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<rss version="2.0"><channel><title>Newsmeldungen: Newsmeldungen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/page/2/?d=6</link><description>Newsmeldungen: Newsmeldungen</description><language>de</language><item><title>Voyager8 - 8x12: Rache</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x12-rache-r821/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0812.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0812.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x12 Voyager8 - Rache</font></b><br>Zip File<br>Größe: 220 Kb</font></td></tr></table></center></div><br><br><blockquote><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/nc17.jpg"><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockquote><br><p align="left">Der Türsummer an Chakotays Quartier erklang. Nach einem, mehr reflexartigen, „Herein“, betrat Kathryn Janeway den Raum. Er wandte sich kurz von dem kleinen Koffer, der auf seinem Schreibtisch stand, ab und ging auf den Captain zu.<br>Beide hatten ein Lachen auf den Lippen. So wie jedes Mal, wenn sie sich sahen. <br>„Oh“, begann Kathryn, „Sie sehen ja auch ohne Uniform gut aus.“<br>Chakotay lachte. „Danke. Um ehrlich zu sein sehen diese neuen Uniformen alles andere als gut aus. Ich trage sie nicht öfter als ich muss.“<br>Sie nickte. „Ich weiß was sie meinen. Meine alte hat mir auch viel besser gepasst. Diese hier ist einfach zu...“<br>„Zu sehr dies, was alle anderen auch haben.“<br>„Ja, das wird es sein.“<br>„Ich denke, dass wenn wir uns alle auf die Couch unseres Counselors lägen, würde herauskommen, dass wir noch nicht wirklich angekommen sind.“<br>Janeway verstand. Wenn man 7 Jahre nicht an irgendwelche Befehle gebunden war, konnte man leicht kommandieren. Jetzt hatte Janeway immer das Gefühl von ihrer heimischen Föderation beobachtet zu werden.<br>„Manchmal wünschte ich, dass wir nie angekommen wären.“<br>Chakotay verstand. Zu viele war geschehen, dass ihn und auch Janeway belastete. Aus irgendeinem Grund dachte er, dass im Delta Quadranten noch alles in Ordnung wäre. Alles war komplizierter geworden. „Ich auch.“<br>„Aber Sie sind angekommen.“ Mit einer Hand deutete sie zum Fenster. Zusammen traten sie vor und beobachteten einen prachtvollen Planeten, der sich „unter“ ihnen drehte. Große Bereiche des Planeten waren mit Wassermassen umgeben. In etwa 80%. Die Landmassen bestanden hauptsächlich aus mediterranen Wäldern.<br>Chakotays Blick war auf den Planeten unter ihm gebannt. Schon lange, zu lange, hatte er ihn nicht mehr betreten.<br><br>Chakotay stellte sich auf das Transporterfeld und warf noch einen letzten Blick auf Janeway, die vor ihm stand.<br>Seven stand an der Konsole. Chakotay musste die Mission jetzt alleine bewältigen. Seven verstand dies.<br>„Wir holen Sie in drei Tagen wieder ab. Falls Sie uns brauchen, wir sind nur wenige Systeme neben an und im nu wieder da.“<br>„Danke Kathryn.“<br>„Pass auf dich auf.“ riet ihm Seven noch. Es war eigentlich nicht notwendig, dies zu sagen. Chakotay verstand aber, was sie meinte. Es war ihre Art, die Liebe zu ihm auszudrücken.<br>„Ja, das mach ich. Energie.“<br></p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Rache"</font></b></p><p align="left">Chakotay materialisierte inmitten der Überreste einer Stadt. Der einstigen Hauptstadt und Stolz dieses Planeten. Geschockt stellte er fest, dass nichts mehr so war, wie er es in Erinnerung hatte.<br>Kaum ein Gebäude stand noch. Als er die Augen schloss, sah er die Stadt, wie sie einst existiert hatte. Den Brunnen, der leise vor sich hin geplätschert hatte und die Bar, in der er so viele Drinks genommen hatte. Manchmal zu viele. Lange Zeit hatte er hier, während seiner Anfänge als Maquis Kämpfer gelebt. <br>Der Planet auf dem er sich jetzt befand, Panteron 3, war einst eine Kolonie der Föderation, gegründet noch zu Zeiten des legendären Captain James T. Kirk. Sie erlebte den ganzen Glanz des Sternenbundes, bis...<br>Bis die Cardassianer der Föderation den Krieg erklärten. Auch das Panteron System war nun in den Mittelpunkt der Angriffe gerückt. Die ersten Angriffe der Cardassianer waren nicht das Problem. Die Schäden wurden schnell von der Föderation behoben. Chakotay war auf einem der Schiffe, die als erste Aufbauhilfe leisteten. Das Problem begann danach.<br>Wie viele andere Systeme fiel auch Panteron in den Raum der Cardassianer. Doch die Bewohner ließen sich das nicht gefallen. Die Föderation jedoch hörte nicht auf die Stimmen ihres eigenen Volkes. Sie wollte den neuen, zerbrechlichen Frieden nicht riskieren. Zudem meinten sie, dass nicht die Cardassianer, sondern die Borg das schwerwiegendste Problem seien. Danach war es das Dominion. Dazwischen sagten sie, dass ja schon eine neue Heimat bereit stehe. Doch die Bewohner wollten die alte Heimat nicht aufgeben.<br>Und sie gewannen viele Freunde, überall im Raum der Föderation.<br>Chakotay gab nur wenige Tage nach seinem Eintreffen im Panteron System sein Offiziers Patent ab und schlug sich auf die Seite des Maquis.<br>„Chakotay??“ Eine Stimme drang zu dem Offizier. Er drehte sich um und sah einen Mann, der zwischen den Trümmern zu ihm trat.<br>„Thomas?“ Chakotay rannte seinem Freund entgegen. Dann lagen sie sich eine kleine Ewigkeit lang in den Armen.<br>„Meine Güte.“ Thomas sah sich seinen guten Freund genau an. „Wie ich sehe ist es dir gut ergangen. Und du bist noch quicklebendig.“<br>„Danke. Das gleiche gilt auch für dich. Nachdem ich erfahren habe, dass das Dominion alle Maquis getötet hat...“<br>„Na, du weißt doch. Uns kann niemand was anhaben.“<br>„Da hast du Recht.“ Einen Moment schwiegen Sie sich nur an. Sie mussten nichts sagen, um ihre Gefühle auszudrücken. „Ich würde dich ja gerne in die Bar einladen, aber wie ich sehe...“ <br>Chakotay deutete auf einen Trümmerhaufen in ungefähr Zehn Metern Entfernung.<br>Thomas nickte. Ihm fiel es sichtlich schwer darüber zu sprechen. „Die Jem’Hadar sind gnadenlose Kämpfer. Sie haben niemanden, der in der Stadt war, am Leben gelassen. Wenn ich die Einwohnerzahl des Planeten schätzen müsste, stiege sie auf nicht mehr als 1000.“<br>„Von ehemals 10 Millionen...“ Chakotay stockte der Atem. „Was ist mit...“ Er spielte auf Thomas’ Frau Niandra, eine Bajoranerin, an.<br>Sein Freund nickte. „Alle sind tot. Nur die wenigen, die sich in den Wäldern verstecken konnten... Aber du weißt ja, niemand kann uns von diesem Planeten vertreiben. Und auch wenn es lange dauert, wir werden diesen Planeten wieder aufbauen. Vor 100 Jahren waren es nur knapp 500 Kolonisten. Wir werden das schon schaffen.“ Dann atmete er einmal tief durch. „Lass uns nicht mehr davon sprechen. Ich habe mit zwei Freunden eine Art WG gegründet. Es nichts großartiges, aber es reicht. Ich wäre froh, wenn du mit mir einen Kaffe trinken könntest.“<br>„Natürlich. Darauf freue ich mich schon so lange.“<br><br>Thomas Haus lag ungefähr einen halben Kilometer abseits der Stadt. Chakotay konnte sich nicht an dieses Haus erinnern. Es musste demnach erbaut worden sein, als er im Delta Quadranten war.<br>Ein gemütliches Feuer erwärmte den Raum. Der Abend näherte sich langsam. Die Zeit verging viel zu schnell.<br>Nach dem Abendessen saßen die beiden Freunde gemeinsam vor dem Feuer und tranken gemütlich einen Amaretto.<br>„Was tut die Föderation, um euch zu helfen?“<br>Thomas schnaubte beleidigt „Die Föderation. Die hat sich nicht sehr oft blicken lassen. Dieses System liegt noch immer in cardassianischem Raum.“<br>„Was machen dann die Cardassianer?“<br>Er schnaubte wieder. „Es gab Zeiten, als dieses System noch voll zur Föderation gehörte, in denen mehr cardassianische Schiffe im Orbit waren.“ Er leerte das kleine Glas. „Wir sind auf uns alleine gestellt.“<br>„Aber ich verstehe nicht. Die Cardassianer kümmerten sich doch sonst auch immer liebevoll um ihre Kolonien.“ Wobei er dem Wort „liebevoll“ mit so viel Sarkasmus füllte, den er aufbringen konnte.<br>Thomas wollte ihn schon fast schroff zu Recht weisen. Doch er erinnerte sich daran, dass Chakotay lange Zeit nicht zu Hause war. „Was weißt du über den Krieg?“<br>Chakotay konnte nur entschuldigend den Kopf schütteln. „Nicht sehr viel, schätze ich.“<br>„Der Krieg war lang und grausam. Er hat alles verändert. Nichts ist mehr so wie vorher. Und es gibt Planeten, die sind noch viel schlimmer dran.“<br>„Ich merke, dass ich mehr Berichte hätte lesen müssen.“ Chakotays Bemühungen, die Situation durch flapsige Bemerkungen aufzulockern, waren nicht von Erfolg gekrönt. Thomas stand auf und trat vor den Kamin.<br>„Der gesamte Quadrant wurde destabilisiert. Es gibt kaum noch Militär bei den Cardassianern und den Klingonen. Kriminelle Organisationen gewinnen immer mehr an Macht. Die Erde ist immer noch im Alarmzustand. Und das spürt man auch hier. So etwas gab es seit dem Krieg mit den Romulanern 2160 nicht mehr. Und wir haben noch immer nur einen Waffenstillstand. Es gibt noch genug Jem'Hadar in diesem Quadranten um zumindest einen schweren Konflikt auszulösen. Entsprechende Berichte und Gerüchte gibt es schon. Eine große Anzahl von Schiffen ist damit beschäftigt, die Jem'Hadar aus dem Raumgebiet der Föderation herauszuhalten. Für die Föderation ist dies schon schwer genug. Stell dir das erst mal bei unseren bleichgesichtigen Freunden vor. Das Dominion ist verbittert. Und das lassen an jedem aus, der in ihren Weg gerät.“<br>„Woher weißt du das alles?“ Chakotay versuchte immer noch die eben erhaltenen Informationen zu seinem bisherigen Wissen über den Krieg hinzuzufügen. Wahrscheinlich waren auch die meisten der Informationen, die ihm Thomas gab, nicht mehr als Gerüchte.<br>„Ich habe noch Verbindungen zu einigen, nun ich sage mal, Freunden unseres Clubs, die noch immer viel hören...“<br>Chakotay wusste genau, was er meinte. Er hatte ebenso solche Freunde gehabt. „Was ist mit den Friedensverhandlungen?“<br>„Es sind die zähesten Friedensverhandlungen seit Khitomer. Und das wäre noch unfair den Klingonen gegenüber. Selbst die Sheliak kommen nicht an die Vorta heran. Die sind geschickte Diplomaten und könnten es, wenn die Diplomaten etwas übereilen, schaffen, ihre Niederlage in einen Sieg zu verwandeln.“<br>„Ich habe nicht gewusst...“<br>„Oh ja, dass sagen einige. Doch ich habe Hoffnung. Du bist wieder da. Das sehe ich als Zeichen. Es kann nur noch besser werden.“<br>„Du hast Recht.“<br>„Habe ich nur das Gefühl oder war früher wirklich alles besser?“<br>Chakotay schüttelte den Kopf. „Früher hatten die Feinde nur andere Namen. Die Klingonen zum Beispiel.“<br>„Eine Art Gleichgewicht der Kräfte?“<br>„So ist es.“<br>Thomas wollte gerade etwas sagen, als jemand an die alte Holztür klopfte. „Entschuldige mich, das werden die anderen sein.“<br>„Natürlich.“ Chakotay stand auf und ging zum Kamin. Auf einem Sims über dem Feuer standen einige Bilder. Die meisten zeigten Thomas und seine Frau. Als er sich auf einem Bild wieder erkannte, musste Chakotay kurz lachen. Auf dem Bild war er um einiges schlanker und sein Haar um einiges dunkler. In letzter Zeit hatte es viel Farbe verloren.<br>Thomas öffnete die Tür mit einer gekonnten Handbewegung. Doch bevor er realisieren konnte, wer geklopft hatte, lag er auch schon mit einer klaffenden Bauchwunde auf dem Boden und hauchte sein Leben aus. Blut spritzte an die Wand und verschmutzte alles in der Umgebung.<br>Chakotay blieb nicht genug Zeit, zu reagieren. Er konnte den Mann nicht erkennen. Ein dicker Mantel verdeckte den ganzen Körper. Er richtete seine Waffe auf ihn.<br>Schnell überschlug er die Möglichkeiten, die er hatte. Seine Tasche mit der Waffe war weit weg. Und an eine Flucht war nicht zu denken. Doch bevor er auch nur eine Hand bewegen konnte, richtete der Mann eine andere Waffe auf ihn und schoss.<br>Schwärze umgab Chakotay und er verfiel der Bewusstlosigkeit.<br><br></p><p align="center">***</p><p align="left">Als Chakotay wieder erwachte spürte er Hitze um sich. Es war sehr warm. Über 40 Grad. Er konnte nichts genau erkennen. Zum ersten war es in dem Raum, in dem er sich befand sehr dunkel und zweitens konnte er durch den Schweiß in seinen Augen nicht scharf sehen.<br>Als er seine Arme bewegen wollte, bemerkte er, dass sie festgeschnallt waren. Er lag auf einem Metalltisch. Seine Füße waren ebenfalls festgeschnallt. Mit alten Lederriemen. Seinen Kopf konnte er auch nicht drehen. Er spürte auch hier Leder. Man hatte ihm schon sein Hemd ausgezogen. Weiter runter konnte er nicht sehen.<br>Helles Licht schien direkt in seine Augen. Er musste sie fast die ganze Zeit über geschlossen halten, um nicht zu erblinden. Er hatte kaum Gefühl in Armen und Beinen. Seine Bemühungen, sich von seinen Fesseln zu lösen waren nicht von Erfolg gekrönt.<br>Adrenalin wallte in Chakotays Adern. Langsam kroch die Panik in ihm hoch. Er versuchte klar zu denken. Was war denn nur geschehen?<br>Ein leises Geräusch war zu hören. Chakotay konzentrierte sich darauf.<br>„Ist da wer?“ schrie er.<br>Es kam keine Antwort. Schwere Schuhe klackten auf dem Boden. Sofort schossen Bilder durch Chakotays Kopf. Erinnerung aus seiner Vergangenheit. Längst vergangenes. Bilder, die er versucht hatte zu verdrängen. Ohne Erfolg, wie er jetzt bemerken musste.<br>Durch den hellen Lichtstrahl und aus den Augenwinkeln, sah er einen großen Muskulösen Mann vor seinen Tisch treten.<br>„So lange habe ich auf sie gewartet.“<br>Chakotays Verstand raste. Er setzte alles Wahrgenommene zusammen. Der Akzent, die voluminöse Stimme, das Klacken der Schuhe... Cardassianer.<br>„Wer sind Sie?“<br>Der Tisch, auf dem Chakotay ruhte bewegte sich. Nur wenige Sekunden später befand er sich in der Vertikale. Der Mann befand sich jedoch hinter Chakotay.<br>„Ich bin der Ankläger.“<br>„Dann möchte ich einen Verteidiger.“<br>„Denn brauchen sie nicht. Es wäre sinnlos.“<br>„Ich...“ Chakotay konnte nicht weiter sprechen. Der vermeintliche Cardassianer drehte ein Rad auf der Hinterseite des Tisches. Seine Arme wurden dabei nach hinten gezogen, eine stumpfe Stange bohrte sich ein wenige in Chakotays Wirbelsäule.<br>„Sie lassen schön mich reden.“ Er lachte. Dann trat er vor Chakotay. Es war ein Cardassianer.<br>„Sie sind ein Mörder! Sie werden bestraft.“<br>„Ich habe niemanden ermordet.“<br>„Lügner!“ Schrie er ihn an. „Sie haben Hunderte Cardassianer auf dem Gewissen. Darunter meinen Sohn.“<br>„Es war Krieg. Im Krieg sterben Menschen.“<br>„Oh Nein. Sie waren Radikale. Terroristen. Sie haben Millionen unschuldiger Zivilisten viel Angst eingejagt. Mein Sohn war kein Militär. Er war Lehrer für Kunst an einer Akademie. Auch er war Zivilist.“<br>Chakotay rang nach Atem. Er wusste nicht, was er sagen sollte.<br>„Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet. Jahre habe ich damit verbracht, herauszufinden, wer den Angriff geleitet hatte. Dann die Suche nach ihrer Basis. Ich glaube, ohne die Hilfe des Dominion hätte ich sie nie ausfindig machen können. Die Vorta sind zwar ziemliche Schleimlinge, aber sie sind ausgezeichnete Spione. Sie sind nie einem begegnet, nicht wahr? Auch nicht wichtig. Schließlich, nachdem ich auch noch meine Beziehung spielen ließ, musste ich eines feststellen: Es gab ein Berg von Akten über sie. Hätten sie noch ein paar Jahre weiter gemacht, wäre wahrscheinlich eine eigene Kommission für Sie allein eingerichtet worden. Auf jeden Fall fand ich heraus, dass sie die ganzen Jahre über ausspioniert wurden. Das Obsidianische Kommando war ziemlich lädiert nach dem Angriff... Ich komme vom Thema ab.<br>Schließlich also musste ich feststellen, dass sie verschwunden waren.<br>Bis ich erfuhr, dass die Sternenflotte sie wieder gefunden hat. Von da an hatte ich wieder Hoffnung. 70 Jahre zu warten, hätte ich nicht überstanden. Doch jetzt sind sie hier. Welch glückliche Wendung des Schicksals.“<br>Chakotay bleibt stumm. Noch immer zuckte der Schmerz durch seinen Körper. Er war unfähig zu antworten. Und ein sicheres Gefühl in seinem Innern versichert ihm, dass dies nicht die letzten Schmerzen sein würden.<br>„Sie sind ja so still. Sind Sie plötzlich nicht mehr so mutig, wenn sie keinen ihrer Terroristen bei sich haben?“<br>„Wir sind keine Terroristen.“ brachte er gequält und mit aller Mühe hervor.<br>„Sie waren, sie waren. Den Maquis gibt es nicht mehr.“<br>„Sie konnten vielleicht die Personen töten. Aber die Grundsätze und Ideale leben weiter.“<br>„Wie? Durch Verräter wie Sie? Erst verraten sie die Föderation, gehen zum Maquis, dann verraten sie den Maquis und gehen wieder zur Föderation. Und jetzt, jetzt sind sie wieder hier. Auf einem bekannten Maquis Planeten. Kommt Ihnen das nicht auch komisch vor?“<br>Er ließ Chakotay nicht antworten. Er drehte das Rad am Rücken seines Gefangenen ein kleines Stück weiter. „Und jetzt, werde ich Ihnen die Strafe zukommen lassen, die das ganze Universum für sie bereithält. Für all das Leid, dass sie verursacht haben.“<br><br>Chakotay erwachte aus einem kurzen Schlaf. Albträume hatten ihn geplagt. Der Cardassianer hatte nach dem ersten kurzen Treffen keine Folter mehr angewandt. Er hatte ihn allein zurück gelassen, damit er in Ruhe über seine Fehler nachdenken konnte. Chakotay war noch immer festgeschnallt. Die Schmerzen vom liegen und eingesperrt sein, waren beinahe unerträglich. Er musste etwas tun. Er musste fliehen. Doch dies war beinahe unmöglich.