine Oberfläche geradezu<br>               abschleift. Die Antares fliegt mit aller Kraft von der<br>               Wellenfront davon, wird aber schließlich eingeholt und hält<br>               mühsam den Kurs. Der Schild flackert leuchtend blau auf.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        10     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   10<br><br>               Wir sehen, wie die Brückencrew von einer gewaltigen Wucht hin<br>               und her geworfen wird. Das Licht flackert, eine Konsole<br>               explodiert und fängt an zu brennen. Energieblitze laufen über<br>               die Schalttafeln. Ein Crewman geht zu Boden und hält sich<br>               sein Gesicht, über das etwas Blut läuft. Er verzieht sein<br>               Gesicht vor Schmerzen. Torlan und ein zweiter Crewman eilen<br>               ihm zu Hilfe. Schließlich stabilisiert sich das Schiff. Ein<br>               Crewman greift einen Löscher und bekämpft das Feuer.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schadensbericht!<br><br>                                   BEEM<br>                         Kommunikation und primäre Systeme<br><br>                         ausgefallen. Es dauert ein paar<br>                         Sekunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Romulaner?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe sie. Sind schwer<br>                         beschädigt. Sieht übel aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Auf dem Schirm erscheint ein verrauschtes Bild vom<br>               Explosionsort. Der Asteroid wurde zur Hälfte weggesprengt.<br>               Einige kleinere Brocken im Umfeld wurden pulverisiert. In<br>               einer riesigen Staub und Trümmerwolke treibt unkontrolliert<br>               das romulanische Schiff, das an der Rechten Seite an der<br>               Bruchkante des Flügels ein Plasmafeuer mit sich zieht.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Torlan. Rufen Sie sie, und bieten<br>                         Sie Hilfe an.<br><br>               Torlan nickt, nickt dann dem Verwundeten, der bereits von dem<br>               anderen Crewman verarztet wird, beruhigend zu und geht zu<br>               seiner Konsole.<br><br>                                   BEEM<br>                         BITTE!<br><br>               Caylon dreht sich mit strenger Miene zu Beem um und guckt ihn<br>               scharf an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem. Ich kenne ihre Meinung,<br>                         auch ohne, dass Sie was sagen. Also<br>                         kein Wort. Wir werden denen helfen,<br>                         wenn sie es wollen. Wir halten uns<br>                         schließlich noch an Moral und<br>                         Ethik.<br><br>               Beem will was sagen, wird aber durch eine Geste von Caylon<br>               davon abgehalten. Er guckt den Captain lediglich<br>               verständnislos an.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir empfangen ein Signal.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Antwort?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (verwundert)<br>                         Ich weiß nicht. Sie sagen: Für das<br>                         Imperium.<br><br>               Die Brücke wird durch einen Lichtblitz erhellt. Alle gucken<br>               wie gebannt zum Schirm, wo eine riesige Explosion zu sehen<br>               ist.<br><br>               AUF BEEM<br><br>                                   BEEM<br>                         Leck mich am Arsch. Die Schweine<br>                         haben sich tatsächlich lieber<br>                         selbst in die Luft gejagt, als sich<br>                         von uns helfen zu lassen. Passt zu<br>                         denen.<br><br>               Caylon guckt Beem scharf an. In diesem Moment hört man<br>               knisternd die Stimme von Dr. Kendall<br><br>                                   DR. KENDALLS KOMMSTIMME (V.O.)<br>                         Captain. Ich muss Ihnen leider<br>                         einen Verlust melden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt)<br>                         Um wen handelt es sich?<br><br>                                   DR. KENDALLS KOMMSTIMME (V.O.)<br>                         Nun, diese Mal wäre es mir lieber,<br>                         ich könnte sagen, dass ich nicht<br>                         Recht behalten habe, aber leider<br>                         habe ich: Es handelt sich um die<br>                         Dilithiummatrix.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               Caylons Augen weiten sich. Er atmet tief durch.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         11<br><br>               Caylon, Dr. Kendall, Beem, Tschernovsky, Torlan und Mestral<br>               sitzen am Tisch. Kendall spricht und sieht dabei sehr ernst<br>               aus.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Der Feedbackimpuls hat die Matrix<br>                         beinahe in Stücke gerissen. Ich<br>                         kann sie nur unter großem Aufwand<br>                         stabil halten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Solange wir auf Impuls bleiben,<br>                         fast unbegrenzt. Das Problem ist<br>                         der Warpflug. 12 Stunden, wenn wir<br>                         keine Fehler machen. Maximal. Und<br>                         wir haben nur ein Ticket.<br><br>               Caylon sieht Kendall fragend an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Sobald wir unter Warp gehen, wird<br>                         der Spannungsabfall die Matrix in<br>                         schwarzes Gebrösel verwandeln.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange dauert eine Reparatur?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Wenn wir hier bleiben: drei Tage,<br>                         vielleicht auch zweieinhalb. Wenn<br>                         wir auf Warp gehen, dann unendlich<br>                         lange. Wir haben definitiv nicht<br>                         genug Dilithium, um eine Neue zu<br>                         bauen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernüchtert)<br>                         Hätte ich das Dilithium nicht an<br>                         die Andorianer weitergegeben...<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Das war in dem Moment eine richtige<br>                         Entscheidung. Ohne das Zeug wären<br>                         die Andorianer erledigt gewesen.<br>                         Wir konnten nicht wissen, dass wir<br>                         ein paar Tage später die Matrix<br>                         grillen würden.<br><br>               Caylon schaut Kendall erstaunt an. Auch die anderen sind<br>               überrascht von der Reaktion des sonst so arroganten und<br>               aufsässigen Ingenieurs.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vorschläge?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich denke, wir sollten hier<br>                         schnellsten abhauen. Die Romis<br>                         werden garantiert weitere Schiffe<br>                         schicken. Immerhin hat der Kreuzer<br>                         noch einen Ruf abgesetzt.<br><br>               Caylon nickt zustimmend. Auch Torlan und Mestral nicken.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         12 Stunden reichen nicht für einen<br>                         sicheren Hafen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Zumal das ein vulkanischer<br>                         Außenposten wäre.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das stimmt. Unsere eigenen<br>                         Stützpunkte sind zu weit weg. Wir<br>                         sollten dennoch erwägen, die<br>                         Vulkanier zu kontakten. Immer hin<br>                         hat Botschafter Soval uns geholfen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aber der ist nicht dort.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Stimmt. Die Vulkanier wollen<br>                         bekanntlich keinen Konflikt mit den<br>                         Romulanern. Wenn denen klar wird,<br>                         dass, wenn sie uns helfen, es genau<br>                         dazu kommen könnte,  werden die<br>                         nach ihrer so genannten<br>                         vulkanischen Logik handeln und uns<br>                         im Stich lassen. Wer nichts tut,<br>                         kann auch nirgendwo hinein geraten.<br><br>               Beem nickt zustimmend. Ebenso Kendall. Mestral sieht die<br>               Runde skeptisch an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gäbe noch eine Option:<br>                         Botschafter Soval hat uns bei<br>                         Bolarus mit den neuesten Raumkarten<br>                         der Vulkanier versorgt. Ich habe<br>                         diese vor der Besprechung kurz<br>                         studiert und einen Planeten<br>                         innerhalb unserer Reichweite<br>                         gefunden, der möglicherweise<br>                         Dilithiumvorkommen aufweist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Möglicherweise?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Langstreckensonden haben<br>                         zuverlässige Daten geliefert.<br>                         Allerdings gibt es auf dem Planeten<br>                         auch anormale Energiewerte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Leben?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nach diesen Werten keines in der<br>                         uns bekannten Form. Auch keine<br>                         Hinweise auf eine Warpzivilisation.<br><br>                                   BEEM<br>                         Heißt das, dass, obwohl die<br>                         Messungen fast ein Jahr alt sind,<br>                         keines ihrer Schiffe sich das<br>                         angeschaut hat?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Vulkanier gehen, sofern sie<br>                         keine Warpzivilisation entdecken,<br>                         sehr systematisch vor. Und dieser<br>                         Sektor ist erst in zwei Jahren für<br>                         eine Erkundung durch ein Raumschiff<br>                         vorgesehen.<br><br>               Torlan schüttelt verächtlich den Kopf.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Vulkanier. Selbst bei der<br>                         Erforschung des Weltraums sind sie<br>                         seelenlose Bürokraten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schluss jetzt. Mir reicht es, dass<br>                         wieder alte Ressentiments gepflegt<br>                         werden. Wir werden dort hinfliegen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Halten Sie das wirklich für eine<br>                         gute Idee, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie eine Bessere? Hier zu<br>                         bleiben ist zu gefährlich. Der<br>                         Planet liegt nicht gerade auf der<br>                         Route, so dass die Romulaner uns<br>                         dort nicht so schnell suchen<br>                         werden. Und einen Funkspruch können<br>                         wir auch von dort noch senden. Dr.<br>                         Kendall.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Ja.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bauen Sie eine autonome<br>                         Fördereinheit zusammen für den<br>                         Fall, dass wir nicht so einfach<br>                         dort landen können. Okay, dass war<br>                         es, meine Herren. Sie wissen, woran<br>                         wir sind.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        12     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                 12<br><br>               Wir sehen die Antares auf Warp auf uns zukommen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - GANG VOR CAYLONS RAUM                    13<br><br>               Wir sehen Emma Fernandez, die auf Caylons Tür zustrebt. Von<br>               vorne kommt Tschernovsky ins Bild und geht auf sie zu.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Darius. Schön Sie zu sehen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Haben Sie einen Moment Zeit?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wenn es wirklich nur ein Moment<br>                         ist.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zögerlich)<br>                         Ich, äh, also es geht um Ashan.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (freudig)<br>                         Hat sie geschrieben?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Na, ja, ja. Aber...<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Aber was?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß nicht, ob ich antworten<br>                         soll.<br><br>               Fernandez sieht ihn nachdenklich an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Warum denn nicht?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wissen Sie. Deltaner sind so<br>                         fremdartig. Es ist so kompliziert.<br>                         Ich weiß nicht, ob das wirklich<br>                         Sinn macht.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hören Sie. Ich bin nicht wirklich<br>                         eine Heldin in Liebesdingen.<br><br><br>               Sie guckt nachdenklich an Tschernovsky vorbei.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Ein Mitstudent von mir erzählte mir<br>                         Eines Abendss von seiner<br>                         Jugendliebe. Er hat nie gewagt,<br>                         dass Mädchen auf seine Gefühle hin<br>                         anzusprechen. Er erzählte mir immer<br>                         wieder, wie sehr er es bereut hat,<br>                         und dass es jetzt zu spät sei.<br>                         Daran sollten Sie denken: Wenn Sie<br>                         es nicht versuchen, werden Sie nie<br>                         erfahren, ob es einen Sinn gemacht<br>                         hätte, und sich unter Umständen<br>                         später noch damit quälen. Zudem ist<br>                         es erst einmal doch nur ein Brief.<br>                             (beat)<br>                         Und jetzt wartet der Captain auf<br>                         mich. Ich hoffe Sie verstehen: Ich<br>                         will Sie wirklich nicht abwürgen.<br><br>               Tschernovsky bedankt sich und geht weg. Fernandez geht zur<br>               Tür und klingelt dort. Nach einigen Sekunden öffnet diese<br>               sich.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             14<br><br>               Wir sehen, wie Emma Fernandez eintritt. Caylon bittet sie mit<br>               einem Handzeichen, sich zu setzen. Sie folgt der<br>               Aufforderung.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie wollten mich sprechen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Ich habe beschlossen, mit auf<br>                         den Planeten zu fliegen, sofern die<br>                         Umstände es erlauben. Das heißt,<br>                         dass dann hier Lieutenant Beem das<br>                         Kommando hat.<br><br>               Fernandez sieht Caylon ahnungsvoll an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie haben in den Unterlagen ihrer<br>                         Vorgänger davon gelesen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         "Semper Fidelis". Bei seinem<br>                         letzten Kommando hat Lieutenant<br>                         Mestral Lieutenant Beem kurzzeitig<br>                         vom Kommando entbunden, weil er das<br>                         Leben der Crew sinnlos opfern<br>                         wollte.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - BRÜCKE - FLASHBACK (2X05 "SEMPER FIDELIS")15<br><br>               Beem ist seine Wut deutlich anzusehen. Der tiefsitzende Hass<br>               gegen die Romulaner kommt wieder an die Oberfläche.<br><br>                                   BEEM<br>                         NEIN! Wir ballern diese Hunde vom<br>                         Himmel!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Lieutenant...<br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         ICH WERDE NICHT CAYLON UND MÜLLER<br>                         HIER ZURÜCKLASSEN!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Hüllenpanzerung droht zu versagen!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign Tschernovsky, bringen Sie<br>                         uns hier weg, Maximumwarp!<br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Wagen Sie es nicht, Darius!!!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich übernehme das Kommando!<br>                             (zu Darius)<br>                         Bringen Sie uns hier weg, so lange<br>                         Sie es noch können, Ensign.<br><br>               Darius zögert kurz, entscheidet sich dann aber.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        16     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             16<br><br>               Wir sind wieder in der Gegenwart. Alles ist in Farbe. Wir<br>               sehen zunächst Fernandez, dann Caylon.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         "Semper Fidelis". Bei seinem<br>                         letzten Kommando hat Lieutenant<br>                         Mestral Lieutenant Beem kurzzeitig<br>                         vom Kommando entbunden, weil er das<br>                         Leben der Crew sinnlos opfern<br>                         wollte.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dennoch: Jeder Mann verdient eine<br>                         zweite Chance. Lieutenant Beem ist<br>                         aufgrund der Kommandostruktur<br>                         zurzeit mein erster Offizier. Und<br>                         ich muss sagen, zuletzt, wie bei<br>                         der Sache mit dem romulanischen<br>                         Frachter oder auch auf Bolarus, hat<br>                         er mich überrascht. Seitdem Sie an<br>                         Bord sind, scheint er sich zu<br>                         besinnen. Daher möchte ich, dass<br>                         Sie auf der Brücke sind, um ihm zur<br>                         Seite zu stehen, wenn ich weg bin.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (nachdenklich)<br>                         Ich weiß nicht, ob dem Lieutenant<br>                         das passen wird.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Daher machen Sie ab sofort ein<br>                         Brücken-Praktikum. Das hat auch den<br>                         schönen Nebeneffekt, dass Sie bald<br>                         in der Lage sein werden, in<br>                         Notlagen auf der Brücke<br>                         auszuhelfen.<br><br>               AUF FERNANDEZ<br><br>               Emma Fernandez sieht Caylon skeptisch an, währenddessen Musik<br>               lauter wird.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                        ENDE AKT I<br>                                          AKT II<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>        17     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             17<br><br>               Wir sehen die Antares von oben, wie sie langsam über einen<br>               rötlich-bräunlichen Planeten weggleitet. Die Atmosphäre des<br>               Planeten leuchtet rot. Mit bloßem Auge sind seltsame, kleine<br>               weiße Strukturen zu erkennen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   18<br><br>               Wir sehen die Führungscrew zusammen mit Ensign Fernandez und<br>               Dr. Kendall an der wissenschaftlichen Konsole versammelt.<br>               Alle gucken auf das dortige Display, was vergrößert<br>               Oberflächenaufnahmen zeigt. Wir sehen kristalline Strukturen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Diese Strukturen beinhalten diverse<br>                         Arten von Kristallen. U.a. auch<br>                         große Mengen an verwendbaren<br>                         Dilithium. Allerdings...<br><br>               Er Dr.ückt einen paar Tasten, die Ansicht blendet zu einer<br>               neuen über. Wir sehen eine ovale, matt silbrig-braune<br>               Struktur mit diversen farbig schillernden Ovalen auf der<br>               Oberfläche. Wegen der geringen Auflösung der Bilder sind<br>               Details schwer zu erahnen, aber scheinbar, ragen neben diesen<br>               Strukturen nadelartige Türme auf. Auch haben alle Strukturen<br>               scheinbar diverse Öffnungen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was zum Teufel ist das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das kann ich mit den vorliegenden<br>                         Daten nicht genau sagen. Diese<br>                         Komplexe sind definitiv nicht<br>                         natürlicher Herkunft.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber es gibt keine anderen Hinweise<br>                         auf Leben?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nur auf organische Bestandteile der<br>                         Strukturen. Eine genaue Analyse ist<br>                         im Moment nicht möglich, aber ich<br>                         schließe Leben aus. Zumal die<br>                         Atmosphäre mit ihren hohen Methan<br>                         und Argonanteilen nicht auf Leben<br>                         schließen lässt. Der Methananteil<br>                         ist sogar nahe am kritischen Level.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das heißt im Klartext, der Planet<br>                         ist nahe daran, eine riesige<br>                         Knallbombe zu sein. Na, klasse.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die Energiewerte?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ungewöhnlich und nicht zu erklären.<br>                         Allerdings sind die Werte, die wir<br>                         mit den Langstreckensensoren<br>                         gemessen hatten, verschwunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Merkwürdig. Hätten wir nicht Krieg,<br>                         dann wäre dieser Planet ein Wunder.<br>                         Der Grund, warum wir überhaupt hier<br>                         draußen wären. Aber im Moment<br>                         interessiert mich nur eines: Wie<br>                         wir schnell und sicher an das<br>                         Dilithium da unten kommen. Dr. ist<br>                         der Automat einsatzbereit?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Er ist. Allerdings ist die<br>                         Förderrate bescheiden und es wäre<br>                         ratsam, wenn Personal zur Wartung<br>                         bereit stände. Auch ich kann keine<br>                         Wunder vollbringen, wenn ich<br>                         nebenbei eine Matrix am Laufen<br>                         halten muss.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt, wir sollten mit runter<br>                         gehen?<br><br>               Kendall nickt nachdenklich.<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Ehrlich gesagt, ich habe zwar ein<br>                         schlechtes Gefühl, aber das ist<br>                         unsere beste Option.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann gehen wir. Kendall. Sie<br>                         bleiben hier. Schicken Sie zwei<br>                         Techniker. Beem. Sie haben in<br>                         meiner Abwesenheit das Kommando.<br>                         Stellen Sie mir einen ihrer<br>                         Sicherheitsleute. Mestral. Sie<br>                         begleiten mich. Volle<br>                         Schutzausüstung: Atemschutz,<br>                         Spezialbrillen, Thermokleidung.<br><br>               Beem macht einen Schritt in den Weg des Captains.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich muss protestieren. Wir sollten<br>                         den Planeten zunächst gründlich<br>                         erforschen. Und am Besten bleiben<br>                         wir lieber hier oben und setzen<br>                         doch auf die Vulkanier.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Lieutenant hat Recht. Eine<br>                         vorausgehende gründliche<br>                         Beobachtung wäre sehr zu empfehlen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin anderer Meinung. Angesichts<br>                         der Tatsache, dass die Romulaner<br>                         uns vielleicht suchen, sollten wir<br>                         keine Zeit verlieren. Leicht<br>                         möglich, dass sie unsere Warpspur<br>                         finden. Das heißt, wir haben<br>                         vielleicht keine Zeit, den Planeten<br>                         gründlich zu erforschen. Und soweit<br>                         ich sie verstehe, gibt es da unten<br>                         keinerlei erkennbare Gefahren.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nach den vorliegenden Daten ja.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden diese Komplexe meiden.<br>                         Suchen sie einen möglichst<br>                         abgelegenen Landeplatz aus und<br>                         berechnen Sie einen Anflug, der uns<br>                         möglichst unauffällig dort hin<br>                         bringt.<br><br>               Mestral nickt. Beem sieht wenig überzeugt den Captain an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dann lassen Sie zumindest mich<br>                         gehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Abgelehnt. Ich wähle dieses Risiko,<br>                         also trage ich es auch.<br><br>               Caylon verlässt die Brücke gefolgt von Mestral. Beem guckt<br>               zunächst skeptisch Fernandez, dann Kendall an. Dieser zuckt<br>               die Schultern.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Ich wünsche ausnahmsweise mal, dass<br>                         mein Verstand falsch liegt, aber<br>                         ich glaube, dieser Tag ist nicht<br>                         der Tag, wo man auf Risiko gehen<br>                         sollte.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und ich wünsche NICHT<br>                         ausnahmsweise, dass Sie nicht Recht<br>                         behalten.<br><br>               AUF BEEM<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        19     EXT. ANTARES - AUF DEM PLANETEN                         19<br><br>               Wir sehen drei Personen auf einem Hügel. Das Licht ist fahl,<br>               rötlich und düster, zumal es scheinbar kurz vor Sonnenaufgang<br>               ist. Sie alle tragen Thermokleidung mit Kapuzen,<br>               Schutzbrillen mit regulierbaren Visier und Atemgeräte. Eine<br>               der drei Personen, scheinbar eine Frau, trägt eine MACO<br>               Waffe. Eine zweite Person scannt die Umgebung, während die<br>               dritte mit einer Art Sichtgerät ins Tal blickt. Dort liegt,<br>               mit einem merkwürdigen Glimmen, eine der Strukturen. Ein<br>               permanentes hohes Summen liegt in der Luft.<br><br>                                   CAYLON<br>                         (seine stimme ist durch die Maske<br>                         gedämpft)<br><br>               Sehr merkwürdig. Ich kann eine Art Leuchterscheinung<br>               beobachten. Relativ hoch in der Zahl.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich kann nichts scannen, Captain.<br>                         Der Scanner hat nur eine sehr<br>                         begrenzte Reichweite.<br><br>               Die dritte Person, Corporal Angelica Jackson (zuletzt gesehen<br>               in 1x07 "Machtlos", damals noch als Crewman), dreht sich zu<br>               Ihnen hin.<br><br><br>                                   JACKSON<br>                         In meiner Gefechtsausbildung im<br>                         letzten Jahr hat man mir erzählt,<br>                         wie ich gegen Klingonen, Romulaner<br>                         oder Orioniden kämpfe, aber nicht<br>                         gegen Leuchterscheinungen. Ich<br>                         hoffe, die nähern sich nicht.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Können Sie erkennen, ob Sie eine<br>                         Art Lebensform sind?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie kommen und gehen aus der<br>                         Struktur. Es könnte alles sein:<br>                         drohnen, Aufklärer, niedere<br>                         Lebensformen. Ich weiß es nicht.<br><br>               Er nimmt seinen Kommunikator aus der Brusttasche.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Lombardi. Lieutenant, wie<br>                         kommen Sie und McForlay voran?<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     EXT. PLANET - AUF DEM PLANETEN                          20<br><br>               Wir sehen zwei Personen mit Bohrlasern an einer kristallinen<br>               Struktur arbeiten. An einer anderen Struktur arbeitet eine<br>               Art Roboter auf Raupen, der an einem beweglichen Arm einen<br>               Bohrlaser befestigt hat. Wir hören den Biepton eines<br>               Kommunikators. Die eine Person setzt den Laser ab.<br><br>                                   LOMBARDI<br>                         Wir kommen gut voran. In ungefähr<br>                         einer halben Stunde werden wir<br>                         ausreichend Dilithium gefördert<br>                         haben. Die Bestände und die<br>                         Reinheit sind beeindruckend. Und es<br>                         ist quasi in purer Form sofort<br>                         förderbar.<br><br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME<br>                         Recht ungewöhnlich. Würden Sie<br>                         sagen, diese Kristallstrukturen<br>                         könnten künstlich sein.<br><br>                                   LOMBARDI<br>                         Ich weiß nicht. Sie sind nicht<br>                         sonderlich symmetrisch, aber wie<br>                         gesagt, ungewöhnlich rein.<br><br>                                   MESTRALS KOMMSTIMME<br>                         Mestral an Lombardi und McForlay.<br>                         Ich habe Energiewerte in ihrer<br>                         Nähe.<br><br>               McForlay setzt seinen Laser ab und zieht einen Phaser.<br>               Lombardi schaut sich unruhig um.<br><br>                                   LOMBARDI<br>                             (ängstlich)<br>                         Wo? Ich sehe nichts. Von wo kommen<br>                         Sie?<br><br>                                   MESTRALS KOMMSTIMME<br>                         Ich kann die Position nicht<br>                         bestimmen.<br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME<br>                         Sofort zu unsere Position<br>                         zurückziehen, Lombardi!<br><br>               Links von den beiden erscheinen zwei blendende Lichtkugeln.<br>               Die beiden Menschen drehen sich reflexartig zu diesen hin.<br><br>               AUF DIE LICHTERSCHEINUNGEN<br><br>               Die Lichterscheinungen werden größer und größer und füllen<br>               das ganze Bild aus. Wilde, unregelmäßige funkelnde Muster<br>               kreisen schwindelerregend in ihnen herum.<br><br><br>               AUF LOMBARDIS GESICHT.<br><br>               In der Schutzbrille spiegelt sich die näherkommende<br>               Erscheinung. Lombardi kneift die Augen zusammen und verzieht<br>               sein Gesicht. Schließlich stößt er einen fast unmenschlichen,<br>               durchdringenden Schrei aus und fast sich mit den Händen an<br>               die Schläfen.<br><br>               AUF DIE GANZE SZENE<br><br>               Wir sehen, wie Lombardi und McForlay schreiend und sich an<br>               die Kapuzen fassend in die Knie gehen. Zwei Lichter nähern<br>               sich ihnen, verharren dann und weichen schließlich zurück.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     EXT. PLANET - CAYLONS POSITION                          21<br><br>               Wir sehen die drei wie erstarrt stehen bleiben, während<br>               schrille Schreie aus den Kommunikatoren dringen. Als erstes<br>               rührt sich Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         LOMBARDI! MCFORLAY! Was ist los?<br>                         Melden Sie sich! LOMBARDI!!!<br><br>               Die Schreie verstummen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         LOMBARDI! ANTWORTEN SIE! Was ist<br>                         passiert?<br><br>               Man vernimmt Lombardis Stimme:<br><br>                                   LOMBARDIS KOMMSTIMME<br>                             (erschreckend schrill und<br>                              unartikuliert)<br>                         Sie kommen, ahhh, diese Geister.<br>                         Sie wollen uns umbringen...<br><br>               Man hört Phaserfeuer.<br><br>                                   LOMBARDIS KOMMSTIMME (CONT'D)<br>                             (irre lachend)<br>                         Sie, haha, lassen sich nicht<br>                         aufhalten. Sie sind die<br>                         perfekten... Krieger. Sie werden<br>                         alle töten. Uns, die Romulaner. Wir<br>                         müssen weglaufen. WEGRENNEN!<br><br>               Man hört ein dumpfes Knacken. Scheinbar wurde der<br>               Kommunikator zu Boden geworfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         LOMBARDI! MCFORLAY! VERDAMMT!<br>                         MELDET EUCH!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Energiewerte. Aus Richtung des<br>                         Technikerteams. Und weitere...<br><br>               Er macht eine kurze bedeutsame Pause.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         ...aus Richtung unseres Shuttles.<br><br>                                   JACKSON<br>                             (mit unruhigen Unterton)<br>                         Das ist ein Angriff, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral. Gibt es<br>                         Rückzugsmöglichkeiten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eine kleine Höhle 30 Meter hinter<br>                         uns, hinter dem Felsvorsprung.<br><br>               Zwei Leuchterscheinungen biegen etwas entfernt um eine<br>               Felsnadel.<br><br>                                   JACKSON<br>                         CAPTAIN! Ich.. Verdammt was ist<br>                         das?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich spüre das auch. Es ist ein<br>                         Sausen. Und stechende<br>                         Kopfschmerzen. BLICKEN SIE NICHT<br>                         HIN! Visier auf Autoanpassung! Und<br>                         sofort in die Höhle.<br><br>               Jackson schaut immer noch wie gebannt auf die sich langsam<br>               nähernden Erscheinungen. Caylon reißt sie mit Gewalt herum<br>               und mit sich mit.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Los, Corporal, laufen Sie!<br><br>                                   JACKSON<br>                             (panisch)<br>                         Es ist ein Angriff!<br><br>               Caylon hält sich den Kommunikator vor das Atemgerät.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon an Antares! Wir werden<br>                         angegriffen. Von einer Art<br>                         Lichterscheinungen! Art des<br>                         Angriffs unbekannt! Flüchten in<br>                         eine Höhle! ICH WIEDERHOLE! WERDEN<br>                         ANGEGRIFFEN!<br><br>               Die drei erreichen die Höhle. Hinter ihnen ist etwas entfernt<br>               ein Licht erkennbar. Plötzlich reißt sich Jackson, die Caylon<br>               immer noch am Ärmel hält, los, dreht sich um und nimmt die<br>               Waffe in Anschlag.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (herumfahrend)<br>                         Jackson!<br><br>                                   JACKSON<br>                             (panisch)<br>                         Es ist ein Angriff! Wir müssen uns<br>                         verstecken!<br><br>               Mit diesen Worten beginnt sie auf die Decke am Höhleneingang<br>               zu feuern. Mit einer gewaltigen Staubwolke bricht diese herab<br>               und verschüttet den Ausgang. Schließlich schlägt Caylon ihr<br>               die Waffe aus der Hand und reißt sie zu Boden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt Jackson!<br><br>               AUF JACKSON<br><br>               Durch die Brille sieht man Angelica Jacksons angsterfüllte<br>               und weit aufgerissene Augen.<br><br>                                   JACKSON<br>                             (ängstlich flüsternd)<br>                         Captain. Es ist ein Angriff. Sie<br>                         wollen uns alle töten.<br><br>               Bedrohliche Musik wird lauter.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT II<br>                                         AKT III<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>        22     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   22<br><br>               Auf der Brücke herrscht Alarmzustand. Die Alarmleuchten<br>               brennen. Es befinden sich Mendez und D'Ville für Beem und<br>               Mestral auf den jeweiligen Posten. Fernandez steht neben<br>               D'Ville, während Dr. Kendall an der Tür den Treiben stoisch<br>               folgt. Beem steht sichtlich ungeduldig hinter Torlan. Man<br>               hört Lombardis irres Lachen<br><br>                                   LOMBARDIS KOMMSTIMME<br>                         ...haha, lassen sich nicht<br>                         aufhalten. Sie sind die perfekten<br>                         #knack#<br><br>               Der Rest geht im statischen Rauschen unter. Dann hört man<br>               Caylons Notruf<br><br>                                   CAYLONS KOMMSTIMME<br>                         angegriffen #knack# Licht #knack#<br>                         en! Art #knack# unbekannt! Flüchten<br>                         #knack# ICH WIED #knack#<br><br><br>               Auch hier versinkt der Rest im statischen Rauschen. Torlan<br>               guckt nachdenklich auf Beem<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das wars.<br><br>               Beem nickt mit ernster Miene und dreht sich zu Ensign Chantal<br>               D'Ville, die an der Wissenschaftsstation sitzt, um.<br><br>                                   BEEM<br>                         Können Sie scannen, wo unser<br>                         Außenteam ist?<br><br>                                   D'VILLE<br>                         Nicht mehr. Der Captain, Jackson<br>                         und Mestral sind scheinbar in eine<br>                         Höhle geflüchtet. Nach einer<br>                         Energieentladung kann ich sie aber<br>                         nicht mehr scannen. Lombardi und<br>                         McForlay sind ins Tal gelaufen und<br>                         mittlerweile unauffindbar.<br>                         Überhaupt nehmen die Störungen zu.<br>                         Ich kann lediglich den<br>                         Förderautomaten und das Shuttle<br>                         kontakten.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ungeduldig)<br>                         Verdammt Ensign. Können Sie nicht<br>                         kompensieren?<br><br>                                   D'VILLE<br>                             (leicht hektisch und etwas<br>                              aggressiv)<br>                         Ich kann noch nicht mal erkennen,<br>                         was unsere Sensoren überhaupt<br>                         stört. Wenn ich dass wüsste, könnte<br>                         ich vielleicht kompensieren.<br><br>               Beem schlägt mit der Faust auf den Captains Chair.<br><br>                                   BEEM<br>                         Verdammt noch mal!<br><br>               Fernandez, die neben D'Ville steht, geht auf ihn zu.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das wird nicht helfen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Mir hilft es.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Lieutenant Beem. Es liegt meiner<br>                         Meinung nach definitiv ein Angriff<br>                         vor.<br><br>               Tschernovsky dreht sich nach hinten um.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich glaube, Lieutenant Mendez hat<br>                         Recht. Scheinbar hat dieser Angriff<br>                         auf den Verstand gewirkt. Lombardi<br>                         scheint sich völlig vergessen zu<br>                         haben.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Ich empfehle, Gegenmaßnahmen<br>                         einzuleiten.<br><br>               Beem richtet sich auf und guckt Mendez nachdenklich an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und was? Sollen wir auf diese<br>                         Strukturen feuern?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Das würde zumindest ein Zeichen<br>                         setzen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (entsetzt)<br>                         Das können Sie wohl nicht ernsthaft<br>                         erwägen?<br><br>               Beem guckt Fernandez mit großen Augen an. Dann schüttelt er<br>               den Kopf.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein. Ich wüsste nicht, was das<br>                         bringen würde. Wir könnten Lombardi<br>                         oder McForlay gefährden. Oder den<br>                         Captain. Wir wissen nicht, wie der,<br>                         die, das, was da unten ist,<br>                         reagiert.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Meiner Meinung nach sind McForlay<br>                         oder Lombardi verloren.<br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Niemand ist verloren, bis er tot<br>                         auf der Krankenstation liegt,<br>                         verstanden!?<br><br>               Dr. Kendall tritt zu Beem.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Das heißt also: "Semper Fidelis"?<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        23     INT. ANTARES - BRÜCKE - FLASHBACK (2X05 "SEMPER FIDELIS")                                   23<br><br>                                   BEEM<br>                         "Semper Fidelis", schon einmal<br>                         etwas davon gehört?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es ist Latein und bedeutet "Für<br>                         immer treu". Das Motto der MACOs.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ganz genau! Einer für alle, alle<br>                         für einen!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   24<br><br>               Wir sind wieder in der Gegenwart und alles ist in Farbe. Wir<br>               sehen zunächst Kendall dann Beem<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Das heißt also: "Semper Fidelis"?<br><br>               Beem dreht sich mit Augen, die töten könnten, zu Kendall um.<br><br>                                   BEEM<br>                             (eisig)<br>                         Ja. Semper Fidelis. Aber dieses Mal<br>                         machen wir es richtig. Wir werden<br>                         das machen, was wir gleich hätten<br>                         machen sollen.<br>                         Herausfinden, mit wem oder was wir<br>                         es zu tun haben. Dann wissen wir<br>                         vielleicht auch, wo wir sie am<br>                         Besten treffen können. Torlan,<br>                         D'Ville! Sie wissen, was zu tun<br>                         ist. Finden Sie deren wunde Punkte.<br><br>               Beide nicken.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich dachte, Sie haben Waffengewalt<br>                         ausgeschlossen.<br><br>               Beem dreht sich zu Fernandez und guckt sie ungläubig an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das habe ich nicht. Ich werde nur<br>                         nicht losballern, ohne zu wissen,<br>                         was da ist.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und ich dachte, Sie handeln einmal<br>                         vernünftig.<br><br>               Beem guckt Fernandez entschlossen an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ensign. Wenn sie Kritik äußern<br>                         wollen, dann bitte sachlich. Das<br>                         ist kein Beratungsgespräch. Ich bin<br>                         im Moment der Captain. Und wenn ich<br>                         zu dem Schluss komme, dass<br>                         Waffengewalt erforderlich ist, dann<br>                         werde ich da unten die Hölle<br>                         losbrechen lassen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Bei allem Respekt: Es könnte ein<br>                         Missverständnis sein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Unsere Leute wurden angegriffen.<br>                         Was gibt es da misszuverstehen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Da Sie über eine Ausbildung in<br>                         Strukturen außerirdischer<br>                         Intelligenz verfügen, sollte sich<br>                         die Frage von selbst beantworten.<br><br><br>               Beem guckt Fernandez wütend an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich sage es Ihnen jetzt noch<br>                         einmal: Ich bin im Moment der<br>                         Captain. Am Besten gehen Sie in ihr<br>                         Büro.<br>                         Sie haben doch sicher noch<br>                         irgendjemanden, den sie therapieren<br>                         müssen.<br><br>               AUF FERNANDEZ<br><br>               Ihre Augen funkeln bedrohlich.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (eisig)<br>                         Ja, aber sicher. Er steht genau<br>                         hier auf der Brücke.<br><br>               AUF BEEM<br><br>               Beem guckt Fernandez schweigend an. Seine Augen zeigen<br>               überraschender Weise eine gewisse Unsicherheit.<br><br>                                   BEEM<br>                             (bedrohlich)<br>                         Überspannen Sie den Bogen nicht,<br>                         Ensign Fernandez.<br><br>        25     INT. PLANET - HÖHLE AUF DEM PLANETEN                    25<br><br>               Mestral, Caylon und Jackson haben ihre Kapuzen abgenommen und<br>               sitzen in der Höhle. Einer hat eine Wärmequelle ausgebaut,<br>               die in der Mitte der Höhle zwischen den drei glüht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke, hier sind wir erst<br>                         einmal sicher. Wenn diese Lichter<br>                         hier reinkommen könnten, hätten sie<br>                         es schon getan.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Logik nach bin ich geneigt,<br>                         Ihnen bezupflichten. Leider kann<br>                         ich nicht scannen, was außerhalb<br>                         passiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie steht es mit der Kommunikation?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Leider ist bei Beschaffenheit des<br>                         Gesteins und den momentanen<br>                         Störungen keine möglich. Nicht<br>                         einmal, wenn ich das Signal<br>                         verstärken würde.<br><br>               Er macht eine kurze Pause und guckt nachdenklich zu Boden.<br>               Caylon wirkt resigniert.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Sir. Ich habe noch etwas zu<br>                         berichten.<br><br>               Caylon guckt Mestral fragend an. Jackson wirkt eher apathisch<br>               und guckt auf die Wärmequellen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Als sich die Lichter näherten,<br>                         hatte ich eine Art Halluzination.<br>                         Es ist schwer zu beschreiben, aber<br>                         ich sah merkwürdige Bilder in<br>                         meinem Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Kommunikationsversuch?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ungewiss. Wenn, dann keiner in<br>                         einer Art, wie ich ihn kenne. Ich<br>                         konnte keine Quelle ausmachen.<br>                         Möglicherweise ist es auch nur eine<br>                         spezifische Auswirkung des gleichen<br>                         Wahns, der Lombardi und wohl auch<br>                         McForlay befallen hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind Vulkanier nicht schwache<br>                         Telephaten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Als 1/8 Vulkanier habe ich gewisse<br>                         telephatische Fähigkeiten und bin<br>                         einem normalen Menschen kognitiv<br>                         überlegen. Aber es reicht, fürchte<br>                         ich, nicht, um herauszufinden, was<br>                         das war.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Angenommen, hier ist eine<br>                         Intelligenz. Um was könnte es sich<br>                         handeln?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ungewiss. Die einzigen organischen<br>                         Anzeigen kamen von den Strukturen.<br>                         Andererseits tauchten die Bilder<br>                         auf, als die Lichter in Sichtweite<br>                         kamen. Aber wie gesagt, es gibt<br>                         keine Anzeigen, und ich konnte<br>                         keine Quelle der Gedanken erkennen.<br>                         Möglicherweise ist es eine Art<br>                         kollektive Intelligenz.<br>                         Möglicherweise auch eine Art<br>                         Computer. Oder eine Art Energie.<br>                         Ich weiß es nicht.<br><br>                                   JACKSON<br>                         Sie wollten uns auf jeden Fall<br>                         angreifen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist nicht klar, Jackson.<br><br>               Sie fängt an zu weinen.<br><br>                                   JACKSON<br>                             (schluchzend)<br>                         Doch. Wir haben keine Chance. Keine<br>                         Chance.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Eine weitere Panikattacke.<br><br>               Mestral nickt Caylon zu und gibt ihm ein Hypospray. Caylon<br>               nimmt es und beugt sich zu Jackson.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ruhig Jackson. Das wird Ihnen<br>                         helfen.<br><br>               Er setzt das Spray an. Nach wenigen Sekunden ermatten Jackson<br>               Glieder. Vorsichtig legt Caylon Sie auf den Boden.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Jackson hat länger als wir auf die<br>                         Lichter geblickt. Was immer der<br>                         Effekt dieser Waffen, drohnen,<br>                         Wesen oder was auch immer das<br>                         waren, ist, er hat bei ihr schon<br>                         gewirkt. Ich bin kein Experte, aber<br>                         Sie zeigt Anzeichen für Paranoia<br>                         und Panikattacken. Ein bisschen<br>                         länger, und sie wäre wohl<br>                         durchgedreht wie Lombardi und<br>                         McForlay.<br><br>               Mestral nickt zustimmend.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun, zurzeit scheinen wir sicher.<br>                         Aber was ist, wenn der Sauerstoff<br>                         ausgeht? Er reicht maximal noch<br>                         sechs Stunden.<br><br>               Caylon guckt nachdenklich auf den Boden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Vielleicht findet die Antares bis<br>                         dahin einen Weg.<br>                         Wenn nicht, dann müssen wir unsere<br>                         Visierfilter auf maximale Leistung<br>                         stellen und quasi blind um unser<br>                         Leben rennen.<br>                             (long beat)<br>                         Aber die Frage stellt sich erst,<br>                         wenn die sechs Stunden vorbei sind.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        26     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         26<br><br>               Wir sehen Tschernovsky, Beem, D'Ville, Mendez, Torlan, Dr.<br>               Kendall, Fernandez und Miller im Raum versammelt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ein alter Autor? Sie schlagen doch<br>                         nicht ernsthaft vor, dass wir einen<br>                         alten Roman zu Hilfe nehmen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Lem. Einer meiner Lieblingsautoren.<br>                         Nein, nicht zur Hilfe nehmen. Aber<br>                         Lem war einer der Vordenker der<br>                         Idee einer maschinellen Evulotion.<br><br>                                   D'VILLE<br>                         Und sie denken, da unten sehen wir<br>                         das Ergebnis einer solchen<br>                         Evolution? Das ist reine<br>                         Spekulation.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich habe keine bessere Idee. Sie<br>                         vielleicht?<br><br>               D'Ville zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Nun, ich kenne einige der Romane.<br>                         In einem wurde die Idee<br>                         geschildert, dass Maschinen den<br>                         Verstand von organischen Wesen<br>                         löschen. Der Gegner wäre so nicht<br>                         nur hilflos, sondern eine Gefahr<br>                         für andere seiner Art. Und er wäre<br>                         auch verwendbar, weil neu<br>                         programmierbar.<br><br>                                   BEEM<br>                         Glauben Sie, dass das passiert ist?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Wäre doch eine Erklärung.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ungeduldig)<br>                         Ich weiß nicht, ob der Krieg aus<br>                         Forschern so schnell Militärs<br>                         gemacht hat, aber Sie sollten sich<br>                         mal selbst zuhören. Waffen. Es<br>                         könnte auch Leben in völlig neuer<br>                         Form sein. Das Ganze könnte auch<br>                         ein Unfall sein. Sie waren<br>                         neugierig und wollten uns scannen.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Mit Verlaub, Ensign. Das ist doch<br>                         eine sehr blumige Sichtweise.<br><br>                                   BEEM<br>                         Auch wenn ich Ihnen zustimmen<br>                         möchte, Mendez, wir müssen allen<br>                         Möglichkeiten nachgehen.<br><br>               Beem erntet überraschte Blicke von fast allen.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Also, Councellor. Angenommen, ihre<br>                         blumigen Ideen stimmen. Wie können<br>                         wir das herausfinden? Wie wollen<br>                         sie Kontakt aufnehmen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wir sollten runtergehen und gucken,<br>                         was passiert.<br><br>               Ein Raunen geht durch den Raum.<br><br>                                   BEEM<br>                             (höhnisch)<br>                         Bitte!? Haben Sie einen Knall? Wie<br>                         wollen Sie sich da unten schützen?<br>                         Augen zumachen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wir müssten natürlich erst einmal<br>                         herausfinden, was unserem Außenteam<br>                         zugestoßen ist.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ah. Als wenn wir das nicht<br>                         versuchen. Sehr schlau. Und was ist<br>                         ihr Vorschlag?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Mit Verlaub, Lieutenant Ich hätte<br>                         eine Idee.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ironisch)<br>                         Unser genialer Dr. Kendall. Also,<br>                         ich höre.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Es wäre machbar, den Automaten zu<br>                         nutzen. Dieser verfügt über<br>                         umfangreiche Scanner und<br>                         Strahlungsspektrometer. Die habe<br>                         ich für alle Fälle eingebaut.<br><br>               Beem guckt Kendall verblüfft an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nun, dass ist tatsächlich eine<br>                         Option. Die erste und beste, die<br>                         wir haben. Dr. Miller, könnten Sie<br>                         mit solchen Daten vielleicht ein<br>                         Gegenmittel produzieren?<br><br>               Miller, die bisher schweigend und fast abwesend am Tisch saß,<br>               reagiert erst nach einer Sekunde.<br><br>                                   MILLER<br>                         Na, ja, Vielleicht. Ich kann es<br>                         nicht versprechen. Ehrlich gesagt,<br>                         im Moment sollten wir mit einem<br>                         Totalverlust rechnen.<br><br>               Beem guckt Miller an, als wenn sie sonst etwas gesagt hätte.<br><br>                                   BEEM<br>                         Totalverlust? Habe ich richtig<br>                         gehört? Sagen Sie mal, Doc, sind<br>                         sie übergeschnappt? Geben Sie immer<br>                         schon vor den Kampf auf?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich meinte lediglich, wir sollten<br>                         damit rechnen, dass er sinnlos ist.<br>                         Ich werde natürlich tun, was ich<br>                         kann.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das will ich wohl meinen. Sonst<br>                         werde ich Ihnen...<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (aggressiv)<br>                         Es reicht, Lieutenant Beem. Auch<br>                         wenn Sie mich dafür in den Arrest<br>                         schmeißen. Sie mögen vielleicht in<br>                         letzter Zeit nicht mehr den<br>                         Racheengel vom Dienst geben, aber<br>                         ihr Umgang mit uns ist unter aller<br>                         Sau.<br>                         Zum Kommando gehört mehr, als nur<br>                         Entscheidungen zu treffen und Leute<br>                         zusammenzuscheißen.<br><br>               Beem guckt Fernandez mit einer Mischung aus Entsetzen, Wut<br>               und Überraschung an. Es herrscht eine fast perfekte Stille.<br>               Die Blicke der anderen verraten, dass sie mit einer<br>               ordentlichen Auseinandersetzung rechnen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (sich mühsam<br>                              kontrollierend)<br>                         Jeder weiß, was zu tun ist.<br>                         Fernandez! Sie bleiben hier.<br><br>               Die anderen verlassen schweigend den Raum. Tschernovsky<br>               blickt Torlan vielsagend an. In seinen Augen steht erkennbar:<br>               "Jetzt fließt Blut." Als alle draußen sind, geht Beem auf<br>               Fernandez zu:<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (bedrohlich)<br>                         Es reicht, Ensign. Ich bin auf der<br>                         Brücke ihr vorgesetzter Offizier.<br>                         Und als solcher lasse ich mich<br>                         nicht von ihnen zuRechtweisen.<br><br>               Fernandez guckt Beem mit funkelnden Augen an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (unterkühlt)<br>                         Sie...<br>                             (beat)<br>                         Erlauben Sie mir ein offenes Wort,<br>                         Sir?<br><br>               Beem guckt Sie giftig an. Er nickt.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Wenn Sie mit den Leuten so zur<br>                         Sache gehen, wie im Moment, dann<br>                         werden Sie nicht mehr tun als<br>                         nötig. Sie haben Recht: Als erster<br>                         Offizier und momentaner Captain<br>                         sind sie eine Respektsperson. Aber<br>                         Respekt muss man sich auch<br>                         verdienen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (eisig, mit leichter<br>                              Unsicherheit)<br>                         Das heißt trotzdem nicht, dass ich<br>                         mir Respektlosigkeiten vor<br>                         versammelter Mannschaft gefallen<br>                         lasse. Noch einmal, und Sie fliegen<br>                         nicht in den Arrest, sondern gleich<br>                         aus der Luftschleuse.<br>                         Verstanden Ensign? Ich will ein<br>                         einfaches Ja oder Nein hören, nicht<br>                         mehr.<br><br>               Fernandez Augen funkeln. Man sieht, dass sie am liebsten Beem<br>               weiter die Meinung geigen würde.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ja.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dann treten sie weg.<br><br>               Fernandez verlässt den Raum. Beem dreht sich zum Fenster und<br>               guckt schweigend raus.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (vor sich hin murmelnd)<br>                         Verdammt Jim. So schaffst Du es<br>                         nie.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     INT. PLANET - DIE HÖHLE                                 27<br><br>               Jackson schläft auf dem Boden. Mestral und Caylon sitzen<br>               nebeneinander. Caylon scheint in Gedanken verloren.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Denken Sie an Commander Müller?<br><br>               Caylon guckt fast entsetzt zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun, letztes Jahr saßen sie auf dem<br>                         Planetoiden mit ihr fest. Das war<br>                         damals der Beginn ihrer Beziehung.<br>                         Und Menschen neigen dazu, sich von<br>                         ähnlichen Situationen an etwas<br>                         erinnern zu lassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögerlich)<br>                         Ich denke, es ist nicht der Moment<br>                         dafür, Lieutenant Mestral.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin etwas überrascht, dass Sie<br>                         das so gut zur Kenntnis genommen<br>                         haben. Nun, gut, wir haben nicht<br>                         unbedingt ein Geheimnis daraus<br>                         gemacht haben.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich bin ein guter Beobachter, Sir.<br>                         Und meine Beobachtungen sagen mir,<br>                         dass Sie auch der Grund dafür ist,<br>                         warum Sie in den letzten Tagen so<br>                         gereizt sind. Genau genommen seit<br>                         der Nachricht, dass sie in drei<br>                         Wochen wieder an Bord kommt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt. Für ein Vulkanier sind<br>                         Sie ein guter Menschenkenner.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich bin zu 7/8 Mensch.<br><br>               Er atmet tief durch. Dann grinst er unter der Maske.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Ausgerechnet an diesem Ort mache<br>                         ich einen Seelenstriptease. Ja, es<br>                         stimmt. Die Nachricht hat mich<br>                         verwirrt. Weil Sie nicht von Ihr<br>                         kam.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bitte?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie. Die Sternenflotte<br>                         benachrichtigt mich von ihrer<br>                         Rückkehr. Und sie? Sie hat mir<br>                         nicht einmal geschrieben. Die ganze<br>                         Zeit. Das ist verletzend, wenn<br>                         jemand einem was bedeutet.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich kenne nicht die Hintergründe,<br>                         aber es scheint, als wenn der<br>                         Commander auf Sie sauer ist. Aber<br>                         ich mag zu 7/8 Mensch sein, dass<br>                         Menschliche verstehe ich häufig nur<br>                         sehr schwer.<br><br>               Caylon guckt Mestral verschwörerisch an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, ich manchmal auch nicht. Aber<br>                         da ist sehr schade.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das Sie es nicht verstehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Sie es nicht verstehen. Sie<br>                         haben das Zeug zu einem fähigen<br>                         Captain.<br>                         Aber ein Captain eines Erdenschiffs<br>                         braucht auch Intuition und Gefühle,<br>                         damit er seine Besatzung begreift.<br>                         Eine  menschliche Crew lässt sich<br>                         nicht mit Logik führen. Das sollten<br>                         Sie bedenken. Sie müssen die Logik<br>                         ja nicht aufgeben, sondern nur<br>                         Gefühle an sich heran lassen.<br>                         Schließlich sind Sie kein<br>                         Vulkanier.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sondern nur zu 1/8...<br><br>               Caylon grinst. Musik wird lauter, während die Kamera Mestral<br>               fokussiert.<br><br>        28     INT. ANTARES - MILLERS QUARTIER.                        28<br><br>               Miller steht regungslos in ihrem Quartier. Die Kamera zoomt<br>               auf das Gesicht und man sieht Tränen über ihre Wangen laufen.<br>               Sie atmet tief ein und wirft den Kopf in den Nacken.<br>               Schließlich geht sie an eine Kommode und holt ein Hypospray<br>               hervor, setzt es an und injiziert es sich.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT III<br>                                          AKT IV<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>        29     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            29<br><br>               Wir sehen Beem, Mendez, Fernandez, Miller, Kendall und<br>               D'Ville an einer Arbeitsfläche stehen. Kendall hält den<br>               anderen eine grünliche Schutzbrille hin<br><br>                                   BEEM<br>                         Und Sie glauben, dass die Brille es<br>                         tut?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Wenn die Daten alle korrekt sind,<br>                         todsicher.<br><br>                                   BEEM<br>                         Tod können wir sein, wenn es nicht<br>                         sicher ist.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                             (leicht pampig)<br>                         Was für ein Wortwitz. Ich bin davon<br>                         überzeugt. Reicht Ihnen das?<br><br>                                   BEEM<br>                         Da Sie mit ihren Überzeugungen<br>                         bisher leider richtig lagen, muss<br>                         es das. Leider kann ich Ihnen wohl<br>                         nicht mehr in den Arsch treten,<br>                         wenn es schief geht.<br><br>               Er wendet sich zu Mendez.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Um das Risiko zu minimieren, gehe<br>                         ich mit fünf Brillen allein da<br>                         runter. Sollte das schief gehen,<br>                         schicken Sie keine weitere<br>                         Rettungsmission, verstanden?<br>                         Schicken Sie ein Signal an die<br>                         Vulkanier und verbergen Sie sich in<br>                         dem System. Das ist ein Befehl!<br><br>               Mendez nickt unwillig.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie sollten zumindest noch eine<br>                         Person mitnehmen, Lieutenant<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich werde kein Leben mehr<br>                         gefährden.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Dann melde ich mich freiwillig.<br><br>               Die anderen schauen sie ungläubig an. Auch Beem ist<br>               überrascht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Gut. Einverstanden. Es ist ihr<br>                         Entschluss. Lassen Sie sich eine<br>                         Ausrüstung geben.<br><br><br>               Er guckt sie schelmisch grinsend an.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Und wenn Sie mir den Galgenhumor<br>                         erlauben. Es tröstet mich, dass ich<br>                         bei meinem Ende zumindest dann<br>                         miterlebe würde, wie Sie sich<br>                         ordentlich geirrt haben.<br><br>               Fernandez zuckt die Schulter und erwidert das Grinsen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        30     EXT. PLANET - OBERFLÄCHE                                30<br><br>               Wir sehen Beem und Fernandez in Thermokleidung auf der<br>               Oberfläche. Beide tragen die neuen Schutzbrillen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Soweit so gut. Bislang keine<br>                         Kontakte. Was auch besser ist. Denn<br>                         wenn das Angriff sind, werden die<br>                         sich sicherlich anpassen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und wenn nicht, dann wäre das ein<br>                         Beweis. Na, jedenfalls dürfte das<br>                         Ihnen hier doch gefallen,<br>                         Lieutenant Mit einem Kameraden auf<br>                         gefährlicher Mission. Heldentum.<br><br>               Beem bleibt abrupt stehen und blickt Fernandez an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das mag weder der richtige Ort noch<br>                         die richtige Zeit sein, aber jetzt<br>                         sagen Sie mir endlich, was diese<br>                         ganzen Andeutungen bedeuten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun. Wir sollten zusehen, dass wir<br>                         die Höhle erreichen. Aber wenn es<br>                         Sie brennend interessiert, dann<br>                         erzähle ich es Ihnen auf dem Weg<br>                         dahin. Ist jedenfalls eine prima<br>                         Ablenkung vor unserer<br>                         Gedächtnislöschung. Erinnern Sie<br>                         sich an Göran Peterson?<br><br>               Beide gehen weiter.<br><br>                                   BEEM<br>                         Der Schwede. Das war ein Kamerad<br>                         von mir auf der Akademie. Feierte<br>                         die besten Parties.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Auf genau so einer trafen Sie mich<br>                         und meine Freundin Gefion.<br><br>                                   BEEM<br>                         Gefion?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Benannt nach der schwedischen<br>                         Göttin, die der Sage nach Gotland<br>                         erschuf. Sie haben uns den ganzen<br>                         Abend zugetextet. Über ihre<br>                         Cowboyromantik, ihren Wunsch nach<br>                         Abenteuer und Romantik,<br>                         Kameradschaft, den Grund, warum Sie<br>                         zu Sternenflotte wollten. Das Sie<br>                         außerirdische Intelligenz<br>                         fasziniert. Taktik und Technik.<br>                         Man, Gefion ist voll auf Sie<br>                         geflogen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und wie kommt es, dass ich mich<br>                         nicht an Sie erinnern konnte? Ich<br>                         habe eigentlich ein gutes<br>                         Gedächtnis.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun. Zum einen hatten Sie damals<br>                         schon ordentlich was intus. Und zum<br>                         anderen war es meine wilde Zeit.<br>                         Ich war ein echtes Partygirl, oft<br>                         besoffen, wenn nicht noch mehr.<br>                         Schulterlange rote Rastas passten<br>                         da wohl besser zu mir.<br><br>               Beem guckt Fernandez kritisch an. Scheinbar hat er jetzt eine<br>               vage Erinnerung.<br><br>                                   BEEM<br>                         Da ist was. Ich gebe es zu.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie waren ein richtiger Idealist.<br>                         Schon damals etwas militant, aber<br>                         eigentlich ein Romantiker und ein<br>                         netter Kerl. Wenn Sie erlauben,<br>                         kein Vergleich mit dem brutalen<br>                         Zyniker, den Sie uns jetzt<br>                         vorspielen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Vorspielen? Wenn Sie...<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (gereizt)<br>                         Was Sie erlebt haben? Oh, Gott<br>                         verschonen Sie mich. Fragen Sie<br>                         mich, warum aus dem Partygirl eine<br>                         ehrgeizige Councellor wurde.<br><br>                                   BEEM<br>                             (patzig)<br>                         Warum?<br><br>               Fernandez bleibt kurz stehen und denkt nach. Dann geht sie<br>               weiter.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (mit belegter Stimme)<br>                         Eines Abends auf einer Strandparty<br>                         schwamm ich ins Meer hinaus. Ich,<br>                         Gefion und Ella, unsere beste<br>                         Freundin. Wir waren besoffen. Wir<br>                         überschätzten uns...<br><br>               Sie stockt<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Als man uns rauszog, waren wir<br>                         ertrunken. Man belebte uns wieder.<br>                         Gefion und ich schafften es. Ella<br>                         nicht. Wir waren über Wochen mehr<br>                         tot als lebendig. Aber dann, Eines<br>                         Abendss, trafen wir uns und<br>                         schworen, dass alles anders wird.<br>                         Wir wollte Ella zu Liebe unser<br>                         Leben richtig nutzen. Wir gingen<br>                         zur Sternenflotte. Gefion machte<br>                         Karriere als taktische Offizierin,<br>                         ich als Councellor.<br><br>                             (Ihre Stimme wird<br>                              trauriger)<br>                         Und das war nicht der letzte<br>                         Verlust in meinem Leben. Es...<br><br>                             (beat)<br>                         Aber lassen wir das für den Moment.<br><br>               Fernandez schweigt ein paar Sekunden, dann fährt Sie fast<br>               gespielt vergnügt fort.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Na, ja. Aus Gefion und Ihnen wurde<br>                         ja nichts. Sie hatten ja Ihren<br>                         Freund. Gefion hatte erst Freundin<br>                         verstanden. Man sie war deswegen<br>                         gleich doppelt fertig.<br>                             (beat, sie guckt ihn an)<br>                         Aber allein, die Tatsche, dass Sie<br>                         schwul sind, zeigt, dass Sie sich<br>                         im Moment verstellen.<br><br>               In diesem Moment ertönt ein Warnsignal. Beem greift nach dem<br>               Scanner und blickt ernst auf die Anzeigen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir bekommen Besuch. Von Rechts,<br>                         denke ich zumindest. Wir werden<br>                         also gleich sehen, ob sie Recht<br>                         haben, und ob Kendall so genial<br>                         ist, wie er meint.<br><br>               Beide drehen sich in die Richtung, aus der die Lichter kommen<br>               sollen und tatsächlich, einige Sekunden später, erscheinen<br>               dort drei Lichter hinter einem Felsvorsprung. Die beiden<br>               blicken diese gebannt an.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        31     EXT. PLANET - OBERFLÄCHE                                31<br><br>               Wir sehen Fernandez und Beem von vorne. Schillerndes Licht<br>               erhellt sie und in ihren Visieren reflektieren sich die<br>               Lichter.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nun, scheinbar funktioniert<br>                         Kendalls Brille.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und scheinbar sind diese Lichter<br>                         nicht feindselig.<br><br>                                   BEEM<br>                         Abwarten.<br><br>               Beide schauen wortlos einen Moment auf die<br>               Lichterscheinungen, die vor Ihnen fast bewegungslos<br>               verharren.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Sehen Sie das?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was?<br><br>                                   BEEM<br>                         Diese Muster. Wie sie ja sagten.<br>                         Ich wurde in der Theorie<br>                         außerirdischer Intelligenz<br>                         ausgebildet. Von einem arroganten<br>                         Vulkanier. Der sagte, je komplexer<br>                         und scheinbar chaotischer die<br>                         Muster, desto eher ist Intelligenz<br>                         zu vermuten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie meinen diese wirbelnden<br>                         Lichter. Das ist chaotisch.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und vielleicht intelligent. War<br>                         wäre, wenn das unsere Lebensform<br>                         ist?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Dann war das ganze einfach ein<br>                         Missverständnis. Vielleicht senden<br>                         sie diese Strahlung ganz natürlich<br>                         aus.<br><br>               Beem guckt zu Fernandez.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        32     INT. PLANET - DIE HÖHLE.                                32<br><br>               Vorsichtig hilft Caylon Jackson hoch, scheinbar hat sich der<br>               Corporal wieder etwas beruhigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles okay?<br><br>                                   JACKSON<br>                         Ja und nein. Ich entschuldige mich<br>                         für mein Verhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht ihre Schuld. Eher müsste ich<br>                         mich entschuldigen, dass ich meine<br>                         Crew in dieses Waterloo geführt<br>                         habe, nur um keine Zeit zu<br>                         verlieren.<br><br>               Jackson guckt Caylon etwas unsicher an. In diesem Moment<br>               piepst der Scanner von Mestral. Dieser zieht ihn aus der<br>               Tasche und guckt auf die Anzeigen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Da ist etwas.<br><br>               Caylon und Jackson gucken besorgt. Jacksons angsterfüllte<br>               Augen zeigen, dass sie noch nicht völlig auf dem Damm ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Lichter?<br><br>               Ein weitere Piepen ertönt. Es ist Caylons Kommunikator.<br>               Caylon greift ihn.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon hier!<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Beem hier. Was immer gleich<br>                         passiert. Schließen Sie ihre Augen<br>                         und halten Sie sie geschlossen, bis<br>                         wir Ihnen neue Brillen aufsetzen.<br><br>               Caylon, Mestral und Jackson schauen sich kurz erstaunt an und<br>               dann schließen Sie die Augen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        33     EXT. PLANET - DIE HÖHLE.                                33<br><br>               AUF CAYLONS GESICHT.<br><br>               Caylon trägt eine der neuen Brillen. In dieser spiegelt sich<br>               Beem. Man sieht in der Spiegelung, wie er Caylon auf die<br>               Schulter schlägt. Caylon öffnet die Augen und dreht leicht<br>               seinen Kopf zu Seite. In dem Glas spiegelt sich eines der<br>               Lichtwesen.<br><br>               AUF MESTRAL GESICHT<br><br>               Auch er trägt eine der neuen Brillen. Das unruhige zucken<br>               seines Gesichts deutet an, dass er Bilder empfängt. Abrupt<br>               reißt er die Augen auf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sind keine Feinde.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral? Was meinen Sie?<br><br>               AUF MESTRALS GESICHT<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es ist schwer zu beschreiben. Aber<br>                         es wird immer klarer. Man versucht<br>                         mit mir telephatisch zu<br>                         kommunizieren. Und eine Botschaft<br>                         lautet: Wir sind keine Feinde.<br><br>               Musik wird lauter.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT IV<br>                                          AKT V<br><br>        34     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             34<br><br>               Wir sehen die Antares von oben über dem Planeten.<br><br>        35     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             35<br><br>               Wir sehen Caylon in der Mitte des Raums.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Computer. Neuer Logbucheintrag.<br>                         Computerlogbuch NX-05 Antares,<br>                         Captain Caylon, 05. März 2158. Die<br>                         letzten Tage waren sehr aufregend<br>                         und für uns, die wir ja im Grunde<br>                         eigentlich Forscher sind, eine<br>                         Offenbarung. Wir haben fantastische<br>                         Daten über eine völlig fremdartige<br>                         hoch entwickelte Zivilisation<br>                         gesammelt. Dank Lieutenant Mestral,<br>                         der zugestimmt hat, als<br>                         telephatisches Medium zu dienen,<br>                         konnten wir direkt mit diesen<br>                         Wesen, die scheinbar aus reiner<br>                         Energie bestehen, sprechen. Sie<br>                         verfügen über ein großes Wissen<br>                         über das Universum, eine<br>                         außergewöhnliche Intelligenz und<br>                         über die Fähigkeit, wenn auch sehr<br>                         langsam, Materie zu verändern.<br>                         Damit bauen Sie so etwas wie<br>                         Städte, Fabriken und Raumschiffe,<br>                         jene Strukturen, die wir zuerst<br>                         entdeckten. Ihre Raumschiffe nutzen<br>                         eine Art Warpantrieb, bewegen sich<br>                         aber völlig anders durch den Raum,<br>                         was diesen Wesen wohl aufgrund<br>                         ihrer einzigartigen Wahrnehmung des<br>                         Universums möglich ist. Deren<br>                         Sprünge waren die Werte, die wir<br>                         anfangs nicht deuten konnten. Sie<br>                         sind friedfertig und haben reges<br>                         Interesse, nach dem Krieg mit uns<br>                         in Kontakt zu treten. Als Zeichen<br>                         ihres guten Willens...<br><br>               Man sieht jetzt eine schwarzweiße Sequenz, in der einige<br>               Cremitglieder der Antares zwei bewusstlose Menschen bergen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Haben Sie nicht nur geholfen,<br>                         Lombardi und McForlay zu finden...<br><br>               Wir sehen, wie Miller mit einer Schutzbrille bei McForlay am<br>               Bett steht. Daneben schwebt ein Wesen. Im Hintergrund ist<br>               Mestral zu sehen, der redet.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         sondern auch geholfen, ihren<br>                         Verstand wieder zu heilen. Auch...<br><br>               Wir sehen zwei Crewmen, die mit Laserbohrern Dilithium<br>               abbauen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         erlaubten Sie uns die Förderung von<br>                         genügend Dilithium und halfen<br>                         uns...<br><br>               Wir sehen Dr. Kendall und einen weiteren Techniker mit<br>               Schutzbrillen zusammen mit Mestral und einem Wesen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Bei der Herstellung einer neuen<br>                         Matrix.<br><br>               Wir sind wieder in Caylons Quartier.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Darüber hinaus haben Sie uns Hilfe<br>                         angeboten bei einem der größten<br>                         Rätsel des letzten Jahres, worauf<br>                         ich sehr gespannt bin.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        36     INT. ANTARES - EIN LABOR                                36<br><br>               Wir sehen Caylon mit einer Schutzbrille, eines der Wesen und<br>               Mestral, ebenfalls mit Schutzbrille<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Diese Substanz ist genauso selten<br>                         wie gefährlich. unseres Wissens<br>                         existieren keine Vorkommen mehr in<br>                         dieser Region des Raumes.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieso?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vor vielen Ihrer Jahrhunderte<br>                         kontrollierte ein Volk namens<br>                         Iconianer diese Gegend. Ihre Macht<br>                         beruhte auf sehr ungewöhnlichen<br>                         technischen Errungenschaften. Diese<br>                         ermöglichten ihnen auch den Zugang<br>                         zu diesem Erz. Sie förderten, was<br>                         Sie fanden. Und das war unseres<br>                         Wissens fast alles. Der Fund ihres<br>                         Volkes war also ein großer Zufall.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer sind diese Iconianer? Gibt es<br>                         Sie noch? Wo kann man ihre Spuren<br>                         finden?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es wäre nicht ratsam, Ihnen zuviel<br>                         zu erzählen in Ihrer Lage. Wir<br>                         haben unsere Regeln. Daher können<br>                         wir Ihnen auch keine Waffen gegen<br>                         das Erz geben. Wir mischen uns<br>                         nicht in die Konflikte organischer<br>                         Wesen ein, selbst wenn für eine<br>                         Seite Sympathie hegen. Die<br>                         Erfahrung hat uns gelehrt, dass es<br>                         das Beste ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe es. Vor dem Krieg<br>                         arbeiteten wir an einem Katalog von<br>                         Prinzipien. Sorgsamer Umgang mit<br>                         der Weitergabe von Technologie und<br>                         Wissen gehört auch mit dazu.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich denke, es ist für uns und für<br>                         ihr Volk an der Zeit, sich zu<br>                         verabschieden. Alles Wissen, was<br>                         ich Ihnen geben kann, wird in<br>                         Mestral Kopf sein. Es ist<br>                         vielleicht weniger als Sie<br>                         wüschten, aber zumindest der<br>                         Forscher in Ihnen sollte froh sein.<br>                         Nun, ich hoffe, dass wir ihr Volk<br>                         wieder sehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich auch. Diese Tage waren für uns<br>                         ein wunderbare Erfahrung. Bleibt<br>                         nur noch die Frage, wie wir Ihr<br>                         Volk nennen sollen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das überlasse ich Ihnen und Ihrer<br>                         Kultur.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie erlauben, werde ich Sie<br>                         zur Luftschleuse geleiten.<br><br>               Mestral nickt und die beiden, sowie das Wesen, gehen durch<br>               die Tür.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        37     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             37<br><br>               Wir sehen die Antares auf Warp auf uns zukommen.<br><br><br>        38     INT. ANTARES - GANG                                     38<br><br>               Wir sehen Fernandez den Gang lang gehen. Plötzlich biegt<br>               hinter ihr Beem ein und schließt auf. Er verbirgt dabei etwas<br>               hinter seinem Rücken.<br><br>                                   BEEM<br>                             (freudig)<br>                         Councellor. Schön Sie zu sehen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (überrascht)<br>                         Habe ich was verpasst? Sie sind wie<br>                         ausgewechselt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (unsicher)<br>                         Na, ja. Ich dachte nur, nach<br>                         unserem klärenden Gespräch auf dem<br>                         Planeten.<br><br>               Fernandez bleibt stehen und lächelt ihn an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich muss sagen, Sie haben viele<br>                         beeindruckt mit der Art, wie Sie<br>                         die Mission bewältigt haben. Ich<br>                         hoffe, dass Sie dies als positive<br>                         Erfahrung nutzen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Müssen Sie immer Councellor sein?<br>                         Wenn das stimmt, was Sie erzählten,<br>                         wissen sie genau, wie schwer mir<br>                         Hendricks Tod fällt. Ich weiß<br>                         nicht, ob ich das so einfach<br>                         verdrängen kann.<br><br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nicht verdrängen. Sie müssen dem<br>                         begegnen. Tag für Tag, bis Sie<br>                         damit leben können. Sie müssen sich<br>                         sagen, ich diene meinen toten<br>                         Freunden nicht, wenn ich seelisch<br>                         sterbe. Und glauben Sie mir, ich<br>                         weiß noch besser als Sie denken,<br>                         was das heißt. Viel besser.<br><br><br>               Sie wirkt niedergeschlagen, fast bestürzt.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Ich denke, im Moment brauche ich<br>                         etwas Ruhe. Wenn Sie mich<br>                         entschuldigen.<br><br>               Beem nickt. Sie dreht sich um und geht weg. Beem schaut ihr<br>               nach. Kurz vor der nächsten Biegung bleibt sie stehen und<br>               dreht sich noch einmal um.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Trinken Sie nicht zuviel von dem<br>                         Whisky heute Abend.<br><br>               Beem guckt ihr verblüfft nach und als sie verschwunden ist,<br>               holt er eine Flasche Whisky hinter seinem Rücken hervor, die<br>               er erstaunt anschaut.<br><br>                                   BEEM<br>                             (verblüfft)<br>                         Was die so alles sieht.<br><br>               Dann sieht er nachdenklich in die Richtung, in der Fernandez<br>               verschwunden ist. Nach einigen Sekunden dreht er sich um und<br>               geht in die Richtung, aus der er gekommen war.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        39     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                         39<br><br>               In Torlans Quartier sitzen Torlan, Beem, Mendez und<br>               Tschernovsky am Tisch, spielen Poker, trinken und lachen.<br>               Allerdings wirkt Beem etwas weniger gelöst als die anderen.<br>               Er wirkt als wenn er permanent über etwas nachdenkt. Vor ihm<br>               liegt ein PADD. Es klingelt. Alle verharren einen Moment.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, bitte!<br><br>               Die Tür geht auf und Caylon kommt herein. Alle stehen auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bleiben Sie sitzen. Wenn es Recht<br>                         ist, dann möchte ich mich einen<br>                         Moment dazusetzen, einen Schluck<br>                         trinken und vielleicht eine Runde<br>                         mitspielen. Als Kamerad, nicht als<br>                         Captain.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (überrascht)<br>                         Ich denke, da hat keiner was<br>                         dagegen.<br><br>               Die anderen nicken. Mendez holt einen Stuhl und rückt seinen<br>               etwas zur Seite. Torlan bringt ein Glas und schenkt eine<br>               klare Flüssigkeit ein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist das?<br><br>                                   BEEM<br>                             (gespielt angewidert)<br>                         Wodka. zurzeit stoßen wir für<br>                         Darius an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Worauf?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Darauf, dass er es endlich gebracht<br>                         hat, Ashan zu antworten.<br><br>               Caylon grinst.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na, dann Prost.<br><br>               Die fünf stoßen an. Caylon guckt auf das PADD, was vor Beem<br>               liegt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Keine schlechte Arbeit auf dieser<br>                         Mission Lieutenant Ihr Bericht?<br><br>               Er deutet auf das PADD. Beem wirkt etwas unbeholfen.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Danke. Das? Nein. eine<br>                         Personalakte... Was Privates.<br>                         Nichts Bedeutendes. Nur eine Sache<br>                         bezüglich ein... Eines Bekannten.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Und, Captain, haben Sie schon einen<br>                         Namen für unsere neuen Freunde?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na, ja. Ich habe in meinem Bericht<br>                         einen vorgeschlagen. Aber gut ist<br>                         der nicht. Eigentlich sogar sehr<br>                         unpassend. Aber es war das einzige,<br>                         was mir einfiel. Er basiert auf der<br>                         irdischen Mythologie, auf einem<br>                         Wesen, was auch eine extreme<br>                         Wirkung auf den ungeschützten<br>                         Betrachter hatte.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und wie heißt das Wesen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Medusa.<br><br><br>               Die anderen gucken ihn verblüfft an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß, kein perfekter Name.<br>                         Geben Sie, Beem?<br><br>               Beem nickt, während Mendez den Kopf schüttelt.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Medusen. Na, ja. Warum nicht?<br>                         Irgendwie passt das tatsächlich.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        40     INT. ANTARES - FERNANDEZ QUARTIER                       40<br><br>               Wir sehen Fernandez, die an einem von Kerzen beleuchteten<br>               Schreibtisch sitzt. Sie wirkt nachdenklich.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Computer. Aufnahme Gefion Zwei<br>                         fortsetzen.<br><br>                                   COMPUTER VOICE<br>                         Aufnahme wird fortgesetzt!<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Hallo Gef. Erinnerst Du Dich noch<br>                         an diese Wesen, von denen ich<br>                         erzählte. Na klar...<br><br>               Sie schmunzelt<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Für Dich ist das nur Sekunden her.<br>                         Wir haben sie verlassen. Aber der<br>                         Crew hat die Erfahrung, endlich mal<br>                         wieder Entdecker sein zu können,<br>                         gut getan. Captain Caylon nannte<br>                         die Wesen wahre "Lichter in dieser<br>                         Dunkelheit des Krieges."<br><br>               Sie stockt.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Was Beem angeht. Ich glaube, da<br>                         könnte sich eine Freundschaft<br>                         zwischen uns entwickeln, jedenfalls<br>                         nach dem Gespräch auf dem Planeten.<br>                         Na, ja. Das wird noch dauern, und<br>                         ich weiß noch nicht, ob ich mich<br>                         darauf einlassen will. Zunächst<br>                         einmal sollte ich mich um Katherine<br>                         kümmern. Als Freundin in erster<br>                         Linie. Der geht es, glaube ich,<br>                         wirklich nicht gut. Ich habe Sie in<br>                         den letzten Tagen selten Lachen<br>                         gesehen, obwohl das doch ihr Traum<br>                         gewesen sein müsste.<br>                         Ich denke, Sie braucht vor allem<br>                         jemand, der ihr Last von der Seele<br>                         nimmt...<br><br>               Sie stockt erneut und atmet tief durch.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Vielleicht brauche ich auch<br>                         jemanden dafür. Fast hätte ich Beem<br>                         von Dir erzählt. Davon, dass...<br><br>               Ein undefinierbarer Laut kommt aus ihrem Mund. Sie hält sich<br>               die Hand vor das Gesicht. Als sie sie wegnimmt, sieht man<br>               eine Träne. Langsam, unter Mühen und leicht schluchzend fährt<br>               sie fort.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Du auf der Herakles starbst, um die<br>                         Welt zu retten.... Das ich kein<br>                         Grab habe, an dem ich trauern<br>                         kann..... Das ich einer Toten einen<br>                         Brief schreibe, um den Schmerz zu<br>                         überwinden... Davon, dass ich Dich<br>                         einfach vermisse... weil Du mein<br>                         Licht in dieser Dunkelheit warst...<br>                         Scheiße... Computer Aufnahme<br>                         stopp...<br><br>               Man hört leises Schluchzen. Emma Fernandez vergräbt ihr<br>               Gesicht in ihren Händen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        41     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             41<br><br>               Von hinten sieht man die Antares zu melancholischer Musik<br>               langsam auf Warp in die Ferne davonfliegen.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                        ENDE AKT V<br><br><br><br>                                           ENDE<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">5767</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x03 - Virus</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x03-virus-r5732/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_48658.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0303.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x03) - "Virus"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares trifft im Bassen-Graben auf einen Frachter der Romulaner, mit mehreren Leichen an Bord, welche die Crew zunächst für Romulaner hält. Gestorben an einem mysteriösen Virus. Caylon steht nun vor der schwierigen Entscheidung, den Frachter und damit das Virus zu vernichtet, oder diesen alt biologische Waffe gegen die Romulaner zu bewahren...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_42907.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42907"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42854.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42854"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42855.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42855"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42856.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42856"></a><br></center><br><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font><br></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                       "Virus"<br><br><br><br>                                       TEASER<br><br>         1     EXT. WELTRAUM                                            1<br><br>               Die Antares gleitet lautlos durchs All. Im Hintergrund türmen<br>               sich dichte Nebelschwaden, die uns ganz charakteristisch<br>               bekannt vor kommen: Es sind die selben wie in 3x01/02, wir<br>               befinden uns also im Bassen-Rift.<br><br>               ZOOM AUF DIE ANTARES<br><br>               Unerwartet verlässt ein kleines, zylindrisches Objekt eine<br>               Torpedorohröffnung des Schiffes. Die Kamera schwenkt um, und<br>               verfolgt das Gerät auf seinem Kurs von der Antares fort.<br><br>                                                          MATCH CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    2<br><br>               Die Kamera fährt von dem Sternenhintergrund zurück und wir<br>               erkennen die Umrisse des Hauptschirms vor uns.<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Auf der Brücke befindet sich die Stammcrew, Mestral, Beem,<br>               Tschernovsky und Torlan gehen ihren gewohnten Tätigkeiten<br>               nach. Nur der Captain's Chair ist leer.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Sonde ist auf Kurs und entfernt<br>                         sich Richtung romulanische Grenze.<br><br>                                   BEEM<br>                         Gibt es etwas Neues auf den<br>                         Sensoren der übrigen Sonden?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, keine ungewöhnlichen Werte.<br><br>                                   BEEM<br>                         Zwei Tage und die Grenzüberwachung<br>                         hat noch nichts aufgezeichnet. Das<br>                         ist doch mehr als verdächtig.<br>                         Entweder verstecken sich die<br>                         Romulaner die ganze Zeit oder sie<br>                         planen etwas. Oder beides.<br><br>               Trotz Beems offenkundigem Warten auf eine Antwort seiner<br>               Kameraden schweigen diese nur in einer fast genervten Art und<br>               Weise.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Beem, ich weiß nicht, ob es Ihnen<br>                         schon aufgefallen ist, aber seit<br>                         dem wir hier sind, kommt Ihnen doch<br>                         so ziemlich alles verdächtig vor.<br>                             (beat)<br>                         Ganz unter uns: Waren Sie<br>                         eigentlich schon immer so paranoid?<br><br>                                   BEEM<br>                             (mit einem grimmigen<br>                              Blick)<br>                         Nein.<br>                             (beat)<br>                         Erst seit dem Wachsamkeit das<br>                         Einzigste ist, dass die Romulaner<br>                         davon abhält uns alle zur ins<br>                         Jenseits zu jagen. Und ich glaube<br>                         nicht, dass jemand hier dagegen<br>                         Einwände hat.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         3     INT. RAUM AUF DER ERDE                                   3<br><br>               Wir befinden uns in einem auf den ersten Blick sehr<br>               gewöhnlichen Raum, den man wohl auch als Büro beschreiben<br>               könnte, wie es sie sicher zu Hauf auf der Erde dieser Zeit<br>               gibt. Von höherem Interesse sind die anwesenden Personen:<br>               William Osbourne und Balthasar Cane (beide zuletzt gesehen in<br>               2x07). Cane scheint den Raum gerade erst betreten zu haben,<br>               während Osbourne hinter seinem Schreibtisch sitzt und den<br>               Eindruck macht, äußerst beschäftigt damit zu sein, die<br>               Weltherrschaft an sich zu reißen.<br><br>                                   CANE<br>                             (zu Osbourne)<br>                         Wir haben um Null-neunhundert<br>                         planmäßig den Kontakt zu unserem<br>                         Präsent verloren. Es dürfte nun<br>                         bald den Riss verlassen haben.<br>                             (beat)<br>                         Allerdings...<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (allergisch reagierend)<br>                         Allerdings was?<br><br>                                   CANE<br>                         Sir. Die Antares hat das Gebiet<br>                         entgegen unserer Erwartung immer<br>                         noch nicht verlassen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Dieser hartnäckige Sturkopf...<br><br>                             (beat)<br>                         Wir hätten mehr Zeit gebraucht.<br><br>                                   CANE<br>                         Das ging ja nunmal nicht. Eine so<br>                         gute Gelegenheit unser Präsent<br>                         einzuschleusen hätte sich kaum<br>                         wieder geboten. Ich bin sicher, es<br>                         wird trotzdem alles nach Plan<br>                         verlaufen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Es wäre zu schade, wenn wir uns auf<br>                         unsere Ersatzpläne verlassen<br>                         müssten.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>         4     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS            4<br><br>               Caylon sitzt tief versunken in seinem Stuhl, mit dem Rücken<br>               zur Tür und zum Schreibtisch gelehnt. Er würde durch das<br>               Fenster zu den Sternen hinaus blicken, wenn sich sein Kopf<br>               nicht kraftlos in die Brust graben würde.<br><br>               BLICK RICHTUNG TÜR<br><br>               Der Türsummer ertönt, ohne eine Reaktion des Captains. Kurz<br>               darauf summt es wieder.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kommen Sie schon herein.<br><br>               Councellor Emma Fernandez betritt den Raum. Caylon dreht sich<br>               zu ihr um und mustert sie mit einem übermüdeten Blick.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie sind es. Kann ich ihnen helfen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ja, das können Sie. Ich würde gerne<br>                         meine Arbeit erledigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Klingt nach einer guten Idee.<br><br>                             (beat;wartet auf eine<br>                              weitere Reaktion)<br>                         Gibt es dabei ein Problem?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ihr typischer 'vertrau<br>                              mir alles an' Ton)<br>                         Sagen Sie es mir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wollen sie mir wieder eine Sitzung<br>                         aufschwatzen? Wir haben doch<br>                         bereits darüber gesprochen. Es ist<br>                         besser, Sie kümmern sich um die<br>                         Crew, damit sie nicht<br>                         zusammenbricht oder sich<br>                         gegenseitig an die Gurgel geht. Das<br>                         müsste doch eigentlich<br>                         Beschäftigung genug sein.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Captain, Ihnen ist wohl gar nicht<br>                         klar, wie offensichtlich ihr<br>                         Zustand ist. Man muss dafür kein<br>                         Councellor sein. Auf unserer<br>                         letzten Mission, als Shran das<br>                         Kommando übernommen hat, reagierten<br>                         sie äußerst gereizt.<br>                         Danach haben Sie sich bis jetzt<br>                         auffällig zurückgezogen. Ich bin<br>                         zwar neu auf dem Schiff, aber alle<br>                         sagen, dass das nicht Sie sind. Es<br>                         hilft nichts, wenn Sie sich<br>                         verstecken. Eine Crew ist nur so<br>                         gut wie ihr Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Erzählt man den Mist auf der<br>                         Councellor-Schule? Ich kann einfach<br>                         nicht zulassen, dass Ihnen das<br>                         gleiche Schicksal wiederfährt, wie<br>                         MacKenzie.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das ist doch Schwachsinn, den Sie<br>                         sich da einreden. Sie können nichts<br>                         dafür. Außerdem habe ich nicht vor<br>                         so leicht aufzugeben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie sich nicht vorstellen,<br>                         dass es Dinge gibt, die man besser<br>                         nicht ans Tageslicht bringen<br>                         sollte?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Captain, schauen Sie sich doch mal<br>                         an. Selbst ein Blinder erkennt,<br>                         dass sie unter Schlafstörungen<br>                         leiden, ohne in Ihre Akte zu<br>                         blicken. Sie können so nicht weiter<br>                         machen. Entweder landen sie bei<br>                         mir, oder wegen einem<br>                         Schwächeanfall bei Doktor Miller.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie Sie meinen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Kaum zu glauben. Noch einer, der es<br>                         an Bord dieses Schiffes auf die<br>                         harte Tour mag.<br>                             (beat)<br>                         Sie glauben ja wohl nicht, dass ich<br>                         dabei belasse? Spanische Frauen<br>                         können sehr hartnäckig sein.<br><br>               Das Interkom piepst auf und Mestrals Stimme ertönt über die<br>               Lautsprecher.<br><br>                                   MESTRAL'S KOMMSTIMME<br>                         Captain, die Sonden haben gerade<br>                         etwas auffälliges entdeckt. Sie<br>                         sollten kommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Natürlich.<br>                             (beat;zu Fernandez)<br>                         Sie sehen, ich habe keine Zeit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    5<br><br>               Wie zuvor. Caylon verlässt mit Fernandez seinen<br>               Bereitschaftsraum und geht zu den Anderen. Die Brückencrew<br>               ist nun vollständig und hat sich um Mestrals Konsole<br>               versammelt. Fernandez steht etwas ausgegrenzt im Hintergrund.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Über was reden wir?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es ist ein äußerst verstümmelt<br>                         Signal. Es befindet sich allerdings<br>                         auf keiner der üblichen Subraum<br>                         Frequenzen. Deshalb fällt eine<br>                         genaue Analyse schwer. Man kann<br>                         aber davon ausgehen, dass es ein<br>                         Notruf ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Von der anderen Seite der<br>                         romulanischen Grenze?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, die Quelle befindet sich noch<br>                         innerhalb des Riffs, nicht sehr<br>                         weit von unser derzeitigen Position<br>                         entfernt. Noch ist es zu weit von<br>                         dem Rand des Riffs entfernt, um im<br>                         romulanischen Raum empfangbar sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Reden wir hier von einem<br>                         romulanischen Schiff?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das scheint mir die logischte<br>                         Schlussfolgerung zu sein. Die<br>                         Phasenverschiebung des Signals<br>                         zeigt aber, dass sich die Quelle<br>                         von uns entfernt, Richtung<br>                         romulanischem Raum, wenn auch<br>                         langsam.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, setzen Sie einen<br>                         Kurs.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye.<br><br>               Der Steuermann zieht sich an seine Konsole zurück und<br>               programmiert den Kurs.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Beem, achten Sie darauf, dass uns<br>                         keine Romulaner entdecken,<br>                         geschweige denn zu Nahe kommen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Mir entgeht sicher keiner von<br>                         diesen Dreckskerlen.<br><br>               Aus dem Hintergrund dringt ein weibliches Husten hervor, dass<br>               Beem dazu bringt, sich umzudrehen und den Councellor zu<br>               erblicken.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Pflegen wir wieder unseren<br>                         stereotypen Eindruck?<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu den anderen)<br>                         Wer hat die hier eingeladen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (re: Thema Schiff)<br>                         Gut, wir sehen uns das genauer an.<br>                         Allen dürfte klar sein, was zu tun<br>                         ist. Wegtreten.<br><br>               Caylon verlässt die Gruppe und bewegt sich wieder auf seinen<br>               Bereitschaftsraum zu, doch auf dem Weg hält ihn Fernandez<br>               auf.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (zu Caylon)<br>                         Solange Sie sich weiter gegen eine<br>                         Sitzung sträuben, darf ich aber<br>                         trotzdem Gespräche mit der Crew<br>                         führen? Oder möchten Sie gerne,<br>                         dass ich ein paar bedeutenden<br>                         Herren Zuhause erzähle, dass Sie<br>                         meine Aufgabe vollständig<br>                         unterminieren wollen?<br><br>               Caylon zieht die aufdringliche Seelenklempnerin etwas zur<br>               Seite, um leiser mit Ihr reden zu können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sollen nicht denken, dass das<br>                         etwas mit Ihnen zu tun hat. Sie<br>                         machen ihre Arbeit gut. Aber ich<br>                         komme wirklich klar.<br>                             (lauter)<br>                         Und ich will immer noch das Beste<br>                         für meine Leute.<br>                         Wenn jemand Hilfe braucht, oder Sie<br>                         denken, er könnte welche<br>                         gebrauchen, kümmern Sie sich darum.<br><br>               Daraufhin verlässt Caylon wieder die Brücke, und wir sehen,<br>               dass Beem seine Lieblings-Psychologin immer noch beobachtet.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie haben es doch nicht wieder auf<br>                         mich abgesehen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein, um sie kümmere ich mich<br>                         lieber in Ruhe. So eine Dressur<br>                         braucht Zeit.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dressur? Ich bin doch kein Hund!<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Trotzdem verhalten Sie sich wie<br>                         einer.<br>                             (ernster Blick)<br>                         Böser Hund. Böser Beem.<br><br>               Fernandez wendet sich an die Steuerkonsole, während Beem<br>               etwas verdattert zurückbleibt.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Mr. Tschernovsky, könnte ich mich<br>                         kurz mit Ihnen unterhalten?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mit mir? Weshalb das?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Machen Sie sich keine Sorge, es ist<br>                         nichts wichtiges. Im<br>                         Besprechungsraum?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Gut, okay.<br><br>               Beide verlassen die Brücke, und Beem beginnt sich nun wieder<br>               zu rühren. Er dreht sich zu Torlan um und redet mit ihm.<br><br>                                   BEEM<br>                         Diese Frau macht mich noch<br>                         wahnsinnig. Die übertreibt es<br>                         doch!?<br><br>                                   TORLAN<br>                         James, die Frau hat Sie echt um den<br>                         Finger gewickelt. Fernandez macht<br>                         in Ihrer Dominanz sogar<br>                         andorianischen Frauen Konkurrenz,<br>                         und das wird bei uns sehr<br>                         geschätzt.<br>                         Aber wir wissen auch, wann man sich<br>                         besser nicht mit einer Frau anlegt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn Sie jetzt irgendwelche<br>                         Andeutung machen wollen, kann ich<br>                         mich nicht mehr beherrschen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich weiß doch bescheid. Aber ihr<br>                         beide seid wie Katz und Maus.<br><br>               Beem grummelt nun vor sich hin und wendet sich wieder seiner<br>               Arbeit zu.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                          6<br><br>               Tschernovsky und Fernandez betreten den Raum. Die Councellor<br>               weist dem Piloten einen Sitz.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Setzen wir uns.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Worum geht es denn nun?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich würde gerne über den Captain<br>                         sprechen. Er weigert sich, mit mir<br>                         zu sprechen, weil er sich irgendwie<br>                         die Verantwortung für den Tod<br>                         meiner Vorgängerin einredet. War er<br>                         schon immer so launisch?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Darf ich fragen, warum Sie gerade<br>                         mich das fragen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun, sehen Sie sich doch mal um.<br>                         Ich wollte jemand von der<br>                         Führungscrew fragen, mit denen er<br>                         am meisten zusammenarbeitet.<br>                         Kendall fällt weg, weil er Ihn<br>                         nicht seit dem Start kennt, Mestral<br>                         ist "logischerweise" eine schlechte<br>                         Quelle für gefühlsmäßige<br>                         Einschätzungen. Und Beem...ist ein<br>                         Fall für sich. Bleiben Sie, Miller<br>                         und Torlan. Miller hat viel weniger<br>                         Zeit mit ihm verbracht. Und Sie<br>                         scheinen recht feinfühlig zu sein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (erfreut)<br>                         Danke sehr.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Naja, außerdem gehören Sie der<br>                         selben Spezies wie der Captain an.<br>                         Das war auch ein Kriterium. Zur<br>                         Frage: War Caylon früher auch schon<br>                         so?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Überhaupt nicht! Anfangs war er<br>                         sehr locker drauf. Er hat eine<br>                         Menge blöder Sprüche von sich<br>                         gegeben. Ernsthaftigkeit war beim<br>                         Ablegen der Antares nicht gerade<br>                         sein Ding. Mit der Zeit wurde er<br>                         aber immer ruhiger. Wissen Sie, er<br>                         hat eine Zeit langen einen<br>                         Kugelschreiber besessen, so ein<br>                         altes Schreibgerät, das heute<br>                         keinen Zweck mehr erfüllt. Aber er<br>                         hat ständig damit rumgeklickt,<br>                         sogar während Besprechungen. Nicht<br>                         weil er nervös war, sondern weil es<br>                         ihm einfach irgendwie Freude<br>                         gemacht hat, unsinniges Zeug zu<br>                         tun. Ein komischer Vogel.<br>                             (beat)<br>                         Aber jetzt wo Sie fragen... Viel<br>                         ist davon wirklich nicht mehr übrig<br>                         geblieben. Er hat sich schon stark<br>                         verändert. Der erste Schlag war<br>                         wohl, als er seinen Neffen verloren<br>                         hat. Das hat ihn getroffen und<br>                         mitgenommen, aber er konnte sich<br>                         wieder fangen. Das war ein<br>                         Einschnitt, aber man konnte Ihn<br>                         noch wiedererkennen. So "fremd" ist<br>                         er erst seit Kurzem. Mal launisch,<br>                         mal will er vollkommen in Ruhe<br>                         gelassen werden. Es beunruhigt mich<br>                         manchmal schon. Es hängt sicherlich<br>                         stark mit Commander Müller<br>                         zusammen. Verdammt traurige Sache.<br>                         Aber Sie wissen ja Bescheid, denke<br>                         ich?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Natürlich, das steht alles in den<br>                         Akten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Er und Müller waren ja...zusammen.<br>                         Sie haben es jetzt nicht an die<br>                         riesen Glocke gehängt, aber jeder<br>                         mit zwei Augen konnte das sehen.<br>                         Wie es dann gekommen ist, hat ihn<br>                         natürlich stark getroffen.<br>                         Ein Bruch war vorher schon da, aber<br>                         das ist ja nun was anderes. Das<br>                         scheint ihn völlig aus der Bahn<br>                         geworfen zu haben. Ist ja auch<br>                         verständlich.<br>                             (beat)<br>                         Äh, das soll aber nicht heißen,<br>                         dass er als Captain nicht mehr<br>                         geeignet wäre, ich zweifle kein<br>                         bisschen an seiner Kompetenz, das<br>                         Schiff zu führen. Sie wollen ihn<br>                         doch nicht vom Dienst entbinden?<br>                         Das haben Sie nicht von mir!<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Keine Sorge, ich habe nichts<br>                         dergleichen vor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Gut, denn ich verdanke seinem<br>                         Verständnis, dass ich heute noch<br>                         einen Rang bekleide.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich möchte nur mehr über seine<br>                         Situation erfahren. In den<br>                         momentanen Zeiten und bei dem, was<br>                         er mitgemacht hat, ist es nicht<br>                         ungewöhnlich, etwas die Spur zu<br>                         verlieren. Das macht Ihn zu keinem<br>                         schlechten Menschen und ich habe<br>                         kein Interesse daran, Ihm zu<br>                         schaden. Aber wenn er es nicht bald<br>                         schafft, zuzugeben, dass er Hilfe<br>                         braucht und sich von seinen<br>                         Problemen löst, wird ernsthafte<br>                         körperliche Probleme bekommen.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>         7     EXT. WELTRAUM                                            7<br><br>               Die Antares schwebt auf ein grünschimmerndes Schiff zu, das<br>               fortwährend antriebslos aber geradewegs durch den Raum<br>               gleitet. Größe und Form entsprechen gewiss nicht dem, was man<br>               sich unter einem Kampfschiff vorstellt. Gegenüber der Antares<br>               wirkt es unbedeutend und verloren. Es wird sich nach<br>               menschlichen Maßstäben wohl um einen einfachen Transporter<br>               handeln.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         8     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    8<br><br>               Alle Brückenoffiziere befinden sich auf ihren Plätzen, auch<br>               Caylon nimmt den Captains Chair ein. Auf dem Hauptschirm ist<br>               das Schiff zu sehen.<br><br>               BLICKWINKELWECHSEL<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Bauweise hat Ähnlichkeit mit<br>                         bekannten romulanischen Strukturen.<br>                         Der Wahrscheinlichkeit nach würde<br>                         ich es eindeutig als romulanischen<br>                         Transporter oder Frachter<br>                         bezeichnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist mit dem Signal?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es hat sich als einfaches<br>                         Peilsignal herausgestellt, das die<br>                         Position des Schiffes weitergibt.<br><br>                                   BEEM<br>                         ...Und die Romulaner bald hierher<br>                         locken wird.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         So "bald" allerdings auch wieder<br>                         nicht. Die selben<br>                         Kommunikationsstörungen, die diese<br>                         Region auf unsere Systeme hat,<br>                         gelten auch für deren Frequenzen.<br>                         Die Computersimulationen zeigen,<br>                         dass das Schiff noch zu weit vom<br>                         Rand des Gebietes entfernt ist, um<br>                         für die Romulaner zu empfangen zu<br>                         sein. Vorerst ist daher mit keinem<br>                         Feindkontakt zu rechnen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Könnte es nicht trotzdem eine Falle<br>                         sein?<br><br>               Caylon hört sich von seinem Platz aus nachdenklich und mit<br>               mühsamer Konzentration die Argumente seiner Offiziere an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zweifelhaft, das Schiff weißt<br>                         äußere Schäden auf, die auf einen<br>                         zu nahen Kontakt mit einer<br>                         Gastasche im Nebel hindeuten.<br>                         Meiner Hypothese nach wollte man<br>                         dann vermutlich zurück in eigenes<br>                         Territorium fliegen, doch auf dem<br>                         Weg fiel die Lebenserhaltung aus.<br>                         Jedenfalls zeigen die Scanner weder<br>                         Atmosphäre noch Lebenszeichen an<br>                         Board an. Das erscheint mir<br>                         plausibler als ein<br>                         Täuschungsversuch.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Auszuschließen wäre es bei den<br>                         Romulanern allerdings nicht. Die<br>                         hatten schon einige böse<br>                         Überraschungen für uns parat.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wohl wahr.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (hellwach)<br>                         Das ist aber auch eine unglaubliche<br>                         Gelegenheit. Wir sollten uns das<br>                         Schiff genauer ansehen. Die tote<br>                         Besatzung könnte uns endlich<br>                         verraten, wie unser Feind überhaupt<br>                         aussieht.<br>                             (beat)<br>                         Tschernovsky, docken Sie uns an und<br>                         bringen sie den Frachter mit der<br>                         Grenze auf relative Geschwindigkeit<br>                         Null.<br>                         Ich will ein Außenteam mit Miller,<br>                         Kendall, und ihnen beiden, Mestral<br>                         und Beem.<br>                             (zu dem letztgenanten)<br>                         Und halten Sie ein Sicherheitsteam<br>                         bereit. Die Typen sollen zwar tot<br>                         sein, aber es kann ja nicht<br>                         schaden. Mestral, lassen sie eine<br>                         ständige Transportererfassung für<br>                         den Notfall vornehmen. Ich mag<br>                         keine weiteren bösen<br>                         Überraschungen.<br>                             (beat)<br>                         Alles verstanden?<br><br>               Die gesamte Crew bestätigt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wir gehen in die Höhle des Löwen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         9     EXT. WELTRAUM                                            9<br><br>               Die Antares befindet sich nun direkt parallel zu dem leicht<br>               ramponierten Transporter und fährt von der rechten Seite der<br>               Untertasse einen Verbindungsschlauch aus.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        10     INT. VERBINDUNGSTUNNEL                                  10<br><br>               Das zusammengestellte Außenteam befindet sich in Raumanzügen<br>               schwerelos schwebend in dem Verbindungstunnel zu dem<br>               romulanischen Schiff. Am anderen Ende erkennen wir eine wenn<br>               auch etwas fremdartige Druckschleuse, die sicherlich gezielt<br>               anvisiert wurde.<br><br>               Das Team, Kendall voran, nähert sich der romulanischen<br>               Außenhaut und untersucht diese auf einen Öffnungsmechanismus.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich kann keinen Mechanismus sehen.<br><br>               Beem versucht an ihm "vorbeizutreiben", was aber in den<br>               beengten Verhältnissen in den sperrigen Anzügen schwer ist.<br><br>                                   BEEM<br>                         Darf ich mal?<br><br>               Der Waffenoffizier klopft zweimal mit der (gepolsterten)<br>               Faust, was in zwei metallischen Klängen resultiert.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (Der Sarkasmus in Person)<br>                         Glauben Sie, es macht uns wer auf?<br><br>                                   BEEM<br>                             (grimmig)<br>                         Wohl kaum. Ich habe das Material<br>                         überprüft - zu dick um sich mit<br>                         Phasenpistolen durchzuschweißen.<br><br>               Nun drängt sich Caylon ebenfalls vor, nur fehlt für eine<br>               weitere Person der Platz, weshalb Kendall widerwillig<br>               zurückgedrängt wird.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Will hier denn jeder sein Glück<br>                         versuchen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lassen Sie mich einfach etwas<br>                         probieren und seien Sie still.<br><br>               Caylon fährt mit der Hand feinfühlig über die Außenhaut.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Romulaner sind sehr verschlossen.<br>                         Das trifft auch auf ihre<br>                         Andockschleusen zu. Aber wenn man<br>                         die richtige Stelle findet...<br>                             (beat)<br>                         Vermute ich jedenfalls.<br><br>               Da berührt Caylon ein auf den ersten Blick sehr unscheinbares<br>               Element, das auch auf alle weiteren Blicke weiterhin mit<br>               unscheinbarem Aussehen reagiert hätte, wenn es nun nicht<br>               unter dem sanften Druck seiner Hand zurückfahren würde und<br>               einen Schalter freigeben würde, den Caylon betätigt, worauf<br>               sich die Schleuse ohne merkliche Verzögerung öffnet. Ein<br>               erstauntes Raunen ertönt aus der Runde.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Glückstreffer...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        11     INT. ROMULANISCHER FRACHTER                             11<br><br>               Das Außenteam stampft mit ihren Anzügen durch den luftleeren<br>               Korridor. Die Kamera verfolgt das fünfköpfige Team hinter<br>               eine Abzweigung, die in einen großen und geräumigen Raum<br>               mündet. Die zahlreichen Anzeigen, Bildschirme und Schalttafel<br>               veranlassen den Schluss, dass von hier aus das Schiff<br>               gesteuert wurde, aber die weitere Einrichtung mit Tischen und<br>               Stühlen lässt vermuten, dass man hier auch anderen<br>               Tätigkeiten nachgegangen ist, gegessen hat und auch<br>               Konferenzen geführt hat.<br><br>               Auf dem Boden liegen mehrere Leichen, eine kurz vor den Füßen<br>               der Antares-Leute mit dem Gesicht zum Boden liegend, weitere<br>               sechs im Raum verteilt an Positionen, die eine Einschätzung<br>               von dem aktuellen Kamerastandort nicht zulassen.<br><br>               Miller schleicht sich durch die Gruppe an die Spitze und<br>               bückt sich direkt über die Leiche. Mit einem ihrer speziellen<br>               Sonden untersucht sie den leblosen Körper.<br><br>                                   MILLER<br>                         Er hier ist definitiv tot.<br><br>                                   BEEM<br>                             (freudig)<br>                         Fein. So sind sie mir recht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Todesursache?<br><br>                                   MILLER<br>                         Warten Sie noch kurz.<br><br>               Miller fährt mit Händen und Augen die Rückseite des<br>               Humanoiden ab, danach versucht Sie ihn umzuwuchten, doch ihre<br>               Kraft reicht für den gewichtigen Leichnam nicht aus.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Kann mir jemand helfen?<br><br>               Kendall steht am nächsten, geht ebenfalls in die Knie und<br>               hieft gemeinsam mit der Ärztin den Toten um. Nun erkennen wir<br>               und auch die Gruppe zum ersten Mal das Gesicht der Person,<br>               und unsere Kenntnisse als Zuschauer sagen uns, dass das kein<br>               Romulaner, sondern ein Remaner ist. Schmerzerfüllt<br>               angespannte Mundwinkel lassen den Anblick noch schauriger<br>               erstrahlen als "gewöhnlich". Das Erstaunen über das Aussehen<br>               ihrer Feinde steht allen Mitgliedern des Außenteams ins<br>               Gesicht geschrieben,<br><br>                                   KENDALL<br>                         Darf ich vorstellen, ein Romulaner!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich kann keine äußeren Verletzungen<br>                         feststellen. Ich würde sagen, die<br>                         Crew ist ganz einfach erstickt.<br><br>               Mit einem interessierten Blick inspizieren alle die Fratzen<br>               ihrer Feinde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Gesicht... Irgendwoher kommt<br>                         mir das bekannt vor.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Klar. Sie sehen eindeutig zu viele<br>                         Horrorfilme. Die Schlagen auf Dauer<br>                         auf den Kopf, wissen Sie?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Passen Sie auf, was Sie sagen,<br>                         Doktor, sonst schlägt Ihnen noch<br>                         etwas auf den Kopf.<br>                             (re:Gesicht)<br>                         Ich meine, die schon einmal in<br>                         meinen Träumen gesehen zu haben.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Genau was ich sage. Zu viel<br>                         Horrorfilme.<br>                             (wedelt mit der Hand vor<br>                              seinem Helm)<br>                         Kuckkuck.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erzürnt)<br>                         Reißen Sie sich zusammen!<br>                         Wenn ich keinen Chefingenieur<br>                         brauchen würde, und Admiral Forrest<br>                         jemand anderes hätte entbehren<br>                         können, wären Sie schon seit Wochen<br>                         nicht mehr auf diesem Schiff. Ich<br>                         kann Sie nicht vom Schiff werfen<br>                         und ich habe meinen guten Willen<br>                         gezeigt. Aber wenn Sie so<br>                         weitermachen, garantiere ich Ihnen,<br>                         werden Sie um eine Versetzung<br>                         betteln, verstanden?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich unterbreche diesen produktiven<br>                         Gesprächsaustausch nur ungern, aber<br>                         ich habe die Vermutung, dass dies<br>                         gar kein Romulaner ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verblüfft)<br>                         Wie kommen Sie darauf?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Um meine Interpretation erklären zu<br>                         können, muss ich weit in meiner<br>                         Lebensgeschichte zurückgreifen.<br>                             (beat)<br>                         Wie Sie ja wissen, bin ich nur ein<br>                         Achtel Vulkanier und bis zu meinem<br>                         16 Lebensjahr habe ich die Erde<br>                         nicht verlassen. Deshalb hatte ich<br>                         nur über vulkanische Datenbanken<br>                         Kontakt zur vulkanischen Kultur.<br>                         Ich denke, es ist sicher zu<br>                         behaupten, dass ich mehr alte<br>                         Datenbestände gesichtet habe, als<br>                         die meisten anderen Vulkanier,<br>                         deshalb kann es gut sein, dass das<br>                         nicht vielen meiner Rasse bekannt<br>                         ist.<br>                             (beat)<br>                         Sie müssen wissen, es gab eine<br>                         Zeit, lange bevor die Menschen zum<br>                         Warpflug fähig waren, in der wir<br>                         bereits Auseinandersetzungen mit<br>                         den Romulanern hatten. Die<br>                         Auseinandersetzung verteilten sich<br>                         über fast ein Jahrhundert, aber<br>                         waren nicht so intensiv wie dieser<br>                         Krieg, da die Romulaner damals noch<br>                         nicht über Warptechnik verfügten.<br>                         Vielleicht hält sich das<br>                         vulkanische Oberkommando aus diesem<br>                         Grund von diesem Krieg fern. Damals<br>                         kam es auch zu ein paar Gefechten<br>                         auf Planetenoberflächen, bei denen<br>                         uns "Remaner" gegenübertraten.<br>                         Man hat herausgefunden, dass die<br>                         Gegner keine Romulaner waren,<br>                         sondern eine zweite Spezies oder<br>                         Nebenspezies, die von den<br>                         Romulanern unterdrückt wird wie<br>                         Sklaven.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Kanonfutter also.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In etwa. Was aber nicht bedeutet,<br>                         dass die Remaner sich nicht als<br>                         Soldaten geeignet hätten, sie waren<br>                         exzellente Nahkämpfer. Allerdings<br>                         nur bei Nacht, Tageslicht bereitete<br>                         ihnen Probleme. Die Vulkanier<br>                         konnten diesen Vorteil nutzen und<br>                         obsiegten. Das ist allerdings auch<br>                         schon fast alles, was aus dieser<br>                         Zeit dokumentiert wurde. Es<br>                         existieren nur sehr wenige Berichte<br>                         aus besagter Periode, die Analysen<br>                         sind äußerst spärlich. Auf Vulkan<br>                         wird fast gar nicht über diese<br>                         gewaltsame Epoche gesprochen, das<br>                         Oberkommando ist sehr schweigsam<br>                         über diese Vorfälle und würde<br>                         diesen Makel in unserer friedvollen<br>                         Geschichte am liebsten leugnen. Was<br>                         ja nur logisch ist.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (ironisch)<br>                         Klar, absolut. Vertuschen wir die<br>                         Wahrheit im Namen der Logik.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Kendall)<br>                         Hat Sie wer gefragt?<br>                             (beat; zu Mestral)<br>                         Und wie kommen Sie jetzt auf ihre<br>                         Vermutung?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wie gesagt, ich bin nicht auf<br>                         Vulkan aufgewachsen und so betraf<br>                         mich das allgemeine Leugnen nicht.<br>                         In einer Aufzeichnung der Datenbank<br>                         fand ich als Kind eine grobe<br>                         Beschreibung der Remaner,<br>                         allerdings wirkte alles<br>                         Übertrieben, wie zur Abschreckung<br>                         und Dämonifizierung. Wie ein<br>                         Rückfall in einen irrationalen<br>                         Zustand der Angst vor dem Feind in<br>                         einer Periode der Gewalt.<br>                         Ich hielt es für eine Erzählung aus<br>                         der Kategorie der „Amenmärchen,<br>                         Mythen und Legenden", wie die<br>                         Menschen es wohl nennen würden.<br>                             (beat)<br>                         Vergessen habe ich die Beschreibung<br>                         allerdings nicht völlig, da ich<br>                         damals noch ein kleines Kind war,<br>                         dass durch die weichliche<br>                         menschlicher Erziehung noch<br>                         einschüchterbar war.<br><br>                                   MILLER<br>                         Es hat Ihnen Angst gemacht?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, Angst ist eine Emotion. Aber<br>                         die Vorstellung so einem Wesen zu<br>                         begegnen mit seiner ganzen<br>                         Feindseeligkeit erfühlte mich doch<br>                         mit einem gewissen Unbehagen. Ich<br>                         rede nicht gerne darüber, aber mich<br>                         erinnert diese Gestalt doch sehr an<br>                         einen "Remaner".<br><br>                                   KENDALL<br>                         Erzählen wir uns jetzt noch Grimm<br>                         Märchen und fragen den großen bösen<br>                         Wolf nach Rotkäppchen oder halten<br>                         wir uns an die Fakten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich bin mir natürlich nicht völlig<br>                         sicher. Ich kann es auch nicht<br>                         völlig logisch erklären, aber ich<br>                         bin überzeugt, das ist ein Remaner.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sagt Ihnen das etwa Ihr Gefühl?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vielleicht so etwas ähnliches.<br><br>               Caylon legt seine Hand auf Mestrals Schulter und spricht<br>               beruhigend zu ihm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube Ihnen. Wenn Sie das<br>                         sagen, dann bin ich sicher, dass<br>                         das keine Romulaner sind. Aber<br>                         Remaner oder Romulaner muss jetzt<br>                         nicht von Bedeutung sein. Das<br>                         Schiff ist die größte Beute, die<br>                         wir bisher in diesem Krieg gemacht<br>                         haben, und ich will, dass hier<br>                         alles von oben bis unten durchsucht<br>                         wird.<br>                         Wenn wir etwas nützliches finden<br>                         können, das uns einen Vorteil<br>                         verschafft, dann können wir uns die<br>                         Chance nicht entgehen lassen.<br>                             (beat)<br>                         Kendall, sie verschaffen sich<br>                         Zugang zu dem Computersystem. Laden<br>                         Sie alles runter, was sie kriegen<br>                         können und versuchen Sie es mit<br>                         Torlan zusammen zu übersetzen.<br>                         Sternenkarten, Patroillenrouten,<br>                         etwas wertvolles muss ja dabei<br>                         sein.<br><br>               Der Chefingenieur nickt nur und trennt sich von der Gruppe um<br>               zu den Konsolen zu gehen.<br><br>               Plötzlich ertönt ein Kommunikator. Alle überprüfen den Ihren,<br>               bis sich rausstellt, dass Caylons Kommunikator der<br>               Verursacher ist. Der Captain nimmt ihn in die Hand und<br>               aktiviert ihn.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Caylon.<br><br>               Wir hören eine weibliche Stimme aus dem Gerät, der genaue<br>               Wortlaut ist jedoch für den Rest des Außenteams und uns<br>               unverständlich.<br><br>               Caylon beendet die Verbindung.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Das war Ensign D'Ville. Sie hat vor<br>                         10 Minuten drei unabhängige Signale<br>                         auf den Sensoren entdeckt. Die<br>                         Signale konnten wegen den Störungen<br>                         jetzt erst als romulanische Bird of<br>                         Vengeance identifiziert werden. Sie<br>                         gibt uns 4 Stunden bis uns die<br>                         Schiffe entdecken können.<br>                         Vielleicht auch etwas länger, aber<br>                         darauf will ich es nicht ankommen<br>                         lassen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wie konnten sie das Signal<br>                         empfangen, ich dachte, es wäre zu<br>                         schwach?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist es auch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht sind sie auf einem<br>                         Patroillenflug. Vielleicht haben<br>                         Sie etwas anderes empfangen. Das<br>                         ist jetzt egal.<br>                         Wir haben einen Countdown. Ich<br>                         will, dass bis dahin alle<br>                         Informationen, die dieses Schiff<br>                         hergibt, geborgen sind.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>        12     INT. ANTARES - COMPUTERANALYSERAUM                      12<br><br>               Kendall und Torlan arbeiten in einem speziellen Raum, der an<br>               den Maschinenraum angrenzt, in dem es von Monitoren und<br>               Computeranzeigen nur so wimmelt. Auf einigen Bildschirmen<br>               sehen wir etliche Binärzahlenkolonnen, andere zeigen<br>               Fotoaufnahmen der Anzeigen und Schriften aus dem<br>               romulanischen Schiff. Angeschlossen an die zahlreichen<br>               Gerätschaften sehen wir einen Kasten, der nicht unbedingt den<br>               Eindruck typischer Sternenflotten-Technologie zu machen<br>               scheint. Eher handelt es sich um irgendein romulanisches<br>               Gerät.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (genervt)<br>                         Warum können diese Idioten nicht<br>                         eine Anleitung beilegen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir haben es doch aber mittlerweile<br>                         geschafft die Schriftzeichen in den<br>                         passenden Binärcode zu übersetzen.<br>                         Das ist doch schon viel?<br><br>                                   KENDALL<br>                             (gereizt)<br>                         Ja, aber das nützt uns gar nichts,<br>                         wenn wir nicht wissen, wie diese<br>                         Daten in dem Speicher strukuriert<br>                         sind. Und die wirklich<br>                         interessanten Dinge dürften<br>                         Raumkoordinaten sein, die uns ohne<br>                         Maßsystem oder Referenzpunkte nicht<br>                         helfen. Ich bezweifle, dass eine<br>                         Wegbeschreibung zur ihrer<br>                         Heimatwelt existiert. Kein "Nach 10<br>                         Lichtjahren links abbiegen". Aber<br>                         vielleicht wissen Sie es ja besser?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Gut, ich habs ja jetzt verstanden.<br>                         Ich bin Kommunikationsoffizier, ich<br>                         kenne mich mit Sprachen aus, aber<br>                         von Computern verstehe ich wenig,<br>                         geschweige denn von Romulanischen.<br>                         Aber wenn ich ihnen eh nicht helfen<br>                         kann, kann ich ja einfach gehen.<br><br>               Torlan steht auf, doch Kendall springt ihm hinterher.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Nein, bleiben Sie hier! So war es<br>                         auch nicht gemeint! Es...<br>                             (beat)<br>                         ...geht nicht ohne Sie.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (stutzig)<br>                         Wollten Sie sich gerade<br>                         entschuldigen?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ist das wichtig? Ich habe zwar noch<br>                         keine "Gebrauchsanweisung" für das<br>                         System gefunden, die Sie mir<br>                         übersetzen können, aber ohne zu<br>                         wissen, was die Befehle auf den<br>                         Anzeigen bedeuten, werd' ich auch<br>                         nicht weiterkommen.<br>                             (beat)<br>                         Hrmpf. Gut, wenn Sie es unbedingt<br>                         hören wollen, es tut mir leid. Ich<br>                         habe auch furchtbare Kopfschmerzen<br>                         und habe wohl überreagiert.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Entschuldigung angenommen.<br>                             (beat)<br>                         Vielleicht sollten wir eine Pause<br>                         machen, und sie gehen zu Doktor<br>                         Miller?<br><br>               Torlan will Kendall seine Hand zum Handschlag reichen um den<br>               Kompromiss zu besiegeln, doch Kendalls Hand erhebt sich nur<br>               zögerlich und entspannt sich nicht aus dem angebeugtem<br>               Zustand.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Ist etwas mit ihrer Hand?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich weiß nicht. Ich bekomme meine<br>                         Finger nicht mehr richtig<br>                         gestreckt; wie ein Krampf.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Besser Sie gehen wirklich zu<br>                         Miller.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Gut, es wird schon nichts Ernstes<br>                         sein. Zu viel Arbeit. Aber kommen<br>                         Sie nicht auf die Idee mich auch<br>                         noch wie ein kleiner Junge<br>                         begleiten zu wollen, ich komm schon<br>                         klar.<br><br>               Kendall verlässt den Raum, womit er sich aber etwas schwer<br>               tut, denn mit seiner verkrampften Hand ist es etwas<br>               problematisch den Türöffner zu bedienen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           13<br><br>               Kendall ist dabei sich auf die zentrale Untersuchungsliege zu<br>               setzen, die sich auch in die Scannerröhre fahren lässt.<br>               Miller arbeitet in ihrem Reich ganz in der Nähe und bereitet<br>               offensichtlich etwas am Untersuchsungscomputer vor.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (abweisend)<br>                         Halten Sie einen kompletten Scan<br>                         unbedingt für nötig, ist das nicht<br>                         etwas übereifrig? Es sind doch nur<br>                         Kopfschmerzen und ein Krampf in der<br>                         Hand. Wie schlimm kann das sein?<br><br>               Kendall, der sich gerade hingelegt hat, will schon wieder<br>               aufstehen und flüchten, doch Miller, die scheinbar auch mal<br>               ganz schön beherzt zupacken kann, hält ihn fest und bringt<br>               ihn dazu sich wieder hinzulegen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Nanana! Wie schlimm das sein kann<br>                         will ich ja eben herausfinden. Wir<br>                         waren auf einem außerirdischen<br>                         Raumschiff und Sie haben mit<br>                         außerirdischer Technologie<br>                         gearbeitet. Wir sollten lieber<br>                         alles überprüfen. In Ihrem<br>                         Interesse.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (etwas beunruhigt)<br>                         Gut, dann wie Sie meinen.<br><br>               Miller wendet sich zu den Kontrollen und aktiviert die<br>               Untersuchung, worauf die Liege in der Röhre verschwindet und<br>               von einem herabfahrenden Gitter versteckt wird. Ein<br>               herausscheinendes weißes Glühen deutet den Scan, der gerade<br>               im Gange ist, auch von außen sichtbar an.<br><br>               Auf dem großen Monitor über der Anlage zeichnen sich immer<br>               deutlichere Details von Kendalls wenig gestelltem  Körper ab.<br>               Erst sehen wir den ganzen Körper in der Übersicht, dann fährt<br>               eine Teil-Ansicht von Beinen zum Kopf hinauf, die örtliche<br>               Details vergrößert. Am Kopf stoppt Miller den Vorgang und<br>               lässt sich eine bedeutungsvoll wirkende Region weiter<br>               vergrößert anzeigen.<br><br>               BLICK AUF MILLER<br><br>               Ein besorgt wirkender Ausdruck zeichnet sich in dem Gesicht<br>               der Ärztin ab. Wir beobachten Ihre sich weiter verdunkelnde<br>               Miene einige Sekunden.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                             (dumpf aus der Kammer)<br>                         Sie haben mich doch nicht<br>                         vergessen? Vielleicht hätte ich es<br>                         vorher sagen sollen, aber ich habe<br>                         soetwas wie leichte Platzangst, und<br>                         von Innen sieht das hier noch<br>                         kleiner aus als von Außen!<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           14<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Wir sehen die Krankenstation, in der sich jetzt Miller und<br>               Fernandez befinden, beide blicken auf den großen<br>               Anzeigeschirm, der nun das Bild einer Überwachungskamera<br>               anzeigt, die in einem anderen Raum angebracht sein muss, der<br>               mit großen, weißen Sauerstoffzelten ausgestattes ist. Kendall<br>               sitzt auf einer Liege in diesem Quarantänebereich und<br>               versucht buchstäblich Däumchen zu drehen, was allerdings<br>               daran scheitert, dass seine Motorik in den Händen völlig<br>               ausgefallen zu sein scheint.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Was fehlt ihm?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn ich das wüsste. Ich habe<br>                         bisher keine Ahnung, was es genau<br>                         ist. Die Neurotransmitter in seinem<br>                         Gehirn fallen langsam aber stetig<br>                         aus, was zu einem kontinuierlichem<br>                         Ausfall seiner Motorik führen wird.<br>                         So wie es aussieht, wird er seine<br>                         Extrimäten in einigen Stunden gar<br>                         nicht mehr bewegen können, dann<br>                         werden Hals- und Gesichtsmuskeln<br>                         folgen. Am Ende wird seine<br>                         Atemmuskulatur versagen und er wird<br>                         langsam ersticken.<br><br>               Kendall bewegt sich nun auf die Kamera zu, streckt seinen<br>               Kopf direkt vor die Kamera, was in einer Großaufnahme seines<br>               Gesichtes resuliert. Mit der verschränkten Hand klopft er<br>               gegen die Kamera, das auf dem Schirm so wirkt, als würde er<br>               direkt gegen die Anzeige klopfen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ich wünschte, ich wüsste, was die<br>                         Ursache ist. Es gibt keine<br>                         Hinweise. Seine Krankenakte gibt<br>                         auch nichts her.<br>                         Kendall litt nach der Geburt an dem<br>                         Taggart Syndrom, das ist zwar nicht<br>                         sehr häufig, aber wurde ganz<br>                         regulär mit der rigelianischen<br>                         Gentherapie behandelt. Das ist eine<br>                         Routinebehandlung ohne<br>                         Nebenwirkungen und auch sonst gibt<br>                         es keine Auffälligkeiten.<br>                             (beat;traurig)<br>                         Ich verstehe es einfach nicht.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Kathrine...Ich darf Sie doch<br>                         Kathrine nennen? Wir sind ja Ärzte<br>                         und Frauen unter sich.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, dürfen Sie.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Er weiß es noch nicht, oder<br>                         Kathrine?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein... Ich wusste nicht, wie ich<br>                         es ihm sagen soll. Ich habe Ihn<br>                         erstmal zur Vorsicht unter<br>                         Quarantäne gestellt. Darum habe ich<br>                         Sie gerufen. Können Sie mir helfen,<br>                         es ihm mitzuteilen? Ich kann sowas<br>                         einfach nicht gut. Jemanden zu<br>                         sagen, dass er vorrausichtlich<br>                         sterben wird, und ich nichts<br>                         dagegen zu unternehmen weiß, fällt<br>                         mir sehr schwer.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie sind doch Ärztin, dies gehört<br>                         doch auch zu Ihrer Pflicht.<br><br>               Miller windet sich nervös und unschlüssig, läuft sogar auf<br>               der Stelle.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das weiß ich. Aber dafür bin ich<br>                         doch nicht Ärztin geworden. Mein<br>                         Gott! Ich hab Medizin studiert um<br>                         Menschen das Leben retten zu<br>                         können. Das hat überhaupt nichts<br>                         mehr mit dem Arzt sein zu tun.<br>                         Meine Aufgabe ist es den Patienten<br>                         zu helfen! Ich kann es einfach<br>                         nicht mit ansehen, jemanden sterben<br>                         zu sehen, wenn ich es nicht<br>                         verhindern kann.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich meine, wozu das alles denn?<br>                         Wenn ich eh nichts ausrichten<br>                         kann... Das macht mich doch<br>                         überflüssig, meine ganze<br>                         Lebensaufgabe ist doch unsinnig,<br>                         wenn ich doch machtlos gegen das<br>                         Schicksal bin. Das ist wie ein<br>                         Schuldeingeständnis, dass alles<br>                         vergebens ist. Mit all der Mühe,<br>                         werde ich trotzdem nicht verhindern<br>                         können, dass Menschen sterben,<br>                         geliebte Verwandte einfach gehen<br>                         und Familien daran zu Grunde gehen.<br>                             (beat)<br>                         Das tut mir leid, ich muss mich<br>                         wieder zusammenreißen. Es geht<br>                         wieder... Es sind nur einfach schon<br>                         zu viele Leute in diesem Krieg in<br>                         meiner Hand gestorben, und ich<br>                         konnte nichts dagegen unternehmen.<br>                         Mir fiel es auch schon schwer<br>                         Commander Müller ihr Schicksal<br>                         mitzuteilen. Ich war ein wenig<br>                         erleichtert, dass Sie es dem<br>                         Captain selber erklärt hat.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Es ist schon gut, Kathrine. Ich<br>                         verstehe Sie. Und es ist gut, dass<br>                         Sie alles für Ihre Patienten geben<br>                         wollen und mit ihnen fühlen.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde mit Kendall reden, keine<br>                         Sorge. Aber vielleicht sollten Sie<br>                         mal demnächst zu mir kommen. Wir<br>                         könnten darüber weiter reden. Ich<br>                         denke, das würde ihnen gut tun.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich werde es mir überlegen. Und<br>                         danke dafür.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - QUARANTÄNEBEREICH                        15<br><br>               Fernandez betritt nun den Quarantänebereich und begibt sich<br>               zu Kendalls "Gefängniszelle" aus Plastikvorhängen. Durch die<br>               Glasfolie getrennt reden sie miteinander.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Miss Fernandez...? Was führt Sie in<br>                         mein bescheidenes kleines Reich?<br>                         Die Betonung liegt auf klein.<br>                             (beat)<br>                         Frau Doktor behauptet doch nicht<br>                         etwa, ich bilde mir das nur ein.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein, ich muss Ihnen etwas sagen.<br>                         Es wäre vielleicht besser, Sie<br>                         würden sich setzen.<br><br>               Kendall setzt sich auf seine Liege und starrt die Councellor<br>               an.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Ich fürchte, es sieht nicht gut<br>                         aus. Ihre Krankheit, was immer es<br>                         ist - Miller konnte es noch nicht<br>                         identifizieren - wird<br>                         fortschreiten. Die<br>                         Lähmungserscheinungen werden sich<br>                         ausbreiten, und am Ende auch ihre<br>                         Atemmuskulatur betreffen, bis Sie<br>                         ersticken...<br><br>                                   KENDALL<br>                             (panisch)<br>                         Das ist ein Scherz, oder? Ich sag<br>                         Ihnen, das ist ein lausiger Scherz!<br><br>               Kendall erhebt sich in den Stand zurück und dreht sich nervös<br>               im Kreis.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Kendall. Sehen Sie mich an!<br><br>               Kendall wendet seinen Blick wieder zu Fernandez.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Es besteht ja noch Hoffnung. Miller<br>                         gibt ihr aller Bestes, eine<br>                         Heilungsmöglichkeit zu finden,<br>                         glauben Sie mir.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (er realisiert, was auf<br>                              ihn zu kommt)<br>                         Verdammte Scheiße...<br>                             (beat)<br>                         Ja, das will ich auch hoffen!<br>                         Das...das ist ja auch nicht zu viel<br>                         verlangt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich verstehe, dass Sie Angst haben.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (sarkastisch)<br>                         Oh, danke für ihr Mitgefühl. Fangen<br>                         Sie jetzt bitte keine Sitzung an,<br>                         ich hab nicht mehr viel Zeit zu<br>                         leben, und die würde ich gerne<br>                         sinnvoller nutzen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (kontert)<br>                         Gut, dann könnten Sie ja vielleicht<br>                         anfangen Buße zu tun. Dafür werden<br>                         Sie garantiert eine Menge Zeit<br>                         brauchen.<br><br>               Fernandez kehrt Kendall nun den Rücken zu und lässt ihn in<br>               seinem Plastikzelt zurück.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (zu sich, wütend und<br>                              entsetzt)<br>                         Blöde Kuh!<br>                             (beat)<br>                         Aaaaa, Mist! Ich versteh es nicht.<br>                         Das kann doch nicht sein. Ich<br>                         glaubs einfach nicht.<br><br>               Von der Wut gepackt reißt er das Rolltablett neben seinem<br>               Bett um und schmeißt es quer über die Liege, doch die weichen<br>               "Vorhänge" federn den Aufprall wie ein Netz ab.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT IV<br><br>        16     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - SPÄTER                  16<br><br>               Die Kamera fährt von der Decke über den großen Bildschirm,<br>               der einen ähnlichen Scan wie den von Kendall zeigt, auf die<br>               Untersuchungsliege herab, auf der wir die Leiche eines der<br>               Remaner des Frachters liegen sehen.<br><br>               Miller hantiert über dem Kopf der Leiche mit einem ihrer<br>               Scannergerät. Auf einem kleineren Bildschirm neben ihr ist<br>               das Bilder der Überwachsungskamera zu sehen, vor der Kendall<br>               erneut erscheint, dabei scheinen seine Arme aber völlig<br>               unbeweglich. Durch einen Lautsprecher ertönt seine Stimme und<br>               seine Mundbewegung lässt sich über den Bildschirm verfolgen.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Hören Sie mich? Was tun Sie gerade?<br>                         Ich will ja ungern drängen, obwohl,<br>                         doch, eigentlich will ich es schon.<br>                         Es ist ja auch nicht so, dass ich<br>                         mir im Maschinenraum alle Ruhe<br>                         gönne, wenn es um Leben und Tod<br>                         geht, sonst wären wohl wir auch<br>                         nicht mehr hier. Ich wollte nur<br>                         darauf hinweisen. Und da es um mein<br>                         Leben und Tod geht, wäre ich Ihnen<br>                         sehr verbunden, wenn sie sich<br>                         beeilen könnten. Falls ich Ihnen zu<br>                         viele Umstände mache, kann ich aber<br>                         auch gerne gleich hops gehen.<br><br>               Miller geht zu der Konsole, auf der Kendall zu sehen ist, und<br>               mit einem Tastendruck von ihr verschwindet das Gesicht des<br>               Chefingenieurs.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        17     INT. ANTARES - QUARANTÄNEBEREICH                        17<br><br>               Wir sehen Kendall vor der Kamera stehen, deren rotes<br>               Kontrolllämpchen, dass die Aufnahme signalisiert, plötzlich<br>               zu Inaktivität erlischt.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Danke. Wunderbar. Wirklich Danke<br>                         dafür, dass ich schonmal einen<br>                         Vorgeschmack darauf kriegen kann,<br>                         tot zu sein und von den Lebenden<br>                         vergessen zu werden. GENAU so hab<br>                         ich mir das vorgestellt.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           18<br><br>               Miller arbeitet mit dem Scanner weiter an dem toten Remaner.<br>               Sie scheint eine verblüffende Erkenntnis gewonnen zu haben<br>               und überraschenderweise untersucht sie mit dem selben Gerät<br>               nun auch ihre eigene Kopfregion.<br><br>               Sie schreitet zu dem nächsten Kommpanel und aktiviert es.<br><br>                                   MILLER<br>                         Hier ist Doktor Miller an<br>                         Lieutenant Mestral, Lieutenant Beem<br>                         , Torlan und Captain Caylon. Ich<br>                         bitte sie für eine dringende<br>                         Untersuchung zu mir zu kommen. Es<br>                         ist sehr wichtig für Kendall.<br><br>                                                          MATCH CUT TO:<br><br>        19     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            19<br><br>               Der gesamte Führungsstab (außer Kendall selbstverständlich)<br>               hat sich im Konferenzraum versammelt, um Doktor Miller<br>               zuzuhören.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie etwas gefunden, Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, ich habe etwas interessantes in<br>                         der remanischen Leiche gefunden. In<br>                         den Nervenbahnen des Toten konnte<br>                         ich Zersetzungsrückstände<br>                         nachweisen, die von einem<br>                         körperfremden Virus stammen müssen.<br>                         Das Virus hat sich angefangen<br>                         selber zu zersetzen, nachdem der<br>                         Körper gestorben ist. Außerdem<br>                         konnte ich die selbe verminderte<br>                         Neurotransmitteranzahl feststellen,<br>                         wie sie bei Kendall auftritt.<br>                             (beat)<br>                         Nun, die Remaner sind zwar<br>                         erstickt, aber wohl doch nicht an<br>                         der ausgefallenen Lebenserhaltung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gute Arbeit. Es ist also eine deren<br>                         Krankheit? Wenn Sie nun die Ursache<br>                         kennen, wie lang dürfte es dauern,<br>                         bis Sie Kendall behandeln können?<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain, es tut mir leid, aber Sie<br>                         stellen sich das zu leicht vor.<br>                         Viren haben im Gegensatz zu<br>                         Bakterien keinen eigenen<br>                         Metabolismus, den man einfach mit<br>                         einem Antibiotikum stören könnte.<br>                         Viren sind bei enger Definition ja<br>                         nicht einmal Lebewesen, aber sie<br>                         sind äußerst resistent.<br>                             (beat)<br>                         Verstehen Sie, ich bin kein Ein<br>                         Mann-Forschungsteam. Überlegen Sie,<br>                         warum es über ein halbes<br>                         Jahrhundert gedauert hat, das HI<br>                         Virus erfolgreich bekämpfen zu<br>                         können. Wenn man nicht genau den<br>                         Schwachpunkt des spezifischen Virus<br>                         in der spezifischen Mutationsstufe<br>                         ausnutzt, gibt es keine generelle<br>                         Behandlungsmethode.<br>                             (beat;traurig)<br>                         Ich möchte realistisch bleiben: Ich<br>                         kann versuchen was ich will, es<br>                         wird für Kendall zu spät kommen.<br><br>               Bedrückende Stille herrscht nun in diesem Raum, die für<br>               mehrere Sekunden keiner zu stören wagt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedrückt)<br>                         Und was ist mit dem Rest der Crew?<br>                         Sie haben das Außenteam untersucht,<br>                         besteht Gefahr einer Epidemie?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein. Aber die Ergebnisse der<br>                         Untersuchung  geben mir noch mehr<br>                         Rätsel auf. Ich konnte in jedem<br>                         Mitglied des Außenteams den Virus<br>                         nachweisen, sogar Torlan hat sich<br>                         bei seiner Zusammenarbeit mit<br>                         Kendall angesteckt. Nur hat sich<br>                         bei keinem der<br>                         Neurotransmitterspiegel gesenkt, im<br>                         Gegenteil, das Virus hat sich genau<br>                         wie bei den toten Remanern<br>                         zersetzt. Bei mir hat sich das<br>                         Virus ebenfalls ausgeschaltet,<br>                         bevor es wirken konnte.<br>                             (beat)<br>                         Warum sich bei uns allen das Virus<br>                         unschädlich macht, während es alle<br>                         Remaner und Kendall tötet, verstehe<br>                         ich überhaupt nicht. Das macht<br>                         physiologisch keinen Sinn. Kendall<br>                         hat genetisch keine größere<br>                         Ähnlichkeit mit den Remanern als<br>                         der Rest von uns, geschweige denn<br>                         Andorianer und Vulkanier. Das macht<br>                         keinen Sinn.<br>                         Wenn es ihn tötet, sollte es auch<br>                         bei anderen Menschen oder auch<br>                         Andorianer und Vulkanier wirksam<br>                         sein. Das tut es allerdings nicht.<br>                         Das ist für Viren, die normal sehr<br>                         anpassungsfähig sind, verdammt<br>                         ungewöhnlich. Ehrlich gesagt, habe<br>                         ich soetwas bei einem natürlichen<br>                         Virus noch nie gesehen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Vielleicht ist es ja nicht<br>                         natürlich.<br><br>               Fragende Blicke treffen den Waffenoffizier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen Sie das?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich meine, vielleicht ist es<br>                         wirklich nicht aus natürlichen<br>                         Gründen so wählerisch. Das könnte<br>                         ja Absicht sein.<br>                             (beat)<br>                         Ich musste gerade an meine<br>                         Ausbildung bei den MACOs<br>                         zurückdenken. Wir hatten natürlich<br>                         auch eine Lektion über<br>                         Massenvernichtungswaffen. Der<br>                         Hauptgrund, warum diese Waffen in<br>                         der strategischen Kriegsführung<br>                         kaum noch eingesetzt werden, ist,<br>                         dass man sie nicht gezielt<br>                         einsetzen kann. Man kann nie ganz<br>                         ausschließen, dass Unschuldige mit<br>                         in den Tod gerissen werden.<br>                             (beat)<br>                         Ich denke, wir haben es hier mit<br>                         einer Biowaffe zu tun, die genau<br>                         die Kollateralschäden verhindern.<br>                         Sie soll Remaner töten, und ich<br>                         nehme an, nicht nur die Schweine,<br>                         sondern auch die ganze Romulaner<br>                         Bande. Irgendwer von unserer Seite<br>                         hat das Virus so programmiert, dass<br>                         es sich in allen allierten Wirten,<br>                         Menschen, Vulkaniern, Andorianern,<br>                         vielleicht noch anderen,<br>                         unschädlich macht, unsere Feinde<br>                         dagegen gezielt hinrafft. Dann hat<br>                         dieser jemand den romulanischen<br>                         Frachter vor uns entdeckt um mit<br>                         ihm den Virus ins romulanische<br>                         Reich schaffen zu können. Die<br>                         perfekte Massenvernichtungswaffe.<br>                         Ich muss sagen, die Idee hat etwas.<br><br>               Fernandez beobachtet Beem bei seinen letzten Wort<br>               argwöhnisch.<br><br>                                   MILLER<br>                         Aber wer sollte so ein Virus<br>                         erschaffen? Und warum hat es sich<br>                         bei Kendall nicht deaktiviert?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wer? Es ist zwar nur eine Idee,<br>                         aber ich denke, da dürften wir alle<br>                         eine unangenehme Ahnung haben, wer<br>                         für solche hinterhältigen Aktionen<br>                         ein gewisses Händchen hat.<br><br>                                   MILLER<br>                         Die Exekutive kann das Virus aber<br>                         unmöglich alleine entwickelt haben.<br>                         Das sind doch Terroristen, keine<br>                         ausgebildeten Virologen und<br>                         Genetiker. Das ist eine<br>                         hochkomplexe Arbeit, dafür bedarf<br>                         es ausgetüftelter Labore und<br>                         Experten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube, wir sollten die<br>                         Exekutive nicht mehr unterschätzen.<br>                         Es ist durchaus möglich, dass sie<br>                         sich Hilfe besorgt haben,<br>                         Freiwillige oder Unfreiwillige. Es<br>                         gibt genügend Leute, die denken,<br>                         dass der Zweck die Mittel heiligt.<br>                         Darunter sind sicher auch ein paar<br>                         fähige Experten, die zu soetwas im<br>                         Stande sind.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>        20     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            20<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Miller? Was denken Sie?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich...Ich bin schockiert...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Halten Sie es denn für möglich?<br><br>                                   MILLER<br>                         Es macht absolut Sinn. Ich halte es<br>                         für sehr wahrscheinlich. Es erklärt<br>                         einiges... - genau!<br>                             (beat)<br>                         Wenn das Virus, wie Lieutenant Beem<br>                         vermutet, auf bestimmte Spezies<br>                         programmiert wurde, dann muss es<br>                         diese anhand ihrer DNS erkennen.<br>                         Die ganze DNS zu vergleichen ist<br>                         allerdings unmöglich, dafür ist die<br>                         Doppelhelix zu komplex. Das Virus<br>                         wird auf ein Gen programmiert sein,<br>                         um die Erkennung vorzunehmen.<br>                             (beat)<br>                         Kendall besaß nach seiner Geburt<br>                         das Taggart Syndrom, das<br>                         routinemäßig mit der rigelianischen<br>                         Gentherapie behandelt wurde. Ich<br>                         habe dem bisher keine große<br>                         Wichtigkeit beigemessen, weil die<br>                         Krankheit damit vollkommen<br>                         beseitigt wurde. Das veränderte Gen<br>                         muss aber unglücklicherweise mit<br>                         der Identifizierung zusammenhängen.<br>                             (beat)<br>                         Es kann auch eine zufällige<br>                         Mutation sein, aber ich gehe davon<br>                         aus, dass die Exekutive oder wer<br>                         auch immer aufgepasst hat, dass es<br>                         zu keiner zufälligen Fehlerkennung<br>                         kommt. Es muss so sein, es ist<br>                         Kendalls einzige Chance.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie Kendall denn nun helfen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Mit hoher Wahrscheinlichkeit ja,<br>                         allerdings nicht auf der Antares.<br>                         Ich kann hier alle äußeren<br>                         Verletzungen behandeln und viele<br>                         gewöhnliche Krankheiten kurieren,<br>                         aber die Krankenstation ist leider<br>                         kein Genlabor. Es gibt nur eine<br>                         Hoffnung für Ihn: Er muss<br>                         schnellstmöglich nach Bolarus um<br>                         dort einer Gentherapie unterzogen<br>                         zu werden.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aber was machen wir nun mit diesem<br>                         Virus?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir sollten die Lage nutzen, so<br>                         etwas bietet sich kein zweites Mal!<br>                         Schicken wir die Schweinehunde alle<br>                         auf einen Schlag in die Hölle!<br><br>               Councellor Fernandez starrt Beem natürlich mit<br>               durchdringenden Augen an, was von dem Waffenoffizier auch<br>               nicht völlig unbemerkt bleibt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir können doch nicht alle<br>                         Romulaner für die Schandtaten ihrer<br>                         Führung töten!<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Zumindest einige von Ihnen hätten<br>                         es verdient. Vielleicht schaffen<br>                         die es ja, auf deren Militär zu<br>                         beschränken.<br>                             (beat)<br>                         Mit uns hatten sie jedenfalls kein<br>                         Erbarmen. Wie du mir, so ich dir.<br>                         Ich habe kein Mitleid mit dieser<br>                         Bande. Sie haben es sich so<br>                         ausgesucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir wissen nicht, ob das wirklich<br>                         der Wunsch des Volkes war.<br>                             (beat)<br>                         Ich will hier keinen Massenmord<br>                         begehen. Noch mehr Blutvergießen<br>                         wird uns nicht weiterbringen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wie wollen Sie den Krieg sonst<br>                         beenden? Auf ein Friedensangebot<br>                         warten? Das könnte lange dauern.<br>                         Momentan ist der Feind ruhig, aber<br>                         sicher nur, um mit noch mehr Kraft<br>                         zurückzuschlagen. Wir müssen<br>                         schneller sein - um der Menschheit<br>                         willen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, das kann nicht im Sinne der<br>                         Menschheit sein. Wir sind nicht<br>                         hier draußen, um einen fröhlichen<br>                         Kreuzzug zu veranstalten und alle<br>                         niederzumetzeln.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir alle hier können doch<br>                         bestätigen, dass wir seit über 2<br>                         Jahren nichts anderes mehr tun, als<br>                         zu morden. Wir haben nicht darum<br>                         gebeten, aber es ist doch Tatsache,<br>                         dass wir bereits hunderte Romulaner<br>                         getötet haben. Wir sollten keinen<br>                         Unterschied machen, wo keiner ist.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und ob da ein gewaltiger<br>                         Unterschied besteht. Wir hatten<br>                         bisher keine andere Wahl als uns zu<br>                         verteidigen um unser Leben zu<br>                         schützen, aber dieser Massenmord<br>                         ist heimtückisch und vorsätzlich<br>                         geplant! Das ist eindeutig Mord und<br>                         moralisch verwerflich.<br><br>                                   BEEM<br>                         Entschuldigen Sie, Madam<br>                         Councellor, aber Moral wird uns<br>                         nicht retten und die 10 Milliarden<br>                         Menschen Zuhause, die auf uns<br>                         angewiesen sind, auch nicht. Ihre<br>                         Moralparolen nützt nur ihrem<br>                         Gewissen. Was ist mit den Millionen<br>                         Toten, die beim nächsten Angriff<br>                         der Romulaner sterben werden? Die<br>                         wissen dann wenigstens, warum sie<br>                         ihr Leben lassen mussten. Der<br>                         schönen Moral wegen. Das wird sie<br>                         bestimmt freuen. Sofern wir dann<br>                         nicht alle draufgehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lieutenant Beem! Werden Sie nicht<br>                         ausfallend.<br><br>                                   BEEM<br>                         Verzeihung, aber ich wollte klar<br>                         stellen, dass die Romulaner die<br>                         größeren Mörder sind.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wissen wir überhaupt, ob der Virus<br>                         auch für Romulaner tödlich sein<br>                         wird? Wie wir sehen, scheint er ja<br>                         nicht absolut zuverlässig zu sein.<br>                         Und immerhin wissen wir über die<br>                         romulanische Physiologie rein gar<br>                         nichts, außer dass sie humanoid zu<br>                         sein scheinen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist eine berechtigte Frage.<br><br>                                   BEEM<br>                         Zumindest wird er die Remaner<br>                         dahinraffen, das wissen wir mit<br>                         Sicherheit. Und nach Mestrals<br>                         Bericht zu urteilen, sind die<br>                         Romulaner auf remanische Sklaven<br>                         angewiesen. Deren Verlust an<br>                         Arbeitskraft dürfte ebenfalls<br>                         erhebliche Auswirkungen haben.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Schlagen Sie tatsächlich vor, eine<br>                         unschuldige, unterdrückte Rasse für<br>                         einen taktischen Vorteil<br>                         auszulöschen? Das hätte ich nicht<br>                         mehr von Ihnen gedacht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein, nicht so schnell. Ich habe<br>                         nicht gesagt, dass ich das gut<br>                         heiße. Ich wollte nur die<br>                         Möglichkeit aufzeigen. Ich will die<br>                         Romulaner tot sehen, die Remaner<br>                         sind mir egal, solange sie sich aus<br>                         direkten Angriffen raushalten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich muss mich echt fragen, wie tief<br>                         diese Crew in den letzten Jahren<br>                         gesunken ist. Wir diskutieren hier<br>                         blutrünstigen Massenmord!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Councellor, ich geb Ihnen Recht.<br>                         Ich habe schon einmal eine<br>                         Massenvernichtungswaffe eingesetzt.<br>                         Damals haben wir nur ihre Flotte<br>                         vernichtet, nur Militärs getötet.<br>                         Ich möchte keinesfalls unschuldige<br>                         Zivilisten umbringen. Wir sollten<br>                         das Schiff zerstören.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sollten aber bedenken, dass wir<br>                         damit möglicherweise keine<br>                         dauerhafte Lösung erreichen.<br>                         Die Exekutive wird, sollten wir sie<br>                         jetzt daran hindern, das Virus ins<br>                         romulanische Reich einzuschleusen,<br>                         wird sie das trotzdem nicht davon<br>                         abhalten, es erneut zu versuchen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gutes Argument. Die Exekutive wird<br>                         garantiert nicht nachgeben.<br>                         Und ich fürchte, wir haben noch<br>                         etwas anderes nicht bedacht.<br>                             (beat)<br>                         Etwas in meinem Unterbewusstsein<br>                         sagt mir, dass die Romulaner ahnen,<br>                         dass wir hier sind.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir? Die Antares?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, ich meine generell ein Schiff<br>                         der Sternenflotte. Fragen Sie nicht<br>                         wieso, nennen Sie es Intuition oder<br>                         einen alten Instinkt. Aber wieso<br>                         sind die Romulaner plötzlich in der<br>                         Nähe aufgetaucht, mit Kurs hierher?<br>                         Das Signal kann es ja eigentlich<br>                         nicht gewesen sein. Sie erwarten,<br>                         hier etwas zu finden. Wenn wir das<br>                         Schiff zerstören, macht das die<br>                         Romulaner entgültig misstrauisch.<br>                         Sie sind bereits nah genug um die<br>                         Explosion auf ihren Sensoren<br>                         deutlich erkennen zu können. Zuerst<br>                         war noch ein Notruf zu empfangen,<br>                         dann ist das Schiff plötzlich<br>                         zerstört worden. Die werden<br>                         kapieren, wer das war und hinter<br>                         uns her sein. Wie hoch ist die<br>                         Wahrscheinlichkeit, dass sie uns<br>                         dann durch das Gebiet verfolgen<br>                         können?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ganz klar hoch genug um es ein<br>                         Risiko zu nennen. Uns bleibt nur<br>                         der Weg zurück durch den Nebel, und<br>                         wenn wir dort zu schnell fliegen<br>                         und eine Gastasche streifen, sind<br>                         wir ein großer greller Punkt auf<br>                         deren Schirmen, der den<br>                         Dreckskerlen sagt 'Hier hin<br>                         schießen für den Jackpot'. Sind wir<br>                         langsamer, können Sie uns leicht<br>                         einholen. Ein Kampf wäre sehr gut<br>                         möglich, wir könnten sie vielleicht<br>                         aber auch abhängen.<br>                         Kommt ganz darauf an, wie vertraut<br>                         die Kerle mit dem Gebiet hier sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Risiko bleibt aber. Und wenn es<br>                         zu einem Gefecht kommt, kostet uns<br>                         das bestenfalls eine Menge Zeit...<br><br>                                   MILLER<br>                         Zeit, die Kendall keinesfalls nicht<br>                         hat. Wir müssten uns beeilen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Zeit dürfte noch unsere<br>                         geringste Sorge sein - wir wären im<br>                         Kampf 3:1 unterlegen, ohne<br>                         Fluchtmöglichkeit, ohne Aussicht<br>                         auf Verstärkung. Das wäre<br>                         aussichtslos.<br><br>                                   MILLER<br>                         Aber selbst, wenn wir es schaffen<br>                         sollten, Kendall wird es nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist mir klar. Die Romulaner<br>                         werden in einer dreiviertel Stunde<br>                         hier sein. Noch können wir<br>                         unbemerkt verschwinden, ohne auf<br>                         ihren Sensoren zu erscheinen und<br>                         größere Aufmerksamkeit zu erregen.<br>                         Allerdings sicher nicht mehr lange.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das soll es heißen, es läuft darauf<br>                         hinaus, wegzulaufen, den Virus auf<br>                         die Romulaner billigend loszulassen<br>                         und dafür unsere Haut und die von<br>                         Kendall zu retten, oder das Risiko<br>                         eingehen, ihn sterben lassen, aber<br>                         dafür das unschuldige Volk des<br>                         Feindes zu retten?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Spielen wir das Szenario doch mal<br>                         durch. Wenn der Virus in das<br>                         romulanische Reich eingeschleust<br>                         wird, ist damit noch nicht<br>                         garantiert, dass die Romulaner<br>                         nicht doch ein Heilmittel finden<br>                         werden. Es werden sicher viele<br>                         sterben, aber wenn es nicht<br>                         ausreicht, sie bis zur Aufgabe zu<br>                         schwächen, wird das alles nur<br>                         schlimmer machen. Sie werden noch<br>                         vehementer gegen uns kämpfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da haben Sie wohl Recht, Torlan.<br>                         Sie werden bis aufs Blut gegen die<br>                         Mörder ihrer Familien und Kinder<br>                         kämpfen. Dann können wir alle<br>                         Hoffnungen auf Frieden vollendes<br>                         begraben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Als könnten wir heute<br>                         zuversichtlich sein, mit solchen<br>                         Wesen Frieden schließen zu können.<br>                         Wer sagt, dass diese Barbaren<br>                         überhaupt so etwas wie Frieden<br>                         kennen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich sehe keine große andere Wahl.<br>                         Wir würden eine sehr risikoreiche<br>                         Entscheidung treffen. Die Chance<br>                         ist groß, dass alles umsonst ist,<br>                         weil die Exekutive auch die nächste<br>                         Gelegenheit nicht auslassen wird,<br>                         und wir können sie nicht immer<br>                         aufhalten. Und wir sollten die<br>                         Romulaner nicht unterschätzen.<br>                         Irgendetwas ist an ihrem<br>                         plötzlichen Auftauchen faul,<br>                         womöglich wissen sie genauso viel<br>                         wie wir. Sie sind nicht dumm.<br>                             (beat)<br>                         Kendall würde praktisch vollkommen<br>                         sinnlos sterben. Ein Mord gegen<br>                         Viele. Darauf läuft es<br>                         schlimmstenfalls hinaus.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gibt ein vulkanisches<br>                         Sprichwort, das von Surak geprägt<br>                         wurde, und hier passt: Das Wohl der<br>                         vielen überwiegt das Wohl weniger<br>                         oder des Einzelnen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Oh, unser wandelndes Lexikon<br>                         schlägt wieder zu. Haben Sie auch<br>                         eine eigene Meinung? Das hier ist<br>                         doch keine Situation, die man nach<br>                         einem bewährten Schema abwickeln<br>                         kann, das sollte doch sogar Ihnen<br>                         klar sein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist meine "Meinung", da es den<br>                         Gesetzen der Logik entspricht. Das<br>                         ist eine ungewöhnliche Situation,<br>                         aber wir müssen abwägen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Frage sollte aber auch sein, ob<br>                         wir uns um das Wohl dieser Wi**...,<br>                         ähm, Romulaner sorgen sollten?<br>                         Welchen Grund haben Sie uns<br>                         gegeben? Wir sollten uns erstmal um<br>                         unsere eigenen Männer kümmern.<br><br>                                   TORLAN<br>                         "Semper Fidelis"<br><br>                                   BEEM<br>                             (nickt bestätigend)<br>                         "Semper Fidelis"<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Herr Gott, wollen wir uns jetzt<br>                         alle Aphorismen an den Kopf werfen?<br>                         Konfuzius wird Kendall auch nicht<br>                         helfen. Wir brauchen eine<br>                         Entscheidung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich fürchte einfach, wenn Kendall<br>                         heute stirbt, dann macht das einen<br>                         Unterschied von Tagen, oder Wochen,<br>                         aber es wird die Exekutive nicht<br>                         aufhalten. Nur  hätten wir seinen<br>                         Tod zu verantworten. Wir können<br>                         jetzt noch etwas dagegen tun.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Welcher Tod ist nicht sinnlos? Gibt<br>                         es eine Rechtfertigung für<br>                         Massenmord? Ist Kendalls Leben das<br>                         von Milliarden Romulanern wert?<br><br>                                   BEEM<br>                         Na er er denkt das in seiner<br>                         Selbstüberschätzung sowieso.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Er mag sich oft wie ein Arschloch<br>                         verhalten, aber das gibt niemandem<br>                         das Recht über Ihn zu richten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht ist es uns ja gar nicht<br>                         vergönnt, das Richtige zu tun. Wir<br>                         haben die Wahl, etwas Falsches oder<br>                         etwas anderes Falsches zu tun. Wie<br>                         auch immer wir uns entscheiden, das<br>                         einzigst Richtige wäre, etwas<br>                         Falsches zu tun.<br><br>               Bedrückende Stille legt sich über den Raum, keiner getraut<br>               eine Antwort zu formulieren. Einige Mundwinkel zucken, aber<br>               niemandem gelingt es dem Captain zu widersprechen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Vielleicht haben wir gar keine Wahl<br>                         und ist es Schicksahl.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ein leises und betrübtes<br>                              Lachen)<br>                         "Der Mensch ist manchmal seines<br>                         Schicksals Meister."<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Motto unserer Schiffsplakete...<br>                             (schnauft)<br>                         Welch Ironie.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br><br>                         Vielleicht sollten wir einfach<br>                         darüber abstimmen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bezweifle, dass das zu einem<br>                         klaren Ergebnis führen wird. Ich<br>                         bin der Captain, ich trage die<br>                         Verantwortung für alles und jeden<br>                         auf diesem Schiff. So oder so wird<br>                         Blut an meinen Händen kleben. Wir<br>                         brauchen jetzt eine klare<br>                         Entscheidung und ich habe jetzt<br>                         eine getroffen. Glauben Sie mir<br>                         alle, gerne mach ich das nicht,<br>                         aber wir müssen jetzt etwas<br>                         unternehmen. Ich werde es Kendall<br>                         auch mitteilen. Ich werde dafür<br>                         gerade stehen und jeden, der<br>                         anderer Meinung ist, im Logbuch<br>                         festhalten.<br><br>               Alle Blicke sind auf den Captain gerichtet - Hier unterbricht<br>               ein abrupter Schnittwechsel die Szene.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        21     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - DIREKT DARAUF           21<br><br>               Kendall liegt noch immer in seinem Quarantänezelt, dem sich<br>               nun der Captain nähert, der seinen kranken Chefingenieur<br>               besucht und sich direkt zu ihm in das Zelt begibt. Kendall<br>               kann nur noch den Kopf bewegen, doch sein Gesicht zeigt eine<br>               deutliche Verbitterung. Die Wut, über sein schreckliches Ende<br>               und die Reue, über die Dinge, die er unbedacht gesagt hat und<br>               damit viele Menschen verletzt hat, zeichnen sich deutlich ab.<br>               Er fühlt sich einsam in seinen letzten Stunden, doch noch<br>               fällt seine Fassade nicht.<br><br>               Caylon tritt neben sein Bett und Kendall blickt Ihn an.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Captain... Wollen Sie toter Mann<br>                         mit mir spielen? Ich bin der tote<br>                         Mann.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beinahe wieder gereizt)<br>                         Finden Sie das etwas lustig?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Oh ja, wenn ich nicht eh schon am<br>                         Sterben wäre, würde ich mich glatt<br>                         totlachen. Wenn man schon über den<br>                         Jordan gehen muss, dann wenigstens<br>                         langsam und quallvoll.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht hilft es Ihnen ja, wenn<br>                         ich Ihnen sage, dass sie nicht mehr<br>                         hier in Quarantäne zu liegen<br>                         brauchen. Miller sagt, es besteht<br>                         keine Ansteckungsgefahr.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (blickt auf seine<br>                              gelähmten Extremitäten)<br>                         Ach, ich brauch hier nicht mehr<br>                         liegen? Wie schön, dann kann ich ja<br>                         aufstehen und Luftsprünge machen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Könnten Sie wenigstens so tun, als<br>                         wäre die Sache ernst?<br>                             (beat)<br>                         Wir haben wohl eine Methode<br>                         gefunden, Sie zu behandeln.<br>                         Allerdings ist es eine sehr<br>                         komplizierte Geschichte. Womit Sie<br>                         sich angesteckt haben, ist keine<br>                         natürliche Krankheit. Eigentlich<br>                         hätten Sie gar nicht krank werden<br>                         sollen. Es ist unserer Ansicht nach<br>                         ein Virus, vermutlich von der<br>                         Exekutive oder anderen Leuten<br>                         hergestellt, und darauf<br>                         programmiert, absolut tödlich für<br>                         alle zu sein, die nicht den<br>                         allierten Völkern angehören.<br>                         Jedenfalls wurde das ganze<br>                         Außenteam, auch Mestral und Torlan<br>                         infiziert, aber in allen anderen<br>                         Wirten hat sich das Virus selbst<br>                         ausgeschaltet.<br>                         Miller denkt, dass ihre<br>                         rigelianische Genbehandlung der<br>                         Störfaktor sein muss, der das Virus<br>                         verwirrt und verhindert hat, dass<br>                         es sich unschädlich gemacht hat.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (ungläubig)<br>                         Ich soll also an einer Biowaffe<br>                         erkrankt sein, die für den Feind<br>                         bestimmt war?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da sind wir uns mittlerweile<br>                         sicher. Das Problem ist, dass 3<br>                         romulanische Bird of Vengeance<br>                         hierher unterwegs sind. Der<br>                         nächstgelegene Ort, an dem Sie<br>                         behandelt werden könnten, ist<br>                         Bolarus. Wenn wir den Frachter mit<br>                         dem Virus zerstören, erregen wir<br>                         die Aufmerksamkeit der Romulaner,<br>                         die uns verfolgen würden und wir<br>                         würden es kaum noch rechtzeitig<br>                         nach Bolarus schaffen. Die<br>                         Alternative wäre, den Frachter mit<br>                         seiner tödlichen Fracht in die<br>                         Hände der Romulaner fallen zu<br>                         lassen und uns unbemerkt aus dem<br>                         Staub zu machen. Sie können sich<br>                         sicher vorstellen, was ich von dem<br>                         Virus und der Vorstellung, damit<br>                         Milliarden Lebewesen umzubringen,<br>                         halte.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Verdammte Scheiße! Ich glaubs<br>                         nicht!<br>                             (beat; fängt sich wieder)<br>                         Dann sind Sie hier, um mir die<br>                         Ironie der ganzen Sache unter die<br>                         Nase zu reiben und ihre<br>                         Schadenfreude ausleben zu können?<br>                         Der Freund von Großschlägen wird<br>                         selber zu einem der unschuldigen<br>                         Opfer?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, gewisss nicht! Sie geben sich<br>                         zwar die allergrößte Mühe, dass man<br>                         Ihnen so etwas an den Hals wünschen<br>                         könnte, aber glauben Sie mir, mir<br>                         tut es leid für Sie.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Quatsch! Sie hassen mich doch. Ich<br>                         würde mich an Ihrer Stelle auch<br>                         hassen.<br>                         Ich habe es mir doch wirklich<br>                         selber zuzuschreiben. Vermutlich<br>                         denken Sie 'das ist Gottes Strafe';<br>                         "Gott" - ich hab den Kerl noch nie<br>                         gemocht, nimmt sich für eine<br>                         kollektive Einbildung zu wichtig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube nicht an Gott. Nicht<br>                         mehr...<br>                             (beat)<br>                         Jaa, natürlich, Sie können einen<br>                         dazu bringen, dass man so etwas<br>                         denken könnte. Aber ich war schon<br>                         immer der Meinung, dass wir aus<br>                         unseren Fehlern lernen können. Dazu<br>                         ist das Leben da. Jeder hat eine<br>                         zweite Chance verdient.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Eine zweite Chance?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht verstehen Sie ja nun<br>                         meine Ansicht besser. Aber ich<br>                         wollte Ihnen persönlich mitteilen,<br>                         dass wir Bolarus in 2 Stunden<br>                         erreichen werden, und der Frachter<br>                         wohl bald von den Romulanern<br>                         geborgen wird.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (völlig erstaunt)<br>                         Sie haben ihre Prinzipien für mein<br>                         Leben zurückgestellt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ganz offensichtlich. Die<br>                         Führungscrew hat lange darüber<br>                         geredet. Außerdem gehen wir davon<br>                         aus, dass die Exekutive, sollte<br>                         dieser Versuch fehlschlagen, einen<br>                         erneuten Anschlag unternehmen wird.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich bin trotzdem überrascht, dass<br>                         alle dafür entschieden haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie nicht. Ich habe die<br>                         endgültige Entscheidung getroffen.<br>                         Belassen wir es dabei...<br><br>                                   KENDALL<br><br>                         Ca..Ca...Captain... Wie habe ich<br>                         das verdient? Nachdem, Sie wissen<br>                         schon...der letzten Zeit?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sorgen Sie einfach dafür, dass ich<br>                         es nicht bereue.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Danke sehr. Danke, dass Sie sich<br>                         über die anderen hinweggesetzt<br>                         haben.<br>                         Ich danke Ihnen. Vielmals. Ich<br>                         werde wohl nie wieder die<br>                         Gelegenheiten Ihnen das sagen zu<br>                         können, darum mach ich es jetzt,<br>                         bevor ich es bereue: Ich bewundere<br>                         Sie. Dafür, dass Ihnen jeder diese<br>                         natürliche Achtung entgegen bringt<br>                         und Sie es sich trotzdem erlauben<br>                         können, Schwächen zu zeigen. Das<br>                         unterscheidet uns wohl; und hat mir<br>                         wohl das Leben gerettet.<br><br>               Caylon klopft seinem Ingenieur auf die Schulter und begibt<br>               sich dann auf den Weg, das Zelt zu verlassen. Bevor er den<br>               Vorhang zur Seite schiebt, dreht er sich nochmal um.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sind alle nur Menschen. Ich bin<br>                         auch kein so gutes Vorbild. Ich<br>                         habe ebenfalls wie wir alle Fehler<br>                         begangen, vielleicht sogar größere,<br>                         vielleicht in diesem Moment. Wir<br>                         sind beide nicht perfekt in einer<br>                         Welt, die es nicht ist. Wir können<br>                         nur hoffen, dass die<br>                         Geschichtsschreiber uns und unseren<br>                         Taten gnädig sein werden. Und wir<br>                         sollten versuchen aus unseren<br>                         Fehlern zu lernen. Ich hoffe, Sie<br>                         tragen etwas von dieser<br>                         Unterhaltung davon.<br><br>               Caylon geht nun ab.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        22     EXT. WELTRAUM                                           22<br><br>               Wir sehen die Antares auf einen blauen Planeten zufliegen,<br>               der uns noch als Bolarus im Gedächtnis geblieben ist.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     INT. RAUM AUF DER ERDE                                  23<br><br>               Es ist der selbe Raum wie im Teaser, in dem sich erneut<br>               Osbourne und Cane unterhalten.<br><br>                                   CANE<br>                         Sir, es hat wunderbar funktioniert.<br>                         Nach den Kommunikationsprotokollen<br>                         der Sternenflotte, die wir<br>                         angezapft haben, ist die Antares<br>                         nach Bolarus zurückgekehrt ohne den<br>                         Frachter zu zerstören.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Manchmal muss man halt nur wissen,<br>                         wann es sinnvoll ist, den Feind auf<br>                         die richtige Fährte zu führen...<br><br>                                   CANE<br>                         Allerdings hat den Protokollen nach<br>                         die Antares entgegen unserer<br>                         Planung herausgefunden, um was für<br>                         eine spezielle Fracht es sich<br>                         gehandelt hat.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (überrascht, trotzdem<br>                              gefasst)<br>                         Das ist nun egal, diese Information<br>                         nützt niemanden mehr etwas. Das<br>                         Präsent ist geliefert worden, und<br>                         damit müssen wir nur noch auf die<br>                         Resultate warten.<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        24     EXT. WELTRAUM                                           24<br><br>               Wir befinden uns wieder in dem bekannten Raum das Bassen<br>               Riffs, vor uns treibt der romulanische Frachter weiter vor<br>               sich hin, als sich drei Bird of Vengeance annähern.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Logbuch des Captains, Nachtrag.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben es ohne Komplikationen<br>                         rechtzeitig nach Bolarus geschafft.<br>                         Kendall wurde in einem<br>                         Spezialkrankenhaus behandelt. Die<br>                         Veränderungen der rigelianischen<br>                         Gentherapie wurden rückgängig<br>                         gemacht, was tatsächlich dazu<br>                         führte, dass sich die Viren<br>                         deaktivert haben. Kendall ist zwar<br>                         momentan wieder anfällig für das<br>                         Taggart-Syndrom, aber sobald das<br>                         Virus vollständig vom Körper<br>                         absorbiert wurde, kann die<br>                         Gentherapie wieder eingesetzt<br>                         werden.<br>                         Er ist außer Lebensgefahr, seine<br>                         Extrimitäten kann er allerdings<br>                         noch nicht wieder bewegen. Miller<br>                         rechnet aber mit einer<br>                         vollständigen Wiederherstellung der<br>                         Motorik in einigen Tagen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     INT. ROMULANISCHER FRACHTER                             25<br><br>               Wir sehen eine romulanische Einsatztruppe in ihren ganz<br>               typischen Kampfanzügen den Frachter betreten.<br><br>                                   ROM. SOLDAT #1<br>                         Tal'Shiar hna iymnir menkha. lloann<br>                         docgae io mneiyye. i 'vaed'rae,<br>                         khaud Tal'Shiar nihnak hiakh'mne<br>                         lonarai. mnean irrhyy, lloann aemae<br>                         mnei.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Der Tal'Shiar will alle Leichen gut<br>                         gesichert bekommen. Die haben sich<br>                         sicher schon eine Verwendung<br>                         ausgedacht. Und passt gut auf, die<br>                         Quellen des Tal'Shiar stufen diesen<br>                         Virus als äußerst gefährlich ein.<br>                         Wenn etwas schief geht, wird man<br>                         uns persönlich verantwortlich<br>                         machen.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br><br>                         Ich hoffe sehr, dass ich die<br>                         richtige Entscheidung getroffen<br>                         habe. Mir ist bewusst, dass es in<br>                         dieser Situation keine richtige<br>                         Handlungsweise gegeben hat.<br>                         Manchmal im Leben kann man einfach<br>                         nur das Falsche tun und das Beste<br>                         hoffen.<br>                             (beat)<br>                         Trotzdem mach ich mir sorgen, wie<br>                         es weitergehen soll. Vielleicht ist<br>                         dieser Krieg damit wirklich zu<br>                         Ende. Vielleicht haben wir aber<br>                         auch nur die halbe romulanische<br>                         Bevölkerung ausgelöscht und uns<br>                         noch tiefer in die Scheiße<br>                         geritten. Oder wir haben das<br>                         'Glück', die Romulaner kaum<br>                         getroffen zu haben, aber auch das<br>                         wird uns keinen Frieden bringen.<br>                         Wie auch immer es aussehen wird, es<br>                         gibt keinen Grund zur Freude in<br>                         diesen Zeiten. Der Alptraum geht<br>                         weiter, soviel scheint mir sicher.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">5732</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 3x01/02 - Geheimnisse</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-3x0102-geheimnisse-r5613/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_42327.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0301.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (3x01|3x02) - "Geheimnisse."</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Nach mehrmonatiger ereignisloser Zeit wird die Antares überraschend von Shran kontaktet. Die Antares soll für die Andorianer Wissenschaftler nach Bolarus bringen, damit die dort eine Seuche bekämpfen sollen. Weil diese Mission den Andorianern viel bedeutet, bekommt Shran ein Teil des Kommandos. Doch als die Crew bemerkt, dass sie von Andorianern und Vulkaniern verfolgt wird, wird klar, dass noch mehr hinter dem Auftrag steckt. Und als das Schiff auf Bolarus ankommt, warten dort schon die Vulkanier. Das ist aber nicht die einzige Überraschung für die Crew...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_42326.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42326"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42355.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42355"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42356.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42356"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42357.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42357"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42358.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42358"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42359.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42359"></a> <br><a href="http://downloads.scifinews.de/file_42816.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42816"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42360.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42360"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42361.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42361"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_42362.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=42362"></a></center><br><br><b><font><i>Kritik:</i></font></b><br><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font episode:></font><br><br></b><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                    "Geheimnisse"<br><br><br><br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  1<br><br>               Wir sind im Weltraum. Die Antares kommt auf uns zu. Langsam<br>               fliegt sie über den Betrachter weg. Wir hören dabei Caylons<br>               Stimme:<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Persönliches Logbuch Frederick<br>                         Caylon, 20, Januar 2158. Seit über<br>                         drei Monaten sind wir auf<br>                         Patrolliendienst. Seit über drei<br>                         Monaten ist nichts passiert.<br>                         Langsam mache ich mir Sorgen...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                          2<br><br>               Man sieht Caylon an seinen Schreibtisch, wie er in sein<br>               Logbuch diktiert.<br><br><br>               AUF CAYLON<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Diese Stille ist bedrückend. Wie<br>                         die Ruhe vor einem ganz großen<br>                         Sturm. Und ehrlich gesagt...<br>                             (long beat)<br>                         Weiß ich nicht, ob ich für diesen<br>                         Sturm bereit bin. Die vergangenen<br>                         Ereignisse lassen mich kaum noch<br>                         schlafen. Und ich fürchte, die Crew<br>                         dürfte bemerken, wie wenig ich noch<br>                         mit ihr spreche. Ich wünschte, man<br>                         würde uns endlich wieder auf eine<br>                         Mission schicken. Auch wenn ich<br>                         dabei immer wieder an die Worte aus<br>                         einem Filmklassiker, der vor Wochen<br>                         beim Filmabend gezeigt wurde,<br>                         denken muss. "Ich wollte eine<br>                         Mission, und all meiner Sünden<br>                         wegen gaben sie mir eine."<br><br>               Man hört Beem über die Komm:<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Beem an Caylon. Ich denke, wir<br>                         bekommen Besuch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Romulaner?<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Zum Glück nicht. Ein andorianischer<br>                         Kreuzer. Die Jarvena. Sie wollen<br>                         sich mit uns treffen.<br><br>               Caylons Gesicht zeigt Verwunderung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Shran? Hat er gesagt, was er will?<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Leider nicht. Aber ich denke, dass<br>                         werden wir bald wissen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         3     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    3<br><br>               Die Kamera fokussiert die Tür. Diese öffnet sich und Caylon<br>               kommt hindurch. Die Kamera schwenkt ihm nach, wie er zu<br>               seinem Platz geht. Man sieht Beem, der Mendez an der Taktik<br>               ablöst. Ansonsten ist die gesamte erste Brückencrew anwesend.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bericht!<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Jarvena nähert sich mit<br>                         maximalen Warp. Ankunft in zwei<br>                         Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan. Rufen Sie sie.<br><br>               Torlan nickt und fängt an, den Ruf abzusetzen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie antworten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br>               Auf dem Schirm erscheint Shrans Gesicht. Die Kamera wechselt<br>               im Gespräch zwischen Shrans Gesicht und Caylons Gesicht hin<br>               und her.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Seien Sie gegrüßt. Schön zu sehen,<br>                         dass es Ihrer Pinkyhaut gut geht.<br>                         Ich war schon besorgt, dass die<br>                         Romulaner Ihnen einige Löcher in<br>                         den Bug geschossen hätten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich fürchte, damit das geschieht,<br>                         müssen wir zur Zeit zu deren<br>                         Heimatplaneten fliegen. Wir haben<br>                         in den letzten drei Monaten zwar<br>                         viel gesehen, Nebel, Kometen und<br>                         jede Menge Planeten. Romulaner<br>                         waren aber nicht darunter.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zynisch)<br>                         Je weniger man sieht, desto besser.<br><br>               Caylon guckt Beem kurz scharf an.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Nun, die Romulaner waren sehr ruhig<br>                         in letzter Zeit. Fast zu ruhig. Sie<br>                         planen etwas, so viel steht fest.<br>                         Leider wissen wir nicht was. Aber<br>                         das ist im Moment auch nicht unsere<br>                         Sorge.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sondern?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Das erkläre ich Ihnen, wenn ich mit<br>                         Ihren neuen Passagiern an Bord<br>                         gekommen bin. Die Jarvena wird nur<br>                         kurz andocken und dann gleich<br>                         weiterfliegen.<br><br>               Etwas Erstaunen macht sich auf Caylons Gesicht breit.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Das heißt, Sie bleiben an Bord? Was<br>                         für Passagiere? Mir ist davon<br>                         nichts bekannt.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (lächelnd)<br>                         Wir hielten es für besser, sie<br>                         nicht über Funk zu informieren. Wir<br>                         kommen von der Erde und<br>                         transportieren zwei Mediziner und<br>                         ein neues Crewmitglied für sie. Die<br>                         entsprechenden Befehle von Admiral<br>                         Forrest lasse ich Ihnen umgehend<br>                         übermitteln. Ebenso wie die<br>                         Koordinaten unseres Zieles.<br><br>                             (beat)<br>                         Den Befehlen werden Sie auch<br>                         entnehmen, dass Sie sich ab sofort<br>                         die Kommandogewalt mit mir teilen<br>                         werden.<br><br>               AUF CAYLONS GESICHT<br><br>               Großes Erstaunen ist auf Caylons Gesicht abzulesen. Er blickt<br>               zu Torlan, der mit den Schultern zuckt. Musik wird lauter.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                       ENDE TEASER<br>                                          AKT I<br><br>         4     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                  4<br><br>               Wir sehen die Antares von oben auf Warp fliegen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                          5<br><br>               Leise Musik verebbt. Im Raum befinden sich Caylon und Torlan,<br>               sowie Shran, eine kleine, zierliche Denobulanerin, ein<br>               großgewachsener kräftiger blonder Mann in wissenschaftlicher<br>               Sternenflottenuniform und eine ca. 1,55m große, zierliche<br>               Frau mit einem ausdrucksstarken, herzförmigen Gesicht,<br>               braunen halblangen Haaren und großen intelligenten Augen,<br>               ebenfalls in wissenschaftlicher Sternenflottenuniform und mit<br>               dem Range eines Ensigns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe Sie richtig verstanden,<br>                         Shran? Wir fliegen zu einem<br>                         Planeten namens Bolarus XI, wo eine<br>                         Volk namens Boleaner lebt, mit<br>                         denen Ihr Volk seit dreißig Jahren<br>                         in Kontakt steht? Unter diesen<br>                         Boleanern ist eine Seuche<br>                         ausgebrochen, die sie zwar bisher<br>                         stoppen, aber nicht bekämpfen<br>                         konnten.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Das ist korrekt. Die Seuche brach<br>                         vor zwei Monaten aus. Wir baten<br>                         sofort mehrere renommierte<br>                         Wissenschaftler, darunter Dr.<br>                         Philax und Dr. Wrobel, um Hilfe.<br>                         Die Boleaner sind für uns von<br>                         besonderer Bedeutung. Man könnte<br>                         fast sagen, sie sind so etwas wie<br>                         unsere Schützlinge. Ähnlich wie ihr<br>                         Pinkys lange Zeit Schützlinge der<br>                         Vulkanier wart.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber anders als die Vulkanier<br>                         verwehrt Ihr Volk denen hoffentlich<br>                         nicht den Weg zu den Sternen?<br><br>                                   SHRAN<br>                             (offensiv)<br>                         Im Gegenteil. Wir haben die<br>                         Boleaner bis heute immer dabei<br>                         unterstützt, Warp 5-Technik zu<br>                         entwickeln. Und wir würden sie,<br>                         anders als die Vulkanier ihr Volk,<br>                         nie ehrlos im Stich lassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und doch wollen die Boleaner nichts<br>                         mehr von ihnen wissen?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Separatisten haben uns die Schuld<br>                         für die Seuche in die Schuhe<br>                         geschoben.<br><br>               Er blickt zu Torlan.<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Leider fanden ihre Argumente<br>                         breites Gehör, so dass der Premier,<br>                         obwohl auf unserer Seite, uns vor<br>                         wenigen Monaten bat, unser Personal<br>                         und die meisten Ärzteteams<br>                         abzuziehen. Lediglich ein Team der<br>                         Deltaner, die seit längerem Kontakt<br>                         zu den Boleanern haben, blieb dort.<br><br><br>               Die Denobulanerin fällt ins Gespräch ein.<br><br>                                   DR. PHILAX<br>                         Unsere Forschungen, Captain,<br>                         könnten zusammen mit denen der<br>                         Deltaner den Durchbruch bringen.<br>                         Wir arbeiten schon seit langem mit<br>                         diesem Volk zusammen. Ihre<br>                         Fähigkeiten in der Medizin sind<br>                         recht beeindruckend. Eine direkte<br>                         Zusammenarbeit ist aber nun<br>                         unverzichtbar. Aber leider können<br>                         die Andorianer uns dort nicht<br>                         selbst abliefern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wir können?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich habe mit dem Premier<br>                         gesprochen. Meine Anwesenheit wird<br>                         geheim bleiben, Captain. Die<br>                         Boleaner sind nicht generell<br>                         fremdenfeindlich, lediglich unser<br>                         Volk ist dort zur Zeit nicht<br>                         willkommen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eines wundert mich nur. Nach den<br>                         Unterlagen lieferten die Andorianer<br>                         bis vor Kurzem das Mittel, die<br>                         Seuche zu stoppen. Wer liefert es,<br>                         seitdem Sie den Planeten verlassen<br>                         haben?<br><br>               Shrans Miene verdüstert sich und seine Fühler legen sich an.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (mit wütendem Unterton)<br>                         Die Vulkanier.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erstaunt)<br>                         Vulkanier. Ihr Volk hat mit den<br>                         Vulkaniern in letzter Zeit nicht<br>                         gerade die besten Kontakte.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Aus gutem Grund. Noch immer ist<br>                         unklar, was diese ehrlosen<br>                         Spitzohren mit dem Anschlag auf<br>                         Risa zu tun haben. Wir akzeptierten<br>                         die Präsenz der Vulkanier nur, weil<br>                         es am Besten für die Boleaner war.<br><br><br>               Shran verzieht sein Gesicht<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Und jetzt, wenn Sie erlauben, würde<br>                         ich gerne mein Quartier aufsuchen.<br>                         Ich denke, Dr. Philax und Dr.<br>                         Wrobel geht es ähnlich. Wir hatten<br>                         einen langen Flug.<br><br>               Caylon nickt und wendet sich zu Torlan.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan. Begleiten Sie Force<br>                         Commander Shran und die Ärzte zu<br>                         ihren Quartieren.<br><br>               Torlan nickt und verlässt mit den Dreien den Raum. Zurück<br>               bleiben Caylon und der Ensign. Caylon wendet sich Ihr zu. Er<br>               liest auf einem PADD und runzelt dabei seine Stirn<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zum Ensign)<br>                         Sie sind Ensign Emma Paloma Ramon<br>                         Clua Fernandez? Councellor. Laut<br>                         Ihren Unterlagen haben Sie nebenbei<br>                         in Spanien studiert. An einer der<br>                         besseren Universitäten dort.<br>                         Spezialistin für die Beratung<br>                         diplomatischen Personals. Und laut<br>                         der Mitteilung, die Admiral Forrest<br>                         mir schrieb, intelligent,<br>                         wortgewaltig und sehr<br>                             (beat)<br>                         Direkt. Er hat mich fast vor Ihnen<br>                         gewarnt.<br><br><br>               Er guckt Sie herausfordernd an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (lächelnd)<br>                         Nun, der Admiral meinte, ich wäre<br>                         sehr geeignet für diesen Posten.<br>                         Geradezu perfekt. Ich hoffe, es ist<br>                         für Sie kein Problem, dass ich<br>                         geradeheraus bin.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grinsend, ironisch)<br>                         Solange Sie immer schön Sir dabei<br>                         sagen, ist es O.k.. Nun Ensign, wie<br>                         soll ich sie überhaupt ansprechen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ebenfalls  ironisch, dann<br>                              sachlich)<br>                         Es reicht Ensign Emma Fernandez,<br>                         SIR. Wissen Sie, wir Spanier sind<br>                         ein traditionelles und doch recht<br>                         verschiedenartiges Volk. In der<br>                         Region, in der ich geboren wurde,<br>                         sind drei Vornamen üblich. Ein<br>                         eigener, der der Großmutter, der<br>                         des Großvaters. Der Nachname, dass<br>                         ist spanische Tradition, besteht<br>                         bis zur Heirat aus jeweils dem<br>                         letzten Nachnamen der Mutter und<br>                         des Vaters. Angeredet werde ich<br>                         aber im vertrauteren Kreis nur mit<br>                         meinem Vornamen und dem letzten<br>                         Nachnamen. Also Emma Fernandez. Und<br>                         jetzt<br>                             (sie lacht auf)<br>                         Fragen sie mich lieber nicht, wie<br>                         es NACH einer Heirat ist. Wir<br>                         Spanier sind da ein bisschen<br>                         anders...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grinsend)<br>                         Nun, solange es nur den Namen<br>                         betrifft.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun, dafür möchte ich nicht<br>                         garantieren. Wenn ich dann auch<br>                         gleich so direkt sein darf: Admiral<br>                         Forrest bat mich, vor allem Ihnen<br>                         beizustehen.<br><br>               Caylon zögert und ringt um Worte, man merkt, dass er sich<br>               innerlich verkrampft<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nun, dass überrascht mich nicht.<br>                         Aber ich denke, es ist vorerst<br>                         besser, Ensign, wenn Sie sich auf<br>                         den Rest der Crew konzentrieren.<br>                         Ich möchte die vergangenen<br>                         Ereignisse im Moment mit mir selbst<br>                         ausmachen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich will Sie nicht gleich<br>                         analysieren, Captain. Ich möchte<br>                         Ihnen lediglich anbieten, Ihnen<br>                         zuzuhören.<br><br>               Caylon wirkt abrupt sehr ernst, fast wütend.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gereizt)<br>                         Mir zuzuhören? Wissen Sie nicht,<br>                         dass es Ihrer Kollegin das Leben<br>                         gekostet hat.<br><br>               Fernandez weicht überrascht von dieser Reaktion zurück,<br>               sammelt sich aber sofort wieder.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ernst)<br>                         Das ist doch nicht Ihre Schuld. Sie<br>                         haben Sie doch nicht deswegen<br>                         umgebracht, oder? Laut Bericht war<br>                         es ein tragischer Unfall. Eine<br>                         explodierte Konsole, soweit ich das<br>                         weiß.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wirkt verstört)<br>                         Es tut mir leid, Ensign, aber ich<br>                         möchte eigentlich jetzt nicht<br>                         darüber sprechen. Ich werde Dr.<br>                         Miller bitten, Ihnen Ihr Quartier<br>                         und das Schiff zu zeigen.<br><br>               Fernandez ist von der Reaktion des Captains immer noch<br>               sichtlich überrascht. Ihre Miene ist plötzlich sehr ernst.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nun Captain. Das ist Ihre<br>                         Entscheidung. Aber ich bin bereit,<br>                         Ihnen zuzuhören. Jederzeit.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (atmet durch, ruhiger)<br>                         Es tut mir leid, Councellor. Aber<br>                         ich muss das wirklich erst einmal<br>                         mit mir selbst klären, bevor ich<br>                         jemanden ins Vertrauen ziehen kann.<br>                         Aber ich danke Ihnen, für das<br>                         Angebot. Ich werde es sicher<br>                         irgendwann nutzen.<br><br>                             (beat)<br>                         Kann ich sonst noch etwas für Sie<br>                         tun?<br><br>                                   FERNANDEZ<br><br>                         Ich bräuchte ein Büro. Aber es wäre<br>                         nett, wenn es vorzugsweise eines<br>                         ist, wo keine Konsolen explodieren.<br>                         Ich liebe mein Leben und möchte es<br>                         gerne noch etwas genießen.<br><br><br>               Caylon guckt Sie wortlos an, während ein Lächeln auf Ihren<br>               Lippen erscheint. Schließlich fängt auch er an zu grinsen.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - SHRAN QUARTIER                            6<br><br>               Wir sehen Shran und Torlan. Scheinbar haben beide gerade den<br>               Raum betreten.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich hoffe, es geht Ihnen gut,<br>                         Commander Torlan. Ehrlich gesagt,<br>                         es ist eine Schande, dass ein<br>                         fähiger Offizier wie Sie nicht<br>                         einen hohen Posten in der<br>                         imperialen Garde bekleidet und<br>                         statt dessen so lange im Exil leben<br>                         musste. Auch wenn es schlechtere<br>                         Ort dafür gibt als dieses Pinky<br><br>                         Schiff.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich bin zufrieden mit meiner<br>                         Stellung hier. Die Crew ist sehr<br>                         fähig und ehrenhaft. Daher<br>                         verwundert es mich, dass man Ihnen<br>                         nicht die Wahrheit sagt.<br><br>               Shran fährt herum und guckt Torlan scharf an.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Sie meinen Jharas? Ich habe dem<br>                         Jandesh geraten, Captain Caylon ins<br>                         Vertrauen zu ziehen. Aber man<br>                         befürchtet, dass die Pinkys mit<br>                         diesem Wissen eher bereit wären,<br>                         den Vulkaniern zu glauben.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain Caylon ist mehr als<br>                         ehrenvoll. Ich glaube nicht, dass<br>                         es ihn beeinflussen würde. Und er<br>                         ist nicht dumm.<br>                         Die Gefahr, dass er auf andere Art<br>                         und Weise an die Informationen<br><br>                         kommt, ist groß. Zumal die<br>                         Vulkanier davon einen Vorteil haben<br>                         könnten. Ich nehme an, dass sich im<br>                         Orbit von Bolarus vulkanische<br>                         Schiffe befinden könnten.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (sehr temperamentvoll)<br>                         Wenn dem so ist, werden die<br>                         Vulkanier schweigen. Dafür sorge<br>                         ich, wenn Sie mir helfen. Niemand<br>                         wird was erfahren, wenn wir richtig<br>                         handeln. Und was Captain Caylon<br>                         angeht. Sie haben recht. Doch ein<br>                         Befehl ist ein Befehl und ich<br>                         erwarte, dass auch Sie Ihre Pflicht<br>                         gegenüber Andor erfüllen. Und ich<br>                         muss Sie nicht daran erinnern, dass<br>                         Sie mir noch etwas schulden,<br>                         Commander.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (tief durchatmend)<br>                         Was erwarten Sie von mir, Force<br>                         Commander?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Bedauerlicherweise kann der Premier<br>                         von Bolarus unseren Schiffen zur<br>                         Zeit keinen Zugang zum System<br>                         gewähren. Daher bin ich hier an<br>                         Bord auf mich gestellt.<br>                         Nichtsdestotrotz folgen die Jarvena<br>                         und einige andere Kreuzer der<br>                         Antares außerhalb ihrer<br>                         Sensorenreichweite und stehen<br>                         bereit, wenn es nötig sein wird.<br>                         Allerdings ist es unabdingbar, dass<br>                         ich jederzeit unentdeckt Senden und<br>                         Empfangen kann.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie wollen, dass ich Captain Caylon<br>                         hintergehe?<br><br>               Shran legt die Fühler an.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich will, dass Sie Ihrem Volk<br>                         gegenüber loyal sind. Denken Sie<br>                         daran, was ein Scheitern hier für<br>                         Konsequenzen haben könnte.<br><br>               AUF TORLAN<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - MESSE                                     7<br><br>               Die Musik mischt sich in die Geräuschekulisse. Langsam wird<br>               sie leiser, bis sie völlig verstummt ist. Tschernovsky sitzt<br>               alleine an einem Tisch und isst. Beem kommt von der<br>               Essensausgabe auf ihn zu und bleibt vor dem Tisch stehen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ist hier noch frei, Ensign?<br><br>               Tschernovsky nickt lediglich emotionslos. Beem setzt das<br>               Tablett ab, rückt sich einen Stuhl zurecht und setzt sich<br>               dann, wobei er das Tablett ranzieht.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Was meinen Sie zu der Mission?<br><br>               Tschernovsky zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was soll ich meinen?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Erst sind wir monatelang auf<br>                         Patrouille und dann taucht Shran<br>                         auf und schleppt uns zu diesem<br>                         Planeten, von dem ich noch nie was<br>                         gehört habe. Bolarus. Sie wollen<br>                         mir doch nicht weiß machen, dass<br>                         Sie das für absolut normal halten.<br><br>               Tschernovsky scheint nicht nach einer Unterhaltung zumute zu<br>               sein, jedenfalls nicht mit Beem.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (unterkühlt)<br>                         Na immerhin lernen wir mal wieder<br>                         eine neue Kultur kennen. Das war<br>                         immerhin ursprünglich unsere<br>                         Mission.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was Sie nicht sagen. Nur haben wir<br>                         jetzt Krieg, falls Ihnen das immer<br>                         noch entgangen ist. Zunächst mal<br>                         interessiert mich bei diesen<br>                         verdammten Boleanern nur, ob sie<br>                         auf uns schießen, und ob sie<br>                         Kampfanzüge tragen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (wirkt leicht angenervt)<br>                         Bei allem Respekt, Lieutenant, aber<br>                         halten Sie eigentlich alle für<br>                         Feinde? Ich frage mich manchmal,<br>                         warum SIE zur Sternenflotte<br>                         wollten?<br><br>                                   BEEM<br>                             (schroff, lauter werdend)<br>                         Was geht Sie das denn an! Ich habe<br>                         Ihnen schon mal gesagt, wenn Sie<br>                         sich noch erinnern können, dass ich<br>                         früher mal anders war. Aber jetzt<br>                         ist Krieg! Krieg mit diesen<br>                         Teufeln.<br><br>               Im Hintergrund sieht man unscharf sich zwei Personen nähern.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (mit kaltem Ton)<br>                         Und wissen Sie was? SOGAR ICH habe<br>                         das schon begriffen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mit lautem höhnischem<br>                              Lachen ins Wort fallend)<br>                         Haben Sie? Das heißt, Sie flennen<br>                         nicht mehr gleich los, wenn es hart<br>                         wird. DANN ist ja gut.<br><br>               Man sieht wie Tschernovsky innerlich aufgrund dieser<br>               Bemerkung kocht. Auf seinem Gesicht kann man beinahe das Wort<br>               "Arschloch" ablesen. Plötzlich aber entspannt sich seine<br>               Mimik. Die Kamera fährt zurück und die beiden Personen im<br>               Hintergrund, die nun vor dem Tisch stehen, werden scharf. Es<br>               sind Fernandez und Miller. Miller guckt leicht irritiert,<br>               während Fernandez mit einem Grinsen Beem anguckt.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Wir dürfen doch wohl Platz nehmen,<br>                         nehme ich an, oder stören wir?<br><br>               Beem nickt nach einer kurzen Pause wortlos und die beiden<br>               nehmen Platz.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (süffisant)<br>                         Ich wusste ja nicht, dass Sie hier<br>                         auch die Moral an Bord stärken,<br>                         Lieutenant Beem.<br><br><br>               Miller guckt etwas ungläubig. Tschernovsky zieht sich<br>               sichtbar in die Rolle eines Zuhörers zurück.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ah, der neue Councellor. Schön Sie<br>                         kennen zu lernen.<br>                             (beat)<br>                         Nun, wenn Sie wüssten, Councellor.<br>                         Ich stecke voller Überraschungen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (unbeeindruckt, süffisant)<br>                         Dann würde ich mich freuen, wenn<br>                         Sie vorbeikämen und mich ein<br>                         bisschen überraschen würden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Netter Trick. Sie sind zumindest<br>                         nicht auf den Mund gefallen. Aber,<br>                         wenn ich so offen sein darf, meine<br>                         Überraschungen und Geheimnisse<br>                         gehen Sie gar nichts an.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Und warum betonen Sie dann deren<br>                         Existenz, wenn Sie sie gar nicht<br>                         erzählen wollen?<br><br>               Beem fällt für einen Moment im wahrsten Sinne des Wortes die<br>               Kinnlade runter<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Außerdem dürfte es Sie überraschen,<br>                         was ich alles weiß oder aus Dingen<br>                         herauslesen kann.<br><br>                                   BEEM<br>                             (grummelnd)<br>                         Sie wissen? Was Sie wissen, wissen<br>                         Sie doch nur aus den Unterlagen<br>                         ihrer Vorgängerin. Die stellte auch<br>                         schon dumme Fragen. Und, was hat<br>                         sie über mich geschrieben? Na,<br>                         sagen Sie schon? Irgendwelche<br>                         Geheimnisse, die Sie jetzt hier<br>                         breit treten wollen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Sie schätzen mich falsch ein,<br>                         Lieutenant Sie schätzen Sie falsch<br>                         ein. Sie hielt Sie im Kern für<br>                         intelligent und sensibel und<br>                         bedauerte, dass dieser Kern in der<br>                         Schale eines rachedurstigen,<br>                         gewalttätigen Racheengels steckt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (laut höhnisch lachend)<br>                         Racheengel? Wie originell. Ja, ich<br>                         will den Romulaner in den Hintern<br><br>                         treten. Aber meinen Sie nicht, dass<br>                         das verständlich ist, nachdem, was<br>                         die abgezogen haben?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ruhig, jedes Wort<br>                              bedächtig betonend)<br>                         Sie sollten sich nur mal darüber<br>                         Gedanken machen, ob sie so sein<br>                         wollen. Ich glaube nicht, dass das<br>                         in den Augen ihrer Kameraden ein<br>                         gutes Licht auf Sie wirft.<br><br>                                   BEEM<br>                             (erregt, stotternd)<br>                         Wa..Was? Was erlauben Sie sich?<br><br>                             (sich Miller zuwendend)<br>                         Doc. Denken Sie etwa, dass ich ein<br>                         Racheengel bin?<br><br>               Man sieht, dass Miller am liebsten nicht antworten würde.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zögerlich)<br>                         Nun, ich denke,<br>                             (beat)<br>                         Es wäre gut, wenn ihre andere Seite<br>                         öfters die Oberhand hätte. Wie<br>                         immer die auch ist.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mürrisch)<br>                         Ich verstehe.<br><br>               Es entsteht eine bedrückende Pause. Plötzlich springt Beem<br>               auf. Wortlos dreht er sich um und verlässt den Raum. Sein<br>               Essen ist nur halb aufgegessen. Die drei anderen schauen sich<br>               an. Schließlich atmet Miller tief durch und ergreift das<br>               Wort.<br><br>                                   MILLER<br><br>                         Puh. Das war ja was. Bei allem<br>                         Respekt, Councellor, aber ich weiß<br>                         nicht...<br>                             (beat)<br>                         Ihre Art, sich vorzustellen, ist,<br>                         wie soll ich sagen,<br>                         gewöhnungsbedürftig.<br><br>               Emma Fernandez ist urplötzlich wieder völlig gelöst und<br>               lacht:<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Warten Sie ab und vertrauen Sie<br>                         mir. Lieutenant Beem braucht das.<br>                         Auf sanfte Weise ist da nichts zu<br>                         machen. Und wenn ich gleich bei<br>                         seiner ersten Provokation still<br>                         gehalten hätte, na, ja.<br><br>               Sie zuckt mit den Schultern<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Außerdem sind wir spanischen Frauen<br>                         da auch etwas anders.<br>                         Wir lassen uns nicht so leicht über<br>                         den Mund fahren. Wir sagen offen<br>                         und oft auch drastisch unsere<br>                         Meinung, vor allem wenn man uns<br>                         herausfordert. Interessanterweise<br>                         schätzen uns die meisten Männer<br>                         auch noch dafür.<br><br>                                   MILLER<br>                         Nun. Wir Waliserinnen sind da<br>                         vielleicht dann doch etwas<br>                             (beat)<br>                         Zurückhaltender, wenn Sie es so<br>                         wollen. Aber zumindest lieben uns<br>                         einige Männer auch dafür.<br><br>               Tschernovsky guckt Miller und dann Fernandez ziemlich<br>               entgeistert an, während beide lächeln.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                        ENDE AKT I<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                          AKT II<br><br>         8     EXT. ANTARES                                             8<br><br>               Die Musik ist leise, sphärisch, aber irgendwie  bedrohlich.<br>               Wir sehen die Antares von vorne oben, wie sie langsam unter<br>               uns durch fliegt. Die Kamera zoomt langsam heran,<br>               konzentriert sich auf ein Fenster, was immer näher kommt. Wir<br>               sehen Caylon, der durch das Fenster ins All guckt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         9     INT. ANTARES - CAYLON QUARTIER                           9<br><br>               Wir sehen Caylon von hinten. Die Musik wird leiser, während<br>               die Kamera heranzoomt. Schließlich hat man den Eindruck,<br>               durch Caylons Augen zu gucken. Der Rahmen des Fensters<br>               beginnt plötzlich grün zu schillern und eine grün strahlende<br>               Kugel wird durch das Fenster sichtbar. Die Musik wird<br>               dramatischer, die Kugel größer und größer und fliegt, riesig<br>               und blendet am oberen Rand des Fensters aus dem Sichtfeld.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        10     EXT. ANTARES                                            10<br><br>               Man sieht die Antares wie zuvor von vorne oben. Eine grün<br>               leuchtende Kugel rast ins Bild und auf das Schiff zu.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - CAYLON QUARTIER                          11<br><br>               Man sieht Caylon wieder von hinten. Das Schiff erbebt, und<br>               Caylon wird nach vorne gegen das Fenster geworfen. Er schafft<br>               es, wieder auf die Beine zu kommen und stürzt zu seinem<br>               Schreibtisch, wo er die COM-Taste drückt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon an Brücke! Bericht!<br><br>               Die Stimme Mestrals wird von starke Störungen immer wieder<br>               unterbrochen:<br><br>                                   MESTRALS KOMMSTIMME<br><br>                         Captain! Wi.. ..den ange...en! ...<br>                         Angreifer kom... .... dem Nichts!<br>                         ... feuern ern...!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ausweichmanöver! Setzen Sie einen<br>                         Notruf ab, und erwidern Sie das<br>                         Feuer! Ich komme sofort!<br><br>               Man hört nur noch ein Rauschen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mestral! MESTRAL! Verdammt!<br><br>               Er rennt aus dem Zimmer und die Kamera folgt ihm. Der Gang<br>               ist dunkel, das Licht teilweise ausgefallen, die Alarmlampen<br>               leuchten gespenstisch. Ihn passieren zwei Sicherheitsleute<br>               mit Phasengewehren. Er rennt ihnen nach, untermalt von<br>               marschierender Musik. Mehrfach wird die Antares schwer<br>               erschüttert und Caylon, wie auch den Sicherheitsleuten, fällt<br>               es schwer, dabei das Gleichgewicht zu halten.<br><br><br>                                   MESTRALS KOMMSTIMME<br>                         Mes... an all.! .... .erden<br>                         geentert! Ich wie... .... geentert!<br>                         Alle verfüg...<br><br>               Seine Stimme geht in einem Rauschen unter. Die<br>               Sicherheitsleute vor Caylon biegen um eine Ecke. Unmittelbar<br>               danach hören wir Waffenfeuer und Schreie. Die Kamera folgt<br>               Caylon, wie er trotzdem auch um die Ecke biegt und dann wie<br>               angewurzelt stehen bleibt. Die Sicherheitsleute liegen auf<br>               dem Boden, wahrscheinlich tot. Caylon steht vier Personen<br>               gegenüber. Drei tragen einen romulanischen Kampfanzug, die<br>               vierte Person ist Shran. Zwei der Romulaner und Shran halten<br>               Waffen im Anschlag, gerichtet auf Caylon. Der Letzte der<br>               Dreien in Kampfanzügen hält einen weiblichen Crewman fest. Da<br>               er von den anderen verdeckt wird, und der Korridor im<br>               Alarmlicht sehr düster ist, kann man nicht erkennen, wer es<br>               ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt)<br>                         Shran! Was hat das zu bedeuten?<br><br>                                   SHRAN<br>                             (diabolisch grinsend)<br>                         Shran!? Sie irren sich Captain!<br><br>               Shran fasst sich an den Kopf und beginnt seine Haut<br>               hochzuziehen. Man erkennt, wie sich seine "Haut" mehr und<br>               mehr von dem darunter ablöst. Dabei entsteht ein<br>               unbeschreiblichen Laut. Shrans "Gesicht" ist eine Maske.<br>               Diese zieht der Träger sich über den Kopf. Die Kamera blendet<br>               auf Caylon, dessen Gesicht voll Entsetzen starr nach vorne<br>               blickt. Dann sieht man, was er sieht: Einen Vulkanier oder<br>               wohl eher Romulaner, der eine andorianische Maske in der Hand<br>               hält.<br><br>                                   VULKANIER/ROMULANER<br>                             (grinsend)<br>                         Seien Sie nicht so überrascht<br>                         Captain. Oder haben Sie mir nicht<br>                         misstraut?<br>                             (beat)<br>                         Tja. Die Antares gehört nun uns.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt stotternd)<br>                         Und... Und meine Crew?<br><br>                                   VULKANIER/ROMULANER<br>                         Das hängt von Ihnen ab. Ich gebe<br>                         Ihnen eine faire Chance. Schickt<br>                         sie nach vorne!<br><br>               Man sieht Caylon, dessen Gesicht voll Entsetzen nach vorne<br>               starrt. Die Kamera bleibt nun auf Ihn gerichtet.<br>               Marschierende klirrende Musik ertönt.<br><br>                                   VULKANIER/ROMULANER (CONT'D, O.S.)<br>                                   (CONT'D)<br>                         Töten Sie sie Captain! Töten Sie<br>                         sie, und ihre Crew darf weiter<br>                         leben. Wir werden sie in die<br>                         Fluchtkapseln setzen. TÖTEN SIE<br>                         SIE! Ich befehle es Ihnen!<br><br>                                   CREWMAN (O.S.)<br>                             (verzweifelt)<br>                         Nein Captain! BITTE, bitte tun Sie<br>                         das nicht! Ich flehe Sie an!<br><br>               Man sieht Caylons Gesicht. Es ist wie eine Maske,<br>               roboterhaft, emotionslos, kalt. Dann sieht man seine Arme<br>               nach vorne gehen. Die Kamera fährt etwas nach hinten, und man<br>               erkennt im Vordergrund den Crewman, um dessen Hals Caylons<br>               Hände liegen. Der Crewman geht in die Knie, man hört sie<br>               röchelnd um Hilfe rufen, schließlich bricht sie regungslos<br>               zusammen. Die Kamera schwenkt auf das Gesicht. Es ist<br>               Lieutenant Danielle MacKenzie.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         12<br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Es ist sechs Uhr früh. Sie wollten<br>                         geweckt werden.<br><br>               Man sieht von der Decke, wie ein schweißgebadeter Caylon<br>               hochfährt. Ein Moment lang gleicht sein Gesicht wie im Traum<br>               zuvor einer roboterhaften Maske. Dann kommt Bewegung in seine<br>               Züge, und er schlägt seine Hände vor sein Gesicht. Ein<br>               merkwürdiger, undefinierbarer Laut kommt aus seinem Mund.<br>               Sekundenlang verharrt er so, während man mehrfach die<br>               Computerstimme hört. Dann steht er auf, drückt auf einen<br>               Schalter auf seinem Nachtisch, und geht ans Fenster. Dort<br>               bleibt er sekundenlang stehen. Schließlich nimmt er einen<br>               PADD von einem Tisch neben dem Fenster. Er aktiviert es:<br><br>               AUFS PADD<br><br>               Auf dem PADD steht zu lesen: "A guide to Denobula"<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - SHRANS QUARTIER                          13<br><br>               Man sieht Shran vor seinem Terminal. Er wirkt erregt und<br>               redet mit jemanden. Die Kamera zeigt Shran, während er redet,<br>               von vorn, mit dem Terminal im Vordergrund.<br><br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich habe Sie gerufen, Captain<br>                         Malek, um Ihnen mitzuteilen, dass<br>                         die Sternenflotte zwei<br>                         Wissenschaftler nach Bolarus<br>                         bringt. Ich verlange von Ihnen,<br>                         dass Sie sich für diese Zeit<br>                         zurückziehen.<br><br>               Nun wird übergeblendet auf den Blick über Shrans Schulter.<br>               Wir erkennen einen vulkanischen Captain. Dieser scheint fast<br>               regungslos.<br><br>                                   MALEK<br>                         Wir sind, Force Commander, auf<br>                         Bitten der boleanischen Regierung<br>                         anwesend. Wir sehen daher keinen<br>                         logischen Grund, warum wir uns von<br>                         Ihnen befehlen lassen sollten,<br>                         abzufliegen.<br><br>               Die Kamera, je nachdem, wer spricht, zeigt nun eine der<br>               beiden Perspektiven. Man sieht, dass Shran innerlich kocht<br>               wegen der Präsens der Vulkanier. Seine Fühler legen sich<br>               bedrohlich an.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich war eine Zeit lang jemand, der<br>                         ihrem Volk gemäßigt gegenüber<br>                         stand. Doch die letzten Monate<br>                         haben mich eines besseren belehrt.<br>                         Vulkanier sind und bleiben<br>                         machthungrige, ehrlose, kalte<br>                         Intriganten. Ihr Volk hat diese<br>                         Krise bewusst heraufbeschworen.<br>                         Wenn Sie nun noch einen Krieg<br>                         auslösen wollen, dann brauchen Sie<br>                         nur hier und jetzt weiter zu<br>                         machen.<br><br>                                   MALEK<br>                             (emotionslos)<br>                         Wir haben Ihrem Volk mehrmals<br>                         versichert, dass diese Vorwürfe<br>                         völlig haltlos sind, Force<br>                         Commander. Aber Ihr Volk war seit<br>                         jeher irrational und aggressiv.<br>                         Aber vielleicht erklären Sie mir<br>                         zumindest, was Sie mit<br>                         "Weitermachen" meinen?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich werde mich klar ausdrücken,<br>                         CAPTAIN! Diese Sache ist eine Sache<br>                         zwischen unseren Völkern. Die<br>                         Menschen sollen dort nicht<br>                         hereingezogen werden. Es geht Sie<br>                         nichts an. Wir haben Sie lediglich<br>                         auf medizinischem Sektor um Hilfe<br>                         gebeten.<br><br>                             (beat)<br>                         Sollten Sie das Versprechen ihres<br>                         Volkes, zu schweigen, brechen, dann<br>                         werden in wenigen Stunden<br><br>                         Geschwader der imperialen Garde<br>                         Ihre Außenposten beschießen. Haben<br>                         Sie mich jetzt verstanden, Captain?<br><br>                                   MALEK<br>                             (ungerührt)<br>                         Weder ich noch Vulkan lassen sich<br>                         was von Ihnen befehlen, Force<br>                         Commander, das sollten Sie wohl<br>                         wissen. Und das Sie ihre<br>                         Verbündeten belügen wollen, zeigt<br>                         nur um so mehr, dass unsere<br>                         Schlussfolgerungen bezüglich Ihres<br>                         Volkes korrekt sind.<br><br>               Shrans Züge zeigen massive Wut. Mit einer heftigen<br>               Handbewegung fegt er ein leeres Glas auf dem Tisch weg. Es<br>               schlägt gegen die Wand und zersplittert.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Wir belügen die Pinkys nicht,<br>                         Spitzohr! Wir haben gute Gründe, so<br>                         zu handeln. Denn leider zeigen die<br>                         Pinkys zu Ihrem Volk trotz der<br>                         Tatsache, dass es sie zwei Mal im<br>                         Stich ließ, immer noch eine für<br>                         mich nicht nachvollziehbare<br>                         Bindung. Und wir werden nicht<br>                         zulassen, dass Ihr Volk die<br>                         Menschen manipuliert.<br><br>                             (beat, Shran wird deutlich<br>                              ruhiger)<br>                         Und was meinen "Befehl" angeht,<br>                         Spitzohr. Ich würde lieber sagen,<br>                         es ist ein Rat. Ein guter Rat.<br>                         Einen, den Sie besser befolgen<br>                         sollten, um Ihrer selbst Willen.<br>                         SHRAN ENDE!<br><br>               Der Bildschirm erlischt, als Shran schwungvoll die<br>               entsprechende Taste drückt, ohne eine Antwort abzuwarten. Er<br>               lässt sich im Sessel zurückfallen. Die Kamera nähert sich<br>               seitlich seinem Gesicht, während leise düstere Musik ertönt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - GANG                                     14<br><br>               Wir sehen Caylon den Gang entlang kommen. Er wirkt müde,<br>               bedrückt. Kein Vergleich zu dem Caylon, wie man ihn von<br>               früher kannte. Von hinten nähern sich Mestral und Dr. Kendall<br>               im Laufschritt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain!<br><br>               Caylon fährt herum und guckt Mestral fragend an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was gibt es, Mestral?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Erinnern Sie sich an die Vorschläge<br>                         bezüglich der Sensoren, die ich vor<br>                         zwei Wochen gemacht habe?<br><br>               Caylon guckt Kendall leicht abschätzig an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie hatten irgendwelche Ideen, wie<br>                         man deren Reichweite vergrößern<br>                         könnte, wenn ich mich nicht irre?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Richtig. Vor ein paar Tagen kam mir<br>                         diesbezüglich eine gute Idee, die<br>                         ich seitdem mehrmals getestet habe.<br>                         Heute morgen habe ich Lieutenant<br>                         Mestral gebeten, mehrere<br>                         Langstreckenscans vorzunehmen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es hat funktioniert. Und wir haben<br>                         auch sofort etwas entdeckt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verblüfft)<br>                         Etwas entdeckt? Was haben Sie<br>                         entdeckt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Schiffe. Zunächst einige<br>                         andorianische, die uns scheinbar<br>                         folgen. Kurzzeitig noch ein<br>                         anderes, dass auf einem<br>                         Parallelkurs fliegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auch andorianisch?<br><br>               Mestral schüttelt den Kopf<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vulkanisch.<br><br>               Caylon guckt noch verblüffter aus der Wäsche.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Und was machen die hier? Ist die<br>                         Jarvena dabei?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich weiß es nicht.<br><br>               Caylon guckt Kendall fragend an.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Tut mir leid. Ich Ingenieur. Ich<br>                         habe keine Ahnung, warum Vulkanier<br>                         oder Andorianer irgendetwas so tun,<br>                         wie sie es tun. Ich sorge nur<br>                         dafür, dass wir im Zweifel<br>                         schneller als sie sind.<br><br>               Caylon guckt ihn ernst an, dann blickt er wieder zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, da beide wohl unentdeckt<br>                         bleiben wollen, lassen wir denen<br>                         vorerst die Freude. Allerdings<br>                         sollten wir feststellen, ob jemand<br>                         und wenn, wer...<br><br>               Er guckt Kendall an. Dieser guckt fragend zurück.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ...mit diesen Schiffen Kontakt<br>                         aufnimmt. Insbesondere mit den<br>                         andorianischen.<br><br>               Er guckt Mestral vielsagend an und dieser quittiert den Blick<br>               mit einem Hochziehen der Augenbrauen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Kendall, mit spitzem<br>                              Unterton)<br>                         Sie können doch sicherlich ein<br>                         Überwachungsprotokoll schreiben,<br>                         dass für andere unbemerkt bleibt,<br>                         nicht wahr, Dr.?<br><br>               Dr. Kendall schluckt. Offensichtlich hat er Caylon spitzen<br>               Unterton bemerkt.<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Das sollte in der Tat einfach sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dachte ich mir. Denn manchen Sie es<br>                         so und reden Sie vorerst mit<br>                         niemanden sonst darüber. Sobald sie<br>                         fertig sind, instruieren Sie<br>                         Mestral, verstanden?<br><br>               Kendall nickt und geht weg.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Darf ich etwas anmerken, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie dürfen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mir fällt auf, dass Sie in letzter<br>                         Zeit Kendall gegenüber viele<br>                         Vorbehalten hegen. Ich denke, dass<br>                         hat mit den Ereignissen in der<br>                         letzten Schlacht zu tun. Er hat Sie<br>                         sicherlich damals hintergangen,<br>                         Captain, aber seine Beweggründe<br>                         waren gut und sehr logisch. Er<br>                         wollte viele Leben retten.<br><br><br>               Caylon atmet durch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht haben Sie nicht ganz<br>                         unrecht, Mestral. Aber ich kann das<br>                         nicht so ohne weiteres vergessen.<br>                         Sie wissen doch: Der Weg zur Hölle<br>                         ist mit guten Absichten<br>                         gepflastert. Das gilt auch für<br>                         Kendall.<br><br>                             (beat)<br>                         Aber ich werde mich bemühen. Ich<br>                         fürchte, wir brauchen ihn zur Zeit<br>                         mehr denn je.<br><br><br>               Er nickt Mestral mit einem fast dankbaren Lächeln zu.<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - MESSE                                    15<br><br>               Beem ist alleine in der leeren Messe. Man hört ihn vor sich<br>               hin brummeln.<br><br>                                   BEEM<br>                             (brummelnd)<br>                         Was denkt die sich? Racheengel.<br><br>               Man hört die Tür zischen. Die Kamera dreht von Beem zur Tür,<br>               und man sieht Ensign Fernandez eintreten. Die Kamera blendet<br>               nun zwischen beiden hin und her<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Wenn man an den Teufel denkt...<br><br>               Fernandez geht zum Getränketerminal, nimmt eine Tasse, und<br>               stellt diese hinein.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (erst zum Automaten, dann<br>                              grinsend zu Beem)<br>                         Kaffee. Morgen Lieutenant. Darf ich<br>                         ihren Satz vollenden? Kommt ein<br>                         Engel herein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sehr witzig. Schön wäre es.<br><br>               Fernandez geht mit dem Kaffee in der Hand an den Tisch,<br>               bleibt aber stehen.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Ich nehme an, Sie wollen sich<br>                         setzen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Nein, danke. Der ist für den Weg.<br>                         Es ist fast acht Uhr, Dienstbeginn,<br>                         Lieutenant<br>                             (beat)<br>                         Und außerdem möchte ich Sie ja<br>                         nicht wieder verjagen.<br><br>               Sie lächelt ihn strahlend an, was Beems Miene noch mehr<br>               verdunkelt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (grimmig)<br>                         Das könnte Ihnen auch so passen.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (ernster)<br>                         Ich hoffe, ich war gestern nicht zu<br>                         rau zu Ihnen. Aber ich bin, dass<br>                         sollten sie wissen, direkt.<br>                         Und ich lasse mich ungerne<br>                         herausfordern Lieutenant<br>                         Nichtsdestotrotz möchte ich Sie mir<br>                         natürlich nicht schon an meinem<br>                         ersten Tag zum Feind machen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (spöttisch)<br>                         Wir kommen Sie darauf, dass das<br>                         passieren könnte?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (nahezu emotionslos)<br>                         Hören Sie zu, Lieutenant Beem. Ich<br>                         werde Sie nicht analysieren oder zu<br>                         etwas zwingen, wenn Sie nicht<br>                         wollen. Aber ich weiß, Sie sind ein<br>                         ganz anderer Mensch, als der, den<br>                         Sie hier geben. Und ich denke, es<br>                         wäre wichtig, wenn Sie mit jemanden<br>                         über ihre Gefühle sprechen. Egal<br>                         mit wem. Auf jedem Fall werde ICH<br>                         Ihnen gerne zuhören. Wann immer Sie<br>                         wollen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (weiterhin spöttisch)<br>                         Oh, ho. Eine Art Entschuldigung.<br>                         Und warum sollte ich das wollen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (barsch)<br>                         Weil ich Sie besser kenne, als Sie<br>                         es denken.<br><br><br>               Sie sieht ihn ernst an. Beem blickt auf und guckt sie<br>               skeptisch und fragend an. Es sagt aber nichts.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Übrigens: Falls sie mit ihrem<br>                         "Geheimnis" meinten, dass Sie<br>                         meiner Vorgängerin erzählt haben,<br>                         Sie wären mal ein Bettnässer<br>                         gewesen. Sie meinen doch nicht,<br>                         dass ich so etwas rumerzähle, oder?<br>                         Guten Tag, Lieutenant<br><br>               Ohne eine Antwort abzuwarten, dreht sich Fernandez um und<br>               verlässt den Raum. Die Kamera dreht zurück auf Beem, der mit<br>               hängender Kinnlade ihr regungslos nachguckt.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT II<br>                                         AKT III<br><br>        16     EXT. ANTARES - DER WELTRAUM                             16<br><br>               Wir sehen einen relativ stark vereisten Planeten mit einigen<br>               äquatorialen eisfreien Kontinenten und strahlend blauen<br>               Meeren. Die linke Seite des Planeten liegt im Schatten. Vor<br>               dem Planeten ist ein Formation bestehend aus drei<br>               vulkanischen Kreuzer der Surak-Klasse erkennbar. Diese<br>               scheint symbolträchtig zwischen dem Betrachter und dem<br>               Planeten zu liegen. Unter dem Betrachter hindurch fliegt die<br>               Antares ins Bild.<br><br>        17     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   17<br><br>               Auf der Brücke ist reger Betrieb. Alle Führungsoffiziere sind<br>               da, bis auf Beem und Caylon. Shran steht in der Mitte und hat<br>               scheinbar das Kommando. Man sieht, wie sich im Hintergrund<br>               die Tür öffnet. Beem, gefolgt von einem verkatert wirkenden<br>               Caylon, betritt die Brücke. Shran dreht sich um und begrüßt<br>               Caylon, der ihn sehr verhalten und reserviert anguckt.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Schön Sie zu sehen, Pinky. Es<br>                         scheint leider so, als hätten Sie<br>                         nicht sonderlich gut geschlafen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mürrisch)<br>                         Sehe ich so schlimm aus? Leider<br>                         muss ich zugeben, dass ich nicht<br>                         wirklich gut geschlafen habe.<br>                         Status?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir sind im Orbit von Bolarus XI,<br>                         Sir. Und wir sind nicht allein.<br><br>               Die Kamera dreht sich um beide und wir sehen schließlich den<br>               Schirm, vor dem Shran und Caylon stehen. Auf diesem erkennen<br>               wir den Planeten Bolarus XI und die drei Kreuzer.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vulkanier.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und die rufen uns. Sie wollen Sie<br>                         sprechen, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Auf dem Schirm erscheint der uns schon bekannte Malek.<br><br>                                   MALEK<br>                         Captain Caylon. Captain Malek von<br>                         der vulkanischen Flotte.<br>                         Darf ich den Grund ihrer<br>                         Anwesenheit erfahren?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir bringen im Auftrag der<br>                         Andorianer zwei Wissenschaftler der<br>                         Sternenflotte zum Planeten, die<br>                         helfen sollen, die Seuche auf<br>                         Bolarus zu bekämpfen.<br><br>                                   MALEK<br>                         Das ist mir bekannt. Force<br>                         Commander Shran überwacht die<br>                         Mission. Force Commander<br>                             (er nickt)<br>                         Sie sehen, wir sind gut informiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ärgerlich)<br>                         Und warum fragen Sie überhaupt? Was<br>                         machen Sie überhaupt hier?<br><br>                                   MALEK<br>                         Nun, wie Sie wissen, haben die<br>                         Boleaner ihren bisherigen<br>                         Beschützern, den Andorianern, das<br>                         Vertrauen entzogen. Man hat uns<br>                         gebeten, den Schutz von Bolarus<br>                         sicher zu stellen und bis auf<br>                         weiteres die benötigten Medikamente<br>                         zu liefern. Außerdem werden wir<br>                         demnächst auch eigene Ärzte<br>                         entsenden. Sie sollten eigentlich<br>                         wissen, Captain, dass die Vulkanier<br>                         in solchen Dingen zuverlässige<br>                         Partner sind.<br><br>               Man sieht, dass Shran die letzten Worte nicht schmeckten.<br>               Seine Fühler legen sich an.<br><br>                                   MALEK (CONT'D)<br>                         Sei es, wie es sei. Der Premier von<br>                         Bolarus hat uns mitgeteilt, dass<br>                         Ihre Präsens erwünscht ist. Er ist<br>                         bereits auf dem Weg zu Ihnen. Es<br>                         wird sicher noch einige<br>                         Gelegenheiten geben, dass Gespräch<br>                         fortzusetzen. Malek ENDE<br><br>               Der Schirm wird dunkel und das alte Bild erscheint.<br>               Allerdings erkennt man noch ein kleines Schiff, dass vom<br>               Planeten aufsteigt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ein richtiger Mustervulkanier,<br>                         dieser Malek. Kalt und arrogant.<br>                         Direkt zum Reinschlagen.<br><br>               Caylon guckt Beem ernst an, sagt aber nichts.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir werden wieder gerufen. Dieses<br>                         Mal von einem boleanischen Schiff.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Auf den Schirm!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zeitgleich)<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Beide schauen sich an. Schließlich macht Caylon ein leichten<br>               Knicks, tritt zurück und deutet Shran mit einer Handbewegung<br>               an, dass er den Vortritt hat. Auf dem Schirm sieht man einen<br>               Boleaner. Die Kamera springt von Gesicht zu Gesicht.<br>               Tschernovsky guckt skeptisch, Mestral und Torlan regungslos,<br>               Caylon müde und Beem völlig desinteressiert.<br><br>                                   CHEVEL<br>                         Ich bin Commander Chevel von der<br>                         Systemverteidigung der boleanischen<br>                         Raumflotte. Sind Sie Force<br>                         Commander Shran?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Der bin ich.<br><br>                                   CHEVEL<br>                         Ich habe den Premierminister der<br>                         planetaren Regierung von Bolarus,<br>                         Orik Chev, an Bord. Der Premier<br>                         möchte zunächst mit Ihnen und dann<br>                         mit Captain Caylon sprechen.<br>                         Erbitte um Andockerlaubnis.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (erst zu Beem gerichtet,<br>                              dann zum Schirm)<br>                         Lieutenant weisen Sie das Schiff<br>                         ein. Rechte Andockschleuse. Ich<br>                         werde gleich da sein, Commander.<br>                         Shran Ende!<br><br>               Der Schirm erlischt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         18<br><br>               Wir sehen Shran und einen etwas dicklichen Boleaner, dessen<br>               Kleidung etwas an einen irdischen Anzug erinnert.<br><br><br>                                   CHEV<br>                         Es tut mir leid, Force Commander.<br>                         Ich persönlich bin von der Unschuld<br>                         Andorias überzeugt. In den letzten<br>                         zwanzig Jahren haben die Andorianer<br>                         alles für uns getan oder auch nicht<br>                         getan, wie wir es wünschten. Aber<br>                         das Ausbrechen dieser Seuche ist<br>                         aus verständlichen Gründen für<br>                         viele nur auf diese Weise<br>                         erklärbar. Leider auch für viele<br>                         meiner Fraktion. Mir sind die Hände<br>                         gebunden.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Wir müssen herausfinden, wer in<br>                         Wirklichkeit hierfür verantwortlich<br>                         ist. Er wird dafür zahlen, dass<br>                         verspreche ich Ihnen.<br><br>                                   CHEV<br>                         Ich habe versucht, die Separatisten<br>                         unterwandern zu lassen. Bislang<br>                         blieben aber alle Versuche<br>                         vergeblich. Es gibt keinen Hinweis<br>                         dafür, dass Sie mit irgendwelchen<br>                         Nicht-Boleanern in Kontakt stehen.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (entschlossen)<br>                         Es muss einen Weg geben, Premier.<br>                         So darf es nicht enden.<br><br>                                   CHEV<br>                         Force Commander, ihre Familie hat<br>                         viele verdienstvolle Dinge für<br>                         unser Volk getan. Deshalb vertrauen<br>                         ich Ihnen. Aber Sie müssen der<br>                         Wahrheit ins Gesicht sehen. Die<br>                         Vulkanier haben wohl nicht<br>                         versucht, ihr Volk bei uns in<br>                         Misskredit zu bringen. Und zur<br>                         Zeit, bei der aktuellen Stimmungs-<br>                         und Sachlage, bin ich auf die<br>                         Vulkanier angewiesen. Es ist mir<br>                         unmöglich, ihre Absichten in Frage<br>                         zu stellen. Es tut mir leid.<br><br>               Shran senkt seine Fühler. Er wirkt wütend, enttäuscht, aber<br>               er versucht, Fassung zu bewahren.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich kann es Ihnen nicht persönlich<br>                         übel nehmen, Chev.<br>                         Aber es ist dennoch eine<br>                         schmerzhafte Ernüchterung, die<br>                         Beziehungen zwischen unseren<br>                         Völkern so enden zu sehen.<br>                             (beat)<br>                         Ich denke, wir sollten nun Captain<br>                         Caylon herein bitten. Sonst wird er<br>                         sich noch zu viele Gedanken machen.<br><br>                                   CHEV<br>                         Das heißt, er ist nicht eingeweiht?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Nein. Und das wird auch erst einmal<br>                         so bleiben. Es ist besser für alle,<br>                         wenn die Menschen nicht alle<br>                         Hintergründe kennen.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        19     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         19<br><br>               Wir sehen Shran und Premierminister Chev, sowie Captain<br>               Caylon<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und sie können mir für die<br>                         Sicherheit meiner Leute<br>                         garantieren?<br><br>                                   CHEV<br>                         Niemand weiß, dass Sie enge<br>                         Verbündete der Andorianer sind. Und<br>                         soweit ich weiß, stehen ihr Volk<br>                         auch in gutem Kontakt zu den<br>                         Vulkaniern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na, ja. Er könnte im Moment besser<br>                         sein.<br><br>                                   CHEV<br>                         Die Deltaner sind bisher auch<br>                         absolut sicher gewesen. Aber ich<br>                         werde trotzdem ihrer Bitte<br>                         zustimmen, eine kleine Gruppe ihrer<br>                         Sicherheitsleute entsenden zu<br>                         dürfen. Wenn Sie mir versprechen,<br>                         nur im absoluten Notfall von den<br>                         Waffen Gebrauch zu machen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist eine absolute<br>                         Selbstverständlichkeit,<br>                         Premierminister. Mit Ihrer<br>                         Erlaubnis werde ich das Team sofort<br>                         entsenden<br><br>               Chev nickt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        20     INT. ANTARES - SHUTTLEDECK                              20<br><br>               Wir sehen zwei Sicherheitsleute Kisten verladen. Im<br>               Vordergrund steht Dr. Philax und liest etwas auf einem PADD.<br>               Tschernovsky und Beem nähern sich ihr.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dr. Philax. Darf ich Ihnen eine<br>                         Frage stellen?<br><br>               Dr. Philax schaut auf. Sie hat einen fröhlichen<br>               Gesichtausdruck.<br><br>                                   DR. PHILAX<br>                         Aber ja doch, Lieutenant Sie<br>                         wissen, wir Denobulaner sind ein<br>                         kommunikatives Volk.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe gehört, Ihnen sind die<br>                         Deltaner bekannt? Was sind das für<br>                         Wesen? Könnten Sie eine Bedrohung<br>                         darstellen?<br><br>               Tschernovsky verdreht etwas die Augen. Die Denobulanerin<br>               wirkt etwas überrascht, lächelt dann aber.<br><br>                                   DR. PHILAX<br>                         Die Deltaner? Aber nein. Wir haben<br>                         seit Jahrzehnten beste Beziehungen.<br>                         Sie sind sehr hoch entwickelt in<br>                         der Medizin und sehr aufgeschlossen<br>                         im Bereich der Sexualität, was wir<br>                         Denobulaner zu schätzen wissen.<br>                         Aber aggressiv sind Sie sicher<br>                         nicht.<br><br>               Die beiden Sterneflottenoffiziere gucken etwas fassungslos<br>               rein.<br><br>                                   DR. PHILAX (CONT'D)<br>                         Allerdings sind sie im Gegensatz zu<br>                         uns bei Fremden etwas<br>                         zurückhaltender. Das mag... an<br>                         Ihren Besonderheiten liegen. Sie<br>                         senden Duftstoffe aus, ähnlich den<br>                         Orioniden. Allerdings haben die<br>                         Deltaner im Gegensatz zu den<br>                         berüchtigten Sklavenmädchen sehr<br>                         strikte Richtlinien, was den Umgang<br>                         mit Fremden angeht. Aber<br>                         diesbezüglich fragen Sie die<br>                         Deltaner lieber selber.<br>                         Jedenfalls versichere ich Ihnen,<br>                         ein friedfertigeres Volk werden sie<br>                         wohl kaum in diesem Universum<br>                         finden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Na, dann ihr Wort in Gottes Ohr.<br><br>               Beem dreht sich ab und Tschernovsky folgt ihm. Auch Philax<br>               geht Richtung Shuttle, in das die anderen gerade einsteigen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT III<br>                                          AKT IV<br><br>        21     EXT. BOLARUS XI                                         21<br><br>               Man sieht eine Stadt von oben. Sie erinnert an eine<br>               menschliche Großstadt, wobei viele Gebäude in blau und Silber<br>               gehalten sind. In der Mitte liegt ein recht funktionell<br>               wirkendes, großes Gebäude. Ein Flugobjekt fliegt darüber<br>               hinweg. Auf einem Landeplatz neben dem Gebäude steht das<br>               Shuttle der Antares.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        22     INT. BOLARUS XI - IM KRANKENHAUS                        22<br><br>               Tschernovsky sitzt alleine auf einem Stuhl in einem typischen<br>               Krankenhausgang. Scheinbar haben die Boleaner bei der<br>               Gestaltung eines Solchen keine anderen Vorstellung als die<br>               Menschen. Er liest einen PADD. Die Tür neben ihm geht auf,<br>               und zwei Personen treten hinaus. Ein männlicher Boleaner, der<br>               sich den Arm hält, und eine Deltanerin. Sie trägt ein weißes<br>               Gewand und eine weiße, undurchsichtige Strumpfhose, sowie<br>               flache Schuhe. Sie ist ca. 1.70 m groß, hat keine Haare, eine<br>               äußerst grazile Figur und ein schönes, schmales Gesicht. Sie<br>               wirkt auf Tschernovsky sichtbar anziehend, denn seine<br>               Aufmerksamkeit ist sofort wie gebannt auf Sie gerichtet.<br><br>                                   BOLEANER<br>                         Ich hoffe, Dr. Ashan, ihre<br>                         Behandlung ist das nächste Mal<br>                         weniger schmerzhaft.<br><br>                                   ASHAN<br>                             (lächelnd)<br>                         Das kann ich nicht versprechen.<br>                         Aber wenn Sie sich nicht wieder den<br>                         Arm brechen, wäre es sicher weniger<br>                         schmerzhaft für Sie. Und das wäre<br>                         für eine schmerzempfindliche<br>                         Spezies wie die Ihre immer noch das<br>                         Beste.<br><br>               Der Boleaner guckt etwas pikiert und geht nach vorne aus dem<br>               Bild raus. Ashan dreht sich zu Tschernovsky.<br><br>                                   ASHAN (CONT'D)<br>                         Sie sind wohl kein neuer Patient,<br>                         denke ich.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (stammelnd)<br>                         Ich..äh, nein. Ich habe die Ärzte<br>                         heruntergebracht.<br><br>                                   ASHAN<br>                         Ah. Die Ärzte, die meiner Mutter<br>                         helfen.<br><br>               Sie zieht einen Scanner aus der Tasche und scannt ihn.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (weiterhin stammelnd)<br>                         Wa.. Ich mein.... Ich bin... nicht<br>                         krank.<br><br>               Man sieht, wie Ashan sich bemüht, sich zu konzentrieren. Sie<br>               wirkt sehr angespannt und deutlich ernster.<br><br>                                   ASHAN<br>                         Man hat Ihnen nichts verabreicht?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (jetzt etwas gefasster)<br>                         Verabreicht? Was?<br><br>               Sie winkt im zu und geht durch die Tür. Er steht auf und<br>               folgt ihr. Dabei lässt er sein PADD liegen. Die Kamera folgt<br>               ihnen in einen Behandlungsraum, wie er auch auf der Erde sein<br>               könnte. Sie hantiert an einem Gerät herum, dass schließlich<br>               eine Art Spritze befüllt. Sie geht auf ihn zu.<br><br>                                   ASHAN<br>                         Stillhalten.<br><br>               Sie setzt am Hals an und verabreicht ihm die Spritze.<br>               Tschernovsky zuckt zusammen, als wenn ihn ein Schwarm Bienen<br>               auf einem Schlag gestochen hätten.<br><br>                                   ASHAN (CONT'D)<br>                         Das kann nicht weh getan haben.<br><br>               Tschernovsky sagt einen Moment lang nichts und wirkt mehr und<br>               mehr entspannter. Er reibt sich am Hals.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es tut mir leid. Ich weiß nicht,<br>                         was los war. Ich war wie benebelt.<br>                         Nein, ich dachte nur, der Blitz<br>                         träfe mich, so stark waren meine...<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß nicht, wie ich es sagen<br>                         soll... Emotionen, als Sie... Dr.?<br><br>                                   ASHAN<br>                         Nennen Sie mich nur Ashan. Ich bin<br>                         keine Ärztin. Ich erlerne noch die<br>                         Kunst der Medizin. Idian, die die<br>                         Untersuchungen hier leitet, ist<br>                         meine Mutter. Sie hat mich<br>                         mitgenommen, damit ich hier meine<br>                         ersten Erfahrungen mache. Ich<br>                         interessiere mich für die Medizin<br>                         Außeriridischer. Und Sie sind?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (jetzt gefasst)<br>                         Ensign Tschernovsky, ähm, Darius<br>                         Tschernovsky. Nennen Sie mich<br>                         einfach Darius. Ich bin der<br>                         Steuermann des Schiffs, was die<br>                         Ärzte hierher transportierte. Wie<br>                         gesagt, ich weiß nicht...<br><br>                                   ASHAN<br>                         Was passiert ist? Wir Deltaner<br>                         sondern Pheromone aus, die auf<br>                         manche Spezies betörend wirken.<br>                         Nicht auf die Boleaner, daher habe<br>                         ich ein bisschen meine Disziplin<br>                         vernachlässigt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Disziplin?<br><br>                                   ASHAN<br>                         Wir können den Ausstoß steuern.<br>                         Aber üblicherweise geben wir<br>                         Spezies, die so anfällig sind wie<br>                         die ihre, ein Mittel, wenn es geht.<br>                         Leider wirkt dieses Mittel aber nur<br>                         recht kurz. Daher werde ich wohl<br>                         noch etwas destillieren müssen.<br>                             (beat)<br>                         Nun, scheinbar hat man Sie<br>                         vergessen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zögernd)<br>                         Scheinbar. Die Denobulanerin, die<br>                         wir mitbrachten, Dr. Philax,<br>                         erwähnte so etwas.<br>                             (beat)<br>                         Sie erwähnte auch...<br>                             (er zögert und errötet)<br><br>                                   ASHAN<br>                             (lächelnd)<br>                         Das wir eine sehr unverkrampfte<br>                         Beziehung zwischen unseren<br>                         Geschlechter haben? Ja, dass ist<br>                         so. Aber wir haben auch feste<br>                         Regeln. Unser Zölibateid verlangt,<br>                         dass wir uns fremden Völkern<br>                         gegenüber zurückhaltend verhalten,<br>                         in Respekt auf ihre Kultur. Dazu<br>                         gehört die Disziplin bei unserem<br>                         Pheromonausstoß. Eine Beziehung mit<br>                         einem Außerirdischen bedarf bei uns<br>                         einer genauen Untersuchung und<br>                         einer offiziellen Genehmigung.<br>                         Zu dessen Sicherheit. Falls Sie das<br>                         wissen wollten<br><br>               Tschernovsky wirkt verlegen und verlagert das Gewicht von<br>               einem Bein auf das andere.<br><br>                                   ASHAN (CONT'D)<br>                             (lächelnd)<br>                         So, so. Steuermann. Wissen Sie, ich<br>                         interessiere mich sehr für die<br>                         fernen Welten, die Kulturen, auch<br>                         die Konflikte. Wenn Sie von der<br>                         Sternenflotte sind, haben sie<br>                         sicher viel zu erzählen. Ich nehme<br>                         mal an, Sie sollen auf die anderen<br>                         warten? Wäre es gegen ihre<br>                         Vorschrift, mich zum Essen zu<br>                         begleiten?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (verblüfft, dann lächelnd)<br>                         Nein. Ich habe meinen Kommunikator<br>                         bei mir. Wenn Sie das Hypospray<br>                         nicht vergessen.<br><br>               Sie lächelt und geht an das Gerät, an dem sie das Spray<br>               destilliert hat, zurück.<br><br>                                   ASHAN<br>                             (lächelnd, von<br>                              Tschernovsky abgewandt)<br>                         Wenn Sie ihr PADD draußen nicht<br>                         vergessen.<br><br>        23     EXT. ANTARES - BOLARUS XI - EIN LABOR                   23<br><br>               Wir sehen Dr. Philax, Dr. Wrobel, eine Deltanerin, die Ashan<br>               sehr ähnelt und erstaunlich alterslos wirkt, sowie einen<br>               Deltaner. Beem und zwei Sicherheitsleute, ein Mann und eine<br>               Frau, stehen abseits an der Tür. Die Ärzte stehen vor einem<br>               Display und Dr. Wrobel erläutert irgendetwas.<br><br>                                   DR. WROBEL<br>                         Hier oben sehen Sie diese<br>                         Merkmale...<br><br>               Vom draußen hört man laute Geräusche.<br><br>                                   STIMME<br>                         Sie arbeiten für die Andorianer.<br>                         Sie wollen uns alle töten.<br><br>               Die Personen im Raum sehen sich ratlos an.<br><br>                                   DR. WROBEL<br>                         Was ist das los?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn es das ist, was ich denke,<br>                         haben wir Probleme. Bleiben Sie im<br>                         Raum. Wenn Sie merken, dass es<br>                         ernst wird, rufen Sie mit diesem<br>                         Kommunikator die Antares und sagen<br>                         Sie denen, sie sollen Sie sofort<br>                         hochbeamen.<br><br>               Er wirft Dr. Wrobel einen Kommunikator zu. Dann gibt den<br>               beiden Sicherheitsleuten ein Handzeichen.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Also los jetzt. Waffen auf<br>                         Betäubung und nur schießen, wenn<br>                         man uns angreift. Sie wissen, was<br>                         der Captain gesagt hat.<br><br>               Musik wird lauter.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. BOLARUS XI - GANG VOR DEM LABOR.                   24<br><br>               Wir sehen wie Beem mit seinen Leuten aus der Tür kommt. Die<br>               Kamera schwenkt zur anderen Seite und man sieht eine Menge,<br>               die drei völlig überforderte Wachleute zurückdrängt.<br><br>                                   STIMME#1<br>                         Verräter!<br><br>                                   STIMME#2<br>                         Mörder! Packt Sie!<br><br>               Beem und seine Leute entfernen sich vom Labor, die Waffen im<br>               Anschlag. Entsetzt sehen Sie, wie die Sicherheitsleute der<br>               Boleaner überrannt werden. Beem gibt mehrer Salven in die<br>               Luft ab, die Menge schreckt zurück.<br><br>                                   STIMME<br>                         Wollt Ihr uns alle töten? Das<br>                         schafft Ihr nicht! Packt Sie!<br><br>                                   BEEM<br>                         Feuert in die Menge!<br><br>                                   SICHERHEITSFRAU<br>                         Wir sollen doch nur im Notfall<br>                         schießen!<br><br>                                   BEEM<br>                         Und was ist das hier?! Etwa Spaß?!<br>                         Feuer!<br><br>               Die Drei schießen auf die erste Reihe der Menge und ein paar<br>               Boleaner gehen betäubt zu Boden. Die Menge schreckt abermals<br>               zurück.<br>               Die Kamera schwenkt so herum, dass man hinter Beem und den<br>               anderen das Labor sieht. Grünes Leuchten dringt durch die<br>               Ritzen. Einen Moment später wird die Tür von einer Explosion<br>               aus den Angeln gerissen und auf den Gang geschleudert. Die<br>               Drei gehen zu Boden. Die Menge schreckt in Panik zurück und<br>               flüchtet. Nur die betäubten Boleaner bleiben liegen. Nach<br>               einem Moment springt Beem auf. Er guckt zu seinen Leuten, die<br>               sich geschockt, aber ansonsten unverletzt, aufrappeln. Dann<br>               guckt er ungläubig auf die Tür.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Scheiße!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                 25<br><br>               Wir sehen die Antares auf uns zufliegen. Sie ist in einem<br>               hohen Orbit über Bolarus. Der Planet ist von der anderen<br>               Seite zu sehen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        26     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   26<br><br>               Wir sehen Caylon, der erregt mit jemanden spricht. Shran<br>               steht daneben und hört angespannt zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erregt)<br>                         Entführt! Wie?<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Wahrscheinlich weggebeamt.<br>                         Gleichzeitig wurde eine Bombe<br>                         reingebeamt, die sofort hochging.<br>                         Ich vermute, diese Menge war ein<br>                         organisiertes Ablenkungsmanöver.<br>                         Hier treibt jemand ein böses Spiel<br>                         mit uns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie im Moment Probleme?<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Erst wollte man uns an den Kragen,<br>                         weil wir das Feuer auf die Menge<br>                         eröffnet haben. Aber Ihr Freund,<br>                         der Premier, hat dem<br>                         Sicherheitschef hier was gehustet.<br>                         Zur Zeit ist alles soweit in<br>                         Ordnung. Tschernovsky ist bei der<br>                         Tochter von dieser deltanischen<br>                         Ärztin. Die ist ziemlich fertig.<br>                         Sollen wir hoch kommen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Negativ. Solange es keine weiteren<br>                         Ausschreitungen gibt, bleiben Sie<br>                         vor Ort und verfolgen die<br>                         Untersuchungen. Aber Sie bleiben am<br>                         Shuttle, verstanden?<br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Verstanden. Beem Ende.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Die verdammten Spitzohren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie glauben, dass das die Vulkanier<br>                         waren? Das ist nicht gerade deren<br>                         Stil. Außerdem, warum sollten Sie?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Die Vulkanier wollen uns von<br>                         Bolarus weg haben, dass ist doch<br>                         offensichtlich. Und wenn Sie es<br>                         sind, die den Boleanern das<br>                         Heilmittel gegen die Seuche geben,<br>                         sind diese noch mehr in ihrer<br>                         Schuld<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bei allem Respekt, Force Commander.<br>                         Ein solches Handeln wäre zutiefst<br>                         unvulkanisch.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (bedrohlich)<br>                         Erzähle mir nicht, was vulkanisch<br>                         ist, Halbspitzohr. Wer sonst sollte<br>                         das gewesen sein? Kein Schiff eines<br>                         anderen Volkes ist hier. Und die<br>                         Boleaner besitzen noch keine<br>                         Transporter.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht die Romulaner? Ihr<br>                         Gebiet ist nicht zu weit entfernt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Unwahrscheinlich. Es gibt keine<br>                         logischen Gründe für ein Interesse<br>                         der Romulaner an Bolarus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht an dem Planeten, aber an<br>                         einem Konflikt zwischen Andoria und<br>                         Vulkan. Mein Gott, ich fange schon<br>                         an, wie Beem zu denken. Auf jeden<br>                         Fall sollten wir diese Möglichkeit<br>                         prüfen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Das ist Spekulation. Die Fakten<br>                         lügen nicht. Und alle Fakten<br>                         sprechen gegen die Vulkanier. Und<br>                         jetzt entschuldigen Sie mich bitte.<br><br>               Shran verlässt die Brücke. Mestral und Caylon blicken ihm<br>               nachdenklich hinterher, während dramatische Musik lauter<br>               wird.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - SHRANS QUARTIER                          27<br><br>               Wir sehen Shran, extrem erregt, vor dem Terminal sitzen. Er<br>               unterhält sich mit jemanden. Besser gesagt: Er schreit ihn<br>               an.<br><br>               AUF DEN SCHIRM<br><br>               Wir sehen Malek.<br><br>                                   SHRAN (O.S.)<br>                         Das wird Konsequenzen haben,<br>                         Spitzohr! Wir erwarten von Ihnen,<br>                         dass Sie umgehend ihre Geiseln<br>                         herausgeben. Oder wir eröffnen das<br>                         Feuer.<br><br>                                   MALEK<br>                             (ungerührt)<br>                         Womit? Mit der Antares? Teilt<br>                         Captain Caylon überhaupt Ihren<br>                         Standpunkt? Mit Verlaub, Force<br>                         Commander, Ihre Drohung ist<br>                         lachhaft und unnötig. Wir haben mit<br>                         dem Verschwinden der<br>                         Wissenschaftler nichts zu tun. Aber<br>                         Sie können uns gerne bei der<br>                         Aufklärung zur Hand gehen.<br><br>               AUF SHRAN<br><br>                                   SHRAN<br>                         Das könnte Ihnen so passen. Sie<br>                         klären den Fall auf. Damit Sie alle<br>                         Beweise eliminieren können. Und<br>                         womit ich Ihnen drohe, Malek? In<br>                         der Nähe von Bolarus steht ein<br>                         schlagkräftiges Geschwader der<br>                         imperialen Garde bereit und wartet<br>                         auf meine Befehle.<br><br>                                   MALEK<br>                         Bolarus steht unter unseren Schutz.<br>                         Ein Eindringen Ihrer Schiffe in<br>                         diesen Raum würde von uns als<br>                         kriegerischer Akt gewertet. Wir<br>                         würden sofort das Feuer auf Sie<br>                         eröffnen.<br><br>                         Überlegen Sie sich also gut, Force<br>                         Commander, ob Sie ohne Beweise<br>                         einen Krieg vom Zaun brechen<br>                         wollen. Wir für unseren Teil werden<br>                         die Sache untersuchen und die<br>                         Schuldigen finden. Sie können mit<br>                         uns zusammen arbeiten, oder es<br>                         lassen. Nur weise ich darauf hin,<br>                         dass letzteres zweifelsohne weniger<br>                         Chance auf Erfolg haben wird. Malek<br>                         Ende<br><br>               Shran steht mit einem wütendem Gesicht am Terminal. Er ballt<br>               seine Faust<br><br>               AUF SHRAN<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        28     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             28<br><br>               Caylon sitzt abgeschlagen an seinem Tisch. Es klingelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (müde)<br>                         Herein!<br><br>               Mestral betritt den Raum.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain. Ich habe eine Übertragung<br>                         mit Dr. Kendalls Programm<br>                         aufgezeichnet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was für eine Übertragung?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eine von Force Commander Shran. Er<br>                         hat mit Captain Malek gesprochen<br>                         und ihm mit Krieg gedroht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die Übertragung ist niemanden<br>                         aufgefallen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zögernd)<br>                         Nun, sie wurde von jemandem<br>                         maskiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Raus mit der Sprache. Von wem?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Commander Torlan.<br><br>               Caylon lässt sich mit steinerner Miene in seinen Stuhl<br>               fallen. Er atmet tief durch.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernst und bedrohlich)<br>                         Schicken Sie Torlan sofort zu mir.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        29     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             29<br><br>               Caylon sitzt nachdenklich hinter seinem Tisch. Es klingelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sehr ernst und barsch)<br>                         Herein!<br><br>               Die Tür geht auf und Torlan tritt ein.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie haben mich gerufen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (steht auf und wirkt sehr<br>                              ernst, fast gereizt)<br>                         Ja, Commander. Ich will nicht lange<br>                         um den heißen Brei reden. Sie<br>                         hintergehen mich.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (entsetzt)<br>                         WIE BITTE?!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe Lieutenant Mestral und Dr.<br>                         Kendall befohlen, unsere<br>                         Kommunikation zu überwachen, als<br>                         wir diverse Schiffe in unser Nähe<br>                         gescannt haben. Vor wenigen Minuten<br>                         gab es eine Übertragung. Von Shran<br>                         an die Vulkanier. Ohne mein Wissen.<br>                         Von IHNEN gedeckt!<br><br>                                   TORLAN<br>                             (schluckt, versucht<br>                              Haltung zu bewahren)<br>                         Es tut mir leid, Captain. Aber ich<br>                         bin auch meinem Volk verpflichtet.<br><br>               Caylon springt wütend auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fast schreiend)<br>                         Ach, ja! Ich habe Ihnen zuletzt<br>                         fast blind vertraut! Und nun kommen<br>                         Sie mir so! Sind Sie MIR etwa nicht<br>                         verpflichtet? Verdammt Torlan! Was<br>                         wird hier gespielt? Was haben die<br>                         Vulkanier damit zu tun?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (gefasst)<br>                         Captain. Ich verstehe nicht, wieso<br>                         sie uns derart misstrauen, nach<br>                         allem, was wir zuletzt für Ihr Volk<br>                         getan haben. Sie sollten Shran<br>                         vertrauen. Und wenn er Ihnen etwas<br>                         verschweigt, dann, glauben sie mir,<br>                         hat er gute Gründe dafür. Er<br>                         versucht nicht, Ihnen zu schaden,<br>                         sondern Sie zu schützen.<br><br><br>               Caylon guckt Torlan mit einem wilden Ausdruck an. Man sieht,<br>               dass es in ihm kocht, aber er bemüht sich um Fassung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (förmlich)<br>                         Nun, Commander. Das ist ihre<br>                         Ansicht. Ich bin der Meinung, dass<br>                         ich uns am Besten schützen kann,<br>                         wenn ich Bescheid weiß und nicht,<br>                         wenn Shran über unser Wohl<br>                         entscheidet. Also sollten Sie<br>                         lieber reden. Das schulden Sie der<br>                         Crew und Ihrer Sicherheit. Das<br>                             (beat)<br>                         Schulden Sie mir. Denken Sie<br>                         darüber lieber gut nach. Und jetzt<br>                         raus hier. Und hoffen Sie, dass ich<br>                         mir nicht noch überlege, Sie unter<br>                         Arrest stellen zu lassen.<br><br>               Torlan legt seine Fühler bedrückt an und dreht sich wortlos<br>               um. Die Tür öffnet sich, doch er geht nicht raus. Ohne sich<br>               umzudrehen, ergreift er noch mal das Wort.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Fragen Sie sie doch.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erstaunt)<br>                         Bitte? Wen? Wen soll ich fragen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Vulkanier, wen denn sonst.<br>                         Fragen Sie jemanden, von dem Sie<br>                         meinen, dass Sie mit ihm reden<br>                         können. Nicht jemanden wie Malek.<br>                         Einen, der aus seiner Tätigkeit<br>                         wissen müsste, was die Hintergründe<br>                         sind. Fragen Sie sie doch, wenn Sie<br>                         der Meinung sind, dass Sie alles<br>                         wissen müssten.<br><br>               Die Kamera zeigt von vorne Torlans Gesicht. Man sieht, dass<br>               es ihm schwer fällt, diese Worte zu sagen. Musik brandet auf,<br>               als er durch die Tür geht. Einen Moment lang sieht man im<br>               Büro einen verblüfften Caylon, dann schließt sich die Tür.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                       ENDE AKT IV<br>                                          AKT V<br><br>                                                               FADE IN:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        41     INT BOLARUS XI - SICHERHEITSBÜRO                        41<br><br>               Wir sehen Beem, Mestral und den Boleaner, die weiterhin<br>               miteinander streiten. Plötzlich geht die Tür auf, und<br>               Tschernovsky kommt hereingestürmt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich glaube, ich habe etwas<br>                         herausgefunden.<br><br>                                   BEEM<br>                             (höhnisch)<br>                         Sie? Na, ja, Wunder gibt es ja<br>                         bekanntlich immer wieder.<br><br>               Tschernovsky guckt Beem entgeistert und leicht wütend an.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es reicht mir Lieutenant. Eine Zeit<br>                         lang im letzten Jahr ging es<br>                         irgendwie mit Ihnen, aber in den<br>                         letzten Wochen sticheln Sie gegen<br>                         mich, wo Sie nur können. Ich habe<br>                         lange nichts gesagt, aber nun<br>                         reicht es. Ich frage mich manchmal,<br>                         ob Sie was gegen mich haben, oder<br>                         ob Sie das nur brauchen, um Ihre<br>                         Komplexe auszugleichen?<br><br>               Eine Sekunde gespannter Stille entsteht. Beem guckt<br>               Tschernovsky entgeistert an. Im ersten Moment sieht man, wie<br>               er wütend wird. Doch dann weicht die Wut in seinem Gesicht<br>               einer nachdenklichen, fast erschrockenen Miene.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ungewohnt unsicher)<br>                         Was haben Sie nun, Ensign?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Idian trägt einen Dilithiumkristall<br>                         um den Hals.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was? Sind Sie sicher?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mit den Scannern der Boleaner<br>                         könnte man leicht feststellen, ob<br>                         sich ein solcher Kristall in der<br>                         näheren Umgebung befindet.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aber warum sollten die Gefangenen<br>                         überhaupt noch hier sein?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mich wundert diese Frage,<br>                         Lieutenant Sie wollten doch hier<br>                         nach einem Transporter suchen.<br><br>                                   BEEM<br>                         War ja klar. Es ging mir dabei um<br>                         die Methoden, wenn Sie sich<br>                         erinnern.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun, dass die Gefangenen hier sein<br>                         könnten, erscheint mir durchaus<br>                         logisch. Man wendet die<br>                         Aufmerksamkeit auf die Shir'ra,<br>                         während man hier die Aktion<br>                         weiterlaufen lässt und in Ruhe in<br>                         Erfahrung bringen kann, was die<br>                         Forscher schon herausgefunden<br>                         haben.<br><br>               Beem guckt Mestral fast erfreut an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das ist doch ein Anfang. Und mit<br>                         etwas Glück gehen uns sogar die<br>                         ganz schweren Jungs ins Netz.<br><br>               Mestral nickt emotionslos. Beem guckt fast gönnerisch zu<br>               Tschernovsky<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Nicht schlecht, Ensign. Nicht<br>                         schlecht.<br><br>               Tschernovsky erwidert nichts und guckt reserviert zurück.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT VI<br>                                       AKT VII<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>        42     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                 42<br><br>               Wir sehen die Antares bzw. nur ihre dunklen Umrisse. Sie ist<br>               im Nebel. Wenige Lichter dringen gespenstisch durch den<br>               Nebel.<br><br>        43     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   43<br><br>               Die Brückencrew ist unverändert. Man merkt, dass das Schiff<br>               immer wieder abrupt den Kurs wechselt. Ein ums andere Mal<br>               muss der eine oder andere sich anstrengen, nicht das<br>               Gleichgewicht zu verlieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schön vorsichtig, Ostrowsky. Sie<br>                         schaffen das.<br><br>               Wir sehen Ostrovsky am Steuer. Sie wirkt angespannt. Ihr<br>               läuft regelrecht der Schweiß über die Stirn.<br><br>                                   OSTROWSKY<br>                             (mit Galgenhumor)<br>                         Ich habe mir öfters gewünscht, mal<br>                         eine bedeutende Rolle bei einer<br>                         Mission zu spielen. Aber zur Zeit<br>                         würde ich mir fast wünschen, Ensign<br>                         Tschernovsky wäre hier. Das wäre<br>                         sicher sein Ding.<br><br>               Ostrovsky fliegt ein heftiges Manöver. Fast allen fällt es<br>               schwer, gerade stehen zu bleiben.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grinsend)<br>                         Wahrscheinlich würde er "Yippie"<br>                         schreien, während er uns haarscharf<br>                         um die nächste Gastasche kurvt.<br>                         Aber ehrlich gesagt, etwas biederer<br>                         und sicherer ist auch nicht<br>                         schlecht. Sie machen das schon gut,<br>                         Ensign.<br><br>                                   OSTROWSKY<br>                         Mir wäre nur wohler, wenn wir einen<br>                         Schutz hätten. Die Hüllenpanzerung<br>                         oder sogar den Schild.<br><br>               Erneut sind alle ums Gleichgewicht bemüht.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Letztendlich sollten Sie das<br>                         positiv sehen, Yana.<br>                         Die Shir'ra hat die gleichen<br>                         Probleme mit den Sensoren, den<br>                         Schilden und ihrem Antrieb.<br>                         Letztendlich verlieren Sie fast<br>                         alle Vorteile uns gegenüber. Sogar<br>                         ihre Waffen können Sie nur<br>                         eingeschränkt nutzen.<br><br>                                   OSTROWSKY<br>                             (selbstironisch)<br>                         Na, ja. Das ist ja schon fast<br>                         wieder beruhigend. Zumindest, wenn<br>                         ich uns nicht vorher in eine dieser<br>                         Gastaschen setze.<br><br>               Die Kamera blendet auf den Sichtschirm, der dunkelblau<br>               grünlichen Nebelfetzen zeigt. Die düstere Aussicht wirkt sehr<br>               bedrückend. Man sieht, wie der Kurs sich immer wieder nach<br>               wenigen Sekunden ändert.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>               Sein Gesicht ist nachdenklich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, es scheint so, als wären es<br>                         das Geschick der Crew und die<br>                         taktischen Fähigkeiten ihres<br>                         Captains, die hier drin zählen. Ich<br>                         vermute, ich werde nicht der letzte<br>                         Captain sein, der in so einem Nebel<br>                         auf sich selbst zurück geworfen<br>                         wird.<br><br>               Ein heftiger Kurswechsel zwingt alle dazu, das Gewicht zu<br>               verlagern.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (etwas belehrend)<br>                         Es ist auch viel Glück dabei,<br>                         Pinky. Wir Andorianer ziehen es<br>                         daher auch vor, unsere Schlachten<br>                         lieber außerhalb von Nebeln zu<br>                         schlagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schon komisch. Damals, bei dem<br>                         Angriffsversuch durch V'Las, waren<br>                         ihre Schiffe doch in einem Nebel<br>                         versteckt, oder irre ich mich da?<br><br>               Shran guckt Caylon unberührt an.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (provozierend schwungvoll)<br>                         Ich habe nicht gesagt, Pinkyhaut,<br>                         dass so ein Nebel nicht auch<br>                         Vorteile bietet.<br>                         Nur haben sich Raumschlachten in<br>                         Nebeln oft als Desaster erwiesen.<br>                         Für beide Seiten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ironisch)<br>                         Na, Sie machen meiner Crew ja<br>                         gerade so richtig Mut, Shran.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich empfange eine Übertragung über<br>                         die Relaissonde, die wir am<br>                         Nebelperimeter zurückgelassen<br>                         haben. Sehr schwach. Es ist<br>                         Lieutenant Mestral. Er möchte Sie<br>                         persönlich sprechen, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Stellen Sie das Gespräch durch,<br>                         Torlan. Yana! Halten Sie die<br>                         Position, damit wir möglichst<br>                         störungsfrei senden können.<br><br>        44     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             44<br><br>               Wir sehen Caylon vor seinem Terminal. Auf diesem ist ein<br>               verrauschtes Bild von Mestral zu sehen.<br><br>                                   MESTRALS KOMMSTIMME<br>                         ... Und #knack# kein Zweifel.<br>                         #knack# haben den Kristall<br>                         eindeutig loka #knack# siert.<br>                         Entweder ist der Kristall<br>                         zurückgelassen worden #knack# Idian<br>                         ist noch hier. Unser Problem ist<br>                         #knack# ohne Transporter nicht<br>                         #knack# Lage sind, die Geiseln mit<br>                         geringem Risiko #knack# befreien.<br>                         Lieutenant Beem #knack# davon aus,<br>                         #knack# die Vulkanier hier uns<br>                         nicht #knack# werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe da vielleicht eine Idee,<br>                         Mestral. Sie sollten mit jemanden<br>                         Kontakt aufnehmen, der auf dem Weg<br>                         nach Bolarus ist. Er wird ihnen<br>                         eventuell weiterhelfen.<br><br>               AUF CAYLON<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        45     INT. BOLARUS XI - SICHERHEITSBÜRO                       45<br><br>               Wir sehen Mestral und Beem. Mestral erzählt Beem etwas, was<br>               der mit einem Kopfschütteln quittiert.<br><br>                                   BEEM<br>                         ... Das können Sie meiner Großmama<br>                         erzählen, Mestral. Das funktioniert<br>                         nie. Ich habe Ihnen das schon<br>                         vorhin gesagt. Die werden nie mit<br>                         uns zusammen arbeiten. Im besten<br>                         Fall machen die das höchstens<br>                         alleine.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Captain war da optimistischer.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das wundert mich. Captain Caylon<br>                         ist in solchen Dingen eigentlich<br>                         Realist.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun Lieutenant Beem, das mag wohl<br>                         daran liegen, dass der Captain, wie<br>                         er es ausdrückte, noch ein Ass im<br>                         Ärmel hat.<br><br>               Beem guckt Mestral höchst erstaunt an. Diesen Blick<br>               beantwortet Mestral auf die typisch emotionslose Art und<br>               Weise eines Vulkaniers.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        46     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             46<br><br>               In dem Raum stehen zwei Personen. Caylon und Emma Fernandez.<br>               Durch das Fenster schimmert bläulich der Nebel. Man sieht,<br>               dass das Schiff wieder fliegt. Caylon redet<br><br>               AUF CAYLON<br><br>                                   CAYLON<br>                         ...war ich ziemlich überrascht,<br>                         dass beide plötzlich zustimmten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (nachdenklich)<br>                         Es ist schon komisch. Aber Sie<br>                         sollten bedenken, dass es zwischen<br>                         der Gründung der Allianz und den<br>                         ersten Brüchen kurz vor dem Krieg<br>                         mit den Romulanern eine recht<br>                         erfolgreiche Zusammenarbeit<br>                         zwischen beiden gab.<br><br>               Beide sind durch einen Kurswechsel gezwungen, sich<br>               festzuhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, würde man beide darauf<br>                         ansprechen, würden die das für<br><br>               unwichtig erachten.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Das ist es aber nicht. Zudem<br>                         bedenken Sie: Malek wird wohl, wie<br>                         die meisten Vulkanier mittlerweile,<br>                         Syrannite sein. Das heißt, für Ihn<br>                         ist der Krieg ein zu vermeidendes<br>                         Übel. Und wenn er wirklich die<br>                         Wahrheit sagt, wäre ein<br>                         unbegründeter Krieg aus seiner<br>                         Sicht höchst unlogisch.<br>                             (beat)<br>                         Shran, denke ich, dürfte bewusst<br>                         sein, dass ein Zwei-Fronten-Krieg<br>                         Andoria in große Nöte bringen<br>                         würde. Ganz zu schweigen von dem<br>                         Verlust der Boleaner als<br>                         Verbündeten. Sie scheinen den<br>                         Andorianern sowieso immens wichtig<br>                         zu sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (halb zu sich selbst)<br>                         In der Tat. Dafür gibt es auch gute<br>                         Gründe.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (erstaunt)<br>                         Sie wissen um die Hintergründe?<br><br>               Ein erneuter Kurswechseln lässt beide ein klein wenig<br>               schwanken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mittlerweile ja. Ich habe<br>                         versprochen, darüber stillschweigen<br>                         zu wahren. Aber glauben Sie mir, es<br>                         sind verdammt gute Gründe, die<br>                         einiges erklären. Jedenfalls<br>                         scheint es an der Zeit, Ensign,<br>                         dass ich wieder in Form komme. Wenn<br>                         der Diplomat Caylon jemals gefragt<br>                         war, dann jetzt. Ein Fehler in<br>                         dieser Situation könnte absolut<br>                         fatal sein.<br><br>               Fernandez nickt zustimmen, als man Torlans Stimme über Komm<br>               hört.<br><br>                                   TORLANS KOMMSTIMME<br>                         Captain. Ich glaube, es ergibt sich<br>                         gerade etwas.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden! Ich komme. Councellor?<br><br>               Er nickt Fernandez zu und verlässt den Raum. Sie folgt ihm.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   47<br><br>               Wir sehen, wie Caylon mit Fernandez aus seinem Raum kommt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was gibt es?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain. Force Commander. Es<br>                         scheint, als hätten wir die Shir'ra<br>                         gefunden. Die Tal'lia meldet, dass<br>                         sie die Signaturen der Shir'ra auf<br>                         ihren Scannern hat. Sie beginnen<br>                         mit dem Angriff.<br><br>               Caylon und Shran sehen sich gegenseitig an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Scheint so, als wenn die guten<br>                         Nachrichten im Paket kommen.<br><br>               Shran blickt skeptisch wegen dieses Kommentars zu Caylon<br>               rüber.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Vielleicht werden wir jetzt bald<br>                         ein paar Antworten haben. Ensign<br>                         Ostrowsky: Nehmen Sie Kurs auf die<br>                         Position der Tal'lia<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        48     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                 48<br><br>               Wir sehen, wie sich durch den Nebel eine Siluette schiebt.<br>               Ein glühender Ring strahlt unverhältnismäßig stark durch die<br>               dämpfenden Gase. Es ist ein vulkanischer Kreuzer. Die<br>               Tal'lia.<br><br>        49     INT. TAL'LIA - BRÜCKE                                   49<br><br>               Wir sehen die Brücke der Tal'lia. Typische vulkanisch ist sie<br>               in Braun gehalten. Mehrere Vulkanier sitzen auf ihren Posten.<br>               Zwei Andorianer stehen neben dem leeren Stuhl des Captains<br>               und verfolgen aufmerksam das Treiben.<br><br>                                   ANDORIANER#1<br>                         Captain, T'Pas. Sind Sie sicher,<br>                         dass es die Shir'ra ist?<br><br>               Eine ältere Vulkanierin, T'Pas, die neben einer ihrer<br>               Offiziere an einer Konsole steht, hebt den Kopf.<br><br>                                   T'PAS<br>                         Der Nebel stört unsere Sensoren<br>                         erheblich, aber die Signaturen des<br>                         Antriebes lassen kaum Zweifel zu.<br>                         Noch haben Sie uns nicht entdeckt.<br>                         Daher erscheint es mir logisch,<br>                         sofort anzugreifen, um den<br>                         Überraschungseffekt zu nutzen.<br><br>               Der Andorianer nickt einwilligend, und T'Pas geht zu einer<br>               anderen Konsole.<br><br>                                   T'PAS (CONT'D)<br>                         Können wir sehen, ob sich in der<br>                         Nähe der Shir'ra Gastaschen<br>                         befinden?<br><br>                                   VULKANIER<br>                         Eine kleine, direkt vor ihnen. Die<br>                         Explosionswirkung wird das Schiff<br>                         nicht zerstören, aber es<br>                         höchstwahrscheinlich außer Gefecht<br>                         setzen.<br><br>                                   T'PAS<br>                         Anpeilen und sofort feuern mit dem<br>                         vorderen primären Disruptor.<br><br>        50     EXT. TAL'LIA - WELTRAUM                                 50<br><br>               Wir sehen die Tal'lia. Ein grüner Strahl wird vom Bug des<br>               Schiffes ausgesandt. Die Kamera schwenkt schnell um und zeigt<br>               die Zielrichtung des Strahles. Plötzlich durchzieht eine<br>               gewaltige Explosion den Nebel. Die Kamera fährt durch den<br>               Nebel. Die Siluette eines Schiffes, das offensichtlich schwer<br>               beschädigt treibt, wird sichtbar. Die Kamera fährt noch näher<br>               heran und man erkennt... Einen andorianischen Kreuzer!<br><br>        51     INT. TAL'LIA - BRÜCKE                                   51<br><br>               Schweigen. Alle gucken auf den Schirm. Noch kann man nicht<br>               erkennen, was der Betrachter schon weiß. Die Siluette des<br>               Schiffes ist zu unklar.<br><br>                                   T'PAS<br>                         Vergrößern und filtern.<br><br>               Der Schirm ändert sich, und jetzt ist auch auf der Brücke der<br>               Tal'lia kein Zweifel möglich. Ein andorianisches Schiff<br>               treibt dort. Ein kleiner Hüllenbruch am Bug ist sichtbar. Das<br>               Triebwerk verliert Plasma.<br><br>                                   ANDORIANER#1<br>                         Was haben Sie da getan, Spitzohr?!<br>                         Sie haben auf eines unserer Schiffe<br>                         gefeuert!<br><br>                                   T'PAS<br>                         Wissenschaftsoffizier! Wieso haben<br>                         wir nicht erkannt, dass das ein<br>                         andorianisches Schiff war?<br><br>               AUF T'PAS<br><br>               Man sieht, dass es ihr schwer fällt, ihre Emotionen zu<br>               kontrollieren. Musik wird lauter.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        52     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   52<br><br>               Wir sehen Shran und Caylon gebannt auf den Schirm gucken.<br>               Auch Fernandez ist noch auf der Brücke.<br><br>                                   MENDEZ (O.S.)<br>                         In wenigen Sekunden sind wir in<br>                         Sichtweite.<br><br>               Zwei Siluetten werden sichtbar. Langsam löst sich der Nebel<br>               und wir sehen die Tal'lia und das treibende Schiff der<br>               Andorianer.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Diese Bastarde! Sie haben uns<br>                         beschossen.<br><br>               Caylon guckt entsetzt und ungläubig auf den Schirm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Voller Stopp! Mendez, was ist dort<br>                         passiert? Ein Missverständnis?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Missverständnis? Die Signatur eines<br>                         unserer Kreuzer ist deutlich von<br>                         der eines vulkanischen Schiffes zu<br>                         unterscheiden. Das ist kein<br>                         Missverständnis!<br><br>               Musik brandet auf.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        53     INT.  ANTARES - BRÜCKE                                  53<br><br>               Auf der Brücke ist auch im wahrsten Sinne des Wortes<br>               Alarmzustand. Die meisten Crewmitglieder verfolgen geschockt<br>               und schweigend, wie sich Caylon mit einem wütenden Shran<br>               auseinandersetzt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Shran! Wir müssen reden. Allein.<br>                         Sofort!<br><br>                                   SHRAN<br>                         Wenn Sie mich besänftigen wollen,<br>                         Pinky, dann geben Sie sich keine<br>                         Mühe. Langsam passieren mir hier zu<br>                         viele komische "Zufälle".<br><br>                                   CAYLON<br>                             (eindringlich)<br>                         Wir sollten miteinander reden.<br>                         Sofort.<br><br>               Er guckt Shran nachdrücklich und vielsagend an. Schließlich<br>               nickt dieser.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mendez. Versuchen Sie rauszufinden,<br>                         was passiert ist. Sollten die<br>                         Andorianer Hilfe brauchen, gewähren<br>                         Sie sie, wenn möglich. Und bitten<br>                         Sie Malek, Ihnen die Sensordaten<br>                         der Tal'lia schicken zu lassen.<br>                         Falls er sich weigert, fragen Sie<br>                         ihn, ob ihm ein Kampf mit den<br>                         Andorianern in diesem Nebel lieber<br>                         ist. Ich denke mal: Nein.<br><br>               Mendez nickt. Shran und Caylon verschwinden in Caylons Raum.<br>               Auf dem Weg dorthin wirft Caylon Fernandez einen sichtbar<br>               besorgten Blick zu. Sie runzelt die Stirn, und auch ihr Blick<br>               drückt große Sorge aus.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT VII<br>                                      AKT VIII<br><br>        54     INT. ANTARES -  CAYLONS RAUM                            54<br><br>               Wir sehen Caylon und Shran, wie sie den Raum betreten. Beide<br>               bleiben in der Mitte des Raums stehen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Also warum sollte ich unbedingt mit<br>                         Ihnen sprechen sollen, Pinky?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nachdenklich)<br>                         Ich mache es kurz und bündig. Ich<br>                         weiß über alles Bescheid. Über die<br>                         Beziehung zwischen ihrem Volk und<br>                         den Boleanern. Über die Jharas<br>                         Diktatur.<br><br>               Ein Moment lang ist Shran wie versteinert. Er wirkt fast<br>               entsetzt. Dann wird er wütend<br><br>                                   SHRAN<br>                             (wütend)<br>                         WOHER!? Woher wissen Sie das?<br><br>               Er stockt.<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                             (leise, halb fragend)<br>                         Commander Torlan, dieser...?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Wort fallend)<br>                         Hat geschwiegen wie eine Wand. Ich<br>                         weiß es von Soval.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (überrascht, sehr leise)<br>                         Soval.<br>                             (lauter, wütend)<br>                         Wie konnte ich ihm jemals<br>                         vertrauen? Ich schwöre, dieser<br>                         Verrat wird Konsequenzen haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verrat? Soval hat Sie nicht<br>                         verraten. Er gab mir die<br>                         Information gegen den Willen seiner<br>                         Regierung. Wie Sie, will er nur<br>                         eines: Frieden. Ich versprach ihm,<br>                         mein Wissen nur im Notfall zu<br>                         nutzen, Und der, wie Sie wohl<br>                         erkennen dürften, ist nun<br>                         eingetreten.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        55     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             55<br><br>               Alles ist in schwarz-weiß. Wir sehen Caylon vor seinem<br>               Terminal. Auf diesem ist Soval zu sehen. Leise, sphärische<br>               Musik untermalt die Szene. Es ist die Szene, mit der der<br>               erste Teil endete:<br><br>                                   SOVAL<br>                         Und das, was ich Ihnen jetzt<br>                         erzählen werde, wird Sie ohne<br>                         Zweifel schockieren. Vielleicht ist<br>                         Ihnen bekannt, dass vor ca. 20<br>                         Jahren auf Andoria für kurze Zeit<br>                         ein Militärregime regiert hat?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, die Jharas-Diktatur. Sie wurde<br>                         nach kurzer Zeit durch einen<br>                         Volksaufstand gestürzt.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Aber wissen Sie auch die Gründe für<br>                         diesen Aufstand?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt, nachdenklich)<br>                         Nein. Wieso?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das Jharas-Regime war am Anfang<br>                         sehr beliebt. Andoria war in der<br>                         Krise, wirtschaftlich wie<br>                         politisch. Die Regierung war<br>                         schwach, korrupt und hatte mehr und<br>                         mehr gegenüber unserem Volk<br>                         eingelenkt. Jhavas, ein alter,<br><br>                         verdienter General, der bereits<br>                         seit Jahren schon die ihm<br>                         unterstellten Divisionen der<br>                         imperialen Garde zu einer Art<br>                         Privatarmee umgestaltet hatte,<br>                         hatte leichtes Spiel. Er versprach<br>                         dem Volk und dem Militär das, was<br>                         es hören wollte: Brot, neue<br>                         Kolonien, Siege, Expansion und<br>                         einen harten Kurs gegenüber Vulkan.<br>                         Kurz: Er versprach, ein<br>                         andorianisches Sternenimperium zu<br>                         errichten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt beängstigend vertraut.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Was überraschte, waren die<br>                         Methoden, Captain.<br>                         Andoria war zu schwach, um sich in<br>                         diverse Kriege mit den<br>                         Nachbarwelten zu verzetteln und uns<br>                         zeitgleich in Schach zu halten.<br>                         Also ersonn Jharas ein subtileres<br>                         Vorgehen, um Völker zum Eintritt in<br>                         sein Imperium zu zwingen. Sein<br>                         erstes Augenmerk richtete sich auf<br>                         die Boleaner. Ein schwaches Volk,<br>                         dass wegen einiger Ähnlichkeiten zu<br>                         den Andorianern aber viel Beachtung<br>                         auf Andoria fand. Captain, Jharas<br>                         ließ bereits vor seiner<br>                         Machtübernahme ein Virus<br>                         herstellen. Ein heimtückisches<br>                         Virus, dass in der Lage war, in<br>                         großer Geschwindigkeit die ganze<br>                         Bevölkerung zu infizieren. Aber nur<br>                         die Boleaner. Ganz spezifisch.<br><br>               Caylons Gesicht verzieht sich voller Entsetzen.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Ich sehe ihr Entsetzen. Der Plan<br>                         war kalt und brutal. Man hatte<br>                         zudem zwei Gegenmittel entwickelt.<br>                         Eines, was nur auf Zeit wirkte, und<br>                         ein Heilmittel. Der Plan war,<br>                         scheinbar voller Mitgefühl, Bolarus<br>                         mit dem ersten Mittel zu beliefern.<br>                         Nach und nach wollte man so die<br>                         Boleaner ohne Militär und große<br>                         Besatzungsmacht unter den eigenen<br>                         Einfluss bringen. Hätte man die<br>                         Kontrolle auf Bolarus erst in den<br>                         Händen gehabt, hätte man<br>                         schließlich das Heilmittel<br>                         eingesetzt. Ein effizienter Plan.<br><br>               Caylon wirkt niedergeschlagen<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Was passierte dann?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Jharas hatte einen Gegenspieler.<br>                         Admiral Shava. Er war ein großer<br>                         Held des letzten Konflikts mit<br>                         Vulkan und genoss daher hohes<br>                         Ansehen. Er war ein großer Anhänger<br>                         der demokratischen Aristokratie,<br>                         die bis dahin auf Andoria<br>                         geherrscht hatte. Aber er wurde<br>                         kaltgestellt. Man konnte ihn nicht<br>                         töten oder verschwinden lassen,<br>                         jedenfalls nicht gleich.<br>                         So wurde er unter einem Vorwand in<br>                         eine kleine Kolonie verbannt, wo er<br>                         autark leben konnte. Aber Jharas<br>                         unterschätzte ihn, denn seit Jahren<br>                         hatte Shava unbemerkt Gefolgsleute<br>                         bei Jharas eingeschleust. Diese<br>                         lieferten ihm Informationen über<br>                         den Ort, wo man Experimente an<br>                         Boleanern vornahm, um den Erreger<br>                         zu testen. Aber da Shava keine<br>                         Möglichkeiten mehr hatte, diese<br>                         Informationen zu verbreiten, machte<br>                         er einen fast unglaublichen<br>                         Schritt. Er kam zu uns.<br><br>               Caylon zieht die Augenbrauen hoch und guckt verblüfft auf den<br>               Schirm.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Eines unser Kommandos übernahm das<br>                         Labor. Die Boleaner dort wurden<br>                         leider von den Andorianern<br>                         desintegriert, aber es gelang uns,<br>                         Proben des temporären Gegenmittels<br>                         und genügend andere Beweise in die<br>                         Hände zu bekommen. Diese übergaben<br>                         wir Shava und der Opposition. Wir<br>                         hielten es für geboten, uns aus den<br>                         inneren Angelegenheiten Andorias<br>                         rauszuhalten. Jharas wurde<br>                         gestürzt, verurteilt und<br>                         hingerichtet, wie auch die meisten<br>                         anderen Verantwortlichen. Die<br>                         politischen Strukturen wurden<br>                         erneuert, Andoria versprach den<br>                         Boleanern als Entschädigung<br>                         uneigennützigen Schutz und<br>                         technologische Unterstützung.<br>                         Shrans Familie war eine der<br>                         Familien, die dieses Vorhaben mit<br>                         Nachdruck betrieben. Daher geniest<br>                         Shran auch heute noch ein hohes<br>                         Ansehen auf Bolarus. Zwischen den<br>                         drei Völkern wurde zudem<br>                         vereinbart, dass dieses Wissen<br>                         geheim bliebe.<br><br>               Caylon guckt nachdenklich, fast geschockt auf den Schirm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bis vor zwei Monaten, wo dieser<br>                         Virus aufgetaucht ist, richtig? Wer<br>                         hat ihn in Umlauf gebracht? Ihr<br>                         Volk? Das scheinen doch zumindest<br>                         die Andorianer zu glauben? Und<br>                         wieso setzte man das richtige<br>                         Heilmittel nicht ein?<br><br>                                   SOVAL<br>                             (ungerührt)<br>                         Captain. Eine solche Tat wäre<br>                         unlogisch und würde gegen alle<br>                         unsere Wertevorstellung verstoßen.<br>                         Ich sollte Ihnen vielleicht noch<br>                         etwas erzählen: In dem Labor, dass<br>                         wir übernahmen, konnten wir nur das<br>                         eine Gegenmittel sicherstellen, was<br>                         zunächst die Andorianer und später,<br>                         als die Mehrheit der Boleaner<br>                         begannen, Andoria für das Virus<br>                         verantwortlich zu machen, wir<br>                         lieferten. Der Virus und das andere<br>                         Gegenmittel wurden in einem<br>                         separaten Labor entwickelt. Als wir<br>                         dieses fanden, war es aber schon<br>                         vollkommen zerstört. Bis heute<br>                         wissen wir nicht, von wem.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und dieser jemand versucht jetzt,<br>                         einen Krieg vom Zaun zu brechen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Möglicherweise.<br>                             (beat)<br>                         Es gibt Hinweise darauf, dass<br>                         einige unsere Geheimdienstler<br>                         dahinter stecken. Anhänger des<br>                         ehemaligen Administrators V'Las.<br><br>               Caylon runzelt sorgenvoll die Stirn.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das würde die Sache allerdings sehr<br>                         viel komplizierter machen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        56     INT. ANTARES -  CAYLONS RAUM                            56<br><br>               Wir sind wieder in der Gegenwart. Die Bilder sind wieder<br>               farbig, und wir sehen Shran und Caylon. Shran Miene ist<br>               düster .<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie gesagt, Soval nannte diese<br>                         Gruppe die "Gruppe V'Las", Anhänger<br>                         des toten Administrators, der Krieg<br>                         gegen ihr Volk schüren wollte. Es<br>                         erscheint, ja, ich muss es so<br>                         sagen, logisch, dass seine Anhänger<br>                         diesen Plan fortführen wollen.<br><br>               Shran sieht Caylon regungslos an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ach, ja. Soval meinte noch, ich<br>                         sollte Ihnen im Falle des Falles<br>                         sagen, der Ball wäre nun wieder in<br>                         Ihrem Feld. Sie wüssten schon, was<br>                         er meinen würde.<br><br>               Shran guckt Caylon entgeistert an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Und wenn Sie mir eine persönliche<br>                         Bemerkung erlauben, Shran. Ich weiß<br>                         nicht, ob ihre Schlüsse wirklich<br>                         zutreffen. Warum sollten die<br>                         Vulkaniern, nachdem sie so lange<br>                         ihr Wissen nicht genutzt haben,<br>                         ausgerechnet jetzt ihr Vertrauen<br>                         brechen? Mir erscheint Sovals<br>                         Schlussfolgerung, dass jemand sein<br>                         Spiel mit Vulkan und Andoria<br>                         treibt, nun, logischer.<br><br>               Shran hebt seine Fühler und guckt Caylon mit Erstaunen an.<br>               Dann, ganz langsam, wird er wieder der Alte.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Es ist also geschehen. Ich werde<br>                         mich später damit befassen, welche<br>                         Konsequenzen das haben wird. Was im<br>                         Moment zählt, ist, dass wir die<br>                         Shir'ra fassen. Das wird beweisen,<br>                         ob Soval die Wahrheit sagt. Und<br>                         sollte das nicht der Fall sein,<br>                         Pinky, dann mögen ihm und seinem<br>                         Volk ihre Götter gnädig sein.<br><br>               Shran blickt Caylon entschlossen und durchdringend an. Mendez<br>               unterbricht die Szene über die Komm.<br><br>                                   MENDEZS KOMMSTIMME<br>                         Captain. Wir haben vielleicht<br>                         herausgefunden, warum die Tal'lia<br>                         die Andorianer für die Shir'ra<br>                         halten konnte. Ich lege Malek in<br>                         ihren Raum auf das Hauptdisplay und<br>                         komme zu Ihnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Was ist mit den Andorianern?<br><br>                                   MENDEZS KOMMSTIMME<br>                         Ein Hüllenbruch, aber nur minimale<br>                         Schäden. Keine Toten oder<br>                         Schwerverletzten. Ihr Antrieb wird<br>                         in einer Stunde wieder online sein.<br>                         Diese andorianischen Kreuzer sind<br>                         klein, aber auch extrem zäh.<br><br>               Auf Shrans Gesicht erscheint ein Lächeln.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        57     INT. ANTARES - CAYLONS RAUM                             57<br><br>               Wir sehen Caylon, Shran und Mendez. Auf einem Schirm, der an<br>               der Wand montiert ist, sieht man Maleks Gesicht. Die Kamera<br>               zeigt nun jeweils das Gesicht des Sprechenden<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also. Was haben Sie rausgefunden?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Der Abgleich der Sensordaten der<br>                         Tal'lia mit den Informationen in<br>                         unserer Datenbank hat eine<br>                         verblüffende Übereinstimmung mit<br>                         den Daten aus dem Babel<br>                         Zwischenfall ergeben.<br><br>               Caylon guckt Mendez erstaunt an. Auch Shran zeigt sichtlich<br>               Regung. Der Zwischenfall dürfte ihm in bitterer Erinnerung<br>               sein. Er kostete ihm sein Schiff und seine damalige Gefährtin<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagten Sie Babel-Zwischenfall?<br><br>               Mendez nickt. Malek zieht die Augenbraue hoch.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (ernüchtert, halb fragend,<br>                              halb feststellend)<br>                         Romulaner?<br><br>                                   MALEK<br>                         Nicht unbedingt, Captain. Das heißt<br>                         nur, dass eine ähnliche<br>                         Projektionstechnik benutzt wird...<br>                             (beat)<br>                         ...über die auch wir Vulkanier<br>                         mittlerweile auch verfügen.<br>                         Zumindest in einer experimentellen<br>                         Version. Ich gehe davon aus, dass<br>                         die Shir'ra diese Technologie<br>                         einsetzt. So dürfte ihr es wohl<br>                         auch gelungen sein, uns bei Bolarus<br>                         so lange zu entgehen<br><br>                                   SHRAN<br>                             (zweifelnd)<br>                         Aber wie konnten sie sie einsetzen?<br>                         Sie hätten in der unmittelbaren<br>                         Nähe sein müssen. Unser Schiff<br>                         hätte sie entdeckt.<br><br>                                   MALEK<br>                         Nun, wir haben unter anderem damit<br>                         experimentiert, kleine Sonden mit<br>                         dieser Technik zu versehen. Es<br>                         könnte sein, dass die Crew der<br>                         Shir'ra auf Basis dieses Wissens<br>                         Haftminen ausgestattet mit der<br>                         Technologie eingesetzt hat. Ein,<br>                         zwei solcher Minen dürften in<br>                         diesem Nebel reichen, um ein<br>                         unbemerkt eine anderes<br>                         Antriebsmuster vorzutäuschen.<br><br>               Caylon, Shran und Mendez gucken erstaunt auf den Monitor mit<br>               Maleks Gesicht.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Interessant. Sie werden uns wohl<br>                         kaum sagen, wozu ihr Volk eine<br>                         solche Technologie entwickeln will,<br>                         oder?<br><br>               Malek will antworten, doch Caylon stellt sich zwischen Shran<br>               und dem Schirm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke, dass ist nicht der<br>                         Moment, dies auszudiskutieren. Fakt<br>                         ist, die Shir'ra fliegt hier<br>                         womöglich als andorianischer<br>                         Kreuzer umher und sorgt auch noch<br>                         dafür, dass wir unsere eigenen<br>                         Schiff für sie halten. Na große<br>                         Klasse. Es scheint mir, dass der<br>                         taktisch überlegene Captain nicht<br>                         gerade an Bord eines unserer<br>                         Schiffe ist.<br><br>               Malek, Mendez und Shran gucken Caylon fragend an. Der<br>               zynische Galgenhumor dieser Aussage fand bei Ihnen<br>               offensichtlich keinen Anklang.<br><br>                                   MALEK<br>                         Ich fürchte sogar, dass der Captain<br>                         der Shir'ra genau dies geplant hat.<br><br>               Shrans Fühler senken sich. Er wirkt angefressen.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (sehr emotional)<br>                         Wir sind also direkt in die Falle<br>                         gegangen. Und um eine Haar hätten<br>                         wir uns deswegen sogar gegenseitig<br>                         umgebracht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So sieht es aus. Es ist an der Zeit<br>                         einzusehen, dass niemand hier des<br>                         anderen Feind ist. Der Feind ist da<br>                         draußen, extrem gerissen und uns<br>                         absolut im Vorteil. Zumindest,<br>                         solange wir nicht anfangen,<br>                         WIRKLICH zu kooperieren.<br><br>                                   MALEK<br>                         Nun, ich muss Ihnen in diesem Punkt<br>                         zustimmen, Captain Caylon. Daher<br>                         erscheint es mir logisch, einen<br>                         ersten Schritt zu machen.<br><br>               Shran und Caylon, der wieder etwas zu Seite tritt, gucken<br>               Malek erstaunt und erwartungsvoll an.<br><br>                                   MALEK (CONT'D)<br>                         Es wäre möglich, die Sensoren so<br>                         einzustellen, dass wir nicht mehr<br>                         getäuscht werden. Allerdings dürfte<br>                         das etwas dauern.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Das wäre allerdings mehr als nur<br>                         eine erster Schritt.<br><br>               Musik wird lauter.<br><br>               AUF CAYLON:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        58     INT. UNBEKANNT -  EIN TRANSPORTERRAUM                   58<br><br>               Die Kameraeinstellung zeigt eine Transporterplattform. Sie<br>               hat mehrere Bahnen und ihrer Emitter leuchten grünlich. Die<br>               Wände sind in einem metallischen Braunton gehalten. Man würde<br>               sie am ehesten den Vulkaniern zuordnen. Ein leicht singender,<br>               heller Ton schwillt an. Es wird gebeamt. Vier grüne<br>               Leuchterscheinungen werden sichtbar und verdichten sich zu<br>               Personen in langen Umhängen. Es sind Vulkanier. Alle vier<br>               reagieren, nachdem sie materialisiert sind, erschreckt und<br>               greifen unter ihre Umhänge. Ihr verblüfftes Verharren zeigt,<br>               dass sie nicht das dort finden, was Sie suchten. Man hört<br>               Beems Stimme.<br><br>                                   BEEM (O.S.)<br>                             (fröhlich, süffisant)<br>                         Das wäre es dann, meine Herren.<br>                         Schöner Trick, die Lebenszeichen<br>                         als die von Boleanern zu maskieren.<br>                         Aber manchmal können es halt die<br>                         kleinen Details sein, die einen<br>                         guten Plan zum Scheitern bringen.<br><br>               Die Vulkanier nehmen Haltung an und gucken emotionslos nach<br>               vorne. Die Kamera schwenkt herum, und man sieht eine große<br>               Gruppe von Personen. Mestral und zwei Sicherheitsleute der<br>               Antares mit Waffen im Anschlag sind darunter, sowie vier<br>               Vulkanier, ebenfalls mit Waffen im Anschlag. Hinter einer<br>               Konsole steht ein fünfter Vulkanier. Ein Sechster, alt und<br>               würdevoll mit dem Abzeichen eines Captains steht neben Beem,<br>               der breit grinsend Ashans Amulett in die Höhe hält.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Und ich muss sagen, Captain Kodak,<br>                         die vulkanischen Transporter sind<br>                         recht nett. Solche schönen Tricks<br>                         wie die Waffen beim Beamen zu<br>                         entfernen, hat unserer leider nicht<br>                         drauf. Wir sind eher froh, DASS er<br>                         nichts entfernt.<br><br>               Der vulkanische Captain, Kodak, guckt Beem nur kurz<br>               emotionslos an und macht dann ein paar Schritte auf die<br>               gefangenen Vulkanier zu.<br><br>                                   KODAK<br>                         Captain Toros. Es überrascht mich<br>                         schon etwas, Sie hier anzutreffen.<br>                         Ich fürchte, es ist unvermeidbar,<br>                         Sie zu verhaften. Wegen Hochverrat,<br>                         Terrorismus, versuchtem Massenmord<br>                         und Anstiftung eines Krieges.<br><br>               Teilnahmslos verlässt der Angesprochene, ein etwas älterer<br>               Vulkanier mit harten Zügen, die Plattform. Man hört einen<br>               Vulkanier, der seinem Captain Bericht erstattet.<br><br>                                   VULKANIER (O.S.)<br>                         Unser Frachttransporter berichtet,<br>                         dass alle Geiseln unverletzt<br>                         hochgebeamt wurden.<br><br>                                   KODAK<br>                             (sich drehend)<br>                         Gut. Entsenden Sie eine<br>                         Sicherheitsteam, Sub-Commander, um<br>                         das Versteck von Toros zu sichern.<br><br>               Die Kamera dreht sich nun und zeigt die Gefangenen, die nahe<br>               der Tür sind. Toros bleibt fast neben Mestral  stehen und<br>               dreht sich um. Dabei fällt auf, dass er Mestral in der Statur<br>               ähnelt.<br><br>                                   TOROS<br>                         Nun, Captain Kodak, Sie mögen mich<br>                         gefasst haben. Aber unserer Gruppe<br>                         oder unserer Sache werden Sie damit<br>                         keinen Schaden zufügen können. Auch<br>                         Sie werden noch sehen, was der<br>                         rechte Weg für unser Volk ist.<br>                         Und jetzt erlauben Sie mir, dass<br>                         ich mich in meine Arrestzelle<br>                         begebe.<br><br>               Die Kamera schwenkt auf Beem, der fassungslos Toros hinterher<br>               guckt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Mestral)<br>                         Was sagst Du dazu? Vulkanier.<br>                         Wahrscheinlich würdet Ihr sogar im<br>                         Angesicht des Todes noch sagen. Und<br>                         jetzt erlauben Sie, dass ich<br>                         sterbe...  Moment...<br><br>               Beem guckt Mestral nachdenklich an und fängt dann an zu<br>               grinsen.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Wissen Sie was, Mestral? Ich habe<br>                         gerade eine ganz wunderbare Idee.<br>                         Wirklich wunderbar. Ich glaube<br>                         zwar, Sie wird Ihnen nicht ganz so<br>                         gefallen, aber ich finde sie<br>                         wirklich sehr gut.<br><br>               Mestral blickt Beem skeptisch an, während dieser ihn breit<br>               angrinst.<br><br>               AUF MESTRAL<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT VIII<br>                                       AKT IX<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>        59     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   59<br><br>               Wir sehen die gleiche Brückencrew, wie in den letzten Szenen,<br>               sowie Shran und Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan)<br>                         Schon irgendwelche Neuigkeiten?<br><br>               Torlan schüttelt den Kopf. In diesem Moment öffnet sich die<br>               Tür. Die Kamera schwenkt auf diese. Wir sehen Dr. Kendall<br>               hindurchkommen.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Captain. Ich wollte Ihnen<br>                         mitteilen, dass ich die<br>                         Sensorupdates der Vulkanier mit<br>                         meinen Verbesserungen erfolgreich<br>                         kombiniert habe. Damit dürfte<br>                         unsere Scannerreichweite hier<br>                         drin...<br><br>               Er deutet auf den Sichtschirm, auf dem man die düsteren<br>               Gaswolken des Nebels erkennen kann.<br><br>                                   DR. KENDALL (CONT'D)<br>                         ...deutlich steigern. Allerdings<br>                         ist mir eine Sache aufgefallen.<br><br>               Shran und Caylon gucken ihn fragend an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterkühlt)<br>                         Das wäre?<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Meiner Meinung nach hätte die<br>                         Shir'ra trotzdem verdammt nahe an<br>                         den andorianischen Kreuzer ran<br>                         müssen. Mich wundert, dass die sie<br>                         nicht entdeckt haben.<br><br>               Caylon guckt Dr. Kendall kritisch an. Es ist klar zu sehen,<br>               dass er immer noch Vorbehalte gegen seinen Chefingenieur<br>               hegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leicht abschätzig)<br>                         Meines Wissens kann man Minen<br>                         unabhängig von der Position des<br>                         Gegners platzieren.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Wenn die Shir'ra auf einen<br>                         Glückstreffer gesetzt hat, ja. Die<br>                         Tatsache, dass wir keine weiteren<br>                         Minen entdecken konnten, legt aber<br>                         nahe, dass es eine gezielte Aktion<br>                         war.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (kühl)<br>                         Dann haben Sie wahrscheinlich die<br>                         Holotechnik genutzt, um sich zu<br>                         verbergen. Ehrlich gesagt stört<br>                         mich das im Moment nicht, Dr. Je<br>                         weniger Minen, desto weniger Ärger.<br>                         Sonst noch was?<br><br>               Dr. Kendall schüttelt den Kopf und zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Nein. Ich wollte Ihnen das<br>                         lediglich mitteilen, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (kühl)<br>                         Und dafür danke ich Ihnen.<br>                         Wegtreten.<br><br>               Dr. Kendall dreht sich um und verlässt wortlos die Brücke.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es kommt eine Meldung rein. Von der<br>                         Solyor. Sie haben was gefunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was?<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        60     EXT. ANTARES - WELTRAUM, DIE SOLYOR                     60<br><br>               Wir sehen die Solyor von oben. Die Kamera schwenkt in ihre<br>               Flugrichtung und taucht in den Nebel ein. Giftig grüne<br>               Wolkenfetzen huschen vorbei. Man erkennt mehrere große dunkle<br>               Siluetten. Sie kommen näher und man erkennt, dass sie zu<br>               einem vulkanischen Schiff gehören. Allerdings zu einem, was<br>               in drei Teile zerborsten ist.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        61     INT. SOLYOR - BRÜCKE DER SOLYOR                         61<br><br>               Wir sehen Malek. Neben ihm steht eine weibliche Andorianerin.<br>               Sie ist groß und wirkt sehr sportlich, wie eine echte<br>               Soldatin. Man sieht sie von vorne<br><br>                                   TIRIS<br>                         Ich schätze, Captain Malek, die<br>                         Jagd dürfte vorbei sein.<br><br>                                   MALEK<br>                             (zu einem seiner Offiziere<br>                              an seiner Linken)<br>                         Sub-Commander S'Vek. Können Sie<br>                         erkennen, was der Grund für die<br>                         Zerstörung war?<br><br>               Der Sub-Commander gibt mehrere Befehle in seine Station ein<br>               und dreht sich dann zu Malek.<br><br>                                   S'VEK<br>                         Noch nicht hundertprozentig. Aber<br>                         nach den ersten Messungen ist die<br>                         Shir'ra in eine Gastasche geraten.<br><br>                                   MALEK<br>                         Wieso haben wir die Explosion nicht<br>                         bemerkt?<br><br>                                   S'VEK<br>                         Wahrscheinlich haben wir es. Aber<br>                         Sie nicht als solche erkannt. Die<br>                         Entladungen in diesem Nebel sorgen<br>                         für starke Ungenauigkeiten in den<br>                         Messungen.<br><br>                                   TIRIS<br>                         Können Sie mich mit Shran verbinden<br>                         lassen?<br><br>               Malek nickt einem anderem Offizier zu. Wenige Sekunden später<br>               hört man Shrans Stimme. Scheinbar ist die Antares zu weit<br>               weg, um einen Bildkontakt herzustellen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Shran hier. Was ist los, Malek?<br>                         Haben Sie die Shir'ra entdeckt.<br><br>                                   TIRIS<br>                         Commander Tiris hier, Force<br>                         Commander. Wir haben die Shir'ra<br>                         entdeckt. Zerstört. Scheinbar ist<br>                         Sie mit zu viel Schub in eine<br>                         dieser Gastaschen geraten.<br><br>                                   MALEK<br>                         Das muss ich leider bestätigen,<br>                         Force Commander. Ich fürchte, alle<br>                         Möglichkeiten, den Wahrheitsgehalt<br>                         unserer Aussagen zu beweisen,<br>                         wurden zerstört.<br><br>               AUF MALEK:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        62     INT. BOLEARUS - EIN BÜRO                                62<br><br>               Wir sehen einen vergleichsweise schlanken Boleaner bei der<br>               Arbeit. Ein Summen ertönt. Er drückt eine Taste.<br><br>                                   STIMME (O.S.)<br>                         Abgeordneter Shever! Captain Toros<br>                         und ein anderer vulkanischer<br>                         Captain sind hier, um mit Ihnen zu<br>                         sprechen.<br><br>               Zwei Vulkanier treten ein. Einer ist in der Tat Toros, der<br>               andere Kodak.<br><br>                                   SHEVER<br>                         Freut mich, Sie zu sehen Toros. Wer<br>                         ist ihr Begleiter?<br><br>                                   T'ROS<br>                         Captain Kodak, von dem Schiff, was<br>                         Captain Malek zur Überwachung hier<br>                         zurück gelassen hat. Was er nicht<br>                         wusste, ist, dass Captain Kodak ein<br>                         Symphatisant unserer Gruppe ist.<br><br>               Kodak nickt.<br><br>                                   SHEVER<br>                         Was kann ich für Sie tun?<br><br>               Toros legt eine Disc auf Shevers Tisch<br><br>                                   TOROS<br>                         Ich denke, dass beantwortet Ihre<br>                         Frage?<br><br>                                   SHEVER<br>                         Ah, die versprochenen Bänder. Ich<br>                         hoffe, Sie sind nicht als<br>                         Fälschungen zu enttarnen.<br><br>                                   TOROS<br>                         Sie können sich auf die<br>                         Zuverlässigkeit meiner Leute<br>                         verlassen. Sie haben große<br>                         Erfahrung in solchen Dingen.<br><br>                                   SHEVER<br>                         Perfekt. Zwar steht schon so eine<br>                         große Mehrheit auf unser Seite,<br>                         aber wenn Bänder in Umlauf kommen,<br>                         auf denen zu sehen ist, wie die<br>                         Andorianer Boleaner gefangen<br>                         halten, wird der noch immer recht<br>                         milde Kurs des Premierministers<br>                         endgültig in Verruf kommen. Ein<br>                         Sturm der Entrüstung wird über<br>                         unseren Planeten fegen. Damit<br>                         sollte der Sieg bei den anstehenden<br>                         Wahlen für meine Partei eine reine<br>                         Formsache sein.<br><br>                                   TOROS<br>                         Schade nur, dass dieser Wahlsieg<br>                         wohl nie stattfinden wird.<br><br>               Toros zieht einen Kommunikator aus seinem Mantel und führt<br>               ihn zum Mund.<br><br>                                   TOROS/MESTRAL<br>                         Mestral an Sha'lar'ra. Wir haben,<br>                         was wir brauchen. Hochbeamen!<br><br>               Der Boleaner guckt die beiden völlig entgeistert an, als er<br>               sich in einer grünen Lichtwolke aufzulösen beginnt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        63     INT. SHA'LAR'RI - TRANSPORTERRAUM                       63<br><br>               Wir sehen die Plattform des bereits bekannten Transporters.<br>               Shever materialisiert sich dort und guckt entsetzt nach<br>               vorne. Beem, zwei Sicherheitsleute und eine Reihe Vulkanier<br>               warten schon auf Shever, mit den Waffen im Anschlag. Beem<br>               grinst zufrieden.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Shever, süffisant)<br>                         Heute ist kein guter Tag für<br>                         Verschwörer, schätze ich.<br>                             (beat, ernster)<br>                         Gute Arbeit, Mestral. Ich hoffe,<br>                         die Kostümierung hat Ihnen<br>                         zumindest ein bisschen Spaß<br>                         gebracht.<br><br>                                   MESTRAL (O.S.)<br>                         Sie hat Ihren Zweck effizient<br>                         erfüllt.<br><br>               Beem verdreht die Augen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ironisch)<br>                         Und das soll zu 7/8 ein Mensch<br>                         sein?<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        64     INT. BOLARUS - TSCHERNOVSKYS QUARTIER                   64<br><br>               Wir sehen Tschernovsky und Ashan. Beide befinden sich in<br>               einem relativ schmucklosen Raum. Ein Bett, ein Nachtisch und<br>               ein kleiner Tisch mit einem Terminal darauf sind alle<br>               Einrichtungsgegenstände. Einziger Schmuck ist ein Bild an der<br>               Wand, dass eine vereiste Berglandschaft zeigt.<br><br>                                   ASHAN<br>                         Darius. Ich wollte Dir für alles<br>                         danken und mich von Dir<br>                         verabschieden. Meine Mutter und ich<br>                         müssen zurück nach Delta V. Mit<br>                         Hilfe der Informationen aus der<br>                         vulkanischen Datenbank wird es uns<br>                         dort sehr schnell gelingen, dass<br>                         Gegenmittel zu synthetisieren. In<br>                         einer Stunde holt uns ein Schiff<br>                         meines Volkes ab, um uns nach Hause<br>                         zu bringen.<br><br>               Tschernovsky wirkt ob dieser Nachricht sichtlich bedrückt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (leise)<br>                         Schade. Wir bleiben noch einige<br>                         Zeit. Ich hatte gehofft, wir<br>                         könnten gemeinsam durch die Stadt<br>                         gehen. Ich fand...<br>                             (beat)<br>                         ...es jedenfalls schön, Dich kennen<br>                         zu lernen.<br><br>                                   ASHAN<br>                             (lächelnd)<br>                         Mir geht es ebenso. Ich weiß, es<br>                         wird schwierig, in Kontakt zu<br>                         bleiben. Aber ich wünsche mir, dass<br>                         wir uns wieder sehen. Ich habe mit<br>                         Captain Caylon gesprochen. Es wird<br>                         kein Problem sein, über die<br>                         Sternenflotte Nachrichten<br>                         auszutauschen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (verblüfft)<br>                         Aber? Ich weiß nicht, was ich sagen<br>                         soll.<br><br>                                   ASHAN<br>                         Sag einfach nichts und freue Dich.<br>                         Ich freue mich jedenfalls auf Deine<br>                         erste Nachricht.<br><br>               Sie hebt die Hand mit der Handfläche zu Tschernovsky, welcher<br>               diese nach kurzem Zögern unsicher mit seiner Handfläche<br>               berührt. Sie lächelt. Dann dreht sie sich um und verlässt den<br>               Raum. Tschernovsky bleibt einige Sekunden stehen und starrt<br>               regungslos die Tür an. Dann setzt er sich auf das Bett. Nach<br>               einigen Sekunden klingelt es. Er springt wie von der Tarantel<br>               gestochen auf.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (mit erfreuten Unterton)<br>                         Ja, bitte!<br><br>               Beem tritt ein. Tschernovsky ist sichtlich überrascht.<br>               Anscheinend hatte er gehofft, dass es noch einmal Ashan wäre.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nun. Guten Tag Ensign. Ich hatte<br>                         gehofft, Sie hier zu finden.<br><br>               Tschernovsky mustert Beem, der schweigend vor ihm steht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (unterkühlt)<br>                         Mit kann ich für Sie tun,<br>                         Lieutenant?<br><br>               Man sieht, wie Beem sich innerlich windet<br><br>                                   BEEM<br>                             (sehr zögerlich)<br>                         Hören Sie, Ensign, Es...<br>                             (beat)<br>                         ...es tut mir leid. Ich habe Sie<br>                         unnötig provoziert. Ebenso gestern<br>                         in der Messe. Überhaupt... in<br>                         letzter Zeit.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (spontan und ungläubig)<br>                         Soll das etwa eine Entschuldigung<br>                         sein?<br><br>                                   BEEM<br>                         Na, ja... sind Sie schon mal in<br>                         Texas gewesen, Ensign?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (verwirrt)<br>                         Was hat den jetzt Texas damit zu<br>                         tun? Nein, war ich nicht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wissen Sie, ich war mal nebenbei,<br>                         während der Ferien, Cowboy.<br>                         Heutzutage ist das nur noch eine<br>                         Art Hobby, für Leute, die die<br>                         Freiheit lieben. Wissen Sie, wie es<br>                         ist, wenn Sie auf Berge, die nur<br>                         als Schatten am Horizont liegen,<br>                         zureiten, nicht wissend, was da<br>                         ist?  Begleitet nur von...von<br>                         Leuten, die, wie man selbst, das<br>                         Abenteuer suchen. Dieses Ungewisse,<br>                         was da ist, was man sieht, da<br>                         erlebt. Kennen Sie das?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (noch verwirrter)<br>                         Was? Nein, nein. Da, wo ich<br>                         herkomme, gibt es keine Berge in<br>                         der Nähe. Und ich bin noch nie<br>                         geritten. Was soll das, Lieutenant?<br><br>                                   BEEM<br>                             (grimmiger)<br>                         Sie wollten doch wissen, warum ich<br>                         zur Sternenflotte gegangen bin. Na,<br>                         ja. Wenn Sie dieses Gefühl kennen,<br>                         dann wissen Sie es.<br><br>               Tschernovsky wirkt unbeholfen, denn er kann offensichtlich<br>               diese Gefühle von Beem nicht nachvollziehen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (unbeholfen)<br>                         Nun Lieutenant, das ist alles sehr<br>                         überraschend.<br><br>                                   BEEM<br>                         Hören Sie, Darius. Wir müssen ja<br>                         nicht gleich Freunde werden. Aber<br>                         wir in Texas haben da einen Brauch.<br>                         Wenn sich zwei Männer vertragen,<br>                         trinken Sie sich einen an und<br>                         lernen sich dabei besser kennen.<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß nicht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Kommen Sie. Lassen Sie uns heute<br>                         Abend Mendez und vielleicht noch<br>                         Torlan schnappen, und dann machen<br>                         wir eine nette Männerrunde.<br><br>               Tschernovsky wirkt nicht wirklich überzeugt, aber seine<br>               Gestik gibt zu erkennen, dass er sich Beem nicht widersetzen<br>               mag.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Na, gut. Mögen Sie Wodka?<br><br>                                   BEEM<br>                             (entgeistert guckend)<br>                         Mann, Junge. Das Zeug? Aber gut,<br>                         wenn Sie meinen, dann auch Wodka.<br>                         Ach, noch was.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (mit einem kühlen<br>                              Unterton)<br>                         Keine Romulaner bitte.<br><br>               Beem guckt ihn kurz ernst an, fängt aber dann an zu grinsen<br><br>                                   BEEM<br>                         Nur indirekt. Sollten Sie das von<br>                         eben unserem neuen Councellor<br>                         erzählen, dann werde ich Sie in<br>                         einen Torpedo stecken und in den<br>                         nächsten romulanischen Kreuzer<br>                         schießen, den wir treffen. Haben<br>                         wir uns verstanden, Darius?<br><br>               Tschernovsky guckt Beem entsetzt an, während dieser breit<br>               grinst. Langsam dämmert es Tschernovsky, dass Beem sich<br>               tatsächlich selbst auf die Schippe genommen hat. Er fängt<br>               ebenfalls an zu grinsen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IX<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                        AKT X<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>        65     INT. SHA'LAR'RI - ARREST                                65<br><br>               Wir sind im Arrestbereich des vulkanischen Kreuzers. In der<br>               Zelle, hinter einem grün glühendem Kraftfeld, sind die<br>               gefangenen vier Vulkanier zu erkennen. Vor der Zelle stehen<br>               Malek, ein weiterer Vulkanier, Caylon, Shran und Botschafter<br>               Soval<br><br>                                   SOVAL<br>                         Captain Toros, Mitglied des<br>                         taktischen Beraterstabes von<br>                         Administrator V'Las. Man hätte sich<br>                         denken können, dass einer wie Sie<br>                         mit der Gruppe V'Las symphatisieren<br>                         würde. Es war bar jeder Logik,<br>                         Ihnen ein Kommando zu übertragen.<br><br>               Soval tritt vor das Kraftfeld und sieht Toros durchdringend<br>               an.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Und dennoch überrascht es mich,<br>                         dass Sie hierzu fähig waren. Ihr<br>                         Verhalten ist eine Schande für<br>                         unser Volk.<br><br>               Toros tritt an das Kraftfeld.<br><br>                                   TOROS<br>                         Eine Schande ist die Schwäche<br>                         unseres Volkes, für die Sie mit<br>                         Verantwortung tragen, Soval.<br>                         Nachdem V'Las die Macht verlor, hat<br>                         man den Menschen ihren eigenen<br>                         Willen gelassen. Und was ist<br>                         passiert? Erst gründeten Sie diese<br>                         lächerliche Allianz, und dann<br>                         stürzten sie den Sektor in einen<br>                         Krieg mit den Romulanern. Und jetzt<br>                         denken sie allen Ernstes, dass<br>                         Vulkan ihnen auch noch helfen wird.<br>                         Was für eine Logik billigt so einen<br>                         Kurs der Schwäche, Botschafter?<br><br>               Caylon geht auf das Kraftfeld zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wütend)<br>                         Sie können mich mal mit Ihrer so<br>                         genannten Logik, Toros. Welche<br>                         Logik steckt dahinter, ein<br>                         wehrloses Volk mit einem<br>                         heimtückischen Virus zu infizieren?<br>                         Soval sagte mir, dass Sie extreme<br>                         Ansichten besitzen. Aber auch er<br>                         weigerte sich bis vor wenigen<br>                         Tagen, zu glauben, dass irgendein<br>                         Vulkanier so etwas tun könnte.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich musste feststellen, dass ich<br>                         mich geirrt habe.<br><br>                                   TOROS<br>                             (ungerührt)<br>                         Extreme Situation erfordern der<br>                         Logik nach auch extreme Maßnahmen.<br>                         Außerdem besaßen wir das<br>                         Gegenmittel und genaue Kenntnis<br>                         über das Mutationsverhalten des<br>                         Erregers. Das Risiko war also<br>                         minimal und vertretbar.<br><br>               Shran tritt mit angelegten Fühlern nach vorne.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Die kalte Logik eines vulkanischen<br>                         Verbrechers. Eures Gleichen war für<br>                         Jahrzehnte des Krieges mit uns<br>                         verantwortlich. Und uns nennt Ihr<br>                         unehrenhaft und nicht<br>                         vertrauenswürdig?<br><br>               Toros tritt zurück und setzt sich unberührt auf die Bank!<br><br>                                   TOROS<br>                         Das ist auch so. Die Andorianer<br>                         warten doch nur ab, wie Vulkan<br>                         langsam schwächer wird. Die<br>                         Syranniten verkennen die Macht der<br>                         Logik. Unsere Logik bietet uns<br>                         Stärke und Überlegenheit. Sie macht<br>                         uns zur natürlichen Ordnungsmacht<br>                         im Sektor, dafür geschaffen,<br>                         Frieden, Sicherheit, Fortschritt<br>                         und Gerechtigkeit zu verbreiten und<br>                         die Völker zu führen. Wie wir es<br>                         jahrelang bei Ihrem Volk taten,<br>                         Captain. Zu Ihrem Besten. Die neue<br>                         Administration hat das alles aus<br>                         der Hand gegeben. Minimierung der<br>                         Flotte, Frieden mit Andorianern.<br>                         Womöglich noch eine "Föderation"<br>                         mit der Erde und Andoria, unter der<br>                         Führung der Menschen, einer<br>                         schwachen und irrationalen Rasse.<br>                         Es ist kein Wunder, dass die<br>                         Romulaner es wagten, einen Krieg zu<br>                         beginnen. Wir hätten Ihnen schon<br>                         längst Einhalt geboten. Auf unsere<br>                         Weise.<br>                         Solange Vulkan stark war, hätten<br>                         sich die Romulaner niemals getraut,<br>                         offen anzugreifen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Toros. In ihrem Sinne rate ich<br>                         Ihnen, uns die Hintermänner dieser<br>                         Tat zu nennen. Haben Sie auch was<br>                         mit dem Anschlag auf Risa zu tun?<br>                         Wenn Sie jetzt reden, kann das<br>                         Ihnen noch helfen.<br><br>                                   TOROS<br>                             (ungerührt)<br>                         Sie können mich auch einer<br>                         Gedankenverschmelzung unterziehen,<br>                         wenn Sie wollen. Unsere Gruppe ist<br>                         gut organisiert. Das, was Sie von<br>                         mir erfahren können, wird Ihnen nur<br>                         wenig helfen. Ich habe Ihnen nichts<br>                         mehr zu sagen. Alle Informationen,<br>                         die Ihnen hätten helfen können,<br>                         befanden sich auf der Shir'ra. Und<br>                         Commander S'Nek hat, wie ich es Ihm<br>                         befohlen habe, diese mit seinem<br>                         Leben geschützt.<br><br>               AUF TOROS<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        66     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                 66<br><br>               Von oben über der atemberaubend schönen Kulisse des stark<br>               vereisten Planeten Bolarus sehen wir die Antares flankiert<br>               von einem andorianischen Kreuzer, der Jarvena, und einem<br>               vulkanischen Kreuzer.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        67     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         67<br><br>               Wir sehen Caylon, Soval, Malek und Shran an dem<br>               Besprechungstisch sitzen. Jeder hat ein Glas mit mutmaßlich<br>               andorianisches Ale vor sich stehen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Ich weiß, Botschafter, das Sie<br>                         nicht trinken. Aber ich weiß auch,<br>                         dass Sie eine Ausnahme machen.<br>                         Also, auf den Frieden zwischen<br>                         unseren Völkern.<br><br>               Er hebt sein Glas und kippt es Shran-typisch mit einem<br>               Schluck weg. Auch Caylon trinkt es relativ schnell, wären die<br>               Vulkanier es bedächtigt und zögerlich trinken.<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Allerdings haben Sie mir bislang<br>                         eine Frage nicht beantwortet. Wie<br>                         gelang es Ihnen, mit den Vulkaniern<br>                         zu kooperieren?<br><br>               Caylon guckt zu Soval, der ihm mit einer Handbewegung das<br>               Wort überlässt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun. Zum Ende meines Gespräches mit<br>                         Soval auf Vulkan kamen wir überein,<br>                         dass es das Beste wäre, wenn er<br>                         sofort hierher käme. Er glaubte,<br>                         dass er mit Ihnen persönlich die<br>                         Dinge vielleicht besser regeln<br>                         könnte. Er machte mir auch klar,<br>                         dass ohne die Hilfe der Vulkanier<br>                         meine Leute auf Bolarus nur<br>                         rumsitzen würden. Als sich Mestral<br>                         bei mir meldete und mir von dem<br>                         Amulett der Deltaner erzählte, riet<br>                         ich ihm, Soval zu kontakten, um ihn<br>                         vermitteln zu lassen. Wie Sie<br>                         sehen, mit Erfolg.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das war mir nur möglich, weil ich<br>                         auf Vulkan einige alte Kontakte zur<br>                         Verfügung hatte. Sie, Force<br>                         Commander, würden wohl eher sagen,<br>                         ich kannte Leute, die in meiner<br>                         Schuld standen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Und nun könnte man fast sagen, dass<br>                         ich bei Ihnen in einer Schuld<br>                         stehe.<br><br>               Sowohl Caylon als auch Soval blicken Shran verblüfft an,<br>               sofern man Sovals Miene als Verblüffung deuten mag.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, mir scheint jedenfalls, als<br>                         wenn wir wieder auf dem Weg zu<br>                         alter Vertrautheit und<br>                         Zusammenarbeit wären. Vielleicht<br>                         ist dies der Wendepunkt in dieser<br>                         Geschichte.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich möchte Ihre Euphorie nicht<br>                         bremsen, Captain, aber auf der Erde<br>                         bin ich enger an die Vorgaben<br>                         gebunden, die mir meine Regierung<br>                         gibt.<br>                         Und diese ist überzeugt, dass eine<br>                         strikte Nicht-Einmischung und<br>                         Beobachtung im Moment die besten<br>                         Strategien sind. Viele Leute, wie<br>                         mein Adjutant Te'en'g, unterstützen<br>                         diesen Kurs. Ich fürchte, meine<br>                         Möglichkeiten, Ihrer Sache zu<br>                         helfen, sind, von wenigen Ausnahmen<br>                         abgesehen, nur sehr beschränkt.<br><br>               Shran und Caylon sehen ihn bedächtigt an. Beide sagen nichts.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber Sie können doch nicht einfach,<br>                         nach allem, was gewesen ist, so<br>                         tun, als wäre alles in Ordnung?<br><br>               Shrans Miene verfinstert sich.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Also lasst ihr Spitzohren uns<br>                         einmal mehr im Stich?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Es tut mir leid. Ich persönlich<br>                         würde anders entscheiden. Aber mir<br>                         obliegt es nur, dass zu tun, was<br>                         meine Regierung mir befiehlt. Ich<br>                         werde versuchen, meine Regierung zu<br>                         überzeugen, eine aktivere Rolle zu<br>                         Ihren Gunsten einzunehmen. Aber ich<br>                         fürchte, dass ich Ihnen nur wenig<br>                         versprechen kann.<br><br>               Es entsteht eine Pause. Shran Fühler heben sich etwas und<br>               sein Blick wird etwas freundlicher. Er scheint zu begreifen,<br>               dass Soval, auf seine Weise, ein Verbündeter ist.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Es war mir jedenfalls eine Freude,<br>                         Ihnen wieder im Frieden und nicht<br>                         im Krieg zu begegnen, Force<br>                         Commander.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Es war auch für mich eine Freude.<br>                         Ich hoffe, dass wir noch öfters<br>                         einen Anlass haben, uns als Freunde<br>                         zu begegnen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich auch, Force Commander, auch<br>                         wenn ich es Ihnen nicht versprechen<br>                         kann. Aber nun entschuldigen Sie<br>                         mich bitte. Ich muss dringend zur<br>                         Erde zurückkehren. Man erwartet<br>                         mich bereits dort, und der Weg ist<br>                         noch lang.<br><br>               Soval und Malek entrichten einen vulkanischen Gruß, den<br>               Caylon eher schlecht als recht erwidert, während Shran nur<br>               nickt. Dann verlassen beide den Raum<br><br>                                   SHRAN<br>                             (temperamentvoll)<br>                         Die Tatsache, dass die Vulkanier<br>                         sich weiterhin feige heraushalten<br>                         werden, ist bedauerlich. Aber<br>                         immerhin gibt es noch Vulkanier,<br>                         die das als Fehler sehen.<br>                             (beat)<br>                         Sei es, wie es sei. Auch auf mich<br>                         warten Aufgaben, Captain. Geben Sie<br>                         auf Ihre Pinkyhaut acht, denn es<br>                         würde mich sehr freuen, Sie wieder<br>                         zu sehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ironisch)<br>                         Vielleicht bekomme ich ja mal auf<br>                         der Jarvena einen Teil des<br>                         Kommandos. Als Ausgleich.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Darauf, würde ich, wie ihr Pinkys<br>                         es so schön sagt, nicht wetten.<br><br>               Shran nickt ihm zum Abschied zu und verlässt den Raum.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        68     EXT. ANTARES - WELTRAUM                                 68<br><br>               Wir sehen erneut die Antares von oben über dem Planeten.<br>               Nacheinander drehen die Jarvena und der Kreuzer der Vulkanier<br>               ab und fliegen aus dem Bild.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        69     INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM                         69<br><br>               Wir sehen Caylon alleine am Fenster. Man hört, dass sich die<br>               Tür öffnet. Er schaut sich um und die Kamera zeigt die<br>               eintretende Person: Ensign Emma Fernandez.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Councellor. Was verschafft mir das<br>                         Vergnügen?<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich wollte sehen, wie es Ihnen so<br><br>                         geht als Held des Tages.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht so, dass ich nie wieder eine<br>                         Mission haben möchte.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Bitte?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Apokalypse Now. Ein alter Film. Ach<br>                         vergessen Sie es. Es geht mir gut.<br>                         Zumindest einigermaßen.<br><br>               Fernandez sieht ihn fragend an. Es entsteht eine Pause.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wissen Sie, ich kann nicht wirklich<br>                         gut schlafen. In letzter Zeit<br>                         schlafe ich, ehrlich gesagt, recht<br>                         schlecht. Eigentlich seit der Sache<br>                         mit Risa. Ich träume viel wirres<br>                         Zeug.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                         Ich lass in den Akten, dass<br>                         Lieutenant MacKenzie kurz vor<br>                         diesem Unfall begonnen hatte, Sie<br>                         deswegen zu hypnotisieren. Sie<br>                         schrieb, dass ihre Symptome recht<br>                         ungewöhnlich wären. Leider nichts<br>                         näheres. Zu meinem Bedauern bin ich<br>                         keine Expertin in der<br>                         Hypnosetherapie. Ich fürchte...<br><br>               Sie zwinkert bewusst mit einem Auge.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         ...ich kann Ihnen nur auf dem<br>                         konventionellen Wege eines<br>                         therapeutischen Gesprächs helfen.<br>                         Darf ich denn fragen, was für<br>                         "Zeug" Sie träumen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (von ihr wegguckend)<br>                         Wenn ich das wüsste. Ich kann mich<br>                         nie an viel erinnern. Allerdings in<br>                         der vorletzten Nacht...<br>                             (beat, er wirkt verstört)<br>                         Ich träumte, dass Lieutenant<br>                         MacKenzie tot zu meinen Füssen lag.<br>                         Ich hatte Sie umgebracht.<br><br>               Fernandez wirkt etwas erschrocken, sammelt sich aber wieder.<br>               Caylon wirkt fast depressiv. Er guckt zu ihr hin.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         In meinem Traum natürlich.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (langsam und sehr<br>                              eindringlich)<br>                         Es klingt etwas abgedroschen, aber<br>                         Sie sollten das nicht zu ernst<br>                         nehmen. Wenn man, wie Sie, schwere<br>                         Entscheidungen treffen musste, die<br>                         auch enge Freude betreffen...<br><br>               Er guckt Sie mit einer fast wilden Miene erschrocken an.<br>               Fernandez wirkt über diese Reaktion einen Moment lang etwas<br>               erschrocken. Aus ihrer Reaktion merkt man, dass Sie erkennt,<br>               dass sie einen wunden Punkt getroffen hat.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                             (zögerlich)<br>                         ...dann versucht man diese<br>                         Schuldgefühle durch Träume<br>                         auszudrücken. Indem man träumt, man<br>                         wäre an tragischen Ereignissen<br>                         Schuld. Ich kann nicht leugnen,<br>                         Captain, dass Sie nicht ganz der<br>                         Mann sind, wie er in Ihren<br>                         Unterlagen beschrieben wurde. Sie<br>                         scheinen verändert. Man hat mir<br>                         auch berichtet, dass Sie sich in<br>                         den letzten Monaten oft in ihrem<br>                         Quartier aufgehalten und nur das<br>                         Nötigste mit der Crew gesprochen<br>                         haben.<br><br>               Caylon guckt sie ernst an. Dann nickt er leicht.<br><br>                                   FERNANDEZ (CONT'D)<br>                         Es wäre sicher ratsam, wenn Sie<br>                         über diese Dinge mit mir sprächen,<br>                         sobald Sie denken, dass Sie das<br>                         können. Aber nach wie vor, Sir,<br>                         sind Sie ein guter Captain, und<br>                         auch der, den Ihre Crew braucht.<br>                         Das haben Sie auf dieser Mission<br>                         eindrucksvoll bewiesen. Lassen Sie<br>                         nur nicht zu, dass das anders wird.<br><br>               Er nickt mit ernster Miene.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entschlossen)<br>                         Nein. Ich verspreche Ihnen, dass<br>                         ich es nicht zulassen werde. Aber<br>                         noch muss ich die Dinge mit mir<br>                         selbst ausmachen. Ich hoffe, Sie<br>                         verstehen das?<br><br>               Sie nickt. Einige Sekunden sagt niemand was.<br><br>                                   FERNANDEZ<br>                             (die Stille überbrückend)<br>                         Jedenfalls haben wir nun wohl doch<br>                         das Geheimnis dieser Seuche<br>                         gelüftet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nachdenklich)<br>                         Haben wir?  Weder wissen wir, wer<br>                         noch alles zu dieser Gruppe V'Las<br>                         gehört, noch wie sie an den Erreger<br>                         kam. Wenn Sie mich fragen, dann war<br>                         das nur die Spitze eines Eisbergs.<br><br>               Fernandez guckt ihn nachdenklich an und nickt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        70     INT. UNBEANNT - BÜRO                                    70<br><br>               Ruhige geheimnisvolle Musik ertönt. Sie untermalt die Szene.<br>               Wir sehen einen Schreibtisch von hinten. Eine Person, von der<br>               wir nur die Konturen vor der Schreibtischlampe erkennen,<br>               sitzt daran. Der Raum ist relativ schmucklos, einige Lampen<br>               an der Wand strahlen zur Decke. Einige Bilder zeigen<br>               Landschaften oder fremdartige, abstrakte Kunst. Auf dem<br>               Terminal auf dem Tisch sieht man fremdartige Symbole, ohne zu<br>               erkennen, was für welche es sind. Ein Signal ertönt. Die<br>               Person drückt auf einen Knopf und steht auf. Die Tür öffnet<br>               sich, und zwei Personen treten ein. Die Kamera verharrt in<br>               der Position. Es sind zwei Männer. Es sind romulanische<br>               Offiziere. Es sind Romor und Valdore. Sie gehen auf den<br>               Schreibtisch zu.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Admiral Dorenga. Soeben wurde mir<br>                         berichtet, dass die Shir'ra<br>                         zerstört wurde. Wie konnte das<br>                         geschehen?<br><br>               Die Person am Schreibtisch geht aus dem Schatten heraus, und<br>               die Kamera folgt ihr. Es ist eine ältere Frau. Sie sieht<br>               würdevoll aus, fast wie eine Vulkanierin. Ihre Züge sind<br>               trotz ihres Alters sanft und jugendhaft, und ihre Figur ist<br>               schlank. Ihre Uniform ist eine des Tal'Shiar und ihre<br>               Abzeichen zeigen, dass sie den Rang eines Admirals hat, wie<br>               auch die beiden anderen.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Ich habe es meinem Schiff befohlen.<br>                         Keine Sorge. Unser Agent hat sich<br>                         rechtzeitig von Bord gebeamt.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Ich wusste, es war ein Fehler,<br>                         Ihnen die Holotechnologie zur<br>                         Verfügung zu stellen. Ohne unseren<br>                         Agenten haben wir sehr viel<br>                         Einfluss auf die Gruppe V'Las<br>                         verloren. Ich werde Sie für diese<br>                         Fehlentscheidung zahlen lassen.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Drohen Sie mir wieder mal, Valdore?<br>                         Ich weiß, dass Sie mich nicht mögen<br>                         und aus dem Weg haben wollen, weil<br>                         ich ihren netten kleinen Krieg, den<br>                         ihr größenwahnsinniger Freund Fato<br>                         vom Zaun brechen musste, nicht<br>                         billige. Aber glauben Sie mir, mein<br>                         Vorgehen ist wohlüberlegt.<br><br>                                   VALDORE<br>                             (grimmig)<br>                         Es tut im Moment nichts zur Sache,<br>                         ob ich sie mag oder nicht mag, weil<br>                         Sie den Krieg nicht billigen.  Sie<br>                         und ihresgleichen sind ohnehin in<br>                         der Minderheit. Im Moment zählt<br>                         nur, dass Sie einen schweren Fehler<br>                         gemacht haben.<br><br>                                   DORENGA<br>                             (weiterhin ungerührt)<br>                         Einen Fehler haben lediglich Sie<br>                         gemacht. Und zwar damals bei der<br>                         Aktion mit den Drohnen. Dadurch<br>                         wurde diese Technologie anderen<br>                         bekannt.<br><br>               Man sieht, wie die Wut durch Valdores Körper geht. Aber er<br>               reißt sich zusammen.<br><br>                                   DORENGA (CONT'D)<br>                         Es war notwendig, unsere Pläne zu<br>                         ändern, um unsere Beteiligung zu<br>                         verbergen. Der Versuch, Vulkan und<br>                         Andoria in einen Krieg zu steuern,<br>                         ist durch das Eingreifen der<br>                         Antares gescheitert. Aber durch die<br>                         Zerstörung der Shir'ra wird es<br>                         unmöglich für die Vulkanier, unsere<br>                         Verwicklung in den Fall zu<br>                         entdecken. Und nicht nur das. Sehen<br>                         Sie sie als die Chance, die kleinen<br>                         Fehler der Vergangenheit<br>                         auszumerzen und den Blick der<br>                         Vulkaniern von uns zu wenden.<br><br>               Romor, der bisher regungslos zuhörte, tritt jetzt etwas in<br>               die Mitte.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Mit den kleinen Fehlern meinen Sie<br>                         die DNS-Spuren, nicht wahr Admiral?<br><br>               Dorenga nickt.<br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Nun, ich habe auch gehört, dass<br>                         einige führende Vulkanier vermuten,<br>                         dass ihre verschollenen Vorfahren<br>                         mit uns zu tun haben könnten. Auch<br>                         wenn es meinem "Freund", Admiral<br>                         Valdore, nicht passt. Ich gebe<br>                         Ihnen recht. Wir müssen<br>                         vorsichtiger werden. Allerdings<br>                         sehe ich leider nicht, wie die<br>                         Ereignisse auf Bolarus und die<br>                         Zerstörung der Shir'ra uns dabei<br>                         helfen könnten.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Ich habe durchaus das Risiko, dass<br>                         die Gruppe V'Las entdeckt wird,<br>                         einkalkuliert. Daher erschien es<br>                         mir sinnvoll, bei Zeiten Sub<br>                         Commander S'Nek gegenüber Toros<br>                         andeuten zu lassen, dass ein<br>                         anderer Flügel der Gruppe V'Las mit<br>                         dem Attentat auf Risa in<br>                         Zusammenhang steht. Für den Fall,<br>                         dass, wie geschehen, Toros in die<br>                         Hände der Vulkanier oder Andorianer<br>                         geraten würde. Nun, früher oder<br>                         später werden Sie Toros einer<br>                         Gedankenverschmelzung unterziehen.<br><br>                                   VALDORE<br>                             (zynisch)<br>                         Sie glauben doch nicht, dass die<br>                         Vulkanier das einfach so als die<br>                         Wahrheit akzeptieren.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Es ist nicht wichtig, was Sie am<br>                         Ende als Wahrheit akzeptieren. Es<br>                         wird Sie verwirren und ihren Blick<br>                         für den Moment nach innen richten.<br>                         Sie werden versuchen, die<br>                         Mitglieder der Gruppe V'Las zu<br>                         stellen und die Zusammenhänge zu<br>                         ergründen. Sie sehen also,...<br>                             (sie lächelt)<br>                         ...je weniger wir zur Zeit dort<br>                         involviert sind, desto besser ist<br>                         es. Und noch haben wir nicht jeden<br>                         Mann dort verloren. Alles, was wir<br>                         nun brauchen, ist etwas Zeit, um<br>                         neue Pläne zu entwickeln und in<br>                         Gang zu bringen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Das wird vielleicht nicht mal nötig<br>                         sein.<br>                         Wie Sie wissen, lasse ich im Moment<br>                         ein Schlachtschiff mit einer fast<br>                         unzerstörbaren Außenhaut bauen.<br>                         Sobald es fertig gestellt wird,<br>                         werde ich diesen Krieg damit<br>                         endlich zu unserem Gunsten beenden.<br>                         Dann Können wir dazu übergehen,<br>                         unserer Kultur wieder zu neuem<br>                         Glanz zu verhelfen.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Eine Restauration unserer alten<br>                         Werte wäre sicher mehr als<br>                         wünschenswert, Romor. Allerdings<br>                         glaube ich noch nicht daran, dass<br>                         ihre Wunderwaffe den Sieg bringt.<br>                         Die aktuellen Ereignisse lehren uns<br>                         auch, dass wir den Feind niemals<br>                         unterschätzen dürfen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Meine "Wunderwaffe" wird<br>                         funktionieren, dass verspreche ich<br>                         Ihnen. Und es sollte kein Problem<br>                         sein, sie zu vollenden, solange wir<br>                         die Frontlinie halten können. Dies<br>                         ist gesichert, solange Vulkan<br>                         neutral bleibt. Alleine sind die<br>                         Menschen und die Andorianer zu<br>                         schwach, um uns entscheidend<br>                         angreifen zu können.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Ihre Argumente sind für mich<br>                         dennoch unzureichend. Fakt ist,<br>                         ohne die Gruppe V'Las sind wir<br>                         nicht in der Lage, die Pläne für<br>                         eine Wiedervereinigung zu<br>                         realisieren.<br><br>                                   DORENGA<br>                         Fakt ist, diese Pläne waren bereits<br>                         erst einmal gescheitert, als wir<br>                         gezwungen waren, V'Las Shuttle zu<br>                         sprengen, weil er eine Gefahr für<br>                         unser Geheimnis wurde. Die meisten<br>                         Vulkanier sind nun einmal uns<br>                         gegenüber nicht so aufgeschlossen,<br>                         wie es einst V'Las war. Allerdings<br>                         ist dies auch kein Wunder bei dem<br>                         abschreckenden Beispiel, dass unser<br>                         Kultur im Moment bietet.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich stimme Ihnen zu, Admiral. So<br>                         notwenig eine strikte Kontrolle des<br>                         Volkes und der besiegten Völker<br>                         ist, so töricht war die<br>                         übertriebene Grausamkeit in der<br>                         letzten Zeit.<br><br>                                   VALDORE<br>                         Ihre Meinungen. Ich glaube, dass<br>                         nur Härte zu Respekt führt, und ich<br>                         werde den Senat und Konsul Vrax in<br>                         diesem Kurs weiterhin unterstützen.<br>                         Und jetzt entschuldigen Sie mich.<br><br>               Valdore dreht sich um und geht zu Tür. Kurz davor bleibt er<br>               stehen und dreht sich noch einmal um.<br><br>                                   VALDORE (CONT'D)<br>                         Ich werde Sie dieses Mal noch davon<br>                         kommen lassen, Admiral. Aber sobald<br>                         Sie einen Fehler machen, werden Sie<br>                         ihren Posten räumen. Das verspreche<br>                         ich Ihnen.<br><br>               Er verlässt den Raum. Romor blickt Dorenga hintergründig<br>               lächelnd an.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Valdore ist und bleibt eine<br>                         Schachfigur seines Mentors Vrax.<br>                         Und ein Narr. Ein mächtiger Narr<br>                         allerdings. Auf jedem Fall haben<br>                         Sie meinen Respekt, Admiral. Ihre<br>                         taktischen Fähigkeit beeindrucken<br>                         mich.<br><br>               Er nickt ihr zu und verlässt den Raum.<br><br>                                   DORENGA<br>                             (zu sich selbst)<br>                         Man wird noch sehen, ob sie mich<br>                         fürchten oder schätzen werden,<br>                         Romor.<br><br>               Gedämpfte, bedrohliche Musik wird lauter.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT X<br><br><br><br>                                      - ENDE -<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">5613</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x12 - ...starben wir, die Welt zu retten.</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x12-starben-wir-die-welt-zu-retten-r5231/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_32184.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0212.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x12) - "... starben wir, die Welt zu retten."</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Während Caylon sich weiter Sorgen um Müllers Gesundheitszustand macht, wird MacKenzie durch einen vemeintlichen Unfall an Bord getötet. Darüber hinaus muss die Antares eine gemischte Flotte aus Sternenflotte und Andorianern in eine Schlacht gegen die Romulaner führen, die für den Ausgang des Krieges entscheidend sein könnte...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_32183.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=32183" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33869.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33869" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33870.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33870" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33871.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33871" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33872.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33872" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33873.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33873" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33874.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33874" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33875.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33875" border="0"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_33876.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=33876" border="0"></a></center><br><br><b><font><i>Kontakt:</i></font></b><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                        "... starben wir, die Welt zu retten."<br>                                     written by<br>                      Marcel Labbé-Laurent &amp; Sebastian Ostsieker<br><br><br><br>                                        RECAP<br><br>               FADE IN:<br><br>       R01     INT. FORSCHUNGSSTATION (2X11 "UND WENN SIE UNS ZU RUHE R01<br>               BETTEN...")<br><br>               Eine ohrenbetäubende Alarmsirene ertönt im Inneren der<br>               Anlage. Mehre Personen, Menschen um genau zu sein, laufen<br>               wirr und fast in Panik umher. Ihre weißen Kittel und die<br>               hochkomplizierten Apparaturen überall legen nahe, dass es<br>               sich um Wissenschaftler handelt.<br><br>                                   FORREST (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>                                   FORSCHER<br>                         Die Eindämmung der Versuchsanlage<br>                         bricht zusammen! Die Substanz<br>                         reagiert! In den Schutzraum!<br><br>               Doch dafür scheint es zu spät zu sein. Ein lauter Knall<br>               ertönt, eine starke Druckwelle schmettert alles nieder und<br>               sengende Hitze brennt hinterher.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R02     EXT. PLANETOID (2X05 "SEMPER FIDELIS")                 R02<br><br>               Hier herrscht reges Treiben. Müller ist mit einer ganzen<br>               Menge ND-Ingenieure hier unten und hat jede Menge technische<br>               Gerätschaften mitgenommen. Wir können nur erahnen, um was es<br>               sich dabei handelt, oder wie diese funktionieren, auf jeden<br>               Fall scheinen sie - sehr, sehr, sehr, SEHR langsam - die<br>               Mineralien in kleinen Mengen zu fördern.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Wie Lieutenant Mestral und ich<br>                         gestern schon angedeutet hatten,<br>                         diese Mineralien und Erze hier sind<br>                         etwas ganz besonderes. Und es<br>                         finden sich hier enorme<br>                         Ablagerungen. Und wenn wir nicht<br>                         wollen, dass auch den Romulanern<br>                         etwas davon in die Hände fällt,<br>                         müssen wir schon alles fördern.<br>                         Jedenfalls so lange, bis weitere<br>                         Schiffe hier sind und uns ablösen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R03     INT. ASTEROID - BUNKER (2X11 "UND WENN SIE UNS ZU RUHE R03<br>               BETTEN...")<br><br>               Kendall, Müller und McForlay untersuchen den großen,<br>               lagerartigen Raum. Das Licht funktioniert noch immer, auch<br>               wenn einige Lampen flackern.<br><br>               Kendall nähert sich ein paar Kontrollen und betätigt einige<br>               Tasten.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe eine Datenbank gefunden.<br>                         Sie ist nur bruchstückhaft<br>                         erhalten, aber immerhin.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und ich habe...keine Ahnung<br>                         was...gefunden.<br><br>       R04     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM (2X11 "UND WENN SIE UNS ZU RUHER04<br>               BETTEN...")<br><br>               Caylon betritt den Maschinenraum und sucht nach Müllers<br>               Stellvertreter Kendall, den er an einem Computerdisplay<br>               findet.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wenn eine Atombombe böse ist, und<br>                         mit den Dingern haben Sie ja schon<br>                         um sich geworfen, dann würde vor<br>                         dem Ding der Teufel<br>                         höchstpersönlich auf die Knie<br>                         fallen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R05     INT. ROMULANISCHES BÜRO (2X11 "UND WENN SIE UNS ZU RUHER05<br>               BETTEN...")<br><br>               Wir sehen das Gesicht von Te'en'g auf einem großen<br>               Bildschirm, der auf einen Arbeitstisch montiert ist. Ihm<br>               gegenüber sitzt ein Romulaner in der Funktion eines Tal'Shiar<br>               Agent Toranis. Te'en'g scheint sich der Einrichtung nach aus<br>               einem Raum auf der Erde zu melden.<br><br>                                   TE'EN'G (ON SCREEN)<br>                         Sie reden wieder. Wir konnten ihre<br>                         Verhandlungen nicht völlig platzen<br>                         lassen. Dieser Admiral Forrest<br>                         befindet sich wieder in Gesprächen<br>                         mit andorianischen Delegierten.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R06     INT. ASTEROID - BUNKER (2X11 "UND WENN SIE UNS ZU RUHE R06<br>               BETTEN...")<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Als wir es gefunden haben, hielten<br>                         wir es zunächst für eine Sonde.<br>                         Aber da sie dermaßen gut gesichert<br>                         war, dass die selbst die Zerstörung<br>                         des Asteroiden weitestgehend<br>                         unbeschadet überstanden hat, haben<br>                         wir sie uns doch etwas genauer<br>                         angeschaut und--<br><br>               Ohne einen offensichtlichen Grund stoppt Müller.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwirrt)<br>                         Es ist... Mir ist...<br><br>               PLÖTZLICH verdreht sie die Augen und kollabiert. Caylon und<br>               die anderen reagieren.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R07     INT. ANTARES - AUSRÜSTUNGSRAUM - FLASHBACK (2X04       R07<br>               "SCHWARZMARKT")<br><br>               Müller steht bereits wieder in ihrer Uniform da und verstaut<br>               als vorletztes den Helm im obersten Fach des Spintes und<br>               anschließend das Hosenteil des Anzuges.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                             (ernst)<br>                         Ich habe einen Gehirntumor.<br><br>               ZOOM AUF DAS HOSENTEIL<br><br>               In großer Nahaufname können wir die Fasern des genähten<br>               orange-Bronzefarbenen Stoffes verfolgen. Die Kamera fährt<br>               eine Bahn entlang, bis wir auf ein Loch stoßen. Einige Fäden<br>               sind zerfranzt und stehen heraus. Durchblickend klafft unter<br>               dem Riss schwarze Dunkelheit. Im Größenvergleich muss das<br>               Loch höchstens der Dicke eines kleinen Fingers entsprechen,<br>               aber es grinst besorgniserregend in die Kamera.<br><br>               Die Spinttür wird zugeschlagen und schiebt sich dabei vor die<br>               Kamera. Auf der Eisentür ist ein Namensschild angebracht,<br>               dass nun in der Bildmitte groß zu erkennen ist: Commander<br>               Nicole Müller.<br><br>               AUF DIE TÜR DES RAUMES.<br><br>               Müller hat das winzige Loch ganz offensichtlich gar nicht<br>               bemerkt, denn seelenruhig und unbeschwert schlendert sie<br>               durch die Tür des Ausrüstungsraumes hinfort.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R08     INT. ROMULANISCHER OPERATIONSSAAL - FLASHBACK (2X10    R08<br>               "FÖDERATION")<br><br>               CAYLONS POV<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Jemand führt eine Operation an mir<br>                         durch... an meinem Kopf.<br><br>               Der Captain kommt zu sich und erblickt schnelle Bewegungen,<br>               die über seinen Kopf huschen. Er sieht Unscharf, doch er kann<br>               erkennen, dass es Hände sein müssen, Hände von mehreren<br>               Leuten, die an ihm herumfummeln.<br><br>               Seine Augen fokusieren etwas in die Ferne und er betrachtet<br>               die Decke, die ihm seltsam vor kommt. Zwei, drei Mal blinzelt<br>               er, währenddessen das Bild schwarz wird, bis er klar erkennen<br>               kann, was ihn an der Decke stört: An ihr ist ein großer<br>               Spiegel befestigt, in einem sanften Winkel montiert, in dem<br>               sich Caylon selber betrachten kann. Er kann von seinem Bauch<br>               bis zu seinem Kopf blicken. Ein Blick, der in ihm<br>               Angstzustände weckt.<br><br>               Sein Kopf ist offen, die Schädelplatte wurde entfernt,<br>               stattdessen muss er sein vom Blut rot getupfertes Gehirn<br>               erkennen, dass an blutfreien Stellen grau herausblitzt.<br>               Mehrere Gestalten operieren an ihm herum, schneiden in der<br>               grauen Masse herum und spreitzen die beiden Gehirnhälften<br>               auseinander.<br><br>               Caylons wendet seinen Blick wenige Zentimeter zur Seite, doch<br>               dort erkennt er Etwas fast genauso schlimmes, vielleicht<br>               sogar noch schlimmer. Auf einer Liege neben ihm liegt Doktor<br>               Miller, ihr Kopf ebenfalls geöffnet, ihre Augen dafür<br>               geschlossen. Jedoch sieht ihr Gehirn völlig verschnitten aus,<br>               Blut dringt heraus und bahnt sich seinen weg zu Boden. Caylon<br>               bezweifelt, dass Sie noch am Leben ist.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>       R09     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO (2X11 "UND WENN SIE UNS ZUR09<br>               RUHE BETTEN...")<br><br>               Danielle MacKenzie weist dem Captain mit einer Geste auf die<br>               Couch hin, auf die sich der Captain setzt.<br><br>                                   MACKENZIE (V.O.)<br><br>                         Hören Sie meine Stimme.<br>                         Konzentrieren Sie sich auf meine<br>                         Worte. Sie sind völlig frei. Ihr<br>                         Bewusstsein löst sich von dem hier.<br>                         Ihre Gedanken verlassen diesen Raum<br>                         und drehen sich nur noch um ihre<br>                         Träume. Was ihnen Angst macht,<br>                         ergreift Sie, aber ich bin hier.<br>                         Die Bilder werden ihnen keine Angst<br>                         machen.<br>                             (beat)<br>                         Was sehen Sie?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tod!<br><br>               Wie von der Tarantel gestochen, reist Caylon plötzlich die<br>               Augen auf und springt auf.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         TÖTEN!<br><br>               Mac weicht erschrocken vor Caylon zurück, schmeißt dabei<br>               ihren Sessel um und stolpert über diesen.<br><br>               Der Captain stürmt auf unseren Councellor zu.<br><br>                                   MACKENZIE<br><br>                             (verängstigt)<br>                         Oh, Gott, NEIN!<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE RECAP<br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     INT. ANTARES - KORRIDOR                                  1<br><br>               Wir befinden uns direkt vor der Tür von McKenzies Büro. Aus<br>               dem Inneren des Büros HÖREN WIR nun - gedämpft durch die<br>               geschlossene Tür - wie sich etwas aufläd, überläd und<br>               schließlich explodiert.<br><br>               CAPTAIN CAYLON kommt ins Bild gerannt. Er klingelt. Keine<br>               Antwort aus dem Inneren. Caylon drückt einige der Tasten<br>               neben der Tür und diese öffnet sich. Caylon stürmt hinein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO                           2<br><br>               Die in Macs Schreibtisch eingelassene Konsole liegt in<br>               Trümmern und steht in Flammen.<br><br><br>               MACKENZIE liegt vor ihr, hat schwere Verbrennungen in ihrem<br>               Gesicht, ihre Uniform ist deutlichst angesenkt. Ihr Kopf<br>               liegt in einem nicht-natürlichen Winkel leicht nach hinten<br>               verdreht.<br><br>               Caylon kniet sich neben ihr nieder und sucht nach Macs Puls.<br>               Als er diesen nicht finden kann, holt er seinen Kommunikator<br>               aus seiner Ärmeltasche und öffnet ihn.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Caylon an Krankenstation.<br>                         Medizinischer Notfall in Councellor<br>                         MacKenzies Büro!<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Verstanden, wir sind unterwegs!<br><br>               AUF Caylon, der noch einmal versucht bei Mac einen Puls zu<br>               finden:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         3     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - MOMENTE SPÄTER          3<br><br>               wie zuvor.<br><br>               DOKTOR KATHRINE MILLER und Krankenschwester MELANIE APOLL<br>               kommen - mit Med-Kits ausgestattet - hereingestürmt.<br><br>               Miller erkennt sofort die Fehlstellung von Macs Kopf. Während<br>               sie sich niederkniet und vorsichtig die Halswirbelsäule der<br>               Psychologin abtastet:<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Caylon)<br>                         Was ist passiert?