<br>Wieder öffnete sich die Tür. Der Cardassianer kehrte zurück.<br>„Wie heißen Sie?“ Chakotay erhielt keine Antwort. Er konnte den Cardassianer nicht erkennen, er hörte jedoch so einiges. Sein Geist malte sich die schrecklichsten Bilder daraus. Noch immer schien eine Lampe direkt auf seinen Kopf. Er lag wieder waagerecht.<br>Chakotay wiederholte seine Frage einige Male und immer ohne eine Antwort. <br>Dann trat er neben den ehemaligen Maquis.<br>Ohne jede Vorwarnung rammte der Cardassianer seiner Faust von der Seite in Chakotays Kopf. Und da er festgeschnallt war, konnte keine Energie entkommen. Beinahe hätte er das Bewusstsein verloren.<br>„Der menschliche Körper ist eigenartig. Er ist für nichts speziell ausgerüstet, ohne die Fähigkeit, sich schnell zu regenerieren. Er verträgt nicht all zu viel. Es grenzt an ein Wunder, dass sie noch nicht ausgestorben sind.“<br>Chakotay war zu schwach, um zu antworten. Er spürte einen dumpfen Stich und eine warme Flüssigkeit, die durch seine Adern floss. Sofort kehrte das Bewusstsein zurück. Zugleich fühlte er sich präsenter als je zuvor. Es war definitiv ein Aufputschmittel. Ein illegales cardssianisches. Sofort bekam er Kopfschmerzen und auch seine Lungen fühlten sich seltsam beengt an.<br>„Dieses Mittel hält Sie wach. Lässt sie all die Schmerzen spüren, die sie verursachten. Außerdem hat es einen effektiven Nebeneffekt. Zuerst löst sich ihr Gehirn auf, bis Sie ein willenloser Zombie sind. Dann krampft sich nacheinander jedes Organ in ihrem Körper zusammen, bis sie schließlich unter elenden Schmerzen dahin vegetieren. Bei einem Cardassianer benötigt dieses Mittel eine Woche bis zum Tod. Ein Mensch hält dies vielleicht zwei Tage aus. Doch die werde ich nutzen.“<br>„Bitte, zeigen Sie, dass sie besser sind als ich. Ich habe Fehler gemacht. Der Maquis war ein übereifriger Weg, an meine Ziele zu kommen. Jetzt habe ich die besten Möglichkeiten, die Rechte durchzusetzen. Nicht nur für den Maquis, auch für sie. Die Föderation kann Sie für all ihr Leid entschädigen.“<br>Ein stumpfer Gegenstand traf Chakotay direkt auf die Rippen. Ein lautes Knirschen machte deutlich, dass mehrer Rippen brachen. „Ich habe mich etwas über ihre Kultur informiert. Seltsam, dass sie diesen Gegenstand für einen Sport verwenden. Nicht im Kampf. Baseball. Seltsam. Wirklich. In ihrer Literatur gibt es ebenfalls einige bemerkenswerte Persönlichkeiten. Ich halte es nur für gerecht, Methoden derer anzuwenden. Das zwanzigste Jahrhundert brachte in dieser Hinsicht einige Möglichkeiten hervor. Ein Dr. Lecter, ein Michael Myers, ein Graf Dracula. Und so geht es weiter. Ich werde versuchen heraus zu finden, wer denn nun die besten Methoden hatte. Während ich ihre Leber genieße. Nach Dr. Lecter soll sie ausgezeichnet schmecken mit einer ihrer Soßen.“<br>Der Cardassianer holte einen weiteren Gegenstand aus seiner Sammlung und trat dann wieder an den Menschen heran. „Wir Cardassianer haben den Ruf, unbarmherzige Folterknechte zu sein...“<br>„Bitte“, brachte Chakotay mit aller Mühe hervor. „Hören Sie auf. Bitte, ich tu alles.“<br>„Bitte abgelehnt.“ Dann berührte er mit dem Stab Chakotays Bauchdecke und betätigte den Auslöser. Es handelte sich um einen klingonischen Schmerzstab. Der Raum wurde von einem schmerzerfüllten Schrei überflutet, der jedes andere Geräusch übertönte.<br>Ungefähr zehn Sekunden setzte er seinen Gefangenen den Schmerzen aus.<br>„Ich denke, wir werden dem Ruf gerecht.“ Er trat in den Schatten zurück und beobachtete Chakotay einige Sekunden lang. Vielleicht waren es auch Minuten. Chakotay hatte jedes Gefühl verloren. Das einzige was er noch spürte waren Schmerzen. Unendlich schreckliche Schmerzen. Kaum ein anderer Gedanke in ihm hatte mit etwas schmerzfreiem zu tun. Im selben Moment wusste er aber auch eines: Er konnte sich nicht mehr auf rationelles Verhalten verlassen. Die einfachsten Instinkte würden ihm das Überleben sichern.<br>Der Cardassianer ging zur Tür. Vor ihr blieb er noch einmal kurz stehen und drehte sich zu seinem Gefangenen um: „Sie sollen den Namen des Mannes kennen, der sie zur Strecke bringen wird. Ich heiße Cretak.“ Damit ließ Cretak Chakotay allein.<br><br></p><p align="center">***</p><p align="left">Die Schmerzen ließen nach. Das glaubte Chakotay zumindest. Wahrscheinlich hatte er sich nur an die Schmerzen gewöhnt. Doch er wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hatte. Ob mit Schmerzen oder ohne. Schon jetzt spürte er die Wirkung des Mittels, welches ihm einen Tunnelblick bescherte und für beginnende Krämpfe in seinen Füßen und Armen sorgte.<br>Ein Bild kam ihm in Erinnerung. Er schaute wieder um sich. Da war es wieder. Er versuchte sich zu konzentrieren, doch die Schmerzen ließen es kaum zu. Aber er erkannte es. Die Fessel an seinem rechten Handgelenk war schon angeritzt. Abgenutzt. Wenn er doch nur...<br>Chakotay schickte die letzten Energiereserven in seinen rechten Arm und bewegte ihn hin und her. Dadurch vergrößerte sich der Riss im Leder.<br>Glücksgefühle machten sich in ihm breit. Dadurch vergaß er zumindest für einen winzigen Moment all die Schmerzen und konnte die Fessel lösen. Als sie durchgehobelt war riss sie und fiel zu Boden. Auch Chakotay zuckte zusammen. Die Anstrengung hatten weitere Krampfanfälle in seinem Arm zufolge. Doch er durfte nicht aufgeben. Mit einiger Mühe schwang er seinen Arm zu seiner Fessel am Kopf und löste auch diese. Er hatte einen Verschluss ertastet. Als er seinen Kopf wieder bewegen konnte musste er sich erst einmal ausruhen. Dann drehte er seinen Kopf um die Verspannungen zu lösen. Darauf legte er den Kopf auf die Seite um seine linke Hand zu sehn und um nicht mehr ins Licht starren zu müssen. <br>Er hob seinen rechten Arm zuerst auf seinen Bauch und berührte dabei eine schwarze runde Wunde, die vom Schmerzstab herruhte. Sie war jedoch eingebettet in einen blauen Schimmer, der vom Schlag des Baseballschlägers kam. Als er seine Rippen kontrollierte fühlte er einige Brüche.<br>Weiter Schmerzen durchzuckten ihn, als er für einige Sekunden schwer atmen konnte. Das Mittel des Cardassianers und die Brüche zogen die Lungen zusammen. Er musste sich beeilen. Schnell ertastete er sich die Schnalle des linken Verbandes.<br>Er fühlte sich eigenartig. Es waren nicht die Schmerzen, oder die Todesangst, die ihn so verwunderten sondern der Umstand, dass der Cardassianer ihm die Möglichkeit offen hielt sich zu befreien. Wahrscheinlich traute er ihm nicht so viel zu.<br>Eigenartige Erinnerungen schossen ihm durch den Kopf, als er sich, unter schrecklichen Schmerzen, aufrichtete. Unter normalen Umständen wäre er wahrscheinlich bewusstlos zusammengeklappt, doch Cretaks Mittel wirkte Wunder, obwohl es für Chakotays Körper ein Fluch war. Er blieb bei Bewusstsein.<br>Aufrecht sitzend atmetet er tief durch (so gut er eben konnte) und sein Geist konnte Bilder projizieren... wieder fühlte er Schmerz. Doch er war anderer Art, als der, den er nun erlebte. Er sank auf die Knie und fühlte Platzwunden an der Stirn und unter seinem Auge. Er roch den Gestank, den er schon beinahe 5 Jahre lang nicht mehr ertragen musste. Den eines Kazon Kampfschiffes. Mehrere Kazon hatten ihn gefoltert. Doch sie hatten ihm keinen Schmerz zufügen können. Im Gegensatz zu der anwesenden Seska. Sie hatte seine Seele getroffen. Und sie schwerer beschädigt als alles andere. Die Schmerzen am heutigen Tag waren viel brutalerer Natur. <br>Er erinnerte sich an Sternenflotten Berichte, die er schon zu Zeiten an der Akademie gelesen hatte. Die Cardassianer waren berüchtigte Folterknechte. Mehrere seiner Maquis Kollegen waren in die Hände des Feindes gefallen und wurden dort grausam gefoltert. Angesichts der Schmerzen, die er jetzt empfand, sah er zu den vielen auf, die trotz der Folter die Geheimnisse um den Maquis bewahrt und ihnen etwas mehr Zeit verschafft hatten.<br>Doch dies hier war anders. Cretak wollte keine Informationen, er musste keinem Zentralkommando oder irgendeinem Vorgesetzten Bericht erstatten. Er verfolgte ein einfaches Ziel: Rache. Und dies machte ihn um einiges unberechenbarer als einen typischen Folterknecht.<br>Ein weiteres Bild zuckte durch seinen Geist. Thomas...<br>Er war tot. Einfach so getötet, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war. Chakotay fühlte sich plötzlich beschämt, weil er den Cardassianer angefleht hatte, sein Leben zu verschonen, indem er an seine gute Seele appelliert hatte. Mit Sicherheit besaß er nichts Gutes. Er war ein Cardassianer. Er war nur Böse.<br>Chakotay vertrieb diesen Gedanken. Doch den Hass konnte er nicht vertreiben. Puren Hass aus dem tiefsten Innern seiner Seele. Die Cardassianer waren schon viel zu weit gegangen. Immer weiter trieben sie sich in das Herz der Föderation. Aus Angst neuer Kriege machte die Föderation immer mehr Zugeständnisse an das Dominion. Und die Cardassianer hatten sich schon einmal auf die Seite dieser Krieger gestellt, als es den Anschein hatte, dass ein dauerhafter Friede in greifbarer Nähe war. Hier musste ein Schlussstrich gezogen werden. Sie waren die Besiegten. Nicht Sie durften die Bedingungen ihrer Niederlage diktieren, sondern wir, die Sieger. <br>Jemand musste sie aufhalten.<br>Chakotay konnte sich nicht mehr erinnern wie er es geschaffen hatte, doch die Fußfesseln waren noch schneller gelöst als die Fesseln am Arm. Er schwang die Füße herum, wobei jede seiner Rippen rebellierte. Als er festen Boden unter seinen Füßen spürte, fasste er neuen Mut. Ruhig sah er in seinem Verließ um. Er konnte keine Kameras erkennen, doch die konnten auch so klein sein, dass er sie niemals finden würde. Dann fand er den Folterschrank. <br>Verschiedenste Folterinstrumente lagen dort herum. Einige kannte er, eine größere Gruppe war ihm völlig unbekannt und von der dritten kleineren Gruppe war ihm nichts mehr bewusst, seit er ein Museum über die Folter des irdischen Mittelalters besucht hatte.<br>Er berührte keines, prägte sich jedoch die Lage jedes der Instrumente ein. Dann öffnete er eine Schublade und sah dort ein kleines silbernes Gerät liegen. Er hatte sich nicht erhofft es zu finden, doch im Moment hätte er alles dafür eintauschen können. Chakotay nahm es an sich und aktivierte es. Ein blauer Schimmer ging von ihm aus und als er es über seinen geschundenen Körper bewegte, spürte er eine Erleichterung und eine Kraft, wie er sie nie für möglich gehalten hätte. Der kleine Hautgenerator in seiner Hand vermochte es natürlich nicht seine schweren Verletzungen zu heilen, jedoch wurden sie etwas stabilisiert.<br>Gerade wollte er sich um die Verletzung an seinem Kopf kümmern, entschied sich jedoch dagegen. Schnell legte er das Gerät wieder zurück und nahm ein kleines Messer in die Hand. Er konnte es bequem unter seinem Arm verstecken. Außerdem würde es Cretak nicht sofort bemerken, wenn es fehlen würde. Chakotay humpelte zu seiner Bank zurück (erste jetzt fiel ihm auf, dass auch sein rechtes Bein in Mitleidenschaft gezogen worden war). Als er sich für einen Moment an diesen Tisch lehnte, um nochmals etwas Kraft zusammeln spürte er etwas Klebriges an seinen Fingern. <br>Chakotay musste sich sehr konzentrieren um die Wirklichkeit um sich wahrzunehmen. Blut lag auf dem Tisch. Frisches rotes Blut. Er sah über seine Schulter den Rücken hinab. Er war ebenfalls blutüberströmt. Er konnte eine Wunde in der Nähe seiner Wirbelsäule erkennen. Sie stammte von der Stange, die sich in seine Wirbelsäule hineinbohrte.<br>Er verdrängte die Übelkeit, die plötzlich in ihm aufstieg und konzentrierte sich darauf, sein Leben zu retten. Cretak musste bald kommen. Und dann würde seine Stunde schlagen.<br><br>Cretak erwachte aus einem unruhigen Schlaf. Wieder hatten ihn Alpträume gequält und dafür gesorgt, dass er schweißgebadet aufwachte. Schon seit mehr als 10 Jahren hatte er kaum eine Hand voll ruhiger Nacht gehabt. Immer wieder malte sich sein Geist diesen schrecklichen Tag aus. Es war, nach menschlichen Maßstäben, ein Sonntag gewesen. Ein Dutzend Maquis Raider hatten die orbitale Verteidigung ausgetrickst und in einem Überraschungsangriff den Planeten verwüstet. Das ZK konnte ihm nicht sagen, wie sein Sohn ums Leben gekommen war. Man fand keine Leichen, die meisten wurden durch den Angriff so verstümmelt... Cretak versuchte all diese Gedanken aus diesem Geist zu vertreiben. Sie waren zu schrecklich. Immer und immer wieder sah er seinen Sohn in den Flammen sterben.<br>Schon vor langer Zeit hatte er beschlossen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sie der Strafe zukommen zu lassen, die sie auch verdient hatten. Sie sollten dasselbe wie ihre Opfer durchmachen. Es war schwer an die Daten des Obsidianen Kommandos zu kommen. Viele Daten wurden nach der Niederlage der vereinten Flotte aus cardassianischen und romulanischen Schiffen vernichtet und noch mehr wurden von cleveren Führern des Kommandos während der Allianz mit den Gründern vernichtet, weil sie wussten, dass diese Allianz nur schlecht für die Cardassianische Union sein konnte. Doch mehrere ehemalige Agenten, die die Jem’Hadar überlebt hatten, erinnerten sich an mehrere Namen. Eddington, Ro, Macias, Torres, Maxwell und so ging die Liste weiter. Unter ihnen war auch Chakotay. <br>Er war bei diesem Angriff dabei gewesen. Daran bestand kein Zweifel und es war nicht daran zu rütteln. Bei einem anständigen und gerechten cardassianischen Verfahren wäre Chakotay schon zu Tode verurteilt worden, die Verhandlung würde zwar noch laufen, aber dann würde er sterben. Seine Aufgabe bestand nun darin, diese Strafe zu vollziehen. Unter normalen Umständen hätte er auch mit dem Gedanken gespielt, Chakotay der Justiz zu übergeben, doch in Anbetracht der Verhandlungen mit der Föderation wäre er übergeben worden...<br>Es war früh. Kurz nach Mitternacht. Und da er sowieso nicht schlafen konnte, beschloss er seinem „Gast“ einen Besuch abzustatten. <br>Ein seltsames Gefühl in ihm sagte ihm, dass er nach diesem heutigen Tag, nie mehr unruhig schlafen würde. Erleichtert nahm er dieses Gefühl in sich auf. Seine gestillte Rache würde ihn endlich zur Ruhe kommen lassen.<br><br></p><p align="center">***</p><p align="left"><br></p><blockquote><b>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>STERNZEIT 55480,2<br>CAPTAIN JANEWAY</b><br><font size="1">„Wir haben Nachricht von Panteron 3 erhalten. Nach Informationen einiger Mitbewohner eines ehemaligen Maquis Mitglieds ist Commander Chakotay verschwunden. Sein Freund wurde tot, erschossen von einem cardassianischen Phaser, aufgefunden. Eine offizielle Stellungnahme der Union gibt es, auch nach wiederholten Anfragen unserer Seite, nicht dazu. Ebenso wenig vom Panteron Rat. Die Voyager befindet sich nun im Anflug auf Orbit Panteron 3. Wir hoffen, unseren Freund und Kameraden rechtzeitig zu finden...“</font></blockquote><br><br>Die Brücke wirkte verdächtig ruhige. Janeway warf erneut einen Blick zum Stuhl rechts neben ihr. Als wäre Chakotay plötzlich wieder aufgetaucht. Sie hatte große Angst um ihn. Und auch Seven, die hinter ihr an der Konsole stand machte sich Sorgen. Obwohl man ihr das äußerlich nicht ansah. Janeway fühlte es. Seltsam, dachte sie, ich muss mich mal erkundigen, ob ich ein paar betazoide Vorfahren hatte.<br>„Wir treten nun in den Orbit ein.“ Meldete Tema’na.<br>„Gut. Harry, können sie Chakotays Signal orten?“ Sie war aufgestanden und fokussierte ihren Blick auf den Hauptschirm und den Planeten.<br>„Negativ Ma’am.“<br>„Sind Schiffe in Reichweite?“<br>„Ich orte einen Frachter der Klasse 2 und einen kleinen cardassianischen Raumer. Beide im äußeren Bereich der Langstreckensensoren. Hinzu kommen vier planetare Shuttles auf der Oberfläche dieses Planeten.“ Berichtete Tuvok trocken.<br>„Haben während der letzten Tage Schiffe den Planeten verlassen?“<br>Tuvok kontrollierte die Daten. Er verglich die Daten des Zentralen Rechners des Systems, indem alle Flugpläne gespeichert werden mussten, mit den Sensorwerten des Alls. Er konnte keine Unstimmigkeiten erkennen. „Außer der Voyager hat kein Schiff den Planeten erreicht oder verlassen. Der nächste Frachter soll erst in 5 Stunden eintreffen.“<br>Janeway dachte nach. Sie zog die einzig logische Schlussfolgerung. Chakotay musste noch auf dem Planeten sein.<br>„Tuvok, erinnern Sie sich an unterirdische Einrichtungen auf dem Planeten, die nicht in unseren Karten sind?“<br>Der Sicherheitsoffizier richtete seinen Blick zur Decke, um sich zu konzentrieren. Es galt als allgemein bekannt, dass Vulkanier ein ausgezeichnetes Gedächtnis besaßen. Romulaner könnten ebenso gute Leistungen erzielen, jedoch legten sie weniger Wert auf mentale Erziehung, sonder mehr auf militärische. „Ich kann mich daran erinnern, dass Chakotay einmal von verschiedenen Tunnelsystemen auf diesem Planeten berichtet hat, die während der Maquis Zeit zum Verstecken genutzt wurden.“<br>„Wissen Sie, wo diese Tunnel sind?“<br>„Nein, das hat er nie berichtet. Ich sah auch nie Karten oder war je auf diesem Planeten.“<br>„Gibt es eine Möglichkeit, die Tunnel von der Voyager aus zu scannen?“<br>„Wenn das möglich wäre, wäre es ein ziemlich schlechtes Versteck, finden Sie nicht auch?“ fügte Tema’na hinzu. Janeway warf ihr einen kritischen Blick entgegen, die Romulanerin wusste jedoch nicht, was Sie falsch gemacht haben könnte. Sie hatte nur einen Fakt festgestellt. Habe ich das „Sir“ vergessen?, überlegte sie streng.<br>„Sie hat Recht. Es gibt keine Möglichkeit aufgrund der Bodenschätze und Metalle. Wahrscheinlich sind die Tunnel auch einige hundert Meter tief in der Erde.<br>„Dann bleibt uns keine Wahl. Bilden Sie Suchtrupps und suchen Sie jeden Tunnel ab.“ Befahl Janeway. Sogleich trat Tuvok in den Turbolift. „Und nehmen Sie Taschenlampen und Wünschelruten, wenn es nicht anders geht.“ Sie hoffte jedoch nicht, dass ihre Offiziere auf solch altertümliche Methoden zurückgreifen mussten. Auch Seven verließ die Brücke. Janeway hatte zwar gewisse Bedenken, dass sie sich an der Suchaktion beteiligte, erhob jedoch keine Einwände. Die ehemalige Borg hätte sich auch nicht an den Einwänden Janeways gestört und wäre trotzdem auf den Planeten gebeamt.<br><br>Mit einem leisen Zischen öffnete sich die Tür des Folterraumes. Cretak sah den Menschen, durch das helle Licht über ihm, schon als er noch im Rahmen der Tür stand, auf der Bahre liegen. Seine Augen waren geschlossen. Das störte ihn jedoch nicht. Ohne auf den Lärm zu achten, den seine festen Stiefel verursachten trat er ein und stellte sich neben Chakotay. Er blickte auf den malträtierten Körper hinab. Konnte es sein, dass die Droge ihn schon dahin gerafft hatte? Ein Anflug von Panik machte sich in dem blassen, knochigen, cardassianischen Gesicht breit.<br>Er versuchte sich an die Lehrbücher über die menschliche Anatomie zu erinnern. Die Lungen, oberer Brustkorb. Sie sollten eigentlich für ein ständiges Heben und Senken des Brustkorbs verantwortlich sein. Doch er sah nichts dergleichen. War der Mensch schon zu schwer beschädigt um normal zu atmen?<br>Vorsichtig bückte sich Cretak zu Chakotays Gesicht hinab. Er machte sich nicht die Mühe, einen medizinischen Scanner zu holen, der sich in einer der Schubladen befand. Eines seiner Ohren hob er über Chakotays Nase. Doch, als er den erhofften leichten Atemzug hörte, war es schon zu spät. Er spürte ein leises Stechen an seinem Hals. Er blickte zu Chakotay. Der beinahe Todgeglaubte war lebendiger als erwartet. Mit weiten offenen Augen starrte er ihn an. Als könnte sein Blick töten. Und im Moment fühlte sich Cretak so, als gelänge es ihm. Er konnte sich nicht bewegen, nicht antworten. Nur ein leises Stöhnen verließ seinen Mund. Dann sah er den Arm des Menschen, der zu seinem Hals führte.<br>Doch auch Chakotay verließen nun seine spärlich angesammelten Kräfte. Sein Arm wurde schwerer und schwerer. Er zog das Messer aus der Kehle seines Gegners. Dann sah es auch Cretak. Zu dem roten Blut auf dem Boden und auf Chakotay mischte sich nun grau-grünliches des Cardassianers. Durch den verlorenen Halt des Messers in seinem Hals taumelte Cretak nach hinten und stürzte dem Boden entgegen. Gebremst wurde er nur durch einen Tisch, der hinter ihm stand. Doch auch dieser Gegenstand bot ihm keinen Halt. Er fiel weiter. Auf dem harten steinigen Boden blieb er liegen. Sein Kopf zur Seite gedreht, die Augen weit geöffnet, die Pupillen waren so klein, als blicke er direkt in eine Super Nova. Er atmete flach und schnell, wie ein Fisch auf dem Trockenen.<br>Chakotay stemmte sich hinunter. Mit letzter Kraft packte er sich seinen Peiniger und zerrte ihn ins Licht. Gern hätte er ihn auch auf den Tisch gelegt, doch dafür war er zu schwach. Er ging hinüber zum Waffenarsenal und nahm sich eine klingonische Waffe zu Hand, ein Mek’leth, mit einer circa 30 cm langen Klinge.<br>Im Rausch der Gefühle trat Chakotay an den Cardassianer heran, der ihn mit hasserfüllten Augen anstarrte. Er konnte keine Anzeichen von Reue oder einer Bitte um Gnade erkennen. Der Cardassianer war bereit. Was auch immer Chakotay für ihn bereithielt.<br>Eine Stimme in ihm warnte Chakotay. Doch die Überheblichkeit und Arroganz Cretaks verärgerte ihn nur noch mehr.<br>„Das ist für Thomas...“ Chakotay holte Schwung und schlitzte ihm mit der scharfen Klinge den Bauch auf. So einfach, als sei das Mek’leth ein warmes Messer und Cretak Butter. Eine große Lache graues Blut bildete sich unter dem Cardassianer. Sein Blick änderte sich nicht. Als schien er keine Schmerzen zu empfinden. Und immer noch starrte er den Menschen mit hasserfüllten Augen an.<br>„Und das für all die andern, die ihr verfluchten Cardassianer mir genommen habt...“ wider holte er Schwung.<br>Eine Stimme erklang, als das Messer auf den Kopf zuraste. Doch Chakotays Körper war zu schwach um die Klinge aufzuhalten. Und sein Geist sperrte sich gegen diese Möglichkeit.<br>Die scharfe Klinge trennte Cretaks Kopf mit Leichtigkeit ab. Und Chakotay glaubte, noch ein schelmisches Grinsen erkennen zu können. Sofort floss weiteres graues Blut aus dem Hals.<br>Chakotay sah auf. Und erkannte Tuvok und Seven of Nine. Das Mek’leth glitt ihm aus der Hand. Und sein Körper folgte danach. Wie ein nasser Sack fiel er neben Cretaks Leiche und in dessen Blut. <br><br><p align="center">***</p><p align="left">Als Chakotay die Augen wieder öffnete blickte er in ein bekanntes Gesicht. „Nicht bewegen.“ Er spürte die holografische Hand des Doktors auf seiner Brust ruhen. „Er kommt zu sich.“ <br>Chakotay war noch ziemlich benommen und wusste nicht, was ihm geschah. Erst langsam realisierte er, dass er in den vertrauten Bereichen der Krankenstation weilte. Er lag auf dem zentralen Bio Bett. Sein Körper war immer noch schwach. Auch wenn er gewollt hätte, er konnte sich nicht bewegen. Er brauchte Ruhe.<br>Janeway trat neben ihn und den Doktor. <br>„Wie geht es ihm?“ fragte sie besorgt.<br>„Er wurde schwer zugerichtet. Ich konnte alle Brüche richten, jedoch werden sie erst in einigen Wochen wieder voll belastbar sein. Die inneren Blutungen konnte ich während der Operation auch alle stillen. Sein Kiefer ist wieder gerichtet. Alle Blutungen im Schädel sind ebenfalls gestoppt. Die Lungen haben jetzt wieder mehr Platz. Die Droge konnte ich ebenfalls aus seinem Blut entfernen.“ Er atmete einmal schwer durch während er seinen Blick auf Chakotay gerichtet ließ. „Er wird es überstehen. In wenigen Tagen kann er in sein Quartier zurück. In zwei Wochen ist er wieder einsatzfähig. Jedoch...“<br>„Was meinen Sie?“<br>„Er wird viel Zuwendung brauchen. Und eine lange Therapie beim Schiffscounselor.“<br>„Verstanden. Kann ich mit ihm reden?“<br>Der Doktor nickte. „Aber nur kurz.“ Dann ging er zurück in sein Büro.<br>„Captain.“ Hauchte Chakotay<br>„Wir kriegen sie wieder fit. Keine Angst.“<br>„Was ist passiert?“<br>„Wissen Sie es nicht mehr? Der Cardassianer?“<br>Die Erinnerung kehrte schmerzlich zu ihm zurück. „Doch ich erinnere mich. An alles. Leider.“ Er atmete mehrere Male tief durch. Während der letzten Tage hatte er zu oft darauf verzichten müssen.<br>Janeway sah, wie unangenehm es ihm war, auch nur daran zu denken. Doch sie musste noch etwas klären. „Nach Tuvoks Bericht, war Cretak schon so gut wie tot, als sein Suchtrupp eintraf. Was machte das Mek’leth in Ihren Händen?“<br>Die Bilder jenes Momentes waren noch immer klar vor ihm. „Ich weiß es nicht.“ Log er.<br>„Vermutlich hat mich die Droge in einen Blutrausch versetzt.“ Er dachte in diesem Zuge an das vulkanische Pon Farr.<br>Janeway blickte kritisch zu ihm. „Die Droge hatte keinen Effekt auf den Teil des Gehirns, der ihren Körper steuert. Klar gesagt, sie waren voll zurechnungsfähig. Alles was sie in diesem Moment taten, taten sie aus freiem Willen heraus.“<br>„Ich verstehe nicht.“ Doch er verstand nur zu gut.<br>„Sagen Sie lieber nichts. Falls jemand fragt, war es Selbstverteidigung. Tuvoks Bericht und auch die aller anderer, werden zum Sternenflotten Kommando gesandt. Top Secret natürlich. Ich habe schon mit einigen Admirälen gesprochen. Unter ihnen auch Paris. Alle sind der Meinung dies nicht zu sehr aufzukochen. Cretaks Leiche wurde ebenfalls zur Erde geschickt. Die Gerichtsmediziner werden ihn dort unter Verschluss halten. Die cardassianische Übergangsregierung erhielt schon ein Kommunikee über diese Situation. Auch sie halten dies geheim. Im Sinne der Friedensverhandlungen. Sie können froh sein, nicht angeklagt zu werden.“<br>„Es tut mir Leid, Kathryn.“<br>Doch Janeway blieb streng. „Ich habe viel von Ihnen gehalten. Ich wusste, dass sie während ihrer Zeit beim Maquis wenig Skrupel hatten, aber jetzt. Ich dachte Sie zu kennen. Und Ihr Kathryn hilft Ihnen auch nicht weiter. Ich dachte, der Maquis ihn Ihnen wäre schon lang tot. Aber ich irrte mich wohl. Chakotay, auf welcher Seite stehen Sie, wenn einige Planeten der Föderation wieder in cardassianischen Raum fallen?“<br>„Ich bin auf Ihrer Seite. Die Cardassianer sind nicht mehr mein Feind. Und Cretak repräsentierte nicht sein Volk. Es war etwas zwischen ihm und mir.“<br>„Es ging um Rache. Blanke Rache. Commander, von jedem hätte ich gedacht, dass er zu so etwas fähig wäre. Doch von Ihnen habe ich gedacht, dass sie über Instinkten und barbarischen Akten stehen.“<br>Einen Moment lang herrschte Stille.<br>„Nach einem Befehl des Kommandos hat dieses Gespräch nie statt gefunden. Alles wird so weiter gehen wie bisher. Sie werden mit niemandem, außer ihrem Counselor oder mir darüber sprechen. Verstehen Sie? Chakotay, sie haben auch weiterhin mein Vertrauen. Jedoch werde ich mich jedes Mal fragen, ob ich Ihnen den Rücken zuwenden kann.“<br>„Das können Sie. Captain, zu Ihnen war ich immer aufrichtig. Immer ehrlich. Die Voyager ist mein Leben. Ich könnte nicht ohne sie auskommen. Verstehen Sie es nicht. Cretak hat sein Ziel erreicht. Er hat den Maquis in mir getötet. Er hat es geschafft seine Rache zu vollziehen. Indem ich mich selber und alles, an das ich glaube, verriet. Und das ich Sie enttäuscht habe. Glauben Sie mir, das wollte ich nie. Sie müssen mir glauben.“<br>Dies waren die wahrsten Worte, die er je ausgesprochen hatte. Auf einer unterbewussten Ebene spürte dies auch Janeway. „Wir sehen uns in 2 Wochen. Da ist jemand, der Sie sprechen will.“<br>Janeway verließ ihn. Ohne sich noch einmal zu ihm umzudrehen.<br>Dann kam eine weitere Frau zu ihm, die sein Leben war. Seven of Nine lachte aufmunternd. Noch bevor er etwas sagen konnte, küssten sie sich. Denn Chakotay wusste, dass ihr egal war, was sie auf Panteron 3 gesehen hatte.<br>Und die Voyager flog weiter. Als sie auf Warpgeschwindigkeit beschleunigte, ließ sie Panteron und einen veränderten Chakotay zurück. Ein Ausflug in die Vergangenheit war immer schwierig. Für Chakotay hatte dies bedeutet, einem schrecklichen Menschen zu begegnen, den er gehofft hatte, nie wieder zu sehen. Sich selbst. <br>Und er bemerkte, dass er Angst davor hatte, wieder so zu sein. Mehr als alles andere fürchtete er dies. Dieser Chakotay hörte nicht auf die Vernunft oder alte Sitten.<br>Rache hatte auch etwas Gutes an sich. Das redete sich Chakotay zumindest ein. Vielleicht konnte er so die Vergangenheit hinter sich lassen. Und endlich unbeschwert leben. Mit Seven of Nine.<br>Doch Cretak hatte den Sieg errungen. Er hatte seine Rache vollzogen.<br>Und das wurde Chakotay klar, als er die Warpmotoren des Schiffes heulen hörte. Niemand konnte ihn davor schützen. Er war so verletzlich wie jeder andere Mensch auch.<br>Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte er sich befreit. Wie der Chakotay, der er immer sein wollte. <br>Endlich...<br><br><br></p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächstens Montag, den 21.01.2002</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/episodenguide.shtml" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><br><p align="right"><font size="1"><b>RACHE</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER and JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer ANDREAS KREBS<br>producers SARAH OSTSIEKER &amp; MILA FRERICHS lektor FRANK ZIARNO<br>co-producers TIM PRUESSMANN &amp; FLORIAN TSCHIRPKE<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by CHRISTIAN GAUS<br><br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #290</font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">821</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x11: Temporale Gefahren</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x11-temporale-gefahren-r794/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0811.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0811.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x11 Voyager8 - Temporale Gefahren</font></b><br>Zip File<br>Größe: 220 Kb</font></td></tr></table></center></div><br><br><blockquote><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/pg13.jpg"><br><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p><br></blockquote><br><p align="left"><b>Gericht für Temporale Angelegenheiten, <br>San Fransisco, Erde<br>2885</b><br>Captain Ducane, einst der erste Offizier von dem pensionierten Captain Braxton auf der Relativity, stand in der Mitte eines riesigen Saales, umringt von einer großen Menge an verschiedenen Abgeordneten der Föderation und 5 Richtern. Er war der Kläger im Fall „Voyager“. <br>Dieses Föderationsschiff hatte Braxton mehr als einmal beschäftigt. Und er hatte es genauso wie einst Braxton satt, immer wieder die Zeitlinie zu korrigieren, wenn die Voyager in der Vergangenheit herumpfuschen musste. <br>Und dieses Mal war es ihm nur durch ein Urteil des „Ausschusses für die Bestimmung über die Behandlung von temporalen Gefahren“ möglich, die Voyager daran zu hindern, einen fatalen Fehler in der Vergangenheit zu machen. <br>„Ich beschuldige das Föderationsraumschiff U.S.S. Voyager, Registriernummer NCC-74656, Zeitgitter 2371, Stapellauf,  bis 2378, Zerstörung, bei Sternzeit 55378,2 durch die Begegnung mit dem Volk der Talwikc, in unserer Zeit, im temporalen Gitter 459, also im Jahr 2885, eine Katastrophe aus gelöst zu haben. Durch diese erste, konfliktreiche Begegnung und Bekanntschaft mit der Föderation fielen 165 Welten und 875,6 Milliarden Bürger der Föderation im Kampf gegen dieses hoch entwickelte Imperium, das aus einem entfernten Winkel des Alpha-Quadranten mithilfe eines temporalen Antriebes hierher kam. Ich bitte das Gericht hiermit um die Genehmigung, die Voyager mit Hilfe der U.S.S. Enterprise NCC-1701-L, einem neu gebauten Temporal-Kampfschiff, in der Vergangenheit zu eliminieren, ohne die Auswirkungen zu stark zu berücksichtigen!“ <br>In dem Saal brach ein lautes Gemurmel aus, das hauptsächlich von den Zuschauern und Reportern ausging. <br>Selbst im 29. Jahrhundert waren diese immer noch auf eine „heiße“ Story aus, denn es gab den Pulitzer-Preis noch immer - schon seit etwa 9 Jahrhunderten. <br>Während alle im Saal darüber diskutierten, was für ein genialer und radikaler Plan das war, um das Leben von etwa 900 Milliarden Föderationsbürgern zu retten, saß eine Person ganz still und mit einem verbitterten Gesichtsausdruck dort. Es handelte sich um Jacob Janeway. Ihm gingen die ganze Zeit lang diese letzten Worte Ducanes „ohne die Auswirkungen zu stark zu berücksichtigen“ durch den Kopf. „Die Auswirkungen“ bestanden darin, dass er niemals existieren würde, wenn dieser unmoralische Plan gelingen würde. Und, dass die Voyager ohne ihr Wissen vernichtet werden würde. <br>Auch für das Leben von 900 Milliarden Menschen durfte man nicht kaltblütig etwa 200 Menschen töten und einfach die Vergangenheit ändern. Sein Leben war ihm zu wertvoll, als dass er es einfach aufgeben würde. Nein, er würde es sein, der die Vergangenheit rettet...<br></p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Temporale Gefahren"</font></b></p><p p align="left"></p><blockquote>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY <br>STERNZEIT 55458,1. <br><font size="1">„Nach 2 Wochen langer Reise in einen entfernten und noch nicht kartographierten Teil des Alpha-Quadranten, ist die Crew – und auch ich – darüber glücklich, dass wir bald umkehren werden. Doch bevor ich mich über diesen Umstand freuen kann, muss ich mich erst einmal mit dem Doktor beschäftigen, der mit seinem ‚Kollegen’, der aktuellsten Version des MHNs, die vor 2 Wochen in der Krankenstation installiert wurde, offenbar Probleme aufgrund von Interessenkonflikten hat.“</font></blockquote>Die Türen der Krankenstation öffneten sich und das neue MHN erschien zeitgleich mit den Worten „Guten Tag! Was ist passiert? Können sie die Art des medizinischen Notfalls angeben?“. <br>Janeway fuhr erschrocken zusammen. <br>„Computer!“ seufzte der alte Doktor, „Programm deaktivieren!“ <br>Der Captain wirkte noch immer leicht irritiert: „ Äh... Doktor? Was genau war das?“ <br>Der Doktor schien innerlich zu triumphieren: „Sehen sie, was ich meine, Captain! Das zum Beispiel, oder sein in der Krankenstation verhängtes ‚Gesangs-Verbot’, oder seine stundenlangen Reden über biomolekulare Disoxidationsmethoden und irgend so einen pseudomodernen Kram, der mit Medizin nicht mal mehr annähernd etwas zu tun hat. Die Konstrukteure dieses Plasmaröhrenschrubbbers (Anmerkung des Autors: Das ist eines der wenigen unter Menschen existierendes Schimpfwort aus dem 24. Jahrhundert) ... äh... ich meine dieses MHNs hätten die ‚Persönlichkeits’-Subroutinen lieber löschen sollen, bevor sie meinen Freund hier auf meine Krankenstation versetzt haben! Wäre dieses verdammte Programm nicht schreibgeschützt, hätte ich es schon längst aus dem Computerkern dieses Schiffes eliminiert! Auch, wenn das ein wenig gegen meine ärztliche Ethik verstoßen würde!