<br><br>               Apoll öffnet ihr Med-Kit und holt Materialien hervor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß es nicht. Ich habe von<br>                         draußen die Explosion der Konsole<br>                         gehört und bin reingekommen. Da hab<br>                         ich sie so gefunden.<br><br>               Miller hat die Abtastung des Genicks beendet.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Apoll)<br>                         Sieht schlecht aus. Tricorder.<br><br>               Apoll reicht ihr das kleine Gerät.<br><br>               Miller nimmt es entgegen und scannt MacKenzie.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (aufs Gerät schauend)<br>                         Wie ich vermutet hatte. Ihr Genick<br>                         ist gebrochen. Der Dens Axis ist<br>                         abgebrochen und hat sich in die<br>                         Medulla Oblongata gedrückt.<br>                             (beat; ernst)<br>                         Hier brauchen wir gar nicht mehr<br>                         anzufangen.<br><br>               Apoll nickt und packt ihr Med-Kit wieder ein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was meinen Sie, tun Sie etwas!<br><br>                                   MILLER<br>                             (beschwichtigend)<br>                         Ihr Atemzentrum ist zerstört,<br>                         Captain. Es gibt nichts, was wir<br>                         tun können, um das zu beheben...<br>                         Sie ist tot, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Die Vorschriften verlangen, dass<br>                         ich Lieutenant Beem über diese<br>                         Sache informiere.<br><br>               Miller und Apoll machen sich auf den Weg zurück zur<br>               Krankenstation.<br><br>               Caylon bleibt zurück und sieht sich die Konsole an. Kurz<br>               darauf betritt LIEUTENANT JAMES BEEM das Büro.<br><br>                                   BEEM<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lieutenant.<br><br>               Damit verlässt Caylon das Büro.<br><br>               Beem schaut sich kurz um, dann holt er seinen Kommunikator<br>               hervor und öffnet ihn.<br><br>                                   BEEM<br>                         Lieutenant Beem an Maschinenraum.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Doktor Kendall hier.<br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor, kommen Sie in Lieutenant<br>                         MacKenzies Büro. Und bringen Sie<br>                         einen Scanner mit.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Kann das warten, ich bin hier unten<br>                         se--<br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht)<br>                         Nein. Jetzt. Beem Ende.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         4     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - FOLGEND                   4<br><br>               DOKTOR BORIS KENDALL steht vor einem Display und schaut sich<br>               die über den Sprengkopf gesammelten Daten an.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (genervt)<br>                         Wichtigtuer!<br><br>               Er schnappt sich einen Scanner und verlässt den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - ETWAS SPÄTER            5<br><br>               Macs Leiche liegt noch immer am Boden und Beem geht wartend<br>               auf und ab.<br><br>               Aus dem Korridor HÖREN WIR Kendall fluchen.<br><br>                                   KENDALL (O.S.)<br>                         Wehe wenn das nicht wirklich<br>                         wichtig ist.<br><br>               Er kommt nun herein, sieht Mac und:<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Ach du große Sch--<br>                             (beat)<br>                         Sie haben den falschen Doktor<br>                         gerufen, Lieutenant.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ganz und gar nicht.<br>                             (deutet auf die Konsole im<br>                              Schreibtisch)<br>                         Lieutenant MacKenzie hat wohl an<br>                         dieser Konsole gesessen, als sie<br>                         explodierte. Ich möchte, dass Sie<br>                         die Ursache dafür herausfinden.<br><br>               Kendalls Blick ist weiter auf Macs leblosen Körper fixiert.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (durcheinander)<br>                         Kann... kann man da... Kann man da<br>                         nicht irgendwas drüber legen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nicht mein Job.<br>                             (re: Konsole)<br>                         Würden Sie jetzt nun bitte.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (menschlich)<br>                         Wir sollten sie zudecken...<br><br>               Er geht zu einem Schrank, öffnet diesen und findet eine Decke<br>               darin. Diese legt er über Macs Leiche.<br><br>                                   BEEM<br>                             (unfreundlich; genervt)<br>                         Fühlen Sie sich jetzt besser?<br><br>                                   KENDALL<br>                             (leise)<br>                         Nicht wirklich.<br><br>                                   BEEM<br>                         Würden Sie sich nun trotzdem bitte<br>                         einmal diese Konsole anschauen.<br><br>               Kendall nickt.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Und wonach suche ich?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nach der Ursache für die Explosion.<br>                         Möglicherweise Hinweise für eine<br>                         Sabotage.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sabotage?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn es die Romulaner sogar<br>                         geschafft haben, eine<br>                         hochgesicherte Einrichtung auf Risa<br>                         in die Luft zu jagen, dann haben<br>                         sie es vielleicht auch hier an Bord<br>                         geschafft.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Und haben augerechnet den<br>                         Schreibtisch des Schiffscouncellors<br>                         sabotiert?<br><br>               Beem fällt nun auf, wie abwegig seine Vermutung zu sein<br>               scheint, darum:<br><br>                                   BEEM<br>                         Tun Sie es einfach, Doktor.<br><br>               Kendall seufzt.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Also gut.<br><br>               Er holt seinen Scanner hervor und untersucht die Konsole.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Nein. Wohl keine Romulaner.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was dann?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Es kam lediglich zu einer einfachen<br>                         Überlastung der Konsole. Niemand<br>                         hat sich an ihr zu schaffen<br>                         gemacht. Mac war wohl einfach zur<br>                         falschen Zeit am falschen Ort.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sind Sie sicher?<br><br>                                   KENDALL<br>                             (genervt; deutet mit<br>                              seinen Zeigefingern auf<br>                              seinen Kopf)<br>                         Kann dieser Kopf irren?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wie konnte das passieren?<br><br>               Kendall ist nun wieder gewohnt arrogant, wie wir ihn kennen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Eine einfache Spannungsüberladung,<br>                         ein Kurzschlus mit unangenehmen<br>                         Folgen... Ich habe das Schiff<br>                         schließlich nicht gebaut. Auf der<br>                         Babylon wäre das nicht passiert.<br><br>               Er sieht wieder zu Mac.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Was geschieht jetzt mit ihr?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich werde sie in die Leichenhalle<br>                         bringen lassen. Und sobald sich die<br>                         Möglichkeit ergibt, wird es wohl<br>                         eine Zeremonie geben.<br><br>               Beat.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (schlechtes Gewissen)<br>                         Und was sagen wir dann... Ich<br>                         meine... hat sich an Bord überhaupt<br>                         irgend wer die Zeit genommen, sie<br>                         besser kennen zu lernen?<br><br>               Beem weiß keine Antwort.<br><br>               AUF Kendall:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         6     EXT. WELTRAUM - WARP                                     6<br><br>               Die Antares saust durchs Bild.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - KOMBÜSE                                   7<br><br>               Es ist spät, das Licht ist verdunkelt.<br><br>               Caylon kommt herein und begibt sich an einen der<br>               Vorratsschränke. Er beginnt damit, sich alles hervorzuholen,<br>               was er für einen seiner berühmten K2-Hamburger braucht.<br><br>               Aus einer dunklen Ecke tritt leise ein etwas dicklicher<br>               farbiger mit schwarzem Vollbart hervor. Er trägt eine weiße<br>               Schürze auf der in Großbuchstaben das Wort "Chefkoch"<br>               geschrieben steht.<br><br>               Caylon hört ihn, blickt sich aber nicht zu ihm um.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedröppelt)<br>                         Hallo, Chefkoch.<br><br>               DER CHEFKOCH der Antares tritt näher an Caylon heran und<br>               mustert ihn kurz.<br><br>                                   CHEFKOCH<br>                             (besorgt)<br>                         Man, man, man, Junge, was ist denn<br>                         mit dir los?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedröppelt)<br>                         So einiges.<br><br>                                   CHEFKOCH<br>                         Machst du dir Vorwürfe wegen Mac?<br><br>               Caylon schüttelt langsam den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist zwar schrecklich, aber das<br>                         war ein Unfall, den niemand hätte<br>                         verhindern können...<br><br>                                   CHEFKOCH<br>                         Was ist es dann?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedröppelt)<br>                         Nicole...<br>                             (beat)<br>                         Ich frage mich die ganze Zeit,<br>                         warum sie mir ihren Zustand<br>                         verschwiegen hat...<br>                             (beat)<br>                         Vielleicht vertraut sie mir<br>                         nicht...<br>                             (beat)<br>                         Und ich meine nicht erst seit dem<br>                         Kobayashi  Maru Zwischenfall.<br><br>                                   CHEFKOCH<br>                             (beat)<br>                         Junge... ich denke diese Frage kann<br>                         nur sie dir beantworten...<br><br>               Caylon nickt langsam.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>         8     EXT. ROMULUS                                             8<br><br>               Beauty-Shot der Hauptstadt.<br><br>         9     INT. ROMULUS - HAUPTQUARTIER DER NAVY                    9<br><br>               Wir sehen Admiral Fato an dem Fenster seines Büros stehen und<br>               auf die imposante Häuser-Landschaft hinaus blicken.<br><br>               Kurz darauf geht die Tür auf und Commander Romor tritt ein.<br><br>                                   FATO<br>                         Sie haben sich Zeit gelassen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Verzeihung.<br><br>                                   FATO<br>                         Reden Sie nicht weiter. Es ist<br>                         belanglos.<br>                             (beat)<br>                         Wissen Sie schon von den neuesten<br>                         Informationen, die der Tal'Shiar in<br>                         Erfahrung bringen konnte?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Sicher, die ganze Flotte weiß<br>                         darüber Bescheid.<br><br>                                   FATO<br>                         Sie wissen was das bedeutet?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Dass wir ihnen eine Falle stellen?<br><br>                                   FATO<br>                         Auch. Es bedeutet aber vorallem,<br>                         dass das Schicksal uns ein Signal<br>                         schickt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ein Signal?<br><br>                                   FATO<br>                         Natürlich. Der Feind kann nicht<br>                         aktzeptieren, dass wir die<br>                         dominierende Rasse in dieser<br>                         Galaxie sind. Sie können nicht<br>                         verkraften, dass wir sie aus Iota<br>                         Leonis vertrieben haben. Nun<br>                         bekommen wir die Gelegenheit ihnen<br>                         die Lektion zu verpassen, was es<br>                         heißt, dass große romulanische<br>                         Imperium herauszufordern.<br>                         Mich herauszufordern!<br>                             (beat)<br>                         Das Schicksal wählt Personen aus,<br>                         die in ihrer Gunst und unter ihrer<br>                         Obhut stehen. So einer bin ich. Ich<br>                         werde die Gegenoffensive persönlich<br>                         anführen. Dann wird uns die Zukunft<br>                         hold sein, das ist gewisst.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (gespielt)<br>                         Was wollen Sie von mir?<br><br>                                   FATO<br>                         Ihr Schiff. Ich werde das Kommando<br>                         übernehmen. Das ist kein Befehl. Es<br>                         ist Fügung. Und sie werden sich<br>                         fügen.<br><br>                                   ROMOR<br>                             (nickt)<br>                         Zu Befehl, Admiral. Das Kommando<br>                         gehört Ihnen.<br><br>                                   FATO<br>                         Das wäre dann alles. Sie dürfen<br>                         gehen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Danke.<br>                             (im Weggehen)<br>                         Aber achten sie darauf, dass das<br>                         Schicksal ungestühm sein kann.<br><br>               Romor verlässt den Raum. Fato blickt selbstgefällig aus dem<br>               Fenster.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        10     EXT. ROMULUS                                            10<br><br>               Romor trifft sich erneut mit dem Tal'Shiar Agenten TORANIS.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Wie sieht es aus?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Ihre Einschätzungen waren perfekt.<br>                         Er ist so berechenbar verrückt.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Dann wird alles nach Plan<br>                         verlaufen?<br><br>                                   ROMOR<br>                         Absolut. Ich habe alles weitere in<br>                         die Wege geleitet.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Sie sind ein verlässlicher Diener<br>                         des Tal'Shiar. Sie haben dem<br>                         Imperium einen großen Dienst<br>                         erwiesen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Nicht nur dem Imperium...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        11     EXT. WELTRAUM - WARP                                    11<br><br>               Wooooosh fliegt die Antares.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           12<br><br>               NICOLE MÜLLER befindet sich vor dem Zentralen Biobett und<br>               zupft sich gerade ihre Uniform zurecht, als Caylon langsam<br>               herein kommt.<br><br>               In Hintergrund SEHEN WIR Miller und Apoll bei der Arbeit an<br>               einigen ND Patienten auf weiteren Biobetten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (vorsichtig)<br>                         Kann ich dich kurz sprechen?<br><br>               Müller dreht sich zu ihm um, zupft dabei weiter an ihrer<br>               Uniform. Sie nickt. Ihr Gesicht ist weiterhin ausdruckslos.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Warum hast du mir nichts von deinem<br>                         Zustand gesagt?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Weil du mich dann von Bord nach<br>                         Denobula geschickt hättest.<br><br>               Caylon reagiert stinkig:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da kannst du Gift nehmen, das hätte<br>                         ich getan...<br>                             (beat)<br>                         Und das ist auch das, was ich tun<br>                         werde!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (wütend)<br>                         Da habe ich ja wohl auch noch ein<br>                         Wörtchen mitzureden.<br><br>               Die beiden sind mittlerweile so laut, dass Miller, Apoll und<br>               die NDs schon zu den beiden rüberschauen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin immer noch der Captain<br>                         hier. Und wenn ich dir sage, dass<br>                         du nach Denobula gehst, dann gehst<br>                         du nach Denobula.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich könnte den Dienst quittieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und dann lass ich mir von Miller<br>                         bescheinigen, dass du nicht bei<br>                         Verstand bist, nehme dich in<br>                         Gewahrsam und bringe dich nach<br>                         Denobula.<br>                             (beat)<br>                         So, oder so, ich schicke dich nach<br>                         Denobula. Und wenn ich dich<br>                         persönlich dahin trage!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (patzig)<br>                         Aber nicht jetzt.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leiser, aber nicht<br>                              ruhiger)<br>                         Nein, nicht jetzt, aber nach der<br>                         vor uns liegenden Schlacht.<br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Du kannst im Moment hier an Bord<br>                         nicht auf mich verzichten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doktor Kendall macht deinen Job<br>                         momentan recht gut.<br><br>               Müller lacht kurz auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na sicher.<br>                             (beat)<br>                         Wie du es auch drehst und wendest,<br>                         du brauchst mich hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Du klingst allmählich wie Kendall.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Fakt ist Fakt. Du brauchst mich,<br>                         ich bleibe hier.<br><br>               Caylon rastet nun völlig aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt)<br>                         VERDAMMT, WILLST DU DENN NICHT<br>                         LEBEN, ODER WAS IST MIT DIR<br>                         LOS!?!?!?<br><br>               Dies trifft Müller unvorbereitet. Ihre Augen werden feucht,<br>               eine Träne läuft ihr die Wange herab.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise)<br>                         Es ist zu spät, Frederick...<br>                             (beat)<br>                         Auch die Denobulaner können nichts<br>                         mehr für mich tun...<br><br>               AUF Caylons geschockte Reaktion:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        13     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           13<br><br>               wie zuvor.<br><br>               Caylon blickt Müller noch immer geschockt an. Er muss sich<br>               auf dem Zentralen Biobett abstützen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (völlig fertig)<br>                         Was?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gefasst; ruhig)<br>                         Mein Krebs ist im Endstadium.<br>                             (beat)<br>                         Es ist ein sehr aggressiver Tumor.<br>                         Nicht nur hat er schon beinahe<br>                         überall in meinem Körper Metastasen<br>                         gebildet, er wächst auch immer<br>                         weiter und nimmt immer mehr Raum<br>                         ein.<br>                             (beat)<br>                         Er wächst und wäscht und für mein<br>                         Gehirn bleibt immer weniger Platz<br>                         in meinem Kopf.<br><br>               Caylon ist nun völlig bleich im Gesicht.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Wie Doktor Miller es mir erklärt<br>                         hat, gibt es im Kopf nur wenig<br>                         Platzreserven... und wenn diese<br>                         erschöpft sind, wir das Gehirn<br>                         zuerst so weit wie möglich<br>                         zusammengedrückt, daher auch die<br>                         ewigen Kopfschmerzen und deshalb<br>                         bin ich auf dem Asteroiden auch<br>                         weggetreten, und schließlich weicht<br>                         das Gehirn in die einzige Richtung<br>                         aus, in die es noch kann.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe mich vorher auch nicht<br>                         damit befasst und von diesen ganzen<br>                         Sachen noch niemals gehört.<br>                             (beat)<br>                         Jedenfalls wird mein Gehirn<br>                         Richtung Hinterhauptsloch gedrückt,<br>                         das zum Rückenmark führt. Und wenn<br>                         das passiert...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Warum hast du mir das nicht<br>                         gesagt...?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie ich schon sagte, du hättest<br>                         mich von Bord geschickt.<br>                             (beat)<br>                         Ich fühlte mich zunächst<br>                         unverzichtbar und Doktor Miller<br>                         meinte, es wäre noch einige Zeit.<br>                         Doch der Tumor ist schneller<br>                         gewachsen, als sie erwartet hatte<br>                         und seit etwas über einem Monat ist<br>                         es nun zu spät. Und jetzt...<br>                             (long beat)<br>                         Es hat aber auch gute Seiten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ungläubig)<br>                         Ach ja...? Und welche?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich wollte dich hassen, weil du<br>                         meinen Bruder in den Tod geschickt<br>                         hast...<br>                             (beat)<br>                         Aber mein Zusammenbruch gestern...<br>                             (beat)<br>                         Ich möchte meine letzten Wochen -<br>                         und mehr habe ich laut Doktor<br>                         Miller nicht mehr - hier auf der<br>                         Antares verbringen. Mit dir. Und<br>                         ich möchte mich so lange wie es<br>                         noch geht, so nützlich wie möglich<br>                         machen.<br>                             (beat)<br>                         Es ist nur noch eine Frage von<br>                         Tagen, bis ich nicht mehr<br>                         diensttauglich bin, meint Miller.<br><br>               Caylon ist mittlerweile den Tränen nahe.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann wolltest du mir davon<br>                         erzählen?<br>                             (beat)<br>                         Wenn mich eines morgens Doktor<br>                         Miller aus dem Bett klingelt und<br>                         mir sagt, dass du gestorben bist?<br>                             (long beat)<br>                         Kannst du dir vorstellen, wie ich<br>                         mich gefühlt habe, als du vor mir<br>                         zusammengebrochen bist?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es tut mir leid, Fred...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Es tut dir leid...<br>                             (beat)<br>                         Und was nun? - Was soll ich jetzt<br>                         machen?<br>                             (beat)<br>                         So tun, als wäre alles beim Alten?<br>                             (long beat)<br>                         Wie soll ich dich lieben, wenn du<br>                         mir nicht vertraust?<br><br>               Nun ist auch Müller wieder den Tränen nahe.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (mit trockener Kehle)<br>                         Ich--<br><br>               Ihr fehlen die Worte. Caylon hat sie empfindlich getroffen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss zu einer Besprechung...<br><br>               Ohne ein weiteres Wort macht der Captain kehrt und verlässt<br>               die Krankenstation.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise; zu sich)<br>                         Wie du mich noch lieben kannst...?<br>                             (beat)<br>                         Du könntest es versuchen...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        14     EXT. WELTRAUM - WARP                                    14<br><br>               Die Antares rast durch Bild.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            15<br><br>               Lieutenant Beem, ENSIGN DARIUS TSCHERNOVSKY, TORLAN, sowie<br>               LIEUTENANT GEORGE MESTRAL und Doktor Kendall sind bereits um<br>               den Tisch herum versammelt. Caylons Platz am Kopf des Tisches<br>               ist noch frei.<br><br>               Kendall trommelt mit den Fingern auf dem Tisch.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Er lässt sich ziemlich Zeit. Ich<br>                         habe auch noch anderes zu tun, als<br>                         hier zu sitzen und zehn Minuten<br>                         lang auf den Captain zu warten.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Neun Minuten und fünfund--<br><br>                                   TORLAN<br>                         Regen Sie sich nicht auf, Kendall.<br><br>                                   KENDALL<br>                         DOKTOR Kendall, wenn ich bitten<br>                         darf, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                         COMMANDER Torlan, Herrscher des<br>                         ehrenwerten Hauses der Verborgenen,<br>                         wenn ich bitten darf, Kendall.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (genervt)<br>                         Adel!<br><br>               In diesem Moment betritt Caylon - mit ausdruckloser Mine -<br>               den Konferenzraum und lässt sich an seinem Platz nieder.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (monoton)<br>                         Entschuldigen Sie die Verspätung.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (sarkastisch)<br>                         Kein Problem, es gibt für mich ja<br>                         sonst nichts zu tun.<br><br>               Caylon sieht ihn böse an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Bange, Commander Müller wird<br>                         in ein paar Stunden ihren Dienst<br>                         wieder aufnehmen und dann haben Sie<br>                         genügend Zeit, Ihre<br>                         liegengebliebene Arbeit zu<br>                         erledigen, Doktor.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (wenig interessiert)<br>                         Aha.<br><br>               Caylon geht nicht weiter auf ihn ein, sondern wendet sich an<br>               den rest der Runde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, fangen wir mal an.<br>                             (beat)<br>                         Ich nehme an, Sie alle kennen die<br>                         gemeinsamen Angriffspläne von<br>                         Sternenflotte und Andorianern.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie sehen sehr vielversprechend<br>                         aus.<br>                         Allerdings ist die Anzahl der<br>                         romulanischen Schiffe nur geschätzt<br>                         worden, da die aktuellsten<br>                         Aufklärungsdaten schon mehrere<br>                         Wochen alt sind.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das ist nicht weiter wichtig. Die<br>                         Romulaner können ihre Schiffe<br>                         schließlich tarnen. Selbst wenn die<br>                         Informationen von heute wären<br>                         wüssten wir nicht genau, was uns<br>                         erwartet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Deshalb hat die Sternenflotte zur<br>                         Sicherheit auch mit mehr<br>                         romulanischen Schiffen gerechnet,<br>                         als sich nach letzten Informationen<br>                         bei Iota Leonis V aufhalten.<br><br>               Caylon drückt ein paar Tasten auf dem Konferenztisch und auf<br>               einem Bildschirm erscheinen die von Forrest übermittelten<br>               Angriffspläne.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Das hier ist der Plan für die erste<br>                         Angriffswelle. Force Commander<br>                         Shran wird sie von der Jarvena aus<br>                         anführen und hoffentlich den<br>                         äußeren Verteidigungsperimeter der<br>                         Romulaner durchdringen können.<br>                             (beat)<br>                         Die zweite Angriffswelle, angeführt<br>                         von Captain Kondakov auf der<br>                         Carolina hat dann die Aufgabe der<br>                         Hauptangriffswelle, angeführt von<br>                         uns und unterstützt von den noch<br>                         flugtüchtigen Schiffen der ersten<br>                         Angriffswelle eine Schneise zum<br>                         Planetoiden selbst freizuschießen,<br>                         wo wir die romulanischen<br>                         Föderrungseinrichtungen unter<br>                         Beschuss nehmen werden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sobald diese vernichtet sind,<br>                         werden wir in den Kampf gegen die<br>                         Schiffe der Romulaner einsteigen<br>                         und diese Schweinehunde zurück in<br>                         die Hölle jagen!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Auch ich habe es mir nich nehmen<br>                         lassen, die Angriffspläne zu<br>                         studieren und habe einige<br>                         Berechnungen angestellt.<br>                             (beat)<br>                         Selbst unter den besten<br>                         Bedingungen, nämlich, dass sich nur<br>                         wenige Föderrungseinrichtungen auf<br>                         der Oberfläche von Iota Leonis V<br>                         befinden und es uns somit möglich<br>                         ist, sehr schnell die romulanischen<br>                         Kreuzer unter Beschuss zu nehmen<br>                         UND davon ausgegangen, dass es dort<br>                         nicht mehr Schiffe gibt, als in den<br>                         Aufklärungsdaten beschrieben,<br>                         werden wir wohl 69 Prozent unserer<br>                         gemischten Flotte verlieren.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wie wollen Sie denn bitte soetwas<br>                         errechnen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Statistische Wahrscheinlichkeiten.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ähm... ich will ja nicht der<br>                         Spielverderber sein und Sie alle<br>                         von Ihrem großen Hin und Her und<br>                         Schießen und Explosion und Alles<br>                         abhalten, aber es gibt da eine<br>                         Alternative, bei der restlos ALLE<br>                         romulanischen Schiffe - auch die,<br>                         die wir nicht sehen - vernichtet<br>                         und unsere Schiffe vollkommen<br>                         intakt bleiben.<br><br>               Alle Anwesenden sehen ihn fragend an.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Ich rede von dem Sprengkopf, den<br>                         wir geborgen haben. Ein Erfolg wäre<br>                         damit fast schon garantiert und<br>                         unsere Verluste lägen unter zehn<br>                         Prozent.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         9,735 Prozent, um genau zu sein.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Aber sicher.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sind Sie anderer Ansicht, Doktor?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sind Sie ein Taschenrechner?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Einfachste Kopfrechnung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (authoritär)<br>                         Schluss jetzt! - Ein Einsatz des<br>                         Sprengkopfes kommt nicht in Frage.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Nein, nicht "Aye, Sir".<br>                             (beat)<br>                         Nennen Sie mir einen vernünftigen<br>                         Grund, warum wir es nicht tun<br>                         sollten! Und zwar einen besseren,<br>                         als:<br>                             (äfft Caylon abfällig<br>                              nach)<br>                         "Soviel Macht sollte niemand<br>                         haben."<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ärgerlich)<br>                         Weil Sie mir sehr plastisch erklärt<br>                         haben, welche Auswirkungen das<br>                         hätte.<br>                             (beat)<br>                         Und mal ganz davon abgesehen, dass<br>                         es unser Auftrag ist Leonis V<br>                         einzunehmen und nicht in ein<br>                         Wölkchen Staub zu verwandeln... wer<br>                         weiß, ob sich in diesem System<br>                         nicht in Milliarden von Jahren<br>                         Leben entwickeln würde? Leben, dass<br>                         wir mit der Entscheidung, den<br>                         Sprengkopf einzusetzen, vernichten<br>                         würden?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ha! Sie sind verrückt! Wir sollen<br>                         draufgehen, damit in x-Milliarden<br>                         Jahren VIELLEICHT mal Leben<br>                         entsteht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wütend)<br>                         Alle außer Kendall wegtreten!<br>                         SOFORT!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ganz leise)<br>                         Jetzt gibts Pfeffer.<br><br>               Alle bis auf Caylon und Kendall verlassen den Raum.<br><br>               Caylon baut sich vor dem stellvertratenden Chefingenieur auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wütend)<br>                         Sie sind mit mir nicht einer<br>                         Meinung. FEIN! Aber wagen Sie es ja<br>                         nicht, mir noch einmal vor der<br>                         versammelten Führungscrew derart zu<br>                         widersprechen!<br>                             (beat)<br>                         Ich schwöre Ihnen, ich mache Sie<br>                         fertig, bis sie sich wünschen Sie<br>                         hätten einen Doktor in Chirugie um<br>                         ihren Arsch wiederzufinden!!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Dieser Sprengkopf ist ein enormer<br>                         taktischer Vorteil, es kommt einem<br>                         Selbstmord gleich, ihn nicht<br>                         einzusetzen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt)<br>                         ER WIRD NICHT EINGESETZT!!!<br><br>                                   KENDALL<br>                             (ruhig)<br>                         Ich denke, Admiral Forrest sollte<br>                         dies entscheiden... SIR.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (laut)<br>                         Forrest wird NICHT über diesen<br>                         Sprengkopf unterrichtet!<br><br>               Damit stampft Caylon aus dem Raum heraus.<br><br>               AUF Kendall, der den  Kopf schüttelt:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        16     INT. ANTARES - VOR DER KRANKENSTATION                   16<br><br>               Wir sehen Caylon auf die Türen der Krankenstation zu gehen.<br>               Kurz vor ihnen dreht er sich zur Seite und lehnt seinen Kopf<br>               an die Wand. Er atmet tief.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich)<br>                         Warum bloß?<br><br>               Caylons Kommunikator beginnt plötzlich zu piepen. Der Captain<br>               holt ihn aus seiner Tasche und aktiviert ihn.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ja?<br><br>                                   TORLAN'S KOMMSTIMME<br>                         Ich habe hier eine gesicherte<br>                         Verbindung mit dem<br>                         Sternenflottenhauptquartier.<br>                         Admiral Forrest möchte Sie<br>                         sprechen. Und es ist sehr dringend.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Stellen Sie sie in meinen<br>                         Bereitschaftsraum. Ich komme.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        17     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        17<br><br>               Captain Caylon wendet sich an sein Terminal und aktiviert die<br>               Verbindung. Ein ungehalten wirkender Forrest erscheint.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Captain Caylon...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Admiral?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich habe da einige Dinge gehört.<br>                         Dinge, die mir nicht gefallen und<br>                         mir das Gefühl geben, sie verstehen<br>                         unsere Lage nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wovon sprechen Sie?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                             (erregt)<br>                         Tun Sie nicht so, als wüssten Sie<br>                         nicht, worüber ich spreche!<br>                         Ich rede von dem Sprengkopf, den<br>                         sie geborgen haben. Sie haben mich<br>                         belogen, Fred. Sie haben<br>                         kriegsentscheidende Informationen<br>                         unterschlagen und einen<br>                         Vorgesetzten vorsätzlich getäuscht.<br>                         Verdammt, was wollen sie damit<br>                         bezwecken? Soll ich sie vor ein<br>                         Kriegsgericht stellen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Woher wissen Sie davon?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Bitte, reden Sie sich nicht raus,<br>                         das spielt keine Rolle.<br>                             (beat)<br>                         Fred, zum Teufel, Sie wissen doch<br>                         gut genug, in welcher Klemme wir<br>                         stecken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Admiral, wie können wir den Einsatz<br>                         so einer Vernichtungswaffe<br>                         moralisch rechtfertigen? Wird es<br>                         leichter, je mehr Feinde auf einmal<br>                         sterben?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Verstehen Sie nicht, dass wir uns<br>                         keinen moralischen Spielraum<br>                         leisten können? Wir bauen unsere<br>                         Schiffe nicht im Sekundentakt nach,<br>                         und wenn es nur das wäre. Wir<br>                         können keine Menschen ersetzen. Sie<br>                         wissen doch, wieviele Schiffe wir<br>                         bei diesem Angriff wahrscheinlich<br>                         verlieren werden. Wenn wir mit<br>                         einem Schlag gewinnen könnten,<br>                         würden wir eine Menge Leben<br>                         verschonen. Das verbessert unsere<br>                         Chancen auf den Sieg. Und damit<br>                         würden wir weitere Millionen Leben<br>                         retten. Jeder Mann, jedes Schiff,<br>                         ist ein Verlust mehr, den wir uns<br>                         nicht leisten können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo immer wir die Bombe abwerfen,<br>                         würden ein gesamtes Sonnensystem<br>                         mit Planeten vernichten. Planeten,<br>                         die vielleicht in Millionen von<br>                         Jahren Leben hervorbringen könnten.<br>                         Intelligentes Leben. Wir löschen<br>                         ganze Rassen aus. Ich möchte nicht<br>                         Gott spielen und so in die<br>                         natürliche Entwicklung des<br>                         Universums eingreifen.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich verstehe ja, dass Ihnen das<br>                         nicht gefällt, aber wir müssen an<br>                         das hier und jetzt denken! Wir<br>                         können nicht an die Zukunft anderer<br>                         denken, wenn wir selber keine<br>                         haben! Wenn die Menschheit nicht<br>                         von den Romulanern ausgelöscht oder<br>                         versklavt werden soll, müssen wir<br>                         handeln. Uns bleibt gar keine<br>                         andere Wahl. Es ist einfach<br>                         unvermeidlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sir. Wenn sie die moralischen<br>                         Bedenken nicht umstimmen können,<br>                         dann vielleicht das: Wir können<br>                         diese Waffe nur ein einziges mal<br>                         einsetzen. Die Forschung ist<br>                         verloren, die Erze in der Hand des<br>                         Feindes. Wenn wir die Waffe in Iota<br>                         Leonis einsetzen, ist der Feind<br>                         dort vernichtet. Aber auch duch die<br>                         ungeheure Sprengkraft auch jede<br>                         Möglichkeit, noch an die Erze zu<br>                         kommen.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Da haben Sie auch Recht. Die<br>                         Einsatzpläne wurden vom<br>                         Sternenflottenkommando deswegen<br>                         auch nicht geändert. Wir wollen<br>                         immer noch selber an Iota Leonis V<br>                         kommen um einen Vorteil aus den<br>                         Erzen gewinnen zu können.<br>                         Allerdings nicht um jeden Preis,<br>                         nicht "koste es, was es wolle". Sie<br>                         sind Anführer der Angriffsformation<br>                         und müssen über die taktische Lage<br>                         vor Ort entscheiden. Ich will nur,<br>                         dass sie begreifen, dass wir<br>                         Notfalls handeln müssen. Wir können<br>                         den Planetoiden auch nicht in der<br>                         Hand der Romulaner lassen. Wenn wir<br>                         ihn nicht zurückerobern können,<br>                         darf ihn keiner mehr haben.<br>                             (beat)<br>                         Verstanden?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Denken Sie einfach nochmal darüber<br>                         nach, was heute alles auf dem Spiel<br>                         steht.<br>                         Ich kann trotzallem nicht<br>                         verstehen,  warum Sie mich belogen<br>                         haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hatte die Wahl zwischen<br>                         Wahrheit und Moral. Ich habe mich<br>                         für Moral entschieden, denn keines<br>                         von beiden wird diesen Krieg<br>                         überleben.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Sie wissen, was Sie zu tun haben.<br>                         Eine Niederlage wäre untragbar.<br>                             (beat)<br>                         Das ist alles. Forrest Ende.<br><br>               Der Admiral verschwindet vom Bildschirm und ein erregter<br>               Caylon steht auf und schreitet wütend zur Tür.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   18<br><br>               Caylon kommt aus seinem Bereitschaftsraum heraus und geht zu<br>               Torlan. In flüsterndem Ton spricht er mit ihm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan.<br>                             (beat)<br>                         Kann ich Sie als loyales<br>                         Crewmitglied zählen?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (überrascht)<br>                         Natürlich!<br>                             (beat)<br>                         Captain, Sie haben mir vor über<br>                         vier Monaten geholfen, meinen<br>                         Status als Exilant abzulegen, den<br>                         Schmarotzer vom Thron meines Haues<br>                         zu stoßen und mir die Position als<br>                         Führer der Verborgenen<br>                         zurückzugeben, die mir zusteht. Ich<br>                         stehe absolut in ihrer Schuld. Ich<br>                         würde sie nicht verraten, wenn es<br>                         darum geht. Ich stehe Ihnen<br>                         mindestens so loyal gegenüber wie<br>                         meinem Volk.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist gut. Darauf habe ich<br>                         gehofft. Ich habe auch nicht<br>                         gedacht, dass sie dahinter stecken.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wohinter?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich brauch ihre Hilfe. Irgendjemand<br>                         aus der Crew, aller<br>                         Wahrscheinlichkeit nach ein<br>                         Führungsoffizier, hat Admiral<br>                         Forrest unerlaubt von dem<br>                         Sprengkopf berichtet. Ich habe<br>                         einen Verdacht. Aber ich brauche<br>                         Gewissheit. Durchsuchen Sie die<br>                         Kommunikationslogbücher. Finden Sie<br>                         heraus, wer vor kurzem eine<br>                         Verbindung zur Erde aufgebaut hat.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das werde ich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Enttäuschen Sie mich nur nicht.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        19     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            19<br><br>               Captain Caylon betritt mit einem Padd in der Hand den<br>               Maschinenraum und stößt als erstes auf die fleißige Müller.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich möchte mit Kendall sprechen.<br>                         Lässt du mich bitte kurz mit ihm<br>                         alleine?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich hoffe, es geht nicht wieder<br>                         darum, dass ich meinen Dienst als<br>                         Chefingenieurin aufgeben soll.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, sicher nicht. Du hattest<br>                         Recht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Womit?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mit Kendall. Ich brauche dich hier<br>                         wirklich. Aber darüber reden wir<br>                         später, wir haben nicht viel Zeit<br>                         bis wir im Iota Leonis System sind.<br>                         Und jetzt knöpfe ich ihn mir vor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay, ich werde dann die<br>                         Trägheitskompensatoren für den<br>                         Kampf mit mehr Energie versorgen.<br><br>               Müller verlässt den Maschinenraum und Caylon begibt sich<br>               schnurstracks zu Kendall.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was zum Teufel denken Sie sich<br>                         dabei so ein mieses Arschloch zu<br>                         sein? Haben Sie irgendein Problem<br>                         in ihrem arroganten und<br>                         selbstgefälligen Kopf?<br><br>                                   KENDALL<br>                             (unschuldig spielt)<br>                         Captain, was...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Seien Sie gefälligst ruhig! Sie<br>                         wissen genau wovon ich rede. Ich<br>                         weiß bescheid. Und wenn Sie mir<br>                         nicht glauben, sehen Sie sich ihre<br>                         Kommaufzeichnungen an.<br><br>               Caylon schmeißt dem Doktor das Padd entgegen, dass Kendall<br>               nur knapp fängt. Er sieht es sich nicht an, da er auch so<br>               weiß, dass der Captain ihn erwischt hat.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was bedeutet ihnen ein<br>                         ausdrücklicher Befehl? Können Sie<br>                         die Kommandohierarchie nicht<br>                         verstehen oder wollen Sie nicht?<br>                         Ich werde das als Meuterei<br>                         auslegen!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Bei allem Respekt, ihre Befehle<br>                         sind schwachsinnig und idiotisch!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt, Kendall, ich sorge dafür,<br>                         dass ihre  Karriere in der<br>                         Sternenflotte vorbei ist. Ich<br>                         entbinde Sie ihres Postens.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wissen Sie was? Das ist mir scheiß<br>                         egal. Meine Talente werden woanders<br>                         eh besser gewürdigt. Und ganz<br>                         ehrlich. Nicht ich bin der<br>                         Verrückte, sondern Sie. Was ist<br>                         eigentlich mit Ihnen los? Wer hat<br>                         Ihnen diesen idiotischen Moral-Tick<br>                         eingebläut? Für Moral ist im Krieg<br>                         keine Zeit! Nicht wenn die andere<br>                         Option der Tod ist. Wollen Sie<br>                         eigentlich den Krieg überleben oder<br>                         nicht? Ich habe das Gefühl, sie<br>                         versuchen sich absichtlich in den<br>                         Tod zu stürzen. Sie sind doch<br>                         Suizid gefährdet.<br>                         Commander Müller wird nicht<br>                         überleben und deshalb wollen sie<br>                         auch nicht überleben. Geht es ihnen<br>                         darum?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt)<br>                         Sie haben doch überhaupt keine<br>                         Ahnung. Wenn Sie nicht sofort aus<br>                         dem Maschinenraum verschwinden,<br>                         hole ich Sicherheitskräfte und<br>                         lasse ich sie ohne Raumanzug vom<br>                         Schiff schmeißen!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Das können Sie nicht, Sie brauchen<br>                         mich noch! Jetzt mehr denn je.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das hätten Sie gerne! Commander<br>                         Müller ist wesentlich<br>                         qualifizierter als sie möchtegern<br>                         Genie!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie wird uns hier nicht heil<br>                         rausbringen. Sterbendskranke habens<br>                         dafür nicht so mit dem<br>                         Überlebenswillen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie nicht wollen, dass ich<br>                         Ihnen persönlich so in den Arsch,<br>                         dass ihnen mein Stiefel wieder zum<br>                         Hals rauskommt, gehen Sie jetzt!<br><br>               In diesem Moment piepst Caylons Kommunikator.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (in den Kommunikator<br>                              brüllend)<br>                         WAS?<br><br>               Währenddessen dreht sich Kendall um und verlässt den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                   TORLAN'S KOMMSTIMME<br>                             (eingeschüchtert)<br>                         Ähhhh... Cap...Captain, ich wollte<br>                         nur sagen, dass wir am Treffpunkt<br>                         sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden, ich bin sofort auf der<br>                         Brücke.<br><br>               Caylon steckt den Kommunikator ein und verlässt nun auch den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        20     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            20<br><br>               Wir sehen alle Führungsoffiziere zusammen in diesem Raum,<br>               allerdings sitzen die Anwesenden nicht, sondern stehen.<br>               Nervosität legt sich über alle Offiziere.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Machen wir es kurz. Status?<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Flotte hat sich komplett<br>                         versammelt, gemeinsam sind wir 42<br>                         Schiffe, und in 10 Minuten wird die<br>                         erste Angriffswelle starten. Wir<br>                         befinden uns knapp außerhalb der<br>                         Sensorenreichweite der Romulaner.<br>                         Wir wissen dadurch zwar selber<br>                         nicht, die die Lage aussieht, daher<br>                         ist schnelles und kluges Handeln<br>                         wichtig, allerdings sollten wir die<br>                         Romulaner kalt erwischen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Im Maschinenraum ist alles bereit.<br>                         Ich habe die Trägheitsdämpfer mit<br>                         mehr Energie versorgt, um eine<br>                         größere Manövrierbarkeit zu<br>                         erhalten und die Schilde stehen auf<br>                         voller Energie bereit.<br>                             (beat)<br>                         Hoffen wir, dass uns das Glück bei<br>                         Seite steht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und wenn nicht?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann werden wir alle zu Grunde<br>                         gehen.<br>                             (beat)<br>                         Aber das wird nicht passieren. Wir<br>                         haben diesmal die Andorianer auf<br>                         unserer Seite. Wir sind stärker<br>                         denn je und werden die Romulaner<br>                         eiskalt erwischen. Wir haben den<br>                         Trumpf auf unserer Seite.<br><br>                                   BEEM<br>                         Heute geben wir den Romulanern<br>                         Staub zu fressen!<br><br>               Sagt der Waffenoffizier und klopft mit seiner Faust auf den<br>               Tisch.<br><br>               Seine Kollegen nicken bestätigend.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf gehts.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     INT. ROMULANISCHER BIRD OF STEALTH - BRÜCKE             21<br><br>               Wir sehen Admiral Fato in dem Prachtvollen Sitz des Captains<br>               sitzen, an den umliegenden Konsolen romulanische Offiziere.<br>               Auf dem großen Bildschirm nähert sich der aus 2x05 bekannte<br>               steinige Planetoid.<br><br>                                   ROM. PILOT<br>                         Wir sind in Position. Die<br>                         feindliche Flotte wird auf der<br>                         anderen Seite des Planeten unter<br>                         Warp kommen. Wir können von hier<br>                         aus also ohne Risiko zusehen.<br><br>                                   FATO<br>                         Wie wunderbar. Das wird ein<br>                         großartiger Tag. Ein Tag des<br>                         Sieges. Das Schicksal wird erneut<br>                         bezeugen, welche Rasse für die<br>                         Vorherrschaft in der Galaxie<br>                         bestimmt. Ist die Verteidigung<br>                         bereit?<br><br>                                   ROM. TAKTIKOFFIZIER<br>                         Unsere Flotte ist bereit. Der Feind<br>                         hat keine Chance.<br>                             (beat)<br>                         Sie kommen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        22     EXT. WELTRAUM                                           22<br><br>               In 12 Warpblitzen verlangsamen ebensoviele Schiffe der ersten<br>               Angriffsformation, in ihrer Führung Shrans Kreuzer, die<br>               Jarvena.<br><br>               Die Flotte bewegt sich auf die Stellung der Romulaner zu, aus<br>               deren Reihen sich einige Schiffe lösen und die Schiffe der<br>               Andorianer und Menschen abfangen. Es kommt zu den ersten<br>               Feuerstößen.<br><br>               Ein Schiff der Sternenflotte wird von gleich 3 Bird of<br>               Vengeance unter Disrupterfeuer genommen und zerberstet, als<br>               der Feind mit Torpedos nachlegt.<br><br>               Die Jarvena windet sich durch ihre hohe Manövrierbarkeit<br>               durch die feindlichen Linien und versucht, den Gegner zu<br>               beschäftigen. Allerdings ist die erste Welle zahlenmäßig<br>               einfach zu unterlegen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     INT. JARVENA - BRÜCKE                                   23<br><br>               Wir sehen FORCE COMMANDER SHRAN auf der Brücke seines<br>               Schiffes, die von Treffern durchgerüttelt wird.<br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Wir haben es mit 90 romulanischen<br>                         Schiffen zu tun.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Die Romulaner müssen vorbereitet<br>                         gewesen sein!<br><br>               Ein weiterer Treffer lässt das Schiff erbeben<br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Wir haben soeben zwei weitere<br>                         Schiffe verloren.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Rufen Sie den Rest der Streitmacht.<br>                         Sagen Sie, der Angriffsplan ist<br>                         gelaufen, wir brauchen die ganze<br>                         Flotte jetzt sofort.<br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Aye.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        24     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   24<br><br>               Auf dem Hauptschirm verwandeln sich die vorbeistreifenden<br>               Sterne wieder in feste Punkte als das Schiff unter Warp geht.<br><br>               Roter Alarm herrscht an Board und alle Offiziere befinden<br>               sich auf ihrem Posten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die erste Angriffswelle konnte die<br>                         romulanischen Linien aufteilen,<br>                         allerdings sind nur noch 7 Schiffe<br>                         übrig geblieben.<br><br>               Ein massiver Treffer schüttelt das Schiff durch.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Ich muss mich korrigieren, es sind<br>                         nur noch 6 Schiffe. Ich fürchte,<br>                         wir sind diesen reudigen Romulanern<br>                         unterlegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir geben noch nicht auf! Befehlen<br>                         Sie der Flotte, sich aufzuteilen.<br>                         Und unsere Träger sollen in<br>                         Stellung gehen! Man soll ihnen<br>                         Deckung geben.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     EXT. WELTRAUM - KAMPF                                   25<br><br>               Die Flotten beharken sich gegenseitig. Massives Feuerwechsel<br>               schädigt beide Seiten. Die Romulaner kreisen die Flotte von<br>               zwei Seiten ein, allerdings lassen sie so auch eine Lücke in<br>               der Mitte offen. Durch dieses Schlufploch fliegen vier<br>               schwere Transporter, die auf den Planetoiden zu steuern. Ein<br>               halbes Dutzend romulanischer Schiffe schlägt aus der<br>               Angriffsformation aus und verfolgt die Transporter, doch die<br>               menschlichen und andorianischen Streitkräfte konzentrieren<br>               ihr Feuer auf die Häscher und können sie ausschalten.<br><br>               Aus den Transporter beginnen nun viele kleine Raumjäger zu<br>               starten, offenbar Ein- oder Zweimannflieger, die wie ein<br>               Bienenschwarm auf den ungeschützen Planeten zufliegen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        26     EXT. PLANETOID                                          26<br><br>               Wir blicken in einem sehr hohen Blickwinkel auf den steinigen<br>               Planetoiden, auf dem sich mehrere romulanische<br>               Fördereinrichtungen befinden, die ungeachtet des<br>               Kampfgeschehens stetig Erz förden. Doch nun kommen die<br>               Kampfjäger ins Bild geflogen und werfen Bomben auf die<br>               Stellungen ab. Einige Einrichtungen explodieren, bis die<br>               Romulaner ihre Verteidigungsgeschütze aktivieren und<br>               plötzlich grünes Sperrfeuer vom Planeten auf die Jäger<br>               prasselt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   27<br><br>               Wie zuvor. Allerdings beginnt Rauch aufzusteigen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Noch ein Schiff verloren.<br>                             (beat)<br>                         Die Romulaner lösen ihre Formation.<br>                         Die Hälfte der feindlichen Flotte<br>                         fliegt zum Planetoiden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         VERFOLGEN! Wir müssen unsere Jäger<br>                         schützen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     EXT. WELTRAUM - KAMPF                                   28<br><br>               Das Kampfgeschehen wird immer undurchsichtiger. Viele<br>               romulanische Schiffe lösen sich aus dem Gewühl und ziehen<br>               sich zurück. Andorianisches und menschliches Phaser- und<br>               Torpedofeuer schießt ihnen hinterher und lässt zwei Schiffe<br>               explodieren, der Rest kann sich jedoch absetzen.<br><br><br>               Die gemeinsame Streitmacht fliegt ebenfalls zum Planetoiden,<br>               die romulanischen Schiffe immerwährend feuernd im Heck.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        29     EXT. PLANETOID                                          29<br><br>               Wir blicken jetzt vom Erdboden in den atmosphärenlosen Himmel<br>               und sehen, wir unsere Kampfflieger nun ebenfalls aus dem<br>               Weltall von romulanischen Bird of Stealth angegriffen werden.<br>               Nacheinander platzen die kleinen Schiffchen unter dem<br>               massiven Disruptorfeuer.<br><br>               Da weht plötzlich ein riesiger Schatten von hinten über den<br>               Jägern auf und gibt ihnen Deckung. Ein Schiff der NX-Klasse<br>               fliegt auf dem Kopf über den Schiffen und schützt sie so vor<br>               dem Disruptorfeuer. Die Registrierung lässt sich verkehrt<br>               herum lesen, das Schiff ist die S. S. Heracles NCC-31<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        30     INT. HERACLES - BRÜCKE                                  30<br><br>               Wir sehen die Brücke eines typischen NX-Schiffes.<br><br>                                   CAPTAIN<br>                         Deckung gefällig?<br><br>               Über die Kommanlage hören wir die verrauschte Stimme eines<br>               Kampfpiloten<br><br>                                   KOMMSTIMME KAMPFPILOT<br>                         Danke, Captain Akira! Wir hätten<br>                         sonst keine Chance gehabt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        31     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               31<br><br>               Wir sehen die Heracles von oben und stellen fest, dass das<br>               Schiff, von der Form her und durch die nach unten geneigten<br>               Warpgondeln an eine bestimmte Schiffsklasse aus dem 24.<br>               Jahrhundert erinnert.<br><br>               Die Heracles feuert mit ihren unten stärkeren Phasenkanonen<br>               auf die drüber schwebenden zwei Bird of Stealth.<br><br>               Doch von weiter nähert sich die große romulanische Armada und<br>               verstärkt die beiden Bird of Stealth.<br>               Ein regelrechter Disruptorhagel stürzt nun auf das Schiff der<br>               NX-Klasse herab, dessen Panzerung versagt. Das Schiff wird<br>               jetzt durchlöchert und es stürzt auf den Planetoiden zu.<br><br>               EINSTELLUNG OBERFLÄCHE<br><br>               Mit hoher Geschwindigkeit rast das angeschlagene Schiff auf<br>               den harten, steinigen Boden zu und zerschellt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        32     EXT. WELTRAUM                                           32<br><br>               Der Kampf verläuft nicht allzu gut. Zwar sind die<br>               romulanischen Schiffe in ihrer Zahl gesunken und gerade<br>               explodiert ein Bird of Vengeance, die irdische und<br>               andorianische Flotte muss aber deutlich größere Verluste<br>               hinnehmen. Wir sehen ein Warp-2 Schiff der Intrepid-Klasse<br>               mit zerfetzter Warpgondel aus dem Geschehen treiben.<br><br>                                   BEEM (V.O.)<br>                         Es sieht nicht gut aus. Wir sind<br>                         jetzt nur noch bei 29 Schiffen.<br><br>        33     INT. ROMULANISCHER BIRD OF STEALTH                      33<br><br>               Wir sehen Fato mit äußerster Zufriedenheit das Kampfgeschehen<br>               beobachten.<br><br>               Plötzlich hören wir ein seltsames Geräusch, dass Fato<br>               aufzucken lässt.<br><br>                                   ROM. TAKTIKOFFIZIER<br>                         Unsere Tarnung ist soeben<br>                         ausgefallen.<br><br>                                   FATO<br>                         Das gibt es nicht!<br><br>                                   ROM. PILOT<br>                         Das Schiff setzt sich auf einmal in<br>                         Bewegung. Der Kurs führt uns mitten<br>                         ins Kampfgeschehen!<br><br>                                   FATO<br>                         Stoppen Sie das Schiff!<br><br>                                   ROM. PILOT<br>                         Das geht nicht, der Computer<br>                         reagiert nicht. Unsere Schilde<br>                         fallen auch aus! Waffen jetzt auch!<br>                         Alles schaltet sich ab!<br><br>               Fato schreitet auf den Piloten vor ihm zu.<br><br>                                   FATO<br>                         Tun Sie gefälligst etwas, sie<br>                         inkompetenter Idiot! Oder ist das<br>                         ihr Werk?<br><br>                                   ROM. PILOT<br>                         Nein! Ich kann nichts machen!<br><br>               Fato zückt eine Pistole und erschießt den Piloten, der sich<br>               in Rauch auflöst. Der Admiral sieht sich die Kontrollen an,<br>               hämmert auf sie, doch auch er kann nichts ausrichen. Fato<br>               sieht auf den Bildschirm und erkennt dort die Antares, die<br>               nun auf ihn zufliegt.<br><br>                                   FATO<br>                         VERDAMMT!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        34     EXT. WELTRAUM                                           34<br><br>               Die Antares fliegt auf einen Bird of Stealth zu und nimmt ihn<br>               unter Phaserfeuer. Ohne Widerstand steckt das Schiff das<br>               Feuer ein und explodiert bereits nach wenigen Schüssen in<br>               einer großen Explosion.<br><br>               Währenddessen wird ein Schiff der Andorianer zu Restmetall<br>               verarbeitet.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        35     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   35<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wieder einen verloren. Dieser<br>                         verdammten Bastarde kapieren nicht,<br>                         wann sie zu verrecken haben!<br>                             (beat)<br>                         Captain, wie es aussieht, verlieren<br>                         wir. Wir haben nur noch 27 Schiffe,<br>                         die Romulaner dagegen 73. Das ist<br>                         Aussichtslos.<br><br>               Ein weiterer Treffer lässt mehrere Leitungen zerspringen.<br>               Commander Müller, die Anzeigen im hinteren Teil der Brücke<br>               beobachtet, meldet sich zu Wort.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Unsere Schilde sind soeben<br>                         ausgefallen!<br><br>               Caylon schließt die Augen und nimmt sich eine Sekunde Zeit,<br>               um eine schwere Entscheidung zu treffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammter Mist!<br>                             (beat)<br>                         Okay, wir haben keine andere Wahl.<br>                         Diese Erze dürfen nie wieder in die<br>                         falschen Hände geraten. Wir setzen<br>                         den Sprengkopf ein!<br>                             (beat)<br>                         Torlan, sagen Sie dem Maschinraum,<br>                         sie sollen das Ding auf einen<br>                         Transporter packen! Wenn Sie bereit<br>                         sind, sollen Sie es in den Weltraum<br>                         beamen. Möglichst Zentral zwischen<br>                         dem Feind. Und sagen Sie der<br>                         Flotte, dass sie auf meinen Befehl<br>                         zusehen soll, hier wegzukommen!<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        36     EXT. WELTRAUM                                           36<br><br>               Mitten zwischen zahlreichen sich duellierenden Schiffen<br>               materialisiert ein kleines Objekt in einem blauen<br>               Transporterstrahl.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         JETZT!<br><br>               Alle übrigen Schiffe beschleunigen und verlassen das<br>               Kampfgebiet. Ein beschädigter und treibender andorianischer<br>               Kreuzer wird von den Romulanern vollends zerstört. Der Feind<br>               scheint den Sprengkopf zu ignorieren, bis er detoniert.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        37     EXT. WELTRAUM -WARP                                     37<br><br>               Die Überreste der gemischten Flotte entfernt sich mit<br>               Warpgeschwindigkeit aus dem System. Weit hinter ihm SEHEN WIR<br>               einen gigantischen Lichtblitz das All erhellten. Der<br>               Sprengkopf hat gezündet, Romulaner und Planetoid sind<br>               vernichtet.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        38     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   38<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, befehlen Sie der Flotte<br>                         vollen Stopp.<br>                         Die am wenigsten beschädigten<br>                         Schiffe sollen dann kehrt machen<br>                         und mit uns zurück nach Iota Leonis<br>                         fliegen und sich davon überzeugen,<br>                         dass die Romulaner auch wirklich<br>                         geschlagen sind.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Verstanden.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        39     EXT. WELTRAUM - IOTA LEONIS SYSTEM                      39<br><br>               Die Antares und etwa zehn weitere Schiffe - Sternenflotte und<br>               Andorianer - fliegen mit niedriger Impulskraft.<br><br>        40     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   40<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Keine Anzeichen von irgendetwas,<br>                         Sir. Weder von den Romulanern, noch<br>                         von dem Planetoiden.<br>                             (beat)<br>                         Es hat funktioniert, Captain.<br><br>               Caylon sieht sich auf der Brücke um. Alle Führungsoffiziere<br>               sind - mehr oder minder mitgenommen - an ihren Stationen.<br><br>               Beem fängt plötzlich an zu klatschen und ein paar NDs im<br>               Hintergrund steigen ein. Schließlich auch Tschernovsky und<br>               Torlan.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (jubelnd)<br>                         Wir haben es geschafft!<br><br>               Jubel bricht aus.<br><br>               Caylon sieht zu Müller hinüber, die an der technischen<br>               Konsole sitzt und sie blickt zu ihm zurück. Sie lächelt ihn<br>               an.<br><br>               PLÖTZLICH jedoch packt sie sich an den Kopf, das Gesicht<br>               schmerzverzerrt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leiser, dann immer lauter<br>                              werdend bis zu einem<br>                              Schrei; schmerzerfüllt)<br>                         Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrr<br>                         rrrrrrrrrgggggggggggggggghhhhhhhhh<br>                         hhhhhhhhh!!!!<br><br>               Blut fließt aus ihrer Nase und sie beginnt langsam in sich<br>               zusammenzusacken. Der Schrei verstummt.<br><br>               Der Jubel verstummt, alle blicken besorgt zu Müller.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (besorgt)<br>                         Nicole?<br><br>               Alle Geräusche verklingen. Unheilvolle Musik setzt ein.<br><br>               ZEITLUPE<br><br>               Caylon eilt zu Müller, die nun vollends zusammengebrochen ist<br>               und am Boden liegt. Er versucht sie wachzurütteln. Ohne<br>               Erfolg. Er fühlt nach ihrem Puls...<br><br>               AUF Caylons von Erschrecken zu Geschockheit wechselnden<br>               Gesichtsausdruck:<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br>               Beat.<br><br>               FADE IN:<br><br>        41     EXT. WELTRAUM                                           41<br><br>               Wir bewegen uns mit der Kamera durch einen scheinbar leeren<br>               Raumsektor. Die Sterne gleiten langsam an uns vorbei.<br><br>               Einige Sekunden lang fliegen wir ungestört durch die<br>               unendlichen weiten, bis PLÖTZLICH das Bild zu verschwimmen<br>               beginnt und wir dann, ohne Vorwarnung, ein Romulanisches<br>               Raumdock vor uns sehen.<br><br><br>               UND wir ERKENNEN, was in diesem Raumdock gebaut wird: Ein<br>               gigantisches neues Schlachtschiff!<br><br>               Wir FAHREN MIT DER KAMERA zu einem Fenster im Raumdock und<br>               SEHEN hinter diesem:<br><br>               ROMOR<br><br>               der sich das Schiff im Dock ansieht.<br><br>        42     INT. ROMULANISCHES RAUMDOCK                             42<br><br>               Wir befinden uns nun auf der anderen Seite des Fensters und<br>               werfen über Romors Schulter einen Blick auf das neue<br>               Raumschiff.<br><br>               Wir HÖREN Schritte, die sich Romor (und damit auch uns)<br>               nähern. Romor dreht sich um, als Tal'Shair Agent Toranis das<br>               Bild betritt.<br><br>                                   TORANIS<br>                             (ernst)<br>                         Wir haben Iota Leonis verloren.<br>                         Mitsamt der Flotte, die das System<br>                         verteidigen sollte.<br>                             (beat)<br>                         Menschen und Andorianer sind mit<br>                         einer nur geringen Verlustmenge<br>                         entkommen.<br><br>               Romor ist davon nicht beeindruckt.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Fato?<br><br>                                   TORANIS<br>                         Da es keine unserer Schiffe<br>                         zurückgeschafft haben, können wir<br>                         nichts genaues sagen.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich denke, wir können davon<br>                         ausgehen, dass auch sein Schiff es<br>                         nicht überstanden hat.<br><br>                                   ROMOR<br><br>                         Dann ist der Verlust der Flotte und<br>                         des Planetoiden nicht von<br>                         Bedeutung.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben genug Erze abbauen<br>                         können, um die Hülle für dieses<br>                         Schiff herstellen zu können...<br>                             (beat)<br>                         Und wenn es erst einmal fertig ist,<br>                         ist es nur noch eine Frage der<br>                         Zeit, bis der Krieg beendet ist und<br>                         über Erde und Andoria die<br>                         Romulanische Flagge weht...<br><br>               AUF die beiden und das Schiff außerhalb des Fensters:<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                    ENDE SEASON 2<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">5231</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x11 - Und wenn sie uns zu Ruhe betten...</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x11-und-wenn-sie-uns-zu-ruhe-betten-r5165/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_31946.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0211.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x11) - "Und wenn sie uns zu Ruhe betten..."</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares untersucht die Vernichtung einer geheimen Forschungseinrichtung, in der mit vor mehreren Monaten geschürften Erzen experimentiert wurde. Die Erze könnten der Schlüssel zum Sieg über die Romulaner sein. - Unterdessen versucht Forrest Andorianer und Vulkanier von einem gemeinsamen Schlag gegen einen schwer befestigten Außenposten der Romulaner zu überzeugen...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28823.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28823"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_32836.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=32836"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_32837.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=32837"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_32838.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=32838"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_32839.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=32839"></a></center><br><br><b><font><i>Kontakt:</i></font></b><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                         "Und wenn sie uns zu Ruhe betten..."<br>                                      story by<br>             Marcel Labbé-Laurent &amp; Sebastian Ostsieker and Michael Zock<br>                                     teleplay by<br>                      Marcel Labbé-Laurent &amp; Sebastian Ostsieker<br><br><br><br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. WELTRAUM                                            1<br><br>               Wir befinden uns in einem ruhigen Sonnensystem. In der Ferne<br>               erhellt eine blaue Sonne ihre Trabanten, die sich auf eine<br>               Ansammlung von unterschiedlich großen Asteroiden beschränken.<br>               Auf einem besonders großen Gesteinsbrocken, der etwas abseits<br>               der anderen seine Bahn um den Stern zieht, befindet etwas<br>               mehr als nur Stein, Staub und Eis.<br><br>               Die Kamera fährt näher heran und wir erkennen auf dem<br>               Asteroiden mehrere Metallformationen, die gewiss nicht<br>               natürlichen Ursprungs sind, sondern ganz sicher eine<br>               Raumstation bilden, die in den Himmelskörper hineingebaut<br>               wurde. Das Material, die Bauweise und die Symbole geben sie<br>               als Sternenflotteneinrichtung aus.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         2     INT. FORSCHUNGSSTATION                                   2<br><br>               Eine ohrenbetäubende Alarmsirene ertönt im Inneren der<br>               Anlage. Mehre Personen, Menschen um genau zu sein, laufen<br>               wirr und fast in Panik umher. Ihre weißen Kittel und die<br>               hochkomplizierten Apparaturen überall legen nahe, dass es<br>               sich um Wissenschaftler handelt.<br><br>                                   FORSCHER<br>                         Die Eindämmung der Versuchsanlage<br>                         bricht zusammen! Die Substanz<br>                         reagiert! In den Schutzraum!<br><br>               Doch dafür scheint es zu spät zu sein. Ein lauter Knall<br>               ertönt, eine starke Druckwelle schmettert alles nieder und<br>               sengende Hitze brennt hinterher.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         3     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                          3<br><br>               SUPER:  2. September 2157<br><br>               In schwacher Beleuchtung sitzt Caylon auf seiner Bettkante<br>               und atmet schwer. Ganz offensichtlich scheint er nicht<br>               schlafen zu können.<br><br>               Mit einem Schalter hinter seinem Bett erhellt er den Raum.<br>               Der Captain steht auf und schreitet zu seinem Spiegel. Mit<br>               Schauer blickt er sein eigenes Spiegelbild an.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         4     INT. ANTARES - KORRIDOR - SPÄTER                         4<br><br>               Der Captain steht vor einer Tür und betätigt einen Türsummer.<br>               Ohne auf eine Reaktion zu warten, betritt er den Raum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO                           5<br><br>               Mit einem Zischen der Tür tritt Caylon herein und sieht sich<br>               um. Eine verwunderte Doktor MacKenzie gerät in seinen Blick.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (überrascht)<br>                         Captain, was machen Sie hier?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gute Frage, was macht man denn hier<br>                         so gewöhnlich?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Wie meinen Sie das? Wie kann ich<br>                         ihnen helfen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie können mir hoffentlich bei<br>                         meinen Alpträumen helfen. Sie sind<br>                         doch Councellor. Oder weshalb<br>                         kommen andere Leute zu ihnen?<br>                         Verkaufen Sie irgendwelche Dinge<br>                         von denen ich nichts weiß?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ähm, ja, ähm, ich meine, nein ich<br>                         verkaufe nichts. Aber bis jetzt hat<br>                         sich noch niemand von den<br>                         Führungsoffizieren in meine<br>                         Sprechstunde begeben. Deshalb bin<br>                         ich so überrascht.<br>                         Sie sind der Erste. Erinnern sich<br>                         nicht an meinen letzten<br>                         Beschwerdebrief?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verlegen)<br>                         Oh, klar, der liegt denke ich<br>                         gleich unter unserer<br>                         Leuchtmittelreserverstatistik auf<br>                         meinem Tisch.<br>                             (beat)<br>                         Laufen ihre Sitzungen immer im<br>                         Stehen ab oder dürfte ich mich<br>                         hinsetzen, bevor ich über meine<br>                         Kindheit spreche?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Verzeihen sie, natürlich!<br><br>               Danielle MacKenzie weist dem Captain mit einer Geste auf die<br>               Couch hin, auf die sich der Captain setzt.<br><br>               MacKenzie nimmt sich ein Padd in die Hand.<br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Also, sie haben Alpträume?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, ich denke es, auch wenn Sie mir<br>                         viel erschreckender und näher<br>                         vorkommen als alle bisherigen<br>                         Träime. Seit vier Tagen, seit dem<br>                         Vorfall auf Risa, kann ich so gut<br>                         wie nicht mehr schlafen. Ich wache<br>                         immer wieder völlig verschwitzt und<br>                         verängstigt auf. Ich kann mich<br>                         danach an so gut wie nichts mehr<br>                         erinnern, manchmal ein paar völlig<br>                         losgelöst Fetzen, mit denen ich<br>                         nicht viel anfangen kann. Aber ich<br>                         habe immer dieses äußerst<br>                         beunruhigende Gefühl...<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Captain. Es ist nur natürlich, dass<br>                         sie auch einmal Angst haben. Sie<br>                         befinden sich in einer<br>                         Ausnahmesituation. Sie dürfen<br>                         während ihres Kommandos keine<br>                         Schwäche zeigen, sondern müssen ein<br>                         Vorbild sein. Aber wir sind alle<br>                         nur Menschen. Ich vermute erstmal,<br>                         in Ihnen hat sich über die Zeit<br>                         eine Menge angestaut. Der Krieg,<br>                         der Anschlag, die Toten...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, ich weiß nicht, ich glaube<br>                         nicht, dass es nur das ist. Ich bin<br>                         den Tod leid. Verstehen Sie das<br>                         nicht als herzlos, aber ich bin<br>                         über den Tod meines Neffen<br>                         hinweggekommen. Es war sehr hart<br>                         und schmerzhaft, aber ich habe es<br>                         verkraftet. Nun sind wieder<br>                         Menschen aus meiner Nähe gestorben,<br>                         aber ich kann mittlerweile damit<br>                         leben. Ich habe schon zu viel Tod<br>                         gesehen, als dass er mich noch<br>                         berüht.<br>                             (beat)<br>                         Das klingt unmenschlich, oder?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Nein, ehrlich gesagt klingt es sehr<br>                         menschlich. Sie schirmen sich zu<br>                         ihrem eigenen Schutz ab. Das sind<br>                         die psychischen Folgen des Krieges.<br>                         Darum bin ich hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich wollte damit nur sagen, dass<br>                         ich nicht glaube, dass die<br>                         Alpträume von daher rühren. Es ist<br>                         intensiver. Ich kann es nicht<br>                         besser ausdrücken, als dass es sich<br>                         einfach anders anfühlt.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Können sie mir denn vielleicht ein<br>                         paar Bilder beschreiben?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kaum. Es sind erschreckende Bilder.<br>                         Bilder, die mir Angst machen.<br>                         Teilweise vor dem, was zeigen,<br>                         vorallem aber habe ich das Gefühl,<br>                         vor mir selber Angst zu haben. Das<br>                         ist so seltsam. Die Bilder scheinen<br>                         nur Sekundenbruchteile anzudauern,<br>                         aber ich habe Angst vor dem, was<br>                         sie für mich bedeuten.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich würde ihnen gerne einen<br>                         Vorschlag machen.<br>                             (beat)<br>                         Was halten Sie davon, wenn ich Sie<br>                         hypnotisiere und wir uns ihre<br>                         Alpträume gemeinsam ansehen? Unter<br>                         Anleitung können wir sie fixieren<br>                         und erkennen, worum es sich<br>                         handelt. Trauen Sie sich das zu?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie können Hypnotisieren?<br>                             (beat)<br>                         Naja, damit habe ich nicht<br>                         gerechnet, aber wir können es<br>                         versuchen...<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Gut, ich denke nur so kommen wir<br>                         der Wurzel auf die Schliche.<br>                             (beat)<br>                         Bitte legen Sie sich ganz flach hin<br>                         und schließen Sie ihre Augen.<br><br>               Es wird völlig schwarz um uns.<br><br>                                   MACKENZIE (V.O.) (CONT'D)<br>                         Hören Sie meine Stimme.<br>                         Konzentrieren Sie sich auf meine<br>                         Worte. Sie sind völlig frei. Ihr<br>                         Bewusstsein löst sich von dem hier.<br>                         Ihre Gedanken verlassen diesen Raum<br>                         und drehen sich nur noch um ihre<br>                         Träume. Was ihnen Angst macht,<br>                         ergreift Sie, aber ich bin hier.<br>                         Die Bilder werden ihnen keine Angst<br>                         machen.<br>                             (beat)<br>                         Was sehen Sie?<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         6     I/E. FLASHBACKS                                          6<br><br>               Wir sehen, wie das Konferenzgebäude auf Risa explodiert und<br>               durch seine Druckwelle Staub und Trümmer aufwirbelt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER (RÜCKBLENDE AUS  2X10)   7<br><br>               Wir blicken in einen Spiegel, in dem sich Caylons Antlitz<br>               reflektiert. Sein Spiegelbild verändert sich zu dem<br>               entstellten und verbrannten Angesicht des Botschafters<br>               Beringsby, das zu ihm spricht.<br><br>                                   MACKENZIE (V.O.)<br>                         Captain?<br>                             (beat)<br>                         Hören Sie meine Stimme. Was sehen<br>                         Sie?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tod!<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         8     I/E. BLICK AUF MÜLLER &amp; CAYLON (RÜCKBLENDE AUS  2X10)    8<br><br>               Caylon schreckt zurück und löst seine Umarmung, worauf ihm<br>               Müllers lebloser Körper entgegenfällt. Er hält sie fest, aber<br>               auch aus ihren Ohren und ihrer Nase tritt Blut, ein Blutstrom<br>               der nicht zu versiegen scheint.<br><br>               Caylon stellt fest, dass Müller tot ist und lässt sie los,<br>               worauf sie zu Boden gleitet.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                             (panisch)<br>                         Nicole! Bitte! Du darfst nicht<br>                         sterben!<br><br>               Caylon beugt sich über Sie und lehnt seinen Kopf auf ihre<br>               Brust, doch es scheint kein Herzschlag mehr zu spüren sein.<br>               Verzweifelt versucht er eine Herzmassage, doch sie scheint<br>               vergebens, Caylons Druck auf die Brust bewirkt nur, dass noch<br>               mehr Blut Müllers Mund verlässt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Tod!<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>         9     I/E. FLASHBACKS                                          9<br><br>               Wir sehen noch einmal in einem Zusammenschnitt, wie Beem und<br>               Tschernovsky auf der völlig zerstörten Brücke der Antares<br>               qualvoll sterben müssen. Beems Genick wird in Windeseile von<br>               einem Romulaner gebrochen und Tschernovsky hat keine Chance<br>               gegen die Wucht des feindlichen Helmes, der ihn zurückwirft<br>               und seinen Schädel zertrümmert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         TOD!<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        10     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO                          10<br><br>               MacKenzie blickt Caylon äußerst verschrocken an. Ihr Padd<br>               fällt ihr unbemerkt aus der Hand auf dem Boden, doch sie<br>               konzentriet sich nur noch auf ihren Patienten, der ihr zu<br>               entgleiten scheint.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (unruhiger)<br>                         Captain! Sie haben genug gesehen.<br>                         Lauschen Sie meiner Stimme. Folgen<br>                         Sie ihr zurück in das Hier und<br>                         Jetzt. Ihr Bewusstsein kehrt zurück<br>                         in ihren Körper. Öffnen Sie ihre<br>                         Augen.<br><br>               Caylon scheint jedoch keine Reaktion von sich zu geben. Er<br>               liegt nur da und Schweiß beginnt aus seiner Stirn zu laufen.<br>               MacKenzie wird deutlich nervös.<br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Sie haben die Kontrolle! Wachen Sie<br>                         auf!<br><br>               Plötzlich schreckt Caylon hoch. In diesem Moment spricht er<br>               erneut ein Wort, MacKenzie rechnet mit einem bestimmten, doch<br>               es klingt anders:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Töten!<br><br>               Für einige weitere Sekunden scheint Caylon noch nicht Herr<br>               seines Körpers zu sein, bis er die Augen erneut schließt und<br>               sie wachen Geistes wieder öffnet. Er dreht seinen Kopf und<br>               blickt fast so entgeistert wie MacKenzie.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Was zum... Das habe ich in meiner<br>                         Ausbildung noch nie erlebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erschöpft)<br>                         Ich sagte ja, es fühlt sich sehr<br>                         intensiv an.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich bin mir auch nicht mehr ganz<br>                         sicher, ob es wirklich nur eine<br>                         Reaktion auf den Druck ist, dem Sie<br>                         ausgesetzt sind. Es könnte<br>                         natürlich als Faktor dazu kommen.<br>                         Aber Sie haben recht, die Träume<br>                         sind äußerst stark.<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen dem nachgehen. Für heute<br>                         wird das wohl besser erstmal<br>                         reichen, aber wir werden die<br>                         Therapie fortsetzen.<br><br>               Caylon setzt sich nun auf den Couchrand hin.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ehrlich gesagt, bin ich von der<br>                         Methode nicht so begeistert. Die<br>                         Träume waren sogar noch intensiver,<br>                         als Nachts.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Das ist normal auch beabsichtigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich möchte das aber nicht. Ich will<br>                         die Träume loswerden und sie nicht<br>                         noch plastischer erleben. Gibt es<br>                         kein Medikament, dass sie mir<br>                         dagegen geben können?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Das würde auf Dauer nicht helfen.<br>                         Wir müssen der Sache auf den Grund<br>                         gehen, wenn Sie die Träume<br>                         loswerden wollen.<br><br>               Caylon steht auf und macht sich daran den Raum zu verlassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, ich werde darüber nachdenken.<br>                         Meine Schicht fängt gleich an. Ich<br>                         werde jetzt gehen. Danke für ihre<br>                         Zeit.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Das ist mein Job. Auch wenn Sie mir<br>                         für einen Moment fast Angst<br>                         eingejagt haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich mir auch...Ich mir auch...<br>                             (beat)<br>                         ...Aber nicht nur für einen Moment.<br><br>               Mit diesen Worten verlässt Caylon den Raum.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        11     INT. ANTARES - CAYLONS BEREITSCHAFTSRAUM                11<br><br>               Wir sehen auf Caylons Bildschirm die Mitteilung, dass eine<br>               Videoübertragung darauf wartet, entgegen genommen zu werden.<br>               Wir sehen Caylon eine Taste zum Bestätigen drücken, als von<br>               ihm die Eingabe eines Authorizierungscodes verlangt wird.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erstaunt)<br>                         Ein sicher Kanal... Das kann nichts<br>                         gutes bedeuten.<br><br>               Nun erscheint endlich das längst nicht so freundlich wie<br>               sonst wirkende Gesicht von Admiral Forrest. Er sieht noch<br>               leicht angeschlagen von den Ereignissen auf Risa aus. Er<br>               scheint sich zwar in der kurzen Zeitspanner unheimlich<br>               schnell erholt zu haben, aber sein Blick zeigt, dass sich<br>               sein Stolz und seine Zuversicht noch nicht regeneriert haben.<br>               Man bekommt das Gefühl, die jüngsten Ereignisse haben ihn<br>               verändert.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (erfreut)<br>                         Maxwell! Wie geht es Ihnen? Ich bin<br>                         überrascht sie so schnell<br>                         wiederzusehen, und dann schon<br>                         wieder bei der Arbeit.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Es geht so. Ich habe mich schon<br>                         besser gefühlt, aber die Ärzte<br>                         sagen mir, für meine Verletzungen<br>                         geht es mir prächtig. Ich nehme das<br>                         als Trost.<br>                             (beat)<br>                         Es bleibt mir auch keine Zeit mich<br>                         weiter auszuruhen. Sie glauben gar<br>                         nicht wie hier im Hauptquartier<br>                         gerade die Köpfe rollen. Jeder, der<br>                         nur irgendwie mit der Konferenz in<br>                         Risa in Verbindung stand, wird<br>                         jetzt gejagt und ausgequetscht. Wir<br>                         haben hier eine Hexenjagd nach<br>                         einem Verräter... Wenn ich nicht<br>                         verletzt worden wäre, hätte ich<br>                         wohl auch eine Menge Ärger am Hals.<br>                         Aber auch so gibt es genug<br>                         Probleme. Ich versuche die<br>                         Andorianer wieder zu besänftigen,<br>                         damit wir uns gemeinsam die<br>                         Romulaner vorknöpfen können.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich fürchte, ich muss jetzt<br>                         zur Sache kommen.<br>                         Zu allem Überfluss haben wir vor<br>                         einigen Stunden den Kontakt mit<br>                         einer sehr wichtigen geheimen<br>                         Forschungsstation verloren. Die<br>                         Station liegt in einem unbewohnten<br>                         System nicht unweit der Grenze, in<br>                         der Nähe von Iota Leonis, dem<br>                         Erzplanetoiden. Es könnte sich um<br>                         einen Defekt in deren<br>                         Kommunikationsanlage handeln. Es<br>                         könnten aber auch die Romulaner<br>                         Schuld sein. Deshalb soll die<br>                         Antares nachsehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darf ich erfahren, was in dieser<br>                         Station erforscht wurde?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Leider nein. Diese Informationen<br>                         sind Top-Secret. Sie sollen nur<br>                         nachsehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und dafür ein gesicherter Kanal?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Wie gesagt, hier rollen Köpfe. Die<br>                         Sternenflotte ist jetzt äußerst<br>                         paranoid geworden. Und das wohl<br>                         zurecht. Es tut mir leid, ich kann<br>                         ihnen nur so viel sagen: was in der<br>                         Station erarbeitet wurde, ist<br>                         wichtig genug, dass wir uns keine<br>                         Ungewissheit über die Situation<br>                         leisten können. Und es ist wichtig<br>                         genug, um auch ein Ziel für die<br>                         Romulaner zu sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe verstanden.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Gut, ich sende ihnen nun die<br>                         Koordinaten.<br><br>               In einem neuen Fenster klackern einige Zahlen durch. Caylon<br>               nickt bestätigend.<br><br>                                   FORREST  (ON SCREEN) (CONT'D)<br>                         Hoffen wir das Beste. Forrest,<br>                         Ende.<br><br>               Das Gesicht des Admirals verblasst vom Bildschirm.<br><br>               Caylon wartet eine Sekunde bevor er sein Kommgerät aktiviert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon an Tschernovsky.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY'S KOMMSTIMME<br>                         Hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben neue Befehle. Es gibt<br>                         keine großen Details, aber wir<br>                         müssen den Kurs zu den folgenden<br>                         Koordinaten ändern.<br><br>               Caylon betätigt wieder einige Schalter, mit denen der Zielort<br>               an den Piloten übertragen wird.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY'S KOMMSTIMME<br>                         Ich ändere den Kurs.<br>                             (beat)<br>                         Wir brauchen etwa 2,5 Stunden bis<br>                         zum Zielpunkt.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        12     EXT. WELTRAUM - ÜBERRESTE DER FORSCHUNGSSTATION         12<br><br>               Wir befinden uns in wieder in dem Sonnensystem aus dem<br>               Teaser, erkennbar an der blauen Sonne. Doch von den<br>               Asterioden ist nicht mehr viel zu sehen, wir erkennen<br>               momentan vorallem nur eine Menge Staub.<br><br>        13     INT. ANTARES - BRÜCKE - SPÄTER                          13<br><br>               Caylon kommt aus seinem Bereitschaftsraum auf die Brücke<br>               getreten. Alle Stationen sind von ihren Leitern, BEEM,<br>               TSCHERNOVSKY, MESTRAL und TORLAN besetzt und es herrscht<br>               roter Alarm.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir sind da.<br><br>               Caylon schreitet auf seinen Sitz zu und macht sich daran,<br>               sich hinzusetzen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Beem, wie sieht es aus, keine<br>                         Romulaner im System?<br><br>                                   BEEM<br>                         Keine, die wir sehen könnten. Was<br>                         ja noch nicht viel zu heißen hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist mit unserer<br>                         Forschungsstation?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Unbekannt. Ich kann in dem<br>                         Asteroidenfeld nicht viel<br>                         ausmachen.<br>                             (beat)<br>                         Moment, ich habe hier eine<br>                         interessante Ansammlung größerer<br>                         Brocken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br>               Mestral schaltet seine Anzeige auf den Hauptschirm um und<br>               alle Anwesenden scheinen auf einmal erschrocken nach vorne zu<br>               starren.<br><br>               CLOSE-UP AUF DEN HAUPTSCHIRM<br><br>               Wir sehen ein halbes Dutzend Bruchstücke, die in ihrer Größe<br>               die durchschnittlichen Brocken im weiteren Feld deutlich<br>               überragen. Viel interessanter sind allerdings die<br>               metallischen Aufbauten, die einmal zu der Forschungsstation<br>               gehörten, bevor die in mehrere große Stücke zerrissen wurde.<br>               Kleinere Bruchstücke schweben ebenfalls umher, von den<br>               ehemaligen Asteroiden ist allerdings in einem größeren<br>               Umkreis scheinbar nichts übrig geblieben.<br><br>               NORMALE POV<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ACH DU MEINE GÜTE!<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn das romulanische Waffen waren,<br>                         stecken wir tief in der Scheiße.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (besorgt)<br>                         WAREN das romulanische Waffen?<br>                         Mestral?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, keine Ahnung. Ich kann keine<br>                         klare Waffensignatur erkennen. Das<br>                         muss eine völlig neue Waffe sein.<br>                         Ob sie von den Romulanern ist,<br>                         vermag ich nicht zu sagen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Beten wir, dass nicht...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie sicher wäre es, ein Shuttle<br>                         loszuschicken um die Bruchstücke<br>                         genauer zu untersuchen? Ich will<br>                         wissen, was passiert ist.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Romulaner haben ihre Arbeit<br>                         erledigt, sofern sie es waren.<br>                         Wahrscheinlich haben sie sich<br>                         zurückgezogen, es wäre wenig<br>                         sinnvoll mit einer brandneuen Waffe<br>                         in feindlichem Gebiet zu bleiben.<br>                         Aber wenn ich wüsste, wie Romulaner<br>                         ticken, hätten wir sie schon längst<br>                         fertig gemacht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, dann sehen wir uns das<br>                         genauer an, bevor wir die Nächsten<br>                         sind.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        14     EXT. WELTRAUM - ÜBERRESTE DER FORSCHUNGSSTATION         14<br><br>               Wir sehen ein Shuttle der Antares in Richtung der zerstörten<br>               Anlage fliegen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES SHUTTLEPOD                                 15<br><br>               Tschernovsky fliegt die Shuttlekapsel, auf dem Sitz neben ihm<br>               studiert COMMANDER MÜLLER einige Anzeigen, im hinteren<br>               bereich sehen wir noch DOKTOR KENDALL.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hm. Doktor, kommen ihnen einige der<br>                         Anzeigen auch so bekannt vor?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Oh, natürlich, eine in Stücke<br>                         zerfetzte Station kommt mir immer<br>                         bekannt vor. Die sehe ich doch<br>                         jeden Tag. Das machen die Romulaner<br>                         ja ständig. Nein, ich kann noch gut<br>                         schlafen, danke der Nachfrage...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich meine die spezifischen<br>                         Strahlungswerte. Schauen sie.<br><br>               Kendall steht auf und blickt über den Rücken der<br>               Chefingeneurin.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sie haben Recht, einen Teil der<br>                         Strahlungswerte kenne ich<br>                         tatsächlich. Sind das...?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Sind Sie....<br><br>                                   KENDALL<br>                         Das müssen wir sofort dem Captain<br>                         melden!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das können Sie gerne übernehmen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Aber Sie haben es doch entdeckt?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Egal, es ist besser sie reden mit<br>                         Caylon.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Gut, gerne.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        16     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   16<br><br>               Caylon sitzt in seinem Captain's Chair und hat das Interkom<br>               in seiner Armlehne aktiv. Bis auf Tschernovsky, den ein ND<br>               vertritt, sind alle Brückenoffiziere anwesend.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                             (betont)<br>                         Ich habe eine interessante<br>                         Entdeckung gemacht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schießen Sie los.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Die Reststrahlung, die sich in der<br>                         Umgebung befindet, ist zu großen<br>                         Teilen die selbe, wie sie die<br>                         besonderen Erze abstrahlen. Nur<br>                         deutlich stärker. Das lässt<br>                         vermuten, dass die irgendwie an der<br>                         Explosion beteiligt waren. Wie,<br>                         können wir noch nicht genau sagen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Romulaner verfügen ja auch über<br>                         diese Erze.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Ich glaube nicht, dass dies das<br>                         Werk der Romulaner war. Wir wissen<br>                         ja nicht, an was die<br>                         Wissenschaftler dort geforscht<br>                         haben.<br>                         Jedenfalls hat die Detonation alles<br>                         in einem Umkreis von 10.000<br>                         Kilometer vernichtet. Damit wäre<br>                         jeder Angreifer ebenfalls zerstört<br>                         worden.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben jetzt vor ein<br>                         Trümmerstück anzufliegen, das noch<br>                         recht intakt zu sein scheint.<br>                         Vielleicht gewinnen wir dort<br>                         weitere Erkenntnisse.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Vielen Dank.<br><br>               Caylon beendet die Kommverbindung und steht auf.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zur Brückencrew)<br>                         Ich bin in meinem Bereitschaftsraum<br>                         einen Bericht an das Hauptquartier<br>                         senden.<br><br>               Der Captain verlässt die Brücke durch die Tür, die zu seinem<br>               Bereitschaftsraum führt.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        17     INT. ANTARES - CAYLONS BEREITSCHAFTSRAUM                17<br><br>               Wir sehen, wie auf dem Computerbildschirm wieder eine<br>               Verbindung zur Erde aufgebaut wird.<br><br>               Caylon sitzt vor dem Monitor als das Gesicht von Admiral<br>               Forrest den Raum erhellt.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Captain.<br>                             (beat)<br>                         Haben Sie bereits neue<br>                         Informationen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das denke ich. Von der Station sind<br>                         nur noch Trümmer übrig.<br>                             (beat)<br>                         Allerdings denke ich auch, dass sie<br>                         mir die Details besser sagen<br>                         können.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Wie meinen Sie das?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Meine Techniker haben<br>                         herausgefunden, dass diese Erze<br>                         irgendwie mit der Detonation zu tun<br>                         haben.<br>                         Die Strahlungswerte sind identisch.<br>                             (beat)<br>                         Also, was ist passiert?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Um das genau herauszufinden, sind<br>                         sie dort.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Wahrheit, Sir!!!<br>                             (beat)<br>                         Sie haben doch eine Vermutung? Sie<br>                         wissen doch noch mehr, als sie<br>                         sagen wollen. Das waren keine<br>                         Romulaner, stimmts?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Es war nicht auszuschließen, dass<br>                         sie es waren...<br>                             (beat)<br>                         Okay, Okay. Sie haben zwar nicht<br>                         die nötige Sicherheitsfreigabe,<br>                         aber zum Teufel, sie haben es<br>                         verdient zu erfahren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Max.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Sie wissen, wir konnten einige<br>                         wenige Kilogramm der Erze von dem<br>                         Planetoiden schürfen, bevor die<br>                         Romulaner uns vertrieben haben. Wir<br>                         konnten den Romulanern nicht<br>                         erlauben, undurchdringbare Hüllen<br>                         zu bauen, während wir dazu nicht in<br>                         der Lage waren. Also haben wir<br>                         einige kluge Köpfe damit<br>                         beauftragt, eine Möglichkeit zu<br>                         finden, die Erze zu synthetisieren.<br>                             (beat)<br>                         Damit hatten sie zwar keinen<br>                         Erfolg, die Molekularstruktur soll<br>                         angeblich zu komplex sein, dafür<br>                         haben sie allerdings etwas anderes<br>                         entdeckt. Ihnen ist es nach ihrem<br>                         letzten Bericht gelungen aus einer<br>                         Verbindung des Erzes eine<br>                         hochexplosive Mischung<br>                         herzustellen, die die<br>                         undurchdringbaren Hüllen<br>                         durchdringen kann. Damit wäre<br>                         dieser Vorteil der Romulaner wett<br>                         gemacht gewesen. Allerdings sieht<br>                         es nun ja ganz so aus, als wäre die<br>                         ganze Forschung vernichtet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben sich selber in die Luft<br>                         gesprengt, weil sie die Kraft ihrer<br>                         eigenen Kreation unterschätzt<br>                         haben...<br>                             (pfeift)<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Das ist zumindest die<br>                         allerwahrscheinlichste Erklärung.<br>                         Die Vermutung hatte auch die<br>                         Sternenflotte, aber die Romulaner<br>                         hätten auch davon Wind bekommen<br>                         haben können.<br>                             (beat)<br>                         Nun sind wir wieder dort, wo wir<br>                         vor einem halben Jahr standen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht schaffen wir ja bald den<br>                         Durchbruch. Wie sieht es mit den<br>                         Andorianern aus?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Die Gespräche mit den Andorianern<br>                         laufen diesmal besser. Alles sieht<br>                         danach aus, als könnten wir endlich<br>                         eine Einigung gegen die Romulaner<br>                         erreichen. Ich habe die Hoffnung,<br>                         mit der gemeinsamen Streitkraft der<br>                         Erde und der Andorianer<br>                         zurückschlagen zu können und damit<br>                         die Romulaner zurückzudrängen. Es<br>                         wird höchste Zeit dafür.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das denke ich auch.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        18     EXT. ASTEROIDENBASIS                                    18<br><br>               Wir sehen, wie mehrere Sternenflottenraumanzüge und ihrere<br>               Träger über die karge und steinige Oberfläche eines<br>               Asteroiden stiefeln. Das Shuttlepod der Antares ist ebenfalls<br>               auf dem Gesteinsbrocken geparkt. Die Grupper nähert sich<br>               einem Teil der ehemaligen Anlage, derren Reste noch immer<br>               hervorragen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        19     INT. FORSCHUNGSTATION                                   19<br><br>               Von innen ist die Anlage dunkel und sofern erkennbar,<br>               deutlich verwüstet und verbrannt.<br>               Mit ihren anmontierten Taschenlampen schneidet das Außenteam<br>               der Antares, bestehend aus Müller, Kendall und Ensign<br>               McForlay, Lichtkegel in die Dunkelheit, die uns Details der<br>               Zerstörung erkennen lassen.<br><br>               Wir verfolgen das Gespräch, dass die Gruppe über das<br>               Kommsystem des EV-Suits führt.<br><br>               BLICK AUF KENDALL IM RAUMANZUG<br><br>               Wir sehen, dass der Doktor mit einem Tricorder herumhantiert.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Hier oben ist nicht viel übrig<br>                         geblieben. Allerdings gibt es tief<br>                         im Asteroidengestein einen<br>                         abgeschotteten Bereich, der<br>                         vermutlich seine eigene<br>                         Stromversorgung hat. Jedenfalls<br>                         lese ich, dass sich dort unten noch<br>                         ein wenig Luft befindet.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dort sollten wir uns etwas umsehen,<br>                         hier dürfte kaum etwas verwertbares<br>                         übrig geblieben sein.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Der Aufzug wird wohl nicht mehr<br>                         funktionieren, also müssen wir die<br>                         Treppe nehmen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     INT. ASTEROID - BUNKER                                  20<br><br>               Kendall, Müller und McForlay untersuchen den großen,<br>               lagerartigen Raum. Das Licht funktioniert noch immer, auch<br>               wenn einige Lampen flackern.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                             (den Tricorder schwenkend)<br>                         Die Helme würde ich doch nicht<br>                         absetzen, dafür ist hier zu wenig<br>                         Luft übrig geblieben. Aber sonst<br>                         hat der Raum die Explosion<br>                         erstaunlich gut überstanden. Kaum<br>                         Kratzer.<br>                             (beat)<br>                         Kann es sein, dass dies von<br>                         vornherein als Schutzbunker<br>                         konzepiert wurde?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vermutlich.<br><br>               Kendall nähert sich ein paar Kontrollen und betätigt einige<br>               Tasten.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe eine Datenbank gefunden.<br>                         Sie ist nur bruchstückhaft<br>                         erhalten, aber immerhin.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und ich habe...keine Ahnung<br>                         was...gefunden.<br><br>               BLICK AUF MÜLLER<br><br>               Wir sehen den Commander vor einem seltsamen Gerät mit<br>               konischer Form stehen, das kaum Indizien für seinen Zweck<br>               zeigt.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Was könnte das sein?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Was auch immer, es muss wichtig<br>                         genug sein, um vor der Explosion<br>                         geschützt aufbewahrt worden zu<br>                         sein.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        21     EXT. WELTRAUM                                           21<br><br>               Die Antares umkreist weiterhin die völlig verwüstete<br>               Forschungsstation auf dem Asteroiden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        22     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 22<br><br>               Caylon schreitet durch den Korridor, als sein Kommunikator<br>               piept. Caylon holt ihn aus einer seiner Uniformtaschen hervor<br>               und öffnet ihn.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMMSTIMME<br>                         Müller hier. Captain, ich habe hier<br>                         etwas interessantes gefunden.<br>                         Könnten Sie zu uns auf den<br>                         Asteroiden kommen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bin schon unterwegs.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     EXT. WELTRAUM - WENIG SPÄTER                            23<br><br>               Ein Shuttle startet vo nder Antares und fliegt auf den<br>               Asteroiden zu.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. ASTEROID - BUNKER                                  24<br><br>               Alles ist wie am Ende von Akt 2.<br><br>               Caylon kommt in einem EV-Anzug herein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole?<br><br>               Müller bemerkt ihn nun und dreht sich zu ihm um.<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                         Ah, Captain, gut, dass Sie da sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was gibts Interessantes?<br><br>               Müller geht ein Stück zur Seite und macht und so die Sicht<br>               auf ein röhrenförmiges, spitzzulaufendes Gerät frei.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und für was hälst du das?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde es bevorzugen, wenn Sie<br>                         mich mit "Sie" ansprechen würden,<br>                         Captain.<br><br>               Caylon seufzt einmal, sowohl traurig, als auch genervt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (geknickt)<br>                         Also gut. Für was halten Sie das,<br>                         Commander?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Als wir es gefunden haben, hielten<br>                         wir es zunächst für eine Sonde.<br>                         Aber da sie dermaßen gut gesichert<br>                         war, dass die selbst die Zerstörung<br>                         des Asteroiden weitestgehend<br>                         unbeschadet überstanden hat, haben<br>                         wir sie uns doch etwas genauer<br>                         angeschaut und--<br><br>               Ohne einen offensichtlichen Grund stoppt Müller.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwirrt)<br>                         Es ist... Mir ist...<br><br>               PLÖTZLICH verdreht sie die Augen und kollabiert. Caylon und<br>               die anderen reagieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mein Gott!<br><br>               Er stürmt auf sie zu.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole!<br><br>               Keine Reaktion.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (panisch)<br>                         Nicole, hörst du mich?<br><br>               Wieder keine Regung von der Chefingenieurin.<br><br>               Caylon holt seinen Kommunikator hervor.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Antares, medizinischer<br>                         Notfall. Nottransport!<br><br>                                   MESTRAL'S KOMMSTIMME<br>                         Tut mir Leid, Sir. Die<br>                         Reststrahlung dort unten verhindert<br>                         eine Transportererfassung. Sie<br>                         müssen mit dem Shuttle<br>                         zurückkommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (hektisch)<br>                         Verstanden! Sagen Sie Miller, sie<br>                         soll in der Landerampe auf uns<br>                         warten!<br><br>                                   MESTRAL'S KOMMSTIMME<br>                         Verstanden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müllers Kollegen)<br>                         Helfen Sie mir!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - SPÄTER                  25<br><br>               Müller liegt - etwas geschwächt und in Patientenkleidung -<br>               auf dem Zentralen Biobett. Sie ist wieder bei Bewusstsein.<br><br>               MILLER und APOLL arbeiten im Hintergrund.<br><br>               Caylon kommt herein und geht geradewegs zu Müller. Er weiß<br>               zunächst nicht, wie er anfangen soll. Da Müller allerdings<br>               auch nichts sagt:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Was ist dort unten mit dir<br>                         passiert?<br><br>               Diesmal scheint Müller das Du nicht zu stören.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ernst)<br>                         Ich habe einen Gehirntumor.<br><br>               Wir können Caylon sein Entsetzen ansehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (perplex)<br>                         Wie...?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Weißt du noch, vor sechs Monaten...<br>                         Dieser Frachter, der die<br>                         romulanischen Trümmer an die<br>                         Orioner verkaufen wollte...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schermzhaft)<br>                         Wie könnte ich das vergessen?<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        26     INT. ANTARES - AUSRÜSTUNGSRAUM - FLASHBACK (2X04        26<br>               "SCHWARZMARKT")<br><br>               Müller steht bereits wieder in ihrer Uniform da und verstaut<br>               als vorletztes den Helm im obersten Fach des Spintes und<br>               anschließend das Hosenteil des Anzuges.<br><br>               ZOOM AUF DAS HOSENTEIL<br><br>               In großer Nahaufname können wir die Fasern des genähten<br>               orange-Bronzefarbenen Stoffes verfolgen. Die Kamera fährt<br>               eine Bahn entlang, bis wir auf ein Loch stoßen. Einige Fäden<br>               sind zerfranzt und stehen heraus. Durchblickend klafft unter<br>               dem Riss schwarze Dunkelheit. Im Größenvergleich muss das<br>               Loch höchstens der Dicke eines kleinen Fingers entsprechen,<br>               aber es grinst besorgniserregend in die Kamera.<br><br>               Die Spinttür wird zugeschlagen und schiebt sich dabei vor die<br>               Kamera. Auf der Eisentür ist ein Namensschild angebracht,<br>               dass nun in der Bildmitte groß zu erkennen ist: Commander<br>               Nicole Müller.<br><br>               AUF DIE TÜR DES RAUMES.<br><br>               Müller hat das winzige Loch ganz offensichtlich gar nicht<br>               bemerkt, denn seelenruhig und unbeschwert schlendert sie<br>               durch die Tür des Ausrüstungsraumes hinfort.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           27<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie es scheint, war mein<br>                         Schutzanzug defekt und ich habe mir<br>                         eine Verstrahlung zugezogen.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        28     EXT. PLANETOID - HÜGELKETTE - KURZ DARAUF - FLASHBACK (2X0528<br>               "SEMPER FIDELIS")<br><br>               Miller und Caylon (er trägt Müller) kommen aus der Höhle<br>               heraus gelaufen und zum und ins Shuttle hinein. Dieses hebt<br>               sofort ab.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        29     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FLASHBACK               29<br><br>               Caylon und Müller liegen auf zwei Biobetten. beide sind<br>               bewusstlos (oder schlafen sie nur?). Miller sieht sich<br>               derweil besorgt die Med-Daten von Müller an.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Doktor Miller entdeckte es erst<br>                         etwas über einen Monat später,<br>                         nachdem wir von dem Planetoiden<br>                         gerettet worden waren. Du warst<br>                         noch bewusstlos, als ich aufwachte.<br><br>               Müller wacht in diesem Moment auf.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schwach)<br>                         Doktor.<br><br>               Sie greift sich an ihren Kopf.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schmerzerfüllt)<br>                         Aaargh!<br><br>               Miller kommt sofort zu ihr. Sie schaut sie toternst an.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ganz ruhig, Commander. Sie haben<br>                         sich einige böse Verletzungen<br>                         zugezogen. Aber nix dabei, was ich<br>                         nicht wieder hinkriegen würde.<br><br>               Müller registriert Millers Blick.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Warum sehen Sie mich dann so an,<br>                         als hätten Sie soeben mein<br>                         Todesurteil unterschrieben?<br><br>               Miller zögert.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schwach, aber dennoch mit<br>                              Nachdruck)<br>                         Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Während der Untersuchungen habe ich<br>                         etwas anderes entdeckt.<br><br>               Miller sagt Müller etwas, doch wir HÖREN es nicht. Wir<br>               erkennen aber an Müllers Gesicht, dass es nichts erfreuliches<br>               ist. Statt Miller HÖREN WIR:<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Sie erzählte mir von meinem Tumor<br>                         und dass es für sie zu spät sei,<br>                         etwas dagegen zu tun.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich bat sie dann, niemandem sonst<br>                         etwas davon zu erzählen.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        30     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FLASHBACK (2X05 "SEMPER 30<br>               FIDELIS")<br><br>               Caylon und Müller liegen auf zwei Biobetten. beide sind<br>               bewusstlos (oder schlafen sie nur?). Miller ist im<br>               Hintergrund am arbeiten.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                             (fährt fort)<br>                         Auch dir nicht.<br><br>               Der Captain erwacht in diesem Augenblick und setzt sich<br>               langsam auf. Miller bemerkt dies.<br><br>                                   MILLER<br>                         Willkommen zurück, Captain.<br><br>               Caylon sieht Müller auf dem benachbarten Biobett liegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie geht es ihr?<br><br>                                   MILLER<br>                         Es hat sie schwer erwischt,<br>                         Captain...<br>                             (beat)<br>                         Es wird eine Weile dauern, aber sie<br>                         wird sich wieder vollkommen<br>                         erholen, Sir.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           31<br><br>               Wie befinden uns wieder im Hier und Jetzt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         In den folgenden Wochen und Monaten<br>                         hat sich mein Zustadn dann<br>                         verschlechtert.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        32     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FLASHBACK (2X08 "VERGELTUNG")32<br><br>               DOKTOR KATHRINE MILLER ist gerade bei der Behandlung eines ND<br>               Patienten, als das Interkom piept.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zum Patienten)<br>                         Einen Moment bitte, Crewman.<br><br>               Sie geht zum Interkom und aktiviert es.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Miller.<br><br>                                   MÜLLERS KOMM-STIMME<br>                             (schmerzverzerrt)<br>                         Doktor!!! Es wird wieder<br>                         schlimmer... Ich... ich kann es<br>                         kaum noch aushalten!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich komme sofort, Commander. Miller<br>                         Ende.<br>                             (ruft)<br>                         Mel?<br><br>               Schwester APOLL kommt hinter einem Vorhang hervor.<br><br>                                   APOLL<br>                         Ja?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich mache kurz einen Hausbesuch.<br>                         Kümmern Sie sich bitte so lange um<br>                         unseren Patienten.<br><br>                                   APOLL<br>                         Ja, Doktor.<br><br>               Miller schnappt sich ein Med-Kit und verlässt schnellen<br>               Schrittes die Krankenstation.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        33     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           33<br><br>               Wieder in der Gegenwart.<br><br>               Caylon dämmert es.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darum warst du auch vor zwei Wochen<br>                         auf der Krankenstation.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        34     INT. ANTARES - KORRIDOR - FLASHBACK (2X10 "FÖDERATION") 34<br><br>               Wir sehen Caylon durch einen Korridor laufen. Vor einer Tür<br>               bleibt er stehen, doch er lässt sich einige Sekunden Zeit, in<br>               denen er deutlich zu überlegen scheint, bis er den Türmelder<br>               betätigt. Er wartet auf eine Reaktion, doch es erfolgt keine.<br>               Etwas verwundert probiert er es erneut, doch wieder reagiert<br>               niemand.<br><br>               Caylon tritt von der Tür zurück und scheint vor sich her zu<br>               grübeln. Er dreht sich herum und aktiviert das Kommpanel an<br>               der gegenüberliegenden Wand.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain Caylon an Müller.<br>                             (beat)<br>                         Müller?<br>                             (beat)<br>                         Wo sind Sie?<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        35     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FLASHBACK (2X10 "FÖDERATION")35<br><br>               Wir sehen eine Uniform mit den roten Streifen der Technik auf<br>               einem Biobett zusammengefaltet liegen und Caylons Stimme<br>               dringt gedämpft durch die Stofflagen, allerdings laut genug,<br>               dass sie von Lieutenant Miller gehört werden kann. Die Ärztin<br>               durchwühlt die zahlreichen Taschen und findet das kleine<br>               Gerät.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - KORRIDOR - FLASHBACK (2X10 "FÖDERATION") 36<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Lieutenant Miller hier...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oha. Verzeihen Sie, ich wollte<br>                         eigentlich mit Müller reden. Die<br>                         Spracherkennung scheint eine<br>                         Fehlfunktion zu haben.<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Nein, an der Spracherkennung dürfte<br>                         es kaum liegen. Ich halte Müllers<br>                         Kommunikator in der Hand. Der<br>                         Commander ist<br>                         gerade...indisponiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Indisponiert? Müller ist auf der<br>                         Krankenstation? Was ist los??<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Tut mir leid, Captain. Ich darf<br>                         leider nicht darüber reden. Die<br>                         ärztliche Schweigepflicht bindet<br>                         mich. Aber ich kann ihnen<br>                         versichern, dass Commander Müller<br>                         voll diensttauglich ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ob sie voll diensttauglich ist,<br>                         interessiert mich weniger. Ich<br>                         mache mir einfach Sorgen und will<br>                         wissen, was mit ihr los ist!<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Dann reden Sie bitte mit ihr<br>                         selber, ich kann und darf ihnen da<br>                         leider nicht weiterhelfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich komme!<br><br>               Caylon setzt sich in Bewegung und geht gleich in einen<br>               zügigen Schritt über.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           37<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die einzige Heilungschance besteht<br>                         auf Denobula.<br>                             (beat)<br>                         Aber die Behandlung ist langwierig.<br>                         Sie dauert mehrere Monate und ich<br>                         wollte dich und das Schiff nicht so<br>                         lange im Stich lassen. In diesen<br>                         Zeiten wird jedes einzelne<br>                         Besatzungsmitglied gebraucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schockiert)<br>                         Ich fass es nicht! Wenn eine<br>                         Heilungsmöglichkeit existiert, dann<br>                         hättest du doch--<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Die Erfolgsaussicht lag nur bei 25<br>                         Prozent.<br><br>               Caylon ist außer sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wütend)<br>                         Nur 25 Prozent?! NUR!?!<br><br>               AUF Müllers regungsloses Gesicht:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        38     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            38<br><br>               Caylon betritt den Maschinenraum und sucht nach Müllers<br>               Stellvertreter Kendall, den er an einem Computerdisplay<br>               findet.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Gut, dass sie kommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (geistig abwesend)<br>                         Wie wichtig ist es?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Sehr.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß nun, was das für ein Gerät<br>                         ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Es ist ein Sprengkopf. Der<br>                         Sprengkopf einer Bombe<br><br>                                   CAYLON<br>                         WAS?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Japp. Die Wissenschaftler waren an<br>                         ihrer letzten Versuchsreihe, als<br>                         etwas schief ging. Sie hatten<br>                         allerdings bereits einen Teil der<br>                         Mischung in einen Zündmechanismus<br>                         eingebaut. Darum auch der<br>                         Schutzbunker, denn das war noch gar<br>                         nichts.<br>                             (pfeift)<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Eine zerstörte Raumstation gar<br>                         nichts?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wenn eine Atombombe böse ist, und<br>                         mit den Dingern haben Sie ja schon<br>                         um sich geworfen, dann würde vor<br>                         dem Ding der Teufel<br>                         höchstpersönlich auf die Knie<br>                         fallen.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben einen kleinen Teil der<br>                         Datenbank der Basis retten können.<br>                         Wir konnten keine Details der<br>                         Forschungsarbeit rekonstruieren,<br>                         allerdings wissen wir, dass sich in<br>                         der Versuchsanlage nur 1 Gramm der<br>                         Erzmischung befand. Ein Gramm hat<br>                         die Forschungssation in die Luft<br>                         gejagt. In der Bombe, die wir<br>                         bergen konnten, befindet sich aber<br>                         ein Kilo der Mischung, die die<br>                         Wissenschaftler "Explodium" getauft<br>                         haben!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie einfallsreich...<br><br>                                   KENDALL<br>                         "Plattmachium" war ihnen zu subtil.<br>                             (beat)<br>                         Jedenfalls, können Sie sich das<br>                         Loch vorstellen, dass das Baby in<br>                         einen Planeten sprengen kann?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (spontan)<br>                         Ein verdammt Großes.<br>                             (denkt nach)<br>                         Okay, ich mags mir gar nicht<br>                         vorstellen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Dann sag ich es ihnen. Vom dem<br>                         Planet würde nichts übrig bleiben,<br>                         das größer wäre als ein paar<br>                         Zentimeter. Wenn das Schätzchen<br>                         hochgeht, wollen Sie sich nicht mal<br>                         im selben Sonnensystem aufhalten,<br>                         wenn sie nicht an ein Leben nach<br>                         dem Tod glauben oder schon immer<br>                         dabei zusehen wollten wie ihr Arsch<br>                         als glühende Staubwolke endet. Und<br>                         auf mich trifft keins von Beidem<br>                         zu.<br>                             (beat)<br>                         Zumal das noch nicht alles war.<br><br>               Kendall aktiviert auf dem großen Display hinter sich eine<br>               schematische Darstellung einer ganz minimal schwankenden<br>               Linie, von einer natürlichen Schönheit, so sanft wie der<br>               Meeresspiegel bei ruhigem Wind.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         Das ist eine Darstellung einer ganz<br>                         gewöhnlichen Subraumintegrität, wie<br>                         sie vor der Detonation auch hier zu<br>                         finden war.<br><br>               Kendall wechselt mit einem Tastendruck die Darstellung auf<br>               eine viel stürmischere Kurve voller Zacken und Extremen.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                         So sieht der Subraum hier jetzt<br>                         aus.<br>                             (beat)<br>                         Bei der tausendfachen Sprengkraft<br>                         wäre das Subraumfeld in einem<br>                         großen Teil des Sonnensystems<br>                         zerstört. Oder ums präzise<br>                         auszudrücken, in einem Umkreis von<br>                         etwas mehr als 2 AUs (Hinweis: AU=<br>                         Astronomical Unit=mittlerer Abstand<br>                         Sonne-Erde) könnten wir nicht mehr<br>                         auf Warp gehen.<br>                         Aber das dürfte jedem, der sich im<br>                         Sonnensystem befunden hat, danach<br>                         ziemlich egal sein.<br>                             (beat)<br>                         Beindruckend, gell?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Finden sie das etwa erfreulich? Das<br>                         ist eine abscheuliche<br>                         Forschungsarbeit!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Natürlich. Das Ding ist ein<br>                         Teufelswerk. Aber es ist unser<br>                         Teufelswerk! Ich bin froh, dass wir<br>                         das Ding geborgen haben und nicht<br>                         die Romulaner. Wir müssen es nur<br>                         irgendwie in das romulanische<br>                         Heimatsystem schaffen und der Krieg<br>                         wäre endlich vorbei! Wir hätten<br>                         endlich Ruhe und Frieden und<br>                         könnten nach Hause.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie wollen vorschlagen beinahe die<br>                         gesamte romulanische Rasse<br>                         auszulöschen? Wir wissen nicht,<br>                         wieviele Romulaner es gibt.<br>                         Millionen, Milliarden, Billionen,<br>                         die wollen sie alle töten? Mal ganz<br>                         davon abgesehen davon, dass wir<br>                         keine Ahnung haben, wo ihr<br>                         Heimatsystem sich befindet.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Eher, als weiß Gott wieviele<br>                         weitere Jahre des schrecklichen<br>                         Krieges zu ertragen, bei dem<br>                         unzählige Menschen zu Tode kommen<br>                         werden? Jederzeit. - Und das<br>                         Heimatsystem zu finden ist mit<br>                         Sicherheit einfacher, als diesen<br>                         Krieg zu gewinnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich kann nicht glauben, dass sie<br>                         das für richtig halten.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Meinen Sie, die Romulaner würden<br>                         uns verschonen? Sie haben die Erde<br>                         bereits angegriffen!<br>                             (beat)<br>                         Captain, sie können nicht die<br>                         Anzahl der Toten und Lebenden auf<br>                         eine Waagschale legen. Wo ist der<br>                         Unterschied, ob Tausende oder<br>                         Millionen auf unserer Seite oder<br>                         Milliarden auf ihrer Seite sterben?<br>                         Eine Seite wird letztendlich über<br>                         die andere triumphieren. Entweder<br>                         sterben sie, oder wir tun es,<br>                         darauf läuft es hinaus. Und ich<br>                         will keinesfalls auf der<br>                         Verliererseite stehen! Das einzigst<br>                         moralisch vertretbare ist, den<br>                         Krieg, und damit das Blutvergießen,<br>                         schnellstmöglich zu beenden. Mit<br>                         allen Mitteln. Und jetzt haben wir<br>                         endlich die Gelegenheit dazu.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin völlig anderer Meinung. Ich<br>                         kann den Einsatz eines solchen<br>                         Monstrums nicht für gut heißen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wir können diese Waffe nicht<br>                         ungenutzt lassen. Wenn Sie es nicht<br>                         tun, wird es jemand anders tun. Die<br>                         Menschheit wird durch ihre<br>                         Moralvorstellungen nicht gerettet<br>                         werden, dafür braucht es Taten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das entscheide noch immer ich! Das<br>                         ist ein Befehl, verstanden?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ihr Befehl ist nicht das letzte<br>                         Wort der Kommandohierarchie.<br>                         Vergessen Sie nicht, dass sie auch<br>                         dem Sternenflottenkommando<br>                         unterstehen, und damit dem Schutz<br>                         der Erde verflichtet sind. Können<br>                         Sie es denn verantworten, dass<br>                         durch unser Nichtstun weiterhin<br>                         Menschen sterben werden? Wir können<br>                         keine perfekte Entscheidung<br>                         treffen, so ist das Universum nicht<br>                         gebaut.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe nicht vor, der<br>                         Sternenflotte von der Waffe zu<br>                         erzählen. Soviel Macht gehört in<br>                         die Hände von Niemandem. Finden Sie<br>                         eine Möglichkeit, den Sprengkopf<br>                         unschädlich zu machen.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (widersprechend)<br>                         Captain!...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht; aufbrausend)<br>                         Wenn das auf Befehlsverweigerung<br>                         hinauslaufen soll, will ich es<br>                         nicht hören. Tun Sie einfach ihre<br>                         verdammte Arbeit, wenn sie nicht<br>                         vorm Kriegsgericht landen wollen.<br><br>                                   KENDALL<br>                             (widerstrebend)<br>                         Aye.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        39     EXT. WELTRAUM                                           39<br><br>               Romulus thront in seiner grünen Farbe auf dem Bildschirm.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        40     EXT. ROMULUS                                            40<br><br>               Zoom auf die Senats-Stadt, wie wir sie aus Enterprise und<br>               Nemesis kennen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        41     INT. ROMULANISCHES BÜRO                                 41<br><br>               Wir sehen das Gesicht von Te'en'g auf einem großen<br>               Bildschirm, der auf einen Arbeitstisch montiert ist. Ihm<br>               gegenüber sitzt ein Romulaner in der Funktion eines Tal'Shiar<br>               Agent Toranis. Te'en'g scheint sich der Einrichtung nach aus<br>               einem Raum auf der Erde zu melden.<br><br>                                   TE'EN'G (ON SCREEN)<br>                         Sie reden wieder. Wir konnten ihre<br>                         Verhandlungen nicht völlig platzen<br>                         lassen. Dieser Admiral Forrest<br>                         befindet sich wieder in Gesprächen<br>                         mit andorianischen Delegierten.<br><br>               Der Agent hält ein Glas mit romulanischem Ale in der Hand,<br>               dass er genüßlich schwenkt und die Lichtreflexe, die dabei<br>               entstehen, beobachtet.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Die selbstgefälligen Menschen reden<br>                         doch gerne. Lass sie reden! Ihr<br>                         diplomatisches Geschwätz wird uns<br>                         nicht aufhalten.<br><br>                                   TE'EN'G (ON SCREEN)<br>                         Diesmal ist aber die Rede davon,<br>                         dass es zu einem Offensivschlag<br>                         kommen soll.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Wie sollten die Menschen uns<br>                         überraschen können? Wir ziehen<br>                         einfach unsere Flotte zur<br>                         Verteidigung zusammen und sie<br>                         werden armseelig in unsere Falle<br>                         laufen.<br>                             (beat)<br>                         Wo wollen sie angreifen?<br><br>                                   TE'EN'G (ON SCREEN)<br>                         Das weiß ich nicht, Sir.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Dienen Sie dem Imperium oder<br>                         nicht!?<br><br>                                   TE'EN'G (ON SCREEN)<br>                         Natürlich. Ich werde versuchen mehr<br>                         in Erfahrung zu bringen. Allerdings<br>                         hat das vulkanische Oberkommando<br>                         eine Teilnahme an den Gesprächen<br>                         verweigert. Ich kann also nicht aus<br>                         erster Hand berichten.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Das macht nichts.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        42     INT. ROMULANISCHER SAAL                                 42<br><br>               Wir sehen eine goße Gruppe Romulaner im Kreis sitzen und alle<br>               tragen sie die Uniformen des Tal'Shiar. Unter ihnen befindet<br>               sich auch wieder Toranis.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Unsere bekannt zuverlässigen<br>                         Quellen sagen uns, dass die<br>                         Menschen und die Andorianer zum<br>                         ersten Mal einen gemeinsamen<br>                         Angriff gegen uns starten wollen.<br><br>                                   AGENT #1<br>                         Zwei Feinde, die sich gegen uns<br>                         verbünden, sind schlecht für das<br>                         Imperium.<br><br>                                   AGENT #2<br><br>                         Selbst ihre gemeinsamen Flotten<br>                         haben keine Chance, wenn wir<br>                         vorbereitet sind.<br>                             (beat)<br>                         Wann soll der Angriff stattfinden.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Man kann davon ausgehen, sehr bald.<br>                         Wir sollten das Militär sofort über<br>                         die geänderten Flottenprioritäten<br>                         informieren.<br><br>                                   AGENT #2<br>                         Was ist das Angriffsziel?<br><br>                                   TORANIS<br>                         Offiziell unbekannt.<br><br>                                   AGENT #1<br>                         Wie sollen wir dann planen?<br><br>                                   TORANIS<br>                         Es ist wohl eindeutig, welches Ziel<br>                         wohl herausgesucht wurde.<br><br>                                   AGENT #2<br>                         Iota Leonis. Die Erze. Sie wollen<br>                         den Planetoiden zurückerobern.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Das ist zumindest der einzigste<br>                         Vorteil, von dem sie wissen, und<br>                         muss daher ihr Ziel sein.<br><br>                                   AGENT #1<br>                         Gut. Wenn die Sache geklärt ist,<br>                         können wir auf ein älteres Problem<br>                         zu sprechen kommen, dessen<br>                         endgültige Lösung durch diese neuen<br>                         Erkenntnisse begünstigt wird.<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        43     EXT. ROMULUS - DUNKLE GASSE                             43<br><br>               Wir sehen, wie sich Toranis mit einer weiteren romulanischen<br>               Gestalt im düsteren Schatten einer nicht benutzten Gasse<br>               trifft.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Welche ehrenvolle Aufgabe hat der<br>                         Tal'Shiar diesmal zum Schutze des<br>                         Romulanischen Imperiums für mich<br>                         auserkoren?<br><br>                                   TORANIS<br>                         Sie können uns eine unliebsame<br>                         Person vom Halse schaffen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Natürlich. Wer soll es diesmal<br>                         sein?<br><br>                                   TORANIS<br>                         Fato.<br><br>                                   ROMOR<br>                         FATO? Der Oberbefehlshaber der<br>                         Navy?<br>                             (beat)<br>                         Das ist eine sehr gefährliche<br>                         Aufgabe. Und eine große Ehre.<br><br>                                   TORANIS<br>                         Das ist es. Fato ist dem Tal'Shiar<br>                         schon lange ein Dorn im Auge. Fato<br>                         stellt eine Gefahr für die<br>                         Sicherheit des Imperiums da. Statt<br>                         das Schiff des Feindes einfach zu<br>                         vernichten, nimmt er zwei Geiseln<br>                         und leistet sich mit Captain Caylon<br>                         einen Showkampf in einer Arena um<br>                         Leben und Tod. Und dann entkommen<br>                         ihm noch alle samt Schiff. Der<br>                         Admiral ist absolut verrückt und<br>                         schert sich mehr um sein Vergnügen<br>                         als um das Imperium. Und dann<br>                         befiehlt er einen Großangriff mit<br>                         einem bedeutenden Teil unserer<br>                         Flotte auf die Erde, wobei alle<br>                         Schiffe vernichtet werden. Dabei<br>                         hatten wir die Menschen bereits in<br>                         der Zange, ihre Vernichtung ist nur<br>                         noch eine Frage der Zeit. Aber er<br>                         ist eine Bedrohung für unseren<br>                         Sieg. Wir müssen da etwas<br>                         arrangieren<br>                         Und nun bietet sich die passende<br>                         Gelegenheit...<br>                             (beat)<br>                         Es wird ein Angriff auf Iota Leonis<br>                         stattfinden. Wir werden die Navy<br>                         darüber natürlich informieren.<br>                         Vielleicht nicht unbedingt in allen<br>                         Details...<br>                         Aber er wird mit Garantie wieder<br>                         selber in den Kampf eingreifen<br>                         wollen. Doch diesmal soll sein<br>                         Schiff nicht zurückkehren. Es wird<br>                         ein kleines technisches Problem<br>                         geben, dass dafür sorgt, dass der<br>                         Feind das Schiff vernichtet. Oder<br>                         es zumindest so aussieht.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Exzellent! Ich habe verstanden und<br>                         werde alles in die Wege leiten.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        44     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 44<br><br>               Unser Schiff auf Impulsgeschwindigkeit.<br><br>        45     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        45<br><br>               Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch und spricht via<br>               Hyperraumfunk mit Admiral Forrest auf der Erde.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Es hat uns einige Bemühungen<br>                         gekostet, aber schließlich sind wir<br>                         zu der Übereinkunft gekommen, dass<br>                         wir in die Offensive gehen müssen.<br><br>               Caylon hat gemischt Gefühle deswegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe, Sir.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Die Antares wird eine wichtige<br>                         Rolle in der kommenden Invasion<br>                         spielen. Sie werden einen unserer<br>                         Angriffsflügel anführen. Ich gebe<br>                         Ihnen die genauen Daten auf<br>                         codierter Frequenz durch.<br><br>               Wir SEHEN auf dem SCHIRM, wie Forrest einige Tasten an seinem<br>               Schreibtisch drückt.<br><br>               Auf Caylons Bildschirm springt ein kleines Fenster mit einer<br>               Reihe von codierten Daten auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hab sie.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Gut. Sie starten, sobald alle<br>                         Schiffe in Position sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Was ist unser Ziel, Admiral?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         In Anbetracht der Tatsache, dass<br>                         wir unsere Erzforschungseinrichtung<br>                         verloren haben, sind die Andorianer<br>                         mit uns einer Meinung, dass wir es<br>                         nicht länger zulassen dürfen, dass<br>                         die Romulaner diesen Vorteil haben.<br>                             (beat)<br>                         Ihr Angriffsziel ist der Planetoid<br>                         in Iota Leonis. Ihr Auftrag lautet,<br>                         ihn einzunehmen. Koste es, was es<br>                         wolle. Wir dürfen nicht zulassen,<br>                         dass die Romulaner dort weiter Erze<br>                         schürfen.<br>                             (beat)<br>                         Nicht, wenn wir diesen Krieg<br>                         gewinnen, oder zumindest halbwegs<br>                         heil überstehen wollen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Haben Sie in den Trümmern der<br>                         Forschungsstation noch irgendetwas<br>                         gefunden, was uns helfen könnte,<br>                         Frederick?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernst)<br>                         Nein, leider nicht, Admiral.<br><br>               Forrest ist sichtlich enttäuscht.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Verdammt! Es hätte den Ausgang der<br>                         folgenden Schlacht für uns positiv<br>                         beeinflußen können.<br><br>               Caylon zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schicksal, Admiral.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        46     EXT. WELTRAUM - WARP                                    46<br><br>               Die Antares rast durch unser Sichtfeld.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        47     I/E. FLASHBACKS                                         47<br><br>               - Ein Fähnrich wird auf der halbzerstörten Brücke der Antares<br>               von einem Stahlträger erschlagen.<br><br>               - Caylon sieht sich selber in einem Folterstuhl,<br>               angeschlossen an zahlreichen Injektionsröhrchen.<br><br>               - Wir sehen, wie Tschernovskys Schädel von einem<br>               romulanischen Helm zertrümmert wird.<br><br>               - Als Abschluss sehen wir Müller direkt vor uns, wie sie<br>               zusammenbricht und ihre Augen völlig verdreht, bis fast nur<br>               noch das Weiße zu erkennen ist.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        48     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         48<br><br>               Der Captain schreckt - schweißgebadet - aus seinem Bett hoch.<br>               Er atmet schwer.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        49     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 49<br><br>               Schweißgebadet und schwach geht Caylon durch die Korridore,<br>               stützt sich dabei an den WÄnden ab.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        50     I/E. FLASHBACKS                                         50<br><br>               - Ein Romulaner bricht Beems Genick.<br><br>               - Das Konferenzgebäude auf Risa explodiert.<br><br>               - Müller auf der Krankenstation: "Ich habe einen Hirntumor."<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        51     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO                          51<br><br>               Die Schiffsberaterin sitzt an ihrem Schreibtisch und arbeitet<br>               an einigen Berichten, als die Tür sich öffnet und Caylon<br>               hereingetaumelt kommt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schwach; verwirrt)<br>                         Councellor.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Captain.<br><br>               Sie dreht sich zu ihm um, sieht in welcher Verfassung er ist<br>               und springt sofort zu ihm auf.<br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Mein Gott, Captain, ist alles in<br>                         Ordnung mit Ihnen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist viel schlimmer geworden.<br>                             (beat;verwirrt)<br>                         Ich--<br>                             (beat)<br>                         --muss mich setzen.<br><br>               Mac führt Caylon zu der Couch.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        52     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO - SPÄTER                 52<br><br>               Caylon liegt auf dem Sofa, Mac sitzt auf dem Sessel daneben.<br>               Der Captain scheint mittlerweile wesentlich gefasster zu<br>               sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß nicht, wie ich es<br>                         beschreiben soll.<br>                             (beat)<br>                         Es sind... Albträume. Aber sie sind<br>                         so real.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin ein Gefangener der<br>                         Romulaner. Ich werde gefoltert, sie<br>                         machen irgendetwas mit meinem Kopf,<br>                         meinem Verstand.<br>                             (beat)<br>                         Und ich kann mich nicht dagegen<br>                         wehren.<br><br>               Mac überlegt einen kurzen Augenblick lang. Dann:<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Captain, ich möchte noch einmal<br>                         versuchen, Sie in Hypnose zu<br>                         versetzen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Halten Sie das für klug,<br>                         Councellor? Ich meine, das letzte<br>                         Mal--<br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (unterbricht)<br>                         Gerade wegen dem letzten Mal,<br>                         Captain. Ihre Reaktion passte so<br>                         gar nicht zu dem, was Sie<br>                         schildern. Ich vermute, dass hinter<br>                         diesen Albträumen etwas mehr steht,<br>                         als einfach nur Stress.<br><br>               Caylon denkt kurz nach.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie meinen.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Schließen Sie Ihre Augen.<br><br>               Caylon schließt seine Augen.<br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                             (langsam; beruhigend)<br>                         Konzentrieren Sie sich nur auf<br>                         meine Stimme. Sie verlassen diesen<br>                         Raum und dieses Schiff. Und Sie<br>                         gehen zurück an den Ort, von dem<br>                         her Ihre Ängste rühren.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        53     INT. ROMULANISCHER VERHÖRRAUM - FLASHBACK               53<br><br>               CAYLONS POV<br><br>                                   MACKENZIE (V.O.)<br>                         Wo sind Sie jetzt, Captain?<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Ich bin in einem dunkeln Raum. Ein<br>                         grelles Licht scheint mir ins<br>                         Gesicht. Ich kann kaum etwas<br>                         erkennen.<br><br>               Wir sehen in eine grelles Licht, das uns massiv blendet und<br>               nichts anderes erkennen lässt.<br><br>               BLICK VON OBEN<br><br>               Caylon wird von dem hellen, weißen Licht angestrahlt. Er<br>               versucht seine Arme und Beine zu bewegen, aber er stellt<br>               fest, dass er gefesselt ist.<br><br>               CAYLONS POV<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wo bin ich?<br><br>                                   STIMME<br>                         Im Vorhof der Hölle.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        54     INT. ROMULANISCHER OPERATIONSSAAL - FLASHBACK           54<br><br>               CAYLONS POV<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Jemand führt eine Operation an mir<br>                         durch... an meinem Kopf.<br><br>               Der Captain kommt zu sich und erblickt schnelle Bewegungen,<br>               die über seinen Kopf huschen. Er sieht Unscharf, doch er kann<br>               erkennen, dass es Hände sein müssen, Hände von mehreren<br>               Leuten, die an ihm herumfummeln.<br><br>               Seine Augen fokusieren etwas in die Ferne und er betrachtet<br>               die Decke, die ihm seltsam vor kommt. Zwei, drei Mal blinzelt<br>               er, währenddessen das Bild schwarz wird, bis er klar erkennen<br>               kann, was ihn an der Decke stört: An ihr ist ein großer<br>               Spiegel befestigt, in einem sanften Winkel montiert, in dem<br>               sich Caylon selber betrachten kann. Er kann von seinem Bauch<br>               bis zu seinem Kopf blicken. Ein Blick, der in ihm<br>               Angstzustände weckt.<br><br>               Sein Kopf ist offen, die Schädelplatte wurde entfernt,<br>               stattdessen muss er sein vom Blut rot getupfertes Gehirn<br>               erkennen, dass an blutfreien Stellen grau herausblitzt.<br>               Mehrere Gestalten operieren an ihm herum, schneiden in der<br>               grauen Masse herum und spreitzen die beiden Gehirnhälften<br>               auseinander.<br><br>               Caylons wendet seinen Blick wenige Zentimeter zur Seite, doch<br>               dort erkennt er Etwas fast genauso schlimmes, vielleicht<br>               sogar noch schlimmer. Auf einer Liege neben ihm liegt Doktor<br>               Miller, ihr Kopf ebenfalls geöffnet, ihre Augen dafür<br>               geschlossen. Jedoch sieht ihr Gehirn völlig verschnitten aus,<br>               Blut dringt heraus und bahnt sich seinen weg zu Boden. Caylon<br>               bezweifelt, dass Sie noch am Leben ist.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        55     I/E. FLASHBACKS                                         55<br><br>               - Caylon wird in seinem Strandhaus von romulanischen Soldaten<br>               umzingelt (vgl. 2x10).<br><br>               - Müller wird vor Caylons Augen erschossen (vgl. 2x10).<br><br>               - Caylon blickt in den Spiegel, sieht dort aber nicht sich,<br>               sondern Botschafter Beringsby (vgl. 2x10).<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                             (hallend)<br>                         Du gehorchst nun uns.<br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br>        56     INT. ANTARES - MACKENZIES BÜRO                          56<br><br>               wie zuvor.<br><br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (entsetzt)<br>                         Oh mein Gott!<br><br>               Wie von der Tarantel gestochen, reist Caylon plötzlich die<br>               Augen auf und springt auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         TÖTEN!<br><br>               Mac weicht erschrocken vor Caylon zurück, schmeißt dabei<br>               ihren Sessel um und stolpert über diesen.<br><br>               Der Captain stürmt auf unseren Councelor zu.<br><br>                                   MACKENZIE<br><br>                             (verängstigt)<br>                         Oh, Gott, NEIN!<br><br>               Caylon hat sie nun erreicht und wir FAHREN MIT DER KAMERA<br>               langsam in Richtung von Macs Schreibtisch, so dass wir die<br>               Geschehnisse um Caylon und Mac nicht länger im Bild verfolgen<br>               können. Wir können sie jedoch HÖREN. Wir hören gedrückte<br>               Schreie von Mac und schließlich ein lautes Knacken.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        57     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 57<br><br>               Caylon kommt aus Macs Büro (NOTE: Die Kamera ist so plaziert,<br>               dass wir nicht hineinsehen können!), die Türen schließen sich<br>               hinter ihm.<br><br>               Der Captain verlässt unser Sichtfeld und wir FAHREN MIT DER<br>               KAMERA den Korridor entlang, bis wir direkt vor Macs Tür<br>               stehen. In dieser Position verharrt die Kamera.<br><br>               Aus dem Inneren des Büros HÖREN WIR nun - gedämpft durch die<br>               geschlossene Tür - wie sich etwas aufläd, überläd und<br>               schließlich explodiert.<br><br>               SUPER: <u>Fortsetzung folgt...</u><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">5165</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x10 - F&#xF6;deration</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x10-f%C3%B6deration-r5099/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28695.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0210.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x10) - "Föderation"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Sternenflotte braucht Hilfe im Krieg gegen die Romulaner. Sie organisieren ein Treffen mit hochrangigen Botschaftern der Andorianer auf Risa, einem neutralen Verhandlungsort, um über einen Völkerbund gegen die Agressoren zu bilden. Doch die Romulaner wissen Bescheid...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28691.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28691"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_29051.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=29051"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_29052.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=29052%22"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_29053.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=29053"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_29054.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=29054"></a></center><br><br><b><font><i>Kontakt:</i></font></b><br>Über Meinungen und Kommentare zu unseren Geschichten freuen wir uns immer. Wenn ihr etwas loswerden wollt, dann postet es in den Comments, oder besser noch <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454&amp;view=getnewpost">in unserem Forum, erreichbar über diesen Link</a>.<br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                    "Föderation"<br>                                     written by<br>                                Marcel Labbé-Laurent<br><br><br><br>                                        RECAP<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>               FADE IN:<br><br>       R01     INT. HÖHLE (2X05 "SEMPER FIDELIS")                     R01<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                         Erinnern Sie sich noch ans<br>                         vergangene Jahr? Als wir alle von<br>                         diesem Krankheitserreger befallen<br>                         waren und um unser Leben kämpften?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (leise)<br>                         Wie könnte ich das vergessen?<br><br>               Müller nickt andeutungsweise.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise; schwach)<br>                         Wissen Sie auch noch, was Sie zu<br>                         mir gesagt haben, als ich in meinem<br>                         Fieberwahn war?<br>                             (beat)<br>                         Denn ich weiß es noch.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R02     INT. ANTARES - MÜLLERS QUARTIER (1X11 "DIE SEUCHE")    R02<br><br>               Das Licht in Müllers Quartier ist stark gesenkt, Caylon sitzt<br>               auf einem Hocker neben Commander Nicole Müllers Bett, wacht<br>               neben ihr, während sie im Sterben liegt. Nur schwach sind<br>               ihre Augen geöffnet, sie wirkt aufgedunsen, ist blass und so<br>               schwach, dass sie Mühe hat, Caylon anzusehen oder zu<br>               sprechen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole... Ich liebe Sie.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R03     INT. HÖHLE (2X05 "SEMPER FIDELIS")                     R03<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Ich... ich... sagte, dass--<br><br><br>               Müller nickt vorsichtig.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Bevor ich sterbe... möchte ich,<br>                         dass Sie wissen: Ich liebe dich<br>                         auch, Frederick...<br><br>               Die beiden sehen sich noch immer tief in die Augen...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R04     ANTARES - KRANKENSTATION (2X05 "SEMPER FIDELIS")       R04<br><br>               Caylon und Müller liegen auf zwei Biobetten. Beide sind<br>               bewusstlos (oder schlafen sie nur?). Miller ist im<br>               Hintergrund am arbeiten. Der Captain erwacht in diesem<br>               Augenblick und setzt sich langsam auf. Miller bemerkt dies.<br><br>                                   MILLER<br>                         Willkommen zurück, Captain.<br><br>               Caylon sieht Müller auf dem benachbarten Biobett liegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie geht es ihr?<br><br>                                   MILLER<br>                         Es hat sie schwer erwischt,<br>                         Captain...<br>                             (beat)<br>                         Es wird eine Weile dauern, aber sie<br>                         wird sich wieder vollkommen<br>                         erholen, Sir.<br><br>               Daraufhin verlässt die Ärztin den Captain wieder um im<br>               Hintergrund einigen "Papierkram" aufzuarbeiten.<br><br>               Caylon steigt vorsichtig von seinem Biobett herab und setzt<br>               sich auf den Stuhl neben Müllers. Vorsichtig ergreift er ihre<br>               Hand...<br><br>               AUF Müllers von Caylons Hand umschlossener Hand.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R05     INT. ANTARES BRÜCKE (2X09 "KOBAYASHI MARU")            R05<br><br>               Wir hören im Hintergrund nun das normale Brummen des<br>               Warptriebwerkes. Die Turbolifttür öffnet sich und Commander<br>               Müller betritt die Brücke.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hab ich etwas verpasst? Wohin sind<br>                         wir unterwegs?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sollen das Verschwinden eines<br>                         Frachters untersuchen. Wir begeben<br>                         uns gerade zu den letzten bekannten<br>                         Koordinaten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Welchen Frachter denn?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Kobayashi Maru.<br><br>               Zoom auf Müller's geschocktes Gesicht, dann.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R06     INT. ANTARES MANNSCHAFTSMESSE - SPÄTER AM ABEND (2X09  R06<br>               "KOBAYASHI MARU")<br><br>               Die Mannschaftsmesse nicht spärlich besucht. Einige NDs haben<br>               die Tische besetzt. Caylon betritt die Messe und geht zu dem<br>               Getränkespender. Nachdem er seine Tasse gefüllt hat, bahnt er<br>               sich den Weg an einen Tisch etwas abseits der Menge, an  dem<br>               Müller sitzt und die Sterne betrachtet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist hier noch frei?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gedankenverloren)<br>                         Was?<br>                             (beat)<br>                         Ach, du bist's, Fred. Setz dich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke.<br>                             (beat)<br>                         Was ist los?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wieso, was meinst du bitte?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na, ich weiß nicht, sag du's mir?<br>                         Warum hat mein erster Offizier ein<br>                         langes Gesicht gemacht, als sie<br>                         gehört hat, dass wir die Kobayashi<br>                         Maru suchen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         War es so offensichtlich?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Japp.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mein Bruder ist an Board des<br>                         Schiffes.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R07     INT. ANTARES - BRÜCKE (2X09 "KOBAYASHI MARU")          R07<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich registriere eine verstreute<br>                         Ionenspur, die von der Sonde sein<br>                         könnte. Ich folge der Spur...<br>                             (beat)<br>                         Ich glaube, ich habe die Maru. Die<br>                         Scanner haben etwas entdeckt, das<br>                         ein Frachter sein könnte. Die<br>                         Energiesignaturen sind schwach.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber Sie sind sich sicher, das es<br>                         die Maru ist?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sicher bin ich mir nicht, doch die<br>                         logische Schlussvolgerung wäre,<br>                         dass es die Maru ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wo genau ist sie?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Etwa 2 Lichtjahre hinter der Grenze<br>                         zum klingonischen Terretorium.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>       R08     INT. COMMANDER MÜLLERS QUARTIER - SPÄTER (2X09 "KOBAYASHIR08<br>               MARU")<br><br>               Das Licht in dem Quartier des ersten Offiziers ist gedämpft,<br>               die einzige Lichtquelle sind die Sterne, die an der Antares<br>               vorbeiziehen. Die Kamera fährt langsam durch den Raum,<br>               niemand scheint sich hier aufzuhalten. Die Kamera erreicht<br>               nun das Bett, auf dem Commander Müller zusammengekauert<br>               sitzt. In ihren Händen hält sie ein Familienfoto.<br><br>               Plötzlich ertönt der Türsummer. Müller reagiert nicht, sie<br>               sitzt immernoch schluchzend auf ihrem Bett und starrt zu den<br>               Sternen. Der Summer ertönt wieder. Keine Reaktion.<br><br>               Die Tür öffnet sich und Captain Caylon tritt in den Raum. Im<br>               dunkel des Raumes können wir ihn kaum erkennen, doch als er<br>               anfängt zu sprechen, ist klar, das er es ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe eben mit Admiral Garnder<br>                         gesprochen.<br>                             (beat)<br>                         Seinen Informationen nach ist die<br>                         Crew der Maru der Spionage für<br>                         Schuldig befunden worden.<br>                             (beat)<br>                         Man hat die Führungscrew sofort<br>                         exekutiert, die restliche Crew<br>                         wurde laut Geheimdienstberichten<br>                         nach Rura Phente geschickt.<br>                             (beat)<br>                         Der Admiral hat mir versichert, das<br>                         unsere Diplomaten alle nur<br>                         erdenklichen Schritte unternehmen<br>                         werden, um sie von dort<br>                         zurückzuholen.<br><br>               Müller reagiert immernoch nicht auf Caylon.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole, bitte, versuch mich zu<br>                         verstehen.<br>                             (beat)<br>                         Ich konnte mich nicht anders<br>                         entscheiden, wie hätte denn die<br>                         Alternative ausgesehen? Die<br>                         Romulaner sitzen uns im Nacken,<br>                         wenn wir uns die Klingonen auch<br>                         noch zum Feind gemacht hätten...<br>                         Starfleet kann sich keinen Zwei<br>                         Frontenkrieg erlauben, wir sind ja<br>                         noch nichtmal gegen den Krieg gegen<br>                         die Romulaner gewappnet.<br>                             (beat)<br>                         Wenn es nur um mein Leben gegangen<br>                         wäre, ich wäre dort hinüber<br>                         geflogen und hätte versucht sie zu<br>                         retten. Doch hier geht es nicht nur<br>                         um mich, hier geht es um das Wohl<br>                         der Menschheit.<br>                             (beat)<br>                         Manchmal muss man harte<br>                         Entscheidungen treffen, denn wir<br>                         haben Krieg. Immerhin steht<br>                         letztenendes das Überleben der<br>                         gesamten Menschheit auf dem Spiel.<br>                         So hart es auch ist, doch manchmal<br>                         überwiegt das Wohl der Vielen....<br><br>               Aufeinmal wendet Müller ihren Blick von den Sternen ab und<br>               blickt Caylon an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (wütend, hysterisch)<br>                         Es ist mir egal, es ist mir total<br>                         egal! DU hast meinen Bruder zum<br>                         Tode verurteilt. Wegen DIR werde<br>                         ich ihn nie wieder sehen!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verletzt)<br>                         Nicole, bitte, was hätte ich denn<br>                         tun sollen? Den Befehlen trotzen<br>                         und die Grenze überqueren sollen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, verdammt, das hättest du tun<br>                         sollen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann hätten uns die Klingonen auch<br>                         erwischt und Starfleet hätte noch<br>                         einen Krieg auszufechten!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ach was, woher willst du wissen, ob<br>                         die Klingonen wirklich angegriffen<br>                         hätten? Oder ob Sie uns wirklich<br>                         den Krieg erklärt hätten? Vieleicht<br>                         haben Sie nur geblufft, oder sie<br>                         hätten sich mit dem gottverdammten<br>                         Deuterium zurfrieden gegeben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Du hast doch den Captain gehört! Er<br>                         wollte mir nicht glauben, er hat es<br>                         noch nicht einmal versucht! Und ob<br>                         er uns angegriffen hätte!<br>                             (beat)<br>                         Mir blieb keine andere Wahl, als<br>                         die 60 Mann der Maru<br>                         zurückzulassen, denn vergiss nicht,<br>                         es stehen hier Milliarden von Leben<br>                         auf dem Spiel!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (aufgelöst)<br>                         Aber warum gerade meinen Brurder?<br>                         Warum? Du wolltest ja noch<br>                         nichteinmal den Versuch wagen! Du<br>                         hast es nicht riskieren wollen!<br>                             (beat)<br>                         Mir zuliebe. Wenn du mich lieben<br>                         würdest, dann hättest du es getan.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, ich liebe dich mehr als<br>                         mein eigenes Leben. Ich würde alles<br>                         für dich tun...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein, das habe ich ja gesehen! Du<br>                         hast meine Bruder an die Klingonen<br>                         ausgeliefert! Er ist doch schon so<br>                         gut wie tod!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, das wissen wir nicht!<br>                         Vieleicht....<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Fred, du weißt genauso wie ich, das<br>                         niemand lange auf Rura Phente<br>                         überlebt.<br>                             (beat, nun etwas ruhiger)<br>                         Los, geh.<br><br>               Müller dreht sich um und blickt wieder zu den Sternen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, bitte....<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Geh, Fred. Ich möchte dich hier<br>                         nicht mehr sehen.<br><br>               Einige Sekunden bleibt Caylon noch stehen, dann tritt er<br>               schweren Herzens den Rückzug an. Kaum ist die Tür hinter ihm<br>               geschlossen, bricht Müller in Tränen aus.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE RECAP<br>                                       TEASER<br><br>         1     EXT. WELTRAUM                                            1<br><br>               KAMERADREH UM DIE S.S. ANTARES<br><br>               Die Antares treibt schwer beschädigt durchs All. Wobei das<br>               noch eine Untertreibung darstellt, das ehemals so glorreiche<br>               Sternenflottenschiff gleicht einem zerstückelten Haufen<br>               Weltraumschrott. Der Diskus des Schiffes ist an etlichen<br>               Stellen durchschossen, unzählige Spuren von Disruptortreffern<br>               verteilen sich auf dem ganzen Rumpf. Die Sekundärhülle ist<br>               nur noch halb mit dem Rest des Schiffes verbunden, die<br>               haltenden Pylonen wurden entzwei geschossen. Die Warpgondeln,<br>               sofern man diese noch als solche identifizieren kann, qualmen<br>               und ziehen Plasmaspuren hinter sich her. Die linke Warpgondel<br>               hat sich völlig verzogen und scheint sich von den Trägern zu<br>               lösen. Nahezu überall klaffen mehr oder minder große Löcher,<br>               aus denen die Innenkonstruktion und die Deckverteilung<br>               herausblitzt. Wo immer die Außenhülle aufgeplatzt ist und die<br>               Schiffsdecks direkt dem Vakuum ausgesetzt waren, treiben<br>               Leichen in der Schwerelosigkeit.<br><br>               Bei ihrem Dreh um die Zerstörung schwenkt die Kamera immer<br>               weiter heraus und der Grund für dieses Werk wird erkenntlich:<br>               5 romulanische Bird of Vengeance haben sich im Kreis um ihr<br>               Opfer versammelt und scheinen es nicht mehr aus ihren<br>               "Klauen" zu lassen. Der Gedanke an irdische Raubvögel, die<br>               über ihrem Opfer und baldigen Mahl kreisen, wird nicht nur<br>               durch die typische romulanische Bemalung und Formgebung<br>               geweckt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    2<br><br>               Auf der Brücke finden wir das reinste Chaos vor. Im hinteren<br>               Bereich sehen wir zwei Crewmitglieder, die von ehemaligen<br>               Brückenteilen erschlagen wurden. Die abtrennende Wand zum<br>               Konferenzraum existiert nicht mehr, sie bildet nur noch einen<br>               blutverschmierten Trümmerhaufen, der Menschenleben unter sich<br>               begraben hat.<br><br>               Die Konsolen der Brückenoffiziere qualmen und sind sicherlich<br>               kaum mehr zu gebrauchen. Überall liegt Dreck und Schutt.<br><br>               Die Brückenoffziere (LT. BEEM, LT. MESTRAL, TORLAN, ENSIGN<br>               TSCHERNOVSKY, CAPTAIN CAYLON) sind alle anwesend, tragen zwar<br>               fast durchgehend Blessuren oder Platzwunden und sehen schwer<br>               angeschlagen aus, aber allesamt sind sie noch am Leben und<br>               besetzen, was von ihren Stationen übrig geblieben ist.<br><br>               Vor dem Hauptschirm materialisieren vier Gestalten in einem<br>               grünen Transporterstrahl, die sich als helm- und<br>               kampfanzugtragende Romulaner erweisen und alle einen<br>               Disruptor in ihren Händen halten.<br><br>                                   BEEM<br>                             (brüllt)<br>                         ROMULANISCHE SCHWEINE!<br><br>               Beem ist zwar nicht bewaffnet, er versucht aber seinen<br>               Überraschungsmoment auszunutzen und auf den romulanischen<br>               Soldaten, der vor ihm erschienen ist, zu zustürzen um ihn zu<br>               überwältigen.<br><br>               Beem ist bereits zu Nahe, als dass sein Gegner seine Waffe<br>               noch einsetzen könnte, dafür umschlingt er blitzartig Beems<br>               Nacken mit seinem rechten Arm, in der er sogar noch die<br>               Disruptorpistole trägt, presst ihn näher und stößt den Kopf<br>               des Waffenoffiziers mit einem kräftigen Schlag nach hinten.<br>               Wir hören nur noch das laute Krachen von Knochen und sehen,<br>               wie Beem in sich zusammenfällt und auf den Boden schlägt.<br><br>               Tschernovsky bekommt es bei diesem Anblick mit der Panik zu<br>               tun und will die Flucht ergreifen, doch ein anderer, recht<br>               groß gewachsener romulanischer Soldat, der Tschernovsky um<br>               einen halben Kopf überragt, stellt sich ihm in den Weg und<br>               rammt ihm mit enormen Schwung seinen metallischen Helm in den<br>               Kopf. Tschernovsky fliegt von der Wucht zurück und bleibt mit<br>               zertrümmertem Schädel liegen. Der Helm des Mörders ist nun<br>               blutverschmiert und eine klumpige bis breiige graue Masse<br>               klebt auf seinem Visier. Mit seiner Hand wischt er die<br>               Substanz von der getönten Glasfläche herunter, sieht sich die<br>               Hirnmasse mit einem angewiderten Blick (sofern durch das<br>               dunkle Visier zu beurteilen) an und schüttelt es sich einfach<br>               von der Hand.<br><br>               Die drei verbleibenden Sternenflottenoffiziere erkennen, dass<br>               sämtliche Bemühungen vergebends wären, und ergeben sich den<br>               romulanischen Widersachern.<br><br>                                   ROM. SOLDAT #1<br>                         In einer Reihe aufstellen.<br><br>               Caylon, Torlan und Mestral befolgen den Befehl wie geheißen<br>               und positionieren sich nebeneinander.<br><br>               Die Romulaner treten vor die Dreiergruppe und zücken ihre<br>               Disruptoren. Mit einem genüßlichen Lachen nimmt der führende<br>               Soldat die Angst in den Gesichtern seiner Opfer war. Er zielt<br>               mit seinem Lauf auf den Magen von Mestral und drückt ab. Ein<br>               gleißender Strahl löst sich und frisst sich in Mestrals<br>               Eingeweide.<br><br>               ZEITLUPE<br><br>               Eine Welle verdampfenden Fleisches breitet sich von dem<br>               Einschussloch in alle Richtung aus und lässt absolut nichts<br>               von seinem Opfer übrig. Ein Mark und Bein durchschüttender<br>               Schrei des Schmerzes hallt in der zerstörten Brücke wieder,<br>               bevor das Glühen Mestrals Kopf zersetzt.<br><br>               Der Schütze tritt einen Schritt weiter um vor Torlan zu<br>               treten.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ehrlose Bastarde!<br><br>               Torlan spuckt seinen Widersacher an, doch dieser lässt sich<br>               von den Tropfen auf seinem Visier nicht beirren. Erneut<br>               drückt er ab.<br><br>               Geruch von versengtem Fleisch durchzieht die Luft, als Torlan<br>               einen Schmerzenschrei ausstößt, der so laut ist, dass er<br>               durch das ganze Schiff dringen muss. Sein Mund ist weit<br>               aufgerissen und der Kopf zur Decke gestreckt. In seinen<br>               Gesichtsmuskeln zeichnen sich die Spuren unvorstellbarer<br>               Qualen ab, die einem das Gefühl geben, jeden Moment würde das<br>               Gesicht zerspringen, bevor die glühende Verbrennungsschneiße<br>               auch ihn vollständig auflöst.<br><br>               Nun ist Caylon als einzigster übrig. Die Schreie seiner<br>               Mitstreiter haben ihn sichtlich angegriffen.<br><br>                                   ROM. SOLDAT #1<br>                             (zu einem verängstigten<br>                              Caylon)<br>                         Und nun zu ihnen...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               Blendendes Weiß.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Erinnern Sie sich...<br><br>                                                               FADE IN:<br><br>         3     EXT. WELTRAUM - ANTARES AUF WARP                         3<br><br>               SUPER: Zwei Tage zuvor...<br><br>               Die Antares gleitet noch völlig intakt und unbeschadet mit<br>               Warp durch das Weltall.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         4     INT. ANTARES - SPEISERAUM DES CAPTAINS                   4<br><br>               Caylon dinniert in seinem persönlichen Speisesaal mit hohen<br>               Gästen: An seinem Tisch sitzen Admiral Forrest und ein Mann,<br>               der in einer dezenteren Variante der Sternenflottenuniform<br>               gekleidet ist und wie wir erfahren werden zum diplomatischen<br>               Corps der Sternenflotte gehört und Carl Beringsby heißt.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Tut mir leid, Fred.<br>                             (beat)<br>                         Der Krieg ist zwar nicht das beste<br>                         Thema, um beim Essen besprochen zu<br>                         werden, aber wir kommen leider<br>                         nicht drum herum.<br><br>               Ein kellnernder Fähnrich kommt vollbeladen mit der Nachspeise<br>               zur Seitentür, die direkt in die Schiffsküche führt, herein<br>               und lädt einen Teller mit rigelianischem Tiramisu vor jedem<br>               der Anwesenden ab.<br><br>               Caylon probiert sein Tiramisu und wenig begeistert von dem<br>               Geschmack legt er die Gabel zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist eine Schande.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Der Krieg?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ähm ja, auch. Ich meinte<br>                         eigentlich, dass in diesen Zeiten<br>                         schwer ist, auf einem Raumschiff<br>                         noch gutes Essen zu bekommen. An<br>                         allen Enden wird gespart. Dabei<br>                         haben wir uns eine reichhaltige<br>                         Mahlzeit verdient. Mestral<br>                         beschwert sich auch ständig über<br>                         seine Plomek-Suppe.<br>                             (beat)<br>                         Aber bleiben wir beim Thema. Es<br>                         sieht nicht allzu gut aus, stimmts?<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                             (deprimiert)<br>                         Ja.<br>                             (beat)<br>                         Wir können zwar unsere Grenzen<br>                         bisher halten, aber das ist auch<br>                         schon alles. Wir verlieren dabei<br>                         hier draußen regelmäßig Schiffe und<br>                         kommen mit dem Neubau kaum nach.<br>                         Die romulanische Flotte ist uns<br>                         zahlenmäßig weit überlegen. Wir<br>                         wissen nicht, wie es nach dem<br>                         Großangriff auf die Erde aussieht,<br>                         aber ich bezweifle, dass die<br>                         Romulaner ihre ganze Flotte<br>                         eingesetzt haben. In nächster Zeit<br>                         soll wohl kein gezielter Angriff<br>                         erfolgen, einzelne Scharmützel<br>                         können wir vorerst verkraften. Aber<br>                         die Romulaner formieren sich in der<br>                         zwischenzeit neu und dann...<br>                             (beat)<br>                         Um es deutlich zu sagen, Fred, wir<br>                         stehen mit dem Rücken zur Wand.<br>                         Ohne Hilfe werden wir verlieren.<br>                         Nicht gleich Morgen, aber sehr<br>                         wahrscheinlich übermorgen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nach den Worten suchend)<br>                         Das ist...<br>                             (beat)<br>                         ...sehr motivierend, Max...<br><br>                                   BERINGSBY<br>                         Noch ist nicht alles verloren,<br>                         Captain. Genau das ist der Grund,<br>                         warum es so wichtig ist, dass wir<br>                         die Andorianer als dauerhaften<br>                         Verbündeten gewinnen können. Ein<br>                         Verbündeter, der uns wirklich<br>                         tatkräftig unterstützt. Gemeinsam<br>                         hätten wir eine reele Chance zu<br>                         siegen. Und wir hoffen, noch<br>                         weitere Verbündete in unser Boot<br>                         holen zu können. Die Tellariten<br>                         dürften wahrscheinlich ebenfalls<br>                         bereit sein uns zu helfen. Wir<br>                         planen eine offene<br>                         völkerverbindende Allianz aufbauen<br>                         zu können, und der jederzeit<br>                         weitere Rassen eintreten können.<br>                         Zum allgemeinen Schutz des anderen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Vulkanier weigern sich also<br>                         weiterhin, uns in irgendeiner<br>                         anderen Art zu helfen als mit ihren<br>                         unnötigen Ratschlägen?<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Leider. Die Gespräche mit Soval und<br>                         Te'en'g sind meist ergebnislos. Das<br>                         Oberkommando bewilligt keine<br>                         weitere Hilfe. Ich frage mich, wozu<br>                         die Beiden überhaupt in ihr Amt<br>                         zurückgekehrt sind. Man könnte<br>                         meinen, sie wollen nur bestens über<br>                         unsere Kriegspläne informiert sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wäre das etwas Neues?<br>                             (beat; zu dem Diplomaten)<br>                         Aber verraten Sie mir, Mr.<br>                         Beringsby, wie Sie die Andorianer<br>                         dazu bringen wollen mit uns zu<br>                         kämpfen?<br><br>                                   BERINGSBY<br>                         Wir bauen darauf, dass Sie ihren<br>                         Bündnispartner nicht im Stich<br>                         lassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lacht)<br>                         Ich glaube, da kennen Sie die<br>                         Andorianer aber schlecht! Der<br>                         einzigste Grund, warum Sie uns<br>                         bisher geholfen haben, ist, dass<br>                         Captain Archer und ich noch einen<br>                         oder zwei Gefallen bei Shran gut<br>                         hatten. Wäre Shran nicht so<br>                         einflussreich in der imperialen<br>                         Garde, hätten wir kaum Hilfe<br>                         erwarten können.<br><br>                                   BERINGSBY<br>                         Und genau aus diesem Grund haben<br>                         wir Sie, beziehungsweise die<br>                         Antares für diese Mission<br>                         ausgesucht. Wir bauen auf ihren<br>                         Charme. Zudem haben wir einen Krieg<br>                         zwischen den Andorianern und den<br>                         Tellariten verhindert. Und ihrem<br>                         Missionsbericht zufolge haben Sie<br>                         erst vor kurzem dafür gesorgt, dass<br>                         ein korrupter Politiker entlarvt<br>                         wurde. Ein kleiner Gegengefallen<br>                         wäre fällig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ob das reicht?<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Ich gehe davon aus, dass die<br>                         jüngsten Ereignisse im<br>                         andorianischen Raum für uns<br>                         spielen. Das plötzliche Auftauchen<br>                         romulanischer Schiffe im Noriak<br>                         System, direkt über einer geheimen<br>                         Forschungseinrichtung, von der<br>                         nicht einmal die meisten Andorianer<br>                         wussten, ist doch sehr beunruhigend<br>                         und sollte demonstrieren, dass die<br>                         Romulaner für uns alle eine<br>                         Bedrohung darstellen.<br><br>                                   BERINGSBY<br>                         Wir müssen allen Verbündeten klar<br>                         machen, welche Gefahr die Romulaner<br>                         darstellen.<br>                             (beat)<br>                         Wir wissen nicht, was sie bewegt.<br>                         Sie tauchen aus dem Nichts auf,<br>                         greifen an, erobern Systeme und<br>                         expandieren. Wir müssen sie mit<br>                         allen Mitteln aufhalten. Wenn sie<br>                         mit uns fertig sind, werden sie die<br>                         anderen Rassen im Quadranten<br>                         angreifen. Wir haben doch bereits<br>                         gesehen, dass sie versuchen den<br>                         gesamten Bereich zu<br>                         destabilisieren.<br><br>               Es scheint ganz eindeutig klar zu sein, was auf dem Spiel<br>               steht und ein Moment der Stille untermalt dies, bis Caylon<br>               das Wort ergreift.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zwei Fragen hätte ich noch:<br>                         Warum Risa als Konferenzort? Nicht,<br>                         dass ich Einwände dagegen hätte,<br>                         aber es ist ein weiter Weg. Sowohl<br>                         für uns als auch für die<br>                         Andorianer. Und warum nur ein<br>                         Schiff, die Antares? Was ist, wenn<br>                         die Romulaner angreifen sollten?<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Eben das halten wir für<br>                         unwahrscheinlich. Risa ist für die<br>                         Romulaner noch weiter entfernt als<br>                         für uns. Woher sollten Sie auch von<br>                         der Konferenz wissen? Und Risa ist<br>                         ein offenes Ausflugsziel für die<br>                         allermeisten warpfähigen Spezies.<br>                         Ein offener Angriff auf uns oder<br>                         die Andorianer würde eine Menge<br>                         Leute gegen die Romulaner<br>                         aufbringen und ihre taktische<br>                         Position schwächen. Es wäre<br>                         törricht, dort mit einer Flotte<br>                         Warbirds aufzutauchen. Außerdem ist<br>                         Risa der neutralste Ort, den wir<br>                         finden konnten. Die Andorianer<br>                         waren mit der Auswahl sehr<br>                         zufrieden.<br>                             (beat)<br>                         Und keine Sorge, wir haben aus den<br>                         Fehlern der Wiedereröffnungsfeier<br>                         der vulkanischen Botschaft gelernt.<br>                         Der Kreis der Involvierten ist<br>                         möglichst klein gehalten. Es werden<br>                         nur Shran, zwei andorianischer<br>                         Diplomaten und wir drei an der<br>                         Konferenz beteiligt sein. Ich habe<br>                         volles Vertrauen zu allen<br>                         Anwesenden.<br>                             (beat)<br>                         Und ehrlich gesagt... Wir haben<br>                         kaum die Ressourcen, mehr als nur<br>                         ein Schiff von den Grenzen<br>                         abzuziehen. Die Antares ist eins<br>                         unser modernsten Schiffe und die<br>                         einzigste Wahl hierfür.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt wohl überlegt.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Und noch eine gute Nachricht: Ich<br>                         denke, es sollte ihre Crew freuen<br>                         zu hören, dass sie freien Landgang<br>                         haben, während das Schiff im Orbit<br>                         wartet.<br><br>               Caylon hebt sein Glas und seine beiden Gäste tun es ihm<br>               gleich.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Hoffen wir auf den Erfolg.<br><br>               Bestätigend nickend und mit einem gemeinschaftlichen "Prost"<br>               führen sie ihre Gläser an den Mund und leeren ihr Getränk.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">         5     INT. ANTARES - KORRIDOR - SPÄTER                         5<br><br>               Wir sehen Caylon durch einen Korridor laufen. Vor einer Tür<br>               bleibt er stehen, doch er lässt sich einige Sekunden Zeit, in<br>               denen er deutlich zu überlegen scheint, bis er den Türmelder<br>               betätigt. Er wartet auf eine Reaktion, doch es erfolgt keine.<br>               Etwas verwundert probiert er es erneut, doch wieder reagiert<br>               niemand.<br><br>               Caylon tritt von der Tür zurück und scheint vor sich her zu<br>               grübeln. Er dreht sich herum und aktiviert das Kommpanel an<br>               der gegenüberliegenden Wand.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain Caylon an Müller.<br>                             (beat)<br>                         Müller?<br>                             (beat)<br>                         Wo sind Sie?<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                            6<br><br>               Wir sehen eine Uniform mit den roten Streifen der Technik<br>               zusammengefaltet auf einem Biobett liegen. Caylons Stimme<br>               dringt gedämpft durch die Stofflagen, allerdings laut genug,<br>               dass sie von Lieutenant Miller gehört werden kann. Die Ärztin<br>               durchwühlt die zahlreichen Taschen und findet das kleine Komm<br>               Gerät.<br><br>               Im Hintergrund strömt Licht aus der zentralen<br>               Behandlungskammer.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - KORRIDOR                                  7<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Lieutenant Miller hier...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oha. Verzeihen Sie, ich wollte<br>                         eigentlich mit Müller reden. Die<br>                         Spracherkennung scheint eine<br>                         Fehlfunktion zu haben.<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Nein, an der Spracherkennung dürfte<br>                         es kaum liegen. Ich halte Müllers<br>                         Kommunikator in der Hand. Der<br>                         Commander ist<br>                         gerade...indisponiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erschrocken)<br>                         Indisponiert? Müller ist auf der<br>                         Krankenstation? Was ist los??<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Tut mir leid, Captain. Ich darf<br>                         leider nicht darüber reden. Die<br>                         ärztliche Schweigepflicht bindet<br>                         mich.<br>                         Aber ich kann ihnen versichern,<br>                         dass Commander Müller voll<br>                         diensttauglich ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ob sie voll diensttauglich ist,<br>                         interessiert mich weniger. Ich<br>                         mache mir einfach Sorgen und will<br>                         wissen, was mit ihr los ist!<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Dann reden Sie bitte mit ihr<br>                         selber, ich kann und darf ihnen da<br>                         leider nicht weiterhelfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich komme!<br><br>               Caylon setzt sich in Bewegung und geht gleich in einen<br>               zügigen Schritt über.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         8     INT. ANTARES - VOR DER KRANKENSTATION                    8<br><br>               Müller verlässt flotten Schrittes die Krankenstation. Die<br>               Schiebetüren hinter ihr schließen sich, wobei sie ihre<br>               Uniform nicht einmal vollständig angekleidet hat, der obere<br>               Reißverschluß ist offen.<br><br>               Müller befindet sich kurz vor der ersten Abzweigung im Gang,<br>               da kommt ihr Caylon entgegen gestürmt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte bleib stehen!<br><br>               Doch Müller scheint wenig Lust auf eine Unterhaltung zu<br>               haben, sie biegt ungeachtet des Captains in den Korridor ab<br>               und läuft weiter. Doch Caylon gibt so schnell nicht nach und<br>               holt Sie ein. Während des Gesprächs gehen beide zielstrebig<br>               weiter.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich möchte gerne wissen, was los<br>                         ist. Warum musstest du auf die<br>                         Krankenstation?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist nichts.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Entschuldige bitte, aber soweit ich<br>                         weiß, geht man gewöhnlich nicht<br>                         wegen nichts zu einem Arzt. Sei<br>                         doch bitte ehrlich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist nichts wichtiges. Bitte, ich<br>                         möchte meine Ruhe.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Nicole. Wir müssen reden. Ich<br>                         verstehe was du durchmachst. Es ist<br>                         sehr hart. Ich respektiere, dass du<br>                         alleine sein willst. Ich wollte<br>                         das, nach dem ich von Josephs<br>                         baldigem Tod erfahren habe, auch.<br>                         Aber ich habe festgestellt, es<br>                         hilft nicht immer. Du hast mir<br>                         damals geholfen und nun möchte ich<br>                         das gleiche für dich tun. Ich<br>                         möchte dir nur helfen.<br><br>               Müller stoppt auf einmal und blickt Caylon mit einem<br>               durchdringenden, feurigen Blick an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verzweifelt)<br>                         Du kannst mir nicht helfen! Das<br>                         hier ist anders, das weißt du<br>                         genau! Sönke ist tot und das wegen<br>                         dir. DU hast ihn umgebracht. Ich<br>                         weiß ja warum du es getan hast,<br>                         aber das macht es auch nicht<br>                         leichter. Du bist der völlig<br>                         Falsche, an den ich mich mit meinem<br>                         Schmerz wenden kann. Ich will<br>                         alleine darüber nachdenken, wie es<br>                         mit uns weitergeht. Nicht umsonst<br>                         sollen Untergebene keine<br>                         Beziehungen mit ihren Vorgesetzten<br>                         haben. Wir sind zwar beide<br>                         Führungsoffiziere, aber was<br>                         passiert ist, lässt mich darüber<br>                         nachdenken, ob unsere Beziehung<br>                         einen Sinn hat. Oder überhaupt eine<br>                         Chance.<br>                             (beat)<br>                         Du machst es nur unnötig schwer.<br><br>               Mit diesen Worten setzt sich Müller resigniert wieder in<br>               Bewegung und sucht den nächsten Turbolift auf. Caylon bleibt<br>               getroffen zurück.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Beginnen Sie mit der Prozedur...<br><br>         9     EXT. WELTRAUM - RISA SYSTEM                              9<br><br>               Die Antares geht im Risa-System unter Warp und nähert sich<br>               dem schon aus dem Weltraum wunderschönen Planeten. So wie die<br>               Bewohner und Gäste in Bewunderung von der Oberfläche zu dem<br>               traumhaften Sternenhimmel bei Nacht hinaufsehen, sehen die<br>               euphorischen Gäste auf die Welt herab.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        10     EXT. WELTRAUM                                           10<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Wir befinden uns auf der der Antares abgewendeten Seite des<br>               Planeten. Mit einem langsamen Schwenk sehen wir uns das<br>               Sternenpanorama an, dass urplötzlich von einem Lichtblitz<br>               gestört wird. Ein Schweif aus hellen Schlieren formiert sich<br>               und gibt 5 romulanische Bird of Vengeance frei, die sofort<br>               eine Formation bilden.<br><br>               ANSICHT DER ANTARES<br><br>               Die Antares will gerade in den Orbit schwenken, als sich fünf<br>               grüne Schwingenpaare über den Horizont erheben und direkt auf<br>               das Sternenflottenschiff zufliegen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   11<br><br>               Mestral, Torlan, Beem, Tschernovsky befinden sich alle an<br>               ihren Station, Captain Caylon sitzt zentral in seinem<br>               Amtsstuhl.<br><br>               Der rote Alarm springt an und die Brücke verdunkelt sich.<br>               Überrascht blicken alle auf Beem.<br><br>                                   BEEM<br>                         Annäherungsalarm! Soeben sind 5<br>                         Bird of Vengeance hinter der<br>                         Schattenseite des Planeten<br>                         aufgetaucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das gibt es nicht!<br><br>                                   BEEM<br>                         Diese Kerle sind echt so dumm in<br>                         neutralem Territorium anzugreifen.<br><br>               Das Schiff wird erschüttert.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        12     EXT. WELTRAUM - RISA SYSTEM                             12<br><br>               Die fünf furchteinflößenden Vögel fliegen von der Kamera<br>               hinfort auf die durch die Entfernung klein wirkende Antares<br>               zu. Sie feuern ihre grünen Disruptorschüße ab, die auf die<br>               Antares zurasen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   13<br><br>               Die Brücke wird zusehends verwüstet und zerlegt. Konsolen im<br>               Hintergrund sprühen Funken.<br><br>                                   BEEM<br>                         Verdammter Mist. Wir haben keine<br>                         Chance gegen diese Übermacht.<br><br>               Ein Treffer bringt das Schiff ins Wanken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, schicken sie einen Notruf<br>                         raus. Hier muss doch jemand sein,<br>                         der uns helfen kann.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye!<br>                             (beat; verwundert)<br>                         Keine Antwort, Sir.<br><br>               Ein erneuter Einschlag. Ein ND wird von herunterstürzenden<br>               Teilen erschlagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt. Wie zum Geier??? Das kann<br>                         doch nicht sein...<br>                             (beat)<br>                         Bringen Sie uns hier fort. Fliegen<br>                         wir den Andorianern entgegen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verstanden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        14     EXT. WELTRAUM                                           14<br><br>               Die Antares schwenkt gerade ihren Kurs und ihre Warpgondeln<br>               laden sich auf. Zielsicher wird die Warpgondel nur<br>               Sekundenbruchteile bevor das Schiffe ihre Beschleunigung<br>               ansetzt getroffen. Die Antares kann trotzallem verschwinden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   15<br><br>               Die Brücke gleicht immer mehr einem Trümmerhaufen.<br><br>               Der letzte Schlag erschüttert die Stabilisatoren erneut.<br>               Sofort nach Aktivieren des Warpantries wird das Schiff<br>               instabil und wird kräftig durchgerüttelt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Der letzte Schuß traf unsere<br>                         Warpgondel. Das Warpfeld lässt sich<br>                         nicht mehr stabil halten.<br><br>               Mit einem starken Bremsmanöver landet die Antares wieder<br>               unter Warp.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Tut mir leid, ich konnte nichts<br>                         dagegen tun.<br><br>                                   BEEM<br>                             (panisch)<br>                         Sie sind hinter uns. Sie kommen<br>                         unter Warp.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        16     EXT. WELTRAUM                                           16<br><br>               Wir befinden uns in leerem Raum. Die 5 feindlichen Schiffen<br>               haben die Antares umkreist. Das ganze entspricht exakt dem<br>               Teaser, was uns die weiteren Ereignisse die folgen werden<br>               schlagartig klar macht...<br><br>                                                         FADE TO WHITE.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Das ist gut...<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>        17     INT. SHUTTLEPOD                                         17<br><br>               CAYLONS POINT OF VIEW<br><br>               Wir sehen fürs erste nur ein grelles weißes Licht. In der<br>               Ferne erklingt ein dumpfes Geräusch. Langsam lässt die<br>               Blendung durch das Licht nach und wir erkennen schwammige<br>               Umrisse. Seltsame schnelle Schlieren bewegen sich vor Caylons<br>               Augen auf und ab.<br><br>               Alles wird klarer. Das Geräusch wird erkennbar als Schnipsen,<br>               die schnelle Bewegung vor uns scheint eine Hand zu sein, die<br>               vor Caylons Augen wedelt. Er schreckt hoch und schließt kurz<br>               seine Augen, wodurch alles für eine Sekunde Schwarz wird, als<br>               er sie wieder öffnet kann er wieder völlig klar sehen.<br><br>               NORMALE POINT OF VIEW<br><br>               Caylon dreht panisch seinen Kopf um sich umzusehen. Er<br>               befindet sich in einem Shuttlepod der Antares. Neben ihm<br>               sitzt Admiral Forrest. Vor beiden in der Pilotenkanzel sitzen<br>               Tschernovsky am Steuer und Carl Beringsby auf dem<br>               Backbordsitz.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie, Wo? Was ist passiert? Wo bin<br>                         ich?<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Wissen Sie das nicht? Wir befinden<br>                         uns in einem Shuttlepod der<br>                         Antares. Wir sind gleich an der<br>                         Oberfläche.<br>                             (besorgt)<br>                         Alles in Ordnung?<br><br>               Caylon fasst sich für einen Moment an den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke schon. Ich weiß nicht was<br>                         los war. Ich glaube ich hatte<br>                         gerade einen Tagtraum. Und ich habe<br>                         das Gefühl jemand hat mich gerade<br>                         mit einem Schlag auf den Kopf<br>                         geweckt.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Wann haben Sie das letzte Mal<br>                         geschlafen? Sie sehen nicht gut<br>                         aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Geschlafen? Das letzte Mal?<br>                             (beat)<br>                         Ich kann mich gerade gar nicht mehr<br>                         erinnern. Wie spät haben wir es?<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Es ist früher Nachmittag auf Risa.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        18     EXT. RISA                                               18<br><br>               Wir sehen ein Shuttlepod der Antares über dem paradisches<br>               Boden Risas gleiten. Der Horizont wird von den beiden Sonnen<br>               in stilvolles Licht gehüllt, das nur von den zahlreichen<br>               Palmen aufgehalten wird.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        19     INT. SHUTTLEPOD                                         19<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh Man. Das muss ein Alptraum<br>                         gewesen sein. Der realistischsten,<br>                         den ich je erlebt habe.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        20     EXT. RISA                                               20<br><br>               SUPER: Einen Tag zuvor...<br><br>               Das Shuttle landet auf einem lauschigen Fleckchen Erde in<br>               einem Tal, direkt neben einem Gebäude, das aller<br>               Wahrscheinlichkeit nach der Konferenzort ist. In der Ferne<br>               schäumt die Brandung an einen Strand und überall herum stehen<br>               Hotelanlagen.<br><br>               Die Passagiere steigen nacheinander aus dem Shuttle aus und<br>               schauen sich um.<br><br>                                   BERINGSBY<br>                         Es war schwer etwas wie einen<br>                         Konferenzsaal auf Risa zu finden,<br>                         gewöhnlich kommt niemand<br>                         geschäftlich hier her.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Gönnen Sie sich etwas Urlaub, Fred.<br>                         Sie haben es sich verdient.<br>                         Die Konferenz wird erst in etwa<br>                         sechs Tagen beginnen, vorher werden<br>                         die Andorianer nicht eintreffen.<br>                         Wir können den Raum auch ohne sie<br>                         nach Wanzen und ähnlichem<br>                         durchsuchen.<br>                             (beat)<br>                         Sie sagten, sie haben sich ein<br>                         lauschiges Strandhäuschen gemietet?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Eine sanfte Strandbrise<br>                         vermisse ich schon lange.<br>                         Vielleicht weckt es ja Erinnerung<br>                         an die gute alte Zeit in Sydney.<br>                         Eigentlich wollte ich die Zeit dort<br>                         nicht alleine verbringen, aber...<br>                             (beat)<br>                         Reden wir nicht darüber.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Erholen Sie sich die Zeit lang.<br>                             (beat)<br>                         Ich kann mir vorstellen, dass das<br>                         Leben an der Front momentan sehr<br>                         hart ist. Ich wünschte, ich könnte<br>                         etwas dran ändern. Spannen Sie<br>                         richtig aus. Ich möchte, dass ich<br>                         Sie zur Konferenz erholt<br>                         wiedersehe. Nehmen Sie das als<br>                         Befehl.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke sehr.<br><br>               Caylon verabschiedet sich von Forrest und Beringsby. Er dreht<br>               sich zu Tschernovsky, der noch immer am Shuttle steht und<br>               sagt ihm zum Abschied:<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (paranoisch)<br>                         Wenn Sie wieder auf der Antares<br>                         sind, halten sie die Augen nach<br>                         Romulaner offen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (überrascht)<br>                         Captain?<br>                             (verängstigt)<br>                         Romulaner, hier?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Reine Vorsicht. Ich habe irgendwie<br>                         einfach ein schlechtes Gefühl.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Geht es ihnen wirklich gut,<br>                         Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doch, mir geht es gut. Denke ich.<br>                             (beat)<br>                         Ich möchte nur, dass alle wachsam<br>                         sind.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verstanden, Sir. Erholsamen Urlaub.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke.<br><br>               Caylon verlässt nun die Gruppe und geht auf die Hotelanlage<br>               zu, die vor der lauschigen Bucht thront.<br><br>               Tschernovsky steigt wieder in das Shuttle ein und das schwere<br>               Objekt erhebt sich leichtfüßig vom Boden.<br><br>                                                         FADE TO WHITE.<br><br>        21     EXT. WELTRAUM                                           21<br><br>               In einem Lichtblitz erscheinen vier andorianische Kreuzer.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        22     INT. ANDORIANISCHE BRÜCKE                               22<br><br>               Wir befinden uns auf der Brücke von Shrans Schiff, der<br>               Jarvena, auf der sich einer der beiden Offiziere an der<br>               vorderen Doppelkonsole zu Wort meldet:<br><br>                                   ANDORIANER #1<br>                         Captain, unsere Scanner<br>                         registrieren die Trümmer eines<br>                         Sternenflottenschiffes!<br><br>                                   SHRAN<br>                         War es die Antares?<br><br>                                   ANDORIANER #1<br>                         Ja, Sir, das Schiff ist vollständig<br>                         zerstört - keine Überlebenden. Die<br>                         Überreste zeigen romulanische<br>                         Waffensignaturen.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (wütend)<br>                         Captain Caylon! Er war einer der<br>                         ehrenhaftesten Pinkys...<br><br>                                   ANDORIANER #1<br>                         Commander, die Romulaner sind<br>                         immernoch hier. Ich kann 5 Bird of<br>                         Vengeance ausmachen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Abfangen! Wir werden die Pinkys von<br>                         der Antares rächen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        23     EXT. WELTRAUM                                           23<br><br>               Die andorianischen Kreuzer nähern sich der romulanischen<br>               Flotte und eröffnen das Feuer. Die Andorianer sind dem Feind<br>               in ihrer Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit überlegen und<br>               schaffen es so, trotz dass sie ein Schiff weniger haben, die<br>               Romulaner in ernste Bedrängnis zu bringen.<br><br>               Das Feuergefecht zieht sich hin, die andorianischen Schiffe<br>               konzentrieren ihr Feuer auf das Führungsschiff des Gegners,<br>               während sie mit Disruptorstößen erwidern. Ihre Trefferquote<br>               ist allerdings bescheiden, wofür die Andorianer im Gegenzug<br>               aber den Feind mit Feuersalven eindecken.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        24     INT. ANDORIANISCHE BRÜCKE                               24<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   ANDORIANER #1<br>                         Die Schilde des Führungsschiffs<br>                         versagen.<br>                             (beat)<br>                         Sir! Wir empfangen jetzt ein<br>                         menschliches Lebenszeichen an Board<br>                         des Schiffes.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Beamen Sie es schnell heraus.<br><br>                                   ANDORIANER #2<br>                         Der Feind will sich zurückziehen.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben sich getarnt!<br><br>                                   SHRAN<br>                         Haben wir den Menschen?<br><br>                                   ANDORIANER #1<br>                         Ja, er ist an Board.<br><br>                                                         FADE TO WHITE.<br><br>        25     INT. ANDORIANISCHE KRANKENSTATION                       25<br><br>                                   SHRAN (V.O.)<br>                         Aufwachen, Pinky.<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Caylon öffnet die Augen und wir erkennen einen blauen Fleck<br>               auf der Netzhaut, die sich mit zunehmenden Konturen als das<br>               Gesicht von Shran herausstellt.<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Captain Caylon?<br><br>               Caylon kann sich nur langsam von seiner Lieger herhoch<br>               hiefen. Sein Oberkörper wankt leicht, wie es scheint, hat er<br>               Probleme sein Gleichgewicht zu halten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erschrocken)<br>                         Ich? Wo? Was? Was machen Sie hier?<br><br>                                   SHRAN<br><br>                         Sie sind an Board der Jarvena,<br>                         Captain Caylon. Wir haben die<br>                         Romulaner zurückgedrängt und Sie<br>                         von ihrem Schiff herübergebeamt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schwummerig)<br>                         Etwas langsamer... Ich fühle mich<br>                         als hätte ich seit Tagen nicht<br>                         geschlafen.<br>                             (beat)<br>                         Das letzte woran ich mich erinnern<br>                         kann, ist, dass ich auf der<br>                         Oberfläche von Risa war. Aber ich<br>                         habe auch erlebt, wie die Romulaner<br>                         uns angegriffen haben, nachdem wir<br>                         im System angekommen waren. Ich<br>                         hielt das für einen Tagtraum.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Romulaner sind ehrlose Barbaren.<br>                         Sie scheinen nicht zu wissen, wie<br>                         ein gutes Verhör geführt wird. So<br>                         wie sie sich niemanden zu Erkennen<br>                         geben, Foltern sie, ohne dass man<br>                         sich daran erinnern kann. Welch<br>                         feiges Verhalten.<br>                             (beat)<br>                         Hoffen wir für ihre Sternenflotte,<br>                         dass sie keine entscheidenden<br>                         Informationen verraten haben.<br><br>               Caylon denkt einige Sekunden darüber nach, was er alles hätte<br>               verraten können und bei den Gedanken scheint ihm schlecht zu<br>               werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beunruhigt)<br>                         Das beunruhigt mich.<br><br>               Caylon stützt sich erneut ab.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Nicht zu wissen, ob man seine Welt<br>                         verraten hat, ist sogar noch<br>                         schlimmer als zu wissen, dass man<br>                         es getan hat.<br><br>               Caylon dreht sich nun zur Bettkante und versucht auf seinen<br>               eigenen zwei Beinen zu stehen, was ihm mit einiger Mühe auch<br>               gelingt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wo ist der Rest meiner Crew?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Soweit wir wissen, haben Sie als<br>                         Einziger überlebt.  Alle anderen<br>                         sind mit der Zerstörung des<br>                         Schiffes umgekommen.<br><br>               Erst jetzt geistern die Bilder der Hinrichtung der<br>               Brückencrew erneut durch Caylons Kopf und manifestieren sich<br>               zu einer klaren, aber erschreckenden Wahrheit. Wir sehen den<br>               Tod von Beem, Tschernovsky, Mestral und Torlan erneut.<br><br>                                                          FLASH CUT TO:<br><br>        26     EXT. WELTRAUM                                           26<br><br>               Wir sehen in einer traumhaften Erinnerung, wie die Antares,<br>               bereits halb zerstört, weiterhin von den romulanischen<br>               Schiffen beschoßen wird. Ihre unbarhmherzigen Disruptorstöße<br>               und Torpedos durchbrechen die Antares an zahllosen Stellen,<br>               bis der Warpkern des kaum noch wieder zu erkennenden Schiffes<br>               überlädt und eine gewaltige Explosion hervorruft, die von dem<br>               stolzen Sternenflottenschiff nur noch kleine, aber unmengen<br>               viele Trümmer hinterlässt.<br><br>                                                         FLASH CUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        27     INT. ANDORIANISCHE KRANKENSTATION                       27<br><br>               Shran und Caylon stehen sich gegenüber. Shran blickt in die<br>               mit Entsetzten gefüllten Augen des Pinkys.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Mein Gott!<br>                             (beat)<br>                         Nicole!<br>                             (beat)<br>                         Forrest!<br><br>                                   SHRAN<br>                         Mein Bedauern, Captain. Aber ihre<br>                         Crew hat heldenhafte Taten<br>                         vollbracht. Der Name Antares ist<br>                         auch in meinem Volk bekannt.<br><br>                             (beat)<br>                         Meine Familie ist äußerst<br>                         einflußreich auf Andor. Ich sichere<br>                         Ihnen meine persönliche<br>                         Unterstützung zu.<br>                         Im Kampf gegen die Romulaner und<br>                         auch im Kampf für ihre<br>                         völkervereinenden Allianz. Ich<br>                         werde mein Wort vor dem Jandush von<br>                         Andusha für sie einlegen, damit Sie<br>                         mit ihren Bemühungen Erfolg haben<br>                         werden. Das ist eine große Ehre und<br>                         das Beste, was ich für Sie tun<br>                         kann.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke... Ich weiß nicht, wie ich<br>                         mich bedanken soll.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Gar nicht. Andorianer haben einen<br>                         starken Familiensinn. Und eine Crew<br>                         kann für einen Kommandanten wie<br>                         eine Familie werden, das weiß ich.<br>                         Ich habe einmal ein Schiff verloren<br>                         und gleichzeitig meine Gefährtin.<br>                         Der Schmerz kann stark sein. Sehen<br>                         Sie es einfach als Erkenntlichkeit<br>                         eines Seelenverwandten an.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     EXT. WELTRAUM                                           28<br><br>               Der andorianische Kreuzer Jarvena befindet sich auf Warp.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        29     INT. ERDE - STERNENFLOTTENBÜRO                          29<br><br>               Wir befinden uns in einem typischen Büro im Hauptquartier der<br>               Sternenflotte. Vor den Fenstern überspannt die majestätische<br>               Golden Gate Bridge die Bucht von San Francisco.<br><br>               Ein Summen macht auf eine eingehende Nachricht aufmerksam.<br>               Hinter dem Schreibtisch sitzt Admiral Gardner. Gardner<br>               aktiviert die Transmission und Captain Caylon erscheint auf<br>               dem Bildschirm.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                             (hastig)<br>                         Admiral Gardner...es ist furchtbar.<br>                         Es tut mir leid. Es...<br><br>                                   ADMIRAL GARDNER<br>                         Bitte beruhigen Sie sich. Was ist<br>                         los?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Romulaner sind sofort nach uns<br>                         aufgekreuzt und haben uns<br>                         angegriffen.<br>                         Wir waren 5 zu 1 unterlegen und<br>                         hatten gar keine Chance. Die<br>                         Antares wurde vollständig zerstört<br>                         und mit ihr die gesamte Crew,<br>                         Admiral Forrest und Botschafter<br>                         Beringsby getötet. Ich habe<br>                         überlebt, weil mich die Romulaner<br>                         als Einzigen gefangen genommen<br>                         haben. Die Andorianer haben mich<br>                         retten können und die Romulaner<br>                         zurückgedrängt.<br><br>                                   ADMIRAL GARDNER<br><br>                         Sie wurden gefangen genommen?<br>                         Wurden Sie gefoltet? Haben Sie<br>                         irgendwelche Informationen<br>                         verraten?<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Es tut mir leid. Ich habe überhaupt<br>                         keine Erinnerungen mehr an meine<br>                         Gefangenschaft. Die Romulaner<br>                         müssen Sie ausgelöscht haben.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        30     EXT. ERDE - FRIEDHOF - ABENDS                           30<br><br>               Wir befinden uns auf einem im abendlich rot gehülltem<br>               Friedhof. Eine schwarzgekleidete Menschentraube hat sich<br>               eingefunden. Im Hintergrund befindet sich eine Ehrengarde mit<br>               traditionellen Gewehren, mit denen sie mehrere Salutschüße<br>               abgegeben.<br><br>               Ein Priester steht auf einem Podest hinter einem riesigen<br>               Grabstein, auf dem die Namen aller Crewmitglieder<br>               festgehalten wurden.<br><br>                                   PRIESTER<br>                         Wir betrauern heute den Verlust von<br>                         85 Männer und Frauen die im Dienst<br>                         für die Erde gestorben sind. Sie<br>                         waren Söhne, Töchter, Väter,<br>                         Mütter, Brüder, Schwestern, Freunde<br>                         und Geliebte für viele Menschen,<br>                         die sie nun trauernd zurückgelassen<br>                         haben. Aber allen gemein ist, dass<br>                         für ihre Lieben gekämpft haben. Sie<br>                         haben mit ihrem Leben die Erde vor<br>                         den Romulanern verteidigt. Sie<br>                         haben täglich dem Schrecken des<br>                         Weltraums getrotzt. Ohne ihren Mut,<br>                         ihren Einsatz und ihr<br>                         Durchhaltevermögen könnten wir<br>                         heute möglicherweise nicht hier<br>                         stehen.<br>                         Sie haben mit ihrem Dienst die<br>                         Verantwortung über die gesamte<br>                         Menschheit übernommen und sind<br>                         tapfer in ihrem Namen gestorben,<br>                         Sie waren Helden. Doch der Tod<br>                         macht keinen Unterschied zwischen<br>                         Helden und Feiglingen. Nur wir<br>                         können einen Unterschied machen,<br>                         wie wir dem Tod begegenen, ob wir<br>                         ihm tapfer entgegentreten oder vor<br>                         ihm auf die Knie fallen. Sie haben<br>                         bis zum Ende gekämpft. Und so mutig<br>                         wie sie dem Tod begegnet sind,<br>                         würden sie auch wollen, dass wir<br>                         ihrem Tod begegnen. Die Lücke, die<br>                         sie hinterlassen, wird groß sein,<br>                         aber ihre Taten haben sie<br>                         unvergesslich gemacht, so dass sie<br>                         auf diese Weise in unseren Herzen<br>                         noch unter uns weilen können.<br><br>               Tränen rühren sich unter den Besuchern.<br><br>                                   PRIESTER (CONT'D)<br>                         Nun möchte Captain Caylon noch<br>                         einige Worte an seine gefallenen<br>                         Kameraden und ihre Hinterbliebenen<br>                         richten.<br>                             (zu Caylon schauend)<br>                         Bitte.<br><br>               Der ehrwürdige Mann tritt von dem Podest zurück und lässt<br>               Caylon hinauftreten. Caylon wirkt gebrochen und auch ihm<br>               laufen Tränen aus den Augen. Auf dem Podest holt er einen<br>               Zettel aus seiner Tasche, doch auf ihm ist kaum noch etwas zu<br>               entziffern. Eine seiner Tränen tropft herunter und löst die<br>               Schrift noch weiter auf. Er faltet den Zettel wieder zusammen<br>               und steckt ihn wieder ein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eigentlich wollte ich ein paar<br>                         Worte vorbereiten, ich habe sie<br>                         auch notiert. Aber ich bin kein<br>                         Mann umfänglicheren Reden, und das,<br>                         was ich mir überlegt habe,<br>                         entspricht nicht dem, wie mich<br>                         meine Kameraden gekannt haben.<br>                         Darum möchte ich mit offenen Worten<br>                         meine Gefühle ausdrücken.<br>                             (longbeat)<br>                         Die Antares war nicht das erste<br>                         Schiff auf dem ich gedient habe,<br>                         aber ich habe mich selten so zu<br>                         Hause gefühlt wir dort. Die Crew<br>                         war hervorragend, ich hätte mir<br>                         keine Bessere wünschen können.<br>                         Ich war Stolz auf sie, auch wenn<br>                         einige ihre Eigenheiten hatten,<br>                         waren wir ein funktionierendes<br>                         Team. Sie waren alles, was ich<br>                         hatte, und alles was ich brauchte.<br>                         Ich hoffe, es ging ihnen<br>                         untereinander genauso. Wir waren<br>                         eine Familie und in meinem Herzen<br>                         wird es für immer so sein.<br><br>               Aus dem Publikum dringt die Stimme eines Trauergastes.<br><br>                                   TRAUERGASTES<br>                         Warum haben Sie sie dann in den Tod<br>                         geschickt?<br><br>               Caylon wird von diesen Worten hart getroffen und weiß nicht<br>               wie er antworten soll.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen Sie das? Wenn ich<br>                         irgendwas hätte tun können, ich<br>                         hätte es getan.<br><br>                                   TRAUERGASTES<br>                         Das hätten Sie! Sie hätten das<br>                         Schiff früher zurückziehen sollen,<br>                         aber sie mussten den Romulanern ja<br>                         Zeit geben ihren Antrieb<br>                         ausschalten zu können. Sie wollten<br>                         ja unbedingt ihren Stolz beweisen<br>                         und sich dem Feind stellen. Sie<br>                         waren nicht tapfer, sondern<br>                         törricht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schluchzend)<br>                         Sie haben uns überrascht, wir<br>                         hatten kaum Zeit zu reagieren. Es<br>                         ging so schnell. Verdammt! Ich<br>                         wollte das alles nicht! Bitte!<br>                         Bitte hören Sie auf!<br><br>                                   TRAUERGASTES<br>                         Sie haben meine Tochter auf dem<br>                         Gewissen.<br><br>               Admiral Gardner tritt aus der Masse hervor.<br><br>                                   ADMIRAL GARDNER<br>                         Warum haben Sie als Einzigster<br>                         überlebt? Sie haben uns an die<br>                         Romulaner verraten. Sie haben ihre<br>                         Haut für kriegsentscheidende<br>                         Informationen gerettet, während<br>                         ihre Kameraden gestorben sind. Sie<br>                         haben Admiral Forrest auf dem<br>                         Gewissen.<br>                         Und durch die Daten, die sie<br>                         preisgegeben haben, werden noch<br>                         viele weitere sterben. Deren Blut<br>                         klebt an ihren Händen, Captain. Sie<br>                         sind ein widerlicher Verräter.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schreit)<br>                         NEIN! Ich habe nichts verraten!<br>                             (beat)<br>                         Das hoffe ich zumindest.<br><br>               Caylon scheint die Beherrschung zu verlieren und rastet aus.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zur Menge)<br>                         Was soll das alles? Was wollen sie<br>                         von mir? ICH HABE NICHTS GETAN!<br><br>               Aus der Menge tritt nun ein weiteres Gesicht hervor, dass uns<br>               bekannt ist, vorher jedoch gar nicht aufgefallen ist: Sophie<br>               Caylon, Fredericks Schwägerin.<br><br>                                   SOPHIE CAYLON<br>                         Du hast zu viele Menschen auf dem<br>                         Gewissen.<br>                             (beat)<br>                         Du hast Joseph umgebracht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Bitte sage das nicht! Das habe ich<br>                         nicht!<br><br>                                   SOPHIE CAYLON<br>                         Wegen Dir war er im Weltraum und<br>                         das war sein Todesurteil. Du stürzt<br>                         alle Leute um dich ins Unglück, und<br>                         du selber überlebst jedesmal. Das<br>                         hast du nicht verdient. Warum gehst<br>                         du nicht an deiner Schuld zu<br>                         Grunde?<br><br>               Eine weitere Person erscheint in der Menge, eine ältere Frau,<br>               die wir jetzt kennen lernen werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (am Boden)<br>                         Mutter!? Was machst du hier? Was<br>                         ist das hier??<br><br>                                   CLARICE CAYLON<br>                             (schüttelt den Kopf)<br>                         Fred, Fred, Fred...<br>                             (beat)<br>                         Ich schäme mich so für dich.<br>                         Ich dachte, ich könnte Stolz auf<br>                         meinen Sohn sein, dass er es in die<br>                         Sternenflotte geschafft hast. Ich<br>                         war Stolz auf die Verantwortung,<br>                         die du als Captain trägst. Aber<br>                         wenn ich gewusst hätte, wieviele<br>                         Menschen du auf dem Gewissen haben<br>                         wirst. Du hattest die Verantwortung<br>                         für jeden einzelnen Mann und Frau<br>                         unter deinem Kommando und warst<br>                         auch für ihren Tod verantwortlich.<br>                         Hast du dich nie gefragt, ob du<br>                         ihren Tod nicht hättest verhindern<br>                         können?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gebrochen)<br>                         Jedes einzelne verdammte Mal!<br>                             (beat)<br>                         Ich kann es nicht ertragen, wenn<br>                         jemand aus meiner Crew stirbt, aber<br>                         ich kann es doch auch nicht<br>                         verhindern.<br><br>                                   CLARICE CAYLON<br>                         Wenn du so denkst, warum hast du es<br>                         nicht stärker versucht? Warum<br>                         schickst du sie in den Kampf und<br>                         damit in den wahrscheinlichen Tod?<br>                         Wie kannst du mit deiner Schuld<br>                         schlafen? Du bist ein Mörder! Ich<br>                         schäme mich für dich.<br><br>               Caylon bricht auf seine Knie zusammen und kann seine Tränen<br>               nicht mehr kontrollieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (weinend)<br>                         Ich wollte das alles nicht! Ich bin<br>                         ein Forscher, kein Krieger. Ich<br>                         erfülle nur meine Pflicht.<br><br>                                   CLARICE CAYLON<br>                         Eine Pflicht zu töten, Opfer zu<br>                         bringen und Familien zu zerstören.<br><br>               Caylon senkt seinen Kopf und schließt die Augen...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        31     INT. ROMULANISCHER OPERATIONSSAAL                       31<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Der Captain kommt zu sich und erblickt schnelle Bewegungen,<br>               die über seinen Kopf huschen. Er sieht Unscharf, doch er kann<br>               erkennen, dass es Hände sein müssen, Hände von mehreren<br>               Leuten, die an ihm herumfummeln.<br><br>               Seine Augen fokusieren etwas in die Ferne und er betrachtet<br>               die Decke, die ihm seltsam vor kommt. Zwei, drei Mal blinzelt<br>               er, währenddessen das Bild schwarz wird, bis er klar erkennen<br>               kann, was ihn an der Decke stört: An ihr ist ein großer<br>               Spiegel befestigt, in einem sanften Winkel montiert, in dem<br>               sich Caylon selber betrachten kann. Er kann von seinem Bauch<br>               bis zu seinem Kopf blicken. Ein Blick, der in ihm<br>               Angstzustände weckt.<br><br>               Sein Kopf ist offen, die Schädelplatte wurde entfernt,<br>               stattdessen muss er sein vom Blut rot getupfertes Gehirn<br>               erkennen, dass an blutfreien Stellen grau herausblitzt.<br>               Mehrere Gestalten operieren an ihm herum, schneiden in der<br>               grauen Masse herum und spreitzen die beiden Gehirnhälften<br>               auseinander.<br><br>               Caylons wendet seinen Blick wenige Zentimeter zur Seite, doch<br>               dort erkennt er Etwas fast genauso schlimmes, vielleicht<br>               sogar noch schlimmer. Auf einer Liege neben ihm liegt Doktor<br>               Miller, ihr Kopf ebenfalls geöffnet, ihre Augen dafür<br>               geschlossen. Jedoch sieht ihr Gehirn völlig verschnitten aus,<br>               Blut dringt heraus und bahnt sich seinen weg zu Boden. Caylon<br>               bezweifelt, dass Sie noch am Leben ist.<br><br>               Plötzlich vernimmt Caylon eine Stimme, er ist aber zu schwach<br>               sie einem der Anwesenden Ärzte, sofern man sie so nennen<br>               kann, zuzuordnen.<br><br>                                   STIMME<br>                         Ah, Captain Caylon. Jetzt sind Sie<br>                         doch wach geworden. Aber das macht<br>                         nichts, wir sind so gut wie fertig.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben ihre Kollegin da drüben<br>                         gesehen?<br>                             (beat;keine Antwort ist<br>                              auch eine Antwort)<br>                         Wir mussten leider erst etwas üben.<br>                         Menschliche Gehirne sind<br>                         so...anders. Viel verzwickter als<br>                         man bei ihrer unterlegenen<br>                         Intelligenz vermuten könnte. Die<br>                         Herren Mediziner haben erst einige<br>                         Anläufe gebraucht, bis sie die<br>                         Implantation perfektioniert haben.<br>                         Aber keine Sorge, bei Ihnen wird es<br>                         ein voller Erfolg werden.<br><br>               Ein diabolisches Lachen ist das letzte, was wir vernehmen,<br>               bevor Caylon das Bewusstsein verliert.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        32     INT. RISANISCHES STRANDHAUS - NACHMITTAG                32<br><br>               Caylon schreckt wie aus einem Alptraum aus dem Bett, das in<br>               seinem Strandhaus steht hoch. Außerhalb des Hauses rauschen<br>               die Wellen und übertönen beinahe das Summen dreier<br>               romulanischer Transporterstrahlen, die mit ihren grünen<br>               Muster mitten im Raum auftauchen. Die Lichtmuster lösen sich<br>               auf und übrig bleiben genausoviele hässliche Monster, die dem<br>               geneigten ST-Fan als Remaner bekannt sind, Caylon allerdings<br>               weniger. Sie umzingeln den völlig überraschten Caylon und<br>               nehmen ihn gefangen , ohne dass dieser sich in seinem Schock<br>               wehren kann.<br><br>                                   ROM. SOLDAT #1<br>                         Mnean partrai diam.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Wir haben ihn.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (panisch)<br>                         Wer oder was seid ihr?<br><br>               Gemeinsam verschwinden die drei Gestalten und Caylon wieder<br>               genauso schnell wie sie erschienen sind.<br><br>                                                         FADE TO WHITE.<br><br>                                   STIMME<br>                         Wir haben Erfolg. Seine Adrenalin<br>                         Werte steigen massiv, seine<br>                         Serotonin-Werte sinken und sein<br>                         Melationin-Haushalt ist völlig<br>                         durcheinander.<br>                             (beat)<br>                         Er ist bald bereit.<br><br>        33     INT. ROMULANISCHER VERHÖRRAUM                           33<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Wir sehen in eine grelles Licht, das uns massiv blendet und<br>               nichts anderes erkennen lässt.<br><br>               BLICK VON OBEN<br><br>               Caylon wird von dem hellen, weißen Licht angestrahlt. Er<br>               versucht seine Arme und Beine zu bewegen, aber er stellt<br>               fest, dass er gefesselt ist.<br><br>               CAYLONS POV<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo bin ich?<br><br>                                   STIMME<br>                         Im Vorhof der Hölle.<br><br>               Caylon scheint überrascht zu sein.<br><br>               Die Gestalt, zu der die Stimme gehört, tritt unter das Licht<br>               und sein Schatten legt sich auf Caylons Angesicht. Erst<br>               langsam gewöhnen sich seine Augen an die extremen<br>               Lichtverhältnisse und es gelingt ihm genauere Konturen zu<br>               erkennen. Dabei zeichnen harte und kaltblaue Konturen ab, die<br>               tiefe, bösartige Augen umringen. Es handelt sich um einen<br>               weiteren Remaner.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was sind Sie? Romulaner? Was soll<br>                         das? Was wollen Sie?<br><br>                                   STIMME<br>                         Sie beleidigen mich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe nicht.<br><br>                                   STIMME<br>                         Erwarten Sie von mir keine<br>                         Erklärung, Mensch. Sie sind<br>                         Gefangener des romulanischen<br>                         Sternenimperiums. Und jedes weitere<br>                         Wort zieht Strafen nach sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (allen Mut<br>                              zusammennehmend)<br>                         Was auch immer Sie vor haben, es<br>                         wird ihnen nicht gelingen.<br><br>                                   STIMME<br>                         Ich habe Sie doch gewarnt.<br><br>               Die remanische Gestalt schaltet das grelle Licht aus und<br>               betätigt einen Schalter, mit dem der Untergrund in eine<br>               aufrechte Position gefahren wird. Der Remaner löst die<br>               Handfesseln des Captains, doch bevor sich dieser wundern<br>               kann, bekommt er eine lange Spritze in den Hals geschossen,<br>               was ihn schmerzerfüllt schreien lässt.<br><br>                                   STIMME (CONT'D)<br>                         Das Mittel, das wir Ihnen injiziert<br>                         haben, löst eine gefährliche<br>                         Überdosis der Neurotransmitter in<br>                         Ihrem Gehirn aus.<br><br>               Caylon beginnt unkontrolliert am ganzen Körper zu zucken.<br><br>                                   STIMME (CONT'D)<br>                         Sie spüren die Auswirkungen. Es<br>                         soll sich wohl so anfühlen, als<br>                         würde ihr Kopf platzen. Was auch<br>                         ungefähr den Tatsachen entspricht.<br>                         Ihre Reizleiter werden überflutet<br>                         und werden bald "durchschmoren".<br>                             (beat)<br>                         Ich habe hier das Gegenmittel. Aber<br>                         es hat eine entscheidene, aber<br>                         interessante Nebenwirkung: Es wirkt<br>                         zugleich auch als Wahrheitsserum.<br>                         Wie entscheiden Sie sich?<br><br>               Der Remaner legt ein Hypospray auf einen kleinen Tisch in<br>               Griffweite Caylons. Dieser zögert noch einige Zeit, während<br>               seine Zuckungen stärker werden. Er hat seinen Körper kaum<br>               noch unter Kontrolle und scheint sehr starke Schmerzen zu<br>               empfinden, denen er lautstark Ausdruck verschafft. Mit seinen<br>               gläsrig werdenden Augen fixiert er das Gegenmittel. Die<br>               scheinbaren Bemühungen seinen Arm zu bewegen scheitern.<br><br>               Der Remaner genießt das Schauspiel noch einige Momente weiter<br>               mit hämischer Freude, bis Caylon kurz davor steht das<br>               Bewusstsein zu verliern. Dann nimmt er das Hypospray in die<br>               Hände und injiziert es Caylon in den Hals.<br><br>               Caylons Zuckungen und Krämpfe lassen nach, auch wenn er noch<br>               völlig neben sich ist, beginnt der Remaner mit Reden.<br><br>                                   STIMME (CONT'D)<br>                         Wissen Sie, ihre Kameraden haben<br>                         mir mehr Spaß bereitet. Die<br>                         wenigsten hatten die Willensstärke<br>                         standzuhalten. Deren Schwäche<br>                         auszukosten war ein Genuß.<br>                         Besonders Freude hat mir Commander<br>                         Müller bereitet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (perplex)<br>                         Müller??? Ich dachte, sie hätten<br>                         alle umgebracht?<br><br>                                   STIMME<br>                         Vielleicht haben wir das ja auch.<br>                         Aber erst nach der Folter...<br>                             (beat)<br>                         Sie müssen eins über Romulaner<br>                         lernen: Die Wahrheit, ist das<br>                         letzte, was ihnen ein Romulaner<br>                         verraten wird. Trauen Sie<br>                         niemandem, vorallem nicht sich<br>                         selber.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sich hineinsteigernd)<br>                         Aber warum? Was wollen Sie? Wenn<br>                         Sie Informationen wollen, warum die<br>                         Spielchen? Sagen Sie mir, was Sie<br>                         wollen! Sagen Sie mir was los ist!<br>                         Aber lassen Sie diese beschissenen<br>                         Psycho-Tricks!<br><br>                                   STIMME<br>                         Sie werden es schon noch<br>                         herausfinden. Außerdem habe ich das<br>                         Gefühl, Sie scheinen noch nicht<br>                         ganz verstanden zu haben, wie ihre<br>                         Lage wirklich aussieht.<br><br>               Unmittelbar auf diese Wort verblasst das Bild und Caylon<br>               scheint das Bewusstsein zu verlieren.<br><br>                                                         FADE TO WHITE.<br><br>        34     INT. ROMULANISCHE GEFANGNISZELLE                        34<br><br>               Caylon erwacht in einer spartanischen Zelle, die jediglich<br>               ein Bett aufweist. Die Umgebung lässt sich mehr als Loch denn<br>               als Unterbringung beschreiben. Frederick rafft sich auf seine<br>               Beine und schaut sich um. Mit verzerrter Miene, die auf die<br>               Schmerzen hindeut, die durch seinen Kopf schießen, blickt er<br>               auf die massive Stahltür, die den Ausgang markiert.<br><br>               Caylon ist völlig verschwitzt, seine Uniform ist zerfetzt und<br>               er hat blutige Flecke im Gesicht und mit Sicherheit auch am<br>               Körper. Die Romulaner müssen ihn gefoltert haben. Brüllend<br>               streift er durch den Raum und hämmert gegen die Tür.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entkräftet, leicht<br>                              krächzend, aber intensiv)<br>                         Lassen sie mich hier raus! Ich will<br>                         nicht mehr! Ich kann nicht mehr!<br>                         Ihr elenden beschissenen<br>                         Dreckshunde! Lasst mich frei! Lasst<br>                         mich frei!<br>                             (beat)<br>                         Wartet nur, irgendwann polieren wir<br>                         euch so dermaßen den Arsch, dass<br>                         ihr eure Kapitulation auf dem<br>                         Sterbebett unterzeichnen könnt! Wir<br>                         machen euch fertig! Das schwöre<br>                         ich.<br><br>               Da keine Reaktion erfolgt, beruhigt sich Caylon nach einiger<br>               Zeit des weiteren Schreinens.<br><br>               Er sieht sich die Tür nochmal genauer an. Neben ihr entdeckt<br>               er etwas wie eine Kontrolltafel, die ihm interessant<br>               erscheint.<br>               Als er sich nähert, ertönt ein beunruhigendes Geräusch.<br>               Plötzlich fängt die Tafel an zu rauchen und die Türe öffnet<br>               sich.<br><br>               Eine völlig gequält wirkende Müller betritt den Raum.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (aus allen Wolken)<br>                         MEIN GOTT! Nicole? Wie?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich fürchte wir haben nicht allzu<br>                         viel Zeit für lange reden, lass uns<br>                         von hier verschwinden.<br><br>               Beide verlassen den Raum und landen...<br><br>        35     INT. ROMULANISCHER KORRIDOR                             35<br><br>               ...in einem langen Korridor, der ins Unbekannte führt. Müller<br>               deutet an Richtung an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         In dieser Richtung müssten sich<br>                         Fluchtkapseln befinden. Ich konnte<br>                         einen Deckplan des Raumschiffes<br>                         aufrufen können.<br><br>               Caylon hält in einem leeren Korridoreck.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (misstrauisch)<br>                         Wie bist du entkommen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Diese Schweine haben mich wohl<br>                         nicht für klug genug gehalten,<br>                         ihren Türmechanismus zu<br>                         dechiffrieren. Gut, ihre<br>                         Schriftzeichen konnte ich auch<br>                         nicht übersetzen, aber um eine<br>                         Überlagerung zu erzeugen war das<br>                         auch gar nicht nötig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wo sind die Anderen? Wer sagt<br>                         mir, dass dies echt ist? Das ist<br>                         eine Falle! Was wollen die???<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verzweifelt)<br>                         Bitte glaube mir! Die Romulaner<br>                         haben nicht viele Überlebende<br>                         gelassen und die, die sie nicht<br>                         gleich getötet haben, haben sie zu<br>                         Tode gefoltet.<br>                         Das sind dreckige Sadisten, ich<br>                         musste mehr als einmal zusehen, wie<br>                         sie mehr als einen Kameraden<br>                         verstümmelt haben. Es war ein<br>                         schrecklicher Anblick. Bitte, wir<br>                         sind die beiden Letzten, und wenn<br>                         wir uns nicht beeilen, leben wir<br>                         auch nicht mehr lange.<br>                             (beat)<br>                         Ich kann mir vorstellen, was sie<br>                         mit dir gemacht haben. Wenn wenn du<br>                         hier wegwillst, dann bitte jetzt!<br>                         Wir werden sonst sterben! Wenn wir<br>                         nicht sowieso schon tot und in der<br>                         Hölle sind!<br><br>               Müller beginnt zu weinen und Caylon nähert sich ihr.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich verzeihe dir, was mit Sönke<br>                         passiert ist. Ich weiß, warum du es<br>                         getan hast, und es tut immer noch<br>                         weh. Aber als ich gedacht habe, du<br>                         seist tot, und mich dein Verlust so<br>                         sehr geschmerzt hat, ist mir klar<br>                         geworden, wie sehr ich dich<br>                         trotzdem liebe. Ich möchte mit dir<br>                         zusammen sein... in Frieden. Ich<br>                         möchte nicht alleine sterben.<br><br>               Caylon fühlt sich von diesen Worten ergriffen, er schiebt<br>               seine Bedenken offensichtlich zur Seite und schließt Müller<br>               in seine Arme, die sich in seine Umarmung fallen lässt. Für<br>               einen Moment schließt Caylon die Augen um diesen Moment der<br>               Ruhe und Liebe zu genießen. Dann öffnet er die Augen<br>               wieder...<br><br>               CAYLONS POV - ZOOM AUF MÜLLERS GESICHT<br><br>               Wir blicken Müller in die Augen. Das Chaos bricht wieder über<br>               Caylons Universum herein:<br><br>               Müllers Augen vibrieren, ihre Lider sind weit aufgerissen und<br>               geben den Blick auf ihre gänzlich weiße Lederhaut frei. Ihre<br>               Iris ist krampfhaft nach oben gerichtet und versteckt sich<br>               unter dem Augenlid. Der ganze Körper beginnt zu zucken und<br>               Blut läuft aus ihren Tränenkanälen, wo bis vor kurzem nur<br>               Tränen langfloßen. Das Blut rinnt der Schwerkraft entgegen<br>               und vermicht sich mit dem vielen salzigen Tränenwasser zu<br>               einer einzigen hellroten Flüssigkeit, die Müllers Wangen<br>               hinterläuft. Ihre Zuckungen hören auf.<br><br>               BLICK AUF MÜLLER &amp; CAYLON<br><br>               Caylon schreckt zurück und löst seine Umarmung, worauf ihm<br>               Müllers lebloser Körper entgegenfällt. Er hält sie fest, aber<br>               auch aus ihren Ohren und ihrer Nase tritt Blut, ein Blutstrom<br>               der nicht zu versiegen scheint.<br><br>               Caylon stellt fest, dass Müller tot ist und lässt sie los,<br>               worauf sie zu Boden gleitet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (panisch)<br>                         Nicole! Bitte! NEIN! Du darfst<br>                         nicht sterben! VERDAMMT! TU MIR DAS<br>                         NICHT AN!<br><br>               Caylon beugt sich über Sie und lehnt seinen Kopf auf ihre<br>               Brust, doch es scheint kein Herzschlag mehr zu spüren sein.<br>               Verzweifelt versucht er eine Herzmassage, doch sie scheint<br>               vergebens, Caylons Druck auf die Brust bewirkt nur, dass noch<br>               mehr Blut Müllers Mund verlässt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         NEIN! Du kannst mich nicht alleine<br>                         lassen!<br><br>                                                          FLASH CUT TO:<br><br>        36     INT. ROMULANISCHER VERHÖRRAUM                           36<br><br>               Wir befinden uns in dem bekannten Verhörraum, allerdings<br>               leicht verändert, zwar befindet sich Caylon weiterhin auf der<br>               Folterbank, jedoch stecken jetzt zahlreiche feine Nädelchen<br>               in seinem Kopf, die tief bis in sein Gehirn zu stecken<br>               scheinen. Die Nadeln durchdringen eine mit Blinklichtern<br>               ausgestatte Haube, deren Anzeigen hektisch aufleuchten.<br><br>               An den herumstehenden Kontrollen befinden sich zwei<br>               Romulaner, die miteinander sprechen. Der erste von beiden hat<br>               die Stimme, die wir schon mehrmals aus dem Off wahrgenommen<br>               haben, es ist jedoch kein Remaner, wie bisher zu sehen,<br>               sondern eindeutig ein Romulaner. Dies muss ebenfalls eine<br>               Täuschung für Caylon gewesen sein.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Commander, er ist soweit.<br><br>                                   ROMULANER #2<br>                         Was haben sie jetzt mit seinen<br>                         Erinnerungen gemacht? Sie sagten,<br>                         sie könnten Sie nicht löschen.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Das mussten wir dann auch nicht.<br>                         Wir konnten Sie in die Fantasien<br>                         integrieren. Er konnte unsere<br>                         Fiktion und seine Erinnerungen<br>                         nicht mehr unterscheiden, und das<br>                         hat sogar zum schnellen Fortschritt<br>                         beigetragen.<br><br>                                   ROMULANER #2<br><br>                         Die Programmierung kann jetzt also<br>                         erfolgen?<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Ja, sein Nervenzentrum ist mit der<br>                         Verwirrung nicht mehr fertig<br>                         geworden. Sein Gehirn kann sein<br>                         Unterbewusstsein nun nicht länger<br>                         vor den Gehirnsondern abschotten.<br>                         Er ist uns ausgeliefert. Alles ist<br>                         bereit für seine Tief<br>                         Konditionierung.<br><br>                                   ROMULANER #2<br>                         Wird er sich denn an die Ereignisse<br>                         zurückerinnern können?<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Nein, Commander. Wir werden seine<br>                         Erlebnisse zusammen mit der<br>                         Konditionierung tief in seinem<br>                         Unterbewusstsein einpflanzen. Er<br>                         wird keine bewusste Erinnerung<br>                         haben, solange wir es nicht wollen.<br><br>                                   ROMULANER #2<br>                         Hervorragend.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                       AKT IV<br><br>        37     EXT. RISA - VOR DEM KONFERENZGEBÄUDE                    37<br><br>               Caylon scheint aus seinem "Urlaub" zurückgekehrt zu sein und<br>               trifft sich mit Admiral Forrest vor dem Konferenzsaal.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Haben Sie sich erholt? Sie sehen<br>                         leicht verkatert aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wenig erholt)<br>                         Ich habe leider doch nicht so gut<br>                         geschlafen wie erhofft. Die<br>                         Windbrise war zwar erholsam, nur<br>                         die exzessiven und vorallen lauten<br>                         Strandpartys meiner Nachbarn leider<br>                         weniger.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß, warum Risa als Party<br>                         Planet bekannter ist denn als<br>                         Wellness-Planet. So hatte ich die<br>                         Wahl, vom Krach wach bleiben oder<br>                         mitmachen.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Verstehe.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber machen Sie sich keine Sorge,<br>                         es geht schon.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Das ist schön. Die Konferenz wird<br>                         bald beginnen, die Andorianer sind<br>                         nur noch eine halbe Stunde von hier<br>                         entfernt. Wir haben bereits für die<br>                         nötige Sicherheit gesorgt, das<br>                         Gebäude ist absolut Wanzenfrei und<br>                         es wurden keine anderen auffälligen<br>                         Gegenstände entdeckt. Die<br>                         Transporterblocker sind bereits<br>                         aktiv, es gibt nur eine<br>                         Notfallfrequenz, damit die Antares<br>                         uns für den Fall doch hochbeamen<br>                         kann. Aber ich halte es für sehr<br>                         unwahrscheinlich, dass es soweit<br>                         kommen wird.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darf ich mich trotzdem einmal<br>                         umsehen? Solange wir hier warten.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Natürlich.<br><br>               Caylon tritt um das Gebäude herum. Auf der jeder Seite findet<br>               er dicke Türme, die eindeutig die Transporterblocker<br>               darstellen. Kein Vergleich mit den schlanken, stangenartigen<br>               Geräten aus dem 24. Jahrhundert. Auf der Rückseite des<br>               Gebäudes untersucht er eines der Geräte.<br><br>               ZOOM AUF DAS GERÄT<br><br>               Alles scheint okay, ein kleines Display und ein grünes Licht<br>               signalisieren die Bereitschaft des Blockers.<br><br>               BACK<br><br>               Caylons Hände huschen über die wenigen Kontrolltasten, die<br>               alle in normalen Parametern zu funktionieren scheinen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich)<br>                         Scheint alles in Ordnung zu sein.<br><br>               Caylon geht wieder weiter.<br><br>               ERNEUTER ZOOM AUF DAS GERÄT<br><br>               Der Blocker scheint weiterhin in Ordnung zu sein, aber wie<br>               der Kamera weiterfährt, erkennen wir ein kleines, kreisrundes<br>               Gerät, das vor einigen Sekunden noch nicht vorhanden war. Auf<br>               ihm befinden sich einige seltsame Schriftzeichen, die auf<br>               alle Fälle nicht terranischen Ursprungs sind.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        38     EXT. RISA - VOR DEM KONFERENZGEBÄUDE - SPÄTER           38<br><br>               Vor dem Gebäude, ein gutes Stück außerhalb des für<br>               Transporter gestörten Gebietes, materialisieren 7 blauhäutige<br>               Gestalten. Eine von ihnen ist uns bestens bekannt, es ist<br>               Commander Shran, zwei andere Andorianer, die in einer Reihe<br>               mit Shran stehen und einen bedeutenden Eindruck hinterlassen,<br>               kennen wir jedoch nicht. Hinter ihnen stehen 4 schwer<br>               bewaffnete Soldaten der imperialen Garde.<br><br>               Captain Caylon, Admiral Forrest und Botschafter Beringsby<br>               schreiten auf die Gäste zu. Caylon reicht Shran als erstes<br>               die Hand, die er ergreift und in andorianischer<br>               Überschwänglichkeit schüttelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich grüße Sie, Commander.<br>                             (beat)<br>                         Hatten wir nicht vereinbart, dass<br>                         wir möglichst wenig Leute hierher<br>                         bringen?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Das hatten wir wohl, aber ich habe<br>                         vollstes Vertrauen zu unseren<br>                         Wachen, sie werden uns nur bis zum<br>                         Eingang begleiten.<br>                             (beat)<br>                         Aber darf ich ihnen die<br>                         andorianischen Botschafter Shivar<br>                         und Kulas vorstellen?<br><br>               Caylon schüttelt den beiden stolzaussehenden Herren die<br>               Hände, Admiral Forrest und Botschafter Beringsby tun es ihm<br>               nacheinander gleich.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Am besten machen wir uns gleich auf<br>                         den Weg in den Konferenzsaal.<br><br>               Die Andorianer zeigen sich einverstanden und die Gruppe macht<br>               sich zu dem Gebäude auf. Die 4 Wachen bleiben wie versprochen<br>               vor dem Eingang stehen, während das Botschaftergespann<br>               hineintritt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        39     INT. FLUR VORM KONFERENZSAAL                            39<br><br>               Auf der Türschwelle wird Caylon plötzlich scheinbar<br>               schwindelig denn er stützt sich am Türrahmen.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br><br>                         Was haben Sie?<br><br>               Die Gruppe bleibt stehen und wartet auf die Anwort des<br>               Captains.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit verzogenen<br>                              Gesichtszügen)<br>                         Ich weiß nicht. Ich bekomme auf<br>                         einmal furchtbare Kopfschmerzen.<br>                         Und mir wird schwindelig.<br>                             (beat)<br>                         Lassen Sie mich nur kurz nochmal an<br>                         die frische Luft, das wird sich<br>                         sicher auch schnell wieder legen.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                             (zu dem Rest)<br>                         Gehen sie alle schon mal vor und<br>                         setzen sich hin, wir werden gleich<br>                         nachkommen.<br><br>                                                          FLASH CUT TO:<br><br>        40     I/E. VISIONEN                                           40<br><br>               Wir sehen erneut einige der schrecklichen Szenen, die Caylon<br>               erlebt hat.<br><br>               Bild: Ein Fähnrich wird auf der halbzerstörten Brücke der<br>               Antares von einem Stahlträger erschlagen.<br><br>               Bild: Caylon sieht sich selber in einem Folterstuhl,<br>               angeschlossen an zahlreichen Injektionsröhrchen.<br><br>               Bild: Wir sehen, wie Tschernovskys Schädel von einem<br>               romulanischen Helm zertrümmert wird.<br><br>               Bild: Als Abschluss sehen wir Müller direkt vor uns, wie sie<br>               zusammenbricht und ihre Augen völlig verdreht, bis fast nur<br>               noch das Weiße zu erkennen ist.<br><br>                                                         FLASH CUT BACK<br>                                                                    TO:<br><br>        41     EXT. RISA - VOR DEM KONFERENZGEBÄUDE                    41<br><br>               Forrest und Caylon wollen das Gebäude wieder verlassen, der<br>               Admiral stütz den Captain dabei unter den Armen, da dieser in<br>               den Beinen schwach zu werden schien.<br><br>               Shran folgt den Beiden und scheint sich fast Sorgen um seinen<br>               Lieblings-Pinky zu machen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Shran!<br><br>                                   SHRAN<br>                         Captain Caylon, ich hoffe Sie haben<br>                         nichts Ernstes. Vielleicht sollten<br>                         Sie zu ihrem Schiff zurückkehren?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (Shran unterbrechend)<br>                         Ich wollte Ihnen danken für...<br><br>                                   SHRAN<br>                         Für was?<br><br>               Wir hören eine weit entfernt klingende und hohlere Version<br>               von Shrans Stimme:<br><br>                                   SHRAN (V.O.) (CONT'D)<br>                         Meine Familie ist äußerst<br>                         einflußreich auf Andor. Ich sichere<br>                         Ihnen meine persönliche<br>                         Unterstützung zu. Im Kampf gegen<br>                         die Romulaner und auch im Kampf für<br>                         ihre völkervereinenden Allianz.<br>                             (leiser werdend)<br>                         Ich werde mein Wort vor dem Jandush<br>                         von Andusha für sie einlegen, damit<br>                         Sie mit ihren Bemühungen Erfolg<br>                         haben werden. Das ist eine große<br>                         Ehre und das Beste, was ich für Sie<br>                         tun kann.<br><br>               Caylon scheint den Gedanken, der ihm durch den Kopf ging, zu<br>               verlieren.<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Captain?<br><br>               Forrest und Shran blicken Caylon verwirrt an, dessen Gedanken<br>               sich aber wieder etwas auf die Realität besinnen können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich wollte ihnen für ihr Kommen<br>                         danken.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        42     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   42<br><br>               Beem hat das Kommando inne, LIEUTENANT MENDEZ (zuletzt<br>               gesehen in 2x08 "Vergeltung") bedient an seiner Stelle die<br>               Waffenkonsole. Mestral, Torlan und Tschernovsky sind an ihren<br>               üblichen Plätzen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Beem)<br>                         Lieutenant, unsere Scanner haben<br>                         gerade eine Transportersignatur<br>                         aufgefangen, die genau ins Zentrum<br>                         des Konferenzsaal strahlte. Und sie<br>                         stammt nicht von den andorianischen<br>                         Kreuzern.<br><br>                                   BEEM<br>                         WAS?<br>                             (beat)<br>                         Wie zur Hölle ist das möglich? Was<br>                         ist mit den Transportblockern?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Unbekannt.<br>                             (beat)<br>                         Ich registriere auch eine rapide<br>                         ansteigende thermische Energie.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>        43     EXT. RISA - VOR DEM KONFERENZGEBÄUDE                    43<br><br>               Shran, Admiral Forrest und Caylon befinden sich an den selben<br>               Plätzen wie zuvor, als eine gewaltige Explosion hinter ihnen<br>               zündet, eine ungeheure Druckwelle auslöst und uns Trümmer und<br>               Staub entgegen schleudert, die jedwede Sicht nehmen.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>        44     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           44<br><br>               SICHT VON DER DECKE HERAB<br><br>               Caylon liegt auf einem Biobett, nebem ihm steht steht, die<br>               eine Untersuchung mit einem Scannergerät durchführt.<br><br>               Der Captain öffnet die Augen und will in seiner ungestümen<br>               Art gleich aufstehen, doch daran hindern ihn seine<br>               offensichtlichen Schmerzen, die er mit einem Stöhnen zum<br>               Ausdruck bringt, und die Hand von Doktor Miller, die ihn<br>               wieder in eine liegende Position drückt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie stehen auf keinen Fall schon<br>                         auf. Sie haben ungeheures Glück<br>                         gehabt, dass Sie sich nicht im<br>                         Zentrum befanden, sondern außerhalb<br>                         des Gebäudes gewesen sind, sonst<br>                         wären sie mit Garantie tot gewesen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist passiert?<br><br>                                   MILLER<br>                         Es gab eine riesige Explosion<br>                         direkt im Konferenzsaal. Dort hat<br>                         niemand überlebt, die Anwesenden<br>                         wurden binnen einer Sekunde<br>                         verbrannt. Die Verwüstung, die die<br>                         Explosion hinterlassen hat, ist<br>                         enorm. Viele Trümmer sind<br>                         umhergeflogen und hätten Sie<br>                         erschlagen können. Sie können ihrem<br>                         Schutzengel danken, dass Sie nur<br>                         zahlreiche Rippen und ihren linken<br>                         Arm gebrochen haben. Nichts, was<br>                         sich nicht relativ schnell<br>                         behandeln lässt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie geht es Admiral Forrest und<br>                         Commander Shran?<br><br>                                   MILLER<br>                         Beide leben. Shran befindet sich in<br>                         der Behandlung auf der Jarvena.<br>                         Soweit ich weiß, hat es ihn nicht<br>                         allzu schwer getroffen.<br>                             (beat)<br>                         Admiral Forrest dagegen... Er ist<br>                         gerade so mit dem Leben davon<br>                         gekommen. Unzähliche Knochenbrüche,<br>                         eine Schädelfraktur und eine starke<br>                         Gehirnerschütterung.<br>                         Aber er wird nach etwas<br>                         Erholungszeit wieder vollständig<br>                         auf dem Damm sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die Botschafter sind alle tot?<br><br>                                   MILLER<br>                             (gesenkte Stimmung)<br>                         Wir haben ihre Leichen noch nicht<br>                         bergen können, aber es ist<br>                         unmöglich, dass sie überlebt haben.<br>                             (beat)<br>                         Ich denke, die Verhandlungen über<br>                         ihren Völkerbund sind damit erstmal<br>                         verschoben.<br><br>               Caylon blickt zur Decke in das weiße Deckenlicht und schließt<br>               die Augen, um sich zu vergewissern, dass es die Realität ist.<br>               Als er sie wieder aufmacht und Miller noch immer neben ihm<br>               steht, spricht er weiter.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber wie konnten die Romulaner eine<br>                         Bombe in den Konferenzsaal<br>                         schmuggeln?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe gehört, dass Mestral<br>                         direkt vor der Explosion eine<br>                         Transportersignatur festgestellt<br>                         hat. Wie das möglich ist dürfen Sie<br>                         mich aber nicht fragen. Ich habe<br>                         nur bei einem Gerücht mitgehört,<br>                         mehr weiß ich nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann werde ich persönlich mit<br>                         Mestral sprechen. Sobald Sie mich<br>                         hier raus lassen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Alle haben es immer eilig von<br>                         meiner Krankenstation weg zu<br>                         kommen.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich möchte sie noch einen<br>                         halben Tag zur Beobachtung hier<br>                         behalten.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        45     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            45<br><br>               Caylon, Müller, Beem, Mestral, Torlan, Miller und<br>               Tschernovsky sind anwesend.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Haben wir noch jemanden aus<br>                         den Trümmern bergen können?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, wie zu erwarten hat niemand<br>                         überlebt...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Warum tun die Romulaner so etwas<br>                         barbarisches?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Weil wir Krieg haben. Sie morden<br>                         für den Sieg. Wenn es anderes wäre,<br>                         wären wir nicht im Krieg. Ein Krieg<br>                         ist nunmal schmutzig und blutig.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Hoffentlich ist der Krieg bald zu<br>                         Ende.<br><br>                                   CAYLON<br>                         "Nur die Toten haben das Ende des<br>                         Krieges gesehen."<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Von Plato, einem griechischer<br>                         Philosophen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihre Literaturkenntnisse sind gut.<br>                             (beat)<br>                         Wir dürfen nicht vergessen, dass<br>                         den Krieg mit Blutvergießen zu<br>                         beenden bedeutet, gleich mit gleich<br>                         zu bekämpfen. Es ist wichtig, gar<br>                         nicht erst über den anderen<br>                         triumphieren zu wollen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Allerdings wird uns kaum eine<br>                         andere Option bleiben. Die<br>                         Romulaner werden kaum eher ruhen,<br>                         bevor wir nicht alle tot sind.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Da haben Sie wohl leider recht.<br>                             (beat)<br>                         Aber zurück zum Thema. Wissen wir<br>                         nun, wie es den Romulanern gelingen<br>                         konnte diese Bombe hinein zu<br>                         beamen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Leider nein, Sir. Ganz<br>                         offensichtlich ist es ihnen<br>                         gelungen, die Transporterblocker zu<br>                         durchdringen. Wie Sie das<br>                         angestellt haben, ist allerdings<br>                         unbekannt. Hier bietet sich ein<br>                         weites Feld für Spekulationen an,<br>                         die ich jedoch vermeiden möchte, da<br>                         keine mit Fakten untermauert werden<br>                         könnte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ohne weitere Hinweise ist das ganze<br>                         ist ein riesiger Schlamassel. Eine<br>                         wichtige Konferenz wird in die Luft<br>                         gejagt und niemand weiß wie die<br>                         Romulaner das schaffen konnten. Das<br>                         ist ein Debakel für die<br>                         Sicherheitsabteilung der<br>                         Sternenflotte.<br>                             (beat)<br>                         Ich möchte gute Nachrichten hören.<br>                         Hat die Untersuchung der Trümmer<br>                         auch nichts ergeben?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch schlimmer. Sie hat etwas<br>                         ergeben, aber das macht noch viel<br>                         weniger Sinn. Doktor Miller, würden<br>                         Sie das übernehmen?<br><br>               Die Ärztin erhebt sich und geht zum Wandschirm, wo sie einige<br>               Daten aufruft.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wir haben in den Trümmern Überreste<br>                         der Bombe finden können. Es war<br>                         äußerst schwer, noch verwertbare<br>                         Spuren zu finden. Wir haben mit<br>                         dem, was wir gefunden haben, eine<br>                         DNA-Analyse durchgeführt.<br><br>               Auf dem Bildschirm erscheint eine Nukleotidkette.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Und das Ergebnis war äußerst<br>                         verwirrend. Die DNA auf der Bombe<br>                         ist zu 87 Prozent die eines<br>                         Vulkaniers.<br><br>               Eine zweite DNA-Sequenz erscheint, eindeutig die eines<br>               Vulkaniers. Der Computer markiert zahlreiche<br>               Übereinstimmungen, aber eine Stellen sehen ungleich aus.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Sehen Sie?<br><br>               Kollektives Entsetzen wandert durch die Runde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wollen Sie mir etwa sagen, es waren<br>                         keine Romulaner sondern Vulkanier?<br>                         Was ist mit den anderen 13 Prozent?<br><br>                                   MILLER<br>                         Das war meine erste Überlegung.<br>                         Wenn DNA-Spuren unbrauchbar sind,<br>                         lässt sich manchmal kein<br>                         eindeutiges Ergebnis erzählen. Aber<br>                         das Ergebnis ist eindeutig genug.<br>                         Die anderen 13 Prozent lassen sich<br>                         als außerirdische DNA-Fragmente<br>                         oder Mutationen identifizieren. Ich<br>                         kann ihren Ursprung nicht erklären,<br>                         aber Sie sind keinesfalls einfach<br>                         nur "unleserlich".<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich verstehe das immer noch nicht<br>                         ganz!? Sie wollen doch ausdrücken,<br>                         es war kein Vulkanier, weil die<br>                         restlichen 13 Prozent dagegen<br>                         sprechen? Besteht nicht die<br>                         Möglichkeit, dass sich die fremde<br>                         DNA über die Fortpflanzung<br>                         eingeschlichen hat?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vulkanier pflegen nicht mit fremden<br>                         Spezies zu kopulieren.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu Mestral)<br>                         Sie sind natürlich eine einmalige<br>                         Ausnahme.<br><br>               Wenn Mestral eine menschliche Seite besitzt, dann blickt sie<br>               in diesem Moment gerade äußerst böse zu Torlan<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (schmollend?)<br>                         So ist es.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, okay. Es ist also kein<br>                         Vulkanier. Aber wenn es doch ein<br>                         Romulaner war und er die DNA<br>                         gefälscht haben sollte, hätte er<br>                         dann nicht gründlichere Arbeit<br>                         geleistet um jeden Zweifel zu<br>                         vermeiden?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das hätte er wohl.<br><br>                                   MILLER<br>                         Selbst wir können mit der<br>                         entsprechenden Vorlage weitaus<br>                         bessere Fälschungen herstellen. Und<br>                         da Tos für die Romulaner gearbeitet<br>                         hat, wissen wir, dass sie genug<br>                         genetisches Material hatten um<br>                         damit zu arbeiten.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aber wir hatten ja gesagt, das es<br>                         die Sache nur verwirrender macht.<br>                         Es ist ein Rätsel.<br>                             (beat)<br>                         Ich wüsste keine logische<br>                         Erklärung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Sternenflotte wird toben. Und<br>                         ich kriege Kopfschmerzen davon.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und das Schlimmste kommt erst noch:<br>                         Die Andorianer sind zu den selben<br>                         Ergebnissen gekommen. Was aber<br>                         bedeutet, dass wir mit größer<br>                         Wahrscheinlichkeit unsere alte<br>                         Fehde gegen die Vulkanier wieder<br>                         ausgraben werden.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Denken Sie, mein Volk ist wirklich<br>                         dafür verantwortlich?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich denke einfach nur, ihr Volk ist<br>                         zu allem fähig. Und dass kein<br>                         vulkanischer Vertreter auf die<br>                         Einladung der Erde zur Konferenz<br>                         reagiert hat, lässt ein schlechtes<br>                         Licht auf sie scheinen.<br>                             (beat)<br>                         Aber wenn ich ganz ehrlich sein<br>                         soll, halte ich eine Tat der<br>                         Romulaner für noch<br>                         wahrscheinlicher. Nur in meinem<br>                         Volk wird die Lage einigen<br>                         entschiedenen Vulkanier-Hasser<br>                         gerade Recht kommen.<br>                             (beat)<br>                         Commander Shran hat uns zwar seine<br>                         volle militärische Unterstützung<br>                         gegen die Romulaner versprochen.<br>                         Aber wenn der Zwei-Fronten-Krieg<br>                         ausbricht, wird es sich mein Volk<br>                         kaum leisten können, zu viel<br>                         Ressourcen gegen die Romulaner zu<br>                         verbrauchen. Womit die Menschen<br>                         wieder alleine darstehen würden.<br><br>               Bedrückung macht sich in der Crew breit.<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        46     EXT. WELTRAUM                                           46<br><br>               Die Antares nutzt ihre Manövriertriebwerke um mit einem<br>               kleineren Schiff der Sternenflotte zu docken. Wir beobachten<br>               den Vorgang, während Caylon spricht.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computer-Logbuch des Captains, 28.<br>                         August 2157.<br>                             (beat)<br>                         Das Lazarettschiff Fleming trifft<br>                         sich mit uns um Admiral Forrest zu<br>                         übernehmen und zurück zur Erde zu<br>                         transportieren. Die Ärzte<br>                         versichern eine schnelle<br>                         Genesung... Hoffen wir, dass sie<br>                         sich nicht irren. Leider gibt es<br>                         viel zu wenige Lazarettschiffe um<br>                         alle an den Grenzen Verwundeten zu<br>                         ihren Familien bringen zu können.<br>                         Die Andorianer haben sich ebenfalls<br>                         in Richtung Andor zurückgezogen um<br>                         vor dem Jandesh von Andusha zu<br>                         klären, wie Sie die vulkanische DNA<br>                         zu bewerten haben. Uns allen ist<br>                         das ein Rätsel und es kommt mir wie<br>                         ein Schlag des Teufels vor, was<br>                         passiert ist.<br>                             (beat)<br>                         Ich frage mich noch immer, wieso<br>                         ich gerade in diesem Moment<br>                         Schmerzen bekommen habe. Es war ein<br>                         ungeheurer Zufall, der mir das<br>                         Leben gerettet hat. Eigentlich<br>                         glaube ich nicht an Zufälle, aber<br>                         soll ich stattdessen wirklich einen<br>                         Schutzengel in Betracht ziehen?<br>                             (beat)<br>                         Ich fühle mich jedenfalls äußerst<br>                         müde und werde erstmal darüber<br>                         schlafen.<br>                             (beat)<br>                         Aufzeichnung, Ende.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         47<br><br>               Es ist dunkel. Aber wir hören ein leichtes Wimmern, das<br>               Wimmern Caylons.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        48     INT. UNTERSUCHUNGSRAUM                                  48<br><br>               Wir befinden uns in einem erhöhten Kontrollraum, der eine<br>               schräge Glasfront besitzt durch die man in einen<br>               tieferliegenden, quadratischen Raum blicken kann, der völlig<br>               steril eingerichtet ist. In diesem Raum eingesperrt befinden<br>               sich Torlan und Mestral, die sich umsehen aber scheinbar<br>               nicht durch das Glas zu uns blicken können.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Es gibt eine "faszinierende"<br>                         biologische Parallele zwischen<br>                         Andorianern und Vulkaniern, die sie<br>                         auf ganz unterschiedliche Weise<br>                         erreichen, aber zum gleichen<br>                         Ergebnis führen, trotz ihrer<br>                         Differenzen...<br><br>               Wir scheinen uns in einem Körper zu befinden, über den wir<br>               keine Kontrolle haben. Eine Hand erstreckt sich zu den<br>               Steuerkontrollen und betätigt einen großen Schalter, auf<br>               dessen Drücken ein schrilles Geräusch einsetzt, das in der<br>               Überwachungskabine aber nur gedämpft zu hören ist.<br><br>                                   STIMME (CONT'D)<br>                         ...Sie reagieren äußerst<br>                         empfindlich auf hochfrequente Töne.<br><br>               Mestral und Torlan müssen ungeheure Schmerzen erleiden, sie<br>               halten sich mit ihren Händen die Ohren zu, doch es scheint<br>               nicht viel zu nützen, ihre Münder sind weit aufgerissen und<br>               ihr Kehlkopf vibriert. Wenn die Glaswand nicht alle Geräusche<br>               dämpfen würde, könnte man ihre Schmerzerfüllte Schreie sicher<br>               kaum ertragen.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         NEIN!!!<br><br>               Wir sehen, wie Torlan und Mestral das Bewusstsein verlieren<br>               und zusammenbrechen. Hart knallen sie mit dem Kopf auf den<br>               Boden.<br><br>               ZOOM AUF TORLAN<br><br>               Torlans Fühler hängen schlaff zu Boden, aus ihnen läuft<br>               blaues Blut und bildet eine Larche unter seinem Kopf.<br><br>               ZOOM AUF MESTRAL<br><br>               Mestral ist mit dem Gesicht nach unten aufgeschlagen, seine<br>               Nase sieht gebrochen aus. Doch viel Schlimmer ist, dass aus<br>               seinen Ohren grünes Blut fließt.<br><br>                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)<br>                         NEIN!<br><br>               Beide sind tot.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        49     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         49<br><br>               ZOOM AUF DAS BETT<br><br>               In dem spärlichen Licht, dass uns gerade noch Details<br>               erkennen lässt, sehen wir Caylon zusammengekauert in<br>               Embryonalstellung in seinem Bett liegen. Die Decke liegt<br>               zusammengeknüllt hinter ihm, Caylons Unterhemd und die<br>               Matraze bilden einen gemeinsamen, großen Schweißfleck.<br>               Hektisch wühlt er sich mit seinen Armen und Beinen in der<br>               Luft umher, bis er urplötzlich hochschreckt.<br><br>               Caylon atmet schwer und schlägt mit seinem rechten Arm an den<br>               Bettkopf um einen Schalter zu erreichen. Er erwischt den<br>               Lichtschalter und in dem Quartier wird es endlich hell. Wir<br>               sehen, wie Caylon der Schweiß auf der Stirn steht und sich<br>               versucht die Tropfen mit der Hand wegzuwischen.<br><br>               Er steht auf und geht auf den Spiegel zu.<br><br>               CAYLONS POV<br><br>               Caylons Spiegelbild verändert sich zu dem entstellten und<br>               verbrannten Angesicht des Botschafters Beringsby, das zu ihm<br>               spricht.<br><br>                                   SPIEGELBILD<br>                         Was haben Sie getan?<br><br>               Eine hallende Stimme dringt aus dem Hintergrund.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                         Du gehorchst nun uns.<br><br>               NORMALE POV<br><br>               Caylon wendet sich wütend ab, ergreift eine Metallfigur der<br>               Phoenix, Zefram Cochranes Warpschiff und schmeißt sie in den<br>               Spiegel. Das Glas zerspringt in einem lauten Klirren und die<br>               Splitter verteilen sich über dem Boden.<br><br>               ZOOM AUF CAYLONS GESICHT<br><br>               Caylon atmet schwer und heftig, der Schweiß tropft von seiner<br>               Stirn und aus seiner Nase scheint Blut zu fließen. Er spürt<br>               das warme Blut und wischt es sich mit seiner Handkante ab,<br>               die darauf blutverschmiert aussieht.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">5099</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares - Special #002</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-special-002-r4942/</link><description><![CDATA[<p>Was bei TV-Serien mittlerweile Gang und Gäbe ist, nämlich die Veröffentlichung mehrerer Episoden am Stück, gespickt mit einigen Extras, findet nun auch Einzug in die FanFiction. Zwar nicht als teure DVD, aber als kostenfreie ZIP-Datei.<br><br><i>Star Trek: Antares</i> macht den Anfang und präsentiert euch die ersten sechs Episoden dieser erfolgreichen FanFiction-Serie in einem Episodenbündel. <br><br>Für Neulinge ist dies sicherlich der perfekte Einstieg in diese Serie, doch auch für unsere Stammleser ist etwas dabei. Denn neben komplett überarbeiteten PDF-Versionen der Episoden mit Kapitelauswahl, gibt es auch ein paar - zugegeben in diesem Bündel noch sehr wenige - Autorenkommentare und Bilder zu den verschiedenen Episoden.<br><br></p><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28696.html"><img src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28696" border="0"></a><br><b>Star Trek: Antares - Season Bündel 1.1</b><br>Dateityp: zip<br>Größe: 4.97 MB</center><br><br>Nach der Veröffentlichung der letzten drei Episoden der zweiten Antares-Staffel, wird das zweite Episodenbündel veröffentlicht werden, dann mit mehr Kommentaren und Bildern in einer Qualität und Auflösung, wie sie bisher keine FanFiction bieten konnte!]]></description><guid isPermaLink="false">4942</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x09 - Kobayashi Maru</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x09-kobayashi-maru-r4913/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28675.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0209.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x09) - "Kobayashi Maru"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares macht sich auf die Suche nach einem verschwundenen Frachter, der durch einen Unfall 2 Lichtjahre tief im klingonischen Raum gestrandet ist. Die Antares kann das Schiff finden, doch die klingonen lassen sie nicht die Grenze überschreiten, sollte die Antares es doch tun, dann würde es Krieg bedeuten. Und wäre das alles nicht schon schlimm genug, stellt sich auch noch heraus, das Müllers Bruder an Board der gestrandeten Kobayashi Maru ist....</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28680.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28680"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_28688.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28688"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                    "Kobyashi Maru"<br> <br> <br> <br>                                        TEASER<br> <br>                FADE IN:<br> <br>          1     INT. IRDISCHER FRACHTER - KORRIDOR                       1<br> <br>                Wer befinden uns im Inneren eines Deuteriumtankers. Der<br>                Korridor des Frachters ist ganz anders als die Korridore der<br>                Antares. Hier sind die Wände leicht geschwungen und man kann<br>                Rohre und anderes Equipment erkennen. Auf dem Boden ist kein<br>                Teppich sondern ein Metallgitter, das unter den Füßen<br>                scheppert. Die Kammera folgt einer Person durch die<br>                Korridore, die sich mit großer Hast bewegt. Eine Reihe von<br>                Einschlägen lässt das Schiff erbeben und die Person hat Mühe,<br>                auf den Beinen zu bleiben.<br> <br>                Die Person biegt um eine Ecke und wir hören einige Stimmen<br>                aus dem OFF, scheibar stammen sie vom Ende des Korriodors. Am<br>                Ende geht der Korridor direkt in einen großen Raum über, der<br>                die Brücke des Schiffes darstellt. Hier herrscht reger<br>                Betrieb, keiner scheint den nun eintretenden Crewman zu<br>                bemerken. Selbstsicher geht der Crewman zum Captain, der<br>                hinter der Navigationskonsole steht.<br> <br>                                    CREWMAN<br>                          Sir, ich soll ihnen das hier von<br>                          Chief Alvero geben.<br> <br>                Er händigt dem Captain einen Kommunikator aus.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Danke, Crewman. Kehren Sie jetzt<br>                          auf ihren Posten zurück.<br> <br>                                    CREWMAN<br>                          Aye, Sir.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                              (in den Kommunikator)<br>                          Chief Alvares, wie sieht's aus?<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Schlecht Sir, wir haben soeben eine<br>                          weitere Energiekuplung verloren,<br>                          die Hüllenpanzerung kann nicht mehr<br>                          lange aufrecht erhalten werden.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Wie lange noch?<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          3, maximal 5 Minuten, länger nicht.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                              (leise)<br>                          Verdammt.<br>                              (an Alveres)<br>                          Wie sieht's mit dem Warptriebwerk<br>                          aus? Können wir auf Warp gehen?<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Davon würde ich abraten, Captain,<br>                          die Dilitium-Matrix hat leichte<br>                          Schäden davongetragen. Wir könnten<br>                          wahrscheinlich ein Warpfeld<br>                          aufbauen, doch ich kann nicht<br>                          garantieren, das wir den Transfer<br>                          in einem Stück überleben würden.<br>                          Sie wissen ja, die Anomalien hier<br>                          im System wirken sich auf unsere<br>                          Systeme aus.<br>                              (beat)<br>                          Jeder der in dieser Region einen<br>                          Warpsprung versuchen würde, müsste<br>                          von allen guten Geistern verlassen<br>                          sein.<br> <br>                WUMMMS! Das Schiff wurde wieder getroffen. Aus einigen<br>                Leitungen entweicht Dampf, der nach einigen Sekunden wieder<br>                verschwindet, da das automatische Sicherheitssystem die<br>                Leitung deaktiviert hat.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Da sind Sie genau beim Richtigen<br>                          gelandet! Bereiten Sie den<br>                          Warpsprung vor.<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                              (protestierend)<br>                          Sir, wir könnten dabei drauf gehen!<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Keine Wiederrede, Chief! Wir gehen<br>                          unverzüglich auf Warp! Versuchen<br>                          Sie das Warpfeld so lange wie nur<br>                          irgendmöglich aufrecht zu erhalten.<br>                          Die Orioner werden uns nicht<br>                          folgen, da bin ich mir sicher.<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Aye, Sir. Viel Glück!<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Das werden wir auch brauchen. Geben<br>                          Sie uns Bescheid, wenn Sie da unten<br>                          bereit sind.<br> <br>                Captain YANCE deaktiviert den Kommunikator und wendet sich an<br>                den Steuerman, während er zu seinem Kommandosessel geht.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE (CONT'D)<br>                          Okay, Steuerman. Legen Sie einen<br>                          Kurs zur nächsten Handelsstation an<br>                          und gehen Sie auf Warp 2, sobald<br>                          der Maschinenraum das Okay gibt.<br>                              (an den ND an der Kom<br>                               Station)<br>                          Geben Sie an alle durch, die Sie<br>                          über die Kommunikatoren erreichen<br>                          können, dass sie sich einen guten<br>                          Sitzplatz suchen sollen, der Flug<br>                          könnte etwas unruhig werden.<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Sir, wir haben das Okay aus dem<br>                          Maschinenraum!<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Sie wissen was zu tun ist. Bringen<br>                          Sie uns schnell raus hier!<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Mit dem größten Vergnügen, Sir.<br>                              (leiser)<br>                          Mögen uns die Götter gnädig sein.<br> <br>          2     EXT. WELTRAUM                                            2<br> <br>                Wir sehen, wie das Schiff sich von dem Angreifer entfernt. Im<br>                Hintergrund können wir die farbenfrohen Anomalien sehen, die<br>                Alvars und YANCE erwähnten. Die Maru beschleunigt nun auf<br>                Warp und verlässt mit einem Blitz die Szene.<br> <br>          3     INT. ECS MARU BRÜCKE                                     3<br> <br>                Gleiche Situation wie eben. Alle sitzen angespannt in ihren<br>                Sesseln, die Brücke bebt merklich.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Steuerman, wie sieht's aus?<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Bis jetzt ganz gut, Sir. Das Feld<br>                          ist stabil.<br> <br>                Eine Warnleute fängt an zu blinken, dann ertönt ein<br>                akustischer Alarm.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Was ist los?<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                              (panisch)<br>                          Sir, das Warpfeld dastabilisiert<br>                          sich! Wir werden aus dem Warp<br>                          fallen!<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                              (in den Kommunikator)<br>                          Chief, tun Sie etwas!<br> <br>          4     INT. ECS MARU MASCHINENRAUM                              4<br> <br>                Chief Alvares steht vor einer Konsole vor dem Warpantrieb der<br>                Maru, der nun in vielen bunten Schimmert. Ein lautes Brummen,<br>                fast ein Heulen ertönt aus dem Triebwerk.<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Sir, ich tu' mein bestes, aber kurz<br>                          vor unserem Sprung auf Warp haben<br>                          wir eine Anomalie gestreift, die<br>                          nun unsere Dilithiummatrix<br>                          umwandelt.<br>                              (beat)<br>                          Und ich sehe mich ausserstande, den<br>                          Effekt zu stoppen, oder gar<br>                          umzukehren.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Können Sie den Warpkern manuell<br>                          deaktivieren?<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Das ist möglich, nur dazu muss ich<br>                          einige Sicherungen umgehen. Das<br>                          wird etwas dauern.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Dann tun Sie es! Bevor wir hier<br>                          auseinanderreißen!<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Aye Sir!<br> <br>          5     INT. ECS MARU BRÜCKE                                     5<br> <br>                Ein Ruck geht durch die Brücke und einige haben Probleme<br>                damit, in ihren Stühlen sitzen zu bleiben.<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Sir, sehen Sie sich das an!<br> <br>                                    POV STEUERMAN<br>                          Wir sehen nun auf den Bildschirm<br>                          der Brücke. Statt der normalen<br>                          Streifen eines Warpfluges sehen wir<br>                          nun einen bunten Sog, durch den das<br>                          Schiff fliegt. Blitze Zucken durch<br>                          den Kanal und lassen die Maru<br>                          erschüttern. Im OFF hören wir die<br>                          Stimmen der Crew.<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Wie es scheint, sind wir jetzt in<br>                          einer Art Wurmloch gefangen.<br> <br>                                    KOMMUNIKATIONS ND<br>                          Ein Wurmloch? Ich dachte solche<br>                          Dinger sind nur Theorie!<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Vermutlich haben wir ein solches<br>                          Wurmloch erschaffen, als sich die<br>                          Dilitiummatrix veränderte.<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Geschafft! Ich deaktiviere den<br>                          Warpantrieb JETZT!<br> <br>                Plötzlich verschindet der bunte Sog und wir sehen wieder die<br>                Sterne.<br> <br>          6     INT. FRACHTER BRÜCKE                                     6<br> <br>                Nun kann sich keiner mehr halten und alle fallen von ihren<br>                Stühlen. Der plötzliche Stillstand bzw. seine Intensität hat<br>                alle überascht. Dann fällt das Licht aus und die Brücke ist<br>                von einer völligen Dunkelheit umgeben.<br> <br>          7     EXT. WELTRAUM                                            7<br> <br>                Wir sehen nun, wie das Schiff, wie sie steuerlos herumtreibt.<br>                Die Warpgondeln leuchten nicht mehr, sie sind tot, wie der<br>                Rest des Schiffes. Das Schiff rotiert langsam an der Kamera<br>                vorbei, bis wir den Namenszug des Schiffes lesen können: ECS<br>                KOBAYASHI MARU<br> <br>                                                               FADE OUT.<br> <br> <br> <br>                                      ENDE TEASER<br>                                         AKT I<br> <br>                FADE IN:<br> <br>          8     INT. MANSCHAFTSMESSE DER ANTARES.                        8<br> <br>                Die meistens Tische sind mit NDs besetzt. An einem Tisch an<br>                einem der Fenster sitzen Caylon und Müller. Vor ihnen auf dem<br>                Tisch sind Padds zwischen dem Essen verteilt. Während die<br>                beiden essen, studieren sie die Padds.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Und, hast du schon eine Idee, wo du<br>                          deinen Landgang auf Risa verbrigen<br>                          wirst?<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Meinen Landgang auf Risa?<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                          Klar. Bei unserem jetzigen Zeitplan<br>                          werden wir Admiral Forrest zwei<br>                          Wochen vor der Konferenz auf Risa<br>                          abliefern, da sollte etwas Landgang<br>                          schon drin sein.<br>                              (beat)<br>                          Und tu nicht so, als hättest du dir<br>                          noch keine gedanken gemacht, soweit<br>                          ich weiß, plant die gesamte Crew<br>                          schon ihren Urlaub.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Träum weiter, Fred. Ich plane erst,<br>                          wenn es wirklich dazu kommen<br>                          sollte.<br> <br>                Caylon nimmt ihr das Padd aus der Hand.<br> <br>                                    MÜLLER (CONT'D)<br>                          Hey!<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                          Soso, du machst dir erst Gedanken,<br>                          wenn es soweit ist. Und warum<br>                          studierst du dann die aktuellen<br>                          Urlaubsangebote?<br> <br>                Müller nimmt ihm das Padd wieder weg.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Du hast mich erwischt.<br>                              (beat)<br>                          Ich habe von einem Skigebiet auf<br>                          dem nördlichen Kontinent gehört,<br>                          das soll es sagenhafte Pisten<br>                          geben. Dann könnte ich mein<br>                          Snowboard mal wieder rausholen...<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                          Du hast ein eigenes Snowboard?<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Klar, ein guter Snowboarder hat ein<br>                          eigenes Snowboard. Ich hab auch<br>                          schon einige Verbesserungen an ihm<br>                          vorgenommen, damit macht mir keiner<br>                          so schnell was vor!<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                          Ich weiß nicht, was die Leute am<br>                          Schnee so toll finden. Ich mag<br>                          Strände viel lieber, da ist es<br>                          nicht so kalt. Es geht nichts über<br>                          ein schönes Barbeque am Strand, die<br>                          heiße Sonne auf der Haut....<br>                              (beat)<br>                          Ausserdem hat Captain Archer mit<br>                          eine schöne Gegend auf Risa<br>                          empfohlen. Dort soll es schönere<br>                          Strände geben, als bei uns in<br>                          Sydney...<br> <br>                Auf einmal hören wir ein leises Piepen: Es ist Caylons<br>                Kommunikator, doch er reagiert nicht darauf.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Willst du nicht antworten?<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                              (trotzig)<br>                          Nein, ich habe gesagt, ich mache<br>                          eine halbe Stunde Pause, und ich<br>                          will NICHT gestört werden! Und ich<br>                          habe noch 5 Minuten, solange muss<br>                          die Brücke ohne mich auskommen.<br> <br>                Caylons Kommunikator hört auf zu piepen, dafür meldet sich<br>                jetzt Müllers Kommunikator. Sie holt ihn hervor und will ihn<br>                gerade aktivieren, als sie von Caylon unterbrochen wird.<br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Tu es nicht! Es ist bestimmt<br>                          nichts, was nicht warten kann.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Ich glaube, wir müssen uns damit<br>                          abfinden, Fred, wir werden nie<br>                          ungestört gemeinsam essen können.<br> <br>                Caylon sackt resignierend in dem Stuhl zusammen und Müller<br>                aktiviert den Kommunikator.<br> <br>                                    MÜLLER (CONT'D)<br>                          Müller hier, was gibt's?<br> <br>                                    COMSTIMME ENSIGN OSTROWSKI<br>                          Commander Müller, Ensign Ostrowski<br>                          hier! Ist Captain Caylon in ihrer<br>                          Nähe? Er antwortet nicht auf seinen<br>                          Kommunikator!<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Ja, er ist hier, was gibt es denn<br>                          so wichtiges?<br> <br>                                    COMSTIMME ENSIGN OSTROWSKI<br>                          Wir haben eine Komnachricht der<br>                          Priorität 4 erhalten. Admiral<br>                          Gardner will Captain Caylon<br>                          umgehend sprechen!<br> <br>                Caylon bedeutet Müller, ihm den Kommunikator zu geben.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Caylon hier. Stellen Sie den<br>                          Admiral in mein Quartier durch, ich<br>                          werde sofort da sein.<br> <br>                                    COMSTIMME ENSIGN OSTROWSKI<br>                          Aye, Sir.<br> <br>                Caylon beendet die Verbindung und reicht Müller den<br>                Kommunikator.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Ich habe eine Idee: Lass uns<br>                          zusammen auf Risa Urlaub machen.<br>                          Aber wir nehmen keinen Kommunikator<br>                          mit und sagen keinem, wo wir hin<br>                          wollen. Dann kann uns Ostrowski<br>                          nicht immer beim Essen unterbrechen<br>                          und wir haben endlich mal unsere<br>                          Ruhe.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Das wäre zu schön, um wahr zu sein.<br> <br>                Caylon steht auf und verlässt die Messe. Müller bleibt<br>                alleine zurück und studiert weiter die Padds.<br> <br>                                                                FADE TO:<br> <br>          9     INT. CAYLON'S QUARTIER                                   9<br> <br>                Caylon's Quartier ist etwas größer als das Quartier des<br>                Captains auf einem Schiff der NX-Klasse. Auf dem Monitor des<br>                Schreibtisches blinkt eine Taste. Caylon rückt noch schnell<br>                seine Uniform zurecht, bevor er die Taste drückt und damit<br>                die Verbindung zum Admiral herstellt. Nach dem Logo der UESPA<br>                erscheint das Gesicht des Admirals, der besorgt aussieht.<br> <br>                                    ADMIRAL GARDNER<br>                          Ah, Captain Caylon. Ich hoffe, ich<br>                          habe Sie nicht bei etwas wichtigem<br>                          gestört, oder?<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Nein, keineswegs, Sir. Nichts, was<br>                          nicht warten könnte.<br> <br>                                    ADMIRAL GARDNER<br>                          Gut, kommen wir gleich zur Sache:<br>                          Ich möchte, dass sie nach einem<br>                          Schiff suchen: Die Kobayashi Maru.<br>                          Sie ist seit zwei Tagen überfällig.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Und warum sollen wir uns mit der<br>                          Suche befassen? Man erwartet uns in<br>                          zwei Wochen auf Risa, zur Konferenz<br>                          mit den Andorianern.<br> <br>                                    ADMIRAL GARDNER<br>                          Sie sind das einzige Schiff in der<br>                          Nähe. Die letzte bekannte Position<br>                          der Maru ist nur 1,5 Lichtjahre von<br>                          ihrer jetzigen Position entfernt.<br>                          Betrachten Sie es nur als kleinen<br>                          Umweg.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Aye, Sir. Wir machen uns sofort auf<br>                          den Weg.<br> <br>                                    ADMIRAL GARDNER<br>                          Noch etwas, Captain. In der Gegend<br>                          wimmelt es nur von Orion Piraten.<br>                          In letzter Zeit werden immer mehr<br>                          Übergriffe gegen Frachter gemeldet.<br>                          Seien Sie auf der Hut! Vieleicht<br>                          haben die Piraten etwas mit dem<br>                          Verschwinden zu tun. Immerhin hat<br>                          die Maru große Mengen Deuterium und<br>                          technische Komponeten für Deep<br>                          Space One transportiert....<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Danke für den Hinweis, Sir. Wir<br>                          werden uns melden, sobald wir etwas<br>                          wissen.<br> <br>                                    ADMIRAL GARDNER<br>                          Viel Glück, Captain.<br> <br>                Die Verbingund wird unterbrochen. Caylon aktiviert den<br>                Tischkommunikator.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Caylon an Brücke! Rufen Sie alle<br>                          Führungsoffiziere auf die Brücke,<br>                          und lassen Sie den taktischen Alarm<br>                          auf Stufe Gelb aktivieren.<br> <br>                                    COMSTIMME ENSIGN OSTROWSKI<br>                          Aye, Sir.<br> <br>                Zoom auf Caylon, dann....<br> <br>                                                                FADE TO:<br> <br>         10     INT. ANTARES BRÜCKE                                     10<br> <br>                Inzwischen haben sich alle Führungsoffiziere ausser Müller<br>                auf der Brücke eingefunden, Beem an der Taktik, Torlan an der<br>                Com, Mestral an der Wissenschaft und Tschernovsky am Steuer.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Mister Tschernovsky, setzen Sie<br>                          einen Kurs auf die letzte bekannte<br>                          Position der Maru, Maximum Warp.<br> <br>                                    TSCHERNOVSKY<br>                          Aye, Sir. Maximum Warp.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Lt. Beem, halten Sie nach Schiffen<br>                          der Orioner ausschau. Admiral<br>                          Gardner befürchtet, dass einige<br>                          Freibeuter etwas mit dem<br>                          Verschwinden zu tun haben.<br>                          Versuchen Sie mit Lt. Mestral eine<br>                          Taktik zu finden, deren Schiffe<br>                          schnell und effektiv auszuschalten.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Aye, Sir.<br> <br>                                    MESTRAL<br>                          Aye, Sir.<br> <br>                Wir hören im Hintergrund nun das normale Brummen des<br>                Warptriebwerkes. Die Turbolifttür öffnet sich und Commander<br>                Müller betritt die Brücke.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Hab ich etwas verpasst? Wohin sind<br>                          wir unterwegs?<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Wir sollen das Verschwinden eines<br>                          Frachters untersuchen. Wir begeben<br>                          uns gerade zu den letzten bekannten<br>                          Koordinaten.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Welchen Frachter denn?<br> <br>                                    CAYLON<br><br>                          Die Kobayashi Maru.<br> <br>                Zoom auf Müller's geschocktes Gesicht, dann:<br> <br>         11     EXT. WELTRAUM ECS KOBAYASHI MARU                        11<br> <br>                Wir sehen die Kobayashi Maru. Erst ist sie noch ganz klein,<br>                dann zoomt die Kamera langsam an das Schiff heran. Die Kamera<br>                fährt langsam am Schiff entlängs, sodass wir die<br>                Beschädigungen an der Hülle durch den Kampf mit den Orionern<br>                und dem Transfer im Wurmloch sehen können.<br> <br>                An einigen Stellen der Hülle reparieren Crewmen die Hülle.<br>                Langsam fährt die Kamera weiter, bis zu einem Fenster, durch<br>                das wir einige Personen erkennen können. Die Kamera zoomt<br>                weiter heran, bis wir im Raum sind.<br> <br>         12     INT. ECS MARU CAPTAINS READYROOM                        12<br> <br>                Im Bereitschaftsraum haben sich die Führungsoffiziere der<br>                Maru versammelt: Chief Alvares, Captain YANCE, der Steuerman<br>                Handerson, Kom-Spezialist "Radar" Palerie und Doktor Mobotu.<br>                Ihre Minen sind ernst und angespannt, man sieht ihnen die<br>                Angespanntheit an.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Also, Chief, wie sieht's aus?<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Schlecht Captain, sehr schlecht.<br>                              (beat)<br>                          Die Dilithium-Matrix ist uns<br>                          komplett durchgebrannt, die<br>                          Kristalle sind zersplittert. Ohne<br>                          Ersatzteile von einer Raumbasis<br>                          können wir den Warpantrieb nicht<br>                          mehr aktivieren. Naja, und der<br>                          Impulsantrieb hat auch eine Menge<br>                          abbekommen. Die Generatoren sind<br>                          komplett durchgeschmort.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Verdammt. Wie sieht es mit den<br>                          Sensoren aus?<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Immernoch offline. Wir arbeiten<br>                          allerdings daran, die<br>                          Langstreckensensoren wieder online<br>                          zu bringen. Die<br>                          Kurzstreckensensoren kommen zur<br>                          Zeit nicht über eine Distanz von<br>                          20.000 Kilometern hinaus.<br> <br>                                    RADAR<br>                          Die Kommunikationsanlage wurde von<br>                          einer Anomalie in dem Wurmloch<br>                          komplett zerstört. Wir haben keine<br>                          Möglichkeit zur Subraum<br>                          Kommunikation.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Das heist, wir können niemanden<br>                          über unsere Situation informierne?<br> <br>                                    RADAR<br>                          Nicht in nächster Zeit. Wir<br>                          arbeiten an alternativen<br>                          Möglichkeiten, doch bis jetzt haben<br>                          wir nichts konkretes.<br> <br>                                    DOKTOR MOBOTU<br>                          Und was ist mit der Notrufbarke?<br>                          Warum werfen wir sie nicht einfach<br>                          aus?<br> <br>                                    RADAR<br>                          Leider wurde auch die Barke<br>                          beschädigt, als das Kom-System<br>                          überladen wurde. Es wird schwer<br>                          werden, sie wieder zu reparieren.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Also wir können hier nicht weg und<br>                          können niemanden über unsere<br>                          missliche Lage informieren.<br>                              (beat)<br>                          Wie lange wird die Lebenserhaltung<br>                          noch funktionieren?<br> <br>                                    CHIEF ALVARES<br>                          Da brauchen wir uns keine Gedanken<br>                          machen, das System ist nahezu<br>                          unbeschädigt. Beim derzeitigen<br>                          Status des Schiffes wird das System<br>                          uns noch 10 Tage mit frischer Luft<br>                          und Wärme versorgen.<br> <br>                                    DOKTOR MOBOTU<br>                          Wir sollten uns vielmehr Gedanken<br>                          um die Nahrungsvorräte machen:<br>                          Selbst bei bester Rationierung<br>                          können wir sie nur auf 8 Tage<br>                          strecken.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Verdammt.<br> <br>                Die Tür öffnet sich und ein ND betritt den Raum.<br> <br>                                    ND CREWMITGLIED<br>                          Captain, die Langstreckensensoren<br>                          sind wieder online.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Endlich mal eine gute Nachricht.<br>                          Konnten Sie schon unsere Position<br>                          ermitteln?<br> <br>                                    ND CREWMITGLIED<br>                          Negativ, Captain. Der Computer<br>                          arbeitet immernoch an einer genauen<br>                          Positionsermittlung.<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Okay, wir kommen auf die Brücke.<br> <br>                Alles verlassen nun den Raum und begeben sich auf die Brücke.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>         13     INT. ECS MARU BRÜCKE                                    13<br> <br>                Die Brücke sieht immernoch recht mitgenommen aus. Monitore<br>                sind ausgefallen, einige flackern nur noch, Konsolen sind von<br>                Ruß und Trümmern verdeckt. Das Licht ist gedämpft. Alle<br>                Führungsoffiziere stehen um die Navigationskonsole, an der<br>                Handerson einen ND ablöst und Befehle eingibt.<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          Hm, merkwürdig....<br> <br>                                    CAPTAIN YANCE<br>                          Was ist los?<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                          LAut Computer befinden wir uns<br>                          nicht mehr in der Nähe der<br>                          Borderlands...<br> <br>                                    DOKTOR MOBOTU<br>                          Und wo sind wir dann?<br> <br>                                    STEUERMANN<br>                              (geschockt)<br>                          Das kann nicht sein!<br>                              (beat)<br>                          Laut Computer befinden wir uns 2<br>                          Lichtjahre tief im klingonischen<br>                          Raum!<br> <br>                Auf die geschockten Gesichter der Brückencrew, dann...<br> <br>                                                               FADE OUT.<br> <br> <br> <br>                                      ENDE AKT I<br>                                        AKT II<br> <br>                FADE IN:<br> <br>         14     EXT. SS ANTARES IM WARP                                 14<br> <br>                Beauty-Shot der Antares im hohen Warptransfer.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>         15     INT. ANTARES BRÜCKE                                     15<br> <br>                Alle Stationen sind mit den Führungsoffizieren besetzt.<br>                Müller steht neben dem Sessel von Caylon.<br> <br>                                    TSCHERNOVSKY<br>                          Wir erreichen gleich die letzte<br>                          bekannte Position der Maru,<br>                          Captain.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Danke, Darius. Bringen Sie uns auf<br>                          Impuls.<br> <br>                                    TSCHERNOVSKY<br>                          Aye, Sir.<br> <br>         16     EXT.  SS ANTARES IM WARP                                16<br> <br>                Selbe Situation wie eben. Die Sterne ziehen lange Schlieren,<br>                die sich plötzlich auflösen. Die Antares fällt unter Warp und<br>                nähert sich langsam einem kleinen Trümmerfeld.<br> <br>                                                                 CUT TO:<br> <br>         17     INT. ANTARES BRÜCKE                                     17<br> <br>                Alle Anwesenden sehen zum Bildschirm. Dort sehen wir ein<br>                Trümmerfeld.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Lt. Mestral, scannen Sie das<br>                          Trümmerfeld. Gibt es Hinweise, ob<br>                          sie von der Maru stammen?<br> <br>                                    MESTRAL<br>                          Negativ, Sir. Die<br>                          Trümmerzusammensetzung passt nicht<br>                          zu der eines Frachters. Laut<br>                          Bibliothek ähnelt die<br>                          Zusammensetzung der eines<br>                          orionischen Raiders. Ausserdem kann<br>                          ich keine menschlichen Überreste in<br>                          den Trümmern ausmachen.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Wenn das Schiff nicht hier ist, wo<br>                          ist es dann?<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Irgend etwas auf den<br>                          Langstreckensensoren?<br> <br>                                    BEEM<br>                          Nichts, Captain. Ich kann keine<br>                          Warpsignaturen entdecken, die<br>                          darauf hindeuten könnten, dass die<br>                          Maru vieleicht mit einem Warpsprung<br>                          entkommen ist. Allerdings werden<br>                          die Scanner durch die hiesigen<br>                          Anomalien leicht bis stark gestört.<br>                          Ebenso ist es nicht möglich zu<br>                          erkennen, ob sich weitere Schiffe<br>                          hier aufhalten.<br>                              (beat)<br>                          Ein idealer Ort, wenn man jemanden<br>                          angreifen will, ohne aufzufallen.<br> <br>                                    MÜLLER<br>                          Aber warum ist die Maru denn hier<br>                          durchgeflogen? Und dann auch noch<br>                          ohne Eskorte?<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Admiral Gardner's Bericht zu Folge<br>                          wollte man kein Aufsehen erregen,<br>                          niemand hätte vermutet, dass ein<br>                          Schiff alleine hier durch fliegt.<br>                          Vor allem ist diese Route am<br>                          weitesten von der romulanischen<br>                          Grenze entfernt. Zusätzlich ist die<br>                          Maru vor Antritt des Fluges<br>                          waffentechnisch aufgerüstet worden.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Die Updates der Waffen waren<br>                          anscheinend stark genug, um einen<br>                          Orioner auszuschalten.<br> <br>                Plötzlich ertönt ein Alarm, gefolgt von einer starken<br>                Erschütterung.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Was war das?<br> <br>                                    MESTRAL<br>                          Die Sensoren haben soeben zwei<br>                          orionische Raider entdeckt.<br>                          Scheinbar haben die Schiffe das<br>                          Feuer auf uns eröffnet.<br> <br>                                    TORLAN<br>                          Darauf wäre ich jetzt nicht<br>                          gekommen....<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Lt. Beem, aktivieren Sie den<br>                          taktischen Alarm, Stufe Rot. Laden<br>                          Sie die Phaser und machen Sie die<br>                          Torpedos scharf.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Aye, Sir.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Mr. Torlan, versuchen Sie sie zu<br>                          rufen.<br> <br>                                    TORLAN<br>                          Sie können uns empfangen, aber ich<br>                          bezweifle, dass sie uns zuhören<br>                          werden.<br> <br>                                    CAYLON<br>                          Das Risiko können wir eingehen.<br>                          Öffnen Sie einen Kanal.<br> <br>                Torlan bestötigt einige Knöpfe und nickt dann Caylon zu.<br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          An die orionischen Schiffe! Hier<br>                          spricht Captain Caylon von der<br>                          Antares. Stellen Sie sofort die<br>                          Kampfhandlungen ein, ansonsten<br>                          riskieren Sie die Einstellung der<br>                          Handelsabkommen zwischen unseren<br>                          Völkern.<br> <br>                Caylon blickt zu Torlan. Der schüttelt jedoch nur mit dem<br>                Kopf. Dann wird das Schiff von einem heftigen Einschlag<br>                durchgeschüttelt.<br> <br>                                    CAYLON (CONT'D)<br>                          Mr. Beem. Schalten Sie erst die<br>                          Waffen, dann die Triebwerke aus.<br>                          Vieleicht werden Sie uns dann<br>                          zuhören.<br> <br>                                    BEEM<br>                          Aye, Sir.<br></font><br><p><font face="Courier New" size="2">        18     EXT. WELTRAUM                                           18<br><br>               Zwei kleinere Schiffe umschwirren die Antares, die nun mit<br>               Phasern und Torpedos auf die Schiffe feuert. Der Kampf ist<br>               kurz, da präzise. Zwei, drei Treffer pro Schiff und die<br>               Orioner sind ausgeschaltet. Sie driften nur noch, die<br>               Triebwerke flackern leicht.<br><br>        19     INT. ANTARES BRÜCKE                                     19<br><br>               Selbe Situation wie vorher. Beem sitzt zufrieden an seiner<br>               Konsole. Caylon steht von seinem Stuhl auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, rufen Sie sie<br>                         nocheinmal. Irgendwie habe ich das<br>                         Gefühl, das man uns dieses mal<br>                         zuhören wird.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Kanal offen. Audio und Video.<br><br>               Auf dem Bildschirm erscheint ein großer, muskelbepackter<br>               Orioner. Er sieht wütend aus. Im Hintergrund können wir die<br>               Brücke des Schiffes erkenenn. Sie scheint einiges abbekommen<br>               zu haben.<br><br>                                   ORIONER<br>                         Was wollen Sie Mensch?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zuerst einmal möchte ich wissen,<br>                         warum Sie uns angegriffen haben!<br>                         Immerhin besteht ein<br>                         Handelsabkommen zwischen unseren<br>                         Völkern!<br><br>                                   ORIONER<br>                         Mich interessieren die Abkommen der<br>                         Handelsaufsicht nicht. Und mich<br>                         interessieren die Menschen nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ah, gut...<br>                             (beat)<br>                         Wir suchen ein Schiff, das hier vor<br>                         kurzem verschwunden ist. Die<br>                         Kobayashi Maru. Sie haben es nicht<br>                         zufällig gesehen, oder?<br><br>                                   ORIONER<br>                             (höhnisch)<br>                         Ich kenne kein solches Schiff.<br>                         Vieleicht sollten Sie besser auf<br>                         ihre Schiffe aufpassen, dies ist<br>                         eine gefährliche Gegend, es wimmelt<br>                         hier nur von Piraten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieso habe ich das Gefühl, das Sie<br>                         wissen, wo das Schiff ist?<br><br>                                   ORIONER<br>                         Glauben Sie, was Sie wollen,<br>                         Mensch. Von mir werden Sie nichts<br>                         erfahren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hören Sie, wir zwei können hier<br>                         jetzt ewig leugnen, was<br>                         offensichtlich ist. Ich habe<br>                         gehört, das die Orioner im<br>                         allgemeinen einen guten Deal zu<br>                         schätzen wissen, stimmt das?<br><br>                                   ORIONER<br>                         Das stimmt, doch Sie haben nichts,<br>                         was für uns von Wert sein könnte.<br>                         Nichteinmal die Frau neben ihnen<br>                         wäre Informationen wert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Meint der mich?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (an Müller)<br>                         Nicht jetzt, Nicole.<br>                             (an den Orioner)<br>                         Menschen handeln nicht mit Frauen,<br>                         wir finden soetwas verachtenswert.<br>                             (beat)<br>                         Ich mache ihnen einen besseren<br>                         Vorschlag: Sagen Sie mir alles, was<br>                         Sie über das Verschwinden des<br>                         Frachters wissen und wir lassen Sie<br>                         ziehen, ohne Sie weiter zu<br>                         belästigen!<br><br>                                   ORIONER<br>                         Hah! Was glauben, wer Sie sind<br>                         Mensch? Legen Sie sich nie mit<br>                         einem Orioner an!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, ich glaube, ich bin derjenige,<br>                         der als einzigster funktionierende<br>                         Waffen zur Verfügung hat.<br>                             (an Beam)<br>                         Mr. Beem, ziehlen Sie auf die<br>                         Reservelebenserhaltungssysteme des<br>                         ersten orionischen Schiffes.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Feuern Sie, wenn Sie bereit sind.<br><br>                                   ORIONER<br>                         Das werden Sie nicht tun, Mensch!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                         Reservesysteme anvisiert. Feuere<br>                         jetzt.<br><br>               Auf dem Bildschirm sehen wir, wie das Schiff des Orioniers<br>               erschüttert. Wir hören Rufe in orionischer Sprache, worauf<br>               das Gesicht des Orioners dunkelgrün vor Zorn wird.<br><br>                                   ORIONER<br>                         Das wird ein Nachspiel haben!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das glaube ich nicht. Wenn Sie<br>                         weiterhin so unkooperativ sind,<br>                         dann wird von ihnen nichts als ihre<br>                         Leiche übrig bleiben und ich glaube<br>                         kaum, das Sie in dieser Form mir<br>                         noch ernsthafte Schwierigkeiten<br>                         machen könnten.<br>                             (beat)<br>                         Mr. Beem, erfassen Sie die<br>                         Hauptlebenserhaltungssysteme.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sind erfasst.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben die Wahl, entweder Sie<br>                         sagen mir, was ich wissen will,<br>                         oder ich mache ihrem Kollegen<br>                         ebenfalls dieses lukrative Angebot.<br>                             (beat)<br>                         Also?<br><br>                                   ORIONER<br>                             (wütend)<br>                         Okay, Mensch! Wir senden ihnen die<br>                         Daten, die wir sammeln konnten, als<br>                         das Schiff flüchtete. Vieleicht<br>                         können Sie etwas damit anfangen.<br><br>               Mestral bestätigt mit einem Nicken den Empfang der Daten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehen Sie und Sie wollten erst<br>                         nicht auf dieses Angebot eingehen.<br>                         Wenn wir sonst noch etwas für Sie<br>                         tun können, dann lassen Sie es uns<br>                         wissen...<br><br>                                   ORIONER<br>                         Verschwinden Sie! Und hoffen wir,<br>                         das wir uns nicht wiedersehen!<br><br>               Die Verbindung wird unterbrochen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Tschernovsky, mir scheint, das<br>                         wir nicht in der Nähe sein sollten,<br>                         wenn die Orioner ihre Systeme<br>                         repariert werden. Bringen Sie uns<br>                         hier heraus.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain, die Daten die uns die<br>                         Orioner gesendet haben, sind recht<br>                         umfangreich. Es wird eine Weile<br>                         dauern, bis wir wissen, wohin das<br>                         Schiff verschwunden ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nehmen Sie sich jeden zur Hilfe,<br>                         den Sie brauchen. Die Auswertung<br>                         der Daten hat oberste Priorität!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir. Ich begebe mich in das<br>                         Astrometrielabor.<br><br>               Mestral betätigt einige Tasten und verlässt dann seine<br>               Station. Die Kamera folt Mestral zum Torbolift, dann...<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        20     INT. KLINGONISCHER SCOUT                                20<br><br>               Wir sehen das typische Innere eines klingonischen Scouts. An<br>               den Konsolen sitzen düster dreinschauende Klingonen, die<br>               beschäftigt aussehen. In der Mitte der Brücke thront der<br>               Stuhl des Captains, der von einem klingonen besetzt wird,<br>               dessen Stirnrunzeln nur noch schwach sichtbar sind. Auch bei<br>               den anderen Klingonen sind die Runzeln nur noch wenig<br>               vorhanden, sie sehen eher aus wie die Klingonen, die wir aus<br>               TOS kennen.<br><br>               Ein weiterer Klingone tritt an den Captain heran.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Captain, unsere Sensordrohnen haben<br>                         im Quadranten 12C ein Schiff<br>                         entdeckt. Es ist dort vor 2 Tagen<br>                         das erste Mal aufgetaucht und hat<br>                         seitdem seine Position nicht<br>                         verlassen.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Und warum melden Sie mir das erst<br>                         jetzt?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         In der Region kommt es häufig zu<br>                         Störungen in den Sensoren,<br>                         verursacht durch die dortigen<br>                         Anomalien. Der zuständige<br>                         Abhörposten hat vor zwei Tagen eine<br>                         Sonde in die Richtung des Schiffes<br>                         geschickt und konnte die Echtheit<br>                         der Aufnahmen bestätigen.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Dort befindet sich also wirklich<br>                         ein Schiff und es hat seit zwei<br>                         Tagen seine Position nicht<br>                         verändert?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Es liegt ganz ruhig im Raum. Die<br>                         Energieanzeigen sind schwach,<br>                         scheinbar sind die Triebwerke<br>                         funktionsunfähig.<br>                             (beat)<br>                         Unsere Scanner haben nochetwas<br>                         entdeckt: Das Schiff ist voll<br>                         beladen mit Deuterium!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Deuterium?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Jawohl, 150.000 Kubikmeter.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Von welcher Spezies ist das Schiff?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Laut unseren Datenbanken scheint es<br>                         ein Schiff der Menschen zu sein.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Dort liegt also ein Schiff der<br>                         Menschen seit 2 Tagen mit den<br>                         Frachträumen voll mit Deuterium<br>                         völlig Regungslos im Raum?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Jawohl! Ich schlage vor, wir<br>                         ergreifen diese einmalige Chance<br>                         und übernehmen das Schiff! Wir<br>                         werden es dem Kanzler als Geschenk<br>                         überreichen!<br>                         Unsere Ehre dürfte dann<br>                         wiederhergestellt sein und wir<br>                         müssen nicht mehr diese ehrlosen<br>                         Patrullienflüge machen. Wir könnten<br>                         wieder an Schlachten teilnehmen.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Sie sind ein Narr! Wir wurden nicht<br>                         wegen unehrenhaften Verhaltens auf<br>                         diese Mission geschickt, man<br>                         erwartet von uns, das wir hier<br>                         draussen sterben und dem Imperium<br>                         eine Schmach zu ersparen.<br><br>               Der Captain streicht über seine Stirn.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN (CONT'D)<br>                         In normalen Zeiten hätte uns der<br>                         Frachter der Menschen Ruhm und Ehre<br>                         eingebracht. Doch nicht in diesen<br>                         Zeiten. Wir sind Ausgestoßene.<br>                         Minderwertige Klingonen. Man würde<br>                         uns den Ruhm aberkennen.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Aber was, wenn es nicht nur ein<br>                         einfacher Frachter ist? Was, wenn<br>                         er zu einer Invasionsmacht gehört?<br>                         Mit soviel Deuterium kann man eine<br>                         große Flotte von Schiffen<br>                         antreiben.<br><br>                                   KLINGNONISCHER CAPTAIN<br>                             (ungläubig)<br>                         Die Menschen können sich keinen<br>                         Krieg gegen uns leisten. Sie haben<br>                         schon einen Krieg gegen die<br>                         Romulaner zu führen!<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Aber für einen Krieg gegen die<br>                         Romulaner brauchen sie aber<br>                         Resourcen! Und vergessen Sie nicht,<br>                         wem wir unsere Schmach zu verdanken<br>                         haben!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Ein guter Punkt.<br>                             (beat)<br>                         Die Menschen könnten die Seuche mit<br>                         Absicht verbreitet haben. Immerhin<br>                         wurde das klingonische Volk durch<br>                         das metagene Virus geschwächt...<br>                         Wir wären ein leichtes Ziel...<br><br>               Der Captain erhebt sich von seinem Stuhl.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN (CONT'D)<br>                         Steuerman, nehmen Sie Kurs auf das<br>                         irdische Schiff! Bringen Sie uns<br>                         nahe genug heran, damit wir die<br>                         Lage besser Beurteilen können,<br>                         halten Sie uns aber aus deren<br>                         Sensorreichweite raus.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollen ja nicht wissen, das wir<br>                         schon da sind.<br><br>        21     EXT. WELTRAUM                                           21<br><br>               Der klingonischer Scout geht auf Warp. Dann....<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        22     INT. ECS MARU BRÜCKE                                    22<br><br>               Noch immer herrscht ein reges Treiben auf der Brücke des<br>               Frachters. Gerade kommt Chief Alveres durch die Tür auf die<br>               Brücke und tritt an den Captain, der neben Radar an der Kom<br>               Station steht.<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br>                         Sir, ich habe eben die<br>                         Subraumfunkrelais selbst überprüft,<br>                         da lässt sich nichts mehr machen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                             (ironisch)<br>                         Chief, Sie haben in letzter Zeit<br>                         diese unmögliche Angewohnheit, mir<br>                         nur schlechte Nachrichten zu<br>                         bringen.<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br>                         Tut mir leid, Captain, aber da<br>                         lässt sich nichts mehr machen. Und<br>                         die Boje ist auch hin. Ich denke<br>                         zwar, dass ich den Sender wieder<br>                         zum Laufen bringen könnte, doch die<br>                         Reichweite ist nicht weit genug...<br><br>                                   RADAR<br>                         Ich hätte da einen Vorschlag,<br>                         Chief. Wie wäre es, wenn wir den<br>                         Sender in einen Torpedo einbauen?<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br>                         Eine interessante Idee. Wir müssten<br>                         nur den Sprengkopf ausbauen und den<br>                         Sender einbauen.<br>                         Ich denke, wir könnten dann den<br>                         Torpedo von einer der Rampen<br>                         abfeuern, doch dann verlieren wir<br>                         eine unsere letzten<br>                         Verteidigungsmöglichkeiten, sollten<br>                         die Klingonen vorbeischauen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Hm, doch mit nur einem Torpedo<br>                         können wir sie auch nicht in Schach<br>                         halten.<br>                             (beat)<br>                         Beginnen Sie die Modifizierung.<br>                         Nehmen Sie sich jeden, den Sie für<br>                         die Aufgabe brauchen. Diese Sache<br>                         hat die höchste Priorität.<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br>                         Aye Sir.<br>                             (an Radar)<br>                         Kommen Sie, wir haben noch einiges<br>                         zu tun.<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        23     EXT. WELTRAUM - 2 STUNDEN SPÄTER                        23<br><br>               Der klingonische Scout hat in einem Nebel in der Nähe des<br>               Frachters Position bezogen.<br><br>        24     INT. KLINGONISCHER SCOUT - BRÜCKE                       24<br><br>               Die Brücke des klingonischen Schiffes ist nun komplett<br>               besetzt. Das Licht ist immernoch gedämpft. Der erste Offizier<br>               ist über eine Konsole gebeugt und spricht aufgeregt mit einen<br>               Klingonen ND.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Sind Sie sicher?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Jawohl, Sir. Der irdische Frachter<br>                         hat soeben einen Torpedo<br>                         abgefeuert!<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Haben Sie uns anvisiert?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Negativ. Der Torpedo fliegt<br>                         Richtung Grenze.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Warum sollten die Menschen einen<br>                         Torpedo in Richtung Grenze<br>                         schicken?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Keine Ahnung, Sir.<br><br>               Seine Konsole piept auf einmal.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Was ist los?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Sir, der Computer meldet, das der<br>                         Torpedo eine Übertragung im Subraum<br>                         beginnt.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Also ist es eine Barke. Was senden<br>                         Sie?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Keine Ahnung, der Empfang ist durch<br>                         die hiesigen Anomalien leicht<br>                         gestört. Wir müssen die Position<br>                         ändern, wenn wir hören wollen, was<br>                         gesendet wird.<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Es ist klar, was die Senden. Die<br>                         Senden einen Bericht an ihre<br>                         Kommandeure, Daten die sie<br>                         innerhalb der letzten zwei Tage in<br>                         aller Ruhe unbemerkt gesammelt<br>                         haben. Sie werden schon bald mit<br>                         der Invasion beginnen.<br>                             (beat)<br>                         Steuermann, bringen Sie uns in<br>                         einer bessere Position zum Senden.<br>                         Achten Sie aber darauf, das wir<br>                         nicht innerhalb der<br>                         Sensorreichweite des irdischen<br>                         Frachters kommen. Sagen Sie der<br>                         Verstärkung, das sie sich beeilen<br>                         sollen.<br>                             (beat)<br>                         Ich gebe dem Captain Bescheid.<br>                             (beat)<br>                         Und schießen Sie die Barke ab.<br><br>               Mit diesen Worten verlässt der erste Offizier die Brücke.<br><br>        25     EXT. WELTRAUM                                           25<br><br>               Der klingonische Scout verlässt seine Position und feuert auf<br>               die Barke, die in einem Feuerball explodiert.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        26     INT. ANTARES MANNSCHAFTSMESSE - SPÄTER AM ABEND         26<br><br>               Die Mannschaftsmesse nicht spärlich besucht. Einige NDs haben<br>               die Tische besetzt. Caylon betritt die Messe und geht zu dem<br>               Getränkespender. Nachdem er seine Tasse gefüllt hat, bahnt er<br>               sich den Weg an einen Tisch etwas abseits der Menge, an  dem<br>               Müller sitzt und die Sterne betrachtet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist hier noch frei?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gedankenverloren)<br>                         Was?<br>                             (beat)<br>                         Ach, du bist's, Fred. Setz dich.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Danke.<br>                             (beat)<br>                         Was ist los?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wieso, was meinst du bitte?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Na, ich weiß nicht, sag du's mir?<br>                         Warum hat mein erster Offizier ein<br>                         langes Gesicht gemacht, als sie<br>                         gehört hat, dass wir die Kobayashi<br>                         Maru suchen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         War es so offensichtlich?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Japp.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mein Bruder ist an Board des<br>                         Schiffes.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Oh.<br>                             (beat)<br>                         Bist du dir sicher?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, als ich letzte Woche mit meiner<br>                         Mutter gesprochen hatte, sagte sie<br>                         mir, dass er vor kurzem für eine<br>                         Woche zuhause war, sein Schiff wäre<br>                         in der Werft gewesen.<br>                         Danach wäre er wieder für ein paar<br>                         Wochen unterwegs gewesen.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Sicher, dass er nicht inzwischen<br>                         auf einem anderen Schiff angeheuert<br>                         hat?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein, auf der Maru sind seine<br>                         Freunde, er fühlte sich dort sehr<br>                         wohl.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Hey, ich bin mir sicher, das George<br>                         eine Möglichkeit findet, die Maru<br>                         zu finden. Immerhin ist er ein<br>                         kleveres Bürschen, liegt bei ihm in<br>                         den Genen. Ich wette mit dir, das<br>                         er schon bald weiß, wo das Schiff<br>                         ist.<br><br>               Das Interkom ertönt und wir hören die Stimme von Lt. Mestral.<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Lt. Mestral an Captain Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wow, wenn man vom Teufel spricht.<br><br>               Caylon geht zum Kommunikator und aktiviert die<br>               Gegensprechanlage.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon hier, was gibt's?<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Sir, ich glaube, wir haben die Maru<br>                         gefunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie das? Sie sagten doch, das Sie<br>                         mindestens 8 Stunden brauchen, das<br>                         gesamte Material zu sichten,<br>                         geschweige denn eine erste<br>                         Hypothese zu entwickeln?<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Ich denke, "Zufall" würde es gut<br>                         beschreiben. Commander Torlan hat<br>                         vor kurzem einen Notruf abgefangen.<br>                         Er war zwar recht schwach und<br>                         kurz,aus ungeklärter Ursache<br>                         dauerte er nur etwa 20 Sekunden,<br>                         danach brach er ab, doch wir können<br>                         mit Sicherheit sagen, dass er von<br>                         der Maru stammt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wo ist das Schiff?<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Das kann ich nicht mit 100%<br>                         Genauigkeit sagen, doch es ist mir<br>                         und Mr. Torlan gelungen den<br>                         Standort der Notrufbarke, die den<br>                         Notruf sendete, zu ermitteln. Doch<br>                         dadurch dürfte es ein weiteres<br>                         Problem geben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was für ein Problem? Ich denke<br>                         kaum, das uns die Orioner<br>                         nocheinmal Ärger machen werden...<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Die Orioner sollten unser kleinstes<br>                         Problem sein.<br>                             (beat)<br>                         Die Barke ist in der Nähe der<br>                         klingonischen Grenze.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt wirklich nach einem<br>                         Problem.<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Wie sollen wir jetzt verfahren,<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lassen Sie Ensign Tschernovsky<br>                         einen Kurs zur Barke anlegen, mit<br>                         Maximum Warp. Mr. Torlan soll das<br>                         Hauptquartier kontakten und unsere<br>                         aktuelle Situation schildern. Ich<br>                         komme gleich auf die Brücke.<br><br>                                   MESTRALS COMSTIMME<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Die Komverbindung wird unterbrochen und Caylon kehrt zum<br>               Tisch zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gute Neuigkeiten: Mestral hat einen<br>                         Hinweis gefunden, wo die Maru ist.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist großartig.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicht ganz. Mestral hat einen<br>                         Funkspruch aufgefangen, der in der<br>                         Nähe der klingonischen Grenze<br>                         abgeschickt wurde. Der Funkspruch<br>                         dauerte nur ein paar Sekunden an...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Klingonen haben die Maru<br>                         ebenfalls gefunden.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Tschernovsky setzt einen Kurs zu<br>                         den Koordinaten. Ich möchte, dass<br>                         du in den Maschinenraum gehst,<br>                         bereite dort alles auf ein<br>                         mögliches Zusammentreffen mit den<br>                         Klingonen vor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     EXT. WELTRAUM                                           27<br><br>               Die Antares springt aus dem Warp. Im Hintergrund sind<br>               ähnliche farbenfrohe Anomalien zu sehen, wie im Borderland.<br><br>               Die Antares nähert sich einem kleinen Trümmerfeld.<br><br>        28     INT. ANTARES BRÜCKE                                     28<br><br>               Torlan sitzt an der Kom-Station, Mestral an der<br>               Wissenschaftsstation, Beem an der Sicherheitsstation und<br>               Caylon im Captain's Chair.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Soviel zu der Barke.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wie es scheint, wurde die Barke<br>                         zerstört. Den Strahlungswerden<br>                         zufolge war es ein Schiff der<br>                         Klingonen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das heißt, sie wissen, das die Maru<br>                         hier in der Nähe ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Irgendwelche Anzeichen, das die<br>                         Maru hier in der Nähe ist?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich kann mit den<br>                         Kurzstreckensensoren nichts<br>                         entdecken. Ich weite jetzt die<br>                         Suche aus.<br><br>                                   BEEM<br>                         Lt. Mestral, können wir die<br>                         Flugbahn der Boje nachvollziehen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich registriere eine verstreute<br>                         Ionenspur, die von der Sonde sein<br>                         könnte. Ich folge der Spur...<br>                             (beat)<br>                         Ich glaube, ich habe die Maru. Die<br>                         Scanner haben etwas entdeckt, das<br>                         ein Frachter sein könnte. Die<br>                         Energiesignaturen sind schwach.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber Sie sind sich sicher, das es<br>                         die Maru ist?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sicher bin ich mir nicht, doch die<br>                         logische Schlussvolgerung wäre,<br>                         dass es die Maru ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wo genau ist sie?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Etwa 2 Lichtjahre hinter der Grenze<br>                         zum klingonischen Terretorium.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt. Sind klingonische Schiffe<br>                         in der Nähe?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bis jetzt konnten die Sensoren<br>                         keine entdecken, doch ich denke,<br>                         die zerstörte Sonde spricht für<br>                         sich selbst.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, ich empfange Signaturen, die<br>                         auf Schiffe im Warp deuten könnten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Von wo kommen sie?<br><br>                                   BEEM<br>                         Aus dem inneren Terretorium des<br>                         klingonischen Raumes.<br>                         Bis jetzt kann ich mindestens 2<br>                         Signaturen entdecken. Laut<br>                         Datenbank könnten es D5 Kreuzer<br>                         sein, doch sie sind noch zu weit<br>                         entfernt, als das die Sensoren ein<br>                         genaues Ergebnis liefern könnten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und sie fliegen hierher?<br><br>                                   BEEM<br>                         Negativ. Soweit ich das beurteilen<br>                         kann, fliegen sie in Richtung der<br>                         Maru.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wird ja immer besser...<br>                             (beat)<br>                         Wann werden Sie beim Frachter<br>                         ankommen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vermutlich in vier Stunden und<br>                         dreißig Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, öffnen Sie einen Kanal<br>                         zum Hauptquartier.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain, ich möchte darauf<br>                         hinweisen, das wir eine<br>                         Zeitverzögerung von mindestens<br>                         einer Stunde haben, bevor wir eine<br>                         Antwort vom Hauptquartier bekommen.<br>                         Und das auch nur, wenn sie sofort<br>                         antworten würden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Senden Sie trotzdem eine Nachricht.<br>                         Die Beziehungen zu den Klingonen<br>                         sind nicht gerade rosig, ich will<br>                         die Rückendeckung der Admiralität<br>                         haben, wenn wir da rein fliegen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, jetzt heißt es warten.<br><br>               Caylon nimmt wieder auf dem Captain's Chair platz und beginnt<br>               ungeduldig mit den Fingern auf der Armlehne zu klopfen.<br>               Dann...<br><br>                                                               FADE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        29     INT. KLINGONISCHER SCOUT - BRÜCKE                       29<br><br>               Der Captain ist nun auf der Brücke anwesend. Er redet gerade<br>               mit seinem ersten Offizier, als das Gespräch von einem<br>               anderen Klingonen unterbrochen wird.<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Captain, unsere Sensoren haben<br>                         soeben ein Schiff in der Nähe der<br>                         Grenze entdeckt!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Ein Schiff?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Jawohl! Ein IRDISCHES Schiff!<br><br>                                   CAPTAIN<br>                         Interessant. Scheinbar vermissen<br>                         Sie wirklich eines ihrer Schiffe.<br>                             (beat)<br>                         Wie ist ihr Status?<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Sie verharren dicht vor der Grenze,<br>                         Sir. Sie scannen die Gegend ab,<br>                         vermutlich haben Sie schon die<br>                         Position des Frachters ermittelt.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Wie lange noch, bis die Verstärkung<br>                         eintrifft?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Die Verstärkung trifft in etwa 4,5<br>                         Stunden ein.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Theoretisch genug Zeit, um die<br>                         Grenze zu überqueren und den<br>                         Frachter zu bergen.<br>                             (beat)<br>                         Aber wenn der Frachter ein Teil<br>                         einer Invasionsstreitmacht ist,<br>                         warum kommt dann nur ein einzelnes<br>                         Schiff, um es zu bergen?<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Das ist doch offensichtlich! Sie<br>                         wollen kein Aufsehen erregen!<br>                             (beat)<br>                         Sir, ich schlage vor, wir bringen<br>                         uns in eine Position zwischen dem<br>                         irdischen Schiff und dem Frachter.<br>                         Dann könnten wir sie für eine Weile<br>                         beschäftigen, bis die Verstärkung<br>                         eintrifft.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Eine gute Idee. Und vieleicht<br>                         würden wir einen ehrenvollen Tod<br>                         erleiden, wenn wir bei dem Versuch<br>                         scheitern, das Reich vor einer<br>                         Invasion zu schützen.<br>                             (beat)<br>                         Steuerman, bringen Sie uns in eine<br>                         Position zwischen den Frachter und<br>                         dem irdischen Schiff.<br><br>                                   KLINGONISCHER STEUERMANN<br>                         Captain, dann können uns die<br>                         Menschen aber sehen!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Das sollen sie doch auch!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        30     INT. ECS MARU BRÜCKE                                    30<br><br>               Wir sehen nun Captain Caylon auf dem Bilschirm der Kobayashi<br>               Maru. Scheinbar ist es gelungen, eine Komverbindung<br>               herzustellen. Die beiden Captains besprechen die aktuelle<br>               Lage.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Chief Alveres ist es inzwischen<br>                         gelungen, unsere Generatoren auf<br>                         einen viertel der normalen Leistung<br>                         zu steigern. Doch weder Impuls,<br>                         noch Warpantrieb können wir ohne<br>                         passende Ersatzteile reparieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie uns eine komplette Liste<br>                         mit den benötigten Ersatzteilen<br>                         schicken, dann könnten wir<br>                         versuchen, ihnen bei den<br>                         Reparaturen zu helfen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Klingt soweit ganz gut, Captain.<br>                         Doch Sie wissen genausogut wie ich,<br>                         dass Sie die Grenze nicht einfach<br>                         so überqueren und die Teile hier<br>                         abliefern können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir arbeiten daran. Wir werden<br>                         versuchen eine Genehmigung von der<br>                         Sternenflotte oder den Klingonen zu<br>                         bekommen, doch beides braucht Zeit.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Zeit, die wir nicht haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da haben Sie recht. Vieleicht...<br><br>               Caylon wird von etwas ausserhalb des Bildschirmes abgelenkt,<br>               er bedeutet Captain YANCE, einen Augenblick zu warten.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mein taktischer Offizier hat soeben<br>                         einen klingonsischen Scout<br>                         entdeckt, der sich zwischen uns und<br>                         ihnen in Position gebracht hat. Wir<br>                         werden versuchen mit ihnen einen<br>                         Kontakt herzustellen.<br>                             (beat)<br>                         Ich schlage vor, das unsere<br>                         Chefingeniere miteinander sprechen<br>                         und die Liste der benötigten<br>                         Ersatzteile zusammenstellen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Gut, ich werde das veranlassen. Auf<br>                         bald, Captain Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bis bald, Captain YANCE.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES BRÜCKE                                     31<br><br>               Caylon geht in Richtung der Komstation.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Mr. Torlan, rufen Sie den Scout.<br><br>               Torlan betätigt einige Kontrollen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es tut mir leid, Sir. Ich bin mir<br>                         zwar sicher, das Sie uns hören<br>                         können, doch sie machen keinerlei<br>                         Anstalten, uns zu antworten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Versuchen Sie es weiter. Sagen Sie<br>                         ihnen, das wir mit ihnen sprechen<br>                         wollen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Auf Caylon's angespanntes Gesicht, dann...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        32     INT. ANTARES MASCHINENRAUM - MÜLLERS BÜRO               32<br><br>               Wir befinden uns in Commander Müllers Büro im<br>               Hauptmaschinenraum der Antares. Sie sitzt an ihrem<br>               Schreibtisch und konferiert mit dem Chief der Maru.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und Sie sind sicher, das sich die<br>                         Matrix nicht mehr retten lässt?<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br>                         Ziehmlich sicher. Ich bin zwar nur<br>                         einfacher Frachteringenieur, doch<br>                         glauben Sie mir, ich weis, was sich<br>                         noch reparieren lässt, und was<br>                         nicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich wollte keinesfalls ihre<br>                         Qualifikation in Frage stellen.<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br><br>                         Tut mir leid, Commander. Die<br>                         letzten Tage waren recht<br>                         anstrengend, da leidet meine<br>                         Stimmung etwas...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das Gefühl kenne ich.<br><br>               Einen kurzen Moment schweigen sich die beiden Ingenieure an,<br>               dann ergreift Müller wieder das Wort.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Chief, ist unter ihrem Stab ein<br>                         Sönke Müller?<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br><br>                         Sönke? Ja, was soll mit ihm sein?<br>                             (beat)<br>                         Oh, ich verstehe, Müller! Er ist<br>                         mit ihnen Verwand nehme ich an?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Genau, er ist mein Bruder. Ist<br>                         er..?<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br><br>                         Seien Sie unbesorgt, ihm geht es<br>                         gut.<br>                             (beat)<br>                         Wollen Sie vieleicht mit ihm<br>                         sprechen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (erfreut)<br>                         Wenn es möglich ist?<br><br>                                   CHIEF ALVARES<br><br>                         Klar, warten Sie einen Moment.<br><br>               Chief Alveres verschwindet vom Bilschirm. Wir hören ihn nach<br>               jemanden rufen und kurze Zeit später sehen wir eine neue<br>               Person den Fokus der Kamera betreten. Ein harger junger<br>               Deutscher, mit blasser Haut und blondem Haar. Er nimmt vor<br>               der Kamera platz, doch sein Blick gilt nicht dem Bildschirm,<br>               sondern einer Person ausserhalb des Fokuses.<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER<br>                         Chief, warum sollte jemand von<br>                         Starfleet mit mir reden wollen? Sie<br>                         sind für eine Schadensanalyse<br>                         wesentlich geeigneter...<br>                             (beat)<br>                         Was, wir senden schon? Oh.<br><br>               Sönke dreht sich nun zum Monitor. Als er erkennt, wen er da<br>               in der Leitung hat, können wir die Freude in seinem<br>               verschmutzten Gesicht aufsteigen sehen.<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER (CONT'D)<br>                         Nicole! Du hier?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Klar, wenn mein kleiner Bruder in<br>                         der Patsche sitzt, dann lasse ich<br>                         alles stehen und liegen und komme<br>                         zur Hilfe.<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER<br>                         Genau wie früher.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Manche Dinge ändern sich nie...<br>                             (beat)<br>                         Und wie geht es dir?<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER<br>                         Soweit ganz gut. Der Flug im<br>                         Wurmloch war schon etwas holprig,<br>                         doch wir haben es soweit ganz gut<br>                         überstanden.<br>                             (beat)<br>                         Von den Maschinen mal abgesehen...<br>                             (beat)<br>                         Nicole, wann kommt ihr, um uns hier<br>                         rauszuholen?<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                             (zögernd)<br>                         Captain Caylon versucht noch, mit<br>                         den Klingonen Kontakt aufzunehmen.<br>                         Wir dürfen die Grenze nicht ohne<br>                         deren Erlaubnis überqueren, das<br>                         könnte sonst einen Krieg<br>                         provozieren...<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER<br>                             (geschockt)<br>                         Das heißt, ihr kommt nicht? Aber<br>                         ich habe gehört, dass sich weitere<br>                         klingonische Schiffe auf dem Weg<br>                         hierher befinden.<br>                             (beat)<br>                         Nicole, ihr müsst uns hier<br>                         herausholen, du hast doch auch<br>                         schon gehört, wie Klingonen ihre<br>                         Gefangenen behandeln!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sönke, wenn wir die Grenze ohne<br>                         Erlaubnis überqueeren, dann werden<br>                         uns die Klingonen den Krieg<br>                         erklären! Und die Erde kann sich<br>                         keinen weiteren Konflikt leisten!<br>                             (beat)<br>                         Aber keine Angst, wir werden euch<br>                         da herausholen, ihr müsst einfach<br>                         nur ein bischen länger durchhalten.<br><br>               Plötzlich ertönt die Comstimme von Torlan.<br><br>                                   TORLANS COMSTIMME<br>                         An alle Führungsoffiziere: Finden<br>                         Sie sich sofort im Konferenzraum<br>                         ein.<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER<br>                         Was ist los?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Keine Ahnung, der Captain hat<br>                         soeben eine Sitzung einberufen. Ich<br>                         muss gehen, aber wir sehen uns<br>                         später wieder! Versprochen!<br><br>                                   SÖNKE MÜLLER<br>                         Okay, aber beeilt euch, was immer<br>                         ihr auch machen werdet.<br><br>               Müller beendet die Verbindung und verlässt ihr Büro. Dann...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        33     INT. ANTARES KONFERENZRAUM                              33<br><br>               Die Führungsoffiziere haben sich wieder einmal versammelt.<br>               Alle sehen angespannt aus, vor allem Müller, die unter sehr<br>               hohem persönlichem Druck steht. Nach einigen Sekunden des<br>               Schweigens ergreift Caylon das Wort.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, haben wir immer noch<br>                         nichts von der Admiralität gehört?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein, Sir. Aufgrund der hiesigen<br>                         Anomalien musste ich die<br>                         Transmission über Echo 5 und 6<br>                         umleiten, weswegen die Botschaft<br>                         mindestens 1 Stunden länger zur<br>                         Erde braucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt wir sind in dieser<br>                         heiklen Sitiuation auf uns alleine<br>                         gestellt, na prima...<br>                             (beat)<br>                         Mr. Beem, taktische Analyse, bitte.<br><br>               Beem betätigt einige Steuerungen an seinem Sitzplatz und auf<br>               dem Hauptschirm wird eine Karte eingeblendent.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wie Sie alle sehen können, befindet<br>                         sich die Maru nur etwa 2 Lichtjahre<br>                         tief im klingonischen Raum. Mit<br>                         maximalem Warp währen wir in 65<br>                         Minutem am Ziel, was allerdings nur<br>                         ein geschätzter Wert ist, da wir<br>                         nicht genau wissen, wie sich die<br>                         Anomalien eventuell auf den<br>                         Warpantrieb auswirken. Selbst wenn<br>                         wir die Transporter einsetzen,<br>                         andocken und die Shuttles benutzen<br>                         bräuchten wir immernoch knapp eine<br>                         Stunde, um die Maru komplett zu<br>                         evakuieren, da sie auch<br>                         Schwerverletzte an Board haben.<br>                             (beat)<br>                         Das heißt, wir würden nur für die<br>                         Evakuierung und den Hin und<br>                         Rückflug ohne Komplikationen mehr<br>                         als 3 Stunden im OPTIMALFALL<br>                         brauchen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Doch wir wissen, das sich ein Scout<br>                         in der Nähe befindet, der nur<br>                         darauf wartet, das wir die Grenze<br>                         übertreten.<br>                         Das heißt, wir würden auf jeden<br>                         Fall etwas länger hin brauchen,<br>                         sollte es uns gelingen, sie<br>                         auszuschalten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Genau. Doch jede Minute, die wir<br>                         länger brauchen, um zum Frachter zu<br>                         gelangen, lässt die Verstärkung der<br>                         Klingonen immer näher kommen. Nach<br>                         letzten Scans sind es schon 4<br>                         Schiffe der D5 Klasse.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dazu ist dann noch anzumerken, dass<br>                         die D5 Klasse mit Warp 6,8 fliegen<br>                         kann. Das heißt, sollte es uns<br>                         tatsächlich gelingen, an dem Scout<br>                         ohne Hinderniss vorbeizukommen, die<br>                         Maru zu evakuieren, dann könnten<br>                         uns die Klingonen immernoch vor<br>                         überschreiten der Grenze einholen,<br>                         da sie schneller fliegen können als<br>                         wir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gibt es keine Möglichkeit, die<br>                         Klingonen aufzuhalten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun, man könnte versuchen das Gas<br>                         in der Gegend zu entzünden, denn<br>                         das würde mit einer<br>                         Wahrscheinlichkeit von 97% die<br>                         Triebweke der Klingonen<br>                         verlangsamen, doch es hätte mit<br>                         einer noch höheren<br>                         Wahrscheinlichkeit das selbe mit<br>                         unseren Triebwerken zur Folge.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und einen direkten Kampf mit den D5<br>                         Kreuzern können wir uns auch nicht<br>                         erlauben, selbst gegen 2 von denen<br>                         würden wir alt aussehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und was wäre, wenn ich versuchen<br>                         würde, mehr aus den Triebwerken<br>                         herauszuholen? Wenn ich, sagen wir<br>                         mal, Warp 5,34 liefern könnte?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Selbst wenn wir so schnell fliegen<br>                         könnten, würde uns das nur ein paar<br>                         Minuten erkaufen.<br>                         Die Klingonen würden uns vieleicht<br>                         nicht vor der Grenze stoppen<br>                         können, aber wird die Grenze dann<br>                         eh keine große Rolle mehr für die<br>                         Klingonen spielen. Und wie vorhin<br>                         erwähnt, diese Spekulationen gehen<br>                         davon aus, das uns der Scout nicht<br>                         angreift und auf die Vestärkung<br>                         wartet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also fassen wir das alles nochmal<br>                         zusammen: Wir brauchen mindestens 3<br>                         Stunden um zur Maru zu gelangen,<br>                         sie zu evakuieren und dann uns<br>                         wieder aus dem Staub zu machen.<br>                         Doch selbst dann sind wir noch<br>                         lange nicht vor den Klingonen<br>                         sicher, richtig?<br><br>                                   BEEM<br>                         So sieht es aus. Mal davon<br>                         abgesehen, das wir damit einen<br>                         Krieg mit den Klingonen provizieren<br>                         würden.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain, ich möchte hierzu das alte<br>                         vulkanische Sprichwort "Das Wohl<br>                         der Vielen überwiegt das Wohl der<br>                         Wenigen, oder des einzelnen"<br>                         zitieren.<br>                             (beat)<br>                         Meiner Ansicht nach wäre es<br>                         ratsamer, die Crew der Maru den<br>                         Klingonen auszuliefern und zu<br>                         versuchen auf diplomatischen Wege<br>                         eine Einigung mit den Klingonen zu<br>                         finden. Denn wie vorhin schon<br>                         erwähnt, Starfleet kann es sich<br>                         nicht leisten, auch noch gegen die<br>                         Klingonen zu kämpfen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das Problem dabei ist doch, das die<br>                         Klingonen nicht gerade für ihre<br>                         Gastfreundschaft bekannt sind. Wir<br>                         haben keine Garantie, dass die<br>                         Klingonen die Crew nicht auf der<br>                         Stelle töten werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie wäre es, wenn wir<br>                         versuchen, ihnen irgendwie<br>                         Ersatzteile zukommen zu lassen?<br>                         Wenn die Maru wieder einen<br>                         funktionsfähigen Warpantrieb hätte,<br>                         dann könnte sie uns entgegen<br>                         kommen. Dadurch würden wir Zeit für<br>                         eine eventuelle Evakuierung sparen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aber wie sollen wir die Ersatzteile<br>                         zur Maru schaffen? Wir könnnen<br>                         nicht die Grenze überqueren?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh, ein guter Punkt. Können wir sie<br>                         nicht einfach in einen Torpedo<br>                         stopfen und dann im Warp abfeuern?<br><br>                                   BEEM<br>                         An sich eine interessante Idee,<br>                         doch sehe ich große Probleme bei<br>                         der Durchführung. Dazu müssen wir<br>                         den Torpedo im Warpflug abfeuern<br>                         und eine Möglichkeit finden, ihn<br>                         lange genug im Warpraum zu halten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber es wäre theoretisch möglich?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Theoretisch ja, doch ist es<br>                         fraglich, ob wir momentan die Zeit<br>                         dazu haben, einen Torpedo<br>                         dementsprechend zu modifizieren.<br>                         Soetwas wurde bisher noch nicht<br>                         gemacht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Selbst wenn wir es hinbekommen<br>                         würden, den Torpedo auf Warp zu<br>                         halten, gibt es zwei Probleme:<br>                         Erstens würden die Klingonen den<br>                         Torpedo sofort abschießen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Da ist was dran.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und das zweite, viel<br>                         schwerwiegendere Problem ist: Alle<br>                         Teile, die nötig wären, um die Maru<br>                         auf Warpgeschwindigkeit zu bringen<br>                         würden niemals in einen Torpedo<br>                         passen. Wenn es nur um einen<br>                         Injektor gehen würde, doch die<br>                         komplette Dilitium-Matrix muss neu<br>                         aufgebaut werden, ganz zu schweigen<br>                         davon, dass die Maru auch noch neue<br>                         Kristalle braucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also bleibt uns effektiv nur eine<br>                         Möglichkeit: Mit den klingonen<br>                         verhandeln.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Doch dazu müssten sie uns<br>                         ersteinmal antworten.<br><br>               Einer der Tischkommunikatoren meldet sich. Caylon drückt eine<br>               Taste und wir hören die Stimme eines Brücken-NDs.<br><br>                                   BRÜCKEN-ND<br>                         Captain Caylon, der klingonische<br>                         Scout ruft uns, bitte kommen Sie<br>                         sofort auf die Brücke.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sind sofort da.<br><br>               Alle Anwesenden springen sofort auf und begeben sich zur<br>               Brücke.<br><br>        34     INT. KLINGONISCHER SCOUT - BRÜCKE                       34<br><br>               Selbe Situation wie vor ein paar Stunden. Der Captain und der<br>               erste Offizier sind beide auf der Brücke anwesend.<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Sir, die Menschen senden noch immer<br>                         Botschaften an uns.<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Ich denke, nun ist die Zeit, ihnen<br>                         zu antworten.<br>                             (beat)<br>                         Lieutenant, öffnen Sie einen Kanal<br>                         zum Schiff!<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Befehl nicht ausführen!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Wie können Sie es wagen!<br><br>                                   ERSTER OFFIZIER<br>                         Warum wollen Sie den Menschen<br>                         antworten? Sie werden nur ihre<br>                         hinterlistigen Lügen verbreiten!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Meinen Sie wirklich, das ich den<br>                         Menschen auch nur eine Sekunde<br>                         Glauben schenken werde? Niemals!<br>                             (beat)<br>                         Doch überlegen Sie, solange ich mit<br>                         den Menschen rede, werden diese<br>                         keinen Versuch unternehmen die<br>                         Grenze zu überqueren. Ausserdem<br>                         gewinnen wir weitere Zeit, was die<br>                         Wartezeit auf die Verstärkung<br>                         verkürzt.<br><br>               Der Captain nickt dem ND zu, worauf dieser ein paar Kommandos<br>               in die Konsole eingibt.<br><br>                                   KLINGONISCHER ND<br>                         Kanal ist bereit!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Gut.<br>                             (an den ersten Offizier)<br>                         Sollten Sie es noch einmal wagen,<br>                         meinen Befehl öffentlich in Frage<br>                         zu stellen, dann werden Sie<br>                         schneller in's Sto'vo'khor<br>                         einziehen, als Sie glauben!<br>                             (an den ND)<br>                         Aktivieren Sie die Verbindung!<br><br>        35     INT. ANTARES BRÜCKE                                     35<br><br>               Die NDs an den Stationen werden von den Führungsoffizieren<br>               abgelöst. Caylon steht vor seinem Stuhl und wirkt nervös.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Einkommende Verbindung. Ich lege<br>                         Sie auf den Hauptschirm.<br><br>               Auf dem Bildschirm erscheint nun der klingonische Captain. Er<br>               schaut finster drein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Meine Name ist Frederick Caylon vom<br>                         Raumschiff Antares...<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Schweigen Sie, Mensch! Mich<br>                         interessiert es nicht, wer Sie<br>                         sind! Mich interessiert auch nicht,<br>                         was sie vorgeben, hier zu wollen,<br>                         denn ich kenne die Wahrheit! Die<br>                         Menschen planen die Invasion der<br>                         klingonischen Reiches!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was? Captain, ich versichere ihnen,<br>                         das die Sternenflotte keine<br>                         Aktionen dieser Art plant! Wir<br>                         befinden uns in einem Konflikt mit<br>                         den Romulanern, warum sollten wir<br>                         auch noch gegen die Klingonen in<br>                         den Krieg ziehen?<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Ausflüchte! Geben Sie es zu, der<br>                         Frachter ist ein Teil einer<br>                         Invasionsflotte, die klingonische<br>                         Kolonien einnehmen soll!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich fürchte, hier liegt ein großes<br>                         Missverständnis vor! Die Maru ist<br>                         nach einem Kampf mit orionischen<br>                         Piraten durch ein Wurmloch in ihrem<br>                         Raum gestrandet! Wir sind nur hier,<br>                         um das Schiff mit ihrer Erlaubnis<br>                         zu bergen!<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Halten Sie mich für einen Narren,<br>                         Captain Caylon? Erwarten Sie<br>                         wirklich von mir, das ich ihnen das<br>                         Märchen von einem Wurmloch glaube?<br>                         Dies ist nur wieder eine weitere<br>                         Lüge der Menschen, um dem<br>                         klingonischen Imperium Schaden<br>                         zuzufügen!<br>                             (beat)<br>                         Doch diesesmal kommen Sie nicht so<br>                         einfach davon!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain, wir wollen wirklich nur<br>                         den Frachter bergen...<br><br>                                   KLINGONISCHER CAPTAIN<br>                         Nein, Mensch! Sollten Sie es auch<br>                         nur wagen, die Grenze einen<br>                         Milimeter zu überqueren, dann<br>                         bedeutet das Krieg! Und wenn ihr<br>                         Frachter nicht bis zum Eintreffen<br>                         der imperialen Flotte aus unserem<br>                         Raum verschwunden ist, dann werden<br>                         wir dafür sorgen, das das Schiff<br>                         verschwindet!<br><br>               Die Verbindung wird unterbrochen. Die Kamera schweift durch<br>               die Brücke und fängt die entsetzten Blicke der Crew ein.<br>               Dann...<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        36     INT. ANTARES CAPTAINS READYROOM                         36<br><br>               Wir befinden uns im Bereitschaftsraum des Captains. Caylon<br>               sieht extrem angespannt aus. Die Tür öffnet sich und<br>               Commander Müller tritt ein. Auch ihr sieht man den Stress der<br>               letzten Stunden an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und, was wirst du tun?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hm, ich weis es nicht. Was kann ich<br>                         denn schon tun?<br>                             (beat)<br>                         Sobald wir die Grenze überqueren,<br>                         haben wir einen Krieg mit den<br>                         Klingonen. Selbst wenn es uns<br>                         gelingt den Scout schnell<br>                         auszuschalten, ist das Zeitfenster<br>                         für eine Evakuierung nun zu kurz.<br>                         Mal davon abgesehen, das Mestral<br>                         nun insgesamt 5 D5 Kreuzer<br>                         ausmachen konnte.<br>                             (beat)<br>                         Und eine diplomatische Lösung<br>                         scheint nicht möglich zu sein.<br>                         Torlan versucht immernoch, eine<br>                         erneute Verbindung zu den Klingonen<br>                         herzustellen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das heißt, wir tun nichts?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nein, wir werden uns zurückziehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (geschockt, entsetzt)<br>                         Das ist nicht dein Ernst, oder?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole, ich frage dich, welche Wahl<br>                         habe ich schon? Einen Krieg gegen<br>                         die Klingonen können wir uns nicht<br>                         leiste, wenn uns doch schon die<br>                         Romulaner auf die Pelle rücken! Mal<br>                         angenommen, unser eindringen in den<br>                         Raum der Klingonen hätte keine<br>                         diplomatischen Konsequenzen, die<br>                         Wahrscheinlichkeit auf Erfolg ist<br>                         so gering, das nicht einmal Beem<br>                         dort reingehen würde.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das heist, du ziehst es also vor,<br>                         die Crew der Maru und meinen Brüder<br>                         den Löwen zum Fraß vorzuwerfen? Du<br>                         weißt was das heist: Sie werden<br>                         STERBEN!<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole, bitte, mir bleibt keine<br>                         andere Wahl! Meinst du ich will<br>                         das? Wenn es nach mir ginge, dann<br>                         wären wir sofort zur Maru geflogen<br>                         und hätten sie dort raus geholt!<br>                             (beat)<br>                         Doch hier geht es nicht nur um dich<br>                         und mich. Ich muss hier in größeren<br>                         Maßstäben denken. Wenn wir da<br>                         reinfliegen, hat die Erde einen<br>                         Zweifrontenkrieg, den sie auf<br>                         keinen Fall gewinnen kann. Ich kann<br>                         doch nicht 60 Leben über das Leben<br>                         von Milliarden Leben setzen!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Du Scheusal! Damit unterschreibst<br>                         du die Todesurteile der Crew der<br>                         Maru!<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole, bitte, wenn ich irgendetwas<br>                         übersehen habe, dann sag es mir!<br>                             (beat)<br>                         Ich habe keine andere Wahl!<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                         Es gibt immer eine Wahl, doch du<br>                         traust dich nicht! Du lässt die<br>                         Menschen lieber Sterben, als ein<br>                         Risiko einzugehen!<br><br>               Wütend und aufgelöst verlässt Müller den Raum und lässt einen<br>               verzweifelten Caylon zurück.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES BRÜCKE                                     37<br><br>               Caylon steht vor seinem Stuhl, auf dem Bildschirm können wir<br>               einen niedergeschlagenen Captain YANCE erkennen. Hinter ihm<br>               können wir seine Crew erkennen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Ich hatte schon befürchtet, das<br>                         ihre Entscheidung so ausfallen<br>                         könnte...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Glauben Sie mir, Captain, ich<br>                         wünschte, ich könnte anders<br>                         entscheiden. Doch inszwischen ist<br>                         von der Sternenflotte der Befehl<br>                         eingetroffen, das Gebiet sofort zu<br>                         verlassen. Ihnen soll ich<br>                         ausrichten, dass Sie keinen<br>                         Widerstand gegen die Klingonen<br>                         leisten sollen, sollten sie<br>                         versuchen, das Schiff zu entern.<br>                         Die Erde und ihre Verbündeten<br>                         werden alles versuchen, Sie so<br>                         schnell wie möglich frei<br>                         zubekommen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Keine Angst Captain, ich habe meine<br>                         Crew entsprechend informiert. Wir<br>                         werden uns bedingungslos ergeben<br>                         und keinen Widerstand leisten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kann ich noch irgendetwas für Sie<br>                         und ihre Crew tun?<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Da wäre in der Tat etwas. Ich und<br>                         meine Crew haben einige<br>                         Mitteilungen für unsere Familien<br>                         vorbereitet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde sie für Sie weiterleiten.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Danke Captain. Sie könnten noch<br>                         etwas für uns tun.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und das wäre?<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Treten Sie den Romulanern kräftig<br>                         in den Arsch und gewinnen Sie den<br>                         Krieg, damit wir auch etwas haben,<br>                         wohin wir zurückkehren können,<br>                         sobald die Diplomaten und<br>                         freigekauft haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nichts lieber als das! Und es sei<br>                         ihnen versichert, wir werden alles<br>                         tun, um sie da herauszuholen.<br><br>                                   CAPTAIN YANCE<br>                         Da bin ich mir sicher. Leben Sie<br>                         wohl, Captain Caylon.<br><br>               Die Verbindung wird unterbrochen.<br><br>        38     EXT. WELTRAUM ECS KOBAYASHI MARU                        38<br><br>               Der Maru nähert sich nun die Flotte der Klingonen. Eines der<br>               Schiffe dockt an der Maru an. Wir verweilen noch einen<br>               Augenblick, dann:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        39     EXT. ANTARES IM WARP - STUNDEN SPÄTER                   39<br><br>               Die Antares befindet sich jetzt wieder auf Warp. Im<br>               Hintergrund hören wir Caylon einen Logbucheintrag sprechen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain's Logbuch, Nachtrag. Wir<br>                         befinden uns nun wieder auf dem Weg<br>                         zurück zur Erde, wo wir Admiral<br>                         Forrest abholen werden, um ihn zu<br>                         einer sehr wichtigen Konferenz auf<br>                         Risa bringen werden, die<br>                         Ausschlaggebend für den Ausgang des<br>                         Krieges sein könnte.<br>                             (beat)<br>                         Das letzte was wir von Captain<br>                         YANCE und der Crew von der Maru<br>                         gesehen haben ist, dass die<br>                         Klingonen das Schiff geentert<br>                         haben. Zweifellos werden Sie nach<br>                         Kronos gebracht, um sie zu<br>                         verhören. Mich bestürzt es sehr,<br>                         das wir nicht mehr tun konnten, um<br>                         der Crew zu helfen. Deswegen hoffe<br>                         ich, das die Diplomaten einen weg<br>                         finden werden, die Crew frei<br>                         zubekommen.<br>                             (beat)<br>                         Die Stimmung der Crew leidet sehr<br>                         unter den vergangenen Stunden und<br>                         ich sehe mich leider nicht in der<br>                         Lage, dies zu ändern.<br><br>        40     INT. COMMANDER MÜLLERS QUARTIER - SPÄTER                40<br><br>               Das Licht in dem Quartier des ersten Offiziers ist gedämpft,<br>               die einzige Lichtquelle sind die Sterne, die an der Antares<br>               vorbeiziehen. Die Kamera fährt langsam durch den Raum,<br>               niemand scheint sich hier aufzuhalten. Die Kamera erreicht<br>               nun das Bett, auf dem Commander Müller zusammengekauert<br>               sitzt. In ihren Händen hält sie ein Familienfoto.<br><br>               Plötzlich ertönt der Türsummer. Müller reagiert nicht, sie<br>               sitzt immernoch schluchzend auf ihrem Bett und starrt zu den<br>               Sternen. Der Summer ertönt wieder. Keine Reaktion.<br><br>               Die Tür öffnet sich und Captain Caylon tritt in den Raum. Im<br>               dunkel des Raumes können wir ihn kaum erkennen, doch als er<br>               anfängt zu sprechen, ist klar, das er es ist.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Ich habe eben mit Admiral Garnder<br>                         gesprochen.<br>                             (beat)<br>                         Seinen Informationen nach ist die<br>                         Crew der Maru der Spionage für<br>                         Schuldig befunden worden.<br>                             (beat)<br>                         Man hat die Führungscrew sofort<br>                         exekutiert, die restliche Crew<br>                         wurde laut Geheimdienstberichten<br>                         nach Rura Phente geschickt.<br>                             (beat)<br>                         Der Admiral hat mir versichert, das<br>                         unsere Diplomaten alle nur<br>                         erdenklichen Schritte unternehmen<br>                         werden, um sie von dort<br>                         zurückzuholen.<br><br>               Müller reagiert immernoch nicht auf Caylon.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole, bitte, versuch mich zu<br>                         verstehen.<br>                             (beat)<br>                         Ich konnte mich nicht anders<br>                         entscheiden, wie hätte denn die<br>                         Alternative ausgesehen? Die<br>                         Romulaner sitzen uns im Nacken,<br>                         wenn wir uns die Klingonen auch<br>                         noch zum Feind gemacht hätten...<br>                         Starfleet kann sich keinen Zwei<br>                         Frontenkrieg erlauben, wir sind ja<br>                         noch nichtmal gegen den Krieg gegen<br>                         die Romulaner gewappnet.<br>                             (beat)<br>                         Wenn es nur um mein Leben gegangen<br>                         wäre, ich wäre dort hinüber<br>                         geflogen und hätte versucht sie zu<br>                         retten. Doch hier geht es nicht nur<br>                         um mich, hier geht es um das Wohl<br>                         der Menschheit.<br>                             (beat)<br>                         Manchmal muss man harte<br>                         Entscheidungen treffen, denn wir<br>                         haben Krieg. Immerhin steht<br>                         letztenendes das Überleben der<br>                         gesamten Menschheit auf dem Spiel.<br>                         So hart es auch ist, doch manchmal<br>                         überwiegt das Wohl der Vielen....<br><br>               Aufeinmal wendet Müller ihren Blick von den Sternen ab und<br>               blickt Caylon an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (wütend, hysterisch)<br>                         Es ist mir egal, es ist mir total<br>                         egal! DU hast meinen Bruder zum<br>                         Tode verurteilt. Wegen DIR werde<br>                         ich ihn nie wieder sehen!<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (verletzt)<br>                         Nicole, bitte, was hätte ich denn<br>                         tun sollen? Den Befehlen trotzen<br>                         und die Grenze überqueren sollen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, verdammt, das hättest du tun<br>                         sollen!<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Dann hätten uns die Klingonen auch<br>                         erwischt und Starfleet hätte noch<br>                         einen Krieg auszufechten!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ach was, woher willst du wissen, ob<br>                         die Klingonen wirklich angegriffen<br>                         hätten? Oder ob Sie uns wirklich<br>                         den Krieg erklärt hätten? Vieleicht<br>                         haben Sie nur geblufft, oder sie<br>                         hätten sich mit dem gottverdammten<br>                         Deuterium zurfrieden gegeben.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Du hast doch den Captain gehört! Er<br>                         wollte mir nicht glauben, er hat es<br>                         noch nicht einmal versucht! Und ob<br>                         er uns angegriffen hätte!<br>                             (beat)<br>                         Mir blieb keine andere Wahl, als<br>                         die 60 Mann der Maru<br>                         zurückzulassen, denn vergiss nicht,<br>                         es stehen hier Milliarden von Leben<br>                         auf dem Spiel!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (aufgelöst)<br>                         Aber warum gerade meinen Brurder?<br>                         Warum? Du wolltest ja noch<br>                         nichteinmal den Versuch wagen! Du<br>                         hast es nicht riskieren wollen!<br>                         (beat)<br>                         Mir zuliebe. Wenn du mich lieben<br>                         würdest, dann hättest du es getan.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole, ich liebe dich mehr als<br>                         mein eigenes Leben. Ich würde alles<br>                         für dich tun...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein, das habe ich ja gesehen! Du<br>                         hast meine Bruder an die Klingonen<br>                         ausgeliefert! Er ist doch schon so<br>                         gut wie tod!<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole, das wissen wir nicht!<br>                         Vieleicht....<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Fred, du weißt genauso wie ich, das<br>                         niemand lange auf Rura Phente<br>                         überlebt.<br>                         (beat, nun etwas ruhiger)<br>                         Los, geh.<br><br>               Müller dreht sich um und blickt wieder zu den Sternen.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole, bitte....<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Geh, Fred. Ich möchte dich hier<br>                         nicht mehr sehen.<br><br>               Einige Sekunden bleibt Caylon noch stehen, dann tritt er<br>               schweren Herzens den Rückzug an. Kaum ist die Tür hinter ihm<br>               geschlossen, bricht Müller in Tränen aus.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font><br></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4913</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x08 - Vergeltung</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x08-vergeltung-r4793/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/index.php?file=26515"><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0208.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x08) - "Vergeltung"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Nachdem er Beweise erhalten hat, die Shugal, das nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters eingesetzte Oberhaupt seiner Familie, als korrupt hinstellen, begibt sich Torlan nach Andoria, um von Shugal seinen rechten Platz als Familienoberhaupt einzufordern. Doch dabei stößt er auf so einigen Widerstand... </i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28679.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28679"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_28677.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28677"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                    "Vergeltung"<br><br><br><br>                                        RECAP<br><br>               FADE IN:<br><br>       R01     INT. GEHEIME ANDORIANISCHE BASIS, HAUPTCOMPUTERRAUM (2X07R01<br>               "VERRAT")<br><br>               Cane ist immernoch damit beschäftig, die Datenbanken der<br>               Station zu durchsuchen. Er ist so sehr in seine Arbeit<br>               vertieft, das er nicht merkt, das Torlan den Raum betreten<br>               hat. Torlan ziehlt mit dem Gewehr auf Cane.<br><br>                                   MACKENZIE (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>                                   TORLAN<br>                         Treten Sie von der Konsole weg,<br>                         Mensch!<br><br>                                   CANE<br><br>                         Ah, Sie müssen Defender Torlan vom<br>                         Haus der Verborgenen sein. - Ich<br>                         habe hier etwas, das Sie<br>                         interessieren dürfte.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie haben nichts, was für mich von<br>                         Interesse sein könnte...<br><br>                                   CANE<br>                         Seien Sie sich da mal nicht so<br>                         sicher, Andorianer. Kennen Sie<br>                         einen gewissen Shugal?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Shugal? Was soll mit ihm sein?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, soweit ich weiß, ist er doch<br>                         der Führer ihres Hauses, oder?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, das ist er. Aber was hat er mit<br>                         dieser Sache zu tun?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, was würden Sie sagen, wenn ich<br>                         hier Informationen über ihn hätte,<br>                         die Beweisen würden, das er unter<br>                         anderem mit dem Bau dieser Waffe.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was? Das ist unmöglich. Ich habe<br>                         jahrelang nach Beweisen gesucht,<br>                         jedoch nichts gefunden.<br><br>                                   CANE<br>                         Und wenn ich ihnen sage, dass ich<br>                         hier die nötigen Beweise gefunden<br>                         habe?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und was wollen Sie dafür?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, Sie richten gerade ein Gewehr<br>                         auf mich. Lassen Sie mich einfach<br>                         gehen und ich überlasse ihnen die<br>                         Daten.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wieso sollte ich ihnen trauen?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, es gibt eigentlich keinen<br>                         Grund. Doch wollen Sie sich die<br>                         Chance entgehen lassen, endlich<br>                         wieder nach Hause gehen zu können?<br>                         Weg von den ganzen Pinkys? Um<br>                         wieder das Haus ihrer Familie zu<br>                         führen und das Geschwühr namens<br>                         Shugal ein für alle Mal aus den<br>                         Analen ihrer Familie entfernen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und dafür soll ich Sie laufen<br>                         lassen? Ich könnte Sie auch<br>                         erschießen und mir dann die Daten<br>                         holen.<br><br>                                   CANE<br>                         Das könnten Sie wohl. Doch mit<br>                         jeder Sekunde, die Sie warten und<br>                         zögern, riskieren Sie bei der<br>                         Explosion getötet zu werden. Meine<br>                         Leute haben Sprengsätze an dem<br>                         Prototypen und dem Reaktor der<br>                         Station angebracht. Und nach meiner<br>                         Uhr haben Sie nur noch 6 Minuten um<br>                         das Labor zu verlassen. Also, wie<br>                         entscheiden Sie sich?<br><br>               Torlan scheint mit sich zu kämpfen, doch dann senkt er die<br>               Waffe. Cane grinst.<br><br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Gute Entscheidung. Hier, das ist<br>                         für Sie.<br><br>               Cane wirft ihm ein Padd zu, Torlan muss sich bemühen, damit<br>               er das Padd rechtzeitig auffangen kann, bevor es zu Boden<br>               fällt. Er kann es fangen und als er sich wieder aufrichtet<br>               ist Cane schon weg.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE RECAP<br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                          1<br><br>               Wir sehen nun das Quartier von Torlan. Wie jeder Offizier hat<br>               er ein eigenes Quartier, das jedoch spartanisch eingerichtet<br>               ist. Es gibt hier wenige private Gegenstände, von einigen<br>               altertümlich anmutenden Masken mal abgesehen. Nachdem die<br>               Kamera ihre Fahrt durch das Quartier beendet hat, bleibt sie<br>               bei Torlan hängen, der an seinem Schreibtisch sitzt. Vor ihm<br>               liegt das Padd, das ihm Cane in der Basis gegeben hat (--&gt;<br>               2x07 "Verrat"). Auf dem Monitor seiner Arbeitsstation können<br>               wir erkennen, dass sich eine Kommunikationssoftware aufgebaut<br>               hat. Sie verkündet durch ein gleichmäßiges Blinken ihre<br>               Bereitschaft zur Transmission. In Torlans Gesicht können wir<br>               seinen inneren Zwist erkennen, denn scheinbar kann er sich<br>               nicht dazu durchringen, die Nachricht zu versenden. Er öffnet<br>               eine Schublade seines Schreibtisches und holt eine Flasche<br>               hervor, deren Inhalt blau ist. Nostalgisch sieht er zu einem<br>               Bild an der Wand, das eine Gruppe Andorianer zeigt. Scheinbar<br>               ist dies seine Familie. Torlan prostet dem Bild zu und nimmt<br>               dann einen großen Schluck aus der Flasche. Dann sieht er<br>               wieder schwermütig zum Bildschirm...<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         2     INT. ANDORIA - KAMMER DES JANDUSH VON ANDUSHA - ABEND    2<br><br>               Wir befinden uns in den Räumen der wichtigsten der drei<br>               Regierungskammern des Andorianischen Imperiums. Von hier aus<br>               werden Tag täglich Entscheidungen getroffen, die<br>               Richtungsweisend für die Zukunft aller Andorianer sind.<br><br>               Der Raum ist gefüllt mit andorianischen Abgeordneten, der<br>               führenden Klasse des Planeten. Die Sitzreihen sind wie in<br>               einem Amphietheater angeordnet. In der Mitte befindet sich<br>               ein Rednerpodest, auf dem wir einen Andorianischen<br>               Abgeordneten SEHEN.<br><br>               Unsere Kamera FÄHRT ÜBER die Reihen der Abgeordneten hinweg,<br>               bis sie schließlich auf einem der Anwesenden verharrt.<br><br><br>               CLOSE-UP: SHROGAN<br><br>               Dies ist SHROGAN, Oberhaupt des Hauses der Verborgenen.<br><br>               EINBLENUNG: Zwölf Jahre zuvor...<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Der Abgeordnete auf dem Rednerpodest führt seine Rede fort,<br>               die wir bereits seit Beginn der Szene HÖREN:<br><br>                                   ABGEORDNETER<br>                             (laut; imposant)<br>                         Die Vulkanier haben erneut unsere<br>                         Grenzen verletzte! Mit annähernd<br>                         zwanzig Schlachkreuzern sind sie in<br>                         unser Territorium eingefallen und<br>                         haben mehrere Handelsschiffe, die<br>                         sich auf Versorgungsflügen zu<br>                         unseren abgelegenen Kolonienen<br>                         befanden, ohne Vorwarnung<br>                         angegriffen.<br>                             (beat)<br>                         Es gab eine enorme Anzahl an<br>                         Verlusten.<br>                             (bedeutende Pause)<br>                         Wir können diese ungerechtfertigten<br>                         Aggressionen nicht mehr länger<br>                         hinnehmen! Wir DÜRFEN SIE NICHT<br>                         MEHR HINNEHMEN!<br>                             (beat; erhitzt)<br>                         Ich sage Ihnen, die Vulkanier haben<br>                         zum allerletzten Mal unsere Grenzen<br>                         verletzt und andorianische Bürger<br>                         ermordet! Es ist nun die Zeit<br>                         gekommen, zurück zu schlagen!<br><br>               CLOSE-UP: SHROGAN<br><br>               Dieser scheint von den Ausführungen seines Kollegen überhaupt<br>               nicht begeistert zu sein, denn er weiß, worauf der<br>               Abgeordnete hinaus will.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   ABGEORDNETER (CONT'D)<br>                         Ich sage  Ihnen, wir sind lange<br>                         genug ruhig geblieben! Es wird<br>                         Zeit, dass wir aktiv werden!<br>                             (beat)<br>                         Wir sollten und nicht länger damit<br>                         zufrieden geben, uns nur gegen<br>                         diese Barbaren zu verteidigen!<br>                             (bedeutende Pause)<br>                         Es ist die Zeit gekommen, sie an<br>                         ihren eigenen Leibern erfahren zu<br>                         lassen, was es bedeutet angegriffen<br>                         zu werden!<br>                             (long beat; ruhig weiter)<br>                         Diese Kammer kann der Imperialen<br>                         Garde die Berechtigung für einen<br>                         Verteidigungsangriff geben... Sie<br>                         alle wissen, dass dafür eine Zwei<br>                         Drittelmehrheit erforderlich ist...<br>                             (beat)<br>                         Morgen Mittag werden wir<br>                         abstimmen... entscheiden Sie dann<br>                         weise...<br><br>               Der Abgeordnete tritt vom Podest herab und tosender Applaus<br>               bricht unter einem Großteil der übrigen  Abgeordneten aus.<br><br>               Der Abgeordnete geht auf Shrogan zu.<br><br>                                   ABGEORDNETER (CONT'D)<br>                         Es tut mir Leid, Sie so übergangen<br>                         zu haben, Herr<br>                         Verteidigungsminister... aber Ihre<br>                         Abwartende Haltung wäre unser<br>                         Untergang geworden.