“<br>Von dem Geschreie des Doktors förmlich zurückgedrängt, erwiderte Janeway in einem ironischen Tonfall: „Na ja, wenn man es genau nimmt, scheinen sie ihre Persönlichkeit noch weniger unter Kontrolle zu haben, Doktor. Wissen sie, dass ich gar nicht wusste, wie aggressiv und unbeherrscht sie auf Probleme reagieren können?“ <br>„Es tut mir leid, Captain. Aber wofür haben wir dieses Programm eigentlich bekommen? Ich habe meine Arbeit hier vor der Ankunft dieses MHN VI. besser erledigen können, als es jetzt der Fall ist. Er schriebt mir alles vor. Er verbietet mir sogar das Züchten von bolaranischen Garnelen, die ich zu Studienzwecken hier halte, nur weil er fürchtet, dass Crewman Chell mit einer Wahrscheinlichkeit von 2,56 % Ausschlag durch diese Garnelen bekommen könnte. Dann verbietet er mir das Singen, da es den Toleranzwert von 70 Dezibel in der Krankenstation „bei weitem“ übertreibt. Finden sie vielleicht, dass ‚Yesterday’ von den Beatles zu laut ist?“ <br>Janeway hob fragend die Augenbrauen: „,Yesterday?’ Von den was?“ <br>Der Doktor hatte einen abwertenden Blick aufgesetzt: „Sie scheinen sich nicht sehr gut mit der Musik der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts auszukennen, Captain.“ <br>„Nein! Das tue ich nicht! Ich ziehe Latein-amerikanische und klassische Lieder vor...“ <br>Das MHN unterbrach seinen Captain und hatte plötzlich einen leidenschaftlichen Unterton in der Stimme: „Klassische Lieder? Kennen sie die 5. Symphonie von...“ <br>„Doktor!“, stoppte Janeway den Doktor, der schon zu summen begann, „Warum bin ich denn hierher gekommen? Bestimmt nicht, um über irgendwelche musikalischen Vorlieben zu sprechen!“ <br>Der Doktor nahm wieder eine ernstere Haltung an: „Ja, Captain. Ich bitte sie darum, bei der Sternenflotte anzufragen, ob ich das Recht habe, dieses Programm zu deaktivieren. Ich meine vollständig zu deaktivieren.“ <br>Janeway schmunzelte ein wenig: „Doktor, dieses Programm muss genauso anerkannt werden, wie sie es auch werden. Es hat auch Recht, die wir aufgrund unseres Eides nicht einfach ignorieren können. Computer! MHN #2 aktivieren!“ <br>Der Doktor machte plötzlich einen verzweifelten Blick und flehte den Captain noch einmal an, doch es war hoffnungslos: „Guten Tag! Was ist passiert? Können sie die Art des medizinischen Notfalls angeben?“<br><br>„Captain auf der Brücke!“, rief Harry Kim, als Captain Janeway den Turbolift verließ und die Brücke betrat. <br>„Rühren“, sagte sie gelassen, obwohl sie diesen ganzen extrem strengen Ton hasste. Sieben Jahre im Delta-Quadranten hatten alles so viel lockerer gemacht und nun, im Alpha-Quadranten, muss wieder alles ganz streng nach Sternenflotten-Regeln ablaufen. Der Delta-Quadrant hatte seine Vorzüge <br>„Hallo Kathryn“, sagte Chakotay, als diese es sich im Captainsessel bequem gemacht hatte. „Ich fand ihn eigentlich sehr gemütlich.“ <br>„Tja, Chakotay. Jetzt ist es aber wieder meiner. Nett, dass sie ihn warm gehalten haben. Nun gucken sie nicht so betrübt, ihr Platz ist auch bequem. Und schauen sie doch mal Seven oder Harry an: Sie stehen fast die ganze Zeit. Wir beide haben es richtig gut.“ <br>Chakotay schmunzelte und setzte sich auf seinen Platz: „Und? Wie ergeht es dem Doktor mit seinem neuen Kollegen?“ <br>Die Lippen des Captains formten sich zu einem breiten Grinsen: „Sagen wir es mal so: Sie mögen sich nicht, aber ich denke, der Doktor wird es noch 2 Wochen aushalten.“ <br>Plötzlich meldete sich Harry zu Wort: „Sir! Es nähert sich ein Schiff auf Abfangkurs. Entfernung: Ein Lichtjahr.“ <br>Janeway erhob sich vom Kommandostuhl: „Was für ein Schiff, Tuvok?“ <br>„Es ist nicht in unseren Datenbanken enthalten. Aber es ist sehr groß und viel stärker bewaffnet.“ <br>„Wir werden gerufen“, meldete sich Harry. <br>„Auf den Schirm!“ befahl Janeway. <br>Auf dem Bildschirm wurde ein exotisch aussehender Humanoider sichtbar, der mit einer dunklen und feindselig wirkenden Stimme redete: „Identifizieren sie sich!“ <br>Janeway war schockiert vom schroffen und unfreundlichen Ton des fremden Captains. „Mein Name ist Captain Kathryn Janeway vom Föderationsraumschiff Voyager. Gibt es einen Grund für ihren...“ <br>Der Captain wurde mitten im Satz unterbrochen: „Sie haben hier keine Fragen zu stellen, Captain! Sie werden mein Schiff sofort zu unserem Heimatplaneten begleiten, ohne irgendwelche Forderungen oder Fragen zu stellen!“ <br>„Aber was haben wir ihnen denn getan?“, fragte Captain Janeway und ihre Frage wurde sogleich mit einem Warnschuss vor den Bug der Voyager beantwortet. <br>„Ich sagte keine Fragen! Sie haben unser Territorium verletzt und werden mein Schiff zu unserem Heimatplaneten begleiten!“ <br>„Wir lassen uns nicht drohen. Wer gibt ihnen das Recht, einfach uns zu befehlen, sie zu ihrem Heimatplaneten zu begleiten... , nein! Sagen sie nichts! Keine Fragen!“ <br>Der merkwürdige Captain des fremden Schiffes schien ein wenig zu lachen: „Sie haben es erfasst! Also, werden sie uns nun folgen?“ <br>Janeways finsterer Blick war eigentlich schon Antwort genug: „Ihre Handlung ist eine klare Aggression, aber ich wäre trotzdem bereit, unsere Meinungsverschiedenheit friedlich zu klären!“ <br>Der fremde Captain deaktivierte plötzlich die Verbindung und die Voyager erbebte nur wenige Sekunden später. Funken stoben aus einigen Konsolen und Tema’na viel auf den harten Boden der Brücke und grünes Blut tropfte aus einer Wunde in ihrem Gesicht. <br>„Tuvok!“, schrie Janeway und begab sich zur Steuerkonsole, an der noch vor wenigen Sekunden Tema’na gesessen hatte. Normal hätte Janeway sich um sie gekümmert, doch dafür war keine Zeit. „Feuern sie mit allen Torpedos, die wir haben!“ <br>Wie wild begann der Kathryn einen Kurs einzugeben, doch als sie auf das Feld  „Beschleunigen“ drückte, vibrierte das Schiff nur, doch es tat sich nichts, und Janeway sah sofort auf dem Bildschirm, was passiert war. Das fremde Schiff hielt die Voyager mit einer Art Traktorstrahl fest. <br>„Captain, unsere Torpedos und Schilde sind wirkungslos. Dieses Schiff ist, was die Technologie betrifft, wesentlich fortgeschrittener als wir“, sagte Tuvok in einer schon fast störend ruhigen Stimme, die der Situation nicht ganz angemessen war. <br>Plötzlich hörte Janeway, wie sich auf der Brücke Soldaten von dem fremden Schiff materialisierten und als sie sich umdrehte, wurde sie sogleich durch eine Salve Disruptor-Projektile zu Boden geschleudert. <br><br>Chakotay wachte mit höllischen Kopfschmerzen auf. <br>Um ihn herum standen lauter Leute, es waren Offiziere, die sich unterhielten. Als er langsam wieder bei klarem verstand war, wurde er sich der Lage bewusst. <br>Die Voyager war geentert worden, er wurde auf der Brücke zusammengeschlagen. <br>„Vorsichtig, Commander!“ kam Chell und half Chakotay von der Liege der Arrestzelle. <br>„Wo sind wir, Chell?“ <br>„In einer Arrestzelle, zusammen mit circa 20 anderen Personen.“ <br>Chakotay runzelte mit einem verächtlichen Blick die Stirn: „Sie tun so, als ob sie das alles gar nicht interessieren würde...“ <br>„Wissen sie, Commander, ich habe ein optimistisches und lebensfrohes Wesen. Die Bolianer sind ein sehr fröhliches Volk, wir glauben, dass es aus keiner Situation keinen Ausweg gibt!“ erwiderte Chell. <br>Chakotay hatte keine Lust, in dieser Situation die Unterhaltung mit dem in seinen Augen leicht verrückten Bolianer fortzusetzen und drängelte sich durch die Masse von Offizieren in der kleinen Arrestzelle zum Kraftfeld. <br>Zwei Wächter von dem fremden Schiff gingen auf und ab in dem Raum. <br>„Sie da!“, rief Chakotay und fing sich einen verächtlichen Blick ein. „Was geschieht jetzt mit uns?“ <br>Plötzlich begann der Fremde sich dem Kraftfeld zu nähern. „Wenn es nach mir ginge, Mensch, würde ich sie alle hier umbringen, aber wir haben was Besseres mit ihren wertlosen Körpern vor.“ <br>Chakotay hatte Klingonen immer für brutal und Furcht erregend gehalten, doch diese Konversation regte ihn an, das noch einmal zu überdenken. <br>„Klohgan an Soldat BL 154! Melden sie sich!“ <br>Derjenige, der gerade noch mit Chakotay gesprochen hatte, aktivierte nun ein Gerät hinter seinem Ohr. Es schien sich dabei um eine Art Kopfhörer und Mikrofon in einem zu handeln. „Hier Soldat BL 154! Was soll ich tun?“ <br>„Bringen sie die Gefangenen sofort in den Frachtraum... 5! Wir sind angekommen!“ <br>„Verstanden, Oberster!“, beendete Soldat BL 154 die Unterhaltung mit seinem Vorgesetzten Klohgan, bei dem es sich offenbar um die Person handelte, die die Voyager angegriffen hatte und Janeway befahl, ihm ins Heimatgebiet zu folgen. <br>Der Soldat mit der Nummer BL 155 deaktivierte das Kraftfeld und 154 befahl Chakotay und den anderen Offizieren, die Zelle zu verlassen und ihm zu folgen. <br>Auch aus den anderen Zellen kamen Crewmitglieder. Da entdeckte Chakotay Seven und flüsterte ihr zu: „Seven, geht es dir gut?“ <br>Kaum hatte er ausgeredet, richtete einer der vielen Soldaten im Korridor Richtung Frachtraum seine Waffe auf die beiden und befahl ihnen, still zu sein. <br>Der Erste Offizier wurde sofort ruhig, obwohl er alles andere als ruhig war. Ganz im Gegenteil: Er war extrem unruhig, denn er wusste nicht, was passieren würde. Und wo war Kathryn?<br><br>Janeway öffnete ihre Augen und wurde von grellem Licht geblendet. Sie hätte schreien können, so schmerzte ihr Rücken, doch sie unterdrückte ihren Drang, als sie zwei Soldaten und dem Captain dieses fremden Schiffes in die Augen blickte. <br>„Na, Captain? Wie geht es ihnen denn?“ <br>Janeway schlug einen sarkastischen Ton an, wie immer, wenn jemand sie demütigte: „Ich habe mich nie besser gefühlt...“ <br>Mit einem bösartigen Grinsen fuhr er mit ihrer Unterhaltung fort: „Captain Janeway, ich glaube wir wurden aneinander noch nicht vorgestellt: Meine Name ist Klohgan der Dritte. Ich komme vom Planeten Talwikc und sie haben unser Territorium betreten, ohne uns vorher zu fragen! Bitte entschuldigen sie die Unannehmlichkeiten! Aber das Protokoll, falls sie wissen, was das ist, schreibt mir vor, so zu handeln.“ <br>Janeway erhob sich vom Boden: „ Wir wussten ja nicht, dass hier jemand ist, sonst hätten wir gefragt! Kann es eigentlich sein, dass sie dieses Protokoll für Erstkontakte geschrieben haben?“ <br>„Oh, oh, Captain. Gleich zwei Verstöße gegen meine persönlichen Gesetze: Keine Fragen und kein Sarkasmus!“, sagte Klohgan und schlug dem Captain mit seinem dritten Arm in ihr Gesicht. <br>Sofort floss Blut aus Janeways Nase und sie warf ihm einen starken und abwertenden Blick zu. <br>Diese Talwikc unterschieden sich in jeder Hinsicht von den Menschen: Sie besaßen drei Arme, hatten einen seltsam geformten Kopf, der scheinbar nur aus knochigen Wülsten bestand und waren etwa 30 Zentimeter größer als ein durchschnittlicher Mensch. <br>„Was haben sie mit uns vor, sie Bastard?“, schrie ihn Janeway überraschend unbeherrscht an. <br>„Captain, sie können ja richtig stark sein! Ihre Kraft werden sie auch noch gebrauchen. Was wir mit ihnen vorhaben, wollten sie wissen. Nun, sie werden vor ein Gericht gestellt und nach dem Prozess sofort versklavt. Ich denke, sie werden zur Erzverarbeitung auf unseren Heimatplaneten geschickt. Aber ich möchte ihnen ja noch nicht zuviel verraten!“<br><br>„Triebwerke aktivieren! Temporaldeflektor aktivieren und an Navigationssystem koppeln.“ Jacob Janeway saß in seinem Shuttle, dass er sich von seiner Dienststelle, der interstellaren Basis 348 im Orbit der Erde, „ausgeliehen“ hatte. „Kurs: 134 zu 345,6. Zeitgitter: 2378, Sternezeit: 55458,9, temporale Koordinaten: U.S.S. Voyager! Tarnung aktivieren, sobald der Temporal-Korridor verlassen wurde!“  <br>Plötzlich piepste der Computer und die Stimme eines Mannes ertönte. Es war die Stimme von Captain Ducane von der Enterprise-L: „Mr. Janeway! Ich bitte sie, ihren nicht genehmigten Ausflug zu unterbrechen und ihren Temporaldeflektor zu deaktivieren!“ <br>Janeway antwortete dieser Aufforderung: „Ich werde meinen Ausflug nicht unterbrechen. Sie geben sich als friedliche Offiziere, dabei missachten sie jedoch alle Menschenrechte und beginnen mit einem Temporalen Rachefeldzug! Ich habe die Wahl: Sterben oder nie existieren. Ich ziehe Sterben vor, Captain!“ <br>In dem Moment erbete das Shuttle. <br>„Computer, wann erreichen wir die Koordinaten für die Aktivierung des temporalen Korridors?“ <br>„In drei Minuten und 47 Sekunden!“ <br>„Verdammt!“ seufzte Jacob, „Computer! Temporalen Deflektor jetzt aktivieren!“ <br>Der Computer schien sich um ihn zu sorgen: „Warnung: Bei ...“ <br>Jacob ließ den Computer nicht ausreden: „Temporalen Deflektor aktivieren!“ <br>Das Shuttle erbete erneut, diesmal aber nicht durch einen Transphasen-Torpedo der U.S.S. Enterprise NCC-1701-L, sondern durch das Öffnen eines temporalen Korridors. Er sog das Shuttle förmlich in sich hinein. Es würde ein sehr gefährlicher Flug durch die Zeit werden.<br><br>„Nennen sie ihre Bezeichnung und ihre Herkunft, Angeklagter!“ Ein offenbar alter Talwikc saß auf einer Art Thron in einer riesigen und hell-gelb erleuchteten Halle. Ein Kriegsgericht der Talwikc-Regierung war es offenbar. <br>Kathryn Janeway stand von einem ringförmigen Kraftfeld umgeben in der Mitte des Saals und ein großes und grölendes Publikum war in einem Halbkreis hinter ihr. Um sie herum schwenkten offenbar Kameras oder ähnliche Geräte, dieser Prozess schien die ganze Bevölkerung dieses tyrannischen Planeten zu unterhalten. „Mein Name ist Kathryn Janeway. Ich komme von der Vereinten Föderation der Planeten. Unsere Mission ist friedlich, wir sind Forscher. Wir hatten nicht vor ihr Territorium durch unser Eindringen zu verletzen!“ <br>Nach jedem Wort Janeways verzweifelter Aussage vor diesem Kriegsgericht schien das Publikum sich mehr an ihr zu erfreuen. <br>Schon jetzt wusste Janeway, dass diese Kultur noch diskriminierender und kriegerischer war, als es die Klingonen gewesen sind und waren. <br>„Das ist uns egal“, fuhr der alte Richter das „Verfahren“ fort, „Sie werden zu lebenslänglicher Haft und Dienst als Soldaten verurteilt. Ihre gesamte Crew wird einen Chip implantiert bekommen, der bei Verletzung der Direktiven oder Ausbruchsversuchen aktiviert wird und sie sofort tötet. Darüber hinaus wird ihre hervorragende holografische Projektion unser erster Militärisch Holografischer Notfallsoldat, kurz MHN.“ <br>Der Captain zuckte bei den letzten Worten zusammen. Soviel Ungerechtigkeit hatte sie schon so lange nicht mehr empfunden, es war so furchtbar. ... Ein Blitz entstand vor Janeways Augen ... und plötzlich...<br><br>„Offenbar hat der Zeitsprung von diesem Jacob Janeway noch keine Auswirkungen“, seufzte Captain Ducane, der nun das Kommando über das Temporal-Kampfschiff Enterprise der Tempus-Klasse bekommen hatte. Er konnte nicht verstehen, warum diese Person nicht bereit war, zu akzeptieren, nie existiert zu haben, und damit das Leben von Milliarden Bürgern zu retten. „Temporaler Rachefeldzug“: Diese Worte konnten nur von so einer ignoranten Person stammen. Jahrhunderte der Entwicklung, und es gab noch Menschen, die ihr Leben über das von Milliarden anderen stellten. Er hätte sein Leben ohne weiteres geopfert – wenn er von den Auswirkungen der temporalen Auslöschung der Voyager betroffen wäre. An seinen Steuermann gewandt sagte Ducane: „Können sie in etwa feststellen, in welcher zeit und vor allem wo dieser Korridor geendet hatte?“ <br>„Da er zerstört wurde, bevor ich genaue Scans durchführen konnte, können wir nicht mal sicher sein, dass er überhaupt sein Ziel erreicht hat. Ich vermute aber, er wird einen Zeitraum kurz vor der Begegnung der Voyager mit dem Talwikc-Kriegschiff gewählt haben. Möglicherweise.. äh... Sternzeit 55459. Die Intensität des Deflektorimpuls und des Korridors lässt auf etwa die temporale Koordinaten schließen. Doch genau kann ich es nicht bestimmen.“ <br>Ducane nahm einen ernsten Gesichtsausdruck an und ging Richtung seinem Erster Offizier, Captain Braxtons 24-jährigem Sohn, Commander Peter Braxton: „Hm... Wir haben ja volle Handlungsfreiheit, nicht wahr?“ <br>„Ja, Sir!“ Plötzlich zeigte sich ein bösartig wirkendes Lächeln auf Braxtons Lippen: „Gut! Steuermann. Geben sie die gerade genannten Koordinaten ein, 10 Lichtjahre von der Voyager entfernt. Sobald wir die temporale Verzerrung verlassen haben, aktivieren sie die Tarnung!“ <br>Im Weltraum bot die Enterprise einen gigantischen Anblick, als der Hauptdeflektor im Bug des Schiffes bläulich zu leuchten anfing und sich vor dem Schiff eine riesige, temporale Verzerrung öffnete, der sich das Föderationschiff näherte.<br><br><blockquote>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER <br>CAPTAIN JANEWAY<br>STERNEZEIT 55458,9<br><font size="1">„Wir haben vor 4 Minuten ein merkwürdiges Signal aus einem 2 Lichtjahre vor uns liegenden System erhalten. Es schien sich um eine temporale Anomalie zu handeln. Wir werden der Sache nun auf den Grund gehen und die Vorfälle dort untersuchen.“</font></blockquote><br>Janeway war nervös. Sehr nervös. Äußerst nervös. Eine temporale Anomalie, alleine jede Form des lateinischen Wortes „Tempus, temporis n.