<br><br>                                   SHROGAN<br>                         Ich denke, wenn morgen Mittag die<br>                         Entscheidung für einen<br>                         Angriffskrieg gefällt wird, dann<br>                         sind Sie es, der unseren Untergang<br>                         heraufbeschworen hat...<br><br>               Mit diesen Worten erhebt sich Shrogan und verlässt die<br>               Kammer.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         3     EXT. ANDORIA - VORSTADT DER HAUPTSTADT - ABEND           3<br><br>               Wir SEHEN Shrogan die Straßen dieses reichen Vorortes<br>               entlanggehen, geradewegs auf seine Villa zu, welche er recht<br>               zügig betritt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         4     INT. HAUS DER VERBORGENEN - EINGANGSHALLE - ABEND        4<br><br>               Wir befinden uns nun in der mehrstöckigen Eingangshalle des<br>               Hauses der Verborgenen. Diese müssen wir uns wie die<br>               Eingangshalle eines Luxushotels vorstellen. Die Halle selbst<br>               ist etwa 30x30 Meter groß und drei Stockwerke hoch.<br>               Zahlreiche Türen gehen im Erdgeschoss von ihr ab. In den<br>               beiden Stockwerken darüber führen Balkone um die Ganze Halle<br>               herum. Von diesen gehen ebenfalls zahlreiche Türen ab.<br><br>               Rechts und links vom Eingangstor befinden sich Treppen, die<br>               auf die Balkone heraufführen.<br><br>               Auf dem Balkon des obersten Stockwerkes SEHEN wir VALA, eine<br>               andorianische Frau, deren Alter wir nur sehr schwer schätzen<br>               können. In ihren armen hält sie ein Baby.<br><br>               Auf dem Balkon des mittleren Stockwers SEHEN wir zwei<br>               andorianische Kinder, einen Jungen und ein Mädchen, beide<br>               würden wir auf etwas über 6 Erdenjahre einschätzen, die<br>               offenbar Packen spielen.<br><br>               Das Eingangstor öffnet sich automatisch und Shrogan betritt<br>               die Eingangshalle seines Hauses. Im Grunde könnte man sein<br>               Haus eigentlich als ein Schloss bezeichnen, denn die<br>               Dimensionen sind schier unglaublich.<br><br>               Vala geht sogleich in Richtugn der Treppe und kommt zu ihm<br>               hinunter.<br><br>                                   VALA<br>                         Wie war die Sitzung?<br><br>                                   SHROGAN<br>                             (traurig)<br>                         Gräßlich! Ein Krieg wird sich wohl<br>                         nicht vermeiden lassen.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe mir eine bessere Zukunft<br>                         für meine Kinder gewünscht...<br><br>               Vala ist nun - samt Baby - unten bei ihrem Mann angekommen.<br><br>                                   SHROGAN (CONT'D)<br>                         Wo ist Torlan?<br><br>                                   VALA<br><br>                         Er ist schon zu Bett gegangen. Er<br>                         hat morgen einen schweren Tag auf<br>                         dem Stützpunkt.<br><br>                                   SHROGAN<br>                         Eine weise Entscheidung. Ich denke,<br>                         ich werde es ihm gleichtun... Gute<br>                         Nacht, meine Liebe.<br><br>               Und damit begibt er sich die Treppe hoch ins erste Stockwerk,<br>               geht einige Meter über den Balkon und verschwindet hinter<br>               einer der Türen...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         5     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                  5<br><br>               Wir befinden uns in einem Orbit um den Heimatplaneten der<br>               Andorianer. Nur drei Schlachtschiffe befinden sich in einer<br>               Umlaufbahn. Die Sonne verschwindet gerade hinter dem<br>               Planeten.<br><br>               In diesem Moment werden wir Zeuge, wie aus fünf Warpblitzen<br>               ebensoviele vulkanische Kriegsschiffe der Surak-Klasse<br>               auftauchen und im Schatten des Planeten sogleich das Feuer<br>               auf die drei Kreuzer eröffnen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>         6     EXT. ANDORIA - VORSTADT DER HAUPTSTADT - NACHT           6<br><br>               Schwer bewaffnete vulkanische Truppen materialisieren in der<br>               dunklen Straße, in der sich unter anderem auch das Haus der<br>               Verborgenen befindet.<br><br>               Ein Team aus fünf Vulkaniern schleicht auf das Haus der<br>               Verborgenen zu. Auf diesen Team konzentrieren wir uns nun:<br><br>         7     EXT. ANDORIA - HAUS DER VERBORGENEN - NACHT - FOLGEND    7<br><br>               Mit einem vulkanischen Tricorder überwinden die Soldaten<br>               mühelos die Schließmechanismen der Eingangstür des Hauses der<br>               Verborgenen und stürmen hinein.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         8     INT. HAUS DER VERBORGENEN - EINGANGSHALLE - NACHT - FOLGEND8<br><br>               Vala und die beiden spielenden Kinder befinden sich noch<br>               hier. Blitzschnell werden sie von den Strahlenwaffen der<br>               Vulkanier betäubt und fallen zu Boden.<br><br>               Durch die Geräusche der Waffen alarmiert, öffnen sich im<br>               ersten Stock zwei Türen.<br>               Aus der einen kommt Shrogan herausgestürmt, bewaffnet mit<br>               einem Handdisruptor, welchen er - wie einer der Vulkanier am<br>               eigenen Leib erfahren muss - auf Töten eingestellt hat. Der<br>               Vulkanier wird innerhalb von Sekundenbruchteilen<br>               desintegriert.<br><br>               Aus der anderen Tür stürmt ein JUNGER TORLAN, 24 Jahre jung,<br>               heraus, ebenfalls mit einem Handdisruptor bewaffnet.<br><br>               Die verbliebenen Vulkanier eröffnen das Feuer auf die beiden<br>               Männer.<br><br>               Torlan gelingt es, sich hinter dem Balkongeländer in<br>               SIcherheit zu bringen.<br><br>               CLOSE-UP: DISRUPTORGEWEHR EINES VULKANIERS<br><br>               Wie SEHEN, wie der Vulkanier die Einstellung der Waffe<br>               verändert. Vermutlich von Betäuben auf Töten.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Der Vulkanier feuert auf Shrogan. Der erste Schuss geht<br>               daneben, der zweite trifft...<br><br>               Shrogan schreibt vor Schmerzen, taumelt zurück, gegen die<br>               Wand und sackt dort getroffen zusammen.<br><br>               Einer der vier verbliebenen Vulkanier drückt schnell eine<br>               Taste an seine mTricorder und die vier entmaterialisieren.<br><br>               In der Eingangshalle erwachen derweil Vala und die beiden<br>               Kinder wieder, wenn auch mit schweren Köpfen.<br><br>               Torlan kommt aus seienr Deckung hervor und stürmt zu seinem<br>               Vater, welcher mit Schmerz verzerrtem Gesicht am Boden liegt.<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (brüllt zu Vala)<br>                         Hol einen Arzt!!!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>         9     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                  9<br><br>               Die fünf Surak-Kreuzer brechen den Kampf mit den<br>               Andorianischen Schiffen ab und springen auf Warp.<br><br>                                                           CUT BACK TO:<br><br>        10     INT. HAUS DER VERBORGENEN - EINGANGSHALLE - NACHT       10<br><br>               Torlan und Vala knien nun neben Shrogan. Die beiden Kinder<br>               stehen hinter den beiden. Torlan hält seinen Vater in den<br>               Armen.<br><br>                                   SHROGAN<br>                             (schwach)<br>                         Torlan,... versprich mir, dass du<br>                         gut auf deine Mutter und<br>                         Geschwister--<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (unterbricht; verzweifelt)<br>                         Dass wirst du selber tun! - Die<br>                         Wunde ist doch nur oberflächlich!<br>                         Und gleich sind die Ärzte da, du<br>                         musst nur noch einen kurzen<br>                         Augenblick durchhalten, Vater!<br><br>               Doch es ist zu spät. Shrogan verdreht seine Augen, dann<br>               schließt er sie.<br><br>               Torlan fühlt nach seinem Puls, kann keinen entdecken. Vala<br>               bricht in Tränen aus. Und während Torlan den toten Körper<br>               seines Vaters hält:<br><br>                                   JUNGER TORLAN (CONT'D)<br>                             (schreit; wütend)<br>                         Neeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii<br>                         in!<br><br>                                                          FLASH CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                         11<br><br>               Wir SEHEN den gegenwärtigen Torlan noch immer an seinem<br>               Schreibtisch, das PADD in der Hand.<br><br>               AUF sein wutblaues Gesicht:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        12     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 12<br><br>               Unser Schiff auf Warpgeschwindigkeit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - CAPTAIN'S MESS                           13<br><br>               Der Tisch ist prächtig gedeckt (ähnlich wie in 2x07). Zwei<br>               Stühle stehen an ihm, doch noch befindet sich niemand hier.<br><br>               Nun aber öffnet sich das Zugangsschott und CAPTAIN FREDERICK<br>               CAYLON führt COMMANDER NICOLE MÜLLER hinein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich dachte mir, wenn wir schon ein<br>                         paar Tage für den Rückflug<br>                         benötigen, dann ist jetzt<br>                         vielleicht der richtige Zeitpunkt,<br>                         um unser Essen zu beenden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nachzuholen, wohl eher. Wir sind ja<br>                         beim letzten Versuch nicht<br>                         besonders weit gekommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beipflichtend)<br>                         Da hast du allerdings Recht.<br><br>               Caylon zieht Müller ihren Stuhl zurecht.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         My lady. Darf ich bitten?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber mit Vergnügen.<br><br>               Sie setzt sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hatte leider nicht die  Zeit,<br>                         etwas ähnlich aufwändiges<br>                         zuzubereiten, wie beim letzten<br>                         Versuch, aber ich denke, es wird<br>                         dir trotzdem schmecken.<br><br>               Caylon verschwindet schnell durch das zweite Schott, welches<br>               zur Kombüse führt und kommt kurz darauf mit zwei Tellern auf<br>               einem Tablett zurück, deren Inhalt von zwei Käseglocken<br>               verdeckt ist. Er stellt es auf den Tisch und die Teller vor<br>               Müller und vor seinen Platz, wo er sich nun niederlässt. Der<br>               Captain hebt die beiden Käseglocken gleichzeitig ab.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (stolz)<br>                         Tada.<br><br>               Hamburger!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hamburger?<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber nicht irgendwelche Hamburger.<br>                         Original K2-Hamburger Marke Caylon.<br>                             (beat)<br>                         Ein Bissen und du wirst süchtig.<br>                         Versprochen.<br><br>               AUF Müllers skeptischen Blick:<br><br>                                                          FLASH CUT TO:<br><br>        14     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                 14<br><br>               Establishing.<br><br>               EINBLENDUNG: 2145 - 12 Jahre zuvor.<br><br>        15     EXT. ANDORIA - HAUPTSTADT - TAG                         15<br><br>               Establishing.<br><br>        16     INT. ANDORIA - FAMILIENKAMMER - TAG                     16<br><br>               Wir befinden uns hier in einem Raum, den man wohl am ehesten<br>               mit dem Wort Gerichtssaal beschreiben kann. Wir haben am<br>               vorderen Ende des Raumes einen langen Tisch, hinter welchem<br>               drei in Roben gekleidete Andorianer sitzen.<br><br>               Vor diesem Tisch steht der junge Torlan, hinter ihm seine<br>               Mutter Vala mit dem Baby auf dem Arm und seine anderen beiden<br>               kleinen Geschwister.<br><br>                                   RICHTER #1<br>                         Es tut mir Leid, Torlan aus dem<br>                         Hause der Verborgenen... aber so<br>                         ist das Gesetz.<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (wütend)<br>                         Ich bin 24 Jahre alt! Es fehlen mir<br>                         nur noch drei Monate, bis ich mein<br>                         25. Lebensjahr erreiche!!!<br>                             (beat)<br>                         Ich bitte Sie--<br>                             (ruhiger weiter)<br>                         --respektvoll...<br>                         eine Ausnahme zu machen und mich<br>                         dennoch als neues Familienoberhaupt<br>                         des Hauses der Verborgenen zu<br>                         ernennen.<br><br>                                   RICHTER #2<br>                         Diese Kammer muss sich an die<br>                         Gesetze halten, Torlan aus dem<br>                         Hause der Verborgenen.<br><br>                                   RICHTER #3<br>                         Es sind nicht nur Gesetze... Es ist<br>                         eine jahrhunderte alte Tradition,<br>                         dass erst mit Erreichen der<br>                         Volljährigskeit die Führung einer<br>                         Familie übernehmen können.<br><br>                                   RICHTER #2<br>                         Und die ist nun einmal erst mit dem<br>                         25. Lebensjahr erreicht.<br><br>               Torlan ist empört.<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                         Aber es gibt kein volljähriges<br>                         männliches Familienmitglied,<br>                         welches die Führung der Familie<br>                         übernehmen könnte!<br><br>                                   RICHTER #1<br>                         Aus diesem Grunde ist es die<br>                         Aufgabe dieser Kammer ein neues<br>                         Familienoberhaupt für das Hause der<br>                         Verborgenen zu wählen und zu<br>                         ernennen.<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (empört)<br>                         Das können Sie nicht tun!<br><br>                                   RICHTER #3<br>                         So verlangen es Tradition und<br>                         Gesetz!<br><br>               Beat.<br><br>                                   RICHTER #2<br>                         Diese Kammer hat folgende<br>                         Entscheidung gefällt.<br>                             (beat)<br>                         Als neues Oberhaupt des Hauses der<br>                         Verborgenen ernennen wir Shugal,<br>                         aus der Provinz Kadesh.<br><br>               Nun bricht Torlan völlig aus sich heraus.<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (kurz vorm Platzen)<br>                         WIE BITTE!? SHUGAL AUS DER PROVINZ<br>                         KADESH!?!?!?!?!<br><br>                                   RICHTER #1<br>                             (streng)<br>                         Beruhigen Sie sich, Torlan aus dem<br>                         Hause der Verborgenen!<br><br>               Torlan atmet ein paar mal tief durch.<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (angestrengt seine Wut im<br>                              Zaum zu halten)<br>                         Ich bitte um Verzeihung...<br>                             (long beat)<br>                         Aber es kann doch nicht sein, dass<br>                         SO JEMAND die Führung eines<br>                         adeligen Hauses, wie dem der<br>                         verborgenen übergeben bekommt!!!<br>                             (wütend)<br>                         Reicht es nicht, dass er als Fürst<br>                         von Kadesh seine eigene Provinz in<br>                         Grund und Boden gewirtschaftet hat?<br>                         Muss er jetzt noch die Chance<br>                         bekommen, dasselbe mit dem Vermögen<br>                         meiner Familie zu tun!?<br><br>                                   RICHTER #1<br>                         Die Entscheidung ist rechtens,<br>                         Torlan aus dem Hause der<br>                         Verborgenen. Shugal wurde zum<br>                         Nachfolger Ihres Vaters Shrogan<br>                         ernannt, was die Leitung Ihrer<br>                         Familie angeht. - Diese Kammer<br>                         zieht sich nun zurück.<br><br>               Die drei Richter stehen auf und verlassen ohne ein weiteres<br>               Wort zu verlieren den Saal.<br><br>               Zurück bleibt ein wutschnaubender Torlan...<br><br>               AUF Torlan:<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        17     EXT. ANDORIA - HAUPTSTADT - FORUM - TAG                 17<br><br>               EINBLENDUNG: 2148 - Drei Jahre später...<br><br>               Das Forum ist überfüllt mit Andorianern. In der Mitte dieser<br>               gigantischen Ansammlung von Personen, ist eine Bühne<br>               aufgebaut. Auf dieser steht SHUGAL, ein Andorianer in seinen<br>               späten Fünfzigern, triumphierend in die Menge winkend.<br>               Mit ihm auf der Bühne befinden sich mehrere weitere ND<br>               Andorianer. Vermutlich Leibwächter und einige mehr oder<br>               weniger wichtige Persönlichkeiten.<br><br>                                   SHUGAL<br>                             (in die Menge)<br>                         Danke, meine Freunde! Danke! Ich<br>                         danke euch!<br>                             (beat)<br>                         Viele Jahre ist es her, dass ich<br>                         auf einem ähnlichen Podest zu einer<br>                         ähnlich großen Menge Bürger<br>                         sprechen durfte.<br>                             (beat)<br>                         Und wie damals bei jenen, möchte<br>                         ich mich heute bei euch für euer<br>                         Vertrauen bedanken...<br><br>               Wir FAHREN mit der KAMERA neben die Bühne, wo wir Torlan<br>               stehen SEHEN. Immer noch jünger, als wir ihn gewohnt sind,<br>               doch etwas älter, als in der vorherigen Szene. Der 27 Jahre<br>               junge Andorianer schaut finster drei.<br><br>                                   ANDORIANER AUS DER MENGE #1<br>                             (ruft)<br>                         Sie haben es verdient, Shugal!<br><br>                                   ANDORIANER AUS DER MENGE #2<br>                             (ruft)<br>                         Sie sind eine Bereicherung für den<br>                         Jandush von Andusha!<br><br>                                   SHUGAL<br>                         Danke, meine Freunde. Danke!<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>        18     EXT. ANDORIA - HAUPTSTADT - FORUM - ETWAS SPÄTER        18<br><br>               Shugal tritt nun von dem Podest hinunter, gefolgt von zwei<br>               Leibwächtern. Torlan tritt ihm entgegen und stellt sich ihm<br>               in den Weg.<br><br>                                   SHUGAL<br>                             (abweisend)<br>                         Was willst du?<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                         Ich wollte dir zu deiner gewonnenen<br>                         Wahl gratulieren.<br><br>               Shugal mustert ihn missbillig. Nach einem Moment:<br><br>                                   SHUGAL<br>                             (weiterhin abweisend)<br>                         Danke.<br><br>               Shugal und seine Mannen gehen ohne ein Wort weiter.<br><br>               Wenn sie ein Stückchen von Torlan entfernt sind:<br><br>                                   JUNGER TORLAN<br>                             (laut genug, damit es auch<br>                              die Umstehenden hören<br>                              können)<br>                         Es ist doch erstaunlich, was alles<br>                         möglich ist, wenn man Zugang zu<br>                         einem erheblichen Familienvermögen<br>                         bekommt...<br><br>               Shugal bleibt kurz stehen. In seinem Gesicht spiegelt sich<br>               blanker Hass wieder. Doch er dreht sich nicht um zu Torlan,<br>               sondern geht nach einem kurzen Augenblick einfach weiter.<br><br>               AUF das verärgerte Gesicht des jungen Torlans:<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               DAS VERÄRGERTE GESICHT DER GEGENWÄRTIGEN TORLANS<br><br>               wir FAHREN mit der Kamera zurück und erkennen: Wir befinden<br>               uns in...<br><br>        19     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                         19<br><br>               ... Torlans Quartier. In der Gegenwart. Doch im Gesicht des<br>               Andorianers spiegelt sich dieselbe Wut und derselbe Hass<br>               wider, wie neun Jahre zuvor.<br><br>               Und er hat seine Entscheidung getroffen. Torlan steht so<br>               schnell auf, dass der Stuhl, auf dem er saß umkippt. Er<br>               begibt sich zur Interkom-Anlage.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Torlan an Brücke.<br><br>                                   OSTROWSKI'S KOMM-STIMME<br>                         Ostrowski hier.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (fordernd)<br>                         Wo befindet sich der Captain?<br><br>                                   OSTROWSKI'S KOMM-STIMME<br>                         Captain Caylon ist zur Zeit mit<br>                         Commander Müller in der<br>                         Kapitänsmesse. Er wünschte nicht<br>                         gestört zu werden.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Torlan Ende.<br><br>               Und schwupps, weg war er.<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        20     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 20<br><br>               DOKTOR KENDALL durchquert den Gang um zum Turbolift zu<br>               gelangen, als ihn COUNCELLOR MACKENZIE einholt und anspricht.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Lieutenant! Warten Sie kurz.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Doktor, bitte.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Okay, wie Sie wünschen.<br><br>               Beide steigen gemeinsam in den Turbolift ein und dieser<br>               schließt vor uns seine Pforten.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        21     INT. ANTARES - TURBOLIFT                                21<br><br>               Kendall betätigt einen der zahlreichen Deck- und<br>               Sektionsknöpfe und sofort setzt sich die Kabine in Bewegung.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich habe bereits bei der letzten<br>                         Crewbesprechung angekündigt, dass<br>                         ich gerne persönliche Gespräche mit<br>                         allen Führungsoffizieren führen<br>                         würde.<br>                             (beat)<br>                         Doch bisher hat sich noch keiner<br>                         einen Termin geben lassen. Ich<br>                         halte dies jedoch für äußerst<br>                         wichtig. Ich werde jetzt alle<br>                         Offiziere direkt ansprechen und<br>                         einen Termin vereinbaren.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Moment mal! Verstehe ich das<br>                         richtig, Sie fangen bei mir an?<br>                         Woh! Halt! Wie soll ich denn das<br>                         verstehen? Ich hab beim besten<br>                         Willen keine Therapie nötig. Mir<br>                         geht es blendend. Keine Paranoia,<br>                         keine unterdrückten<br>                         Kindheitstraumata, keine<br>                         beeinträchtigenden Phobien. Meinem<br>                         Verstand geht es hervorragend!<br>                         Daran sollte kein Zweifel bestehen.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Verstehen Sie das nicht falsch. Bei<br>                         einer Person muss ich beginnen, und<br>                         da Sie das neueste Crewmitglied<br>                         sind, dachte ich, wir könnten uns<br>                         über ihre Integration in die<br>                         Gemeinschaft unterhalten. Ich<br>                         möchte gerne, dass Sie freiwillig<br>                         vorbeikommen. Ich kann Admiral<br>                         Forrest aber auch jedem einzelnen<br>                         den Befehl dazu erteilen lassen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Machen Sie sich um mich keine<br>                         Sorge. Mein überlegener Intellekt<br>                         wurde noch nirgendwo abgelehnt.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollten eher bei ein paar<br>                         unserer Kollegen anfangen. Wie wärs<br>                         mit dem Racheengel Beem? Man muss<br>                         ja nicht mal ein Psychologe sein um<br>                         nach 5 Minuten zu erkennen, dass er<br>                         ein Rad ab hat.<br>                             (beat)<br>                         Oder wie wäre es mit unserem<br>                         Piloten? Jeder, der sich die<br>                         Missionsberichte durchgelesen hat,<br>                         weiß, dass er vor knapp einem Jahr<br>                         weinend die Brücke verlassen hat.<br>                             (beat)<br>                         Und ich will ja nicht geschmacklos<br>                         sein, aber Captain Caylon könnte<br>                         vielleicht auch eher von<br>                         Schicksalsschlägen berichten als<br>                         ich. Sie wissen, wovon ich rede.<br><br>               Der Turbolift hat nun endlich sein Ziel erreicht und Kendall<br>               stiehlt sich sofort durch die geöffnete Türe davon.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                             (leiser werdend)<br>                         Ich habe leider keine Zeit, ich<br>                         muss einen Geschwindigkeitsrekord<br>                         aufstellen. Wir reden weiter, wenn<br>                         Sie mit den schweren Fällen durch<br>                         sind.<br><br>               Kendall verschwindet hinter der nächsten Abbiegung. MacKenzie<br>               bleibt kopfschüttelnd zurück, bis sich die Turbolifttüren<br>               wieder schließen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        22     INT. ANTARES - CAPTAIN'S MESS                           22<br><br>               Die Teller von Müller, sowie Caylon sind leer. Die beiden<br>               stoßen gerade mit zwei Weingläsern an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf was auch immer kommen mag.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (scherzend)<br>                         Auf meinen Freund, den Meisterkoch.<br><br>               Die beiden stoßen an.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Wein zu Hamburgern... was für eine<br>                         Mi--<br><br>               Sie wird unterbrochen von Torlan, der in diesem Augenblick in<br>               die Messe hereingestürmt kommt.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain. Ich muss Sie sprechen!<br><br>               Caylon stellt sein Glas ab.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich freue mich auch, Sie zu sehen,<br>                         Torlan.<br><br>               Torlan ignoriert sie.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie schon einmal etwas von<br>                         anklopfen gehört, Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich muss Sie sprechen.<br>                             (blickt kurz zu Müller)<br>                         Unter vier Augen.<br><br>               Caylon sieht Müller an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (seufzend)<br>                         Nicole...<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber sicher doch.<br><br>               Sie steht auf und verlässt den Raum. Auf dem Weg:<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (leise; zu sich;<br>                              ärgerlich)<br>                         Hätte mir ja denken können, dass<br>                         wieder irgendwas dazwischen<br>                         kommt...<br><br>               Und dann ist sie draußen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, Mr. Torlan... was kann ich für<br>                         Sie tun?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (direkt)<br>                         Das Schiff wenden und nach Andoria<br>                         fliegen!<br><br>               AUF Caylons "Na klar!"-Gesichstausdruck:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        23     INT. ANDORIA - HAUPTQUARTIER DER IMPERIALEN GARDE -     23<br>               MILITÄRRAT - TAG<br><br>               EINBLENDUNG: Dezember 2155<br><br>               Mehrere hochrangige andorianische Generäle sind anwesend. Sie<br>               sitzen auf einer Stuhlreihe auf einem Podest an einer Wand<br>               des großen Raumes. Vordem Podest stehen - pro General einer -<br>               Soldaten der Imperialen Garde.<br><br>               Ungefähr in der Mitte des Raumes befindet sich ein kruzes,<br>               vielleich 75 Zentimeter breites und einen Meter hohes<br>               Geländer. Hinter diesem steht Torlan.<br><br>               Im Hintergrund SEHEN WIR einen deutlich gealterten Shugal<br>               stehen, der die ganze Szene offenbar mit Genugtuung zu<br>               verfolgen scheint.<br><br>               Mid-Scene.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (empört)<br>                         Mit welcher Begründung?<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #1<br>                         Weil dies so entschieden wurde. Ihr<br>                         Degradierung in den Rang des<br>                         Defenders ist beschlossene Sache.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe ein Recht darauf zu<br>                         erfahren, weshalb Sie dies tun!<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #2<br>                         Sie haben nur ein Recht, Defender,<br>                         und das ist, unseren Befehlen und<br>                         Anordnungen zu folgen!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber--<br><br>               Ein weiterer General unterbricht ihn.<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #3<br>                             (unterbricht)<br>                         ÜberIhre Degradierung hinaus, wurde<br>                         eine Strafversetzung entschieden.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (aufmüpfig)<br>                         Wohin? In die Sanitärabteilung?<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #1<br>                         In unser Austauschprogramm mit der<br>                         Sternenflotte.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (entsetzt)<br>                         WAS!?<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #2<br>                         Wie Sie vielleicht mitbekommen<br>                         haben, haben wir vergangenen Monat<br>                         einen offiziellen Nichtangriffspakt<br>                         mit den Menschen unterzeichnet.<br><br>                             (beat)<br>                         Die Menschen baten darüber hinaus<br>                         über ein Austauschprogramm, welches<br>                         wir natürlich ablehnten.<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #3<br>                         Shugal konnte uns jedoch von dem<br>                         Nutzen eines solchen Programmes<br>                         überzeugen, auch wenn es zunächst<br>                         nur einseitig ablaufen wird.<br><br>               Torlan blickt wütend über seine Schulter zu Shugal, der nur<br>               hämisch grinst.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zum Rat)<br>                             (hält sich nur mühsam<br>                              unter Kontrolle)<br>                         Ich bin sicher, dass er das konnte.<br><br>                                   ANDORIANISCHER GENERAL #1<br>                         Ihr Transfer zur Erde findet in<br>                         zwei Monaten statt. Bis dahin sind<br>                         Sie beurlaubt. Nutzen Sie die Zeit,<br>                         um sich von Ihren Lieben angemessen<br>                         zu verabschieden!<br>                             (beat)<br>                         Dieser Rat zieht sich zurück.<br><br>               Die Generäle und Soldaten verlassen den Raum.<br><br>               Schließlich bleiben nur noch Torlan und Shugal zurück.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (ohne Shugal anzusehen;<br>                              verärgert; hasserfüllt)<br>                         Warum?<br><br>               Shugal tritt langsam an ihn heran und legt ihm - mit einem<br>               zufriedenen Lächeln - seine Hand auf Torlans Schulter.<br><br>                                   SHUGAL<br>                             (mit Genugtuung)<br>                         Ist das nicht offensichtlich?<br>                             (beat)<br>                         Deine ewigen Versuche mich zu<br>                         diskreditieren habe ich satt.<br>                             (long beat)<br>                         Nutze die zwei Monate, die du hier<br>                         noch hast gut aus... denn danach<br>                         bist du keine Gefahr mehr für mich.<br>                         Dann wirst du mir nie wieder im<br>                         Wege stehen!<br>                             (beat)<br>                         Du wirst nie wieder einen Fuß auf<br>                         diesen Planeten setzen, Torlan.<br><br>               Er nimmt die Hand von Torlans Schulter und geht. Auf dem Weg<br>               zur Tür:<br><br>                                   SHUGAL (CONT'D)<br>                         Herzlichen Glückwunsch zu seiner<br>                         Degradierung und Strafversetzung.<br><br>               AUF Torlan:<br><br>                                                          FLASH CUT TO:<br><br>        24     INT. ANTARES - CAPTAIN'S MESS                           24<br><br>               wie am Ende von Akt II.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (amüsiert)<br>                         Haben Sie sonst noch Wünsche, Mr.<br>                         Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich meine es ernst, Captain.<br><br>               Caylon sieht ihn an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihnen ist schon bewusst, dass wir<br>                         gerade einen andorianischen<br>                         Stützpunkt zerstört haben, oder?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Einen nicht offiziellen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ironisch)<br>                         Das macht uns bestimmt gleich<br>                         wesentlich beliebter auf Ihrer<br>                         Heimatwelt.<br><br>               Beat.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain... Ich würde Sie nicht<br>                         bitten, wenn es nicht wirklich<br>                         ernst wäre.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann verraten Sie mir, worum es<br>                         geht, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Eine private Angelegenheit.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tut mir Leid, Torlan, Sie müssen<br>                         schon etwas genauer sein, wenn Sie<br>                         von mir erwarten, das Schiff<br>                         umzudrehen.<br><br>               Torlan zögert eine Weile. Seine Fühler schlagen beinahe<br>               Purzelbäume. Dann:<br><br>                                   TORLAN<br>                             (wehmütig)<br>                         Es geht um meine Familie. Ich kann<br>                         sie vielleicht zurückgewinnen.<br>                         Neues Oberhaupt werden und mein<br>                         Exil beenden.<br><br>               Caylon steht auf, um mit Torlan auf einer Höhe zu sein und<br>               sieht seinem Kommunikationsoffizier direkt in die Augen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie wollen Sie das erreichen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich--<br>                             (beat)<br>                         Mir sind Informationen zugänglich<br>                         gemacht worden, die beweisen, dass<br>                         Shugal korrupt und illoyal ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das von der Regierung eingesetzte<br>                         Oberhaupt des Hauses der<br>                         Verborgenen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo haben Sie diese Beweise her?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (long beat)<br>                         Ich vertraue auf die Korrektheit<br>                         der Informationen, Captain. - Es<br>                         wäre für mich und meine Familie von<br>                         großer Wichtigkeit.<br><br>               Caylon überlegt eine Weile.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also gut.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (aufrichtig)<br>                         Danke, Captain.<br><br>               Caylon geht zum Interkom und aktiviert es.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Caylon an Brücke.<br><br>                                   OSTROWSKI'S KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Setzen Sie Kurs auf Andoria.<br>                         Warpfaktor 4.<br><br>                                   OSTROWSKI'S KOMM-STIMME<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon Ende.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Kann ich mich darauf verlassen,<br>                         dass Sie diese Informationen auf<br>                         legalem Wege erhalten haben?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich bin Exilant, Captain.<br><br>               Mit diesen Worten dreht Torlan um und verlässt den Raum.<br><br>               Caylon bleibt allein zurück, darüber nachdenkend, was er von<br>               Torlans Antwort halten soll. Halten kann.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        25     EXT. WELTRAUM - WARPSPUR                                25<br><br>               Die Antares rast durchs Bild.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        26     INT. ANTARES - WAFFENDECK                               26<br><br>               Müller arbeitet hier zusammen mit LIEUTENANT JAMES BEEM am<br>               zentralen Computerkontrollpult.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, ich habe die Mikrodynrelais<br>                         neu ausgerichtet. Es müsste die<br>                         Genauigkeit des Steuerungssystems<br>                         um elf Prozent verbessern.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Fabelhaft, Lieutenant.<br>                             (scherzhaft)<br>                         Das sollten Sie Dr. Kendall unter<br>                         die Nase reiben. Er hat nur eine<br>                         Verbesserung von sieben Prozent<br>                         erreicht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich denke, wir können die<br>                         Simulation starten.<br><br>               Er drückt einige Knöpfe am Pult vor den beiden und auf dem<br>               dazugehörigen Bildschirm erscheint eine Grafik.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Ich feuere simulierten Torpedo.<br><br>               Er drückt den entsprechenden Knopf und auf dem Bildschirm<br>               macht sich der Torpedo - dargestellt durch einen kleinen<br>               Punkt - auf die Reise zu einem weiteren Punkt, welcher sich<br>               durch das Bild bewegt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das Zielsystem hat das Ziel<br>                         erfasst. Der Torpedo ändert seine<br>                         Flugbahn.<br><br>                                   BEEM<br>                             (leise)<br>                         Komm schon, Gertrude...<br><br>               Der Torpedo trifft das bewegliche Ziel und vernichtet es.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (jubelt)<br>                         Yeah! Ich wusste auf dich ist<br>                         Verlass, Gerti!!!<br><br>               Müller sieht ihn verwirrt an.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (verständnislos)<br>                         Was ist?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ungläubig)<br>                         Gerti!? - Sie geben Ihren Torpedos<br>                         Namen?<br><br>                                   BEEM<br>                             (buisness as usual)<br>                         Sie Ihren Schaubenschlüsseln nicht?<br><br>               AUF Müllers teils amüsierten, teils baffen, teils ängstlichen<br>               Gesichtsausdruck:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        27     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                 27<br><br>               Die Antares kommt aus einem Warpblitz und fliegt mit<br>               Impulsgeschwindigkeit weiter auf den Heimatplaneten der<br>               Andorianer zu.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        28     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   28<br><br>               Caylon im Kommandostand, TSCHERNOVSKY am Steuer, MESTRAL an<br>               der Wissenschaft, Torlan an der Kommunikation und MENDEZ an<br>               der Taktik.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan)<br>                         Öffnen Sie einen Kanal zur<br>                         Oberfläche.<br><br>               Torlan berührt einige Tasten an seiner Konsole.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Keine Antwort.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Offenbar werden unsere<br>                         Kommunikationsversuche von zwei<br>                         Kreuzern blockiert, welche sich in<br>                         einer synchronen Umlaufbahn 12.500<br>                         Kilometer unter uns befinden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br>               Auf dem Schirm erscheinen die beiden Kreuzer.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Rufen Sie sie.<br><br>               Das Kom-System piept.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie rufen uns bereits.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br>               Auf dem Bildschirm erscheint das Innere der Andorianischen<br>               Brücke. Im Zentrum des Bildes SEHEN WIR einen andorianischen<br>               Force Commander.<br><br>                                   FORCE COMMANDER (ON SCREEN)<br>                         Ich lege Ihnen nahe, die Umlaufbahn<br>                         zu verlassen.<br><br>               Caylon steht aus seinem Stuhl auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo ich herkomme stellt man sich<br>                         vor, bevor man "Bitten" formuliert.<br><br>                                   FORCE COMMANDER (ON SCREEN)<br>                         Sie sind nicht zu Hause. - Sie<br>                         haben einen exilanten an Bord Ihres<br>                         Schiffes. Es ist ihm nicht<br>                         gestattet, sich dem Planeten weiter<br>                         zu nähern!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dieser "Exilant" hat Beweise, die<br>                         sein Exil beenden könnten.<br><br>               Der Force Commander berührt einen Knopf außerhalb des<br>               Sichtfeldes der Kommunikationskamera und die Darstellung<br>               Seinerselbst wechselt wieder zur Außenaufnahme der beiden<br>               Kreuzer, welche sich nun auf die Antares zuzubewegenscheinen<br>               und das Feuer eröffnen.<br><br>               Automatisch wird taktischer Alarm ausgelöst.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Direkter Treffer! Hüllenbruch auf<br>                         dem D-Deck!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was!?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Sie haben uns völlig unvorbereitet<br>                         getroffen. Weder Schilde, noch<br>                         Hüllenpanzerung waren aktiviert.<br><br>               Ein weiterer Treffer.<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Äußerst faszinierend, aber derzeit<br>                         völlig belanglos. Wir sind mit<br>                         dieser Beschädigung nicht in der<br>                         Lage und gegen zwei andorianische<br>                         Kriegsschiffe zu verteidigen.<br><br>               Noch ein Treffer.<br><br>               Caylon muss nur sehr kurz überlegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius, bringen Sie uns aus dem<br>                         Orbit.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Captain.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber--<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (unterbricht)<br>                         Es tut mir Leid, Torlan.<br><br>               AUF Torlans niedergeschlagenes Gesicht:<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        29     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                         29<br><br>               Unser andorianische Kommunikationsoffizier betritt sein<br>               Quartier, geht an seinen Spint, kramt tief darin herum und<br>               holt eine weitere der Flaschen aus ihm hervor, wie wir sie<br>               schon im Teaser gesehen haben. Und wie auch schon im Teaser<br>               nimmt Torlan einen großen Schluck aus der Flasche...<br><br>               Und weils so schön war noch einen zweiten.<br><br>               Der Türmelder läutet.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wer?<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Caylon.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Kommen Sie.<br><br>               Die Tür öffnet sich und der Captain betritt das Quartier des<br>               Andorianers. Caylon deutet auf die Flasche in seiner Hand.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schmeckts?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nicht wirklich.<br>                             (beat)<br>                         Aber Geschmack ist bei solchen<br>                         Getränken eher Nebensache.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist noch nicht vorbei, Torlan.<br><br>               Torlan lacht auf.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir wurden gerade von zwei<br>                         Kriegsschiffen aus dem Orbit<br>                         geschossen... meinetwegen.<br>                             (beat)<br>                         Ich denke, es war eine Illusion zu<br>                         glauben, dass ich Shugal beseitigen<br>                         könnte.<br><br>               Caylon sieht ihn an.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Nicht so, wie Sie jetzt denken.<br>                             (beat)<br>                         Obwohl er es verdient hätte.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Was, wenn es eine andere<br>                         Möglichkeit gäbe, auf die<br>                         Oberfläche zu gelangen?<br><br>               Torlan sieht überrascht zu Caylon.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wie wollen Sie das anstellen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelnd)<br>                         Ich glaube, es ist Zeit an einen<br>                         alten Gefallen zu erinnern...<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        30     EXT. WELTRAUM                                           30<br><br>               Die Antares auf Impulsgeschwindigkeit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES - MACKENZIE'S BÜRO                         31<br><br>               Das Büro ist eingerichtet, wie das eines Psychiaters. Eine<br>               Couch, ein Sessel und am anderen Ende ein Schreibtisch.<br>               Hinter eben diesem sitzt MacKenzie und wühlt sich durch ein<br>               paar PADDs.<br><br>               Der Türmelder summt.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Herein.<br><br>               Die Tür öffnet sich und Beem tritt herein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie wollten mich sprechen,<br>                         Lieutenant?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Oh, bitte sagen Sie doch Mac.<br><br>               Sie steht auf, geht zu Beem, schüttelt freudig seine Hand und<br>               deutet dann in Richtung Couch und Sessel.<br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Nehmen Sie doch Platz, Lieutenant.<br><br>               Beem nickt und setzt sich auf den Sessel.<br><br>               Mac schaut etwas verstört.<br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Öhm... normalerweise... ach, egal.<br><br>               Sie geht zur Couch und setzt sich. Die Füße hochgelegt.<br><br>               Eine Weile geschieht nichts. Beem beginnt Däumchen zu drehen.<br>               Schließlich:<br><br>                                   BEEM<br>                         Worüber wollten Sie reden?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Das ist für gewöhnlich mein Text.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich will über nichts reden, Sie<br>                         haben mich doch herbestellt.<br><br>               Beat.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Richtig.<br>                             (long beat)<br>                         Hatten Sie als Kind ein Haustier?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Hätten Sie gern eins gehabt?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich--<br>                             (beat)<br>                         Wollen Sie auf irgend etwas<br>                         bestimmtes hinaus, Lieutenant?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Wie schon mal gesagt, Sie können<br>                         mich ruhig "Mac" nennen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich denke, ich verzichte,<br>                         Lieutenant. - Es würde mich aber<br>                         freuen zu erfahren, warum ich<br>                         eigentlich hier bin.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (beat)<br>                         Ich bin vor einer halben Stunde<br>                         Commander Müller über den Weg<br>                         gelaufen und sie erwähnte, dass sie<br>                         sich Sorgen um Sie macht.<br>                             (beat)<br>                         Sie meinte, Sie würden Ihren<br>                         Torpedos namen geben.<br><br>               Beem geht ein Lichtlein auf.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aaaaach, darum geht es!<br>                             (beat)<br>                         Das ist völlig normal, Lieutenant.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Nein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Doch.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Nein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Doch.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         NEIN!<br>                             (beat)<br>                         Ich habe Ihre Akte gelesen,<br>                         Lieutenant... und ich habe Sie ein<br>                         wenig beobachtet, seit ich an Bord<br>                         bin. Und ich muss Ihnen gestehen,<br>                         Jim, ich mache mir ernsthafte<br>                         Sorgen um Ihren Geisteszustand.<br><br>               Beem steht auf.<br><br>                                   BEEM<br>                             (patzig)<br>                         Na dann machen Sie das mal. Wenn<br>                         das dann alles wäre...<br><br>               Er geht in Richtung der Tür.<br><br>               Mac springt von ihrer Couch auf.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (nachdrücklich)<br>                         Wir sollten uns da wirklich drüber<br>                         unterhalten, Lieutenant.<br><br>               Beem stoppt und dreht sich zu ihr um.<br><br>                                   BEEM<br>                         Warum? Damit ich später<br>                         herausfinde, dass meine Eltern an<br>                         Allem Schuld sind, oder dass es<br>                         daran liegt, dass ich früher ein<br>                         Bettnässer war.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich--<br>                             (beat)<br>                         Sie waren ein Bettnässer?<br><br>                                   BEEM<br>                             (schnell)<br>                         Jetzt nicht vom Thema ablenken!<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich denke--<br><br>                                   BEEM<br>                         Was Sie denken ist mir egal,<br>                         Lieutenant. Ich werde mich NICHT<br>                         mit Ihnen unterhalten. Guten Tag.<br><br>               Er macht kehrt und verlässt das Büro.<br><br>               AUF Mac:<br><br>                                                                CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        32     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           32<br><br>               DOKTOR KATHRINE MILLER ist gerade bei der Behandlung eines ND<br>               Patienten, als das Interkom piept.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zum Patienten)<br>                         Einen Moment bitte, Crewman.<br><br>               Sie geht zum Interkom und aktiviert es.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Miller.<br><br>                                   MÜLLERS KOMM-STIMME<br>                             (schmerzverzerrt)<br>                         Doktor!!! Es wird wieder<br>                         schlimmer... Ich... ich kann es<br>                         kaum noch aushalten!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich komme sofort, Commander. Miller<br>                         Ende.<br>                             (ruft)<br>                         Mel?<br><br>               Schwester APOLL kommt hinter einem Vorhang hervor.<br><br>                                   APOLL<br>                         Ja?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich mache kurz einen Hausbesuch.<br>                         Kümmern Sie sich bitte so lange um<br>                         unseren Patienten.<br><br>                                   APOLL<br>                         Ja, Doktor.<br><br>               Miller schnappt sich ein Med-Kit und verlässt schnellen<br>               Schrittes die Krankenstation.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        33     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 33<br><br>               Caylon schlendert den Korridor entlang.<br><br>                                   MESTRAL'S KOMM-STIMME<br>                         Mestral an Captain Caylon.<br><br>               Der Captain holt seinen Kommunikator aus der Ärmeltasche und<br>               klappt ihn auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sprechen Sie.<br><br>                                                             INTER CUT:<br><br>        34     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   34<br><br>               Mestral im Kommandostand, Darius am Steuer, Mendez an der<br>               Taktik, NDs an den restlichen Stationen.<br><br>               Es herrscht taktischer Alarm.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain, ein andorianischer Kreuzer<br>                         nähert sich uns.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Taktischer Status?<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Das Schiff hat keine Waffen<br>                         aktiviert.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Gut, ich komme.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        35     EXT. WELTRAUM                                           35<br><br>               Der andorianische Kreuzer hat derweil an der Antares<br>               angedockt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        36<br><br>               Caylon sitzt ruhig hinter seinem Schreibtisch. Der Kommandant<br>               des andorianischen Kreuzers geht wütend davor auf und ab:<br>               FORCE COMMANDER SHRAN.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (gewohnt temperamentvoll)<br>                         Sie erwarten von mir einen<br>                         Exilanten in die Hauptstadt zu<br>                         schmuggeln, Pinky?!<br><br>               Caylon bleibt ruhig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So hatte ich mir das gedacht.<br><br>               Shran ist baff.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Warum?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan hat dort einige Dinge zu<br>                         klären.<br>                             (beat)<br>                         Er hat Beweise, die Shugal schwer<br>                         belasten.<br><br>               Shran wird hellhörig.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Shugal?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kennen Sie ihn?<br><br>                                   SHRAN<br>                             (abwertend)<br>                         Allerdings. Er korrumpiert das<br>                         andorianische Volk. Verfolgt nur<br>                         seine eigenen Interessen.<br><br>               Der Moment der Entscheidung.<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Merken Sie sich das, Pinky, ich tue<br>                         dies weder für Sie, noch für<br>                         Torlan, sondern einzig und allein<br>                         für das Andorianische Volk!<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Heißt das, dass Sie mir dann immer<br>                         noch etwas schulden?<br><br>               Als Antwort darauf lächelt Shran den Captain nur an.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Torlan soll sich in zehn Minuten an<br>                         Bord meines Schiffes einfinden.<br><br>               Mit diesen Worten verlässt Shran den Raum.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        37     EXT. ANDORIA - HAUPTSTADT - TAG                         37<br><br>               Wir SEHEN ein andorianisches Shuttle an der Kamera<br>               vorbeifliegen, mit direktem Kurs auf den Regierungssitz des<br>               Imperiums.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        38     INT. ANDORIA - REGIERUNGSPALAST - TAG                   38<br><br>               Das Staatsoberhaupt der Andorianer, der JANDESH, steht an<br>               einem der zahlreichen Fenster und blickt hinaus auf die<br>               prachtvollen Gebäude der Hauptstadt.<br><br>               Eine Tür öffnet sich und ein Bediensteter tritt herein.<br><br>                                   BEDIENSTETER<br>                         Jandesh... Force Commander Shran<br>                         und seine Begleitungen sind hier.<br><br>               Der Jandesh wendet sich vom Fenster ab und blickt in Richtung<br>               der Tür.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Sie sollen herein kommen.<br><br>               Der Bedienstete nickt, verlässt den Raum und nur wenige<br>               Augenblicke später kommen Shran, Torlan und drei ND<br>               Andorianer von Torlans Schiff herein.<br><br>               Torlan hält sich vorsichtig im Hintergrund, während Shran zum<br>               Jandesh vortritt.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (ehrfürchtig)<br>                         Es ist eine Ehre, dass Sie uns<br>                         empfangen, Jandesh.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Eine Ehre ist es mir, Commander<br>                         Shran. Ich habe schon viel von<br>                         Ihnen gehört.<br><br>               Shran ist sichtlich stolz. Das Staatsoberhaupt hat von ihm<br>               gehört! Eine größere Ehre gibt es nicht!<br><br>                                   SHRAN<br>                         Leider ist der Grund, weshalb ich<br>                         um diese Audienz bat nur wenig<br>                         erfreulich.<br><br>               Er holt ein Sternenflotten-PADD aus einer Tasche seiner<br>               Uniform heraus und überreicht es dem Jandesh.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Was ist das?<br><br>                                   SHRAN<br>                         Das sollten Sie  selbst lesen.<br><br>               Der Jandesh überfliegt die auf dem PADD gespeicherten Daten<br>               schnell. Dann:<br><br>                                   JANDESH<br>                         Woher haben Sie das?<br><br>               Torlan tritt nun aus dem Hintergrund hervor.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (selbstsicher)<br>                         Von mir.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Und wer sind Sie?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Torlan. Aus dem Hause der<br>                         Verborgenen.<br><br>                                   JANDESH<br>                             (zu Shran; ärgerlich)<br>                         Wie kommen Sie dazu, einen<br>                         Exilanten mit zu einer Audienz zu<br>                         bringen?<br><br>                                   SHRAN<br>                         In Anbetracht der Informationen,<br>                         ist nicht sicher, ob er das Exil<br>                         wirklich verdient.<br><br>               Der Jandesh geht nun an Shran vorbei, zu Torlan.<br><br>                                   JANDESH<br>                             (zu Torlan)<br>                         Warum sollte ich einem Exilanten<br>                         trauen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Unter anderem, weil mein Schiff<br>                         gerade von andorianischen Kreuzern<br>                         beschossen wurde.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Ich wäre informiert worden, wenn<br>                         auf ein Erdenschiff gefeuert worden<br>                         wäre.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Es entspricht den Tatsachen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das Feuer wurde eröffnet, als mein<br>                         Captain sagte, wir hätten Beweise<br>                         gegen Shugal.<br>                             (deutet aufs PADD)<br>                         Wie Sie selbst lesen können,<br>                         bringen diese ihn unter anderem in<br>                         Verbindung mit dem vernichteten<br>                         Forschungslabor, wo illegal Waffen<br>                         auf Basis von Xindi-Technologie<br>                         gebaut wurden.<br><br>               Der Jandesh denkt kurz nach.<br><br>                                   JANDESH<br>                         Ich denke es wäre am Besten, wenn<br>                         wir Shugal dazuholen würden...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        39     INT. ANDORIA - KAMMER DES JANDUSH VON ANDUSHA - TAG     39<br><br>               Shugal befindet sich gerade in einer Sitzung.<br><br>               Ein Abgeordneter hält gerade eine Rede auf dem Rednerpodest,<br>               als durch einen Eingang am oberen Ende des Amphitheaters drei<br>               Sicherheitsoffiziere herein kommen. Sie sehen sich kurz um<br>               und einer von ihnen deutet schließlich auf Shugal.<br><br>                                   SHUGAL<br>                             (flüstert)<br>                         Verdammt!<br><br>               Er holt ein kleines Kommunikationsgerät aus einer Tascher<br>               hervor, drückt daran einen Knopf und entmaterialisiert<br>               Sekundenbruchteile später.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        40     INT. ANDORIA - REGIERUNGSPALAST - TAG                   40<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   KOMMSTIMME<br>                         Jandesh. Shugal hat sich<br>                         davongebeamt, bevor wir ihn<br>                         festnehmen konnten.<br><br>               Beinahe gleichzeitig piept Shrans Kommunikator. Er aktiviert<br>               ihn.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Hier ist Shran.<br><br>                                   KOMMSTIMME #2<br>                         Commander Shran. Die zwei Kreuzer,<br>                         die die Antares beschossen haben,<br>                         verlassen den Orbit.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (sicher)<br>                         Das ist er!<br><br>               Der Jandesh muss keinen Augenblick überlegen.<br><br>                                   JANDESH<br>                             (zu Shran)<br>                         Beamen Sie auf Ihr Schiff und<br>                         halten Sie ihn auf. Wenn er<br>                         geflüchtet ist, scheint wohl<br>                         wirklich etwas an diesen Vorwürfen<br>                         dran zu sein.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Dennoch... Sie bleiben hier, bis<br>                         ich Shugal gesprochen habe.<br><br>               Torlan nickt.<br><br>                                   SHRAN<br>                             (in seinen Kommunikator)<br>                         Beamen Sie mich rauf!<br><br>               Shran entmaterialisiert.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        41     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                 41<br><br>               Shugals beiden Kreuzer verlassen den Orbit mit voller<br>               Impulskraft, dicht gefolgt von Shrans Schiff.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        42     INT. SHRANS KREUZER - BRÜCKE                            42<br><br>               Andorianer an ihren Stationen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Öffnen Sie einen Kanal.<br><br>                                   KOMMUNIKATIONSOFFIZIER<br>                         Offen.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Dies ist Force Commander Shran...<br>                         Ich habe Befehl, Shugal vor den<br>                         Jandesh zu bringen.<br><br>               WAMMS! Ein Einschlag!<br><br>                                   SHRAN (CONT'D)<br>                         Feuer erwidern!<br><br>                                   STEUERMANN<br>                         Die Schiffe gehen auf Warp.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Verfolgung aufnehmen!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        43     EXT. WELTRAUM - WARPSPUR                                43<br><br>               Shrans Kreuzer leistet sich ein heißes Warpgefecht mit den<br>               Schiffen von Shugal. Alle drei Schiffe gehören derselben<br>               modernen Klasse an, sodass Shugal Shran gegenüber einen<br>               Vorteil hat, da er sich in der Überzahl befindet.<br><br>               Shrans Kreuzer muss einige schwere Treffer einstecken. Es<br>               gelingt ihm zwar, einen von Shugals Kreuzern manövrierunfähig<br>               zu schießen, so dass dieser aus dem Warp fällt, doch dem<br>               zweiten ist er nicht mehr gewachsen.<br><br>               Ein feindlicher Torpedo durchschlägt Shrans Schilde und reißt<br>               ein klaffendes Loch in die Außenhülle. Shran fällt unter Warp<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        44     EXT. WELTRAUM - FOLGEND                                 44<br><br>               Shrans Schiff kommt manövrierunfähig zum Stehen. Shugals<br>               Schiff kommt einige tausend Kilometer entfernt in den<br>               Normalraum zurück und feuert mit Disruptoren auf Shran.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        45     INT. SHRANS KREUZER - BRÜCKE                            45<br><br>               Schwerer Schaden.<br><br>                                   SHRAN<br>                         Feuern! Feuern!<br><br>                                   WAFFENOFFIZIER<br>                         Unsere Verteidigungssysteme sind<br>                         außer Funktion!<br><br>                                   SHRAN<br>                         VERDAMMT!<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        46     EXT. WELTRAUM                                           46<br><br>               Shugals Kreuzer steuert weiter auf Shrans zu und will ihm den<br>               Gnadenstoß versetzen. Doch in diesem Augenblick wird er von<br>               sechs photonischen Torpedos getroffen.<br><br>               Die Antares kommt in die Szene geflogen und feuert weiter auf<br>               Shugals Kreuzer.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   47<br><br>               Caylon im Kommandostand, Beem an der Taktik, Darius am<br>               Steuer, Mestral an der Wissenschaft, Ostrowski an der<br>               Kommunikation.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier spricht Captain Frederick<br>                         Caylon von der Antares. Übergeben<br>                         Sie Ihr Schiff und Shugal an Force<br>                         Commander Shran, oder wir werden<br>                         Sie vernichten.<br><br>               Beat.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Andorianer deaktivieren ihre<br>                         Waffensysteme und fahren die<br>                         Schilde herunter.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>        48     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                 48<br><br>               Die Antares und Shrans Schiff befinden sich im Orbit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        49     INT. ANTARES - TORLANS QUARTIER                         49<br><br>               EINBLENDUNG: Fünf Tage später...<br><br>               Wieder sitzt Torlan allein hier, eine Flasche vor sich.<br><br>               Der Türmelder summt.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja.<br><br>               Einmal mehr betritt Caylon das Quartier des Andorianers.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich wollte Ihnen mitteilen, dass<br>                         wir gerade Nachricht von Shran<br>                         erhalten haben. Der Jandesh hat<br>                         Shugal inhaftieren lassen. Er ist<br>                         nicht länger Oberhaupt des Hauses<br>                         der Verborgenen. Der Jandesh hat<br>                         Sie nun eingesetzt.<br>                             (beat)<br>                         Er hat auch Ihr Exil offiziell<br>                         aufgehoben.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (leise; neutral)<br>                         Ich weiß. - Er hat mir auch meinen<br>                         alten Rang zurückgegeben... - Ich<br>                         hatte angenommen Ihr Antrag auf<br>                         Versetzung würde schon auf meinem<br>                         Schreibtisch liegen.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hatte erwartet, dass Sie etwas<br>                         mehr darüber erfreut wären, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Shugal mag seine gerechte Strafe<br>                         bekommen, aber er hat es ein<br>                         weiteres Mal geschafft sich an mir<br>                         zu rächen, dass ich ihn damals<br>                         diskrediteren wollte.<br>                             (beat)<br>                         Das Vermögen meiner Familie, unser<br>                         Haus... er hat alles ausgegeben...<br>                         verschwendet für seine Manipulation<br>                         des Volkes.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben NICHTS mehr. Keinen<br>                         Einfluss..., kein Ansehen.<br>                             (long beat; dann schweren<br>                              Herzens)<br>                         Ich kann hier mehr ausrichten, als<br>                         zu Hause, Captain... und wenn Sie<br>                         gestatten, würde ich gerne auf der<br>                         Antares bleiben.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Mr. Torlan...  Es würde hier eine<br>                         große Lücke entstehen, wenn Sie<br>                         gehen würden...<br><br>               AUF Torlan:<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>        50     EXT. WELTRAUM - ANDORIA                                 50<br><br>               Die Antares verlässt den Orbit und beschleunigt auf<br>               Warpgeschwindigkeit...<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4793</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x07 - Verrat</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x07-verrat-r4734/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/index.php?file=25669" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0207.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x07) - "Verrat"</font></b><br>Zip File</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Osbourne und seine Männer von "Sektion Erde" erfahren, dass die Andorianer eine Waffe bauen, die auf Xindi-Technologie basiert und dass die Romulaner diese stehlen wollen, um den Krieg gegen die Erde schnell zu gewinnen... Was wird geschehen?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28678.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28678"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_28687.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28687"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                     "Verrat"<br><br><br><br>                                      RECAP<br><br>       R01     SCHWÄRZE                                               R01<br><br>                                   KENDALL (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek:<br>                         Antares"...<br><br>               FADE IN:<br><br>       R02     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE",R02<br>               TEIL 2)<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zeigt auf die Pläne)<br>                         Sehen Sie das? Der Computer hat<br>                         im Hintergrund der Nachricht...<br>                         terranische Zahlen und Zeichen<br>                         entdeckt...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Was?<br><br>               Caylon starrt wenige Sekunden nur so auf den Bildschirm.<br><br>               AUF Caylon, der nickt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R03     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS - SPÄTER R03<br>               (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 2)<br><br>               Müller und Caylon stehen sich gegenüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das? Erst fangen wir<br>                         wichtige taktische Daten und<br>                         Angriffspläne ab, und nun finden<br>                         wir englische Schriftzeichen im<br>                         Hintergrund...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber warum? Eine Verschwörung in<br>                         den eigenen Reihen?<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>       R04     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (1X08 "FLAMMEN DER HÖLLE")R04<br><br>               Caylon spricht über Subraumfunk mit Forrest.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         William Osbourne, Paul Andrews<br>                         und Jonnathan Smithers...<br>                             (beat)<br>                         ...Sie sind verschwunden, Fred.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollten an Bord der<br>                         Constitution zur Erde gebracht<br>                         werden, doch gestern Abend, sind<br>                         alle drei aus ihren Zellen<br>                         verschwunden.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R05     INT. VERHÖRKAMMER (2X06 "VERTRAUEN")                   R05<br><br>               Osbourne geht gezielt auf Tos zu, krallt sich fest das Kinn<br>               des Vulkaniers zwischen seine Klauen und zieht seinen Kopf<br>               pressend auf Augenkontakt. Tos wirkt gebrochen und verletzt<br>               als hätten Preisboxer die Vorarbeit geleistet.<br><br>                                   TOS<br>                         Ich werde Ihnen nichts sagen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (böse)<br>                         Okay, jetzt hören Sie mir gut zu,<br>                         ich mach ihnen dieses Angebot nur<br>                         ein einziges Mal.<br>                             (beat)<br>                         Sie können doch so logisch<br>                         denken. Sie können nicht nach<br>                         Romulus, die Romulaner haben sie<br>                         im Stich gelassen und würden Sie<br>                         umbringen. Sie können nicht nach<br>                         Vulkan, weil Sie dort von nunan<br>                         als Verräter gelten, genauso<br>                         wenig können Sie auf der Erde<br>                         bleiben.<br>                             (beat)<br>                         Kurz gesagt, Sie können nirgendwo<br>                         mehr hin. Aber ich kann ihnen<br>                         einen Unterschlupf anbieten, wenn<br>                         Sie mit uns kooperieren und Ihr<br>                         Wissen über die Romulanern<br>                         teilen. Wenn nicht...<br><br>               Osbourne deutet auf die beiden schlecht gelaunten<br>               Herrschaften im Hintergrund, die ganz sicher keinen Plausch<br>               mit Tos führen wollen.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Überlegen Sie es sich gut! Sie<br>                         haben die Wahl, Sicherheit oder<br>                         Tod.<br><br>               Osbourne lässt seinen Klammergriff los und gibt Tos einen<br>               Moment Denkzeit...<br><br>                                   TOS<br>                         Offensichtlich sieht es so aus,<br>                         als bliebe mir keine andere Wahl.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Kluge Entscheidung!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R06     EXT. CAYLONS HAUS - VERANDA - NACHTS (2X03 "NACHWIRKUNGEN")R06<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lallend)<br>                         Ist da jemand?<br><br>               Einige Sekunden lang bleibt es still, bis:<br><br>                                   STIMME<br>                         In der Tat, Captain Caylon!<br><br>               Aus einer dunklen Ecke tritt eine Gestalt hervor. Wir<br>               können von den Schemen her erkennen, dass es ein männlicher<br>               Mensch sein muss.Caylon erkennt die Person nicht, bis sie<br>               einen weiteren Schritt nach vorne macht, sodass etwas<br>               Mondlicht auf sein Gesicht fällt und uns die Identität des<br>               Besuchers preisgibt: Es ist OSBOURNE.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Als erstes möchte ich ihnen<br>                         Gratulieren, Captain!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mir Gratulieren? Wozu?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie haben beinahe das erreicht,<br>                         was ich und meine Gruppe seit<br>                         langem zu verhindern versuchen:<br>                         Die Invasion des Sonnensystems<br>                         und somit der Erde! Nur mit viel<br>                         Glück konnte der Angriff der<br>                         Romulaner zurückgeschlagen<br>                         werden. Wir werden beim nächsten<br>                         Mal vielleicht nicht mehr soviel<br>                         Glück haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist mir durchaus bewusst.<br>                         Worauf wollen Sie hinaus.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich bin ihnen auch zum Dank<br>                         verpflichtet, Captain.<br>                         Durch den Angriff der Romulaner<br>                         findet meine Gruppierung immer<br>                         mehr Akzeptanz unter der<br>                         Bevölkerung und zunehmend melden<br>                         sich<br>                         Personen, die unsere Sache<br>                         unterstützen.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br>                                   OSBOURNE (V.O.) (CONT'D)<br>                         Unsere Gruppe ist inzwischen so<br>                         groß und Einflussreich geworden,<br>                         dass man sie nicht mehr aufhalten<br>                         kann. Merken Sie sich meine<br>                         Worte: Wir sind überall, in jeder<br>                         Stadt, an jeder Ecke, auf jedem<br>                         Schiff. Sie werden erst erkennen,<br>                         dass wir da waren, wenn es schon<br>                         zu spät ist.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     INT. OSBOURNES BÜRO - GEHEIMER STÜTZPUNKT DER SEKTION ERDE1<br><br>               Wir sehen auf einen typischen Bildschirm des 22.<br>               Jahrhunderts. Das Augenmerk gilt jedoch nicht dem<br>               Bildschirm an sich, sondern dem, was er zeigt: TOS.<br>               Der Verräter (2x06 "Vertrauen") sitzt in einer Zelle. Man<br>               kann erkennen, dass er gefoltert worden ist; der Vulkanier<br>               sitzt erschöpft und in einem verwarlostem Zustand auf der<br>               Pritsche der Zelle. Wir verweilen einen kleinen Augenblick,<br>               dann zoomt die Kamera aus dem Bild und wir erkennen den<br>               Betrachter des Bildes: WILLIAM OSBOURNE.<br>               Er sitzt hinter einem Schreibtisch in einem Büro, das<br>               scheinbar zu einer alten militärischen Anlage gehört.<br>               Plötzlich höhren wir es klopfen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Herein!<br><br>               Nun tritt die rechte Hand von Osbourne ein: BALTHASAR CANE.<br><br>                                   CANE<br>                         Sir, ich habe hier das Protokoll<br>                         der letzten Sitzung mit dem<br>                         Verräter.<br><br>               Er reicht ihm ein Padd, welches Osbourne sofort in<br>               Augenschein nimmt.<br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Ich denke, langsam aber sicher<br>                         haben wir seinen Widerstand<br>                         gebrochen. Erst wollte er wieder<br>                         nichts sagen, doch nach einer<br>                         weiteren "Behandlung" von Dr.<br>                         Langstroem war er schon<br>                         geschwätziger.<br>                             (beat)<br>                         Wie sie sehen können, hat er uns<br>                         einige Codes genannt, mit denen<br>                         wir die Com-Kanäle der Vulkanier<br>                         abhören können, vor allem die des<br>                         Sicherheitsrates. Doch was viel<br>                         wichtiger ist, er hat uns von<br>                         einer neuen Bedrohung berichtet.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Bedrohung? Welcher Art? Von Wem?<br><br>                                   CANE<br>                         Von den Andorianern, Sir. Sie<br>                         forschen an neuer Waffentechnik.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und das soll eine Bedrohung sein?<br>                         Soweit ich weiß, sind die Erde<br>                         und Andoria momentan soetwas wie<br>                         Verbündete im Kampf gegen die<br>                         Romulaner. Ich glaube kaum, dass<br>                         sie uns angreifen würden.<br><br>                                   CANE<br>                         Es geht hierbei nicht um die<br>                         offiziellen Stellen der<br>                         andorianischen Regierung, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Das Andorianische Komitee für den<br>                         Schutz der inneren Sicherheit hat<br>                         im Geheimen an einer neuen,<br>                         verherenden Waffe gearbeitet, die<br>                         anscheinend auf den Daten<br>                         basiert, die ein gewisser<br>                         Commander Shran in der Delphic<br>                         Expanse gesammelt hat.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Tatsächlich? Wie sicher sind die<br>                         Informationen?<br><br>                                   CANE<br>                         Unser Mann im Handelsministerium<br>                         der VN konnte uns bestätigen,<br>                         dass es ein erhöhtes<br>                         Handelsaufkommen zwischen Andoria<br>                         und der Erde gegeben hat.<br>                         Größtenteils Komponenten, die man<br>                         auch zum Waffenbau gebrauchen<br>                         könnte. Nur leider gibt es keine<br>                         genauen Hinweise auf einen<br>                         expliziten Standort.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und was ist mit Tos? Weiß er den<br>                         Standort?<br><br>                                   CANE<br>                         Dr. Langstroem ist sich sicher,<br>                         dass er es nicht weiß.<br>                             (lacht)<br>                         Vermutlich haben seine eigenen<br>                         Leute ihm nicht genug vertraut,<br>                         weswegen sie ihn ja wohl auch<br>                         ausschalten wollten.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (trocken)<br>                         Scheint so.<br><br>               Osbourne steht hinter dem Schreibtisch auf und bewegt sich<br>               zum Fenster. Er blickt starr zum Fenster hinaus.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Hat er gesagt, wann die Waffe<br>                         fertiggestellt wird?<br><br>                                   CANE<br>                         Nach seinen Informationen soll<br>                         der erste Prototyp in 7 Tagen<br>                         getestet werden.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wissen Sie was das bedeutet?<br><br>                                   CANE<br>                         Es wird ein neues Kräftemessen<br>                         zwischen den Andorianern und den<br>                         Vulkaniern geben.<br><br>                             (beat)<br>                         Da das Projekt scheinbar nicht<br>                         von der Regierung offiziell<br>                         genehmigt wurde, müssen wir damit<br>                         rechnen, dass es einen Putsch<br>                         geben wird, damit der Rest der<br>                         Flotte mobilisiert werden kann.<br>                         Und dann werden sie<br>                         wahrscheinlich die Vulkanier<br>                         angreifen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und wenn sie es tatsächlich<br>                         geschaft haben, eine Version der<br>                         Xindi-Sonde zu bauen, die<br>                         Planeten zerstören kann, ist es<br>                         nur eine Frage der Zeit, bis die<br>                         Waffe eine Gefahr für die Erde<br>                         darstellt.<br><br>         2     SCHULTERPERSPEKTIVE OSBOURNE                             2<br><br>               Wir sehen durch die großen Fenster des Büros, von denen man<br>               in eine Art Hangar sehen kann. Dort liegt ein Schiff,die<br>               EDS AMMAR, an dem einige Personen am Arbeiten sind.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sagen Sie Duvall bescheid, er<br>                         soll die AMMAR startklar machen,<br>                         wir werden so schnell wie möglich<br>                         aufbrechen. Nehmen sie sich ein<br>                         Team mit, wir gehen auf die Jagd.<br><br>               Cane knallt mit den Hacken zusammen und salutiert vor<br>               Osbourne.<br><br>                                   CANE<br>                         Aye, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Sir, wenn Sie mir die Frage<br>                         gestatten, wie sollen wir denn<br>                         das Forschungslabor finden? In<br>                         dem Sektor den er uns genannt<br>                         hat, gibt es etwa 10 Kolonien und<br>                         wir haben keine Ahnung wo wir mit<br>                         der Suche beginnen sollen...<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ganz einfach: Wir fragen uns<br>                         durch.<br>                             (beat)<br>                         Das wäre dann alles.<br><br>               Dann verlässt er den Raum.<br><br>         3     ZOOM AUF OSBOURNES GESICHT                               3<br><br>               Wir können einen leichten Anflug von Angespanntheit<br>               erkennen, der dann der Entschlossenheit weicht.<br>               Dann wendet sich Osbourne von dem Fenster ab, während die<br>               Kamera auf der Szenerie im Hangar verweilt.<br>               Dort sehen wir wie ein Mann unten im Hangar ankommt und<br>               offensichtlich Befehle erteilt. Promt herrscht ein regeres<br>               Treiben auf dem Hangardeck. Dann...<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>         4     INT. BRÜCKE DER ECS SANTA MARIA                          4<br><br>               Auf der Brücke des Frachters Santa Maria herrscht ein reges<br>               Treiben. Alle Crewmitglieder und ihr Captain, Horatio<br>               Raines sitzen angespannt in ihren Stühlen. Hier und da<br>               hören wir ein Donnern, gefolgt von einigen Erschütterungen;<br>               einige müssen sich festhalten, um nicht aus ihren Stühlen<br>               zu fallen. Es ist offensichtlich: Die Santa Maria wird<br>               angegriffen. Der Hauptfokus liegt auf dem Captain, der<br>               angespannt in seinem Stuhl sietzt.<br><br>                                   RAINES<br>                         Bobby, reagieren sie immernoch<br>                         nicht auf unsere Rufe?<br><br>                                   BOBBY<br>                         Negativ, Sir. Ich bin mir zwar<br>                         sicher, dass sie uns empfangen<br>                         können, aber sie ignorieren uns.<br><br>                                   RAINES<br>                         Könnnen wir einen Notruf<br>                         absetzen?<br><br>                                   BOBBY<br>                         Nein, sie blockieren jede<br>                         Subraumkommunikation.<br><br>                                   RAINES<br><br>                         Verdammt. Francis, erwidern sie<br>                         das Feuer so gut wie Sie können.<br>                         Wir müssen versuchen an ihnen<br>                         vorbei zu kommen. Zielen Sie auf<br>                         ihre Energieknoten. Das sollte<br>                         sie eine Weile beschäftigen.<br><br>                                   FRANCIS<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Die Kamera befindet nun hinter dem Stuhl des Captains,<br>               sodass wir quasi aus seiner Perspektive auf den<br>               Hauptbildschirm sehen können. Schlieren ziehen sich durch<br>               die Darstellung, scheinbar sind die Sensoren schon<br>               beeinträchtigt.<br><br>                                   RAINES<br>                         Erik, errechnen Sie einen Kurs<br>                         zur Handelsstation im Delta<br>                         Leonis System und gehen Sie auf<br>                         Maximumwarp, sobald der Weg frei<br>                         ist.<br><br>               Funken stoßen aus der hinteren Konsole, die den Mann am<br>               Waffenpult umwerfen. Captain Raines reagiert und begibt<br>               sich an die Station und bedient nun die Waffensteuerung.<br><br>                                   RAINES (CONT'D)<br>                         Führen Sie das Gamma 3<br>                         Ausweichmanöver durch und gehen<br>                         Sie schnellstmöglichst auf Warp,<br>                         ich werde versuchen das Schiff<br>                         von uns fernzuhalten.<br><br>                                   ERIK<br>                         Jawohl, Sir. Führe das Manöver<br>                         JETZT aus.<br><br>               Wir sehen wie ein Ruck aufgrund des abrupten Kurswechsels<br>               durch das Schiff geht. Captain Raines betätigt einige<br>               Kontrollen und blickt dann zum Bildschirm, ebenso wie die<br>               Kamera. Wir sehen Sterne schnell an uns vorbeiziehen, als<br>               plötzlich ein Schiff vor uns sichtbar wird. Phaserstrahlen<br>               zucken durch das Bild und scheinbar explodiert ein Teil des<br>               fremden Schiffes. Dann überholt der Frachter den Angreifer.<br><br>         5     EXT. WELTRAUM                                            5<br><br>               Wir sehen wie der Frachter an dem Angreifer vorbeizieht.<br>               Wir können auch das immer heller werdenen Blau in den<br>               Warpgondeln erkennen, die darauf deuten, dass das Schiff<br>               auf Warp gehen wird.<br><br>               Plötzlich erwacht der Angreifer wieder zum Leben und feuert<br>               auf die Gondeln. Zwei geziehlte Schüsse setzen den Frachter<br>               ausser Gefecht und wir sehen, wie dessen Lichter erlöschen.<br><br>         6     INT. BRÜCKE DER ECS SANTA MARIA                          6<br><br>               Rauch bedeckt die Brücke des Frachters. Die Treffer haben<br>               ihre Wirkung nicht verfehlt. Viele Monitore flackern, zwei<br>               Crewmitglieder liegen auf dem Boden, der Navigator ist über<br>               seiner Konsole zusammengebrochen. Captain Raines und der<br>               Kommunikationsoffizier Bobby erheben sich hinter ihren<br>               Konsolen.<br><br>                                   RAINES<br>                         Was zum Henker ist passiert?<br><br>                                   BOBBY<br>                         Die Hauptenergie ist ausgefallen.<br>                         Wir haben die Waffen, Sensoren<br>                         und die Triebwerke verloren.<br>                         Interne Kommunikation ist<br>                         ebenfalls hin.<br><br>                                   RAINES<br>                         Verdammt, wir können sie nicht<br>                         sehen und wir können nicht davon<br>                         laufen.<br><br>                                   BOBBY<br>                         Aye.<br><br>               Raines verlässt seine Konsole und begiebt sich zu einem<br>               Panel an der Wand und tippt einen Code ein, durch den sich<br>               das Panel öffnet und einne Schrank mit Phasern und Medokits<br>               freigibt. Er greift sich den Inhalt und wirft je einen<br>               Phaser und ein Medokit Bobby zu.<br><br>                                   RAINES<br>                         Wir sollten sehen, dass wir die<br>                         anderen wieder aufwecken. Meiner<br>                         Erfahrung nach werden die Piraten<br>                         als nächstes Versuchen an Board<br>                         zu kommen. Das heißt wir müssen<br>                         die Luftschleusen blockieren,<br>                         um...<br><br>               Der Captain wird von einem Surren eines Transporterstrahls<br>               unterbrochen. Der Strahl gibt ein Gerät in der Größe eines<br>               Footballs frei, dessen Lichter immer stärker zu Blinken<br>               beginnen.<br><br>                                   RAINES (CONT'D)<br>                         Oh, verdammt! Bobby, gehen Sie in<br>                         Deckung!<br><br>               Ein Blitz entläd sich von der Maschine und sofort sind der<br>               Captain und Bobby bewusstlos. Wieder hören wir das Surren<br>               eines Transporterstrahls. Dieses Mal gibt er drei Personen<br>               frei: Cane, Gary Andrews und zwei weitere Mitglieder der<br>               Exekutive Erde.<br><br>                                   CANE<br>                         Okay, Gary, die Brücke gehört<br>                         ihnen. Laden Sie die Daten<br>                         herunter, während wir in den<br>                         Maschinenraum gehen und die<br>                         nötigen Ersatzteile holen. Wir<br>                         haben nur 20 Minuten, als<br>                         empfehle ich allen, sich zu<br>                         beeilen.<br><br><br>               Alle Anwesenden nicken Cane zu, dann trennt sich die<br>               Gruppe...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br>         8     INT. ANTARES - CAPTAINS MESS                             8<br><br>               Wir sehen nun die Captains Mess der Antares, in der Caylon<br>               und Müller zu Abend essen. Es brennen Kerzen auf dem Tisch.<br>               Scheinbar haben die beiden ein Rendez-Vous.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das Essen schmeckt köstlich,<br>                         Fred. Chef hat sich selbst<br>                         übertroffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Chef hat heute frei, ich habe<br>                         selbst gekocht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwundert)<br>                         DU?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hey, ich bin vieleicht<br>                         Raumschiffcaptain, aber jeder<br>                         braucht ein Hobby.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und wo hast du das gelernt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Als ich auf K2 stationiert war<br>                         gab es für mich manchmal tagelang<br>                         nicht wirklich etwas zu tun. Und<br>                         dann kam es irgendwie dazu, dass<br>                         ich mich beim Koch in der Küche<br>                         rumgetrieben habe. Als er dann<br>                         mal krank wurde habe ich für 3<br>                         Tage die Küche geschmissen. Naja,<br>                         und so bin ich dann zum Kochen<br>                         gekommen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                                   <br><br>                         Respekt. Ein Captain der Kochen<br>                         kann.<br><br><br>               Plötzlich ertönt das Intercom. Caylon steht genervt auf und<br>               aktiviert die Gegensprechanlage.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon hier, was gibt's?<br><br>                                   COM-OFFIZIER<br>                         Es tut mir leid sie zu stören,<br>                         Sir, aber wir empfangen einen<br>                         Notruf von einem Frachter. Er<br>                         wurde angegriffen. Die<br>                         Hauptenergie ist ausgefallen und<br>                         die Lebenserhaltung wird wohl<br>                         auch nicht mehr lange vorhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (düster)<br>                         Romulaner?<br><br>                                   COM-OFFIZIER<br>                         Keine Ahnung, Sir. Ich konnte<br>                         bisher noch nicht das Schiff<br>                         erreichen. Scheinbar wurde ihre<br>                         Empfangseinheit beim Angriff<br>                         beschädigt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, ich komme auf die Brücke.<br>                         Lassen sie die Alpha-Schicht<br>                         wecken und setzen sie einen Kurs<br>                         mit Maximalgeschwindigkeit zum<br>                         Frachter.<br><br>                                   COM-OFFIZIER<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Caylon deaktiviert das Interkom und begibt sich zurück zum<br>               Tisch.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich denke, ich werde dann mal in<br>                         den Maschinenraum gehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Yeah. Und bereite schon mal eine<br>                         Reperaturcrew vor, ich denke es<br>                         müssen einige Löcher gestopft<br>                         werden.<br><br>               Müller steht auf und küsst ihm kurz auf die Wange.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Trotzdem danke für das leckere<br>                         Essen. Vieleicht bekommen wir<br>                         nocheinmal Gelegenheit es<br>                         fortzusetzen.<br><br>               Dann verlässt sie den Raum und lässt Caylon alleine zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         (geknickt)<br>                         Ja, vieleicht....<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>         9     INT. BRÜCKE DER ANTARES                                  9<br><br>               Wir befinden uns nun im Nervenzentrum der Antares. Die<br>               Alpha-Crew trifft nun ein und löst einige NDs ab, auch<br>               Caylon ist anwesend.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange noch, Mr. Tschernovsky?<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         ETA in 12 Minuten bei Warp 4,9.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem, aktivieren Sie den<br>                         taktischen Alarm.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, wir kommen nun in<br>                         Sensorreichweite des Frachters.<br>                         Ich gebe das Bild auf den Schirm.<br><br>        10     POV VON CAYLONS STUHL                                   10<br><br>               Wir sehen nun den Bildschirm der Antares aus Captain<br>               Caylons Blickwinkel. Erst ist auf dem Bildschirm fast<br>               nichts zu erkennen, dann zoomt das Bild jedoch immer weiter<br>               an einen kleinen Punkt heran, der zu einem Frachter<br>               heranwächst. Seine Gondeln verlieren Plasma und die Lichter<br>               des Schiffes sind erloschen. Der Kampf schien nicht lange<br>               angedauert zu haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können wir sie inzwischen<br>                         erreichen, Mr. Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Negativ, Captain. Ihr Komsystem<br>                         ist immernoch defekt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie sieht es sonst aus?<br>                         Funktioniert die Lebenserhaltung<br>                         noch?<br><br>                                   BEEM<br>                         Positiv. Ich empfange 12 schwache<br><br>                         Lebenszeichen. Sowohl Warp-, als<br>                         auch Impulstriebwerke sind<br>                         ausgefallen. Die Hauptenergie ist<br>                         ebenfalls ausgefallen. Keine<br>                         Strahlungslecks erkennbar.<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie mich fragen, das waren<br>                         keine Romulaner. Sonst wären hier<br>                         nur noch Trümmer und Leichen<br>                         vorhanden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sehe ich ebenso. Bereiten Sie<br>                         ein Shuttle vor. Sie werden mit<br>                         ein paar Technikern und Dr.<br>                         Miller an Board gehen und<br>                         herausfinden, was hier passiert<br>                         ist.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Beem steht von seiner Konsole auf und begibt sich zum<br>               Turbolift. Seinen Platz an der Konsole nimmt ein ND ein.<br>               Zoom auf den angespannten Gesichtsausdruck von Caylon,<br>               dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br>        11     EXT. ANTARES HANGAR                                     11<br><br>               Wir sehen, wie sich aus dem Hangar der Antares ein Shuttle<br>               in Richtung des Frachters begiebt. Der Frachter treibt<br>               steuerlos im All, sodass das Shuttle sich der Rotation<br>               anpassen muss. Nach einigen geschickten Manövern dockt es<br>               schließlich an.</font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        12     INT. ANDOCKSCHLEUSE FRACHTER                            12<br><br>               Wir befinden uns im inneren des Frachters. Das Licht ist<br>               gedämpft. Wir hören ein schweres Stöhnen durch das Schiff<br>               hallen, als sich die Luftschleuse öffnet. Die Crew der<br>               Antares betritt nun den Frachter, zuerst ein MACO, dann Lt.<br>               Beem mit gezückten Trikorder.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, keine Anzeichen von Gefahr.<br>                         Die Lebenserhaltung läuft noch.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich kann keine Strahlungslecks<br>                         ausmachen. Keine Rückstände von<br>                         irgendwelchen Giften oder<br>                         ähnlichem in der Luft.<br><br>               Die Gruppe wandert duch die gespenstisch leeren Korridore,<br>               voran immer ein MACO, der nach Gefahr Ausschau hält. Dann<br>               kommen sie an einer Kreuzung an. Zwei Besatzungsmitglieder<br>               liegen auf dem Boden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sind sie tot?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, ihre Lebenszeichen sind<br>                         normal, zumindest für jemanden,<br>                         der aus kurzer Distanz mit einem<br>                         Phaser betäubt wurde.<br><br>               Beem deutet in den Korridor.<br><br><br>                                   BEEM<br><br>                         Dort runter ist die Brücke.<br>                         Rechts runter geht es zum<br>                         Maschinenraum. Ich schlage vor,<br>                         wir trennen uns hier.<br><br>                         Ensign McForlay, Dr. Miller und<br>                         ich  gehen auf die Brücke, der<br>                         Rest begibt sich in den<br>                         Maschinenraum und stellt die<br>                         ausgefallenen Systeme wieder her.<br><br>               Alle nicken, dann trennt sich die Gruppe.<br><br>        13     INT. BRÜCKE DER ECS SANTA MARIA                         13<br><br>               Miller, Beem und McForlay betreten die Brücke des<br>               Frachters. Es ist noch immer recht dunkel und einige<br>               Monitore zeigen nur ein Rauschen.<br><br><br>               Die Brückencrew liegt betäubt auf dem Boden oder an ihren<br>               Konsolen. Miller holt ihren medizinischen Scanner hervor<br>               und beginnt die ersten Crewmitglieder intensiv zu scannen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, McForlay, versuchen sie mal<br>                         etwas mehr Licht zu machen.<br><br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               McForlay hantiert etwas an der technischen Konsole und<br>               stellt das Licht auf einen normalen Wert.<br><br>                                   MCFORLAY (CONT'D)<br>                         Okay, wie es scheint ist das<br>                         Schiff nicht annähernd so stark<br>                         beschädigt, wie es von Aussen<br>                         aussieht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Gut, das ist doch schonmal ein<br>                         Anfang.<br>                             (an Miller gerichtet)<br>                         Und, wie sieht's aus?<br><br>                                   MILLER<br>                         Die meisten wurden durch den<br>                         Angriff bewusstlos. Zwei von<br>                         ihnen wurden jedoch betäubt,<br>                         vermutlich durch eine Art<br>                         Strahlenwaffe.<br><br>                                   BEEM<br>                         Können wir sie aufwecken?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich denke schon.<br><br>               Miller holt aus einer Tasche ein Hypospray hervor und<br>               ändert einige Einstellungen. Dann drückt sie es an den Hals<br>               der Person, die bewusstlos vor ihnen liegt und entläd es.<br>               Einige Sekunden vergehen, bis die Person plötzlich erwacht<br>               und hochschreckt. Er blickt sich verwirrt um.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ganz ruhig! Ich bin Doktor Miller<br>                         von der Antares. Wir sind ihrem<br>                         Notruf gefolgt.<br><br>                                   BOBBY<br>                             (verwirrt)<br>                         Notruf? Welcher Notruf? Wir haben<br>                         keinen Notruf gesendet! Wir kamen<br>                         gar nicht dazu!?<br><br>                                   BEEM<br>                         Was erzählen Sie da? Natürlich<br>                         haben Sie einen Notruf geschickt,<br>                         direkt nachdem ihr Schiff<br>                         angegriffen wurde.<br><br>                                   BOBBY<br>                         Nein, das habe ich nicht, unsere<br>                         Signale wurden blockiert, selbst<br>                         wenn wir gewollt hätten, wir<br>                         hätten keinen Notruf abschicken<br>                         können. Zumal wir, bevor wir<br>                         irgendetwas tun konnten, betäubt<br>                         wurden.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Sir, vieleicht habe ich eine<br>                         Antwort auf die Frage, wer den<br>                         Notruf abgesendet hat.<br><br>               Beem, Miller und das ehemals bewusstlose Crewmitglied sehen<br>               zu McForlay rüber, der nun an der Kommunikationskonsole<br>               sitzt und die Kontrollen studiert.<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Na, dann schießen Sie mal los.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Scheinbar hat jemand anderes den<br>                         Notruf aktiviert. Laut den<br>                         Kommunikationslogbüchern wurde<br>                         der Notruf das erste Mal 20<br>                         Minuten nach dem Ende des<br>                         Angriffes abgesendet.<br><br>                                   BEEM<br>                         Soll das heißen, der Angreifer<br>                         hat den Notruf aktiviert?<br><br>                                   MCFORLAY<br><br>                         Alles deutet darauf hin, Sir.<br><br>                                   BEEM<br>                         Merkwürdig.<br>                             (beat)<br>                         Doktor, Sie sollten die anderen<br>                         aufwecken, mal sehen, ob wir mehr<br>                         erfahren können.<br><br>               Müller beginnt ihre Runde durch die Brücke und weckt nach<br>               und nach alle mit dem Hypospray auf.<br><br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Sir, wie es scheint, hat jemand<br>                         die Datenbänke der Kommunikation<br>                         durchforstet. Man hat die<br>                         Frachtlisten, Reiserouten, und<br>                         Kommunikationslogs runtergeladen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Was könnte man mit den Daten<br>                         anfangen?<br><br>                                   BOBBY<br>                         Keine Ahnung, wir haben in der<br>                         letzten Wochen 10 Aussenposten<br>                         der Andorianer mit<br>                         Maschinenteilen beliefert.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Gibt es Bilder der internen<br>                         Sensoren? Dann wüssten wir<br>                         zumindest, wer den Frachter<br>                         angegriffen hat.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Negativ, Sir. Scheinbar wurden<br>                         vor etwa 5 Stunden die Daten der<br>                         internen Sensoren für einen<br>                         Zeitraum von 20 Minuten gelöscht.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Scheibar wollte da jemand<br>                         unerkannt bleiben.<br><br>               Plötzlich meldet sich eine weitere Person zu Wort: Es ist<br>               der Captain des Frachters, der inzwischen wieder bei Sinnen<br>               ist.<br><br>                                   CAPTAIN RAINES<br>                         Sie haben sich auch eine große<br>                         Mühe gegeben, ihre Idendität zu<br>                         verbergen.<br><br>               Beem und McForlay drehen sich zu ihm um.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und Sie sind?<br><br>                                   CAPTAIN RAINES<br>                         Der Captain dieses Schiffes: Karl<br>                         Raines. Was ist mit meinem Schiff<br>                         und meiner Crew?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ihrer Crew geht es abgesehen von<br>                         zwei Fällen von starker<br>                         Verbrennung gut, der Großteil<br>                         wurde wie Sie betäubt, doch die<br>                         meisten von ihnen habe ich jetzt<br>                         geweckt. Sie sollten ebenso wie<br>                         Sie noch eine leichte Übelkeit<br>                         empfinden.<br><br>                                   RAINES<br>                         In der Tat, danke Doktor.<br><br>                                   MILLER<br>                         Stets zu Diensten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Captain, wie es scheint hat<br>                         jemand großes Interesse an ihren<br>                         Komlogs und Flugrouten gehabt zu<br>                         haben. Wissen Sie warum?<br><br>                                   RAINES<br>                         Nein, das sind ganz normale Logs,<br>                         nichts besonderes. Nur<br>                         Aufzeichnungen, wann wir wo was<br>                         abgeliefert haben.<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Merkwürdig. Wer überfällt schon<br>                         einen Frachter und lässt die<br>                         wertvolle Ware stehen?<br><br>               Beems Kommunikator piept plötzlich.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Beem hier.<br><br>                                   CAYLON'S COMSTIMME<br>                         Lt. Beem, wecken wie ist ihr<br>                         Status?<br><br>                                   BEEM<br>                         Hauptenergie ist wieder<br>                         hergestellt, die Crew wacht<br>                         langsam aber sicher auf. Es wurde<br>                         nichts von der Fracht gestohlen,<br>                         lediglich die Datenbanken wurden<br>                         durchsucht.<br><br>                                   CAYLON'S COMSTIMME<br>                         Wer überfällt schon einen<br>                         Frachter, ohne die Fracht<br>                         mitzunehmen?<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Die Frage haben wir uns auch<br>                         schon gestellt.<br><br>                                   CAYLON'S COMSTIMME<br><br>                         Okay, Mr. Beem. Sehen Sie zu,<br>                         dass sie soviel wie möglich<br>                         herausfinden. Und gewähren Sie<br>                         dem Captain der Santa Maria jede<br>                         Hilfe, die er benötigt, um sicher<br>                         die nächste Handelsstation zu<br>                         gelangen. Danach melden Sie sich<br>                         wieder auf der Antares.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Beem deaktiviert seinen Kommunikator und steckt ihn wieder<br>               ein, dann richtet er sich an McForlay.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Sie haben den Captain gehört.<br>                         Dann wollen wir doch mal sehen,<br>                         was wir tun können.<br><br>               Beem, McForlay, Raines und Bobby beginnen nun sich einen<br>               genaueren Überblick über den Schaden zu verschaffen.<br>               Langsam fährt die Kamera aus der Szene heraus, bis....<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>        14     INT. KONFERENZRAUM DER ANTARES                          14<br><br>               Die gesamte Führungsstab der Antares hat sich in dem<br>               Konferenzraum eingetroffen. Alle machen ernste Gesichter<br>               und stehen um den Situationstisch, bis auf Caylon, der<br>               unruhig auf und ab geht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, was haben wir?<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Santa Maria wurde von Profis<br>                         angegriffen. Das Schiff tauchte<br>                         laut den Aussagen der Crew aus<br>                         dem Nichts auf und eröffnete<br>                         sofort das Feuer. Sie setzten<br>                         sich zur Wehr und versuchten in<br>                         den Warp zu flüchten, doch im<br>                         letzten Moment wurden sie an den<br>                         Gondeln getroffen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Durch den Treffer fielen die<br>                         meisten Systeme aus und sie waren<br>                         den Angreifern schutzlos<br>                         ausgeliefert. Wer noch nicht<br>                         durch den Kampf bewusstlos war,<br>                         wurde durch an Board gebeamte<br>                         Aparaturen betäubt. Sie haben die<br>                         Datenbanken für die<br>                         Kommunikation, Flugrouten der<br>                         letzten Wochen und Sensorlogs<br>                         wurden runtergeladen. Dann haben<br>                         sie sich ein paar Teile aus dem<br>                         Maschinenraum "ausgeborgt". Ich<br>                         würde fast sagen, sie haben sie<br>                         herausgerissen. Profis waren das<br>                         gewiss nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber warum haben sie den Notruf<br>                         aktiviert? Ich meine, wenn ich<br>                         ein Schiff überfalle, dann will<br>                         doch bei meinem Abgang nicht<br>                         auffallen, oder?<br><br>                                   BEEM<br>                         Das sollte man annehmen. Ich bin<br>                         da ehrlich gesagt überfragt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Vieleicht wollten sie nicht das<br>                         Leben der Menschen an Board<br>                         unnötig riskieren.<br><br>               Alle drehen sich erstaunt zu Tschernovsky um.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen Sie das, Ensign?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Naja, Daten stehlen ist eine<br>                         Sache, aber Menschen dem Tod<br>                         auszusetzen eine andere.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Er könnte damit Recht haben.<br>                         Dadurch, dass sie einige Teile<br>                         ausgebaut haben, brach die<br>                         Energieversorgung endgültig<br>                         zusammen. Sie wären ohne unsere<br>                         Hilfe vermutlich innerhalb von<br>                         einem Tag gestorben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie glauben also, dass die<br>                         Angreifer sowas wie Schuldgefühle<br>                         hatten? Dann hätten sie nicht<br>                         angreifen sollen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Wir wissen doch von Captain<br>                         Raines, das man zuerst versucht<br>                         hat ihre Triebwerke<br>                         auszuschalten. Sie haben nur<br>                         nicht mit einem guten Piloten und<br>                         einem angriffserfahrenem Captain<br>                         gerechnet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke, die Frage ist momentan<br>                         eher unwichtig. Viel eher sollten<br>                         wir uns fragen, wer hat das<br>                         Schiff angegriffen und wo will er<br>                         hin?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Leider ist es uns nicht möglich<br>                         gewesen die Sensordaten der<br>                         internen und externen Sensoren<br>                         wiederherzustellen, meiner<br>                         Einschätzung nach waren dort<br>                         Profis am Werk. Jedoch haben wir<br>                         vom Captain die Flugroute und die<br>                         Frachtdaten bekommen.<br><br>               Mestral bedient einige Instrumente am Tisch, worauf die<br>               Anzeige auf dem Monitor wechselt. Wir sehen nun eine Karte<br>               mit einem eingezeichneten Kurs.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Die Santa Maria hat in den<br>                         letzten Wochen mehrere<br>                         andorianische Kolonien<br>                         angeflogen, darunter eine neue<br>                         Kolonie des andorianischen<br>                         Landwirtschaftsministeriums im<br>                         Epsilon Sculptoris System und 3<br>                         Kolonien im Vega Gamma 34 System.<br><br>                                   BEEM<br>                         Klingt nach einem langweiligen<br>                         Flug. Hauptsächlich<br>                         Landwirtschaftliche Geräte,<br>                         Navigationssysteme und einige<br>                         Reaktorkontrollgeräte. Alles<br>                         Dinge, die man braucht, wenn man<br>                         ne Kolonie ausstatten will.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mister Torlan, haben Sie was für<br>                         uns?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Tut mir leid, Captain. Die<br>                         Kolonie im Epsilon Sculptorus<br>                         System wurde nach meiner Zeit auf<br>                         Andor gegründet. Die Vega Gamma<br>                         Kolonien sind über 20 Jahre alt,<br>                         dort ist nichts interessantes<br>                         ausser ein paar<br>                         Freizeiteinrichtungen. Man könnte<br>                         es die andorianische Version von<br>                         Risa nennen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das sind Klasse P Planeten! Ist<br>                         das nicht ein bischen kalt um<br>                         dort Ferien zu machen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Commander, ich sagte doch, das es<br>                         die ANDORIANISCHE Version von<br>                         Risa ist.<br><br>               Bevor Müller etwas erwidern kann ertönt das Interkom.<br>               Caylon drückt einen Knopf vor ihm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon hier, was gibt's?<br><br>                                   COM-OFFIZIER<br>                         Sir, wir empfangen einen Notruf<br>                         von einem andorianischen Scout.<br>                         Sie haben versucht einen<br>                         Eindringling zu stellen, doch er<br>                         konnte entwischen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo wurde das Schiff angegriffen?<br><br>                                   COM-OFFIZIER<br>                         In der Nähe des Epsilon Sulptorus<br>                         Systems.<br><br>                                   BEEM<br>                         Also wissen wir, wo sie<br>                         hinwollen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Können wir sicher sein, dass es<br>                         die selben sind?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wäre schon ein komischer Zufall,<br>                         wenn nicht, oder?<br>                             (beat)<br>                         Mister Tschernovsky, setzten Sie<br>                         einen Kurs zum Scout. Mister<br>                         Torlan, kontakten Sie die Santa<br>                         Maria und sagen Sie Captain<br>                         Raines, dass wir aufbrechen.<br>                             (beat)<br>                         Wegtreten.<br><br>               Alle stehen auf und begeben sich auf ihre Stationen.<br><br>        15     INT. ANTARES BRÜCKE - ETWAS SPÄTER                      15<br><br>               Alle Crewmitglieder sind an ihren Stationen, Torlan an der<br>               Kommunikation, Mestral an der Wissenschaftsstation, Beem an<br>               der Waffenkonsole und Tschernovsky am Steuer. Müller steht<br>               neben Caylon, der in dem Captains Chair sitzt und<br>               ungeduldig aussieht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange noch, Mr. Tschernovsky?<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Wir erreichen den andorianischen<br>                         Scout in etwa 5 Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, Torlan, rufen Sie sie.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nicht nötig Captain, sie rufen<br>                         uns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na, dann auf den Schirm!<br><br>               BILDSCHIRM DER BRÜCKE<br><br>               Das Schlieren der Sterne auf Warp verschwindet und wird<br>               durch einen grimmig dreinschauenden Andorianer ersetzt.<br><br>                                   ROKAR<br>                         Ich bin Commander Rokar vom<br>                         andorianischen Scout Runak. Ich<br>                         hätte nicht gedacht, dass Sie so<br>                         dreist sein würden und hier<br>                         auftauchnen würden, Pinky.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mein Name ist Frederick Caylon,<br>                         Captain des Raumschiffs Antares.<br>                         Wovon reden Sie bitte schön?<br><br>                                   ROKAR<br>                         Beleidigen Sie mich nicht mit<br>                         ihrer gespielen Unwissenheit<br>                         Captain, ich weiß es besser! Sie<br>                         haben unser Schiff angegriffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was? Das haben wir nicht!<br><br>                                   ROKAR<br>                         Doch, das haben Sie! Ein Schiff<br>                         ihrer Spezies hat uns<br>                         angegriffen, als wir es entdeckt<br>                         haben und hat dann die Grenze zu<br>                         unserem Teritorium überquert. Wir<br>                         sehen dies als kriegerischen Akt<br>                         gegen das andorianische Volk!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun mal immer langsam mit den<br>                         jungen Pferden! Woher wollen Sie<br>                         wissen, dass es ein iridsches<br>                         Raumschiff war, dass sie<br>                         angegriffen hat?<br><br>                                   ROKAR<br>                         Das Design der Schiffe stimmt mit<br>                         dem anderer Schiffe ihrer Spezies<br>                         überein. Ich gebe zu, dass mit<br>                         der Tarnvorrichung war eine gute<br>                         Idee, doch unsere Scanner sind<br>                         besser als ihre und deshalb<br>                         konnten wir den Sensorschatten,<br>                         den das Schiff dennoch<br>                         hinterlassen hat, erkennen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander Rokar, ich weise<br>                         entschieden den Vorwurf zurück,<br>                         dass ein Schiff der Sternenflotte<br>                         Sie angegriffen hat. Immerhin<br>                         haben unsere beiden Völker ein<br>                         Friedensabkommen, warum sollten<br>                         wir das riskieren?<br><br>                                   ROKAR<br>                         Ich versuche nicht ihre Denkweise<br>                         zu verstehen, Pinky. Ich weiß was<br>                         ich gesehen habe und das war ein<br>                         Schiff der Menschen, dass uns<br>                         angegriffen hat und versucht hat,<br>                         unsere Datenbanken zu<br>                         durchsuchen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie Beweise für ihre<br>                         Behauptungen? Haben Sie<br>                         Sensordaten?<br><br>                                   ROKAR<br>                         Ich habe etwas besseres, Pinky!<br><br>               Rokar gibt einer Person ausserhalb des Fokuses ein Zeichen<br>               und dann wechselt das Bild. Wir sehen nun eine<br>               Gefängniszelle an Board des Scouts, in der eine Person<br>               sitzt. Wir können Rokar zwar nicht mehr sehen, doch wir<br>               können ihn immernoch hören.<br><br><br>                                   ROKAR (CONT'D)<br>                         Sie waren so überheblich genug,<br>                         mit nur zwei Personen an Board zu<br>                         kommen. Sie dachten, Sie könnten<br>                         eine erfahrene Crew der<br>                         andorianischen Garde mit nur zwei<br>                         Personen ausschalten. Ich weiß<br>                         nicht, ob ich über Sie lachen<br>                         oder ihren Mut bewundern soll.<br><br>               Langsam bewegt sich die Kamera auf den Gefangenen zu, bis<br>               wir ihn erkennen können: Es ist ein Mensch, genauer gesagt<br>               es ist Gary Andrews.<br><br>                                   ROKAR (CONT'D)<br>                         Der erste wehrte sich tapfer<br>                         gegen seine Gefangennahme, sodass<br>                         wir ihn erschießen mussten, doch<br>                         dieser hier war feige und<br>                         versteckte sich. Als er merkte,<br>                         dass er keine Chance mehr gegen<br>                         uns hat, gab er auf und stellte<br>                         sich.<br><br>               BRÜCKE DER ANTARES<br><br>               Die gesamte Brückencrew schaut ungläubig auf den<br>               Bildschirm. Keiner von ihnen kann fassen, was sie da sehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander Rokar, in Anbetracht<br>                         dieser Umstände würde ich mich<br>                         gerne mit ihnen persönlich<br>                         treffen und mit dem Gefangenen<br>                         sprechen. Desweiteren biete ich<br>                         Ihnen an, bei den Reperaturen<br>                         Ihres Schiffes zu helfen.<br><br>                                   ROKAR<br>                         Sie können gerne herkommen,<br>                         Captain. Doch ihre Hilfe bei den<br>                         Reperaturen brauchen wir nicht,<br>                         denn Unterstützung ist bereits<br>                         unterwegs.<br><br>               Darauf beendet der Commander die Verbindung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, dann wollen wir mal. Beem,<br>                         holen Sie Doktor Miller aus der<br>                         Krankenstation ab, sie beide<br>                         werden mich zum Scout begleiten.<br>                         Ich bin in 10 Minuten an der<br>                         Backboardschleuse.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Beem verlässt seine Station und begibt sich zum Turbolift.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander Müller, sie haben das<br>                         Kommando. Seien Sie achtsam, wir<br>                         können nicht sicher sein, wie<br>                         sich die Andorianer verhalten.<br>                         Erst recht nicht, in dieser<br>                         Situation. Sollten sie das Feuer<br>                         auf die Antares eröffnen, dann<br>                         verschwinden sie sofort von hier,<br>                         ist das klar?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ist klar, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und benachrichtigen Sie das<br>                         Sternneflottenkommando über<br>                         unsere Situation.<br>                             (beat)<br>                         So, ich muss dann. Commander<br>                         Rodak wartet schon auf mich.<br><br>               Mit diesen Worten begibt Caylon sich ebenfalls zum<br>               Turbolift.<br><br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        16     EXT. WELTRAUM                                           16<br><br>               Die Antares begibt sich in eine paralele Position zu dem<br>               andorianischen Scout (es ist der selbe Schiffstyp, der<br>               seinerzeit die Forschungsstation K2 angegriffen hat). Dann<br>               sehen wir, wie sich die Luftschleusen ausfahren und beide<br>               Schiffe andocken.<br><br>        17     INT. ANDORIANSCHE SICHERHEITSABTEILUNG                  17<br><br>               Caylon, Beem, Miller, Rodak, ein paar andorianische Wachen<br>               und ein General, der uns noch nicht vorgestellt worden ist,<br>               sind im Vorraum der Sicherheitsabteilung.<br><br>                                   RODAK<br>                         Ich bin gespannt, wie Sie sich<br>                         aus der Situation herausreden<br>                         wollen, Pinky. Die Beweise sind<br>                         mehr als eindeutig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Welche Beweise denn? Ich sehe<br>                         nur, dass sie scheinbar einen<br>                         Menschen in einer ihrer Zellen<br>                         sitzen haben. Den könnten sie<br>                         sonstwo aufgegriffen haben.<br><br>                                   RODAK<br>                         Bezichtigen Sie mich der Lüge und<br>                         der Entführung, MENSCH?!<br><br>                                   GENERAL<br>                         Er bezichtig Sie gar nichts,<br>                         Commander. Captain Caylon wirft<br>                         nur berechtigte Zweifel auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genau.<br>                             (beat)<br>                         Und Sie sind...?<br><br>                                   GENERAL<br>                         Oh, es  tut mir leid, ich vergas<br>                         mich vorzustellen. Ich bin<br>                         General Ollkahn, der<br>                         Sektorencommander.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Freut mich, General.<br>                             (beat)<br>                         Nun, als erstes würde ich gerne,<br>                         dass mein Doktor den Mann in der<br>                         Zelle untersucht, damit wir<br>                         sicher sein können, dass er auch<br>                         wirklich ein Mensch ist. Dann<br>                         wäre es auch gut, wenn Sie uns<br>                         ihre Sensordaten zur Auswertung<br>                         schicken könnten.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Ich denke, das ist angemessen, in<br>                         Anbetracht der Vorwürfte gegen<br>                         ihr Volk.<br>                             (an Rodak gerichtet)<br>                         Veranlassen Sie dies umgehend.<br><br>                                   RODAK<br>                         Sofort, General<br><br>                                   GENERAL<br>                         Zufrieden, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bis jetzt ja.<br><br>               Eine der Wachen deutet Miller in den Raum mit den Zellen.<br>               Sie und Beem begeben sich zu dem gefangenem, Caylon bleibt<br>               mit dem General in dem Vorraum zurück. Auf einem der<br>               Monitore können wir sehen, wie Miller und Beem sich der<br>               Zelle nähern. Einer der Wachen deaktiviert das Kraftfeld,<br>               während eine andere mit erhobener Waffe vor der Zelle<br>               stehen bleibt und auf den Gefangenen zielt. Miller begibt<br>               sich in die Zelle und sondiert den Mann.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Nun Captain, wie sie sich denken<br>                         können, habe ich einige Fragen.<br>                         Mich würde vor allem<br>                         interessieren, warum ein Schiff<br>                         der Menschen ein Schiff der<br>                         Andorianer angreift? Immerhin<br>                         haben wir einen Friedensvertrag,<br>                         der meines Wissens nach sogar<br>                         durch ihre Bemühungen entstanden<br>                         ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich wusste gar nicht, das ich so<br>                         bekannt im andorianischen Volk<br>                         bin. Ich fühle mich<br>                         geschmeichelt.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Das dürfen Sie zurecht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Um mal auf ihre Frage<br>                         zurückzukommen, ich habe nicht<br>                         den geringsten Schimmer. Ich habe<br>                         schon Commander Rodak versucht zu<br>                         erklären, dass ich mir nicht<br>                         vorstellen kann, das ein Schiff<br>                         der Sternenflotte ein Schiff der<br>                         Andorianer angreift.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Und wieso waren Sie dann so<br>                         schnell hier? Sie müssen zugeben,<br>                         dass es etwas verdächtig ist,<br>                         oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vieleicht. Allerdings war es mehr<br>                         oder weniger Zufall. Wir<br>                         untersuchten gerade einen Angriff<br>                         auf einen unserer Frachter.<br><br>               Beem und Miller kehren von der Zelle zurück. Beide sehen<br>               besorgt aus.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Und?<br><br>                                   MILLER<br>                         Schlechte Neuigkeiten, Captain.<br>                         Der Mann dort in der Zelle ist zu<br>                         100 Prozent Mensch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt also, es ist etwas an<br>                         Rodaks behauptungen dran?<br><br>                                   BEEM<br>                         Das würde ich so sehen, Sir.<br><br>                                   GENERAL<br>                         In dem Fall werden ich den<br>                         Gefangenen zum Verhör nach<br>                         Andoria bringen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe schon von andorianischen<br>                         Verhören gehört. Es kommt gar<br>                         nicht in Frage, das Sie ihn<br>                         mitnehmen!<br><br>                                   GENERAL<br>                         Er hat ein Verbrechen auf unserem<br>                         Territorium verübt, das heißt er<br>                         wird auch bei uns vor Gericht<br>                         gestellt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Er ist aber irdischer<br>                         Staatsbürger. Das heißt er wird<br>                         auf der Erde angegklagt.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Captain, Sie sind hier in einer<br>                         erdenklich schlechten Situation,<br>                         um Forderungen zu stellen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Im Gegenteil, General. Der<br>                         Friedensvertrag zwischen der Erde<br>                         und Andoria besagt, dass<br>                         Verbrecher im jeweiligen<br><br>                         Heimatsystem angeklagt werden.<br>                         Ansonsten muss ein<br>                         Auslieferungsantrag gestellt<br>                         werden. Und damit Sie's wissen:<br>                         Ich lehne ihren hiermit ab!<br><br>                                   GENERAL<br>                         Ich bewundere ihre Sturheit,<br>                         Captain Caylon. Sie könnten glatt<br>                         andorianisches Blut in ihren<br>                         Adern haben.<br><br>                             (beat)<br>                         Einverstanden, der Gefangene wird<br>                         auf ihr Schiff überstellt. Aber<br>                         ich bin bei dem Verhör dabei.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das sollte sich einrichten<br>                         lassen. Wenn Sie nichts dagegen<br>                         haben, dann würde ich gerne den<br>                         Gefangenen auf unser Schiff<br>                         bringen.<br><br><br>                                   GENERAL<br>                         Wie Sie wünschen. Auch wenn ich<br>                         glaube, dass wir ihn hier<br>                         schneller und effektiver verhören<br>                         könnten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, danke, wir machen es auf<br>                         menschliche Weise.<br><br>               Der Generall bedeutet den Wächtern, dass sie den Gefangenen<br>               holen sollen. Die Kamera verweilt noch einen Augenblick auf<br>               der Szene, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                     AKT III<br><br>        18     INT. ANTARES - ZELLENTRAKT                              18<br><br>               Der Gefangene sitzt selbstsicher in seiner Zelle und<br>               schweigt. Beem und Mendez betreten zusammen mit General<br>               Ollkahn den Raum.<br><br>                                   BEEM<br>                         Damit das klar ist, wir werden<br>                         das Verhör führen. Sie dürfen nur<br>                         zusehen, damit keine<br>                         Missverständnisse enstehen, dass<br>                         wir mit dem Gefangenen<br>                         kooperieren würden.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Gut, aber ich erwarte Ergebnisse.<br><br>               Beem und Mendez treten vor die Zelle des Gefangenen, der<br>               sie zwar wahrnimmt, aber nicht zu würdigen scheint.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wer sind Sie?<br><br>               Wer auch immer die Person ist, sie gibt keine Antwort.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Was machen Sie hier? Was haben<br>                         Sie vor?<br><br>               Der Gefangene ignoriert die beiden Sicherheitsoffiziere<br>               einfach völlig.<br><br>                                   GENERAL<br>                         Ich glaube nicht, das sie so<br>                         weiterkommen.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Sie sehen unseren blauen Freund<br>                         hier. Sie können froh sein, dass<br>                         wir sie übernommen haben. Bei den<br>                         Andorianern wären Sie schon<br>                         längst gefoltert worden. Aber<br>                         wenn Sie uns nicht weiterhelfen,<br>                         werden wie Sie wieder übergeben.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Soll mich das beeindrucken?<br><br>               Beem und Mendez sehen sich gegenseitig an und Überlegungen<br>               schießen durch ihre Köpfe.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Wenn ihnen ihr Leben liebt ist,<br>                         ja.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Ich habe meine Rechte, ich will<br>                         einen Anwalt sprechen. Er wird<br>                         ihnen bestimmt sagen, dass sie<br>                         solche Drohungen nicht<br>                         aussprechen dürfen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie bekommen einen Anwalt, wenn<br>                         einer in der Nähe ist. Aber wir<br>                         befinden uns in andorianischem<br>                         Territorium. Hierher wird kein<br>                         Anwalt kommen.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Dann habe ich nichts weiter zu<br>                         sagen.<br><br>               In Beem scheint es zu brodeln, er zieht Mendez und Ollkahn<br>               zurück, um flüsternd etwas zu besprechen.<br><br>                                   BEEM<br>                         So wird das nichts. Wir sollten<br>                         lieber die harten Kaliber<br>                         anschlagen. Der Kerl hat es doch<br>                         verdient.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Sir, Sie wissen, dass wir das<br>                         nicht dürfen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Normal dürfen Menschen auch nicht<br>                         andorianische Schiffe angreifen.<br>                         Wir oder Sie. Wenn wir diese<br>                         Gruppe nicht endlich aushebeln,<br>                         zetteln Sie noch einen Krieg an.<br>                         Wir brauchen die Andorianer im<br>                         Kampf gegen die Romulaner. Wollen<br>                         Sie diese eine Person mit den<br>                         Millionen Toten vergleichen, die<br>                         seine Gruppe noch verursachen<br>                         werden?<br><br>                                   MENDEZ<br>                             (Einwände suchend)<br>                         Sir...<br><br>                                   OLLKAHN<br>                             (ins Wort fallend)<br>                         Vielleicht gibt es ja doch noch<br>                         eine Möglichkeit, an<br>                         Informationen zu kommen.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben doch einen Vulkanier an<br>                         Board.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja, Lieutenant Mestral. Er ist<br>                         aber nur zu einem Achtel<br>                         Vulkanier.<br><br>                                   OLLKAHN<br>                         Er könnte eine<br>                         Gedankenverschmelzung an dem<br>                         Gefangenen vornehmen.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Das dürfte ihm nicht gefallen.<br>                         Ich glaube nicht, dass er schon<br>                         einmal eine Gedankenverschmelzung<br>                         durchgeführt hat. Sofern er das<br>                         überhaupt beherrscht.<br><br>                                   OLLKAHN<br>                         Das muss er ja auch nicht<br>                         unbedingt. Dieser Pinky hat<br>                         sicher noch weniger Erfahrungen<br>                         mit Gedankenverschmelzungen.<br><br>                             (beat)<br>                         Wir sollten ihm damit Angst<br>                         machen können können. Wir<br>                         behaupten einfach, eine<br>                         Gedankenverschmelzung sei<br>                         zwischen zwei verschieden Spezies<br>                         äußerst schmerzhaft.<br><br>                                   BEEM<br>                         Oder gar tödlich...<br>                             (beat)<br>                         Das ist eine hervorragende Idee,<br>                         General.<br><br>                                   OLLKAHN<br>                         Ich will einfach nur Antworten,<br>                         genau wie Sie. Und Vulkanier<br>                         müssen ja auch einmal zu etwas<br>                         nützlich sein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        19     INT. ANTARES - ZELLENTRAKT                              19<br><br>               Nun hat sich noch Mestral zu den beiden<br>               Sicherheitsoffizieren und dem Andorianer gesellt.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                             (selbstsicher)<br>                         Brauchen Sie nun Verstärkung?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ihre Arroganz wird sich bald<br>                         legen.<br>                         Sie sind sich ganz sicher, das<br>                         Sie uns nichts zu sagen haben?<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Ganz sicher, Lieutenant.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay. In dem Fall lassen Sie mir<br>                         keine andere Wahl, als härtere<br>                         Geschütze auffahren zu müssen.<br>                             (beat)<br>                         Darf ich ihnen Lt. Mestral<br>                         vorstellen?<br><br><br>               Beem deutet auf Mestral, der im Hintergrund steht, aber nun<br>               hervortritt.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Der Lietenant hat gewisse<br>                         Fähigkeiten, die nur Mitglieder<br>                         seiner Spezies besitzen.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich rede von<br>                         Gedankenverschmelzung. Normal<br>                         wird sie nur unter Vulkaniern im<br>                         Einverständnis praktiziert. Sie<br>                         eignet sich aber auch als<br>                         Werkzeug um an Informationen zu<br>                         gelangen. Aber zwischen Menschen<br>                         und Vulkaniern, zudem gegen ihren<br>                         Willen....<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (vulkanisch neutral)<br>                         Ich habe eine solche Prozedur<br>                         noch nicht durchgeführt. Ich kann<br>                         dabei nicht für ihre leibliche<br>                         oder geistige Gesundheit<br>                         garantieren. Vermutlich könnte es<br>                         äußerst schmerzhaft werden.<br>                         Eventuell könnte es sogar zum<br>                         Hirntod führen. Schwere<br>                         psychische Schäden sind<br>                         jedenfalls nicht ausgeschlossen.<br>                         Das ist schwer abzusehen und<br>                         hängt von dem Widerstand des<br>                         Gegenüber ab. Ich würde Sie daher<br>                         bitten, stillzuhalten und sich<br>                         nicht zu wehren.<br><br>               Der Gefangene wird sichtlich nervös und seine kühle Art<br>               zerfällt.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Das können Sie doch nicht<br>                         ernsthaft vorhaben???<br><br>                                   BEEM<br>                         Wieso nicht? Ich kenne keine<br>                         Sternenflottenvorschrift, die das<br>                         verbietet. Und für die Akten,<br>                         waren die schwerwiegenden Folgen<br>                         für Sie nicht abzusehen.<br>                             (beat)<br>                         Wir kommen so oder so an die<br>                         Wahrheit. Sie hatten die Wahl uns<br>                         alles zu sagen und Sie wollten<br>                         nicht. Nun müssen Sie mit den<br>                         Konsequenzen leben.<br><br>                                   GARY ANDREWS<br>                         Warten Sie!<br>                             (beat)<br>                         Pfeifen Sie ihren spitzohrigen<br>                         Teufel zurück, ich sage Ihnen,<br>                         was Sie wissen wollen.<br><br>               Hämische Freude zeigt sich auf dem Gesicht von Beem.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        20     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM - SPÄTER                   20<br><br>               Captain Caylon, der andorianische Commander Rodak, General<br>               Ollkahn, Beem, Mendez und Mestral haben sich im<br>               Konferenzraum eingefunden, um die Ergebnisse des Verhörs zu<br>               besprechen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie waren erfolgreich?<br>                             (beat)<br>                         Was hat der Gefangene ihnen<br>                         mitgteilt?<br><br>                                   BEEM<br>                         Mehr als genug. Dieser Kerl heißt<br>                         Gary Andrews, und wie wir<br>                         vermutet haben, arbeitet er für<br>                         Osbournes Gruppe. Wir haben sogar<br>                         den echten Namen dieser Leute in<br>                         Erfahrung gebracht. Die Gerüchte<br>                         sind allesamt falsch. Die Typen<br>                         bezeichnen sich "Exekutive<br>                         Earth".<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Die halten sich doch echt, für<br>                         die ausführende Gewalt, die<br>                         unserem Planeten fehlt...<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was haben sie von diesen<br>                         Terroristen erwartet?<br>                             (beat)<br>                         Erzählen sie weiter.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Exekutive hat sich in den<br>                         andorianschen Raum begeben um<br>                         nach Noriak 4, so lautet der<br>                         andorianische Name des Epsolon<br>                         Sculptoris Systems, zu kommen.<br>                         Sie vermuten dort ein<br>                         Waffenforschungslabor, in dem die<br>                         Andorianer an den Daten der Xindi<br>                         Waffe forschen, die sie aus der<br>                         Expanse erhalten haben. Angeblich<br>                         stehen sie kurz vor der<br>                         Fertigstellung eines Prototypen.<br><br>                                   OLLKAHN<br>                         Davon ist mir nichts bekannt. Ich<br>                         kann diese Informationen nicht<br>                         verifizieren, es kommt mir<br>                         jedenfalls sehr seltsam vor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie es denn ausschließen?<br><br>                                   OLLKAHN<br>                         Nein...<br>                             (beat)<br>                         Sie kennen doch Geheimdienste,<br>                         das sind nicht gerade Leute, die<br>                         viel von ihrer Arbeit erzählen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Andrews meinte ebenfalls, dass<br>                         dies romulanische Informationen<br>                         seien und diese Schweinehunde nur<br>                         darauf warten, dass die Waffe<br>                         fertig ist, um sie stehlen zu<br>                         können. Der Plan der Exekutive<br>                         ist dies zu verhindern.<br>                             (beat)<br>                         Ich frage mich vorallem, wie die<br>                         Gruppe an romulanische Quellen<br>                         kommen konnte.<br><br>               Caylons Blick verdunkelt sich, in ihnen spiegelt sich eine<br>               teuflische Erkenntnis wieder, die in dem Captain auflammt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tos!<br>                             (beat)<br>                         Wir wissen, dass er war ein<br>                         romulanischer Spion. Was, wenn<br>                         ihn nicht die Romulaner<br>                         herausgebeamt haben, sondern<br>                         Osbourne?<br><br>                                   BEEM<br>                         Verdammt! Daran hätten wir früher<br>                         denken müssen. Osbourne ist<br>                         einfach alles zuzutrauen.<br><br>               Caylon zückt seinen Kommunikator.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain Caylon an Tschernovsky.<br>                         Setzen Sie einen Kurs nach Noriak<br>                         4. Maximum Warp.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY'S KOMMSTIMME<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   OLLKAHN<br>                         Dürfte ich erfahren, wovon sie<br>                         sprechen? Wer ist Tos?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ein guter Grund, die Vulkanier<br>                         nicht zu mögen.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br>        21     INT. PRIVATES QUARTIER AN BOARD DES ANDORIANISCHEN SCOUTS21<br><br>               Wir befinden uns in einem privaten Quartier des<br>               andorianischen Scouts. Durch das Fenster können wir<br>               erkennen, dass das Schiff auf Warp ist. Langsam gleitet die<br>               Kamera durch das spartanisch eingerichtete Quartier zu<br>               einem Schreibtisch mit Computerterminal. An dem Terminal<br>               sietzt ein Andorianer, den wir nicht erkennen können, da<br>               wir ihn nur von hinten sehen. Er tippt schnell und<br>               entschlossen Kommandos ein, worauf sich einige neue Menüs<br>               aufbauen. Wir können nicht erkennen, was genau auf dem<br>               Monitor steht, doch schon bald sehen wir, wie sich eine Kom<br>               Verbindung aufbaut. Der Empfänger der Nachricht ist kaum zu<br>               erkennen.<br><br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Minister Shugal, man hat die<br>                         Einrichtung entdeckt.<br><br>                                   SHUGAL<br>                         Wie ist das möglich?<br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Scheinbar haben einige Menschen<br>                         einen Spion unter uns<br>                         eingeschleust, oder sie haben<br>                         unsere Kom-Kanäle angezapft, ich<br>                         weiß es nicht genau. Ich weiß<br>                         nur, dass das Raumschiff Antares<br>                         zusammen mit einem Schiff von<br>                         General Ollkahn zur Anlage<br>                         unterwegs sind.<br><br>                                   SHUGAL<br>                         Sagten Sie ANTARES?<br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Ja, Sir. Warum?<br><br>                                   SHUGAL<br>                         Nichts. Nichts was sie angeht.<br>                             (beat)<br>                         Gut. Ich werde mich um die<br>                         Antares und Ollkahn kümmern. Ihre<br>                         Dienste werde ich nicht<br>                         vergessen.<br><br>                                   ANDORIANER<br>                         Ich diene dem Haus der<br>                         Verborgenen.<br><br><br>                                   SHUGAL<br>                         Shugal, Ende.<br><br>               Die Komverbindung wurde unterbrochen. Die Kamera bewegt<br>               sich langsam vom Monitor zu dem Andorianer zu, dessen<br>               Gesicht wir nun erkennen können: Es ist einer der Wachen,<br>               die wir in der Sicherheitsabteilung gesehen haben.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        22     INT. BRÜCKE DER AMMAR                                   22<br><br>               Wir sehen nun das erste Mal die Brücke der EDS Ammar. Es<br>               ist eine einfache, zeitgenössische Brücke mit einigen TOS<br>               Elementen. In der Mitte thront der Captains Chair, in dem<br>               William Osbourne sitzt. Neben ihm steht sein Stellvertreter<br>               Cane. Die beiden unterhalten sich. Am Steuer sitzt Don<br>               Riley, an der Kommunikation Mustafa Sidafa, die anderen<br>               Stationen sind von NDs besetzt.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wie weit ist Duvall mit der<br>                         Rejustierung des Tarnvorrichtung?<br><br>                                   CANE<br>                         Er hat leichte Probleme beim<br>                         Harmonisieren der<br>                         Phasenvarianzen, die Technik der<br>                         Suliban ist nicht leicht für<br>                         Ausenstehende zu verstehen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Als wir die Vorichtung erbeutet<br>                         hatten, war er zuversichtlicher.<br><br>                                   CANE<br>                         Er sagt, sobald wir im Orbit von<br>                         Noriak 4 ankommen, wird man keine<br>                         Sensorechos von uns empfangen<br>                         können.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Gut, der Scout hätte uns nicht<br>                         entdecken dürfen.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Wo wir gerade dabei sind: Wie<br>                         sieht es mit Rettungsplänen für<br>                         Gary aus?<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Rettungspläne? Mein Gott, Cane,<br>                         wir können noch nichtmal sicher<br>                         sein, dass diese blauhäutigen<br>                         Schweinehunde ihn am Leben<br>                         gelassen haben!<br><br>                                   CANE<br>                         Das heißt wir unternehmen nichts?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das habe ich nicht gesagt. Doch<br>                         die derzeitige Mission hat<br>                         vorrang. Gary würde mir<br>                         zustimmen. Wir sollten sein Opfer<br>                         nicht ungenutzt lassen. Er hat<br>                         uns wichtige Daten geschickt, mit<br>                         denen es für uns einfach sein<br>                         sollte, die Anlage zu finden.<br><br>                                   CANE<br>                         Wir hatten bei den MACOs einen<br>                         Leitsatz: Semper Fi - Ewige<br>                         Treue. Es ist unsere Pflicht ihn<br>                         zu retten.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und das werden wir. Wenn die Zeit<br>                         dazu gekommen ist.<br><br>               Cane scheint sich damit zufrieden zu geben und das Gespräch<br>               der beiden ist beendet.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               BRÜCKE DER EDS AMMAR - 2 STUNDEN SPÄTER<br><br>               Cane steht neben dem Kommandosessel, der leer ist. Die<br>               anderen Stationen sind mit NDs und der normalen Crew<br>               besetzt. Alle wirken angespannt. Die Tür des Turbolifts<br>               öffnet sich und Osbourne kommt hervor.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Bericht.<br><br>                                   RILEY<br>                         Wir sind in den Orbit von Noriak<br>                         4 eingeschwenkt.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Anzeichen, das man uns entdeckt<br>                         hat?<br><br>                                   SIDAFA<br>                         Negativ. Keine erhöhte<br>                         Kommunikation oder ähnliches.<br>                         Wenn ich es nicht besser wüsste,<br>                         würde ich glauben, das dort unten<br>                         nur eine kleine Kolonie der<br>                         Andorianer ist.<br><br>                                   CANE<br>                         Aber wir wissen es besser.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Genau. Jetzt müssen wir nur noch<br>                         den Zugang zum Labor finden.<br><br>                             (beat)<br>                         Gehen Sie mit einem Team runter.<br>                         Finden Sie das Labor und<br>                         zerstören Sie alles, was Sie da<br>                         unten finden. Und wenn ich sage<br>                         alles, meine ich auch alles.<br>                         Verstanden?<br><br>                                   CANE<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Gute Jagd!<br><br>               Cane sieht noch einmal zu Osbourne, nickt ihm zu und<br>               verlässt dann die Brücke.<br><br>        23     EXT. ORBIT VON NORIAK 4                                 23<br><br>               Aus dem scheinbaren Nichts tauchen zwei Shuttlepods auf.<br>               Beide nähern sich der Atmosphäre des kalten Planeten. Die<br>               Kamera verweilt in ihrer Position Wir blicken solange den<br>               Pods hinterher, bis sie nicht mehr zu erkennen sind.<br>               Dann...<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>        24     INT. ANTARES BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER                    24<br><br>               Alle Stationen auf der Brücke sind besetzt. Beem an der<br>               Waffenstation. Mestral an der Wissenschaft, Torlan an der<br>               Kommunikation, Tschernovsky am Steuer und Müller an der<br>               technischen Station. Caylon sitzt im Captains Chair und<br>               wirkt reichlich angespannt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, ich empfange Daten vom<br>                         Planeten, die darauf hindeuten,<br>                         dass zwei Flugobjekte sich der<br>                         Oberfläche nähern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Osbourne!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vermutlich, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. Beem, Sie und Commander<br>                         Müller schnappen sich ein paar<br>                         MACOs und folgen ihnen. Und<br>                         nehmen Sie Torlan mit, immerhin<br>                         ist es eine andorianische<br>                         Einrichtung.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sir, ich möchte darauf hinweisen,<br>                         dass es nicht unbedingt ratsam<br>                         ist, mich auf die Oberfläche zu<br>                         schicken. Wie sie wissen, bin ich<br>                         bei den Andorianern nicht gerade<br>                         sehr beliebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie gehen dort runter, Mr.<br>                         Torlan, verstanden?<br>                             (beat)<br>                         Ausserdem glaube ich, das<br>                         Menschen bei den Andorianern auch<br>                         nicht gerade hoch auf der<br>                         Beliebtheitsskala stehen, also<br>                         befinden Sie sich in bester<br>                         Gesellschaft.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Torlan, Beem und Müller begeben sich zum Turbolift und<br>               verlassen die Brücke. NDs besetzen die nun leeren Plätze an<br>               den Stationen, während Caylon in Richtung Turbolift schaut.<br><br>               Plötzlich wird das Schiff von einer heftigen Erschütterung<br>               erfasst. Viele haben Mühe, sich festzuhalten, ausser<br>               Mestral, der scheinbar den Einschlag vorhergesehen hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was zum Henker war das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ein Torpedo, wir hatten einen<br>                         direkten Treffer. Leichte Schäden<br>                         an der Hülle im C-Deck.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gehen Sie auf taktischen Alarm<br>                         und aktivieren Sie die Schilde!<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Sofort taucht die Brücke in ein dunklere Licht und rote<br>               Warnlampen pulsieren im Hintergrund.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral, geben Sie mir den<br>                         Angreifer auf den Schirm.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das dürfte schwierig werden, Sir.<br>                         Der Angreifer verschwand soeben<br><br>                         von den Sensoren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie das Sensorenupdate<br>                         schon eingebaut?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie beziehen sich sicherlich auf<br>                         das System, das Tarnungen<br>                         aufspüren kann.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genau. Aktivieren Sie es.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das System wurde zwar eingebaut<br>                         und in die Sensorensoftware<br>                         integriert, doch ich hatte in den<br>                         letzten zwei Wochen keine<br>                         Gelegenheit es auszutesten.<br><br>               Caylon will gerade etwas erwiedern, als er von dem ND an<br>               der taktischen Station unterbrochen wird.<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Sir, ich habe den Angreifer<br>                         wieder auf dem Schirm.<br><br>               Kaum hat er den Satz ausgesprochen, da wird das Schiff<br>               wieder von einer Explosion durchgerüttelt.<br><br>                                   TAKTISCHER ND (CONT'D)<br>                         Schilde bei 60%.  Leichte Schäden<br>                         an der Hülle.<br>                             (beat)<br>                         Er ist wieder verschwunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (an Mestral gerichtet)<br>                         Sehen Sie das hier als die<br>                         Generalprobe an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir. Ich gebe die Daten an<br>                         die taktische Station und an das<br>                         Steuer weiter.<br><br>               WELTALL - AUSSENHÜLLE DER ANTARES<br><br>               Wir sehen nun einen Teil der Aussenhülle der Antares. Eine<br>               Luke öffnet sich und ein greiferähnliches System fährt sich<br>               aus und erwacht zum Leben.<br><br>               ANTARES BRÜCKE<br><br>               Caylon steht nun neben Tschernovsky.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Tschernovsky?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich kann jetzt ein Sensorecho<br>                         ausmachen.<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Ich ebenso.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, dann mal los. Lassen Sie es<br>                         wie eine Flucht aussehen. Wenn<br>                         wir nah genug dran sind, dann<br>                         feuern Sie mit allem was wir<br>                         haben auf das Schiff.<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Aye, Sir<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Aye, Sir<br><br>               WELTALL - ORBIT VON NORIAK 4<br><br>               Die Antares fliegt scheinbar an einem Nichts vorbei, als es<br>               plötzlich zu feuern beginnt. Explosionen erhellen das<br>               Weltall und Schemen eines Schiffes werden sichtbar. Es ist<br>               jedoch nicht die EDS Ammar, sondern ein anderes Schiff.<br><br>               ANTARES BRÜCKE<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Beim Grab meiner Großmutter!<br>                         Mestral, sagen Sie mir nicht,<br>                         dass das dort Osbournes Schiff<br>                         ist!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Negativ, Captain. Es sei denn, er<br>                         hat ein Schiff der Romulaner in<br>                         seinem Besitz.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Romulaner?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, es scheint der selbe Typ zu<br>                         sein, auf den die Enterprise vor<br>                         einigen Jahren geroffen ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also hatte die Exekutive Recht.<br>                         Die Romulaner sind hinter etwas<br>                         her.<br><br>                                   KOMMUNIKATIONS ND<br>                         Sir, Commander Müller bittet um<br>                         Startfreigabe für ihr Shuttle.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagen sie ihr, dass Sie noch<br>                         einen Augenblick warten muss. Wir<br>                         haben hier ein kleines Problem.<br>                             (an Mestral)<br>                         Wenn das die Romulaner waren, wo<br>                         ist dann Osbourne?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Keine Ahnung, Sir. Vermutlich hat<br>                         er an die Einstellungen der<br>                         Tarnvorrichtung seit dem<br>                         Zwischenfall mit dem<br>                         andorianischen Scout verändert.<br>                         Ich werde die Phasenvarianz der<br>                         Scanner verändern, vieleicht<br>                         hilft uns das etwas.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Machen Sie es so!<br><br>               Wieder wird das Schiff von einem Treffer durchgeschüttelt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Und beeilen Sie sich!<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Sir, das romulanische Schiff hat<br>                         das Feuer auf uns eröffnet.<br>                         Danach hat es sich sofort wieder<br>                         getarnt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Feuern Sie auf jeden<br>                         Sensorschatten, den Sie finden!<br><br>                             (beat)<br>                         Und bringen Sie uns näher an den<br>                         Planeten, damit die Pods starten<br>                         können. Bemm und Müller sollen<br>                         einen so kurzen Weg wie möglich<br>                         haben.<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Aye, Sir. Trete nun in einen<br>                         tieferen Orbit ein.<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Sir, ich empfange einen<br>                         Sensorschatten. Er unterscheidet<br>                         sich leicht von dem Ersten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Osbourne?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vermutlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Feuern Sie auf ihn, sobald er in<br>                         Reichweite ist.<br><br>                             (an Tschernovski)<br>                         Versuche Sie unszwischen die<br>                         Shuttles und Osbourne zu bringen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Aye, Sir.<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        25     EXT. WELTRAUM                                           25<br><br>               Wie Hangartore der Antares öffnen sich und ein Shuttlepod<br>               startet mit hoher Geschwindigkeit. Es dreht von der Antares<br>               ab und fliegt gen Planeten, als sich ein Schiff enttarnt<br>               und das Feuer auf das Pod eröffnet. Die meisten Schüsse<br>               gehen daneben, doch ein Schuss trifft das Pod leicht am<br>               Antrieb und es verliert an Plasma. Das Angreifende Schiff<br>               wird darauf sofort von der Antares mit Torpedos beschossen,<br>               von denen 2 das Ziel verfehlen und einer trifft. Der<br>               Angreifer wird getroffen und an der Hülle explodiert es.<br>               Das Schiff dreht bei und verlässt den Orbit. Da es sich<br>               nicht tarnt, scheint es so, als wäre die Tarnung defekt.<br><br>        26     INT. BRÜCKE DER AMMAR                                   26<br><br>               Rauch bedeckt Teile der Brücke. Es herrscht ein reges<br>               Treiben. Osbourne sitzt in seinem Kommandosessel und wirkt<br>               sauer.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Verdammt, Duvall, wann ist die<br>                         Tarnung wieder einsatzbereit?<br><br>                                   DUVALL<br>                         Keine Ahnung, Sir. Es sind einige<br>                         Schaltkreise durchgeschmort,<br>                         ebenso eine Energiekupplung, die<br>                         die Tarnvorrichtung mit Strom<br>                         versorgt. Das wird auf jeden Fall<br>                         dauern.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Machen Sie sich sofort daran.<br>                         Sonst geht unser einziger Vorteil<br>                         flöten.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn Sie schonmal dabei sind,<br>                         checken Sie die Sensoren, ich<br>                         will wissen, warum wir die<br>                         Romulaner nicht vor der Antares<br>                         entdeckt haben.<br><br>                                   DUVALL<br>                         Aye, Sir. Ich bin sofort<br>                         unterwegs.<br><br>               Zwei Einschläge erschüttern das Schiff.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Und wer war das schon wieder?<br><br>                                   RILEY<br>                         Die Andorianer, Sir. Sie haben<br>                         das Feuer auf uns eröffnet.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Verdammt. Zielen Sie auf ihren<br>                         Maschinenraum, mal sehen, ob wir<br>                         sie damit etwas ausbremsen<br>                         können.<br><br>                                   RILEY<br>                         Aye, Aye, Sir.<br><br>        27     EXT. WELTRAUM                                           27<br><br>               Die Ammar flüchtet vor dem andorianischen Kreuzer. Dieser<br>               nimmt sofort die Verfolgung auf.<br>               Plötzlich bremst die Ammar ab und gleitet an dem Kreuzer<br>               hoch, bis es über ihm ist und feuert einige Torpedos auf<br>               das Schiff ab. Es gibt einge große Explosionen am Schiff.<br><br>               Die Kamera widmet sich nun einem weiteren Kampf, der gerade<br>               im Hintergrund geführt wird: Die Antares hat die Romulaner<br>               gestellt und beide liefern sich ein heftiges Feuergefecht,<br>               bei dem man nicht genau sagen kann, wer der Überlegene ist.<br><br>        28     INT. ANTARES BRÜCKE                                     28<br><br>               Die Brücke wird immer wieder von Erschütterungen<br>               heimgesucht. Funken schlagen aus einigen Kontrolltafeln und<br>               Stationen, Rauch steigt auf. Caylon wirkt etwas mitgenommen<br>               von dem Kampf, ebenso Tschernovsky und der ND an der<br>               taktischen Station.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdamt, Darius. Bieten Sie den<br>                         Romulanern doch nicht so direkt<br>                         unsere Seite an.<br><br>                                   TSCHERNOVSKI<br>                         Tut mir leid, Sir. Ich habe nur<br>                         versucht den Plasmatorpedos<br>                         auszuweichen.<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Ein weiterer Treffer, Sir. Die<br>                         Schilde des Romulaners sind auf<br>                         50% gefallen. Ausserdem haben die<br>                         Andorianer das Schiff von<br>                         Osbourne gestellt, doch es sieht<br>                         nicht gut für sie aus. Bei einem<br>                         weiteren Treffer verlieren sie<br>                         die Schilde und sind damit ein<br>                         gutes Ziel für Osbourne UND die<br>                         Romulaner.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius, Sie haben den Mann<br>                         gehört. Bringen Sie uns zwischen<br>                         Osbourne und die Andorianer.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br>                             (etwas leiser)<br>                         Ich hasse es, wenn wir die<br>                         Zielscheibe spielen müssen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral, haben wir schon etwas<br>                         von dem Aussenteam gehört?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Negativ. Laut Sensoren müssten<br>                         sie vor etwa 10 Minuten auf der<br>                         Oberfläche angekommen sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, dann halten wir mal die<br>                         Stellung.<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Sir, es fallen soeben weitere<br>                         Schiffe aus dem Warp.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Romulaner?<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Negativ, es sind Andorianer. Sie<br>                         müssten gleich hier sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ah, gut, die Kavalerie kommt.<br><br>        29     EXT. WELTRAUM                                           29<br><br>               Wie angekündigt, springen nun 3 weitere Schiffe der<br>               Andorianer aus dem Warp. Es sind drei Scouts. Doch zu aller<br>               Überaschung nehmen sie weder Romulaner noch Osbourne unter<br>               Beschuss, sondern sie feuern auf die Antares und den<br>               andorianischen Kreuzer.<br><br>        30     INT. ANTARES BRÜCKE                                     30<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sagen Sie mir, wenn ich mich<br>                         irre, aber sollte die Kavalerie<br>                         nicht uns helfen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eigentlich schon. Nur scheinen<br>                         mir das dann eher die Indianer zu<br>                         sein.<br><br>                             (an Taktischen ND)<br>                         Schießen Sie, sobald sie das<br>                         Weiße in ihren Augen sehen<br>                         können!<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                             (verwirrt)<br>                         Sir?<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        31     INT. GEHEIME ANDORIANISCHE BASIS                        31<br><br>               Ebenso wie im Weltraum findet hier ein heftiges Gefecht<br>               statt. Doch hier sind es nur Menschen gegen eine handvoll<br>               Andorianer, von denen die meisten nur Wissenschaftler und<br>               deshalb miserable Schützen sind. Das Team der Executive<br>               besteht aus insgesamt 6 Leuten, die von Cane angeführt<br>               werden.<br>               Gerade ist das Team in einen Raum eingedrungen, der wie ein<br>               Labor aussieht. Überall stehen wissenschaftliche Geräte<br>               herum.<br><br><br>                                   CANE<br>                         Sichern Sie den Raum. Sanchez,<br>                         kümmern Sie sich um den<br>                         Computerkern. Finden Sie heraus,<br>                         wo sich der Prototyp befindet und<br>                         welche Sicherheitsvorkehrungen es<br>                         gibt.<br><br>                                   SANCHEZ<br>                         Jawohl.<br><br>               Sanchez tritt an eine Konsole und holt ein trikorderartiges<br>               Gerät hervor. Er hält es in Richtung des Terminals vor ihm<br>               und beginnt einige Befehle einzutippen. Nach einer Weile<br>               wendet er sich wieder an Cane.<br><br>                                   SANCHEZ (CONT'D)<br>                         Der Prototyp befindet sich 2<br>                         Ebenen weiter unten. Er ist nicht<br>                         stark gesichert, nur normale<br>                         Sicherheitstüren und einige<br>                         Wachen. Sonst sind dort nur<br>                         Wissenschaftler tätig.<br><br>                                   CANE<br>                         Gut, nehmen Sie sich 3 Leute mit<br>                         und schalten Sie jeden dort unten<br>                         aus. Dann bringen Sie<br>                         Sprengladungen an. Wir treffen<br>                         uns dann wieder bei den Pods in<br>                         30 Minuten. Ich werde mir Zugang<br>                         zu ihren Datenbanken verschaffen<br>                         und sehen, ob wir etwas<br>                         Nützliches finden. Wer nicht<br>                         rechtzeitig am Treffpunkt ist,<br>                         wird zurück gelassen. Die Mission<br>                         hat den Vorrang, denken Sie<br>                         daran.<br><br>                                   SANCHEZ<br>                         Geht klar, Sir. Ich habe keine<br>                         Lust hier unten zu sein, wenn das<br>                         Feuerwerk losgeht.<br><br>               Beide nicken sich zu und dann verlässt Sanchez mit 3<br>               Männern den Raum. Zurück bleiben nur noch Cane und eine<br>               Wache.<br><br>                                   CANE<br>                         Okay, Sie sichern den Eingang und<br>                         ich werde mal sehen, was wir hier<br>                         so feines finden.<br><br>                                   WACHE #1<br>                         Jawohl, Sir.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        32     INT. GEHEIME ANDORIANISCHE BASIS                        32<br><br>               Nicht weit entfernt ist nun auch das Team der Antares<br>               eingetroffen. Beem und die MACOs gehen vorran, gefolgt von<br>               Torlan und Müller.<br><br>                                   BEEM<br>                         Mist, die Trikorder scheinen hier<br>                         nicht zu funktionieren. Ich kann<br>                         keine Lebensformen ausmachen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vieleicht ist hier ein<br>                         Dämpfungsfeld aktiv. Das würde<br>                         auch erklären, warum man das<br>                         Labor nicht mit den Scannern<br>                         erfassen konnte.<br><br>                                   BEEM<br>                         Vermutlich. Aber vieleicht taugen<br>                         die Internen Sensoren etwas. Wir<br>                         brauchen dazu nur eine der<br>                         Konsolen anzuzapfen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Eine gute Idee. Ich schlage vor,<br>                         wir probieren ein Terminal in dem<br>                         nächsten Raum aus.<br><br>               Sie bahnen sich langsam den Weg durch die Korridore, die<br>               mit Leichen übersäht sind.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie es scheint, war die Exekutive<br>                         fleißig.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie wollen keinen zurücklassen,<br>                         der von dem Projekt weiß und in<br>                         der Lage ist, eventuell einen<br>                         neuen Prototypen zu bauen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ihre Gründlichkeit ist<br>                         bewundernswert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Beem!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Hey, ich finde nicht gut, was die<br>                         hier machen, aber vom subjektiven<br>                         Standpunkt aus gesehen haben die<br>                         hier proffessionell gearbeitet.<br>                         Würde mich nicht wundern, wenn<br>                         die Exekutive ehemalige Militärs<br>                         unter sich hat.<br><br>               Beem deutet auf einen Raum am anderen Ende des Korridors.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Wir werden den Raum dort drüben<br>                         nehmen. Okay, ich gehe voran, Sie<br>                         geben mir Deckung.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Okay.<br><br>               Beem schleicht sich durch den Korridor. Als er neben der<br>               Tür zum Raum ankommt, deutet er den MACOs, dass sie zu ihm<br>               kommen sollen. Diese eilen durch den Korridor und<br>               positionieren sich vor der Tür. Sie tauschen Gesten<br>               untereinander aus, worauf Beem einen Schalter betätigt und<br>               die Tür sich öffnet. Der erste MACO stürmt in den Raum,<br>               gefolgt vom zweiten und Beem. Es bleibt kurz still, bis<br>               Beem wieder in der Tür erscheint.<br><br>                                   BEEM<br>                         Der Raum ist gesichert. Kommen<br>                         Sie.<br><br>               Der Rest des Landungstrupps betritt nun den Raum. Es ist<br>               ein kleines Labor, wesentlich kleiner als das, in dem sich<br>               Cane aufhält. Zwei Leichen sitzen vor den<br>               Computerterminals. Es scheint so, als hätten sie ihre<br>               Mörder nicht bemerkt. Torlan schreitet auf ein Terminal zu<br>               und schubst eine Leiche von ihrem Stuhl. Dann macht er sich<br>               an dem Interface zu schaffen. Nach einer kurzen Weile<br>               scheint er eine Art Kontrollinterface aufgerufen zu haben.<br>               Ein paar weitere Eingaben und er hat eine Übersicht des<br>               Komplexes aufgerufen. Man kann einige Punkte er kennen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das sieht doch schonmal<br>                         vielversprechend aus.<br><br>               Beem und Müller beugen sich über Torlans Schulter.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sieht so aus, als hätten sie sich<br>                         getrennt. 2 hier und der Rest ist<br>                         hier unten.<br>                             (deutet auf einem<br>                              Schriftzug)<br>                         Was bedeutet das?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Hangar.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, dann wissen wir ja, wo wir<br>                         hin müssen. Und was ist das?<br><br>               Beem deutet nun auf 2 einzelne Punkte.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das ist der Hauptcomputerkern.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, da sollten wir auch hin.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das werde ich übernehmen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie werden aber nicht alleine<br>                         gehen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wie Sie wollen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, dann trennen wir uns.<br>                         Halten Sie einen Kanal offen,<br>                         falls Sie Hilfe brauchen. Wir<br>                         treffen uns dann nachher bei den<br>                         Pods wieder.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Okay.<br><br>               Beem nimmt sich seine Phasenpistole und begibt sich dann<br>               mit einem MACO aus dem Raum.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>        33     INT. GEHEIME ANDORIANISCHE BASIS                        33<br><br>               Torlan und der MACO bewegen sich langsam durch die<br>               Korridore der Basis. Sie kommen an einigen toten<br>               Andorianern vorbei. Sie kommen zu eine Kreuzung. Der MACO<br>               beugt sich vorsichtig um die Ecke. Plötzlich kommt aus dem<br>               Nichts ein Phaserstrahl, der den MACO zu Boden streckt.<br>               Torlan springt erschrocken zurück, seine Antennen bewegen<br>               sich hektisch, scheibar spüren sie die unmittelbare Gefahr.<br>               Er sucht in einer Nische Deckung. Wir sehen, wie sich ein<br>               Schatten seiner Position nähert.<br><br>               Torlan prüft nervös die Einstellung seiner Phasenkanone und<br>               stellt sie auf Töten.<br><br><br>               KORRIDOR IN DER GEHEIMEN BASIS ZEITLUPE<br><br>               Er atmet einmal tief durch und dreht springt dann aus der<br>               Nische hervor. Er ziehlt blind und drückt ab. Funken<br>               schießen aus einer Konsole hervor, die er getroffen hat und<br>               Qualm verdeckt die Sicht. Die Zeit scheint gar nicht zu<br>               vergehen. Der Qualm verzieht sich und gibt die Sicht auf<br>               das Mitglied der Executive frei: Er ist noch am Leben und<br>               ziehlt mit einem höhnischen Grinsen auf Torlan. Bevor er<br>               jedoch abdrücken kann, frisst sich ein großes Loch durch<br>               seinen Oberkörper. Ungläubig blickt der getroffene in das<br>               große Loch und bricht dann zusammen. Torlan blickt<br>               ungläubig zur Leiche und dann in die Richtung, aus der der<br>               Strahl kahm. Der MACO bricht nun mit einem letzten Keuchen<br>               zusammen. Schnell eielt Torlan zu ihm rüber. Er nimmt die<br>               ihm entgegengestrekcte Hand.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Danke. Ich dachte Sie wären Tot.<br><br>                                   MACO<br>                         Ich würde niemals meinen<br>                         vorgesetzten Offizier in einer<br>                         Gefahrensituation zurücklassen.<br>                             (beat)<br>                         Versprechen Sie mir eines Sir...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was?<br><br>                                   MACO<br>                         Stoppen Sie diese Bastarde!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Natürlich.<br><br>               Mit einem letzten Keuchen bricht der MACO zusammen: Er ist<br>               endgültig tot.<br>               Torlan verweilt noch ein paar Sekunden neben dem Leichnam.<br>               Dann nimmt er sich das Gewehr des MACOs und macht sich<br>               wieder auf den Weg.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        34     INT. GEHEIME ANDORIANISCHE BASIS, HAUPTCOMPUTERRAUM     34<br><br>               Cane ist immernoch damit beschäftig, die Datenbanken der<br>               Station zu durchsuchen. Er ist so sehr in seine Arbeit<br>               vertieft, dass er nicht merkt, das Torlan den Raum betreten<br>               hat. Torlan zielt mit dem Gewehr auf Cane.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Treten Sie von der Konsole weg,<br>                         Mensch!<br><br>                                   CANE<br>                         Sowas, und ich dachte, wir hätten<br>                         alle Andorianer getötet.<br><br>               Langsam dreht sich Cane von der Konsole weg, bis er Torlan<br>               ins Gesicht sehen kann.<br><br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Ah, Sie müssen Defender Torlan<br>                         vom Haus der Verborgenen sein,<br>                         nehme ich an. Das heißt die<br>                         Antares ist auch hier.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Richtig. Und Sie sind?<br><br>                                   CANE<br>                         Nennen Sie mich einfach nur Cane.<br>                             (beat)<br>                         Ich denke, wir haben einiges zu<br>                         besprechen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Besprechen? Ich weiß nicht, was<br>                         wir beide zu besprechen hätten.<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, ich habe hier etwas, das Sie<br>                         interessieren dürfte.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie haben nichts, was für mich<br>                         von Interesse sein könnte...<br><br>                                   CANE<br>                         Seien Sie sich da mal nicht so<br>                         sicher, Andorianer. Kennen Sie<br>                         einen gewissen Shugal?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Shugal? Was soll mit ihm sein?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, soweit ich weiß, ist er doch<br>                         der Führer ihres Hauses, oder?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, das ist er. Aber was hat er<br>                         mit dieser Sache zu tun?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, was würden Sie sagen, wenn<br>                         ich hier Informationen über ihn<br>                         hätte, die Beweisen würden, das<br>                         er unter anderem mit dem Tod<br>                         ihrer Vaters zu tun hat und mit<br>                         dem Bau dieser Waffe.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was? Das ist unmöglich. Ich habe<br>                         jahrelang nach Beweisen für seine<br>                         Beteiligung an dieser Tat<br>                         gesucht, jedoch nichts gefunden.<br><br>                                   CANE<br>                         Und wenn ich ihnen sage, dass ich<br>                         hier die nötigen Beweise gefunden<br>                         habe?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und was wollen Sie dafür?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, Sie richten gerade ein<br>                         Gewehr auf mich. Senken Sie das<br>                         Gewehr,lassen Sie mich einfach<br>                         gehen und ich überlasse ihnen die<br>                         Daten.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wieso sollte ich ihnen trauen?<br><br>                                   CANE<br>                         Nun, es gibt eigentlich keinen<br>                         Grund. Doch wollen Sie sich die<br>                         Chance entgehen lassen, endlich<br>                         wieder nach Hause gehen zu<br>                         können? Weg von den ganzen<br>                         Pinkys? Um wieder das Haus ihrer<br>                         Familie zu führen und das<br>                         Geschwür namens Shugal ein für<br>                         alle Mal aus den Analen ihrer<br>                         Familie zu entfernen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und dafür soll ich Sie laufen<br>                         lassen? Ich könnte Sie auch<br>                         erschießen und mir dann die Daten<br>                         holen.<br><br>                                   CANE<br>                         Das könnten Sie wohl. Doch mit<br>                         jeder Sekunde, die Sie warten und<br>                         zögern, riskieren Sie bei der<br>                         Explosion getötet zu werden.<br>                         Meine Leute haben Sprengsätze an<br>                         dem Prototypen und dem Reaktor<br>                         der Station angebracht. Und nach<br>                         meiner Uhr haben Sie nur noch 6<br>                         Minuten um das Labor zu<br>                         verlassen. Also, wie entscheiden<br>                         Sie sich?<br><br>               Torlan scheint mit sich zu kämpfen, doch dann senkt er die<br>               Waffe. Cane grinst.<br><br><br>                                   CANE (CONT'D)<br>                         Gute Entscheidung. Hier, das ist<br>                         für Sie.<br><br>               Cane wirft ihm ein Padd zu, Torlan muss sich bemühen, damit<br>               er das Padd rechtzeitig auffangen kann, bevor es zu Boden<br>               fällt. Er kann es fangen und als er sich wieder aufrichtet<br>               ist Cane schon weg.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Cane?<br><br>               Er greift nach seinem Kommunikator und aktiviert ihn.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Torlan an Beem.<br><br><br>                                   BEEM'S KOMSTIMME<br>                         Beem hier.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Kommen Sie sofort zum Pod zurück.<br><br>                                   BEEM'S KOMSTIMME<br>                         Warum?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Exekutive hat Sprengsätze an<br>                         dem Reaktor und dem Prototypen<br>                         angebracht. Sie werden in etwa 5<br>                         Minuten hochgehen, ich schlage<br>                         also vor, dass Sie sich beeilen.<br><br>                                   BEEM'S KOMSTIMME<br>                         Okay, wir treffen uns am Pod.<br>                         Lassen Sie die Motoren<br>                         heißlaufen. Beem Ende.<br><br>               Torlan klappt den Kommunikator zu. Er blick sich noch<br>               einmal im Raum um, steckt das Padd ein und verlässt den<br>               Raum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        35     EXT. GEHEIME ANDORIANISCHE BASIS, AUSSENANSICHT         35<br><br>               Wir sehen nun das erste Mal die Aussenansicht der geheimen<br>               andorianischen Basis, die sich unter einer Kolonie<br>               versteckt hat. Einige andorianische Gebäude stehen an der<br>               verschneiten und kalten Oberfläche, die meisten befinden<br>               sich jedoch unter der Erde.<br><br>               Wir sehen nun, wie ein Shuttle startet und langsam zum<br>               Himmel aufsteigt. Sekunden später hören wir den ersten<br>               Knall einer Explosion, gefolgt von weiteren. Dann schießen<br>               auf einmal Flammen und Funken aus allen Gebäuden, bis man<br>               nichts weiter mehr erkennt, als das Feuer, das die gesamte<br>               Kolonie verschlingt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        36     EXT. WELTRAUM                                           36<br><br>               Die Antares kämpft noch immer mit den Romulanern, Osbourne<br>               und den andorianischen Scouts. In dem Wirrwar des Gefechts<br>               kann man nicht wirklich erkennen, wer denn nun für wen<br>               kämpft.<br><br>               Osbournes Schiff feuert gerade eine Salve auf die Antares<br>               ab, als das Schiff plötzlich beidreht und sich der<br>               Atmosphäre nähert.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES BRÜCKE                                     37<br><br>               Auf der Brücke sieht es wie bei jedem Gefecht aus. Die Crew<br>               ist angespannt, hier und da raucht es aus Konsolen und<br>               einige abgesprengte und angefallene Panele legen das Innere<br>               des Schiffes frei.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hey, wo will denn Osbourne hin?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Anscheinend begeben Sie sich auf<br>                         Rendezvous-Kurs mit zwei Pods,<br>                         die von der Oberfläche<br>                         aufsteigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zwei?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir. Die Sensoren fangen<br>                         soeben eine große Explosion auf.<br>                         Scheinbar wurde der Komplex unter<br>                         der Oberfläche gesprengt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben die anderen Schiffe dies<br>                         auch bemerkt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das nehme ich an, Sir. Zumindest<br>                         von der andorianischen<br>                         Sensortechnik wissen wir, das sie<br>                         uns überlegen ist. Wenn wir es<br>                         sehen können, dann könne sie es<br>                         auch sehen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, das romulanische Schiff ist<br>                         soeben von den Sensoren<br>                         verschwunden. Ich kann kein<br>                         Anzeichen mehr von ihm erfassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nichts, Sir. Scheinbar hat sich<br>                         das Schiff wieder getarnt und ist<br>                         dann auf Warp gesprungen.<br>                             (beat)<br>                         Soeben ist auch das Schiff der<br>                         Exekutive verschwunden.<br>                         Anscheinend hat es schnell die<br>                         Pods aufgenommen und hat sich<br>                         dann wieder getarnt. Selbst mit<br>                         den modifizierten Sensoren ist<br>                         nichts auszumachen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und irgendwelche Anzeichen für<br>                         unser Aussenteam?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bis jetzt nicht. Allerdings<br>                         beeinträchtigt die hohe Strahlung<br>                         auf der Oberfläche unsere<br>                         Scanner.<br><br>                                   KOMMUNIKATIONS ND<br>                         Sir, ich empfange ein Komsignal.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Von wem? Woher?<br><br>                                   KOMMUNIKATIONS ND<br>                         Es ist schwach, die Strahlung<br>                         stört den Empfang.... Ich würde<br>                         sagen...<br>                             (beat)<br>                         Sir, es ist das Aussenteam! Sie<br>                         bitten um Erlaubnis an Board<br>                         kommen zu dürfen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Erlaubnis erteilt! Sobald das<br>                         Shuttle an Board ist, drehen Sie<br>                         bei und dann werden wir uns mal<br>                         der Scouts annehmen.<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Sir, das dürfte wohl nicht mehr<br>                         nötig sein. Die Scouts haben<br>                         soeben den Angriff auf den<br>                         Kreuzer abgebrochen und sind auf<br>                         Warp gegangen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie sagen, wohin?<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Anscheinend tiefer in den<br>                         andorianischen Raum.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie ist der Status des<br>                         Kreuzers?<br><br>                                   TAKTISCHER ND<br>                         Die Schilde sind ausgefallen,<br>                         ebenso wie große Teile der<br>                         Hauptenergie und die Triebwerke.<br>                         Lebenserhaltung ist noch aktiv.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, bieten Sie dem General Hilfe<br>                         bei den Reperaturen an. Wenn mich<br>                         jemand sucht, ich bin im Hangar.<br><br>               Damit steht Caylon auf und begiebt sich in den Turbolift.<br>               Nachdem er eingetreten ist, schließt sich die Tür und<br>               dann...<br><br>                                                             FADE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        38     EXT. ANTARES AUF WARP                                   38<br><br>               Wir sehen die leicht ramponierte Antares im Warp. Anhand<br>               der Verzerrung der Sterne können wir erkennen, das es kein<br>               sehr hoher Warpfaktor sein kann.<br><br>               Im OFF hören wir Caylons Stimme, als er einen<br>               Logbucheintrag macht.<br><br>                                   CAYLON (O.S.)<br>                         Logbuch des Captains, Nachtrag.<br>                         Wir verlassen nun den<br>                         andorianischen Raum, nachdem wir<br>                         wieder einmal Zeuge einer Aktion<br>                         der Sektion Erde, ich korrigiere<br>                         mich, der Exekutive Erde wurden.<br>                         Die Exekutive hat dieses mal eine<br>                         ganze Kolonie der Andorianer in<br>                         die Luft gejagt. Wie wir jetzt<br>                         wissen, befand sich unter der<br>                         Basis eine geheime Basis, in der<br>                         an einer neuen Version des Xindi<br>                         Waffe gebaut wurde. Durch die<br>                         Explosion wurde aber der Prototyp<br>                         und jeder Andorianier, der an dem<br>                         Projekt beteiligt war, getötet.<br>                         Durch die Strahlung die bei der<br>                         Zertörung entstanden ist, wird<br>                         der Planet für etwas 100 Jahre<br>                         unbewohnbar bleiben, zumindest<br>                         nach Lt. Mestrals Einschätzung.<br>                             (beat)<br>                         General Ollkahn hat mir<br>                         versichert, dass er sofort<br>                         Ermittlungen einleiten wird, wer<br>                         den Auftrag für die Basis und<br>                         deren Forschung erteilt hat, doch<br>                         ich vermute, das diese sehr bald<br>                         auch wieder eingestellt werden.<br>                             (beat)<br>                         Was mich persönlich sehr<br>                         beunruhigt ist die Tatsache, dass<br>                         die Sektion scheinbar über große<br>                         Resourcen verfügt, denn sie haben<br>                         nicht nur ein eigenes Schiff,<br>                         sondern ihnen ist es auch<br>                         gelungen, eine Tarnvorichtung zu<br>                         erbeuten. Das gibt ihnen<br>                         ungeahnte Möglichkeiten zu<br>                         agieren, ohne das wir es Wissen.<br>                         Für mich heißt das, das wir uns<br>                         jetzt nicht mehr nur um die<br>                         Romulaner sorgen müssen, sondern<br>                         auch noch um eine Organisation,<br>                         die nicht verfolgt wird, weil sie<br>                         laut dem Sicherheitsrat der<br>                         Vereinten Nationen der Erde nicht<br>                         existiert. Ich befürchte, das wir<br>                         in naher Zukunft wieder von ihnen<br>                         hören werden, ob wir wollen, oder<br>                         nicht.<br>                             (beat)<br>                         Eine Sache gibt mir Hoffnung und<br>                         das ist das Sensorenupdate, das<br>                         Lt. Mestral eingebaut hat.<br>                         Scheinbar sind wir damit jetzt in<br>                         der Lage die Romulaner trotz<br>                         aktivierter Tarnung zu sehen.<br>                         Zweifelsohne werden sie<br>                         irgendwann eine Möglichkeit<br>                         gefunden haben, auch diesen<br>                         Vorteil auszugleichen, doch<br>                         hoffen wir einmal, dass es noch<br>                         eine Weile dauern wird.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        39     INT. PRIVATES QUARTIER VON TORLAN AN BOARD DER ANTARES  39<br><br>               Wir sehen nun das Quartier von Torlan. Wie jeder Offizier<br>               hat er ein eigenes Quartier, das jedoch spartanisch<br>               eingerichtet ist. Es gibt hier wenige private Gegenstände,<br>               von einigen altertümlich anmutenden Masken mal abgesehen.<br>               Nachdem die Kamera ihre Fahrt durch das Quartier beendet<br>               hat, bleibt sie bei Torlan hängen, der an seinem<br>               Schreibtisch sitzt. Vor ihm liegt das Padd, das ihm Cane in<br>               der Basis gegeben hat. Auf dem Monitor seiner<br>               Arbeitsstation können wir erkennen, dass sich eine<br>               Kommunikationssoftware aufgebaut hat. Sie verkündet durch<br>               ein gleichmäßiges Blinken ihre Bereitschaft zur<br>               Transmission. In Torlans Gesicht können wir seinen inneren<br>               Zwist erkennen, denn scheinbar kann er sich nicht dazu<br>               durchringen, die Nachricht zu versenden. Er öffnet eine<br>               Schublade seines Schreibtisches und holt eine Flasche<br>               hervor, deren Inhalt blau ist. Nostalgisch sieht er zu<br>               einem Bild an der Wand, das eine Gruppe Andorianer zeigt.<br>               Scheinbar ist dies seine Familie. Torlan prostet dem Bild<br>               zu und nimmt dann einen großen Schluck aus der Flasche.<br>               Dann sieht er wieder schwermütig zum Bildschirm.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">4734</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x06 - Vertrauen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x06-vertrauen-r4670/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/index.php?file=23506"><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0206.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x06) - "Vertrauen"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,72 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Auf der Erde findet eine Zeremonie anlässlich der Wiedereröffnung der vulkanischen Botschaft statt, die vor fast einem Jahr mit dem Zerfall des Bündnisses zwischen Erde und Vulkan geschlossen werden musste. Soval, nur noch zu diesem Anlass als Botschafter abgstellt, sein Nachfolger und ehemaliger Attachée Tos und dessen neuer Assistent Te'en'g besuchen die Erde. Währenddessen erfährt die Antares durch Osbourne davon, dass Tos in Wirklichkeit ein Spion ist und für die Romulaner arbeitet. Sein Auftrag ist, den Präsidenten Hayden zu ermorden. Kann die Antares die Katastrophe abwenden?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><center><a href="http://downloads.scifinews.de/file_28690.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28690"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_28684.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28684"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_28685.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28685"></a> <a href="http://downloads.scifinews.de/file_28686.html"><img border="0" src="http://downloads.scifinews.de/ssi_getthumbnail.php?file=28686"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><p><font face="Courier New&gt;&lt;br&gt;                                STAR TREK: ANTARES&lt;br&gt;                                   " vertrauen><br><br><br>                                      RECAP<br><br>                                   BEEM (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>               FADE IN:<br><br>       R01     INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - ABEND (1X09  R01<br>               "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 2)<br><br>               Es herrscht eisiges Schweigen.<br><br>                                   FORREST<br><br>                         Zu welchem Ergebnis ist der Rat<br>                         gekommen?<br><br>                                   SOVAL<br>                             (deutet aus dem Fesnter)<br>                         Wie die Sonne aufgeht und<br>                         untergeht, entstehen und zerbrechen<br>                         auch Bündnisse.<br><br>                                   FORREST<br>                             (schluckt käriftig;<br>                              verbittert)<br>                         Ich verstehe...<br><br>                                   SOVAL<br>                         Aber die Sonne geht stets wieder<br>                         auf. Vielleicht trifft diese<br>                         Gesetzmäßigkeit Ihres und unseres<br>                         Planeten auch auf die<br>                         Freundschaft zwischen unseren<br>                         Völkern zu. Vielleicht finden wir<br>                         wieder unsere Gemeinsamkeiten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R02     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE",R02<br>               TEIL 2)<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zeigt auf die Pläne)<br>                         Sehen Sie das? Der Computer hat im<br>                         Hintergrund der Nachricht...<br>                         terranische Zahlen und Zeichen<br>                         entdeckt...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Was?<br><br>               Caylon starrt wenige Sekunden nur so auf den Bildschirm.<br><br>               AUF Caylon, der nickt.<br><br>                                                       CUT TO:<br><br>       R03     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS - SPÄTER R03<br>               (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 2)<br><br>               Müller und Caylon stehen sich gegenüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das? Erst fangen wir<br>                         wichtige taktische Daten und<br>                         Angriffspläne ab, und nun finden<br>                         wir englische Schriftzeichen im<br>                         Hintergrund...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber warum? Eine Verschwörung in<br>                         den eigenen Reihen?<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>       R04     NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER (1X06 "NEWR04<br>               EARTH")<br><br>               Osbourne springt auf und reißt dabei den Tisch zur Seite.<br>               Die Sicherheitsleute greifen zu den Phasenpistolen, doch er<br>               stürzt sich bereits auf Beem und hält diesem einen zuvor im<br>               Ärmel versteckten Phasenschneider an dessen Kehle –<br>               schließlich entnimmt er die Pasenpistole des<br>               Waffenoffiziers.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (hysterisch)<br>                         Nein!!! Ich sehe, Sie haben<br>                         nichts verstanden! Wissen Sie, es<br>                         gibt Menschen, die reisen zu den<br>                         Sternen, knüpfen Erstkontakte mit<br>                         fremden Spezies und beginnen,<br>                         irgendwo im All Kolonien zu<br>                         errichten – alles geht gut...<br>                         ...doch plötzlich wird die<br>                         Kolonie von einer dieser fremden<br>                         Spezies angegriffen und<br>                         zerstört...,<br>                         ...die Reiseroute wird<br>                         zurückverfolgt und es beginnt<br>                         eine Invasion des<br>                         Heimatplaneten...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R05     NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER (1X06 "NEWR05<br>               EARTH")<br><br>               Mit blutender Stirn steht Beem langsam auf, sein Blick fällt<br>               auf einen in der Ecke liegenden geöffneten Kommunikator.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Klingonen, nicht wahr? – Sie<br>                         befürchten, dass sie die Erde eines<br>                         Tages womöglich infiltrieren?<br>                             (beat)<br>                         Welcher Extremistengruppe gehören<br>                         Sie eigentlich an, Mr. Osbourne?<br>                         Denn das tun Sie doch!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (selbstsicher)<br>                         Herzlichen Glückwunsch,<br>                         Sternenflotte! – Sie haben<br>                         richtig geraten. Der Aufbruch in<br>                         diese Galaxie wird beendet<br>                         werden, all Ihre Raumschiffe<br>                         werden schon bald zur Erde<br>                         zurückkehren um sie dort vor<br>                         jeglichen außerirdischen<br>                         Invasoren zu schützen! Glauben<br>                         Sie mir, die Klingonen waren erst<br>                         der Anfang!<br><br>               Plötzlich lösen sich die Konturen der festgehaltenen<br>               Personen und die William Osbournes in einem bläulichem<br>               Schimmern auf. Die Kamera zeigt Beems verbittertes Gesicht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R06     INT. UNBEKANNTER DUNKLER RAUM (1X06 "NEW EARTH")       R06<br><br>               Wir befinden uns in einem dunklen Raum an einem uns<br>               unbekannten Ort. In der Mitte des Raumes steht ein großer<br>               Konferenztisch mit mehr als 20 Plätzen. Jeder dieser Plätze<br>               verfügt über ein eigenes kleines Computerterminal, ähnlich<br>               dem heutigen Laptop, nur eben um einiges kleiner.<br><br>               Das einzige Licht im Raum geht von einer ganzen Wand von<br>               Monitoren aus, die alle möglichen Datein anziegen, von<br>               Nachrichten, über Politik, bis hin zu den Positionen jedes<br>               einzelnen Raumschiffes der Sternenflotte. - Diese Wand mit<br>               ihren vielen Monitoren, sehen wir jedoch erst, wenn wir mit<br>               einer Kamerafahrt durch den gesamten Raum beginnen.<br><br><br>               Wir bewegen uns einmal durch den kompletten Raum hindurch,<br>               bevor wir wieder in der Ausgangsposition zum Stehen kommen.<br><br>               Wir hören das Zischen einer Tür, welche wir bei unserer<br>               Kamerafahrt NICHT sehen konnten, weil sie im vollkommenen<br>               Dunkel lag. Durch sie treten nun 20 schwarz Gekleidete<br>               Personen (sie alle sind Menschen, sehen jedenfalls menschlich<br>               aus) herein und setzen sich an dem Konferenztisch nieder. Der<br>               Mann am Kopf (im folgenden "ELDER 1" genannt) des Tisches<br>               bleibt jedoch stehen und wendet sich an die Gruppe.<br><br>                                   ELDER 1<br>                         Meine Damen und Herren... unsere<br>                         Mission war ein Fehlschlag!<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen uns eingehend darüber<br>                         beraten, wie wir weiter<br>                         vorzugehen haben...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R07     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (1X08 "FLAMMEN DER    R07<br>               HÖLLE")R06<br><br>               Caylon spricht über Subraumfunk mit Forrest.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         William Osbourne, Paul Andrews und<br>                         Jonnathan Smithers...<br>                             (beat)<br>                         ...Sie sind verschwunden, Fred.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollten an Bord der<br>                         Constitution zur Erde gebracht<br>                         werden, doch gestern Abend, sind<br>                         alle drei aus ihren Zellen<br>                         verschwunden.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R08     EXT. CAYLONS HAUS - VERANDA - NACHTS (2X03 "NACHWIRKUNGEN")R08<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lallend)<br>                         Ist da jemand?<br><br>               Einige Sekunden lang bleibt es still, bis:<br><br>                                   STIMME<br>                         In der Tat, Captain Caylon!<br><br>               Aus einer dunklen Ecke tritt eine Gestalt hervor. Wir<br>               können von den Schemen her erkennen, dass es ein männlicher<br>               Mensch sein muss.Caylon erkennt die Person nicht, bis sie<br>               einen weiteren Schritt nach vorne macht, sodass etwas<br>               Mondlicht auf sein Gesicht fällt und uns die Identität des<br>               Besuchers preisgibt: Es ist OSBOURNE.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Als erstes möchte ich ihnen<br>                         Gratulieren, Captain!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mir Gratulieren? Wozu?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie haben beinahe das erreicht, was<br>                         ich und meine Gruppe seit langem zu<br>                         verhindern versuchen: Die Invasion<br>                         des Sonnensystems und somit der<br>                         Erde! Nur mit viel Glück konnte der<br>                         Angriff der Romulaner<br>                         zurückgeschlagen werden. Wir werden<br>                         beim nächsten Mal vielleicht nicht<br>                         mehr soviel Glück haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist mir durchaus bewusst.<br>                         Worauf wollen Sie hinaus.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich bin ihnen auch zum Dank<br>                         verpflichtet, Captain. Durch den<br>                         Angriff der Romulaner findet<br>                         meine Gruppierung immer mehr<br>                         Akzeptanz unter der Bevölkerung<br>                         und zunehmend melden sich<br>                         Personen, die unsere Sache<br>                         unterstützen.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br>                                   OSBOURNE (V.O.) (CONT'D)<br>                         Unsere Gruppe ist inzwischen so<br>                         groß und Einflussreich geworden,<br>                         dass man sie nicht mehr aufhalten<br>                         kann. Merken Sie sich meine<br>                         Worte: Wir sind überall, in jeder<br>                         Stadt, an jeder Ecke, auf jedem<br>                         Schiff. Sie werden erst erkennen,<br>                         dass wir da waren, wenn es schon<br>                         zu spät ist.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     INT. HALBDUNKLER RAUM                                    1<br><br>               Halbschatten. Ein Spiel aus feinen Lichtschwaden erhellt<br>               die kathedralenartige Decke, die von massiven Säulen<br>               getragen wird, zu deren Füßen ein großer Tisch steht. Die<br>               Kamera umkreist die Szenarie, während einige Männer um den<br>               Tisch herum platznehmen. Das Licht gewährt uns nicht viele<br>               Einzelheiten zu erkennen, aber die spitzförmigen Ohren<br>               bilden eine markente und unverkennbare Kontur. Bei weiterer<br>               Betrachtung fällt uns eine markante Stirnform bei allen<br>               Anwesenden auf.<br><br>               Wir blicken in die Mitte des Treffens dieser ehrwürdigen<br>               Herren. Hinter der zentralen Figur an dem Tisch thronen<br>               zwei glorreiche Symbole von Macht an der Wand. Ein riesiger<br>               Adler mit großen Schwingen, komplett aus Stein gehauen,<br>               umklammert zwei Planeten in seinem festen Griff. Daneben<br>               fordert ein zweites Werk seine Erfurcht, dieses hat einige<br>               Elemente mit dem ersten gemein, der Adler als verbindendes,<br>               starkes und haltendes Element, tritt wieder auf, auch die<br>               zwei Planeten sind weiterhin in seiner unumschränkten<br>               Gewalt, doch dieses Emblem kombiniert die Komponenten etwas<br>               anders, fügt weitere hinzu und scheint einen anderen, aber<br>               nicht minder wichtigen Teil der Macht zu repräsentieren.<br><br>               Der zentralsitzende Romulaner ergreift das Wort:<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Unser Angriff auf die Erde<br>                         verlief anders als<br>                         prognostiziert. Es herrscht Krieg<br>                         und er könnte leicht aus der<br>                         Kontrolle geraten. Das müssen wir<br>                         verhindern.<br><br>               Ein zweiter Anwesender äußert sich dazu:<br><br>                                   ROMULANER #2<br>                         "ER" hat uns nicht genügend<br>                         Informationen gegeben. Wir müssen<br>                         unseren Feind von innen<br>                         infiltrieren und durchsetzen um<br>                         mehr über ihn zu lernen.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Wir haben doch bereits einen<br>                         Spion auf der Erde.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Er ist Vulkanier und wie alle<br>                         Vulkanier nicht vertrauenswürdig.<br>                         Wir sollten unsere eigenen Leute<br>                         einsetzen. Bereiten sie alles<br>                         dafür vor.<br><br>               Die restlichen Romulaner nicken.<br><br>                                   ROMULANER #2<br>                         Einverstanden.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Einverstanden.<br><br>               ZOOM AUF DAS GESICHT VON ROMULANER #1<br><br>               Die Kamera fährt immer näher heran und uns wird klar:<br>               Dieser Mann ist noch von Bedeutung, wir sollten uns sein<br>               Gesicht merken.<br><br>               Schließlich...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>         2     EXT. WELTRAUM - BEAUTY-SHOT DER ERDE                     2<br><br>               SUPER: 18. April 2157<br><br>               Die Erde erstrahlt triumphalisch leuchtend auf dem<br>               Bildschirm, über jeden Zweifel ihrer Schönheit erhaben.<br>               Zahlreiche Schiffe nähern und entfernen sich ihrem<br>               majestätischen Glanz.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         3     EXT. ERDE - TAGUNGSSTÄTTE, SAN FRANCISCO - TAG           3<br><br>               Die Kamera schweift in der Vogelansicht über ein<br>               Hallenartiges Bauwerk, umringt von zahlreichen Personen,<br>               die fast allesamt in Sternenflotten-Uniformen gehüllt sind.<br>               Verziert wurde die Konstruktion mit Bannern und Flaggen,<br>               die die Emblems der Erde oder der Sternenflotte tragen und<br>               vom Wind wehend getragen werden.<br><br>               Die Kamera nähert sich dem Boden, bewegt sich auf die<br>               eintretenden Personen zu und verharrt auf einem ganz<br>               bestimmten Mann untern den Vielen: Admiral Forrest.<br><br>               SCHULTERPERSPEKTIVE AMDIRAL FORRESTS<br><br>               Admiral Forrest scheint kaum älter als noch zu Zeiten von<br>               Broken Bow zu sein. Er ist ganz offensichtlich guter Dinge,<br>               freundlich und beschwingt zeigt er den entgegenkommenden<br>               Personen sein Diplomatenlächeln, manchen von ihnen reicht<br>               er auch die Hand und begrüßt sie, wie gute Freunde, auch<br>               wenn dies alles nur Gesten der Freundlichkeit sind. Forrest<br>               betritt nun die überdachte Halle.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         4     INT. TAGUNSSTÄTTE                                        4<br><br>               Forrest überquert Sitzplätze, die den Eindruck vermitteln<br>               früher einmal Tribünenplätze eines Stadiums gewesen zu<br>               sein. Von dieser erhöhten Position aus kann man<br>               hervorragend den zentralen Punkt der Veranstaltung im Blick<br>               behalten. Im Tal der Konstruktion thront ein Podium, ganz<br>               eindeutig für einen besonderen Anlass erbaut und von<br>               Lichtstrahlen aus der gläsernen Deckenkonstruktion in<br>               weiches Licht gehüllt. Zudem befinden sich an den Geländern<br>               noch einige Scheinwerfer, die die Wirkung der Anlage noch<br>               verstärken sollen.<br><br>               Forrest läuft ein Stückchen weiter, bis er eine<br>               entgegenkommende Person anspricht.<br><br>                                   FORREST<br>                         Admiral Nirusha, gut, dass ich<br>                         Sie hier treffe.<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Admiral Forrest, kommen Sie<br>                         direkt aus der Besprechung mit<br>                         dem Erdpräsidenten?<br><br>                                   FORREST<br>                         So ist es, Präsident Hayden hat<br>                         meine diplomatische Vollmacht zu<br>                         diesem Anlass erneut bestätigt.<br>                         Sie wissen ja, er denkt, die<br>                         Sternenflotte hat mehr<br>                         Erfahrungen und die größeren<br>                         Kompetenzen im Umgang mit den<br>                         Vulkaniern und anderen<br>                         Außerirdischen, daher überlässt<br>                         er uns die vertraglichen<br>                         Angelegenheite, er übernimmt nur<br>                         das Representative.<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Von mir wird er keine Einwände<br>                         hören.<br>                             (beat)<br>                         Ich hätte ja vor einem halben<br>                         Jahr noch nicht darauf gewettet,<br>                         dass die Vulkanische Botschaft so<br>                         bald wieder eröffnet wird.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich auch nicht. Aber gerade da<br>                         unsere Beziehungen etwas "Pflege"<br>                         vertragen könnten - um es mal so<br>                         auszudrücken - ist es wichtig,<br>                         wieder einen offiziellen<br>                         Ansprechpartner auf der Erde zu<br>                         haben. Vorallem in den aktuellen<br>                         Zeiten des Krieges ist jede Hilfe<br>                         wichtig. Auch wenn die Vulkanier<br>                         uns derzeit kaum im Kampf<br>                         unterstützen würden, können wir<br>                         es uns auf gar keinen Fall<br>                         leisten, einen Verbündeten zu<br>                         verlieren.<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Und unsere diplomatischen<br>                         Beziehungen werden sicher nicht<br>                         vom Anschweigen besser. Das macht<br>                         die Botschaft erst wichtig. Ich<br>                         weiß, was sie meinen.<br><br>                                   FORREST<br><br>                         Dann sind wir uns ja einig. Wie<br>                         sieht es denn um die<br>                         Sicherheitsvorkehrungen aus?<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Alles Bestens. General Ferrin,<br>                         Befehlshaber der MACOs, hat mir<br>                         die volle Bereitschaft seiner<br>                         Truppe zur Sicherung des Geländes<br>                         zugesichert. Seine Mäner bewachen<br>                         jeden möglichen und unmöglichen<br>                         Eingang. Hier kommt niemand rein,<br>                         der nicht rein gehört. Die<br>                         Kommunikation wurde ebenfalls<br>                         abgeschirmt. Es wird nichts<br>                         herein oder herausdringen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wunderbar.<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Ich frage mich nur, wozu diese<br>                         Maßnahmen?<br>                             (beat)<br>                         Glauben sie, dass das wirklich<br>                         nötig ist? Wie sollten die<br>                         Romulaner überhaupt auf der Erde<br>                         kommen?<br><br>                                   FORREST<br>                         Nun, was ist, wenn sie einen Weg<br>                         gefunden haben? Wir wissen<br>                         bekanntlich nicht, wie sie<br>                         aussehen. Mit etwas plastischer<br>                         Chirugie könnten sie im Idealfall<br>                         unter Menschen überhaupt nicht<br>                         auffallen. Außerdem gibt es auch<br>                         noch andere Leute, die eine<br>                         Bedrohung darstellen könnten.<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Meinen Sie diese "Gruppe"?<br>                         Glauben Sie, dass es die gibt?<br>                         Ich dachte, der Rat der Vereinten<br>                         Nationen der Erde hätte<br>                         festgestellt, dass die Beweise<br>                         für ihre Existenz zu unschlüssig<br>                         sind und es sich<br>                         höchstwahrscheinlich um reine<br>                         Panikmache von einigen wenigen,<br>                         engstirnigen, nicht organisierten<br>                         und harmlosen Weltraumgegnern<br>                         handelt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich wäre mir nicht so sicher.<br>                         Etwas gefällt mir an der Sache<br>                         nicht.<br>                             (beat)<br>                         Erst der Angriff der Xindi, dann<br>                         der Angriff der Romulaner.<br>                         Ich bin einfach vorsichtiger<br>                         geworden. Manchmal denke ich,<br>                         dort draußen hat Irgendwer etwas<br>                         gegen uns.<br><br>               Der Kommunikator von Forrest piepst plötzlich. Forrest<br>               ergreift ihn und antwortet.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Ja?<br><br>                                   KOMMSTIMME<br>                         Admiral, der vulkanische Kreuzer<br>                         Arjuna ist in den Orbit<br>                         eingetraten. Das Shuttle mit den<br>                         Diplomaten trifft hier in wenigen<br>                         Minuten ein.<br><br>                                   FORREST<br>                         Vielen Dank, ich komme.<br>                             (beat;zu Admiral<br>                              Nirusha)<br>                         Bitte entschuldigen Sie mich...<br><br>                                   ADMIRAL NIRUSHA<br>                         Natürlich, soweit ist ja alles<br>                         geklärt.<br><br>               Die beiden Admiräle nicken sich zu und ihre Wege trennen<br>               sich in unterschiedliche Richtungen.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>         5     EXT. ERDE - TAGUNGSSTÄTTE, SAN FRANCISCO - TAG           5<br><br>               Ein vulkanisches Shuttle (das Ähnlichkeiten mit dem<br>               Landungsschiff auf "First Contact" aufweist) schwebt über<br>               einem speziellen Landeplatz vor der Tagungsstätte und<br>               nähert sich dem Boden. Admiral Forrest steht wartend am<br>               Rande. Das Schiff deaktiviert seinen Antrieb und eine<br>               Ausstiegsluke öffnet sich.<br><br>               AUS FORRESTS BLICKWINKEL<br><br>               Heraus schreiten Soval, hinter ihm sein Assistent Tos und<br>               ein weiterer, uns noch unbekannter Vulkanier. Forrest und<br>               Soval gehen freudig aufeinander zu, zumindest kann man das<br>               von dem Admiral behaupten, während Sovals Gefühlsregungen<br>               kaum zu erahnen sind. Beide reichen sich die Hände.<br><br>                                   FORREST<br>                         Willkommen zurück auf der Erde!<br><br>                                   SOVAL<br>                         Es ist mir eine Ehre, ihnen die<br>                         Hand zur Versöhnung der<br>                         Beziehungen zwischen unseren<br>                         Spezies zu reichen - rein<br>                         symbolisch, natürlich. Es ist<br>                         löblich, dass sich unsere<br>                         Regierungen auf Suraks Tugenden<br>                         besinnen konnten und der Logik<br>                         folgen, die diktiert, dass<br>                         diplomatische Kontakte und der<br>                         Informationsaustausch die<br>                         einzigste Chance sind, diesen<br>                         Krieg vor der Eskalation zu<br>                         bewahren.<br><br>                                   FORREST<br>                         Dem kann ich beipflichten,<br>                         Botschafter.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Zu ihrem Bedauern - das nehme ich<br>                         zumindest an - trifft diese<br>                         Bezeichnung offiziell nicht mehr<br>                         zu.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wie soll ich das verstehen?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Nachdem das Bündnis zwischen<br>                         unseren Welten bedingt durch die<br>                         jüngsten Ereignisse zerborchen<br>                         ist, war meine eigentlich<br>                         Intention als Beobachter auf der<br>                         Erde zu verweilen, was die erste<br>                         Zeit auch im Einverständnis mit<br>                         dem Oberkommando geschah. Aber<br>                         natürlich konnten Sie es nicht<br>                         auf Dauer dulden, einen<br>                         Botschafter für inoffizielle<br>                         Dienste abzustellen. Das<br>                         Oberkommando hat mich dann<br>                         während meines letzten<br>                         Heimaturlaubs ins<br>                         Innenministerium versetzt. Ich<br>                         stehe leider nicht mehr für den<br>                         Botschafterposten zur Verfügung.<br>                         Aber mein ehemaliger Assistent<br>                         Tos wird meine alten Aufgaben<br>                         übernehmen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das ist natürlich sehr schade.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich werde noch den Gesprächen und<br>                         den Feierlichkeiten als Vertreter<br>                         des Vulkanischen Diplomatischen<br>                         Corps beiwohnen.<br>                             (beat)<br>                         Ich muss ihnen noch Te'en'g<br>                         vorstellen. Er ist Tos' Attaché<br>                         und zukünftiger Assistent.<br><br>               Besagter Vulkanier ist die dritte Person, die das Shuttle<br>               verlassen hatte und tritt nun zu Forrest hervor. Dieser<br>               reicht wie schon Soval Te'en'g vorsichtig die Hand, und ist<br>               überrascht, mit welcher impulsiven Kraft sein Gegenüber sie<br>               ergreift und schüttelt.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Es ist mir eine Freude. So sagt<br>                         man doch auf der Erde, nicht<br>                         wahr?<br><br>                                   FORREST<br>                         Ja, richtig. Mir ebenfalls.<br>                             (beat)<br>                         Willkommen und herzlichen<br>                         Glückwunsch zu ihrem Aufstieg.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Danke sehr.<br>                             (beat)<br>                         Ich baue auf eine gute<br>                         Zusammenarbeit.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das tun wir alle.<br>                             (beat;zu Te'en'g)<br>                         Darf ich Sie in ihre Unterkünfte<br>                         geleiten? Leider wurde uns nicht<br>                         vorher mitgeteilt, dass wir drei<br>                         hochrange Botschafter<br>                         unterzubringen haben. Ich werde<br>                         sofort veranlassen, dass man<br>                         Ihnen ein Zimmer herrichtet. Ich<br>                         fürchte nur, das könnte noch<br>                         etwas dauern. Bitte verzeihen sie<br>                         die Unannehmlichkeit.<br><br>               Te'en'g zeigt leichte Anflüge, von etwas, das weniger<br>               danach aussieht, als würde er sich darüber freuen.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Ich werde versuchen darüber<br>                         hinwegzusehen.<br><br>               Die Gruppe verlässt nun den Landeplatz und schreitet<br>               hinfort.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         6     EXT. ERDE - TAGUNGSSTÄTTE, SAN FRANCISCO - NACHT         6<br><br>               Establishing Shot.<br><br>               Die Kamera fährt auf das Gelände zu, bis...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>         7     INT. UNTERKÜNFTE DER BOTSCHTAFTER                        7<br><br>               Wir befinden uns in einem geräumigen Quartier - das mehr<br>               einem Hotelzimmer ähnelt, und wenn eins wäre, würde es sich<br>               gewiss um die Präsidenten-Suite eines vornehmen Hotels<br>               handeln. Dass hier noch ein großer Tisch für zahlreiche<br>               Personen steht, lässt vermuten, dass dieser Raum nicht nur<br>               zum Gastieren gedacht ist.<br><br>               BLICK AUF DIE TÜR<br><br>               Ein Sternenflottenoffizier in Galauniform betritt den Raum<br>               durch die Tür und hält sie für den ihm folgenden Te'en'g<br>               geöffnet.<br><br>                                   STERNENFLOTTEN-MITGLIED<br>                         Bitte entschuldigen Sie die<br>                         Wartezeit nocheinmal. Dieser Raum<br>                         war eigentlich als Konferenzraum<br>                         gedacht, wir mussten ihn erst für<br>                         Sie umfunktionieren. Ich hoffe<br>                         Sie sind zufrieden.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                             (genervt)<br>                         Schon gut so.<br><br>               Der Offizier verweilt noch in der Tür, während Te'en'g<br>               durch den Raum schlendert und seine mitgebrachte Tasche<br>               ablegt. Te'en'g blickt ihn fragend an, als Aufforderung nun<br>               endlich zu verschwinden.<br><br>                                   STERNENFLOTTEN-MITGLIED<br>                             (beat)<br>                         Brauchen Sie noch etwas?<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Nein, Sie können nun bitte gehen.<br><br>                                   STERNENFLOTTEN-MITGLIED<br>                         Gut, der Computer steht zu ihrer<br>                         vollen Verfügung, wenn Sie<br>                         wünschen.<br><br>               Nickend zieht sich der bessere Page zurück.<br><br>                                   TE'EN'G<br><br>                             (zu sich)<br>                         Endlich.<br><br>               BLICKWECHSEL<br><br>               Te'en'g nähert sich einer Wandverkleidung neben dem<br>               Computerterminal des Raumes. Mit geschickten Griffen öffnet<br>               er sie und dahinter kommen zahlreiche Schaltungen und Kabel<br>               zum Vorschein. Te'en'g zieht ein seltsames Gerät aus seiner<br>               Tasche hervor und installiert selbiges zwischen einigen<br>               Leitungen. Daraufhin piepst plötzlich das Computerterminal<br>               auf und seine Anzeige verändert sich. Te'en'g verschließt<br>               die Deckplatte wieder und aktiviert dafür mit ein paar<br>               Tasten eine Kommverbindung. Wir hören nun eine Stimme<br>               ertönen, aber die Kamera gewährt uns noch keinen Blick auf<br>               den Bildschirm. Doch irgendwoher kommt der Klang bekannt<br>               vor...<br><br>                                   UNBEKANNTE STIMME<br>                         Ist die Verbindung sicher?<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Das ist sie, das Gerät arbeitet<br>                         hervorragend. Keiner wird die<br>                         Verbindung auch nur bemerken.<br><br>                                   UNBEKANNTE STIMME<br>                         Sie sind spät dran.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Es tut mir leid. Diese<br>                         inkompetenten Menschen haben mich<br>                         aufgehalten und wollten mir wie<br>                         Kletten nicht von der Seite<br>                         weichen. Es war eine Tortour,<br>                         aber nun bin ich alleine.<br><br>                                   UNBEKANNTE STIMME<br>                         Schöpft niemand verdacht?<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Sie haben keine Ahnung, General.<br><br>                                   UNBEKANNTE STIMME<br>                         Gut...<br><br>               BLICK AUF DEN BILDSCHIRM<br><br>               Nun erkennen wir die unbekannte Person als den ersten<br>               Romulaner aus dem Teaser. Erneut scheint des Emblem im<br>               Hintergrund. Ganz offensichtlich ist diese Person General<br>               des Tal'Shiar.<br><br>                                   GENERAL DES TAL'SHIAR<br>                         ...Dann kann der Plan wie<br>                         vorgesehen umgesetzt werden.<br>                         Unterstützen Sie Tos bei dem<br>                         Vorhaben. Aber denken Sie dran,<br>                         er ist mehr als entbehrlich.<br>                         Sollte er scheitern, beseitigen<br>                         Sie ihn. Auf ihn können wir gut<br>                         und gerne verzichten, aber ihre<br>                         Position darf keinesfalls<br>                         verraten werden. Als treuer<br>                         Vulkanier und Freund der Erde<br>                         bleibt Ihnen daher nichts anderes<br>                         übrig, als ihn zu erledigen, um<br>                         ihn an der Flucht zu hindern.<br>                         Verstanden?<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Zu Befehl.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br></font><br></p><br><p><font face="Courier New">                                      AKT II<br><br>         8     EXT. WELTRAUM                                            8<br><br>               Die Antares gleitet mit Impuls durch das All. Wenn man<br>               einen genauen Blick wirft, kann man noch einige verrußte<br>               Stellen erkennen, die durch das Feuergefecht in 2x05<br>               entstanden sind.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         9     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                            9<br><br>               CAPTAIN CAYLON und DOKTOR MILLER befinden sich in einer<br>               Diskussion in einem Nebenraum. Wir steigen mitten in das<br>               Wortgefecht hinein.<br><br>                                   MILLER<br>                         ...Ich sagte doch, Sie sind<br>                         entlassen und können wieder den<br>                         Dienst antreten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, aber ich möchte da sein, wenn<br>                         Nicole aufwacht. Ich werde hier<br>                         warten.<br><br>                                   MILLER<br>                         Bitte, ich werde Sie sofort<br>                         rufen, wenn Müller aufwacht. Nur,<br>                         lassen Sie es mich direkt<br>                         formulieren: Sie stehen im Weg.<br>                         Ich kann nicht arbeiten, wenn Sie<br>                         die ganze Zeit dabeistehen. Bitte<br>                         verstehen Sie das, es hilft<br>                         Müller nicht.<br><br>               BLICK AUF DIE BIOBETTEN<br><br>               Wir sehen COMMANDER MÜLLER auf ihrem Biobett liegen.<br>               Seelenruhig. Oder?<br><br>               ZOOM AUF DAS GESICHT<br><br>               Ihre Augen bewegen sich ungewöhnlich schnell und plötzlich<br>               öffnen sie sich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwirrt;schwach)<br>                         Wo bin ich?<br><br>               Der Krankenpfleger PAVEL CENKO (zuletzt gesehen in 2x04)<br>               bemerkt, dass Müller nun aufgewacht ist.<br><br>               ZURÜCK ZU MÜLLER &amp; CAYLON<br><br>                                   CENKO<br>                         Doktor! Commander Müller ist<br>                         aufgewacht.<br><br>               Caylon und Müller sind äußerst überrascht, macht dies nun<br>               ihre Diskussion relativ belanglos. Beide gehen sofort an<br>               Müllers Bett, Miller wirft sofort einen Blick auf die<br>               Anzeigen über dem Kopf des Commanders.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wie fühlen Sie sich?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schläfrig)<br>                         Miller?<br>                             (beat)<br>                         Ich habe mich schon besser<br>                         gefühlt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie Schmerzen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Im Kopf. Ziemlich...<br><br>                                   MILLER<br>                         Und außer denen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein, ich denke nicht.<br>                             (beat)<br>                         Was ist passiert? Ich kann mich<br>                         an fast nichts mehr viel<br>                         erinnern.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das kann ihnen der Captain wohl<br>                         besser erklären.<br>                             (beat)<br>                         Soweit scheint alles in Ordnung<br>                         zu sein. Sie müssen sich noch<br>                         ausruhen, aber davon abgesehen<br>                         haben Sie es so gut wie<br>                         überstanden.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde Sie nun alleine lassen.<br>                         Aber Captain, Sie halten sich<br>                         bitte an die Besuchszeiten.<br><br>               Caylon nickt bestätigend und Miller zieht sich nun in den<br>               Hintergrund zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole...Ich habe mir Sorgen um<br>                         dich gemacht...<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        10     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   10<br><br>               LIEUTENANT BEEM hat das Kommando, TORLAN, LIEUTENANT<br>               MESTRAL und ENSIGN TSCHERNOVSKY sitzen an ihren üblichen<br>               Konsolen. LIEUTENANT MENDEZ (zuletzt gesehen in 2x05) hat<br>               erneut die Waffenstation inne. Es scheint alles ruhig zu<br>               sein. Eine willkommene Abwechslung.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nichts ungewöhnliches auf den<br>                         Sensoren, Mestral? Es ist ruhig.<br>                             (beat)<br>                         Zu ruhig - und das zu lange.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nichts außer dem gewöhnlichen<br>                         Fracht- und Passagierverkehr in<br>                         diesem Sektor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Vor zwei Tagen haben wir noch ein<br>                         erbittertes Gefecht mit elf Bird<br>                         of Vengeance, die uns nach dem<br>                         Leben trachteten, um einen<br>                         Planetoiden geführt, bei dem auch<br>                         die Logan zerstört wurde...<br>                             (beat)<br>                         Und 10 Lichtjahre hinter der<br>                         Front ist es seelenruhig und<br>                         friedlich. Das will mir nicht so<br>                         ganz in den Kopf.<br><br>                                   BEEM<br>                         Mir gefällt es auch nicht.<br>                             (beat; zu sich)<br>                         Eine vergebene Chance.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Seien sie froh. Ich möchte keinen<br>                         weiteren Vormarsch der Romulaner<br>                         Richtung Erde erleben. Mir<br>                         graut's noch vom letzten Mal. Uns<br>                         allen sollte es Recht sein, dass<br>                         der Krieg hinter der Grenze<br>                         aufhört. Solange es noch dieses<br>                         Gefühl von Frieden habe, weiß<br>                         ich, wofür ich kämpfe.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (feststellend)<br>                         Ich unterbreche ja nur ungern,<br>                         aber ich empfange etwas...<br><br>                                   BEEM<br>                             (witzelnd)<br>                         Terelsianisches Football? Das<br>                         wäre jetzt das Richtige.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein, einen Hilferuf.<br><br>               Wie vom Blitz getroffen schrecken alle Offiziere auf der<br>               Brücke auf, Beem springt aus seinem Stuhl und will sofort<br>               die taktische Konsole inspizieren.<br><br>                                   BEEM<br>                         Romulaner?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ähm, nein, ich denke nicht. Ein<br>                         Erdentransportschiff meldet eine<br>                         Geiselnahme an Board. Das sieht<br>                         nicht nach Romulanern aus. Mehr<br>                         wird in dem Notruf aber nicht<br>                         verraten.<br><br>               Verwunderung macht sich auf den Gesichtern breit.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was machen wir?<br>                             (beat)<br>                         Soll ich einen Kurs setzen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja, und Torlan, informieren Sie<br>                         den Captain.<br><br>               Torlan nickt.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (ins Mikro)<br>                         Brücke an Captain Caylon.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           11<br><br>               Caylon sitzt noch neben Müllers Bett und ihr Gespräch wird<br>               jäh von Torlans Kommruf gestört. Caylon steht auf und<br>               aktiviert das Kommpanel an der Wand.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schlechter Zeitpunkt,<br>                         Ni...Commander Müller ist gerade<br>                         aufgewacht.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das freut mich.<br>                             (beat)<br>                         Aber tut mir leid, Captain, wir<br>                         haben einen Notruf empfangen. Auf<br>                         einem irdisches Passagierschiff<br>                         hat sich eine Geiselnahme<br>                         ereignet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grummelnd)<br>                         Damit dürfte Lieutenant Beem<br>                         alleine fertig werden. Ich komme,<br>                         wenn es unbedingt nötig ist. Aber<br>                         die Geiselnehmer sollten bei der<br>                         puren Anwesenheit eines<br>                         Sternenflotten-Schiffes<br>                         eigentlich schon kalte Füße<br>                         bekommen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Caylon hebt den Finger wieder von der Sprechtaste und<br>               wendet sich wieder Nicole zu.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (mit schwachem Humor)<br>                         Was ist los? Retten wir die Welt<br>                         heute nicht persönlich?<br><br>               Ein schiefes und schwaches Lächeln ist auf Nicoles Gesicht<br>               zu sehen, wohl ein Zeichen, dass Sie auf dem Weg der<br>               Besserung ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, heute spielt Beem mal<br>                         Sheriff statt Cowboy. Sollte<br>                         nicht allzu schwer sein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ahja.<br>                             (beat)<br>                         So wie es sich annhört, verdanke<br>                         ich es  dir, dass ich noch lebe.<br><br>               Caylon gibt sich pikiert von dieser Festellung, auch wenn<br>               sie der Wahrheit entspricht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So schlimm war es auch nicht.<br>                         Mehr als ein paar Verbände kann<br>                         ich doch sowieso nicht legen.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        12     EXT. WELTRAUM                                           12<br><br>               Um einige Kilometer von der Kamera entfernt treibt ein<br>               mittelgroßes Passagierschiff im All. Die Antares kommt nun<br>               ins Bild geflogen und nähert sich dem Schiff.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   13<br><br>               Wie zuvor. Wir blicken von Vorne in das Set hinein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Öffnen Sie einen Kanal zu dem<br>                         Schiff und auf den Schirm damit.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Kommt.<br>                             (beat)<br>                         Kanal offen...<br><br>               Der Hauptschirm ist dem Umgebungslicht nach zu urteilen vom<br>               Bild des sternenversehenen Weltraums zu etwas anderem<br>               gewechselt.<br><br>               Plötzliche Stille. Schweigen. Entsetzen in allen<br>               Gesichtern.<br><br>                                   OSBOURNE'S KOMMSTIMME<br>                         Überraschung.<br><br>               BLICKWINKELWECHSEL AUF DEN HAUPTSCHIRM.<br><br>               Wir hören Ihn nicht nur, wir sehen Ihn nun auch. Auf dem<br>               Hauptschirm ist ganz klar OSBOURNE zu erkennen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (völlig verdattert)<br>                         William Osbourne???<br><br>                                   OSBOURNE'S KOMMSTIMME<br>                         Ich freue mich auch Sie wieder zu<br>                         sehen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (hämisch)<br>                         Freuen!<br>                             (beat)<br>                         Sie wissen schon, dass wir noch<br>                         eine Rechnung offen haben?<br><br>                                   OSBOURNE'S KOMMSTIMME<br>                         Natürlich. Wie gerne würden wir<br>                         beenden, was wir angefangen<br>                         haben, nicht wahr? Leider bleibt<br>                         dafür keine Zeit.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich kanns auch ganz kurz machen.<br>                             (beat)<br>                         Nur schmerzlos wäre zu schade.<br><br>                                   OSBOURNE'S KOMMSTIMME<br>                         Lassen wir die Scherze.<br>                             (mehr als ernst)<br>                         Sagen Sie ihrem Captain, ich will<br>                         mit ihm sprechen. Alleine. Er<br>                         soll hierher kommen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Warum sollte er? Wie wär's, Sie<br>                         kommen hierher? Ich habe eine<br>                         hübsche Zelle für Sie.<br><br>                                   OSBOURNE'S KOMMSTIMME<br>                         Sagen Sie ihm, hier sind 87<br>                         Menschen an Board. Entweder er<br>                         tut was ich sage, oder das wird<br>                         der letzte Flug dieser Leute. Ich<br>                         würde lieber darauf verzichten,<br>                         aber ich muss tun, was ich tun<br>                         muss. Er hat 10 Minuten.<br>                             (beat)<br>                         Und keine faulen Tricks - sonst<br>                         gibt es hier eine hübsche<br>                         Sauerei, verstanden?<br><br>               Beem macht zu Torlan eine eindeutige Geste: Er zieht seine<br>               Hand waagerecht vor seinem Hals hinweg, und Torlan schließt<br>               die Verbindung.<br><br>                                   BEEM<br>                         Rufen Sie nochmal den Captain.<br>                             (beat)<br>                         Tschernovsky, machen Sie ein<br>                         Shuttlepod startklar.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           14<br><br>               BLICK AUF DAS KOMMPANEL<br><br>               Wir sehen die Lautsprecher Membran unter der der Abdeckung<br>               durch die Kommstimmen vibrieren.<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Brücke an Captain Caylon.<br><br>               Eine Hand greift in den Kamerabereich und aktiviert den<br>               Antwortschalter.<br><br>               ZOOM HERAUS<br><br>               Caylon steht vor dem Gerät.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (genervt)<br>                         Was kann so wichtig sein?<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Nein. Wer. William Osbourne.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (aus allen Wolken)<br>                         Wie? Was?<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Er ist der Geiselnehmer. Und er<br>                         will mit ihnen sprechen.<br>                         Persönlich und allein auf der<br>                         Earth Heavy Flight 453.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hat er gesagt warum?<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Nein. Nur, dass wir tun sollten,<br>                         was er sagt, sonst bringt er alle<br>                         Passagiere um.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sein Leben hassend)<br>                         Verdammt.<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Ein Shuttle steht bereit. Er hat<br>                         ihnen nur 10 Minuten gegeben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich komme. Wir treffen uns im<br>                         Hangar.<br><br>               Caylon beendet die Sprechverbindung und wendet sich zu<br>               Müller, bevor er den Raum verlässt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Es tut mir leid.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR                            15<br><br>               Caylon steigt gerade in das Shuttle, als Beem ihm eine<br>               Phasenpistole in die Hand drückt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Besser ist besser.<br><br>               Caylon ergreift sie, nickt, und schließt die Luke des<br>               Shuttles. Beem verlässt den Hangar, dessen Luft daraufhin<br>               dekompressiert wird.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        16     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 16<br><br>               Das große Shuttletor am Sekundärrumpf des<br>               Sternenflottenschiffes öffnet sich und eilig windet sich<br>               ein kleines Gefährt heraus, das das in der Nähe befindliche<br>               Passagierschiff anfliegt.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        17     INT. EARTH HEAVY FLIGHT 453 - ANDOCKSCHLEUSE            17<br><br>               Mit Zischen öffnet sich die schwere Andocklucke zum Schiff.<br>               Dahinter wird der Captain bereits von Osbourne und zwei<br>               Kollegen, alle bewaffnet mit Phasenpistolen, erwartet. Wir<br>               befinden uns in einer Art Fracht-/Gepäckraum.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich hätte gerne ihre Waffe.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Woher wissen Sie, dass ich eine<br>                         habe?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Intuition. Ich kenne Sie und<br>                         ihren Waffenoffizier.<br>                             (beat)<br>                         Her damit.<br><br>               Caylon händigt seine Waffe aus, Osbourne nimmt Sie, schiebt<br>               sie in seinen Halfter und behält seine eigene Waffe<br>               gezückt.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                             (mit der Pistole zur<br>                              Untermalung wendelt)<br>                         Mitkommen.<br><br>               Osbourne und seine Leibgarde setzen sich in Bewegung,<br>               Caylon trottet hinter. Gemeinsam verlassen sie den<br>               schmutzigen Andock- und Verladebereich und kommen in den<br>               Passagierbereich. Dieser teilt einige Gemeinsamkeiten mit<br>               gewöhnlichen Passagierflugzeugen des frühen 21.<br>               Jahrhunderts, jedoch in einer weit geräumigeren und<br>               großflächigeren Variante. Man möchte auch meinen, die Sitze<br>               seien hier bequemer, sofern man auf diesen Gedanken kommt,<br>               wenn man an dutzenden Sitzreihen verängstigter bis<br>               panischer Passagiere vorbeigeht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das ganze? Wollen Sie<br>                         auf ihrer Visitenkarte neben<br>                         paranoider Wahnsinnger, Terrorist<br>                         und kaltblütiger Mörder auch noch<br>                         Geiselnehmer und Kidnapper<br>                         ergänzen?<br><br>               Schweigen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Reden wir über die Freilassung<br>                         der Geiseln.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Klappe.<br><br>               Die beiden Handlanger Osbournes bleiben im Passagierbereich<br>               zurück um die "Gäste" im Zaum zu behalten, während sich<br>               Caylon und Osbourne in den Raum begeben, der klar eien<br>               Kreuzung aus Raumschiffbrücke und Flugzeugcockpit ist.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         So, nun stelle ich die Fragen und<br>                         Sie hören mir gut zu, klar?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Klar.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Was wissen Sie über die<br>                         Wiederöffnung der vulkanischen<br>                         Botschaft auf der Erde?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur, dass die Feierlichkeiten<br>                         Morgen nach Erd-Standartzeit in<br>                         San Francisco abgehalten wird.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Mehr nicht?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mehr nicht. Politik ist nicht<br>                         mein stärkstes Interessengebiet.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Da weiß ich mehr. Mehr als Sie<br>                         und die ganze Sternenflotte.<br>                         Unter den vulkanischen<br>                         Delegierten befinden sich Spione.<br>                         Romulanische Spione.<br><br>               Die Überraschungen scheinen an diesem Tag kein Ende zu<br>               nehmen, und die Sorgenfalten auf Caylons Stirn kriegen<br>               ihrerseits schon Sorgenfalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Woher wollen Sie das wissen?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie sollten doch gelernt haben,<br>                         dass ich meine Quellen habe.<br>                             (beat)<br>                         Die Spione übten ihre Stellung<br>                         bereits auf Vulkan aus, da<br>                         störten sie "uns" aber noch<br>                         nicht. Sollen sich die<br>                         Außerirdischen ruhig gegenseitig<br>                         bekriegen. Nun sind sie aber auf<br>                         die Erde gekommen. Und das ist<br>                         nicht zu dulden.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß leider nicht genau, ob<br>                         weitere Personen Romulaner sind,<br>                         beziehungsweise für sie arbeiten,<br>                         aber mit Sicherheit ist Tos ein<br>                         Verräter.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Seit wann? Wie kommen Sie darauf?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Zumindest seit zwei oder drei<br>                         Jahren. Wir haben verschlüsselte<br>                         Transmissionen abfangen können,<br>                         die wir nach etlichen Prüfungen<br>                         ihm zuschreiben konnten.<br>                             (beat)<br>                         Bisher sollte er nur Auge sein.<br>                         Aber ich weiß von seinem Auftrag.<br>                         Er soll den Präsidenten ermorden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum sollte ich ihnen trauen?<br>                         Bisher haben sie wenig Anlass<br>                         dazu gegeben.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie sollten es. Diesmal verfolgen<br>                         wir die selben Interessen. Dieser<br>                         Anschlag muss verhindert werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum tun sie es dann nicht<br>                         selber?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich werde gewiss nicht bewaffnet<br>                         in ein Gebäude voller<br>                         Sternenflotten-Sicherheitskräfte<br>                         gehen um einen vulkanischen<br>                         Botschafter zu erschießen.<br>                         Die Sternenflotte hat ihre Arbeit<br>                         zu erledigen, wie wir die Unsere.<br>                         Die Kompetenzen sind klar<br>                         festgelegt, und das ist ihr<br>                         Problem.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ironisch)<br>                         Kompetenzen!<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Warum informieren Sie nicht<br>                         direkt jemanden auf der Erde?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wen soll ich denn bitte<br>                         "anrufen"? Sie wissen auch, dass<br>                         diese Veranstaltung unter<br>                         strengsten<br>                         Sicherheitsvorkehrungen<br>                         stattfindet. Keine Kommverbindung<br>                         rein, Transporterblocker,<br>                         Luftsicherung, Wachposten. Es<br>                         kommt niemand rein, der nicht<br>                         rein soll. Aber ich kenne eine<br>                         nicht geblockte<br>                         Transporterfrequenz. Wir haben<br>                         sie von den Romulanern<br>                         abgefangen.<br><br>               Caylon gibt sich immernoch skeptisch, wenn auch zum Teil<br>               nur geheuchelter Natur.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Können Sie es riskieren, mir<br>                         nicht zu glauben? Fliegen Sie zur<br>                         Erde und kümmern Sie sich darum.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde mich nun auch wieder um<br>                         meine Angelegenheiten kümmern.<br><br>               Osbourne wendet sich an ein Schaltpult und bedient ein paar<br>               Tasten. Auf den Bildschirmen tut sich etwas, aber<br>               interessant ist das:<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Au revoir - und bestellen Lt.<br>                         Beem einen schönen Gruß von mir.<br><br>               Und plötzlich verschwindet Osbourne in einem<br>               Transporterstrahl.<br><br>               Caylon ergreift hastig seinen Kommunikator und ruft die<br>               Antares.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (laut)<br>                         Osbourne ist verschwunden! Können<br>                         Sie sein Schiff verfolgen?<br><br>                                   MESTRAL'S KOMMSTIMME<br>                         Negativ Captain, wir haben nichts<br>                         genaues auf den Sensoren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es muss hier ein Schiff in<br>                         Transporterreichweite geben!<br><br>                                   MESTRAL'S KOMMSTIMME<br>                         Sicherlich, aber...<br>                             (beat)<br>                         Moment, ich hatte da gerade das<br>                         Sensoren-Echo eines Warpsprungs.<br>                         Es war nur kurz da und schien aus<br>                         dem nichts zu kommen.<br>                             (beat)<br>                         Möglicherweise eine Fehlfunktion<br>                         an Osbourne's Tarnvorrichtung.<br>                         Ich kann die Warpspur leider<br>                         nicht weiter verfolgen, aber<br>                         vielleicht kann ich die Sensoren<br>                         für das nächste mal<br>                         rekalibrieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (laut denkt)<br>                         Er hat irgendwas am Computer<br>                         eingestellt...<br><br>               Caylon will sich ansehen, was Osbourne getan hat, aber die<br>               Erklärung bricht schon vorher über den Captain herein.<br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Selbstzerstörungs-Countdown<br>                         aktiviert. Selbstzerstörung in T<br>                         12 Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         ACH DU...<br>                             (beat;brüllt)<br>                         Docken sie die Antares sofort<br>                         hier an! Wir müssen die<br>                         Passagiere retten!<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>        18     INT. EARTH HEAVY FLIGHT 453 - PASSAGIERKABINE           18<br><br>               In Panik schreien die Menschen nur so um sich, ohne<br>               Rücksicht auf den anderen trampeln sie sich beinahe<br>               gegenseitig nieder. Caylon kommt kaum durch die Menge<br>               hindurch um sich in Richtung der Frachträume zu begeben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hören Sie! Fünf weitere Leute<br>                         passen in das Shuttle. Bitte<br>                         beruhigen sie sich und...<br><br>               Den Rest des Satzes wird wohl keiner mehr hören, denn alle<br>               kommen auf ihn zu gestürzt um sich in sein Shuttle zu<br>               retten...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Keine Sorge, sobald das Shuttle<br>                         weg ist, dockt die S.S. Antares<br>                         an und alle können an Board<br>                         gehen.<br><br>               Als würde das die Leute beruhigen. Caylon wird von der<br>               Masse beinahe überrannt, auch zurückweichen reicht nicht,<br>               da sieht er sich gezwungen, einer ganz aufdringlichen<br>               Person, die sich versucht an ihm vorbeizudrängeln, in die<br>               Rippen zu schlagen, was einigermaßen für Ruhe sorgt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Verdammt! Sie fünf!<br>                             (Caylon deutet auf fünf<br>                              Personen aus der ersten<br>                              Reihe)<br>                         Ab ins Shuttle. Und der Rest<br>                         beruhigt sich! Sie machen alles<br>                         nur noch schlimmer.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        19     EXT. WELTRAUM                                           19<br><br>               Das Shuttle ist schon abgetrennt und fliegt einen leichten<br>               Bogen, um die an das Schiff andockende Antares zu<br>               erreichen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        20     INT. ANTARES - ANDOCKSCHLEUSE                           20<br><br>               Beem, Mendez und weitere Sicherheitsleute kontrollieren die<br>               Andockschleuse. Doch ihnen gelingt es auch nicht, zu<br>               verhindern, dass die sich die Leute mit Gewalt durch die<br>               Schleuse drängen.<br><br>                                                              CUT TO:<br></font><br></p><br><p><font face="Courier New">        21     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   21<br><br>               Mestral, Torlan, Tschernovsky und Caylon an den üblichen<br>               Plätzen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eins dreißig.<br><br>               Beat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange brauchen wir zum<br>                         abdocken?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mindestens eine Minute.<br><br>               Pause.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eine Minute zehn Sekunden...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (panisch)<br>                         CAPTAIN?<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Es sind noch immer nicht alle<br>                         Passagiere durch!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedrückt)<br>                         Es geht nicht anders.<br>                             (beat)<br>                         Schließen Sie die Schleusen!<br><br>                                   BEEM'S KOMMSTIMME<br>                         Aye!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, bringen Sie uns<br>                         hier weg.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        22     EXT. WELTRAUM                                           22<br><br>               Die Antares dockt ab und entfernt sich. Wohl nicht schnell<br>               genug.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>        23     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   23<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (bibbernd)<br>                         Wir kommen nicht weit genug weg!<br><br>               Selbst Mestral ist trotz vulkanischer Gene sichtlich<br>               nervös.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zwanzig Sekunden...<br><br>               Angespanntes Warten.<br><br>               Beten. Hoffen.<br><br>               Stille.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich empfange eine Transmission.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (anschnauzend)<br>                         Nicht jetzt.<br>                             (beat)<br>                         Wo bleibt die Explosion?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es hätte schon soweit sein<br>                         müssen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ähm, Captain. Die Transmission<br>                         kommt von dem Schiff. Sie lautet<br>                         "Bumm".<br>                             (beat)<br>                         Und ein paar Zahlen...Sieht aus<br>                         wie eine Transporterfrequenz...<br><br>               Caylon zertrümmert mit seiner Faust beinahe die Armlehnen<br>               seines Stuhls, auf die er hämmert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         DIESER ELENDE HUND!!!<br>                             (beat)<br>                         DIESER ELENDE SAUHUND!!!<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        24     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM - SPÄTER                   24<br><br>               Alle Senioroffiziere (Caylon, Beem, Tschernovsky, Torlan,<br>               Mestral, Miller) sind bis auf Müller anwesend, in deren<br>               Vertretung aber KENDALL an dem Meeting Teil nimmt.<br>               Desweiteren gesellt sich die Schiffspsychologin MacKenzie<br>               hinzu.<br><br>               Caylon beendet dem Klang nach gerade seinen Bericht über<br>               die Begegnung mit Osbourne.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, das war zusammengefasst<br>                         das, was Osbourne mir mitgeteilt<br>                         hat.<br>                             (beat)<br>                         Was denken Sie?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich hasse ihn!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich meinte eher, was denken Sie,<br>                         was wir tun sollen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich würde ihm nicht trauen. Eher<br>                         würde ich mein Leben in die Hände<br>                         eines Vulkaniers legen.<br>                             (auf den faszinierenden<br>                              Blick Mestrals<br>                              reagierend)<br>                         Was ich sicher nicht tun werde...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Denken wir mal intensiv darüber<br>                         nach. Was spricht dagegen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Er ist Osbourne.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und Tos war bisher ein ehrbarer<br>                         Vulkanier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, das sind Argumente. Und<br>                         dafür?<br><br>               Einen Moment folgt die Stille der Überlegung. Und darauf<br>               die Stille der Ahnungslosigkeit.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich habe diese Person zwar nicht<br>                         persönlich kennengelernt, und das<br>                         ist mir nach den Berichten auch<br>                         mehr als Recht so, aber denken<br>                         wir es mal aus seiner Position.<br>                         Was für mich erstmal heißt eine<br>                         Menge graue Zellen auszuschalten,<br>                         um auf sein Niveau zu kommen.<br>                             (beat)<br>                         Er ist Rassist, nicht? Er scherrt<br>                         sich nur um die Erde und<br>                         behauptet, seine Mission wäre sie<br>                         vor außerirdischen Einflüssen zu<br>                         schützen. Und worum gehts<br>                         nochmal?<br>                         Um einen Mordanschlag auf den<br>                         Präsidenten der vereinten<br>                         Nationen der Erde durch einen<br>                         romulanischen Spionen. Gehts nur<br>                         mir so, oder klingt das ziemlich<br>                         nach einem unzweifelhaft<br>                         schlechten Einfluss<br>                         Außerirdischer?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Klingt nachvollziehbar.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Natürlich, sag ich doch.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Was meinen Sie, Lieutenant<br>                         MacKenzie, aus psychologischer<br>                         Sicht?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Schwer zu sagen. Osbourne ist der<br>                         typischer Fall eines<br>                         Wahnsinnigen, der meint er allein<br>                         könne die Welt retten und dabei<br>                         keine moralischen Einwände hat.<br>                         So jemand ist verdammt schwer<br>                         einzuschätzen. Er ist<br>                         buchstäblich zu allem fähig und<br>                         unberechenbar. Es muss nur seinem<br>                         Zweck dienen. Von daher halte ich<br>                         es auch durchaus für möglich,<br>                         dass er diesmal die Wahrheit sagt<br>                         und auf unserer Seite steht. Denn<br>                         er kennt nur seine Seite.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Also sollten wir am besten eine<br>                         Nachricht an das<br>                         Sternenflottenhauptquartier<br>                         schicken. Sollen die sich darum<br>                         kümmern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das könnte zum Problem werden.<br>                         Wenn sich getarnte Bird of<br>                         Stealth bei der Erde befinden<br>                         sollten, was ich momentan für<br>                         recht wahrscheinlich halte,<br>                         könnten diese unsere Transmission<br>                         ganz leicht abfangen und dann<br>                         wäre Tos gewarnt. Ich bezweifle,<br>                         dass sich dann ein Blutbad noch<br>                         verhindern lässt.<br>                         Und falls uns Osbourne hinters<br>                         Licht geführt hat, würden wir<br>                         eine unnötige Massenpanik<br>                         auslösen, wenn wir die ganze<br>                         Sternenflotte in Alarm versetzen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Worüber sich Osbourne wieder<br>                         freuen würde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Beste wäre es, wir fliegen<br>                         persönlich zur Erde und knöpfen<br>                         uns diesen angeblichen Verräter,<br>                         bevor es zu spät ist.<br>                             (beat)<br>                         Weiß jemand, wann genau die<br>                         Zeremonie beginnt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In 8 Stunden und 17 Minuten. Ich<br>                         nehme stark an, die Menschen<br>                         nehmen es nicht genau genug, als<br>                         das Sekunden sinnvoll wären. Es<br>                         bleibt jedoch unklar, wann im<br>                         Verlauf der Anschlag verübt<br>                         werden soll. Daher ist diese<br>                         Angabe nur relativ zu sehen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Wir brauchen bei Warp 5<br>                         mindestens 9 Stunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir müssen es schaffen.<br>                             (beat)<br>                         Unbedingt. Lieutenant Doktor<br>                         Kendall, holen Sie alles raus,<br>                         was die Maschinen hergeben. Wir<br>                         müssen rechtzeitig ankommen.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ich werde es versuchen, aber bei<br>                         Warp 5.3 ist Sense, dann raucht<br>                         der Kern nach 12 Minuten ab. Und<br>                         glauben Sie mir, das wollen Sie<br>                         nicht erleben. Aber ich werde<br>                         mein bestes geben die Gesetze der<br>                         Physik zu ändern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke sehr.<br>                             (beat)<br>                         Andere Frage: Geht es den<br>                         Passagieren des Schiffes gut?<br><br>                                   MILLER<br>                         Keine physischen Verletzungen.<br>                         Nur eine Person hatte eine<br>                         leichte Rippenfraktur, aber<br>                         nichts Ernstes.<br><br>               Caylon blickt unschuldig drein.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Aber ich vermute, alle haben<br>                         psychologische Betreuung nötig.<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Ich würde mich ja für eine<br>                         psychologische Beratung zur<br>                         Verfügung stellen, aber dafür<br>                         gibt es auch Fachleute auf der<br>                         Erde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann kann das Schiff ablegen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es ist schon dabei.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>        25     EXT. ERDE - TAGUNGSSTÄTTE, SAN FRANCISCO - MORGENDS     25<br><br>               Establishing Shot.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        26     INT. TAGUNSSTÄTTE                                       26<br><br>               Der Eingang wird nun von einigen Sicherheitsoffizieren<br>               bewacht, die eifrig jeden Besucher mit einem Handscanner<br>               untersuchen. Der Torbogen weist einige weitere<br>               Gerätschaften auf, die offensichtlich ebenfalls dem<br>               Sicherheitscheck dienen.<br><br>               Es hat sich bereits eine Schlange gebildet, zu viele wollen<br>               dem Ereignis beiwohnen, aber zu wenige Sicherheitskräfte<br>               wurden für die Kontrollen abgestellt. Tos läuft an der<br>               Schlange vorbei zu einem ebenfalls bewachten Seiteneingang,<br>               der mit dem Schriftzug "Authorized Personal only" versehen<br>               ist.<br><br>                                   WACHMANN #1<br>                         Guten Morgen, Botschafter Tos.<br><br>               Tos will den Türrahmen durchschreiten, aber ein schrilles<br>               Piepsen hält ihn davon ab.<br><br>                                   WACHMANN #2<br>                         Führen Sie irgendwelche<br>                         Metallgegestände mit?<br><br>                                   TOS<br>                         Ja.<br><br>               BLICK AUF TOS' TRADITIONELLE ROBE<br><br>               Tos trägt einen langen recht bekannten Umhänger zur<br>               Unterstreichung der vulkanischen Sitte.<br><br>                                   TOS (CONT'D)<br>                         Unendliche Manigfaltigkeit in<br>                         unendlichen Kombinationen. IDIC.<br><br>                                   WACHMANN #2<br>                         Würden Sie es bitte abnehmen und<br>                         nochmal hindurchgehen?<br><br>               Tos öffnet die Halskette des IDIC-Anhängers und überreicht<br>               es dem Wachmann. Doch erneut schrillt die Anlage beim<br>               Durschschreiten auf.<br><br>               Zudem meldet sich auch noch der Kommunikator des<br>               Sicherheitsoffiziers.<br><br>                                   WACHMANN #1<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Ja?<br><br>                                   KOMMSTIMME<br>                         Wir brauchen hier Verstärkung.<br>                         Einige radikale Idioten meinen<br>                         sie müssten ihren Unmut über die<br>                         Vulkanier an den Shuttles<br>                         auslassen.<br><br>                                   WACHMANN #1<br>                         Okay, ich komme.<br><br>                                   TOS<br>                         Es wäre ganz sicher<br>                         Unvorteilhaft, wenn ich zu dem<br>                         feierlichen Akt zu spät kommen<br>                         würde.<br><br>                                   WACHMANN #1<br>                         Okay, sei's drum, sie dürfen<br>                         hindurch. Wir haben hier genug zu<br>                         tun.<br><br>               Tos nickt neutral und ermächtigt sich seines IDIC<br>               Umhängers. Ausdruckslos entfernt er sich ins Gebäudeinnere.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        27     INT. GEHEIMER ORT                                       27<br><br>               Wir befinden uns in einem dunklem Raum, der nur teilweise<br>               von dem Leuchten zahlreicher Computerbildschirme in einem<br>               fahlen Blau erhellt wird. Eine schwer zu erkennende Gestalt<br>               sitzt vor den Monitoren und hält einen Kommunikator in der<br>               Hand.<br><br>                                   GESTALT<br>                         Das Ablenkungsmanöver hat<br>                         funktioniert.<br><br>               BLICK AUF DIE MONITORE<br><br>               Wir sehen auf einer Anzeige das Bild einer Art<br>               Überwachungskamera, die den Sicherheitsbereich im Blick<br>               hat, den Tos gerade verlassen hat. Genau daneben ist eine<br>               weitere Videoaufnahme zu sehen, die eine Gruppe von Leuten<br>               zeigt, die sich vorher an einigen Shuttles schändlich getan<br>               haben, nun aber den Rückzug antreten.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        28     INT. TAGUNSSTÄTTE - ABGESCHIEDENER RAUM                 28<br><br>               Wir sehen Tos, wie er einen längeren Stab aus seiner Kutte<br>               hervorzieht.<br>               Der Stab ist mit einigen vulkanischen Schriftzeichen<br>               versehen, an einer Seite befindet sich ein etwas dickerer<br>               Kopf, der goldfarben glänzt. Alles in allem wirkt dieses<br>               Stück alt und wertvoll.<br><br>               Und wie man sieht, ist es überraschenderweise<br>               aufschraubbar. Mit eifrigen Handdrehungen trennt Tos den<br>               Stab in zwei Hälften, einen weiteren Schraubverschluss am<br>               Kopf öffnet er sofort danach. Aus den Hüllen rutschen<br>               mehrere Kompenenten heraus, die Tos aufhebt und miteinander<br>               verschraubt.<br><br>               Ein größeres Teilstück ist mit Energiespulen versehen und<br>               beginnt zu leuchten, als er es mit einem weiteren,<br>               röhrenförmigen Bauteil verbindet. Es fehlt noch ein<br>               weiterer Aufsatz, den der Verräter auf dem stählernen Rohr<br>               befestigt. Probehalber blickt er durch diesen<br>               "Scharfschützenaufsatz", durch dessen Objektiv erst ein<br>               sonst für das normale Auge unsichtbare Laserstrahl<br>               erkennbar ist, um das Ziel genau zu fixieren.<br><br>               Das zusammengeschraubte Gerät wirkt unförmig. Eindeutig ist<br>               es eine Waffe, aber seltsamerweise fehlt ihr ein Griff und<br>               ein Abzug. Aus der Hand scheint dieses Gebilde kaum<br>               abzufeuern zu sein. Tos nimmt das Werk in seine rechte<br>               Hand. Ein letztes Teilstück scheint übrig geblieben zu<br>               sein, ein rechteckiges Metallstück mit zwei Knöpfen...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        29     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   29<br><br>               Caylon drückt sich nervös in den Captain's Chair, Mestral<br>               sitzt gewohnt gelassen an der Wissenschaftsstation, Torlan<br>               an der Kommstation, Beem schaut gelangweilt auf seine<br>               Waffenkonsole und Tschernovsky fliegt das Schiff.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange noch?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         5 Minuten weniger als noch vor 5<br>                         Minuten...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich)<br>                         Noch eine Stunde und 45 Minuten<br>                         bis zur Erde. Und in einer Stunde<br>                         sollten wir schon da sein.<br><br>               Caylon aktiviert den Kommunikator, der an in seiner<br>               Armlehne angebracht ist.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Captain an Maschinenraum.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Kendall hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sind zu langsam.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Wir sind so schnell wie wir<br>                         können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich will aber, dass Sie auf Warp<br>                         5,3 beschleunigen.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Sir, bei allem Respekt, das ist<br>                         Wahnsinn. Der Antrieb hält nicht<br>                         lange genug aus und ich habe<br>                         nicht vor auf der Erde gut<br>                         durchgebraten anzukommen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        30     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            30<br><br>               Wir sehen Kendall vor einem Kommpanel stehen und die<br>               Debatte mit dem Captain führen<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Das ist ein Befehl!<br><br>                                   KENDALL<br>                         Ein Befehl zum Selbstmord!<br><br>               Aus dem Hintergrund taucht plötzlich Müller auf, die<br>               Kendall zur Seite drängt und die Sache zu übernehmen<br>               scheint.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Kendall)<br>                         Ich bin hier jetzt wieder der<br>                         ranghöchste Offizier und<br>                         Übernehme die Pflichten des<br>                         Chefingenieurs.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Gerne!<br><br>               Kendall trottet wütend von dannen. Die Kamera folgt ihm.<br><br>                                   KENDALL (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Ich bin von hier<br>                         suizidgefährdeten Wahnsinnigen<br>                         umgeben, die den Helden spielen<br>                         wollen! Was für ein Haufen<br>                         Verrückter, ständig wollen Sie<br>                         mehr Energie, schneller, höher,<br>                         weiter...<br>                         Ich glaube meine<br>                         Rentenversicherung kann ich mir<br>                         sparen.<br><br>               ZURÜCK ZU MÜLLER<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                             (verblüfft)<br>                         Nicole! Was machst du wieder im<br>                         Maschinenraum? Hat dich Doktor<br>                         Miller schon entlassen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sozusagen. Beziehungsweise ich<br>                         habe Sie dazu überredet. Sie hat<br>                         mich über die Situation<br>                         informiert und ich dachte mir, du<br>                         brauchst mich.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                             (besorgt)<br>                         Schaffst du das?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mach dir lieber um die wirklichen<br>                         Probleme sorgen, mir gehts gut.<br>                         Wenn du Warp 5,3 willst, brauchst<br>                         du mich hier unten.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Hälst du es für möglich?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Abschaltung nach 12 Minuten<br>                         ist eine automatische<br>                         Sicherheitsvorkehrung. Ich kann<br>                         Sie überbrücken. Der Antrieb<br>                         dürfte mit ein wenig Glück länger<br>                         durchhalten ohne durchzuschmoren.<br>                         Allerdings hat das zurecht noch<br>                         niemand getestet und der<br>                         Antimateriefluss kann sehr<br>                         schnell außer Kontrolle geraten.<br>                         Dann muss ich schnell reagieren.<br>                         Es dürfte etwas dauern, bis der<br>                         Warpkern dann wieder abgekühlt<br>                         ist und neugestartet werden kann,<br>                         aber ich denke, was zählt ist,<br>                         dass wir rechtzeitig ankommen<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   31<br><br>                                   CAYLON<br>                         Du sagst es. Gib mir was du hast.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye, "Captain".<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, beschleunigen Sie.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Warp 5,1...<br>                             (beat)<br>                         Warp 5,2<br><br>               Das Schiff wird unruhiger, ein hörbares Vibrieren<br>               durchzieht alle Räume und Korridore.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Warp 5,25<br><br>               Das Vibrieren verändert sich zu einem kaum zu ignorierenden<br>               Wackeln des Schiffes.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                             (euphorisch)<br>                         Warp 5,3!<br>                             (beat)<br>                         Nicht sehr sanft, aber das<br>                         Warpfeld scheint stabil zu sein.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        32     INT. TAGUNSSTÄTTE - BALUSTRADE                          32<br><br>               Tos befindet sich auf einem der höhergelegenen Tribünen,<br>               von denen aus man einen erhabenen Blick auf das<br>               Rednerpodest hat. Dort unten tummeln sich bereits<br>               zahlreiche Personen, die meisten in Sternenflottenuniform<br>               oder vulkanischer Robe. Zudem ist an dem Geländer eine<br>               Scheinwerferanlage befestigt, die den Redner noch ins<br>               rechte Licht rücken soll. Tos bückt sich nach vorne um<br>               genau an selbiger herumzuhantieren. Wir sehen, wie er sein<br>               metallisches Bauwerk an einer Lampenhalterung befestigt und<br>               einen kurzen aber gezielten Blick durch das Visier wirft.<br><br>               KAMERABEWEGUNG AUF DAS VISIER<br><br>               Mit dem normalen Blick scheint alles friedlich zu sein,<br>               aber sobald die ersten Lichtstrahlen durch das Visier die<br>               Kamera erreichen, erkennen wir, dass der nur so sichtbare<br>               Laserpointer bedrohlich genau auf das Rednerpodest zielt,<br>               oder um ganz exakt zu sein, auf Kopfhöhe darüber. Tos wirkt<br>               zufrieden mit der Justierung. Die Schußwaffe ist zwischen<br>               den Lampen kaum zu erkennen.<br><br>                                   OFFIZIER (O.C.)<br>                         Was machen Sie da?<br><br>               Tos erschrickt für einen Vulkanier beinahe spürbar und<br>               dreht sich zu einem Starfleetoffizier um, der hinter ihm<br>               steht.<br><br>                                   TOS<br>                         Ich musste feststellen, dass die<br>                         Ausleuchtung unzufriedenstellend<br>                         ist und habe selbst Hand<br>                         angelegt, um die optimalsten<br>                         Ergebnisse zu erzielen.<br><br>                                   OFFIZIER<br>                             (lachend)<br>                         Ihr alten Perfektionisten. Das<br>                         erinnert mich an einen Witz: Wie<br>                         viele Vulkanier braucht man um<br>                         eine Glühbirne zu wechseln?<br><br>               Tos blickt wartend drein.<br><br>                                   OFFIZIER (CONT'D)<br>                         Na?<br>                             (beat)<br>                         Keinen! Es ist unlogisch vor der<br>                         Dunkelheit Angst zu haben.<br><br>               Der Offizier scheint diesen Witz großartig zu finden. Tos<br>               weniger.<br><br>                                   OFFIZIER (CONT'D)<br>                         Kommen Sie, Sie waren so lange<br>                         unter Menschen, Sie müssen doch<br>                         langsam einen Witz erkennen.<br><br>                                   TOS<br>                         Doch, das war bestimmt ein sehr<br>                         guter Witz. Vulkanier lachen aber<br>                         trotzdem nicht.<br><br>                                   OFFIZIER<br>                         Wie Sie meinen.<br><br>               Der Offizier entfernt sich nun. Leichte Züge von<br>               Erleichterung zeigen sich auf Tos' Gesicht.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        33     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   33<br><br>               Wie zuvor. Der Flug wirkt gefährlich holprig und scheint<br>               nix für schwache Mägen zu sein. Wer nicht sitzen kann, muss<br>               sich an den zahlreichen Geländern festhalten, um keine<br>               unliebsamen Bekanntschaften mit dem Boden zu machen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Legen Sie mir ESTV auf den<br>                         Schirm.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye.<br><br>               BLICK AUF DEN HAUPTSCHIRM<br><br>               Auf dem Bildschirm erscheint das Bild einer<br>               Nachrichtenübertragung im Fernsehstil.<br><br>                                   MODERATORENSTIMME<br>                         ...Wir schalten nun zu dem "Earth<br>                         Subspace TV"-Korrespondenten, der<br>                         live von der<br>                         Wiederöffnungszeremonie der<br>                         vulkanischen Botschaft berichtet.<br><br>               Wir sehen den Reporter vor dem Gebäude stehen, wo er seinen<br>               Bericht abliefert.<br><br>                                   KORRESPONDENT<br>                         Von den Meisten wird dies als<br>                         großer Moment der<br>                         Wiederversöhnung zwischen unseren<br>                         Welten angesehen, doch es gibt<br>                         auch einige Menschen, die der<br>                         Meinung sind, die Vulkanier<br>                         sollten ihre politischen<br>                         Muskelspielchen auf ihren eigenen<br>                         Planeten beschränken. Ob nun mit<br>                         Skepsis oder Freude, scheint<br>                         gewiss, dass dies ein<br>                         herausragendes Ereignis für die<br>                         Zukunft der Erde ist. Es<br>                         kursieren Gerüchte, dass die<br>                         Sternenflotte damit jediglich<br>                         Unterstützung für die<br>                         Verteidigung gegen die Romulaner<br>                         gewinnen will. In diesen schweren<br>                         Zeiten ist Freundschaft und<br>                         Vertrauen wichtiger denn je. Und<br>                         die Vulkanier zählen immernoch zu<br>                         den wichtigsten Freunden der<br>                         Erde.<br>                             (beat)<br>                         Schalten wir nun in das innere<br>                         des Gebäudes, wo der Präsident<br>                         der Vereinten Nationen der Erde<br>                         nun eine Rede halten wird.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Wie lange noch, bis wir in<br>                         Transporterreichweite sind?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         3 Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hoffen wir, dass es reicht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        34     INT. TAGUNSSTÄTTE                                       34<br><br>               Mittlerweile haben sich alle anwesenden Persönlichkeiten<br>               auf ihren Plätzen eingefunden, Tos sitzt in der ersten<br>               Reihe, zusammen mit Soval, Te'en'g, Admiral Forrest,<br>               Admiral Nirusha und weiteren ganz offensichtlich<br>               bedeutenden Männern von Politik und Militär.<br><br>               Als einige Männer hinter dem abschirmenden Vorhang, der auf<br>               der Rückseite des Podiums platziert ist, hervortreten,<br>               erhebt sich Soval und schreitet die Treppe zum Rednerpult<br>               herauf. Von der anderen Seite wird der Präsident der Erde,<br>               erkennbar an seiner imposanten Kleidung und seiner<br>               Begleitung, von zwei Bodyguards durch den Samtvorhang<br>               geleitet und bis zu den Stufen geführt. Er schreitet auf<br>               Soval zu, während seine Wachhunde am Rande zurückbleiben<br>               und wachsam ihre Augen über die Menge kreisen lassen. Ihre<br>               Augen werden aber kaum das gefährliche Objekt zwischen den<br>               Lampen erkennen, da diese es in ihrem grellen Licht<br>               überstrahlen.<br><br>               Soval und der Präsident geben sich förmlich die Hand und<br>               schütteln Sie. Danach formt Soval mit seinen Fingern den<br>               typschien v-förmigen Gruß, den Präsident Hayden ebenfalls<br>               erwidert.<br><br>               Der Präsident bleibt erst noch im Hintergrund um mit einer<br>               Handgeste Soval auf den Platz am Rednerpult zu weisen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Es ist für mich und im Namen<br>                         meines Volkes, eine große Ehre,<br>                         die Hand zur Versöhnung und<br>                         erneuten Verständigung zu<br>                         reichen. Eine sichtliche Näherung<br>                         wäre wünschenswert und scheint<br>                         greifbar. Es ist löblich, dass<br>                         sich die Menschen zurückbesonnen<br>                         haben auf die Wichtigkeit und<br>                         freundschaftlichen Motive unserer<br>                         bisherigen Präsenz und<br>                         Interventionen auf der Erde. Die<br>                         Vulkanier hegen keinerlei<br>                         negative Gemütserregungen über<br>                         die jüngsten Ereignisse und<br>                         Entscheidungen der Erde, da uns<br>                         derartiges auch fremd wäre.<br>                         Uns ist jediglich an der<br>                         zukünftigen besseren<br>                         Zusammenarbeit unserer Völker<br>                         gelegen und dafür werden wir uns<br>                         umso mehr bemühen und auch<br>                         respektvoll die Souveränität der<br>                         Erde aktzeptieren, da dies<br>                         offenkundig Anstoß einiger Kritik<br>                         war. Ich möchte hiermit nun meine<br>                         tiefste Ehrerbietung dem Volk der<br>                         Erde zusprechen.<br><br>               Mit lautem Beifall beantwortet das Publikum die Rede des<br>               Botschafters. Im Anschluss bewegt sich nun der Erdpräsident<br>               an an das Mikrofon um seinen Teil der Rede vorzutragen.<br><br>               Tos sieht nun auch seinen Akt kommen und nickt Te'en'g, der<br>               neben ihm sitzt, zu...<br><br>                                                              CUT TO:<br></font><br></p><br><p><font face="Courier New">        35     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   35<br><br>               Auf der Fernsehübertragung, die auf dem Hauptschirm<br>               angezeigt wird, sehen wir nun bereits einen Untertitel<br>               eingeblendet, auf dem steht: "Charles F. Hayden", und<br>               darunter noch ergänzend "Präsident der Vereinten Nationen<br>               der Erde".<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (V.O.)<br>                         Wir sind endlich in Reichweite!<br><br>               BLICK AUF DIE BRÜCKENCREW<br><br>               Wir sehen, dass Caylon und Beem fehlen...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - TRANSPORTERALKOVEN                       36<br><br>               Hier befinden sich sowohl Captain als auch Waffenoffizier<br>               zusammen mit zwei bewaffneten Sicherheitsleuten. Caylon<br>               hält einen Kommunikator in der Hand.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Ist die Transporterfrequenz<br>                         gesperrt?<br><br>                                   MESTRAL'S KOMMSTIMME<br>                         Nein, ich kriege Fokusierung.<br>                         Osbourne hat uns offenbar nicht<br>                         belogen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, wir müssen sofort runter<br>                         und das verhindern.<br>                         Beem und ich gehen als Erstes.<br>                         Hoffentlich kommen wir noch<br>                         rechtzeitig...<br><br>               Beide steigen auf das Transporterpodest, mehr als zwei<br>               Personen auf einmal schafft das Gerät offensichtlich auch<br>               in einem solchen Notfall nicht. Die Schemen der zwei<br>               Offiziere verschwinden in dem blauen Transporterstrahl.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>        37     INT. TAGUNSSTÄTTE                                       37<br><br>               Die Szene hat sich kaum verändert. Präsident Hayden ist<br>               gerade an das Rednerpult getreten und nun im Begriff, dass<br>               Wort zu ergreifen.<br><br>                                   PRÄSIDENT HAYDEN<br>                         Ich möchte...<br><br>               Tos hat bereits die eindeutig als Fernzünder dienende<br>               Apperatur in der Hand und ist gewillt, den verhängnisvollen<br>               Knopf zu betätigen, als er ebenso wie der Präsident von<br>               zwei blauschimmernden Transporterstrahlen, die mittig auf<br>               dem Podium erscheinen, gestört wird. Die Energie- und<br>               Materieströme geben Caylon und Beem frei, die sofort die<br>               Lage überblicken. Caylon rennt auf Botschafter Soval und<br>               Präsident Hayden zu, von denen Soval äußerst erstaunt<br>               wirkt, Hayden dagegen äußerst entsetzt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Soval und Hayden)<br>                         RUNTER!<br><br>               Die Publikumsmenge weiß nicht, was hier im Augenblick<br>               passiert und gerät in Verwirrung. Sie stehen von ihren<br>               Sitzen auf und beginnen, wild durcheinander zu laufen. In<br>               diesem Gewirr kann Tos unauffällig den großen Knopf auf dem<br>               Zünder betätigen. Mit einem Knall löst sich von weiter<br>               hinten ein Schuss, der nun aber nicht mehr den Präsidenten<br>               trifft, sondern durchs Leere streift und den hinter dem<br>               Podium aufgestellten Vorhang mit seiner Wucht zerreißt. Nun<br>               gerät die Masse völlig in Panik und versuchen sich zu den<br>               Ausgängen zu flüchten. Tos wird von einigen Menschen, die<br>               sich an ihm vorbeidrängen, gestreift und er lässt sich von<br>               der Masse mittreiben. Er setzt nun den zweiten Knopf seiner<br>               Apparatur ein. Mit einem pompösen Knall explodiert die<br>               Lampenanlage, an der die Schussvorichtung angebracht war,<br>               und damit die größte Spur die zu Tos führt. Nun nimmt Tos<br>               auch ganz getreu den Menschen die Beine in die Hand und<br>               versucht zu entkommen.<br><br>               Währenddessen erscheinen von der panischen Menge ignoriert<br>               die beiden Sicherheitsoffiziere der Antares auf der<br>               Bildfläche und bekommen gerade noch die Explosion mit.<br><br>                                   BEEM<br>                         Der Schuss kam von dort oben, wo<br>                         auch die Explosion stattfand! Wir<br>                         müssen den Täter schnappen, es<br>                         ist höchstwahrscheinlich Tos!<br><br>               Die Menge hat sich mittlerweile fast vollständig aus dem<br>               Saal verflüchtigt...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Soval und Hayden)<br>                         Geht es Ihnen gut?<br><br>               Hayden und Soval erheben sich wieder, nach dem sie vor<br>               Schrecken eine eher unliebsame Landung gemacht hatten.<br><br>                                   PRÄSIDENT HAYDEN<br>                         Ich denke schon...<br><br>               Soval nickt ebenfalls bestätigend<br><br>                                   SOVAL<br>                         Ich fühle mich unverletzt.<br><br>                                   PRÄSIDENT HAYDEN<br>                         ...Aber sagen Sie mir bitte, was<br>                         zur Hölle hier gerade passiert<br>                         ist?<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        38     INT. TAGUNGSTÄTTE - KORRIDOR                            38<br><br>               Die viel zu große Horde versucht sich durch einen dafür<br>               eigentlich viel zu schmallen Korridor zu quetschen. Tos<br>               ahnt, dass man nun hinter ihm her ist, doch auch wenn er<br>               dafür gesorgt hat, dass man erstmal in der falschen<br>               Richtung nach ihm sucht, beschleicht ihn die beklemmende<br>               Angst, man könnte ihn erwischen, da nun wohl auch jeder<br>               Sicherheitsoffizier im Umkreis alarmiert ist. Er versucht<br>               sich in die entgegengesetzte Richtung abzusetzen und einen<br>               weniger bekannten Seitenausgang zu nehmen. Er biegt gerade<br>               um eine Ecke, die ihn aus dem Sichtfeld der flüchtenden<br>               Masse bringt, da wird er gerufen.<br><br>                                   TE'EN'G (O.C.)<br>                             (drohend)<br>                         Warten Sie, Tos!<br><br>               Tos dreht sich erschreckt um und erkennt den romulanischen<br>               Spion sofort.<br><br>               Te'en'g zückt aus seinem Umhang eine lange, verzierte<br>               Klinge, die einen romulanischen Eindruck hinterlässt.<br><br>                                   TE'EN'G (CONT'D)<br>                         Sie haben versagt.<br><br>                                   TOS<br>                         Ich konnte nichts dafür,<br>                         irgendwer muss die Antares<br>                         gewarnt haben.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Das ist nicht gut genug. Der<br>                         Tal'Shiar und das Romulanische<br>                         Sternenimperium duldet überhaupt<br>                         kein Versagen!<br>                             (beat)<br>                         Das ist sehr dumm für Sie. Ihre<br>                         Tarnung ist hinüber. Deshalb hat<br>                         der Tal'Shiar leider keine<br>                         weitere Verwendung für Sie. Sie<br>                         wissen was das bedeutet?<br><br>               Te'en'g tritt immer näher an Tos heran, die Klinge<br>               bedrohlich erhoben.<br><br>                                   TOS<br>                             (besorgt)<br>                         Ich bitte Sie!<br><br>                                   TE'EN'G<br>                             (beleidigend)<br>                         y'kllhe. Areinnye'n-hnah!<br>                             (Untertitel:)<br>                         Du Wurm. Fahr zur Hölle!<br>                             (beat)<br>                         Aber ich muss Ihnen sogar danken,<br>                         dafür, dass Sie so vorzügliche<br>                         Beweise für ihren Verrat<br>                         geliefert haben. Das macht es für<br>                         mich leichter, meine Geschichte<br>                         glaubwürdig zu machen.<br>                             (beat)<br>                         Aber nun zur Sache!<br><br>               Te'en'g greift das Messer so fest es geht und stürzt damit<br>               auf Tos zu.<br><br>                                   TOS<br>                         Nein!<br><br>               Doch Tos wird urplötzlich von einem Transporterstrahl<br>               erfasst und Te'en'g schneidet einfach durch die Luft, statt<br>               durch das Fleisch eines Verräters.<br><br><br>                                   TE'EN'G<br>                             (wütend)<br>                         hteij??? khhe'tcha! h'ta-fvau!<br>                             (Untertitel:)<br>                         Ein Transporter??? Verdammt! Komm<br>                         zurück!<br>                             (brüllt)<br>                         veruul! sseikea!<br><br>               Das lassen wir der Altersfreigabe zu Liebe mal besser<br>               unübersetzt...<br><br>               Te'en'g steckt wutentbrannt seine Klinge wieder weg und<br>               will den Bereich verlassen, als ihm Caylon und Beem<br>               entgegenkommen. Nur mit sehr großer Mühe kann er seinen für<br>               einen Vulkanier verdächtigen Hass verbergen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Te'en'g! Tos scheint entkommen zu<br>                         sein. Wir haben bisher keine Spur<br>                         gefunden.<br><br>                                   TE'EN'G<br>                         Captain Caylon. Beinahe hätte ich<br>                         Ihn geschnappt!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie konnten ihm folgen?<br><br>                                   TE'EN'G<br>                             (noch spürbar erregt)<br>                         Mir kam etwas an ihm verdächtig<br>                         vor. Nachdem Sie aufgetaucht sind<br>                         und hier das Chaos ausgebrochen<br>                         ist, konnte ich sehen, wie er mit<br>                         einer Art Fernzünder hantiert<br>                         hat. Danach ist er in der Menge<br>                         verschwunden, aber ich konnte ihm<br>                         hierher folgen und wollte ihn für<br>                         seine Taten stellen. Doch er hat<br>                         sich unerwartet weggebeamt - ich<br>                         konnte ihn nicht daran hindern.<br><br>               Caylon und Beem sehen sich gegenseitig mit dem Blick des<br>               unausgesprochenen Verständnisses an. Sie denken ganz<br>               offensichtlich beide das Selbe.<br><br>                                   BEEM<br>                         Romulaner!?<br><br>               Caylon nickt, Te'en'g gibt natürlich keine Antwort, sondern<br>               lässt die Sternenflottenoffiziere ihre eigenen Rückschlüsse<br>               ziehen. Er weiß es besser, aber was die Menschen denken ist<br>               für den Tal'Shiar völlig unerheblich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        39     INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - SPÄTER               39<br><br>               Wir sehen Müller in Uniform gekleidet auf dem Bett liegen.<br>               Ein Türmelder macht sich bemerkbar und zwingt sie, sich<br>               aufzurichten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Herein.<br><br>               Caylon betritt das Quartier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier bist du also.<br>                             (beat)<br>                         Im Maschinenraum habe ich dich<br>                         nicht angetroffen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Doktor Miller kam zu mir und hat<br>                         gemeint, wenn Sie mich schon<br>                         nicht auf die Krankenstation<br>                         kriegen kann, soll ich mich<br>                         wenigstens in meinem Quartier<br>                         ausruhen. Ich kann den Rat<br>                         befolgen oder Sie suspendiert<br>                         mich vom Dienst...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Scheint gewirkt zu haben. Du hast<br>                         dir die Pause verdient. Wir haben<br>                         beide viel durchgemacht und wir<br>                         verdanken es dir, dass wir noch<br>                         rechtzeitig gekommen sind. Es sei<br>                         dir gegönnt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Danke.<br><br>                             (beat)<br>                         Habt ihr Tos kriegen können?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Leider nein. Te'en'g hat<br>                         beobachtet, wie er von der Erde<br>                         gebeamt wurde. Wir wissen nicht<br>                         wohin, aber ich nehme an, er<br>                         befindet sich auf einem getarnten<br>                         Bird of Stealth. Mestral denkt,<br>                         er könnte die Sensoren dank des<br>                         Sensorenechos, das das Schiff von<br>                         Osbourne hinterlassen hat, so<br>                         modifizieren, dass wir zumindest<br>                         getarnte Schiffe auf Warp<br>                         erkennen könnten. Dann könnten<br>                         wir den Vogel vielleicht noch<br>                         verfolgen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das wäre gut.<br>                             (beat)<br>                         Und wie lief es mit der<br>                         Wiedereröffnungsfeier weiter?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es hat gedauert, das Chaos zu<br>                         beseitigen, aber es sind keine<br>                         brauchbaren Spuren<br>                         zurückgeblieben.<br>                         Mit was auch immer Tos den Schuss<br>                         abgefeuert hat, ist vollständig<br>                         verdampft. Da konnten wir nicht<br>                         mehr viel machen. Das Publikum<br>                         konnte schwer beruhigt werden,<br>                         aber sowohl der Präsident als<br>                         auch Botschafter Soval meinten,<br>                         man dürfe so ein wichtiges<br>                         Ereignis nicht an einem Anschlag<br>                         zu Grunde gehen lassen. Dafür ist<br>                         es zu bedeutend.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Also konnte die Zeremonie doch<br>                         noch zu Ende gebracht werden?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Glücklicherweise ohne weitere<br>                         Zwischenfälle.<br>                             (beat)<br>                         Die Vulkanier haben nun wieder<br>                         offiziell eine Botschaft auf der<br>                         Erde. Das vulkanische<br>                         Oberkommando hat bedingt durch<br>                         kleinere<br>                         "Personalunstimmigkeiten"<br>                         entschieden, dass Soval weiterhin<br>                         Botschafter bleibt und nicht nach<br>                         Vulkan versetzt wird.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dann hatte das ganze ja<br>                         wenigstens etwas Gutes.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kann man so sehen. Te'en'g<br>                         ersetzt nun Tos als persönlichen<br>                         Assistenten von Soval.<br>                             (beat)<br>                         Aber mich stimmt das sehr<br>                         bedenklich. Wenn wir nicht mal<br>                         mehr einem vulkanischen<br>                         Diplomaten trauen können, dass er<br>                         kein romulanischer Spion ist,<br>                         sind wir doch am Ende.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir können zumindest uns<br>                         vertrauen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (besorgt)<br>                         Wir müssen uns vertrauen<br>                         können...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        40     INT. GEHEIMER ORT                                       40<br><br>               Wir befinden uns wieder an einem geheimnisvollen Ort,<br>               diesmal jedoch ohne Monitore und heller beleuchtet. Die<br>               selbe Gestalt, die wir bereits an einem ähnlichen Ort<br>               gesehen haben, begegnet uns hier nun wieder.<br><br>                                   GESTALT<br>                         Ihr Plan hat ausgezeichnet<br>                         funktioniert.<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Wir erkennen den Gesprächspartner der Gestalt als Osbourne.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Haben Sie etwas anderes erwartet?<br>                         Sternenflottenoffiziere sind so<br>                         berechenbar.<br>                             (beat)<br>                         Ist unser Gast bereit?<br><br>                                   GESTALT<br>                         Er wartet nur auf Sie.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        41     INT. VERHÖRKAMMER                                       41<br><br>               Bei diesem Raum handelt es sich um eine quadratische und<br>               schmucklose Kammer, die an allen Wänden nur aus kaltem und<br>               blankem Metall besteht. Ein einsamer Stuhl befindet sich in<br>               der Mitte, auf dem ein gefesselter Tos sitzt, der den Kopf<br>               in die Brust vergraben hängen lässt.<br><br>               Eine Tür öffnet sich und Osbourne sowie zwei, am besten als<br>               Schlägertypen zu beschreibende, Herren treten herein.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Aufwachen, Sie Verräter.<br><br>               Osbourne geht gezielt auf Tos zu, krallt sich fest das Kinn<br>               des Vulkaniers zwischen seine Klauen und zieht seinen Kopf<br>               pressend auf Augenkontakt. Tos wirkt gebrochen und verletzt<br>               als hätten Preisboxer die Vorarbeit geleistet.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Ich freue mich Ihre Bekanntschaft<br>                         zu machen. Ich habe einige Fragen<br>                         an Sie.<br><br>                                   TOS<br>                         Ich werde Ihnen nichts sagen.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (böse)<br>                         Okay, jetzt hören Sie mir gut zu,<br>                         ich mach ihnen dieses Angebot nur<br>                         ein einziges Mal.<br>                             (beat)<br>                         Sie können doch so logisch<br>                         denken. Sie können nicht nach<br>                         Romulus, die Romulaner haben sie<br>                         im Stich gelassen und würden Sie<br>                         umbringen. Sie können nicht nach<br>                         Vulkan, weil Sie dort von nunan<br>                         als Verräter gelten, genauso<br>                         wenig können Sie auf der Erde<br>                         bleiben.<br>                             (beat)<br>                         Kurz gesagt, Sie können nirgendwo<br>                         mehr hin. Aber ich kann ihnen<br>                         einen Unterschlupf anbieten, wenn<br>                         Sie mit uns kooperieren und Ihr<br>                         Wissen über die Romulanern<br>                         teilen. Wenn nicht...<br><br>               Osbourne deutet auf die beiden schlecht gelaunten<br>               Herrschaften im Hintergrund, die ganz sicher keinen Plausch<br>               mit Tos führen wollen.<br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Überlegen Sie es sich gut! Sie<br>                         haben die Wahl, Sicherheit oder<br>                         Tod.<br><br>               Osbourne lässt seinen Klammergriff los und gibt Tos einen<br>               Moment Denkzeit...<br><br>                                   TOS<br>                         Offensichtlich sieht es so aus,<br>                         als bliebe mir keine andere Wahl.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Kluge Entscheidung!<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br></font><br></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4670</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x05 - Semper Fidelis</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x05-semper-fidelis-r4456/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12814.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0205.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x05) - "Semper Fidelis"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,84 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares entdeckt einen Planetoiden mit seltenen Erzen, mit deren Hilfe man fast unzerstörbare Außenhüllen herstellen könnte. Leider haben auch die Romulaner von diesem Planetoiden Wind bekommen und greifen die Antares an. Das Schiff muss fliehen und Caylon und Müller - beide verletzt - müssen auf dem Planetoiden zurückgelassen werden. Ein scheinbar ausichtsloser Kampf ums Überleben beginnt...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><br><center><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover2x05_render.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover2x05_render.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x05_angriff.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x05_angriff.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x05_ausdemschatten.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x05_ausdemschatten.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x05_ueberholmanoever.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x05_ueberholmanoever.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x05_wachhunde.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x05_wachhunde.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x05_meetthelogan.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x05_meetthelogan.jpg"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Semper Fidelis"<br>                                     written by<br>                                 Sebastian Ostsieker<br><br><br><br><br>                                       TEASER<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         1     EXT. PLANETOID                                           1<br><br><br>               Wir befinden uns hoch über einem hässlichen, grauen<br>               Planetoiden. Soweit das Auge sehen kann: Nur grau in grau,<br>               nur Felsen.<br><br><br>               Wir bewegen uns mit der Kamera über diese Felsen hinweg und<br>               SEHEN einige frische Krater. Dass sie noch frisch sind<br>               erkennen wir daran, dass noch Rauch aus ihnen hervor steigt.<br><br><br>               Wir fliegen weiter und kommen schließlich an einer Hügelkette<br>               an. An einer der Hügel (selbstverständlich auch aus Fels<br>               bestehend) ZOOMEN WIR näher heran und erkennen etwas, das<br>               vielleicht einmal ein Höhleneingang war. An dieser Stelle<br>               SEHEN wir eine Menge Schutt und Reste zersplitterter<br>               Felsteile.<br><br><br>               Wir FAHREN NÄHER an diese Trümmerteile heran, bis wir mit der<br>               Linse unserer Kamera fast auf sie aufschlagen, dann:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>         2     INT. HÖHLE                                               2<br><br><br>               Es ist sehr dunkel in dieser Höhle, deren Eingang wir in der<br>               vorherigen Szene verschüttet gesehen haben. Wir bewegen und<br>               tiefer und tiefer in die Höhle hinein, bis wir schließlich<br>               einen leichten Lichtschein SEHEN. Dieser geht von mehreren<br>               Gesteinsbrocken aus, die offenbar mit einer Strahlenwaffe<br>               erhitzt wurden.<br><br><br>               Wir machen eine Kamerafahrt von dem Licht weg und SEHEN in<br>               einer Ecke dieses Höhlenteiles zwei Gestalten:<br><br><br>               CAYLON &amp; MÜLLER<br><br><br>               Beide sind von Dreck und Staub nur so übersäht. Ihre<br>               Uniformen sind teilweise zerrissen. Caylon hält den leblosen<br>               Körper von Müller in seinen Armen. Ihr Uniformoberteil ist<br>               mit Blut verschmiert.<br><br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLON<br><br><br>               Wir SEHEN, dass unserem Captain Tränen über die Wangen<br>               laufen.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>               TOTALE<br><br><br>               Auf dieses erschreckende Bild der beiden Antares-Offiziere:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>         3     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                                3<br><br><br>               Wir SEHEN die Antares den Planetoiden umkreisen.<br><br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares,<br>                         Captain Caylon. 11. April 2157. Die<br>                         Antares befindet sich in der<br>                         Umlaufbahn um einen Planetoiden im<br>                         Sektor 2-21. Vor drei Tagen haben<br>                         unsere Sensoren ungewöhnliche Daten<br>                         von der Oberfläche gesammelt, die<br>                         laut Commander Müller darauf<br>                         hinweisen, dass sich bisher<br>                         unbekannte Mineralien in hohen<br>                         Ablagerungen auf dem Planetoiden<br>                         befinden.<br>                             (beat)<br>                         Gestern nun wurde ich von Müller<br>                         und Lieutenant Mestral darüber<br>                         informiert, dass diese Mineralien<br>                         vielleicht den Schlüssel zur<br>                         Verteidigung vor den Romulanern<br>                         sein könnten, denn - richtig<br>                         kombiniert mit anderen Stoffen -<br>                         könnte man mit ihnen beinahe<br>                         unzerstörbare Legierungen<br>                         herstellen, welche die Außenhüllen<br>                         unserer Schiffe vor den Waffen der<br>                         Romulaner schützen könnten.<br>                             (beat)<br>                         Apropos Romulaner: Dummerweise<br>                         befindet sich Sektor 2-21 sehr<br>                         dicht an Raumsektoren, von denen<br>                         wir wissen, dass die Romulaner sie<br>                         kontrollieren. Bisher scheint man<br>                         unsere Anwesenheit jedoch nicht<br>                         bemerkt zu haben und ich hoffe<br>                         inständig, dass dies auch so<br>                         bleiben wird.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         4     EXT. PLANETOID                                           4<br><br><br>               Hier herrscht reges Treiben. Müller ist mit einer ganzen<br>               Menge ND-Ingenieure hier unten und hat jede Menge technische<br>               Gerätschaften mitgenommen. Wir können nur erahnen, um was es<br>               sich dabei handelt, oder wie diese funktionieren, auf jeden<br>               Fall scheinen sie - sehr, sehr, sehr, SEHR langsam - die<br>               Mineralien in kleinen Mengen zu fördern.<br><br><br>               Durch dieses ganze Durcheinander SEHEN WIR Caylon spazieren,<br>               unterwegs zu Müller.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole.<br><br><br>               Müller unterhält sich gerade mit einem ihrer Techniker.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zum Techniker)<br>                         Okay, machen Sie es so.<br>                             (zu Caylon)<br>                         Hallo, Captain. Ich hab Sie gar<br>                         nicht landen sehen.<br><br><br>               Die beiden gehen ein Stück zusammen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das könnte daran liegen, dass ich<br>                         heute in Transporterlaune war. Mir<br>                         war langweilig, da dachte ich mir<br>                         "Hey, heute riskierst du mal was."<br>                         Und der andere Grund ist: Da Sie<br>                         hier unten sind mit Shuttle 1 und<br>                         Sie niemanden für die Reparatur von<br>                         Shuttle 2 eingeteilt haben, das<br>                         meine einzige Möglichkeit war, hier<br>                         herunter zu kommen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Shuttle 3 pendelt doch zwischen<br>                         Antares und Oberfläche. Warum haben<br>                         Sie nicht darauf gewartet.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie gesagt, mir war langweilig.<br>                             (beat)<br>                         Was auch der Grund ist, warum ich<br>                         hier bin.... Nicole: Wie lange?<br><br><br>               Die beiden bleiben stehen. Sie haben sich einige Meter von<br>               den Arbeiten entfernt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun, Sir, wie Lieutenant Mestral<br>                         und ich gestern schon angedeutet<br>                         hatten, diese Mineralien und Erze<br>                         hier sind etwas ganz besonderes.<br>                         Und es finden sich hier enorme<br>                         Ablagerungen. Und wenn wir nicht<br>                         wollen, dass auch den Romulanern<br>                         etwas davon in die Hände fällt,<br>                         müssen wir schon alles fördern.<br>                         Jedenfalls so lange, bis weitere<br>                         Schiffe hier sind und uns ablösen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, darüber wollte ich auch mit<br>                         Ihnen sprechen. Das nächste Schiff<br>                         ist die Logan, sie ist fünf Tage<br>                         entfernt. Und Forrest sagte mir,<br>                         sie würde die Romulaner-Sektoren<br>                         patrouillieren. Er will uns die<br>                         Excalibur schicken.<br>                             (beat)<br>                         Ein Warp 2 Schiff. Sie kann in drei<br>                         Wochen hier sein. Und da ich<br>                         irgendwie keine Lust habe so lange<br>                         im Orbit um diesen Felsen zu<br>                         hocken... Wie lange, Nicole?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Unsere Förderanlagen arbeiten so<br>                         schnell sie können, aber wir haben<br>                         nur--<br><br><br>               Caylon holt aus einer seiner Uniformtaschen unbewusst seinen<br>               Kugelschreiber hervor und beginnt damit herumzuklicken.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         --wir haben dummerweise nur drei<br>                         davon. Und es befindet sich jede<br>                         Menge hier unten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (weiter mit dem Kuli<br>                              klackend)<br>                         Ja, schon gut. Wie lange. Ein Tag?<br>                         Eine Woche?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (etwas irritiert von<br>                              Caylons Geklacke)<br>                         Es befindet sich jede, jede Menge<br>                         hier unten, Captain.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Oooh, kommen Sie, Nicole, lassen<br>                         Sie mich nicht hängen! Sie wissen,<br>                         wie "begeistert" ich davon bin,<br>                         untätig auf einem Schiff zu hocken,<br>                         das einen öden Planetoiden<br>                         umkreist.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Tut mir Leid, Sir.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>               Caylon klatscht in die Hände.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (gespielt motiviert)<br>                         Tja... Dann werde ich wohl mal auf<br>                         die Antares zurückkehren und... Die<br>                         Sterne in meinem Fenster zählen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zögernd)<br>                         Viel vergnügen dabei, Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (seufzend)<br>                         Yeah.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>         5     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                                5<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>         6     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    6<br><br><br>               BEEM hat das Kommando, TSCHERNOVSKY am Steuer, MESTRAL an der<br>               Wissenschaftsstation und TORLAN besetzt - wie üblich - die<br>               Kommunikation. Die Taktische Station ist derzeit besetzt<br>               durch LIEUTENANT MENDEZ (zuletzt gesehen in 2x04<br>               "Schwarzmarkt").<br><br><br>               An der Taktik HÖREN WIR einen Alarm.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Bericht!<br><br><br>               Mendez wirft einen kurzen Blick auf die Anzeigen, die ihm<br>               seine Konsole bietet.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Lieutenant, die Sensoren orten eine<br>                         Staffel Romulanischer Birds of<br>                         Vengeance, die offenbar hier hin<br>                         unterwegs sind.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wie viele Schiffe?<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Kann ich nicht sagen, Sir.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Mestral?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich versuche die Sensorauflösung zu<br>                         erhöhen, einen Moment bitte.<br><br><br>               Mestral gibt schnell eine Reihe von Befehlen in seine Konsole<br>               ein.<br><br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (zu Mendez)<br>                         Versuchen Sie es jetzt noch einmal,<br>                         Lieutenant.<br><br><br>               Mendez drückt einige Knöpfe, kurz darauf:<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Drei Birds of Vengeance.<br>                             (beat)<br>                         Sie bewegen sich mit sehr hoher<br>                         Warpgeschwindigkeit. Sie werden in<br>                         weniger als zwei Minuten hier sein.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Hüllenpanzerung polarisieren und<br>                         die Schilde bereithalten, aber noch<br>                         nicht hochfahren!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Aye.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (Zu Torlan)<br>                         Mr. Torlan, stellen Sie mir bitte<br>                         eine Verbindung zum Captain her.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Verstanden.<br><br><br>               Torlan arbeitet schnell.<br><br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Verbindung hergestellt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Beem an Caylon.<br><br><br>                                                              INTERCUT:<br><br><br>         7     EXT. PLANETOID                                           7<br><br><br>               Caylon und Müller sind fast beim Shuttle angekommen (es ist<br>               nur noch ein paar hundert Meter entfernt). Der Captain holt<br>               seinen Kommunikator aus der Ärmeltasche seiner Uniform und<br>               klappt ihn auf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon hier.<br><br><br>                                                              INTERCUT:<br><br><br>         8     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    8<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, Romulaner sind hierher<br>                         unterwegs. Drei Schiffe, ich<br>                         schlage vor, Sie kehren alle<br>                         schnellstens zum Schiff zurück.<br><br><br>                                                              INTERCUT:<br><br><br>         9     EXT. PLANETOID                                           9<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden. Caylon Ende.<br><br><br>               Er klappt seinen Kommunikator zu und wieder auf.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an alle Teammitglieder,<br>                         begeben Sie sich zum Shuttle, wir<br>                         kehren zur Antares zurück. Kümmern<br>                         Sie sich nicht um Ihre Ausrüstung,<br>                         wir können sie später einsammeln.<br><br><br>               Er klappt seinen Kommunikator zu und steckt ihn wieder in die<br>               Tasche.<br><br><br>               In der Ferne sehen wir die Teammitglieder zum und ins Shuttle<br>               eilen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Müller)<br>                         Kommen Sie, Nicole, wir müssen uns<br>                         beeilen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir können hier noch nicht weg,<br>                         Sir! Wenn die Romulaner kommen,<br>                         dürfen wir ihnen diese Mineralien<br>                         nicht in ihre--<br><br><br>               Caylon unterbricht sie harsch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war ein Befehl, Commander!<br><br><br>               Er packt Müller beim Arm und zerrt sie mit sich in Richtung<br>               Shuttle. Die beiden laufen, sind nur noch etwas mehr als 200<br>               Meter vom Fluggerät entfernt.<br><br><br>               PLÖTZLICH schnellt ein romulanischer Torpedo vom Himmel herab<br>               und trifft genau auf das Shuttle, welches in einer grellen<br>               Explosion zerfetzt. Die Druckwelle erreicht Caylon und Müller<br>               und schleudert sie einige Meter zurück, wo die beiden<br>               bewusstlos am Boden liegen bleiben.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        10     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               10<br><br><br>               Die Antares hat mittlerweile die Schilde erhoben und leistet<br>               sich ein heißes Feuergefecht mit den drei Schiffen der<br>               Romulaner.<br><br><br>        11     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   11<br><br><br>               Es herrscht mittlerweile taktischer Alarm.<br><br><br><br>               RUMMS! Das Schiff erbebt heftig.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Schilde bei 32 Prozent. Noch zwei<br>                         solche Treffer und sie kollabieren!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Feuer erwidern!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                             (leise; zu sich)<br>                         Was mach ich denn hier die ganze<br>                         Zeit wohl!?<br><br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Sir, die Romulaner haben das<br>                         Shuttle zerstört.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Noch Lebenszeichen?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zwei.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich empfange noch die<br>                         Transmittersignale von Captain<br>                         Caylon und der Frau.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Beem an Caylon oder Müller!<br><br><br>               RUMMS!<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ihre Kommunikatoren stehen auf<br>                         Empfang.<br><br><br>               RUMMS!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Antares an Außenteam!<br><br><br>               Wieder keine Antwort.<br><br><br>               RUMMS! RUMMS!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         SCHILDE ZUSAMMENGEBROCHEN!<br>                         Hüllenpanzerung bei 91 Prozent.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Können wir die beiden nicht einfach<br>                         an Bord beamen?<br><br><br>               RUMMS!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Negativ. Wir brauchen die<br>                         Transporterenergie, um die<br>                         Polarisierung der Hüllenpanzerung<br>                         aufrecht zu erhalten.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Darüber hinaus gibt es Störungen<br>                         durch den Plasmatorpedo, der das<br>                         Shuttle vernichtet hat. Wir könnten<br>                         sie nicht erfassen.<br><br><br>               DREIFACH RUMMS!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                             (warnend)<br>                         Hüllenpanzerung auf 45 Prozent!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Beem)<br>                         Lieutenant, wir sollten uns<br>                         zurückziehen!<br><br><br>               Beem ist seine Wut deutlich anzusehen. Der tiefsitzende Hass<br>               gegen die Romulaner kommt wieder an die Oberfläche.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         NEIN! Wir ballern diese Hunde vom<br>                         Himmel!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Lieutenant...<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         ICH WERDE NICHT CAYLON UND MÜLLER<br>                         HIER ZURÜCKLASSEN!<br><br><br>               RUMMS!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Hüllenpanzerung droht zu versagen!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign Tschernovsky, bringen Sie<br>                         uns hier weg, Maximumwarp!<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Wagen Sie es nicht, Darius!!!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich übernehme das Kommando!<br>                             (zu Darius)<br>                         Bringen Sie uns hier weg, so lange<br>                         Sie es noch können, Ensign.<br><br><br>               Darius zögert kurz, entscheidet sich dann aber.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>               Er gibt einen Fluchtkurs ein.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        12     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               12<br><br><br>               Die Antares macht kehrt und springt auf Warpgeschwindigkeit.<br>               Die Romulaner verfolgen sie nicht.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        13     EXT. WARP                                               13<br><br><br>               Die Antares rast durch unser Blickfeld<br><br><br>        14     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   14<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Tschernovsky, sofort anhalten!!!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Befehl widerrufen, Ensign. Wir<br>                         bringen zunächst mindestens zwei<br>                         Lichtjahre Distanz zwischen uns und<br>                         die Romulaner.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>               Beem marschiert wütend auf Mestral an der wissenschaftlichen<br>               Station zu.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (brüllend)<br>                         ICH habe das Kommando hier!!! ICH<br>                         bin der ranghöhere Offizier!!!<br>                         NICHT SIE!!!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ruhig, wie immer)<br>                         Letzteres mag zutreffend sein.<br>                         Solange Sie jedoch das Kommando<br>                         haben, bin ich amtierender Erster<br>                         Offizier. - Und das bedeutet, dass<br>                         ich Sie Ihres Kommandos entheben<br>                         kann, wenn ich denke, dass Sie<br>                         unangemessen handeln und Schiff und<br>                         Crew und Gefahr bringen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wie können Sie es wagen...!? Es<br>                         ging mir darum zwei Mitglieder<br>                         unserer Crew zu retten!<br>                             (beat)<br>                         "Semper Fidelis", schon einmal<br>                         etwas davon gehört?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es ist Latein und bedeutet "Für<br>                         immer treu". Das Motto der MACOs.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ganz genau! Einer für alle, alle<br>                         für einen!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dieses Motto mag bei den MACOs<br>                         funktionieren, da es sich bei ihnen<br>                         meist um recht kleine Gruppen<br>                         handelt. Aber wir haben fast<br>                         einhundert Personen an Bord. Da<br>                         sollte man sich lieber ein<br>                         vulkanisches Sprichwort vor Augen<br>                         halten...<br><br><br>               Beim Wort "vulkanisch" verdreht Torlan seine Augen.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (leise; zu sich)<br>                         Na großartig!<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                         Das Wohl von vielen ist<br>                         bedeutender, als das Wohl von<br>                         wenigen, oder von einzelnen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Verdammt, Mestral, Sie zu sieben<br>                         Achteln ein Mensch, Sie sollten ein<br>                         Herz in Ihrer Brust schlagen<br>                         haben!!!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich--<br><br><br>               Doch er schweigt, als sich Mendez zu Worte meldet.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                             (zu Beem; beschwichtigend)<br>                         Lieutenant Mestral hat Recht, Sir.<br><br><br>               Beem schreckt wütend zu ihm herum, will etwas erwidern, doch<br>               scheint nicht in der Lage dazu... "verraten" von einem<br>               eigenen Mann!<br><br><br>               Im Hintergrund SEHEN WIR, wie Tschernovsky einige tasten an<br>               seiner Steuerkonsole drückt und HÖREN anschließend, wie die<br>               Antares unter Warp geht.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die zwei Lichtjahre Distanz sind<br>                         erreicht, Sir...s.<br><br><br>               Noch immer schafft es Beem nicht ein auch nur ein Wort über<br>               die Lippen zu bringen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Danke, Ensign.<br>                             (beat; zu Beem)<br>                         Ich bin bereit Ihnen das Kommando<br>                         nun zurückzugeben, Lieutenant...<br>                         Unter der Bedingung, dass Sie die<br>                         Antares nicht zu diesem Planetoiden<br>                         zurückbringen, bevor wir nicht<br>                         einen ausgefeilten Rettungsplan für<br>                         den Captain und Commander Müller<br>                         entwickelt haben.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Bis wir den haben, könnte es zu<br>                         spät sein.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist meine Bedingung,<br>                         Lieutenant.<br><br><br>               AUF Beem:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        15     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               15<br><br><br>               Wir SEHEN den Planetoiden um kreist von mittlerweile fünf<br>               Romulanischen Birds of Vengeance.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        16     EXT. PLANETOID                                          16<br><br><br>               Wir befinden uns an derselben Stelle auf der Oberfläche, wie<br>               beim letzten Mal.<br><br><br>               Wo zu Beginn der letzten Szene auf der Oberfläche noch das<br>               Shuttlestand, befindet sich nun ein etwa zehn Meter<br>               durchmessender und etwa fünf Meter tiefer Krater. Rauch<br>               steigt aus ihm heraus und überall - nicht nur im Krater -<br>               SEHEN WIR die Trümmer des Shuttles verteilt. Einige davon<br>               brennen noch.<br><br><br>               Wir beginnen eine kurze KAMERAFAHRT und entdecken bald Caylon<br>               und Müller am Boden liegen, beide mit Dreck und Asche<br>               übersäht. Und beide sind noch bewusstlos.<br><br><br>               Wir SEHEN UNS die beiden etwas GENAUERER AN.<br><br><br>               CAYLON<br><br><br>               Scheint nur ein paar kleinere Schnittwunden zu haben, die nur<br>               minimal bluten. An seiner Stirn sehen wir eine kleine<br>               Platzwunde, nichts wirklich bedrohliches, nur äußerst<br>               schmerzhaft.<br><br><br>               Wir FAHREN WEITER zu:<br><br><br>               MÜLLER<br><br><br>               Mindestens ebenso viele Schnittwunden im Gesicht und an den<br>               Armen, wie Caylon. Hinzu kommt aber, dass ihr rechtes Bein<br>               verdreht ist und eine deutliche Fehlstellung aufweist.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>               Langsam aber sicher öffnet Caylon mit einem leisen Stöhnen<br>               seine Augen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (stöhnend; benommen)<br>                         Ach du große Sch--.<br><br><br>               Unser Captain setzt sich auf und hält sich kurz den Kopf.<br>               Dummerweise packt er dabei direkt in seine Platzwunde, zuckt<br>               zusammen und zieht die Hand augenblicklich wieder weg.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (flucht)<br>                         Oh, Mist!<br><br><br>               Etwas scheint in einer seiner Uniformtaschen zu zwicken. Er<br>               öffnet sie und holt seinen Kugelschreiber hervor: Zerbrochen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (flucht; lauter)<br>                         OH, MIST!<br><br><br>               Er wirft ihn weg. Dann - endlich - kommt er einmal auf die<br>               Idee sich umzusehen. Wahrscheinlich hatte der Schock ihn<br>               vorher nicht daran denken lassen.<br><br><br>               Und da entdeckt er sie: Müller, die - im Gegensatz zu Caylon -<br>               noch immer bewusstlos ist, einige Meter von ihm entfernt.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Oh, Mist! Nicole!?<br><br><br>               Doch sie reagiert nicht.<br><br><br>               Caylon entschließt sich aufzurichten und zu ihr zugehen...<br>               Jedenfalls beim zweiten versuch, der erste scheitert kläglich<br>               und der Captain landet wieder auf seinem Allerwertesten.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Okay... Das hätte ich kommen sehen<br>                         können.<br><br><br>               Und auf ein Neues. Er stellt sich wieder auf, die Arme von<br>               sich gestreckt, wie ein Hochseiltänzer, um ja nicht wieder<br>               aus dem Gleichgewicht zu geraten.<br><br><br>               Er torkelt die paar Meter zu Müller und lässt sich neben ihr<br>               wieder auf seinen Hintern fallen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (lauter)<br>                         Nicole!<br><br><br>               Wieder reagiert sie nicht.<br><br><br>               Caylon sieht an ihr herunter und entdeckt die Fehlstellung<br>               ihres rechten Beines.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Autsch! Das muss wehtun.<br><br><br>               Er fühlt ihren Puls und überprüft ihre Atmung. Beides<br>               vorhanden. Der Captain ist sichtlich erleichtert.<br><br><br>               Caylon packt sie an den Schultern und schüttelt seine<br>               Chefingenieurin.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hey, Augen auf. Das ist ein Befehl.<br><br><br>               Müller stöhnt gequält und macht langsam ihre Augen auf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (stöhnt)<br>                         Aaaaargh!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war auch mein erster Gedanke. -<br>                         Schön, dass Sie wieder bei mir<br>                         sind, Nicole.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gequält)<br>                         Jaaaaa, Sie mich auch!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Oooookay. Damit erübrigt sich meine<br>                         Frage, wie es Ihnen geht.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwafelt)<br>                         Um 12:34 Uhr fliegen die Spatzen<br>                         ein!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ööööhm... Ja. Wenn Sie das sagen.<br><br><br>               Er holt schließlich seinen Kommunikator aus der Ärmeltasche<br>               und öffnet ihn.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Antares.<br><br><br>               Keine Antwort.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Antares.<br><br><br>               Wieder nichts. Er steckt seinen Kommunikator nun wieder ein<br>               und versucht Müllers.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hey, Finger weg!<br><br><br>               Er schnappt sich ihren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was immer Sie sagen.<br><br><br>               Öffnet den Kommunikator.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Antares.<br><br><br>               Erneut nur Rauschen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Na klar.<br><br><br>               AUF die beiden:<br><br><br>                                                                CUT TO:</font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        17     EXT. WELTRAUM                                           17<br><br><br>               Die Antares bewegungslos im All.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   18<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>               Beem wandert wütend von der taktischen zur wissenschaftlichen<br>               Station.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wie zum Teufel sollen wir einen<br>                         Rettungsplan ausarbeiten, wenn wir<br>                         nicht einmal wissen, was bei dem<br>                         Planetoiden vor sich geht?!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Langstreckensensoren wurden bei<br>                         dem Gefecht beschädigt. Es wird<br>                         noch ein paar Stunden dauern, bis<br>                         sie wieder funktionstüchtig sind.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Bisher kann ich nur mit Gewissheit<br>                         sagen, dass sich mindestens fünf<br>                         Schiffe beim Planetoiden befinden.<br>                         Ich kann sie aber weder einer<br>                         Klasse zuordnen, noch kann ich<br>                         sagen, ob es nicht vielleicht doch<br>                         mehr sind.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das hatten wir gerade, Mendez!<br>                             (zu Mestral)<br>                         Gibt es irgendeine Möglichkeit die<br>                         Reichweite der Sensoren zu erhöhen,<br>                         OHNE darauf warten zu müssen, dass<br>                         unsere Maschinenraumcrew sie<br>                         repariert hat?<br><br><br>               Mestral überlegt kurz. Dann:<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mr. Torlan, funktioniert unsere<br>                         Langstreckenkommunikation?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Verstanden.<br>                             (zu Beem)<br>                         Da die Langstreckensensoren<br>                         funktionieren, könnten wir eine<br>                         Sonde einsetzen, Lieutenant.<br>                         Normalerweise erfolgt die<br>                         Datenübertragung mittels der<br>                         Langstreckensensoren, wir können<br>                         die Sonde aber auch so<br>                         programmieren, dass sie die<br>                         Telemetrie über ein Komm-Signal an<br>                         uns weiterleitet.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wie lange brauchen Sie dafür?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Etwas mehr als zehn Minuten.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Fangen Sie an.<br><br><br>               Mestral nickt und verlässt die Brücke.<br><br><br>               Beem begibt sich zurück zum Kommandosessel und aktiviert dort<br>               das Interkom-System.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Brücke an Maschinenraum.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        19     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            19<br><br><br>               Reges treiben, bis minimales Chaos. Ingenieure eilen umher,<br>               verlassen den Maschinenraum mit Werkzeugkoffern.<br><br><br>               Das Kommando hier unten hat derweil DR. BORIS KENDALL<br>               (zuletzt gesehen in 2x04 "Schwarzmarkt"). Er ist am Warpkern<br>               beschäftigt und nimmt dort einige Messungen vor.<br><br><br>               Nun, da sich Beem über Interkom gemeldet hat, wendet er sich<br>               jedoch vom Kern ab und begibt sich zur nächsten Kom-Einheit<br>               und aktiviert sie.<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Doktor Kendall hier.<br><br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Kendall, wir brauchen alle Systeme<br>                         wieder einsatzbereit, so schnell<br>                         wie möglich!<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Doktor Kendall. DOKTOR. Ich habe<br>                         nicht zum Spaß promoviert.<br><br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Und ich war früher Cowboy und zwar<br>                         auch nicht zum Spaß, trotzdem hänge<br>                         ich das nicht an die große Glocke<br>                         und lasse mich mit Cowboy Beem<br>                         anreden, Kendall.<br>                             (beat)<br>                         Und nun machen Sie sich an die<br>                         Arbeit, ich will, dass das Schiff<br>                         wieder komplett ist.<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Ich bin promovierter<br>                         Warpfeldtheoretiker und... Na ja...<br>                         Ingenieur... UND KEINE WERFT!!!<br><br><br>                                   BEEMS KOMMSTIMME<br>                         Jetzt hören Sie mir mal zu, Doc.<br>                         Ihre Aufgabe ist es nicht mit Ihrem<br>                         Doktor-Titel anzugeben, sondern das<br>                         Schiff wieder in Schuss zu bringen!<br>                         Und wenn Sie damit nicht<br>                         augenblicklich anfangen, dann werde<br>                         ich bei Ihnen Dinge einführen, die<br>                         Ihnen überhaupt nicht gefallen<br>                         werden! Habe ich mich verständlich<br>                         ausgedrückt?<br><br><br>                                   DR. KENDALL<br>                         Aye, Sir. Dr. Kendall Ende.<br><br><br>               Er deaktiviert das Interkom.<br><br><br>                                   DR. KENDALL (CONT'D)<br>                         Kein Respekt vor der Intelligenz!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        20     EXT. PLANETOID                                          20<br><br><br>               Wir befinden uns wieder bei Caylon und Müller. Ersterer ist<br>               gerade dabei aus Teilen seiner Uniformhose, sowie<br>               Trümmerteilen des Shuttles eine provisorische Schiene für<br>               Müllers Bein herzustellen, womit er in diesem Augenblick<br>               fertig wird.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (re: Schiene)<br>                         So, das müsste reichen.<br>                             (zu Müller)<br>                         Ich bezweifle, dass Sie damit<br>                         auftreten können, aber das war ja<br>                         auch nicht Sinn der Sache.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Auf jeden Fall tut es nicht mehr so<br>                         weh... Danke.<br><br><br>               WOOOOM! WOOOOOOOOOOHHHM!<br><br><br>               Caylon und Müller sehen nach oben und wir folgen ihren<br>               Blicken mit der Kamera und SEHEN:<br><br><br>               VIER ROMULANISCHE SHUTTLES<br><br><br>               Die über die beiden hinwegfliegen.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich schätze, wir sollten uns hier<br>                         nicht mehr allzu lange aufhalten,<br>                         Nicole. Kommen Sie.<br><br><br>               Er hilft ihr auf die Beine uns stützt sie rechtsseitig.<br>               Langsam humpeln die beiden los.<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        21     EXT. PLANETOID                                          21<br><br><br>               Müller, gestützt von Caylon, humpelt noch immer über die öden<br>               Weiten des Planetoiden. Müller stürzt.<br><br><br>               Caylon will ihr aufhelfen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach; kaum bei<br>                              Bewusstsein)<br>                         Lassen Sie mich...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf gar keinen Fall! Wir sind<br>                         zusammen in diese Lage reingeraten<br>                         und wir kommen hier auch zusammen<br>                         wieder raus!<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Und wo sollen wir hin? Wir können<br>                         nicht ewig laufen und mit ihren<br>                         Shuttles haben sie uns ohnehin bald<br>                         gefunden. Sie könnten schneller<br>                         laufen ohne mich, ich halte Sie nur<br>                         auf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie hier weiter rumnölen, DANN<br>                         halten Sie mich auf!<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Sturrkopf!<br><br><br>               Sie lässt sich von Caylon auf die Beine helfen und sie<br>               humpeln weiter.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na also!<br>                             (beat)<br>                         Sie sind doch nun schon ein paar<br>                         Tage hier unten. Ist Ihnen in<br>                         dieser Zeit irgendetwas<br>                         aufgefallen, was uns als<br>                         Unterschlupf oder versteck dienen<br>                         könnte?<br><br><br>               Müller überlegt lang. Sie ist kaum noch bei Bewusstsein.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es gibt da eine Hügelkette mit ein<br>                         paar Höhlen, circa einen Kilometer<br>                         nördlich von unserem Camp.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist doch schon mal etwas.<br><br><br>               In diesem Augenblick bricht Müller ein weiteres Mal zusammen.<br>               Diesmal jedoch bleibt sie bewusstlos am Boden liegen.<br><br><br>               Caylon beugt sich zu ihr herunter, versucht sie wach zu<br>               rütteln. Ohne Erfolg. Schließlich hebt er sie hoch und legt<br>               sie sich über die Schulter.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Wenn ich jetzt noch wüsste, wo hier<br>                         Norden ist...<br><br><br>               Er sieht sich kurz um und läuft - mit Müller über der<br>               Schulter - auf geradewohl in eine Richtung los.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        22     EXT. WELTRAUM                                           22<br><br><br>               Die Antares.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        23     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   23<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Sonde hat nun ihr Ziel<br>                         erreicht.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Stellen Sie eine Verbindung her,<br>                         Mr. Torlan.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Jawohl.<br><br><br>               Unser andorianischer Kommunikationsoffizier drückt einige<br>               Tasten an seiner Station und auf dem Hauptbildschirm<br>               erscheint ein leicht verrauschtes Sensorbild.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Die Sonde zeigt elf Schiffe an.<br>                         Alles Birds of Vengeance. Und<br>                         soweit ich das sagen kann sind sie<br>                         voll einsatztüchtig.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Verdammt!<br>                             (beat; zu Mestral)<br>                         Da haben Sie es! Jetzt haben wir--<br><br><br>               Mendez unterbricht ihn.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Lieutenant, einer der Birds of<br>                         Vengeance hat Kurs auf die Sonde<br>                         genommen und die Zielerfassung<br>                         aktiviert!<br><br><br>               Fast im selben Augenblick verschwinden die Sensordaten vom<br>               Schirm.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir haben den Kontakt zur Sonde<br>                         verloren.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir haben die Sonde verloren, Mr.<br>                         Torlan.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Elf Schiffe.<br>                             (bedrückt)<br>                         Wie sollen wir da den Captain und<br>                         den Commander rausholen können?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Gar nicht. Dank Mestral haben wir<br>                         unsere Chance vertan.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Nicht unbedingt. Wenn wir mehr<br>                         Schiffe hätten, könnte uns ein<br>                         kurzer Angriff gelingen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (denkt Mendez' Idee<br>                              weiter)<br>                         Wir fliegen rein, schießen uns den<br>                         Weg zum Planetoiden frei, beamen<br>                         Caylon und Müller an Bord und<br>                         verschwinden wieder.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dieser Gedanke hat zwei Fehler, Mr.<br>                         Beem. Erstens: Zum Beamen müssten<br>                         die Schilde für mindestens fünfzehn<br>                         Sekunden senken, wovon ich<br>                         dringendst abraten möchte. Und<br>                         zweitens ist es mehr als<br>                         unwahrscheinlich, dass wir den<br>                         Captain und Commander Müller<br>                         überhaupt mit dem Transporter<br>                         erfassen können. Die Waffen der<br>                         Romulaner haben schwere Störungen<br>                         entstehen lassen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Dann müssten wir sie mit einem<br>                         Shuttle an Bord holen.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Mit einem Shuttle? Wie sollte ein<br>                         Shuttle zwischen den ganzen<br>                         Romulanern hindurch kommen?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Darüber können wir uns später<br>                         Gedanken machen. Denn bevor wir<br>                         eine Rettungsoperation mit mehreren<br>                         Schiffen starten können... Brauchen<br>                         wir erst einmal mehrere Schiffe.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Torlan, wie viele Schiffe sind in<br>                         Reichweite?<br><br><br>               Torlan checkt kurz den Funkverkehr.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Nur die Logan. Und sie ist fünf<br>                         Tage entfernt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Rufen Sie sie bitte und<br>                         unterrichten Sie sie von der<br>                         Situation.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Jawohl.<br><br><br>               AUF Beem:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        24     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               24<br><br><br>               Establishing.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        25     EXT. PLANETOID                                          25<br><br><br>               Mir Müller über der Schulter läuft Caylon auf eine Hügelkette<br>               zu. Wir können schon aus dieser Entfernung (es sind noch ein<br>               paar hundert Meter) deutlich einen Höhleneingang erkennen.<br><br><br>               PLÖTZLICH HÖREN WIR ein Geräusch, welches schnell näher<br>               kommt. Es klingt wie der Impulsantrieb eines kleinen<br>               Schiffes.<br><br><br>               CAYLONS POV<br><br><br>               Während er sich im Rennen umsieht. Und sowohl er, als auch<br>               WIR SEHEN es nun:<br><br><br>               Ein Romulanisches Shuttle, das direkt auf die beiden<br>               zugeflogen kommt.<br><br><br>               RESUME SCENE<br><br><br>               Während Caylon mit Müller weiter rennt. Das Shuttle kommt<br>               immer näher und näher. Und eröffnet nun das Feuer mit seinen<br>               Disruptorkanonen auf die beiden.<br><br><br>               Zum Glück scheint der Pilot heute Morgen kein Zielwasser<br>               getrunken zu haben, denn jeder Schuss geht mindestens zehn<br>               Meter daneben.<br><br><br>               Nur noch fünfzig Meter bis zur Höhle.<br><br><br>               Caylon läuft Zick-Zack.<br><br><br>               Vierzig Meter.<br><br><br>               Einmal mehr feuert der Shuttlepilot und verfehlt sein<br>               laufendes Ziel.<br><br><br>               Dreißig.<br><br><br>               Ein weiterer Schuss ist zu HÖREN! Und diesmal wirft sich<br>               Caylon samt Müller zu Boden. Und das ist ihre Rettung. Der<br>               Disruptorstoß verfehlt Caylons Kopf nur um wenige Zentimeter.<br><br><br>               Caylon rappelt sich wieder auf, schnappt sich Müller und<br>               läuft weiter.<br><br><br>               Zwanzig Meter.<br><br><br>               Die Schüsse des Piloten werden wieder ungenauer.<br><br><br>               Zehn Meter.<br><br><br>               Caylon holt noch aktiviert seine letzten Kraftreserven und<br>               beschleunigt noch einmal. Und stürmt schließlich samt Müller<br>               in die Höhle hinein, wo wir die beiden aus den Augen<br>               verlieren.<br><br><br>               Das Shuttle feuert noch einmal, diesmal auf den<br>               Höhleneingang, welcher darauf hin kollabiert. Danach dreht<br>               das Shuttle ab.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        26     EXT. WELTRAUM                                           26<br><br><br>               Die Antares.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        27     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   27<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Lieutenant. Die Logan hat<br>                         geantwortet. Sie sind auf dem Weg<br>                         zu uns.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Auch mit der Logan sind die Chancen<br>                         auf einen Erfolg kaum existent.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Aber immer noch besser, als ohne<br>                         sie.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Genau. Und ich weiß nicht, wie es<br>                         Ihnen geht, aber damit kann ich<br>                         sehr gut leben.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        28     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               28<br><br><br>               Wir ZOOMEN an einen der Birds of Vengeance heran.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        29     INT. BIRD OF VENGEANCE - BRÜCKE                         29<br><br><br>               Wir befinden uns im Kommandozentrum des Romulanerschiffes.<br>               Der Kommandant erhebt sich nun aus seinem Kommandosessel und<br>               begibt sich zum Ausgang. Auf dem Weg SEHEN WIR sein Gesicht<br>               und ERKENNEN ihn wieder: COMMANDER ROMOR (zuletzt gesehen in<br>               1x01 "Der Funke, Teil 1").<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        30     EXT. PLANETOID - ROMULANERCAMP                          30<br><br><br>               Und Romulanisches Shuttle nähert sich und setzt zur Landung<br>               an. Wenn es zum vollständigen Halt gekommen ist, öffnet sich<br>               eine Luke und Romor steigt aus ihm heraus. Ebenso wie alle<br>               anderen Romulaner hier, trägt nun auch er einen Kampfanzug<br>               mit von außen undurchsichtigem Visier.<br><br><br>               Ein ND ZENTURION kommt auf ihn zugelaufen.<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Willkommen im Kommandocamp,<br>                         Commander Romor.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Erstatten Sie Bericht!<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Sir, wir haben herausgefunden,<br>                         weshalb die Menschen so<br>                         interessiert an diesem Planetoiden<br>                         sind. Im Gestein haben wir seltene<br>                         Erze und Mineralien gefunden.<br>                         Unsere Wissenschaftler haben sie<br>                         analysiert, Sir. Sie haben<br>                         unglaubliche Eigenschaften. Ein<br>                         unglaublicher Fund für das<br>                         Imperium.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Das will ich Ihnen soweit glauben.<br>                         Sie können mir später genau darüber<br>                         berichten.<br>                             (beat)<br>                         Haben Sie noch mehr zu berichten?<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                             (zögernd)<br>                         Ja, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Offenbar haben zwei Menschen<br>                         unseren Angriff überlebt. Sie<br>                         konnten sich in eine Höhle<br>                         flüchten.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (alles andere als erfreut)<br>                         Finden Sie sie... Und dann<br>                         eliminieren Sie sie!<br><br><br>               AUF Romor:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        31     INT. HÖHLE                                              31<br><br><br>               Es ist dunkel, wir SEHEN absolut NICHTS. Jedoch HÖREN WIR die<br>               vorsichtigen Schritte einer Person.<br><br><br>               PLOCK!<br><br><br>                                   CAYLON (O.S.)<br>                         Autsch! - Okay, jetzt reichts!<br><br><br>               Wir HÖREN, wie er Müller vorsichtig zu Boden legt.<br>               Anschließend zieht er seine Phasenpistole.<br><br><br>               Wieder ein paar Schritte, diesmal tippelnde. Und einmal mehr<br>               HÖREN WIR das Geräusch Fuß gegen Stein.<br><br><br>                                   CAYLON (O.S.) (CONT'D)<br>                         Hah!<br><br><br>               Ein Phaserstrahl ERHELLT die Höhle. Wir SEHEN Caylon, der auf<br>               einen am Boden liegenden Stein feuert.<br><br><br>               Caylon hört auf zu feuern, doch der Stein am Boden glüht<br>               weiter und hüllt die Höhle in ein unwirkliches rot-orangenes<br>               Licht. Es ist nicht besonders hell, aber es ist besser als<br>               vorher.<br><br><br>               In diesem Augenblick STÖHNT Müller auf.<br><br><br>               Caylon geht sofort zu ihr.<br><br><br>               CAYLON &amp; MÜLLER<br><br><br>               Sie öffnet langsam ihre Augen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach; mehr stöhnend<br>                              als sprechend)<br>                         Aaargh... Ich hatte gehofft, das<br>                         wäre alles nur ein böser Traum<br>                         gewesen.<br><br><br>               Caylon setzt sich zu ihr.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Glauben Sie mir, ich wünschte es<br>                         wäre so.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwirrt)<br>                         Wo sind wir?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         In einer der Höhlen, von der Sie<br>                         mir erzählt haben.<br>                             (beat)<br>                         Ich konnte uns gerade noch hier<br>                         hinein retten vor den Romulanern.<br>                             (long beat)<br>                         Und ich fürchte wir sitzen hier<br>                         fest. - Der Höhleneingang wurde von<br>                         einem Disruptorstoß getroffen,<br>                         gleich nachdem wir durch waren, und<br>                         ist kollabiert.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Sie haben nicht zufällig an<br>                         Feldrationen gedacht, als Sie die<br>                         Antares verlassen haben?<br><br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Leider nein.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Das ist schlecht... Wir werden<br>                         zumindest Wasser benötigen, wenn<br>                         wir hier unten eine Weile überleben<br>                         wollen.<br><br><br>               Long beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Apropos überleben: Ich möchte mir<br>                         einmal Ihre Wunde ansehen.<br>                             (beat)<br>                         So schwach, wie Sie sind müssen Sie<br>                         eine Menge Blut verloren haben und<br>                         ich weiß beim besten Willen nicht,<br>                         wie das nur mit einer Beinfraktur<br>                         möglich ist.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (stöhnend; schwach)<br>                         Vielleicht ist es ja mehr als<br>                         das...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (erschreckt)<br>                         Wie meinen Sie das?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Das ist so ein stechender<br>                         Schmerz... In meinem Bauch...<br><br><br>               Caylon will sich das einmal genauer ansehen. Doch bei diesen<br>               Lichtverhältnissen ist es nicht einfach. Unmengen an Blut<br>               sind jedenfalls nicht an ihrer Uniform zu erkennen.<br><br><br>               Caylon beginnt mit einer Hand über ihren bauch zu fühlen. Und<br>               im linken Unterbauch wird er dann schließlich fündig:<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Da ist etwas.<br><br><br>               Er öffnet vorsichtig ihren Overall und dann SEHEN WIR und er<br>               es deutlich: Ein Trümmerstück - wahrscheinlich vom zerstörten<br>               Shuttle - steckt in ihrer Bauchdecke.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (leise)<br>                         Oh mein Gott!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        32     EXT. PLANETOID - HÖHLENEINGANG                          32<br><br><br>               Wir befinden und nun wieder außerhalb der Höhle, direkt vor<br>               dem eingestürzten Zugang dazu.<br><br><br>               ROMULANISCHE SOLDATEN in Kampfanzügen befinden sich hier. Es<br>               sind mindestens 20 und sie versuchen den Eingang zur Höhle<br>               freizulegen.<br><br><br>               Einer von ihnen versucht ein ganz riskantes (und<br>               zugegebenermaßen mindestens ebenso dämliches) Manöver: Mit<br>               seinem Disruptor desintegriert er sich einen kleinen, engen<br>               Tunnel frei und klettert hinein. Nach ein paar Metern muss er<br>               wieder seinen Disruptor zur Hand nehmen, um den Tunnel zu<br>               verlängern. Das machen dummerweise die oben liegenden Felsen<br>               nicht mit und stürzen ein.<br><br><br>               Wir HÖREN einen kurzen, aber lauten und schmerzerfüllten<br>               Schrei des Romulaners.<br><br><br>               Seine Kameraden versuchen ihn zu befreien, doch... Na ja, da<br>               sie Angst haben ihre Disruptoren zu benutzen (man hat ja<br>               gesehen, was das gebracht hat), versuchen sie nun die Trümmer<br>               von Hand wegzuräumen... Und das dauert.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        33     INT. HÖHLE                                              33<br><br><br>               Wir sind wieder zurück bei unseren beiden tragischen Helden<br>               Caylon und Müller.<br><br><br>               Der Captain starrt noch immer auf Müllers Verletzung. Das<br>               Trümmerstück hat er bislang in der Wunde stecken lassen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hätte nie gedacht, dass ich das<br>                         einmal sagen würde, aber ich<br>                         wünschte mit, Dr. Miller wäre hier!<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Nehmen Sie's mir nicht übel,<br>                         Frederick... Ich auch. Aber ich<br>                         schätze wir müssen mit dem<br>                         auskommen, was wir haben.<br>                             (beat)<br>                         Und das sind im Moment nur wir<br>                         beide.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und in Anbetracht Ihrer Lage bin<br>                         das nur ich.<br>                             (long beat)<br>                         Okay... Ich fürchte nur mein Erste<br>                         Hilfe Kurs liegt ein bisschen lang<br>                         zurück...<br><br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Denken Sie nach... Eine<br>                         Gewebeverletzung durch ein<br>                         Messer...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (unsicher)<br>                         Ich wette Ihr Erste Hilfe Kurs<br>                         liegt nicht so lange zurück, wie<br>                         meiner.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Bestimmt.<br>                         Nur dummerweise kann ich mich<br>                         gerade nicht wirklich daran<br>                         erinnern... Ich bin mir ja nichtmal<br>                         mehr sicher, was heute Morgen<br>                         passiert ist.<br><br><br>               Long beat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay.<br>                             (beat)<br>                         Wenn ich mich recht entsinne sind<br>                         Verletzungen im Bauchbereich immer<br>                         äußerst gefährlich--<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Oh, danke... Machen Sie mir doch<br>                         noch ein bisschen mehr Mut...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Tut mir leid, das ist das einzige,<br>                         woran ich im Moment denken kann...<br><br><br>               Long beat.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Okay... Gehen wir es mal von einem<br>                         anderen Gesichtspunkt an und ich<br>                         wette, da können Sie mir helfen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Glauben Sie mir, ich werd mein<br>                         Bestes versuchen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihr Schiff hat einen<br>                         Hüllendurchbruch durch einen alten<br>                         Torpedo... Dieser hat die Hülle<br>                         aber nicht komplett durchschlagen,<br>                         sondern steckt in ihr fest. Was<br>                         würden Sie tun?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Ich würde meinen Raumanzug<br>                         anziehen, die entsprechende Sektion<br>                         versiegeln, den Torpedo entfernen<br>                         und dann den Hüllenschaden<br>                         reparieren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay... Soweit so gut.<br>                             (beat)<br>                         Aber gehen Sie jetzt einmal davon<br>                         aus, dass Sie weder die umliegenden<br>                         Sektionen versiegeln können, noch<br>                         einen Raumanzug haben.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Das Szenario ist undenkbar auf<br>                         einem Sternenflottenschiff.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann sind Sie halt auf einem<br>                         Frachter... Was würden Sie tun?<br><br><br>               Mülle denkt eine Weile nach.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Ich würde den Torpedo entschärfen,<br>                         sofern er das noch nicht ist, ihn<br>                         so gut es geht festmachen und in<br>                         der Hülle belassen, bis ich in der<br>                         Lage wäre ihn zu entfernen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay... Nun ist Ihre Außenhülle<br>                         beschädigt... Und ich fürchte, ich<br>                         könnte mehr Schaden anrichten, wenn<br>                         ich dieses Trümmerstück entferne.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Dann sollten wir es drin lassen,<br>                         meinen Sie nicht?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das frage ich Sie.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Herrgott, ich bin Ingenieurin und<br>                         keine Ärztin...<br>                             (beat)<br>                         Aber, um ehrlich zu sein...: Es tut<br>                         so schon höllisch genug weh und da<br>                         ich keinen Bock auf NOCH MEHR<br>                         Schmerzen habe... Lassen Sie ihn<br>                         drin.<br><br><br>               Caylon ist sichtlich erleichtert über diese Entscheidung.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay...<br><br><br>               Er reißt ein paar weitere Stücke von seinem Uniform Bein ab.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (s.o.)<br>                         Mmmh, sexy... Was wird das?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Damit werde ich das Trümmerstück in<br>                         der Wunde etwas fixieren... Es muss<br>                         ja nicht unbedingt noch weiter in<br>                         den Körper eindringen und die Sache<br>                         noch verschlimmern...<br>                             (beat)<br>                         Wie mit dem Torpedo.<br><br><br>               Er beginnt vorsichtig damit seine Hosenstreifen um das<br>               Trümmerstück zu wickeln und die überstehenden Seiten um<br>               Millers Bauch zu binden. Dabei schreit sie teilweise auf vor<br>               Schmerzen und verliert einmal mehr das Bewusstsein.<br><br><br>               Während ihrer Schreie SEHEN WIR Caylon an, dass er mindestens<br>               ebenso leidet, wie seine Chefingenieurin.<br><br><br>               AUF die bewusstlose Müller:<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br>        34     EXT. PLANETOID - ROMULANERCAMP                          34<br><br><br>               Noch immer tragen alle Romulaner ihre Kampfanzüge. Wir SEHEN,<br>               dass einige von ihnen die Schürfarbeiten aufgenommen haben<br>               und dabei sind große Mengen der Mineralien und Erze zu<br>               fördern.<br><br><br>               Von seinem Kommandozelt aus beobachtet Romor (ebenfalls noch<br>               im Kampfanzug und wir werden ihn und die anderen Romulaner in<br>               dieser Folge auch nicht mehr ohne sehen) das Geschehen.<br><br><br>               Der Zenturion aus dem vorherigen Akt kommt nun zu Romor ins<br>               Zelt herein getreten.<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Commander Romor.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich hoffe für Sie, dass Sie gute<br>                         Nachrichten bringen.<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Nur teilweise, Sir.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Dann strapazieren Sie nicht meine<br>                         Geduld!<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Sir, beim Versuch den Höhleneingang<br>                         freizulegen haben wir einen unserer<br>                         Soldaten verloren.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                         Ich wüsste nicht, was an dieser<br>                         Nachricht "teilweise gut" sein<br>                         sollte, Zenturion.<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Es geht noch weiter, Sir. Wir waren<br>                         nicht in der Lage den Höhleneingang<br>                         freizulegen.<br>                             (beat)<br>                         Meine Leute haben die Hügelkette<br>                         abgesucht, es gibt auch keinen<br>                         weiteren Zugang zu dieser Höhle.<br>                             (beat)<br>                         Die beiden Menschen sind in ihr<br>                         gefangen.<br><br><br>                                   ROMOR<br>                             (erfreut)<br>                         Sehr gut, Zenturion! Das erspart<br>                         uns eine Menge Arbeit...<br>                             (beat)<br>                         Leider müssen wir nun auch auf die<br>                         Genugtuung die zwei hinrichten zu<br>                         können, verzichten, aber... wie ich<br>                         Admiral Fato kenne würde er sowieso<br>                         lieber seine Spielchen mit ihnen<br>                         spielen, statt sie einfach zu<br>                         exekutieren...<br>                             (beat)<br>                         Nein, so ist es viel besser.<br><br><br>               Der Zenturion nickt. Was sollte er auch anderes tun,<br>               schließlich ist es nicht gesund seinem Vorgesetzten zu<br>               widersprechen... Es sei denn natürlich, man kreditiert sich<br>               dabei beim Vorgesetzten des Vorgesetzten...<br><br><br>                                   ROMOR (CONT'D)<br>                         Ich will, dass Sie Wachen vor dem<br>                         Eingang zur Höhle postieren.<br>                             (beat)<br>                         Für den Fall, dass die beiden<br>                         Menschen doch einen Weg hinaus<br>                         finden sollten, sollen sie sie<br>                         aufhalten... Mit allen Mitteln...<br>                         Ich denke, Sie verstehen, wie ich<br>                         das meine.<br><br><br>                                   ZENTURION<br>                         Jawohl, Sir.<br><br><br>               Der Zenturion verlässt das Zelt.<br><br><br>               AUF Romor:<br><br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br><br>               FADE IN:<br><br><br>        35     EXT. WELTRAUM                                           35<br><br><br>               Ganz in der Nähe der Antares kommt die Logan aus dem Warp und<br>               nähert sich Schiff unserer Helden.<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        36     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            36<br><br><br>               Beem und Mestral sitzen bereits am Tisch und warten auf einen<br>               weiteren Teilnehmer der Besprechung. Um genau zu sein, auf<br>               eine Teilnehmerin. Und eben diese wird nun in diesem<br>               Augenblick von Lieutenant Mendez hereingeführt: CAPTAIN JOYCE<br>               HORNIAK, die Kommandantin der Logan.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                             (zu Hornikak)<br>                         Bitte sehr, Ma'am.<br><br><br>               Beem und Mestral erheben sich respektvoll.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Danke, Lieutenant.<br><br><br>               Mendez nickt und verlässt den Konferenzraum wieder in<br>               Richtung Brücke.<br><br><br>                                   HORNIAK (CONT'D)<br>                             (zu Beem und Mestral)<br>                         Gentlemen... Joyce Horniak.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Willkommen an Bord, Captain. Ich<br>                         bin Lieutenant Beem, amtierender<br>                         Captain und das hier ist Lieutenant<br>                         Mestral, Wissenschaftsoffizier und<br>                         momentan mein Erster Offizier.<br><br><br>               Horniak nickt kurz.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Setzen wir uns doch.<br><br><br>               Offenbar ist sie eine Person, die gewohnt ist alle<br>               Entscheidungen zu treffen.<br><br><br>                                   HORNIAK (CONT'D)<br>                         Wir sollten gleich zur Sache<br>                         kommen, denke ich.<br>                         Ihr Lieutenant Mendez hat mich über<br>                         die Situation informiert. Ich weiß,<br>                         dass Ihr Captain und Ihre<br>                         Chefingenieurin seit fünf Tagen in<br>                         von Romulanern besetzten Raum sind.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Soweit die Fakten.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Dann sagen Sie mir bitte,<br>                         Lieutenants, warum bin ich hier?<br><br><br>               Beem und Mestral sehen sich an. Meint sie diese Frage ernst?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir haben einen Rettungsplan<br>                         ausgearbeitet.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Nach fünf Tagen? Ich bitte Sie,<br>                         glauben Sie wirklich, dass die<br>                         beiden nach fünf Tagen im<br>                         feindlichen Raum noch am Leben<br>                         sind? Ich halte das für mehr als<br>                         unwahrscheinlich.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Der Captain ist ein harter Brocken.<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Okay. Der Diskussion willen möchte<br>                         ich jetzt einmal annehmen, dass die<br>                         beiden noch am Leben sind. - Wie<br>                         viele Romulanerschiffe befinden<br>                         sich bei diesem Planetoiden?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Elf.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                             (ironisch)<br>                         Ach, lediglich elf?<br>                             (ernst weiter)<br>                         Und wie gedenken Sie mit nur zwei<br>                         Schiffen gegen elf feindliche<br>                         Kreuzer anzutreten, ihre Linien zu<br>                         durchbrechen und ganz nebenbei auch<br>                         noch zwei Personen von der<br>                         Oberfläche eines Planetoiden zu<br>                         retten?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Unsere Chancen stehen nicht gut,<br>                         aber es ist zu schaffen.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sollten auch nicht den Wert<br>                         dieses Planetoiden für die<br>                         Sternenflotte vergessen.<br><br><br>               Er sieht Beems durchdringenden Blick.<br><br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (schnell)<br>                         Aber der ist natürlich in dieser<br>                         Situation erst einmal<br>                         nebensächlich.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Hatten die beiden irgendwelche<br>                         Verpflegung mit?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Im Shuttle befanden sich Vorräte,<br>                         aber...<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Aber was?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Aber die Romulaner haben es<br>                         vernichtet.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Und wie sollen Caylon und ihre<br>                         Chefingenieurin fünf Tage ohne<br>                         Wasser auf diesem Felsen überlebt<br>                         haben... immer ausgegangen von der<br>                         Tatsache, dass die Romulaner sie<br>                         nicht bereits aufgespürt und<br>                         getötet haben?<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wie bereits gesagt: Der Captain ist<br>                         ein harter Brocken.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                             (kalt)<br>                         Auch "harte Brocken" brauchen<br>                         Wasser.<br><br><br>               Beem blickt hilfesuchend zu Mestral.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es besteht die Möglichkeit, dass es<br>                         Wasservorkommen auf dem Planetoiden<br>                         gibt.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Sie haben bei Ihrem Aufenthalt dort<br>                         aber keine entdeckt?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Aber sie haben auch nicht danach<br>                         gesucht.<br><br><br>               Horniak schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Tut mir leid, meine Herren.<br><br><br>               Sie steht auf und geht zur Tür.<br><br><br>               Beem steht ebenfalls auf. Wütend.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Als Commander Müller und ich<br>                         Gefangene der Romulaner waren hat<br>                         der Captain alles unternommen, um<br>                         uns zu retten.<br><br><br>               Horniak bleibt stehen, dreht sich jedoch nicht zu Beem um,<br>               hört ihm nur zu.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Herrgott, es ist in eine Arena<br>                         gestiegen und hat einen<br>                         unmenschlichen Kampf für uns<br>                         geführt... wir sollten keinen der<br>                         beiden so einfach abschreiben!<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                             (noch immer ohne sich<br>                              umzudrehen)<br>                         Ich kenne den Bericht. Das war eine<br>                         andere Situation.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                             (vulkanisch logisch)<br>                         Jede Situation ist anders, Captain.<br><br><br>               Beem tritt nun um den Tisch herum und geht ein Stück auf<br>               Horniak zu.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Die MACOs haben ein Motto, Captain.<br><br><br>               Horniak dreht sich nun wieder um.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Wir sind nicht die MACOs.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Nein, aber wir könnten uns eine<br>                         Scheibe von ihnen abschneiden...<br>                         "Semper fidelis", Captain. "Für<br>                         immer treu".<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   HORNIAK<br>                         Unsere Chancen auf Erfolg sind fast<br>                         gleich null.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir bitten nur darum, dass wir es<br>                         versuchen dürfen, Captain. - Wir<br>                         fliegen rein, tun unser Bestes, um<br>                         die beiden zu retten.<br>                             (beat)<br>                         Das sind wir ihnen schuldig... das<br>                         ist die gesamte Menschheit ihnen<br>                         schuldig...<br><br><br>               AUF Horniaks undeutbares Gesicht:<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        37     INT. HÖHLE                                              37<br><br><br>               Caylon hat mittlerweile mehrere Steine zum glühen gebracht.<br>               Und neben dem Licht hat dies auch den Vorteil, dass es sich<br>               in der Höhle etwas erwärmt und Wärme hat Müller in ihrer<br>               Situation dringend nötig.<br><br><br>               Die Chefingenieurin der Antares liegt am Boden. Die Augen nur<br>               ein Stück weit geöffnet. Von Caylon ist keine Spur.<br><br><br>               Wir HÖREN Schritte. Wir schwenken mit der Kamera in die<br>               Richtung, aus der sie kommen und entdecken Caylon, seinen<br>               Pistolenhalfter in der Hand.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Da bin ich wieder. Ich hab uns<br>                         etwas Wasser mitgebracht.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn ich "uns" sage, dann meine<br>                         ich hauptsächlich "Ihnen".<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Wenigstens stimmt hier der<br>                         Zimmerservice.<br><br><br>               Caylon kniet sich neben ihn nieder und hilft ihr ein paar<br>               kleine Schlücke aus seinem Halfter zu trinken.<br><br><br>               Müller hustet.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Scheußlich!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist nicht gerade das Beste und<br>                         sauberste, ich weiß. Aber ich hatte<br>                         nur meine Uniform als Filter und<br>                         folglich ist nur der gröbste<br>                         Schmutz raus.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach)<br>                         Wie heißt es doch so schön? "Dreck<br>                         reinigt den Magen".<br><br><br>               Lange Zeit sagen die beiden nichts... Sie sehen einander<br>               einfach nur tief in die Augen. Es sind Blicke tiefster und<br>               innigster Freundschaft... und vielleicht noch mehr.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schwach; leise)<br>                         Ich kann mir nichts Schöneres<br>                         vorstellen...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja, ich kann mir schon etwas<br>                         schöneres vorstellen, als dreckiges<br>                         Wasser in einer Höhle auf einem von<br>                         Feinden besetzten Planetoiden zu<br>                         trinken.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schwach; leise)<br>                         Das meinte ich nicht.<br>                             (hustet)<br>                         Es geht mit mir zu Ende,<br>                         Frederick... das spüre ich.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagen Sie nicht sowas.<br><br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (siehe oben)<br>                         Lassen Sie mich einfach sagen, was<br>                         ich sagen will, bitte.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schwach; leise)<br>                         Ich kann mir nichts Schöneres<br>                         vorstellen, als meine letzten<br>                         Stunden mit Ihnen zu verbringen,<br>                         Frederick.<br><br><br>               Der Captain will etwas darauf erwidern, doch er bringt keinen<br>               Ton heraus. Also fährt Müller fort.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (s.o.)<br>                         Erinnern Sie sich noch ans<br>                         vergangene Jahr? Als wir alle von<br>                         diesem Krankheitserreger befallen<br>                         waren und um unser Leben kämpften?<br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br><br>        38     EXT. HAUPPTSTADT DER NÉNSU - LANDEPLATTFORM - ABEND     38<br>               (FALSHBACK: 1X11 "DIE SEUCHE")<br><br><br>               Auf Liegen werden nach und nach alle Crewmitglieder der<br>               Antares in das Krankenhaus gebracht.<br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br><br>        39     INT. HÖHLE                                              39<br><br><br>               wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Wie könnte ich das vergessen?<br><br><br>               Müller nickt andeutungsweise.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise; schwach)<br>                         Wissen Sie auch noch, was Sie zu<br>                         mir gesagt haben, als ich in meinem<br>                         Fieberwahn war?<br>                             (beat)<br>                         Denn ich weiß es noch.<br><br><br>               Caylon nickt.<br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br><br>        40     INT. ANTARES - MÜLLERS QUARTIER (FLASHBACK: 1X11 "DIE   40<br>               SEUCHE")<br><br><br>               Das Licht in Müllers Quartier ist stark gesenkt, Caylon sitzt<br>               auf einem Hocker neben Commander Nicole Müllers Bett, wacht<br>               neben ihr, während sie im Sterben liegt. Nur schwach sind<br>               ihre Augen geöffnet, sie wirkt aufgedunsen, ist blass und so<br>               schwach, dass sie Mühe hat, Caylon anzusehen oder zu<br>               sprechen.<br><br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Nicole... ich liebe Sie.<br><br><br><br>                                                           FLASHCUT TO:<br><br><br>        41     INT. HÖHLE                                              41<br><br><br>               wie zuvor.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich... ich... sagte, dass--<br><br><br>               Müller nickt vorsichtig.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Bevor ich sterbe... möchte ich,<br>                         dass Sie wissen: Ich liebe dich<br>                         auch, Frederick...<br><br><br>               Die beiden sehen sich noch immer tief in die Augen...<br><br><br>               Long beat.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Hast du da denn gar nichts zu zu<br>                         sagen?<br><br><br>               Wieder ist Caylon nicht in der Lage etwas zu antworten... Wir<br>               SEHEN, dass er sich wirklich bemüht, doch aus seinem Mund<br>               bringt er keinen Laut hervor.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (leise; schwach)<br>                         Schon gut... Du musst nichts<br>                         sagen... ich kann deine Antwort in<br>                         deinen Augen--<br><br><br>               PLÖTZLICH fängt sie heftigst an zu zucken und husten, spuckt<br>               dabei etwas Blut.<br><br><br>               Caylon schreckt sofort auf, will ihr helfen, weiß jedoch<br>               nicht, was er tun kann. Er schließt sie schließlich "nur" in<br>               seine Arme.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (verzweifelt)<br>                         Nicole! Nicole!<br><br><br>               Ihre Augen verdrehen sich und das Zucken hört auf.<br><br><br>               Caylon hält sie noch immer fest in seinem Armen umschlossen.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (verzweifelt)<br>                         Nicole! Nein! NEIN!!!<br><br><br>                                                          SMASH CUT TO:<br><br><br>        42     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               42<br><br><br>               Die elf Birds of Vengeance umkreisen ihn auch weiterhin.<br><br><br>               PLÖTZLICH kommt die Logan aus dem Warp gesprungen und<br>               eröffnet sogleich das Feuer auf die Feinde mit Phasenkanonen<br>               und photonischen Torpedos.<br><br><br><br>               Fünf der BOVs wenden sich vom Planetoiden ab und fliegen auf<br>               die Logan zu.<br><br><br>               KURZ DARAUF kommt auch die Antares aus dem Warp und greift<br>               diese fünf Schiffe von hinten an.<br><br><br>               Drei weitere Birds of Vengeance entfernen sich nun vom<br>               Planetoiden und greifen in das Kampfgeschehen ein.<br><br><br>        43     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   43<br><br><br>               Mestral an er Wissenschaft, Torlan an der Kommunikation,<br>               Mendez an der Taktik, Beem hat das Kommando und ein ND am<br>               Steuer.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Es funktioniert!<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (ins Interkom)<br>                         Sie haben ein Go!<br><br><br>        44     EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOLGEND                       44<br><br><br>               Die Tore des Shuttlehangars der Antares öffnen sich und ein<br>               Shuttle kommt mit fast vollem Impuls herausgeflogen.<br><br><br>        45     EXT. WELTRAUM - PLANETOID - FOLGEND                     45<br><br><br>               Das Shuttle entfernt sich rasend schnell von der Antares und<br>               steuert zwischen den Romulanern hindurch, direkt zum - nun<br>               nur noch von drei Birds of Vengeance bewachten - Planetoiden<br>               zu.<br><br><br>        46     INT. SHUTTLE - COCKPIT - FOLGEND                        46<br><br><br>               Tschernovsky sitzt am Steuer. An einer Konsole dahinter<br>               befindet sich DOKTOR KATHRINE MILLER, unsere Bordärztin.<br><br><br>               Durchs Cockpitfenster SEHEN WIR, wie zwei der BOVs Kurs auf<br>               das Shuttle nehmen und das Feuer mit allen Waffen eröffnen.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Festhalten!<br><br><br>               Geistesgegenwärtig hält sich Miller an der Konsole vor ihr<br>               fest.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Oh mein Gott!<br><br><br>               Tschernovsky weicht allen Geschossen und Disruptorstößen der<br>               Romulaner nur um Haaresbreite aus. Miller scheint einem<br>               Herzanfall nahe zu sein.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (jubelt)<br>                         Yeeeeeeeeeeeehaaaaaaaaaaa!<br><br><br>        47     EXT. WELTRAUM - PLANETOID - FOLGEND                     47<br><br><br>               Das Shuttle drängelt sich nun am letzten Bird of Vengeance<br>               vorbei. Es überfliegt das Romulanerschiff in einer Höhe von<br>               lediglich zwei Metern. Und das mit vollem Impuls!<br><br><br>        48     INT. SHUTTLE - COCKPIT - FOLGEND                        48<br><br><br>               Das Shuttle hat nun freie Bahn zum Planetoiden.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Tun Sie sowas bitte NIE wieder!<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Kann ich nicht versprechen, Doktor.<br>                             (beat)<br>                         Fühlen Sie sich in der Lage nach<br>                         dem Captain und Commander Müller zu<br>                         scannen?<br><br><br>               Miller nickt.<br><br><br>        49     EXT. PLANETOID - HÜGELKETTE - KURZ DARAUF               49<br><br><br>               Das Shuttle ist noch immer mit vollem Impuls unterwegs und<br>               kommt nun wenige Meter vor dem zusammengestürzten Eingang zu<br>               Caylon und Müllers Höhle zum Stehen.<br><br><br><br>               Die beiden hier postierten Romulanischen Wachen eröffnen das<br>               Feuer mit ihren Disruptorgewehren. Damit können Sie jedoch<br>               herzlich wenig gegen das Shuttle ausrichten. Sie "kratzen"<br>               nur ein bisschen am Lack.<br><br><br>        50     INT. SHUTTLE - COCKPIT                                  50<br><br><br>               wie zuvor.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Etwa sieben Tonnen Gestein<br>                         versperren uns den Weg.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verdammt! Wir haben keine Zeit, uns<br>                         dadurch zu wühlen...<br>                             (beat)<br>                         Wir werden wohl etwas drastischere<br>                         Maßnahmen in Betracht ziehen<br>                         müssen.<br><br><br>        51     EXT. PLANETOID - HÜGELKETTE                             51<br><br><br>               Das Shuttle feuert einen Stoß seiner Phasenkanone auf den<br>               Höhleneingang und desintegriert die den Eingang versperrenden<br>               Trümmer. Und mit ihnen auch die beiden Romulaner. Danach<br>               setzt es zur Landung an.<br><br><br>               Eine Luke öffnet sich und Miller steigt heraus.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY (O.S.)<br>                             (aus dem Shuttle)<br>                         Schaffen Sie das allein, Doktor?<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (wenig begeistert)<br>                         Habe ich denn eine Wahl?<br>                         Einer von uns muss beim Shuttle<br>                         bleiben und der andere Müller und<br>                         Caylon suchen... und Letzteres<br>                         sollte der Arzt unter uns beiden<br>                         machen.<br><br><br>               Sie macht sich - mit gezogener Phasenpistole - auf in die<br>               Höhle.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br><br>        52     INT. HÖHLE - ETWAS SPÄTER                               52<br><br><br>               Caylon hält Müller noch immer in seinen Armen... sie ist auch<br>               weiter regungslos... leblos.<br><br><br>               SCHRITTE hallen durch die Höhle.<br><br><br>               Caylon legt Müller vorsichtig zu Boden und richtet seine<br>               Phasenpistole in die Richtung, aus der die Schritte kommen.<br>               Er feuert!<br><br><br>               Der Strahl erhellt die Höhle und wir SEHEN, wie er Miller nur<br>               um ein paar Zentimeter verfehlt. Die Ärztin wirft sich zu<br>               Boden.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (ruft)<br>                         Verdammt! Ich bin es! Miller!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Gott sei Dank!<br>                             (ruft)<br>                         Kommen Sie schnell, Doktor!!!<br><br><br>               Sie springt wieder auf und läuft die letzten paar Meter zu<br>               den beiden.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole geht es sehr schlecht.<br><br><br>               Miller holt sofort ihren Scanner hervor und untersucht Müller<br>               rasch.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Sie muss sofort auf die Antares!<br><br><br>                                                                CUT TO:<br><br><br>        53     EXT. PLANETOID - HÜGELKETTE - KURZ DARAUF               53<br><br><br>               Miller und Caylon (er trägt Müller) kommen aus der Höhle<br>               heraus gelaufen und zum und ins Shuttle hinein. Dieses hebt<br>               sofort ab.<br><br><br>        54     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               54<br><br><br>               Das Shuttle kommt von der Oberfläche und steuert wieder in<br>               einem wilden Kurs zwischen den Birds of Vengeance her.<br><br><br>               Die Antares und die Logan schlagen sich derweil noch immer<br>               mit acht BOVs herum. Die Logan hat es bereits schwer<br>               erwischt. Eine ihrer Warpgondeln fehlt, überall auf dem<br>               Schiff gibt es Hüllenbrüche.<br><br><br>        55     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   55<br><br><br>               wie zuvor.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKYS KOMMSTIMME<br>                         Shuttle 2 an Antares, wir haben<br>                         sie. Sind in dreißig Sekunden bei<br>                         Ihnen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Verstanden. Steuer, bringen Sie uns<br>                         so in Position, dass das Shuttle<br>                         einen optimalen Einflugwinkel zum<br>                         Hangar hat und wir die Schilde nur<br>                         so kurz wie möglich senken müssen.<br><br><br>                                   CONN<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>                                   HORNIAKS KOMMSTIMME<br>                         Logan an Antares... wir geben Ihnen<br>                         Deckung, so lange Sie Ihre Schilde<br>                         unten haben... sobald Sie das<br>                         Shuttle an Bord haben verschwinden<br>                         Sie!<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wir lassen Sie hier nicht zurück,<br>                         Captain!<br><br><br>                                   HORNIAKS KOMMSTIMME<br>                         Oh doch, das werden Sie. Und das<br>                         dürfen Sie als Befehl verstehen,<br>                         Lieutenant.<br>                             (beat)<br>                         Unser Warpantrieb ist zerstört, wir<br>                         können überhaupt nicht fliehen!<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Das Shuttle ist in zehn Sekunden<br>                         da.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Schilde runter!<br><br><br>               Die Antares wird einige male schwer getroffen. Konsolen<br>               explodieren, Funken sprühen, Leitungen platzen.<br><br><br>                                   MENDEZ<br>                         Das Shuttle ist an Bord. Ich hebe<br>                         die Schilde!<br><br><br>                                   HORNIAKS KOMMSTIMME<br>                         Sehr gut, jetzt sehen Sie zu, dass<br>                         Sie Land gewinnen das ist ein<br>                         Befehl! Horniak Ende!<br><br><br>               Beat.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (zum Steuermann)<br>                         Sie haben den Befehl gehört,<br>                         Steuer...<br><br><br>                                   CONN<br>                         Aber...<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Maximumwarp!<br><br><br>        56     EXT. WELTRAUM - PLANETOID                               56<br><br><br>               Die Antares verlässt das Kampfgebiet mit Warpgeschwindigkeit.<br><br><br>               Die acht BOVs richten ihr Feuer nun einzig und allein auf die<br>               Logan, welche nun langsam beginnt unter dem Beschuss völlig<br>               auseinander zu fallen...<br><br><br>                                                        SLOWLY DISSOLVE<br>                                                                    TO:<br>        57     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           57<br><br><br>               Caylon und Müller liegen auf zwei Biobetten. <br>Beide sind<br>               bewusstlos (oder schlafen sie nur?). Miller ist im<br>               Hintergrund am arbeiten.<br><br><br>               Der Captain erwacht in diesem Augenblick und setzt sich<br>               langsam auf. Miller bemerkt dies.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Willkommen zurück, Captain.<br><br><br>               Caylon sieht Müller auf dem benachbarten Biobett liegen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie geht es ihr?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Es hat sie schwer erwischt,<br>                         Captain...<br>                             (beat)<br>                         Es wird eine Weile dauern, aber sie<br>                         wird sich wieder vollkommen<br>                         erholen, Sir.<br><br><br>               Daraufhin verlässt die Ärztin den Captain wieder um im<br>               Hintergrund einigen "Papierkram" aufzuarbeiten.<br><br><br>               Caylon steigt vorsichtig von seinem Biobett herab und setzt<br>               sich auf den Stuhl neben Müllers. Vorsichtig ergreift er ihre<br>               Hand...<br><br><br>               AUF Müllers von Caylons Hand umschlossener Hand:<br><br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br><br>                                        ENDE<br><br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4456</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x04 - Schwarzmarkt</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x04-schwarzmarkt-r4404/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12813.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0204.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x04) - "Schwarzmarkt"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,95 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares bekommt den Befehl ein von der Erdregierung angeordnetes Handelsverbot durchzusetzen - notfalls militärisch. Dabei stößt die Antares auf den Frachter "Polar Star". Die Frachter-Crew scheint unvorsichtig mit gefährlicher Ware gewesen zu sein, denn ein Großteil der Besatzung ist sterbenskrank.</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><br><center><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover2x04_render.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover2x04_render.jpg"></a><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x04_kampfaufwarp.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x04_kampfaufwarp.jpg"></a><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x04_aufwarp.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x04_aufwarp.jpg"></a><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x04_antaresfeuert.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x04_antaresfeuert.jpg"></a><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x04_angedockt.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x04_angedockt.jpg"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><center><b><i><font size="3">Ältere Episoden findet ihr<br>in unserem <a href="http://forum.scifinews.de/index.php?showtopic=3454">Episodenguide</a>.</font></i></b></center><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Schwarzmarkt"<br>                                    written by<br>                               Marcel Labbé-Laurent<br><br><br><br>                                      RECAP<br><br>       R01     SCHWÄRZE                                               R01<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek:<br>                         Antares"...<br><br>               FADE IN:<br><br>       R02     INT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE DER WELTGEMEINSCHAFTR02<br>               (2X02 "NEUE ZEITEN")<br><br>               Forrest und sechs Militärs beobachten angespannt die Lage.<br><br>                                   FORREST<br><br>                             (in den Monitor<br>                              sprechend)<br>                         Ich autorisiere "Last Hope".<br><br><br>       R03     EXT. ERDE - ATLANTISCHER OZEAN - TAG (2X02 "NEUE ZEITEN")R03<br><br>               Die Sonne spiegelt sich schier unendlich oft auf der<br>               glitzernden Wasseroberfläche des bis zum Horizont und<br>               darüber hinaus reichenden Atlantischen Ozeans wider: Ein<br>               malerischer, bezaubernder und friedlicher Anblick.<br><br>               Plötzlich sehen wir Wellen in Form von konzentrischen<br>               Kreisen, das Wasser fängt an zu bibbern, wir hören ein<br>               dumpfes, immer lauter werdendes, tieffrequentiges Brummen.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                             (bedrückt)<br>                         Vor nicht mal hundert Jahren<br>                         haben diese Waffen dieses<br>                         Paradies dort unten fast<br>                         vernichtet.<br><br>               Plötzlich schießen zahlreiche Raketen aus dem Wasser,<br>               verdrängtes Wasser spritzt durch die Luft und glänzt im<br>               Sonnenschein. Direkt vor uns verlässt schließlich nach etwa<br>               vier Sekunden eine Rakete das Wasser, ihr aufgerüsteter<br>               Implusantrieb wirbelt die Oberfläche auf und beult sie für<br>               einen kurzen Moment gar aus.<br><br>               Wir verfolgen mit der Kamera den Weg der Raketen nach oben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R04     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; FLOTTE (2X02 "NEUE ZEITEN")  R04<br><br>               Ein Hagel aus laserbasierten, grün leuchtenden Waffen<br>               trifft die zwölf Schiffe. Plasmatorpedos prallen auf die<br>               schnell fliegenden Sternenflottenkreuzer. Nach nur wenigen<br>               Sekunden Beschuss werden zwei der zwölf Schiffe zerfetzt.<br><br>               Ebenso werden zwei Raketen getroffen, die sofort<br>               zurückfallen und nicht mehr mit der Flotte mithalten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R05     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; ROMULANISCHE FLOTTE (2X02 "NEUER05<br>               ZEITEN")<br><br>               Ein Lichtblitzm, so hell wie die Sonne, scheint den<br>               gesamten Raum zu erleuchten. Die gesamte romulansiche<br>               Flotte, obwohl sie sicherlich vom einem bis zum anderen<br>               Ende über hudnert Kilometer sich erstreckt, verschwindet in<br>               einer Explosion, wie sie noch kein Mensch zuvor gesehen<br>               hat.<br><br>               Eine riesige, gelb-orange-farbene Druckwelle schleudert,<br>               nach dem Abklingen des hellen Lichts, Trümmer und Überreste<br>               der Flotte von sich.<br><br>               Die Antares ist bereits weit weg, als die Explosion sich zu<br>               einem glühenden Feuerball verwandelt, der in der Kühle des<br>               Raums schnell abkühlt und sich auflöst. Es gibt keine Luft,<br>               um Feuer oder eine Explosion am Leben zu erhalten.<br><br>               Doch ihre Aufgabe haben die Sprengkörper erfüllt: Die<br>               Flotte von über hundert Schiffen ist verschwunden.<br>               Umherrasende Trümmer sind die letzen reste dieser<br>               gewaltigen Streitmacht.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>       R06     EXT. ANTARES (2X03 "NACHWIRKUNGEN")                    R06<br><br>               Wir sehen, wie die Antares, gefolgt von ihren<br>               Schwesterschiffen, langsam dem Jupiermond Europa nähert.<br><br>               Wir erkennen nun einen Werfkomplex mit 5 Trockendochks, die<br>               um eine Starbase herum ausgerichtet sind.<br><br>               Es ist die JUPITER STATION.<br><br>       R07     INT. JUPITER STATION (2X03 "NACHWIRKUNGEN")            R07<br><br>               Das große Büro hat auf der linken Seite eine gemütliche<br>               Sitzecke. Auf der rechten Seite ist eine Gallerie mit<br>               Bildern und Modellen von Raumschiffen, die bisher für die<br>               Sternenflotte tätig waren. Es erinnert etwas an die<br>               Gallerie wie wir sie aus TNG kennen.<br>               Ein großes Fenster, von dem man auf das Dock sehen kann, in<br>               dem die Babylon liegt, ist aber dennoch der Blickfang des<br>               Büros.<br><br>               Davor steht ein großer Schreibtisch, der mindestens<br>               ebensoviele PADs beherrbergt, wie im Vorraum. Hinter dem<br>               Schreibtisch sitzt ein müde wirkender Admiral Forrest, der<br>               gerade sehr beschäftigt zu sein scheint.<br><br>               Er blickt zu Caylon auf und gibt ihm mit einer Handbewegung<br>               zu verstehen, dass er in einem der Stühle vor dem<br>               Schreibtisch Platz nehmen soll. Caylon kommt dieser<br>               Aufforderung nach.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das Oberkommando hat beschlossen,<br>                         eine kleine Ehrung für Sie und<br>                         ihre Crew geben wird, ebenso wie<br>                         einen Gottesdienst, in dem wir<br>                         unseren Gefallenen Kammeraden<br>                         gedenken wollen.<br><br>       R08     INT. JUPITER STATION (2X03 "NACHWIRKUNGEN")            R08<br><br>                                   FORREST<br><br>                         Ach, und nochwas: Sie werden, wenn<br>                         sie wieder auslaufen ein neues<br>                         Crewmitglied bekommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein neues Crewmitglied? In welcher<br>                         Funktion?<br><br>                                   FORREST<br>                         Als Schiffspsychologe.<br><br>       R09     EXT. CAPE CANEVERAL - 12 TAGE SPÄTER (2X03 "NACHWIRKUNGEN")R09<br><br>               Wir sehen aus der Vogelperspektive Cape Caneveral, zumindest<br>               das was davon übrig ist. Denn das Cape wurde im 3. Weltkrieg<br>               fast komplett zerstört. Heute erinnern nur noch ein Nachbau<br>               der Abschussrampe und eine riesige Gedenktafel an den alten<br>               Weltraumbahnhof.<br><br>               Auf einem großen Platz sind viele Stühle und eine Bühne<br>               aufgebaut. Die Stühle sind mit vielen<br>               Sternenflottenoffizieren und Zivilisten besetzt. Auf der<br>               Bühne ist ein Podium aufgebaut, hinter dem wir unter anderem<br>               die Führungsoffiziere der Antares und etlich Admiräle<br>               erkennen können.<br><br>               Unweit des Geländes, welches von einem Sicherheitszaun<br>               umgeben ist, der zusätzlich von Sicherheitsoffizieren<br>               gesichert wird, hat sich eine große Menschenmege eingefunden,<br>               um gegen die Veranstaltung zu demonstrieren.<br><br>               Einge tragen Transparente mit Aufschriften wie zum Beispiel:<br>               "Erde den Menschen" oder "Stoppt den Vorstoß ins Ungewisse".<br><br>       R10     EXT. CAPE CANEVERAL - AUF DER BÜHNE (2X03 "NACHWIRKUNGEN")R10<br><br>               Caylon schaut unruhig zu den Demonstranten rüber. Müller<br>               bemerkt dies.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Stimmt etwas nicht, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss immer nur an die Bemerkung<br>                         von Osbourne denken. Das sie<br>                         überall wären. Was, wenn er recht<br>                         hat? Was wenn er mehr Einfluss<br>                         gewinnt?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde nicht alles glauben, was<br>                         er sagt. Die Menschen sind jetzt<br>                         beunruhigt und dann leicht<br>                         beeinflussbar. Sie werden sehen, in<br>                         ein paar Wochen werden sich alle<br>                         wieder beruhigt haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe Sie haben recht, Nicole.<br>                         Ich hoffe es inständig. Denn<br>                         komplette Isolation wäre gerade zum<br>                         jetzigen Zeitpunkt der größte<br>                         Fehler, den man machen könnte.<br><br>               Wir sehen nun eine Person an den beiden vorbeigehen. Die<br>               Kamera folgt nun der Person, bis diese das Podium erreicht.<br>               Wir erkennen, dass es sich bei der Person um Admiral Forrest<br>               handelt.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Nun sehen wir Admiral Forrest vor dem Podium stehen. Er<br>               blickt in die Menge, räuspert sich einmal und beginnt dann<br>               seine Rede zu verlesen.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Ladies und Gentlemen, verehrte<br>                         Offiziere und Angehörige! Ich heiße<br>                         Sie alle hier am Cape Canaveral<br>                         herzlich willkommen.<br><br>       R11     EXT. CAPE CANEVERAL - AUF DER BÜHNE (2X03 "NACHWIRKUNGEN")R11<br><br>               Begeistert aplaudieren die anwesenden Gäste und geben<br>               Standing Ovations.<br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br><br>                         Aus diesem Grund möchten wir die<br>                         Crew der Antares für ihren großen<br>                         Mut und ihre Opferbereitschaft<br>                         auszeichnen.<br><br>               Der Admiral entfernt sich etwas vom Podium und Caylon und<br>               seine Offiziere erheben sich von ihren Stühlen. Ein<br>               Lieutenant in Gardeuniform stellt sich vor die Gruppe und<br>               neben den Admiral und öffnet eine Schatulle. Der Admiral<br>               entnimmt dieser Schatulle immer einen Orden, den er dann<br>               jedem aus der Führungscrew an die Brust heftet. Er beginnt<br>               mit Caylon und arbeitet sich dann bis zu Ensign Tschernovski<br>               durch. Dann verlässt die Crew der Antares die Bühne und wird<br>               von Sicherheitsleuten an den Demonstranten vorbeigeführt, die<br>               nun beginnen, die Crew auf's übelste zu beschimpfen. Einige<br>               werfen sogar mit Gegenständem auf die Crew. Das<br>               Schicherheitspersonal hat große Mühe, die Meute unter<br>               Kontrolle zu haben.<br><br>       R12     EXT. AUF EINEM HÜGEL NAHE DES CAPE CANEVERALS (2X03    R12<br>               "NACHWIRKUNGEN")<br><br>               Nahe des Capes steht eine einzelne Person auf einem Hügel und<br>               betrachtet durch ein Fernglas das Geschehen. Das Fernglas<br>               versperrt und die komplette Sicht auf das Gesicht der Person,<br>               sodass wir erst nicht erkennen können, um wen es sich dabei<br>               handelt. Als die Person dann aber das Fernglas runternimmt,<br>               können wir die Person erkennen: Es ist Osbourne, der sich<br>               scheibar darüber freut, was dort unten geschieht.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. WELTRAUM - WARPSPUR                                 1<br><br>               Wir sehen die Antares dem Bildschirm mit hoher<br>               Warpgeschwindigkeit entgegenrasen. Die Schlirren aus<br>               Sternen peitschen nur so an dem Schiff vorbei. Auch wenn<br>               das im lautlosen All nicht zu hören ist, erweckt es diesen<br>               Eindruck.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Hier spricht Captain Frederik<br>                         Caylon von der S.S. Antares. Wir<br>                         sind ihnen in Waffenstärke weit<br>                         überlegen. Verlangsamen sie und<br>                         übergeben sie uns ihr Schiff.<br><br>               ANDERER WINKEL<br><br>               Ein anderes Schiff fliegt vor der Antares, dass sie ganz<br>               offensichtlich versucht zu verfolgen und einzuholen.<br><br>               Dabei handelt es sich um einen Erdenfrachter, die Kamera<br>               fixiert die Registrierung und wir lesen dort deutlich: ECS<br>               POLAR STAR.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    2<br><br>               CAYLON steht vor seinem Captain's Chair und blickt zum<br>               Hauptschirm. An ihren Konsolen sitzen LIEUTENANT BEEM,<br>               LIEUTENANT MESTRAL, TORLAN und ENSIGN TSCHERNOVKSY.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Sie verstoßen gegen das erhängte<br>                         Handelsverbot im Sol-System.<br><br>               Eine kurze Wartepause folgt, Zeit dem Gejagten eine<br>               Entscheidung treffen zu lassen. Doch es erfolgt keine<br>               Reaktion.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie lassen mir keine andere Wahl.<br><br>               Caylon nickt Beem zu, beide verstehen, was dies bedeutet.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         3     EXT. WELTRAUM - WARPSPUR                                 3<br><br>               Die Antares hängt dem Frachter am Heck und eröffnet nun<br>               noch das Waffenfeuer.<br>               Orangfarbene Phaserblitze zucken abwechselnd von der<br>               linken, rechten und unteren, an der Sekundärhülle<br>               angebrachten, Phasenkanone dem Erdenfrachter entgegen.<br>               Dieser ist zu behäbig, um auf Warp besondere<br>               Ausweichmanöver zu vollführen, lediglich die leichte<br>               Andeutung von Schwenkern sind zu erkennen.<br><br>               Die Antriebsaggregate und umliegende Schiffsteile werden<br>               durch die Phaserschüsse beschädigt, es kommt zu kleinen<br>               Explosionen und Mikrofrakturen, aus denen dank dem Vakuum<br>               des Alls zwar kein Feuer lodert, jedoch treiben<br>               Rauchschwaden heraus.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Geben Sie auf!<br><br>               Die Crew des Frachters erkennt, dass sie gegen ein gut<br>               ausgerüstet Starfleet-Schiff keine Chance hat und<br>               verlangsamt unter Warp. Die Antares tut es ihnen gleich.<br><br>         4     EXT. WELTRAUM                                            4<br><br>               Im normalen Weltraum treiben beide Schiffe mit einer<br>               gewissen Restbeschleunigung weiter. Die Polar Star hat<br>               jedoch ihr Probleme die Kontrolle zu halten und dreht sich<br>               sowohl um die eigene Achse als auch in der horizontalen von<br>               der Antares weg.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    5<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, sagen Sie denen, sie<br>                         sollen das Schiff stabilisieren,<br>                         damit wir andocken können.<br><br>               Torlan aktiviert die Verbindung. Es folgt eine Sekunde des<br>               Wartens auf eine Reaktion.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Keine Antwort, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, können Sie auch so<br>                         andocken?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (bestätigungsuchend)<br>                         Ich soll also unsere Drehung der<br>                         Polar Star angleichen und die<br>                         Relativbewegung auf Null setzen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ähm, hab ich das nicht gesagt?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (freudig)<br>                         Nicht leicht, Sir, aber fordernd.<br>                         Mit Vergnügen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         6     EXT. WELTRAUM                                            6<br><br>               Die Antares setzt zu einer Drehung in die selbe Richtung<br>               an, die die Polar Star eingeschlagen hat.<br><br>               NAHAUFNAHME STEUERDÜSE<br><br>               Wir sehen eine der kleinen, auf dem Diskussegment der<br>               Antares verteilten Steuer- oder auch Manövrierdüsen, aus<br>               denen für die Dauer von wenigen Sekunden ein starker<br>               Gasdampf unter hohen Druck entweicht und emporschießt. Der<br>               Ausstoß stoppt wieder, nur um einige Sekunden wieder ein<br>               zweites Mal gezündet zu werden.<br><br>               AUFNAHME GANZE ANTARES<br><br>               Die Antares zündet abwechselnd alle Steuerdüsen in einem<br>               fast schon melodischen Rhythmus und ist nun so gut wie an<br>               der Polar Star dran. Wir sehen WIE nah sie dran ist und<br>               sich weiter nähert. Zentimeter...Millimeter...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         7     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    7<br><br>               Wie zuvor. Das Geräusch zweier Metallplatten, die<br>               aufeinander drücken hallt durch das Schiff, gefolgt von dem<br>               schmerzhaften Krach des selben Metalls, das aufeinander<br>               reibt.<br><br>               Caylon hält sich die Ohren zu.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verzeihung. Lies sich leider<br>                         nicht vermeiden.<br><br>               Nun erklingt als wahrliche Wohltat der Ton der<br>               Andockschleuse, die sich an der Polar Star verankert und<br>               schließt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Angedockt, Sir.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         8     EXT. WELTRAUM                                            8<br><br>               Die Antares und die Polar Star haben aneinander angedockt<br>               und gleiten im Doppelpack durchs All.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Logbuch des Captains, 9. März<br>                         2157. Nach ihrem knapp<br>                         dreiwöchigen Aufenthalt in den<br>                         Jupiterwerften ist die Antares<br>                         nun komplett generalüberholt und<br>                         von den schweren Schäden des<br>                         Angriffes der Romulaner repariert<br>                         worden. Unsere erste neue Mission<br>                         nach Verlassen des Trockendocks<br>                         ist zugleich eine sehr unschöne<br>                         Mission. Wir wurden beauftragt<br>                         die Bestimmungen der neuen<br>                         Notverordnungen bezüglich der<br>                         Handelristriktionen militärisch<br>                         durchzusetzen. Darunter fallen<br>                         die übrig gebliebenen Trümmer<br>                         unser eigenen Schiffen, vorallem<br>                         aber die romulanischen Trümmern,<br>                         aus denen sich Starfleet wichtige<br>                         Erkenntnisse über unseren Feind<br>                         erhofft. Durch den Angriff und<br>                         unseren nuklearen Gegenschlag hat<br>                         sich ein großer Haufen an<br>                         radioatkiven "Schrotts" zwischen<br>                         den Bahnen von Erde und Mars<br>                         gebildet. Dummerweise hat sich<br>                         dafür ein lukrativer Schwarzmarkt<br>                         gefunden, Starfleet kann es sich<br>                         jedoch nicht leisten, wichtige<br>                         Informationen an zwieliche Leute<br>                         zu verlieren, die diese an den<br>                         Meistbietenden weiterverkaufen.<br>                         Daher ist es unsere leidvolle<br>                         Aufgabe diesen Handel zu<br>                         unterbinden, verdächte Schiffe<br>                         auszumachen und die Schmuggler<br>                         festzunehmen.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>         9     INT. ANTARES - ANDOCKSCHLEUSE                            9<br><br>               Captain Caylon, LIEUTENANT MILLER, Lieutenant Beem und ein<br>               Sicherheitsteam aus vier Leuten (ENSIGN kOWALSKI, CREWMAN<br>               SMITH, LIEUTENANT MENDEZ und ENSIGN O'REILLY, alle zuletzt<br>               gesehen in 1x07 "Machtlos") betreten die Luftschleuse der<br>               Antares. Lediglich eine luftdichte Verriegelung, die Caylon<br>               per Knopfdruck öffnet, trennt sie von der Polar Star.<br><br>               Wir sehen mit der Luft aus dem anderen Schiff Rauch in die<br>               Schleuse herüberströmen. Miller hebt ihren Scanner an und<br>               schaut sich interessiert die zurückgelieferten Daten an.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ihhh. Ruß und Staub. Reinlichkeit<br>                         scheinen die nicht zu<br>                         praktizieren.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        10     INT. POLAR STAR - ANDOCKSCHLEUSE - FOLGEND              10<br><br>               Wir sehen das Außenteam der Antares in die geöffnete<br>               Andockschleuse der Polar Star übertreten, die jedoch kaum<br>               beleuchtet ist. Das meiste Licht scheint von hinten aus der<br>               Antares herüber. Miller verfolgt weiter ihre Anzeigen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Die Umweltkontrollen scheinen<br>                         beschädigt zu sein, die Luft ist<br>                         sehr "stickig". Lediglich 17%<br>                         Sauerstoff, dafür 4%<br>                         Kohlenstoffdioxid.<br><br>               Das Team verlässt die Luftschleuse...<br><br>        11     INT. POLAR STAR - KORRIDOR                              11<br><br>               Und betritt einen ebenfalls schlecht beleuchteten Korridor.<br>               Über unseren Recken flackert eine schief hängende<br>               Deckenleuchte in unregelmäßigen Abständen. Die übrige<br>               Umgebungsbeleuchtung wirkt äußerst schwach, wie auf<br>               Sparflamme gestellt. Die tragenden Metallstreben des<br>               Korridors strahlen auch keine Vertrauenswürdigkeit aus, zum<br>               größten Teil haben sie ihren metallischen Glanz verloren<br>               und zeigen stattdessen typische rotbraune Rostfärbung.<br>               Soweit wie man in das Schiffsinnere hineinblicken kann,<br>               wirkt alles für eine 25-köpfige Crew wie ausgestorben.<br>               Keine Menschenseele scheint in der Nähe zu sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß zwar, dass<br>                         Erdenfrachtschiffe meist etwas<br>                         mitgenommen wirken, aber ich war<br>                         schon auf deutlich besser<br>                         erhaltenen Schiffen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wahrscheinlich haben die sich mit<br>                         den falschen Leuten angelegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht. Aber sollte uns nicht<br>                         irgendwer langsam "begrüßen"? Es<br>                         scheint hier keinen zu<br>                         interessieren, dass ihr Schiff<br>                         gerade beschlagt nahmt wurde und<br>                         sie festgenommen werden.<br><br>               Plötzlich raschelt es irgendwo, doch die Geräuschquelle ist<br>               undefinierbar.<br><br>               Ein zweites Rascheln. Es ist in dem Korridor. Irgendwo ganz<br>               in der Nähe.<br><br>               Nun ist die Herkunft der Geräusche zu sehen, das Gespann<br>               blickt der Quelle verwundert nach: Es ist eine seltsam<br>               buschig behaarte Ratte, zumindest sieht es aus wie eine,<br>               auch wenn ihr langer Schwanz sich ab der Hälfte in Zwei<br>               teilt. Das Tier, dass so plötzlich aus einer Wandluke<br>               aufgetaucht ist, verschwindet durch eine Ähnliche ein gutes<br>               Stück weiter hinten im Korridor auch wieder.<br><br>               Es werden fragende Blicke untereinander ausgetauscht, aber<br>               da keiner etwas dazu zu sagen weiß, zuckt Caylon mit<br>               Schultern und hakt damit das Thema ab. Sie laufen wieder<br>               weiter.<br><br>               BLICK ZURÜCK<br><br>               Die 3 Offiziere und ihre Begleitung wollen gerade einen<br>               Bogen in einen anderen Korridor einschlagen, als sich von<br>               hinten eine Person nähert, die zuerst keiner bemerkt.<br><br>                                   PERSON<br>                         Warten Sie!<br><br>               Überrascht drehen sich alle um.<br><br>                                   PERSON (CONT'D)<br>                         Ich bin Boldstien, Captain dieses<br>                         Schiffes.<br><br>               CAPTAIN BOLDSTIEN wirkt älter und gebrechlicher als Caylon,<br>               auf der anderen Seite bekommt man das Gefühl, er sieht<br>               einfach nur älter aus als er in Wahrheit ist. Zwischen<br>               vierzig und fünfzig Jahren dürfte sein Alter aber schon<br>               liegen. Seine schwächliche Wirkung verdankt er seiner<br>               blassen und irgendwie ungesund wirkenden Hautfarbe, die<br>               beinahe leichte Grünstiche zu zeigen scheint. Auf der<br>               anderen Seite besitzt Sie wieder einige rote Flecken,<br>               vorallem am Hals, inklusive einem sich schälenden Rand.<br>               Hinzu kommt eine körperlichen Kraftlosigkeit, die sein<br>               hängender Gang zeigt. Seine Stimme wirkt auch mehr hauchend<br>               als lebendig.<br><br>               Trotz all dieser Umstände, hat er noch immer einen<br>               irgendwie durchtrieben wirkenden Blick, wie ihn Gauner,<br>               Tagediebe oder in moderneren Bezeichnungen Frachterkapitäne<br>               und Raumpiraten gerne an sich haben. Es ist keinesfalls<br>               eine Bösartigkeit, die einem da entgegen blickt, mehr eine<br>               gewisse angeeignete Raubeinigkeit. Man sollte sich gut<br>               überlegen, ob man solchen Leuten seinen Rücken zu dreht.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Sie wollen sicher mit mir<br>                         sprechen.<br><br>               Millers ärztliche Fürsorge wird sofort von Boldstien<br>               geweckt und sie untersucht ihn mit dem Scanner. Ihre<br>               Vermutung bestätigt sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (eindringlich,<br>                              bedrohlich, offensiv)<br>                         Captain Boldstien, Ihnen ist doch<br>                         klar, dass...<br><br>               Miller unterbricht ihn.<br><br>                                   MILLER<br>                         Entschuldigen Sie, Sir, aber<br>                         Captain Boldstien und seine<br>                         gesamte Crew müssen unverzüglich<br>                         auf die Krankenstation!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Wieso das?<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain Boldstien leidet unter<br>                         zahlreichen Tumoren und<br>                         Metastasen. Ich gehe davon aus,<br>                         dass es der Crew nicht anders<br>                         geht.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Leider ja. Die Abschirmung der<br>                         radioaktiven Strahlung, die von<br>                         den Trümmern ausgeht, hat<br>                         versagt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie können das alles später<br>                         erklären.<br>                             (beat)<br>                         Hoffe ich zumindest.<br>                             (beat)<br>                         Aber wir sollten keine Zeit<br>                         verlieren. Geben Sie ihrer Crew<br>                         bescheid, ich möchte alle<br>                         umgehend in Behandlung sehen.<br><br>               Captain Boldstien wendet sich zu dem Kommunikationspanel an<br>               der Wand und aktiviert es, um die gesamte Crew zu<br>               informieren.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Die Antares bietet uns ihre<br>                         medizinische Hilfe an. Wir<br>                         sollten sie annehmen. Kommt bitte<br>                         alle zur Luftschleuse.<br><br>               Kaum hat Captain Boldstien die Worte beendet, blickt ihn<br>               Miller schon wieder an und gibt ihm zu verstehen,<br>               mitzukommen. Captain Caylon, Beem und das Sicherheitsteam<br>               folgen ihnen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und was ist mit uns?<br><br>                                   MILLER<br>                         Keine Sorge, Sie bekommen eine<br>                         Salbe, die gegen die ionisiernde<br>                         Strahlenwirkung hilft. Aber<br>                         zuerst die dringenden Fälle.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - ANDOCKSCHLEUSE - FOLGEND                 12<br><br>               Arzt und Patient sind bereits so gut wie durch die<br>               Luftschleuse hindurch, als Miller ihren tragbaren<br>               Kommunikator in die Hand nimmt.<br><br>                                   MILLER<br><br>                         Miller an Krankenstation.<br><br>                                   APOLL<br>                         Schwester MELANIE APOLL hier.<br><br>                                   MILLER<br>                         Alarmieren sie sofort den<br>                         kompletten medizinischen Stab,<br>                         wir bekommen eine große Ladung an<br>                         Patienten. Ein Notfall. Schalten<br>                         Sie die Lüftungsanlage auf<br>                         radioaktive Säuberung und sorgen<br>                         Sie dafür, dass sämtliche<br>                         Crewmitglieder mit Sanitäter<br>                         Ausbildung in Bereitschaft sind,<br>                         sie sollen zur Andockschleuse<br>                         kommen und die Verletzten auf die<br>                         Krankenstation transportieren.<br><br>                                   APOLL<br>                         Ja, Ma'am!<br><br>               Die Gruppe verlässt die Andochschleuse nun wieder auf der<br>               zur Antares gehörenden Seite in Richtung Krankenstation.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           13<br><br>               KAMERASCHWENK DURCH DEN RAUM<br><br>               Es herrscht bereits ein überdurchschnittlich reges Treiben,<br>               Millers Kolleginnen und Untergebene (der überwiegende Teil<br>               gehört dem weiblichen Geschlecht an) richten die Biobetten<br>               Herr und stellen zahlreiche Medikamentenfläschchen,<br>               Tabletten, Dosen und Tuben, eben die ganze Pallete an<br>               futuristischen oder weniger futuristischen<br>               Behandlungspräparaten, auf den Ablagen und Wägelchen<br>               bereit. Daneben gesellen sich Untersuchungsgeräte<br>               verschiedenster Formen, Farben und nicht zu vergessen<br>               Blinkmustern. Denn was wäre ein modernes<br>               Diagnostikinstrument schon optisch wert ohne ein schönes<br>               Blinken?<br><br>               BLICK AUF DIE TÜR<br><br>               Miller betritt als erste die Krankenstation, der Rest<br>               durchschreitet nach ihr die Tür. Miller nickt Caylon, Beem<br>               und der Sicherheitsmannschaft zu, an der Tür zu warten,<br>               während Boldstien zur Behandlung geführt wird, Beem klemmt<br>               sich jedoch direkt an Sie dran.<br><br>                                   BEEM<br>                         Verstehen Sie.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin...ähm..."allergisch"<br>                         gegen Strahlung, meinen Sie<br>                         nicht, dass es besser wäre, eine<br>                         komplette Untersuchung<br>                         durchzuführen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ihnen geht es prima! Die<br>                         Zeitspanne war viel zu kurz, um<br>                         sich wesentlich verstrahlen zu<br>                         können. Wenn Sie darauf bestehen,<br>                         kann ich Sie später komplett<br>                         durchchecken, aber solange<br>                         stellen Sie sich hinten an und<br>                         warten! Zuerst die ernsten Fälle.<br><br>               Miller geht an einen der reichlich gefüllten<br>               Medikamentenschränken, blickt noch nicht einmal einen<br>               Sekundenbruchteil hinein, um zielsicher drei Tuben heraus<br>               zu greifen. Ihr Ordnungssystem scheint im perfekten Zustand<br>               zu sein.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn ich aber tot bin bis dahin,<br>                         dann bin ich sauer!<br><br>                                   MILLER<br>                         Gut, von mir aus, dann hätte sich<br>                         das Problem zumindest erledigt.<br><br>               Miller drückt Beem die Salbe in die Hände.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Nehmen Sie die Salbe, reiben sie<br>                         damit ihren Körper überall ein,<br>                         sie brauchen dabei aber nicht zu<br>                         verschwenderisch zu sein, sie<br>                         wirkt auch so gut. Und geben Sie<br>                         Caylon und ihren Leuten ebenfalls<br>                         eine.<br>                             (beat;laut)<br>                         Und nun verschwinden sie und<br>                         lassen mich meine Arbeit machen,<br>                         ja?<br>                             (wieder leise)<br>                         Ich hasse es, gestört zu werden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, okay!<br><br>               Beem zieht sich zurück und nimmt seine Kollegen mit zur Tür<br>               hinaus.<br><br>               Miller kann sich nun ihrem Patienten widmen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (re:Captain Boldstien)<br>                         Legen Sie sich bitte auf diese<br>                         Liege.<br><br>               Die Ärztin deutet auf die Liege, die wie auf der<br>               Krankenstation der Enterprise dazu gedacht ist, in eine<br>               abschließbare Untersuchungskammer hineinzufahren.<br><br>               Captain Boldstien legt sich wie befohlen hin und schon<br>               befördert ihn ein Mechanismus in die Kammer hinein.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Keine Sorge, wir checken Sie<br>                         jetzt erstmal gründlich durch.<br>                         Alles wird gut.<br><br>               BLICK AUF DEN DIAGNOSEBILDSCHIRM<br><br>               Die angezeigten Umrisse eines Menschen füllen sich<br>               allmählich mit Details, Organe werden werden angezeigt, der<br>               Schärfegrad steigt und zudem werden zahllose kleinere und<br>               auch größere Punkte rot angezeigt, was sicher nichts gutes<br>               bedeuten kann.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Oje. Weit fortgeschritten<br>                         Wucherungen.<br><br>                                                              CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        14     INT. ANTARES - KORRIDOR VOR DER KRANKENSTATION          14<br><br>               In diesem Augenblick schleppen und stützen Helfer einige<br>               der geschwächten Besatzungsmitglieder der Polar Star, denen<br>               es schwer fällt aus eigener Kraft zu laufen, in Richtung<br>               Krankenstation, gefolgt von den restlichen, noch<br>               kräftigeren Kumpanen. Die zu weiten Teilen durchsichtige<br>               Doppeltür ist bereits zu sehen. Das Glas in den Türen,<br>               verziert durch das Jahrhunderte alte Symbol der Medizin,<br>               einer geringelten SChlange, die sich um einen Stab ränkelt,<br>               gewährt ihnen bereits einen Einblick in die noch<br>               vergleichsweise leere Krankenstation.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           15<br><br>               Die Gruppe der Helfer betritt den Arbeitsbereich von Miller<br>               und spricht sie, mit einem Patient gestützt, an.<br><br>                                   HELFER #1<br>                         Ma'am, wohin mit den Patienten?<br><br>               Miller versucht sich einen groben Überblick über die Zahl<br>               der Betroffenen zu machen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Helfen Sie mir die Reihenfolge<br>                         nach dem Schweregrad<br>                         festzustellen. Wir müssen wohl<br>                         bei der Lagerung auch die<br>                         umliegenden Korridore mitbenutzen<br>                         müssen.<br>                             (beat)<br>                         Wieviele sind es genau?<br><br>                                   HELFER #1<br>                         Zweiundzwanzig Personen. Für drei<br>                         kam leider bereits jeder Hilfe zu<br>                         spät.<br><br>               Miller kann und muss durch ihre professionelle Ausbildung<br>               und dem Alltag als Ärztin zwar mit dem Tot von Patienten<br>               fertig werden, ohne dabei in bedeutende Trauer zu<br>               verfallen, doch natürlich geht es nicht völlig spurlos an<br>               ihrem Inneren vorbei. Eine leichte Regung der<br>               Gesichtsmuskeln, ein verlängertes Blinzeln, nur kleine,<br>               aber menschliche Züge der Anteilnahme. Für mehr lässt die<br>               Situation keine Zeit.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>        16     EXT. WELTRAUM                                           16<br><br>               Die Antares und Polar Star schweben immernoch aneinander<br>               angedockt durch den Weltraum.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        17     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        17<br><br>               Caylon hat es sich in seinem Stuhl bequem gemacht und ihn<br>               zum Fenster gedreht, von wo aus man den Diskus überblicken<br>               kann, doch statt wie für gewöhnlich dahinter vorbeiziehende<br>               Lichtpunkte ferner Gestirne zu sehen, versperrt ihm ein<br>               bulliger Koloss aus angerostetem Metall, der sich Frachter<br>               schimpft, die Sicht. Nachdenklich scheint Caylon in die<br>               Leere zu starren. Vielleicht ist ihm auch einfach nur<br>               langweilig, denn in seiner Hand hat er eine Art<br>               Kugelschreiber, mit dem er in Alt bekannter Manier auf<br>               Knopfdruck wunderbare Klick- und Klack-Geräusche<br>               fabriziert.<br><br>               Plötzlich fährt Caylon mit dem Stuhl zurück zu seinem<br>               Schreibtisch mit samt dem Computerdisplay, durch den er das<br>               schiffsinterne Interkom aktivieren kann.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain an Maschinenraum.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Commander Müller hier, was gibt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, viel zu tun für Sie, wie<br>                         immer.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                             (schmunzelnd)<br>                         Ich habe nichts anderes von Ihnen<br>                         erwartet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir können die Polar Star ja<br>                         schlecht nach Hause schleppen.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Nein, sicht nicht. Zumindest<br>                         nicht auf Warp, das Risiko eines<br>                         Stabilitätsbruches wäre enorm,<br>                         erst reicht bei höheren<br>                         Warpfaktoren. Und unter Impuls<br>                         dauert es Jahre.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genau das dachte ich auch. Darum<br>                         sollten Sie und ein<br>                         Ingenieursteam an Board der Polar<br>                         Star gehen und den Maschinenraum<br>                         kontrollieren und eventuelle<br>                         Maschinenschäden reparieren,<br>                         damit wir es mit einer Rumpfcrew<br>                         aus unserer Mannschaft zur Erde<br>                         fliegen können. Die Antares wird<br>                         dem Schiff dann folgen.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Verstanden, wir werdens uns drum<br>                         kümmern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wunderbar, Danke. Vergessen Sie<br>                         ihren Schutzanzug nicht, die<br>                         Strahlung um den Maschinenraum<br>                         ist sicher besonders stark.<br><br>               Caylon nimmt wieder seinen "Kuli" in die Hand und klackert<br>               damit munter. Er will die Verbindung eigentlich schon<br>               wieder beenden.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Warten Sie, Sir. Was ist das für<br>                         ein Geräusch?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Welches Geräusch?<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         So ein Klick und Klack,<br>                         abwechselnd. Klingt seltsam, es<br>                         könnte der Schwerkraftgenerator<br>                         sein, möglicher gerät er auf dem<br>                         A-Deck aus der Synchronität. Ich<br>                         muss mir das sofort ansehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lacht)<br>                         Wie eifrig, warum nicht, ich<br>                         fühle mich in letzter Zeit so<br>                         schwer.<br>                             (beat)<br>                         Aber eigentlich wird das nicht<br>                         nötig sein.<br><br>               Caylon zeigt seinen Kuli vor den Schirm, sodass ihn Müller<br>               erkennen kann.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Das ist nur ein Kugelschreiber.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                         Ein was?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein altes Schreibgerät aus dem<br>                         letzten Jahrhundert, mit dem auf<br>                         Papier geschrieben wurde. Das<br>                         hier ist eine Replik, die ich<br>                         während meines Aufenthaltes auf<br>                         der Erde zwischen den alten<br>                         Familienerbstücken gefunden habe.<br>                             (beat)<br>                         Ein wunderbares Gerät, auch wenn<br>                         es primitiv ist. Sehr vielseitig,<br>                         man kann es aufschrauben,<br>                         auseinander nehmen, wieder<br>                         zusammensetzen, und vorallem<br>                         prima damit rumklicken. Sie<br>                         kennen mich doch, ich brauche<br>                         immer eine Beschäftigung. Mir<br>                         fehlt nur noch Papier. Das ist<br>                         nur sehr schwer aufzutreiben.<br><br>                                   MÜLLERS KOMMSTIMME<br>                             (Lacht ebenfalls)<br>                         Sie sind mir einer. Vielleicht<br>                         sollte ich mir auch einen<br>                         anschaffen. Sie wissen,<br>                         Auseinandernehmen und<br>                         Zusammenschrauben ist mein Job.<br>                             (beat)<br>                         Ich werde mich jedenfalls um die<br>                         Polar Star kümmern. Müller, Ende.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                            18<br><br>               COMMANDER MÜLLER befindet sich in ihrem bescheidenen Büro,<br>               sitzt auf ihrem Stuhl und schaltet die Übertragung von<br>               Captain Caylon ab. Der Bildschirm wechselt wieder zu<br>               altbekannten Statusanzeigen des Schiffes, denen Müller<br>               keine Beachtung schenkt. Sie steht auf, verlässt ihr Büro<br>               und sieht sich im Maschinenraum um, in dem noch weitere<br>               Techniker arbeiten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (bestimmt)<br>                         Ich brauche ein Ingenieursteam,<br>                         das mit mir auf die Polar Star<br>                         kommt, um das Schiff wieder flott<br>                         zu machen.<br>                             (beat)<br>                         Fünf Leute sollten reichen, wer<br>                         meldet sich freiwillig?<br><br>               Vier der Techniker, die den Maschinenraum am Funktionieren<br>               halten, treten hervor und melden sich mit einem Salut<br>               freiwillig.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         So gefällt mir das.<br>                             (beat)<br>                         LIEUTENANT KENDALL, kommen Sie<br>                         bitte noch mit.<br><br>               Der Angesprochene reagiert auf seinen Namen und wendet sich<br>               von einer Konsole auf der gegenüberliegenden Seite des<br>               Maschinenraums ab und tritt ebenfalls zu den Anderen heran.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Doktor Kendall bitte. Ich habe<br>                         nicht umsonst promoviert. Auf den<br>                         Jupiterwerften haben mich auch<br>                         alle so genannt, dann wird das<br>                         doch auf einem Raumschiff auch<br>                         möglich sein, oder?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie Sie wünschen. Doktor Kendall.<br><br>                                   KENDALL<br>                         Danke sehr.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay, wir müssen mit einem<br>                         ausgefallenen Warpkern und<br>                         durchgeschmorrten Leitungen<br>                         rechnen. Das übliche eben. Jeder<br>                         schnappt sich seinen<br>                         Ausrüstungskoffer und das<br>                         passende Arbeitsmaterial, dann<br>                         treffen wir uns in fünf Minuten<br>                         im Ausrüstungsraum.<br><br>               Müller verlässt die Gruppe wieder in ihr Büro zurück und<br>               ihr Technikerteam zerstreut sich ebenfalls in den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        19     INT. ANTARES - AUSRÜSTUNGSRAUM                          19<br><br>               Die Sechsergruppe inklusive Müller befindet sich nun im<br>               Ausrüstungsraum um sich dort mit den notwendigen<br>               Raumanzügen auszustatten, die auch die Funktion eines<br>               Strahlenschutzanzuges erfüllen. Alle sind dabei sich<br>               umzukleiden, sofern man den steifen und schweren<br>               bronzefarbenen Metallanzug als Kleidung bezeichnen kann.<br><br>               LIEUTENANT-COMMANDER MATTHEW LANCY ist schon so gut wie<br>               fertig.<br>               Mit einem kräftigen Stampfen, das durch den Anzug einen<br>               merkwürdigen Hall erhält, testet er die Beweglichkeit der<br>               Beine.<br><br>               Lieutenant Doktor Boris Kendell inspiziert noch missmutig<br>               die Vollständigkeit der Anzugteile in dem Spint. Dies<br>               bleibt seinem Kollegen PETER YEZEK nicht verborgen, dessen<br>               Unterleib bereits in der "Hose" steckt.<br><br>                                   YEZEK<br>                         Haben Sie ein Problem, Doktor?<br><br>                                   KENDALL<br>                         Nein, nein, Ensign Yezek. Ich<br>                         fühl mich nur nicht gerne wie ne<br>                         wandelnde Ölsardine in einer<br>                         rostigen Blechbüchse.<br><br>               Nun meldet sich SEBASTIAN McFORLAY zu Wort.<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Dann gewöhnen Sie sich mal lieber<br>                         schnell daran.<br><br>               MARCELLO LOMBARDI, der wie die anderen jetzt bis auf den<br>               Helm so gut wie einsatzbereit ist, scheint so langsam<br>               ungeduldig zu werden.<br><br>                                   LOMBARDI<br>                         Haben wir es dann bald?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nur die Ruhe meine Herren, unsere<br>                         Arbeit fliegt uns schon nicht<br>                         davon.<br><br>                                   LOMBARDI<br>                             (scherzt)<br>                         Wär doch aber mal schön.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        20     INT. POLAR STAR - MASCHINENRAUM                         20<br><br>               Wir sehen Müller, wie sie auf einer der beiden<br>               Antimateriezuleitungen zum Warpkern arbeitet. Der<br>               Maschinenraum hat vom Aufbau her Ähnlichkeit mit dem der<br>               Enterprise NX-01, ist jedoch deutlich kleiner und der<br>               Warpkern nicht ganz so kompliziert, damit also auch nicht<br><br>               so leistungsstark. Die Größe ist aber trotzdem ungefähr<br>               gleich. Das Licht ist gedämpft, aber intakt, die Luft<br>               rauchig und abgestanden, sofern das durch das bloße Auge zu<br>               beurteilen ist. Müller erneuert ein Kabel und ein paar<br>               Relaischaltkreise für die Kontrollen in dieser Zuleitung,<br>               auf die sie sich zum leichteren Zugriff gesetzt hat.<br><br>               Über den eingebauten Funk in den Raumanzügen können sich<br>               die Ingenieure unterhalten. Dadurch klingen die Stimmen im<br>               folgenden etwas verzerrt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich bin hier fast fertig, die<br>                         Zuleitungen sind wieder intakt.<br>                         Wie sieht es bei Ihnen aus,<br>                         Lombardi?<br><br>                                   LOMBARDI'S KOMMSTIMME<br>                         Die Injektoren haben nur leichten<br>                         Schaden abbekommen. Ich habe<br>                         einen Auswechseln müssen, jetzt<br>                         läuft hier wieder alles wie<br>                         geschmiert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Gut zu hören.<br>                             (beat)<br>                         Kendall, wie weit sind Sie mit<br>                         der EPS-Kontrollkonsole?<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                             (genervt)<br>                         Habe ich nicht gesagt, Sie<br>                         möchten mich Doktor Kendall<br>                         nennen!? Was meinen Sie warum ich<br>                         einen Doktor in Warpfeldtheorien<br>                         gemacht habe? Bestimmt nicht um<br>                         Konsolen zu reparieren. Sagen Sie<br>                         den Dingern halt sie sollen nicht<br>                         kaputt gehen, dann ist alle Welt<br>                         zufrieden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Tut mir leid, ist ja schon gut.<br>                         Sind sie nun fertig?<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                             (selbstwusst)<br>                         Natürlich, dafür bin ich doch<br>                         schon überqualifiziert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Darum sollten Sie ja auch erst<br>                         die Impulsantriebsaggregate<br>                         überprüfen.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Warpfeldtheorien! Das habe ich<br>                         studiert. Soll ich mich da über<br>                         einen Impulsantrieb freuen? Warum<br>                         schnell wenns auch langsam geht?<br>                         Ich hab das Gefühl auf diesem<br>                         Schiff werden meine Fähigkeiten<br>                         nicht ernst genommen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie können mich jetzt ernst<br>                         nehmen: Reißen Sie sich zusammen!<br>                         Sie sind gerade einmal zwei<br>                         Wochen an Board. Also tun Sie<br>                         ihre Arbeit, und alles ist in<br>                         Ordnung. Verstanden?<br>                             (beat)<br>                         Also, der Impulsantrieb arbeitet<br>                         auch wieder?<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Bei 60 prozentiger Leistung,<br>                         Ma'am.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Darf ich fragen warum nicht<br>                         Hundert, wenn Sie so gut sind?<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                         Seh ich aus wie eine Werft? Sie<br>                         können mich gerne wieder zur<br>                         Jupiter-Werft zurückbringen, da<br>                         kann ich ihn nach ein paar Tagen<br>                         volle Leistung anbieten. Hier<br>                         draußen kann ich nicht alle Teile<br>                         ersetzen und keine volle Wartung<br>                         durchführen. 60 Prozent, mehr<br>                         kann ich ihnen nicht bieten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beschwichtigend)<br>                         Ausnahmsweise Einverstanden. Aber<br>                         wenn Sie ihren Respekt wollen,<br>                         will ich das nächste Mal Hundert<br>                         Prozent sehen.<br><br>                                   KENDALL'S KOMMSTIMME<br>                             (halbherzig)<br>                         Wie Sie meinen, Ma'am.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Yezek, es sieht so aus als wären<br>                         wir fertig. Sie können den<br>                         Warpantrieb wieder aktivieren.<br><br>                                   YEZEK'S KOMMSTIMME<br>                         Alles Klar, Ma'am. Ein Kaltstart<br>                         des Warpantriebs dauert etwa 30<br>                         Minuten, danach kann ich ihnen<br>                         volles Warppotenzial von Warp 3<br>                         garantieren.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMMSTIMME<br>                         Ich werde dann wieder zur Antares<br>                         zurückkehren.<br>                             (beat)<br>                         Achja, McForlay, wie sehen<br>                         eigentlich die Strahlungswerte<br>                         aus?<br><br>                                   MCFORLAY<br>                         Immernoch gefährlich hoch, auch<br>                         wenn sie langsam sinken. Die<br>                         Frachtcontainer, in denen die<br>                         Trümmer lagern, sind noch gut<br>                         isoliert, von dort kann keine<br>                         Strahlung hier eindrigen.<br>                         Möglicherweise war die Crew beim<br>                         einlagern nicht vorsichtig oder<br>                         Sie haben gar nichts von der<br>                         Strahlung gewusst. Fragen Sie<br>                         mich das nicht, aber ich glaube<br>                         nicht, dass Starfleet eine<br>                         Hysterie riskiert und laut von<br>                         stark radiaktiv verstrahlten<br>                         Trümmern vor unserer Haustür<br>                         spricht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verstehe. Danke. Wir sehen uns<br>                         alle später wieder an Board der<br>                         Antares.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        21     INT. ANTARES - AUSRÜSTUNGSRAUM                          21<br><br>               Müller steht bereits wieder in ihrer Uniform da und<br>               verstaut als vorletztes den Helm im obersten Fach des<br>               Spintes und anschließend das Hosenteil des Anzuges.<br><br>               ZOOM AUF DAS HOSENTEIL<br><br>               In großer Nahaufname können wir die Fasern des genähten<br>               orange-Bronzefarbenen Stoffes verfolgen. Die Kamera fährt<br>               eine Bahn entlang, bis wir auf ein Loch stoßen. Einige<br>               Fäden sind zerfranzt und stehen heraus. Durchblickend<br>               klafft unter dem Riss schwarze Dunkelheit. Im<br>               Größenvergleich muss das Loch höchstens der Dicke eines<br>               kleinen Fingers entsprechen, aber es grinst<br>               besorgniserregend in die Kamera.<br><br>               Die Spinttür wird zugeschlagen und schiebt sich dabei vor<br>               die Kamera. Auf der Eisentür ist ein Namensschild<br>               angebracht, dass nun in der Bildmitte groß zu erkennen ist:<br>               Commander Nicole Müller.<br><br>               AUF DIE TÜR DES RAUMES.<br><br>               Müller hat das winzige Loch ganz offensichtlich gar nicht<br>               bemerkt, denn seelenruhig und unbeschwert schlendert sie<br>               durch die Tür des Ausrüstungsraumes hinfort.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        22     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           22<br><br>               Miller arbeitet an der Operationskammer, durch dessen<br>               Gitter minimales Glühen zu erkennen ist, was auf eine<br>               momentan laufende Behandlung hindeutet.<br><br>               Alle Biobetten sind bereits belegt und trotzdem müssen noch<br>               Patienten auf dem Boden herum liegen.<br><br>               Jemand von Millers Assistenten, ENSIGN PAVEL CENKO (zuletzt<br>               gesehen in 1x08 "Flammen der Hölle, Teil I") bückt sich<br>               gerade und versorgt einen Patienten, der auf dem Boden<br>               seinen Platz gefunden hat. Er will ihm ein Hypospray<br>               ansetzen, zwar scheint das dem Patienten nicht zu gefallen,<br>               aber er ist zu schwach um sich umzudrehen und so bekommt er<br>               die Substanz injiziert.<br><br>               Pavel läuft nun auf Miller zu, um sie zu informieren.<br><br>                                   CENKO<br>                         Ma'am, alle Patienten sind nun<br>                         mit dem Mutationshemmer versorgt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Gut, vielen Dank. Sehen Sie auch<br>                         weiterhin nach den Leuten, ich<br>                         bin mit der Strahlentherapie<br>                         ausgelastet.<br><br>                                   CENKO<br>                         Klar.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        23     INT. ANTARES - KORRIDOR VOR DER KRANKENSTATION - FOLGEND23<br><br>               Caylon nähert sich mit einem Padd in der Hand der<br>               Krankenstation, kann dabei aber kaum einen Fuss vor den<br>               anderen setzen, da über weite Teile Patienten, für die der<br>               beschränkte Platz in der Krankenstation nicht mehr reicht,<br>               auf dem Boden liegen. Den Luxus einer Matte konnte man<br>               ihnen gerade noch gönnen, aber sonst sind sie in einem mehr<br>               als mitleidserregenden Zustand. Caylon blickt nach links<br>               und rechts während er weiter vorranschreitet, auf beiden<br>               Seiten ist aber nur Elend zu erblicken.<br><br>        24     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           24<br><br>               Caylon betritt nun die Krankenstation und wendet sich<br>               sofort zielstrebig Miller zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt)<br>                         Doktor Miller, meine Güte, hier<br>                         sieht es ja furchtbar aus, das<br>                         kann bei Ihnen nichts gutes<br>                         bedeuten. Wie geht es den<br>                         Patienten?<br><br>                                   MILLER<br>                         Schwer zu beurteilen, selbst für<br>                         mich als Ärztin. So viele<br>                         Patienten auf einen Schlag musste<br>                         ich noch nie behandeln und wie<br>                         Sie sehen ist die Krankenstation<br>                         dafür auch nicht wirklich<br>                         ausgerichtet. Ich hoffe das beste<br>                         für alle. Aber es sieht sehr<br>                         durchwachsen aus.<br><br>                             (beat)<br>                         Auch wenn es seit dem Ende des 3.<br>                         Weltkrieges und der Abschaffung<br>                         bezeihungsweise Ersetzung der<br>                         Kernenerige durch<br>                         Materie/Antimaterie-Reaktoren<br>                         keine bedeutenden<br>                         Neuverstrahlungen gab, ist unsere<br>                         Medizin zum Glück in diesem<br>                         Bereich fortgeschrittener als<br>                         noch vor vielleicht 100 Jahren.<br>                         Wahrscheinlich gerade durch den<br>                         Krieg haben wir wichtige<br>                         Kenntnisse erlangt. Ohne die<br>                         Entwicklung der Mutationshemmer<br>                         hätte die menschlichen<br>                         Gesellschaft die Nachwirkungen<br>                         des dritten Weltkrieges sicher<br>                         nicht so unbeschadet überstanden.<br>                             (beat)<br>                         Sie wissen ja, das Krebs<br>                         heutzutage beinahe ausgerottet<br>                         wurde. Nunja, beinahe, leider ist<br>                         die Behandlung noch lange nicht<br>                         perfekt. Die Crew der Polar Star<br>                         war zum größten Teil einer sehr<br>                         intensive Strahlung ausgesetzt<br>                         gewesen, und das schon vor<br>                         mehreren Tagen bis Wochen, nach<br>                         den Untersuchungsergebnissen zu<br>                         urteilen. In der Zeit haben sich<br>                         bereits viele Mutiation in Form<br>                         von Krebsgeschwüren gebildet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe. Wie sieht ihre<br>                         Behandlungsmethode denn aus? Aber<br>                         erklären Sie es bitte so, dass<br>                         ich als Laie es verstehe.<br><br>                                   MILLER<br>                         Die Franklin-Nakamura<br>                         Strahlentherapie wirkt bereits<br>                         bei einmaliger Behandlung<br>                         effektiver als alle vorherigen<br>                         Behandlungsmethoden. Leider<br>                         verspricht sie auch nur Aussicht<br>                         auf Erfolg, wenn noch genug<br>                         Originalgewebe übrig ist. Sind<br>                         die Organe bereits kurz vor dem<br>                         Versagen, kann diese Therapie<br>                         auch keine Wunder mehr<br>                         vollbringen. Und wir haben es<br>                         hier mit sehr weit<br>                         forgeschrittenen Fällen zu tun.<br>                         Ich kann auch nur eine Person auf<br>                         einmal behandeln, und die<br>                         Wartezeit ist Zeit, die die<br>                         Patienten eigentlich nicht haben.<br>                         Ich wollte ich könnte mehr tun,<br>                         aber die Antares ist<br>                         bedauerlicherweise kein<br>                         fliegendes Krankenhaus. Für<br>                         Einige konnte ich leider nichts<br>                         mehr tun. Drei sind noch auf der<br>                         Polar Star vertorben, vier sind<br>                         bereits hier gestorben, bei vier<br>                         Weiteren sieht es im Moment sehr<br>                         kritisch aus.<br><br>               Stille, die darauf wartet, durch ein unsanftes Wort wieder<br>               unterbrochen zu werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das...ist...traurig.<br><br>                             (beat)<br>                         Wie geht es Captain Boldstien?<br>                         Ich muss ihn auf seine Rechte<br>                         hinweisen und ihm die<br>                         Anklageschrift vorlesen, so<br>                         verlangt es die Sternenflotte.<br><br>                                   MILLER<br>                             (unsicher)<br>                         Sir...ähm...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie mir sagen wollen, dass<br>                         das geschmacklos ist, ich weiß.<br>                         Aber so sind leider die<br>                         Vorschriften.<br><br>               Caylon zückt das Padd und aktiviert einen interessanten<br>               Absatz, den er konzentriert vorträgt:<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Paragraph 19, Absatz 2: "Wenn ein<br>                         Zivilist einen Gesetzesverstoß in<br>                         durch die Sternenflotte<br>                         kontrolliertem Raum begeht, ist<br>                         in erster Linie die Sternenflotte<br>                         für die Regelung der<br>                         Strafangelegenheit zuständig,<br>                         sofern das gebrochene Gesetz in<br>                         seiner Kompetenz nicht<br>                         ausdrücklich der Erdregegierung<br>                         obliegt. Siehe konkurrierende<br>                         Gesetzesverteilung, Paragraph 17.<br>                         Raumschiffkapitäne sind als<br>                         vorläufige offizielle<br>                         Repräsentanten des Justiz-Corps<br>                         anerkannt und müssen die<br>                         Anklageschrift binnen 24 Stunden<br>                         dem Angeklagten mitteilen. Eine<br>                         Auslieferung an das Hauptquartier<br>                         muss den gegeben Umständen<br>                         entsprechend schnellstmöglich<br>                         erfolgen."<br><br>               Caylon erhebt seine Augen wieder von dem Text und lässt die<br>               Hand samt PADD herabsinken<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Und noch weiterer<br>                         Juristenkauderwelsch. In meinen<br>                         Worten, wir Captains haben die<br>                         Arschkarte. Wir haben nicht immer<br>                         den coolsten Job, glauben Sie<br>                         mir. Mir gefällt das auch nicht.<br>                         Ich mag solche Leute wie<br>                         Boldstien nicht. Schmierige<br>                         Typen, die ihrem Glück<br>                         hinterherjagen und dafür auf<br>                         Gesetze pfeifen. Solche Leute<br>                         würden für ein lukratives<br>                         Geschäft auch über Leichen gehen.<br>                         Wenn es nach mir ginge, kann<br>                         dieses Justiz-Corp ihren<br>                         Angeklagten selber abholen, ich<br>                         habe nicht drum gebeten Taxi zu<br>                         spielen.<br><br>               BLICK VON EINEM KRANKENBETT<br><br>               Wir sehen Captain Boldstien auf einem der Biobetten liegen,<br>               von dem Gespräch zwischen Miller und Caylon zwar durch<br>               einen kleinen Vorhang getrennt, der ihn jedoch nicht daran<br>               hindert alles mit zu hören.<br><br>               Mit Mühe und Kraft hebt er sich etwas hoch, auch wenn er<br>               schon fast wieder völlig gesund wirkt, fehlt ihm noch etwas<br>               Kraft. Er schaut sich um und erblickt zu seiner linken<br>               einen Rollwagen mit medizinischer Ausrüstung. Er streckt<br>               seine linke Hand danach aus, schafft es dadurch zwar nicht<br>               mehr seinen Oberkörper anzuheben, erreicht mit seinen<br>               Fingern aber trotzdem die Kante des Wagens und zieht ihn<br>               etwas zu sich. Vorsichtig suchend greift er auf der Ablage<br>               umher und spürt dann ein kleines Skalpell, dessen er sich<br>               habhaft macht.<br><br>               Schritte sind zu hören. Er versteckt das Messer in seiner<br>               angebeugten Handinnenseite, als Ensign Cenko den Vorhang<br>               zur Seite zieht und sich ihm nähert.<br><br>               ZURÜCK AUF MILLER UND CAYLON<br><br>                                   MILLER<br>                             (re:juristischer<br>                              Paragraph)<br>                         Nein, das wollte ich nicht sagen.<br>                         Okay, vielleicht auch...aber...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Was dann?<br><br>                                   MILLER<br>                             (rumdrucksend)<br>                         Naja, ich denke Sie sollten erst<br>                         später mit Captain Boldstien<br>                         reden. Es gibt da etwas<br>                         Wichtigeres.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (auf den Punkt wartend)<br>                         Sagen Sie es mir denn auch oder<br>                         darf ich raten?<br><br>                                   MILLER<br>                         Die Crewliste der Polar Star...<br>                             (beat)<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, ich weiß, die muss ich mir<br>                         auch noch ansehen und der<br>                         Sternenflotte übermitteln, bisher<br>                         bin ich noch nicht dazu gekommen.<br>                         Was ist damit?<br><br>                                   MILLER<br>                             (Mut zusammen nimmt)<br>                         Bei der Behandlung ist mir ein<br>                         Name auf der Liste aufgefallen.<br>                         Ein Joseph Caylon.<br><br>               Caylons sonst so lässige Art prallt wie ein Stein von ihm<br>               herunter. Zurück bleibt ein überraschter und vorallem<br>               geschockter Schatten seiner selbst.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Joseph CAYLON??? Mein Neffe?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, der DNA-Vergleich bestätigt<br>                         das. Es ist ihr Neffe.<br>                             (beat)<br>                         Und, Sir, das war leider noch<br>                         nicht das Schlimmste. Ich bin gar<br>                         nicht gerne der Überbringer<br>                         schlechter Nachrichten, auch wenn<br>                         das Teil meines Berufes ist. Und<br>                         schlechter geht es nicht: Ich<br>                         konnte ihm leider nicht mehr<br>                         helfen, es stand bereits zu<br>                         kritisch um ihn. Er wird sterben.<br><br>               Etwas regt sich in Caylon. Ist es blankes Entsetzen? Ist es<br>               Wut? Caylon ballt eine Faust, treibt die Fingernägel fast<br>               in die eigene Haut, die Muskel verspannen sich, ein<br>               nervöses Zucken durchzieht die Faust. Es sieht so aus, als<br>               wolle er sie wieder entspannen, doch dreht er sich von<br>               Miller weg und führt die Faust an den Mund.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben Recht. Boldstien kann<br>                         warten. Sobald die Leute<br>                         behandelt sind, lassen Sie sie in<br>                         die Arrestzellen bringen. Da<br>                         gehören sie hin.<br>                             (beat)<br>                         Ich möchte jetzt zu Joseph.<br>                         Bitte, sagen Sie mir, wie lange<br>                         er noch hat, ich möchte es<br>                         wissen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Genau kann ich es nicht sagen, es<br>                         kommt darauf an, wie stark sein<br>                         Körper weiterkämpft. Wenige<br>                         Stunden. Genauer kann ich es<br>                         nicht sagen. Mehr ist es<br>                         allerdings sicher nicht.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        25     INT. ANTARES - AUFWACHRAUM, KRANKENSTATION              25<br><br>               KAMERASCHWENK<br><br>               Caylon sitzt neben dem Bett, auf dem ein junger Mann,<br>               einundzwanzig Jahre alt, liegt, der eine gewisse<br>               Familienähnlichkeit mit dem Captain aufweist. Caylon hat<br>               seinen Kopf gesenkt und stützt ihn auf seinen Fäusten, die<br>               seine Daumen in sich eingeschlossen haben. Seine Augen sind<br>               geschlossen, ebenso wie die seines Neffen. Doch letzteren<br>               widerfahren intensiven Zuckungen, die die Augenlider<br>               erbeben lassen. Mit einem Mal sind diese vorbei, als Joseph<br>               die Augen aufreißt und sich umsieht. Sein Onkel hat davon<br>               noch nichts bemerkt. Joseph wendet seinen Kopf nach rechts<br>               und sieht die besorgte Mine seines Verwandten, dessen noch<br>               immer Augen in der Furcht um sein Wohl vertieft zu sein<br>               scheinen.<br><br>                                   JOSEPH<br>                             (ungläubig)<br>                         Onkel Fred? Kann das sein?<br><br>               Erst diese Worte reißen Caylon aus seinen Gedanken und<br>               bringen ihn zurück ins Hier und Jetzt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Joseph.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Bin ich schon zurück auf der<br>                         Erde? Das letzte woran ich mich<br>                         richtig erinnere ist, dass uns<br>                         ein Sternenflottenraumschiff<br>                         geholfen hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist richtig, du bist noch<br>                         immer auf dem Schiff, der S.S.<br>                         Antares, die meinem Kommando<br>                         untersteht.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Das ist dein Schiff?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Universum ist klein, nicht?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ich kenn einige Leute auf der<br>                         Erde, die dir da widersprechen<br>                         würden. Aber anscheinend ist hier<br>                         draußen alles möglich. Es ist<br>                         schön dich wieder zu sehen.<br><br>               Diese Worte scheinen Caylon sehr zu schmerzen.<br><br>                                   JOSEPH (CONT'D)<br>                         Wie lange ist es nun schon her?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lass mich überlegen. Ich glaube 4<br>                         Jahre, ja. Seit dem ich nicht<br>                         mehr auf Short-Range-Schiffen<br>                         gedient habe sondern auf die<br>                         Enterprise versetzt wurde.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Eigentlich sogar etwas länger. Es<br>                         war keine glückliche Trennung<br>                         war. Erinnerst du dich noch?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie könnte ich das vergessen.<br><br>               Unschöne Erinnerungen scheinen in Caylon aufzukeimen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Du hattest mir vorgeworfen, ich<br>                         würde mich aufführen, als wäre<br>                         ich dein Vater. Du wolltest dir<br>                         nichts mehr von mir sagen lassen.<br>                         Von deiner Mutter zwar auch nicht<br>                         mehr, aber es tat mir sehr weh,<br>                         von dir zu hören, ich solle<br>                         verschwinden und dich dein Leben<br>                         leben lassen. Ich wollte dir doch<br>                         nur eine Hilfe und ein Freund<br>                         sein, nachdem dein Vater<br>                         gestorben ist.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ich weiß, es tut mir heute auch<br>                         leid. Es klingt vielleicht wie<br>                         eine blöde Ausrede, aber es muss<br>                         der jugendliche Leichtsinn<br>                         gewesen sein oder die Pubertät.<br>                         Ich habe dich wirklich vermisst.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich dich auch.<br><br>               Caylon und sein Neffe nähern sich um sich gegenseitig in<br>               die Arme zu schließen.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ich möchte alles wieder gut<br>                         machen, etwas Zeit mit dir<br>                         nachholen. Du hast doch sicher<br>                         etwas Urlaub übrig, oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt)<br>                         Hat dir Doktor Miller nichts<br>                         erzählt?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Was erzählt?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fluchend)<br>                         Ach du...<br>                             (beat; nun beruhigend)<br>                         Öhm, ach, du, ich wollte sagen,<br>                         es ist nicht so wichtig.<br><br>                                   JOSEPH<br>                             (verwundert)<br>                         Ja, wie du meinst. Doktor Miller,<br>                         ist das die etwas distanziert<br>                         wirkende dunkelhaarige Dame, die<br>                         mir mich behandelt hat?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gezwungen)<br>                         Genau, das ist Sie.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Sie hat mir ein Schmerzmittel<br>                         injiziert. Ich bin dann<br>                         eingeschlafen, weil ich mich<br>                         irgendwie so schwach gefühlt<br>                         habe. Muss wohl von der<br>                         Behandlung sein. Ich fühle mich<br>                         immer noch etwas schwach, aber<br>                         die Schmerzen sind weg. Wie lange<br>                         werde ich noch hier liegen<br>                         müssen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht mehr lange, denke ich. Ich<br>                         muss noch mal mit Miller reden.<br>                             (sauer)<br>                         Ja, das muss ich wirklich.<br><br>               Ratloses Schweigen lässt die Lüge Caylon noch mehr quälen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wie geht es deiner Mutter Sophie?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Gut. Nehme ich an. Sie dürfte<br>                         dich immer noch nicht innig<br>                         lieben, aber ich denke, sie<br>                         dürfte dir dankbar sein, dass du<br>                         mich mal wieder aus der Scheiße<br>                         zieht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum musst du dich auch immer in<br>                         solche Probleme reiten?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Du weißt doch gar nicht, was auf<br>                         der Erde in der letzten Zeit los<br>                         war. Du magst gegen die Romulaner<br>                         gekämpft haben, aber in der<br>                         Heimat sieht es auch nicht viel<br>                         rosiger aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist los?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Seit knapp 2 Monaten, seit dem<br>                         Angriff der Romulaner, ist auf<br>                         der Erde die Hölle los.<br>                             (beat)<br>                         Die Leute haben Angst vor einem<br>                         weiteren Angriff. Der ehemalige<br>                         Forschergeist, der die letzten<br>                         Jahren seit dem Warp-5-Projekt in<br>                         uns drängt, hat sich gelegt. Die<br>                         Leute wollen das Unbekannte nicht<br>                         mehr erforschen, sie haben Angst<br>                         davor.<br>                             (beat)<br>                         Und das ist nicht das größte<br>                         Problem. Seit kurzem drängt sich<br>                         eine neue Organisation immer mehr<br>                         in den Vordergrund. Medien<br>                         streuen Gerüchte, dass sie<br>                         angeblich Sektion Erde heißt. Ich<br>                         weiß nicht, wie viel man darauf<br>                         geben kann. Fest steht, dass<br>                         diese Leute sehr militant und gut<br>                         organisiert sind. Sie sabotieren<br>                         und manipulieren, wo sie können,<br>                         um ihre offensichtlichen klar<br>                         formulierten Ziele durchzusetzen:<br>                         Die Erforschung des Weltalls<br>                         einstellen, die Raumfahrt auf den<br>                         Solsektor beschränken, sich auf<br>                         die eigenen Belange und Probleme<br>                         konzentrieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Osbourne! Ich erinnere mich gut<br>                         daran, wie wir im alten Cape<br>                         Canaveral von Demonstranten<br>                         beleidigt und beworfen wurden.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Mich würde es nicht wundern, wenn<br>                         sie da auch ihre Finger im Spiel<br>                         hatten. Das passt zu ihnen. Die<br>                         Masse beeinflussen.<br>                             (beat)<br>                         Die Zeiten haben sich geändert,<br>                         Fred. Ihre Meinung findet bei den<br>                         Leuten Anklang und Gefallen. Auch<br>                         wenn sie ungesetzlich vorgehen<br>                         und sich im Untergrund<br>                         verstecken, haben sie einige<br>                         Sympathisanten und Helfer.<br>                         Vielleicht hat man sie gerade<br>                         deswegen noch nicht erwischt. Ich<br>                         weiß es nicht. Das<br>                         Raumfahrtprogramm und die<br>                         Sternenflotte steht jedenfalls<br>                         auch öffentlich in der Kritik.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das gefällt mir gar nicht.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Nicht nur dir. Verstehst du, ich<br>                         habe es auf der Erde nicht mehr<br>                         ausgehalten. Das war nicht mehr<br>                         die Welt, in der ich leben<br>                         wollte, die mich zufrieden<br>                         stellt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So wäre es mir wohl auch<br>                         gegangen.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ja, das habe ich wohl von dir.<br>                         Ich wollte mir eine Auszeit<br>                         nehmen, einfach mal eine Zeit<br>                         lang weg von der Erde, vielleicht<br>                         würde sich alles von selbst<br>                         regeln. In die Sternenflotte<br>                         wollte ich nicht gehen, es sollte<br>                         jetzt sein, und nicht erst in<br>                         drei Jahren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das hätte deine Mutter auch nicht<br>                         gefallen, du weißt was sie von<br>                         der Sternenflotte denkt.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ja, darum hatte ich auch eines<br>                         Tages die Idee, mich auf einem<br>                         Frachtschiff zu bewerben.<br>                         Das hat Mom zwar auch nicht<br>                         begeistert, aber es war meine<br>                         Entscheidung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt aber noch lange nicht,<br>                         dass ihr illegale Güter<br>                         schmuggeln müsst.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ich weiß, das war auch gewiss<br>                         nicht meine Idee. Ich habe mich<br>                         dabei nicht wohl gefühlt. Am<br>                         Anfang haben wir auch noch<br>                         normale Fracht transportiert.<br>                         Aber Captain Boldstien ist schon<br>                         lange in diesem Job und<br>                         sonderlich lukrativ war er für<br>                         ihn bisher nicht. Er kam dann auf<br>                         die glorreiche Idee, wie man ihn<br>                         lukrativer machen könnte.<br>                             (beat)<br>                         Und nun bin ich hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum hast du dich so einem Typen<br>                         überhaupt angeschlossen, so<br>                         einem...<br><br>               Caylon scheint nicht das richtige Wort einzufallen.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         So einem Spielertypen? Das Frage<br>                         ich mich jetzt auch. Er mag ein<br>                         unehrlicher Vagabund sein, der<br>                         dem Glück nachrennt. Das ist mir<br>                         jetzt auch klar geworden. Aber er<br>                         kann einem von dem größten<br>                         Wahnsinn überzeugen und einen<br>                         motivieren, jeden Zweifel zu<br>                         ignorieren. Und wenn man sich<br>                         erstmal seinen Respekt verdient<br>                         hat, kann er ein herrliches<br>                         Gefühl von Brüderlichkeit<br>                         ausstrahlen. An Board herrschte<br>                         ein großer Zusammenhalt, die<br>                         dafür sorgte, dass keiner von uns<br>                         Nein sagen konnte, denn viele von<br>                         uns wollten nicht mehr alleine<br>                         sein. So ging es mir auch,<br>                         Zuhause bot sich uns ein<br>                         trostloseres Leben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tut mir leid, dass ich dir die<br>                         Frage stellen muss, aber die<br>                         Sternenflotte braucht die<br>                         Informationen aus den Trümmern um<br>                         sich gegen die Romulaner wehren<br>                         zu können: An wen sollten ihr die<br>                         "Ware" liefern?<br><br>                                   JOSEPH<br>                             (pustet)<br>                         Genaues weiß ich nicht, Namen,<br>                         Rasse, nur dass es wohl<br>                         Zwischenhändler sein sollen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mist. Wenn diese Zwischenhändler<br>                         die Trümmer an die Romulaner<br>                         verkaufen, könnten diese noch<br>                         einen wirksameren Schutz gegen<br>                         unsere Atomraketen entwickeln.<br>                         Diesmal hatten wir noch Glück und<br>                         haben sie kalt erwischt, beim<br>                         nächsten Mal könnten wir in die<br>                         Röhre gucken.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Tut mir leid. Ich weiß nicht...<br><br>               Joseph fängt auf einmal kräftig an zu Husten.<br><br>                                   JOSEPH (CONT'D)<br>                             (hustend)<br>                         Mmm...eh....r<br><br>               Der Husten will nicht aufhören, im Gegenteil, er steigert<br>               sich sogar und wird schlimmer. Joseph steht fast in seinem<br>               Bett, so treibt ihn der Husten hoch. Zudem ist das, was er<br>               heraushustet Blut, was Caylon noch mehr beunruhigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doktor Miller!<br><br>               Caylon betätigt einen an der Liege angebrachten Notruf, der<br>               in der gegenüberliegenden Krankenstation Alarm auslöst und<br>               dafür sorgt, dass Miller sofort zur Hilfe geeilt kommt.<br><br>               Sie erkennt sofort die Lage, öffnet ihren Ausrüstungskoffer<br>               und injiziert Joseph Caylon mit dem Hypospray eine<br>               Substanz, die bewirkt, dass sein Husten sich beruhigt, mit<br>               ihm aber der ganze Körper nachgibt und das Einschlafen<br>               bewirkt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Es geht mit ihm bergab, oder?<br><br>                                   MILLER<br>                         Leider ja, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange geben Sie ihm noch?<br><br>                                   MILLER<br>                             (traurig)<br>                         Nicht mehr lange.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann kann ich wieder mit ihm<br>                         sprechen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Sobald erstmal nicht mehr, ich<br>                         musste ihn ruhig stellen und die<br>                         Wirkung wird noch einige Zeit<br>                         andauern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss noch einmal mal mit ihm<br>                         reden! Ich habe noch so viel mit<br>                         ihm zu besprechen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sir, verstehen Sie doch, das geht<br>                         momentan nicht. Bitte gehen Sie,<br>                         ich verpreche Ihnen, Sie auf alle<br>                         Fälle zu rufen sobald er wieder<br>                         zu sich kommt. Ruhen Sie sich<br>                         solange aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay.<br><br>                             (beat)<br>                         Wie Sie meinen.<br><br>               Caylon verlässt den Raum betrübt ohne ein weiteres Wort.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br>        26     INT. ANTARES - QUARTIER VON CAPTAIN CAYLON              26<br><br>               Es ist fast gänzlich düster in Caylons Quartier. Lediglich<br>               fahles Sternenlicht erzeugt tanzende Lichter im Raum.<br><br>               Der Türmelder summt, doch erfolgt im Raum keine Reaktion.<br>               Er summt ein zweites Mal.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gehen Sie, wenn Sie nicht Miller<br>                         sind.<br><br>               Überbrückt vom Authorisationscode, den man die Person<br>               hinter der Tür hat eintippen hören, öffnet sich diese und<br>               lässt grelles Licht aus dem Korridor in den Raum<br>               hereinstrahlen. In der Tür zeichnen sich die Konturen einer<br>               Frau ab, die sich beim zweiten Blick als die von Müller<br>               enthüllen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (wütend)<br>                         Ich sagte Miller, nicht Müller!<br><br>               Als Reaktion auf das ungewollte Eindringen seines ersten<br>               Offizieres schleudert ihr Caylon aus der dunklen Ecke, in<br>               die er sich zurückgezogen hat, etwas entgegen. Es fliegt<br>               knapp an ihr vorbei und landet leise scheppernd im<br>               Korridor. Müller dreht sich um, um den Gegenstand<br>               aufzuheben und erkennt ihn, auch wenn sie so etwas nur kurz<br>               auf einem Bildschrim gesehen hat, anhand seiner Form als<br>               den Kugelschreiber, von dem Caylon sprach. Mit dem antiken<br>               Stück in der Hand tritt sie in das Quartier ein und nähert<br>               sich dem Captain, während die Tür zischend wieder<br>               zugleitet.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist doch ein Familienerbstück,<br>                         sagten Sie, oder? Besser Sie<br>                         behalten es.<br><br>               Sie legt den Stift auf den Tisch vor Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, was soll ich mit einem<br>                         Familienerbstück, wenn gerade ein<br>                         wichtiges Mitglied meiner Familie<br>                         stirbt?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es in Erinnerung behalten?<br>                             (beat)<br>                         Ich dachte einfach nur, Sie<br>                         brauchen jemanden zum Reden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es gibt nichts zu bereden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wirklich nicht?<br>                             (beat)<br>                         Sir, das mag jetzt hart klingen,<br>                         aber Sie können nichts mehr<br>                         ändern. Sie haben noch eine große<br>                         Chance vom Schicksal bekommen,<br>                         Sie können von ihrem geliebten<br>                         Neffen Abschied nehmen.<br>                         Viele bekommen diese Gelegenheit<br>                         nicht, ich konnte meinem Vater<br>                         auch nicht Lebewohl sagen, bevor<br>                         er verstarb.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wollte ich ja auch. Aber ich<br>                         habe es ja noch nicht mal übers<br>                         Herz gebracht, ihm überhaupt zu<br>                         sagen, dass er sterben wird.<br>                         Miller hat es ihm nicht erklärt.<br>                         Wie soll ich mich von ihm<br>                         verabschieden, wenn ich nicht mal<br>                         das fertig bringe?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Frederik, Sie müssen es so sehen.<br>                         Hätten wir diesen Auftrag nicht<br>                         bekommen, wäre Joseph einfach so<br>                         gestorben. Alleine, im All, und<br>                         keiner hätte davon erfahren. Die<br>                         ganze Manschaft wäre tot gewesen,<br>                         das Raumschiff vermisst durchs<br>                         All getrieben. So kann er bei<br>                         ihnen sterben und wir haben<br>                         vielen noch das Leben retten<br>                         können. Ist das nicht zumindest<br>                         ein kleiner Trost? Verhindern<br>                         hätten wir es nicht können.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (aufbrausend)<br>                         Ein kleiner Trost???<br>                             (beat)<br>                         Ich kann das nicht als Trost<br>                         sehen. Dieser Captain Boldsten,<br>                         ist für dafür Verantwortlich,<br>                         dass sich die Crew überhaupt<br>                         verstrahlt hat. Wegen seiner Gier<br>                         wurden sie bestraft, wegen ihm<br>                         stirbt mein Neffe. Aber er<br>                         überlebt. Soll das etwa gerecht<br>                         sein?<br><br>               Caylon wendet sich ab und hämmmert mit der Faust heftig auf<br>               den Tisch, wodurch auch der Kugelschreiber ins Wanken<br>               gerät.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (beat;wütend)<br>                         Wieso überhaupt??? Warum musste<br>                         er sich hier raus begeben? Auf<br>                         einem Frachtschiff? Beim<br>                         Schmuggeln von Trümmern! Ich<br>                         verstehe das immer noch nicht.<br><br>               Caylon dreht sich wieder zu Müller um, die Hand entspannt,<br>               dafür wild gestikulierend.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie müssen wissen, wir haben uns<br>                         seit einigen Jahren nicht mehr<br>                         gesehen. Ich wusste nicht was er<br>                         macht, aber ich hätte niemals<br>                         gedacht, dass ich ihn so<br>                         wiedersehe.<br><br>               Er hat seinen Zeigefinger auf Müller gerichtet und wedelt<br>               damit herum.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (aufbrausend)<br>                         Ich meine, verdammt, er sollte<br>                         jetzt auf der Erde bei seiner<br>                         Mutter sein. Er hat hier gar<br>                         nichts verloren! Warum zum Teufel<br>                         macht er so einen Wahnsinn? Warum<br>                         ausgerechnet auf diesem<br>                         Frachtschiff, warum meint es das<br>                         Schicksal so böse mit ihm?<br><br>               Caylon blickt in die ängstlichen Augen von Miller, die fast<br>               vor ihm zurückschreckt. Die verwunderte Frage "wieso"<br>               scheint sich in seinen Gesichtszügen wiederzuspiegeln, als<br>               er den Blick etwas senkt und erkennt, dass er mit seinem<br>               Finger nur knapp vor ihrem Gesicht halt gemacht hat.<br><br>               Er schüttelt den Kopf und zieht die Hand wieder ein.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Es tut mir leid, Sie können ja<br>                         nichts dafür. Ich konnte mich nur<br>                         nicht beherrschen...Ich weiß<br>                         eigentlich gar nicht, wie ich<br>                         reagieren soll.<br><br>               Caylon will sich abwenden, Müller tritt noch nähern an ihn<br>               heran und legt ihre Hand auf seine Schulter. Caylon dreht<br>               sich wieder zu ihr um und beide Umarmen sich, wenn auch nur<br>               kurz.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich kann Sie verstehen. Es ist<br>                         okay. Ich wüsste nicht, wie ich<br>                         reagieren würde, wenn es meinem<br>                         Bruder so ergehen würde. Er hat<br>                         ebenfalls auf einem Frachter<br>                         angehauert.<br><br>                             (beat)<br>                         Wir haben eine Menge gemeinsam.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke. Ja, irgendwie seltsam...<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                         Darf ich einen Vorschlag machen?<br>                         Vielleicht sollten sie Councellor<br>                         MacKenzie aufsuchen? Für solche<br>                         Probleme wurde Sie schließlich<br>                         ausgebildet und man hat Sie uns<br>                         nicht umsonst zugeteilt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieso sollte ich das tun? Wie<br>                         sollte Sie mir helfen? Ich bin<br>                         dabei meinen Neffen zu verlieren.<br>                         Ich werde doch nicht verrückt,<br>                         nur weil ein Familienmitglied<br>                         stirbt. Ich bin ja wohl nicht der<br>                         Erste, der sowas ertragen muss.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber Sie kann ihnen helfen, ihnen<br>                         zuhören.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin nicht der Typ, der sich<br>                         auf ne Couch schmeißt und seine<br>                         Lebensgeschichte erzählt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber mit mir sprechen Sie doch<br>                         gerade auch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...Bei ihnen ist das auch etwas<br>                         anderes. Etwas besonderes. Sie<br>                         sind keine Fremde. Ich sehe Sie<br>                         als Freundin. Sie machen das<br>                         wegen mir, nicht weil es ihr Job<br>                         ist.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich sehe Sie auch als...Freund.<br><br>               Es folgt eine weitere, diesmal innigere und länger<br>               andauernde Umarmung, ein Gefühl freundschaftlicher<br>               Zuneigung, wenn nicht gar schon Zärtlichkeit.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Im Moment ist es sehr hart. Ich<br>                         kann das verstehen, ich kenne<br>                         das. Mit der Zeit wird es besser.<br>                         Die guten Erinnerungen bleiben,<br>                         das Gefühl des Verlustes, aber<br>                         der Schmerz wird langsam gehen.<br>                         Das eigene Leben geht weiter...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Da haben Sie recht, es geht<br>                         weiter...<br>                             (beat)<br>                         ...wir dürfen dabei nur nicht<br>                         vergessen, wer uns wichtig ist.<br>                         Sonst bereuren wir es eines<br>                         Tages.<br>                             (beat)<br>                         Wissen Sie was? Sie haben mir<br>                         doch etwas geholfen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das freut mich.<br><br>               Beide sehen sich ihre Situation an, immer noch einander<br>               Umschlungen. Auf der einen Seite scheinen Sie es zu<br>               genießen, auf der anderen Seite scheint es eine gewisse<br>               Unannehmlichkeit mit sich zu bringen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Konzentrieren wir uns, auf das<br>                         was noch kommt. Unsere Aufgabe<br>                         ist, diesen Trümmerschmuggel<br>                         aufzuhalten. Nehmen wir das in<br>                         Angriff.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>        27     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            27<br><br>               Alle Brückenoffiziere sind anwesend und um den<br>               Besprechungstisch verteilt auf ihren Stühlen hockend<br>               bereits im Gespräch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist doch so, dass die Polar<br>                         Star nur einer von vielen<br>                         Frachtern ist und sicher nicht<br>                         der einzige, der diese glorreiche<br>                         Idee hatte, die Trümmer<br>                         einzusammeln und zu verkaufen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Davon ist auszugehen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nur dürfen sie die Romulaner<br>                         nicht in die Finger kriegen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das dürfte aber der Fall sein. Da<br>                         muss man ganz kapitalistisch<br>                         denken. Wenn man eine Ware hat,<br>                         verkauft man an den<br>                         Meistbietenden. Und wer bietet am<br>                         höchsten?<br>                             (beat)<br>                         Na?<br>                             (beat)<br>                         Der mit dem größten Interesse.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und das dürften nach der<br>                         Sternenflotte letztendlich die<br>                         Romulaner sein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das wollte ich sagen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn die genug Trümmer haben,<br>                         wäre es nicht auszuschließen,<br>                         dass sie einen effektiven<br>                         Strahlenschutz entwickeln oder<br>                         vielleicht selber Atomraketen<br>                         bauen. In beiden Fällen wäre<br>                         unser Triumpf gestorben.<br><br>               Caylon steht von seinem Platz auf und umschreitet die<br>               Runde, während er seine Überlegungen ausspricht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Joseph hat mir davon erzählt,<br>                         dass sie an Zwischenhändler<br>                         verkaufen wollten. Ich nehme an,<br>                         die anderen Frachtschiff<br>                         verkaufen an die selben Leute, es<br>                         ist doch stark zu bezweiflen,<br>                         dass sie mit Romulanern direkt<br>                         Geschäfte machen. Aber diese<br>                         Unterhändler scheinen Kontakt zu<br>                         unseren Feinden zu pflegen. Wer<br>                         diese Leute sind, konnte mir<br>                         Joseph leider nicht mitteilen.<br>                         Aber es ist wichtig, dass wir<br>                         diese Personen aufhalten und ein<br>                         Exempel statuieren, dass keiner<br>                         in ihre Fußstapfen tritt. Dann<br>                         dürfte das Problem gelöst sein.<br><br>               Die Runde bestägt alle samt nickend Caylons Plan.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nur wie kommen wir an die<br>                         Information, wen wir überhaupt<br>                         suchen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gute Frage.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde vorschlagen, wir<br>                         knöpfen uns Captain Boldstien<br>                         vor. Er muss es ja wissen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Meinen Sie, er wird uns mal eben<br>                         freiwillig seine Geschäftspartner<br>                         nennen? So schätze ich ihn nicht<br>                         ein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich dachte eher daran, ihm ein<br>                         Angebot zu machen. Er weiß genau,<br>                         dass die Sternenflotte wegen<br>                         Hochverrats sogar auf<br>                         Lebenslänglich plädieren könnte.<br>                         Wenn wir ihm eine milde Strafe<br>                         anbieten könnten, würde er<br>                         vielleicht plaudern und uns<br>                         direkt an den Treffpunkt führen.<br><br>               Caylon setzt sich nun wieder auf seinen Stuhl am Kopfe des<br>               Tisches hin und denkt über den eingereichten Vorschlag<br>               nach.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hm, ich weiß nicht. Ich traue<br>                         diesem Kerl nicht. Er gehört in<br>                         den Knast, da sollte er schmoren.<br>                         So leicht will ich ihn auch nicht<br>                         davon kommen lassen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, ich vermute ihre<br>                         persönlichen Probleme trüben ihre<br>                         objektive Sichtweise der<br>                         Angelegenheit.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß, dass es ihnen schwer<br>                         fällt, Sir, er sollte dafür<br>                         bestraft werden, was er seiner<br>                         ahnungslosen Crew zugemutet hat.<br>                         Da gebe ich ihnen Recht. Aber es<br>                         ist wichtiger, diese<br>                         Zwischenhändler aufzuhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mir wäre eine andere Alternative<br>                         lieber.<br><br>                                   BEEM<br>                         Lassen Sie mich das in die Hand<br>                         nehmen. Ich bring' ihn schon zum<br>                         Singen. Ich habe da meine<br>                         Methoden.<br><br>               Fragende Blicke gehen durch den Raum.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        28     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           28<br><br>               Ein Sicherheitsoffizier, Lieutenant JUAN MENDEZ (zuletzt<br>               gesehen in 1x12 "Angriffsziel: Erde") um genau zu sein,<br>               tritt an das Krankenbett von Captain Boldstien heran, den<br>               Phaser im Halfter.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Würden Sie mich bitte in die<br>                         Arrestzelle begleiten?<br><br>               Die Worte wurden von einem ernsten Blick begleitet, der<br>               ganz eindeutig aussagen sollte, dass es sich dabei nicht<br>               wirklich um eine Bitte handelt.<br><br>               Ohne Antwort erhob sich Boldstien und folgte dem Lieutenant<br>               durch die Krankenstation zur Tür.<br><br>        29     INT. ANTARES - KORRIDOR VOR DER KRANKENSTATION - FOLGEND29<br><br>               Und durch die aufgeglittene Pforte den Korridor entlang.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        30     INT. ANTARES - ARRESTBEREICH                            30<br><br>               Mendez begleitet Boldstien durch die Tür, an der ein<br>               Kollege von ihm , Ensign Linus O'Reilly, zuletzt gesehen in<br>               1x07 "Machtlos", Wache schiebt. Im Vordergrund rechts<br>               befinden sich die verglasten Arrestzellen, allesamt besetzt<br>               von Crewmitgliedern der Polar Star.<br><br>               Mendez betätigt den Sicherungsschalter an der Konsole in<br>               der Raummitte und weist Boldstien an, die geöffnete Zelle<br>               zu betreten. Dieser blickt in die Zelle herein, oder um<br>               genauer zu seinen starrt er einen der Insassen an und man<br>               bekommt das Gefühl er unterhält sich unterschwellig mit<br>               ihm. Boldstien dreht sich zurück zur Woche.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Ich hab noch eine Frage, die Sie<br>                         mir beantworten könnten.<br><br>               Unser Sicherheitsoffizier tritt neben seinen Gefangenen um<br>               ihn nun in die Zelle zu befördern.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Von mir aus. Wie lautet Sie? Aber<br>                         nun rein in die Zelle.<br><br>               Aus seinem Handgelenk zückt Boldstien geschickt das<br>               Skalpell hervor und rammt es der verdutzten Wache in die<br>               Seite des Torsos.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Tut das weh?<br><br>               Der Zelleninsasse, den Boldstien vorher angesehen hat,<br>               springt heraus, entreißt der verwundeten Wache noch während<br>               sie zu Boden gleitet den Phaser und richtet ihn auf den<br>               Türposten. Ein Phaserstrahl entweicht der Pistole und<br>               streckt die überraschte Wache nieder, die noch dabei war<br>               ihre eigene Waffe zu zücken.<br><br>               Der Raum ist nun ungesichert. Beide Wachen liegen am Boden.<br>               Da der niedergestochene Offizier sich noch etwas windet,<br>               hilft Boldstiens Mittäter noch mit einem betäubenden<br>               Phaserstrahl nach. Die Beiden gehen zu der Konsole und<br>               öffnen alle Zellen.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN (CONT'D)<br>                         Gut gemacht, MALLOWAY. Ich weiß,<br>                         warum ich dich zum ersten<br>                         Offizier gemacht habe.<br><br>               Die restliche Crew verlässt ihre Zellen und gesellen sich<br>               zu Boldstien und seinem ersten Offizier.<br><br>                                   CREWMEMBER #1<br>                         Was sollte das?<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Mir blieb nichts anderes übrig.<br>                         Es tut mir leid für den Wärter,<br>                         gewiss. Aber ihr habt ja die<br>                         medizinischen Möglichkeiten an<br>                         Bord dieses Schiffes gesehen. Er<br>                         wird es überleben.<br>                             (beat)<br>                         Aber überlegt doch mal. Wenn wir<br>                         alle in der Zelle wären, gäbe es<br>                         keinen Weg mehr raus. Die würden<br>                         uns zurück zur Erde bringen, und<br>                         dort droht uns dann das Justiz<br>                         Corp. Wir werden wegen Verletzung<br>                         der Handlungsbestimmungen während<br>                         eines Notstandes angeklagt<br>                         werden, schlimmstenfalls sogar<br>                         wegen Hochverrates. Dann werden<br>                         wir alle lange Zeit im Gefängnis<br>                         sitzen. Und wofür? Dafür, dass<br>                         wir das beste aus der<br>                         Kriegssituation machen wollten.<br>                         Nur weil wir mit diese Trümmern<br>                         handeln wollten. Die frei durch<br>                         den Weltraum treiben und<br>                         niemanden gehören können. "Wer<br>                         zuerst kommt, mahlt zuerst". Wir<br>                         wissen doch alle aus leidvoller<br>                         Erfahrung, dass hier der Stärkste<br>                         und Schnellste gewinnt. Diesmal<br>                         wollten wir das sein. Und nun<br>                         stehen wir hier. Meint ihr nicht,<br>                         dass wir schon genug gestraft<br>                         sind? Acht unserer Kameraden sind<br>                         aufgrund unserer Entscheidung<br>                         bereits gestorben, unsere besten<br>                         Freunde, wenn Sie nicht schon zur<br>                         Familie gehörten.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß, dass wir unsere Lage<br>                         mit einem Ausbruch noch<br>                         verschlimmern könnten, aber es<br>                         ist unsere einzige Chance auf<br>                         Freiheit und sie liegt zum<br>                         Greifen nahe. Wenn war das<br>                         Überraschungsmoment nutzen, kann<br>                         es uns wirklich gelingen unseren<br>                         Frachter zurückzuholen und zu<br>                         entkommen.<br>                         Sollten wir die Gelegenheit nicht<br>                         beim Schopfe packen? Besser als<br>                         in einem Sternenflottenknast<br>                         eingesperrt zu sein!<br><br>                                   CREWMEMBER #1<br>                         Ich weiß nicht, ich habe gehört<br>                         die Gefängnisse sollen angenehm<br>                         sein.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Knast bleibt Knast, er nimmt dir<br>                         deine Freiheit. Der Komfort wird<br>                         dich nur die ersten Tage trösten.<br>                         Ich habe schon mehr als eines von<br>                         Innen gesehen.<br>                             (beat)<br>                         Also, wer macht mit??<br><br>               Fast die gesamte anwesende Meute bestätigt jubelnd den<br>               Plan, die vereinzelten Skeptiker werden von der restlichen<br>               Masse aber auch noch überzeugt.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN (CONT'D)<br>                         Wunderbar.<br><br>               Der Captain bügt sich nieder um auch die zweite<br>               Phasenpistole des anderen beteubten Wachmanns aufzunehmen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND                       31<br><br>               Die Truppe der "Polar Star"-Crew durchschreitet schleichend<br>               einen Korridor, an Abzweigungen immer langsam in Zweier<br>               Grüppchen vorbeihuschend. Captain Boldstien und Malloway<br>               sind beide mit einem Phaser bewaffnet und bilden die<br>               Vorhut.<br><br>               Beide erreichen eine Stelle, an der der Korridor einen<br>               Knick macht, was sie dazu zwingt, sich an die Ecke zu<br>               drücken und dem Gefolge per Handzeichen mitzuteilen, sich<br>               ebenfalls ruhig zu verhalten.<br><br>               EINSTELLUNG UM DIE ECKE BLICKEND<br><br>               Malloway spiekelt vorsichtig um die Kante herum und sieht<br>               dort ein paar Meter vor sich einen Sicherheitsoffizier, der<br>               etwas halbherzig neben der Andockschleuse wacht. Malloway<br>               springt herovr, feuert einen Phaserstrahl ab und erledigt<br>               natürlich die völlig verblüffte Wache.<br><br>                                   MALLOWAY<br>                         Der Weg ist frei.<br><br>               Allesamt treten sie an die Andockschleuse heran und<br>               nacheinander durchqueren Sie sie.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        32     INT. POLAR STAR - KORRIDOR - FOLGEND                    32<br><br>               Der Korridor, den die Crew durch die Schleuse erreicht hat<br>               ist menschenleer. Zusammen laufen sie einen Weg entlang,<br>               der sie mehrere Abzweigungen einschlagen lässt und sogar<br>               über eine Leiter auf ein höheres Deck führt. Doch<br>               nirgendswo auf der ROute stoßen sie auf weiteren Widestand,<br>               ohne Probleme erreichen sie eine Tür, durch die jetzt<br>               Boldstien und Malloway schreite.<br><br>        33     INT. POLAR STAR - BRÜCKE                                33<br><br>               Am Ziel ihres Vorhabens, der Brücke, angekommen, betätigen<br>               beide mehrere Konsolen bzw. Schalter, um einen Überblick<br>               über die Sitation an Bord gewinnen zu können.<br><br>                                   MALLOWAY<br>                         Die Schiffssensoren zeigen keine<br>                         weiteren Lebenszeichen außer den<br>                         unseren auf der Brücke bzw. davor<br>                         an. Anscheinend haben die<br>                         überhaupt nicht mit so einem<br>                         kühnen Vorhaben gerechnet und<br>                         deshalb das Schiff nicht<br>                         gesichert.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Sie waren sogar so nett für uns<br>                         den Antrieb zu reparieren. Wir<br>                         wären dann startklar.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>        34     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            34<br><br>               Wie zuvor sind noch alle Offiziere damit beschäftigt einen<br>               Plan für das weitere Vorgehen zu entwerfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wer garantiert mir, dass sie<br>                         statt uns zu den Zwischenhändlern<br>                         zu führen, eine Falle bereiten<br>                         und zu entkommen versuchen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dafür machen wir ihnen ja das<br>                         Angebot. Warum sollten Sie diese<br>                         sichere Alternative ausschlagen<br>                         für die ungewisse Chance zu<br>                         entkommen oder dabei drauf zu<br>                         gehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich merke schon, Sie haben wenig<br>                         Ahnung von der Psyche von<br>                         Frachtercrews. Diese Leute leben<br>                         für das Risiko, sonst würden Sie<br>                         diesen Job gar nicht ausüben. Die<br>                         Freiheit ist für sie viel<br>                         lukrativer, auch wenn die Chance<br>                         noch so gering ist. Besser als<br>                         eingesperrt in einem Gefängnis zu<br>                         sein, egal wie lange.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sind Sie sicher?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ganz sicher, darum können Sie<br>                         mich auch nicht davon überzeugen.<br>                         Es ist zu unsicher. Wie können<br>                         diese Leute nicht entkommen<br>                         lassne.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber was sollen wir sonst tun, um<br>                         an die Informationen zu kommen?<br><br>               Plötzlich erbebt das gesamte Schiff und ein grummelnder<br>               Lärm durchstreift das Schiff.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist nun los?<br><br>               Caylon bekommt außer verwunderten Gesichtern keine Antwort.<br><br>               Der Lärm scheint nicht abnehmen zu wollen, im Gegenteil er<br>               wird lauter.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        35     EXT. WELTRAUM                                           35<br><br>               Wir sehen die ECS Polar Star immer noch an der Seite der<br>               Antares, nur während das Sternenflottenschiff ruhig durchs<br>               All schwebt, reißt der Frachter mit vollem Schub an der<br>               Stabilität der Schleusenverbindung und will sich von ihr<br>               trennen. Mit einem sich von der Antares abwendenden<br>               Richtungseinschlag entfernt sich der Frachter schließlich,<br>               nachdem die Andockschleuse dem Schub nicht mehr Standhalten<br>               konnte und auseinadergerissen wurde.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - KONFERENZRAUM                            36<br><br>               Wir hören noch immer den Lärm, der jedoch in einem<br>               gewaltigen und lauten Knall, der das ganze Schiff heftigst<br>               erschüttert, endet.<br><br>               Die Offiziere drücken sich aus ihren Stühlen und stürmen<br>               auf die Brücke.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   37<br><br>               NDs haben die Konsolen besetzt, die eigentlich der<br>               Seniorcrew gebühren, weichen jedoch auf deren Erscheinen<br>               von den Stationen zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was zur Hölle ist hier los?<br><br>                                   ND #1<br>                         Der Frachter hat sich von uns<br>                         losgerissen und versucht zu<br>                         entkommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt.<br>                             (beat)<br>                         Beem, halten Sie sie auf!<br><br>               Das Schiff erbebt. Der Captain aktiviert den Kommunikator<br>               in seiner Armlehne.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Captain an Arrestbereich.<br><br>               Keine Antwort erfolgt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Captain an Krankenstation. Die<br>                         Gefangenen müssen ausgebrochen<br>                         sein. Sehen Sie nach, ob es<br>                         Verletzte gibt. Aber nehmen Sie<br>                         ein Sicherheitsteam mit.<br><br>                                   MILLER'S KOMMSTIMME<br>                         Auf dem Weg, Sir.<br><br>               Und erneut wird das Schiff durchgeschüttelt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        38     EXT. WELTRAUM                                           38<br><br>               Es kommt erneut zum Feuergefecht zwischen der Polar Star<br>               und der Antares.<br>               Die Polar Star genießt dabei einen Vorsprung, den Sie<br>               versucht auszubauen und entkommen. Sie schießt mit<br>               Phaserstrahlen zurück auf die Antares, die von den ersten<br>               Strahlen schwerer getroffen wird, da die Hüllenpanzerung<br>               noch nicht aktiviert werden konnte. Die Antares hat diesmal<br>               Probleme aufzuholen und feuert als Erwiderung ebenfalls<br>               Phaser auf die Polar Star.<br><br>               Als letzte Antwort kontert die Polar Star noch einmal mit<br>               Phaserstrahlen und einem Torpedo, die alle die linke<br>               Warpgondel der Antares gerichtet sind. Kleinere Explosionen<br>               keimen an der betroffenen Gondel auf und das normale<br>               Antriebsglühen beginnt zu flackern und versickert<br>               schließlich in inaktive Gräue. Die Antares fällt beschädigt<br>               zurück, zieht eine Plasmaspur aus der Gongel hinter sich<br>               her und wir sehen den Frachter auf Warp beschleunigen und<br>               den Schauplatz verlassen.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>        39     EXT. WELTRAUM                                           39<br><br>               Wir sehen noch einmal die letzte Szene des letzten Aktes,<br>               die Polar Star feuert ihre ersten, destruktiven Schüsse auf<br>               die Antares, deren sie noch Herr werden konnte.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        40     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   40<br><br>               Die Brücke erfärt starke Erschütterungen, was uns bei dem<br>               momentan stattfindenen Gefecht aber nicht wundern sollten<br>               und so nimmt es auch die Crew routiniert hin.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, sie fokusieren ihr Feuer auf<br>                         unsere linke Warpgondel.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben einen Torpedo<br>                         abgefeuert.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ausweichkurs?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein. Ich habe eine Idee.<br>                         Mestral, täuschen Sie einen<br>                         Antriebstreffer vor. Lassen Sie<br>                         etwas Plasma aus der Gondel<br>                         strömen. Und dann lassen wir uns<br>                         etwas zurückfallen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wieso das, Sir?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und was ist dann mit unserem<br>                         Kompromissverschlag?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lautstark)<br>                         TUN SIE ES EINFACH!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        41     EXT. WELTRAUM                                           41<br><br>               Wir sehen den bekannten "entscheidenen" Treffer der Polar<br>               Star noch einmal, wie sie die Antares treffen und<br>               vermeintlich lahmlegen. Und wieder entkommt der Frachter<br>               auf Warp.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        42     EXT. WELTRAUM                                           42<br><br>               Die Polar Star fliegt auf Warp so schnell sie kann, was bei<br>               ihrer einfachen Struktur schon bedrohlich schnell wirkt.<br>               Die Sterne peitschen im Hintergrund nur so vorbei.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        43     INT. POLAR STAR - BRÜCKE                                43<br><br>               Wir sehen die Brücke des Frachters, die natürlich vom<br>               Captain und dem ersten Offizier besetzt sind, aber auch 2<br>               NDs aus der Crew.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Wie lange noch bis zum<br>                         Treffpunkt?<br><br>                                   MALLOWAY<br>                         10 Minuten.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Sehr schön.<br><br>                                   MALLOWAY<br>                         Ich finde das immer noch sehr<br>                         riskant. Es wäre besser wir<br>                         suchen uns schnellstmöglich ein<br>                         ruhiges Fleckchen und verstecken<br>                         uns dort.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Spinnst du? Sollen wir mit der<br>                         heißen Ware durch den halben<br>                         Quadranten schippern? Solange wir<br>                         die Trümmer an Bord haben jagt<br>                         uns die Sternenflotte. Wenn wir<br>                         das Zeug endlich los sind und die<br>                         Bezahlung kassiert haben, können<br>                         wir uns ein schönes und ruhiges<br>                         Leben leisten.<br><br>                                   MALLOWAY<br>                         Wie du meinst.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Außerdem sind wir die Antares eh<br>                         los und ohne die Strahlung und<br>                         Sensorenwerte der Trümmer sind<br>                         wir viel schlechter zu entdecken.<br><br>               Malloway gibt ein nur halbwegs überzeugtes Nicken von sich.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        44     EXT. WELTRAUM                                           44<br><br>               Wir sehen ein uns fremdes Raumschiff uns unbekannter<br>               Herkunft. Es wartet ruhig im All auf etwas besonders.<br><br>               Dieses Besondere lässt auch nicht lange auf sich warten:<br>               Ein greller Lichtblitz leuchtet in der Ferne auf und grau<br>               braune Schlieren ziehen davon in den Vordergrund zu dem<br>               fremden Raumschiff und verdichten sich zur ECS Polar Star.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        45     INT. POLAR STAR - BRÜCKE                                45<br><br>               Freude scheint auf der Brücke zu herrschen, denn nun ist es<br>               fast geschafft.<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Auf den Schirm.<br><br>               Dort erschien nun ein großer, muskulöser Körper, humanoid<br>               zwar, aber in Körperhöhe sicher einen Kopf größer als so<br>               ziemlich jeder Mensch. Zudem ungewöhnlich ist die Hautfarbe<br>               des schrankhaften Wesens, sie ist grün, und deutet damit<br>               dem Kenner seine Herkunft an.<br><br>                                   ORION PIRAT<br>                         Es freut mich, Sie zu sehen.<br>                         Haben Sie die Ware?<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                         Ja, alles hier. Wir sind froh sie<br>                         los zu werden. Aber passen sie<br>                         auf, Trümmer sind hochgradig<br>                         verstrahlt.<br><br>                                   ORION PIRAT<br>                         Keine Sorge, das wissen wir. Wir<br>                         danken ihnen für ihre Dienste.<br>                         Wir beamen die Fracht jetzt<br>                         herüber. Die 10 Barren in Gold<br>                         gepresstes Latinuum erhalten sie<br>                         anschließend im Gegenzug, wie<br>                         abgemacht.<br><br>               Ein zweiter Orianer tritt erführchtig an den Captain heran<br>               und teilt ihm flüsternd etwas mit.<br><br>                                   ORION PIRAT (CONT'D)<br>                         Moment. Was soll das?<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                             (überrascht)<br>                         Was?<br><br>                                   ORION PIRAT<br>                         Soeben ist ein Raumschiff auf<br>                         unseren Sensoren aufgetaucht,<br>                         dass sich sehr schnell nähert.<br><br>               Der grünhäutige Kollege tritt ein weiteres Mal an seinen<br>               Anführer, leicht gebückt und nervös überbringt er eine<br>               schlechte Nachricht.<br><br>                                   ORION PIRAT (CONT'D)<br>                             (rasend)<br>                         Es gehört der Sternenflotte an!<br>                         Meinen Sie wir lassen uns so<br>                         leicht austricksen? Angegreifen,<br>                         solange die Schilde für den<br>                         Austauch unten sind? Vergessen<br>                         Sie den Deal.<br>                             (beat;zu seinem<br>                              Kollegen)<br>                         Schilde hoch!<br><br>                                   CAPTAIN BOLDSTIEN<br>                             (fluchend)<br>                         Verdammt!! Die Antares! Was macht<br>                         die hier?<br>                             (beat;zum Orianer)<br>                         Sie müssen uns glauben, wir<br>                         wussten davon nichts. Unsere<br>                         Sensoren sind noch nicht voll<br>                         funktionsfähig.<br><br>               Doch der Orianer verschwindet ohne weitere Worte vom<br>               Bildschirm.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        46     EXT. WELTRAUM                                           46<br><br>               Die Antares kommt aus dem Warp gesprungen und rast in die<br>               Szenerie der beiden Schiffe hinein. Vorbereitet eröffnet<br>               Sie sofort das Feuer auf beide Raumer. Gleich 3 Torpedos<br>               lässt die Antares auf jeweils beide Schiffe los. Der<br>               schwerfällige Frachter kommt gar nicht in die Gelegenheit<br>               ihnen auszuweichen und bekommt die volle Breitseite ins<br>               Heck, was sämtliche Fluchversuche unmöglich macht.<br><br>               Das orianische Schiff war bereits dabei auszuweichen, doch<br>               auch es ist nicht schnell genug, der erste Torpeda trifft<br>               ins Schwarze. Zwar verfehlt der zweite nur knapp sein Ziel,<br>               Nummer 3 erfüllt dafür seine Mission ebenfalls. Der<br>               Frachter wird langsamer und bietet so der Antares<br>               Gelegenheit ihre überlegene Phaserstärke an dem kleinen<br>               Schiff zu demonstrieren.<br><br>               Die Antares thront nun in ihrer siegreich Majestät über den<br>               beiden ausgeschalteten Feinden.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Logbuch des Captains, Nachtrag.<br>                         Mein Plan hatte, wie ich erwartet<br>                         hatte, vollen Erfolg gezeigt. Die<br>                         ECS Polar Star konnte nicht<br>                         feststellen, dass wir Sie<br>                         verfolgen, da ihre Hecksensoren<br>                         zum Glück noch nicht repariert<br>                         wurden. Ausnahmsweise bin ich<br>                         froh, dass Müller nicht von ihrem<br>                         üblichen Eifer übermannt wurde,<br>                         aber die Sensoren hatten keine<br>                         Priorität.<br>                             (beat)<br>                         Da wir uns im Warpfeld direkt<br>                         hinter dem Frachter aufgehalten<br>                         haben, waren wir im dortigen<br>                         Sensorenschatten unsichtbar.<br>                         Manchmal ist es doch praktisch,<br>                         dass Sensoren nicht alles können.<br>                             (beat)<br>                         Nun dürfte der Handel lange genug<br>                         unterbunden sein, damit die<br>                         Sternenflotte alle Trümmern<br>                         beseitigen kann. Zwar haben uns<br>                         die Orianer blutige Rache<br>                         geschworen, wenn wir Sie nicht<br>                         freilassen, aber das halte ich<br>                         für das haltlose Geschwätz<br>                         heruntergekommener Freibeuter.<br>                         Ich bin froh, beide Parteien der<br>                         Gerechtigkeit überführen zu<br>                         können. Den drei Wachen, die von<br>                         der Polar Star Crew überwältigt<br>                         wurden, geht es dank Millers<br>                         Hilfe wieder gut. Ich habe das<br>                         Justiz-Corps informiert und darum<br>                         gebeten, dass sie einen<br>                         Transporter schicken und die<br>                         Gefangenen zurück zur Erde<br>                         bringen. Angesichts der<br>                         Gesamtsituation haben sie<br>                         zugestimmt. Wir erwarten die<br>                         Ablöse in circa 36 Stunden.<br>                         Die Polar Star befindet sich an<br>                         der Andockschleuse 2, damit<br>                         Müller Nummer 1 reparieren kann.<br>                         Damit ist der Lagebericht<br>                         abgeschlossen.<br>                             (beat)<br>                         Nun gibt es für mich abernoch<br>                         etwas wichtiges, privates zu<br>                         erledigen. Computer,<br>                         Aufzeichnungsende.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - AUFWACHRAUM, KRANKENSTATION              47<br><br>               Joseph Caylon liegt immer noch auf seinem Bett, diesmal<br>               jedoch umringt von medizinischen Geräten, die seine<br>               Lebenszeichen aufzeichnen. Ein Nachfahre eines Oszilloskop<br>               in der Form eines Flachbildschirms zeichnet begleitet von<br>               leisen Tönen den Herzschlag von Joseph auf.<br><br>               Caylon und Miller treten an ihn heran.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie ihn jetzt aufwecken?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, aber ich kann nicht<br>                         garantieren, dass er lange<br>                         durchhält. In den letzten Stunden<br>                         hat sein Zustand rapide<br>                         abgenommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, lange Reden fallen mir<br>                         momentan eh schwer. Ich möchte<br>                         nur ein letztes Mal mit ihm<br>                         Reden.<br><br>                                   MILLER<br>                         Natürlich.<br><br>               Miller nimmt ein Hypospray in die Hand und injiziert dessen<br>               Inhalt in Josephs Hals. Dieser öffnet behutsam die Augen<br>               und blickt um sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gezwungen)<br>                         Hallo, Joseph.<br><br>                                   JOSEPH<br>                             (schwach)<br>                         Fred...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Wie steht es um mich? Bitte, sei<br>                         ganz ehrlich. Ich spüre, wie<br>                         meine Kraft schwindet und du bist<br>                         ein miserabler Lügner.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht gut. Tut mir leid, wie soll<br>                         ich es dir sagen? Ich fürchte, du<br>                         liegst im Sterben.<br><br>                                   JOSEPH<br>                             (traurig)<br>                         Ich bin nicht überrascht. Ich<br>                         habe trotzdem Angst davor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das denke ich mir. Ich wünschte<br>                         ich könnte dir irgendwie Mut<br>                         machen.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Immerhin bist du bei mir.<br><br>               Caylon ergreift die Hand seines Neffen und schließt sie<br>               zwischen seine beiden Hände.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Es ist ungewöhnlich, dass ein<br>                         Onkel seinen Neffen zu Grabe<br>                         tragen muss. Ich war immer davon<br>                         überzeugt, du wirst eines Tages<br>                         meine Grabrede halten müssen. Es<br>                         schmerzt doppelt, dich zu<br>                         verlieren. Ich habe dich als ein<br>                         Sohn gesehen.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Ich weiß, dafür danke ich dir. Du<br>                         warst auch wie ein Vater für<br>                         mich. Wenn doch nur alles wieder<br>                         wie früher sein könnte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es könnte mich nicht mehr<br>                         schmerzen, meinen eigenen Sohn zu<br>                         verlieren, wenn ich einen hätte.<br>                         Ich fürchte aber, mit dir wird<br>                         die Linie der Caylons aussterben.<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Sag sowas nicht. Du findest<br>                         sicher noch die Frau deines<br>                         Lebens, davon bin ich überzeugt.<br>                         Dein Sohn könnte keinen besseren<br>                         Vater haben, das weiß ich genau.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist es dafür nicht schon etwas zu<br>                         spät? Ich bin 43 Jahre alt. Was<br>                         sollte ich meinem Sohn noch<br>                         bieten können?<br><br>                                   JOSEPH<br>                         Deine Liebe und Zuwendung. Ich<br>                         möchte nicht, dass das die<br>                         letzten Worte sind, die ich höre.<br>                         Gib die Hoffnungen nicht auf. Es<br>                         wird immer eine Zukunft für dich<br>                         geben. Nur leider für mich nicht<br>                         mehr. Es...Ich...Ich wünsche dir<br>                         alles Gute. Ich spüre, ich kann<br>                         nicht mehr...Bitte vergiss mich<br>                         nicht.<br><br>               Joseph fängt an zu röcheln und der Ton des Herzschlages,<br>               den das Gerät wiederspiegelt wird unregelmäßiger, worauf<br>               die Maschine ihn auch noch verstärkt.<br><br>                                   JOSEPH (CONT'D)<br>                         Mach es gut.<br><br>               Der Ton wird beunruhigend laut und beginnt, überhaupt keine<br>               Unterbrechung mehr zu seigen, sondern durchhaltend schrill<br>               tönen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (der Verzweiflung nahe)<br>                         Tun Sie doch etwas, Miller!<br><br>               Miller steht zurückgezeogen am Rande, ihr scheint die<br>               Situation genauso wenig zu behagen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das wird nichts mehr bringen,<br>                         Sir. Ich könnte ihn reanimieren<br>                         und noch eine weitere Stunde am<br>                         Leben halten. Aber die Frage ist<br>                         wofür? Meinen Sie nicht, jetzt<br>                         ist ein guter Zeitpunkt, ihn<br>                         gehen zu lassen?<br>                             (beat)<br>                         Wohin auch immer.<br><br>               Caylon schließt die Augen und ergreift die Hand seines<br>               Neffen, die immer kälter zu werden scheint. Nach einer<br>               längeren Pause sagt er schließlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben recht.<br><br>                                   MILLER<br>                             (unsicher)<br>                         Es ist vorbei.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer weiß. Zumindest auf dieser<br>                         Welt.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        48     INT. ANTARES - CAYLONS QUARTIER                         48<br><br>               Caylon bevorzugt sein Quartier immernoch im abgedunkelten<br>               Zustand. Träumerisch lehnt er am Fenster und beobachtet die<br>               immer währenden Sternenfeuer, die nicht zu erlischen<br>               scheinen. Er dreht sich um und setzt sich an seinen<br>               Computerdisplay.<br><br>               Darauf sehen wir das Photo von eines deutlich jüngeren, 17<br>               jährigen Joseph Caylons aus besseren und längst vergangenen<br>               Tagen.<br><br>               Trauer umhüllt Caylon. Es scheint ihm schwer zufallen, dass<br>               Bild anzusehen, doch noch schwerer es vom Bildschirm zu<br>               verbannen. Sein Finger zittert überlegend über einer Taste,<br>               doch betätigt er ihn nach einer Weile.<br><br>               Das Bild verschwindet vom Schirm, stattdessen erscheint das<br>               Starfleet Loge und darunter der Text "Earth-Transmission<br>               Communication-Network connected. Please Enter Subscriber<br>               ID". Dieser Aufforderung kommt Caylon nach und tippt auf<br>               einige Tasten, worauf dann die Anzeige wieder wechselt.<br><br>               EINSTELLUNG BILDSCHIRM<br><br>               Wir sehen das Wohnzimmer einer modernen Wohnung des 22.<br>               Jahrhunderts. Im Hintergrund stehen Regale an der Wand, auf<br>               ihnen auch ein paar Bilder, von denen viele Joseph Caylon<br>               zeigen. Eine Gestalt bewegt sich vor die Kamera und setzt<br>               sich auf das Sofa im Vordergrund. Es handelt sich dabei um<br>               Caylons Schwägerin SOPHIE CAYLON.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (traurig)<br>                         Sophie. Ich bin es, Frederick<br><br>                                   SOPHIE<br>                             (überrascht)<br>                         Du? Gibt es dich also auch noch?<br>                         Lässt du dich nach all den Jahren<br>                         auch noch mal blicken?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (deprimiert)<br>                         Ich weiß. Tut mir leid.<br>                             (beat)<br>                         Aber du erinnerst dich doch, wie<br>                         Joseph zuletzt zu mir war. Ich<br>                         bin gegangen, als ich nicht mehr<br>                         erwünscht war.<br><br>                                   SOPHIE<br>                         Aber du hättest dich in all der<br>                         Zeit mal melden können. Zu<br>                         Weihnachten. Zu Josephs<br>                         Geburtstag. Nicht wegen mir, du<br>                         weißt, dass ich nicht immer<br>                         glücklich darüber war, wie du<br>                         dich in unser Leben gedrängt<br>                         hast, aber du warst Joseph immer<br>                         ein guter Freund. Und das wollte<br>                         ich ihm nicht nehmen. Nicht ich<br>                         habe dich vermisst, er tat es. Er<br>                         war ein Teenager. Er hat doch<br>                         auch gegen mich rebelliert und<br>                         bin ich deswegen gleich abgehauen<br>                         und habe ihn im Stich gelassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte, Sophie, lassen wir die<br>                         Vergangenheit ruhen. Es hat eh<br>                         keinen Sinn mehr.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe eine schlechte<br>                         Nachricht.<br><br>                                   SOPHIE<br>                         Was ist passiert? Ich kenn dich<br>                         gar nicht so traurig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben die ECS Polar Star<br>                         verfolgt und die Crew<br>                         gefangengenommen.<br><br>                                   SOPHIE<br>                             (unterbricht)<br>                         Gefangengenommen? Das ist doch<br>                         der Frachter, auf dem Joseph<br>                         angeheuert hat? Was haben sie<br>                         angestellt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schmuggel. Aber glaub mir, das<br>                         ist jetzt kaum noch von<br>                         Bedeutung. Die Crew wurde<br>                         zumindest dabei radioaktiv<br>                         verstrahlt. Unsere Boardärztin<br>                         hat ihr allerbestes gegeben. Aber<br>                         leider kam die Hilfe nicht für<br>                         alle rechtzeitig.<br>                             (beat)<br>                         Sophie.<br>                         Ich weiß nicht wie ich es dir<br>                         sanft beibringen kann, darum<br>                         bleibt mir nichts anderes, als es<br>                         dir zu sagen wie es ist: Joseph<br>                         ist tot. Er hat es nicht<br>                         überlebt.<br><br>                                   SOPHIE<br>                             (tief erschüttert)<br>                         Mein Gott!<br><br>               Sophie führt ihre Hand entsetzt zum offenstehenden Mund und<br>               will so ihn so wohl verdecken.<br><br>                                   SOPHIE (CONT'D)<br>                             (fasst es nicht)<br>                         Das ist doch nicht dein Ernst.<br>                         Wenn das ein Scherz ist, und zwar<br>                         ein ganz schlechter, bring' ich<br>                         dich um.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Seh ich so aus, als würde ich<br>                         scherzen?<br><br>                                   SOPHIE<br>                             (erschüttert)<br>                         Nein! NEIN!<br><br>               Sophie schüttelt heftig den Kopf, dabei treten ihr die<br>               Tränen aus den Augenwinkel und verteilen sich unter den<br>               Lidern, verschmieren dabei die Wimperntusche, was den<br>               verstörten Anblick von Caylons Schwägerin nur verstärkt.<br><br>                                   SOPHIE (CONT'D)<br>                             (in Tränen)<br>                         Ich habe ihm gesagt, er soll<br>                         nicht gehen, er soll hier bei mir<br>                         bleiben. Aber Joseph wollte<br>                         unbedingt weg, raus ins All. Ich<br>                         wollte nicht, dass er zur<br>                         Sternenflotte ging. Ich war auch<br>                         nicht dafür, dass er sich einem<br>                         Frachter anschließt, aber ich<br>                         konnte ihn eh nicht aufhalten und<br>                         ich dachte dort sei es weniger<br>                         gefährlich.<br>                             (beat)<br>                         Jetzt ist er tot. Warum nur?<br>                         Warum nur musstest du ihm die<br>                         Flausen in den Kopf setzen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrumpelt)<br>                         Ich? Willst du mir jetzt die<br>                         Schuld geben?<br><br>                                   SOPHIE<br>                         Von wem hat er denn bitte den<br>                         Weltraumtick? Das war doch immer<br>                         dein Traum, da hat er dir<br>                         nachgeeifert. Ich wusste, dass<br>                         das nicht gut für ihn ist. Das<br>                         musste ja passieren. Ich wollte<br>                         nicht, dass du ihn dazu bringst<br>                         mich zu verlassen und in das<br>                         gefährliche Weltall vorzudringen.<br>                         Das war dein schlechter Einfluss,<br>                         vor dem ich immer Angst hatte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schlechter Einfluss? Meinst du<br>                         ich habe gewollt, dass das<br>                         passiert? Ich diene nun schon<br>                         seit 16 Jahren in der<br>                         Sternenflotte und lebe doch auch<br>                         noch. Bitte, muss das sein? Wenn<br>                         einer Schuld an seinem Tod ist,<br>                         dann Captain Boldstien, der mit<br>                         seinem grobfahrlässigen Verhalten<br>                         die Crew erst der Strahlung<br>                         ausgesetzt hat.<br><br>                                   SOPHIE<br>                         Es ist doch aber so, er würde<br>                         noch leben, wenn er nicht auf dem<br>                         Frachter angeheuert hätte. Und<br>                         das hat er gewiss deswegen<br>                         gemacht, weil er wusste, dass du<br>                         auch dort oben bist.<br>                             (beat)<br>                         Bitte. Ich möchte nichts mehr<br>                         hören. Das ist sehr schwer. Ich<br>                         möchte über alles nachdenken.<br><br>               Sophie bückt sich vom Sofa in Richtung des Schirmes hervor<br>               und verschwindet auch sogleich vom Display, und weicht dem<br>               kalten und beänsgtigenden Schwarz, den das Display als<br>               Hintergrund bietet.<br><br>               Caylon lässt deprimiert seinen Kopf hängen und schließt<br>               dabei die Augen. Geistesabwesend fixiert er sein Haupt<br>               zwischen Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand.<br><br>               Rund zwei Sekunden vergehen, als leise eine Stimme aus dem<br>               OFF erklingt. Es ist die von Caylon, auch wenn er in diesem<br>               Augenblick selber nicht spricht, scheinen seine Gedanken an<br>               unser Ohr zu dringen.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Sophies Worte haben mich<br>                         gekränkt.<br>                         Aber trotzdem haben Sie es mir<br>                         etwas über mich selber erkennen<br>                         lassen. Captain Boldstien hat<br>                         sicher zweifelsohne seine Crew<br>                         gefährdet und muss sich dafür<br>                         verantworten. Doch gebe ich ihm<br>                         vielleicht auch mehr schuld, als<br>                         ihm gebührt. Genauso wenig wie<br>                         ich die Folgen meines Einflusses<br>                         auf meine Umwelt aufhalten kann,<br>                         konnte es Boldstien. Er hat ein<br>                         Verbrechen begangen, doch wollte<br>                         er sicher nicht diese Folgen.<br>                         Jede Entscheidung birgt größe<br>                         oder kleinere Konsequenzen im<br>                         Universum.<br><br>               Wir sehen Caylon an sein Bullauge herantreten und mit<br>               seinen Augen fixieren wir das Sternenfirmament.<br><br>                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)<br>                         Müller spricht gemeinhin vom<br>                         Schicksal, ich weiß nicht, ob ich<br>                         mich dieser Ansicht anschließen<br>                         kann. Doch scheinbar hält das<br>                         Universum gewisse Bahnen für uns<br>                         bereit, die wir selber durch<br>                         unsere Taten festlegen, doch von<br>                         ihnen auch irgendwohin geführt<br>                         werden. Ich frage mich, wohin uns<br>                         unsere Bahnen führen.<br>                             (beat)<br>                         Möglicherweise weisen wir die<br>                         Schuld an dem Tod eines Lieben<br>                         gerne auf andere, um nicht<br>                         eingestehen zu müssen, dass es<br>                         sein ureigener Weg war, den er<br>                         gegangen ist. Wir wollen die<br>                         Person so rein wie möglich in<br>                         Erinnerung behalten. Uns scheint<br>                         die Vorstellung zu helfen, dass<br>                         der Tod in den Händen eines<br>                         Menschen lag, etwas Fassbaren,<br>                         das wir hätten aufhalten können,<br>                         anders als das Schicksal, das uns<br>                         machtlos erscheinen lässt. Uns<br>                         behagt die Vorstellung, dass es<br>                         vielleicht irgendwo eine Welt<br>                         gibt, die der unseren gleicht, in<br>                         der Joseph noch leben könnte. Und<br>                         möglicherweise gibt es die auch<br>                         wirklich, nicht nur in unseren<br>                         Träumen und Wünschen. Es ist ein<br>                         Strohhalm, der unsere<br>                         Erinnerungen wach hält.<br><br>               In der Ferne scheint ein Stern auf einmal aufzublitzen,<br>               doch vergeht sein helleres Licht wie in einem kurzen Wink<br>               darauf wieder und er verblasst zusammen mit allen anderen<br>               Sternen...<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4404</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x03 - Nachwirkungen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x03-nachwirkungen-r4340/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12812.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0203.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x03) - "Nachwirkungen"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,92 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Während die Antares im Raumdock grundüberholt wird, bekommt die Crew Landurlaub auf der Erde und trifft zum ersten Mal nach Langem mit ihren Familien wieder zusammen. Für viele ist dies eine schmerzhafte Erfahrung, auch, da man auf der Erde nicht so zurückwillkommen geheißen wird, wie man es sich erhofft hatte...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><b><font><i>Bilder:</i></font></b><br><br><center><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover2x03_render.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover2x03_render.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x03_babylon.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x03_babylon.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x03_eierschaukeln.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x03_eierschaukeln.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x03_erde.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x03_erde.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x03_jupiterstation.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x03_jupiterstation.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x03_jupiterstation2.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x03_jupiterstation2.jpg"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x03_jupiterstation3.jpg"><img border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x03_jupiterstation3.jpg"></a></center><br><br><b><font><i>Episode:</i></font></b><br><br><p><font face="Courier New" size="2">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Nachwirkungen"</font></p><br><p><font face="Courier New" size="2"><br>                                   teleplay by<br>                              Jan-Hendrik Landschoof<br>                                     story by<br>                                Sebastian Ostsieker<br><br><br><br>                                      RECAP<br><br>       R01     SCHWÄRZE                                               R01<br><br>                                   MILLER (V. O. )<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br>                         . .<br><br><br>               FADE IN:<br><br>       R02     INT. ANTARES - OFFIZIERSMESSE (1X03 "NOX ANIMARUM")    R02<br><br>               Auch hier ist es dunkel und das einzige Licht dringt nur<br>               durch die Fenster herein. Es hüllt die Offiziersmesse in<br>               ein unheimliches Blau.<br><br><br>               An einem der Tisch in der sonst menschenleeren<br>               Offiziersmesse, sitzt Commander Nicole Müller. Sie<br>               schluchzt, Tränen laufen ihre Wangen herunter.<br><br><br>                                   CAYLON (V. O. )<br>                             (mitfühlend)<br>                         Nicole. . . ich hab das mit ihrem<br>                         Vater gehört.<br><br>                             (beat)<br>                         Es tut mir schrecklich Leid.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R03     EXT. WELTRAUM - ERDE (ENTERPRISE 2X26 "THE EXPANSE")   R03<br><br>               Die Xindi-Sonde feuert einen Waffenstrahl auf die<br>               Erdoberfläche ab.<br><br><br>       R04     EXT. ERDE - FLORIDA (ENTERPRISE 2X26 "THE EXPANSE")    R04<br><br>               Der Strahl schneidet eine Schneise der Verwüstung durch das<br>               Land, vernichtet zahlreiche Häuser, tötet zahllose<br>               Menschen.<br><br><br>                                   MILLER (V. O. )<br>                         Ich habe meinen Bruder, dessen<br>                         Frau, meine Tante, meinen Onkel<br>                         und meine Nichte '53 bei dem<br>                         Angriff der Xindi auf die Erde<br>                         verloren.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R05     NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER (1X06 "NEWR05<br>               EARTH")<br><br>               Osbourne springt auf und reißt dabei den Tisch zur Seite.<br>               Die Sicherheitsleute greifen zu den Phasenpistolen, doch er<br>               stürzt sich bereits auf Beem und hält diesem einen zuvor im<br>               Ärmel versteckten Phasenschneider an dessen Kehle –<br>               schließlich entnimmt er die Phasenpistole des<br>               Waffenoffiziers.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (hysterisch)<br>                         Ich sehe, Sie haben nichts<br>                         verstanden! Wissen Sie, es gibt<br>                         Menschen, die reisen zu den<br>                         Sternen, knüpfen Erstkontakte mit<br>                         fremden Spezies und beginnen,<br>                         irgendwo im All Kolonien zu<br>                         errichten – alles geht gut, doch<br>                         plötzlich wird die Kolonie von<br>                         einer dieser fremden Spezies<br>                         angegriffen und zerstört, die<br>                         Reiseroute wird zurückverfolgt<br>                         und es beginnt eine Invasion des<br>                         Heimatplaneten. . .<br><br><br>               Plötzlich lösen sich die Konturen William Osbournes in<br>               einem bläulichen Schimmern auf. Die Kamera zeigt Beems<br>               verbittertes Gesicht.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R06     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM (1X08 "FLAMMEN DER HÖLLE")R06<br><br>               Caylon spricht über Subraumfunk mit Forrest.<br><br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         William Osbourne, Paul Andrews<br>                         und Jonnathan Smithers. . .<br><br>                             (beat)<br>                         . . . Sie sind verschwunden,<br>                         Fred.<br><br>                             (beat)<br>                         Sie sollten an Bord der<br>                         Constitution zur Erde gebracht<br>                         werden, doch gestern Abend, sind<br>                         alle drei aus ihren Zellen<br>                         verschwunden.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R07     INT. UNBEKANNTER DUNKLER RAUM (1X06 "NEW EARTH")       R07<br><br>               Wir befinden uns in einem dunklen Raum an einem uns<br>               unbekannten Ort. In der Mitte des Raumes steht ein großer<br>               Konferenztisch mit mehr als 20 Plätzen.<br>               Jeder dieser Plätze verfügt über ein eigenes kleines<br>               Computerterminal, ähnlich dem heutigen Laptop, nur eben um<br>               einiges kleiner.<br><br><br>               Das einzige Licht im Raum geht von einer ganzen Wand von<br>               Monitoren aus, die alle möglichen Dateien anzeigen, von<br>               Nachrichten, über Politik, bis hin zu den Positionen jedes<br>               einzelnen Raumschiffes der Sternenflotte. - Diese Wand mit<br>               ihren vielen Monitoren, sehen wir jedoch erst, wenn wir mit<br>               einer Kamerafahrt durch den gesamten Raum beginnen.<br><br><br>               Wir bewegen uns einmal durch den kompletten Raum hindurch,<br>               bevor wir wieder in der Ausgangsposition zum Stehen kommen.<br><br><br>               Wir hören das Zischen einer Tür, welche wir bei unserer<br>               Kamerafahrt NICHT sehen konnten, weil sie im vollkommenen<br>               Dunkel lag. Durch sie treten nun 20 schwarz Gekleidete<br>               Personen (sie alle sind Menschen, sehen jedenfalls<br>               menschlich aus) herein und setzen sich an dem<br>               Konferenztisch nieder. Der Mann am Kopf (im folgenden<br>               "ELDER 1" genannt) des Tisches bleibt jedoch stehen und<br>               wendet sich an die Gruppe.<br><br><br>                                   ELDER 1<br>                         Meine Damen und Herren. . .<br>                         unsere Mission war ein<br>                         Fehlschlag!<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen uns eingehend darüber<br>                         beraten, wie wir weiter<br>                         vorzugehen haben. . .<br><br><br>               AUF Elder 1:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R08     NT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE DER WELTGEMEINSCHAFTR08<br>               (2X02 "NEUE ZEITEN")<br><br>               Forrest und sechs Militärs beobachten angespannt die Lage.<br><br><br>                                   FORREST<br><br>                             (in den Monitor<br>                              sprechend)<br>                         Ich autorisiere "Last Hope".<br><br><br>       R09     EXT. ERDE - ATLANTISCHER OZEAN - TAG (2X02 "NEUE ZEITEN")R09<br><br>               Die Sonne spiegelt sich schier unendlich oft auf der<br>               glitzernden Wasseroberfläche des bis zum Horizont und<br>               darüber hinaus reichenden Atlantischen Ozeans wider: Ein<br>               malerischer, bezaubernder und friedlicher Anblick.<br><br><br>               Plötzlich sehen wir Wellen in Form von konzentrischen<br>               Kreisen, das Wasser fängt an zu bibbern, wir hören ein<br>               dumpfes, immer lauter werdendes, tieffrequentiges Brummen.<br><br><br>                                   CAYLON (V. O. )<br>                             (bedrückt)<br>                         Vor nicht mal hundert Jahren<br>                         haben diese Waffen dieses<br>                         Paradies dort unten fast<br>                         vernichtet.<br><br><br>               Plötzlich schießen zahlreiche Raketen aus dem Wasser,<br>               verdrängtes Wasser spritzt durch die Luft und glänzt im<br>               Sonnenschein. Direkt vor uns verlässt schließlich nach etwa<br>               vier Sekunden eine Rakete das Wasser, ihr aufgerüsteter<br>               Implusantrieb wirbelt die Oberfläche auf und beult sie für<br>               einen kurzen Moment gar aus.<br><br><br>               Wir verfolgen mit der Kamera den Weg der Raketen nach oben.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R10     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; FLOTTE (2X02 "NEUE ZEITEN")  R10<br><br>               Ein Hagel aus Laserbasierten, grün leuchtenden Waffen<br>               trifft die zwölf Schiffe. Plasmatorpedos prallen auf die<br>               schnell fliegenden Sternenflottenkreuzer. Nach nur wenigen<br>               Sekunden Beschuss werden zwei der zwölf Schiffe zerfetzt.<br><br><br>               Ebenso werden zwei Raketen getroffen, die sofort<br>               zurückfallen und nicht mehr mit der Flotte mithalten.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R11     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; ROMULANISCHE FLOTTE (2X02 "NEUER11<br>               ZEITEN")<br><br>               Ein Lichtblitz, so hell wie die Sonne, scheint den gesamten<br>               Raum zu erleuchten. Die gesamte romulanische Flotte, obwohl<br>               sie sicherlich vom einem bis zum anderen Ende über hundert<br>               Kilometer sich erstreckt, verschwindet in einer Explosion,<br>               wie sie noch kein Mensch zuvor gesehen hat.<br><br><br>               Eine riesige, gelb-orange-farbene Druckwelle schleudert,<br>               nach dem Abklingen des hellen Lichts, Trümmer und Überreste<br>               der Flotte von sich.<br><br><br>               Die Antares ist bereits weit weg, als die Explosion sich zu<br>               einem glühenden Feuerball verwandelt, der in der Kühle des<br>               Raums schnell abkühlt und sich auflöst. Es gibt keine Luft,<br>               um Feuer oder eine Explosion am Leben zu erhalten.<br><br><br>               Doch ihre Aufgabe haben die Sprengkörper erfüllt: Die<br>               Flotte von über hundert Schiffen ist verschwunden.<br>               Umherrasende Trümmer sind die letzten Reste dieser<br>               gewaltigen Streitmacht.<br><br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. WELTALL                                             1<br><br>               Wir sehen die Erde. Sie füllt den größten Teil vom<br>               Bildschirm aus. Dann beginnt die Kamera langsam nach links<br>               wegzuschwenken. Wir gleiten langsam an kleinen und großen<br>               Trümmerteilen vorbei. Nun beginnt die Kamera langsam aus<br>               der Szene herauszuzoomen. Langsam, aber sicher wird das<br>               Trümmerfeld immer größer, man kann Trümmer von<br>               romulanischen und irdischen Schiffen erkennen.<br><br><br>               Im Hintergrund kann man erst nur kleine Punkte sehen, dann<br>               erkennen wir, dass es sich um die SS ANTARES handelt, die<br>               von 4 Starfleetschiffen und 3 andorianischen Kreuzern<br>               begleitet wird.<br><br><br>               Während die Kamera weiter über das gigantische Trümmerfeld<br>               zoomt, HÖREN wir aus dem OFF Caylons Stimme.<br><br><br>                                   CAYLON (V. O. )<br>                         Captains Logbuch, Nachtrag.<br><br>                         Es ist vorbei. Die romulanische<br>                         Flotte wurde dank der Hilfe<br>                         unserer andorianischen Freunde<br>                         gewonnen.<br><br>                         Kein Schiff der Romulaner hat den<br>                         Angriff heil überstanden.<br><br><br>               NAHAUFNAHME ANTARES<br><br>               Wir sehen, dass die Hülle der Antares von Kampfspuren<br>               übersäht ist. An einigen Stellen ist die Hülle aufgeplatzt,<br>               hier und da kann man auch in das Innere des Schiffes<br>               blicken.<br><br><br>                                   CAYLON (V. O. ) (CONT'D)<br>                         Natürlich hat der Sieg gegen die<br>                         Romulaner seinen Tribut<br>                         gefordert. Viele Crewmitglieder<br>                         sind verletzt, einige schwer, es<br>                         gibt sogar einige Tote.<br><br>                         Durch den Einsatz unserer<br>                         Atomwaffen wurde radioaktive<br>                         Strahlung freigesetzt, deren<br>                         Auswirkungen wir schon jetzt<br>                         spüren können. Doch Dr. Miller<br>                         ist zuversichtlich, dass es keine<br>                         langfristigen Schäden geben wird.<br><br><br>         2     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                            2<br><br>               Die Krankenstation ist übersäht mit verletzten<br>               Crewmitgliedern. Das Medo-Personal hat alle Hände voll zu<br>               tun.<br>               DR. MILLER geht von Patient zu Patient, gefolgt von einer<br>               Schwester. Sie scannt jeden mit einem medizinischem<br>               Tricorder, dann gibt sie Anweisungen an die Schwester für<br>               die weitere Behandlungen weiter. Die Kamera schweift durch<br>               die sonst so leere Krankenstation, deren Betten nun mit<br>               Patienten belegt sind.<br><br><br>               Über einigen Liegen sind Tücher, die die toten<br>               Crewmitglieder verdecken.<br><br><br>                                   CAYLON (V. O. )<br>                         Die Schäden an den Schiffen und<br>                         unseren Körpern sind geringer,<br>                         als die, die wir in unseren<br>                         Herzen tragen.<br><br>                         Der Kampf um unsere Heimat,<br>                         unsere geliebte Erde, ließ uns<br>                         allen den Schrecken des Krieges<br>                         durchleben, vom dem wir hofften,<br>                         dass wir ihn nie selbst erleben<br>                         müssen.<br><br><br>         3     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                             3<br><br>               Wir sehen das Herz der Antares, welches im Kampf schwer<br>               gelitten hat. Überall liegen kleine und größere Trümmer<br>               herum, hier und da sind Bildschirme aus ihren Halterungen<br>               gerissen worden, manche flackern nur noch.<br><br><br>               Die Kamera fährt um den Warpkern herum, welcher immer noch<br>               leise sein vertrautes Brummen von sich gibt. Wir sehen<br>               COMMANDER MILLER, deren Uniform wie die der meisten<br>               Anwesenden sehr verdreckt ist. Sie unterhält sich mit<br>               einigen Crewmen, die hin und wieder nicken und sich dann<br>               schließlich in verschiedene Richtungen aufmachen, um ihre<br>               Arbeiten zu verrichten.<br><br><br>                                   CAYLON (V. O. )<br>                         Die Schäden an der Antares halten<br>                         sich in Grenzen, was wir nicht<br>                         nur unseren blauhäutigen Freunden<br>                         zu verdanken haben, sondern auch<br>                         der großartigen und mutigen<br>                         Männer und Frauen, die alles<br>                         gegeben haben, um das Schiff in<br>                         einem Stück zu halten.<br><br>                         Laut Commander Müllers Bericht<br>                         wird der Warpantrieb bald wieder<br>                         mit 60% Effizienz arbeiten,<br>                         jedoch sind viele Schaltkreise<br>                         durchgebrannt, als wir unsere<br>                         Schilde benutzt haben. Im<br>                         Vergleich zu den Schilden anderer<br>                         Völker sind sie zwar noch<br>                         primtiv, doch Gott weiß, sie<br>                         haben unser Leben gerettet.<br><br><br>         4     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                  4<br><br>               Langsam wendet sich die Kamera von dem Trümmerfeld ab und<br>               zoomt auf die Gruppe von Schiffen zu.<br><br><br>               Im ihrem Fokus befindet sich die Brückensektion der<br>               Antares. Wir zoomen immer weiter heran, wenden uns langsam<br>               von der Brücke ab, zu einem Fenster in deren Nähe. Wir<br>               können erkennen, dass sich dort eine Person befindet, die<br>               aus dem Fenster herausschaut. Es ist Captain Caylon.<br><br><br>         5     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                         5<br><br>               Langsam wendet sich der Captain von dem Fenster und dessen<br>               Ausblick ab und schreitet langsam in den Raum hinein.<br><br><br>               Er hebt einige heruntergefallene Gegenstände auf und fährt<br>               gleichzeitig mit seinem Logbucheintrag fort.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Es will mir immer noch nicht in<br>                         den Kopf gehen, warum uns die<br>                         Vulkanier nach all den Jahren<br>                         einfach so fallen gelassen haben.<br>                         Was haben sie vor uns zu<br>                         verbergen? Warum haben sie uns<br>                         fast der völligen Vernichtung<br>                         Preis gegeben? Sind sie uns<br>                         vielleicht doch nicht so<br>                         wohlgesonnnen, wie sie immer<br>                         behaupteten? Glücklicherweise<br>                         kamen uns die Andorianer zur<br>                         Hilfe, auch wenn es uns viel<br>                         Überzeugungskraft gekostet hat.<br><br><br>               Caylon setzt sich in seinen Stuhl. Er wirkt müde und<br>               erschöpft. Dann dreht er sich zu dem Monitor auf seinem<br>               Schreibtisch um und blickt auf den Bildschirm. Wir<br>               erkennen, dass es sich um einen Statusreport aller<br>               Abteilungen auf dem Schiff handelt.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nachdem die große Erleichterung<br>                         und Freude über den Sieg vorbei<br>                         ist, haben wir neue Order<br>                         bekommen.<br><br>                         Wir sollen uns zu den<br>                         Jupiterwerften begeben, damit<br>                         dort das Schiff für den Krieg<br>                         gerüstet werden kann.<br><br>                         Nun ist der Fall eingetreten, vor<br>                         dem wir uns alle gefürchtet<br>                         haben: Wir befinden uns im Krieg<br>                         mit den Romulanern.<br><br><br>         6     EXT. WELTALL                                             6<br><br>               Wir sehen, wie die Gruppe um die Antares das Trümmerfeld<br>               verlässt. Langsam schwenken wir hinter die Antares und<br>               sehen, wie sich die andorianischen Schiffe aus der<br>               Formation lösen und auf Warp gehen. Zurück bleiben nur die<br>               Schiffe der Sternenflotte. Diese nehmen nun Kurs auf den<br>               Jupiter, unter der Führung der Antares. Langsam entfernen<br>               sich die Schiffe aus dem Blickwinkel der Kamera. Sie werden<br>               zu kleinen Punkten im Sternenhintergrund, bis man sie nicht<br>               mehr ausmachen kann.<br><br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         7     EXT. ANTARES                                             7<br><br>               Wir sehen, wie die Antares, gefolgt von ihren<br>               Schwesterschiffen, langsam dem Jupitermond Europa nähert.<br><br><br>               Wir erkennen nun einen Werfkomplex mit 5 Trockendocks, die<br>               um eine Starbase herum ausgerichtet sind.<br><br><br>               Es ist die JUPITER STATION.<br><br><br>         8     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    8<br><br>               Auch die Brücke hat im Kampf schwer gelitten. Einige<br>               Monitore flackern, manche funktionieren gar nicht mehr. Im<br>               Hintergrund sind einige NDs dabei, das Chaos aufzuräumen,<br>               als sich die Tür zum Bereitschaftsraum öffnet. Caylon<br>               betritt die Brücke.<br><br><br>               Alle drehen sich zu ihm um. Es herrscht ein kurzes<br>               Schweigen, bis:<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain, Admiral Forrest meldet<br>                         sich gerade. Er wünscht sie zu<br>                         sprechen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br><br>               Auf dem Bildschirm wechselt das Bild von der sich nähernden<br>               Jupiter Station auf das Bild von ADMIRAL MAXWELL FORREST.<br><br><br>               Er sieht wenig erfreut und sehr müde aus.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Captain Caylon, willkommen auf<br>                         der Jupiter Station. Die Antares<br>                         wird im Dock 5 erwartet. Ich<br>                         erwarte Sie gegen 15 Uhr in<br>                         meinem Büro auf der Station.<br><br>                         Ihre Crew hat bis auf weiteres<br>                         Landurlaub. Es stehen schon<br>                         Shuttles für sie bereit, die sie<br>                         zurück zur Erde bringen werden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Achja, bevor ich es vergesse:<br>                         Richten Sie Commander Müller aus,<br>                         dass der leitende Ingenieur der<br>                         Umrüstarbeiten sie noch vor ihrer<br>                         Abreise sprechen möchte.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich sehe sie dann, Frederick.<br>                         Forrest Ende.<br><br><br>               Nach dem knappen Gespräch ist wieder die Jupiter Station<br>               mit ihren Werften auf dem Bildschirm zu sehen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (an Tschernovsky)<br>                         Okay, sie haben den Mann gehört.<br><br>                         Bringen Sie uns ins Dock, Darius.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir. Mit dem größten<br>                         Vergnügen.<br><br><br>               Auf dem Bildschirm können wir nun mehr Details von der<br>               Dockanlage erkennen. Wir sehen, wie viele kleine Schiffe<br>               und Dockfahrzeuge sich ihren Weg durch die großen<br>               Sternenschiffe bahnen.<br><br><br>               Wir können auch in ein Dock sehen. Wir ERKENNEN die S. S.<br>               SCORPION, dem dritten Schiff der Antares-Klasse. Das Schiff<br>               befindet sich in einer frühen Konstruktionsphase. Ein<br>               viertel der Diskussektion ist erst komplett fertig<br>               gestellt, der Rest besteht aus dem Grundgerüst. Der<br>               sekundäre Rumpf fehlt noch komplett, die Katamarane und<br>               Verbundsstutzen zu den Warpgondeln und dem sekundärem Rumpf<br>               sind schon vorhanden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Scorpion wird wohl erst Ende<br>                         2159 vom Stapel laufen, doch ich<br>                         kann mir vorstellen, dass ihr<br>                         Captain am liebsten schon heute<br>                         mit ihr auslaufen würde.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das wäre unlogisch Captain. In<br>                         diesem Zustand ist die Scorpion<br>                         zu keinem Raumflug fähig.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Mensch, Mestral. Sie sind nur zu<br>                         einem achtel Vulkanier und auf<br>                         der Erde aufgewachsen. Jetzt tun<br>                         sie nicht so, als würden sie<br>                         nicht wissen, wie der Captain das<br>                         gemeint hat.<br><br><br>               Mestral will zu einer Erwiderung ansetzten, doch der<br>               Captain würgt ihn mit einer Handbewegung ab.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Meine Herren, es reicht.<br><br>                             (beat)<br>                         Die Scorpion wird natürlich<br>                         einige verbesserte Systeme<br>                         bekommen, ich habe gehört, dass<br>                         Dyson Yoyodyne große Fortschritte<br>                         in der Miniaturisierung der<br>                         Impulstriebwerke gemacht hat. . .<br><br><br>               Während der Captain spricht öffnet sich die  Tür des<br>               Turbolifts und COMMANDER MÜLLER betritt die Brücke.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe gehört, dass die Crew<br>                         von Captain Jefferies überhaupt<br>                         nicht zufrieden ist mit der<br>                         Weiterentwicklung. Captain<br>                         Jefferies persönlich soll dem<br>                         zuständigen Ingenieur von<br>                         Yoyodyne die Pläne für das neue<br>                         Triebwerk um die Ohren<br>                         geschmissen haben, weil es, um<br>                         seine Worte zu benutzen: "es sich<br>                         um den letzten Schrott handelt<br>                         und ein Akademiestudent im<br>                         zweiten Semester ein besseres<br>                         Triebwerksupdate entwickeln<br>                         könnte, das nur halb so teuer<br>                         ist".<br><br><br>               Alle Anwesenden, außer Ensign Tschernovsky, der die Antares<br>               weiterhin durch die Dockanlage fliegt, drehen sich zu ihr<br>               um.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelnd)<br>                         Ja, das ist Captain Jefferies.<br>                         Ich erinnere mich, wie ich ihn<br>                         das erste Mal an Board der<br>                         Antares traf und er einen armen<br>                         Ensign zusammengestaucht hat,<br>                         weil dieser. . . .<br><br>                             (beat)<br>                         Commander, alles in Ordnung?<br><br>               Müller, wie auch der Rest der Brückencrew blickt gebannt<br>               auf den Bildschirm. Caylon fällt dies erst jetzt auf und<br>               blickt nun auch auf den Bildschirm. Und was er dort sieht,<br>               lässt ihn ebenfalls erstarren.<br><br><br>         9     EXT. TROCKENDOCK NUMMER 2                                9<br><br>               Wir sehen im Dock die S. S. Babylon. Jenes Schiff, das wir<br>               aus 1x12 kennen, jedoch ist es nun in einem erstklassigem<br>               Zustand. Es sieht so aus, als hätte es das Dock noch nie<br>               verlassen. Die Offiziere blicken weiterhin gebannt auf den<br>               Bildschirm. Mestral ist der einzigste, der sich seine<br>               Verwirrung nicht anmerken lässt.<br><br><br>               BEEM ist der erste, der etwas sagt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Was zur Hölle. . .<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das ist doch unmöglich. Das<br>                         Schiff ist zerstört. Wie kann es<br>                         denn jetzt hier sein, wenn es vor<br>                         kurzem erst zerstört wurde?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich würde nicht sagen, dass es<br>                         unmöglich ist. Ich würde sagen,<br>                         dass wir hier vor einem<br>                         Zeitparadoxon stehen. Wie es<br>                         aussieht ist bzw. wird  die<br>                         Babylon in der Zukunft durch die<br>                         Zeit reisen und in der<br>                         Vergangenheit landen. Dort wird<br>                         sie wiederum solange bleiben, bis<br>                         wir sie entdecken werden, bzw.<br>                         entdeckt haben.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aber wenn wir wissen, dass die<br>                         Babylon durch die Zeit reisen<br>                         wird, könnten wir doch das<br>                         Ereignis verhindern, oder? Dann<br>                         wäre all dies nicht passiert.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vom Prinzip ist ihre Annahme<br>                         richtig, Ensign. Doch erstens<br>                         wissen wir nicht, WANN die<br>                         Babylon durch die Zeit reisen<br>                         wird, auch nicht WIESO sie es tun<br>                         wird. Und zweitens: Wenn wir die<br>                         Zeitreise der Babylon verhindern,<br>                         dann wird sie auch nicht in der<br>                         Vergangenheit landen, wir werden<br>                         sie nicht entdecken und können<br>                         somit auch nicht verhindern, dass<br>                         die Babylon doch durch die Zeit<br>                         reisen wird.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Teufelskreis.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das wäre zwar nicht meine<br>                         Ausdrucksweise, aber sie haben in<br>                         der Tat Recht, Captain. Das ist<br>                         auch einer der  Gründe, warum<br>                         Vulkanier nicht an Zeitreisen<br>                         glauben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Glück, dass wir uns nicht<br>                         damit rumschlagen müssen, ich<br>                         bekomm ja jetzt schon<br>                         Kopfschmerzen. . .<br><br><br>               Plötzlich ist ein Piepen von Torlans Station zu hören.<br>               Dieser dreht sich zu seiner Station und drückt sein Komm<br>               Gerät in sein Ohr. Nach ein paar Sekunden dreht er sich<br>               wieder um.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sir, Dock 5 gibt die Freigabe zum<br>                         Andocken.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Mr. Torlan. Okay, Darius,<br>                         dann parken Sie mal ein. Aber<br>                         Vorsicht, nicht das Sie mir den<br>                         Lack zerkratzen!<br>                         Für alle anderen gilt: Sobald sie<br>                         ihre Stationen auf Standby haben,<br>                         packen sie ihre Sachen und haben<br>                         sie einen schönen Urlaub. Wir<br>                         sehen uns dann in ein paar Tagen<br>                         wieder hier.<br><br><br>               Von allen Stationen erfolgt ein Nicken, dann steht der<br>               Captain auf und begibt sich in seinen Bereitschaftsraum.<br><br><br>               Die restlichen Offiziere widmen sich nun ihren Stationen.<br><br><br>        10     EXT. TROCKENDOCK NUMMER 5                               10<br><br>               Dieses Dock hat große Ähnlichkeiten mit dem Warp 5 Komplex,<br>               den wir aus Star Trek: Enterprise kennen. Langsam gleitet<br>               die Antares in das Dock hinein, bis sie zum kompletten<br>               Stillstand kommt. Das Glühen in den Impulstriebwerken<br>               erlischt. Langsam fährt sich eine Gangway zur<br>               Andockschleuse der Antares aus, bis sie schließlich<br>               andockt.<br><br><br>        11     INT. ANDOCKSCHLEUSE 2                                   11<br><br>               An der Andockschleuse 2 herrscht ein reger Betrieb. Viele<br>               Crewmitglieder verlassen mit Handgepäck die Antares.<br>               Von der anderen Seite kommen Ingenieure und<br>               Ausrüstungsgegenstände an Board. Die Kamera folgt einem der<br>               Techniker, der mit einem Kollegen eine große Kiste<br>               transportiert, die auf einem Anti-Gravitationsschlitten<br>               gleitet. Sie gelangen durch die Schleuse, vorbei an einigen<br>               Crewmitgliedern, die Platz für die Techniker gemacht haben.<br>               In einer Ecke können wir ein paar Crewmen sehen, die<br>               anscheinend Nachschub für die botanische Sektion haben. 3<br>               kleine Bäume stehen neben einigen Kisten mit dem Symbol der<br>               botanischen Abteilung. Ein Lieutenant in einer<br>               wissenschaftlichen Uniform gibt den Crewmen Anweisungen,<br>               worauf sie die Pflanzen nehmen und dem Lieutenant in einen<br>               Korridor folgen.<br><br><br>               Unsere Techniker begeben sich in einen Korridor, der sich<br>               in entgegengesetzter Richtung befindet. Nach einigen Metern<br>               kommen sie an dem Transporter des Schiffes vorbei. Auch<br>               hier herrsch reger Betrieb. Gerade rematerialisieren wieder<br>               ein paar Kisten, die auch schon gleich Abnehmer in Form von<br>               einigen Crewmen finden. Nachdem die Kamera einen kleinen<br>               Augenblick in der Szene bleibt, folgt sie nun wieder<br>               unseren Technikern. Diese sind noch immer auf ihrem Weg<br>               durch die Korridore, in denen hier und da einige Kisten<br>               herumstehen. Als unsere Techniker um die Ecke biegen,<br>               gelingt es ihnen nur mit Mühe nicht mit Commander Müller<br>               zusammenzustoßen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (überrascht, verärgert)<br>                         Vorsicht, Crewmen! Wo wollen Sie<br>                         denn damit hin?<br><br>                                   CREWMEN #1<br>                         Entschuldigung, Sir. Commander<br>                         Probert hat uns beauftragt, diese<br>                         Konverter in den Maschinenraum zu<br>                         bringen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay, weitermachen Crewmen. Nur<br>                         passen sie diesmal etwas besser<br>                         auf, nicht das sie den Captain<br>                         umrennen. Der verzeiht ihnen<br>                         nicht so schnell.<br><br><br>                                   CREWMEN #1<br>                         Ja, Sir. Wir werden besser<br>                         aufpassen.<br><br><br>               Die Kamera verharrt bei Commander Müller, die noch ein paar<br>               Sekunden den beiden Crewmen nachschaut. Dann macht sie sich<br>               auf dem Weg zur Andockschleuse. Hier und da muss sie zur<br>               Seite treten, weil ihr einige Crewmen mit Kisten und<br>               anderem Ausrüstungsmaterialien entgegenkommen. Plötzlich<br>               hören wir im OFF eine vertraute Stimme:<br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor, ich protestiere. Haben<br>                         sie ihm immer noch kein Benehmen<br>                         beigebracht?<br><br>                                   MILLER<br>                         Glauben Sie mir, Beem, das hat er<br>                         nicht von mir. Ich verstehe es ja<br>                         selbst nicht, normalerweise ist<br>                         er immer sehr nett und höflich,<br>                         wenn er redet. Gut, vielleicht<br>                         hat er mal den einen oder anderen<br>                         walisischen Fluch von mir<br>                         aufgeschnappt. . .<br><br><br>               Müller, die sich keinen Reim auf das Ganze machen kann,<br>               tritt neugierig um die Ecke, wo wir den Grund für Beem's<br>               Ärger SEHEN und HÖREN können: Es ist Glan, Millers blauer<br>               Ara, welchen wir in 1x05 sehen konnten. Der blaue Ara sitzt<br>               auf der Schulter von Doktor Miller und plappert in seiner<br>               gewohnten Art und Weise, wozu auch Beleidigungen von<br>               anwesenden Personen zählen. Doktor Miller steht mehr oder<br>               weniger hilflos daneben, als Glan wieder eine Schimpftriade<br>               auf seinen "Freund" Beem loslässt. Torlan steht amüsiert<br>               daneben und Mestral beobachtet das Geschehen mit<br>               vulkanischer Ruhe und Neugierde. Doch auch ihm gelingt es<br>               nur schwer, seine Erheiterung zu verbergen.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Maul. . . halten. . . Beem.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn hier einer sein Maul hält,<br>                         dann du!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ach Beem, lassen sie sich doch<br>                         nicht von einem Tier ärgern. Der<br>                         ist doch nicht intelligent genug,<br>                         um zu wissen, was er sagt.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Klappe. . . Torlan<br><br>                                   BEEM<br>                             (höhnisch)<br>                         Nicht intelligent, wie? Hah!<br><br>               Nun hat Glan Commander Müller entdeckt und fliegt von<br>               Millers Schulter auf die Schulter von Müller, wo er<br>               fröhlich krächzend an einer Tasche knabbert.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Keks. . . Glan will Keks<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie heißt das richtig, Glan?<br><br>                                   GLAN<br>                         Bitte. . . Glan will Keks<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Geht doch, Glan. Den Keks wollte<br>                         ich zwar essen, aber hier, bitte.<br><br><br>               Während Glan vergnüglich den Keks isst, dreht sich Miller<br>               mit einem grinsen auf dem Gesicht zu Beem um<br><br>                                   MILLER<br>                         Sehen Sie? Ich sagte doch, dass<br>                         er gut erzogen ist.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         vielleicht passt er sich auch<br>                         einfach nur dem Niveau seiner<br>                         Gesprächspartner an. . .<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (verärgert)<br>                         Passen Sie lieber auf, dass er<br>                         nicht einen Ihrer Fühler als<br>                         Sitzstange benutzt. Ich könnte<br>                         mir vorstellen, dass das wehtun<br>                         könnte.<br><br><br>               Torlan zieht eine Grimasse und massiert leicht seinen<br>               linken Fühler.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Oh, Sie ahnen ja gar nicht, wie<br>                         weh das tun kann. . . .<br><br><br>               Alle Anwesenden drehen sich zu Torlan um und blicken ihn<br>               fragend an. Dieser zuckt jedoch nur mit den Schultern.<br><br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Was? Glauben sie etwa, auf Andor<br>                         gibt es keine Vögel?<br><br>               Die Gruppe begibt sich wieder auf ihren Weg zur<br>               Andockschleuse.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Commander, mir ist aufgefallen,<br>                         dass sie gar kein Gepäck bei sich<br>                         tragen. Wollen sie nicht zur Erde<br>                         reisen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Doch schon. Nur bevor ich<br>                         abreise, muss ich noch einige<br>                         Dinge mit den leitenden Ingenieur<br>                         der Umbauarbeiten besprechen.<br>                         Nicht das ich bei meiner Rückkehr<br>                         den Maschinenraum nicht wieder<br>                         finde.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Warum sollte man den<br>                         Maschinenraum verlegen?<br><br>               Mestrals naiv-vulkanischer Einwand wird von Müller<br>               überhört.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich weiß ja nicht, wie sie<br>                         darüber denken, aber ich bin<br>                         froh, dass wir aufgerüstet<br>                         werden. Dann sind wir nicht mehr<br>                         so wehrlos gegen diese<br>                         romulanischen Bastarde.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         In der Tat, etwas mehr Schutz<br>                         wäre angebracht. Hat man Sie<br>                         schon darüber informiert, was<br>                         genau in ihrer Abteilung<br>                         aufgerüstet wird?<br><br>                                   BEEM<br>                         Japp, die Liste ist vor etwas ner<br>                         halben Stunde bei mir<br>                         eingetroffen. Unsere Phasen<br>                         Kanonen werden gegen die neuste<br>                         Generation ausgetauscht. Das in<br>                         Verbindung mit den neuen<br>                         Energiekonvertern und Relais<br>                         dürfte den Energieverbrauch pro<br>                         Schuss verringern, ohne dass wir<br>                         an Effektivität verlieren.<br>                         außerdem wird die Steuersoftware<br>                         für die Koordinierung der<br>                         einzelnen Kanonen verbessert, d.<br>                         h. es ist möglich, bestimmte<br>                         Abläufe mit ca. 10% höherer<br>                         Trefferwahrscheinlichkeit<br>                         durchzuführen.<br><br>                         Für unsere photonischen Torpedos<br>                         werden wir neue<br>                         Nachladevorrichtungen bekommen,<br>                         einige Verbesserungen für die<br>                         sichere Lagerungen der Torpedos,<br>                         ein verbessertes<br>                         Zielerfassungssystem, dass sich<br>                         regelmäßig selbst neujustiert. .<br>                         . .<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nicht zu vergessen, dass wir auch<br>                         eine verbesserte Hüllenpanzerung<br>                         bekommen.<br>                         Ich hoffe ja, dass ich noch mit<br>                         Captain Jefferies reden kann, um<br>                         mit ihm über eine Verbesserung<br>                         unseres Schildprototypen zu<br>                         reden. Ich würde gerne zu einigen<br>                         Ideen seine Meinung wissen. . .<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich freue mich darauf, neue<br>                         Vorräte für die Krankenstation zu<br>                         bekommen. Ein paar Kämpfe mehr<br>                         und ich hätte nicht garantieren<br>                         können, dass sie wieder lebend<br>                         aus meiner Krankenstation<br>                         herauskommen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und Sie, Mestral? Ich habe<br>                         gehört, dass die Babylon ein<br>                         neues Computersystem mit<br>                         verbesserter Anbindung zwischen<br>                         den Sensoren, dem Hauptcomputern<br>                         und der Brückenstation bekommt.<br>                         Ich nehme mal an, dass sie auf<br>                         das System doch auch scharf sein<br>                         sollten, oder?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist zwar nicht gerade der<br>                         Ausdruck, den ich benutzt hätte.<br>                         Aber in der Tat habe ich mich<br>                         dafür eingesetzt, dass die<br>                         Antares ebenfalls mit dem System<br>                         ausgestattet wird. Jedoch sagte<br>                         man mir, sich die Software noch<br>                         in einer frühen Beta-Phase<br>                         befindet, deshalb wird es wohl<br>                         nur eine Updateversion des LCARS<br>                         geben.  <br><br>                         außerdem müssten viele<br>                         Computermodule ausgetauscht<br>                         werden, da sie sich nicht mit der<br>                         experimentellen Technik der<br>                         Duotronik kompatibel sind.<br>                         Dennoch sollte sich eine höhere<br>                         Effizienz in der<br>                         Datenverarbeitung einstellen.<br><br><br>               Die Gruppe erreicht nun die Andockschleuse. Hier ist es<br>               immer viel los, es scheinen sogar noch mehr Kisten herum zu<br>               stehen. Unsere Gruppe betritt nun die Luftschleuse und geht<br>               durch die Gangway, die direkt zum Dock führt.<br><br></font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        12     EXT. GANGWAY TROCKENDOCK NUMMER 5                       12<br><br>               Wir sehen nun den Teil der Antares, an dem sich die Gangway<br>               befindet.<br>               Langsam fährt die Kamera an der Gangway entlang und folgt<br>               unserer Gruppe, bis sie schließlich am Zugang zum Dock<br>               ankommt. Dann schwenkt sich die Kamera bis wir die Fenster<br>               neben der Gangway sehen können. Die Kamera zoomt etwas<br>               heran, sodass wir sehen können, wie sich die Gruppe<br>               voneinander trennt. Während Commander Müller neben der<br>               Schleuse stehen bleibt, entfernen sich Mestral und Miller<br>               in eine Richtung, Torlan und Beem in eine andere. Die<br>               Kamera zoomt nun auf Torlan und Beem, durch die außenhaut<br>               der Station in den Korridor, der zur Startrampe führt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sagen Sie mal, Torlan, wo fahren<br>                         Sie eigentlich hin? Ich meine,<br>                         Miller fliegt nach Wales, Mestral<br>                         trifft sich mit Kollegen in San<br>                         Fransisco, sobald Müller fertig<br>                         ist, besucht sie ihre Mutter in<br>                         Deutschland. Sogar Darius besucht<br>                         seine Familie. Haben Sie denn<br>                         jemanden, zu dem Sie fahren?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Hm, eigentlich nicht. Ich weiß<br>                         noch nicht, was ich mit meiner<br>                         Freizeit mache. Ich kenne<br>                         niemanden auf der Erde, den ich<br>                         besuchen könnte. . .<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Hm, vor ihrem Dienst auf der<br>                         Antares waren sie doch bei der<br>                         Andorianischen Imperialen Garde,<br>                         oder?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Das stimmt, warum fragen Sie?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich wollte paar Bekannte an der<br>                         Ausbildungsstätte der MACOs<br>                         besuchen. vielleicht möchten Sie<br>                         mich begleiten?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Hm, klingt interessant. Ich<br>                         wollte mir schon vor einem Jahr<br>                         die Akademie ansehen. Meinen Sie,<br>                         dass es möglich ist, dort mal<br>                         einen Tag mitzumachen? Mich würde<br>                         es interessieren, ob die<br>                         Ausbildung dort wirklich so gut<br>                         ist, wie man behauptet. . .<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Ich denke, dass sich das regeln<br>                         lässt.<br>                         Dürfte interessant sein, zu<br>                         sehen, wie ein Andorianer sich im<br>                         Nahkampf schlägt.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Unterschätzen Sie mich nicht,<br>                         Beem. Ich bin zwar jetzt<br>                         Kommunikationsoffizier, doch in<br>                         der Garde war ich in einer<br>                         taktischen Eingreiftruppe. Ich<br>                         möchte behaupten, dass ich sie<br>                         jederzeit schlagen kann.<br><br><br>               Beem bleibt stehen und dreht sich zu Torlan um.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Wollen wir wetten?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wenn sie stark genug sind, um<br>                         auch eine Niederlage<br>                         wegzustecken, klar! Um was wollen<br>                         wir wetten?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe zuhause eine gute<br>                         Flasche texanischen Burbon. Da<br>                         werden sich ihre Fühler bei<br>                         Kräuseln.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich hätte da noch eine schöne<br>                         Flasche Andorianisches Ale. Also,<br>                         gilt die Wette?<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay, dann werden wir doch mal<br>                         sehen, was Sie auf dem Kasten<br>                         haben.<br><br><br>               Die beiden schütteln sich die Hand und beide lächeln sich<br>               zuversichtlich an. Dann gehen sie weiter und betreten durch<br>               eine Gangway das Schiff, das sie zur Erde bringen wird.<br>               Eine Weile verweilt die Kamera auf der Andockschleuse des<br>               Schiffes und wir sehen noch einige Crewmitglieder<br>               vorbeilaufen.<br><br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        13     EXT. NAHAUFNAHME DOCK NUMMER 5                          13<br><br>               Neben dem Dock ist ein Personenfrachter angedockt. Durch<br>               die Gangway und einige Fenster in der Station SEHEN wir,<br>               wie einige Personen das Schiff betreten. Nachdem die<br>               Letzten die Gangway verlassen haben löst sich diese vom<br>               Schiff und gleitet langsam ins Dock zurück. Wir zoomen<br>               langsam aus der Szene heraus.<br>               Nachdem sich die Gangway vom Schiff entfernt hat, begibt<br>               sich das Schiff auf den Weg in Richtung Erde.<br><br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br><br>                                        AKT II<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>        14     EXT. JUPITER STATION - 15:00 UHR ORTSZEIT               14<br><br>               Wir sehen nun den Verwaltungskomplex der Jupiter Werften.<br>               Langsam kreisen wir um den Komplex herum, der sich inmitten<br>               der Trockendocks befindet.<br><br><br>               Wir können noch immer eine Menge Verkehr zwischen den Docks<br>               und der Hauptstation sehen, ebenso sehen wir<br>               Personentransporter, die Besatzungsmitglieder zur Erde<br>               bringen.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        15     INT. JUPITER STATION                                    15<br><br>               Wir befinden uns nun in dem Vorraum zu Admiral Forrests<br>               Büro. Hinter einem Schreibtisch sitzt ein junger Ensign,<br>               der scheinbar sehr beschäftigt ist. Überall auf dem<br>               Schreibtisch liegen PADDs und Speichermodule herum. Hin und<br>               wieder greift der Ensign nach einem PADD um kurz einen<br>               Blick drauf zu werfen, legt es dann wieder beiseite und<br>               widmet sich wieder dem Bildschirm. Die Kamera verharrt<br>               einen Moment auf dem Geschehen. Dann hören wir das Geräusch<br>               von sich öffnenden Türen und Schritte. Die Kamera schwenkt<br>               nun in Richtung Tür, doch auf den halben Weg erkennen wir,<br>               wer durch die Tür hereingekommen ist: Es ist Captain<br>               Caylon.<br><br><br>               Der Ensign hat dies nun auch bemerkt und schaut auf. Als<br>               sie den Captain erkennt, lächelt sie leicht.<br><br><br>                                   ENSIGN THOMAS<br>                         Ah, Captain Caylon. Der Admiral<br>                         erwartet Sie schon. Sie können<br>                         gleich rein.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Ensign.<br><br><br>               Der Ensign widmet sich nun wieder ihrer Arbeit, während<br>               Caylon sich der Tür zu dem Büro von Admiral Forrest begibt.<br>               Er betätigt den Türmelder, worauf er nach einigen Sekunden<br>               ein "Herein" vom Admiral hört. Caylon tut wie geheißen und<br>               tritt nun in das Büro des Admirals.<br><br><br>               Das große Büro hat auf der linken Seite eine gemütliche<br>               Sitzecke. Auf der rechten Seite ist eine Galerie mit<br>               Bildern und Modellen von Raumschiffen, die bisher für die<br>               Sternenflotte tätig waren. Es erinnert etwas an die Galerie<br>               wie wir sie aus TNG kennen. Ein großes Fenster, von dem man<br>               auf das Dock sehen kann, in dem die Babylon liegt, ist aber<br>               dennoch der Blickfang des Büros.<br>               Davor steht ein großer Schreibtisch, der mindestens ebenso<br>               viele PADDs beherbergt, wie im Vorraum. Hinter dem<br>               Schreibtisch sitzt ein müde wirkender Admiral Forrest, der<br>               gerade sehr beschäftigt zu sein scheint.<br><br><br>               Er blickt zu Caylon auf und gibt ihm mit einer Handbewegung<br>               zu verstehen, dass er in einem der Stühle vor dem<br>               Schreibtisch Platz nehmen soll. Caylon kommt dieser<br>               Aufforderung nach.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sir, wenn es gerade ungünstig<br>                         ist, komme ich später wieder. . .<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ach was, Captain. Ich bin gleich<br>                         ganz für Sie da.<br><br><br>               Der Admiral tippt etwas auf dem PADD herum und legt es dann<br>               schließlich weg. Nun widmet er sich völlig dem Captain.<br><br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Ich mochte diesen ganzen<br>                         Verwaltungskram noch nie.<br>                         Krisensitzungen,<br>                         Generalstabsbesprechungen,<br>                         Ausschüsse vor dem Weltparlament.<br>                         . . .<br><br>                             (beat)<br>                         Ich hatte gehofft, dass ich sowas<br>                         nach dem Xindi-Zwischenfall nie<br>                         mehr machen müsste.<br><br>                             (beat)<br>                         Sie fragen sich sicherlich, warum<br>                         ich Sie hier herbestellt habe. .<br>                         .<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         In der Tat. Aber Sie werden<br>                         sicherlich einen guten Grund<br>                         dafür haben.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Der Oberkommando hat beschlossen,<br>                         eine kleine Ehrung für Sie und<br>                         ihre Crew geben wird, ebenso wie<br>                         einen Gottesdienst, in dem wir<br>                         unseren Gefallenen Kameraden<br>                         gedenken wollen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Ehrung, Sir? Ist das<br>                         wirklich nötig? Sie wissen doch,<br>                         dass mir sowas nicht behagt,<br>                         außerdem weiß ich nicht, ob mir<br>                         meine Paradeuniform noch passt. .<br>                         .<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Keine Einwände, Frederick. Das<br>                         was Sie und ihre geleistet haben,<br>                         war mehr als nur die Ausübung<br>                         ihrer Pflicht. Und eine Ehrung<br>                         ist das mindeste, was wir tun<br>                         können um ihnen zu danken.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Och wissen Sie, wenn's nur darum<br>                         geht, dann. . .<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Keine Widerrede, das ist ein<br>                         Befehl! Die Ehrung wird auf dem<br>                         Cape Kennedy stattfinden, der<br>                         Gottesdienst ist direkt danach.<br>                         Ausgehuniform ist für alle<br>                         Pflicht, verstanden, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (lächelnd)<br>                         Ich weiß, Sie mögen solche<br>                         Veranstaltungen nicht, das haben<br>                         sie schon mehrfach kundgetan.<br>                         Dennoch, als Gedenken an die<br>                         gefallenen Offiziere. . .<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, Sir. Ich glaube, ich muss<br>                         dann vorher noch zum Schneider. .<br>                         . .<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Ach, und noch was: Sie werden,<br>                         wenn sie wieder auslaufen ein<br>                         neues Crewmitglied bekommen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein neues Crewmitglied? In<br>                         welcher Funktion?<br><br>                                   FORREST<br>                         Als Schiffspsychologe.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Seelenklemptner? Wozu dass<br>                         denn? Glauben Sie etwa, dass wir<br>                         alle verrückt sind?<br><br>                                   FORREST<br>                         Nein, aber das Oberkommando und<br>                         ich sind uns einig, dass die<br>                         Crews in der Momentanen Situation<br>                         jemanden brauchen, mit dem sie<br>                         sich unterhalten können.<br>                         Jemanden, der ihnen hilft, das<br>                         vergangene zu verarbeiten.<br><br>                             (beat)<br>                         außerdem ist es eine<br>                         SeelenklemptnerIN.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Na Toll. Soll das heißen, dass<br>                         wir jetzt regelmäßig auf die<br>                         Couch müssen und über unsere<br>                         Kindheit reden sollen? Sir, bei<br>                         allem Respekt, ich halte das für<br>                         überflüssig. Bisher haben wir's<br>                         doch auch ohne geschafft. Obwohl<br>                         Beem sicherlich ne Sitzung nötig<br>                         hätte, ebenso wie Tschernovsky<br>                         und Miller. . .<br><br>                             (beat)<br>                         Okay, vielleicht ist die Idee<br>                         doch nicht soo schlecht.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Freut mich, dass Sie es einsehen.<br>                         Seien Sie beruhigt, die Antares<br>                         ist nicht das einzige Schiff,<br>                         dass einen Psychologen bekommt.<br>                         Jedes Deep-Space-Schiff bekommt<br>                         ein solches Crewmitglied.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, aber wenn meine Crew meinen<br>                         Befehlen nicht mehr folgt, oder<br>                         sonst irgendwie aufmüpfig wird,<br>                         mache ich Sie dafür<br>                         verantwortlich!<br><br>               Zoom auf Caylon, der ein verschmitztes Lächeln auf den<br>               Lippen hat, dann:<br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br>        16     INT. ANDOCKSCHLEUSE 2                                   16<br><br>               Wir befinden uns wieder an der Andockschleuse 2. Es ist<br>               immer noch viel los, wenn nicht sogar noch mehr. noch immer<br>               stehen viele Kisten in der Gegend herum und es sind auch<br>               weiterhin Crewmen damit beschäftigt, eben diese Kisten zu<br>               ihren endgültigen Bestimmungsorten zu bringen. Das<br>               einzigste, was nachgelassen hat, ist der Strom mit<br>               Besatzungsmitgliedern, die das Schiff Richtung Erde<br>               verlassen.<br>               Nun betritt auch Commander Müller, die eine Tasche bei sich<br>               trägt, in Begleitung eines jungen Mannes, der die Uniform<br>               eines Lt. Commanders der Technik trägt, den Vorraum der<br>               Andockschleuse. Die beiden scheinen sich sehr angeregt zu<br>               unterhalten.<br><br><br>                                   PROBERT<br>                         Okay, versprochen, ich werde<br>                         Captain Jefferies darum bitten,<br>                         sich persönlich den Prototypen<br>                         anzusehen. Ich denke, dass er<br>                         bestimmt das ein oder andere noch<br>                         verbessern kann. Wir haben von<br>                         Yoyodine gerade einen Prototypen<br>                         von einer neuen Generation von<br>                         Navigationsdeflektoren für die<br>                         Babylon bekommen, sicherlich<br>                         lassen sich beide Systeme<br>                         miteinander kombinieren. Das<br>                         dürfte den Captain sicherlich<br>                         wieder für eine Weile<br>                         beschäftigen, zumal ich mir<br>                         vorstellen kann, dass er die<br>                         Technik gerne auf der Babylon<br>                         einsetzen würde.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich kann mir denken, dass die<br>                         Babylon sein ganzer Stolz ist,<br>                         immerhin ist das komplette Design<br>                         ja von ihm.<br><br><br>                                   PROBERT<br>                         Sie können sich gar nicht<br>                         vorstellen, wie sehr ihm das<br>                         Schiff am Herzen liegt. Jeder der<br>                         auch nur ein schlechtes Wort über<br>                         das Schiff oder Teile davon<br>                         verliert, wird seines Lebens<br>                         nicht mehr froh.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelnd)<br>                         Ich kann es mir vorstellen.<br><br>                             (beat)<br>                         Also, ich werd dann mal. Ich<br>                         übergebe ihnen die Antares. Ich<br>                         hoffe, dass ich sie in einem<br>                         guten Zustand wiederbekomme.<br><br><br>                                   PROBERT<br>                         Keine Angst, meine Leute werden<br>                         sich um die Antares kümmern, als<br>                         wäre Sie eines ihrer Kinder. Sie<br>                         brauchen sich keine Sorgen zu<br>                         machen.<br>                         Genießen Sie ihren Urlaub, wer<br>                         weiß, wann sie das nächste mal<br>                         wieder Landgang bekommen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Okay, das werde ich. Wir sehen<br>                         uns dann in zwei Wochen.<br><br><br>               Die beiden verabschieden sich und Müller schreitet durch<br>               die Schleuse. Wir sehen, wie Commander Probert ihr noch eine<br>               Weile nachsieht, sich dann abwendet und wieder zum<br>               Maschinenraum zurückkehrt. Dann:<br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br>        17     EXT. DEUTSCHLAND VOGELPERSPEKTIVE: HARTZ, AUßERHALB VON 17<br>               HERFORD<br><br>               Die Kamera schwenkt durch die Landschaft. Wir sehen grüne<br>               Felder, auf denen Kühe weiden, gelbe Felder auf denen der<br>               Raps und Weizen sprießt. Langsam gleitet die Kamera weiter,<br>               bis sie auf einen Wald trifft. Die grünen Bäume scheinen<br>               von makelloser Erscheinung, scheinbar gibt es im 22.<br>               Jahrhundert keine Umweltprobleme mehr, die ein Baumsterben<br>               verursachen.<br><br><br>               Aus dem OFF hören wir ein Geräusch, ein leises Brummen.<br>               Während die Kamera weiterzieht, erkennen wir, woher das<br>               Geräusch kommt: Es stammt von einem Hoverfahrzeug, das auf<br>               einer Straße durch den Wald fährt. Nun folgt die Kamera dem<br>               Fahrzeug, das nun den Wald verlässt und zwischen den<br>               Feldern durchfährt. Die Kamera schwenkt nun ein kleines<br>               bisschen, sodass wir das Ziel des Fahrzeuges erkennen<br>               können: Ein Landsitz, der sich auf einem kleinem Hügel<br>               befindet. Das Gebäude scheint äußerlich aus dem 19.<br>               Jahrhundert zustammen, es ist dennoch in einem<br>               hervorragendem Zustand.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        18     EXT. VOR DEM HAUS                                       18<br><br>               Die Bewohnerin des Hauses scheint auf das Fahrzeug<br>               aufmerksam geworden zu sein. Sie verlässt das Haus und wir<br>               sehen eine Frau Ende vierzig, die schlichte,<br>               zeitgenössische Kleidung trägt.<br><br><br>               Das Hoverfahrzeug hat nun fast die Hofauffahrt erreicht.<br>               Noch immer können wir nicht erkennen, wer der Fahrer des<br>               Vehikels ist.<br><br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Das Fahrzeug kommt zum vollständigen Stillstand, als es<br>               direkt vor dem Eingang des Gebäudes steht. Die Bewohnerin<br>               des Hauses beginnt zu lächeln, als sie den Fahrer erkennt.<br>               Langsam öffnet sich die Tür des Fahrzeuges und der Fahrer<br>               steigt aus.  Wir erkennen nun, dass es sich um COMMANDER<br>               MÜLLER handelt, die ebenfalls zivile Kleidung trägt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hallo, Mutter.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Hallo, Nicole.<br><br><br>               Einen kurzen Moment verharren die beiden regungslos, dann<br>               fallen sich Mutter und Tochter in die Arme.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        19     INT. CORINNA MÜLLERS HAUS - WOHNZIMMER                  19<br><br>               Mutter und Tochter Müller sitzen in dem großen Wohnzimmer,<br>               das passend zum äußeren Erscheinungsbild des Hauses<br>               eingerichtet ist. Die meisten Möbel bestehen aus<br>               handverarbeitetem Holz, sodass man den Eindruck bekommt,<br>               als wäre die Zeit seit dem 19. Jahrhundert nicht<br>               fortgeschritten. In einer Ecke des Raumes knistert leise<br>               ein echter Kamin. Corinna und Nicole haben es sich auf den<br>               Sofas gemütlich gemacht, auf dem Wohnzimmertisch stehen<br>               eine Kanne mit Kaffee, sowie Kuchen und Gebäck. Die beiden<br>               unterhalten sich, jedoch ist es eher ein belangloses<br>               Geplänkel.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Wie findest du meinen neuen<br>                         Schrank? Ich habe ihn extra in<br>                         einer Schreinerei in Herford nach<br>                         alten Zeichnungen und Bildern<br>                         anfertigen lassen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Er sieht toll aus. Und auch<br>                         verdammt schwer. Wie hast du ihn<br>                         hier reinbekommen?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br><br>                             (lächelnd)<br>                         Ich war es nicht, denn der<br>                         Schrank ist in der Tat schwer.<br>                         Dein Bruder und ein paar seiner<br>                         Freunde haben ihn mir<br>                         reingestellt. Dabei haben sie so<br>                         geschnauft, als wäre das Ding<br>                         komplett aus Eisen, aber ich<br>                         glaube, die wollten nur angeben.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wo wir gerade von ihm sprechen,<br>                         wo ist Sönke eigentlich? Ist er<br>                         mal wieder mit Max unterwegs?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Ach, hab ich dir das nicht<br>                         erzählt?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was erzählt?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         na ja, nachdem man ihm mitgeteilt<br>                         hatte, dass er nicht für die<br>                         Sternenflottenakademie zugelassen<br>                         wäre, war er eine zeitlang sehr<br>                         betrübt. Er kam tagelang nicht<br>                         aus seinem Zimmer heraus. Bis er<br>                         eines Tages Besuch von Max bekam.<br>                         . .<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wieso, was hat Max ihm denn<br>                         erzählt?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Max hatte ihm erzählt, dass er<br>                         auf einem Frachter angeheuret<br>                         hätte und dass es doch auch eine<br>                         Möglichkeit für Sönke wäre, jetzt<br>                         da er nicht der Sternenflotte<br>                         beitreten könne.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Du willst mir doch nicht<br>                         erzählen, dass er auf einem<br>                         Frachter angeheuret hat?!<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Oh doch, das hat er. Auf der<br>                         Kobayashi Maru.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Kobayashi Maru? Noch nie von<br>                         ihr gehört.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Soweit ich weiß, ist es ein recht<br>                         neuer Frachter mit Warp 3<br>                         Triebwerk.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich weiß noch, wie begeistert er<br>                         war, als er erfahren hat, dass er<br>                         ausgewählt wurde. Noch am selben<br>                         Tag packte er seine Sachen<br>                         zusammen und reiste nach Berlin,<br>                         um mit der Fähre zum Raumdock zu<br>                         fliegen. Er war so glücklich. . .<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie lange ist das ganze denn<br>                         schon her? Hat er sich denn schon<br>                         mal gemeldet?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Nun, ich glaube, nächsten<br>                         Dienstag ist es fast 6 Monate<br>                         her. In etwa einem Monat hat er<br>                         gesagt, würde er wieder auf der<br>                         Erde ankommen und wollte mich<br>                         dann besuchen. Aber er schickt<br>                         mir Subraumbotschaften sooft er<br>                         nur kann.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wow, ich hätte nie gedacht, dass<br>                         er mal auf einem Frachter<br>                         arbeiten würde. Ich hatte immer<br>                         gedacht, dass er, wenn er es<br>                         nicht auf die Akademie schafft,<br>                         mit Max eine Hoverwagenwerkstatt<br>                         aufmachen wollte. . .<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Du weißt doch, dass Max für<br>                         deinen Bruder so etwas wie der<br>                         große Bruder war, den er nie<br>                         hatte. Gerade nach dem Tod eures<br>                         Vaters. . .<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (bedrückt)<br>                         Es tut mir leid, dass ich das<br>                         letzte Jahr nicht bei dir war.<br>                         Ich hätte als ich die Nachricht<br>                         von Dads Tod bekommen hab, sofort<br>                         die Antares verlassen sollen, um<br>                         hier bei euch zu sein. Ich hätte.<br>                         . .<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Was hättest du? Deinen Posten<br>                         aufgeben sollen? Deine Karriere<br>                         wegwerfen sollen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja. Die Familie ist wichtiger als<br>                         meine Karriere.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Meinst du wirklich, dass das dein<br>                         Vater so gewollt hätte? Hör mir<br>                         gut zu, Nicole. Er war sehr stolz<br>                         auf dich und das, was du erreicht<br>                         hast.<br>                         Es hätte ihn bestimmt nicht<br>                         glücklich gemacht, wenn du die<br>                         Zukunft einfach so weggeworfen<br>                         hättest. Und was mich betrifft:<br>                         Mich hätte es auch nicht<br>                         glücklich gemacht.<br><br>                             (beat)<br>                         Glaub mir, es geht mir gut.<br>                         Anfangs hatte ich Probleme, doch<br>                         die habe ich jetzt in den Griff<br>                         bekommen. Es besteht also kein<br>                         Grund, dir Sorgen zu machen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wirklich?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Wirklich!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich liebe dich, Mom.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Und ich liebe dich auch, Nicole.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        20     EXT. FRIEDHOF VON HERFORD - EIN PAAR TAGE SPÄTER        20<br><br>               Wir sehen nun den Friedhof von Herford. Es ist ein<br>               Friedhof, wie man ihn auch heute in jeder größeren<br>               Ortschaft finden kann. Überall stehen schöne, verzierte<br>               Grabsteine, die von Blumen, Gestecken und kleinen Bäumen<br>               gesäumt sind. Langsam fährt die Kamera durch den Friedhof,<br>               vorbei an einigen Grabsteinen, man könnte den Eindruck<br>               erwecken, dass keine da ist, bis wir vor einem Grabstein<br>               Commander Müller entdecken können.<br><br><br>               Gedankenverloren steht der erste Offizier der Antares vor<br>               dem Grab ihres verstorbenen Vaters. In den Händen hält sie<br>               ein Gesteck, das sie nun vor den Grabstein legt. Ihr<br>               kullert dabei eine Träne die Wange herunter, die sie mit<br>               einer Handbewegung wegwischt.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (flüsternd)<br>                         Ach Dad, warum musstest du uns<br>                         schon so früh verlassen?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Ach, hier bist du.<br><br><br>               Erschrocken über das plötzliche Auftauchen von Corinna<br>               Müller dreht sich ihre Tochter zu ihr um.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hast du mich erschreckt.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Das wollte ich nicht. Als du<br>                         heute Morgen das Haus verlassen<br>                         hast, hab ich mir schon fast<br>                         gedacht, dass du hierher gehst.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (re: Grabstein)<br>                         Ein schöner Grabstein. Dad hätte<br>                         sich sehr darüber gefreut.<br><br><br>               Nun sehen wir den Grabstein. Es ist ein Stein aus Marmor<br>               mit reichlich Verziehrungen. Eingemeißelt steht folgender<br>               Text:<br><br><br>                                   Thorsten Müller<br><br>                      geboren 16. 8. 2104 - gestorben 25. 4. 2156<br><br>                          Geliebter Vater, Ehemann und Freund<br><br>               Beide betrachten den Grabstein, bis Nicole schließlich<br>               wieder das Wort ergreift.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ich bewundere dich, weißt du das?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Weswegen denn?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie du das alles durchgehalten<br>                         hast.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich meine, erst die lange<br>                         Krankheit, dann Vaters Tod. . .<br><br>                             (beat)<br>                         Du warst immer so stark und<br>                         ruhig, trotz all denn<br>                         Widrigkeiten. Ich hätte die<br>                         Situation sicher nicht so<br>                         ertragen können, wie du es getan<br>                         hast.<br><br><br>               Corinna wirkt auf einmal, als wäre ihr die Aussage ihrer<br>               Tochter etwas peinlich.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                             (zögernd)<br>                         na ja, so gut, wie ich nach außen<br>                         wirkte, ging es mir aber nicht.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sicher, dass kann ich mir denken,<br>                         dass. . .<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                             (unterbricht ihre<br>                              Tochter)<br>                         Lass mich bitte ausreden, Nicole.<br>                         Denn das, was ich dir jetzt sagen<br>                         will, fällt mir nicht leicht.<br><br><br>               Nicole nickt zustimmend. Auf ihrem Gesicht können wir<br>               Verwirrung erkennen.<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER (CONT'D)<br>                         Während der Krankheit deines<br>                         Vaters wurde mir klar, dass er<br>                         jede nur erdenkliche<br>                         Unterstützung von mir brauchte,<br>                         die er nur bekommen konnte. Also<br>                         versuchte ich so stark und<br>                         zuversichtlich wie möglich zu<br>                         sein. Doch ich konnte es nicht.<br>                         Ich musste zusehen, wie mein<br>                         bester Freund und mein<br>                         Lebensgefährte, Vater meiner<br>                         beiden Kinder, langsam aber<br>                         sicher starb.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich konnte das nicht ertragen.<br>                         Der Schmerz fraß mich innerlich<br>                         auf. Doch ich wollte nicht, dass<br>                         er sieht, wie ich leide, während<br>                         er selbst so leiden musste.<br>                         Deshalb bin ich zu Doktor<br>                         Andresen gegangen. Er hat mir ein<br>                         gutes Antidepressiva gegeben, das<br>                         mir halt, meine Verzweiflung<br>                         unter Kontrolle zu halten. Erst<br>                         wollte er nicht, doch ich konnte<br>                         ihm unter der Bedingung, dass ich<br>                         in therapeutische Behandlung<br>                         gehe, sobald alles ausgestanden<br>                         ist, dennoch dazu überreden.<br><br>                             (beat)<br>                         Und das Tat ich auch. Jede Woche<br>                         zweimal, nachdem dein Vater<br>                         gestorben war. Die Pillen hab ich<br>                         sofort weggeworfen. Deinem Bruder<br>                         hab ich immer erzählt, dass ich<br>                         eine Freundin besuche, oder<br>                         Einkaufen gehe. Er sollte sich<br>                         nicht um mich sorgen, während er<br>                         selbst am Boden zerstört war, als<br>                         die Akademie ihn abgelehnt hatte.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wow. . .<br><br>                             (beat)<br>                         Gehst du immer noch hin?<br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Bis vor kurzem nicht mehr. Doch<br>                         der Angriff der Romulaner hat mir<br>                         einen großen Schrecken eingejagt<br>                         und seitdem gehe ich hin und<br>                         wieder mal hin. Es hilft, wenn<br>                         man jemanden hat, mit dem man<br>                         darüber reden kann. Ich hatte<br>                         solche Angst, dass ich einen von<br>                         euch auch noch verlieren könnte.<br>                         . .<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn du willst, dann bleibe ich<br>                         bei dir. Dann quittiere ich noch<br>                         heute meinen Dienst, oder lass<br>                         mir auf unbestimmte Zeit Urlaub<br>                         geben. . .<br><br><br>                                   CORINNA MÜLLER<br>                         Ich weiß dein Angebot zu<br>                         schätzen, aber ich möchte es<br>                         nicht. Ich muss lernen damit zu<br>                         leben, dass ihr euch hin und<br>                         wieder in Gefahr begebt.<br><br>                             (beat)<br>                         außerdem fühle ich mich sicherer,<br>                         wenn meine Tochter dort oben ist,<br>                         um diese romulanischen Hunde<br>                         daran zu hindern die Erde noch<br>                         einmal anzugreifen.<br><br><br>               Zoom auf Corinna Müller, dann:<br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                   ENDE AKT II</font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        21     EXT. CARDIFF HAUS VON MILLERS ELTERN - GARTEN           21<br><br>               Wir befinden uns nun in Wales, genauer gesagt in Cardiff,<br>               der Heimatstadt von Dr. Miller. Diese steht vor der Pforte<br>               ihres Elternhauses. Bei ihr ist ihr blauer Ara Glan, der<br>               gerade wieder fröhlich an einem Keks knabbert. Scheinbar<br>               unschlüssig, ob sie wirklich durch die Pforte schreiten<br>               soll, verharrt Miller noch einen Moment, bis sie dann mit<br>               einem "Aufgeht's!" und einem Seufzer die Pforte öffnet und<br>               hindurchschreitet. Sie geht durch den kleinen Garten vor<br>               dem Haus, der typisch britisch ist. Der Rasen ist<br>               wohlgepflegt und vor dem Haus sind einige Rosenpflanzen zu<br>               sehen. An der Tür angekommen seufzt Miller nochmals.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Okay, Glan, willkommen in der<br>                         Hölle.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Hölle. . . Willkommen. . .<br>                         Kathrin.<br><br><br>               Miller drückt auf die Klingel und wir hören es läuten. Nach<br>               einer Weile hören wir auch das Geräusch einer sich<br>               nähernden Person. Dann öffnet sich die Tür und wir sehen<br>               BEATRICE MILLER, die Mutter von Dr. Miller.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Hallo, Mom.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                             (erfreut)<br>                         Hallo, Kathy!<br><br><br>               Miller wird von ihrer Mutter herzlich gedrückt.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER (CONT'D)<br>                             (in das Haus)<br>                         Oh, Walter komm' her, es ist<br>                         Kathy!<br>                             (an Kathrin gerichtet)<br>                         Komm rein, Darling. Wen hast du<br>                         da denn mitgebracht?<br><br>                                   MILLER<br>                         Oh, das ist Glan, mein Ara. Ich<br>                         hab ihn mir vor ner Weile<br>                         gekauft. Sag "Hallo", Glan.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Hallo. . . Ich. . . bin. . .<br>                         Glan.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Der ist ja niedlich. Hallo Glan,<br>                         ich bin Beatrice.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Will. . . Keks. . . Bea.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (belehrend)<br>                         Glan, du hattest gerade erst<br>                         einen, außerdem heißt es: Ich<br>                         hätte gerne einen Keks.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Ach, lass ihn, der ist doch<br>                         putzig!<br><br>                             (Richtung Bibliothek)<br>                         Walter, komm schon, deine Tochter<br>                         ist da!<br><br>               Wir hören aus dem OFF ein Gemurmel und sehen dann wie<br>               Kathrins Vater WALTER MILLER den Flur betreten. Er wirkt<br>               leicht abwesend. Dennoch begibt er sich zu seiner Tochter,<br>               umarmt sie leicht und murmelt ein "Hallo, Kathy" und geht<br>               wieder in die Bibliothek. Miller scheint wenig überrascht<br>               über diese Aktion zu sein und wendet sich an ihre Mutter.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ist er immer noch so?<br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                             (betrübt)<br>                         Schlimmer noch. Das ist die<br>                         größte Gefühlsregung von ihm seit<br>                         Wochen. Meistens sitzt er nur<br>                         hinter seinem Schreibtisch und<br>                         redet mit alten Fotos.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich habe schon versucht, ihn dazu<br>                         zu bewegen, einen Therapeuten<br>                         aufzusuchen, doch immer, wenn ich<br>                         damit anfange, verlässt er das<br>                         Zimmer und geht in die<br>                         Bibliothek. Manchmal kommt er<br>                         Tagelang nicht dort heraus.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das ist furchtbar.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Wem sagst du das?<br>                             (beat)<br>                         Ach, nun stehen wir hier rum und<br>                         reden. Gib mir deine Tasche, die<br>                         muss doch schwer sein.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Achwas, Mutter, es geht schon.<br>                         Wenn du nichts dagegen hast, dann<br>                         bringe ich meine Sachen auf mein<br>                         Zimmer.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Wie du möchtest. Was hältst du<br>                         davon, wenn ich uns einen schönen<br>                         Tee koche? Dann kannst du mir ein<br>                         bisschen von der Antares<br>                         erzählen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Okay, klingt gut.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Fein.<br><br><br>               Mutter und Tochter verlassen den Flur in unterschiedliche<br>               Richtungen, dann:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        22     INT. CARDIFF HAUS VON MILLERS ELTERN - WOHNZIMMER       22<br><br>               Wir befinden uns nun im stilvoll eingerichteten Wohnzimmer,<br>               im Hintergrund hören wir das Ticken einer Standuhr. Kathrin<br>               und Beatrice sitzen am Tisch, trinken Tee und unterhalten<br>               sich. Glan sitzt auf einer Stuhllehne und knabbert an einem<br>               Keks. Hin und wieder hören wir ihn vergnügt krächzen.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Klingt, als hättest du dich gut<br>                         auf der Antares eingelebt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         In der Tat.<br><br><br>                                   GLAN<br>                         Ja. . . schön. . . auf. . . der.<br>                         . . Antares.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Und, wie geht's dir so?<br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Tja, was soll ich sagen? Der<br>                         Angriff der Romulaner hat mich<br>                         sehr an die Ereignisse von vor 4<br>                         Jahren erinnert. All diese Panik,<br>                         das Entsetzen. Gerade für deinen<br>                         Vater war es schlimm, seitdem<br>                         entfernt er sich immer mehr von<br>                         mir.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das tut mir leid. Wenn ich<br>                         irgendwie helfen kann, dann sag<br>                         es.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Verlass die Sternenflotte!<br><br>               Miller ist von der Antwort so überrascht, dass sie ihren<br>               Tee wieder ausspuckt.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Ich soll was? Die Sternenflotte<br>                         verlassen?<br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Ja, ich möchte, dass du die<br>                         Sternenflotte verlässt und bei<br>                         uns bleibst.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Mutter! Nein, das werde ich nicht<br>                         tun! Ich werde die Antares nicht<br>                         verlassen. Ich kann nicht.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Warum kannst du nicht? Immerhin<br>                         geht es um deine Familie! Wir<br>                         brauchen dich hier, dein Vater<br>                         braucht dich, ICH brauche dich!<br><br>                                   MILLER<br>                         Das mag ja sein, aber die<br>                         Sternenflotte braucht mich. Ich<br>                         kann doch jetzt in der schwersten<br>                         Stunde der Sternenflotte nicht<br>                         einfach aussteigen.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Hör mal, du bist doch bloß eine<br>                         Ärztin, die finden bestimmt<br>                         schnell einen Ersatz.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Es geht doch nicht darum, dass<br>                         man mich nicht ersetzen kann. Es<br>                         geht um die moralische Seite. Ich<br>                         kann doch nicht einfach Schluss<br>                         machen, nur weil es auf einmal<br>                         gefährlich wird. Ich war mir über<br>                         die Gefahren von Anfang an<br>                         bewusst und ich habe nicht vor,<br>                         meinen Captain und meine Crew im<br>                         Stich zulassen.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Und was ist mit deiner Familie?<br>                         Ich und dein Vater könnten es<br>                         nicht ertragen, wenn wir nach<br>                         deinem Bruder und deiner Tante<br>                         auch noch dich verlieren würden.<br><br><br>               Kathrin steht vom Tisch auf und wirft ihre Serviette auf<br>               den Tisch.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Tut mir leid, Mutter, aber dieses<br>                         Thema steht bei mir nicht zur<br>                         Diskussion. Ich werde in der<br>                         Sternenflotte bleiben und das ist<br>                         mein letztes Wort.<br><br><br>               Sie nimmt Glan auf ihre Schulter, der nicht gerade darüber<br>               erfreut ist, weil er sich an einem weiteren Keks zu<br>               schaffen machte und verlässt das Zimmer.<br><br><br>                                                             FADE TO:<br><br>        23     INT. CARDIFF HAUS VON MILLERS ELTERN - BIBLIOTHEK - EIN 23<br>               PAAR TAGE SPÄTER<br><br>               Wir sehen nun die Bibliothek des Hauses. Es sieht genauso<br>               aus, wie man sich eine britische Bibliothek vorstellt: An<br>               den Wänden sind Zimmerhohe Regale, die mit einer<br>               beeindruckenden Sammlung von echten Büchern gefüllt sind.<br>               Vor dem einzigen Fenster im Raum steht ein massiver<br>               Schreibtisch. Hinter diesem Schreibtisch, auf dem viele<br>               Bilderrahmen stehen, sitzt Millers Vater. Er murmelt leise<br>               vor sich hin, es scheint so, als würde er besonders mit 2<br>               Bildern sprechen.<br><br><br>               Miller blickt durch die Tür in das Zimmer. Ihr Vater<br>               scheint sie nicht zu bemerken, zumindest schenkt er ihrer<br>               Anwesenheit keine Beachtung. Langsam schreitet sie in<br>               Richtung des Schreibtisches.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Vater, ich bin's, Kathy!<br><br>                                   WALTER MILLER<br>                             (zu den Bildern)<br>                         Was sagst du, Agnus? Es ist<br>                         jemand reingekommen? Ich habe<br>                         niemanden gehört.<br><br>                             (beat)<br>                         Was, du hast auch jemanden<br>                         gehört, Martha?<br><br>                                   MILLER<br>                         Paps, ich bin's deine Tochter:<br>                         Kathrin!<br><br>                                   WALTER MILLER<br>                         Ihr hattet recht, es ist<br>                         tatsächlich jemand hier: Es ist<br>                         Kathrin! Agnus, stell dir vor, es<br>                         ist deine Schwester!<br><br>                                   MILLER<br>                         Wie geht es dir, Vater?<br><br>                                   WALTER MILLER<br>                         Oh, mir geht es gut, jetzt, wo<br>                         meine ganze Familie hier ist und<br>                         mich nie wieder verlassen wird!<br><br>                                   MILLER<br>                         Vater, es ist niemand außer uns<br>                         hier.<br><br><br>                                   WALTER MILLER<br>                         Aber was redest du da, Kindchen!<br>                         Deine Tante und dein Bruder sind<br>                         doch genau neben dir!<br>                             (zu den Bildern)<br>                         Stell dir das mal vor, Martha!<br>                         Deine eigene Nichte kann dich<br>                         nicht sehen! Dabei ist sie eine<br>                         Ärztin! Jetzt muss sie selbst zum<br>                         Doktor!<br><br>                                   MILLER<br>                         Vater, du redest mit Bildern!<br>                         Tante Martha und Agnus sind Tot!<br>                         Sie sind vor 4 Jahren bei dem<br>                         Angriff der Xindi gestorben! Sie<br>                         sind nicht hier!<br><br>                                   WALTER MILLER<br>                             (verwirrt)<br>                         Was redest du da? Ich kann sie<br>                         doch sehen! Meine Schwester steht<br>                         doch direkt neben dir! Und dein<br>                         Bruder auch! Sie würden mich doch<br>                         nie verlassen! Nie!<br><br>                                   MILLER<br>                             (schluchzend)<br>                         Vater, SIE SIND TOT! Sie sind<br>                         nicht wirklich hier, das bildest<br>                         du dir nur ein!<br><br>                                   WALTER MILLER<br>                         Tot? Sie sind tot. . .<br><br>                             (beat)<br>                         Sie sind gestorben, vor 4 Jahren,<br>                         als sie in Amerika waren. . . Sie<br>                         haben mich verlassen, sind<br>                         einfach gegangen. . . .<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, Vater. Sie sind gestorben.<br><br><br>                                   WALTER MILLER<br>                             (verzweifelt)<br>                         Tot. . . Sie sind tot. . . Nicht<br>                         mehr hier. Warum? Wie kann das<br>                         sein? Aber ich sehe sie doch!<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das bildest du dir nur ein. Sie<br>                         sind nicht wirklich da, du<br>                         phantasierst!<br><br>                                   WALTER MILLER<br>                         Ja, ich phantasiere! Das ist<br>                         nicht echt. Du bist nicht da, nur<br>                         Agnus und Martha sind hier! Du<br>                         bist nicht echt!<br>                             (beat)<br>                         Ja, so wird es sein. Du bist<br>                         nicht echt, du bist auf der<br>                         Antares, weit weg von mir! Aber<br>                         Agnus und Martha, die sind hier!<br>                             (beat)<br>                         Ach, Agnus, wäre es nicht toll,<br>                         wenn deine Schwester jetzt hier<br>                         wäre? Dann hätten wir ein kleines<br>                         Familientreffen veranstalten<br>                         können. Dann wären wir wieder<br>                         eine glückliche Familie. . .<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (traurig, schluchzend)<br>                         Ich muss gehen, Vater. Auf<br>                         Wiedersehen.<br><br><br>               Tränen laufen über die Wangen von Kathrin, als ihr klar<br>               wird, dass ihr Vater die Realität verlassen hat. Unfähig<br>               diese Situation noch länger zu ertragen verlässt sie<br>               fluchtartig das Zimmer. Ihr Vater bemerkt dies jedoch<br>               nicht. Er befindet sich nun völlig in seiner Traumwelt.<br><br>               Für eine Weile beleibt die Kamera noch auf Walter Miller<br>               gerichtet, dann zoomt sie raus, bis:<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        24     INT. CARDIFF HAUS VON MILLERS ELTERN - MILLERS ZIMMER   24<br><br>               Wir sehen nun das Zimmer von Kathrin Miller. Wie wir es von<br>               ihr erwarten, ist es sehr sauber, jedoch auch unpersönlich.<br>               außer einem Bild auf dem Schreibtisch ist kein persönlicher<br>               Besitz zu erkennen. Das Zimmer an sich wird von einem<br>               großen Bett dominiert, auf dem die Tasche von Miller und<br>               einige Kleidungsstücke liegen. Die Kamera fährt langsam<br>               durch den Raum bis wir Miller finden.<br>               Sie ist gerade dabei, den Kleiderschrank, den sie erst vor<br>               ein paar Stunden eingeräumt hat, wieder auszuräumen. Glan<br>               sitzt auf einer der geöffneten Türen und betrachtet das<br>               Geschehen ohne Kommentar. Miller räumt nun alle<br>               Kleidungsstücke in die Tasche. Plötzlich betritt Beatrice<br>               Miller den Raum.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Was machst du da?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wonach sieht es denn aus? Ich<br>                         packe, Mutter!<br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Packen? Aber warum? Wo willst du<br>                         hin?<br><br>               Miller legt das letzte Kleidungsstück in ihre Tasche. Dann<br>               geht sie zum Schreibtisch hinüber und nimmt den<br>               Bilderrahmen in die Hand. Auf dem Bild erkennen wir Miller,<br>               ihren Vater, ihre Mutter und weitere Personen, die<br>               vermutlich ihr verstorbener Bruder und ihre verstorbene<br>               Tante sind.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich muss gehen, ich halte es hier<br>                         nicht mehr aus.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Ich will aber nicht, dass du<br>                         gehst. Ich will, dass du hier<br>                         bleibst, dein Pflichtgefühl in<br>                         allen Ehren.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das ist nicht der Grund, warum<br>                         ich gehe.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Was für einen Grund hast du dann?<br><br>                                   GLAN<br>                         Willkommen. . . in. . . der. . .<br>                         Hölle<br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Was?<br><br>                                   MILLER<br>                         Er hat Recht! Ich fühle mich, als<br>                         wäre ich direkt in der Hölle<br>                         gelandet! Ich halte es einfach<br>                         nicht mehr aus!<br>                             (beat)<br>                         Vaters Zustand ist für mich<br>                         unerträglich.<br>                         Wenn ich hierbleiben würde, dann<br>                         würde ich jeden Tag, jede Stunde,<br>                         jeden Augenblick an das erinnert,<br>                         dass ich. . . das WIR verloren<br>                         haben.<br><br>                             (beat)<br>                         Das könnte ich nicht aushalten,<br>                         es wäre für mich die Hölle. Ich<br>                         würde daran zerbrechen und das<br>                         will ich nicht.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Meinst du mir gefällt es, so zu<br>                         leben? Jeden Tag muss ich mit<br>                         ansehen, wie dein Vater sich<br>                         immer weiter von mir entfernt und<br>                         sich in seine Phantasiewelt<br>                         flüchtet! Dennoch bleibe ich hier<br>                         bei ihm und bin nicht so<br>                         egoistisch wie du und flüchte<br>                         mich in den Weltraum. Ich laufe<br>                         nicht vor dem Problem weg!<br><br>                                   MILLER<br>                         Na und, dann bin ich halt<br>                         egoistisch! vielleicht laufe ich<br>                         vor dem Problem weg, aber dafür<br>                         mach ich nicht mehr kaputt, als<br>                         nötig!<br><br>                             (beat)<br>                         Ich werde jetzt gehen.<br><br><br>               Miller verstaut das Bild in der Tasche und will aufbrechen.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Komm Glan, wir gehen.<br><br><br>               Glan gleitet vom Schrank rüber auf Millers Schulter.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Wo willst du jetzt überhaupt<br>                         hingehen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich werde einen Kollegen in San<br>                         Francisco besuchen. Er hat mir<br>                         angeboten, dass ich bei ihm<br>                         meinen Urlaub verbringen kann.<br><br><br>               Miller begibt sich in Richtung Haustür. Ihre Mutter folgt<br>               ihr.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Wenn du jetzt gehst, dann. . .<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Was dann, Mutter? Was passiert<br>                         dann?<br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Dann verlierst du deinen Vater<br>                         für immer!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe ihn doch schon verloren!<br>                         Er erkennt mich doch nicht mehr!<br>                         Für ihn bin ich bloß eine<br>                         Phantasie!<br><br>               Miller ist an der Tür angekommen. Gerade als sie sie öffnen<br>               will, legt Beatrice ihre Hand auf die von Miller und<br>               hindert sie am Öffnen der Tür.<br><br><br>                                   BEATRICE MILLER<br>                         Geh nicht, wir brauchen dich<br>                         hier. ICH brauche dich.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Tut mir leid Mutter, ich kann<br>                         nicht. Auf Wiedersehen.<br><br><br>               Mit diesen Worten löst sich Miller aus dem Griff ihrer<br>               Mutter und öffnet die Tür. Sie eilt regelrecht aus dem Haus<br>               und dem Hof. Die Kamera verharrt neben Beatrice, die<br>               traurig und mit Tränen in den Augen ihrer Tochter<br>               nachschaut.<br><br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        25     INT. EINE KNEIPE IN DALLAS - ABEND                      25<br><br>               Wir befinden uns nun in einer Kneipe in Lt. Beems<br>               Heimatstadt Dallas, in der auch eine der Ausbildungsstätten<br>               der MACO-Einheiten ist. Die Bar ist so aufgebaut, wie man<br>               es von einer texanischen Bar erwartet: Es gibt einen<br>               Tresen, viele Tische mit Stühlen, gedämpftem Licht und im<br>               Hintergrund läuft klassische Country-Musik.<br><br><br>               Die Bar ist recht gut besucht, hauptsächlich von MACOs,<br>               teils in Uniform, teils in Zivilkleidung. Um einen Tisch<br>               hat sich eine Schar von Menschen gescharrt. Die Kamera<br>               nähert sich diesem Menschenauflauf und wir erkennen Lt.<br>               James Beem und Torlan in Zentrum dieser Gruppe. Es stehen<br>               neben einer fast leeren Flasche andorianischem Ale und<br>               texanischem Burbon einige Biergläser auf dem Tisch. Die<br>               Stimmung ist wie zu erwarten locker.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Und ich sage es immer wieder: Ich<br>                         habe sie zuerst getroffen!<br>                         Folglich habe ich gewonnen!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Jim, ich glaube Sie vertragen das<br>                         Ale nicht. Laut<br>                         Computeraufzeichnung wurden wir<br>                         beide zur selben Zeit getroffen,<br>                         folglich ist es ein<br>                         Unentschieden.<br><br><br>                                                         JUMP CUT TO:<br><br>        26     INT. TRAININGSSTÄTTE DER MACOS                          26<br><br>               Wir befinden uns nun in einem Korridor, der wie jeder<br>               andere in einem beliebingen Sternenflottenschiff aussieht.<br>               Jedoch ist dieser Korridor mit Trümmern übersäht. Es sieht<br>               so aus, als würde hier ein heftiger Kampf stattfinden. Wir<br>               hören aus dem OFF einige Geräusche, die sich nach<br>               Phaserfeuer anhören. Die Kamera fährt den korridor bis zu<br>               einer Abzweigung entlang, wo wir dann die Quelle der<br>               Geräusche sehen: Hinter einem kleinen Schutthaufen<br>               bestehend aus einem heruntergefallenen Träger und<br>               zerbrochener Verkleidung hocken Torlan in MACO-Kampfmontur<br>               und ein weiter MACO. Abwechselnd feuern beide auf eine<br>               weitere Gruppe auf der anderen Seite des Corridors. Diese<br>               suchen Deckung in einem angrenzenden Korridor.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Wie viele sind es noch?<br><br>                                   MACO#1<br>                         Ich habe vier gezählt.<br><br><br>               Torlan verlässt die Deckung, feuert und geht zurück in die<br>               Deckung.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Nun sind es noch drei.<br><br>                             (beat)<br>                         Haben Sie die offengelegte<br>                         Leitung gesehen?<br><br>               Der MACO nickt zustimmend, während er in die Richtung der<br>               anderen Gruppe feuert.<br><br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Wir werden gleich zu ihnen<br>                         rübergehen, das hier führt zu<br>                         nichts. Ich schieße auf die<br>                         Leitung und dann nutzen wir das<br>                         austretende Gas als Tarnung und<br>                         greifen sie an. Verstanden?<br><br>               Torlan setzt eine spezielle Brille auf, mit der er auch im<br>               Dunkeln sehen kann, was ihm der MACO nachmacht.<br><br><br>                                   MACO#1<br>                         Aye, Sir. Auf drei?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Auf drei!<br>                             (beat)<br>                         1. . .<br><br>                             (beat)<br>                         2. . .<br><br>                             (beat)<br>                         3!<br><br>               Torlan und der MACO springen beide hoch. Während der MACO<br>               in Richtung des Gegners feuert und Torlan damit Deckung<br>               gibt, feuert Torlan auf die Leitung, welche mit einem<br>               lauten Knall zerplatzt und Gas freigibt. Im Schutz des<br>               Nebels greifen sie dann an. Nach einigen Schüssen setzt<br>               dann auch das automatische Entlüftungssystem ein und der<br>               Nebel verzieht sich. Wir sehen nun Torlan und den MACO<br>               zwischen den "erschossenen" Gegnern stehen. Beide nehmen<br>               nun ihre Brillen ab und betrachten die Szene. Torlan<br>               scheint nach jemandem auf dem Boden zu suchen.<br><br><br>                                   MACO#1<br>                         Guter Schuss, Sir<br><br>                                   TORLAN<br>                         Danke, liegt Beem bei Ihnen? Hier<br>                         ist er nicht.<br><br><br>               Torlan sieht sich weiter um und kehrt seinen Rücken zu<br>               seinem Kampfgefährten, welcher auch die "Leichen" absucht<br>               und sich von Torlan entfernt.<br><br><br>                                   MACO#1<br>                         Nein, Sir, hier liegt er nicht!<br>                         Sind Sie sicher. . .<br><br><br>               Weiter kommt der MACO nicht, weil er plötzlich von einem<br>               Phaserstrahl aus dem Nichts niedergestreckt wird.<br><br><br>               SLOW MOTION: NAHAUFNAHME TORLANS GESICHT<br><br>               Wir hören den Phaser nochmals, diesmal aus Torlans<br>               Perspektive. Bei dem plötzlichen Geräusch schlagen seine<br>               Fühler in die Richtung seines nun fallenden Kameraden aus.<br>               Wir können nun ein Siluette hinter Torlan erkennen, die<br>               langsam aus dem Schatten hervorkommt: Es ist Lt. Beem, der<br>               zivile Kleidung trägt und nun langsam seinen Phaser auf<br>               Torlan richtet. Torlan wirft sich geistesgegenwärtig zur<br>               Seite weg und dreht sich im Fall zu Beem um und feuert.<br>               Beem, der das Manöver von Torlan scheinbar vorhergesehen<br>               hat, feuert zeitgleich auf Torlan. Beide treffen sich<br>               scheinbar gleichzeitig und gehen zu Boden.<br><br><br>                                                         JUMP CUT TO:<br><br>        27     INT. KNEIPE IN DALLAS                                   27<br><br>               Gleiche Szene wie zuvor.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Dann irrt sich der Computer. Oder<br>                         Sie haben ihn manipuliert!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das ist doch paranoid!<br><br>                                   BEEM<br>                         Und? Laut meinem psychologischen<br>                         Profil neige ich manchmal zu<br>                         Paranoia!<br>                             (beat)<br>                         Also, geben Sie zu, dass sie<br>                         verloren haben?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich sage es gerne nochmal: Weder<br>                         Sie noch ich haben verloren, es<br>                         war ein Unentschieden!<br><br>                                   BEEM<br>                         Bei dieser Simulation kann es<br>                         kein Unentschieden geben! Und wir<br>                         werden heute auch nicht damit<br>                         anfangen, ein Unentschieden zu<br>                         akzeptieren!<br>                             (zu der Menge)<br>                         Oder wie seht ihr das?<br><br>                                   MENGE<br>                             (durcheinander,<br>                              gröhlend)<br>                         Niemals! Es gibt kein<br>                         Unentschieden, nur Sieg oder<br>                         Niederlage!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was schlagen Sie also vor?<br><br>                                   BEEM<br>                         Gleich morgen früh starten wir<br>                         eine zweite Runde!<br><br>               Er füllt sich nun sein Glas mit dem Rest des Ales und<br>               trinkt es in einem Zug aus.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Aaahh, das Zeug haut aber ganz<br>                         schön rein! vielleicht fangen wir<br>                         lieber erst morgen Mittag an,<br>                         wenn ich meinen Kater auskuriert<br>                         habe.<br><br><br>               Alle Anwesenden lachen, dann zoomt die Kamera langsam aus<br>               der Szene heraus, bis:<br><br>                                                             FADE TO:</font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">        28     EXT. HAFEN VON SYDNEY - CAYLONS HAUS - MITTAG           28<br><br>               Wir befinden uns nun im Hafen von Sydney, der Heimatstadt<br>               von Frederick Caylon. Nachdem die Kamera eine Totale vom<br>               Hafen zeigt, schwenken wir ein etwas nach rechts und Zoomen<br>               an ein Haus heran. Vor der Tür des Hauses steht Captain<br>               Caylon, welcher gerade im Begriff ist, einzutreten. Die<br>               Kamera folgt dem Captain. <br><br><br>               In dem Haus ist nicht viel Licht, was Caylon durch den<br>               Befehl "Lichtdurchlässigkeit auf 60%" ändert. Langsam wird<br>               es im Haus heller und wir erkennen die Inneneinrichtung.<br>               Das kleine Haus besteht hauptsächlich aus einem großen<br>               Raum, in dem Küche, Wohnzimmer und Esszimmer untergebracht<br>               sind. Die Küche wird durch eine barartige Theke abgetrennt,<br>               vor der drei Hocker stehen. Wie die meisten Möbelstücke<br>               bestehen sie aus einem Korbgeflecht. Die Küche ist recht<br>               modern gehalten, sofern es der Einrichtungsstil des<br>               Hauseigentümers zulässt. Im Wohnzimmer formen zwei Sofas<br>               ein "L" um einen großen Monitor. Das besondere an diesem<br>               Haus ist, dass es keinen normalen Fußboden hat, sondern mit<br>               Strandsand gefüllt ist. Caylon ist schmeißt seine Tasche<br>               auf das Sofa, das so aussieht, als hätte er es gerade erst<br>               verlassen und nicht etwa schon vor einem Jahr. Generell<br>               sieht die Wohnung nicht gerade danach aus, als wäre sie<br>               schon lange unbewohnt. Auf dem Esstisch stehen noch<br>               Geschirr und Essensreste herum.<br>               In der Küche stapelt sich das Geschirr und ein kleiner<br>               Schwarm Fliegen deutet darauf hin, dass der Müll auch schon<br>               länger nicht entsorgt worden ist. Auch für Caylon scheint<br>               dieser Umstand nicht gerade angenehm.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt, Huanita, wofür bezahl'<br>                         ich dich eigentlich? Du solltest<br>                         doch aufräumen. . . .<br><br><br>               Caylon nähert sich einem in der Wand eingearbeitetem<br>               Bildschirm, der inaktiv scheint. Durch einfaches Tippen auf<br>               den Bildschirm aktiviert sich das Computersystem. Wie wir<br>               erkennen können, handelt es sich um ein gebräuchliches<br>               Kommunikationssystem, wie es viele Haushalte im 22.<br>               Jahrhundert benutzen. Caylon betätigt die Schaltfläche zum<br>               Abrufen seiner Post, worauf der Computer ihm eine sehr<br>               lange Liste mit eingegangenen Nachrichten anzeigt. Mit<br>               einem Tastendruck auf "Filter - Werbung aussortieren" und<br>               einem gemurmelten "Verdammte Werbung" leert sich das<br>               Postfach und es bleibt nur eine Nachricht übrig. Als er auf<br>               den Eintrag klickt, wechselt das Bild zu einer<br>               Videobotschaft, die nun abgespielt wird.<br><br><br>        29     INT. CAYLONS HAUS - KOMMUNIKATIONSSYSTEM - VIDEOBOTSCHAFT 29<br><br>               Auf dem Bildschirm erscheint nun eine etwa 35ig Jährige<br>               Südamerikanerin. Sie ist in derzeit modischer Kleidung<br>               gekleidet und wirkt betrübt.<br><br><br>                                   HUANITA<br>                         Hallo Frederick. Ich hoffe du<br>                         bekommst die Nachricht noch,<br>                         bevor du aufbrichst. Leider werde<br>                         ich mich während du unterwegs<br>                         bist nicht mehr um deine Wohnung<br>                         kümmern können, da ich zu meiner<br>                         Mutter in New Berlin ziehen<br>                         werde. Nachdem mit Frank Schluss<br>                         ist, kann und möchte ich nicht<br>                         länger in einer Stadt mit ihm<br>                         Leben. Ich hoffe du verstehst<br>                         das. Ich hinterlasse dir die<br>                         Nummer von dem Anschluss meiner<br>                         Mutter, ich würde mich echt<br>                         freuen, wenn du mich anrufen<br>                         würdest, wenn du wieder da bist.<br>                         Bis dann, Fred.<br><br><br>               Mit dem Ende der Botschaft wechselt der Bildschirm wieder<br>               auf die Menüansicht. Caylon wendet sich nun ab und beginnt<br>               damit, die Wohnung aufzuräumen.<br><br><br>        30     EXT. CAYLONS HAUS - VERANDA - ABEND                     30<br><br>               Inzwischen geht die Sonne in Sydney unter und Caylon sitzt<br>               auf der Veranda seines Hauses in einem Schaukelstuhl.<br>               Auf einem Tisch neben dem Stuhl steht eine Flasche und ein<br>               Glas mit einer bräunlichen Flüssigkeit. Wir können zwar<br>               nicht genau erkennen, um welche Sorte Alkohol es sich<br>               handelt, wir können aber sicher sein, dass er hochprozentig<br>               ist. Auf dem Schoß hat Caylon ein Fotoalbum liegen. Die<br>               Kamera schwenkt so, dass wir die Bilder in dem Album<br>               erkennen können. Es sind Bilder von einem etwas jüngerem<br>               Caylon mit seinem Bruder, dessen Frau und seinem Neffen<br>               JOSEPH. Die Photos erwecken den Eindruck, dass sie zusammen<br>               sehr glücklich gewesen sein müssen.<br><br><br>               Caylon nimmt einen großen Schluck aus dem Glas und sein<br>               Blick wandert Richtung Strand, wo die Aufnahmen scheinbar<br>               vor einiger Zeit gemacht wurden. Aus dem OFF hören wir erst<br>               leise, dann immer Lauter Stimmen. Eine der Stimmen können<br>               wir als die des Captains ausmachen, eine weitere gehört zu<br>               seinem Bruder Phillip, die letzte zu seinem Neffen.<br><br><br>                                                                START<br>                                                           FLASHBACK:<br><br>        31     EXT. STRAND VOR CAYLONS HAUS - EINIGE JAHRE ZUVOR       31<br><br>               Wir sehen, wie der männliche Teil der Caylon-Familie am<br>               Strand mit nackten Oberkörpern Football spielen. Sie sind<br>               sehr ausgelassen und vergnügt.<br><br><br>                                   PHILLIP<br>                         Willkommen zurück in der Beach<br>                         Arena in Sydney, meine Damen und<br>                         Herren. Bei unserem heutigen<br>                         Spiel steht es zwischen den<br>                         Canberra-Caylons und den Sydney<br>                         Beach-Habitants steht es 14 zu 18<br>                         und es sind nur noch wenige<br>                         Sekunden zu spielen. Die Cancays<br>                         müssen einen Touchdown schaffen,<br>                         wenn sie diese Partie noch<br>                         gewinnen wollen. Ihr derzeitiger<br>                         Starquarterback ist zu allem<br>                         entschlossen, um dieses Jahr den<br>                         Pokal nachhause zu holen.<br><br>                             (beat)<br>                         Der Schiedsrichter hat das Spiel<br>                         soeben freigegeben und schon wird<br>                         Phillip Caylon von der gesamten<br>                         Verteidigung der Beachers<br>                         angegriffen.<br><br><br>               Wir sehen, wie Frederick Caylon mit lautem Gebrüll auf<br>               seinen Bruder losstürmt. An der Seite geht sein Neffe<br>               vorbei, doch das bemerkt Caylon und schnappt ihn sich im<br>               Vorbeilaufen. Dann wirbelt er sich einmal um seine Achse<br>               und lässt seinen Neffen wieder los, welcher lachend in den<br>               weichen Sand fällt. Phillip Caylon, der den Ball eigentlich<br>               werfen wollte, presst den Ball nun in typischer<br>               Footballermanier fest an seinen Oberkörper, mit dem er nun<br>               leicht angewinkelt ebenfalls auf seinen Bruder losstürmt.<br>               Kurz bevor die beiden zusammenstoßen, dreht sich Phillip<br>               zur Seite weg und lässt sich fallen, was ihm die<br>               Möglichkeit gibt, den Ball zu seinem Sohn zu werfen, der<br>               nun wieder aufgestanden ist. Bevor Frederick merkt, was<br>               geschehen ist, hat Joseph den Ball gefangen und rennt los.<br>               Caylon verliert durch das Manöver seines Bruders den Halt<br>               und fällt hin, um dann mitanzusehen, wie sein Neffe einen<br>               Freudentanz aufführt, als er einen Touchdown hinlegt.<br><br><br>                                   PHILLIP (CONT'D)<br>                         Durch ein geschicktes Manöver es<br>                         ist dem Quarterback gelungen, die<br>                         Abwehr der Beachers auszuhebeln,<br>                         sodass der Starreciever Joseph<br>                         Caylon einen Touchdown hinlegen<br>                         konnte. Somit haben die CanCays<br>                         das Spiel in aller letzter<br>                         Sekunde mit 20 zu 18 gewonnen.<br><br><br>                                                                 ENDE<br>                                                          FLASHBACK.<br><br><br>        32     EXT. CAYLONS HAUS - VERANDA - NACHTS                    32<br><br>               Inzwischen ist es Nacht geworden. Wir sehen, wie ein<br>               angetrunkener Captain Caylon den letzten Rest des<br>               Flascheninhaltes in einem Zug leert und dann versucht<br>               aufzustehen. Nach anfänglichen Problemen mit dem<br>               Gleichgewicht gelingt es ihm dennoch aufzustehen. Langsam<br>               geht er zur Tür, wobei es torkeln eher treffen würde, denn<br>               dank des Alkohols hat Caylon Mühe sich auf den Beinen zu<br>               halten.<br><br><br>               Er begibt sich ohne Umwege über das Bad in Richtung<br>               Schlafzimmer und lässt sich dort auf sein Bett fallen. Er<br>               gibt noch ein paar grummelnde Laute von sich, bis er<br>               scheinbar einschläft. Plötzlich hören wir ein Geräusch.<br>               Sind es Schritte? Caylon bemerkt die ebenfalls und richtet<br>               sich leicht auf. Die Kamera folgt seinem Blick durch den<br>               Raum, jedoch können wir nichts entdecken. Caylon greift<br>               vorsichtig zu dem Kommunikator, der auf seinem Nachttisch<br>               liegt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (lallend)<br>                         Ist da jemand?<br><br>               Einige Sekunden lang bleibt es still, bis:<br><br>                                   STIMME<br>                         In der Tat, Captain Caylon!<br><br>               Aus einer dunklen Ecke tritt eine Gestalt hervor. Wir<br>               können von den Schemen her erkennen, dass es ein männlicher<br>               Mensch sein muss.<br>               Caylon erkennt die Person nicht, bis sie einen weiteren<br>               Schritt nach vorne macht, sodass etwas Mondlicht auf sein<br>               Gesicht fällt und uns die Identität des Besuchers<br>               preisgibt: Es ist OSBOURNE.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        33     INT. CAYLONS HAUS - SCHLAFZIMMER - MOMENTE SPÄTER       33<br><br>               Die Kamera ist nun auf Caylon gerichtet. Wir können die<br>               Überraschung in seinem Gesicht sehen, außerdem scheint er<br>               von einem Moment auf den anderen vollkommen nüchtern und<br>               wach zu sein. Er hält immer noch den Kommunikator in seiner<br>               Hand.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht, angwidert)<br>                         Osbourne! Was wollen Sie?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Freut mich, das Sie mich wieder<br>                         erkennen, Captain Caylon. Was ich<br>                         will? Ich will ihnen reden!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Reden? Worüber denn? Darüber dass<br>                         sie sich der Starfleet-Sicherheit<br>                         stellen, die hier gleich<br>                         auftauchen wird?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich bezweifle, dass Sie in der<br>                         Lage sein werden, jemanden zu<br>                         erreichen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was macht sie da so sicher?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Nun, zum ersten die Phasenpistole<br>                         in meiner rechten Hand, die auf<br>                         sie gerichtet ist. Ich denke, ich<br>                         brauche nicht zu erwähnen, dass<br>                         es für eine Person in meiner Lage<br>                         nur natürlich ist, dass diese auf<br>                         Töten eingestellt ist, oder?<br>                             (beat)<br>                         Die zweite Sache, die mir<br>                         Sicherheit gibt, ist der<br>                         Störsender, den ich in meiner<br>                         Tasche habe. Er verhindert<br>                         jedwede Kommunikation in diesem<br>                         Haus.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Zwei gute Gründe. Worüber wollen<br>                         Sie mit mir reden?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Als erstes möchte ich ihnen<br>                         Gratulieren, Captain!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mir Gratulieren? Wozu?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie haben beinahe das erreicht,<br>                         was ich und meine Gruppe seit<br>                         langem zu verhindern versuchen:<br>                         Die Invasion des Sonnensystems<br>                         und somit der Erde! Nur mit viel<br>                         Glück konnte der Angriff der<br>                         Romulaner zurückgeschlagen<br>                         werden. Wir werden beim nächsten<br>                         Mal vielleicht nicht mehr soviel<br>                         Glück haben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist mir durchaus bewusst.<br>                         Worauf wollen Sie hinaus.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich bin ihnen auch zum Dank<br>                         verpflichtet, Captain. Durch den<br>                         Angriff der Romulaner findet<br>                         meine Gruppierung immer mehr<br>                         Akzeptanz unter der Bevölkerung<br>                         und zunehmend melden sich<br>                         Personen, die unsere Sache<br>                         unterstützen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was ist die "Sache"?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Sie überraschen mich, Captain.<br>                         Ich dachte, es dürfte klar sein,<br>                         was ich anstrebe.<br><br>                             (beat)<br>                         Aber gut, weil Sie's sind und<br>                         weil's schon spät ist, werde ich<br>                         es ihnen sagen: Wir wollen jeden<br>                         Vorstoß der Menschheit außerhalb<br>                         des Sonnensystems verhindern und<br>                         uns um den Schutz unseres<br>                         geliebten Heimatplaneten widmen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihnen müsste doch klar sein, dass<br>                         sich die Erde gerade jetzt nicht<br>                         aus allem zurückziehen kann. Wenn<br>                         wir uns jetzt hier verschanzen,<br>                         jeden Kontakt zu anderen Welten<br>                         einstellen, dann wir es unser<br>                         Untergang sein.<br>                         Wir brauchen Freunde da draußen,<br>                         ansonsten sind wir dem Untergang<br>                         geweiht.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das denken Sie! Ich jedoch habe<br>                         großes Vertrauen in die Menschen<br>                         und ihre Fähigkeiten! Das sollten<br>                         Sie auch haben.<br><br><br>               Plötzlich ertönt ein rhythmisches Piepen, worauf Osbourne<br>               ein kleines Gerät aus seiner Tasche zieht. Er wirft einen<br>               kurzen Blick darauf und wendet sich dann Caylon wieder zu.<br><br><br>                                   OSBOURNE (CONT'D)<br>                         Oh, es tut mir leid Captain, aber<br>                         wie es aussieht, muss ich sie<br>                         leider wieder verlassen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Egal wohin Sie gehen, Osbourne,<br>                         eines Tages werde ich Sie finden<br>                         und dann ist Schluss mit ihrer<br>                         Bewegung! Dann schmoren Sie bis<br>                         an ihr Lebensende in einer<br>                         kleinen, dunklen Zelle und werden<br>                         Büßen, für das was Sie getan<br>                         haben.<br><br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Das glaube ich nicht, Captain.<br>                         Und selbst wenn Sie mich<br>                         schnappen sollten, es wäre egal.<br>                         Unsere Gruppe ist inzwischen so<br>                         groß und Einflussreich geworden,<br>                         dass man sie nicht mehr aufhalten<br>                         kann. Merken Sie sich meine<br>                         Worte: Wir sind überall, in jeder<br>                         Stadt, an jeder Ecke, auf jedem<br>                         Schiff. Sie werden erst erkennen,<br>                         dass wir da waren, wenn es schon<br>                         zu spät ist.<br><br><br>               Osbourne drückt auf einen Knopf auf dem Gerät und plötzlich<br>               ist es stockfinster. Caylon ist von der plötzlichen<br>               Dunkelheit überrascht und braucht einige wertvolle<br>               Sekunden, bevor er reagiert. Er stürzt aus dem Bett und<br>               rennt in die Richtung, wo Osbourne zuletzt gestanden hat.<br>               Doch dort ist nichts mehr.<br><br><br>               Dann hören wir aus dem Wohnzimmer ein vertrautes Summen.<br>               Sofort stürzt Caylon in Richtung Wohnzimmer.<br><br><br>        34     INT. CAYLONS HAUS - WOHNZIMMER                          34<br><br>               Die Kamera zeigt uns Caylon, wie er gerade aus dem<br>               Schlafzimmer kommt.<br>               Jedoch ist er zu spät, um Osbourne daran zu hindern, sich<br>               in einem Transporterstrahl zu dematerialisieren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt.<br><br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>        35     EXT. SAN FRANCISCO: STERNENFLOTTENHAUPTQUARTIER - ZWEI TAGE35<br>               SPÄTER. MORGENS<br><br>               Wir sehen das uns aus Star Trek: Enterprise bekannte<br>               Sternenflottenhauptquartier. In den vergangenen Jahren hat<br>               sich nicht viel verändert. Diesmal sehen wir aber nicht die<br>               Kommandoabteilung des Komplexes, sondern, wie wir anhand<br>               des Logos am Gebäude erkennen können, den Medo-Komplex.<br>               Langsam fährt die Kamera am Gebäude entlang, steigt dann<br>               langsam in die 3. Etage auf und hält kurz vor einem<br>               Fenster. Durch das Fenster können wir eine junge,<br>               dunkelhäutige Frau in der Uniform eines Lieutenants<br>               erkennen, die hinter einem Schreibtisch sitzt. Es ist die<br>               neue Psychologin der Antares DANIELE MCKENZIE.<br><br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        36     INT. BÜRO VON LT. DANIELLE MACKENZIE                    36<br><br>               Der Lieutenant ist in ein PADD vertieft, hin und wieder<br>               murmelt sie ein "Aha", "Interessant" und scrollt den Text<br>               auf dem PADD weiter. Die Kamera entfernt sich etwas von dem<br>               Lieutenant, sodass wir etwas mehr von dem Büro sehen<br>               können. Das Büro ist sauber und ordentlich, in einer Ecke<br>               stehen zwei kleine Bäumchen. Vor dem Schreibtisch stehen<br>               zwei Stühle, die gemütlich wirken. Langsam schwenkt die<br>               Kamera nach rechts, an dem Fenster vorbei zu einer kleinen<br>               Sitzecke, die einen sofort an das Klischee über Psychiater<br>               denken lässt. Dort steht ein Sofa, das so aussieht, als<br>               könne man sich dort auch bequem hinlegen. Daneben steht ein<br>               weiterer Sessel indem vermutlich meistens der Councelor<br>               sitzt.<br><br><br>               Ein leises Piepen lässt den Fokus der Kamera wieder auf den<br>               Schreitisch lenken. Dort drückt der Lieutenant einen Knopf<br>               auf einer kleinen Konsole, die in den Schreibtisch<br>               eingearbeitet ist. Dann hören wir aus dem OFF die Stimme<br>               des ADJTANTEN des Councelors.<br><br><br>                                   ADJUTANT<br>                         Sir, Admiral Forrest ist hier, er<br>                         möchte mit ihnen sprechen.<br><br><br>                                   MACKENZIE<br>                             (abwesend)<br>                         Aha. . .<br><br><br>                                   ADJUTANT<br>                         Sir, kann er eintreten?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Was? Achso, ja klar. Schicken Sie<br>                         ihn rein.<br><br><br>                                   ADJUTANT<br>                         Aye, Sir.<br><br><br>               McKenzie richtet sich schnell auf, als auch schon der<br>               Admiral eintritt.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Guten Morgen, Lieutenant!<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Guten Morgen, Admiral.<br><br><br>               Beide setzen sich nach der Begrüßung hin, wobei McKenzie<br>               immer noch ein PADD in der Hand hält. Als sie bemerkt, dass<br>               sie das PADD immer noch in der Hand hält, legt sie es auf<br>               den Stapel mit den anderen PADDs.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Wie ich sehe haben Sie sich schon<br>                         einen Eindruck von der Crew<br>                         gemacht.<br><br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Das habe ich, Sir.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Und, was ist ihre professionelle<br>                         Meinung als Councelor?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Darf ich offen sprechen, Sir?<br><br>               Mit einer Handbewegung gibt der Admiral ihr zu verstehen,<br>               dass sie so verfahren kann.<br><br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Nachdem ich mir die Akten der<br>                         Führungscrew durchgesehen habe,<br>                         muss ich sagen, dass ich sehr<br>                         überrascht bin, dass es noch<br>                         keine großen Probleme an Board<br>                         gegeben hat. Ehrlich gesagt ist<br>                         es mir  ein Rätsel, wie sie alle<br>                         untereinander auskommen.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Wie meinen Sie das?<br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Nun, fangen wir mal bei dem<br>                         Waffen- und Sicherheitsoffizier<br>                         an. Seine Akte spricht Bände.<br>                         Mehrere Verweise wegen unnötiger<br>                         Aggressivität. Er ist sehr<br>                         aufbrausend und zückt sehr<br>                         schnell seinen Phaser. Er ist das<br>                         lebende Klischeè eines Texaners.<br>                         Nachdem er bei dem Angriff auf<br>                         die Berman seinen Lebensgefährten<br>                         verloren hat, schwor er<br>                         öffentlich, nichts unversucht zu<br>                         lassen, um den Tod seines<br>                         Freundes zu rächen. Das alleine<br>                         hat ihn schon mehrfach einen<br>                         Verweiß durch den Captain<br>                         eingebracht.<br><br>                             (beat)<br>                         Sir, dieser Mann ist eine<br>                         tickende Zeitbombe.<br><br><br>               Der Admiral hört sich den Vortrag des Councelors an und<br>               gibt ihr durch ein Nicken zu verstehen, dass sie fortfahren<br>               soll.<br><br><br>                                   MACKENZIE (CONT'D)<br>                         Dann haben wir da noch Ensign<br>                         Darius Tschernovsky, der Pilot<br>                         der Antares. Nach einem Gefecht<br>                         mit den Romulanern hat er heulend<br>                         die Brücke verlassen! Gerade ein<br>                         solches Verhalten fordert Lt.<br>                         Beem regelrecht heraus, auf ihm<br>                         herumzuhacken, was er schon bei<br>                         einigen Gelegenheiten getan hat.<br><br>                             (beat)<br>                         Oder Lt. George Mestral. Wussten<br>                         Sie, dass er zu einem Achtel<br>                         Vulkanier ist? Jedoch steigert er<br>                         sich so sehr in die Idee hinein,<br>                         dass er ein richtiger Vulkanier<br>                         ist, dass er jede Emotion<br>                         unterdrückt. Wäre er ein Vollblut<br>                         Vulkanier, wäre nicht weiter<br>                         tragisch, doch da er überwiegend<br>                         Mensch ist, wird dies kurz über<br>                         lang  zu Problemen führen.<br><br>                             (beat)<br>                         Dann haben wir noch die<br>                         Bordärztin, Dr. Miller. Bei ihr<br>                         sieht es auch nicht viel besser<br>                         aus. Ihre ganze Familie ist ein<br>                         Trümmerhaufen seit dem Angriff<br>                         der Xindi auf die Erde. Sie hat<br>                         ihre Tante und ihren Bruder<br>                         verloren, dazu kapselt sich ihr<br>                         Vater immer mehr von der<br>                         Außenwelt ab. Sie selbst hat sich<br>                         jedoch geweigert, nach der Sache<br>                         zu ihren psychologischen<br>                         Sitzungen zu gehen, die ihr von<br>                         dem Oberkommando angeboten<br>                         wurden. Dabei hätte sie es<br>                         dringend nötig.<br><br>                             (beat)<br>                         Die Liste könnte ich jetzt noch<br>                         ewig fortführen. Doch<br>                         schlussendlich stelle ich fest,<br>                         dass die Leben dieser Menschen<br>                         mehr oder weniger nur<br>                         Trümmerhaufen sind. Das sie alle<br>                         unter solchen Umständen<br>                         zusammenarbeiten können ist mir<br>                         einfach unbegreiflich.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Nun, in ein paar Tagen können Sie<br>                         sich selbst ein Bild davon<br>                         machen.<br><br><br>                                   MACKENZIE<br>                         Admiral, ich bin ehrlich: Ich<br>                         kann ihnen nicht versprechen,<br>                         dass ich diesen Leuten helfen<br>                         kann. Ich habe schon den einen<br>                         oder anderen Extremfall betreut,<br>                         aber noch nie so viele auf<br>                         einmal.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Ich habe großes Vertrauen in Sie,<br>                         Lieutenant. Helfen Sie diesen<br>                         Leuten. Niemand auf diesem Schiff<br>                         hat es leicht gehabt, gerade im<br>                         letzten Jahr.<br><br>                             (beat)<br>                         Es sind alles besondere<br>                         Offiziere. Wir werden jeden<br>                         einzelnen brauchen. Jetzt mehr<br>                         denn je.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        37     EXT. CAPE CANAVARAL - 12 TAGE SPÄTER                    37<br><br>               Wir sehen aus der Vogelperspektive Cape Canevaral,<br>               zumindest das was davon übrig ist. Denn das Cape wurde im<br>               3. Weltkrieg fast komplett zerstört. Heute erinnern nur<br>               noch ein Nachbau der Abschussrampe und eine riesige<br>               Gedenktafel an den alten Weltraumbahnhof.<br><br><br>               Auf einem großen Platz sind viele Stühle und eine Bühne<br>               aufgebaut. Die Stühle sind mit vielen<br>               Sternenflottenoffizieren und Zivilisten besetzt. Auf der<br>               Bühne ist ein Podium aufgebaut, hinter dem wir unter<br>               anderem die Führungsoffiziere der Antares und etliche<br>               Admiräle erkennen können.<br><br><br>               Unweit des Geländes, welches von einem Sicherheitszaun<br>               umgeben ist, der zusätzlich von Sicherheitsoffizieren<br>               gesichert wird, hat sich eine große Menschenmenge<br>               eingefunden, um gegen die Veranstaltung zu demonstrieren.<br>               Einige tragen Transparente mit Aufschriften wie zum<br>               Beispiel: "Erde den Menschen" oder "Stoppt den Vorstoß ins<br>               Ungewisse".<br><br><br>        38     EXT. CAPE CANEVERAL - AUF DER BÜHNE                     38<br><br>               Caylon schaut unruhig zu den Demonstranten rüber. Müller<br>               bemerkt dies.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Stimmt etwas nicht, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich muss immer nur an die<br>                         Bemerkung von Osbourne denken.<br>                         Das sie überall wären. Was, wenn<br>                         er recht hat? Was wenn er mehr<br>                         Einfluss gewinnt?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde nicht alles glauben,<br>                         was er sagt. Die Menschen sind<br>                         jetzt beunruhigt und dann leicht<br>                         beeinflussbar. Sie werden sehen,<br>                         in ein paar Wochen werden sich<br>                         alle wieder beruhigt haben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe Sie haben Recht,<br>                         Nicole. Ich hoffe es inständig.<br>                         Denn komplette Isolation wäre<br>                         gerade zum jetzigen Zeitpunkt der<br>                         größte Fehler, den man machen<br>                         könnte.<br><br><br>               Wir sehen nun eine Person an den beiden vorbeigehen. Die<br>               Kamera folgt nun der Person, bis diese das Podium erreicht.<br>               Wir erkennen, dass es sich bei der Person um Admiral<br>               Forrest handelt.<br><br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Nun sehen wir Admiral Forrest vor dem Podium stehen. Er<br>               blickt in die Menge, räuspert sich einmal und beginnt dann<br>               seine Rede zu verlesen.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST<br>                         Ladies und Gentlemen, verehrte<br>                         Offiziere und Angehörige! Ich<br>                         heiße Sie alle hier am Cape<br>                         Canavaral herzlich willkommen.<br><br>                             (beat)<br>                         Wir haben uns hier alle<br>                         versammelt, um all jener zu<br>                         gedenken, die ihr Leben in der<br>                         Schlacht gegen die Romulaner<br>                         gelassen haben.<br>                         All die Menschen, vom einfachen<br>                         Crewmen bis zum Captain, die<br>                         alles dafür taten, damit ihre<br>                         geliebte Heimat, die Erde, nicht<br>                         dem Opfer einer fremden Macht<br>                         wird. Ihr Opfer wird nie<br>                         vergessen werden!<br>                             (beat)<br>                         Das wir uns heute hier am alten<br>                         Cape Caneveral zusammengefunden<br>                         haben, ist kein Zufall. Denn<br>                         diese Einrichtung symbolisiert<br>                         die Schwierigkeit der Erforschung<br>                         des Weltalls durch die Menschen.<br>                         Einst errichtet, um in einem<br>                         militärischem Wettstreit zwischen<br>                         zwei Nationen die Oberhand zu<br>                         gewinnen, avancierte diese<br>                         Einrichtung immer mehr zum Dreh<br>                         und Angelpunkt der Raumfahrt.<br><br>                             (beat)<br>                         Damals war es schon gefährlich,<br>                         überhaupt erst eine dieser<br>                         Raketen zu besteigen. Es war nie<br>                         hundertprozentig sicher, ob die<br>                         Crew jemals das Weltall lebend<br>                         erreichen würde. Trotz dieser<br>                         immensen Gefahr beschlossen<br>                         damals einige mutige Männer und<br>                         Frauen, das Risiko auf sich zu<br>                         nehmen und flogen ins Weltall.<br><br>                             (beat)<br>                         Einige überlebten schon den Start<br>                         nicht, andere kamen bei der<br>                         Landung ums Leben.<br><br>                             (beat)<br>                         Und doch, ihr Opfer hat die<br>                         Menschen damals dazu angetrieben,<br>                         die Raumfahrt noch sicherer zu<br>                         machen. Nach und nach war dies<br>                         nicht mehr nur die Bemühung eines<br>                         einzelnen Landes, nein, es wurde<br>                         die Bemühung eines ganzen<br>                         Planeten. Man stand Schulter an<br>                         Schulter zusammen, trotze jedem<br>                         Problem und jeder Gefahr, die<br>                         sich einem in den Weg stellte, um<br>                         den Traum der Menschheit, die<br>                         Erforschung des Weltalls und<br>                         Kontakt zu anderen Lebensformen,<br>                         zu erfüllen.<br><br>                             (beat)<br>                         Inzwischen hat sich einiges<br>                         geändert. Wir reisen nicht mehr<br>                         mit riesigen Raketen ins Weltall,<br>                         noch sind wir nur auf unser<br>                         eigenes Sonnensystem beschränkt.<br>                         Doch eines ist geblieben: Jene<br>                         mutigen Männer und Frauen, die<br>                         immer noch jede Gefahr auf sich<br>                         nehmen, um neues Leben zu<br>                         entdecken, unbekannte<br>                         Zivilisationen. Um mutig dorthin<br>                         zu gehen, wo noch nie ein Mensch<br>                         zuvor gewesen ist.<br><br><br>               Begeistert applaudieren die anwesenden Gäste und geben<br>               Standing Ovations.<br><br><br>                                   ADMIRAL FORREST (CONT'D)<br>                         Aus diesem Grund möchten wir die<br>                         Crew der Antares für ihren großen<br>                         Mut und ihre Opferbereitschaft<br>                         auszeichnen.<br><br><br>               Der Admiral entfernt sich etwas vom Podium und Caylon und<br>               seine Offiziere erheben sich von ihren Stühlen. Ein<br>               Lieutenant in Gardeuniform stellt sich vor die Gruppe und<br>               neben den Admiral und öffnet eine Schatulle. Der Admiral<br>               entnimmt dieser Schatulle immer einen Orden, den er dann<br>               jedem aus der Führungscrew an die Brust heftet. Er beginnt<br>               mit Caylon und arbeitet sich dann bis zu Ensign<br>               Tschernovsky durch.<br><br><br>               Dann verlässt die Crew der Antares die Bühne und wird von<br>               Sicherheitsleuten an den Demonstranten vorbeigeführt, die<br>               nun beginnen, die Crew auf's übelste zu beschimpfen. Einige<br>               werfen sogar mit Gegenständen auf die Crew. Das<br>               Sicherheitspersonal hat große Mühe, die Meute unter<br>               Kontrolle zu haben.<br><br><br>        39     EXT. AUF EINEM HÜGEL NAHE DES CAPE CANEVERALS           39<br><br>               Nahe des Capes steht eine einzelne Person auf einem Hügel<br>               und betrachtet durch ein Fernglas das Geschehen. Das<br>               Fernglas versperrt und die komplette Sicht auf das Gesicht<br>               der Person, sodass wir erst nicht erkennen können, um wen<br>               es sich dabei handelt. Als die Person dann aber das<br>               Fernglas runternimmt, können wir die Person erkennen: Es<br>               ist Osbourne, der sich scheinbar darüber freut, was dort<br>               unten geschieht.<br><br><br>                                                           FADE OUT.<br><br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br>                                       ENDE</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4340</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x02 - Neue Zeiten</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x02-neue-zeiten-r4276/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12811.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0202.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x02) - "Neue Zeiten"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 1,00 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Romulaner nähern sich weiter unaufhaltsam der Erde. Nachdem große Teile der Marskolonie zerstört wurden, steht der blaue Planet auf ihrer "Reiseroute". Für die Antares und den Rest der Sternenflotte beginnt ein bitterer Kampf um das Paradies...<br></i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br><p><font face="Courier New">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Neue Zeiten"</font></p><br><p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><font face="Courier New">                                    <br>written by</font></p><br><p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><font face="Courier New">                                  <br>Markus Rackow </font></p><br><p><font face="Courier New"><br>                                      RECAP<br><br>       R01     SCHWÄRZE                                               R01<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>       R02     INT. ANTARES - BRÜCKE                                  R02<br><br>                                   TORLAN<br>                         Offenbar handelt es sich um einen<br>                         automatisierten Notruf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie, von wem er stammt?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (lauschend)<br>                         Offenbar stammt er von einem<br>                         Sternenflottenschiff.<br><br>       R03     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                       R03<br><br>               Admiral Forrest ist auf dem Monitor.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Worum geht es?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Babylon.<br>                             (beat)<br>                         Sie ist hier, Sir.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                             (ungläubig)<br>                         Die Babylon? Das ist vollkommen<br>                         unmöglich, Fred.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R04     EXT. WELTRAUM                                          R04<br><br>               Die Antares geht unter Warp.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R05     INT. ANTARES - BRÜCKE                                  R05<br><br>               wie zuvor.<br><br>               EINSTELLUNG: DER HAUPTSCHIRM<br><br>               auf welchem wir nun die Babylon sehen, bzw. das, was noch<br>               von ihr übrig ist. Denn das Schiff ist im Grunde genommen<br>               nur noch eines: Ein treibendes Stück Weltraumschrott.<br><br>       R06     INT. SULIBAN-HELIX                                     R06<br><br>               Wir SEHEN die beiden Kommunikations-Podeste in der Mitte<br>               des Raumes.<br><br>               Die Türen öffnen sich und zwei Personen kommen herein. Es<br>               sind Romulaner! Einer von ihnen ist FATO, den wir das<br>               letzte Mal im Pilotfilm gesehen haben, der andere ist EIN<br>               ZENTURION.<br><br>                                   PERSON<br>                         Es ist so weit, Fato. Die Zeit<br>                         ist reif für den Angriff.<br><br>                                   FATO<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   PERSON<br>                         Haben Sie alles so in die Wege<br>                         geleitet, wie ich es Ihnen gesagt<br>                         habe?<br><br>                                   FATO<br>                         Das habe ich.<br><br>                                   PERSON<br>                         Gut. Dann wird alles so<br>                         geschehen, wie es soll.<br><br>               Der Lichtkegel verschwindet und damit auch die Person.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R07     INT. SULIBAN-HELIX - JAHRHUNDERTE SPÄTER               R07<br><br>               Wir sehen dieselbe Helix, wie die, in der Fato gestanden<br>               hat. Nur ist sie ein wenig heruntergekommen.<br><br>                                   PERSON (O.C.)<br>                         Nun?<br><br>               Wir FAHREN MIT DER KAMERA durch den Raum, bis wir<br>               schließlich die Person erreichen, die wir soeben haben<br>               sprechen HÖREN:<br><br>               JEAN-LUC PICARD<br><br>               in TNG-Uniform!!! Und ein Stück hinter ihm SEHEN WIR<br>               LIEUTENANT COMMANDER DATA!!!<br><br>                                   PICARD (PERSON)<br>                         Sind Sie jetzt zufrieden, Mr.<br>                         Data?<br><br>                                   DATA<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Picard steigt von der Plattform herab.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich hoffe, wir haben Grund dazu.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R08     EXT. WELTRAUM                                          R08<br><br>               In einem grellen Feuerball explodiert die Babylon!!! Die an<br>               die Außenhülle angedockte Shuttlekapsel wird mit ihr<br>               zerfetzt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R09     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                        R09<br><br>               Alle Führungsoffiziere sind anwesend und versuchen sich -<br>               mehr oder weniger erfolgreich - an ihren Stationen, Sitzen,<br>               oder einfach an den Geländern der Brücke festzuhalten,<br>               während das Schiff bis zum Gehtnichtmehr durchgeschüttelt<br>               wird.<br><br>               Langsam aber sicher hört nun das Geschaukel wieder auf und<br>               die Offiziere sammeln sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt, was war das denn jetzt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (nüchtern)<br>                         Offenbar ist die Babylon<br>                         explodiert.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R10     INT. ANTARES - BRÜCKE                                  R10<br><br>               Alle Brückenoffiziere an ihren Stationen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain. Ich habe die ganze Zeit<br>                         über Langreichweitenscans<br>                         durchgeführt, damit wir nicht<br>                         überrascht werden, für den Fall,<br>                         dass andere Schiffe auftauchen<br>                         sollten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr gut, George.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist Ansichtssache. Denn es<br>                         sind andere Schiffe auf den<br>                         Sensoren aufgetaucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie sie identifizieren?<br><br>                                   BEEM<br>                             (hasserfüllt)<br>                         Romulaner!<br><br>               Caylon sieht Beem überrascht an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Lieutenant Beem hat leider Recht,<br>                         Captain. Es handelt sich um<br>                         Romulaner... Eine enorme Flotte<br>                         von über einhundert Schiffen.<br><br>       R11     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                       R11<br><br>               Torlan und Caylon unterhalten sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht)<br>                         Ich möchte Sie bitten, Mr.<br>                         Torlan, Ihre Regierung zu<br>                         kontakten und sie um Hilfe zu<br>                         bitten.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es wäre also sicherlich weitaus<br>                         besser, wenn Sie die Anfrage<br>                         machen würden, Captain. Sie sind<br>                         bei uns zu Hause auf Andor<br>                         weitaus höher angesehen, als ich<br>                         es bin.<br>                             (beat)<br>                         Weitaus höher.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie stellen die Anfrage. Ich<br>                         denke, das wäre angebrachter.<br>                             (long beat; dann<br>                              scherzhaft)<br>                         Wenn ich Sie schon dieses letzte<br>                         Jahr an Bord hier ertragen habe,<br>                         dann möchte ich daraus jetzt auch<br>                         einen Nutzen ziehen, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (seufzt)<br>                         Also gut.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R12     INT. ERDE - STARFLEET COMMAND - KONFERENZRAUM - ABEND  R12<br><br>               Anwesend und um den Konferenztisch verteilt SEHEN WIR<br>               Admiral Forrest, ADMIRAL LEONARDS, COMMANDER WILLIAMS und<br>               drei weitere ND ADMIRÄLE.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir sprechen hier von über<br>                         einhundert, wahrscheinlich sogar<br>                         über zweihundert romulanischen<br>                         Schiffen. Ich bezweifle, dass es<br>                         da einen Unterschied machen wird,<br>                         ob wir nun 26 oder 27 Schiffe<br>                         hier haben.<br><br>                                   WILLIAMS<br>                         Wie gesagt, Sir. Sie müssen die<br>                         Romulaner nicht besiegen können.<br>                         Es reicht, wenn die Schiffe uns<br>                         etwas Zeit verschaffen, um die<br>                         Atomraketen in Position zu<br>                         bringen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R13     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                       R13<br><br>               Caylon und Torlan.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihre Regierung hat es abgelehnt<br>                         uns zu helfen?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögernd)<br>                         Ja.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R14     INT. BIRD OF STEALTH - BRÜCKE                          R14<br><br>               Wir befinden uns im abgedunkelten Kommandozentrum eines<br>               getarnten romulanischen Schiffes. Eines der Schiffe, die<br>               von einem der Birds of Vengeance geschleppt werden.<br><br>               Zahllose romulanische Offiziere sind an den einzelnen<br>               Stationen. Und im Zentrum sehen wir wieder IHN: Fato.<br><br>                                   FATO<br>                         Wir greifen mit einer Armada von<br>                         265 Raumschiffen an... Mögen es<br>                         zehn, mögen es gar hundert, gar<br>                         zweihundert Schiffe sein, die die<br>                         folgenden Stunden nicht<br>                         überstehen. Selbst wenn ich<br>                         sterben sollte, weiß ich, dass es<br>                         so sein soll, dass es Bestimmung<br>                         ist.<br><br>       R15     INT. STARFLEET COMMAND - KONFERENZRAUM - NACHT         R15<br><br>               Forrest befindet sich allein hier und beobachtet die<br>               Anzeigen auf den Bildschirmen an der Wand. Wir können<br>               SEHEN, wie die Sternenflotte sich den Romulanern nähert.<br><br>               NAHAUFNAHME: FORREST<br><br>               Das Gesicht des Admirals ist vollkommen ausdruckslos.<br><br>                                   FORREST<br>                         Es beginnt...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R16     EXT. WELTRAUM                                          R16<br><br>               Die Sternenflottenschiffe nähern sich weiter tapfer der<br>               riesigen Romulanerflotte.<br><br>               AUF die beiden Flotten:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>         1     EXT. MARS - KOLONIE - MORGEN                             1<br><br>               Die Sonne hat erst vor kurzem begonnen aufzugehen und die<br>               karge, öde, bis zum Horizont steinig-braune Oberfläche des<br>               Mars zu erleuchten.<br><br><br>               KAMERASCHWENK AUF KOLONIE<br><br>               Wir sehen eine riesige, sich weit erstreckende Stadt. Die<br>               Kolonie besteht aus Hochhäusern und zahlreichen<br>               Glaskuppeln, unter denen wir grün blühende Parks und Wälder<br>               sehen. Die Kolonie ist ein lebendiges, funktionierendes<br>               Denkmal für den technischen Fortschritt der Menschheit. Die<br>               erst wenige Jahre alte Kolonie hat den Mars zumindest<br>               indirekt bewohnbar gemacht, und das ohne Terraforming.<br><br>               Doch etwas stört das idyllische, futuristische Bild, das<br>               sich uns bietet: Mehrere Shuttles, mehr und mehr werden es,<br>               kommen mit hoher Geschwindigkeit auf uns zu.<br><br><br>               Die Kamera rast mit einem Shuttle zurück, die Kolonie wird<br>               kleiner, wir rasen durch Wolkenschichten, verlassen die<br>               Atmosphäre...<br><br>         2     EXT. WELTRAUM - MARS                                     2<br><br>               Da ist er: der orangefarben glänzende Mars, der Nachbar der<br>               Erde, den die Shuttles mit hoher Geschwindigkeit in<br>               Richtung des blauen Planeten verlassen.<br><br>               Die Kamera bewegt sich ganz langsam nach links, sodass wir<br>               bald Teile der nicht von der Sonne beschienenen Hälfte des<br>               Planeten sehen können.<br><br>               Und dann sehen wir noch mehr. Pompöse, furchterregende<br>               Musik setzt ein. Aus dem Planetenschatten, einer<br>               undurchdringlichen Dunkelheit, kommt ein romulanisches<br>               Kriegsschiff zum Vorschein. Dann noch eines, und wieder<br>               eins.<br><br>               Mehr und mehr Schiffe tauchen aus der Dunkelheit, bis<br>               schließlich eine riesige Flotte von gut 150 Schiffen<br>               auftaucht.<br><br>               Die Halteseile, mit denen viele der getarnten Schiffe<br>               mitgezogen wurden, werden gelöst. Ohne dass wir es sehen,<br>               steuert eine Streitmacht von 265 Kreuzern, am Mars<br>               vorbeifliegend, auf die Erde zu, die wir in noch weiter<br>               Ferne sehen können.<br><br>               In dem Moment lösen sich Plasmatorpedos aus den<br>               Abschussrampen zahlreicher Kreuzer. Sie steuern auf die<br>               Marsoberfläche zu und...<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>         3     EXT. MARS - KOLONIE - FOLGEND                            3<br><br>               ... zerstören dort große Teile der Kolonie, Glaskuppeln<br>               werden zersprengt, Hochhäuser brechen wie Streichhölzer ein<br>               unter dem Druck der zerstörerischen Waffen. Gleichsam<br>               Regentropfen prasseln Torpedos auf die Oberfläche, schlagen<br>               im Boden ein und hüllen scheinbar die gesamte Kolonie und<br>               sogar unbebaute Flächen in Hitze und Staub ein. Wir sehen<br>               das gewaltige Vernichtungspotential der romulanischen<br>               Waffen, die denen der Sternenflotte um einiges überlegen<br>               sind.<br><br>               Die ersten Opfer des ersten intergalaktischen Krieges sind<br>               gefallen.<br><br>               Plötzlich wird das Bild gestört, Interferenzen zeigen sich<br>               und Streifen legen sich über das Bild. Wir sehen noch<br>               schwach weitere Plasmageschosse einschlagen, dann zoomen<br>               wir heraus und sehen, dass wir uns in...<br><br>         4     INT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE DER WELTGEMEINSCHAFT 4<br><br>               ... in einer großen, unterirdischen Halle befinden, in der<br>               Admiral Forrest sowie hochrangige Generäle das Geschehen<br>               beobachtet haben. Auch Soval ist dort, Tos ist nicht zu<br>               sehen.<br><br>               Plasmabildschirme und Projektionen befinden sich überall in<br>               der großen Halle. Zahlreiche Offiziere, mehrere Dutzend,<br>               wenn nicht gar über Hundert, arbeiten dort hektisch an<br>               Konsolen, Wachen befinden sich neben massiven Schiebetüren.<br>               Die rund 15 Meter hohe Halle ist mit Stahl ausgekleidet,<br>               fahles Licht scheint durch einige Glasfenster in einer<br>               massiven, metallischen Kuppel. Große Scheinwerfer<br>               beleuchten die Halle, die sonst bläulich durch die vielen<br>               Bildschirme schimmert.<br><br>               Auf einem höher gelegenen Bereich in der Mitte des<br>               unterirdischen Kuppelbaus befindet sich der große<br>               Hauptmonitor, auf dem wir eine Ansicht der Erde und des<br>               Mars sowie der feindlichen und eigenen Truppen sehen. Man<br>               brauch kein Experte im Lesen dieser taktischen Ansichten<br>               sein, um zu sehen, dass die Sternenflottenschiffe eindeutig<br>               in der Unterzahl sind. Langsam, aber stetig bewegen sich<br>               die rot blinkenden, romulanischen Kreuzer auf der Anzeige<br>               gen Erde.<br><br>               Forrest und sechs Militärs beobachten angespannt die Lage.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                             (studiert eine Anzeige)<br>                         Die Antares ist da, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                             (ein wenig erleichtert)<br>                         Endlich.<br><br>               Schweigen.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (mit steifer, ernster<br>                              Miene; in die Runde)<br>                         Wie lange noch?<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Die generische Flotte wird bei<br>                         ihrer jetzigen Geschwindigkeit<br>                         die Erde in gut einer Stunde<br>                         erreichen. Unsere Flotte ist in<br>                         Position. Allerdings sind wir<br>                         etwa 11 zu 1 unterlegen, wenn die<br>                         Daten stimmen, die wir haben.<br><br>               General Meyers ist der militärische Oberbefehlshaber der<br>               Weltgemeinschaft. Es handelt sich bei ihm um einen großen<br>               Mann im Alter von Ende 50.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ja, aber nur, was die bloße<br>                         Anzahl an Schiffen betrifft.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Selbstverständlich, Sir.<br><br>               Die sechs Generäle werfen sich gegenseitig sorgenvolle,<br>               beunruhigte Blicke zu.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ist "Last Hope" bereit?<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Wir warten auf Ihren Befehl, Sir.<br>                         Der Präsident der Gemeinschaft<br>                         hat den Einsatz autorisiert. Es<br>                         liegt an Ihnen, den Befehl zu<br>                         erteilen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut...<br><br>                             (dreht sich um)<br>                         Ich befehle Ihnen, "Last Hope" zu<br>                         starten.<br><br>               Meyers deutet auf einen Monitor. Forrest drückt seinen<br>               Daumen auf eine markierte Fläche auf dem Bildschirm. Der<br>               Computer scannt den Fingerbadruck und bestätigt ihn als den<br>               Admiral Forrests. Dann gibt der Admiral einen bestimmten,<br>               zehn Zeichen langen Code ein. Der Computer bestätigt<br>               abermals. Dann folgt eine Stimmenauthorisation.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (in den Monitor<br>                              sprechend)<br>                         Mein Name ist Admiral Forrest.<br>                         Ich autorisiere "Last Hope".<br><br><br>               Der Computer hat die Stimmmuster aufgezeichnet, bestätigt<br>               sie.<br><br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Wann, Sir?<br><br>               Forrest sieht zufällig Botschafter Soval an, der ihn mit<br>               einer ausdruckslosen Mimik anstarrt. Dann sieht er zurück<br>               zu General Meyers.<br><br>                                   FORREST<br>                             (atmet tief)<br>                         Sofort...<br><br>               Meyers nickt, betätigt ein paar Felder und drückt<br>               schließlich die entscheidende Taste: "Start"<br><br>               Forrest senkt nach einem Bestätigungssignal den Kopf, nimmt<br>               dann aber wieder Fassung an.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (an die Offiziere)<br>                         Ordnen Sie die Evakuierung der<br>                         Zentren der dreißig größten<br>                         Städte an und dann...<br><br>                             (beat)<br>                         Warum erzähle ich ihnen das<br>                         eigentlich? Notfallprozedur 1 bis<br>                         3. Führen Sie sie<br>                         schnellstmöglich aus!<br>                             (beat)<br>                         Die erste Angriffswelle soll sich<br>                         in Bewegung setzen und die<br>                         vordersten Schiffe attackieren.<br>                         Sie sollen denken, wir setzen auf<br>                         konventionelle Waffen.<br><br>                                   HOCHRANGIGER OFFIZIER #2<br>                             (nickend)<br>                         Verstanden!<br><br>               Die Offiziere nicken und holen Kommunikatoren heraus, um<br>               ihre Truppen oder unterstellten Offiziere zu kontaktieren<br>               und verlassen den Raum durch die bereits erwähnten schweren<br>               Türen. Nur Offizier #1 bleibt.<br><br>                                   FORREST<br>                         100 Jahre lang hat unser Planet<br>                         diese Waffe nicht mehr ertragen<br>                         müssen... Ich dachte wir hätten<br>                         aus unseren Fehlern gelernt.<br><br>                                   SOVAL<br>                             (näherkommend)<br>                         Sie ja.<br><br><br>               Tos erscheint.<br><br>                                   TOS<br>                         Aber vielleicht hätten Sie<br>                         unseren Rat befolgen sollen.<br>                         Vielleicht hätten Sie sich besser<br>                         aus dem Weltraum ferngehalten.<br>                         Sie sind manchen Völkern...<br>                         offenbar im Weg.<br><br>               Soval nickt und sieht seinen Assistenten an.<br><br>               AUF Forrest.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nicht nur manchen... Offenbar so<br>                         ziemlich allen...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         5     EXT. WELTRAUM - SOLSYSTEM                                5<br><br>               Die pompöse Musik ertönt wieder, als die romulanische<br>               Flotte an der Kamera vorbeizieht.<br><br>               Die Kamera ist auf die Erde fixiert. Langsam wird unser<br>               Planet von der immensen Streitmacht verdeckt. Es besteht<br>               kein Zweifel: Das Angriffsziel der Flotte ist die Erde...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         6     EXT. ERDE - ATLANTISCHER OZEAN - TAG                     6<br><br>               Die Sonne spiegelt sich schier unendlich oft auf der<br>               glitzernden Wasseroberfläche des bis zum Horizont und<br>               darüber hinaus reichenden Atlantischen Ozeans wider: Ein<br>               malerischer, bezaubernder und friedlicher Anblick.<br><br>               Plötzlich sehen wir Wellen in Form von konzentrischen<br>               Kreisen, das Wasser fängt an zu bibbern, wir hören ein<br>               dumpfes, immer lauter werdendes, tieffrequentiges Brummen.<br><br>               Plötzlich schießen zahlreiche Raketen aus dem Wasser,<br>               verdrängtes Wasser spritzt durch die Luft und glänzt im<br>               Sonnenschein. Direkt vor uns verlässt schließlich nach etwa<br>               vier Sekunden eine Rakete das Wasser, ihr aufgerüsteter<br>               Implusantrieb wirbelt die Oberfläche auf und beult sie für<br>               einen kurzen Moment gar aus.<br><br>               Wir verfolgen mit der Kamera den Weg der Raketen nach oben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         7     EXT. ERDE - VOGELPERSPEKTIVE ÜBER MEER                   7<br><br>               Die Raketen bewegen sich zischend und brummend an der<br>               Kamera vorbei und...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         8     EXT. ERDE - VOGELPERSPEKTIVE ÜBER WOLKEN                 8<br><br>               ... durchstoßen schließlich die Wolkendecke und fliegen<br>               langsam den Sternen entgegen, die durch die verbleibenden<br>               sphärischen Schichten noch immer nur getrübt zu sehen sind.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         9     EXT. ERDE - NEW YORK, MANHATTAN - CENTRAL PARK           9<br><br>               ESTABLISHING-SHOT.<br><br>               KAMERASCHENK AUF CENTRAL PARK<br><br>               Manhattan ist eine hochmoderne Stadt; riesige, massive<br>               Hochhäuser umgeben den ebenfalls anders als heute<br>               aussehenden Central Park. In der Luft herrscht reger<br>               Flugverkehr.<br><br>               Ein alter Mann sitzt auf einer Parkbank, er und andere<br>               Passanten sehen schockiert und verwirrt nach oben. Eine<br>               stille Panik bricht aus, als man die winzig klein wirkenden<br>               Raketen als glitzernde, durch die Impulsantriebe hellgelb<br>               leuchtende Punkte am Himmel sieht.<br><br>               Der Mann schüttelt die Augen leicht geschlossen, fast<br>               resignierend, den Kopf.<br><br><br>               Dann sehen wir ein Denkmal gegenüber des Mannes. Es besteht<br>               aus einigen Trümmern, Teilen des Fundamentes alter New<br>               Yorker Hochhäuser. Es erinnert an den Dritten Weltkrieg.<br>               Eine Inschrift lautet: "Old New York was destroyed in 2047.<br>               Let us hope, it was the last time."<br><br>        10     INT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE - FOLGEND           10<br><br>               Forrest, Soval, dessen Assistent Tos und General Meyers<br>               stehen nach wie vor vor der großen taktischen Übersicht.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                             (sieht auf den kleinen<br>                              Monitor)<br>                         "Last Hope" ist erfolgreich<br>                         gestartet worden. 50 von 400<br>                         nuklearen Raketen wurden mit dem<br>                         Ziel, die romulanische Flotte zu<br>                         vernichten, gestartet.<br><br><br>                                   SOVAL<br>                             (leicht überrascht)<br>                         Von diesen Waffen war uns nichts<br>                         bekannt...<br><br>                                   FORREST<br>                         Manches muss man für sich<br>                         behalten. Man kann ja nie<br>                         wissen...<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das ist ungeheuerlich...<br><br>                                   FORREST<br>                         Wollten Sie nicht beobachten?<br><br>               Soval nickt.<br><br>               AUF Tos, der merkwürdig, fast erschrocken au die taktische<br>               Ansicht starrt. Hell blinkende Punkte, Symbole für die<br>               Atomraketen bewegen sich langsam in Richtung der<br>               romulanischen Schiffe.<br><br>               AUF General Meyers, dessen Kommunikator piepst.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                             (überrascht)<br>                         Oh, ich komme gleich wieder...<br><br>               Er dreht sich um und verlässt die imposante<br>               Notfallkommandozentrale durch den ebenso imposanten<br>               Haupteingang. Dahinter erkennen wir einen langen Korridor<br>               und geschäftiges Treiben von entlang laufenden Offizieren.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut, im Moment können wir nur<br>                         hoffen. Die erste Angriffswelle<br>                         wird in zehn Minuten die<br>                         Romulaner erreichen...<br><br>               Soval nickt, Tos verlässt die Halle.<br><br>                                   TOS<br>                         Ich bin gleich zurück,<br>                         Botschafter!<br><br>               Soval tritt an Admiral Forrest heran.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Hoffen ist zwecklos. Heute wird<br>                         eine große Katastrophe passieren.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sie ist schon geschehen. Außerdem<br>                         können wir nur hoffen, dass wir<br>                         diesen Krieg irgendwie<br>                         überstehen... Irgendwie muss es<br>                         eine friedliche Lösung geben.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Die gibt es immer. Aber nicht<br>                         jeder will sie. Das ist der<br>                         Fehler der Menschen: Sie denken,<br>                         alles unter Kontrolle zu haben.<br>                         Dabei ist es genau umgekehrt.<br><br>               AUF Forrests ernsten und unruhigen Blick...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        11     EXT. WELTRAUM - ROMULANISCHE FLOTTE                     11<br><br>               Die Flotte nähert sich weiter der Erde. Es ist ein<br>               gespenstischer Anblick.<br><br>        12     INT. BIRD OF STEALTH - BRÜCKE                           12<br><br>               Wir befinden uns im abgedunkelten Kommandozentrum von Fatos<br>               Kommandoschiff. Das Schiff scheint nach wie vor getarnt zu<br>               sein.<br><br>               Offiziere arbeiten an ihren Konsolen, Fato sitzt auf seinem<br>               großen Kommandantensessel in der Mitte des Raumes.<br><br>               Der bereits bekannte Zenturion nähert sich.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Mein Kommandant!<br>                             (beat)<br>                          Unser Informant will Sie<br>                         sprechen.<br><br>                                   FATO<br>                         Ist es eine sichere Verbindung.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Ja, es ist die normale<br>                         Geheimfrequenz. Wie immer, mein<br>                         Kommandant.<br><br>                                   FATO<br>                             (kühl)<br>                         Sehr gut... Stellen Sie die<br>                         Verbindung her!<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Ja, mein Kommandant!<br><br>               AUF Fato, der ein seltsames, leichtes Lächeln auf seinen<br>               Lippen hat.<br><br>               Plötzlich hören wir eine verrauschte und verzerrte Stimme.<br>               Sie ist männlich, aber wir können nicht erkennen, wessen<br>               Stimme aus den versteckten Lautsprechern kommt.<br><br>                                   STIMME<br>                         Es wurden Atomraketen abgefeuert.<br><br>                                   FATO<br>                         Was ist das? Sind das die<br>                         Flugkörper, die auf uns<br>                         zusteuern?<br><br>                                   STIMME<br>                         Ja, es handelt sich dabei um<br>                         extrem effiziente<br>                         Massenvernichtungswaffen. Sie<br>                         würden zweifelsohne einen<br>                         Großteil der Flotte vernichten.<br><br>                                   FATO<br>                         Was sollen wir tun?<br><br>                                   STIMME<br>                         Versuchen Sie sie zu vernichten.<br>                         Zuvor sollten Sie mindestens die<br>                         Hälfte der Schiffe abziehen.<br>                         Ziehen Sie den Großteil der<br>                         getarnten Schiffe zurück, so dass<br>                         ihr Abflug nicht bemerkt wird und<br>                         kein Verdacht aufkommt.<br><br><br>                                   FATO<br>                         Gut. Sie sind sehr zuverlässig,<br>                         mein Freund. Fato, Ende.<br><br>                                   STIMME<br>                         Sie werden den Sieg davontragen.<br><br><br>                                   FATO<br>                         Nicht heute, aber bald.<br><br>               Die Verbindung wird sofort unterbrochen.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Zenturion!<br><br>                                   ZENTURION<br>                             (nähertretend)<br>                         Ja, mein Kommandant!<br><br>                                   FATO<br>                         Unsere getarnten Kreuzer sollen<br>                         sich zurückziehen, wir ebenfalls.<br>                         Der Rest erwartet die Schiffe der<br>                         Sternenflotte und setzt den Kurs<br>                         Richtung Erde fort.<br><br>                                   ZENTURION<br>                             (verbeugt sich)<br>                         Verstanden, mein Kommandant.<br><br>                                   FATO<br>                         Der Senat wird gewiss seine<br>                         weiche Haltung überdenken, wenn<br>                         diese Flotte erst zerstört ist...<br>                         Das Schicksal meint es gut mit<br>                         uns. Unser Plan wird nicht ganz<br>                         aufgehen, aber dieser Tag wird<br>                         ein guter Tag sein.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Ja, mein Kommandant.<br><br>                                   FATO<br>                         Ich hatte nicht Ihre Meinung<br>                         gewünscht. Nun folgen Sie meinem<br>                         Befehl!<br><br>               AUF Fato, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New">        13     EXT. WELTRAUM - ERDORBIT - ATOMRAKETEN                  13<br><br>               Die nuklearen Sprengkörper rasen auf ihr Ziel zu, haben<br>               gerade den Erdorbit verlassen. Die Schönheit des blauen<br>               Planeten, mit seinem Wolkenfeldern, seinen blau leuchtenden<br>               Meeren, seiner grünen, mal gelb strahlenden Kontinente<br>               steht in einem erschreckenden Kontrast zur<br>               Vernichtungskraft der Atomwaffen.<br><br><br>               Wir sehen, dass sie gerade eben die im Erdorbit<br>               stationierten Sternenflottenschiffe passiert haben.<br><br><br>               Am nächsten zur Kamera befindet sich die Antares.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        14     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         14<br><br>               Alle stehen oder sitzen gebannt an ihren Konsolen und<br>               starren auf den Monitor, auf dem wir ebenfalls die Bilder<br>               der Atomraketen sehen, die sich vergleichsweise langsam von<br>               der Erde entfernen. Alle Senioroffiziere sind anwesend.<br><br>               Es herrscht eine verängstigte Beklommenheit. Es dauert<br>               einige Sekunden, bis Caylon die Stille unterbricht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedrückt)<br>                         Vor nicht mal hundert Jahren<br>                         haben diese Waffen dieses<br>                         Paradies dort unten fast<br>                         vernichtet.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja, und heute...<br><br>                             (fast euphorisch)<br>                         Heute werden Sie viel Gutes<br>                         bewirken.<br><br>                                   MILLER<br>                             (leise, besorgt)<br>                         Ich wüsste nicht, dass Waffen<br>                         Gutes anstellen können.<br><br>               Beem, der als einziger an seiner Konsole sitzt, dreht sich<br>               um und will erst etwas erwidern, schweigt dann aber.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die erste Angriffswelle näher<br>                         sich der romulanischen Flotte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm! Maximale<br>                         Vergrößerung.<br><br>               Der Hauptschirm zeigt nun eine stark vergrößerte Ansicht<br>               der romulanischen Flotte. Im Vordergrund sehen wir eine<br>               Reihe von fünf Sternenflottenschiffen, die sich auf die<br>               Flotte zubewegen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schockiert)<br>                         Das ist Selbstmord...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein... Nun ja... vielleicht.<br>                         Aber sie sollen sich auch sofort<br>                         zurückziehen. Es geht nur darum<br>                         ihre Verteidigung auszutesten und<br>                         ihren Vormarsch irgendwie zu<br>                         stoppen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie wollen verhindern, dass<br>                         radioaktive Strahlung die<br>                         Atmosphäre belastet, richtig?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das vermute ich, ja.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich hoffe nur, die Nachricht wird<br>                         ausreichen, um mein Volk zu<br>                         mobilisieren.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Nachricht hat oberste<br>                         Priorität dank unserer<br>                         Modifikationen an dem<br>                         Subraumrelais. Sie wird auf jeden<br>                         Fall schon angekommen sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hoffen wir es. Wenn die<br>                         Andorianer nicht kommen, sehe ich<br>                         schwarz.<br><br>               Erste Blitze zucken auf, die Flotten beginnen sich<br>               gegenseitig anzugreifen.<br><br>               Wir bewegen uns weg vom Hauptschirm und sehen auf einen<br>               Monitor in der Nähe von Beems Konsole. Dort befindet sich<br>               eine taktische Ansicht der "Schlacht".<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        15     INT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE                     15<br><br>               Auch Admiral Forrest sieht sich diese Grafik auf dem großen<br>               Hauptschirm in der Saalmitte an, Soval steht neben ihm.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        16     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         16<br><br>               Die Kamera ist wieder auf den Hauptschirm gerichtet.<br><br>               Nun wechselt das Bild bei spannungsvoller Musik immer<br>               wieder hin und her von Brückenoffizieren zum Hauptschirm.<br><br>               Dort sehen wir schwach grüne Blitze, helle Explosionen.<br><br>               Nachdem wir Caylon, Miller, Müller, Beem und Tschernovskys<br>               zumeist angespannte Gesichtsausdrücke gesehen haben, zeigen<br>               wir wieder den kleinen Monitor mit der taktischen Ansicht.<br><br>               Ein Sternenflottenschiff nach dem anderen wird<br>               ausgeblendet. Mi dem letzten der fünf verschwundenen<br>               Schiffe hört auch die Musik auf.<br><br><br>               AUF Caylon, der bedrückt den Kopf senkt, die Augen schließt<br>               und sich setzt. Andere tun es ihm gleich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist... vorbei...<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (beat; studiert seine<br>                              Anzeigen)<br>                         Sir! Offensichtlich haben es zwei<br>                         Schiffe geschafft, sich<br>                         zurückzuziehen... Die Mississippi<br>                         und die York.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist eine... erfreuliche<br>                         Nachricht...<br><br>                                   MILLER<br>                             (fassungslos)<br>                         Drei Schiffe sind sofort zermalmt<br>                         worden... Wo ist die erfreuliche<br>                         Nachricht?<br><br>                             (ängstlich, lauter)<br>                         Mein Gott, uns wird es genauso<br>                         ergehen! Wir werden vernichtet!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Doktor, Sie werden bald auf der<br>                         Krankenstation benötigt!<br>                         Beruhigen Sie sich...<br><br>               Es herrscht Stille, als Miller nickt, sich ein wenig<br>               beruhigt und die Brücke verlässt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wie lange brauchen die<br>                         Atomraketen noch bis zum Ziel?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Fünfunddreißig Minuten bei<br>                         gleichbleibender Geschwindigkeit<br>                         der romulanischen Flotte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hoffen wir, dass die Flotte diese<br>                         Raketen nicht als Gefahr<br>                         ansieht...<br><br>                                   BEEM<br>                         Dafür werden wir ja sorgen. Sie<br>                         werden die Raketen viel zu spät<br>                         bemerken, um handeln zu können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, richtig. Mister Beem, wann<br>                         ist es soweit?<br><br>                                   BEEM<br>                             (ausdruckslos)<br>                         In drei Minuten...<br><br>               Müller starrt auf einen irgendeinen Punkt der Brücke. Sie<br>               sieht angespannt aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstehe.<br><br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        17     INT. ANTARES - BRÜCKE - FORTSETZUNG                     17<br><br>               Eine Minute später. Die Kamera fährt an Tschernovskys<br>               Konsole hoch, wir sehen den unruhig mit seinen Fingern auf<br>               der Konsole trippelnden russischen Steuermann. Caylon sitzt<br>               wie ein Fels in der Brandung in der Mitte des<br>               Kommandozentrums. Er wartet auf den unvermeidbaren Befehl,<br>               wie alle anderen auch. Nur Beem und Torlan wirken völlig<br>               teilnahmslos.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Admiral Forrest ruft uns,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also dann, legen Sie's auf den<br>                         Schirm!<br><br>               Auf dem Hauptschirm erscheint wie befohlen das Antlitz von<br>               Admiral Forrest. Im Hintergrund können wir Teile der<br>               Notfallkommandozentrale.<br><br>                                   FORREST<br>                         An die zweite Angriffswelle. Sie<br>                         werden nicht angreifen!<br><br><br>               Verwunderung macht sich auf der Brücke breit. Caylon und<br>               Müller werfen sich irritierte Blicke zu.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Alle verbliebenen Schiffe<br>                         erhalten den Befehl, die<br>                         Nuklearraketen auf ihrem Weg zur<br>                         romulanischen Flotte zu<br>                         beschützen. Wehren Sie sämtliche<br>                         Schüsse ab, die die Raketen<br>                         gefährden könnten. Decken Sie sie<br>                         so gut sie können. Das ist unsere<br>                         letzte Hoffnung. Kurz vor Ziel<br>                         müssen sie so schnell wie möglich<br>                         das Gebiet verlassen! Die Antares<br>                         wird die Flotte anführen!<br><br>                             (beat)<br>                         Sie starten in fünf Minuten. Viel<br>                         Glück ihnen allen. Forrest, Ende.<br><br>               Stille.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Er hat es erstaunlich sachlich<br>                         ausgedrückt, dass wir zur<br>                         fliegenden Zielscheibe werden...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wären wir so oder so gewesen.<br>                             (beat)<br>                         Wie weit sind die Raketen noch<br>                         von ihrem Ziel entfernt?<br><br>                                   MESTRAL'S KOMM-STIMME<br>                         Einunddreißig Minuten. Bei Start<br>                         sind es dann noch sechsundzwanzig<br>                         Minuten. Wir werden etwa zwei<br>                         Minuten brauchen, um sie<br>                         einzuholen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hm...<br><br>                             (schluckt)<br>                         Gut.<br><br><br>               Caylon drückt einen Knopf an seinem Sessel und aktiviert<br>               damit die schiffsinterne Kommunikation. Überall im Schiff<br>               ist seine Stimme zu hören, auch auf der Brücke ertönt sie<br>               aus den Lautsprechern.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (atmet tief durch)<br>                         An alle. 50 Atomraketen steuern<br>                         auf die generische Flotte zu.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 18<br><br>               Zwei Offiziere bleiben stehen, um der Mittelung des<br>               Captains besser zuhören zu können. Die Stimme halt durch<br>               die Gänge.<br><br>                                   CAYLONS KOMSTIMME<br>                         Wir werden Romulaner nicht<br>                         angreifen. Doch unsere Befehle<br>                         sind nicht besser.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        19     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           19<br><br>               Miller und zwei Krankenschwestern hören gespannt und<br>               bedrückt zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir müssen mit dem Rest der<br>                         Flotte die Raketen auf ihrem Flug<br>                         schützen.<br><br>               Miller sieht erschüttert aus.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        20     INT. ANTARES - MANSCHAFFTSMESSE                         20<br><br>               Es ist mucksmäuschenstill, sechs speisende Offiziere hören<br>               zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden vielleicht Freunde<br>                         verlieren. Doch dafür retten wir<br>                         Millionen, wenn nicht gar<br>                         Milliarden. Niemand von uns<br>                         wollte diesen Krieg. Niemand von<br>                         uns weiß, was uns erwartet. Der<br>                         Weltraum ist uns noch immer<br>                         fremd. Vom heutigen Tage an wird<br>                         er uns noch fremder erscheinen.<br>                         Wir wollten den Weltraum<br>                         erforschen, nun wird unser<br>                         Aufbruch ins Unbekannte von einer<br>                         uns fast unbekannten Rasse<br>                         gestoppt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        21     INT. BRÜCKE - FOLGEND                                   21<br><br>               Wir sehen Caylon auf seinem Sessel.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hoffen, beten Sie! Was immer<br>                         Ihnen Mut macht. Ich will ihnen<br>                         allen nicht verschweigen, dass<br>                         wir dies vielleicht nicht<br>                         überleben werden.<br><br>                             (beat)<br>                         Alle Mann auf die Kampfstationen!<br><br>               Er beendet den internen Kanal. Der Alarm wird ausgelöst.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch drei Minuten.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Unsere Waffensystem sind okay.<br>                         Die Tests sagen alles<br>                         funktioniert ordnungsgemäß.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Komsysteme arbeiten<br>                         einwandfrei.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr gut.<br>                             (ins Interkom)<br>                         Caylon an Krankenstation!<br><br>                                   MILLERS KOMSTIMME<br>                         Miller hier. Was kann ich für Sie<br>                         tun, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bereiten Sie sich auf Verletzte<br>                         vor.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Auch auf Strahlenkranke.<br><br>               Müller, die bisher hinter dem Captain stand, kommt näher.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beratend)<br>                         Wenn wir schwer beschädigt<br>                         werden, oder wenn wir zu dicht am<br>                         Explosionsherd uns befinden,<br>                         könnten Teile des Schiffes<br>                         strahlenverseucht werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zur Sicherheit, ja. Wir sollten<br>                         auf alles vorbereitet sein.<br><br>                                   MILLERS KOMSTIMME<br>                         Verstanden. Viel Glück, Captain.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Uns allen.<br><br>                             (short beat)<br>                         Caylon, Ende.<br><br>               Der Kommandant beendet die Verbindung.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe meine Freizeit der<br>                         vergangenen Wochen dazu genutzt,<br>                         diese... "Schutzschilde", so will<br>                         ich es nennen,<br>                         weiterzuentwickeln. Sie sind<br>                         wieder einsatzbereit. Und...<br>                         vielleicht halten Sie diesmal<br>                         auch mehr aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole... Ich bin...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja... Fred?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben eine Beförderung<br>                         verdient, wenn das klappt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelt)<br>                         Dann hoffen Sie mal es geht<br>                         schief, denn sonst könnte ich Sie<br>                         ja hier ablösen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Diese Technik könnte diesen Krieg<br>                         zu unseren Gunsten verändern...<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht...<br><br>               Die beiden sehen sich einen Moment lang in die Augen.<br>               Caylon sieht sich kurz um, alle sind beschäftigt. Er steht<br>               auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Wie auch immer... Falls wir uns<br>                         nicht mehr sehen sollten... Es<br>                         war mir eine große Ehre, mit<br>                         Ihnen zusammenzuarbeiten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise)<br>                         Für mich auch.<br>                             (den Tränen nahe)<br>                         Oh Gott, ich glaube wir brauchen<br>                         eine Psychologin hier an Bord...<br>                             (lächelt)<br>                         Wenn dieses Gemetzel hier vorbei<br>                         sein wird, dann machen wir Urlaub<br>                         im Harz, ja?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt)<br>                         Oder in Australien...<br>                             (beat)<br>                         Nun... Schluss mit<br>                         Sentimentalitäten. Uns fehlt die<br>                         Zeit, denke ich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gefasst)<br>                         Ja. Gut, ich bin dann im<br>                         Maschinenraum.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, halten Sie sich bereit.<br><br>               Beem beobachtet das ganze und pfeift einmal leise.<br><br>               Müller verschwindet im Turbolift, während sich Caylon<br>               wieder setzt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Caylon)<br>                         Es ist soweit. Wir könnten jetzt<br>                         starten, Sir.<br><br>               Caylon wartet einen Augenblick, atmet dann tief durch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, wir starten. Torlan, geben<br>                         Sie an die Flotte durch, dass sie<br>                         uns folgen soll.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (nickt)<br>                         Verstanden!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Bereit, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Sind alle Stationen bereit?<br><br>                                   BEEM<br>                         Alle Stationen melden<br>                         Bereitschaft. Alle sind auf<br>                         Kampfstationen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt wird es ernst...<br>                             (beat; zu Tschernovsky)<br>                         Mister Tschernovsky, halber<br>                         Impuls. Bringen Sie uns vor die<br>                         Atomraketen!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir. Halber Impuls.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Los!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        22     EXT. WELTRAUM - ERDORBIT                                22<br><br>               Die Antares als erstes, dann folgend elf weitere Schiffe<br>               setzen sich in Bewegung.<br><br><br>               In für unsere Dimensionen weiter Ferne sehen wir, sich von<br>               den Sternen absetzend, hell leuchtende, sich bewegende<br>               Punkte: Es sind die Atomraketen, für die sich zahlreiche<br>               der Schiffe werden opfern müssen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        23     INT. ERDE - NOTFALLZENTRALE DER WELTGEMEINSCHAFT - FOLGEND23<br><br>               Caylon, Soval sowie General Meyers stehen vor der großen<br>               Projektion, auf der wir die Flotte sehen können, die sich<br>               der bereits nahe der Erde befindlichen romulanischen Flotte<br>               nähert. Nicht mal mehr eine halbe Stunde trennen den Feind<br>               von dem blauen Planeten.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                             (ernst)<br>                         Die Flotte ist gestartet. Das ist<br>                         unser letztes Aufgebot...<br><br>                                   SOVAL<br>                             (ausdruckslos)<br>                         Sie werden diese Flotte sinnlos<br>                         opfern. Dies sind fast ihre<br>                         letzten Schiffe und sie können<br>                         diese Massenvernichtungswaffen<br>                         nicht schützen. Und selbst wenn:<br>                         Mit 50 Raketen können Sie nur<br>                         einen Teil der Flotte, nicht mal<br>                         die Hälfte vernichten.<br><br>                                   FORREST<br>                         Die gegnerische Flotte wird sich<br>                         nicht auseinander bewegen. Das<br>                         würde sie angreifbarer machen.<br><br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Warten wir es ab. Und selbst<br>                         wenn: Die Waffen sind so stark,<br>                         dass die Flotte sich immens weit<br>                         verteilen müsste, um nicht<br>                         vernichtet zu werden.<br><br>               Im Hintergrund kommt Tos zurück.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (besorgt)<br>                         Das sind mir irgendwie zu viele<br>                         Wenn und Abers...<br><br>                                   MEYERS<br>                             (long beat)<br>                         Keine Sorge, es wird schon<br>                         klappen. Vertrauen Sie mir. Die<br>                         Romulaner wissen schließlich<br>                         nichts über diese Waffe.<br><br>               AUF Admiral Forrest.<br><br><br>               Spannungsvolle, sich in der Lautstärke steigernde Musik<br>               setzt ein.<br><br>                                   FORREST<br><br>                         Ja, da haben Sie Recht.<br><br>                             (selbstbewusst,<br>                              überzeugt)<br>                         Die wissen nicht, was da auf sie<br>                         zukommt.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        24     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; FLOTTE - SPÄTER               24<br><br>               Die Schiffe nähern sich mit hoher Geschwindigkeit den<br>               Raketen und fliegen vor die Ansammlung dieser<br>               furchterregenden Waffen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        25     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         25<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Raketen beginnen langsam zu<br>                         beschleunigen. Sie werden wie<br>                         geplant ihre Geschwindigkeit nun<br>                         verdoppeln.<br><br>                                   BEEM<br>                             (überrascht)<br>                         Davon wusste ich gar nichts. Das<br>                         macht die Sache ja nicht<br>                         einfacher!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auch nicht für die Romulaner.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Bei diesen Geschwindigkeiten,<br>                         also bei fast 1/2 Impuls werde<br>                         ich immense Probleme haben, dem<br>                         Waffenfeuer auszuweichen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darum geht es ja auch gar nicht,<br>                         Tschernovsky. Es geht ja eben<br>                         darum, die Treffer einzustecken.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Toll, dann ist es ja Glück, ob<br>                         wir überleben oder nicht.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mit einer Wahrscheinlichkeit von<br>                         1 zu 12 werden wir getroffen<br>                         wobei dies nicht ganz korrekt<br>                         ist, da wir diese Flotte<br>                         anführen. das wird unsere Chancen<br>                         getroffen zu werden, erhöhen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sehr beruhigend, wirklich.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mit einer geschätzten<br>                         Wahrscheinlichkeit von 1:200<br>                         werden wir überleben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht ganz. Unsere Chancen werden<br>                         höher sein...<br>                             (ins Interkom)<br>                         Brücke an Maschinenraum.<br><br>               Mestral sieht Caylon verwundert an, andere tun es ihm<br>               gleich.<br><br>                                   MÜLLERS KOMM-STIMME<br>                         Nicole Müller hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist der Schild einsatzbereit?<br><br>                                   MÜLLERS KOMSTIMME<br>                             (fast euphorisch)<br>                         Ja, das ist er!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut! Caylon, Ende.<br>                             (zu Beem)<br>                         Wir haben "Schutzschilde".<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie meinen dieses Kraftfeld, das<br>                         uns schon mal das Leben gerettet<br>                         hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Aller guten Dinge sind<br>                         drei... Also wird uns diese<br>                         technische Meisterleistung noch<br>                         zweimal Glück bringen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das war überraschend.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Für mich auch.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sind noch zehn Minuten von<br>                         der Flotte entfernt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann beginnt die kritische Phase?<br><br>                                   BEEM<br>                         Bei etwa drei Minuten. Vielleicht<br>                         schon etwas früher, aber der<br>                         grobe Rahmen stimmt. Dann werden<br>                         ihre Waffen wohl weit genug<br>                         kommen, um uns zu treffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Noch sechs Minuten...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Gut gerechnet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schmunzelt)<br>                         Ja, das sollte man als Captain<br>                         können.<br><br>               Ein bedrückendes, langes Schweigen.<br><br>               Auf dem Hauptschirm ist eine rückwärtige Ansicht zu sehen,<br>               die Raketen fliegen recht dicht hinter der Flotte, wie in<br>               einem großen Vogelschwarm.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wie ein Vogelschwarm sehen Sie<br>                         aus, nicht wahr?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, nur nicht so schön...<br><br>                                   BEEM<br>                         Nicht so schön? Ich finde sie<br>                         fast schöner... Glattes Metall,<br>                         eine Sprengkraft wie die Hand<br>                         Gottes...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gott hat mit dem hier nichts zu<br>                         tun. Ich bin zwar kein sehr<br>                         gläubiger Mensch, aber da bin ich<br>                         mir sicher.<br><br>               Wieder Schweigen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hat jemand noch etwas zu<br>                         erzählen?<br><br>               Betretenes Schweigen, keiner bringt ein Wort heraus.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Immerhin. Wir haben uns wohl viel<br>                         zu sagen.<br><br>               Schweigen. Mestrals Konsole piepst.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Neun Minuten.<br><br>               Stilles Schweigen. Wäre da nicht das Summen der Maschinen<br>               und Computer, könnte man die sprichwörtliche "Stecknadel"<br>               auf den Boden fallen hören. Es ist eine unangenehme,<br>               angespannte Stille. Alle konzentrieren sich auf ihre<br>               Aufgabe.<br><br>               Da piepst erneut Mestrals Konsole, zeitgleich mit Beems<br>               Computer.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, da kommen...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir empfangen...<br>                                   CAYLON<br>                         Mestral, was ist los?<br><br>               Beem guckt argwöhnisch, als ob er beleidigt sei.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir empfangen eine Reihe von<br>                         Projektilen, die die Romulaner<br>                         mit hoher Geschwindigkeit<br>                         abfeuern. Es handelt sich um<br>                         Torpedos oder... Raketen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Unzählige winzig Geschosse rasen auf die Flotte zu. Sie<br>               kommen immer näher.<br><br>                                   BEEM<br>                         Soviel zum Thema<br>                         "Überraschungen".<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         An alle: Auf Einschlag<br>                         vorbereiten!<br><br>               Die Geschosse müssten bereits einschlagen, doch es passiert<br>               nichts.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was ist los?<br><br>                                   BEEM<br>                             (short beat)<br>                         Wieso wurden wir nicht getroffen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Diese Waffen sind an uns<br>                         vorbeigerast. Sie steuern direkt<br>                         auf die Erde zu...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh, nein... Verdammt!<br>                             (ins Interkom)<br>                         An alle: Bereiten Sie sich auf<br>                         Einschläge in fünf Minuten vor.<br><br>                             (schaltet Interkom ab)<br>                         Und jetzt?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir sollten Admiral Forrest<br>                         warnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf jeden Fall, ja. Versuchen Sie<br>                         eine Verbindung aufzubauen!<br><br>               Torlan widmet sich seiner Konsole.<br><br>                                   BEEM,<br>                         Das Problem ist nur, wer soll...<br><br>                                   CAYLON<br>                         ... diese Dinger abwehren, ja.<br>                         Die Erde ist quasi schutzlos.<br><br>                                   BEEM<br>                         Quasi?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja, sie haben noch mehr<br>                         Raketen oder Atomwaffen.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu Caylon)<br>                         Ich habe ihn!<br><br>               Auf dem Hauptschirm erscheint Admiral Forrest, hinter ihm<br>               begutachtet General Meyers die taktische Situation. auf dem<br>               großen Schirm.<br><br>                                   FORREST<br>                         Was ist los, Fred?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben Waffen abgefeuert. es<br>                         handelt sich dabei wohl um Bomben<br>                         oder Raketen, die mit hoher<br>                         Geschwindigkeit auf euch zu<br>                         kommen.<br><br>                                                              CUT TO:</font></p><br><p><font face="Courier New">        26     INT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE                     26<br><br>               Forrest sieht auf den großen Schirm.<br><br>                                   MEYERS<br>                         Ja, ich sehe diese Waffen. Es<br>                         sind... es sind hunderte!<br><br>               Forrest widmet sich wieder einem Plasmabildschirm neben<br>               ihm, auf dem wir Caylon sehen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Danke, Fred.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was werdet ihr tun?<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Lass das unsere Sorge sein. Ihr<br>                         habt noch sieben Minuten, diese<br>                         Dinger werden aber erst in etwa<br>                         20 Minuten hier einschlagen...<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - FOLGEND                                  27<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt)<br>                         Ja. Viel Glück. Caylon, Ende.<br><br>               Der Bildschirm wechselt wieder zur Heckaussicht der<br>               Antares. Die Raketen sind unverändert hinter dem Schiff.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Glück wird nichts bringen, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mit etwas Glück vielleicht<br>                         schon...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        28     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; FLOTTE - SPÄTER               28<br><br>               Die generische Flotte lässt sich bereits erahnen. Die<br>               Raketen fliegen in etwa 1 km Entfernung zu den Schiffen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        29     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   29<br><br>               Wie zuvor.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es ist soweit, die kritische<br>                         Phase beginnt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aktivieren Sie das Kraftfeld!<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Wir hören ein energetisches Brummen, als die Schutzschilde<br>               hochgefahren werden und sich somit ein energetisches Feld<br>               um die Antares herum bildet.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Kraftfeld aktiv.<br>                             (beat)<br>                         Es beginnt! Sie feuern!<br><br>               Wenige Sekunden später durchzucken erste Erschütterungen<br>               das Schiff, kleine Lichtblitze zucken in der Ferne auf dem<br>               Hauptschirm auf, dann sehen wir wie sie immer näher kommen<br>               und das Schiff treffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         An alle: Wir müssen ab jetzt drei<br>                         Minuten durchhalten!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        30     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; FLOTTE                        30<br><br>               Ein Hagel aus laserbasierten, grün leuchtenden Waffen<br>               trifft die zwölf Schiffe. Plasmatorpedos prallen auf die<br>               schnell fliegenden Sternenflottenkreuzer. Nach nur wenigen<br>               Sekunden Beschuss werden zwei der zwölf Schiffe zerfetzt.<br><br>               Ebenso werden zwei Raketen getroffen, die sofort<br>               zurückfallen und nicht mehr mit der Flotte mithalten.<br><br>               Ein weiteres Schiff wird zerstört.<br><br>               Die Sternenflottenschiffe haben alle eine große Ähnlichkeit<br>               mit der Antares, doch die Antares mit ihren Schilden<br>               scheint das einzige Schiff zu sein, das dem Dauerbeschuss<br>               standhalten kann. Die Plasmatorpedos der Romulaner werden<br>               ebenso absorbiert wie die Strahlenwaffen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        31     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         31<br><br>               Das Schiff wird kontinuierlich durchgerüttelt. Lichter<br>               flackern, Offiziere werden von ihren Sitzen gestoßen. man<br>               muss fast schreien, um sich verständigen zu können.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das Kraftfeld hält, aber unsere<br>                         Energiezellen drohen bald<br>                         durchzubrennen!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zwei Schiffe wurden vernichtet...<br>                         Drei! Zwei Raketen wurden außer<br>                         Gefecht gesetzt. Zwei weitere<br>                         jetzt... Und jetzt ist auch noch<br>                         die Gettysburg vernichtet worden!<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, das halten die anderen<br>                         Schiffe nicht durch! Und wir auch<br>                         nicht länger!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Müssen wir aber!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Hudson hat keinen Antrieb<br>                         mehr und fällt zurück!<br><br>               Das Schiff wird die ganze Zeit getroffen. Es ist fraglich,<br>               wie lange das Schiff noch zusammenhält.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch eine Rakete wurde getroffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, versuchen Sie die<br>                         Waffen besser abzufangen!<br>                         Manövrieren Sie uns vor die<br>                         anderen Schiffe!<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dann werden aber die Raketen<br>                         getroffen!<br><br>                                   BEEM<br>                         Es geht so nicht!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, rufen Sie Forrest!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja! Er antwortet nicht!<br><br>               Das Schiff wird immer schwerer durchgeschüttelt. Das Feuer<br>               der Gegner verteilt sich auf immer weniger Schiffe.<br><br>                                   BEEM<br>                         Noch fünf Schiffe!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, schnell!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zwei Minuten noch!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Beem, schießen Sie mit allem<br>                         zurück, was wir haben!<br><br>                                   BEEM<br>                         Das geht nicht! Die Schilde!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        32     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; FLOTTE                        32<br><br>               Nur noch vier Schiffe begleiten die Antares. Die Mauer zum<br>               Schutz der Raketen wird immer durchlässiger. Erneut werden<br>               Raketen getroffen, drei an der Zahl. Ein weiteres Schiff<br>               wird vernichtet.<br><br>               Die verbliebenen drei Schiffe beginnen zurückzufeuern.<br>               Phasenstrahlen lösen sich, scheinen die immer näher<br>               kommende gegnerische Flotte aber nicht zu treffen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        33     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         33<br><br>               Wie zuvor. Schwere Erschütterungen. Funken sprühen an<br>               mancher Konsole, Bildschirme flackern.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe Forrest!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Los, auf den Schirm!<br><br>                                   FORREST<br>                         Was ist los?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir schaffen es nicht! wir müssen<br>                         es alleine machen! Wir haben das<br>                         Kraftfeld um unser Schiff erneut<br>                         aufbauen können! Wir alleine<br>                         können es schaffen! Die Raketen<br>                         müssen auf die Antares<br>                         programmiert werden!<br><br>                                   FORREST<br>                         Aber...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt! Geben Sie uns die<br>                         Kontrolle über die Raketen!<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut. Versuchen Sie es! Fred,<br>                         scheitern Sie nicht!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ende!<br>                             (beat)<br>                         Torlan, die drei verbliebenen<br>                         Schiffe sollen sich zurückfallen<br>                         lassen und verschwinden!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Verstanden!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Programmieren Sie die Raketen auf<br>                         die Antares!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Raketen wurden auf uns<br>                         programmiert! Sie befinden sich<br>                         jetzt in einer Reihe direkt<br>                         hinter uns!<br><br>                                   BEEM,<br>                         Die Britannic, Rome und die<br>                         Ganges verschwinden!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, dann mal los! Noch eine<br>                         Minute?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja!<br><br>               Die Erschütterungen nehmen an Gewalt zu.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, die Raketen können nun nicht<br>                         mehr umprogrammiert werden... Wir<br>                         befinden uns in zwanzig Sekunden<br>                         außerhalb der Reichweite!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß... Ich bin aber nicht<br>                         bereit, uns zu opfern.<br><br>                             (beat)<br>                         Nicht heute...<br><br>                             (beat)<br>                         Nicht hier...<br><br>               AUF Caylon...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        34     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; ATOMRAKETEN - FOLGEND         34<br><br>               Die Raketen fliegen in einem dichten "Schwanz" hinter der<br>               Antares her und können so nicht mehr von Waffenfeuer<br>               getroffen werden.<br><br>               Die Antares muss immer mehr Treffer einstecken.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        35     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   35<br><br>               Wie zuvor. Eine Deckenplatte ist bereits abgefallen,<br>               Lichter durchgebrannt, ebenso einige Monitore. Das Schiff<br>               wird stark durchgerüttelt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vierzig Sekunden!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, wir verlieren an<br>                         Geschwindigkeit! Die Maschinen<br>                         versagen langsam!<br><br>                                   BEEM<br>                         Das Kraftfeld versagt allmählich!<br><br>               Ein weiterer Treffer lässt sämtliche Energie kurzzeitig<br>               ausfallen, wenige Augenblicke später ist das Licht wieder<br>               da, die Monitore blinken wieder.<br><br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (fast panisch)<br>                         Die Schilde sind weg!<br><br>                                   CAYLON<br>                         WAS?!<br><br>               AUF Caylons weit aufgerissene Augen...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        36     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; ATOMRAKETEN                   36<br><br>               Die romulanischen Waffen reißen Teile der Außenhülle weg!<br><br>               Wir sehen die Flotte nun in ihrer ganzen Größe, die Antares<br>               und ihr gefährliches Anhängsel sind noch zwanzig Sekunden<br>               entfernt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        37     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   37<br><br>               Die Brücke wird mit jedem Treffer in einen immer größeren<br>               Trümmerhaufen verwandelt. Das ganze Schiff droht zu<br>               zerbersten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Raketen schließen auf!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Intercom)<br>                         Caylon an Maschinenraum!<br><br>                                   MÜLLERS KOMSTIMME<br>                         Ja!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Energie abschalten, wir treiben!<br>                         Auf meinen Befehl leiten sie<br>                         sämtliche Energie in den Antrieb!<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Tschernovsky, wenn ich sage<br>                         ,Jetzt!', gehen Sie auf maximalen<br>                         Impuls,!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Okay!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Beem! Drei Sekunden nach meinem<br>                         Signal zünden Sie die Dinger!<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Also, auf meinen Befehl!<br><br>               Das Schiff wird weiterhin schwer getroffen, die Intensität<br>               nimmt zu, ein Feuer bricht auf der Brücke aus, Monitore,<br>               das Licht fällt aus.<br><br><br>                                                                CU TO<br><br>        38     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; ATOMRAKETEN                   38<br><br>               Die Antares treibt auf die generische Flotte zu, die das<br>               Feuer nun versucht auf die Raketen zu lenken.<br><br><br>               Die Antares rast nun mitten hinein in die Flotte, treibt<br>               zwischen romulanischen Schiffen hindurch, wird durch<br>               weiteres Feuer schwerstens beschädigt. Nur noch wenige<br>               Schiffe feuern auf die Antares. Sie alle richten ihr Feuer<br>               nun auf die Raketen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        39     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         39<br><br>               Beem, Tschernovsky und Müller am Interkom warten nur auf<br>               eines: Caylons Befehl.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Noch nicht...<br><br>               Beem wird unruhig, Tschernovskys Finger schwebt bedrohlich<br>               über der Auslösetaste.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (schreit)<br>                         JETZT!<br><br>               Konsolen werden wieder aktiviert, Tschernovsky drückt die<br>               Starttaste. Die Antares beschleunigt immens. Das Schiff<br>               wird durchgerüttelt, scheint mittlerweile recht instabil zu<br>               sein. Aber es bewegt sich schnell vorwärts.<br><br><br>               Da drückt Beem die entscheidende Taste. Alle werden aus<br>               ihren Sitzen geschleudert, ein heller Lichtblitz erleuchtet<br>               über den Hauptschirm, der eine rückwärtige Sicht zeigt, die<br>               Brücke.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        40     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; ROMULANISCHE FLOTTE           40<br><br>               Ein Lichtblitz, so hell wie die Sonne, scheint den gesamten<br>               Raum zu erleuchten. Die gesamte romulanische Flotte, obwohl<br>               sie sicherlich vom einem bis zum anderen Ende über hundert<br>               Kilometer sich erstreckt, verschwindet in einer Explosion,<br>               wie sie noch kein Mensch zuvor gesehen hat.<br><br>               Eine riesige, gelb-orange-farbene Druckwelle schleudert,<br>               nach dem Abklingen des hellen Lichts, Trümmer und Überreste<br>               der Flotte von sich.<br><br>               Die Antares ist bereits weit weg, als die Explosion sich zu<br>               einem glühenden Feuerball verwandelt, der in der Kühle des<br>               Raums schnell abkühlt und sich auflöst. Es gibt keine Luft,<br>               um Feuer oder eine Explosion am Leben zu erhalten.<br><br>               Doch ihre Aufgabe haben die Sprengkörper erfüllt: Die<br>               Flotte von über hundert Schiffen ist verschwunden.<br>               Umherrasende Trümmer sind die letzten Reste dieser<br>               gewaltigen Streitmacht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        41     INT. BIRD OF STEALT - BRÜCKE                            41<br><br>               Fato hat alles beobachtet. Sein Gesicht verzieht sich zu<br>               einer grimmigen, dann hinterhältigen Fratze.<br><br>               Das Bild seines Hauptschirmes wechselt von den Resten der<br>               Flotte zu einer Ansicht des Marsorbit...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        42     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   42<br><br>               Die Crew findet sich wieder auf ihren Sitzen ein, die<br>               Notbeleuchtung wechselt zu Normalbeleuchtung.<br><br>                                   BEEM<br>                         Puh...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir haben es überlebt... Welch<br>                         Wunder.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja... Ah!<br>                             (schmerzverzerrt)<br>                         Gut... Wer will, kann auf die<br>                         Krankenstation...<br><br>               Alle haben Schürfwunden oder irgendwelche Beschwerden, aber<br>               niemand rührt sich.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Gratuliere! Hat geklappt... Wer<br>                         hätte das gedacht...<br><br>               Er lässt sich erschöpft in seinen Sessel fallen.<br><br>               Er will ins Interkom sprechen, muss aber feststellen, das<br>               es nicht funktioniert.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich will einen Schadensbericht.<br>                         Wer kümmert sich darum, Commander<br>                         Müller darum zu bitten?<br><br>               Ein Offizier im hinteren bereich erklärt sich bereit.<br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                         Ich werde das machen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, passen Sie auf, dass Sie<br>                         heil im Maschinenraum ankommen.<br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                         Verstanden...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wahrscheinlich ist es einfacher,<br>                         aufzuschreiben, was heil ist, als<br>                         was kaputt ist.<br><br>               Torlan lacht laut auf.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Hah1 Das war der erste gute Witz,<br>                         den Sie spröder Typ gemacht<br>                         haben!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (schmunzelt)<br>                         Besten Dank!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt matt)<br>                         Gut, Mister Tschernovsky, das war<br>                         gute Arbeit vorhin. Setzen Sie<br>                         einen Kurs auf den Mars.<br>                         Vielleicht können wir dort<br>                         helfen!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sollten wir nicht erst uns<br>                         helfen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Sowas nennt man Solidarität. das<br>                         kennt Ihr Volk nicht...<br><br>               AUF Torlan, der ein wenig beleidigt schaut.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        43     EXT. WELTRAUM - ROMULANISCHE RAKETEN                    43<br><br>               Die Raketen rasen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde<br>               zu.<br><br>               Die Kamera befindet sich hinter einer dieser ovalen<br>               Geschosse (wie ein Baseball), die offenbar wie Bomben auf<br>               die Erde zutreiben. Der Planet kommt zusehendes näher.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        44     INT. ERDE - NOTFALLKOMMANDOZENTRALE                     44<br><br>               Forrest und Meyers stehen nach wie vor in der Mitte der<br>               Einrichtung. Soval unterhält sich gerade mit dem Admiral,<br>               Tos steht daneben.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Sie scheinen es geschafft zu<br>                         haben. Aber zu einem hohen Preis.<br><br>                         Geben Sie die... "Hoffnung" auf<br>                         eine friedliche Lösung nicht auf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nein, aber es herrscht Krieg. Und<br>                         wir kennen nicht mal unseren<br>                         Feind. das ist einmalig in<br>                         unserer Geschichte.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Die Menschheit war nicht reif.<br>                         Das ist das Problem.<br><br>               Soval und sein Tos verlassen den Raum.<br><br>                                   FORREST<br>                             (zu Meyers)<br>                         Was sind das für Dinger?<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Keine Ahnung, aber bestimmt<br>                         nichts nettes. Sie scheinen stark<br>                         gepanzert zu sein, um die<br>                         Atmosphäre durchdringen zu<br>                         können.<br><br>                                   FORREST<br>                         Uns bleibt nur eine letzte<br>                         Chance...<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Ja, ich weiß. Die Atomraketen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Programmieren Sie sofort eine auf<br>                         die Mitte dieses Schwarms!<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                             (arbeitet an einer<br>                              Konsole)<br>                         Äh... Moment... Gut. Ich habe<br>                         eine Rakete programmiert.<br><br><br>                                   FORREST<br>                         Feuern Sie sie ab!<br>                             (beat)<br>                         Wie lange wird sie brauchen?<br><br>                                   MEYERS<br>                         Zwei Minuten, vierzig Sekunden<br>                         bis zur Stratosphäre... Moment...<br>                         Diese Waffen werden in genau<br>                         dieser Zeit auch in der<br>                         Stratosphäre sein!<br><br>                                   FORREST<br>                         Mein Gott... Das ist eine globale<br>                         Katastrophe... Können wir sie<br>                         noch stoppen?<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Ja, aber was würde das ändern?<br><br>                         Es sind zu viele Geschosse. Der<br>                         Großteil dieser Waffen könnte von<br>                         normalen Verteidigungsplattformen<br>                         nicht getroffen werden. Wir<br>                         wissen nicht, ob ihre<br>                         Auswirkungen nicht wesentlich<br>                         schlimmer wären...<br><br>                                   FORREST<br>                         Was für Auswirkungen meinen Sie<br>                         genau.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Die Ozonschicht über Teilen<br>                         Nordamerikas wird auf lange Zeit<br>                         zerstört. Bei einer Detonation in<br>                         der Höhe wird es keinen oder kaum<br>                         einen radioaktiven Niederschlag<br>                         geben. Auch die Wärmestrahlung<br>                         sowie die radioaktive Strahlung<br>                         wird praktisch keine Auswirkungen<br>                         auf die Erdoberfläche haben. Aber<br>                         wie bereits gesagt... Die<br>                         Auswirkungen auf die Natur wären<br>                         langfristig sehr schwer. Die<br>                         Ozonschicht ist ein höchst<br>                         sensibler Teil der Atmosphäre.<br><br>                                   FORREST<br>                         Uns bleibt nichts anderes übrig.<br><br>                                   GENERAL MEYERS<br>                         Wir können darüber aber nicht<br>                         eigenmächtig entscheiden...<br><br>                                   FORREST<br>                         Müssen wir aber. Uns bleibt keine<br>                         Zeit!<br><br>                             (beat)<br>                         Ich hoffe dieser Planet verzeiht<br>                         uns diese Sünde. Schon wieder<br>                         verletzen wir ihn...<br><br><br>                                                         DISSOLVE TO;<br><br>        45     EXT. ERDE - WALD                                        45<br><br>               Wir befinden uns in einem nordamerikanischen Waldgebiet.<br>               Wir fahren mit der Kamera durch eine Baumkrone und sehen<br>               schließlich den Himmel. Er ist leicht bewölkt, wirkt etwas<br>               diesig. Die Sonnen steht noch nicht allzu hoch am Himmel,<br>               es ist noch etwas dämmerig.<br><br>               Am Himmel strahlt die Atomrakete, die auf einen Schwarm<br>               kleiner Pünktchen am Himmel zusteuert.<br><br>               Es ist völlig still. Nur ein paar Vögel zwitschern, keine<br>               Musik spielt. Wir hören nur die Laute der Natur.<br><br>               Plötzlich wird das gesamte Areal in ein grelles, weißes<br>               Licht getaucht, am Himmel, an einem einst winzigen Punkt,<br>               der Rakete, scheint eine zweite Sonne entstanden zu sein.<br><br><br>               Der Lichtblitz schwillt ab, von dem grellen Punkt aus rast<br>               eine Druck über den Himmel und auf die Erde zu, was wir nur<br>               schwer erkennen können.<br><br>               Die Wolken am Himmel werde ruckartig, dann immer langsamer<br>               weggeweht. eine große Explosionswolke entsteht am Himmel.<br>               Sie funkelt orange-gelbe.<br><br>               Da hören wir, durch die Schallverzögerung erst jetzt, die<br>               Laute einer gigantischen Explosion, hören eine Art Zischen.<br>               Ein sanfter Wind, wie eine pfeifende Brise am Meer, fegt<br>               über den vor uns, unter uns liegenden Wald. Vögel fliegen<br>               aufgescheucht aus den Baumkronen in die Luft und entfernen<br>               sich instinktiv, weg von der Richtung der Explosion.<br><br>               Wir beobachten noch eine Weile die schockierende, epische<br>               Explosion am Himmel, sehen, wie sich die Wolken um den<br>               Explosionsradius zusammenschieben und verdichten, wie der<br>               Explosionsherd langsam zu verblassen beginnt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        46     EXT. ERDE - ÜBER MANHATTAN - FOLGEND                    46<br><br>               Nur wenige Geschosse haben es geschafft die Explosion zu<br>               überstehen beziehungsweise vor ihr die Stratosphäre zu<br>               verlassen.<br><br><br>               Wir befinden uns über einer dieser "Bomben", die senkrecht<br>               auf Manhattan im Zentrum New Yorks, auch im 22. Jahrhundert<br>               einen der bevölkerungs- und wirtschaftlich bedeutsamsten<br>               Ort der Erde, zusteuert.<br><br>               Von oben nähern wir uns mit hoher Geschwindigkeit der<br>               Erdoberfläche. Wir rasen zwischen den Hochhäusern hindurch,<br>               die sich nahe des Central Parks, auf der östlichen Seite.<br><br>               Menschen, Schwebeautos befinden sich dort. Trotz des<br>               Evakuierungsalarms herrscht reges Treiben auf der Kreuzung,<br>               trotz des Evakuierungsalarms.<br><br>        47     EXT. ERDE - MANHATTAN - STRASSENKREUZUNG                47<br><br>               Wir befinden uns nahe der Kreuzung auf dem Bürgersteig<br>               einer der vier Straßen, die auf die Kreuzung zuführen. Wir<br>               sehen den Sprengkörper herunterfallen.<br>               Plötzlich sehen wir einen grünen Blitz, dann wird alles<br>               nach oben gesogen. Autos, Menschen, Bäume: Alles wird von<br>               der Erde mehrere Dutzend Meter hochgeschleudert, Häuser<br>               werden fast aus ihrem Fundament gerissen. Mit heftigem<br>               Gescheppere landen Menschen und Autos, Bäume und sonstige<br>               Gegenstände nach ihrem Höhenflug wieder auf der Erde. Blut<br>               ziert die Straße, weitere Trümmer, Glassplitter von Häusern<br>               regnen hinab.<br><br>        48     EXT. ERDE - VOGELPERSPEKTIVE AUF MANHATTAN              48<br><br>               Weitere Waffen schlagen ein, reißen fast den gesamten<br>               Central Park mitsamt seines Wassers aus den Sen nach oben.<br><br><br>               Weiter nördlich fallen Hochhäuser ein. Wie am 11. September<br>               2001 zieren Rauchwolken den Himmel über Stadt. weitere<br>               Hochhäuser brechen ein. Alramsirenen ertönen. Die Waffen<br>               scheinen alle Luft nach oben zu drücken, durch den<br>               Unterdruck wird alles nach oben besaugt. Manhattan wird zu<br>               großen Teilen vernichtet, viele Wolkenkratzer oder<br>               Wohnhäuser werden zerstört. Es muss Tausende Opfer geben.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        49     EXT. WELTRAUM - MARSORBIT - ANTARES                     49<br><br>               Die Antares ist stark beschädigt, vor allem ihr vorderes<br>               Diskussegment ist stark zerfranst und aufgeborsten. Das<br>               Schiff befindet sich im Marsorbit.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        50     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   50<br><br>               Die Brücke ist - wie das Schiff auch - in einem<br>               unvorstellbar heruntergekommene Zustand. Es gibt nichts,<br>               das nicht kaputt ist.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es ist ein Wunder, dass wir es<br>                         bis hierher geschafft haben!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie sieht's mit der Kolonie aus?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sehr schlecht. Es gibt nur noch<br>                         wenige Bereiche, die man als<br>                         intakt bezeichnen könnte. Dort<br>                         scheinen sich zahlreiche Personen<br>                         aufzuhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (steht auf)<br>                         Gut, wir fliegen runter!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        51     EXT. WELTRAUM - MARSORBIT - ANTARES                     51<br><br>               Mehrere Shuttles verlassen das Schiff und setzen Kurs auf<br>               die Oberfläche des Mars. Die Antares ist sichtlich stark<br>               beschädigt.<br><br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        52     EXT. MARS - KOLONIE                                     52<br><br>               Die Shuttles fliegen auf die schwer beschädigte Kolonie zu<br>               und landen am Rande der Kolonie, wo sie an spezielle<br>               Schleusen andocken. Rauchsäulen steigen vom Zentrum der<br>               riesigen Marsstadt auf, Trümmer liegen weit verstreut. Der<br>               Bereich hinter den Schleusen scheint noch weitestgehend<br>               unbeschädigt zu sein. Etwa ein Dutzend Schiffe sind<br>               angedockt, einige von ihnen sind beschädigt worden.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        53     INT. MARSKOLONIE - EMPFANGSHALLE                        53<br><br>               Die Crew der Antares (Caylon, Miller, Tschernovsky, Torlan<br>               und sechs Offiziere, die mit Medkits ausgestattet sind)<br>               kommt durch eine Schleuse und wird sogleich von einigen<br>               Offizieren begrüßt.<br><br>               Das große Foyer, in dem wir uns befinden, bietet einen<br>               Anblick des Grauens. Unzählige liegen verwundet auf der<br>               Erde, nur wenige Ärzte und Helfer stehen zur Verfügung.<br>               Schreie und der teils stark blutverschmierte Boden zeugen<br>               vom Leid und der Zerstörung durch den Angriff der<br>               Romulaner.<br><br>                                   GUILIANI<br>                         Captain Caylon! Danke, dass Sie<br>                         so schnell kommen konnten...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mister Guliani?<br><br>                                   GUILIANI<br>                         Ja, ich bin einer der<br>                         Kolonieleiter.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wie viele Tote und Verwundete?<br><br>                                   GUILIANI<br>                         Wissen wir nicht. Das hier ist<br>                         der Ostteil. Wir sind vom Rest<br>                         abgeschnitten. Alleine hier haben<br>                         wir über 300 Verwundete...<br><br>               Tschernovsky guckt entsetzt, ebenso Caylon. Miller und ihre<br>               sechs Assistenten machen sich auf den Weg zu den<br>               Verwundeten.<br><br>                                   GUILIANI (CONT'D)<br>                         Wenigstens haben wir Energie.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Gibt es einen Weg in die anderen<br>                         Sektionen der Kolonie?<br><br>                                   GUILIANI<br>                         Nun ja... eigentlich nein. Sie<br>                         müssten sich schon dorthin<br>                         beamen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Geht nicht, unser Transporter ist<br>                         außer Funktion. Was heißt<br>                         eigentlich.<br><br>                                   GUILIANI<br>                         Es gibt einen Weg, aber...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was heißt aber?<br><br>                                   GUILIANI<br>                             (unruhig)<br>                         Er ist gefährlich.<br><br>               AUF Torlan, dann AUF Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo geht es lang?<br><br>                                                              CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New">        54     INT. MARSKOLONIE - KORRIDOR ZUM KOLONIEKERN - SPÄTER    54<br><br>               Der Korridor besteht aus einem etwa vier Meter breiten,<br>               sicherlich an die 400 m breiten Gang, an dessen Ende sich<br>               der Hauptkern der Kolonie befindet. Die Decke und die Wände<br>               des Korridors sind nichts anderes als Glas, nur alle zehn<br>               Meter befinden sich Stahlträger, um für Stabilität zu<br>               sorgen. Man scheint praktisch auf der Marsoberfläche zu<br>               gehen. Der Korridor ist eine Art Gangway zwischen dem<br>               Andockbereich und der eigentlichen Kolonie.<br><br>               Torlan und Caylon gehen vorsichtig, aber schnell voran.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wenn die strukturelle Integrität<br>                         bricht, müssen wir hier so<br>                         schnell wie möglich weg.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß. Aber wir müssen in den<br>                         Kern der Kolonie.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie meinen in das, was davon<br>                         übrig ist.<br><br>               Plötzlich bleibt Caylon stehen und sieht gen Himmel.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                             (bleibt stehen)<br>                         Was ist los?<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        55     INT. MARSKOLONIE - EMPFANGSHALLE                        55<br><br>               Miller holt während der Behandlung eines Verletzten ihren<br>               Kommunikator heraus, und entfernt sich ein wenig.<br><br>                                   MILLER<br>                             (in den Kommunikator<br>                              sprechend)<br>                         Miller an Antares!<br><br>               Keine Antwort.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (verwirrt)<br>                         Miller an Antares.<br><br>               Miller guckt verdutzt und wendet sich an Tschernovsky, der<br>               einer verletzten Frau einige Meter entfernt hilft.<br><br>                                   MILLERS KOMSTIMME<br>                         Darius!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja?<br>                             (steht auf)<br>                         Was gibt es?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich kann die Anteres nicht<br>                         erreichen...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Warum nicht?<br><br>               Guiliani kommt näher.<br><br>                                   GUILIANI<br>                         Was ist passiert?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich wollte Medikamente von der<br>                         Antares herunterbringen lassen,<br>                         aber die Antares reagiert<br>                         überhaupt nicht...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (besorgt)<br>                         Irgendwas stimmt da nicht...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        56     INT. MARSKOLONIE - KORRIDOR ZUM KOLONIEKERN             56<br><br>               Caylon und Torlan sehen nach wie vor nach oben durch das<br>               Glas auf den Marshimmel.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh, nein...<br><br>               Wir erkennen immer schneller näher kommende grüne Bälle.<br><br>               Es besteht kein Zweifel: Plasmatorpedos!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Plasmatorpedos...<br>                             (schreit)<br>                         Weg hier!<br><br>               Caylon und Torlan beginnen zurückzurennen.<br><br><br>               Plötzlich wird alles in ein kurzes, grün leuchtendes Licht<br>               getaucht, alles um die Kamera herum explodiert...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        57     EXT. MARS - KOLONIE - VOGELPERSPEKTIVE                  57<br><br>               In Sekundenabständen rasen Plasmatorpedos auf die ohnehin<br>               bereits schwer angeschlagene Kolonie. Teile des riesigen<br>               Zentrums der Kolonie brechen gar ein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        58     INT. MARSKOLONIE - KORRIDOR                             58<br><br>               Torlan, am Boden liegend, richtet sich schwer auf; Staub<br>               und Dreck fällt von seinem Rücken, blaues Blut tropft aus<br>               Schürfwunden an seiner Stirn.<br><br>               Hinter ihm befindet sich ein riesiger Trümmerberg, der ihn<br>               jedoch vor der Marsatmosphäre abzuschirmen scheint. Doch da<br>               sehen wir es: Durch andere Druckverhältnisse der<br>               Marsatmosphäre beginnt das Glas langsam zu brechen, wir<br>               hören es knistern. Torlan kriegt bereits schwer Luft, muss<br>               tief einatmen. Die giftige Atmosphäre des Mars beginnt<br>               einzudringen.<br><br>               Torlan eilt auf den Trümmerhaufen zu und beginnt die<br>               Trümmer beiseite zu räumen. Nach wie vor erzittert der<br>               Boden von schweren Einschlägen der Plasmatorpedos. Doch sie<br>               scheinen weniger zu werden.<br><br>                                                         DISSOLVE TO;<br><br>        59     INT. DUNKELER KUBISCHER RAUM                            59<br><br>               Caylon findet sich auf dem Boden liegend wieder. Er richtet<br>               sich schwerfällig auf, wirkt benommen und verdutzt, als er<br>               erkennt, dass er sich in einem offenbar kubischen, fünf<br>               Meter Seitenlänge messenden Raum wieder findet. Es ist<br>               düster, aber eine unbekannte, nicht auszumachende<br>               Lichtquelle spendet Licht und wir erkennen, dass es sich um<br>               metallisch glänzende Oberflächen handelt.<br><br>               Caylons Uniform und er selbst ist unversehrt. Sogar seine<br>               Frisur sitzt akkurat wie immer.<br><br>               Er sieht sich um.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich)<br>                         Wo bin ich...?<br><br>               Caylon beginnt die offenbar kühlen Wände nach einer Öffnung<br>               oder einem Schalter abzusuchen - vergeblich.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (in den Raum)<br>                         Wenn Sie mich hier als Geisel<br>                         halten, wird Ihnen das nichts<br>                         nützen! Ich werde Ihnen keine<br>                         Informationen geben! Wir befinden<br>                         uns Im Krieg!<br><br>               Keine Reaktion.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Verdammt nochmal! Sagen Sie<br>                         etwas!<br><br>               Caylon wird unruhig.<br><br>               Plötzlich wird der Raum immer dunkler, nur Caylon scheint<br>               sich noch in einem seltsamen Licht, fast einer Art<br>               Spotlight zu befinden. Der Raum verschwindet, er scheint zu<br>               schweben, als ein lautes, extrem hochfrequentes Fiepen<br>               einsetzt. Er hält sich die Ohren zu, doch es nützt nichts.<br><br><br>               Wir haben den Eindruck, der Raum um ihn herum, beginnt ihn<br>               einzuengen, auch wenn da kein Raum zu sein scheint.<br>               Plötzlich bewegt sich der Captain der Antares auf ein immer<br>               greller werdendes Licht zu, das Fiepen wird immer höher,<br>               dann... plötzlich tiefer.<br><br>                                                         FLASHCUT TO:<br><br>        60     EXT. WÜSTE - NAHE DES AYERS ROCK IN AUSTRALIEN - ABEND  60<br><br>               Das Fiepen gibt sich als Pfeifen des Windes zu erkennen.<br><br>               Caylon steht auf dem riesigen, historischen Felsen. Er<br>               beobachtet einen schönen, orangefarbenden Sonnenuntergang.<br>               Er scheint ein junger Mann zu sein.<br><br>               Eine junge Frau nähert sich ihm von hinten. Sie hat<br>               blondes, langes Haar, lächelt ihn an, umarmt ihn, legt<br>               ihren Kopf auf seine Schulter und sieht sich ebenfalls den<br>               Sonnenuntergang an. Wir erkennen im Hintergrund ein Shuttle<br>               sowie eine Decke, einen Picknickkorb. Es scheint irgendwo<br><br>               im Hintergrund jazzige Musik zu spielen, aus Richtung der<br>               Picknickstelle.<br><br>               Er scheint ihre Umarmung kaum erwidern zu wollen, steht<br>               still da.<br><br><br>               Dann dreht er sich um.<br><br>                                   JÜNGERER CAYLON<br>                             (traurig, irritiert)<br>                         Lynn... Was... Was mache ich<br>                         hier?<br><br>                                   LYNN<br><br>                             (lächelt, verunsichert)<br>                         Du wolltest einen romantischen<br>                         Abend mit mir verbringen... Fred,<br>                         das ist der letzte Abend, ehe du<br>                         auf weite Reisen gehst...<br><br>                                   JÜNGERER CAYLON<br>                             (erinnert sich, lächelt)<br>                         Ja... du hast Recht. Aber weite<br>                         Reisen? Mit Warp 2?<br><br>                                   LYNN<br>                         Es ist weit genug... Findest du<br>                         nicht?<br><br>                                                         FLASHCUT TO:<br><br>        61     EXT. WÜSTE - AYERS ROCK - SPÄTER                        61<br><br>               Die Sonne ist fast untergegangen. Die Sterne stehen am<br>               Himmel. Caylon und Lynn liegen auf einer Decke, Arm in Arm<br>               beobachten sie den Sternenhimmel.<br><br>                                   LYNN<br>                         Warum willst du dahin?<br><br>                                   JÜNGERER CAYLON<br>                         Warum willst du hierbleiben?<br><br>                                   LYNN<br>                         Weil das meine Heimat ist...<br><br>               AUF Caylon, dessen feuchte Augen, mit Tränen gefüllt, im<br>               matten Licht der Sterne leicht glänzen.<br><br>                                                         FLASHCUT TO:<br><br>        62     EXT. GARTEN VON FAMILIE CAYLONS HAUS                    62<br><br>               Ein etwa vier Jahre alter Frederick Caylon spielt in der<br>               brütenden Mittagshitze im Garten. Er rennt herum, spielt<br>               mit einer kleinen Raumschiffminiatur.<br><br><br>               Im Hintergrund sehen wir ein Haus äußerst ungewohnter,<br>               moderner Bauweise.<br><br>                                   MUTTER<br>                         Pass auf, dass du nicht in das<br>                         Schwimmbecken fällst, Freddy!<br><br>                                   JUNGER CAYLON<br>                         Ja, Mami!<br><br>               Fred spielt immer dichter am Schwimmbecken, macht brummende<br>               Geräusche und spielt weiter mit seinem Raumschiff, als er<br>               plötzlich ausrutscht und ins Becken fällt. Wir hören nur<br>               noch den verzweifelten Schrei der Mutter.<br><br>               Frederick strampelt, aber er kann nicht schwimmen. Das<br>               schwere Metallspielzeug fällt schnell auf den Grund,<br>               während Caylon langsam hinabsinkt. Er will Luft holen, aber<br>               er kann es nicht.<br><br><br>               Da greift eine Hand nach ihm... es ist die seiner Mutter.<br>               Es ist die Hand seiner Retterin, er will sie ergreifen,<br>               aber er kann nicht... Dunkelheit beginnt ihn zu umgeben...<br><br>               Plötzlich sieht er am Beckenrand nicht mehr seine Mutter<br>               stehen, sondern einen Andorianer: Torlan!<br><br><br>                                                         DISSOLVE TO;<br><br>        63     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - SPÄTER                  63<br><br>               Caylon liegt auf einem Krankenbett. Zwei andere Betten sind<br>               ebenfalls belegt mit uns unbekannten Offizieren.<br><br>                                   MILLER<br>                             (leise)<br>                         Aufwachen, Captain...<br><br>               Caylon öffnet langsam die Augen, das starke Licht blendet<br>               seine an Dunkelheit gewöhnten Augen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Sie haben Glück gehabt. Sie waren<br>                         im Grunde tot.<br><br>               Caylon hält sich die Hand vor die Augen und blinzelt.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Geht es Ihnen soweit gut?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was... Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja. Geht es Ihnen gut?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, ja... es geht. Ich... ich<br>                         hatte einen Traum. Aber..<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie haben geträumt? Interessant.<br>                         Sie waren klinisch tot für einige<br>                         Sekunden...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (schockiert)<br>                         Mein Gott... Was ist passiert?<br><br>               Caylon kommt allmählich wieder zu sich.<br><br>                                   MILLER<br>                         Die Romulaner hatten die Kolonie<br>                         auf dem Mars erneut angegriffen.<br>                         Es schien ja als hätten sie sich<br>                         zurückgezogen, aber in Wahrheit<br>                         war das nur ein getarnter<br>                         Angriff. Die Kolonie wurde schwer<br>                         getroffen, viele mussten ihr<br>                         Leben lassen... Sie waren<br>                         verschüttet. Die Antares wurde<br>                         angegriffen und musste fliehen.<br>                         Da kamen die Andorianer und<br>                         vertrieben mit ihrer Schlagkraft<br>                         die romulanische Flotte<br>                         endgültig. Und retteten vielen<br>                         der Überlebenden dort unten das<br>                         Leben. Und Ihnen und der Antares.<br>                         Außerdem haben Sie uns<br>                         medizinische Hilfe gewährt.<br>                         Torlan hat sein Leben riskiert,<br>                         um Sie zu retten, Captain. Er hat<br>                         seine Lunge fast zerstört, bei<br>                         dem Versuch, sie freizuschaufeln.<br>                         Als er sie gefunden hatte, waren<br>                         sie fast tot, weil die<br>                         Marsatmosphäre für Menschen nicht<br>                         atembar ist.<br>                         Die ganze Mannschaft feiert<br>                         Torlan als Helden. Zwanzig<br>                         Stunden lagen sie im Koma. Jetzt<br>                         sind sie wieder unter uns...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Andorianer? Wieso... Andorianer?<br>                         Ich verstehe nicht...<br><br>                                   MILLER<br>                         Der andorianische Kommandant und<br>                         Torlan warten vor der Tür. Wenn<br>                         Sie möchten...<br><br>               Caylon schweigt und richtet sich auf, bis er auf der<br>               Bettkante sitzt. Er traut sich noch nicht aufzustehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Miller)<br>                         Kann ich stehen?<br><br>                                   MILLER<br>                             (achselzuckend)<br>                         Versuchen Sie es. Sie sind noch<br>                         recht schwach, aber es könnte<br>                         gehen. Überanstrengen Sie sich<br>                         nicht! Ihr Kreislauf ist noch<br>                         nicht ganz oben...<br><br>               Caylon steht auf, ist wackelig, muss sich am Bett<br>               festhalten. Mit Müllers Hilfe kommt er dann aber relativ<br>               sicher auf die Beine.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schicken Sie sie gleich herein...<br>                             (beat)<br>                         Ach, Doktor... Ich... Ich habe da<br>                         etwas merkwürdiges geträumt...<br><br>                                   MILLER<br>                             (neugierig)<br>                         Geträumt? Das ist ungewöhnlich...<br>                         Im Koma träumt man nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es war kein Traum... Es war...<br>                         real.<br><br>                             (beat)<br>                         Es wirkte real.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wir unterhalten uns später<br>                         darüber. Ich hole jetzt ihre<br>                         Gäste herein. Ich warte draußen,<br>                         einverstanden?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt)<br>                         Ja, gut.<br><br>               Torlan sowie ein anderer, stämmiger Andorianer betreten die<br>               Krankenstation, Müller nickt ihnen zu und verlässt den<br>               Raum.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es ist gut, dass Sie leben,<br>                         Captain Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (noch schwach)<br>                         Und das aus Ihrem Munde?<br><br>                             (lächelt)<br>                         Nur ein Scherz... Ich... Ich<br>                         danke Ihnen, Torlan. Das kann ich<br>                         kaum wieder gut machen, was Sie<br>                         für mich...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Müssen Sie nicht. Es war mir eine<br>                         Ehre.<br><br>               Torlan scheint leicht zu lächeln. Der große andorianische<br>               Offizier tritt vor. Er hat eine laute, aufdringliche,<br>               kämpferische Stimme und ist deutlich größer als Caylon.<br><br>                                   SATOR<br>                         Meine Name ist Oberster Führer<br>                         Sator, Leiter der Ersten<br>                         Andorianischen Kriegsflotte.<br>                         Captain Caylon, ich bin stolz,<br>                         einen derart furchtlosen Kämpfer<br>                         wie Sie gegenüberzustehen. Die<br>                         Legenden, die sich um Sie ranken,<br>                         sind fast lebendiger als die um<br>                         Captain Archer.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh, wenn ich ihm das sage... wird<br>                         er sich nicht gerade freuen,<br>                         schätze ich.<br><br>                             (streckt Sator die Hand<br>                              entgegen)<br>                         Ich danke Ihnen im Namen der<br>                         gesamten Menschheit und meiner<br>                         Crew, dass Sie uns geholfen<br>                         haben.<br><br>               Sator sieht auf Caylons Hand und erwidert unsicher die ihm<br>               fremde Geste.<br><br>                                   SATOR<br>                         Es war unsere Pflicht. Der Streit<br>                         auf Andor ist beigelegt. Wir<br>                         Andorianer haben es uns...<br>                         überlegt. Wir haben erkannt, auf<br>                         wessen Seite wir stehen und<br>                         stehen sollten. Wir sind uns<br>                         nicht zu fein um zu kämpfen, wenn<br>                         die Vulkanier sie im Stich<br>                         lassen. Dieses verräterische Volk<br>                         ist zu feige um für seine Ideale<br>                         Blut zu vergießen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da muss ich Ihnen leider<br>                         zustimmen. Bloß die Frage ist...<br>                         Was für Ideale sollen das sein?<br>                         Wir wurden angegriffen von einem<br>                         Feind, den wir nicht kennen. Wir<br>                         befinden uns in einem Krieg, wie<br>                         wir ihn noch nie erlebt haben.<br>                         Bloß wozu? Was wird am Ende dabei<br>                         herauskommen?<br><br>                                   SATOR<br>                         Etwas Besseres. Deshalb kämpft<br>                         man ja.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir wollten nicht kämpfen. Diese<br>                         Romulaner haben uns überfallen.<br><br>                                   SATOR<br>                         Sie wollen kämpfen. Oder wollen<br>                         Sie sich vernichten lassen?<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        64     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM - SPÄTER               64<br><br>               Caylon sitzt, noch immer sichtlich geschwächt, aber<br>               insgesamt wieder wohlauf, in lockerer Kleidung an seinem<br>               Schreibtisch, eine Tasse heißen Kaffee trinkend. Er<br>               unterhält sich mit Admiral Forrest, der auf dem Monitor zu<br>               sehen ist.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Die Rakete ist oberhalb der<br>                         Ozonschicht detoniert. Große<br>                         Teile der Schicht sind dabei<br>                         zerstört worden. Eine atomare<br>                         Verseuchung liegt aber wohl nicht<br>                         vor, nur ein kleines Areal im<br>                         nahe Texas musste evakuiert<br>                         werden. Diese Romulaner haben uns<br>                         schwer zugesetzt. Insbesondere<br>                         moralisch, aber auch was unsere<br>                         Verteidigung betrifft. Zum ersten<br>                         Mal in der Geschichte seit<br>                         hundert Jahren rüsten wir atomar<br>                         nach... Es ist grauenhaft.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie ist die Stimmung auf der<br>                         Erde?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Angeheizt. Große Teile New Yorks<br>                         wurden zerstört, Manhattan ist<br>                         ein einziger Trümmerhaufen. Die<br>                         Todeszahlen werden auf fast eine<br>                         Millionen geschätzt. Wenn nicht<br>                         mehr... Auch Teile Berlins sind<br>                         schwer angeschlagen, gar nicht zu<br>                         sprechen von den Verwüstungen,<br>                         die diese Waffen in Paris und<br>                         Kairo angerichtet haben.<br>                         Sie haben die<br>                         bevölkerungsreichsten Gebiete<br>                         angegriffen. Nach diesen<br>                         Angriffen und der Kriegserklärung<br>                         macht sich hier eine subtile<br>                         Angst breit. Paranoia, Furcht.<br>                         Die Menschen wissen nicht, wie<br>                         ihr Feind aussieht. Es ist<br>                         seltsam: Wir kennen unseren Feind<br>                         nicht... das verstärkt die Angst.<br>                         Alle wollen, dass<br>                         zurückgeschlagen wird, aber wie?<br>                         Wo lebt unser Feind? Können wir<br>                         Ihnen irgendetwas entgegensetzen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kaum, wenn man bedenkt, dass fast<br>                         die Hälfte unserer Flotte<br>                         zerstört ist. Es waren zwar nicht<br>                         unsere besten Schiffe, aber<br>                         trotzdem. Die Antares wird auch<br>                         für einige Wochen ausfallen.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ja.<br><br>                             (beat<br>                         Auch die Intrepid hat es nicht<br>                         geschafft, Fred...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (senkt den Blick)<br>                         Jackelson war ein guter Mann...<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ja, das war er.<br>                             (beat)<br>                         Viele Menschen wollen auch eine<br>                         friedliche Konfliktlösung, aber<br>                         auch hier wieder die Frage: Wie?<br>                         Es wird gar nicht nach den<br>                         Gründen für diesen Krieg gefragt.<br>                         Und genau das müssten wir doch<br>                         wissen.<br><br>                             (beat)<br>                         Fred... Ich mache mir Sorgen um<br>                         die Zukunft der Menschheit. Wir<br>                         werden nicht noch einmal so<br>                         glimpflich davon kommen. Was,<br>                         wenn wir diesen Konflikt nicht<br>                         lösen können?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Müssen wir. Außerdem haben wir ja<br>                         neue Verbündete.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Die Andorianer... Ja, aber können<br>                         wir Ihnen trauen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke ja. Es geht nicht mehr<br>                         nur um dieses wechselseitige<br>                         Wiedergutmachen. Es ist mehr...<br>                         Es ist eine Art Freundschaft. Die<br>                         Beziehung zwischen Menschheit und<br>                         Andorianern hat sich verändert.<br>                         Da bin ich mir sicher... Es<br>                         könnte der Beginn einer Allianz<br>                         sein.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Die Vulkanier haben uns bereits<br>                         verlassen. Hier auf der Erde ist<br>                         man nicht mehr derartig<br>                         euphorisch, was die Kontakte mit<br>                         anderen Spezies anbelangt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube diese Diskussion führt<br>                         uns nicht weiter. Wir... müssen<br>                         erst mal diesen Angriff<br>                         verarbeiten. Da steckt mehr<br>                         dahinter, als wir vielleicht<br>                         denken.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ganz gewiss.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und außerdem...<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ja?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja, wir sollten glücklich sein<br>                         über den Ausgang dieses Tages.<br><br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ein wenig vielleicht. Aber so<br>                         wirklich froh bin ich nicht<br>                         darüber...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        65     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 65<br><br>               Die Antares fliegt langsam auf die Erde zu, die wir in noch<br>               recht weiter Entfernung sehen können.<br><br><br>               Beim Vorbeiflug der Antares an der Kamera sehen wir ihre<br>               immensen Beschädigungen. Die rechte Warpgondel ist zur<br>               Hälfte zerstört, die Untertassensektion zerfranst und<br>               löcherig, das ganze Schiff scheint rußgeschwärzt zu sein<br>               und nur noch mit Mühe zusammenzuhalten.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                             (schwach)<br>                         Die Erde... Das Paradies... Wir<br>                         haben Sie gerettet.<br><br>                             (beat)<br>                         Vorerst...<br><br>               Die Antares fliegt weiter weg von der Kamera und auf die<br>               Erde zu.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE<br></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">4276</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 2x01 - Die andere Seite</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-2x01-die-andere-seite-r4206/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12810.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0201.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (2x01) - "Die andere Seite"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,94 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Im Jahr 2155 entdeckt der Romulanische Commander Fato eine Helix der Suliban. Während er die Station erforscht, erscheint ihm plötzlich eine Person aus der Zukunft, die ihm befiehlt einen Krieg gegen die Menschheit zu beginnen.<br></i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß bei Lesen!<br><div align="center"><center><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="100%"><tr><td width="33%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover2x01_render.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover2x01_render.jpg" border="0" width="76" height="107"></a><br><b><font size="1">Cover 2x01</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,49 MB</p></td><td width="33%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_05_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_05_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Romulaner vs. Suliban</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,26 MB</p></td><td width="34%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_10-2_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_10-2_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Anflug auf die Helix</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,29 MB</p></td></tr><tr><td width="33%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_10_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_10_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Die Helix</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,27 MB</p></td><td width="33%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_36_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_36_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - 1701-D</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,25 MB</p></td><td width="34%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_46_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_46_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Feuer frei!</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,28 MB</p></td></tr><tr><td width="33%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_47-1_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_47-1_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Kawumm!</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,40 MB</p></td><td width="33%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_47-2_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_47-2_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Druckwelle</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,32 MB</p></td><td width="34%"><p align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=2x01_53_800.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_2x01_53_800.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">2x01 - Fly Away</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,24 MB</p></td></tr></table></center></div><br><br><p><font face="Courier New" style="font-size: 9pt">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                   "Die andere Seite"<br>                                     teleplay by<br>                          Marcel Labbé-Laurent &amp; Sebastian Ostsieker<br>                                      story by<br>                                  Sebastian Ostsieker<br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER - 24. JAHRHUNDERT  1<br><br>               Wir befinden uns wieder in der Helix, die wir zuletzt in Episode 1x12 "Angriffsziel:<br>               Erde" gesehen haben. Anhand der Tatsache, dass sie heruntergekommen wirkt,<br>               erkennen, wir, dass wir uns im 24. Jahrhundert befinden. Dies wird auch klar, wenn<br>               wir SEHEN, dass sich hier zwei Personen befinden. Sie tragen<br>               Sternenflottenuniformen dieser Zeitperiode und sind uns nur zu gut bekannt:<br>               CAPTAIN JEAN LUC PICARD, welcher auf einem der beiden<br>               Kommunikationspodesten steht, und LT. COMMANDER DATA, der eine nahe<br>               Kontrollkonsole bedient.<br><br>                                   DATA<br>                             (an der Konsole arbeitend)<br>                         Ich bin nun bereit, den Kontakt herzustellen,<br>                         Captain.<br><br>               Picard fühlt sich sichtbar unwohl in seiner Haut, während er den Befehl gibt:<br><br>                                   PICARD<br>                         Dann lassen Sie es uns hinter uns bringen, Data.<br><br>               Data legt einige letzte Schalter um und der Raum verdunkelt sich. Die beiden Podeste<br>               beginnen zu leuchten und das Prä-Echo setzt ein.<br><br>               Von der Decke herab wird das zweite - leere - Kommunikationspodest in einen grellen<br>               Lichtschein gehüllt, in welchem nun die groben Umrisse einer Person erscheinen. Wie<br>               der aufmerksame Zuschauer im folgenden schnell feststellen wird, handelt es sich um<br>               FATO, den wir zuletzt im vergangenen Season Finale gesehen haben.<br><br>                                   FATO SCHEMEN<br>                         Sie wollten mich sprechen.<br><br>               Picard sieht kurz flüchtig zu Data, welcher mit ausdrucksloser Mine zurücksieht.<br>               Dann widmet sich der Kommandant der Enterprise Fato.<br><br>                                   PICARD<br>                         Es ist soweit, Fato. Die Zeit ist reif für den<br>                         Angriff.<br><br>                                   FATO SCHEMEN<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   PICARD<br>                         Haben Sie alles so in die Wege geleitet, wie ich es<br>                         Ihnen gesagt habe?<br><br>                                   FATO SCHEMEN<br>                         Das habe ich.<br><br>                                   PICARD<br>                         Gut. Dann wird alles so geschehen, wie es soll.<br><br>               Picard nickt Data zu und dieser legt einige weitere Schalter an der Kontrollkonsole um.<br>               Der Lichtkegel verschwindet, ebenso Fatos Schemen. Der Raum erhellt sich wieder<br>               und das Prä-Echo verringert sich, bis es schließlich nach wenigen Sekunden gänzlich<br>               verschwunden ist.<br><br>                                   PICARD (CONT'D)<br>                             (zu Data)<br>                         Nun?<br>                             (beat)<br>                         Sind Sie zufrieden, Mr. Data?<br><br>                                   DATA<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Picard steigt von der Plattform herab.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich hoffe, wir haben Grund dazu.<br>                             (berührt seinen Kommunikator)<br>                         Picard an Enterprise. Zwei zum Beamen.<br><br>               Die beiden verschwinden im TNG-Transportereffekt.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                       AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         2     EXT. WELTRAUM - NEBEL                                    2<br><br>               Wir befinden uns im tiefen Raum, in der Nähe eines Nebels, bestehend aus grünlich<br>               leuchtenden Gasen. Wir nähern uns diesem Nebel und fliegen in ihn hinein...<br><br>         3     EXT. NEBEL - FOLGEND                                     3<br><br>               Dichte Nebelschwaden umgeben uns, die dichter und dichter und ebenso dunkler und<br>               bedrohlicher werden, je tiefer wir in diesen Nebel hineinfliegen. Wenn nur noch<br>               minimale Helligkeit in dem Nebel ist, beginnen wir in der Ferne Geräusche zu<br>               HÖREN! Kampfgeräusche. Waffenfeuer.<br><br>               Wir ändern unsere Flugrichtung und steuern auf die Quelle der Geräusche zu.<br>               Zwischen den Nebelschwaden SEHEN WIR hin und wieder kleinere<br>               Energieentladungen. Disruptorstöße.<br><br><br>               Wir NÄHERN UNS WEITER und beginnen nun langsam zu ERKENNEN, was hier<br>               vor sich geht. Eine Staffel sulibanischer Zellschiffe leistet sich ein heißes Gefecht mit<br>               einer Gruppe romulanischer Birds of Prey. Auf den ersten Blick bereits erkennt man,<br>               dass die Suliban in der Überzahl sind, die Romulaner sind ihnen jedoch Waffenmäßig<br>               weit überlegen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         4     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE - FOLGEND             4<br><br>               Zum ersten Mal sehen wir nun ein solches Schiff im Inneren. (NOTE: Der<br>               Produktionsdesigner hat hier größtenteils freie Hand. Das Innere sollte jedoch etwas<br>               älter wirken, als die Brücke des Birds of Stealth aus 1x12 "Angriffsziel: Erde", oder<br>               des Birds of Vengeance auf 1x01/02 "Der Funke")<br><br>               An den einzelnen Stationen auf der Kommandobrücke sitzen verschiedene<br>               romulanische Offiziere, die meisten sind im Rang eines Zenturion, oder niedriger.<br><br>                                   COMMANDER (O.C.)<br>                         Kurs 1-4-8 Komma 3-1-6. Harte Wende, halbe<br>                         Impulskraft!<br>                             (beat)<br>                         Disruptoren 2 und 4 Feuerbereit! - Feuer!<br><br>               Die Kamera wirbelt herum und zeigt nun auf den Kommandosessel. Und dort<br>               ERKENNEN WIR ihn:<br><br>               FATO<br><br>               Er ist der Kommandant des Schiffes. Noch im Rang eines Commanders und auch noch<br>               etwas jünger, als beim letzten Mal, als wir ihn gesehen haben. Und noch lange nicht so<br>               verrückt.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   FATO<br>                         Torpedorampen 1 und 2. Feuer!<br><br>                                                       SMASH CUT TO:<br><br>         5     EXT. NEBEL - DAS GEFECHT                                 5<br><br>               Die beiden kämpfenden Parteien leisten sich weiter eine erbitterte Schlacht.<br><br>               Fatos Bird of Prey feuert aus allen Rohren und vernichtet mühelos zwei Zellschiffe<br>               binnen weniger Sekunden. Doch weitere nähern sich weiter aus dem Inneren des<br>               Nebels.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         6     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE                       6<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Commander Fato, es kommen weitere<br>                         Zellschiffe aus Richtung des Nebelzentrums.<br><br>                                   FATO<br>                         Vernichten Sie sie!<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   FATO<br>                         Steuermann, wenn wir uns dieser Schiffe<br>                         entledigt haben, setzen wir Kurs auf das<br>                         Nebelzentrum. Was wir suchen, muss dort sein.<br><br>                                   STEUER LIEUTENANT<br>                         Jawohl, Commander.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         7     EXT. NEBEL - DAS GEFECHT                                 7<br><br>               Die Schlacht geht weiter, doch nähert sie sich nun ihrem Ende.<br><br>               Eine Gruppe aus fünf Zellschiffen feuert auf einen der Birds of Prey, welcher dem<br>               Feuer nicht lange standhalten kann und explodiert.<br><br>               Die übrigen Schiffe der Romulaner rächen ihr verlorenes Gefährt und vernichten<br>               binnen kürzester Zeit die restlichen noch verbliebenen Zellschiffe.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         8     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE                       8<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Unser Weg ins Innere ist frei.<br><br>                                   FATO<br>                         Steuer, bringen Sie uns rein!<br><br>         9     EXT. NEBEL                                               9<br><br>               SUPUER: Oktober 2155<br><br>               Die Birds of Prey fliegen zwischen den Trümmern der Zellschiffe hindurch, in<br>               Richtung des Nebelzentrums. Kurz darauf erreichen sie...<br><br>        10     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM                               10<br><br>               ... es. Und hier ist das, wonach Fato und die anderen gesucht haben: Die Zentrale der<br>               Suliban. Eine<br><br>               HELIX<br><br>               Jedoch völlig ohne Zellschiffe. Offenbar wurden alle ausgeschickt, um die Romulaner<br>               zu vertreiben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        11     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE                      11<br><br>               Wie zuvor. Auf dem Wandschirm ist die Helix zu sehen.<br><br>                                   FATO<br>                         Taktische Analyse.<br><br>               Der Taktik Zenturion betätigt einige Tasten an seiner Konsole, dann erstattet er<br>               Bericht:<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Keine Schilde, minimale Bewaffnung. Es sollte<br>                         kein Problem sein, die Basis zu zerstören,<br>                         Commander.<br><br>                                   FATO<br>                         Ich habe gar nicht die Absicht, sie zu zerstören...<br>                         Ich will sie erobern!<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Ganz, wie Sie wünschen, Commander.<br><br>                                   FATO<br>                         Befehlen Sie den anderen Schiffen die Station zu<br>                         entern.<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        12     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM                               12<br><br>               Ein kurzer, aber effektiver Angriff der Romulaner beginnt. Mit wenigen gezielten<br>               Schüssen, setzen sie die Verteidigungssysteme der Helix - welche nur ganz kurz die<br>               Gelegenheit haben, das Feuer zu erwidern - außer Kraft.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        13     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE                      13<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Die Verteidigungsanlagen der Station sind<br>                         vernichtet.<br><br>                                   FATO<br>                             (zufrieden)<br>                         Gut. Lassen Sie Enterteams auf die Basis<br>                         beamen.