“ erregte schon ein mulmiges Gefühl in ihrem Magen. Zu oft schon hatten sie mit der Zeit oder Veränderungen in ihr zu kämpfen, Personen wie Captain Braxton hatten ihre Reise nach Hause mehr als einmal gefährdet. „Wie lange noch, Tema’na?“ <br>Die junge Romulanerin war ruhig und gelassen wie immer, obwohl ihr der Styl des Captains nicht passte. Sie war in ihren Augen viel zu steif und menschlich. Trotzdem versuchte sie diese Gedanken zu verdrängen, wen sie auf der Brücke Dienst tat. Oft ärgerte sie sich, dass sie an diesem verdammten Austauschprogramm Teil genommen hatte. <br>Na ja, aber irgendwie war es auch eine Genugtuung für sie, zu wissen, dass sie die Voyager in ihren Händen hatte. Ein falscher Befehl, und sie würde nicht mehr sein. Von ihr hing viel ab. „Noch 9 Minuten, Sir. Das ist übrigens bereits das siebte mal, dass sie das fragen.“ <br>Janeway schlug denselben Ton wie ihre Steueroffizierin an: „Haben sie ein Problem damit, Fähnrich?“ <br>„Nein, Sir!“ Das meinte sie: Janeways steife und extrem am Protokoll und ordentlichem Benehmen orientierte Führung. <br>„Captain“, meldete Lieutenant Kim, „wir empfangen nun genauere Daten!“ <br>„Auf den Hauptschirm, Harry“ Auf dem Bildschirm erschien ein Diagramm eines Shuttles, das offenbar schwer beschädigt war. <br>„Ist das eine Art Shuttle?“ <br>„Ja! Es handelt sich offenbar um ein schwer beschädigtes Föderationsschiff. Die Sensoren geben mir hier Daten über Antrieb und Energiefluss, die ich schon einmal gesehen habe: Vor 6 Jahren, als wir auf das Zeitschiff Aeon mit Captain Braxton an Bord gestoßen sind...“ <br>Janeway wurde nach Harrys Antwort noch mulmiger im Bauch. „Geben sie vorsichtshalber gelben Alarm!“ befahl Janeway und die Brücke wurde in ein gelbes Licht getaucht. „Tuvok, sind sie sich sicher, dass das Schiff außer Gefecht ist?“ <br>Der Vulkanier hob eine Augenbraue: „Ja, ich bin mir ziemlich sicher. Eine genaue Antwort kann ich ihnen aber erst in den nächsten Minuten geben!“ <br>Janeway wollte nichts riskieren, aber sie wollte wissen, was dort vor sich ging, so nah bei der Voyager. <br><br>Vier Minuten später näherte die Voyager sich den Koordinaten des wahrscheinlich aus der Zukunft stammenden Shuttles, das im Raum trieb. <br>„Harry, gibt es Lebenszeichen an Bord?“ <br>Kim scannte das Objekt: „Ja, aber nur ein sehr schwaches.“ <br>Captain Janeways Neugierde war geweckt: „Können wir ihn an Bord holen?“ <br>„Ja, Ma’am. Wir könnten ihn in die Krankenstation beamen und sein Shuttle würde in Frachtraum 1 passen.“ <br>„Los! Ich bin auf der Krankenstation!“, befahl der Captain Kim und wollte gerade die Brücke verlassen, als Harry sie aufgeregt anhielt: „Captain! Wir empfangen eine zeitliche Verzerrung direkt vor uns!“ <br>Janeway drehte sich ruckartig um und verließ den Turbolift wieder: „Haben sie das Shuttle und den Menschen an Bord?“ <br>„Ja, der Doktor meldet gerade, er hat ein Kraftfeld um das Biobett aktiviert.“ <br>„Gut“, bestätigte Kathryn und setzte sich auf ihren Platz. <br>„Da kommt irgendetwas aus diesem Riss...“, meldete Chakotay. „Roter Alarm, Tuvok!“ <br>Ruckartig wurde das Licht auf der Brücke gedämpft, eine Sirene ertönte viermal und Lampen in der Wand begannen rot zu blinken. <br>Auf dem Schirm erschien ein großes und bedrohlich wirkendes Schiff, das in seinem Design dem Shuttle ähnelte. <br>„Rufen sie das Schiff!“ <br>„Sie antworten!“ Auf dem Schirm erschien eine Janeway und Seven bekannte Person. <br>Janeway begann das Gespräch: „Mr. Ducane, richtig? Was treibt sie denn in unsere Zeit?“ <br>„Sie. Captain, vielleicht verstehen sie das nicht, aber durch sie wurde in unserer Zeit eine Katastrophe ausgelöst. Ich muss sie leider hindern, einen Fehler zu begehen. Und das geht nur durch ihre Zerstörung. Sie werden nie existiert haben!“ <br>Captain Janeway und alle auf der Brücke starrten fassungslos auf den Bildschirm: „Wie können sie uns einfach eliminieren. Es gibt doch auch einen andere Möglichkeit!“ <br>Plötzlich zitterte die Voyager. <br>„Captain!“, rief Tuvok. „Sie feuern mit einem stark mit Chroniton-Partikeln verseuchten Strahl auf uns. Die Schilde werden das nicht lange abhalten können.“ <br>„Die versuchen uns einfach aus der Zeit zu löschen... Was sagten sie? Chroniton-Partikel! Gut, auf der Akademie haben wir gelernt, dass Chroniton-Partikel immer positiv geladen sind. Polen wir unsere Schilde einfach um, und wir müssten ein paar Sekunden Zeit haben, um von hier zu entwischen.“ <br>Harry tippte schnell das Geforderte in seine Konsole. Gut, Schilde sind bereit!“ <br>Auch Tema’nas Fähigkeiten waren gefordert: „Ich programmiere unseren alten Kurs ein!“ <br>„Los!“ <br>Das Schiff wurde kräftig durchgerüttelt, konnte sich aber von dem Strahl lösen und die Voyager aktivierte ihren Warp-Antrieb. Sie waren entkommen. <br><br>Die Türen der Krankenstation öffneten sich und der Doktor deaktivierte sofort das geöffnete Programm des stellvertretenden Doktors, eines vor kurzem installierten Kollegen des Doktors. Darüber musste er mit Janeway unbedingt noch mal sprechen. „Captain! Gut, dass sie kommen. Er ist gerade aufgewacht. Seine Zellen sind ihren um einige Jahrhunderte voraus!“ <br>Der Captain näherte sich dem von einem Kraftfeld abgeschirmten Biobett. <br>Der junge Mann erhob sich und starrte Janeway an: „Captain Janeway, nehme ich an...“ <br>Der Captain machte eine erstaunte Mine: „Woher wissen sie das?“ <br>„Nun ja, ich habe Bilder gesehen. Sie sind schließlich... meine Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur- -Großmutter...“<br><br>„Verdammt!“, schrie Ducane auf der Brücke der Enterprise-L, als er die Voyager flüchten sah. Sie existierte immer noch. <br>Der Name „Enterprise“ stand immer für herausragende Leistungen, doch das war nicht hervorragend. Nun irrten sie 5 Jahrhunderte vor ihrer Zeit im 24. Jahrhundert herum. <br>„Suchen sie dieses verdammte Schiff!“, brüllte er unbeherrscht seinen Steuermann an. Er musste dieses Schiff finden, schließlich standen fast 900 Milliarden Leben auf dem Spiel.<br><br>Kathryn machte einen verwirrten und ratlosen Eindruck. Das war ein Nachfahre von ihr? Sie konnte es nicht glauben, dass ihre Familie auch noch in 5 Jahrhunderten existieren würde. <br>Plötzlich wurde sie immer glücklicher, diesen Ducane von seinen Plänen abgehalten zu haben. Sie würde schließlich bald eine Familie gründen, wäre sie jedoch aus der Zeit eliminiert worden, hätte es sie und alle nachfolgenden „Janeway“-Generationen nicht gegeben. <br>„Wie heißen sie?“ fragte Kathryn vorsichtig. <br>„Janeway, Jacob Janeway. Captain, wir haben nicht viel Zeit. Wir müssen schnell handeln, bevor die Enterprise sie wieder findet. In meinem Shuttle, das sie hoffentlich an Bord gebeamt haben...“, Janeway nickte, „... befinden sich Informationen über Schildmodifikationen, die sie sofort durchführen müssen. Ich habe daran über ein Jahr gearbeitet. Sie müssten, sobald Ducane auf sie feuert, dafür sorgen, dass die gesamte Zeitlinie im Umkreis von circa 30 Lichtjahren verändert wird. Wenn sie Glück haben, verschwindet Ducane aus ihrer Zeit und die Talwikc, ein Volk, auf das sie bald treffen werden, ist von friedlicher natur und wird sie nicht versklaven. Und alle werden dann zufrieden sein.“ „ Versklaven?“ <br>„Ja, sie werden von deren Regierung versklavt und die Voyager wird nach Informationen durchsucht. 500 Jahre rüsten die Talwikc auf und ziehen dann plötzlich los in Richtung Föderation. Die Übermacht überrollt uns und 900 Milliarden Bürger der Föderation, etwa die Hälfte, sterben. Daher wird in einem Prozess erlaubt, dass die Voyager ausgelöscht werden darf und andere notwendige Veränderungen in der zeit durchgeführt werden dürfen.“ <br>„Aber wir könnten doch einfach umdrehen und diesen... Talwikc nie begegnen“, warf Captain Janeway ein. <br>„Nein, es ist zu spät. Sie wurden bereits entdeckt. Außerdem wurde nur ihre Zerstörung erlaubt. Eine Warnung in der Vergangenheit wäre zu risikoreich und könnte nicht vorhersehbare Konsequenzen haben.“ <br>„Was wäre, wenn ein Janeway in vielleicht 1000 Jahren die Föderation rettet, aber die Familie nie existiert hätte. Sind das keine gravierenden Auswirkungen?“ <br>„Die Zukunft interessiert die Regierung der Föderation Ende des 29. Jahrhundert nicht. Nur die Vergangenheit zählt. Also, Captain. Tun sie das, was ich gesagt habe. Jetzt!“ <br>Kathryn lief eine Träne die Wange herunter. Sie war gerührt, wie ihr nachfahre ihr Leben schützen wollte und dass sie bald schon eine Familie haben würde. Sie wandte sich ab vom Kraftfeld und ging geradewegs zum Ausgang der Krankenstation, doch sie drehte sich noch einmal um: „Danke!“ <br><br>„Barclay?“ sah Janeway fragend ihren Chefingenieur an, der nervös und hibbelig zu stottern begann. <br>Er war zwar nicht unbedingt ein besonderer Mensch, aber er verstand seinen Beruf sehr, sehr gut. Und das schätzte Janeway an ihm. <br>„Äh... ähm... di-die Schildmo-modifikationen sind durchgeführt wo-worden. Es müsste eigentlich alles klappen.“ <br>Aber seine Ausdrucksweise hasste sie: „Was heißt ‚eigentlich’, Mr. Barclay?“ <br>„Ei-Eigentlich, na ja, da-das heißt soviel wie... ‚Ja!’, Ma’am.“ <br>Harrys Konsole begann in dem Moment zu piepsen. <br>Der Captain drehte sich angespannt um, genau wie Seven, Tema’na, Barclay, Chakotay, Tuvok und alle anderen Offiziere auf der Brücke. <br>„Harry?“ <br>Der genannte hob seinen Kopf und sah seinen Captain an: „Es ist soweit! Die Enterprise ist soeben aus dem Time-Warp gekommen...“ <br>Tuvok meldete: „Sie aktivieren ihre Waffe!“ <br>„Schilde aktivieren!“, schrie Janeway und Barclay fuhr diese hoch. <br>Das Schiff erbete wieder, doch nach 5 Sekunden... entstand ein blaues Licht vor Janeways Augen ... alles wurde in einen blauen Nebel gehüllt... und plötzlich... <br>„Identifizieren sie sich bitte!“, forderte der Captain dieses fremden Schiffes, das gerade auf den Sensoren der Voyager aufgetaucht war. <br>„Mein Name ist Captain Kathryn Janeway vom Föderationsraumschiff Voyager. Wir sind in friedlicher Mission hier!“ <br>Der fremde Captain lächelte: „Da haben wir ja schon mal eine Gemeinsamkeit, Captain Janeway!“<br><br>Im Casino fand gerade eine Feier anlässlich des Erstkontaktes mit dem Volk des Imperiums der Talwikc statt. <br>Hochrangige Vertreter der Föderation waren gekommen, der Präsident des Talwikc-Imperiums und viele andere. <br>Janeway befand sich noch in ihrem Quartier und probierte gerade, ob ihre alte und ein wenig eingestaubte Gala-Uniform ihr noch passen würde. Nein, sie passte nicht mehr. Sie war zu eng geworden, schließlich hatte sich Janeway während ihrer Zeit im Delta-Quadranten durch die vielen und schweren Einsätze ziemlich viele Muskeln antrainiert. <br>Auf dem Weg zum Replikator, um eine neue Uniform schnell zu replizieren. Die letzten Tage hatten ihr wirklich gefallen: Sie stellte den friedlichen Erstkontakt zu einem 60 Lichtjahre von den Föderationsgrenzen entfernten Imperium her, das sich sogar fast bis zum Galaktischen Kern ausgebreitet hatte und Admiral Paris hatte sie deshalb zur Beförderung zum Admiral vorgeschlagen. Irgendwann, vielleicht in 2 Wochen, in 2 Monaten oder nächstes Jahr würde sie stolz die neuen Rangnadeln an ihre Uniform heften können, doch eigentlich wollte sie nicht Admiral werden: Denn dann würde sie das Kommando über die Voyager mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren, das Kommando über eine perfekte Crew und ein zwar älteres, aber verdammt gutes Schiff, das schon jetzt mehr Geschichte geschrieben hat, als alle Schiffe mit dem Namen „Enterprise“ zusammen. <br>Na ja, fast zu mindestens. „Tuvok an Captain Janeway!”, piepste der Kommunikator von Captain Janeway, die seufzte, da sie schon viel zu spät war. „Sprechen sie, Tuvok!“ <br>„Könnten sie bitte auf die Brücke kommen, bevor sie zur Feier im Casino gehen, Captain?“ <br><br>Auf Deck 1 angekommen, trat Janeway sofort aus dem Turbolift und wandte sich an Tuvok: „Na, was gibt es, Tuvok?“ <br>„Ich weiß nicht, ob es wichtig ist, aber ich habe im Umkreis von etwa 30 Jahren eine große Konzentration von Chroniton-Partikeln geortet. Besonders um uns ist die Konzentration außergewöhnlich hoch.“ <br>Der Captain runzelte die Stirn: „Untersuchen sie das weiter. Wahrscheinlich sind sie nur natürlichen Ursprungs!“ <br>Tuvok nickte und sein Captain rannte in den Turbolift, um noch rechtzeitig zum Beginn der Feierlichkeiten im Casino zu erscheinen. Sie war schon gespannt – oder besser gesagt  fürchtete sie sich -, was Chell für die Gäste zubereitet hatte.<br><br><b>Braxtons Ferienhaus, <br>Rocky Mountains<br>2885</b><br>„Kommst du gleich, Vater?“, fragte Peter seinen pensionierten Vater, der seit seiner Pensionierung an einem geheimen Plan arbeitete, von dem selbst er, als Lt. Commander an Bord der Relativity nichts wissen durfte. <br>Sein Vater war seit der Verbindung von seinen verschiedenen temporalen Leben so besessen davon, diesen plan der Sternenflotte zu geben. Bevor sein Vater kam und das PADD deaktivierte, konnte er noch etwas lesen, die Überschrift: „Plan Voyager“ . . . <br><br><br><br><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächstens Montag, den 14.01.2002</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/material_episoden.php" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><br><p align="right"><font size="1"><b>TEMPORALE GEFAHREN</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER and JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer MARKUS RACKOW<br>producers SARAH OSTSIEKER &amp; MILA FRERICHS lektor FRANK ZIARNO<br>co-producer TIM PRUESSMANN<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by MARKUS RACKOW<br><br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #295</font></p><br>]]></description><guid isPermaLink="false">794</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x10: Heilige Wesen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x10-heilige-wesen-r732/</link><description><![CDATA[<p align="center"><font size="3"><b>Diese Folge gibt es als PDF-Download.</b></font><br></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0810.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0810.jpg" width="140" height="130"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x10 Voyager8 - Heilige Wesen<br></font></b>Zip File<br>Größe: 196 Kb</font></td></tr></table></center></div><blockquote><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/pg.jpg"><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>STERNZEIT 55409,9</font><br>„Die Voyager hat den Auftrag einige Hilfsgüter zu einer Kolonie zu bringen, dies erweist sich als echte Herausforderung, da unsere neuen Geräte noch einige Macken haben.“</blockquote><p align="left">„Wir sollten eine Sondergenehmigung beantragen, die uns erlaubt die alten zu tragen die neuen Uniformen sind noch unbequemer“. Janeway war an diesem Morgen ziemlich genervt, da erst der Replikator Grünen Tee statt Kaffee repliziert hatte und dann die Schalldusche nicht funktionierte.<br>Überhaupt funktionierte an diesem Tag alles nicht so wie es sollte. „Die Ursache liegt bestimmt bei den technischen Erneuerungen die wir nach unserer Rückkehr bekommen haben.“ Harrys Kommentar fand die Zustimmung aller Brückenoffiziere.<br>„Egal woran es liegt, ich will dass alles funktioniert. Janeway an Barclay, führen sie Diagnosen durch, um den Fehler zu finden, ich kann kein Schiff gebrauchen das mir Grünen Tee zum Frühstück serviert“<br>„Ähh, ja Captain ich kümmere mich sofort darum.“ Der Chefingenieur wusste zwar nicht was es mit dem Tee auf sich hatte, aber er führte Janeways Befehle aus.<br>Barclay wollte gerade mit der Arbeit beginnen, als sich plötzlich eine Art Subraumspalte neben dem Warpkern öffnete. „Barclay an Sicherheit, wir brauchen sie hier unten“. Doch noch bevor Barclay den Finger vom Kommunikator nehmen konnte, kam ein Wesen aus der Spalte hervor und drang in Barclays Körper ein.</p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Heilige Wesen"</font></b></p><p align="left">Als die Sicherheit das Maschinendeck erreichte, stand der Chefingenieur kerzengerade im Raum.<br>„Commander alles in Ordnung?“<br>So wie Barclay da stand erwartete Tuvok keine Antwort, es war offensichtlich, das etwas nicht stimmte. Barclays Augen begannen zu glühen und er begann zu sprechen. „Ihr habt euer Versprechen gebrochen dafür werdet ihr bezahlen“.<br>Janeway stürmte durch die Tür, ging dann aber vorsichtig auf ihren Offizier zu.<br>„Du hast uns betrogen, wir werden euch dafür vernichten.“ Barclay, oder was auch immer in ihm sprach, feuerte einen Energiestrahl auf eine Konsole.<br>„Tuvok, schnell.“<br>Der Sicherheitsoffizier wusste was Janeway wollte und betäubte Barclay mit seinem Phaser.<br>„Bringen sie ihn auf die Krankenstation ich will wissen was mit ihm los ist“. Der Captain kehrte zur Brücke zurück.<br>Der Doktor scannte Barclay mehrmals und fand eine zweite Biosignatur im Körper des Chefingenieurs. Er war sich sicher, dass es ein fremdes Wesen sein musste, das Barclay benutzte, um auf verbaler Ebene zu Kommunizieren.<br>Janeway saß in Ihrem Raum und durchsuchte die Logbuchaufzeichnungen der letzten sieben Jahre, in der Hoffnung einen vergleichbaren Zwischenfall zu finden. Das Wesen sagte, sie habe es betrogen, das ließe darauf schließen das die Voyager dem Wesen in der Vergangenheit schon begegnet sein muss.<br>Chakotay betätigte Janeways Türklingel.<br>„Treten Sie ein.“<br>Chakotay betrat den Bereitschaftsraum des Captains.<br>„Bitte sagen sie mir das Barclay nur einen schlechten Tag hatte.“<br>Chakotay konnte sich zu einem Lächeln zwingen, war aber nicht besonders gut darin. „Tut mir leid, aber ich wünschte es wäre so einfach. Der Doktor hat eine zweite Biosignatur IN Barclay gefunden.“<br>Janeway hatte so etwas befürchtet, aber verdrängt. „Eine uns bekannte Lebensform?“ Chakotay sah zu Boden, dann sah er dem Captain direkt in die Augen. „Durchaus, es ist ein Protonanischer Wächter.“<br>„Die damals die Equinox angegriffen haben, um sich zu rächen?“, natürlich war Janeway sich sicher das es eben diese Rasse war.<br><br>Der Captain kam auf die Krankenstation, um sich Antworten vom Doktor zu holen. „Die Protonanischen Wächter also, laut unseren Aufzeichnungen können sie nicht in unserer Welt überleben. Wie zum Teufel haben die das geschafft?“<br>Barclay lag auf dem Biobett und starrte an die Decke.<br>Janeway ging zu ihm, sah ihn an, zögerte kurz und versuchte mit ihrem Offizier zu reden. „Ich möchte mit Commander Barclay sprechen, auf der Stelle.“<br>Barclays Kopf zuckte und drehte sich zum Captain. „Ich habe nun Macht über diesen Körper. So lange mein Geist in dieser menschlichen Hülle, die ihr Barclay nennt ist, redet ihr mit mir.“<br>„Also gut, wie ist es Ihnen gelungen in dieser Umgebung zu überleben? Die Wesen ihrer Rasse, die wir getroffen haben, haben nicht länger als ein Paar Sekunden in dieser Welt überstanden.“<br>„Sie wissen wer wir sind?" Barclays Gesicht sah Janeway regungslos an. „Die Scanns des Doktors haben ergeben, dass sie ein Protonanischer Wächter sind.<br>Janeway versuchte aus diesem Gespräch so viel Information wie möglich über die Wächter zu sammeln. „Wir befinden uns im ständigen Fortschritt genau wie ihre Rasse. Unsere Technologie ist so weit entwickelt, dass wir Kraftfeldemitter am Körper tragen um in anderen Dimensionen zu überleben. Wir sind ihnen weit voraus, in allen.“ Janeway sah eine Chance das Wesen festzunageln. „Aber zur Kommunikation brauchen sie unsere Körper.“<br>„Ja, da ihr primitiver Übersetzter unsere Sprache nicht versteht.“<br>„Also übernahmen sie einen von uns um mit Hilfe seines Gehirns zu Kommunizieren.“<br>Barclays Grinsen bestätigte Janeways Vermutung. „Warum aber der Angriff und was meinten sie damit ich hätte sie betrogen?“<br>Janeways Frage bewirkte das Barclays Lächeln verschwand. „Sie wissen wirklich nicht worum es geht, oder?“<br>Der Captain schüttelte den Kopf.<br>„Sie versprachen uns die Mörder, die Hunderte von uns umgebracht haben, aber sie ließen zu, dass die sich selbst zerstörten.“<br>Janeway erinnerte sich an diese Tage, die Tage an denen sie die Verräter der Sternenflotte zur Strecke bringen wollte, die Crew, besser der Captain der Equinox – Captain Ransom.<br>Ransom tötete damals Wächter um schneller nach Hause zu kommen, denn er war wie die Voyager im Delta Quadranten gestrandet. Janeway willigte in dieser Zeit den Wächtern die Auslieferung der Equinox zu. „Der Captain tötete fast 35 Familien von uns um aus ihren Überresten Warpenergie zu erhalten.“<br>„Sie bekamen ihre Genugtuung, Captain Ransom starb.“ Janeway wusste, dass diese Aussage vermutlich wenig dazu beitragen würde das Wesen zu besänftigen.<br>„Genugtuung? Wohl kaum, aber das werden wir glücklicherweise nachholen können...“ Barclay fiel bewusstlos auf das Biobett und plötzlich fuhr der Wächter aus seinem Körper und verschwand durch die Tür auf den Korridor.<br>Als ein Sicherheitsteam die Krankenstation erreichte, war der Eindringling verschwunden.<br>„Doktor, wie geht es Barclay?“ Janeways Aufmerksamkeit galt nun ihrem noch immer bewusstlosen Offizier.<br>„Nun, das kann ich noch nicht mit Bestimmtheit sagen Commander Barclay muss 24 Stunden am Tag überwacht werden, sollte es etwas Neues geben werden sie es als erste erfahren.“ Der Doc machte sich daran alles Notwendige vorzubereiten, Janeway ging zurück zur Brücke.<br>Als sie dort angekommen war machte sie ein Handzeichen um Chakotay zu Signalisieren, das er in den Bereitschaftsraum folgen sollte.<br>„Wir haben ein Problem.“<br>Dieser Satz löste Alarmstufe Rot bei Chakotay aus. „Gibt es Anzeichen was uns genau erwartet?“<br>Janeway verneinte dies. „Wir wissen nur, dass die Protonanischen Wächter sich für die Vorfälle auf der Equinox rächen wollen.“<br>Chakotay machte ein fragendes Gesicht. „Die Equinox?“, Chakotay überlegte kurz. „Das ist jetzt drei Jahre her warum jetzt?“<br>„Die Wächter hatten, als wir sie trafen nicht die technischen Mittel um in dieser Dimension zu überleben, nun sie waren in den letzten Jahren fleißig.“<br>„Aber wie fanden sie uns, unsere Position hat sich doch sehr verändert.“<br>„Das konnte ich ihn leider nicht mehr fragen er flog aus der Krankenstation und verschwand kurz darauf.“ Janeway rief Tuvok hinzu und veranlasste eine Schiffsweite Sicherheitsüberwachung.<br>Tuvok verständigte sämtliche Sicherheitsteams der Voyager und postierte diese auf jedem Deck.<br>Janeway ließ als weitere Sicherheitsmaßnahme die Schilde hochfahren, das würde mögliche Eindringlinge zumindest kurz aufhalten.<br>Chakotay verweilte noch immer in Raum des Captains. „Wir haben jetzt andere Möglichkeiten als noch im Deltaquadranten sie könnten Verstärkung von der Sternenflotte anfordern.“<br>Janeway überlegte kurz, entschloss sich aber dann dagegen. „Wir wissen nicht einmal was für Technische Mittel die Wächter entwickelt haben man bedenke sie können sich in andere Körper niederlassen um dann mittels des fremden Gehirns zu Kommunizieren und sie können ohne Probleme durch Dimensionen springen, ich will nicht wissen was für Militärische Möglichkeiten die haben.“ Janeway führte ihren Gedanken weiter aus: „Denken sie mal, wenn wir hier eine Flotte von Schiffen anfordern würden und die wären dann gegen eine mögliche Superwaffe nicht geschützt.“<br>Chakotay wendete ein: „Aber wir sind es auch nicht und schon gar nicht allein.“<br>„Ich werde diese Möglichkeit im Hinterkopf behalten, wir müssen aber erst einmal herausfinden wie die Wesen angreifen werden.“ Der Captain wusste zwar noch nicht genau wie sie es anstellen sollte eine Rasse die in einer anderen Dimension lebt zu studieren aber sie würde schon einen weg finden.<br>„Sagen sie Harry er soll ständig Langstreckenscanns vornehmen, wenn es überhaupt möglich ist möchte ich so früh wie möglich den Feind bemerken.“<br><br>Es passierte während der Nacht nichts Ungewöhnliches an Bord. Harry hatte das Kommando, und führte wie befohlen Langstreckenscanns durch. Er fand einige Pulsare, einen Asteroiden und einen seltsam aussehenden Nebel. Harry befahl dem Fähnrich, der an der OPS stand eine Analyse des Nebels vorzunehmen. „Schicken sie die Daten an Seven in die Astrometrie, sie soll den Nebel kartografierein.“ Für Harry war es immer wieder ein Vergnügen das sagen zu haben auch wen es nur in der Nacht war.<br>„Sir, das hier ist seltsam sehen sie sich das mal an ich empfange Subraumsignale aus dem Nebel.“ Nun war die Langeweile vorbei Harry überprüfte die Scanns und kam zum gleichen Ergebnis.<br>„Sir, ich glaube aus dem Nebel kommt ein Schiff.“ Und in der Tat schwebte aus dem Nebel ein blau schimmerndes Schiff. Es hatte die Form eines... nein eigentlich kannte man keine vergleichbare Form. Das Schiff hatte etwas was der Antrieb sein könnte ebenso war eine Deflektorähnliche Vorrichtung zu erkennen.<br>Der Fähnrich scannte das Schiff und erkannte Protonanische Lebenszeichen, Tausende von ihnen. „Sir, ich glaube die Laden etwas was deren Waffen sein können, ich bin aber nicht sicher.“<br>Harry ließ trotzdem Vorsicht walten. „Roter Alarm, Schilde hoch, Captain Janeway auf die Brücke.“<br>Für Captain Janeway kam der Alarm gerade richtig, sie konnte unter diesen Umständen sowieso nicht schlafen.<br>Tema’na und Chakotay betraten zusammen die Brücke. „Verdammte Föderation warum müssen sie auch mit jeder fremden Spezies Kontakt aufnehmen, ist Ihnen auch mal in den Sinn gekommen das die vielleicht gar nichts mit der Föderation zu tun haben wollen?“<br>Janeway ließ die Äußerung kalt. „Nein das ist mir nie in den Sinn gekommen Fähnrich.“<br>„Ähh, Captain ich glaube, dass waren nicht deren Waffen, ich glaube viel mehr das die uns gescannt haben.“<br>Der Captain war zwar erleichtert musste aber dennoch fragen.“<br>„Wie kommen sie darauf Mr. Kim?“<br>Harry suchte nach einer Antwort, denn er war sich selber nicht sicher. „Nun ja, wir wurden gerade von einem Tetrionstrahl erfasst das lässt darauf schließen das wir gescannt werden. Und außerdem hat uns bisher kein Torpedo getroffen.<br>Captain Janeway gab Harry Recht wenn es Waffen waren, dann hätten die Wächter schon längst gefeuert. „Die schweben einfach so im Raum, Captain wenn wir eine Chance haben die zu besiegen dann jetzt.“<br>Für Tema’na war dieser Plan der Vernünftigste sie fürchtete aber, dass Captain Janeway dem nicht zustimmte und das tat sie auch nicht. „Ich hoffe immer noch auf eine friedliche Lösung unseres Konflikts, ich werde Waffen nur zur Verteidigung einsetzen.“<br>„Wir sollten ein Außenteam hinüber schicken, und so ein paar Daten über deren Technik sammeln.“<br>Der Captain stimmte zu.<br><br>Chakotay, Tuvok und Harry ließen sich zum Schiff der Wächter beamen und ausgerüstet mit Phasergewehren und Tricorder suchten sie die Korridore ab.<br>„Hatten sie nicht Tausende von denen geortet?“ Chakotays Bemerkung war berechtigt, denn sie fanden nicht einen Wächter vor.<br>„Faszinierend.“ Tuvok hob seine Augebraue hoch und bewunderte die fremde Technik. „Commander, das ist eine beeindruckende Konstruktion das ganze Schiff scheint aus einer Art Biomasse zu bestehen.“<br>Das Team kam an einen Punkt wo etwas was wie der Warpkern des Schiffes aussah. Sie sahen sich um und bemerkten, dass der Raum genau wie das ganze Schiff weder Konsolen noch Türen hatte.<br>„Wie zum Teufel kontrollieren die das Schiff?“ Chakotay war sehr beeindruckt von dem ganzen Gebilde.<br>„Nun, vielleicht sind diese Wesen mit ihren Schiff auf eine Art, Telepatisch verbunden.“<br>Da im Moment nichts das Gegenteil zu beweisen schien, klang Tuvoks Erklärung plausibel.<br>Nach einiger Zeit kam das Außenteam in einen Raum der wahrscheinlich die Brücke sein musste, das erkannte man daran, dass eine Art Hauptbildschirm den Blick auf die Voyager zeigte.<br>„Wo ist bloß die Besatzung ich habe noch nicht einen einzigen Wächter gesehen.“ Harry und die andere gingen davon aus, dass die Besatzung wohl in der ihrer Dimension verweilte.<br>Sie setzten ihre Untersuchung fort, fanden aber nichts mit dem „normale“ Lebewesen etwas hätten anfangen können.<br><br>Auf der Voyager befahl der Captain das die Transportersignale des Außenteams ständig überwacht werden sollten. Das schien ihr vernünftig.<br>„Krankenstation an Brücke, Captain Janeway kommen sie bitte her, Commander Barclay ist bei Bewusstsein.“<br>Der Captain eilte zur Krankenstation um mit ihrem Offizier zu reden.<br><br>„Ich hoffe sie drohen mir nicht wieder die Vernichtung der Voyager an, Commander.“ Janeway versuchte das Gespräch mit Humor zu beginnen, aber Barclay wirkte noch sehr desorientiert. „Was ist das erste woran sie sich erinnern?“<br>„Ich weiß nur, dass ich im Maschineraum eine Diagnose vornehmen sollte und dann öffnete sich ein Subraumspalt beim Warpkern, danach habe ich keine Erinnerung mehr.“<br>Janeway klärte ihn über die Vorkommnisse auf. „Es war ein Übergang in eine Dimension in der eine uns bekannte Rasse, die Protonanischen Wächter leben. Einer von denen übernahm per Gedankenkontrolle ihr Bewusstsein und ließ sie nicht al zu freundliche Dinge sagen.“<br>Barclay wirkte erschrocken aber gefasst. „Ich entschuldige mich dafür, Captain, das lag nicht in meiner Absicht.“<br>„Sie können wie gesagt nichts dafür ich bin nur froh meinen Chefingenieur wieder zu haben.“ Der Captain erzählte Barclay noch von dem Schiff und das sie ein Außenteam hinüber geschickt haben. Barclay ruhte sich noch auf Befehl des Doktors aus, er würde wieder in zwei bis drei Tagen seinen Dienst im Maschinenraum wieder aufnehmen können.<br><br>Auf dem fremden Schiff tat sich derweil nur wenig. Das Team trottete immer noch durch leere Gänge.<br>„Commander ich bin dafür eine Probe der Biomasse zur Analyse mitzunehmen, vielleicht ist es uns dann möglich sie zu spezifizieren.“<br>Gesagt, getan Tuvoks Vorhaben schien die einzige art zu sein etwas mehr über die Wächter zu erfahren.<br>Harry brannte mit seinem Phaser ein Stück der Biomasse aus der Wand und ließ diese auf die Voyager beamen. Doch als dies geschah begann das Schiff zu erschüttern, überall öffneten sich Spalten, die nichts Gutes zu verheißen schienen. Aus jeder Spalte schoss ein Wächter hervor Tausende von ihnen auf dem ganzen Schiff.<br>Chakotay reagierte. „Voyager, Nottransport sofort beamen.“ Gerade zur rechten Zeit, den der Korridor war nun mit Wesen überflutet.<br>Nach der Rückkehr des Außenteams meldeten sich alle Offiziere auf der Brücke, denn das fremde Schiff nahm Kampfposition ein. „Schilde hoch, Alarm Rot, Kampfstationen!“<br>Die Brückenoffiziere nahmen angespannt ihre Stationen ein.<br>„Rufen sie das Schiff, Mr. Kim.“<br>Noch immer setzte Janeway auf Diplomatie.<br>„Keine Antwort.“<br>Das fremde Schiff feuerte einen blauen Torpedo auf die Maschinensektion der Voyager.<br>Die Erschütterung war auf dem gesamten Schiff zu spüren.<br>„Wir haben zwei EPS Leitungen auf Deck 12 verloren, versuche zu kompensieren.“ Harry tat sein bestes um schlimmeres zu vermeiden.<br>„Schilde sind runter auf 34 %. Noch einen Treffer und sie versagen.“ Auch Tuvok hatte alle Hände voll zu tun.<br>„Also gut, revangieren sie sich, Mr. Tuvok eine Salve Torpedos zielen auf ihre Waffenphalanx.“<br>Die Torpedos verfehlten ihr Ziel nicht, im Gegenteil sie verursachten ein Riesenloch in der Außenhülle des fremden Schiffes. Aber das war nicht ein großer Erfolg den es reparierte sich innerhalb von Sekunden selbst.<br>Das Schiff feuerte wieder.<br>„Tema’na jetzt wäre eine hinterhältige Romulanische Taktik nicht schlecht.“ Der Captain setzte jetzt ihr ganzes Vertrauen auf ihren Steuermann.<br>„Vulkanier, halten sie sich bereit zu feuern.“ Tema’na wusste natürlich Tuvoks Namen, sie war einfach nicht gut auf Vulkanier zu sprechen.<br>Die Voyager flog eine spiralförmige Flugbahn um das Schiff der Wächter, so war das Sterneflottenschiff kein festes Ziel und war somit schwerer zu treffen. Die Phaserbänke der Voyager feuerten aus allen Rohren aber vergebens jeder Schaden der Verursacht wurde, verschwant innerhalb von Sekunden.<br>„Tema’na gehen sie auf Warp, Gegenkurs.“<br>„Captain!!!“ Tema’na war offensichtlich mit einer Flucht nicht einverstanden.<br>„Ich gab ihnen einen Befehl gehen sie auf Warp, jetzt!!!“<br>Die Voyager ging auf Gegenkurs und flüchtete mit Warp 6.<br>„Es ist nur eine Frage der Zeit bis die uns wieder gefunden haben, wir sollten einen Weg finden mit denen zu reden oder eine effektivere Möglichkeit finden deren Schiff zu beschädigen, dauerhaft. Tema’na ich möchte sie in meinem Raum sprechen.“<br>Die Romulanerin kam widerwillig mit, aber sie wusste was sie erwarten würde.<br>„Wenn ich ihnen einen Befehl gebe, insbesondere in einer Gefechtssituation, dann erwarte ich das sie den befolgen ohne Kommentar!“ Janeway war sehr verärgert warum musste auch ausgerechnet auf der Voyager eine Romulanerin Dienst tun, beschweren konnte sie sich nicht, denn Janeway wusste ja worauf sie sich einließ als sie Tema’na annahm.<br>Nach einigem Hin und Her hatte Tema’na einmal mehr ihre Verachtung für die Sternenflotte zum Ausdruck gebracht. Aber wie erwartet setzte Janeway sich natürlich durch. „Sollte das noch einmal vorkommen werde ich sie in eine Arrestzelle sperren lassen.“ Das waren ihre letzten überzeugenden Worte.<br><br></p><blockquote><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>NACHTRAG</font><br>„Nachdem wir geflohen sind, konnten wir unsere Reparaturen abschließen. Barclay wird bald seinen Dienst wieder aufnehmen können. Ich habe allerdings mit unsrem Romulanischen Austauschoffizier noch meine Probleme aber die werden wir gemeinsam auch noch lösen. Diese Crew hat schließlich auch eine Borg in unsere Gemeinschaft erfolgreich eingefügt, mit Toleranz und kulturellem Verständnis werden wir es auch diesmal schaffen.“</blockquote><br>Chakotay betrat den Raum des Captains um Bericht zu erstatten. „Was fanden sie auf dem fremden Schiff?“<br>Janeway war sehr gespannt und neugierig auf Chakotays Daten.<br>„Wir fanden nichts, die Crew war nicht an Bord. Harry ist davon ausgegangen das sie in ihrer Dimension verweilten.“<br>„War das alles? Aus welchem Material besteht das Schiff?“ Janeway wollte mehr als nur eine kurze Hypothese über den Verbleib der Crew.<br>„Erste Scanns ergaben, dass die Hülle aus Biomaterie besteht. Die Probe die Harry hinübergebeamt hat wird uns hoffentlich mehr Informationen gegen.“<br>Der Captain war zunächst zufrieden. „Teilen sie mir die Ergebnisse der Analyse mit. Das wäre alles.“<br>Chakotay ging aber noch nicht, er wollte das weitere Vorgehen des Captains erfahren. Er war schließlich der Erste Offizier des Schiffes und war zusammen mit dem Captain für die Crew verantwortlich. Sollte sie einen zu gefährlichen Plan haben wollte Chakotay ihr den ausreden, zumindest versuchen wollte er es.