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollen die Suliban liquidieren.<br><br>                                   TAKTIK ZENTURION<br>                         Aye, Commander.<br><br>                                                       SMASH CUT TO:<br><br>        14     INT. SULIBAN-HELIX - KORRIDOR                           14<br><br>               Romulanische Soldaten materialisieren in Kampfanzügen, bewaffnet bis unter die<br>               Zähne, oder - besser gesagt - bis zum Rand ihres von außen undurchsichtigen<br>               Helmvisieres.<br><br>               Suliban stellen sich ihnen in den Weg und eröffnen das Feuer, die meisten Schüsse<br>               jedoch werden von den Kampfanzügen der Romulaner absorbiert. Anders sieht es bei<br>               den Waffen der Romulaner aus. Sie sind präzise und tödlich. Nicht ein Suliban<br>               überlebt diesen Angriff.<br><br>        15     INT. SULIBAN-HELIX - ANDERER KORRIDOR                   15<br><br>               Hier spielt sich eine ähnliche Szene ab. Suliban stellen sich den Romulanern entgegen<br>               und werden kurzerhand von ihnen erschossen.<br><br>        16     INT. SULIBAN-HELIX - ANDERER KORRIDOR                   16<br><br>               Wir befinden uns in einem weiteren Korridor. Hier haben die Suliban eine Barrikade<br>               errichtet, die einen offenbar besonders wichtigen Raum schützen soll. Wir wissen<br>               nicht, was hinter den Türen dazu ist. Eine wichtige Person, ein wichtiger Gegenstand?<br><br>                                   SULIBAN #1<br>                         Sie dürfen diese Barrikarde nicht durchdringen.<br><br>                                   SULIBAN #2<br>                         Das ist mir klar.<br><br>                                   SULIBAN #3<br>                             (besorgt)<br>                         Aber wenn sie es doch schaffen.<br><br>                                   SULIBAN #2<br>                         Daran dürfen wir gar nicht denken.<br><br>                                   SULIBAN #1<br>                             (verängstigt)<br>                         Dann würde das Seine Pläne für uns<br>                         wahrscheinlich ändern.<br>                             (beat)<br>                             (selbstsicherer)<br>                         Sorgen wir also dafür, dass die Romulaner nicht<br>                         an uns vorbei kommen!<br><br>               Der erste Disruptorstoß wird auf die Suliban abgefeuert. Er trifft Suliban #2 und<br>               desintegriert ihn langsam und schmerzhaft. Er löst sich mit einem grauenhaften<br>               Schmerzensschrei auf.<br><br>                                   SULIBAN #1 (CONT'D)<br>                             (schreit)<br>                         FEEEEUUUEEEEEER!!!<br><br>               Die übrigen Suliban eröffnen das Feuer und schaffen es tatsächlich, drei der Angreifer<br>               auszuschalten. Doch die Romulaner sind in der Überzahl, haben die besseren Waffen<br>               und ihre Kampfanzüge schützen sie. Die Suliban haben nicht den Hauch einer Chance.<br><br>               Nach gekämpftem Kampf berührt einer der Romulaner einen Knopf an seinem Anzug,<br>               offenbar eine Kommunikationsvorrichtung:<br><br>                                   ROMULANISCHER SOLDAT #1<br>                         Kampfteam an Commander Fato.<br><br>                                   FATOS KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie.<br><br>                                   ROMULANISCHER SOLDAT #1<br>                         Wir hatten Erfolg! Die Basis ist nun unter<br>                         unserer Kontrolle.<br><br>                                   FATOS KOMM-STIMME<br>                         Sehr gut! Sie haben Ihre Aufgabe hervorragend<br>                         erfüllt, Sub-Lieutenant.<br>                             (beat)<br>                         Erwarten Sie meine Ankunft!<br><br>                                   ROMULANISCHER SOLDAT #1<br>                         Jawohl. - Kampfteam Ende.<br><br>               Wenige Augenblicke später materialisiert Fato im Korridor, zusammen mit einem<br>               Zenturion, der einen Scanner in den Händen hält.<br><br>                                   ZENTURION<br>                             (vom Scanner ablesend)<br>                         Es ist hinter dieser Tür dort.<br><br>               Er deutet auf die Tür, die die Suliban zu schützen versucht hatten.<br><br>                                   FATO<br>                             (zum Soldaten #1)<br>                         Öffnen!<br><br>               Der Soldat gehorcht und öffnet Fato die Tür mit Gewalt. Fato schreitet hindurch und<br>               wir mit ihm, in:<br><br>        17     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER - FOLGEND         17<br><br>               Weniger verfallen, als im Teaser, aber dennoch vom Angriff der Romulaner beschädigt.<br><br>               Die beiden Kommunikationspodeste sind erleuchtet und wir erleben ein weiteres Mal<br>               das bereits bekannte Prä-Echo.<br><br>               Fato und der Zenturion, ebenso wie der Soldat, sehen sich verwirrt um.<br><br>                                   FATO<br>                             (verwirrt)<br>                         Was ist denn das...?<br><br>               AUF Fato:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        18     EXT. WELTRAUM - NEBEL                                   18<br><br>               Wir befinden uns wieder außerhalb des Nebels. Es ist exakt dieselbe Einstellung, wie<br>               zu Beginn von Akt 1. Doch diesmal bewegen wir uns nicht in den Nebel hinein,<br>               sondern bleiben still in dieser Einstellung stehen.<br><br>               Bis wir plötzlich etwas HÖREN: Ein leises Summen, immer lauter werdend, bis wir es<br>               schließlich SEHEN:<br><br>               EIN ROMULANER WARBIRD<br><br>               der D'Deridex-Klasse lässt vor unseren Augen seinen Tarnschirm fallen und steuert<br>               mit halber Impulskraft in den Nebel hinein.<br><br>        19     INT. WARBIRD - BRÜCKE - FOLGEND                         19<br><br>               SUPER: Sternzeit 46416,2<br><br>               Das Innere des Warbirds ist gehalten im typischen romulanischen Design der zweiten<br>               Hälfte der 24. Jahrhunderts. Wesentlich heller, als die Brücke von Fatos Schiff.<br><br>               Das Kommando über den Warbird hat TAL'SHIAR-COLONEL NERAL inne. Er<br>               besetzt derzeit den Kommandosessel seines Schiffes.<br><br>                                   WISSENSCHAFTS TAL'SHIAR<br>                         Ich hab einen Kurs zu den Koordinaten<br>                         ermittelt, Colonel.<br><br>                                   NERAL<br>                         Sehr gut. - Steuer. Kurs setzen. Halbe<br>                         Impulskraft.<br><br>                                   STEUER TAL'SHIAR<br>                         Aye, Colonel.<br><br>                                   WISSENSCHAFTS TAL'SHIAR<br>                             (zu Neral)<br>                         Was macht Sie so sicher, dass es noch dort<br>                         draußen ist, Colonel?<br><br>                                   NERAL<br>                         Ich bin mir nicht sicher.<br>                             (beat)<br>                         Ich weiß nur, dass - wenn das was in den alten<br>                         Unterlagen steht der Wahrheit entspricht - wir<br>                         uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen<br>                         dürfen. Der Dienst, den wir dem Imperium<br>                         leisten können, ist zu groß.<br><br>                                   WISSENSCHAFTS TAL'SHIAR<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   STEUER TAL'SHIAR<br>                         Wir nähern uns den berechneten Koordinaten.<br><br>                                   NERAL<br>                         Auf ein Viertel Impulskraft verlangsamen.<br><br>                                   TAKTIK TAL'SHIAR<br>                         Ich orte ein unbekanntes Objekt. Ziemlich groß.<br>                         In Gitter 4-7-9.<br><br>                                   WISSENSCHAFTS TAL'SHIAR<br>                         Ich habe es.<br><br>               Colonel Neral sieht ihn gespannt an.<br><br>                                   WISSENSCHAFTS TAL'SHIAR (CONT'D)<br>                         Sir, die Abmessungen passen bis auf geringste<br>                         Abweichungen mit denen in den Akten<br>                         angegebenen überein...<br>                             (beat)<br>                         Ich glaube wir haben gefunden, wonach wir<br>                         gesucht haben, Sir.<br><br>                                   NERAL<br>                             (zufrieden)<br>                         Bestens!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        20     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM - FOLGEND                     20<br><br>               Der Warbird nähert sich nun der Helix. Die wirkt älter und heruntergekommener, als in<br>               Akt 1.<br><br><br>               Über die Jahre hinweg hat sie zahlreiche Einschläge von kleineren Kometen und<br>               anderen kleinsten Gesteinsbrocken hinnehmen müssen.<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>        21     INT. WARBIRD - BRÜCKE                                   21<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   NERAL<br>                         Analyse, T'Radaik!<br><br>               Der Wissenschaftsoffizier T'Radaik antwortet ihm:<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Die Außenhülle scheint größtenteils intakt zu<br>                         sein. Es gibt kleinere Hüllenbrüche in den<br>                         unteren Sektionen. Dort herrscht kein Druck<br>                         mehr. In den oberen Sektionen jedoch kann ich<br>                         eine minimale Atmosphäre ausmachen.<br>                             (beat)<br>                         Die Luft ist ziemlich dünn, aber es reicht zum<br>                         überleben.<br><br>               Neral denkt kurz nach.<br><br>                                   NERAL<br>                         Verstanden.<br><br>               Der Colonel aktiviert einen Knopf in seiner Armlehne und aktiviert damit eine Kom<br>               Verbindung<br><br>                                   NERAL (CONT'D)<br>                         Colonel Neral an Maschinenraum.<br>                             (beat)<br>                         Bereiten sie Technikercrews vor um sie auf die<br>                         Station zu beamen. Schicken Sie zur Sicherheit<br>                         zunächst nur die entbehrlichsten Ingenieure, sie<br>                         sollen die Lebenserhaltung in den oberen<br>                         Sektionen wieder auf Normal bringen.<br><br>                                   MASCHINENRAUM KOMM-STIMME<br>                         Aye, Colonel.<br><br>               Neral betätigt ein weiteres Mal den Schalter um die Verbindung zu beenden.<br><br>                                   T'RADAIK<br><br>                         Sir, erlauben Sie mir frei zu sprechen?<br><br>               Colonel Neral scheint zu bedenken, ob er es hören will, gibt aber ein dezentes Nicken.<br><br>                                   T'RADAIK (CONT'D)<br>                         Erklären Sie mir bitte, wie sie auf diese alten<br>                         Unterlagen gestoßen sind? Wenn dieses Relikt an<br>                         Station wirklich der Schlüssel zur Dominanz des<br>                         Imperiums sein könnte, warum wurde sein<br>                         Geheimnis tief unter Aktenbergen vergraben?<br><br>                                   NERAL<br>                         Diese Station wurde vergessen, weil sie<br>                         eigentlich niemanden aus unserer Zeit gehören<br>                         sollte. Bis jetzt. Sie bietet uns Technologie aus<br>                         der Zukunft und die Möglichkeit, die<br>                         Vergangenheit zu verändern. Nennen sie es<br>                         Schicksal, ich glaube, das Universum wollte es,<br>                         dass sie in romulanische Hände fällt. Es ist<br>                         unsere Verpflichtung, über den Alpha- und Beta<br>                         Quadrant zu herrschen.<br><br>               Der Wissenschaftsoffizier regiert mit einer kurzzeitigen Pause und scheint bereits jetzt<br>               zu verfluchen, dass er gefragt hatte.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Ahhhja.<br>                             (beat)<br>                         Was ich nicht ganz verstehe, nur weil wir sie<br>                         gefunden haben, macht uns das doch noch nicht<br>                         gleich mächtiger. Es muss doch auch Jemand in<br>                         der Vergangenheit da sein, der uns empfängt.<br>                         Und dieser Jemand sollte Romulaner sein. Die<br>                         Erbauer der Station, wie werden sie in ihren<br>                         Unterlagen genannt...?<br><br>                                   NERAL<br>                             (besserwissend)<br>                         Die Suliban<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         ...die Suliban werden uns sicher nicht helfen, den<br>                         Quadranten zu unterjochen, oder?<br><br>                                   NERAL<br>                         Es werden Romulaner anwesend sein. Oder<br>                         sollte ich sagen, es werden welche anwesend<br>                         gewesen sein. Es muss so sein, davon bin ich<br>                         überzeugt. Wir wissen, dass vor 200 Jahren eine<br>                         Gruppe romulanischer Bird-of-Preys diesen<br>                         Nebel in der Nähe ihrer damaligen Grenze<br>                         entdeckt und von den Suliban gesäubert hat.<br>                         Dabei viel ihnen diese Station kurzzeitig in die<br>                         Hände. Sie konnten jedoch nicht viel mit ihr<br>                         anfangen, da die Gegenseite fehlte. Das wird sich<br>                         heute, an diesem denkwürdigen Tag ändern, und<br>                         mit ihm die Geschichte.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Ist das nicht etwas optimistisch? Ich bin kein<br>                         Experte für Zeitreisen, aber müsste es nicht so<br>                         sein, dass wenn dies wirklich klappt, es schon<br>                         geklappt haben muss. Vor 200 Jahren, und wir<br>                         nun die Herrscher des Quadranten wären? Dann<br>                         würden wir aber nicht mehr hier stehen.<br><br>               Das war ganz offensichtlich zu viel, denn Colonel Nerals Gemüt schlägt von seiner<br>               überlegen wirkenden Ruhe auf erzürnte Wut um.<br><br>                                   NERAL<br>                             (laut)<br>                         Haben Sie etwa Zweifel an meinem Plan? Dann<br>                         sie sind falsch auf dieser Mission. Vielleicht<br>                         steigen sie besser aus, wir haben eine<br>                         Luftschleuse für Sie. Ich will jedenfalls keine<br>                         Zweifler und Verräter an Board meines Schiffes<br>                         haben.<br><br>               Jetzt bereut der Wissenschaftsoffizier seine offenen Worte definitiv.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Nein, Sir, natürlich nicht, ich meinte nur...<br>                             (long beat)<br>                         Besser ich analysiere die gesammelten Daten<br>                         über die Station.<br><br>                                   NERAL<br>                             (in alter Gelassenheit)<br>                         Das denke ich auch. Entschuldigen Sie mich nun<br>                         ebenfalls. Ich werde die alten Unterlagen erneut<br>                         studieren um mich auf die Veränderung der<br>                         Vergangenheit und die glorreiche Zukunft<br>                         vorzubereiten. Ich bin in meinem<br>                         Bereitschaftsraum. Ich will nur in wichtigen<br>                         Fällen gestört werden.<br><br>                             (erneut laut)<br>                         Und sie wissen, dass ich mit "wichtig" nur<br>                         Erfolge meine!<br><br>               Colonel Neral dreht sich um und verlässt die Brücke durch die Tür, die zu seinem<br>               Bereitschaftsraum führt. Der Wissenschaftsoffizier bleibt zurück und stützt sich mit<br>               den Händen auf seiner Konsole ab.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                             (zu sich; sarkastisch)<br>                         Sie haben gesagt, es wäre eine wichtige Mission<br>                         für das Imperium! Kein Wort von einem<br>                         Verrückten, der mit der Zeit herumspielt.<br><br>               Der Taktikoffizier dreht sich um.<br><br>                                   TAKTIK TAL'SHIAR<br>                         Sir?<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Nichts. Gehen Sie besser ihrer Arbeit nach.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        22     INT. WARBIRD - BEREITSCHAFTSRAUM - SPÄTER               22<br><br>               Wir befinden uns im Bereitschaftsraum des Warbirds, der im Gegensatz zu<br>               Föderationsschiffen dunkler aber auch größer und privater eingerichtet ist. Die<br>               ranghöheren Romulaner legen ganz offensichtlich etwas mehr Wert auf Komfort als<br>               ihre Sternenflottenpendants.<br><br>               T'Radaik betritt den Raum.<br><br>                                   NERAL<br>                         Wie sieht es aus?<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Unsere Technikerteams waren erfolgreich. Die<br>                         Station ist nun wieder mit Sauerstoff gefüllt.<br>                         Zwei Ingenieure kamen dabei ums Leben, fünf<br>                         werden wegen Sauerstoffmangels auf der<br>                         Krankenstation...<br><br>                                   NERAL<br>                             (unterbricht T'Radaik)<br>                         Halten sie sich nicht mit den Unwichtigen<br>                         Details auf, die nicht mal die Fußnote der<br>                         Geschichtsbücher wert sind, die dank uns neu<br>                         geschrieben werden müssen.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Wie Sie meinen. Jedenfalls sind die<br>                         Lebenserhaltungssysteme wieder auf Normal,<br>                         Teile der unteren Ebenen wurden abgeschottet,<br>                         die Techniker sind gerade dabei die Datenbank<br>                         herunterzuladen und zu übersetzen.<br>                             (beat)<br>                         Unsere Leute haben aber auch einen mehr als<br>                         seltsamen Raum gefunden.<br><br>                                   NERAL<br>                         Wie schön. Ich weiß, worum es sich handelt.<br>                         Dieser Raum ist das Herzstück der Station und<br>                         der Grund für unsere Mission. Die Techniker<br>                         sollen unbedingt herausfinden, wie er<br>                         funktioniert.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Sie arbeiten bereits daran...<br><br>                                   NERAL<br>                         Gut. Ich würde ihn gerne selber sehen. Bringen<br>                         sie mich bitte hin.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Wie sie wünschen.<br><br>               Colonel Neral erhebt sich aus seinem Sitz und verlässt beleitet von T'Radaik den<br>               Bereitschaftsraum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        23     INT. SULIBAN-HELIX - KORRIDOR                           23<br><br>               Beide rematerialsieren aus einem grün-romulanischen Transporterstrahl in demselben<br>               Korridor den wir aus dem letzten Akt kennen.<br><br>               ANDERER WINKEL<br><br>               Die zwei Wachen, die aus typischer romulanischer Paranoia vor dem ominösen Raum<br>               zum Schutze positioniert wurden, erblicken ihren Colonel und salutieren vor ihm.<br><br>               T'Radaik und Neral nähern sich den Türposten, T'Radaik nickt beiden zu, Neral ist<br>               keine Gestik der Erwiderung zu entnehmen.<br><br>               Sie durchschreiten die Tür...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        24     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER                   24<br><br>               Mit großem Bestaunen sichten beide diesen großen und faszinierend wirkenden Raum.<br>               Das merkwürdige Prä-Echo wirkt auf Sie, was T'Radaik sichtlich verwundert,<br>               während Neral sich sehr gefasst gibt.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Was ist das?<br><br>                                   NERAL<br>                         Das ist die temporale Verschiebung, die diese<br>                         Kammer verursacht.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Sehr beeindruckend, die Beschreibung auf dem<br>                         Papier wird der Wirklichkeit nicht gerecht.<br><br>               Colonel Neral schreitet auf eine der beiden Podeste zu und berührt sie feinfühlig mit<br>               der Hand.<br><br>                                   NERAL<br>                         Endlich ist es soweit.<br>                             (beat)<br>                         Können wir sie aktivieren?<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Theoretisch ja, die Übersetzung ist komplett<br>                         und die Bedienung relativ einfach. Wir müssen<br>                         nur das richtige Datum eingeben. Das Problem<br>                         ist, die Eingabe erfolgt auf Sulibanisch. Wir sind<br>                         uns noch nicht ganz sicher, ob unsere<br>                         Umrechnung stimmt.<br><br>                                   NERAL<br>                             (freudig)<br>                         Versuchen wir es.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Sir, sind sie sicher? Was ist, wenn etwas schief<br>                         geht? Vielleicht gibt es nicht erwähnte<br>                         Sicherungen oder Probleme, denen wir noch<br>                         nicht Herr werden können.<br><br>                                   NERAL<br>                         Ich gehe dieses Risiko gerne ein. Ich kann und<br>                         will nicht länger warten.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Verzeihen sie mir, aber bei diesem Vorhaben ist<br>                         Ungeduld doch eher unangebracht. Die<br>                         Vergangenheit wird auch morgen noch auf uns<br>                         warten.<br><br>               Colonel Neral steigt auf das Podest herauf und wirkt mehr als bereit.<br><br>                                   NERAL<br>                         Geben sie einfach das Datum ein: Den 27. Januar<br>                         2156.<br><br>               Ein kurzes Schweigen folgt. Nerals blick auf T'Radaik erhärtet sich.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Zu Befehl, Sir.<br><br>               T'Radaik schreitet zu der Kontrollkonsole an der Wand und betätigt die nötigen<br>               Knöpfen. Sofort nach Beendigung der Tastenfolge verdunkelt sich plötzlich der Raum<br>               und T'Radaik blickt erschrocken zu den nun erleuchteten Podesten.<br><br>                                   T'RADAIK (CONT'D)<br>                         Hoffentlich geht es gut.<br><br>                                   NERAL<br>                         Haben Sie Vertrauen.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT II<br>                                      AKT III<br><br>        25     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE                      25<br><br>               SUPER: 27. Januar 2156<br><br>               BLICK AUF DEN HAUPTBILDSCHIRM<br><br>               Wir sehen eine hochdekorierte romulanische Persönlich, dessen Uniform von<br>               zahlreichen Auszeichnungen, Orden und Medaillen übersäht ist. Fato steht aus seinem<br>               Kommandositz auf und nähert sich dem Schirm.<br><br>                                   FATO<br>                         Ich muss mich entschuldigen, Sir.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Haben sie es immer noch nicht geschafft die<br>                         Temporale Kammer zu reaktivieren?<br><br>                                   FATO<br>                         Nein, Sir. Diese Suliban haben das<br>                         Kontrollsequenzen des Transmittermoduls<br>                         gelöscht. Es ist uns aber endlich gelungen, den<br>                         die Receiver-Subroutinen wieder zu<br>                         dechiffrieren. Unser Computer hat eine Ewigkeit<br>                         gebraucht alle Möglichkeiten für den 32-stelligen<br>                         Authentifizierungscode auf Sulibanisch<br>                         durchzuprobieren. Stellen sie sich vor, diese<br>                         Idioten haben 86 alphanumerische Zeichen in<br>                         ihrer dämlichen Sprache. Im Prinzip müssten wir<br>                         jetzt ohne Probleme empfangen können, aber wir<br>                         können keine Verbindungen aufbauen.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Und was ist bitte mit den Suliban, die vor knapp<br>                         2 Monaten versucht haben die Helix<br>                         zurückzuerobern? Ich dachte sie haben Sie haben<br>                         sie aufhalten und gefangen nehmen können?<br><br>                                   FATO<br>                         Das konnten wir, Sir.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Sie werden sie doch wohl gefoltert haben? Ich<br>                         glaube ich habe sie überschätzt, wenn sie es in<br>                         dieser Zeit nicht Zustande bringen die nötigen<br>                         Informationen aus diesen einfältigen Suliban<br>                         herauszuquetschen.<br><br>                                   FATO<br>                             (ungehalten)<br>                         Einfältig ist gut. Können Sie sich vorstellen, wie<br>                         schwer es ist genetisch aufgebesserte Leute zu<br>                         foltern, denen alle Extremitäten und nicht<br>                         überlebenswichtigen Körperteile wieder<br>                         nachwachsen??? Das macht weder Spaß, noch<br>                         führt es zu etwas. Und Tote können nun mal<br>                         keine Informationen mehr rausrücken. Stellen Sie<br>                         sich vor, ich habe es aufgegeben.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Der romulanische Senat will Ergebnisse von<br>                         Ihnen sehen.<br><br>                                   FATO<br>                         Sir, ich würde nichts lieber tun, als diese Anlage<br>                         wieder zum Laufen zu bringen und dann von hier<br>                         verschwinden.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Versuchen Sie es weiter, ich will, dass diese<br>                         Station wieder vollständig funktioniert. Der<br>                         romulanische Senat setzt nicht so viele Schiffe<br>                         zur Eroberung und Verteidigung eines Sektors<br>                         ein, ohne davon zu profitieren.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben ihre Befehle, Sektorensubkommando<br>                         Ende.<br><br>               Der Hauptbildschirm wechselt auf einen schwarzen Hintergrund, den der<br>               romulanische Adler ziert.<br><br>                                   FATO<br>                         Diese dummen Suliban. Ausrotten sollte man<br>                         Sie.<br><br>               Ein Zenturion betritt aufgeregt den Raum.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Sir! Etwas ungewöhnliches ist so eben passiert.<br><br>                                   FATO<br>                         Sagen sie mir nicht, sie haben die Temporale<br>                         Kammer vollständig aktivieren können? Denn<br>                         dann bringe ich Sie um, denn sie sind 10<br>                         Minuten zu spät dran.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Nein, Sir. Obwohl, eigentlich jein. Es ist schwer<br>                         zu erklären, bitte kommen Sie sofort.<br><br>               Fato ist nun doch etwas überrascht, steht auf und schreitet neben dem Zenturion...</font></p><br><p><font face="Courier New" style="font-size: 9pt">        26     INT. BIRD OF PREY - KORRIDOR - FOLGEND                  26<br><br>               Durch die Tür in einen Korridor, der sie zur Andockschleuse und damit zur Station<br>               führt.<br><br>                                   FATO<br>                         Was ist denn nun genau passiert?<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Unsere Leute waren mal wieder dabei, die<br>                         Transmitterprozeduren zu rekonstruieren. Einen<br>                         Durchbruch haben sie nicht erzählt, nur das<br>                         übliche Schneckentempo.<br><br>               Der Zenturion entriegelt die Andockschleuse mit einem Knopfdruck...<br><br>        27     INT. BIRD OF PREY - ANDOCKSCHLEUSE - FOLGEND            27<br><br>               Beide durchschreiten sie und...<br><br>        28     INT. SULIBAN-HELIX - KORRIDOR- FOLGEND                  28<br><br>               Erreichen endlich die Suliban-Helix, deren Korridoren sie in Richtung der Temporalen<br>               Kammer folgen.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Plötzlich wurde der Raum aber dunkel. Zuerst<br>                         dachten sie wohl sie hätten dem Ganzen<br>                         endgültig den Saft abgedreht. Doch irgendwie<br>                         wurden die Podeste aktiviert und eine<br>                         schemenhafte Figur erschien auf der einen in<br>                         einem seltsamen blauen Schein. Diese Figur fragt<br>                         nach Ihnen.<br><br>                                   FATO<br>                         Nach mir??<br><br>               Sie erreichen die Tür zur Temporalen Kammer, die Wachen wirken nervöser als sonst,<br>               salutieren ihrem Commander aber trotzdem.<br><br>               Der Zenturion bleibt vor der Tür stehen.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Kommen Sie nicht mit?<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Nein, mir ist das nicht Geheuer und diese Person<br>                         besteht darauf, Sie alleine zu sprechen.<br><br>               Fato schluckt aufgeregt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        29     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER                   29<br><br>               Die Tür schließt sich hinter Fato, der völlig erstarrt drein blickt.<br><br>                                   FATO<br>                         Khhe'tcha!<br><br>               ANDERER WINKEL<br><br>               Der Raum ist scheinbar verdunkelt worden, das Prä-Echo wirkt noch stärker und trägt<br>               Fatos Schimpfwort mehrmals durch den Raum. Auf dem Podest steht wie beschrieben<br>               eine lediglich als Schatten zu erkennende Gestalt. Er richtet das Wort an Fato, obwohl<br>               die Stimme durch die Zeitverschiebung stark verzerrt wird, erkennen wir sie als die<br>               von Neral.<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Sie haben ausgesprochenes Glück, Fato.<br><br>                                   FATO<br>                         Die letzten Monate hatte ich aber ein etwas<br>                         anderes Gefühl.<br><br>                             (beat)<br>                         Sagen Sie mir lieber wer Sie sind, woher Sie<br>                         meinen Namen kennen und was Sie von mir<br>                         wollen.<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Ich bin Colonel Neral, romulanischer Tal'Shiar<br>                         des 24. Jahrhunderts. Ich kenne ihren Namen,<br>                         weil er in den Geschichtsbüchern steht.<br>                         Beziehungsweise stehen wird. Und zusammen<br>                         werden wir die Geschichte verändern.<br><br>                                   FATO<br>                         Ach, werden wir das?<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Ja, denn Sie werden gegen die Erde Krieg führen.<br><br>                                   FATO<br>                         Wieso sollten wir das tun?<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Weil Sie mit meiner Hilfe gewinnen werden und<br>                         so verhindern werden, dass die Erde diese<br>                         demütige Föderation gründen können. Dieses<br>                         Geschwür des Quadranten, das langsam wächst<br>                         und immer mehr Planeten und Sektoren<br>                         verschlingt. Mit ihrem pathetischen Deckmantel<br>                         von Tugendhaftigkeit, Wohlstand und<br>                         Hilfsbereitschaft blenden sie ganze Völker und<br>                         ziehen sie in ihren Bann. Sie assimilieren sie,<br>                         machen sie zu einem billigen Abbild ihrer Selbst.<br>                         Wie eine Seuche infizieren Sie ganze Welten mit<br>                         dem widerlichen Gedanken von Freiheit und<br>                         Toleranz.<br>                         Das ist keine demokratische und<br>                         gleichberechtigte Vereinigung, es ist die<br>                         Hundeleine der Menschheit an der Sie den<br>                         halben Quadranten führt und lediglich<br>                         missionarisch Ihre ach so glorreichen Tugenden<br>                         ausbreiten um ihren verheimlichten Machthunger<br>                         stillen. In Wahrheit hat doch die militärische<br>                         Sternenflotte das Sagen über die Marionetten der<br>                         Politik, und diese mehr als wehrhaften,<br>                         propagandaspuckenden Tiere leisten uns seit gut<br>                         200 Jahren erbitterten Widerstand. Ihre<br>                         teuflische Ideologie ist einfach nicht zu<br>                         bezwingen. Darum ist es an der Zeit, all das zu<br>                         verhindern. Für eine bessere Zukunft für das<br>                         Imperium. Für Romulus!<br><br>                                   FATO<br>                         Wenn Sie wirklich Romulaner sind, wie sie<br>                         behaupten, und aus der Zukunft stammen,<br>                         sollten Sie aber wissen, dass ich ihnen noch<br>                         immer nicht glauben kann. Ihre Rede in allen<br>                         Ehren, aber sie könnten genauso gut ein Mensch<br>                         sein oder ein Angehöriger einer anderen Spezies,<br>                         der versucht uns in unser Verderben zu schicken,<br>                         um uns auszurotten. Den Menschen aus Ihrer<br>                         Zeit scheint es ja nach Ihren Worten zu zutrauen<br>                         sein.<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                             (aufbrausend)<br>                         Ich erwarte gar nicht von ihnen, dass Sie mir<br>                         blind vertrauen, im Gegenteil. Vorsicht ist eine<br>                         Eigenschaft, die unser Volk in der Vergangenheit<br>                         und in der Zukunft weit gebracht hat.<br>                             (beat)<br>                         Und außerdem, mir ist die genetisch codierte<br>                         Sicherheitskennung im romulanischen Blut<br>                         bekannt, die zur eindeutigen Identifikation dient.<br>                         Es sollte ihnen bekannt sein, dass davon nur<br>                         Romulaner wissen, das hat sich in 200 Jahren<br>                         noch nicht geändert.<br><br>                                   FATO<br>                         Gut, ich bin mir noch lange nicht sicher, aber<br>                         nehmen wir an, Sie wären Romulaner. Soll ich<br>                         ihnen wirklich glauben, dass sie aus der Zukunft<br>                         stammen? Ein Trick, um einen Putschversuch in<br>                         den eigenen Reihen zu decken, ist in meinen<br>                         Augen viel wahrscheinlicher. Also liefern Sie mir<br>                         einen guten Beweis, oder ich gehe!<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Vergessen Sie nicht, wo Sie gerade stehen. Sie<br>                         haben doch sicher mittlerweile herausgefunden,<br>                         wozu die Station dient.<br><br>                                   FATO<br>                         Natürlich. Ein Romulaner glaubt deswegen aber<br>                         noch längst nicht alles, sollten Sie das nicht zu<br>                         gut wissen?<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Das weiß ich, darum habe ich auch genau diesen<br>                         Tag ausgesucht. Das sollte ihnen als Beweis<br>                         genug sein: In etwas mehr als vier Stunden wird<br>                         eine große Umweltkatastrophe in den Dilithium<br>                         Minen auf Remus stattfinden. Tausende<br>                         Remaner werden sterben. Sie werden dies nicht<br>                         verhindern können, Fato. Es ist nicht genug Zeit,<br>                         um<br>                         Romulus kontaktieren zu können. – In sechs<br>                         Stunden werden Sie die Nachricht vom Unglück<br>                         erhalten. Ich hoffe, DANN glauben Sie mir.<br><br>                                   FATO<br>                         Warum verhindern Sie das nicht als Romulaner?<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Es spielt überhaupt keine Rolle für die Zukunft.<br>                         Der massive Raubabbau ist daran Schuld. Wenn<br>                         es jetzt nicht passiert, passiert es morgen.<br>                             (beat)<br>                         Ich melde mich in sechs Stunden und 15<br>                         Minuten wieder.<br><br>               Nerals Schemen verschwindet plötzlich wieder und der gesamte Raum erhellt sich.<br><br>                                   FATO<br>                         Wenn das stimmt...<br><br>               Fato bleibt noch für eine weitere Sekunde schockiert stehen, dann dreht er sich in einer<br>               zuckenden Bewegung um und verlässt die Temporale Kammer in Eile.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        30     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE                      30<br><br>               Fato kommt hereingestürmt und der anwesende Kommunikationsoffizier blickt ihn<br>               fragend an.<br><br>                                   FATO<br>                         Öffnen Sie sofort einen Kanal zum<br>                         Sektorensubkommando!<br><br>                                   KOMMUNIKATIONSOFFIZIER<br>                         Aye, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Entschuldigen Sie die Verzögerung, Sie wissen ja,<br>                         wie langsam die Kommunikation ist.<br><br>               Wir müssen insgesamt noch etwa drei Sekunden warten.<br><br>                                   KOMMUNIKATIONSOFFIZIER (CONT'D)<br>                         Sie antworten.<br><br>               Der uns bekannte Admiral erscheint wieder auf dem Hauptschirm. Das Gespräch läuft<br>               wieder mit einer Antwortverzögerung von einigen wenigen Sekunden zwischen Fato<br>               und dem Admiral ab:<br><br>                                   FATO<br>                         Versuchen Sie so schnell wie möglich Remus<br>                         oder Romulus zu erreichen. In vier Stunden<br>                         passiert dort eine Katastrophe!<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Sie wissen, dass das knapp wird. Die Nachricht<br>                         braucht von hier noch knapp zwei Stunden.<br>                             (beat)<br>                         Wie kommen Sie überhaupt darauf?<br><br>                                   FATO<br>                         Die Temporale Kammer...<br><br>               Der Admiral unterbricht ihn?<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Wollen Sie sagen, sie haben sie endlich repariert<br>                         bekommen?<br><br>                                   FATO<br>                         Nicht direkt. Jemand aus der Zukunft hat sich<br>                         bei uns gemeldet. Er bezeichnet sich als Colonel<br>                         Neral des Tal'Shiar aus dem 24. Jahrhundert. Er<br>                         verlangt von uns mit seiner Hilfe Krieg gegen die<br>                         Menschen zu führen, um ihre Bedrohung in der<br>                         Zukunft zu bannen. Als Beweis nannte er eine<br>                         große Umweltkatastrophe in den Minen auf<br>                         Remus.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Wie glaubwürdig ist er?<br><br>                                   FATO<br>                         Ich weiß es nicht, aber wenn es stimmt, sollten<br>                         wir zusehen, das zu verhindern. Auch wenn es<br>                         nur Remaner sind.<br><br>               ZOOM AUF DEN HAUPTBILDSCHIRM<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Ich werde es weiterleiten,<br>                         Sektorensubkommando, Ende!<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br>        31     INT. BIRD OF PREY - KOMMANDOBRÜCKE - 6 STUNDEN SPÄTER   31<br><br>               Aus dem Schwarz heraus erscheint erneut der Admiral auf dem Bildschirm.<br><br>               ZOOM OUT<br><br>               Wir sehen Fato auf der Kommandobrücke seines Bird of Preys.<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Commander Fato. Es konnte nicht verhindert<br>                         werden. Alles geschah wie von Colonel Neral<br>                         prophezeit, tausende Remaner starben. Viel<br>                         schlimmer noch ist der Dilithiumabbau nun für<br>                         einige Wochen unterbrochen. Das stellt keinen<br>                         Zusammenbruch dar, wirft unsere Wirtschaft<br>                         doch aber ein gutes Stück zurück. Vor Allem, da<br>                         der romulanische Senat entschieden hat, ihrem<br>                         Colonel Neral Glauben zu schenken. Der<br>                         Tal'Shiar soll die Menschen bereits seit einiger<br>                         Zeit beobachten. Sie scheinen sich dank den<br>                         Vulkaniern zu einer ernstzunehmenden Gefahr<br>                         mausern. Die ersten Offensiven sind bereits in<br>                         Planung.<br><br>               Der Zenturion betritt den Raum.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Sir, die Gestalt ist wieder erschienen!<br><br>                                   ADMIRAL<br>                         Gehen Sie, lassen Sie sich Tipps von dieser<br>                         Person geben, wir werden sie brauchen. Der<br>                         Senat beabsichtigt Sie zu befördern und das<br>                         Kommando über die Flottenoperationen zu<br>                         geben. Mehr weiß ich auch noch nicht.<br>                         Sektorensubkommando, Ende.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        32     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER                   32<br><br>               Fato betritt den Raum, in dem Colonel Neral bereits auf ihn gewartet hat.<br><br>                                   NERAL SCHEMEN<br>                         Schön Sie wieder zu sehen, Commander Fato.<br>                         Bereit die Vorherrschaft des romulanischen<br>                         Sternenimperiums zu etablieren?<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FLASH CUT IN:<br><br>        33     EXT. WELTRAUM - S.S. BERMAN                             33<br><br>               Das Raumschiff der NX-Klasse, Registriernummer NCC-11, steht unter schweren<br>               Beschuss von einem O.C. Gegner. Die Polarisierung der Hüllenpanzerung des<br>               Sternenflottenschiffes lässt langsam aber sicher nach.<br><br>        34     INT. BERMAN - BRÜCKE (TA)                               34<br><br>               An Bord der Berman herrscht großes Durcheinander. Auf der Brücke stehen Konsolen<br>               in Flammen und Offiziere liegen am Boden. Manche von ihnen sind tot, andere nur<br>               verletzt und ohnmächtig.<br><br>               Steuer, Wissenschaftsstation und Waffenstation, sowie der Kommandosessel sind<br>               besetzt, die Komm-Station steht in Flammen, ebenso die technische Konsole.<br><br>               JONES sitzt an der Wissenschaftskonsole, ein STEUERMANN am Steuer.<br>               CAPTAIN BAIRD hat das Kommando und an der Waffenstation sitzt LT. JIM<br>               BEEM.<br><br>               Die Berman ERBEBT heftigst!<br><br>                                   BAIRD<br>                             (zu Beem)<br>                         Phasenkanonen. - Feuer! Halten Sie die<br>                         Torpedorohre bereit.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Beem feuert die Phasenkanonen auf den Gegner ab.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Direkter Treffer. - Kaum Effekt!<br><br>                                   BAIRD<br>                         Torpedos... Steuerbordrohr! Feuer!<br><br>        35     INT. BERMAN - WAFFENDECK - FOLGEND (TA)                 35<br><br>               Von einem Greifarm wird ein Torpedo in das Steuerbordabschussrohr eingeführt. Das<br>               Rohr wird verschlossen und...<br><br>        36     EXT. WELTRAUM - BERMAN - FOLGEND                        36<br><br>               ... das Sternenflottenschiff feuert einen Torpedo aus seinem Steuerbordrohr ab.<br><br>        37     INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)                     37<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                         Leichter Schaden an der gegnerischen<br>                         Außenhülle!<br><br>                                   BAIRD<br>                         Backbordrohr...<br><br>               Beems Finger jagen über die Tasten...<br><br>                                   BAIRD (CONT'D)<br>                         Feuer!<br><br>               Beem drückt DEN Knopf.<br><br>        38     EXT. WELTRAUM - BERMAN - FOLGEND                        38<br><br>               Die Berman feuert nun einen Torpedo aus ihrem Backbordrohr ab.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Während die Berman von einer Torpedosalve des O.C. Gegners getroffen wird. An<br>               den getroffenen Stellen gibt es riesige Explosionen an der Außenhülle, die klaffende<br>               Löcher zurück lassen.<br><br>        39     INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)                     39<br><br>               Das Schiff erbebt ein weiteres Mal aufs Heftigste! Überall gibt es Explosionen und<br>               Rauch dringt aus Leitungen heraus!!!<br><br>               Über dem Sessel des Captains löst sich ein Deckenbalken und stürzt herab. Er<br>               erschlägt den Captain!<br><br>               Jones beschließt - als ranghöchster Offizier - das Kommando über die Berman zu<br>               übernehmen. Er verlässt seine Konsole jedoch nicht.<br><br>                                   JONES<br>                         Mr. Beem, feuern Sie mit allem, was wir haben!<br><br>               Ein weiteres Mal explodiert eine Konsole. Gott sei Dank ist diese momentan<br>               unbesetzt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (warnend)<br>                         Alle Waffensysteme sind ausgefallen!<br><br>        40     EXT. WELTRAUM - BERMAN                                  40<br><br>               Eine weitere Torpedosalve des O.C. Gegners trifft die Backbord-Warpgondel und<br>               reißt sie vom Schiff ab.<br><br>        41     INT. BERMAN - MASCHINENRAUM - FOLGEND (TA)              41<br><br>               Überall gibt es Explosionen. Aus dem Warpkern treten an zahlreichen Stellen Rauch<br>               und Gase aus.<br><br>               Wir SEHEN den CHEFINGENIEUR, welcher unter einem leblosen Ingenieur liegt, der<br>               durch eine Explosion auf ihn geschleudert wurde. Der Chefingenieur befreit sich nun<br>               von dieser "Last" und bahnt sich laufend seinen Weg durch das entstandene<br>               Flammenmeer zum INTERKOM neben der Tür.<br><br>                                   CHEFINGENIEUR<br>                         Maschinenraum an Brücke!<br><br>        42     INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)                     42<br><br>                                   JONES<br>                             (aktiviert das Interkom an seiner<br>                              Station)<br>                         Sprechen Sie!<br><br>                                   CHEFINGENIEUR'S KOMM-STIMME<br>                             (warnend)<br>                         Dieser letzte Treffer hat und eine Warpgondel<br>                         gekostet! Wir haben eine Kaskadenreaktion im<br>                         System, es wir zu einem Warpkernbruch<br>                         kommen!<br><br>                                   JONES<br>                             (long beat; dann selbstsicher)<br>                         Evakuierungsprozedur starten!<br><br>               Ohne zu zögern aktiviert Beem an seiner Station den Evakuierungsalarm.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ins Interkom)<br>                         Brücke an die gesamte Mannschaft: Begeben Sie<br>                         sich in die Rettungskapseln! Das Schiff wird<br>                         evakuiert.<br>                             (beat)<br>                         Das ist keine Übung!<br><br>        43     INT. BERMAN - KORRIDOR - FOLGEND (TA)                   43<br><br>               Offiziere laufen den Korridor entlang, unterwegs zu den Shuttles und<br>               Rettungskapseln.<br><br>        44     INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)                     44<br><br>               Jones steht nun von seiner Konsole auf.<br><br>                                   JONES<br>                             (zur Brückencrew)<br>                         Der Evakuierungsbefehl galt auch Ihnen, also<br>                         raus hier!<br><br>               Alle Brückenoffiziere sehen ihn geschockt an.<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                         Ich werde an Bord bleiben und versuchen, den<br>                         Kapseln eine sichere Abreise zu gewähren.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das kommt überhaupt nicht in Frage!<br><br>                                   JONES<br>                             (zu Beem; schreit vor Wut)<br>                         Raus hier, verdammt nochmal!!!<br><br>               BEAT. Schließlich nickt Beem und er und die Brückenoffiziere verlassen ihre<br>               Stationen.<br><br>               Jones nimmt an der Steuerkonsole Platz und setzt einen Kurs auf das angreifende<br>               Schiff.<br><br>               EINSTELLUNG: DER BILDSCHIRM<br><br>               Auf dem von Bildstörungen geplagten Wandschirm können wir nun einen flüchtigen<br>               Blick auf das angreifende Schiff erhaschen: Es ist ein Schiff der Romulaner, welches<br>               wir als "Bird of Vengeance" kennen lernen werden.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                             (re: Romulaner)<br>                         Euch kriege ich!<br><br>        45     INT. BERMAN - KORRIDOR (TA)                             45<br><br>               Beem und der Rest der Brückencrew laufen ihn entlang in Richtung des Hangardecks.<br><br>        46     INT. BERMAN - HANGARDECK (TA)                           46<br><br>               Die Brückenoffiziere kommen herein gestürmt und laufen auf die letzte noch<br>               verbliebene Shuttlekapsel zu, öffnen die Luke und springen hinein.<br><br>        47     INT. SHUTTLEKAPSEL - FOLGEND                            47<br><br>               Beem setzt sich ans Steuer und leitet den Start ein.<br><br>        48     INT. BERMAN - HANGARDECK - FOLGEND (TA)                 48<br><br>               Die Hangarschleusen unterhalb der Shuttlekapsel öffnen sich.<br><br>        49     EXT. WELTRAUM - FOLGEND                                 49<br><br>               Letzte Rettungskapseln und das Shuttle der Brückenoffiziere starten von der Berman,<br>               während das Sternenflottenschiff den Romulanern entgegen jagt!<br><br>        50     EXT. WELTRAUM - BIRD OF VENGEANCE                       50<br><br>               Die Berman steuert weiter direkt auf das Romulaner-Schiff zu. Die noch vorhandene<br>               Warpgondel beginnt zu explodieren.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Während die Berman frontal in den Bird of Vengeance crasht!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        51     INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)                     51<br><br>               Das Deck erbebt fürchterlich! Jones wird aus seinem Stuhl geschleudert.<br><br>               Dann verschwinden er und die Brücke in einer ungeheuren Explosion, wenn...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        52     EXT. WELTRAUM - BERMAN                                  52<br><br>               ...die Berman und der Bird of Vengeance vernichtet werden!!! - Eine enorme<br>               Druckwelle breitet sich von der Explosion her aus.<br><br>        53     INT. SHUTTLEKAPSEL                                      53<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu allen; warnend)<br>                         Festhalten!!!<br><br>               Die Druckwelle trifft auf das Shuttle und schüttelt es fürchterlich durch!!!<br><br>               AUF Beem...<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>        54     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER                   54<br><br>               Neral steht auf einem der beiden Kommunikationspodeste und steigt nun mit<br>               zufriedenem Blick von diesem herunter.<br><br>               T'Radaik steht mit verängstigter Mine, die er jedoch zu überspielen versucht, an der<br>               Kontrollkonsole.<br><br>               Neral holt ein PADD aus einer seiner Uniformtaschen hervor.<br><br><br>                                   NERAL<br>                             (re: PADD)<br>                         Dann wollen wir doch mal sehen, ob es<br>                         funktioniert hat.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        55     INT. WARBIRD - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER                  55<br><br>               Die Zugangsschotts der Brücke öffnen sich in diesem Augenblick und Neral kommt<br>               mit dem PADD in der Hand hinein. Gefolgt von T'Radaik begibt er sich sogleich zur<br>               Wissenschaftsstation.<br><br>                                   NERAL<br>                         Vergleichen Sie diese Aufzeichnungen mit<br>                         unserer historischen Datenbank.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Aye, Sir.<br><br>               T'Radaik nimmt das PADD entgegen, legt es auf eine Schnittstelle seiner Konsole und<br>               gibt in diese einige Befehle ein. Nach kurzer Zeit:<br><br>                                   T'RADAIK (CONT'D)<br>                         Die Informationen sind identisch, Colonel. Das<br>                         lässt zwei Schlüsse zu: Erstens, die erfreulichere<br>                         Variante: Das Innere der Helix ist nicht vor<br>                         Veränderungen in der Zeit geschützt und die<br>                         historischen Aufzeichnungen auf diesem PADD<br>                         haben sich ebenso wie die Zeitlinie verändert.<br>                         Oder zweitens: Es hat nicht funktioniert.<br><br>               Neral wendet sich enttäuscht ab.<br><br>                                   NERAL<br>                         Ich tippe auf zweiteres.<br>                             (long beat)<br>                         Unsere Historiker sollen einen neuen Plan<br>                         erarbeiten!<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Jawohl, Colonel.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        56     EXT. WELTRAUM - NEBEL                                   56<br><br>               Einmal mehr sehen wir den Nebel in all seiner Pracht.<br><br>               Aus der FERNE HÖREN wir plötzlich ein lauter werdendes Brummen.<br>               Antriebsgeräusche eines Impulstriebwerkes. Und bald darauf fliegt auch das<br>               dazugehörige Raumschiff in unser Sichtfeld.<br><br>               Zunächst können wir den grau-silbernen Block nicht indentifizieren. Wenn wir aber<br>               mehr vom Schiff SEHEN, ERKENNEN WIR:<br><br>               DIE U.S.S. ENTERPRISE, NCC-1701-D<br><br>               welche Kurs auf den Nebel hält.<br><br>                                   PICARD (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Enterprise, Captain<br>                         Picard. Sternzeit 46426,1. In den vergangenen<br>                         Tagen haben Sensorsonden der Föderation eine<br>                         verstärkte Anzahl an unbekannten Anomalien im<br>                         Typhon-Nebel aufgezeichnet. Die Enterprise hat<br>                         nun den Befehl erhalten, diese Anomalien zu<br>                         studieren und kartografieren.<br><br>        57     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                57<br><br>               Versammelt SEHEN WIR hier die komplette TNG-Brückenbesatzung: Picard im<br>               Kommandosessel, COMMANDER WILLIAM RIKER im Stuhl des Ersten Offiziers,<br>               DEANNA TROI im Beratersessel, Data an der OPS, LIEUTENANT WORF an der<br>               Taktik und RO LAREN am Steuer.<br><br>               An den hinteren Stationen und Konsolen befinden sich einige NDs.<br><br>                                   RO<br>                         Wir dringen nun in den Nebel ein, Captain.<br><br>                                   PICARD<br>                         Danke, Fähnrich.<br><br>                                   WORF<br>                         Die Schutzschilde und Phaser sind wie erwartet<br>                         geschwächt von der Nebelstrahlung.<br><br>                                   RIKER<br>                         Hoffen wir, dass wir sie nicht brauchen werden,<br>                         Worf.<br><br>                                   PICARD<br>                         Mr. Data, beginnen Sie mir Ihrer Analyse.<br><br>                                   DATA<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Data gibt einige Befehle in seine OPS-Konsole ein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        58     EXT. NEBEL                                              58<br><br>               Die Enterprise fliegt mit halber Impulskraft.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        59     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE - SPÄTER                       59<br><br>               wie zuvor.<br><br>               Von Datas Konsole aus HÖREN WIR einen Alarm.<br><br>                                   DATA<br>                         Captain, ich glaube, ich habe etwas entdeckt.<br><br>               Picard blickt neugierig zu Data.<br><br>                                   DATA (CONT'D)<br>                         Die Sensoren könne eine hohe Konzentration an<br>                         Tachyonen ausmachen. Im Zentrum des Nebels.<br><br>                                   RIKER<br>                         Tachyonen treten doch häufig in Verbindung mit<br>                         irgendwelchen temporalen Phänomenen auf,<br>                         oder, Mr. Data.<br><br>                                   DATA<br>                         Da haben Sie Recht, Commander.<br><br>                                   RIKER<br>                             (zu Picard)<br>                         Wir sollten uns das ansehen.<br><br>               Picard denkt kurz darüber nach, nickt dann.<br><br>                                   PICARD<br>                             (zu Riker)<br>                         Einverstanden.<br>                             (zu Ro)<br>                         Fähnrich Ro, setzen Sie Kurs auf das<br>                         Nebelzentrum. Ein Viertel Impuls.<br><br>                                   RO<br>                         Aye, Captain.<br><br>        60     EXT. NEBEL                                              60<br><br>               Die Enterprise setzt Kurs auf das Zentrum.<br><br>        61     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                61<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   DATA<br>                         Die Langstreckensensoren orten eine große<br>                         massive Struktur im Zentrum, Captain. Es<br>                         könnte sich um eine Raumstation handeln. Ein<br>                         kleineres Objekt befindet sich in einer<br>                         Umlaufbahn um die Struktur... möglicherweise<br>                         ein Raumschiff.<br><br>                                   PICARD<br>                         Können Sie schon etwas Genaueres sagen, Data?<br><br>                                   DATA<br>                         Negativ, Captain. Die Entfernung ist noch zu<br>                         groß.<br><br>               Picard überlegt kurz. Dann:<br><br>                                   PICARD<br>                             (zu Ro)<br>                         Fähnrich, voller Stopp.<br><br>                                   RO<br>                         Aye.<br><br>               Sie stoppt das Schiff.<br><br>                                   PICARD<br>                             (zu Data)<br>                         Commander, machen Sie eine Sonde vom Typ<br>                         III startklar.<br><br>                                   DATA<br>                         Verstanden.<br><br>               Er gibt einige Befehle in seine Konsole ein.<br><br>                                   DATA (CONT'D)<br>                         Sonde startklar mit Kurs auf die Struktur.<br><br>               Picard nickt.<br><br>                                   PICARD<br>                         Machen Sie's so.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        62     EXT. TIEF IM NEBEL                                      62<br><br>               Die Enterprise feuert die Sonde in Richtung des Zentrums ab.<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>        63     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                63<br><br>                                   PICARD<br>                             (zu Ro)<br>                         Bringen Sie uns außer Sensorreichweite der<br>                         Struktur. Für den Fall, dass dort ein Schiff und<br>                         eine Station sind, will ich nicht, dass sie uns<br>                         entdecken, bevor wir genau wissen, wer die sind<br>                         und was dort vor sich geht.<br><br>                                   RO<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   RIKER<br>                             (zu Data)<br>                         Schon irgendetwas von der Sonde?<br><br>               Data blickt auf seine Konsole und nickt.<br><br>                                   DATA<br>                         Allerdings, Commander. Wir empfangen jetzt<br>                         Telemetrie.<br><br>                                   PICARD<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Auf dem Wandschirm erscheint nun das verrauschte Bild der Helix, sowie des<br>               Warbirds, welcher sie umkreist.<br><br>                                   WORF<br>                             (zischend)<br>                         Romulaner!<br><br>                                   DATA<br>                         In der Tat. - Aber die Station ist ganz<br>                         offensichtlich nicht romulanischen Ursprungs.<br><br>                                   PICARD<br>                         Können Sie sie etwas vergrößern, Mr. Data?<br><br>                                   DATA<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Das Bild zoomt näher an die Helix heran, so dass sie nun den kompletten<br>               Darstellungsbereich des Hauptschirms ausfüllt.<br><br>               Picard sieht sie sich genau an und scheint sie als das zu erkennen, was sie ist.<br><br>                                   PICARD<br>                             (mit dem Blick starr auf die Helix<br>                              gerichtet)<br>                         Commander Riker, Sie übernehmen.<br><br>               Ohne ein weiteres Wort verlässt er die Brücke in Richtung seines Bereitschaftsraumes.<br><br>                                                              CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New" style="font-size: 9pt">        64     INT. ENTERPRISE - BEREITSCHAFTSRAUM - FOLGEND           64<br><br>               Picard kommt von der Brücke herein und setzt sich sogleich hinter seinen Schreibtisch.<br>               Der Captain aktiviert seinen Desktop-Viewer.<br><br>                                   PICARD<br>                         Computer, eine sichere Verbindung zum<br>                         Sternenflottenarchiv herstellen und eine<br>                         Stichwortsuche starten.<br><br>                                   COMPUTER<br>                         Verbindung hergestellt. Nennen Sie Ihr<br>                         Stichwort.<br><br>                                   PICARD<br>                         Temporaler kalter Krieg.<br><br>                                   COMPUTER<br>                         Zum Einsehen der zu diesem Stichwort<br>                         passenden Dateien ist ein Sicherheitscode der<br>                         Stufe 9, oder höher erforderlich.<br><br>                                   PICARD<br>                         Sicherheitscode Picard, 4-7-Alpha-Tango.<br><br>                                   COMPUTER<br>                         Sicherheitscode akzeptiert. Dateien werden<br>                         geladen.<br><br>               AUF Picard:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        65     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM                               65<br><br>               Der Warbird umkreist weiter die Helix.<br><br>        66     INT. WARBIRD - NERALS QUARTIER                          66<br><br>               Neral liegt in seinem Bett und schläft, bis er vom Kom-System geweckt wird.<br><br>                                   T'RADAIK'S KOMM-STIMME<br>                         T'Radaik an Colonel Neral.<br><br>               Neral wacht auf.<br><br>                                   NERAL<br>                             (verschlafen)<br>                         Sprechen Sie!<br><br>                                   T'RADAIK'S KOMM-STIMME<br>                         Colonel, unsere Historiker haben einen neuen<br>                         Plan entwickelt. Man erwartet Sie auf der Helix.<br><br>                                   NERAL<br>                             (sofort hellwach)<br>                         Verstanden. Ich bin schon auf dem Weg!<br><br>               Neral springt aus seinem Bett auf.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        67     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER - MOMENTE SPÄTER  67<br><br>               Zwei TAL'SHIAR-HISTORIKER befinden sich hier. Und in diesem Augenblick<br>               kommt Neral hinzu, in schlecht sitzender Uniform. Offenbar hat er sich nicht viel Zeit<br>               genommen, sich vorschriftsmäßig anzukleiden.<br><br>                                   NERAL<br>                             (fordernd)<br>                         Also?<br><br>                                   HISTORIKER #1<br>                         Wir haben eine neue Lösung, Colonel.<br><br>                                   NERAL<br>                         Dann verlieren Sie keine Zeit und sagen Sie sie<br>                         mir!!!<br><br>                                   HISTORIKER #2<br>                         Befehlen Sie Fato nicht in den Krieg zu ziehen.<br><br>                                   NERAL<br>                             (verblüfft)<br>                         NICHT in den Krieg ziehen!? Wie soll uns das<br>                         zu den Herrschern über unsere Hälfte der<br>                         Galaxie machen?<br><br>                                   HISTORIKER #1<br>                         Das Ausbleiben eines Krieges würde zwar nicht<br>                         die Gründung der Föderation verhindern, wie es<br>                         ein Sieg tun würde, allerdings würden wir auch<br>                         nicht so geschwächt aus ihm hervorgehen, wie<br>                         aus der Niederlage, die wir vor 200 Jahren<br>                         einstecken mussten.<br><br>               Er reicht Neral ein PADD.<br><br>                                   HISTORIKER #1 (CONT'D)<br>                         Sehen Sie sich nur diese Projektionen an,<br>                         Colonel...<br><br>               Neral reißt ihm das PADD förmlich aus der Hand und studiert die Informationen<br>               darauf genauestens.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        68     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER - SPÄTER          68<br><br>               Neral befindet sich nun wieder auf dem Leuchtenden Kommunikationspodest. Auf<br>               dem zweiten SEHEN WIR in einem Lichtstrahl den Schemen von Fato.<br><br>                                   NERAL<br>                         Fato... es gibt einen neuen Plan.<br><br>                                                       SMASH CUT TO:<br><br>        69     INT. WARBIRD - BRÜCKE                                   69<br><br>               T'Radaik hat das Kommando. NDs an den Stationen.<br><br>                                   TAKTIK TAL'SHIAR<br>                         Sir, die Sensoren haben etwas entdeckt.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Was?<br><br>                                   TAKTIK TAL'SHIAR<br>                         Offenbar eine Sonde der Föderation.<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Geben Sie Kampfalarm. Rufen Sie Colonel<br>                         Neral.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        70     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM                               70<br><br>               Die Helix und der Warbird.<br><br>        71     INT. WARBIRD - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER                  71<br><br>               Neral kommt hereingestürmt.<br><br>                                   NERAL<br>                         Bericht!<br><br>                                   T'RADAIK<br>                         Wir haben eine Föderationssonde entdeckt,<br>                         Colonel. Offenbar versucht man uns<br>                         auszuspionieren.<br><br>                                   NERAL<br>                             (wütend)<br>                         VERDAMMT!!! Tarnen Sie das Schiff! Sofort!<br>                             (zum Taktik-Offizier)<br>                         FINDEN SIE DAS SCHIFF, ZU DEM DIE<br>                         SONDE GEHÖRT!!!<br><br>               AUF Neral:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        72     EXT. NEBEL                                              72<br><br>               Die Enterprise schwebt still im Nebel.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        73     INT. ENTERPRISE - BEOBACHTUNGSLOUNGE                    73<br><br>               Die Brückenoffiziere, plus BEVERLY CRUSHER und GEORDI LaFORGE sind<br>               anwesend und um den großen Konferenztisch verteilt.<br><br>               Auf dem Bildschirm auf der Backbordseite SEHEN WIR mehrere Berichte aufgerufen.<br>               Alle tragen in großen roten Lettern die Überschrift TOP SECRET.<br><br>               Eine dieser Dateien springt dem aufmerksamen Zuschauer besonders ins Auge, denn<br>               sie enthält einige Bilder. Eines davon zeigt Captain Jonathan Archer von der NX-01,<br>               ein anderes eine schematische Darstellung eben diesen Schiffes.<br><br>                                   PICARD<br>                         Der Temporale Kalte Krieg. Zu fragen, wie lange<br>                         er gedauert hat, oder ob er noch andauert dürfte<br>                         schon alleine durch seinen Namen ad absurdum<br>                         geführt werden.<br>                             (beat)<br>                         Aktiv eine Rolle in diesem Krieg zu spielen,<br>                         begann die Menschheit im Jahre 2151, als die<br>                         allererste Enterprise unter Captain Jonathan<br>                         Archer in ihn hineingezogen wurde. Seinen<br>                         Berichten zufolge aber, wurde die Erde bereits<br>                         Mitte des 20. Jahrhunderts Schauplatz für eine<br>                         der "Schlachten", wenn man sie denn so nennen<br>                         will.<br><br>                                   CRUSHER<br>                         Wieso erzählen Sie uns das, Jean-Luc?<br><br>               Picard betätigt einige Sensorflächen am Konferenztisch und auf dem Bildschirm wird<br>               eine weitere Datei aufgerufen. Sie füllt nun den ganzen Schirm aus und zeigt eine Helix.<br><br>                                   PICARD<br>                             (re: Helix)<br>                         Deswegen.<br><br>                                   RIKER<br>                         Das ist die Station dort draußen.<br><br>                                   DATA<br>                         Oder zumindest eine Basis gleicher oder sehr<br>                         ähnlicher Bauweise.<br><br>                                   PICARD<br>                         Die NX-01 traf 2151 auch auf einer dieser<br>                         Basen, die auf Grund ihrer Form einfach nur<br>                         "Helix" genannt wurden.<br>                             (beat)<br>                         Archer und seine Crew fanden heraus, dass eine<br>                         mittlerweile verschwundene Spezies, namens<br>                         Suliban, mit Hilfe einer solchen Helix Kontakt<br>                         mit der Zukunft herstellen konnte. Von dort<br>                         bekamen sie ihre Einsatzbefehle für den<br>                         Temporalen Krieg.<br><br>                                   RIKER<br>                         Und nun ist so eine Helix den Romulanern in die<br>                         Hände gefallen.<br><br>                                   PICARD<br>                         Und wir können davon ausgehen, dass sie genau<br>                         wissen, worum es sich handelt.<br>                             (long beat)<br>                         Es ist gut möglich, dass sie versuchen mit dieser<br>                         Helix ihrerseits die Vergangenheit zu verändern.<br>                         Wir--<br><br>               Er wird vom Interkom unterbrochen.<br><br>                                   KOMM-STIMME<br>                         Brücke an Captain Picard.<br><br>               Picard tippt seinen Kommunikator an.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich höre.<br><br>                                   KOMM-STIMME<br>                         Captain, soeben hat sich ein romulanischer<br>                         Warbird direkt vor uns enttarnt. Er hat seine<br>                         Zielerfassung auf uns gerichtet.<br><br>                                   PICARD<br>                         Roter Alarm! Wir sind schon unterwegs!<br><br>               Die versammelte Mannschaft springt auf und begibt sich zur...<br><br>        74     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE - FOLGEND                      74<br><br>               ... Brücke. Mittlerweile herrscht Roter Alarm. Die Führungsoffiziere übernehmen ihre<br>               Stationen.<br><br>                                   WORF<br>                         Der Warbird ruft uns.<br><br>                                   RIKER<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Auf dem Wandschirm erscheint nun Colonel Neral im Kommandozentrum seines<br>               Schiffes.<br><br>               Picard erhebt sich aus seinem Kommandosessel.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich bin Captain Jean-Luc Picard, vom<br>                         Föderationsraum--<br><br>                                   NERAL (ON SCREEN)<br>                             (unterbricht)<br>                         Es ist mir völlig egal, wer Sie sind. Sie haben in<br>                         diesem Nebel nichts verloren.<br><br>                                   PICARD<br>                         Und Sie sind?<br><br>                                   NERAL (ON SCREEN)<br>                             (selbstverständlich)<br>                         Colonel Neral, Tal'Shiar.<br><br>                                   PICARD<br>                         Colonel, so wie ich das sehe befindet sich dieser<br>                         Nebel in nicht beanspruchtem Territorium. Es--<br><br>               Wieder unterbricht Neral.<br><br>                                   NERAL (ON SCREEN)<br>                         Nun wird es beansprucht, Captain.<br>                             (beat)<br>                         Ich gebe Ihnen hiermit die einmalige Gelegenheit,<br>                         diesen Nebel zu verlassen. Sollten Sie dies<br>                         ablehnen...<br><br>                                   PICARD<br>                         Soll das eine Drohung sein, Colonel?<br><br>                                   NERAL (ON SCREEN)<br>                         Eine Entscheidungshilfe. Sie haben fünf<br>                         Sekunden.<br><br>               Damit verschwindet Neral vom Schirm, welcher nun wieder die Außenansicht des<br>               Warbirds zeigt.<br><br>               Picard sieht fragend zu Riker. Der schüttelt den Kopf.<br><br>                                   RIKER<br>                         In diesem Nebel sollten wir uns auf kein<br>                         Feuergefecht mit den Romulanern einlassen.<br>                         Nicht--<br><br>               RUMMS! Der erste Treffer.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich schätze die Entscheidung wurde gerade für<br>                         uns getroffen, Nummer Eins.<br>                             (zu Ro)<br>                         Ausweichmanöver.<br>                             (zu Worf)<br>                         Phaser ausrichten und Feuer erwidern!<br><br>        75     EXT. NEBEL                                              75<br><br>               Die Enterprise und der Warbird leisten sich ein wechselseitiges Feuergefecht mit ihren<br>               Strahlenwaffen. Bisher hat noch keine der beiden Seiten Torpedos eingesetzt.<br><br>        76     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                76<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   WORF<br>                         Die Romulaner machen ihre Plasmatorpedos<br>                         klar.<br><br>                                   PICARD<br>                         Photonentorpedos! Auf ihre Abschussrampen<br>                         richten. Wenn bereit feuern!<br><br>               Worf macht sich in Blitzgeschwindigkeit an die Arbeit.<br><br>                                   PICARD (CONT'D)<br>                         Wenn sie ihre Waffen abfeuern, bevor wir es tun,<br>                         sind wir erledigt.<br><br>        77     EXT. NEBEL                                              77<br><br>               Die Enterprise feuert Torpedos in Richtung der Abschussrampen des Warbirds,<br>               welche gerade in diesem Augenblick feuern wollen. Die Photonentorpedos kollidieren<br>               direkt mit den Plasmatorpedos in den Rampen und lösen damit eine gewaltige<br>               Explosion aus, welche den gesamten vorderen Rumpf des Warbirds vernichtet. Es<br>               dauert nicht lange, bis auch der Rest des Schiffes in einer Kettenreaktion vernichtet<br>               wird.<br><br>        78     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                78<br><br>               Das Schiff erbebt unter der Druckwelle der Explosion des Warbirds. Wenn sich der<br>               Staub gelegt hat:<br><br>                                   RIKER<br>                         Schadensbericht!<br><br>                                   GEORDI<br>                         Leichter Schaden au der Außenhülle. Obere<br>                         Phaser sind runter auf 47 Prozent.<br><br>                                   PICARD<br>                             (zu Ro)<br>                         Setzen Sie Kurs auf das Nebelzentrum,<br>                         Fähnrich. Wir dürfen nicht zulassen, dass die<br>                         Romulaner die Helix nutzen, um die<br>                         Vergangenheit zu verändern.<br><br>                                   RO<br>                         Aye.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        79     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM                               79<br><br>               Die Enterprise kommt aus den Nebelschwaden hervor und fliegt direkt auf die Helix<br>               zu. Sie eröffnet das Feuer mit Phasern.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        80     INT. ENTERPRISE - BEOBACHTUNGSLOUNGE - SPÄTER           80<br><br>               Wieder befinden sich die Führungsoffiziere um den Konferenztisch verteilt.<br><br>                                   WORF<br>                         Es war ein leichtes die Helix einzunehmen. - Wir<br>                         konnten einige Romulaner gefangen nehmen und<br>                         verhören, sie weigern sich jedoch, uns<br>                         irgendwelche Auskünfte zu geben.<br><br>                                   RIKER<br>                         Das überrascht mich nicht wirklich. Die<br>                         Romulaner sind nicht gerade bekannt für ihre<br>                         Geschwätzigkeit, wenn es darum geht, einem<br>                         Feind Informationen zu liefern.<br><br>                                   PICARD<br>                         Mr. Data, Mr. LaForge, was haben Sie<br>                         herausgefunden.<br><br>                                   GEORDI<br>                         Na ja, Data und ich haben uns diese temporale<br>                         Kammer einmal etwas genauer angeschaut. Aus<br>                         dem Meisten dort werden wir nicht schlau, aber<br>                         wir haben dennoch etwas Interessantes<br>                         gefunden.<br><br>                                   DATA<br>                         Wir haben etwas entdeckt, was wir für eine Art<br>                         Logbuch halten. Offenbar ist es Neral und seinen<br>                         Leuten gelungen, mit der Vergangenheit Kontakt<br>                         aufzunehmen.<br>                         Wie wir den Dateien entnehmen konnten, mit<br>                         einer früheren Variante derselben Helix.<br><br>                                   GEORDI<br>                         Er hat quasi seinen eigenen Anschluss gewählt,<br>                         nur ein paar hundert Jahre früher.<br><br>                                   DATA<br>                         Wir haben aus beiden Zeitperioden<br>                         Aufzeichnungen gefunden. Offenbar wurde in<br>                         der Vergangenheit ein Romulaner namens Fato<br>                         viermal von Neral, oder jemandem, der sich als er<br>                         ausgibt, kontaktiert.<br><br>                                   GEORDI<br>                         Wie wir den Aufzeichnungen entnehmen<br>                         können, hat Neral jedoch nur dreimal mit der<br>                         Vergangenheit Kontakt aufgenommen.<br>                             (beat)<br>                         Aus den Dateien geht hervor, dass er versucht<br>                         hat, die Vergangenheit zu ändern. Zunächst<br>                         übergab er den vergangenen Romulanern<br>                         Informationen, wie man die Menschheit besiegen<br>                         könnte, dann, keinen Krieg gegen uns zu führen.<br><br>                                   DATA<br>                         Da sich die Geschichte dennoch offenbar richtig<br>                         entwickelt hat, müssen wir davon ausgehen, dass<br>                         der dritte Kontakt mit der Vergangenheit der<br>                         entscheidende ist/war.<br><br>                                   RIKER<br>                         Aber wie soll Neral eine dritte Botschaft<br>                         senden? -- Jetzt wo er tot ist?<br><br>               Data und Geordi sehen sich kurz an.<br><br>                                   GEORDI<br>                         Ich denke auf diese Frage hält eine weitere Datei<br>                         die Antwort bereit.<br><br>               Geordi deutet zum Schirm. Er berührt einige der in die Wand eingelassenen<br>               Sensorflächen, dann erscheint ein verrauschtes Bild auf dem Schirm. Im Grunde ist es<br>               nur Schnee. Aber das Bild ist auch nicht das entscheidende. Entscheidens ist das, was<br>               wir HÖREN:<br><br>                                   VERZERRTE STIMME #1<br>                         Es ist soweit, Fato. Die Zeit ist reif für den<br>                         Angriff.<br><br>                                   VERZERRTE STIMME #2<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   VERZERRTE STIMME #1<br>                         Haben S--<br><br>               an dieser Stelle bricht die Aufzeichnung ab und beginnt von Neuem. Geordi schaltet<br>               sie ab.<br><br>                                   GEORDI<br>                         Das ist soweit alles, was wir rekonstruieren<br>                         konnten.<br><br>                                   CRUSHER<br>                         Ich sehe nicht, wie uns das weiterhelfen sollte.<br><br>                                   DATA<br>                         Wir haben die beiden Stimmen vom Computer<br>                         mit der von Colonel Neral vergleichen lassen. -<br>                         Als Basis nahmen wir das Kom-Gespräch,<br>                         welches der Captain mit ihm führte.<br><br>                                   GEORDI<br>                         Wir kamen zu dem Ergebnis, dass keine dieser<br>                         beiden Stimmen zu Colonel Neral gehört.<br>                             (beat)<br>                         Der Computer hat eine der beiden Stimmen<br>                         dennoch identifizieren können.<br>                             (long beat)<br>                         Es ist Captain Picard...<br><br>               AUF Picard:<br><br>        81     INT. SULIBAN-HELIX - TEMPORALE KAMMER - 24. JAHRHUNDERT 81<br><br>               Wir befinden uns wieder in der Helix, die wir zuletzt in Episode 1x12 "Angriffsziel:<br>               Erde" gesehen haben. Anhand der Tatsache, dass sie heruntergekommen wirkt,<br>               erkennen, wir, dass wir uns im 24. Jahrhundert befinden. Dies wird auch klar, wenn<br>               wir SEHEN, dass sich hier zwei Personen befinden.<br>               Sie tragen Sternenflottenuniformen dieser Zeitperiode und sind uns nur zu gut<br>               bekannt: Captain Jean-Luc Picard, welcher auf einem der beiden<br>               Kommunikationspodesten steht, und Lt. Commander Data, der eine nahe<br>               Kontrollkonsole bedient.<br><br>                                   DATA<br>                             (an der Konsole arbeitend)<br>                         Ich bin nun bereit, den Kontakt herzustellen,<br>                         Captain.<br><br>               Picard fühlt sich sichtbar unwohl in seiner Haut, während er den Befehl gibt:<br><br>                                   PICARD<br>                         Dann lassen Sie es uns hinter uns bringen, Data.<br><br>               Data legt einige letzte Schalter um und der Raum verdunkelt sich. Die beiden Podeste<br>               beginnen zu leuchten und das Prä-Echo setzt ein.<br><br>               Von der Decke herab wird das zweite - leere - Kommunikationspodest in einen grellen<br>               Lichtschein gehüllt, in welchem nun die groben Umrisse einer Person erscheinen. Wie<br>               der aufmerksame Zuschauer im Folgenden schnell feststellen wird, handelt es sich um<br>               FATO, den wir zuletzt im vergangenen Season Finale gesehen haben.<br><br>                                   FATO SCHEMEN<br>                         Sie wollten mich sprechen.<br><br>               Picard sieht kurz flüchtig zu Data, welcher mit ausdrucksloser Mine zurücksieht.<br>               Dann widmet sich der Kommandant der Enterprise Fato.<br><br>                                   PICARD<br>                         Es ist soweit, Fato. Die Zeit ist reif für den<br>                         Angriff.<br><br>                                   FATO SCHEMEN<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   PICARD<br>                         Haben Sie alles so in die Wege geleitet, wie ich es<br>                         Ihnen gesagt habe?<br><br>                                   FATO SCHEMEN<br>                         Das habe ich.<br><br>                                   PICARD<br>                         Gut. Dann wird alles so geschehen, wie es soll.<br><br>               Picard nickt Data zu und dieser legt einige weitere Schalter an der Kontrollkonsole um.<br>               Der Lichtkegel verschwindet, ebenso Fatos Schemen. Der Raum erhellt sich wieder<br>               und das Prä-Echo verringert sich, bis es schließlich nach wenigen Sekunden gänzlich<br>               verschwunden ist.<br><br>                                   PICARD (CONT'D)<br>                             (zu Data)<br>                         Nun?<br>                             (beat)<br>                         Sind Sie zufrieden, Mr. Data?<br><br>                                   DATA<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Picard steigt von der Plattform herab.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich hoffe, wir haben Grund dazu.<br>                             (berührt seinen Kommunikator)<br>                         Picard an Enterprise. Zwei zum Beamen.<br><br>               Die beiden verschwinden im TNG-Transportereffekt.<br><br>        82     INT. ENTERPRISE - BRÜCKE                                82<br><br>               Picard und Data kommen durch den Turbolift herein. Riker geht sogleich auf Picard<br>               zu.<br><br>                                   RIKER<br>                         Herzlichen Glückwunsch, Captain. Ich würde<br>                         sagen, Sie haben die Menschheit gerettet.<br><br>                                   DATA<br>                         Wieder einmal, möchte ich hinzufügen.<br><br>               Picard geht schweigend zu seinem Kommandosessel und setzt sich mit bedrückter<br>               Mine.<br><br>                                   TROI<br>                         Was ist los, Captain?<br><br>                                   PICARD<br>                             (nachdenklich)<br>                         Wegen mir sind damals so viele Menschen<br>                         gestorben.<br><br>               Troi schüttelt den Kopf.<br><br>                                   TROI<br>                         Nein. Nein, das glaube ich nicht, Captain. Im<br>                         Gegenteil, Sie haben unzählige Leben gerettet.<br>                         Ohne diesen Krieg wäre die Föderation nicht<br>                         gegründet worden. Nichts wäre jetzt so, wie wir<br>                         es kennen.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben richtig gehandelt, Sir.<br><br>               Picard nickt geistesabwesend.<br><br>                                   PICARD<br>                         Dennoch fühlt es sich nicht richtig an.<br>                             (wieder gefasst; zu Worf)<br>                         Mr. Worf, richten Sie unseren<br>                         Photonentorpedos auf die Helix aus. Sie ist zu<br>                         gefährlich, als dass sie weiter existieren dürfte.<br><br>                                   WORF<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Der Klingone richtet die Waffen aus.<br><br>                                   PICARD<br>                         Feuer!<br><br>        83     EXT. NEBEL - NEBELZENTRUM                               83<br><br>               Die Enterprise zerstört mit einer ganzen Salve von Torpedos die Helix. Von dieser<br>               gehen zwei enorme Druckwellen aus. Erst eine normale energetische, dann eine<br>               temporale, die sich rückwärts durch die Zeit bewegt, wie wir an der folgenden Collage<br>               erkennen können:<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>        84     COLLAGE                                                 84<br><br>               Wir SEHEN nun einen etwa 30-sekündigen Zusammenschnitt auf kurzen<br>               Szenenfetzen aus TNG, den ST-Filmen 1 bis 6 und TOS, sowie des Originalpiloten<br>               "The Cage", gefolgt von Szenen aus der Antares-Zeit. Schlachten zwischen Menschen<br>               und Romulanern, ein Schiff der Antares-Klasse, das explodiert... Bis schließlich:<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>        85     EXT. WELTRAUM                                           85<br><br>               SUPER: August 2157<br><br>               Wir SEHEN die S.S. Babylon, NX-06 bei ihrem ersten Antriebstest im tiefen Raum.<br>               Plötzlich wird sie von der temporalen Schockwelle getroffen und verschwindet.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>        86     EXT. WELTRAUM                                           86<br><br>               SUPER: Jahrhunderte zuvor...<br><br>               Wieder jagt die Schockwelle durch das Bild und PLÖTZLICH taucht die Babylon<br>               wieder auf... Verloren in der Zeit.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        87     EXT. WELTRAUM - NEBEL                                   87<br><br>               Die Enterprise-D kommt nun aus dem Nebel herausgeflogen und verlässt bald unseren<br>               Sichtbereich.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE<br></font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">4206</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x12 - Angriffsziel: Erde</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x12-angriffsziel-erde-r3693/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12809.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0112.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x12) - "Angriffsziel: Erde"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,58 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Während die Antares die mysteriöse Vernichtung der neuen S.S. Babylon weitab der Erde untersucht, beginnen die Romulaner einen Großangriff auf die Erde. Wird es der Menschheit gelingen, diese Bedrohung abzuwehren?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br>Szenen, zu denen es Bilder gibt, wurden mit einem Hyperlink unterlegt.<br><br><font face="Courier New">                                STAR TREK: ANTARES<br>                               "Angriffsziel: Erde"<br><br><br><br><br>                                      RECAP<br><br>        R1     EXT. WELTRAUM - BIRD OF VENGEANCE (1X01 "DER FUNKE")    R1<br><br>               Die S.S. Berman (NX-Klasse) steuert direkt auf das<br>               Romulaner-Schiff zu. Die noch vorhandene Warpgondel beginnt<br>               zu explodieren.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Während die Berman frontal in den Bird of Vengeance crasht!<br><br>               Eine enorme Druckwelle breitet sich von der Explosion her<br>               aus.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>        R2     INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - TAG (1X01 "DERR2<br>               FUNKE")<br><br>               Forrest und Soval sind anwesend.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wenn wir herausfinden, welche<br>                         Waffen die Romulaner benutzt<br>                         haben, gelingt es uns vielleicht<br>                         einen Schutz--<br><br>                                   SOVAL<br>                             (unterbricht)<br>                         Die Romulaner sind Ihnen<br>                         technologisch weit überlegen.<br><br>        R3     EXT. WELTRAUM - ENTERPRISE (1X01 "DER FUNKE")           R3<br><br>               ...die Tarnvorrichtung des Shuttles versagt und wenige<br>               Sekundenbruchteile später platzt es in einer gewaltigen<br>               Explosion auseinander und reißt einen Teil der Außenhülle<br>               der Enterprise mit sich ins Verderben!!!<br><br>                                   SOVAL (V.O.)<br>                         Ihre Untersuchung wird nur ein<br>                         Ergebnis haben: Sie werden zwei<br>                         weitere Schiffe verlieren.<br><br>        R4     INT. ANTARES - BRÜCKE (1X02 "DER FUNKE")                R4<br><br>               Caylon, Tschernovsky, Torlan, Miller und Mestral betreten<br>               in dieser Reihenfolge die Brücke, die voller Offizier ist.<br><br>               Auf dem Wandschirm sehen wir die zehn Kreuzer, die auf das<br>               Schiff feuern, teilweise leicht verdeckt durch<br>               Nebelschwaden.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Der Schutzschild?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Er funktioniert nicht, die<br>                         romulanischen Waffen<br>                         durchschlagen ihn mühelos... Wir<br>                         wurden getäuscht.<br><br>        R5     EXT. NEW EARTH - TAG (1X06 "NEW EARTH")                 R5<br><br>               Strahlendblauer Himmel umgibt eine hügelige Landschaft<br>               voller Wiesen. Kleinere Metallbauten stehen auf einer<br>               kargen Ebene, dahinter ein größeres steinernes Gebäude.<br>               Überall befinden sich Menschen, einige von ihnen mit<br>               Bauhelmen und technischen (Sternenflotten-)Uniformen. Das<br>               Shuttle düst an einem riesigen Konstruktionsplan vorbei,<br>               auf dem u.a. „NEW EARTH" geschrieben steht, und landet<br>               schließlich neben anderen Fluggefährten.<br><br>               Die Shuttleluke öffnet sich und PROFESSOR CALLAGHAN sowie<br>               Ensign Tschernovsky verlassen das relativ kleine<br>               Raumgefährt mit jeweils einigen Kisten auf ihren Armen.<br><br>                                   CALLAGHAN (V.O.)<br>                         Willkommen auf ,New Earth'.<br><br>        R6     NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KRANKENSTATION (1X06 "NEWR6<br>               EARTH")<br><br>               Doktor Corel blickt interessiert zu Doktor Miller und<br>               deutet auf eine mit einer Schutzfolie überzogenen<br>               Sitzcouch, die etwas versteckt hinter einer Wand steht.<br><br>                                   COREL (V.O.)<br>                         Maxima Corel, nennen Sie mich<br>                         Max!<br><br>        R7     INT. ANTARES - BRÜCKE (1X08 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 1)R7<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben soeben einen Notruf von<br>                         New Earth empfangen, Captain.<br>                         Anscheinend wird die Kolonie<br>                         angegriffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, öffnen Sie einen<br>                         Kanal zu der Kolonie.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das haben wir schon versucht,<br>                         Sir; es gibt keine Antwort.<br><br>        R8     EXT. NEW EARTH KOLONIE - MORGENGRAUEN (1X08 "FLAMMEN DERR8<br>               HÖLLE", TEIL 1)<br><br>               Von der einst so prächtigen Kolonie ist nur noch eines<br>               übrig: Ein gigantischer Trümmerhaufen.<br><br>        R9     INT. ANTARES - KRANKENSTATION (1X08 "FLAMMEN DER HÖLLE",R9<br>               TEIL 1)<br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Oh mein Gott...! Max!<br>                             (zu den N.D.s)<br>                         Sofort auf das Zentrale Biobett!<br><br>               Die beiden legen sie vorsichtig dort ab. Miller will ihr<br>               ein Medikament injizieren, doch plötzlich schnellt Corels<br>               Hand hoch und ergreift Millers Arm.<br><br>                                   COREL<br>                             (schwach; sterbend)<br>                         Sie kamen so plötzlich... Es<br>                         waren grüne Schiffe... Ich<br>                         glaube...<br><br>               Corels Hand erschlafft und gleitet von Millers Arm herab.<br>               Sie schließt ihre Augen und ihr Kopf verdreht sich.<br><br>               Miller scannt sie sofort, doch ihr Scanner gibt nur noch<br>               einen durchgehenden Piepton von sich.<br><br>               AUF Millers entsetztes Gesicht.<br><br>       R10     INT. ANTARES -  BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS (1X08   R10<br>               "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 1)<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben alle Ergebnisse zweimal<br>                         geprüft, um ganz sicher zu gehen,<br>                         dass wir uns nicht verta--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht mit<br>                              Nachdruck)<br>                         Wer war es?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (long beat)<br>                         Die Romulaner, Sir.<br><br>               Caylon sackt in seinem Stuhl in sich zusammen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Durch die auf der Oberfläche<br>                         gewonnenen neuen Informationen...<br>                         Captain, ich denke, ich kann eine<br>                         Schutzvorrichtung gegen die<br>                         Waffen der Romulaner entwickeln.<br><br>       R11     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS (1X08    R11<br>               "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 1)<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich möchte, dass Sie bei der<br>                         Kolonie bleiben und sie<br>                         verteidigen.<br><br>       R12     INT. ANTARES - CREWMESSE (1X08 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 1)R12<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe geschworen, dass ich<br>                         mich an den Romulanern für<br>                         Hendricks Tod rächen werde!<br>                             (beat)<br>                         Ich werde so sehr auf das nächste<br>                         Romulanerschiff, dass mir über<br>                         den Weg fliegt, draufballern,<br>                         dass diese gesamte Rasse<br>                         Hurensöhne den Tag verfluchen<br>                         wird, an dem sie die Menschen<br>                         kennengelernt haben!<br>                             (beat)<br>                         Ich werde diese Hunde aus dem<br>                         Weltall, direkt in die Hölle<br>                         ballern!<br><br>       R13     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS (1X08    R13<br>               "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 1)<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich hatte gerade eine Unterredung<br>                         mit Botschafter Soval. Er hat<br>                         mich informiert, dass er zwei<br>                         Schlachtschiffe der Surak-Klasse<br>                         nach New Erath geschickt hat, um<br>                         Ihnen beizustehen, für den Fall,<br>                         dass die Romulaner wieder<br>                         auftauchen.<br><br>       R14     EXT. WELTRAUM - NEW EARTH (1X08 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEILR14<br>               1)<br><br>               Der erste Bird of Vengeance feuert eine Salve<br>               Plasmatorpedos auf die Antares ab, welche auf die<br>               Außenhülle des Sternenflottenschiffes treffen und deren<br>               Polarisierung schwächen.<br><br>       R15     INT. ANTARES - BRÜCKE                                  R15<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Romulaner zielen auf unsere<br>                         Brücke!<br><br>               Caylon schaut zu Beem. Dieser schüttelt den Kopf.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir haben hier absolut keine<br>                         Hüllenpanzerung.<br><br>               EINSTELLUNG: DER PLASMATORPEDO<br><br>               der direkt auf die Brücke der Antares zugeflogen kommt.<br>               Direkt hält er seinen Kurs, bereit, der Brückencrew einen<br>               eisigen und grausamen Tod zu bereiten. Doch etwa zwanzig<br>               Meter, über der Hülle, tun wir etwas ganz fieses:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R16     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_052-1.jpg">EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE",</a>R16<br>               <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_052-1.jpg">TEIL 2)</a><br><br>               Die Antares beschleunigt und fliegt in ein Wirrwarr aus<br>               vielen großen und kleinen Asteroiden hinein. Glühende<br>               Trümmer der beschädigten Antares bleiben zurück.<br><br><br>               Der romulanische Kreuzer kommt wieder ins Bild und nimmt<br>               die Verfolgung der Antares durch das dichte, endlos<br>               scheinende Asteroidenfeld auf.<br><br>       R17     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_056.jpg">EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES UND ROMULANISCHER KREUZER</a>R17<br>               <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_056.jpg">(1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 2)</a><br><br>               Die beiden Schiffe leisten sich eine schnelle<br>              Verfolgungsjagd. Die Antares scheint bei vielen<br>               Ausweichmanövern an ihre Grenzen zu stoßen und nur knapp<br>               einer Kollision mit einem Asteroiden zu entgehen. Mehrere<br>               Kleine Asteroiden prallen von der Schiffshülle ab.<br><br>               Die hintere Phasenkanone trifft erneut das romulanische<br>               Schiff. Es scheint ein Teil der Hülle des romulanischen<br>               Schiffes beim Einschlag "abzublättern".<br><br>               Die Verfolgungsjagd durch das Asteroidenfeld hat stark an<br>               Fahrt verloren, wodurch der romulanische Kreuzer schnell<br>               aufholt.<br><br>               Nach wenigen Sekunden sehen wir, wie sich zahlreiche<br>               Felsbrocken vor der Antares sammeln und sich dann wie durch<br>               zauber um das Schiff herum bewegen und sich hinter der<br>               Antares sammeln. Der Bird of Vengeance muss abbremsen, rast<br>               aber dennoch in die plötzliche Flut aus Asteroiden und wird<br>               schwer beschädigt.<br><br><br>               Die Antares kann sich absetzen, bremst aber auch und wendet<br>               wieder.<br><br>               Die Antares nähert sich - wir sehen ihre schweren<br>               Beschädigungen - dem beschädigten romulanischen Kreuzer.<br><br>               Plötzlich jedoch wenden sich der vulkanische und der<br>               romulanische Kreuzer ab und entfernen sich von dem<br>               Schlachtfeld in verschiedene Richtungen.<br><br>               An die Stelle des vulkanischen Kreuzers tritt nun ein<br>               anderes Schiff: die Interpid!<br><br>       R18     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE",R18<br>               TEIL 2)<br><br>                                   TORLAN<br><br>                             (zeigt auf die Pläne)<br>                         Sehen Sie das? Der Computer hat<br>                         im Hintergrund der Nachricht...<br>                         terranische Zahlen und Zeichen<br>                         entdeckt...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Was?<br><br>               Caylon starrt wenige Sekunden nur so auf den Bildschirm.<br><br>               AUF Caylon, der nickt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>       R19     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS - SPÄTER R19<br>               (1X09 "FLAMMEN DER HÖLLE", TEIL 2)<br><br>               Müller und Caylon stehen sich gegenüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das? Erst fangen wir<br>                         wichtige taktische Daten und<br>                         Angriffspläne ab, und nun finden<br>                         wir englische Schriftzeichen im<br>                         Hintergrund...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber warum? Eine Verschwörung in<br>                         den eigenen Reihen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir müssen davon ausgehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie Aeneas werden wir vom<br>                         Schicksal hin- und hergeworfen...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Schicksal... Vielleicht.<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_aufwarp.jpg">EXT. WELTRAUM - WARP</a>                                     1<br><br>               SUPER: 29.12.2156, 16:53 PST<br><br>               Die Antares bewegt sich mit niedriger Warpgeschwindigkeit<br>               durchs All.<br><br>         2     INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE                          2<br><br>               Im Gemeinschaftsraum für die Crew der Antares herrscht ein<br>               "übersichtliches Durcheinander". Überall stehen Kisten mit<br>               "Krimms-Krams" herum, der dazu gedacht ist, den Raum<br>               fröhlich bunt zu schmücken. In einer Ecke des Raumes sehen<br>               wir einen Pappaufsteller, der einen geschmückten<br>               Weinachtsbaum in Originalgröße zeigt (logischerweise hatte<br>               man sich keinen echten Baum an Bord holen können), doch<br>               dieser würde wohl in den nächsten Stunden zurück in den<br>               Frachtraum wandern.<br><br>               Zahlreiche Crewmitglieder - unter ihnen auch CAPTAIN CAYLON<br>               und Chefingenieurin NICOLE MÜLLER - sind damit beschäftigt<br>               den Raum für die anstehende Silvesterparty (ja, richtig: Es<br>               soll keine festliche Versammlung werden, sondern eine<br>               Party!) vorzubereiten.<br><br>               Während die beiden den Raum schmücken, unterhalten sich<br>               Captain und Erster Offizier.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist höchst ungewöhnlich,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das mag sein. Aber die Crew hat<br>                         es sich verdient, einmal so<br>                         richtig die Sau raus zu lassen.<br>                             (beat; lachend)<br>                         Wollen Sie mir wirklich<br>                         weißmachen, dass Sie tief im<br>                         Innern kein Partyschwein sind.<br><br>               Müller zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         "Partymuffel" trifft es da wohl<br>                         eher, denke ich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das werde ich Ihnen schon<br>                         abgewöhnen, wenn das wirklich so<br>                         sein sollte, Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es ist ja nur, dass--<br><br>               Sie wird vom Piepen von Caylons Kommunikator unterbrochen.<br>               Der Captain holt das kleine Gerät aus seiner rechten<br>               Ärmeltausche heraus. Er öffnet es und aktiviert es somit.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Caylon.<br><br>               Von der anderen Seite der Leitung HÖREN WIR die Stimme<br>               unseres andorianischen Austauschoffiziers, TORLAN.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Captain, wir empfangen ein<br>                         Signal. Wahrscheinlich ist es ein<br>                         Notruf, kommen Sie zur Brücke!<br>                         Torlan Ende.<br><br>               Caylon schaut verblüfft auf seinen Kommunikator. Dann<br>               klappt er ihn zu und zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schon unterwegs.<br>                             (zu Müller)<br>                         Ich schätze, wir werden später<br>                         weiterplaudern müssen, Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nix da, wir können auf dem Weg<br>                         zur Brücke weiterreden.<br><br>               Gut gelaunt verlassen die beiden die Mannschaftsmesse.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         3     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    3<br><br>               Torlan an der Kommunikation, MESTRAL sitzt an der<br>               Wissenschaftsstation, DARIUS TSCHERNOVSKY hat - wie üblich -<br>               das Steuer und das Kommando hat momentan LIEUTENANT JIM<br>               BEEM inne. Die taktische Station ist momentan besetzt von<br>               LIEUTENANT JUAN  MENDEZ (zuletzt gesehen in 1x07<br>               "Machtlos").<br><br>               In diesem Moment öffnen sich die Türen des Turbolifts und<br>               Caylon und Müller kommen - sich noch immer unterhaltend -<br>               heraus.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller)<br>                         Sie sind einfach zu steif,<br>                         Nicole.<br>                             (zu Beem)<br>                         Bericht.<br><br>               Beem macht sofort den "Center Seat" für den Captain frei,<br>               doch Caylon folgt Beem zu Torlan an der Kommunikation, um<br>               sich zu setzen. Müller tut es ihm gleich.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir haben das Signal vor etwa<br>                         drei Minuten empfangen, Captain,<br>                         konnten aber noch keine genaue<br>                         Position ausmachen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Offenbar handelt es sich um einen<br>                         automatisierten Notruf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie, von wem er stammt?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das kann ich noch nicht sagen,<br>                         Captain, das Signal ist zu<br>                         schwach.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller)<br>                         Sehen Sie doch mal, ob sie die<br>                         Empfänger verstärken können.<br><br>               Müller nickt und begibt sich sogleich zur technischen<br>               Station, wo sie einige Einstellungen vornimmt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Torlan)<br>                         Ist es so besser?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ein wenig.<br><br>               Der Andorianer lauscht dem Notruf mit seinem Ohrhöhrer.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                             (lauschend)<br>                         Offenbar stammt er von einem<br>                         Sternenflottenschiff.<br>                             (beat)<br>                         Position 0-3-7 zu 1-4-9. Ungefähr<br>                         sieben Lichtjahre entfernt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Schiff der Sternenflotte?<br>                         Wissen Sie welches?<br><br>               Torlan lauscht in den Höhrer.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (long beat)<br>                         Die S.S. Babylon.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Babylon? Nie von der gehört.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich ebenfalls nicht.<br><br>               Mestral hat schnell die Datenbank überprüft.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Sternenflottendatenbank<br>                         ist kein Schiff diesen Namens<br>                         verzeichnet.<br>                             (zu Caylon)<br>                         Haben Sie etwas von diesem Schiff<br>                         gehört, Captain?<br><br>               <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_caylon.jpg">AUF Caylon</a>, dessen Gesichtsausdruck wir ansehen können,<br>               dass er sehr wohl etwas mehr weiß, als die anderen auf der<br>               Brücke:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>         4     INT. ANTARES - BRÜCKE - FORTSETZUNG                      4<br><br>               SUPER: 29.12.2156, 17:01 PST<br><br>               Alles ist, wie am Ende des Teasers.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ignoriert Mestral; zu<br>                              Tschernovsky)<br>                         Darius, setzen Sie umgehend Kurs<br>                         auf die Koordinaten der Babylon.<br>                         Maximumwarp.<br><br>               Darius gibt die Befehle in die Steuerkonsole ein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann werden wir die Koordinaten<br>                         des Notrufs ereichen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         In etwa zwei Stunden und fünfzehn<br>                         Minuten, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Stellen Sie mir eine sichere<br><br>                         Verbindung zum Hauptquartier her.<br>                         Ich will Admiral Forrest<br>                         sprechen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Captain, was geht hier vor?<br><br>               Auch Torlan sieht den Captain fragend an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit Nachdruck; zu<br>                              Torlan)<br>                         Sie haben meinen Befehl gehört.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann führen Sie ihn aus!<br>                             (zu Müller)<br>                         Sie haben die Brücke, Commander.<br>                         Ich bin in meinem Raum und will<br>                         nicht gestört werden, solange ich<br>                         mit Admiral Forrest spreche.<br><br>               Noch bevor Müller den Befehl bestätigen kann, hat der<br>               Captain die Brücke bereits in Richtung seines<br>               Bereitschaftsraumes verlassen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verwirrt; mehr zu sich<br>                              selbst)<br>                         Aye, Sir.<br><br>               AUF die verwirrte Müller:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         5     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM - MOMENTE SPÄTER        5<br><br>               Caylon sitzt bereits hinter seinem Schreibtisch und hat<br>               seinen Bildschirm aktiviert.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Torlan, wieso dauert das so<br>                         lange?<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Es ist ein ganzes Stück bis zur<br>                         Erde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tempo!<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Ich gebe mein Bestes. Torlan<br>                         Ende.<br><br>               Eine Weile lang geschieht nichts. Dann beginnt Caylon<br>               nervös mit den Fingern auf dem Schreibtisch zu klopfen, bis<br>               sich schließlich der Bildschirm erhellt und das<br>               Missionslogo der Antares zeigt und darunter der Schriftzug<br>               "CONNECTION ESTABLISHED".<br><br>               Caylon drückt einen Knopf am Bildschirm. Das Logo weicht<br>               der Darstellung von ADMIRAL FORREST, der einmal mehr in<br>               seinem Büro in San Fransisco zu sitzen scheint.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Frederick? Man sagte mir es sei<br>                         äußerst dringend.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist es, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Dann verlieren wir keine Zeit. -<br>                         Worum geht es?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Babylon.<br>                             (beat)<br>                         Sie ist hier, Sir.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                             (ungläubig)<br>                         Die Babylon? Das ist vollkommen<br>                         unmöglich, Fred.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß. Ich habe bisher auch<br>                         noch keine exakte visuelle<br>                         Bestätigung, dass es die Babylon<br>                         ist, aber...<br>                             (beat)<br>                         ... aber der automatisierte<br>                         Notruf besagt, dass er von der<br>                         Babylon stammt.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Aber wie soll sie soweit in den<br>                         tiefen Raum gekommen sein? Die<br>                         ersten Antriebstest sind erst für<br>                         das nächste Jahr geplant.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke Sie sollten auf jeden<br>                         Fall überprüfen, ob sich das<br>                         Schiff an seiner Anlegestelle im<br>                         Dock befindet.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Offensichtlich...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - BRÜCKE                                    6<br><br>               Bis auf Caylon sind alle Brückenoffiziere anwesend. Müller<br>               hat das Kommando.<br><br>               Mestral schaut tief in "die Box" hinein und blickt nun von<br>               dieser auf. Er dreht sich zu Müller.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Commander.<br><br>               Müller steht aus dem Kommandosessel auf und geht zum<br>               Wissenschaftsoffizier.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was gibt's, George?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sind nun nahe genug an der<br>                         Babylon, um einen etwas genaueren<br>                         Scan durchzuführen. Für einen<br>                         eingehenden reicht es zwar noch<br>                         nicht, aber wir sollten zumindest<br>                         in der Lage sein, die Form des<br>                         Schiffes bestimmen zu können.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr gut, Mr. Mestral. - Führen<br>                         Sie den Scan durch und legen Sie<br>                         dann die Sensortelemetrie bitte<br>                         auf den Hauptschirm.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Mestral dreht sich wieder mit seinem Stuhl um 180 Grad zur<br>               "Box" und gibt an der dem Brückenzentrum abgeneigten<br>               Konsole ein paar Befehle in diese ein.<br><br>               <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_snow.jpg">EINSTELLUNG: HAUPTBILDSCHIRM</a><br><br>               In diesem Moment verschwinden die Warpsterne und weichen<br>               einem verrauschten Bild der S.S. Babylon.<br><br>               Die Form des Schiffes erinnert so gar nicht an ein Schiff<br>               der Sternenflotte, wie es in diese Zeit passen würde.<br>               Dennoch ist sie uns - den Zuschauern - ganz im Gegensatz<br>               zur Brückencrew der Antares - irgendwie bekannt, sieht das<br>               Schiff doch (soweit wir dies durch die Bildstörungen<br>               erkennen können) aus, wie ein Schiff der Daedalus-Klasse.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Alle Anwesenden starren gebannt zum Bildschirm. Torlan ist<br>               der erste, der etwas sagt.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (angewidert)<br>                         Igitt!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das... Design ist in der Tat...<br>                         unkonventionell. Selbst für ein<br>                         Schiff der Sternenflotte.<br><br>               In diesem Augenblick kommt Caylon aus seinem<br>               Bereitschaftsraum auf die Brücke. Er blickt so gleich zum<br>               Schirm.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, wann werden wir sie<br>                         erreichen?<br><br>               Tschernovsky checkt kurz die Anzeigen, die ihm von den<br>               kleinen Monitoren an seiner Station geboten werden.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         In einer Minute, siebzehn<br>                         Sekunden.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (denkt kurz nach; dann,<br>                              zu Beem)<br>                         Geben Sie zur Vorsicht taktischen<br>                         Alarm, Mr. Beem. Möglich, dass<br>                         sie angegriffen wurden und die<br>                         Gegner noch in der Nähe sind.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye.<br><br>               Der Taktische Offizier löst den Alarm aus.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         7     EXT. WELTRAUM - WARP                                     7<br><br>               Die Antares fliegt noch immer mit maximaler<br>               Warpgeschwindigkeit, verlangsamt nun aber auf Impuls,<br>               direkt vor... ja, wovor eigentlich, denn:<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>         8     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                          8<br><br>               wie zuvor. Der Bildschirm zeigt leeren Raum an.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Dort draußen ist nichts, Sir.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sind wir bei den richtigen<br>                         Koordinaten?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Exakt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         George?<br><br>               Der Angesprochene blickt bereits wieder in seine "Box"<br>               hinein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Sensoren zeigen das Schiff<br>                         noch immer direkt vor uns an,<br>                         Captain, jedoch...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Jedoch was?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich kann keine feste Materie an<br>                         den Koordinaten des Schiffes<br>                         feststellen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was Sie nicht sagen. Dort ist ja<br>                         auch kein Schiff.<br><br>               Mestral ignoriert diesen Einwurf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich scanne die Umgebung...<br>                             (beat)<br>                         Ich hab etwas gefunden. Eine<br>                         kleine Raumanomalie bei den<br>                         Koordinaten 1-6-4 zu 2-3-9. Es<br>                         ist möglich, dass unser<br>                         Sensorstrahl durch diese<br>                         abgeleitet wurde.<br><br>               Müller geht zur technischen Station und checkt die dortigen<br>               Anzeigen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist nicht der Fall.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dann wäre es möglich, dass die<br>                         Anomalie ein Sensorecho erzeugt,<br>                         welches wir nun empfangen haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist ja alles sehr<br>                         interessant, aber können wir<br>                         vielleicht irgendwie<br>                         herausfinden, wo das Original<br>                         ist?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vielleicht. Ich werde die<br>                         Anomalie eingehend scannen und<br>                         versuchen ihren...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schon gut, schon gut, George, tun<br>                         Sie's einfach.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Einige Momente vergehen, in denen Caylon nervös auf der<br>               Brücke auf und ab schreitet. Dann:<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Ich habe es, Sir. Ein Schiff bei<br>                         2-3-1 zu 1-4-8. Entfernung: Ein<br><br>                         Lichtjahr.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darius, setzen Sie einen Kurs zu<br>                         diesen Koordinaten. Warp 3.<br><br>                                                              CUT TO:<br></font><br><p><font face="Courier New">         9     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_warpsprung.jpg">EXT. WELTRAUM</a>                                            9<br><br>               während die Antares auf Warpgeschwindigkeit beschleunigt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        10     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   10<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir erreichen die Koordinaten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf Impuls verlangsamen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        11     EXT. WELTRAUM                                           11<br><br>               Die Antares geht unter Warp.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   12<br><br>               wie zuvor.<br><br>               <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_onscreen.jpg">EINSTELLUNG: DER HAUPTSCHIRM</a><br><br>               auf welchem wir nun die Babylon sehen, bzw. das, was noch<br>               von ihr übrig ist. Denn das Schiff ist im Grunde genommen<br>               nur noch eines: Ein treibendes Stück Weltraumschrott.<br><br>               NAHAUFNAHME: CAYLON<br><br>               wie dieser verwirrt zum Schirm schaut. Dann:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>        13     INT. SULIBAN-HELIX                                      13<br><br>               Wir SEHEN die beiden Kommunikations-Podeste in der Mitte<br>               des Raumes.<br><br>               Die Türen öffnen sich und zwei Personen kommen herein. Es<br>               sind Romulaner! Einer von ihnen ist FATO, den wir das<br>               letzte Mal im Pilotfilm gesehen haben, der andere ist EIN<br>               ZENTURION.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Warum will Er Sie schon wieder<br>                         sprechen?<br><br>                                   FATO<br>                         Weil das Schicksal es so will. Er<br><br>                         wird es uns aufzeigen.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Ich habe ein ungutes Gefühl bei<br>                         der Sache.<br><br>                                   FATO<br>                         Das müssen Sie nicht. Es kommt,<br>                         wie es kommen soll.<br>                             (beat)<br>                         Lassen Sie mich nun allein!<br><br>               Der Zenturion nickt und verlässt dann den Raum.<br><br>               Fato stellt sich nun auf eines der beiden Podeste, welche<br>               unter ihm sofort zu leuchten beginnt.<br><br>               Beinahe zeitgleich beginnt auch das andere Postest zu<br>               leuchten und ein Lichtkegel erscheint von der Decke. In<br>               diesem ERKENNEN WIR die undeutlichen Schemen einer Person.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Sie wollten mich sprechen.<br><br>               Die Stimme der unbekannten Person ist ebenso verzerrt, wie<br>               sein Äußeres, dennoch kommt sie uns auf seltsame Art und<br>               Weise bekannt vor.<br><br>                                   PERSON<br>                         Es ist so weit, Fato. Die Zeit<br>                         ist reif für den Angriff.<br><br>                                   FATO<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   PERSON<br>                         Haben Sie alles so in die Wege<br>                         geleitet, wie ich es Ihnen gesagt<br>                         habe?<br><br>                                   FATO<br>                         Das habe ich.<br><br>                                   PERSON<br>                         Gut. Dann wird alles so<br>                         geschehen, wie es soll.<br><br>               Der Lichtkegel verschwindet und damit auch die Person.<br><br>               AUF Fato:<br><br>                                                         FLASHCUT TO:<br><br>        14     INT. SULIBAN-HELIX - JAHRHUNDERTE SPÄTER                14<br><br>               Wir sehen dieselbe Helix, wie die, in der Fato gestanden<br>               hat. Nur ist sie ein wenig heruntergekommen.<br><br>                                   PERSON (O.C.)<br>                         Nun?<br><br>               Wir FAHREN MIT DER KAMERA durch den Raum, bis wir<br>               schließlich die Person erreichen, die wir soeben haben<br>               sprechen HÖREN:<br><br>               JEAN-LUC PICARD<br><br>               in TNG-Uniform!!! Und ein Stück hinter ihm SEHEN WIR<br>               LIEUTENANT COMMANDER DATA!!!<br><br>                                   PICARD (PERSON)<br>                         Sind Sie jetzt zufrieden, Mr.<br>                         Data?<br><br>                                   DATA<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Picard steigt von der Plattform herab.<br><br>                                   PICARD<br>                         Ich hoffe, wir haben Grund dazu.<br>                             (berührt seinen<br>                              Kommunikator)<br>                         Picard an Enterprise. Zwei zum<br>                         Beamen.<br><br>               Die beiden verschwinden im TNG-Transportereffekt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        15     EXT. WELTRAUM - ANTARES &amp; BABYLON                       15<br><br>               Establishing-Shot.<br><br>        16     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   16<br><br>               Handlungsfortsetzung vom Ende von Akt 1.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         George?<br><br>               Mestral dreht sich samt Stuhl zur "Box" um und schaut in<br>               diese hinein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Keine Lebenszeichen an Bord,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie organische Materie an<br>                         Bord feststellen?<br><br>               Mestral sieht noch einmal in seine "Box", wendet sich dann<br>               von ihr ab und dreht sich zurück zum Brückenzentrum und<br>               damit auch zu Caylon.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Negativ, Sir. Offenbar gibt es an<br>                         Bord des Schiffes ein<br>                         Strahlungsleck, wodurch unsere<br>                         Sensoren gestört werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn wir herausfinden wollen, was<br>                         mit der Babylon passiert ist,<br>                         müssten wir also an Bord gehen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zumindest, um das Strahlungsleck<br>                         zu beseitigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden.<br>                             (zu Müller)<br>                         Commander, stellen Sie ein<br>                         Techniker-Team zusammen.<br>                             (zu Mestral)<br>                         George, leiten Sie die Daten über<br>                         die Strahlung an Doktor Miller<br>                         weiter, damit sie dem Team einen<br>                         vorübergehenden Schutz injizieren<br>                         kann.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Jupp.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        17     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - ETWAS SPÄTER            17<br><br>               Auf den drei Biobetten SEHEN WIR drei Ingenieure sitzen,<br>               die das Außenteam bilden werden. Geführt wird das Team vom<br>               stellvertretenden Chefingenieur LIEUTENANT JOHN ALBERTS<br>               (zuletzt gesehen in 1x08 "Flammen der Hölle"). Bei den<br>               beiden anderen Technikern handelt es sich um LIEUTENANT<br>               JONATHAN DANIELS und ENSIGN RUBENS (beide zuletzt gesehen<br>               in 1x07 "Machtlos").<br><br>               Die beiden zuletzt genannten Offiziere befinden sich im<br>               Hintergrund dieser Szene und bekommen ihre Injektionen von<br>               CREWMAN MELANIE APOLL und ENSIGN MARY D'ARCY (beide zuletzt<br>               gesehen in 1x08 "Flammen der Hölle").<br><br>               Unser Hauptaugenmerk in dieser Szene gehört allerdings den<br>               beiden Personen im Vordergrund. Alberts und DOKTOR KATHRINE<br>               MILLER, welche den stellverstretenden Chefingenieur<br>               behandelt. Gerade injiziert sie ihm etwas.<br><br>                                   MILLER<br>                         So. Das wärs, Lieutenant. Diese<br>                         Injektion schützt Sie für drei<br>                         Stunden vor der Strahlung, die<br>                         auf der Babylon austritt. Aber<br>                         nur, wenn Sie wirklich die ganze<br>                         Zeit über Ihren Raumanzug an- und<br>                         geschlossen haben.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Ich verstehe. Danke, Doc.<br><br>               Alberts steigt vom Biobett herab und will gerade gehen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Einen Moment bitte noch,<br>                         Lieutenant.<br><br>               Alberts sieht sie fragend an.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (leiser)<br>                         Haben Sie eine Ahnung, wo dieses<br>                         Schiff herkommt, Lieutenant?<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Nicht die geringste.<br>                             (beat)<br>                         Und wenn ich ganz ehrlich sein<br>                         soll... Ich habe ein ungutes<br>                         Gefühl bei der ganzen Sache.<br><br>               Miller nickt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   18<br><br>               CAYLON &amp; BEEM<br><br>               In dieser Szene haben wir nur diese beiden Figuren im Bild.<br>               Beide stehen sich an der taktischen Station gegenüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe Ihre Einwände, Jim.<br>                         Aber ich werde dem Außenteam<br>                         keinen Sicherheitsoffizier<br>                         zuweisen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich muss protestieren, Sir. Was<br>                         ist, wenn Romulaner auf dem<br>                         Schiff sind?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jim, ich will ehrlich zu Ihnen<br>                         sein: Nicht überall, wo etwas<br>                         Schlimmes passiert, sind auch<br>                         Romulaner. Es ist möglich, dass<br>                         die Babylon durch ein "normales"<br>                         Unglück vernichtet wurde.<br><br>                                   BEEM<br>                         Möglich, aber nicht zwingend<br>                         richtig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Risiko ist zu groß, Jim. Die<br>                         Strahlung an Bord dieses Schiffes<br>                         -<br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht)<br>                         -- kann von unseren Sensoren<br>                         nicht durchdrungen werden. Dort<br>                         könnte ALLES auf dem Schiff sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es bleibt bei meiner<br>                         Entscheidung. Kein<br>                         Sicherheitsmann.<br><br>               Beem nimmt dieses mit grimmigem Gesicht hin. Er muss es,<br>               schließlich hat er keine andere Wahl.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        19     EXT. WELTRAUM                                           19<br><br>               An der hintersten Spitze des Zigarrenrumpfes der Antares<br>               öffnen sich die Hangartore der Shuttlerampe und eine<br>               Shuttlekapsel kommt aus dem Schiff herausgeflogen. Diese<br>               steuert auf die Babylon zu.<br><br>               EINSTELLUNG: DIE BABYLON<br><br>               während die Shuttlekapsel an ihrer Außenhülle, nahe eines<br>               recht großen Hüllenbruches, andockt.<br><br>                                                          ZOOM IN TO:<br><br>        20     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_hullwalk.jpg">EXT. BABYLON - AUSSENHÜLLE - FOLGEND</a>                    20<br><br>               Wir befinden uns nun direkt an der Außenhülle der Babylon,<br>               nur wenige Meter von dem Hüllenbruch und dem Landepunkt des<br>               Shuttles entfernt.<br><br>               Die Ein-/Ausstiegsluke der Shuttlekapsel öffnet sich und<br>               Alberts, Daniels und Rubens treten in Raumanzügen heraus.<br>               Mit Hilfe von magnetischen Stiefeln finden sie Halt an der<br>               Außenhülle.<br><br>               (NOTE: Die Stimmen der drei sind Komm-Stimmen, da sie nur<br>               so in ihren Raumanzügen miteinander kommunizieren können.<br>               Sie bewegen sich zudem langsam und schwerfällig.)<br><br>               Alberts deutet zum Hüllenbruch.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Dort ist er.<br><br>                                   RUBENS<br>                         Groß genug für uns sollte er<br>                         allemal sein.<br><br>                                   DANIELS<br>                         Bevor wir hindurch gehen, sollten<br>                         wir uns den Bruch etwas genauer<br>                         anschauen. Vielleicht bekommen<br>                         wir dadurch schon eine Idee über<br>                         das, was hier passiert ist.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Einverstanden.<br><br>               Die drei nähern sich dem Hüllenbruch bis auf ein paar<br>               Fußlängen.<br><br>               Alberts holt einen Scanner hervor.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        21     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         21<br><br>               Alle Führungsoffiziere sind anwesend, einschließlich Müller<br>               und Miller.<br><br>               Über Kom HÖREN WIR die Stimmen des Außenteams. Die<br>               Führungsoffiziere hören ihnen gebannt zu.<br><br>                                   DANIELS' KOMM-STIMME<br>                         Dieser Hüllenbruch scheint nicht<br>                         durch Waffenfeuer verursacht<br>                         worden zu sein. Es gibt keinerlei<br>                         energetische Rückstände. Außerdem<br>                         deutet die Form des Lochs mehr<br>                         auf einen Zusammenstoß mit einem<br>                         kleineren Asteroiden hin.<br><br>                                   ALBERTS' KOMM-STIMME<br>                         Das sehe ich ähnlich.<br>                             (beat)<br>                         Okay, wir gehen rein. Antares,<br>                         die Kommunikation könnte durch<br>                         die Strahlung beeinträchtigt<br>                         werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden, Lieutenant Alberts.<br>                         Machen Sie weiter.<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>        22     EXT. BABYLON - AUSSENHÜLLE - FOLGEND                    22<br><br>               wie zuvor.<br><br>               Die drei nähern sich nun weiter dem Hüllenbruch. Alberts<br>               ist der erste, der durch ihn in das Schiff hinein klettert.<br>               Daniels und Rubens leisten ihm dabei Hilfestellung.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        23     INT. BABYLON - KORRIDOR - MOMENTE SPÄTER                23<br><br>               NOTE: Gespenstische, leise Musik setzt ein.<br><br>               Vom Korridor selbst sehen wir im Großen und Ganzen nichts,<br>               denn er ist beinahe absolut dunkel. Hier und da flackert<br>               noch eine Notbeleuchtung und durch den Hüllenbruch dringt<br>               auch ein ganz kleines bisschen Licht in das Schiff hinein.<br><br>               Die drei Ingenieure der Antares stampfen in ihren<br>               Raumanzügen durch den Korridor, Taschenlampen in ihren<br>               Händen.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Wir sind jetzt drin, Antares.<br><br>               Die drei stampfen weiter.<br><br>                                   DANIELS<br>                         Fällt euch was auf, Leute?<br>                             (beat)<br>                         Mir nämlich nicht.<br><br>                                   RUBENS<br>                         Stimmt. Abgesehen vom Hüllenbruch<br>                         und der fehlenden Energie sieht<br>                         hier alles ganz normal aus.<br><br>               Die drei gehen weiter und erreichen ein Schott, welches<br>               jedoch verschlossen ist.<br><br>               Rubens greift nach seinem Scanner.<br><br>                                   RUBENS (CONT'D)<br>                         Sieht alles normal dahinter aus.<br><br>               Alberts denkt kurz nach. Dann:<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Okay, machen wir sie auf.<br><br>               Unter mittelschwerem Kraftaufwand stämmen Rubens und<br>               Daniels das Schott auf und gelangen in einen weiteren Teil<br>               des Korridors. Auch hier fällt uns - abgesehen von der<br>               fehlenden Beleuchtung natürlich - nichts besonderes auf.<br>               Die drei gehen hindurch.<br><br>               HINTER DEM SCHOTT<br><br>               Die drei stampfen durch diesen Teil des Korridors und<br>               erreichen nun eine Korridorkreuzung.<br><br>               ALBERTS' POV<br><br>               Mit seiner Taschenlampe leuchtet Alberts zuerst in den<br>               Korridor rechts, dann in den Korridor links... und dort:<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               NOTE: Die Musik wird ruckartig laut, schwächt dann wieder<br>               ab.<br><br>               Ein SKELETT!!! Ein Skelett, eingekleidet in den Resten<br>               einer Sternenflottenuniform!<br><br>               Rubens wendet sich erschreckt ab.<br><br>               Daniels kniet sich neben dem Skelett nieder.<br><br>                                   ALBERTS (CONT'D)<br>                         Wie ist das möglich? Hier<br>                         herrscht null Atmosphäre, wie<br>                         konnte von diesem Offizier nur<br>                         das Skelett übrig bleiben? Die<br>                         Leiche müsste perfekt konserviert<br>                         sein.<br><br>                                   DANIELS<br>                         Es sei denn...<br>                             (er holt seinen Scanner<br>                              hervor und beginnt<br>                              damit das Skelett zu<br>                              scannen)<br>                         ... dieser Offizier war schon<br>                         eine Weile tot, bevor die<br>                         Lebenserhaltung versagte.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Aber das ist nicht möglich. Ich<br>                         habe noch nie etwas von der<br>                         Babylon gehört. Die<br>                         Registriernummer an der Hülle<br>                         lautet NX-06, das heißt, es muss<br>                         ein ganz neues Schiff sein. Es<br>                         kann höchstens seit einigen<br>                         Wochen hier draußen sein.<br>                             (beat)<br>                         Wie sollte da ein toter Körper<br>                         verwesen können?<br><br>                                   DANIELS<br>                             (sieht von seinem<br>                              Scanner auf)<br>                         Keine Ahnung... aber es ist so.<br><br>               Er zeigt Alberts das Scannergebnis.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Tatsächlich.<br><br>               PLÖTZLICH rast etwas durch die Korridore der Babylon, was<br>               wir am ehesten als eine fluktuierende Energiewelle<br>               bezeichnen können.<br><br>               Wenn sie auf die Mitglieder des Außenteams trifft, taumeln<br>               diese kurz ein paar Schritte mit der Welle mit, dann ist<br>               sie durch sie hindurch und durch das nächste Schott auch<br>               schon wieder verschwunden.<br><br>               Gleichzeitig HÖREN WIR ein Geräusch, so als ob wieder<br>               Energie durch die Leitungen fließen würde. Und beinahe im<br>               selben Augenblick GEHT DAS LICHT im Korridor wieder an.<br>               Einige Lampen explodieren und spühen Funken.<br><br>                                   RUBENS<br>                             (verwirrt)<br>                         Was ist denn jetzt los?<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>        24     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_boombylon.jpg">EXT. WELTRAUM</a>                                           24<br><br>               In einem grellen Feuerball explodiert die Babylon!!!<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        25     EXT. WELTRAUM - FORTSETZUNG                             25<br><br>               In einem grellen Feuerball explodiert die Babylon!!! Die an<br>               die Außenhülle angedockte Shuttlekapsel wird mit ihr<br>               zerfetzt.<br><br>               Mit atemberaubender Geschwindigkeit breitet sich eine<br>               Druckwelle in alle Richtungen aus.<br><br><br>               Trümmerteile schießen auf die Antares zu und reißen<br>               kleinere Risse in deren Außenhülle. Ein etwas größeres<br>               Trümmerstück trifft die Steuerbordwarpgondel und reißt<br>               diese auf. Antriebsplasma entweicht.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>        26     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_exploschirm.jpg">INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND</a>                         26<br><br>               Alle Führungsoffiziere sind anwesend und versuchen sich -<br>               mehr oder weniger erfolgreich - an ihren Stationen, Sitzen,<br>               oder einfach an den Geländern der Brücke festzuhalten,<br>               während das Schiff bis zum Gehtnichtmehr durchgeschüttelt<br>               wird.<br><br>               Langsam aber sicher hört nun das Geschaukel wieder auf und<br>               die Offiziere sammeln sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt, was war das denn jetzt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (nüchtern)<br>                         Offenbar ist die Babylon<br>                         explodiert.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Erstaunlich gut kombiniert, für<br>                         einen Vulkanier.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon;<br>                              vorwurfsvoll)<br>                         Ich hab Ihnen doch gesagt, wir<br>                         sollten ein Sicherheitsteam<br>                         mitschicken!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt)<br>                         Ich--<br>                             (flüstert)<br>                         Scheiße...<br><br>               Müller blickt entsetzt zum Bildschirm.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Müller an Alberts.<br><br>               Keine Antwort.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Antares an Außenteam... bitte...<br>                         antworten Sie!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         George, scannen Sie nach<br>                         Lebenszeichen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye.<br><br>               Er macht sich sofort an die Arbeit.<br><br>               Caylon sieht derweil hinüber zu Miller, die vor der<br>               hinteren Brückenstation steht. Und ihr Blick bestätigt dem<br>               Captain, was er eigentlich schon wusste: Mestral wird keine<br>               Lebenszeichen finden.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Captain, der Scan ist komplett.<br>                         Ich kann keine Lebenszeichen<br>                         ausmachen.<br><br>               Caylon lässt den Kopf hängen. Dann haut er wütend mit der<br>               Faust auf die rechte Armlehne seines Kommandosessels und<br>               beschädigt dabei eine der dort eingebauten Kontrolltafeln.<br>               Glassplitter reißen seine Haut auf, Blut kommt zum<br>               Vorschein.<br><br>               Miller sieht dies und verdreht die Augen.<br><br>               LONG BEAT.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller; monoton)<br>                         Schadensbericht?<br><br>               Müller wendet ihren Blick nun langsam vom Wandschirm ab und<br>               ruft den Schadensbericht auf. Kurz studiert sie ihn, bevor<br>               sie dem Captain schließlich Bericht erstattet.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Leichter Schaden an Primär- und<br>                         Sekundärhülle auf verschiedenen<br>                         Decks. Und die Steuerbordgondel<br>                         hat es schwer erwischt. Wir haben<br>                         keinen Warpantrieb. Und das Komm<br>                         System ist defekt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (niedergeschlagen)<br>                         Verstanden. Beginnen Sie gleich<br>                         mit den Reparaturen. Ich werde<br>                         Ihnen--<br><br>                                   MILLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Was auch immer Sie tun wollen,<br>                         Captain, Sie werden zuerst mit<br>                         auf die Krankenstation kommen.<br><br>               Caylon blickt seine Hand an. Blut rinnt langsam an seinen<br>               Fingern hinab, dann fallen Tropfen auf den Boden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (monoton)<br>                         Die Hand.<br><br>                                   MILLER<br>                         M-hm... mal wieder.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. Nicole, fangen Sie an.<br>                             (zu Mestral)<br>                         Sie übernehmen, George.<br>                             (zu Miller)<br>                         Gehn wir, Doktor.<br><br>               Caylon, Müller und Miller verlassen die Brücke.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           27<br><br>               Caylon und Miller kommen herein. Sie sind allein hier.<br>               Offenbar sind alle von Millers Sanitätern ausgeflogen, um<br>               an Bord Verletzte zu versorgen.<br><br>               Miller deutet auf das zentrale Biobett und Caylon setzt<br>               sich. Miller holt ihre medizinischen Instrumente.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie sollten wirklich mehr auf<br>                         ihre Hand achten, Sir.<br><br>               Sie beginnt mit einem Tupfer die Wunde zu desinfizieren.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Sonst können Sie Ihren Finger<br>                         bald vergessen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß, Doc. Es ist nur so,<br>                         dass--<br>                             (seufzt)<br>                         Beem hatte mich quasi dazu<br>                         zwingen wollen, Alberts und den<br>                         anderen ein Sicherheitsteam zur<br>                         Seite zu stellen, aber ich habe<br>                         Nein gesagt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das ist Ihr gutes Recht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, ich weiß. Aber das ändert<br>                         nichts an der Tatsache, dass er<br>                         Recht hatte.<br><br>                                   MILLER<br>                         Schön und gut, aber mal ehrlich:<br>                         Wenn Sie ein Sicherheitsteam<br>                         mitgeschickt hätten, hätten wir<br>                         jetzt wahrscheinlich nicht "nur"<br>                         drei Tote zu beklagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber vielleicht wären dann auch<br>                         alle wieder heil zurückgekommen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Vielleicht... Es war<br>                         möglicherweise ein Fehler,<br>                         aber... Sie sollten nicht Dinge<br>                         bereuen, die man nicht mehr<br>                         ändern kann. So schrecklich es<br>                         ist, sich das einzugestehen.<br><br>                                   MESTRAL'S KOMM-STIMME<br>                         Brücke an Captain.<br><br>               Miller aktiviert für Caylon das Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon.<br><br>               Miller verbindet derweil die Hand des Captains.<br><br>                                   MESTRAL'S KOMM-STIMME<br>                         Wir haben die<br>                         Sensorenaufzeichnungen noch<br>                         einmal überprüft. Das sollten Sie<br>                         sich ansehen, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich komme, sobald ich hier fertig<br>                         bin, Lieutenant.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        28     IN. ANTARES - BRÜCKE - ETWAS SPÄTER                     28<br><br>               Mestral, Beem, Torlan und Tschernovsky sind die einzigen<br>               anwesenden Führungsoffiziere. Alle sitzen an ihren<br>               Stationen.<br><br>               Caylon kommt nun aus dem Turbolift in das Nervenzentrum<br>               seines Schiffes. Sogleich geht er zu Mestral an die<br>               Wissenschaftsstation.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, George, was haben Sie<br>                         herausgefunden?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Einige Sekunden bevor die Babylon<br>                         explodiert ist, sind auf<br>                         mysteriöse Weise sämtliche<br>                         Generatoren des Schiffes wieder<br>                         angesprungen. Leider scheinen sie<br>                         nicht mehr in aller bester Form<br>                         gewesen zu sein und explodierten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Interessant. Und warum sind sie<br>                         plötzlich alle  wieder<br>                         angesprungen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das kann ich nicht mit Sicherheit<br>                         sagen, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Die wahrscheinlichste Antwort auf<br>                         Ihre Frage wäre, dass Lieutenant<br>                         Alberts und sein Team sie<br>                         reaktiviert haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, aber warum hätten sie das tun<br>                         sollen? Ihr Auftrag lautete das<br>                         Strahlungsleck zu versiegeln.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Diese Frage kann ich Ihnen nicht<br>                         beantworten, Captain. Es ist<br>                         nichtsdestotrotz die plausibelste<br>                         Erklärung.<br><br>                                                              CUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New">        29     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_komet.jpg">EXT. WELTRAUM</a>                                           29<br><br>               SUPER: 30.12.2156, 06:53 PST<br><br>               Ungefähr ein halbes Duzend Lichtjahre von der Antares<br>               entfernt befindet sich ein zweites Raumschiff der<br>               Sternenflotte. Das New Berlin-Klasse Raumschiff S.S.<br>               Intrepid, Registriernummer NCC-33 (zuletzt gesehen in 1x09<br>               "Flammen der Hölle", Teil 2).<br><br>               Die Intrepid folgt mit Impulsgeschwindigkeit einem<br>               gigantischen Kometen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        30     INT. INTREPID - BRÜCKE                                  30<br><br>               Wie bei allen DeepSpace-Schiffen dieser Zeit, hat auch die<br>               Brücke der Intrepid große Ähnlichkeit mit der Brücke eines<br>               NX-Klasse-Raumschiffes. Bei genauem Hinsehen erkennt man<br>               jedoch einige Unterschiede, z.B. ist der Zugang zum<br>               Turbolift an der hinteren Wand angebracht. Der<br>               Konferenzraum mit dem Statustisch fehlt ganz.<br><br>               In seinem Kommandosessel im Zentrum der Brücke SEHEN WIR<br>               CAPTAIN NICHOLAS JACKELSON (zuletzt gesehen in 1x09<br>               "Flammen der Hölle", Teil 2). Weitere Offiziere befinden<br>               sich an den verschiedenen Stationen.<br><br>                                   JACKELSON<br>                             (zum<br>                              Wissenschaftsoffizier)<br>                         Wie siehts aus, Claus?<br><br>               Claus, der etwa 25-jährige Wissenschaftsoffizier sieht<br>               gelangweilt auf seine Anzeigen.<br><br>                                   CLAUS<br>                             (liest die<br>                              Sensoranzeigen ab;<br>                              gelangweilt)<br>                         Der Komet hat einen Durchmesser<br>                         von 7,348 Kilometern an seiner<br>                         dünnsten und einen Durchmesser<br>                         von 11,047 Kilometern an seiner<br>                         breitesten Stelle. Sein Gewicht<br>                         beträgt in etwa 1,874 Millionen<br>                         metrische Tonnen und er besteht<br>                         hauptsächlich aus gefrorenem Gas<br>                         und Weltraumstaubpartikeln.<br><br>               Jackelson ist die Langeweile in der Stimme seines jungen<br>               Offiziers nicht entgangen, der die Analyse einfach<br>               heruntergerattert hat.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Nicht ganz der Job, den Sie sich<br>                         vorgestellt hatten, nicht wahr?<br><br>                                   CLAUS<br>                         Nicht ganz, Sir.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Keine Bange, Claus. So wie sich<br>                         die Dinge entwickeln werden Sie<br>                         schon früh genug wieder etwas<br>                         Action erleben. Wahrscheinlich<br>                         sogar viel früher und viel mehr,<br>                         als Ihnen lieb sein wird.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Was heißt "wieder"? Als wir das<br>                         letzte Mal den Romulanern<br>                         gegenüberstanden hat die Antares<br>                         die ganze Arbeit erledigt und<br>                         diese Vögel sind geflohen.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Soviel Glück werden wir aber<br>                         nicht immer haben, Ensign.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Wenn Sie das Glück nennen, Sir.<br>                         Ich nenne es Glück, wenn wir es<br>                         diesen Schweinehunden mal so<br>                         richtig geben könnten.<br><br>               Ein Alarm an der taktischen Station.<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                             (sieht auf die Anzeigen<br>                              der taktischen Konsole<br>                              vor ihm)<br>                         In dem Fall könnten Sie recht<br>                         schnell Glück haben, Ensign.<br><br>               Jackelson steht aus seinem Stuhl auf und geht zu seinem<br>               Sicherheitschef.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Was ist los?<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Mir wird hier eine große<br>                         Subraumverzerrung angezeigt. Ich<br>                         kann es aus dieser Entfernung<br>                         noch nicht genau sagen, aber ich<br>                         schätze, es handelt sich um<br>                         mehrere mit Warpgeschwindigkeit<br>                         fliegende Schiffe.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Wie viele?<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Kann ich noch nicht sagen, Sir.<br><br>                                   JACKELSON<br>                             (zu Claus)<br>                         Ensign, sehen Sie doch mal, ob<br>                         Sie die Reichweite der Sensoren<br>                         etwas erhöhen können.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Claus beginnt mit der Arbeit an seiner Station.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Taktischen Alarm,<br>                         vorsichtshalber.<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Der Alarm wird ausgelöst.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Ich habe ein bisschen an der<br>                         Auflösung herumgefummelt, jetzt<br>                         sollte es klarer sein.<br><br>               Der Sicherhetschef nickt.<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Er hat Recht.<br>                             (beat)<br>                         Sir, es ist eine große Anzahl von<br>                         Schiffen.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Wie viele?<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Kann ich nicht genau sagen, aber<br>                         die Flotte ist gigantisch.<br><br>               Ein weiterer Alarm an seiner Konsole.<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF (CONT'D)<br>                         Sir,... es sind Romulaner...<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Oh, nein.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Sie kommen in Sichtweite in<br>                         fünfzehn Sekunden.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Steuermann, fliegen Sie uns<br>                         hinter den Kometen.<br>                             (zu Claus)<br>                         Claus, starten Sie eine Sonde;<br>                         sie soll uns die nötigen Daten<br>                         liefern.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        31     EXT. WELTRAUM - FOLGEND                                 31<br><br>               Die Intrepid macht ihrem Namen Schande und dreht ab.<br>               Während sie hinter den Kometen fliegt, feuert sie eine<br>               Sonde ab.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        32     INT. INTREPID - BRÜCKE - FOLGEND                        32<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Claus, legen Sie die<br>                         Sondentelemetrie auf den<br>                         Hauptschirm.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Aye, Captain.<br><br>               EINSTELLUNG: DER BILDSCHIRM<br><br>               Auf dem Schirm können wir nun - wenn auch nur recht<br>               undeutlich, wegen der großen Entfernung - die romulanische<br>               Flotte SEHEN. Es handelt sich dabei um weit über einhundert<br>               Schiffe. Alle gehören der Klasse der "Bird of Vengeance"<br>               an.<br><br>                                   JACKELSON (O.C.)<br>                         Was ist das?<br>                             (beat)<br>                         Ausschnitt 4-7 vergrößern!<br><br>               Das Bild auf dem Wandschirm wird vergrößert und nun können<br>               wir etwas ERKENNEN, das wie Schleppseile oder etwas<br>               vergleichbares aussieht, die von den Birds of Vengeance<br>               ausgehen. Das Merkwürdige ist allerdings, dass sie<br>               scheinbar im Nichts enden. Die Schiffe scheinen sie einfach<br>               nur hinter sich her zu ziehen. Dennoch sind sie voll<br>               gespannt.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   JACKELSON (CONT'D)<br>                             (zum Sicherheitschef)<br>                         Wofür halten Sie das?<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Das sieht für mich so aus, als ob<br>                         das Schleppseile sind, Captain.<br>                         Vergleichbar mit unseren<br>                         Greifern.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Ja, aber was greifen sie?<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Wenn ich raten sollte, würde ich<br>                         sagen, diese Schiffe schleppen<br>                         andere Schiffe. Das würde auch<br>                         erklären, warum sie sich<br>                         lediglich mit Warp 3,9<br>                         fortbewegen.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Sie meinen diese riesige Flotte<br>                         hat eine beinahe nochmal so große<br>                         Flotte an  getarnten Schiffen im<br>                         Schlepptau?<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         So sieht es für mich aus, Sir.<br>                         Wenn nicht noch mehr. Vielleicht<br>                         auch weniger. <br><br><br>               In Jackelson dämmert es.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Wohin fliegen sie?<br><br>               Als ob er die Antwort nicht schon wüsste. Wie jeder Captain<br>               wurde auch er über die Angriffspläne der Romulaner<br>               informiert, welche die Antares vor einigen Monaten abfangen<br>               konnte.<br><br>               Der Sicherheitschef stellt einige Berechnungen an seiner<br>               Konsole an. Dann:<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Ihr Kurs führt sie direkt zur<br>                         Erde.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Ich wusste es.<br>                             (zum Steuermann)<br>                         Steuermann, setzen Sie Kurs auf<br>                         die Erde. Maximumwarp.<br><br>                                   INTREPID STEUERMANN<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   INTREPID KOMM-OFFIZIER<br>                         Sir, soll ich die Sternenflotte<br>                         informieren.<br><br>               Jackelson schüttelt den Kopf.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Nein. Die Romulaner könnten<br>                         unseren Funk abhören und wenn das<br>                         geschieht und sie wissen, dass<br>                         wir von ihnen wissen, dann haben<br>                         wir keine Chance mehr.<br>                             (zu Claus)<br>                         Aktivieren Sie die<br>                         Selbstzerstörung der Sonde. Die<br>                         Romulaner sollen sie nicht<br>                         finden.<br><br>                                   CLAUS<br>                         Ja, Captain.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Steuermann, beschleunigen!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        33     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_setacourse.jpg">EXT. WELTRAUM</a>                                           33<br><br>               Die Intrepid kommt hinter dem Kometen hervor und<br>               beschleunigt auf Warpgeschwindigkeit.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>        34     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 34<br><br>               Wir SEHEN Ingenieure an der Außenhülle der Antares<br>               arbeiten. Eine Shuttlekapsel startet aus dem Hangar und<br>               fliegt zur beschädigten Warpgondel.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        35     EXT. ANTARES - STEUERBORDGONDEL                         35<br><br>               Wir sehen nun das volle Ausmaß des Schadens an der<br>               Antriebsgondel. Einige der Warpspulen hat es stark<br>               erwischt.<br><br>               Müller und einige NDs sind in Raumanzügen mit der Reparatur<br>               beschäftigt.<br><br>               Die Shuttlekapsel hält ihre Position etwa zwei Meter von<br>               der Gondel entfernt, während weitere NDs Ersatzteile aus<br>               dieser ausladen und zu Müller und den anderen bringen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        36     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   36<br><br>               Alle Brückenoffiziere an ihren Stationen.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Die Arbeiten gehen nur langsam<br>                         voran, Captain. Die Gondel ist<br>                         wirklich stark mitgenommen, wir<br>                         haben nicht genug Ersatzspulen,<br>                         wie für die Reparatur nötig sind.<br>                         Meine Leute arbeiten<br>                         Doppelschichten, aber es wird<br>                         mindestens noch eine Woche<br>                         dauern, bis wir genug hergestellt<br>                         haben, um die Gondel wieder in<br>                         Betrieb nehmen zu können.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (niedergeschlagen)<br>                         Verstanden. Beeilen Sie sich.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Sie kennen mich doch, Captain.<br>                         Müller Ende.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain. Ich habe die ganze Zeit<br>                         über Langreichweitenscans<br>                         durchgeführt, damit wir nicht<br>                         überrascht werden, für den Fall,<br>                         dass andere Schiffe auftauchen<br>                         sollten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr gut, George.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist Ansichtssache. Denn es<br>                         sind andere Schiffe auf den<br>                         Sensoren aufgetaucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können Sie sie identifizieren?<br><br>                                   BEEM<br>                             (hasserfüllt)<br>                         Romulaner!<br><br>               Caylon sieht Beem überrascht an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Lieutenant Beem hat leider Recht,<br>                         Captain. Es handelt sich um<br>                         Romulaner... Eine enorme Flotte<br>                         von über einhundert Schiffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ach du Schande...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das ist unser Ende!<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Allerdings scheinen sie uns nicht<br>                         geortet zu haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oder wir ineressieren sie nicht.<br>                             (beat)<br>                         Mein Gott... sie fliegen zur<br>                         Erde, nicht wahr?<br><br>               Mestral nickt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (betroffen)<br>                         In der Tat.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sehen Sie es mal so, Captain.<br>                         Jetzt wissen wir wenigstens, dass<br>                         die Angriffspläne der Romulaner<br>                         zutreffend waren. Und es wohl<br>                         noch sind.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist ja äußerst tröstlich, Mr.<br>                         Torlan.<br><br>               Caylon aktiviert das Komsystem.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Müller.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        37     EXT. ANTARES - STEUERBORDGONDEL                         37<br><br>               Müller und die anderen sind noch immer schwer bei der<br>               Arbeit.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (arbeitend)<br>                         Sprechen Sie, Captain.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>        38     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   38<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, es ist soweit. Die<br>                         Romulaner sind unterwegs.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>        39     EXT. ANTARES - STEUERBORDGONDEL                         39<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Nicole... Sie müssen schneller<br>                         fertig werden!<br><br>               Müller ist zu entsetzt, um zu antworten.<br><br>                                                       ENDE INTERCUT.<br><br>        40     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   40<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu Caylon)<br>                         Sir...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Darius?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ängstlich)<br>                         Wie sollen wir das überstehen?<br>                         Wie sollen wir so eine riesige<br>                         Flotte aufhalten?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Sternenflotte hat in den<br>                         letzten Jahren fleißig Schiffe<br>                         gebaut.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aber bei Weitem nicht genug, um<br>                         so viele Romulaner aufhalten zu<br>                         können.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (long beat; ernst)<br>                         Ich weiß.<br>                             (beat)<br>                         Aber das ändert nichts an der<br>                         Tatsache, dass wir es zumindest<br>                         versuchen müssen.<br><br>               AUF den verzweifelt dreinblickenden Tschernovsky:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        41     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_home.jpg">EXT. WELTRAUM - ERDE</a>                                    41<br><br>               Die Intrepid kommt nahe der Erde aus dem Warp zurück in den<br>               Normalraum gesprungen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        42     EXT. ERDE - STARFLEET COMMAND - TAG                     42<br><br>               Establishing Shot.<br><br>        43     INT. STARFLEET COMMAND - KORRIDOR - TAG                 43<br><br>               In einem der schier zahllosen Korridore rematerialisiert<br>               (!) Captain Jackelson. Sofort setzt er sich laufend in<br>               Bewegung, rennt beinahe ein paar Offiziere um, die sich in<br>               den Korridoren aufhalten, bis er schließlich sein Ziel<br>               erreicht:<br><br>        44     INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - TAG - FOLGEND 44<br><br>               Anwesend sind Admiral Forrest und BEOBACHTER SOVAL.<br><br>               Ohne anzuklopfen kommt in diesem Augenblick Jackelson<br>               hereingestürmt.<br><br>                                   JACKELSON<br>                             (außer Atem)<br>                         Admiral Forrest! Ich muss Sie<br>                         dringend sprechen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wie Sie vielleicht sehen,<br>                         Captain, bin ich in einer<br>                         Besprechung.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Tut mit Leid, Sir, aber dies kann<br>                         nicht warten.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nun gut. Setzen Sie sich doch,<br>                         Captain.<br><br>               Jackelson setzt sich.<br><br>                                   JACKELSON<br><br>                             (noch immer außer Atem)<br>                         Danke, Sir.<br><br>                                   FORREST<br>                         Nun, Captain?<br><br>                                   JACKELSON<br>                             (long beat; weiß erst<br>                              nicht, wie er dem<br>                              Admiral die schlechten<br>                              Nachrichten beibringen<br>                              soll)<br>                         Die Romulaner sind unterwegs.<br><br>               Forrest sieht ihn entsetzt an.<br><br>                                   JACKELSON (CONT'D)<br>                         Die Angriffspläne scheinen also<br>                         zu stimmen.<br><br>                                   FORREST<br>                             (entsetzt)<br>                         Wir können es nur hoffen,<br>                         Captain. Denn wenn nicht, sind<br>                         wir verloren.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Um ehrlich zu sein, Sir, ich<br>                         glaube nicht, dass das einen<br>                         Unterschied macht. Sie kommen mit<br>                         über einhundert Schiffen. Und<br>                         wahrscheinlich können wir noch<br>                         einmal so viele einfach nur nicht<br>                         orten.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wenn die Angriffspläne stimmen,<br>                         dann sind es 265 Raumschiffe der<br>                         Romulaner.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Gegen eine solche Übermacht<br>                         können wir gar nicht gewinnen.<br><br>                                   FORREST<br>                             (beat)<br>                         Danke, Captain. Wegtreten.<br><br>                                   JACKELSON<br>                             (verwirrt)<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Jackelson geht. Sobald er den Raum verlassen hat:<br><br>                                   SOVAL<br>                         Captain Jackelson hat Recht,<br>                         Admiral. Sie können die Romulaner<br>                         nicht schlagen.<br><br>                                   FORREST<br>                             (bissig)<br>                         Stimmt, denn unsere angeblichen<br>                         Freunde haben uns wieder einmal<br>                         den Rücken gekehrt, als es<br>                         brenzlich wurde.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Wir haben Sie davor gewarnt, dass<br>                         so etwas passieren könnte. Und es<br>                         ist passiert. Zweimal.<br><br>                                   FORREST<br>                         Und bisher haben wir immer<br>                         überlebt. Und das werden wir auch<br>                         diesmal.<br>                             (beat)<br>                         Denn anders, als Sie vielleicht<br>                         glauben mögen, Soval, haben wir<br>                         die Monate, seit dem Tag, an dem<br>                         wir die Angriffspläne in die<br>                         Finger bekamen, genutzt, um uns<br>                         vorzubereiten.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Und was gedenken Sie zu tun,<br>                         Admiral.<br><br>                                   FORREST<br>                         Sie erinnern sich bestimmt noch<br>                         an Ihre Ankunft auf der Erde,<br>                         Soval.<br>                             (beat)<br>                         Wir hatten gerade den dritten<br>                         Weltkrieg beendet. Zahllose<br>                         Atomraketen waren damals<br>                         abgefeuert worden.<br>                             (beat)<br>                         Aber noch viel mehr wurden<br>                         niemals eingesetzt. Seit fast<br>                         einem Jahrhundert liegen sie in<br>                         irgendwelchen Silos begraben...<br>                         es wird Zeit, dass wir sie für<br>                         etwas Gutes einsetzen...<br><br>                                   SOVAL<br>                         Admiral, als Vertreter der<br>                         vulkanischen Regierung kann ich<br>                         es nicht zulassen, dass--<br><br>                                   FORREST<br>                             (unterbricht; wütend)<br>                         Darf ich Sie daran erinnern, dass<br>                         Sie und Ihr Kollege Tos nur noch<br>                         Beobachter auf diesem Planeten<br>                         sind. - Sie haben hier gar nichts<br>                         mehr zu sagen, Sie sind nur hier,<br>                         um zu beobachten. Und ich schwöre<br>                         Ihnen, Beobachter Soval, wenn Sie<br>                         etwas anderes tun, als das, dann<br>                         werde ich Sie persönlich<br>                         inhaftieren lassen.<br>                             (beat)<br>                         Und das können Sie als einen<br>                         Schwur verstehen.<br><br>               AUF Forrests entschiedenen Gesichtsausdruck:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        45     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                 45<br><br>               Noch immer sind die Reparaturen am Schiff im vollen Gange.<br><br>        46     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   46<br><br>               Mestral hat das Kommando, Tschernovsky, Beem und Torlan an<br>               ihren Stationen, ein ND an der Wissenschaft.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Mr. Torlan, melden Sie sich bitte<br>                         in meinem Raum.<br><br>               Ohne eine Bestätigung zu geben, steht der Andorianer von<br>               seiner Station auf und geht in Richtung Bereitschaftsraum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        47     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM - FOLGEND              47<br><br>               Caylon sitzt hinter seinem Schreibtisch und schaut zur Tür.<br>               Er wartet auf Torlan, der in diesem Augenblick klingelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein.<br><br>               Torlan betritt den Raum und setzt sich sogleich Caylon<br>               gegenüber.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Hier bin ich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         In der Tat, danke, Mr. Torlan.<br>                             (beat)<br>                         Mr. Torlan, ich habe nachgedacht<br>                         und ich habe eine Bitte an Sie.<br><br>               Torlan nickt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wenn die Romulaner die Erde<br>                         erreichen, dann werden wir sie<br>                         wahrscheinlich nicht alleine<br>                         aufhalten können. Mit der Hilfe<br>                         der Vulkanier können wir nicht<br>                         rechnen und die meisten anderen<br>                         Spezies, mit denen wir<br>                         freundschaftliche Verhältnisse<br>                         haben, sind nicht weit genug<br>                         entwickelt um erstens pünktlich<br>                         da zu sein und zweitens<br>                         irgendetwas ausrichten zu können.<br>                             (beat)<br>                         Bis auf die Andorianer.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich verstehe, worauf Sie hinaus<br>                         wollen, Captain, aber--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht)<br>                         Ich möchte Sie bitten, Mr.<br>                         Torlan, Ihre Regierung zu<br>                         kontakten und sie um Hilfe zu<br>                         bitten.<br><br>               Torlan wendet sich beschähmt ab.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was ist los, Mr. Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain...<br>                             (beat)<br>                         Vielleicht wäre es besser, wenn<br>                         Sie diese Anfrage selbst machen<br>                         würden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieso das?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögernd)<br>                         Ich habe Ihnen doch vor einigen<br>                         Monaten erzählt, dass ich zuhause<br>                         nicht sonderlich willkommen sei<br>                         und dass ich deshalb dem<br>                         Austauschprogramm beigetreten<br>                         wäre.<br><br>               Caylon erinnert sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögernd)<br>                         Das war nur die halbe Wahrheit,<br>                         Captain. Ich bekleide den Rang<br>                         eines Defenders in der Imperialen<br>                         Garde, das entspricht ungefähr<br>                         einem Ihrer Lieutenants.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das weiß ich.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was Sie allerdings nicht wissen<br>                         ist, dass ich zuvor bereits den<br>                         Rang eines Commanders innehatte,<br>                         was Ihrem Commander-Rang<br>                         entspricht. Ich wurde degradiert<br>                         und in das Austauschprogramm<br>                         zwangsversetzt. Ich bin hier<br>                         quasi im Exil.<br>                             (beat)<br>                         Es wäre also sicherlich weitaus<br>                         besser, wenn Sie die Anfrage<br>                         machen würden, Captain. Sie sind<br>                         bei uns zu Hause auf Andor<br>                         weitaus höher angesehen, als ich<br>                         es bin.<br>                             (beat)<br>                         Weitaus höher.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das fällt mir schwer zu glauben,<br>                         Mr. Torlan. Immerhin bin ich doch<br>                         ein "Pinky".<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber Sie haben den Vertrag<br>                         zwischen unseren beiden Völkern<br>                         ausgehandelt.<br><br>                                                         FLASHCUT TO:<br></font></p><br><p><font face="Courier New">        48     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_K2.jpg">EXT. WELTRAUM - FLASHBACK</a>                               48<br><br>               Der Erdenaußenposten K-2 wird von zwei Andorianischen<br>               Kreuzern beschossen.<br><br>               Der Außenposten erwidert das Feuer mit einer Salve von<br>               photonischen Torpedos.<br><br>                                                         FLASHCUT TO:<br><br>        49     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM - FORTSETZUNG          49<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, aber das war, nachdem ich<br>                         zwei Ihrer Schiffe vernichten<br>                         ließ.<br>                             (beat)<br>                         Sie stellen die Anfrage. Ich<br>                         denke, das wäre angebrachter.<br>                             (long beat; dann<br>                              scherzhaft)<br>                         Wenn ich Sie schon dieses letzte<br>                         Jahr an Bord hier ertragen habe,<br>                         dann möchte ich daraus jetzt auch<br>                         einen Nutzen ziehen, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (seufzt)<br>                         Also gut.<br><br>               AUF den wenig überzeugten Torlan:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        50     EXT. ERDE - STARFLEET COMMAND - TAG                     50<br><br>               Establishing-Shot.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        51     INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - TAG           51<br><br>               Wir SEHEN Admiral Forrest am Fenster seines Büros stehen<br>               und auf die Stadt San Fransisco hinausblicken.<br><br>               Wir FAHREN mit der KAMERA um ihn HERUM, um sein Gesicht<br>               SEHEN zu können. Es ist ein Ausdruck purer Trauer und<br>               Angst. Er blickt in das Paradies hinaus, das sie sich in<br>               den vergangenen einhundert Jahren geschaffen haben. Sollte<br>               dies wirklich alles vernichtet werden?<br><br>               AUF Forrests Gesichtsausdruck:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>        52     EXT. ERDE - STARFLEET COMMAND - FORREST'S FENSTER - TAG  52<br><br>               Noch immer SEHEN WIR Forrest's traurig dreinblickendes<br>               Gesicht durch das Fenster.<br><br>               Wir DREHEN nun mit der KAMERA, so dass wir einen Blick auf<br>               die Straßen von San Fransisco werfen können. Und nun SEHEN<br>               auch wir, was ihn so unglücklich macht: Durch die Straßen<br>               rollen Transporter. Jeder von ihnen hat eine Atomrakete<br>               geladen... und die Straßen sind voll davon.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        53     INT. ERDE - STARFLEET COMMAND - KONFERENZRAUM - ABEND   53<br><br>               SUPER: 31.12.2156, 23:52 PST<br><br>               Anwesend und um den Konferenztsich verteilt SEHEN WIR<br>               Admiral Forrest, ADMIRAL LEONARDS, COMMANDER WILLIAMS und<br>               drei weitere ND ADMIRÄLE.<br><br>               Eine Wand des Konferenzraumes ist eine Fensterfront, durch<br>               welche wir in das nächtliche San Fransisco und auf die<br>               beleuchtete Golden Gate Brücke schauen können.<br><br>               An die gegenüberliegende Wand sind eine Reihe von großen<br>               und weniger großen Bildschirmen angebracht, auf welchem wir<br>               verschiedene Statusberichte SEHEN KÖNNEN, sowie die<br>               Positionen aller Sternenflottenschiffe und einiges mehr.<br><br>               Über dem größten der Bildschirme befindet sich außerdem<br>               noch ein Chronometer, welches die aktuelle planetare<br>               Standartzeit anzeigt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Meine Herren, lassen Sie uns<br>                         anfangen.<br><br>               Alle nicken kurz.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (zu Leonards)<br>                         Dan?<br><br>                                   LEONARDS<br>                         Ich habe 75 Prozent unseres<br>                         Sicherheitspersonals hier auf der<br>                         Erde von ihren Posten abgezogen,<br>                         um bei der Verlegung der Raketen<br>                         zu helfen. Trotzdem geht die<br>                         Sache bisher nur zögernd voran.<br><br>                                   WILLIAMS<br>                         Tatsache ist, dass wir zwar genug<br>                         Leute haben, aber nicht genug<br>                         Schiffe, um die Raketen zu den<br>                         Abschussrampen im Atlantik zu<br>                         bringen.<br><br>                                   LEONARDS<br>                         Bisher ist es uns jedoch gelungen<br>                         93 Prozent der Raketen an ihr<br>                         Ziel zu bringen.<br><br>                                   FORREST<br>                         Eine beeindruckende Leistung,<br>                         meine Herren, aber das geht noch<br>                         zu langsam. Wenn die Romulaner<br>                         hier eintreffen, und das wird<br>                         bald sein, nützen uns diese<br>                         Waffen überhaupt nichts, wenn sie<br>                         noch auf dem Weg zu ihren<br>                         Abschussrampen sind.<br><br>                                   ADMIRAL #1<br>                         Wir haben mittlerweile eine<br>                         Flotte von 26 Schiffen im Orbit<br>                         versammelt. Die sollten die<br>                         Romulaner für eine Weile<br>                         aufhalten. Lange genug<br>                         jedenfalls, um uns genug Zeit zu<br>                         verschaffen, die Raketen in<br>                         Stellung zu bringen.<br><br>                                   WILLIAMS<br>                         Das Problem ist allerdings, dass<br>                         unter diesen 26 Schiffen nur elf<br>                         DeepSpace-Schiffe sind. Die<br>                         restlichen 15 sind veralterte<br>                         Warp 2-Schiffe.<br><br>                                   FORREST<br>                         Was ist mit den anderen Schiffen?<br><br>                                   WILLIAMS<br>                         Wir haben sie alle auf<br>                         verschlüsselten Kanälen<br>                         kontaktiert. Aber leider sind die<br>                         restlichen Schiffe zu weit weg,<br>                         um rechtzeitig eintreffen zu<br>                         können.<br>                             (beat)<br>                         Und den Kontakt zur Antares haben<br>                         wir komplett verloren, wir...<br>                             (beat)<br>                         ... wir hoffen aber dennoch, dass<br>                         sie noch zur Erde kommen wird.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir sprechen hier von über<br>                         einhundert, wahrscheinlich sogar<br>                         über zweihundert romulanischen<br>                         Schiffen. Ich bezweifle, dass es<br>                         da einen Unterschied machen wird,<br>                         ob wir nun 26 oder 27 Schiffe<br>                         hier haben.<br><br>                                   WILLIAMS<br>                         Wie gesagt, Sir. Sie müssen die<br>                         Romulaner nicht besiegen können.<br>                         Es reicht, wenn die Schiffe uns<br>                         etwas Zeit verschaffen, um die<br>                         Atomraketen in Position zu<br>                         bringen.<br><br>               Forrest denkt eine Weile darüber nach. Dann:<br><br>                                   FORREST<br>                         Okay, allerseits. Beenden wir die<br>                         Sitzung. Wir sollten alle<br>                         versuchen noch etwas zu schlafen.<br>                             (beat)<br>                         Denn ich bezweifle, dass wir in<br>                         nächster Zeit viel Gelegenheit<br>                         dazu bekommen werden.<br>                             (beat)<br>                         Möge Gott uns allen gnädig sein.<br><br>               Forrest steht auf und die anderen tun es ihm gleich. Bis<br>               auf unseren Lieblingsadmiral verlassen alle den<br>               Konferenzraum.<br><br>               Forrest geht zur großen Fensterfront und schaut hinaus auf<br>               die untergehende Sonne.<br><br><br>               Das Chronometer hinter ihm zeigt nun die aktuelle Uhrzeit<br>               an: 0:00 PST.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                             (zu sich; mit einem<br>                              ironischen Unterton)<br>                         Frohes neues Jahr...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        54     EXT. ERDE - VULKANISCHE BOTSCHAFT - ABEND               54<br><br>               Establishng Shot.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        55     INT. VULKANISCHE BOTSCHAFT - TOS' QUARTIER - ABEND      55<br><br>               TOS, der Assistent von Soval, betritt sein Quartier. Er<br>               setzt sich sogleich an ein Computerterminal und aktiviert<br>               es. Schritzeichen erscheinen auf dem Display. Jedoch sieht<br>               das geübte Auge auf den ersten Blick: Es sind keine<br>               vulkanischen. Sie sind romulanisch.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        56     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_aufwarp.jpg">EXT. WELTRAUM - WARP</a>                                    56<br><br>               Die Antares bewegt sich mit maximaler Warpgeschwindigkeit<br>               durchs All.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 1.<br>                         Januar 2157. Wir kennen nicht die<br>                         Gründe, weshalb dies geschehen<br>                         ist, aber ein vulkanischer<br>                         Kreuzer hat uns entdeckt und uns<br>                         mit Ersatzteilen für unseren<br>                         Warpantrieb versorgt. Der<br>                         Kommandant meinte, dies sei eine<br>                         Art Freundschafsdienst von<br>                         Botschafter Soval. - Nun bewegen<br>                         wir uns mit maximaler<br>                         Warpgeschwindigkeit in Richtung<br>                         Erde.<br>                             (beat)<br>                         Ich hoffe, wir kommen noch<br>                         rechtzeitig. Und ich hoffe, dass<br>                         Torlans Anfrage bei der<br>                         andorianischen Regierung nicht<br>                         zurückgewiesen wurde.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        57     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                        57<br><br>               Caylon hinter seinem Schreibtisch. In diesem Augenblick<br>               summt der Türmelder.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja bitte.<br><br>               Die Tür wird geöffnet und Torlan betritt den Raum. Seine<br>               Miene ist ernst, wie immer.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hatten Sie Erfolg, Mr. Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wenn Sie unter Erfolg das<br>                         vollständige Ausbleiben desselben<br>                         verstehen, dann ja, Captain. Ich<br>                         hatte vollen Erfolg.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihre Regierung hat es abgelehnt<br>                         uns zu helfen?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögernd)<br>                         Nicht direkt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was dann?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nachdem ich meine Identität<br>                         genannt hatte und darum bat<br>                         durchgestellt zu werden, lachte<br>                         der Soldat an der Komm-Station<br>                         nur und beendete die Verbindung.<br>                             (beat)<br>                         Bei jedem meiner zehn Versuche.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Ich fasse es nicht...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie sollten es besser, Captain.<br>                         Denn so ist es gelaufen. -<br>                         Jedesmal.<br><br>               Caylon sinkt in seinem Stuhl zusammen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (long beat;<br>                              niedergeschlagen)<br>                         Dann sind wir verloren.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nicht zwangsläufig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tut mir leid, wenn ich da nicht<br>                         ganz so optimistisch bin, wie<br>                         Sie, Mr. Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain, Sie sollten darüber<br>                         nachdenken, die Anfrage doch<br>                         selbst zu machen. Sie werden<br>                         sicherlich mehr Erfolg haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie schon gesagt, ich wäre mir da<br>                         nicht so sicher, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was kann es schaden, es<br>                         wenigstens zu versuchen? Wie Ihr<br>                         Menschen selber sagt: Fragen<br>                         kostet ja nichts.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        58     INT. BIRD OF STEALTH - BRÜCKE                           58<br><br>               Wir befinden uns im abgedunkelten Kommandozentrum eines<br>               getarnten romulanischen Schiffes. Eines der Schiffe, die<br>               von einem der Birds of Vengeance geschleppt werden.<br><br>               Zahllose romulanische Offiziere sind an den einzelnen<br>               Stationen. Und im Zentrum sehen wir wieder IHN: Fato.<br><br>               Der Zenturion aus Akt 2 wendet sich von einer der Stationen<br>               ab und geht auf Fato zu.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Admiral.<br><br>               Fato blickt zu ihm auf.<br><br>                                   ZENTURION (CONT'D)<br>                         Wir haben soeben Nachricht von<br>                         unserem Spion erhalten.<br><br>                                   FATO<br>                         Sprich.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Offenbar befördern die Menschen<br>                         eine große Anzahl von Flugkörpern<br>                         in einen ihrer Ozeane. Dort<br>                         sollen sich geheime<br>                         Abschussvorrichtungen befinden.<br><br>               Fato scheint darauf nicht zu reagieren.<br><br>                                   ZENTURION (CONT'D)<br>                         Praetor, davon hat Er uns nichts<br>                         gesagt.<br>                             (beat; zögernd)<br>                         Könnte es möglich sein, dass Er<br>                         uns nicht mit allen Informationen<br>                         versorgt hat?<br><br>                                   FATO<br>                         Alles ist möglich. Aber ich habe<br>                         keinen Grund an seiner<br>                         Aufrichtigkeit zu zweifeln.<br>                         Alles, was er bisher prophezeit<br>                         hat, entsprach der Wahrheit.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Aber sollten wir unseren Angriff<br>                         nicht vielleicht noch einmal<br>                         überdenken?<br><br>                                   FATO<br>                         Es ist unser Schicksal, diesen<br>                         Krieg zu führen! Er hat es uns so<br>                         gesagt. Wenn Sie das nicht<br>                         akzeptieren, wird Ihr Schicksal<br>                         unweigerlich der Tod sein. Haben<br>                         Sie verstanden?<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Ja, ich bitte um Verziehung.<br><br>                                   FATO<br>                         Gewährt.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Aber hat Er nicht auch zunächst<br>                         gesagt, dass wir auf gar keinen<br>                         Fall Krieg gegen die Menschen<br>                         führen sollten?<br><br>                                   FATO<br>                         Das Jetzt ist, was zählt. Und<br>                         jetzt hat Er uns gesagt, dass es<br>                         unser Schicksal ist, anzugreifen<br>                         und Krieg gegen die Menschen zu<br>                         führen. - Ich werde die Invasion<br>                         nicht abbrechen.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Aber--<br><br>                                   FATO<br>                             (unterbricht)<br>                         Wir greifen mit einer Armada von<br>                         265 Raumschiffen an... Mögen es<br>                         zehn, mögen es gar hundert, gar<br>                         zweihundert Schiffe sein, die die<br>                         folgenden Stunden nicht<br>                         überstehen. Selbst wenn ich<br>                         sterben sollte, weiß ich, dass es<br>                         so sein soll, dass es Bestimmung<br>                         ist.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Wir sollten dennoch äußerst<br>                         vorsichtig sein, Admiral.<br><br>               Fato nickt.<br><br>                                   FATO<br>                         Das werden wir auch sein. Und<br>                         deshalb werden wir uns nun von<br>                         der Flotte abkoppeln... und die<br>                         Schlacht zunächst aus dieser<br>                         Position beobachten.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Aye, Sir.<br><br>               AUF Fatos entschlossenen Gesichtsausdruck:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        59     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_aufwarp.jpg">EXT. WELTRAUM - WARP</a>                                    59<br><br>               Die Antares rast an unserer Kamera vorbei.<br><br>        60     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   60<br><br>               Alle Führungsoffiziere sind an ihren Stationen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain. Die Romulaner haben Ihr<br>                         Sonnensystem erreicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüstert)<br>                         Verdammt!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sir, es ist noch nicht zu spät.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Mr. Torlan.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, wir ändern den Kurs.<br><br>               AUF Tschernovskys überraschtes Gesicht:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        61     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_derfeind.jpg">EXT. WELTRAUM</a>                                           61<br><br>               Die Romulanische Flotte kommt aus dem Warp. Wir sehen, wie<br>               die locker taumelden Schleppseile eingefahren werden,<br>               offenbar wurden also die getarnten Schiffe abgetrennt.<br><br>        62     INT. INTREPID - BRÜCKE                                  62<br><br>               Wie alle an ihren Stationen. Es herrscht taktischer Alarm.<br><br>                                   INTREPID SICHERHEITSCHEF<br>                         Sir, die Romulaner nähern sich<br>                         dem Mars.<br><br>                                   JACKELSON<br>                         Verstanden. - Steuermann, bringen<br>                         Sie uns in Position.<br><br>                                   INTREPID STEUERMANN<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        63     EXT. WELTRAUM                                           63<br><br>               Die 26 Sternenflottenschiffe verlassen den Erdorbit und<br>               fliegen auf die romulanische Flotte zu, welche sich auch<br>               weiterhin dem Mars nähert.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        64     INT. STARFLEET COMMAND - KONFERENZRAUM - NACHT          64<br><br>               Forrest befindet sich allein hier und beobachtet die<br>               Anzeigen auf den Bildschirmen an der Wand. Wir können<br>               SEHEN, wie die Sternenflotte sich den Romulanern nähert.<br><br>               NAHAUFNAHME: FORREST<br><br>               Das Gesicht des Admirals ist vollkommen ausdruckslos.<br><br>                                   FORREST<br>                         Es beginnt...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        65     <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x12_tobe.jpg">EXT. WELTRAUM</a>                                           65<br><br>               Die Sternenflottenschiffe nähern sich weiter tapfer der<br>               riesigen Romulanerflotte.<br><br>               SUPER: Fortsetzung folgt...<br><br>               AUF die beiden Flotten:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE<br></font><br><br><br></p><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3693</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x11 - Die Seuche</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x11-die-seuche-r3616/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><br>  <a href="http://downloads.scifinews.de/file_12808.html"><br>  <img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0111.jpg" width="353" height="500"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x11) - "Die Seuche"</font></b><br>Zip File <br>Größe: 0,50 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Nachdem sie Kontakt mit den Pakled hergestellt hat, macht sich an Bord der Antares eine merkwürdige Seuche breit. Zwar kann der Erreger schnell identifiziert werden, jedoch gelingt es Doktor Miller und ihrem Team nicht, ein Gegenmittel zu entwickeln. Wird die Crew diese Epidemie überleben?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><div align="center"><br>  <center><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="75%" id="AutoNumber1"><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"> </p></td><td width="50%" valign="top" colspan="2" align="center"><br>  <p align="center" style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><b>Promo-Material</b></p></td><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"> </p></td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><br>  <td width="50%" valign="top" align="center" colspan="2"><br>  <p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover1x11_render.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover1x11_render.jpg" border="0" width="76" height="107"></a><br><b><font size="1">Cover 1x11</font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,21 MB</p><br>    </td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="50%" valign="top" align="center" colspan="2"><b>Szenen-Bilder</b></td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><br><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x11_teaser.jpg"><br><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x11_teaser.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x11 - Treffen mit den Pakleds </font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,22 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x11_pakleds.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x11_pakleds.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x11 - Die Konfrontation </font></b><br>  Dateityp: jpg <br>Größe: 0,25 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x11_enter.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x11_enter.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x11 - Auf dem Weg zur Oberfläche </font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,27 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x11_closing.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x11_closing.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x11 - Im Anflug</font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,20 MB</td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><br> </td><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x11_alienworldn.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x11_alienworldn.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x11 - Abendrot</font></b><font size="1" color="#FFFF00"><b><br>  </b></font>Dateityp: jpg <br>Größe: 0,20 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x11_alienworld.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x11_alienworld.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x11 - Die Stadt</font></b><font size="1" color="#FFFF00"><b><br>  </b></font>Dateityp: jpg <br>Größe: 0,19 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <br>   </td></tr></table></center><br></div><br><br> <p><br><br><font face="Courier New">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                   "Die Seuche"<br>                                        <br><br>                                    written by<br>                                   Markus Rackow<br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>         1     EXT. WELTRAUM - ANTARES                                  1<br><br>               Das Sternenflottenschiff fliegt mit langsamer<br>               Impulsgeschwindigkeit an der Kamera vorbei.<br><br><br>               An seiner Steuerbord-Andockschleuse befindet sich ein<br>               marode wirkender, orange-braun-frabener Frachter, der nun<br>               das Dock verlässt und wendet.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 17.<br>                         Oktober 2156. Nach zweitägigen<br>                         Verhandlungen mit Händlern, die<br>                         sich selbst Pakleds nennen, haben<br>                         wir mehrere Tonnen an nénsurische<br>                         Waren an Bord. Die Nénsu scheinen<br>                         ein Volk von einem angeblich etwa<br>                         siebzehn Lichtjahre entfernten<br>                         Planeten zu sein, das auf einem<br>                         hohen technischen Niveau lebt,<br>                         allerdings vom Weltraumflug<br>                         Abstand hält.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         2     INT. ANTARES - FRACHTRAUM                                2<br><br>               Die Kamera ist eingestellt auf eine runde, silberne Tonne<br>               mit fremden Schriftzeichen als Aufdruck. Plötzlich scheint<br>               die Tonne weggeschoben zu werden, die Kamera folgt dieser<br>               Bewegung mit leichter Verzögerung.<br><br>               Wir hören Geschnaufe und Geknurre, woraufhin sich die<br>               Kamera von dem Aufdruck entfernt und wir sehen, wie TORLAN<br>               eine dieser Tonnen in ihre passende Lücke schiebt. Offenbar<br>               hat er bereits gut zehn dieser Tonnen eingeräumt. Neben den<br>               Tonnen häufen sich Kisten, weitere Tonnen und andere<br>               Behälter.<br><br>               Gerade als er erneut ansetzen will, um die offenbar sehr<br>               schwere Tonne zu schieben, öfnet sich mit einem Zischen die<br>               Tür zum Frachtraum und LIEUTENANT JIM BEEM tritt ein, mit<br>               einem breiten Grinsen. Torlan dreht sich zu ihm um, als<br>               Beem gerade die Tür wieder schließt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich dachte, ich leiste Ihnen ein<br>                         wenig Gesellschaft, wissen Sie.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Brauche ich nicht. Trotzdem...<br><br>                             (beat)<br>                         ... danke.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Nichts zu danken. Das ganze<br>                         Schiff wird sicherlich sehen<br>                         wollen, wie Sie...<br><br>                                   TORLAN<br>                             (führt den Satz fort)<br>                         ... wie ich aggressiver<br>                         Andorianer diese dämliche<br>                         Strafarbeit erfülle, die darin<br>                         besteht, diese dämliche Fracht<br>                         hier einzuordnen?<br><br>                                   BEEM<br>                         So extrem hätte ich es nicht<br>                         formuliert...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber gedacht haben Sie's.<br><br>                             (beat; schiebt die Tonne<br>                              weiter)<br>                         Bei euch Menschen erkennt man<br>                         immer, was ihr denkt. Es ist<br>                         dieser... Gesichtsausdruck.<br><br>                                   BEEM<br>                         Schadenfreude?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja. Schadenfroh, das ist das<br>                         Wort.<br><br>                                   BEEM<br>                         Na ja, eigentlich können Sie<br>                         einem ja leid tun. Immerhin haben<br>                         Sie nichts weiter getan, als...<br><br>                             (beat; lacht)<br>                         ... dem Captain vor lauter Wut<br>                         beim Frühstück den heißen Kaffee<br>                         über die Uniform geschüttet und<br>                         nebenbei vor Wut noch einen<br>                         Teller seines Lieblingsporzellans<br>                         an die...<br><br>                                   TORLAN<br>                             (unterbricht Beem)<br>                         Ekel, nicht Wut.<br><br>                             (beat)<br>                         Vielleicht auch beides. Dieses<br>                         komische... "Brötchen" und dann<br>                         dieser "Belag", diese Rotwurst.<br>                         Bah! Und dann noch diese<br>                         Giftbrühe. Dieser Orangensaft...<br>                         Da schmeckt ja das Gift der<br>                         andorianischen Sokosblüte besser!<br><br>                                   BEEM<br>                         Nur dass die in drei Sekunden<br>                         tötet.- Aber Sie wussten doch,<br>                         dass Captain Caylon kein<br>                         andorianisches Frühstück...<br><br>                                   TORLAN<br>                             (unterbricht Beem)<br>                         Andorianer haben kein Frühstück.<br>                         Wir haben auch kein Mittagessen<br>                         und auch kein Abendessen und auch<br>                         kein Dessert. Wir essen alle zwei<br>                         Tage, und zwar dann etwa drei<br>                         Stunden lang. Das ist normal.<br><br>                                   BEEM<br>                         Für Sie. Nicht für uns. Andere<br>                         Kulturen, andere Sitten.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das sind keine Sitten...<br>                             (beat; schiebt mit einem<br>                              Ruck die Tonne an ihren<br>                              Platz)<br>                         Das ist...<br><br>               Mitten im Satz bricht der Andorianer ab, als plötzlich eine<br>               der Tonnen, die auf einer anderen steht, anfängt zu<br>               wackeln. Torlan hechtet einen Schritt zur Seite und<br>               versucht die Tonne mit aller Kraft wieder hochzustemmen,<br>               was ihm misslingt, woraufhin er wegspringt.<br><br>               Wir sehen in ZEITLUPE, wie die Tonne rutscht und nach unten<br>               fällt.<br><br>               In dem Moment, in dem sie auf den Boden aufklatscht,<br>               beenden wir die Zeitlupe, und mit einem lauten Knall platzt<br>               der Inhalt aus der Tonne heraus. Ein Schwall von grünlichem<br>               Wasser entlädt sich in den gesamten Frachtraum, Torlan und<br>               Beem werden nassgespritzt.<br><br>               Das Wasser verteilt sich im Raum, offenbar ist eine Art<br>               Fisch in dem Wasser gewesen, welcher nun vergeblich nach<br>               einer tiefen Pfütze sucht.<br><br>               Beem sieht das ganze angewidert an.<br><br>                                   BEEM<br><br>                             (fassungslos)<br>                         AH!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das... Das...<br><br>                                   BEEM<br>                         ... darf doch wohl nicht wahr<br>                         sein? Ja, das darf es nicht.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich werde mich weigern, diese<br>                         Schweinerei sauber zu machen. Ich<br>                         gehöre nicht zum<br>                         Reinigungspersonal. Ich bin doch<br>                         keine Putzfrau!<br><br>                                   BEEM<br>                         Es gibt kein spezielles<br>                         Reinigungspersonal. Aber<br>                         vielleicht sollten Sie es<br>                         einführen...<br><br>               AUF Torlan, dann auf den überschwemmten Boden. Die Kamera<br>               bewegt sich nach oben, wir sehen wie eine weitere Tonne<br>               wackelt und bedrohlich sich zur Seite neigt, dort, wo die<br>               Kisten mit den anderen Waren stehen...<br><br>                                   TORLAN<br>                         NEIN!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         3     INT. ANTARES - MASCHINENRAUM                             3<br><br>               SCHWENK ÜBER DEN WARPKERN<br><br>               Der Warpkern gibt das gewohnte, laute und dumpfe Brummen<br>               von sich. Der Maschinenraum ist - wie gewohnt - voller<br>               Offiziere, die an Konsolen arbeiten oder an irgendwelchen<br>               Dingen herumschrauben.<br><br>               Nur STEUERMANN DARIUS TSCHERNOVSKY hat eine andere Aufgabe:<br>               Er poliert den Warpkern und die an ihn grenzenden<br>               Computerkonsolen mit einem Lappen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu sich)<br>                         Ist das die Belohnung für eine<br>                         moralische Tat?<br><br>               CHEFINGENIEUR COMMANDER MÜLLER erscheint hinter ihm, mit<br>               einer metallenen Tasse Kaffee in der Hand.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehen Sie es als Geschenk an. Sie<br>                         haben die Ehre, meinen Warpkern<br>                         zu polieren.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Soweit ich weiß, ist er<br>                         Sternenflotteneigentum.<br><br>                             (beat)<br>                         Verdammt, aber es war doch nie<br>                         die Rede von einer solchen<br>                         Bestrafung... Ich dachte, trotz<br>                         all der Ereignisse vor einem<br>                         Monat...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Der Captain scheint an der<br>                         Verteilung solcher Strafarbeiten<br>                         Spaß gefunden zu haben. Unserem<br>                         geliebten Torlan geht es auch<br>                         nicht viel besser...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es ist nur... Was bringt es,<br>                         einen Metallzylinder mit<br>                         hochgefährlicher Antimaterie und<br>                         Materie zu putzen?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Keine Angst, da kann nichts<br>                         passieren!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich habe keine Angst. Ich komme<br>                         mir nur blöd vor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nehmen Sie's mit Humor.<br><br><br>               Müller trinkt noch einen Schluck, dann schüttelt sie die<br>               letzen Tropfen des Bechers aus und trifft die Wand des<br>               Warpkerns.<br><br>               Mit einem Grinsen entfernt sie sich.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Humor... Wie sie das genießt.<br><br>               Tschernovsky schrubbt weiter, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         4     INT. ANTARES - FRACHTRAUM - MOMENTE SPÄTER               4<br><br>               Wir sehen Beem und Torlan, die mit einem modernen<br>               Staubsauger das Wasser vom Boden aufsaugen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Doktor Miller und der Captain<br>                         werden uns umbringen...<br>                         Diese Wasser war angeblich voller<br>                         Heilkräuter und hat uns einen<br>                         Plasmabildschirm gekostet...<br><br>               Torlan schnaubt verächtlich, und saugt weiter, während Beem<br>               aufsteht und offenbar ein wenig taumelt. Er fasst sich an<br>               den Kopf, muss einmal husten... Dann stützt er sich an der<br>               Wand ab und schließt die Augen. Benommen öffnet er sie<br>               wieder und geht zurück an die Arbeit.<br><br>               AUF Torlan und Beem, dann ...<br><br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>         5     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM                         5<br><br>               Wir blicken in die unendlichen Weiten des Weltalls, die<br>               Sterne verschwimmen zu langen Streufen, da wir uns mit<br>               Warpgeschwindigkeit bewegen, während ein schnelles, dumpfes<br>               und sehr bassbetontes einerseits, andrerseits sehr<br>               sopranlastiges Musikstück im Hintegrrund läuft, das einen<br>               sehr fremdartigen Eindruck macht.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares,<br>                         Nachtrag. Die Lage an der Grenze<br>                         scheint immer unsicherer zu<br>                         werden. Gerüchten zufolge wird<br>                         ein Personentransporter der<br>                         Sternenflotte vermisst, das sich<br>                         auf dem Weg zum Sirius-System<br>                         befand. Es gehen Gerüchte um,<br>                         eine getarnte romulanische Flotte<br>                         befände sich in dem System.<br>                         Selbst wenn nicht - die Angst auf<br>                         der Erde steigt mit jedem Tag.<br><br>               Die Kamera bewegt sich plötzlich und enthüllt, dass wir uns<br>               im Bereitschaftsraum des Captains befinden. CAPTAIN CAYLON<br>               sitzt an seinem Schreibtisch und hat offenbar eine<br>               Frachtliste geöffnet.<br><br>               BLICK AUF DIE TÜR DES BEREITSCHAFTSRAUMS<br><br>               Das Türsignal ertönt.<br><br>                                   CAYLON (O.S.)<br>                         Herein!<br><br>               Müller betritt das Zimmer, die Tür schließt sich wieder.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich wurde gerufen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe irgendwie ein schlechtes<br>                         Gewissen...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie bitte?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich meine die Fracht, die wir von<br>                         den Pakleds aufgenommen haben.<br>                         Ich werde das Gefühl nicht los,<br>                         dass die Pakleds sie los werden<br>                         wollten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Schmuggelware?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Möglich. Oder sie ist verdorben<br>                         und sie haben uns nur eine gute<br>                         Probe gegeben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na ja, jetzt ist es auf jeden<br>                         Fall zu spät. Ich hoffe, dass zum<br>                         Beispiel die Nénsurische Eiscreme<br>                         in Ordnung ist. Die soll ja sehr<br>                         gut schmecken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genauso gut wie das Nénsurische<br>                         Wasser. Aber Doktor Miller hat<br>                         bereits...<br>                             (hustet)<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ein wenig besorgt)<br>                         Vielleicht sollten Sie mal zu ihr<br>                         gehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herrgott, einmal Husten und man<br>                         ist krank? - Wo war ich? Ach ja,<br>                         das Nensurische Wasser hat sich<br>                         Dotkor Miller schon unter den<br>                         Nagel gerissen. Da sollen<br>                         irgendwel--<br>                             (hustet)<br>                         --welche Kräuter drin sein.<br>                         Mestral will die Nénsurischen<br>                         Mineralien untersuchen und ich<br>                         will die Nénsurische<br>                         Musiksammlung haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Man hört es. Ich dachte erst,<br>                         dass sei Musik der Aborigines.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Besser als deutsche Folklore.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie kennen ja gar keine deutsche<br>                         Volksmusik.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun ja... Da wären zum<br>                         Beispiel...<br><br>                             (beat)<br>                         Warum waren Sie eigentlich<br>                         gekommen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelt, besonders<br>                              höflich)<br>                         Wegen einer wichtigen<br>                         Angelegenheit. In Ensign<br>                         Ostrowskis, Crewman DaSilvas und<br>                         in meinem Namen will ich Sie<br>                         darum ersuchen, die Nénsurische<br>                         Wolle für eine Strick- und<br>                         Häkelgruppe freizugeben...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schmunzelnd, sie<br>                              anblickend)<br>                         Eine was?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (errötet leicht)<br>                         Sie haben mich verstanden, Sir...<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (sieht sie<br>                              verständnislos an)<br>                         Ich habe Kopfschmerzen. Auf der<br>                         Wartungsliste stehen nicht<br>                         weniger als gut fünfzig Punkte.<br>                         Sie befinden sich im Dienst.<br>                         Unser Frachtraum quillt nur so<br>                         über. An unserer Grenze gehen<br>                         merkwürdige Dinge vor sich...<br>                         Überall wartet Arbeit.<br>                             (beat)<br>                         Und jetzt kommen Sie mir mit<br>                         einer Häkelgruppe?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wissen Sie, die meisten<br>                         verbessern sich ja sofort... Aber<br>                         es kann doch wohl nicht wahr<br>                         sein, dass Doktor Miller<br>                         bekannter ist als ich...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ignoriert sie)<br>                         Wenn Sie das daraus schließen,<br>                         bitte.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (fährt fort)<br>                         ... und dass diese Crew unfähig<br>                         ist...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beleherend)<br>                         Na, keine Verallgemeinerungen!<br>                         Außerdem ist Ihr Patient der<br>                         Warpkern, Doktor Miller versorgt<br>                         die Crew. Daher ist sie<br>                         zwangsläufig ein wenig bekannter.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber ich bin der Erste Offizier,<br>                         oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist Ihr Selbstwertgefühl<br>                         angekratzt worden?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht ein bisschen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schmunzelt)<br>                         Dann schlage ich vor, Sie gehen<br>                         zu Doktor Miller, Commander<br>                         Mill... oh, pardon, Müller.<br><br>               Plötzlich bekommt Caylon eine Art Hustenanfall.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (nach mehrmaligem<br>                              Husten)<br>                         Pardon...<br><br>               Dann muss er erneut husten, doch diesmal scheint es gar<br>               nicht aufzuhören.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Captain?...<br>                             (besorgt)<br>                         Frederick!<br><br>               Caylon hustet immer stärker, hat offenbar große Probleme<br>               Luft zu holen.<br><br>               Müller springt mit einem Satz zum Intercom.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Müller an Krankenstation!<br>                         Medizinischer Notfall! Eine<br>                         Person!<br><br>                                   MILLERS KOMSTIMME<br>                         Verstanden!<br><br>               Müller geht hektisch zum Captain, der immer weiter hustet<br>               und nach Luft ringt, greift ihm unter die Arnme und eilt so<br>               schnell es mit einem schweren Mann unter den Armen geht zur<br>               Tür hinaus.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         6     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - SPÄTER                   6<br><br>               Caylon liegt - offenbar mit Beruhigungsmitteln ruhig<br>               gestellt und mit einer kleinen Sauerstoffmaske auf dem Mund<br>               - auf dem zentralen Bett der Krankenstation.<br><br>               Miller untersucht ihn und sieht des öfteren auf den großen<br>               Wandschirm, während Müller unruhig daneben steht und vor<br>               Nervosität scheinbar an einem Fingernagel herumnagt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht hat er nur einen durch<br>                         Stress bedingten leichten<br>                         Hustenreiz.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (sarkastisch)<br>                         Und erstickt deshalb fast?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sowas soll es geben...<br><br>                                   MILLER<br>                             (zynisch)<br>                         Wer ist hier der Doktor? Müller<br>                         oder Miller?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr amüsantes Wortspiel.<br><br>               Die Kamera fährt langsam, dann immer schneller auf Caylon<br>               zu.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Danke.<br><br>               Schließlich rast die Kamera auf Caylons Brust zu. Wir rasen<br>               durch Fleisch und andere Gewebe, Blutbahnen. Dann bleibt<br>               die Kamera inmitten eines Nervenkanals stehen. Plötzlich<br>               beginnt es scheinbar zu blitzen, blendendes Licht<br>               durchzuckt unregelömäßig und immer schneller den<br>               Nervenstrang.<br><br>               PLötzlich rast der Nerv aus dem Bild und wir wechseln zu<br>               der vorherigen Einstellung.<br><br>               Caylon schnellt hoch, ist plötzlich hellwach und hustet<br>               erneut stark.<br><br>               Nebenbei bildet sich ein nasser Fleck an seinem Hosenbein,<br>               während der Husten aufhört.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ah, weilen wir wieder unter den<br>                         Leben...<br>                             (sie sieht den Fleck auf<br>                              Caylons Hose)<br>                         Oh...<br><br>               Caylon errötet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt... Das bleibt unter<br>                         Ihrer Schweigepflicht, Doktor...<br><br>                             (zu Müller)<br>                         DAs gilt für Sie auch, Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich werde dann mal gehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, Sie haben das Kommando!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verstanden<br><br>               Müller verlässt eiligen Schrittes die Krankenstation.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ruft Müller zu)<br>                         Ach, Nicole...<br><br>               Müller bleibt im Türrahmen stehen und dreht sich um.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Danke!<br><br>               Müller nickt, verlässt dann endgültig die Krankenstation.<br>               Die Doppeltür aschließt sich hinter ihr.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Miller)<br>                         Doktor, das ist mir unglaublich<br>                         unangenehm... Das ist mir heute<br>                         morgen schon mal passiert.<br><br>               Miller geht auf und ab. Wir sehen, dass die Krankenstation -<br>               bis auf die beiden Führungsoffiziere und eine<br>               Krankenschwester - leer ist.<br><br>                                   MILLER<br>                         Mir ist das ein Rätsel... Was<br>                         haben ihre Lungen mit ihrer Blase<br>                         zu tun? Überhaupt... Warum haben<br>                         Sie diese Beschwerden?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dafür sind Sie da, um das<br>                         heruaszufinden. Äh, haben Sie ein<br>                         Tuch?<br><br>               Miller geht zu ihrer Arbveitskonsole und holt drei weiße<br>               Stofftücher, in der Größe eines Taschentuches.<br><br>               Caylon nimmt sie und tupft damit seine Höse etwas ab.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Das tut mir sehr leid. Ich muss<br>                         dringend die Uniform wechseln.<br><br>                                   MILLER<br>                             (leicht angewidert)<br>                         Bitte... Ich... bin sowas<br>                         gewohnt, das muss Ihnen nicht<br>                         unangenehm sein.<br>                             (beat)<br>                         Haben Sie sonst noch Beschwerden?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (denkt kurz nach)<br>                         Nein, nichts, was ich sonst nicht<br>                         auch hätte.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das heißt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja, das normale. Mal ein wenig<br>                         Bauchschmerzen, mal leichte<br>                         Blähungen, mal Kopfschmerzen.<br>                         Nichts außergewöhnliches.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, das ist nichts<br>                         ungewöhnliches. Ich habe auch<br>                         nichts Anormales feststellen<br>                         können. Auch keine Erkältung oder<br>                         Asthma... Es scheint nur eine<br>                         Reizung ihrer Atemwege zu<br>                         geben...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Reizung?<br><br>                                   MILLER<br>                             (nachdenklich, starrt<br>                              auf den Monitor)<br>                         Ja... Eine Reizung. Wodurch<br>                         werden Ihre Atemwege gereizt?<br><br>               Plötzlich gleiten die beiden Flügel der Tür zur<br>               Krankenstation auseinander und Beem kommt, von einem<br>               Crewmitglied gestützt, hinein. Er sieht kreideblass aus.<br><br>               Miller verlässt sofort den Captain und eilt zu Beem und dem<br>               Offizier.<br><br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Was fehlt ihm?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf der Brücke klagte er über<br>                         Schwindelkeit und war ganz blass.<br>                         Dann brach er unter Schmerzen<br>                         zusammen und meinte er hätte<br>                         Herzstechen oder so was...<br><br>                                   MILLER<br>                         Zur Seite, bitte!<br><br>               Caylon weicht beiseite und von dem Bett hinunter. Der<br>               Offizier und Miller legen Beem auf das Bett.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Mister Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                             (schwach)<br>                         Ja...<br><br>               Miller untersucht Beem, während der Offizier zurücktritt<br>               und neben Caylon stehen bleibt. Der Offizier blickt<br>               zufällig nach unten und bemerkt den dunklen Fleck an<br>               Caylons Hose.<br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                         Äh...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Fragen Sie nicht.<br><br>                             (beat; streng)<br>                         Haben Sie nicht zu tun?<br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                             (nickt)<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Der Offizier verlässt schnell die Krankenstation.<br><br>                                   MILLER (O.S.)<br>                         Schon wieder!<br><br>               In einer neuen Einstllung sehen wir nun das Biobettm, auf<br>               dem ein nach wie vor kreidebleicher, aber nun wohl<br>               schmerzfreier Beem liegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Beem)<br>                         Geht es Ihnen soweit gut?<br><br>               Beem nickt schwach.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Es geht...<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu caylon)<br>                         Schon wieder habe ich einem<br>                         Patienten ein die<br>                         Nervenleitfähigkeit blockendes<br>                         Serum verabreicht - und? Es<br>                         wirkt. Sofort geht es meinem<br>                         Patienten besser!<br><br>               Der Doktor geht zu einem Intercom und ruft die<br>               Krankenschwester, Sarah Parker.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Doktor an Parker!<br><br>                                   PARKERS KOMSTIMME<br>                         Parker hier!<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie was gegen ein paar<br>                         Überstunden?<br><br>                                   PARKERS KOMSTIMME<br>                         Immer!<br><br>                                   MILLER<br>                         Also dann, los geht's!<br><br>               Miller macht sich gerade auf den Weg zurück zu Caylon, als<br>               wir ein seltsames Geschrei hören und die Türen der<br>               Krankenstation sich öffnen.<br><br>               Torlan stürzt herein, fässt sich mit seinen beiden Fingern<br>               an seine Fühler.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (nervös, laut)<br>                         Ah! Ich drehe gleich durch! Bei<br>                         Andors Kraft, was ist das?<br><br>                                   MILLER<br>                         Was?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Meine Fühler...<br>                             (er sieht den Captain)<br>                         Es ist etwas sehr privates.<br><br>               Miller seufzt und deutet auf eines der Bette im<br>               Hintergrund.<br><br>                                   MILLER<br>                         Kommen Sie!<br><br>               Torlan setzt sich schließlich auf die Bettkante, während<br>               Miller ihn untersuchen will, doch der Andorianer, der nach<br>               wie vor mit seinen Händen die Fühler hält, sträubt sich.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Vorhang!<br><br>               Miller zieht gehorsam den hellen, seidenen Vorhang zu.<br><br>               Einstellung auf Caylon, der verdutzt und nachdenklich das<br>               Geschehen beobachtet, während er mit verschränkten Armen<br>               wartend auf und ab geht.<br><br>               In der vorherigen Einstellung sehen wir nun, wie Torlan nun<br>               seine Fühler loslässt, die sofort wie verrückt anfangen,<br>               sich in alle Richtungen zu drehen und zu winden.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Ah... Oh nein... Ah!<br><br>               Er greift wieder nach seinen Fühlern und hält sie still.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Sie können sich nicht vorstellen,<br>                         wie sich das anfühlt...<br><br>                                   MILLER<br>                         Nicht wirklich.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (kribbelig)<br>                         Wie ein einziger, dauerhafter...<br>                         Wie nennen Sie das? Orgamas?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein.<br><br>                             (schluckt)<br>                         So ähnlich. Seit wann haben Sie<br>                         diese... Beschwerden?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Seit zehn Minuten spielen sie<br>                         verrückt, wobei sie seit einigen<br>                         Stunden jucken.<br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie irgendwelche Pflanzen<br>                         angefasst?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein! Ich war den ganzen Tag im<br>                         Frachtraum und habe Kisten<br>                         gestapelt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe den Eindruck, es handelt<br>                         sich um eine Art allergische<br>                         Reaktion...<br>                             (hält inne)<br>                         Einen Moment!<br><br>               Sie greift in die Tasche ihres dunkelblauen Doktorkittels,<br>               holt die moderne Spritze mit dem von ihr beschriebenen<br>               Serum hervor und injiziiert es Torlan am Oberarm. Der<br>               Andorianer guckt benommen nach der Injektion.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was war das?<br><br>                                   MILLER<br>                         Eine Art Beruhigungsmittel...<br>                         Wirkt es?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nun ja... Der juckreiz ist weg<br>                         und...<br>                             (er nimmt die Hände von<br>                              den Fühlern)<br>                         Ah...<br><br>               Die Fühler hängen etwas schlaff herunter. Offenbar haben<br>               sie sich vorübergehend beruhigt.<br><br>               In einer kurtz eingeschobenen Einstellung sehen wir nun den<br>               auf dem Bet liegenden Beem und Caylon, die sich<br>               unterhalten.<br><br>                                   BEEM<br>                             (noch immer schwach)<br>                         Was treibt Sie denn hierher, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Husten. Oder sowas in der Art.<br>                         Und ... andere Beschwerden.<br><br>                             (beat)<br>                         Und Sie? Ein Herzinfarkt?<br><br>               Beem richtet sich auf und setzt sich auf die Bettkante.<br><br>                                   BEEM<br>                         Akute Atemnot und Herzstechen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ah ja... Haben Sie eine Ahnung,<br>                         was unser tapferer Andorianer für<br>                         Sorgen hat.<br><br>                                   BEEM<br>                         Muss irgendwas mit seinen Fühlern<br>                         sein. Ich bin froh, dass ich<br>                         solche Dinger nicht habe...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schmunzelnd)<br>                         Dafür haben Andorianer andere<br>                         "Dinge" nicht, auf die sie nicht<br>                         gerne verzichten würden...<br><br>               In dem Moment zieht Doktor Miller den Vorhang beiseite und<br>               kommt mit Torlan näher. Vor Caylon bleibt sie stehen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Was zum Teufel ist das?<br><br>               AUF Miller, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I</font></p><br><br><p><font face="Courier New">                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>         7     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FOLGEND                  7<br><br>               Die Kamera bewegt sich mit Miller mit, die auf und ab geht,<br>               während Beem, Caylon und Torlan ihr zuhören.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie alle drei hatten äußerst<br>                         merkwürdige Krankheitssymptome,<br>                         aber Ihnen scheint nichts zu<br>                         fehlen. Sie wirken ansonsten<br>                         allesamt kerngesund.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich fühle mich aber nicht so...<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie fühlen sich schwach durch<br>                         Sauerstofmangel, da Sie durch das<br>                         Herzstechen Panik hatten, tief<br>                         durchzuatmen. Das ist alles.<br>                             (beat)<br>                         Wo bleibt eigentlich...<br><br>               Plötzlich öffnent sich die Tür und ein Offizier betritt,<br>               geführt von SARAH PARKER, Doktor Millers dunkelhäutige,<br>               junger Krankenschwester, die Krankenstation.<br><br>                                   PARKER<br>                             (ruft hektisch)<br>                         Doktor Miller! - Schnell!<br><br>               Miller eilt herbei und führt den Offizier auf das Biobett.<br>               Beem nickt und steht von der Kante auf.<br><br>                                   MILLER<br>                         Was fehlt Ihnen?<br><br>                                   PARKER<br>                         Ich war auf dem Weg hierher, als<br>                         ich ihn bewusstlos auf der Erde<br>                         fand!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich denke, er kann selber<br>                         sprechen...<br><br>                                   PARKER<br>                             (nervös)<br>                         Ja, natürlich, Sie haben Recht,<br>                         ich rede mal wieder viel zu viel,<br>                         was sowieso niemanden<br>                         interessiert und ich sollte nicht<br>                         immer so einnehmend sein.<br>                         Es tut mir leid, aber Sie wissen<br>                         ja, wie ich bin...<br><br>               Alle sehen sie skeptisch an.<br><br>                                   PARKER (CONT'D)<br>                         Ich... werde...<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich möchte einfach Ruhe haben.<br><br>               Caylon, Beem, Torlan und Parker nicken.<br><br>               Miller wendet sich dem Offizier auf dem Bett zu.<br><br>                                   OFFIZIER #2<br>                         Ich habe seit heute morgen so<br>                         einen schwarzen Punkt auf dem<br>                         rechten Auge. Und vorhin konnte<br>                         ich plötzlich auf dem linken Auge<br>                         fast nichts mehr sehen und dann<br>                         wurden auf dem anderen die<br>                         schwarzen Flecken immer mehr<br>                         und... Na ja, dann bin ich aus<br>                         dem Maschinenraum hierher<br>                         gekommen und habe eine<br>                         Rohrleitung übersehen...<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Das erklärt die Beule am Kopf.<br>                         Und warum Sie bewusstlos waren.<br>                             (holt einen Scanner)<br>                         Ich bin zwar kein Augenarzt, aber<br>                         ich würde sagen, ihre Sehnerven<br>                         sind ausgefallen. Ein Fehler auf<br>                         der Netzhaut also. Äh... Moment.<br>                             (wendet sich an alle<br>                              herumstehenden)<br>                         Hätten Sie die Güte, vielleicht<br>                         zurück zum Dienst zu gehen oder<br>                         wenisgtens ein wenig Abstand zu<br>                         nehmen.<br><br>               Caylon, Parker, Torlan und Beem nicken. Sie verteilen sich<br>               in der Krankenstation, Beem geht zu einem Bett, Torlan<br>               folgt ihm, Caylon setzt sich auf einen Stuhl an Millers<br>               Arbeitskonsole, Parker verschwindet im Hintergrund.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Gut. Also...<br>                             (scannt das Auge)<br>                         Hm... Seltsam...<br><br>               Auf dem Bildschirm sehen wir eine schmematische Ansicht des<br>               Auges und der Netzhaut des Offiziers.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ich begreife das nicht...<br>                             (grübelt nach, legt den<br>                              Scanner beiseite)<br><br>                                   OFFIZIER #2<br>                             (besorgt, nervös)<br>                         Bin ich etwa blind?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich glaube kaum... Nicht so<br>                         plötzlich.<br>                             (beat)<br>                         Einen Moment...<br>                             (ruft in den Raum)<br>                         Sarah, ich benötige Gathryzin<br>                         200.<br><br>                                   OFFIZIER #2<br>                         Bitte was?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Keine Sorge. Nur ein<br>                         nervenstimulierendes Mittel.<br><br>               Krankenschwester Parker kommt mit einem Injektionsgerät in<br>               der Hand und reicht es Doktor Miller.<br><br>                                   PARKER<br>                         Bitte sehr.<br><br>                                   MILLER<br>                         Danke.<br><br>               Miller setzt die Spritze an und wir hören ein leises<br>               Zischen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         So, jetzt warten wir ein paar<br>                         Sekunden... Sie werden gleich<br>                         wohl ein leichtes Kribbeln<br>                         verspüren und etwas... "unter<br>                         Strom" stehen, wenn man so will,<br>                         aber das sollte es auch sein.<br><br>               Miller und Parker warten ein paar Sekunden, der Offizier<br>               sieht beunruhigt aus. Plötzlich erhellt sich seine Mimik.<br><br>                                   OFFIZIER #2<br>                         Was war das?<br><br>                                   MILLER<br>                         Tja, wie die Heilung des Blinden.<br><br>                                   PARKER<br>                         Sie kennen die Bibel?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja.<br><br>                             (zum Offizier)<br>                         Verschwinden die Punkte?<br><br>                                   OFFIZIER #2<br>                         Langsam, ja...<br><br>                                   PARKER<br>                             (zu Miller)<br>                         Das ist toll, ich war als kleines<br>                         Mädchen Mitglied in einem<br>                         Gospelchor...<br><br>                                   MILLER<br>                         Also immer noch.<br><br>               Miller will mit dem Offizier reden, wird aber andauernd bon<br>               Parker unterbrochen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zum Offizier)<br>                         Gut, dann ruhen Sie...<br><br>                                   PARKER<br>                         Was meinen Sie mit immer noch? Na<br>                         ja, egal, auf jeden Fall fand ich<br>                         die Bibel schon immer unglaublich<br>                         faszinierend, wissen Sie. Und<br>                         überhaupt habe ich..<br><br>                                   MILLER<br>                             (streng, genervt zu<br>                              Parker)<br>                         Würden Sie bitte die Krankenstation<br>                         verlassen, Sarah. Sie sind zwar<br>                         immer nervös, aber heute würde ich<br>                         das Wort "hyper" voranstellen.<br><br>                                   PARKER<br>                             (enttäuscht)<br>                         Ja, okay, aber wenn Sie mich<br>                         brauchen, ich bin in meinen<br>                         Quartier. Also wenn...<br><br>                                   MILLER<br>                         Wegtreten!<br><br>               Parker verlässt ohne ein weiteres Wort die Krankenstation.<br>               Sie wirkt nervös, spielt mit ihren Fingern.<br><br>               Caylon kommt näher.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was war das denn?<br><br>                                   MILLER<br>                         Das frage ich mich auch.<br><br><br>               In dem Moment öffnent sich die Tür der Krankenstation und<br>               Darius Tschernovsky kommt herein, er hält mit seinem linken<br>               seinen linken, ausgestrechten und steif wirkenden Arm.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ah, Captain, da sind Sie ja! Bei<br>                         allem Respekt, aber Ihre<br>                         "Strafarbeiten" gehen zu weit.<br>                         Ich kann meinen Arm nicht mehr<br>                         bewegen! Und meine Hand, die<br>                         zittert wie... wie verrückt. Und<br>                         ich werde langsam verrückt.<br><br>               Miller deutet auf einen Stuhl.<br><br>                                   MILLER<br>                             (seufzt)<br>                         Setzen Sie sich!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (sich setzend)<br>                         Ist das Parkinson? Ich meine die<br>                         Hand?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wohl kaum so plötzlich. Außerdem<br>                         gibt es Parkinson so gut wie gar<br>                         nicht mehr. Und selbst wenn - die<br>                         Behandlung dauert drei Minuten.<br>                             (nimmt ein<br>                              Messinstrument<br>                         Also gut, Sie sagten Ihr Arm sei<br>                         taub?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, seit bestimmt... einer halben<br>                         Stunde!<br><br><br>               Caylon nähert sich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gereizt)<br>                         Ensign, wenn Sie mir jetzt auch<br>                         noch vorwerfen, dass ich daran<br>                         Schuld bin, können Sie die Brücke<br>                         auch gleich noch säubern!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         ES tut mir ja leid, Sir, aber<br>                         diese Aufgabe war doch völlig<br>                         irrsinnig. Wenn es doch etwas<br>                         produkti--<br><br>                             (mit schmerzverzerrter<br>                              Stimme)<br>                         AU!<br><br>               Miller hat eine Nadel in Tschernovskys Arm gestochen. Auf<br>               einem Display an der Oberseite der Nadel erscheinen<br>               Zahlenreihen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Hab ich's mir doch gedacht...<br>                         Irgendwas stimmt mit Ihren Nerven<br>                         nicht mehr. Irgendwie scheint die<br>                         Nervenfunktion gestört zu<br>                         werden... Ihre Muskeln wissen gar<br>                         nicht, dass sie was machen oder<br>                         empfinden sollen. <br><br><br>               Sie zieht die Nadel aus dem Arm, sticht sie nun etwas<br>               tiefer, näher bei der Hand unter die Haut.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Und hier ist genau das<br>                         Gegenteil...<br>                             (deutet auf das Display)<br>                         Gerade hatten wir zu niedrige<br>                         Werte... Aber da sollte ein Wert<br>                         von 0,6 sein.<br><br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Sie haben 1,1. Ihre Hand spielt<br>                         verrückt, weil die Nerven völlig<br>                         überlastet sind. Deshalb das<br>                         Zittern...<br><br>               Calyon kommt etwas näher.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Woran kann das liegen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das wüsste ich auch gerne...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich weiß es nicht... So etwas<br>                         habe ich noch nie erlebt.<br>                             (zu Caylon)<br>                         Und ich wette mit Ihnen, dass bei<br>                         allen anderen hier die<br>                         Nervenaktivität auch unregelmäßig<br>                         und falsch ist. Daher sind Ihre<br>                         Lungen gereizt, andrerseits Ihre<br>                         Blase...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß schon...<br>                             (beat)<br>                         Ich habe eine Befürchtung, aber...<br><br>                                   MILLER<br>                         Was?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was die Ursache sein könnte.<br><br>                                   MILLER<br>                         Was?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht eine neue Waffe der<br>                         Romulaner.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das würde erklären, warum mehr<br>                         und mehr diese seltsamen Symptome<br>                         haben...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gehen wir auf die Brücke!<br><br>                                   MILLER<br>                         Mister Tschernovsky, wenn jemand<br>                         kommt, rufen Sie mich bitte sofort.<br><br>                             (in den Raum)<br>                         Falls jemand von Ihnen Schmerzen<br>                         oder Müdigkeit verspürt, liegt<br>                         das am Medikament! Ich bin mit<br>                         dem Captain auf der Brücke!<br><br>               Die beiden gehen schnellen Schrittes aus der<br>               Krankenstation.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Äh, Doktor... mein Arm!<br><br>               Caylon öffnet dei Tür der Krankenstation und schiebt Miller<br>               mit seinem linken Arm behutsam hinaus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kommen Sie, Doktor, wir müssen<br>                         uns beeilen!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         8     INT. ANTARES - TURBOLIFT - MOMENTE SPÄTER                8<br><br>               Müller und Caylon stehen nebeneinander im Turbolift, auf<br>               dem Weg zur Brücke.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Falls diese eine Art Virus ist,<br>                         müssen wir die Kranken nicht<br>                         unter Karantäne stellen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn dies eine Krankheit ist, was<br>                         wir noch heruafinden müssen,<br>                         würde das kaum noch etwas<br>                         bringen. Es ist zu spät...<br>                             (beat)<br>                         Ich muss Ihnen etwas sagen, Sir...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   MILLER<br>                         Was auch immer das ist -<br><br>                             (beat)<br>                         Lange wird der Vorrat an<br>                         Neuronblockern und<br>                         Neuronstimulatoren nicht mehr<br>                         reichen... Außerdem ist das keine<br>                         Dauerlösung. Wenn die Wirkung des<br>                         Medikamentes nachlässt, werden<br>                         Sie zwar wieder etwas wacher<br>                         sein, aber auch wieder den<br>                         Hustenreiz bekommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was heißt das?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn dies eine Epedemie ist, müssen<br>                         wir die Kranken aufteilen. Die, die<br>                         nur leichte Beschwerden haben, und<br>                         die mit lebensbedrohlichen. Das<br>                         wiederum verstößt schließlich<br>                         zwangsläufig gegen meinen<br>                         hippokratischen Eid...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dazu wird es nicht kommen,<br>                         Doktor...<br>                             (besorgt)<br>                         Bestimmt nicht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>         9     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGENDE SZENE                   9<br><br>               Einige NDs arbeiten an ihren Stationen, Müller sitzt im<br>               Captainsessel, Mestral sitzt an seiner Konsole, als sich<br>               die Tür des Turbolift öffnet.<br><br>               Caylon und Miller verlassen den Turbolift und gehen direkt<br>               zu Mestrals Konsole. Der Vulkanier sitzt dort, sieht etwas<br>               benommen aus.<br><br>               Müller, die das Kommando inne hat, steht auf, Caylon hebt<br>               aber eine Hand und weist sie so an, sitzen zu bleiben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bleiben Sie ruhig sitzen, ich<br>                         komme gleich zu ihnen!<br><br>               Miller und Caylon gehen weiter zu Mestrals Station.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mestral, wir brauchen Ihre Hilfe!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (verwirrt<br>                         Äh, ja... Gerne, Captain.<br><br>                             (sieht Miller)<br>                         Ah, Doktor, es freut... es ist...<br>                         schön... sie zu.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles in Ordnung?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich... Ich habe Probleme, meine<br>                         mentale Konzentration aufrecht zu<br>                         erhalten. Ich scheine...<br>                         erschöpft zu sein.<br><br>               Miller sieht mit besorgtem Gesicht Captain Caylon an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun gut, scannen Sie bitte nach<br>                         sämtlichen ungewöhnlichen<br>                         Strahlenanomalien! Also Strahlen,<br>                         die hier nicht sein sollten.<br>                             (beat)<br>                         Verstanden?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zögernd)<br>                         Ja, ich...<br>                             (widmet sich seiner<br>                              Konsole)<br>                         Das dauert ein paar Sekunden...<br><br>               Nach etwa fünf Sekunden ist der Scan beendet, was durch ein<br>               Piepen signailisert wird.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Nein, nichts ungewöhnliches,<br>                         soweit ich das sehen kann.<br><br>                                   MILLER<br>                         Keine schädlichen oder<br>                         unbekannten Strahungsarten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (schüttelt den Kopf)<br>                         Nein, nichts auf den Sensoren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Irgendwelche romulanischen<br>                         Schiffe oder andere zunbekannte<br>                         Schiffe?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (sieht auf einen anderen<br>                              Monitor)<br>                         Nein, ebenfalls nichts. Wir sind<br>                         seit fast elf Stunden keinem<br>                         Schiff begegnet. Das letzte war<br>                         der Frachter der Pakleds...<br><br>               Miller fährt durch ihre Haare, wir sehen, dass sie sehr<br>               nachdenklich ist.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Caylon)<br>                         Also gut... Besser gesagt schlecht.<br>                         Das heißt nun, dass wir das gesamte<br>                         Schiff durchscannen müssen. UNd ich<br>                         muss diese Krankheitserreger<br>                         finden. Was wir gesehen haben,<br>                         diese Beschwerden... Das könnte<br>                         erst der Anfang sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde veranlassen, dass das<br>                         gesamte Schiff untersucht wird.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Vornehmlich bite die<br>                         Lüftungsschächte. Ich befürchte,<br>                         über die haben sich diese Erreger<br>                         verbreitet. Ich brauche einige davon<br>                         zu Untersuchungszwecken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und es gibt keine andere<br>                         Möglichkeit?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, es muss sich um einen Virus<br>                         handeln. So etwas habe ich aber<br>                         noch nie gesehen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also wissen wir auch nicht, ob<br>                         diese Symptome nur Vorboten einer<br>                         eventuell tödlichen Krankheit<br>                         sind...<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, aber ich befürchte, dass<br>                         sie tödlich ist. Wenn man nichts<br>                         gegen diese merkwürdige<br>                         Nervenstörung unternimmt.<br>                         Und wie gesagt, das Medikament<br>                         dafür reicht nicht für alle...<br><br>               Das Interkom piepst.<br><br>                                   TSCHERNOVSKYS STIMME<br>                         Doktor... Sie werden hier<br>                         gebraucht!<br><br>               Miller geht zum Interkom und antwortet.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich komme. Mestral, Sie kommen<br>                         bitte mit!<br>                             (zu Caylon)<br>                         Sie wissen, was ich suche?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Befehl verstanden, Sir!<br><br>                                   MILLER<br>                             (lächelt matt)<br>                         Gut, und dann legen Sie sich<br>                         bitte hin. Ihr Körper ist durch<br>                         das Medikament geschwächt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (seufzt)<br>                         In Ordnung, Doktor.<br><br>               Miller nickt, sie und Mestral gehen in den Turbolift, um<br>               zur Krankenstation zu fahren.<br><br>               Caylon geht zu Müller, die auf seinem Sessel sitzt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was ist nun los?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Eine Seuche... wahrscheinlich.<br>                         Wir müssen das ganze Schiff nach<br>                         der Quelle von noch unbekannten<br>                         Krankheitserregern durchsuchen.<br>                             (beat)<br>                         Hoffen wir das Beste...<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>        10     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 10<br><br>               Zwei männliche Offiziere befinden sich im Gang, während<br>               auch um sie herum reges Treiben herrscht, Offiziere gehen<br>               eiligen Schrittes durch den Gang.<br><br>               Einer der beiden Offiziere steht auf einer Leiter, eine<br>               Deckenplatte ist offenbar herausgenommen worden. Mit einem<br>               Messinstrument untersucht er den über ihm liegenden<br>               Lüftungsschacht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        11     INT. ANTARES - KORRIDOR - ZEITGLEICH                    11<br><br>               Ein männlicher und ein weiblicher Offizier eilen mit einem<br>               Messinstrument durch den Korridor.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        12     INT. ANTARES - FRACHTRAUM                               12<br><br>               Eine ganze Reihe von Crewmitgliedern untersucht den<br>               Frachtraum, ein Offizier bleibt vor einer der nénsurischen<br>               Frachttonnen stehen.<br><br>                                   OFFIZIER #3<br>                             (sieh auf sein<br>                              Messinstrument)<br>                         Mein Gott... Hier ist alles<br>                         verseucht...<br><br>                                                         SMASHCUT TO:<br><br>        13     INT. ANTARES - KRANKENSTATION - SPÄTER                  13<br><br>               BLICK DURCH EIN MIKROSKOP<br>               In einem runden Ausschnitt sehen wir auf einem hellblauen<br>               Hintergrund ein mehrzelliges Geschöpf, das mit zahlreichen<br>               Tentakeln ausgestattet zu seins cheint. Es pulsiert, seine<br>               Tentakel blitzen ab und an in einer Art elektrischem<br>               Funkeln.<br><br>               KAMERAFAHRT DURCH DIE KRANKENSTATION<br><br>               In der Krankenstation befinden mittlerweile rund fünfzehn<br>               Offiziere, darunter nach wie vor Beem, Torlan und<br>               Tschernovsky sowie Mestral und weitere, unbekannte<br>               Offiziere.<br><br>               Miller, bene noch zum Mikroskop heruntergebeut, kommt hoch<br>               und dreht sich in Richtung von Commander Müller und Captain<br>               caylon, die neben ihr stehen.<br><br><br>               Müller sieht nun durch das Mikroskop, während sich Miller<br>               an Caylon wendet.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das sind genau diesselben<br>                         Viecher, die ich auch im<br>                         Blutkreislauf und in den<br>                         Lymphbahnen von allen hier<br>                         anwesenden entdeckt habe. Es<br>                         scheinen merhzellige, winzige<br>                         Parasiten zu sein, die sich in<br>                         markanten Hirnbereichen<br>                         festsetzen und die dortigen<br>                         Nervenstränge anzapfen. Sie<br>                         kontrollieren dadurch quasi<br>                         einige unserer Organe und<br>                         Körperfunktionen. Und Sie gehen<br>                         damit nicht gerade sehr<br>                         verantwortungsvoll um...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie machen die das?<br><br>                                   MILLER<br>                         Das beunruhigt mich ja gerade.<br>                         Ich weiß weder, wie sie da genau<br>                         hinkommen, noch was sie da genau<br>                         machen, noch wie man sie dort<br>                         herauskriegt. Ich müsste das<br>                         gesamte Hirn auseinander nehmen.<br>                         Bei Lieutenant Beem befinden sich<br>                         alleine um die achttausend von<br>                         diesen Dingern im Hirn, die<br>                         meisten in dem Bereich, der den<br>                         Herzmuskel sowie den Kreislauf<br>                         steuert. Ich weiß nicht, wie<br>                         viele es bei Ihnen sind, aber Sie<br>                         sind auch infiziert.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich auch...<br><br>               Müller wendet sich vom Mikroskop ab und nimmt an der<br>               Unterhalung teil.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Reizend, nicht wahr?<br><br>                                   MILLER<br>                         Furchtbar reizend, ja.<br><br>                             (beat)<br>                         Wie auch immer. Aus irgendeinem<br>                         Grund leiten sie elektrische oder<br>                         andersgeartete Reize über das<br>                         Nervensystem und schwächen so die<br>                         Nervenleitfähigkeit.<br>                         Die Folgen sind Schmerzen, die<br>                         unnatürlich stark sind und die<br>                         man gar nicht haben sollte, oder<br>                         das Ausfallen von<br>                         Körperfunktionen. Die Neuronen,<br>                         also die Nervenzellen werden in<br>                         ihrer Funktion der<br>                         Datenübermittlung irgendwie<br>                         gestört.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die höchste Konzentration<br>                         befindet sich im Frachtraum. Die<br>                         Ware vom Planeten Nénsus scheinen<br>                         die Überltäter zu sein. Das<br>                         Wasser ist völlig verseucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber die Ware war doch<br>                         abgeschlossen...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber nicht gut genug. Torlan ist<br>                         eine der Kisten beim Einräumen<br>                         heruntergefallen. Sie ist<br>                         aufgeplatzt...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Daher weht der Wind.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wir müssen diese Händler, diese<br>                         Pakleds, finden. Vielleicht<br>                         können die uns weiterhelfen oder<br>                         uns die Koordinaten dieses<br>                         Planeten geben. - Und das<br>                         hoffentlich so schnell wie<br>                         möglich.<br><br>               In dem Moment öffnet sich die Tür der Krankenstation, zwei<br>               Offiziere kommen herein, die eine Frau tragen, die offenbar<br>               bewusstlos ist.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ich habe jetzt keine Zeit...<br>                         Captain, Commander... Sie müssen<br>                         diese Pakleds finden. Das<br>                         Gathryzin 200 und 300 reicht<br>                         nicht mehr lange, und ich habe<br>                         keine anderen Arzneien, die die<br>                         Neuronenaktivität senken oder<br>                         stärken können. Und meine<br>                         Assistentin, Ensign Parker, ist<br>                         auch ausgefallen. Ich brauche<br>                         hier Verstärkung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (hustet)<br>                         Verdammt, jetzt kommt dieser<br>                         nervige Husten wieder...<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn es schlimmer wird, kommen<br>                         Sie bloß her, Sir. Also dann!<br><br>               Miller geht nun zu den drei Offizieren, die soeben die<br>               Krankenstation betreten haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Caylon)<br>                         Das ist Gabriella DaSilva...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aus Ihrer Häkelgruppe wird wohl<br>                         vorerst nichts...<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelt matt)<br>                         Wohl nicht. Mh...<br><br>                             (mit schmerzverzerrtem<br>                              Gesicht)<br>                         Ah...<br><br>               Caylon sieht besorgtr seinen Ersten Offizier an. Miller<br>               hält beide Hände auf ihren Bauch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles okay?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, ich... ich habe nur Probleme<br>                         mit meinem Stuhlgang.<br><br>                             (leiser)<br>                         Besser gesagt ich habe keinen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernst)<br>                         Sie sollten besser hierbleiben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verkrampft)<br>                         Solange ich stehen kann, werde<br>                         ich Ihnen helfen. Kommen Sie, wir<br>                         haben zu tun!<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                          TIMECUT TO:</font></p><br><p><font face="Courier New">        14     EXT. WELTRAUM - ANTARES UND PAKLEDSFRACHTER             14<br><br>               Ein heruntergekommener, braun-roter Frachter, der ungefähr<br>               so halb so groß ist wie die Antares ist, befindet sich in<br>               geringer Distanz zur Antares, die sich ihm mit langsamer<br>               Geschwindigkeit nähert, dann aber abbremst und zum<br>               Stillstand kommt.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 21.<br>                         Oktober 2156. Nach über drei<br>                         Tagen Suche haben wir durch<br>                         Hinweise von Händlern einer<br>                         enolianischen Minenkolonie das<br>                         Schiff der Pakleds gefunden, das<br>                         uns die Fracht vom Planeten Nénsu<br>                         verkauft hat.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        15     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           15<br><br>               Die Krankenstation quillt nur so über von patienten, auf<br>               dem Hauptbiobett liegt Müller, die schwach aussieht, so,<br>               als ob sie im Sterben liegt, und offenbar starke<br>               Schmerzmittel bekommen hat.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Die Lage an Bord hat sich derweil<br>                         verschlimmert, jedes Crewmitglied<br>                         weist Krankheitssymptome auf und<br>                         hat in irgendeiner Form Schmerzen<br>                         oder Ausfälle. Mehr als zehn<br>                         Crewmitglied schwebwen in<br>                         Lebensgefahr. Darunter auch<br>                         Commander Müller... Versuche, die<br>                         Parasiten mit einer Art<br>                         Strahlenterapie abzutöten, hätten<br>                         Lieutenant Beem beinhae<br>                         umgebracht. Sie scheinen unsere<br>                         Körper als Geiseln zu nehmen.<br>                         Töten wir sie, töten sie vorher<br>                         uns.<br><br>        16     INT. ANTARES - BRÜCKE                                   16<br><br>               Wir sehen Caylon auf seinem Sessel sitzend, im Hintergrund<br>               und an den anderen Station arbeiten lediglich Mestral,<br>               Tschernovsky am Steuer sowie Torlan unüblicherweise an der<br>               Waffenkonsole, sowie drei weitere, unbekannte Offiziere.<br><br>               Auf dem Wandschirm sehen wir die zwei Pakleds, im<br>               Hintergrund sehen wir große Frachthallen, die keinen allzu<br>               gepflegten Eindruck machen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zum Wandschirm)<br>                         Könnte es nicht sein, dass Sie<br>                         uns dieses Zeug nur andrehen<br>                         wollten zu diesem Spottpreis,<br>                         weil Sie es loswerden wollten?<br><br>                                   PAKLED #1<br>                         Was?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (steht ruckartig auf)<br>                         Sie haben uns hintergangen! Das<br>                         ist Betrug. Die gesamte Fracht<br>                         ist verseucht mit unbekannten<br>                         Parasiten. Meine Crew wohl<br>                         sterben, wenn Sie uns nicht sagen<br>                         können, was für eine Krankheit<br>                         das ist! Oder was man dagegen<br>                         machen kann!<br><br>                                   PAKLED #2<br>                         Was meinen Sie, Mister?<br><br>               Caylon wirkt sehr greizt, hustet noch einmal. Sein Husten<br>               hört sich so an, als ob er deutlich schlimmer geworden sei.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verärgert)<br>                         Torlan, schießen Sie denen einen<br>                         Warnschuss vor den Bug!<br><br><br>               Torlan nickt, ein Piepen signalisiert, dass eine der<br>               Phasenkanonen abgefeuert wurde.<br><br>                                   PAKLED #1<br>                         Was sollen das?<br><br>               Die Pakleds unterbrechen die Verbindung, auf dem Schrim<br>               wechselt das bIld zu dem Antlitz ihres Frachters.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube, ich spinne!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (benommen)<br>                         Wir... haben sie wohl...<br>                         provoziert. Hoffentlich flüchten<br>                         sie nun nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde Sie jetzt verängstigen,<br>                         Mestral.<br><br>                             (zu Torlan)<br>                         Torlan, schießen Sie einen<br>                         Torpedo ab und lassen Sie ihn<br>                         fünfzig Meter vor ihrer Hülle<br>                         detonieren!<br>                             (beat)<br>                         Mal sehen, wer hier wen<br>                         provoziert.<br><br>        17     EXT. WELTRAUM - ANTARES UND PAKLEDSFRACHTER             17<br><br>               Ein Torpedo fliegt dem Pakledfrachter von der Anteres<br>               entgegen und detoniert kurz vor der Hülle der Pakleds.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        18     INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND                         18<br><br>               Wie zuvor. Mestral sieht überrascht auf, als seine Konsole<br>               piepst.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Alle Achtung, Sir. Es scheint zu<br>                         funktionieren. Sie rufen uns...<br>                         Oh, doch nicht... Sie schicken<br>                         uns Koordinaten zu. Es scheint<br>                         sich um einen Planeten zu<br>                         handeln.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sicher?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das steht hier.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie weit entfernt ist er?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Elf Lichtjahre entfernt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut...<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Mister Tschernovsky, setzen Sie<br>                         so schnell wie mög--<br>                             (hustet)<br>                         möglich einen Kurs, mit maximaler<br>                         Geschwindigkeit. das ist die<br>                         einzige Chance, die wir haben.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Warum fliegen wir nicht zur Erde<br>                         zurück?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Weil das viel zu lange dauert.<br>                         Die Erde ist viel weiter<br>                         entfernt, wir bräuchten Wochen<br>                         zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, und dann sind wir<br>                         wahrscheinlich<br><br>                             (hustet)<br>                         alle tot oder nicht mehr fähig,<br>                         dieses Schiff zu steuern.<br>                         Geschweige denn ein Heilmittel zu<br>                         entwickeln. Die Nénsu sind<br>                             (hustet)<br>                          die Quelle dieser Parasiten.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                             (kratzt an seinem<br>                              Fühler)<br>                         Vielleicht sind sie diese<br>                         Parasiten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hoffen wir nicht.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es wäre denkbar. Vielleicht<br>                         wollen diese Parasiten uns nur<br>                         dazu treiben, zu ihrem Planeten,<br>                         zu ihrer Heimat zurückzufliegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hoffen wir, dass da so einfach<br>                         ist.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>        19     EXT. WELTRAUM - ANTARES FLIEGT AUF PLANETEN ZU          19<br>               Die Antares fliegt mit hoher Impulsgeschwindigkeit auf<br>               einen grün schimmernden Planeten zu, der auf seinen Sonnen<br>               abgewandten Seite offenbar mit beleuchteten Städten<br>               überzogen ist, kleine, leuchtende Punkte zeigen sich im<br>               fast schwarzen, tiefdunklem Grün.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                             (mit schwacher Stimme)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 28.<br>                         Oktober 2156. Eine Woche hat es<br>                         gedauert, bis wir...<br>                             (hustet)<br>                         ... den Planeten Nénsu gefunden<br>                         haben. Die Lage an Bord ist<br>                         schlimmer als alles, was man sich<br>                         vorstellen kann.<br>                         Auch Doktor Miller ist<br>                         angeschlagen, drei Offiziere<br>                         mussten bereits sterben, die<br>                         verbliebene Hälfte der Crew--<br>                             (hustet)<br>                         ... siecht nur noch so vor sich<br>                         hin. Siebzehn Offiziere, darunter<br>                         glücklicherweise Miller und ich,<br>                         können noch realtiv problemfrei<br>                         arbeiten. Doktor Miller meint,<br>                         ihr dringend benötigtes<br>                         Medikament zögert das Versagen<br>                         wichtiger Organe immer schlechter<br>                         hinaus und wird wohl nur noch<br>                         einen TAg reichen. Ich hoffe,<br>                         dass die Nénsu uns helfen können.<br>                         Wir treten gerade...<br>                             (hustet)<br>                         ... in den Orbit von Nénsus ein.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>        20     EXT. WELTRAUM - ANTARES IM ORBIT DES PLANETEN NÉNSUS    20<br><br>               Die Antares schwebt im Orbit von Nénsus. Nach wenigen<br>               Sekunden sehen wir, wie ein Shuttel den Shuttlehangar des<br>               Schiffes verlässt und auf den Planeten zusteuert.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares,<br>                         Nachtrag: Der Kanzler der Nénsu<br>                         hat uns in die Hauptstadt des<br>                         Planeten eingeladen. Ihm zufolge<br>                         sei die Krankheit bekannt und man<br>                         habe ein sehr effizientes und<br>                         schmerzloses Heilmittel, um die<br>                         Parasiten abzutöten.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>        21     EXT. NÉNSU - TAG                                        21<br><br>               Die Oberfläche des Planeten ist genauso grün wie sie vom<br>               WQeltraum aus aussieht. Das Shuttler der Antares fliegt an<br>               der Kamera vorbei und rast durch eine Art Tal. Unter dem<br>               Shuttle, neben ihm:  Überall sind Bäume, es sieht aus wie<br>               ein einziger großer Regenwald. In noch einiger Entfernung<br>               sehen wir eine silber glänzende Stadt, einige hohe Gebäude<br>               stechen hervor. Nur die silberne, strahlende Farbe macht<br>               die Hauptstadt der Nénsu leicht erkennbar. Ihre Architektur<br>               verschmilzt mit riesigen Hügel, auf dem sie gebaut ist, und<br>               dem unendlichen Wald um sie herum.<br><br>               Der Himmel des Planeten ist in einer Mischung aus hellblau<br>               und einem leichten Grün gehalten, Regenwolken sind am<br>               Horizont zu erkennen, trotzdem breitet die hell<br>               orangefarbene Sonne des Planetensystems ihr Licht auf der<br>               Oberfläche aus.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        22     EXT. HAUPPTSTADT DER NÉNSU - LANDEPLATTFORM - TAG       22<br><br>               Das Shuttle landet auf einer Plattform, die offenbar tiefer<br>               gelegen ist und sich scheinbar mitten im dichten Dschungel<br>               befindet. Von der betonartigen Plattform führt eine Brücke<br>               in ein gläsernes Gebäude. Während das Shuttle landet,<br>               kommen der KANZLER der Nénsu sowie ein Dutzend Begleiter,<br>               zehn Soldaten, ein Arzt sowie ein Assistent, auf der Brücke<br>               näher.<br><br>               Caylon und Doktor Miller verlassen das Shuttle.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (sieht sich um)<br>                         Der Planet scheint nur von<br>                         Dschungel bedeckt zu sein. Ein<br>                         Paradies, fast unberührt...<br><br>                                   MILLER<br>                         Wir dürfen nicht zu lange hier<br>                         bleiben, höchstens drie Stunden.<br>                         Das Sauerstoffniveau der Luft ist<br>                         für uns zu hoch, ihre Lungen<br>                         dürften sich aber darüber freuen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (hustet)<br>                         Na ja... W- Wie sieht's mit ihren<br>                         Haaren aus?<br><br>                                   MILLER<br>                         Im Moment scheint der Ausfall<br>                         abzubremsen. Aber wie lange weiß<br>                         ich nicht.<br>                             (hört aufmerksam)<br>                         Hören Sie das?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Tiere und irgendwelche<br>                         Insekten wahrscheinlich.<br><br>               Die Delegation des Kanzlers rückt näher, sie sind noch etwa<br><br>               zwanzig Meter entfernt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sehen Sie!<br><br>               Der Doktor deutet mit einem Finger auf einen Baum, von dem<br>               sich ein Tier herabschwingt, das beharrt ist und an eine<br>               Mischung von Affe und Katze erinnert. Es kommt näher und<br>               baut sich vor Miller auf. Es reicht bis zur Mitte ihres<br>               Oberschenkels. Das Tier gibt fremdartige Laute von sich.<br><br>               Der Kanzler und seine Begleiter sind nun angekommen und<br>               bleiben etwa drei Meter von Caylon und Miller entfernt. Sie<br>               haben eine humanoide Körperform, ihre Haut ist auffallend<br>               dunkel, wirkt stellenweise fast transparent. Nur die<br>               Tatsache, dass sie sieben anstatt fünf Fingern haben und<br>               ihre grünen Augen fallen sofort ins Auge. Der Kanzler trägt<br>               ein weites und scheinbar lockeres Gewand und ist der Größte<br>               de Gruppe, seine Begleiter tragen Uniformen oder etwas, das<br>               wie ein Anzug aussieht.<br><br>                                   KANZER<br>                             (höflich, freundlich)<br>                         Seien Sie gegrüßt, Mensch Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verbeugt sich leicht)<br>                         Sie ebenso, Kanzler. Ich bedanke<br>                         mich für Ihr schnelles<br>                         Hilfsangebot.<br>                             (hustet)<br><br>                                   KANZLER<br>                         Das ist nicht der Rede wert. Wir<br>                         lieben Kontakt mit anderen,<br>                         allerdings fürchten wir den<br>                         Weltraum. Wir hätten die<br>                         Technologie, ihn zu bereisen,<br>                         ziehen es aber vor, ihn zu<br>                         meiden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da entgeht Ihnen aber viel.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Vor allem viele Gefahren.<br>                             (sieht zu Miller und dem<br>                              Tier)<br>                         Das werden Ihre Retter sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Wie bitte?<br><br>                                   KANZLER<br>                         Sie werden gleich alles sehen. <br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br><br>                             (beat)<br>                         Darf ich Ihnen meine Begleiterin<br>                         vorstellen?<br><br>                             (deutet auf Miller)<br>                         Das ist Doktor Miller, meine<br>                         Schiffsärztin.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Ein reizender Anblick, Doktor.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich oder das Tier?<br><br>               Caylon zuckt zusammen, als er Millers Bemerkung hört, ist<br>               schließlich sichtlich erleichtert, dass der Kanzler die<br>               Bemerkung als das versteht, was sie war: ein Witz. Er kommt<br>               nun leicht näher, woraufhin das Tier an Millers Bein die<br>               Flucht ergreift, auf einen Baum springt und im Dickicht der<br>               Bäume verschwindet.<br><br>                                   KANZLER<br>                             (lacht)<br>                         Humor! Wir werden uns immer<br>                         ähnlicher. Nun, würden Sie mich<br>                         begleiten, Captain Caylon?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt)<br>                         Gerne.<br><br>               Der Kanzler und seine Gefolgschaft drehen um, Caylon und<br>               Miller folgen ihnen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (flüstert Miller zu)<br>                         Lassen Sie mich bitte sprechen,<br>                         ja?<br><br>                                   MILLER<br><br>                             (lächelt, flüstert<br>                              zurück)<br>                         Wie Sie meinen.<br><br>               Die Gruppe setzt ihren Weg über die Brücke fort. Die Kamera<br>               fährt zurück, weg von der Gruppe, und wir sehen den unter<br>               der Brücke liegenden Bach klaren Wassers, an dem sich<br>               zahlreiche der eben beobachteten Tiere aufhalten. Es<br>               scheint, als ob einige von ihnen nach oben sehen.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        23     EXT. NÉNSUS - WALD UND BACH UNTER BRÜCKE - TAG          23<br><br>               An dem eben beschriebenen Bach hat sich eine große Gruppe<br>               der Tiere versammelt. Sie trinken wasser oder waschen sich.<br><br><br>               Plötzlich kommen aus dem Gebüsch blitzschnell Projektile,<br>               die einige der Tiere treffen, die anderen ergreifen -<br>               scheinbar laut fluchend - die Flucht. Nénsurische Soldtane<br>               kommen aus dem Wald und nehmen die Kadaver der erlegten<br>               Tiere auf.<br><br>               Die Kamera fährt nach oben, wo wir die Brücke und Teile des<br>               gläsernen Gebäudekomplexes sehen, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        24     INT. GEBÄUDEKOMPLEX - TAG                               24<br><br>               Der Kanzler, seine Gefolgschaft, sowie Caylon und Miller<br>               betreten durch das Gebäude, das eine Art große gläserne<br>               Kuppel ist. Eine Art Gitternetz überzieht die Hemisphäre,<br>               die Metallstreben dienen wohl zur Stabilität. Es erweckt<br>               den Eindruck eines Käfigs.<br><br>               An einem der viereckigen Bereiche an der Unterseite fehlt<br>               das Glas, dies ist der Eingang des Gebäudes, durch das die<br>               Gruppe geht. Caylon ist der vorletzte vor Miller, der<br>               eintritt, als er den Eingang passiert, weicht er erst<br>               erschrocken zurück, als ein Kraftfeld aufblitzt und seinen<br>               Körper in ein blaues Leuchten hüllt.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Keine Sorge. Das dient nur der<br>                         Hygenie und dem Schutz vor<br>                         Parasiten.<br>                         Wie ich es bereits gesagt habe:<br>                         Unser Planet ist die Heimat<br>                         dieser gefählrichen Geschöpfe.<br>                         Wir vermuten, dass sie bei einem<br>                         Asteroideneinschlag vor rund<br>                         dreihundert Jahren Ihrer<br>                         Zeitrechung hier einschlugen.<br><br>               Calyon und schließlich auch Miller passieren den Eingang<br>               und sehen sich in der großen Halle um. Gespräche und andere<br>               Geräusche hallen in der riesigen Kuppel wider, Es sieht<br>               alles sauber und gepflegt aus, das Erdgeschoss scheint im<br><br>               an die fünfzehn Meter Meter hoch zu sein. Darüber befinden<br>               sich weitere Etagen, die über eine Reihe von Liften im<br>               Zentrum des Gebäudes erreicht werden können. Einige<br>               Kunstwerke befinden sich hier zur Ausstellung, zahlreiche<br>               Nénsu laufen in dem riesigen Erdgeschiss herum, das 150<br>               Meter im Durchmesser misst.<br><br>                                   KANZLER (CONT'D)<br>                         Die Parasiten, die ja auch Ihre<br>                         Crew befallen haben, verbreiten<br>                         wie eine Seuche nach und nach<br>                         über den gesamten Weltraumsektor.<br>                         Wir tragen dafür die Schuld, das<br>                         gestehe ich ein. Aber um zu<br>                         verhindern, dass sich die<br>                         Parasiten nicht über die gesamte<br>                         Galaxie verbreiten, müssten wir<br>                         unseren gesamten, ohnehin nicht<br>                         großen Warenexport einschränken<br>                         oder kontrollieren. Das würde uns<br>                         finanziell ruinieren. Sie<br>                         befinden sich hauptsächlich im<br>                         Wasser unseres Planeten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber Ihre Welt scheint nicht<br>                         allzu viel Industrie zu besitzen.<br><br><br>                                   KANZLER<br>                         Vieles läuft unterirdisch ab.<br>                         Unser Planet war nicht immer so<br>                         voller Dschungel. Eine Art<br>                         Treibhauseffekt hat diese Welt in<br>                         ein derartiges Paradies<br>                         verwandelt, als sich die Meere<br>                         ausgebreitet hatten und die Erde<br>                         fruchtbar machten.<br>                             (beat)<br>                         Kommen wir zurück zu den<br>                         Parasiten. Hital?<br><br>               Hital, einer der nicht uniformierten Begleiter, ist<br>               offenbar Wissenschaftler.<br><br>                                   HITAL<br>                             (zu Miller und Calyon)<br>                         Sie zapfen Nervenbahnen jedes<br>                         Wesens an, das so geartet ist wie<br>                         wir, also überhaupt ein<br>                         Nervensystem hat. Sie fangen<br>                         elektrische Reize ab, absorbieren<br>                         sie, und geben einen Teil an<br>                         anderer Stelkle wieder ab.<br>                         Verschiedene Organe fallen so<br>                         aus, zumeist werden die Reize an<br>                         Schmerznerven abgegeben. Sie<br>                         bringen also das gesamte<br>                         energetische Gleichgewicht der<br>                         Nerven durcheinander. Es ist ein<br>                         qualvoller Tod. Mehr und mehr<br>                         Parasiten nisten sich im Hirn<br>                         ein, immer mehr Organe fallen<br>                         aus. Wird nichts unternommen, ist<br>                         man zum Tode verurteilt.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Also, ich denke es wird Zeit,<br>                         nicht wahr?<br><br>               Der Kanzler deutet auf die Aufzüge im Zentrum des Gebäudes.<br>               Due Gtruppe setzt sich dortin in Bewegung, sechs der zehn<br>               nénsurischen Offiziere treten ab und verlassen die Gruppe.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        25     INT. GEBÄUDEKOMPLEX - TAG                               25<br><br>               Caylon, Miller, der Kanzler sowie der Wissenschaftler<br>               befinden sich in einem der gläösernen Aufzüge, der sich nun<br>               schnell in Bewegung setzt und nach oben rast. Die Kamera<br>               schwenkt nach oben, der Aufzug fährt von der Kamera weg<br>               nach oben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        26     INT. GEBÄUDEKOMPLEX - MEDIZINISCHE ABTEILUNG - TAG      26<br><br>               Ein gespenstischer Anblick offenbart sich Caylon und<br>               Miller, als sie zusammen mit dem Kanzler und dem<br>               Wissenschaftler Hital den Lift verlassen: Um das Zentrum<br>               mit den Aufzügen herum (sie befinden sich in der dritten<br>               Etage, sie ist etwa vier Meter hoch, die Einrichtung ist in<br>               einem matten Silber gehalten) befindet sich Liege an Liege.<br>               Nénsu liegen auf ihnen, nénsurische Ärzte stehen um sie<br>               herum. Am Kopfende aller Liegen befindet sich eine Art<br>               hoher Tisch Fläche, auf der eines der Tiere liegt, die<br>               Miller bei der nkunft auf dem Planeten gesehen hatte. Kabel<br>               gehen von den Nénsu in Zugänge an den Hälsen der offenbar<br>               ruhig gestellten Tiere, ein Arzt verbindet eine nénsurische<br>               Frau mit einem der Tiere.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Jene Tiere, die Sie ja bereits<br>                         kennen gelenrt haben, werden von<br>                         uns hier gezüchtet. Wir nennen<br>                         sie Ezipen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Was soll denn das? Was machen Sie<br>                         hier?<br><br>                                   HITAL<br>                         Wir stellen eine Blutverbindung<br>                         zwischen Nénsu und Ezip her.<br>                         Diese Geschöpfe sind für die<br>                         Parasiten attraktiver als wir<br>                         oder andere humanoide Rassen, da<br>                         ihre Nerven wesentlich aktiver<br>                         sind als die unsrigen. Die<br>                         Prozedur dauert etwa zwei<br>                         Stunden, dann werden sämtliche<br>                         Parasiten aus ihrem Körper in den<br>                         der Ezipen gewechselt haben. Es<br>                         ist ein schmerzfreies und<br>                         einfaches Verfahren. Dem Blut<br>                         unserer Patienten wird ein Mittel<br>                         beigefügt, das das Blut der Tiere<br>                         vernichtet, bevor es in den<br>                         Körper unserer Patienten gelangt.<br><br>               Die Gruppe beginnt eine Art Führung durch den Saal, Miller<br>               bleibt etwas abseits und nähert sich einer der Liegen. Eine<br>               betäubte nénsurische Frau liegt dort, das Ezip am Kopf der<br>               Liege bewegt sich und räkelt sich - offenbar vor Schmerzen.<br><br>               Als Miller näher kommt, streckt es eine Hand aus und sieht<br>               Miller mit einem scheinbar traurigen Blick an, stößt eine<br>               Art jaulendes Geräusch aus, ann folgen einige<br>               unverstädnlcihe, leise, immer leieser werdene Laute, bis<br>               das Tier Millers Hand loslässt und erneut von Schmerzen<br>               durchzuckt wird.<br><br>               Doktor Miller starrt das Wesen entsetzt an.<br><br>                                   MILLER<br>                             (fasusngslos)<br>                         Mein Gott...<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>        27     INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS           27<br><br>               Caylon sitzt an seinem Schreibtisch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Computerlogbuch der Antares,<br>                         Nachtrag. Ich habe<br><br>                             (hustet)<br>                         das Hilfsangebot der Nénsu<br>                         angenommen. In zwei Stunden soll<br>                         ich mit dem Transfer meiner Crew<br>                         auf die Oberfläche beginnen.<br><br>               Das Türsignal ertönt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Herein!<br><br>               Miller tritt ein und bleibt nahe der Tür stehen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Die Schmerzmittel sind mir soeben<br>                         ausgegangen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstehe. Wir müssen noch zwei<br>                         Stunden durchhalten. Sonst noch<br>                         etwas?<br><br>                                   MILLER<br>                         Commander Müller möchte sie gerne<br>                         sehen. Und... Ich wollte mit<br>                         Ihnen über diese Ezipen reden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Arme Tiere. Sie scheinen zu<br>                         leiden, aber das mussten Tiere<br>                         schon immer. Leiden für die<br>                         Menschen. Als Nahrung, als<br>                         Kosmetik oder... nun ja, als<br>                         Heilmittel.<br><br>                                   MILLER<br>                         Es ist nicht nur das, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben Mimik. Mimik,<br>                         Selbstbewusstsein und Sprache<br>                         sind die ersten Zeichen höherer<br>                         Intelligenz, zumindest in den<br>                         Augen moderner Wissenschaftler...<br>                         Diese "Tiere" werden in einigen<br>                         Generationen vielleicht<br>                         intelligente Wesen sein. Wie Sie<br>                         und ich. Ich habe einen Scan<br>                         ihres Hirnbereichs durchgeführt.<br>                         Diese "Tiere" sind intelligenter<br>                         als manch humanoide Spezies.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber sie werden doch gezüchtet.<br>                         Es gibt dort keine Evolution.<br><br>                                   MILLER<br>                         Vielleicht schon. Und es geht ja<br>                         nur darum, dass sie das Potenzial<br>                         haben, eine Spezies wie wir zu<br>                         werden. Sie werden anders<br>                         aussehen, sicherlich, aber<br>                         trotzdem: Wir töten dort Wesen,<br>                         die Schmerz empfinden. Die Angst<br>                         vor dem qualvollen Tod haben. Sie<br>                         wissen, dass sie leben - und dass<br>                         sie sterben. Es ist so, als ob<br>                         wir einem Menschen mit Tumoren<br>                         vollstopfen würden, so dass er<br>                         unoperabel, unheilbar krank ist,<br>                         nur damit wir nicht sterben<br>                         müssen. Nur ist es für diese<br>                         Wesen noch schmerzvoller.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was wollen Sie damit sagen,<br>                         Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Was wir und die Nénsu tun, ist<br>                         Mord. So schwer es fällt, das<br>                         einzusehen. Wir ignoriern<br>                         sämtliche moralische und ethische<br>                         Werte, wenn wir das Angebot des<br>                         Kanzlers annehmen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (laut)<br>                         Und wenn nicht? Dann sterben wir!<br>                         Sind Sie so abgestumpft, dass Sie<br>                         das nicht interessiert?<br><br>                                   MILLER<br>                         Abgestumpft scheinen Sie zu sein,<br>                         Sir. Bei allem Respekt, aber ich<br>                         hatte sie immer für einen<br>                         Menschen mit Anstand gehalten.<br>                         Wenn Ihnen ethische Frage zu<br>                         lästig sind, haben Sie den<br>                         falschen Beruf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zum Beruf des Captains gehört vor<br>                         allem die Fähigkeit,<br>                         Entscheidungne zum Wohle der Crew<br>                         zu treffen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Auch, wenn wir dadurch großes<br>                         Unrecht begehen? Was wäre, wenn<br>                         Außerirdische die Menschen so<br>                         benutzt hätten?<br>                         Denken Sie, wie das unsere<br>                         Entwicklung behindert hätte. Wenn<br>                         wir uns überhaupt entwickelt<br>                         hätten. Es ist Ihre Entscheidung,<br>                         Sir.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Und denken Sie bitte an unsere<br>                         Aufgabe. Was noch vor uns liegt.<br>                         Wir werden gebraucht. Ich weill<br>                         hier nicht umsonst sterben.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, vielleicht. Ich will auch<br>                         nicht sterben, aber auch nicht<br>                         mit einer derartigen Sünde leben.<br><br>                             (beat)<br>                         Das ist meine Meinung. Ich bin<br>                         auf der Krankenstation.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind Sie sich sicher. Sind diese<br>                         Wesen intelligent?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja. Glauben Sie mir, ich hatte<br>                         mich gefreut, dass wir geheilt<br>                         werden würden. Aber nicht so. Das<br>                         kann und will ich nicht<br>                         verantworten.<br><br>                             (beat)<br>                         Können Sie es?<br><br>               Miller verlässt den Raum. Wir gehen AUF Caylon zu, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br></font><br></p><br><p><font face="Courier New">        28     INT. ANTARES - KRANKENSTATION                           28<br><br>               Die Krankenstation ist ein ort des Leidens. Crewmitglieder<br>               liegen auf den Betten und auf der Erde.<br><br><br>               Caylon winkt Miller zu, die zu ihm kommt. Die beiden gehen<br>               aus der Krankenstation in...<br><br>        29     INT. ANTARES - KORRIDOR                                 29<br><br>               ... den Korridor vor der Krankenstation.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde noch einmal auf den<br>                         Planeten fliegen, um zu einer<br>                         Entscheidung zu kommen. Ich...<br>                             (sutet)<br>                         ... habe ein Gespräch beim<br>                         Kanzler.<br>                             (hustet)<br>                         Ich kann nicht einfach so eine<br>                         Entscheidung fällen, die uns zum<br>                         Tode verurteilt.<br>                             (hustet)<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe zwar bereits<br>                         Sehstörungen, aber ich sehe immer<br>                         noch Unrecht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht. Also, ich werde mich<br>                         nun auf den Weg machen. Je länger<br>                         ich warte, desto mehr sterben...<br>                             (hustet; beat)<br>                         Ich kann all dies der Crew, aber<br>                         auch der Moral gegenüber nicht<br>                         verantworten.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie sind Captain. Sie müssen eine<br>                         Entscheidung fällen.<br>                             (beat)<br>                         Mir ist soeben der Nervenblocker<br>                         ausgegangen.<br><br>                             (reicht ihm eine<br>                              Spritze)<br>                         Das ist die letzte, nehmen Sie<br>                         sie. Und unser Vorrat an<br>                         Schmerzmitteln sinkt bedrohlich.<br>                         Ich habe im übrigen Commander<br>                         Müller in ihr Quartier verlegt.<br>                         Ich kann ihr nicht mehr helfen.<br>                         Ihr gesamtes Verdauungssystem hat<br>                         versagt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur wegen dieser verdammten<br>                         Fracht... Ich muss los!<br><br>               Caylon geht nun den Korridor hinunter und verschwindet um<br>               eine Ecke. AUF die nachdenkliche Miller, die ihm<br>               hinterhersieht, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>        30     EXT. NÉNSU - ABEND                                      30<br><br>               Erneut sehen wir die Schönheit der Planeteobverfläche, als<br>               das Shuttle der Antares vom Himmel hinabrast und mit hoher<br>               Geschwindigkeit auf die Hauptstadt des Planeten zufliegt.<br><br>               Es ist dunkler geworden, die Sonne verschwindet bald hinter<br>               dem Horizont.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        31     EXT. HAUPPTSTADT DER NÉNSU - LANDEPLATTFORM - ABEND     31<br><br>               Das Shuttle landet auf einer Plattform, diesmal jedoch<br>               inmitten der Stadt, steigt aus und wird von zwei<br>               nénsurischen Offizieren als Eskorte empfangen. Die drei<br>               Personen gehen auf das höchste und prächtigste Gebäude der<br>               Stadt zu, das etwa hundert Meter hoch ist und aus einem<br>               breiten Turm besteht, dessen Fundament stark an das<br>               Krankenhaus aus Szene 24 erinnert.<br><br>               Der Flugverkehr in der großen Stadt ist relativ schwach, es<br>               herrscht kaum Treiben auf den Plätzen und in den Gassen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        32     INT. REGIERUNGSGEBÄUDE - EINGANGSHALLE - ABEND          32<br><br>               Caylon wird im großen Erdgeschiss geführt in einen der<br>               zentralen Fahrstühle geführt. Einer der beiden Offiziere<br>               berühr eine Stelle auf einem Display, das eine strukturelle<br>               Ansicht des Gebäudes zeigt und der gläserne Lift setzt sich<br>               in Bewegung.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>        33     INT. REGIERUNGSGEBÄUDE - BÜRO DES KANZLERS              33<br><br>               Durch eine doppelflügelige Tür wird Captain Caylon in ein<br>               schön eingerichtetes, großes Büro geführt. Es befindet sich<br>               am Rande des Gebäudes, eine breite Fesnterwand gewährt<br>               einen beeindruckenden Blick auf den bis zum Horizont<br>               reichenden Dschungel und Teile der steril wirkenden,<br>               hochmodernen Hauptstadt des Planeten, einige Vehikel<br>               fliegen in der Nähe des Gebäudes vorbei. Zahlreiche<br>               Pflanzen und Skulpturen zieren den Raum, der ansonsten sehr<br>               spartanisch eingerichtet ist.<br><br>               Der Kanzler sitzt an seinem Schreibtisch und erhebt sich.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Wo liegt das Problem, Captain<br>                         Caylon? Ich hörte, Sie verzögern<br>                         die Behandlung Ihrer Crew.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (ernst)<br>                         Ja. Diese Behandlung ist<br>                         barbarisch. Mein Doktor hat solch<br>                         starke Bedenken, dass sie lieber<br>                         sterben würde, als durch solche<br>                         ein Unrecht weiter zu leben.<br><br>                             (beat)<br>                         Sie töten diese Wesen.<br><br>                                   KANZLER<br>                             (verständislos)<br>                         Der Großteil dieser Tiere wurde<br>                         gezüchtet, sie sind Medikamente.<br>                         Durch sie wurde unsere Spezies<br>                         vor dem Aussterben bewahrt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Diese ,Tiere' können sprechen und<br>                         fühlen Kanzler. Ich habe sonst<br>                         keine Beweise, aber wenn Sie<br>                         ehrenwert sind, geben Sie es zu<br>                         und beenden dieses Unrecht. -<br>                         Sonst tue ich es.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Sollte das eine Drohung sein,<br>                         Captain Caylon?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Fassen Sie es auf, wie Sie<br>                         möchten. Gezüchtet hin oder her,<br>                         diese Wesen sind Wesen. Sie<br>                         fühlen, sie leben - und müssen in<br>                         Qualen sterben.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Besser als dass wir in Qualen<br>                         sterben... oder?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich könnte darauf etwas<br>                         antworten, aber ich werde nicht.<br>                         Keine Worte könnten stark genug<br>                         als Gegenargument sein. Sie<br>                         betreiben hier Medizintourismus.<br>                         Wieviel verdienen Sie dadurch,<br>                         dass sich hier täglich Fremde<br>                         heilen lassen? Sie sind ein<br>                         egoistischer, profitgieriger<br>                         Unmensch...<br><br>                                   KANZLER<br>                         Ich bin gar kein Mensch, Captain.<br>                         Ich habe ihre humanoide<br>                         Körperform, aber sonst<br>                         unterscheiden wir uns völlig.<br>                         Die Anatomie, das Gesicht, das<br>                         Denken: alles unterschiedlich.<br>                         Und ich glaube, sie vergessen,<br>                         dass Sie und Ihre gesamte Crew in<br>                         wenigen Stunden sterben werden.<br>                         Vieleicht auch erst in wenigen<br>                         Tagen, aber das ändert nichts an<br>                         dem unvermeidlichen Ihrer Lage.<br>                         Es ist unvermeidlich, dass<br>                         entweder Sie... oder diese<br>                         niederen Wesen sterben müssen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt, diese Wesen sind nicht<br>                         'nieder'. Was wäre, wenn Sie<br>                         diese Krankheit absorbieren<br>                         könnten? Dann würden nun diese<br>                         Ezipen den Planeten bevölkern.<br>                         Sie sind Wesen, dir nur durch<br>                         ihre Versklavung an der<br>                         Ausbreitung und Entwicklung<br>                         gehindert werden.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Können wir aber nicht.<br>                             (beat)<br>                         Sie sterben, wenn Sie unser<br>                         Angebot nicht annehmen. Es gibt<br>                         keine andere Möglichkeit die<br>                         Parasiten aus dem Körper zu<br>                         vertreiben. Es ist Ihre<br>                         Entscheidung, für ihre Crew.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Leider... Das ist die Bürde eines<br>                         Captains.<br><br><br>                                   KANZLER<br>                         Sowohl in Ihrer, als auch in<br>                         meiner Welt. Ja, Captain.<br><br>                             (long beat)<br>                         Eigentlich ist Ihre Entscheidung<br>                         doch schon gefallen, oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist sie das?<br><br>                                   KANZLER<br>                         Sie müssen sich für die Prozedur<br>                         entscheiden, oder Sie sterben.<br>                         Und dann haben Sie sich einfach<br>                         dieser Krankheit hingegeben,<br>                         dieser Seuche. Sie haben sich für<br>                         nichts entschieden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dagegen.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Nein. Sie haben doch nichts<br>                         getan. Sie haben eine<br>                         Heilmöglichkeit nicht<br>                         ausgeschlagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn das mein Schicksal ist.<br><br><br>                                   KANZLER<br>                         Schicksal, pah! Es ist das<br>                         menschlichste, was Sie tun<br>                         können. Es ist nicht<br>                         unmenschlich. Obwohl ich - wie<br>                         gesagt - kein Mensch bin, so<br>                         besitzt auch meine Spezies einen<br>                         Selbsterhaltungstrieb. So sehr<br>                         wir es auch versuchen, wir können<br>                         uns über diesen und über alle<br>                         anderen Instinkte nur schwer,<br>                         wenn überhaupt, hinwegsetzen. Das<br>                         hat nichts mit richtig oder<br>                         falsch zu tun. Betrachten Sie es<br>                         von der natürlichen Seite her. Es<br>                         gibt eine Nahrungskette. Warum?<br>                         Die einen müssen für das Wohl der<br>                         anderen sterben. Ist das richtig?<br>                         Ist das falsch? Ist das<br>                         morlaisch? Ist es menschlich?<br>                         Wenn man Menschlichkeit von einem<br>                         moralischen Standpunkt her<br>                         definiert: Nein. Aber es ist<br>                         menschlich, wenn sie es aus dem<br>                         Blickwinkel der Natur betrachten.<br><br>                             (beat)<br>                         Die Galaxie ist ein Jagdgrund,<br>                         Captain Caylon. Sie haben die<br>                         Chance, der Jäger zu sein. Moral<br>                         und Ethik hin oder her.<br>                         Letztenendes sollte der eigene<br>                         Selbsterhaltungstrieb nicht<br>                         krampfhaft unterdrückt werden,<br>                         oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Ich weiß das. Ich weiß auch,<br>                         dass ich für das Wohl meiner Crew<br>                         sorgen muss, aber... ich schaffe<br>                         so Unrecht und Leid. wenn ich Ihr<br>                         Angebot akzeptieren würde.<br><br>                             (beat; entschlossen)<br>                         Wir werden einen anderen Weg<br>                         finden, glauben Sie mir.<br><br>               Caylon macht sich auf den Weg, das Büro zu verlassen.<br><br>                                   KANZLER<br>                         Ist das der Fortschritt, den Ihre<br>                         Spezies gemacht hat? Sich für<br>                         Tiere oder völlig unbekannte zu<br>                         opfern? Ihr Leben beenden zu<br>                         lassen, weil einige Tiere dafür<br>                         ihr Leben lassen müssen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Fortschritt zeichnet sich dadurch<br>                         aus, dass manche ihn nicht<br>                         verstehen.<br><br><br>                                   KANZLER<br>                         Ich gebe Ihnen noch eine Stunde<br>                         Zeit, Captain Caylon. Ich erwarte<br>                         Ihre Entscheidung.<br><br>               Caylon antwortet nicht mehr, und verlässt das Büro durch<br>               die Doppeltür. Draußen warten wieder die beiden Nénsu, die<br>               ihn zurück zum Shuttle begleiten.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLERS QUARTIER - SPÄTER<br><br><br>               Das Licht in Müllers Quartierist stark gesenkt, Caylon<br>               sitzt auf einem Hocker neben Commander Nicole Müllers Bett,<br>               wacht neben ihr, während sie im Sterben liegt. Nur schwach<br>               sind ihre Augen geöffnet, sie wirkt aufgedunsen, ist blass<br>               und so schwach, dass sie Mühe hat, Caylon anzusehen oder zu<br>               sprechen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise)<br>                         Captain...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (einfühlsam)<br>                         Fred.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (scheint zu lächeln)<br>                         Nicole...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Was wollten Sie sagen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich... finde es richtig... wenn<br>                         sie zögern. Und auch... wenn sie<br>                         Unrecht meiden...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Trotzdem, ich... ich habe das<br>                         Gefühl, es ist unsinnig.<br>                         Was meinen Sie? Soll ich das<br>                         Angebot der Nénsu annehmen? Auch<br>                         wenn Unschuldige sterben?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir wissen... ja nicht... genau,<br>                         ob diese... Ezipen nicht einfach<br>                         nur... Tiere sind...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber was ist, wenn diese Katzen<br>                         das Potential haben, in wenigen<br>                         Generationen eine intelligente<br>                         Spezies zu sein. Vielleicht sind<br>                         sie es jetzt schon.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich glaube... wir haben keine<br>                         Zeit für... Nachforschungen,<br>                         oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt)<br>                         Nein, leider nicht. Aber Doktor<br>                         Miller ist überzeugt. Sie hat<br>                         über die Definition von<br>                         Intelligenz schließlich ihre<br>                         zweite Doktorarbeit geschrieben.<br>                         Sie ist sich sicher, dass diese<br>                         Tiere nicht viel primitiver sind,<br>                         als wir. Es würde gegen meine<br>                         Werte verstoßen, Unschuldige zu<br>                         töten. Das Recht des Stärkeren<br>                         über den Schwächeren: Ist es<br>                         nicht gerade das, was wir uns<br>                         rühmen überwunden zu haben?<br><br>               Müller versucht sich leicht aufzurichten, scheitert jedoch<br>               mit schmerzverzerrtem fällt jedoch zurück ins Kopfkissen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (stöhnt)<br>                         Ah...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Geht es?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja... Das Teerezept... meiner<br>                         Großmutter... wirkt Wunder. Ich<br>                         hatte es... extra mitgenommen,<br>                         als wir... die Erde verließen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie wollten etwas erwidern?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelt matt)<br>                         Wie immer... nicht wahr?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dafütr sind sie da.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bald... wohl nicht mehr.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unruhig)<br>                         Nein, hören Sie auf.<br><br>               Man sieht Caylon sein Entsetzen an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Also... Durch das Retten... von<br>                         ein paar Dutzend dieser ... Tiere<br>                         wollen Sie... etwas bewirken?<br>                         Wenn es zu... einem Krieg kommen<br>                         sollte... mit... den Romulanern,<br>                         dann... werden wir gebraucht...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Ich... Ich weiß es nicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie... sind mir ein Captain...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich... ich hasse diesen Beruf.<br>                         Manchmal denke ich, ich hätte nie<br>                         Captain werden dürfen. Ich... ich<br>                         kann mich nicht ent--<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Oh... Mir ist so warm...<br>                         Mutter... Du bist eine gute<br>                         Mutter, Fred. Ich habe dich<br>                         lieb...<br><br>               Offenbar im Delirium fängt Müller an zu phantasieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entsetzt, fast<br>                              panisczh)<br>                         Mein Gott... Nicole, nein!<br><br><br>               Er steht auf und sieht seinen Ersten Offizier, seine<br>               Freundin an. Er ist fassungslos.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole... ich liebe Sie. Ich<br>                         kann... Nein, ich kann uns nicht<br>                         alle verrecken lassen.<br>                             (hustet)<br>                         Was habe ich getan...<br><br>               Caylon rennt aus dem Quartier...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               ... in einen Turbolift...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - TURBOLIFT<br><br>               ..., wo er fats panisch, tief erschüttert auf den Boden<br>               sinkt und mit seinen Händen durch die Haare fährt. Er<br>               hustet mehrmals.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was habe ich getan? Durch mein<br>                         Zögern stirbt Nicole... werden<br>                         noch mehr sterben. Mein Gott...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon stürzt aus dem Turbolift und eilt schnurstracks auf<br>               die Kommunikationskonsole zu. Die Brücke ist bis auf ein<br>               bewusstloses Crewmitglied leer.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Miller sieht sich um, sie kann vor Patienten kaum noch<br>               treten. Sie fasst sich in die Haare, voller Entsetzen, und<br>               zieht eine ganze Harsträhne heraus.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Warum nur?<br><br>               Die Krankenstation ist ein Ort des Leids und der Qual,<br>               stöhnende, schmerzvolle Laute erklingen überall. Immer mehr<br>               Crewmitglieder werden in Kürze sterben.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Tun Sie das Richtige, Captain...<br>                         Was auch immer es ist. Es gibt<br>                         nur eine Alternativen zum Tode.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon spricht mit dem Kanzler auf dem Wandschirm, wir<br>               hören aber nur leise Musik, nichts von ihrem Gespräch.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               EXT. NÉNSU - ABEND<br><br>               Drei größere nénsurische Shuttles fliegen auf das bereits<br>               bekannte Krankenhaus. Die Sonne ist hinter dem Horizont<br>               verschwunden, nur noch sehr schwach erleuchtet das<br>               restliche Licht die Oberfläche.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. HAUPPTSTADT DER NÉNSU - LANDEPLATTFORM - ABEND<br><br>               Auf Liegen werden nach und nach alle Crewmitglieder der<br>               Antares in das Krankenhaus gebracht.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. GEBÄUDEKOMPLEX - MEDIZINISCHE ABTEILUNG - NACHT<br><br>               In der erleuchteten Etage befindet sich die ganze<br>               Antarescrew auf den bekannten Liegen, die Kamera senkt sich<br>               aus einer erhöhten Stellung und bleibt neben Caylons Liege<br>               stehen. Wir sehen im profil seinen Kopf und das Ezip. Die<br>               beiden werden soeben verbunden, die beiden werden mit einem<br>               durchsichtigen Kabel an den Hälsen miteinander verbunden.<br>               In dem Moment schließt Caylon die Augen, wir wissen nicht,<br>               ob durch ein Beruhigungsmittel oder, weil er Schuld<br>               empfindet.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. GEBÄUDEKOMPLEX - MEDIZINISCHE ABTEILUNG - MORGEN<br><br>               In derselben Einstellung wacht Caylon auf, im Hintergrund<br>               sehen wir bereits einige Offiziere, darunter Müller und<br>               Miller. Hinter Caylon kreischt das Ezip vor Schmerzen.<br><br>               Miller kommt auf Caylon zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (besorgt)<br>                         Wo ist Nicole... Miss Müller?<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie lebt, keine Sorge. Sechs<br>                         Offiziere sind verstorben.<br>                         Niemand aus der Führungscrew.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist vorbei...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Captain!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicole, es ist schön sie zu<br>                         sehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich hatte eine sehr merkwürdigen<br>                         Traum...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, vielleicht...<br><br>                                   MILLER<br>                             (ernst)<br>                         Sie waren nie wirklich davon<br>                         überzeugt, zu sterben und das<br>                         Angebot der Nénsu nicht<br>                         anzunehmen, oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, ich glaube ich war nicht so<br>                         weit.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich auch nicht, um ehrlich zu<br>                         sein. Aber es ist Unrecht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, das ist es.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß zwar nicht, worum es<br>                         geht, aber ich wollte nur eben<br>                         sagen, dass die Nénsu das Schiff<br>                         gesäubert haben. Es sind keine<br>                         Parasiten mehr an Bord. Ich habe<br>                         mich bereits bei ihnen bedankt;<br>                         sie können ja nochmal beim<br>                         Kanzler deutlich machen, wie<br>                         dankbar wir sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, Nicole. Könnten Sie mich<br>                         und Doktor Miller vielleicht kurz<br>                         alleine...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Kein Problem!<br><br>               Müller geht zu einigen anderen Offizieren, begrüßt im<br>               Hintergrund Torlan und Tschernovsky.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das bleibt alles unter uns, ja?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ist wohl am besten. Hätten wir<br>                         uns nicht mit dieser Frage der<br>                         Ethik befasst, hätten Crewman<br>                         Jackson und Lieutenant Bodinga<br>                         wahrscheinlich überlebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist das nicht auch Unrecht?<br><br>                                   MILLER<br>                         Vielleicht. Diesmal haben wir<br>                         aber genug Zeit, darüber<br>                         nachzudenken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube, ich will das gar<br>                         nicht...<br><br>               AUF den sitzenden Caylon, dann...<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES VERLÄSST NÉNSUS<br><br>               Das Sternenflottenschiff fliehgt mit langsamen Impuls von<br>               dem Planeten ihrer Retter weg.<br><br>                                   CAYLON (O.S.)<br>                         Persönliches Computerlogbuch von<br>                         Captain Caylon, 29. Oktober 2156.<br>                         Wir verlassen nun den Planeten<br>                         Nénsus. Die Bewohner waren<br>                         gastfreundlich und haben uns<br>                         gerettet, aber ein fader<br>                         Beigeschmack bleibt. Sechs<br>                         Offiziere der Antares sind tot.<br>                         Der Kanzler hat in einem<br>                         abschließenden Gespräch<br>                         zugesichert, sich für Reformen<br>                         einzusetzen, die eine genetische<br>                         Neustrukturierung der gezüchteten<br>                         Ezipen vorsehen und die natürlich<br>                         lebenden in Ruhe lassen. Außerdem<br>                         will er in Zukunft, wenn<br>                         genetische Veränderungen<br>                         scheitern, das Leiden der Ezipen<br>                         so sehr wie möglich zu lindern<br>                         versuchen und Exporte stärker auf<br>                         Parasiten prüfen. Seöbst wenn er<br>                         all dies nicht erreichen sollte,<br>                         habe ich deutlich gemacht, dass<br>                         die Ezipen als intelligente<br>                         Lebewesen betrachtet werden<br>                         müssen. Doch meine Worte wirkten<br>                         inkonsequent, und ich kann das<br>                         verstehen.<br>                         Wir haben dieses unmoralische<br>                         Mittel ebenfalls genutzt. Wir<br>                         waren feige, ich war feige. Ich<br>                         habe zwei Fehler gemacht: Ich<br>                         habe zu lange mit einer<br>                         Entscheidung gezögert und so zwei<br>                         Offizier sterben lassen, und dann<br>                         meinen Instinkten nachgegeben.<br>                         Wir leben, aber wir leben wegen<br>                         eines Unrechts. Vielleicht soll<br>                         es so sein. Vielleicht war dies<br>                         eine Lektion, dass wir Menschen<br>                         im Ernstfall nicht so weit<br>                         entwickelt sind, wie wir gerne<br>                         wären.<br><br>               Die Antares beschleunigt auf Warp und lässt den Planeten in<br>               der Unendlichkeit hinter sich zurück.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE</font></p><p> </p><br><p align="center"><br><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg" width="400" height="300"></p>]]></description><guid isPermaLink="false">3616</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x10 - Umsturz</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x10-umsturz-r3543/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12807.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0110.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x10) - "Umsturz"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,34 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares stellt Erstkontakt mit den Vedschen her, einer Zivilisation, die zwar gerade erst den Warpantrieb entwickelt hat, jedoch medizinisch sehr weit fortgeschritten ist. Die Crew freut sich, dass die Verhandlungen äußerst gut laufen, nur Tschernovsky stellt unangenehme Fragen...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><div align="center"><center><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="75%" id="AutoNumber1"><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"> </p></td><td width="50%" valign="top" colspan="2" align="center"><br>  <p align="center" style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><b>Promo-Material</b></p></td><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"> </p></td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><br>  <td width="50%" valign="top" align="center" colspan="2"><br>  <p style="margin-top: 0; margin-bottom: 0"><br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover1x10_render.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover1x10_render.jpg" border="0" width="76" height="107"></a><br><b><font size="1">Cover 1x10</font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,10 MB</p><br>    </td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="50%" valign="top" align="center" colspan="2"><b>Szenen-Bilder</b></td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><br><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x10_teaser.jpg"><br><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x10_teaser.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x10 - Über der Stadt</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,27 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"><br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x10_klon.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x10_klon.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x10 - Die Kloneinrichtung</font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,11 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x10_shuttlestart.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x10_shuttlestart.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x10 - Shuttlestart</font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,28 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <br>  <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x10_atmos.jpg"><br>  <img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x10_atmos.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br>  <b><font size="1">1x10 - Atmosphäreneintritt</font></b><br>  Dateityp: jpg<br>  Größe: 0,26 MB</td></tr></table></center></div><br><br><font face="Courier New" size="2">                                STAR TREK: ANTARES<br>                                    "Umsturz"<br>                                    written by<br>                               Marcel Labbé-Laurent<br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>               EXT. FREMDER PLANET - VOGELPERSPEKTIVE ÜBER GROßSTADT<br><br>               Die Kamera schwebt in Vogelperspektive über riesige<br>               Straßenanlagen mit Massen von Humanoiden. Futuristisch<br>               wirkende, riesige Gebäude die auf jeder Seitenfläche von<br>               durchgehenden Glasflächen dominiert sind. Glänzend weißer<br>               Marmor und kühles Metall tragen die so imposanten<br>               Strukturen. Die Gebäude weichen einem großen Platz, auf dem<br>               nach wenigen Metern Kamerafahrt das beeindruckendste aller<br>               Bauwerke das Bild einnimmt. Runde Formen aus Glas und<br>               Metall tragen eine riesige Kuppel. Diese Kuppel fließt ohne<br>               Grenze in Säulen, die aus einem Marmor ähnlichen Material<br>               bestehen, über. Kanten hat das Bauwerk nur sehr wenige,<br>               alles ist fließend und von Glas dominiert. Es weist<br>               teilweise Ähnlichkeiten mit dem ehemaligen Weißen Haus auf.<br><br>               Wir fahren mit Kamera hinter das Bauwerk, wo wir ein<br>               Shuttlepod der Antares quasi im Garten geparkt sehen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. VEDSCHEN HEIMATWELT - REGIERUNGSSITZ<br><br>               Wir sehen CAYLON, MÜLLER und MESTRAL in eine riesige Halle<br>               schreiten, deren Decke in schwindelerregender Höhe liegt<br>               und nur von verzierten Säulen getragen zu werden scheint.<br>               Auf der rechten Seite befindet sich eine riesige<br>               Fensteranlage, durch der wir das "geparkte" Shuttle<br>               erblicken können.<br><br>               Eine der Fremden in einem edlen Mantel tritt heran und<br>               bittet die Antares Crewmitglieder durch eine Tür. Diese<br>               Aliens sehen sehr menschenähnlich aus, haben jedoch nur 4<br>               Finger an einer Hand und einen gebogenen Rücken, der sie<br>               etwas gebückt wirken lässt. Ihre gesamte Erscheinung<br>               scheint alt, da sie nur spärliches Haar haben und das<br>               bisschen ist in vielen Fällen schon gräulich, auch die Haut<br>               ist größtenteils spröde, trocken und rissig.<br><br>                                   PORTIER<br>                         Ich hoffe wir haben Sie nicht zu<br>                         lange warten lassen. Der Prälar<br>                         erwartet Sie.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr schön.<br><br>               Die Drei treten in das Büro des Vorsitzenden Prälar der<br>               Vedschen (Anm. d. V. gesprochen Véedschäen) ein, das<br>               vorallem durch Größe besticht, jedoch nicht sehr<br>               umfangreich möbliert ist. Das meiste ist Dekoration, übrig<br>               bleibt nur ein Schreibtisch am Ende des Raumes, hinter dem<br>               der Prälar gesessen hat und nun auf seine Gäste<br>               zuschreitet.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Willkommen auf unserer Welt!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grient)<br>                         Die Aliens sind gelandet.<br>                             (beat)<br>                         Wir kommen in friedlicher<br>                         Absicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mensch, Captain!<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Wie meinen!?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lacht)<br>                         Ach, das wollte ich nur schon<br>                         immer einmal sagen.<br><br>               Müller verdreht zurecht die Augen während Caylon seine<br>               diplomatische Mission sehr zu genießen scheint...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. VEDSCHEN HEIMATWELT - REGIERUNGSSITZ<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Caylon und der Prälar reichen sich wie Vertraute die Hände<br>               um sich gegenseitig Willkommen zu heißen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube, dieser Moment wird<br>                         auf Ihrer Welt nicht so schnell<br>                         vergessen werden. Ich freue mich,<br>                         dass ich es sein darf, der der<br>                         erste intergalaktische Besucher<br>                         auf ihrer Welt sein darf. Ich<br>                         wollte doch schon immer einmal in<br>                         einem Geschichtsbuch stehen.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Auch für mich ist es eine Ehre.<br>                         Der erste Kontakt mit einer<br>                         intergalaktischen Spezies.<br>                         Erstaunlich. Es ist so<br>                         befremdlich und unwirklich. Wie<br>                         ein kühner Traum, der noch vor<br>                         wenigen Jahren fantastisch, wenn<br>                         nicht unmöglich schien. Und dann<br>                         kam diese futuristische Vision in<br>                         greifbare Nähe, mit der Erfindung<br>                         des Warpantriebs. Ich kann es<br>                         irgendwie immer noch nicht<br>                         glauben. Innerhalb von zwei<br>                         Jahren kam die Theorie zum<br>                         fliegen und nun stehen sie<br>                         leibhaftig vor uns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dazu sind Visionen da um<br>                         Wirklichkeit zu werden. Und je<br>                         kühner sie sind, desto<br>                         unglaublicher erscheinen sie in<br>                         Realität.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Wie wahr!<br>                             (beat)<br>                         Aber eins verstehe ich bis heute<br>                         nicht, warum die Menschen mit uns<br>                         diplomatische Beziehungen<br>                         wünschen sollten!? Wir sind doch<br>                         längst nicht so fortschrittlich<br>                         wie Sie.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Das ist unsere Mission. Fremdes<br>                         Leben und unbekannte Zivilisation<br>                         entdecken und Kontakte knüpfen.<br>                         Darunter fällt Ihre Welt nunmal.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Wie aufregend.<br><br>                                    CAYLON<br>                             (spaßig)<br>                         Und wir mussten ja den Vulkaniern<br>                         zuvor kommen.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Vulkanier?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine andere Rasse, die uns vor<br>                         etwa 100 Jahren nach unserem<br>                         ersten Warpflug besuchte, uns<br>                         damals half und noch bis heute<br>                         gerne<br>                             (über betont)<br>                         "hilft".<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Interessant.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lieutenant Mestral hier ist zu<br>                         einem Achtel Vulkanier. Merkt man<br>                         ihm auch des öfteren an.<br><br>               Der Prälar reicht ihm ebenfalls die Hand und bestaunt seine<br>               herausstechende, wieder andersartige vulkanische<br>               Physiologie. Sprich, er schaut ihm auf die Ohren.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Ihre Bekanntschaft ehrt mich.<br><br>               Mestral nickt kühl und reicht ihm mechanisch die Hand.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und das hier ist mein erster<br>                         Offizier Commander Müller.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Freut mich.<br><br>               Müller reicht dem Prälar ebenfalls die Hand.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (erfreut)<br>                         Angenehm.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Haben Sie noch weitere<br>                         Bekanntschaften mit anderen<br>                         Rassen zu offerieren? Ich finde<br>                         es erstaunlich, gleich zwei<br>                         Spezies kennen zu lernen, die in<br>                         Freundschaft zusammenarbeiten.<br>                         Und nun stehen wir an der<br>                         Schwelle, in diese Gemeinschaft<br>                         aufgenommen zu werden. Es ist<br>                         einfach unglaublich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Noch ist es ja nicht soweit. Aber<br>                         dafür sind wir ja gekommen.<br>                             (beat)<br>                         Ich kann Ihnen später noch<br>                         unseren Kommunikationsoffizier<br>                         Torlan vorstellen, er ist ein<br>                         Andorianer.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Ich würde mich darüber sehr<br>                         freuen.<br>                             (beat)<br>                         Ich würde vorschlagen, wir<br>                         vertiefen nun die Erkenntnisse<br>                         über unserer beider Welten. Dann<br>                         werden wir sicher Gemeinsamkeiten<br>                         und Unterschiede entdecken, die<br>                         uns auf eine gemeinsame, beider<br>                         Seiten zweckdienliche Grundlage<br>                         bringen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mit Vergnügen.<br><br>                                   PRÄLAR<br><br>                         Ich darf sie bitten, mir zu<br>                         folgen.<br><br>               Der Prälar tritt durch eine Tür auf der einen Seite des<br>               imosanten Büros in einem Raum, der ganz klar als<br>               Besprechungsraum dient und auch dementsprechend mit einem<br>               großen Tisch und vielen Stühlen ausgestattet ist. Caylon,<br>               Müller und Mestral folgen ihm.<br><br>                                   PRÄLAR (CONT'D)<br>                         Setzen Sie sich doch, so ist es<br>                         angenehmer.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr freundlich.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Reine Gastfreundschaft. Wir haben<br>                         hier nicht oft außervedsche<br>                         Besucher.<br><br>               Die 3 Crewmitglieder der Antares nehmen auf der<br>               gegenüberliegenden Seite des Prälares Platz, der sich an<br>               die längere Seite des ovalen Tisches in der Mitte des<br>               Raumes gesetzt hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht fangen Sie an, uns<br>                         etwas mehr über Ihre Welt zu<br>                         berichten.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Womit soll ich anfangen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Politik. Die macht einem Captain<br>                         oft die meisten Schwierigkeiten.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Gut, wie Sie meinen. Ich bin<br>                         stolz darauf, dass wir ein<br>                         demokratischer und<br>                         fortschrittlicher Weltstaat sind.<br>                         Eigentlich ist unsere Politik<br>                         simpel, das vorrangigste Ziel ist<br>                         das Wohl aller Vedschen. Es<br>                         zugleich das kostbarste Gut<br>                         unserer Gesellschaft.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt so, als darf man auch<br>                         stolz darauf sein.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Oh ja! Wir investieren Unsummen<br>                         in Forschung und Medizin. Stellen<br>                         sie sich vor, vor einhundert<br>                         Jahren war die durchschnittliche<br>                         Lebenserwartung eines Vedschen 60<br>                         Zyklen.<br><br>               Caylon runzelt seine Stirn bei dem letzten Begriff; man<br>               sieht wie er die Frage formulieren möchte, wie lange das<br>               sein mag, doch Mestral kommt ihm zuvor.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das sind 40 Menschenjahre.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht sehr viel.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Nein, doch unsere Wissenschaftler<br>                         und Ärzte fanden Möglichkeiten<br>                         die Lebensspanne zu verdoppeln.<br><br>                                   CAYLON<br>                         120 Zyklen beziehungsweise 80<br>                         Menschenjahre?<br><br>               Sowohl der Prälar als auch Mestral nicken zustimmend.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Beeindruckend.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Das möchte man doch meinen.<br>                         Leider waren nicht alle Vedschen<br>                         von dem Sinn dieses Fortschrittes<br>                         überzeugt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen Sie das?<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Wir sehen uns eigentlich gerne<br>                         als ein vereintes Volk auf diesem<br>                         Planeten. Naja, teilweise sind<br>                         wir es. Vor gerade einmal 300<br>                         Jahren sah es auf dieser Welt<br>                         noch ganz anders aus. Es gab<br>                         unzählige rivalisierende Staaten.<br>                         Kriege waren keine Seltenheit.<br>                         Irgendein Grund zum Streit war<br>                         immer schnell gefunden. Aber der<br>                         Fortschritt brachte uns einander<br>                         schließlich wieder näher. Wir<br>                         sind im Vergleich zu Ihnen sehr<br>                         gebrechliche Wesen, es gab viele<br>                         Krankheiten. Mit der Entwicklung<br>                         in der Medizin sahen wir die<br>                         Notwendigkeit der Kooperation.<br>                         Gemeinsam erreichten wir<br>                         Ergebnisse, die alleine nie<br>                         möglich gewesen wären. Es<br>                         kräftigte die Bevölkerung und<br>                         unseren Zusammenhalt, wir wurden<br>                         schließlich ein Staat. Leider<br>                         nicht alle. 8 Staaten, die<br>                         mächtigsten zu ihrer Zeit,<br>                         sträubten sich dagegen, sie<br>                         wollten den Sinn unseres<br>                         Vorhabens nicht erkennen. Sie<br>                         blieben schließlich souverän,<br>                         ausgeschlossen aus unserer großen<br>                         Gemeinschaft.<br>                         Heute haben wir fast gar keinen<br>                         Kontakt mehr zu den "Kiysen", wir<br>                         sie allgemein heißen. Es liegt<br>                         nicht daran, dass wir unseren<br>                         Fortschritt nicht teilen möchten,<br>                         sie lehnen ihn offenen Auges der<br>                         Möglichkeiten, die er bietet, ab.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn sich unser Übersetzer nicht<br>                         täuscht, bedeutet Kiysen so viel<br>                         wie Abtrünnige, oder?<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Das stimmt. Nicht die netteste<br>                         Bezeichnung, aber die<br>                         treffendste. Eine gewisse<br>                         Eitelkeit ist immer mit dem<br>                         Fortschritt verbunden. Wir fühlen<br>                         uns den primitiveren Kiysen<br>                         überlegen, bezeichnen uns gern<br>                         überlegen auch als "Dor<br>                         Vedschen". Darauf bin ich nicht<br>                         unbedingt stolz, aber es ist Teil<br>                         unserer Kultur. Ich hoffe das<br>                         verstehen Sie.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Natürlich, wir sind auch nicht<br>                         perfekt und frei von Vorurteilen.<br>                         Manchmal beißt sich das mit<br>                         unserer Neugier, aber meistens<br>                         gewinnt sie.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In den anderen Fällen auch der<br>                         Starsinn.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erregt)<br>                         Mestral, Sie beschmutzen Ihr<br>                         eigenes Nest! Vergessen Sie<br>                         nicht, dass Sie zum Großteil<br>                         Mensch sind.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (gelassen)<br>                         Ich weiß, Sir. Ich beziehe mich<br>                         mit ein, auch wenn mir das<br>                         selbstverständlich weit aus<br>                         seltener passiert. Ich denke nur<br>                         Offenheit ist hier angebracht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sehen, Prälar, wir sind auch<br>                         noch nicht perfekt. Wir mögen es<br>                         nicht, wenn man uns unsere<br>                         Schwächen vorhält.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                             (lächelt)<br>                         Eine erste Gemeinsamkeit. Ich bin<br>                         sicher unserer beider Völker<br>                         Streben nach Fortschritt lässt<br>                         sich zu Gunsten des selbigen<br>                         verbinden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Etwas schmalzig formuliert, aber<br>                         treffend.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - BLICK AUF DEN PLANETEN - STUNDEN SPÄTER<br><br>               Die Antares befindet sich im Orbit um den Planeten und<br>               gleitet durch das Bild.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die restliche Brückencrew, die nicht Teil des Außenteams<br>               war, befindet sich auf der Brücke und erfüllt ihre<br>               Pflichten.<br><br>               BEEM sitzt an den Waffenkontrollen, TSCHERNOVSKY sitzt<br>               gelangweilt vor dem Steuer und TORLAN hält sich an seiner<br>               Station den Ohrstöpsel an den Kopf. Die anderen Stationen<br>               sind von der Nacht-Brückencrew besetzt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (denkt mehr oder weniger<br>                              laut)<br>                         Diplomatische Missionen sind<br>                         langweilig, wenn man sie auf dem<br>                         Schiff verbringen muss. Ich würde<br>                         gerne auch auf den Planeten<br>                         runter.<br><br>                                   BEEM<br>                         So sind die Vorschriften nunmal,<br>                         der Captain hat den ersten<br>                         Offizier und den<br>                         Wissenschaftsoffizier<br>                         mitgenommen. Wir kommen schon<br>                         noch früh genug runter.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (schaut zu Torlan)<br>                         Torlan ist wenigstens<br>                         beschäftigt. Was hört der<br>                         eigentlich, er bemerkt uns gar<br>                         nicht mehr!?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wahrscheinlich ist er so von dem<br>                         Fernsehprogramm auf dem Planeten<br>                         begeistert.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Dann hat er ja was zu tun. Ich<br>                         darf nur den Standard-Orbit<br>                         halten. Das kann der Autopilot<br>                         genauso gut.<br><br>                                   BEEM<br>                             (hämisch)<br>                         Vielleicht sollten wir Sie am<br>                         Besten ganz durch ihn ersetzen.<br><br>               Tschernovskys Haltung zu Beem hat sich in den letzten Tagen<br>               schon genug verschlechtert. Seine Versuche, sich noch<br>               anständig mit ihm zu verständigen scheiterten jedes Mal an<br>               bösartigen Bemerkung von Beem. Sauer verlässt Tschernovsky<br>               seine Station.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Was machen sie da?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Na das, was Sie wollten: Ich<br>                         gehe. Meine Schicht endet sowieso<br>                         in 10 Minuten. Sie können mich ja<br>                         verpfeifen.<br><br>               Er geht zur Wissenschaftsstation.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Ich lade mir die geschichtlichen<br>                         Daten, die wir vom Planeten<br>                         erhalten herunter und lese sie in<br>                         meinem Quartier.<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie nichts dagegen haben.<br><br>               Er greift sich ein herumliegendes Padd, tippt kurz auf der<br>               Konsole herum und verlässt dann die Brücke über den<br>               Turbolift.<br><br>               Ein Ensign aus dem hinteren Bereich der Brücke geht zur<br>               Steuerkonsole während Beem ein wenig verdutzt schaut und<br>               das Gesicht verzieht.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. VEDSCHEN HEIMATWELT - REGIERUNGSSITZ - SPÄTER<br><br>               Caylon und seine beiden Begleiter sitzen noch immer mit dem<br>               Vedschen Prälar an dem Verhandlungstisch, der mittlerweile<br>               mit ein paar exotisch anmutenden Speisen (bzw. eher Snacks)<br>               und Getränken einladend dekoriert wurde. Zusammen wird von<br>               diesen Darbietungen gekostet und über den gefundenen<br>               Konsens angestoßen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Im Namen meines Volkes bedanke<br>                         ich mich für Ihre<br>                         Gastfreundschaft.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Selbstverständlich. Mein Volk<br>                         dankt Ihnen für Ihr Erscheinen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es bleibt dabei? Ich schlage<br>                         Starfleet vor, Technologien wie<br>                         den Warpantrieb, Transporter usw.<br>                         mit Ihnen zu teilen; dafür lassen<br>                         Sie uns an Ihren überlegenen<br>                         medizinischen Kenntnissen<br>                         teilhaben?<br><br>               Beide Parteien erheben sich von dem Tisch und stehen nun<br>               voreinander.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Wie vereinbart, ich werde darüber<br>                         mit meinem Regierungsrat<br>                         diskutieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wunderbar, dann wollen wir uns<br>                         verabschieden.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Das Angebot besteht noch, dass<br>                         ich ihr beeindruckendes<br>                         Raumschiff besichtigen darf,<br>                         nachdem wir unsere Regierungen<br>                         informiert haben?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber sicher, nun wollen wir uns<br>                         verabschieden.<br><br>               Der Prälar verbeugt sich vor den Offitzieren und Caylon<br>               erwidert diese Geste.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Das Shuttle des Außenteams fliegt nun zurück zum Schiff.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLERAMPE<br><br>               Und dockt an die Shuttlerampe an, wo der Captain, Müller<br>               und Mestral bereits von Tschernovsky, Beem und Torlan<br>               erwartet werden. Die 3 Repräsentant unterhalten sich noch<br>               über ihren Ausflug auf den Planeten, während sie die Leiter<br>               aus dem Shuttle heraufsteigen. Beem und Tschnervsky stellen<br>               ihnen jedoch neugierige Fragen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Lief alles glatt?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles ohne größere Probleme; wie<br>                         ich Ihnen bereits vorher gesagt<br>                         habe, sind wir gut ohne einen<br>                         Waffenoffizier ausgekommen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Vedschen machten auf mich<br>                         einen sehr friedfertigen<br>                         Eindruck.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Was sie jedoch nicht immer waren,<br>                         wie Sie wissen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Trotzdem scheinen sie uns<br>                         zumindest im Bereich der Medizin<br>                         voraus zu sein. Wenn ihre<br>                         Medikamente auch bei uns ähnlich<br>                         wirken, könnten wir mit den<br>                         Vulkanier in Sachen<br>                         Lebenserwartung aufschließen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie könnten auch in anderen<br>                         Punkten den Vulkaniern<br>                         nachstreben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lassen wir das Thema...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Captain, ich wollte gerne mit<br>                         Ihnen über die Vedschen sprechen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gibt es was besonderes?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nunja, ich habe mich außerhalb<br>                         meiner Schicht mit der Geschichte<br>                         der Vedschen beschäftigt, die sie<br>                         uns geschickt haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo ist das Problem?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Kein wirkliches Problem, ich<br>                         finde nur, wir sollten auch mit<br>                         den Kiysen Kontakt aufnehmen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieso? Ich sehe nicht, welchen<br>                         Vorteil das bringen sollte, die<br>                         Kiysen sind technologisch<br>                         primitiver als die Dor-Vedschen.<br>                         Was könnten sie uns offerieren?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, es geht bei der Diplomatie<br>                         nicht um den praktischen Vorteil;<br><br>                         wenn wir mit dieser Welt<br>                         diplomatischen Kontakt haben<br>                         wollen, sollten wir beide Seiten<br>                         der Medaille kennen. Es ist nur<br>                         ein Gespür, aber was würden Sie<br>                         als Australier sagen, wenn eine<br>                         außerirdische Rasse mit der<br>                         Vereinten Erdregierung, vor Ihrem<br>                         Beitritt 2150 diplomatische<br>                         Beziehungen aufgebaut hätte und<br>                         Australien außen vor geblieben<br>                         wäre?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Der Vergleich hinkt, diese beiden<br>                         Vedschen-Kulturen leben in<br>                         absoluter Isolation voneinander<br>                         und es ist unwahrscheinlich, dass<br>                         die Kiysen von unserem Besuch und<br>                         unserer Technik viel halten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß, aber es geht ums<br>                         Prinzip. Einen Versuch ist es<br>                         doch wert.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich muss Ensign Tschernovsky<br>                         Recht geben, es ist sicher nicht<br>                         verkehrt Neutralität zu wahren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, wenn Sie beide meinen,<br>                         werden wir die Kiysen besuchen.<br>                         Tschernovsky, suchen Sie einen<br>                         Landeort aus. Müller und Mestral,<br>                         sie kommen wieder mit. Wir werden<br>                         uns in 3 Stunden wieder hier im<br>                         Hangar treffen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Caylon verlässt den Shuttlehangar, ihm folgen Mestral und<br>               Müller und in zweiter Reihe Tschernovsky und Beem.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Caylon und Müller biegen gemeinsam in den selben Korridor,<br>               während der Rest andere Wege gegangen ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist mit Tschernovsky los? Ich<br>                         verstehe, dass Mestral diesen<br>                         Vorschlag unterstützt mit seiner<br>                         "vulkanischen Objektivität", aber<br>                         bei Darius wundert mich das schon<br>                         leicht.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mir geht es genauso. Allein, dass<br>                         er sich mit der Geschichte der<br>                         Vedschen beschäftigt hat...<br>                             (beat)<br>                         Ich kenne ihn nicht gut, aber es<br>                         ist ungewöhnlich. Wissen sie, ich<br>                         habe ja möglicherweise eine Idee,<br>                         aber ich bin mir nicht sicher, ob<br>                         ich mich nicht täusche...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schießen Sie los.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn ich mich nicht täusche,<br>                         verhält er sich seit dem Angriff<br>                         auf New Earth und uns etwas<br>                         "anders". Eigentlich denke ich<br>                         mir nichts bei, das war für uns<br>                         alle hart, aber irgendwie habe<br>                         ich doch das Gefühl, er empfindet<br>                         seinen Tränenausbruch als<br>                         Versagen und versucht nun dieses<br>                         zu kompensieren, indem er sich<br>                         andere Befähigungsfelder sucht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hm, ich glaube, ich sollte mit<br>                         ihm nach der Mission darüber<br>                         sprechen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es wäre vielleicht angebracht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin nicht gerade der Beste<br>                         darin. Für so etwas sollte es<br>                         Psychologen in der Sternenflotte<br>                         geben, zu Kriegszeiten können wir<br>                         uns keine Offiziere mit<br>                         psychischen Probleme leisten.<br><br>                                                             FADE TO:<br></font><br><br><p><font face="Courier New" size="2">               EXT. WELTRAUM - ORBIT ÜBER DER VEDSCHEN HEIMATWELT<br><br>               Das Shuttle der Antares verlässt nun wieder seinen<br>               heimatlichen Hangar. Die Antares gleitet gemächlich durch<br>               die linke Bildhälfte, während sich das Shuttle aus der<br>               Trägheit reißt und mit voller Geschwindigkeit durchs Bild<br>               rast, in Richtung Planet.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Das Shuttle tritt in den Orbit ein und verkommt zu einem<br>               winzigen Punkt, der nur noch am leichten Glühen beim<br>               Atmosphäreneintritt zu erkennen ist.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. PLANETEN OBERFLÄCHE<br><br>               Die Kamera betrachtet vom Erdboden den stillen Himmel mit<br>               seinen Wolken, durch die das Shuttle fliegt. Am Bildrand<br>               sehen wir noch Bäume und Vegetation...<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Die mit dem Rand einer Großstadt wechseln, da wir nun das<br>               Shuttle verfolgen, sehen wir, wie es über aufkeimende<br>               Straßen und Häuser gleitet und dabei verlangsamt. Das<br>               Shuttle nähert sich dem Zentrum der Siedlung, die ältere<br>               und größere Bauwerke aufweist. Das Shuttle landet auf einer<br>               Lichtung der Betonbauwerke.<br><br>               EXT. SHUTTLEFRONT<br><br>               Caylon, Müller, Mestral und Tschernovsky treten aus dem<br>               Shuttle unter Beobachtung der Einheimischen heraus. Dass es<br>               sich um fremde, außerirdische Wesen handelt, scheinen sie<br>               zu ahnen, jedoch bleibt die kleine Menge ziemlich ruhig,<br>               zeichnet sich nur durch vereinzelte Neugier aus, die aber<br>               weit unter der Erwartung bleibt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Willkommenskomitee würde mir<br>                         gefallen. Sie haben keine<br>                         Möglichkeit der Kommunikation aus<br>                         dem Weltall gefunden, um uns<br>                         anzukündigen? Mir fehlen die<br>                         Blumen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, Sir. Diese Leute verstehen<br>                         sich daran, unscheinbar und<br>                         zurückgezogen zu leben, so<br>                         scheint es mir. Es gibt keine<br>                         umfassenden Mediensysteme bei den<br>                         Kiysen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schade. Wir sollten uns dann auf<br>                         den Weg machen.<br><br>               Das Team verlässt die Lichtung und tritt in Richtung der<br>               Leute, die auch respektvoll Platz machen.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. VEDSCHEN HEIMATWELT - KIYSEN HAUPTSTADT<br><br>               VOGELPERSPEKTIVE<br><br>               Caylon, Mestral, Müller und Tschernovsky schreiten die<br>               Treppen zum Kiysen-Kapitol herauf.<br><br>               NAHAUFNAHME<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Irgendwie beunruhigt mich das. Es<br>                         scheint sich so gar keiner für<br>                         die Ankunft von außerweltlichen<br>                         Besuchern zu interessieren.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Andere Länder, andere Sitten.<br>                         Lautet so nicht ein Sprichwort<br>                         bei den Menschen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Abwarten. Warum dieser<br>                         Pessimismus? Ich wette hinter<br>                         dieser Tür erwartet man uns<br>                         sehnsüchtig.<br><br>               Die Vier sind vor den riesigen Eingangstoren und Caylon<br>               öffnet die Pforten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. KIYSEN KAPITOL<br><br>               BLICK ZUM EINGANG<br><br>               Unter dem Torbogen gehen Caylon und ihm folgend die anderen<br>               Drei durch. Im Vordergrund befindet sich ein Foyer und eine<br>               pompöse Steintreppe, die sich zur Kamera hin nach oben<br>               erstreckt. Durchs Bild laufen vereinzelte Vedschen<br>               Gestalten.<br><br>               NAHAUFNAHME<br><br>               Die Antares-Gesandten sehen sich in alle Richtungen um und<br>               beobachten die Vedschen.<br><br>               Beat. Keine Reaktion.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Naja.<br><br>               Caylon schreitet dreist auf einen der Anwesenden zu und<br>               spricht ihn an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Entschuldigen Sie, wir würden<br>                         gerne zu Ihrem<br>                             (beat; verkneift sich<br>                              ein Grienen)<br>                         Anführer.<br><br>               Der Angesprochene nickt.<br><br>                                   VEDSCHEN #1<br>                         Kein Problem, ich bringe sie zu<br>                         ihm.<br><br>               Der Vedschen läuft voraus und Caylon lässt sich wieder zu<br>               seinem Stab zurückfallen und gemeinsam folgen sie ihrem<br>               unbekannten Führer.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hätte nicht gedacht, dass das<br>                         klappt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Captain, hätten Sie etwas<br>                         dagegen, wenn ich versuche, etwas<br>                         mehr über ihre Geschichte<br>                         herauszufinden? Trockene<br>                         Verhandlungen sind nicht ganz<br>                         mein Geschmack.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe keine Einwände dagege.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Danke, Sir.<br><br>               Tschernovsky läuft etwas voraus und spricht den Vedschen<br>               erneut an.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Könnten sie mir sagen, wo Sie<br>                         hier eine Bibliothek haben?<br><br>               Der Vedschen hält inne.<br><br>                                   VEDSCHEN #1<br>                         Im Untergeschoss befindet sich<br>                         das größte Archiv in unserem<br>                         Land. Jeder hat freien Zugriff<br>                         darauf.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Danke.<br><br>               Tschernovksy trennt sich von der Gruppe ab und läuft<br>               zurück, während Caylon, Mestral und Müller wieder dem<br>               Vedschen folgen.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. KIYSEN ARCHIV<br><br>               Tschernovsky befindet sich zwischen mehreren überhohen<br>               Regalen gefüllt mit unzähligen, teils angestaubten und<br>               antiken, literarischen Werken der Vedschengeschichte. Etwas<br>               hilflos und verloren versucht er sich einen Überblick zu<br>               verschaffen.<br><br>               Da spricht ihn eine weibliche Vedschen von hinten<br>               überraschend an.<br><br>                                   VEDSCHEN #2<br>                         Kann ich Ihnen helfen? Ich<br>                         vermute, sie möchten sich über<br>                         unsere Geschichte informieren.<br>                         Ich bin die Verwalterin hier.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (überrascht)<br>                         Ah, Sie sind die Erste hier, die<br>                         auf uns zu kommt. Sie können doch<br>                         nicht so oft Besuch von Außerhalb<br>                         bekommen, dass Sie das so gewohnt<br>                         angehen.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Nein, eigentlich nie. Sie sind<br>                         der Erste. Aber wir bleiben gerne<br>                         unter uns und ersehnen uns daher<br>                         keine Besucher. Das soll aber<br>                         nicht heißen, dass sie<br>                         Unwillkommen sind.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wenn Sie mir helfen wollen, wäre<br>                         ich ihnen dankbar. Mein<br>                         Translator ist mit den vielen<br>                         Buchtiteln leider überfordert.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Was suchen Sie denn?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Hm, mich würde interessieren, was<br>                         zur Spaltung dieser Welt geführt<br>                         hat. Was kann so dramatisch sein,<br>                         dass es zwei Parteien in die<br>                         vollkommene Isolation voneinander<br>                         treibt?<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Es ging um eine medizinische<br>                         Praktik, die zu einigen<br>                         Kontroversen und Ablehnung<br>                         unsererseits geführt hat.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Kommen Sie, das kann doch nicht<br>                         alles sein. Da steckt doch mehr<br>                         dahinter.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Es war eine moralische und<br>                         ethische Entscheidung, die wir<br>                         besten Gewissens getroffen haben.<br><br>               Tschernovksy's Kommunikator meldet sich piepend, er zückt<br>               und aktiviert ihn, worauf sich Captain Caylon meldet.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Wie ich es gesagt habe, die<br>                         Kiysen sind an keinerlei<br>                         Verhandlungen interessiert. Ihr<br>                         Prälar hat uns nach einer kurzen<br>                         Unterhaltung wieder weggeschickt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verstehe. Sir, ich würde hier<br>                         gerne noch etwas bleiben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. KIYSEN KAPITOL - VOR DEM EINGANG<br><br>               Caylon, Müller und Mestral befinden sich wieder auf der<br>               Treppe, die zum Eingang des Kapitols führt. Die Sonne<br>               blendet Caylon etwas, weshalb er seine freie Hand als<br>               Sonnenschutz über die Augen hält, während er mit der<br>               anderen Hand den Kommunikator hält und hineinspricht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie Sie meinen. Die Kiysen waren<br>                         doch relativ freundlich, sie<br>                         haben uns freigestellt noch etwas<br>                         zu bleiben. Ich gebe ihnen zwei<br>                         Stunden, dann treffen wir uns am<br>                         Shuttle.<br><br>                                   MULLER<br>                         Wir können ja derweil etwas<br>                         "Sight-Seeing" betreiben.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vulkanier betreiben für<br>                         gewöhnlich kein Sight-Seeing.<br><br>               Caylon verzieht für einen Sekundenbruchteil sein Gesicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden uns schon<br>                         beschäftigen, Darius. Zwei<br>                         Stunden.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>               INT. KIYSEN ARCHIV<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br>                             (beat; zur<br>                              Bibliothekarin)<br>                         Ich bin ganz Ohr, erzählen Sie<br>                         mir mehr.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Wenn Sie es wissen wollen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (trotzig)<br>                         Ja, das hab ich doch schon<br>                         gesagt.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Gut, es ging um die<br>                         "gleichgenetische<br>                         Replantationstechnik". Hinter<br>                         diesem komplizierten Wort haben<br>                         die Mediziner und hohen Politiker<br>                         versucht die grausame Wahrheit zu<br>                         ihrem eigenen egoistischen Wohl<br>                         vor der Allgemeinheit zu<br>                         verstecken.<br>                             (beat)<br>                         Sehen Sie, es war vor langer<br>                         Zeit. Unsere Welt war noch von<br>                         Krieg und Leid zerrüttet, kein<br>                         Vedschen hatte eine lange<br>                         Lebenserwartung. Die Chance auf<br>                         ein verlängertes Leben im<br>                         Angesicht des Friedens war zu<br>                         verlockend und man sah über die<br>                         Konsequenzen hinweg.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Welche Konsequenzen?<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Die Idee ist folgende gewesen: Um<br>                         der Alterung, Krankheiten oder<br>                         schweren Verletzungen<br>                         vorzubeugen, entnimmt man bei der<br>                         Geburt eines jeden Dor-Vedschen<br>                         eine Genprobe speichert sie und<br>                         gibt eine exakte Duplik in<br>                         Auftrag.<br>                         Doch diese Duplik müssen<br>                         gehalten, gezüchtet und<br>                         regelmäßig erneuert werden, um<br>                         stets das frischeste Material zu<br>                         haben. Dafür wurden die<br>                         staatlichen klinischen<br>                         Replantationskomplexe errichtet,<br>                         zu dessen Unterhaltung sich die<br>                         Staaten zusammenschlossen um das<br>                         Ganze möglichst zentral<br>                         organisieren zu können.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Von was für einer Art Haltung<br>                         reden wir?<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Die Duplike sind körperlich und<br>                         geistig vollständig enwickelt,<br>                         sie empfinden wie jeder andere<br>                         Vedschen. Doch sie werden in<br>                         Käfigen eingesperrt, bekommen nur<br>                         den Auslauf, den sie gerade<br>                         benötigen um nicht körperlich zu<br>                         laden, der Qualitätsstandart soll<br>                         ja gehalten werden. Sie kennen<br>                         keine Freiheit oder freies<br>                         Denken. Sie wurden von Anfang an<br>                         zu Gehorsam erzogen, den Ärzten<br>                         und dem Wachpersonal gegenüber,<br>                         die in ihrer klinisch steril<br>                         vermummter Kleidung, die keine<br>                         Bakterien hindurch lässt,<br>                         abschreckend wirken müssen.<br>                         Soweit wir wissen, kennen die<br>                         Dupliken Spaß oder Freizeit, sie<br>                         haben ja nur eine einzige<br>                         Pflicht: Ständiges körperliches<br>                         Training. Widerstand dagegen ist<br>                         zwecklos, etwas anderes wird gar<br>                         nicht erst gestattet. Aber was<br>                         haben die Duplike davon? Eines<br>                         Tages landet jeder unter dem<br>                         falschen Vorwand, man wolle ihnen<br>                         Gutes tun, unter dem Messer der<br>                         Chirogen, um ausgeschlachtet zu<br>                         werden.<br><br>               Tschernovsky schaut die Bibliothekarin entsetzt an.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN (CONT'D)<br>                         Der Sinn ist, die Duplike als<br>                         nicht mitalternde, genetisch<br>                         kompatible Organlieferanten zu<br>                         verwenden, der möglichst lange<br>                         erhalten werden soll.<br>                         Unseren Berichten zu Folge gibt<br>                         es schrecklich verstümmelte<br>                         Exemplare, zum Beispiel ohne<br>                         Verdauungsorgane, die dann noch<br>                         lange künstlich am Leben gehalten<br>                         werden.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Meine Güte, das ist ja grausam.<br>                         Jetzt verstehe ich, warum Sie<br>                         ablehnten.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Vielen ging das eigene Überleben<br>                         über irgendwelche moralischen<br>                         Zweifel und sie ließen sich von<br>                         den Äußerungen wider besseren<br>                         Wissens überreden, dass die<br>                         Duplike kein Bewusstsein<br>                         entwickeln. Sie seien keine<br>                         vollwertig entwickelten Vedschen,<br>                         sie würden in einer speziellen<br>                         Umwelt gehalten und entwickeln<br>                         sich deshalb anders. Sie könnten<br>                         nicht als gleichwertig betrachtet<br>                         werden, lautete damals die<br>                         Propaganda. Heute wissen nur noch<br>                         die wenigsten von der Existenz<br>                         solcher Klone. Übrig geblieben<br>                         ist nur ein technisches Wort,<br>                         unter dem sich keiner etwas<br>                         vorstellen kann, und auch keiner<br>                         genaueres wissen will.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und dagegen wurde nie etwas<br>                         unternommen?<br><br>               Die Bibliothekarin sieht sich verschwörerisch um, um sicher<br>               zu stellen, dass kein Dritter zu hört.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Wenn Sie es genau wissen wollen:<br>                         Es gab Versuche. Es existiert<br>                         eine organisierte<br>                         Widerstandsgruppe. Doch die<br>                         meisten Mitglieder befinden sich<br>                         unter den Kiysen. Unter den Dor<br>                         Vedschen nur ganz wenige und es<br>                         ist fast unmöglich für uns, über<br>                         die gesicherte Grenze zu<br>                         gelangen. Und die Unterstützer<br>                         auf der anderen Seite haben keine<br>                         Möglichkeit, an die stark<br>                         bewachten Einrichtungen heran zu<br>                         kommen. Aber es existiert ein<br>                         Plan.<br>                             (beat)<br>                         Wenn eines die Masse der Dor<br>                         Vedschen bewegen könnte und ihnen<br>                         die Wahrheit zeigen könnte, dann<br>                         ihre Medien. Wenn wir auch nur<br>                         einen Duplik befreien könnten und<br>                         der Öffentlichkeit zeigen<br>                         könnten, würde das wahrscheinlich<br>                         bereits ausreichen, die Regierung<br>                         unter Druck zu setzen. Aber wie?<br>                             (beat)<br>                         Sagen sie, wie haben Sie es über<br>                         die Grenze geschafft?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir kamen mit unserem Shuttle, in<br>                         der Luft hält uns keine Grenze<br>                         auf.<br><br>               Die Augen der Bibliothekarin funkeln verdächtig.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Dann könnten sie uns doch<br>                         bestimmt helfen! Sie können mit<br>                         ihren Shuttles überall hinkommen<br>                         und möglicherweise auch in die<br>                         Einrichtungen eindringen. Für Sie<br>                         sollte es ein viel kleineres<br>                         Problem sein als für uns!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br><br>                         Ich denke, ich könnte Ihnen<br>                         helfen. Ich werde mit meinem<br>                         Captain sprechen. Wenn er<br>                         zustimmt, und ich denke das wird<br>                         er, dann könnten wir vielleicht<br>                         wirklich diese brutale<br>                         Sklavenhaltung stoppen.<br><br>               Die Bibliothekarin geht auf eine Computerkonsole in der<br>               Ecke zu, ruft eine Datei auf, die schematische Zeichnungen<br>               einer Art Biosphären-Kuppel zeigt. Tschernovsky schaut sich<br>               die Skizzen an.<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Das ist eine der besagten<br>                         Replantationskomplexe. Einer<br>                         unserer Helfer hat dafür sein<br>                         Leben gelassen. Ich kann ihnen<br>                         alle Standorte mitteilen, wenn<br>                         sie das wirklich vorhaben. Wir<br>                         können auch ein Versteck für den<br>                         Dupliken auftreiben und für den<br>                         Kontakt mit den Medien sorgen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (grübelt)<br>                         Kommen sie auch an Listen heran,<br>                         auf denen verzeichnet ist, wo der<br>                         Duplik einer bestimmten Person<br>                         "gehalten" wird?<br><br>                                   BIBLIOTHEKARIN<br>                         Diese Daten unterliegen hohen<br>                         Sicherheitsbeschränken. Aber ich<br>                         denke, wir könnten es schaffen.<br>                         Die höhergestellten Dor-Vedschen<br>                         sind allesamt bestechlich und<br>                         käuflich. Jede Information hat<br>                         ihren Preis, gewiss auch diese.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br><br>                         Gut. Sorgen sie dafür. Ich werde<br>                         mit meinem Captain sprechen.<br><br>               Tschernovsky hämmert seinen Finger erbost auf die<br>               Computerkonsole zum Protest und Untermauerung seines<br>               Unmutes.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Wir finden einen Weg.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM<br><br>               Die Senioroffiziere (Caylon, Tschernovsky, Müller, Mestral,<br>               Miller, Beem) haben sich versammelt, um die von<br>               Tschernovsky errungenen Informationen zu diskutieren und zu<br>               bewerten. Die Konferenz hat schon vor ein paar Minuten<br>               begonnen und die Anwesenden beraten sich schon intensiv.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das ist keine Medizin, das ist<br>                         ein Restebasar!<br><br>                                   MILLER<br>                         Praktisch gesehen wäre das eine<br>                         effektive Technik, der Alterung<br>                         vorzubeugen. Aber die ethischen<br>                         Konsequenzen sind immens.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie kennen die genaue "Prozedur"<br>                         nicht vollständig, oder?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nein, nur die Informationen, die<br>                         in den spärlichen Dokumentation<br>                         der Kiysen vorhanden sind und die<br>                         Aussagen der Widerstandsbewegung.<br><br>                                   BEEM<br>                         Gerüchte! Und darauf geben wir<br>                         etwas?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir haben auch keinen Grund,<br>                         daran zu zweifeln.<br><br>                                   MILLER<br>                         Es ist theoretisch möglich, die<br>                         Duplike im bewusstseinslosen<br>                         frühzellularen Zustand zu halten<br>                         und dann die benötigten Organe<br>                         auszubilden.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir müssen den Beweis antreten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das werden wir nicht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wieso das? Was ist, wenn diese<br>                         Duplike unsere Hilfe brauchen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben nicht das Recht uns<br>                         einzumischen. Wir sind hier nur<br>                         die Besucher. Aber ich werde die<br>                         Vedschen-Regierung kontaktieren<br>                         und sie befragen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (wird laut)<br>                         Was soll das bringen? Die stecken<br>                         doch dahinter!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Beherrschen Sie sich. Wir können<br>                         nicht einfach, nur weil wir einen<br>                         Verdacht haben, in eine ihrer<br>                         klinischen Replantationskomplexe<br>                         eindringen, oder wie sie die<br>                         Dinger nennen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         WER SOLL DAS GANZE DANN<br>                         AUFHALTEN?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, reißen Sie sich<br>                         zusammen. Ich verstehe Sie ja...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (außer sich)<br>                         Sie verstehen mich sicher nicht,<br>                         keiner von ihnen! Sie wissen doch<br>                         gar nicht, wie ich wirklich bin.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Besprechen wir das in meinem<br>                         Raum!<br><br>               Captain Caylon und Tschernovsky verlassen sichtlich erregt<br>               den Raum und lassen den verdutzten Rest zurück.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die an der Decke hängende Kamera beobachtet die beiden beim<br>               Durchschreiten der Brücke.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>               Die Beiden treten ein, Caylon will hinter seinen Tisch<br>               treten, Tschernovsky ergreift jedoch schon zuvor das Wort.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Warum sollte die Regierung der<br>                         Vedschen auf uns hören?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wahrscheinlich wird sie es nicht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was soll das dann? Geben Sie es<br>                         doch zu! Der einzige Grund ist,<br>                         dass Sie und die Sternenflotte<br>                         sich Ihren Profit davon erhoffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein<br>                             (beat)<br>                         nicht allein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was denn noch?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstehen sie es denn nicht, wir<br>                         können Einzelne befreien, wir<br>                         können vielleicht sogar ein Lager<br>                         befreien. Aber was soll dann mit<br>                         ihnen passieren? Solange die<br>                         Vedschen nichts an ihrer<br>                         Einstellung ändern, werden die<br>                         Duplike keine Freiheit erlangen.<br>                         Die Gitter fangen in den Köpfen<br>                         der Leute an. Und die können nur<br>                         sie selber brechen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sollen wir einfach alles<br>                         ignorieren?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich tue das ja auch nicht gerne,<br>                         aber es geht nicht anders.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das werden wir ja sehen!<br><br>               Tschernovsky verlässt wutentbrannt den Bereitschaftsraum.<br>               Caylon bleibt an seinem Fenster stehen, lehnt sich dagegen<br>               und schaut durch selbiges auf den Planeten hinab.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - SPÄTER<br><br>               Beem befindet sich wie üblich an seiner Waffenstation,<br>               Torlan an der Kommunikation, Mestral an der<br>               Wissenschaftsstation, Caylon auf dem Kommandostuhl. Nur der<br>               Pilotenstuhl ist von einem ND besetzt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (laut)<br>                         Sir!<br>                             (beat)<br>                         Jemand hat die<br>                         Shuttlestartprozedur aufgerufen,<br>                         die Shuttlerampe 2 wurde<br>                         geöffnet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum das? Es sollte kein Shuttle<br>                         starten. Schließen Sie die Tore.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Kontrollen wurden<br>                         überschrieben, ich komme nicht<br>                         durch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky!<br>                             (beat)<br>                         Wie kann das passieren?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nunja, Tschernovsky hat als Pilot<br>                         mehr als genug Erfahrung mit den<br>                         Prozuderen in der Shuttlerampe.<br>                         Wenn man weiß wie, danngeht<br>                         einiges.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Halten Sie ihn auf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Offensichtlich zu spät,<br>                         Shuttlepod 1 ist bereits auf dem<br>                         Weg.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mist.<br><br>               Keine Antwort, mit was anderem hat Caylon auch nicht<br>               gerechnet.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Öffnen Sie einen Kanal!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Kanal ist offen, ob wir eine<br>                         Antwort bekommen ist eine andere<br>                         Frage.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier ist Captain Caylon,<br>                         Tschernovksy oder wer sonst das<br>                         Shuttle steuert, kehren sie<br>                         sofort zurück.<br><br>               Stille.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wenn Sie nicht sofort umkehren<br>                         stelle ich Sie vor ein<br>                         Kriegsgericht wegen<br>                         befehlsverweigerung!<br><br>               Plötzlich erscheint ein Bild auf dem Schirm, das Bild von<br>               Darius Tschernovsky, so ernst und bestimmt, wie man ihn<br>               sonst noch nie gesehen hat.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, es tut mir leid.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kehren Sie um, es ist noch nicht<br>                         zu spät.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das werde ich nicht, ich muss das<br>                         tun.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin nicht zur Sternenflotten<br>                         gegangen, um im Krieg zu<br>                         bestehen, ich kann das nicht! Ich<br>                         bin hier, um fremde Welten zu<br>                         entdecken, neue Zivilisationen<br>                         und Leben zu retten. Nicht es zu<br>                         vernichten. Ich kann nicht meine<br>                         Hände mit dem Blut dieser Leute<br>                         beflecken. Schauen Sie weiter<br>                         weg, ich werde es nicht.<br><br>               Das Bild verschwindet, der Bildschirm wird düster und<br>               schwarz.<br><br>               Beat.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sollten wir ihn nicht mit den<br>                         Greifern aufhalten oder seinen<br>                         Antrieb ausschalten??<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein. Nichts dergleichen. Lassen<br>                         sie ihn nur fliegen.<br><br>               Beem schaut fragend drein, doch keiner will ihm eine<br>               Antwort geben.<br><br>                                                       FADE TO BLACK.</font></p><br><p><font face="Courier New" size="2">               EXT. VEDSCHEN HEIMATWELT<br><br>               Schwarz. Schwarze, tiefe Nacht. Nur das Shuttle der Antares<br>               stört die Stille, die es durchstreift. Es nähert sich einer<br>               riesigen Glaskuppel, ähnlich der einer Biosphäre, die über<br>               einen Abhang herüberragt. Das Shuttle aktiviert seine Waffe<br>               und feuert auf die Konstruktion aus Metall und Glas. Ein<br>               Element der Kuppel zerspringt klirrend und das Shuttle<br>               schwirrt hinein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - WENIG SPÄTER<br><br>               Es hat sich nicht viel verändert, die Senioroffiziere haben<br>               wieder ihre Plätze auf der Brücke eingenommen, bis auf den<br>               umbesetzten Sitz vor der Steuerkonsole.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Eine Komverbindung von dem<br>                         Planeten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Das Bild des Vedschen-Prälars erscheint, wie befohlen.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                             (wütend)<br>                         Eines ihrer Shuttles ist in eine<br>                         unserer Regierungseinrichtungen<br>                         eingebrochen. Was denken Sie sich<br>                         dabei?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich entschuldige mich dafür,<br>                         Ensign Tschernovksy hat sich<br>                         meinen Befehlen widersetzt und<br>                         das Shuttle von unserem Schiff<br>                         entwendet. Wir konnten ihn nicht<br>                         aufhalten.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Wir werten das als einen<br>                         terroristischen Akt gegen uns.<br>                         Ich kann Ihre Aussage nicht<br>                         prüfen, und ob nun einer oder<br>                         Ihre ganze Crew, SIE haben einen<br>                         Anschlag auf unsere Einrichtung<br>                         begangen und damit unser<br>                         Vertrauen gebrochen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sehen die Zusammenhänge<br>                         nicht. Tschernovsky wird sich der<br>                         Anklage des Verrates stellen<br>                         müssen. Wir sehen es ebenfalls<br>                         als Unrecht.<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Es tut mir leid, ich weiß nicht<br>                         mehr ob ich Ihnen glauben kann.<br>                         Wir kennen Ihre Art nicht. Und es<br>                         ist wohl besser, wir lernen sie<br>                         nicht besser kennen. Die<br>                         Verhandlungen sind beendet, die<br>                         Verträge für ungültig erklärt.<br>                         Verlassen Sie unseren Orbit.<br>                             (beat)<br>                         Sofort!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Prälar, bitte, lassen Sie uns<br>                         wenigstens unseren Mann<br>                         zurückholen, er wird seiner<br>                         Strafe nach unserem Recht nicht<br>                         entkommen können..<br><br>                                   PRÄLAR<br>                         Sie verlassen uns! Um Ihren Mann<br>                         werden wir uns kümmern. Sie<br>                         trauen es uns in Ihrer<br>                         Überlegenheit wahrscheinlich<br>                         nicht zu, aber auch wir haben die<br>                         Möglichkeit Ihr Shuttle zu orten.<br>                         Unserer Strafe wird er auch nicht<br>                         entkommen können.<br><br>               Der Prälar verschwindet wieder von dem Bildschirm.<br><br>                                   HELMSMAN<br>                         Soll ich einen Kurs<br>                         programmieren?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir bleiben hier. Holen wir<br>                         Tschernovsky zurück, dann<br>                         verschwinden wir.<br>                             (beat)<br>                         Mestral, suchen Sie die<br>                         Planetenoberfläche nach einem<br>                         menschlichen Lebenszeichen ab.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. PECHSCHWARZER RAUM<br><br>               Es ist dunkel und nichts zu erkennen. Auf der Seite fällt<br>               ein Lichtschein einer Tür, die soeben geöffnet wurde, aber<br>               kurz darauf wieder geschlossen wird. Die Person, die<br>               hindurch getreten ist, konnte man nicht erkennen, aber der<br>               Lichtschein warf seine Konturen auf die sitzende Person im<br>               Vordergrund, die definitiv ein Vedschen ist.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (gedämpfte Stimme um<br>                              nicht zu erschrecken)<br>                         Keine Sorge, Sie sind in<br>                         Sicherheit.<br><br>                                   DUPLIK<br>                             (verwirrt)<br>                         Wo bin? Was ist das für ein Ort?<br>                         Was soll das? Wer sind sie?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Oje, das ist eine lange<br>                         Geschichte, alle Fragen zu<br>                         beantworten. Wer ich bin? Ensign<br>                         Darius Tschernovsky von der<br>                         Sternenflotte.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Das hilft mir nicht weiter.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich habe nichts anderes erwartet.<br>                         Ich will Ihnen helfen, Ihnen<br>                         allen.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Helfen? Indem Sie mich entführen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aus ihrer Gefangenschaft, daraus<br>                         habe ich Sie befreit.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Gefangenschaft?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Hm, vielleicht fange ich ganz von<br>                         vorne an.<br>                             (beat)<br>                         Ihre Spezies, die Vedschen, haben<br>                         eine Methode, ihre kurze<br>                         Lebenserwartung zu verlängern:<br>                         Euch! Der Ort an dem Sie leben<br>                         ist eine Brutstätte für Duplike.<br><br>                                   DUPLIK<br>                             (unterbricht<br>                              Tschernovky)<br>                         Duplike? Was soll das sein?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Genetisch identische Kopien einer<br>                         Person. Körperlich absolut<br>                         gleich, aber nicht geistig. Ein<br>                         Duplikat und doch eine eigene<br>                         Person.<br>                             (beat)<br>                         Sie sind so einer.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Und das wollen Sie mir weis<br>                         machen? Wieso sollte ich Ihnen<br>                         ein Wort von Ihrer abstrusen<br>                         Geschichte glauben?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Glauben Sie mir. Draußen,<br>                         außerhalb der Tore der Anlage, in<br>                         der Sie leben, in der<br>                         Gesellschaft der Vedschen,<br>                         existiert eine Person, die ihre<br>                         Vorlage war. Eine bedeutende<br>                         Person, ich kann Sie Ihnen<br>                         zeigen.<br><br>               Tschernovsky macht das Licht an. Der Raum ist spartanisch<br>               eingerichtet, der Duplik sitzt auf einem Hocker, ihm<br>               gegenüber ein Zweiter, ansonsten ist der Raum klein und<br>               leer. Die linke Augenhöhle ist primitiv zugeklebt, aber es<br>               ist deutlich erkennbar, das aus ihr das Auge entnommen<br>               wurde und die Höhle hinter den Lidern leer ist. Dem guten<br>               Beobachter fällt möglicherweise die Ähnlichkeit mit einem<br>               uns bekannten Vedschen auf.<br><br>               Tschernovsky steht an der Wand beim Lichtschalter. Verfolgt<br>               von dem einseitigen Blick des Duplikes setzt er sich wieder<br>               hin.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Sie sind kein Vedschen!?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nein, ich bin ein Mensch. Wir<br>                         kamen mit einem Raumschiff von<br>                         einem anderen Stern. Wir sind<br>                         Besucher auf eurer Welt. Uns geht<br>                         um das Entdecken fremder<br>                         Kulturen, und um das Helfen. Wir<br>                         wollen Ihnen helfen.<br><br>               Er holt seinen Tricorder aus der Tasche, hält ihn vor sich<br>               um das betreffende Objekt aufzurufen. Er dreht den<br>               Tricorder um und zeigt ihn dem Duplik. Wir sehen auf den<br>               kleinen Bildschrim des Gerätes und erkennen nun ganz<br>               gewiss, um wenn es sich bei dem Duplik handelt. Auf dem<br>               Bild sehen wir den Vedschen-Prälaren in seinem<br>               Regierungssitz, wie er erhaben an seinem Schreibtisch vor<br>               dem Fenster thront, dass den Blick auf den grünen Garten im<br>               Hintergrund gewährt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Das ist der Prälar, das Oberhaupt<br>                         der Vedschen, die euch an diesem<br>                         Ort eingesperrt haben. Er ist mit<br>                         dafür verantwortlich. Sie<br>                         erkennen sich wieder, oder?<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Ja, diese Person sieht aus wie<br>                         ich...<br>                             (beat)<br>                         Ich kann das immer noch nicht<br>                         ganz glauben. Warum sollte er das<br>                         tun? Was hätten die alle davon?<br><br>               Tschernovsky verstaut den Tricorder wieder in einer der<br>               vielen Taschen an seiner Uniform.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das ist der grausame Teil daran.<br>                         Sehen Sie, es hat medizinische<br>                         Gründe. Die Vedschen leben wie<br>                         gesagt nur kurz. Sie konnten ihr<br>                         Leben mit der Medizin nur<br>                         geringfügig verlängern. Aber<br>                         irgendwann macht der Körper<br>                         einfach Schluss. Die Organe<br>                         versagen, es kommt zum Tod. Doch<br>                         das reichte ihnen nicht, sie<br>                         mussten weiter gehen. Die<br>                         schwachen Organe austauschen.<br>                         Gegen frische, junge...<br>                             (beat)<br>                         und identische, sonst werden sie<br>                         wieder abgestoßen.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Identische? Willst du sagen..<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, eure Organe. Ein Duplik ist<br>                         der kompatibelste Spender. Der<br>                         Körper denkt, es sei das eigene<br>                         Organ, da es genetisch das selbe<br>                         ist.<br><br>                                   DUPLIK<br>                             (überlegt)<br>                         Dann....Dann...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich schätze, Ihr Auge haben sie<br>                         Ihnen genommen? Ihr Original<br>                         dürfte sich darüber gefreut<br>                         haben.<br><br>                                   DUPLIK<br>                             (stark erregt)<br>                         Ich...Ich...Das heißt...Oh man...<br>                             (beat;tief luft holt)<br>                         Wenn das stimmt, ja, dann haben<br>                         sie das. DANN HABEN SIE UNS<br>                         BELOGEN!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Glauben Sie mir, es ist so.<br>                         Überlegen Sie. Diese Ärzte, die<br>                         es bei euch gab. Haben sie euch<br>                         nicht in den allermeisten Fällen,<br>                         wenn sie euch behandelt haben,<br>                         operiert und dabei Körperteile<br>                         und Organe entfernt.<br><br>                                   DUPLIK<br>                             (leise mit brüchiger<br>                              Stimme)<br>                         Sie sagten, sie würden so eine<br>                         Seuche aufhalten, die sich sonst<br>                         weiter in unserem Körper<br>                         ausbreiten würde.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Lass mich raten, eine Seuche, die<br>                         keine spürbaren Symptome hat, aus<br>                         heiteren Himmel völlig wahllos,<br>                         selbst bei den Gesündesten<br>                         auftritt, in jedem erdenklichen<br>                         Teil des Körpers?<br><br>               Der Duplik wird wütend er steht auf, geht zur Wand und<br>               schlägt mit seiner Faust dagegen. Dann wechselt seine<br>               Emotion in verzweifelte Trauer...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Soviel zu "bewusstseinslosem,<br>                         frühzellularen Zustand".<br><br>                                   DUPLIK<br><br>                         Sie haben Recht. Die Ärzte sagen<br>                         uns, sie wollen uns helfen.<br>                         Wir hätten die "Zellulare<br>                         Degeneration" und sie könnten<br>                         unser Leben nur dadurch retten,<br>                         indem sie den befallenen Teil<br>                         entfernen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Eine Ausrede um euch ruhig zu<br>                         halten.<br>                             (beat)<br>                         Ich hätte gerne euch alle<br>                         befreit, aber es ging nicht. Ich<br>                         bin alleine und konnte nur Sie<br>                         rausbringen.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Aber Sie haben die Mittel, Ihr<br>                         habt die Mittel uns alle davon zu<br>                         befreien?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Leider nein. Nicht sofort. Ich<br>                         habe alleine gehandelt, ohne das<br>                         Einverständnis meiner Leute. Sie<br>                         brauchten mehr Beweise, ich habe<br>                         sie nun. Sie sind mein Beweis.<br>                         Nicht nur für meinen Captain,<br>                         auch für die Vedschen.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Die Vedschen? Wieso beweisen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Bestimmt nicht alle Vedschen<br>                         stehen dahinter. Die Regierung<br>                         verschleiert die Herkunft und die<br>                         Art der Transplantate. Wenn das<br>                         bekannt würde, würde es<br>                         vielleicht auf Druck des Volkes<br>                         verboten.<br><br>                                   DUPLIK<br>                             (unverständlich)<br>                         Diese Leute, die uns das antun,<br>                         die dafür verantwortlich sind,<br>                         sollen uns helfen???<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sie können als Einzigste auf<br>                         Dauer helfen. Wir können euch<br>                         nicht mitnehmen, dafür seit ihr<br>                         zu viele. Sie müssen davon<br>                         erfahren, sie müssen euch wieder<br>                         in ihre Gesellschaft integrieren.<br>                         Das ist die einzige Lösung<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Und was ist, wenn wir das nicht<br>                         wollen? Diese Wesen sind für all<br>                         unser Leid verantwortlich? Sie<br>                         haben uns belogen und gequält.<br>                         UND WIR SOLLEN IHNEN VERTRAUEN<br>                         UND VERGEBEN?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wo sollten Sie sonst leben, als<br>                         unter ihres gleichen?<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Unser Gleichen? Bestimmt nicht.<br>                         Wir sind nicht gleich. Wir hatten<br>                         ein ganz anderes Leben, an dem<br>                         sie die Schuld tragen, und das<br>                         vergesse ich nicht so schnell.<br>                         Und auch keiner der anderen. Wir<br>                         alle haben das gleiche Schicksal<br>                         erlitten, ich spreche für uns<br>                         alle wenn ich sage: Niemals!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das haben die meisten Vedschen<br>                         aber nicht gewollt. Sie wussten<br>                         noch nicht einmal davon.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Unwissenheit rechtfertigt nicht<br>                         die Tat. Mein "Bruder" hat mein<br>                         Auge bekommen. Hat er sich<br>                         gefragt, wo es her kommt, hat er<br>                         sich darüber Gedanken gemacht? Es<br>                         wäre sicher nicht unmöglich<br>                         gewesen, herauszufinden, woher<br>                         das Auge stammt. Sie haben es ja<br>                         auch geschafft. Und sie sind ein<br>                         Außenseiter, er ist der Führer<br>                         dieses ganzen Unrechtes. Er<br>                         wollte es gar nicht wissen, ihm<br>                         war recht, dass er es bekam. Mehr<br>                         interessierte ihn nicht und auch<br>                         sonst keinen!<br><br>               Schweigen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (beat)<br>                         Es ist der einzige Weg. Ich habe<br>                         unser Gespräch aufgezeichnet, das<br>                         Video werde ich den Medien<br>                         überspielen. Es zeigt auf<br>                         eindrucksvolle Weise ihr Leid,<br>                         ihre Sorgen und dass Sie ein<br>                         Vedschen sind.<br><br>               Tschernovsky steht auf und macht sich auf dem Weg zur Tür.<br><br>                                   DUPLIK<br>                         Bitte tun Sie das nicht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es ist nur das Beste für Sie.<br><br>               Tschernovsky verlässt den Raum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. TSCHERNOVSKYS VERSTECK - NEBENRAUM<br><br>               In diesem Raum wartet ein Vedschen der Widerstandsbewegung<br>               auf ihn.<br><br>                                   WIDERSTANDSMITGLIED<br>                         Wie lief es?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Hervorrangend. Wir haben genug<br>                         Material, um es den restlichen<br>                         Vedschen zu präsentieren. Das<br>                         dürfte für das nötige Aufsehen<br>                         sorgen, um das Volk wach zu<br>                         rütteln und die Regierung zu<br>                         besinnen.<br><br>                                   WIDERSTANDSMITGLIED<br>                         Großartig. Endlich ist es vorbei.<br>                         Ohne Sie hätten wir es nicht<br>                         geschafft. Sie haben verändert,<br>                         was wir nicht geschafft hätten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sie haben viel beigetragen. Sie<br>                         haben die Daten beschaffen<br>                         können, wo sich der Duplik des<br>                         Prälars befindet. Es sind Ihre<br>                         Daten, Ihr Versteck, dass Sie<br>                         bereitgestellt haben. Und Ihre<br>                         Motivation.<br><br>               Der Vedschen läuft zu einem der Computerdisplay, mit denen<br>               das Versteck ausgerüstet ist, derweil kramt Tschernovsky<br>               den Tricorder aus einem der unzähligen Taschen an seiner<br>               Uniform hervor und überreicht ihn dem Vedschen. Der<br>               Tricorder zeigt übereinander ein Bild des Dupliken und eine<br>               Wellenkurve: Video- und Tonaufnahmen des Gespräches.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Sie müssen nur noch den grünen<br>                         Knopf drücken, dann überträgt er<br>                         alles automatisch auf Ihr System.<br><br>                                   WIDERSTANDSMITGLIED<br>                         Alles klar.<br><br>               Der Vedschen betätigt besagten Knopf auf dem Tricorder und<br>               tippt dann auf der Konsole des Computers herum, um den<br>               Datenabgleich zu initieren, was auch von einem Piepsen<br>               bestätigt wird.<br><br>               NAHAUFNAHME DES DISPLAYS<br><br>               Auf dem Bildschirm steht: Transmission sent.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               I/E. GROßAUFNAHME<br><br>               Eine Vedschen Moderatorin präsentiert eine Art<br>               Nachrichtensondersendung.<br><br>                                   MODERATORIN (ON SCREEN)<br>                         So eben erreichte uns eine<br>                         Aufsehen erregende Sondermeldung:<br>                         Einer der außerweltlichen<br>                         Besucher, den Menschen, ist vor<br>                         einer Stunde in eines unserer<br>                         klinischen Replantationskomplexe<br>                         eingedrungen und hat einen<br>                         "Dupliken" entführt. Er hat uns<br>                         soeben eine Aufnahme zugesendet,<br>                         die demonstriert, um was sich bei<br>                         diesen Dupliken handelt, die<br>                         unsere Regierung in unserem<br>                         Namen, zu unserem angeblichen<br>                         Wohle, "züchtet". Wie Sie selber<br>                         sehen können handelt es sich bei<br>                         dem Duplik um die Kopie unseres<br>                         Prälaren...<br><br>                                   CAYLON (O.C.)<br>                         Schalten sie es ab, Torlan.<br><br>                                                         JUMP CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon, Beem, Torlan, Mestral, sitzen an ihren Stationen,<br>               Miller und Müller stehen auf den beiden Seiten um den<br>               Captain herum, und haben sich gemeinsam den Beitrag in den<br>               Vedschen-Medien angesehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es wird Zeit! Mestral?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         So gut wie.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. VEDSCHEN HEIMATWELT - VOR TSCHERNOVSKYS VERSTECK<br><br>               Lediglich schmale Lichtfetzen scheinen aus den<br>               geschlossenen Fenstern von Tschernovsky. Das einzigste<br>               Licht spenden die beiden Trabanten, die um die Vedschen<br>               Heimatwelt kreisen. Die Umgebung lässt nicht viele Details<br>               erkennen, außer dass es eine einsame Gegend an einem<br>               Waldrand zu sein scheint.<br><br>               In diesem diffusen Lichtschein nähert sich geräuschlos ein<br>               schmales und weniges, gleiterartiges Anti<br>               Gravitationsgefährt der Vedschen, das direkt über das<br>               Gebäude hinweg schwebt. Es will fast aus dem Bild fliegen,<br>               als es anhält und am hinteren Ende ein Seil nach unten<br>               fahren lässt. Die Heckklappe öffnet sich und dunkle<br>               Gestalten, die bei dem spärlichen Licht noch schwärzer<br>               erscheinen, werfen sich daran und gleiten es elegant wie<br>               auf einer Feuerleiter herunter.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. TSCHERNOVSKYS VERSTECK<br><br>               Mit einem lauten Knall wird die Türe zu Tschernovsky<br>               eingetreten. Die Gestalten aus dem Gleiter stürmen herein,<br>               wir erkennen nun, dass es vier vermummte, schwarz<br>               gekleidete und hochausgerüstete Spezialkräfte im<br>               Soldatenstil sind. Sie verteilen sich, zwei treten in die<br>               erste Tür herein, dabei scheinen sie sehr routiniert und<br>               erfahren vorzugehen.<br><br>               IN ZEITLUPE:<br><br>               Der Duplik will erschrocken aufstehen, doch vorher legt<br>               einer der Soldaten sein langes Gewehr an, schießt daraus<br>               eine Kugel und streckt sein wehrloses Opfer mit einem<br>               gezielten Schuss in den Kopf nieder. Der Duplik bricht<br>               zusammen, reißt die Stuhllehne mit seinem schlaffen Körper<br>               mit sich und kracht mit ihr zusammen zu Boden.<br><br>                                                         JUMP CUT TO:<br><br>               INT. TSCHERNOVSKYS VERSTECK - NEBENRAUM<br><br>               Zur selben Zeit stürmen die beiden anderen Soldaten zu<br>               Tschernovsky in den Nebenraum.<br><br>               ZEITLUPE<br><br>               Auch sie legen ihre Waffen auf Tschernovsky und den<br>               Widerstandskämpfer an. Mit einem weiteren gezielten Schuss<br>               wird auch der Vedschen niedergestreckt. Der zweite Soldat<br>               drückt ab, wir hören den Knall der sich lösenden Kugel.<br><br>               ZOOM AUF DIE MÜNDUNG<br><br>               Und sehen sie den Lauf des Gewehres verlassen.<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - GROßAUFNAHME CAYLON<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt!<br><br>                                                             BACK TO:<br><br>               Da wird Tschernovsky von einem Transporterstrahl erfasst<br>               und die Kugel aus dem Lauf des Soldaten durchdringt langsam<br>               und scheinbar schwerfällig seine sich auflösenden, bläulich<br>               schimmernden Moleküle, tritt hinter ihm wieder raus und<br>               schlägt dahinter in die Wand.<br><br>               Wieder mit normaler Geschwindigkeit verschwindet der<br>               Transporterstrahl mit Tschernovsky.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br>               INT. ANTARES - ARRESTBEREICH - NÄCHSTER TAG<br><br>               Tschernovsky sitzt seit seiner Rettung in einer der<br>               Arrestzellen und an die gesichterte Glaswand tritt nun ein<br>               Sicherheitsoffizier, Ensign Linus O'Reilly (zuletzt gesehen<br>               in 1x07 "Machtlos") mit einer Phaserpistole im Halfter und<br>               öffnet per Tastendruck den Ausgang aus der engen Zelle.<br><br>                                   O'REILLY<br>                         Captain Caylon möchte sie nun<br>                         sprechen.<br><br>               O'Reilly führt Tschernovsky hinter ihm aus dem Raum heraus<br>               einen Korridor entlang<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Endlich, diese Arrestzellen sind<br>                         wirklich nicht gerade angenehm.<br><br>                                   O'REILLY<br>                         Dazu sind sie auch nicht<br>                         bestimmt. Eventuell werden Sie<br>                         jetzt eine ganze Zeit darin<br>                         verbringen.<br><br>               Tschernovsky schaut ihn ungläubig an.<br><br>                                   O'REILLY (CONT'D)<br>                         Befehlsverweigerung, Diebstahl<br>                         von Sternenflotteneigentum,<br>                         Sabotage an Schiffssystemen,<br>                         Entführung eines Zivilisten, um<br>                         nur die wichtigsten Anklagepunkte<br>                         zu nenen. Da kommt eine ganze<br>                         Latte zusammen.<br><br>               Tschernovsky schluckt reuig. So hatte er sich das nicht<br>               vorgestellt. Schweigend steigen die beiden in den<br>               Turbolift.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Der Turbolift hält an, O'Reilly tritt heraus, stellt sich<br>               neben den Turbolift und weist Tschernovsky mit einer Geste<br>               in Richtung Bereitschaftsraum des Captains. Mit wankenden<br>               Schritten nähert er sich der Türe und tritt hinein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>               Caylon sitzt wartend auf seinem Stuhl und empfängt<br>               Tschernovsky. Caylon deutet auf seinen Bildschirm, den er<br>               schon zuvor im Blicke hatte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich möchte ihnen das hier zeigen.<br><br>               Caylon aktiviert eine Nachrichtenaufzeichnung der Vedschen.<br>               Wir auf dem Bildschirm aufständische und protestieren<br>               Menschenmassen vor dem Vedschenregierungsitz.<br><br>                                   MODERATORIN (O.C.)<br>                         Viele Millionen haben sich<br>                         zusammengefunden ihren Unmut<br>                         gegen die Duplikzüchtung Luft zu<br>                         machen, sie protestieren vor dem<br>                         Regierungssitz und verlangen<br>                         ihren Rücktritt.<br><br>               Das Bild wechselt zu einem der Kloneinrichtungen.<br><br>                                   MODERATORIN (CONT'D)<br>                         Nicht weniger viele haben die<br>                         Replantationskomplexe gestürmt<br>                         und der Kontrolle der Regierung<br>                         entzogen.<br>                         Sie haben die Duplike befreit und<br>                         über ihre Situation aufgeklärt,<br>                         doch scheinen viele mit ihrer<br>                         Rettung nicht einverstanden zu<br>                         sein, sie reagierten mit Gewalt<br>                         und flüchteten aus den Anlagen.<br>                         Dabei sind bereits mindestens 11<br>                         der Befreier durch die Hände der<br>                         Dupliken umgekommen. Diese<br>                         scheinen ihre Rettung nicht<br>                         aktzeptieren zu wollen und äußern<br>                         starke Hassgefühle gegen die<br>                         Vedschen.<br><br>               Caylon drückt einen weiteren Knopf, um eine spätere<br>               Aufzeichnung zu aktivieren. Wir sehen eine jubelnde Masse.<br><br>                                   MODERATORIN (CONT'D)<br>                         Die Regierungen hat ihren eigenen<br>                         Rücktritt beschlossen und ist<br>                         damit den Aufforderungen des<br>                         Volkes nachgekommen. Eine neue<br>                         Übergangregierung ist in der<br>                         momentan herrschenden Unruhe noch<br>                         nicht gefunden worden, und so<br>                         bleibt unklar, wie offiziell mit<br>                         den Dupliken verfahren werden<br>                         soll, die weiterhin gewalttätig<br>                         auf helfende Vedschen reagieren.