<br>„Ich setze immer noch darauf mit den Wächtern zu sprechen und eine friedliche Lösung zu verhandeln.“ Janeway war zumindest noch optimistisch was Diplomatie anging. „Es ist schon komisch bei unserer ersten Begegnung hielten wir die Wächter für Heilige Wesen die von einem Volk verehrt werden. Der einzige Weg sie zu rufen war eine Vorrichtung die nur dieses Volk besaß.“ Der Captain dachte über die Vergangenheit nach.<br>„Es waren vielleicht keine Heiligen Wesen sondern sie lebten einfach nur auf dem gleichen Planeten wie das Volk, das die Wächter verehrte, nur in einer anderen Dimension.“ Chakotay hielt diese Möglichkeit für wahrscheinlich darum erzählte er es dem Captain. „Wenn das der Fall ist haben wir die Wächter missverstanden vom ersten Moment an.“<br>Janeway war über diese Überlegung nicht begeistert.<br>Es brach erneut Roter Alarm auf der Voyager aus. „Tuvok an Janeway, die Protonanischen Wächter sind zurück.“<br>Captain Janeway und ihr Erster Offizier kehrten auf die Brücke zurück und nahmen ihre Plätze ein. „Ich empfange keine Anzeichen dafür, dass sie ihre Waffen laden.“<br>Diese Tatsache wertete Janeway als Positives Zeichen. „Was nun, rufen können wir die nicht da sie uns nicht verstehen.“<br>Noch bevor Harry diesen Satz zu Ende bringen konnte, öffnete sich auf der Brücke ein Spalt und ein Wesen flog heraus und schleuderte Chakotay zu Boden.<br>Das Wesen war nun verschwunden. Chakotay stand auf, kerzengerade, wie gelähmt. Er begann zu sprechen.<br>„Wir haben einen Vorschlag, wir werden das Schiff und die Crew verschonen wenn sie, Captain Janeway sich in unserer Welt verantworten.“<br>Janeway wurde wütend. „Hören sie mir erst mal zu, wissen sie eigentlich, dass mein Chefingenieur stundenlang in einer Art Koma lag, nachdem sie seinen Körper verlassen haben?!“<br>„Das war nicht beabsichtigt, da unser Kamerad etwas hastig den Menschlichen Organismus verlassen musste, war es wohl wie ein Schock für ihn, aber das ist irrelevant wie lautet ihre Antwort zu unserem Vorschlag?“<br>Janeway zögerte kurz. „Sie könne also einen Menschen in ihre Dimension hohlen, dauerhaft?“<br>„Ja, wir haben unsere Kraftfeldtechnik verbessert und es kann nun eine erdähnliche Atmosphäre um einen humanoiden Körper schaffen.“ Chakotay zuckte kurz. „Meine Kameraden rufen mich, ihre Antwort, sofort!“<br>Janeway stimmte zu, obwohl sie kein Vertrauen hatte. Sie übertrug - für den Fall das sie von einem Wächter übernommen werden könnte - Tuvok die Kommandocodes des Schiffes. „Sollte ich übernommen werden, aktivieren sie die Selbstzerstörung, dann werden die Wächter die Menschen hoffentlich in Ruhe lassen, gehen sie vorerst davon aus, dass ich Erfolg haben werde, die zu überzeugen.“ Janeway und das Wesen verschwanden, Chakotay lag bewusstlos am Boden.<br><br>Als Captain Janeway wieder materialisierte, war sie von einer Küstenwelt umgeben. Feiner Gelber Sand, blaues Meer. Es sah aus wie auf der Erde.<br>Drei Wächter kamen auf sie zugeflogen.<br>Janeway wich zurück.<br>„Haben sie keine Furcht. Ihnen wird vorerst nichts passieren.“<br>Janeway war verwundert, sie verstand die Wesen. „Warum können wir Kommunizieren?“<br>Das zweite Wesen antwortete ihr. „Sie sprechen in unserer Sprache und sie können uns verstehen.“<br>Janeways Verwirrung merkte man ihr deutlich an. „Wie?“<br>„Bei dem Übergang von ihrer in unserer Welt untersuchte ein Kamerad von uns ihr Gehirn und implantierte einen Organismus, der unsere Sprache für Ihr Gehirn übersetzt. Er kann aber nur zwei Stunden ihrer Zeitrechnung überleben.“<br>Der Captain war empört. „Sie haben mir ohne meine Zustimmung einen Parasiten implantiert?“<br>Der Wächter reagierte aggressiv. „Und was wollen sie jetzt machen?“<br>Janeway sah ein, dass es keinen Sinn hatte dagegen an zu gehen sie war ja noch sie selbst. „Ich nehme an, da sie mein Gehirn manipuliert haben, fanden sie auch diese Umgebung und benutzten sie für unsere Begegnung.“<br>„Das ist korrekt.“<br>Der dritte Wächter begann zu sprechen. „Kommen wir nun zu ihrer Strafe, sie werden sterben genauso wie sie unsere Kameraden umbrachten.“<br>„Wie ich schon einem ihre Kameraden erklärte, die Voyager hatte damit nichts zu tun, der Equinox Captain war der Schuldige, der ist aber schon gestorben, vor drei Jahren.“<br>Der Wächter überlegte kurz. „Das befriedigt uns aber in keinster Weise. Sie waren beteiligt, das reicht.“<br>Janeway lenkte zum Schutz der Menschheit ein. „Wenn es diesem Kampf ein Ende setzt, dann töten sie mich, es wird aber ihre Leute nicht wieder zurück bringen.“<br><br>In diesem Moment tauchte auf den Sensoren der Voyager ein Nebel auf, ähnlich dem aus dem das erste Schiff der Wächter hervorkam.<br>„Scannen sie den Nebel, Mr. Kim.“<br>Harry befolgte Tuvoks Befehl natürlich, und er fand eine zweite Biosignatur. Ebenfalls ähnlich der des fremden Schiffes. Noch bevor Harry die Ergebnisse Tuvok miteilen konnte flog ein zweites noch größeres Schiff aus dem Nebel heraus.<br><br>Im gleichen Moment materialisierten in der Dimension der Wächter fünf weitere Wesen.<br>„Erklärt Euer Vorhaben, Verräter. Lasst diese Wesen in Frieden euer Rachedurst hat euch besessen gemacht.“<br>Die drei anderen Wächter zuckten zusammen. „Sie müssen bestraft werden für ihre Taten.“<br>Einer der ersten drei Wächter wollte auf Janeway zufliegen als er plötzlich von einem der fünf neuen niedergestreckt wurde. „Eure Familien sind schon lange keine Mitglieder unserer Gemeinschaft mehr, Rachegefühle tolerieren wir nicht. Abtrünnige wie IHR müssen bestraft werden.“<br>Die zwei übrigen verschwanden.<br>Janeway kam aus ihrer Verwunderung nicht mehr heraus. „Okay, was geht hier vor?“<br>Einer der fünf antwortet ihr. „Das waren Abtrünnige von uns, die es sich zur Aufgabe gemacht haben ihre ermordeten Kameraden zu rächen. Da aber der Verantwortliche schon seit drei Jahren tot ist, sehen wir übrigen keinen Grund einen Krieg anzufangen. Die Protonanischen Wächter sind normalerweise eine friedliche Rasse, wir werden diese Verräter jedoch bestrafen.“<br>Captain Janeway hatte sich wieder einigermaßen gefasst. „Sie müssen sie nicht bestrafen, die wollten nur Genugtuung.“<br>Der Wächter sah das anders. „Das müssen sie uns überlassen, ich entschuldige mich für diese Unannehmlichkeiten.“<br>Janeway versuchte freundlich zu wirken.<br>„Sie sind ja zur rechten Zeit aufgetaucht, außerdem war es ein Vergnügen etwas über ihre Rasse zu erfahren. Wir schätzten sie nach unserem ersten Treffen völlig falsch ein. Vielleicht ist das der Beginn einer Zusammenarbeit.“<br>Der Wächter verneinte dies. „Sie werden uns nach dem heutigen Tag nie wieder sehen, ich werde sie nun zu ihrem Schiff zurückbringen.“<br>Janeway bedauerte diese Bemerkung sie war aber froh das alles friedlich ausgegangen ist. „Aber entfernen sie mir noch diesen Parasiten aus meinem Kopf, dann wäre ich ihnen dankbar.“<br>„Noch etwas Captain, nach ihrer Rückkehr, fliegen sie Maximum Geschwindigkeit weg.“<br>Noch bevor Janeway fragen konnte, war sie wieder auf der Brücke. „Tema’na schnell Gegenkurs Warp 9.“<br>Die Voyager flog davon. Das größere Schiff der Wächter vernichtete das andere, ebenso den Nebel aus dem es kam. Dann verschwand es.<br><blockquote><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>NACHTRAG</font><br>„Nachdem wir weggeflogen waren registrierten wir eine Detonation gewaltigen Ausmaßes. Wir hatten die beiden fremden Schiffe sowie die Nebel, die wohl ebenfalls Dimesionspalten waren, von unseren Sensoren verloren. Barclay ist wieder im Maschinenraum und Chakotay wird in 2 Tagen wieder auf den Beinen sein. Es ist schade das wir die Protonanischen Wächter wohl nie wieder sehen werden, aber es ist wohl besser so.“</blockquote><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - im nächsten Jahr, am 07.01.2002</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/material_episoden.php" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1"><b>HEILIGE WESEN</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER and JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer ANDREAS KREBS<br>producers SARAH OSTSIEKER &amp; MILA FRERICHS lektor FRANK ZIARNO<br>co-producer TIM PRUESSMANN<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by MATHIAS SCHLUMP<br><br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #289</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">732</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x09: Die R&#xFC;ckkehr der J&#xE4;ger</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x09-die-r%C3%BCckkehr-der-j%C3%A4ger-r711/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge  als PDF-Download:</b></p><blockquote><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0809.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0809.jpg" width="140" height="130"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x09 Voyager8 - Die Rückkehr der Jäger<br></font></b>Zip File<br>Größe: 664 Kb</font></td></tr></table></center></div><br><blockuote><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/r.jpg"><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockuote></blockquote><p align="left"><i>23 Jahre später...</i><br>Die U.S.S. Amasov, ein Föderationsraumschiff der Galaxyklasse, hatte mehrere großflächige Hüllenbrüche erlitten und es wurden ständig mehr. Torpedos und Disruptorstöße schlugen in die ungeschützte Hülle ein, die in grellen Explosionen zerbarst. Torpedos schlugen in die Warpgondeln ein uns rötliches Antriebsplasma entwich.<br>An Bord der Amasov waren die Lichtverhältnisse schlecht. In den Korridoren sorgten lediglich alle paar Meter Notbeleuchtungen für etwas Licht. Außerdem blinkten noch die Lichter der Alarmstufe rot.<br>Ein Sicherheitsteam, bestehend aus sieben Offizieren, eilte durch einen Korridor. Alle hatten Kompressionsgewehre in den Händen und zusätzlich noch einen Typ-II-Phaser am Gürtel.<br>Ein Disruptorstoß schoss durch den Gang und traf einen der Offiziere, welcher zusammenbrach. Ein weiterer Disruptorstoß streckte einen weiteren Offizier nieder.<br>Ein anderer der weglaufenden Offiziere schreckte herum und feuerte sein Kompressionsphasergewehre ab.<br>Die Angreifer waren zu fünft. Einer von ihnen wurde von dem Phaserstrahl getroffen. Dieser taumelte jedoch nur kurz und lief dann weiter.<br>Die Sicherheitsoffiziere hasteten um eine Ecke, hinter ihnen die Angreifer, die einige Sekunden später folgten. Die Offiziere versuchten derweil so schnell wie möglich ihre Kompressionsphasergewehre auf Töten umzustellen. Doch sie schafften es nicht rechtzeitig. Die Angreifer streckten alle Offiziere bis auf einen nieder. Der letzte hatte seinen Phaser derweil umstellen können und tötete einem der Angreifer. Die übrigen feuerten auf den Offizier und töteten ihn.</p><p align="left">Auf der Brücke stürmten die Angreifer, große Jäger in blauen Rüstungen, aus Turboliften und Jeffriesröhren und fielen über die Brückenoffiziere her...</p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Die Rückkehr der Jäger"</font></b></p><blockquote><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER GRISSOM<br>CAPTAIN TALAY<br>STERNZEIT 78.978,2</font><br>Vor zwei Stunden haben wir einen Notruf vom Föderationskreuzer Amasov empfangen. Darin hieß es, eine unbekannte Macht würde das Schiff angreifen. Wir fliegen nun mit maximaler Warpgeschwindigkeit zu den letzten bekannten Koordinaten der Amasov.“</blockquote><p align="“left“">Die Grissom verlangsamte auf Impulsgeschwindigkeit und näherte sich der Amasov. Oder vielmehr dem, was davon noch übrig war.<br>An Bord der Grissom herrschte Alarmstufe Rot. Alle Brückenoffiziere waren an ihren Posten.<br>„Wir kommen nun in Sichtweite der Amasov, Captain“, meldete Kart an der Conn der Grissom.<br>„Auf den Schirm“, befahl Talay.<br>Auf dem Wandschirm erschien die Amasov. Jedoch war das Schiff kaum zu erkennen.<br>„Vergrößern“, verlangte Talay.<br>„Aye, Sir“, bestätigte Walker. Sie berührte einige Sensorflächen an ihrer Konsole und das Bild auf dem Wandschirm wurde extrem vergrößert. Auf dem Schirm waren nun die umfassenden Schäden an der Amasov zu erkennen. Löcher in der Außenhülle und Plasmalecks in den Warpgondeln. Keines der Fenster des Schiffes war beleuchtet. Und wenn doch etwas Licht aus ihnen herausdrang, stammte es von verschieden großen Bränden, die es an Bord gab.<br>„Gibt es Überlebende?“, wollte Riker wissen.<br>„Unbekannt, Commander“, antwortete Walker nach einem Blick auf ihre Anzeigen. „Es gibt mehrere Strahlungslecks an Bord der Amasov. Unsere Sensoren können das Innere nicht scannen.“<br>„Können wir den Transporter einsetzen?“, fragte Talay.<br>„Ja, Sir, aber es wird ein gefährliches Unterfangen“, meinte Walker. „Und wir haben keine Ahnung, was uns auf dem Schiff erwartet.“<br>„Wir werden trotzdem ein Team schicken“, entschied Talay. „Commander Riker, stellen Sie ein Außenteam zusammen.“<br>„Aye, Sir“, bestätigte Riker. „Ein Sicherheitsteam soll im Transporterraum drei bereitstehen. Mister Benteen, Lieutenant Walker, kommen Sie mit.“ Dann berührte der Erste Offizier seinen Kommunikator: „Doktor Quint, melden Sie sich bitte in Transporterraum drei.“<br>„Verstanden, Sir“, bestätigte der Bordarzt.<br>Riker, Walker und Benteen betraten einen der hinteren Turbolifte und verließen die Brücke.<br><br>Die Brücke der Amasov war dunkel und leer. Keine überlebenden Offiziere und keine Leichen.<br>Riker, Benteen, Walker, Quint und zehn Sicherheitsoffiziere materialisierten im Kommandozentrum der Amasov. Alle waren mit Kompressionsgewehren ausgestattet und hielten sie feuerbereit.<br>Riker sah sich um, ebenso Benteen.<br>„Wie sieht es mit der Strahlung aus, Walker?“, fragte Riker.<br>Walker holte einen Tricorder hervor und begann einen kurzen Scan. „Sie ist nur in den unteren Bereichen der Amasov lebensbedrohlich. Auf den oberen zwanzig Decks können wir uns mehrere Stunden aufhalten, ohne Schäden davonzutragen.“<br>„Okay“, meinte Riker. „Wir werden weitere Team auf die Amasov beamen und dann damit beginnen das Schiff zu sichern. Riker an Grissom.“<br>„Ja, Commander“, meldete sich Talay über Kom.<br>„Wir brauchen weitere Team, um das Schiff zu sichern, Captain“, sagte Riker.<br>„Wie viele?“<br>„Etwa einhundertfünfzig Personen wären gut.“<br>„Verstanden, Commander. Talay Ende.“<br>„Sehen Sie sich hier einmal um, Commander“, bat Benteen. „Fällt Ihnen etwas auf?“<br>Riker sah sich kur um. „Wir sind allein hier.“<br>„Das meine ich“, nickte Benteen. „Es gibt keine Spur von der Crew.“<br><br>An der OPS der Grissom versuchten Talay und Furlong die Sensoren soweit zu verstärken, dass man mit ihnen die Strahlung, die von der Amasov ausging, durchdringen konnte. Furlong kniete hinter der OPS. Talay stand dahinter und bestätigte einige Sensorflächen.<br>„So besser?“, fragte Furlong.<br>„Ja“, antwortete Talay. „Aber nicht viel. Die Sensoren können nur bis in die uns zugewandten äußeren Sektionen der Amasov vordringen.“<br>Nun betätigte auch Furlong einige Sensorflächen. „So“, sagte er anschließend. „Jetzt sollten wir imstande sein die Strahlung wenigsten ansatzweise durchdringen zu können. – Besser geht es leider nicht, Captain.“<br>„Besser als nicht, Commander.“<br><br>In den Korridoren der Amasov waren die Lichtverhältnisse noch immer sehr schlecht. Erschwert wurde die Sicht außerdem noch von Rauch, der aus einigen geplatzten Leitungen quoll. Gelegentlich sprühten Funken aus den Wänden oder der Decke des Korridors. Der Gang schien genauso leergefegt zu sein, wie die Brücke des Schiffes.<br>Ein Sicherheitsteam unter dem Kommando von Benteen durchstreifte den Korridor vorsichtig. Alle hielten ihre Gewehre schussbereit in den Händen. Ein Offizier hielt an Stelle seines Gewehres einen Tricorder in der einen Hand und in der anderen einen Typ-II-Phaser.<br>Das Team erreichte eine Korridorkreuzung. Am Boden lagen Scherben, die von der Decke gefallen zu sein schienen. Sie stammten von der Verkleidung der Deckenbeleuchtung des Korridors.<br>Benteen bliebt unter dem Loch in der Decke stehen, bemerkte dieses jedoch nicht.<br>„Wo geht’s lang, Fähnrich?“, fragte Benteen.<br>Der angesprochene Fähnrich blickte auf seinen Tricorder: „Organische Rückstände werden ganz in der Nähe angezeigt. Aber aufgrund der Strahlung kann ich nicht genau bestimmen wo.“<br>„Für einen Weg müssen wir uns entscheiden“, meinte Benteen.<br>Aus dem Loch in der Decke tropfte Blut, welches auf Benteens Schulter lief. Doch der Sicherheitschef bemerkte dies nicht. Und auch kein Mitglied seines Teams, da es im Korridor zu dunkel war.<br>„Na schön“, meinte Benteen, „gehen wir nach links.“<br>Das Glas der Deckenbeleuchtung begann leise zu knirschen und weitere Risse bildeten sich darin.<br>Das Team war derweil vorsichtig nach links gegangen, mit den Gewehren im Anschlag.<br>Klirrend brach die Glasplatte der Deckenbeleuchtung und fiel zu Boden. Aus der Decke ragten ein Arm und ein Bein hervor.<br>Das Team schreckte herum. Benteen ging zurück zur Kreuzung und sah in das Loch in der Decke hinein. Kurz darauf blickte er entsetzt zu seinem Team. Dann wieder in das Loch. Dort war ein ausblutender Leichnam!<br>„Ich schätze“, meinte Benteen, „wir haben die organischen Rückstände, nach denen wir gesucht haben soeben gefunden...