<br>                         Nach unbestätigten Angaben sind<br>                         weitere 7 Personen umgekommen.<br><br>               Caylon schaltet den Bildschirm aus, es erscheint eine<br>               Schemata der Antares.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, ist Ihnen klar was<br>                         Sie da angerichtet haben?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         In erster Linie habe ich<br>                         versucht, die Duplike aus ihrer<br>                         Unterdrückung zu befreien.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das haben Sie versucht. Was Sie<br>                         erreicht haben, ist eine Welt in<br>                         Anarchie, Chaos und Gewalt zu<br>                         stürzen. Die Duplike haben einen<br>                         verständlichen Hass auf ihre<br>                         Peiniger, sie weigern sich die<br>                         Vedschen-Gesellschaft<br>                         anzuerkennen. Die Regierung hat<br>                         sich aufgelöst. Es herrschen<br>                         Unruhen und Auseinandersetzungen<br>                         zwischen Dupliken und Vedschen.<br>                         Dabei sind sogar Vedschen, die<br>                         den Dupliken helfen wollten,<br>                         gestorben.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (leise)<br>                         Das war nicht meine Absicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das denke ich mir. Aber Sie<br>                         müssen sich über Ihre<br>                         Konsequenzen klarwerden. Sie<br>                         haben eine Revolution von heute<br>                         auf morgen durchführen wollen.<br><br><br>               Caylon schniptt zur Verdeutlichung mit seinen Fingern<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Einfach so. Doch eine Revolution<br>                         ist kein dauerhafter Zustand, es<br>                         ist eine Zeit der Unruhen und<br>                         Unsicherheiten, des Umbruchs. Die<br>                         Vedschen hätten sich von selber<br>                         entwickeln müssen, ihre<br>                         gesellschaftliche Evolution<br>                         beschreiten müssen. Sie haben den<br>                         Geschichtsverlauf einer ganzen<br>                         Welt massiv verändert mit Ihrer<br>                         überstürzten Aktion.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Sir, ich sah mich moralisch<br>                         verpflichtet diesen Leuten zu<br>                         helfen. Hätten die Duplike dort<br>                         ewig als rechtlose Restelager<br>                         gehalten werden sollen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben aber nunmal nicht das<br>                         Recht, uns in die Entwicklung<br>                         anderer Kulturen auf diese Weise<br>                         einzumischen. Jede Rasse ist für<br>                         ihre eigene Geschichte<br>                         verantwortlich. Wir könnten einen<br>                         langandauernden Bürgerkrieg<br>                         angezettelt haben und wir tragen<br>                         die Schuld an den noch kommenden<br>                         Toten.<br>                             (beat)<br>                         Sie wollten nicht das Blut der<br>                         Dupliken an Ihren Händenkleben<br>                         haben. Dafür haben Sie nun das<br>                         Blut anderer unschuldiger<br>                         Vedschen an den Fingern! Denken<br>                         Sie darüber nach, ob das Ihr Ziel<br>                         war. Für die Duplike sind einzig<br>                         die Vedschen verantwortlich<br>                         gewesen. Für diese Toten nun Sie.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (bestürzt)<br>                         Ich verstehe Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe Admiral Forrest<br>                         gegenüber angeregt, eine<br>                         Nichteinmischungsregel in die<br>                         Statuten der Sternenflotte<br>                         einzubringen. Wenn es nach ihm<br>                         gegangen wäre, hätte er Sie<br>                         achtkantig aus der Sternenflotte<br>                         rausgeschmissen. Stattdessen<br>                         bekommen Sie 14 Tage Arrestzelle<br>                         plus Streichung sämtlicher<br>                         Offiziersvorrechte für die<br>                         nächsten 4 Wochen. Ihren Rang<br>                         dürfen sie behalten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (unverständlich)<br>                         Wie konnten Sie Admiral Forrest<br>                         dazu bringen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hey, das ist mein Schiff, Sie<br>                         sind Angehöriger meiner Crew und<br>                         über die entscheide ich.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich danke ihnen, Sir.<br><br>               Tschernovsky weiß nicht zu antworten und will sich bereits<br>               mit seiner doch recht milden Strafe begnügen und gehen.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Tschernovsky...<br><br>               Tschernovsky bleibt stehen und dreht sich nochmal um.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie können extrem glücklich sein,<br>                         dass ich den Grund ihrer Tat<br>                         verstehe. Ich bin froh, dass<br>                         meine Crew nicht nur blindlings<br>                         irgendwelchen Befehlen gehorchen<br>                         kann, sondern auch eine eigene<br>                         Meinung hat und diese aussprechen<br>                         kann.<br>                             (beat)<br>                         Und Sie hatten Recht. Die<br>                         Sternenflotte wollte diesen<br>                         Handel angesichts der Bedrohung<br>                         durch die Romulaner unbedingt<br>                         abschließen.<br>                         Jede Ressource, jede<br>                         Rückendeckung, und vorallem<br>                         medezinische Kapazitäten sind im<br>                         Krieg nicht mit Gold aufzuwiegen.<br>                         Mir hat der Gedanke daran auch<br>                         nicht gefallen, von dieser<br>                         unmenschlichen Sklavenhaltung zu<br>                         profitieren, aber meine Pflicht<br>                         als Captain und Diplomat der<br>                         Sternenflotte erlaubte mir nicht,<br>                         diese Verhandlungen abzubrechen.<br>                         Nun sind sie zu Ende. Deswegen<br>                         kann ich Ihnen nachfühlen, wäre<br>                         das aber nicht gewesen, hätten<br>                         Sie nicht mehr viel Grund zur<br>                         Freude gehabt. Vergessen Sie das<br>                         nicht.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (erleichtert)<br>                         Danke, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (scharf)<br>                         Wegtreten.<br><br>               Tschernovsky durchschreitet wieder die Tür, dabei nähert<br>               sich ihm die Kamera, bis die Tür direkt vor ihr wieder<br>               zugleitet und ihren dunklen und kalten Grau den Bildschirm<br>               einnimmt.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE</font><br><br></p><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3543</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x09 - Flammen der H&#xF6;lle (2)</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x09-flammen-der-h%C3%B6lle-2-r3451/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12806.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0109.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x09) - "Flammen der Hölle", Teil II</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,48 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares wird durch einen Angriff der Romulaner schwer beschädigt. Doch das ist erst die Spitze des Eisberges, denn die Romulaner verfolgen wesentlich größere Ziele...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><div align="center"><center><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" style="border-collapse: collapse" bordercolor="#111111" width="75%" id="AutoNumber1"><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="50%" valign="top" colspan="2" align="center"><p align="center"><b>Promo-Material</b></p></td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="25%" valign="top" align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=cover1x09_render.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_cover1x09_render.jpg" border="0" width="76" height="107"></a><br><b><font size="1">Cover 1x09</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,21 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Videos&amp;display=ant_109t.zip"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Videos/t_ant_109t.jpg" border="0" width="140" height="105"></a><br><b><font size="1">Antares-Trailer 1x09 "Flammen der Hölle", Teil II</font></b><br>Dateityp: zip<br>Größe: 9,75 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="50%" valign="top" align="center" colspan="2"><b>Szenen-Bilder</b></td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_011.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x09_011.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x09 - Szene 11</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,30 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_015.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x09_015.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x09 - Szene 15</font></b> <br>Dateityp: jpg <br>Größe: 0,25 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_052-1.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x09_052-1.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x09 - Szene 52 #1</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,15 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_052-2.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x09_052-2.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x09 - Szene 52 #2</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,20 MB</td></tr><tr><td width="25%" valign="top" align="center"><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x09_056.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x09_056.jpg" border="0" width="142" height="107"></a><br><b><font size="1">1x09 - Szene 56</font></b><br>Dateityp: jpg<br>Größe: 0,26 MB</td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td><td width="25%" valign="top" align="center">  </td><td width="25%" valign="top" align="center"> </td></tr></table></center></div><br><br><br><font face="Courier New">                                STAR TREK: ANTARES<br>                           "Flammen der Hölle", Teil II<br>                                     story by<br>                        Markus Rackow &amp; Sebastian Ostsieker<br>                                   teleplay by<br>                                   Markus Rackow<br><br></font><br><br>                                      RECAP<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - WARP<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Das geschah das letzte Mal bei<br>                         "Star Trek: Antares".<br><br>               Die Antares bewegt sich mit niedriger Warpgeschwindigkeit<br>               durch die Weiten des Weltraumes.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben soeben einen Notruf von<br>                         New Earth empfangen, Captain.<br>                         Anscheinend wird die Kolonie<br>                         angegriffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, öffnen Sie einen<br>                         Kanal zu der Kolonie.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das haben wir schon versucht,<br>                         Sir; es gibt keine Antwort.<br><br>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - MORGENGRAUEN<br><br>               Von der einst so prächtigen Kolonie ist nur noch eines<br>               übrig: Ein gigantischer Trümmerhaufen.<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Oh mein Gott...! Max!<br>                             (zu den N.D.s)<br>                         Sofort auf das Zentrale Biobett!<br><br>               Die beiden legen sie vorsichtig dort ab. Miller will ihr<br>               ein Medikament injizieren, doch plötzlich schnellt Corels<br>               Hand hoch und ergreift Millers Arm.<br><br>                                   COREL<br>                             (schwach; sterbend)<br>                         Sie kamen so plötzlich...<br>                         Es waren grüne Schiffe... Ich<br>                         glaube...<br><br>               Corels Hand erschlafft und gleitet von Millers Arm herab.<br>               Sie schließt ihre Augen und ihr Kopf verdreht sich.<br><br>               Miller scannt sie sofort, doch ihr Scanner gibt nur noch<br>               einen durchgehenden Piepton von sich.<br><br>               AUF Millers entsetztes Gesicht.<br><br>               INT. ANTARES -  BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben alle Ergebnisse zweimal<br>                         geprüft, um ganz sicher zu gehen,<br>                         dass wir uns nicht verta--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht mit<br>                              Nachdruck)<br>                         Wer war es?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (long beat)<br>                         Die Romulaner, Sir.<br><br>               Caylon sackt in seinem Stuhl in sich zusammen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Durch die auf der Oberfläche<br>                         gewonnenen neuen Informationen...<br>                         Captain, ich denke, ich kann eine<br>                         Schutzvorrichtung gegen die<br>                         Waffen der Romulaner entwickeln.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich möchte, dass Sie bei der<br>                         Kolonie bleiben und sie<br>                         verteidigen.<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe geschworen, dass ich<br>                         mich an den Romulanern für<br>                         Hendricks Tod rächen werde!<br>                             (beat)<br>                         Ich werde so sehr auf das nächste<br>                         Romulanerschiff, dass mir über<br>                         den Weg fliegt, draufballern,<br>                         dass diese gesamte Rasse<br>                         Hurensöhne den Tag verfluchen<br>                         wird, an dem sie die Menschen<br>                         kennengelernt haben!<br>                             (beat)<br>                         Ich werde diese Hunde aus dem<br>                         Weltall, direkt in die Hölle<br>                         ballern!<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich hatte gerade eine Unterredung<br>                         mit Botschafter Soval. Er hat<br>                         mich informiert, dass er zwei<br>                         Schlachtschiffe der Surak-Klasse<br>                         nach New Erath geschickt hat, um<br>                         Ihnen beizustehen, für den Fall,<br>                         dass die Romulaner wieder<br>                         auftauchen.<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Der erste Bird of Vengeance feuert eine Salve<br>               Plasmatorpedos auf die Antares ab, welche auf die<br>               Außenhülle des Sternenflottenschiffes treffen und deren<br>               Polarisierung schwächen.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Romulaner zielen auf unsere<br>                         Brücke!<br><br>               Caylon schaut zu Beem. Dieser schüttelt den Kopf.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir haben hier absolut keine<br>                         Hüllenpanzerung.<br><br>               EINSTELLUNG: DER PLASMATORPEDO<br><br>               der direkt auf die Brücke der Antares zugeflogen kommt.<br>               Direkt hält er seinen Kurs, bereit, der Brückencrew einen<br>               eisigen und grausamen Tod zu bereiten. Doch etwa zwanzig<br>               Meter, über der Hülle, tun wir etwas ganz fieses:<br><br>                                                         SMASH CUT TO<br>                                                               BLACK.<br><br>               In absoluter Schwärze HÖREN WIR die Explosion, als der<br>               Torpedo auf die Außenhülle der Antares trifft und diese der<br>               Wucht des Einschlages nachgibt und zerfetzt wird...<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Und nun die Fortsetzung...<br><br>                                                           AUDIO FADE<br>                                                                 OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Wir sehen noch die restlichen Trümmer, die von einer tiefen<br>               Wunde in der Hülle der Antares wegdriften. Auf der<br>               Oberseite des Diskussegmentes, etwa zehn Meter von der<br>               Brücke entfernt, klafft ein tiefes Loch, das vor Hitze an<br>               den Rändern orangefarben leuchtet.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Das Licht ist gedämmt, erst langsam flackern wieder einige<br>               Konsolen auf. Alle Offiziere hat es von ihren Plätzen<br>               gerissen.<br><br>               CAPTAIN CAYLON stemmt sich vom Boden auf und lässt sich in<br>               seinen Sessel fallen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut gemacht, Darius! Bericht!<br><br>               DARIUS TSCHERNOVSKY sitzt als erster nach dem Captain<br>               wieder an seiner Konsole.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Moment... Wir haben Glück, der<br>                         Torpedo war wohl nur schwach<br>                         dosiert... hat verhältnismäßig<br>                         geringe Schäden angerichtet. Drei<br>                         Sektionen von Deck Drei, Vier,<br>                         Fünf und Sechs sind schwer<br>                         beschädigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise, zu sich)<br>                         Die wollten nur die Brücke<br>                         zerstören,<br><br>                             (lauter)<br>                         diese Bastarde...<br><br>               Alle Offiziere haben sich wieder an ihren Konsolen<br>               eingefunden. BEEM wischt Staub von seiner Konsole.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, sie formieren sich neu!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden.<br><br>                             (drückt Knopf für<br>                              Sesselinterkom)<br>                         Caylon an Müller!<br><br>               Es ertönt keine Antwort.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Kommunikation ist kaputt,<br>                         verdammt! Diese romulanischen<br>                         Schweine!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Diesmal stimme ich Ihnen zu! Ich<br>                         muss wissen, was mit diesen<br>                         Schilden...<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, was sollen wir tun? Fünfzehn<br>                         Sekunden bis zum Angriff!<br><br>               Die gesamte Brückencrew starrt auf ihren Kommandantan, der<br>               erstaunlich hilflos wirkt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist nicht unser Schicksal hier<br>                         zu sterben...<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (stiller, zu sich<br>                              selbst)<br>                         Müller... Machen Sie schon...<br><br>                                   TORLAN<br><br>                         Sir, wir müssen angreifen!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nochmal kann ich vielleicht nicht<br>                         ausweichen...<br><br>                                   BEEM<br>                             (nervös, verzweifelt)<br>                         Sir... Drei Plasamtorpedos im<br>                         Anflug! Wir haben nur noch eine<br>                         Phasenkanone! Fünf...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schließt die Augen,<br>                              leise betend)<br>                         Nicole... bitte...<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Vier...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOLGEND<br><br>               NOTE: Wir hören keine Geräusche außer Beems verlangsamter<br>               Stimme und dem Pochen eines Herzens.<br><br>               Wir sehen die drei romulanischen Kreuzer, wie sie allesamt<br>               in der Ferne, wie bei einer Hinrichtung auf die Anatres<br>               zielen. Vor ihnen fliegt mit mittlerer Geschwindigkeit je<br>               ein grün funkelnder Plasamtorpedo. Es ist unmöglich, allen<br>               dreien mit einem beschädigten Schiff auszuweichen, zumal<br>               sie direkt auf die Antares zusteuern.<br><br>                                   BEEM (V.O.)<br>                             (verzerrt, langsam)<br>                         Drei...<br><br>               Wir haben die Torpedos mitten im Bild und folgen ihnen. Die<br>               Kamera zeigt nun in einer weiteren Einstellung, wie sie auf<br>               die bewegungslose Antares zusteuern.<br><br>                                   BEEM (CONT'D) (V.O.) (CONT'D)<br>                             (schneller als zuvor)<br>                         Zwei...<br><br>               Die Torepdos haben die Antares fast erreicht, die Hülle des<br>               Sternenflottenschiffes färbt sich bereits grünlich im<br>               Schein des Plasmas.<br><br>               SPLITSCREEN: Das Bild teilt sich in vier Fenster auf, links<br>               oben die Torpedos, rechts oben Beems Gesicht, links unten<br>               Caylons Gesicht, rechts unten Müllers Gesicht.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Eins...<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (leise, Augen<br>                              geschlossen)<br>                         Nein!<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                             (jubelnd)<br>                         Ja!<br><br>               Das Bild ist wieder normal, zeigt nun die Torpedos, die auf<br>               die Antares zusteuern und jeden Moment, im Bruchteil einer<br>               Sekunde einschlagen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schreit)<br>                         Einschlag!<br><br>               Wir hören nun wieder die Geräuschkulisse des Kampfes. Die<br>               Torepdos schlagen ein, jedoch anders, als erwartet. In<br>               einem hellen Blitz entlädt sich de Energie der Torpedos.<br>               Schnell ebbt das grelle Licht ab, und wir sehen, wie die<br>               grüne Energie der Torpedos glitzernd auf der Außenhülle der<br>               Antares langsam in einem anhaltenden energetischen Knistern<br>               zu zerfließen scheinen und sich ausbreiten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die Brücke wird - wie das ganze Schiff - extrem<br>               durchgerüttelt, Crewmitglieder und Offiziere<br>               herumgeschleudert. Ein metallenes Knirschen und Getöse<br>               übertönt sämtliche Schreie und Geräusche.<br><br>               Caylon kann sich mit letzter Kraft an seinem Sessel halten,<br>               während Torlans Konsole sich überlädt, explodiert und ihn<br>               wegwirft. Der Andtrianer prallt mit dem Kopf ans Geländer,<br>               an dem augenblicklich blaues Blut heruntertopft.<br><br>               Alle Konsolen und Lampen auf der Brücke werden immer heller<br>               und heller, während das Rütteln und Schütteln des Schiffes<br>               immer stärker zu werden scheint. Eine Konsole und Lampe<br>               nach der anderen überlädt sich, explodiert und fällt somit<br>               aus.<br><br>               Nach einigen Sekunden ebbt das Beben ab (die Schilde haben<br>               die Torpedos absorbiert), doch die Brücke ist quasi<br>               stockfinster. Nur noch eine Lampe und wenige Konsolen im<br>               hinteren Brückenbereich, darunter Beems, funktionieren.<br>               Erneut müssen sich alle aufrichten, Beem rennt sofort zu<br>               Torlan.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist er bei Bewusstsein?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bericht!<br><br>               In dem Moment piept Caylons Kommunikator. Er öffnet ihn.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ja?<br><br>                                   MÜLLERS KOM-STIMME<br>                         Captain, es hat funktioniert!<br>                         Aber es wird nicht noch einmal<br>                         funktionieren...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (steht vom Sessel auf)<br>                         Was?<br><br>                                   MÜLLERS KOM-STIMME<br>                             (hechelnd, da sie rennt)<br>                         Es kommt noch besser! Nahezu<br>                         jedes System ist trotz meiner<br>                         Sicherheitsvorkehrungen überladen<br>                         und durchgebrannt! Noch ein<br>                         Treffer und... Aber vielleicht<br>                         haben einige Sicherungen etwas<br>                         abfangen können... Vielleicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe. Beeilen Sie sich<br>                         beim Nachsehen, Caylon Ende.<br><br>               Er steckt den Kommunikator weg und geht zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Mestral)<br>                         Funktionieren die Sensoren?<br>                         Schwach, aber es geht. Ich<br>                         versuche den Hauptschirm zu<br>                         reaktivieren!<br><br>               Ein körniges, verrauschtes Bild erscheint, aber man kann<br>               das wichtigste erkennen: Ein weiterer Plasmatorpedo wurde<br>               von einem der romulanischen Kreuzer abgefeuert...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nein...<br><br>                             (verärgert zu Beem)<br>                         Beem, an Ihre Station!<br><br>               Beem kommt wieder hoch aus der Hocke und rennt zu seiner<br>               Station.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mit zittriger Stimme)<br>                         In zwanzig Sekunden Aufprall...<br>                         schätze ich. Diese eine<br>                         Phasenkanone hat noch<br>                         durchgehalten...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wo zur Hölle bleiben diese<br>                         verdammten Vulkanier?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (dreht sich zu Caylon)<br>                         Und wie zum Teufel überstehen wir<br>                         diesen Torpedo?<br><br>               Wir nähern uns mit der Kamera langsam Caylon.<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOLGEND<br><br>               Das Sternenflottenschiff treibt fast bewegungslos im Raum,<br>               während der Torpedo auf die Antares zusteuert und die drei<br>               feindlichen romulanischen Kreuzer aus der Ferne die Beute<br>               anvisieren.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND - DUNKEL<br><br>               Wie zuvor. Caylon steht fassungslos da, setzt sich dann<br>               wieder in seinen Sessel.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist kein Kampf, das ist eine<br>                         Hinrichtung!<br><br>                                   BEEM<br>                         Fünfzehn Sekunden...<br><br>               Caylon sieht Beem an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagten Sie nicht, eine<br>                         Phasenkanone funktioniert noch?<br><br>                                   BEEM<br>                             (zögerlich)<br>                         Ja...<br><br>                             (entschlossen)<br>                         JA! Eine hat durchgehalten, und<br>                         zwar die vordere.<br><br>                             (sieht auf eine Anzeige)<br>                         Zehn Sekunden...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (geht zu Beems Station)<br>                         Visieren Sie den Plasmatorpedo<br>                         an...<br><br>                                   BEEM<br>                         Aber die Sensoren...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Manuell!<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay...<br><br>                             (starrt auf eine<br>                              Anzeige)<br>                         Da bist du ja...<br><br>               Die Kamera schwenkt an ihm vorbei und zoomt auf seinen<br>               Monitor, auf dem wir ein rotes Fadenkreuz sehen können, das<br>               über einer grün pulsierenden Kugel sich bewegt.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Feuer!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES UND DER PLASMATORPEDO - FOLGEND<br><br>               Die Antares bewegt sich mit dem Bug leicht nach oben,<br>               während der Plasamtorpedo an der Kamera vorbeifliegt und<br>               auf die Antares zufliegt, die wir frontal im Bild haben.<br><br>               Die Kamarea schwenkt in eine neue Einstellung, in der wir<br>               die Phasenkanone an der Unterseite des Diskussegmentes<br>               sehen. Plötzlich schießt ein roter Strahl aus der Kanone,<br>               der erst an dem Plasmatorpedo vorbei schießt, dann aber<br>               nach links schwenkt und den Torpedo genau trifft. Dieser<br>               wird durch den Druck des Phasenstrals erst langsamer, dann<br>               wird das von ihm ausgehende grünliche Licht schwächer. Er<br>               fliegt immer langsamer auf die Antares zu, dann explodiert<br>               er - nur rund dreißig Meter von der Hülle der Anaters<br>               entfernt.<br><br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Das ganze Schiff erbebt, Müller, die einen Korrirdor<br>               entlang rennt, wird heftig durchgeschüttelt. Schließlich<br>               erreicht sie das Schott, das zum Hauptmaschinenraum führt.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Auch auf der Brücke ist wieder alles durcheinandergeworfen.<br>               Wandplatten haben sich gelöst, wir sehen Kabel dahinter.<br>               Staub von zerstörten Leuchten und Konsolen ist in der Luft<br>               herumgewirbelt.<br><br>               Die Erschütterung hört nach nur wenigen Sekunden wieder<br>               auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war knapp...<br>                             (zu Beem )<br>                         Gut gezielt, Beem!<br>                             (in den Raum)<br>                         Status?<br><br>                                   BEEM<br>                         Scheinbar keine weiteren<br>                         Beschädigungen, wir haben nur<br>                         eine Druckwelle von der<br>                         Detonation zu spüren gekriegt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bevor Sie fragen: Die<br>                         Langstreckensensoren sind außer<br>                         Funktion. Ich kann Ihnen nicht<br>                         sagen, wo die Vulkanier bleiben<br>                         und wann sie kommen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn sie überhaupt kommen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (verzweifelt)<br>                         Die werden uns doch wohl nicht<br>                         verrecken lassen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Sorge...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das klingt aber nicht sehr<br>                         überzeugt...<br><br>               Plötzlich kommen Miller und ein assistierender Sanitäter<br>               aus dem Turbolift.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Miller)<br>                         Es ist Torlan...<br><br>               Miller eilt sofort zu dem Geländern, an dem der bewusstlose<br>               Körper des Andorianers liegt. In einer Nahaufnahme sehen<br>               wir, dass sie schluckt, kurz die Augen schließt und sich<br>               mit ihrem Scanner dann ans Werk macht.<br><br>                                   MILLER (O.C.)<br>                         Wir müssen die Blutung stillen...<br>                             (offenbar zu dem<br>                              Sanitäter)<br>                         Sehen Sie nach dem Offizier dort<br>                         drüben!<br><br>               Millers Assistent geht zu einem am Boden liegenden<br>               Offizier, links neben dem Captainsessel, also auf der<br>               anderen Brückenseite.<br><br>               Caylon sieht von Miller wieder weg und konzentriert sich<br>               auf dei akute Lage. Plötzlich jedoch wird das Bild<br>               langsamer, wir sehen alles in ZEITLUPE (slowmotion), wir<br>               hören nur Caylons pochendes Herz und ein leises,<br>               vibrieerendes Summen. Erst Caylon, der sich umsieht. Dann<br>               zeigen wir in dieser Reihenfloge Miller, wie sie sich mit<br>               blassem Gesicht um den blutenden Torlan kümmert, ihre Hände<br>               blutbefleckt; dann Torlan selsbt, mit geschlossenen Augen;<br>               dann Beem, wie er verzwifelt an seiner Konsole herumtrippt<br>               und dem Captain etwas zuruft, was wir nicht hören können,<br>               und von einer Wunde in dessen Stirn rotes Blut<br>               heruntertropft; dann Mestral, der den Kopf schütelt und die<br>               einzige verbliebene Anzeige studiert; dann zwei Offiziere,<br>               die im hinteren Brückenbereich arbeiten; dann einen<br>               verwundeten unbekannten Offizier auf dem Boden, um den sich<br>               der Sanitäter kümmert; dann Tschernovsky, der hilflos an<br>               seiner Konsole sitzt, mit weit geöffneten Augen, offenbar<br>               ängstlich und verzweifelt.<br><br>               Wir sehen Caylon deutlich seine Furcht, sein Verzweiflung<br>               und seine Ungläubigkeit angesichts des Leides und des<br>               Schreckens dieses Kampfes an.<br><br>               Ende der Zeitlupe, mit einem Schlag kehrt der Normalton<br>               wieder zurück. Die Kamera zeigt Beem.<br><br><br>                                   BEEM<br>                             (verwirrt)<br>                         Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir, ein weiterer Plasmatorpedo<br>                         wurde abgefeuert... und die<br>                         Phasenkanone kann nicht mehr<br>                         irgendwie nicht mehr aufgeladen<br>                         werden... Zwanzig Sekunden bis er<br>                         uns trifft.<br><br>               Caylon hält inne.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich empfange auf den<br>                         Nahbereichssensoren etwas. Es<br>                         könnten vulkanische Schiffe sein,<br>                         genausogut aber auch Romulaner<br>                         oder sonst irgendetwas.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich kann es noch nicht genau<br>                         sagen.<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Dreizehn...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn es Romulaner sind, dann hat<br>                         es auch keinen Sinn mehr diesem<br>                         Torpedo zu entkommen...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Wir sehen das Schiff im Profil, schwenken dann nach links<br>               oben, womit wir einen halbfrontalenblick vom Heck des<br>               Schiffes mit einer leichten Aufsicht auf die Oberseite des<br>               Schiffes haben. Wir sehen einen grünen Plasmatorpedo, der<br>               noch winzig aufgrund der Entfernung scheint, näherkommen.<br>               Am rechten Rand des Bildes sehen wir den angeschnittenen<br>               Planeten, der einst die Kolonie New Earth beherbergte.<br><br>               Die Kamera bewegt sich nur leicht, während wir den<br>               Plasmatorpedo immer näher kommen sehen...<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor, alle starren gebannt auf das undeutliche Bild<br>               des Hauptschirms, nach wie vor ist es auf der Brücke sehr<br>               dunkel, wir haben nur eine 10%-ige Beleuchtung im Vergleich<br>               zu dem normalen Status, da nur eine Leuchte im hinteren<br>               Bereich scheint. Caylon nähert sich langsam dem Wandschirm,<br>               bleibt neben Tschernovsky stehen.<br><br>               NAHAUFNAHME von Tschernovsky, wir bewegen uns langsam auf<br>               die Wange unter seinem linken Auge zu, und sehen, dass eine<br>               Träne das zittrige Gesicht hinunterläuft, wir hören ein<br>               leichtes Wimmern.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie haben... die Brücke<br>                         anvisiert. Sieben Sekunden!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, diese Schiffe... sie sind...<br><br>                             (erfreut)<br>                         ... vulkanisch!<br><br>                                   BEEM<br>                             (resignierender Tonfall)<br>                         Drei...<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Der Torpedo steuert schier unaufhaltsam auf die Antares zu.<br><br>               Die Kamera dreht nun blitzschnell vor den Buge der Antares,<br>               während sie sich ein wenig rückwärts bewegt, so dass wir<br>               den Torpedo wieder sehen, der fast die Antares erreicht<br>               hat. Wir sehen hinter der Antares zwei vulkanische Schiffe<br>               der Surak-Klasse, die hinter der Antares verharren.<br><br>               Plötzlich explodiert der Torpedo völlig unerwartet, bevor<br>               er sein Ziel, die Brücke erreicht hatte. Wir sehen die<br>               Antares nur leicht zittern, als die kleine Druckwelle die<br>               Hülle erfasst.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Beem, Tschernovsky und Miller halten die Augen geschlossen,<br>               Caylon starrt wie gebannt auf den Monitor. Nun öffnen die<br>               drei eben genannten ihre Augen und blicken ebenso ungläubig<br>               drein wie der Rest der Brückenbesatzung.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was...?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es geschehen noch Zeiten und<br>                         Wunder...<br><br>               In dem Moment hören wir das Summen von Energie und einige<br>               Lampen und Konsolen flackern wieder auf, die Beleuchtung<br>               ist nun deutlich besser.<br><br>               Caylons Kommunikator piept, woraufhin er ihn hervorholt und<br>               öffnet.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ja?<br><br>                                   MÜLLERS KOM-STIMME<br>                         Müller hier. Ist es bei Ihnen<br>                         wieder heller?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Scheinbar sind unsere<br>                         Sicherungen besser als erwar...<br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht Caylon)<br>                         Sir!<br>                             (zeigt auf den<br>                              Hauptschirm)<br><br>               Auf dem Hauptschirm, dessen Anzeigequalität sich ebenfalls<br>               stark verbessert hat, sehen wir wie die beiden vulkanischen<br>               Schiffe Kurs auf die romulanischen nehmen und kontrolliert<br>               das Feuer eröffnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum haben Sie das nicht schon<br>                         eher getan?<br><br>                                   BEEM<br>                         Und warum schießen die Romulaner<br>                         nicht zurück?<br><br>               Wir ZOOMEN auf den Hauptschirm, zoomen immer stärker heran,<br>               bis wir uns in...<br><br>               EXT. WELTRAUM - VULKANISCHE UND ROMULANISCHE KREUZER<br><br>               ... befinden. Wir sehen, wie die romulanischen Schiffe von<br>               den beiden großen Surak-Klasseschiffen der Vulkanier<br>               attackiert werden, sich allerdings ohne Gegenwehr<br>               zurückziehen. Schließlich beschleunigen zwei der fliehenden<br>               Schiffe auf Warp.<br><br>               Das dritte ist schwer beschädigt und scheint Antriebsplasma<br>               zu verlieren; ein Feuerstoß der Vulkanier entzündet diesen<br>               und das gesamte romulanische Schlachtschiff verschwindet in<br>               einer starken Explosion, die das Schiff zerreißt und in<br>               Trümmer zerlegt.<br><br>               Schließlich wenden sich die vulkanischen Schiffe von dem<br>               verlassenen Schlachtfeld wieder ab, und wir verflogen die<br>               beiden Schiffe, wie sie langsam an new Earth vorbeifliegen<br>               und sich abbremsend der treibenden Antares nähern.<br><p>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die Kamera zeigt die Konsole Tschernovskys und bewegt sich<br>               nach oben. Tschernovsky bricht, völlig erschöpft und<br>               nervös, urplötzlich in Tränen aus und verlässt zittrig,<br>               fast taumelnd, die Brücke, geht schnell, fast rennend, auf<br>               den Turbolift zu. Beem sieht in grinsend nach, woraufhin<br>               Caylon ihn streng ansieht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Mister Beem... Gehen Sie in den<br>                         Maschinenraum und assistieren Sie<br>                         Commander Müller bei den<br>                         Reparaturen!<br><br>               Beems Lächeln schwindet und mit einem letzten Blick auf<br>               Torlan begibt er sich in den Turbolift, in dem zuvor auch<br>               Mestral verschwunden ist. Die beiden fahren nun zusammen<br>               im...<br><br>               INT. ANTARES - TURBOLIFT<br><br>               Beem betritt ihn und sieht Mestral mit einem abwertenden<br>               Blick an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ist das das Verhalten eiens<br>                         Sternenflottenoffiziers?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zögert)<br>                         Nein...<br><br>                             (selbstbewusster)<br>                         Es ist das eines Menschen.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich bin nicht zur Sternenflotte<br>                         gegangen, um zu kämpfen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (lächelt)<br>                         Nein, um das Steuer zu bedienen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Vielleicht, aber nicht um in<br>                         Todesangst zu steuern.<br>                             (dreht sich ihm direkt<br>                              zu)<br>                         Was sind Sie bloß für ein Arsch?<br><br>               Beem dreht sich ebenfalls ein wenig, um neunzig Grad nach<br>               rechts, sodass sich die beiden von Angesicht zu Angesicht<br>               gegenüberstehen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zögert)<br>                         Ich...<br><br>               Beems gehässiger Gesichtsausdruck schwindet langsam.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (leiser)<br>                         Ich...<br><br>                             (beat)<br>                         bin kein Arsch. Ich bin nicht so,<br>                         wie Sie denken.<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wie dann?<br><br>                                   BEEM<br>                             (zögerlich, leise)<br>                         Was Sie sehen, was Sie stört, ist<br>                         meine Hülle. Mein Inneres... das<br>                         ist wesentlich schwächer, als Sie<br>                         denken. Doch auch mein Inneres<br>                         hat sich bereits verändert. Ich<br>                         habe mir geschworen, diesen<br>                         Romulaner den Krieg zu erklären,<br>                         ehe Sie das tun. Ich werde Sie<br>                         allesamt wie räudige Hunde<br>                         niedermetzeln, Mister<br>                         Tschernovsky.<br><br><br>               Tschernovsky starrt ihn immer schockierter an.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (starrt Tschernovsky in<br>                              die Augen)<br>                         Ohne eine einzige Träne zu<br>                         vergießen...<br>                             (beat)<br>                         Wenn ich sterbe: Bitte, dann soll<br>                         es so sein. Doch vorher werde ich<br>                         noch so viele von diesen<br>                         Dreckschweinen mitnehmen, wie ich<br>                         kann. Denn diese Aliens, diese<br>                         Wesen, die sich hinter Masken<br>                         verstecken... Sie haben mir mein<br>                         liebstes genommen. Und das... das<br>                         werde ich nie vergessen. Im<br>                         Gegenteil: ich werde mich sooft<br>                         daran erinnern, wie ich nur kann.<br>                         Damit ich nicht den Sinn meines<br>                         neuen verfluchten Lebens aus den<br>                         Augen verliere. Verstehen Sie<br>                         mich jetzt, Tschernovsky?<br>                         Und wenn wir wegen Ihrem Versagen<br>                         scheitern, dann werde ich auch<br>                         sie wie einen dieser Hunde<br>                         behandeln.<br><br><br>               Der Turbolift hält an, die Tür öffnet sich. Beem bewegt<br>               sich zum Ausgang.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Habe ich etwa Hunde mit diesen<br>                         Romulanern verglichen? Welch eine<br>                         Beleidigung...<br>                             (short beat; bleibt im<br>                              Türrahmen stehen)<br>                         ... für die Hunde.<br><br>               Beem verlässt den Lift und lässt einen wie angewurzelt<br>               dastehenden Tschernovsky zurück.<br><br>               AUF Tschernovsky, der ängstlich ins Leere starrt und<br>               kräftig schluckt...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Miller steht auf und hilft Torlan hoch, der ein weißes,<br>               größtenteils bereits bläuliches Tuch an seinen Hinterkopf<br>               hält und sich vorsichtig, sichtlich erschöpft und<br>               schwindelig, in seinen Stuhl fallen lässt.<br><br><br>               Miler hebt ein Trümmerteil von dem Fußboden auf, während im<br>               Hintergrund zwei Offiziere zum Aufräumen die Brücke<br>               betreten und Caylon sich ihr nähert.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sieht Torlan an, dann<br>                              den Doktor)<br>                         Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Er wird schon wieder...<br>                         Andorianer können so etwas<br>                         aushalten, der menschliche Kopf<br>                         wäre dabei wohl zersplittert oder<br>                         das Genick wäre gebrochen...<br>                             (deutet auf seine linke<br>                              Hand)<br>                         Das sieht nicht gut aus.<br><br>               AUF Caylons Gesicht, wo sich ein wenig verschmiertes Blut<br>               befindet, dann bewegen wir die uns mit der Kamera nach<br>               unten zu seiner von ihm aus linken Hand. Blut tropft von<br>               ihr hinunter, offenbar wurde eine Ader von einem scharfen<br>               Trümmerstück aufgeschnitten. Eine lange Wunde zeigt sich,<br>               von der tiefrotes Blut Caylons Hand hinuterläuft, und<br>               schließlich die Finger entlang auf den Boden tropft.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (seine linke Hand hebend<br>                              und sie betrachtend)<br>                         Oh... Das sieht übel aus...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ah... Könnte eine Narbe werden...<br>                             (beat; kramt in ihrem<br>                              Medkit)<br>                         Warten Sie...<br><br>               Die Kommunikationskonsole piepst und Torlan reagiert zuerst<br>               gar nicht, wodurch sich Mestral verantwortlich fühlt und<br>               hinüber läuft. Doch ehe er den Ruf beantworten kann,<br>               befindet sich Torlans Hand an der Konsole. Dem Andorianer<br>               scheint es durch eine von Millers Medikamenten bereits<br>               deutlich besser zu gehen.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (schwach)<br>                         Geht schon, Vul...<br>                             (hört mitten im Satz<br>                              auf)<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan)<br>                         Lassen Sie mich raten: die<br>                         Vulkanier?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (sieht auf die Anzeigen)<br>                         Ja.<br><br>               Caylon sieht zum Hauptschirm, Miller entfernt sich ein<br>               wenig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann bringen Sie unsere Retter<br>                         mal auf den Schirm, Torlan!<br><br>               Auf dem Hauptschirm erscheint das Antlitz von Captain Resak<br>               (möglicherweise ein Vorfahre Sareks), dem Kommandanten des<br>               ersten vulkanischen Schiffes, der von Soval den Auftrag<br>               bekommen hatte, der Antares beizustehen.<br><br>                                   RESAK<br>                         Captain Caylon, ist Ihre Crew<br>                         wohlauf?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke der Nachfrage... Ich weiß<br>                         es nicht. Unser<br>                         Kommunikationssystem ist<br>                         beschädigt. Sie waren reichlich<br>                         spät.<br><br>                                   RESAK<br>                         Ich denke nicht, dass das auf der<br>                         Erde die passende Art wäre,<br>                         jemandem "Danke" zu sagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Richtig, aber Vulkanier<br>                         interessieren sich doch nicht für<br>                         Dank, oder?<br><br>                                   RESAK<br>                         Das ist korrekt.<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie es wünschen, werden wir<br>                         Ihnen Reparaturteams<br>                         hinüberschicken, die Sie bei<br>                         Ihren Arbeiten unterstützen<br>                         werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dan...<br>                             (zögrt, lächelt matt)<br>                         Danke für das Angebot, aber ich<br>                         werde erst einmal die Schäden<br>                         begutachten und alles ein wenig<br>                         orndnen. Dann komme ich gerne auf<br>                         Ihr Angebot zurück, Captain...?<br><br>                                   RESAK<br>                         Resak, Kommandant des Schiffes<br>                         Takul.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain Resak, ja.<br><br>                             (beat; atmet tief ein)<br>                         Nun gut, falls Sie ein wenig<br>                         Schutt und Dreck nicht stört,<br>                         wäre es mir ein vergnügen, Sie<br>                         zum Dinner einzuladen, auf mein<br>                         Schiff. Ich hätte da im übrigen<br>                         ein paar Fragen.<br><br>                                   RESAK<br>                             (hebt eine Augenbraue;<br>                              zögerlich)<br>                         Wie Sie wünschen, Captain. In<br>                         einer Stunde. Resak, Ende.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu sich)<br>                         Resak...<br><br><br>               Der vulkanische Kommandant wollte die Leitung gerade<br>               schließen, als er den verwundeten Torlan seinen Namen sagen<br>               hört. Ganz offensichtlich denkt Torlan, die Verbindung sei<br>               bereits beendet.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                             (spöttisch)<br>                         Klingt wie "Sack"!<br><br>               Caylon schließt die Augen, während Resak mit einem starren<br>               Ausdruck den Kanal schließt. Sobald Resak vom Schirm<br>               verschwunden ist, fährt Caylon aus der sorichwörtlichen<br>               Haut. Er schreit so laut, dass alle auf der Brücke<br>               verbleibenden Personen ihn schockiert anstarren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schreit)<br>                         VERDAMMT! Erst gehen wir fast<br>                         drauf, und jetzt müssen Sie<br>                         derart abfällige Bemerkungen<br>                         machen! Ich habe es satt! Sie<br>                         sind vom Dienst...<br><br>               Miller unterbricht ihn, indem sie ihre Hand an seine<br>               Schulter hält.<br><br>                                   MILLER<br><br>                             (an alle im Raum<br>                              gerichtet)<br>                         Wer Verletzungen hat, die ihn<br>                         ernsthaft stören, der kommt mit<br>                         mir mit in die Krankenstation.<br>                             (an den Captain<br>                              gerichtet)<br>                         Sie auch...<br>                             (zu Torlan)<br>                         Und Sie erst recht.<br><br>               Caylon hat sich gefasst und macht sich auf den Weg zum<br>               Turbolift.<br><br><br>               Miller sieht ihren Assistenten an, der ihren Blick kopf<br>               schüttelnd erwidert und von dem Offizier, um den er sich<br>               kümmern sollte - besser gesagt von der Leiche - aufsteht.<br><br><br>               Während im Hintergrund Torlan und noch ein weiterer<br>               Offizier den Turbolift betreten und man offenbar auf den<br>               Doktor wartet: AUF Miller, die die Augen senkt und ins<br>               Leere starrt - vor Furcht. Sie sieht erschüttert aus und<br>               schüttelt leicht den Kopf.<br><br>                                   CAYLON (O.S.)<br>                             (ruft)<br>                         Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                             (leise)<br>                         Ich komme...<br><br>               Sie dreht ihren Kopf weg, ist im Begriff zu gehen,<br>               während...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Miller behandelt den Finger von Caylon, der auf einem Bett<br>               sitzt. Während der Prozedur unterhalten sie sich.<br><br>               Im Hintergrund stehen, sitzen und leigen mindestens ein<br>               Dutzend Offiziere, die ebenfalls von Millers Assistenten<br>               und Assistentinnen behandelt werden. Es herrscht ein<br>               relativ lautes Hintergrundgeräusch, ab und an ein leiser<br>               Schmerzensschrei.<br><br>                                   MILLER<br>                         Immer ihr Finger. Wie nach dem<br>                         Kampf in dieser Arena... Damals.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt müde)<br>                         Ja, der Finger. Vielleicht sollte<br>                         ich mir eine Fingerprothese<br>                         machen lassen.<br><br>               Stille für einige Sekunden, während Miller ein anderes<br>               Instrument in die Hand nimmt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Tschernovsky scheint fast<br>                         durchgedreht zu sein...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja... Ich habe noch nie einen<br>                         Offizier derartig fassungslos<br>                         gesehen... Ich meine, er hat<br>                         geweint...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, ich weiß. Das gab es schon<br>                         immer. In allen Kriegen. Die<br>                         psychische Belastung wird zu<br>                         einem größeren Problem als der<br>                         Feind selbst. Angeblich soll es<br>                         im dritten Weltkrieg, in einer<br>                         der wenigen U-Boot-Schlachten,<br>                         die es gab, eine Crew vor Angst,<br>                         dass der Rest der Welt von<br>                         Massenvernichtungswaffen<br>                         ausradiert wurde, und dass sie<br>                         jeden Moment von einem Torpedo<br>                         versenkt werden könnten, ihren<br>                         Captain...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (setzt Millers Satz<br>                              fort)<br>                         ... geschlachtet haben?<br>                         - Ich kenne diese Geschichte. Sie<br>                         wird vielen angehenden Captains<br>                         erzählt, um sie daran zu<br>                         erinnern, dass sie die<br>                         Verantwortung für die Verfassung<br>                         der Crew und ihr Überleben<br>                         tragen. Das ist wohl nichts als<br>                         ein Mythos, eine... "nette" Sage.<br><br>                                   MILLER<br>                         Nun ja... Ich wäre nicht<br>                         abgeneigt an einem Stück Captain,<br>                         Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt matt)<br>                         Das wäre ein Grund für ein<br>                         Kriegsgericht. Meuterei.<br>                         Morddrohung.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wäre es, aber erstens würden Sie<br>                         das nie tun. Und zweitens hätten<br>                         sie dann keinen Doktor mehr.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...<br><br><br>               Caylon denkt nach, während Miller ihn behandelt.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sagen Sie, Doktor...<br><br>               Miller hört mit der Behandlung von Caylons Finger auf.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögerlich)<br>                         Ich will Ihnen nicht zu nahe<br>                         treten, doch als Captain... Es<br>                         ist eben meine Pflicht, mich um<br>                         meine Leute zu kümmern. Und...<br>                             (beat)<br><br>               Miller sieht ihn an, Caylon erwiedert ihren Blick.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (leise)<br>                         Ihre Freundin, Max Corel, tot...<br>                         Und ich sehe jedes Mal, wenn Sie<br>                         Blut sehen, wenn Sie einen<br>                         Verwundeten behandeln, dass sie<br>                         die Augen schließen...<br><br>               Miller sieht ihn ernst und finster an. Dann beendet sie die<br>               Behandlung von Caylons Finger und klebt mit übertriebener<br>               Kraft ein hautfarbenes Pflaster darauf.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Alle meinen mir helfen zu<br>                         müssen... Aber es... es geht mir<br>                         gut.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt nicht sehr<br>                         überzeugt...<br><br>                                   MILLER<br>                         Engländer sind nicht überzeugt.<br>                         Sie sind standfest.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (einfühlsam)<br>                         Doktor Miller auch?<br><br>                                   MILLER<br>                         Allerdings. Wenn es jemanden<br>                         gibt, der Ihre Fürsorge braucht,<br>                         dann Lieutenant James Beem. Er...<br>                         scheint die Kontrolle über seine<br>                         Wut zu verlieren... Das einzige<br>                         Problem, das ich habe, Sir, ist,<br>                         dass...<br>                             (den Tränen nahe)<br>                         ... dass ich lediglich Angst vor<br>                         einem Kriegsausbruch habe. Und<br>                         sogar ein Blinder wird erkennen,<br>                         dass dieser Moment nicht mehr<br>                         weit entfernt ist.<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie mich jetzt entschuldigen<br>                         würden...<br><br>               Miller geht aus dem Bild und zudem nächsten Bett, wo ein<br>               verletzter weiblicher Offizier, Ensign Lucy Kasami (bekannt<br>               aus 1x07 "Machtlos") liegt. Caylon steht auf und geht zu<br>               Torlan, der auf einem Biobett sitzt und eine Hand an seinen<br>               scheinbar schmerzenden Kopf hält.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng, ernst)<br>                         Nun, Mister Torlan. Ich hasse<br>                         dieses militärische Prozedere,<br>                         aber Sie lassen mir keine Wahl.<br>                         Noch ein weiterer Ausrutscher wie<br>                         auf der Brücke vorhin, und das<br>                         war's.<br>                         Dann können Sie Ihren Hass wieder<br>                         auf ihrem Heimatplaneten<br>                         ausleben, und nicht mehr auf<br>                         meinem Schiff die Beziehungen zu<br>                         den Vulkaniern auf's Spiel<br>                         setzen. Verstanden?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (nach einer Weile)<br>                         Nun, ich will...<br><br>                             (verbessert sich)<br>                         Ich würde es vorziehen, auf dem<br>                         Schiff zu bleiben. Fragen Sie<br>                         nicht nach dem Grund, ich...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (Caylon verwirrt<br>                              missmutig ansehend)<br>                         Soll ich hier vor Ihnen meine<br>                         ganze Familiengeschichte<br>                         ausbreiten?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beharrlich)<br>                         Wenn nötig. Fassen Sie sich kurz.<br>                         In einer halben Stunde erwarte<br>                         ich Besuch.<br><br>                                   TORLAN<br>                         In einem Satz: Ich würde auf<br>                         Andor keine fünf Minuten Ihrer<br>                         Zeitrechnung überleben, Captain<br>                         Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (interessiert,<br>                              irritiert)<br>                         Bitte?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie bemängeln meinen Respekt vor<br>                         Vulkaniern...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Welcher Respekt? Sie behandeln<br>                         sogar Mestral wie einen Liter<br>                         Antriebsplasma.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Einen Liter Antriebsplasma würde<br>                         ich nie beschmipfen. Wozu? Mein<br>                         Umgang mit diesen...<br><br>                             (beat; holt Luft)<br>                         Wissen Sie, wenn ich nur daran<br>                         denke, werden meine Kopfschmerzen<br>                         noch schlimmer.<br><br><br>               Die Fühler des Andorianers beginnen sich zu bewegen, so als<br>               würden sie gestikulieren, was in Torlans folgender<br>               Erzählung öfter passiert, um seine Verärgerung zu betonen.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Vor ungefähr einer Dekade, als<br>                         der Konflikt mit den Vulkaniern<br>                         sich auf einem seiner vielen<br>                         Höhepunkte befand, tötete ein<br>                         vulkanisches Sonereinsatzkommando<br>                         meinen ehrwürdigen Vater. Ich war<br>                         zu jung und so wurde von dem Haus<br>                         der Verborgenen, dem Haus dem ich<br>                         entstamme, nichts an mich<br>                         vererbt. Stattdessen ging die<br>                         Kontrolle an einen korrupten<br>                         Politiker, an einen einst<br>                         entmachteten Fürsten, der nun die<br>                         wiedergewonnene Macht seit einem<br>                         Jahrzehnt genießt und durch ihn<br>                         zerfällt unser Haus nach und<br>                         nach... Das Erbe unserer Familie<br>                         wird durch die "Politik" dieses<br>                         Bastards beschmutzt. Und daher<br>                         wäre ich auf Andor, als in dieses<br>                         Haus geborener, alles andere als<br>                         willkommen. Deshalb wurde ich<br>                         Austauschoffizier, um einige<br>                         Jahre von Andor wegbleiben zu<br>                         können und eines Tages...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und eines Tages zurückzukehren?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (starrt konzentriert auf<br>                              einen Punkt)<br>                         Ja, eines Tages will ich<br>                         zurückkehren und unserem<br>                         verfaulenden Volk neues Leben<br>                         einhauchen. Die Andorianer auf<br>                         einen neuen Weg bringen.<br>                             (sieht wieder Caylon an)<br>                          Eines Tages.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das mit Ihrem Haus tut mir leid,<br>                         Torlan. Zwar habe ich für<br>                         Aristokratie nicht viel übrig,<br>                         aber trotzdem. Es ist ungerecht.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Ja, das ist es. Ich will gerne<br>                         wieder in meine Heimat zurück.<br>                         Aber ich kann nicht. Die Antares<br>                         ist so eine Art Exil.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (geht ein wenig vor dem<br>                              Bett auf und ab)<br>                         Ich finde es vor allem auch<br>                         bedauerlich, dass...<br>                             (zögernd)<br>                         Nun ja... Dass sie nur der erste<br>                         andorianische Austauschoffizier<br>                         aus diesem Grund wurden.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nicht nur deshalb. Unter anderem.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Weshalb noch?<br><br>                                   TORLAN<br><br>                         Ich denke, Sie kennen die<br>                         Antwort. Die Sternenflotte ist<br>                         wesentlich weiter entwickelt in<br>                         Ihrer Idee als das Andorianische<br>                         Militär.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedrückt, nachdenklich)<br>                         Militär...<br>                             (beat; seufzt)<br>                         Tja, eigentlich war die Antares<br>                         als Forschungsschiff gedacht.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Eigentlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eigentlich...<br>                             (atmet tief ein)<br>                         Ja.<br><br>               Da ertönt die Stimme von Commander Müller aus dem Interkom<br>               neben der doppelflügeligen Tür der Krankenstation.<br><br>                                   MÜLLERS KOMSTIMME<br>                         Müller an Caylon!<br><br>               Caylon nickt Torlan noch einmal zu, dann macht er sich auf<br>               den kurzen Weg zum Interkom und drückt schließlich den<br>               Knopf, um ein Gespräch anzunehmen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain hier.<br><br>                                   MÜLLERS KOMSTIMME<br>                         Captain, wären Sie so freundlich<br>                         den Maschinenraum aufzusuchen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da wollte ich so oder so hin,<br>                         Commander. Bin schon auf dem Weg!<br><br>               Der Captain beendet die Verbindung und lässt seinen Blick<br>               noch einmal durch die Krankenstation schweifen. Die Kamera<br>               zeigt uns - ebenfalls in einer ruhigen Bewegung von links<br>               nach rechts -, was er sieht: zuerst Torlan, dann Miller und<br>               ihre Assisenten, die verletzte Offiziere behandeln,<br>               darunter auch ein schwerverletzter Offizier, der offenbar<br>               bewusstlos ist.<br><br><br>               AUF Caütain Caylon, der sich abwendet und durch den sich<br>               öffnenden Ein- und Ausgang der Krankenstation verschwindet.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Wir blicken auf den Warpkern, schwenken dann langsam nach<br>               links unten, wo sich das Schott des Maschinenraums öffnet<br>               und Caylon geduckt hindurchkommt. Ein schwer bepackter<br>               Offizier des Maschinenraums deutet ihm an, für ihn offen zu<br>               lassen, da er einen Stapel PADDs und Geräte hinausträgt.<br>               Caylon lässt ihn durch und schließt hinter dem Offizier das<br>               Schott. Eine Menge Schutt liegt auf dem Boden, darunter ein<br>               Plasmabilschirm, Trümmer und allerlei Werkzeuge.<br><br>               Der Kommandant der Antares bleibt stehen und sieht sich<br>               stirnrunzelnd um.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hat hier eine Bombe<br>                         eingeschlagen?<br><br>                                   MÜLLER (O.S.)<br>                         Welch ein Wortspiel!<br><br>               Müller kommt ins Bild und Caylon und Müller machen einen<br>               Rundgang durch den Maschinenraum.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Wir sind noch dabei, aufzuräumen,<br>                         aber das dauert wohl länger als<br>                         das ganze Schiff zu reparieren.<br>                         Ich kann dem aber auch was<br>                         abgewinnen: Endlich fliegt der<br>                         Kram, den niemand braucht, raus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zum Beispiel alte PADDs?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, zum Beispiel.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, ich könnte ein paar<br>                         gebrauchen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die meisten sind kaputt.<br><br>                             (beat)<br>                         Gnauso wie meine Leute. Sie<br>                         brauchen eine Pause. Die<br>                         Anspannung ist gewaltig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, ich weiß.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir, ich will nicht respektlos<br>                         erscheinen, aber...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bleibt stehen,<br>                              vorwurfsvoll)<br>                         Nicole...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß, ich soll stets offen<br>                         und ehrlich sein. Also gut.<br><br><br>               Auch Caylons Erster Offizier bleibt stehen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Also gut: Sie sagen immer "Ich<br>                         weiß!", "Okay" und "Mal sehen!".<br>                         Sir, das reicht nicht. Die Crew<br>                         will hören "Machen Sie's so!",<br>                         "Okay, packen wir's an!". Sie<br>                         müssen mehr Mannschaftsnähe<br>                         zeigen, vor allem in diesen<br>                         Zeiten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt)<br>                         Ja, da ist was dran. Machen wir's<br>                         so.<br>                             (sieht ein verbogenes<br>                              Metallstück am Boden)<br>                         Packen wir's an.<br><br>               Caylon bückt sich und wirft das Metallstück auf einen<br>               Trümmerhaufen, auf dem die Offiziere den Schutt stapeln.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (lächelnd)<br>                         So in etwa.<br><br>               Beide setzen sich weider in Bewegung. Schließlich kommen<br>               sie zum Personenlift und lassen sich auf die zweite Ebene<br>               des Maschinenraums transportieren. Im Lift:<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Es tut mir leid, dass der Schild<br>                         das Schiff mehr beschädigt hat<br>                         als eien Salve Plasmatorpedos.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Quatsch. Das war eine<br>                         revolutionäre Arbeit. Der erste<br>                         Schutzschild, der funktioniert.<br>                         Ohne Sie wären wir tot.<br>                         Gratuliere!<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (geschmeichelt)<br>                         Danke, nicht der Rede wert.<br><br>               Der Lift ist oben angekommen, Müller öffnet die kleine<br>               Schranke, die beiden leitenden Offiziere steigen hinaus und<br>               Müller schließt die Sicherheitsschranke wieder.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Die Belastung für die System war<br>                         viel zu groß.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, aber der Schild hat<br>                         funktioniert.<br><br>                             (beat)<br>                         Im übrigen... Ich hätte da eine<br>                         kleine Spezialmission für sie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und die wäre?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht nur die Sternenflotte,<br>                         sondern auch ich bin brennend<br>                         daran interessiert, zu wissen,<br>                         wie diese Romulaner aussehen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß, aber unsere<br>                         Nachforschungen haben ergeben,<br>                         dass irgendeine unbekannte<br>                         Chemikalie bei ihrem Tod ihre<br>                         Körper auflöst. Die Romulaner<br>                         scheinen sich zu verstecken.<br>                         Vielleicht sind sie nicht einmal<br>                         humanoid. Könnte ja sehr gut<br>                         sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber in dieser Arena...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hören Sie mir bloß auf. Mein<br>                         Handgelenk schmerzt noch immer<br>                         von diesen Felsen, ganz zu<br>                         schweigen von den Brandnarben,<br>                         die dieses dämliche Kraftfeld<br>                         verursacht hat und dem Schock für<br>                         mein Leben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich meinte ja nur, dass sie da<br>                         Rüstungen trugen, die nur<br>                         Humanoiden passen können.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielleicht können Sie Ihre Form<br>                         verändern... Es gibt die<br>                         wildesten Gerüchte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich will die Wahrheit. Wie sehen<br>                         Sie aus? Können Sie bei unserem<br>                         nächsten Zusammenstoß einen<br>                         Bioscan machen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Durch die Hülle?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Selbst wenn wir durch die Hülle<br>                         kommen würden, es würde nicht<br>                         klappen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ihre Schutzanzüge. Sie verhindern<br>                         einen Sensorscan.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt... Dann müssen wir einen<br>                         anderen Weg finden!<br><br><br>               Ein Interkom, etwa fünf Meter entfernt, piepst.<br><br>                                   MESTRALS STIMME<br>                         Brücke an Captain Caylon!<br><br>               Caylon nickt Müller, mitzukommen. Ineienr Nahaufnahme sehen<br>               wir, wie Caylon mit seinem verwundeten Finger (mit dem<br>               Pflaster) den Anruf annimt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain hier. Was gibt's?<br><br>                                                              CUT TO:<br></p><br><p>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Mestral sitzt an seiner Konsole.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ein Shuttle der Vulkanier ist af<br>                         dem Weg zu unserer<br>                         Andockschleuse. Es ist Captain<br>                         Resak in Begleitung von zwei<br>                         Sicherheitsoffizieren.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Caylon steht an dem Interkom, Müller sieht ihm zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die scheinen uns ja nicht zu<br>                         trauen. - Sagen Sie dem<br>                         Küchenchef, er soll einen<br>                         Champagner kalt stellen und das<br>                         "Hauptgericht 5 für diplomatische<br>                         Anlässe" kochen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise seufzend)<br>                         Fast Food...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         "Zufällig" also etwas<br>                         vulkanisches. Verstanden. Sonst<br>                         noch etwas, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ähm, ja. Ich möchte, dass Sie<br>                         auch an dem Mahl teilnehmen,<br>                         Mestral. Das wird Resak<br>                         vielleicht etwas... sagen wir<br>                         wohliger stimmen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor sitzt Mestral an seiner Konsole und spricht<br>               aufgestützt, scheinbar in den Monitor hinein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das wage ich zwar zu bezwifeln,<br>                         aber ich werde Ihrem Befehl<br>                         slebstverständlich Folge leisten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, erwarten Sie mich und<br>                         Commander Müller bitte in zwei<br>                         Minuten an der Luftschleuse...?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Luftschleuse B, Verzeihung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Macht nichts. Bis gleich, Captain<br>                         Ende.<br><br>               Caylon beendet mit einem leichten, schadenfreuden Lächeln<br>               die Verbindung.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Ich?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sind der Erste Offizer dieses<br>                         Schiffes, nicht wahr?<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                             (protestierend)<br>                         Aber...<br><br>               Caylon macht sich bereits auf den Weg zum Personenlift<br>               zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kommen Sie! Vulkanier hassen<br>                         Unpünktlichkeit...<br><br>               AUF Müller.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (resignierend, seufzend)<br>                         Na dann, auf in die Hölle!<br><br>               Auch sie setzt sich in Gang, während...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - SPEISERAUM DES CAPTAINS<br><br>               Die Kante des Esstisches ist am unteren Bildrand. Die<br>               Kamera sitzt also quasi mit am Tisch. Der Kamera gegenüber<br>               sitzt Mestral, links, an der längeren Tischseite, haben<br>               sich Müller und Caylon eingefunden (wobei Caylon näher zur<br>               Kamera sitzt), rechts im Bild befindet sich Captain Resak,<br>               der Kommandant des vulkanischen Schiffes Takul. Müller ist<br>               die eizige, die die ihnen servierte Tomatensupe löffelt.<br><br>               Es herrscht offensichtlich seit einigen Minuten eisiges<br>               Schweigen, während man eine Tomatensuppe zu sich nimmt.<br><br><br>               In einer neuen Einstellung kommt der dunkelhäutige<br>               Bordkoch, Crewman Jaques Ferrás, hinein und räumt die mit<br>               Tomatensuppe gefüllten Teller ab. Captain Resak hat fast<br>               nichts gegessen.<br><br>                                   FERRAS<br>                         Hat es Ihnen geschmeckt?<br><br>               Von niemandem kommt eine Antwort.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke, sehr gut, Mister Ferrás.<br><br>               Ferrás räumt zwei Teller ab, kommt zurück und räumt die<br>               restlichen zwei Teller ab.<br><br>                                   FERRAS<br>                         Ich würde Ihnen gerne ein Glas<br>                         Rotwein servieren, bei dem<br>                         Angriff ist allerdings der Vorrat<br>                         zerstört worden. Wie wäre es mit<br>                         einem Glas Champagner?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sieht Resak an; lächelt<br>                              gekünstelt höflich)<br>                         Ich denke nicht. Vielleicht<br>                         Wasser.<br>                             (beat)<br>                         Danke.<br><br>               Der Bordkoch versteht das Zeichen und verlässt schenll den<br>               Raum. Müller versucht nun mit einer Art Small Talk, zu<br>               Resak vorzudringen. Ihr ist die Situation augenscheinlich<br>               sehr unangenehm.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Captain, wie schnell kann die<br>                         Takul fliegen?<br><br>                                   RESAK<br>                             (kalt)<br>                         Warp Sieben.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         A-ha...<br><br>               Erneutes mehrere Sekunden langes Schweigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (long beat)<br>                         Aus welcher Region auf Vulkan<br>                         stammen Sie?<br><br>                                   RESAK<br>                         Ich wurde im Norden geboren, in<br>                         der Gahari-Wüste.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gespielt interessiert)<br>                         Tatsächlich?...<br><br>               Schon wieder herrscht eisiges und unangenehmes Schweigen.<br>               Überraschenderweise ist es diesmal Resak selbst, der die<br>               Stille bricht.<br><br>                                   RESAK<br>                         Captain Caylon, dürfte ich nun<br>                         erfahren, warum ich hier bin? Sie<br>                         haben mich sicherlich nicht ohne<br>                         weiteres zu einem einfachen Essen<br>                         eingeladen?<br><br>               Caylon lebt plötzlich auf, insgeheim erfreut, dass das<br>               Thema auf den Anlass des Essens gelenkt wurde.<br><br>               Von nun an sehen wir alles aus der Perspektive einer<br>               Kamera, die in der Mitte des Tisches steht und sich immer<br>               schnell zu dem gerade sprechenden dreht. (NOTE: Dies<br>               verstärkt den Eindruck der hitzigen Konversation.)<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, ich habe da ein paar Fragen.<br><br>                             (beat; atmet tief ein)<br>                         Wissen Sie, ohne Sie wären wir<br>                         tot. Wir hätten keinerlei Mittel<br>                         gehabt, wenigstens eines der<br>                         romulanischen Schiffe zu<br>                         neutralisieren. Sie jedoch<br>                         kommen, und die Romulaner stellen<br>                         das Feuer ein. Wieso?<br><br>                                   RESAK<br>                         Wir haben Ihnen gedroht, bei der<br>                         Zerstörung der Antares Sie<br>                         anzugreufen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was Sie aber letztenendes so oder<br>                         so taten.<br><br>                                   RESAK<br>                         Der Angriff diente dazu, Sie in<br>                         die Flucht zu schlagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Was? Ohne Worte? Mit Gewalt?<br><br>                                   RESAK<br>                         Die Romulaner verstehen nicht die<br>                         Lehre Suraks. Sie... sind Ihrer<br>                         Spezies, Captain Caylon, in ihrem<br>                         Verhalten höchst ähnlich. Gewalt<br>                         und Heuchelei sind die einzigen<br>                         Sprachen, die sie zumeist<br>                         verstehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe noch mehr Fragen, die<br>                         nicht mit Ihnen zusammenhängen,<br>                         aber auf die Sie eventuell eine<br>                         Antwort haben. Wie sehen die<br>                         Romulaner aus?<br><br>                                   RESAK<br>                         Die Romulaner legen höchsten Wert<br>                         auf Tarnung. Sie wollen sich<br>                         niemandem offenbaren. Selbst<br>                         wir... wissen nicht, wie sie<br>                         aussehen, was ihre Erscheinung<br>                         ist. Sie sind ein Mysterium. Eine<br>                         chemische Substanz in ihren<br>                         Anzügen vernichtet ihre Körper<br>                         beim Tod.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Immerhin verstehen wir ihre<br>                         Sprache.<br><br>               Resak sieht ihn mit einem merkwürdigen, nichtssagenden<br>               Gesichtsausdruck an, dann blickt er wieder zu Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doch die wichtigste Frage bleibt:<br>                         Was läuft zwischen Ihnen und den<br>                         Romulanern?<br><br>               Captain Resak baut sich entrüstet auf, während der Bordkoch<br>               ein auf einem Tablet vier Gläser Wasser bringt.<br><br>                                   RESAK<br>                         Was wollen Sie uns unterstellen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gar nichts, es hätte ja sein<br>                         können.<br><br>                                   RESAK<br>                         Sie können gerne das hiesige<br>                         Wrack des Schiffes, welches wir<br>                         zu Ihrer Rettung zerstörten,<br>                         untersuchen. Sie werden nichts<br>                         finden. Wie ich bereits sagte:<br>                         Die Romulaner besitzen eine<br>                         spezielle Vorrichtung in ihren<br>                         Uniformen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das habe ich gar nicht gefragt...<br>                             (wird lauter)<br>                         Warum sind die Romulaner<br>                         geflüchtet, ohne sich zu wehren?<br><br>                             (wird noch lauter)<br>                         Warum haben sie sich förmlich<br>                         abschlachten lassen, Captain<br>                         Resak?<br><br>               Resak steht schier wutentbrannt auf, nur seine Mimik ist<br>               stets die gleiche, emotionslose, wie gewohnt.<br><br>               Auch Caylon steht auf.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was versuchen Sie uns zu<br>                         verheimlichen? Warum haben die<br>                         Romulaner bei Ihrem Eintreffen<br>                         das Feuer auf uns eingestellt?<br><br>                                   RESAK<br>                         Gar nichts! Wir verheimlichen<br>                         niemandem etwas.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wäre aber nicht das erste<br>                         Mal!<br><br>               Resak nimmt sein Glas, das mit Wasser gefüllt ist, und<br>               schmeißt es mit einer erstaunlich gelassenen Mimik und<br>               ebenso ruhigen Gestik an die Wand hinter Mestral, der in<br>               Deckung geht; gerade in dem Moment kommt Ferrás, der vor<br>               Schreck zwei Teller mit der Hauptspeise (Scholle) fallen<br>               lässt.<br><br>                                   RESAK<br>                         Mischen Sie sich nicht in<br>                         Angelegen...<br><br><br>               Er bricht im Satz ab und beruhigt sich.<br><br>                                   RESAK (CONT'D)<br>                         Das Essen war annehmbar, Captain.<br>                         Leider war es das Gesprächsthema<br>                         nicht. Sie sind zu misstrauisch.<br>                         Ich glaube, das ist Ihr Problem.<br>                         Captain. Das Problem der gesamten<br>                         Menschheit.<br><br>               Mit diesen Worten macht er kehrt und geht durch die Tür.<br>               Durch die sich langsam wieder schließende doppelflügelige<br>               Tür sehen wir, wie zwei vulkanische Sicherheitsoffiziere<br>               ihm folgen, die vor der Tür Wache hielten.<br><br>               Caylon, Müller, Mestral sowie Ferrás sind wie angewurzelt.<br>               Letzterer beginnt langsam damit, die Glasscheiben und die<br>               Reste der fallen gelassenen Teller aufzusammeln, die in<br>               Scherben neben der Scholle auf der Erde liegen.<br><br>               Die drei erst genannten unterhalten sich nun angespannt und<br>               verwundert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das war ein ziemlich...<br>                         merkwürdiger Wutausbruch.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Seltsam hätte ich es genannt,<br>                         aber Ihr Begriff passt auch.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nicht mal ich würde meine mentale<br>                         Disziplin derartig vergessen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (schüttelt seinen Kopf)<br>                         Ich verstehe das nicht... Was zum<br>                         Teufel haben die Romulaner und<br>                         Vulkanier miteinander zu tun? Was<br>                         für eine Beziehung herrscht<br>                         zwischen ihnen? Es muss doch<br>                         einen Grund geben, dass die<br>                         Romulaner nicht das Feuer<br>                         erwidern und das auf uns<br>                         einstellen, wenn die Vulkanier<br>                         kommen. Resak hätte mir auch auf<br>                         einem Lügendetektor schwören<br>                         können, dass da nichts ist: Ich<br>                         würde ihm nicht glauben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Selbst ich finde das allmählich<br>                         sehr befremdend. Warum ist den<br>                         Vulkaniern dieses Thema so<br>                         unangenehm. Sie versuchen sich so<br>                         stark wie möglich aus dem sich<br>                         anbahnenden Konflikt<br>                         herauszuhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber warum? Was wissen die<br>                         Vulkanier, was wir nicht wissen?<br><br>                             (Mestral ansehend)<br>                         Sie sind so still, Mestral. Was<br>                         meinen Sie?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (beiläufig)<br>                         Vielleicht wollen Sie einfach<br>                         keinen Krieg...<br>                             (hektisch aufstehend)<br>                         Ich werde dann mal gehen...<br><br>               Caylon sieht ihn skeptisch an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mir ist das alles unangenehm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wissen Sie vielleicht etwas?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich wusste, dass Sie das fragen,<br>                         Sir. - Ich muss sie enttäuschen.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Nichts, es ist nur... mein Vater<br>                         meinte stets, dass sein<br>                         Urgroßvater stets ein Thema<br>                         meidete, als sie über vulkanische<br>                         Geschichte sprachen. Und es<br>                         betraf wohl irgendwie auch das<br>                         Thema der Romulaner.<br><br><br>               AUF Caylon, der plötzlich in die Leere starrt, und nicht<br>               zuzuhören scheint.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D) (O.S.) (CONT'D)<br>                         Da ich nie Kontakt zu anderen<br>                         Vulkaniern außerhalb der Erde<br>                         hatte... weiß ich über vieles<br>                         nicht Bescheid.<br><br><br>               AUF Caylon.<br><br>                                   MESTRAL (O.S.) (CONT'D)<br>                         Sir?<br><br>               Caylon guckt überrascht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...<br><br>                             (beat)<br>                         Vielleicht sollte man manche<br>                         Dinge nicht weiter aufdecken. Ich<br>                         bin sicher, die Vulkanier werden,<br>                         wenn es da zwischen ihnen und den<br>                         Romulanern irgendetwas gibt, das<br>                         wir wissen sollten, uns<br>                         Aufklärung darüber verschaffen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Mestral)<br>                         Sie können gehen.<br><br>               Mestral nickt, steht auf und verlässt den Raum. Ferrás<br>               kommt erneut herein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Ferrás)<br>                         Lassen Sie uns bitte einen Moment<br>                         in Ruhe...<br><br>               Ferrás nickt und zieht sich offenbar in die Schiffsküche<br>               zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller)<br>                         Was gibt's?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir, wir werden vielleicht nie<br>                         die Gelegenheit kriegen, einen<br>                         Romulaner zu Gesicht zu bekommen.<br>                         Sobald der Helm ihrer Rüstungen<br>                         nicht von ihnen selbst abgenommen<br>                         wird, scheint - soweit wir wissen<br>                         - eine unbekannte Substanz ihre<br>                         Körper in Sekundenbruchteilen zu<br>                         entstellen und aufzulösen. Also<br>                         dachte ich mir, dass wenn wir<br>                         dieses System...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das hat keine Priorität, Müller.<br>                         Blasen Sie's ab. Im Moment soll<br>                         das nicht unser Problem sein.<br><br>               Müller will zum Protestieren ansetzen, gibt dann aber auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie Sie meinen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eines Tages werden wir das<br>                         Antlitz der Romulaner erblicken.<br><br>                             (leiser)<br>                         Spätestens im Krieg...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie meinen er wird kommen?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (zu Müller)<br>                         Ja... Es ist schon längst<br>                         entschieden.<br><br>               Bedrücktes Schweigen.<br><br><br>               AUF Müller, die etwas irritiert über die Kamera hinaus auf<br>               Calyon blickt und ein ernstes Gesicht macht.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - BERMAN IM WARPFLUG<br><br>               Die Antares fliegt langsam an uns vorbei.<br><br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 23.<br>                         August 2156. Wir fliegen mit<br>                         Warpgeschwindigkeit erneut zurück<br>                         zur Erde. Währenddessen findet in<br>                         der hergerichteten Crewmesse die<br>                         Trauerfeier für die verstorbenen<br>                         Kolonisten statt. Die Vulkanier<br>                         haben an einer Teilnahme kein<br>                         Interesse bekundet.<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - TRAUERFEIER<br><br>               Wir sehen Caylon im rechten Halbprofil, der<br>               Betrachterstandpunkt liegt bei seinem Becken, sodass wir<br>               leicht zu ihm hochzugucken scheinen.<br><br>               Caylon steht, mit dem Rücken zu der Fensterwand, durch<br>               deren "Bullaugen" wir den Weltraum mit den durch den<br>               Warpflug verzerrten Sternen sehen können, an einem<br>               Rednerpult, gekleidet in einen modernen Anzug des 22.<br>               Jahrhunderts. Außer seiner Stimme hören wir fast nichts.<br><br>               Während Caylon redet, bewegen wir uns langsam in einem 90<br>               Grad-Schwenk um das Rednerpult herum.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Kolonisten von New Earth<br>                         waren mutig.<br><br>                             (beat)<br>                         Sie waren bereit dorthin<br>                         vorzustoßen, wo die meisten von<br>                         uns sich gewiss nicht<br>                         niederlassen würden.<br><br>                             (beat)<br>                         Das, was sie antrieb, war<br>                         Entschlossenheit. War der<br>                         Forscherdrang. War Tatendrang.<br>                         War das Wissen und der Wille, den<br>                         Horizont der Menschheit ausdehnen<br>                         zu können.<br><br>                             (beat)<br>                         Doch wir sind die nicht die<br>                         einzige Spezies in dieser<br>                         scheinbar so kleinen Galaxie. Vor<br>                         gerade einmal etwas mehr als<br>                         hundert Jahren zweifelte noch<br>                         immer der Großteil der Menschheit<br>                         daran, dass es außerirdische<br>                         Spezies gibt. Und sie fürchteten<br>                         sich vor Invasionen von<br>                         Marsianern oder ähnlichem.<br><br>                             (beat)<br>                         Nun haben wir die Marsianer aus<br>                         den Horroromanen. Und die<br>                         Zerstörung von New Earth hat<br>                         gezeigt, dass es in den Weiten<br>                         des Weltraumes scheinbar doch<br>                         bösartige Wesen gibt; so traurig<br>                         dies ist.<br><br><br>               Nun schwenkt die Kamera hoch und um Caylon herum, bis sie<br>               schließlich über seiner Schulter stehen bleibt, sodass wir<br>               Caylons Kopf und Schulter sehen, während er redet. Im<br>               Schwenk sehen wir zwei längere Tische mit einem kalten<br>               Buffett sowie etwa reißig Crewmitglieder der Antares.<br><br>               In dem Moment, in dem die Kamera stehen bleibt, sehen wir,<br>               wie sich die Türen zur Crewmesse öffnen und Doktor Miller<br>               mit offenbar feuchten Augen im Türrahmen stehen bleibt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Doch wir...<br>                             (hält verdutzt inne)<br><br>               Caylon verharrt, als er Miller sieht. Plötzlich entfernt<br>               sich der Doktor aber wieder, nachdem sie ffenbar Caylon<br>               angesehen hat, anstatt sich der Trauerfeier<br>               hinzuzugesellen. Wir sehen dem Doktor deutlich ihre Trauer<br>               an.<br><br>               Einige Offiziere drehen sich ebenfalls verdeutzt um, dann<br>               fährt Caylon fort.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... Einigen... fällt es noch<br>                         immer schwer, diesen Verlust,<br>                         diese Opfer zu verstehen. Den<br>                         Unsinn dieses Leids und dieser<br>                         Zerstörung. Man kann es nicht<br>                         begreifen, das ist der Grund.<br><br>                             (beat)<br>                         Die Opfer von New Earth waren<br>                         umsonst und nicht umsonst. Sie<br>                         hätten nicht sterben müssen, aber<br>                         sie haben uns gezeigt, dass zu<br>                         großer Mut gefährlich ist.<br>                         Hoffen wir, dass die tapferen<br>                         Kolonisten von New Earth die<br>                         letzten Opfer waren.<br>                             (beat)<br>                         Hoffen wir es...<br><br>               Die Geräuschkulisse der Trauerfeier  wird ausgeblendet und<br>               wir hören nun melanchlische Musik, während eines...<br><br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - DOKTOR MILLERS QUARTIER<br><br>               Caylon und Miller sitzen sich gegenüber. Miller sieht müde<br>               aus, Tränen laufen ihre Wange hinunter.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kathrine... Es ist sehr wichtig,<br>                         dass... Ich meine, ich brauche<br>                         Sie. Ich brauche Sie wirklich.<br>                         Sie sind nun mal der einzige<br>                         Arzt, den ich habe.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich halte diese Belastung nicht<br>                         aus. Gestern sind vier Offiziere<br>                         gestorben. So viele leiden. So<br>                         viele sind gestorben. Und dabei<br>                         haben diese Romulaner noch nicht<br>                         mal den Krieg erklärt. Ich habe<br>                         Angst...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich auch.<br>                             (beat)<br>                         Wir alle haben das. Aber wir<br>                         dürfen uns davon nicht übermannen<br>                         lassen.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>               Caylon sitzt an seinem Schreibtisch und unterhält sich per<br>               Subraumverbindung mit ADMIRAL FORREST. Die Musik ebbt ab<br>               und verstummt schließlich.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Die Situation spitzt sich zu,<br>                         Fred. Ich will ja nicht den<br>                         Teufel an die Wand malen, aber<br>                         wir haben ein Problem. Wir haben<br>                         von den Vulkaniern Informationen<br>                         über die Romulaner verlangt, doch<br>                         sie sind mal wieder nicht bereit<br>                         ihre Erkentnisse zu teilen.<br>                         Im Gegenteil: Wir erwarten für<br>                         die nächsten Stunden eine<br>                         Erklärung des Vulkanischen<br>                         Oberkommandos. Diese Alli-... kö--<br><br>               Die Stimme des Admirals wird immer tiefer, immer verzerrter<br>               und verschwimmt schließlich zu einem Rauschen. Auch das<br>               Bild flackert: Erst verliert es die Farbe, dann ist es<br>               verzerrt und fällt aus. Die Verbindung bricht ab, was das<br>               Abzeichen der Antares auf dem Monitor andeutet sowie die<br>               Worte "Transmission Interrupted".<br><br>               Die Kamera ist AUF Caylon gerichtet, der verärgert und<br>               verwirrt den Kpf schüttelt und an der kleinen Konsole<br>               versucht die Verbindung wiederherzustellen. Nachdem er aus<br>               Wut noch an den Monitor geschlagen hat, steht er<br>               kopfschüttelnd und sichtlich verärgert auf und begibt sich<br>               zum Ausgang seines Bereitschaftsraums, der zur Brücke<br>               führt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Caylon betritt durch die sich öffnende Tür aus seinem<br>               Bereitschaftsraum die Brücke. An den Stationen sitzen alle<br>               Führungsoffziere, bis auf Miller. Weiterhin arbeiten zwei<br>               Offiziere im Hintergrund.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gereizt)<br>                         Diese verdammten maroden<br>                         Subraumverstärker! Was ist da<br>                         schon wieder los?<br><br>               Schneller Kameraschwenk auf Mestral.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es hat den Anschein, dass "Echo<br>                         5" ausgefallen ist. Die<br>                         Langstrecken...<br><br>               Müller kommt aus dem hinteren Brückenbereich und beugt sich<br>               über Mestral, um sich die Daten selbst anzusehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Zeigen Sie mal her...<br>                             (beat)<br>                         Hm... Das sieht nach keiner<br>                         Störung aus... Moment...<br><br>               Sie tippt etwas auf der Konsole herum, dann dreht sie sich<br>               mit ernster Mine um.<br><br>               AUF Müller.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         "Echo 5" wurde zerstört. Ein<br>                         vulkanisches Schiff befindet sich<br>                         in unmittelbarer Nähe und rast<br>                         mit Warp davon...<br><br>               Torlan knurrt leise. Langsam AUF Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Warum zerstören die Vulkanier<br>                         einen Subraumverstärker? . . .<br><br>                             (beat; zu Tschernovsky)<br>                         Erhöhen Sie die Geschwindigkeit<br>                         und verfolgen Sie das vulkanische<br>                         Schiff! Ich hätte da ein paar<br>                         Fragen...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES IM WARPFLUG<br><br>               Das Schiff rast an der Kamera vorbei. Wir sehen nach dem<br>               Vorbeiflug, dass die Antares ein vulkanisches relativ<br>               dircht vor ihr im Warpkanal verfolgt.<br><br>                                                              CUT TO:<br></p><br><p>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Alles wie zuvor. Caylon sitzt auf seinem Sessel, Müller<br>               steht neben ihm.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Es ist hoffnungslos. Wir können<br>                         nicht weiter aufholen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Warten Sie...<br><br>               Müller eilt zu Tschernovskys Station und sieht sich die<br>               daten erneut selbst an.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (nachdenkend)<br>                         So... Mehr als Warp Vier leisten<br>                         die Maschinen momentan nicht...<br>                         Hm... Verdammt.<br><br>               Caylon bleibt nervös in seinem Sessel sitzen und dreht sich<br>               in Richtung Torlan.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, rufen Sie sie nochmal!<br><br>               Torlan führt den Befehl aus. Wenige Sekunden später<br>               erstattet er Bericht.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (kopfschüttelnd)<br>                         Nichts. Diese Schw... Schwindler<br>                         antworten nicht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und warum nicht? Da ist doch was<br>                         faul.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wenn die Maschinen nicht mehr<br>                         leisten, gibt es zwei<br>                         Möglichkeiten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die wären?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Entweder wir versuchen, das<br>                         Schiff leichter zu machen oder<br>                         durch einen Katalysator die<br>                         Leistung der Maschinen zu<br>                         erhöhen...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Oder?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Oder wir sorgen dafür, dass das<br>                         vulkanische Schiff langsamer<br>                         wird.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Und jetzt erzählen Sie mir noch,<br>                         dass Sie wissen, wie man diese<br>                         vulkanischen Rostlauben<br>                         ausschaltet!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat weiß ich, wie diese<br>                         "Rostlauben" funktionieren - und<br>                         welche Schwachstellen sie haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und die wiederum wären?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die vulkanischen Antriebe sind<br>                         schnell, aber funktionieren bei<br>                         diesen Geschwindigkeiten nur<br>                         durch Unterstützung der<br>                         Bussardkollektoren. Wie wäre es,<br>                         wenn diese Kollektoren nicht<br>                         Wasserstoff, sondern einen<br>                         Torpedo sammeln würden?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist die Öffnung groß genug?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Kaum, aber ohne Frage würde der<br>                         Kollektor ihn "ansaugen". Mister<br>                         Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja, auf jeden Fall! Das dürfte<br>                         die Hälfte ihres Schiffes außer<br>                         Betrieb setzen!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Selbst wenn das klappt, würden<br>                         wir sie so fast vernichten.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich wüsste nicht, was daran so<br>                         schlimm ist. Die haben unseren<br>                         Subraum--<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (Beem unterbrechend)<br>                         Das wisssen wir nicht<br>                         hundertprozentig!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (O.S.)<br>                         Die Vulkanier setzen sich ab...<br><br>               Caylon denkt kurz nach, wendet sich dann wieder Mestral zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie antworten nicht auf Rufe, das<br>                         ist aber kein Grund sie zu<br>                         zerstören.<br><br>                             (beat)<br>                         Haben wir noch Restmüll an Bord?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja, nicht zu wenig. In<br>                         Frachtkammer 1 und 2 ist alles<br>                         voll.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, dann stoßen sie den Schrott<br>                         ab!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich kümmer' mich darum!<br><br>               Müller verlässt die Brücke und steigt in den Turbolift.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Genial, Sir!<br>                             (arbeitet intensiv an<br>                              der Konsole)<br>                         Der Schrott müsste angesogen<br>                         werden und dann versagen ihre<br>                         Maschinen!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (an Beem gewandt)<br>                         Beem, laden Sie die Waffen!<br><br>                                   BEEM<br>                         Gerne, Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Nur laden, verstanden?<br><br>               Beem gibt keine Antwort, sondern sieht dem Captain nur mit<br>               einem merkwürdig finsteren Blick an.<br><br>               In dem Moment piept das Interkom an Caylons Sessel. Der<br>               Kommandant der Antares nimmt das Gespräch an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Müller an Captain! Ich bin<br>                         bereit, unseren Restmüll<br>                         abzustoßen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, worauf warten Sie?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Auf Ihren Befehl!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt leicht)<br>                         Ist hiermit gegeben!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES UND VULKANISCHES SCHIFF<br><br><br>               Beide Schiffe fliegen nach wie vor im Warp. Aus einer neuen<br>               Perspektive sehen wir, wie aus zwei Schleusen an der<br>               Unterseite des Diskussegmentes der Anatres sich erst wenig,<br>               dann eine gnaze Ladung metallener oder anders gearteter<br>               Schrott zusammen mit zischend austretender Luft löst.<br><br>               Langsam fliegt der Schrott in Richtung des Hecks des<br>               vulkanischen Schiffes. Schließlich heftete er sich an die<br>               Bussardkollektoren des vSchiffes, verstopft diese und das<br>               vulkanische Schiff verliert den Warp.<br><br>               Di Antares rast an dem Schiff erst vorbei, geht dann aber<br>               auch sofort unter Warp, macht kehrt und nähert sich dem<br>               kurzzeitig manövrierunfähigen vulkansichen Schiff mit hohem<br>               Impuls.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Wie zuvor. Caylon ist im BIld, wir sehen, wie er aufsteht<br>               und sich langsam dem Hauptbildschirm nähert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         (gehen)d<br>                         Beem, richten Sie die Wafen auf<br>                         die Vulkanier aus und feuern Sie<br>                         einen Warnschuss direkt über Ihen<br>                         Bug!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES UND VULKANISCHES SCHIFF<br><br><br>               Aus der Phasenkanone der Antares löst sich ein kurzer,<br>               roter Strahl, der dicht an em vulkanischen Schiff<br>               vorbeischnellt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da haben wir sie!<br>                             (zu Torlan)<br>                         Rufen Sie sie!<br><br>               Torlan nickt und führt den Befehl aus.<br><br>               Nach einigen Sekunden Wartezeit erscheint das Bild einer<br>               vulkanischen Frau auf dem Schirm, dieoffenbar die<br>               Kommandantin des vulkanischen Schiffes ist.<br><br>                                   T'GOL<br>                             (ernst)<br>                         Kommandantin T'Gol vom Schiff<br>                         Kultan. Wieso haben Sie uns<br>                         gestoppt?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht wirkend)<br>                         Captain Frederick Caylon von der<br>                         Antares. Ich wollte Sie gerade<br>                         fragen, ob Sie zufällig einen<br>                         unserer Subraumverstärker<br>                         zerstört haben?<br><br>                                   T'GOL<br>                         Wäre ich ein Mensch, würde ich<br>                         diese indirkete Unterstellung als<br>                         Unverschähmtheit klassifizieren.<br><br>                             (beat)<br>                         Im Gegenteil: Wir haben lediglich<br>                         denjenigen verfolgt, der ihren<br>                         Subraumverstärker vernichtet hat.<br>                         Doch Ihr Manöver hat uns an der<br>                         Verfolgung gehindert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben kein Schiff auf unseren<br>                         Langstreckensensoren gesehen!<br><br>                                   T'GOL<br>                         Unsere Sensoren sind Ihren<br>                         weitaus überlegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wer war der Angreifer?<br>                         Romulanisch?<br><br>                                   T'GOL<br>                         Unbekannt.<br><br>               Caylon schreitet nachdenklich vor dem Hauptschirm auf und<br>               ab.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber etwas auffällig ist es<br>                         schon, dass sie so zufällig in<br>                         der Nähe waren, oder?<br><br>                                   T'GOL<br>                         Das ist etwas, das Sie wohl<br>                         Zufall nennen würden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zufall. Ja, das wird es sein.<br>                             (beat)<br>                         Ich entschuldige mich für die<br>                         Unanehmlichkeiten und für Ihre<br>                         gescheiterte Verfolgung. Caylon,<br>                         Ende.<br><br>               Das Bild auf dem Schirm wird dunkel.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Diese sympathische Frau hat es<br>                         scheinbar nicht mal für nötig<br>                         gehalten, sich zu verabschieden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich hab' hier was...<br><br>               Müller und Caylon gehen zu Beems Konsole.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Ich glaube kaum, dass die<br>                         Vulkanier wirklich so unschuldig<br>                         und zufällig in der Nähe der<br>                         zerstörten Barke waren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da sind wir uns ausnahmsweise mal<br>                         einig.<br><br>               Beem zeigt nun auf seinen Bildschirm, auf dem wir eine<br>               dreidimensionale, strukturelle Ansicht des vulkanischen<br>               Schiffes sehen. Das Bild wechselt zu einem Wärmebild.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dieses Wärmebild der vulkanischen<br>                         Waffenphalanx zeigt eindeutig,<br>                         dass sie vor nicht allzu langer<br>                         Zeit benutzt worden ist. Die<br>                         Tempreatur beträgt an diesen<br>                         Stellen etwa -190,93 Grad<br>                         Celsius. Also liegt sie über dem<br>                         absoluten Nullpunkt.<br><br>               Caylon runzelt die Stirn als Ausdruck seines Grübelns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie hoch ist die Temperatur der<br>                         äußersten Hüllenschicht an den<br>                         anderen Bereichen des Schiffes?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich bin kein Wissenschaftler,<br>                         aber Mestral wird Ihnen da auch<br>                         nicht mehr sagen können. Um den<br>                         Anrtieb herum liegt sie über dem<br>                         Durchschnitt.<br>                             (beat; sucht auf dem<br>                              Monitor)<br>                         An der kältesten Stelle etwa...<br>                         genau 270,61 Grad. Also fast beim<br>                         Nullpunkt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist alles, aber kein Beweis.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Trotzdem gute Arbeit, Beem.<br><br>               AUF Beem, der insgeheim offenbar eingeschnappt nickt.<br><br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM - SPÄTER<br><br>               Die Führungscrew, also Caylon, Müller, Mestral, Müller,<br>               Tschernovsky, Beem sowie Torlan, stehen in dieser<br>               Reihenfolge um den Konferenztisch herum.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, offensichtlich haben die<br>                         Vulkanier diesen<br>                         Subraumverstärker vernichtet. Wir<br>                         wissen nicht, ob es wirklich so<br>                         war, und wenn ja, warum. Was<br>                         zählt ist aber, dass wir wieder<br>                         eine schnelle Verbindung zum<br>                         Sternenflottenkommando kriegen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das größte Problem ist, dass uns<br>                         diese Sache mit den Vulkaniern<br>                         Zeit gekostet hat und die<br>                         Maschinen noch mehr belastet<br>                         sind.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bis zur Erde schaffen wir es ohne<br>                         weiteres.<br><br>               Müller zeigt auf dem Tisch eine Ansicht von dem Weltraum um<br>               sie herum. In der Mitte sehen wir Sol, weiter davon<br>               entfernt das Asteroiden-System Wolf 359, in der rechten<br>               unteren Bildecke New Earth, etwa auf der Hälfte der Strecke<br>               blinkt eine schematische Miniaturansicht der Antares.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Weit ist es nicht mehr. Wenn wir<br>                         Wolf 359 erreicht haben, sollten<br>                         es noch etwa... sagen wir zwei<br>                         Tage sein. Je nachdem was der<br>                         Warpkern sagt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na dann. Trotzdem will ich<br>                         Kontakt zur Erde haben. Wie<br>                         sieht's mit "Echo 4" aus?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Schlecht, da er viel zu weit<br>                         entfernt ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und mit den anderen dreien?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die liegen auf dem Kurs der<br>                         ersten Mission der Enterprise.<br>                         Völlig entlegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Toll. Gibt es irgendwelche<br>                         Weltraumphänomene, die wir nutzen<br>                         könnten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, soweit ich weiß nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (an Torlan)<br>                         Sie kennen nicht zufällig<br>                         irgendeinen Trick?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein, Sir. Vielleicht ja die<br>                         Vulkanier... diese hinterlistigen<br>                         Spione.<br><br>               Mestral fühlt sich sichtlich unwohl.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (seufzt)<br>                         Wie oft noch? Ich will sowas<br>                         nicht hören.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wollen Sie mir vielleicht<br>                         erklären, dass die Vulkanier gute<br>                         Gründe für die Zerstörung dieses<br>                         Sub--<br><br>               Beem lacht plötzlich laut auf, alle sehen ihn verdutzt an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich will nur eins: Dass Sie<br>                         endlich mit diesen nervigen und<br>                         rassisitischen Unterstellungen<br>                         aufhören!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Rassistisch? Sehen Sie sich doch<br>                         diese...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht ihn erneut)<br>                         Das reicht! Noch ein Wort und Sie<br>                         fliegen auf direktem Weg zurück<br>                         nach Andor!<br><br>               Torlan will wieder ansetzen, überlegt es sich dann aber und<br>               gibt Ruhe. Er und Caylon haben einen intensiven<br>               Blickkontakt, der einem geheimen Waffenstillstand<br>               gleichkommt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich verstehe nicht, warum jeder<br>                         hier die Vulkanier in Schutz<br>                         nimmt! Torlan sagt doch die<br>                         Wahrheit! Was tun die Vulkanier<br>                         außer uns aufzuhalten?<br><br>               Caylon muss sich augenscheinlich zusammenreißen, um nicht<br>               auszuflippen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (in strengem Tonfall)<br>                         Vielleicht sollten Sie versuchen<br>                         sich nicht alles und jeden zum<br>                         Feind zu machen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und Sie sollten aufpassen, was<br>                         Sie...<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (streng, laut)<br>                         Das reicht!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ernst)<br>                         Mister Beem, vielleicht ist es<br>                         das beste, wenn Sie sich für eine<br>                         Weile in Ihr Quartier<br>                         zurückziehen! Laut Dienstplan<br>                         steht Ihnen das sowieso zu...<br><br>               Beem nickt trotzig.<br><br>                                   BEEM<br>                         Klar, scheinbar verträgt hier<br>                         niemand die Wahrheit!<br><br>               Mestral zieht eine Augenbraue hoch, alle anderen sehen Beem<br>               verwundert und schockiert an, sogar Torlan.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Die Vulkanier sind genauso unsere<br>                         Feinde wie diese bepissten<br>                         Romulaner!<br><br>                                   CAYLON<br>                         RAUS!<br><br>               Die übrigen Offiziere auf der Brücke sowie die versammelte<br>               Führungscrew sehen ihren Captain überrasch an. Sogar beem<br>               scheint überrascht.<br><br>               Beem verlässt ohne ein weiteres die Brücke über den<br>               Turbolift.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie können wegtreten!<br><br>                             (zu Müller)<br>                         In meinen Raum!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>               Caylon und Müller treten ein. Caylon setzt sich sofort hin.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich mache mir ernsthafte Sorgen<br>                         um Beem und den Rest der<br>                         Mannschaft.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (atmet tief ein)<br>                         Ich auch.<br><br>                             (beat)<br>                         Beem scheint - so ungern ich das<br>                         sage - langsam ... durchzudrehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und ein wandelnder Psychopat an<br>                         der Waffenkonsole und als<br>                         Sicherheitsoffizier ist nicht<br>                         unbedingt die Idealbesetzung in<br>                         einem möglichen Krieg.<br><br>               Müller sieht ihn schockiert an. Caylon steht auf und um<br>               fasst mit seinen beiden Händen ihre beiden Schultern.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole, was nützt es diesem Thema<br>                         auszuweichen. Er wird kommen. Er<br>                         hat schon längst begonnen. Der<br>                         Aufbruch der Menschheit ins All<br>                         und unsere Jungfernfahrt war der<br>                         Funke... New Earth war das<br>                         Pulverfass. Und es entlädt sich<br>                         jeden Moment.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß. Aber ich will es nicht<br>                         wahr haben. Warum? Warum dieser<br>                         Krieg? Und warum distanzieren<br>                         sich gerade jetzt die Vulkanier<br>                         von uns?<br><br>               AUF Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warten wir ab, was die Vulkanier<br>                         als nächstes tun werden...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. ERDE - SAN FRANSISCO - STARFLEET COMMAND - ABEND<br><br>               Establishing-Shot über das Gelände und das Gebäude des<br>               Sternenflottenkommandos, im Hintergrund schwach die Golden<br>               gate Bridge und San Fransisco. Die Sonne beginnt sich<br>               orange zu färben und unterzugehen.<br><br>               INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - ABEND<br><br>               FORREST sieht sich aus dem Fenster seines Büros den<br>               Sonnenuntergang an. Langsam beginnen die Sterne am Himmel<br>               aufzutauchen.<br><br>               Das Türsignal ertönt. Der Admiral dreht sich um.<br><br>                                   FORREST<br>                         Herein!<br><br>               Der vulkanische Botschafter auf der Erde, SOVAL, kommt<br>               herein, gefolgt von seinem unschainbar wirkenden<br>               Assistenten TOS.<br><br>                                   SOVAL<br>                             (nickt Forrest zu)<br>                         Admiral Forrest.<br><br>               Forrest erwidert mit bitterer Miene das Nicken.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                         Die Antares wurde von einem<br>                         unserer Schiffe auf dem Weg zur<br>                         Erde... gesichtet.<br><br>               Forrests Miene hellt sich nur leicht auf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Gut.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich werde die Intrepid nach ihr<br>                         schicken.<br><br>               Es herrscht eisiges Schweigen.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Zu welchem Ergebnis ist der Rat<br>                         gekommen?<br><br>                                   SOVAL<br>                             (deutet aus dem Fesnter)<br>                         Wie die Sonne aufgeht und<br>                         untergeht, entstehen und<br>                         zerbrechen auch Bündnisse.<br><br><br>                                   FORREST<br>                             (schluckt käriftig;<br>                              verbittert)<br>                         Ich verstehe...<br><br>                                   SOVAL<br>                         Aber die Sonne geht stets wieder<br>                         auf. Vielleicht trifft diese<br>                         Gesetzmäßigkeit Ihres und unseres<br>                         Planeten auch auf die<br>                         Freundschaft zwischen unseren<br>                         Völkern zu. Vielleicht finden wir<br>                         wieder unsere Gemeinsamkeiten.<br><br>                                   FORREST<br>                         Jetzt sagen sie sich los...<br>                             (beat; kehrt zum Fenster<br>                              um)<br>                         Jetzt, wo wir Ihre Hilfe mehr als<br>                         je zuvor brauchen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Wir wollen in dem sich<br>                         anbahnenden Konflikt aus Gründen<br>                         neutral bleiben, die ich Ihnen<br>                         nicht nennen darf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Geheimniskrämerei... Ist das<br>                         Freundschaft?<br><br>                                   SOVAL<br>                             (beat)<br>                         Ich und mein Berater Tos werden,<br>                         wenn Sie dies gewähren, als<br>                         Beobachter auf der Erde bleiben.<br><br><br>               AUF Forrest, der aus dem Fenster sieht und dessen Gesicht<br>               im tiefen Orange der untergehenden Sonne glänzt. Im<br>               Hintergrund sehen wir Soval und Tos, die regungslos Forrest<br>               zuhören.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ja. Unter der Gewähr, dass Sie<br>                         sich nicht mehr in unsere<br>                         Angelegenheiten einmischen. Es<br>                         ist vorbei.<br><br>                             (beat)<br>                         Vielleicht hatten die Vulkanier<br>                         Recht. Wir hätten nie den<br>                         Weltraum erforschen dürfen. Die<br>                         Romulaner sind auf einen Krieg<br>                         mit uns aus, weil wir ihnen<br>                         scheinbar im Weg sind.<br>                             (beat)<br>                         Tja, das haben wir nun davon.<br>                         Nicht wahr? Jetzt bekommen wir<br>                         die Quittung...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>               NOTE: Fortsetzung von Szene 46.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (seufzt, atmet aus)<br>                         Ich weiß auch nicht... Ich habe<br>                         das Gefühl, wir haben eine<br>                         Aufgabe. Ich habe eine Aufgabe...<br>                         Nur welche? Was ist mein<br>                         Schicksal? Durch die geschichte<br>                         spazieren und einen Krieg<br>                         auslösen, den ich eigentlich<br>                         verhindern sollte?<br><br>               Müller zuckt mit den Achseln.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß es nichz... Jeder hat<br>                         eine Bestimmung, oder?<br><br>               Die Kamera dreht wieder auf Caylon. Hinter ihm könne wir<br>               durch das Fenster sehen, wie die verschwimmenden Sterne<br>               sich mit Asteroiden mischen und die Antares offenbar Wolf<br>               359 erreicht hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was zur Hölle ist mit den<br>                         Vulkaniern los? Und was hat es<br>                         mit den Romulaner auf sich? warum<br>                         sind sie so epicht darauf zu<br>                         kämpfen?<br>                             (beat; schüttelt<br>                              resignierend den Kopf)<br>                         Irgendwann steht in den<br>                         Geschichtsbüchern, dass ein<br>                         Captain namens Caylon für den<br>                         Untergang der Sternenflotte<br>                         verantwortlich war...<br><br>               Ehe Müller etwas erwidern kann, summt das Interkom. Caylon<br>               nimmt das Gespräch entgegen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon!<br><br>                                   TORLANS STIMME<br>                         Torlan hier! Kommen Sie bitte auf<br>                         die Brücke1<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (übertrieben)<br>                         Jawohl, Sir!<br><br>               Caylon beendet das Gespräch und steht von seinem Sitz auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dass Sie sich diese Befehlston<br>                         gefallen lassen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagen wir's so: Er ist ein armer<br>                         Kerl.<br>                             (beat)<br>                         Ob man's glaubt oder nicht.<br><br>               AUF Müllers verdutztes Gesicht, während Caylon die Tür<br>               öffnet.<br><br>                                                              CUT TO:<br></p><br><p>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Caylon und Müller kommen aus dem Bereitschaftsraum und<br>               gehen zu Torlans Konsole. Die restlichen Konsolen sind wie<br>               gewohnt besetzt.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Kommen Sie...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bin schon da. Was gibt's?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir haben eine Nachricht abfangen<br>                         können. - Von Romulanern...<br><br>               Caylon und Müller sehen sich verwundert an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was stand drin?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Der Computer hat sie größtenteils<br>                         übersetzt und dechiffriert. Es<br>                         handelt sich um Angriffspläne und<br>                         taktische Daten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Worüber?<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Über die Erde. Die Romulaner<br>                         scheinen die Erde angreifen zu<br>                         wollen...<br><br>               Caylon sieht schockiert auf Torlans Bildschirm, der<br>               fremdartige, grüne Zahlen- und Buchstabenreihen zeigt, die<br>               sich laufend ändern.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Wann?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Kann ich nicht sagen. Aber es<br>                         sieht nicht allzu eilig aus.<br>                         Irgendwo hier in der Nähe muss<br>                         ein Schiff sein, das diese<br>                         Nachricht abgeschickt hat...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das könnte eine Falle sein. Warum<br>                         schicken Sie so ungeschützt solch<br>                         wichtige Pläne ab?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß es nicht.<br><br>                             (zu Torlan)<br>                         Wo ist dieses Schiff, von dem sie<br>                         sprachen?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Mestral?<br><br>               Mestral, der eine Konsole neben Torlan sitzt, nickt.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich habe ein Schiff ausmachen<br>                         können, das offenbar sich hier in<br>                         Wolf 359 versteckt... Ich kann<br>                         seine genaue Position nicht<br>                         bestimmen, aber irgendwo ganz in<br>                         der Nähe muss es sein...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Steuermann, unter Warp gehen!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Also haben die Romulaner von hier<br>                         aus die Aktivitäte der<br>                         Sternenflote ausgekundschaftet...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wir werden sie dabei stören.<br>                             (zu Mestral)<br>                         Können Sie das Schiff nicht mit<br>                         den Sensoren sehen?<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         In einigen der hiesigen<br>                         Asteroiden befinden sich Metalle,<br>                         die unsere Sensoren<br>                         beinträchtigen. Irgendwo in der<br>                         Nähe ist das genaueste, was ich<br>                         Ihnen sagen kann.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Mister Tschernovsky, bringen Sie<br>                         das Schiff zum Stillstand.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nach dem Motto, wenn wir nicht zu<br>                         denen kommen, kommen die zu uns?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES<br><br><br>               Die Antares kommt zum Stillstand. Um sie herum sehen wir<br>               unzählige Asteroiden, die bis in die Unendlichkeit zu<br>               reichen scheinen.<br><br>               Wir bewegen uns mit der Kamera ein wenig zurück und fahren<br>               über einen sehr großen Asteroiden. An dessen dunkler<br>               Rückseite erkennen wir die dunklen und schwachen Konturen<br>               eines großen, grünlichen Schiffes...<br><br><br>               Plötzlich aktiviert es wieder die Energie, der Antrieb<br>               leuchtet wieder auf und der romulanische Schlachtkreuzer<br>               (Bird of Vengeance) setzt sich ganz langsam in Bewegung...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Caylon steht vor seinem Sessel und sieht gespannt auf den<br>               Bildschirm.<br><br><br>               Plötzlich wird das Schiff von etwas getroffen und so stark<br>               durchgeschüttelt, das die gesamte Brückencrew von ihren<br>               Sitzen gerissen wird und Caylon in seinen Sessel fliegt.<br><br>               Einige Konsolen gehen in Flammen auf, Lichter flackern.<br><br>               Langsam beruhigt sich das Schiff wieder und alle eilen<br>               zurück an ihre Konsolen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schreit)<br>                         KAMPFSTATIONEN!<br>                             (zu Müller)<br>                         Nicole, funktioniert Ihr<br>                         Schutzschild?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein!<br><br>               Caylon starrt auf den Hauptschirm, wo der romulanische<br>               Kreuzer vorbeifliegt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         BEEM! Heizen Sie denen mit der<br>                         Phasenkanone ein!<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, fliegen Sie mittenrein in<br>                         dieses Asteroidenfeld!<br><br><br>               AUF Tschernovsky, der sichtlich nervös am Steuer sitzt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mach' ich!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES<br><br>               Die Antares beschleunigt und fliegt in ein Wirrwarr aus<br>               vielen großen und kleinen Asteroiden hinein. Glühende<br>               Trümmer der beschädigten Antares bleiben zurück.<br><br><br>               Der romulanische Kreuzer kommt wieder ins Bild und nimmt<br>               die Verfolgung der Antares durch das dichte, endlos<br>               scheinende Asteroidenfeld auf.<br><br>                                                               CU TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Alle sind an ihren Stationen, Müller steht neben dem<br><br>               Sessel des Captains, auf dem calyon angespannt sitzt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Caylon)<br>                         Ich gehe in den Maschinenraum!<br>                             (wendet sich auf den<br>                              Turbolift zuegehend ab)<br>                         Wenn Sie mich suchen, wissen Sie,<br>                         wo Sie mich finden!<br><br>               Caylon nickt nur, während das Schiff von einem Treffer<br>               erbebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Rückwärtige Sicht!<br><br>               Müller ist im Turbolift verschwunden.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Rückwärtige Sicht aktiviert!<br><br>               QAuf dem Hauptschirm sehen wir, wie das romulanische Schiff<br>               langsam aufholt und es trotz seienr Größe scheinbar mühelos<br>               schafft, die Antares einzuholen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Funktioniert die rückwärtige<br>                         Phasenkanone?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (short beat)<br>                         Sie laden ihre Disruptoren!<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Feuern Sie nach Belieben!<br><br>               Das Schiff erbebt leicht, der hauptschirm zeigt uns, wie<br>               grüne Disruptorstrahlen die Antares oder Asteroiden<br>               treffen. Gestein explodiert und rast in kleinen Splittern<br>               durchs All.<br><br>               Dann zucken rot-orange-farbene Strahlen durchs All und<br>               treffen den romulanischen Kreuzer.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich zeig's euch!<br><br>               Die Phaserstrahlen treffen das romulanische Schiff erneut,<br>               scheinen es aber kaum zu beschädigen.<br><br>                                                              CVU TO:<br><br>               EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES UND ROMULANISCHER KREUZER<br><br>               Die beiden Schiffe leisten sich eine schnelle<br>               Verfolungsjagd. Die Antares scheint bei vielen<br>               Ausweichmanövern an ihre Grenzen zu stoßen und nur knapp<br>               einer Kollision mit einem Asteroiden zu entgehen. Mehrere<br>               Kleine Asteroiden prallen von der Schiffshülle ab.<br><br>               Die hintere Phasenkanone trifft erneut das romulanische<br>               Schiff. Es scheint ein Teil der Hülle des romulanischen<br>               Schiffes beim Einschlag "abzublättern".<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Die Kamera ist auf Beem fokussiert, der wie wild an seiner<br>               Konsole sitzt. Wir können seinen brennenden Zorn sehen und<br>               hören.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nehmt das!<br><br>               Caylon beobachtet Beem argwöhnisch und schockiert.<br><br>               Das Schiff erbebt erneut.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         NEIN!<br><br>               Aug dem Hauptschirm sehen wir einen Großteil der<br>               Phasenkanone glühend davonfliegen.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Sie haben die hintere<br>                         Phasenkanone weggeschossen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Langsam gehen uns die<br>                         Möglichkeiten aus!<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, geben Sie alles! Ich<br>                         will, dass Sie so fliegen, als<br>                         seien Sie bei einem<br>                         Kunstflugwettbewerb!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Klar, ist ja auch ein<br>                         Kidnerspiel, mit einem schwer<br>                         beschädigten Schiff...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Machen Sie's einfach!<br><br>               AUF Tschernovsky, der tief Luft holt und die Augen kurz<br>               schließt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (leise zu sich selbst)<br>                         Du schaffst das, Darius...<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES UND ROMULANISCHER KREUZER<br><br>               Die Antares beschleunigt stark und fliegt in fast<br>               unglaubwürdigen Kurven und Flugmanövern, die waghalsiger<br>               sind, als alles, was wir bisher gesehen haben.<br><br><br>               Mehrmals parllt oder schleift das Schiff Asteroiden, wie<br>               ein Hagelschauer prasseln kleinere Asteroiden auf die Hülle<br>               und werden abgeschmettert.<br><br>               In einer neuen Einstellung befindet sich die "Kamera" auf<br>               der Oberfläche eines Asteroiden. Die Antares rast auf uns<br>               zu...<br><br>                                                         SMASHCUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Alle halten sich panisch verkrampft an Konsolen und Sitzen<br>               fest. Alle Brückenoffiziere schwitzen stark.<br><br>               Die ganze Brücke wird plötzlich nach oben gerissen, wir<br>               hören ein lautes metallenes Knirschen, als das Schiff<br>               offensichtlich mit dem heck an einen Asteroiden geprallt<br>               ist.<br><br>               Auf dem Hauptschirm erkennen wir, wie das romulanische<br>               Schiff immer kleiner wird. Die Antares beginnt es<br>               abzuhängen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, Darius, weiter so...<br><br>               AUF den hochkonzentrierten Tschernovsky, dem Schweißperlen<br>               auf der Strin sitzen und im über sein gesamte Gesicht<br>               laufen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES UND ROMULANISCHER KREUZER<br><br>               Es ist offensichtlich, dass die Antares den feindlichen<br>               Verfolger abhängt.<br><br>               Plötzlich speit die Backbord-Impulsmaschine Feuer und fällt<br>               aus.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               ZOOM auf Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist los?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir werden langsamer... Der<br>                         Backbord-Impulsreaktor versagt!<br><br>               Das Interkom piepst, Caylon haut mit seiner geballten faust<br>               auf den Gesprächsannahmeknopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Der Backbordimpuls ist<br>                         ausgefallen!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das merken wir auch. Brücke Ende1<br><br>               Der Hauptschirm zeigt, wie das romulanische Schiff wieder<br>               auholt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das wra's dann wohl! Diese<br>                         Schweine...<br><br>               Das Schiff erbebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem, aggressiv)<br>                         Sowas will ich nicht hören!  Es<br>                         ist aus, wenn die Antares<br>                         explodiert und nicht eher!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (verzweifelt)<br>                         Es tut mir leid...<br><br>                                   BEEM<br>                             (ruft zu Mestral)<br>                         Seien Sie still!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng, laut)<br>                         Seien Sie still!<br><br>               Das Schiff erbebt leicht, dann herrscht eisige Stille.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Also, Mestral! Ist der deflektor<br>                         noch in Ordnung?<br><br>               Das Schiff zittert erneut.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (O.S.)<br>                         Die Romulaner holen auf...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Leidlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unbeirrt zu Beem)<br>                         Also dann.<br>                         Leiten Sie sämtliche freie und<br>                         nicht unbedingt benötigte Energie<br>                         in den deflektor und erzeugen Sie<br>                         ein Feld, das alle Asteroiden vor<br>                         uns wegschiebt und hinter uns<br>                         zusammenführt. Geht das?<br><br>                                   BEEM<br>                             (lächelt zynisch)<br>                         Jaaa... Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Ich habe nicht Sie gefragt, Beem.<br>                             (zu Mestral)<br>                         Geht das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (nickt langsam)<br>                         Ja, das müsste gehen... Sowas<br>                         habe ich noch nie versucht, aber<br>                         es müsste klappen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es gibt immer ein erstes Mal.<br><br>               Mestral arbeitet intensiv. dann sehen wir eine Ansicht der<br>               Antares auf einem von mestrals Monitoren. Umd das Modell<br>               ist ein seltsam gebogenes Deflektorfeld.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Bereit.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na dann los...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES UND ROMULANISCHER KREUZER<br><br>               Die Verfolgungsjagd durch das Asteroidenfeld hat stark an<br>               Fahrt verloren, wodurch der romulanische Kreuzer schnell<br>               aufholt.<br><br>               Nach wenigen Sekunden sehen wir, wie sich zahlreiche<br>               Felsbrocken vor der Antares sammeln und sich dann wie durch<br>               zauber um das Schiff herum bewegen und sich hinter der<br>               Antares sammeln. Der Bird of Vengeance muss abbremsen, rast<br>               aber dennoch in die plötzliche Flut aus Asteroiden und wird<br>               schwer beschädigt.<br><br><br>               Die Antares kann sich absetzen, bremst aber auch und wendet<br>               wieder.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon steht von seinem Sitz auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da sind sie...<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir... Es ist soeben ein<br>                         vulkanischer Kreuzer in<br>                         Sensorreichweite gekommen...<br><br><br>               AUF den verwirrten Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was?<br><br>               EXT. ASTEROIDENFELD - ANTARES UND ROMULANISCHER KREUZER<br><br>               Die Antares nähert sich - wir sehen ihre schweren<br>               Beschädigungen - dem beschädigten romulanischen Kreuzer.<br><br>               Plötzlich jedoch wenden sich der vulkanische und der<br>               romulanische Kreuzer ab und entfernen sich von dem<br>               Schlachtfeld in verschiedene Richtungen.<br><br>               An die Stelle des vulkanischen Kreuzers tritt nun ein<br>               anderes Schiff: die Interpid!<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Alle Offiziere auf der Brücke sehen verdutzt auf den leicht<br>               verrauschten Hauptbildschirm, der die beiden davon<br>               fliegenden Schiffe der Romulaner und Vulkanier zeigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was war das denn?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das frage ich mich auch...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mehr zu sich selbst)<br>                         Es ist so, als ob die Vulkanier<br>                         uns gerettet hätten...<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Und es sieht so aus, als machten<br>                         sie gemeinsame Sache mit den<br>                         Romulanern...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vielleicht kann Captain Archer<br>                         Ihre Fragen beantworten, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Wie, bitte?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (deutet auf den<br>                              Hauptschirm)<br>                         Die Intrepid ist uns wohl auch zu<br>                         Hilfe gekommen.<br><br>               Der Wandschirm zeigt die Intrepid NCC-33, ein Schiff der<br>               New-Berlin-Klasse (siehe "Flammen der Hölle, Teil I"), wie<br>               sie langsam auf die Antares zukommt.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir werden gerufen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Legen Sie's auf den Schirm!<br><br>               Auf dem Hauptschirm erscheint Captain Nicholas Jackelson.<br><br>                                   JACKSELSON<br>                         Hallo Frederick! Alles okay bei<br>                         Ihnen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögernd)<br>                         Nun ja, mehr oder weniger. Und<br>                         wie schaut's auf der Erde aus?<br><br>                                   JACKSELSON<br>                         Ich denke, Sie können es sich<br>                         vorstellen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie meinen das gerade?<br><br>                                   JACKSELSON<br>                         Ja. Das war wohl nur noch eine<br>                         Art letzter Freundschaftsdienst<br>                         der Vulkanier. Es ist aus,<br>                         Frederick. Die Vulkanier lassen<br>                         die Menschheit im Stich...<br><br>               Schock zeichnet sich deutlich auf allen Gesichtern ab.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Mein Gott...<br><br>                             (zu Jackelson)<br>                         Wäre nett, wenn ihr uns ein paar<br>                         Reparaturteams schicken<br>                         könntet...<br><br>                                   JACKSELSON<br>                         Nein, wir werden Sie ins<br>                         Schlepptau nehmen und zur Erde<br>                         fliegen... Das geht wesentlich<br>                         schneller.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt)<br>                         Ja... Gut, wir sehen uns dann.<br><br>                                   JACKELSON<br>                             (nickt)<br>                         Gut. Jackelson, Ende.<br><br>               Es macht sich eine unbequeme Stille auf der Brücke breit.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich hatte gewusst, dass die<br>                         Vulkanier Ihr Volk im Ersntfall<br>                         nicht unterstützen würden. Die<br>                         sind zu fei...<br>                             (starrt auf seinen<br>                              Monitor)<br>                         Was ist das?<br><br>               Caylon runzelt die Stirn und geht zu Torlans Konsole.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was meinen Sie?<br><br>               Auf Torlans Monitor ist wieder die abgefangene romulanische<br>               Nachricht.<br><br>                                   TORLAN<br><br>                             (zeigt auf die Pläne)<br>                         Sehen Sie das? Der Computer hat<br>                         im Hintergrund der Nachricht...<br>                         terranische Zahlen und Zeichen<br>                         entdeckt...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Was?<br><br>               Caylon starrt wenige Sekunden nur so auf den Bildschirm.<br><br>               AUF Caylon, der nickt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS - SPÄTER<br><br>               Müller und Caylon stehen sich gegenüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das? Erst fangen wir<br>                         wichtige taktische Daten und<br>                         Angriffspläne ab, und nun finden<br>                         wir englische Schriftzeichen im<br>                         Hintergrund...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber warum? Eine Verschwörung in<br>                         den eigenen Reihen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir müssen davon ausgehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie Aeneas werden wir vom<br>                         Schicksal hin- und hergeworfen...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Schicksal... Vielleicht.<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE<br><br><br></p><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3451</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares - Special #001</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-special-001-r3343/</link><description><![CDATA[<center><i>Der PDF-Download folgt in Kürze</i><br><br><b>Star Trek: Antares<br>"Der Funke"</b><br><br><i>von<br>Thomas Nikolajsen</i></center><br><br><br><br>Kapitel I<br>Admiral Forrest saß in seinem Büro und ging zufriedenen Blicks einige Berichte durch. Er war so vertieft in seine Lektüre dass er verschreckt aufblickte als sein Terminal piepte und der Besuch des vulkanischen Botschafters Soval angekündigt wurde.<br>„Schicken Sie ihn herein!“<br>Soval hatte ihm und seinen Leuten schon einige Schwierigkeiten bereitet. Es war nicht auszuschließen dass er auch am Antares-Projekt etwas auszusetzen hatte, ausgerechnet nun da der Bau des Prototypen sich dem Ende zuneigte...<br>„Was kann ich für Sie tun, Botschafter?“ Im Gegensatz zu früher fühlte Forrest sich den Vulkaniern gegenüber nun deutlich selbstbewusster, was zum großen Teil an dem Erfolg lag den Captain Jonathan Archer und seine Crew der NX-01 in den vergangenen fünf Jahren gehabt hatten.<br>„Admiral, wie ich sehe befindet sich der Bau Ihres neuen Prototypen im Endstadium! Für irdische Maßstäbe ein überaus viel versprechendes Projekt. Gerade deshalb aber frage ich mich warum Sie gedenken ausgerechnet einen Andorianer in die Besatzung zu integrieren?“<br>Forrest holte tief Luft. „Die Beziehungen zwischen unseren Völkern haben sich seit dem Erstkontakt erheblich verbessert, auch die Vulkanier, so dachte ich zumindest, würden sich nun langsam besser mit den Andorianern verstehen!“<br>„Fünf Jahre sind bei Weitem nicht genug um einer aggressiven, fremdenfeindlichen Spezies wie den Andorianern die Disziplin und Toleranz beizubringen, die sie zur Arbeit in der Sternenflotte benötigen!“<br>„Wir sind auch noch lange nicht so weit um Andorianer an unserer Akademie aufzunehmen. Wir haben mit Ihrer Zustimmung ein Austauschprogramm initiiert, das dazu beitragen soll die von Ihnen verlangten Werte gemeinsam zu erarbeiten!“<br>„Nicht alle vom Oberkommando haben zugestimmt. Und diejenigen die es taten, hatten nicht damit gerechnet dass Sie so... naiv wären einen Vertreter dieses Volkes ausgerechnet auf Ihrem allerneuesten Deep-Space-Prototypen einzusetzen! Ich denke mal umgekehrt wären die Andorianer kaum so... großzügig.“<br>„Keine Sorge, wir werden schon dafür sorgen dass der Austauschoffizier keine geheimen Daten stiehlt. Immerhin wird er von loyalen Offizieren unserer Sternenflotte umgeben sein, die ein Auge auf ihn werfen werden!“<br>„Wenn Sie absolut nicht gewillt sind Ihr umstrittenes Vorhaben aufzugeben, muss ich darauf bestehen, dass mindestens einer von unseren Offizieren noch zusätzlich Dienst tut.“<br>„Das...“ Forrest räusperte sich. „Bei allem Respekt, Botschafter, aber das halte ich für keine gute Idee. Sehen Sie, die Andorianer vertrauen uns halbwegs, uns Menschen, meine ich, aber Vulkaniern gegenüber haben sie nach wie vor ihre Vorbehalte. Das Konfliktpotential mit einem Vulkanier an Bord der Antares wäre nicht abzusehen...“<br>„Für den Anfang vielleicht, aber auf Dauer dürften alle nur davon profitieren.“<br>„Aber die Andorianer haben es zur Bedingung gemacht, dass sie ihre Austauschoffiziere vorerst nur auf Schiffe stationieren auf denen keine Vulkanier Dienst tun. Wenn sie sich erst einmal an das Leben und die Zusammenarbeit mit menschlichen und denobulanischen Kameraden gewöhnt haben, werden sie sicherlich auch bereit sein Vulkanier zu akzeptieren.“<br>Eine einkommende Meldung schien die Befürchtungen Sovals zunächst jedoch zu bestätigen: Zwei Andorianer sorgten für Aufruhr innerhalb des Geländes des Sternenflottenhauptquartiers. Mit einem unterdrückten Fluch auf den Lippen machte Forrest sich auf zum Ort des Geschehens; wäre sein spitzohriger Besucher ein Mensch gewesen, hätte man jetzt wohl ein schadenfrohes Grinsen in seinem Gesicht sehen können. Doch der Botschafter verzog keine Miene, als er sich erhob um den Admiral zu begleiten.<br>„Botschafter, das ist eine rein interne Angelegenheit der Sternenflotte!“<br>„Wenn sich Andorianer auf der Erde befinden, geht dies uns sehr wohl etwas an.“<br><br>Zähneknirschend hatte Forrest Soval gestattet mitzukommen. Sie fanden in einem der Gärten, in denen die Offiziere und sonstigen Angestellten sich in den Arbeitspausen auszuruhen pflegten, einen andorianischen Mann jungen bis mittleren Alters sowie eine leicht verängstigt wirkende Frau Anfang 20 (sofern man bei Andorianern überhaupt irdische Maßstäbe anwenden konnte; vielleicht alterten sie ja genauso langsam wie Vulkanier...) Beide wirkten zudem noch ziemlich wütend, weshalb sie von Sicherheitskräften festgehalten wurden.<br>	„Defender Torlan! Was geht hier vor?“, fragte Forrest barsch, als er den Fähnrich sah, der sich gerade schwankend vom Boden erhob und die Blutende Nase hielt.<br>	Der männliche Andorianer starrte Soval mit hasserfüllten Augen an, dann deutete er auf seine Begleiterin. „Dieser Pinky hat es gewagt, ein Paarungsritual mit meiner Dienerin einleiten zu wollen! Sie ist zwar nur eine untergeordnete Frau, aber diese Schmach hat sie trotzdem nicht verdient. Ich verlange Genugtuung!“<br> „Ich bin mir sicher, dieser junge Mann wird sich in aller Form bei der jungen Dame entschuldigen. Waren Sie es, der ihn niedergeschlagen hat?“<br> „Ich hätte es gerne, aber dann wäre er vielleicht nicht mehr am Leben. Ich habe Dalana gestattet, ihre Ehre selbst zu verteidigen!“<br>	Der Admiral wandte sich an die Dienerin. „Bei uns werden Vorfälle wie dieser so gehandhabt, dass wir zuerst versuchen sie verbal zu klären, mit Worten, verstehen Sie? Und wenn das nichts bringt können Sie immer noch den Sicherheitsdienst rufen. Vergessen Sie nicht, Sie befinden sich hier nicht auf Andor! – Und nun zu Ihnen, Mr. Torlan: Ich glaube, wir haben Ihnen ausdrücklich gesagt, dass Sie Ihren Dienst an Bord der Antares allein antreten werden, es sei denn Ihre Begleiterin hat ein paar Fähigkeiten, die sich als unentbehrlich für uns erweisen sollten!“<br> 	„Erstens heißt es ‚Torlan aus dem Haus der Verborgenen’ und nicht ‚Mr. Torlan’. Zweitens: Dalana ist meine Dienerin, sie sorgt für mein leibliches Wohl wohin ich auch gehe, für mich sind ihre Dienste unentbehrlich!“<br>	„Soll das etwa bedeuten, Sie können ohne sie nicht mal Ihre Notdurft verrichten?“, fragte Soval mit einem, wie der Admiral herauszuhören glaubte, süffisanten Unterton.<br>	Torlan brüllte wie ein Besessener und wäre garantiert auf den Botschafter losgegangen, wenn seine beiden Bewacher ihn nicht mit Leibeskräften zurückgehalten hätten. Daher begnügte er sich zunächst mit einer Verbalattacke, deren Worte der Universalübersetzer zum Großteil nicht zu entziffern vermochte. Zuletzt fügte er noch mit stolzgeschwellter Brust hinzu, dass er auch mutterseelenallein auf einem unbewohnten Planeten überleben konnte, wenn es sich denn als nötig erweisen sollte.<br>	„Wenn dem so ist, dann möchten wir Sie darum bitten, Ihre Dienerin hier zu lassen oder wieder nach Hause zu schicken“, meinte Forrest, der so tat als hätte er die ohnehin unverständlichen Beschimpfungen nicht mitgekriegt.<br>	„Niemals werde ich auf dieser Welt voller Barbaren verweilen, eher gehe ich nach Hause, aber nur ungern würde ich euch in Stich lassen, Herr!“<br>	Der Blutende Fähnrich war derweil in den medizinischen Komplex geführt worden.<br>„Deine Dienste waren mir immer von höchstem Wert“, begann Torlan, „aber wenn ich bedenke, dass auf diesem Sternenflottenschiff auch eine Menge junger Männer wie jener, der dich belästigt hat herumlaufen, muss ich eingestehen dass dies unter gar keinen Umständen der richtige Ort für so ein zartes Geschöpf wie dich ist!“<br>	„Zartes Geschöpf?“, höhnte einer der Sicherheitsleute, „Admiral, die hat einen Schlag drauf wie Bud Spencer!“<br>	Alle drei anwesenden Außerirdischen sahen den Mann verwirrt an.<br>	„Bud... Spencer?“, echote Torlan.<br>	„Ein Schauspieler aus dem 20. Jahrhundert, bekannt für seine... kräftige Statur und... Prügelfreudigkeit!“, erklärte Forrest verlegen.<br>	„Jetzt hören Sie doch endlich auf, sie zu demütigen! Sehen Sie sie sich an, sie ist sogar ein paar Zentimeter kleiner als ich, normalerweise sind andorianische Frauen im Durchschnitt größer als die Männer! Der Mann war ja nur für ein paar Sekunden besinnungslos, sie ist ein zartes Pflänzchen“<br>	„Mit der Schlagkraft eines kleinen Dampfhammers“, brummte der Sicherheitsmann von vorhin.<br>	„Wie dem auch sei“, meldete sich nun Soval wieder zu Wort, „unter den gegebenen Umständen halte ich es für unvermeidbar, dass einer von unseren Leuten ebenfalls zu Ihnen an Bord kommen wird, um ein Auge auf Defender Torlan zu werfen!“<br>	Torlans Antennen richteten sich kerzengerade auf, und er sah den Vulkanier mit der größtmöglichen Verachtung an, die seine Mimik aufbringen konnte. „Wenn dem so ist, dann werde ich ebenfalls wieder zurück nach Andor reisen!“<br>	„Meine Herren, so beruhigen Sie sich doch! Ich denke, ich könnte Ihnen einen Kompromiss verschlagen, der allen Seiten gerecht wird.“<br>	„Und wie wird dieser aussehen, Admiral?“, zischte der Andorianer.<br>	Doch noch ehe Forrest etwas erwidern konnte, kam ein Sternenflottenoffizier mit einem PADD auf ihn zu, dicht gefolgt von einem jungen Vulkanier. Der Admiral sah sich die Mitteilung kurz an, erbleichte dann und meinte: „Sie müssen mich entschuldigen, ein Notfall ist eingetreten... Es sieht so aus als ob wir die Antares noch schneller startbereit kriegen müssten.“<br>	Der Vulkanier sprach mit Soval, welcher den Admiral ansah, welcher wiederum von seinem PADD aufsah und nickte.<br>	„Mr. Torlan, kehren Sie wieder in Ihre Unterkunft zurück und halten Sie sich bereit. Von Ihrer Dienerin sollten Sie sich so bald wie möglich verabschieden, denn es wird ernst.“<br>	„Was... was ist denn passiert?“, fragte der Andorianer aufgeregt.<br>	„Das werden Sie schon noch rechtzeitig erfahren!“<br>Ohne ein weiteres Wort gingen Forrest, Soval sowie deren beiden Begleiter zurück in das Hauptgebäude.<br><br>*<br>Man schrieb den 13. Februar 2156.<br>Mit Maximum Warp war die Enterprise wieder auf die Erde zurückgekehrt. Archer konnte immer noch nicht glauben, was er vor einigen Tagen  über Subraumfunk gehört hatte, doch das betretende Gesicht Forrests bestätigte die traurige Nachricht und machte sie zur endgültigen Gewissheit.<br>„Die Berman?“<br>	„Ja“, antwortete der Admiral.<br>Das Schwesterschiff der Enterprise, mit der Registriernummer NCC-11, war also tatsächlich vor acht Tagen einem Angriff geheimnisvoller, feindseliger Aliens zum Opfer gefallen.<br>	Ein weiterer Mann, der ebenfalls die Uniform eines Sternenflottencaptains trug, befand sich im Raum; Forrest hatte ihn direkt nachdem Archer das Büros betreten hatte als Caylon vorgestellt, den kommandierenden Offizier der Antares. „Ist sie in romulanisches<br>Territorium eingedrungen?“, fragte dieser nun.<br>„Soweit wir wissen nicht“, erwiderte der Admiral, „aber andererseits haben sie ihre Grenzen auch nicht besonders gut markiert.“<br>Böse Erinnerungen wurden in Archer wach, Erinnerungen an die erste Begegnung mit diesen aggressiven Unbekannten, von denen man lediglich den Namen der Rasse, nicht aber die Gesichter kannte. „Allerdings“, murmelte er wie zur Bestätigung von Forrests Worten.<br>„Wie ist es überhaupt zu diesem Angriff gekommen?“, wollte Caylon wissen.<br>	Forrest seufzte. „Wir wissen es noch nicht. – Die Überlebenden befinden sich derzeit an Bord des vulkanischen Schiffes Toral.“<br>	„In drei Tagen werden sie die Erde erreichen“, fügte Soval hinzu, der sich bislang schweigend im Hintergrund gehalten hatte.<br>	„Sind die Trümmer der Berman untersucht worden?“, fragte Archer.<br>	„Nein“, lautete Sovals ebenso knappe wie unfassbare Antwort.<br>	„Offenbar hielten es die Vulkanier nicht für nötig herauszufinden, <br>wie es zu der Vernichtung kam“, kommentierte der Admiral die Vorgehensweise der grünblütigen Logiker.<br>	Soval schien dem nur noch eins hinzuzufügen zu haben: „Die Schiffe sind explodiert.“<br>	„Tatsächlich?“, fragte Archer sarkastisch und wandte sich dann an Forrest: „Ich kann mit der Enterprise in einer Woche in Position sein, Admiral.“<br>	Doch der schüttelte nur den Kopf. „Das ist mir zu riskant, Jonathan. Ich werde nicht nur ein einziges Schiff ausschicken, um die Trümmer zu untersuchen.“<br>	Nun wurde Archer klar, weshalb Caylon sich hier befand. Auch dieser Mann selbst schien sich seiner Bedeutung nun bewusst zu werden und trat auf seinen Amtskollegen und den Admiral zu. „Ich nehme an, dass jetzt die Stelle kommt, an der ich gefordert werde.“<br>	Forrest nickte nur ausdruckslos. „Ganz recht, Captain Caylon. – Wie bald können Sie starten?“<br>	„Die letzten Systemtests laufen gerade, Admiral“, lautete die enthusiastische Antwort, „wenn alles glatt läuft, ist die Antares in zwei Tagen einsatzbereit!“<br>	„Machen Sie lieber drei draus. Ich möchte dass mindestens ein Crewmitglied der Berman Sie auf dieser Reise begleitet.“<br>	„Aber Sir... In drei Tagen haben die Romulaner vielleicht schon alle Informationen beseitigt!“, protestierte Archer.<br>	Forrest nickte. „Das ist mir klar. Aber ich riskiere lieber diese Informationen, als zwei weitere Schiffe und deren Besatzungen!“<br>	Beide Captains stimmten zu. Der Gedanke, den allerneuesten Prototypen NX-05 schon bei seinem ersten Einsatz an die Romulaner zu verlieren, behagte niemandem, am wenigsten Caylon. Da es im Moment nichts mehr zu sagen gab, befahl Forrest den beiden wegzutreten.<br>	„Sie handeln unlogisch, Admiral“, meinte Soval, als die Beiden wieder einmal allein waren.<br>	„Ich will wissen, wie meine Leute gestorben sind. Wenn wir herausfinden, welche Waffen die Romulaner verwendet haben, gelingt es uns vielleicht, einen Schutz...“<br>	„Die Romulaner sind Ihnen technisch weit überlegen, selbst ihrem neuesten Prototypen“, unterbrach ihn Soval, „die Untersuchung wird nur ein Ergebnis zur Folge haben: Sie werden zwei weitere Schiffe verlieren.“<br>	„Das denke ich nicht, Botschafter.  Archer und Caylon sind beides fähige Kommandanten, sie werden es schaffen.“<br>	„Archer ist nichts weiter als ein...“ Soval suchte nach einer zutreffenden Metapher; Bud Spencer kam ihn in den Sinn, ebenso Torlan und seine Dienerin, doch das schien nicht das Richtige zu sein. „Ich denke  ‚Revolverheld‘ ist die passende Bezeichnung.“<br>	Forrest lächelte gequält. „Sie waren ja schon immer ein Fan von Archer, Botschafter.“<br>	Soval hob die Augenbraue. „Denken Sie an meine Worte, Admiral.“ Und nach einer kleinen Pause fügte er hinzu: „Und sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt, wenn Sie uns darum bitten, die Überlebenden zu bergen.“<br>	Forrest wurde wütend, doch noch ehe er etwas erwidern konnte, hatte der Vulkanier das Büro schon verlassen. Wenn er es nicht besser gewusst hätte, hätte er darauf getippt das Sovals Verhalten auch mit dem Kompromiss zu tun hatte, den der Admiral bezüglich der vulkanischen Präsenz an Bord der Antares beschlossen hatte: Ein Vulkanier, der in der Sternenflotte diente, genauer gesagt ein Mann, der nur zu einem Achtel Vulkanier war. Wie es zu dieser Mischung gekommen war, schien Vielen ein Rätsel zu sein, und die Vollblut-Vulkanier weigerten sich strikt, George Mestral als einen der ihren anzuerkennen, was er ja genau genommen zu ganzen sieben Achteln auch nicht war. Der Grund für seine Existenz schien in einer ominösen Geschichte zu liegen, die T’Pol einst Captain Archer erzählt hatte und die auch Forrest vor einer Weile gehört hatte. Demnach hatte ein inoffizieller Erstkontakt über 100 Jahre vor dem erstem Warpflug stattgefunden, in einem kleinen amerikanischen Städtchen namens Carbon Creek, in dem auch Mestral geboren worden war. Wie es aussah, schien doch etwas dran zu sein, dass einer der damals auf der Erde gestrandeten Vulkanier weder zurückgekehrt noch wirklich gestorben war, auf jeden Fall nicht ohne vorher seine Gene weiterzugeben.<br>	Gründliche Untersuchungen Mestrals, der den Namen seines ominösen Urgroßvaters geerbt haben sollte, hatten seine zum Teil vulkanische Identität zwar wiederholt bestätigt, aber die Vulkanier hatten diese Tatsache stets abgelehnt, mit der Begründung dass es vollkommen unmöglich sei, dass Menschen und Vulkanier Gene miteinander austauschten. Normale Empfängnis konnte mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, aber durch ein paar genetische Veränderungen an den Keimzellen dürfte sich dieses natürliche Hindernis schon umgehen lassen, wie diverse nichtvulkanische Ärzte, unter ihnen auch der schon zur lebenden Legende gewordene Doktor Phlox von der Enterprise, angedeutet hatten. Das Problem war nur, wie hatte a) jener Ur-Mestral es geschafft, ein komplettes Mini-Genlabor mit auf die Erde zu schleppen und b) wie hatte der eigentlich unfruchtbare (oder unfruchtbar sein müssende) Hybrid aus dieser ersten Verbindung es geschafft, sich munter weiter fortzupflanzen?<br>	Fragen über Fragen, die selbst der heutige Mestral nicht wirklich beantworten zu können schien oder wollte. Eine der abstrusesten Theorien bestand darin, der erste Mestral hätte seine Keimzellen schon vor dem Flug zur Erde an die genetische Struktur der Menschen angepasst, mit der Absicht, sich dort mit einer einheimischen Frau zu paaren. Doch das erschien aus zweierlei Gründen völlig unlogisch:<br>Erstens würde kein Vulkanier, der bei Verstand war, das Bedürfnis verspüren, sich mit einer Frau zu paaren, die einer primitiveren, obendrein noch unlogischen und zur Gewalt neigenden Spezies angehörte.<br>Zweitens hatten die Vulkanier damals noch keine menschlichen DNA-Proben zur Verfügung, die für eine genetische Anpassung notwendig gewesen wären.<br>Die wohl bescheuertste, aber für den Moment wohl als definitivst anzusehende Erklärung hatte der Biologe und dekonstruktivistische Hobby-Philosoph Dr. Jacob Merkel parat: Mestral müsse aus irgendeinem temporalen Logikloch herausgeklettert sein, man müsse seine Existenz schlicht akzeptieren, bis man auf weitere Erkenntnisse stoße.<br>Wie dem auch sei, Soval hatte sich mit der Aussicht, einen Ein-Achtel-Vulkanier als Vertreter seiner reinrassigen Spezies akzeptieren zu müssen, nicht wirklich anfreunden können, womit sich seine Weigerung, bei der Untersuchung der Zerstörung der Berman seine Unterstützung anzubieten, zumindest teilweise auch als Trotzreaktion deuten ließ.<br>	Doch ein weiterer Gedanke überfiel Forrest, einer, den er ganz und gar nicht wahrhaben wollte: Was wenn die Vulkanier doch mehr über die Romulaner wussten? Mit einiger Wahrscheinlichkeit taten sie das vermutlich auch, aber wieso weigerten sie sich dann, dieses Wissen zu teilen?<br> <br>Kapitel II<br>Zumindest von Außen sah die Antares schon ganz fertig und flugbereit aus. Auf dem ersten Blick, vor allem schräg von Oben, sah sie aus wie eine von der Form her leicht „aufgemotzte“ Version der NX-Klasse. Doch ganz von Oben offenbarte sich einem ein kleines, grob zylinderförmiges Element zwischen den Warpgondeln, das sich bei gerader Betrachtung von Vorne, von Hinten sowie von der Seite als eine unten drangehängte Zusatzsektion entpuppte, deren Form man am ehesten mit einem Zigarrenstummel assoziieren konnte.<br>	Obwohl dieser Anblick nichts Neues mehr für Caylon war, fand er ihn dennoch faszinierend, ja beinahe schon erhabend. Er wollte den Shuttle-Piloten schon bitten, eine weitere Ehrenrunde um das Raumdock im Erdorbit zu drehen in dessen Mitte das brandneue Schiff lag, doch dann entsann er sich seiner eigentlichen Aufgabe und der Dringlichkeit dieser Mission. Immerhin war seit der Besprechung in Forrests Büro bereits ein Tag vergangen. Er gab dem zuständigen Techniker an der Kommunikation der Antares Bescheid und das Shuttle dockte an.<br>	Caylons Schritte führten ihn fast automatisch zum Maschinenraum, der sich auf dem untersten Deck in der Zigarrensektion befand. Dort war auch schon seine Bordingenieurin und zugleich Erste Offizierin, Commander Nicole Müller, hektisch am Werkeln. Kaum sah sie den Captain, winkte sie ihm zu und hielt kurz inne.<br>	„Commander, ich habe Admiral Forrest gesagt dass wir schon in zwei Tagen startbereit sein können, aber wir werden noch einen weiteren Tag warten, bis die Überlebenden der Berman eingetroffen sind!“<br>	„Die Berman, schrecklich! Ich schwöre Ihnen, uns werden diese Romulaner nicht so schnell kriegen!“ Caylon hatte sie bereits vor seinem Abflug von der Erde informiert.<br>„Wir werden mit der Enterprise losfliegen und uns die Trümmer ansehen, sofern noch welche da sein sollten... Wie geht es voran?“<br>Müller hatte derweil ihre Arbeit wieder aufgenommen; in gewohnter Hektik wuselte sie von Station zu Station, nahm hier eine Einstellung vor, wies dort einen Techniker zurecht, und Caylon dackelte ihr etwas atemlos hinterher.<br>„Ich finde es gut, dass Admiral Forrest Ihr Angebot nicht angenommen hat. In zwei Tagen würden wir es niemals schaffen!“<br>Der Captain sah sie erstaunt an. „Ich dachte, ihr Sternenflotteningenieure könntet Wunder vollbringen!“<br>„Aber das schaffen wir nur, wenn wir selbst sagen, wie lange wir brauchen!“, erwiderte sie mit einem Lächeln.<br>Ein Ingenieur trat auf sie zu und gab ihr ein PADD. Sie nahm es, warf einen kurzen Blick drauf und meinte: „Sieht gut aus. Weiter so, Ensign!“ Sie gab ihm das PADD zurück und widmete sich wieder ihrer Arbeit. Ohne von ihrer Konsole aufzusehen erklärte sie: „Der Warpantrieb sieht gut aus. Warp 4,7 sollten wir auf jeden Fall erreichen.“<br>„Und wie steht es mit den Waffensystemen?“<br>Müller ging zu einer anderen Konsole, betätigte ein paar Schalter, sah auf den Bildschirm und blickte zufrieden drein. „Die Zielerfassungsscanner brauchen noch eine Feinjustierung, ansonsten ist auch hier alles klar!“<br>Während sie wieder zurück zum Warpkern ging, meinte der Captain: „Vielleicht werden wir sie brauchen.“<br>Die Bordingenieurin hielt kurz vor der Warpkern-Konsole inne und sah ihn etwas schief an. „Ihnen ist klar, dass die Feinjustierung der Zielerfassung die Aufgabe des Waffenoffiziers ist!“<br>„Admiral Forrest hat uns den von der Berman zugewiesen, einen Lieutenant Jim Beem! Und der wird wohl erst kurz vor unserem Start in drei Tagen hier eintreffen. Ich fürchte, das werden Sie übernehmen müssen, Commander.“<br>„Geht klar, ich habe ja sonst nichts zu tun! – Ach Sir, wie ist es eigentlich so in Australien?“<br>„Genauso rau wie das politische Klima. Wir wurden ja erst ziemlich spät in die Weltregierung aufgenommen!“<br>„Deutschland ein ganzes Stück früher. Ich wette, Ihr Ayers Rock ist ein Witz gegen unser Harz!“<br>„Den was?“<br>„Geographie war wohl nicht Ihre Stärke?“<br>Caylon grinste. „Nein, das war sie nicht. – Na dann viel Spaß noch!“ Er verabschiedete sich und verließ den Maschinenraum.<br>„Den werde ich haben“, murmelte Müller zu sich selbst.<br><br>Caylon trat aus dem Turbolift auf die Brücke, auf der eine Reihe von Sternenflottentechnikern an den zum Teil offenen Konsolen arbeiteten. Es befanden sich aber auch schon zwei reguläre Führungsoffiziere an ihren Plätzen, Ensign Darius Tschernovsky an der Navigation (er scharrte unruhig mit den Füßen, als wolle er am liebsten sofort losfliegen) und Lieutenant George Mestral, welcher die Wissenschaftsstation besetzte.<br>	An der Kommunikation saß einer der Sternenflottentechniker, ein Lieutenant. Er schraubte hier und da an ein paar Knöpfen, hob die noch nicht festgeschraubte Abdeckung hoch, überprüfte die Kabel und Prozessoren, klappte die Abdeckung wieder runter, schraubte erneut an den Knöpfen, dabei den für Kommunikations-Offiziere so typischen Knopf am Ohr, schüttelte den Kopf und meldete sich dann beim Maschinenraum: „Wir haben hier noch einige Probleme mit dem Komm-System. Vor allem auf den niederen Bändern ist nur Rauschen!“<br>	„Ich kümmere mich darum, sobald ich eine Hand freihabe, Ensign! – Müller Ende.“<br>	Caylon, dem dieses kleine Gespräch nicht entgangen war, ging auf den ND zu. „Probleme, Lieutenant?“<br>	„Ein paar, Sir. Aber nichts, das wir bis übermorgen nicht beheben können“, lautete die Antwort.<br>	Caylon nickte zufrieden. „Ihr Eifer ist vorbildlich, aber schon in wenigen Stunden wird der eigentliche Kommunikationsoffizier diesen Platz hier einnehmen.“<br>	„Das bin ich auch nicht anders gewohnt, Captain, denn ehrlich gesagt, die Mission auf die Sie gehen... Stimmt es eigentlich, dass ein Andorianer Kommunikationsoffizier wird?“<br>	 „Oh ja. Ich weiß, ein echtes Novum auf einem Sternenflottenschiff! – Sollten Sie mich noch brauchen, ich lasse mir ein paar Sachen raufbeamen und richte dann mein Quartier und meinen Bereitschaftsraum ein.“<br>	„Aye, Sir.“<br><br>*<br>Müller hatte eigentlich vorgehabt, auch die Nächte durchzuarbeiten, doch die Schiffsärztin, ihre Beinahe-Namensvetterin Miller, hatte ihr regelrecht befohlen sich auszuruhen. Und das obwohl sie eigentlich rangniedriger war! Doch Ärzte hatten auf Sternenflottenschiffen stets ein paar besondere Privilegien, die ihnen im Notfall auch erlaubten Führungsoffiziere bis hin zum Captain für dienstuntauglich zu erklären.<br>	Also machte sich die Chefingenieurin, nicht ohne sich vorher noch unter heftigen Gähnattacken das Komm-System anzusehen, auf Caylons ausdrücklichen Befehl bereit zum Schlafengehen.<br>Doch noch fand sie ihre wohlverdiente Ruhe nicht, denn das Terminal kündigte piepend eine einkommende private Nachricht an. Es war Gerhard Schmarnbacher, ein Freund ihrer Eltern. Und er sprach Deutsch mit einem nordbayrischen Akzent. „Hallo, Nicole, ich weiß, es ist jetzt spät bei euch droben, darum will ich es nur kurz machen: Viel Glück bei deiner ersten Mission auf diesem neuen Schiff, auch im Namen deiner Eltern! Obwohl die noch mal persönlich anrufen dürften. Ihr seid doch noch eine Weile hier?“<br>„Wir reisen erst übermorgen ab!“, gähnte sie, doch die Erwähnung ihrer Eltern hatte ihr im Innersten einen kleinen Schock versetzt.<br>„Na dann ist ja noch ein wenig Zeit... Hast du übrigens die Visitenkarte noch, die ich dir gegeben habe?“<br>Schlagartig wurde Müller ein wenig munterer. Schmarnbacher hatte Kontakt zu allerlei seltsamen, wenn auch irgendwie liebenswerten Leuten, die um die Erhaltung der deutschen Kultur in einer Zeit der totalen Globalisierung und beginnenden Galaktisierung bemüht waren. „Ja, ich habe die Karte. Aber du kannst beim besten Willen nicht erwarten, dass ich sie bei jedem Erstkontakt den Außerirdischen unter die Nase halte!“<br>„Das erwarte ich auch gar nicht. Zeig sie denen, die mit dir Dienst tun, es reicht auch schon wenn Menschen nichtdeutscher Herkunft von diesem Vorhaben erfahren!“<br>„Ich werde sehen, was ich tun kann, Gerhard. Aber jetzt muss ich wirklich ins Bett, ich bin nämlich hundemüde!“<br>„Dann schlaf schön, Nicole! Und pass auf dass dir der Warpantrieb nicht um die Ohren fliegt! Und noch was: Sprich auf jeden Fall noch mal mit deinen Eltern, kontaktiere sie wenn sie sich nicht bei dir melden!“<br>Die Verbindung wurde beendet und Müller begann sich auszuziehen. Kurz zuvor holte sie noch mit zitternder Hand aus einer ihrer zahlreichen Uniformtaschen eine kleine, weiße Plastikkarte, auf der folgendes bizarres Inserat stand:<br><br>Alois und Hermine Mückner<br>Heimathistoriker Deutschland,<br>Dialekt- und Mundartkunde<br>Jodelkurse (jetzt auch für Nicht-Menschen!)<br>Hauptsitz:<br>München, Schillerstraße 16<br>Nebensitze:<br>Düsseldorf, Kafkaweg 7 / Forchheim, Pattenstraße 9<br><br>Laut Gerhards Angaben sollte es derzeit schon ein paar jodelnde Denobulaner geben, unter ihnen Gerüchten zufolge auch Doktor Phlox von der Enterprise. Aber andere Völker? Sie musste unwillkürlich an Andorianer in Lederhosen denken, eine Vorstellung, die eigentlich selbst einen Vulkanier zum Schmunzeln bringen müsste, doch sie war so müde dass sie nur ein bisschen rumgluckste und die Karte achtlos in die Ecke warf. Ein nettes, skurriles altes Ehepaar, diese Mückners, aber irgendwie nicht ganz der Realität gewachsen.<br>	Der Hauptgrund jedoch, weshalb sie sich nun mit dieser seltsamen Visitenkarte beschäftigte war ein anderer, deutlich tragischerer: Sie wollte nicht an ihren Vater denken. Es ging ihm nicht gut, er war unheilbar krank, sie wusste nicht ob sie es noch mal schaffen würde ihm in die Augen zu sehen – auch wenn es nur per Bildschirm war. Warum hatte er sich mit dem Ster... Aber nein, so durfte sie nicht denken!<br>	Trotz ihrer ungeheuren Müdigkeit wälzte sie sich noch etliche Minuten schlaflos hin und her.<br>*<br>„Aufwachen!“ Es klopfte heftig an ihrer Tür. Müller schreckte auf, immer noch etwas schlaftrunken, und lauschte dem Tumult der draußen vor sich ging.<br>	„Commander Müller hatte einen schweren Tag gestern, lassen Sie sie doch wenigstens zu sich kommen!“ Es war Caylons Stimme.<br>	„Bei solch einer laschen Disziplin ist es ein Wunder dass ihr Menschen überhaupt soweit gekommen seid!“<br>	Müller ahnte was da vor sich ging. „Einen Moment noch, bitte! Ich muss mich nur noch schnell anziehen und mir die Zähne putzen! Duschen müsste ich eigentlich auch noch!“<br>	„Die Körperpflege können Sie vorerst auch sein lassen, ihr Pin... äh, Menschen...“<br> 	„Torlan! – Commander, beachten Sie die Worte, die unser Austauschoffizier im Moment von sich gibt einfach nicht! Ich weiß, dass Sie immer schnell mit Ihrer Morgentoilette fertig sind.“<br>	Müller gab sich beste Mühe, einen neuen Rekord im Schnellduschen aufzustellen, ebenso im Schnellanziehen und Schnellzähneputzen. Als sie die Tür ihres Quartiers öffnete, wartete draußen bereits Caylon auf sie.<br>	„Andorianer können ziemliche Hitzköpfe sein, lassen Sie sich durch ihn nicht unnötig provozieren!“<br> 	„Ich denke er hat sich wegen des fehlfunktionierenden Komm-Systems beschwert?“<br>	„Das Rauschen konnten Ihre Mitarbeiter schon um Einiges reduzieren, aber Torlans empfindliche Ohren und Fühler sind eben nicht so leicht zufrieden zu stellen wie die eines Lieutenants.“<br>	„Klingt so als könnten wir uns auf eine interessante Zusammenarbeit gefasst machen...“<br> 	Caylon lachte. „Sie hätten ihn erst mal gestern erleben sollen, er kam an Bord kurz nachdem Sie ins Bett gegangen waren, hellwach und wollte gleich einen weiblichen Crewman von der Astrometrie zu seiner persönlichen Kammerdienerin abkommandieren! Normalerweise begleitet ihn laut eigenen Aussagen immer eine junge Frau seines Volkes, aber nach einem Zwischenfall auf der Erde wollte er sie, ich zitiere wörtlich, ‚nicht den geifernden und sexhungrigen Blicken’ unser männlichen Crewmitglieder aussetzen! Deshalb hat er sie mit der Baracuda wieder zurück nach Andor geschickt, aber ganz ohne sie scheint er immer noch nicht zurechtzukommen.“<br>	„Wenn er einen Babysitter braucht, schicken Sie ihn am besten zu Dr. Miller. Ich geh’ mir jetzt erst mal einen Kaffee machen und sehe dann im Maschinenraum nach dem Rechten.“<br>	„Torlan wird sich freuen. Möchten Sie sich nicht doch lieber zuerst das Komm-System vornehmen?“<br>	„Tut mir leid, aber der Maschinenraum ist als Chefingenieurin immer noch mein primäres Revier. Ich werde mir das Komm-System ansehen, sobald ich kann. Wenn ihm das nicht passt, schicken Sie ihn einfach zu mir!“<br><br>	„Na endlich, wurde auch höchste Zeit!“ Nun, da das Komm-System fehlerfrei funktionierte, wirkte Torlan zum ersten Mal seit seiner Ankunft auf der Antares sichtlich zufrieden; zumindest zufriedener als bei seiner Ankunft. Doch als er sah wie Commander Müller auf dem Stuhl des Captains Platz nahm, wurde ihm wieder ganz anders: „An Ihrer Stelle würde ich das nicht tun, wenn Caylon das sieht können Sie in ziemliche Schwierigkeiten kommen!“<br>	„Und wieso, wenn ich fragen darf?“<br>	„Weil Sie sich als rangniederer Offizier nicht so aufspielen sollen!“<br>	„Zufällig bin ich nicht nur Leiterin der Ingenieursabteilung, sondern auch noch Erster Offizier!“<br> 	„Was? Das kann doch nicht sein! Ich mein, Sie... Sie sind eine Frau!“<br>	„Gut erkannt, Defender. Haben Sie Probleme damit?“<br>	„Ob ich Probleme habe? Nicht wenn ich nicht gezwungen werde, Befehle von Ihnen entgegen zu nehmen!“<br>	„Ich befürchte, das wird sich nicht ganz vermeiden lassen. Vergessen Sie nicht, wir sind hier an Bord eines Schiffs der Erde, keinem andorianischen!“<br>	Die Antennen des Austauschoffiziers versteiften sich ruckartig und er murmelte etwas Unverständliches in seiner Sprache.<br>	„Keine Angst, Mr. Torlan, ich werde Sie heute noch mal mit meiner weiteren Anwesenheit auf der Brücke verschonen, schließlich muss ich dafür sorgen dass im Maschinenraum alles reibungslos läuft! – Lieutenant, Sie haben die Brücke.“<br>	Mestral nickte und nahm den Platz in der Mitte ein. „Ich hoffe doch von mir werden Sie auch Befehle entgegennehmen“, meinte er mit einem leicht süffisanten Unterton.<br>	„Wenn Sie auch nur einen einzigen Tropfen vulkanisches Blut mehr in Ihren Adern hätten, wäre ich schon längst wieder abgereist!“, knurrte der Andorianer.<br> 	„Nun denn – auf gute Zusammenarbeit!“<br> <br>Kapitel III<br>Der 16. Februar, der Tag der Abreise, war gekommen und mit ihm das vulkanische Schiff Toral. Während der Großteil der Überlebenden der Berman auf die Erde gebracht wurde, begab Jim Beem sich an Bord der Antares, wo er sogleich vom Captain in dessen Bereitschaftsraum empfangen wurde. Nun, wirklich empfangbereit schien Caylon noch nicht zu sein, denn er war immer noch damit beschäftigt, seinen Bereitschaftsraum einzurichten. Er stellte noch kurz ein paar Bücher in ein Regal, bevor er den Neuankömmling hereinbat.<br> 	„Lieutenant Jim Beem meldet sich an Bord, Captain“, begrüßte ihn der neue Waffenoffizier förmlich.<br>	„Stehen Sie bequem, Lieutenant“, erwiderte der Kommandant und schüttelte dem nun schon entspannter wirkenden Beem die Hand. „Willkommen an Bord der Antares, Lieutenant.“<br>	„Danke, Sir.“<br>	Caylon nahm hinter seinem Schreibtisch Platz und blickte sein Gegenüber mit ernstem Gesicht an. „Ich möchte, dass Sie wissen, dass es mir leid tut, was mit der Berman passiert ist, Lieutenant, aber... aber ich muss Sie trotzdem nach den Einzelheiten fragen.“<br>	In Beems Gesicht zuckte es leicht, doch sonst ließ er sich nichts anmerken. „Das ist mir klar, Sir.“<br>	„Wir wissen bereits, dass die Romulaner Ihr Schiff vernichtet haben.“<br>	„Das stimmt nicht ganz, Sir. Die Berman wurde vernichtet, weil sie mit den Romulanern kollidiert ist. Es... es war furchtbar, wir hatten bereits eine Warpgondel verloren, Captain Baird war von einem heruntergefallenen Träger erschlagen worden und der gesamten Crew wurde die Evakuierung befohlen. Lieutenant...“<br>	Er wurde von Piepen des Komm-Signals unterbrochen.<br>„Caylon“, meldete sich der Captain.<br>„Ich habe Captain Archer in der Leitung, Captain“, erklang Torlans Stimme.<br>„Stellen Sie es bitte hierher durch. Caylon Ende. – Würden Sie mich bitte kurz entschuldigen, Lieutenant?“<br>„Natürlich, Sir“, erwiderte Beem und verließ den Bereitschaftsraum.<br>Auch Archer saß offenbar in seinem Bereitschaftsraum auf der Enterprise, als Caylon seinen Bildschirm einschaltete.<br>	„Captain?“, fragte der Kommandant der Antares.<br>	„Admiral Forrest hat mich informiert, dass Lieutenant Beem eingetroffen ist.“ <br>	„Das stimmt.“<br> 	„Sind Ihre Startvorbereitungen abgeschlossen?“<br>	Caylon dachte an seinen noch nicht ganz eingerichteten Bereitschaftsraum (von seinem Quartier ganz zu schweigen) und antwortete: „Positiv“. Er würde den Rest noch während des Flugs erledigen können.<br>	„Gut. Dann lassen Sie uns keine Zeit verlieren.“<br>	„Einverstanden. – Anteres Ende.“<br><br>Caylon betrat die Brücke und nahm in seinem Kommandosessel Platz. „Mr. Torlan, rufen Sie die Dockkontrolle und bitten Sie um Startfreigabe.“<br> „Ich ziehe ‚Torlan aus dem Haus der Verborgenen’ vor, wenn es kürzer sein soll auch ‚Defender Torlan’.“ Auf Caylons Blick fügte er schnell hinzu: „Wenn es ganz kurz sein soll dann nur ‚Torlan’.“<br>	„Sie haben einen Befehl erhalten, oder, Mr. Torlan?“ fragte der Captain mit einer zum großen Teil gespielten Wut.<br>	„Aye, Sir“, seufzte der adelige Andorianer resignierend. Er stellte die Verbindung her und rief: „Antares an Dockkontrolle, wir verlangen Starterlaubnis.“<br>	„Erlaubnis erteilt, Antares. – Gute Reise und viel Glück.“<br>	Caylon, der seinen Kommunikationsoffizier seit dessen Aussprache des Worts ‚verlangen’ überrascht angesehen hatte, wandte sich nun an den Navigator. „Lösen Sie bitte die Verankerungen, Ensign Tschernovsky.“<br>Er tat wie geheißen und Mestral meldete, dass das Schiff nun frei schwebend sei.<br>„Danke, Lieutenant!“ Und zu Tschernovsky: „Bringen Sie uns hier raus!“<br>Langsam schwebte die Antares bei aktiviertem Impulsantrieb aus dem Dock. Die Enterprise schloss auf und vom Maschinenraum kam die Meldung, dass ihnen Warp 4,9 zur Verfügung stand.<br>„Danke, Commander. Sie haben sich Urlaub verdient.“<br>„Was denn, jetzt schon?“, lachte Müller am anderen Ende des Interkoms.<br>Torlan sah den Captain erwartungsvoll an. „Die Enterprise wartet auf unser Signal, Sir.“<br>„Sagen Sie ihnen es geht los. – Ensign Tschernovsky, Warp 4,5!“<br>„Aye, Sir – Warp 4,5…“<br>„Beschleunigen!”<br><br>*<br>Romulus war eine schöne Welt, Grün, Braun, mit ein bisschen Grau und dem einen oder anderen Spritzer Blau – zumindest von Oben betrachtet. Doch bei näherem Hinsehen gab es auch nicht ganz so schöne Anblicke, wie den Senatshügel, aus dem der Senat, ein eigentlich prachtvoller Bau, aus einer Reihe von ihn umgebenden Slums und teils potthässlicher Militäranlagen herausragte. In einer dieser Anlagen – oder vielleicht auch irgendwo im Senatsgebäude selbst? – befand sich eine Kommandozentrale, in der eine Reihe von nicht näher erkennbaren Leuten emsig an Konsolen arbeiteten, beaufsichtigt von einem Mann in einer ziemlich prächtigen Uniform.<br>	Die Türen öffneten sich und ein jüngerer Mann, deutlich schlichter uniformiert, trat herein. Er schlug sich kurz mit der rechten Faust auf die linke Seite der Brust und sprach dann: „Zenturio, die beiden Erdenschiffe sind gestartet.“<br>	„Gut, alles verläuft nach Plan... – Sie kennen die Befehle... Führen Sie sie aus.“<br>	„Ja, Zenturion.“ Eigentlich lagen dem jungen Offizier noch ein paar Fragen auf den Lippen, zum Beispiel weshalb keiner der Menschen auch nur einen Romulaner zu Gesicht bekommen sollte. Er konnte die Paranoia und Fremdenfeindlichkeit Seinesgleichen zwar verstehen, aber warum so verschämt? Eigentlich konnte es nur von Vorteil sein, wenn sie sich zu erkennen gaben, denn die Menschen würden den Vulkaniern gegenüber sehr, sehr misstrauisch werden, um es mal milde zu formulieren. Und das könnte dem Romulanischen Imperium doch nur zu Gute kommen! Doch als braver Soldat wagte er nicht zu widersprechen, zumal jedwede Aktion in diese Richtung ihm aller Wahrscheinlichkeit nach den Kopf hätte kosten können...<br><br>*<br>Captain Caylon hatte eigentlich noch seinen Bereitschaftsraum zu Ende einrichten wollen, aber angesichts der Dringlichkeit der Mission zog er es vor die Sensorlogbücher der Toral zu studieren. Viel war aus ihnen aber ohnehin nicht zu erkennen; Beem hatte ihm noch gesagt dass Lieutenant Jones, der Wissenschaftsoffizier der Berman, das Steuer übernommen und das ohnehin irreparabel beschädigte Sternenflottenschiff auf Kollisionskurs mit den Romulanern gebracht hatte, deren Schiff bei dem Zusammenstoß ebenfalls zerstört worden war.<br>	Caylon schaltete den Bildschirm aus und rieb sich die Augen. Eines musste er heute noch erledigen. „Caylon an Torlan.“<br> 	„Sprechen Sie, Captain.“<br>	„Würden Sie sich bitte kurz in meinem Raum melden, Torlan.“<br>	Nur wenige Sekunden später stand der Andorianer vor seinem kommandierenden Offizier. „Captain?“<br>	Caylon stand auf, um, so hoffte er, mehr Autorität gegenüber dem blauhäutigen Aristokraten auszustrahlen; angesichts des bis zur Arroganz aufgebauten Überlegenheitsgefühls des Andorianers kein leichtes Unterfangen. „Torlan... Ich weiß nicht, wie es auf Andor oder in Ihrem Adelshaus gehandhabt wird, aber an Bord von Erdenschiffen haben wir ein paar Höflichkeitsregeln.“<br>	„Was meinen Sie? Ich nenne Sie doch immer ‚Sir’ und ‚Captain’, worin liegt also das Problem?“<br>	„Nun, ich bin Ihnen auch dankbar dass Sie mir gegenüber den nötigen Respekt zeigen, aber nehmen wir zum Beispiel Ihr Gespräch mit der Dockkontrolle heute Morgen, als Sie um Erlaubnis baten...“<br>	„Ja?“<br>	„Sie haben Sie geradezu verlangt!“<br>	„Ich sehe das Problem nicht, Captain.“<br>	„Das war unhöflich.“<br>	„Ich verstehe.“ Die Stellung von Torlans Fühlern verriet jedoch, dass er nicht wirklich begriffen hatte worum es ging.<br>	„Sehen Sie, Torlan, es hat schon mit Ihrer Ankunft hier angefangen. Sie haben prompt einem weiblichen Crewman befohlen, Ihr Gepäck in Ihr Quartier zu bringen, doch dafür war sie nicht zuständig! Dabei stand der Quartiermeister doch direkt neben Ihnen!“<br>	„Bei allem Respekt, solche Aufgaben sollte man besser Frauen überlassen.“<br>	„Weil Sie in Ihrer Welt unterwürfiger zu sein scheinen? Das bringt uns zum nächsten Problem. Ich erwarte, dass Sie Commander Müller mit demselben Respekt entgegentreten wie mir!“<br>	Torlans Mundwinkel zuckten. „Ich... ich werde mir Mühe geben. – Sonst noch etwas, Sir?“<br>	„Nein, vorerst nicht, danke“, meinte der Captain nach einer kurzen Denkpause.<br>	Ohne ein weiteres Wort zu sagen oder abzuwarten verließ der Andorianer schnurstracks den Bereitschaftsraum.<br>	„Genau das meinte ich“, murmelte Caylon zu sich selbst.<br><br>Torlans nächste Bewährungsprobe stand ihm auch schon bald darauf bevor, als die Schiffsärztin seine Anwesenheit auf der Krankenstation verlangte. Er selbst war sogar pünktlicher als sie, er saß bereits regungslos auf einem der Betten, als sie hereinkam.<br>	„Entschuldigen Sie die Verspätung, ich war völlig in Gedanken“, begrüßte sie ihn mit ihrem walisischen Akzent. Kathrine Miller selbst war über diese Verzögerung mehr verärgert als er, denn sie war unter Kollegen und Freunden bekannt für ihre Pünktlichkeit und Pingeligkeit. Nachdem Torlan nur genickt hatte, fuhr sie fort: „Leider hat das andorianische Militär Ihre Unterlagen nicht überspielt, also werde ich Sie jetzt rundum untersuchen müssen.“<br>	Torlan, der immer noch schwieg, ließ die ersten Scans steif und unbeweglich über sich ergehen. Schnell war dieser Teil der Untersuchung auch vorüber, und sie bat ihn, seinen Oberkörper für detailliertere Scans freizumachen. Als er sich daraufhin ebenfalls noch nicht rührte, fragte sie: „Also, ziehn Sie jetzt Ihre Uniform aus, oder soll ich das tun?“<br>	Endlich kehrte Leben in den steifen Andorianer ein. „Wagen Sie es, mich anzufassen, und Sie haben ein, zwei, Hände weniger!“ Er konnte nun mal nicht aus seiner Haut. Nicht einmal Dalana hätte er gestattet, ihn so anzufassen wie diese Menschenfrau es nun vorhatte.<br>	Mit Engelszungen gelang es Miller dann doch noch, ihn dazu zu überreden, seinen Oberkörper freizumachen, doch als er halbnackt dasaß versteifte er sich nur noch mehr. Dies würde eine lange Untersuchung werden... Die Ärztin hatte von einem ähnlichen Verhalten im Geschichtsunterricht gehört, sie war nicht gerade begeistert davon zu sehen, dass es Rassen gab bei denen immer noch derartige Umstände herrschten.<br><br>*<br>Jim Beem saß allein an einem Tisch in der Crewmesse, als Commander Müller hereinkam. Sie sah sogleich den Einsamen und bat ihn, neben ihm Platz nehmen zu dürfen. Mit einem eher vagen Brummlaut und einem Kopfnicken stimmte er zu, er sah in ihr leicht gezwungen wirkendes lächelndes Gesicht, als sie sich setzte und stand hastig salutierend auf. „Es ist mir eine Ehre, Ma’am! Verzeihen Sie, ich war ganz in Gedanken, wenn ich Sie schon beim Betreten der Messe...“<br>	„Ist schon gut, Lieutenant. Ich weiß, was Sie durchgemacht haben, es muss schrecklich gewesen sein, all die Kameraden zu verlieren, mit denen Sie nun schon Jahre gedient hatten...“<br>	„Ja, Ma’am... Sir... Ich... ich hatte nicht nur Kameraden, es waren auch echte Freunde darunter...“<br>	„Ich weiß, keiner kann die Verluste wieder wettmachen, aber ich hoffe, Sie werden hier an Bord Leute kennen lernen, die Ihnen ebenfalls ans Herz wachsen. Und ich schwöre Ihnen, solange ich hier Chefingenieurin und Erste Offizierin bin, wird Ihnen diese neuen Freunde niemand wegnehmen!“<br>„Danke, Ma... Commander.“<br>	„Niemals soll sich etwas Derartiges wie auf der Explorer...“<br>„Was war denn mit der Explorer, Ma’am?“<br>„Kein Romulanerangriff, aber ebenfalls... Verzeihen Sie, ich möchte jetzt nicht darüber reden.“ Müller dachte an ihr bewährtes Ablenkungsmittel während der letzten Tage, griff in eine der Brusttaschen ihrer Uniform und zog ein kleines Plastikkärtchen heraus. „Haben Sie eigentlich in Ihrer Zeit auf der Berman jemals  etwas Vergleichbares gesehen?“ Es war die Visitenkarte der jodelnden Mückners.<br>	Beem konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, als er die seltsame Anzeige las. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Deutschen so einen Sinn für Humor hätten! – Woher haben Sie das?“<br>	„Von einem Freund meiner Eltern. Und das ist kein Spaß, die Beiden meinen es ernst! Sind Bekannte des besagten Freunds, definitiv schon über 60, aber immer noch voller Tatendrang!“<br>	Beem sah nun auf einmal grimmig drein. „Ich schwöre Ihnen auch etwas, Commander: Wenn wir wieder irgendwelchen dreckigen Romulanern begegnen sollten, dann werden sie jodeln, sie werden so laut jodeln, dass es die ganze Galaxie hört, und es wird der letzte Laut sein, den sie in ihrem verdammten Leben von sich geben!“ Er gab ihr die Visitenkarte wieder, trank seinen Eistee  aus (Alkohol war im Dienst leider verboten), verabschiedete sich förmlich und ging.<br><br>*<br>Nur noch zwei Tage bis zum Eintreffen an den Koordinaten, an denen sich die Katastrophe ereignet hatte. Captain Caylon nutzte die Zeit, um ein kleines Gespräch mit Archer zu führen. Beide Captains saßen in ihren jeweiligen Bereitschaftsräumen und unterhielten sich über außerirdische Crewmitglieder mit Integrationsschwierigkeiten.<br>	„T’Pol hat eine Weile gebraucht, aber inzwischen hat sie sich so gut eingefügt, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie es ohne sie wäre. Dr. Phlox war schon immer aufgeschlossen anderen Kulturen gegenüber, einschließlich der menschlichen, mit einer zuweilen fast kindlichen Neugier. Er soll anfangs sogar den Wunsch geäußert haben, einigen Crewmitgliedern bei der Paarung zusehen zu dürfen!“<br>	Caylon konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. „Tja, dann besteht ja vielleicht noch Hoffnung für Torlan... Wobei es nach dem ersten Filmabend in unserem Bordkino gestern nicht gerade danach aussah. Unser Austauschoffizier schlug sogar selbst vor, einen Streifen mit Bud Spencer anzusehen. Wir entschieden uns für ‚Hector, der Ritter ohne Furcht und Tadel’, weil er auch ein paar, wenn auch sehr ungenaue Einblicke in die irdische Geschichte gewährt.“<br>	„Oh, Bud Spencer! Zwischendurch kann er durchaus komisch sein, vor allem wenn er mit diesem langen Blonden, Terence Hill, zusammen ist. Aber nicht nach irgendwelchen Weltraum schlachten, da wäre es dann zu viel.“<br>	„Bei uns hätte es beinahe eine Schlacht im Kino gegeben! Als Torlan Spencer in Aktion sah, wurde er plötzlich unglaublich wütend, er beschimpfte einen namenlosen Sicherheitsoffizier, der seine Dienerin auf der Erde mit diesem Schauspieler verglichen haben soll!“<br>	Archer lachte. „Ein Sicherheitsoffizier hat was? Eine Andorianerin mit Bud Spencer verglichen?“<br>	„So scheint es gewesen zu sein.“<br>	„Nun, ganz so abwegig dürfte der Vergleich nicht einmal sein. Ich habe selbst einmal die ungestüme Bekanntschaft mit einer andorianischen Frau gemacht, aber die war mehr vom Typ schießwütige Ringerin, keine die Faustschläge austeilt!“<br>	„Aber genau das soll Torlans Dienerin gemacht haben: Einen Mann niedergeschlagen haben, der sie angeblich sexuell belästigt hatte.“<br>	„Die Frauen sind bei den Andorianern im Durchschnitt größer und aggressiver als ihre männlichen Gegenstücke. Kaum vorzustellen, dass sie in ihrer Heimat eigentlich nicht viel zu sagen haben! – Aber nun zu etwas Anderem: Ich weiß, dass es angesichts eines derart hinterhältigen Feinds ein extremes Risiko darstellen kann, aber wir sollten trotzdem die kleine Gedenkfeier für die Gefallenen von der Berman veranstalten, wenn wir die Untersuchung des Trümmerfelds abgeschlossen haben.“<br>	„Unbedingt, das sind wir ihnen schuldig! Hoffen wir nur, dass die Romulaner wenigstens so viel Anstand haben, nicht vor dem Ende der Zeremonie anzugreifen.“<br>	„Hoffen wir es... Aber rechnen wir lieber mit dem Schlimmsten, damit wir auf alles vorbereitet sind! – Verdammt, jetzt klinge ich schon wie Reed, aber wenn es um Romulaner geht, kann man wie gesagt  wirklich nicht vorsichtig genug sein.“<br>	„Das meine ich auch. Hoffen wir, dass wir die Untersuchungen schnell abschließen können, immerhin haben sie Priorität!“<br>	„Selbstverständlich. Und hoffen wir, dass wir dort auch wirklich etwas finden, das uns weiterhilft... Wenn man bedenkt, dass bei unserer Ankunft über drei Wochen seit der Zerstörung der Berman vergangen sein werden, könnten unsere Chancen nicht wirklich gut stehen. Die Romulaner hatten vermutlich genug Zeit, um alle Spuren beseitigen zu können!“<br>	„Daran dürfen wir nicht einmal denken, es muss da etwas geben, ansonsten sind wir geliefert!“<br> <br>Kapitel IV<br>Bei der Ankunft wurde es Gewissheit: Trümmer waren noch vorhanden, und erste Scans ergaben dass sie tatsächlich vollständig von der Berman und einem fremden Schiff, der Logik zufolge dem der Romulaner, stammten.<br>Während Müller das Kommando auf der Brücke hatte, kam George Mestral kam seiner Aufgabe als Wissenschaftsoffizier mit der für Vulkanier so typischen Gründlichkeit nach. Torlan verfolgte das Verhalten dieses Mannes mit einem gewissen Entsetzen, niemals hätte er gedacht, dass jemand er nur zu einem Achtel Vulkanier war sich so steif benehmen könnte. Ekel und Abscheu stiegen wieder in ihm hoch, als Gedanken an andere Vulkanier, vor allem Botschafter Soval auf der Erde, in den Sinn kamen.<br>„Mr. Torlan, würden Sie bitte eine Computerverbindung zu der Enterprise für mich herstellen? Ich möchte meine Analyseergebnisse gerne mit denen Sub-Commander T’Pols vergleichen.“<br>Mestral hatte diesen Befehl, diese Bitte geäußert, ohne von seinem Sichtgerät aufzusehen, für Torlan ein eindeutiges Zeichen von widerwärtiger vulkanischer Arroganz. Er sah den Bittsteller mit missfallendem Blick an. „War das ein Befehl, Vulkanier?“ Er hatte das letzte Wort mit all der Abneigung gefüllt, die in den letzten Minuten in ihn hochgestiegen war.<br>Mestral sah von seiner Konsole auf und blickte zu dem Andorianer. Auch Müllers Aufmerksamkeit war nun geweckt, sie sah ebenfalls in die Richtung des Blauhäutigen.<br>„Auch wenn meine Ohren noch spitze Enden aufweisen, bin ich nur zu einem Achtel Vulkanier, Mr. Torlan“, korrigierte der Wissenschaftsoffizier.<br>Torlan grunzte bestätigend und rührte keinen Finger.<br>Mestral beschloss, seinem Befehl, der eigentlich ganz höflich als Bitte verfasst worden war, etwas mehr Nachdruck zu verleihen: „Würden Sie nun bitte die Computerverbindung herstellen?“<br>Endlich wandte der weißhaarige Sturkopf sich seiner Station zu und drückte dort einige Knöpfe, woraufhin an Mestrals Konsole ein bestätigendes Piepen erklang.<br>„Danke, Mr. Torlan“, erwiderte der Teilvulkanier mit hörbarer Erleichterung.<br>Müller dagegen war mit dem Verhalten des Austauschoffiziers alles andere als einverstanden; sie stand aus dem Kommandosessel auf, ging zu ihm hin und bat ihn um ein Gespräch im Konferenzraum. Torlan verdrehte Antennen und Augen, leistete allerdings Folge.<br>Nachdem Beem vorübergehend zum Warmhalten des Kommandosessel abkommandiert worden war, gingen sie in den angrenzenden Besprechungsraum, wo Müller ihn sogleich mit ärgerlich in die Hüften gestemmten Hände fragte: „Nun, Mr. Torlan, was sollte das eben?“<br>„Was meinen Sie?“, erwiderte der Andorianer verständnislos.<br>„Sie wissen sehr wohl, was ich meine, Torlan!“<br>Diesmal war ein ungläubiger Blick alles, was sie erntete. Doch sie glaubte, dass er sich mit Absicht dumm stellte und teilte ihm das auch ohne Umschweife mit, gefolgt von der Frage: „Wieso haben Sie Mestral vorhin so angefahren?“<br>Nach einer Pause antwortete Torlan: „Ich habe ihn nicht... angefahren. Wie Sie sich vielleicht denken können, Commander, habe ich als Andorianer nicht besonders viel übrig für die Vulkanier... und andere... Lebewesen.“<br>„Mestral ist kein Vulkanier.“<br>„Einer seiner Vorfahren war es, das reicht mir und ist genug um sein gesamtes Blut zu verseuchen!“<br>Müller trat näher an ihn heran und starrte ihm geradewegs in die Augen. Für einen kurzen Augenblick übermannte sie eine Vision, sie sah Torlan in Lederhosen auf einem Berg stehen und aus Leibeskräften... Es zuckte in ihren Mundwinkel, sie verscheuchte den absurden Gedanken und starrte den Andorianer noch intensiver an.<br>Und tatsächlich war dieses Vorgehen von Erfolg gekrönt, denn schließlich trat er einen Schritt zurück. „Ich bin es nicht gewohnt, einer Frau Rede und Antwort zu stehen“, bemerkte er beinahe schon kleinlaut.<br>„Dann gewöhnen Sie sich besser dran, Mr. Torlan – Es könnte öfter geschehen, als Ihnen lieb ist.“<br>„Dessen bin ich mir sicher.“<br>Müller gab einen Seufzer von sich. „Nun denn... Ich wünsche, dass Sie Mestrals Befehle in Zukunft ausführen, ohne sie vorher zu hinterfragen und dass Sie Ihre Vorurteile in Ihrem Quartier lassen, wenn Sie morgens Ihren Dienst antreten.“ Sie holte Luft und fügte hinzu: „Selbiges gilt in Bezug auf Doktor Miller und mich. – Haben wir uns verstanden?“<br>„Ja, Sir“, bestätigte der soeben Zurechtgestutzte zögernd.<br>„Wegtreten!“<br><br>*<br>Zwei Tage vergingen und Torlan fügte sich auf wundersame Weise in die Crew ein. Er zog zwar immer ein Gesicht wenn Mestral ihm etwas befahl, aber ansonsten verhielt er sich vorbildlich.<br>	Müller hatte allerdings Glück, dass sie die Mordphantasien des adeligen Blauhäuters nicht mitbekam, die dieser regelmäßig nach Dienstschluss hegte. Torlan hoffte inständig, bald einen Romulaner in die Finger zu kriegen, ansonsten konnte er für nichts mehr garantieren.<br>	Caylon saß wieder einmal in seinem Bereitschaftsraum und machte einen Logbucheintrag:<br><br>Computerlogbuch der Antares, 26. Februar 2156. – Die Enterprise und die Antares sind nun schon seit zwei Tagen vor Ort und wir haben unsere gemeinsamen Untersuchungen des Trümmerfeldes nun beinahe abgeschlossen. Mein Wissenschaftsoffizier Lieutenant Mestral hat dabei einige Energiesignaturen entdeckt, von denen er und Chefingenieurin Müller denken, dass sie Waffensignaturen der Romulaner darstellen...<br><br>Im Maschinenraum fand derweil eine Zusammenkunft im hinteren Bereich, der dem dort arbeitenden Personal auch als „Chief’s Office“ bekannt war, statt, an der die jeweiligen Chefingenieure und Wissenschaftsoffiziere beider an dieser Mission beteiligten Schiffe teilnahmen. Sie waren um einen Bildschirm versammelt, auf dem eine Reihe von Sensordaten zu sehen waren.<br>	Tucker, der Chefingenieur der Enterprise, deutete auf eine dieser Anzeigen und meinte: „Sehen Sie sich das an.“<br>„Was meinen Sie?“, fragte Mestrals voll vulkanische Amtskollegin T’Pol.<br>„Diese Anzeige hier“, antwortete er und deutete darauf.<br>Müller sah sie sich an und wandte sich dann an Tucker: „Denken Sie, was ich denke, Commander?“<br>„Wenn Sie sich da eine Chance für uns ausdenken, dann ja.“<br>Und gemeinsam arbeiteten sie einen Plan aus, der wirklich viel versprechend zu sein schien. Vor allem Müller war mit der Entwicklung zufrieden, denn nun konnten sie sich (hoffentlich) endlich gegen die Romulaner wehren, ohne gleich auf Kamikaze-Aktionen zurückgreifen zu müssen. Sobald sie genug brauchbare Ideen zusammen hatten, die auch ausführbar waren, suchte Müller im Eiltempo den Captain auf.<br><br>„Und das wissen Sie mit Sicherheit?“, fragte Caylon aufgeregt, nachdem sie in dessen Bereitschaftsraum geeilt waren.<br>„Ja, Sir. Diese Energiesignatur, die wir da gefunden haben, bietet uns die Möglichkeit... eine Chance, eine Verteidigung zu entwickeln.“<br>„An was denken Sie da, Commander?“<br>„An einen Energieschirm, Sir. Stellen Sie sich ein gigantisches Kraftfeld vor, dass das gesamte Schiff umgibt.“<br><br>Müller wäre wohl sicher nicht so freizügig mit den Informationen zu ihrer Idee gewesen, wenn sie gewusst hätte, dass sich in unmittelbarer Nähe des Trümmerfelds und somit auch der beiden Sternenflottenschiffe ein getarntes romulanisches Schiff befand. Dessen Befehlshaber, Commander Romor, saß beinahe schon gemütlich in seinem Sessel und lauschte samt Rest der Brückencrew den Stimmen, die aus seinem Komm-System erklangen. Es waren die Stimmen von Caylon und Müller; wie genau die Romulaner es geschafft hatten, den Bereitschaftsraum, womöglich auch noch den ganzen Rest des Schiffes (und bei der Enterprise vermutlich ebenso) anzuzapfen, blieb wohl vorerst ihr Geheimnis. Immerhin hatten sie reichlich Zeit gehabt, das Trümmerfeld zu untersuchen und womöglich die eine oder andere Überraschung darin zu platzieren.<br>	Das Schiff war übrigens nicht von derselben Art wie das das die Berman angegriffen hatte; der Bird of Stealth war nicht für harte militärische Schläge konzipiert wie der Bird of Vengeance, dessen Überreste sich in den vergangenen Wochen immer mehr unter die des Erdenschiffs gemischt hatten. Die Vorteile von Romors Schiff lagen vor allem in seiner hoch effizienten Tarnvorrichtung, die es den Menschen auch in zehn Jahren nicht gestatten würde, zu sehen wer da direkt vor ihrer Nase saß und ihnen zusah und zuhörte.<br>Zusammen mit der gedämpften Beleuchtung auf der Brücke fehlte eigentlich nur noch das Popcorn (oder was auch immer das romulanische Äquivalent dazu sein mochte), aber da dessen Verzehr wohl die Aufmerksamkeit der Lauschenden abgelenkt hätte, gab es nichts dergleichen. Und es gab noch Einiges zu hören.<br><br>„Ein Schutzschild also?“, fragte Caylon auf Müllers Erläuterung ihres Vorhabens.<br>„Ich denke, so könnte man es – auch für den Nicht-Techniker verständlich – beschreiben, Captain.“<br>„Und wann können Sie mit der Arbeit anfangen?“<br>„Im Grunde sofort“, lautete die optimistische Antwort.<br>„Einverstanden. – Fangen Sie gleich nach der Zeremonie an.“<br>Müller nickte; sie wusste, was der Captain damit meinte.<br><br>Nachdem die Romulaner gehört hatten wie jemand (allem Anschein nach der weibliche Offizier) den Bereitschaftsraum verlassen hatte, befahl Romor die Lautsprecher abzuschalten, die Aufzeichnung jedoch weiter laufen zu lassen.<br>	„Ja, Commander“, erwiderte ein Sub-Lieutenant und gehorchte.<br>	Der Befehlshaber lehnte sich zufrieden in seinen Sessel zurück. Alles verlief nach Plan... Er überlegte, ob er bei der nächsten Abhöraktion nicht etwas zum Knabbern bestellen sollte. Die Menschen schienen bis jetzt zwar nur von geringerem Unterhaltungswert zu sein, aber das Beste stand ihnen ja noch bevor.<br>	Streng genommen hatte er nicht genau so gedacht, zumindest war es bei den Romulanern nicht üblich, während der Dienstzeit etwas zu Essen. Wohl aber als Zuschauer bei diversen Kämpfen. Und wenn alles gut ging...<br><br>*<br>Die angekündigte Trauerfeier fand um 1500 in der Crewmesse der Antares statt, von wo aus durch die im Bug eingelassenen Fenster die Trümmer der beiden im Kampf zerstörten Schiffe zu sehen waren. Fast die gesamte Besatzung, einschließlich aller Führungsoffiziere, hatte sich hier versammelt, um der Gefallenen zu gedenken. Auf der Enterprise bot sich ein ganz ähnliches Bild, auch hier waren fast alle versammelt.<br>	Beem trat aus der Mitte der Trauernden heraus und begann, mit ernstem Blick zu sprechen: „Wir haben uns hier heute zusammengefunden... um Abschied zu nehmen. – Abschied von dreizehn tapferen Offizieren, die ihr Leben gaben, um ihr Schiff gegen einen unbarmherzigen Feind zu verteidigen. – Einen feigen Feind, der ohne Vorwarnung das Feuer auf uns eröffnete und es wahrscheinlich sofort wieder tun würde, wenn er die Chance dazu hätte.“ Er musste erst einmal tief Luft holen, um fortfahren zu können. „Crewman Hertha Burk, Lieutenant Michael Franklin, Ensign Johannes Taufer, Lieutenant Natasha Nowh, Crewman James Janeway, Crewman April-May June, Crewman Anthony Drake, Captain Steward Baird... Commander Hendrick Jones... Ich werde euch rächen...!“<br>	Caylon zuckte zusammen. Bei allem Verständnis für die Trauer, aber... Er würde Beem darauf ansprechen, sobald die Trauer-Zeremonie vorüber war. Nun, nachdem dieser wieder zu den anderen zurückgetreten war, rief der Captain „Aaachtung!“ und alle nahmen blitzartig Haltung an. Daraufhin teilte er Captain Archer mit, dass sie bereit seien, was der Kommandant der Enterprise ebenfalls war.<br>	Kurz darauf feuerte die Antares zwei Torpedos ab, einen aus dem Steuerbord-, dann einen aus dem Backbordrohr. Nachdem diese im Trümmerfeld detoniert waren, tat die Enterprise es ihr gleich. Nach einer kurzen Pause feuerten die beiden Schiffe wieder im Wechsel je zwei Torpedos ab, nach deren Detonation von dem Trümmerfeld nicht mehr viel übrig blieb; drei bis vier größere Teile trieben, von der Druckwelle der Explosionen erfasst, auseinander.<br>	Die Reaktionen der Crewmitglieder waren alle von Mitgerissenheit geprägt; Beem sah mit ausdrucklosem Gesicht zu, Tränen kullerten Kathrine Millers Gesicht runter und Müller musste die Zähne fest zusammenpressen, um nicht laut loszuweinen.<br>	Die größte Überraschung jedoch bot – auf jeden Fall für Torlan – Mestral, dessen immer noch relativ starres Gesicht wie bei Vielen anderen auch von Tränen benetzt war. Konnte es sein dass sieben Achtel Menschlichkeit sich doch gegen das vulkanische Erbe zu behaupten vermochten?<br>	Der Andorianer selbst zeigte bei dem ganzen Spektakel kein Gefühl der Trauer. Im Gegenteil, eine gewisse Verachtung machte sich in ihm breit angesichts der Verschwendung von kostbaren Torpedos. Wenn er ein romulanischer Kommandant wäre, er würde warten bis beide Schiffe ihre Munition aufgebraucht hatten und dann angreifen. – Da, sie taten es schon wieder! Die Antares feuerte erneut einen Torpedo ab, die Enterprise sogar deren zwei. Menschen! Immerhin hatten sie es nun geschafft, nichts mehr von den Trümmern übrig zu lassen außer ein paar Staubpartikeln.<br>Steuermann Ensign Tschernovsky, für den diese Art der Zeremonie wie für Viele der Anwesenden auch absolutes Neuland war,  verfolgte das Geschehen mit einer Mischung aus Faszination und Trauer.<br>Nachdem der letzte Torpedo explodiert war, befahl Caylon allen wegzutreten – allen bis auf Beem.<br>„Ja, Sir?“, fragte dieser neugierig.<br>Caylon wartete, bis auch der letzte von den anderen die Messe verlassen hatte und begann dann zögernd: „Jim, Ihre Rede von vorhin war... sie war beispiellos.“<br>„Ich hoffe doch im positiven Sinne.“<br>„Das war sie. – mal abgesehen von Ihrem letzten Satz.“<br>Der Lieutenant dachte kurz nach. „Sie meinen, als ich Rache geschworen habe.“<br>„Genau. – Ich... Ich hoffe, das war nur so ein Satz... Dahin gesagt, ohne groß darüber nachgedacht zu haben.“<br>„Ich denke immer, bevor ich spreche, Captain“, lautete die ernste Antwort.<br>„Trotzdem möchte ich Sie bitten, jetzt noch einmal über diesen Satz nachzudenken, Lieutenant.“<br>Beem tat es und kam zu dem Schluss: „Ich würde ihn jederzeit wieder so formulieren, Sir.“<br>	Der Captain war zu den Fenstern gegangen. „Sie werden sich also an den Romulanern rächen?“<br>	„Wenn sich mir die Gelegenheit bietet.“<br>	„Und wie sähe diese ‚Gelegenheit’ Ihrer Meinung nach aus?“, fragte Caylon, nachdem er wieder zu seinem Waffenoffizier zurückgekehrt war.<br>	„Nun, das wird sich zeigen, Captain.“<br>	Caylon nickte. „Vielleicht in einer Kampfsituation?“<br>	„Vielleicht, Sir.“<br>	Caylon dachte nach. „Habe ich Ihr Wort, Lieutenant, dass Sie das Schiff keiner unnötigen Gefahr aussetzen werden, nur um Ihren Rachedurst zu stillen?“<br>	Beem zögerte zuerst, antwortete dann jedoch überzeugt: „Das haben Sie, Sir.“<br>	„Gut.“<br>	„Aber wenn die Chance besteht, ein Schiff dieser Bastarde gefahrlos in die ewigen Jagdgründe zu befördern... Ich werde den verdammten Knopf drücken.“<br>	Der Captain sah ihn mit ernster Miene an. „Sie wissen, dass ich Sie so unmöglich wieder an Ihren Posten zurück lassen kann, Lieutenant. – Daher frage ich Sie noch mal: Was tun Sie, wenn Sie die Chance haben, ein Romulanerschiff zu vernichten?“<br>„Ich drücke den Knopf.“<br>„Nein! – Sie werden meinen Befehl abwarten, verstanden?“<br>„War das als Befehl zu verstehen, Sir?“, fragte Beem zögernd.<br>„Davon können Sie ausgehen, Lieutenant!“ Caylons Stimme klang streng, ja beinahe schon wütend. „Also: Was tun Sie, wenn sich Ihnen die Gelegenheit bietet, ein Schiff der Romulaner zu vernichten, Soldat?“<br>„Ich... ich warte auf Ihren Befehl, um diesen dann zu befolgen, Sir.“<br>„Sehr gut, Lieutenant. Wegtreten.“ Doch kurz vor der Tür hielt er Beem noch einmal zurück. „Lieutenant, es tut mir aufrichtig leid um Ihre Crew... Und ich verstehe Ihren Schmerz. – Aber Sie dürfen nicht zulassen, dass er die Kontrolle über Sie erlangt.“<br>Der Waffenoffizier nickte. „Ja, Sir.“, erwiderte er leise.<br>„Das wäre dann soweit alles, Lieutenant.“<br> <br>Kapitel V<br>Müller hatte die Zeremonie bei Weitem nicht so verkraftet wie sie es eigentlich gewollt hätte. Mit tränenüberströmten Gesicht betrat sie ihr Quartier, ließ sich auf ihr Bett fallen und begann laut los zu weinen.<br><br>Die Trauerfeier hatte mehr als nur schmerzhafte Erinnerungen an ihr vorheriges Kommando auf der Explorer, dem zweiten Deep-Space-Prototypen mit der Registriernummer NX-02, wachgerufen. Sie war auch schon damals Chefingenieurin gewesen, allerdings im Rang eines Lieutenant-Commanders. Ein Strahlenleck im Maschinenraum hatte sie beinahe das eigene Leben und das der übrigen Crew gekostet; Reg, einer der Ingenieure, hatte weitaus weniger Glück gehabt und war der tödlichen Theta-Strahlung zum Opfer gefallen. Müller selbst war bei der Abschaltung des Warpkerns schwer verletzt worden... Auch wenn das nur ein Unfall gewesen war, so konnte sie doch besser als vielleicht Andere nachvollziehen was auf der Berman geschehen war und wie Beem sich nun fühlen musste.<br>Doch so elend es ihr jetzt auch ging, sie durfte ihre Pflicht nicht vergessen. Caylon erinnerte sie daran, dass Sie sich an die Entwicklung des Schutzschilds machen sollte und kündigte zu diesem Zweck auch Tuckers Ankunft an, mit dem sie sich im Maschinenraum der Antares treffen sollte.<br>„Verstanden, Captain.“ Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Ich werde gleich kommen.“<br>„Commander, ich habe bemerkt wie sehr Sie die Trauerzeremonie mitgenommen hat. Ich würde Ihnen auch wirklich gerne etwas mehr Zeit geben, um Ihre persönlichen Eindrücke zu verarbeiten, aber...“<br>„Schon gut, Captain. Ich kann und werde meine Pflicht erfüllen. Müller Ende.“<br><br>*<br>Inzwischen hatte die Enterprise an der Antares angedockt und Tucker war an Bord gekommen, um seiner Kollegin bei den Details der Schutzschildrealisierung zu helfen. Denn immerhin war er der erste Ingenieur der Sternenflotte gewesen, der eine stabile Energiebarriere errichtet hatte, um eine fremde Lebensform auf der Enterprise einzudämmen. Doch damals hatte das Kraftfeld lediglich die Größe einer Wand besessen, nun ging es darum, ein ganzes schiff damit einzuhüllen. Da Tucker auch noch auf seinem Schiff gebraucht wurde, musste er sich nach ein paar kurzen Einweisungen schon wieder verabschieden.<br>	„Und vergessen Sie nicht, wenn Sie irgendwelche Probleme mit der Schildharmonik haben sollten...“<br>	„...dann weiß ich, wo ich Sie finden kann, Trip“, ergänzte sie grinsend, „aber ich denke, ich schaffe es schon. Trotzdem danke für das Angebot.“ Sie wollte seine Hilfe nicht noch weiter in Anspruch nehmen; vielleicht fürchtete sie auch, dem leicht flapsigen Charme zum Opfer zu fallen, den Südstaatler so haben sollten und den man vor allem diesem Mann nachsagte.<br>	„Hey, es geht hier schließlich um einen Schutz vor Romulanern. – Und mit etwas Glück auch gegen andere Partikel- und Antimateriewaffen.“<br>	Genau das war es: Die Fähigkeit, auch ernste und wichtige Angelegenheiten auf eine lockere Art anzugehen. Müller hatte diese Weise nicht ganz so drauf, also antwortete sie schlicht mit einem „Hoffen wir es“.<br>	Inzwischen hatten sie die Luftschleuse erreicht; nachdem Müller sie geöffnet hatte, fragte Tucker mit für seine Verhältnisse schon geradezu gespielter Förmlichkeit: „Bitte um Erlaubnis, von Bord gehen zu dürfen.“<br>	Sie nickte und fing mit ebenfalls gespieltem Ernst an: „Erlaubnis ert... Warten Sie noch einen Augenblick, Commander.“ Sie zog die bereits bekannte Visitenkarte aus ihrer Brusttasche und übergab sie dem Ingenieur. „Bei uns hier scheint niemand Interesse an diesen Angeboten zu haben, aber ich dachte bei Ihnen könnte zumindest Dr. Phlox, sofern er nicht schon einen der Jodelkurse besucht hat, etwas damit anfangen!“<br>	Tucker sah sich die Karte grinsend an. „Sieht ja sehr charmant aus... Sagen Sie, wollen Sie diese Dinger jetzt bei jedem Erstkontakt verteilen?“<br>	„Ich habe nur diese eine Karte, obwohl ich einen ganzen Stapel mitnehmen hätte können. Und wie gesagt, bei uns hier an Bord ist niemand ernsthaft daran interessiert.“<br>	„Nun, ein Andorianer in Lederhosen sähe irgendwie auch bescheuert aus... Ich werde das Angebot mal an den Doc weiterleiten, ich denke für solche skurrilen Sachen findet er immer wieder Zeit! – Aber jetzt muss ich wirklich gehen, Commander. Ihre Volksmusiksammlung können Sie mir vielleicht ein andermal zeigen.“<br>	„Ich sammle keine Volksmusik!“, rief sie mit gespielter Entrüstung, „nun gehen Sie schon!“<br>	Sie reichten sich noch grinsend die Hände und Tucker betrat die Enterprise, woraufhin Müller die Schleuse wieder schloss und beide Schiffe sich voneinander entfernten.<br>„Abtrennungssequenz abgeschlossen“, meldete Mestral auf der Brücke.<br>	„Sie haben es gehört, Ensign, setzen Sie einen Kurs auf die Erde. Warp 4,5.“<br>	„Aye, Captain“, erwiderte Tschernovsky und fügte wenige Augenblicke später hinzu: „Kurs gesetzt, warte auf Ihren Befehl!“<br><br>*<br>Für die Romulaner war es nun Zeit zu handeln.<br>	„Commander, beide Schiffe bereiten sich darauf vor, auf Warpgeschwindigkeit zu beschleunigen.“<br>	„Sagen Sie unseren Piloten, sie sollen sich beeilen.“, befahl Romor.<br>	Kurz darauf starteten zwei getarnte Shuttles aus dem getarnten Schiff, von denen jeweils eines die Antares, eines die Enterprise ansteuerte. Letzteres erreichte sein Ziel zuerst und klammerte sich – immer noch getarnt – mit Andockhaken an der oberen Backbordhülle fest. Das andere Romulanershuttle flog auf den Zigarrenrumpf der Antares zu, wo es sich, ebenfalls noch getarnt, festkrallte.<br>	Nur wenige Augenblicke später gingen beide Schiffe auf Warp, nichts ahnend, welche gefährlichen, blinden Passagiere sie mit sich führten.<br><br>*<br>Computerlogbuch der Antares, 03. März 2156. Seit nunmehr drei Tagen sind wir wieder auf dem Rückflug zur Erde. – Commander Müller hat mir unterdessen mitgeteilt, dass die Arbeiten an der Schildvorrichtung nur langsam voran gehen.<br><br>Reed, dem taktischen Offizier auf der Enterprise, fiel als ersten auf dass etwas nicht stimmte: Seine Konsole zeigte einen kurzen, aber deutlich messbaren Energieanstieg auf dem D-Deck, Sektion 12a an. „Er dauerte nur zwei Sekunden, dann war er auch wieder verschwunden.“<br>Archer sah zu Tucker, der an der technischen Station die Anzeigen prüfte. „Trip?“<br>„Laut Computer gibt es keine Fehlfunktionen in diesem Bereich.“<br>„Nimm dir trotzdem ein paar Ingenieure und check das.“<br>„Aye, Captain“, nickte Tucker und aktivierte das Interkom: „Tucker an Murphy und Cale, wir treffen uns auf dem D-Deck, Sektion 12a.“ Nach Murphys Bestätigung verließ er die Brücke mit dem Turbolift.<br><br>Auf dem D-Deck streiften derweil drei Gestalten herum, die dort wirklich nicht hingehörten. Sie trugen grün-bläuliche Anzüge, die an eine Rüstung erinnerten und eindeutig für den Kampf bestimmt waren. Die Visiere ihrer Helme waren von außen undurchsichtig, so dass ihre Gesichter verborgen blieben. Sie hatten Waffen im Anschlag, mit denen keiner freiwillig Bekanntschaft machen wollte. Einer von ihnen sprach im befehlenden Ton „kjumnaih so'ul 'nhaith“, woraufhin alle die angegebene Richtung einschlugen.<br>	Plötzlich wurden Stimmen hörbar, die immer näher kamen. Murphy und Cale befanden sich auf den Weg zu der Sektion, die Tucker ihnen angegeben hatte, und schienen nicht gerade begeistert von dem Befehl den sie erhalten hatten.<br>	„Ich frage mich, was jetzt wieder los ist“, brummte Murphy.<br>	Der erste Romulaner, der auch schon zuvor gesprochen hatte, hob die Hand, flüsterte „'trun vuit!“ und die drei blieben stehen.<br>	„Wahrscheinlich hat Porthos es wieder einmal nicht zu seinem Klo geschafft und er braucht jemanden, um den Dreck wegzuschaffen“, mutmaßte Cale.<br>	„Tja, wir müssen etwas verbrochen haben.“<br>	„Ich habe dir doch gesagt, wir hätten Tucker beim Kartenspielen gewinnen lassen sollen, aber...“<br>	Sie bogen gerade um die Ecke, woraufhin sie sich den drei Romulanern gegenüber sahen.<br>	„Nah’hal!“, befahl der Erste wieder und die anderen beiden hoben ihre Waffen. Wie erwähnt, sie sahen so aus als ob niemand gerne mit ihnen Bekanntschaft machen würde, und ihre Wirkung bestätigte den Eindruck vollkommen: Keine Löcher wurden in die Brust gebrannt, nein, Murphy und Cale lösten sich einfach in Rauch auf.<br><br>„Soeben gab es zwei weitere Entladungen auf dem D-Deck, Sektion 12 a. Diesmal bedeutend stärker. – Sir, es sieht wie ein Waffenfeuer aus!“, alarmierte Reed beunruhigt den Captain.<br>Dieser aktivierte sogleich das Interkom: „Trip, bleib wo du bist, geh auf keinen Fall allein auf’s D-Deck!“<br>„Verstanden, John“, erklang die verwirrte Antwort. „Was ist los?“<br>„Später“, vertröstete ihn Archer und befahl Reed: „Riegeln Sie das D-Deck ab! – Schließen Sie sämtliche Schotts um die Sektionen 9 bis 15!“<br>„Aye, Sir.“ Der Brite fühlte sich ganz in seinem Element und befahl sofort der Sicherheit, auf das D-Deck zu kommen. Dann stand er selbst von seiner Konsole auf und bat um Erlaubnis, sich dem Sicherheitsteam anschließen zu dürfen.<br>„Erlaubnis erteilt“, nickte Archer.<br>Reed verließ die Brücke und T’Pol übernahm die Taktik.<br>„Geben Sie zur Vorsicht taktischen Alarm“, befahl Archer der Vulkanierin und zu Sato gewandt rief er: „Informieren Sie die Antares!“<br><br>Reed versorgte sich in der Waffenkammer mit einer Phasenpistole und einem EM-Gewehr, dann stürmte er in den Turbolift und von dort auf das D-Deck, wo ihn drei Sicherheitsoffiziere erwarteten, die alle nur mit Pistolen bewaffnet waren.<br>Die drei Romulaner befanden sich immer noch in der Sektion 12a; vor einem der nun verschlossenen Schotts angekommen, sprach der Erste: „Afurr. – hyaa-aife!“<br>Die beiden anderen hoben wieder ihre Disruptoren und  wollten schon das Schott sprengen, als dieses sich von selbst öffnete.<br>„Feuer!“, rief Reed, der mit seinen Leuten von der anderen Seite hereinkam. Doch die Anzüge der Romulaner absorbierten die lähmenden Strahlen der Phasenpistolen. Dagegen konnten die Uniformen der beiden Sicherheitsoffiziere, die nun unter gegnerischen Beschuss gerieten, die Disruptorschüsse keineswegs absorbieren.<br>„Rückzug“, befahl Reed und lief mit dem verbliebenen Sicherheitsoffizier zurück, die Romulaner dicht auf den Fersen. Er feuerte sein EM-Gewehr ab, das erfreulicherweise mehr Wirkung zeigte und einen der Romulaner tötete. Dann konnte er gerade noch einen Disruptorschuss ausweichen, der die Wand streifte und die Lampe hinter ihn vaporisierte. Sofort wurde es dunkler im Korridor, was in einem Gefecht nie von Vorteil sein kann (es sei denn, man hatte Nachtsicht- oder Infrarotsensoren). Reed schmiss sich auch prompt auf den Boden, zielte auf die Korridorwand hinter den Romulanern und zerstörte eine Energieleitung. Die Explosion schleuderte die beiden Angreifer durch die Luft, doch ihre Schutzanzüge verhinderten offenbar schlimmere Verletzungen. Nur das Visier eines Romulaners wies einen Riss auf, der allerdings nicht groß genug war, um etwas von seinem Gesicht erkennen zu lassen.<br>Reed rappelte sich auf und eilte zur nächsten Sektion des Decks, wo er sofort das Sicherheitsschott schloss, sobald er und der Sicherheitsoffizier durchgehuscht waren. „Ich schätze, wir sollten Verstärkung holen! – sie bleiben hier und bewachen das Schott, ich werde schnell die Teams einweisen!“<br>„Aye, Sir“, erwiderte der Offizier.<br><br>Die anderen beiden Romulaner standen derweil benommen vor dem soeben verschlossenen Schott und der Erste rief wütend: „Ar’va mnahe hevam!“, was soviel bedeutete wie: „Ich hasse Menschen!“ Er und sein Begleiter feuerten auf das Schott, welches, wenn man die Wirkung der Disruptoren auf Menschen in Betracht zog, schon beim ersten Schuss zumindest ein paar starke Risse bekommen hätte sollen. Aber entweder waren ihre Energiezellen schon auf einem niedrigen Level oder die Schotts waren stabiler als die Romulaner vermuteten.<br>	Auf der anderen Seite des Schotts wurde es dem Sicherheitsoffizier trotzdem ungemütlich; er zog sofort seinen Kommunikator hervor und alarmierte Reed.<br>	„Verstanden, Lang, wir sind gleich bei Ihnen!“, erklang die Antwort aus dem Lautsprecher.<br>	Die Romulaner schienen inzwischen vor dem störrischen Stück irdischer Ingenieurskunst  kapituliert zu haben, auf jeden Fall senkten beide ihre Waffen und der Erste meinte: „Aehhen khru“, woraufhin der andere nickte. Er berührte eine Taste an seinem Anzug und die beiden Eindringlinge lösten sich in einem Transporterstrahl auf. Der Erste tat es ihm gleich, doch statt sich ebenfalls zu dematerialisieren wurde das Sicherheitsschott von einer gewaltigen Explosion aus den Angeln gerissen; es begrub Lang unter sich und eine Feuerwalze fegte durch den Korridor, die das Schiff fürchterlich erbeben ließ.<br>	Der zweite Romulaner war im Shuttle materialisiert und aktivierte den Antrieb. Doch anstatt zu starten, versagte zuerst die Tarnvorrichtung und dann explodierte das Shuttle in einer gewaltigen Explosion, die ein ganzes Stück der Enterprisehülle mit sich nahm.<br><br>*<br>Die Brückenoffiziere der Antares hielten geschockt den Atem an, als sie die Explosion an der Außenhülle der Enterprise sahen.<br>	„Die Enterprise verliert ihren Warpantrieb, Captain“, informierte Tschernovsky Caylon.<br>	„Runter auf Impuls. Bringen Sie uns zur Enterprise“, befahl der Captain seinem Navigator und aktivierte dann das Interkom. „Caylon an Miller, bereiten Sie die Krankenstation auf Verwundete vor.“<br>	„Verstanden, Captain.“<br>	„Brücke an Maschinenraum, halten Sie ein Ingenieursteam für den Notfalleinsatz auf der Enterprise bereit.“ Und Beem befahl er, ein Sicherheitsteam zusammenzustellen.<br>	„Sind schon unterwegs, Captain“, erklang nun Müllers Komm-Stimme.<br>	<br>Im Kontrollzentrum des Shuttlehangars arbeiteten zwei Offiziere, um bei den Startvorbereitungen für den Rettungseinsatz zu helfen.<br>	Zwei Romulaner materialisierten in den bereits bekannten Kampf-Anzügen, bewaffnet mit jenen Disruptoren, mit denen schon diverse Crewmitglieder der Enterprise tödliche Bekanntschaft gemacht hatten. Nun waren es eben jene beiden Techniker, die das schmerzhafte „Vergnügen“ hatten, von den Energieentladungen in ihre Moleküle zerrissen zu werden.<br>	Gerade in diesem Moment öffneten sich die Zugangstüren zu dem Kontrollraum, denen die Angreifer den Rücken zugewandt hatten. Nun aber drehten sie sich um und sahen sich Beem gegenüber. Dieser sprang geistesgegenwärtig durch die noch offenen Türen zurück, doch einer der Romulaner traf ihn an seinem Bein. Es war ein Wunder dass es sich nicht gleich auflöste; vermutlich lag es daran, dass der Schuss ihn nur streifte. Doch das war genauso schlimm wie ein Volltreffer mit einer auf Töten gestellten Phasenpistole; Beem schrie vor Schmerzen auf und fiel bewusstlos zu Boden.<br>	„Vah mnaeri mnean ihir sa’diam?“, fragte der zweite Romulaner und deutete auf den Sicherheitsoffizier.<br>	„Wir nehmen ihn gefangen“, meinte der erste (Der Verständlichkeit halber werden die Worte der Romulaner von nun an gleich übersetzt wiedergegeben).<br>	Der zweite nickte und zog den Bewusstlosen an dessen Füßen zurück in den Kontrollraum.<br>	„Stellen Sie Ihre Waffe auf Betäubung!“, befahl nun wieder der Erste. Es schien, er hatte Gefallen an der nichttödlichen Wirkung der Disruptoren gefunden. So ließen sich immerhin Gefangene machen, die man zum Verhör mitschleppen konnte. Und Geiseln, die einen sicheren Rückzug garantierten.<br>	„Bereiten Sie unser Shuttle vor“, befahl der Erste, nachdem sein Untergebener die Umstellung vorgenommen hatte.<br>	Die Türen öffneten sich erneut und Müller kam mit einem PADD in der Hand herein. Ohne ihre Augen von dem Datenträger zu nehmen, sprach Sie: „Mr. Beem, ich hätte gerne Ihre Meinung zu...“<br>	Der Strahl aus dem Disruptor des zweiten Romulaners streckte sie – Gott sei Dank nur betäubt – nieder.<br>	„Versiegeln Sie die Türen“, knurrte der Anführer. Mehr Gefangene hätten ohnehin nicht in ihr Shuttle gepasst.<br>	„Ich werde es versuchen“, erwiderte der Zweite. Er machte sich an den Konsolen zu schaffen – zum großen Teil blindlings, denn er verstand die Anordnung nicht, doch schließlich schnappten die Türschlösser zum gesamten Hangar hörbar zu. „Erledigt.“<br>	Beem, den sie beinahe vergessen hatten, kam langsam wieder zu sich. Vorsichtig griff er nach den Kommunikator in seiner Ärmeltasche und rief schnell: „Eindringlinge, Shuttle...“<br>	Der zweite Romulaner narkotisierte ihn wieder.<br><br>	„Taktischer Alarm!“, rief Caylon. „Sicherheitsteams in den Shuttlehangar! – Mestral, Sie haben die Brücke!“<br>	„Eye, Sir.“<br>	Caylon verließ die Brücke, besorgte sich aus dem nächst gelegenem Waffenschrank eine Phasenpistole und eilte in Richtung Turbolift.<br>Vor dem Shuttlehangar erwartete ihn bereits ein vollständig versammeltes Sicherheitsteam.<br>„Bericht!“, rief er.<br>„Wer auch immer da drin ist, Captain, sie haben die Türen versiegelt. Es wird etwas dauern, bis wir die Sicherheitssperren umgangen haben.“<br>„Negativ. Wir müssen davon ausgehen, dass sie Lieutenant Beem gefangen halten, wir haben keine Zeit für so was.“<br>„Wir könnten die Tür sprengen und die Eindringlinge so hoffentlich überraschen“, schlug der Sicherheitsoffizier, der soeben Bericht erstattet hatte, vor.<br>Caylon dachte nach. War es das Risiko wert? Was, wenn die Eindringlinge nicht so überrascht wurden wie sie es planten, sondern Beem einfach töteten? Dass sich auch Müller in deren Gewalt befand, wusste er nicht. „Nein“, meinte er schließlich. „Ist es irgendwie möglich, eine Verbindung nach drinnen zu bekommen?“<br>„Wir könnten versuchen, Lieutenant Beems Kommunikator anzufunken.“<br>„Versuchen wir es.“ Der Captain zog seinen Kommunikator. „Caylon an Torlan.”<br>„Ja, Sir?“<br>„Ich werde gleich versuchen, mit den Eindringlingen Kontakt aufzunehmen. Ich bin mir nicht sicher, um wen es sich dabei handelt, halten Sie bitte den Universalübersetzer bereit.“<br>„Verstanden. – Bereit.“<br>„Danke. Stellen Sie mich bitte zu Lieutenant Beems Kommunikator durch.“<br>„Erledigt. – Torlan Ende.“<br>„Nun denn...“, begann der Captain und sprach in den Kommunikator: „Hier spricht Captain Frederick Caylon, ich bin der Kommandant dieses Schiffes.“<br>Nach einer Weile hörte er von dem anderen Ende ein „Fvah?“<br>„Romulaner“, meinte Torlan, der mit dem Hörer im Ohr fieberhaft an den Einstellungen des Übersetzers arbeitete.<br>„Können Sie mich verstehen?“, fragte Caylon.“<br>„Ja“, erklang die übersetzte Stimme des Anführers.<br>„Gut. Mit wem spreche ich?“<br>„Das braucht Sie nicht zu interessieren.“<br>„Was wollen Sie?“<br>„Wir wollen nur sichere Abreise.“<br>„Wenn Sie nur weg wollen, wieso sind Sie dann überhaupt erst an Bord gekommen?“<br>Nach einer Weile antwortete der Romulaner: „Um unseren Auftrag zu erfüllen.“<br>„Und der lautet?“<br>„Das geht Sie nichts an.“<br>Caylon klang nun etwas gereizter. „Wenn es um mein Schiff geht, bin ich sehr wohl der Meinung, dass es mich etwas angeht.“<br>„Ich denke, Sie sind nicht in der Lage, Bedingungen zu diktieren. Wir haben zwei Ihrer Besatzungsmitglieder in unserer Gewalt.“<br>„Dann frage ich Sie jetzt noch mal: Was wollen Sie?“<br>„Das wissen Sie.“<br>„Ich werde auf keinerlei Bedingungen eingehen, bevor ich nicht meine Crewmitglieder gesehen habe.“<br>„Sie gehen auf unsere Bedingungen ein, oder Sie werden Ihre Crewmitglieder niemals wieder sehen“, entgegnete der Romulaner, den die Unterhaltung allmählich zu langweilen anfing. „Unser Shuttle befindet sich nicht weit von unserer Position.“<br>Caylon seufzte resignierend. „Wir werden Sie nicht aufhalten...“<br>„Eine weise Entscheidung, Captain. – Wir werden schneller wieder weg sein, als Sie es merken.“ Er klappte den Kommunikator zu und zerstörte ihn dann mit seinem Disruptor. „Munean haviua diiver sa’munevher“, meinte er dann zu seinem Kameraden, welcher nickte. „Anhelae vectau!“, rief der Erste nun.<br>Der zweite Romulaner nickte erneut und holte eine kleine Vorrichtung aus seinem Anzug, die er an die Zugangstüren zum Kontrollraum heftete. Dann drückte der erste einen Knopf an seinem Raumanzug und beide Eindringlinge wurden samt der zwei Geiseln weggebeamt.<br><br>An der Taktik gab es wieder einen Alarm und der Wissenschafts-Offizier stand vom Kommandosessel auf um nachzusehen, was an der nicht besetzten Konsole vor sich ging. „Mestral an Captain Caylon.“<br>„Sprechen Sie.“<br>„Sir, es hat soeben einen Energieanstieg im Shuttlehangar gegeben. Ich würde sagen, es handelte sich um einen Transporter-Strahl.“<br>„Verstanden“, erwiderte Caylon und wandte sich an den Sicherheitsoffizier: „OK, sprengen Sie die Tür. Wir gehen rein!“<br>Der nickte und ging mit seinem Team in Stellung. Mit ihren EM-Gewehren zerstörten sie die Tür und er selbst, Caylon sowie drei Sicherheits-Offiziere betraten den Hangar mit gezogenen Waffen. „Klar“, meinte er knapp, nachdem sie alles gesichert hatten.<br>Caylon sah zum Kontrollraum herauf; durch das Fenster konnte er sehen dass er allem Anschein nach leer war, doch der Sicherheitsoffizier meinte dass es besser sei, das zu überprüfen.<br>Also stiegen Caylon und der Offizier die Leiter hoch, während die drei Sicherheits-Offiziere zurückblieben.<br>„Der ist leer“, meinte der Sicherheitsoffizier, nachdem er den Kontrollraum betreten hatte.<br>Nun kam auch Caylon herein. Obwohl der Mann von der Sicherheit ein paar Sekunden länger anwesend war, fiel dem Captain als ersten das Päckchen auf, das die Romulaner an der Tür angebracht hatten. „Was ist das?“, fragte er und deutete darauf.<br>„Sieht wie irgendeine Art von Anzeige aus“, meinte der Sicherheitsoffizier nach einem Blick auf die im Sekundentakt wechselnden Anzeigen.<br>Caylon nickte; er holte seinen Scanner aus einer der Uniformtaschen und hielt ihn an das kleine Objekt. „Oh Mist!“<br>„Was ist?“<br>Caylon zeigte auf das Display des Scanners, wo die Übersetzung der romulanischen Schriftzeichen zu sehen war. Es handelte sich um einen Countdown:<br>0:05 – 0:04 – 0:03 – 0:02...<br> <br>Kapitel VI<br>Die Anzeige erreichte die „0:01“ und alles löste sich in einem grün-orangenen Feuerball auf.<br>Augenblicke später begannen Caylon, der ihn begleitende Sicherheitsoffizier und ein weiterer Offizier auf der Transporterplattform zu materialisieren, die wie der Rest des Schiffs von der gewaltigen Explosion durchgeschüttelt wurde. Es dauerte ganze zehn Sekunden, bis sie vollständig rematerialisiert waren.<br>Der Sicherheitsoffizier schrie verwirrt und Caylon starrte vor sich hin. „W... was war das?“<br>Mestral stand hinter der Transporterkonsole. „Knapp! Wir haben zwei verloren“.<br>„Und gerade wohl einen dritten!“, rief Caylon schockiert, als der Mann hinter ihnen – einer von den drei Sicherheitsleuten – zusammenbrach.<br>Mestral ging zum Interkom und alarmierte die Krankenstation. Dann begab er sich zu den anderen beiden, die bereits beim gestürzten Kameraden verweilten. Von Nahem betrachtet sah es aber so aus, als gäbe es keine Hoffnung mehr: Caylon konnte keinen Puls mehr fühlen, das Gesicht war entstellt, ein Arm verstümmelt und es sah so aus als ob diverse Organe außen statt im Körperinnern materialisiert waren. Blut spritzte an die Wand der Transporterkammer und breitete sich in einer Lache unter dem Verunglückten aus.<br>Caylon ging zum Interkom und rief: „Captain an Krankenstation: Kommen Sie nicht zum Transporter... Es ist zu spät.“<br>„Hier Dr. Miller... Verstanden, wir haben hier genug zu tun!“, kreischte es schon beinahe vor Hektik aus dem Lautsprecher.<br>Der Sicherheitsoffizier übergab sich, während eine weitere Stimme aus dem Komm-System erklang: „Torlan an Sir... Captain, kommen Sie schnell auf die Brücke! Sie werden benötigt!“<br>Caylon hielt inne. Der erste Einsatz und schon drei Tote, wenn nicht gar noch mehr Verletzte, Beem und noch ein Crewmitglied in der Gewalt der Romulaner...<br>Mestral kam auf ihn zu. „Es scheint, dass einige Metallsplitter den Transport gestört haben. Alles ist durcheinander geraten durch ihre magnetische...“<br>„Danke... Kommen Sie, wir gehen auf die Brücke.“ Zum Sicherheitsoffizier meinte er: „Lassen Sie ihn hier liegen, oder... tun Sie, was Sie für richtig halten... Ich werde jemanden schicken, der das hier aufwischt.“ Er deutete auf das Erbrochene, das bereits begonnen hatte sich mit dem Blut des Verunglückten zu mischen.<br>„Dieser Mann war mein Freund...“, erwiderte der Offizier tonlos.<br>„Ja.... Ich werde ihn...“ Caylon sprach nicht weiter und ging.<br><br>Auf dem Weg zur Brücke erfuhr er, wer die zweite Geisel der Romulaner war: Commander Müller. Schlagartig sank seine Stimmung noch weiter. Nachdem er den Turbolift verlassen hatte, erkundigte er sich zunächst leise, was vorgefallen sei.<br>	„Soll das ein Witz sein?“, rief Torlan, „ich nehme an, Sie haben gemerkt, was gerade passiert ist!“<br>	„Ja, das habe ich! Hautnah!“, entgegnete der Captain nun ebenfalls aggressiv.<br>	„Entschuldigung... Captain Archer von der Enterprise ruft uns.“<br>	„Legen Sie den Ruf in meinen Raum!“ Caylon verließ die Brücke.<br><br>Das Bild war stark verrauscht, aber man konnte dennoch die lange Wunde erkennen, die Archers Stirn zierte. „Frederick, wir haben ein Problem!“, begrüßte er seinen Amtskollegen.<br>	„Dem stimme ich zu. Es ist sogar mehr als eins! Was genau ist passiert?“<br>	„Die haben ihr Schiff, das sie an unserer Außenhülle angedockt hatten, in die Luft gesprengt!“<br>	„Kommt mir bekannt vor! Bei uns war es eine Bombe! Und Lieutenant Beem und mein Chefingenieur wurden als Geisel genommen. – Wir müssen da Schiff aufspüren, von dem die Shuttles kamen!“<br>	„Als Geisel? Verdammt! – Konnten sie fliehen?“<br>	„Ich weiß es nicht, aber es ist zu vermuten... Veni, vidi, vici! Ironisch, nicht wahr? Wie bei den alten Römern siegen diese Romulaner!“<br>	„Ich würde es nicht als Sieg bezeichnen“, widersprach Archer, „ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass ihr Auftrag lautete, Amok zu laufen! Sie hatten etwas vor – und wir haben sie dabei gestört...“<br>	„Nur was? Was hatten sie vor?“<br>	„Wenn Sie mich fragen, dann wird es Zeit, dass wir etwas mehr über diese Romulaner erfahren! Wir wissen weder, wie sie aussehen, noch können wir ihre Sprache sprechen! Sie könnten wie Elefanten aussehen – und wir würden es nicht wissen! Sie sind wie ein imaginärer Feind...“<br>	„Aber ziemlich real... Ich habe ein ungutes Gefühl... Als ob die uns aus einem bestimmten Grund auf den Fersen sind“, bemerkte Caylon nachdenklich.<br>	„Ich... habe da eine Befürchtung... Ich werde versuchen... gewisse Quellen anzuzapfen, sobald wir wieder auf Warp gehen können!“<br>	„Wir schicken euch ein Reparaturteam, damit es schneller geht.“<br>	„Gut, wir können es gebrauchen! Immerhin ist unser Schiff älter!“<br>	„Ja, ganze fünf Jahre!“, meinte Caylon mit einem Hauch von Schmunzeln.<br>	Da erschien ein kleines Fenster am linken oberen Rand von seinem Bildschirm, in dem der Andorianer zu sehen war. „Torlan an Captain. Könnten Sie… bitte auf die Brücke kommen?”<br>	„Selbstverständlich.“ Er schloss das kleine Fenster und verabschiedete sich noch von Archer: „Machen Sie’s gut, John! Wir sprechen uns noch, nehme ich an?“<br>	„Ja, ich denke schon! Archer Ende.“<br><br>Wieder auf der Brücke angekommen, nahm Caylon erst richtig die Techniker war, die eifrig dabei waren, diverse Konsolen und Lampen zu reparieren. Die Enterprise hatte auf ihrem Jungfernflug keine so großen Schäden genommen... Ihn hätte es nicht verwundert, wenn die Romulaner tatsächlich wie Elefanten aussahen – auf jeden Fall benahmen sie sich wie solche im Porzellanladen. „Was ist passiert?“, wollte er von Torlan wissen.<br>	„Fragen Sie unseren Hightech-Computer!“<br>„Bitte?“<br>	„Ich nehme an, er meint mich“, entgegnete Mestral.<br>	Caylon ging auf seinen Wissenschaftsoffizier zu.<br>	„Es sind gute Nachrichten“, fuhr dieser fort.<br>	„Erinnern Sie mich daran, einen Strich im Kalender zu machen!“<br>	„Ich werde dran denken!“, meinte Mestral lächelnd. „Also, Folgendes: Ich dachte, es wäre ganz praktisch zu wissen, wo dieses Shuttle hin ist, oder ob es überhaupt ein Shuttle gab.“<br>	Die Neugier der anderen Führungsoffiziere war nun geweckt. Torlan, Tschernovsky und die gerade herein gekommene Dr. Miller kamen näher.<br>	„Puh... Alle gesund oder verarztet?“, fragte letztere.<br>	Torlan meldete sich. „Mein linker Fühler ist... ein wenig... taub. Ich ver... verstehe, dass Sie beschäftigt sind, aber...“<br>	„Keine Sorge... Ich werde mich nachher darum kümmern“, meinte sie, während sie sich über Mestrals Konsole beugte.<br>	„Danke!“<br>	„Nun, was ist los?“, fragte Tschernovsky.<br>	„Das wollte ich gerade erklären, aber Sie stehen leider alle im Licht!“<br>	Die Offiziere sahen sich an und wichen bis auf den Captain alle einen Schritt zurück.<br>	„Also“, fuhr Mestral fort, „ich habe es geschafft, durch das Aussenden von EM-Strahlung Plasmateilchen um uns herum im Raum aufzuheizen. Ich habe Ensign Tschernovsky gebeten, entlang dieser Spur zu fliegen. Einige Teilchen sind durch seinen ziemlich rasanten Flugstil verschoben worden...“<br>	Ensign Darius Tschernovsky sah sich betont unschuldig um.<br>	„...aber nach etwa zwei Kilometern war der Kurs geradlinig. Jetzt ist nur noch die Frage, wohin er führt...“<br>	„...und ob das, was da war, auch jetzt noch dort ist“, ergänzte Miller.<br>	„Sehr scharfsinnig!“, meinte Torlan ironisch.<br>	„Nicht jeder ist ein barbarischer Jäger, Mr. Torlan!“<br>	„Beleidigen Sie mein Haus nicht!“<br>	„Ms. Miller, nicht aufregen!“, ermahnte sie Caylon. Und zu Torlan gerichtet sagte er: „Wir sind alle ganz ruhig!“<br>	„Auch wenn das ziemlich schwer fällt!“, bemerkte Tschernovsky.<br>	„Sprechen Sie!“, forderte ihn der Captain auf.<br>	Der Navigator wurde ziemlich verlegen. „Nun ja... äh... ich meine... Also, zwei unserer Leute sind gefangen, drei weitere tot... Und wir wissen nichts über unseren Feind.“<br>	„Genau, und deshalb ist er auch nicht unser Feind. Ein Gegner wird erst dann zum Feind, wenn man ihm in die Augen blicken kann.“ Zunächst leiser fügte er hinzu: „Und dafür werde ich sorgen... – Alle Mann auf ihre Stationen! – Doktor, ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie Überstunden machen könnten.“<br>	„Wie Sie wünschen. Ich muss sowieso noch die Krankenstation reinigen! Alles ist staubig und dreckig...“<br>	Während die Ärztin ging, sahen sich die anderen Führungsoffiziere belustigt an.<br>	„Ensign, ich möchte, dass Sie entlang der Pasmaspur fliegen, nur mit Manövrierdüsen“, befahl der Captain Tschernovsky. „Mr. Mestral, suchen Sie auf allen Bändern, Frequenzen und was es sonst noch so gibt nach allem, was hier nicht sein sollte und verdächtig erscheint. – Torlan, Sie kommen mit mir. Wir treiben einen vorübergehenden Taktischen Offizier auf und werden uns die Videoaufzeichnungen ansehen. Vielleicht können wir mit ein paar Tricks unsere Feinde erkennen.“ Kurz vor dem Turbolift gab er noch eine letzte Anweisung: „Mr. Mestral, Sie haben das Kommando!“<br><br>*<br>Man hätte meinen sollen, das Hangardeck sei samt der darin befindlichen Shuttles vollkommen zerstört worden. Dem war aber nicht so, lediglich der Kontrollraum war zu Metallstaub geworden, die Shuttles selbst hatten nur ein paar rußgeschwärzte Flecken abbekommen. Genau genommen war fast die gesamte Außenhülle von Ruß überzogen, mit ein paar mehr oder weniger blanken Stellen dazwischen. Aber sie hielt noch. Metall war eben stabiler als Fleisch und so konnte die Antares ein Reparaturteam schicken, das die Leute unterstützte, die in ihren bronzefarbenen Raumanzügen auf der Außenhülle der Enterprise am Werkeln waren. Ein Großteil der auf der Antares verbliebenen Techniker kümmerte sich derweil um den Shuttlehangar; es war fast ein kleines Wunder, dass die Fähre vorhin durch diesen Trümmerhaufen gekommen war. Aber wie gesagt, den meisten Schaden hatte der Kontrollraum abbekommen. Und irgendwie schien es Einigen auch Spaß zu machen, im Vakuum des luftleeren Hangars zu arbeiten. Sie fühlten sich wie richtige Astronauten. Nun, streng genommen herrschte dort kein Vakuum, denn die Abschottung war transparent und hielt die Luft im Innern fest. Trotzdem trauten sie diesem Anblick nicht so ganz; es wirkte fast wie ein Aberglaube, dass etwas, das man nicht richtig sehen konnte, auch keinen ausreichenden Schutz vor der Kälte des Weltalls bot.<br><br>Caylon und Torlan befanden sich derweil auf den Weg zum Computerraum. Der Andorianer war hochzufrieden, denn er hatte dem Captain soeben den Vorschlag unterbreitet, in Beems Abwesenheit vorübergehend als Taktischer Offizier zu arbeiten. Und Caylon hatte zugestimmt! Es war zwar denkbar dass er immer noch unter den Auswirkungen der Explosion und des Nottransports litt, aber andererseits erschien es irgendwie auch logisch, einen Andorianer an der Taktik zu haben. Caylon selbst hatte mit einigem Erstaunen gehört, wie Torlan den Lieutenant von der Berman beim Vornamen genannt hatte. Doch war es ein Wunder, dass sich ein irdischer Sicherheitsoffizier, der dreizehn Kameraden verloren hatte und nun auf Rache aus war und ein von Natur aus aggressiver Blauhäuter mit Antennen so gut miteinander verstanden? Wohl kaum. Eigentlich hätte der Captain den Andorianer nun schwören lassen müssen, kein romulanisches Schiff ohne seinen ausdrücklichen Befehl in die Luft zu jagen, aber sie waren nun beim Computerraum angekommen.<br>	„Captain, welch eine Ehre!“, rief der orientalisch aussehende Lieutenant-Commander, der für die Datenverarbeitung zuständig war.<br>	„Mr...“<br>	„Benjur Al’Seen!“<br>	„Ach, Sie haben den Maschinenraum übernommen, richtig?“<br>	„Ja, das stimmt. In einem Notfall übernehme ich dort.“<br>	„Dann haben Sie alles richtig gemacht, denn dies ist ein Notfall. – Wir müssen uns die Sicherheitsaufzeichnungen des Shuttlehangars ansehen.“<br>	„Ich verstehe. Das Loch in den Raum ist ganz schön groß, es ist eine gigantische Aussicht. Gott sei Dank haben wir den Bereich mit durchsichtigen Schotten absichern können. Es wird Zeit, dass das Kraftfeld überall eingesetzt wird.“<br>	„Keine Sorge, der Fortschritt wird auch uns noch erreichen. Ich hoffe, Ihre Bildbearbeitungsprogramme sind da schon weiter voraus.“<br>	„Sie werden staunen!“, meinte Al’Seen.<br>	Torlan, der bislang den zylindrischen Computerkern mit seinen bläulich leuchtenden Leitungen bestaunt hatte, wandte seinen Blick nun der Konsole zu, an der der Araber arbeitete.<br>	„Kann man hier auch auf meine persönlichen Logbücher zugreifen?“, fragte Caylon mit einem Hauch von Unbehagen.<br>„Nein“, lachte Al’Seen, „die sind auf Ihrem persönlichen Computer drauf.“<br>	„Da bin ich ja beruhigt.“<br>	„Da sind ja diese Bastarde!“, entfuhr es Torlan, als auf dem Bildschirm zwei Romulaner in Kampfanzügen erschienen.<br>	Al’Seen blickte ihn zweifelnd an, er war mit dem Temperament des Austauschoffiziers noch nicht so gut vertraut.<br>	„OK, ... Halten Sie das Bild an. Versuchen Sie mal den Vorderen ranzuzoomen.“, befahl der Captain, den Ausbruch des Andorianers willentlich ignorierend.<br>	Der Kopf des scheinbar führenden Romulaners erschien nun in Großaufnahme, doch von dem Gesicht konnte man in diesem Stadium der Darstellung noch nicht die Spur erkennen.<br>	„Da ist er...“, murmelte Caylon.<br>	„Aber, wenn ich das sagen darf... viel bringen tut uns das nicht.“<br>	„Nein, aber nun können wir ihm in die Augen blicken...“, meinte Torlan.<br>	„Noch nicht“, dämpfte der Captain die Erwartungen seines neuen Taktischen Offiziers. Al’Seen fragte er: „Können Sie eine Art von Infrarotmessung vornehmen... Ich will sehen, wer sich hinter diesem Visier befindet. Wie sie aussehen...“<br>	„Das wird schwer. Es scheint kein richtiges Visier zu sein, mehr eine Art innerer Bildschirm... vermute ich. Aber ich versuche es...“<br>	Ein paar Sekunden später nahm das Bild die für ein sichtbar gemachtes Infrarotspektrum typische Farbzusammensetzung an: Blaue, orangefarbene, Flächen zu denen sich auch noch grüne und gelbe gesellten.<br>	„Ich habe ein Wärmebild erzeugt“, erklärte der Informatiker, „unsere Kameras können alles. Aber, nun ja, viel sehen wir da nicht...“<br>	„Wir müssen durch das Visier blicken... Versuchen Sie’s mal mit Restlichtverstärkung... Irgendwas dringt doch da durch...“<br>	Al’Seen kam der Aufforderung des Captains nach und zoomte das Visier heran. Es erschien nun in grünen Tönen, und man konnte in der Tat ein paar schwache Konturen erkennen, oder vielmehr erahnen. „Das hat auch nicht viel gebracht... Immerhin wissen wir, dass sie humanoid sind!“<br>	„Hellen Sie das Bild auf und erhöhen Sie den Kontrast!“<br>	Die Konturen wurden nun etwas schärfer. Eindeutig ein Humanoide, aber das war auch schon alles.<br>	„Was ist denn das?“, fragte Caylon, konzentriert und fast ein wenig enttäuscht auf den Monitor starrend.<br>	Torlan beugte sich noch weiter zum Bildschirm vor. „Ich weiß es nicht. Das könnte alles sein, vom Andorianer bis zum Suliban...“<br>	„Ja, aber wie sehen Sie nun aus? – Versuchen Sie mal den anderen Romulaner, der sich links von ihm befand, zu identifizieren!“<br>	„Wie Sie wünschen...“ Al’Seen zoomte wieder heraus und nahm den anderen Eindringling unter die Lupe, wiederholte sämtliche vorangegangenen Prozeduren, doch das Ergebnis war nicht viel befriedigender. Der Computerspezialist dachte eine Weile lang nach, dann meinte er: „Vielleicht haben wir mit den Aufzeichnungen von der Enterprise mehr Glück.“<br>	„Hoffen wir es...“<br>	Die Kommunikation auf der Brücke war von einem Lieutenant besetzt; er stellte eine Verbindung zum Computerkern der Enterprise her und schon bald darauf sah sich Al’Seen deren Romulaner-Aufzeichnungen an. „Das sieht ja schon mal viel versprechend aus! Bei denen waren gleich drei Stück zu Besuch. Ich bin erstaunt, deren Kameras scheinen ebenfalls auf dem neuesten Stand zu sein...“<br>	„Hätten Sie bei Commander Tucker und Lieutenant Reed auch etwas anderes erwartet?“<br>	„Nun ja, in fünf Jahren kann sich Einiges ändern...“ Der Arabischstämmige nahm sich einen Romulaner nach dem anderen vor, ebenfalls ohne allzu großen Erfolg. Er spulte ein paar Bilder weiter vor, wo es dunkler wurde, nachdem einer der Romulaner eine Lampe im Korridor zerstört hatte. Da waren es auch nur noch zwei von ihnen, wie es schien waren ihre Chancen, doch noch ein brauchbares Bild des Gegners zu bekommen gleich Null. Al’Seen spielte die dunkleren Szenen mit Restlichtverstärkung ab, was zu einem schmerzhaften Weiß führte, als die Energieleitung hinter den verbleibenden Romulanern explodierte. Schnell wurde die Lichtverstärkung für diesen Teil der Aufzeichnung heruntergefahren.<br>	Torlan wirkte sichtlich beeindruckt. „Dieser Mann, der die Leitung zerstört hat... War das Lieutenant Reed?“<br>	„Sieht ganz so aus“, bestätigte der Computerspezialist.<br>	„Der Kerl ist mir irgendwie sympathisch... Immerhin hat er es geschafft, mehr gegen diese Dreckskerle zu unternehmen als wir!“<br>	„Und dafür haben sie auch gleich ihr Shuttle in die Luft gesprengt“, ergänzte Caylon tonlos.<br>	„Nun ja, wie sagt man doch auf der Erde so schön... Wo gehobelt, wird, da...“<br>	„Das könnte es sein!“ Al’Seens Ausruf wandte ihre Aufmerksamkeit wieder den Sicherheitsaufzeichnungen zu.<br>	„Was haben Sie?“<br>	„Das Visier des einen Romulaners bekam durch die Explosion einen Riss!“ Er hatte den betreffenden Kopf bereits isoliert und herangezoomt. Ganz konnte man das Gesicht auch mit der nachfolgenden Infrarot-, Restlichtverstärkungs- und Kontrastverbesserungsaktion sichtbar machen, aber immerhin konnten sie eine Augenbraue erkennen. „Ihre Hautfarbe scheint etwa der der Menschen zu entsprechen... Und der von noch ein paar Dutzend oder hundert anderen humanoiden Rassen“, bemerkte der Informatiker, nachdem er die Infrarotdarstellung durch ein kontrast- und helligkeitsverstärktes Originalfarbenbild ersetzt hatte.<br>	Caylon und Torlan starrten diese Darstellung genau an.<br>	„Was ist?“, fragte Al’Seen verwundert, der außer der Augenbraue (vielmehr nur zwei Drittel davon) und ein paar umgebende Millimeter Haut nichts weiter von Bedeutung erkennen konnte.<br>	„Nichts... Ich dachte nur gerade, ich hätte noch etwas erkennen können“, meinte der Captain.<br>	Doch genau diese Augenbraue schien der Schlüssel zu sein: Torlans Fühler hatten nervös zu zittern angefangen, seit er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Und nun begannen sie wie wild zu zucken... <br>	„Was ist los?“, fragte Al’Seen beunruhigt, „sind Ihre Antennen so eine Art eingebauter... Wünschelrute, die bei bestimmten optischen Reizen ausschlägt?“<br>	„Ich... weiß es nicht, eigentlich kann das gar nicht sein... Mein Linker Fühler wurde bei der Explosion im Hangar in Mitleidenschaft gezogen, das muss es sein! – Also nun mal ehrlich, was wissen wir schon? – Gar nichts!“<br>	Caylon nickte und befahl dem Computerexperten, die Ergebnisse zu speichern und erklärte die Datenanalyse für offiziell beendet.<br><br>Torlan hatte es mit einem Mal eilig, in sein Quartier zu kommen. Doch mitten auf dem Weg dorthin machte er kehrt und begab sich zur Krankenstation. Er wollte nicht, dass diese Menschenärztin ihn anrührte, aber mit Fühlerverletzungen war nicht zu spaßen. Er hatte gehört, dass vor allem ältere, ganz selten aber auch jüngere Andorianer, Antennenrheuma bekamen, was zu extremer Eingeschränktheit der Antennenbewegungen bis hin zur völligen Steifheit führen konnte. Das Zucken seiner Fühler soeben im Computer- und Datenverarbeitungsraum war ziemlich schmerzhaft gewesen, die Behandlung ließ sich nicht länger aufschieben.<br> <br>Kapitel VII<br>Auf der Enterprise gingen die Reparaturen etwas langsam, aber zügig voran. Captain Archer betrat gerade die Krankenstation, um seinen Kopf hatte er ein seltsames Gebilde geschlungen, das sowohl an einen Verband als auch an etwas Lebendiges erinnerte. Zumindest bewegte es sich, was ein normaler Verband nicht tun sollte. Immerhin regte sich das, was der Doktor ihm um die Brust geschlungen hatte, nicht auch noch.<br>	„Ah, Captain, was machen Ihre Verletzungen?“ Phlox schien selbst in einer Krisensituation wie dieser nicht die gute Laune zu verlieren. Und das obwohl bei der Explosion auch die Krankenstation in Mitleidenschaft gezogen worden war.<br>	„Die gebrochenen Rippen spüre ich gar nicht mehr, und am Kopf habe ich ein grässliches Jucken...“<br>	Der Denobulaner lächelte. „Dann wirkt der Speichel der Feridan-Maden. Widerstehen Sie dem Drang, sich zu kratzen oder den Verband abzunehmen. Wenn Sie sich kratzen, zerdrücken Sie womöglich die Maden und sie schütten im Todeskampf ein Sekret aus, das zu starken Halluzinationen führen kann.“<br>	„Na toll, können Sie mir nicht wenigstens einmal etwas verschreiben, das nicht mit irgendwelchen Tieren zu tun hat? Ich glaube kaum, dass Dr. Miller auf der Antares einen vergleichbaren Zoo hütet wie Sie hier.“<br>	„Das dürfte Sie in der Tat nicht. Ich hatte das Vergnügen, die Dame auf der Erde mal kurz kennen zu lernen; sie ist nett, aber ihr Hang zur Überpünktlichkeit und klinischen Sterilität auch im hintersten Winkel des Schiffs erscheint mir doch ein bisschen zu arg ausgeprägt. Das liegt wohl daran, dass sie noch jung ist, noch keine 30. Ich hoffe, sie wird sich in dieser Hinsicht noch zum Positiven ändern. Nicht dass ich etwas gegen Sauberkeit hätte, gerade ich als Arzt lege großen Wert auf die Reinheit meines Arbeitsplatzes und der Patienten. Aber schade fand ich es schon, wie  sie bei der Erwähnung all meiner nützlichen Tierchen das Gesicht verzog.“<br>	„Ganz so übel ist die Sternenflottenmedizin auch nicht, Sie selbst praktizieren Sie ja ebenfalls zu einem Teil! – Sagen Sie, wie schaffen Sie es, in einer Lage wie dieser nicht Ihre Laune zu verlieren? Immerhin wurden bei der Explosion auch ein paar Ihrer Tiere getötet!“<br>	„Der Verlust trifft mich in der Tat, aber er dürfte leicht wieder wett zu machen sein, ganz im Gegensatz zu den Crewmitgliedern, die durch die Hand der Romulaner ums Leben kamen! – Sie haben Recht, eigentlich müsste ich wütend sein. Und ich bin es auch. Aber dann denke ich wieder daran, welche gefährlichen Situationen wir schon durchgestanden haben, und bei den meisten davon waren wir allein! Jetzt haben wir das modernste Raumschiff der Sternenflotte an unserer Seite, gewiss, es wurde auch beschädigt, aber wir werden es schon schaffen. Optimismus, Captain!“ Phlox setzte wieder sein legendäres Grinsen auf, das vor fünf Jahren zum ersten Mal für eine Hebung von Archers Gemüt gesorgt hatte. Nur diesmal verschwand es wieder schneller. „Na, immerhin wurden Sie dieses Mal nicht schon wieder entführt. Haben Sie eigentlich mitgezählt, wie oft Sie schon insgesamt in Gefangenschaft gerieten?“<br>	Archer lächelte leicht gequält. „Ich habe es irgendwann aufgegeben... Aber ich sage Ihnen, ich würde mich liebend gern noch hundert Mal entführen lassen, wenn ich dadurch den Tod all dieser guten Leute verhindern hätte können... Auf der Antares kam ein Crewmitglied bei einem teilweise fehlgeleiteten Nottransport ums Leben, das dürfte wohl kein schöner Anblick gewesen sein...“<br>	„Schreckliche Angelegenheit. Eigentlich ist es ein Wunder, dass die Moleküle in den meisten Fällen wieder genauso zusammengesetzt werden wie sie vor dem Beamen waren... Captain, ich muss Sie tadeln: Sie haben es soeben geschafft, meine Stimmung zu einem erwähnenswerten Grad zu dämpfen.“<br>	„Tut mir leid, Phlox... Willkommen im Club!“<br><br>*<br>Auch auf der Antares fand ein Treffen von Bordarzt und Captain statt: Caylon saß gerade in seinem Bereitschaftsraum und war in mehrere PADDs vertieft, als Dr. Miller hereinkam. Phlox hatte Recht gehabt was ihren Hang zur peniblen Reinlichkeit anging: Bevor sie sich setzte, wischte sie den teilweise nicht einmal wirklich vorhandenen Staub weg.<br>	„Stimmt etwas nicht?“, fragte Caylon belustigt, „der Stuhl ist gerade mal ein, zwei Monate alt!“<br>	„Mag sein... Wie oft putzen Sie hier?“<br>	Der Captain konnte nicht glauben dass sie das ernst meinte. „Sind Sie mein Schiffsarzt oder gehören Sie zum Reinigungspersonal der Werft? Wir sind im kalten und gefährlichen Weltraum unterwegs, zwei Crewmitglieder wurden von fast unbekannten Außerirdischen entführt und Sie denken offenbar jede Sekunde an Putzen und Staubwischen!“<br>	„Nun ja, mit so primitiven Mitteln...“<br>	„Was wollten Sie?“ Caylons anfängliche Amüsiertheit schlug in gereizte Ungeduld um.<br>„Ja, weshalb ich gekommen bin... Und zwar hat Mestral mir diesen Vorschlag unterbreitet und ich halte seine Durchführung durchaus für durchaus realistisch. Wenn ich in der Lage wäre, eine Hautprobe oder so etwas von einem Romulaner zu bekommen, könnte ich mithilfe eines DNS-Scans eine Art von... Antlitz extrapolieren. Wir könnten dann den Computer anhand von unserem Erbgut darstellen und berechnen lassen, wie die Romulaner wohl aussehen...“<br>„Da gibt es aber ein kleines Problem... Die Romulaner hatten Kampfanzüge oder so was in der Art. Wir haben keine Chance, an Hautpartikel zu gelangen. Es sei denn... Auf der Enterprise wurde das Visier des einen beschädigt, aber der Riss war zu klein um etwas erkennen zu können, und selbst wenn dadurch eine winzige Schuppe gerieselt sein dürfte, so wurde sie bei der folgenden Explosion zerstört.“<br>„Mir würden auch sämtliche anderen Gewebezellen zusagen... Wo Sie gerade von der Enterprise und der Explosion dort sprechen, hatte einer der Romulaner sich nicht... nun ja...“<br>„In die Luft gesprengt?“, beendete Caylon den Satz.<br>„Solch eine Ausdrucksweise wollte ich eigentlich vermeiden...“<br>„Wäre möglich, dass wir vielleicht etwas finden würden, aber wir haben Wichtigeres zu tun. Sobald die Enterprise wieder einigermaßen okay ist und von hier weg kann, müssen wir weiter...“<br>„Ich könnte doch noch eben...“<br>„Nein!“<br>„Aber ich dachte...“<br>„Wir werden noch genug Gelegenheiten haben, die Romulaner ohne Masken zu sehen. Da bin ich mir fast sicher.“<br>„Wie Sie meinen.“ Die Enttäuschung war Dr. Miller deutlich anzumerken.<br>„Doktor!“<br>Doch sie wollte nicht mehr mit sich reden lassen. In dem Moment als sie den Raum verließ betrat ihn Torlan, welcher der Ärztin zögernd zunickte.<br>„Wir haben so etwas wie Türsignale an Bord“, wies Caylon den Andorianer zurecht, als dieser vor seinem Schreibtisch stand.<br>„Es war doch offen“, lautete die trockene Antwort.<br>„Vor wem haben Sie eigentlich Respekt?“<br>„Vor meinem ehrenwerten Vater und... eventuell noch vor Ihnen, was sich aber noch herausstellen wird.“<br>„Sehr gut. Was kann ich für Sie tun?“<br>„Was haben wir da auf diesen Kameraaufzeichnungen gesehen?“<br>„Waren Sie nicht dabei?“ Der Captain gab sich betont unwissend.<br>„Schon, aber ich will Ihre Theorie hören!“<br>„Das Bild war von sehr schlechter Qualität. Es kann zu Fehlern gekommen sein, da wir viel herummanipuliert und –gebastelt haben.“<br>„Sie verstecken sich hinter diesen vermeintlichen Ungenauigkeiten. Ihr Spezialist lobte doch die Qualität Ihrer Kameras so sehr, dass ich mich wunderte weshalb er nicht gleich eine Ode an sie schrieb!“<br>„Was wir gesehen haben war wohl ein Romulaner, was sonst?“<br>„Meine Fühler haben ausgeschlagen, was heißt dass es entweder ein Andorianer eines feindlichen Hauses war...“<br>„War es aber nicht.“<br>„...oder eine Frau...“<br>„Ich glaube nicht, dass es eine Frau war.“<br>„...oder ein Mensch... oder ein Vulkanier....“<br>„Scheinbar irren sich Ihre Fühler. Sie bilden sich einen Feind ein, der nur im Unterbewusstsein existiert und projizieren das auf die Wirklichkeit. So würde es zumindest Sigmund Freud ausdrücken.“<br>„Wer?“<br>„Ein Psychologe. Ich erwarte nicht, dass ein Volk voller Psychopathen jemanden wie ihn kennt.“<br>„Nehmen Sie das zurück...“, knurrte Torlan drohend.<br>„War nur ein Witz!“, beschwichtigte ihn Caylon, „genauso wie unsere Augen uns oft nur zeigen, was wir sehen wollen, scheinen Ihre Fühler das auch getan zu haben. Obendrein war ja einer von ihnen auch noch verletzt, soweit ich mich erinnere... So einfach war das. Kein Grund zur Sorge, Torlan, vertrauen Sie mir.“<br>„Jäger pflegen sich nicht zu irren, auch nicht mit einem nur leicht verstauchten Fühler.“ Mit diesen Worten verließ er den Bereitschaftsraum.<br><br>*<br>Caylon hatte die vergangenen zwei Stunden im Fitnessraum verbracht. Nun betrat er frisch geduscht den Turbolift, in dem sich bereits Mestral befand.<br>„Sir!“<br>„Lieutenant! – Brücke, nehme ich an?”<br>Mestral nickte und Caylon stellte sich neben ihn.<br>„Sie sagten, Sie hätten eine Spur?“<br>„In der Tat. Es ist eine Theorie, aber sie ist sehr wahrscheinlich. T’Pol war so freundlich, mich im Gegenzug für unsere Leistungen davon zu unterrichten, dass dem Oberkommando Vulkans... gewisse Informationen vorliegen, die relevant sein dürften.“<br>Irgendwie gefiel Caylon dieser Gedanke nicht ganz. „Ach, nein...“<br>Mestral drückte auf einen Knopf und der Turbolift hielt an. Auf den fragenden Blick seines Captains atmete er tief ein und aus und meinte: „Sir, ich... muss Ihnen sagen, dass ich mich ein wenig... bedrängt fühle.“<br>„Nach so kurzer Zeit schon? Ich kann nur hoffen, dass diese Mission nicht allzu lange dauert.“ Caylon wirkte sichtlich überrascht.<br>„Sir, ich möchte, dass Sie wissen, dass ich nur zu einem Achtel...“<br>	„...dass Sie nur zu einem Achtel Vulkanier sind. Ich weiß... Und?“<br>	„Mich für etwaige Fehler meiner entfernten Artgenossen verantwortlich zu machen, ist falsch.“<br>	„So wie ich das verstanden habe, sind Sie aber lieber Vulkanier, oder?“ Der Gedanke an das arrogante Verhalten Sovals ließ ihn nachempfinden, wie Torlan und jeder andere Andorianer sich in der Gegenwart von Vulkaniern fühlen musste.<br>	„Das ist korrekt, nichtsdestotrotz gelingt es mir immer öfter nicht, meine Emotionen zu kontrollieren.“<br>	„Keine Sorge...“, lächelte Caylon, „ich werde Sie vom Dienst suspendieren, wenn Sie Ihre Aufgabe nicht mehr sachlich bewältigen können.“<br>	„Danke, Sir“, erwiderte Mestral ernst.<br>	Ironischerweise war es nun Caylon, der als Vollblutmensch die Augenbraue als Zeichen der Verwirrung hob, während sein Wissenschaftsoffizier den Turbolift wieder in Bewegung setzte.<br><br>Die Türen des Lifts öffneten sich und die beiden Offiziere betraten die Brücke. Es befanden sich nur zwei weitere Crewmen dort, Torlan, der an der taktischen Konsole stand und Tschernovsky an der Navigation.<br>	„Mr. Torlan!“, wollte Mestral den Andorianer schon zurechtweisen.<br>	Auch Caylon war für einen Moment lang verwirrt, aber dann fiel ihm das Gespräch auf dem Weg zum Computerraum ein. „Keine Sorge, das hat schon seine Berechtigung, solange Mr. Beem nicht an Bord ist. – Vernachlässigen Sie aber nicht Ihre eigentliche Aufgabe, Mr. Torlan!“<br>	„Torlan aus dem Haus d... Ich dachte, die Kommunikation übernimmt jemand anders!“<br>	„Keine Sorge, an der Navigation kann ich auch sehen ob sich ein feindliches Schiff nähert. Solange können Sie ruhig wieder Ihrer alten Aufgabe nachgehen!“, beruhigte Tschernovsky den Blauhäuter.<br>	Murrend setzte Torlan sich wieder an die Komm-Station. Wie hätte er auch erwarten können, dass diese Menschen einen Andorianer an den Waffenkontrollen ihres modernsten Schiffes dulden würden?<br>	Mestral ging zeitgleich zu seiner Station und nach Eingabe einiger Befehle in die Konsole erschien eine geradezu atemberaubende Szenerie auf dem Hauptbildschirm: Ein blaugrüner, stellenweise sogar rötlicher Nebel, der offenbar von einem Stern in seinem Innern hell erleuchtet wurde. An der Peripherie sah man einen Planeten, der mit seinen prächtigen Ringen und der bläulichen Atmosphäre an eine Mischung aus Saturn und Erde erinnerte. Ein wahrhaft majestätischer Anblick, dem sich auch Torlan nicht entziehen konnte.<br>	„Immer, wenn ich so was sehe, weiß ich, warum ich mich auf das Selbstmordkommando Weltraum einlasse...“, sprach Tschernovsky in ehrfurchtsvollem, beinahe flüsterndem Ton.<br>	„Für diesen Anblick könnte man glatt sterben...“, pflichtete ihm Dr. Miller bei, die gerade aus der Hintertür kam.<br>	„Sagen Sie das nicht zu laut!“, ermahnte Caylon sie, wohl wissend, dass sich hinter all dieser Schönheit eine tödliche Gefahr verbergen konnte. Er setzte sich auf seinen Sessel und wandte sich an Mestral: „Nun, was haben Sie für uns? Doch keinen Ort für unseren nächsten Urlaub...“<br>	„Eher nicht, Sir. Sehen Sie selbst!“<br>Der Nebel auf dem Wandschirm wich einer taktischen Ansicht, die das Schema eines kleinen Sternensystems mit zwei die Sonne umkreisenden Planeten zeigte. Einer von ihnen war der blaue, mit Ringen versehene Himmelskörper, den sie schon vorher gesehen hatten.<br>	„Und da sind Beem und Müller?“, fragte Miller.<br>	Mestral nickte. „Es scheint so. Vulkanische Schiffe waren imstande, chemische Reaktionen in dem Nebel festzustellen, die eindeutig auf Ionenantriebe hindeuten.“<br>	„Ich war immer eine Niete in Chemie“, warf Tschernovsky ein, „aber was waren denn das für Reaktionen?“<br>	„Wenn Sie immer eine ‚Niete’ waren, werden Sie wohl kaum diese Gleichungen zu verstehen imstande sein.“<br>	Torlan drehte sich genervt in Caylons Richtung. „Ist das nicht gleichgültig, Captain?“<br>	„Sie haben Recht, wir vertrauen einfach mal diesen vulkanischen Sensoren. Also, was wissen wir über dieses System?“<br>	Mestral, der den Andorianer erstaunt angesehen hatte, widmete sich nun wieder seiner Konsole. „Zwei Planeten, der äußere der beiden war angeblich einst von einer intelligenten Spezies bewohnt, wurde aber aufgrund irgendeiner Katastrophe für diese Lebewesen unbewohnbar. Der innere Planet ist ebenfalls von dieser Spezies bewohnt worden, allerdings ist er auch inzwischen verlassen. Der Nebel scheint diesem Imperium den Todesstoß versetzt zu haben. Man vermutet, dass die Romulaner entweder ihre Nachfahren sind oder dort Anleitungen zum Bauen von Tarngeräten gefunden haben.“<br>	„Was für eine Spezies war das?“, wollte Caylon wissen.<br>	„Man weiß es nicht, sie haben nur Gebäude zurückgelassen, sonst offenbar nichts. Der Planet ist einfach verlassen worden...“<br>	„Ein Geisterplanet...“, kommentierte Tschernovsky.<br>	„Lassen Sie uns das herausfinden. – Ist die Atmosphäre atembar für Menschen und Vulkanier... und Andorianer?“<br>	„Nein, sie verfügt über zu hohe Sauerstoffanteile“, antwortete Mestral.<br>	„Und wo sollen wir dann überhaupt hinfliegen?“, fragte Torlan.<br>	„Genau, was wollen wir da?“, schloss der Navigator sich an.<br>	Mestral deutete auf den Bildschirm. „Dort, irgendwo im nördlichen, oberen Teil des Nebels – diese rötliche Gasansammlung – befindet sich angeblich eine riesige romulanische Basis. Angeblich.“<br>	„Und da sind Beem und Müller?“, wollte Miller wissen.<br>	„Ich hoffe doch sehr“, meinte Caylon und stand auf, „wir müssen Müller finden... und Beem, natürlich.“ Beinahe hätte er den Namen seines Waffenoffiziers vergessen. „Ich meine, Müller hat taktisch oberste Priorität. Dieser Schutzschild, von dem sie sprach...“<br>	„Soweit ich verstanden habe, hatten sie und Commander Tucker den Schild bereits fertig gestellt. Allerdings ist die Datei lese- und schreibgeschützt – durch ein Kennwort. Nur so können wir auf die Aktivierungs-Sequenz zugreifen.“ Mestral sah sich die Eingabeaufforderung auf einem Bildschirm an.<br>	„Dann hoffe ich, dass wir keinen Romulanern begegnen“, bemerkte Torlan.<br>	Caylon dachte einen Moment lang nach und schließlich umspielte ein Lächeln sein Gesicht. „Geben Sie ‚Harz’ ein.“<br>	„Sir?“ Mestral wirkte sichtlich verwirrt.<br>	„Tun Sie’s, ich glaube, ich weiß jetzt, was eine bestimmte Diskussion zu bedeuten hatte.“ Eine Diskussion, die allerdings stattgefunden hatte, bevor die Idee zu einem energetischen Schild offiziell geboren worden war. Oder hatte Müller schon vor der Auswertung der Sensorendaten des Trümmerfelds daran gedacht? Möglich wäre es. Und das scheinbar belanglose Streitgespräch darüber, ob nun der Harz schöner sei oder der Ayers Rock (eigentlich war es nur eine eher herausfordernde Bemerkung seitens der Chefingenieurin gewesen), ergab nun endlich einen tieferen Sinn.<br>	Mestral gab auf jeden Fall den Namen ein, doch das Ergebnis war negativ. „Scheint wohl doch nicht das richtige Wort gewesen zu sein!“<br>	„Wie haben Sie ‚Harz’ buchstabiert?“<br>	„H-E-A-R-T-S.“<br>	„Nein, so war das nicht gemeint! Das Harzgebirge in Deutschland, Lieutenant!“<br>	„Ach so! Das wäre dann H-A-R-T-Z... Nein, auch nicht. Augenblick mal, wird im Deutschen denn nicht schon das ‚Z’ wie eine ‚TS’-Kombination ausgesprochen? – Also H-A-R-Z... Voilà! Es hat geklappt! – Äh...“ Mestral wirkte angesichts seines Freudenausbruchs peinlich berührt. „Es hat funktioniert, Sir“, fügte er im vulkaniertypischen Tonfall hinzu. „Woher wussten Sie das?“<br>	„Intuition. Ziemlich unvulkanisch, nicht? – Gut...“ Er aktivierte das Interkom. „Caylon an Al’Seen.“<br>	„Al’Seen hier, was kann ich für meinen Vorgesetzten tun?”<br>	„Ihr ‚Vorgesetzter’ möchte gerne, dass Sie sich mal den Schutzschild ansehen, den Commander Müller entwickelt hat. Erstatten Sie mir in einer Stunde Bericht!“ Und zum Navigator: „Mr. Tschernovsky!“<br>	„Tschernovsky, Sir!“, korrigierte der Angesprochene leicht zornig.<br>	„Pardon, Mr. Tschernovsky, wie weit sind wir von dem Nebel entfernt?“ Er stand auf.<br>	„Bei Warp 4,7... Etwa zweieinhalb Stunden, Sir!“<br>	„Sehr gut, setzen Sie Kurs, Maximalgeschwindigkeit! Mal sehen, was dieses Schiff so draufhat. – Mestral, versuchen Sie, mit weiteren Scans mehr über den nördlichen Bereich des Nebels herauszufinden! Was für Gefahren er birgt und so weiter. – Ich bin in meinem Raum!“ Er war bereits auf dem Weg zur hinteren Tür, doch neben der Bordärztin blieb er noch einmal kurz stehen. „Ach, äh, Lieutenant Miller... Bereiten Sie die Krankenstation vor. Auf mindestens zwei Verletzte. Ich habe keine Ahnung, was da auf uns zukommt.“<br><br>Im Bereitschaftsraum angekommen stellte er sofort eine Verbindung zur Enterprise her. Nach einigen Sekunden erschien das verrauschte Bild von Lieutenant Mayweather, dem Navigator der Enterprise, auf dem Schirm.<br>	„Ah, Captain Caylon... Was kann ich für Sie...“<br>	„Ich möchte gern John sprechen!“<br>	Das Gespräch wurde in Archers Raum gelegt, während die Brückenoffiziere der Enterprise Caylons Verhalten kommentierten:<br>	„Meine Güte, ist der unfreundlich“, meinte Mayweather.<br>	„Er schien es eilig zu haben“, bemerkte Reed.<br>	„Außerdem ist die Kommunikation beschädigt“, warf Sato ein und deutete auf die beiden Techniker, die im Hintergrund arbeiteten.<br>	„Was erwarten Sie von einem australischen Menschen?“ Ausgerechnet T’Pol schoss mit ihrer durchaus rassistisch zu verstehenden Bemerkung den Vogel ab.<br>	Auf einem großen Flachbildschirm in Archers Raum lief gerade ein Wasserballspiel, während der Captain selbst über einen kleineren Bildschirm mit Caylon sprach. „Sie sind auf sich allein gestellt. Wir können unmöglich jetzt schon nachkommen. Wir haben noch nicht einmal Warp.“ Von der gestörten Kommunikation musste er nichts sagen, denn sein Bild erschien auf Caylons Schirm ebenso verrauscht wie dessen Bild hier.<br>	„Gut... Na ja, schlecht... Ich habe ein ungutes Gefühl, da reinzufliegen.“ Seine Stimme klang verzerrt, aber dennoch verständlich.<br>	„Mehr als viel Glück kann ich Ihnen kaum wünschen, Fred... Viel schlimmer als bei den Xindi kann es kaum werden.“ Archers Blick verdüsterte sich. „Archer Ende.“ Der Captain der Enterprise sank in seinen Sessel zurück und lauschte dem Kommentator des immer noch laufenden Wasserballspiels. Zu dem Jucken von Phlox’ Maden gestellte sich noch ein dumpfer, pochender Kopfschmerz, der schon vorher da gewesen war, sich aber nun durch die Erinnerungen an die Delphische Ausdehnung erst richtig bemerkbar machte.<br> <br>Kapitel VIII<br>Die Antares näherte sich dem Nebel; angesichts der gefährlichen Situation verlief das nächtliche Leben an Bord des Schiffes dabei erstaunlich normal ab: Pärchen vergnügten sich miteinander, Crewmen schliefen, waren auf ihren Stationen oder gingen irgendwelchen Freizeitaktivitäten nach, ein paar von ihnen hatten sich sogar zu einem spontanen Treffen im Schiffskino entschlossen. Torlan war diesmal nicht mit von der Partie und der Film war auch nicht mit Bud Spencer. <br>	Gerne hätten wohl auch jene beiden Gestalten sich lieber den Film angesehen oder noch lieber eine Mütze voll Schlaf genommen, die durch einen scheinbar endlos langen und obendrein noch viel zu engen Tunnel krochen. Es waren Caylon und Al’Seen.<br>	„Erinnern Sie mich daran, einen Antrag beim Sternenflottenkommando einzureichen, dass man diese Röhren etwas größer macht“, meinte Caylon. Seine Stimme zog eine scheppernde Hallfahne hinter sich her. Wegen der Rohre und Kabel war es hier unmöglich aufrecht zu gehen; das Metallgitter, das den Boden bildete drückte schmerzhafte quadratische Muster in die Hände der beiden Offiziere.<br>	„Liebend gerne“, erwiderte Al’Seen auf Caylons vorherige Bemerkung, „aber eigentlich bin ich auch an solche Tunnel gewöhnt. Wissen Sie, im Irak, wo ich geboren bin, gab es unterirdische Bunkersysteme, in der meine Vorfahren sich immer versteckt haben, während des vierten Golfkriegs... Ich spielte immer darin, als ich ein Kind war.“<br>	„Wann war der eigentlich noch mal, der vierte Golfkrieg?“<br>	„Haben Sie in Geschichte eigentlich geschlafen? Der war... äh... Nun ja, das Datum kann man schwer einschätzen. Auf jeden Fall entstanden die ersten Unabhängigkeits- und Revolutionsbewegungen um 2035. Dann gab es die ersten Terroranschläge, dann fühlte sich die australische Regierung verantwortlich, sich der Sache anzunehmen und die gesamte arabische Welt erhob die Waffen gegen die westlichen und östlichen Mächte. Sie selbst sahen sich als Mitte an, als die Unterdrückten, die nun nach der Freiheit trachteten. Dann kamen die USA dazu, dann die Briten, die Deutschen, die Franzosen... Halb Afrika und ganz Arabien wurden von einem der furchtbarsten Kriege heimgesucht, den die Welt je gesehen hat.“<br>	„Ja, und dann kam es langsam, aber sicher zum Dritten Weltkrieg. – Ich verstehe bis heute nicht, wie man Atomraketen einsetzen konnte. Aber da sind wir ja Gott sei Dank darüber hinweg.“<br>	„Die Australier haben auch Nuklearwaffen eingesetzt“, bemerkte Al’Seen.<br>	„Mein Volk auch? Eine schreckliche Vorstellung. Australien ist so ein Paradies.“<br>	„Sie sollten erst mal Bagdad sehen. – Wenn wir wieder zu Hause sind, müssen Sie sich das unbedingt mal ansehen. – So, wir sind gleich da...“<br>	In zehn Metern Entfernung konnten sie bereits ein helles Licht am Ende des Tunnels ausmachen, und ein immer lauter werdendes Summen von Maschinen kam ihnen entgegen. Mit einem Mal mischte sich ein Klappern dazu, das von hinten zu kommen schien. Sofort drehten dich beide um, wobei Caylon mit dem Kopf an ein Rohr stieß. Ein Nachschlag des Schicksals, weil er die Explosion der romulanischen Bombe heil überstanden hatte?<br>	„Hallo?“ Caylons Schrei hallte und schepperte so sehr, dass Al’Seen sich die Ohren zuhielt. Der Captain zuckte ebenfalls zusammen als eine Welle von Schmerz durch seinen lädierten Schädel hallte. „Hallo? Wer ist das?“, fragte er nun deutlich gedämpfter.<br>	„Normalerweise ist in diesem Bereich des Schiffs niemand“, meinte Al’Seen. Auch er hatte den Pegel seiner Stimme auf ein erträgliches Mindestmaß gesenkt.<br>	Caylon wurde sichtlich beunruhigt. „Es sei denn, jemand interessiert sich für unsere internen Systeme, richtig?“, flüsterte er.<br>	„Und wer sollte das sein?“, fragte Al’Seen ebenfalls im Flüsterton.<br>	„Ich habe keine Ahnung...“ Doch das war teilweise gelogen. Denn es gab da ganz bestimmt jemanden, das Dumme – oder vielmehr Gute – war nur dass diese Leute das Schiff verlassen hatten. Oder doch nicht?<br>Sie krochen den Weg, den sie gekommen waren, wieder zurück Erneut drang ein Geräusch an ihre Ohren, ein Poltern, gefolgt von einem Flüstern, irgendwo in den Kabelschächten. Immer näher kamen sie der Stelle, an der sie diesen Korridor betreten hatten. Es war jemand hier, kein Zweifel...<br>Der Bereich, den sie nun betraten war nur spärlich beleuchtet, denn hier sollte sich um diese Zeit niemand aufhalten. Doch erneut erklang das Gepolter, das die Deckenplatten vibrieren ließ, ein unheimlicher Anblick bei dem matten Lichtschein. Falls das ein Crewmitglied sein sollte, das sich da einen Scherz mit ihnen erlaubte... Caylon gingen diverse Bestrafungsmethoden durch den Kopf, die die Seeleute vergangener Jahrhunderte gegen solche Personen angewandt hatten. Nicht selten endeten sie tödlich...<br>Sie betraten einen senkrechten Schacht und kletterten die Leiter hoch. Ein Deck über ihnen befand sich ein weiterer Tunneleingang; Caylon kletterte voran, dicht gefolgt von Al’Seen.<br>	„Lieutenant?“<br>	„Lieutenant-Commander, Sir. Was ist?“<br>	„Haben Sie gerade meinen Kopf berührt?“<br>	„Soll das ein Witz sein?“ Der Iraker befand sich nach wie vor unter dem Captain, der ihn gerade verwirrt und angstvoll anblickte.<br>	Caylon atmete schneller und sah nach oben. „Eigentlich nicht.“ In dem Moment griff er mit seiner rechten Hand nach oben, und obwohl er nach wie vor nichts sah, bekam er dennoch das Bein eines offensichtlichen humanoiden, aber mit einem Tarnanzug ausgestatteten Wesens zu fassen.<br>Plötzlich wurde Al’Seen von etwas getroffen, das ihn sechs Meter tief bis auf den Grund des Leitungsschachts warf; Caylon konnte sich mit Mühe und Not an einer Sprosse festklammern. Al’Seen wurde durch den Aufprall die Luft aus den Lungen gepresst, und sein schmerzverzerrtes Gesicht weitete sich noch mehr, als er von unsichtbaren Händen hochgerissen wurde. Ein Licht blitzte auf und der Notfall-Ingenieur verwandelte sich von der Brust aus schreiend und in Zeitraffer in ein Häufchen Asche. Der Todesschrei schien durch das ganze Schiff zu hallen, er trieb Caylon, der ohnehin nichts mehr für den Todgeweihten tun konnte wieder hinauf anstatt wie zuerst geplant nach unten (wo ihn mit Sicherheit das gleiche Schicksal erwartet hätte).<br>Der Schuh des unsichtbaren Verfolgers betrat die unterste Leitersprosse, während der pervers langsame Energiewirbel Al’Seens Kopf wie eine ätzende Säure auflöste und den Schrei, nicht aber dessen Nachhall, nach und nach verstummen ließ. Erst jetzt begann der zu einem Brikett gewordene Körper auseinander- und zu Boden zu fallen.<br>In den Korridoren nicht unweit des Tatorts wurden Türen aufgerissen, Crewmitglieder traten in ihren Pyjamas hinaus und unterhielten sich flüsternd über die entsetzlichen Schreie, nachdem schlagartig das Licht aufgedreht worden war.<br><br>Auf der Brücke befanden sich Torlan, Tschernovsky und vier weitere Offiziere, zwei Frauen und zwei Männer. Eine der Frauen hielt ein piepsendes PADD in den Händen und teilte dem Navigator mit, dass Todesschreie aus den Lüftungsschächten des siebten Decks gemeldet wurden.<br>In diesem Moment erklangen dumpfe Schreie und Klopfen, beide Geräusche hatten ihren Ursprung offenbar hinter dem Sessel des Captains. „AUFMACHEN! ICH BIN’S!“<br>Alle bis auf Torlan wichen erschrocken zurück. Der Andorianer ging zu der Stelle hin und öffnete eine Luke, aus der der Captain mit einem waghalsigen Sprung, schweißgebadet und außer Atem, von der letzten Sprosse auf die Brücke hechtete. „ZUMACHEN!“, brüllte der Captain atemlos. Er schubste Torlan beiseite und wollte die Luke mit dem Fuß zutreten, doch diese wurde aufgerissen und Caylon zurückgeworfen. Torlans Fühler begannen sofort heftig zu zucken.<br>	„Er hat einen Tarnanzug oder so was! Verlassen Sie die Brücke, alle!“, befahl der Captain.<br>	Alle bis auf Torlan befolgten die Anweisung; Caylon war bereits hinter Tschernovskys Konsole in Deckung gegangen. „Hauen Sie ab!“, rief er dem Andorianer zu.<br>Doch der hatte bereits eine Kampfhaltung eingenommen und schüttelte auf seltsame Weise den Kopf, während er sich von Caylon entfernte. Er wollte kämpfen, das zeigte sein Gesichtsausdruck überdeutlich. Caylon wollte ihm nicht im Weg stehen; er ging zu einem in die Wand eingelassenen Panel, das von einer Klappe verdeckt wurde und deaktivierte mit dem Druck auf einen darunter befindlichen Knopf  die Hauptbeleuchtung und einige Konsolen auf der Brücke. In der fast vollständigen Dunkelheit war es nicht leicht zu sagen wer wer war – Ja, auch den Angreifer konnte man zum Teil zumindest sehen. Jedes Mal wenn dieser sich schnell bewegte wurde die Umgebung gemäß seiner Konturen verzerrt. Es war erstaunlich dass man von ihm dieselben schwachen Konturen ausmachen konnte wie von Torlan. Doch da diese wie gesagt sehr schwach waren – auch die des Andorianers – besser waren sie an den unterschiedlich klingenden Schritten und Atemgeräuschen zu erkennen. Der mit dem verhallten, fast schon asthmatischen Schnaufen musste der Romulaner sein. Es bestand kein Zweifel daran dass es einer war. Caylon hielt seinen Kopf so weit unten wie möglich; er fragte sich ob die Gegner imstande waren sich zu sehen. Die Fühler der Andorianer sollten auch auf Wärmestrahlung reagieren und der Romulaner hatte mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ein entsprechendes technisches Hilfsmittel in seinen Helm eingebaut.<br>Da, ein Schrei, ein Licht! Grün wie bei Al’Seen... Doch wen hatte es erwischt? Caylon sah einen Schemen auf sich zukommen. Kein Atem, die Schritte... Er griff zu, der Schemen tat es ihm gleich, und er fühlte dass es ein nackter Hals war. Also doch nicht der Romulaner...<br>Das Licht ging wieder an und die herausgeschickten Offiziere kamen wieder herein. Torlan hielt den Hals des röchelnden Captains noch ein, zwei Sekunden im festen Griff, bis er ihn endlich losließ. Caylons Hand erschlaffte in demselben Moment.<br>„Soviel dazu, dass Jäger sich niemals irren...“<br>	„Was war passiert?“, fragte Tschernovsky.<br>	Caylon deutete auf den Dampf, der mit einem ätzenden Geruch in der Luft hing. „Wir hatten einen... unerwünschten Gast an Bord... Scheinbar hat er Selbstmord begangen.“<br>	„Also ich hab’ ihn nicht erwischt, das feige Schwein!“<br>	„Und deshalb mussten Sie gleich auf mich losgehen?“<br>	„Ich dachte, er hätte Sie getötet! Und scheinbar dachten Sie dasselbe auf mich bezogen...“<br>Die beiden männlichen Offiziere scannten die Brücke sowie ein Gerät, das offenbar der Romulaner verloren hatte – der Desintegrator, die Waffe mit der auch Al’Seen ermordet worden war. Der Captain und der Andorianer gingen darauf zu und ersterer nahm es in die Hand.<br>	„Eine Trophäe...“, bemerkte Torlan und sah Caylon an.<br>	„Eine Waffe! – Ich glaube, die könnte uns noch nützlich werden...“ Und leiser, verbitterter fügte er hinzu: „Ich werde Al’Seen rächen...“<br>	Einer der beiden scannenden Offiziere, der gerade ein paar auf dem Boden eingebrannte Aschepartikel untersuchte, meinte: „Von dem Häufchen könnten wohl noch nicht einmal mehr die Vulkanier eine DNS-Probe extrahieren!“<br>	„Die sind doch krank, die nehmen lieber einen qualvollen Tod im Kauf statt irgendwelche verwertbaren Spuren zu hinterlassen!“<br>	„Wäre das nicht auch etwas für ein Mitglied des ‚Hauses der Verborgenen’?“, frotzelte Tschernovsky.<br>	„Das nimmst du sofort zurück, Pin...“<br>	„Sachte, sachte, meine Herren!“<br>In diesem Moment betrat Mestral die Brücke.<br>„Gut, dass Sie kommen, übernehmen Sie hier, solange ich weg bin!“, befahl Caylon ihm prompt.<br><br>Dr. Miller war nicht gerade zimperlich mit dem Captain. Sie tastete seinen Rücken mit behandschuhten Händen ab, wobei sie zu Caylons hier und da auch etwas fester zugriff. „Na... was haben wir denn da?“ Sie war gerade an seinem Rücken oberhalb der Hüfte angelangt. „Muss ich Ihnen etwa ein zusätzliches Sportprogramm verschreiben?“<br>	„Könnten Sie bitte aufhören, meine Haut...“<br>	„...Fettpolster...“<br>	„...meine Haut zu drücken.“<br>	„Wie Sie wollen. Diese ganzen Quetschungen muss ich aber behandeln. Ich hätte da eine spezielle Methode...“ Nein, es waren keine tierischen Sekrete à la Phlox, von denen sie da sprach. Stattdessen ging sie zu einem kleinen Wagen mit medizinischen Geräten, die Caylon, soweit er sie sehen konnte, für einen Augenblick wünschen ließen, er wäre an Captain Archers Stelle.<br>	„Sie sollen ja sehr tapfer gekämpft haben!“, meinte die Ärztin und sah auf ihr Gerätearsenal.<br>	„Es war kein Kampf“, erwiderte Caylon genervt, „ich weiß nicht, wer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat...“ <br>Andere wären an seiner Stelle froh gewesen, mal den Helden raushängen zu lassen. Doch nicht er.<br>	„Und woher haben Sie dann diese Quetschungen?“, fragte Miller irritiert und gleichermaßen neugierig, während sie die Handschuhe auszog und ein besonders bedrohlich aussehendes Gerät in die Hand nahm.<br>	„Ich habe sie von einer Jagd durch unsere Leitungsschächte! Da passt mein Körper gerade mal rein! Ich habe aber gehört, dass die Babylon-Klasse solche Röhren bekommen soll... Wirklich groß und komfortabel... Jemand namens Jefferies hat sie entwickelt. Nur hat die Sache einen Haken!“<br>	„Welchen?“ Miller setzte das Gerät an.<br>	„Die Antares ist kein Schiff der... AHH!“ Das Gerät war laut und verursachte bei der Behandlung der Blutergüsse mehr Schmerzen als es eigentlich bekämpfen sollte. Caylon schwor sich, Dr. Miller demnächst zu einem Kursus in alternativer Medizin bei Dr. Phlox zu verdonnern.<br><br>*<br>Die Sichtweite in dem rot-orangen Nebel war gering, zuweilen sogar miserabel. Mal gab es stärker konzentrierte Bereiche mit Gas, dann wieder klarerer Stellen, doch letztere waren eindeutig in der Minderzahl. Es war eine unwirtliche Gegend, Trümmerteile flogen hier und da vorbei. Wie sollte man da eine romulanische Raumstation finden, die aller Wahrscheinlichkeit auch noch getarnt war?<br>Das Schicksal (oder Gott, vielleicht auch nur der Zufall) nahm ihnen die Antwort auf diese doch arg komplexe Farbe ab: Ein Ruck ging durch das Schiff, Metall knirschte auf Metall, als die Antares sich in einen Bereich der gesuchten Station hineinbohrte. Mit einem Mal wurde Tschernovsky, dem die Sache sichtbar peinlich war, klar, woher die anderen Trümmerteile höchstwahrscheinlich stammten. Ein paar weitere von ihnen gesellten sich zu ihren Brüdern und Schwestern, als sie, begleitet von diversen kleineren Explosionen, sich zum größten Teil aus der Station lösten. Nach wenigen Sekunden blieb die Antares stecken und nach und nach enttarnte sich eine riesige Station von den Ausmaßen einer ganzen Stadt.<br><br>In der Krankenstation war Folt... pardon: Behandlung des Captains derweil immer noch im Gange. Caylon nahm die Erschütterungen und das flackernde Licht in der Krankenstation mit einer Mischung aus Besorgnis und Erleichterung auf. „Was ist denn das schon wieder?“, seufzte er.<br>	„Und Ihre Behandlung?“ Dr. Miller hatte das Gerät abgeschaltet; sie ahnte nun dass ihr Patient jeden Augenblick wieder auf die Brücke gerufen werden würde. Doch der ging auch schon ohne einen derartigen Ruf.<br>	„Alles zu seiner Zeit!“, meinte Caylon beim Rausgehen.<br>	„Warten Sie!“ Sie legte das Gerät beiseite und verließ kurz nach dem Captain die Krankenstation.<br><br>Im Turbolift war der Ärztin die Nervosität deutlich anzumerken. Kein Wunder, wenn man bedachte, dass es beim letzten Vorfall einen Haufen Verletzter und auch einiger Toter gab. Und eine dreckig gewordene Krankenstation.<br>Eine Nachricht erklang aus dem in der Turboliftwand eingelassenen Interkom; Torlan schrie förmlich, dass der Captain auf die Brücke kommen solle.<br>	Caylon drückte genervt die Antworttaste. „Ich bin schon längst unterwegs! – Was ist los?“<br>	„Das sehen Sie sich am besten selbst an!“<br><br>Auf der Brücke befanden sich mehr Offiziere als normalerweise üblich, alle in Hektik; Caylon musste seine tiefe Stimme etwas mehr anstrengen, um das Gemurmel zu übertönen, während er gleichzeitig im Kommandosessel Platz nahm. „Was ist los?“, wiederholte er die bereits an im Lift an Torlan gestellte Frage.<br>	„Sehen Sie auf den Schirm!“, antwortete dieser.<br>	„Sind wir nicht mehr im Nebel?“, fragte er, seinen Blick auf die schwarze Fläche vor ihm gerichtet.<br>	„Doch!“<br>	Der Ausschnitt auf dem Schirm vergrößerte sich stufenweise; mehrere Konturen wurden sichtbar, die durch den Nebel in der Ferne immer mehr verschwammen und eine riesige, homogene Fläche bildeten. Trotzdem wurden die Ausmaße der Station deutlich.<br>	„Mein Gott... Ist das die Basis?“<br>Was der Captain nicht sehen konnte: Die Antares hatte mit ihrer Backbordseite eine gigantische Kuppel aus Glas und Metall gerammt; was sich unterhalb dieser Kuppel befand, blieb weitestgehend im Verborgenen. Immer noch flogen Trümmersplitter von dem Zusammenstoß umher; den Romulanern war dies nicht entgangen, schon enttarnten sich zwei ihrer Schiffe. Und die waren nicht die einzigen... Ihre grünen Hüllen bildeten einen gespenstischen Kontrast zu dem Rot-Orange des umgebenden Nebels.<br>	Torlan hatte wieder an der Taktischen Station Platz genommen. „Aus allen Richtungen kommen Schiffe der Bauart, die auch die Berman vernichtet haben!“, rief er, während seine Konsole ununterbrochen piepte.<br>	„Auch?“ Caylon wurde immer unruhiger. Der Hauptschirm zeigte nun die Sicht der Heckkamera, auf die die raubvogelartigen Siouletten zweier gegnerischer Schiffe immer näher kamen...<br> <br>Kapitel IX<br>Noch immer näherten sich die beiden Schiffe vom Typ „Bird of Stealth“. Caylon ging zu dem Navigator und befahl ihm zu versuchen, das Schiff rückwärts herauszufliegen.<br>	„Aye...“, bestätigte Tschernovsky und man hörte den Schiffsantrieb surren. „Komm schon... Los, Mädchen...“<br>Die Antares vibrierte und wackelte; Metall knirschte, doch weiter tat sich nichts.<br>	„Es geht nicht! Verdammt!“, fluchte Tschernovsky.<br>	„Sir!“, meldete Torlan.<br>	„Brechen Sie ab!“, befahl Caylon dem immer noch leise vor sich hinfluchenden Navigator. Den Andorianer fragte er: „Was ist?“<br>	„Sie stoppen!“<br>	„Der Schild?“<br>	Mestral schüttelte nur den Kopf, während der Captain zu seinen Sessel zurückging und sich hineinsetzte, die Hände krampfhaft um die Lehnen geklammert.<br>	„Sie laden ihre Waffen!“, rief Torlan.<br>	Caylons Griff verkrampfte sich noch mehr. „Tschernovsky, versuchen Sie uns bei einem Aufschlag durch die Erschütterungen rauszubringen!“ Er aktivierte das Interkom in seiner Armlehne. „An Alle: Kampfstationen! Auf Einschlag vorbereiten!“<br>Tschernovsky hielt sich mit beiden Händen an den Kanten seiner Konsole fest, Torlan hatte sich ein wenig vorgebeugt, Miller lag mit geschlossenen Augen auf dem Boden hinter Caylons Sessel, zwei Offiziere pressten sich an die Rückwand der Brücke, Mestral saß nahezu gelassen auf seinem Stuhl, ein weiblicher Offizier saß an einer Station links vorne vom Captain aus gesehen und blickte verängstigt in Richtung Schirm. Wie fest gefroren harrten sie der tödlichen Ladungen, doch sie kamen nicht.<br>	Stattdessen piepte es an der Kommunikationskonsole; Caylons Augen öffneten sich, Torlan hechtete beinahe genauso schnell mit einem olympiaverdächtigen Sprung zu der Konsole hin und teilte den Anderen irritiert mit: „Wir werden gerufen!“<br>	Alle sahen sich verdutzt an; Miller erhob sich vom Boden, bereit sich beim geringsten Anzeichen eines Angriffs wieder auf ihn zu werfen.<br>	„Auf den Schirm!“, befahl der Captain.<br>	„Lediglich Audio.“<br>	„Meinetwegen auch das.“<br>	Torlan stellte die Übertragung auf die Brückenlautsprecher, dann nickte er Caylon zu.<br>	„Ich bin Captain Fred...“<br>	Eine romulanische Komm-Stimme schnitt ihm barsch das Wort ab: „Wir haben zwei Ihrer Soldaten in unserer Gewalt. Wir sind bereit an Bord unserer Basis über deren Freilassung zu verhandeln.“<br>	„Ich verlange zuerst einen Beweis dafür, dass meine beiden Offiziere noch am Leben sind.“<br>	„Sie sind es... Wie lange noch, das hängt von Ihrer Entscheidung ab.“<br><br>*<br>Hatte er eine andere Wahl? Er musste auf die Forderungen der Romulaner eingehen. Immerhin, wenn sie zum Verhandeln bereit waren konnten sie doch nicht ganz so skrupellos sein wie sie sich bisher gegeben hatten... Caylon willigte ein und ein Transporterstrahl der Romulaner dematerialisierte ihn. Nachdem seine Moleküle sich wieder geordnet hatten befand er sich inmitten einer Art von riesigen Trainingshalle. Unzählige Waffen zierten deren Wände und Decke, Vertreter verschiedener Spezies, unter ihnen auch Klingonen, schienen sich dort auf einen Kampf vorzubereiten. Ein paar Romulaner in den bereits bekannten Kampfanzügen waren ebenfalls zu sehen. Aber es gab auch Wesen, wie er sie bisher noch nie gesehen hatte. Er selbst stand an der Seite eines Geländes oder Parcours, mit Gerüsten, Matten und freien Flächen. Die gesamte Halle war in ein helles, beinahe blendendes Licht getaucht, das von großen Deckenscheinwerfern herrührte. Eine der Wände bestand aus Glas, hinter ihr war eine Art von riesiger Arena zu erkennen, die Details verloren sich aber in Unschärfe.<br>Caylon musste mindestens eine halbe Stunde, wahrscheinlich sogar länger, gewartet haben, als endlich jemand auf ihn zukam: Ein kleinwüchsiger, glatzköpfiger Humanoide mit Segelohren und Knollennase (er musste unwillkürlich an einen haarlosen Affen denken) kam mit weit ausgebreiteten Armen auf den Captain zu.<br>	„Captain Caylon vom Menschenschiff Antares, ich habe Sie erwartet!“ Der Mann schien seine Hässlichkeit mit großen Gesten und Worten wieder wettmachen zu wollen. Sahen so etwa Romulaner aus? Das schien zumindest zu erklären warum sie sich so ungern zeigten... „Konsul Fato berichtete mir bereits von Ihrer Ankunft“, fuhr der Fremde fort, „ich habe Ihr Schiff bereits kontaktiert und Ihre Crew hat mir ihren gesamten Niobium-Vorrat verkauft, im Gegenzug erhalten Sie die Übertragungsrechte des Kampfes.“<br>	„Des Kampfes? Sie meinen... Eigentlich bin ich nur wegen der Verhandlung hier!“, meinte Caylon verwirrt. Wütend fuhr er fort: „Dürfte ich erfahren, weshalb man mich hierher gebracht hat? Was soll das alles? – Sind Sie ein Romulaner?“<br>	Der Ferengi – denn dieser Rasse gehörte er in Wahrheit an – lachte kurz. „Nein, nein, ich bin nur ein Geschäftsmann, der versucht aus den Spektakeln, die hier regelmäßig stattfinden, etwas Profit zu schlagen. – Zu Ihren vorangegangenen Fragen: Sie werden kämpfen. Das ist die romulanische Art, Verhandlungen zu führen.“<br>	„Und wofür? Um meine beiden Crewmitglieder zurückzubekommen?“<br>	„Exakt, Mr. Caylon. Ein fairer Handel, oder?”<br>	„Ich würde schon die Geiselnahme nicht als fair bezeichnen... Die Sternenflotte wird...“<br>	„Politik ist hier uninteressant. Glauben Sie mir, es wird alles so kommen, wie es kommen muss. Im Moment zählt aber nur genau das... der Moment. Und wenn Sie gewinnen wollen, sollten Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben werden.“ Der Ferengi lächelte hinterlistig.<br>	„Und wem werde ich in diesem... Ding da...“ – er deutete auf die Arena – „...gegenüberstehen?“<br>	„Konsul Fato wird Sie persönlich empfangen, wie es sich bei einer ordentlichen Verhandlung gehört. – Sie sollten besser trainieren, wenn Sie es nicht schon getan haben.“ Er führte den Menschen auf das Gelände, wo eine übel aussehende Andorianerin mit nur noch eineinhalb Fühlern und gelben, funkelnden Augen ihn in Empfang nahm. „So, so, Pinky, du hast also das große Los gezogen... Ich hoffe, du bist schon von Haus aus gut durchtrainiert, denn in der halben Stunde, die uns noch verleibt, kann ich aus einem Schwächling keinen Krieger machen. – Ach ja, umziehen musst du dich auch noch. Und die Roms werden dir noch eine hübsche Kleinigkeit verpassen...“<br>	„Welche Kleinigkeit denn?“, fragte Caylon beinahe ängstlich.<br>	„Das werden Sie erfahren, sobald Sie in der Arena Ihrem Gegner gegenüberstehen. Ohne sie könnten Sie auf jeden Fall keine fünf Minuten da drinnen überleben.“<br><br>*<br>Caylon war schockiert zu sehen, wie viel Ähnlichkeit, wenn nicht gar Gemeinsamkeiten die Romulaner mit den alten Römern aufwiesen. Dabei durfte die Bezeichnung „Romulaner“ sehr wahrscheinlich noch nicht einmal ihrem waren Namen, bei dem sie sich selbst nannten, entsprechen. Wer auch immer auf die Idee gekommen war, sie so zu taufen, er oder sie musste ein Hellseher gewesen sein. Denn im Grunde war die Show, die hier ablief, nichts weiter als eine Art von Gladiatorenkampf, was die vielen unterschiedlichen Rassen betraf. Der Captain selbst stand nun inmitten der riesigen, aus Metall bestehenden Arena – man konnte sie getrost auch Kolosseum nennen, um die Parallelen komplett zu machen – und auf den Zuschauerrängen hinter dickem Glas (oder einem anderen transparenten Material) saßen Soldaten in voller Kampfmontur. Wozu denn das? Caylon hatte hässlichere Individuen als den kleinen Widerling mit den Segelohren gesehen, als er in der Trainingshalle gewartet hatte. Von dem Mundgeruch seiner andorianischen Trainerin war ihm jetzt noch ganz übel, er schwor sich, nie wieder etwas gegen Torlans Körperausdünstungen zu sagen... Der Boden der Arena war aus Sand, in der Mitte standen drei Pfeiler, weiter hinten waren ein paar Hügel zu sehen, wenn er die Entfernung richtig einschätzte mussten sie um die zwei Meter hoch sein, einige vielleicht auch kleiner. Die beiden Romulaner, die Caylon durch ein großes Tor hineingeführt hatten, führten ihn weiter, bis er direkt vor den drei Pfeilern stand, die gut zehn Meter hoch waren. An deren Spitzen vorbei konnte er die Antares sehen, die immer noch im Kuppeldach steckte und sich so eine Ehrentribüne ergattert hatte. Das Tor wurde hinter ihm geschlossen; Caylon trug nun einen weißen, lockeren Anzug. Die Menge um ihn herum tobte, er konnte es selbst durch die Glaswände hindurch, die die Arena von dem Zuschauerraum trennte, hören. Doch er verspürte nicht im Mindesten das Bedürfnis, seine Arme auszubreiten und dem Publikum Kusshändchen zuzuwerfen. Auch zu seinem Schiff hinaufzuwinken erschien ihm albern.<br>Der Lärm legte sich plötzlich, und in der vollkommenen Stille trat der Gegner ein und bezog auf der anderen Seite von den Säulen Stellung. Wie alle Romulaner, denen er bisher begegnet war, trug auch er einen Kampfanzug, in diesem Fall aber definitiv eine Sonderanfertigung (es sei denn, er gehörte zur Standardkleidung romulanischer „Diplomaten“): An Knien, Füßen, Unterarmen und den oberen Handflächen leuchteten grünlich-bläuliche Ovale, als Kontrast zu der von den Scheinwerfern und dem Nebel erzeugten, hellorangenen Färbung. Fatos metallener Helm bestand aus einer runden Oberfläche, aus der nach hinten drei spitz zulaufende Dornen hinausliefen. Sein Gesicht schien von einer Art Atemmaske bedeckt zu sein, wie ein dünner Schlauch, der auf den Rücken führte, anzudeuten schien. In Caylon stieg schlagartig der Verdacht hoch, dass die Romulaner womöglich gar keine Sauerstoff-Atmer waren. Die Atmosphäre hier musste dann extra für die Gladiatoren und Gefangenen erzeugt worden sein, während die eigentlichen Bewohner außerhalb ihrer hermetisch abgeschlossenen Quartiere in dieser Art von gepanzerten Raumanzügen herumliefen. Das schien die einzig logische Erklärung zu sein!<br><br>Auf dem Hauptschirm der Brücke konnten Mestral, Torlan, Tschernovsky und die anderen ebenfalls sehen, was in der Arena vor sich ging. Es waren neben den soeben Genannten und Dr. Miller noch ein halbes Dutzend weiterer Offiziere anwesend, sie alle verfolgten das Geschehen mit wachsender Besorgnis. Laut den Informationen des Ferengi hätten sie nun das Recht gehabt, diesen Kampf in fast alle Winkel der Galaxie zu übertragen, was aufgrund der nicht allzu großen Reichweite der Subraumkommunikation nicht einmal annähernd zu realisieren war. Immerhin konnte die Crew der Enterprise das Spektakel mitverfolgen, ein Vergnügen, auf dass deren Crew gerne verzichtet hätte, aber Archer und Konsorten wollten auch endlich wissen, wie der geheimnisvolle Gegner denn nun aussah.<br>	„Wir müssen doch irgendwas unternehmen können“, meinte Tschernovsky, „ich meine, wir stecken doch schon im Dach von dieser Gladiatorenarena drin...“<br>	„Er hat Recht“, pflichtete Torlan ihm bei.<br>	„Nur was können wir tun?“, fragte Mestral.<br>	„Ich habe da eine Idee...“ Die Augen des Andorianers blitzten vor Tatendrang.<br>	„Was ist das?“, rief Tschernovsky auf einmal und sprang auf.<br>Auf dem Schirm war zu sehen, wie sich plötzlich in der Mitte der Arena, umgeben von den drei Säulen, eine runde Schleuse von etwa vier Metern Radius und wohl ebenso großer Tiefe öffnete. Nach unten hin schien sich die Öffnung trichterartig zu verjüngen, ein grünes Plasmafeuer brodelte in ihrem Innern. Direkt über diesem Feuer materialisierten Beem und Müller, beide gehalten, gefesselt und geknebelt von einem Kraftfeld, das offensichtlich von den Säulen gespeist wurde.<br><br>Fato, der Konsul und Kommandant der Station, sah mit Zufriedenheit wie Caylon die Anwesenheit seiner beiden Leute registrierte. Er trat näher an den Menschen heran und sprach: „Es ist ein fairer Kampf: Gewinnen Sie, kommen Ihre Soldaten frei, gewinne ich, so wird das Kraftfeld deaktiviert – und auch Sie, Captain, werden Ihr Leben gelassen haben! Haben Sie mich verstanden, Mensch?“<br>	„Ja, aber warum? Ist das die Art Ihres ersten Kontaktes?“<br>	„Es ist nicht der erste Kontakt... Es ist bereits der zweite. Wenn man ganz genau ist sogar schon der dritte.“<br>	„Ihnen ist klar, dass Sie mit Ihren Handlungen einen Krieg provozieren!“<br>	Der Konsul sah ihn mit eiskalten Augen an, die sein menschlicher Gegner allerdings nicht sehen konnte. „Das wird früher oder später so oder so unvermeidlich sein... Es ist das Schicksal, Mensch, das das einzig bindende Glied in dieser noch jungen Galaxis darstellt. Es hat so viele Spezies gleichzeitig auf einen neuen Pfad der Technik geführt, um letzten Endes einen gewinnen zu lassen. Wie in dieser Arena. Ausgeglichene Kräfte kämpfen um die Herrschaft, um den Sieg. Diese Galaxis bietet nicht für jede Spezies Platz... Mit diesem Tage wird die Entscheidung des Schicksals seinen Lauf nehmen...“<br>	„Man kann das Schicksal verändern...“<br>	„Da irren Sie.“<br>Beide Gegner machten sich für den Kampf bereit. Der Romulaner befand sich nun etwa 20 Meter von Caylon entfernt, zwischen ihnen lag als einziges Hindernis der Trichter mit dem brodelnden Plasma.<br>	„Sie und ich sind mit einem transneuralen Interface ausgestattet!“, informierte Fato den Captain, „wir können uns jeweils dreimal eine physikalische Umgestaltung der Umgebung vorstellen, etwas Elementares, mit dem Sie umgehen können. Sei es Hitze, Sturm oder was immer Sie wollen, Mensch! Es wird geschehen.“<br>	Ein neuronales Interface zur variablen Gestaltung der Umgebung? Deshalb hatten sie ihn kurz nachdem die Andorianerin das kurze Training beendet hatte narkotisiert. Doch diese interessanten Aussichten beantworteten nicht seine derzeit brennendste Frage: „Sie wissen, dass ich Mensch bin... Aber wer oder was sind Sie? Warum verstecken Sie sich hinter diesen Masken?“<br>	„Tarnung... Ist ein großer Vorteil...“ Mit diesen Worten wurde er unsichtbar, nur noch seine Stimme hallte durch die gigantische Arena: „Meine Frage ist: Sind Sie eine Gefahr? Wie viel ist Ihre Spezies bereit, für andere zu opfern?“<br>	„Reicht Ihnen als Antwort... alles?“ Er sah immer noch zu Fatos letzter Position, obwohl der sich inzwischen auch ganz woanders aufhalten konnte. „Nennen Sie das fair? Sich anzuschleichen?“<br>	Es kam keine Antwort. Caylon drehte sich hektisch im Kreis und versuchte irgendwelchen Schritten zu lauschen, doch der wieder einsetzende Publikumslärm verhinderte dies. Schon traf ihn ein Schlag am Kopf, dann schlug der Captain ein Rad, als sein rechter Oberarm hart getroffen wurde. Ein Tritt warf ihn schließlich auf den Rücken und schleuderte ihn bedrohlich nahe an den Rand des Plasmatrichters. Er warf einen kurzen Blick zu Beem und Müller, bevor er erneut geschlagen wurde. Diesmal traf es ihn mitten ins Gesicht, Blut befleckte den gelblich-grünen Sand der Arena. Beim nächsten Schlag versuchte er, die Hand des Angreifers mit der seinen abzufangen, was ihm aber misslang.<br>	Beem und Müller versuchten sich derweil in diversen akrobatischen Verrenkungen, um etwas von dem Kampf mitzubekommen. Angesichts des brodelnden Feuers unter ihnen, dass das Kraftfeld, auf dem sie lagen, ebenfalls grünlich im Rhythmus des Feuers flackerte, blieben diese Versuche aber eher zaghaft.<br>	„Können Sie etwas sehen?“, fragte Beem, der die ungünstigere Position innehatte.<br>	Müller drehte ihren Kopf in Position. „Es sieht nicht gut aus... Verdammt, ich will nicht bei zigtausend Grad verbrannt werden!“<br>	„Glauben Sie mir... Das Verbrennen kriegen Sie nicht mehr mit...“ Da Beem selbst sehr unruhig war, konnten seine Worte allerdings nicht gerade viel zur Beruhigung der Ingenieurin beitragen.<br>	Caylon taumelte einige Meter zurück und fiel erneut auf den Rücken. Als er einen näher kommenden Kampfesschrei hörte, rollte er sich geistesgegenwärtig zur Seite – gerade noch rechtzeitig, denn links von ihm schlug der getarnte Romulaner auf. Der durch den Aufprall aufgewirbelte Sand brachte ihn auf eine Idee... Schnell stand er auf, rannte einige Meter weg und betätigte dann einen kleinen Knopf, den er hinter seinem Ohr fühlte. Prompt begann ein sanftes Lüftchen in seinen Haaren zu spielen, dann verstärkte sich der Wind zu einer wie die Seemänner auf der Erde sagen würden „steifen Brise“, die schnell zu einem wahren Sturm anschwoll. Kaum ein Sandkorn in der Arena schien auf dem anderen zu bleiben. Caylon schirmte seine Augen ab und blinzelte, doch er konnte wie beabsichtigt die Umrisse des Konsuls erkennen... Er mochte zwar unsichtbar sein, doch sein Körper war immer noch da, er bestand aus fester Materie, um die er Sand herumwirbeln musste und an deren Oberfläche er sich teilweise verfing. Nun wurde es Zeit, zurückzuschlagen! Caylon nahm Anlauf, setzte an zu einem gewaltigen Sprung – und traf! Angesichts des starken Winds glich diese Tatsache beinahe einem Lottogewinn, aber mit den Füßen voran streckte der Captain seinen Gegner nieder. Dann kniete er sich hin, ertastete die nicht mehr ganz so sichtbaren Umrisse des Romulaners (da er seine Augen nun fast immer geschlossen halten musste) und nahm den Konsul in den Würgegriff. Bei einem gepanzerten Gegner, der noch dazu über eine Atemvorrichtung verfügt, keine sehr fruchtbare Aktion, und dementsprechend hagelte es einige derbe Schläge auf Caylons Nieren. Schließlich aber fiel die Tarnung und der Sturm hörte auf. Das bislang johlende Publikum ließ auf einmal laute Protestschreie erklingen und man sah eine Zurschaustellung diverser kombinierter Nahkampf-Sportarten – Judo, Boxen und etwas, das wie eine romulanische Variante des Kung-Fu aussah. Beide mussten dabei Etliches an Tritten und Schlägen einstellen, wobei der „Heimspieler“ aufgrund seiner Rüstung eindeutig die Nase vorn hatte. Und von deren Qualitäten bekam der Mensch nun eine weitere Kostprobe zu spüren: Die acht ovalen Flächen an den Händen und anderen Körperstellen, die seit der Enttarnung matt gewesen waren, begannen nun wieder zu leuchten, heller als beim ersten Anblick und der Romulaner schlug mit der Oberhand zu: Mit einem grün-blauen Aufblitzen verstärkte das Kraftfeld den Schlag und schleuderte Caylon mehrere Meter weit... Und zu allem Überfluss wurde es auch noch stockdunkel. Nicht nur die Umgebung wurde pechschwarz, auch die Energieflächen an Fatos Rüstung hatten sich wieder verdunkelt. In dieser Finsternis nun, in der das Publikum wieder in völlige Stille verfallen war, hörte man keinen Laut außer dem Knirschen von Sand, das bald darauf von der bedrohlichen Stimme des Konsuls übertönt wurde:<br>„Romulaner haben einen Vorteil... Wir können im Dunkeln sehen... Sie auch?“<br>Als Antwort erklangen Caylons Schmerzenschreie; nur ganz schwach ließen sich Konturen erkennen, die der Nebel durch die Kuppel beleuchtete. Sekunden darauf ging das Licht wieder an; Fato klappte schnell das Visier seines Helmes herunter, das er zuvor offensichtlich hochgezogen hatte. Ein Zeichen dafür, dass die Nachtsichtfähigkeit seines Volkes nicht auf technische Hilfsmittel angewiesen war, ähnlich wie bei den Andorianern.<br>Caylon, dessen Gesicht neue blutige Wunden aufwies, wich abermals zurück. Er sprang über einen der Sandhügel und griff sich wieder hinter das Ohr. Gleich darauf war ihm, als sei ihm eine schwere Last von den Schultern genommen. Er fühlte sich leicht und frei, wie es – abgesehen nach dem Genuss diverser, nicht ganz harmloser Substanzen – nur in der Schwerelosigkeit möglich war. Er stieg auf den Hügel und stieß sich mit aller Kraft ab. Schnell segelte er auf den romulanischen Kommandanten zu und trat ihn nieder. Nun, niedergetreten hätte er ihn, wenn die künstliche Schwerkraft noch aktiv gewesen wäre. So segelte Fato schnell auf die runde Glaswand zu, hinter der die Zuschauer, seine Untergebenen, hörbar den Atem anhielten. Er prallte ab und zog eine Handfeuerwaffe, während er auf eine der Säulen zutrieb. Er hielt sich daran fest, fast schon gefährlich nahe am Plasmafeuer und schoss. Caylon versuchte, den Energieprojektilen auszuweichen, aber eines riss ihm einen Teil der linken Hand weg, so dass er in der nun wieder ansteigenden Schwerkraft zunächst langsam zu Boden sank und schließlich fiel. Er hatte Glück im Unglück, denn dadurch verfehlte der letzte Schuss seinen Kopf nur um wenige Zentimeter.<br>Fato warf seine Waffe zu Boden und entfernte sich wieder von dem Trichter mit dem Plasmafeuer.<br>„Verdammt“, fluchte Beem, „warum ist er nur nicht reingefallen?“<br>Der Romulaner schien Gefallen daran zu finden, seinen schwerverletzten Gegner aufzuziehen. „Los, Captain, töten Sie mich... Wenn Sie können“, höhnte er.<br>Caylon verzog sein Gesicht zur schmerzverzerrten Grimasse; aus der doch recht großen Wunde an seiner Hand tropfte das Blut zu Boden, die weiße Kutte, die er trug, war rot durchtränkt.<br>	„Rotes Blut...“, bemerkte der Konsul mit einem Hauch von Neugier in der Stimme. Hatte sein Blut etwa eine andere Farbe? Caylon dürstete danach, es herauszufinden. Doch er war zu geschwächt...<br>	„Wie wäre es, die Erde von ihm... reinzuwaschen?“, fuhr Fato seinen angefangenen Satz bezüglich des Menschenbluts fort.<br>	Der Captain wollte ruckartig aufstehen, als der Romulaner nun neben ihm stand, doch er rutschte aus und hörte das schallende Gelächter des Gesichtslosen. Es war nicht der von Blut verschmierte Sand, auf dem er ausgerutscht war, sondern Schlamm, denn die gesamte Arena füllte sich in rekordverdächtiger Schnelle mit Wasser...<br><br>	„Das reicht“, knurrte Torlan, während er mit dem Rest der Brückencrew das Treiben auf dem Bildschirm verfolgte, „wir werden etwas unternehmen.“ An Mestral gewandt fragte er: „Hat dieses Schiff Kampfshuttles?“<br>	„Wir haben drei Shuttles zur Verfügung.“<br>	„Bewaffnet?“<br>	„Minimal.“<br>	Der Andorianer, der ohne zu zögern das Kommando an sich gerissen hatte, befahl dem Navigator: „Steuermann, bereiten Sie ein solches Shuttle vor. – Vulkanier, ich will, dass Sie mit unserem Schiff einen Teil dieses Nebels einsaugen und ein Shuttle so präparieren, dass es das Gas gleichmäßig abgeben kann.“<br>	„Wozu?“, wollte Tschernovsky wissen.<br>	„Als Tarnung, nehme ich an...“, meinte Mestral.<br>	Torlan wirkte zufrieden und ein wenig überrascht. „Vielleicht seid ihr Vulkanier doch bessere Kämpfer, als ich gedacht hatte. – Worauf wartet ihr?“<br>	Die Crewmitglieder fingen zu murmeln an und ließen die drei Offiziere durch, denen sich Miller hastig anschloss. „Torlan, ich muss mitkommen.“<br>	„Aber nur, weil Sie Doktor sind, Frau!“<br>	„Im Übrigen bin ich auch ranghöher als Sie... Austauschoffizier!“ Es missfiel ihr sichtlich, dass dieser nicht einmal der Sternenflotte angehörige Blauhäuter auf einmal den großen Boss markieren musste. „Haben Sie schon mal von Emanzipation gehört?“<br><br>Einen Vorteil hatte die Sintflut: Der Feuertrichter hatte sich geschlossen. Zwar konnte das Wasser dem Plasmafeuer nichts anhaben, aber die Flammen hätten das relativ kühle Nass immer weiter aufgeheizt und schließlich beide Kontrahenten gar gekocht. Diese standen inzwischen bis zum Bauch darin und setzten die „Verhandlung“ mit einem spritzenden Nahkampf fort. Dabei tobten sie so sehr dass auch die beiden gefangenen Menschen – das Kraftfeld war nach wie vor aktiv – einige Tropfen abbekamen.<br>	Müller hatte ihr akrobatisches Geschick soweit perfektioniert, dass ihre Finger sich dem Schloss immer weiter näherten. „Ich... ich kann es fühlen...“<br>	„Kriegen Sie’s auf?“, fragte Beem.<br>	„Nichts ist unmöglich, würde ich sagen...“<br>	Fato drückte derweil den immer schwächer werdenden Captain kraftvoll unter Wasser, doch gerade als dieser im Begriff war zu ertrinken verschwand es wieder, schneller sogar noch als es gekommen war wurde es durch diverse Öffnungen abgesaugt. Jede Veränderung der Umweltbedingungen war nur vorübergehend wirksam; nach einem wie es schien festen Zeitintervall wurde die Umgebung jedes Mal wieder auf Normal gestellt.<br>	Fato drückte nur noch den Kehlkopf seines Gegners, der sich mit einem Tritt gegen den Bauch des Konsuls befreite. Dieser wiederum reaktivierte seine Energieflächen an Händen, Füßen und Oberarmen. Wieder einmal wurde Caylon von den Entladungen durchgeschüttelt und hin- und hergeworfen.<br>	In einer kleinen Verschnaufpause, die der Romulaner sich gönnte, fasste der fast völlig erschöpfte Caylon sich zum dritten- und letzten Mal hinter das Ohr. „Dort wo ich herkomme... ist es verdammt heiß... Auf Ihrem Heimatplaneten auch?“<br>Die Luft in der Ferne flimmerte, wie man es an heißen Tagen des Öfteren sehen konnte. Als wäre diese neueste Umweltanpassung der Auslöser dafür, öffnete sich auch der Trichter mit dem Plasmafeuer wieder und gab Beem und Müller die einmalige Gelegenheit, ein Barbequeue mal aus der Perspektive des Grillfleischs mitzuerleben. Nun, ganz so schlimm war es nicht, denn das Kraftfeld schirmte die Hitze wenigstens zu einem gewissen Grad ab. Ungemütlich wurde es aber trotzdem.<br>	Der Kampf ging derweil weiter, doch Fato, wie es schien, war sichtlich geschwächt. Seine Rüstung schien wohl keine Kühlaggregate zu beherbergen, womöglich wirkte sie auch wie eine Kompaktsauna, auf jeden Fall hatte Caylon diesmal den Vorteil auf seiner Seite; mehrere Male konnte er den Konsul zu Boden schlagen. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis die Hitze wieder nachließ...<br> <br>Kapitel X<br>Im Shuttlehangar der Antares waren immer noch die Folgen der Explosion zu sehen, doch die Funktionalität wurde dadurch Gott sei Dank nicht beeinträchtigt.<br>Tschernovsky und Mestral waren bereits beim Shuttle; Torlan und Miller kamen gerade herein und zwei weitere Offiziere verließen den Hangar mit einem pumpenartigem Gerät und einem Glasbehälter.<br>	„Das Shuttle ist bereit“, meldete der Wissenschaftsoffizier, „unsere ‚Tarnung’ musste funktionieren.“<br>	„Zeigen Sie’s mir!“, befahl Torlan.<br>	Mestral war sichtlich verwirrt. „Im Weltraum wird das zweifellos anders aussehen, außerdem wäre es außerordentlich gefährlich, hier Wasserstoffgas, gemischt mit anderen...“<br>	„Dann nicht, es wird funktionieren. Wenn nicht, bringe ich Sie um!“<br>	Miller schnappte vor Entsetzen nach Luft.<br>	„Das werden wir sehen“, meinte der Teilvulkanier.<br>	Torlan aber fühlte sich ganz in seinem Element. „Ins Shuttle, los!“<br><br>Die Antares war immer noch von zahlreichen romulanischen Schiffen umzingelt, doch die schienen die kleine Fähre nicht zu bemerken... Alles was sie sahen war eine langsam auf die Kuppel zutreibende Wolke, eine Wolke, deren Kern allerdings aus einem metallischen Objekt bestand, in dem sich zwei Menschen, ein Ein-Achtel-Vulkanier sowie ein Andorianer aufhielten.<br>	„Sieht irgendwie... witzig aus“, bemerkte Torlan, als er das immer noch feststeckende Sternenflottenschiff, aus dessen Hangar sie vor wenigen Minuten gestartet waren, betrachtete.<br>	„Das ist es aber nicht!“, grummelte Tschernovsky. Doch innerlich musste er trotzdem leicht grinsen, denn der Anblick war doch schon ziemlich grotesk.<br>	„Sagen Sie, fliegen wir jetzt praktisch blind?“, fragte Miller leicht verängstigt.<br>	„Ich muss mich hauptsächlich auf die Sensorenwerte der Antares verlassen“, erwiderte der Navigator, „keine Sorge, wir werden es schon schaffen.“<br>	„Die Romulaner?“, erkundigte sich Mestral.<br>	„Es funktioniert, sie entdecken uns nicht“, lautete die selbstzufriedene Antwort.<br>	„Könnten Sie bitte etwas ruhiger fliegen, Mr. Tschernovsky...“, bat Miller.<br>	„Ich wusste, warum wir Sie nicht mitnehmen hätten sollen“, lautete der Kommentar des Blauhäuters.<br>Miller hätte den arroganten Kerl beinahe erwürgen wollen. Zu allem Überfluss bekam der Andorianer auch noch Unterstützung von Tschernovsky, der sich grinsend zu ihm umdrehte und meinte: „Ich stimme Ihnen zu, Torlan.“<br>	Wenn sie nicht damit beschäftigt gewesen wäre, ihre aufkeimende Übelkeit zu bekämpfen, hätte die Ärztin den beiden Möchtegern-Machos ordentlich Kontra gegeben. So aber saß sie einfach nur still da und presste die Lippen aufeinander.<br>	Irgendwie sah es nun aber doch so aus, als ob der Feind sie orten konnte... Doch es mochte auch andere Gründe geben, weshalb eines der romulanischen Schiffe sich auf Verfolgungskurs begab. Vielleicht war dem Kommandanten langweilig und er wollte die kleine Wolke nur so zum Zeitvertreib jagen? – Wohl kaum, denn menschliche Denk- und Gemütsstrukturen lassen sich nur selten auf Außerirdische übertragen. Wolken aus purem Vergnügen zu jagen war den Romulanern ebenso fremd wie das Verzehren von Popcorn. Nein, dieses Volk war mit einem schon hart an Paranoia grenzenden Misstrauen gesegnet, wahrscheinlich wollte das Schiff nur sichergehen, ob es sich bei diesem sich bewegenden Nebelfetzen wirklich um nichts Gefährlicheres handelte als eine Wolke... Oder der primitive Nebelumhang war ihren Sensoren wirklich nicht gewachsen.<br>	„Nein!“, rief Torlan, „ein romulanisches Schiff hat offenbar die Verfolgung aufgenommen...“<br>	„Macht nichts“, beruhigte ihn der Navigator, „wir befinden uns jetzt ohnehin vor dem ‚Eingang’...“<br>	Nun, zum Hineinfliegen schien dieses riesige Rohr, in dem die Fähre nur mit einem Mindestmaß an Flugakrobatik hineinmanövrieren konnte, nicht gerade gedacht zu sein. Der ausströmende Dampf wies deutlich darauf hin, dass es sich hier um einen Teil des stationsinternen Abluftsystems handelte.<br>	„Voila!“, rief Tschernovsky und zeigte auf die Schachtöffnung, als sei sie die Entdeckung des Jahres.<br>	Miller schien allerdings mehr wegen des Ausrufs irritiert. „Ich dachte, Sie sind Russe!“<br>	„Ja, aber eines haben Russen und Franzosen und alle anderen gemeinsam!“<br>	„Und das wäre?“, fragte Mestral neugierig.<br>	„Einen Ort zum Dampfablassen“, erwiderte Torlan anstelle des Navigators.<br>	„Einen Ort zum Ausscheiden von Giftstoffen in Form von Exkrementen“, lautete Millers fachfrauischer Kommentar und Tschernovsky fügte hinzu: „Einen Auspuff...“<br>	Alle sahen nun erwartungsvoll zu dem Teilvulkanier. Dieser schien sich zunächst noch etwas zu zieren, doch dann sagte er zögernd: „Eine... Runde Kalto.“<br>	„Wie abscheulich!“, entfuhr es Torlan.<br>	„Na dann, rein da!“, rief Tschernovsky beinahe vergnügt.<br><br>Im Innern der Basis tobte immer noch der Kampf der Titanen – sofern man Caylon als einen solchen bezeichnen konnte. Er hatte sich den schon größtenteils rot verfärbten weißen Kampfanzug aufgerissen, denn obwohl die Hitze wie erwartet wieder nachgelassen hatte, schwitzte er durch die Anstrengungen des Kampfes immer noch wie ein Schwein. Der Blutverlust, die zuvor herrschende Hitze (obwohl er Australier war) und diverse gebrochene Knochen machten sich nun bemerkbar. Und zu allem Überfluss zog Fato auch noch eine Art von Säbel, mit dem er den Oberkörper des Captains an mehreren Stellen aufschlitzte. Dieser wusste nicht, woher er die Kraft nahm, aber mit einigen gezielten Tritten schaffte er es tatsächlich, dem Gegner die Waffe nicht nur aus der Hand zu schlagen, sondern auch selbst ihrer habhaft zu werden und zum Gegenschlag auszuholen.<br>	Müller, die mit Beem zusammen immer noch auf dem Kraftfeld lag, war derweil kurz davor, sich aus ihren Fesseln zu befreien. „Einen Moment noch... Heureka! Ich hab’s!“<br>	Fato bekam von dem, was da oben vor sich ging nichts mit, er war zu sehr damit beschäftigt, Caylon mit schnellen Schlägen und Tritten einzudecken, bei denen jedes Mal die Energiefelder an seinem Anzug triumphal aufleuchteten. Mehrere Male fiel der Mensch auf die Erde, Sand geriet in seine Atemwege und er musste furchtbar husten. Er hatte sich wacker geschlagen, aber hatte er jemals eine reale Chance gegen diesen eigentlich übermächtigen Gegner gehabt? Als er so dalag, schaffte er es fast nur mit letzter Kraft, den Romulaner ebenfalls zum Sturz zu bringen, indem er dessen linken Fuß wegzog. Durch diese vorübergehende Niederlage wieder beflügelt, schaffte er es, sich aufzuraffen und wegzurennen, während der gerade Gefallene eine Fläche an seinem Anzug betätigte und sich hinter das Ohr griff. Der nächste Atemzug, den der Konsul nahm, hatte etwas hörbar Darth-Vader-Mäßiges. Die alten Filme kamen Caylon wieder in den Sinn... Waren die Romulaner etwa doch Sauerstoff-Atmer? Oder hatte er das Schnaufen zuvor einfach überhört? Was er aber keinesfalls überhörte war das Zischen, dass sich mit Fatos leicht metallisch angehauchten Atemgeräuschen mischte. Es durchflutete die ganze Arena, der Captain, der stehen geblieben war immer und noch nach Atem rang, bekam immer weniger Luft... Geistesgegenwärtig atmete er aus; in der Halle war schließlich kein einziges Geräusch mehr zu hören. Caylon verzog das Gesicht, er musste dringend Luft holen... Und die gab es reichlich hinter der Glaswand, wo Hunderte maskierter Romulaner wie von Sinnen tobten und jubelten. Er rannte wie in einem Dreieck, Fato hinter ihm her, doch trotz Atemmaske schaffte dieser es nicht, den Menschen einzuholen. Den allerletzten Rest an Kraft zusammennehmend gelang es dem Captain, ein unter Unterdruck stehendes Glassegment zu zerschlagen. Auch die umliegenden Segmente begannen langsam Risse aufzuweisen, während Caylon vor dem Loch stand und schnell ein- und ausatmete. Er dachte sich dabei für einen kurzen Moment, dass die nun ihrerseits nach Luft ringenden Zuschauer selbst daran schuld waren, wenn sie unter ihren Masken keine Atemgeräte trugen. Ihr Röcheln wurde in dem zunehmenden Vakuum der Tribüne immer leiser, einige versuchten gar sich die Masken vom Gesicht zu reißen...<br>	Fato erkannte die missliche Lage und ließ die Arena vorzeitig wieder mit Luft fluten. Danach entfernte er sich von Caylon, um seine nächste Strategie zu überdenken. Offenbar hatte er diesen Gegner deutlich unterschätzt...<br>	Beem und Müller wären ebenfalls beinahe erstickt. „Der Typ ist doch wahnsinnig!“, entfuhr es dem Sicherheitsoffizier.<br>	„Wer, der Romulaner oder der Captain?“<br>	„Der Romulaner natürlich! Der Captain hat nur in Selbsterhaltung gehandelt...“ Beem hatte wie seine Kollegin nun beide Hände frei und machte sich nun an den Fußfesseln zu schaffen.<br>	Der Konsul sprach nun mit einem beinahe respektvollem Unterton: „Sie scheinen von höherem Intellekt zu sein, als ich annahm, Mensch!“<br>	Caylon rang immer noch nach Luft. „Wir können das... hier friedlich beilegen! Unsere Spezies werden schon eine Einigung finden...“<br>	„Niemals! Das Schicksal... hat bereits entschieden! Dies ist nur der Anfang...“ Er hob seine Faust mit dem leuchtenden Energiepanel und der Kampf ging weiter.<br><br>Im Innern des Abzugsschachts raste währenddessen das Shuttle, nun mittlerweile frei von Gasen und Tarnung, immer weiter in Richtung Zentrum, oder wo auch immer ihr Weg sie hinführen würde. Alle standen vorne im Cockpit und sahen Tschernovsky mit einer Mischung aus Erstaunen und Entsetzen zu, wie er immer wieder Beinahe-Zusammenstöße mit beleuchteten Stellen und Rohren vermied. Ganz ließ sich ein direkter Kontakt jedoch nicht vermeiden, was zu gelegentlichem Funkensprühen und metallischem Knirschen führte, begleitet von einem Ruck, der durch das kleine Gefährt ging. Einmal, ganz am Anfang der Passage, war ihnen sogar ein kleiner Sturm entgegengeschlagen.<br>	„Setzen Sie sich lieber und halten Sie sich fest!“, ermahnte sie der Navigator.<br>Torlan, der im Geiste schon am Ziel war, plante schon die nächsten Schritte, es war wohl ohnehin nur noch eine Frage von zwei, drei Minuten. „Wollen Sie auch eine Waffe, Vulkanier?“, fragte er Mestral, doch der reagierte nicht. „Vulkanier!“<br>	„Mein Name ist Ihnen geläufig, oder irre ich mich da?“<br>	Der Andorianer zögerte etwas. „Mestral... Nehmen Sie auch eine Waffe?“<br>	„Auch wenn ich dies verabscheue...“ – Er öffnete eine Klappe mit Phasenpistolen – „...Ja!“<br>	„Frau...“ begann Torlan nun die Ärztin anzureden, „...Doktor, Sie nehmen sich Ihre medizinischen Geräte und bereiten sich auf drei Verletzte vor!“<br>	Tschernovsky hielt sich auf einmal verkrampft fest und befahl den anderen, es ihm gleichzutun. Fast instinktiv schaffte Mestral es im allerletzten Moment noch, die Phasenkanone zu aktivieren und den Ventilator wenigstens zu beschädigen, während sie mit fast ungebremster Geschwindigkeit auf ihn zuflogen...<br>Caylon und Fato befanden sich immer noch im Zweikampf, während Beem und Müller trotz befreiter Hände immer noch keinen allzu großen Fortschritt bei den Fußfesseln gemacht hatten. Dies lag auch daran dass das Kraftfeld sich teilweise wie eine Art Trampolin oder Wackelpudding verhielt, und nun da die Beiden mehr Bewegungsfreiheit besaßen, brachten sie das Feld in immer bedenklichere Schwankungen. Und unten brodelte immer noch das Feuer...<br>Da raste das Shuttle der Antares durch den erwähnten Ventilator, mit dem auch die Luft vorhin abgesaugt worden war... der Grund für die Turbulenzen, die am Anfang des Tunnels beinahe die ganze Mission zum Scheitern gebracht hätten. Nun aber waren sie endlich am Ziel, und die Trümmer des Ventilators, die sich in unzählige Splitter zerteilt hatten, wurden von der Druckwelle auf den ganzen Boden verteilt. Ob es nun nur die Kraft der Druckwelle war oder auch ein Reflex, die beiden Kontrahenten lagen einen Augenblick später ebenfalls am Boden, genau wie die Zuschauer, die gerade aufstanden. Beem und Müller wurden beinahe nach unten geschleudert, fast nur durch Zufall wirkte die Kraft so, dass sie lediglich in das energetische Kissen des Kraftfelds gedrückt wurden.<br>Caylon nutzte die Gelegenheit und griff in seine Hosentasche. Seine Hand umfasste den Desintegrator, mit dem Al’Seen so brutal ermordet worden war. Er hatte ihn, seitdem er ihn vom Boden der Schiffsbrücke aufgehoben hatte, immer in der Hosentasche seiner Uniform gehabt. Die Romulaner hätten ihn sicher entdeckt und wieder an sich genommen – schließlich war er ihr Eigentum –, doch seine andorianische Trainerin war schneller gewesen. Sie hatte ihm in einem unbemerkten Moment die Waffe abgenommen, vielleicht sogar um sie selbst einzusetzen. Nach dem Umziehen, als der Captain immer noch groggy gewesen war von der Betäubung nach der Untersuchung (in Wahrheit war ihm da das neuronale Interface implantiert worden), hatte die Andorianerin sich erneut an ihn herangeschlichen und ihm das Teil wieder in die Hand gedrückt: „Das habe ich für Sie aufbewahrt. Benutzen Sie es, aber nur wenn Ihre anderen Optionen versagen, schließlich sollen Sie sich wie ein ehrenwerter Krieger verhalten. Machen Sie das Schwein fertig!“<br>Und das tat er nun. Er aktivierte die Waffe und rammte sie Fato in den Bauch. Ein entsetzlicher Schrei drang durch die Maske, als das grüne Feuer sich langsam – wie schon bei Al’Seen und dessen Mörder pervers langsam – seinen Weg bahnte.<br>Im Hintergrund waren die vor kurzem noch zuschauenden Romulaner damit beschäftigt, sich einen Weg freizusprengen, um das eingedrungene Shuttle abzuschießen. Ein paar von Ihnen bemerkten Fatos Todesschreie, doch noch ehe sie wirklich reagieren konnten war er nur noch ein Häufchen Asche. Für den Helm und die anderen metallenen Teile seiner Rüstung hatte die Energie allerdings nicht ganz gereicht; sie fielen heiß und leicht glühend zu Boden. Caylons Hände waren nicht mehr imstande, den ebenfalls heißgelaufenen Desintegrator zu halten. Er warf einen kurzen Blick auf den Metallschrott und ließ die Waffe dann fallen. Dann rannte er, rannte um sein Leben, denn die Romulaner, die Fato sterben hatten sehen, schossen nun auf ihn. Die anderen konzentrierten das Feuer auf das Shuttle, doch das wich, dicht über den Boden fliegend, den feindlichen Energiegeschossen immer wieder geschickt aus, nur wenige von ihnen trafen. Tschernovsky ist ein Teufelskerl, dachte Caylon, als hinter dem kleinen Raumfahrzeug herlief. Dessen Tür öffnete sich und zwei Hände, eine von ihnen blau, erschienen und feuerten alles was ihre Phasenpistolen hergaben. Dabei wurden nicht nur ein paar Romulaner getroffen, sondern auch eine der Säulen in der Mitte. Diese begann zuerst bedrohlich zu schwanken und mit ihm das Kraftfeld, doch Beem und Müller, die sich endlich von ihren Fußfesseln befreit hatten, schafften es noch, geduckt aufzustehen. Beem sprang freiwillig in die Tiefe, kurz bevor die Säule endgültig zusammenbrach; das Shuttle befand sich gerade in seiner Nähe, ein Geschoss, das durch die offene Tür abgefeuert wurde traf ihn und er wurde im selben Moment weggebeamt, als er sich noch knapp 30 Zentimeter über dem Boden befand.<br>Das Shuttle flog wie wild hin und her, näherte sich hin und wieder dem Boden und schleuderte ein paar Soldaten um; einige von ihnen wurden von den Antriebsdüsen hinweggefegt, woraufhin ihre Uniformen zum Teil Feuer fingen und einer als schreiende, lebende Fackel auf den Plasmatrichter zulief und sich dort in den endgültigen Tod stürzte.<br>Caylon befand sich derweil nicht unweit der Säulen im Nahkampf mit einem Romulaner, den er aber schnell für sich entscheiden konnte. Der Gegner fiel, verlor seine Maske und Caylon wollte schon sein Gesicht sehen, doch da nahm er wahr wie Müller in dem Moment herunterfiel, als die beschädigte Säule unwiderruflich umkippte. Zehn Meter Fallhöhe. Caylon ist nicht unweit. Nur fünf Meter. Er springt. Springt nach vorne und zugleich nach oben. Er bekommt sie zu fassen. Doch wozu? Beide stürzen sie nun in die Tiefe. Und landen auf dem Dach des gerade heranfliegenden Shuttles. Ja, Tschernovsky ist ein Teufelskerl. Und ein Held noch obendrein.<br>Die Romulaner feuerten weiter, doch das kümmerte sie nun nicht mehr. Noch waren sie nicht ganz in Sicherheit, doch schon wurden sie von starken Händen durch die Tür ins Shuttleinnere gezogen. Das Rahmfahrzeug gewann nun wieder schnell an Höhe, die Phasenkanone brachte die Kuppel an einigen Stellen zum Einsturz, während das Shuttle nun kurz vor der Antares schwebte und diese, unterstütz durch das Beben der zusammenbrechenden Kuppel, das große Schiff wieder hinausdrückte.<br>„Seien Sie doch vorsichtig“, zischte Miller, die gerade dabei war den schwerverletzten Captain notdürftig zu versorgen.<br>„Die Antares ist ja schon draußen!“, entgegnete der Navigator. Die Kuppel hob unter dem unter ihr herrschenden Luftdruck geradezu ab, die Romulaner wurden hinausgeschleudert, wobei einige noch versuchten sich an dem Sternenflottenschiff festzuhalten, aber ihre Kräfte erschlafften schnell. Tschernovsky steuerte das Shuttle an den Leichen vorbei und mit dem Heck voran in den hinteren Hangar, wobei die Antares sich zuerst ebenfalls nach hinten bewegte und dann, sobald die Tore sich geschlossen hatten, auf vollen Impuls nach Vorne beschleunigte. Die schwer beschädigte Station ließen sie so schnell hinter sich, ebenso die Hunderten von Toten, nicht aber die romulanischen Schiffe, die umgehend die Verfolgung aufnahmen.<br>Bis auf Müller, die gegen den Protest der Ärztin gleich im Maschinenraum verschwand, betraten die soeben Angekommenen die vollbesetzte Brücke, wo Beem sie bereits von seinem Posten aus begrüßte. „Willkommen zurück... Mein Name wirkt manchmal Wunder.“<br>„Welch ein Wortwitz!“, erwiderte Caylon mit schmerzverzerrtem Lächeln und setzte sich auf seinen Stuhl. Er sollte jetzt eigentlich auf der Krankenstation sein, aber hier wurde er im Moment dringender gebraucht.<br>„Na ja, ‚beemen’ lasse ich mich trotz meines Namens nicht wirklich gerne. Die zwei Mal bis jetzt haben mir gereicht!“, fügte der Taktische Offizier hinzu.<br>Ein Treffer ließ das Schiff erbeben, alle gingen auf ihre Stationen oder hielten sich irgendwo fest. Miller krallte ihre Hände um das Geländer hinter dem Stuhl des Captains.<br>„Rückwärtige Sicht!“, befahl Caylon.<br>Zehn feindliche Kreuzer erschienen auf dem Schirm, die teilweise durch den Nebel verdeckt wurden, wobei immer der einen Schuss abgab, der am günstigsten zum Zielobjekt stand.<br>„Der Schutzschild?“, erkundigte sich der Captain.<br>„Er funktioniert nicht, die romulanischen Waffen durchschlagen ihn mühelos... Wir wurden getäuscht.“ Damit meinte der Wissenschaftsoffizier natürlich nicht irgendwelche Fehlberechnungen seitens Müller oder Tucker (obwohl diese vielleicht auch vorkommen konnten, wenn auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit), sondern die Sensordaten von der Berman, die ihnen eine falschen Lösung vorgegaukelt hatten.<br>„Mestral, dieses rote Zeug... Was ist das?“<br>„Hauptsächlich Wasserstoffgas!“<br>„Gut, wir haben doch einen gewissen Vorrat an Sauerstoffkanistern an Bord, oder?“<br>Erneut erbebte das Schiff unter einem Treffer, als Mestral antwortete: „Ja, mit flüssigem... Sauerstoff.“ Seine Augen weiteten sich. „Genial! Ich werde die Kanister abwerfen!“<br>Caylon nickte ihm nur zu. Genau darauf hatte er hinausgewollt. Er wandte sich an Beem: „Bereiten Sie zehn photonische Torpedos vor, maximale Streuung!“<br>„Warten Sie... Das dauert ein Weilchen...“<br>Caylon trommelte nervös mit den Fingern auf der Armlehne herum.<br>„Fertig!“, rief Mestral als erster.<br>„Fertig!“, verkündete bald darauf auch der Waffenoffizier.<br>„Wenn das vorüber ist, werden Sie alle befördert!“<br>„Ihnen gebührt das Lob“, meinte der Teilvulkanier bescheiden.<br>Ein weiteres Mal wurde die Antares durchgeschüttelt, diesmal so stark, dass sie für kurze Zeit Schräglage bekam und Caylon fast aus seinem Sessel rutschte. „Also, Mestral, alle überflüssigen Sauerstoffkanister raus! Zur Not auch mit dem Rest der Fracht!“<br>Langsam schwebten die Tonnen den Angreifern entgegen. „Gleich... Gleich...“, versuchte der Captain Beems Tatendrang zu dämpfen. Dieses Zögern brachte ihnen einen weiteren Treffer ein, durch den dieses Mal sogar eine Konsole hinter ihm explodierte. Dennoch ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, noch waren die Kanister nicht nahe genug am Feind. Langsam und konzentriert fing er an zu zählen. „Drei... Zwei... Eins... Jetzt!“<br>Beem betätigte die erste Taste für die Auslöse-Sequenz noch bevor das letzte Wort richtig verklungen war. Fünf Torpedos rasten auf einmal auf die Kanister zu, die sich nun direkt vor den Bugs der romulanischen Kreuzer befanden, fünf weitere der tödlichen Geschosse folgten ihren Kameraden. Als durch die Gewalt ihrer Detonationen die Kanister aufgerissen wurden, reagierte der Sauerstoff durch die Flammen der Explosionen mit dem Wasserstoff des Nebels und erzeugte die wohl gigantischste Knallgasexplosion, die ein Mensch je zu Gesicht bekommen hatte. Die Schiffe der Romulaner wurden fast alle vernichtet, der Rest schwer beschädigt... Doch auch die Antares wurde von der gewaltigen Druckwelle erfasst und weggeschleudert.<br> <br>Kapitel XI<br>Die Schönheit des riesigen Nebels war trügerisch, denn er hatte nicht nur den Feind vernichtet, sondern auch die Antares schwer beschädigt. Diese schwebte nun zusammen mit der wieder instand gesetzten Enterprise vor der ebenso atemberaubenden wie tödlichen Kulisse, wenn auch in einem gebührendem Abstand davon, wenigstens einigermaßen geschützt durch ein kleines Asteroidenfeld. Die bislang eher notdürftige Reparatur dauerte nun schon zwei Tage und ein Ende schien immer noch nicht in Sicht. Caylon war sogar in den Genuss von Dr. Phlox’ Heilmethoden gekommen, doch auf Dauer schien ihm das Jucken, das die bereits bei Archer erfolgreich angewandten Maden verursachten, nicht weniger Beschwerden als Millers Maschinen zu verursachen. Und die war obendrein noch stinksauer, dass er sich von diesem „unhygienischen Quacksalber“, wie sie den Denobulaner nannte, behandeln ließ.<br>	„Nun seien Sie doch mal nicht so engstirnig, ich behandle die Crew dieses Schiffes schon seit fünf Jahren auf diese Weise, und sie alle erfreuen sich bester Gesundheit!“<br>	„Ja, weil sie Glück hatten!“ Die beiden Mediziner befanden sich gerade in der Offiziersmesse der Enterprise.<br>	Phlox seufzte. „Ich habe wirklich absolut rein gar nichts gegen Ihre Methoden und ich erkenne Ihre Fähigkeiten absolut an, aber Sie können Ihr jugendliches Alter auch nicht leugnen. Es ist nun mal eine Tatsache, dass ich mehr Erfahrung habe als Sie!“<br>	Miller verschränkte die Arme und schmollte.<br>	„Ach, kommen Sie, Sie sollten die Dinge einfach mal lockerer und optimistischer sehen. Ich denke, ein Jodelkurs würde Ihnen auch ganz gut tun, auf jeden Fall soll diese Art der vokalen Tätigkeit sehr entspannend sein!“<br>	„Einen was?“<br>	„Einen Jodelkurs! Commander Tucker gab mir eine Visitenkarte von Ihrer Beinahe-Namensvetterin, Commander Müller! Wir haben auf Denobula eine ähnliche Art der Kommunikation, die allerdings hauptsächlich bei Balzritualen eingesetzt wird. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch auf der Erde, bei meinem letzten hatte ich leider keine Zeit, obwohl ich schon einige Geschichten über diese Mückners gehört habe.“<br>	Miller stand auf. „Doktor, ich respektiere Ihre Erfahrung und den Erfolg den Sie mit Ihren... unorthodoxen Methoden haben, aber... aber Sie widern mich an!“<br>	„Was ist denn nun schon wieder los?“<br>	„Was los ist? Wir befinden uns wahrscheinlich bald im Krieg und alles, woran Sie denken, ist dieser dämliche Jodelkurs!“ Sie schmiss die Serviette hin und stapfte wütend davon. Dabei stieß sie beinahe Reed und Tucker um, die soeben eintraten.<br>	„Nanu, was ist denn mit der los?“, fragte der Chefingenieur verwundert, als er und sein Kollege sich an den Tisch des Doktors setzten.<br>	„Können Sie es sich nicht denken? Sie ist sauer, weil unser Doc ihren Captain weggeschnappt hat! Und obendrein noch frustriert weil sie keinen Romulaner sezieren konnte, und das obwohl die Antares von Hunderten ihrer Leichen umgeben war!“, mutmaßte Reed.<br>	„Die Krankenstation der Antares wurde bei der Explosion im Nebel ebenfalls beschädigt, ich musste Captain Caylon also behandeln, ansonsten hätte er chronische Schäden beibehalten – Ich denke vielmehr, wir haben es hier mit einem generellen Problem bezüglich unterschiedlicher Lebenseinstellungen zu tun. Die Auseinandersetzungen mit den Romulanern könnten in einen Krieg ausarten, und falls dieser tatsächlich eintreten sollte, werde ich bereit sein und mein Bestes geben, um die Verwundeten zu versorgen.“ Phlox sah sich das noch nicht ganz aufgegessene Hühnchenfilet an, das Miller auf ihrem Teller liegen hatte lassen. „Ich glaube kaum dass sie noch einmal kommen wird... Möchte einer von Ihnen das gerne essen?“<br>	„Nein, nein, nur zu!“<br>	„Wäre ja auch eine Verschwendung“, meinte der Denobulaner, griff sich das Stück Fleisch, umwickelte es mit einem Blatt Spinat von seinem Teller, tunkte es in Tzatziki-Soße und biss hinein.<br>	„Da sehen wir es mal wieder, Doc, Sie sind ein Genießer!“, meinte Tucker mit einem schelmischen Grinsen.<br>	„Da haben Sie Recht, das Leben ist zu kurz, um nur mit Ernst und engem Blickwinkel hindurchzugehen. Deshalb würde ich auch gerne diesen Jodelkurs besuchen, bevor die Romulaner angreifen, wenn sie es denn tun sollten. – Hätten Sie eigentlich auch Interesse, Commander?“<br>	„Das fragen Sie mich schon zum dritten Mal! Ich habe mir alle Audiobeispiele angehört und ich muss ganz ehrlich sagen: Das ist nicht meine Welt.“<br>	„Mich brauchen Sie gar nicht erst zu fragen, ich bin Brite!“, wehrte Reed ab.<br>	Phlox aß das Hühnchen auf und meinte: „Wenn Sie nicht wollen, dann frage ich eben jemand anderen, notfalls gehe ich sogar alleine! Hmmh, da fällt mir ein, T’Pol im Dirndl... Aber das würde sie nicht mit sich machen lassen.“<br>	Reed wollte das Thema wechseln. „Sagen Sie, gibt es eigentlich überhaupt irgendwelche neuen Erkenntnisse über das Aussehen oder die Anatomie der Romulaner?“<br>	„Sie scheinen nach wie vor ein Mysterium zu sein. Captain Caylon sagte mir, dass sie grünes Blut hätten, es hatte sogar an seinen Fingern geklebt, als er in das Shuttle gezogen wurde. Leider befand sich die Probe ausgerechnet in dem Teil der Krankenstation der Antares, der am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurde. – Aber ziehen Sie jetzt keine voreiligen Schlussfolgerungen, es gibt mehrere Spezies mit grünem Blut.“<br><br>	Caylon saß derweil in seinem Bereitschaftsraum; da die Krankenstation nun wieder funktionierte, wenn auch noch nicht perfekt, musste er bald bei Dr. Miller antreten, die ihm vermutlich als Erstes die Verbände mit den Maden drunter abreißen würde. Aber zuerst musste er noch mit jemand anderem sprechen...<br>	Torlan betrat den Raum und sah den Captain mit erwartungsvollem Blick an. „Sir, wenn Sie mich befördern wollen, für solche Angelegenheiten...“<br>	„Darum geht es gar nicht. Wohl aber um die Aktion, derentwegen Sie wohl glauben eine solche Beförderung verdient zu haben. Mir ist durchaus zu Ohren gekommen, dass Sie es waren, der die Kommandokette schlichtweg ignoriert und die Befehlsgewalt während meiner, Müllers und Beems Abwesenheit an sich gerissen hat.“<br>	„Das ist korrekt; irgendjemand musste ja etwas unternehmen.“<br>	„Und dafür bin ich Ihnen auch wirklich dankbar. Aber tun Sie das in Zukunft nie wieder, ich hoffe auch nicht dass wir jemals in eine weitere Situation mit vergleichbaren Umständen geraten werden.“<br>	„Wie Sie meinen, Sir... Ist das alles?“<br>	„Nein, nicht ganz. An jenem Tag wurde mir das Leben, wie es scheint, gleich von zwei Andorianern gerettet.“<br>	„Ich verstehe nicht ganz...“<br>	„Auf der Station der Romulaner befand sich auch eine weibliche Vertreterin Ihrer Spezies. Sie erinnern sich noch an den Desintegrator, mit dem Commander Al’Seen ermordet wurde und mit dem der Attentäter sich anschließend selbst richtete?“<br>	„Wie könnte ich das vergessen... Er war zu feige, sich mit einem wahren Krieger anzulegen!“<br>	Caylon lächelte leicht. „Sie klingen wie ein Klingone... Aber zurück zu der Andorianerin: Wie Sie sicher sahen, trug ich während des Kampfes einen weißen Anzug; glücklicherweise hatte auch er eine große Hosentasche, in der ich die Waffe verstecken konnte. Aber das hätte ich nie geschafft ohne die Hilfe dieser Frau.“<br>	„Das... klingt interessant. Ich nehme an, sie war auch eine Art von Gladiatorin?“<br>	„So sieht es aus. Sie hat mit mir trainiert... Übrigens, was mir besonders an ihr aufgefallen ist, neben den zahlreichen Narben und Verletzungen, waren ihre Augen, die waren von einem leuchtenden Gelb...“<br>	Torlan zuckte kurz zusammen.<br>	„Kennen Sie sie? Die Andorianer, denen ich bisher begegnet bin oder auf Bildern gesehen habe, haben alle dunkle, ja regelrecht schwarze Augen, wie Sie.“<br>	„Das ist korrekt, die meisten Andorianer haben schwarze Augen.“<br>	„Hat es mit den helleren Farben dann etwas Besonderes auf sich?“<br>	„Ich glaube nicht, dass dies Sie etwas angeht.“<br>	Der Captain seufzte. „Ich will Ihnen ja wirklich keine Unannehmlichkeiten bereiten, es ist nur so, dass ich gerne etwas mehr über Ihr Volk wissen möchte. Ich weiß, jemand der aus einem Clan kommt, der sich ‚Haus der Verborgenen’ nennt, dürfte wohl nicht allzu viel sagen können oder dürfen, wenn ich die wenigen Dinge, die ich über Ihre Kultur weiß, richtig interpretiere. Aber Sinn eines solchen Austauschprogramms ist es unter Anderem, sich auch etwas näher kennen zu lernen.“<br>	„Dann fragen Sie am besten den menschlichen Offizier, der jetzt vermutlich auf einem andorianischen Schiff oder Station dient. Ich bin Soldat, kein Kulturbotschafter.“ Und schon schickte er sich an, zu gehen. Doch an der Tür machte er noch mal halt. „Gelbe Augen, sagten Sie?“<br>	„Ja!“<br>	„Dann müssen zumindest ihre Vorfahren von der Borlah-Insel kommen. Die gelbäugigen Andorianer sind sehr selten, sie gehören fast alle dem ‚Haus der Dämonischen’ an, zumindest nennen die meisten es so, auch wenn es vielleicht mehrere Häuser geben mag. Sie gelten als unrein, als Blutsauger, als Aasfresser; wer von den Reinblütigen sich mit ihnen einlässt, dem haftet eine lebenslange Schande an, die in früheren Zeiten stets mit dem Tod bestraft wurde.“<br>	Caylon traten die Augen beinahe aus den Höhlen. So viel hatte Torlan noch nie an einem Stück gesagt! Und er sah auch so aus, als ob er das in Zukunft nicht allzu oft zu tun gedachte. „Das ist doch schon mal... Ich danke Ihnen, Sie haben mir da eben einen sehr interessanten Einblick gewährt. Gibt es eigentlich auch noch andere Augenfarben?“<br>	„Ich denke, ich habe Ihnen schon genug gesagt. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich nie wieder um so etwas bitten würden. Vor allem nicht um Informationen mein eigenes Haus betreffend, denn dann müsste ich Sie auf der Stelle töten.“<br>Wieder auf der Brücke angekommen, erhielt der Andorianer nur wenige Minuten später einen Anruf von seiner Amtskollegin, die ihn bat, auf die Enterprise zu kommen, da Dr. Phlox ihn sehen wollte. Diese Bitte erschien ihm recht seltsam, aber schon eine gewisse Neugier trieb ihn dazu, ihr nachzukommen und diesen Denobulaner aufzusuchen. Dem Protokoll entsprechend meldete er sich bei Commander Müller ab, die wieder einmal die Befehlsgewalt innehatte.<br>„Was will er denn auf der Enterprise?“, fragte Tschernovsky verwirrt.<br>„Vermutlich will die vulkanische Offizierin, T’Pol, ihn einem Verhör unterziehen“, überlegte Beem laut.<br><br>	„Ah, schön, dass Sie so schnell kommen konnten, Defender!“, begrüßte Dr. Phlox ihn sogleich.<br>	„Was wollen Sie?“, fragte Torlan barsch, auch wenn er womöglich etwas freundlicher hatte klingen wollen, denn dieser Arzt kannte immerhin seinen Rang, der in der Sternenflotte leider nicht allzu viel zu gelten schien.<br>	„Nun, wie Sie vermutlich bereits wissen, habe ich Captain Caylons Wunden fachmännisch verarztet. Dabei erzählte er mir auch, dass eine gelbäugige Andorianerin...“<br>	„Ich habe dem Captain, ich meine Caylon, bereits die nötigen Informationen gegeben, fragen Sie besser ihn.“ Unruhe machte sich wieder in ihm breit; warum waren sie auf einmal nur alle so verdammt neugierig?<br>	„Nun... Das könnte ich und werde es vielleicht auch tun, aber da Sie schon mal hier sind...“<br>	„Was interessiert Sie überhaupt die Augenfarbe unseres Volkes?“<br>	„Pure Neugier, Defender. Ich dachte mir, dass Individuen mit solch hervorstechenden Unterschieden zu dem, was wir bisher als anscheinende Norm kennen gelernt haben, irgendeine besondere Bedeutung in Ihrer Kultur haben könnten, sei sie nun negativ oder positiv. Und mich würde die statistische Häufigkeit von deren Vorkommen interessieren.“<br>	„Sie sind doch... Ich habe doch ohnehin schon mehr gesagt, als ein Nicht-Blauhäuter eigentlich je erfahren sollte!“<br>	Zu allem Überfluss kam in diesem Moment auch noch T’Pol herein, woraufhin Torlan vollkommen ausflippte: „Ha, wie lange haben Sie schon vor der Tür gestanden?“<br>	„Ich bin eben erst hereingekommen.“<br>	„Alles Lüge, ich hätte wissen müssen, dass Sie dahinterstecken, Sie und Ihre vulkanischen Spione! Zuerst beobachten Sie uns jahrelang mit einem als Kloster getarnten Horchposten und jetzt initiieren Sie dieses Austauschprogramm, nur um uns weiterhin Informationen zu unserer innenpolitischen Lage zu entlocken! Aber eins sage ich Ihnen, mit euch dreckigen Spitzohren werden nicht einmal die Dämonischen paktieren, schon gar nicht die rotäugigen Mystiker des Hauses Pegh’tram-Sgol-Shral!“ Mit zitternden Fühlern und Fingern zeigte er anklagend auf die Vulkanierin und stürmte dann hinaus, wobei er sie mit Absicht stark anrempelte. T’Pol blieb leicht schwankend stehen und hob die Augenbraue.<br>	„Er ist ein Prachtexemplar seiner Spezies, finden Sie nicht auch?“, meinte Phlox und notierte sich: „Rotäugige Mystiker... Seine Zunge scheint ihm da soeben gewaltig ausgerutscht zu sein, es sei denn, er hat Caylon auch von ihnen berichtet. – Hier, bitte, die neuen Geruchsblocker, die dürften jetzt eine Woche nonstop wirken.“<br>	„Danke. Ich nehme nicht an, Sie können mir auch etwas gegen die Emotion geben, die gerade in mir aufsteigt?“<br>	Phlox lächelte. „Sie würden diesem Andorianer wohl am liebsten einen Knoten in die Antennen machen?“<br>	„Ich rede nicht von primitiver Wut und Rachegefühlen... Ich empfinde vielmehr eine Art von Bedauern, man könnte beinahe schon sagen Mitleid. Die Crew der Antares wird diesen Mann mindestens ein Jahr ertragen müssen...“<br>	„Tja, aber das könnte auch die Chance für eine Vertiefung der Zusammenarbeit und des interkulturellen Verständnisses sein. Optimismus, Sub-Commander!“<br><br>Von diesem Optimismus hätten auch Caylon und Archer etwas abhaben können... Die Reparaturarbeiten waren noch längst nicht zu Ende, doch immerhin war die Antares wieder flugtauglich. Nun hatten die beiden Kommandanten endlich Zeit für ein längeres Gespräch, zu dem der Captain der Enterprise Gast im Bereitschaftsraum seines Amtskollegen war.<br>	„John“, begann Caylon nachdenklich, „du erinnerst dich doch noch, als ich vor zwei Tagen sagte, dass die Ereignisse, die an jenem Tag geschahen, zum ersten Galaxiekrieg führen können. Wir waren hilfsbedürftig und ihr habt uns Unterstützung gewährt, aber jetzt wird es Zeit dass wir wieder getrennte Wege gehen. Ich rate euch, dieses Gebiet nun so schnell wie möglich zu verlassen, die restlichen Reparaturen können im Erdorbit erledigt werden.“<br>Archer nickte. „Wir konnten immer noch nichts herausfinden; es wäre möglich, dass diese Aktionen, die wir in den letzten Tagen und Wochen erlebt haben, in irgendeiner Weise mit dem Temporalen Krieg im Zusammenhang stehen, oder auch nicht. Wie dem auch sei, ich wünsche euch viel Glück... Und eine gute Heimreise.“<br>	Ganz so lange hatte das Gespräch auch nicht gedauert; es gab auch nicht viel zu sagen und Spekulationen wollte sich keiner hingeben.<br>	Archer verließ den Bereitschaftsraum und das Schiff, die Enterprise würde noch warten, bis die Antares auf Warp gegangen war.<br>	Caylon betrat wieder die Brücke, auf der noch immer hier und da die Spuren des Kampfes zu sehen waren, eines Kampfes, den sie – für diesen Moment – gewonnen hatten. Der Captain trug nun normale Verbände, unter denen irgendwelche künstlichen Chemikalien ihren Dienst verrichteten. Er würde wohl schon so gut wie vollständig genesen sein, wenn sie wieder im heimischen Sonnensystem ankamen... Er setzte sich in seinen Sessel. „Caylon an Maschinenraum, wie viel schaffen wir?“<br>	„Warp 3,... Nein, Warp 4,1... Warp 4,3 für kurzfristige Zeit, aber davon würde ich eher abraten“, antwortete Müllers Komm-Stimme.<br>	„Dann geben Sie uns Warp 4,2 solange es geht. – Ensign Tschernovsky, setzen Sie Kurs auf die Erde!“<br>	Er tat wie geheißen; in seinem „Aye, Sir“ steckte ein deutlicher Unterton der Furcht; alle auf der Brücke, ja dem ganzen Schiff fühlten sich unwohl beim Gedanken eines möglicherweise galaxieweiten Krieges, mit Ausnahme von Torlan und vielleicht noch Mestral.<br><br>*<br>Endlich wieder auf der Erde angelangt, verordnete der Captain allen Landurlaub, während die Antares im orbitalen Raumdock vollständig repariert wurde. Caylon hatte sich seiner Herkunft entsprechend eine etwas wärmere Gegend zum Entspannen ausgesucht, genau genommen das Hotel Nie’suh in Bagdad. Er tat dies auch, um seinem verstorbenen Kameraden Lieutenant-Commander Benjur Al’Seen die letzte Ehre zu erweisen. Die Familie des Opfers zu benachrichtigen war ihm schwerer gefallen als alles andere; der Kampf gegen Fato wirkte dagegen, nun da er schon etliche Tage zurücklag, fast wie eine Schulhofprügelei. Aber dann musste er immer wieder an den langsamen Tod durch den Desintegrator denken, dem auch der romulanische Konsul erlegen war. Der Weltraum hatte für ihn an Reiz verloren, ausgerechnet nun, da seine offizielle Mission darin bestand, ihn zu erforschen und wie nebenbei zu versuchen, das Geheimnis der Romulaner zu ergründen.<br>Eine warme, leichte Brise im Gesicht und der luftigen Zivilkleidung, blickte Caylon von seinem Balkon aus auf die nächtliche Stadt. Sie wirkte so friedlich, wer die von Blut und Gewalt gezeichnete Geschichte von Bagdad kannte, mochte es kaum glauben, wie barbarisch die Menschheit einst war. Und nun... Da ging sogar ein Andorianer spazieren! Konnte es am Ende gar...<br>	Es war Torlan. Zehn Minuten später stand er in Caylons Zimmer und sah durch die offene Balkontür das Licht der beiden hellblauen Scheinwerfer, die das Hotel beleuchteten. „Eine nicht ungemütliche Stadt. – Captain... Sie werden sich über meine Verschwiegenheit während der Heimreise vielleicht verwundert haben, vielleicht auch nicht... Ich muss es jetzt wissen und ich erwarte eine klare, eindeutige Antwort: Sind Sie ein Spion für die Vulkanier? Oder wieso haben Sie mich wegen dieser Dämonischen ausgehorcht? War da überhaupt eine gelbäugige Andorianerin auf der Station?“<br>	Caylon stöhnte. Und dabei war der Urlaub bisher doch so schön gewesen... „Hören Sie, Ihre ewige Paranoia können Sie sich... ersparen, ich schwöre Ihnen auf jeden Fall bei meinem Leben, dass es sich wirklich so abgespielt hat und meine Frage allein auf Neugier beruhte!“<br>	„Nun, wenn Sie schon bei Ihrem Leben schwören, dann glaube ich Ihnen... Zumindest vorerst. – Sagen Sie, glauben Sie es gibt hier in diesem.. Hotel auch einige andorianische Spezialitäten?“<br>	Caylon lächelte. „Ich befürchte nicht, es sei denn, Sie wollen ein paar streng geheime Rezepte Ihrer Heimat preisgeben.“<br>	„Dann werde ich mich mal mit der einheimischen Kost vertraut machen. Ich habe übrigens das Zimmer gegenüber gemietet... Man sieht sich, diese Stadt wirkt wirklich sehr... entspannend.“<br>	„Ja, das tut sie in der Tat.“<br>	Torlan verließ das Zimmer und Caylon ging wieder auf den Balkon. Er sah den Shuttles und andern Schwebefahrzeugen zu, sah die Hochhäuser, die ebenfalls von Scheinwerfern bestrahlt wurden und fühlte sich mit einem Mal unglaublich erleichtert. Ja, Al’Seen hatte Recht gehabt. Bagdad war wirklich das Paradies. Und wenn sie es hier geschafft hatten... sein Blick glitt hinauf zu den klaren Sternenhimmel... dann würden sie es dort draußen auch schaffen. Irgendwann.<br>E n d e<br>]]></description><guid isPermaLink="false">3343</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x08 - Flammen der H&#xF6;lle</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x08-flammen-der-h%C3%B6lle-r3274/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12805.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0108.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x08) - "Flammen der Hölle"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,45 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares erreicht der Notruf der Erdenkolonie "New Earth", welche erst wenige Wochen zuvor nahe des Klingonischen Raumes gegründet wurde. Als das Sternenflottenschiff eintrifft, kann von der Kolonie nicht mehr gerettet werden. Man beginnt Untersuchungen und findet bald heraus, wer hinter diesem feigen Angriff steckt...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><br><font face="Courier New">                                STAR TREK: ANTARES<br>                            "Flammen der Hölle", Teil I<br>                                     story by<br>                        Sebastian Ostsieker &amp; Markus Rackow<br>                                   teleplay by<br>                                Sebastian Ostsieker<br><br><br></font><br>                                      RECAP<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - BIRD OF VENGEANCE (1X01 "DER FUNKE")<br><br>               Die S.S. Berman (NX-Klasse) steuert direkt auf das<br>               Romulaner-Schiff zu. Die noch vorhandene Warpgondel beginnt<br>               zu explodieren.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Während die Berman frontal in den Bird of Vengeance crasht!<br><br>               Eine enorme Druckwelle breitet sich von der Explosion her<br>               aus.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Bisher bei "Star Trek: Antares".<br><br>               INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - TAG (1X01 "DER<br>               FUNKE")<br><br>               Forrest und Soval sind anwesend.<br><br>                                   FORREST<br>                         Wenn wir herausfinden, welche<br>                         Waffen die Romulaner benutzt<br>                         haben, gelingt es uns vielleicht<br>                         einen Schutz--<br><br>                                   SOVAL<br>                             (unterbricht)<br>                         Die Romulaner sind Ihnen<br>                         technologisch weit überlegen.<br><br>               EXT. WELTRAUM - ENTERPRISE (1X01 "DER FUNKE")<br><br>               ...die Tarnvorrichtung des Shuttles versagt und wenige<br>               Sekundenbruchteile später platzt es in einer gewaltigen<br>               Explosion auseinander und reißt einen Teil der Außenhülle<br>               der Enterprise mit sich ins Verderben!!!<br><br>                                   SOVAL (V.O.)<br>                         Ihre Untersuchung wird nur ein<br>                         Ergebnis haben: Sie werden zwei<br>                         weitere Schiffe verlieren.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE (1X02 "DER FUNKE")<br><br>               Caylon, Tschernovsky, Torlan, Miller und Mestral betreten<br>               in dieser Reihenfolge die Brücke, die voller Offizier ist.<br><br>               Auf dem Wandschirm sehen wir die zehn Kreuzer, die auf das<br>               Schiff feuern, teilweise leicht verdeckt durch<br>               Nebelschwaden.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Der Schutzschild?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Er funktioniert nicht, die<br>                         romulanischen Waffen<br>                         durchschlagen ihn mühelos... Wir<br>                         wurden getäuscht.<br><br>               EXT. NEW EARTH - TAG (1X06 "NEW EARTH")<br><br>               Strahlendblauer Himmel umgibt eine hügelige Landschaft<br>               voller Wiesen. Kleinere Metallbauten stehen auf einer<br>               kargen Ebene, dahinter ein größeres steinernes Gebäude.<br>               Überall befinden sich Menschen, einige von ihnen mit<br>               Bauhelmen und technischen (Sternenflotten-)Uniformen. Das<br>               Shuttle düst an einem riesigen Konstruktionsplan vorbei,<br>               auf dem u.a. „NEW EARTH" geschrieben steht, und landet<br>               schließlich neben anderen Fluggefährten.<br><br>               Die Shuttleluke öffnet sich und PROFESSOR CALLAGHAN sowie<br>               Ensign Tschernovsky verlassen das relativ kleine<br>               Raumgefährt mit jeweils einigen Kisten auf ihren Armen.<br><br>                                   CALLAGHAN (V.O.)<br>                         Willkommen auf ,New Earth'.<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KRANKENSTATION (1X06 "NEW<br>               EARTH")<br><br>               Doktor Corel blickt interessiert zu Doktor Miller und<br>               deutet auf eine mit einer Schutzfolie überzogenen<br>               Sitzcouch, die etwas versteckt hinter einer Wand steht.<br><br>                                   COREL (V.O.)<br>                         Maxima Corel, nennen Sie mich<br>                         Max!<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER (1X06 "NEW<br>               EARTH")<br><br>               Osbourne springt auf und reißt dabei den Tisch zur Seite.<br>               Die Sicherheitsleute greifen zu den Phasenpistolen, doch er<br>               stürzt sich bereits auf Beem und hält diesem einen zuvor im<br>               Ärmel versteckten Phasenschneider an dessen Kehle –<br>               schließlich entnimmt er die Pasenpistole des<br>               Waffenoffiziers.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sinnlose Morde haben nie einen<br>                         Zweck! Also warum geben Sie nicht<br>                         einfach auf, geben mir meine<br>                         Phasenpistole zurück und machen<br>                         die Sache nicht noch schlimmer!<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (hysterisch)<br>                         Ich sehe, Sie haben nichts<br>                         verstanden! Wissen Sie, es gibt<br>                         Menschen, die reisen zu den<br>                         Sternen, knüpfen Erstkontakte mit<br>                         fremden Spezies und beginnen,<br>                         irgendwo im All Kolonien zu<br>                         errichten – alles geht gut, doch<br>                         plötzlich wird die Kolonie von<br>                         einer dieser fremden Spezies<br>                         angegriffen und zerstört, die<br>                         Reiseroute wird zurückverfolgt<br>                         und es beginnt eine Invasion des<br>                         Heimatplaneten...<br><br>               Plötzlich lösen sich die Konturen William Osbournes in<br>               einem bläulichem Schimmern auf. Die Kamera zeigt Beems<br>               verbittertes Gesicht.<br><br>               EXT. WELTRAUM – ANTARES (1X06 "NEW EARTH")<br><br>               Die Antares geht unter Warp, das gesuchte Shuttle fliegt<br>               mit Manövrierdüsen voraus.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. UNBEKANNTER DUNKLER RAUM (1X06 "NEW EARTH")<br><br>               Wir befinden uns in einem dunklen Raum an einem uns<br>               unbekannten Ort. In der Mitte des Raumes steht ein großer<br>               Konferenztisch mit mehr als 20 Plätzen. Jeder dieser Plätze<br>               verfügt über ein eigenes kleines Computerterminal, ähnlich<br>               dem heutigen Laptop, nur eben um einiges kleiner.<br><br>               Das einzige Licht im Raum geht von einer ganzen Wand von<br>               Monitoren aus, die alle möglichen Datein anziegen, von<br>               Nachrichten, über Politik, bis hin zu den Positionen jedes<br>               einzelnen Raumschiffes der Sternenflotte.<br>               - Diese Wand mit ihren vielen Monitoren, sehen wir jedoch<br>               erst, wenn wir mit einer Kamerafahrt durch den gesamten<br>               Raum beginnen.<br><br>               Wir bewegen uns einmal durch den kompletten Raum hindurch,<br>               bevor wir wieder in der Ausgangsposition zum Stehen kommen.<br><br>               Wir hören das Zischen einer Tür, welche wir bei unserer<br>               Kamerafahrt NICHT sehen konnten, weil sie im vollkommenen<br>               Dunkel lag. Durch sie treten nun 20 schwarz Gekleidete<br>               Personen (sie alle sind Menschen, sehen jedenfalls<br>               menschlich aus) herein und setzen sich an dem<br>               Konferenztisch nieder. Der Mann am Kopf (im folgenden<br>               "ELDER 1" genannt) des Tisches bleibt jedoch stehen und<br>               wendet sich an die Gruppe.<br><br>                                   ELDER 1<br>                         Meine Damen und Herren... unsere<br>                         Mission war ein Fehlschlag!<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen uns eingehend darüber<br>                         beraten, wie wir weiter<br>                         vorzugehen haben...<br><br>               AUF Elder 1:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE RECAP<br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - TAG<br><br>               SUPER: "New Earth, Erdkolonie"<br><br>               Das Dorf blüht prächtig, WIR SEHEN mehrere neue Häuser, die<br>               in den vergangenen Wochen gebaut worden sind. Menschen<br>               unterhalten sich, Kinder spielen, manche sprengen ihren<br>               blühenden Gärten. - Die leicht bläuliche Sonne scheint auf<br>               die romantischen weiten Wiesen und auf das Gründungsdorf<br>               von "New Earth".  - Es ist ein Paradies, ohne Frage.<br><br><br>               Wir SEHEN eine junge, gesund wirkende Mutter, wie sie mit<br>               ihren drei Kindern in einem hohen Grasfeld, umgeben von<br>               Bäumen, Verstecken spielt.<br><br>                                   MUTTER<br>                             (lacht, ruft)<br>                         Ich finde dich...!<br><br>               Wir sehen in Zeitlupe, wie die Mutter läuft und lacht, dann<br>               die Kinder.<br><br>               Plötzlich hört die Mutter auf mit dem Rennen und sieht gen<br>               Himmel. Sie hält die Hand an ihre Stirn, da die Sonne so<br>               blendet.<br><br>               Man erkennt mehrere grüne Punkte am Himmel, die immer<br>               größer werden.<br><br><br>               Die Kinder kommen durch das Gras zur Mutter und umklammern<br>               ihr Bein.<br><br>                                   KIND #1<br>                         Was ist das, Mami?<br><br>                                   MUTTER<br>                             (beunruhigt)<br>                         Ich weiß es nicht...<br><br>               Sie kniet sich neben ihre Kinder, nach wie vor den Himmel<br>               betrachtend.<br><br>               Dann hören wir Explosionen im Hintergrund. Die Kinder<br>               schreien.<br><br>               AUF die Mutter, wie sie ihre Kinder mit angsterfülltem<br>               gesicht umklammert und zu den näher kommenden Explosionen<br>               sieht. Dann verschwindet alles in einem grellen Weiß...<br><br>                                                       FADE TO WHITE.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - WARP<br><br>               Die Antares bewegt sich mit niedriger Warpgeschwindigkeit<br>               durch die Weiten des Weltraumes.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               CAPTAIN FREDERICK CAYLON sitzt hinter seinem Schreibtisch<br>               und arbeitet an seinem Computer einige Berichte aus den<br>               verschiedenen Abteilungen seines Raumschiffes durch. Durch<br>               die Fenster hinter ihm sehen wir die Warpsterne an der<br>               Antares vorbeiziehen.<br><br>               Plötzlich HÖREN wir das Interkom-System piepen und der<br>               Captain drückt eine Taste an einer in seinen<br>               Glasschreibtisch eingelassenen Schalttafel.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Caylon.<br><br>               Von der anderen Seite der Leitung HÖREN WIR die Stimme von<br>               TORLAN, der sich höchstwahrscheinlich auf der Brücke der<br>               Antares befindet.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Wir empfangen eine Nachricht von<br>                         der Erde für Sie. - Es ist<br>                         Admiral Forrest.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Bitte stellen Sie sie hierher<br>                         durch, Torlan.<br><br>               Caylon schließt den Kanal und wenige Sekunden später<br>               beginnt ein kleines Symbol an seinem Computerbildschirm zu<br>               blinken. Der Captain drückt auf die Taste, die sich neben<br>               dem blinkenden Symbol befindet.<br><br>               Auf dem Bildschirm wechselt nun die Ansicht, die Berichte<br>               werden erst vom Missionslogo der Antares ersetzt, dann vom<br>               Abbild von ADMIRAL MAXWELL FORREST, der sich ganz<br>               offensichtlich in seinem Büro im<br>               Sternenflottenhauptquartier in San Fransisco befindet.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Forrest)<br>                         Guten Morgen, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Hallo, Frederick.<br>                             (beat)<br>                         Ich hab ein paar unerfreuliche<br>                         Nachrichten für sie.<br><br>               Caylons gute Laune ändert sich schlagartig.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Und die wären?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Sagen Ihnen sie Namen William<br>                         Osbourne, Paul Andrews und<br>                         Jonnathan Smithers noch etwas?<br><br>               Caylon muss nicht eine Sekunde überlegen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja natürlich, dass waren diese<br>                         drei Terroristen, die vor einem<br>                         Monat versucht haben, New Earth<br>                         zu sabotieren, um die Menschheit<br>                         so dazu zu bringen, nicht das Sol<br>                         System zu verlassen und damit das<br>                         Risiko eines Krieges und die<br>                         mögliche Invasion einer<br>                         außerirdischen Rasse minimieren<br>                         wollte.<br><br>               Auf dem Bildschirm sehen wir Forrest nicken.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ganz genau. - In Ihrem Bericht<br>                         schrieben sie, dass sie<br>                         behauptete einer Gruppe<br>                         anzugehören, die dieses Ziel<br>                         verfolgt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das habe ich ihnen aber nicht<br>                         bgekauft, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Nun, offenbar haben die drei in<br>                         dieser Hinsicht wohl doch die<br>                         Wahrheit gesagt, Fred.<br><br>               Caylon schaut seinen Vorgesetzten fragend an.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN) (CONT'D)<br>                         Sie sind verschwunden, Fred.<br>                             (beat)<br>                         Sie sollten an Bord der<br>                         Constitution zur Erde gebracht<br>                         werden, doch gestern Abend, sind<br>                         alle drei aus ihren Zellen<br>                         verschwunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Das ist es ja gerade, Fred: Wir<br>                         haben nicht die geringste Ahnung,<br>                         wie sie das fertig bringen<br>                         konnten.<br>                             (beat)<br>                         Die internen Sensoren haben<br>                         nichts aufgezeichnet, sie waren<br>                         einfach von eienr Sekunde zur<br>                         nächsten verschwunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Waren keine Wachen vor den Zellen<br>                         postiert?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                             (seufzend)<br>                         Offenbar war Captain Delfune der<br>                         Meinung, dass keine Wachen nötig<br>                         seien, so lange keine<br>                         unidentifizierten Schiffe in der<br>                         nähe waren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Waren welche in der Nähe?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Wie ich schon sagte, die Sensoren<br>                         der Constitution haben nichts<br>                         aufgezeichnet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat; seufzt)<br>                         Also werden wir wahrscheinlich<br>                         irgendwann wieder etwas von ihnen<br>                         hören.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich habe den Behörden von New<br>                         Earth heute morgen Bescheid<br>                         gegeben, dass sie die Augen offen<br>                         halten sollten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dorthin werden sie nicht<br>                         zurückkehren... Dafür sind sie zu<br>                         klug.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Da werden Sie wohl recht haben,<br>                         Fred.<br>                         - Aber lassen Sie uns das Thema<br>                         wechseln, ich habe nämlich auch<br>                         gute Nachrichten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die kann ich immer gebrauchen.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Das hatte ich mir gedacht,<br>                         besonders nach Ihrem letzten<br>                         Erlebnis. - Habe ich Ihnen<br>                         eigentlich schon zu dem<br>                         Erstkontakt mit den Bunari<br>                         gratuliert?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Noch nicht, Sir.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Dann tue ich das hiermit, Fred.<br>                         Sie haben verdammt gute Arbeit<br>                         geleistet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das eigentliche Lob gebührt den<br>                         Ensigns Rubens und Raimes.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Dann sollten Sie die beiden für<br>                         eine Beförderung in Betracht<br>                         ziehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist schon geschenen, Admiral.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich nehme mal an, das war<br>                         nicht die gute Nachricht, die Sie<br>                         mir mitteilen wollten.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Nein, das war sie in der Tat<br>                         nicht.<br>                             (beat)<br>                         Sie ist fertig, Fred.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erfreut)<br>                         Die Intrepid?<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ja. Das vierte Schiff der New<br>                         Berlin-Klasse.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Da wird sich Nick aber freuen.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Allerdings. Captain Jackelson<br>                         kann seinen ersten Auftrag kaum<br>                         noch erwarten.<br>                             (beat)<br>                         Aber es kommt noch besser, Fred:<br>                         Die London kommt gut voran. Wenn<br>                         alles wie geplant weitergeht,<br>                         wird die Antares noch in diesem<br>                         Jahr eine Schwester bekommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer bekommt sie?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Frank Hanson.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nie von ihm gehört.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Er--<br><br>               Der Admiral unterbricht sich, als er das Piepe ndes<br>               Interkoms vernimmt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Entschuldigen Sie bitte, Admiral.<br>                             (aktiviert das Interkom)<br>                         Caylon.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Sir, wir brauchen Sie dringend<br>                         auf der Brücke.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Verstanden. Caylon Ende.<br>                             (deaktiviert das<br>                              Interkom; zu Forrest)<br>                         Ich schätze, wir werden später<br>                         weiter plaudern müssen, Admiral.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Alles Gute, Fred. Passen Sie auf<br>                         sich auf.<br><br>               Caylon nickt und schließt den Kanal. Dann steht er auf und<br>               geht durch den kurzen Verbindungsgang auf die...<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               ... Brücke. Torlan befindet sich an der Kommunikation,<br>               LIEUTENANT JIM BEEM sitzt an der Taktik, MESTRAL an der<br>               Wissenschaftsstation, ENSIGN DARIUS TSCHERNOVSKY am Steuer.<br>               Das Kommando hat derzeit COMMANDER NICOLE MÜLLER inne.<br><br>               Caylon kommt nun aus seinem Bereitschaftsraum heraus und<br>               Müller macht ihm seinen Stuhl frei.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich hab ihn für Sie warm<br>                         gehalten, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr aufmerksam, Commander. - Was<br>                         gibt es?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben soeben einen Notruf von<br>                         New Earth empfangen, Captain.<br>                         Anscheinend wir die Kolonie<br>                         angegriffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, voller Stopp! Wenden Sie<br>                         das Schiff und bringen Sie uns<br>                         zurück zu der Kolonie!<br>                         Maximumwarp!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Darius gibt Kurs und Geschwindigkeit ein.<br><br>               EXT. WELTRAUM - FOLGEND<br><br>               Die Antares wendet und springt danach sofort auf<br>               Warpgeschwindigkeit.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, öffnen Sie einen<br>                         Kanal zu der Kolonie.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das haben wir schon versucht,<br>                         Sir, es gibt keine Antwort.<br><br>               Caylon überlegt kurz.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Senden Sie ihnen trotzdem eine<br>                         Nachricht, Torlan. Sie sollen<br>                         wissen, dass Hilfe unterwegs ist.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir. Selbst wenn wir die ganze<br>                         zeit über maximale<br>                         Warpgeschwindigkeit fliegen<br>                         könnten, würden wir immer noch<br>                         drei Tage bis zur Kolonie<br>                         brauchen. Wir--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wütend)<br>                         Wir werden nicht denselben Fehler<br>                         wiederholen, wie damals mit Terra<br>                         Nova! Diese Kolonie werden wir<br>                         nicht so ohne weiteres aufgeben.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Mr. Torlan, Sie haben meinen<br>                         Befehl gehört!<br><br>               Die Fühler des Andorianers zucken, überrascht von dem doch<br>               recht heftigen Ausbruch Caylons.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Er gibt einige Befehle in seine Konsole ein und sendet<br>               damit eine Textnachricht ab.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller)<br>                         Nicole, Sie sorgen besser dafür,<br>                         dass wir uns nicht um dieses<br>                         dämliche 12-Minuten-Limit für<br>                         Warp 5,3 sorgen müssen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist vollkommen unmöglich,<br>                         Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sicher)<br>                         Wenn ich in meinen 15 Jahren bei<br>                         der Sternenflotte eines gelernt<br>                         habe, Commander, dann, dass<br>                         absolut nichts vollkommen<br>                         unmöglich ist!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leicht eingeschüchtert)<br>                         Aye, Sir. - Ich bin im<br>                         Maschinenraum.<br><br>               Sie verlässt die Brücke im Turbolift.<br><br>               Caylon lehnt sich in seinem Kommandosessel zurück. Mit<br>               besorgter Miene schaut er zum Wandschirm. Sollte Osbourne<br>               vielleicht doch Recht gehabt haben? War es Wahnsinn, eine<br>               Kolonie so nah am Klingonischen Raum zu gründen?<br><br>               AUF Caylons besorgtes und gleichzeitig nachdenkliches<br>               Gesicht:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Die Antares geht unter Warp und fliegt in einen Orbig um<br>               die Kolonie ein.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 21.<br>                         August 2156. Nach vier Tagen mit<br>                         Warp fünf haben wir endlich die<br>                         Kolonie "New Earth" erreicht. Die<br>                         gesamte Crew hofft, dass wir<br>                         nicht zu spät eingetroffen sind.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Alle Brückenoffiziere (Caylon, Beem, Darius, Mestral,<br>               Torlan) an ihren Stationen.<br><br>               Auf dem Wandschirm ist der Orbit des Planeten zu sehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lebenszeichen?<br><br>               Mestral schaut kurz in seine "Box".<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ein paar vereinzelte, verstreut<br>                         über die gesamte Kolonie.<br>                             (beat)<br>                         Es gibt einige energetische<br>                         Inteferrenzen, daher kann ich<br>                         Ihnen keinen genauen Zahlen<br>                         nennen, Captain.<br>                             (long beat)<br>                         Aber von den 600 Kolonisten haben<br>                         wohl nicht die allermeisten<br>                         überlebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (betroffen)<br>                         Doktor Miller soll Rettungsteams<br>                         zusammenstellen.<br>                         Sie soll jedes Crewmitglied<br>                         einsetzen, dass auch nur eine<br>                         ansatzweise medizinische<br>                         Ausbildung hat.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Sir, ich werde sie<br>                         informieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Schließen Sie sich mit Commander<br>                         Müller kurz, Jim. Stellen Sie<br>                         bergungsteams zusammen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Beem verlässt die Brücke im Turbolift.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - MORGENGRAUEN<br><br>               Von der einst so prächtigen Kolonie ist nur noch eines<br>               übrig: Ein gigantischer Trümmerhaufen.<br><br>               DOKTOR KATHRINE MILLER materialisiert (um Zeit zu sparen<br>               hat man sich beamen lassen) mit ihrem gesamten<br>               medizinischen Stab (Crewmen MELANIE APOLL, WALTER SMITH,<br>               PARKER FIELDS &amp; MARIA LEWIS, sowie die Ensigns PAVEL CENKO,<br>               MICHAEL MYER und MARY D'ARCY) inmitten der Trümmer. Jede/r<br>               zweite von ihnen trägt einen Notfallkoffer in einer Hand.<br>               Die jenigen, die keinen Koffer in den Händen halten, halten<br>               Scanner, mit denen sie sofort beginnen nach Lebenszeichen<br>               zu suchen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu ihrem Stab)<br>                         Okay, Sie alle kennen die<br>                         Aufteilung. Also los!<br><br>               In Zweiergruppen beginnt das Rettungsteam zu suchen. Apoll<br>               mit Smith, Fields mit Lewis, Cenko mit Myers und D'Arcy mit<br>               Doc Miller.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - MORGENGRAUEN - ETWAS SPÄTER<br><br>               Die Teams haben sich mittlerweile verteilt. Miller und<br>               D'Arcy haben soeben eine Leiche unter einen großen Haufen<br>               von Trümmern gefunden.<br><br>                                   APOLL (O.C.)<br>                             (rufend, aus einiger<br>                              Entfernung)<br>                         Doktor! Wir brauchen Sie hier!<br><br>               Sofort springt Miller auf und rennt zu Apoll und Smith.<br><br>               ANDERER BEREICH DER KOLONIE<br><br>               Apoll und Smith knien neben einer offenbar scher verletzten<br>               Person. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir unter dem<br>               ganzen Blut die Mutter aus dem Teaser. Ihr Oberkörpder ist<br>               bis auf ihre Unterwäsche entkleidet. Drei Klebepads<br>               befinden sich an ihrem Oberkörper. Auf einerm Scanner sehen<br>               wir ihre Herzströme, bzw. das Fehlen dieser. Von ihren<br>               Kindern ist keine Spur.<br><br>               Apoll und Smith sind gerade dabei, die Frau<br>               wiederzubeleben. Apoll führt die Herzmassage durch, Smith<br>               kümmert sich um die Beatmung.<br><br>               Miller trifft in diesem Augenblick bei ihnen ein.<br><br>                                   MILLER<br>                         Was haben wir hier?<br><br>                                   APOLL<br>                         Weibliche Patientin mit<br>                         Kammerflimmern. Nach sechsfacher<br>                         Defibrillation nun Asistolie.<br>                         Keine Eigenatmung.<br><br>                                   MILLER<br>                         Okay, Intubation vorbereiten.<br><br>               Sie sieht sich die Mutter an.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Tubus Größe 7... Mit Führungsstab<br>                         bitte.<br><br>               Smith macht sich sofort an die Arbeit.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zu Apoll)<br>                         Venösen Zugang legen, NaCl<br>                         vorbereiten.<br><br>               Und von nun geht alles ruck-zuck. Binnen weniger Sekunden<br>               ist der Zugang gelegt und die Infusion angeschlossen. -<br>               Auch der Tubus lässt nicht lange auf sich warten. Miller<br>               nimmt ihn von Smith entgegen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Larynguskop, Größe 3.<br><br>               Smith reicht es ihr aus seinem Notfallkoffer.<br><br>               Müller versucht sogleich, die Frau zu intubieren, doch:<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Die Stimmtbänder sind noch<br>                         angespannt, ich komme nicht durch<br>                         die Stimmritze.<br>                             (zu Apoll)<br>                         1 ml Dornicum, i.V.<br><br>               Apoll greift in den Koffer, holt eine Ampulle heraus und<br>               zieht eine Spritze auf. Im Hintergrund zieht Smith derweil<br>               eine Spritze (ohne Nadel) mit Luft auf.<br><br>               Apoll injiziert der Frau das Beruhigungsmittel. Es wirkt<br>               fast augenblicklich.<br><br>               Miller schaut mit Hilfe des Lanryguskops nocheinmal in den<br>               Rachen der Frau.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Die Stimmritze ist frei.<br><br>               Und ruck-zuck ist der Tubus drin.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zu Smith)<br>                         Blocken.<br><br>               Smith injiziert die Luft aus seiner Spritze in eine kleine<br>               Extraöffnung am Tubus.<br><br>                                   SMITH<br>                         Geblockt.<br><br>                                   MILLER<br><br>                             (zu Smith)<br>                         Okay, Beatmungsbeutel anschließen<br>                         und eine Testbeatmung.<br>                             (zu Apoll)<br>                         Stethoskop.<br><br>               Apoll reicht es ihr sofort und Miller hört die Lungen ab,<br>               während Smith zweimal zur Probe beatmet.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Der Tbus sitzt. Weiter beatmen.<br>                             (zu Apoll)<br>                         Ziehen Sie mir bitte 1 ml<br>                         Adrenalin auf und verabreichen<br>                         Sie es i.V.<br><br>               Apoll tut, wie ihr befohlen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         CPR fortsetzen.<br><br>               Apoll beginnt nun wieder mit der Herzmassage.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><p>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - MORGENGRAUEN - SPÄTER<br><br>               Selbe Stelle. Miller und Apoll knien noch immer neben ihrer<br>               Patienten, während Smith seinen Kommunikator öffnet.<br><br>                                   SMITH<br>                         Smith an Antares, drei Personen<br>                         hochbeamen!<br><br>               Miller, Apoll und die Mutter entmaterialisieren.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Stunden später. Alle Biobetten sind belegt und noch immer<br>               treffen weitere Schwerverletzte ein.<br><br>               Miller und die Crewmen aus ihrem Team sind hier und kämpfen<br>               fieberhaft um die Leben ihrer Patienten.<br><br>               In diesem Augenblick bringen zwei N.D.s der<br>               Sicherheitsabteilung eine weitere schwer verwundete Person<br>               auf einer Schaufeltrage herein. Und wir erkennen fast<br>               sofort, wer es ist: MAXIMA "MAX" COREL, die Ärztin von New<br>               Earth und eine gute Freundin von Doc Miller. Sie hat die<br>               Augen geöffnet, ist aber offenbar in einer Welt für sich.<br><br>               Miller sieht sie.<br><br>                                   MILLER<br>                             (entsetzt)<br>                         Oh mein Gott...! Max!<br>                             (zu den N.D.s)<br>                         Sofort auf das Zentrale Biobett!<br><br>               Die beiden legen sie vorsichtig dort ab. Miller will ihr<br>               ein Medikament injizieren, doch plötzlich schnellt Corels<br>               hand hoch und ergreift Millers Arm.<br><br>                                   COREL<br>                             (schwach; sterbend)<br>                         Sie kamen so plötzlich... Es<br>                         waren grüne Schiffe... Ich<br>                         glaube...<br><br>               Corels Hand erschlafft und gleitet von Millers Arm herab.<br>               Sie schließt ihre Augen und ihr Kopfverdreht sich.<br><br>               Miller scannt sie sofort, doch ihr Scanner gibt nur noch<br>               einen durchgehenden Piepton von sich.<br><br>               AUF Millers entsetztes Gesicht:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Die Antares befindet sich noch immer in einem Orbit über<br>               der Kolonie.<br><br>               INT. ANTARES - KONFEREZNRAUM<br><br>               Die Führungsoffiziere (= Brückenoffiziere + Müller und<br>               Miller) befinden sich hier um den Konferenztisch verteilt.<br>               Da es recht viele Personen um einen doch recht kleinen<br>               Tisch sind, geht es entsprechend eng zu.<br><br>               Miller's Gesicht scheint müde und teilnahmslos zu sein.<br>               Ebenso klingt ihre Stimme.<br><br>                                   MILLER<br>                             (müde; teilnahmslos)<br>                         Von den zweiundzwanzig<br>                         Überlebenden, die mein Team und<br>                         ich auf der Oberfläche bergen und<br>                         zur Antares bringen konnten,<br>                         haben wir über nach neunzehn<br>                         verloren...<br>                             (beat)<br>                         Darunter auch die Ärztin der<br>                         Kolonie, Doktor Maxine Corel, die<br>                         -<br>                             (beat)<br>                         Ich nehme an, Sie alle kennen<br>                         ihren Namen noch.<br><br>               Mestral blickt zu Miller. Und für einen Augenblick scheinen<br>               wir so etwas, wie Mitgefühl in seinen Augen sehen zu<br>               könnten... Aber wirklich nur für den Bruchteil einer<br>               Sekunde. Danach ist sein Blick wieder kalt und gefühllos,<br>               wie meistens.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Die drei noch lebenden haben<br>                         schwerste Verletzungen<br>                         erlitten... Sie haben<br>                         großflächige Verbrennungen<br>                         dritten und sogar vierten Grades.<br>                             (beat)<br>                         Ihre Überlebenschancen sollten so<br>                         ungefähr bei Null liegen...<br>                             (long beat)<br>                         Und selbst WENN sie überleben<br>                         sollten, wären sie tot<br>                         wahrscheinlich wesentlich besser<br>                         dran...<br>                         Derartige Verletzungen werden<br>                         niemals vollständig heilen, sie<br>                         werden für den Rest ihres Lebens<br>                         von ihnen beeinflusst sein.<br><br>               Die ganze Runde (abgesehen von Mestral natürlich und<br>               Miller, die ja - wie gesagt - müde und teilnahmslos wirkt)<br>               blingt entsetzt und erschüttert drein.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (long beat)<br>                         Es widerspricht zwar allem, was<br>                         ich gelernt und geschworen habe,<br>                         aber ich denke, es wäre für sie<br>                         alle wesentlich besser, wenn wir<br>                         einfach--<br><br>               Sie spricht nicht weiter. Doch alle wissen, worauf die<br>               Doktorin hinaus möchte. Betroffene Stille bricht ein, die<br>               erst durch Caylon einige Sekunden später gebrochen wird:<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit einem Kloß im Hals)<br>                         Danke, Doktor.<br>                             (long beat; zu Müller)<br>                         Nicole... nehmen Sie sich ein<br>                         zweites Außenteam und führen Sie<br>                         Untersuchungen an den Trümmern<br>                         durch. - Versuchen Sie irgendwie<br>                         herauszufinden, ob die Klingonen<br>                         für dieses Massaker<br>                         verantwortlich sind...<br>                             (beat)<br>                         ... und wenn nicht, wer dann.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie kriegen dafür alles und<br>                         jeden, den Sie benötigen.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Beem)<br>                         Jim, führen Sie weiter<br>                         Langstreckenscans durch. Wenn es<br>                         irgendwelche Merkwürdigkeiten<br>                         gibt, schlagen Sie sofort Alarm.<br><br>                                   BEEM<br>                         Worauf Sie sich verlassen können,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (zu allen)<br>                         Wenn von Ihnen niemand mehr etwas<br>                         loswerden will, können Sie jetzt<br>                         alle wegtreten.<br><br>               Die Runde schweigt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Also los.<br><br>               Die Offiziere beginnen den Raum zu verlassen. Lediglich<br>               Miller bleibt auf ihrem Platz noch sitzen und macht keine<br>               Anstalten, aufzustehen.<br><br>               Mestral, der den Raum bereits mit einem Bein in Richtung<br>               Brücke verlassen hatte, bemerkt dies und macht kehrt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (monoton)<br>                         Kathrine?<br><br>                                   MILLER<br>                         Gehen Sie nur, George.<br><br>               Mestral geht weiter auf sie zu und setzt sich ihr<br>               gegenüber.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (beat)<br>                         Stimmt etwas nicht?<br><br>                                   MILLER<br>                             (wütend)<br>                         OB ETWAS NICHT STIMMT FRAGEN<br>                         SIE!? Da unten auf dem Planeten<br>                         liegen fast 600 Leichen und 19<br>                         weitere hier oben auf meiner<br>                         Krankenstation... UND DA FRAGEN<br>                         SIE, OB ETWAS NICHT STIMMT!?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mir ist es sehr wohl bewusst,<br>                         dass die Kolonisten tot sind,<br>                         Kathrine, ich fragte, ob mit<br>                         IHNEN etwas nicht stimmt.<br><br>                                   MILLER<br>                             (wütend)<br>                         Ja, allerdings, mit mir stimmt<br>                         etwas nicht, George!<br>                             (beat)<br>                         Ich kannte einige Leute auf<br>                         diesem Planeten. Ich war mit Max<br>                         befreundet und jetzt ist sie TOT!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (neutral)<br>                         Ich verstehe.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das glaube ich Ihnen nicht,<br>                         Geroge!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat, da könnten Sie  recht<br>                         haben. Ich bin nicht in der Lage,<br>                         eine derart primitive Emotion,<br>                         wie Trauer zu verspüren.<br><br>                                   MILLER<br>                         "Eine derart primitive Emotion"?<br>                         Trauer ist eine der tiefsten und<br>                         schwerwigendsten... Ach das<br>                         verstehen Sie ja doch nicht! Sie<br>                         wurden ja mit einem Stein an<br>                         Stelle Ihres Herzens geboren!!!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Als Medizinierin sollten Sie<br>                         wissen, dass ich damit--<br><br>                                   MILLER<br>                             (brüllt)<br>                         GEORGE!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         -- nicht lebensfähig wäre.<br><br>                                   MILLER<br>                             (sauer)<br>                         Sie wissen verdammt gut, wie ich<br>                         das meine!<br>                             (beat)<br>                         Wissen Sie was, Lieutenant?<br>                         Lassen Sie mich ganz einfach in<br>                         Ruhe!<br>                             (beat)<br>                         Ich fühle mich chon hundselend,<br>                         Sie machen es nur noch schlimmer,<br>                         mit Ihrer verdammten pseudo<br>                         vulkanischen Art!<br><br>               Wütend steht sie auf und verlässt den Konferenzraum im<br>               Turbolift. Zurück lässt sie einen völlig verwirrt<br>               dreinblickenden Lieutenant George Mestral.<br><br>               Schulternzuckend steht nun auch dieser auf und begibt sich<br>               zurück zu seiner Station auf der Brücke.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - NACHMITTAG<br><br>               Vom Himmel über den Trümmern der Kolonie sehen wir zwei<br>               Shuttles der Antares durch die Wolkendecke brechen und die<br>               Oberfläche ansteuern.<br><br>               INT. SHUTTLEKAPSEL 1<br><br>               Tschernovsky sitzt am Steuer und fliegt die Fähre, Müller<br>               steht neben ihm und sucht durch das Fenster zusammen mit<br>               ihrem russischen Steuermann nach einem geeigneten<br>               Plandeplatz für die beiden Fähren.<br><br>               Im Hintergrund SEHEN WIR zwei Mitglieder aus Müllers Stab,<br>               den stellvertretenden Chefingenieur LIEUTENANT JOHN ALBERTS<br>               (zuletzt gesehen in Episode 1x03 "Nox Animarum") und<br>               Techniker ENSIGN RUBENS (zuletzt gesehen in 1x07<br>               "Machtlos").<br><br>               Müller deutet nun aus dem Fenster auf eine Stelle<br>               derOberfläche, die wir im Bild NICHT SEHEN können.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Tschernovsky;<br>                              deutend)<br>                         Dort.<br><br>               Darius nickt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Das könnte hinhauen. Allerdings<br>                         müsste Fähre 2 sehr dicht neben<br>                         uns landen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich denke das wird Lieutenant<br>                         Mendez schon hinkriegen...<br>                             (beat)<br>                         Wenn nicht, muss ich wohl mal mit<br>                         Beem ein ernstes Wörtchen über<br>                         seine "rechte Hand" wechseln.<br><br>               Sie aktiviert das Komm-System.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Müller an Fähre 2, wir setzen zur<br>                         Landung an, wir schicken Ihnen<br>                         die Koordinaten.<br><br>                                   MENDEZ' KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es wird ein bisschen eng werden,<br>                         Lieutenant.<br><br>                                   MENDEZ' KOMM-STIMME<br>                         Ich könnte dieses Shuttle auf<br>                         einer Erbse landen, Sir.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das müssen Sie mir irgendwann mal<br>                         vormachen, Lieutenant.<br><br>                                   MENDEZ' KOMM-STIMME<br>                         Besorgen Sie mir eine Erbse und<br>                         Sie können sich darauf verlassen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (matt lächelnd)<br>                         Okay. - Müller Ende.<br><br>               Sie schließt den Kanal.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Dann mal los, Darius.<br><br>               EXT. NEW EARTH KOLONIE - NACHMITTAG<br><br>               Die beiden Shuttles setzen auf einem kleinen, mehr oder<br>               weniger trümmerfreien Feld inmitten den Resten der Kolonie<br>               auf.<br><br>               Müller, Tschernovsky, Alberts und Rubens kommen aus dem<br>               ersten Shuttle heraus, Mendez und drei Ingenieure aus dem<br>               zweiten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu allen)<br>                         Okay, Sie wissen wonach wir<br>                         suchen. Verteilen Sie sich in der<br>                         Kolonie. - Aber halten Sie stets<br>                         einen Komm-Kanal mit der Antares<br>                         offen, für den Fall, dass Sie in<br>                         den Trümmern eingeschlossen<br>                         werden sollten, damit sie sofort<br>                         in Sicherheit gebeamt werden<br>                         können.<br><br>               Die Gruppe löst sich in alle Himmelsrichtungen auf.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Ein weiteres Mal SEHEN WIR die Antares in einem niedrigen<br>               Orbit über dem Planeten, auf dem sich einst die neueste<br>               Erdenkoloniebefand.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Caylon sitzt in seinem Stuhl hinter dem Schreibtisch. Doch<br>               sein Blick ist ausnahmsweise einmal nicht auf seinen<br>               Bildschirm gerichtet, sondern diesmal blickt der Kommandant<br>               der Antares durch das kleine Bullaugen hinaus in die<br>               unendlichen Weiten des Universums. Der Captain scheint<br>               vollkommen in seinen Gedanken versunken zu sein.<br><br>               Plötzlich jedoch zuckt er erschreckt zusammen, nämlich in<br>               dem Augenblick, in dem der Türmelder ohne Vorwarnung summt.<br><br>               Ohne den Blick vom Fenster abzuwenden, gibt Caylon den<br>               Öffnen-Befehl an den Computer.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein!<br><br>               Langsam öffnet sich die Tür und Müller kommt<br>               hereingetreten. Unaufgefordert setzt sie sich in den Stuhl<br>               auf der anderen Seite des Schreibtisches.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Es waren nicht die Klingonen,<br>                         Sir.<br><br>               Nach einigen Sekunden wendet Caylon seinen Blick vom<br>               Fenster ab und dreht sich mit seinem Stuhl zu Müller, so<br>               dass er ihr direkt in die Augen blicken kann.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Mein Team und ich haben 42<br>                         verschiedene Trümmerstücke<br>                         untersucht, wir haben sogar<br>                         Bodenproben von den<br>                         Explosionsherden genommen, wo<br>                         wahrscheinlich so etwas wie<br>                         photonische Torpedos<br>                         eingeschlagen sein müssen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer war es, Nicole?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir haben alle Ergebnisse zweimal<br>                         geprüft, um ganz sicher zu gehen,<br>                         dass wir uns nicht vert--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht mit<br>                              Nachdruck)<br>                         Wer war es?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (long beat)<br>                         Die Romulaner, Sir.<br><br>               Caylon sackt in seinem Stuhl in sich zusammen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und da sind Sie sich<br>                         hundertprozentig sicher,<br>                         Commander?<br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein Sir, nicht hundertprozentig,<br>                         aber zu fünfundneunzig Prozent.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe die Daten mit den<br>                         Sensorlogbüchern verglichen. Die<br>                         Energiesignaturen ähneln denen,<br>                         die wir vor acht Monaten im Wrack<br>                         der Berman fanden sehr stark,<br>                         jedoch sind sie nicht absolut<br>                         identisch.<br>                             (beat)<br>                         Dennoch: Die Ergebnisse lassen<br>                         eigentlich keinen anderen Schluss<br>                         zu, Sir, als: Es waren die<br>                         Romulaner.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe... Ich werde Admiral<br>                         Forrest darüber in Kenntnis<br>                         setzen. - Das wäre dann alles,<br>                         Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Einen Moment noch, bitte,<br>                         Frederick.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Schießen Sie los, Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir... durch die auf der<br>                         Oberfläche gewonnenen neuen<br>                         Informationen... Captain, ich<br>                         denke, ich kann eine<br>                         Schutzvorrichtung gegen die<br>                         Waffen der Romulaner entwickeln.<br><br>               Caylon sieht sie skeptisch an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Darf ich Sie an vor acht Monaten<br>                         erinnern, Nicole?<br>                         - Da kamen Sie auch zu mir und<br>                         sagten, dass Sie eine<br>                         Schildvorrichtung gegen die<br>                         Waffen der Romulaner entwickeln<br>                         könnten.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß, Sir, das habe ich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann nehme ich an, dass Sie auch<br>                         noch den Ausgang kennen, oder,<br>                         Nicole?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Auch der ist mir nicht entfallen,<br>                         Captain. Aber--<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wieviel Energie wäre nötig, um<br>                         diesen potentiellen Schild<br>                         aufrecht zu erhalten?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die gesamte Reserveenergie UND<br>                         die Energie der Hüllenpanzerung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Sie wollen mir also sagen, dass<br>                         Ihr Schild uns unserer<br>                         Hüllenpanzerung berauben würde.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zögernd)<br>                         Ja, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun, im Rückblick auf unsere<br>                         letzte Begegnung mit den<br>                         Romulanern und unserer Erfahrung<br>                         mit dem Schild, bzw. mit dem<br>                         Nichtvorhandensein desselben,<br>                         würde ich das Risiko unsere Hülle<br>                         ungeschützt zu lassen, während<br>                         wir von den Romulaner anegriffen<br>                         werden, nur äußerst ungern<br>                         eingehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (energisch)<br>                         Frederick, ich bin mir absolut<br>                         sicher, dass es diesmal<br>                         funktioniert!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was unterscheidet dieses Mal<br>                         so sehr von vor acht Monaten?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich hatte Ihnen doch gesagt, dass<br>                         es nur eine 95%ige<br>                         Übereinstimmung der<br>                         Energiesignaturen gibt.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das haben Sie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir, ich vermute, dass die<br>                         Romulaner damals etwas an den<br>                         zurückgelassenen<br>                         Energiesignaturen gemacht haben,<br>                         dass sie sie irgendwie verändert<br>                         haben.<br>                             (beat)<br>                         Es lagen immerhin fast zwei<br>                         Wochen zwischen dem Angriff auf<br>                         die Berman und unserem Eintreffen<br>                         dort.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie vergessen, dass vulkanische<br>                         Schiffe vor Ort waren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, aber die Romulaner haben die<br>                         Fähigkeit, ihre Schiffe zu<br>                         tarnen. - Und die Vulkanier haben<br>                         keine Scans der Trümmer<br>                         durchgeführt, es spricht also<br>                         einiges dafür, dass meine Theorie<br>                         stimmt, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Romulaner könnten hier aber<br>                         genauso gut eine andere Waffe<br>                         benutzt haben, als damals bei der<br>                         Berman. Ich brauche schon etwas<br>                         mehr, um dieses Risiko<br>                         einzugehen, Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dann denken Sie darüber nach, wie<br>                         viele Menschen durch die Hand der<br>                         Romulaner umgekommen sind.<br>                         Und dann denken Sie daran, wie<br>                         viele Leben sie eventuell retten<br>                         können, wenn Sie dieses<br>                         kalkulierte Risiko eingehen.<br>                             (beat)<br>                         Sir, ich habe es quasi im Urin,<br>                         dass meine Theorie zutrifft.<br>                             (beat)<br>                         Ich bitte Sie, meinem Gefühl zu<br>                         trauen, Captain.<br>                             (beat)<br>                         Ich bitte Sie, mir zu vertrauen,<br>                         Frederick.<br><br>               Caylon denkt eine Weile angestrengt darüber nach, bis:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also gut.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Danke, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber wenn etwas schief geht und<br>                         wir alle dabei draufgehen<br>                         sollten, mache ich Sie dafür<br>                         verantwirtlich, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nur fair.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann fangen Sie besser sofort an,<br>                         Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye.<br><br>               Sie macht kehrt und verlässt den Bereitschaftsraum. Kurz<br>               darauf tut dies auch Caylon und...<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               ... betritt die Brücke, wo alle Brückenoffiziere anwesend<br>               sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem geben Sie taktischen<br>                         Alarm und besetzen Sie die<br>                         Gefechtsstationen.<br>                             (zu Torlan)<br>                         Rufen Sie unsere Außenteams auf<br>                         das Schiff zurück... Wir haben<br>                         vielleicht unsichtbare<br>                         Gesellschaft...<br><br>               AUF Beem:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Einmal mehr sehen wir nun Captain Caylon, wie er hinter dem<br>               Schreibtisch in seinem bereitschaftsraum sitzt und über<br>               Subraum-Funk ein Gespräch mit Admiral Forrest auf der Erde<br>               führt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben zwar keine<br>                         hundertprozentige Sicherheit,<br>                         Sir, aber es steht im Grunde<br>                         fest, dass die Romulaner für<br>                         dieses Massaker verantwortlich<br>                         sind.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                             (erschüttert)<br>                         Oh mein Gott... All diese<br>                         Siedler...<br>                             (long beat)<br>                         Captain... Ich weiß, dass es<br>                         eigentlich nicht zu ihren<br>                         Aufgaben gehört aber... Ich<br>                         möchte, dass Sie bei der Kolonie<br>                         bleiben uns sie verteidigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Admiral... Es gibt dort unten<br>                         nichts mehr, was man verteidigen<br>                         könnte. Außerdem bezweifle ich,<br>                         dass die Romulaner zurückkehren<br>                         werden.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Sie irren sich, Captain, es gibt<br>                         noch eine Menge auf diesem<br>                         Planeten, was es zu verteidigen<br>                         gibt... Die Körper der Siedler.<br>                             (beat)<br>                         Das Mindeste, was wir den<br>                         Familien dieser mutigen Personen<br>                         schulden, ist, dass wir es ihnen<br>                         ermöglichen, ihnen ein würdiges<br>                         Begräbnis zu geben.<br>                             (beat)<br>                         Und da Sie unmöglich alle Leichen<br>                         an Bord holen und zur Erde<br>                         bringen können... Ich schicke<br>                         einen Transporter, um die Toten<br>                         zu bergen und zur Erde zu<br>                         bringen.<br>                             (beat)<br>                         Ich will, dass Sie so lange auf<br>                         diese Leichen aufpassen, bis der<br>                         Transporter sie aufgenommen hat.<br><br>               Wir sehen Caylon seine Verlegenheit an, weil er daran<br>               überhaupt nicht gedacht hatte.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verlegen)<br>                         Ich verstehe, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Sie waren Helden, Fred. Sie haben<br>                         den entferntesten Außenposten der<br>                         Menschheit gebildet... Sie<br>                         verdienen ein würdiges Begräbnis.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aye, Sir. - Die Antares wird sich<br>                         nicht von der Stelle rühren, bis<br>                         der Transporter hier ist.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Darüber hinaus möchte ich, dass<br>                         Sie weiterhin so viele<br>                         Informationen, wie möglich, über<br>                         die Waffen der Romulaner sammeln.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich werde mich gleich mit<br>                         Botschafter Soval und seinem<br>                         Assitenten Tos treffen, um die<br>                         Lage zu besprechen.<br>                             (beat)<br>                         Ich nehme an, sie werden mir<br>                         wieder einmal sagen, dass die<br>                         Menschheit noch nicht bereit ist,<br>                         um so tief in den Weltraum<br>                         vorzudringen, aber... Falls es<br>                         weitere Auseinandersetzungen mit<br>                         den Romulanern geben sollte,<br>                         brauchen wir die Vulkanier.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN) (CONT'D)<br>                         Ich melde mich wieder bei Ihnen,<br>                         Captain. Forrest Ende.<br><br>               Caylons Bildschirm wird schwarz.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Wir SEHEN Müller, Alberts und einige ND-Ingenieure bei der<br>               Arbeit an einer zylinderförmigen Vorrichtung. Offenbar<br>               handelt es sich um die Schildvorrichtung.<br><br>               Müller hält ein PADD in den Händen, dass sie nun wütend in<br>               eine Ecke schleudert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (flucht)<br>                         Verdammt!<br><br>                                   ALBERTS<br>                             (beruhigend)<br>                         Wir kommen schon noch dahinter,<br>                         Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, ganz sicher.<br>                             (beat)<br>                         Die Frage ist nur: Wann? Wir<br>                         haben schließlich nicht alle Zeit<br>                         der Welt.<br>                             (beat)<br>                         Früher oder später werden wir<br>                         wieder auf die Romulaner treffen<br>                         und wenn wir diese verdammte<br>                         Schildvorrichtung nicht bis dahin<br>                         zum Laufen gebracht haben, dann<br>                         können wir uns schon mal selbst<br>                         in Särgen auf den Weg zurück zur<br>                         Erde schicken... wenn wir<br>                         überhaupt so viel Glück haben<br>                         sollten, dass noch genug von uns<br>                         übrig ist, was man in Särge<br>                         stecken könnte.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Es ist 22 Uhr, Commander. Wir<br>                         arbeiten seit 14 Stunden<br>                         durchgehend. Wir sollten uns ein<br>                         paar Stunden Pause gönnen und<br>                         morgen mit neuen Kräften wieder<br>                         an die Sache gehen.<br><br>               Müller denkt kur zdarüber nach.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wahrscheinlich haben Sie recht,<br>                         John.<br>                             (zu allen)<br>                         Gönnen wir uns etwas Pause.<br>                         - Wir treffen uns morgen um vier<br>                         Uhr wieder. - Wegtreten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MILLER'S QUARTIER<br><br>               Miller liegt in ihrem Quartier im Bett. Sie versucht zu<br>               schlafen, was ihr aber nicht zu gelingen scheint.<br>               Stattdessen liegt sie mit hinter dem Kopf verschränkten<br>               Armen da, der Blick zur Decke.<br><br>               Aus dem Hintergund HÖREN WIR ihren Vogel Glan (zuletzt<br>               gesehen in Episode 1x05 "Figuren des Lichts").<br><br>                                   GLAN (O.C.)<br>                             (krächzt)<br>                         Kathrine! Kathrine!<br><br>               Miller reagiert nicht auf ihren Vogel. Wir schwenken auf:<br><br>               GLAN'S KÄFIG<br><br>               in dem wir den Vogel sehen... und dessen leere<br>               Futterschale.<br><br>                                   GLAN (CONT'D)<br>                             (krächzt)<br>                         Futter! Kathrine! Futter!<br><br>               VORHERIGE EINSTELLUNG<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Glan)<br>                         Ach, halt den Schnabel, Glan!<br><br>                                   GLAN (O.C.)<br>                             (krächzt)<br>                         Hunger! Futter!<br><br>                                   MILLER<br>                             (wütend)<br>                         Verdammtes Federvieh!<br><br>               Wütend steht sie aus ihem Bett auf, holt etwas Vogelfutter<br>               aus einem Schrank und füllt Glans Schale. Dann schmeist sie<br>               die Futterpackung achtlos in eine Ecke und verlässt ihr<br>               Quartier.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Es ist Nacht an Bord der Antares und dementsprechend ist<br>               nicht besonders viel los in der Messe.<br><br>               Vereinzelt sehen wir ein paar Crewmitglieder an den<br>               Tischen, darunter auch Müller an einem Tisch und Beem<br>               allein an einem weiteren.<br><br>               Miller betritt nun den Raum und geht zum Nahrungsverteiler.<br>               Dort holt sie sich eine Tasse Kaffee und ein Stück<br>               Käsekuchen. Damit "bewaffnet" setzt sie sich allein an<br>               einen Tisch und beginnt mit ihrer Gabel lustlos im Kuchen<br>               rumzustochern.<br><br>               Dies erweckt Müllers Aufmerksamkeit und sie steht auf, geht<br>               zu Miller und setzt sich ihr unaufgefordert gegenüber.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Können Sie nicht schlafen?<br><br>                                   MILLER<br>                             (genervt)<br>                         Nein, ich sitze hier nur so, um<br>                         diese Zeit, rum.<br><br>               Müller sieht in Millers Tasse.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (re: Kaffee)<br>                         Kein Wunder, dass Sie nicht<br>                         schlafen können.<br><br>                                   MILLER<br>                             (unfreundlich)<br>                         Lassen Sie das mal meine Sorge<br>                         sein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ignoriert Millers<br>                              unfreundlichen Ton)<br>                         Wollen Sie darüber reden.<br><br>               Miller antwortet nicht.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Das werte ich jetzt einfach mal<br>                         als ein "Ja".<br><br>                                   MILLER<br>                             (monoton)<br>                         Wenn Sie meinen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich weiß, dass Sie mit Doktor<br>                         Corel gut befreundet waren.<br>                             (beat)<br>                         Und ich kann mir vorstellen, was<br>                         ihr Tod für eine Auswirkung auf<br>                         Sie hat.<br><br>               Miller reagiert nicht hierauf. Müller gibt ihr einige<br>               Sekunden Zeit, um zu antworten, als die Ärztin dies nicht<br>               tut, fährt sie fort.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Als ich meinen Vater verloren<br>                         habe, hat mich das auch fertig<br>                         gemacht. - Bestimmt erinnern Sie<br>                         sich noch.<br><br>               Miller trinkt einen Schluck Kaffee.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Und obwohl ich die Möglichkeit<br>                         hatte, mich von ihm zu<br>                         verabschieden, bin ich erst vor<br>                         vor zwei Wochen über seinen Tod<br>                         hinweg gekommen.<br>                             (beat)<br>                         Die Bunari haben mir die Augen<br>                         geöffnet und mir so meinen<br>                         Schmerz genommen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (wenig begeistert und<br>                              noch weniger<br>                              interessiert)<br>                         Aha.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich bitte Sie darum, dass Sie es<br>                         mir gestatten, Ihnen jetzt zu<br>                         helfen die Augen zu öffnen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Commander... Haben Sie jemals in<br>                         Ihrem Leben jemand anderes, als<br>                         Ihren Vater verloren?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Warum fragen Sie?<br><br>                                   MILLER<br>                         Weil Sie so verdammt erfahren tun<br>                         in Sachen Tod, aber Sie sprechen<br>                         immer nur von Ihrem Vater.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Da haben Sie recht, Doktor. Ich<br>                         habe zum Glück sonst noch<br>                         niemanden--<br><br>                                   MILLER<br>                             (unterbricht)<br>                         Ich schon.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe meinen Bruder, dessen<br>                         Frau, meine Tante, meinen Onkel<br>                         und meine Nichte '53 bei dem<br>                         Angriff der Xindi auf die Erde<br>                         verloren.<br>                             (beat)<br>                         Also tun Sie nicht so, als wären<br>                         Sie die einzige hier an Bord, die<br>                         weiß, wie sich Trauer und Schmerz<br>                         anfühlt!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (geschockt von dem, was<br>                              sie gerade gehört hat)<br>                         Das wusste ich nicht.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wie Sie sich vorstellen können,<br>                         Commander, ist das nicht gerade<br>                         ein Thema über das ich<br>                         liebendgerne spreche.<br>                             (beat)<br>                         Und ich habe wirklich nicht den<br>                         Drang, irgendetwas von dem mit<br>                         Ihnen zu besprechen. Ich wäre<br>                         jetzt gern allein, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dafür haben Sie sich den falschen<br>                         Ort ausgesucht, Kathrine.<br><br>                                   MILLER<br>                             (sauer)<br>                         Vielleicht habe ich mich nicht<br>                         klar genug ausgedrückt, Nicole:<br>                         Lassen Sie mich verdammt nochmal<br>                         in Frieden mit Ihrem Pseude<br>                         Psycho-Gelaber! Verschwinden Sie<br>                         einfach nur!<br><br>               Müller sieht sie einen Moment lang verständlislos an. Dann<br>               zuckt sie mit den Schultern und steht auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie Sie meinen, Doktor.<br><br>               Und damit verlässt sie die Messe.<br><br>               Nun steht Beem - der die ganze Zeit über zu den beiden<br>               herübergeschaut hatte - auf und setzt sich zu Miller.<br><br>                                   MILLER<br>                             (genervt)<br>                         Nicht Sie auch noch!<br><br>                                   BEEM<br>                         Keine Angst, Doktor, ich werde<br>                         nicht anfangen und über Schmerz<br>                         und Gefühle mit Ihnen reden. Sie<br>                         wissen schon, dieser ganze<br>                         Bullshit, den Müller seit Monaten<br>                         jedem auftischt, der sich mies<br>                         fühlt, in dem Glauben, dass es<br>                         allen bessergehen muss, wenn es<br>                         ihr besser geht. Und ich nehme<br>                         einfach mal an, dass Sie ihnen<br>                         denselben Mist erzählt hat, wie<br>                         vorletzte Woche mir.<br>                             (beat)<br>                         Nein, ich werde nicht versuchen,<br>                         Ihnen zu helfen, Doktor. - Ich<br>                         werde Ihnen helfen.<br><br>               Miller sieht ihn an.<br><br>                                   MILLER<br>                         Und wie wollen Sie das tun?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe geschworen, dass ich<br>                         mich an den Romulanern für<br>                         Hendricks Tod rächen werde!<br>                             (beat)<br>                         Ich hatte vor, es ihnen doppelt<br>                         und dreifach wieder zu geben!<br>                             (beat)<br>                         Aber nun... Ich werde auch Max'<br>                         Tod für Sie rächen, Doktor. Und<br>                         den jedes einzelnen Kolonisten<br>                         auf diesem Planeten unter uns! -<br>                         Ich werde so sehr auf das nächste<br>                         Romulanerschiff, dass mir über<br>                         den Weg fliegt, draufballern,<br>                         dass diese gesamte Rasse<br>                         Hurensöhne den Tag verfluchen<br>                         wird, an dem sie die Menschen<br>                         kennengelernt haben!<br>                             (beat)<br>                         Ich werde diese Hunde aus dem<br>                         Weltall, direkt in die Hölle<br>                         ballern!<br><br>               Millers Lippen beginnen zu zittern, kurz darauf ihr<br>               gesamter Körper. Endlich taut sie auf... Ihr gesamter<br>               Schmerz und Kummer dringt an die Oberfläche und... und sie<br>               beginnt zu weinen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (weinend, schluchzend)<br>                         Danke, Mr. Beem... Jim... für<br>                         dieses Angebot...<br>                         Das ist so ziemlich das<br>                         freundlichste, was mir in den<br>                         letzten Tagen angeboten wurde--<br><br>               In Beems Gesicht erkennen wir Freunde.<br><br>               Unter den Tränen in Millers Gesicht können wir (wenn auch<br>               nicht Beem) erkennen, dass Sie ihre letzten Worte nicht<br>               ernst meinte. In Wirklichkeit verachtet sie den<br>               Waffenoffizier beinahe für sein Angebot.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         -- aber ich will das nicht.<br><br>               Beem sieht sie mehr oder weniger verständnislos an.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Es mag zwar gefühlskalt wirken<br>                         und--<br>                             (beat)<br>                         -- und wahrscheinlich bin ich das<br>                         nach dem Angriff der Xindi auch<br>                         geworden, aber--<br>                             (long beat)<br>                         -- aber ich weine im Grunde nicht<br>                         aus Trauer... Nicht mehr.<br><br>               Noch immer kann Beem nicht verstehen, was sie meint und<br>               wieso sie sein Angebot (dankend) abgelehnt hat.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (long beat)<br>                         Ich will keinen Krieg mit den<br>                         Romulanern, ich... ich habe<br>                         Angst, Jim.<br>                             (beat)<br>                         Die Romulaner sind uns zweifellos<br>                         technisch gesehen enorm<br>                         überlegen.<br>                             (deutet aus den<br>                              Fenstern, durch die man<br>                              den Planeten New Earth<br>                              sehen kann)<br>                         Sehen Sie sich die Oberfläche des<br>                         Planeten an, Jim und sagen Sie<br>                         mir: Welch eine Waffe kann so<br>                         eine enorme Zerstörung<br>                         verursachen und das so gezielt?<br>                             (beat)<br>                         Es wurde buchstäblich nur die<br>                         Kolonie vernichtet, alles andere<br>                         auf dem Planeten, auch die<br>                         näschte Umgebung, ist so gut wie<br>                         unberührt.<br>                             (beat)<br>                         Könnte so etwas ein photonischer<br>                         Torpedo schaffen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein.<br><br>                                   MILLER<br>                         Dann verstehen Sie mich sicher,<br>                         Lieutenant.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe Angst, dass es den<br>                         Menschen auf der Erde ebenso<br>                         ergeht, wie denen hier auf New<br>                         Earth.<br><br>               Beem, scheint langsam zu begreifen, was die Ärztin meint.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (long beat)<br>                         Ich habe Angst, dass es mir so<br>                         ergeht, wie den Leuten dort<br>                         unten...<br>                             (beat)<br>                         ... denn ich habe Angst vor dem<br>                         Tod.<br>                             (beat)<br>                         Angst davor, für immer in der<br>                         schwarzen Dunkelheit zu<br>                         verschwinden.<br>                             (beat)<br>                         Ich will nicht sterben, Jim...<br><br>               Erst AUF Beem, dann wieder AUF Miller:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ERDE<br><br>               Establishing Shot.<br><br>               EXT. ERDE - SAN FRANSISCO - VULKANISCHE BOTSCHAFT - NACHT<br><br>               Establishing Shot.<br><br>               INT. VULKANISCHE BOTSCHAFT - SOVAL'S BÜRO - NACHT<br><br>               Das Büro des  Botschafters ist - wie wäre es anders von ihm<br>               zu erwarten? - äußerst spartanisch eingerichtet: Ein<br>               Schreibtisch mit Computer, zwei Stühle.<br><br>               BOTSCHAFTER SOVAL kommt herein gestürmt, ihm ebenso schnell<br>               folgend, sein Assistent TOS.<br><br>                                   TOS<br>                         Botschafter, Sie sollten Ihre<br>                         Entscheidung überdenken!<br><br>                                   SOVAL<br>                         Das habe ich getan, Tos, und<br>                         meine Entscheidung steht fest.<br><br>                                   TOS<br>                         Wenn es zu einem Konflikt<br>                         zwischen den Menschen und den<br>                         Romulanern kommt, dann denke ich,<br>                         dass es das beste und logischte<br>                         wäre, wenn wir sie selbst diesen<br>                         ausfechten lassen.<br>                             (beat; mit für einen<br>                              Vulkanier untypischen<br>                              Nachdruck)<br>                         Wir sollten und nicht einmischen!<br><br>                                   SOVAL<br>                             (zögernd)<br>                         So sehr es mir auch missfallen<br>                         mag, wir schulden den Menschen<br>                         einen Gefallen. Wir verdanken<br>                         ihnen, dass wir mit den<br>                         Andorianern Verhandlungen<br>                         beginnen konnten.<br><br>                                   TOS<br>                         Verhandlungen, die zu nichts<br>                         führen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Die Verhandlungen dauern seit<br>                         lediglich vier Jahren an, Tos.<br>                         Selbstverständlich sind sie noch<br>                         in einem Frühstadium.<br>                             (beat)<br>                         Tatsache ist jedoch, dass wir<br>                         dank den Menschen in den letzten<br>                         vier Jahren mehr erreicht haben,<br>                         als wir es allein in den<br>                         vergangenen einhundert geschafft<br>                         haben.<br><br>               Für einen Moment scheint es, als würde Tos jeden Moment<br>               seine Augen verdrehen.<br><br>                                   SOVAL (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Wir beide wissen, dass es ohne<br>                         unser Verlangen nach Logik die<br>                         Romulaner nicht geben würde. Wir<br>                         sind indirekt verantwortlich, für<br>                         ihre Taten.<br><br>                                   TOS<br>                         Ihre Argumentation entbehrt<br>                         jedweder Logik, Soval!<br><br>                                   SOVAL<br>                         Wenn man es mit den Romulanern<br>                         zutun hat, sollte man die Logik<br>                         beiseite schieben, das wissen<br>                         Sie, Tos!<br><br>                                   TOS<br>                         Ich kann diese Entscheidung nicht<br>                         gutheißen, Soval. Ich setze Sie<br>                         hiermit in Kenntnis, dass ich das<br>                         Oberkommando hierüber informieren<br>                         werde. Und es ist nur logisch<br>                         anzunehmen, dass sie meinen<br>                         Standpunkt teilen werden.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Tun Sie das, Tos. - Aber bis das<br>                         Oberkommando meine Befehle<br>                         widerruft, werde ich den Menschen<br>                         die Hilfe zukommen lassen, die<br>                         sie benötigen.<br>                             (beat)<br>                         Habe ich mich klar ausgedrückt?<br><br>               AUF Tos:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - CAYLON'S QUARTIER<br><br>               EINSTELLUNG: CAYLON'S BILDSCHIRM<br><br>               der in diesem Augenblick zum Leben erwacht. Das Antares<br>               Logo erscheint und darunter der blinkende Schriftzug<br>               "Incoming Transmission". Synchron zu dem Blinken HÖREN WIR<br>               Piepgeräusche.<br><br>                                   CAYLON (O.C.)<br>                             (offenbar aus einem<br>                              Nebenraum; flucht)<br>                         Oh, verdammt!<br><br>               Einen Moment lang herrscht (abgesehen vom Piepsen des<br>               Computers) Stille. Dann plötzlich...<br><br>               TOTALE<br><br>               ... wird diese Stille von dem uns wohlbekannten Rauschen<br>               einer Toilettenspühlung unterbrochen und WIR SEHEN Caylon<br>               im Eilschritt aus einem Nebenraum (offenbar dem Bad) in den<br>               Hauptbereich seines Quartieres treten und zu seinem<br>               Schreibtisch laufen. - Dort lässt er sich nieder und nimmt<br>               den Anruf entgegen.<br><br>               EINSTELLUNG: CAYLON &amp; DER BILDSCHIRM<br><br>               Auf dem Schirm weicht das Antares-Logo erst dem Logo der<br>               Sternenflotte, dann einmal mehr der Darstellung von Admiral<br>               Forrest in dessen Büro.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Frederick, ich habe Neuigkeiten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein paar gute würden nicht<br>                         schaden, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Normalerweise würde ich sie als<br>                         weniger gut bezeichnen, aber<br>                         unter diesen Umständen ist es<br>                         geradezu ein Geschenk des<br>                         Himmels.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (neugierig)<br>                         Schießen Sie los, Admiral.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Ich hatte gerade eine Unterredung<br>                         mit Botschafter Soval.<br>                         Er hat mich informiert, dass er<br>                         zwei Schlachtschiffe der Surak<br>                         Klasse nach New Erath geschickt<br>                         hat, um Ihnen beizustehen, für<br>                         den Fall, dass die Romulaner<br>                         wieder auftauchen.<br><br>               Caylon ist sichtlich überrascht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das hat er freiwillig getan?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Mehr noch. - Offenbar riskiert er<br>                         damit, den Zorn seiner<br>                         Vorgesetzten auf sich zu lenken,<br>                         denn wie es sich anhörte, ist<br>                         sein Assitent Tos alles andere,<br>                         als begeistert von Sovals<br>                         Entscheidung. Er wird Protest<br>                         beim Oberkommando einlegen.<br>                             (beat)<br>                         Sie könnten Sovals Befehle<br>                         widerrufen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann werden die Vulkanier hier<br>                         eintreffen?<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Laut Botschafter Soval, in etwas<br>                         mehr als drei Stunden.<br>                             (beat)<br>                         Wie er mit mitteilte, ist es<br>                         äußerst unwahrscheinlich, dass<br>                         das Oberkommando innerhalb so<br>                         kurzer Zeit seine Befehle<br>                         widerruft.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Unwahrscheinlich, aber nicht<br>                         unmöglich.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Er sagte, und ich zitiere<br>                         wörtlich: "Die Wahrscheinlichkeit<br>                         hierfür liegt bei 0,04739<br>                         Prozent".<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich stelle mich trotzdem lieber<br>                         darauf ein, dass sie nicht kommen<br>                         werden.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                             (nickt)<br>                         Vorsicht ist besser als<br>                         Nachsicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eben.<br><br>               Beat.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Haben Sie schon etwas Neues<br>                         herausfinden können, Frederick.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander Müller und ihr Team<br>                         arbeiten auch weiterhin an einer<br>                         Schildvorrichtung gegen die<br>                         Waffen der Romulaner. Wir werden<br>                         Ihnen alle Informationen<br>                         zusenden.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Danke, Captain. - Das wäre dann<br>                         vorerst Alles. - Forrest Ende.<br><br>               Der Schirm wird schwarz.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Und noch immer SEHEN WIR die Antares im Orbit über der<br>               vernichteten Kolonie.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Müller und Alberts arbeiten auch weiterhin an der<br>               Schildvorrichtung.<br><br>               Die Chefingenieurin hat einen Scanner in der Hand und nimmt<br>               mit diesem offenbar Einstellungen an dem zylingerförmigen<br>               Generator vor.<br><br>               Nach einigen Sekunden beginnt dieser zu summen und einige<br>               Kontrolllampen leuchten auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (überrascht)<br>                         Ich habs!<br><br>               Alberts holt nun auch seinen Scanner hervor und startet mit<br>               ihm eine Diagnose des Generators. Dabei:<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Sie haben die<br>                         Modulationsabweichung korrigieren<br>                         können?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es hat den Anschein.<br><br>               Sie rennt zu einem nahen Computerterminal und startet auf<br>               diesem eine Simulation. Alberts kommt zu ihr und sieht über<br>               ihre Schulter. (NOTE: Die Zuschauer sehen den Bildschirm,<br>               auf dem die Simulation abläuft, nicht!)<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (den Blick auf den<br>                              Bildschirm; erfreut)<br>                         Ja! Das ist es!<br>                             (zu Alberts)<br>                         Nehmen Sie diese Einstellungen an<br>                         allen Generatoren vor und halten<br>                         Sie die Emitter bereit.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Aye, Commander.<br><br>               Müller ist bereits auf dem Weg zum Ausgang des<br>               Maschinenraumes.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (im Gehen)<br>                         Ich informiere den Captain.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Caylon hinter seinem Schreibtisch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein!<br><br>               Müller kommt erfreut herein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir sind fertig, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         So schnell?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie haben Sie denn das geschafft?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun, Captain, im Grunde hatten<br>                         wir die Schildtechnologie ja<br>                         schon seit acht Monaten. Wir<br>                         mussten sie jetzt lediglich noch<br>                         den neuen Informationen gemäß<br>                         anpassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe Sie verzeihen mir, wenn<br>                         ich da ein etwas mulmiges Gefühl<br>                         bei habe. - Ich mein ja nur:<br>                         Letztes Mal haben die Schile ja--<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (unterbricht; immitiert)<br>                         -- "haben die Schilde ja nicht so<br>                         gut funktioniert".<br>                             (normal weiter)<br>                         Das Thema hatten wir doch schon,<br>                         Captain. Es hat nicht<br>                         funktioniert, weil wir nicht die<br>                         richtigen Informationen hatten.<br>                         Diesmal wird alles anders.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Den Satz habe ich auch schonmal<br>                         gehört.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Von mir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Na dann. - Sir, ich bitte um<br>                         Erlaubnis mit der Installation<br>                         beginnen zu dürfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Erteilt.<br><br>               AUF die erfreute Müller:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV</p><br><p>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               CLOSE-UP: AUSSENHÜLLE DER ANTARES<br><br>               Wir SEHEN Crewmitglieder in Raumanzügen Schildemitter an<br>               der Außenhülle montieren.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares,<br>                         Nachtrag. Commander Müllers Team<br>                         hat mit der Montage der Emitter<br>                         für die neue experimentelle<br>                         Schildvorrichtung begonnen. Und<br>                         diese werden wir vielleicht sehr<br>                         bald brauchen, denn auf unseren<br>                         Langstreckensensoren sind drei<br>                         Schiffe - höchstwahrscheinlich<br>                         Romulaner - aufgetaucht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie auch in den vorherigen Szenen herrscht an Bord der<br>               Antares taktischer Alarm.<br><br>               Alle Brückenoffiziere sind an ihren Stationen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                             (von seiner Konsole<br>                              ablesend)<br>                         Bei gleichbleibender<br>                         Geschwindigkeit werden die<br>                         Schiffe in einer Stunde, 49<br>                         Minuten hier eintreffen, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich empfange nun genauere<br>                         Sensorwerte der Schiffe. Es<br>                         handelt sich definitiv um<br>                         Romulaner. Drei Schiffe einer der<br>                         Klassen, mit denen wir bereits<br>                         vor acht Monaten zusammengestoßen<br>                         sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überlegend)<br>                         Wenn das Romulaner sind... warum<br>                         sind sie dann nicht getarnt?<br><br>                                   BEEM<br>                         Möglicherweise sind diese drei<br>                         Schiffe nur eine Vorhut und<br>                         weitere getarnte Schiffe folgen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wahrscheinlicher ist, dass sie<br>                         bei Warpgeschwindigkeit nicht<br>                         genug Energie aufbringen können,<br>                         um neben dem Antrieb auch noch<br>                         ihre Tarnsysteme mit Energie zu<br>                         speisen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, wie weit sind die<br>                         Vulkanier noch entfernt?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Davon ausgegangen, dass sie ihre<br>                         Geschwindigkeit nicht verringern -<br>                         oder abdrehen - in einer Stunde<br>                         und 52 Minuten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also werden sie etwas mehr als<br>                         drei Minuten nach den Romulanern<br>                         hier eintreffen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Danach sieht es leider aus, Sir.<br>                         Ich denke das Beste wäre, wenn<br>                         wir den Vulkaniern ein Stück<br>                         entgegenfliegen würden, dann wäre<br>                         die ETA ausgeglichener.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein. Wir haben den Befehl die<br>                         Toten auf diesem Planeten zu<br>                         verteidigen. Und genau das werden<br>                         wir auch tun.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wenn wir hier bleiben, riskieren<br>                         wir, dass wir ebenfalls zu den<br>                         Toten gehören, die es zu<br>                         beschützen gilt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich baue darauf, dass Commander<br>                         Müllers Schildvorrichtung<br>                         funktioniert.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (missmütig)<br>                         Wenn Ihre Ingenieure sie<br>                         rechtzeitig installiert bekommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das werden unsere Ingenieure<br>                         schon, Mr. Torlan.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (nervös; zu Caylon)<br>                         Und wenn nicht? Glauben Sie, dass<br>                         wir die Romulaner noch einmal so<br>                         austricksen können, wie letztes<br>                         Mal?<br><br>               Caylon schaut zum Bildschirm, auf dem wir den Orbit von New<br>               Earth und die funkelnden Sterne SEHEN können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja... Ich schätze für eine<br>                         weitere "Knallgasprobe" ist die<br>                         Sicht ein kleines bisschen zu<br>                         klar.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Caylon hinter seinem Schreibtisch und Forrest auf dem<br>               Bidlschirm.<br><br>                                   FORREST (ON SCREEN)<br>                         Bisher haben die Vulkanier Sovals<br>                         Befehl noch nicht widerrufen,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es wäre auch besser für uns, wenn<br>                         sie es nicht tun würden. Mit<br>                         einem Romulanerschiff würden wir<br>                         vielleicht klarkommen, aber gegen<br>                         dreie haben wir wahrscheinlich<br>                         auch mit den neuen Schilden keine<br>                         Chance.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - LUFTSCHLEUSE<br><br>               Müller und Alberts kommen in Raumanzügen aus der<br>               Luftschleuse getreten, welche sich hinter den beiden wieder<br>               schließt.<br><br>               Müller setzt nun ihren Helm ab und geht zum nächsten<br>               Interkom.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Müller an Caylon.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Alle Brückenoffiziere plus einige NDs an den Konsolen.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Captain, wir haben die<br>                         Installation der Emitter<br>                         abgeschlossen...<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - LUFTSCHLEUSE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         ... Aber sie sind noch nicht<br>                         getestet worden.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke darüber werde ich mal<br>                         wohlwollend hinwegsehen,<br>                         Commander.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - LUFTSCHLEUSE<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Und, ach ja: Einsatzbereit sind<br>                         sie übrigens auch noch nicht.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Das könnte allerdings ein kleines<br>                         Problemchen sein.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann werden sie funktionieren?<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Wir müssen noch die<br>                         Energieleitungen verstärken. Sie<br>                         kommen mit so viel Energie nicht<br>                         klar.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie lange?<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - LUFTSCHLEUSE<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Zwanzig, vielleicht<br>                         fünfundzwanzig Minuten.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Romulaner werden in fünfzehn<br>                         Minuten hier sein, mehr Zeit<br>                         haben Sie auch nicht!<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - LUFTSCHLEUSE<br><br>               Müller seufzt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                       ENDE INTERCUT.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Müller Ende.<br><br>               Die deaktiviert das Interkom.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zu Alberts)<br>                         Kommen Sie, wir müssen mal wieder<br>                         ein kleines Wunder vollbringen.<br><br>               Die beiden machen sich umgehend auf den Weg in den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - WARP<br><br>               Wir SEHEN drei Romulanische BIRDS OF VENGEANCE mit hoher<br>               Warpgeschwindigkeit fliegen...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - WARP<br><br>               ... und ebenso zwei vulkanische Schlachtschiffe der Surak<br>               Klasse.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - WARTUNGSRÖHRE<br><br>               Müller liegt auf dem Rücken in einer der Wartungsröhren der<br>               Antares und arbeitet an einer offenen Energieleitung.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                             (drängend)<br>                         Caylon an Müller, wie lange noch?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mich zu hetzen wird gar nichts<br>                         bringen!<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Nicole, die Romulaner werden in<br>                         45 Sekunden in Waffenreichweite<br>                         sein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Dann sollten Sie vielleicht jetzt<br>                         zu beten beginnen, denn das ist<br>                         nicht zu schaffen, Captain!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dreißig Sekunden bis<br>                         Waffenreichweite!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Brücke an Maschinenraum, halten<br>                         Sie Reserveenergie für die<br>                         Hüllenpanzerung bereit.<br><br>                                   ALBERTS' KOMM-STIMME<br>                         Captain, wir werden alle Energie<br>                         für die Schildvorrichtung<br>                         brauchen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann ziehen Sie die Energie halt<br>                         wieder ab, wenn Sie sie endlich<br>                         zum Laufen gebracht haben!<br><br>                                   ALBERTS' KOMM-STIMME<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Brücke Ende.<br>                             (zu Beem)<br>                         Sind die Gefechtsstationen<br>                         besetzt?<br><br>                                   BEEM<br>                         Positiv.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Romulaner gehen unter Warp,<br>                         Captain!<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Aus drei grünlichen Lichtblitzen tauchen die drei Birds auf<br>               Vengeance auf und nähern sich der Antares.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die Stimmung ist wesentlich angespannter, als noch vor<br>               wenigen Sekunden.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ihre Zielerfassungsscanner haben<br>                         uns erfasst.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tun Sie dasselbe, Lieutenant.<br><br>                                   BEEM<br>                         SIE FEUERN!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Der erste Bird of Vengeance feuert eine Salve<br>               Plasmatorpedos auf die Antares ab, welche auf die<br>               Außenhülle des Sternenflottenschiffes treffen und deren<br>               Polarisierung schwächen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Das Schiff erbebt fürchterlich!!!<br><br>                                   BEEM<br>                             (warnend)<br>                         Die vordere Hüllenpanzerung ist<br>                         depolarisiert!!!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Tschernovsky, volle Wende<br>                         nach Backbord!<br>                             (zu Beem)<br>                         Mr. Beem, die Phasenkanonen klar<br>                         machen, wenn bereit Feuer<br>                         erwiedern!<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Captain.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, Sir!<br><br>               Tschernovsky reißt das Steuer herum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Die Antares macht eine plötzliche Wende nach Backbord.<br>               Gleichzeitig feuert sie ihre Phasenkanonen auf das<br>               Führungsschiff der Romulaner ab, welches daraufhin für<br>               einen Moment ein wenig von seinem Kurs abgebracht wird.<br><br>               Der zweite Bird of Vengeance übernimmt nun die Führung der<br>               Formation und feuert seinerseits mit Disruptoren auf die<br>               Antares, welche an der Steuerbordwarpgondel getroffen wird.<br>               Diesem Schuss hält die Hüllenpolarisierung jedoch stand.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               RUMMS!<br><br>                                   BEEM<br>                         Treffer an unserer<br>                         Steuerbordgondel! Leichter<br>                         Schaden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich schätze es wird Zeit für<br>                         etwas drastischere Maßnahmen.<br><br>               Beem versteht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Und er feuert.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Die Antares fliegt nun mit dem Heck zu den Romulanern und<br>               feuert eine Salve von fünf photonischen Torpedos auf den<br>               zweiten Bird of Vengeance ab, welcher dadurch stark ins<br>               Trudeln gerät, seinen Angriff jedoch weiter fortsetzen<br>               kann. Diesmal jedoch nicht wieder mit seinen Disruptoren,<br>               sondern mit einem Plasmatorpedo!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wieder wird die Antares schwer getroffen. Leitungen und<br>               Konsolen explodieren und das Licht fällt für einige<br>               Sekunden aus.<br><br>               Ein ND an einer der hinteren Stationen wird von seiner<br>               explodierenden Konsole erfasst und zu Boden geschleudert,<br>               wo er benommen liegen bleibt.<br><br>                                   BEEM<br>                         WIR HABEN DIE OBERE<br>                         HÜLLENPANZERUNG VERLOREN!!!<br><br>               Caylon haut mit der Faust auf den Interkom-Schalter.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (brüllt; ins Interkom)<br>                         VERDAMMT, NICOLE, WIR BRAUCHEN<br>                         DIESE SCHILDE!!!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Romulaner zielen auf unsere<br>                         Brücke!<br><br>               Caylon schaut zu Beem. Dieser schüttelt den Kopf.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir haben hier absolut keine<br>                         Hüllenpanzerung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         DARIUS!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               Der dritte Bird of Vengeance feuert nun einen<br>               Plasmatorpedo.<br><br>               EINSTELLUNG: DER PLASMATORPEDO<br><br>               der direkt auf die Brücke der Antares zugeflogen kommt.<br>               Direkt hält er seinen Kurs, bereit, der Brückencrew einen<br>               eisigen und grausamen Tod zu bereiten. Doch etwa zwanzig<br>               Meter, über der Hülle, tun wir etwas ganz fieses:<br><br>                                                         SMASH CUT TO<br>                                                               BLACK.<br><br>               In absoluter Schwärze HÖREN WIR die Explosion, als der<br>               Torpedo auf die Außenhülle der Antares trifft und diese der<br>               Wucht des Einschlages nachgibt und zerfetzt wird...<br><br>                                                           AUDIO FADE<br>                                                                 OUT.<br><br>               SUPER: "<u>Fortsetzung folgt...</u>"<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                     - ENDE -<br><br></p><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3274</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x07 - Machtlos</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x07-machtlos-r3217/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12804.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0107.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x07) - "Machtlos"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,41 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Antares wird in einer Weltraumanomalie schwer beschädigt und treibt manövrierlos durchs All. Da verschwinden plötzlich Crewmitglieder von Bord, ohne eine Spur zu hinterlassen. Stecken die mysteriösen Bunari, deren Schiff angeblich von derselben Anomalie in Mitleidenschaft gezogen wurde, dahinter?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  <a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/tn_ikonboard/ikonboard.cgi?s=40265c8331e1ffff;act=ST;f=6;t=3454">Kritiken-Thread</a> im Forum. Natürlich sind wir auch dankbar über jede Meinung, die ihr uns sagen wollt. Folgt einfach <a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/tn_ikonboard/ikonboard.cgi?s=40265c8331e1ffff;act=ST;f=6;t=3454">diesem Link in den Kritiken-Thread</a>. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><br><font face="Courier New">                                 STAR TREK: ANTARES<br>                                     "Machtlos"<br>                                     written by<br>                                Marcel Labbé-Laurent<br></font><br><br><br>                                       TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Unendliche Weiten, voller kalter Dunkelheit...<br><br>               Das Bild ist fast völlig schwarz, jediglich ganz wenige<br>               Sternen werfen einen fahlen Lichtschein in unsere Richtung.<br>               Die Untertasse der Antares gleitet nun nah an der Kamera<br>               durchs Bild. Viel ist jedoch nicht von ihr erkennen, da<br>               hinter den allermeisten Fenstern kein Licht brennt.<br><br>               Die Kamera beginnt der Antares zu folgen und nähert sich<br>               einem der Fenster,...<br><br>               INT. ANTARES - EIN CREWQUARTIER<br><br>               ...bewegt sich durch das Glas in den Raum und dreht sich<br>               wieder in Blickrichtung der Sterne. Das wenige Licht lässt<br>               uns gerade erahnen das wir vor dem Bett in eimem Crewquartier<br>               stehen.<br><br>               Plötzlich hören wir ein männliches Stöhnen und merken, dass<br>               sich jemand schlaflos im Bett wälzt und mit der Hand auf die<br>               Matratze schlägt.<br><br>                                   STIMME<br>                             (etwas ungehalten)<br>                         Arrg. Nicht schon wieder.<br>                             (beat)<br>                         Computer, Licht.<br><br>               Wir erkennen, dass es sich bei der Stimme um JIM BEEM<br>               handelt. Er setzt sich nun aufrecht an die Bettkante und<br>               reibt sich verschlafen die Augen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Mist. Doktor Millers Tabletten<br>                         helfen nicht gerade wunderbar.<br>                             (beat)<br>                         Wie spät ist es bloss?<br><br>               Beem greift nach seinem Wecker, der auf der Anrichte neben<br>               dem Bett thront und schaut darauf.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Nein, erst 3 Uhr morgens.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR BEEMS QUARTIER - KURZ DARAUF<br><br>               Mit einem Zischen öffnen sich die Türen zu Beem's Quartier,<br>               der, sich am Türrahmen stützend, durch die Tür tritt.<br><br><br>               In seinem Pyjama trottet er müde, wie man es ihm deutlich<br>               ansieht, durch den menschenleeren Korridor in Richtung<br>               Turbolift.<br><br>               Wir sehen Beem nun von hinten, da er an der Kamera vorbei<br>               ist.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Vor dem Turoblift dehnt er sich nach dem Knopf und stampft<br>               ungeduldig wartend mit dem Fuss auf und ab. Endlich öffnen<br>               sich die Türen, Beem tritt ein und wir sehen ihn in dem<br>               Türspalt verschwinden.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - OFFIZIERSMESSE<br><br>               Beem läuft von der Tür in Richtung der Essensausgabe um sich<br>               einen Apfel zu holen. Erst jetzt schaut er durch den Raum und<br>               sieht, dass COMMANDER MÜLLER in der Raumecke direkt vor den<br>               Fenstern sitzt und verträumt aus dem Fenster starrt. Auf dem<br>               Tisch hat Sie ein Stück Kuchen, in dem sie abundan mit ihrer<br>               Gabel rumstochert, ohne wirklich etwas aufzunehmen. Durch das<br>               abgesenkte Licht erkennen wir nicht was für einen Kuchen sie<br>               hat, was Beem sowieso egal ist. Er setzt sich bewusst in die<br>               andere, äußere Ecke, denn seine Laune scheint nicht die beste<br>               zu sein.<br><br>               Doch Müller dreht ihren Kopf in Richtung Tür. Jetzt bemerkt<br>               sie Beem, steht auf, nimmt ihren Teller mit und geht auf ihn<br>               zu.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich habe sie ja gar nicht bemerkt.<br>                             (beat)<br>                         Darf ich mich zu ihnen setzen?<br><br>               Außer einem leichten Drehen des Kopfes in Müllers Richtung<br>               ist keine Reaktion von Beem zu vernehmen. Sie setzt sich<br>               trotzdem.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Können sie auch nicht schlafen?<br><br>                                   BEEM<br>                             (sarkastisch)<br>                         Ach, woran haben sie das bemerkt?<br><br>               Müller bemerkt das Unwollen Beems zu einer Diskussion, aber<br>               sonst ist ja keiner da zum reden, und das hat sie jetzt<br>               bitter nötig.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (immernoch ruhig und<br>                              freundlich)<br>                         Woran liegt es denn?<br><br>               Beem reagiert nicht wirklich darauf, er beißt nur in seinen<br>               Apfel.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Schon mal Dr. Müller nach einem<br>                         Medikament gefragt? Ich geh<br>                         morgen..<br>                         (sie erinnert sich an die Uhrzeit)<br>                         ..äh..später zu Ihr.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das hab ich schon. Mir hat es nicht<br>                         geholfen. Aber sie können ja ihr<br>                         Glück versuchen.<br>                             (beat;leiser gesprochen)<br>                         Und wenn ich schlafen kann, hab ich<br>                         eh nur Alpträume.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Alpträume? Wovon denn?<br><br>                                   BEEM<br>                             (aggresiv)<br>                         Von diesen verdammten Romulaner.<br>                             (beat)<br>                         Von ihren feigen Angriffen auf uns.<br><br>               Müller ist schockiert und macht nur große Augen. Sie versucht<br>               Worte zu finden...<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Ich glaube sie nehmen unsere<br>                         Mission etwas zu...ernst.<br><br>                                   BEEM<br>                             (wütend)<br>                         Nein, sie verstehen nicht. Diese,<br>                         diese, dreckigen Romulaner haben<br>                         meinen...<br>                             (beat;überlegend)<br>                         ...meinen Freund auf dem Gewissen.<br>                         Ich könnte alle ihrer Rasse...<br>                             (beat;ablehnend)<br>                         Ach, sie wissen ja gar nicht, wie<br>                         es ist einen engen Freund verloren<br>                         zu haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (energisch dem etwas<br>                              entgegen zusetzen)<br>                         Doch. Ich weiß es genau.<br>                             (beat)<br>                         Ok, vielleicht nicht ganz genau,<br>                         keinen Freund, aber meinen Vater.<br>                         Ich weiß genau, wie das ist. Ich<br>                         weiß wie sehr das schmerzt. Glauben<br>                         sie mir.<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein, es ist nicht das selbe. Sehen<br>                         sie sich doch an. Man sieht doch<br>                         wie sie trauern. Und sie sind eine<br>                         Frau, sie dürfen das.<br>                         Aber was ist mit mir? Ich bin<br>                         wütend. Ich würde gerne trauern,<br>                         aber ich kann es nicht. Ich habe<br>                         einen Wunsch, diese Romulaner in<br>                         meine Finger zu kriegen. Und was<br>                         hab ich davon? Der Captain traut<br>                         mir nichtmal mehr völlig. Aber ich<br>                         kann nicht anders.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Sie haben immerhin ihre Wut. Sie<br>                         haben ein Ziel. Ich habe nichts.<br>                         Ich war noch nichtmal da, als mein<br>                         Vater starb. Ich habe keinen<br>                         Schuldigen. Es war eine lange<br>                         Krankheit. Ich bin auch sauer. Wie<br>                         haben das selbe Problem, nur äußert<br>                         es sich anders.<br>                             (beat)<br>                         Nur ich konnte nichts dagegen tun.<br><br>                                   BEEM<br>                             (außnahmsweise leicht<br>                              deprimiert)<br>                         Und ich habe nichts dagegen getan.<br><br>               Plötzlich entsteht ein leutes Rumoren in den Wandpanels, ja,<br>               im ganzen Schiff. Beide sehen sich um, doch sie sehen nichts<br>               Verdächtiges. Das Geräusch wird lauter bis es in einem lauten<br>               Schlag gipfelt. Die Antares wird hart unter Warp gerissen,<br>               die Trägheitsdämpfer versagen und einige Leitungen<br>               explodieren im Hintergrund.<br><br>               Müller's Teller samt Kuchen und Beem's Apfel werden vom Tisch<br>               geworfen, die Beiden dagegen haut es aus ihren Stuhlen auf<br>               den harten Boden. Ein unangenehm greller Lichtblitz erhält<br>               die ganze Szenerie und alles wirkt nur noch weiß.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE TEASER<br>                                        AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - KURZ DARAUF<br><br>               Wir sehen, dass das blendende Licht erst langsam<br>               verschwindet. Wir erkennen allmählich bei flackerndem,<br>               schwachem Licht und dem leuchten des Taktischen Alarms, dass<br>               alle Offiziere Ohnmächtig auf dem Boden liegen. MESTRAL vor<br>               der Wissenschaftsstation, TORLAN neben der Kommunikation<br>               sowie ein paar NDs an anderen Station. Es scheint, als wäre<br>               der Captains Chair unbesetzt gewesen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE<br><br>               Müller liegt noch ohne Bewusstsein am Boden, während Beem<br>               versucht sich aufzustützen, es scheint ihm jedoch Schmerzen<br>               zu bereiten.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu sich selbst)<br>                         Ein sanfterer Weg einzuschlafen<br>                         wäre mir lieber gewesen.<br><br>               Er hat es mittlerweile auf seine Beine geschafft und bückt<br>               sich nun über seine Kollegin.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (zu Müller)<br>                         Aufwachen! Los!<br><br>               Müller kommt zu sich, gibt aber erstmal nur einen Stöhner von<br>               sich. Beem reicht ihr eine Hand und hilft ihr hoch.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Ich muss sofort auf die Brücke.<br>                         Wenn uns die Romulaner angegriffen<br>                         haben, will ich sie abservieren.<br><br>               Beem will sich schon auf den Weg machen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Beem!?<br><br>               Er dreht sich nochmal zu ihr um.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (Müller schaut an Beem<br>                              herunter)<br>                         Wollen sie so auf die Brücke?<br><br>               Jetzt merkt er auch, dass er ja noch im Pyjama steckt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (etwas beschähmt)<br>                         Ähm, nein...natürlich nicht. Ich<br>                         geh besser noch schnell in mein<br>                         Quartier...Aber wenn sie den<br>                         Captain sprechen, sagen sie ihm ich<br>                         bin auf dem Weg.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (mit einem Schmunzeln, das<br>                              sie zu verkneifen<br>                              versucht)<br>                         Gut, ich werde es ausrichten.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor, nur haben sich die Offiziere jetzt hochgezwängt<br>               und stehen nun mehr oder minder fest auf ihren eigenen zwei<br>               Beinen. Der eine oder andere ND stützt sich aber noch an<br>               seiner Konsole oder einem Geländer. Es herrscht ein reges<br>               durcheinander, teils auch weil die Hauptenergie und damit das<br>               Licht noch nicht wieder vollständig funktioniert.<br><br>               Dann öffnen sich die Turbolifttüren und CAPTAIN CAYLON kommt<br>               sehr hastig herausgestürzt um sich nach dem Zustand seines<br>               Schiffes zu erkundigen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (außer Puste)<br>                         Ist es ein Angriff? Romulaner!?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ehrlich gesagt wissen wir es nicht.<br>                         Die Sensoren sind beschädigt und<br>                         offline.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann sagen sie mir ihre Vermutung,<br>                         irgendetwas muss doch zuvor auf den<br>                         Sensoren gewesen sein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Normalerweise vermute ich nicht...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Normalerweise! Pfff.<br><br>               Der Captain ignoriert diesen Einwurf. Er scheint sich langsam<br>               daran zu gewöhnen, dass sich sein blaublütiger Blauhäuter<br>               etwas unbeherrscht benimmt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wie ich sagen wollte, vermute ich<br>                         sonst nicht, aber wie es aussieht<br>                         war kein Schiff, weder der<br>                         Romulaner noch sonst irgendeiner<br>                         Rasse, in unserer Nähe. Und<br>                         wahrscheinlich hätten die Romulaner<br>                         uns bereits den 'Todesstoß'<br>                         verpasst. Daher kann man davon<br>                         ausgehen, dass es eine natürliche<br>                         Ursache gibt. Aber welche, kann ich<br>                         ihnen beim besten Willen nicht<br>                         beantworten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, das reicht mir auch fürs<br>                         Erste.<br><br>                             (beat)<br>                         Schäden und Verletzte?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Schadensberichte sind noch nicht<br>                         eingetroffen. Aber wie es aussieht,<br>                         haben wir nur Reserveenergie und<br>                         eine größere Zahl von<br>                         Systemausfällen.<br>                             (beat)<br>                         Verletzte scheint es keine zu<br>                         geben.<br><br>               Eine Ensign ND aus dem Hintergrund meldet sich zu Wort<br><br>                                   ENSIGN<br>                         Also mir brummt der Schädel<br>                         wahnsinnig...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lacht)<br>                         So gehts den meisten, mich<br>                         eingeschlossen.<br><br>               Caylon geht zu seinem Stuhl und bedient den Kommunikator an<br>               der Armlehne.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Müller.<br>                             (beat)<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gestreßt)<br>                         Müller hier. Ich bin mit meinen<br>                         Ingenieurteams schon unterwegs.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie schlimm sieht es denn aus?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Kann ich noch nicht sagen, auf alle<br>                         Fälle sieht es nach verdammt viel<br>                         Arbeit für mich aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, sie werden es schon schaffen.<br>                         Aber die Hauptenergie hat<br>                         Priorität, dann die Sensoren. Damit<br>                         wir endlich wissen was passiert<br>                         ist.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye Sir. Und Danke, aber einige<br>                         helfende Hände wären mir lieber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie dürfen sich jeden Mann nehmen<br>                         den sie brauchen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Gut, Sir. Achja, ich soll ihnen<br>                         sagen, dass Lieutenant Beem...ähm<br>                             (beat)<br>                         ...bereits auf dem Weg ist.<br>                         Müller Ende.<br><br>               Caylon betätigt nochmals einen Knopf an der Armlehne und<br>               dreht sich zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Checken sie nochmal alle Sensoren<br>                         Daten, ich will sicher sein, dass<br>                         wir nichts übersehen haben.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn man mich braucht, ich bin in<br>                         meinem Bereitschaftsraum.<br>                             (zu sich)<br>                         Vielleicht bekomme ich ja noch<br>                         etwas Schlaf.<br>                             (wieder laut)<br>                         Achja, der Taktische Alarm bleibt<br>                         vorerst bestehen.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - SPÄTER<br><br>               Im ganzen Raum ist kaum mehr als wenige Meter weit zu sehen<br>               bei dem übermäßigen, weißen Rauch, der wahrscheinlich aus den<br>               Energie- und Warpleitung kam und nun mit Hilfe der<br>               Lebenserhaltungsystemen kaum überhörbar abgesaugt wird.<br><br>               Müller schlägt mit ihrer Hand einige Schneißen vor sich in<br>               den Rauch, jedoch ohne wirklich sehr viel weiter sehen zu<br>               können. Beinahe stößt sie sogar gegen eine Verstrebung auf<br>               Kopfhöhe, merkt es jedoch noch kurz vorher. Ihr folgen 2<br>               Ingenieure ND, die bei den Reparaturen helfen sollen und ihre<br>               Anweisungen abwarten. Sie dreht sich zur Seite und wirft<br>               einen prüfenden Blick auf ein Wandpanel, das einen<br>               halbverschmorrten Eindruck macht. Sie klopft zweimal mit der<br>               Hand drauf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Leitungen hier müssen auch<br>                         ersetzt werden.<br><br>               Die beiden Kollegen nicken nur.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Hätte nicht gedacht, dass der<br>                         Schaden so schlimm ist. Was oder<br>                         wer auch immer hierfür<br>                         Verantwortlich ist hat ganze Arbeit<br>                         geleistet.<br><br>               Mit einem Piepen macht sich der Wandkommunikator neben Müller<br>               bemerkbar. Mittlerweile kann man sich wieder einigermaßen<br>               umsehen, unschwer ist zu erkennen, das der Warpkern noch<br>               immer nicht wieder online ist, zudem noch immer einige Lampen<br>               flackern.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zu ihren beiden Kollegen)<br>                         Fangt schon mal, ich komme dann<br>                         gleich nach.<br><br>               Müller bestätigt nun das Komm-Signal.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Müller hier.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie gehen die Reperaturen voran?<br>                         Wir könnten hier oben langsam mal<br>                         wieder Hauptenergie gebrauchen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sorry, Sir. Aber uns hat es doch<br>                         ganz Übel erwischt. Mit etwas<br>                         Glück, kann ich die Hauptenergie in<br>                         20 Minuten wieder online bringen,<br>                         aber das wird sie nicht sehr<br>                         glücklich machen. Die meisten<br>                         Hauptsysteme sind beschädigt, wir<br>                         müssen erst ne ganze Menge<br>                         Leitungen im ganzen Schiff<br>                         austauschen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         In Ordnung, ich bin sicher sie<br>                         geben ihr Bestes.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Bis wir hier wieder mit Warp<br>                         wegkommen, könnte aber eine ganze<br>                         Weile dauern.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Verstanden. Melden Sie sich, sobald<br>                         die Hauptenergie wieder da ist.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye, Sir. Eins noch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ensign Raimes ist noch nicht zum<br>                         Dienst erschienen. Er hat auch<br>                         nicht auf meinem Ruf geantwortet.<br>                         Ich entbehre hier unten nur ungern<br>                         einen Mann, könnten sie jemand nach<br>                         ihm sehen lassen? Vielleicht liegt<br>                         er noch immer in Ohnmacht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sicher, ich schicke Jemanden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Vielen Dank. Müller Ende.<br><br>               Müller beendet das Komm-Signal und geht zu ihren beiden<br>               Kollegen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Es gibt was zu tun, die<br>                         Hauptenergie muss in 20 Minuten<br>                         wieder da sein.<br><br>                                   INGENIEUR<br>                             (stöhnt leicht)<br>                         Aye Sir.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               MILLER hält ihren Finger über dem Kommunikator an der Wand,<br>               bereit ihn abzuschalten.<br><br>                                   MILLER<br>                         Aye Sir, ich  werde mich persönlich<br>                         darum kümmern. Hausbesuche sind<br>                         meine Spezialität.<br>                             (lacht)<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, sein Quartier ist auf dem D<br>                         Deck. Und sagen sie Müller<br>                         bescheid, wenn er wieder ok ist.<br><br>                                   MILLER<br>                         Alles Klar.<br><br>               Sie schaltet den Captain nun ab und winkt einem Crewman ihres<br>               Medizinischen Stabes zu.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Reichen sie mir bitte ein Med-Kit.<br><br>               Der Crewman begibt sich in den Hinten und öffnet einen<br>               Schrank in dem schlecht einzusehenden Teil der<br>               Krankenstation, zumindest legt das Geräusch dieses Nahe. Er<br>               kommt mit einem grauen Koffer, darauf das Logo der Antares,<br>               wieder.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Danke. Ich bin dann kurz weg einen<br>                         "Hausbesuch" machen. Passen sie<br>                         derweil hier auf.<br><br>                                   CREWMAN<br>                         Alles klar, Ma'am.<br><br>               BLICK VOM KORRIDOR AUF DIE TÜR DER KRANKENSTATION.<br><br>               Doktor Müller schlängelt sich bereits durch die erst halb<br>               geöffneten Türen und macht sich auf dem Weg und betritt<br>               Turbolift...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR AUF DEM D-DECK<br><br>               ...Aus dem wir den Doktor nun wieder herauskommen sehen. Sie<br>               biegt um die Ecke und steht jetzt direkt vor dem Quartier von<br>               Ensign Raimes, wo sie den Türsummer betätigt. Jedoch ohne<br>               eine Reaktion.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu sich)<br>                         OK, das war jetzt zu erwarten.<br><br>               Nicht sehr geduldig tippt sie einige Befehle in den Türöffner<br>               ein.<br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Sicherheitsüberbrückung<br>                         authorisieren.<br><br>               Hastig folgt nun eine Zahlenfolge, die der Computer mit einem<br>               positiven Summen bestätigt.<br><br>               ZOOM AUF ZAHLENFELD UND TÜR<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu sich; halblaut)<br>                         Überredungskunst muss man haben.<br><br>               Die Tür öffnet sich nun zur Seite und wir blicken in den<br>               rabenschwarzen Raum.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Hallo!?<br><br>               Miller tastet die Wand nach dem Lichtschalter aber und<br>               betätigt ihn. Das Licht geht langsam an, wir erkennen immer<br>               mehr. Aber was wir sehen, ist nur eine leere Pritsche. Und<br>               ein leerer Raum. Miller schaut einige Sekunden äußerst<br>               verdutzt in den Raum, dann dreht sie sich wieder zu Tür und<br>               aktiviert das Komm-System.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Miller an Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, was gibt es? Wie geht es<br>                         Raimes?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn ich das wüsste...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich würde sagen, er ist...<br>                             (beat)<br>                         ...verschwunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         WAS?<br><br>                                                           SMASHCUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM<br><br>               Alle Senior-Offiziere (Caylon, Mestral, Torlan, Beem,<br>               TSCHERNOVSKY, Müller, Miller) haben sich in dem nur<br>               mittelmäßig beleuchteten Konferenzraum getroffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie kann Ensign Raimes so einfach<br>                         verschwinden?<br><br>                                   MILLER<br>                         Keine Ahnung, aber keiner seiner<br>                         Kollegen und Freunde hat ihn heute<br>                         gesehen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Meine Sicherheitsteams haben fast<br>                         das ganze Schiff durchsucht, keine<br>                         Spur von ihm, er ist wie vom<br>                         Erdboden verschluckt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Erdboden verschluckt keine<br>                         Menschen; auch keine Vulkanier...<br><br>               Torlan sieht Mestral böse an und streckt seine Fühler aus.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Keine Angst, Mister Torlan, er<br>                         verschluckt auch keine Andorianer.<br><br>               Torlan hasst Mestrals vulkanische Arroganz in seinen<br>               Aussagen. Man merkt das er aufgebracht ist, kann sich aber<br>               noch beherrschen und drückt seinen Unmut mit einem Grummeln<br>               aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir wissen alle, dass das nicht<br>                         sein kann. Aber irgendwo muss er ja<br>                         hin sein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Zumindest kann er kein Shuttle<br>                         genommen haben.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Und auch nicht den Transporter,<br>                         ansonsten gäbe es eine<br>                         Aufzeichnung.<br><br>               Stille im Raum...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Eine gute Nachricht gibt es aber<br>                         immerhin.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Geht die Hauptenergie wieder?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Warten sie es ab.<br><br>               Müller geht zur Tür um die Kommunikation zu bedienen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Müller an Maschinenraum.<br>                             (beat)<br>                         Jungs, es ist soweit.<br><br>                                   INGENIEUR<br>                         Aye, Ma'am.<br><br>               In diesem Moment gehen wieder alle Lichter im Konferenzraum<br>               auf volle Stärke an. Der Raum erhellt sich unheimlich, zudem<br>               gehen einige Konsolen die vorher dunkel waren an. Doch<br>               plötzlich gibt es ein lautes Summen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Was ist das? Gibt es Probleme?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (schockiert)<br>                         Nein, das ist meine Komm-Station.<br><br>                                   MILLER<br>                         Offensichtlich geht zumindest<br>                         dieses Primärsystem wieder.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was bedeutet das Summen?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (langsam)<br>                         Jemand ruft uns.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT I<br>                                       AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die Offiziere kommen auf die Brücke gestürzt und verdrängen<br>               die NDs von den Konsolen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Sensoren sind immernoch defekt,<br>                         keine Ahnung wer uns da ruft.<br><br>               Torlan blickt den Captain unschlüssig an:<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bereit, antworten sie.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye Sir, Kanal offen.<br><br>               Ein Brei aus Gerausche erscheint auf dem Schirm.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Ich versuche das Bild zu<br>                         verbessern.<br><br>               Mit einem Mal wird das Bild besser, ist aber immernoch recht<br>               unscharf, doch wir erkennen eine Außerirdische Person. Seine<br>               Haut ist rau und porös, eine markante Wulst überspannt seine<br>               Augenbraun. Der Kopf hat eine rundliche Form, die aber sehr<br>               kantig ist. Große Augen und eine freundlich wirkender Mund<br>               bringen ein gewisses Paradoxum in die Erscheinung. Der Alien<br>               ist im Begriff zu sprechen, wir verstehen aber nur eine<br>               kratzige Aliensprache.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Der Universal-Translator hat ein<br>                         paar Probleme, geben sie mir etwas<br>                         Zeit.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer sind sie?<br><br>               Immernoch unverständliches Gebrabbel.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was wollen sie von uns?<br><br>               Keine Änderung.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (beat)<br>                         Ich glaube ich habe es, probieren<br>                         sie es nochmal!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier spricht Captain Frederick<br>                         Caylon vom Sternenflottenraumschiff<br>                         Antares.<br>                         Wer sind sie und haben sie etwas<br>                         mit unseren schäden zu tun?<br><br>                                   ALIEN'S KOMM STIMME<br>                         Captain Gural von dem Bunari<br>                         Handelsgildenschiff Nugotj. Wir<br>                         sind auf einer friedlichen<br>                         Handelsmission gewesen als wir hier<br>                         gestrandet sind. Ich nehmne an<br>                         genau wie sie.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Richtig, wir sind unter Warp<br>                         gerissen worden und haben einige<br>                         Schäden davon getragen, unter<br>                         anderem unsere Sensoren, wir können<br>                         sie immernoch nicht orten.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Wir sind hier auch schon seit 2<br>                         Tagen gefangen, unsere Sensoren<br>                         konnten wir wieder reperarieren,<br>                         unseren Antrieb waren wir leider<br>                         nicht im Stande zu reaktivieren.<br>                         Meine Techniker sind der Meinung,<br>                         das irgendetwas hier die<br>                         Antriebssysteme dämpft.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Unsere Ingenieure waren auch noch<br>                         nicht sehr erfolgreich, wir haben<br>                         erst seit gerade eben wieder<br>                         Hauptenergie.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Vielleicht können wir uns<br>                         gegenseitig helfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Moment bitte.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Sicher.<br><br>               Der Captain signalisiert Torlan mit der Hand, dass er das<br>               Komm-Signal stumm schalten soll.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu seinen Offizieren)<br>                         Können wir ihnen trauen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ohne Sensorwerte schwer zu sagen,<br>                         ich würde misstrauisch bleiben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Auf der anderen Seite könnten wir<br>                         mit ihrer Hilfe herausfinden wo wir<br>                         sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, wir gehen darauf ein, aber<br>                         Beem, sie bleiben wachsam.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan, bereit.<br><br>               Torlan reaktiviert das Komm-Signal.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Gural)<br>                         Wir würden uns über eine<br>                         Zusammenarbeit unserer Leute<br>                         freuen.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Sehr schön. Ich habe damit<br>                         gerechnet und bereits ein Team<br>                         zusammengestellt, das zu ihnen<br>                         kommen wird.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Unsere Shuttlerampe steht für sie<br>                         offen.<br><br>               Caylon nickt Beem zu, der sich bereits auf dem Weg machen<br>               will, die Brücke zu verlassen um zu seinem Sicherheitsteam zu<br>               stoßen.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Danke, aber das ist nicht nötig.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Wie meinen?<br><br>               Plötzlich tauchen auf der Brücke  5 orangefarbene Lichtblitze<br>               auf, verbunden mit einem seltsamen Summen, aus denen sich<br>               Bunari materialisieren.<br><br>               Beem wollte schon in den Turbolift steigen, dreht sich nun<br>               aber erschrickt um und zielt mit seinem gezückten Phaser auf<br>               den Transporterstrahl, der dem Captain am nächsten ist.<br><br>                                   BUNARI #1 (DER NEBEN DEM CAPTAIN)<br>                         Freut mich sie kennenzulernen, mein<br>                         Name ist SAPETH, ich bin der<br>                         Chefingenieur unseres Schiffes.<br><br>               Beem atmet erleichtert auf und senkt seine Waffe. Sapeth und<br>               die anderen Bunari blicken etwas verwundert in die großen<br>               Augen der Antares-Crew.<br><br>               Derweil zückt Miller arbeitsbewusst wie immer ihren<br>               Bioscanner und richtet das Gerät nacheinander auf jeden der<br>               Bunari.<br><br>                                   MILLER<br>                         Keine Anzeichen ansteckender<br>                         Infektionen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ähm, gut.<br>                             (beat;zu Sapeth)<br>                         Hallo..äh..Schön, dass sie so<br>                         schnell kommen konnten.<br><br>               Caylon reicht ihm die Hand. Sapeth blickt sie wundernd an und<br>               ergreift sie.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Das nächste mal klopfen sie aber<br>                         bitte an.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Anklopfen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, sagen sie etwas, sie haben uns<br>                         nen gehörigen Schrecken verpasst.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Oh, entschuldigen sie. Sind sie das<br>                         nicht gewohnt? Wie besuchen sie<br>                         denn gewöhnlich andere Schiffe?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...<br>                             (beat)<br>                         Wir nehmen noch den altmodischen<br>                         Weg mit einem Shuttle. Ist etwas<br>                         sicherer. Wir wollen ja nicht als<br>                         Fleck an der Wand ankommen.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Sie wollen damit ausdrücken, ihre<br>                         Transporter sind noch nicht sehr<br>                         ausgereift? Schade, wir können ja<br>                         mal danach sehen, vielleicht können<br>                         wir sie etwas modifizieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oja, danke. Aber erstmal bringen<br>                         wir unsere Schiffe wieder flott,<br>                         einverstanden?<br><br>                                   SAPETH<br>                         Mit Vergnügen.<br><br>               Sapeth nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich bin Commander Nicole Müller,<br>                         der Chefingenieur. Ich würde sagen<br>                         wir machen uns auf den Weg in den<br>                         Maschinenraum.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Wir werden sehen, was wir tun<br>                         können.<br><br>               Müller, Sapeth und die anderen Bunari gehen zum Turbolift.<br>               Caylon nickt Beem zu, der den anderen folgt.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br><p>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - SPÄTER<br><br>               Sapeth und Müller stehen direkt vor dem Warpkern und<br>               unterhalten sich.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Nehmen sie es nicht persönlich,<br>                         aber ich bin beeindruckt, dass<br>                         diese primitiven Systeme diese<br>                         Leistung erbringen und stabil<br>                         funktionieren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich nehme das mal als Kompliment.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Das dürfen sie. Es ist ja<br>                         schließlich ihre Leistung, dass das<br>                         Schiff trotzdem fliegt.<br><br>               Ein gewisser strenger Blick von Müller lässt vermuten, dass<br>               Sie nicht ganz so glücklich über diese Worte ist.<br><br>                                   SAPETH (CONT'D)<br>                         Ich denke ihre Sensoren dürften wir<br>                         sehr bald im Griff haben. Aber der<br>                         Warpantrieb hat sehr viel<br>                         abbekommen. So ziemlich jedes<br>                         Subsystem ist durchgeschmorrt. Die<br>                         müssen wir alle auswechseln.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie machen einem ja richtig Mut.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Wieso? Solange es nicht die<br>                         Reaktionskammer an sich ist, lassen<br>                         sich die doch einfach replizieren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Replizieren? Ich fürchte damit<br>                         können wir nicht dienen.<br><br>               Müller ist schon leicht geknickt, angesichts der überlegen<br>               Bunari-Technik.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Das macht nichts, dann replizieren<br>                         wir diese. Sie haben doch sicher<br>                         Baupläne?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sicher. Warten sie, ich lade sie in<br>                         ein Padd.<br><br>               Müller geht zur Hauptkonsole im Maschinenraum und greift auf<br>               den Tisch daneben nach einem Padd.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - ZUGANGSSCHACHT AUF DEM K-DECK<br><br>               Ensign RUBENS aus Müllers Team und ein Bunari Ingenieur<br>               krackseln gemeinsam durch einen der kleinen Zugangsschächte.<br>               Rubens hat einen Ingenieurskoffer in der Hand, den er<br>               hinterherschleift, während der Bunari ein Sternenflotten Padd<br>               mitführt<br><br>                                   BUNARI INGENIEUR<br>                         Wie weit ist es noch zu dieser<br>                         Energieschaltung?<br><br>                                   RUBENS<br>                         10 Meter links nach der Kreuzung da<br>                         vorne.<br><br>                                   BUNARI INGENIEUR<br>                         Gut.<br><br>               Die beiden biegen um die Ecke und robben vor die<br>               angesprochene Leitung. Rubens legt den Koffer ab und<br>               inspiziert die Leitungen.<br><br>                                   RUBENS<br>                         Sieht nicht allzu schlimm aus.<br>                         Reichen sie mir den<br>                         Plasmastabilator.<br><br>               Der Bunari Ingenieur öffnet den Koffer und holt das Gerät<br>               heraus.<br><br>               Plötzlich summt ein merkwürdiges Signal auf. Rubens<br>               erschrickt und schaut seinen Bunari Kollegen an.<br><br>                                   BUNARI INGENIEUR<br>                         Das ist nur mein Kommunikator.<br><br>               Der Bunari drückt auf ein goldenes Emblem, dass einen<br>               Planeten und 2 Sterne zeigt, an seiner linken Brust, dass<br>               Rubens vorher für einen Schmuck hielt.<br><br>                                   RUBENS<br>                             (nur zu sich)<br>                         Wie praktisch.<br><br>                                   BUNARI INGENIEUR<br>                         Ja, was gibt es?<br><br>                                   KOMMSTIMME EINES ANDEREN BUNARI<br>                         Könnten sie bitte zur Luftschleuse<br>                         kommen?<br><br>                                   BUNARI INGENIEUR<br>                         Moment.<br>                             (zu Rubens)<br>                         Brauchen sie mich noch?<br><br>                                   RUBENS<br>                         Nein, nein. Das schaffe ich schon<br>                         noch alleine.<br><br>                                   BUNARI INGENIEUR<br>                         Gut<br>                             (wieder in den<br>                              Kommunikator)<br>                         Ich bin auf dem Weg.<br><br>               Der Burnari dreht sich in dem Tunnel, auch wenn es nicht<br>               gerade einfach ist und robbt um die Ecke.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Wie zuvor koordinieren Müller und Sapeth ihre Leute.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wie lange braucht denn Ensign<br>                         Rubens für diese Leitung?<br>                             (zu Sapeth)<br>                         Warten sie kurz.<br><br>               Müller wendet sich ab und geht mal wieder den Weg zu einem<br>               der Kommunkationsterminals. Sie schaltet es ein und ruft<br>               genervt nach Ensign Rubens. Doch als Antwort bekommt sie nur<br>               Gerausche.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Ensign? Alles in Ordnung, melden<br>                         sie sich!<br><br>               Immernoch keine Antwort.<br><br>               Müller lässt ab und rennt zurück zu Sapeth.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Er meldet sich nicht. War er nicht<br>                         mit einem ihrer Leute zusammen?<br><br>                                   SAPETH<br>                         Stimmt. Ich werde ihn rufen,<br>                         vielleicht geht mal wieder eines<br>                         ihrer Geräte nicht korrekt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (nicht sehr erfreut)<br>                         Danke..<br><br>               Sapeth bedient wie der andere Bunari zuvor seinen Brust<br>               Kommunikator.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Sapeth an Fasar.<br><br>                                   FASAR'S KOMMSTIMME<br>                         Fasar hier.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Commander Müller möchte gerne<br>                         wissen wie weit sie und Ensign<br>                         Rubens mit ihren Reperaturen sind.<br><br>                                   FASAR'S KOMMSTIMME<br>                         Keine Ahnung, da müssen sie ihn<br>                         fragen, ich bin gerade gegangen,<br>                         weil ich zur Luftschleuse gerufen<br>                         wurde.<br><br>               Müller blickt Sapeth entsetzt an, er bleibt jedoch sehr<br>               ruhig. Dann stürzt sie sich regelrecht zu dem Kommunikator.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (sehr aufgeregt)<br>                         Müller an Sicherheit.<br>                         Ensign Rubens ist offensichtlich<br>                         während Reparaturarbeiten<br>                         verschwunden.<br>                         Ich habe kein gutes Gefühl bei der<br>                         Sache, bitte suchen sie nach ihm.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT II<br>                                       AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM D-DECK - SPÄTER<br><br>               Wir blicken schräg in einen sehr spärlich beleuchteten,<br>               großen Raum. Auf der rechten Seite eröffnet uns eine<br>               Fensterreihe, die über die gesamte Breite des Raumes geht,<br>               einen Ausblick auf die Sterne. Im Hintergrund wechseln immer<br>               wieder die Anzeigen der Monitore bzw. Konsolen, die die linke<br>               Wand einnehmen. Im Vordergrund steht ein großer,<br>               langgezogener Tisch. Auf der Tür zugewendeten Seite steht<br>               Captain Caylon, oder viel mehr stützt sich auf den Tisch, um<br>               dem gegenüber sitzenden Fasar in die Augen blicken zu können.<br><br>               An der Tür steht Beem sowie ein Kollege von ihm, beide<br>               bewaffnet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann haben sie Ensign Rubens das<br>                         letzte mal gesehen?<br><br>                                   FASAR<br>                         Das wissen sie doch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Weiß ich das?<br><br>                                   FASAR<br>                         Ja, tun sie. Ich war mit ihm in dem<br>                         Zugangstunnel eine Energieleitung<br>                         reparieren, als ich zur<br>                         Luftschleuse gerufen wurde und<br>                         dorthin auch ging.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mehr gibt es nicht zu sagen?<br><br>                                   FASAR<br>                         Nein. Und selbst wenn, so einfach<br>                         wäre es wohl nicht zu erfahren.<br><br>               Captain Caylon ist in seiner Haltung leicht geknickt, auch<br>               wenn ihm klar war, das Fasar so geständig nicht sein dürfte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist so, sie sind so ziemlich der<br>                         einzige Indiz den wir haben.<br><br>                                   FASAR<br>                         Und Verdächtiger!?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und Verdächtiger..<br><br>                                   FASAR<br>                         Aha. Dann ist das ein Verhör?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Ja. Ich bin ehrlich, ich mag es gar<br>                         nicht wenn Leute meiner Crew mal<br>                         einfach so spurlos verschwinden.<br>                         Das gefällt mir irgendwo nicht.<br><br>                                   FASAR<br>                         Ihr Eifer ist lobenswert. Aber das<br>                         bringt ihren Mann auch nicht<br>                         wieder. Glauben sie mir, wir wissen<br>                         es.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie, sie wissen es??<br><br>                                   FASAR<br>                         Unsere Leute kamen auch nicht<br>                         wieder, wir haben am ersten Tag 6<br>                         Leute verloren, dann hörte das<br>                         Verschwinden plötzlich auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bestürzt)<br>                         Warum sagen sie uns das erst jetzt?<br>                         Woher weiß ich, dass das stimmt?<br><br>                                   FASAR<br>                         Warum hätten wir es vorher sagen<br>                         sollen? Wozu ist das noch von<br>                         belang? Sie sind weg und sie hätten<br>                         auch nichts dagegen tun können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir wären vorbereitet gewesen,<br>                         vielleicht hätten wir es doch<br>                         verhindern können, dass noch jemand<br>                         verschwindet.<br><br>                                   FASAR<br>                         Dann glauben sie mir nicht?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich sage es mal so, wir wissen<br>                         immer noch nicht wo wir sind, wieso<br>                         und wer oder was dafür<br>                         verantwortlich ist. Dann<br>                         verschwinden auf einmal 2 meiner<br>                         Leute und sie tauchen auf. Ich bin<br>                         ganz einfach nur misstrauisch<br>                         gegenüber allem.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - ZUR SELBEN ZEIT<br><br>               Müller sitzt in ihrem Büro nachdenklich über einem PADD,<br>               scheint ihre Gedanken aber weniger auf dieses gerichtet zu<br>               haben als einfach vor sich ihn zu grübeln. Sie wird jedoch<br>               gestört als Sapeth hereintritt und ihr ein weiteres PADD<br>               vorlegt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (geistig etwas abwesend)<br>                         Ja, danke, legen sie es hier auf<br>                         den Tisch. Ich schau es mir gleich<br>                         an.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Sie sollten sich das wirklich<br>                         ansehen. Es dürfte sie<br>                         interessieren, dass ihre Sensoren<br>                         wieder funktionieren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gleichgültig)<br>                         Gut, in Ordnung.<br>                             (beat)<br><br>                                   SAPETH<br>                         Geht es ihnen gut?<br><br>               BEAT. Müller scheint schon wieder in ihre Gedanken versunken<br>               zu sein und ignoriert Sapeth.<br><br>                                   SAPETH (CONT'D)<br>                             (laut;durchdringend)<br>                         Ich spüre doch das mit ihnen etwas<br>                         los ist. Wir Bunari sind empathisch<br>                         veranlagt, ich spüre das sie etwas<br>                         bedrückt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (erregt)<br>                         Was mit mir los ist? Ich mache mir<br>                         Sorgen! Ja, ich habe sogar Angst,<br>                         Angst vor dem was hier passiert,<br>                         was mit unseren Leuten passiert. Ob<br>                         noch mehr verschwinden, wer der<br>                         nächste ist und was ich dagegen tun<br>                         kann.<br>                             (beat)<br>                         UND ich kann nichts tun.<br><br>                             (leiser)<br>                         Wie schon einmal.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Sie machen sich zuviel Gedanken<br>                         über das Unabänderliche. Ich fühle<br>                         eine tiefe Angst, Angst vor dem<br>                         Tod.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das Unabänderliche? Das ist es für<br>                         sie? SO einfach machen sie es sich?<br><br>                                   SAPETH<br>                             (gleichgültig)<br>                         Ja. "Wem es vor dem Tot graut, der<br>                         hat nicht gelebt", heißt es auf<br>                         meiner Welt.<br><br>               BEAT. Müller macht ein entsetztes Gesicht.<br><br>                                   SAPETH (CONT'D)<br>                         Sterben auf ihrer Welt nicht<br>                         täglich tausende?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ähm, ja, doch.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Sie sind weit von ihrer Heimat<br>                         entfernt, in tiefem, unbekannten,<br>                         unerforschtem Weltraum. Hier lauern<br>                         unzähliche Gefahren. Es müsste<br>                         ihnen doch klar sein, dass nicht<br>                         alle wieder zurück nach Hause<br>                         kommen werden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, wir kennen alle das Risiko<br>                         unser Mission. Wir haben uns dafür<br>                         entschieden, dass heißt aber nicht,<br>                         das wir einfach von einer Sekunde<br>                         auf die andere verschwinden müssen!<br>                         Jeder würde sein Leben für die<br>                         Verteidigung des Schiffes hergeben,<br>                         aber nicht so. So möchte doch<br>                         keiner sterben.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Ich denke sie haben keine Wahl,<br>                         oder? Dem Tod ist es egal, wie oder<br>                         wann sie sterben wollen. ER wird<br>                         kommen, er wird auch ihr Leben<br>                         auslöschen, dann, wenn seine Stunde<br>                         ist. Sie können darauf vorbereitet<br>                         sein, ihr Schicksal einsehen, oder<br>                         es sich schwerer machen als es sein<br>                         muss.<br><br>               AUF MÜLLERS ERSCHRECKTES GESICHT.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM D-DECK<br><br>               Wie zuvor ist Captain Caylon immernoch dabei, die<br>               Unklarheiten und Mysterien des Verschwindes zuerhellen, mit<br>               mäßigem Erfolg wie sich zeigt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was haben sie alleine mit Rubens in<br>                         dem Zugangstunnel gemacht?<br><br>                                   FASAR<br>                         Wir haben eine Leitung repariert,<br>                         das wissen sie doch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mich interessiert nicht, was ich<br>                         weiß, sondern was sie getan haben.<br>                             (beat)<br>                         Wann haben sie Ensign Rubens zum<br>                         letzten mal gesehen?<br><br>                                   FASAR<br>                         Ich wurde dann zur Luftschleuse<br>                         gerufen und habe ihn alleine zurück<br>                         gelassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Weswegen hat man sie gerufen?<br><br>                                   FASAR<br>                         Kann ich ihnen nicht sagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können oder wollen sie nicht?<br><br>               Schweigen ist die einzige Antwort, die zu vernehmen ist.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wie soll ich ihnen ihre Unschuld<br>                         glauben, wenn sie mir nicht<br>                         antworten?<br><br>                                   FASAR<br>                         Es geht sie nichts an, das hat<br>                         nichts hiermit zu tun.<br>                             (beat)<br>                         Mehr kann ich nicht sagen.<br><br>               Caylon gibt sich nun dem sturren Fasar geschlagen, er weiß,<br>               das er so nicht mehr.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu den Wachen)<br>                         Begleiten sie ihn auf sein Schiff.<br>                             (zu Fasar)<br>                         Sie dürfen gehen, vorerst.<br><br>               Fasar steht auf, der Sicherheitsoffizier geht zu ihm und<br>               gemeinsam gehen sie durch die Tür an Beem vorbei, der mit den<br>               Augen Fasar sehr mürrischen folgt. Zu dritt verschwinden sie<br>               in dem Gang.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Beem und sein Kollege führen Fasar wortlos durch den Gang,<br>               bis sie vor der Luftschleuse, an der die Nugotj der<br>               Einfachheit halber angedockt hat, stehen bleiben. Beem nickt<br>               dem anderen Offizier zu, der die Geste versteht und wieder<br>               geht.<br><br>                                   BEEM<br>                             (sehr unfreundlich)<br>                         Hier durch.<br><br>               Er betätigt den Schalter und weißt Fasar nun mit der Hand<br>               durch die geöffneten Schleusen.<br><br>                                   FASAR<br>                         Sind sie eigentlich zu allen<br>                         Außerirdischen so unfreundlich?<br>                         Oder haben sie nur speziell etwas<br>                         gegen mich?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich habe nur etwas gegen<br>                         Außerirdische die an dem Tod von...<br>                             (beat)<br>                         ...Bekannten von mir verantwortich<br>                         sind.<br><br>                                   FASAR<br>                         Sie glauben also auch, dass wir<br>                         etwas damit zu tun habe? Ich<br>                         bekomme langsam das Gefühl ihre<br>                         ganze Rasse ist so misstrauisch.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das hat gar nichts mit Misstrauen<br>                         zu tun.<br><br>                                   FASAR<br>                         Sondern?<br><br>                                   BEEM<br>                             (beat)<br>                         Ich sagte, sie sollen da durch. Ich<br>                         werde nicht mit ihnen darüber<br>                         diskutieren.<br><br>               Fasar gibt nach und geht hinein, wanach die Schleuse sofort<br>               schließt.<br><br>                                                           SMASHCUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE<br><br>               Miller, Mestral und Tschernovsky sitzen gemeinsam an einem<br>               Tisch, relativ nah an der Tür des Raumes. Alle Drei sind<br>               dabei ihr Mittagessen zu sich zu nehmen. Die Kamera fährt in<br>               gebührendem Abstand um sie herum, sodass wir nur ein paar<br>               Wortfetzen hören, die augenscheinlich von Miller stammen, die<br>               mit Tschernovsky spricht. Von den Fetzen erregt eigentlich<br>               nur "Flugübelkeit" gewisse Aufmerksamkeit, vom Rest können<br>               wir jedoch nicht erahnen worüber sich die beiden unterhalten.<br><br>               Plötzlich öffnet sich die Tür, das ungewöhnliche daran ist,<br>               das der weibliche Crewman im Türrahmen stehen bleibt und sich<br>               leicht keuchend an selbigen stützt. Miller steht auf und geht<br>               besorgt zu ihr, die anderen Folgen ihr.<br><br>                                   MILLER<br>                         Alles in Ordnung? Geht es ihnen<br>                         gut?<br><br>                                   CREWMAN TYLER<br>                             (ausgelaugte Stimme)<br>                         Jack..äh...Crewman Daniels ist<br>                         nicht hier, oder?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ähm, nein...<br><br>               Miller dreht sich einmal durch den Raum, ihre Kollegen, die<br>               mitgehört haben, schütteln den Kopf.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Sieht nicht so aus. Wieso, was ist<br>                         denn?<br><br>                                   CREWMAN TYLER<br>                         Wir beide waren auf dem Weg<br>                         hierher, doch er hatte es eilig und<br>                         ist vor mir um eine Ecke gebogen.<br>                         Ich habe ein komisches Geräusch<br>                         gehört, ich wußte erst was nicht<br>                         genau was es war und als ich um die<br>                         Ecke geschaut habe, sah ich noch<br>                         kurz einen etwas wie einen<br>                         Transporterstrahl.<br>                         Ich bin so schnell wie möglich<br>                         hierher gerannt, in der Hoffnung,<br>                         dass er nur vor gelaufen ist.<br><br>                             (beat; nun etwas<br>                              verzweifelt)<br>                         Sie haben ihn auch geholt, oder?<br><br>               Tschernovsky steht am nächsten zur Kommunikationstafel an der<br>               Tür, darum bedient er sie und ruft den Captain.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (merklich beunruhigt)<br>                         Captain.<br>                             (beat)<br>                         Schlechte Neuigkeiten.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Wir kehren dahin zurück, wo wir stehen geblieben sind. Müller<br>               kann immer noch keine Worte fassen, als ein schiffsweites<br>               Kommunikationssignal ertönt.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Alle Senior-Offiziere in 5 Minuten<br>                         im Konferenzraum melden.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Ich werde jetzt gehen, aber<br>                         überlegen sie, was ich gesagt habe.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich glaube das werde ich.<br><br>               Sapeth verlässt nun den Raum und auch das Bild.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM<br><br>               Alle Senior-Offiziere, das heißt Captain Caylon, Beem,<br>               Mestral, Torlan, Tschernovsky, Müller und Miller haben sich<br>               versammelt um die neuen Umstände zu besprechen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin direkt.<br>                             (beat)<br>                         Ich zweifle an den Absichten der<br>                         Bunari. Mir kommt das alles etwas<br>                         merkwürdig vor, das ist ein Zufall<br>                         zuviel. Ich kann mich auch<br>                         täuschen, aber ich glaube sie sind<br>                         nicht das, was sie vorgeben zu<br>                         sein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mir Erschienen sie bis vor kurzem<br>                         als sehr freundliche Wesen, aber<br>                         ich bin mir da auch nicht mehr so<br>                         sicher. Was Sapeth mir gesagt hat,<br>                         lässt mich sehr stutzen.<br>                         Sie haben eine sehr merkwürdige,<br>                         übermäßig leichte Art mit dem Tod<br>                         um zu gehen. Er meinte wörtlich zu<br>                         mir "Dem Tod ist es egal, wie oder<br>                         wann sie sterben wollen. ER wird<br>                         kommen, er wird auch ihr Leben<br>                         auslöschen, dann, wenn seine Stunde<br>                         ist". Wenn sie mich fragen, ist das<br>                         eine sehr brutale und zweckmäßige<br>                         Ansicht. Ich bin mir über ihre<br>                         Fäden in diesem Spiel auch nicht so<br>                         sicher.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verblüfft)<br>                         Interessant.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Zudem haben sie, wie er sagte,<br>                         empathische Fähigkeiten. Das heißt<br>                         sie spüren das ich, ich meine wir<br>                         Angst vor dem haben was hier<br>                         passiert, ja sogar Angst vor dem<br>                         Tod. Ich denke es dürfte ihnen auch<br>                         nicht verborgen bleiben, dass wir<br>                         sie verdächtigen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich bitte sie Commander, nicht jede<br>                         Spezies ist so brutal und<br>                         blutrünstig wie Menschen...<br>                             (blickt zu Torlan)<br>                         Andorianer oder auch Klingonen, als<br>                         dass sie einfach ohne Motiv zum<br>                         Spaß töten oder auch Gefangene<br>                         machen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zynisch)<br>                         Mag sein, aber vielleicht haben sie<br>                         ja ein Motiv; uns werden sie es<br>                         zumindest bestimmt nicht so einfach<br>                         sagen, wenn wir sie fragen, oder?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe mich genauer mit Crewman<br>                         Tyler unterhalten. Sie ist sich<br>                         zwar nicht sicher, aber das<br>                         Geräusch, dass sie während des<br>                         Verschwindens von Ensign Daniels<br>                         vernommen hat, klang sehr nach<br>                         einem Transporter. Nur ähnelte es<br>                         ihrer Beschreibung nach wenig dem<br>                         System der Bunari. Die Farbe ist<br>                         falsch, die Bunari verwenden einen<br>                         orangefarbenen Strahl, den Strahl,<br>                         den Tyler sah war blau,<br>                             (beat)<br>                         ziemlich wie unserer.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wie unserer?<br><br>                             (ungläubg;abwertend)<br>                         Wie soll denn das angehen? Entweder<br>                         irrt sie sich oder das ist ein<br>                         Trick der Bunari um uns zu<br>                         täuschen, sie merken ja, das wir<br>                         ihnen auf die schliche kommen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das lässt mich schon etwas<br>                         zweifeln, aber andererseits, woher<br>                         sollte sonst ein Transporterstrahl<br>                         kommen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (reinplatzend)<br>                         Romulaner, was ist mit ihnen?<br>                         Vielleicht ist das eine große<br>                         Verschwörung von denen!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sehr unwahrscheinlich, Romulaner<br>                         können nach unseren Kenntnissen<br>                         noch gar nicht beamen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Müller, ist es möglich, dass die<br>                         Bunari ihre Transporter zur<br>                         Täuschung angepasst haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde es nicht ausschließen,<br>                         aber es ist unwahrscheinlich. Die<br>                         Transporterfarbe ist von den<br>                         Phasenfrequenzen abhängig. Diese<br>                         funktionieren zwar auf vielen<br>                         Frequenzen, die Anpassung würde<br>                         aber das ganze System betreffen.<br>                         Ich kenne die Technik der Bunari<br>                         zwar nicht genau genug, aber es<br>                         dürfte trotz ihrer<br>                         fortgeschritteneren Technik einige<br>                         Zeit in Anspruch nehmen, die Farbe<br>                         einfach so zu ändern.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überlegend)<br>                         Und was machen wir nun?<br><br>                                   BEEM<br>                         Dürfte ich einen Vorschlag machen,<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zu, mir fällt nichts mehr ein.<br><br>               Eine dramatische, bedrohlich wirkende, ja mystisch<br>               faszinierende Musik setzt langsam und allmälich ein und<br>               untermalt die folgendenden Sätze mit einer bewegenderen,<br>               einvernehmenderen Grundstimmung, dich sich immerhin zu<br>               steigern scheint.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich würde vorschlagen, alle Bunari<br>                         von bewaffneten Sicherheitsleuten<br>                         überwachen zu lassen und ihre<br>                         Bewegungsfreiheit auf unsensible<br>                         Bereiche einschränken. So könnten<br>                         wir unser Risiko minimieren.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (entsetzt)<br>                         Halten sie das für eine gute Idee?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja, natürlich, sonst würde ich es<br>                         nicht vorschlagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (widerwillig)<br>                         Das ist zwar nicht das, was ich mir<br>                         vorgestellt hatte, aber<br>                         einverstanden. Kümmern sie sich<br>                         darum.<br><br>               Die Musik erreicht ihren akustischen und dramatischen<br>               Höhepunkt, der Audruck ist in überschwengliche Angst<br>               übergegangen und hält sich über das Bild hinaus auch noch in<br>               das ablendende Schwarz der Szenerie. Kräftige Akzente<br>               verkünden Verheißungsvolles, bevor auch die Musik aussetzt.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.</p><br><p><br>                                    ENDE AKT III<br>                                       AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - WAFFENDECK - DARAUF<br><br>               GROßAUFNAHME WAFFENSCHRANK<br><br>               Abgetrennt durch Glas blendet sich das Bild direkt vor eine<br>               Reihe von Waffen, ganz offensichtlich dem Waffenschrank. Die<br>               Musik kehrt aus ihrer Pause zurück, um unverhemmt genauso<br>               stark wie zuvor weiterzuspielen. Sie lässt diese aggresiv<br>               gewalttätigen Instrumente der Zerstörung wie Propheten der<br>               Apokalypse erscheinen.<br><br>               Plötzlich wird das Glas geöffnet, die Waffen sind ihrer<br>               Bestimmung Unheilung zubringen einen Schritt näher, die Musik<br>               steigert sich nocheinmal, da eine Hand eine der Waffen von<br>               der linken Seite greift, ja nun eine zweite auch eine von der<br>               rechten Seite.<br><br>               DIE KAMERA FÄHRT ZURÜCK<br><br>               Wir erkennen mehr von dem Raum, wir sehen, dass hier ein<br>               Dutzend Sicherheitsleute dabei sind sich auszurüsten. Die<br>               Kamera hält noch auf den Schrank fixiert, wir sehen wie eine<br>               Hand die andere, die sich mit einer Waffe zurückzieht, in<br>               einem wirren Gespiel ablöst.<br><br>               Allmählich sind die Sicherheitsleute ausgrüstet und wenden<br>               sich von den Schränken ab. Die Kamera tut es ihnen gleich und<br>               schwenkt zur Seite, wo Beem vor der Tür steht, ebenfalls mit<br>               einer Phasen Pistole ausgerüstet, und auf sich aufmerksam<br>               macht und das nicht gerade Leise.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ernst;bestimmt)<br>                         Alle hergehört!<br>                             (beat)<br>               Die Offiziere drehen sich allesamt zu Beem und stellen sich<br>               in Reih und Glied, dieser schreit trotz der ihm jetzt<br>               zukommenden Aufmerksamkeit weiter, was er auch sichtlich<br>               genießt. Man merkt ihm den texanischen eben deutlich an.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Ich denke sie alle kennen unsere<br>                         Lage. Ich fasse es trotzdem nochmal<br>                         zusammen, damit ihnen klar ist,<br>                         worum es geht. Wir haben<br>                         Außerirdische, die mutmaßlich für<br>                         das Verschwinden von mittlerweile 4<br>                         Leuten verantwortlich ist. Und sie<br>                         alle wissen, was ich von solchen<br>                         Aliens halte. Darum ist es ihre<br>                         Aufgabe, sie unter Kontrolle zu<br>                         halten.<br>                         Sie sind für die Sicherheit des<br>                         Schiffes und der gesamen Crew<br>                         verantwortlich. Also machen sie mir<br>                         keine Schande.<br>                             (beat;schreiend)<br>                         Verstanden??<br><br>               Die bewaffnete Masse gröllt zurück.<br><br>                                   SICHERHEITSLEUTE<br>                         JAWOHL, SIR!<br><br>                                   BEEM<br>                         So ist es gut.<br>                         Ich teile sie in 6 Teams à 2 Leuten<br>                         auf. Kowalski, Davis, Team A;<br>                         Smith, Jackson, Team B; Laurent und<br>                         Kasumi, Team C; Singh und<br>                         Petrowitsch: Team D; Mendez,<br>                         O'Reilly, Team E, und zuguter<br>                         letzt, Team F sind DaSilva und<br>                         Bauer. Sie alle gehen in den<br>                         Maschinenraum und verteilen sich<br>                         auf die Bunari.<br>                         Und nun wegtreten.<br><br>               Beem lässt seine Untergeben mit einem zufriedenen<br>               Gesichtsausdruck an sich vorbei ziehen.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Mit dem weiten Blick von der Decke des riesigen<br>               Maschinenraumes erkennen wir alle Vorkommnisse genau. Müller<br>               hat sich bereits wieder in ihr kleines Büro zurückgesellt. Im<br>               restlichen Maschinenraum herrscht noch immer reges Treiben,<br>               sowohl unter den Menschen, wie unter den Bunari. Doch das<br>               Chaos ist beruhigender, als die schweigende Stille die<br>               eintritt, als zum Haupteingang 2 der bewaffnete<br>               Sicherheitsleute hereintreten.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - BLICK AUF HAUPTEINGANG<br><br>               Die beiden ignorieren völlig die fragend drückende Stimmung,<br>               die die Blicke der anwesenden Personen ausstrahlen. Sie<br>               stellen sich einfach nur in typisch steifer Militärhaltung,<br>               die das ganze noch bedrohlicher macht, neben die Türen, der<br>               eine rechts, der andere links.<br><br>               Der steife, fixierte Blick der Menge wird in Chaos<br>               auseinander gerissen, als nun auch von den kleineren<br>               Nebeneingägnen befremdlich vertraute Geräusche kommen, ...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - BLICK AUF NEBENEINGANG 1<br><br>               ...denn auch von dort tritt Sicherheitspersonal herein und<br>               stationiert sich als Wachposten...<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM -BLICK AUF NEBENEINGANG 2<br><br>               ...das selbe passiert zur gleichen Zeit auch am insgesamt<br>               dritten Eingang.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - NAHAUFNAME MÜLLERSBÜRO<br><br>               Müller steht nun in der Tür und schaut erschreckt in den<br>               Maschinenraum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu sich selber)<br>                         Toll, Beem. Etwas dezenter war wohl<br>                         nicht drin? Und dann kreuzt er<br>                         selber nichtmal hier auf und<br>                         erklärt es.<br><br>               Sie schluckt einmal und tritt beherzt vor ihre Kollegen, um<br>               ihnen die erwartete Erklärung zu liefern, auch wenn es ihr<br>               sichtlich schwer fällt, passende Worte, bei dieser<br>               offensichtlichen Bedrohung zu finden. Alle Blicke sind auf<br>               sie gerichtet, was alles andere als eine Erleichterung ist.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Keine Sorge, alles ist in Ordnung.<br>                         Das ist nur eine<br>                         Sicherheitsmaßnahme zu unser aller<br>                         Schutz.<br><br>               Sapeth gibt sich zurecht mit dieser fadenscheinigen Erklärung<br>               nicht zufrieden.<br><br>                                   SAPETH<br>                             (protestiert)<br>                         Schutz vor was?<br><br>               Jetzt weiß Müller endgültig nicht mehr was sie sagen soll.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Ähm, ganz einfach vor dem, was hier<br>                         passiert, dass Leute verschwinden.<br><br>                                   SAPETH<br>                             (aggresiv)<br>                         Und dagegen helfen wohl<br>                         Sicherheitsleute an den Türen!?<br>                         Ich weiß, gegen wen sie sich<br>                         eigentlich schützen wollen.<br><br>               Sapeth wendet sich ab und will den Maschinenraum verlassen.<br>               Doch die "Wachmänner" an der Tür versperren wie zu erwarten<br>               den Weg.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Wohin wollen sie?<br><br>                                   SAPETH<br>                         Auf mein Schiff, wenn es recht ist.<br><br>                                   MENDEZ<br>                         Wir werden sie begleiten.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Das dachte ich mir schon.<br><br>               Sapeth verlässt den Raum, die beiden Sicherheitsleute Mendez<br>               und O'Reilly mit ihm. Und er wird das Schiff verlassen, und<br>               mit ihm das restliche Vertrauen und die Kooperation, die sie<br>               sich gewünscht haben. Müller ist darüber offenkundig<br>               aufgebracht, sie läuft zu dem Kommunikationspanel und haut<br>               äußerst unsanft auf die Knöpfe.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (aufgebracht)<br>                         Müller an Captain Caylon, ich will<br>                         mit ihnen und Beem sofort sprechen.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Was ist denn los.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das werde ich ihnen und vorallem<br>                         Beem erklären.<br><br>                                   CAYLON'S KOMMSTIMME<br>                         Dann kommen sie in meinen<br>                         Bereitschaftsraum, ich werde Beem<br>                         rufen. Und dann lassen sie die<br>                         Katze aus dem Sack.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich bin sofort da, und Beem solte<br>                         das auch!<br><br>               Müller lässt den Knopf los und verlässt grummelig den Raum.<br><br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - CAYLONS BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Beem und Müller stehen vor Caylon, der hinter sein Tisch<br>               sitzt und eine ziemliche ungehaltene Miene verzieht. Müller<br>               ist noch so aufgebracht wie vorher, und das scheint sich auf<br>               Caylon zu übertragen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verdammt nochmal, Beem, was sollte<br>                         das bitteschön?<br><br>                                   BEEM<br>                             (absolut ruhig)<br>                         Sie selben haben mir doch die<br>                         Erlaubnis erteilt.<br><br>               Caylon scheint seinem Unmut im sitzenden Zustand nicht genug<br>               Luft machen zu können, er lehnt sich nach vorne und kann sich<br>               kaum zügeln, nicht laut zu werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dass Sie sie überwachen, JA! Aber<br>                         doch nicht diese Nummer. Da hätten<br>                         sie ja gleich in Leuchtschrift<br>                         "Bunari Unerwünscht" auf die Hülle<br>                         schreiben können.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das geschah zu unserer eigenen<br>                         Sicherheit.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sicherheit? Mit Sicherheit wissen<br>                         wir noch nichts über sie.<br><br>               Müller kann es sich nicht nehmen lassen, auch was dazu zu<br>               sagen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Bunari haben zumindest unser<br>                         Schiff nicht sabotiert, sie waren<br>                         bei den Reperaturen eine große<br>                         Hilfe. Aber die Betonung liegt auf<br>                         waren. Die anderen werden Sapeth<br>                         wohl folgen. Und das haben sie uns<br>                         eingebrockt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Vielleicht ist es ja besser so.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Denken sie aber mal an die<br>                         diplomatischen Konsequenzen, wenn<br>                         sie sowas kennen sollten. Solche<br>                         Vorkommnisse können der Sargnagel<br>                         des Friedens zwischen 2 Völkern<br>                         sein. Jetzt darf ich mich für sie<br>                         entschuldigen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich hoffe, die Entschuldigung<br>                         meinen sie auch ehrlich. Denn<br>                         vertraut haben sie denen doch<br>                         genauso wenig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mag sein, aber meine persönlichen<br>                         Gefühle haben damit nichts zu tun,<br>                         denn ich weiß, dass man sie in<br>                         interstellarer Diplomatie<br>                         unterdrücken muss.<br><br>               Ein Kommsignal ertönt und Torlan meldet sich zu Wort.<br><br>                                   TORLAN'S KOMMSTIMME<br>                         Sir, die Nugotj hat uns auf einem<br>                         offiziellen Kanal gerufen und<br>                         Captain Gural will mit ihnen<br>                         sprechen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden, legen sie es hier her,<br>                         aber in Warteschleife.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (re:Beem)<br>                         Da haben wir den Salat.<br><br>               Beem und Müller wollen gehen und den Captain seine offizielle<br>               Dienste verrichten lassen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hier geblieben!<br><br>               Müller und Beem wundern sich.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Beem, sie werden sich dass anhören,<br>                         sie haben es ja schließlich auch<br>                         verbockt. Und Müller, sie dürfen<br>                         auch bleiben. Ich habe nichts zu<br>                         verbergen, und das soll Gural ruhig<br>                         sehen.<br>                             (re:Gespräch)<br>                         Computer, aktiviere das Gespräch.<br><br>               Gurals erzürntes Gesicht erscheint auf dem Bildschirm. Er<br>               wartet auch keine Antwort von Captain Caylon ab, sondern<br>               beginnt gleich mit seinen Worten.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                             (sauer)<br>                         Ich habe wirklich angenommen, die<br>                         Menschen wären klüger. Aber jetzt<br>                         ist mir alles klar.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte, ich entschuldig mich<br>                         förmlich für das Fehlverhalten<br>                         eines einzelnen, meines<br>                         Sicherheitschefs.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Wenn dem so wäre.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen?<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Es war die Tat ihres<br>                         Sicherheitschefs, das steht außer<br>                         Frage, nur was ihn dazu bewegte,<br>                         dass spürt man in ihnen allen. Es<br>                         ist etwas grundsetzliches ihres<br>                         Verhaltens und es zu verbergen<br>                         gelingt ihnen nicht gut.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe nicht, was sie meinen,<br>                         ich bin doch kein Hellseher.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Es war mir klar, dass sie es nicht<br>                         verstehen werden, darum sage ich es<br>                         jetzt überdeutlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, bitte, tun sie das.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Sie sagen sie sind Forscher und<br>                         behaupten, der Grund sei, weil sie<br>                         das Unbekannte fasziniert. Ich sag<br>                         ihnen jetzt etwas, sie lügen! Sie<br>                         belügen uns und sich selbst. Was<br>                         sie Faszination nennen ist pure<br>                         Angst. Ihre Neugier und<br>                         Wissbegierigkeit ist rein<br>                         selbstsüchtiger Natur, das<br>                         Unbekannte fürchten sie in<br>                         Wirklichkeit abgrundtief. Was sie<br>                         nicht kennen, das können sie nicht<br>                         berechnen, und was sich nicht<br>                         berechnen lässt, lässt sie machtlos<br>                         erscheinen, und das ist ihnen<br>                         zutiefst zu wider. In ihrer<br>                         Beschränktheit fürchten sie alles,<br>                         dass sich ihrer Kontrolle entzieht<br>                         und sie tun alles, es zu verstehen,<br>                         denn was sie vorhersagen können,<br>                         kann nicht länger ihr sauber<br>                         geplantes Leben beeinflussen. Sie<br>                         planen das Unvorhersehbare.<br>                         Und nichts entzieht sich mehr ihrer<br>                         Kontrolle und ist unvorhersehbarer<br>                         als der Tod, schlimmer noch, er<br>                         entreißt ihnen die Kontrolle über<br>                         alles, ihr Leben, und das, wann es<br>                         ihm beliebt. Doch das begreifen sie<br>                         nicht. Sie rennen vor ihm davon,<br>                         ihr ganzes Leben lang, nur um ihm<br>                         am Ende doch zu erliegen. Nur dabei<br>                         vergessen sie das Leben<br>                         auszukosten. Ihre Angst vor dem<br>                         Sterben hindert sie nicht am<br>                         Sterben, nur am Leben.<br><br>               Sowohl Müller, Beem als auch Caylon blicken absolut entsetzt<br>               auf den Bildschirm, ihre Mundwinkel im krampfartigen Zucken,<br>               Worte zu formulieren, doch ihre Lippen sind gelähmt.<br><br>               Caylon kneift die Augen zu, schüttelt seinen Kopf, als wollte<br>               er eine verbissenes Insekt, dass sich in seinem Gehirn<br>               festgekrallt hat abschütteln, um auszudrücken, was die wirren<br>               Gedanken hergeben.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Das ist...<br>                             (beat)<br>                         ...das denken sie von uns?<br>                             (beat)<br>                         Doch was hat der Verschwinden mit<br>                         unserer Lage zu tun.<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Alles.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben ihre Leute nicht,<br>                         wahrscheinlich sind sie Tod, oder<br>                         was dem gleich kommt, für immer<br>                         verschwunden.<br>                         Doch der Tod ist kein Ende, er ist<br>                         ein finsteres Gespenst, dass sie<br>                         Tag um Tag jagt, ihre<br>                         Entscheidungen beeinflusst und sie<br>                         auch erwisschen wird. Denn wissen<br>                         sie, von Geburt an erwartet das<br>                         Lebendige den Tod.<br>                         Und sie umweben diese Erkenntnis<br>                         mit Ablehnung, das macht sie krank,<br>                         lässt sie misstrauisch gegen alles<br>                         fremde sein, und veranlasst sie uns<br>                         zu verdächtigen. Ihr ersehntes,<br>                         beruhigendes Gefühl von Sicherheit<br>                         schreit nach einem Mörder, um<br>                         zufrieden zu sein. Einen Grund und<br>                         etwas, das es wegzusperren gilt,<br>                         auch wenn es nichts dergleichen<br>                         gibt. Wir haben ihnen nichts getan.<br>                         Ihre Panik macht sie blind;<br>                         Sie bezeichnen uns als herzlos,<br>                         weil wir mit unseren Toten anders<br>                         umgehen. Welche Anmaßung, dass sie<br>                         sich als Maßstab nehmen! Wir<br>                         trauern auch um sie, doch wir haben<br>                         verstanden, dass es vorbei ist, so<br>                         traurig das ist, und uns keine noch<br>                         so schöne Phantasie den Verlorenen<br>                         ersetzen kann. Sie würden es nie<br>                         zugeben, aber insgeheim sind sie<br>                         sogar so egoistisch am Grabe nicht<br>                         den Verlorenen zu beklagen, sondern<br>                         die Lücke, der er in ihrem Leben<br>                         nicht mehr füllen kann. Doch sie<br>                         haben noch ihre Erinnerungen, die<br>                         ihnen keiner nehmen kann; doch was<br>                         hat der Tote noch? Ihm ist es, dem<br>                         unsere Trauer gilt, nicht uns<br>                         selbst. Sie bezeichnen das<br>                         herabwürdigend als unmenschlich,<br>                         das gebe ich zu, aber nur, weil wir<br>                         keinen Wert darauf legen, ihren<br>                         heuchlerischen moralischen<br>                         Standards zu entsprechen.<br><br>               Die Drei machen das entsetzteste Gesicht, dass man sich von<br>               ihnen vorstellen kann. Der Sensenmann persönlich könnte vor<br>               ihnen stehen und ihnen den schaurigen Sinn des Universums<br>               verkünden und sie würden es gefasster nehmen. Denn gerade<br>               wurde das, was sie selber als Wahrheit glaubten, was sie als<br>               Grundsätzlich in ihrer Existenz empfanden, vernichtet, und<br>               wich dem schaurigen Gesicht eines Monster, das Monster<br>               Mensch.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Ähm...<br><br>                                   GURAL'S KOMM STIMME<br>                         Denken sie einfach darüber nach,<br>                         mehr erwarte ich nicht.<br>                             (beat)<br>                         Aber unsere diplomatischen<br>                         Beziehungen sind vorerst beendet.<br><br>               Gural bewegt seine Hand, bediehnt irgendeinen Knopf vor sich,<br>               den man auf dem Bildschirm gar nicht erst erkennt, und<br>               verschwindet in einen tiefschwarzen, leeren Schirm. Und so<br>               fühlen sich in dem Moment auch Caylon, Müller und Beem.<br><br>                                   BEEM<br>                         Autsch, das war hart. Jetzt weiß<br>                         ich, warum ich Diplomatie hasse.<br><br>               Müller stoßt Beem mit ihrem Ellenbogen an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie sind geschmacklos.<br>                             (zu Caylon)<br>                         Und nun?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Woher soll ich das wissen? Wir<br>                         können nur weiter machen wie<br>                         bisher, halt ohne die Bunari. Oder<br>                         wissen sie etwas besseres?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ähm, ...<br><br>                             (beat)<br>                         ...nein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut. Jetzt gehen sie bitte.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber sicher, Sir.<br><br>               Müller und Beem stehen aus ihren Stühlen auf, drehen sich um<br>               und verlassen Caylon's Bereitschaftsraum. Selber bleibt<br>               zurück, und verfällt in eine nachdenkliche Pose, in der er<br>               seinen schweren Kopf mit der Hand stützt. Er erinnert stark<br>               an einen späten Nachfolger, Captain Benjamin Sisko.<br><br>               Es vergeht einen Moment Zeit, dann steht auch Captain Caylon<br>               auf und geht Richtung Tür.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               GROßAUFNAHME TÜR ZUM BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Etwas wie Musik setzt ein, jedoch kommen die kleinen<br>               Klavierakzente in sehr großem Abstand.<br><br>               Die Türen sind verschlossen, und warten darauf, von<br>               menschlichen Annähern in Bewegung versetzt zu werden. Doch<br>               nichts tut sich. Langsam wird es gespenstisch, als ein<br>               dumpfes Geräusch hinter der Tür zu vernehmen ist, wenn auch<br>               sehr leise und kaum bemerkbar.<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - CAYLONS BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Die Musik verdichtet sich immer mehr, sie wirkt nun traurig,<br>               bedrückend und deprimierend.<br><br>               Die Kamera macht von der alten Position einen Schwenk zur<br>               Tür. Der Raum schein leer, doch vor der Tür erhaschen wir<br>               noch den Blick auf den letzten Rest eines blauen<br>               Transporterstrahls, der ins nichts verblasst.<br><br>               Die Kamera hält diesen Winkel einige Zeit, lange genug um zu<br>               realisieren, dass Caylon fort gebeamt worde.<br><br>               Die Musik ist nun in theatralische Formen übergetreten und<br>               verdeutlicht eins: Caylon ist fort, gegangen. Wohin auch<br>               immer.<br><br><br>               Das Bild blendet aus, aber in einer brutal langsamenweise,<br>               wie ein Mensch den letzten Hauch seines Lebens ansich<br>               klammern würde, wenn er noch könnte.<br><br>                                                         FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT IV<br>                                        AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. UNBEKANNTER RAUM - ZUR SELBEN ZEIT<br><br>               AUF die noch leere Transporterplattform...<br><br>               Langsam bilden sich bläuliche Irrlichter, summieren sich,<br>               verdichten sich, bilden Gestalt und Form. Diese seltsame,<br>               wabende Lichtgespiel, dass uns doch so vertraut ist, scheint<br>               sich schrecklich lange hinzu ziehen. Der große Frage, ist es<br>               Captain Caylon brennt immer mehr, je stärker das Schauspiel<br>               knapp wird.<br><br>                                   STIMME #1 (V.O.)<br>                         Wir verlieren die Eindämmung!<br><br>                                   STIMME #2 (V.O.)<br>                         Hoffentlich haben wir ihn.<br><br>                                   STIMME #1 (V.O.)<br>                         Ich denke schon. Ich verstärke die<br>                         Energie, hauptsache es überlastet<br>                         nicht.<br><br>               Was die Stimmen angesprochen haben scheint zu funktionieren,<br>               die schemenhafte Gestalt erlangt eine deutliche Kultur, das<br>               blau des Transporterstrahls verliert sich, und übrig bleibt<br>               der sehnsüchtig erhoffte Captain.<br><br>               Seine erste Reaktion nach der Reintegration ist, dass er<br>               kräftig Ausatmet. Als hätte er die ganze Zeit die Luft<br>               anhalten müssen, was natürlich unlogisch ist,<br>               wahrscheinlicher liegt es am Schrecken. Er schließt die Augen<br>               und atmet noch mal tief, man könnte es sogar ein Keuchen<br>               nennen, und reißt seinen Blick nun wieder auf. Und dieser<br>               erblickt eine freudig vertraute Umgebung. Es ist der<br>               Transporterraum der Antares!<br><br>               INT. ANTARES - TRANSPORTERRAUM<br><br>               WECHSEL IN CAYLON'S PERSPEKTIVE<br><br>               Wir sehen 2 Crewmitglieder, beide im Rang eines Ensigns, die<br>               an der Transporterkonsole stehen und selbige bedient haben.<br><br>               Caylon stoppelt mehr oder weniger von der Plattform in<br>               Richtung der beiden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was soll das Spielchen, was ist<br>                         passiert?<br><br>                                   STIMME #1<br>                         Ähm, wie soll ich das erklären, das<br>                         ist eine längere Geschichte.<br>                             (beat)<br>               Der Captain scheint auf einmal etwas merkwürdiges an seinem<br>               Gegenüber festzustellen, sein offensichtlich verzogener Blick<br>               direkt auf ihn und das zur Seite gesenkte Haupt sprechen eine<br>               deutliche Sprache.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Moment mal!<br>                             (longbeat)<br>               Der Blick hält, er starrt weiter und durchdringlicher,<br>               irgenetwas stimmt nicht.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (entsetzt)<br>                         Das kann doch nicht sein, sie sind<br>                         Ensign Raimes!<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Das haben sie Richtig erkannt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber wie ist das möglich? Sie sind<br>                         doch verschwunden gewesen, wir<br>                         nahmen schon an sie seien Tod.<br><br>                             (beat)<br>                         Und sie...<br>                             (deutet auf den 2. Ensign)<br>                         Sie sind Ensign Rubens!<br>                             (beat)<br>                         Kann es sein, dass ich etwas<br>                         wichtiges verpasst habe?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Wie man es nimmt. Zumindest nichts<br>                         in dem, was sie als Realität<br>                         annehmen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt muss ich ehrlich sagen: Hää?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Die kurze Version lautet, dass sie<br>                         nun wieder in der Wirklichkeit<br>                         sind, auf der richtigen Antares.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gibt es auch eine lange Version?<br>                         Denn die Kurze hilft mir nicht<br>                         wirklich.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Die Illusion muss ja perfekt<br>                         gewesen sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kommen sie mal zur Sache!<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Entschuldigen sie, Sir. Erinnern<br>                         sie sich noch, wie die ganze<br>                         Situation anfing?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Geschichte mit den Bunari?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Nein, davor, wie die Antares unter<br>                         Warp gerissen wurde?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, sicher.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Gut, ab hier weichen unsere<br>                         Erinnerung ab. Dieser helle<br>                         Lichtblitz, den wir alle sahen, war<br>                         nichts anderes als ein riesiger<br>                         Transporter.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wer ist dafür verantwortlich,<br>                         die Bunari?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Nein, sicher nicht. Ich wusste<br>                         zuerst auch nicht, was passiert<br>                         ist, ich war der einzigste, der<br>                         zurück blieb. Doch nachdem ich die<br>                         Sensoren wieder online gebracht<br>                         habe, stellte ich auf einem<br>                         Planeten, der sich in diesem System<br>                         befindet eine hohe Energiequelle<br>                         fest. Ich startete eine Sonde, und<br>                         ich musste feststellen, dass diese<br>                         Energie aus uralten Ruinen kam.<br>                         Eine von ihnen war mit einer Art<br>                         Schutzschild versehen. Doch in all<br>                         den Jahrtausenden, die diese<br>                         Einrichtung alt sein muss, scheinen<br>                         sich Störungen eingeschlichen zu<br>                         haben, denn ich blieb auf dem<br>                         Schiff, und besagter Schutzschild<br>                         fluktuierte etwas. Während den<br>                         kurzen perioden, in denen der<br>                         Schutzschild eine kleine Öffnung<br>                         bildete, stellte die Sonde<br>                         menschliche Lebenszeichen fest. Mir<br>                         war klar, dass sie dort gefangen<br>                         sein mussten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also waren wir die ganze Zeit in<br>                         der Einrichtung, und haben nichts<br>                         davon gemerkt?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                             (fragend)<br>                         Ich nehme an, die Einrichtung war<br>                         mit einer Art Holosystem<br>                         ausgestattet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Offensichtlich.<br>                             (beat)<br>                         Und sie haben von Anfang an<br>                         versucht, uns dort raus zu beamen.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Exakt, nur leider öffnet sich<br>                         besagtes Fenster im Schild nur in<br>                         größeren zeitlichen Abstanden,<br>                         andernfalls blockiert er den<br>                         Transporter sehr effektiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und die Bunari?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         So real wie wir beide.<br>                             (beat)<br>                         Die sind mit ihrem Raumschiff<br>                         genauso hier gestrandet wie wir und<br>                         haben auf gleiche Weise versucht<br>                         ihre Leute zu retten. Nachdem wir<br>                         Kontakt hergestellt hatten,<br>                         arbeiteten wir zusammen, da ihre<br>                         Hauptenergie in Mitleidenschafft<br>                         gezogen und nicht genug Energie für<br>                         weitere Transportvorgänge zur<br>                         Verfügung stand. Sie halfen uns<br>                         sogar den Transporterstrahl zu<br>                         verbessern, dass wir die<br>                         Schilddisharmonie besser ausnutzen<br>                         konnten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedrückt)<br>                         Dann muss ich mich bei ihnen wohl<br>                         bedanken...<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Ja, sie waren eine große Hilfe.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und entschuldigen.<br><br>                                   ENSIGN RUBENS<br>                         Wieso das?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist eine längere Geschichte,<br>                         jetzt müssen wir die anderen<br>                         retten.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Aye, Captain.<br><br>                                   ENSIGN RUBENS<br>                         Aye.<br><br>                                                                CUT TO:<br></p><br><p>               EXT. WELTRAUM - EINIGE STUNDEN SPÄTER<br><br>               Die Antares schwebt im Orbit über den unbekannten Planeten,<br>               im Hintergrund sehen wir das Schiff der Bunari.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Logbucheintrag des Captains,<br>                         12.August 2156: Die echte Antares,<br>                         ich merke immernoch keinen<br>                         Unterschied, außer das diese<br>                         Antares sich leerer anfühlt. Alles<br>                         war eine Illusion, die sich<br>                         anfühlte wie die Wahrheit.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - TRANSPORTERRAUM<br><br>               Die Folgenden Szenen verlaufen stumm, bis auf die Worte<br>               Caylons:<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br><br>                         Was wir jeden Tag hier draußen<br>                         suchen ist Wissen, das fremdes<br>                         Leben, Dinge die uns der großen<br>                         Unbekannten des Universums, der<br>                         Wahrheit näherbringen. Doch wie<br>                         sehr liegt die Wahrheit im Auge des<br>                         Betrachters? Wir suchten die<br>                         Wahrheit, über das Verschwinden<br>                         unserer Crewmitglieder...<br><br>               MONTAGE:<br><br>               In mehreren Szenen werden Crewmitglieder von der "falschen"<br>               Antares entmaterialisiert und auf der Transporterplattoform<br>               der echten wieder rematerialisiert. Verwirrt werden sie von<br>               Rubens und Raimes empfangen und aufgeklärt.<br><br>                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)<br>                         Doch was wir fanden, war nur<br>                         Verdächtige. Schuldig der<br>                         Fremdartigkeit, mehr aber nicht.<br>                         Doch wir maßten uns an, die<br>                         Wahrheit zu ahnen und sie zu<br>                         verurteilen.<br>                         Ich komme mir schuldig vor, als<br>                         hätten wir eine Hexenjagd<br>                         veranstaltet. Ich würde mir gerne<br>                         einreden, dass wir nur die<br>                         Gerechtigkeit erfüllen wollten,<br>                         aber das stellt mich nicht<br>                         zufrieden.<br><br>               MONTAGE:<br><br>               Wir sehen bisher unbekannte Bunari und<br>               Sternenflottenoffiziere, darunter Rubens und Raimes, durch<br>               die Gänge der echten Antares laufen. Sie scheinen zusammen zu<br>               arbeiten, u.a. sehen wir 2 Ingenieure die<br>               Transporterkontrollen warten.<br><br>                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)<br>                         Wir waren besessen, die Bunari<br>                         waren für uns die Schuldigen, es<br>                         war keine Gerechtigkeit, es war<br>                         Vergeltung, die uns trieb, denn<br>                         Gerechtigkeit kann es bei<br>                         Unschuldigen nicht geben. Sie<br>                         hatten wohl doch Recht. Wir<br>                         glaubten innerlich schon an den Tod<br>                         unserer Männer, und das spürten sie<br>                         und uns beherrschte es. Dieser<br>                         Verlust ist solch ein menschlicher<br>                         Schmerz, dass wir ihm nicht<br>                         aufrichtig und gerecht<br>                         entgegentreten können, sondern<br>                         Angsterfüllt und doch zugleich<br>                         Rachsüchtig.<br><br>               MONTAGE:<br><br>               Eine Nahaufnahme der 3 Schieberegler der Transporter-Konsole<br>               ist im Bild, sie werden von einer Hand hochgeschoben und<br>               damit aktiviert.<br><br>                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)<br>                         Der Mensch kämpft mit seinem Leben<br>                         für sein Leben und tötet um sich<br>                         selbst vor dem Tod zuretten, das<br>                         ist der einzige Grund, warum Leute<br>                         die Schlachtfelder der<br>                         Vergangenheit lebend verlassen<br>                         haben. Die Frage ist, warum wir<br>                         trotzdem immer Kriege geführt<br>                         haben. Heute haben wir Kriege<br>                         hinter uns gelassen, und ich weiß<br>                         jetzt dass dies nicht einfach so<br>                         geschah und auch für ewig so<br>                         bleibt, sondern dafür müssen wir<br>                         jeden Tag hart arbeiten.<br>                         Ich hoffe, dass es nie wieder dazu<br>                         kommt, auf der Erde nicht, nicht<br>                         auf meinem Schiff und auch nicht in<br>                         der Galaxie. Doch der Krieg war<br>                         schon immer leichter als Friede...<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Nun habe ich vor mich bei den<br>                         Bunari zu entschuldigen. Und zu<br>                         bedanken, dafür, dass sie uns<br>                         geholfen haben aus dieser<br>                         mysteriösen Einrichtung<br>                         herauszukommen und dafür, dass sie<br>                         uns den Spiegel vorgehalten haben,<br>                         den wir brauchten.<br><br>               Ensign Raimes kommt aus dem Turbolift und schreitet vor den<br>               Bereitschaftsraum. Er betätigt den Türsummer und wird auch<br>               sogleich von Caylon hereingebeten.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Computerlogbuch, Ende.<br>                             (beat;re:Raimes)<br>                         Was kann ich für sie tun?<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Sir, wir haben die Transporter<br>                         Vorgänge abgeschlossen, alle<br>                         Mitglieder der Antares- und der<br>                         Bunari-Crew sind an Board gebeamt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr schön. Ging schneller als von<br>                         ihnen prognostieziert.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Ja, die Bunari haben die<br>                         Effektivität des Transporters<br>                         nochmal steigern können, das hat<br>                         uns 2 Stunden schneller fertig<br>                         werden lassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sollten ihnen wirklich dankbar<br>                         sein.<br>                             (beat)<br>                         Raimes, da sie von Anfang an Board<br>                         des echten Schiffes geblieben sind<br>                         und die Einrichtung unten auf dem<br>                         Planeten analysieren konnten,<br>                         würden sie den Bericht bitte<br>                         schreiben.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Gerne Sir, aber eigentlich gibt es<br>                         nicht viel zu berichten. Nach den<br>                         Sensorendaten ist die Einrichtung<br>                         wie die wenigen restlichen Ruinen<br>                         mehrere Tausend Jahre alt und<br>                         stammt von einer unbekannten alten<br>                         aber hochentwickelten Kultur.<br>                         Vermutlich sind sie bereits<br>                         ausgestorben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Trotzdem, der Vorschrift halber.<br>                         Stellen sie ruhig auch eine<br>                         Hypothese auf, wozu sie diente.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Leichter gesagt als getan, die<br>                         Schilde schützen sie vor intensiven<br>                         Scans. Alles was wir sagen können,<br>                         ist, dass sie wohl dazu da war,<br>                         möglichst viele, ähm, ich nenne es<br>                         mal "Proben" anderer Rassen zu<br>                         sammeln. Was dann mit ihnen<br>                         geschehen sollte kann ich beim<br>                         besten willen nicht beantworten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nungut, dann wird er halt kürzer<br>                         ausfallen.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Genau, ich meine, Aye Sir.<br>                             (beat)<br>                         Achja, die Bunari wollen nun das<br>                         Schiff verlassen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sagen sie ihnen bitte, sie sollen<br>                         noch warten. In einer halben Stunde<br>                         möchte ich mich höchstoffiziell von<br>                         Captain Gural verabschieden.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Ich werde es ihnen sagen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wegtreten.<br><br>                                   ENSIGN RAIMES<br>                         Aye.<br><br>               Ensign Raimes verlässt den Raum.<br><br>                                                                CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - MÜLLERS BÜRO<br><br>               Müller steht mit Sapeth in ihrem Büro, sie scheint traurig zu<br>               sein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (traurig)<br>                         Es tut mir leid, was alles<br>                         Vorgefallen ist.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Ist schon gut.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich meine es ernst, ich war<br>                         ungerecht zu ihnen allen und habe<br>                         mich stark getauscht. Ich weiß<br>                         nicht was los war, auf alle Fälle<br>                         bedaure ich es.<br><br>                                   SAPETH<br>                         Sie vergessen wohl, das wir<br>                         empathisch veranlagt sind, ich<br>                         spüre es mehr als deutlich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wissen, sie, trotzdem bleiben sie<br>                         ein Eisschrank. Wir werden uns wohl<br>                         auf nicht mehr wieder sehen, nun<br>                         tun sie zumindest so als täte es<br>                         ihnen leid!<br><br>               Müller lacht und sogar Sapeth hat den Witz verstanden und<br>               schmunzelt.<br><br>                                   SAPETH<br>                             (ironisch)<br>                         Ihr Menschen seid mir vielleicht<br>                         welche.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (betont ernst)<br>                         Danke!<br><br>                                                               BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRUCKE<br><br>               Die Bunari, unter ihnen Gural, Sapeth und Fasar stehen auf<br>               der Brücke. Caylon hat sich mit seiner Seniorcrew<br>               (Müller,Miller,Mestral,Torlan,Tschernovsky und Beem) auf der<br>               Brücke versammelt um die Bunari zu verabschieden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich weiß nicht, ob ihnen unsere<br>                         diplomatischen Absichten noch etwas<br>                         wert sind, aber auf alle Fälle<br>                         möchte ich mich nochmal im Namen<br>                         aller für all das Entschuldigen,<br>                         was vorgefallen ist.<br><br>                                   GURAL<br>                         Ich spüre ihre ehrlichen Absichten,<br>                         dass erfreut mich.<br><br>               Gural reicht Caylon seine Hand als Zeichen der Wertschätzung.<br>               Caylon ergreift sie und schüttelt sie.<br><br>                                   GURAL (CONT'D)<br>                         Ich muss mich für meine harten<br>                         Worte auch entschuldigen. Ihr seit<br>                         zu so viel fähig, aber manchmal<br>                         erliegt er euren Instinkten. Aber<br>                         solange euer Gewissen diese Taten<br>                         bereut, ist noch nichts verloren.<br>                         Ich hoffe wir werden noch viel<br>                         voneinander hören.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das hoffe ich auch, ganz Inständig.<br><br>                                   GURAL<br>                         Nun denn, werden wir gehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles Gute.<br><br>               Gural aktiviert seinen Kommunikator.<br><br>                                   GURAL<br>                         Wir sind Bereit.<br><br>               Die Bunari dematerialisieren in ihrem orangenen Strahl und<br>               verschwinden von der Brücke.<br><br>                                                               FADE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Das Schiff der Bunari beschleunigt und verschmiert langsam zu<br>               einem undeutlichen strich, der sich mit rasender<br>               Geschwindigkeit entfernt und in einem aufleuchtenden<br>               Lichtblitz verschwindet.<br><br>                                                           DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE<br><br>               Sternenhimmel der in Beschleinigungsfetzen am Fenster<br>               vorbeistreift, verursacht durch den Warpantrieb, erhellt<br>               wieder das Schwarz des Bildes.<br><br>               Die Kamera fährt zurück und wir sehen die bekannte<br>               Mannschaftsmesse. Anhand der spärlichen Beleuchtung scheint<br>               vermutlich gerade Nachtstatus auf dem Schiff zu sein.<br><br>               Der Raum ist wie gegen Anfang leer, nur dass diesmal Beem<br>               alleine im Raum sitzt und aus dem Fenster starrt.<br><br>               Müller kommt zur Tür herein und sieht sofort Beem. Sie<br>               schnappt sich auf ihrem Weg zu ihm einen Stuhl und stell ihn<br>               frecherweise ungefragt an seinen Tisch. Beem scheint mal<br>               wieder keine wirkliche Lust auf Diskussionen zu haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (guter Dinger)<br>                         Können sie nicht schlafen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Hm... Was meinen sie!?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wissen sie, sie brauchen Millers<br>                         Pillen gar nicht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Achnein? Können sie denn wieder<br>                         schlafen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich denke schon, ich bin heute nur<br>                         noch nicht dazu gekommen. Ich habe<br>                         die ganze Zeit über die Bunari<br>                         nachgedacht.<br><br>                                   BEEM<br>                             (gleichgültig)<br>                         Dann will ich sie nicht stören.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun seien sie nicht so ein alter<br>                         Sturkopf. Wissen sie, die Bunari<br>                         haben wenn man es sich überlegt gar<br>                         nicht so unrecht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn sie meinen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, wir schaudern uns viel zu sehr<br>                         vor dem Tod und lassen uns von ihm<br>                         beeinflussen.<br>                         Mein Vater ist tot, das wird auf<br>                         ewig eine tiefe Lücke in mir<br>                         hinterlassen. Aber ich muss ihm<br>                         nicht beweisen, dass wie stark ich<br>                         um ihn trauere. Wo auch immer er<br>                         jetzt ist, er weiß wie sehr ich ihn<br>                         vermisse, und ich weiß es auch,<br>                         dass ist mir jetzt erst klar<br>                         geworden.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Das freut mich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Meinen sie nicht auch, dass sie<br>                         etwas aus der Geschichte davon<br>                         tragen können.<br><br>                                   BEEM<br>                             (kühl)<br>                         Nein.<br><br>                                   MULLER<br>                         Wieso denn nicht?<br><br>                                   BEEM<br>                         Weil ich Hendrick etwas versprochen<br>                         habe, und solange ich das nicht<br>                         erfüllen konnte, kann ich keine<br>                         Ruhe finden.<br><br>                                   MULLER<br>                         Was haben sie ihm den versprochen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Das ich mich an den Romulanern für<br>                         seinen Tod rächen werde, und zwar<br>                         FÜRCHTERLICH.<br><br>                                                              FADE OUT.<br><br><br><br>                                     ENDE AKT V<br><br><br><br>                                        ENDE<br><br></p><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3217</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x06 - New Earth</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x06-new-earth-r3172/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12803.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0106.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x06) - "New Earth"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,40 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Die Erde feiert, als die Menschheit die erste Kolonie nach der Tragödie von Terra Nova errichtet. Doch es gibt Schwierigkeiten: Scheinbar wurde die Kolonie sabotiert. Stecken die Klingonen, deren Grenzen nahe der neuen Kolonie verlaufen, dahinter?</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><center>STAR TREK: ANTARES<br>"New Earth"<br><br>written by<br>Thomas Rakebrand</center><br><br><br>                                      TEASER<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ORBIT –  ANTARES IN UMLAUFBAHN<br><br>               Die S.S. Antares befindet sich in der Umlaufbahn um einen<br>               unserer Erde recht ähnlich aussehenden Planeten. Ein<br>               typisches Sternenflotten Shuttle verlässt gerade den Hangar<br>               und steuert auf die Oberfläche zu.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               CAPTAIN FREDERICK CAYLON stützt sich auf eine Stuhllehne<br>               vor der Kommunikationskonsole, an der TORLAN sitzt. Beide<br>               starren auf den Bildschirm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan, öffnen Sie einen<br>                         Kanal zu dem Shuttle<br><br>                             (beat)<br>                         ...bitte!<br><br>               Torlan wendet sich sturschweigend vom Bildschirm ab und<br>               gibt einige Befehle in die Konsole ein. Dann blickt er<br>               (ausdruckslos) als Bestätigung zu Caylon und zurück zum<br>               Bildschirm.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (leicht verärgert;<br>                              gefasst)<br>                         Danke sehr!<br><br>                             (beat)<br>                         Achtung Shuttle, hier ist die<br>                         Antares, wie sieht es bei euch<br>                         aus?<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SHUTTLE – COCKPIT<br><br>               ENSIGN DARIUS TSCHERNOVSKY sitzt an der Steuerkonsole,<br>               neben ihm ein Mann höheren Alters. Das gesamte Cockpit ist<br>               von  metallfarbenen Koffern umgeben. Einige schwere Geräte<br><br>               (vermutl. Antigravitationsgeräte) füllen den hinteren<br>               Bereich aus. Ein beunruhigendes Summen ist zu hören,<br>               welches wohl aufgrund des zu großen Gewichtes verursacht<br>               wird.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (optimistisch)<br>                         Tschernovsky hier, Sir! Ich würde<br>                         sagen, noch fliegen Professor<br>                         Callaghan und ich - die Maschinen<br>                         werden das Kind schon schaukeln.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                             (enthusiastisch)<br>                         Na um so besser, Ensign! Wir<br>                         haben hier oben zehn weitere<br>                         Siedler, die nur ungern gebeamt<br>                         werden möchten. Antares Ende.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (verdreht die Augen,<br>                              murmelnd)<br>                         Menschen - So furchtsam vor ihrer<br>                         eigenen Technologie!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (übertrieben laut;<br>                              lächelnd)<br>                         ‚Furchtsam', Mr. Torlan, ist wohl<br>                         das falsche Wort! Oder würden die<br>                         Andorianer es wagen, ihre erste<br>                         Kolonie seit 80 Jahren in einer<br>                         derartig gefährlichen Nähe zu den<br>                         Klingonen zu errichten?<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EINSTELLUNG AUF DEN BILDSCHIRM<br><br>               TORLAN an der Kommunikationskonsole, Caylon auf dem Weg zum<br>               Kommandosessel,  MESTRAL an der Wissenschaft, BEEM an der<br>               Taktik, Hauptbildschirm. Das Display zeigt den Planeten.<br><br>                                   TORLAN (O.C.)<br>                         Nein,<br>                             (beat)<br>                         wir würden erst gar nicht 80<br>                         Jahre damit warten, eine Kolonie<br>                         zu errichten!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. PLANETENOBERFLÄCHE - TAG<br><br>               Strahlendblauer Himmel umgibt eine hügelige Landschaft<br>               voller Wiesen.<br>               Kleinere Metallbauten stehen auf einer kargen Ebene,<br>               dahinter ein größeres steinernes Gebäude. Überall befinden<br>               sich Menschen, einige von ihnen mit Bauhelmen und<br>               technischen (Sternenflotten-)Uniformen. Das Shuttle düst an<br>               einem riesigen Konstruktionsplan vorbei, auf dem u.a. „NEW<br>               EARTH" geschrieben steht, und landet schließlich neben<br>               anderen Fluggefährten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. PLANETENOBERFLÄCHE – SHUTTLE – FOLGEND<br><br>               Die Shuttleluke öffnet sich und PROFESSOR CALLAGHAN sowie<br>               Ensign Tschernovsky verlassen das relativ kleine<br>               Raumgefährt mit jeweils einigen Kisten auf ihren Armen. Die<br>               beiden übergeben sie zwei anderen Männern, welche diese<br>               forttragen. Schützend hält sich Callaghan die rechte Hand<br>               vors Gesicht, um den Sonnenstrahlen zu entgehen.<br>               Tschernovsky tut es ihm gleich.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (begeistert)<br>                         Das ist sie also! Man, diese<br>                         Ähnlichkeit!<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         Ja, das ist sie, Ensign:<br>                         Willkommen auf ‚New Earth'<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>                                                            FADE  IN:<br><br>               EXT. NEW EARTH – OBERFLÄCHE - TAG<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   CALLAGHAN<br><br>                         Und, ist sie nicht wunderschön?<br>                         Es gibt Felsformationen hier,<br>                         höher und beeindruckender als im<br>                         Yosemite Park auf der Erde!<br>                         Klares, sauberes Wasser und<br>                         frische Luft – und das ohne den<br>                         Einfluss von jeglichen<br>                         Umweltkontrollen! - Natürliche,<br>                         klimatische, Bedingungen...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (tief einatmend)<br>                         Sie haben Recht! Ich denke, ich<br>                         habe noch nie zuvor solch eine<br>                         reine Luft eingeatmet. Da<br>                         überlegt man direkt, ob man nicht<br>                         hier bleib--<br><br>               Er wird von einer herannahenden Frau höheren Alters<br>               unterbrochen, die wir als Professor SYLVIA LUTHER kennen<br>               lernen werden. Sie trägt einen tiefroten Kittel und lange,<br>               zu einem Zopf zusammengebundene Haare.<br><br>                                   LUTHER<br>                             (hysterisch)<br>                         Miles Callaghan!<br>                             (beat)<br>                         Ich warte nun schon seit<br>                         geschlagenen zwölf Stunden auf<br>                         meine Ausrüstung! Wie gedenkst du<br>                         soll ich die Trinkwasserpumpen<br>                         installieren, wenn ich keine<br>                         Werkzeuge von dir bekomme?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         Reg dich wieder ab, Sylvia, ich<br>                         habe die Ausrüstung zusammen mit<br>                         diesem jungen Herrn hier<br>                         mitgebracht!<br>                             (zu Tschernovsky;<br>                              genervt)<br>                         Darf ich vorstellen? – Professor<br>                         Sylvia Luther, verantwortliche<br>                         Ingenieurin auf  New Earth...<br>                             (zu Luther; deutet auf<br>                              Tschernovsky)<br>                         ...und Ensign Darius<br>                         Tschernovsky, Steuermann der S.S.<br>                         Antares.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu Luther)<br>                         Freut mich Sie kennen zulernen,<br>                         Madame! Verzeihen Sie die Frage,<br>                         aber so wie es sich anhört, läuft<br>                         es wohl nicht ganz einwandfrei?<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zu Tschernovsky; mit<br>                              verzogenem Gesicht)<br>                         Ganz meinerseits, Ensign! Jedoch<br>                         verzeihen Sie mir die Antwort,<br>                         wenn ich Ihnen sage, dass Sie der<br>                         Zustand unseres Vorankommens<br>                         diesbezüglich rein gar nichts<br>                         angeht!<br>                             (zu Callaghan; drängend)<br>                         Es fehlten noch einige Bauteile.<br>                         Ich hoffe, ihr habt sie nicht<br>                         vergessen, ohne sie kann ich das<br>                         Wassernetz nicht aktivieren.<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (zu Luther)<br>                         Du hast keinen Grund so abweisend<br>                         zu sein, Sylvia! Und keine Sorge,<br>                         sämtliche deiner<br>                         Ausrüstungsgegenstände befinden<br>                         sich jetzt im Lager. Wenn das<br>                         alles wäre...?<br><br>                                   LUTHER<br>                             (wendet sich ab)<br>                         Das wäre alles, Professor. Denk'<br>                         an unsere Vereinbarung!<br><br>               Wütend verlässt Professor Luther die Szenerie.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (ironisch)<br>                         Eine alte Bekannte von Ihnen?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (schmunzelnd)<br>                         So etwas Ähnliches!<br>                             (beat)<br>                         Kehren Sie zur Antares zurück,<br>                         Ensign, und schicken Sie mir<br>                         meine restlichen Kollegen vorbei!<br>                         – Es ist noch eine Menge zu tun!<br>                         Sie müssen ihre Ängste vor dem<br>                         Beamen schon entschuldigen! Was<br>                         sie nicht konstruiert haben,<br>                         bereitet ihnen schon mal<br>                         Kopfschmerzen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Schon verstanden Professor, wenn<br>                         alles gut geht, sehen Sie sich in<br>                         einer halben Stunde –<br>                         vorrausgesetzt, ich kriege alle<br>                         auf einmal rein!<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (betont)<br>                         Wenn alles gut geht...!<br><br>               Der Professor verabschiedet sich mit einer freundlichen<br>               Handbewegung, die Kamera schwenkt auf das nachdenkliche<br>               Gesicht des Ensigns. Dieser schüttelt den Kopf.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. ANTARES – IN UMLAUFBAHN UM NEW EARTH<br><br>               Establishing-Shot.<br><br>                                   MILLER (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Chefärztin<br>                         Lieutenant Kathrine Miller, 15.<br>                         Juli 2156. – Die Antares hat nach<br>                         tagelanger Reise nun endlich die<br>                         neue Erdenkolonie erreicht und<br>                         beginnt damit, Siedler und<br>                         Ausrüstungsgegenstände von Bord<br>                         zu schaffen. Als ranghöchster<br>                         medizinischer Offizier ist es<br>                         meine Aufgabe, den Transport<br>                         aller medizinischen Güter zu<br>                         überwachen und den Arzt der<br>                         Kolonie in die neue Situation<br>                         einzuweisen.<br><br>               INT. ANTARES – KRANKENSTATION<br><br>               Doktor Kathrine Miller sortiert sämtliche Schubladeninhalte<br>               der Krankenstation aus. Die Hälfte des Bodens ist mit den<br>               Schubladen übersäht, sie scheint alles andere als Freude an<br>               der Aufräumaktion zu haben. Behutsam steigt sie über den<br>               Kram hinweg und stößt dabei gegen eine der umherliegenden<br>               Schubladen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (fluchend)<br>                         Au, oh verdammte Unordnung auf<br>                         diesem Schiff!<br>                             (beat)<br>                         Also, wo bist du?<br>                         Miller sieht sich eifrig um, ihr<br>                         Blick verharrt auf einem<br>                         metallenen Rollwagen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (hysterisch)<br>                         Aha!<br><br>               Sie sucht sich ihren Weg zurück durch die Unordnung.<br>               Einskommafünf Meter etwa vor einem Rollwagen kommt sie<br>               nicht mehr weiter und versucht, ein medizinisches Gerät von<br>               dort zu ergreifen. Sie beugt sich dabei so weit vor, dass<br>               sie nach vorn fällt. In diesem Moment öffnet sich die Tür<br>               und Miller wird von dem eintretenden Mestral aus einem<br>               Reflex heraus aufgefangen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (hebt eine Augenbraue)<br>                         Doktor Miller? – Sollten Sie sich<br>                         nicht längst im Transporterraum<br>                         eingefunden haben, um auf New<br>                         Earth zu beamen?<br><br>                                   MILLER<br>                             (peinlich berührt)<br>                         Lieutenant Mestral, ich<br>                             (beat)<br>                         bin gestolpert...ich meine--<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (unterbricht sie)<br>                         Ja, das sah ich in der Tat!<br>                         Erlauben Sie mir Sie zu fragen,<br>                         was Sie hier tun?<br><br>               Langsam löst sich Miller aus der unfreiwilligen Umarmung<br>               mit dem Vulkanier und greift endlich nach dem Gerät auf dem<br>               Rollwagen, welches sie Mestral vor dessen Gesicht hält.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich suchte dies hier! – In der<br>                         medizinischen Ausrüstung für die<br>                         Kolonie fehlte eines dieser<br>                         Dinger und ich überlegte, dafür<br>                         eines aus meiner Krankenstation<br>                         zu nehmen<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das Fehlen von Sternenflotten<br>                         Equipment hätten Sie jemanden<br>                         melden müssen! Außerdem gehört<br>                         dieses Gerät unumstritten zum<br>                         Inventar der Antares. Doch wenn<br>                         Sie wünschen, lasse ich gern nach<br>                         dem fehlenden Objekt suchen!<br><br>                                   MILLER<br>                             (lächelnd)<br>                         Mr. Mestral... George,<br>                             (beat)<br>                         ich versichere Ihnen, das wird<br>                         nicht nötig sein. Bei dem Ding<br>                         handelt es sich um einen simplen<br>                         Injektor, von denen ich noch<br>                         mindestens drei Dutzend im<br>                         Schrank habe.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (irritiert)<br>                         Aber aus welchem Grund dann<br>                         dieses Durcheinander auf der<br>                         Krankenstation?<br><br>                                   MILLER<br>                         Na weil ich mich verschätzt habe!<br>                         Ich dachte, ich hätte noch genug<br>                         Zeit, um kräftig aufzuräumen und<br>                         alles in Ordnung zu bringen,<br>                         bevor ich die Antares für einen<br>                         Tag verlasse.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wie dem auch sei, Sie sollten<br>                         sich beeilen mit dieser<br>                         ‚kräftigen Aufräumaktion'. Max<br>                         Corel, der neue Leiter der<br>                         medizinischen Abteilung, ließ<br>                         bereits nach Ihnen fragen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (forschend)<br>                         Lieutenant, Sie sind doch nicht<br>                         extra auf die Krankenstation<br>                         gekommen, um mir das mitzuteilen,<br>                         oder? – Also, wo drückt uns denn<br>                         der Schuh?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (hebt eine Augenbraue)<br>                         Sie irren sich, Doktor, ich--<br><br>                                   MILLER<br>                             (unterbricht ihn)<br>                         Oh Verzeihung, das können Sie<br>                         nicht verstehen, es ist eine<br>                         menschliche Redensart. Wenn<br>                         jemand sagt, dass ihm der Schuh<br>                         drückt, dann--<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (unterbricht jetzt sie;<br>                              gereizt)<br>                         Doktor Miller...<br>                             (beat)<br>                         ... Kathrine, tatsächlich bin ich<br>                         nur hierher gekommen, um Sie<br>                         aufzusuchen.<br>                         Im Übrigen sind mir Redewendungen<br>                         der Menschen bekannt, zu sieben<br>                         Achteln etwa, um es noch<br>                         deutlicher zu formulieren!<br><br>               Nachdem Mestral merkt, dass er mal wieder einen weiteren<br>               Aussetzer hatte, blickt er um so gefühlskälter in den Raum.<br><br>                                   MILLER<br>                         Es tut mir leid, George, ich<br>                         wollte Sie nicht kränken. Auch,<br>                         wenn Sie das niemals zugeben<br>                         würden, aber das habe ich eben,<br>                         nicht wahr?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (entschieden; kühl)<br>                         Haben Sie nicht! - Ich wünsche<br>                         Ihnen viel...<br>                             (beat)<br>                         ... Spaß, Kathrine.<br>                         Möglicherweise werde ich selbst<br>                         die Kolonie in den nächsten<br>                         Stunden besuchen. Wir könnten<br>                         Essen gehen!<br><br>                                   MILLER<br>                             (lächelt überrascht)<br>                         Ach ja? – äh, ja, sehr gern<br>                         sogar! Na dann...<br>                             (beat; sie steckt das<br>                              Gerät in eine<br>                              Reisetasche)<br>                         ... bis in ein paar Stunden!<br><br>               Die Tür schließt sich hinter der Ärztin, welche die<br>               chaotische Krankenstation mit einem Koffer verlässt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX - KONFERENZRAUM<br><br>               Auf einem Metalltisch in der Mitte des Raumes ist ein<br>               Lageplan der Kolonie ausgebreitet. Mehrere Personen<br>               (Professor Callaghan, Professor Luther, zwei Ingenieure<br>               Namens Paul Andrews und William Osbourne [beide sehr jung],<br>               andere Ingenieure) sind um das Möbelstück versammelt und<br>               diskutieren teils durcheinander.<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (zuversichtlich)<br>                         Meine Herren, meine Herren<br>                         beruhigen Sie sich doch! Ich bin<br>                         sicher, dass wir dieses kleine<br>                         Defizit auf manierliche Art und<br>                         Weise beheben können.<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zu Callaghan;<br>                              verärgert)<br>                         Wenn du das Undichtsein der<br>                         Hauptwasserpumpe für ein ‚kleines<br>                         Defizit' hältst, Miles, dann<br>                         denke ich, du erkennst wieder<br>                         einmal den Ernst der Lage nicht!<br>                             (lächelt scheinheilig)<br>                         Siehst du...<br>                             (beat)<br>                         – das war schon immer deine<br>                         Vorgehensweise: Wenn es irgendwo<br>                         ein Problem gab, hast du es aus<br>                         der Welt geredet.<br><br>               Professor Callaghan fasst Professor Luther am Arm und zieht<br>               sie zu sich in eine unbeobachtete Nische.<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (zischend)<br>                         Sylvia, ich bin es langsam leid,<br>                         dass du ständig unsere<br>                         Vergangenheit aufwühlst! Es ist<br>                         vorbei und wir sind nicht gerade<br>                         im Guten auseinandergegangen.<br><br>                                   LUTHER<br>                         Jetzt hör mal zu Miles, nicht ich<br>                         habe unsere Beziehung durch Lange<br>                         Weile-Reden zum Erliegen<br>                         gebracht, sondern--<br><br>               Professor Callaghan drückt noch fester zu, Sylvia blickt<br>               entsetzt.<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (unterbricht sie)<br>                         Nein, du hörst mir zu! Für dieses<br>                         Projekt sind wir Kollegen und ich<br>                         erwarte, dass wir uns auch so<br>                         verhalten. Keine Spitzeleien<br>                         mehr, keine Vorwürfe mehr!<br><br>                                   LUTHER<br>                             (entreisst sich)<br>                         Wenn Sie das so sehen, Professor<br>                         Callaghan, dann hören Sie ab<br>                         sofort damit auf meine<br>                         Anordnungen in Frage zu stellen!<br>                         Denn bei diesem Projekt bin ich<br>                         Ihre Vorgesetzte und ich erwarte,<br>                         dass Sie sich dementsprechend mir<br>                         gegenüber verhalten!<br><br>               Die beiden kehren an den Tisch zurück, einige Ingenieure<br>               tauschen unauffällig Blicke aus.<br><br>                                   LUTHER (CONT'D)<br>                         Irgendwelche Vorschläge?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (zu Luther)<br>                         Wir sollten die Antares um Hilfe<br>                         bitten. Ich bin sicher, ihr<br>                         Chefingenieur kann uns bei der<br>                         Reparatur der Pumpe behilflich<br>                         sein<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zögernd)<br>                         Einverstanden, ...<br>                             (beat)<br>                         ... ich werde das übernehmen,<br>                         Andrews, Sie werden mir<br>                         behilflich sein!<br>                             (zu Callaghan)<br>                         Die anderen kommen mit Ihnen mit.<br>                             (deutet auf Lageplan)<br>                         Sie beginnen nun mit der<br>                         Installation der Elektronik in<br>                         den ersten beiden Ebenen!<br><br>               Die Kamera zeigt das Gesicht Professor Callaghans in der<br>               Totale, sein Blick passt zu der bedrohlich mysteriösen<br>               Musik, die eingespielt wird.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KRANKENSTATION<br><br>               Eine Frau Mitte 30 im Ärztekittel (wir lernen sie als<br>               Doktor MAXIMA COREL kennen) trägt eine Kiste von einem Ende<br>               der Krankenstation in die andere. Sie stellt sie dort ab<br>               und beginnt deren Inhalte in die Schränke einzuräumen. Beim<br>               Herausgreifen eines weiteren Objektes begibt sie sich<br>               augenverdrehend zu einer Kommunikationskonsole.<br><br>                                   COREL<br>                             (genervt)<br>                         Corel an Frachtverwaltung, bitte<br>                         kommen!<br>                             (beat)<br>                         Schlaft ihr dort unten oder warum<br>                         befinden sich in der<br>                         medizinischen Ausrüstung<br>                         Ansaugventile?<br><br>               Eine verzerrte, männliche Stimme drängt aus dem<br>               Lautsprecher.<br><br>                                   FRACHTVERWALTER'S KOMM-STIMME<br>                         Hier spricht die<br>                         Frachtverwaltung...<br>                             (gähnend)<br>                         ...vom Schlafen kann nicht die<br>                         Rede sein, Doktor, wir arbeiten<br>                         hier seit siebzehn Stunden auf<br>                         Hochtouren! Und in drei Minuten<br>                         kommt schon der nächste<br>                         Gütertransport von der Antares.<br><br>               Doktor Miller betritt den Raum, Doktor Corel winkt sie zu<br>               sich.<br><br>                                   COREL<br>                             (lachend; in die<br>                              Konsole)<br>                         Oh je, eigentlich müsste ich<br>                         Ihnen Schlafruhe verordnen, aber<br>                         ich kann diese Saugdinger<br>                         wirklich nicht gebrauchen. Wenn<br>                         der Besitzer sie<br>                         freundlicherweise hier abholen<br>                         würde...!<br><br>                                   FRACHTVERWALTERS' KOMM-STIMME<br>                         Die Besitzerin heißt Sylvia<br>                         Luther und die wird alles andere<br>                         als erfreut darüber sein! Ich<br>                         schicke Ihnen bald jemanden<br>                         vorbei, Ende.<br><br>               Doktor Corel blickt interessiert zu Doktor Miller und<br>               deutet auf eine mit einer Schutzfolie überzogenen<br>               Sitzcouch, die etwas versteckt hinter einer Wand steht.<br><br>                                   COREL<br>                             (erfreut)<br>                         Sie müssen Doktor Miller von der<br>                         Antares sein, setzten Sie sich<br>                         doch bitte! Oh, und entschuldigen<br>                         Sie den Zustand der Möbel, ich<br>                         bin erst heute Vormittag<br>                         eingezogen.<br><br>               Die beiden Ärztinnen setzen sich zeitgleich auf die bequeme<br>               Couch.<br><br>                                   MILLER<br>                         Oh, danke sehr!<br>                             (verwirrt)<br>                         Doktor Max Corel?<br><br>                                   COREL<br>                         Ja,...<br>                             (beat)<br>                         ... haben Sie jemand anderen<br>                         erwartet?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ehrlich gesagt, dachte ich...<br>                             (beat)<br>                         ...ich dachte, Sie seien ein<br>                         Mann.<br><br>                                   COREL<br>                             (lachend)<br>                         Oh ja, das passiert mir ständig!<br>                         Liegt wohl daran, dass ich immer<br>                         und überall die Kurzform meines<br>                         richtigen Namens angebe.<br>                             (beat; gibt Miller die<br>                              Hand)<br>                         Maxima Corel, nennen Sie mich<br>                         Max!<br><br>                                   MILLER<br>                         Kathrine Miller, dann dürfen Sie<br>                         mich...<br>                             (beat; überlegend)<br>                         ...Kate nennen!<br>                             (beat)<br>                         Ich habe Ihnen noch einige<br>                         zusätzliche Geräte hinunterbeamen<br>                         lassen und soll Ihnen mit Rat und<br>                         Tat zur Seite stehen, also, hier<br>                         bin ich!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ANTARES – IN UMLAUFBAHN<br><br>                                   CAYLON (V.O)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 15.<br>                         Juli 2156 – Die Arbeiten an der<br>                         neuen Erdenkolonie mit dem<br>                         passenden Namen ‚New Earth' gehen<br>                         nur schleppend voran. Noch zu<br>                         unerfahrenes Personal und eine<br>                         unorganisierte Verwaltung sind<br>                         vermutlich schuld daran. Gerade<br>                         erreichte die Antares ein<br>                         Funkspruch der verantwortlichen<br>                         Ingenieurin Sylvia Luther, dass<br>                         die Hauptwasserversorgung dort<br>                         unten nicht rechtzeitig ohne<br>                         unsere Hilfe aktiviert werden<br>                         könne. Da der Auftrag der<br>                         Sternenflotte lautet, allen<br>                         anfallenden Problemen<br>                         entgegenzuwirken, werde ich<br>                         meinen Chefingenieur und Ersten<br>                         Offizier zur Verfügung stellen,<br>                         um die Angelegenheit rechtzeitig<br>                         aus der Welt zu schaffen...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES – BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Captain Caylon befindet sich auf seinem Stuhl und zeichnet<br>               das Computerlogbuch auf. Eine dampfende Tasse Kaffee<br>               befindet sich direkt vor seiner Nase<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         ... Was die riskante Nähe der<br>                         Kolonie zum Klingonischen Reich<br>                         anbelangt, kann ich nur hoffen,<br>                         dass die Entscheidung New Earth<br>                         so weit außerhalb des Sol-Systems<br>                         zu errichten, kein fahrlässiger<br>                         Fehler war! Keines unserer<br>                         Schiffe könnte die Kolonie bei<br>                         einem Angriff jemals rechtzeitig<br>                         erreichen. Die simplen<br>                         Verteidigungsmechanismen der<br>                         Kolonisten und sie selbst wären<br>                         ihren Schlachtkreuzern hilflos<br>                         ausgeliefert.<br><br>               Die Logbuchaufzeichnung wird von einem typischen<br>               Türgeräusch gestört.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Logbuchaufzeichnung unterbrechen!<br><br>                             (beat)<br>                         Herein!<br><br>               Durch die sich öffnende Tür betritt COMMANDER NICOLE MÜLLER<br>               den Bereitschaftsraum. Sie legt Caylon einige Padds auf den<br>               Tisch und blickt ihn auffordernd an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sir, die Berichte der Crew und<br>                         des Maschinenraums.<br>                             (beat)<br>                         Ensign Tschernovsky berichtet,<br>                         alle Siedler seien „endlich von<br>                         Bord geschafft", Crewman Smith<br>                         von der Wissenschaft wurde<br>                         schwarz vor Augen und er befindet<br>                         sich jetzt auf der<br>                         Krankenstation, die<br>                         bedauerlicherweise leer ist, da<br>                         Doktor Miller vor einer<br>                         Dreiviertelstunde von Bord<br>                         gebeamt wurde und...<br>                             (grinst)<br>                         ... unser Warpantrieb befindet<br>                         sich wie immer im tadellosen<br>                         Zustand!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernst)<br>                         Deutsche Perfektion und deutscher<br>                         Humor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (irritiert)<br>                         Äh...<br>                             (beat)<br>                         ... wie bitte? – Was soll denn<br>                         das bedeuten?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernst)<br>                         Typisch, ihr Deutschen!<br>                         Schadenfreude bis zum geht-nicht<br>                         mehr, aber selber stets<br>                         fehlerlos, wie?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (irritiert; verzweifelt)<br>                         Captain Caylon, ich hab doch nur<br>                         Spaß gema--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht sie; ernst)<br>                         Ha!<br>                             (beat; grinst bis über<br>                              beide Ohren)<br>                         Reingefallen!<br><br>               Caylon lehnt sich lachend zurück, eine gewisse Röte breitet<br>               sich indessen über Müllers Gesicht aus.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehr witzig, ihr Australier!<br>                             (ironisch)<br>                         Wie lange haben Sie für den Gag<br>                         geübt, seit ich Ihr Erster<br>                         Offizier bin?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grinst noch immer)<br>                         Seit Sie meine Chefingenieurin<br>                         sind!<br>                             (normal weiter)<br>                         Und die wird dringend in der<br>                         Kolonie gebraucht!<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich wurde bereits unterrichtet,<br>                         etwas mit der Pumpe soll nicht in<br>                         Ordnung sein.<br>                             (beat)<br>                         Bitte um Erlaubnis von Bord gehen<br>                         zu dürfen, Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt)<br>                         Erlaubnis erteilt! Und,<br>                         Commander...<br>                             (beat; ironisch)<br>                         ...passen Sie dort unten auf sich<br>                         auf, die Klingonen lauern<br>                         überall...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie können einfach nicht<br>                         aufhören, hab' ich Recht? Nun,...<br>                             (beat; ironisch;<br>                              lächelt)<br>                         ...vielleicht sollte ich eine<br>                         Phasenpistole mit auf die<br>                         Oberfläche nehmen! – Nicht für<br>                         die Klingonen, versteht sich,<br>                         sondern für den Fall, dass Sie<br>                         mir folgen!<br><br>               Caylon möchte etwas erwidern, doch ihm fällt nichts Rechtes<br>               ein. Ein bis zwei Sekunden spricht keiner der Anwesenden<br>               etwas, als die beiden spontan zu lachen beginnen.<br>               Schweigend, doch kichernd verlässt Müller den<br>               Bereitschaftsraum.<br><br>                                                              CUT TO:<br><p>               INT. NEW EARTH – GEBÄUDEKOMPLEX - PUMPANLAGE<br><br>               In einer dunklen Halle befinden sich neben einer riesigen<br>               Pumpvorrichtung mehrere kleine. Sie sind außer Betrieb, was<br>               durch rote Indikatoren verdeutlicht wird.<br>               Paul Andrews und Professor Luther arbeiten an der<br>               Vorrichtung, in deren Inneres wir schauen können, da die<br>               Schutzklappen bereits entfernt worden sind. Gerade betritt<br>               Commander Müller den Raum.<br><br>                                   MÜLLER<br><br>                             (zur Gruppe)<br>                         Commander Müller von der Antares,<br>                         wer von Ihnen ist Professor<br>                         Luther?<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zu Müller)<br>                         Das bin ich!<br>                             (beat; kühl)<br>                         Es wird Zeit, dass Sie kommen,<br>                         wir haben hier unten schließlich<br>                         genügend andere Dinge zu tun!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Luther; gereizt)<br>                         Dass Sie Hilfe benötigen, erfuhr<br>                         ich erst vor einer halben Stunde!<br>                         Zu dem Zeitpunkt befand ich mich<br>                         im Maschinenraum und hatte zu<br>                         arbeiten, wissen Sie?<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zu Müller; kühl;<br>                              ironisch)<br>                         Das kann ich mir vorstellen...!<br>                             (normal weiter)<br>                         Die Hauptwasserpumpe ist leck,<br>                         aber wir konnten bisher den<br>                         Fehler nicht finden. Zuerst<br>                         dachten wir, am Dichtungsschlauch<br>                         befände sich ein Riss, doch wir<br>                         fanden keinen.<br><br>               Müller bahnt sich den Weg durch die Gruppe bis hin zu der<br>               geöffneten Klappe an der Pumpe, in die sie mit einer<br>               Taschenlampe hineinleuchtet.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was ist mit dem<br>                         Selbstdiagnoseprogramm der Pumpe?<br>                         – Es hätte einen Fehler längst<br>                         aufspüren müssen...<br><br>               Paul Andrews schielt verunsichert zu Professor Luther<br>               hinüber.<br><br>                                   ANDREWS<br>                             (zu Müller;<br>                              verunsichert)<br>                         Es existiert kein solches<br>                         Programm, wir hatten für die<br>                         Errichtung der Kolonie nur...<br>                             (beat)<br>                         ... begrenzte Mittel zur<br>                         Verfügung, da das Projekt mehr<br>                         Ressourcen in Anspruch nahm, als<br>                         anfänglich angenommen.<br><br>               Commander Müller blickt Professor Luther kühl in die Augen.<br>               Diese erwidert den Blick mit aller Coolness und<br>               Gelassenheit.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Luther)<br>                         Lassen Sie mich raten... Sie<br>                         benötigen meine Fachkenntnisse<br>                         gar nicht, sondern wollten nur,<br>                         dass ich ein Diagnoseprogramm vom<br>                         Schiff beschaffe.<br>                             (beat)<br>                         Also warum um alles in der Welt<br>                         haben Sie das nicht einfach<br>                         erwähnt, als Sie vorhin die<br>                         Antares riefen?<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zu Müller; aggressiv)<br>                         Nun, zu diesem Zeitpunkt war ich<br>                         mir längst nicht bewusst, dass<br>                         wir so etwas benötigen würden.<br>                         Ich nahm an, wir würden es auch<br>                         ohne schaffen.<br><br>               Seufzend holt Commander Müller einen Kommunikator aus ihrer<br>               Ausrüstung hervor. Sie klappt diesen auf und spricht<br>               hinein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Müller an Tschernovsky, ich werde<br>                         noch einmal hinauffliegen müssen,<br>                         um etwas von Bord zu holen. Bitte<br>                         bereiten Sie den Frachtraum des<br>                         Shuttles auf ein Ingenieursteam<br>                         und einen weiteren<br>                         Frachttransport vor! Müller Ende.<br>                             (beat; klappt<br>                              Kommunikator zusammen;<br>                              zu Luther)<br>                         Es wird etwas dauern, die<br>                         benötigten Teile für das<br>                         Diagnoseprogramm von der Antares<br>                         zu beschaffen.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin mir nicht sicher, ob sie<br>                         mit dieser Riesenpumpe auf anhieb<br>                         kompatibel sein werden, deshalb<br>                         werde ich mit ein paar Leuten<br>                         meines Technikerstabs<br>                         zurückkehren, um das Programm vor<br>                         Ort zu installieren.<br><br>                                   LUTHER<br>                             (zu Müller; zynisch)<br>                         Tun Sie, was Sie für richtig<br>                         halten! Aber benachrichtigen Sie<br>                         mich, wenn Sie mit Ihrer Arbeit<br>                         beginnen. - Ich möchte sie<br>                         überwachen!<br>                             (zu Andrews)<br>                         Mr. Andrews, kommen Sie! Wir<br>                         werden die restlichen<br>                         Ausrüstungsgegenstände aus der<br>                         Frachtrampe besorgen.<br><br>               Die beiden Ingenieure kehren Commander Müller den Rücken zu<br>               und lassen sie alleine in der dunklen Halle zurück. Andrews<br>               blickt sich noch einmal schulterzuckend zu ihr um und folgt<br>               Luther in den Korridor. Die Kamera zeigt Müllers<br>               irritiertes Gesicht.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               NEW EARTH – EXT. GEBÄUDEKOMPLEX – PROMENADE – TAG - FOLGEND<br><br>               Corel und Miller (in Privatkleidung und mit Sonnenbrillen)<br>               schlendern an einem von Koloniegebäuden umgebenen Platz<br>               entlang. Kolonisten gehen Spazieren oder schauen sich die<br>               Geschäfte an, welche teils noch eingeräumt werden müssen.<br>               Ingenieure installieren einen kleinen Brunnen, aus dem noch<br>               kein Wasser sprudelt. Kinder spielen mit einem leuchtenden<br>               Ball, der ihnen ständig davon fliegt und selbstständig in<br>               der Luft rotiert.<br><br>                                   MILLER<br>                             (enthusiastisch)<br>                         War eine tolle Idee mit dem<br>                         ‚extralangen Frühstück' im ‚Terra<br>                         Pulchra'. - Das schönste<br>                         Etablissement, dass ich seit<br>                         langem gesehen habe!<br><br>                                   COREL<br>                         Freut mich, dass es dir auch<br>                         gefallen hat, Kate! Wie gefielen<br>                         dir die Musiker?<br><br>                                   MILLER<br>                         Die waren großartig! Wie nannte<br>                         man doch gleich die Instrumente,<br>                         auf denen sie spielten –<br>                         vulkanische Lauten?<br><br>                                   COREL<br>                         Nun, ich bezog mich da weniger<br>                         auf ihre Musik, als auf die<br>                         Spieler selbst!<br>                             (beat; lächelnd)<br>                         Es ist spät, vielleicht sollten<br>                         wir auf die Krankenstation<br>                         zurückkehren.<br>                             (beat)<br>                         Wir könnten uns einen Brandy<br>                         genehmigen und--<br><br>               Das Zirpen von Doktor Millers Kommunikator unterbricht die<br>               Chefärztin der Kolonie. Miller kramt das Gerät aus einer<br>               Handtasche, die aus heller Wolle gehäkelt wurde, und klappt<br>               es auf.<br><br>                                   COREL (CONT'D)<br>                             (monoton)<br>                         --rufen dann dein Schiff...!<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Corel)<br>                         Oh tut mir leid, Max, ich versuch<br>                         mich zu beeilen, okay?<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Ja, Miller?<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT.  ANTARES – MESTRALS QUARTIER<br><br>               Die Kamera zeigt Lieutenant Mestrals Torso von hinten. Der<br>               Offizier steht an seinem Computer, auf dem das<br>               Kommunikationsprogramm läuft.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (mit leichter<br>                              vulkanischer Kühle)<br>                         Guten Tag, Kathrine, hier ist...<br>                         George!<br>                             (beat)<br>                         Wenn Sie nichts dagegen haben,<br>                         würde ich Sie in der nächsten<br>                         Stunde gern abholen und dann mit<br>                         Ihnen zu Mittag essen, bevor wir<br>                         New Earth mit der Fähre<br>                         verlassen. Wir haben einen Tisch<br>                         im--<br><br>                                   MILLERS KOMM-STIMME<br>                             (entschuldigend;<br>                              unterbricht ihn)<br>                         George? – Ach herrje, das<br>                         Mittagessen, ich hatte es<br>                         vollkommen vergessen. Tut...<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – EXT. GEBÄUDEKOMPLEX – PROMENADE<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MILLER<br><br>                         ...mir leid, Max und ich haben<br>                         gerade etwas gegessen. Hätten Sie<br>                         etwas dagegen, wenn wir unsere<br>                         ‚Verabredung' etwas verschieben?<br><br>                                   MESTRALS KOMM-STIMME<br>                             (enttäuscht; kühl)<br>                         Sie und...<br>                             (beat)<br>                         ... Max?<br>                             (kühl)<br>                         Nein,...<br>                             (beat)<br>                         ... ich habe nichts dagegen.<br>                         Die letzte Raumfähre wird New<br>                         Earth in zwei Stunden verlassen,<br>                         solange befindet sich die Antares<br>                         noch im Orbit um die Kolonie.<br><br>                                   MILLER<br>                             (erleichtert)<br>                         Na, da fällt mir aber ein Stein<br>                         vom Herzen! Freut mich, dass Sie<br>                         es so gut aufnehmen. Oh, Sie<br>                         hatten sich doch kein besonderes<br>                         Restaurant ausgesucht, oder?<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT.  ANTARES – MESTRALS QUARTIER - WIE ZUVOR<br><br>               Kamerafahrt: Die Kamera zeigt Mestrals gesamten Körper von<br>               hinten und fährt um hundertachtzig grad um ihn herum. Er<br>               trägt einen dunklen, schnittigen Anzug und hält in der<br>               linken Hand ein geöffnetes Flakon. Auf einem Glastisch<br>               hinter ihm liegt eine einzelne, weiße Rose.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (kühl)<br>                         Nein,...<br>                             (beat)<br>                         ... kein besonderes. Verpassen<br>                         Sie die Fähre nicht, Doktor,<br>                         Mestral Ende.<br><br>               Mestral drückt auf den Schalter, trotz seiner kühlen Miene<br>               erkennt man seine Enttäuschung.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ORBIT –  ANTARES IN UMLAUFBAHN<br><br>               Ein Shuttle der Antares steuert auf das Raumschiff zu und<br>               beginnt mit dem Andockvorgang.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SHUTTLE – COCKPIT<br><br>               Tschernovsky an der Hauptssteuerkonsole; Müller neben ihm<br>               und Miller (uniformiert) steht hinter den beiden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (aufgewühlt; zu Miller)<br>                         --Sie hätten sie mal sehen<br>                         müssen! - Wie ‚Madame' mit<br>                         verschränkten Armen hinter mir<br>                         stand und penibel jeden meiner<br>                         Schritte bei dem Einbau des<br>                         Diagnosesystems überwachte! Als<br>                         ich fertig war, blickte ich sie,<br>                         und sie mich an.<br>                         Nach drei Sekunden dann ihre<br>                         Reaktion:<br><br>                             (beat; mit verstellt<br>                              aufrichtiger Stimme)<br>                         ,Verbindlichsten Dank, meine<br>                         Beste!'<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Müller)<br>                         Na und, das ist doch nett, finden<br>                         Sie nicht?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Miller)<br>                         Nett? – Nachdem diese Luther mich<br>                         und jeden in meinem Team wie<br>                         einen ihrer nichtszusagenden<br>                         Ingenieure behandelte!<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Müller)<br>                         Vielleicht war der Professor<br>                         einfach froh darüber, dass Sie<br>                         ihr, trotz ihres dominanten<br>                         Auftretens, mit dem<br>                         Diagnoseprogramm halfen.<br><br>               Müller missbilligt die Chefärztin mit einem zynischen<br>               Blick. Eine kurze Turbulenz aufgrund des Andockens<br>               durchrüttelt das Shuttle.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (sarkastisch)<br>                         Frohsinn? – Nur menschliche Wesen<br>                         besitzen so etwas!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu Müller)<br>                         Konnte man den Fehler nun finden?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Es lag am Dichtungsring, das<br>                         Programm fand einen Riss. So war<br>                         bei der ersten Inbetriebnahme der<br>                         Pumpe Wasser in die Halle<br>                         gelangt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, aber hatten Sie nicht vorhin<br>                         gemeint, Professor Luther hätte<br>                         den Dichtungsring überprüft?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das hatte sie jedenfalls<br>                         behauptet und offensichtlich<br>                         täuschte sie sich, als sie sagte,<br>                         er sei vollkommen in Ordnung<br>                         gewesen.<br><br>               Ein weiterer Ruck erfasst das Shuttle, seine Luke öffnet<br>               sich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES – KORRIDOR – FOLGEND<br><br>               Doktor Miller (mit Koffer) und Commander Müller streifen<br>               den Korridor entlang.<br><br>                                   MILLER<br>                         Mein Aufenthalt war einfach<br>                         großartig. Max Corel ist eine<br>                         wunderbare Person und eine<br>                         Meisterin in der Bakteriologie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (überrascht)<br>                         Meisterin?<br><br>               Sie biegen um eine Ecke.<br><br>                                   MILLER<br>                         Noch vor kurzen arbeitete sie<br>                         erfolgreich an der Herstellung<br>                         eines Impfstoffes gegen einige<br>                         der am häufigst vorkommenden<br>                         Rhinitis-Viren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Rhinitis-Viren?<br><br>                                   MILLER<br>                         Oh, das sind Viren, die für<br>                         Schnupfen verantwortlich sind.<br>                         Man ist damit der Beseitigung der<br>                         Grippe bedeutend näher gekommen.<br><br>               Sie stoppen vor einem Turbolift. Müller betätigt die<br>               Schaltfläche.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wenn sie so gut ist, wie Sie<br>                         sagen, wundert es mich gar nicht,<br>                         dass sie diesen tollen Posten<br>                         bekommen hat. Sicher beneiden Sie<br>                         sie.<br><br>                                   MILLER<br>                         Oh nein, ganz sicher nicht! Ich<br>                         wäre über die Dauer einfach zu<br>                         weit von allem anderen<br>                         abgeschieden. Es würde irgendwann<br>                         zu einem langweiligen Alltag ohne<br>                         ungewisse Abenteuer werden!<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (überrascht)<br>                         Ungewissenhaftigkeit, und das von<br>                         Ihnen, Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Was soll das heißen, Commander?<br><br>               Die Türen des Turboliftes öffnen sich und Commander Müller<br>               betritt ihn.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (aus dem Turbolift)<br>                         Entschuldigen Sie, aber Sie sind<br>                         mit Abstand der pingeligste<br>                         Mensch, den ich kenne!<br><br>                                   MILLER<br>                             (perplex)<br>                         Ich, also... anscheinend schätzt<br>                         mich jeder hier auf diesem Schiff<br>                         völlig falsch ein!<br><br>               Noch bevor Doktor Miller aussprechen kann, schließen sich<br>               die Türen wieder.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ANTARES – WARPTRANSFER<br><br>               Die Antares befindet sich mit Warpgeschwindigkeit auf dem<br>               Rückweg.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – PUMPANLAGE<br><br>               Die Neben- und die Hauptwasserpumpe sind in Betrieb,<br>               erkennbar durch die grün leuchtenden Indikatoren. Einige<br>               Tropfen Wasser laufen an der Außenhülle entlang und bilden<br>               auf dem Boden einen Rinnsal.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX - KORRIDOR<br><br>               Sylvia Luther (zynisch blickend) geht mit einem<br>               Kommunikator in der Hand den Korridor entlang.<br><br>                                   LUTHER<br>                             (wütend in den<br>                              Kommunikator)<br>                         --nein!<br>                             (beat)<br>                         Ich höre mir Ihre ständigen<br>                         Entschuldigungen nicht mehr<br>                         länger an, dann mache ich es eben<br>                         selbst!<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – PUMPANLAGE – WIE ZUVOR<br><br>               Aus dem Tröpfeln des Wassers ist ein feinstrahliges<br>               Spritzen geworden, welches aus der Hauptpumpe austritt.<br>               Plötzlich entsteht daraus ein riesiger Riss. Die Kamera<br>               schwenkt zu einer gelockerten Stromleitung am Eingang.<br>               Direkt über ihr hört man Schritte. Kurz darauf fällt ein<br>               knisterndes Ende der Leitung zu Boden und berührt unter<br>               Funken das Wasser.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KORRIDOR<br><br>               Plötzlich beginnt das Licht zu flackern und fällt für ein<br>               bis zwei Sekunden ganz aus, bis sich die Notaggregate<br>               automatisch aktivieren und blaues Licht die Korridore<br>               ‚erhellt'.<br><br>               Professor Luther läuft eiligen Schrittes den Korridor<br>               entlang.<br><br>                                   ANDREWS KOMM-STIMME<br>                             (besorgt)<br>                         Professor? – Ist etwas passiert?<br>                         – So melden Sie sich doch, bitte!<br><br>                                   LUTHER<br>                             (hektisch; in den<br>                              Kommunikator)<br>                         Hier unten gibt's ein paar<br>                         Probleme, ich muss die Pumpanlage<br>                         überprüfen! – Schicken Sie mir<br>                         sofort ein Team runter!<br><br>               Sie kommt vor der Eingangstür der Pumpanlage, die sich<br>               nicht mehr automatisch öffnet, zum Stillstand. Daher<br>               versucht der Professor sie mithilfe der Handsteuerung zu<br>               öffnen.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KORRIDOR<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Man hört nur noch ein schrilles, schmerzerfülltes und<br>               langanhaltendes Schreien.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES – BRÜCKE<br><br>               Beem an der Waffenkonsole, Tschernovsky am Steuer, Torlan<br>               an der Kommunikation, Mestral an der Wissenschaft.<br><br>               Captain Caylon, sitzend auf dem Kommandosessel, erhält ein<br>               Datenpadd von einem ND, er nickt und bestätigt es.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (geistesabwesend)<br>                         Danke sehr, Crewman.<br>                             (beat; zu Tschernovsky;<br>                              gähnend)<br>                         Ensign, Zustand des Warpantriebs?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (genervt; zu Caylon)<br>                         Unsere momentane Geschwindigkeit<br>                         beträgt weiterhin Warp<br>                         zweikommafünf ...<br>                             (beat)<br>                         ... genauso wie vor drei Minuten<br>                         und drei Minuten davor.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (kühl; zu Caylon)<br>                         Captain, wenn Sie eine Aufgabe<br>                         benötigen, sollten Sie vielleicht<br>                         einige Mannschaftsberichte lesen!<br><br>               Captain Caylon dreht sich halb zu dem Wissenschaftsoffizier<br>               um.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch; zu<br>                              Mestral)<br>                         Danke sehr, Lieutenant, ich werde<br>                         beim Schreiben der<br>                         Mannschaftsbewertungen darüber<br>                         nachdenken...!<br><br>               Mestral wölbt eine seiner Augenbrauen. Ein zweimaliges,<br>               leises Piepen ist derweilen im Hintergrund zu hören.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu Caylon)<br>                         Captain Caylon!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan)<br>                         Mr. Torlan, dass Sie einen<br>                         Kommentar dazu abgeben würden,<br>                         war mi--<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu Caylon; unterbricht<br>                              ihn)<br>                         Sir, soeben erreicht uns eine<br>                         Nachricht von der Kolonie, gerade<br>                         noch in Komm-Reichweite! – Es<br>                         scheint, als hätte es dort einen<br>                         Unfall gegeben.<br><br>               Sofort steht der Captain aus dem Kommandosessel auf, er<br>               rückt seine Uniform zurecht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan; beunruhigt)<br>                         Welche Art von Unfall, wurde<br>                         jemand verletzt?<br><br>               Torlan horcht an seinem Funkempfänger.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es gab einen nahezu systemweiten<br>                         Energieausfall...<br>                             (beat)<br>                         ... mehrere Sektoren wurden<br>                         überschwemmt...<br>                             (beat)<br>                         ... eine Person wird noch<br>                         vermisst.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Voller Stopp!<br><br>               Man hört das Verstummen der Maschinen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (besorgt; zu Torlan)<br>                         Kann man denn schon sagen, wer<br>                         vermisst wird?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zu Caylon)<br>                         Ja, Captain.<br>                             (beat)<br>                         Eine gewisse Professor Luther.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign Tschernovsky, Kurs zurück<br>                         auf New Earth setzen, Maximum<br>                         Warp!<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               EXT.  ANTARES<br><br>               Das Schiff wendet um 180 Grad und leitet den Warptransfer<br>               ein.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ORBIT –  ANTARES IN UMLAUFBAHN<br><br>               Die Antares hat den Planeten weider erreicht und steuert<br>               den Orbit an.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – EXT. GEBÄUDEKOMPLEX - TAG<br><br>               Ein dumpfer, leiser Alarm ist zu hören. Ansonsten jedoch<br>               scheint die Kolonie intakt zu sein.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KORRIDOR<br><br>               Alarm ist zu hören. Panisch läuft eine Gruppe Kolonisten<br>               durch den Korridor, vereinzelte Sicherheitsleute weisen sie<br>               in eine bestimmte Richtung. Durch Handzeichen betätigt<br>               einer einen Schalter, worauf sich einige Schotts zu<br>               schließen beginnen und das strömende Wasser aufhalten.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KONTROLLRAUM<br><br>               Nach wie vor Alarmgeräusche. William Osbourne stürzt in den<br>               kleinen, dunklen Raum. Mit einer Armbandleuchte untersucht<br>               er hektisch eine Kontrolltafel und betätigt die Touch<br>               Screen Oberfläche. Das Licht reaktiviert sich.<br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                             (monoton; männlich)<br>                         Hauptenergie wurde<br>                         wiederhergestellt. Hauptventile<br>                         schließen sich.<br><br>               Der Ingenieur lehnt sich gegen eine Wand und öffnet<br>               erschöpft seinen Kommunikator.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (erschöpft; in den<br>                              Kommunikator)<br>                         Osbourne an Commander Müller. Ich<br>                         habe es geschafft...<br>                             (beat)<br>                         Die Wasserzufuhr wurde gestoppt.<br>                         Sie können damit beginnen, die<br>                         Räume mit den Reservepumpen zu<br>                         entleeren.<br><br>                                   MÜLLERS KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Mr. Osbourne. Danke,<br>                         bis dahin! Was meinen Sie, wie<br>                         lange die Pumpen brauchen werden,<br>                         bis sie das ganze Wasser entfernt<br>                         haben?<br><br>                                   OSBOURNE<br><br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Ich nehme an, ein bis zwei<br>                         Stunden mindestens. Aber wieso<br>                         fragen Sie?<br><br>                                   MÜLLERS KOMM-STIMME<br>                         Ich muss wissen, wann ich mit<br>                         meinen Leuten an die<br>                         Hauptwasserpumpe ran kann. Das<br>                         Diagnoseprogramm zeigt, dass sie<br>                         der Grund für die Überschwemmung<br>                         war.<br><br>                                   OSBOURNE<br><br>                             (nachdenklich)<br>                         Ich verstehe... Osbourne Ende.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KRANKENSTATION<br><br>               Die Krankenstation ist mit Menschen teils überfüllt.<br>               Pfleger kümmern sich mit warmen Decken um die blau<br>               angelaufenen Patienten, niemand ist ernsthaft verletzt. Mit<br>               einem Hypospray ausgestattet, verabreicht Doktor Corel<br>               Patient für Patient ein Serum.<br><br>                                   COREL<br>                             (zu einem Pfleger)<br>                         Mike, seien Sie bitte so nett und<br>                         erhöhen Sie die Temperatur um<br>                         weitere zwei Grad!<br>                             (rufend)<br>                         Wir brauchen noch mehr Decken!<br><br>               Die Tür öffnet sich, zwei medizinische Crewmitglieder der<br>               Antares (eine davon ist Doktor Miller) treten mit einer<br>               Schaufeltrage ein. Auf ihr liegt der leblose Körper<br>               Professor Luthers.<br><br>                                   COREL (CONT'D)<br>                             (aufgeregt; zu Miller)<br>                         Dort hinüber, auf das leere<br>                         Biobett!<br><br>               Man trägt sie behutsam zu dem Bett. Mit einem<br>               Sondierungsgerät eilt Corel auf die Professorin zu. Doch<br>               Miller hält sie auf.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Corel)<br>                         Nein, Max!<br>                             (beat; leise)<br>                         Es ist zu spät, sie war bereits<br>                         tot.<br><br>               Doktor Miller umschließt Doktor Corels Hände, welche die<br>               Augen schließt und sich abwendet. Mit einem Tricorder<br>               untersucht sie die Leiche.<br><br>                                   COREL<br><br>                             (verbittert; in die<br>                              Leere)<br>                         Schreiben Sie in das Logbuch,...<br><br>                             (beat)<br>                         ... der Todeszeitpunkt trat<br>                         voraussichtlich um 13 Uhr 45 ein.<br><br>               Die Ärztinnen tauschen einen langen Blick, während man im<br>               Hintergrund die Tote in einen Leichensack verhüllt.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III</p><br><p>                                      AKT IV<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KONFERENZRAUM - FOLGEND<br><br>               Am Tisch sitzend Captain Caylon, Commander Müller,<br>               Lieutenant Jim Beem, Ensign Tschernovsky, W. Osbourne, P.<br>               Andrews, Doktor Corel, Doktor Miller; Professor Callaghan<br>               geht auf und ab. (weitere Kolonisten, u.a.<br>               Sicherheitsleute)<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (nervös; aufgebracht)<br>                         --ich frage mich allmählich...<br>                             (beat)<br>                         ... wie so ein schrecklicher<br>                         Unfall überhaupt geschehen<br>                         konnte!<br>                             (beat)<br>                         In der Hauptwasserpumpe entstand<br>                         ein metergroßer Riss...<br><br>               Die Kamera schwenkt auf das hellhörig gewordene Gesicht<br>               Müllers. Sie flüstert Beem unauffällig etwas ins Ohr.<br><br>                                   CALLAGHAN (O.C.) (CONT'D)<br>                         ... und niemand will bemerkt<br>                         haben, wie das neu installierte<br>                         Selbstdiagnoseprogramm den Alarm<br>                         auslöste?<br>                             (beat)<br>                         Professor Luther wurde tot<br>                         aufgefunden, und niemand will in<br>                         ihrer Nähe gewesen sein?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu Callaghan;<br>                              verunsichert)<br>                         Wenn ich mich dazu äußern dürfte,<br>                         Sir!?<br><br>                                   CALLAGHAN (O.C.)<br>                             (nach einer Pause, zu<br>                              Osbourne)<br>                         Also bitte, Junge, worauf warten<br>                         Sie?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Paul—-<br><br>               Beem erhebt sich.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Osbourne;<br>                              unterbricht ihn)<br>                         Mr. Osbourne, vielleicht sollten<br>                         Sie sich das, was Sie jetzt sagen<br>                         wollen, für einen späteren<br>                         Zeitpunkt aufheben!<br>                             (zu allen)<br>                         Niemand von Ihnen wird die<br>                         Kolonie bis auf weiteres<br>                         verlassen – es besteht der<br>                         dringende Verdacht auf einen<br>                         Mordfall!<br><br>               Captain Caylon blickt seinen Waffen- und<br>               Sicherheitsoffizier skeptisch an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem; skeptisch,<br>                              besorgt)<br>                         Lieutenant, ist Ihnen klar, was<br>                         Sie da behaupten? – Können Sie<br>                         denn beweisen, dass es kein<br>                         Unfall war?<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon)<br>                         Auf Anregung Commander Müllers<br>                         hin werde ich eine Befragung<br>                         aller Tatverdächtigen<br>                         durchführen, um dies herauszufin—-<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (lachend; unterbricht<br>                              ihn)<br>                         Ach, aber das ist doch absurd!<br>                         Niemand hier wurde ermordet!<br>                             (ernst; zu Beem)<br>                         Ich warne Sie, Lieutenant, wenn<br>                         sich herausstellen sollte, dass<br>                         Ihre Behauptung sich als falsch<br>                         erweist, dann—-<br><br>               Müller springt auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Callaghan;<br>                              unterbricht ihn)<br>                         Was ‚dann'? – Ermorden Sie<br>                         unseren Offizier, so wie Ihre Ex<br>                         Frau?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller; empört)<br>                         Commander! – Das reicht, glaube<br>                         ich!<br><br>                                   COREL<br>                             (zu Caylon)<br>                         Captain Caylon, Ihr Erster<br>                         Offizier ließ Doktor Miller und<br>                         mich eine Obduktion durchführen.<br>                             (beat; seufzt)<br>                         In Professor Luthers Lungen<br>                         befanden sich mehrere Zentiliter<br>                         Wasser...<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         Was nicht verwunderlich ist, bei<br>                         einer kürzlich ertrunkenen<br>                         Person...<br><br>                                   COREL<br>                             (zu Callaghan)<br>                         Die werte Dame starb nicht durch<br>                         Ertrinken...!<br><br>               Ein mehrstimmiges Raunen geht durch die Reihen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Plötzliche ventrikuläre<br>                         Fibrillation, gefolgt von einer<br>                         Asistolie, möglicherweise durch<br>                         Schockeinwirkung eines<br>                         elektrischen Stromstoßes!<br><br>               Sie sieht die fragenden Blicke aller im Raum.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ihr Herz begann wahrscheinlich<br>                         auf Grund eines Stromschlages<br>                         plötzlich vollkommen unregelmäßig<br>                         zu schlagen, wodurch ihr<br>                         Kreislauf zusammenbrach. Es<br>                         dauerte wohl nicht lange, bis das<br>                         Herz dann völlig aufhörte zu<br>                         schlagen.<br><br>               Die Kamera zeigt die schockierten Gesichter der anwesenden<br>               Kolonisten. Caylon greift zu seinem Kommunikator.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nach einer Pause zu<br>                              Beem)<br>                         Lieutenant Beem, arbeiten Sie mit<br>                         dem Sicherheitspersonal der<br>                         Kolonie zusammen; erstellen Sie<br>                         eine Liste aller Verdächtigen und<br>                         führen Sie eine Befragung durch!<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (zu Caylon; aufgebracht)<br>                         Mit welcher Berechtigung--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht ihn; in den<br>                              Kommunikator)<br>                         Caylon an Mestral, Status?<br><br>                                   MESTRALS KOMM-STIMME<br>                         Ebene Drei ist nach wie vor<br>                         geflutet, Sir, aber wir konnten<br>                         eine weitere Ausbreitung des<br>                         Wassers verhindern...<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – PUMPANLAGE<br><br>               Die Wände sind feucht, die Indikatoren der Pumpen rot.<br>               Während Mestral vor der abgeschnittenen Stromleitung in den<br>               Kommunikator spricht, sondieren Techniker von der Antares<br>               und der Kolonie die Pumpanlage.<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                             (in den Kommunikator)<br>                         ... Captain, neben der Leiche<br>                         fand man einen geöffneten<br>                         Kommunikator. Der Professor muss<br>                         kurz vor ihrem Tod noch mit<br>                         jemanden gesprochen haben!<br>                         Außerdem dürfte Sie<br>                         interessieren, dass die gesamte<br>                         Pumpanlage Anzeichen einer<br>                         Manipulation aufweist.<br><br>                                   CAYLONS KOMM-STIMME<br>                         Ich schlage vor, Sie weihen<br>                         Lieutenant Beem in alles ein, er<br>                         wird ein Verhör durchführen...<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KONFERENZRAUM<br><br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (in den Kommunikator)<br>                         ... und dann werden Sie sich<br>                         darum kümmern, das Wasser<br>                         loszuwerden. Von mir aus schöpfen<br>                         Sie es aus den Korridoren! Caylon<br>                         Ende.<br>                             (den Kommunikator<br>                              zusammenklappend; zu<br>                              Callaghan)<br>                         Da haben Sie Ihre Berechtigung! –<br>                         Professor, dürfte ich Sie wohl<br>                         als erstes bitten, meinem<br>                         Sicherheitsoffizier in das<br>                         Nebenzimmer zu folgen, er wird<br>                         mit Ihnen beginnen!<br><br>               Callaghan steht schweigend auf und wird von Beem und zwei<br>               Sicherheitsleuten hinausbegleitet.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER<br><br>               CLOSE-UP: BEEM<br><br>               Der Waffenoffizier der Antares sitzt hinter einem<br>               Schreibtisch, der vor einem Fenster steht, durch welches<br>               wir die Kolonie sehen können.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Callaghan)<br>                         Bitte setzen Sie sich!<br><br>               EINSTELLUNG AUF CALLAGHAN<br><br>               Er sitzt mit dem Rücken zu einer kahlen Wand.<br><br>                                   BEEM (O.C.) (CONT'D)<br>                         Wie lauten Ihr Name und Ihre<br>                         Funktion auf 'New Earth'?<br><br>                                   CALLGHAN<br>                             (genervt)<br>                         Professor Miles Callaghan,<br>                         Stellvertretender<br>                         Verantwortlicher Ingenieur.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Wie lange befinden Sie sich schon<br>                         in der Kolonie?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         Seit mit den<br>                         Konstruktionsarbeiten begonnen<br>                         wurde, seit 6 Monaten etwa.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Und befand sich Professor Luther<br>                         vor oder nach Ihnen hier?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         Davor, sie ist... war<br>                         verantwortlich für die<br>                         Koordination des Ingenieurstabs.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Warum waren Sie nicht von Anfang<br>                         an dabei?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         Aus persönlichen Gründen flog ich<br>                         erst einige Wochen später mit<br>                         einem zweiten Frachter nach ‚New<br>                         Earth'.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         War der Grund dafür, dass Sie<br>                         immer noch einen Gräuel gegen<br>                         Ihre Ex-Ehefrau hegten? – Wie war<br>                         Ihr Verhältnis?<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                             (verärgert)<br>                         Was geht Sie unser Verhältnis an!<br>                         – Es war rein beruflich und<br>                         weitere solcher Fragen werde ich<br>                         nicht länger—-<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                             (unterbricht ihn)<br>                         Wann haben Sie Sylvia Luther zum<br>                         letzten Mal gesehen?<br><br>                                   CALLGHAN<br>                         Im Konferenzzimmer, nach der<br>                         heutigen Besprechung verließ ich<br>                         dann das Geschehen und ging<br>                         meinen Aufgaben in der<br>                         Frachtverwaltung nach.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               CALLAGHAN WECHSELT MIT ANDREWS.<br><br>                                   ANDREWS<br>                         ... in der Besprechung am<br>                         Vormittag, danach habe ich nur<br>                         noch via Kommunikator mit ihr<br>                         gesprochen. Sie befahl mir, ein<br>                         Team in die Pumpanlagen zu<br>                         schicken, dann fiel plötzlich die<br>                         Kommunikation aus.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Sie waren einer ihrer<br>                         Assistenten, wieso waren Sie zu<br>                         diesem Zeitpunkt nicht bei ihr?<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               ANDREWS WECHSELT MIT OSBOURNE.<br><br>                                   OSBOURNE<br><br>                         Nun ja, die anderen Ingenieure<br>                         und ich waren immer noch mit der<br>                         Hauptstromversorgung in der<br>                         dritten Ebene beschäftigt.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Diese Ebene wurde geflutet, war<br>                         denn sonst niemand von den<br>                         Kolonisten dort?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Glücklicherweise nicht. Auch wir<br>                         waren gerade erst fertig<br>                         geworden, als der Alarm<br>                         losging...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               OSBOURNE WECHSELT MIT EINER WEITEREN INGENIEURIN.<br><br>                                   INGENIEURIN<br>                         ... Als die internen Sensoren<br>                         Wasser in den Pumpanlagen<br>                         anzeigten, löste ich ihn sofort<br>                         aus; das war, nachdem der Strom<br>                         ausgefallen war...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INGENIEURIN WECHSELT MIT CALLAGHAN<br><br>                                   CALLAGHAN<br>                         ... Daraufhin aktivierten sich<br>                         auch schon die Notaggregate,<br>                         während der Frachtverwalter mir<br>                         und meinem Team...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               CALLAGHAN WECHSELT MIT FRACHTVERWALTER<br><br>                                   FRACHTVERWALTER<br>                         ... die nächsten Bauteile zuwies,<br>                         die sie vorschriftsmäßig<br>                         annahmen. Als dann die<br>                         Evakuierungsdurchsage kam, lief<br>                         natürlich alles drunter und<br>                         drüber...<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Und was taten Sie, als sie diese<br>                         Durchsage hörten?<br><br>               DIE KAMERA ZEIGT AUF OSBOURNE<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ich lief natürlich sofort in den<br>                         Kontrollraum, um die Hauptenergie<br>                         zu reaktivieren, damit...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               OSBOURNE WECHSELT MIT ANDREWS<br><br>                                   ANDREWS<br>                         ... er die Hauptwasserventile<br>                         wieder verschließen konnte, wieso<br>                         fragen Sie? – Ist er irgendwie<br>                         verdächtig?<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               ANDREWS WECHSELT MIT COREL<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Jeder von Ihnen hier ist<br>                         verdächtig! – Kann man denn nicht<br>                         auch von der Krankenstation aus<br>                         die Kommunikation deaktivieren?<br><br>                                   COREL<br>                         Nein, auf keinen Fall! – das geht<br>                         entweder vom Kontrollraum oder<br>                         von einer separaten Kontrolltafel<br>                         aus.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               COREL WECHSELT WIEDER MIT DER INGENIEURIN.<br><br>                                   INGENIEURIN<br>                         Ja, ich war im Kontrollraum, aber<br>                         nur, weil ich die Schicht mit<br>                         jemanden getauscht hatte und auch<br>                         nur für zwei Minuten, bis ich den<br>                         Alarm auslöste und mich selbst<br>                         evakuierte!<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               DIE INGENIEURIN WECHSELT MIT OSBOURNE<br><br>               Ihm stehen Schweißperlen auf der Stirn.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Ja, wir haben den Dienst<br>                         gewechselt, und? – Ist das ein<br>                         Verbrechen?<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Mister Osbourne, was kann man<br>                         eigentlich mit einer<br>                         Kontrolltafel so alles anfangen?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                         Wie bitte?<br><br>                             (schluckt)<br>                         A-also man kann den Lageplan der<br>                         Kolonie abrufen o-oder die<br>                         Computerfunktionen steuern—-<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                             (unterbricht ihn)<br>                         Man könnte theoretisch also die<br>                         gesamte Kommunikation von solch<br>                         einem Gerät aus steuern! –<br>                         Eventuell sogar deaktivieren?<br><br>                             (beat)<br>                         Wissen Sie, wo man Kontrolltafeln<br>                         auf ‚New Earth' installiert hat?<br><br>                             (beat)<br>                         Hören Sie mir überhaupt zu?<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               DER PLATZ WECHSELT MIT ANDREWS<br><br>                                   ANDREWS<br>                         ... Bisher nur eine einzige auf<br>                         der dritten Ebene, wo wir gerade<br>                         gearbeitet hatten.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br>                         Sie waren auch dort, kann das<br>                         jemand bestätigen?<br><br>                                   ANDREWS<br>                         Will und ich, wir waren...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               ANDREWS WECHSELT MIT OSBOURNE<br><br>               Immer noch in Schweiß gebadet.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (bebend)<br>                         ... die ganze Zeit über zusammen,<br>                         ich schwör's!<br><br>                                   BEEM<br>                         Mr. Osbourne, ich rate Ihnen Ihre<br>                         Aussage zu überdenken! – War Mr.<br>                         Andrews tatsächlich bei Ihnen,<br>                         hat jemand Sie gesehen?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (mit einem Kloß im Hals)<br>                         Gesehen nicht, nein...<br><br>               Osbourne blickt starr vor sich hin, während Beem spricht.<br><br>                                   BEEM (O.C.)<br><br>                         Wieso liefen Sie in den<br>                         Kontrollraum, um die Hauptventile<br>                         zu schließen, wo Sie doch gar<br>                         nicht wissen konnten, dass eine<br>                         Überschwemmung in Gang gesetzt<br>                         worden war?<br>                             (beat)<br>                         Oder reichte ein Opfer Ihnen<br>                         schon aus? – Möglicherweise ging<br>                         es einzig und allein um den Tod<br>                         des Professors!<br>                             (beat)<br>                         Wieso kommunizierte Mr. Andrews<br>                         mit seinem Kommunikator und nicht<br>                         mit Hilfe dieser Kontrolltafel,<br>                         wurde sie bereits von Ihnen<br>                         beansprucht, um die Kommunikation<br>                         rechtzeitig deaktivieren zu<br>                         können? – Oder war Andrews<br>                         niemals auch nur in Ihrer Nähe?<br>                             (beat)<br>                         Wieso der Schichttausch, wollten<br>                         Sie so als Tatverdächtiger<br>                         ausscheiden? Ich nehme an,<br>                         während Paul die Pumpen<br>                         manipulierte und die Stromleitung<br>                         durchschnitt, sprach er mit Ihrem<br>                         gemeinsamen Opfer, um ebenfalls<br>                         als möglicher Täter Außerfrage zu<br>                         stehen. Alles sollte nach einem<br>                         Unfall aussehen, und wenn nicht,<br>                         dann hatte die Ermordete genügend<br>                         Feinde, die für den Anschlag in<br>                         Frage kamen! – Ihr Ex-Ehemann,<br>                         Doktor Corel...<br><br>               Osbourne springt auf und reißt dabei den Tisch zur Seite.<br>               Die Sicherheitsleute greifen zu den Phasenpistolen, doch er<br>               stürzt sich bereits auf Beem und hält diesem einen zuvor im<br>               Ärmel versteckten Phasenschneider an dessen Kehle –<br>               schließlich entnimmt er die Pasenpistole des<br>               Waffenoffiziers.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (keuchend; zu<br>                              Sicherheitsleuten)<br>                         Schon gut, meine Herren, nehmen<br>                         Sie die Waffen runter!<br><br>               Zögernd senken die Männer ihre Pasenpistolen...<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu Sicherheitsleuten)<br>                         Schmeißen Sie sie weg!<br>                             (beat)<br>                         Schön ruhig...<br><br>               ...und werfen sie zu Boden.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Osbourne)<br>                         Mr. Osbourne, selbst, wenn Sie es<br>                         schaffen sollten, das Gebäude<br>                         unbeschadet zu verlassen – wie<br>                         gedenken Sie, sich dort draußen<br>                         allein 'rumzuschlagen?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu Beem; selbstsicher)<br>                         Sie sind töricht, Lieutenant! –<br>                         Genauso wie alle anderen auch!<br>                         Natürlich haben wir für eine<br>                         sichere Abreisemöglichkeit<br>                         gesorgt...<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Osbourne)<br>                         Wissen Sie, was mich die ganze<br>                         Zeit über stört?<br><br>                             (long beat)<br>                         Ihr Motiv, es scheint mir für<br>                         einen simplen Mord nicht fundiert<br>                         genug zu sein.<br><br>               Hektisch fummelt Osbourne an der Waffe rum, er verstellt<br>               offensichtlich die Modulation.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (zu Beem; sarkastisch)<br>                         Ohhh, das verletzt mich jetzt<br>                         aber doch! – Simple Morde, Mr.<br>                         Beem, sehen etwa so aus...<br><br>               Kaltblütig zielt Osbourne auf die Sicherheitsleute und<br>               erschießt sie einem nach dem anderen, regungslos sacken<br>               diese zusammen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schockiert)<br>                         Oh mein Gott, sind sie etwa—-<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (unterbricht ihn)<br>                         Ich habe sie getötet – Sie sehen<br>                         also, die Art der Morde und Opfer<br>                         spielen hier keinerlei Rolle!<br>                             (beat)<br>                         Sie dachten, Professor Luther<br>                         wurde aus Hass getötet? – Ha,<br>                         aber sie war nur ein Mittel zum<br>                         Zweck!<br><br>                                   BEEM<br>                         Sinnlose Morde haben nie einen<br>                         Zweck! Also warum geben Sie nicht<br>                         einfach auf, geben mir meine<br>                         Phasenpistole zurück und machen<br>                         die Sache nicht noch schlimmer!<br><br>               Ruckartig stößt Osbourne Beem über die Tischkante hinweg.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (hysterisch)<br>                         Nein!!! Ich sehe, Sie haben<br>                         nichts verstanden! Wissen Sie, es<br>                         gibt Menschen, die reisen zu den<br>                         Sternen, knüpfen Erstkontakte mit<br>                         fremden Spezies und beginnen,<br>                         irgendwo im All Kolonien zu<br>                         errichten – alles geht gut...<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEW EARTH<br><br>               In zwei grünen Lichtblitzen tauchen ebenso viele<br>               Klingonische kreuzer auf und fliegen direkt auf den<br>               Planeten zu. Ohne lange zu zögern eröffnen sie das Feuer<br>               auf die Planetenoberfläche.<br><br>                                   OSBOURNE (V.O.)<br>                         ...doch plötzlich wird die<br>                         Kolonie von einer dieser fremden<br>                         Spezies angegriffen und<br>                         zerstört...,<br><br><br>               Nach getaner Arbeit drehen die beiden Kreuzer wieder ab und<br>               springen auf Warpgeschwindigkeit.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ERDE<br><br>               Eine ganze Flotte aus klingonischen Kreuzern geht im<br>               Erdorbit unter Warp. Schnell haben sie die Erdverteidigung<br>               außer Kraft gesetzt und eröffnen das Feuer auf die<br>               Oberfläche.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               EXT. ERDE - SAN FRANSISCO<br><br>               Klingonische Torpedos hageln vom Himmel herab und die<br>               Millionenstadt verschwindet in einer gigantischen Eplosion.<br><br>                                   OSBOURNE (V.O.)<br>                         ...die Reiseroute wird<br>                         zurückverfolgt und es beginnt<br>                         eine Invasion des<br>                         Heimatplaneten...<br><br>                                                       FLASH CUT BACK<br>                                                                 TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER<br><br>               Mit blutender Stirn steht Beem langsam auf, sein Blick<br>               fällt auf einen in der Ecke liegenden geöffneten<br>               Kommunikator.<br><br>                                   BEEM<br>                         Die Klingonen, nicht wahr? – Sie<br>                         befürchten, dass sie die Erde<br>                         eines Tages womöglich<br>                         infiltrieren?<br>                             (beat)<br>                         Welcher Extremistengruppe gehören<br>                         Sie eigentlich an, Mr. Osbourne?<br>                         Denn das tun Sie doch!<br><br>               Unauffällig öffnet Beem eine Kommleitung mithilfe seines<br>               Fußes.<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (selbstsicher)<br>                         Herzlichen Glückwunsch,<br>                         Sternenflotte! – Sie haben<br>                         richtig geraten. Der Aufbruch in<br>                         diese Galaxie wird beendet<br>                         werden, all Ihre Raumschiffe<br>                         werden schon bald zur Erde<br>                         zurückkehren um sie dort vor<br>                         jeglichen außerirdischen<br>                         Invasoren zu schützen! Glauben<br>                         Sie mir, die Klingonen waren erst<br>                         der Anfang!<br><br>                                   BEEM<br>                             (auffällig ‚unauffällig'<br>                              zu boden sprechend)<br>                         Sie sind krank, William, Sie und<br>                         Ihre Mitläufer leiden<br>                         offensichtlich an Paranoia! – Sie<br>                         werden die Kolonie niemals<br>                         verlassen können, ich bin mir<br>                         sicher, Ihr Fluchtschuttle wurde<br>                         längst entdeckt. Wer sollte es<br>                         fliegen, Paul Andrews? – Der<br>                         Frachtverwalter?<br><br>                                   OSBOURNE<br>                             (bedauernd)<br>                         Oh, Lieutenant, ich hoffe doch<br>                         sehr, dass dies nicht Ihre Art<br>                         ist, sich für Ihr Leben...<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – KONFERENZRAUM<br><br>               Caylon, einen Kommunikator haltend, und Müller im<br>               Vordergrund. Hinter ihnen die schockierten Gesichter der<br>               zuvor Anwesenden – diese richten ihre Aufmerksamkeit auf<br>               Andrews und den Frachtverwalter, welche von Tschernovsky<br>               und Caylon festgehalten werden.<br><br>                                   OSBOURNES KOMM-STIMME<br><br>                         ...einzusetzen!<br><br>                                   BEEMS KOMM-STIMME<br>                             (unsicher)<br>                         Was ist das? – was haben Sie da<br>                         in Ihrer Hand?<br><br>                                   OSBOURNES KOMM-STIMME<br>                             (vorausdeutend)<br>                         Es tut mir leid, Lieutenant...!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator<br>                              schreiend; denkt an<br>                              einen Pasenpistole)<br>                         Jim, neeiin!!<br><br>               Plötzlich lösen sich die Konturen der festgehaltenen<br>               Personen...<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br></p><br><p>               NEW EARTH – INT. GEBÄUDEKOMPLEX – NEBENZIMMER<br><br>               ...und die William Osbournes in einem bläulichem Schimmern<br>               auf. Die Kamera zeigt Beems verbittertes Gesicht.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES – KRANKENSTATION<br><br>               Doktor Miller versorgt die Platzwunde an Beems Stirn,<br>               während dieser auf einem Biobett sitzt und ein gerahmtes<br>               Foto von den Doktorinnen Miller und Corel auf dem<br>               Koloniegelände in den Händen hält.<br><br>                                   MILLER<br>                             (optimistisch)<br>                         Machen Sie sich nichts draus,<br>                         Lieutenant – früher oder später<br>                         wird man diesen ‚Osbourne' und<br>                         seine Kameraden finden – wie weit<br>                         mag man mit einem einzigen<br>                         Shuttle schon kommen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Mit genügend Vorsprung könnten<br>                         sie uns leicht entwischen –<br>                         immerhin haben sie einen<br>                         Warpantrieb!<br>                             (beat)<br>                         Doch ich vertraue da ganz auf<br>                         Lieutenant Mestrals Fähigkeiten<br>                         mit den Schiffssensoren<br>                         umzugehen!<br><br>                                   MILLER<br>                         Denken Sie, die Sternenflotte<br>                         wird diese Extremistengruppe<br>                         gezielt verfolgen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir wissen nicht einmal, wie sie<br>                         sich nennt! – Ich fürchte,<br>                         Doktor, wir müssen ihn<br>                         abwarten...<br><br>                                   MILLER<br>                             (bedrückt)<br>                         ...den nächsten Anschlag!<br><br>               Die Tür der Krankenstation öffnet sich, Mestral tritt<br>               herein, gleichzeitig steht Beem auf, um selbige zu<br>               verlassen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Beem; kühl)<br>                         Lieutenant Beem, es ist mir<br>                         gelungen das Shuttle aufzuspüren,<br>                         in dem die Flüchtige sich<br>                         befinden! – Der Captain meinte,<br>                         Sie sollten auf die Brücke gehen,<br>                         um sie...<br>                             (beat)<br>                         ...'gebührend' zu empfangen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Mestral;<br>                              zielstrebig)<br>                         Das werde ich, danke Mestral!<br><br>               Der Waffenoffizier verlässt die Krankenstation. Mestral<br>               tritt indessen näher zu dem Biobett. Bevor dieser zu einem<br>               Satz ansetzen kann, sieht er das Foto seiner ‚Liebe'.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Miller; aufgeregt)<br>                         Kathrine...<br>                             (long beat – Foto;<br>                              lächelt(!!) kurz)<br>                         Ist das etwa Doktor Corel?<br><br>                                   MILLER<br>                             (überrascht)<br>                         George, Sie...<br>                             (beat)<br>                         Haben Sie gerade gelächelt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (gedrungen; fordernd)<br>                         Bitte gehen Sie heute Abend mit<br>                         mir Essen!<br><br>                                   MILLER<br>                             (nach einer Pause;<br>                              lächelt)<br>                         Ja, nichts täte ich lieber!<br><br>               Miller bietet Mestral den Arm an, welchen dieser annimmt.<br>               Arm-in-Arm verlassen die beiden Lieutenants die<br>               Krankenstation. Während eine nüchterne Melodie eingespielt<br>               wird, deaktiviert sich das Licht – die Kamera fährt nach<br>               oben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM – ANTARES<br><br>               Die Antares geht unter Warp, das gesuchte Shuttle fliegt<br>               mit Manövrierdüsen voraus.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. UNBEKANNTER DUNKLER RAUM<br><br>               Wir befinden uns in einem dunklen Raum an einem uns<br>               unbekannten Ort. In der Mitte des Raumes steht ein großer<br>               Konferenztisch mit mehr als 20 Plätzen. Jeder dieser Plätze<br>               verfügt über ein eigenes kleines Computerterminal, ähnlich<br>               dem heutigen Laptop, nur eben um einiges kleiner.<br><br>               Das einzige Licht im Raum geht von einer ganzen Wand von<br>               Monitoren aus, die alle möglichen Datein anziegen, von<br>               Nachrichten, über Politik, bis hin zu den Positionen jedes<br>               einzelnen Raumschiffes der Sternenflotte. - Diese Wand mit<br>               ihren vielen Monitoren, sehen wir jedoch erst, wenn wir mit<br>               einer Kamerafahrt durch den gesamten Raum beginnen.<br><br>               Wir bewegen uns einmal durch den kompletten Raum hindurch,<br>               bevor wir wieder in der Ausgangsposition zum Stehen kommen.<br><br>               Wir hören das Zischen einer Tür, welche wir bei unserer<br>               Kamerafahrt NICHT sehen konnten, weil sie im vollkommenen<br>               Dunkel lag. Durch sie treten nun 20 schwarz Gekleidete<br>               Personen (sie alle sind Menschen, sehen jedenfalls<br>               menschlich aus) herein und setzen sich an dem<br>               Konferenztisch nieder. Der Mann am Kopf (im folgenden<br>               "ELDER 1" genannt) des Tisches bleibt jedoch stehen und<br>               wendet sich an die Gruppe.<br><br>                                   ELDER 1<br>                         Meine Damen und Herren... unsere<br>                         Mission war ein Fehlschlag!<br>                             (beat)<br>                         Wir müssen uns eingehend darüber<br>                         beraten, wie wir weiter<br>                         vorzugehen haben...<br><br>               AUF Elder 1:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE<br><br></p><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3172</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x05 - Figuren des Lichts</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x05-figuren-des-lichts-r3039/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12802.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0105.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x05) - "Figuren des Lichts"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,23 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><p></p><center>STAR TREK: ANTARES<br>"Figuren des Lichts"<br><br>written by<br>Oliver-Daniel Kronberger</center><br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Ein unbekannter Sektor des Weltalls, wir nähern uns einer<br>               Ansammlung von Planeten und Sonnen, mystisch leuchtend;<br>               eine Sonde uns unbekannter Art durchdringt in rasender<br>               Geschwindigkeit verschiedene Bereiche des uns unbekannten<br>               Raumes - in einiger Entfernung kreisen merkwürdige Objekte<br>               ihre Bahnen - im Laufe dieser Szene bemerken wir ihre<br>               pyramiden- und dreiecksförmige Gestalt - THOLIANER -<br>               wachend, aggressiv, schleichend ziehen sie an uns vorbei -<br>               die Sonde steuert auf eine phosphorizierende Gaswolke zu -<br>               hellblau, dunkelblau, türkisblau schimmert sie uns entgegen<br>               - wir durchdringen sie und ein herrlich, smaragdgrüner<br>               Planet offenbart sich uns. Friedlich versteckt, hinter der<br>               bedrohlichen Gaswolke. Während die Sonde in den Orbit des<br>               Planeten eintritt....<br><br>                                   YINDRA (V.O.)<br>                         Legenden leben - seit<br>                         Jahrmillionen sind sie im Denken<br>                         der Völker verankert und<br>                         entwickeln eine Eigendynamik - so<br>                         auch für die Bewohner des<br>                         tholianischen Grenzsektors -<br>                         einem Gebiet circa 10 Sternenoden<br>                         breit - Die Tholianer leben dort<br>                         und folgen ihrer Bestimmung. Vor<br>                         unendlich langer Zeit lebte einst<br>                         ein Volk - ein Volk dem<br>                         nachgesagt wurde, es besitze die<br>                         Schlüssel des Universums.<br>                         Legende? Wer weiß, jedoch<br>                         besitzen oft auch Legenden einen<br>                         Funken Wahrheit. Es soll, so der<br>                         Sage nach, über eine<br>                         unvorstellbare reine und mächtige<br>                         Technologie verfügen. Manche<br>                         sagen, der Lapsit excillis hätte<br>                         hier seinen Ursprung, der Stein<br>                         der Weisen, der Kelch des Heiles,<br>                         die Quelle der Strömungen, das<br>                         Auge des Allmächtigen. Jedes Volk<br>                         dieser Milchstraße gab ihm einen<br>                         besonderen Namen<br><br>               EXT. WELTRAUM - PLANET<br><br>               Die Kamera nähert sich der Sonde. Wir erkennen eine fast<br>               perfekte Gestalt des Planeten, das Leuchten fasziniert uns,<br>               ja berührt uns.<br>               Friede erfüllt jene Personen, welche dieses Schauspiel<br>               begutachten. Blaue und Grüne Gasschwaden ziehen an uns<br>               vorbei. Während der Text ruhig und erhaben vorgetragen<br>               wird, sehen wir verschiedene Einstellungen des Planeten und<br>               des ihm umgebenen Raumes.<br><br>                                   YINDRA (V.O.)<br>                         Auch besitzen sie die Macht, die<br>                         Tore des Jenseits zu öffnen.<br>                         Berichte, über ein Weiterleben<br>                         nach dem Tode existieren in allen<br>                         Völkern, Rassen und<br>                         Sonnensystemen. Erzählungen über<br>                         Wesen, welche über die Macht und<br>                         Kenntnisse verfügen, dies zu<br>                         öffnen sind seit Äonen im Umlauf.<br>                         Das Volk der Qu'aa'hr, welches<br>                         einst über viele Bereiche der<br>                         Galaxis verstreut existierte,<br>                         soll all diese Fähigkeiten und<br>                         Technologien in sich vereinigen.<br>                         Einst kamen sie und dienten den<br>                         noch minder entwickelten<br>                         Zivilisationen, indem Sie ihnen<br>                         den Weg zum vollkommenen Glück<br>                         offenbarten. Sie, die auch die<br>                         "Reinen" oder "Mächtigen" genannt<br>                         wurden, stellten sich in den<br>                         Dienst des Guten und halfen ihnen<br>                         in wirtschaftlichen, ökonomischen<br>                         und materiellen Angelegenheiten.<br>                         Auch gewährten sie ihnen Schutz<br>                         vor Feinden.<br>                             (beat)<br>                         Im Laufe der Zeit verbreitete<br>                         sich diese Nachricht und eine<br>                         zunehmende Anzahl von<br>                         Zivilisationen bemühten sich um<br>                         Kontakte zu den Qu'aa'hrs, so der<br>                         uns anvertraute Eigenname,  zu<br>                         knüpfen. Doch es fanden nur jene<br>                         Völker Zustimmung in ihrer Gunst,<br>                         welche mit guten und friedvollen<br>                         Vorsätzen ihre Geschicke in die<br>                         Hand nahmen.<br><br>               NOTE: Mystische Musik setzt ein.<br><br>               EXT. WELTRAUM - ORBIT DES PLANETEN<br><br>               Die Sonde versucht näher an den Planeten zu gelangen.<br>               Plötzlich ertönt eine Stimme.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Drei tholianische Schiffe nähern sich der Kamera.<br><br>                                   STIMME (V.O.)<br>                             (bedrohlich, monoton,<br>                              mechanisch)<br>                         Halt, Eindringlinge, Sie befinden<br>                         sich im Sperrgebiet,  ihre<br>                         endgültige Vernichtung erfolgt<br>                         unausweichlich!<br><br>               Drei, vier Strahlen rasen auf die Sonde zu und wir HÖREN<br>               ein lautes Donnern!!!<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Ein grelles und blendendes Licht hüllt den Bildschirm ein,<br>               man sieht nur noch Trümmerteile der unbekannten Sonde.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ORBIT DES PLANETEN<br><br>               Wir befinden uns an derselben Stelle, wo die Sonde zerstört<br>               wurde. Nach wievor kreisen die tholiniaschen Schiffe um den<br>               Planeten. Sie selbst versuchen in die Atmosphäre des<br>               Planeten einzutreten, doch sobald sie sich der<br>               Eintrittfläche näheren, "prallen" sie ab und werden wie ein<br>               Gummiball in den Raum zurückgeschleudert....<br><br>                                   YINDRA (V.O.)<br>                         Sie kamen wie ein Blitz aus<br>                         heiterem Himmel, urplötzlich<br>                         tauchten sie aus den Weiten der<br>                         Galaxie auf... weshalb, das ist<br>                         nie bekannt geworden, doch so<br>                         schnell wie sie sich in die<br>                         Herzen der aufstrebenden<br>                         Zivilisationen, aufgrund ihrer<br>                         Güte und Hilfsbereitschaft und<br>                         Wohlwollens verankert haben, so<br>                         schnell, verschwanden auch sie<br>                         wieder. Keiner wusste warum.<br>                         Woher kamen sie? Warum halfen sie<br>                         Völker ohne eigenen Nutzen daraus<br>                         zu ziehen? Was war ihr wahres<br>                         Anliegen? Schnell verbreiteten<br>                         sich Gerüchte, sie wollen nur<br>                         Unfrieden säen, ihnen läge nichts<br>                         an der Existenz dieser<br>                         Individuen. Die Qu'aa'hr seinen<br>                         nur auf der Suche nach einem<br>                         Mittel um den Sektor zu<br>                         übernehmen, sie suchten einen<br>                         Stützpunkt, um ihre Herrschaft zu<br>                         errichten. All diese und noch<br>                         absurdere Gerüchte kursierten in<br>                         diesem und den angrenzenden<br>                         Sektoren des Raumes.<br><br>                         Andere behaupteten, ein mächtiger<br>                         Feind hätte sie hinweggefegt. So<br>                         wurde im Laufe der Äonen eine<br>                         Legende geboren.....und diese<br>                         lebt auch in heutiger Zeit, in<br>                         der Kultur und den Gedanken der<br>                         Völker dieses Sektors<br>                         weiter.....in ihren Gedanken und<br>                         ihren Herzen auch derer<br>                         Nachfahren. Jene welche den<br>                         Qu'aa'hrs Aufenthalt gewährten<br>                         wurden bald als Aussätzige<br>                         gemieden. Die Tholianer ließen<br>                         sie gnadenlos verfolgen und<br>                         unterdrückten sie. Frondienste<br>                         und Strafexpeditionen wurden<br>                         ihnen auferlegt und die Freunde<br>                         der Fremden erlebten ein<br>                         Zeitalter der Düsternis. Man<br>                         jagte sie sogar bis an die Ecken<br>                         des tholianischen Imperiums. Ihre<br>                         Legenden aber, trugen sie weiter<br>                         mit sich und sie  halfen ihnen<br>                         das erdrückende Leid zu ertragen.<br><br>               Planet beginnt zu pulsieren, ein friedliches blau umstrahlt<br>               ihn und eine Korona beginnt sich um den Planeten zu legen -<br>               ein erhabenes Erlebnis<br><br>                                   YINDRA (V.O.)  (CONT'D)<br>                         Träume wurden geboren, man<br>                         wünschte die Qu'aa'hr würden<br>                         zurückkommen.<br>                         Träume.....Legenden....sie alle<br>                         leben auch heute noch in der<br>                         Fantasie jener Völker weiter und<br>                         beeinflussen ihre Realität und<br>                         Handeln... bis zu jenem Tag als<br>                         diese Träume Wirklichkeit wurden.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   END OF TEASER<br>                                      AKT I<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. ERDE<br><br>               Einblendung in weißer Schrift: "LONDON, 4. JUNI 2156 -<br>               Trafalgar Square" Wir befinden uns auf dem berühmten<br>               Trafalgar Square in Neu London, viel scheint sich nicht zu<br>               verändert haben, allerdings ist einiges den neuesten<br>               technischen Standards angepasst worden: So ist der<br>               ursprüngliche Flair noch vorzufinden. Es herrscht<br>               Markttreiben.  Haendler preisen lautstark ihre Waren an -<br>               es herrscht ein rege und geschäftige Atmosphäre  - LT.<br>               BEEM, DOC MILLER und CAPT. CAYLON wandern ziellos umher,<br>               sie warten auf etwas - zumindestens hat es den Anschein.<br>               Alle drei Personen machen einen leicht entspannten, aber<br>               dennoch angespannten Eindruck -<br><br>                                   BEEM<br>                         Sind wir nun im Dienst oder auf<br>                         einem Privatausflug?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beiläufig)<br>                         Warum fragen Sie, msiter Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                         Na ja, soweit ich weiß, schmeckt<br>                         britisches Bier...<br><br>                                   MILLER<br>                         Vorzüglich, das war das Wort, das<br>                         sie suchten.<br>                             (begeistert)<br>                         Hach, ich liebe diesen Ort,<br>                         dieses Land, einfach alles auf<br>                         dieser Insel...<br><br>                                   BEEM<br>                         Würde gerne mal wieder ein gutes<br>                         britisches Bier zischen....<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Betrachten Sie es als beiderlei,<br>                         bisher scheinen ja nur wir von<br>                         dem Vorfall im Zhudal-Sektor zu<br>                         wissen; und ja, etwas Entspannung<br>                         tut uns allen gut.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie haben noch nicht mit Admiral<br>                         Forrest gesprochen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, ich sehe auch keinerlei<br>                         Veranlassung - zumindestens jetzt<br>                         noch nicht...<br><br>               Während man ruhig und gelassen umherspaziert...auf der<br>               anderen Strassenseite erblicken wir einen Shop in dem man<br>               einige Käfige und sonstige Kuriositäten bestaunen kann.<br><br>               EXT. TRAFALGAR SQUARE - ANGLE ON SHOP<br><br>                                   MILLER (V.O.)<br>                             (erfreut, erregt)<br>                         Ach ist der süß, bei Pharon, den<br>                         muss ich haben!<br><br>               Sie läuft aufgeregt über die Strasse, einige Schwebeautos<br>               zischen vorbei. Schließlich betritt sie ein Geschäft; in<br>               großen Lettern über der Eingangstür steht geschrieben:<br><br>               - OLD ANTIQUITIES AND OTHER THINGS OF INTEREST -<br><br>               EINSTELLUNG: DIE GRUPPE UM CAPTAIN CAYLON<br><br>                                   BEEM<br>                             (erstaunt, zynisch, zu<br>                              sich)<br>                         "Ach den muss ich haben", was hat<br>                         die denn wieder für Probleme,<br>                         sonst ist sie immer so<br>                         kleinkariert und popelig und<br>                         jetzt auf einmal rennt sie los,<br>                         wie von der Tarantel gestochen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ernst)<br>                         Lieutenant, lassen sie es gut<br>                         sein. Die letzten Tage waren<br>                         nicht gerade leicht für uns alle.<br>                         Vor allem für Miller.  Wissen<br>                         Sie, nach den Ereignissen vor<br>                         einigen Jahren, liegen die Nerven<br>                         immer noch blank. Vier Jahre sind<br>                         nicht gerade viel Zeit all die<br>                         Ereignisse zu verkraften. Auch<br>                         sie mußte einen großen Verlust<br>                         hinnehmen. Ich bin froh, sie für<br>                         die bevorstehenden Aufgaben<br>                         Antares gewonnen haben zu können.<br>                         Ich bin über jedes kleine<br>                         Quentchen an Lebensfreude<br>                         glücklich. Ich möchte neben<br>                         Torlan nicht auch noch eine<br>                         deprimierte Bordärztin betreuen<br>                         müssen...<br>                             (sein Blick ist<br>                              gespannt, fest,<br>                              forschend)<br>                         Können Sie sich einen Reim darauf<br>                         machen, Lieutenant?<br><br>                                   BEEM<br>                             (Schulterzucken)<br>                         Auf Doktor Millr?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf das, was im Zhudal-Sektor<br>                         geschehen ist.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ehrlich gesagt, nein. Dieses<br>                         blaue Schimmern, dann diese<br>                         Stimme... Zugegeben: Irgendwie<br>                         hat sie mich berührt, aber dann<br>                         diese Worte.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               RÜCKBLENDE - INT. ANTARES - BRÜCKE Auf der Brücke sehen wir<br>               ein blaues, leicht pulsierendes Leuchten, eine Stimme<br>               spricht verzerrt, jedoch sanft und einfühlsam - die<br>               Mannschaft befindet sich in gespannter Erwartung<br><br>                                   STIMME<br>                             (melodisch, sanft,<br>                              leicht)<br>                         G e f a h r ....... dritter<br>                         Planet.....ihr<br>                         nennt.....Erde...Stadt..Insel...<br>                         Nörd....Hemisphäre...große<br>                         Ge....faaaaahhhhr...<br><br>               Die Stimme wird leister bis sie gänzlich verschwunden ist.<br>               Caylon, Miller, Beem, Torlan, Mueller und Tschernovsky sind<br>               auf der Brücke, starren gebannt auf die<br>               Erscheinung....schließlich blicken sie sich hilf- und<br>               ratlos an....<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ANTARES - ORBIT UM DIE ERDE<br><br>               Schiff Aussenansicht - in einiger Entfernung materialisiert<br>               sich ein Objekt -<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE Man erkennt in einiger Entfernung auf<br>               dem Bildschirm,ein grünschimmerndes Objekt, welches eine<br>               Art Strahl auf die britischen Inseln richtet, das Objekt<br>               pulsiert und beginnt dabei sich langsam aufzulösen -<br>               gleichzeitig werden Koordinaten auf dem Hauptbildschirm der<br>               Antares angezeigt..<br><br>                                   STIMME<br>                             (wiederum melodisch,<br>                              aber auch ängstlich)<br>                         Platz....Säule....geeeeht..große<br>                         Geeeefaaahr....das....Dreieck...<br>                         schließen....<br>                             (wird schwächer)<br>                         Das Schiff verschwindet in einer<br>                         Art ringförmigen, sich<br>                         rotierendem Puls<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ERDE - LONDON - GEGENWART - RESUME<br><br>                                   BEEM<br>                             (fragend)<br>                         Glauben Sie, dass sich der Xindi<br>                         Zwischenfall nochmals so ähnlich<br>                         zutragen könnte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich hoffe nicht, aber was nützt<br>                         all das Hoffen? Sie sehen doch<br>                         was sich in Bezug auf die<br>                         Romulaner tut. Wir mussten davon<br>                         ausgehen, dass unser Aufbruch ins<br>                         All nicht nur mit friedlichen<br>                         Erkundigungen einhergeht.<br>                         Außerdem ist in Bezug auf die<br>                         Xindis auch noch vieles im<br>                         Unklaren. Starfleet ist ja sehr<br>                         schweigsam, wenn es um dieses<br>                         Kapitel geht...<br><br>               Man merkt, Caylon ist durch all die Ereignisse stark<br>               aufgewühlt...er fühlt sich offensichtlich ausgeklammert und<br>               das zeigt sich in seiner harten und leicht bedrohlichen<br>               Gestik...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (ärgerlich)<br>                         Und aus dem unbekannten Objekt<br>                         werde ich einfach nicht schlau:<br>                         Wieso drückt man sich so<br>                         rätselhaft aus? Plant man wieder<br>                         einen Angriff auf die Erde?<br>                         Selbst wenn: Warum die<br>                         Koordinaten? Und vor allem, was<br>                         soll die Passage mit dem Dreieck.<br>                         Ich meine: Sehen Sie hier<br>                         irgendwo ein Dreieck?<br><br>                                   BEEM<br>                             (sich umsehend)<br>                         Eigentlich nicht.<br>                         Obwohl ich hier schon mal eine<br>                         Weile gelebt habe, ist mir noch<br>                         nie ein Dreieick aufgefallen. Die<br>                         Koordinaten, auf die der Strahl<br>                         zeigte, stimmen jedoch überein,<br>                         es muss hier sich irgendwas<br>                         befinden oder alles ist nur ein<br>                         schlechter Scherz... Caylon und<br>                         Beem trennen sich, ersterer<br>                         bewegt sich in<br><br>               südlicher Richtung, beide geben sich per Zeichensprache zu<br>               verstehen, dass man suchen werde.<br><br>                                                             FADE OUT<br><br>               EXT. ERDE - LONDON<br><br>               EINBLENDUNG: 10 Minuten später Die Kamera schwenkt zwischen<br>               Beem und Caylon her, wir beobachten das Treiben in der<br>               Millionenstadt. Beide suchen, beobachten, Beem befragt<br>               einige, ihm offensichtlich bekannte Gesichter - doch er<br>               erntet nur Kopfschütteln. Schließlich treffen sie sich<br>               wieder, Ltn. Miller tritt hinzu, in ihre Hand trägt sie<br>               eine Art Käfig.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Und, Lieutenant, etwas gefunden?<br><br>                                   BEEM<br>                             (ratlos)<br>                         Nein, Sir, nichts. Aber unsere<br>                         Ärztin scheint auf den Geschmack<br>                         gekommen zu sein.<br><br>               Beem blickt gespannt auf das verhüllte Objekt, welches<br>               Miller in der Hand hält.<br><br>                                   MILLER<br>                             (voller Freude)<br>                         Ich hätte nicht gedacht, einmal<br>                         eine solche Kostbarkeit zu<br>                         erwerben. Sehen Sie mal,<br>                         Captain...<br><br>               Mit einem Schwung zieht Miller eine Art Decke vom Käfig und<br>               mit einem Lächeln stellt sie ihren Neuerwerb vor.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Tatatataaaa...ein blauer Ara,<br>                         einer der seltensten Vögel der<br>                         Welt.<br><br>               EINSTELLUNG: DER KÄFIG<br><br>                                   MILLER<br><br>                         Er galt bis vor 100 Jahren noch<br>                         als ausgestorben. Ich habe mir<br>                         schon immer so ein Tier<br>                         gewünscht. Ich nehme an, Sie<br>                         haben nichts dagegen, dass ich<br>                         ihn an Bord...<br><br>               EINSTELLUNG: DIE GRUPPE<br><br>               Erstaunt und überrascht blickt Caylon auf das Tier.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leich nervös)<br>                         Also, ich weiß nicht...<br>                             (beat)<br>                         Ein Tier auf der Antares? Was ist<br>                         wenn er aus dem Käfig entflieht,<br>                         zum Schluss... ist die ganze<br>                         Brücke noch voller Kot und...<br><br>                                   BEEM<br>                             (grinst)<br>                         Oder er uriniert Torlan in<br>                         seine...<br><br>               Dafür erntet er einen vorwurfsvollen Blick von Caylon und<br>               Miller. Caylon zeigt sich nachdenklich und versucht sich<br>               aus der Affäre zu ziehen - kurz bevor er eine Entscheidung<br>               getroffen hat, fällt ihm Miller ins Wort.<br><br>                                   MILLER<br>                             (bestimmt)<br>                         Captain, darf ich sie an die<br>                         Bordvorschrift 73 Abschnitt 14<br>                         Paragraphen 5 und 6 erinnern?<br>                         Dort lesen wir, dass es<br>                         Mannschaftsmitglieder gestattet<br>                         ist, ein Tier mit an Bord zu<br>                         bringen, welches den Statuten 73<br>                         5-b und c entspricht.  Und ja,<br>                         ich muß nicht Captain Archer<br>                         erwähnen.....<br><br>               Geht in Konfrontationskurs mit Caylon - nach dem Motto kann<br>               ich dich nicht überzeugen, muß ich härtere Geschütze<br>               auffahren Caylon fühlt sich überrumpelt und hat sicher<br>               keine Lust sich auch noch mit seiner Schiffsärztin<br>               anzulegen - so bemüht er sich um Gleichgewicht -<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         ..ja...nein...also nein, dass<br>                         müssen Sie nicht, Doktor, jeder<br>                         weiß um Porthos und Doktor Phlox<br>                         und dessen intergalaktischen<br>                         Zoo...<br><br>               Hilflos, fast flehend blickt er auf Beem, hofft das ihm<br>               sein Waffenoffzier unterstützt<br><br>                                   BEEM<br>                             (unberührt)<br>                         Also, ICH weiß von nichts. Sie<br>                         sind der Captain.<br>                             (grinst)<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fühlt sich hilflos<br>                              überrumpelt)<br>                         Okay, Doktor Miller, Erlaubnis<br>                         erteilt. Aber ich hoffe mal<br>                         nicht, dass er sich auf der<br>                         Brücke einnistet. Hat er denn<br>                         schon einen Namen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, den habe ich auch schon,  ich<br>                         nenne ihn Glan, ein alter Name<br>                         aus dem Gälischen, meiner Heimat.<br>                         Also, Glan, darf ich dir Capt.<br>                         Caylon vorstellen?<br><br>               EINSTELLUNG: KÄFIG - PAPAGEI<br><br>               Wir sehen einen wunderschönen blauen Papagei, mit gelben<br>               Schattierungen. Er blickt neugierig auf die Gruppe.<br><br>               EINSTELLUNG: NAHANSICHT LTN. BEEM<br><br>               Blickt den Papagei mißtraurisch an, dieser läßt ein paar<br>               krächzende Laute von sich. Er scheint Beem zu mögen.<br><br>               EINSTELLUNG: NAHANSICHT LTN. MILLER<br><br>               Glan krächzt fröhlich vor sich hin.<br><br>                                   MILLER<br><br>                             (zu Glan)<br>                         Du scheinst mir ja ein nettes<br>                         Kerlchen zu sein, ich habe ja<br>                         schon lange Ausschau nach einem<br>                         Prachtstück wie dir gehalten....<br><br>                                   GLAN<br>                         Beem....Beem.....<br><br>               Glan krächzt vor sich hin und öfters hört man den Namen des<br>               Waffenoffziers der Antares - Millers anfängliche Heiterkeit<br>               wandelt sich zum Erstaunen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Glan scheint Sie zu mögen,<br>                         Lieutenant, sag Hi zu Lieutenant<br>                         Beem, Glan....<br><br>               Glan blickt Ltn. Beem an, scheint von ihm sehr angetan zu<br>               sein, schlägt mit den Flügeln, so als ob der den Käfig<br>               verlassen möchte.<br><br>               EINSTELLUNG: NAHANSICHT LTN. BEEM<br><br>               Tief und durchdringend blickt Beem den Vogel an, so als ob<br>               er einen neuen Feind erkannt habe.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und da sag mir noch mal jemand,<br>                         ich hätte keinen Vogel...<br><br>                                   GLAN<br>                             (krächzt)<br>                         Jaaaa...Vogel... Beem hat<br>                         Vogel....<br>                             (krächz)<br>                         Caylon und Miller schmunzeln,<br>                         dann wandelt sich dieses<br>                         Schmunzeln langsam in ein<br>                         Lachen.. Sehr gereizt zeigt Beem<br>                         mit dem Finger auf Glan.<br><br>                                   BEEM<br>                         Diese Beziehung beginnt ganz nach<br>                         meinem Geschmack, VOGEL! Die<br>                         Gruppe ist ausgelassen, ja<br>                         fröhlich. Trotz einiger Bedenken<br>                         herrscht Einigkeit.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. PICCADILLY CIRCUS - MOMENTE SPÄTER<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, nachdem wir uns alle mit dem<br>                         neuen Besatzungsmitglied<br>                         bekanntgemacht haben...<br><br>               Mit einer Art Verbeugung zu Glan gibt er seine anfängliche<br>               Ablehnung dem Vogel gegenüber auf.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ..ach ja, Glan ich heiße dich<br>                         herzlich als Crewmitglied der<br>                         Antares willkommen, sollten wir<br>                         uns unserer eigentlichen Aufgabe<br>                         widmen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich werde die uns übermittelten<br>                         Koordinaten nochmals überprüfen.<br>                         Blickt auf ihren Scanner.<br><br>                                   BEEM<br>                         Und ich vertrete mir abermals die<br>                         Füße...<br><br>               Entfernt sich, wobei er immer wieder einen Blick auf seinen<br>               neuen "Feind" wirft...<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain, sicherheitshalber bringe<br>                         ich Glan zum Händler zurück und<br>                         hole ihn später ab - mit ihrer<br>                         Erlaubnis?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Erteilt! Empfinde ich auch als<br>                         sicherer: ich möchte ja nicht,<br>                         dass unser neuestes Mitglied<br>                         Schaden nimmt.<br><br>               Miller bewegt sich mit schnellen Schritten und dem Käfig in<br>               ihrer Hand über die Straße und betritt den Shop...<br><br>               EINSTELLUNG: FOLGT MILLER<br><br>                                   MILLER<br>                             (laut)<br>                         ..bin gleich zurück.<br><br>               EINSTELLUNG: GRUPPE<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, ich kontaktiere Commander<br>                         Müller und teile ihr mit, sie<br>                         soll die Koordinaten und<br>                         Einstellungen überprüfen und dass<br>                         wir uns etwas verspäten werden...<br>                         Leise fügt er noch hinzu...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ..und bereite Sie mal ganz<br>                         schonend auf den Vogel vor.<br>                         Während er seinen Communicator<br>                         aus der Tasche holt,<br><br>               geschieht eigenartiges: Langsam, gemächlich, verändert sich<br>               der Himmel, die Umgebung tritt in eine Art Dunkelheit ein,<br>               einer sonderbaren Dunkelheit - Caylon hat den Kommunikator<br>               am Mund...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ..was zum Henker ist jetzt<br>                         los....<br><br>               Unschlüssig und irritieret blickt er um sich - Passanten<br>               bleiben stehen - Fenster öffnen sich, Bewohner blicken<br>               neugierig um sich...manche beginnen zu schreien, andere<br>               deuten mit dem Finger zum HImmel, andere scheinen es noch<br>               nicht bemerkt zu haben...<br><p>               EXT. LONDON - NELSON´S COLUMN - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Eine gespentische Stille tritt ein, alles scheint zu<br>               erstarren, die Passanten und Menschen harren inne, blicken<br>               zum Himmel, sind verunsichert.....dann....scheint der<br>               Kulminationspunkt errreicht zu sein, alles ist in einem<br>               merkwürdigen Grauton versunken,  welcher sich zu einem<br>               glühenden und leuchtenden Blauton verändert....<br><br>                                   CAYLON<br>                         WAS.....IST.....DAS....????<br><br>               In Ehrfurcht blickt er zum Firmament und erstarrt - es ist<br>               ein beruhigender Blauton - ein tiefes sattes Blau, mit<br>               grünlichem Einschlag.<br><br>                                   CAYLON  (CONT'D)<br>                             (fasziniert zu sich<br>                              selbst)<br>                         Diese Färbung... unheimlich...<br>                         Aufgeregt kehrt Miller zurück,<br>                         sie ist ebenfalls tief<br>                         beeindruckt.<br><br>                                   CAYLON  (CONT'D)<br>                             (zu Miller)<br>                         Wir haben doch keine<br>                         Sonnenfinsternis, oder ist Ihnen<br>                         eine bekannt?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, Sir, mir ist keine<br>                         bekannt...<br><br>               Auch Beem eilt herbei<br><br>                                   BEEM<br>                         Himmel, was IST DAS?<br><br>               Alle drei blicken voller Erstaunen um sich, die Färbung hat<br>               mittlerweile ein stark leuchtendes azurblau angenommen.<br>               Sie hüllt die ganze Atmosphäre, ja die ganze Umgebung ein -<br>               plötzlich tritt ein blau-grüner Strahl aus der Atmosphäre  -<br>               Panik bricht aus - Menschen fliehen, unsere Crewmitglieder<br>               bleiben gebannt stehen, beobachten das merkwürdige<br>               Schauspiel - der blaue Strahl zerteilt sich in drei<br>               gleichlange Stücke - diese formen ein gleichseitiges<br>               Dreieck...<br><br>                                   STIMME<br>                             (hell, klar, dringend)<br>                         Ihr....die man die Antares nennt,<br>                         geht zur Säule...und<br>                         nehmt.....Schlüssel.....begebt<br>                         euch in.....System 243<br>                         ....Bhuras....dort Eingang....<br><br><br>               Urplötzlich bricht die Stimme ab.<br><br>               EXT. LONDON - LUFTANSICHT - NELSON´S COLUMN<br><br>               Wir erkennen das gleichseitige Dreieck, in seinem<br>               SChwerpunkt beginnt, zuerst schwach, dann stärker werdend<br>               eine grüne Kugel zu rotieren.....<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. LONDON - SELBE STELLE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Unsere Freunde betrachten diese Szene mit Faszination -<br>               keiner fühlt sich wohl in seiner Haut, doch die Neugierde<br>               siegt: Sie laufen zu der besagten Stelle.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Los, wenn man uns schon so<br>                         freundlich auffordert......<br>                         Caylon beginnt zu laufen - Miller<br>                         und Beem folgen ihm.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. LONDON - NELSON´S COLUMN<br><br>               Man sieht das vor Energie pulsierende Dreieck in der<br>               Nahansicht - die Freunde nähern sich, Miller begint mit dem<br>               Scanner das Phänomen zu untersuchen - zuerst etwas zaghaft,<br>               später mit Selbstvertrauen tritt sie immer näher an das<br>               Objekt heran -  das tiefblaue, gleichseitige Dreieck<br>               rotiert und pulsiert weiterhin.<br><br>                                   MILLER<br>                             (erregt)<br>                         Hier, Captain, ich registriere<br>                         ein gewaltiges<br>                         SChwingungsfeld....<br>                             (beat)<br>                         Definitiv elektromagnetischer<br>                         Art, doch von unbekannter<br>                         Frequenz...<br><br>               Caylon und Beem nähern sich Miller, dort sieht man es -<br>               EINE ART KRISTALL, ca. 30 cm groß in Form einer Raute...er<br>               strahlt in einem satten Blauton - er rotiert um seine Achse<br>               - innerhalb des Dreiecks..<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Scheint ungefährlich zu sein...<br>                         Sie nähert sich dem rotierendem<br>                         Dreieck, so dass sie es fast mit<br>                         der Hand berühren kann<br><br>                                   CAYLON<br>                         Seien sie vorsichtig, Doktor...<br><br>               Miller berührt ihn unbeeindruckt und... nichts geschieht,<br>               sie hebt ihn auf und betrachtet ihn intensiv, Caylon und<br>               Beem nähern sich Millers Position und blicken auf diese<br>               formvollendete und exakte Struktur.<br><br>               EINSTELLUNG: OBJEKT - ROTIERENDE RAUTE<br><br>               Die Kamera schwenkt von den Akteuren weg und plötzlich hört<br>               man markerschütternde Schreie...<br><br>               EXT. LONDON SELBE STELLE - GASSE<br><br>               Eine Person, ca. 20 Jahre, groß, dunkelblond, in gelbe<br>               Gewänder gehüllt rennt aus einer Gasse auf die Mannschaft<br>               zu - was will sie? Laut und panisch fuchtelt die Person mit<br>               den Armen und schreit.<br><br>                                   PERSON<br>                             (ängstlich)<br>                         SIE SIND HIER.... RETTET EUCH....<br>                         DIE VERDAMMTEN SIND HIER....<br><br>               In Panik versucht der Mann zu fliehen - läuft auf Beem,<br>               Miller und Caylon zu.<br><br>                                   PERSON (CONT'D)<br>                         HELFT MIR... SIE....DIE<br>                         VERDAMMTEN...SIE....<br><br><br>               Hält inne, mit aufgerissenen Augen steht er wie angwurzelt -<br>               Einige Detonationen sind im HIntergrund zu hören - eine Art<br>               Welle bewegt sich aus dem NIchts auf den Mann und unsere<br>               Freunde zu, sie ist tiefrot -  zielstrebens erfaßt sie die<br>               Person und scheint sie von innen her zu verzehren... Caylon<br>               hechtet mit einem Satz hinter einen großen Kasten - Miller<br>               tun es ihm nach, jedoch auf der anderen Seite - nur Beem<br>               steht regungslos erstarrt auf der Stelle -<br><br>                                   BEEM<br>                             (verwirrt)<br>                         Verdammt, was ist hier los.....<br><br>               Eine weitere Detonation und eine weitere rote Welle bewegt<br>               sich rasend auf die Säule zu - Beem steht genau in ihrer<br>               Bahn - im letzten Augenblick, wird Beem von einer zweiten<br>               Welle eingehüllt, welche sich urplötzlich aus dem Nichts<br>               manifestiert, die darauffolgende Kollision schleudert Beem<br>               zur Seite, jedoch ohne ihn zu verletzen. Kurze Zeit später,<br>               als er sich vom ersten Schrecken erholt hat, steht er auf.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         ..was war denn das, Miller,<br>                         verdammt was war das?<br><br>               Wütend und leicht verletzt bemüht er aufzustehen, doch er<br>               ist leicht benommen - einige Sekunden später hat er sich<br>               wieder gefangen - fragend blickt er auf Miller.<br><br>                                   MILLER<br>                             (nachdenklich)<br>                         Ich weiß es nicht... Ebenfalls<br>                         eine elektromagnetische<br>                         Strahlung, jedoch anderer Art.<br>                         Die Dunkelheit beginnt sich<br>                         langsam aufzulösen und nach<br>                         einiger Zeit herrscht wieder ein<br>                         normales Bild.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. LONDON - SELBER ORT<br><br>               Alles ist so als ob nichts geschehen sei, die Passanten<br>               verlassen zögerlich ihre Verstecke, Ordnungskräfte des 22.<br>               Jahrhunderts erscheinen und riegeln die Stelle ab -<br>               unauffällig und ruhig zieht sich die Crew zurück, da sie<br>               nicht unbedingt ins Blickfeld der Behörden treten möchten.<br>               Verblüfft und voller Mißtrauen kehrt Beems Sarkasmus<br>               zurück.<br><br>                                   BEEM<br>                         Der Spuk scheint vorbei zu sein,<br>                         Captain.<br>                             (beat)<br>                         Wie heißt es so schön, nur Action<br>                         brings satisfaction...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dennoch gefällt mir die Ruhe<br>                         nicht... Miller, haben Sie noch<br>                         den Kristall...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, Sir, sicher verwahrt....ich<br>                         würde vorschlagen wir kehren zum<br>                         Schiff zurück... Vielleicht kann<br>                         mir der Bordcomputer bei der<br>                         Auswertung der Daten mehr<br>                         behilflich sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden, Doktor.<br>                             (beat)<br>                         Also schnappen Sie sich Glan und<br>                         dann zurück auf die Antares, Es<br>                         ist an der Zeit Commander Müller<br>                         und Admiral Forrest zu<br>                         instruieren. Bhurass ist wohl<br>                         unser nächstes Ziel. Während<br>                         Miller sich abermals in den Shop<br>                         begibt und den Käfig mit ihrem<br>                         neuen Haustier holt, schwenkt die<br>                         Kamera auf den Kristall, welcher<br>                         zu rotieren begonnen hat. Die<br><br>               Raute blinkt und strahlt in einem satten Grün. Nach einer<br>               Weile kehrt Miller zurück, den Käfig in der Hand...<br><br>                                   MILLER<br>                         Fertig Captain, wir können los.<br>                         Mestral wird sich freuen, ich<br>                         glaube er wird Glan mögen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zynisch)<br>                         KLar, der Vogel ist ja auch so<br>                         niedlich.<br><br>               Blickt ihn giftig an<br><br>                                   MILLER<br>                         Passen Sie nur auf, dass der<br>                         Vogel ihnen nicht auf ...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (energisch)<br>                         Meine Damen und Herren, lasen Sie<br>                         die Streitigkeiten, wir haben<br>                         Besseres zu tun.<br><br>               Beide eingeschüchtert<br><br>                                   BEEM/MILLER<br>                         Jawohl, Sir.<br><br>                                   GLAN (O.C.)<br>                             (krächzt)<br>                         Maul... halten... Beem... Maul<br>                         halten...<br><br>                                   BEEM<br>                         Dich knöpfe ich mir auch noch<br>                         vor...<br><br>               Beem blickt mit finsterer Mine auf Glan, so als wolle er<br>               ihm den Hals umdrehen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Beem)<br>                         Oder vielleicht umgekehrt...<br><br>               Cayon schmunzelt, scheint sich doch abzuzeichnen, dass sich<br>               Beem ebenfalls mit dem Neuzugang angefreundet hat, jedoch<br>               Probleme hat, dies zuzugeben.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>               LONDON RUNDBLICK - DAY<br><br>               Kamera schwenkt von der Crew weg und schließlich verläßt<br>               sie die Stelle, an der sich soeben ein ungewöhnliches<br>               Ereignis abspielte.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die Antares und das vulkanische Schiff So'kahr gleiten<br>               einträchtig nebeneinander, man bemerkt den<br>               Größenunterschied der beiden Schiffe.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SO'KAHR - ANDOCKBEREICH<br><br>               Capt. Caylon, Ltn. Cmdr. Müller, Ltn. Beem, Ltn. Miller,<br>               Capt. Tiral, sowie zwei ND im HIntergrund befinden sich an<br>               ihren Plätzen - Caylon, Müller, Beem, Miller und Tiral<br>               velassen die Andocksektion.<br><br>                                   TIRAL<br>                             (sachlich, bestimmt)<br>                         Bitte folgen Sie mir.. Wir folgen<br>                         der Truppe auf...<br><br>               INT. SO'KAHR - KORRIDOR<br><br>               Tiral, Miller, Müller gehen voraus, Caylon und Beem folgen<br>               in einigem Abstand - beide letztgenannten flüstern<br>               miteinander....<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon)<br>                         Captain! Darf ich offen sprechen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zu, Lieutenant.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mit gedämpfter Stimme)<br>                         Etwas paßt mir hier nicht...<br>                         Wieso wird um das System 243 so<br>                         eine Geheimniskrämerei gemacht?<br>                         Warum ist es UNS nicht erlaubt<br>                         einzufliegen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Ich denke wir werden es in Kürze<br>                         erfahren.<br>                             (beat)<br>                         Aber eins fiel mir direkt auf,<br>                         als ich Admiral Forrester von<br>                         unserem Erlebnis in Neu-London<br>                         und von den  Koordinaten des<br>                         System 243 erzählte und dabei das<br>                         Wort "Bhuras" erwähnte.<br>                         Ambassador Kholer und Ambassador<br>                         T'Prink gerieten daraufhin<br>                         ziemlich in Hektik, selbst für<br>                         vulkanische Verhältnisse sehr<br>                         seltsam. Kurze Zeit später gab<br>                         Admiral Forrester mir den Befehl<br>                         uns mit der So'kahr zu treffen<br>                         und uns von ihr in das System<br>                         bringen zu lassen. Weshalb, tja,<br>                         da hat bleibt der gute Admiral<br>                         mir heute noch die Antwort<br>                         schuldig, aber er tat es<br>                         sicherlich unserer Sicherheit<br>                         wegen.<br>                             (beat)<br>                         Aber wenn nicht bald Antworten<br>                         fallen, dann knöpfe ich mir<br>                         diesen Tiral eigenhändig vor.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SO'KAHR - BESPRECHUNGSRAUM<br><br>               Besagte Personen treten in einen großen, geräumigen<br>               hellerleuchteten Raum ein - wir folgen der Truppe - Tiral<br>               gibt mit einer Handbewegung zu verstehen, dass man Platz<br>               nehmen möge. - Grossaufnahme<br><br>                                   TIRAL<br>                             (in typisch vulkanischer<br>                              Manier zu allen)<br>                         Captain Caylon, ich begrüße Sie<br>                         an Bord der Forschungsschiffes<br>                         So'Kahr. Sicher werden Sie jetzt<br>                         Antworten auf einige gewichtige<br>                         Fragen hören wollen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (sarkastisch, leise)<br>                         Da kannst du Gift drauf nehmen...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (blickt auf Tiral,<br>                              bestimmt)<br>                         Captain Tiral, sicherlich werden<br>                         Sie verstehen, dass meine<br>                         Mannschaft und ich etwas<br>                         irritiert über die Vorkommnisse<br>                         sind. Wir  würden sicherlich<br>                         entspannter in unsere<br>                         Zusammenarbeit blicken, wenn Sie<br>                         uns aufklären könnten.<br><br>                                   TIRAL<br>                         Um es auf den Punkt zu bringen,<br>                         der Bhuras-Sektor grenzt an das<br>                         tholianische Hoheitsgebiet an.<br>                         Wie sie wissen, sind diese<br>                         fremden Schiffen und Völkern<br>                         gegenüber nicht wohlgesonnen.<br>                         Starfleet dürfte den Tholianern<br>                         sicherlich nicht unbekannt sein,<br>                         doch wir möchten Sie nicht den<br>                         Gefahren dieses Sektors<br>                         aussetzen. HIer gibt es<br>                         Machtfaktoren, welche Ihnen zur<br>                         Gefahr werden könnten und der<br>                         Vulkanisch Hohe Rat kam zum<br>                         Entschluß, dass es besser sei,<br>                         sie an Bord eines unserer Schiffe<br>                         in das Bhuras-System zu bringen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht ihn)<br>                         Captain Tiral, das wissen wir;<br>                         doch warum spricht keiner offen<br>                         mit uns darüber, wieso können<br>                         unsere Verbündeten uns gegenüber<br>                         sich nicht als wahrhaft<br>                         Verbündete verhalten? Wieso habe<br>                         ich immer das Gefühl, dass sich<br>                         Dinge zwischen uns befinden? Ich<br>                         denke wir haben das Recht, selbst<br>                         Erfahrungen mit den Tholianer zu<br>                         schließen. Capt. Archer ist ein<br>                         guter Freund und er informierte<br>                         mich in allen Punkten, was diese<br>                         fremde und xenohpobe Rasse<br>                         betrifft.<br>                             (beat)<br>                         Warum sagen Sie nicht einfach was<br>                         sich wirklich hinter der Sache<br>                         verbirgt? Nach all den guten<br>                         Erfahrungen bisher, sollte es<br>                         doch angemessen sein uns<br>                         eigenständig entscheiden zu<br>                         lassen. Doch was erfahren wir<br>                         stattdessen? Sie behandeln uns<br>                         wie Kleinkinder, Unmündige.<br><br>                                   TIRAL<br>                         Ich verstehe nicht, Captain<br>                         Caylon, es gibt nichts was zu<br>                         erklären wäre. Der Sektor 243 ist<br>                         einzig und allein gefährlich,<br>                         mehr noch: Er ist unberechenbar.<br>                         Nicht nur, dass die Tholianer<br>                         sich aggressiv verhalten, es<br>                         finden sich auch Völker darin,<br>                         welche sich uns gegenüber als<br>                         nicht  wohltätig verhalten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (energisch)<br>                         Das mag schon sein, Captain<br>                         Tiral. Doch uns Menschen lag<br>                         schon immer eine gewisse Portion<br>                         Ehrgeiz im Blut. Deswegen sind<br>                         wir hier, um Unbekanntes zu<br>                         erforschen, neue Kontakte zu<br>                         knüpfen, unseren Horizont zu<br>                         erweitern... nicht, um als<br>                         Unmündige behandelt zu werden...<br>                         Captain, ich schätze Ihre Hilfe,<br>                         doch das was zählt, ist schlicht<br>                         und einfach Vertrauen, nicht mehr<br>                         und nicht weniger...<br><br>                                   TIRAL<br>                         Captain, dann schenken Sie uns<br>                         dieses Vertrauen.<br>                             (beat)<br>                         Wir haben Ihnen und Ihrer<br>                         Mannschaft ein Shuttle<br>                         bereitgestellt, welches Sie für<br>                         ihren Weiterflug ins System 243<br>                         benutzen dürfen. An Bord befinden<br>                         sich die notwendigen<br>                         Informationen, wir werden mit<br>                         Ihnen in ständigem Kontakt<br>                         stehen.<br>                             (beat)<br>                         Und bitte, Captain: Passen Sie<br>                         auf sich auf; ich schätze Sie als<br>                         aufrichtigen und ehrlichen<br>                         Menschen...<br><br>               Tiral erhebt sich und bewegt sich langsam auf den Ausgang<br>               zu.<br><br>                                   BEEM<br>                             (sarkastisch, leise)<br>                         Ach, wie rührend, mir kommen die<br>                         Tränen....<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise,zu Beem)<br>                         Mister Beem, übersteigen Sie<br>                         nicht Ihre Befugnisse. Vulkanier<br>                         haben besser Ohren, als Sie<br>                         denken, und so etwas sollten Sie<br>                         nicht unbedingt zu hören kriegen.<br>                         Ich glaube ihm.<br><br>                                   TIRAL<br>                         Mein erster Offizier bringt Sie<br>                         nun zur Shuttlerampe. Ich wünsche<br>                         Ihnen Erfolg...<br><br>               Tiral macht das bekannte vulkanische Zeichen.<br><br>                                   TIRAL (CONT'D)<br>                         ... und ein langes Leben. Die<br>                         So´Kahr wird sich in genau vier<br>                         Tagen ihrer Zeitrechnung wieder<br>                         hier einfinden und Sie aufnehmen.<br><br><br>               Tiral wendet sich an seinen 1.Offizier.<br><br>                                   TIRAL (CONT'D)<br>                         Commander Hi'rah, bringen Sie<br>                         unsere Gäste zur Shuttlerampe,<br>                         Ensign Pi'rol wird der Besatzung<br>                         der Antares zur Seite gestellt.<br><br>                                   HI'RAH<br>                             (leicht verbeugend)<br>                         Jawohl, Captain!<br><br>               An die Mannschaft der Antares gewandt:<br><br>                                   HI'RAH (CONT'D)<br>                         Folgen Sie mir, bitte!<br><br><br>               Man verläßt geschlossen den Besprechungsraum - Müller,<br>               Miller und Tiral voran - sie unterhalten sich ruhig -<br>               Caylon und Beem folgen wie immer in einigem Abstand -<br>               während Caylon leicht nachdenklich wirkt, bemerkt Beem<br>               etwas hinter ihm -  nach einigen Schritten wird er<br>               langsamer, wendet sich um und geht zurück.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon, leise)<br>                         Captain!<br><br>               Caylon dreht sich um.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Sehen Sie mal hier, dieses rote<br>                         Pulver auf dem Boden. Caylon geht<br>                         auf Beem zu und bückt sich.<br><br>                                   BEEM  (CONT'D)<br>                             (nachdenklich)<br>                         Was meinen Sie dazu?<br><br>               INT. SO'KAHR - KORRIDOR<br><br>               Müller und Tiral bemerken, dass Caylon und Beem fehlen, als<br>               sie sich umsehen, winkt Ihnen Caylon zu und beide begeben<br>               sich zur besagten Stelle. Müller begibt sich mittlerweile<br>               zur nahgelegenen Shuttlebay...<br><br>               INT. SO'KAHR - BESPRECHUNGSRAUM<br><br>               NAHAUFNAHME: BODEN<br><br>               Wir sehen ein rötliches, pulverartiges Gemisch am Boden,<br><br>               kugelförmig, schimmernd, jede Kugel hat einen Durchmesser<br>               von etwa 2mm - Tiral steht in einigem Abstand, regungslos<br>               daneben, während Miller versucht, Antworten auf die stillen<br>               Fragen zu erhalten, welche in den Köpfen der Mannschaft<br>               schwirren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Miller)<br>                         Was meinen Sie dazu, Miller?<br><br>                                   MILLER<br>                             (nachdenklich)<br>                         Fühlt sich warm an, fest, glatt.<br>                         Mir scheint so, als ob<br>                         pulsiert...<br><br>                                   BEEM<br>                             (erstaunt)<br>                         Pulsiert? Das bilden Sie sich<br>                         ein. Wie soll den ein<br>                         anorganisches Objekt pulsieren?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wer sagt denn das es anorganisch<br>                         ist? Fühlen Sie doch selber mal!<br>                         Sie reicht Beem einige der<br>                         rötlichen Kügelchen...<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         ...und?<br><br>                                   BEEM<br>                             (prüfend)<br>                         ...also komisch fühlt es sich<br>                         schon an, weder rauh noch<br>                         makellos glatt und ... ja ... es<br>                         pulsiert, jetzt fühle ich es<br>                         auch...<br><br>               NAHAUFNAHME - TIRAL<br><br>               Captain Tiral scheint nicht gerade angetan zu sein, von den<br>               Bemerkungen Millers und Beems....wie es aber für ein<br>               Individuum seiner Rasse gehört, lässt er sich nichts<br>               anmerken.<br><br>               INT. KORRIDOR - CLOSE-UP<br><br>               Die Gruppe untersucht das seltsame Phänomen.<br><br>                                   TIRAL<br>                         Ich denke es ist an der Zeit sich<br>                         zum Shuttle zu begeben, wir<br>                         verlassen in Kürze das System.<br><br>                                   PI`ROL (O.S.)<br>                         Bitte folgen Sie mir!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tiral)<br>                         Wissen Sie, was das ist?<br><br>                                   TIRAL<br>                         Ich bedauere Captain Caylon, doch<br>                         ich sehe diese Substanz zum<br>                         ersten Mal.<br><br>               Caylon blickt auf Tiral - durchdringlich versucht er die<br>               Gedanken des großen, stämmigen Vulkaniers zu erforschen und<br>               er bemerkt scheinbar, dass diese Behauptung nicht richtig<br>               ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wirklich...<br><br>                                   TIRAL<br>                         Captain, seien Sie versichert,<br>                         ich bin genauso erstaunt wie Sie.<br>                             (beat)<br>                         Bitte, Sie müssen sich beeilen...<br><br>               Caylon und Beem, Miller und Tiral verlassen den Bereich -<br>               sobald Sie um die Ecke des Korridors gebogen sind...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. KORRIDOR - TOTALE<br><br>               Wir bemerken einen Schatten am Ende des Korridors - wie auf<br>               Befehl bewegen sich die roten, kugelförmigen Gebilde -<br>               setzen sich anfänglich langsam, dann immer schneller<br>               werdend in Bewegung, eines nach dem anderen schweben,<br>               rollen, ja fliegen auf den Schatten zu - so als ob der<br>               Schatten sie magisch anziehen würde...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SHUTTLEBAY<br><br>               Müller steigt mit Pi`rol in das bereit stehende Shuttle,<br>               Beem und Miller folgen. Tiral und Caylon befinden sich noch<br>               in einer hitzigen Unterredung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (aufgebracht)<br>                         .....ich verstehe Sie nicht,<br>                         Tiral, was geschieht hier?<br>                         Ich bestehe auf einer Antwort!<br>                         Wieso werde ich das Gefühl nicht<br>                         los, Sie verschweigen uns etwas?<br>                         Was befürchten Sie? Was ist los,<br>                         Tiral???<br><br>                                   TIRAL<br>                             (wendet sich von Caylon<br>                              ab)<br>                         Captain, Sie können versichert<br>                         sein, wir verschweigen nichts,<br>                         absolut nichts.<br><br>               Tiral blickt sich um, so als ob er Gefahr erwartet.<br>               Bemerken wir etwa Angst in den Augen des Vulkaniers? Sein<br>               Verhalten ist nicht das einen typischen Vulkaniers.<br><br>                                   TIRAL (CONT'D)<br>                         ....es ist besser, Sie gehen<br>                         jetzt, ich wünsche Ihnen gutes<br>                         Gelingen für Ihre Mission, wir<br>                         erwarten Sie dann in vier Tagen<br>                         an der vereinbarten Postion.<br><br>               Tiral wendet sich ab und verläßt den Raum, Caylon ruft ihm<br>               noch nach.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (laut)<br>                         Captain Tiral, wir hören noch<br>                         voneinander!<br><br>               Wütend wendet er sich den bevorstehenden Dingen zu...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu sich selbst)<br>                         Störrischer Trottel, so werden<br>                         unsere Völker nie zusammenfinden.<br><br><br>               Auch Caylon betritt nun das Shuttle, nachdenklich,<br>               ärgerlich, er fühlt sich verraten, verkauft....<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SHUTTLEBAY<br><br>               Pi´rol und Caylon an der Steuerungskonsole, Miller und Beem<br>               überprüfen die Ausrüstung, Müller an der Navigation.<br><br>               EXT. WELTALL<br><br>               Während sich die So´Kahr mit Impulsegeschwindigkeit dem<br>               Geschehen entzieht, verläßt das Shuttle die Landungsbucht<br>               und fliegt in Richtung des vor ihm liegenden Planeten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. SO'KAHR - EINIGE ZEIT SPÄTER<br><br>               Das Schiff zieht seine Bahnen - zuerst ein, dann zwei, dann<br>               eine Vielzahl von kugelförmigen,  rötlichen Objekten<br>               tauchen hinter der So'Kahr auf, allmählich umzingeln sie<br>               das Schiff, so als ob Sie es abhalten wollen, sich weiter<br>               auf die Reise zu begeben.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>                                                             FADE IN:<br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Das Shuttle befindet sich im Anflug auf den Planeten.<br>               Dieser schimmert grünlich, ruhig, majestätisch.<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Die Crew bereitet sich auf die Landung und auf ihre<br>               bevorstehenden Aufgaben vor - Miller und Beem scheinen<br>               eingenickt zu sein - Pi`rol und Caylon wirken angespannt,<br>               während Müller die Ruhe in Person ist...<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Die von Ihnen gegebenen<br>                         Koordinaten scheinen auf den vor<br>                         uns liegenden Planeten<br>                         hinzudeuten. Sauerstoff<br>                         Stickstoff-Atmosphäre, 78% des<br>                         Planeten bestehen aus Wasser, nur<br>                         der nördliche und westliche Teil<br>                         ist von einer Landmasse umgeben.<br>                         Nur der nördliche Teil scheint<br>                         bewohnt zu sein...<br><br>               Ein sternförmiges, blaues Objekt erscheint plötzlich über<br>               dem Planeten, augenblicklich ist es da.<br><br>                                   PI`ROL (CONT'D)<br>                         ...faszinierend...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT - PLANET<br><br>               Das blaue, sternförmige Objekt beginnt zu pulsieren. Wir<br>               folgen den pulsierenden Strahlen und kommen zu einem<br>               kleinen Dorf, welches sich auf der Südseite des Planeten<br>               befindet. Anfänglich schwach, dann stärker, verwandelt sich<br>               das Pulsieren in ein Blinken. Wir sehen einige Bewohner des<br>               Planeten, diese blicken mit gefalteten Händen zum Himmel,<br>               wobei ihre Finger die Form eines Dreiecks bilden.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Caylon und Müller beobachten das Objekt mit einem gewissen<br>               Mißtrauen, Miller erwacht aus ihrem Nickerchen, sie spürt<br>               ein Ziehen und versehentlich stößt sie Beem in die Seite,<br>               welcher daraufhin vor Schreck vom Sitz fällt. Gerade sieht<br>               sie noch, wie Commander Müller von einem blauen Leuchten<br>               eingehüllt wird und verschwindet...<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain, was geschieht hier...<br>                         sehen Sie...<br><br>               Sie ist noch nicht völlig bei Bewußtsein...<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Da... Was ist das?...<br><br>               Caylon und Pi'rol blicken auf Müller, ebenso Miller - sie<br>               ist verschwunden. Mittlerweile ist auch Beem aufgewacht.<br><br>                                   BEEM<br>                             (genervt)<br>                         Bullshit, Miller, machen Sie das<br>                         nochmal mit mir und ich<br>                         verspreche Ihnen, den nächsten<br>                         Tag werden Sie nicht vergessen...<br>                             (sieht sich um)<br>                         ... Was ist denn los... Wo ist<br>                         denn Commander Müller? Beem und<br>                         Miller begeben sich näher an den<br>                         Bildschirm und<br><br>               sehen das merkwürdige Objekt... Von einer Sekunde auf die<br>               andere sendet der "Stern" eine Art Richtstrahl aus, wie es<br>               scheint auf  einen bestimmten Punkt auf dem Planeten aus.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube das galt uns, Ensign<br>                         Pi'rol... können Sie irgendwo die<br>                         Biosignale von Müller<br>                         identifizieren?<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Einen Moment, Captain.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ärgerlich)<br>                         Wenn das mal keine Falle ist...<br>                         Warum bloß der Commander?<br><br>                                   MILLER<br>                         Das würde mich auch<br>                         interessieren!<br><br>               Aus dem Nichts ertönt eine Stimme.<br><br>                                   STIMME<br>                             (ruhig, besonnen)<br>                         Dem Wesen, dass ihr Müller nennt,<br>                         geht es gut. Folgt dem Stern der<br>                         Mächtigen... Folgt ihm... Die<br>                         Zukunft wird sich als richtig<br>                         erweisen...<br><br>               Die Stimme verliert an Kraft und wird immer leiser.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Miller)<br>                         Na, das klingt auch nicht gerade<br>                         beruhigend.<br><br>                                   MILLER<br>                         Zumindestens klang die Stimme<br>                         nicht feindselig und Müller ist<br>                         wohl in Ordnung. Warum das<br>                         MIsstrauen? Vielleicht meinen<br>                         diese Mächtigen es gut mit uns.<br>                         Ich vertraue Ihnen... Warum weiß<br>                         ich auch nicht, doch nach all den<br>                         vielen Zeichen und Wundern bin<br>                         ich überzeugt, sie wollen uns<br>                         etwas zeigen... So misstrauisch<br>                         kenne ich Sie übrigens gar nicht,<br>                         Lieutenant!<br><br>                                   BEEM<br>                             (spöttisch)<br>                         Als ob Sie mich kennen würden...<br><br>               Wir sehen auf den Bildschirm wie sich das blaue Objekt in<br>               Luft auflöst und einige Zahlenreihen auf dem Bildschirm<br>               erscheinen.<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Das Objekt scheint uns neue<br>                         Koordinaten übermittelt zu haben.<br>                         Drückt einige Schalter, sein<br>                         Blick ist ruhig, eben der eines<br>                         Vulkaniers.<br><br>                                   PI`ROL (CONT'D)<br>                         Nehme Kurs auf die vom Objekt<br>                         angezeigten Koordinaten...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zu, Ensign... Ich schließe<br>                         mich Doktor Millers Meinung an.<br>                         Wenn man uns Schaden zufügen<br>                         wollte, dann hätte man es schon<br>                         längst getan. Die roten und<br>                         blauen Wellen, welche wir in<br>                         London erlebten, zeigen es nun<br>                         mal deutlich. Ich bin gespannt<br>                         was uns auf diesem Planeten<br>                         erwartet....<br><br>               Caylon ist entschlossen und voller Tatendrang, dem<br>               Geheimnis auf die Spur zu kommen.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>               EXT. PLANETENOBERFLÄCHE - WÜSTE Das Shuttle befindet sich<br>               im Landeanflug auf ein wüstenartiges Gelände - in der<br>               Ferne, am Rande der Wüste hinter einem Dickicht gelegen,<br><br>               erblicken wir drei humanoide Wesen, welche die Landung<br>               beobachten. Aufgeregt rennen Sie zurück in den riesigen<br>               Urwald, mit Bäumen und Sträuchern welche mehr als drei bis<br>               vier Meter hoch sind. Trotz der Sonneneinstrahlung scheint<br>               der Planet mit einer Art geheimnisvoller Aura überschüttet<br>               zu werden.<br><br>               EXT. SHUTTLE<br><br>               Die Crew befindet sich am Ausstieg, als sie plötzlich von<br>               mehreren gelben, kugelförmigen Objekten "beschossen"<br>               werden; diese stoppen abrupt, etwa einen Meter vor der<br>               Mannschaft.<br><br>                                   BEEM<br>                         ACHTUNG! Deckung, wir werden<br>                         angegriffen...<br><br>               Beem zieht seine Waffe, ebenso Caylon und Miller, die<br>               gelben Objekte scheinen verharren jedoch weiterhin und<br>               schweben vor dem Shuttle; sie wirken harmlos, doch ihre<br>               Gefährlichkeit scheint unbestritten. Eine mechanische<br>               Stimme ertönt.<br><br>                                   STIMME<br>                         HALT! EINDRINGLINGE!<br>                         ÜBERSCHREITEN DER SPERRZONE IST<br>                         FÜR WESEN EURER GENETISCHER<br><br>               STRUKTUR VERBOTEN!<br><br>               Die Kugeln beginnen gefährlich zu blinken, wechseln<br>               zwischen rot und gelb ihren Farbton - dabei beginnen Sie zu<br>               summen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wow! Das ist mal was Neues...<br>                         Caylon hebt beschwichtigend die<br>                         Hände.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir kommen in friedlicher<br>                         Absicht, wer immer ihr seid. Mein<br>                         Name ist Frederick Caylon, wir<br>                         kommen vom Planeten Erde und<br>                         wurden auf etwas ... seltsame Art<br>                         hierher gelotst.<br><br>               Die Kugeln beginnen schneller und hektischer zu blinken,<br>               auch der Summton nimmt zu, dabei öffnen sie sich und ein<br>               achtzackiger Stern kommt zum Vorschein. Miller und Beem<br>               zeigen großes Erstaunen, wobei Miller sich hinter Beem<br>               "verkriecht".<br><br>                                   MILLER<br>                         Das sieht nicht gut aus, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer immer ihr seid, wir kommen zu<br>                         euch in friedlicher Absicht. Uns<br>                         wurden die Koordinaten eures<br>                         Planeten auf ähnliche Weise<br>                         übermittelt, wie bei unserem<br>                         Anflug auf diesen Planeten: Eine<br>                         Art blauer Richtstrahl. Und wir<br>                         haben einen Schlüssel in der Form<br>                         einer Raute gefunden. Dieser<br>                         zeigte sich in einer Art<br>                         gleichseitigem Dreieck, das in<br>                         der selben Farbe blinkte, wie der<br>                         Strahl.<br>                             (beat)<br>                         Wir würden gerne mehr über all<br>                         das erfahren...<br><br>               Miller überlegt schon die ganze Zeit und hat einen<br>               interessanten Gedankengang<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Caylon, ruhig)<br>                         Moment mal, Captain... Fällt<br>                         Ihnen nicht etwas auf? Dreieck<br>                         mit gleichen Schenkel... Raute...<br>                         diese Waffen spheroider<br>                         Struktur...<br>                             (deutet auf die<br>                              Angreifer)<br>                         Selbst der Platz hier scheint<br>                         kreisförmig zu sein... Und wenn<br>                         mich nicht alles täuscht, der<br>                         Wald vor uns verläuft auch in<br>                         einer geometrischen Figur...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überlegt)<br>                         Ja... und?<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain, ich denke ein Schlüssel<br>                         zu dem Rätsel liegt in der<br>                         Geometrie. Denken Sie mal nach...<br>                         Der Ort, an dem wir den Kristall<br>                         fanden... Trafalgar Square und<br>                         Nelson´s Column, Nelson`s Säule,<br>                         Säule wie Zylinder. Caylon kann<br>                         sich nach einiger Zeit der<br>                         Überlegung dieser Theorie nicht<br>                         erwehren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nachdenklich)<br>                         Miller, sie haben Recht; es fiel<br>                         mir zwar auf, doch inwieweit soll<br>                         hier der Schlüssel sein?<br><br>                                   MILLER<br>                         Tja, Captain, auch das entzieht<br>                         sich NOCH meiner Kenntnis.<br><br>               Der anfänglichen Skepsis weicht einem großen Erstaunen über<br>               die soeben gemachte Entdeckung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn nun der Schlüssel zu all<br>                         diesen Rätsel in der Geometrie zu<br>                         liegen scheint: Wo sollen wir<br>                         ansetzen? Pythagoray, Hypatia,<br>                         Euklid, sie alle scheinen hier ja<br>                         nicht zu gelten, oder? Auch wenn<br>                         man Ihnen einen universellen<br>                         Hintergrund zu geben scheint, was<br>                         wir hier sehen ist eine<br>                         Technologie, welche unserer<br>                         überlegen ist...<br>                             (beat)<br>                         Und wenn man uns hierher beordert<br>                         hat, warum stellt man sich dann<br>                         nicht vor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain, ich stelle nur eine<br>                         Vermutung an, mehr weiß ich auch<br>                         nicht.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ha, solange wir nicht in eine<br>                         trapezförmige Grube fallen,<br>                         können mir diese Rätsel gestohlen<br>                         bleiben. Trapeze konnte ich schon<br>                         in der Schule nicht ausstehen...<br><br>               Beem klingt gereizt, man merkt ihm die Anspannung an, die<br>               Bedrohung, die Rätsel und das Unbekannte, das auf unsere<br>               Freunde wartet. Die gelben Kugeln scheinen regungslos vor<br>               der Crew zu verharren, das Blinken und Rotieren läßt nach<br>               und die achtzackigen Sterne in den Kugeln verschwinden, als<br>               man eine Stimme aus dem Wald hört.<br><br>                                   YINDRA (O.S.)<br>                         Ji'ko Akha Dot hutra?<br>                             (Übersetzung: Wer seid<br>                              Ihr?)<br>                         Die Kugeln formieren sich -<br>                         bilden ein, wen wundert es -<br>                         Dreieck und schweben in den Wald<br>                         zurück.<br><br>                                   YINDRA (O.S.) (CONT'D)<br>                         Ji'koa dara Wor?<br>                             (Übersetzung: Woher<br>                              kommt ihr?)<br><br>                                   BEEM<br>                         Was bedeutet das? Miller, können<br>                         Sie damit was anfangen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Wer hat Ihnen denn den Floh ins<br>                         Ohr gesetzt? Ensign Uhland ist<br>                         außer Gefecht und der UT ist in<br>                         den seltensten Fällen zu<br>                         gebrauchen...<br><br>               Caylon tritt vor und ruft mit lauter Siimme.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer immer da spricht, wir können<br>                         euch nicht verstehen... Aus der<br>                         Ferne schwebt ein Gegenstand<br>                         heran - zuerst<br><br>               unkenntlich, sieht man, dass es ein Rhombus ist - ca. 50cm<br>               groß, eine imposante Gestalt. Dieser stoppt ca. zwei Meter<br>               vor der Crew und beginnt grün zu blinken.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was... ist das schon wieder?<br><br>               Caylon ist irritiert - er nimmt eine Abwehrhaltung ein und<br>               zieht seine Waffe.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Wer seid Ihr? Was wollt Ihr? Die<br>                         Stimme klingt kräftig und<br>                         bestimmt, und zeigt<br><br>               Anzeichnen von Wut und Erregung - jetzt erkennen wir, dass<br>               es ein Übersetzungsgerät zu sein scheint.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Meine Name ist Captain Frederick<br>                         Caylon vom Raumschiff Antares...<br>                         Wir kommen von der Erde und in<br>                         Frieden. Wir erhielten die<br>                         Koordinaten dieses Planeten auf<br>                         eine merkwürdige Weise... Yindras<br>                         Stimme unterbricht ihn.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Welche Weise?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein blauer Richtstrahl zeigte uns<br>                         auf der Erde einen Weg zu einer<br>                         Art Schlüssel in Form einer<br>                         Raute, der erschien in einer<br>                         rotierenden Kugel erschien...<br><br>               Yindra teleportiert sich in die Nähe der Mannschaft - ein<br>               alter, stämmiger Mann, mind. 90 Jahre alt, ca. 1.80m groß,<br>               mit weißem, leicht gelblichem Haar; er wirkt auf den<br>               zweiten Blick vertrauenswürdig. Wiederum unterbricht er<br>               Caylon.<br><br>                                   BEEM<br>                             (erstaunt)<br>                         Wow...<br><br>                                   YINDRA<br>                             (zu Caylon)<br>                         Zeigt mir den Schlüssel!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bitte versteht, wir wissen...<br><br>                                   YINDRA<br>                             (energisch)<br>                         ZEIGT MIR DEN SCHLÜSSEL, SOFORT!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, ganz ruhig, wir haben keine<br>                         feindselige Absicht und auch<br>                         nichts zu verbergen... Caylon<br>                         blickt auf Yindra und winkt<br>                         Miller zu sich.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Miller)<br>                         Miller, haben sie den Schlüssel?<br><br>                                   MILLER<br>                         Sofort Captain, ich habe ihn hier<br>                         sicher verstaut... Miller zieht<br>                         eine kleine Metallbox aus ihrem<br>                         Overall, öffnet diese und nach<br>                         einiger Zeit bewegt sich der<br>                         Schlüssel auf den Rhombus zu...<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (verblüfft)<br>                         Also ich war das nicht...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer seid Ihr, mir scheint als ob<br>                         Ihr genau wüsstet, was all das<br>                         hier zu bedeuten hat... Caylon<br>                         bewegt sich langsam und gemählich<br>                         auf Yindra zu,<br><br>               doch Yindra hört seine Aussage nicht. Ebenfalls scheint er<br>               Caylons Annäherung nicht zu bemerken - sein Blick ist auf<br>               den rautenförmigen Gegenstand gerichtet. Je näher er kommt,<br>               desto erfreuter zeigt sich sein Antlitz, fast als ob er<br>               sehnsüchtig auf diesen Gegenstand wartete.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Endlich... endlich... die<br>                         ERRETTER sind gekommen...<br>                             (ruft in den Wald)<br>                         Bakh ab schur!<br>                             (Übersetzung: Ruft die<br>                              Waffen zurück!) YINDRA<br>                              (CONT'D) (zu Caylon)<br>                         Verzeiht Captain, wir sind zwar<br>                         von Natur aus friedliebende<br>                         Wesen, doch die Chakuun sind in<br>                         letzter Zeit sehr aggresiv und<br>                         auch die Tholianer zeigen sich<br>                         öfter als wir es gewohnt waren...<br>                         Er richtet seine Worte jetzt an<br>                         alle, hebt seine Arme in eine<br>                         Geste der Umarmung und spricht:<br><br>                                   YINDRA (CONT'D)<br>                         Kommt mit in unser Dorf, dann<br>                         erklären wir unsere große<br>                         Freude...<br>                             (ruft in den Wald)<br>                         Hthor aka nokur asta wos ZUTTOR!<br>                             (Übersetzung: Bereitet<br>                              den Weg für die<br>                              ERRETTER!)<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon)<br>                         Hat er uns die Erretter genannt?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich glaube... Auch wenn ich<br>                         befürchte uns steht mächtig Ärger<br>                         ins Haus...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Doktor, soviel Mut haben Sie mir<br>                         schon lange nicht mehr gemacht...<br><br>                                   MILLER<br>                         Kein Problem, Sir, dafür bin ich<br>                         ja da...<br><br>                                   YINDRA<br>                         Folgt mir, ERRETTER. Der Rhombus<br>                         schwebt voran und alle Folgen dem<br>                         Alten. Man<br><br>               begibt sich in den Wald mit großen stämmigen Bäumen, welche<br>               an Tannen und Fichten erinnern, bestimmen den Weg,<br>               Sträucher welche Blätter in allen geometrischen Formen<br>               besitzen. Miller bleibt öfters im Hintergrund und<br>               betrachtet diese absolut perfekte Geometrie. Nach kurzer<br>               Weile hat man den Wald, der in Wirklichkeit nur ein kleines<br>               Wäldchen ist, passiert und erreicht eine Lichtung. Ein<br>               kleines Dorf kommt zum Vorschein, welches in der Form eines<br>               Kreises angelegt ist - in der Mitte befindet sich ein<br>               dreieckiges Haus - es scheint Yindras Stätte zu sein, alle<br>               anderen haben entweder eine rechteckige oder quadratische<br>               Struktur.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum überrascht mich das nicht?<br>                         Wendet sich an Beem:<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (grinst)<br>                         Berechnen sie doch mal die Fläche<br>                         die dieses Dorf umfasst,<br>                         Lieutenant!<br><br>                                   BEEM<br>                             (vorwurfsvoll)<br>                         Das machen Sie mit Absicht,<br>                         Captain, nicht?<br><br>               Blickt Caylon an, während Miller im Hintergrund zu lachen<br>               beginnt...<br><br>                                   YINDRA<br>                         Kommt, meine Freude, kommt näher,<br>                         mein Name ist Yindra und ich bin<br>                         der Dorfälteste... Verzeiht uns<br>                         unser anfängliches Misstrauen,<br>                         doch schon öfters haben sich<br>                         Individuuen als ERRETTER<br>                         ausgegeben, doch sie alle konnten<br>                         den Zeichen der Qu'aa'rs nicht<br>                         bestehen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir sind nicht nachtragend,<br>                         Yindra, auch wenn wir liebend<br>                         gerne Antworten auf all die<br>                         Fragen bekommen würden.<br>                             (beat)<br>                         Yindra, war der Name, nicht<br>                         wahr...<br><br>               Yindra nickt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wo sind wir hier, weshalb diese<br>                         Vorsicht? Hängt das mit den<br>                         Tholianer zusammen?<br><br>                                   YINDRA<br>                         Ja, die Tholianer möchten schon<br>                         lange die Geheimnisse der<br>                         Allmächtigen beherrschen, doch<br>                         nur wenige ERRETTER gibt es. Und<br>                         die Chakuun setzen uns schwer<br>                         unter Druck...<br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht Yindra)<br>                         Chak-was...?<br><br>                                   YINDRA<br>                         Die Chakuun, sie selbst nennen<br>                         sich die Schocktruppen der<br>                         Tholianer; widerliche Handlanger,<br>                         welche die Drecksarbeit für sie<br>                         erledigen. Sie kommen mit ihren<br>                         riesigen, grünen Schiffen.<br>                         Plündern, Rauben, Stehlen und<br>                         Foltern sind ihre Werkzeuge. Doch<br>                         die Qu'aa'rs sind schwach, denn<br>                         das Tor zur Ewigkeit ist noch<br>                         geschlossen. Kennt ihr die<br>                         Tholianer und die Chakuun?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, sie sind uns bekannt, wenn<br>                         auch keiner bisher einen je vor<br>                         Gesicht bekam. Sie sind ein sehr<br>                         xenophobes Volk.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Ihr kennt sie? Und ihr habt sie<br>                         überlebt...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht die Chakuun, das ist das<br>                         erste Mal, dass wir von ihnen<br>                         hören. Doch ein befreundeter<br>                         Captain hatte vor einiger Zeit<br>                         Bekanntschaft mit den Schiffen<br>                         der Tholianer geschlossen...<br><br>                                   YINDRA<br>                         Nun gut, oft schon wurden wir<br>                         hier auf Bhurass angegriffen,<br>                         doch dank der Qu'aa'hrs und ihrer<br>                         Technologien konnten wir uns<br>                         immer zur Wehr setzen...<br>                         Mittlerweile haben sich einige<br>                         Leute auf dem Dorfplatz<br><br>               versammelt, man betrachtet die Fremden mit Mißtrauen. Erst<br>               als Yindra sich mit Ihnen tiefer und eingehender unterhält<br>               fällt das Mißtrauen. Miller wird von einer Frau und ihrem<br>               Sohn angesprochen und folgt ihr in die Hütte.<br><br>                                   BEEM<br>                         Captain, sagte er nicht Bhurass,<br>                         die Stimme in Neu-London erwähnte<br>                         doch den selben Namen, oder irre<br>                         ich mich da?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt wo Sie es sagen... Ja.<br>                             (beat, nachdenklich)<br>                         Yindra, doch warum habt gerade<br>                         ihr uns kontaktiert? Weil wir die<br>                         ERRETTER sind?  Glauben Sie mir,<br>                         wir sind Forscher, wir sind<br>                         Offiziere, wir untersuchen neue<br>                         Planetensysteme und... Caylon<br>                         stockt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... haben eine militärisch<br>                         politische Aufgabe, doch warum<br>                         sandten Sie gerade UNS eine<br>                         Nachricht?<br><br>                                   YINDRA<br>                             (lächelnd)<br>                         Wir? Nein, Captain, wir haben<br>                         Ihnen keine Nachricht gesandt.<br><br>               Deutet mit der Hand auf einen Gebirgskamm im Hintergrund.<br><br>                                   YINDRA (CONT'D)<br>                         Das können nur die ALLMÄCHTIGEN<br>                         gewesen sein, nur sie verfügen<br>                         über Mittel, welche das Universum<br>                         zum Wanken bringen können. Wir<br>                         sind nur eine kleine Anzahl von<br>                         Individuuen verschiedener Rassen,<br>                         welche vereint vor den Chakuun<br>                         und den Tholianer geflohen sind<br>                         und hier Zuflucht fanden. Wir<br>                         sind einfache Leute, wie Sie<br>                         sehen.<br><br>               EXT. UMGEBUNG - TAG<br><br>               Wir betrachten die Schlichtheit und Einfachheit des Dorfes:<br>               Kinder spielen auf einer bläulich-grünen Wiese, der Wind<br>               rauscht durch das Gebüsch und die Bäume, am Himmel befindet<br>               sich eine Sonne, welche entgegen unserer Sonne in einem<br>               rötlicheren Ton strahlt - es scheint das Paradies zu sein.<br>               Yindra winkt einen jungen, sympathisch lächelnden Mann zu<br>               sich.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Osra bitack dutack.<br>                             (Übersetzung: Bringt<br>                              Speisen und Getränke.)<br>                         Zusammen mit einigen Bewohnern<br>                         des Dorfes nimmt man auf einer<br>                         großen - wie soll es anders sein -<br>                         quadratischen<br><br>               Fläche Platz und läßt sich bewirten. Nichts, aber auch gar<br>               nichts scheint diesen Ort erschüttern zu können, Frieden,<br>               Ruhe und Eintracht scheint den Bewohnern und allen Tieren<br>               inne zu sein.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTALL - SO'KAHR<br><br>               Die So'Kahr ist von den roten Kugeln umgeben, immer dichter<br>               scheinen sie sich zu manifestieren - die roten Kugeln<br>               bilden eine Art Panzer um die So'Kahr und während sie sich<br>               weiter formieren, wechseln zuerst einige, später mehrere<br>               der Kugeln in einen Gelbton über.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. BRIDGE SO'KAHR<br><br>               Tiral in Großaufnahme - Erkennen wir da Angst in seinen<br>               Augen? - Er beobachtet regungslos und mit einer Art von<br>               Staunen das sich abspielende Geschehen auf dem Bildschirm.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. PLANET - DAY<br><br>               Einige Zeit ist vergangen, die Stimmung ist gelöst und es<br>               ist nichts mehr von Mißtrauen zu spüren. Man vesteht sich<br>               prächtig; die Sonne nähert sich dem Horizont und ein<br>               helles, fluoreszierenden Schimmern erscheint am Himmel -<br>               mit Staunen erblicken unsere Freunde das Schauspiel.<br><br>                                   YINDRA<br>                             (ehrfürchtig)<br>                         Das ist ein gutes Zeichen: das<br>                         Pokut-Agat, ein Zeichen der<br>                         Götter. Sie sind uns und euch<br>                         wohlgesonnen...<br><br>               Yindra verneigt sich vor dem Schauspiel und wendet sich<br>               Caylon zu.<br><br>                                   YINDRA (CONT'D)<br>                         Captain, nun bin ich mir sicher<br>                         dass ihr die erwarteten ERRETTER<br>                         seid.<br>                             (beat)<br>                         Bitte folgt mir, ich zeige euch<br>                         den Weg zu jenen, welche wir die<br>                         Qu'aa'hrs nennen, die<br>                         ALLMÄCHTIGEN, die Herrscher über<br>                         Leben und Tod.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Miller)<br>                         Das wird ja immer schöner, wer<br>                         zum Henker sind diese Qu'aa'hrs?<br>                         Zuerst diese Chakuuns, dann die<br>                         Qu'aa'hrs, kann ich nicht auf<br>                         meiner Waffenstation sein und<br>                         etwas sinnvolleres tun, als<br>                         Rätselraten?<br><br>                                   MILLER<br>                         Also ich finde das sehr<br>                         bereichernd. Warum sind Sie denn<br>                         zur Sternenflotte gegangen? Zum<br>                         Schießen?<br><br>                                   BEEM<br>                             (forschend)<br>                         Nein, um fremden Aliens den<br>                         Hintern zu polieren... Miller<br>                         blickt mit Entsetzen auf Beem.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Nein, im Ernst... Ich bin nicht<br>                         so der Rätseltyp. Ich mag Fakten.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ohne Menschen wie Archer oder<br>                         Caylon würden wir heute immer<br>                         noch im Solarsystem herumpendeln.<br>                         Gerade die Forschung bringt uns<br>                         vielen Dingen näher, welche wir<br>                         noch vor Jahren als unantastbar<br>                         betrachteten. Also ehrlich, mir<br>                         macht die Sache langsam Spaß. Und<br>                         vor allem glaube ich nicht, dass<br>                         wir vor diesen Leuten, geschweige<br>                         denn von den Qu'aah'rs etwas zu<br>                         befürchten haben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Klar, meine ich auch nicht so; es<br>                         ist nur, warum drückt man sich<br>                         nicht verständlich aus? Warum in<br>                         Rästeln? Warum kann man keine<br>                         vernünftige Auskunft geben?<br>                         Reicht es denn nicht, dass die<br>                         Vulkanier schon sehr verschlossen<br>                         sind? Und dann die Geschehnisse<br>                         im Delphic Expanse, bis heute<br>                         gibt es keine detaillierten<br>                         Berichte.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich stimme Ihnen ja in vielen<br>                         Dingen zu, Jim, mir geht es oft<br>                         ähnlich, doch ich denke wir<br>                         sollten Vertrauen in unsere<br>                         Vorgesetzen haben, auch wenn es<br>                         uns schwer fällt.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem kann es gut sein, dass<br>                         man mit den Rästeln unsere<br>                         Würdigkeit testen will. Yindra<br>                         sagte ja, dass schon viele Zugang<br>                         zu dem Wissen der Qu'aah'rs<br>                         erlangen wollten... Miller<br>                         unterbricht ihre Rede, da Caylon<br>                         sie und Beem zu sich winkt: Der<br>                         Aufbruch scheint bevor zu stehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lieutenant Beem, Lieutenant<br>                         Miller, wie wärs? Lust auf eine<br>                         kleine Expedition ins unbekannte<br>                         Land?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn´s denn sein muß...<br><br>               Beem ist nicht gerade begeistert. Caylon sieht ihn schief<br>               an.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sicher, Captain, soll ich Pi'rol<br>                         rufen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fährt sich durch die<br>                              Haare)<br>                         Ach, den haben wir ja vor lauter<br>                         Hektik ganz vergessen.<br>                             (zückt seinen<br>                              Communicator)<br>                         Caylon an Shuttle, Ensign Pi'rol<br>                         hören Sie mich?<br><br>               Unverzüglich kommt Antwort, er scheint darauf gewartet zu<br>               haben.<br><br>                                   PI`ROL'S KOMM-STIMME<br>                         Ich höre, Captain Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kontaktieren Sie die So'Kahr und<br>                         verlassen sie das Shuttle.<br>                         Treffen Sie uns im Dorf hinter<br>                         dem Wald, der sich vor Ihnen<br>                         befindet.<br>                         Wir werden eine kleine Expedition<br>                         ins Innere des Landes<br>                         durchführen.<br><br>                                   PI`ROL'S KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Captain, bin sofort<br>                         bei Ihnen, Pi'Rol Ende. Caylon<br>                         verstaut seinen Communicator in<br>                         der Seitentasche seines Overalls.<br>                         Yindra und vier andere Bewohner<br>                         nähern sich ihm; einer der<br>                         Begleiter hält den Rhombus mit<br>                         dem<br><br>               Schlüssel in seiner rechten Hand und übergibt ihn Caylon.<br><br>                                   HORAN<br>                         Captain, hier ist das Symbol,<br>                         welches Ihnen von den<br>                         ALLMÄCHTIGEN gesandt wurde, es<br>                         weist Ihnen den Weg ins Herz der<br>                         Qu'aa'hrs. Mögen Sie dort Frieden<br>                         und Antworten finden.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Folgen sie nur der Routa oder wie<br>                         ihr es nennt, der Raute. Sie<br>                         wirkt wie eine Art<br>                         Richtungsweiser, sie können den<br>                         Eingang ins Tal der Mächtigen<br>                         nicht verfehlen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie kommen nicht mit, Yindra?<br><br>                                   YINDRA<br>                         Nein, Captain, mein Platz ist<br>                         hier, ich bin nicht würdig in die<br>                         Nähe der Mächtigen zu kommen.<br>                         Doch ich werde für sie meditieren<br>                         und bin sicher, wir werden uns<br>                         wiedersehen und unsere<br>                         Freundschaft besiegeln können.<br><br>                                   HORAN<br>                         Vertrauen Sie ihrem Instinkt und<br>                         ihrem Gefühl, dann werden Ihnen<br>                         die Mächtigen wohlgesonnen sein.<br>                         Nicht umsonst haben Sie den<br>                         Schlüssel gefunden: Wwer sonst<br>                         als die Auserwählten sind dazu in<br>                         der Lage?<br><br>               Mittlerweile trifft Ensign Pi'rol im Dorf ein, die<br>               Anstrengungen merkt man ihm kaum an.<br>               Er meldet sich bei Caylon, dieser betrachtet die Raute,<br>               welche wie von Geisterhand sich vom Rhombus löst und vor<br>               Caylon zu rotieren beginnt. Kurze Zeit später blinkt sie<br>               und schwebt gemächlich und ruhig vor ihm her.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke das heißt "jetzt sind<br>                         wir am Zug", also dann auf<br>                         geht´s!<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn er jetzt noch zu singen<br>                         anfängt, dann drehe ich durch.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wie wärs mit "It´s a long way to<br>                         Tipperary"...<br><br>                                   BEEM<br>                         Unterstehen Sie sich,<br>                         Lieutenant... Wagen Sie es ja<br>                         nicht<br><br>               Pi'rol blickt beide in typischer vulkanischer Manier an, so<br>               als wollte er von sich geben, man nehme die Sache nicht<br>               ernst.<br><br>                                   MILLER<br>                         Uns Sie, Ensign, was sagen Sie<br>                         dazu? Immer nur lächeln und immer<br>                         vergnügt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Der doch nicht...<br><br>               Man begibt sich auf den Weg in ein unbekanntes Terrain und<br>               trotz der Anspannung ist eine lockere Atmospähere zu<br>               spüren, der Aufenthalt auf dieser Oase des Friedens hat<br>               allen gut getan.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTALL PLANTENRÜCKSEITE Majestätisch schimmert<br>               Bhurass im All - friedlich und ruhig -, bis zu dem<br>               Zeitpunkt, da man fünf Schiffe sich enttarnen sieht;<br>               riesige Schiffe, von übermächtiger Statur und pechschwarzer<br>               Farbe, zwei besitzen käferförmige Struktur und sind an der<br>               Spitze mit zwei zangenähnlichen "Greifern" ausgestattet ,<br>               die drei anderen sehen aus wie überdimensionale<br>               Fledermäuse, grünlich-schwarz, nach hinten besitzen sie<br>               einen langen, schwanzähnlichen Teil; lauernd tarnen sie<br>               sich wieder.<br><br>                                                              CUT TO:<br></p><br><p>               EXT. WALD<br><br>               Unsere Crew folgt der schwebenden Raute, welche in einiger<br>               Entfernung vor Caylon und Beem ruhig ihre Bahnen zieht -<br>               magnetisch scheint sie von einer Quelle angegezogen zu<br>               werden. Der Weg endet schließlich in einer Sackgasse.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und jetzt...<br><br>               Caylon und Miller blicken sich um.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Scheint eine Art Sackgasse zu<br>                         sein...<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn das mal nicht eine Falle<br>                         ist...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, Lieutenant, ich glaube<br>                         nicht das es eine Falle ist,<br>                         warum sollten die Einwohner uns<br>                         erst gastfreundlich aufnehmen und<br>                         dann in eine Falle locken?<br>                             (beat)<br>                         Sie hätten uns viel früher und<br>                         leichter beseitigen können, all<br>                         die technische Ausrüstung, über<br>                         die sie verfügen. Ich möchte nur<br>                         mal diese gelben Kugeln nennen...<br><br>                                   MILLER<br>                         Sehe ich ähnlich.Doch Captain,<br>                         sehen Sie...<br><br>               Caylon und Beem, wie auch Pi'rol, blicken erst auf Miller,<br>               welche auf den Felsen vor Ihnen zeigt. Die Raute blinkt<br>               heftige, ändert ihren Farbton von Blau nach Grün und später<br>               in Rot. Auf dem Felsen erscheint eine geometrische<br>               Struktur: Es ist eine RAUTE - wie von Magie getrieben<br>               schwebt die Raute auf den Felsen zu und fügt sich in die<br>               mittlerweile aufgetretene Ausbuchtung ein.<br><br>                                   MILLR<br>                         Da brate mir doch einer einen<br>                         Storch...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na dann Mahlzeit...<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Meiner Meinung handelt es sich um<br>                         eine Art Transportertunnel.<br><br>               EXT. FELSWAND - NIGHT<br><br>               Mit Staunen erleben wir ein weiteres "Wunder": Der Felsen<br>               "verschwindet" und eine Art durchsichtiges Tor, ein Wirbel,<br>               pulsierend in einem tiefrotem Farbton tritt zum Vorschein,<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. ANDERE SEITE DES FELSDURCHGANGS - NIGHT<br><br>               Die vier Mitglieder der Antares befinden sich mitterweile<br>               auf der anderen Seite des Tores. Man ist durch das<br>               pulsierende Tor gegangen und befindet sich nun nahezu 100<br>               Kilometer von der der letzten Position entfernt, auf einer<br>               Ebene, welche von hohen Bergen eingeschlossenen ist. Miller<br>               führt einige Untersuchungen durch, ebenso Beem. Die Sonne<br>               versinkt am Horizont, dennoch ist es nicht absolut dunkel,<br>               ein unheimliches, doch beruhigendes blaues Schimmern liegt<br>               in der Atmosphäre, eine gespenstische Stimmung liegt der<br>               Szene inne.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ob sie es glauben oder nicht<br>                         Captain, wir befinden uns ca.<br>                         102.4 km von unserer<br>                         letztgenannten Postion entfernt,<br>                         mir scheint das es Ensign Pi'rol<br>                         recht hatte, es ist eine Art<br>                         Transportertunnel...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Pi'Rol)<br>                         Ensign, woher wußten Sie das?<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Ich wußte es nicht, doch die Art<br>                         und die Weise wie die Raute und<br>                         Symbol auf der Felswand<br>                         verschmolzen, ließ mich an eine<br>                         Aufzeichnung denken, welche ich<br>                         in den Schriften der Utok lesen<br>                         konnte. Dort wurde ähnliches<br>                         berichtet, auch wenn ich mir<br>                         sicher bin, dass beide Völker<br>                         nichts gemeinsames aufweisen.<br>                         Dennoch ist die Technik ähnlich<br>                         und die Art und Weise, wie sich<br>                         die quantenmechanischen<br>                         Strömungen zeigen... Pi'rol<br>                         blickt auf seinen Scanner.<br><br>                                   PI`ROL (CONT'D)<br>                         ...ließen mich zu dieser<br>                         Schlußfolgerung gelangen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut gemacht, Ensign!<br>                             (beat)<br>                         Wissen Sie vielleicht mehr über<br>                         die Qu'aa'hrs?<br>                         Captain Tiral zeigte sich ja sehr<br>                         wortkarg, hat er Sie deshalb uns<br>                         mit auf den Weg gegeben?<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Ich muß Sie enttäuschen, Captain,<br>                         aber die Vulkanier sind wie Ihr<br>                         Volk im Unklaren über diese<br>                         Rasse. Ich denke Ihre Erfahrungen<br>                         in Neu-London haben Ihnen darüber<br>                         mehr Erkenntnisse gegeben, als<br>                         wir je besaßen. Jedoch konnte ich<br>                         die Archive auf Vulkan noch nicht<br>                         durchsehen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mehr zu sich)<br>                         Hört, hört, endlich mal ein<br>                         Punkt, wo wir den Spitzohren<br>                         überlegen sind...<br><br>               Miller stößt Beem in die Seite, woraufhin dieser sie<br>               ungläubig anblickt. - Mestral und Miller scheint mehr zu<br>               verbinden, als man ahnt. Die Rotation und das Pulsieren<br>               werden schwächer und wir erkennen die uns wohlbekannte<br>               Raute auf dem Felsen; nach kurzer Ruhephase löst sich die<br>               Raute vom Felsen und beginnt wiederum zu blinken und<br>               schwebt in Richtung einer Schlucht, die von einem<br>               intensiven, azurblauen Farbton durchdrungen ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich denke, das heißt, weiter<br>                         geht´s.<br>                             (beat)<br><br>                                   MILLER<br>                         Der Farbton besitzt so eine ...<br>                         unendlich friedliche Atmosphäre,<br>                         ich fühle mich so sicher, so ...<br>                         geborgen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zum Captain)<br>                         Sehen Sie auch das helle Leuchten<br>                         am Ende der Schlucht? Der<br>                         Waffenoffizier deutet mit der<br>                         linken Hand auf diese<br>                         Erscheinung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, der "Schlüssel" scheint uns<br>                         dorthin zu lotsen.<br>                             (zu Miller)<br>                         Fällt Ihnen nichts auf, Miller?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, schon lange. Hier in dieser<br>                         Schlucht herrschen keinerlei<br>                         Strömungen, kein Wind, kein<br>                         Geräusch, absolut nichts...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genau, merkwürdig nicht? Gerade<br>                         angesichts der hohen Bergkette<br>                         sollten doch Fallwinde<br>                         vorherrschen...<br><br>               Dreht sich um und nach einiger Zeit beginnt er mit der Hand<br>               in die Richtung zu zeigen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... und dennoch, die Bäume dort<br>                         drüben bewegen sich...<br><br>                                   MILLER<br>                         Stimmt, Captain, fiel mir noch<br>                         gar nicht auf... Unheimlich...<br><br>                                   BEEM<br>                         Sind wir überhaupt noch auf<br>                         Bhurass?<br><br>                                   PI'ROL<br>                         Meine Daten zeigen definitiv<br>                         dieses Faktum an.<br><br>               Die Gruppe bewegt sich ruhig und entschlossen auf das blaue<br>               Leuchten zu. Nach einiger Zeit erreichen die vier den<br>               Eingang zu der Schlucht, aus der das blaue Leuchten dringt,<br>               Beem und Miller werden zunehmend entspannter; Caylon und<br>               Pi'rol betreten als erste den schmalen Weg.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also dann mal los, Leute, die<br>                         Einladung wurde überbracht, jetzt<br>                         liegt es an uns sie anzunehmen.<br><br>               Die Schlucht ist trotz ihrer Enge nicht allzu lang, nach<br>               circa fünf Minuten erreicht man den Ausgang und wie<br>               versteinert bleiben Caylon und Been stehen. Miller, die<br>               einige Zeit nach den beiden die Schlucht verläßt, ergeht es<br>               ebenso.<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Faszinierend, Captain.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EINSTELLUNG: DIE GRUPPE<br><br>               Großaufnahme der Gruppe, alle blicken mit Erstaunen, ja<br>               Ehrfurcht auf die sich vor ihnen bietende Szene.<br><br>               EXT. HOCHEBENE - NACHT<br><br>               Umgeben von hohen Bergen liegt inmitten eines<br>               kristallklaren Sees eine große und mächtige Pyramide,<br>               welche ein eigenartiges blaues Strahlen von sich gibt. Die<br>               beiden Monde spiegeln sich im Wasser des Sees und trotz der<br>               düsteren, ja unheimlichen Atmosphäre spürt man Frieden. Der<br>               Schlüssel, die Raute, beschleunigt seine Geschwindigkeit<br>               und Rotation, es scheint, als habe er seine Bestimmung<br>               gefunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Das... gibt es nicht... Hat<br>                         irgendjemand schon mal sowas<br>                         Herrliches gesehen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wahnsinn...<br><br>               Erst jetzt begreift Miller, was sich da vor Ihr aufgetan<br>               hat, auch sie ist begeistert, ja geschockt, von dem<br>               Anblick, der sich ihr bietet.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ehrlich, mir fehlen die Worte,<br>                         Captain<br><br>               Pi'rol und Miller beginnen mit ihren Scannern die Umgebung<br>               zu erkunden, er und Caylon nähern sich dem See. Der<br>               Schlüssel hat fast das Ufer des Sees erreicht und schwebt<br>               weiter auf die gigantische Pyramide zu.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               NAHANSICHT - PYRAMIDE<br><br>               Sie beginnt in einem satten Blauton zu strahlen und nach<br>               einiger kurzer Zeit zu pulsieren. Der Schlüssel hat<br>               mittlerweile die Vorderseite der Pyramide erreicht. Kurze<br>               Zeit später erscheint ein grünes Dreieck auf der<br>               Vorderseite, das Pulsieren wird stärker, bis urplötzlich<br>               ein Lichtbogen aus der Pyramide schlägt und eine Art von<br>               Brücke über den See sich aufbaut.<br><br>                                   MILLER (V.O.)<br><br>                         Captain, ich registriere eine<br>                         unbekannte Strahlung...<br>                         elektromagnetischer Art, von<br>                         gleicher Natur wie ich sie in Neu<br>                         London registrieren konnte...<br><br>               EXT. HOCHEBENE - NACHT<br><br>                                   MILLER<br>                         ... die Maße der Pyramide sind<br>                         groß, soviel ich erkennen kann,<br>                         etwa zehn Meter hoch, von<br>                         quadratischer Grundfläche, mit<br>                         einer Seitenlänge von 8m, sie ist<br>                         mit einer uns unbekannten<br>                         Legierung überzogen und was mich<br>                         noch mehr erstaunt...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Miller)<br>                         Ja, was?<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu Caylon)<br>                         ... es ist keine reine Pyramide,<br>                         sondern eine Bipyramide...<br><br>                                   BEEM<br>                             (nachdenklich)<br>                         Eine Doppelpyramide...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, genau... Dder andere Teil der<br>                         Struktur führt also nach unten in<br>                         den Boden...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer immer das vollbracht hat, er<br>                         hatte gute geometrische<br>                         Kentnisse...<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Selbst besser als unsrige.<br><br>               EXT. NAHAUFNAHME - PYRAMIDE<br><br>               Über der Pyramide erscheinen drei kreisrunde Scheiben, eine<br>               gelb, die beiden anderen weiß.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aha, und was bedeutet das nun<br>                         wieder? Unsere unbekannten<br>                         "Freunde" machen es ja besonders<br>                         spannend...<br><br>               Die mittlere der drei Scheiben verändert ihre Färbung<br>               ebenfalls in Gelb. Ein Blitz zuckt durch die Nacht, wodurch<br>               alle vier Personen sich die Hände vor die Augen halten. Nur<br>               Pi'rol tut dies zögerlicher.<br><br>                                   BEEM<br>                         Woa, ich hasse Nahportraits!<br><br>                                   MILLER<br>                             (nachdenklich zu Caylon)<br>                         Captain, ich habe da so einen<br>                         Gedanken... Wenn man mit uns<br>                         kommunzieren möchte, sind die<br>                         Scheiben und die Farben eventuell<br>                         nur Ausdrücke einer Art von<br>                         Kommunikation...<br><br>               Doch bevor Miller weiterreden kann werden ihre Hoffnungen<br>               enttäuscht: Die drei kreisrunden Scheiben wechseln ihre<br>               Farbe in einen aggressiven Rotton - die Brücke, welche sich<br>               vor unseren Freunden aufbaute, verschwindet und eine<br>               mächtige, kraftvolle Stimme ertönt.<br><br>                                   STIMME<br>                             (laut, kraftvoll)<br>                         Was oben ist, soll auch unten<br>                         sein, GEHT, die Zeit ist noch<br>                         nicht reif für ein Treffen...<br>                         Die, welche man die Tholianer<br>                         nennt, sind im Begriff in die<br>                         Gefüge von Raum und Zeit<br>                         einzugreifen...<br><br>               Die Pyramide verliert ihr blaues Leuchten und löst sich in<br>               Luft auf; tatsächlich tarnt sie sich nur...<br><br>                                   STIMME (CONT'D)<br>                         Wir, welche seit Jahrmillionen<br>                         wachen, können und dürfen den<br>                         Bestimmungen des EINEN nicht<br>                         brechen. Flieht! Wenn es dem<br>                         Gesetz Genugtuung leistet, werden<br>                         wir uns wiedersehen... Doch hütet<br>                         euch vor den Tholianern, lange<br>                         schon wollen sie unseren<br>                         Stützpunkt auf T-337-K brechen<br>                         und einnehmen....<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber...<br><br>                                   STIMME<br>                         GEHT, noch ist die Zeit nicht<br>                         reif...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber... Warum habt ihr uns dann<br>                         die Zeichen gesandt? Die<br>                         mysteriösen Schiffe im Orbit, der<br>                         blaue Richtstrahl... Zuerst lockt<br>                         ihr uns hierher, dann sagt ihr<br>                         uns die Zeit ist nicht reif...<br><br>                                   STIMME<br>                         Von den Zeichen, die du nennst,<br>                         wissen wir nichts, nur der<br>                         Schlüssel zeigt auf unsere<br>                         Bestimm-...<br><br>               Die Stimme bricht plötzlich ab und ein Orkan beginnt sich<br>               durch das Tal und die Ebene zu erheben. Dieser steigert<br>               sich zu einem Wirbelsturm, über dem See entsteht eine<br>               Windhose. Der See bricht auf... Das Tosen der Winde macht<br>               es schwer sich gegenseitig zu verstehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (laut, zu allen)<br>                         Los, verschwinden wir, das<br>                         gefällt mir überhaupt nicht...<br><br>                                   MILLER<br>                             (schreit)<br>                         Captain, auf meinem Scanner sind<br>                         neue Koordinaten...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Egal, verschwinden wir hier,<br>                         bevor wir hinweggefegt werden.<br><br>               Die Gruppe flieht in Richtung der kleinen Schlucht, aus der<br>               man gekommen ist, Pi'rol und Miller eilen voraus, Caylon<br>               folgt mit Mühe da der Sturm immer stärker wird. Plötzlich<br>               zucken grell rote und blaue Blitze aus dem Nichts und<br>               stürzen die Hochebene in ein Inferno - Beem bleibt zurück<br>               und betrachtet das Schauspiel mit ungläubigem Stauenen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (in den Sturm)<br>                         Wahnsinn, sowas gab es nicht mal<br>                         bei uns in Texas... Caylon rennt<br>                         läuft zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Lieutenant, verdammt! Los! Oder<br>                         wollen Sie Selbstmord begehen? Er<br>                         zieht Beem mit sich. Dieser<br>                         erwacht aus seiner kurzen<br>                         Lethargie und folgt den anderen.<br><br>               EXT. SCHLUCHT - NACHT<br><br>               Die Gruppe läuft durch die enge Schlucht. Beim Rückblick<br>               erkennen wir noch wie sich eine gelbe Kugel am Ende der<br>               Schlucht formiert.<br><br>               EXT. FELSWAND - NACHT<br><br>               Die Gruppe erreicht die Felswand, welche sich in bekannter<br>               Weise öffnet: Das Pulsieren im satten Rotton erscheint und<br>               die Gruppe tritt hinein um kurze Zeit später auf der<br>               anderen Seite wieder auszutreten - merkwürdigerweise ohne<br>               den Rautenschlüssel.<br><br>               EXT. WALD - NACHT<br><br>               Müde und ausgelaugt lässt man sich ins Gras fallen - die<br>               letzten Minuten waren sehr anstrengend - in der Ferne sind<br>               Geräusche zu hören - es sind Explosionen, die aus der<br>               Richtung der Hochebene kommen, welche man vor kurzem<br>               verlassen hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (wütend)<br>                         Also ich habe die Nase voll! All<br>                         unsere Bemühungen, für nichts und<br>                         wiederum nichts!<br><br>               Caylon blickt in Richtung der Hochebene. Als sein Blick für<br>               kurze Zeit den Himmel streift...<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu allen)<br>                         Sehen Sie mal da oben...<br><br>               Da bemerken wir einen grünen, sehr breiten Strahl, der sich<br>               in Richtung der Hochebene bewegt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was ist das schon wieder? Zeigt<br>                         zum Himmel.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Pi'rol)<br>                         Können Sie herausfinden, was das<br>                         ist, dieses grüne Band?...<br><br>                                   PI'ROL<br>                         Moment...<br><br>               Miller sieht Pi'rol interessiert über die Schulter, sieht<br>               ihr bei der Arbeit zu; er benutzt einen neuartigen Scanner,<br>               welcher über große Entfernungen Messungen durchführen kann.<br>               Pi'rol hält ihn in Richtung des grünen Bandes am Himmel.<br><br>                                   PI'ROL (CONT'D)<br>                         Ich bedauere, Captain, aber der<br>                         neue Interphasenscanner zeigt<br>                         absolut nichts.<br><br>               EINSTELLUNG: DER HIMMEL - NACHT<br><br>               Wir sehen den breiten, grünen Strahl, dieser kommt der<br>               Hochebene und somit dem Ort näher, den man vor kurzem einen<br>               Besuch abstattete. In einiger Entfernung hinter diesem<br>               erblicken wir einen zweiten Strahl, kurze Zeit später einen<br>               dritten. Die Szene ändert sich schlagartig, denn von<br>               Richtung der Hochebene schießen urplötzlich blaue Strahlen,<br>               ja Fontänen, auf die grünen "Bänder" zu - eine gewaltige<br>               Explosion ist zu sehen und zu hören. Kurze Zeit später ist<br>               das Schauspiel vorbei.<br><br>               EINSTELLUNG: DIE GRUPPE - WALD - NACHT<br><br>               Alle vier blicken zum Himmel mit Fassungslosigkeit.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das waren mit Sicherheit keine<br>                         photonischen Strahlen, das kann<br>                         ich mit Sicherheit sagen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehe ich genauso, es scheint als<br>                         ob unsere "Freunde" sich ganz gut<br>                         zu wehren wissen. Nur gegen wen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich denke mal gegen die Chakuun.<br>                         Hat der Dorfälteste nicht von<br>                         Ihnen gesprochen? Sie scheinen ja<br>                         besonderes Interesse an unseren<br>                         "Freunden" zu besitzen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Haben Sie überhaupt den Schlüssel<br>                         wiederbekommen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Oh, verdammt, nein...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (enttäuscht)<br>                         Das ist bedauerlich, ...<br>                             (beat)<br>                         ... lässt sich aber nicht ändern.<br>                         Gehen wir zurück ins Dorf und zum<br>                         Shuttle. Ich glaube, hier haben<br>                         wir nichts mehr verloren.<br><br>               Gemeinsam macht man sich auf dem Weg durch den Wald, es ist<br>               gespentisch ruhig geworden. Während man sich durch das<br>               Gebüsch schlägt, hören wir weitere "Explosionen" aus der<br>               Hochebene, welche sich in weiter Entfernung abzeichnet.<br><br>               EXT. BLICK AUF HOCHEBENE - NACHT<br><br>               Weiße, gelbe, rote Blitze durchzucken die Nacht und<br>               erhellen den Planeten auf gespentische Weise...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. DORF - NACHT<br><br>               Still und ruhig liegt das Dorf im Schein der beiden Monde,<br>               keine Laute, keine Geräusche sind zu vernehmen. - Caylon<br>               tritt als erster ins Blickfeld, ihm folgen Beem, Pi'rol und<br>               Miller. Caylon erblickt als erster eine schemenhafte<br>               Gestalt am Boden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Da liegt jemand, dort am<br>                         Brunnen...<br><br>               Er läuft zu der Stelle, ihm folgen Miller und Beem, während<br>               Pi'rol sich kurz umsieht und sich zu den Häusern auf der<br>               rechten Seite begibt. Caylon kniet neben einer Gestalt - er<br>               dreht diese zur Seite. Wir erkennen, dass es sich um Horan<br>               handelt.<br><br>                                   CAYLON  (CONT'D)<br>                             (blickt Miller<br>                              schockiert, fast<br>                              flehend an)<br>                         Miller, lebt er noch?<br><br>               Miller ist als Ärztin in ihrem Element und untersucht die<br>               leblose Gestalt. Beem entdeckt mittlerweile einen weitern<br>               Körper.<br><br>                                   BEEM<br>                         Captain, dort drüben.... Beem<br>                         läuft hinüber....<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         ..dort liegt noch jemand...<br><br>               EINSTELLUNG: NAHAUFNAHME - MILLER UND CAYLON<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain, er ist tot.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. DORF - NACHT - FORTSETZUNG<br><br>               Millers Stimme zittert, damit hat niemand von der Gruppe<br>               gerechnet. Caylon blickt sie ungläubig an.<br><br>                                   BEEM  (O.S.)<br>                             (ungläubig)<br>                         Miller, Captain, hier liegt<br>                         Yindra, ebenfalls tot...<br>                         Mittlerweile kehrt Pi'rol zurück<br>                         zur Gruppe.<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Captain, ich habe die Häuser auf<br>                         der rechten Seite überprüft, es<br>                         befinden sich insgesamt 17 tote<br>                         Personen in ihnen...<br><br>               Miller läuft zur linken Seite in ein Haus, jene Hütte der<br>               Frau und des Jungen, mit denen sie Freundschaft geschlossen<br>               hat. Caylon erhebt sich und begibt sich zu Beem.<br><br>                                   MILLER (O.S.)<br>                         NEIN... BITTE NICHT... Mit<br>                         tränenerstickter Stimme stürmt<br>                         Miller aus der Hütte.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Welche Bestie hat dies getan, was<br>                         haben all die Leute hier denn<br>                         verbrochen?<br><br>               Beem und Caylon laufen Miller entgegen. Miller ist außer<br>               sich, ihre Augen füllen sich mit Tränen.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Es tut mir leid, Captain, aber<br>                         obwohl ich Uhtar und Zhurk nur<br>                         kurz kannte, fühlte ich mich sehr<br>                         wohl bei ihnen. Dieses Dorf,<br>                         dieser Planet hat mich sehr tief<br>                         berührt, im wahrsten Sinne des<br>                         Wortes. Er hat mich regelrecht<br>                         aufgebaut.<br>                             (beat)<br>                         Ich mochte die Beiden, obwohl ich<br>                         sie nur kurz kannte, war es so<br>                         als ob wir miteinander vertraut<br>                         waren, uns schon ewig kannten. Es<br>                         ist merkwürdig, doch ich habe den<br>                         Eindruck hier herrschen<br>                         Strömungen, welche sich auf<br>                         unsere Gefühle und Gedanken<br>                         wohltuend auswirken...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jetzt, wo sie es sagen, fällt es<br>                         mir auch auf. Selten habe ich<br>                         mich wohler und entspannter<br>                         gefühlt als hier. Schon als ich<br>                         das Shuttle verließ, spürte ich<br>                         eine Woge von Gefühlen, welche<br>                         mich durchdrangen und mir<br>                         jegliche Angst nahmen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon)<br>                         Ja, genau Captain, auch ich fühle<br>                         mich frei.  Alle Sorgen und<br>                         Probleme sind zwar existent, doch<br>                         sie belasten mich nicht. Während<br>                         der Unterhaltung entsteht in der<br>                         Mitte des<br><br>               Dorfplatzes ein blaues Dreieck. Beem entdeckt es als<br>               erster.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Was...<br><br>                                   STIMME<br>                             (kräftig)<br>                         FLIEHT, die Stunde der Vergeltung<br>                         wird kommen, doch die GRAUSAMEN<br>                         haben begonnen, den Strom der<br>                         Zeit zu schließen! FLIEHT, damit<br>                         ihr nicht eurer Bestimmung<br>                         entsagt...<br><br>               Das Dreieck verschwindet und Caylon ergreift die<br>               Initiative.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So leid es mir tut, wir können<br>                         nichts mehr für die Einwohner<br>                         hier tun. Wir müssen zurück zum<br>                         Shuttle und die So'Kahr<br>                         kontaktieren...<br><br>                                   MILLER<br>                             (wehleidig)<br>                         Aber wir können doch die Leute<br>                         hier nicht herumliegen lassen,<br>                         wir müssen ihnen doch wenigstens<br>                         eine Ruhestätte bereiten...<br><br>                                   CAYLON<br>                         So sehr ich Ihren Wunsch teile<br>                         und respektiere, doch ich denke<br>                         dazu haben wir keine Zeit.<br>                         Die Stimme klang sehr bestimmt<br>                         und nachdrücklich. Wir sollten<br>                         ihr folgen....<br><br>               In aller Eile verstaut man die zurückgelassenen<br>               Gepäckstücke und Caylon eilt mit Pi'rol voraus, während<br>               Beem und Miller noch schweigend und frustriert in die<br>               Gegend blicken.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Vielleicht bietet sich in der<br>                         Zukunft eine Möglichkeit, hierher<br>                         zurückzukehren. Auch ich wünsche<br>                         es mir...<br><br>                                   BEEM<br>                             (sanft)<br>                         Kommen Sie, Katherine, ich kann<br>                         sehr wohl nachvollziehen, was in<br>                         Ihnen vorgeht, ein rüpelhafter<br>                         oder unsensibler Kerl, wie man<br>                         mir nachsagt, bin ich auch nicht.<br>                         Ich bin den Bewohnern von Bhurass<br>                         sehr dankbar, sie haben mir eine<br>                         wichtige Lektion vermittelt...<br>                         Blickt mit Tränen in den Augen<br>                         auf Beem, welcher sich<br><br>               bemüht sie anzulächeln - auch in seinen Augen erkennen wir<br>               Tränen, doch unterdrückt er sie. Dann machen sich die<br>               beiden ebenfalls auf den Weg.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               EXT. SHUTTLE - NIGHT<br><br>               Pi'rol und Caylon sind schon vor Ort, Miller und Beem<br>               treffen nach kurzer Zeit ein.<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Pi'rol versucht die So'Kahr zu kontaktieren - Caylon sitzt<br>               fassungslos neben ihm.<br><br>                                   PI`ROL<br>                         So'Kahr, hier spricht Ensign<br>                         Pi'rol vom Shuttle Ata'ar,<br>                         verstehen Sie mich?<br>                             (beat)<br>                         So'Kahr, hören Sie mich, hier ist<br>                         Ensign Pi'rol, bitte um<br>                         Bestätigung der<br>                         Rendezvouskooridinaten... Nichts,<br>                         absolute Funkstille<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ensign, bringen Sie das Shuttle<br>                         einfach in den Orbit!<br>                         Beem, Versuchen Sie weiter<br>                         Kontakt mit der So'Kahr zu<br>                         erhalten, vielleicht liegt es an<br>                         diesen Blitzen oder sonstigen<br>                         atmosphärischen Störungen.<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Verstanden Captain.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, aye Captain. Kommen Sie<br>                         klar, Miller?<br><br>                                   MILLER<br>                             (geschockt)<br>                         Es geht schon wieder, danke...<br><br>                                   BEEM<br>                         Keine Ursache.<br><br>               Beem setzt sich an das Kommunikationspult, während Miller<br>               sich an ihren zugewiesenen Platz begibt. Caylon setzt sich<br>               auf den hinteren Sitz und wirkt nachdenklich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. HIMMEL - TOTALANSICHT<br><br>               Das Shuttle verläßt den Planeten.<br><br>               EXT. WELTALL ORBIT BHURASS<br><br>               Das Shuttle befindet sich im Orbit, Beem versucht weiterhin<br>               Kontakt mit der So'Kahr zu erlangen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sorry, Captain, ich komme nicht<br>                         durch. Entweder die So'Kahr ist<br>                         außer Reichweite oder ich weiß<br>                         auch nicht, warum sie Funkstille<br>                         walten läßt...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das glaube ich nicht, unsere<br>                         vulkanischen Freunde würden uns<br>                         nie im Stich lassen. Es war<br>                         schließlich die Idee des<br>                         vulkanischen Hohen Rates, dass<br>                         wir an Bord der So'Kahr gehen und<br>                         uns von ihr hierher bringen<br>                         lassen. Warum sollten Sie uns<br>                         plötzlich hängen lassen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wer weiß, welche Spielchen sie<br>                         wieder treiben?<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf - die Situation ändert sich<br>               schlagartig.<br><br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br><br>                         Ata'ar, empfangen sie uns? Hier<br>                         spricht Commander Müller von der<br>                         Antares, Captain Caylon hören sie<br>                         mich?<br><br>                                   BEEM<br><br>                         Es ist Müller, was macht die denn<br>                         hier...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Commander, hier ist Caylon.<br>                         Müller was ist los, wo sind sie?<br>                         Was bringt die Antares hierher?<br><br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br><br>                         Captain, eine genaue Erklärung<br>                         folgt später. Admiral Forrest hat<br>                         uns hierher beordert, entgegen<br>                         dem ausdrücklichen Rat von<br>                         Ambassador T'Kal. Nachdem der<br>                         Funkkontakt mit der So'Kahr<br>                         abgerissen war, mussten wir etwas<br>                         unternehmen.  Wir nehmen sie in<br>                         Kürze an Bord. Müller Ende.<br><br><br>               Caylon blickt verblüfft in die Runde.<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Das Shuttle verläßt den Orbit und fliegt der Antares<br>               entgegen. Sobald das Shuttle den Bereich des Planeten<br>               verlassen hat, geschehen einige merkwürdige Ereignisse:<br>               Fünf Schiffe enttarnen sich, es sind die käfer- und<br>               fledermausähnlichen Schiffe, welche wir von vorher kennen.<br>               Sie schießen einen grünen, breiten Strahl auf die<br>               Planetenoberfläche. Schlagartig verändert sich die<br>               Situation: Der Planet der beginnt  zu rotieren. Bei genauer<br>               Betrachtung ist es jedoch ein blauer, pulsierender<br>               Energiering, welcher sich um den Planeten aufbaut, sich vom<br>               Planeten löst und sich in 360° Richtung nach allen Seiten<br>               bewegt. Mit rasender Geschwindigkeit trifft er auf die<br>               Schiffe und in mehrereren gigantischen Detonationen wird<br>               ein Schiff nach dem anderen zerstört.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MESSE<br><br>               Miller, Beem, Mestral, Müller, Torlan, Tschernovsky und<br>               Pi'Rol sitzen um einen großen Tisch und unterhalten sich.<br>               Caylon tritt ein und nimmt neben Beem ebenfalls Platz - es<br>               kommt nicht oft vor, dass der Captain in die Messe kommt,<br>               doch besondere Situationen erfordern ungewöhnliche<br>               Maßnahmen.<br><br><br>                                   MÜLLER<br><br>                         ... und plötzlich war ich wieder<br>                         auf der Antares. Bevor ich<br>                         begriffen hatte, was geschehen<br>                         war, war ich wieder hier. Und<br>                         eine Stimme erwiderte nur noch,<br>                         ich solle keine Angst haben, aber<br>                         die Leute auf Bhurass würden<br>                         Hilfe benötigen und deshalb habe<br>                         man mich zurückgesandt.<br><br><br>               Caylon nickt, er kennt Teile der Geschichte schon, man hat<br>               vorher schon Rat gehalten.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br><br>                         Es war gar nicht leicht, die<br>                         Erlaubnis zu erhalten. Die<br>                         Vulkanier...<br><br><br>               Mit vorwurfsvollen Blicken sieht sie zu Mestral und Pi'Rol.<br><br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br><br>                         ... haben mit ernsten<br>                         Konsequenzen gedroht, falls wir<br>                         auf eigene Faust in das Bhurass<br>                         System gingen. Erst Admiral<br>                         Forrest und Vizeadmiral Fouquet<br>                         haben uns hinter vorgehaltener<br>                         Hand versichert, wir sollten uns<br>                         auf dem Weg machen...<br><br>                             (beat) )<br>                         Da steht noch Ärger ins Haus...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das sollte uns momentan ganz<br>                         periphär tangieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gibt es schon Neuigkeiten zu der<br>                         Energiewelle, welche unsere<br>                         Sensoren registriert haben?<br>                         MÜLLER Nein, Captain, außer, dass<br>                         sie von Bhurass kam. Art und<br>                         Ursprung der Energiewelle<br>                         unbekannt. Ich vermute jedoch vom<br>                         Planeten selbst... Mich wundert<br>                         langsam gar nichts mehr.<br><br>                                   BEEM<br>                         Vielleicht die gleiche Quelle,<br>                         die wir entdeckten?<br><br>                                   MILLER<br>                         Möglich...<br><br>               Ihr ist immer noch die Verzweiflung anzumerken.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         ... dennoch komme ich mit der<br>                         Situation nicht klar, ich mache<br>                         mir echte Vorwürfe, weil wir die<br>                         Bewohner einfach im Stich<br>                         gelassen haben.<br>                             (blickt verzweifelt in<br>                              die Runde)<br>                         Vielleicht sind wir sogar Schuld<br>                         an ihrem Tod.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lieutenant, so sehr ich Sie<br>                         verstehe, aber das sollten Sie<br>                         nun wirklich nicht denken, Yindra<br>                         selbst hat uns zu dieser Pyramide<br>                         gewiesen. Er fühlte sich sicher.<br>                         Ich glaube nicht, dass es unsere<br>                         Schuld ist. Wenn die Qu'aa'rs<br>                         ihre ALLMÄCHTIGEN sind, dann<br>                         hätten sie ihnen auch Schutz<br>                         gewähren sollen. Vielleicht sind<br>                         sie doch nicht so "allmächtig"...<br>                             (blickt in die Runde)<br>                         Außerdem haben Sie uns neue<br>                         Koordinaten übermittelt. Wie<br>                         nannten Sie doch gleich noch den<br>                         damit verbundenen Planeten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         T-337-K, Captain. Ich konnte<br>                         jedoch keinen Bezug herstellen.<br>                         Die Koordinaten selbst jedoch<br>                         weisen in den tholianischen Raum<br>                         hinein. Es wird uns jedoch nie<br>                         gelingen dorthin zu gelangen.<br>                         Niemand ist bisher den Chakuun<br>                         und den Tholianer entkommen.<br>                             (beat)<br>                         Übrigens wurden uns  die<br>                         Koordinaten in regelmäßigen<br>                         Abständen von 77 sek übermittelt.<br>                         Und das in einem Zeitraum von 77<br>                         Minuten.<br><br>               Blickt in die Runde.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Fällt Ihnen nichts dabei auf?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, was meinen Sie?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die 77 galt in vielen Kulturen<br>                         als Symbol des Kreises, der<br>                         Vollendung, der Vollkommenheit...<br><br>                                   MILLER<br>                         Genau wie ich vermutete. Man<br>                         spielt hier mit geometrischen<br>                         Symbole und Maßen. Man möchte uns<br>                         mit den Gesetzen der Metaphysik<br>                         konfrontieren, sich so uns<br>                         mitteilen. Von diesen Geometrien<br>                         des Lichtes hören wir in vielen<br>                         Kulturen der Erde. Dort gab es<br>                         auch sogenannte Lichtfarben:<br>                         Gelb, Weiß, Blau, Grün, alles<br>                         natürliche Farben...<br><br>                                   BEEM<br>                         Und welche Bedeutung haben die<br>                         drei Scheiben, welche wir über<br>                         der Pyramide sahen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Da bin ich auch überfragt... Ich<br>                         vermute mal einen Art<br>                         Registrierungsvorrichtung.<br>                         Erinnern Sie sich an den Blitz?<br>                         Beem nickt.<br><br>                                   MILLER  (CONT'D)<br>                         ... oder eine<br>                         Kommunikationsvorrichtung. MÜLLER<br>                         Ach, bevor ich es vergesse,<br>                         Captain... Sie sollen Admiral<br>                         Forrest kontaktieren. Es gibt<br>                         einige Dinge bezüglich der<br>                         So'Kahr und der Geschehnisse zu<br>                         klären. Vor allem möchte er<br>                         wissen, was Sie in Neu-London<br>                         veranstaltet haben. Dort ist man<br>                         nicht gut auf Sie zu sprechen.<br>                             (beat)<br>                         Die So'Kahr ist ebenfalls noch<br>                         spurlos verschwunden, einige<br>                         vulkanische Forschungsschiffe<br>                         sind schon auf der Suche nach<br>                         ihr.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Den Admiral kontaktiere ich<br>                         später, zuerst einmal lege ich<br>                         mich zur Ruhe.<br>                         Commander, sie haben die Brücke,<br>                         setzen Sie Kurs auf Norim IV,<br>                         dort treffen wir die Rhu'dak,<br>                         welche Ensign Pi'Rol abholen<br>                         wird. Und Sie, Ensign... Blickt<br>                         auf Pi'Rol.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... halten mich auf den<br>                         Laufenden. Sie kümmern sich doch<br>                         um die Dokumente, welche die Utok<br>                         betreffen? Vielleicht finden wir<br>                         hier eine Spur zu den Qu'aah'rs.<br><br>                                   PI`ROL<br>                         Sobald ich auf der Rhu'dak bin,<br>                         begebe ich mich sofort an die<br>                         Aufgabe. Die Rhu'dak wird mich<br>                         mich nach Vulkan zurückbringen,<br>                         und dort kann ich Einblicke in<br>                         die Archive erlangen und werde<br>                         sie in Kürze kontaktieren. Caylon<br>                         nickt Pi'Rol zu - man scheint<br>                         sich zu verstehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Leute, ich bedauere die<br>                         Gesellschaft zu verlassen, doch<br>                         ich brauche etwas Ruhe. Wir alle<br>                         sollten uns etwas ausruhen und<br>                         das Geschehene lieber vergessen.<br>                         Und noch was...<br>                             (beat)<br>                         ... Ich habe nicht den Eindruck,<br>                         als ob das die letzte Begegnung<br>                         mit den Qu'aa'hrs war...<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich auch nicht... Ich auch nicht.<br>                         MÜLLER Vielleicht sollten wir<br>                         aber hoffen, dass es die letzte<br>                         war. Die Crew bricht auf, Caylon<br>                         und Beem verlassen die Messe<br><br>               und gehen zu ihren Quartieren, Müller und Mestral auf die<br>               Brücke. Nur Ensign Pi'rol bleibt in der Messe zurück und<br>               blickt nachdenklich auf ein Padd vor ihm. Etwas untypisch<br>               vulkanisches ist zu sehen: Ein Lächeln erscheint auf seinen<br>               Lippen.<br><br>                                   PI`ROL<br>                             (mit Hingabe)<br>                         Kristallomorphe... Die Kamera<br>                         schwenkt auf das Padd und wir<br>                         erkennen jene<br><br>               roten Kugelen, welche wir auf der So'Kahr sahen und welche<br>               das Schiff umkreisten.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. MASCHINENRAUM<br><br>               Vier Crewmitglieder führen routinemäßig ihre Checks durch,<br>               im HIntergrund erblicken wir...<br><br>               INT. MASCHINENRAUM - ZOOM AUF HINTERGRUND<br><br>               ... einen Haufen roter Kristalle, welche sich zu einem<br>               schemenhaften Wesen zusammenfügen, welches zufrieden und<br>               freundlich lächelt... Nach kurzer Zeit zerfällt es in die<br>               ursprünglich Substanz und verflüchtigt sich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTALL - BURASS<br><br>               Ruhig und friedlich sehen wir den Planeten - wir stoßen<br>               durch die Wolkendecke und erblicken...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. DORF - TAGESANBRUCH<br><br>               ... das Dorf. Nebel liegt über den Wäldern und Ebenen, die<br>               Sonne ist im Begriff sich zu erheben, ein neuer Tag bricht<br>               an. Jetzt erst sehen wir die vielen Leichen - sie liegen<br>               verstreut im Dorf - der Tod scheint alle Bewohner plötzlich<br>               überrascht zu haben. Am Waldrand entdecken wir einige<br>               Tiere, welche die Szenerie beobachten, es scheint als ob<br>               sie die Personen betrauern. Vögel zwitschern merkwürdige<br>               Laute. Da geschieht es: Eine Art blauer Teppich legt sich<br>               über jeden einzelnen Leichnam, zuerst einer, dann immer<br>               mehrere. Diese dringen in die Körper ein und wie durch ein<br>               Wunder...<br><br>               EXT. DORFPLATZ - TAGESANBRUCH<br><br>               Langsam und allmählich erwachen die "Toten" und kehren zum<br>               Leben zurück, just zu dem Zeitpunkt, da die Sonne ihre Bahn<br>               antritt. Einer nach dem anderen erhebt sich.<br><br>                                                             FADE TO:<br><br>               EXT. DORFPLATZ - NAHANSICHT YINDRA - MORGEN<br><br>               Yindra erhebt sich, schwach und mühsam kommt er auf die<br>               Beine, ebenso alle anderen um ihn herum.<br><br>                                   YINDRA<br>                             (leise)<br>                         Habt Dank, Freunde, habt Dank,<br>                         ihr ERRETTER.<br>                         Und auch ihr MÄCHTIGEN, für eure<br>                         Gunst uns Schwachen gegenüber.<br>                         Wie können wir euch dafür danken?<br>                         Ein blaues Dreieck erscheint.<br><br>                                   STIMME<br>                             (kraftvoll)<br>                         Seid getrost, wir wachen über<br>                         euch, auf das kein Harm euch<br>                         geschehen möge. Die Chakuun und<br>                         die Tholianer können eurer nicht<br>                         Herr werden. Solange das<br>                         Geheimnis um T-337-K gewahrt ist,<br>                         solange seid auch ihr sicher.<br><br>                                   YINDRA<br>                         Was ist mit den ERRETTERN? Wieso<br>                         sind sie nicht mehr hier?<br><br>                                   STIMME<br>                         Umstände welche nicht in unserer<br>                         Obhut lagen, haben es nicht<br>                         möglich erscheinen lassen, sie<br>                         einzuweihen. Doch die Zeit wird<br>                         kommen. T-337-K ist noch<br>                         unerreichbar für sie, doch wir<br>                         werden einen Weg finden, auf das<br>                         die, welche man die Antares,<br>                         nennt uns beistehen werden. Es<br>                         ist ihre Bestimmung.  Noch sind<br>                         wir einige, bald werden wir viele<br>                         sein und es wird Wohlstand in<br>                         dieser Galaxis herrschen. Geht<br>                         und vollführt euren gewöhnlichen<br>                         Tageslauf, ihr wißt wo ihr uns<br>                         finden könnt...<br><br>                                   YINDRA<br>                         Ich danke euch, ihr<br>                         ALLMÄCHTIGEN....<br>                             (beat)<br><br>               Er blickt zum Himmel auf.<br><br>                                   YINDRA  (CONT'D)<br>                         ..und euch ihr ERRETTER... Auf<br>                         bald!<br><br>               Wir verlassen das Dorf des alten Mannes und die Kamera<br>               entfernt sich von seiner Gestalt, das ein zufriedenes<br>               Lächeln an den Tag legt.<br><br>                                   STIMME<br>                             (engelhaft)<br>                         Der Tod ist nur eine Illusion.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE</p><br><br><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">3039</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x04 - Einsamkeit</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x04-einsamkeit-r2991/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12801.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0104.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x04) - "Einsamkeit"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,70 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>An Bord der Antares geschenen merkwürdige Dinge. Erst findet sich die gesamte Besatzung ohne erkennbaren Grund in der Mannschaftsmesse ein, dann scheint der als einziger nicht betroffene Mestral seinen Verstand zu verlieren. Für die restliche Crew beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und ihren Wissenschaftsoffizier zu retten...<br><br></i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><p></p><center>STAR TREK: ANTARES<br>"Einsamkeit"<br><br>written by<br>Markus Rackow</center><br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - TSCHERNOVSKYS QUARTIER - NACHT<br><br>               ENSIGN TSCHERNOVSKY liegt in seinem Bett, das Licht ist<br>               gesenkt. Plötzlich öffnen sich seine Augen und wir sehen,<br>               wie sich die Sternen durch das Fenster in seinen Augen<br>               spiegeln.<br><br>               Er richtet sich auf und sitzt aufrecht im Bett, seine Augen<br>               starr und weit geöffnet. Linkisch steht er auf und geht<br>               mechanisch zur Tür, öffnet sie. Der Korridor ist hell<br>               erleuchtet.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND<br><br>               Tschernovsky kommt aus seinem Quartier, wie in Trance, mit<br>               weit geöffneten Augen.<br><br>               Die Kamera fährt vor ihm her. Dann zoomen wir langsam auf<br>               seine starren Augen. Wir sehen eine Träne die Wange<br>               herunterlaufen.<br><br>               Ein weiteres, WEIBLICHES CREWMITGLIED kommt aus ihrem<br>               Quartier, vor ihr im Gang geht ein OFFIZIER in Uniform: Sie<br>               scheinen allesamt ein gemeinsames Ziel zu haben.<br><br>               Die Kamera fährt wieder hinter TSCHERNOVSKY her, wie er in<br>               seinem Nachtgewand sich der Tür zur Crewmesse nähert. Auch<br>               die anderen beiden Crewmitglieder treten dort ein.<br><br>               EXT. WELTRAUM - BUG DER ANTARES<br><br>               Wir zoomen langsam auf die Fenster der Crewmesse.<br><br>               Wir erkennen dichtes Gedränge, das Licht ist durch<br>               unzählige Personen getrübt.<br><br>               Wir zoomen durch die Fenster, in die Crewmesse.<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE<br><br>               Wir können nahzu die gesamte Antarescrew erkennen, wie sie<br>               dicht gedrängt in der Crewmesse steht. Immer mehr kommen<br>               dazu, alle nehmen sich gegenseitig in die Arme. Andere<br>               sitzen wie Leichen starr in den Sitzen.<br><br>               Es sieht erschreckend und surreal aus, die ganze Crew<br>               scheint in der Crewmesse versammelt zu sein.<br><br>               INT. ANTARES - UNBEKANNTES QUARTIER<br><br>               Wir sehen ein MÄNNLICHES BESATZUNGSMITGLIED im Schein<br>               seiner Nachtlampe. Er steht ruckartig vom Bett auf,<br>               schmeißt die Bettdecke weg.<br><br><br>               Seine Augen sind extrem weit geöffnet, er schmeißt Stühle<br>               um sich, fasst sich schmerzverzerrt an seinen Kopf.<br><br>               Dann wirft er seinen Pyjama ab, fällt dann zurück in eine<br>               Zimmerecke und verliert dort zusammengekauert das<br>               Bewusstsein.<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES VOR UNBEKANNTEM MOND<br><br>               Die Antares liegt scheinbar unaufhaltsam auf den Mond zu.<br><br>               Er besitzt eine bergige Oberfläche und ist gigantisch im<br>               Vergleich zur winzigen Antares, die offenbar Kurs auf ihn<br>               genommen hat und sich ihm mit Impuls nähert.<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES - FENSTER DER CREWMESSE<br><br>               Erneut sehen wir die Crew, die nichts davon bemerkt, dass<br>               das Schiff in wenigen Minuten mit einem riesigen Mond<br>               kollidieren wird.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE<br><br>               Wir fahren mit der Kamara in vielen Kurven durch Lücken<br>               zwischen den dicht gedrängten Crewmitgliedern.<br><br>               Schließlich stoppen wir vor einem Getränkeausgabegerät und<br>               sehen CAPTAIN CAYLON an der Kante zwischen Boden und Wand<br>               liegen.<br><br>               AUF Getränkeautomaten. Wir nähern uns langsam dem in die<br>               Wand integrierten Gerät, einer Art Vorstufe des späteren<br>               Replikators und sehen wie das Gerät einen Becher Kaffee<br>               füllt, offensichtlich den des Captains.<br><br>               Immer mehr Flüssigkeit tropft in den Becher, dessen heißer<br>               Inhalt schließlich über den Becherrans tritt und langsam<br>               die Wand herunterläuft...<br><br>               ... und auf Caylons Kopf tropft, sich langsam in seinen<br>               Haaren und im Nacken ansammelt.<br><br>               CLOSE-UP Caylon: Seine starren, weit geöffneten Augen<br>               fangen an zu zittern. Seine Lider zucken zusammen, dann<br>               bwegen sich seine Augen. Er ist wach.<br><br>               Schockiert sieht er sich um, bis er schließlich den<br>               brennenden Schmerz im Nacken spürt und sieht, dass er von<br>               seinem Kaffee stammt.<br><br>               Ruckartig steht er auf und sieht sich fassungslos um. Was<br>               ist geschehen? Vorsichtig löst er seinen Fuß von einem<br>               Crewmitglied, das auf ihm gelegen hat und versucht sich zu<br>               orientieren. Schließlich sieht er DOKTOR MILLER etwa fünf<br>               Meter neben sich auf einem Tisch liegend, Arm in Arm mit<br>               MESTRAL.<br><br>               Caylon steigt vorsichtig über zwei Offiziere auf dem Boden<br>               und versucht Miller wachzurütteln. Vergebens. Als er auch<br>               Mestral schüttelt, reagiert der Vulkanier und seine Augen<br>               öffnen sich ruckartig und wirken starr. Dann bewegen sie<br>               sich und der Wissenschaftsoffizier sieht Caylon an, mit<br>               einer ungewohnt verwirrten Mimik.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (flüsternd, sich<br>                              umblickend)<br>                         Sir?<br><br>               Caylon zuckt nur mit den Achseln.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br><br>               Caylon kommt gefolgt von Mestral aus der Crewmesse.<br><br><br>               Nachdem Mestral den Türrahmen verlassen hat, fällt ein<br>               Crewmitglied in dem fremdartigen Schlafzustand über die<br>               Schwelle, das sich an Mestrals Bein geklammert hat. Der<br>               Captain und Mestral müssen ihn zurückschieben, damit sich<br>               die Tür schließt.<br><br><br>               Nachdenkliche Stille folgt auf das Schließen der Tür.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt, seufzend)<br>                         Nun ja... Das ist es, was ich an<br>                         meinem Job so liebe: Es gibt<br>                         immer was Neues zu entdecken.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ernst)<br>                         Wir sollten uns darauf<br>                         konzentrieren, diese... Situation<br>                         zu lösen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lösen? Wir müssen erst mal das<br>                         Problem in Erfahrung bringen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Um es mit einer Prise<br>                         terranischen Sarkasmus'<br>                         aufzuwerten: Wo liegt das<br>                         Problem? Alle schlafen ruhig und<br>                         friedlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tolle Idee. Nur hat es bei Torlan<br>                         zum Beispiel nicht geklappt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Vielleicht sollten wir auf die<br>                         Brücke gehen und... den Wecker<br>                         stellen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, aber danach muss ich sofort<br>                         was in meinen Magen kriegen. Ich<br>                         habe einen Hunger.<br><br>               Es herrscht Stille.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, mir ist sowohl in der<br>                         Crewmesse als auch im Moment,<br>                         hier im Lift, ein... strenger<br>                         Geruch aufgefallen. Ihre Kleidung<br>                         riecht recht...<br>                         streng, das ist der passende<br>                         Ausdruck. Stimmt es, dass die<br>                         Muskeln ihrer Blase auch im<br>                         Schlaf aktiv sind?<br><br>               AUF Caylon, der die Nase rümpft und an seiner Kleidung<br>               herabsieht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon und Mestral kommen auf die Brücke. Die beiden sehen<br>               sich um.<br><br>               Im Stuhl des Captains sitzen BEEM und ein weiterer Offizier<br>               der Nachtschicht, der Ensign auf Beems Schoß. Beem hatte<br>               offensichtlich das Kommando.<br><br>               Torlan liegt dem Oberkörper auf seiner Konsole.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ha, das werd ich mir merken! Beim<br>                         Dienst einschlafen...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich denke, Mister Beem ist daran<br>                         völlig unschuldig.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Ach? - Na ja, es sieht auf jeden<br>                         Fall ziemlich innig aus...<br><br>               Beide wenden sich schließlich von dem Kommandostuhl ab und<br>               gehen zur unbesetzten Wissenschaftsstation, an die sich<br>               Mestral setzt. Caylon sieht ihm über die Schulter.<br><br>               Die Kamera nähert sich langsam den beiden.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Haben Sie Computerzugriff?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Einen Moment. Ich weiß nicht, ob<br>                         die Wartungsteams schon mit dem<br>                         Hauptcomputer begonnen hatten.<br>                         Ich erinerre mich...<br>                             (konzentriert auf den<br>                              Schirm blickend)<br>                         ... dass sie zuletzt am<br>                         Impulsantriebswerk gearbeitet<br>                         haben...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist nun mit dem<br>                         Computerzugriff?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Was sollte damit sein?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie welchen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Uneingeschränkt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut zu wissen. Nicht, dass jeder<br>                         Fremde in den vergangenen...<br><br>                             (die Achseln zuckend)<br>                         ... wie lange auch immer... an<br>                         Bord kommen konnte und munter in<br>                         unseren Datenbanken stöbern<br>                         konnte.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                             (auf den Bidschirm<br>                              starrend, arbeitend)<br>                         Ich würde das aber nicht als<br>                         Anlass für einen<br>                         Kriegsgerichtsprozess sehen. - Da<br>                         müssten auch sie sich<br>                         verantworten, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Sorge, Lieutenant, tu ich<br>                         nicht.<br>                             (beat)<br>                         Also: Wie lange wurden die<br>                         Konsolen nicht mehr benutzt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Laut den Protokollen nicht mehr<br>                         seit Eintritt in den Omega-31<br>                         Sektor. Das war vor...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (drängend)<br>                         Na?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ein wenig schockiert)<br>                         ... 53 Stunden...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (starr)<br>                         Und... wo befinden wir uns<br>                         momentan<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (an der Konsole<br>                              arbeitend)<br>                         Im Omega-31-2-System.<br><br>               Auf dem Plasmaschirm sehen wir in einem der vielen Fenster<br>               die Ansicht eines Sternensystems.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (auf den Hauptschirm<br>                              deutend)<br>                         Legen Sie's auf den Schirm.<br><br>               Ein sternenloses, schwarzes Bild ist zu sehen, mit<br>               undeutlichen, vereinzelten grauen Schlieren.<br><br>               Mestral und Caylon sehen sich verdutzt an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (verwirrt)<br>                         Äh... Zoomen Sie mal raus,<br>                         Mestral.<br><br>               Das Bild wechselt und zeigt nun die unbeleuchtete Seite<br>               eines riesigen Mondes.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hm... wir steuern direkt drauf<br>                         zu. - Na ja, ich führe eben eine<br>                         Kurskorrektur durch. Offenbar ist<br>                         der Autopilot inaktiv.<br><br>               Caylon geht aus dem Bild zur Steuerkonsole, Mestral dreht<br>               sich in seinem Stuhl um zum Captain.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Da sollten Sie sich beeilen...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sich umdrehend)<br>                         Ach?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir kollidieren in fünfunddreißig<br>                         Sekunden!<br><br>               Mit einem Satz ist Caylon bei der Steuerkonsole und schubst<br>               den Offizier, der an der Konsole saß und auch am Boden<br>               liegend weiter"schläft".<br><br>                                   CAYLON<br>                             (hektisch an der Konsole<br>                              arbeitend)<br>                         Ich mache eine Notbremsung!<br><br>               Die Kamera befindet sich hinter Caylons Rücken, wir können<br>               die Navigationsstation in ihrer vollen Breite sowie den<br>               Hauptschirm sehen, auf dem der Mond bedrohlich näher kommt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Verdammt...<br>                             (schlägt mit der faust<br>                              auf die Konsole)<br>                         Es geht nicht!<br>                             (drückt mehrmals auf<br>                              einen Knopf)<br>                         Was zur Hölle ist mit diesem Ding<br>                         los?<br><br>               Caylon sieht zu Mestral, der hinter seinem Rücken links<br>               sitzt. Die Kamera macht seine Kopfbewegung mit und zoomt<br>               ein wenig zurück. Wir sehen Mestral im linken Bildrand,<br>               Caylon nun im rechten, sie sehen sich gegenseitig an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Wartungsarbeiten!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit aufgerissenen<br>                              Augen)<br>                         Die Wartungsarbeiten!<br><br>               SPLITSCREEN: In der linken oberen Bildschirmhälfte die<br>               Antares, die im Weltraum auf den Mond zusteuert, rechts<br>               daneben eine zweite Ansicht der Antares. Im unteren<br>               Bildschirmfenster sehen wir in ein breites Fenster, in dem<br>               wir erneut mit der Kamera den Bildschirm, mal Caylon<br>               fixieren, uns aber hinter dessen Rücken befinden.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Okay... Ganz ruhig... Ich<br>                         versuche irgendwie mit diesem<br>                         Steuerknüppel...<br><br>               Das linke obere Fenster zeigt für einen kurzen Moment den<br>               Joystick, der zum manuellen Steuern des Schiffes dient.<br>               Dann wechselt die Ansicht kurz zu Mestral, der zum Captain<br>               sieht, dann wieder zurück Antares.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... irgendwie dieses Schiff bei<br>                         vollem Impuls über dieses Ungetüm<br>                         zu steuern.<br><br>               Erneut wechselt das linke obere Bild und zeigt Mestral.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Noch zehn Sekunden!<br><br>               Das Bild springt zurück zur Antares.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh Gott...<br><br>               In dem Moment reißt der Captain den Steuerknüppel zu sich<br>               und zieht damit die Antares hoch.<br><br>               EXT. MOND/WELTRAUM - ANTARES ZWISCHEN MONDGEBIRGE<br><br>               Mit hoher Geschwindigkeit rast die Antares auf den Mond zu<br>               und wird ruckartig nach oben gerissen, allerdings prallt<br>               sie mit dem Rumpf an einen der Berggipfel, wodurch sie<br>               plötzlich in einem parallel zur Mondoberfläche verlaufenden<br>               Kurs gerissen wird und in einer Art Tal zwischen hohen<br>               Bergen weiterfliegt. Dieses Tal ist etwa fünf mal so breit<br>               wie die Antares, die Berge sind etwa 3000 Meter hoch, also<br>               deultich größer, als die Antares.<br><br>               Der Berggipfel, mit dem die Antares kollidiert ist, wird<br>               zersprengt, Trümmer fliegen in alle Richtungen. Einer der<br>               Felsbrocken rast auf dei Kamera zu und das Bild wird<br>               schwarz.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGENDE SZENE<br><br>               Das Schiff wird stark durchgerüttelt.<br><br>               SPLITSCREEN: Die obere Bildschirmhälfte folgt der Antares,<br>               die untere zeigt die Steuerkonsole mit Caylon an ihr.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schreiend)<br>                         Verdammt! Irgendwie kann ich das<br>                         Schiff kaum noch hochziehen!<br>                             (auf eine Anzeige<br>                              blickend)<br>                         Wir werden vom Gravitationsfeld<br>                         angezogen! Ich muss uns irgendwie<br>                         an diesen Bergen vorbei<br>                         fliegen...<br><br>               Einige Sekunden fliegt Caylon die Antares, dann sehen wir<br>               wieder im Vollbild die Brücke.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, versuchen Sie uns weiter<br>                         durch dieses Tal zu lenken...<br>                         Ich werde die Waffen<br>                         aktivieren...<br><br>               EXT. MOND/WELTRAUM - ANTARES ÜBER MONDGEBIRGE<br><br>               Wir sehen das Schiff im leichten Sinkflug zwischen Hügel<br>               und spitzen Bergen vorbeirasen.<br><br><br>               Plötzlich fliegt das Schiff in den von der Sonne beschienen<br>               Teil des Mondes und erstrahlt silbern im Glanz der Sonne.<br>               Die Berge erinnern an die Alpen, bloß in einem monotonen<br>               grau.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Das grelle Sonnenlicht scheint in die Brücke.<br><br>               Caylon blinzelt und dreht ruckartig den Kopf weg, hält<br>               seine rechte Hand auf dem Schirm dargestellten Sonne<br>               entgegen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich werde einen Filter über die<br>                         Sonne legen.<br><br>               Auf dem Hauptschirm verschwindet die grelle, weiß-bläuliche<br>               Sonne, die helle Mondoberfläche verliert an Intensität.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (ruhig)<br>                         Sir, in wenigen Sekunden werden<br>                         wir auf die Oberfläche prallen...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (rufend)<br>                         Ich weiß! Aber irgendwas scheint<br>                         mit der Lenkung nicht zu<br>                         funktionieren. Ich kann das<br>                         Schiff nicht hochziehen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (realtiv ruhig)<br>                         Offenbar haben wir uns bei der<br>                         Kollison mit dem Berggipfel mehr<br>                         beschädigt, als wir dachten!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ruft, nervös)<br>                         Wie kommen wir hier wieder raus,<br>                         verdammt?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (spricht ruhig)<br>                         Ich kann mithilfe der Sensoren<br>                         rund 300 km vor uns die<br>                         topographischen Begebenheiten<br>                         erkennen. Dieses Tal endet in<br>                         dreiundzwanzig Sekunden bei<br>                         dieser Geschwinigkeit...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sieht Mestral entsetzt<br>                              an)<br>                         WAS?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (langsam unruhig<br>                              werdend)<br>                         Hören Sie bitte zu. Das Tal endet<br>                         in einem sanft ansteigenden Berg.<br>                         Tun Sie einfach nichts. Wenn<br>                         meine Berechnungen stimmen,<br>                         werden wir am Fuß aufprallen und<br>                         dann dort hoch... geschleudert<br>                         werden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lässt den Joystick los)<br>                         Ihr Leben liegt in meinen Händen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Keine Sorge. Halten Sie sich<br>                         einfach fest. Drei... Zwei...<br><br>               EXT. MOND/WELTRAUM - ANTARES<br><br><br>               Wir folgen der Antares aus einer erhöhten Ansicht im<br>               Halbprofil.<br><br>               Dann hält die Kamera und verfolgt die Antares nach rechts,<br>               wo das Schiff in einer Staub- und Trümmerwolke auf dem Fels<br>               des Mondes aufprallt und wie durch eine Rampe mit hoher<br>               Geschwindigkeit den Fuß eines Berges hoch bis zu seinem<br>               Gipfel gezogen wird und dann in den freien Raum zusteuert.<br><br>               Einige Trümmer, sowohl vom Berg als auch Teile des Rumpfes<br>               der Antares schweben durch den Raum.<br><br>               In einer neuen Einstellung sehen wir die Antares von dem<br>               Mond wegfliegen und sehen einen orangenen Gasriesen, um den<br>               der Mond offennbar kreist.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Caylon sitzt nach wie vor an der Steuerkonsole, hält sich<br>               mit beiden Händen an den Seitend er Konsole fest. Seine<br>               Augen sind weit geöffnet, er sitzt starr da.<br><br>               Im Hintergrund rappelt sich Mestral wieder auf, da er<br>               offenbar von seinem Stuhl gerutscht ist.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Alles in Ordnung, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögernd)<br>                         Ja... Ja...<br><br>                             (löst sich von der<br>                              Konsole)<br>                         Ja! Das war ja... ich meine. Das<br>                         wäre doch eine unglaubliche<br>                         Attraktion für einen<br>                         Freizeitpark.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Freizeitpark?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (steht von der Konsole<br>                              auf)<br>                         Na ja, ich glaube die gibt es<br>                         seit dem Ende des dritten<br>                         Weltkriegs nicht mehr. Meinem Ur<br>                         Urgroßvater gehörte so ein Park<br>                         in Australien. Da gab es so<br>                         Karusselle und Bahnen...<br><br>                             (sieht Mestral an, der<br>                              ihn verständnislos<br>                              ansieht)<br>                         Ach, lassen wir das.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun gut, wir sollen uns nun um<br>                         die Crew kümmern.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Glauben Sie nicht, dass die alle<br>                         wach geworden sind?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Kaum.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie könnten recht haben. Aber die<br>                         Frage ist, wie kriegen wir sie<br>                         wach? Wir können nicht jedem..<br>                             (fasst an seine nasse,<br>                              rechte Schulter)<br>                         ... eine Tasse Kaffee über den<br>                         Kopf kippen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Kaum, das ist richtig. Wir haben<br>                         doch Wcker an Bord, oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Äh... Ja-a.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich frage nur, weil ich als<br>                         Vulkanier keinen Wecker brauche.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie sind doch nur zu einem...<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (den Satz gelangweilt<br>                              fortsetzend)<br>                         ... Achtel Vulkanier, ja. Aber<br>                         genau das ist einer der Vorzüge<br>                         dieses Achtels an Chromosomen.<br>                         Ich habe einen inneren Wecker.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nun gut, wir schweifen vom Thema<br>                         ab. Was ist mit einem Wecker?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ein Pfeifton, laut und<br>                         hochfrequent, oder ein extremer<br>                         Bass, könnte die Crew aufwecken.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (die Hände reibend)<br>                         Gute Idee. Wieso nehmen wir nicht<br>                         beide Töne, abwechselnd?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (nickend)<br>                         Eine exzellente Idee.<br><br>               Er geht zu Torlan und schiebt den Andorianer behutsam<br>               beiseite. Dann tippt er etwas in die Konsole ein und gibt<br>               Caylon ein Zeichen.<br><br>               Ein hochfrequenter Pfeifton ertönt, für eine Sekunde.<br>               Caylon hält sich die Ohren zu. Dann ertönt ein dumpfer,<br>               extrem tiefer Bass.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Das kribbelt im Magen...<br><br>               Plötzlich regt sich etwas im Kommandostuhl. Auch der<br>               Offizier, der neben der Navigationskonsole auf dem Boden<br>               liegt, bewegt sich.<br><br>               Caylon nickt Mestral zu und die sich abwechselnden<br>               Sinustöne hören auf.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schreiend)<br>                         Gott! Was zum Teufel... Runter!<br><br>               Der Offizier der Nachtschicht springt von Beems Schoß, Beem<br>               steht ruckartig auf und starrt mit rotem Kopf Caylon und<br>               Mestral an.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Äh... Si-Sir... Mir ist das<br>                         unbegreiflich...<br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                             (fassungslos)<br>                         Ich muss mich entschuldigen, aber<br>                         ich habe überhaupt keinen<br>                         Schimmer, wie ich...<br><br>                                   BEEM<br>                             (verwirrt)<br>                         Ich auch nicht...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beschwichtigend)<br>                         Beruhigen Sie sich, meine<br>                         Herren...<br><br>                                   STEUEROFFIZIER (O.S.)<br>                             (sich am Kopf reibend)<br>                         Was? ...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Es ist alles in Ordnung.<br><br>               AUF BEEM und die beiden Offiziere.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Wir befinden uns vor den Fesntern der Crewmesse und sehen,<br>               wie unzählige Crewmitglieder herumirren und die Messe<br>               verlassen, manche den Kopf schüttel, wieder andere sich<br>               verwirrt mit anderen unterhalten.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Wir sehen Caylons Gesicht in einer NAHAUFNAHME voll auf dem<br>               Bildschirm. Er scheint auf etwas hinter der Kamera zu<br>               blicken.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ha-allo?<br><br>                             (a beat)<br>                         Aufwachen!<br><br>               Caylons Gesicht verschwindet, die Kamera fährt in dieser<br>               Position hoch und senkt sich dann, so dass sie wieder in<br>               einer Waagerechten steht. Caylon, Beem, Mestral sowie die<br>               drei Offiziere stehen um Torlan herum, der unverändert auf<br>               seiner Konsole liegt.<br><br>               Im Hintergrund treten einige Offiziere aus dem Turbolift,<br>               darunter auch MÜLLER undTschernovsky, die sich im<br>               Hintergrund mit Beem und den beiden Offizieren unterhalten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was ist passiert?<br><br>                                   BEEM<br>                             (Achseln zuckend)<br>                         Ich hatte Nachtschicht. Und<br>                         plötzlich...<br><br>               Wir konzentrieren uns wieder auf Caylon sowie Mestral und<br>               Müller, die näher kommt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Fragen Sie nicht! Ich habe keine<br>                         Ahnung. Ich erzähle ihnen später,<br>                         warum wir noch am Leben sind?<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (näherkommend)<br>                         Gut, dann können Sie mir ja auch<br>                         von den Kratzern an den Scheiben<br>                         der Crewmesse erzählen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wussten Sie, dass eine Tasse<br>                         Kaffee unser Lebensretter war?<br><br>               Müller sieht fragend Caylon an, dannbetrachtet sie näher<br>               Torlan. Mestral und Caylon tun es ihr gleich.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Was ist mit ihm?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (Kopf schüttelnd)<br>                         Wenn wir das nur wüssten.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (sich der Konsole<br>                              widmend)<br>                         Ich habe eine Idee...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nicht schon wieder diese<br>                         Fieptöne!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Keine Sorge, unsere Ohren nehmen<br>                         Ultraschall nicht wahr.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ultraschall?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Neben dem Gespür für Vulkanier<br>                         beziehungsweise Pheromone nehmen<br>                         die Fühler der Andorianer auch<br>                         Ultraschall war.<br><br>               Plötzlich wacht Torlan auf und schreckt hoch.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (seine Fühler<br>                              zusammendrückend)<br>                         AH!<br><br>               Mestral drückt einen Knopf und Torlan beruhigt sich.<br><br><br>               AUF Caylon und Müller, dann AUF Torlan, der wütend und<br>               verwirrt zugleich Mestral und dann den Captain ansieht.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><p>               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR DER CREWMESSE<br><br>               Ein WEIBLICHES CREMITGLIED, Mitte zwanzig, mit blonder<br>               Haartracht und seichtem russichem Akzent, drängelt sich aus<br>               der Crewmesse und betritt den davor liegenden Korridor, in<br>               dem mehr als ein Dutzend Offiziere stehen oder gehen.<br><br>                                   WEIBLICHER OFFIZIER #1<br>                             (sich umsehend, zu sich<br>                              sprechend)<br>                         Wo ist Frithjof?<br><br>               Sie sieht sich weiter um und verlässt verwirrt das Bild,<br>               während im Hintergrund sich unzählige Crewmitglieder<br>               unterhalten oder verunsichert herumlaufen. Dann, als das<br>               Crewmitglied das Bild verlässt, ...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Das Schiff fliegt nach wie vor mit Impuls, mit dem Bug auf<br>               uns zu. Im Hintegrrund sehen wir klein den Mond, der um den<br>               orange-farbenen Gasriesen kreist.<br><br><br>               Die Kamera folgt dem Schiff, das an uns vorbeifliegt, so<br>               das wir das beschädigte Heck betrachten können. Wir sehen<br>               in großer Entfernung die bläuliche Sonne des<br>               Sternensystems.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Der weibliche Offizier geht nach wie vor suchend durch den<br>               mit Crewmitgliedern angefüllten Korridor. Sie spricht im<br>               folgenden zahlreiche Crewmitglieder an.<br><br>               Die Kamera folgt ihr hinter ihrem Rücken.<br><br>                                   WEIBLICHER OFFIZIER #1<br>                         Rick, hast du Frithjof gesehen?<br><br>                                   OFFIZIER #2<br>                             (an einen Offizier sich<br>                              wendend)<br>                         Nein.<br><br>                             (beat)<br>                         Hast du schon gehört, was hier<br>                         passiert ist? Ich hab noch keine<br>                         Ahnung...<br><br>                                   WEIBLICHER OFFIZIER #2<br>                             (zwei Männer im Gespräch<br>                              unterbrechend)<br>                         Habt ihr irgendwo Frithjof<br>                         bemerkt?<br><br>                                   OFFIZIER #3<br>                         Nein.<br><br>                                   OFFIZIER #4<br>                         Ach, Yana, muss Liebe schön sein.<br>                         Wir sind gerade aus einer Art<br>                         Bewusstlosigkeit aufgewacht, und<br>                         du findest das scheinbar so<br>                         uninteressant, dass du gleich an<br>                         Frithjof denkst.<br><br>                             (lacht)<br><br>                                   WEIBLICHER OFFIZIER #1<br>                             (weitergehend)<br>                         Ach... Ich werd' einfach in<br>                         seinem Quartier nachscbauen.<br><br>               Sie geht um eine Ecke des Korridors und verschwindet aus<br>               dem Bild.<br><br>                                                          TIEMCUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               ENSIGN YANA OSTROWSKI, der weibliche Offizier, geht durch<br>               den Korridor und bleibt schließlich vor einem Crewquartier<br>               stehen.<br><br>               Sie betätigt das Türsignal an eienr Amatur neben der<br>               metallenen Tür.<br><br>               Sie wartet einige Sekunden, die Tür öffnet sich jedoc<br>               nicht. Schließlich gibt sie einen Code ein, und die Tür<br>               öffnet sich. Es scheint sich um das gemeinsame Quartier der<br>               beiden zu handeln. Die Kamera folgt ihr in das Quartier...<br><br>               INT. ANTARES - CREWQUARTIER<br><br><br>               ... und wir sehen, wie sie Licht anschaltet. Da die Kamera<br>               hinter ihrem Rücken steht, können wir nicht sehen, was vor<br>               ihr liegt, sondern HÖREN nur einen lauten und anhaltenden<br>               Schrei aus dem Mund Yanas.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Die Kamera ist auf dei Doopeltür gerichtet, hinter den<br>               matten Scheiben sehen wir dunkle Silhouetten näher kommen.<br>               Die beiden Türhälften gleiten plötzlich geräuschlos<br>               auseinander und Doktor Miller kommt herein, gefolgt von<br>               zwei männlichen Offizieren, die eine Trage mit dem<br>               Liebhaber Yanas, Frithjof Neltson, hineintragen. Er scheint<br>               tot zu sein, sein Gesicht ist blutüberströmt.<br><br>               In einer anderen Einstellung sehen wir, wie die beiden<br>               Offiziere nach einem Fingerzeig Millers den Leichnahm auf<br>               dem Biobett absetzen und mit der Trage nach rechts aus dem<br>               Bild gehen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu sich)<br>                         Ich könnte schwören, ich habe die<br>                         Krankenstation heute Nacht nie<br>                         verlassen... Und plötzlich ...<br><br>                             (seufzt)<br>                         ... findet man sich in der<br>                         Crewmesse beim Gruppenkuscheln<br>                         wieder.<br><br>               Die beiden Offizere kommen zurück.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zu den Offizieren)<br>                         Danke, meine Herren, Sie können<br>                         gehen.<br><br>               Die Offizere nicken und kommen auf uns zu und verlassen<br>               nach links die Krankenstation durch den Haupteingang.<br><br>               Miller nimmt in einer Naheinstellung von einem kleinen<br>               Rollwagen ein Laserskalpell und widmet sich dem Leichnahm.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (den toten Körper<br>                              angewidert anstarrend)<br>                         Darf ich das überhaupt? Nun ja,<br>                         es war Mord, aber... bestimmt<br>                         wollte er das nicht. Ich meine,<br>                         er kommt aus Finnland und...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM<br><br>               Caylon, Müller und Yana Ostrowski befinden sich in dem<br>               Raum. Müller steht hinter Ostrowski, die auf einem Stuhl<br>               sitzt, gegenüber dem Captain. Sie weint und hat eine Art<br>               von Trockentuch in der linken, das bei Kontakt mit den<br>               Tränen aufleuchtet, offenbar die Haut zu trocknen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (einfühlsam, leise)<br>                         Nun, Miss Ostrowski... Ich möchte<br>                         Ihnen mein Beileid aussprechen..<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Wir...<br>                             (bricht erneut in Tränen<br>                              aus)<br>                         ... hatten vor uns zu verloben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das... ist schrecklich. Aber, nun<br>                         ja... Ich muss Ihnen einige<br>                         Fragen stellen. Eigentlich sollte<br>                         das die Sicherheit machen,<br>                         aber...<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Ist schon gut...<br>                             (versucht sich zu<br>                              beruhigen)<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, Sie hatten wirklich eine<br>                         gut Beziehung?<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                             (laut, heulend<br>                         Wollen Sie damit andeuten ICH<br>                         hätte ihn getötet? Captain, das<br>                         hätte ich nie getan!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, das glaube ich auch nicht,<br>                         ernsthaft. Also, es ging ihm gut,<br>                         er war glücklich und alle mochten<br>                         ihn?<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Ja... Er... Er<br>                             (bricht in Tränen aus)<br>                         ... hatte immer gesagt, dass er<br>                         sich auf diesem Schiff so wohl<br>                         fühle. Es war sein Traum... Hier<br>                         passiere so viel...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das kann man wohl sagen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (wirft Müller einen<br>                              vorwurfsvollen Blick<br>                              zu)<br>                         Aber eines ist mir unklar. Ganz<br>                         offensichtlich war er ja nicht in<br>                         der Crewmesse oder auf der<br>                         Brücke, oder?<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Und?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja... Die gesamte Crew hatte<br>                         sich an diesen beiden Orten<br>                         versammelt, hauptsächlich in der<br>                         Crewmesse... bis auf ihn...<br><br>                             (sieht Yana an)<br>                         Nun ja, Sie sollten sich erstmal<br>                         ausruhen. Die beiden<br>                         Sicherheitsoffiziere vor de Tür<br>                         werden Sie in ein neues Quartier<br>                         bringen, Miss Ostrowski.<br><br>               Ostrowski verlässt den Raum, Müller nimmt auf dem Stuhl<br>               Platz.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Komisch, nicht?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nachdenkend)<br>                         Ja.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun gut, ich erwarte Ihren<br>                         Bericht.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Kriegen Sie schon bald.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Jetzt, bitte! Captain Caylon, ich<br>                         kann das fordern! Die Antares ist<br>                         ziemlich mitgenommen...<br><br>               In dem Moment piepst das Interkom. Caylon dreht sich und<br>               betätigt den Knop auf seinem Monitor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   MILLER'S KOMM-STIMME<br>                         Hier ist Doktor Miller. Captain,<br>                         ich habe etwas gefunden...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, ich komme.<br><br>               Caylon beendet die Verbindung, er und Müller sehen sich an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wie ich es schon sagte. Bald.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich bin im Maschinenraum, falls<br>                         Sie ihren Ersten Offizier suchen<br>                         sollten. Er repariert das Schiff.<br><br>               AUF Caylon, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Die Kamera befindet sich dicht bei dem haupteingang und sit<br>               auf Doktor Miller gerichtet, die am Biobett arbeitet.<br><br>               Caylon betritt die Krankenstation und bleibt kurz hinter<br>               dem Eingang stehen. Der Dotkor arbeitet an Miller<br>               Leichnahm, verdeckt aber den größten Teil dessen Körpers,<br>               nur die Beine und ein Teil des Oberkörpers sind zu sehen.<br><br><br>               Plötzlich zuckt der gesamte Körper hoch und Caylon zuckt<br>               ein wenig zusammen.<br><br>               Miller bemerkt ihn, legt die Werkzeuge aus der Hand, lässt<br>               das Biobett langsam in die Wandhineinfahren und eilt auf<br>               ihn zu.<br><br>                                   MILLER<br>                         Nicht gucken! Sonst sind Sie<br>                         wieder bewusstlos!<br><br>               Sie zieht den Vorhang zu und stellt sich Caylon gegenüber.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie schon herausgefunden,<br>                         warum wir alle...<br><br>                                   MILLER<br>                         Bei allem gehörigen Respekt: Ich<br>                         kann mich nicht zerteilen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, tut mir leid, Doktor. Es ist<br>                         nur... na ja, ich finde das alles<br>                         ein wenig mysteriös. Das ist<br>                         alles. Nun, was hatten Sie denn<br>                         sonst für mich?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe mir... - widerwillig,<br>                         wie ich eingestehen muss - in<br>                         einer Autopsie mal seinen<br>                         Verdauungstrakt angesehen, seine<br>                         Atemwege, sein Herz, seine<br>                         Schilddrüse... alles, was wir so<br>                         an Organen haben. Sogar seine<br>                         Nerven habe ich gerade getestet,<br>                         und sie reagierten prima.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also war es wohl Selbstmord.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Nein. Keine Strahlung, keine<br>                         Medikamente, keine Projektile,<br>                         keine Schnitte durch Messer oder<br>                         andere Klingen, keine<br>                         Verbrennungen. Nur einige<br>                         Verletzungen, da er wohl ziemlich<br>                         in seinem Quartier gewütet hat.<br>                         Aber sonst - nichts, was auf Mord<br>                         beziehungsweise Selbstmord<br>                         hindeuten würde. Und keine dieser<br>                         Verletzungen waren<br>                         lebensbedrohlich. sein<br>                         Blutverlust lag bei<br>                         schätzungsweise 500 Millilitern.<br>                         Das ist ein Witz.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und das wollten Sie mir<br>                         mitteilen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, ich wollte Sie fragen,<br>                         woran es sonst liegen könnte.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Bitte?<br><br>                                   MILLER<br>                             (erläuternd)<br>                         Na ja, raten Sie mal: Keine<br>                         physische, sondern...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (Achsel zuckend)<br>                         ... psychische...<br><br>                                   MILLER<br>                         ... Ursache, richtig! Nun ja,<br>                         eigentlich war es nicht direkt<br>                         eine psychische Ursache, aber es<br>                         hat damit angefangen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verstehe rein gar nichts.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sehehn Sie? So ging es mir auch.<br><br>               Sie zieht den Vorhang wieder auf und geht zurück zum großen<br>               Diagnosebildschirm des Biobetts, Caylon folgt ihr.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Sehen Sie her!<br><br>               Caylon kommt näher und betrachtet die Ansicht eines<br>               menschlichen Gehirns, die in allen Farben des Spektrums<br>               dargestellt wird, ähnlich wie bei einem Wärmebild.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Das ist eine Ansicht von Neltsons<br>                         Gehirn.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Offensichlich, ja.<br><br>                                   MILLER<br>                         Gut, sagen Sie "Stopp!", wenn Sie<br>                         mir nicht mehr folgen können! -<br><br>                             (sie zeigt mit ihrem<br>                              Finger auf bestimmte<br>                              Bereiche des Svhirms)<br>                         Hier ist das Erinnerungszentrum<br>                         des Hirns. Dort wird quasi alles<br>                         abgespeichert, was passiert.<br>                         Alles.<br><br>                         ber diese Synapse wird eine Art<br>                         von Kortex stimuliert, der dafür<br>                         sorgt, dass Informationen in<br>                         einer Art Zwischenspeicher - hier<br>                         - untergebracht werden. Unser<br>                         Kurzzeitgedächtnis, so eine Art<br>                         Arbeitsspeicher. Oftmals ist es<br>                         allerdings schwer, da einige<br>                         Erinnerungen verdrängt wurden<br>                         oder einfach vergessen wurden.<br>                         Wenn man etwas so verdrängt oder<br>                         vergisst, werden diese<br>                         Informationen so untergebracht,<br>                         dass sie nicht sofort erreicht<br>                         werden können von diesem...<br>                         Verbindungskabel. Doch offenbar<br>                         hat jemand ganz schön stark<br>                         diesen Nerv angezaft. Der Kortex<br>                         wurde völlig überlastet, sein<br>                         Zwischenhirn ist fast geplatzt.<br>                         Irgendwie hat er sich so stark an<br>                         etwas erinnern wollen, dass er<br>                         sich damit umgebracht hat. Oder<br>                         irgendjemand. Er wollte so viele<br>                         verdrängte Informationen aus<br>                         seinem Hirn holen, dass das<br>                         System quasi abgestürzt ist.<br>                         Außerdem muss das ganze wohl<br>                         ziemlich geschmerzt haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit starrem Blick,<br>                              zögernd)<br>                         Ich... Ich hab's verstanden. Sie<br>                         haben das ganze sehr anschaulich<br>                         dargestellt. Das muss man ihnen<br>                         lassen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Danke.<br>                             (wendet scih vom Monitor<br>                              ab)<br>                         Also war es wohl kein Mord. Und<br>                         da wir unmöglich so sehr uns an<br>                         etwas erinnern können, dass unser<br>                         Gehirn sich deaktiviert<br>                         beziehungsweise selbst<br>                         zerstört... war es auch kein<br>                         Selbstmord. Es ist mir ein<br>                         Rätsel. Besser gesagt war es das.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie darf ich das verstehen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nun ja, es gibt eine Möglichkeit.<br>                         Wir haben einen leicht<br>                         telepathisch begabten Humanoiden<br>                         an Bord.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral?<br><br>                                   MILLER<br>                         Exakt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und Sie meinen, dass...<br><br>                                   MILLER<br>                             (den Satz fortsetzend)<br>                         ... er irgendwie Neltsons Gehirn<br>                         angezapft hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber Mestral war genauso wie alle<br>                         anderen... nun ja, am<br>                         Schlafwandeln. Der einzige, der<br>                         nicht in der Crewmesse oder auf<br>                         der Brücke war... das war Ensign<br>                         Frithjof Neltson.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja. Und da drängt sich wenigstens<br>                         mir die Frage auf: Warum war er<br>                         nicht dort?<br><br>               AUF Caylon, wir zommen immer näher heran, dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - COMPUTER- UND DATENVERARBEITUNGSRAUM<br><br>               Caylon und Müller befinden sich in dem aus "Der Funke, Teil<br>               II" bekannten Raum.<br><br>               Wir haben an der linken Bildhäfte den Kopf des sitzenden<br>               Caylons im Profil, in der rechten Bildhälfte die Umrisse<br>               eines von der Seite betrachteten Flachbildschirms.<br><br>               Plötzlich schießt hinter Caylons Kopf eine Hand hervor und<br>               drückt eine Taste an dem rechten Seitenrand des Monitors.<br><br>                                   MÜLLERS STIMME<br>                         Nur 31 Jahre alt. Viel zu jung<br>                         zum Sterben.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Sowit ich weiß ist einer meiner<br>                         Vorfahren mit 17 Jahren<br>                         gestorben. Was sagen Sie dazu?<br><br>                                   MÜLLERS STIMME<br>                         Erst recht zu jung. - Warum<br>                         machen wir eigentlich diese<br>                         Arbeit?<br><br>               AUF Caylon, der seinen Ersten Offizier anblickt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Weil wir nun mal die<br>                         höchstrangigen Offiziere und die<br>                         einzigen sind, die sich<br>                         freiwillig für so etwas hergeben.<br>                             (a beat)<br>                         Außerdem... mochte ich es schon<br>                         immer in Dateien herumzustöbern.<br><br>               Wir betrachten nun das Bild, das der Monitor anzeigt, in<br>               voller Größe. Wir sehen eine Datei namens "ein Passfotot<br>               eines lächelnden, blauäugigen Mannes mit blonden, bis zur<br>               zum Kiefer reichenden, stränigen Haaren.<br><br>               dann bewegt sich die Kamera zurück und kommt über den<br>               Köpfen von Caylon und Müller, die beide an Stühlen an dem<br>               Tisch sitzen, langsam zum Stehen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Vater war Atte Neltson, der war<br>                         wohl irgendwie verwandt mit<br>                         diesem deutschen Bundeskanzler...<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sie meinen Brandt? Kann ich mir<br>                         kaum vorstellen.<br>                         Brandt war in Schweden, nicht im<br>                         ehemaligen Finnland.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Hier steht aber, dass er, wie<br>                         sich später herausstellte, mit<br>                         Brandt verwandt ist. Wie auch<br>                         immer...<br><br>                         Neltson kam auf jeden Fall aus<br>                         Skandinavien<br>                         ... aus Neu Helsinki.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Muss schön dort sein. Mein Vater<br>                         wollte dort immer Urlaub machen,<br>                         aber irgendwie schaffte er es nie<br>                         aus Norddeutschland heraus. - Das<br>                         hier ist interessant...<br>                             (deutet mit dem<br>                              Zeigefinger auf eine<br>                              Textpassage)<br>                         Er scheint bis heute an so einer<br>                         Art Kindheitstrauma zu leiden.<br>                         Sein Vater war da wohl nicht ganz<br>                         unschuldig.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja...<br>                             (studiert den Monitor)<br>                         Er war als Kind vier Tage lang in<br>                         einer stockdunklen Höhle nahe des<br>                         Glittertinds eingeschlossen. Das<br>                         ist ein 2470 Meter in der Höhe<br>                         messender Berg, und ganz<br>                         offensichtlich konnt er nur<br>                         überleben, weil dort eine<br>                         Wasserquelle war und eine<br>                         ständige Luftzufuhr. Das ganze<br>                         war durch eine ziemlich riskante<br>                         Kletterpartie passiert und da der<br>                         Vater sich weigerte moderne<br>                         Hilfsmittel zu nutzen, dauerte<br>                         die Suche und Bergung ziemlich<br>                         lange. Danach hatte sich Frithjof<br>                         Neltson von Grund auf verändert.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Er scheint mir schon immer sehr<br>                         ruhig und zurückgezogen gewesen<br>                         zu sein. Erst durch seine<br>                         Liebesbeziheung zu Miss Ostrowski<br>                         schien er... aufzutauen und sich<br>                         langsam an Bord einzuleben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich sehe gerade, dass er auch<br>                         noch als Techniker auf den<br>                         unteren Decks arbeitet, also da<br>                         wo sonst niemand ist.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Muss ziemlich einsam sein.<br><br>                             (beat)<br>                         - Ach, übrigens...<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verlegen)<br>                         Es... Es war nicht so wichtig,<br>                         Wir sollten uns besser auf diese<br>                         Datei konzentrieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (Müller fragend<br>                              ansehend)<br>                         Sehe ich das falsch, oder haben<br>                         Sie seit dem Anbruch dieser<br>                         Mission, Probleme, sich mit mir<br>                         zu unterhalten?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Oh, das sehen Sie falsch, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sicher?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sicher.<br><br>                                   MILLERS KOMM-STIMME<br>                         Doktor Miller an den Captain.<br><br>               Caylon berührt eine kleine Taste auf einem<br>               Kommunikationsinterface, das sich neben ihm auf dem Tisch<br>               befindet.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon hier, was gibt es?<br><br>                                   MILLER'S KOMM-STIMME<br>                         Es gibt hier etwas interessantes,<br>                         über das ich mit Ihnen sprechen<br>                         muss, Sir. Aber nicht über das<br>                         Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (stirnrunzelnd)<br>                         Kein Problem, ich komme.<br><br>               AUF Caylons Zeigefinger, wie er auf die Taste drückt und<br>               die Verbindung trennt, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Der Captain kommt in die Krankenstation. Miller arbeitte an<br>               der Arbeitsfläche nahe des Biobettes, wo auch ein Monitor<br>               steht.<br><br>               Sie bemekrt Caylon und dreht sich um, bleibt auf ihrem<br>               Hocker jedoch sitzen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (vor ihr stehen<br>                              bleibend)<br>                         Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Captain. Ich habe etwas...<br>                         unschönes herausgefunden. Wir<br>                         haben an Bord genau eine Person,<br>                         die telepathische Kräfte besitzt,<br>                         richtig?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Äh... Mestral?<br><br>                                   MILLER<br>                         Genau.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das hatten wir doch vor eienr<br>                         Stunde schon mal.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, aber ich habe mich ein wenig<br>                         in der vulkanischen Datenbank<br>                         umgesehen, und wissen Sie was?<br>                         Alle Symptome, die Neltson<br>                         aufweist, stimmen mit dem<br>                         vulkanischen Psychoselbstmord<br>                         überein. Das ist eine schlechte<br>                         Übersetzung von tal'fek hagato<br>                         ru.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ich befürchte, es besteht die<br>                         Möglichkeit, dass sich die<br>                         Hinweise verdichten, dass Mestral<br>                         diesen vulkanischen Selbstmord<br>                         bei Neltson durchgeführt hat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber ich denke, es ist ein<br>                         Selbstmord.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, aber irgendwie scheint es<br>                         Mestral gelungen zu sein, ihn auf<br>                         Neltson...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doktor, ich sehe vielleicht ein,<br>                         dass niemand an Bord Mestral<br>                         sonderlich gut kennt. Aber...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich meine, er ist ziemlich<br>                         merkwürdig, oder? Sehen Sie, er<br>                         kämpft mit seinem Emotionen<br>                         stärker als irgendein anderer<br>                         Vulkanier. Er ist nur zu einem<br>                         Achtel Vulkanier, stellen Sie<br>                         sich das vor. Er ist ein Unikat,<br>                         so etwas gab es noch nie.<br>                         Vielleicht ist aus ihm auch ein<br>                         Psychopath geworden.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng, laut)<br>                         Reissen Sie sich zusammen,<br>                         Doktor! Das alles erklärt<br>                         außerdem nicht, warum wir alle...<br><br>                                   MILLER<br>                         Ernsthaft! Haben wir irgendeine<br>                         Ahnung, ob vulkanische und<br>                         menschliche Erbanlagen sich<br>                         vertragen? Es gibt keine<br>                         Vergleichsbeispiele!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und was soll ich nun tun?<br><br>                                   MILLER<br>                         Sie sind der Captain. Die<br>                         Sicherheits des Schiffes liegt<br>                         allein in Ihren Händern. Bedenken<br>                         Sie das.<br><br>               Miller dreht sich wieder um und arbeitet am Computer<br>               weiter. Caylon verlässt nach kurzem Nachdenken und Zögern<br>               die Krankenstation.<br><br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR KRANKENSTATION- FOLGEND<br><br>               Wir sehen Caylon, wie er die Krankenstation verlässt und<br>               sich die Türen hinter ihm schließen. Wir folgen ihm mit der<br>               Kamera, in dem wir vor ihm herfahren. Schließlich bremst<br>               die Kamera, weil Caylon mit entschlossenem Gesicht an einem<br>               Interkominterface stehen bleibt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain Caylon an Mister Beem.<br>                         Kommen Sie bitte mit zwei<br>                         Sicherheitsleuten in mein<br>                         Quartier.<br><br>               Wir zoomen auf das Interkom...<br><br>                                   BEEMS KOMSTIMMME<br>                         Aye, Sir. Ich bin schon auf dem<br>                         Weg.<br><br>               Das Interkom ist voll im Bild.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - QUARTIER DES CAPTAINS - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Caylon sitzt bereits auf seinem Stuhl und studiert ein<br>               PADD, als das Türsignal ertönt.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (das PADD aus der Hand<br>                              legend)<br>                         Herein!<br><br>               Beem tritt ein und sieht noch einmal zu zwei<br>               Sicherheitsleuten vor der Tür.<br><br>                                   BEEM<br>                         Warten Sie hier!<br><br>               Dann schließt sich die Tür und Beem tritt ein.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (auf den Boden starrend)<br>                         Sir, ich weiß,Sie können mich<br>                         nicht sonderlich gut ausstehen<br>                         und ich habe heute... einiges<br>                         falsch gemacht. Ich habe das<br>                         Kommando gehabt und hätte uns<br>                         fast alle umgebracht.<br>                         Ich bin bereit mit allen<br>                         Konsequenzen mich abzufinden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leicht schmunzelnd)<br>                         Dann ist es ja gut. Es gibt keine<br>                         Konsequenzen. Warum auch? Wir<br>                         alle waren nicht bei unseren<br>                         Sinnen.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Warum sollte ich dann kommen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde gleich Lieutenant<br>                         Mestral hierher bestellen. Sie<br>                         warten zusammen mit ihren Leuten<br>                         in meinem Waschraum.<br><br>                                   BEEM<br>                         Wir sollen auf der Toilette<br>                         warten? Worauf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie warten einfach. Wenn die Tür<br>                         aufgeht, nehmen betäuben Sie<br>                         Mestral und nehmen ihn in<br>                         Gewahrsam.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ihn anstarrend)<br>                         Wie bitte?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         War mein Befehl irgendwie unklar,<br>                         Mister Beem?<br><br>                                   BEEM<br>                         Nein, absolut nicht. Es ist nur..<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was?<br><br>                                   BEEM<br>                         Okay.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, ich rufe ihn jetzt.<br><br>                                   BEEM<br>                         Eine Frage noch... Was hat er<br>                         denn verbrochen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht gar nichts.<br>                         Vielleicht.<br><br>               Caylon wendet sich von Beem ab und dürckt einen Knopf auf<br>               seinem Monitor.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Captain Caylon an Lieutenant<br>                         Mestral. Kommen Sie bitte<br>                         unverzüglich in mein Quartier.<br><br>               Er wartet einige Sekunden, doch es erfolgt keine Antwort.<br><br>               Beem sieht in misstrauisch an, Caylon erwidert den<br>               fragenden Blick. Schließlich versucht er es noch einmal.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Mestral. Bitte melden<br>                         Sie sich!<br><br>               Mestral antwortet erneut nicht.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Captain an...<br>                             (leise, zu Beem)<br>                         Wer hat das Kommando?<br><br>                                   BEEM<br>                         Äh... Ich glaube Mestral... oder<br>                         Tschernovsky.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wo ist Miss Müller?<br><br>                                   BEEM<br>                         Im Maschinenraum, wo auch sonst.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie ist doch der Erste Offizer,<br>                         verdammt.<br>                             (ins Interkom)<br>                         Captain an Brücke.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Brücke, Tschernovsky hier. Was<br>                         kann ich für Sie tun?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben Sie Kenntnis von Lieutenant<br>                         Mestrals Aufenthaltsort<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, habe ich. Er ist vor etwa<br>                         zwei Minuten von der Brücke<br>                         gegangen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (stirnrunzelnd)<br>                         Was? Wo wollte er hin?<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich weiß es nicht, er wirkte ein<br>                         wenig verwirrt auf mich.<br>                         Vielleicht wollte er sich<br>                         ausruhen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Na ja, er meldet sich nicht.<br><br><br>               Wir hören im Hintergrund der Interkomverbindung ein Piepen<br>               auf der Brücke.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Was ist los?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Komisch... Irgendjemand macht<br>                         sich da an der Luftschleuse zu<br>                         schaffen...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (Beem ansehend)<br>                         Ich habe hier ein<br>                         Sicherheitsteam! Wo genau?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Backbord!<br><br>               Plötzlich öffnet sich die Tü von Caylons Quartier und Miss<br>               Ostrowski, die Freundin des verstorbenen Neltsons, kommt<br>               herein. Sie schreit und kämpft gegen die beiden<br>               Sicherheitsleute an.<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Captain!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Was bitte...<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Dieser Vuilkanier, er hat Ihn<br>                         umgebracht, stimmt es?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wisen wir noch nicht!<br><br>                             (zu den beiden<br>                              Sicherheitsleuten)<br>                         Halten Sie sie hier fest!<br><br>                             (zu Beem)<br>                         Mister Beem!<br><br>               Beem nickt und er und der Captain verlassen im Laufschritt<br>               das Quartier des Captains, während die beiden<br>               Sicherheitsoffiziere Ostrowski festhalten.<br><br>               EXT. ANTARES - BACKBORDANDOCKSCHLEUSE<br><br>               Dort, wo normalerweise Schiffe andocken, sehen wir, wie<br>               Mestral versucht die Schleusentür zu öffnen. Er versucht<br>               mit aller Kraft die Tür aufzudrücken, und hat dies bereits<br>               gut eine Handbreit geschafft. In den Raum austretenden Luft<br>               verwirbelt sein Haar, man sieht ihm deutlich seine<br>               Anstrengung an.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR ANDOCKSCHLEUSE<br><br>               Beem und Caylon rennen ins Bild, das uns die Tür zum<br>               Übergang von Luftschleuse und Schiff zeigt.<br><br><br>               Durch das Glasfenster in der Tür sehen wir und auch Caylon<br>               und Beem Mestral, der sich mit aller Kraft gegen den<br>               Schließmechanismus der Tür stemmt. Durch einen auf<br>               Handbreite angewachsenen Spalt sehen wir die Weltraum. Nach<br>               wie vor wird Mestrals Haar von in den Weltraum<br>               entweichender Luft aufgewirbelt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schockiert)<br>                         Was macht er da? Er wird<br>                         ersticken!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klären wir später!<br>                             (rennt zur Türkontrolle)<br>                         Also, ich hoffe hier wird niemand<br>                         in den nächsten Augenblicken<br>                         vorbeikommen.<br><br>               In dem Moment ertönt der Alarm.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Prima! Also, wir müssen uns<br>                         beeilen. Sie stemmen sich mit<br>                         beiden Füßen hier untem am<br>                         Türrahmen ab und halten mit den<br>                         Händen meine Beine fest.<br><br>               Ein Offizier erscheint.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu dem Offizer)<br>                         Halt, bleiben Sie stehen!<br>                         Mister...?<br><br>                                   OFFIZIER #4<br>                             (irritiert, zur<br>                              Luftschleuse blickend)<br>                         Moreau.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mister Moreau, sie halten sich<br>                         mit ihrer Hand an dieser Stange<br>                         dort fest, neben dem Türrahmen,<br>                         mit der anderen fassen Sie Mister<br>                         Beem um den Oberkörper!<br><br>                                   BEEM<br>                         Äh...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Alles verstanden?<br><br>               Die drei Personen sehen sich gegenseitig an, dann Mestral,<br>               der die Tür immer weiter aufzudrücken versucht, dann nicken<br>               der Offizier namens Moreau und Beem.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Einverstanden!<br><br>                                   MOREAU<br>                         D'accord.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, los!<br><br>               Caylon geht zur Tür und kniet sich hin, Beem folgt ihm und<br>               setzt sich hin, stellt seinen Fuß vertikal zum Boden an die<br>               Wand neben den beiden Seiten des Türrahmens. Mit seinen<br>               Händen fässt Beem die Füße des Captains an. Der Offizier<br>               fasst an eine Stange neben der Tür und umschließt mit<br>               seinem Arm Beems Oberkörper.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Bereit?<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja!<br><br>                                   MOREAU<br>                             (zögernd)<br>                         Ja...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann kann es ja losgehen...<br><br>               Wir blicken noch einmal durch die Tür auf Mestrals<br>               Ausbruchsversuch, dann AUF Caylons Finger, wie dieser sich<br>               der Kontrolle zum Öffnen der nähert.<br><br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR ANDOCKSCHLEUSE - FOLGEND<br><br>               Die gleiche Situation wie in der letzten Szene.<br><br>               Die Kamera ist noch immer auf Caylons Finger fokussiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Atmen Sie nochmal tief ein! Und<br>                         dann tief aus! Drei... Zwei...<br>                         LOS!<br><br>               Die Tür (Luftschleuse) zum Vorraum der Andockschleuse<br>               öffnet sich zischend, sofort löst ein weiteres Zischen von<br>               entweichender Luft dieses ab.<br><br>               Wir sehen, wie Caylon nach vorne gerissen wird und mit<br>               seinen Händen nach Mestrals Füßen zu greifen versucht.<br><br>               Während die Kamera und den Vorraum zeigt, links Caylon<br>               durch die Tür, im rechten Teil Mestral an der Luftschleuse,<br>               verstehen wir kaum die Stimmen der Personen, aufgrund des<br>               lauten Zischens.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (schreit)<br>                         Noch ein Stück!<br><br>               Von Beem sehen wir nur dessen Arme und Hände, die Caylons<br>               Füße umklammern, sowie seinen Kopf.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schreiend)<br>                         Ich versuch's!<br><br>               Caylons Hände nähern sich langsam den Beinen Mestrals, doch<br>               es reicht nicht.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                             (schreiend)<br>                         Weiter geht nicht!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schreit)<br>                         Verdammt! Ich komme nicht ran!<br><br>               Plötzlich schießt der orangefarbene Strahl einer<br>               Phasenpistole durch die Türöffnung auf Mestral und der<br>               Wissenschaftsoffizier geht zu Boden. Die Andockschleuse<br>               schließt sich und das Zischen hört auf, Caylon fällt rund<br>               einen Meter zu Boden<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (schreiend vor Schmerz)<br>                         AH!<br><br>               Die Kamera bewegt sich weg von ihrer Position und dreht<br>               sich um neunzig Grad so, dass wir durch die Türöffnung<br>               sehen können und Tschernovsky sehen, der erschöpft und nach<br>               Atem ringend an einer Wand steht.<br><br>               Caylon liegt am Boden, richtet sich nun aber wieder auf. Er<br>               reibt sich die Ellenbogen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Warum einfach, wenn es auch<br>                         kompliziert geht?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das...<br>                             (tief Luft holend,<br>                              hechelnd)<br>                         Das haben Sie ... ohne Befehl<br>                         getan! Außerdem hätten ... Sie<br>                         mich treffen können.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ja, aber er hat die<br>                         Schiffssicherheit gefährdet.<br><br>               Auch Beem und der Offizier namens Moureau stehen langsam<br>               auf und unterhalten sich verwirrt.<br><br>               Caylon geht zu einem Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Krankenstation! Medizinischer<br>                         Notfall an Backbord-Schleuse!<br><br>               Beem kommt näher, während Moureau zu Tschernovsky geht.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu Caylon)<br>                         Sir, wieso haben Sie schon nach<br>                         zwei "los" gesagt? War das ein<br>                         Test?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (gespielt ernst)<br>                         Nein. Ich war so aufgeregt, dass<br>                         ich vergessen hatte, wie man<br>                         zählt. Außerdem haben wir dadurch<br>                         eine Sekunde gespart.<br><br>               Caylon verlässt das Bild, wir gehen näher AUF Beem, der an<br>               die Stelle, an der zuvor Caylon stand, starrt, sichtlich<br>               verwirrt.<br><br><br>               Im Hintergrund kommt Doktor Miller mit einer Assistentin<br>               eine Liege tragend angerannt.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Mestral sitzt auf dem Biobett, starrt auf einen Punkt<br>               außerhalb des Bildes. Die Kamera dreht sich ein wenig nach<br>               links und wir sehen Doktor Miller sowie Captain Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ein wenig<br>                              verständnislos)<br>                         Ich meine, Sie müssen sich doch<br>                         etwas dabei gedacht haben...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein. Ich erinnere mich sogar<br>                         nicht einmal daran. Es war so...<br>                         wie in der Crewmesse.<br><br>                                   MILLER<br>                             (ernst)<br>                         Sind Sie sich sicher, dass es da<br>                         nichts gibt, an das Sie sich<br>                         erinnern würden, Mestral. Ich<br>                         meine, das ist äußerst wichtig.<br>                         Sie sind der einzige an Bord, der<br>                         erneut diese Art von<br>                         "Schlafwandel" betrieben hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja. Und Sie sind der einzige mit<br>                         telepathischen Fähigkeiten an<br>                         Bord.<br><br>                                   MILLER<br>                         Das stimmt, aber...<br><br>                             (zu Mestral)<br>                         Erklären Sie es.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mein telepathischer Kortex ist<br>                         nur eine Art... Blinddarm. Ein<br>                         überflüssiges Organ<br>                         beziehungsweise eine verkümmerte<br>                         Fähigkeit. Ich kann nicht<br>                         telepathisch damit kommunizieren<br>                         oder Gedanken lesen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wohl aber können andere ziemlich<br>                         einfach in Mestrals Gedanken<br>                         eingreifen.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Das heißt was?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es hört sich vielleicht<br>                         unglaubhaft an, aber ich...<br>                         ich glaube, dass irgendjemand<br>                         außerhalb dieses Schiffes in<br>                         meine Gedanken eingedrungen ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und Sie veranlasst hat, einen<br>                         Selbstmordversuch zu unternehmen?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nicht unbedingt. Vielleicht war<br>                         das nur die Reaktion auf<br>                         irgendwelche Gedanken, die sich<br>                         in seinem Bewusstsein breit<br>                         gemacht haben.<br><br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (nachdenklich)<br>                         Gehen Sie dem nach. Gehen Sie in<br>                         sich, Mestral.<br><br>                             (zu Miller)<br>                         Doktor Miller, ich möchte, dass<br>                         Sie die Psychologin von Ensign<br>                         Neltson kontaktieren. Ihre<br>                         Adresse finden Sie in seiner<br>                         Datei, Ihr Passwort müsste sie<br>                         freischalten.<br><br>                                   MILLER<br>                             (nickt)<br>                         Verstanden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (an Mestral)<br>                         Ich möchte, dass Sie<br>                         vorübergehend hier bleibem.<br>                         Und... ich bitte um<br>                         Entschuldigung, was meinen<br>                         verdacht gegen Sie betraf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Welcher Verdacht, Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt)<br>                         Ganz genau.<br><br>                             (wendet sich ab)<br>                         Ich bin auf der Brücke, wenn Sie<br>                         mich brauchen.<br><br>               AUF Mestral, dann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION - MILLERS SCHREIBTISCH<br><br>               Der Doktor der Antares sitzt an ihrer Konsole und drückt<br>               gelangweilt eine Taste auf dem Touchscreendisplay.<br><br>               Wir nähern uns ihr mit der Kamera, dann springen wir zu<br>               einer Nahaufnahme dicht neben ihrem Kopf, sodass wir den<br>               Monitor sehen können, auf dem von einem Moment zum anderen<br>               das Bild einer älteren Frau erscheint. Sie sitzt in einem<br>               Büro, ist wohl an die 60 Jahre alt, hat blond-graue Haare,<br>               und trägt offenbar eine lockere Bluse. Eine<br>               Schreibtischlampe erhellt ihr Gesicht, im Hintergrund<br>               laufen auf einer breiten Fensterwand unzählige Regentropfen<br>               das Glas hinunter. Der Himmel ist dunkelblau, es herrscht<br>               wohl ein Unwetter bei Dämmerung.<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Ja?<br><br>                                   MILLER<br>                         Miss Erika Roth?<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Die bin ich!<br><br>                                   MILLER<br>                         Oh, hallo... Mein Name ist Doktor<br>                         Katherine Miller. Ich arbeite als<br>                         Chefarzt auf der U.S.S. Antares.<br>                         Ich versuche schon seit einer<br>                         halben Stunde...<br><br>                                   DR. ROTH<br>                             (Miller unterbrechend)<br>                         Antares?<br>                             (nachedenklich<br>                         Woher kommt mir dieser Name<br>                         bekannt vor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Hier an Bord diente einer Ihrer<br>                         Patienten, Ensign Frithjof<br>                         Neltson.<br><br>                                   DR. ROTH<br>                             (sich erinnernd)<br>                         Ah ja, natürlich.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich wollte gerne wissen, was Sie<br>                         mir über den psychischen Zustand<br>                         Mister Neltsons sagen können.<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Ich verrate nur ungeren solche<br>                         Angelegenheiten. ich nehma das<br>                         mit der Schweigepflicht sehr<br>                         ernst.<br><br>                                   MILLER<br>                         Miss Roth...<br><br>                             (tief einatmend,<br>                              zögernd)<br>                         Ensign Neltson ist tot.<br><br>                                   DR. ROTH<br>                             (schockiert)<br>                         Was? Er ist tot?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, es tut mir leid. Sie hatten<br>                         wohl ein recht enges Verhältnis<br>                         aufgebaut.<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Ja...<br><br>                                   MILLER<br>                         Gibt es irgendetwas - ich muss<br>                         dies wirklich wissen -, dass ihn<br>                         in letzter Zeit besonders<br>                         mitgenommen hat?<br><br>                                   DR. ROTH<br>                             (ernst, verbittert)<br>                         Erst vor zwei Tagen sagte er mir,<br>                         dass er immer öfter furchtbare<br>                         Albträume habe... Sie wissen<br>                         vielleicht, dass er als Kind<br>                         tagelang in einer Höhle<br>                         eingespeert war, völlig allein.<br>                         Bis heute glaubt er, dass sein<br>                         vater ihn bewusst aufgegeben<br>                         hatte, um ihn endlich<br>                         loszuwerden. Dieses Trauma<br>                         verfolgte ihn bis... bis heute.<br><br>                                   MILLER<br>                         Also wäre es möglich, dass er...<br><br>                                   DR. ROTH<br>                             (leiser, Miller nicht<br>                              ansehend)<br>                         ... Ja. Es wäre möglich, dass er<br>                         sich das Leben genommen hat.<br>                             (sieht Miller an, starrt<br>                              dann wieder ins Leere)<br>                          Aber unwahrscheinlich. Er hatte<br>                         gerade eine neue Liebe gefunden.<br>                         Die erste in seinem Leben. Gibt<br>                         es darauf etwa Hinweise?<br><br>                                   MILLER<br>                         Nein, es könnte sowohl ein<br>                         natürlicher Tod, als auch Mord<br>                         oder Selbstmord gewesen sein.<br>                         Einige seiner Synapsen im Gehirn<br>                         sind... "durchgebrannt".<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Kann ich für seine Freundin<br>                         vielleicht etwas tun?<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Meinen Sie Yana Ostrowski?<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Ja!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich bedaure, nein. Momentan<br>                         braucht Sie erst einmal Ruhe.<br>                         Außerdem passieren hier an Bord<br>                         recht merkwürdige Dinge...<br><br>               Im Hintergrund, hinter dem Regal, das den Blick auf das<br>               Zentrum der Krankenstation mit den Betten und dem<br>               Untersuchungsbett verhindert, hören wir ein Poltern. Miller<br>               dreht sich ruckartig um und guckt misstrauisch.<br><br>                                   DR. ROTHS STIMME<br>                         Was ist? Alles in Ordnung?<br><br>               Miller wendet sich wieder dem Monitor und somit dem<br>               Gespräch zu.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich muss jetzt Schluss machen.<br>                         Ich halte Sie auf dem Laufenden,<br>                         wenn Sie wünschen.<br><br>                                   DR. ROTH<br>                         Ja, das wäre nett.<br><br>               Ohne ein weiteres Wort kappt sie die Verbindung und steht<br>               langsam auf.<br><br>                                   MILLER<br>                             (zu sich selbst<br>                              flüsternd)<br>                         Unhöflich von dir, Kathrine.<br>                             (in den Raum rufend)<br>                         Hallo?<br><br>               Als Amtwort ertönt ein Schrei aus dem Munde Mestrals.<br><br>                                   MESTRAL (O.S.)<br>                             (schreit)<br>                         Nein!<br><br><br>               Miller rennt um die Ecke des Regals.<br><br>               In einer neuen Perspektive sehen wir Mestral (er trägt<br>               keine Unifrom mehr, sondern einen hellblauen Overall) auf<br>               den Knien am Boden hockend, seine Finger sind in seinen<br>               braunen Haaren vergraben, mit seinem Kopf und Oberkörper<br>               schwankt Mestral wie in Agonie hoch und wieder herunter.<br><br>               Miller bleibt neben ihm stehen.<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (schreit)<br>                         Mestral!<br><br>               Mestral reagiert nicht.<br><br>               Schließlich versucht sie ihn stillzuhalten, indem sie mit<br>               ihrer linken Hand gegen seine Schulter drückt, doch<br>               plötzlich drückt Mestral sie mit seinem rechten Arm zurück.<br><br>               Miller taumelt gegen die Wand, geht aber erneut auf Mestral<br>               zu und gibt ihm im passenden Moment eine Ohrfeige.<br><br>               Sofort hört Mestral auf und sieht sich verwirrt um, steht<br>               dann auf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (erschöpft,<br>                              verunsichert)<br>                         Doktor... Was ist passiert?<br><br>                                   MILLER<br>                         Das war auch meine Frage.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (auf und ab gehend)<br>                         Ich... Ich war auf dem Berg<br>                         Seleya... in der seleyschen<br>                         Wüste... Es war heiß...<br>                         trocken...<br><br>               Mestral steht mit dem Rücken zum Doktor. Miller sieht in<br>               verwundert und irritiert an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich hätte schon längst das Pon<br>                         Farr haben sollen... Und doch.<br>                         Es blieb aus... Ich war allein,<br>                         einsam, eine Wanderung durch<br>                         endlose Wüste. Ich fühlte mich<br>                         weder auf der Erde noch auf<br>                         Vulkan wohl. Ich fragte mich, ob<br>                         der Seleya die Antwort auf alle<br>                         Fragen hätte. Doch nichts auf<br>                         meiner Odyssee sollte mir<br>                         weiterhelfen...<br>                         Ich war einfach nur allein.<br>                         Einsam. Es war so...<br>                             (mit verzweifelter<br>                              Stimme)<br>                         ... schrecklich still, ruhig...<br><br>                                   MILLER<br>                         Mestral! Hören Sie mir zu:<br><br>                             (a beat)<br>                         Was auch immer passiert ist,<br>                         gerade eben, es könnte der<br>                         Schlüssel sein. Für dieses<br>                         Rätsel.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (dreht sich zu Miller<br>                              um)<br>                         Ja... Vielleicht. Doktor, wir<br>                         müssen sofort auf die Brücke.<br><br>                                   MILLER<br>                         Zum Captain?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Auch...<br>                             (näherkommend)<br>                         Aber ich muss vor allem an meine<br>                         Station.<br><br>                                   MILLER<br>                         Warum?<br><br>               Mestral ist bereits auf dem Weg zum Ausgang.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Warten Sie!<br>                             (protestierend)<br>                         Ich habe Sie nicht entlassen!<br>                         Nicht in Ihrem gegenwärtigen Zu<br>                         ...<br>                             (leiser)<br>                         ...stand.<br><br>               Schließlich folgt Doktor Miller Mestral, der bereits die<br>               Krankenstation verlassen hat.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Mestral stürmt gefolgt von Miller aus dem Turbolift und<br>               eilt zielsicher zur Wissenschaftsstation.<br><br>               Caylon erhebt sich von seinem Sessel und folgt Miller zur<br>               Wissenschaftsstaion, die zu dem Zeitpunkt nicht besetzt<br>               ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral?<br><br>               Auf der Brücke sehen sich alle Offiziere, darzunter<br>               Tschernovsky und Torlan, Mestral an, de in seinem<br>               hellblauen Krankenstationsoverall verwirrt an der Station<br>               arbeitet.<br><br>               CLOSE-UP: Torlan an seiner Kommunikationsstation. Seine<br>               Fühler zucken unruhig.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (leise)<br>                         Verrückt. Wie alle Grünblüter!<br><br>               Caylon wirft ihm einen argwöhnischen und zronigen Blick zu,<br>               der den Andorianer zum Schweigen bringt.<br><br><br>               Der Captain und Doktor Miller stehen hinter Mestral, der<br>               auf seinem Stuhl sitzt und nach wie vor an seiner Station<br>               arbeitet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (den Bildschirm<br>                              betrachtend)<br>                         Was machen Sie da?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Warten Sie... Einen Moment.<br>                             (beat)<br>                         Fertig. Ich habe den Zugang zur<br>                         Wisseschaftsstation in Ihren Raum<br>                         transferiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum? was ist daran so<br>                         geheimnisvoll?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das werden Sie gleich sehen. wenn<br>                         Sie so freundlich wären...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Miller und Mestral)<br>                         Bitte, kommen Sie mit.<br><br>               Die drei setzten sich in Richtung von Caylons<br>               Bereitschaftsraum in Bewegung.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>                                                             FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - FOLGENDE SZENE<br><br>               Caylon betritt als erster seinen Raum, dicht auf sind<br>               Mestral und als Abschluss Miller.<br><br><br>               Als sich die Tür geschlossen hat, dreht sich der Captain um<br>               und sieht seinen beiden Offizieren einem nach den anderen<br>               in die Augen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. Jetzt reicht es endgültig.<br>                         Es mag sein,dass ich nicht der<br>                         autoritärste Captaion bin, den<br>                         die Raumfahrt oder Seefahrt der<br>                         letzten Jahrtausende kennen<br>                         gelenrt hat, aber auch ich habe<br>                         Vorschriften und orientiere mich<br>                         auch daran. Sie beide machen, was<br>                         Sie wollen. Damit ist jetzt<br>                         Schluss.<br><br>                                   MILLER<br>                         Sir, ich bitte Sie das zu<br>                         entschuldigen, aber es war Mister<br>                         Mestral sehr eilig.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat, Captain.<br>                             (beat, atmet ein)<br>                         Ich habe eine begründete Theorie,<br>                         wer hinter diesen Vorkommnissen<br>                         und höchstwahrscheinlich auch dem<br>                         Mord an Ensign Neltson steckt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn es ein Mord war.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dafür spricht eine Mehrzahl an<br>                         Indizien.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer? Wer war es?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Frage nach dem wer bezieht<br>                         sich Ihrer Ansicht nach<br>                         zweifelsohne auf ein Mitglied<br>                         dieser Crew,<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ganz recht. Auf wen sonst?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Telepathische Signale kann aber<br>                         niemand von dieser Crew erzeugen,<br>                         nur jeder ist für sie ansatzweise<br>                         empfänglich. Manche mehr, wie ich<br>                         oder Ensign Neltson, manche<br>                         weniger.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Worauf wollen Sie hinaus?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Telepathische Signale haben eine<br>                         Reichweite von durchschnittlich<br>                         wenigen Millionen Kilometern.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In wenigen Millionen Kilometern<br>                         könnte sich ein getrantes Schiff<br>                         befinden, das Telepathen an Bord<br>                         hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie meinen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja. ich glaube, ein außeridische<br>                         Spezies its hierfür<br>                         verantwortlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Könnte das ganze eine Art<br>                         makabrer Test sein?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         das glaube ich nicht. - Im<br>                         Übrigen: Ich glaube auch nicht,<br>                         dass ein Schiff die Quelle dieser<br>                         Signale darstellt, wenn es Sie<br>                         gibt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn Sie nicht plötzlich<br>                         shizophren geworden sind, scheint<br>                         das die einzig plausible<br>                         Möglichkeit.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eben. Ich glaube, eine Spezies,<br>                         die auf einem Planeten beheimatet<br>                         ist, ist für die Geschehnisse mit<br>                         mir und der Crew verantwortlich.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie kommen Sie darauf?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sie haben mir vor wenigen Minuten<br>                         erneut... etwas gesendet. Und<br>                         nach Erinnerungen in mir gesucht.<br>                         Erinnrungen haben den Vorteil,<br>                         dass Ihre eomotionale Wirkung für<br>                         jede Spezies verständlich sein<br>                         müsste, egal welche Sprache man<br>                         spricht. Es sind einfach<br>                         Emotionen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was genau haben Sie denn gesucht<br>                         und übertragen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich spürte den Drang nach<br>                         Gemeinschaft. Und sie haben meine<br>                         Wanderung zum Seleya durch eine<br>                         endlose Wüste angezapft.<br><br>                                   MILLER<br>                         Und was empfanden Sie bei Ihrem<br>                         Versuch, in den Weltraum zu<br>                         entfliehen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich... Ich suchte Stille, die<br>                         Weite, die Unendlichkeit des<br>                         Universums. Ich spürte einen<br>                         unwiderstehlichen Drang nach Ruhe<br>                         und Freiheit... nach Einsamkeit.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was genau haben Sie gespürt...<br>                         Haben Sie herausfinden können,<br>                         oder erinnern Sie sich, von wem<br>                         diese "Sendungen" stammen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Undeutlich...<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               FLASHBACK - EXT. UNBEKANNTE STADT<br><br>               Wir sehen schemenfate Silhouetten, das ganze Bild weist<br>               einen viel zu starken Kontrast auf und ist in schwarz<br>               weißen und hellbläulichen Farben gehalten.<br><br>               Stark verschwommene Figuren eilen umher, es wirkt so, als<br>               ob wir eine Art großen Platz sehen, mit unbekannten, hohen<br>               Bauten im Hintergrund, als ob der Himmel voller Verkehr ist<br>               und unzählige humanoidenähnliche Lebewesen dicht gedrängt<br>               umherrennen und drängeln.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - FOLGENDE SZENE<br><br>               Direkt nach diesem Erinnerungsbild sehen wir wieder die<br>               Szene im Bereitschaftsraum.<br><br>               Mestral setzt sich auf einen Stuhl, Caylon und Miller hören<br>               gespannt und rätselnd zu.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es... Es scheint eine Art<br>                         Marktplatz zu sein... Es gibt<br>                         viel Technik dort... Gigantische<br>                         Bauten säumen die Landschaft.<br>                         Alles wirkt sehr sauber und<br>                         dreckig zugleich... Fast ein<br>                         wenig steril. Aber es stinkt. Es<br>                         sind so viele Leute dort, es ist<br>                         so eng. Ich will entfliehen, doch<br>                         es geht nicht... Ich will für<br>                         mich alleine sein, Ruhe haben,<br>                         kein Gedrängele, keine Hetze...<br><br><br>                                   MILLER<br>                             (langsam)<br>                         Das ist unglaublich...<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (den Captain ansehend)<br>                         Aber Sir, ich... ich habe das<br>                         alles nie erlebt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind Sie sicher?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja, völlig sicher.<br><br>               Es herrscht für eine Weile Stille.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum haben Sie jetzt eigentlich<br>                         den Zugriff auf die<br>                         Wissenschaftsstation in meinen<br>                         Raum transferiert?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Gut, dass Sie darauf zu sprechen<br>                         kommen...<br><br>               Mestral dreht sich auf dem Stuhl um und wendet zur nun dem<br>               direkt vor ihm liegenden Computer zu.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur zu.<br><br>               Captain und Doktor gesellen sich zu Mestral, beide beugen<br>               sich über den Schreibtisch.<br><br>               Auf dem Bildchirm erscheint eine modellhafte und<br>               vereinfachte Ansicht der Antares, von oben betrachtet. Auf<br>               Tastendruck Mestrals zoomt das Bild leicht weg von der<br>               Antares, um das Schiff herum bildet sich ein Kreis,<br>               zzischen dem und der Antares die Angabe "r = 10 Lightyears"<br>               erscheint.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nehmen wir einmal an, dass zehn<br>                         Lichtjahre die maximale<br>                         Reichweite eines Telepathern ist,<br>                         was auch begründet ist und durch<br>                         die Tatsache, dass der Tod<br>                         Neltsos und die Versammlung der<br>                         Crew auf Brücke und in der<br>                         Crewmesse vor rund drei Tagen<br>                         geschahen, und durch die<br>                         Tatsache, dass das Omega-31<br>                         System etwa einen Radius von zehn<br>                         Lichtjahren hat, unterstützt<br>                         wird: Dann bleibt nur noch die<br>                         Frage, ob es bewohnte Planeten<br>                         oder überhaupt Sternensyste im<br>                         Omega-31-Sektor gibt, abgeesehen<br>                         von dem natürlich, das wir gerade<br>                         durchfliegen.<br><br>               Caylon nickt langsam und bewegt sich zum Fenster.<br><br><br>               CLOSE-UP: Caylon, wie er in den Weltraum sieht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wer sollte versuchen, unsere Crew<br>                         per Telepathie umzubringen?<br><br>               Miller, die drei Schritte entfernt von ihm steht, kommt auf<br>               ihn zu, was wir über die Schulter Caylons sehen können.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich glaube nicht, dass es hier um<br>                         das Umbringen geht.<br><br>               Mestral hat den Scan abgeschlossen, der Computer piept.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Langstreckenscan ist<br>                         abgeschlossen.<br><br>               Caylon und Miller kehren zum Schreibtisch zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und? Resultate?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gibt drei Sternensysteme, die<br>                         vor drei Tagen in einem Radius<br>                         von zehn Lichtjahren lagen,<br>                         darunter eines, das eine<br>                         Supernova als Zentrum hat.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das können wir also schon<br>                         ausschließen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (den Monitor studierend)<br>                         Richtig. - Ein weiteres in acht<br>                         Lichtjahren Entfernung, auf<br>                         unserem Kurs.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gibt keinerlei energetische<br>                         Signaturen noch sonstige Hinweise<br>                         auf intelligentes Leben.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (entmutigt)<br>                         Bleibt noch ein Sternensystem.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja.<br><br>               Der Wissenschaftsoffizier deutet auf ein System, das direkt<br>               an der Linie des Kreises liegt.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Doch das System wird häufig<br>                         durchflogen von klingonischen<br>                         Schiffen, eine Handelsroute von<br>                         Andor führt genau durch das<br>                         System.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Haben dort irgendwelche Schiffe<br>                         angehalten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gibt keine Hinweise darauf. Im<br>                         übrigen sind - soweit diese<br>                         Angaben zuverlässig sind - alle<br>                         Planeten sehr, sehr rohstoffarm.<br>                         Eine Zivilisation von der Blüte<br>                         beziehungsweise von den Ausmaßen,<br>                         wie sie in meinen "Visionen"<br>                         vorkam, ist dort undenkbar.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber woher kommen dann diese<br>                         telepathischen Signale. Wäre es<br>                         möglich, dass wir, wenn Sie<br>                         erneut "angezapft" werden, diese<br>                         Übertragung irgendwie<br>                         zurückverfolgen können?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein. Wie Sie vielleicht wissen,<br>                         arbeitet Telepathie auf einem<br>                         hohen Niveau der Quantenmechanik.<br>                         Es ist für uns nicht möglich, das<br>                         zurückzuverfolgen. Außerdem waren<br>                         die letzten Signale wesentlich<br>                         schwächer als bei den ersten<br>                         beiden Malen. Ich glaube, wenn<br>                         wir nicht wieder umkehren, werden<br>                         wir sie nicht wieder empfangen<br>                         können.<br><br>               Caylon geht erneut zum kleinen Fenster, seine Mimik zeugt<br>               von Nachdenklichkeit.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich bin nicht bereit, erneut die<br>                         Crew und dieses Schiff zu<br>                         gefährden. Es ist nicht unsere<br>                         Mission, nach neuem Leben zu<br>                         suchen. Wir haben einen<br>                         anderslautenden Auftrag.<br><br>                             (a beat)<br>                         Ich werde beim<br>                         Sternenflottenhauptquartier<br>                         beantragen, über dieses System<br>                         ein Tabu zu verhängen, das jedem<br>                         Sternenflottenschiff verbietet,<br>                         es zu durchfliegen oder sich ihm<br>                         zu nähern.<br><br>               Unter den Blicken von Mestral und Miller geht Caylon zur<br>               Tür, öffnet sie und macht einen Schritt hinaus.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)(O.S.) (CONT'D)<br>                             (auf der Brücke)<br>                         Mister Tschernovsky, setzen Sie<br>                         einen Kurs,d er uns<br>                         schnellstmöglich aus diesem<br>                         System herausbringt.<br><br>               Miller und Mestral sehen sich mit einem hauch von<br>               Verbitterung an.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (O.C.)<br>                             (undeutlich zu hören)<br>                         Soll ich einen Kurs programieren,<br>                         der uns einfach zurück führt?<br><br>                                   CAYLON (O.S)<br>                         Nein. Einfach so schnell wie<br>                         möglich weg von hier. - Mister<br>                         Torlan! Bereiten Sie eine<br>                         Subraumverbindung mit Admiral<br>                         Forrest vor!<br><br><br>               Caylon kommt zurück in den Bereitschaftsraum.<br><br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich weiß, was Sie beide sagen<br>                         wollen. Nun finden wir des<br>                         Rätsels Lösung nie. Aber<br>                         vielleicht ist es besser so.<br><br>                                   MILLER<br>                         Vielleicht.<br><br>                             (beat)<br>                         Vielleicht aber auch nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Manche Rätsel soll man nicht<br>                         lösen. Vielleicht können wir Sie<br>                         nicht mal lösen. Es ist gut<br>                         möglich, dass dieses Volk<br>                         hunderte von Lichtjahren entfernt<br>                         ist und durch irgendwelche<br>                         günstigen Vorraussetzungen im<br>                         Omega-31-Sektor uns telepathisch<br>                         erreichen kann.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Wenn es dieses hypotethische Volk<br>                         tatsächlich existiert, was war<br>                         der Sinn des ganzen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gibt für all das eine logische<br>                         Erklärung.<br><br>                             (steht auf)<br>                         Beim ersten telepathischen<br>                         Kontakt haben Sie die<br>                         Erinnerungen Ensign Neltsons<br>                         angezapft, um das Gefühl der<br>                         Einsamkeit zu erleben.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Und die Crew als... "Mülleimer"<br>                         benutzt? Für ihre Klaustrophobie<br>                         oder ihre Bedrägnis?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eine passende Analogie.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber warum?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich vermute, diese<br>                         Außerirdischen... leide unter<br>                         extremster Überbevölkerung. Sie<br>                         sind technisch so hoch<br>                         entwickelt, dass es keine<br>                         Krankheiten gibt, außer einer.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Der Überbevölkerung.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Auch auf der Erde des<br>                         einundzwanzigsten Jahrhunderts<br>                         gab es dieses Problem, vor allem<br>                         in Ländern der so genannten<br>                         "dritten Welt" oder<br>                         Entwicklungsländern, in denen<br>                         Nachwuchs die einzige Möglichkeit<br>                         zum eigenen Überleben darstellte.<br>                         Die Volksrepublik China hat<br>                         meines Wissens eine Art<br>                         Geburtenkontrolle eingeführt, um<br>                         die Überpopulation zu bekänmpfen.<br>                         Jedoch ohne durchschlagenden<br>                         Erfolg.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das ist eine Möglichkeit.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Sie haben Recht, Captain. Die<br>                         andere wäre Selbstmord, eine<br>                         Mutation im Hirn Ensign Neltsons,<br>                         Mord oder einfach... Versagen des<br>                         Gehirns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Eine Mutation?<br><br>                                   MILLER<br>                         Alles ist denkbar. Wie<br>                         Lieutenenat Mestral es bereits<br>                         andeutete: Wir wissen nicht genug<br>                         über diese Dinge.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann sollten wir uns auch nicht<br>                         weiter in die Angelegenheiten<br>                         dieses Volkes oder die<br>                         Geschehnisse an Bord einmischen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ist das nicht eine rückständige<br>                         Einstellung?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Captain muss einsehen, wenn<br>                         er keine Möglichkeit mehr hat,<br>                         ohne Gefärdung des Schiffes<br>                         weiter zu forschen. Dieser<br>                         Zeiptunkt ist jetzt erreicht. Die<br>                         Ermittlungen in diesem Fall sind<br>                         eingestellt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Und da sagen Leute wie Sie, dass<br>                         die Menschen durch ihre Neugier<br>                         so weit gekommen sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Durch Neugier und Vernunft. Diese<br>                         beiden Begriffe sind eng<br>                         miteinander verwoben.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich muss dem Captain zustimmen.<br>                         Auch wenn ich bereit gwesen wäre,<br>                         auf Kosten meiner...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verärgert)<br>                         Ich glaube kaum, dass die<br>                         menschlichen Werte in Ihnen,<br>                         Mestral, das zugelassen hätten.<br>                         Eines Tages werden wir<br>                         herausfinden,w as hier passietr<br>                         ist. Doch nicht jetzt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Vielleicht sollten wir prüfen, ob<br>                         auch andere Schiffe beim Flug<br>                         durch diesen Raumsektor...<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (arsch, streng)<br>                         Wir prüfen gar nichts mehr nach.<br>                         Verstanden?<br><br>                                   MILLER<br>                         Warum sträuben Sie sich so sehr<br>                         gegen die Wahr...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (Miller unterbrechend,<br>                              laut, fast schreiend)<br>                         Wegtreten! Alle beide!<br><br>               Mestral beendet die Anwendung auf dem Computer des<br>               Captains, während Miller bereits wutentbrannt das Quartier<br>               verlassen hat.<br><br>               Kurz sieht Mestral den Captain noch an, der seinen Blick<br>               scharf erwiedert. dann verlässt auch er in seinem<br>               Krankenstationsoverall den Bereitschaftsraum.<br><br>               In dem Moment, in dem sich die Türen schließen, fasst sich<br>               Caylon an seine Schläfen und fährt mit geschlossenen Augen<br>               durch seine Haare, dann setzt er sich und reibt sich wie<br>               bei Kopfschmerzen die Stirn. Er sieht plötzlich auffällig<br>               verwirrt und erschöpft aus, gar ein wenig desorientiert.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - SPÄTER<br><br>               Caylon redet mit Admiral Forrest.<br><br>               Die Musik ist so laut, dass man die Stimmen nur schwer<br>               verstehen kann.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich werde Ihren Antrag an das<br>                         Hauptquartier wieterleiten,<br>                         Captain Caylon. Was diese<br>                         Ereignisse angeht: Ihre<br>                         Entscheidung war richtig, dem<br>                         nicht weiter nachzugehen. Auch<br>                         wenn ich geren gewusst hätte, was<br>                         bei Ihnen vorgefallen ist. Ich<br>                         erwarte Ihren Bericht.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWQUARTIER - SPÄTER<br><br>               Ensign Yana Ostrowski sitzt auf ihrem Bett und hält ein<br>               Fotot von Frithjof Netlson in der Hand. Sie trauert um<br>               ihren Freund, in einer NAHAUFNAHME sehen wir eine Träne,<br>               die ihre Wange hinunterläuft.<br><br>               Das Türsignal ertönt.<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Ja...<br><br>               Kameraschwnk zur Tür, dann:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR QUARTIER<br><br>               Müller steht neben Caylon, der gerade das Türsignal<br>               betätigt hat.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                             (Caylon Mut zusprechend,<br>                              seinen Arm anfassend)<br>                         Sie schaffen das. Ich kenn Sie<br>                         inzwischen gut genug.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber was soll ich Ihr sagen? dass<br>                         wir nicht wissen, was passiert<br>                         ist.<br><br>               Müller lächelt schwach.<br><br><br>                                   MÜLLER<br>                         Das ist die einzige Wahrheit, die<br>                         wir kennen... oder?<br><br>               Müller entfernt sich und verschwindet um eine Ecke.<br><br>               Caylon atmet tief ein und öffnet die Tür.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWQUARTIER<br><br><br>               Ostrwoski legt das Bild aus der Hand und wischt sich mit<br>               dem modernen Taschentuch die Tränen aus dem Gesicht<br>               (beziehungsweise verdampft sie).<br><br>               Die Tür öffnet sich und Captain Caylon tritt ein.<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                             (steht auf, steht<br>                              stramm)<br>                         Oh, Captain...<br><br>               Caylon nähert sich ihr langsam.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Miss Ostrowski... Yana... Es...<br>                         Es tut mir leid. Ich habe erst<br>                         selten einen mann verloren. Und<br>                         jedes Mal schmerzt es auch mir.<br><br>               Ensign Ostrowski bricht erneut in Tränen aus und der<br>               Captain nimmt sie oberflächlich in den Arm. Ihr Kopf liegt<br>               auf seiner Brust.<br><br>                                   OSTROWSKI<br>                         Wer war das? Wer hat Frithjof<br>                         umgebracht?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Es war seine Erinnerung. Seine<br>                         Einsamkeit. Oder irgend jemand,<br>                         der genau diesen Schmerz in<br>                         seinen Erinnerungen suchte.<br>                             (beat)<br>                         Wir wissen es nicht.<br>                             (beat)<br>                         Wir werden es nie herausfinden.<br><br>               AUF Caylon...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Die melancholische Musik klingt schnell aus, wir verfolgen<br>               mit der Kamera langsam, wie die Antares im Weltraum fliegt.<br><br><br>               Schließlich lassen wir das Schiff vorbeifliegen und sehen<br>               nichts als das unendliche Univerum. An einer Stelle blitzt<br>               kaum merklich ein Stern auf, als die Kamera ganz langsam<br>               sich nach rechts bewegt und immer langsamer wird. Wir<br>               beobachten noch einen Augenblick lang diese Stille und<br>               Einsamkeit. Dann wird der Schirm schwarz:<br><br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br> </p><br><br><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">2991</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x03 - Nox Animarum</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x03-nox-animarum-r2942/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12800.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0103.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x03) - "Nox Animarum"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,34 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Während der Erforschung eines mysteriösen Nebels, in dem die Crew ein Wurmloch vermutet, ist Müller voller Trauer über den kürzlichen Tod ihres Vaters. – Da beginnen an Bord plötzlich mysteriöse Dinge zu passieren…</i></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden um Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><p>                                STAR TREK: ANTARES<br>                                  "Nox Animarum"<br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Der Weltraum. Unendliche Weiten voller Schönheit und<br>               Wunder, Sterne, Planeten und Nebel voller prächtiger<br>               Schönheit.<br><br>               In dieser Szene haben wir es mit dem Letzteren zu tun,<br>               einem Nebel. Eine wunderbar strahlende dunkelblaue Wolke<br>               von Unmengen verschiedener Gase uns Staubpartikel, die sich<br>               aus irgend einem Grund zu einem Nebel verflochten haben.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Dafür haben Sie uns um drei Uhr<br>                         morgens geweckt, Mr. Mestral?<br><br>               Wir ZOOMEN aus diesem Bild HERAUS und erkennen, dass wir<br>               uns nicht im Weltraum befinden, sondern:<br><br>               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM<br><br>               Alle FÜHRUNGSOFFIZIERE sind um den Konferenztisch<br>               versammelt und auf dem Bildschirm an der hinteren Wand<br>               können wir den Nebel SEHEN, der noch wenige Augenblicke<br>               zuvor unseren gesamten Sichtbereich ausgefüllt hat.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja, Sir. - Aber es handelt sich<br>                         nicht um irgend einen Nebel.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (missfällig)<br>                         Na, da bin ich aber mal gespannt.<br><br>               Mestral ignoriert diese Bemerkung.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Dann legen Sie mal los, George.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sehr gerne, Sir.<br><br>               Mestral begibt sich zu dem Bildschirm, auf welchem der<br>               Nebel zu sehen ist. An der daneben in die Wand<br>               eingelassenen Schalttafel drückt er einige Knöpfe und das<br>               Bild auf dem Schirm wechselt. Es zeigt zwar immer noch den<br>               Nebel, jedoch wurden einige Regionen in Rottöne getaucht,<br>               einige davon heller, einige dunkler.<br><br>               Mestral schaut nun stolz zu den restlichen<br>               Führungsoffizieren, doch von diesen scheint niemand zu<br>               wissen, was er ihnen zeigen möchte.<br><br>               Eine Weile vergeht, in der alle schweigen und Mestrals<br>               stolzer und erwartungsvoller Gesichtsausdruck langsam aber<br>               sicher von seinem Gesicht verschwindet.<br><br>               Es fällt schließlich Doktor Miller zu, die Stille zu<br>               beenden:<br><br>                                   MILLER<br>                             (müde)<br>                         Es ist drei Uhr morgens, Mestral,<br>                         spannen Sie uns nicht so auf die<br>                         Folter.<br><br>               Mestral wendet sich wieder dem Schirm zu.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nun gut.<br>                             (zu allen)<br>                         Die Sektionen des Nebels, die ich<br>                         hervorgehoben habe, weisen eine<br>                         extrem hohe Menge an Neutrinos<br>                         auf.<br><br>                                   MILLER<br>                             (gelangweilt, weil müde)<br>                         Aha.<br><br>               Nun meldet sich auch Chefingenieurin Nicole Müller zu<br>               Worte:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Doktor, ich nehme an, Sie wissen,<br>                         was das bedeutet?<br><br>                                   MILLER<br>                             (beat)<br>                         Wenn ich ehrlich bin: Nein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Gängigen Theorien zufolge sind<br>                         Neutrinos die Grundlage, um einen<br>                         Tunnel zwischen zwei Punkten im<br>                         Weltraum zu erschaffen und zu<br>                         öffnen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (erklärt)<br>                         Ein Wurmloch.<br><br>               Mestral nickt.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich fürchte, ich habe diese<br>                         Stunde auf der Akademie<br>                         verschlafen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Stellen Sie sich das Universum<br>                         als einen Apfel vor, Doktor. Und<br>                         wir sind der Wurm, der gerne auf<br>                         die gegenüberliegende Seite des<br>                         Apfels möchte. Nun können wir<br>                         entweder viel Zeit und Kraft<br>                         aufwenden, um--<br><br>                                   TORLAN<br>                             (unterbricht)<br>                         Wieso sollte ein Wurm um einen<br>                         Apfel herum wollen?<br><br>               Müller sieht ihn überrascht an. Sprachlos sucht sie nach<br>               einer Erklärung, bevor sie schließlich antwortet:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Weil...dort die leckereren<br>                         Stellen des Apfels sind.<br><br>               Torlan nickt, doch die Stellung seiner Fühler deutet<br>               Verwirrung an.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (weiter mit ihrer<br>                              Erklärung)<br>                         Nun könnten wir also viel Zeit<br>                         und Kraft aufwenden, um uns auf<br>                         der Oberfläche des Apfels um<br>                         diesen herum begeben, oder: wir<br>                         nehmen den kurzen Weg: Durch<br>                         seine Mitte.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eine passende, wenn auch äußerst<br>                         vereinfachte Beschreibung eines<br>                         Wurmloches, da uns die Oberfläche<br>                         eines Apfels nur ein<br>                         zweidimensionales Modell von Raum<br>                         und Zeit liefert, das Universum<br>                         jedoch--<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht)<br>                         Ich denke, eine zweidimensionale<br>                         Beschreibung ist genau das<br>                         richtige für diese Uhrzeit,<br>                         Lieutenant.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br>                             (re: Wurmloch)<br>                         Wie dem auch sei, es ist bisher<br>                         noch niemandem möglich gewesen,<br>                         die Exitenz eines Wurmloches zu<br>                         verifizieren. Nicht menschlichen<br>                         wissenschaftlichern--<br>                             (sieht zu Torlan)<br>                         -- nicht den andorianischen--<br>                             (wieder zu allen)<br>                         -- und auch nicht dem<br>                         vulkanischen Wissenschaftsrat.<br>                             (re: Nebel)<br>                         Dieser Nebel hier bietet uns,<br>                         dank seiner hohen Konzentration<br>                         von Neutrinos, eine<br>                         überdurschnittliche Chance<br>                         eventuell auf ein Wurmloch zu<br>                         treffen und die Existenz dieses<br>                         Phänomens zu bestätigen.<br><br>               Ein Moment vergeht, dann klatscht Caylon in die Hände:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn Sie mich fragen,<br>                         rechtfertigt dies das frühe<br>                         aufstehen.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, wie weit sind wir von<br>                         diesem Nebel entfernt?<br><br>               Tschernovsky denkt kurz nach.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mit Warp vier könnten wir ihn<br>                         morgen Mittag erreicht haben.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, ändern Sie unseren Kurs und<br>                         unsere Geschwindigkeit.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ähem, Captain...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         Müssen wir unbedingt zu diesem<br>                         Nebel fliegen?<br><br>               Caylon sieht sie fragend an.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ich meine ja nur, Sir... Sie<br>                         wissen doch ganz sicher noch, was<br>                         in diesem letzten besagten Nebel<br>                         war.<br><br>               Caylon will dies nicht, aber er muss unwillkürlich grinsen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beruhigend)<br>                         Ich bezweifle, dass wir in jedem<br>                         Nebel der Galaxis auf eine<br>                         Romulanische Basis treffen<br>                         werden, Doktor.<br><br>                                   MILLER<br>                         Es ist weniger die Angst vor<br>                         einer Romulanischen Basis,<br>                         Captain, sondern mehr vor den<br>                         Schiffen, die sie schützen.<br><br>               Wieder muss Caylon lächeln.<br><br>               Miller sieht dies und ist entgeistert.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (leicht verärgert)<br>                         Ich fürchte, ich sehe nicht, was<br>                         daran so lustig ist, Captain.<br><br>               Wieder lächelt Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu allen)<br>                         Gönnen Sie sich noch etwas Ruhe,<br>                         ich möchte, dass sie alle bei<br>                         vollen Kräften sind, wenn wir den<br>                         Nebel erreichen.<br><br>               Die Offiziere improvisieren eine Bestätigung.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wegtreten.<br><br>               Die Offiziere verlassen den Konferenzraum, Torlan, Mestral,<br>               Müller, Miller und Beem nehmen die Hintertür zum Turbolift,<br>               Tschernovsky begibt sich kurz noch auf die Brücke, um den<br>               Kurs zu ändern und Caylon bleibt noch im Konferenzraum<br>               zurück und begutachtet noch einen Moment des Bild des<br>               Nebels auf dem Bildschirm.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (leise; zu sich)<br>                         Hoffen wir mal, dass Doc Millers<br>                         Ängste nicht begründet sind.<br><br>               AUF einer Großaufnahme des Bildschirms und damit des<br>               Nebels:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die Antares fliegt mit Warp 4 durch unser Sichtfeld.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGENDER TAG<br><br>               Alle Brückenoffiziere (Caylon, Torlan, Tschernovsky,<br>               Mestral, Beem) sind hier anwesend, ebenso Müller.<br><br>               Caylon, Müller und Mestral haben sich um die<br>               wissenschaftliche Konsole versammelt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mal angenommen, in diesem Nebel<br>                         gibt es tatsächlich ein Wurmloch,<br>                         dann sollten wir besser nicht mit<br>                         dem Schiff hinein fliegen, oder?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Theoretisch bestünde die Gefahr,<br>                         dass die Antares in das Wurmloch<br>                         gerät und an einem unbestimmten<br>                         Punkt des Universums dieses<br>                         wieder verlässt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt)<br>                         Dann sollten wir ein paar Sonden<br>                         in den Nebel schießen, meinen Sie<br>                         nicht?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das wäre die logische<br>                         Alternative, Sir.<br><br>               Müller wirft einen kurzen Blick auf die Daten über den<br>               Nebel, die auf einem Schirm an der Wissenschaftsstation<br>               angezeigt werden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich fürchte, das wird nicht<br>                         funktionieren, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie meinen Sie das?<br><br>               Müller deutet auf die Anzeigen und Caylon sieht sie sich<br>               an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sehen Sie hier, Captain: Es<br>                         herrschen starke gravimetrische<br>                         Kräfte innerhalb des Nebels.<br>                             (beat)<br>                         Eine Sonde würde innerhalb von<br>                         Minuten vernichtet werden.<br><br>               Caylon denkt kurz nach.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann werde ich ein Shuttle nehmen<br>                         und den Nebel erkunden. Sie<br>                         werden mit der Antares draußen<br>                         bleiben und auf meine Rückkehr<br>                         warten.<br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich fürchte, das geht auch nicht,<br>                         Sir. Auch für ein Shuttle sind<br>                         die gravimetrischen Kräfte zu<br>                         hoch. - Wenn wir diesen Nebel<br>                         erkunden wollen, dann müssen wir<br>                         dies mit der Antares tun.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann vergessen wir das Ganze. Das<br>                         Risiko ist mir zu groß.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es würde das Risiko in ein<br>                         Wurmloch zu geraten minimieren,<br>                         wenn wir uns nur mit<br>                         Manövriergeschwindigkeit<br>                         innerhalb des Nebels bewegen<br>                         würden. - Ensign Tschernovsky<br>                         hätte dann - sollten wir<br>                         tatsächlich auf ein Wurmloch<br>                         treffen - genug Zeit, um ein<br>                         Ausweichmanöver zu fliegen,<br>                         welches uns aus dem<br>                         Gravitationssog des Wurmloches<br>                         herausbringt.<br><br>               Caylon denkt einen Augenblick lang darüber nach.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller)<br>                         Wie sieht es mit den<br>                         gravimetrischen Kräften aus?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Wir sind zwar nicht in der Lage<br>                         mit unseren Sensoren bis ganz ins<br>                         Zentrum des Nebels vorzudringen,<br>                         aber was ich hier so sehen kann,<br>                         stellen sie keine Gefahr für das<br>                         Schiff dar.<br>                         - Und wenn sie im Zentrum stärker<br>                         sein sollten, als dass das Schiff<br>                         sie aushalten könnte, drehen wir<br>                         einfach um.<br><br>               Schließlich nickt Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also gut.<br>                             (zu Müller)<br>                         Aber ich möchte, dass Sie für<br>                         alle Fälle Reserveenergie für die<br>                         Hüllenpanzerung bereit stellen. -<br>                         Man kann ja nie wissen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise; zu Mestral)<br>                         George, wenn sich dort Schiffe<br>                         der Romulaner in diesem Nebel<br>                         befinden würden... Wären wir dann<br>                         in der Lage sie zu orten?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich gehe davon aus, Captain. -<br>                         Ich vermute, dass die<br>                         gravimetrischen Kräfte, die in<br>                         dem Nebel herrschen, die Tarnung<br>                         der Romulaner beeinträchtigen<br>                         würde, sofern sie sich mit einem<br>                         Stealth-Schiff im Nebel befinden.<br>                         - Wir sollten in der Lage sein,<br>                         sie zu orten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie sicher sind Sie sich da,<br>                         George?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Wahrscheinlichkeit, dass<br>                         meine These korrekt ist, liegt<br>                         bei annähern 95 Prozent.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay, das genügt mir.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign Tschernovsky, wann<br>                         erreichen wir den Nebel?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (schaut kurz auf seine<br>                              Anzeigen)<br>                         Bei gleichbleibender<br>                         Geschwindigkeit in vier Stunden,<br>                         zehn Minuten, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (zu Mestral)<br>                         Leiten Sie alle Strahlungsdaten<br>                         an die Krankenstation weiter. -<br>                         Für den Fall, dass es dort etwas<br>                         gibt, was der Crew gefährlich<br>                         werden könnte, wird Dr. Miller es<br>                         finden.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Er macht sich sofort an die Arbeit.<br><br>               Caylon nickt Müller zu, diese nickt knapp zurück und<br>               verlässt dann die Brücke im Turbolift.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Mestral, Sie übernehmen die<br>                         Brücke. - Ich bin in meinem Raum.<br><br>               Caylon macht kehrt, um das Kommandozentrum zu verlassen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Während Caylon in seinen Bereitschaftsraum geht, bleibt<br>               Mestral an der Wissenschaftsstation sitzen, obwohl er das<br>               Kommando hat. Er hält dies für wesentlich effizienter.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Im Maschinenraum herrscht wie gewohnt reges Treiben. Durch<br>               die Tür auf der unteren Ebene kommt in diesem Augenblick<br>               Müller herein.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu allen)<br>                         Okay, Leute, hört mir zu. Wir<br>                         haben einiges zu erledigen und<br>                         wir haben nur knapp vier Stunden<br>                         dafür Zeit, also lasst uns keine<br>                         Zeit verplempern.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - D-DECK<br><br>               Die Tür eines Turboliftes öffnet sich und Jim Beem kommt<br>               aus diesem heraus auf den Korridor. Er geht ihn entlang in<br>               Richtung seines Quartieres. Wenn er dieses erreicht...<br><br>               INT. ANTARES - BEEM'S QUARTIER - FOLGEND<br><br><br>               ...betritt er es. So gleich setzt er sich dort an seinen<br>               Computer und ruft eine persönliche Datei auf. Es ist ein<br>               Bild. Ein Bild von ihm selbst und COMMANDER HENDRICK JONES,<br>               dem Wissenschaftsoffizier der S.S. Berman (den wir das<br>               letzte Mal in Episode 1x01 "Der Funke, Teil I" gesehen<br>               haben, wo er sein Leben für seine Crew gab und mit dem<br>               Schiff unterging). Auf dem Bild befinden sich die beiden in<br>               einer freundschaftlichen Pose, sie lächeln und Jones hat<br>               Beem den Arm um die Schulter gelegt. - Enstanden ist das<br>               Bild offenbar während einer Außenmission, denn die beiden<br>               befinden sich auf einem außerirdischen Planeten mit blauem<br>               Gras und vielen ebenso blauen Sträuchern.<br><br>               Beem sieht sich das Bild an und wir können ERKENNEN, dass<br>               ihm Tränen in die Augen laufen. Offenbar ist er überden<br>               verlust seines Freundes noch nicht hinweg.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mit den Tränen<br>                              kämpfend)<br>                         Computer, persönliches Logbuch<br>                         abspielen, vom 14. Januar 2156.<br><br>               Der Computer piept zur Bestätigung.<br><br>                                   BEEM (V.O.) (CONT'D)<br>                         Persönliches Computerlogbuch von<br>                         Jim Beem, 14. Januar 2156. Die<br>                         Berman ist heute auf eine bisher<br>                         unbekannte, unbewohnte Welt<br>                         gestoßen, auf der uns der Captain<br>                         einige Tage Landurlaub<br>                         versprochen hat.<br>                             (beat)<br>                         Ich freue mich schon darauf,<br>                         endlich mal ein paar Tage allein<br>                         mit Hendrick verbringen zu<br>                         können, hier auf der Berman haben<br>                         wir ja leider nur sehr selten<br>                         dazu Zeit.<br>                             (beat)<br>                         Hendrick und ich wollen und mit<br>                         einer Camping-Ausrüstung in ein<br>                         Gebiet auf den nördlichen<br>                         Kontinent begeben, wo wir ganz<br>                         für uns und ungestört sind. Es<br>                         wird bestimmt eine wunderbare,<br>                         unvergessliche Woche werden.<br><br>               Ein weiteres Piepen des Computer bedeutet ihm, dass die<br>               Aufzeichnung zu Ende gelaufen ist.<br><br>               Beem drückt einige Knöpfe am Computer, dann:<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Persönliches Logbuch von Lt. Jim<br>                         Beem. 05. April 2156.<br>                             (long beat)<br>                             (den Tränen nahe)<br>                         Hallo, Hendrick... Ich weiß, dass<br>                         es schon fast lächerlich ist,<br>                         dass ich jeden Tag mein Logbuch<br>                         damit beginne, mit dir zu reden,<br>                         aber ich muss es einfach tun.<br>                             (beat)<br>                         Du fehlst mir, Liebling. Du<br>                         fehlst mir so ungemein! Und ich<br>                         kann es dir noch immer nicht<br>                         verzeihen, dass du dein Leben<br>                         gegeben hast, um mir meines zu<br>                         retten. Wir hätten zusammen<br>                         sterben sollen...das wäre unser<br>                         Schicksal gewesen...<br>                             (beat)<br>                         Doch so... So ist jeder Tag eine<br>                         endlose Qual für mich. Jeder Tag,<br>                         an dem ich nicht bei dir sein<br>                         kann...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die Antares fliegt weiterhin mit Warpgeschwindigkeit.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Mestral, Torlan und Tschernovsky an ihren Stationen.<br>               Technik und Taktik sind von NDs besetzt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu Mestral)<br>                         Wir erreichen nun den Nebel, Sir.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Verlangsamen Sie auf<br>                         Impulsgeschwindigkeit, Ensign.<br><br>               Tschernovsky drückt einige Knöpfe an der Steuerkonsole<br>               und...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL - FOLGEND<br><br><br>               ...die Antares geht unter Warp.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Mestral aktiviert das Interkom.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ins Interkom)<br>                         Captain Caylon, bitte kommen Sie<br>                         auf die Brücke.<br>                             (beat)<br>                         Commander Müller, Sie bitte auch.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Mestral.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Bin schon unterwegs.<br>                         Maschinenraum Ende.<br><br>               Als erstes betritt Caylon, der sich in seinem<br>               Bereitschaftsraum befand, die Brücke und geht zu seinem<br>               Stuhl.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ensign Tschernovsky, wo befinden<br>                         wir uns?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir sind 1,8 Million Kilometer<br>                         von der Perepherie entfernt,<br>                         Captain.<br><br>               In diesem Moment betritt auch Müller - aus dem Turbolift<br>               heraus - die Brücke und löst sogleich den ND an der<br>               technischen Konsole ab.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Müller)<br>                         Steht die Reserveenergie bereit?<br><br>               Zur Sicherheit schaut Müller noch einmal auf die Anzeigen,<br>               die ihr die technische Station liefert. Dann:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Alles bestens, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (zu Mestral)<br>                         Mestral, irgendwelche Anzeigen<br>                         auf den Sensoren, die dort nicht<br>                         sein sollten?<br><br>               Mestral checkt schnell seine Anzeigen und schüttelt dann<br>               den Kopf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Negativ, Captain.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Mr. Tschernovsky, bringen Sie uns<br>                         hinein. Voraus mit einhalb<br>                         Impuls.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Er gibt Kurs und Geschwindigkeit ein.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernosvky)<br>                         Und sobald wir die Perepherie<br>                         erreicht haben, verlangsamen Sie<br>                         auf Manövriergeschwindigkeit.<br>                             (zu Müller)<br>                         Wir wollen doch kein Risiko<br>                         eingehen, oder?<br><br>               Während Müller nickt:<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Verstanden, Captain.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL - FOLGEND<br><br><br>               Während die Antares mit halber Impulskraft weiter auf den<br>               Nebel zufliegt. Kurz bevor das Schiff jedoch in den Nebel<br>               eintritt:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Das Komm-System piept.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Torlan?<br><br>               Torlan schaut sich den Daten seiner Station an.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain, Sir, uns erreicht gerade<br>                         eine Nachricht von der Erde.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernosvky)<br>                         Alles auf Stopp. Wenn wir im<br>                         Nebel sind, können wir<br>                         wohlmöglich keine Verbindung mehr<br>                         herstellen.<br><br>               Tschernovsky stellt den Antrieb ab.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Torlan)<br>                         Auf den Schirm.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie ist persönlicher Natur,<br>                         Captain. Und sie ist gerichtet,<br>                         an Commander Müller.<br>                             (beat)<br>                         Und soweit ich das beurteilen<br>                         kann, handelt es sich um eine<br>                         Textnachricht.<br><br>               Müllers Gesicht ist entsetzt, so als wisse se schon, was in<br>               der nachricht stehen würde.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (leise)<br>                         Wer ist der Absender?<br><br>               Torlan schaut nach.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Eine gewisse Corinna Müller.<br><br>               Müller wird bleich und steht dann von ihrer Station auf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Caylon)<br>                         Bitte um Erlaubnis die Nachricht<br>                         in meinem Quartier entgegen<br>                         nehmen zu dürfen, Captain.<br><br>               Auch ohne Müllers Reaktion, hätte Caylon ihr dies<br>               gestattet, aber so... Wer wäre er, wenn er da nein sagen<br>               würde? Caylon nickt also.<br><br>               Müller eilt zum Turbolift.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (im Laufen)<br>                         Stellen Sie sie bitte in mein<br>                         Quartier durch, Torlan.<br><br>               Der Andorianer nickt.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Verstanden.<br><br>               Und schon ist Müller im Turbolift verschwunden.<br><br>               AUF Caylon, der seiner Chefingenieurin besorgt hinterher<br>               schaut:<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               INT. ANTARES - KORRIDOR - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Müller kommt - jetzt noch blässer, als zuvor auf der Brücke<br>               - aus einem Turbolift heraus und eilt den Korridor entlang<br>               zu ihrem Quartier.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - FOLGEND<br><br><br>               Das Licht ist aus, es ist dunkel. Das einzige Licht kommt<br>               vom Nebel durch die Fenster herein.<br><br>               Müller kommt herein gestürmt und setzt sich - ohne das<br>               Licht einzuschalten - sogleich vor ihr Computerterminal und<br>               aktiviert es.<br><br>               Das Antares-Missionslogo erscheint, darunter ein Schriftzug<br>               "PERSONAL MESSAGE".<br><br>               Eiligst drückt Müller einige Tasten auf ihrer Tastatur,<br>               gibt ihren Sicherheitscode ein, der nötig ist, um die<br>               persönliche Nachricht zu öffnen.<br><br>               Der Computer piept und das Antares-Logo verschwindet vom<br>               Schirm und macht Platz für einen langen Text. Die ersten<br>               Zeilen können wir lesen, sie lauten:<br><br>               "Hallo, Nicole.<br><br>               Ich nehme an, du weißt, wieso ich dir schreibe... Womit wir<br>               schon seit Monaten gerechnet hatten, ist schließlich<br>               eingetroffen..."<br><br>               An dieser Stelle schneiden wir zu einer Großaufnahme von<br>               Müllers - jetzt kreidebleichen - Gesicht.<br><br>               Während sie schockiert den Brief zu Ende liest:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. NEBEL<br><br>               Die Antares ist nun mit Manövriergeschwindigkeit in den<br>               Nebel eingedrungen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - OFFIZIERSMESSE<br><br>               Auch hier ist es dunkel und das einzige Licht dringt nur<br>               durch die Fenster herein. Es hüllt die Offiziersmesse in<br>               ein unheimliches Blau.<br><br>               An einem der Tisch in der sonst menschenleeren<br>               Offiziersmesse, sitzt Commander Nicole Müller. Sie<br>               schluchzt, Tränen laufen ihre Wangen herunter.<br><br>               Wir HÖREN das Zischen der Tür und Schritte, die sich Müller<br>               (und damit auch der Kamera) nähern.<br><br>                                   CAYLON (O.C.)<br>                         Darf ich mich setzen?<br><br>               Müller nickt und nun SEHEN WIR Caylon auch, als dieser sich<br>               zu seiner Chefingenieurin setzt.<br><br>               Einen Moment verbringen die beiden in völliger Stille.<br>               Dann:<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (mitfühlend)<br>                         Nicole...ich hab das mit ihrem<br>                         Vater gehört.<br>                             (beat)<br>                         Es tut mir schrecklich Leid.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Danke, Sir.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein, sagen Sie doch nicht "Sir",<br>                         Nicole. Ich bin als Freund hier<br>                         und nicht als Ihr Captain. -<br>                         Fred.<br><br>               Wieder vergehen einige stille Momente.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nicole, wenn--<br><br>               Doch Müller unterbricht ihn.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (schluchzend)<br>                         Er hatte das Sheridan-Syndrom,<br>                         wissen Sie? Es greift die Zellen<br>                         des zentralen Nervensystems an<br>                         und es gibt nichts, was man<br>                         dagegen tun kann.<br>                             (beat)<br>                         Man kann nur dabei sitzen und<br>                         zusehen, wie sein Vater langsam<br>                         aber sicher dahin vegetiert.<br>                             (beat)<br>                         Manchmal ist die Krankheit gnädig<br>                         und führt recht schnell,<br>                         innerhalb von zwei oder drei<br>                         Monaten zum Tode...<br>                             (long beat)<br>                         Bei meinem Vater jedoch hat sie<br>                         sich über die letzten fünf Jahre<br>                         hinweg gezogen.<br><br>               Caylon sieht sie mitfühlend an.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Meine Mutter und ich konnten nur<br>                         hilflos mitansehen, wie Tag für<br>                         Tag ein wenig mehr von ihm starb.<br>                             (long beat)<br>                         Meine Mutter hat mir geschrieben,<br>                         dass das letzte, was er gesagt<br>                         hat, mein Name war... Er hat nach<br>                         mir gerufen und--<br>                             (long beat)<br>                         --und ich war nicht da, um in<br>                         seiner letzten Stunde bei ihm zu<br>                         sein.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beschwichtigend)<br>                         Es gab nichts, was Sie hätten tun<br>                         können, Nicole.<br><br>               Müller schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Oh doch, ganz im Gegenteil... Ich<br>                         wusste doch von seiner<br>                         Krankheit... Ich wusste, dass<br>                         jeder Tag sein letzter hätte sein<br>                         können...<br>                             (beat)<br>                         Und dennoch habe ich den Job auf<br>                         der Antares angenommen.<br>                             (beat)<br>                         Ich habe bewusst einen Posten<br>                         angenommen, der mich unendlich<br>                         weit von ihm entfernen würde.<br>                             (long beat)<br>                         Nach meiner Zeit auf der Explorer<br>                         hätte ich auf der Erde bleiben<br>                         sollen, statt mich gleich wieder<br>                         in das nächstbeste Abenteuer zu<br>                         stürtzen.<br>                             (beat)<br>                         Doch ich war egoistisch...ich<br>                         habe an meine Karriere gedacht.<br>                             (lacht kurz auf)<br>                         Eigentlich hat meine Mutter nur<br>                         an meine Karriere gedacht. Sie<br>                         hatte von mir verlangt, dass ich<br>                         mich für den Posten als<br>                         Chefingenieur auf der Antares<br>                         bewerbe. - Und sie war so<br>                         verdammt stolz auf mich, als ich<br>                         ihn bekommen habe.<br>                             (beat)<br>                         Dennoch...ich hätte auf der Erde<br>                         bleiben sollen. Ich wusste, doch,<br>                         dass die Krankheit meines Vaters<br>                         im Endstadium war...<br><br>               Sie bricht nun vollends in Tränen aus.<br><br>               Caylons hilflosem Blick SEHEN WIR AN, dass er nicht weiß,<br>               wie er sich nun verhalten soll. Schließlich entscheidet er<br>               sich dazu, zu Müller hin zu gehen, und sie einfach nur ganz<br>               fest in die Arme zu schließen. - Eine Geste, die sie<br>               dankend akzeptiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Wenn ich irgend etwas für Sie tun<br>                         kann, Nicole, dann sagen Sie es<br>                         mir.<br><br>               In seinen Armen nickt Müller.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (leise)<br>                         Sie sollten sich ein paar Tage<br>                         frei nehmen... Nehmen Sie sich<br>                         etwas Zeit, um zu trauern.<br><br>               Müller löst sich aus seiner Umarmung und schüttelt vehement<br>               den Kopf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein.<br>                             (beat)<br>                         Nein, jedenfalls jetzt nicht.<br>                         Nicht, solange wir in diesem<br>                         Nebel sind.<br>                             (long beat)<br>                         Ich muss die Sterne sehen können,<br>                         um zu trauern.<br><br>               Sie geht zum Fenster und schaut in den Nebel hinaus.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Wissen Sie, früher, nach dem Tod<br>                         meiner Großmutter, da haben mein<br>                         Vater und ich uns immer wieder<br>                         über das Sternenlicht<br>                         unterhalten... Dass es Milliarden<br>                         von Jahren alt ist, bevor das<br>                         Licht uns erreicht.<br>                             (beat)<br>                         Die Sterne sind schon lange tot,<br>                         aber ihr Licht reist immer noch<br>                         durch die Zeiten.<br>                             (long beat)<br>                         Es stirbt nicht, dieses Licht,<br>                         wissen Sie? Das ist<br>                         wahrscheinlich das einzige, was<br>                         niemals stirbt.<br><br>               Caylon denkt über ihre Worte nach und kann nur eins: Ihnen<br>               innerlich zustimmen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Er meinte, dort wären die Seelen<br>                         zu Hause.<br><br>               Mit immer mehr Tränen, die ihre Wangen herunter laufen,<br>               dreht sie sich wieder zu Caylon und setzt sich wieder an<br>               den Tisch.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Das war wohl auch mit einer der<br>                         Gründe, weshalb ich zur<br>                         Sternenflotte ging.<br>                             (beat)<br>                         Ich hoffe, er hatte recht--<br>                             (long beat)<br>                         --denn so, bin ich - so lange ich<br>                         hier draußen bin - immer bei<br>                         ihm...und er ist bei mir.<br><br>               Wieder vergeht ein Augenblick der Stille, in dem Caylon<br>               überlegt, was er darauf antworten soll.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Ich hoffe--<br>                             (beat)<br>                         -- ich weiß, dass er recht hat.<br><br>               AUF Müller:<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - SPÄTER<br><br>               Müller steht am Fenster und schaut hinaus. Die Kamera<br>               befindet sich vor ihr und ZOOMT im laufe der Szene heraus,<br>               hinaus durch das Fenster und in den Nebel hinaus, aber<br>               immer noch auf Müllers Fenster gerichtet, so dass wir sie<br>               die ganze Zeit über weinen SEHEN können.<br><br>               Über die gesamte Szene HÖREN wir Müller den folgenden Off<br>               Text sprechen:<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Ich möchte so sehr an eine<br>                         Wahrheit glauben, die außerhalb<br>                         unserer Erkenntnis liegt. Die<br>                         verborgen für alle, außer denen<br>                         mit den empfindsamsten Augen ist.<br>                             (beat)<br>                         An die endlosen Prozession der<br>                         Seelen... die von nichts und<br>                         niemandem zerstört werden kann.<br><br>                             (beat)<br>                         Ich möchte glauben, dass wir<br>                         Gottes ewigen Lohnes und seiner<br>                         Trauer nicht bewusst sind. Dass<br>                         wir seine Wahrheit nicht sehen<br>                         können.<br><br>                             (beat)<br>                         Dass das, was geboren wurde,<br>                         weiterlebt und nicht in der<br>                         kalten Erde begraben werden kann.<br>                         Und nur darauf wartet auf Gottes<br>                         Geheiß hin wiedergeboren zu<br>                         werden--<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - STERNENFELD<br><br>               Wir befinden uns in einem der schönsten Sternenfelder, die<br>               wir jemals gesehen haben.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                             (fährt fort)<br>                         --und zwar dort, wo wir eines<br>                         Tages, im uralten Sternenlich,<br>                         alle ruhen werden...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL<br><br>               Die Antares dringt langsam weiter in den Nebel vor. Und je<br>               weiter sie in diesen eindringt, desto dunkler und<br>               unheimlicher wird er.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die Brückenoffiziere (Caylon, Mestral, Beem, Torlan und<br>               Tschernovsky) befinden sich an ihren Plätzen.<br><br>               An der Wissenschaftsstation, schaut Mestral in die "Box".<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Faszinierend!<br><br>                                   TORLAN<br>                             (ironisch)<br>                         Welch eine Überraschung!<br><br>               Caylon beschließt einmal mehr, diesen Kommentar seines<br>               andorianischen Austauschoffizieres überhört zu haben und<br>               geht stattdessen zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Was haben Sie gefunden, George?<br><br>               Mestral sieht von der "Box" auf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Neutrinoskonzentration<br>                         scheint immer mehr zu zu nehmen,<br>                         je weiter wir uns in den Nebel<br>                         hineinbegeben.<br>                             (beat)<br>                         Eine besonders starke<br>                         Konzentration befindet sich etwa<br>                         neun Million Kilometer von<br>                         unserer gegenwärtigen Posotion<br>                         entfernt, bei den Koordinaten 047<br>                         zu 174,7.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Mr. Tschernovsky, bringen Sie uns<br>                         dort hin. - Langsam und<br>                         vorsichtig.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br><br>               Während die Antares langsam die Kursänderung vornimmt, in<br>               einen Teil des Nebel,s der noch dunkler und unheimlicher<br>               wirkt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Sensoren zeigen mit einige<br>                         Energieentladungen an, in der<br>                         Richtung, in die wir fliegen.<br><br>               Caylon schaut zu Mestral.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Können sie dem Schiff gefährlich<br>                         werden?<br><br>               Mestral schaut kurz in die "Box" und dreht sich dann wieder<br>               zurück zu Caylon.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, Captain. - Ich denke, man<br>                         könnte diese Entladungen am<br>                         ehesten mit einem Wetterleuchten<br>                         vergleichen. Niedrigenergie<br>                         Entladungen. So lange unsere<br>                         Hüllenpanzerung aktiv ist, haben<br>                         wir nichts von ihnen zu<br>                         befürchten.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das klingt beruhigend.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Okay, Darius, bleiben Sie auf<br>                         Kurs.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br><br>               Die Antares fliegt weiter.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor: Reges Treiben unter den Ingenieuren, darunter<br>               auch Müller, die sich in ihre Arbeit geradezu zu stürtzen<br>               scheint. Sie steht an der in den Warpkern eingelassenen<br>               Station.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Hüllenpanzerung hat 0,7<br>                         Prozent verloren.<br><br>               Ein N.D. INGENIEUR ist ihr Opfer, da er am nächsten an ihr<br>               dran steht.<br><br>                                   INGENIEUR<br>                         0,7 Prozent liegt weit innerhalb<br>                         der Tolleranzgrenzen, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (keift)<br>                         Aber nicht in meiner Schicht! -<br>                         Und jetzt kümmern Sie sich<br>                         darum!!!<br><br>                                   INGENIEUR<br>                             (kleinlaut)<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Der Ingenieur macht sich an die Arbeit.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Das Schiff erbebt kurz und leicht. Zeitgleich piept etwas<br>               an Mestrals Station.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (alarmiert)<br>                         Was war das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Offenbar war eine der<br>                         Energieentladungen dorch stärker,<br>                         als ich ursprünglich erwartet<br>                         hatte.<br><br>               Caylon sieht zu Beem.<br><br>                                   BEEM<br>                             (nach einem Blick auf<br>                              seine Anzeigen)<br>                         Hüllenpanzerung ist bei 96<br>                         Prozent.<br><br>               Ein Grummeln ist zu HÖREN. Erst leise, dann immer lauter<br>               werdend.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unsicher)<br>                         Mestral?<br><br>               Konsolen piepsen Alarme.<br><br>               Mestral schaut in seine "Box".<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Offenbar wird es zu weiteren<br>                         Energieentladungen kommen.<br>                             (beat)<br>                             (warnend)<br>                         Wesentlich stärker, als<br>                         erwartet!!!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Darius, volle Wende!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Der russische Steuermann gibt schnell einige Befehle in die<br>               Steuerkonsole ein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br><br>               Die Antares macht eine 180°-Wende, als mehrere<br>               Energieentladungen auf die Warpgondeln treffen!!!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Die Antares erbebt fürchterlich! Taktischer Alarm wird<br>               ausgelöst.<br><br><br>               Caylon klammert sich an den Armlehnen seines Sessels fest.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Auch hier wackelt alles und Funken sprühen aus vom Warpkern<br>               wegführenden Leitungen.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Das Wackeln hat aufgehört, doch es herrscht auch weiter<br>               Taktischer Alarm.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (aktiviert das Interkom)<br>                         Caylon an Maschinenraum,<br>                         Schadensbericht!<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Leichter Schaden an beiden<br>                         Warpgondeln, Captain. Noch hält<br>                         die Hüllenpanzerung stand, aber<br>                         ich möchte nicht empfehlen, dass<br>                         wir uns noch einmal so treffen<br>                         lassen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Verstanden. Brücke Ende.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Bringen Sie uns den Weg zurück,<br>                         den wir gekommen sind, voller<br>                         Impuls!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Captain.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, das ist nicht nötig. - Die<br>                         Energieentladungen werden von<br>                         unserem Warpfeld angezogen. -<br>                         Wenn wir den Kern deaktivieren,<br>                         droht uns keine Gefahr mehr.<br><br>               Caylon überlegt kurz, dann aktiviert er wieder das<br>               Interkom:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Brücke an Maschinenraum.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Sprechen Sie, Captain.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>                                   CAYLON<br>                         Deaktivieren Sie bitte den<br>                         Warpkern, Commander. - Lt.<br>                         Mestral meint, unser Warpfeld<br>                         würde die Entladungen anziehen.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Verstanden, Sir.<br><br>                                                       ENDE INTERCUT.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Der Warpkern wurde deaktiviert,<br>                         Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay. - Dann versuchen wir es<br>                         noch einmal. - Bringen Sie uns<br>                         wieder auf alten Kurs zu den<br>                         Neutrinos, Ensign.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mit Vergnügen, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL<br><br>               Während die Antares (nun mit deaktivierten Warpgondeln)<br>               erneut kehrt macht und wieder in Richtung des Nebelinneren<br>               fliegt. Wieder nur mit Manövriergeschwindigkeit.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. NEBEL<br><br>               Die Antares ist nun weiter in den Nebel eingedrungen.<br>               Weiterhin sind ihre Warpgondeln (ebenso, wie ihr Warpkern,<br>               aber das können wir ja von außen nicht sehen) inaktiv.<br><br>               Dieser Teil des Nebels ist noch wesentlich dunkler, als die<br>               Regionen zuvor. Er ist fast schwarz. Jedoch gibt es noch<br>               immer Energieentladungen, die wie Blitze in einer dunklen<br>               Winternacht wirken.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - L-DECK<br><br>               Wir SEHEN Müller, wie sie müde aus dem maschinenraum kommt<br>               und den Korridor entlang zum nächsten Turbolift geht und<br>               diesen auch betritt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - D-DECK<br><br>               Ein Turbolift öffnet sich und Müller kommt heraus. Sie geht<br>               zu ihrem Quartier und...<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - FOLGEND<br><br><br>               ...betritt es. Durch die Fenster SEHEN WIR immer wieder die<br>               Energieentladungen draußen im Nebel.<br><br>               Müller legt ihre Uniform ab und geht schlafen.<br><br>               Wieder blitzt es draußen und der Raum wird mit Licht<br>               gefüllt. Und in diesem Bruchteil einer Sekunde, SEHEN WIR<br>               jemanden neben Müllers Bett stehen. Einen ÄLTEREN<br>               MÄNNLICHEN MENSCHEN.<br><br>               Müller hat ihn bemerkt und schreckt im Bett auf.<br><br><br>               Ein weiterer Blitz erhellt das Quartier der<br>               Chefingenieurin, doch diesmal ist der Mann nicht zu sehen.<br><br>               Langsam schüttelt sie den Kopf. Sie hat es sich wohl nur<br>               eingebildet... Sie legt sich wieder hin und schläft (wenn<br>               auch mit Tränen in den Augen) ein.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - STUNDEN SPÄTER<br><br>               Früher morgen an Bord der Antares. Sechs Uhr in der Frühe,<br>               um genau zu sein.<br><br>               Müller liegt noch immer in ihrem Bett und schläft tief.<br><br>               In diesem Augenblick beginnt der Wecker zu piepen, dazu<br>               meldet eine COMPUTERSTIMME:<br><br>                                   COMPUTERSTIMME<br>                         Es ist null-sechshundert<br>                         Bordzeit.<br><br>               Langsam öffnet Müller ihre Augen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - D-DECK - ETWAS SPÄTER<br><br>               Müller kommt - müde - aus ihrem Quartier heraus und geht<br>               zum Turbolift.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - E-DECK - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Müller kommt aus dem Turbolift und trottet müde in Richtung<br>               Offiziersmesse, wo sie...<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - OFFIZIERSMESSE - FOLGEND<br><br><br>               ...herein kommt, sich einen Kaffee und ein belegtes<br>               Brötchen holt und sich schließlich (allein) an einen Tisch<br>               setzt.<br><br>               Weitere Crewmitglieder der Antares sind natürlich auch hier<br>               und nehmen - meist in kleinen Grüppchen zwischen zwei und<br>               vier Personen - ebenfalls ihr Früstück ein.<br><br>               So sitzen auch zwei Crewmitglieder (FEMALE CREWMAN und MALE<br>               CREWMAN). Die beiden unterhalten sich beim Essen. Laut<br>               genug, dass Müller (und damit auch wir) es ohne Probleme<br>               mitverfolgen können. - Die beiden sitzen mit dem Rücken zu<br>               uns, Müller mit dem Gesicht zur Kamera (und damit auch mit<br>               dem Rücken zu den beiden).<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                         Aber wenn ich es dir doch<br>                         sage...!<br><br>                                   MALE CREWMAN<br>                         Ja, sicher!<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                         Ehrlich!<br><br>                                   MALE CREWMAN<br>                         Mach dich nicht lächerlich!<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                         Ich habe sie gesehen!<br><br>                                   MALE CREWMAN<br>                             (beschwichtigend)<br>                         Wir befinden uns tief in einem -<br>                         zugegebenermaßen - unheimlichen<br>                         Nebel. Es blitzt, hin und wieder<br>                         donnert es, wenn eine der<br>                         Energieentladungen die Hülle<br>                         streift...<br>                             (beat)<br>                         Hast du schon mal daran gedacht,<br>                         dass du das einfach nur geträumt<br>                         hast?<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                             (empört)<br>                         Ich bin doch nicht blöd, ich kann<br>                         doch zwischen Traum und Realität<br>                         unterscheinden!<br><br>                                   MALE CREWMAN<br>                             (leise)<br>                         Offenbar nicht.<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                         Hör zu, es war kein Traum, sie<br>                         war da, meine Großmutter stand in<br>                         meinem Quartier, sie stand neben<br>                         meinem Bett.<br><br>                                   MALE CREWMAN<br>                             (amüsiert)<br>                         Und? - Hatte sie irgendwas<br>                         spannendes zu erzählen?<br><br>               Female Crewman ignoriert den amüsierten Unterton ihres<br>               Freundes.<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                         Nein. - Nein, ich glaube nicht,<br>                         dafür--<br>                             (beat)<br>                         --dafür ging alles viel zu<br>                         schnell.<br>                             (beat)<br>                         Im einen Augenblick war sie da<br>                         und im anderen...war sie auch<br>                         schon wieder verschwunden.<br><br>               Dies weckt Müllers Aufmerksamkeit (bzw. steigert sie, denn<br>               zugehört hat sie ja schon die ganze Zeit über) und sie<br>               lehnt sich unauffällig etwas näher an die beiden heran, um<br>               noch besser lauschen zu können.<br><br>               Male Crewman lacht.<br><br>                                   MALE CREWMAN<br>                         Tu' mir aber bitte einen Gefallen<br>                         und posaun' das nicht im ganzen<br>                         Schiff herum. - Das würde dich<br>                         zum Gespött der Crew machen.<br><br>               Weiter hört Müller nicht mehr zu. Sie steht auf und<br>               verlässt schnurrstracks die Offiziersmesse.<br><br>                                   FEMALE CREWMAN<br>                             (zu Male Crewmember)<br>                             (empört)<br>                         Toll! Nichtmal mein Freund glaubt<br>                         mir!<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Müller kommt herein gestürmt und begibt sich sogleich zum<br>               Interkom, welches sie aktiviert:<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Müller an Alberts.<br><br>               Der stellvertretende Chefingenieur meldet sich fast<br>               augenblicklich:<br><br>                                   ALBERTS' KOMM-STIMME<br>                         Hier Alberts.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Alberts, ich habe noch etwas<br>                         wichtiges zu erledigen. Ich komme<br>                         heute erst später in den<br>                         Maschinenraum, vielleicht gar<br>                         nicht.<br><br>                                   ALBERTS' KOMM-STIMME<br>                         Ich verstehe.<br>                             (zögernd)<br>                         Darf ich fragen, worum es geht,<br>                         Commander?<br><br>               Müller überlegt kurz. Sie kann es ihm nicht sagen, er würde<br>               sie für verrückt halten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Eine Privatsache.<br><br>                                   ALBERTS' KOMM-STIMME<br>                         Ich verstehe, Sir. - Ich werde<br>                         Sie so gut es geht hier unten<br>                         vertreten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Danke, Alberts. - Müller Ende.<br><br>               Sie deaktiviert das Interkom und setzt sich an ihrem<br>               Computer.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zum Computer)<br>                         Computer, ich wünsche eine Suche<br>                         in allen Datenbanken.<br><br>               Der Computer piept zu Bestätigung.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zum Computer)<br>                         Suchbegriff: Kontakt mit dem<br>                         Jenseits.<br><br>               Wieder piept der Computer und auf dem Falchbildschirm auf<br>               Müllers Schreibtisch erscheinen die Worte "SUCHE LÄUFT".<br><br>               Müller wartet geduldig ab. Schließlich erscheint auf dem<br>               Schirm eine Liste:<br><br>               ES WURDEN 1.097.163 EINTRAGUNGEN ZUM GEWÜNSCHTEN<br><br>               SUCHBEGRIFF IN DEN DATENBANKEN GEFUNDEN<br><br>               1. LITERATUR<br><br>               2. FILM &amp; FERNSEHEN<br><br>               3. BÜHNE &amp; THEATER<br><br>               4. KUNST &amp; MUSIK<br><br>               Da es offensichtlich ein Weilchen dauern könnte, bis Müller<br>               sich ALLE Eintragungen angeschaut hat, beschließt sie<br>               kurzerhand:<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Computer, lass uns mit Punkt 2<br>                         "Film und Fernsehen" anfangen.<br><br>               Wieder piept der Computer zur Bestätigung und es erscheint<br>               eine neue Liste auf dem Schirm:<br><br>               20. JAHRHUNDERT:<br><br>               1. 1900 - 1920<br><br>               2. 1920 - 1930<br><br>               3. 1930 - 1940<br><br>               4. 1940 - 1950<br><br>               Und so weiter und sofort bis schließlich zu Punkt "9. 1990 -<br>               2000".<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Fangen wir beim Neuesten an und<br>                         arbeiten uns nach hinten durch.<br>                             (zum Computer)<br>                         Computer, Zeitraum von 1990 bis<br>                         2000.<br><br>               Erneut ein Piepen, erneut eine Liste. Eine ganze Reihe von<br>               Filmen und Fernsehdkus und -Sendungen wird aufgeführt.<br>               Darunter u.a. "Buffy the Vampire Slayer - 'Coversations<br>               With Deadp People'", "Buffy the Vampire Slayer - 'The<br>               Zeppo'", der Film "The Sixth Sence" uvm.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Computer, "Coversations With Dead<br>                         People" klingt interessant. -<br>                         Punkt 111. Aus der Datenbank<br>                         laden und starten.<br><br>               Wieder piepst der Computer zur Bestätigung und kurz darauf<br>               erscheint das gewünschte Programm auf dem Schirm.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - STUNDEN SPÄTER<br><br>               Der Bildschirm ist mittlerweile dunkel. Mit den<br>               sprichwörtlichen "viereckigen Augen" kommt Müller (NOTE: im<br>               Bademantel und ja, sie hat etwas drunter!) aus dem<br>               Badezimmer ihres Quartiers.<br><br><br>               Vor ihrem Bett angekommen, zieht sie den Bademantel aus und<br>               legt sich hin, deckt sich zu, schläft ein.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - SPÄTER<br><br>               Müller wacht auf und wältzt sich in ihrem Bett herum. Dabei<br>               öffnet sie ihre Augen und sieht:<br><br>               MÜLLER'S POV<br><br>               Der ältere Mann steht wieder in ihrem Quartier, neben ihrem<br>               Bett! Und diesmal ist er nicht im nächsten Augenblick<br>               wieder verschwunden! Diesmal ist er ganz sicher nicht nur<br>               eine Einbildung! - Und es ist nicht einfach irgend ein<br>               älterer Mann!<br><br>               CLOSE-UP: MÜLLER<br><br>               Ihre Augen weiten sich. Wir können ihr ANSEHEN, dass sie<br>               den Mann erkennt!<br><br>               DER MANN<br><br>               Auf wie alt können wir ihn schätzen? Vielleicht ist er Ende<br>               60. Alt genug, um Müllers Vater zu sein. Und anhand von dem<br>               Ausdruck auf<br><br>               MÜLLER'S GESICHT<br><br>               können wir auch darauf schließen, dass er es ist.<br><br>               TOTALE<br><br>               während Müller sich langsam in ihrem Bett aufsetzt, bis sie<br>               schließlich kerzengerade dortsitzt und ihren Vater<br>               anstarrt.<br><br>               MÜLLER'S VATER<br><br>               öffnet und schließt seinen Mund, so als rede er mit seiner<br>               Tochter. Doch wir (und ebenso Müller) können nicht hören,<br>               was er sagt. - Kein Ton kommt über seine sich ständig<br>               öffnenden und schließenden Lippen...!<br><br>               Es ist eine unheimliche Szene, die durch Musik, die ebenso<br>               unheimlich und beunruhigend, wie traurig klingt. (NOTE:<br>               Eventuell sollte in dieser Szene auf jegliche Geräusche,<br>               außer der Musik, verzichtet werden. - Weiterhin sollte<br>               diese Szene - ab Müller's POV in Zeitlupe ablaufen.)<br><br>               AUF dem teils erschrockenem, teils verwirrten Ausdruck in<br>               Müllers Gesicht:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. NEBEL<br><br>               Die Antares durchfliegt auch weiterhin den Nebel in einem<br>               seiner dunkleren Bereiche.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Müller sitzt auf dem Zentralen Biobett, während Doktor<br>               Miller einige Untersuchungen (vornehmlich an ihrem Kopf)<br>               durchführt.<br><br>               Miller beendet nun ihren Scan.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wieder nichts, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ohne zu zögern)<br>                         Scannen Sie mich nochmal!<br><br>               Miller seufzt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich habe Sie jetzt schon zweimal<br>                         untersucht, Commander. Jedes Mal<br>                         waren die Ergebnisse negativ.<br>                             (beat; mit Nachdruck)<br>                         Es ist alles in Ordnung mit<br>                         Ihnen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ebenfalls mit<br>                              Nachdruck)<br>                         Scannen - Sie - mich - nochmal!<br>                         Das ist ein Befehl, Lieutenant.<br><br>               Miller seufzt ein weiteres Mal, beugt sich aber dem Befehl<br>               und und beginnt eine weitere Untersuchung.<br><br>               Dabei:<br><br>                                   MILLER<br>                         Haben Sie schon mal darüber<br>                         nachgedacht, dass Sie sich nur<br>                         eingebildet haben, Ihren Vater<br>                         gesehen zu haben?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (sarkastisch)<br>                         Was glauben Sie wohl, wieso ich<br>                         hier sitze, Doktor?<br><br>                                   MILLER<br>                         So meinte ich das nicht,<br>                         Commander.<br>                             (beat)<br>                         Ich meine nicht, dass Sie eine<br>                         Haluzination Ihres Vaters hatten.<br>                         Vielmehr, dass es eine<br>                         trauerbedingte Einbildung war.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Doktor, ich habe schon Personen<br>                         in meinem Leben verloren.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin niemals ihren Geistern<br>                         begegnet.<br><br>                                   MILLER<br>                         Aber wenn es sich um den eigenen<br>                         Vater dreht, ist das etwas<br>                         anderes.<br>                             (beat)<br>                         Außerdem: Sie haben mir doch<br>                         erzählt, dass Sie gestern den<br>                         ganzen Tag über Horrorfilme<br>                         geschaut haben.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich würde sie nicht "Horrorfilme"<br>                         nennen, Doktor.<br><br>                                   MILLER<br>                         Dann nennen wir sie<br>                         "Geisterfilme"... Jedenfalls wenn<br>                         ich "The Sixth Sence" richtig in<br>                         Erinnerung habe.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Ich denke so könnte man sie<br>                         nennen, Doktor.<br><br>                                   MILLER<br>                         Na bitte. - Das, zusammen mit<br>                         einem Todesfall im engeren<br>                         Familien- oder Freundeskreis--<br>                             (beat)<br>                         --da ist es schon fast natürlich,<br>                         dass einem der Verstand einen<br>                         Streich spielt. - Besonders, wenn<br>                         es spät in der Nacht ist.<br><br>               Miller beendet die Untersuchung.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (zu Müller)<br>                         Raten Sie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Negativ?<br><br>               Miller nickt.<br><br>               Müller steigt vom Biobett herunter.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                         Danke, Doktor.<br><br>                                   MILLER<br>                         Kein Problem. - Ich hoffe, Sie<br>                         machen Sie jetzt keine Sorgen<br>                         mehr, dass mit Ihnen etwas nicht<br>                         stimmt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nein.<br>                             (long beat)<br>                         Ich bin mir jetzt sicher, dass<br>                         ich tatsächlich meinen Vater<br>                         gesehen habe...<br><br>               Und schon hat sie die Krankenstation verlassen.<br><br>               AUF Doktor Miller, die ihr hinterher schaut:<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Alle Brückenoffiziere sind an ihren Stationen, NDs an<br>               weiteren.<br><br>               An der Wissenschaftsstation haben die Sensoren offenbar<br>               etwas entdeckt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Lieutenant?<br><br>               Mestral schaut sich die Sensordaten an. Dann:<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Es gibt eine Veränderung bei den<br>                         Neutrinos, Sir. - Offenbar<br>                         bewegen sie sich allesamt weiter<br>                         ins Zentrum des Nebels zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign, passen Sie unseren Kurs<br>                         an. Langsam und vorsichtig.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Er reißt das Steuer so plötzlich herum, dass die<br>               Trägheitsdämpfe nicht ganz mithalten können. Das Schiff<br>               wackelt kurz.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Offenbar haben wir<br>                         unterschiedliche Auffassungen von<br>                         "langsam und vorsichtig", Ensign.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zuckt mit den<br>                              Schultern)<br>                         Mein Fehler, Sir.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Caylon)<br>                         Die Neutrinos verdichten sich,<br>                         Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br><br>               Die Antares bewegt sich nun im Fluss der Neutrinos, welche<br>               wie ein Fluss aus Goldstaub in Richtung des Nebenzentrums<br>               fließen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Auf dem Bildschirm können wir den goldenen Fluss der<br>               Neutrinos SEHEN. Er strahlt so hell, dass die Brücke in<br>               einen goldenen Glanz gehüllt wird.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mehr zu sich, aber doch<br>                              laut genug, dass ihn<br>                              alle verstehen können)<br>                         Da sehen wir den wahren Grund,<br>                         weshalb wir hier draußen sind.<br>                             (beat)<br>                         Nicht um in bewaffnete Konflikte<br>                         mit außerirdischen Rassen zu<br>                         geraten, nicht um eventuelle<br>                         Gefahren für die Erde<br>                         auszumachen...<br>                             (beat)<br>                         Sondern deswegen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (emotionslos)<br>                         Das Schauspiel ist in der Tat<br>                         faszinierend zu beobachten,<br>                         Captain.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (mit Blick zum<br>                              Bildschirm)<br>                         So sehr es auch meiner Natur<br>                         widerspricht: Ich muss Ihnen<br>                         zustimmen, Vulkanier.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Also haben wir alle<br>                         Gemeinsamkeiten...<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Folgen Sie dem Partikelfluss<br>                         weiter, Ensign.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Er arbeitet an seiner Station.<br><br>               Wieder piept etwas an der Wissenschaftsstation. Mestral<br>               sieht sich die Informationen an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Der Partikelfluss verdichtet sich<br>                         weiter. Wir müssen nahe dran<br>                         sein, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, verringern Sie<br>                         unsere Geschwindigkeit auf 200<br>                         km/h.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir sollten den Antrieb ganz<br>                         deaktiveren, Sir. Wir--<br><br>               Die Antares erbebt plötzlich. Ein weiteres mal wird<br>               automatisch Taktischer Alarm ausgelöst.<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br>               Aus allen Richtungen treffen die Neutrinoflüsse nun in<br>               einem Punkt zusammen. Die Antares ist nur wenige Kilometer<br>               von diesem Punkt entfernt.<br><br>               Wie in einer gigantischen Explosion treffen die<br>               Partikelflüsse nun aufeinander und weiten sich aus! Ein<br>               Wurmloch erscheint!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Es herrscht noch immer Taktischer Alarm.<br><br>               Auf dem Bildschirm können wir mit ANSEHEN, wie sich das<br>               Wurmloch öffnet. Rote und goldene Energiepartikel<br>               manifestieren sich im Ereignishorizont, welcher den<br>               sichtbaren Bereich des Wurmloches darstellt.<br><br>               Das Wurmloch auf dem Schirm flutet die gesamte Brücke mit<br>               einem wunderschönen Licht.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (mit dem Blick zum<br>                              Schirm; fasziniert; zu<br>                              Beem)<br>                         Taktischen Alarm aufheben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (fügt schnell hinzu)<br>                         Aber lassen Sie das Licht dunkel.<br>                         - Ich denke, durch das Wurmloch<br>                         ist es hell genug hier.<br><br>               Beem deaktiviert den Alarm, lässt aber - wie befohlen - das<br>               Licht verdunkelt.<br><br>               Eine Weile lassen sich alle Brückenoffiziere von der<br>               Schönheit des Wurmloches fesseln. Sie starren einfach alle<br>               nur gebannt zum Hauptschirm.<br><br>               Nach einer Weile:<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Captain, wir haben keinerlei<br>                         Anhaltspunkte, wie lange das<br>                         Wurmloch bestehen bleibt, wir<br>                         sollten unsere Untersuchungen<br>                         beginnen.<br><br>               Caylon wird dadurch "aufgeweckt" und wendet seinen Blick<br>               nun vom Wandschirm ab.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Richtig. - Mestral, nutzen Sie<br>                         alle Sensoren. Holen Sie raus,<br>                         was immer Sie können.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Der Achtel-Vulkanier macht sich sogleich an die Arbeit.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Die Sensoren vermögen nur den<br>                         Ereignishorizon zu scannen,<br>                         Captain. Ich kann Ihnen nicht<br>                         sagen, wohin das Wurmloch führt.<br><br>               Caylon denkt kurz nach. Dann:<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Beem, wir haben doch einen<br>                         Vorrat von Sonden an Bord?<br><br>                                   BEEM<br>                         Fünfzehn an der Zahl, fünf in<br>                         jeder Torpedorampe.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Machen Sie eine davon startklar.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Beem macht sich sofort an die Arbeit.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (zu Caylon)<br>                         Ich rate zur Eile, Sir. Der<br>                         Partikelfluss lässt langsam aber<br>                         sicher nach. Es ist nur noch eine<br>                         Frage von Minuten, bis das<br>                         Wurmloch wieder verschwindet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Sie haben's gehört, Lieutenant.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ja, Sir.<br>                             (arbeitend)<br>                         Sonde startklar von Torpedorampe<br>                         1.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Zielen Sie sie auf das Wurmloch<br>                         und Feuer!<br><br>               Beem sieht, zielt, schießt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br>               Während die Antares eine Sonde in Richtung des Wurmloches<br>               startet. Diese fliegt in es hinein.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir empfangen nun Telemetrie von<br>                         unserer Sonde.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm!<br><br>               Mestral schaltet um.<br><br>               DER BILDSCHIRM<br><br>               zeigt uns nun das Innere des Wurmloches. Dieses erinnert<br>               uns stark an das Bajoranische Wurmloch, welches wir aus<br>               "Star Trek: Deep Space Nine" kennen, doch ist es mehr in<br>               gelb-gold, statt in blau gehalten. Außerdem ist es<br>               wesentlich schmaler.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (re: Wurmloch)<br>                         Faszinierend!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (begeistert)<br>                         In der Tat.<br>                             (beat)<br>                         Schon eine Ahnung, wo unsere<br>                         Sonde landen wird?<br><br>               Mestral schüttelt den Kopf.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, Captain. - Aber wir werden<br>                         es vermutlich bald wissen.<br><br>               DER BILDSCHIRM<br><br>               Die Telemetrie ändert sich. Die Sonde hat ganz offenbar nun<br>               das Wurmloch auf der anderen Seite verlassen. - Wir können<br>               nun ein Sternenfeld SEHEN und einige Nebel.<br><br>                                   CAYLON (O.C.)<br>                         Mestral?<br><br>                                   MESTRAL (O.C.)<br>                             (beat)<br>                         Einen Moment, Captain.<br><br>               PLÖTZLICH sehen wir nur noch Störungen auf dem Schirm, die<br>               Telemetrieverbindung ist abgebrochen.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was ist passiert?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das Wurmloch hat sich<br>                         geschlossen, Sir. Wir haben die<br>                         Verbindung zu unserer Sonde<br>                         verloren.<br><br>               Das Bild auf dem Schirm wechselt. Es zeigt nun wieder das<br>               Innere des Nebels. Das Wurmloch und die golden scheinende<br>               Neutrinoflüsse sind verschwunden.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Konnten Sie bestimmen, wo sich<br>                         die andere Seite des Wurmloches<br>                         befand?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Offenbar etwa 65.000 Lichtjahre<br>                         von unserer derzeitigen Position<br>                         entfernt, Sir. Tief im<br>                         Deltaquadranten unserer Galaxie.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Nun denn... Wir haben alles<br>                         erfahren, was wir erfahren<br>                         wollen.<br>                             (zu allen)<br>                         Zeit nach Hause zu fliegen,<br>                         meinen Sie nicht?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich denke, es gibt keinen<br>                         logischen Grund länger hier zu<br>                         bleiben, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign, bringen Sie uns wieder<br>                         aus diesem Nebel heraus.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich schlage vor, dass wir exakt<br>                         dem Kurs folgen, den wir gekommen<br>                         sind. Auf diese Weise verringert<br>                         sich die Gefahr auf weitere<br>                         Wurmlöcher zu treffen und<br>                         eventuell in deren<br>                         Gravitationssog zu geraten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (zu Mestral)<br>                         Ich werde mich bemühen das zu<br>                         vermeiden, Lieutenant.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - FOLGEND<br><br>               Die Antares wendet (im mittlerweile wieder völlig dunklen<br>               Nebel) und macht sich auf den Rückweg in den normalen Raum.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. NEBEL<br><br>               Die Antares befindet sich noch immer im Nebel. Aber anhand<br>               der zugenommenen Helligkeit können wir darauf schließen,<br>               dass sie sich schon wieder mehr in den äußeren Regionen<br>               befindet.<br><br>               Auch weiterhin bewegt sich das Schiff nur mit<br>               Manövriergeschwinidgkeit.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - L-DECK<br><br>               Caylon und Müller gehen den Korridor entlang. Sie ist<br>               unterwegs zum Maschinenraum, er zum Turbolift. Mid-Scene.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich werde so froh sein, wenn wir<br>                         endlich wieder aus diesem Nebel<br>                         raus sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Damit Sie die Sterne wieder<br>                         sehen?<br><br>               Müllerweiß, worauf ihr Captain hinaus will.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja.<br><br>               Die beiden erreichen den Maschinenraum und Müller öffnet<br>               die Tür.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Sorge, Commander. - Morgen<br>                         früh sind wir raus.<br><br>               Müller nickt und betritt den Maschinenraum. Caylon geht<br>               weiter, während Müller die Tür hintersich schließt.<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - FOLGEND<br><br><br>               Ingenieure bei der Arbeit, wie immer. Unter ihnen auch<br>               Alberts. Dieser sieht nun Müller herein kommen.<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Ah, schön Sie einmal wieder hier<br>                         unten begrüßen zu können,<br>                         Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ich war nur einen Tag weg,<br>                         Alberts.<br>                             (re: Antares)<br>                         Wie hält sie sich?<br><br>                                   ALBERTS<br>                         Alles bestens, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Mestral hat das Kommando, Beem an der Taktik, Torlan an der<br>               Kommunikation, Tschernovsky am Steuer, ein ND an der<br>               Wissenschaft.<br><br>               In diesem Moment öffnet sich der Turbolift und Caylon<br>               betritt die Brücke.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ensign Tschernovsky, wann<br>                         verlassen wir den Nebel.<br><br>               Während Mestral aus dem Captain's Chair aufsteht und den ND<br>               an der Wissenschaftsstation ablöst, schaut Tschernovsky auf<br>               seine Anzeigen:<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (matter-of-fact)<br>                         In elf Stunden und fünfzehn<br>                         Minuten, Captain.<br><br>               Caylon nickt und lässt sich in seinem Stuhl nieder.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. NEBEL - STUNDEN SPÄTER<br><br>               Und die Antares fliegt und sie fliegt und sie fliegt und<br>               sie...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - E-DECK<br><br>               Kurz nach Schichtende.<br><br>               Müller kommt gerade - nach eingenommenem Abendessen - aus<br>               der Offiziersmesse und geht zum nächsten Turbolift.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER - ETWAS SPÄTER<br><br>               Müller kommt herein und geht weiter zu ihrem Schreibtisch,<br>               um noch etwas Papierkram, der sich am vergangenen Tag<br>               angesammelt hat, zu bearbeiten. - Sie setzt sich an ihrem<br>               Computer und will diesen gerade aktivieren, als sie im<br>               dunklen Bildschirm eine Reflektion sieht... Von sich selbst<br>               und von jemandem, der hinter ihr steht.<br><br>               Müller schreckt herum, doch außer ihr ist niemand im<br>               Quartier. - Siesteht wieder auf und sieht sich in ihrem<br>               Quartier um. Sie schaut auch im badezimmer nach, doch sie<br>               findet niemanden. Dennoch:<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ruft)<br>                         Hallo!? - Ist jemand hier?<br><br>               Keine Antwort.<br><br>               Müller beschließt, sich wieder an ihre Arbeit zu setzen.<br>               Gerade, als sie sich wieder setzen will, streift ein<br>               Windzug durch ihr Haar. Was ist hier nur los?<br><br>               Ein weiterer Windzug lässt ihre Bettdecke rascheln...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - D-DECK<br><br>               Jim Beem kommt aus dem Tubolift und geht den Korridor<br>               entlang, unterwegs zu seinem Quartier.<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Müller steht mitten im Raum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ruft)<br>                         Wer ist da?<br><br>                                   MANN (O.C.)<br>                             (mit einem<br>                              überweltlichen Echo)<br>                         Nicole...<br><br>               Müller schreckt herum (und wir mit ihr) und da SEHEN wir<br>               ihn: Müllers Vater! Er steht neben ihrem Schreibtisch, ist<br>               in ein helles Licht, dass scheinbar von überall her zu<br>               stammen scheint, gehüllt.<br><br>               Müllers Augen weiten sich (einmal mehr).<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEEM'S QUARTIER<br><br>               Beem kommt in diesem Augenblick herein und...<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Pa-pa?!<br><br>               Ihr Vater nickt. Er spricht auch weiterhin mit dem<br>               überweltlichen Echo. Seine Stimme klingt, als würde sie von<br>               überall herkommen, aber dennoch warm und sanft.<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Hallo, Nicole.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEEM'S QUARTIER<br><br>               Beem steht wie angewurzelt an der Tür. Ihm gegenüber SEHEN<br>               WIR Hendrick Jones, von dem wir schon im ersten Akt gehört<br>               haben. Auch er ist in dasselbe Licht gehüllt, wie Müllers<br>               Vater und auch er spricht mit dem überweltlichen Echo.<br><br>                                   JONES<br>                             (scherzhaft)<br>                         Du siehst aus, als hättest du<br>                         gerade ein Gespenst gesehen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (monoton)<br>                         Du bist nicht hier.<br><br>                                   JONES<br>                         Ganz im Gegenteil, Jim. Ich bin<br>                         wirklich hier. Ich bin keine<br>                         Einbildung, keine Haluzination<br>                         und auch kein Hologramm, falls du<br>                         das denken solltest. Ich bin--<br><br>                                   BEEM<br>                             (unterbricht)<br>                         --ein Geist?<br>                             (beat)<br>                         Sie müssen mich ja für verdammt<br>                         dämlich halten!<br><br>                                   JONES<br>                         Jim. - Ich bin es wirklich.<br><br>               Beem sieht ihn skeptisch an.<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                         Okay... - Los, frag mich was.<br>                         Etwas, was nur ich wissen kann.<br><br>                                                       UND ZURÜCK ZU:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Das muss alles sehr verwirrend<br>                         für dich sein, Nicole.<br>                             (beat)<br>                         Das war es für mich zuerst auch.<br>                         Es hat etwas gedauert, bis ich<br>                         mit meiner körperlosen Existenz<br>                         klar gekommen bin.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (den Tränen nahe)<br>                         Bist du es wirklich?<br><br>               Müllers Vater nickt.<br><br>               Müller bricht nun in Tränen aus.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (weinend)<br>                         Papa, ich...<br>                             (long beat)<br>                         Es tut mir Leid.<br>                             (beat)<br>                         Es tut mir Leid, dass ich--<br><br>               Ihr Vater tritt näher an sie heran.<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                             (tröstend)<br>                         Sshhhh! Du muss dich für nichts<br>                         entschuldigen, Nicole.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend)<br>                         Doch. - Doch, ich war nicht da,<br>                         als du mich gebraucht hast.<br><br>               Sie will ihren Vater in die Arme schließen, aber...na ja,<br>               wie er schon sagte: er ist körperlos.<br><br>               Er zuckt mit den Schultern.<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                             (re: missglückte<br>                              Umarmung)<br>                         Das ist der Preis, den man zahlen<br>                         muss, wenn man nocheinmal zurück<br>                         möchte.<br>                             (re: Müllers<br>                              Entschuldigung)<br>                         Und du musst dich wirklich nicht<br>                         bei mir entschuldigen, Kleines.<br>                         - Es gab nichts, was du hättest<br>                         tun können.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend)<br>                         Ich hätte da sein sollen, als du<br>                         nach mir gerufen hast.<br>                             (beat)<br>                         Ich hätte da sein sollen, um mich<br>                         von dir zu verabschieden.<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Du kannst es jetzt.<br>                             (beat)<br>                         Ich konnte von dieser Welt noch<br>                         nicht loslassen, ohne mich von<br>                         dir verabschiedet zu haben.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEEM'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   JONES<br>                         Glaubst du mir jetzt?<br><br>               Beem nickt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (mit trockener Kehle)<br>                         Ja...<br><br>                                   JONES<br>                         Also... Da bin ich wieder.<br><br>               Beem schweigt.<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                             (beat)<br>                         Glaubs, oder glaubs mir nicht,<br>                         aber ich habe dich in den letzten<br>                         zwei Monaten beobachtet... Ich<br>                         hatte nur bis heute nicht die<br>                         Gelegenheit zurück zu kommen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Dann kennst du meine Logbücher?<br><br>               Jones nickt.<br><br>                                   JONES<br>                         Ich habe jedes einzelne gehört.<br>                             (beat; tritt näher an<br>                              Beem heran)<br>                         Jim, ich habe es für dich getan!<br>                         Ich wollte nicht dir oder mir<br>                         selbst etwas beweisen, ich<br>                         wollte, dass du überlebst!<br>                             (beat)<br>                         Ich hätte nicht leben können,<br>                         wenn dir auf der Berman etwas<br>                         passiert wäre.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schreit)<br>                         Aber ich!? Von mir erwartest du,<br>                         dass ich ohne dich leben kann!? -<br>                         Wir haben uns geliebt,<br>                         verdammt!!!<br><br>                                   JONES<br>                         Und ich liebe dich noch. - Ich<br>                         weiß nicht, wie es bei dir<br>                         aussieht...<br><br>                                   BEEM<br>                             (beat)<br>                         Noch immer aus ganzem Herzen...<br><br>                                   JONES<br>                             (sanft)<br>                         Dann verstehst du doch sicher,<br>                         warum ich es tun musste.<br><br>               Beem nickt.<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                         Kannst du mir verzeihen?<br><br>               Wieder nickt Beem.<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                             (gerührt)<br>                         Danke.<br>                             (für einen<br>                              Sekundenbruchteil wird<br>                              das Licht, dass ihn<br>                              anstrahlt schwächer)<br>                         Ich kann nicht mehr lange hier<br>                         bleiben!<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend; entsetzt)<br>                         Was soll das heißen, du kannst<br>                         nicht mehr lange hier bleiben?<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Dieser Nebel ist etwas<br>                         einzigartiges, Nicole. - Er ist<br>                         nicht einfach nur irgend ein<br>                         Nebel mit irgend einem Wurmloch<br>                         in sich drin, es ist ein Ort der<br>                         spirituellen Energie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend; verwirrt)<br>                         Was- was soll das heißen?<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         In diesem Nebel können Diesseits<br>                         und Jenseits für einen kurzen<br>                         Augenblick verschmelzen. - Je<br>                         weiter wir dem normalen Raum<br>                         kommen, desto schwerer ist es für<br>                         mich, meine Form hier aufrecht zu<br>                         erhalten.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend)<br>                         Wieso bist du nicht schon früher<br>                         gekommen?<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Es ist uns nicht erlaubt, längere<br>                         Zeit im Diesseits zu verweilen,<br>                         Nicole... Ich bin froh, dass ich<br>                         überhaupt diese Chance bekommen<br>                         habe.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend)<br>                         Heißt das, ich werde dich gleich<br>                         schon wieder verlieren!? Und dich<br>                         dann niemals wieder sehen?<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Ich werde immer bei dir sein,<br>                         Nicole...<br>                             (long beat)<br>                         Es stimmt tatsächlich, meine<br>                         Kleine... Wir leben im<br>                         Sternenlicht. - So lange du hier<br>                         draußen bist, sind wir zusammen.<br><br>               Müller schluchzt.<br><br>                                   MÜLLER'S VATER (CONT'D)<br>                         Nicole... Ich bin stolz auf dich.<br>                         Du hast dich richtig entschieden,<br>                         als du den Job auf der Antares<br>                         angenommen hast.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Woher willst du das wissen, Papa?<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                         Sagen wir, ich kann jetzt etwas<br>                         weiter sehen, als du... So lange<br>                         du auf der Antares bist, kannst<br>                         du etwas bewegen...<br>                             (long beat)<br>                         Mach weiter, wie bisher und du<br>                         wirst es weit bringen, meine<br>                         Kleine.<br>                             (beat)<br>                         Ich bin verdammt stolz auf dich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEEM'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   JONES<br>                         Ich muss jetzt gehen, Jim.<br><br>               Beem hat mittlerweile Tränen in den Augen.<br><br>                                   BEEM<br>                             (verzweifelt)<br>                         Nein, nein, du kannst doch<br>                         nicht... Jetzt doch noch nicht!<br><br>                                   JONES<br>                         Ich muss, Jim.<br>                             (long beat)<br>                         Gott, ich wünschte, ich könnte<br>                         dich jetzt berühren.<br><br>               Die beide sehen sich lange tief in die Augen... Auch noch,<br>               als Jones langsam zu verschwinden beginnt.<br><br>                                                         CUT BACK TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Auch Müllers Vater beginnt langsam aber sicher zu<br>               verschwinden.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (verzweifelt; weinend)<br>                         Papa! - Papa, nein!<br><br>                                   MÜLLER'S VATER<br>                             (sich auflösend)<br>                         Es muss sein, Nicole... Du musst<br>                         stark sein... So wie bisher...<br>                             (beat)<br>                         Ich liebe dich, Kleine.<br><br>               Ihr Vater ist nun fast ganz verschwunden.<br><br>               Müller streckt ihre Hand nach ihm aus und er seine nach<br>               ihrer... Die beiden Hände treffen sich in der Mitte, können<br>               sich aber nicht berühren.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (weinend)<br>                         Ich liebe dich auch, Papa... Ich--<br><br>               Doch da ist ihr Vater auch schon verschwunden.<br><br>               Durch das Fenster können wir SEHEN, dass sich die Antares<br>               nun nicht länger im Nebel befindet. Die Sterne glitzern<br>               herein.<br><br>               Ein Lichtstrahl, ausgehend von dem Punkt, wo bis eben<br>               Müllers Vater stand, fliegt - begleitet von einem Windhauch<br>               - zum Fenster hinaus.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - FOLGEND<br><br><br>               Die Antares befindet sich nun wieder im normalen Raum, hat<br>               den Nebel ein paar Kilometer hinter sich gelassen.<br><br>               Aus der Hülle des Raumschiffes treten nun zehn, vielleicht<br>               fünfzehn Lichtstrahlen (wie der aus Müllers Quartier)<br>               heraus und fliegen - anders, als wir es vielleicht vermutet<br>               hätten - nicht in den Nebel zurück, sondern hinaus zu den<br>               Sternen, mit deren Licht sie schließlich zu verschmelzen<br>               scheinen.<br><br>                                   MÜLLER (V.O.)<br>                         Ich weiß, dass das, was geboren<br>                         wurde weiterlebt... Dass es auf<br>                         Gottes Geheiß hin wiedergeboren<br>                         wird.<br>                             (beat)<br>                         Und zwar dort, wo wir im uralten<br>                         Sternenlicht, eines Tages, alle<br>                         ruhen werden.<br><br>               AUF die sich vom Nebel entfernende Antares:<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br><br><br><br>                                       ENDE</p><br><br><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">2942</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Star Trek: Antares 1x01/02 - Der Funke</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-antares-episoden/star-trek-antares-1x0102-der-funke-r2908/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://downloads.scifinews.de/file_12799.html" target><img alt="Download" border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/t_ant0101.jpg"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>Star Trek: Antares (1x01/02) - "Der Funke"</font></b><br>Zip File<br>Größe: 0,59 MB</font></td></tr></table></center></div><br><br><b><font><i>Kurzzusammenfassung:</i></font></b><br><blockquote><i>Als ein Schiff der Sternenflotte vernichtet wird, wird die gerade in Dienst gestellte Antares von Admiral Forrest ausgeschickt, um herauszufinden, wie es zu dem Unglück kam. Dabei geraten Schiff und Crew in ein gefährliches Abenteuer...</i></blockquote><br><br><b><font><i>Bildergallerie:</i></font></b><br><blockquote><a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=promo-pic001.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_promo-pic001.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x01-002.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x01-002.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x01-003.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x01-003.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=ant101_a2_01.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_ant101_a2_01.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=ant101_a7_01.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_ant101_a7_01.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x01-005.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x01-005.jpg" border="0"></a> <a href="http://www.treknews.de/treknews/gallery.php?direct=Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder&amp;display=1x01-004.jpg"><img src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Star_Trek_Antares/Bilder/t_1x01-004.jpg" border="0"></a></blockquote><br><br><b><font><i>Legende:</i></font></b><br><br>Da es sich bei unseren Episoden um Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:<br><blockquote><b>(V.O.) = Voice-Over</b>; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag<br><b>O.C. = Off Camera</b>; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)<br><b>(beat) = Pause<br>INT. = Interior</b>; Innenaufnahme<br><b>EXT. = Exterior</b>; Außenaufnahme<br><b>CUT TO = Schnitt zu<br>DISSOLVE TO = Überblenden auf<br>FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN</b>; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.</blockquote><br><br>Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem  Kritiken-Thread im Forum. - Und jetzt: Viel Spaß!<br><br><p>                                STAR TREK: ANTARES<br>                                   "Der Funke"<br><br><br><br>                                      TEASER<br><br>               SCHWÄRZE<br><br>               In weißer Schrift erscheint eine Einblendung in der Mitte<br>               des Schirms:<br>                         05. Februar 2156<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - S.S. BERMAN<br><br>               Das Raumschiff der NX-Klasse, Registriernummer NCC-11,<br>               steht unter schweren Beschuss von einem O.C. Gegner. Die<br>               Polarisierung der Hüllenpanzerung des<br>               Sternenflottenschiffes lässt langsam aber sicher nach.<br><br>               INT. BERMAN - BRÜCKE (TA)<br><br>               An Bord der Berman herrscht großes Durcheinander. Auf der<br>               Brücke stehen Konsolen in Flammen und Offiziere liegen am<br>               Boden. Manche von ihnen sind tot, andere nur verletzt und<br>               ohnmächtig.<br><br>               Steuer, Wissenschaftsstation und Waffenstation, sowie der<br>               Kommandosessel sind besetzt, die Komm-Station steht in<br>               Flammen, ebenso die technische Konsole.<br><br>               JONES sitzt an der Wissenschaftskonsole, ein STEUERMANN am<br>               Steuer. CAPTAIN BAIRD hat das Kommando und an der<br>               Waffenstation sitzt LT. JIM BEEM.<br><br>               Die Berman ERBEBT heftigst!<br><br>                                   BAIRD<br>                             (zu Beem)<br>                         Phasenkanonen. - Feuer! Halten<br>                         Sie die Torpedorohre bereit.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Beem feuert die Phasenkanonen auf den Gegner ab.<br><br>                                   BEEM (CONT'D)<br>                         Direkter Treffer. - Kaum Effekt!<br><br>                                   BAIRD<br>                         Torpedos... Steuerbordrohr!<br>                         Feuer!<br><br>               INT. BERMAN - WAFFENDECK - FOLGEND (TA)<br><br>               Von einem Greifarm wird ein Torpedo in das<br>               Steuerbordabschussrohr eingeführt. Das Rohr wird<br>               verschlossen und...<br><br>               EXT. WELTRAUM - BERMAN - FOLGEND<br><br>               ... das Sternenflottenschiff feuert einen Torpedo aus<br>               seinem Steuerbordrohr ab.<br><br>               INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                         Leichter Schaden an der<br>                         gegnerischen Außenhülle!<br><br>                                   BAIRD<br>                         Backbordrohr...<br><br>               Beems Finger jagen über die Tasten...<br><br>                                   BAIRD (CONT'D)<br>                         Feuer!<br><br>               Beem drückt DEN Knopf.<br><br>               EXT. WELTRAUM - BERMAN - FOLGEND<br><br>               Die Berman feuert nun einen Torpedo aus ihrem Backbordrohr<br>               ab.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Während die Berman von einer Torpedosalve des O.C. Gegners<br>               getroffen wird. An den getroffenen Stellen gibt es riesige<br>               Explosionen an der Außenhülle, die klaffende Löcher zurück<br>               lassen.<br><br>               INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>               Das Schiff erbebt ein weiteres Mal aufs Heftigste! Überall<br>               gibt es Explosionen und Rauch dringt aus Leitungen<br>               heraus!!!<br><br>               Über dem Sessel des Captains löst sich ein Deckenbalken und<br>               stürzt herab. Er erschlägt den Captain!<br><br>               Jones beschließt - als ranghöchster Offizier - das Kommando<br>               über die Berman zu übernehmen. Er verlässt seine Konsole<br>               jedoch nicht.<br><br>                                   JONES<br>                         Mr. Beem, feuern Sie mit allem,<br>                         was wir haben!<br><br>               Ein weiteres Mal explodiert eine Konsole. Gott sei Dank ist<br>               diese momentan unbesetzt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (warnend)<br>                         Alle Waffensysteme sind<br>                         ausgefallen!<br><br>               EXT. WELTRAUM - BERMAN<br><br>               Eine weitere Torpedosalve des O.C. Gegners trifft die<br>               Backbord-Warpgondel und reißt sie vom Schiff ab.<br><br>               INT. BERMAN - MASCHINENRAUM - FOLGEND (TA)<br><br>               Überall gibt es Explosionen. Aus dem Warpkern treten an<br>               zahlreichen Stellen Rauch und Gase aus.<br><br>               Wir SEHEN den CHEFINGENIEUR, welcher unter einem leblosen<br>               Ingenieur liegt, der durch eine Explosion auf ihn<br>               geschleudert wurde. Der Chefingenieur befreit sich nun von<br>               dieser "Last" und bahnt sich laufend seinen Weg durch das<br>               entstandene Flammenmeer zum INTERKOM neben der Tür.<br><br>                                   CHEFINGENIEUR<br>                         Maschinenraum an Brücke!<br><br>               INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>                                   JONES<br>                             (aktiviert das Interkom<br>                              an seiner Station)<br>                         Sprechen Sie!<br><br>                                   CHEFINGENIEUR'S KOMM-STIMME<br>                             (warnend)<br>                         Dieser letzte Treffer hat und<br>                         eine Warpgondel gekostet! Wir<br>                         haben eine Kaskadenreaktion im<br>                         System, es wir zu einem<br>                         Warpkernbruch kommen!<br><br>                                   JONES<br>                             (long beat; dann<br>                              selbstsicher)<br>                         Evakuierungsprozedur starten!<br><br>               Ohne zu zögern aktiviert Beem an seiner Station den<br>               Evakuierungsalarm.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ins Interkom)<br>                         Brücke an die gesamte Mannschaft:<br>                         Begeben Sie sich in die<br>                         Rettungskapseln! Das Schiff wird<br>                         evakuiert.<br>                             (beat)<br>                         Das ist keine Übung!<br><br>               INT. BERMAN - KORRIDOR - FOLGEND (TA)<br><br>               Offiziere laufen den Korridor entlang, unterwegs zu den<br>               Shuttles und Rettungskapseln.<br><br>               INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>               Jones steht nun von seiner Konsole auf.<br><br>                                   JONES<br>                             (zur Brückencrew)<br>                         Der Evakuierungsbefehl galt auch<br>                         Ihnen, also raus hier!<br><br>               Alle Brückenoffiziere sehen ihn geschockt an.<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                         Ich werde an Bord bleiben und<br>                         versuchen, den Kapseln eine<br>                         sichere Abreise zu gewähren.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das kommt überhaupt nicht in<br>                         Frage!<br><br>                                   JONES<br>                             (zu Beem; schreit vor<br>                              Wut)<br>                         Raus hier, verdammt nochmal!!!<br><br>               BEAT. Schließlich nickt Beem und er und die<br>               Brückenoffiziere verlassen ihre Stationen.<br><br>               Jones nimmt an der Steuerkonsole Platz und setzt einen Kurs<br>               auf das angreifende Schiff.<br><br>               EINSTELLUNG: DER BILDSCHIRM<br><br>               Auf dem von Bildstörungen geplagten Wandschirm können wir<br>               nun einen flüchtigen Blick auf das angreifende Schiff<br>               erhaschen: Es ist ein Schiff der Romulaner, welches wir als<br>               "Bird of Vengeance" kennenlernen werden.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   JONES (CONT'D)<br>                             (re: Romulaner)<br>                         Euch kriege ich!<br><br>               INT. BERMAN - KORRIDOR (TA)<br><br>               Beem und der Rest der Brückencrew laufen ihn entlang in<br>               Richtung des Hangardecks.<br><br>               INT. BERMAN - HANGARDECK (TA)<br><br>               Die Brückenoffiziere kommen herein gestürmt und laufen auf<br>               die letzte noch verbliebene Shuttlekapsel zu, öffnen die<br>               Luke und springen hinein.<br><br>               INT. SHUTTLEKAPSEL - FOLGEND<br><br>               Beem setzt sich ans Steuer und leitet den Start ein.<br><br>               INT. BERMAN - HANGARDECK - FOLGEND (TA)<br><br>               Die Hangarschleusen unterhalb der Shuttlekapsel öffnen<br>               sich.<br><br>               EXT. WELTRAUM - FOLGEND<br><br>               Letzte Rettungskapseln und das Shuttle der Brückenoffiziere<br>               starten von der Berman, während das Sternenflottenschiff<br>               den Romulanern entgegen jagt!<br><br>               EXT. WELTRAUM - BIRD OF VENGEANCE<br><br>               Die Berman steuert weiter direkt auf das Romulaner-Schiff<br>               zu. Die noch vorhandene Warpgondel beginnt zu explodieren.<br><br>               ANDERE EINSTELLUNG<br><br>               Während die Berman frontal in den Bird of Vengeance crasht!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. BERMAN - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>               Das Deck erbebt fürchterlich! Jones wird aus seinem Stuhl<br>               geschleudert.<br><br>               Dann verschwinden er und die Brücke in einer ungeheuren<br>               Explosion, wenn...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - BERMAN<br><br>               ...die Berman und der Bird of Vengeance vernichtet<br>               werden!!! - Eine enorme Druckwelle breitet sich von der<br>               Explosion her aus.<br><br>               INT. SHUTTLEKAPSEL<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   BEEM<br>                             (zu allen; warnend)<br>                         Festhalten!!!<br><br>               Die Druckwelle trifft auf das Shuttle und schüttelt es<br>               fürchterlich durch!!!<br><br>               AUF Beem...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE TEASER<br>                                      AKT I<br><br>               SCHWÄRZE<br><br>               Wieder erscheint weißer Text auf schwarzem Grund:<br>                         13. Februar 2156<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. ERDE - SAN FRANSISCO - STARFLEET COMMAND - TAG<br><br>               Establishing-Shot.<br><br>               INT. STARFLEET COMMAND - FORREST'S BÜRO - TAG<br><br>               FORREST, ARCHER und CAYLON sind anwesend, ebenso wie SOVAL,<br>               der Vulkanischer Botschafter.<br><br>                                   ARCHER<br>                             (ungläubig)<br>                         Die Berman?<br><br>                                   FORREST<br>                             (trauernd)<br>                         Ja.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ist sie in Romulanisches<br>                         Territorium eingedrungen?<br><br>                                   FORREST<br>                         Soweit wir wissen nicht. - Aber<br>                         andererseits haben sie ihre<br>                         Grenzen auch nicht besonders gut<br>                         markiert.<br><br>               In Archer werden böse Erinnerungen wach.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Allerdings.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie ist es überhaupt zu diesem<br>                         Angriff gekommen?<br><br>                                   FORREST<br>                         Wir wissen es noch nicht. - Die<br>                         Überlebenden befinden sich zur<br>                         Zeit an Bord des Vulkanischen<br>                         Schiffes Toral.<br><br>                                   SOVAL<br>                         In drei Tagen werden sie die Erde<br>                         erreichen.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Sind die Trümmer der Berman<br>                         untersucht worden?<br><br>                                   SOVAL<br>                         Nein.<br><br>                                   FORREST<br>                         Offenbar hielten es die Vulkanier<br>                         nicht für nötig herauszufinden,<br>                         wie es zu der Vernichtung kam.<br><br>                                   SOVAL<br>                             (gleichgültig)<br>                         Die Schiffe sind explodiert.<br><br>                                   ARCHER<br>                             (sarkastisch)<br>                         Tatsächlich?<br>                             (zu Forrest)<br>                         Ich kann mit der Enterprise in<br>                         einer Woche in Position sein,<br>                         Admiral.<br><br>               Forrest schüttelt den Kopf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das ist mir zu riskant, Jonathan.<br>                         Ich werde nicht nur ein einziges<br>                         Schiff ausschicken, um die<br>                         Trümmer zu untersuchen.<br><br>               Caylon kommt näher.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich nehme an, dass jetzt die<br>                         Stelle kommt, an der ich<br>                         gefordert werde.<br><br>               Forrest sieht ihn ausdruckslos an und nickt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ganz recht, Captain Caylon.<br>                             (beat)<br>                         Wie bald können Sie starten?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (enthusiastisch)<br>                         Die letzten Systemtest laufen<br>                         gerade, Admiral. - Wenn alles<br>                         glatt läuft, ist die Antares in<br>                         zwei Tagen startbereit.<br><br>               Forrest schüttelt den Kopf.<br><br>                                   FORREST<br>                         Machen Sie drei daraus. - Ich<br>                         möchte, dass Sie mindestens ein<br>                         Crewmitglied der Berman auf<br>                         dieser Reise begleitet.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Aber, Sir... in drei Tagen haben<br>                         die Romulaner vielleicht schon<br>                         alle Informationen beseitigt.<br><br>               Forrest nickt.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das ist mir klar. - Aber ich<br>                         riskiere lieber diese<br>                         Informationen, als zwei weitere<br>                         Schiffe und seine Besatzungen.<br><br>               Caylon und Archer nicken.<br><br>                                   FORREST (CONT'D)<br>                         Wegtreten.<br><br>               Caylon und Archer verlassen das Büro. Soval und Forrest<br>               bleiben.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Sie handeln unlogisch, Admiral.<br><br>                                   FORREST<br>                         Ich will wissen, wie meine Leute<br>                         gestorben sind.<br>                             (beat)<br>                         Wenn wir herausfinden, welche<br>                         Waffen die Romulaner benutzt<br>                         haben, gelingt es uns vielleicht<br>                         einen Schutz--<br><br>                                   SOVAL<br>                             (unterbricht)<br>                         Die Romulaner sind Ihnen<br>                         technologisch weit überlegen.<br>                         Ihre Untersuchung wird nur ein<br>                         Ergebnis haben: Sie werden zwei<br>                         weitere Schiffe verlieren.<br><br>                                   FORREST<br>                         Das denke ich nicht, Botschafter.<br>                         - Archer und Caylon sind beides<br>                         fähige Kommandanten. Sie werden<br>                         es schaffen.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Archer ist nichts weiter, als<br>                         ein...<br>                             (überlegt)<br>                         ... ich denke "Revolverheld" ist<br>                         die passende Bezeichnung.<br><br>                                   FORREST<br>                             (ironisch)<br>                         Sie waren ja schon immer ein Fan<br>                         von Archer, Botschafter.<br><br>               Soval zieht eine Braue hoch.<br><br>                                   SOVAL<br>                         Denken Sie an meine Worte,<br>                         Admiral.<br>                             (beat)<br>                         Und sagen Sie nicht, ich hätte<br>                         Sie nicht gewarnt, wenn Sie uns<br>                         bitten, die Überlebenden zu<br>                         bergen.<br><br>               Forrest will wütend etwas erwidern, doch bevor er dies tun<br>               kann, hat Soval bereits das Büro verlassen.<br><br>               AUF Forrest...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ERDE - RAUMDOCK - ANTARES<br><br>               Unser Schiff befindet sich noch in dem Trockendock im<br>               Erdorbit. Über mehrere dicke Kabel ist das Schiff mit dem<br>               Raumdock verbunden.<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Eine jüngere Frau in den Dreißigern, COMMANDER NICOLE<br>               MÜLLER führt Captain Caylon durch den Maschinenraum. -<br>               Obwohl "führen" das falsche Wort ist, denn sie arbeitet<br>               fieberhaft an den verschiedensten Stationen und Caylon<br>               dackelt ihr hinterher.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (arbeitend)<br>                         Gut, dass Admiral Forrest Ihr<br>                         Angebot nicht angenommen hat,<br>                         Captain. - In zwei Tagen würden<br>                         wir es niemals schaffen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich dachte, ihr<br>                         Sternenflotteningenieure würdet<br>                         Wunder vollbringen können.<br><br>               Müller lächelt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aber das schaffen wir nur, wenn<br>                         wir selbst sagen, wie lange wir<br>                         brauchen.<br><br>               Ein Ingenieur kommt hinzu und reicht Müller ein PADD.<br><br>                                   INGENIEUR<br>                         Commander.<br><br>               Müller nimmt das PADD und wirft einen kurzen Blick darauf.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (re: PADD)<br>                         Sieht gut aus. - Weiter so,<br>                         Ensign.<br><br>               Sie gibt dem Ingenieur das PADD zurück und widmet sich<br>               wieder ihrer Arbeit.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zu Caylon)<br>                         Der Warpantrieb sieht ganz gut<br>                         aus. - Warp 4.7 sollten wir auf<br>                         jeden Fall erreichen können.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wie sieht es mit den<br>                         Waffensystemen aus?<br><br>               Müller geht zu einer anderen Konsole, gefolgt von Caylon.<br>               Müller legt einige Schalter um  und schaut auf einen<br>               Bildschirm.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Die Zielerfassungsscanner<br>                         brauchen noch eine<br>                         Feinjustierung. Sonst ist alles<br>                         klar.<br><br>               Müller geht zurück zum Warpkern, gefolgt von Caylon.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (re: Waffensysteme)<br>                         Gut. - Vielleicht werden wir sie<br>                         brauchen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ihnen ist klar, dass die<br>                         Feinjustierung der Zielerfassung<br>                         Aufgabe des Waffenoffiziers ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Admiral Forrest hat uns den<br>                         Waffenoffizier der Berman<br>                         zugewiesen. - Einen Lieutenant<br>                         Jim Beem.<br>                             (beat)<br>                         Er wird nicht lange vor dem Start<br>                         hier eintreffen.<br>                             (beat)<br>                         Ich fürchte, dass werden Sie<br>                         übernehmen müssen, Commander.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ironisch)<br>                         Ich hab ja sonst nichts zu tun. -<br>                         Ach, Sir... Wie ist es eigentlich<br>                         so in Australien?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genauso rau wie das politische<br>                         Klima. Wir wurden ja erst<br>                         ziemlich spät in die<br>                         Weltregierung aufgenommen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Deutschland ein ganzes Eck<br>                         früher. Ich wette, Ihr Ayers Rock<br>                         ist ein Witz gegen den Harz.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Den was?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Geographie war wohl nicht Ihre<br>                         Stärke?<br><br>               Caylon grinst.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grinsend)<br>                         Nein, nicht unbedingt. - Viel<br>                         Spaß noch!<br><br>               Caylon verlässt den Maschinenraum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu sich)<br>                         Den werd' ich haben...<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Caylon geht den Korridor entlang zum nächsten Turbolift. Er<br>               drückt die Ruftaste und kurz darauf öffnet sich der Lift<br>               und...<br><br>               INT. ANTARES - TURBOLIFT - FOLGEND<br><br>               ... Erbetritt ihn. Nachdem sich die Türen geschlossen<br>               haben, drückt der Captain die Taste für die Brücke und der<br>               Lift setzt sich in Bewegung.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Von den Führungsoffizieren sind ENSIGN DARIUS TSCHERNOVSKY<br>               (Conn, spricht mit leichtem russischem Akzent) und<br>               LIEUTENANT GEORGE MESTRAL (Wissenschaft) anwesend. Beide<br>               sind an ihren Stationen.<br>               Die Kommunikationskonsole wird von einem ND Lieutenant (im<br>               Folgenden "Communications" genannt) besetzt.<br><br>               Des weiteren befinden sich weitere NDs hier und arbeiten an<br>               zum Teil offenen Konsolen.<br><br>               Communications aktiviert das Interkom an ihrer Station.<br><br>                                   COMMUNICATIONS<br>                         Brücke an Maschinenraum.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie.<br><br>               Caylon kommt aus dem Turbolift auf die Brücke.<br><br>                                   COMMUNICATIONS<br>                         Ich habe noch einige Probleme mit<br>                         dem Komm-System. Vor allem auf<br>                         den unteren Bändern ist nur<br>                         Rauschen.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Ich kümmere mich darum, sobald<br>                         ich eine Hand frei habe, Ensign. -<br>                         Müller Ende.<br><br>               Caylon geht zu Communications.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Probleme, Lieutenant?<br><br>                                   COMMUNICATIONS<br>                         Ein paar, Sir. - Aber nichts, das<br>                         wir nicht bis übermorgen beheben<br>                         könnten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky am<br>                              Steuer)<br>                         Wann wird die Baracuda von Andor<br>                         zurück erwartet?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         In etwa drei Stunden, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Gut.<br>                             (schnell zu<br>                              Communications)<br>                         Nicht, dass ich etwas gegen Ihre<br>                         Fähigkeiten an der Komm haben<br>                         würde, ich hätte nur gern schnell<br>                         meine Führungscrew beisammen.<br><br>                                   COMMUNICATIONS<br>                             (leicht amüsiert)<br>                         Schon klar, Captain.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                         Wenn Sie mich suchen, ich lasse<br>                         mir ein paar Sachen hochbeamen<br>                         und richte dann meinen<br>                         Bereitschaftsraum ein.<br><br>                                   COMMUNICATIONS<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Caylon verlässt die Brücke im Turbolift und Communications<br>               macht sich wieder an die Arbeit.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ERDE<br><br>               Ein vulkanisches Schiff nähert sich und fliegt in einen<br>               Orbit ein.<br><br>               SUPER: 16. FEBRUAR 2156<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Caylon ist noch immer - nach drei Tagen - mit der<br>               Einrichtung seines Bereitschaftsraumes beschäftigt. Gerade<br>               räumt er ein paar Bücher von einem Kasten in ein Regal.<br><br>               Der Türmelder summt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja bitte!<br><br>               Die Tür öffnet sich und Lt. Jim Beem - der Waffenoffizier<br>               der Berman - kommt herein. Er nimmt Haltung an.<br><br>                                   BEEM<br>                         Lieutenant Jim Beem meldet sich<br>                         an Bord, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Stehn Sie bequem, Lieutenant.<br><br>               Beem entspannt sich.<br><br>               Caylon gibt ihm die Hand.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Willkommen an Bord der Antares,<br>                         Lieutenant.<br><br>                                   BEEM<br>                         Danke, Sir.<br><br>               Caylon setzt sich hinter seinen Schreibtisch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich möchte, dass Sie wissen, dass<br>                         mir leid tut, was mit der Berman<br>                         passiert ist, Lieutenant, aber--<br>                             (beat)<br>                         --aber ich muss Sie trotzdem nach<br>                         den Einzelheiten fragen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das ist mir klar, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir wissen bereits, dass die<br>                         Romulaner Ihr Schiff vernichtet<br>                         haben.<br><br>                                   BEEM<br>                         Das stimmt nicht ganz, Sir. - Die<br>                         Berman wurde vernichtet, weil sie<br>                         mit den Romulanern kollidiert<br>                         ist. Lieutenant--<br><br>               Er wird vom Komm-Signal unterbrochen.<br><br>               Caylon aktiviert das Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon.<br><br>               Am anderen Ende der Leitung hören wir TORLAN. Er ist der<br>               andorianische Austauschoffizier - mit adligem Blut - an<br>               Bord der Antares und besetzt die Kommunikationsstation.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Ich habe Captain Archer in der<br>                         Leitung, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Stellen Sie es bitte hierher<br>                         durch. - Caylon Ende.<br>                             (zu Beem)<br>                         Würden Sie mich bitte kurz<br>                         entschuldigen, Lieutenant?<br><br>                                   BEEM<br>                         Natürlich, Sir.<br><br>               Beem verlässt den Bereitschaftsraum.<br><br>               Caylon dreht den Bildschirm auf seinem Schreibtisch zu sich<br>               und schaltet ihn ein. Archer, der offensichtlich in seinem<br>               Bereitschaftsraum auf der Enterprise sitzt, erscheint auf<br>               ihm.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain?<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Admiral Forrest hat mich<br>                         informiert, dass Lieutenant Beem<br>                         eingetroffen ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das stimmt.<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Sind Ihre Startvorbereitungen<br>                         abgeschlossen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Positiv.<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Gut. Dann lassen Sie uns keine<br>                         Zeit verlieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden. - Antares Ende.<br><br>               Archer verschwindet vom Schirm und Caylon schaltet diesen<br>               aus.<br><br>               Unser Captain steht von seinem Stuhl auf und verlässt den<br>               Bereitschaftsraum.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Beem an der Waffenkonsole, Tschernovsky am Steuer, Torlan<br>               an der Kommunikation und Mestral an der Wissenschaft. Die<br>               Technik ist von einem N.D. besetzt.<br><br>               Caylon kommt aus seinem Bereitschaftsraum und nimmt in<br>               seinem Kommandosessel Platz.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mister Torlan, rufen Sie die<br>                         Dockkontrolle und bitten Sie um<br>                         Startfreigabe.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich ziehe "Torlan aus dem Hause<br>                         der Verborgenen" vor.<br>                             (er sieht Caylons Blick)<br>                         Oder nur Torlan!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (gespielt wütend)<br>                         Sie haben einen Befehl erhalten,<br>                         oder, Mister Torlan?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (resignierend)<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Torlan öffnet einen Kanal.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Antares an Dockkontrolle, wir<br>                         verlangen Starterlaubnis.<br><br>               Bei dem Wort "verlangen" blickt Caylon mit einer Mischung<br>               aus Überraschung und Entsetzen zu Torlan. - Auf Andor<br>               scheinen wohl andere Sitten zu gelten.<br><br>                                   DOCKKONTROLL-KOMM-STIMME<br>                         Erlaubnis erteilt, Antares. -<br>                         Gute Reise und viel Glück.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Antares Ende.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Lösen Sie bitte die<br>                         Verankerungen, Ensign<br>                         Tschernovsky.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Tschernovsky gibt einige Befehle in seine Konsole ein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Verankerungen gelichtet.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das Schiff ist nun frei<br>                         schwebend.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Danke.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign, bringen Sie uns hier<br>                         raus!<br><br>               Tschernovksy drückt ein paar Knöpfe an seiner Station und:<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p>               EXT. WELTRAUM - ERDE - RAUMDOCK<br><br>               Die Antares aktiviert ihren Impulsantrieb und entfernt sich<br>               langsam von ihrer Anlegestelle.<br><br>               EXT. WELTRAUM - ERDE - FOLGEND<br><br>               Die Antares hat nun das Raumdock verlassen. Die Enterprise<br>               schließt zu ihr auf. - Die beiden Raumschiffe nehmen eine<br>               Art lockere Formation ein.<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               N.D.s an verschiedenen Stationen. - Müller steht am<br>               Warpkern und aktiviert das Interkom.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Maschinenraum an Brücke.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Der Warpkern ist nun bereit. -<br>                         Warp 4.9 steht Ihnen zur<br>                         Verfügung.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke. Sie haben sich Urlaub<br>                         verdient.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                             (lacht)<br>                         Schon jetzt?<br><br>               Er schaltet das Interkom ab.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (den Captain<br>                              betrachtend)<br>                         Die Enterprise wartet auf unser<br>                         Signal, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Torlan)<br>                         Geben Sie es.<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign Tschernovsky... Warp 4.5,<br>                         bitte.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Sir. - Warp 4.5...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Beschleunigen!<br><br>               EXT. WELTRAUM - ERDE - FOLGEND<br><br>               Antares und Enterprise beschleunigen auf<br>               Warpgeschwindigkeit.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. ROMULUS - SENATSHÜGEL<br><br>               Der prächtige Senat sticht markant aus öden unzähligen, ihn<br>               umgebenden Slums und militärischen Anlagen hervor.<br><br><br>               Establishing-Shot.<br><br>               INT. ROMULUS - KOMMANDOZENTRALE<br><br>               Romulaner an Konsolen.<br><br>               Ein ROMULANER kommt herein und geht zu dem Befehlshabenden<br>               ZENTURION.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         Zenturion, die zwei Erdenschiffe<br>                         sind gestartet.<br><br>                                   ZENTURION<br>                         Gut, alles verläuft nach Plan...<br>                             (beat)<br>                         Sie kennen die Befehle... Führen<br>                         Sie sie aus.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                             (ergeben)<br>                         Ja, Zenturion.<br><br>               AUF den Zenturion...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT I<br>                                      AKT II<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die Antares und die Enterprise fliegen mit<br>               Warpgeschwindigkeit durch unser Sichtfeld.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               EINSTELLUNG: SENSORLOGBÜCHER AUF EINEM BILDSCHIRM<br><br>               Sie stammen von dem vulkanischen Schiff, welches Beem und<br>               die anderen Überlebenden der Berman zur Erde brachte.<br><br>               ZOOM OUT, um zu zeigen, dass sich dieser Bildschirm in<br>               Caylons Bereitschaftsraum befindet.<br><br><br>               Offenbar hat Caylon schon eine ganze Weile auf den<br>               Bildschirm gestarrt, denn in diesem Moment lehnt er sich in<br>               seinem Stuhl zurück, reibt sich die Augen und schaltet<br>               anschließend den Bildschirm aus.<br><br>               TOTALE<br><br>               Während Caylon sich vorbeugt, um das Interkom zu<br>               aktivieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Caylon an Torlan.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie, Captain.<br><br>                                                            INTERCUT:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Müller hat das Kommando und sitzt im Captain's Chair.<br>               Tschernovsky sitzt am Steuer, Beem an der Taktik, Mestral<br>               an der Wissenschaft und Torlan an der Kommunikation.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Würden Sie sich bitte kurz in<br>                         meinem Raum melden, Torlan.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Jawohl, Captain.<br><br>               Ohne Müller um Erlaubnis zu bitten, oder sie auch nur zu<br>               informieren, verlässt Torlan die Brücke in Richtung<br>               Bereitschaftsraum.<br><br>                                                        END INTERCUT.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - MOMENTS LATER<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Der Türmelder summt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Herein.<br><br>               Ohne zu zögern betritt Torlan den Bereitschaftsraum.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Captain?<br><br>               Caylon steht auf und stellt sich Torlan gegenüber, in der<br>               Hoffnung, so mehr Authorität auszustrahlen, was<br>               hinsichtlich eines solchen Selbstbewusstseins und<br>               Überlegenheitsgefühl des andorianischen Aristokraten schwer<br>               fallen dürfte.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Torlan--<br>                             (beat)<br>                         -- ich weiß nicht, wie es auf<br>                         Andor oder in ihrem Adelshaus<br>                         gehandhabt wird, aber an Bord von<br>                         Erdenschiffen haben wir ein paar<br>                         Höflichkeitsregeln.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (irritiert)<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögernd)<br>                         Nun... Zum Beispiel heute morgen,<br>                         als Sie bei der Dockkontrolle um<br>                         Starterlaubnis baten...<br><br>                                   TORLAN<br>                             (neugierig)<br>                         Ja?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben nicht um Erlaubnis<br>                         gebeten.<br>                             (beat)<br>                         Sie haben sie verlangt.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (beat)<br>                         Ich sehe das Problem nicht,<br>                         Captain.<br><br>               Caylon sieht ihn an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Nun, das war recht unhöflich.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich verstehe.<br><br>               Jedenfalls sagt er dies, denn wir können seinem<br>               Gesichtsausdruck und der Stellung seiner Fühler ansehen,<br>               dass er alles andere, als versteht.<br><br>               Dies erkennt auch Caylon, doch er beschließt, die Sache auf<br>               sich beruhen zu lassen.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Sonst noch etwas, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Nein, vorerst nicht, danke.<br><br>               Ohne ein weiteres Wort macht Torlan kehrt und verlässt den<br>               Bereitschaftsraum.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu sich)<br>                         Genau das meinte ich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Torlan sitzt auf einem der Betten und wartet.<br><br>               Mit einem Zischen öffnen sich die Krankenstationstüren und<br>               Doktor (Lieutenant) KATHRINE MILLER, unsere Bordärztin,<br>               kommt herein geeilt. Sie ist eine 29 Jahre alte Waliserin<br>               mit Akzent und einem Hang zur Genauig- und Pingeligkeit.<br><br>                                   MILLER<br>                             (beim Hereinkommen)<br>                         Entschuldigen Sie die Verspätung,<br>                         ich war völlig in Gedanken.<br><br>               Torlan nickt nur.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                             (greift nach einem PADD)<br>                         Leider wurden Ihre medizinischen<br>                         Unterlagen nicht vom<br>                         andorianischen Militär<br>                         überspielt, also werde ich Sie<br>                         jetzt rundum untersuchen müssen.<br><br>               Torlan schweigt.<br><br>               Miller sieht ihn kurz verwirrt an, legt dann das PADD<br>               beiseite und greift nach einem medizinischen Scanner. Sie<br>               aktiviert ihn und scannt damit Torlan. - Der Scan ist<br>               schnell beendet und Miller legt das Untersuchungsgerät weg.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Wenn Sie sich dann bitte frei<br>                         machen würden.<br><br>               Torlan sieht sie an.<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Ihren Oberkörper.<br><br>               Torlan sitzt weiter einfach nur da.<br><br>               Eine Weile sieht sich Miller dies mit an, dann:<br><br>                                   MILLER (CONT'D)<br>                         Also, zieh'n Sie jetzt Ihre<br>                         Uniform aus, oder soll ich das<br>                         tun?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Rühren Sie mich an und sie<br>                         verlieren ein bis zwei Hände.<br><br>               Miller seufzt... Von solch einem Verhalten hat sie in der<br>               Schule gehört, und zwar im Geschichtsunterricht.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Ein riesiges Trümmerfeld füllt das Bild aus, die Trümmer<br>               sind weit verstreut, nur die großen "Brocken" liegen<br>               verhältnismäßig dicht beieinander. Das Feld besteht sowohl<br>               aus Trümmern eines Sternenflottenschiffes, als auch aus<br>               grünen Trümmern... Trümmern eines Romulaner-Schiffs. Und<br>               hier wird uns klar: Wir sind wieder zurück. Zurück am<br>               Anfang.<br><br>               SUPER: 24. FEBRUAR 2156<br><br>               In zwei gigantischen Lichtblitzen kommen die Antares und<br>               die Enterprise aus dem Warp und nähern sich mit niedriger<br>               Impulskraft den Unmengen an Trümmerteilen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon hat das Kommando, Tschernovsky am Steuer, Torlan an<br>               der Kommunikation, Beem an der Taktik, Mestral an der<br>               Wissenschaft und Müller an der Technik. NDs an weiteren<br>               Stationen.<br><br>               Auf dem Bildschirm können wir einen Teil des Trümmerfeldes<br>               SEHEN.<br><br>               Es herrscht eine betroffene Stille auf der Brücke.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Zoomen Sie mal ein Stück zurück,<br>                         Lieutenant.<br><br>               Mestral drückt eine Taste an der Wissenschaftsstation und<br>               das Bild auf dem Wandschirm zoom heraus, so dass dieser nun<br>               fast das komplette Trümmerfeld zeigt.<br><br>               Caylon steht aus dem Captain's Chair auf und geht zu<br>               Mestral zur Wissenschaft.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Nun dann--<br>                             (beat)<br>                         Sie wissen, wonach wir suchen,<br>                         Mestral.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Mestral beginnt seiner Untersuchungen.<br><br>               Caylon geht in Richtung seines Raums.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Müller, Sie haben die Brücke. Ich<br>                         bin in meinem Raum.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Mestral ist derweil weiter mit seinen Untersuchungen<br>               beschäftigt und in diese vertieft.<br><br>                                   MESTRAL<br><br>                             (arbeitend; ohne von<br>                              seiner Konsole<br>                              aufzusehen)<br>                         Mr. Torlan, würden Sie bitte eine<br>                         Computerverbindung zur Enterprise<br>                         für mich herstellen? Ich möchte<br>                         meine Analyseergebnisse mit Sub<br>                         Commander T'Pol abgleichen.<br><br>               Torlan sieht ihn mit einem missfallenden Blick an.<br><br>                                   TORLAN<br>                         War das ein Befehl,--<br>                             (abwertend)<br>                         --Vulkanier?<br><br>               Mestral sieht von seiner Konsole auf und blickt zu Torlan.<br>               Auch Müllers Aufmerksamkeit hat Torlan damit gewonnen. Sie<br>               blickt zu ihm hinüber.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Auch wenn meine Ohren noch spitze<br>                         Ende aufweisen, bin ich nur zu<br>                         einem Achtel Vulkanier, Mr.<br>                         Torlan.<br><br>               Torlan grunzt als Bestätigung. - Eine Weile vergeht, ohne,<br>               dass sich etwas regt.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (deutlicher)<br>                         Würden Sie nun bitte die<br>                         Computerverbindung herstellen?<br><br>               Torlan wendet sich seiner Station zu und drückt dort einige<br>               Knöpfe.<br><br>               An Mestrals Konsole piept etwas einmal.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (ein wenig erleichtert)<br>                         Danke, Mr. Torlan.<br><br>               Müller steht aus dem Captain's Chair auf und geht zu<br>               Torlan.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Torlan)<br>                         Könnte ich Sie mal kurz sprechen,<br>                         Mr. Torlan?<br>                             (beat; sie überlegt)<br>                         Im Konferenzraum!<br><br>               Torlan verdreht die Augen, bevor er Müller ansieht und<br>               aufsteht.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (zu Beem)<br>                         Übernehmen Sie bitte kurz hier,<br>                         Mr. Beem.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Aye, Sir!<br><br>               Müller, gefolgt von Torlan, verlässt die Brücke in den...<br><br>               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM - FOLGEND<br><br>               ...direkt angrenzenden Konferenzraum. Die Tür schließt sich<br>               hinter den beiden wieder.<br><br>               Müller stämmt die Hände in die Hüften und sieht Torlan<br>               ärgerlich an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nun, Mr. Torlan, was sollte das<br>                         eben?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (ärgerlich)<br>                         Sie wissen verdammt gut, was ich<br>                         meine, Torlan!<br><br>               Torlan sieht sie an, scheinbar versteht er nicht. Müller<br>               ist jedoch davon überzeugt, dass er dies nur vorspielt.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (ärgerlich)<br>                         Versuchen Sie mich nicht für dumm<br>                         zu verkaufen, Torlan! - Wieso<br>                         haben Sie vorhin Mestral so<br>                         angefahren.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (beat)<br>                         Ich habe ihn nicht... angefahren.<br>                         Wie Sie sich vielleicht<br>                         vorstellen können, Commander,<br>                         habe ich als Andorianer nicht<br>                         besonders viel übrig, für die<br>                         Vulkanier... und andere...<br>                         Lebewesen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Mestral ist kein Vulkanier.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Einer seiner Vorfahren war es.<br>                         Das reicht mir.<br><br>               Müller tritt näher an Torlan heran und starrt ihm in die<br>               Augen. Eine Weile hält er ihrem Blick stand, dann weicht er<br>               einen Schritt zurück.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Ich bin es nicht gewohnt, einer<br>                         Frau Rede und Antwort zu stehen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Gewöhnen Sie sich besser daran,<br>                         Mr. Torlan. - Es könnte öfter<br>                         geschehen, als Ihnen lieb ist.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Dessen bin ich mir sicher.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (beat)<br>                         Nun denn... Ich wünsche, dass Sie<br>                         Mestrals Befehle in Zukunft<br>                         ausführen, ohne sie zu<br>                         hinterfragen und ihre Vorurteile<br>                         in ihrem Quartier lassen, wenn<br>                         Sie morgens Ihren Dienst<br>                         antreten.<br>                             (beat)<br>                         Selbiges gilt in Bezug auf Doktor<br>                         Miller und mich. - Haben wir uns<br>                         verstanden?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögernd)<br>                         Ja, ... Sir.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (streng)<br>                         Wegtrete!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die Antares und die Enterprise durchfliegen das<br>               Trümmerfeld.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 26.<br>                         Februar 2156. - Die Enterprise<br>                         und die Antares sind nun schon<br>                         seit zwei Tagen vor Ort und wir<br>                         haben unsere gemeinsamen<br>                         Untersuchungen des Trümmerfeldes<br>                         nun beinahe abgeschlossen. Mein<br>                         Wissenschaftsoffizier Lieutenant<br>                         Mestral hat dabei einige<br>                         Energiesignaturen entdeckt, von<br>                         denen er und Chefingenieurin<br>                         Müller denken, dass sie<br>                         Waffensignaturen der Romulaner<br>                         darstellen...<br><br>               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM<br><br>               Neben ein paar Ingenieuren, die an verschiedenen Stationen<br>               arbeiten, sind auch Mestral, Müller, CHARLES TUCKER von der<br>               Enterprise und ebenso Sub-Commander T'POL hier anwesend.<br>               Sie sind um einem Bildschirm versammelt, der sich -<br>               zusammen mit einigen weiteren Bildschirmen und<br>               Computerkonsolen - im hinteren Bereich des Maschinenraums<br>               befindet. Dieser Bereich ist dem Maschinenraumpersonal auch<br>               als "Chief's Office" bekannt.<br><br>               Auf dem Bildschirm sind eine Reihe von Sensordaten zu<br>               sehen.<br><br>                                   TUCKER<br>                             (deutet auf eine der<br>                              Anzeigen)<br>                         Sehen Sie sich das an.<br><br>                                   T'POL<br>                         Was meinen Sie?<br><br>                                   TUCKER<br>                         Diese Anzeige hier.<br><br>               Müller sieht sie sich an.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu Tucker; re: Anzeige)<br>                         Denken Sie, was ich denke,<br>                         Commander?<br><br>               Tucker sieht sie an.<br><br>                                   TUCKER<br>                         Wenn Sie da an eine Chance für<br>                         uns denken, dann ja.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM<br><br>               Caylon und Müller kommen herein, ziemlich stürmisch.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ein wenig aufgeregt)<br>                         Und das wissen Sie mit<br>                         Sicherheit?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Ja, Sir. Diese Energiesignatur,<br>                         die wir da gefunden haben, bietet<br>                         uns--<br><br>               INT. ROMULAN BIRD OF STEALTH - BRÜCKE<br><br>               Die Brücke des Schiffes ist abgedunkelt, woraus wir<br>               schließen können, dass sich der "Vogel" im Tarnmodus<br>               befindet.<br><br>               Romulaner sitzen an den einzelnen Stationen, wir können sie<br>               nur teilweise erkennen, so dunkel ist es. - In der Mitte<br>               der Brücke befindet sich - auf einem ihn leicht erhöhenden<br>               Podest - der Kommandosessel des Commanders. Und in diesem<br>               Sessel sitzt COMMANDER ROMOR, der Kommandant dieses<br>               Schiffes. Auch von ihm können wir nur durch einen kleinen<br>               Lichteinfall das rechte Auge und die Nase sehen.<br><br>               Auf dem Wandschirm können wir das Trümmerfeld der Berman<br>               und des Bird of Vengeance SEHEN, und ebenso die Antares und<br>               die Enterprise, die sich beide in diesem befinden.<br><br>               Romor und seine Offiziere lauschen aufmerksam den Stimmen,<br>               die aus den Brückenlautsprechern ertönen:<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         --eine Chance eine Verteidigung<br>                         zu entwickeln.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         An was denken Sie da, Commander?<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         An ein Energiefeld, Sir.<br>                             (beat)<br>                         Stellen Sie sich das wie ein<br>                         gigantisches Kraftfeld vor, das<br>                         das Schiff umgibt.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Ein Schutzschild also?<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Ich denke, so könnte man es<br>                         beschreiben, Captain.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - FOLGEND<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat)<br>                         Wann können Sie mit der Arbeit<br>                         anfangen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (optimistisch)<br>                         Im Grunde sofort.<br><br>               Caylon überlegt kurz, dann nickt er.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Einverstanden.<br>                             (beat)<br>                         Fangen Sie gleich nach der<br>                         Zeremonie an.<br><br>               Müller nickt und sie weiß genau von was für einer Zeremonie<br>               ihr Kommandant spricht...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ROMULAN BIRD OF STEALTH - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Also, Commander.<br>                             (beat)<br>                         Ich nehme an, wir sehen uns dann<br>                         um 1500.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                             (bedrückt)<br>                         Ja, Sir.<br><br>               Über die Lautsprecher sind Schritte und das Zischen einer<br>               Tür zu hören.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Das genügt. Schalten Sie die<br>                         Lautsprecher ab, aber zeichnen<br>                         Sie weiter auf.<br><br>               Ein Sub-Lieutenant an der Kommunikationsstation gehorcht.<br><br>                                   SUB-LIEUTENANT<br>                         Ja, Commander.<br><br>               Romor lehnt sich bequem in seinem Kommandosessel zurück.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Alles läuft genau nach Plan...<br><br>               AUF Romors zufriedenen Gesichtsausdruck...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT II<br>                                     AKT III<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE<br><br>               Fast die gesamte Crew der Antares, einschließlich aller<br>               Führungsoffiziere hat sich hier eingefunden.<br><br>               Durch die mehr oder weniger großen, zum Bug weisenden,<br>               Fenster sind die Trümmer der Berman und der Romulaner zu<br>               sehen.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ENTERPRISE - CREWMESSE<br><br>               Hier bietet sich uns ein ähnliches Bild, wie auf der<br>               Antares. Führungsoffiziere und ein Großteil der Crew sind<br>               versammelt, um der Berman und ihrer Opfer zu gedenken.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Beem tritt aus der Menge heraus und stellt sich vor eines<br>               der Fenster.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ernst, den Blick oft zu<br>                              Boden)<br>                         Wir haben uns hier heute<br>                         zusammengefunden...um Abschied zu<br>                         nehmen.<br>                             (beat)<br>                         Abschied von dreizehn tapferen<br>                         Offizieren, die ihr Leben gaben,<br>                         um ihr Schiff gegen einen<br>                         unbarmherzigen Feind zu<br>                         verteidigen.<br>                             (beat)<br>                         Einen feigen Feind, der ohne<br>                         Vorwarnung das Feuer auf uns<br>                         eröffnete und es wahrscheinlich<br>                         sofort wieder tun würde, wenn er<br>                         die Chance dazu hätte.<br>                             (long beat)<br>                         Ensign Emanuel Levenstine,<br>                         Crewman Hertha Burk, Lieutenant<br>                         Michael Franklin, Ensign Johannes<br>                         Taufer, Lieutenant Natasha Nowh,<br>                         Crewman James Janeway, Crewman<br>                         April-May June, Crewman Anthony<br>                         Drake, Captain Steward Baird--<br>                             (beat)<br>                         Commander Hendrick Jones...<br>                             (long beat)<br>                         Ich werde euch rächen...!<br><br>               Dieser letzte Satz hat Caylons volle Aufmerksamkeit auf<br>               sich gezogen, die Augenbrauen des Captains schießen nach<br>               oben. Er beschließt Beem darauf anzusprechen, sobald die<br>               Trauerzeremonie vorüber ist.<br><br>               Beem tritt zurück in die Menge.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu allen; formell;<br>                              authoritär)<br>                         A-a-achtung!<br><br>               Alle Anwesenden nehmen sofort Haltung an.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Enterprise... wir sind<br>                         hier soweit.<br><br>                                   ARCHER'S KOMM-STIMME<br>                         Wir ebenfalls, Captain.<br><br>               (NOTE: Die folgenden Szenen laufen ohne Ton, nur mit Musik<br>               im Hintergrund, ab.)<br><br>               Caylon nickt einem Crewman an der Tür zu, welcher einen<br>               Knopf am dortigen Interkom drückt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOLGEND<br><br>               Während unser Schiff erst einen Torpedo aus dem<br>               Steuerbordrohr auf die Trümmer abfeuert, dann einen aus dem<br>               Backbordrohr.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               Wir konzentrieren uns in dieser Einstellung auf Beem, der<br>               mit ausdruckslosem Gesicht aus den Fenstern schaut und den<br>               Torpedos mit seinem Blick folgt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - TRÜMMERFELD - FOLGEND<br><br>               Die beiden Torpedos der Antares erreichen nun das Feld.<br>               Einer von ihnen schlägt auf einem großen Trümmerteil auf<br>               und vernichtet dieses, der zweite explodiert zwischen einer<br>               Reihe kleinerer Trümmer und löst diese auf.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               In dieser Szene konzentrieren wir uns auf die Reaktion<br>               Doktor Millers: In dem Augenblick, in dem die Torpedos<br>               explodieren und die Messe kurz in ein helles Licht hüllen,<br>               zuckt sie zusammen. Tränen stehen ihr in den Augen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ENTERPRISE - FOLGEND<br><br>               Nun feuert auch die Enterprise zwei Torpedos auf das<br>               Trümmerfeld ab. Zuerst auf dem Steuerbordrohr, dann aus dem<br>               an Backbord.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               Diese Szene widmen wir Mestral, dem - anders als man es<br>               vielleicht von ihm erwartet hätte - auch die Augen feucht<br>               werden. Dabei legt er einen neutralen Gesichtsausdruck an<br>               den Tag.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - TRÜMMERFELD - FOLGEND<br><br>               Wieder schlagen zwei Torpedos ein und wieder vernichten sie<br>               ein Stück mehr vom Trümmerfeld.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               Diesmal konzentrieren wir uns auf Commander Müller. Ihr<br>               Unterkiefer zittert, was wohl darauf hinweist, dass sie mit<br>               aller Kraft ihre Zähne aufeinander beißt, um nicht laut los<br>               zu weinen.<br><br>               Tränen kullern ihre Wangen herab.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - FOLGEND<br><br>               Nun feuert erst die Antares, dann die Enterprise jeweils<br>               zwei Torpedos auf die Trümmer ab.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               Torlan, der "Held" dieser Szene, sieht überrascht zu<br>               Mestral und sieht die Tränen in dessen Augen.<br>               - Hat er sich etwa bei der Einschätzung des<br>               Wissenschaftsoffiziers geirrt?<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - TRÜMMERFELD - FOLGEND<br><br>               Die vier Torpedos vernichten einen Großteil der<br>               verbliebenen Trümmer. Nur noch drei oder vier größere<br>               Brocken bleiben nun zurück und fliegen, sich um ihre eigene<br>               Achse drehend, auseinander in die Unendlichkeit.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOLGEND<br><br>               Unser Schiff feuert einen weiteren Torpedo ab.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               In dieser Szene konzentrieren wir uns einzig und allein auf<br>               Ensign Tschernovsky. Der junge Russe blickt mit einer<br>               Mischung aus Trauer und Faszination aus den Fenstern. Er<br>               ist noch nie - wie die meisten anderen hier auch - bei<br>               einer solchen Zeremonie dabei gewesen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ENTERPRISE - FOLGEND<br><br>               Auch die Enterprise feuert nun noch zwei letzte Torpedos<br>               ab.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - TRÜMMERFELD - FOLGEND<br><br>               Die insgesamt drei Torpedos erreichen ihre Ziele und setzen<br>               dem Trümmerfeld ein für alle Mal ein Ende.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - CREWMESSE - FOLGEND<br><br>               CLOSE-UP: CAYLON<br><br>               Während von draußen die Blitze der Explosionen den Raum<br>               erhellen, steht Caylon einfach nur mit nichtssagender Miene<br>               da.<br><br>               (NOTE: Der Ton kehrt langsam wieder zurück)<br><br>               RESUME SCENE<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu allen)<br>                         Die gesamte Crew: Wegtreten!<br><br>               Die Crew folgt dem Befehl und verlässt den Raum. Dies<br>               möchte auch Beem, doch Caylon hält ihn zurück.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mr. Beem, einen Augenblick noch,<br>                         bitte.<br><br>               Beem bleibt stehn und dreht sich zum Captain um.<br><br>                                   BEEM<br>                             (neugierig)<br>                         Ja, Sir?<br><br>               Caylon wartet, bis die Crew die Messe verlassen hat, bevor<br>               er beginnt.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zögernd)<br>                         Jim, ihre Rede vorhin war--<br>                             (er sucht nach den<br>                              richtigen Worten)<br>                         --beispiellos.<br><br>                                   BEEM<br>                         Ich hoffe doch im positiven<br>                         Sinne.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das war sie.<br>                             (beat)<br>                         Mal abgesehen von Ihrem letzten<br>                         Satz.<br><br>               Beem denkt kurz nach.<br><br>                                   BEEM<br>                         Sie meinen, als ich Rache<br>                         geschworen habe.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genau den.<br>                             (long beat)<br>                         Ich hoffe, das war nur so ein<br>                         Satz. - Dahin gesagt, ohne groß<br>                         darüber nachgedacht zu haben.<br><br>                                   BEEM<br>                             (ernst)<br>                         Ich denke immer, bevor ich<br>                         spreche, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Trotzdem möchte ich Sie bitten,<br>                         jetzt noch einmal über diesen<br>                         Satz nachzudenken, Lieutenant.<br><br>               Beem tut es.<br><br>                                   BEEM<br>                             (überzeugt, nickend)<br>                         Ich würde es jederzeit wieder so<br>                         formulieren, Sir.<br><br>               Caylon wendet sich kurz von ihm ab, um einmal zu den<br>               Fenstern zu gehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie werden sich also an den<br>                         Romulanern rächen?<br><br>                                   BEEM<br>                         Wenn sich mir die Gelegenheit<br>                         bietet.<br><br>               Der Captain kommt nun zu seinem Waffenoffizier zurück.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wie sehe diese "Gelegenheit"<br>                         Ihrer Meinung nach aus?<br><br>                                   BEEM<br>                             (ohne zu zögern)<br>                         Nun, das wird sich zeigen,<br>                         Captain.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vielleicht in einer<br>                         Kampfsituation?<br><br>                                   BEEM<br>                         Vielleicht, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (beat)<br>                         Habe ich Ihr Wort, Lieutenant,<br>                         dass Sie das Schiff keiner<br>                         unnötigen Gefahr aussetzen<br>                         werden, nur um Ihren Rachedurst<br>                         zu stillen?<br><br>                                   BEEM<br>                             (zögernd, dann<br>                              überzeugt)<br>                         Das haben Sie, Captain.<br><br>               Caylon nickt erneut.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aber wenn die Chance besteht ein<br>                         Schiff dieser Bastarde gefahrlos<br>                         in die ewigen Jagdgründe zu<br>                         befördern... ich werde den<br>                         verdammten Knopf drücken.<br><br>               Caylon sieht ihn mit ernster Miene an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie wissen, dass ich Sie so<br>                         unmöglich wieder an Ihren Posten<br>                         zurück lassen kann, Lieutenant.<br>                             (beat)<br>                         Daher frage ich Sie nochmal: Was<br>                         tun Sie, wenn Sie die Chance<br>                         haben ein Romulaner-Schiff zu<br>                         vernichten?<br><br>                                   BEEM<br>                             (beharrend)<br>                         Ich drücke den Knopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng)<br>                         Nein! - Sie werden meinen Befehl<br>                         abwarten, verstanden!?<br><br>               Beem zögert.<br><br>                                   BEEM<br>                             (beat)<br>                         War das als Befehl zu verstehen,<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (streng, fast schon<br>                              wütend)<br>                         Davon können Sie ausgehen,<br>                         Lieutenant. - Also: Was tun Sie,<br>                         wenn Sie die Möglichkeit haben,<br>                         ein Schiff der Romulaner zu<br>                         vernichten, Soldat?<br><br>                                   BEEM<br>                             (widerstrebend)<br>                         Ich warte auf Ihren Befehl, um<br>                         diesen zu befolgen, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr gut, Lieutenant.<br>                             (beat)<br>                         Wegtreten.<br><br>               Beem macht kehrt und geht schnurstracks auf die Tür zu.<br>               Bevor er den Raum jedoch verlässt, hält Caylon ihn nochmals<br>               auf:<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Lieutenant?<br><br>               Beem stoppt, sieht sich aber nicht zu seinem Kommandanten<br>               um.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Es tut mir aufrichtig Leid um<br>                         Ihre Crew... Und ich verstehe<br>                         Ihren Schmerz.<br>                             (beat)<br>                         Aber Sie dürfen nicht zulassen,<br>                         dass er Kontrolle über Sie<br>                         erlangt.<br><br>               Beem nickt.<br><br>                                   BEEM<br>                             (leise)<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das wäre dann soweit alles,<br>                         Lieutenant.<br><br>               Beem verlässt die Crewmesse und Caylon bleibt allein<br>               zurück.<br><br>               AUF Caylon...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Müller kommt herein, Tränen laufen ihr Gesicht herunter,<br>               sie schluchzt.<br><br>               Die Chefingenieurin geht geradewegs auf ihr Bett zu und<br>               lässt sich in diesen hineinfallen. Dort beginnt sie laut<br>               loszuweinen.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               INT. EXPLORER - MASCHINENRAUM - FLASHBACK<br><br>               Wir befinden uns auf dem Raumschiff Explorer, NX-02, dem<br>               ersten Raumschiff der Explorer-Klasse.<br><br>               Der Maschinenraum ist mit Rauch gefüllt, überall sind<br>               kleinere Feuer ausgebrochen.<br><br>               Taktischer Alarm herrscht an Bord.<br><br>               Ein INGENIEUR steht an den Warpkernkontrollen. Hände und<br>               Gesicht sind mit Strahlungsverletzungen übersäht.<br><br>                                   INGENIEUR<br>                             (ins Interkom)<br>                         Ich kann das Leck nicht<br>                         versiegeln, Commander... Die<br>                         Strahlung--<br><br>               Mitten im Satz bricht der Ingenieur zusammen.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                             (besorgt)<br>                         Reg? - Reg, verdammt, melden Sie<br>                         sich!!!<br><br>               INT. EXPLORER - KORRIDOR - FLASHBACK<br><br>               Müller (in stark lädierter Uniform und noch im Rang eines<br>               Lieutenant Commanders) läuft den Korridor, dessen<br>               Beleuchtung nur noch unregelmäßig flackert entlang.<br><br>               Sie rennt um eine Ecke und erreicht nun die Tür zum<br>               Maschinenraum, neben der sich ein Computerterminal<br>               befindet. Wir hören ihren Herzschlag.<br><br>               Schnell gibt sie eine Befehle in die Tastatur ein und<br>               scannt das Innere des Maschinenraums.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (zu sich)<br>                         Tetha-Strahlung, na toll!<br><br>               Sie schaltet das Terminal ab und öffnet...<br><br>               INT. EXPLORER - MASCHINENRAUM - FLASHBACK - FOLGEND<br><br>               ...die Tür zum Maschinenraum und tritt herein. Sofort<br>               machen ihr Rauch und Hitze zu schaffen und fast sofort<br>               machen sich auch die Auswirkungen der Strahlung bemerkbar:<br>               Kopfschmerzen. Doch diese muss sie ignorieren, wenn sie das<br>               Schiff retten und überleben will.<br><br>               Sie macht sich sofort auf zum Warpkern, an dessen Konsole<br>               der Ingenieur zusammengebrochen ist. Sie kniet neben Reg<br>               (wie wir ja mittlerweile erfahren haben heißt er so) nieder<br>               und fühlt seinen Puls: Nichts.<br><br>               Ein plötzlicher, stechender Schmerz in ihrem Kopf lässt sie<br>               zu Boden fallen. Da sie aber sowieso kniete, fällt sie<br>               nicht allzu tief.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (stöhnt auf)<br>                         Aahh!<br><br>               Sie greift sich an ihre Schläfen, wo nun erste kleinere<br>               Strahlungsverbrennungen zu erkennen sind.<br><br>               Sie rappelt sich mit aller Kraft wieder auf und stellt sich<br>               an die Konsole. Sie gibt eine Reihe von Befehlen ein und<br>               erhält auf einem Schirm eine Reihe von Daten.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (alles andere, als<br>                              erfreut)<br>                         Na toll!<br><br>               Sie läuft zu einer weiteren Konsole. Auf dem Weg dahin<br>               kommt sie an einer Gasleitung vorbei, die in diesem<br>               Augenblick platzt. Heißes Gas strömt daraus hervor und<br>               schleudert Müller - schreiend vor Schmerzen - anderthalb<br>               Meter durch die Luft.<br><br>               Schwer verletzt kriecht sie weiter zu der Konsole, zu der<br>               sie wollte und zieht sich mit letzter Kraft an ihr hoch.<br><br>               Sie aktiviert sie und drückt mit letzter Kraft einige<br>               Tasten. Der Warpkern wird deaktiviert, das Gas hört auf zu<br>               strömen.<br><br>               Müller bricht auf dem Boden zusammen. Sie hat schwere<br>               Brandwunden am ganzen Körper, sowohl von der Strahlung, als<br>               auch von dem heißen Gas, das sie getroffen hat. - Mit<br>               allerletzter Kraft greift sie in ihre Tasche und holt ihren<br>               Kommunikator hervor und öffnet ihn.<br><br>               Sie betet, dass die Strahlung, die den Raum immer noch<br>               füllt, das Signal nicht zu stark stört, um um Hilfe zu<br>               rufen.<br><br>                                   MÜLLER (CONT'D)<br>                             (schwach; kaum noch bei<br>                              Bewusstsein)<br>                         Müller an Krankenstation...<br>                         Medizinischer Notfall im<br>                         Maschinenr--<br><br>               Da verliert sie das Bewusstsein...<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               INT. EXPLORER - MASCHINENRAUM - FLASHBACK - MOMENTS LATER<br><br>               Ein medizinisches Team steht um die bewusstlose Müller<br>               herum, heben Sie auf eine Trage.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               INT. EXPLORER - KORRIDOR - FLASHBACK - MOMENTS LATER<br><br>               Das Medizinerteam trägt Müller auf der Trage im Eilschritt<br>               durch die Korridore der Explorer.<br><br>               Das Licht flackert noch immer unregelmäßig, doch nicht mehr<br>               so schlimm, wie als Müller durch die Korridore eilte.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               INT. EXPLORER - KRANKENSTATION - FLASHBACK<br><br>               Müller liegt auf einem der Betten, ihre Verbrennungen sind<br>               bis auf ein paar hässliche Narben verschwunden.<br><br>               Sie öffnet nun ihre Augen und ein ARZT beugt sich über sie<br>               herüber.<br><br>                                   ARZT<br>                             (lächelnd)<br>                         Willkommen zurück.<br><br>                                                        FLASH CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - MÜLLER'S QUARTIER<br><br>               Wie zuvor. - Müller liegt noch immer weinend auf ihrem<br>               Bett.<br><br>               AUF Müller...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT III<br>                                      AKT IV<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die Antares und die Enterprise befinden sich auch noch<br>               weiterhin bei den Koordinaten des Trümmerfeldes. Die beiden<br>               Schiffe haben aneinander angedockt.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Müller und Tucker gehen ihn entlang.<br><br>                                   TUCKER<br>                         Und vergessen Sie nicht, wenn Sie<br>                         irgendwelche Probleme bei der<br>                         Kalibrierung der Harmonik haben<br>                         sollten...<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (führt Tucker's Satz<br>                              grinsend fort)<br>                         ...dann weiß ich, wo ich Sie<br>                         finden kann, Trip.<br>                             (beat)<br>                         Aber ich denke, ich schaffe das<br>                         schon. Trotzdem danke für das<br>                         Angebot.<br><br>                                   TUCKER<br>                         Hey, es geht hier schließlich um<br>                         einen Schutz vor den Romulanern.<br>                             (beat)<br>                         Und mit etwas Glück auch gegen<br>                         andere Partikel- und<br>                         Antimateriewaffen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Hoffen wir es.<br><br>               Die beiden erreichen nun eine Luftschleuse und Müller<br>               öffnet sie.<br><br>                                   TUCKER<br>                             (gespielt förmlich)<br>                         Bitte um Erlaubnis von Bord gehen<br>                         zu dürfen.<br><br>               Müller nickt.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (gespielt ernst)<br>                         Erteilt, Commander.<br><br>               Die beiden geben sich die Hand und Trip kehrt durch die<br>               Luftschleuse zurück auf die Enterprise.<br><br>               Müller schließt die Schleuse.<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Wir sehen ins schwarze, dann plötzlich öffnet sich wie ein<br>               Tor der Sternenhimmel und die Kamera entfernt sich von den<br>               Andockschleusen der beiden Schiffe. Die Andockklemmen<br>               zwischen der Enterprise und der Antares werden gelöst und<br>               beide Schiffe ziehen ihre Luftschleusen ein. - Von einaner<br>               getrennt machen sich die beiden Schiffe nun auf den Weg.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - MOMENTS LATER<br><br>               Die Brückenoffiziere (Caylon, Mestral, Beem, Tschernovsky<br>               und Torlan) sind an ihren Stationen. NDs sind vereinzelt an<br>               weiteren Konsolen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Abtrennungssequenz abgeschlossen,<br>                         Sir.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben's gehört, Mr.<br>                         Tschernovsky. Setzen Sie Kurs auf<br>                         die Erde. Warp 4,5.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye, Captain.<br><br>               Er gibt den Kurs und die Geschwindigkeit in die<br>               Steuerkonsole ein.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Kurs gesetzt, warte auf Ihren<br>                         Befehl!<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT. ROMULAN BIRD OF STEALTH - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Auf dem Schirm sind weiterhin die Antares und die<br>               Enterprise zu sehen.<br><br>                                   SUB-LIEUTENANT<br>                         Commander, beide Schiffe bereiten<br>                         sich darauf vor, auf<br>                         Warpgeschwindigkeit zu<br>                         beschleunigen.<br><br>                                   ROMOR<br>                         Sagen Sie unseren Piloten, sie<br>                         sollen sich beeilen.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ROMULAN BIRD OF STEALTH - SHUTTLEHANGAR - FOLGEND<br><br>               Romulanische Soldaten stürmen in zwei Shuttleschiffe.<br><br>               Vor den Hangarschleusen wird ein Kraftfeld errichtet,<br>               welches die Atmosphäre im Hangar aufrechterhalten soll,<br>               wenn die Schleusen geöffnet werden, was in diesem<br>               Augenblick geschieht.<br><br>               Durch die sich nun öffnenden Schleusen können wir die<br>               Antares und die Enterprise SEHEN.<br><br>               Die zwei Shuttles heben nun vom Hangarboden ab und<br>               aktivieren eine Tarnvorrichtung, so dass wir sie nicht<br>               länger sehen können.<br><br>               An zwei Stellen blitzt nun das Schleusenkraftfeld auf und<br>               für den Bruchteil einer Sekunde werden an diesen Stellen<br>               die Shuttles sichtbar.<br><br>               Die Hangarschleusen werden wieder geschlossen.<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Die beiden Romulaner-Shuttles sind getarnt, doch - damit<br>               der Zuschauer erkennen kann, was sie tun - zeigen wir sie<br>               transparent, ihre Oberfläche wabert wellenartig.<br><br>               Die beiden Shuttles fliegen auf die Sternenflottenschiffe<br>               zu. Eines auf die Antares, das andere auf die Enterprise.<br><br>               EINSTELLUNG: DIE ENTERPRISE<br><br>               Wir sehen nur die Oberfläche der Enterprise, der Großteil<br>               des Bildschirms ist von schwarzem All gefüllt. Dann folgt<br>               die Kamera einem für den Zuschauer imaginären Objekt, wir<br>               hören nur Geräusche eines Antriebes. Das erste<br>               Romulanershuttle erreicht nun die Enterprise und klammert<br>               sich - weiterhin getarnt - an der Backbord-Oberseite der<br>               Untertassensektion fest, was wir in dem Moment sehen<br>               können, in dem die Andockhaken die Hülle berühren.<br><br>               EINSTELLUNG: DIE ANTARES<br><br>               Das zweite Romulanershuttle - ebenfalls noch immer getarnt -<br>               fliegt auf den Zigarrenrumpf der Antares zu und dockt dort<br>               an der Außenhülle an. Wir sehen es die ganze Zeit über.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Die Enterprise meldet<br>                         Bereitschaft, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mr. Tschernovsky, walten Sie<br>                         Ihres Amtes.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Mit dem größten vergnügen,<br>                         Captain.<br><br>               Er betätigt einige Knöpfe und Regler an seiner<br>               Steuerkonsole und...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               ...die Antares beschleunigt auf Warpgeschwindigkeit, wenige<br>               Augenblicke danach auch die Enterprise.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM<br><br>               Antares und Enterprise fliegen mit Warpgeschwindigkeit.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Computerlogbuch der Antares, 03.<br>                         März 2156. Seit nunmehr drei<br>                         Tagen sind wir wieder auf dem<br>                         Rückflug zur Erde. - Commander<br>                         Müller hat mir unterdessen<br>                         mitgeteilt, dass die Arbeiten an<br>                         der Schildvorrichtung nur langsam<br>                         voran gehen.<br><br>               INT. ENTERPRISE - BRÜCKE<br><br>               Archer, Tucker, T'Pol, REED, SATO und MAYWEATHER an ihren<br>               Stationen.<br><br>               An Reed's Konsole gibt es einen Alarm, auf den sowohl er,<br>               als auch Archer aufmerksam werden.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Was ist los?<br><br>               Reed checkt seine Anzeigen.<br><br>                                   REED<br>                             (verwirrt, die Anzeigen<br>                              betrachtend)<br>                         Offenbar gab es gerade einen<br>                         plötzlichen Energieanstieg auf<br>                         dem D-Deck, Sektion 12a. -<br>                             (Archer anblickend)<br>                         Er dauerte nur zwei Sekunden,<br>                         dann ist er wieder verschwunden.<br><br>               Archer sieht zu Tucker, der schon dabei ist, die Anzeigen<br>               der technischen Station zu überprüfen.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Trip?<br><br>               Tucker prüft weiter die Anzeigen.<br><br>                                   TUCKER<br>                         Laut Computer gibt es keine<br>                         Fehlfunktionen in diesem Bereich.<br><br>               Archer denkt kurz nach.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Nimm dir trotzdem ein paar<br>                         Ingenieure und check' das.<br><br>               Tucker nickt.<br><br>                                   TUCKER<br>                         Aye, Captain.<br>                             (aktiviert das Interkom)<br>                         Tucker an Murphy und Cale, wir<br>                         treffen uns auf dem D-Deck,<br>                         Sektion 12a.<br><br>                                   MURPHY'S KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Sir.<br><br>               Tucker verlässt die Brücke im Turbolift.<br><br>               EXT. WELTRAUM - ENTERPRISE<br><br>               Während sie an der Kamera vorbeirauscht.<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR<br><br>               In grün-bläulichen Kampfanzügen (d.h. in einer Art Rüstung,<br>               die die Bewegungsfreiheit jedoch nicht einschränkt, und mit<br>               einem Helm mit von außen undurchsichtigen Visier) und mit<br>               Disruptorpistolen in der Hand, streifen drei Romulaner<br>               durch den Korridor.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         kjumnaih so'ul 'nhaith.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Hier entlang.<br><br>               Die drei schleichen vorsichtig - mit den Waffen im Anschlag<br>               - den Korridor entlang.<br><br>               PLÖTZLICH können wir Stimmen in ein wenig Entfernung HÖREN.<br>               Mit jedem Moment werden die Stimmen jedoch lauter.<br><br>                                   MURPHY (O.C.)<br>                         Ich frage mich, was jetzt wieder<br>                         los ist.<br><br>               Romulaner #1 hebt die Hand, um seinen Gefährten anzudeuten,<br>               stehen zu bleiben und sich ruhig zu verhalten.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                             (flüstert)<br>                         'trun vuit!<br>                             (Untertitel:)<br>                         Halt!<br><br>                                   CALE (O.C.)<br>                         Wahrscheinlich hat Porthos es<br>                         wieder einmal nicht bis zu seinem<br>                         Klo geschafft und er braucht<br>                         jemanden, um den Dreck<br>                         wegzuschaffen.<br><br>                                   MURPHY (O.C.)<br>                         Tja, wir müssen etwas verbrochen<br>                         haben.<br><br>                                   CALE (O.C.)<br>                         Ich hab dir ja gesagt, wir hätten<br>                         Tucker beim Kartenspielen<br>                         gewinnen lassen sollen, aber--<br><br>               Die beiden kommen nun um eine Ecke und stehen den<br>               Romulanern in ihren Kampfanzügen direkt gegenüber. Die<br>               beiden bleiben entsetzt stehen.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                             (zu seinen Leuten)<br>                         na'hal!<br><br>               An dieser Stellen sparen wir uns einmal einen Untertitel,<br>               denn es wird nun recht deutlich, was er gesagt hat.<br><br>               Die beiden anderen Romulaner heben ihre Disruptorpistolen<br>               und feuern auf Cale und Murphy. Augenblicklich werden die<br>               beiden aufgelöst.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ENTERPRISE - BRÜCKE<br><br>               Archer, Reed, T'Pol, Sato und Mayweather.<br><br>               Ein Alarm an der Taktik.<br><br>                                   REED<br>                         Soeben gab es zwei weitere<br>                         Energieentladungen auf dem D<br>                         Deck, Sektion 12a. Diesmal<br>                         bedeutend stärker.<br>                             (beat; beunruhigt, ein<br>                              wenig aufgeregt)<br>                         Sir, es sieht wie Waffenfeuer<br>                         aus!<br><br>               Archer aktiviert sofort das Interkom.<br><br>                                   ARCHER<br>                             (unruhig)<br>                         Trip, bleibt wo du bist, geh auf<br>                         keinen Fall allein auf's D-Deck!<br><br>                                   TUCKER'S KOMM-STIMME<br>                             (verwirrt)<br>                         Verstanden, John. - Was ist los?<br><br>                                   ARCHER<br>                         Später. -<br>                             (zu Reed)<br>                         Riegeln Sie das D-Deck ab! -<br>                         Schließen Sie sämtliche Schotts<br>                         um die Sektionen 9 bis 15!<br><br>                                   REED<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Reed macht sich sofort an die Arbeit. Offensichtlich ist er<br>               ganz in seinem Element.<br><br>                                   REED (CONT'D)<br>                             (ins Interkom)<br>                         Sicherheit zum D-Deck!<br><br>               Nun steht auch Reed von seiner Konsole auf.<br><br>                                   REED (CONT'D)<br>                             (zu Archer)<br>                         Bitte um Erlaubnis, mich dem<br>                         Sicherheitsteam anschließen zu<br>                         dürfen, Sir.<br><br>               Archer nickt.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Erlaubnis erteilt.<br><br>               Reed verlässt die Brücke, T'Pol übernimmt die Taktik.<br><br>                                   ARCHER (CONT'D)<br>                             (zu T'Pol)<br>                         Geben Sie zur Vorsicht taktischen<br>                         Alarm und--<br>                             (zu Sato)<br>                         -- informieren Sie die Antares!<br><br>                                   T'POL<br>                         Aye, Captain.<br><br>                                   SATO<br>                         Ja, Sir.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p><br>               INT. ENTERPRISE - WAFFENDECK (TA)<br><br>               Reed kommt hereingestürmt und rennt sofort zum<br>               Waffenschrank. Er holt sich eine Phasenpistole heraus und<br>               klemmt diese an seinen Gürtel. Dann greift er zu einem EM<br>               Gewehr. - Damit ausgerüstet stürmt er wieder heraus.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ENTERPRISE - TURBOLIFT (TA)<br><br>               Reed befindet sich - bewaffnet bis unter die Zähne - hier.<br>               Der Lift stoppt auf dem D-Deck und er tritt heraus.<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR - FOLGEND (TA)<br><br>               Hier warten schon drei Sicherheitsoffiziere (welche<br>               allerdings nur mit Phasenpistolen bewaffnet sind) auf ihn.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR, SEKTION 12A (TA)<br><br>               Die drei Romulaner in ihren Kampfanzügen sind immer noch<br>               hier. Sie erreichen nun eines der verschlossenen Schotts.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         afurr. - hyaa-aife<br>                             (Untertitel:)<br>                         Verschlossen. - Disruptoren.<br><br>               Er hebt seinen Disruptor und die anderen tun es ihm gleich.<br>               Doch bevor sie feuern, öffnet sich das Schott freiwillig.<br><br>               Reed und die drei Sicherheitsoffiziere kommen herein.<br><br>                                   ROMULANER #1 (CONT'D)<br>                         taortuu di'ivur!<br><br>                                   REED<br>                         Feuer!<br><br>               Ein kurzes Feuergefecht beginnt. Die<br>               Sternenflottenoffiziere feuern mit ihren Phasenpistolen auf<br>               die Romulaner, deren Kampfanzüge die Energie absorbieren.<br><br>               Die Romulaner feuern nun ihrerseits zurück und töten zwei<br>               der drei Sicherheitsoffiziere.<br><br>                                   REED (CONT'D)<br>                         Rückzug!<br><br>               Reed und der verbliebene Sicherheitsoffizier laufen zurück,<br>               die Romulaner folgen ihnen.<br><br>               Reed feuert sein EM-Gewehr ab und tötet damit einen der<br>               Romulaner, dann kann Reed gerade so noch einem<br>               Disruptorstoß ausweichen, der die Wand neben ihm streift<br>               und dann schließlich in eine Lampe hinter ihm rast. Sofort<br>               wird es dunkler im Korridor, eine gespenstische und<br>               zugleich spannende Situation entsteht.<br><br>               Der Brite schmeißt sich zu Boden, richtet sich dabei neu<br>               aus und feuert sein Gewehr auf die Korridorwand ab, von der<br>               er weiß, dass hinter ihr eine Leitung verläuft.<br><br>               Die Leitung explodiert und schleudert die zwei Romulaner<br>               ein Stück durch die Luft. Dank ihrer Kampfanzüge erleiden<br>               sie jedoch keine Verletzungen. Nur das Visir des einen<br>               Romulaners weist einen Riss auf, man kann aber<br>               nichtsdestotrotz nicht das Antlitz des Fremden erkennen.<br><br>               Reed rappelt sich auf und eilt zur nächsten Sektion des<br>               Decks, wo er das Sicherheitsschott schließt, sofort nachdem<br>               er und der Sicherheitsoffizier hindurchgehuscht sind.<br><br>                                   REED (CONT'D)<br>                             (zum<br>                              Sicherheitsoffizier)<br>                         Ich schätze, wir sollten uns<br>                         Verstärkung holen! - Sie bleiben<br>                         hier und bewachen das Schott, ich<br>                         werde schnell die Teams<br>                         einweisen!<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Reed eilt zurück zum Turbolift.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR, SEKTION 12A (TA)<br><br>               Die beiden noch lebenden Romulaner stehen benommen vom<br>               Boden auf und gehen in Richtung des Sicherheitsschotts,<br>               welches Reed soeben geschlossen hat.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         ar'va mnahe hevam!<br>                             (Untertitel:)<br>                         Ich hasse Menschen!<br><br>               Er hebt seinen Disruptor und bedeutet seinem Gefährten,<br>               dies ebenfalls zu tun. Sie richten ihre Waffen auf das<br>               Schott.<br><br>                                   ROMULANER #1 (CONT'D)<br>                         ie'yyak na'hal!<br><br>               Die beiden feuern mehrere Disruptorstöße auf das Schott ab.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR (TA)<br><br>               Wir befinden uns wieder auf der anderen Seite des Schotts.<br>               Wir und der Sicherheitsoffizier HÖREN, dass die Romulaner<br>               das Sicherheitsschott offenbar unter Feuer genommen haben.<br><br>               Sicherheitsoffizier #1 greift in seine Ärmeltasche und holt<br>               seinen Kommunikator hervor.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #1<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Crewman Lang an Lt. Reed. - Ich<br>                         glaube die Romulaner versuchen<br>                         sich durch das Schott zu<br>                         schießen.<br><br>                                   REED'S KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Lang. Wir sind gleich<br>                         bei Ihnen.<br><br>                                   LANG<br>                         Verstanden.<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR, SEKTION 12A (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               Die beiden Romulaner stellen nun das Feuer ein. Sie senken<br>               ihre Disruptoren.<br><br>                                   ROMULANER #1<br>                         aehhen khru.<br><br>               Der andere Romulaner nickt. Er berührt eine Taste an seinem<br>               Kampfanzug und löst sich in einem Transporterstrahl auf.<br><br>               Romulaner #1 berührt seinerseits nun eine Taste an seinem<br>               Anzug und...<br><br>               INT. ENTERPRISE - D-DECK-KORRIDOR (TA)<br><br>               Wir sind wieder jenseits des Sicherheitsschotts.<br><br>               ...das Sicherheitsschott wird von einer gewaltigen<br>               Explosion aus den Rahmen gerissen und begräbt Lang unter<br>               sich. Eine Feuerwalze breitet sich im Korridor aus, das<br>               schiff erbebt fürchterlich.<br><br>               INT. ROMULANER-SHUTTLE<br><br>               Romulaner #2 hat sich hier materialisiert und sitzt nun an<br>               der Steuerkonsole. Er lädt den Antrieb des Shuttles hoch<br>               und...<br><br>               EXT. WELTRAUM - ENTERPRISE<br><br>               ...die Tarnvorrichtung des Shuttles versagt und wenige<br>               Sekundenbruchteile später platzt es in einer gewaltigen<br>               Explosion auseinander und reißt einen Teil der Außenhülle<br>               der Enterprise mit sich ins Verderben!!!<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT V<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Alle Brückenoffiziere befinden sich an ihren Stationen.<br><br>               Auf dem Bildschirm können wir die Explosion an der<br>               Außenhülle der Enterprise SEHEN.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Die Enterprise verliert ihren<br>                         Warpantrieb, Captain.<br><br>               EXT. WELTRAUM - FOLGEND<br><br>               Und nun sehen wir es passieren: Die Enterprise fällt aus<br>               dem Warp.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Runter auf Impuls. Bringen Sie<br>                         uns zur Enterprise.<br>                             (aktiviert das Interkom)<br>                         Caylon an Miller, bereiten Sie<br>                         die Krankenstation für Verwundete<br>                         vor.<br><br>                                   MILLER'S KOMM-STIMME<br>                         Verstanden, Captain.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ins Interkom)<br>                         Brücke an Maschinenraum, halten<br>                         Sie ein Ingenieursteam für den<br>                         Notfalleinsatz auf der Enterprise<br>                         bereit.<br>                             (zu Beem)<br>                         Stellen Sie ein Sicherheitsteam<br>                         zusammen.<br><br>                                   BEEM<br>                         Aye, Sir.<br><br>                                   MÜLLER'S KOMM-STIMME<br>                         Sind schon unterwegs, Captain.<br><br>               Beem verlässt die Brücke im Turbolift.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               In einer extremen Nahaufnahme SEHEN WIR das getarnte (bzw.<br>               für uns nur transparente) zweite Romulanershuttle an der<br>               Außenhülle des Zigarrenrumpfes.<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR<br><br>               Hier wird alles für den Aufbruch bereit gemacht.<br><br>               Im Kontrollzentrum arbeiten zwei Offiziere. - Dort<br>               materialisieren nun im Transporterstrahl auch zwei<br>               Romulaner (Romulaner #3 und Romulaner #4), beide ebenfalls<br>               in den zuvor beschriebenen Kampfanzügen, und feuern<br>               sogleich auf die beiden Offiziere, welche sich auflösen und<br>               somit sterben.<br><br>               In diesem Augenblick öffnen sich Zischend die Zugangstüren<br>               (denen die beiden Romulaner den Rücken zugewandt haben) und<br>               Beem kommt herein. - Er bemerkt die beiden Romulaner und<br>               die Romulaner bemerken ihn.<br><br>               Geistesgegenwärtige springt der Sicherheitsoffizier durch<br>               die noch offenen Türen zurück... Jedenfalls versucht er es,<br>               denn einer der Romulaner feuert auf ihn und trifft ihn in<br>               seinem Bein.<br><br>               Beem schreit auf vor Schmerzen und fällt bewusstlos zu<br>               Boden.<br><br>                                   ROMULANER #4<br>                             (re: Beem)<br>                         Vah mnaeri mnean ihir sa'diam?<br>                             (Untertitel:)<br>                         Was sollen wir mit ihm machen?<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Mnean nnaen diam'le th'anaih.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Wir nehmen ihn gefangen.<br><br>               Romulaner #4 nickt und zieht Beem an dessen Füßen zurück in<br>               den Kontrollraum.<br><br>                                   ROMULANER #3 (CONT'D)<br>                         Catoena hwai hyaa-aifv ssiun<br>                         ehhaai!<br>                             (Untertitel:)<br>                         Stellen Sie Ihre Waffe auf<br>                         Betäubung!<br><br>               Romulaner #4 tut dies.<br><br>                                   ROMULANER #3 (CONT'D)<br>                         Pelaere mnei iy'tassiudh.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Bereiten Sie unser Shuttle vor.<br><br>               Wieder öffnen sich die Türen und Müller kommt herein, den<br>               Blick auf ein PADD gerichtet.<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (re: PADD)<br>                         Mr. Beem, ich hätte gern Ihre<br>                         Meinung zu--<br><br>               Die wird von einem Strahl aus Romulaner #4's Disruptor<br>               niedergestreckt. Zum Glück ist dieser - wie wir wissen -<br>               auf Betäubung gestellt.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Afvrr na itaerus!<br>                             (Untertitel:)<br>                         Versiegeln Sie die Türen.<br><br>                                   ROMULANER #4<br>                         Arhva ssaed hlmnae.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Ich werde es versuchen.<br><br>               Romulaner #4 macht sich an einer der Konsolen zu schaffen.<br>               Nach einer Weile HÖREN WIR, wie die Türschlösser<br>               zuschnappen.<br><br>                                   ROMULANER #4 (CONT'D)<br>                         Iyyhae.<br>                             (Untertitel:)<br>                         Erledigt.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Rhuissa.<br><br>               Langsam aber sicher kommt Beem wieder zu Bewusstsein.<br><br>               EINSTELLUNG: BEEM'S POV<br><br>               Leicht verschwommen können wir aus Beem's Blickwinkel die<br>               beiden Romulaner SEHEN.<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               Vorsichtig und leise greift Beem nach dem Kommunikator in<br>               seiner Ärmeltasche, nimmt ihn heraus und öffnet ihn.<br><br>                                   BEEM<br>                             (schnell)<br>                         Eindringlinge, Shuttle--<br><br>               Romulaner #4 betäubt ihn mit seinem Disruptor.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wie zuvor. Man hat gerade Beems Meldung gehört.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Taktischer Alarm!<br><br>               Der Alarm wird augenblicklich ausgelöst.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (ins Interkom)<br>                         Sicherheitsteams in den<br>                         Shuttlehangar!<br>                             (zu Mestral)<br>                         Mestral, Sie haben die Brücke!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Aye, Sir.<br><br>               Während Caylon die Brücke verlässt, steht Mestral von der<br>               Wissenschaftsstation auf und setzt sich in den Captain's<br>               Chair.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - MOMENTS LATER (TA)<br><br>               Mit einer Phasenpistole in der Hand kommt Caylon aus einem<br>               Turbolift und eilt den Korridor entlang in Richtung des<br>               Shuttlehangars, wo bereits ein Sicherheitsteam versammelt<br>               ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Bericht!<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Wer auch immer dort drin ist,<br>                         Captain, sie haben die Türen<br>                         versiegelt. Es wird etwas dauern,<br>                         bis wir die Sicherheitssperren<br>                         umgangen haben.<br><br>               Caylon schüttelt den Kopf.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir müssen davon ausgehen, dass<br>                         sie Lt. Beem gefangen halten, wir<br>                         haben keine Zeit für sowas.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Wir könnten die Tür sprengen und<br>                         die Eindringlinge so hoffentlich<br>                         überraschen.<br><br>               Caylon denkt nach. Ist das Risiko zu groß? Was ist, wenn es<br>               die Eindringlinge nicht überrascht, sondern sie dazu<br>               veranlasst, Beem zu töten. - Dass sich auch Müller in der<br>               Gewalt der Eindringlinge befindet, weiß er nicht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein.<br>                             (beat)<br>                         Ist es irgendwie möglich eine<br>                         Verbindung nach drinnen zu<br>                         bekommen?<br><br>               Sicherheitsoffizier #2 überlegt kurz.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Wir könnten versuchen Lt. Beem's<br>                         Kommunikator anzufunken.<br><br>               Caylon nickt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Versuchen wir es.<br><br>               Caylon holt seinen Kommunikator aus der Ärmeltasche.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Caylon an Torlan.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Ja, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich werde gleich versuchen mit<br>                         den Eindringlingen Kontakt<br>                         aufzunehmen. Ich bin mir nicht<br>                         sicher, um wen es sich dabei<br>                         handelt, halten Sie bitte den<br>                         Universal Translator bereit.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Verstanden.<br>                             (beat)<br>                         Bereit.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke. Stellen Sie mich bitte zu<br>                         Lt. Beem's Kommunikator durch.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                             (beat)<br>                         Erledigt. - Torlan Ende.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu sich)<br>                         Nun denn...<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Hier Spricht Captain Frederick<br>                         Caylon, ich bin der--<br><br>                                                        SMASH CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR/KONTROLLRAUM - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         --Kommandant dieses Schiffes.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Fvah's'aeu?<br><br>               Romulaner #4 kniet sich neben Beem nieder, neben dem noch<br>               dessen Kommunikator liegt. Er ergreift ihn.<br><br>                                   ROMULANER #4<br>                         Han'etrehh.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                         Pehai aeivha arhva.<br><br>               Romulaner #4 gibt Romulaner #3 den Kommunikator. Dieser<br>               öffnet ihn.<br><br>                                   ROMULANER #3 (CONT'D)<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Fvah?!<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>               Torlan (mit dem Ohrhörer im Ohr) sitzt an der Komm-Station<br>               und arbeitet fieberhaft am UT.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Romulaner!<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Können Sie mich verstehen?<br><br>                                   ROMULANER #3'S KOMM-STIMME<br>                         Ja.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Gut. - Mit wem spreche ich?<br><br>                                   ROMULANER #3'S KOMM-STIMME<br>                         Das braucht Sie nicht zu<br>                         interessieren.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR/KONTROLLRAUM - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Was wollen Sie?<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Wir wollen nur sichere Abreise.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Wenn Sie nur weg wollen, wieso<br>                         sind Sie dann überhaupt erst an<br>                         Bord gekommen.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                             (beat; in den<br>                              Kommunikator)<br>                         Um unseren Auftrag zu erfüllen.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Und der lautet?<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Das geht Sie nichts an.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Wenn es sich um mein Schiff<br>                         dreht, bin ich sehr wohl der<br>                         Meinung, dass es mich etwas<br>                         angeht.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Ich denke, Sie sind nicht in der<br>                         Lage, Bedingungen zu diktieren.<br>                         Wir haben zwei Ihrer<br>                         Crewmitglieder in unserer Gewalt.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Dann frage ich Sie jetzt noch<br>                         einmal: Was wollen Sie?<br><br>                                   ROMULANER #3'S KOMM-STIMME<br>                         Das wissen Sie.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Ich werde auf keinerlei<br>                         Bedingungen eingehen, bevor ich<br>                         nicht meine Crewmitglieder<br>                         gesehen habe.<br><br>                                   ROMULANER #3'S KOMM-STIMME<br>                         Sie gehen auf unsere Bedingungen<br>                         ein, oder Sie werden Ihre<br>                         Crewmitglieder niemals wieder<br>                         sehen.<br>                             (beat)<br>                         Unser Shuttle befindet sich nicht<br>                         weit von unserer Position.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beat; resignierend; in<br>                              den Kommunikator)<br>                         Wir werden Sie nicht aufhalten...<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR/KONTROLLRAUM - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   ROMULANER #3<br>                             (in den Kommunikator)<br>                         Eine weise Entscheidung, Captain.<br>                         - Wir werden schneller weg sein,<br>                         als sie es merken.<br><br>               Er schließt den Kommunikator und wirft ihn zu Boden. Dann<br>               zückt er seinen Disruptor und vernichtet das<br>               Kommunikationsgerät damit.<br><br>                                   ROMULANER #3 (CONT'D)<br>                             (zu Romulaner #4)<br>                         Munean haviua diiver sa'munevher.<br><br>               Romulaner #4 nickt.<br><br>                                   ROMULANER #3 (CONT'D)<br>                         Anhelae vectau!<br><br>               Erneut nickt Romulaner #4 und holt eine kleine Vorrichtung<br>               aus seinem Kampfanzug hervor. Diese heftet er an die<br>               Zugangstüren.<br><br>               Romulaner #3 drückt nun einen Knopf an seinem Anzug und er,<br>               Romulaner #4, Beem und Müller werden von einem<br>               Romulanischen Transporterstrahl erfasst und<br>               entmaterialisieren.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>               An der Taktik gibt es einen Alarm.<br><br>               Mestral steht von dem Captain's Chair auf und geht zu der<br>               Station, um sich anzuschauen, was los ist. Dann aktiviert<br>               er das Interkom.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ins Interkom)<br>                         Mestral an Captain Caylon.<br><br>                                   CAYLON'S KOMM-STIMME<br>                         Sprechen Sie.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, es hat soeben einen<br>                         Energieanstieg im Shuttlehangar<br>                         gegeben. Ich würde sagen, es<br>                         handelte sich um einen<br>                         Transporterstrahl.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - FOLGEND (TA)<br><br>               Wie zuvor.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (in seinen Kommunikator)<br>                         Verstanden.<br>                             (zu Sicherheitsoffizier<br>                              #2)<br>                         Okay, sprengen Sie die Tür. Wir<br>                         gehen rein!<br><br>               Sicherheitsoffizier #2 nickt und geht mit seinem Team in<br>               Stellung. Sie richten ihre EM-Gewehre auf die Tür aus und<br>               feuern.<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR - FOLGEND (TA)<br><br>               Die Eingangstür des Hangars explodiert und Caylon,<br>               Sicherheitsoffizier #2 und drei Sicherheits-NDs kommen mit<br>               gezogenen Waffen herein. Sie sichern das Deck.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Klar.<br><br>               Caylon stellt sich so, dass er einen Blick durch die<br>               Fenster des Kontrollraumes werfen kann.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (re: Kontrollraum)<br>                         Sieht leer aus.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Checken wir.<br><br>               Caylon und Sicherheitsoffizier #2 gehen zu der Leiter, die<br>               zum Kontrollraum führt. Sicherheitsoffizier #2 geht voran.<br><br>               Die drei NDs bleiben zurück.<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR/KONTROLLRAUM - FOLGEND<br><br>               Vorsichtig kommt Sicherheitsoffizier #2 herein. - Der Raum<br>               ist leer.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Leer.<br><br>               Nun kommt auch Caylon herein. Beide sehen sich um. - Caylon<br>               fällt das Objekt an der Tür als erstes auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (deutet)<br>                         Was ist das?<br><br>               Die beiden gehen näher an das kleine Objekt heran, auf dem<br>               nun grüne Schriftzeichen aufleuchten, die im<br>               Sekundenabstand wechseln.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                             (re: Schriftzeichen)<br>                         Sieht wie irgend eine Art von<br>                         Anzeige aus.<br><br>               Caylon nickt. Er holt seinen Scanner aus einer seiner<br>               Taschen und öffnet ihn. Er lässt einen kurzen Scan des<br>               Objekts laufen, dann verfinstert sich seine Miene.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Oh Mist!<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Was ist?<br><br>               Caylon deutet auf seinen Scanner.<br><br>               EINSTELLUNG: DER SCANNER<br><br>               Und nun können wir auch ERKENNEN, was er dort sieht: Auf<br>               dem Display ist die Anzeige des Romulanergerätes in unsere<br>               Schrift und Sprache übersetzt worden:<br><br>               "0:05"<br><br>               "0:04"<br><br>               "0:03"<br><br>               "0:02"<br><br>               RESUME SCENE<br><br>               AUF Caylon, der seine Augen weit geöffnet hat...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT V<br>                                      AKT VI<br><br>               SMASH CUT IN:<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR/KONTROLLRAUM - FOLGEND (TA)<br><br>               Wir sehen erneut die Bombe, zoomen ständig näher heran.<br><br>               "0:02"<br><br>               Dann ertönt leise Musik, die sich immer mehr steigert.<br><br>               "0:01"<br><br>               Alles verschwindet in einem riesigen Feuerball aus grüner<br>               und orangefarbener Energie.<br><br>               INT. ANTARES - TRANSPORTERSEKTION - FOGLEND (TA)<br><br>               Wir sehen, wie drei Offiziere langsam materialisieren:<br>               Caylon, Sicherheitsoffizier #2 und ein weiterer Offizier.<br>               Währenddessen wird das ganze Schiff durchgeschüttelt, die<br>               Lichter im Transporter schwanken...<br><br>               Nach etwa zehn Sekunden sind die Offiziere vollständig<br>               rematerialisiert.<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                             (verwirrt)<br>                         Aaaah!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (starrt nur vor sich<br>                              hin)<br>                         Was war das?<br><br>               Mestral steht hinter einer Konsole, mit der man den<br>               Transporter bedient.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Knapp! Wir haben zwei verloren...<br><br>               Plötzlich kippt der dritte Offizier hinter<br>               Sicherheitsoffizier #2 und dem Captain um.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schockiert)<br>                         Und gerade wohl einen dritten!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (am Interkom)<br>                         Medizinischer Notfall in der<br>                         Transportersektion! Bitte kommen<br>                         sie schnell!<br><br>               Die drei Personen - Caylon, Mestral und der<br>               Sicherheitsoffizier - knien neben dem gestürzten Offizier<br>               nieder.<br>               Caylon fühlt den Puls, schüttelt aber angewidert den Kopf.<br>               Wir sehen den Kopf des Offiziers und können deutlich sein<br>               entstelltes Gesicht erkennen, ein Arm ist verkümmert: Der<br>               Transport ist fehlgeschlagen. Das wird besonders deutlich,<br>               als einige Blutspritzer die Transporterwand treffen und<br>               eine Blutlache sich um den verstorbenen Offizier sammelt.<br><br>               Caylon geht zum Interkom.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Captain an Krankenstation: Kommen<br>                         Sie nicht zum Transporter... Es<br>                         ist zu spät.<br><br>                                   MILLER<br>                             (hektisch)<br>                         Hier Doktor Miller... Verstanden,<br>                         wir haben genug zu tun!<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Torlan an Sir... Captain! Kommen<br>                         Sie schnell auf die Brücke! Sie<br>                         werden benötigt!<br><br>               Caylon hält inne. Man sieht im seine Trauer an. Drei seiner<br>               Offiziere sind soeben verstorben, wenn nicht noch mehr<br>               schwer verletzt. Und Beem wurde als Geisel genommen...<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (näherkommend)<br>                         Es scheint so, dass einige<br>                         Metallsplitter den Transport<br>                         gestört haben. Alles ist<br>                         durcheinandergeraten durch ihre<br>                         magnetische...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Danke... Kommen Sie, wir gehen<br>                         auf die Brücke.<br><br>                             (zum Sicherheitsoffizier<br>                              #2 gerichtet)<br>                         Lassen Sie ihn hier liegen...<br>                         oder... tun Sie, was Sie für<br>                         richtig halten...<br><br>                                   SICHERHEITSOFFIZIER #2<br>                         Dieser Mann war mein Freund...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (bedrückt)<br>                         Ja... Ich werde ihn...<br><br>               Er hält inne und geht.</p><br><p><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - SPÄTER (TA)<br><br>               Caylon und Mestral kommen aus dem Turbolift.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (leise)<br>                         Was gibt's?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (aggressiv)<br>                         Soll das ein Witz sein? Ich nehme<br>                         an, Sie haben gemerkt, was gerade<br>                         passiert ist!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verärgert, laut)<br>                         Ja, das habe ich! Hautnah!<br><br>                                   TORLAN<br>                             (eingeschnappt)<br>                         Entschuldigung... Captain Archer<br>                         von der Enterprise ruft uns.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich empfange den Ruf in meinem<br>                         Raum!<br><br>               Er verlässt die Brücke.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - DANACH (TA)<br><br>               Caylon setzt sich an seinen eleganten Schreibtisch und auf<br>               dem Flachbildschirm erscheint nach dem Berühren eines<br>               Knopfes das Bild von Captain Archer.<br><br><br>               Die Stirn des Enterprise-Captains ziert eine lange Wunde,<br>               die man trotz des verrauschten Bildes erkennen kann.<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Frederick, wir haben ein Problem!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich stimme zu! Es ist sogar mehr<br>                         als eins! Was ist genau passiert?<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Die haben ihr Schiff, das sie an<br>                         unserer Außenhülle angedockt<br>                         hatten, in die Luft gesprengt!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kommt mir bekannt vor! Bei uns<br>                         war es eine Bombe! Und Lieutenant<br>                         Beem und mein Chefingenieur<br>                         wurden als Geisel mitgenommen! -<br>                         Wir müssen das Schiff entdecken,<br>                         von dem die Shuttles kamen!<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Als Geisel? Verdammt!<br><br>                             (beat)<br>                         Konnten sie fliehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zuckt beunruhigt die<br>                              Achseln)<br>                         Ich weiß es nicht, aber es ist zu<br>                         vermuten... Veni, vidi, victi!<br>                         Ironisch, nicht wahr? Wie bei den<br>                         alten Römern siegen diese<br>                         Romulaner!<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Ich würde es nicht als Sieg<br>                         bezeichnen. Ich kann mir nämlich<br>                         kaum vorstellen, dass ihr Auftrag<br>                         vorsah, Amok zu laufen! Sie<br>                         hatten etwas vor - und wir haben<br>                         sie dabei gestört...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nur was?<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Wenn Sie mich fragen, dann wird<br>                         es Zeit, dass wir etwas mehr über<br>                         die Romulaner erfahren! Wir<br>                         wissen weder, wie sie aussehen,<br>                         noch können wir ihre Sprache<br>                         sprechen! Sie könnten wie<br>                         Elefanten aussehen - und wir<br>                         würden es nicht wissen! Sie sind<br>                         wie ein imaginärer Feind...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Aber ziemlich real... Ich habe da<br>                         ein ungutes Gefühl... als ob die<br>                         uns aus einem bestimmten Grund<br>                         auf den Fersen sind.<br>                             (nachdenklich)<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                             (ernst)<br>                         Ich... habe da eine<br>                         Befürchtung... Ich werde<br>                         versuchen... gewisse Quellen<br>                         anzuzapfen, wenn wir wieder auf<br>                         Warp gehen können!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir schicken ein Reparaturteam,<br>                         um euch zu helfen.<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Gut, wir können es gebrauchen!<br>                         Immerhin ist unser Schiff älter!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelt)<br>                         Ja, ganze fünf Jahre!<br><br>               Ein kleines Fenster erscheint am linken, oberen<br>               Bildschirmrand. Es ist Torlan auf der Brücke.<br><br>                                   TORLAN (ON SCREEN)<br>                         Torlan an Captain. Könnten Sie...<br>                         bitte auf die Brücke kommen?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Selbstverständlich. -<br>                             (beendet das kleine<br>                              Fenster)<br>                         Machen Sie's gut, John! Wir<br>                         sprechen uns noch, nehme ich an?<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Ja, ich denke schon! Archer,<br>                         Ende!<br><br>               Caylon deaktiviert den Bildschirm und geht zur Tür.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE - SEKUNDEN SPÄTER (TA)<br><br>               Wir sehen wie durch Caylons Augen, wie er die Brücke<br>               betritt. Einige Offiziere führen Reparaturen an Konsolen<br>               und Lampen durch.<br><br>               Nun wechselt die Ansicht, die Kamera befindet sich neben<br>               Torlan.<br><br>                                   CAYLON (O.C.)<br>                         Was ist passiert?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Fragen Sie unseren Hightech<br>                         Computer!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Bitte?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ich nehme an, er meint mich!<br><br><br>               Caylon nickt und nähert sich seinem zu einem Achtel<br>               Vulkanischen Sicherheitsoffizier.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         Es sind gute Nachrichten.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sarkastisch)<br>                         Erinnern Sie mich daran einen<br>                         Strich im Kalender zu machen!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (lächelt)<br>                         Ich werd' dran denken! - Also,<br>                         folgendes: Ich dachte mir, es<br>                         wäre ganz praktisch zu wissen, wo<br>                         dieses Shuttle hin ist, oder, ob<br>                         es überhaupt ein Shuttle gab.<br><br>               Torlan, Tschernovsky und die gerade hereinkommende Miller<br>               kommen näher.<br><br>                                   MILLER (O.C.)<br>                         Puh... Alle gesund oder<br>                         verarztet?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Mein linker Fühler ist... ein<br>                         wenig... taub. Ich ver...<br>                             (sucht ein anderes Wort)<br>                         ... stehe, dass Sie beschäftigt<br>                         sind, aber...<br><br>                                   MILLER<br><br>                             (angekommen, beugt sich<br>                              über Mestrals Konsole)<br>                         Keine Sorge... Ich werde mich<br>                         nachher darum kümmern.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Danke!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Nun, was ist los?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (fühlt sich eingeengt)<br>                         Das wollte ich gerade erklären,<br>                         leider stehen sie alle aber im<br>                         Licht!<br><br>               Die Offiziere sehen sich an und weichen einen Schritt<br>               zurück. Nur der Captain bleibt.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                             (erleichtert)<br>                         Also... Ich habe es geschafft,<br>                         durch das Aussenden von EM<br>                         Strahlung Plasmateilchen um uns<br>                         herum im Raum aufzuheizen.<br>                         Ich habe Ensign Tschernovsky<br>                         darum gebeten, entlang dieser<br>                         Spur zu fliegen. Einige Teilchen<br>                         sind durch seinen ziemlich<br>                         rasanten Flugstil verschoben<br>                         worden...<br><br>               Ensign Darius Tschernovsky sieht sich unschuldig um.<br><br>                                   MESTRAL (CONT'D)<br>                         ... aber nach etwa zwei<br>                         Kilometern war der Kurs<br>                         gradlinig. Jetzt ist nur noch die<br>                         Frage, wohin er führt...<br><br>                                   MILLER<br>                         ... und ob das, was dort war,<br>                         auch jetzt noch da ist.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (ironisch)<br>                         Sehr scharfsinnig!<br><br>                                   MILLER<br>                             (ebenfalls sarkastisch)<br>                         Nicht jeder ist ein barbarischer<br>                         Jäger, Mister Torlan!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Beleidigen Sie nicht mein Haus!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (genervt)<br>                         Miss Miller, nicht aufregen!<br><br>                             (zu Torlan blickend)<br>                         Wir sind alle ganz ruhig!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Auch wenn das ziemlich schwer<br>                         fällt!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sprechen Sie!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (verlegen)<br>                         Na ja... äh... ich meine... Also,<br>                         zwei unsere Leute sind gefangen,<br>                         drei weitere tot... Und wir<br>                         wissen nichts über unseren Feind.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Genau, und deshalb ist er auch<br>                         nicht unser Feind. Ein Feind ist<br>                         erst ein Feind, wenn man ihm in<br>                         die Augen blicken kann.<br><br>                             (leiser)<br>                         Und dafür werde ich sorgen...<br>                             (zu allen)<br>                         Alle Mann auf ihre Stationen!<br>                             (zu Miller)<br>                         Ich wäre Ihnen sehr verbunden,<br>                         wenn Sie Überstunden machen<br>                         könnten.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wie Sie wünschen. Ich muss<br>                         sowieso noch die Krankenstation<br>                         reinigen! Alles staubig und<br>                         dreckig...<br><br>               Während Miller geht, sehen sich die anderen<br>               Führungsoffiziere belustigt an.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Ensign, ich möchte, dass sie<br>                         entlang dieser Plasmaspur<br>                         fliegen, nur mit Manövrierdüsen.<br>                             (zu Mestral)<br>                         Mr. Mestral, suchen Sie auf allen<br>                         Bändern, Frequenzen und was weiß<br>                         ich, was es da alles gibt, nach<br>                         allem, was hier nicht sein sollte<br>                         und verdächtig erscheint.<br><br>                             (zu Torlan)<br>                         Torlan, Sie kommen mit mir. Wir<br>                         treiben einen vorübergehenden<br>                         Taktikoffizier auf und werden uns<br>                         die Videoaufzeichnungen ansehen.<br>                         Vielleicht können wir mit ein<br>                         paar Tricks unsere Feinde<br>                         erkennen.<br><br>               Caylon und Torlan machen sich auf den Weg zum Turbolift.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Mr. Mestral, Sie haben das<br>                         Kommando!<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES UND ENTERPRISE<br><br>               Wir nähern uns mit der Kamera der Enterprise und sehen<br>               Reparaturcrews in bronzefarbenen Raumanzügen auf der Hülle<br>               Reparaturen durchführen.<br><br><br>               Dasselbe Bild beim Shuttlehangar der Antares, aus dem trotz<br>               der Beschädigung ein Shuttle fliegt, das wahrscheinlich<br>               eine Reparaturcrew zur Enterprise befördert. Die Hülle ist<br>               rußgeschwärzt, aber es fliegt.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br>               Caylon und Torlan gehen en Korridor entlang.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was ich Sie fragen wollte,<br>                         Captain: Ich will die Taktik<br>                         übernehmen, bis Jim... Beem<br>                         zurück ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Jim?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wir haben gewisse Gemeinsamkeiten<br>                         erkannt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Glaube ich gern. Gut, ich denke<br>                         als Andorianer sollten sie mit<br>                         der Taktik umgehen können.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (mit einem müden<br>                              Lächeln)<br>                         Ja.<br><br>               Die beiden nähern sich einer Tür, die Caylon mit einem<br>               Knopfdruck öffnet.<br><br>               INT. ANTARES - COMPUTER- UND DATENVERARBEITUNGSRAUM<br><br>               Der Captain und Torlan nähern sich einem dunkelhäutigen<br>               Offizier, Rang Lieutenant Commander. Er scheint arabischer<br>               Herkunft zu sein. Der Raum ist drei Decks hoch und ziemlich<br>               lang. In seiner Mitte sehen wir einen zylinderförmigen<br>               Computerkern, auf dem kleine Leitungen bläulich aufblinken.<br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                         Captain, welch eine Ehre...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mister...<br><br><br>                                   OFFIZIER #1<br>                             (sich vorstellend)<br>                         Benjur Al'Seen!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ach, Sie haben den Maschinenraum<br>                         übernommen, richtig?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (stolz)<br>                         Ja, das stimmt. In einem Notfall<br>                         übernehme ich dort.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Dann haben Sie ja alles richtig<br>                         gemacht, denn es ist ein Notfall!<br>                         - Wir müssen uns die<br>                         Sicherheitsaufzeichnungen des<br>                         Shuttlehangars ansehen.<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Ich verstehe. Das Loch in den<br>                         Raum ist ganz schön groß. Es ist<br>                         eine gigantische Aussicht. Gott<br>                         sei Dank haben wir den Bereich<br>                         sofort mit durchsichtigen<br>                         Schotten absichern können. Es<br>                         wird Zeit, dass das Kraftfeld<br>                         überall eingesetzt wird.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Keine Sorge, der Fortschritt wird<br>                         auch uns noch ereilen. Ich hoffe<br>                         ihre Bildbearbeitungsprogramme<br>                         sind da schon weiter voraus.<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Sie werden staunen!<br><br>               Die drei Offiziere stehen nun um eine Konsole herum, die<br>               direkt mit dem Computerkern verbunden ist.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kann man hier auch auf meine<br>                         persönlichen Logbücher zugreifen?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (am Terminal arbeitend,<br>                              lacht)<br>                         Nein, die sind auf ihrem<br>                         persönlichen Computer drauf.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Da bin ich ja beruhigt.<br><br>               Plötzlich erscheint auf einem Bildschirm das Bild der drei<br>               Romulaner in Kampfanzügen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Da sind ja diese Bastarde!<br><br>               Al'Seen sieht Torlan zweifelnd an.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Okay,... halten Sie das Bild an.<br>                         Versuchen Sie mal ranzuzoomen...<br><br>               Nun füllt der Kopf des scheinbar führenden Romulaners den<br>               Bildschirm.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Da ist er...<br><br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Aber, wenn ich das sagen darf...<br>                         viel bringen tut uns das nicht.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein, aber nun können wir ihm in<br>                         die Augen blicken...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Noch nicht. Können Sie eine Art<br>                         von Infrarotmessung vornehmen...<br>                         Ich will sehen, wer sich hinter<br>                         diesem Visier befindet. Wie sie<br>                         aussehen...<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (an der Konsole<br>                              arbeitend)<br>                         Das wird schwer. Es scheint kein<br>                         richtiges Visier zu sein, mehr<br>                         eine Art innerer Bildschirm...<br>                         vermute ich. Aber ich versuche<br>                         es...<br><br>               Al'Seen tippt einiges an seiner Konsole, dann verändert<br>               sich das Bild, das der Flachbildschirm zeigt. Es zeigt<br>               blaue und orangefarbende, dann auch grüne und gelbe<br>               Flächen.<br><br>                                   AL'SEEN (CONT'D)<br>                         Ich habe ein Wärmebild erzeugt.<br>                         Unsere Kameras können alles.<br>                         Aber, nun ja, viel sehen wir da<br>                         nicht...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir müssen durch das Visier<br>                         blicken... Versuchen Sie's mal<br>                         mit Infrarotstrahlung...<br>                         Irgendwas dringt doch da durch...<br><br>               Al'Seen widmet seine Aufmerksamkeit wieder dem Programm und<br>               der Konsole.<br><br><br>               Wieder einige Sekunden später ändert sich das Bild und<br>               zeigt das vergrößerte Visier des Romulaners. Doch diesmal<br>               in grünlichen Farben. Schwach kann man Konturen erahnen.<br><br>               Caylon und Torlan beugen sich vor.<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Die Restlichtverstärkung hat auch<br>                         nicht viel gebracht... Immerhin<br>                         wissen wir, dass sie humanoid<br>                         sind!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Hellen Sie das Bild auf!<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (nickt, tippt auf den<br>                              Touchscreen)<br>                         Einen Moment...<br>                         Kontrastausgleich... Fertig!<br><br>               Al'Seen, Caylon und Torlan sehen auf den Bildschirm. Auch<br>               wir sehen nun schwache Konturen, offenbar die eines<br>               humanoiden Wesens.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (konzentriert auf den<br>                              Monitor starrend)<br>                         Was ist das?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich weiß es nicht. Das könnte<br>                         alles sein, vom Andorianer bis<br>                         zum Suliban.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Al'Seen)<br>                         Ja, aber wie sehen sie nun aus?<br>                         ... Versuchen Sie den anderen<br>                         Romulaner, da links...<br>                             (zeigt auf den<br>                              Bildschirm)<br>                         ... zu identifizieren!<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (arbeitet an der<br>                              Konsole)<br>                         Wie Sie wünschen...<br><br>               Auf dem Schirm erscheint ein weiteres Infrarotbild.<br><br>               Torlan und Caylon starren wie gebannt auf den Bildschirm,<br>               obwohl man nur schwache Details wahrnehmen kann.<br><br>                                   AL'SEEN (CONT'D)<br>                             (verwundert)<br>                         Was ist?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nichts... Ich dachte nur gerade,<br>                         ich hätte etwas erkennen<br>                         können...<br><br>               Die Kamera ZOOMT auf etwas auf dem Bildschirm, das<br>               Augenbrauen sein könnten und dann auf:<br><br>               CLOSE-UP: CAYLON<br><br>               AUF dessem ernsten und irritierten Blick, dann<br><br>               AUF TORLAN<br><br>               dessen Fühler sich stark und zuckend bewegen. Dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT VI<br>                                     AKT VII<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM<br><br>               Der Kommandant sitzt in PADDs vertieft hinter seinem<br>               chicken Glasschreibtisch, als das Türsignal ertönt. Caylon<br>               steht auf, geht zur Tür und öffnet mit einem Knopfdruck<br>               selbige.<br><br>               Miller steht im Rahmen und geht nach einer einladenden<br>               Geste Caylons über die Schwelle.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (freundlich)<br>                         Setzen Sie sich, Doktor!<br><br>               Miller setzt sich, prüft aber vorher noch, ob der Stuhl<br>               sauber auch sauber ist. Mit ihren Fingern wischt sie mehr<br>               oder weniger imaginären Staub von ihm und setzt sich dann.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (belustigt, verwundert)<br>                         Stimmt etwas nicht? Der Stuhl ist<br>                         gerade mal ein, zwei Monate alt.<br><br>                                   MILLER<br>                         Mag sein... Wie oft putzen Sie<br>                         hier?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind Sie mein Schiffsarzt oder<br>                         gehören Sie zum<br>                         Reinigungspersonal der Werft? Wir<br>                         sind im kalten und gefährlichen<br>                         Weltraum unterwegs, zwei<br>                         Crewmitglieder sind entführt<br>                         worden von fast unbekannten<br>                         Außerirdischen und Sie denken<br>                         offenbar sekündlich an Putze und<br>                         Staubwischen!<br><br>                                   MILLER<br>                         Nun ja, mit so primitiven<br>                         Mitteln...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht sie)<br>                         Was wollten Sie?<br><br>                                   MILLER<br>                         Ja, weshalb ich gekommen bin...<br>                         Und zwar hat Mestral mir diesen<br>                         Vorschlag unterbreitet und ich<br>                         halte ihn für durchaus<br>                         realistisch.<br>                         Wenn ich in der Lage wäre, eine<br>                         Hautprobe oder so etwas von einem<br>                         der Romulaner zu bekommen, könnte<br>                         ich mithilfe eines DNS-Scans eine<br>                         Art von... Antlitz extrapolieren.<br>                         Wir könnten dann den Computer<br>                         anhand von unserem Erbgut<br>                         darstellen und berechnen lassen,<br>                         wie Romulaner wohl aussehen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir haben da aber eine Art von<br>                         Problem... Die Romulaner hatten<br>                         Kampfanzüge, oder so was in der<br>                         Art, an. Wir haben keine Chance<br>                         an Hautpartikel zu gelangen.<br><br>                                   MILLER<br>                         Mir würden auch sämtliche anderen<br>                         Gewebe zusagen... Hatte sich<br>                         einer der Romulaner auf der<br>                         Enterprise nicht... nun ja...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (den Satz beendend)<br>                         In die Luft gesprengt?<br><br>                                   MILLER<br>                         Solch eine Ausdrucksweise wollte<br>                         ich vermeiden...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Kann sein, dass wir vielleicht<br>                         was finden würden, aber wir haben<br>                         wichtigeres zu tun. Sobald die<br>                         Enterprise wieder einigermaßen<br>                         okay ist und von hier weg kann,<br>                         müssen wir weiter<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich könnte doch noch eben...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Nein!<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Aber ich dachte...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir werden noch genug<br>                         Gelegenheiten dazu haben, die<br>                         Romulaner ohne Masken zu sehen.<br>                         Da bin ich mir fast sicher...<br><br>                                   MILLER<br>                             (enttäuscht)<br>                         Wie sie meinen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Doktor!<br><br>               Miller entfernt sich. In dem Moment betritt Torlan das<br>               Zimmer und nickt dem Doktor zögernd zu. Miller hat den Raum<br>               verlassen, als Torlan vor dem Schreibtisch stehen bleibt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Wir haben so etwas wie Türsignale<br>                         hier an Bord!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es war doch offen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Vor wem haben Sie eigentlich<br>                         Respekt?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Vor meinem ehrenwerten Vater<br>                         und... eventuell vor Ihnen, was<br>                         sich aber noch herausstellen<br>                         wird.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr gut. Was kann ich für Sie<br>                         tun?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Was haben wir da auf diesen<br>                         Kameraaufzeichnungen gesehen?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (tut unwissend)<br>                         Waren Sie nicht dabei?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Schon, aber ich will Ihre Theorie<br>                         hören!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Das Bild war von sehr schlechter<br>                         Qualität. Es kann zu Fehlern<br>                         gekommen sein, da wir viel<br>                         herummanipuliert und -gebastelt<br>                         haben.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie verstecken sich hinter diesen<br>                         vermeintlichen Ungenauigkeiten.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Wahrscheinlich einen Romulaner,<br>                         was sonst?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Meine Fühler haben ausgeschlagen.<br>                         Das heißt, dass es entweder ein<br>                         Andorianer eines feindlichen<br>                         Hauses war...<br><br>                                   CAYLON<br>                         War es aber nicht.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (fährt fort)<br>                         ... oder eine Frau...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich glaube nicht, dass es eine<br>                         Frau war.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (fortfahrend)<br>                         ... oder ein Mensch... oder ein<br>                         Vulkanier...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Scheinbar irren sich ihre Fühler.<br>                         Sie bilden sich einen Feind ein,<br>                         der nur im Unterbewusstsein<br>                         existiert und projizieren das auf<br>                         die Wirklichkeit. Das würde zu<br>                         mindestens Sigmund Freud sagen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wer?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ein Psychologe. Ich erwarte<br>                         nicht, dass ein Volk voller<br>                         Psychopaten jemanden wie ihn<br>                         kennt.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (drohend)<br>                         Nehmen Sie das zurück...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beschwichtigend)<br>                         War nur ein Witz! Genauso wie<br>                         unsere Augen uns oft nur zeigen,<br>                         was wir sehen wollen, scheinen<br>                         ihre Fühler das auch getan zu<br>                         haben. So einfach ist das... Kein<br>                         Grund zur Sorge, Torlan,<br>                         vertrauen Sie mir.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Jäger pflegen es nicht sich zu<br>                         irren.<br><br>               Mit den letzten Worten verlässt Torlan den<br>               Bereitschaftsraum des Captains.<br><br>                                                              CUT TO:</p><br><p><br>               INT. ANTARES - TURBOLIFT<br><br>               Mestral steht ausdruckslos im Lift, als dieser langsamer<br>               wird, was wir an dem dumpfer werdenden Lauten hören.<br><br>               Schließlich öffnen sich die Türen und Caylon tritt ein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (eintretend, nickt<br>                              Mestral zu)<br>                         Lieutenant! - Brücke, nehme ich<br>                         an?<br><br>               Mestral nickt und Caylon stellt sich neben seinen<br>               Wissenschaftsoffizier.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Sie sagten, Sie hätten eine Spur?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         In der Tat. Es ist eine Theorie,<br>                         aber sie ist sehr wahrscheinlich.<br>                         Subcommander T'Pol war so<br>                         freundlich, mich im Gegenzug für<br>                         unsere Leistungen davon zu<br>                         unterrichten, dass dem<br>                         Oberkommando Vulkans ... gewisse<br>                         Informationen vorliegen, die<br>                         relevant sein dürften.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ach, nein...<br><br>               Mit einem Klick auf ein in der Wand des Turbolifts<br>               eingelassenes Panel stoppt Mestral den Turbolift.<br><br>               Caylon sieht ihn fragend an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (atmet tief ein und aus)<br>                         Sir, ich... muss Ihnen sagen,<br>                         dass ich mich ein wenig...<br>                         bedrängt fühle.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht)<br>                         Nach so kurzer Zeit schon? ich<br>                         kann nur hoffen, dass diese<br>                         Mission nicht allzu lange dauert.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir, ich möchte, dass Sie wissen,<br>                         dass ich nur zu einem Achtel...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (setzt den Satz fort)<br>                         ... Vulkanier sind. Ich weiß...<br>                         Und?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mich für etwaige Fehler meiner<br>                         entfernten Artgenossen<br>                         verantwortlich zu machen, ist<br>                         falsch.<br><br>                                   CAYLON<br>                         So wie ich das verstanden habe,<br>                         sind Sie aber lieber Vulkanier,<br>                         oder?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das ist korrekt, nichtsdestotrotz<br>                         gelingt es mir immer öfter nicht,<br>                         meine Emotionen zu kontrollieren.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelnd)<br>                         Keine Sorge... Ich werde Sie vom<br>                         Dienst suspendieren, wenn Sie<br>                         ihre Aufgabe nicht mehr sachlich<br>                         bewältigen können.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (ernst)<br>                         Danke, Sir.<br><br>               Mestral drückt den Knopf, während Caylon ironischerweise<br>               eine Braue hebt, als Zeichen seiner Verwirrung.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Die den Turbolift verdeckenden Tür öffnet sich und der<br>               Captain kommt gemeinsam mit seinem Wissenschaftsoffizier<br>               heraus. Auf der Brücke befinden sich zwei Crewman, Torlan,<br>               und Tschernovsky.<br><br><br>               Mestral geht sofort zu seiner Konsole und gibt einige<br>               Befehle ein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         So, da hätten wir's...<br><br>               Auf dem großen Bildschirm erscheint ein Bild einer<br>               wunderschönen Weltraumszenerie: Einprächtiger, blau-grüner,<br>               mal sogar rötlicher Nebel, offensichtlich hell erleuchtet<br>               von einem Stern in seinem Inneren, man sieht einen Planeten<br>               an seiner Peripherie, der an eine Mischung aus Erde und<br>               Saturn erinnert: Eine bläuliche Atmosphäre mit prächtigen<br>               Ringen, die sein Äußeres zieren. Es ist ein majestätischer<br>               Anblick.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (beeindruckt auf den<br>                              Schirm starrend)<br>                         Immer wenn ich so was sehe, weiß<br>                         ich wieder, warum ich mich auf<br>                         dieses Selbstmordkommando<br>                         Weltraum einlasse...<br><br>                                   MILLER (O.S.)<br>                             (kommt aus der<br>                              Hintertür)<br>                         Für diesen Anblick könnte man<br>                         glatt sterben...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (sie ansehend)<br>                         Sagen Sie das nicht zu laut!<br>                             (er setzt sich auf<br>                              seinen Sessel; Mestral<br>                              zugewandt)<br>                         Nun, was haben Sie für uns?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (deutet auf den<br>                              Hauptschirm)<br>                         Sehen Sie selbst!<br><br>               Auf dem Wandschirm verändert sich das Bild und zeigt nun<br>               eine taktische Ansicht. Der Nebel löst sich auf und wir<br>               sehen das Schema eines kleinen Sternensystems mit zwei die<br>               Sonne umkreisenden Planeten, wobei einer der beiden<br>               derjenige ist, den wir zuvor bereits sehen konnten.<br><br>                                   MILLER<br>                         Und da sind Beem und Müller?<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (nickt)<br>                         Es scheint so. Vulkanische<br>                         Schiffe waren imstande, chemische<br>                         Reaktionen in diesem Nebel<br>                         festzustellen, die eindeutig auf<br>                         Ionenantriebe hindeuten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich war immer eine Niete in<br>                         Chemie, aber was waren denn das<br>                         für Reaktionen?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wenn Sie immer eine "Niete"<br>                         waren, werden Sie wohl kaum diese<br>                         Gleichungen zu verstehen imstande<br>                         seien.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (genervt, dreht sich in<br>                              Caylons Richtung)<br>                         Ist das nicht gleichgültig,<br>                         Captain?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie haben Recht, wir vertrauen<br>                         einfach mal diesen vulkanischen<br>                         Sensoren. Also, was wissen wir<br>                         über dieses System?<br><br>               Erneut widmet sich Mestral seiner Konsole. Die Kamera steht<br>               hinter seinem Rücken, über seine Schulter hinweg haben wir<br>               einen Blick auf den Bildschirm und Caylon.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Zwei Planeten, der äußere de<br>                         beiden war angeblich einst von<br>                         einer intelligenten Spezies<br>                         bewohnt, wurde aber aufgrund<br>                         irgendeiner Katastrophe für diese<br>                         Lebewesen unbewohnbar. Der innere<br>                         Planet ist ebenfalls von dieser<br>                         Spezies bewohnt worden,<br>                         allerdings ist auch er inzwischen<br>                         verlassen. Der Nebel scheint<br>                         diesem Imperium den Todesstoß<br>                         versetzt zu haben. Man vermutet,<br>                         dass die Romulaner entweder ihre<br>                         Nachfahren sind oder Anleitungen<br>                         zum Bauen von Tarngeräten dort<br>                         gefunden haben.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Was für eine Spezies war das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Man weiß es nicht, sie haben nur<br>                         Gebäude zurückgelassen, sonst<br>                         offenbar nichts. Der Planet ist<br>                         einfach verlassen worden...<br><br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ein Geisterplanet...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Lassen Sie uns das herausfinden.<br>                         Ist die Atmosphäre atembar für<br>                         Menschen und Vulkanier...<br><br>                             (blickt zu Torlan)<br>                         ... und Andorianer?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nein, Sie verfügt über zu große<br>                         Sauerstoffanteile.<br><br><br>                                   TORLAN<br>                         Und wo sollen wir dann überhaupt<br>                         hinfliegen?<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Genau, was wollen wir das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Dort, irgendwo in dem nördlichen,<br>                         oberen Teil des Nebels - diese<br>                         rötliche Gasansammlung - befindet<br>                         sich angeblich eine riesige<br>                         romulanische Basis. - Angeblich.<br><br>                                   MILLER<br>                         Und da sind Beem und Müller?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (steht auf)<br>                         Ich hoffe doch sehr. Wir müssen<br>                         Müller finden... und Beem,<br>                         natürlich.<br><br>               Die Offiziere sehen sich untereinander an. Caylon merkt,<br>               dass er fast Beems Namen vergessen hätte.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich meine, Müller hat taktisch<br>                         gesehen oberste Priorität. Dieser<br>                         Schutzschild, von dem sie<br>                         sprach...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         So wie ich das verstanden habe,<br>                         hatten sie und Commander Tucker<br>                         den Schild fertig gestellt.<br>                         Allerdings...<br>                             (arbeitet an einem<br>                              Bildschirm)<br>                         ... ist die Datei<br>                         schreibgeschützt - durch ein<br>                         Kennwort. Nur so können wir auf<br>                         die Aktivierungssequenz<br>                         zugreifen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Dann hoffe ich, dass wir keinen<br>                         Romulanern begegnen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (lächelnd)<br>                         Geben Sie ,Harz' ein.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tun Sie's, ich glaube, ich weiß<br>                         jetzt, was eine bestimmte<br>                         Diskussion zu bedeuten hatte.<br><br>               Caylon erinnert sich an die Diskussion, ob der Ayers Rock<br>               oder der Harz schöner sind, die er am Ersten Akt mit Müller<br>               geführt hatte.<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (erfreut)<br>                         Voilá! Es hat geklappt! ... Äh...<br>                             (peinlich berührt)<br>                         Es hat funktioniert, Sir. Woher<br>                         wussten Sie das?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Intuition. Ziemlich unvulkanisch,<br>                         nicht? - Gut...<br>                             (aktiviert Interkom)<br>                         Caylon an Al'Seen<br><br>                                   AL'SEENS KOMM-STIMME<br>                         Al'Seen hier, was kann ich für<br>                         meinen Vorgesetzten tun?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihr ,Vorgesetzter' möchte gerne,<br>                         dass Sie sich mal den<br>                         Schutzschild ansehen, den<br>                         Commander Müller entwickelt hat.<br>                         Erstatten Sie mir in einer Stunde<br>                         Bericht!<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Mister Tschernovisky!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (leicht zornig)<br>                         Tschernovsky, Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Pardòn, Mister Tschernovsky, wie<br>                         weit sind wir von dem Nebel<br>                         entfernt?<br>                             (er steht bereits auf)<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (studiert die Anzeigen)<br>                         Bei Warp 4,7... Etwa zweieinhalb<br>                         Stunden, Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sehr gut, setzen Sie Kurs,<br>                         Maximalgeschwindigkeit! Mal<br>                         sehen, was dieses Schiff so drauf<br>                         hat.<br><br>                             (zu Mestral)<br>                         Mestral, versuchen Sie mit<br>                         weiteren Scans mehr über diesen<br>                         nördlichen Bereich des Nebels<br>                         herauszufinden! Was für Gefahren<br>                         er birgt, et cetera. - Ich bin in<br>                         meinem Raum!<br>                             (er geht bereits zur<br>                              hinteren Tür, bleibt<br>                              aber neben Miller noch<br>                              einmal stehen)<br>                         Ach, äh, Lieutenant Miller...<br>                         Bereiten Sie bitte die<br>                         Krankenstation vor. Auf<br>                         mindestens zwei Verletzte. Ich<br>                         habe keine Ahnung, was da auf uns<br>                         zukommt.<br><br>               Er geht weiter auf die Tür zu, dann verlässt der Captain<br>               der Antares schließlich die Brücke.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM - MOMENTE SPÄTER<br><br>               Caylon betritt den Raum und setzt sich sofort an seinen<br>               Schreibtisch. Nach einigen Sekunden sehen wir das<br>               verrauschte Bild von Lieutenant Mayweather von der<br>               Enterprise.<br><br>                                   MAYWEATHER (ON SCREEN)<br>                         Ah, Captain Caylon... Was kann<br>                         ich für Sie...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unterbricht Mayweather)<br>                         Ich möchte gern John sprechen!<br><br>               Nach wenigen Sekunden wechselt das Bild und zeigt Captain<br>               Jonathan Archer von der Enterprise. Das Bild ist sehr<br>               verrauscht, die Stimme oftmals verzerrt.<br><br>               INT. ENTERPRISE - BRÜCKE - WÄHREND DES GESPRÄCHS<br><br>               Reed, Mayweather, T'Pol und Sato sitzen an ihren Stationen,<br>               im Hintergrund sind zwei Techniker mit Reparaturen<br>               beschäftigt.<br><br><br>               Hintereinander geben Mayweather, Reed, Sato und T'Pol ihre<br>               Meinungen zu Captain Caylon ab.<br><br>                                   MAYWEATHER<br><br>                         Meine Güte, ist der unfreundlich.<br><br>                                   REED<br><br>                         Er schien es eilig zu haben.<br><br>                                   SATO<br>                         Außerdem ist die Kommunikation<br>                         beschädigt.<br><br>                                   T'POL<br>                         Was erwarten Sie von einem<br>                         australischen Menschen?<br><br>               INT. ENTERPRISE - QUARTIER DES CAPTAINS<br><br>               Auf einem großen Flachbildschirm neben Archer läuft gerade<br>               ein Wasserballspiel, wir hören die leise Stimme eines<br>               Kommentators und den Jubel der Zuschauer.<br><br><br>               Dann dreht die Kamera um neunzig Grad nach rechts. Archer<br>               sitzt an seinem Schreibtisch, das verrauschte Bild von<br>               Captain Caylon ziert den kleinen Bildschirm.<br><br>                                   ARCHER<br>                         Sie sind auf sich allein<br>                         gestellt. Wir können unmöglich<br>                         jetzt schon nachkommen. Wir haben<br>                         noch nicht mal Warp.<br><br>                                   CAYLON (ON SCREEN)<br>                         Gut... Na ja, schlecht... Ich<br>                         habe ein ungutes Gefühl da<br>                         reinzufliegen.<br><br><br>                                   ARCHER<br>                         Mehr als viel Glück kann ich<br>                         Ihnen kaum wünschen, Fred... Viel<br>                         schlimmer als bei den Xindi...<br>                             (seine Mimik wird ernst<br>                              und dunkel)<br>                         ... kann es kaum werden. Archer,<br>                         Ende.<br><br>               INT. ANTARES - BEREITSCHFTSRAUM<br><br>               Caylon deaktiviert den Bildschirm.<br><br><br>               CLOSE ON Caylon, der mit seiner rechten Hand sein Kinn<br>               reibt und den Nebel hinter dem Fenster betrachtet. Ihm<br>               scheint nicht wohl zu sein bei dem Gedanken, dort<br>               hineinzufliegen.<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT VII<br>                                     AKT VIII<br><br>               FADE IN:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES<br><br>               Wir sehen das neue Schiff, wie es sich langsam der<br>               Peripherie des Nebels nähert. Außerdem sehen wir in der<br>               Ferne den erd- und saturnähnlichen Planeten.<br><br>               Langsam schwebt die Kamera über das neue<br>               Sternenflottenschiff, wir können viele Details erkennen,<br>               hinter einem Fenster beispielsweise ein sich küssendes<br>               Paar, hinter einem anderen wird gerade das Rollo<br>               heruntergelassen. Dann bleiben wir über dem Heck des<br>               Schiffes stehen.<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ANTARES - IM INNEREN DES SCHIFFES<br><br>               Wir sehen in einen lange und scheinbar endlosen Tunnel<br>               voller Rohre und Kabel, der mit Metallgittern ausgelegt<br>               ist, so dass man ihn ihm kriechen kann. Er ist so groß,<br>               dass gerade ein ausgewachsener Mensch Platz finden kann.<br>               Dann hören wir eine hallende Stimme.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Erinnern Sie mich daran...<br><br>               An der Kamera kriechen zuerst Al'Seen und Caylon vorbei.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         ... einen Antrag beim<br>                         Sternenflottenkommando<br>                         einzureichen, dass man diese<br>                         Röhren etwas größer macht.<br><br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Liebend gerne.<br><br>                             (beat)<br>                         Aber eigentlich bin ich auch an<br>                         solche Tunnel gewöhnt. Wissen<br>                         Sie, im Irak, wo ich geboren bin,<br>                         gab es unterirdische<br>                         Bunkersysteme, in die meine<br>                         Vorfahren immer sich versteckt<br>                         haben, während des vierten<br>                         Golfkrieges... Ich spielte da<br>                         immer drin, als ich Kind war.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wann war der eigentlich nochmal,<br>                         der vierte Golfkrieg?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Haben Sie in Geschichte<br>                         verschlafen? Der war... äh...<br>                             (beat)<br><br>                                   AL'SEEN (CONT'D)<br>                         ... nun ja, das Datum kann man<br>                         schwer einschätzen. Auf jeden<br>                         Fall entstanden die ersten<br>                         Unabhängigkeits- und<br>                         Revolutionsbewegungen um 2035.<br>                         Dann gab es die ersten<br>                         Terroranschläge, dann fühlte sich<br>                         die australische Regierung<br>                         verantwortlich, sich der Sache<br>                         anzunehmen und die gesamte<br>                         arabische Welt erhob die Waffen<br>                         gegen die westlichen und<br>                         östlichen Mächte. Sie selbst<br>                         sahen sich als Mitte an, als die<br>                         Unterdrückten, die nun nach der<br>                         Freiheit trachten. Dann kamen die<br>                         USA dazu, dann die Briten, die<br>                         Deutschen, die Franzosen...<br><br>                             (beat)<br>                         Halb Afrika und ganz Arabien<br>                         wurden von einem der<br>                         furchtbarsten Kriege heimgesucht,<br>                         den die Welt je gesehen hat.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ja, und dann kam es langsam, aber<br>                         sicher zum dritten Weltkrieg.<br>                             (beat)<br>                         Ich verstehe bis heute nicht, wie<br>                         man Atomraketen einsetzen konnte.<br>                         Aber da sind wir ja Gott sei dank<br>                         'drüber hinweg.<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Die Australier haben auch<br>                         Nuklearwaffen eingesetzt.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mein Volk auch? Eine schreckliche<br>                         Vorstellung. Australien ist so<br>                         ein Paradies.<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Sie sollten erstmal Bagdad sehen.<br>                             (beat)<br>                         Wenn wir wieder zu Hause sind,<br>                         müssen Sie sich das unbedingt mal<br>                         ansehen. - So, wir sind sofort<br>                         da...<br><br>               Wir sehen bereits helles Licht am Ende des Tunnels, etwa<br>               zehn Meter entfernt, und hören das Summen von Maschinen.<br><br><br>               Plötzlich hören wir im Hintergrund etwas klappern.<br><br><br>               Al'Seen und Caylon drehen sich beide um, Caylon stößt sich<br>               seinen Kopf an einem Rohr.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (ruft)<br>                         Hallo?<br><br>               Al'Seen hält sich die Ohren zu, so sehr hallt Caylons<br>               Schrei.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (leiser)<br>                         Hallo? Wer ist da?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (leise)<br>                         Normalerweise ist in diesem<br>                         Bereich des Schiffes niemand.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (beunruhigt, flüsternd)<br>                         Es sei denn... jemand<br>                         interessiert sich für unsere<br>                         internen Systeme, richtig?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                             (ebenfalls flüsternd)<br>                         Und wer sollte das sein?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (flüsternd, ein wenig zu<br>                              sich selbst)<br>                         Ich habe keine Ahnung...<br><br>               Wir folgen Caylon und Al'Seen, die den engen Weg wieder<br>               zurückkriechen.<br><br>               Dann wechselt die Kamera nach wenigen Augenblicken in<br>               Caylons Perspektive, d. h. wir sehen durch Caylons Augen.<br><br>               Erneut nehmen wir ein Geräusch war. Es hört sich an, wie<br>               ein Poltern, dann plötzlich wie ein leises Flüstern,<br>               irgendwo in den Kabelschächten. Mit der zunehmenden<br>               Spannung setzt auch eine bedrohliche Musik ein, bestehnd<br>               aus extrem hohen und dann extrem tiefen Tönen, hier und da<br>               ein Rascheln.<br><br>               Dann setzt der Puls des Captains ein. Immer näher kommen<br>               wir der Stelle, an der sie augenscheinlich in die Vorstufe<br>               der Jefferies-Röhre gegangen sind.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR - NACHT - FOGLEND<br><br>               Momente später hören wir Gepolter und sehen vibrierende<br>               Deckplatten im matten Lichtschein. Offensichtlich ist die<br>               Energie in diesem Bereich heruntergedreht, es ist Nachtruhe<br>               in diesem Bereich des Schiffes.<br><br>               Die Kamera ist nach wie vor auf die Decke gerichtet,<br>               unverkennbar gehen zwei Personen durch den Tunnel.<br><br>               Dann fährt die Kamera weiter den Korridor entlang - nach<br>               wie vor die Decke fixierend - und wir sehen und hören, dass<br>               offensichtlich noch eine Person sich in dem Tunnel<br>               befindet!<br><br>               INT. ANTARES - LEITUNGSSCHACHT - FOGLEND<br><br>               Wir sehen erneut Caylon und Al'Seen, diesmal jedoch<br>               befinden sie sich in einem senkrechten Schacht und hängen<br>               an einer Leiter (erst Caylon, dann Al'Seen). Über ihnen -<br>               ein Deck höher - befindet sich ein weiterer Tunneleingang.<br><br>               Die Kamera ist direkt hinter Al'Seens Rücke, sie ist<br>               senkrecht nach oben gerichtet.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (überrascht, sich<br>                              umdrehend)<br>                         Lieutenant?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Ja, Sir?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Al'Seen unter ihm<br>                              blickend)<br>                         Haben Sie gerade meinen Kopf<br>                         berührt?<br><br>                                   AL'SEEN<br>                         Soll das ein Witz sein?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (schneller atmend,<br>                              beunruhigt)<br>                         Eigentlich...<br>                             (er sieht nach oben)<br>                         ... nicht.<br><br>               In dem Moment greift Caylon mit seiner Hand nach oben und<br>               umschließt mit seiner rechten Hand das Bein eines -<br>               offensichtlich humanoiden, aber mit einer Art Tarnanzug<br>               ausgestatteten Wesens.<br><br>               Plötzlich wird Al'Seen von etwas getroffen, dass ihn etwa<br>               sechs Meter bis zum Grund des Schachtes wirft, Caylon kann<br>               sich mit Mühe und Not an einer Sprosse festklammern.<br><br><br>               Unten schlägt Al'Seen schwer auf dem Boden auf, man hört,<br>               wie er die Luft aus Lungen hustet. Sein schmerzverzerrtes<br>               Gesicht verzieht sich noch stärker, als er aus dem Nichts<br>               gepackt und hochgerissen wird. Dann sehen wir ein Licht<br>               aufblitzen und beobachten, wie sich Al'Seen schreiend von<br>               der Brust an auflöst.<br><br>               Während die Schreie durch die gesamte Umgebung und durch<br>               die Schächte scheinbar ins ganze Schiff getragen werden,<br>               überlegt es sich Caylon doch noch anders, un klettert nicht<br>               herunter, sondern hoch.<br><br><br>               Wir hören nur, wie die Schuhe des Verfolgers die unterste<br>               Sprosse betreten, während sich Al'Seen weiter auflöst und<br>               die Energie wie Säure seinen Kopf aufzulösen beginnt. Er<br>               schmrumpft nach und nach, es entstehen Löcher im ganzen<br>               Körper, sein linker Arm fällt dampfend zu Boden. Dann<br>               verstummen die Schreie langsam, werden ruckartig und<br>               grellend tiefer.<br><br>               INT. ANTARES - KORRIDOR<br><br><br>               Wir sehen den abgedunkelten Korridor und hören die letzten<br>               Schreie Al'Seens.<br><br><br>               Mehrere, leicht bekleidete Offiziere, kommen aus den Türen<br>               und sehen sich erschrocken um. Ein Gemurmel entsteht, das<br>               Licht wird hell, als sich die Offiziere, die eigentlich<br>               schlafen wollten, in Pyjamas mitten auf dem Korridor<br>               unterhalten.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Torlan, Tschernovsky und vier weitere Offiziere befinden<br>               sich auf der Brücke, zwei Frauen und zwei Männer.<br><br>                                   WEIBLICHER OFFIZIER #2<br>                             (von ihrem piepsenden<br>                              PADD Daten ablesend)<br>                         Mister Tschernovsky, vom siebten<br>                         Deck werden... Todesschreie<br>                         gemeldet, offenbar aus den<br>                         Leitungsschächten.<br><br>               In dem Moment hören wir dumpfe Schreie und ein ebenso<br>               dumpfes Klopfen, das offenbar hinter dem Captainssessel<br>               seinen Uhrsprung hat.<br><br>                                   DUMPFE STIMME<br>                             (schreiend)<br>                         AUFMACHEN! ICH BIN'S!<br><br><br>               Tschernovsky und die anderen Offizier - bis auf Torlan -<br>               weichen erschrocken zurück.<br><br>               Nur Torlan geht zu der Stelle und wir sehen, wie er eine<br>               Luke öffnet.<br>               Der Captain springt in einem waghalsigen Sprung,<br>               schweißtropfend und außer Atem von der letzten<br>               Leitersprosse auf die Brücke.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (schreit, außer Atem)<br>                         ZUMACHEN!<br><br>               Er schubst Torlan beiseite und tritt mit dem Fuß gegen den<br>               Lukendeckel, doch er wird zurückgeworfen.<br><br>               Die Kamera zeigt kurz Torlans Fühler, die sich sonderbar<br>               heftig bewegen.<br><br><br>               Als man Schritte hört, weichen alle zurück.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Er hat einen Tarnanzug oder so<br>                         was! Verlassen Sie die Brücke,<br>                         alle!<br><br>               Alle folgen Caylons Befehl. Der Captain ist bereits hinter<br>               die Konsole von Tschernovsky geflohen. Nur Torlan bleibt.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Hauen Sie ab!<br><br><br>               Torlan hat eine Kampfhaltung eingenommen und schüttelt auf<br>               seltsame Art und Weise den Kopf, während er sich von Caylon<br>               entfernt und sein Gesicht eine bedrohlichen Ausdruck<br>               annimmt. Mit einem Tastendruck an ein in der Wand<br>               eingelassenes Panel, verdeckt durch eine Klappe,<br>               deaktiviert Caylon das Licht und einige Konsolen. Die<br>               Brücke ist jetzt fast dunkel.<br><br>               Wir hören verschieden klingende Schritte, Atemgeräusche...<br>               Wir wissen nicht, welche der ganz schwach erkennbaren<br>               Konturen wer ist.<br><br><br>               Nach weiteren Sekunden (wir hören als Begleitung einen<br>               ständigen hohen Ton, der immer lauter wird) steigert sich<br>               die Musik immer weiter, bis sie mit einem Schlag<br>               schließlich aussetzt und der Raum wechselhaft von demselben<br>               grünen Licht durchflutet wird, welches wir auch beim Tod<br>               Al'Seens sehen konnten. Wir hören einen qualvollen Schrei.<br><br>               Doch wer ist tot? Plötzlich geht das Licht wieder an und<br>               alle zuvor herausgeschickten Offiziere treten ein.<br><br><br>               Wir sehen sofort, dass sich Caylon und Torlan gegenseitig<br>               an den Kehlen fassen, dann aber loslassen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Soviel dazu, dass sich Jäger<br>                         niemals irren<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Was war passiert?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wir hatten noch einen...<br>                         unerwünschten Gast an Bord...<br>                             (er deutet auf den Dampf<br>                              in der Luft)<br>                         Scheinbar hat er Selbstmord<br>                         begangen...<br><br><br>               Zwei Offiziere scannen mit ihren Scannern die Umgebung und<br>               ein gerät, das der Romulaner verloren hat, offenbar die<br>               Waffe, mit der er sich und Al'Seen aufgelöst hatte: der<br>               Desintegrator.<br><br>               Torlan und Caylon gehen dorthin, der Captain bückt sich und<br>               hebt die Waffe auf.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (Caylon ansehend)<br>                         Eine Trophäe...<br><br>                                   CAYLON<br>                             (den Desintegrator<br>                              betrachtend)<br>                         Eine Waffe! - Ich glaube, sie<br>                         könnte noch nützlich werden...<br><br>                             (leiser, verbittert)<br>                         Ich werde AL'Seen rächen...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:</p><br><p><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION<br><br>               Miller tastet mit Handschuhen Caylons Rücken ab. Der<br>               Kommandant stöhnt mehrmals mit schmerzverzerrtem Gesicht<br>               auf und zuckt zusammen.<br><br>                                   MILLER<br>                             (an Caylons Rücken<br>                              oberhalb der Hüfte<br>                              tastend)<br>                         Na... Was haben wir denn da? Muss<br>                         ich Ihnen etwa ein zusätzliches<br>                         Sportprogramm verschreiben?<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (mit verzerrtem Gesicht)<br>                         Könnten Sie bitte aufhören meine<br>                         Haut...<br><br>                                   MILLER<br>                             (unterbrechend)<br>                         ... Fettpolster...<br><br>                                   CAYLON<br>                         ... meine Haut zu drücken.<br><br>                                   MILLER<br>                         Wie Sie wollen. Diese ganzen<br>                         Quetschungen muss ich behandeln.<br>                         Ich hätte da eine spezielle<br>                         Methode...<br>                             (geht zu einem kleinen<br>                              Wagen mit medizinischen<br>                              Geräten)<br>                         Sie sollen ja sehr tapfer<br>                         gekämpft haben!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (genervt)<br>                         Es gab keinen Kampf. Ich weiß<br>                         nicht wer dieses Gerücht in die<br>                         Welt gesetzt hat...<br><br>                                   MILLER<br>                             (irritiert,<br>                              interessiert)<br>                         Und woher haben Sie dann die<br>                         Quetschungen.<br><br>                             (zieht die Handschuhe<br>                              aus)<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich habe sie von einer Jagd durch<br>                         unsere Leitungsschächte! Da passt<br>                         mein Körper gerade rein! Ich habe<br>                         aber gehört, dass die Babylon<br>                         Klasse solche Röhren bekommen<br>                         soll... jemand namens Jefferies<br>                         hat sie entwickelt. Nur hat die<br>                         Sache einen Hacken!<br><br>                                   MILLER<br>                         Und der wäre?<br>                             (nähert sich wieder<br>                              Caylons Rücken)<br><br>               Die Kamera ist fixiert auf Caylons Gesicht, wir sehen<br>               hinter seinem Kopf Doktor Miller hantieren.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Die Antares ist kein Schiff<br>                         der... AHH!<br><br>               Wir hören ein ziemlich aufdringliches Brummen, welches nur<br>               durch Caylons Schrei übertönt wird und von einem Gerät<br>               ausgeht, das Miller bedient, um Caylons Blutergüsse zu<br>               behandeln.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES IN ROT-ORANGEFARBENEN NEBEL<br><br>               Das Schiff fliegt langsam durch den Nebel, in dem eine sehr<br>               geringe Sichtweite herrscht. Mal sehen wir stärker<br>               konzentrierte Bereiche mit Gas, dann mal etwas klarere<br>               Stellen. Es scheint eine unwirtliche Gegend zu sein, in der<br>               Entfernung sehen wir ein Trümmerteil vorbeidriften.<br><br>               Urplötzlich hören wir Metall auf Metall knirschen, und<br>               sehen wir sich die Antares in einen Bereich einer...<br>               Station hineinbohrt. Zahlreiche Trümmer fliegen der Kamera<br>               entgegen, wir sehen kurz aufflackernde Explosionen. Die<br>               Antares bleibt nach wenigen Sekunden stehen.<br><br>               Nach und nach enttarnt sich die gesamte Station, die<br>               scheinbar eine riesige Stadt ist: Die Antares hat eine<br>               getarnte Station der Romulaner gerammt und entdeckt<br>               zugleich.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - KRANKENSTATION - FORTSETZUNG<br><br>               Wir sehen erneut Caylon und Miller, die ihn immer noch mit<br>               jenem Gerät behandelt.<br><br>               Plötzlich flackert das Licht und das Schiff vibriert stark,<br>               wir hören Metall auf Metall knirschen.<br><br>               Caylon steht mit einem Ausdruck der Besorgnis und<br><br>               Erleichterung zugleich auf.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (seufzt)<br>                         Was ist denn nun schon wieder?<br><br>                                   MILLER<br>                         Und Ihre Behandlung?<br><br>                                   CAYLON<br>                             (die Krankenstation<br>                              verlassend)<br>                         Alles zu seiner Zeit!<br><br>                                   MILLER<br>                             (nervös)<br>                         Warten Sie!<br><br>               Nach Caylon verlässt nun auch der Doktor hektisch und<br>               besorgt die Krankenstation.<br><br>               INT. ANTARES - TURBOLIFT<br><br>               Captain Caylon und Doktor Miller stehen im Lift. Miller ist<br>               ihre Nervosität deutlich anzumerken.<br><br>               Aus dem Interkom, welches sich in der Turboliftwand<br>               befindet, ertönt eine Nachricht an Caylon.<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Caylon... Caylon! Kommen Sie auf<br>                         die Brücke!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (genervt, die<br>                              Antworttaste drücken)<br>                         Ich bin schon lange unterwegs!<br>                         Was ist los?<br><br>                                   TORLAN'S KOMM-STIMME<br>                         Das sehen Sie sich am besten<br>                         selbst an!<br><br>               AUF Caylon.<br><br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Caylon und Miller kommen aus dem Turbolift. Auf der Brücke<br>               halten sich mehr Offiziere als üblich auf, alles ist in<br>               Hetze. Über das Gemurmel legt sich Caylons tiefe,<br>               kommandierende Stimme.<br><br>                                   CAYLON<br><br>                             (in seinen Sessel<br>                              setzend)<br>                         Was ist passiert?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sehen Sie auf den Schirm!<br><br>               Auf dem Bildschirm können wir nur eine schwarze Fläche<br>               sehen. Die Kamera bleibt auf den Schirm fokussiert.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sind wir nicht mehr im Nebel?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Doch!<br><br>               Auf dem Wandschirm scheint sich das Bild zu entfernen und<br>               zeigt nun einen größeren Ausschnitt. Dann nochmal, und<br>               nochmal, bis wir mehrere Konturen erkennen können, die<br>               durch den Nebel in der Ferne immer mehr verschwimmen und<br>               bald eine einzige homogene Fläche bilden. Doch trotzdem<br>               werden die riesigen Ausmaße der Station deutlich.<br><br><br>               Caylon wird eingeblendet.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                             (fassungslos)<br>                         Mein Gott... Ist das die Basis?<br><br>               die Kamera nähert sich ihm, wir sehen, wie sich das<br>               Rotorange des Nebels in seinen Augen spiegelt, zoomen immer<br>               weiter, bis wir...<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES - FOGLEND<br><br>               ... sehen, dass die Antares offenbar eine Art riesiger Glas-<br>               und Metallkuppel gerammt hat, und zwar mit der<br>               Backbordseite des Diskussegmentes. Wir können kaum<br>               erkennen, was sich darunter verbirgt.<br><br><br>               Während noch immer Trümmersplitter auf die Kamera<br>               zufliegen, dreht sich diese von einer seitlichen Ansicht<br>               der Antares um neunzig Grad nach rechts und wir sehen, dass<br>               sich zwei romulanische Schiffe enttarnen und auf die<br>               Antares zufliegen. Auch aus den anderen Richtungen kommen<br>               Schiffe...<br><br>               Alle romulanischen Schiffe wirken gespensterhaft, ihre<br>               grünen Hüllen bilden einen unangenehmen Kontrast mit dem<br>               Rotorange des umgebenden Nebels...<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Wir sehen auf dem Wandschirm (Heckkamera) zwei Schiffe<br>               (Bird of Stealth)auf die Antares zusteuern.<br><br>               Torlans Konsole piept in einem Fort.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aus allen Richtungen kommen<br>                         Schiffe der Bauart, die auch die<br>                         Berman vernichtet haben!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (unruhig)<br>                         Auch?<br><br>               Die Kamera fixiert erst Caylon, dann Torlan, dann den<br>               Bildschirm, auf dem die feindlichen Schiffe, mit ihrer<br>               einem Raubvogel gleichenden Silouette, unaufhaltsam näher<br>               kommen...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT VIII<br>                                      AKT IX<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE (TA)<br><br>               Wir sehen wieder die beiden Romulanerschiffe, die auf dem<br>               Hauptschirm bereits bedrohlich näher gekommen sind.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky gehend)<br>                         Tschernovsky, versuchen Sie uns<br>                         rückwärts herauszubringen!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Aye...<br><br>               Wir hören die Schiffsmaschinen surren.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Komm schon...<br>                             (beat)<br>                         Los, Mädchen...<br><br>               Das Schiff vibriert und wackelt... Wir hören Metall<br>               knirschen...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY (CONT'D)<br>                         Es geht nicht! Verdammt!<br><br>                                   TORLAN<br>                             (ruft)<br>                         Sir!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Tschernovsky)<br>                         Brechen Sie ab!<br>                             (zu Torlan blickend)<br>                         Was ist?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie stoppen!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Mestral)<br>                         Der Schild?<br><br>               Mestral schüttelt nur den Kopf, woraufhin Caylon zu seinem<br>               Sessel zurückgeht, sich ihn in setzt und sich krampfhaft<br>               daran festhält.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Sie laden ihre Waffen!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Tschernovsky, versuchen Sie bei<br>                         einem Aufschlag uns durch die<br>                         Erschütterungen 'rauszubringen!<br>                             (aktiviert Interkom an<br>                              seiner Lehne)<br>                         An alle: Kampfstationen! Auf<br>                         Einschlag vorbereiten!<br><br><br>               Es vergehen einige Sekunden, in denen die Kamera auf der<br>               Position von Caylons Sessel vom Wandschirm einen Kreis nach<br>               rechts vollzieht.<br><br><br>               Tschernovsky hält sich mit beiden Händen an den Kanten<br>               seiner Konsole fest, Torlan hat sich ein wenig vorgebeugt,<br>               Miller hat sich hinter dem Sessel des Captains auf die Erde<br>               gelegt und hat die Augen geschlossen, zwei Offiziere<br>               pressen sich an die Rückwand der Brücke, Mestral sitzt<br>               nahezu gelassen auf seinem Stuhl, ein unbekannter<br>               weiblicher Offizier sitzt an einer Station links vorne von<br>               Caylon aus gesehen und sieht verängstigt zum Schirm.<br><br><br>               Dann sehen wir wieder den Schirm, die Kamera fährt nach<br>               vorne und dreht sich um 180 Grad, so dass wir Caylon sehen.<br>               Dieser schluckt feste und hat die ganze Zeit die Augen<br>               geschlossen. Wir nähern uns ihm, die Spannung steigt und<br>               schließlich... piept Torlans Konsole und Caylons Augen<br>               springen auf.<br><br>                                   TORLAN<br>                             (irritiert)<br>                         Wir werden gerufen!<br><br>               Alle sehen sich verdutzt an, Miller erhebt sich vom Boden.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Auf den Schirm!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Lediglich Audio.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Meinetwegen auch das.<br><br>               Torlan stellt die Übertragung auf die<br>               Kommunikationslautsprecher. Dann nickt er Caylon zu.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Ich bin Captain Fred--<br><br>               Eine ROMULANISCHE KOMM-STIMME fällt ihm ins Wort:<br><br>                                   ROMULANISCHE KOMM-STIMME<br>                         Wir haben zwei Ihrer Soldaten in<br>                         unserer Gewalt. Wir sind bereit<br>                         an Bord unserer Basis über deren<br>                         Freilassung zu verhandeln.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich verlange zuerst einen Beweis<br>                         dafür, dass meine beiden<br>                         Offiziere noch am Leben sind.<br><br>                                   ROMULANISCHE KOMM-STIMME<br>                         Sie sind es... Wie lange noch,<br>                         das hängt von Ihrer Entscheidung<br>                         ab.<br><br>               AUF Caylon:<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - TRAININGSRAUM<br><br><br>               Unzählige Waffen hängen an den Wänden und Decken.<br><br>               Wir sehen Caylon, wie er eine Reihe von Außerirdischen<br>               beobachtet, die sich im Nahkampf üben, darunter Rassen, die<br>               wir noch nicht gesehen haben, unter anderem aber auch<br>               Klingonen und andere Romulaner. Er selbst steht an der<br>               Seite einer Art riesigen Trainingsgeländes mit Gerüsten,<br>               Matten und freien Flächen. Die gesamte Halle ist in ein<br>               helles, fast blendendes Licht getaucht, das von großen<br>               Deckenscheinwerfern herrührt. Eine riesige Glaswand gewährt<br>               uns einen Blick auf eine Art riesiger Arena, allerdings<br>               können wir das ganze nur unscharf erkennen.<br><br>               Ein Ferengi kommt auf Caylon zu.<br><br>                                   FERENGI<br>                             (näherkommend, die Arme<br>                              ausgebreitet)<br>                         Captain Caylon von dem<br>                         Menschenschiff Antares, ich habe<br>                         sie bereits erwartet. Konsul Fato<br>                         berichtete mir bereits von Ihrer<br>                         Ankunft. Ich habe Ihr Schiff<br>                         bereits kontaktet und Ihre Crew<br>                         hat mir ihren gesamten Niobium<br>                         Vorrat verkauft, im Gegenzug<br>                         erhalten Sie die<br>                         Übertragungsrechte des Kampfes.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (verwirrt)<br>                         Des Kampfes? Sie meinen der<br>                         Verhandlung?<br><br>                             (wütend)<br>                         Dürfte ich erfahren, warum man<br>                         mich hierher geführt hat? Was<br>                         soll all dies?<br><br>                                   FERENGI<br>                         Sie werden kämpfen. Das ist die<br>                         Art der romulanischen<br>                         Verhandlung.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Und wofür? Um meine beiden<br>                         Crewmitglieder zurückzubekommen?<br><br>                                   FERENGI<br>                         Exakt, Mister Caylon. Ein fairer<br>                         Deal, oder?<br><br>                                   CAYLON<br>                         Ich würde die Geiselnahme schon<br>                         nicht als fair bezeichnen... Die<br>                         Sternenflotte wird...<br><br>                                   FERENGI<br>                             (unterbrechend)<br>                         Politik ist hier uninteressant.<br>                         Glauben Sir mir, es wird alles so<br>                         kommen, wie es kommen muss. Im<br>                         Moment zählt aber nur genau<br>                         das... der Moment. Und wenn Sie<br>                         gewinnen wollen, sollten Sie<br>                         wissen, mit wem Sie es zu tun<br>                         haben werden.<br><br>               Auf den hinterlistig lächelnden Ferengi, dann...<br><br>                                                         DISSOLVE TO:<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ARENA<br><br>               Weitwinkelaufnahme: Die Kamera fährt durch die Arena. Ein<br>               kollossaler Anblick bietet sich uns: Wir sehen unzählige<br>               romulanische Soldaten hinter meterhohen Glaswänden in den<br>               Publikumsrängen sitzen. Sie alle tragen Uniformen, so dass<br>               wir ihre Gesichter nicht erkennen können.<br><br><br>               Die Arena selbst besteht aus Metall und Glas, letzteres<br>               trennt den riesigen Kampfbereich von den Zuschauerrängen<br>               ab. Der Boden besteht aus Sand, wir sehen drei Pfeiler in<br>               der Mitte der Arena und ferner einige Sandhügel, die bis zu<br>               zwei Metern hoch sind.<br><br>               Die Kamera fährt nach oben und wir sehen durch die<br>               größtenteils gläserne Decke den Nebel und das Diskussegment<br>               der Antares, das sich in diese Kuppel gebohrt hat.<br><br><br>               Schließlich nähern wir uns Caylon, der durch ein großes Tor<br>               von romulanischen Soldaten in die dem Kollosseum ähnliche<br>               Arena geführt wir, und nach oben zu seinem Schiff sieht.<br>               Caylon bleibt in der Nähe der drei Pfeiler stehen, die gut<br>               zehn Meter Höhe messen, die romulanischen Soldaten<br>               schließen hinter sich wieder das Tor. Caylon trägt einen<br>               weißen, lockeren Anzug.<br><br>               Die ganze Zeit über ist ein ohrenbetäubender Lärm zu hören,<br>               der sogar durch die Glaswände dringt. Plötzlich jedoch wird<br>               es vollkommen still, als eine weitere Person die Arena<br>               betritt. Sie trägt einen ziemlich fremdartigen Kampfanzug.<br>               An den Knien, Füßen, Unterarmen und der oberen Handfläche<br>               leuchten grünlich-bläuliche, ovale Energiebereiche.<br>               Sie bilden einen Kontrast zur von Scheinwerfern und dem<br>               Nebel erzeugten, hellorange-artigen Färbung. Der groß<br>               gewachsene Mann, Konsul und Leiter der Station Fato, trägt<br>               einen metallenen Helm, der aus einer runden Oberfläche<br>               besteht und nach hinten drei spitz zulaufende Dornen hat,<br>               die ihm ein aerodynamisches Aussehen verleihen. Darüber<br>               hinaus scheint er über eine Art Atemmaske zu verfügen, was<br>               ein dünner Schlauch, der zum Rücken führt, andeutet.<br><br>               Die Kamera entfernt sich immer weiter von Fato und<br>               schließlich...<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE (TA)<br><br>               ... sehen wir das Bild auf dem Hauptschirm der Brücke der<br>               Antares. Tschernovsky an seiner Konsole, sowie Torlan,<br>               Mestral, Miller und etwa ein Dutzend weiterer Offiziere<br>               beobachten beunruhigt die Bilder aus der Arena.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wir müssen doch irgendwas<br>                         unternehmen können... Ich meine<br>                         wir stecken doch schon im Dach<br>                         von dieser Gladiatorenarena<br>                         drin...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Er hat Recht...<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Nur was könnten wir tun?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich habe da eine Idee...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (springt auf)<br>                         Was ist das?<br><br>               Auf dem Schirm sehen und hören wir, wie sich plötzlich in<br>               der Mitte der Arena eine Schleuse im Boden öffnet, mit gut<br>               vier Meter Radius. Im Inneren dieses etwa vier Meter tiefen<br>               Metalltrichters brodelt ein grün fackelndes Plasmafeuer,<br>               dieses Loch im Boden ist umrandet von den Säulen.<br><br>               Wir fahren wieder in den Bildschirm hinein...<br><br>                                                        MATCH CUT TO:<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ARENA<br><br>               ... und die Kamera dreht sich nach oben. Dort können wir<br>               direkt über dem Plasmafeuer Beem und Müller sehen, die<br>               plötzlich rematerialisieren und auf einem Kraftfeld<br>               geknebelt liegen, zehn Meter über dem Plasmafeuer. Das<br>               Kraftfeld wird gespeist durch Energiefelder, die sich auf<br>               den Säulen befinden.<br><br>               Caylon sieht dies ebenfalls. Caylons gut ausgerüsteter<br>               Gegner, Konsul und Kommandant FATO, kommt näher, seine<br>               markante Stimme halt durch die gesamte Arena, in der eine<br>               gespenstische Ruhe herrscht.<br><br>                                   FATO<br>                         Es ist ein fairer Kampf: Gewinnen<br>                         Sie, kommen Ihre Soldaten frei,<br>                         gewinne ich, so wird das<br>                         Kraftfeld deaktiviert - und auch<br><br>                         Sie, Captain, werden Ihr Leben<br>                         gelassen haben, Mensch!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Warum? Ist das Ihre Art des<br>                         ersten Kontaktes?<br><br>                                   FATO<br>                         Es ist nicht der erste Kontakt...<br>                         Es ist bereits der zweite.<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Ihnen ist klar, dass Sie mit<br>                         Ihren Handlungen einen Krieg<br>                         provozieren!<br><br>                                   FATO<br>                         Das wird früher oder später so<br>                         oder so unvermeidbar sein... Es<br>                         ist das Schicksal, Mensch, das<br>                         das einzig bindende Glied in<br>                         dieser noch jungen Galaxis<br>                         darstellt. Es hat so viele<br>                         Spezies gleichzeitig auf einen<br>                         neuen Pfad der Technik geführt,<br>                         um letzten Endes einen gewinnen<br>                         zu lassen. Wie in dieser Arena.<br>                         Ausgeglichene Kräfte kämpfen um<br>                         die Herrschaft, um den Sieg.<br>                         Diese Galaxis bietet nicht für<br>                         jede Spezies Platz... Mit diesem<br>                         Tage wird die Entscheidung des<br>                         Schicksals seinen Lauf nehmen...<br><br>                                   CAYLON<br>                         Man kann das Schicksal<br>                         verändern...<br><br>                                   FATO<br>                         Da irren Sie...<br><br>               Caylon und Fato machen sich zum Kampf bereit. Der<br>               romulanische Kommandant befindet sich nun etwa zwanzig<br>               Meter von seinem Gegner entfernt, nur der Plasmatrichter<br>               trennt die beiden von einander ab.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Sie und ich sind mit einem<br>                         transneuralen Interface<br>                         ausgestattet! Wir können uns<br>                         jeweils dreimal eine<br>                         physikalische Umgestaltung der<br>                         Umgebung vorstellen, etwas<br>                         elementares, mit dem Sie umgehen<br>                         können. Sei es Hitze, Sturm oder<br>                         was immer Sie wollen, Mensch! Es<br>                         wird geschehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Sie wissen, dass ich Mensch<br>                         bin... Aber wer sind Sie? Warum<br>                         verstecken Sie sich hinter Ihren<br>                         Masken?<br><br>                                   FATO<br>                         Tarnung... ist ein großer<br>                         Vorteil...<br><br>               In dem Moment tarnt sich Fato, nur noch seine Stimme hallt<br>               durch die gigantische Arena.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Meine Frage ist: Sind Sie eine<br>                         Gefahr? Meine Frage ist: Wie viel<br>                         ist ihre Spezies bereit für<br>                         andere zu opfern?<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Reicht Ihnen als Antwort...<br>                         alles?<br>                             (er sieht noch immer zu<br>                              der letzten Position<br>                              Fatos)<br>                         Nennen Sie das fair? Sich<br>                         anzuschleichen?<br><br>               Es ertönt keine Antwort.<br><br><br>               Caylon dreht sich hektisch immer wieder im Kreis und<br>               versucht Schritten zu lauschen, doch es ist aufgrund der<br>               wieder einsetzenden Publikumsrufe nicht möglich.<br><br>               Zuerst wird er am Kopf getroffen, dann macht Caylon ein<br>               Rad, als sein rechter Oberarm hart angeschlagen wird. Dann<br>               wird er durch einen Tritt auf seinen Rücken geworfen und<br>               fliegt bedrohlich nahe auf den Plasmatrichter zu. Er wirft<br>               einen kurzen Blick zu seinen gefesselten Crewmitgliedern,<br>               dann springt er auf und wird erneut geschlagen, diesmal ins<br>               Gesicht. Blut befleckt den gelblich-grünen Sand der Arena.<br>               Beim nächsten Schlag versucht er, mit seiner Hand die des<br>               Angreifers zu fangen, was ihm aber misslingt.<br><br>               AUF Beem und Müller, die beide gefesselt auf dem Kraftfeld<br>               liegen, dass durch die heiße Plasmaluft sichtbar ist und<br>               grünlich brodelt.<br><br><br>                                   BEEM<br>                         Was können Sie sehen?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Es sieht nicht gut aus...<br><br>                             (beat)<br>                         Verdammt, ich will nicht bei zig<br>                         tausend Grad verbrannt werden.<br><br>                                   BEEM<br>                             (unruhig)<br>                         Glauben Sie mir... Das Verbrennen<br>                         kriegen sie nicht mehr mit...<br><br>               Caylon taumelt einige Meter zurück und fällt auf seinen<br>               Rücken. Als er einen Kampfesschrei hört, rollt er sich<br>               geistesgegenwärtig zur Seite, woraufhin links neben ihm der<br>               getarnte Romulaner aufschlägt und Sand aufwirbelt. Caylon<br>               steht auf und rennt einige Meter weg. Dann betätigt er<br>               hinter seinem Ohr einen Knopf... und seine Haare fangen an<br>               zu wehen.<br><br>               Der Wind wird immer stärker, bis ein Sturm durch die Arena<br>               fegt und in großen Massen Sand aufwirbelt. Caylon blinzelt,<br>               kann aber die Umrisse des Konsuls erkennen, was ihm der<br>               Sand ermöglicht, der an dem Körper des Romulaners sich<br>               verfängt.<br><br>               BULLET TIME<br><br>               Die Kamera dreht sich um Caylon, der Anlauf nimmt und trotz<br>               des Windes sein Ziel trifft. Mit beiden Füßen tritt er den<br>               Kommandanten nieder, der offenbar zu Boden fällt. Caylon<br>               kniet sich hin, ertastet die Umrisse des Kommandanten und<br>               nimmt ihn in den Würgegriff. Der Captain muss mehrere<br>               Schläge in die Niere aushalten, dann endlich fällt die<br>               Tarnung des Romulaners und mit dem Aufhörend es Sturmes<br>               wechselt die Stimmung des romulanischen Publikums. Wir<br>               hören laute Protestschreie, danach sehen wir eine Mischung<br>               aus Judo, Boxen und einer Art romulanischen Kung-Fu zu<br>               sehen ist.<br><br>               NORMALZEIT<br><br>               Beide Kämpfer stecken mehrere Schläge und Tritte ein, wobei<br>               der Romulaner durch seinen Kampfanzug deutlich im Vorteil<br>               ist.<br><br><br>               Plötzlich leuchten die besagten acht Energiefelder auf der<br>               Rüstung des Konsuls auf und der Romulaner schlägt mit der<br>               Oberhand zu: Caylon wird mit einem grün-blauen Aufblitzen<br>               auf der Brust getroffen, dann im Gesicht, wodurch er<br>               mehrere Meter weggeschleudert wird.<br><br>               Plötzlich wird die Umgebung stockdunkel und auch die<br>               Energiefelder auf dem Kampfanzug des Romulaners verdunkeln<br>               sich. Wir hören nur das Knirschen von Sand.<br><br>                                   FATO<br>                         Romulaner haben einen Vorteil...<br>                         Wir können im Dunkeln sehen...<br>                         Sie auch?<br><br>               Wir hören Caylon vor Schmerz schreien und sehen nur ganz<br>               schwache Konturen, die der Nebel durch die Kuppel<br>               anleuchtet. Nach einigen Sekunden geht das Licht wieder an.<br><br>               In dem Moment zieht Fato wieder das Visier seines Helmes<br>               herunter, das er zuvor offensichtlich hochgezogen hatte.<br><br>               Caylon weicht erneut zurück, sein Gesicht weist blutige<br>               Wunden auf. Er springt über einen der Sandhügel und greift<br>               sich wieder hinters Ohr. Dann fällt die Schwerkraft aus.<br><br>               Caylon stellt sich auf den kleinen Sandhügel und drückt<br>               sich mit aller Kraft weg. Er steuert schnell auf den<br>               romulanischen Kommandanten zu und tritt ihn nieder.<br><br>               Fato treibt schnell auf die Glaswand Richtung seiner<br>               Untergebenen zu, wo er abprallt und schließlich eine<br>               Handfeuerwaffe zieht. Er treibt auf eine der Säulen zu, wo<br>               er sich nahe dem Plasmafeuer festhält und auf Caylon<br>               schießt.<br><br>               BULLET TIME<br><br>               Die Kamera befindet sich zuerst hinter Caylon, wir sehen,<br>               wir er in der Schwerelosigkeit versucht, den<br>               Energieprojektilen auszuweichen, was ihm knapp gelingt. Der<br>               letzte Schuss trifft ihn jedoch, wir sehen wie ein Stück<br>               seiner linken Hand wegfetzt. Dann fällt Caylon im<br>               Bullettime-Modus zu Boden, wodurch der letzte Schuss seinen<br>               Kopf nur knapp verfehlt.<br><br>               WIEDER IN NORMALZEIT<br><br><br>               und mit Gravitation schmeißt Fato seine Waffe zu Boden und<br>               entfernt sich wieder vom Plasmafeuertrichter.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Los, Captain, töten Sie mich...<br>                         Wenn Sie können.<br><br>               Caylon zieht ein schmerzverzerrtes Gesicht und fällt auf<br>               die Knie. Seine Hand blutet, wir sehen den Sand unter ihm<br>               sich rot färben, seine weiße Kutte ist blutüberströmt.<br><br>                                   FATO (CONT'D)<br>                         Rotes Blut...<br><br>                             (kommt näher)<br>                         Wie wäre es, die Erde von ihm...<br>                         reinzuwaschen?<br><br>               Fato steht neben Caylon und der Captain will ruckartig<br>               aufstehen, doch er rutscht aus. Fato lacht schallend.<br><br>               Die gesamte Arena füllt sich außerordentlich schnell mit<br>               Wasser... Der Trichter mit dem Plasmafeuer schließt sich<br>               kurzzeitig.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE (TA)<br><br>               Unverändert: Ein großer Teil der Crew steht nach wie vor<br>               vor dem großen Wandschirm.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Das reicht... Wir werden etwas<br>                         unternehmen.<br><br>                             (zu Mestral)<br>                         Hat dieses Schiff Kampfshuttles?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wir haben drei Shuttles zur<br>                         Verfügung.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Bewaffnet?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Minimal.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Steuermann, bereiten Sie ein<br>                         solches Shuttle vor. Vulkanier,<br>                         ich will, dass Sie mit unserem<br>                         Schiff einen Teil dieses Nebels<br>                         einsaugst und ein Shuttle<br>                         präparierst, so dass es das Gas<br>                         gleichmäßig abgeben kann.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Wozu?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Als Tarnung, nehme ich an...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Vielleicht seid Ihr Vulkanier<br>                         bessere Kämpfer, als ich gedacht<br>                         hatte. Worauf wartet Ihr?<br><br>               Die Crewmitglieder fangen zu murmeln an und lassen die drei<br>               Offiziere durch, Miller schließt sich ihnen an.<br><br><br>                                   MILLER<br>                         Torlan, ich muss mitkommen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Aber nur weil Sie Doktor sind,<br>                         Frau!<br><br>                                   MILLER<br>                         Im übrigen bin ich auch ranghöher<br>                         als Sie... Austauschoffizier!<br>                         Haben Sie schon mal von<br>                         Emanzipation gehört?</p><br><p><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ARENA<br><br>               Das Wasser steht den beiden Kämpfern bereits bis zum Bauch.<br><br>               BULLET TIME<br><br>               Wasser spritzt, während sich Caylon und der Kommandant<br>               gegenseitig im Nahkampf befinden. Wir verfolgen einer<br>               Wassertropfen, der immer höher fliegt und schließlich auf<br>               Müllers Gesicht landet.<br><br><br>               NORMALZEIT<br><br>                                   MÜLLER<br>                             (bemühter Blick)<br>                         Ich kann... das Schloss fühlen...<br><br>                                   BEEM<br>                         Kriegen Sie's auch auf?<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Nichts ist unmöglich, würde ich<br>                         sagen...<br><br>               Fato drückt Caylon unter Wasser. Wir sehen aus Caylons<br>               Perspektive, wie er unter Wasser gedrückt wird...<br><br>               Plötzlich verschwindet das Wasser.<br><br><br>               Fato drückt nur noch Caylons Kehle, das Wasser ist<br>               abgelaufen. Mit einem Tritt gegen Fatos Bauch befreit sich<br>               Caylon.<br><br>               Dann aktiviert Fato wieder seine Energiepanels an Händen,<br>               Füßen und Oberarm. Erneut wird Caylon unzählige Male von<br>               den Energieentladungen getroffen und weggeworfen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (erschöpft)<br>                         Da wo ich herkomme... ist es<br>                         verdammt heiß... Auf Ihrem<br>                         Heimatplaneten auch?<br><br>               Wir sehen in der Ferne die Luft zirkulieren, wie es auch an<br>               heißen Tagen passiert.<br><br>               Der Trichter öffnet sich wieder, der Kampf geht weiter, wir<br>               sehen aber das der romulanische Kommandant nicht mehr so<br>               stark kämpft. Caylon hat nun eindeutig den Vorteil auf<br>               seiner Seite. Mehrere Male kann er den Romulaner zu Boden<br>               schlagen. Dann...<br><br>                                                            FADE OUT.<br><br><br><br>                                   ENDE AKT IV<br>                                      AKT X<br><br>               FADE IN:<br><br>               INT. ANTARES - SHUTTLEHANGAR (TA)<br><br>               Es sind noch immer die Reste der Explosion zu sehen.<br><br>               Torlan und Miller kommen die durch die Tür und wir sehen<br>               Tschernovsky und Mestral. Zwei weitere Offiziere entfernen<br>               sich mit einem pumpenartigen Gerät und einem leeren<br>               Glasbehälter.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das Shuttle ist bereit. Unsere<br>                         "Tarnung" müsste funktionieren.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Zeigen Sie's mir!<br><br>                                   MESTRAL<br>                             (verwirrt)<br>                         Im Weltraum wird das zweifellos<br>                         anders aussehen, außerdem wäre es<br>                         außerordentlich gefährlich, hier<br>                         Wasserstoffgas, gemischt mit<br>                         anderen...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Dann nicht, es wird<br>                         funktionieren. wenn nicht, bringe<br>                         ich Sie um!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Das werden wir sehen.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ins Shuttle, los!<br><br>               Die vier Offiziere steigen durch die seitliche Luke ins<br>               Shuttle.<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL<br><br>               Wir sehen, wie sich die Tore des Shuttlehangars ziemlich<br>               schnell öffnen und ein Shuttle die Antares verlässt, die<br>               nach wie vor in der Kuppel der riesigen romulanischen Basis<br>               feststeckt, unter der sich die Arena befindet. Das<br>               Sternenflottenschiff ist umzingelt von romulanischen<br>               Schiffen.<br><br>               Das Shuttle hat nun den Hangar verlassen und wir hören ein<br>               Zischen. Langsam verschwindet das kleine Vehikel in einer<br>               sich kaum vom restlichen Nebel abhebenden roten Dunstwolke<br>               und nimmt Kurs zur romulanischen Basis.<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Wir blicken über Tschernovskys Schulter hinweg. Wir können<br>               außer rotem Nebel fast nichts erkennen.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Ich muss mich hauptsächlich auf<br>                         die Sensorenwerte der Antares<br>                         verlassen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Die Romulaner?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Es funktioniert, sie entdecken<br>                         uns nicht.<br><br>                                   MILLER<br>                         Könnten Sie bitte etwas ruhiger<br>                         fliegen, Mister Tschernovsky...<br><br>                                   TORLAN<br>                         Ich wusste, warum wir Sie nicht<br>                         mitnehmen sollten.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (sich umdrehend,<br>                              lächelnd)<br>                         Ich stimme Ihnen zu, Torlan.<br><br>                                                              CUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL<br><br>               Das Shuttle rast an der Kamera vorbei, wobei wir es<br>               deutlich hören, aber nur schwer sehen können.<br><br>               Dann dreht sich die Kamera und zeigt ein romulanisches<br>               Schiff, das offenbar dem Shuttle folgt.<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Alle sitzen unverändert, Torlan betrachtet den taktischen<br>               Monitor, Tschernovsky sitzt am Steuer, Mestral und Miller<br>               sitzen an der Innenwand.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Nein! Ein romulanisches Schiff<br>                         hat offenbar die Verfolgung<br>                         aufgenommen...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Macht nichts... Wir befinden uns<br>                         jetzt vor dem "Eingang"...<br><br>               Die Kamera steuert auf Tschernovsky zu und "fliegt" dann<br>               durch die Scheibe.<br><br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL<br><br>               Wir sehen eine Art Abzugsschacht, aus dem Dampf kommt. Es<br>               handelt sich hierbei um das Abluftsystem der romulanischen<br>               Basis.<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Die Offiziere haben sich um das Steuer mit Tschernovsky<br>               versammelt.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Voilá!<br><br>                                   MILLER<br>                         Ich dachte Sie sind Russe!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                             (grinsend)<br>                         Ja, aber eines haben Russen und<br>                         Franzosen und alle anderen<br>                         gemeinsam!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Und das wäre?<br><br>                                   TORLAN<br>                         Einen Ort zum Dampfablassen..<br><br>                                   MILLER<br>                         ... einen Ort zum Ausscheiden von<br>                         Giftstoffen in Form von<br>                         Exkrementen...<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         ... einen Auspuff...<br><br>               Alle sehen erwartungsvoll Mestral an.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Eine...<br>                             (beat)<br>                         ... Runde Kalto.<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wie abscheulich!<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Na dann, rein da!<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ARENA<br><br>               Wir sehen erneut die beiden kämpfenden Offiziere. Caylon<br>               hat sich bereits seine Uniform aufgerissen, so schwitzt er.<br><br>               Fato versucht seinen Gegner mit einer Art Säbel<br>               beizukommen.<br>               Er schlitzt Caylons Oberkörper an mehreren Stellen auf. Mit<br>               einigen gezielten Tritten kann Caylon den Säbel seinem<br>               Gegner aus der Hand reißen, ihn auffangen und seinerseits<br>               zum Gegenschlag ausholen.<br><br>               Wir bewegen uns wieder auf Beem und Müller zu, die nach wie<br>               vor auf dem Kraftfeld liegen.<br><br>                                   MÜLLER<br>                         Einen Moment... Heureka! Ich<br>                         hab's!<br><br>               Dann wieder auf Fato, der erneut Caylon schwer schwächt,<br>               indem er mit schnellen Schlägen und Tritten Energie an<br>               Caylons ganzem Körper entlädt. Mehrere Male fällt Caylon<br>               auf die Erde, Fato dreht sich mehrmals und immer wieder<br>               treffen seine Arme und Füße mit den Energieflächen.<br><br>               Wir sehen, wie der Captain Sand einatmet und aushustet.<br><br>               Caylon gelingt es plötzlich, auf dem Boden liegend, Fato<br>               zum Stürzen zu bringen, indem er seinen linken Fuß<br>               wegzieht. Caylon rennt weg, während Fato sich aufrichtet,<br>               eine Fläche auf seinem Anzug betätigt und dann hinter sein<br>               Ohr greift. Wir hören, wie er durch eine Atemmaske Luft<br>               einatmet. Dann hören wir ein Zischen, das die ganze Arena<br>               durchflutet.<br><br>               Caylon bleibt außer Atem stehen und ringt immer mehr nach<br>               Luft. Geistesgegenwärtig atmet er aus. Schlielßlich ist<br>               kein Geräusch in der Halle mehr zu hören.<br><br>               Caylons Gesicht verzieht sich, er muss Luft holen...<br>               Schließlich rennt er auf die Glaswand zu, wo wir Hunderte<br>               von maskierten Romulanern jubeln sehen. Wie in einem<br>               Dreieck läuft Caylon auf die Zuschauerränge zu, Fato<br>               ebenfalls, den versuch unternehmend, ihn abzufangen. Trotz<br>               Fatos Atemmaske kommt Caylon früher an und nimmt seine<br>               ganze Kraft zusammen. Mit einem festen Schlag gelingt es<br>               ihm, ein unter Unterdruck stehendes Glassegment zu<br>               zerschlagen.<br><br><br>               Wir sehen in Zeitlupe die Glassplitter zu Boden fallen,<br>               weitere Glasscheiben weisen langsam wachsende Risse auf.<br>               Caylon atmet schnell ein und wieder aus.<br><br>               Die Romulaner japsen (aufgrund des Vakuums nach wie vor<br>               geräuschlos) nach Luft, halten sich an den Kehlen und<br>               springen teilweise auf. Fato erkennt die missliche Lage.<br><br>               Plötzlich hören wir wieder Luft, die die Arena "flutet".<br><br>               Der Romulaner und Caylon entfernen sich wieder voneinander.<br><br>               Die Kamera zeigt nun wieder Müller und Beem. Sie haben nun<br>               freie Hände und sind beide mit den Fußfesseln beschäftigt.<br><br>                                   FATO<br>                         Sie scheinen von höherem<br>                         Intellekt zu sein, als ich<br>                         annahm, Mensch!<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nach Luft ringend)<br>                         Wir könnend das hier friedlich<br>                         beilegen! Unsere Spezies werden<br>                         eine Einigung finden...<br><br>                                   FATO<br>                         Niemals! Das Schicksal... hat<br>                         bereits entschieden! Dies ist nur<br>                         der Anfang...<br><br>               Er hebt seine Faust mit dem leuchtenden Energiepanel,<br>               Caylon geht in Abwehrstellung, der Kampf wird fortgeführt.<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ABGASSCHACHT<br><br>               Das Shuttle der Antares ist nun frei von gasen und rast<br>               durch die Abgasschächte.<br><br>               INT. SHUTTLE<br><br>               Alle stehen vorne im Cockpit. Das Shuttle rast durch den<br>               Schacht, der nur minimal breiter als das Shuttle selbst<br>               ist, vorbei an beleuchteten Stellen und Rohren, wir sehen<br>               Funken sprühen und hören gelegentlich metallenes Knirschen,<br>               begleitet von einem Rütteln des kleinen Gefährtes.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Setzen Sie sich lieber und halten<br>                         Sie sich fest!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Wollen Sie auch eine Waffe,<br>                         Vulkanier?<br><br>               Mestral reagiert nicht. Alle drei haben sich wieder<br>               gesetzt, wie von Tschernovsky gebeten.<br><br>                                   TORLAN (CONT'D)<br>                         Vulkanier!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Mein Name ist Ihnen geläufig,<br>                         oder irre ich da?<br><br>                                   TORLAN<br>                             (zögernd)<br>                         Mestral... Nehmen Sie auch eine<br>                         Waffe?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Auch wenn ich dies verabscheue...<br>                             (öffnet eine Klappe mit<br>                              Phasenpistolen)<br>                         Ja!<br><br>                                   TORLAN<br>                         Frau...<br><br>                             (beat)<br>                         Doktor, Sie nehmen sich Ihre<br>                         medizinischen Geräte und bereiten<br>                         sich auf drei Verletzte vor!<br><br>               Tschernovksy hält sich verkrampft fest.<br><br>                                   TSCHERNOVSKY<br>                         Und... festhalten!<br><br>               Das Shuttle wird hell erleuchtet und durchgeschüttelt...<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ARENA<br><br>               Nach wie vor kämpfen Caylon und Fato im Nahkampf, Müller<br>               und Beem haben keine großen Fortschritte gemacht.<br><br>               Da rast das Shuttle der Antares durch einen der großen<br>               Ventilatoren, durch die auch die Luft abgesaugt wurde.<br><br><br>               Wir sehen unzählige Splitter auf den sandigen Boden fliegen<br>               und zeitgleich Fato und Caylon, die beiden Gefangenen,<br>               sowie die aufstehenden romulanischen Zuschauer.<br><br>               Caylon nutzt die Gelegenheit und zieht aus seiner Hose die<br>               Waffe, mit der Al'Seen umgebracht wurde, den Desintegrator.<br>               Er aktiviert sie und rammt sie Fato in den Bauch.<br><br>               Ein entsetzlicher Schrei löst sich hinter der Maske des<br>               Romulaners und er wird in einem grellen, grünen Licht<br>               langsam aufgelöst.<br><br>               Während im Hintergrund die Romulaner mit ihren Waffen sich<br>               einen Weg freisprengen, um das Shuttle abzuschießen, ist<br>               Fato aufgelöst und sein Helm und andere metallene<br>               Kleidungsgegenstände fallen zu Boden. Caylon sieht nur kurz<br>               zu ihnen herab und lässt die Waffe fallen.<br><br>               Dann rennt er hinter dem Shuttle her, als grünes<br>               Disruptorfeuer durch die Halle rast. Unzählige Geschosse<br>               rasen durch die Luft, die Romulaner stürmen den Platz.<br>               Caylon rennt in die Masse und eröffnet den Nahkampf,<br>               allerdings wird er kaum beachtet. Alle Romulaner rennen auf<br>               den Platz und schießen auf das Shuttle, treffen aber fast<br>               nie.<br><br>               Da öffnet sich die Shuttletür und wir sehen nur zwei<br>               Phasenpistolen, die wild auf den Platz feuern - und eine<br>               der Säulen treffen.<br><br>               Beem und Müller gelingt es, geduckt aufzustehen und Beem<br>               springt von dem Kraftfeld zehn Meter in die Tiefe-<br><br>               Bullet time. Wir sehen ein kleines Geschoss auf Beem<br>               zusteuern, welches aus der Shuttletür abgefeuert wurde. Es<br>               trifft ihn und er wird weggebeamt, etwa dreißig Zentimeter<br>               über dem Boden.<br><br>               INT. ANTARES - TRANSPORTERSEKTION (TA)<br><br>               Beem materialisiert in der Luft der Transporterkabine und<br>               fällt zu Boden.<br><br>                                   BEEM<br>                             (hustend, zu sich)<br>                         Ich habe mich zweimal beemen<br>                         lassen...<br>                             (beat)<br>                         ... einmal und nie wieder.<br><br>               INT. ROMULANISCHE BASIS - ARENA<br><br>               Nach wie vor sehen wir ein Wechsel von roten Phaserstrahlen<br>               aus der Luft und hunderten abgefeuerten Disruptorstrahlen.<br>               Das Shuttle nähert sich sporadisch dem Boden und fliegt<br>               Romulaner um, einige werden durch den Antrieb des Shuttles<br>               weggeschleudert, bei manchen fangen die Uniformen Flammen.<br><br>               Caylon ist schwer verwundet, hat grünes Blut an seinen<br>               Fingern, und steht etwas abgeschieden im Nahkampf mit einem<br>               Romulaner, den er für sich entscheidet. Die Maske des<br>               Romulaners fällt ab, als dieser zu Boden stürzt. der<br>               Captain will das Antlitz des Feindes ansehen, doch da dreht<br>               er sich um und sieht in etwa fünf Meter Entfernung, das die<br>               eine Säule einstürzt und Müller hinunterfällt... senkrecht<br>               in Richtung des Trichters.<br><br>               Bullet time, wie Caylon losrennt und abspringt. Es gelingt<br>               ihm im Sprung Müller aufzufangen, etwa fünf Meter über dem<br>               Trichter. Auf die Kamera zugeflogen kommt das Shuttle,<br>               welches durch die zwei verbliebenen Säulen fliegt und diese<br>               mitreißt, allerdings Caylon und Müller auf dem Dach<br>               mitnehmen kann.<br><br>               Dann zieht das Shuttle langsam nach oben und wir sehen, wie<br>               Müller und Caylon in das Shuttle klettern. Unten stehen die<br>               unzähligen Romulaner und feuern.<br><br><br>               Das Shuttle rast auf die Kamera zu und gerät aus dem<br>               Winkel. Es zeigt sich erneut das Bild der romulanischen<br>               Soldaten, die klein am Boden stehen.<br><br>               Bullet time. Die Shuttletür schließt sich und mit einem vom<br>               Shuttle abgefeuerten Phaser wird die Kuppel stellenweise<br>               zerstört.<br><br><br>               Normalzeit. Das Shuttle schiebt unter voller Antriebskraft<br>               das Diskussegment der Antares aus der Kuppel...<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL<br><br>               Zusammen mit einigen Trümmern wird die Antares aus der<br>               Kuppel gedrückt. Dann sehen wir, wie die ganze Kuppel<br>               förmlich abhebt unter dem Luftdruck und alle Romulaner in<br>               den Weltraum, in den Nebel treiben. Einige versuchen<br>               kurzzeitig, sich an der Antares festzuklammern, werden dann<br>               aber offenbar bewusstlos.<br><br>               Das Shuttle der Antares nähert sich dem rückwärtig<br>               gelegenen Hangar, während das Hauptschiff rückwärts fliegt<br>               und dann auf vollen Impuls nach vorne beschleunigt. Hinter<br>               sich lässt es die romulanische Basis, hunderte im Nebel<br>               treibende Romulaner, nicht aber die zehn romulanischen<br>               Kreuzer, die das Feuer eröffnend dem Sternenflottenschiff<br>               folgen.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE (TA)<br><br>               Caylon, Tschernovsky, Torlan, Miller und Mestral betreten<br>               in dieser Reihenfolge die Brücke, die voller Offizier ist.<br><br>               Beem begrüßt die Retter und Geretteten, er sitzt bereits an<br>               seiner Station.<br><br>                                   BEEM<br>                         Hallo zurück... Mein Name wirkt<br>                         manchmal Wunder.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (grinst schwach, setzt<br>                              sich)<br>                         Welch ein Wortwitz!<br><br>               Das Schiff erbebt, während alle an ihre Station gehen bzw.<br>               sich irgendwo festhalten. Miller tut dies an dem Geländer<br>               hinter dem Sitz des Captains.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Rückwärtige Sicht!<br><br>               Auf dem Wandschirm sehen wir die zehn Kreuzer, die auf das<br>               Schiff feuern, teilweise leicht verdeckt durch<br>               Nebelschwaden.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                         Der Schutzschild?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Er funktioniert nicht, die<br>                         romulanischen Waffen<br>                         durchschlagen ihn mühelos... Wir<br>                         wurden getäuscht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Mestral, dieses rote Zeug... Was<br>                         ist das?<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Wasserstoffgas!<br><br><br>                                   CAYLON<br>                         Gut, wir haben doch einen<br>                         gewissen Vorrat an<br>                         Sauerstoffkanistern an Bord,<br>                         oder?<br><br>               Das Schiff wird getroffen.<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ja, mit flüssigem... Sauerstoff.<br><br>                             (seine Augen weiten<br>                              sich)<br>                         Genial! Ich werfe die Kanister<br>                         ab!<br><br>               Caylon nickt ihm nur zu.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Beem)<br>                         Mister Beem, bereiten Sie zehn<br>                         photonische Torpedos vor,<br>                         maximale Streuung!<br><br>                                   BEEM<br>                         Warten Sie... Das dauert ein<br>                         Weilchen...<br><br>               Caylons Finger trommeln nervös auf der Armlehne herum.<br><br><br>                                   MESTRAL<br>                         Fertig!<br><br>                                   BEEM<br>                         Fertig!<br><br>                                   CAYLON<br>                         Wenn das vorüber ist, werden Sie<br>                         alle befördert!<br><br>                                   MESTRAL<br>                         Ihnen gebührt das Lob...<br><br>               Die Antares schüttelt sich, hat kurz Schräglage, wodurch<br>               Caylon fast aus seinem Sessel rutscht.<br><br>                                   CAYLON<br>                         Also, Mestral, alle überflüssigen<br>                         Sauerstoffkanister raus! Zu Not<br>                         mit dem Rest der Fracht!<br><br>               Auf dem Schirm sehen wir eine ganze Reihe an Tonnen den<br>               romulanischen Kreuzern entgegenfliegen.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu Beem)<br>                         Gleich... gleich...<br><br>               Das Schiff wird erneut durchgeschüttelt, eine Konsole<br>               explodiert hinter Caylon. Der Captain bleibt trotzdem ruhig<br>               und konzentriert.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                          Drei... Zwei... Eins... Jetzt!<br><br>               Beem betätigt einige Tasten auf seiner Konsole.<br><br>               EXT. WELTRAUM - NEBEL<br><br>               Eine Knallgasprobe in größeren Dimensionen findet statt,<br>               als fünf Torpedos den Kanistern entgegenrasen, die sich<br>               wiederum kurz vor den Bugen der Romulanischen Kreuzer<br>               befinden.<br><br><br>               Bullet time. Die Torpedos explodieren und ihre Sprengkraft<br>               reißt die Sauerstofftonnen auf. Wenige Sekunden später<br>               verschwindet alles in einer riesigen Explosion, die auch<br>               die Antares wegschleudert und fast alle Kreuzer vernichtet<br>               oder schwer beschädigt.<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               EXT. WELTRAUM - ANTARES UND ENTERPRISE<br><br>               Im Hintergrund sehen wir die trügerische Schönheit des<br>               riesigen Nebels.<br><br>               Die Antares ist  schwer beschädigt, die Enterprise hingegen<br>               wieder instand gesetzt.<br><br>               INT. ANTARES - BRÜCKE<br><br>               Auf dem Wandschirm sehen wir Captain Archer auf der Brücke<br>               der Enterprise.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (zu Archer)<br>                         Nun sind wir hilfsbedürftig...<br>                         Ich rate Euch, dieses Gebiet zu<br>                         verlassen. Ich weiß nicht, was<br>                         hier heute begonnen hat, aber es<br>                         scheint auf den ersten<br>                         Galaxiskrieg oder so was in der<br>                         Art hinauszulaufen...<br><br>               Die Crew sieht sich beunruhigt gegenseitig an, nur Torlan<br>               und Mestral lassen diese Worte kalt.<br><br>               Archer atmet tief ein und starrt mit ernstem und<br>               verschlossenen Blick ins Leere.<br><br>                                   ARCHER (ON SCREEN)<br>                         Wir konnten nichts herausfinden.<br>                         Ich weiß nicht, ob diese Aktionen<br>                         in irgendeiner Verbindung mit dem<br>                         Temporalen Krieg stehen.<br><br>                                   CAYLON<br>                             (nickt; zu Archer)<br>                         Na dann... Wir machen uns auf den<br>                         Weg Richtung Erde...<br><br>                                                          TIMECUT TO:<br><br>               EXT. HOTEL NIE'SUH - BAGDAD - NACHT<br><br>               SUPER: BAGDAD - 14. MÄRZ 2156<br><br>               Establishing-Shot: Bagdad. Dann umschwenken auf einen<br>               Balkon.<br><br>                                   CAYLON (V.O.)<br>                         Tagebuch, 14. März 2156: Während<br>                         die Antares im Orbit repariert<br>                         wird, entspanne ich mich in der<br>                         Heimatstadt meines verstorbenen,<br>                         stellvertretenden Chefingenieurs.<br>                         Er hatte Recht, als er meinte,<br>                         dies sei ein Paradies... Derweil<br>                         habe ich vom<br>                         Sternenflottenkommando eine<br>                         Mission bekommen: Den Weltraum<br>                         erforschen, der mit den<br>                         vergangenen Wochen an Reiz für<br>                         mich verloren hat. Und "nebenbei"<br>                         herausfinden, was hinter den<br>                         Romulanern steckt. Und einen<br>                         Krieg abwehren, wenn ich es<br>                         kann...<br><br>               Caylon steht auf dem Balkon des Hotels Nie'suh in Bagdad,<br>               der von zwei Scheinwerfern in einem hellblauen Licht<br>               beleuchtet wird. Es herrscht eine sanfte Brise, und der nur<br>               leicht bekleidete Caylon genießt den sanften Wind deutlich<br>               sichtbar.<br><br><br>               Dann blickt er, sich mit den Händen am Geländer abstützend,<br>               auf die Skyline des nächtlichen Bagdad des Jahres 2156. Wir<br>               sehen einige Hochhäuser, die von Scheinwerfern bestrahlt<br>               werden, es herrscht Shuttleverkehr und Schwebefahreuge<br>               fahren durch die Stadt, die Brunnen und unzählige Palmen<br>               und Bäume besitzt. Bagdad scheint das Paradies zu sein, das<br>               der Stadt lange Zeit verwehrt war.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (zu sich selbst, die<br>                              Stadt betrachtend)<br>                         Wenn wir es hier geschafft<br>                         haben...<br><br>               Caylons Blick schweift nun in den klaren Sternenhimmel, auf<br>               den gerade ein Shuttle vom Boden aus zusteuert. Sein<br>               Antrieb haucht Caylon kurzzeitig in ein bläuliches Licht.<br><br>                                   CAYLON (CONT'D)<br>                             (nach oben sehend)<br>                         ... schaffen wir es da draußen<br>                         auch... Irgendwann...<br><br>               Die Musik setzt langsam ein und ihre Stimmung wechselt von<br>               euphorisch zu nachdenklich und ernst.<br><br>               Die Kamera ZOOMT in den Sternenhimmel und dann...<br><br>                                                       FADE TO BLACK.<br><br><br><br>                                    ENDE AKT X<br><br><br><br>                                       ENDE</p><br><br><center><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/ant_s1_credits.jpg"></center>]]></description><guid isPermaLink="false">2908</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