“<br><br>Benteen und zwei weitere Offiziere versuchten den Leichnam aus der Korridordecke zu holen. Sie schafften es, die Leiche fiel ihnen entgegen und die drei wurden vom Blut der Leiche überspritzt. Man legte den Leichnam auf dem Rücken auf den Boden.<br>Benteen schaute entsetzt zu einem der Offiziere: „Wonach sieht das für Sie aus?“<br>„Es ist, als wäre er völlig ausgeweidet worden“, meinte der Offizier. „Schrecklich.“<br>„Ja“, nickte Benteen und berührte seinen Kommunikator. „Benteen an Grissom.“<br>„Talay hier, ich höre, Commander“, meldete sich der Captain.<br>„Wir haben hier...“, begann Benteen und unterbrach sich dann kurz. „Ja, wir haben die Haut von jemandem gefunden. Beamen Sie es auf die Krankenstation.“<br>„Verstanden“, bestätigte Talay. „Grissom Ende.“<br><br>In den Korridoren auf Deck fünf waren die Lichtverhältnisse ebenfalls so schlecht, wie auf Deck zwei.<br>Ein zehnköpfiges Sicherheitsteam, zu dem auch Riker und Quint gehörten, durchstreifte die Korridore mit feuerbereit gehaltenen Waffen. Quint hielt einen Tricorder in der Hand, der plötzlich Alarm schlug.<br>„Was ist?“, wollte Riker wissen.<br>„Ich orte Lebenszeichen“, antwortete Quint. „Aber ich weiß nicht wie viele, oder in welchem Zustand die Personen sind.“<br>„Und wo?“<br>„Keine Ahnung. – Aber sie befinden sich im Umkreis von fünfzehn Metern.“<br>„Okay“, sagte Riker. „Achtung Leute. Zur Vorsicht Waffen bereit halten.“<br>Ein Disruptorstoß jagte an Riker vorbei und traf einen seiner Offiziere. Dieser war sofort tot. Das gesamte restliche Team schreckte herum, während ein weiterer Offizier niedergestreckt wurde. Das Team suchte nach Deckung, fand aber keine.<br>Riker spähte nach dem Angreifer. In der Dunkelheit erkannte er nur die Schemen des Angreifers. Riker feuerte sein Kompressionsgewehr ab, jedoch nicht, um den Feind zu treffen, sondern um den Korridor zu erhellen.<br>Quint nutzte die plötzliche Helligkeit aus, um seinen Phaser auszurichten und abzufeuern. Der Strahl traf den Angreifer, doch dieser taumelte nur.<br>„Betäuben hat keine Wirkung“, rief Riker. „Auf Töten umstellen.“<br>„Aye, Sir“, rief einer der Sicherheitsoffiziere überflüssigerweise zurück.<br>Die Offiziere stellten ihre Waffen um. Während sie dies taten, wurde ein weiterer von dem Angreifer niedergestreckt.<br>Riker hatte derweil sein Gewehr umgestellt und schoss auf den Angreifer. Er verfehlte ihn jedoch. Quint gelang es mit einem weiteren Schuss, den Fremden zu eliminieren. Der Angreifer blieb am Boden lieben.<br>Quint ging sofort darauf zu den am Boden liegenden Offizieren, während Riker – mit gehobener Waffe – auf den Fremden zuging. Neben ihm angekommen, trat er vorsichtig gegen dessen Schulter. Der Fremde rührte sich nicht. Riker hängte sein Kompressionsphasergewehr über die Schulter und holte einen Tricorder hervor, mit dem er den Angreifer scannte. Erleichtert atmete er kurz darauf auf.<br>„Puh! – Er ist tot“, sagte Riker zu sich selbst. Dann: „Doktor Quint, kommen Sie bitte einmal her.“<br>Quint, der neben einem der niedergestreckten Offiziere kniete, klappte seinen Tricorder zu und ging zu Riker.<br>„Was ist, Commander?“, wollte er wissen.<br>Riker deutete auf den toten Angreifer. Ein großes Wesen, das Helm und Visier trug, so dass der größte Teil seines Gesichts verborgen blieb. Die Haut des sichtbaren Teils des Gesichts schien jedoch schuppig zu sein.<br>„Haben Sie jemals solch einen Außerirdischen gesehen?“, fragte Riker.<br>Quint schüttelte den Kopf: „Nein. – Jedenfalls nicht das ich wüsste, Sir.“<br>„Okay, bringen wir ihn auf die Grissom“, entschied Riker. „Vielleicht gibt ein DNA-Scan Aufschluss darüber, was er ist und wo er herkommt.“<br>„Einverstanden“, dann berührte Quint seinen Kommunikator. „Quint an Grissom. Fünf Personen direkt auf die Krankenstation beamen.“<br>„Aye, Sir“, bestätigte der Transporterchief. Kurz darauf entmaterialisierten Quint, der Angreifer, und die drei verletzten Offiziere...<br><br>In San Fransisco lag zehn Zentimeter Schnee. Es war ein wunderbarer Wintertag. Die Sonne schien hoch über dem blauen Himmel und beleuchtete das Hauptquartier der Sternenflotte.<br>Admiral Jayson Miller saß in seinem Büro hinter seinem Schreibtisch und sprach via Subraumfunk mit Talay auf der Grissom.<br>„Soweit wir das bis jetzt sagen können hat niemand auf der Amasov den Angriff der Fremden überlebt“, berichtete Talay. „Alle starben an verschiedenen Todesursachen, niemand, den Doktor Quint bis jetzt obduziert hat, starb an den Folgen der Disruptorstöße. Alle starben an Verletzungen, die ihnen zugefügt wurden, nachdem man sie mit Disruptoren gelähmt hatte.“<br>„Von was für Verletzungen sprechen wir hier?“, fragte Miller.<br>„Alles was Sie sich vorstellen können, Admiral“, antwortete Talay. „Von Ausbluten, da ganze Gliedmaßen oder Köpfe amputiert wurden, bis hin zur völligen Ausweidung bei lebendigem Leibe.“<br>„Oh mein Gott“, sagte Miller. „Das ist ja fürchterlich. – Haben Sie eine Ahnung, wer die Angreifer sind?“<br>„Wir haben einen von ihnen töten können und an Bord der Grissom bringen können“, antwortete Talay. „Aber sein DNA-Profil ist nicht im Computer gespeichert. Ich habe Ihnen die medizinischen Daten soeben zukommen lassen. Vielleicht können Sie mehr damit anfangen, als wir.“<br>„Danke, Captain“, meinte Miller. „Hauptquartier Ende.“<br>Der Admiral schaltete seinen Tischcomputer ab. Kurz darauf schaltete er ihn wieder ein und lud die Datei, die er von Talay bekommen hatte. Auf dem Bildschirm des Computers erschienen Holobilder des Fremden. Miller sah sich die Bilder an und schien die Rasse des Fremden zu erkennen. Kurz darauf aktivierte er das Interkomsystem des Hauptquartiers.<br>„Gretchen“, rief Miller seine Sekretärin.<br>„Ja, Sir?“<br>„Schicken Sie mir doch bitte Admiral Janeway her, ja?!“<br>„Aye, Sir.“<br><br>Die Grissom hatte die Amasov mittlerweile in einen Traktorstrahl genommen.<br><br>Auf der Brücke der Amasov waren die Lichtverhältnisse besser geworden. Ein Außenteam – erstmals – unter Walkers Kommando durchsuchte das Schiff nach brauchbaren Daten, um genaueres über den Angriff herauszufinden.<br>Walker öffnete die Türen zum Bereitschaftsraum und setzte sich hinter die Reste des Schreibtisch des Captains. Überrascht fand sie den Tischcomputer des Captains relativ unbeschädigt vor. Sie aktivierte ihn und entdeckte eine aktive Logbuchdatei. Walker rief die Aufzeichnung ab und auf dem Display des Computers erschien der Captain der Amasov: „Logbuch des Captains, Sternzeit 78.964,1. Wir verfolgen eine kleine fremde Flotte, welche sich tiefer und tiefer ins Föderationsgebiet bewegt. Auf unsere Rufe wurde nicht reagiert. Wenn...“ Dann bracht die Aufzeichnung ab.<br>„Lieutenant“, sagte ein Offizier, als er den Bereitschaftsraum betrat.<br>„Ja, Fähnrich?“<br>„Die Computer sind zu stark beschädigt, um auf die Sensorlogbücher zuzugreifen.“<br>„Haben Sie auch alles versucht?“<br>„Ja, Ma’am.“<br>„Dann kehren wir zurück auf die Grissom...“<br><br>„Danke, Walker“, sagte Talay, nachdem sie ihm auf der Brücke der Grissom Bericht erstattet hatte.<br>„Captain“, meldete Kart. „Ein Raumschiff der Intrepid-Klasse nähert sich. Die U.S.S. Voyager.“<br>Walker war mittlerweile an ihre Station zurückgekehrt und hatte diese übernommen. „Captain Kim ruft uns, Sir.“<br>„Auf den Schirm!“, befahl Talay.<br>Auf dem großen Wandschirm erschien die Brücke der Voyager und in deren Mitte Harry Kim in roter Uniform mit vier goldenen Sternen am Kragen. „Captain Talay, ich bitte um Erlaubnis mit einer weiteren Person auf die Grissom beamen zu dürfen. Admiral Miller meinte, wir sollten uns den Fremden, den Sie fanden einmal ansehen.“<br>„Sie sind uns herzlich willkommen, Captain“, meinte Talay. „Wir beamen Sie rüber, sobald Sie in Transporterreichweite sind.“<br><br>„Energie“, sagte Talay im Transporterraum und der Transporterchief leitete den Transportvorgang ein.<br>Auf der Transporterplattform materialisierten zwei Personen. Captain Harry Kim und Admiral Kathryn Janeway.<br>„Willkommen an Bord, Admiral“, begrüßte Talay Janeway. „Captain.“<br>„Danke, Captain“, sagte Janeway. „Ich würde mir gern Ihr Schiff ansehen, aber dafür haben wir keine Zeit. Bitte zeigen Sie uns den Fremden.“<br>„Wie Sie wünschen, Admiral“, meinte Talay. „Bitte folgen Sie mir.“<br><br>Talay, Janeway und Kim betraten die Krankenstation. Auf dem zentralen Biobett lag der Fremde. Janeway und Kim gingen sogleich zu ihm und erkannten die Rasse. Janeway verließ sogleich wortlos die Krankenstation.<br>„Kennen Sie Wesen wie ihn?“, fragte Talay.<br>„Allerdings“, antwortete Kim. „Es handelt sich um einen Jäger aus dem Deltaquadranten. Ein Hirogen.“<br>„Riker an Talay“, meldete sich der Erste Offizier über Interkom.<br>„Sprechen Sie, Commander“, aktivierte Talay seinen Kommunikator.<br>„Sir, wir empfangen einen Notruf“, berichtete Riker. „Die Voyager ist bereits auf Warpgeschwindigkeit gegangen.“<br>„Wir fliegen auch hin, Maximumwarp!“<br>„Aye, Sir.“<br><br>„Wir erreichen jetzt die Koordinaten des Notrufs“, meldete Kart.<br>„Auf Impulsgeschwindigkeit“, befahl Talay.<br>„Die Sensoren orten mehrere Schiffe“, meldete Benteen. Unter anderem die Voyager, sie bekämpft die feindlichen.“<br>„Das sind Hirogenschiffe“, sagte Kim.<br>„Und sie fliehen“, fügte Benteen hinzu. „Die Voyager nimmt die Verfolgung auf.“<br>„Rufen Sie sie!“, befahl Talay.<br>„Kanal offen, Sir“, bestätigte Walker.<br>„Hier spricht Captain Talay“, sagte Talay. „Admiral Janeway, brechen Sie die Verfolgung ab und kommen Sie zurück.“<br>„Keine Antwort, Sir“, meldete Walker.<br>„Kathryn, machen Sie keinen Unsinn“, sagte Kim. „Die Voyager kann es mit so vielen Schiffen nicht allein aufnehmen, das wissen Sie!“<br>„Keine Reaktion.“<br>„Wir müssen hinterher“, sagte Kim.<br>„Das geht nicht“, entgegnete Talay. „Da draußen ist noch das angegriffene Schiff, wir können es nicht schutzlos zurücklassen.“<br>„Und wir können die Voyager nicht allein ziehen lassen.“<br>„Admiral Janeway wird wissen, was sie tut.“<br>„Manchmal weiß sie das nicht, Captain. Dann ist sie so von etwas besessen, dass sie ihr Gehirn abschaltet.“<br>„Wir können trotzdem nicht folgen.“<br><br>„Die Hirogenschiffe verlangsamen auf Impulsgeschwindigkeit“, meldete der Wissenschaftsoffizier der Voyager.<br>„Geschwindigkeit angleichen“, entschied Janeway, der es gefiel mal wieder in ihrem alten Kommandosessel zu sitzen. „Waffen ausrichten.“<br>„Admiral, die Schiffe verschwinden eines nach dem anderen von unseren Sensoren“, berichtete der Taktische Offizier.<br>„Sie sind auf einem nahe gelegenen Planeten gelandet, Ma’am“, meldete der Wissenschaftsoffizier.<br>„Sam“, sagte Janeway zum Ersten Offizier Samantha Wildman, „Sie übernehmen. Ich gehe mit einem Team runter.“<br>„Das ist zu riskant, Admiral“, widersprach Sam.<br>„Ich weiß, was ich tue, Sam“, meinte Janeway. „Schicken Sie ein Sicherheitsteam in den Transporterraum!“<br><br>Der Planet war urwaldartig. Das Außenteam kam nur schwer voran. Janeway sah auf ihren Tricorder: „Keine Spur von den Hirogen. Ich kann nur ihre Schiffe orten, aber die sind verlassen.“<br>Ein Mitglied des Außenteams wurde von einer lautlosen Waffe getroffen und ging zu Boden. Das Team schreckte herum. Janeway starrte in die Gebüsche, konnte aber niemanden entdecken. Dann wurde ein weiterer Offizier niedergestreckt.<br>„Janeway an Voyager, sofort alle zurück beamen“, rief Janeway in ihren Kommunikator. „Sam ,melden Sie sich!!!“<br>„Wir werden angegriffen“, antwortete Wildman. „Wir können die Schilde nicht senken...“<br><br></p><blockquote><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER GRISSOM<br>CAPTAIN TALAY<br>NACHTRAG</font><br>„Die Grissom befindet sich auch weiterhin bei dem von den Hirogen attackierten Raumschiff, während die Voyager unter Admiral Janeway den Hirogen gefolgt ist.“</blockquote><br><p align="“left“">„Wann werden die Reparaturen abgeschlossen sein?“, wollte Talay von Furlong, seinem Chefingenieur, wissen.<br>„Schwer zu sagen“, meinte dieser. „Die Hirogen haben ganze Arbeit geleistet. Fast die Hälfte der Systeme der Malineshe ist schwer beschädigt. Ich schätze, dass wir etwa sechs bis acht Stunden brauchen, um sie wieder flugfähig zu machen.“<br>„Das ist zu lange“, meinte Captain Harry Kim, der noch immer auf der Brücke der Grissom war. „So lange kann die Voyager den Hirogen bestimmt nicht standhalten.“<br>„Admiral Janeway wird doch wohl klug genug sein sich in sicherer Entfernung aufzuhalten“, meinte Talay.<br>„Oh“, sagte Kim, „da kennen Sie Janeway schlecht. – Wenn wir jetzt nicht los fliegen, wird nichts mehr von der Voyager übrig sein, wenn wir bei ihr ankommen.“<br>„Wir können die Malineshe hier aber nicht zurücklassen“, entgegnete Talay. „Das Schiff wäre vollkommen schutzlos...“<br><br>Die Voyager war derweil unter schwerem Beschuss. Mehrere Hirogenschiffe konzentrierten ihr Feuer auf die Warpgondeln des Schiffes.<br>„Schutzschilde auf dreizehn Prozent gefallen“, meldete Lieutenant Commander Ayala, der Taktische Offizier der Voyager.<br>„Ausweichmanöver Omega sieben“, befahl Commander Wildman dem Steuermann und berührte anschließend ihren Kommunikator: „Brücke an Maschinenraum.“<br>„Vorik hier“, meldete sich der vulkanische Chefingenieur der Voyager über Interkom.<br>„Vorik, leiten Sie Reserveenergie in die Schutzschilde“, sagte Wildman. „So viel, wie möglich, wir müssen Sie so lange wie es geht aufrecht erhalten.“<br>„Das ist mir bewusst, Commander“, antwortete Vorik. „Ich werde mein Bestes tun.“<br>Die Voyager erbebte fürchterlich.<br>„Schutzschilde auf drei Prozent“, meldete Ayala.<br>„Okay“, meinte Wildman. „Steuermann, versuchen Sie uns hier herauszubringen.“<br>„Aber das Außenteam...“<br>„Keine Widerrede, los jetzt!“<br><br>Auf der Oberfläche des Planeten war es mittlerweile Nacht geworden. Janeways Außenteam bestand nur noch aus fünf Offizieren, die restlichen waren von den lautlosen Waffen der Hirogen niedergestreckt und getötet worden. Die Offiziere bewegten sich kriechend vorwärts. Janeway hatte ihre Uniformjacke ausgezogen, da sie mit Verzierungen versehen war, die glänzten und somit jedes Licht reflektierten. Sie hätten auf das Team aufmerksam gemacht.<br>„Versuchen Sie es noch mal“, flüsterte Janeway einem der Offiziere ihres Teams zu.<br>Der angesprochene berührte ein weiteres Mal seinen Kommunikator: „Außenteam an Voyager, bitte kommen.“<br>Die fünf warteten eine Weile ab, erhielten aber keine Antwort.<br>Janeway überlegte, was der Ausfall der Kommunikation zu bedeuten hatte. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder störten die Hirogen ihre Frequenzen, oder die Voyager war so stark beschädigt, dass sie nicht mehr kommunizieren konnte, möglicherweise war sie sogar zerstört.<br>„Fähnrich“, sagte Janeway flüsternd zu einem anderen Offizier, „geben Sie mir das Fernglas.“<br>Der Fähnrich gab es ihr. Janeway nahm es entgegen und schaltete es auf Nachtsicht. Sie schaute sich mit dem Fernglas vor den Augen um. Sie suchte nach einem möglichen Versteck für den nächsten Tag. Dann entdeckte sie etwas, das ihre Aufmerksamkeit erregte: „In der Bergkette dort hinten scheint es Höhlen zu geben“, flüsterte sie ihrem Team zu. „Wenn wir uns beeilen müssten wir sie noch heute Nacht erreichen können.“<br>„Dann sollten wir lieber keine Zeit verlieren“, meinte ein Commander aus dem Team. „Jetzt können wir uns recht ungefährdet bewegen, aber wenn es Tag wird werden die Hirogen uns mit Leichtigkeit aufspüren.“<br>„Ganz meine Meinung, Commander“, entgegnete Janeway und nickte. „Wir werden aufrecht weitergehen, aber leise und vorsichtig. – Los.“<br>Die fünf Offiziere standen auf und liefen – leicht gebückt – in Richtung der Berge los.<br><br>Zwei Stunden später hatten sie etwa die Hälfte der Strecke zurückgelegt. In der Ferne sah Janeway am Horizont, dass bereits die Morgendämmerung einsetzte. Sie hatte Sorgen, dass das Team es nicht bis zum Sonnenaufgang zu den Höhlen schaffen würde. Und am Tag, da stimmte sie mit dem Commander überein, hatten sie kaum Überlebenschancen. Janeway und ihr Team blieben kurz stehen. Die Admiralin griff nach dem Fernglas, um sich zu vergewissern, dass man in die richtige Richtung unterwegs war. Dies traf zu. Sie drückte eine Taste am Fernglas und ihre wurde angezeigt, wie weit es noch bis zu der Bergkette war: Etwa zehn Kilometer. Unter normalen Umständen war dies in etwas mehr als einer Stunde zu schaffen, doch das Team hatte seit mehr als vierzig Stunden nicht mehr geschlafen und sie befanden sich hier in einem Urwald, was das Vorankommen noch zusätzlich erschwerte. Janeway ließ das Fernglas sinken.<br>Kaum eine Sekunde später gab es am Himmel einen grellen Blitz, der es für einige Sekundenbruchteile taghell auf dem Planeten werden ließ.<br>Janeway und ihr Team sahen zum Himmel und erkannten, was den Blitz verursacht hatte. Es handelte sich einwandfrei um eine Antimaterieexplosion im Orbit, verursacht durch einen Warpkernbruch. Und dafür gab es für Janeway nur eine Erklärung: Die Voyager war zerstört worden...<br><br>Zum Glück für die Voyager hatte sich Admiral Janeway jedoch geirrt. Sie und ihr Team hatten am Himmel zwar den Bruch des Warpkerns der Voyager beobachtet, jedoch war es Chefingenieur Vorik vorher gelungen diesen aus dem Schiff auszustoßen.<br>Die Schockwelle der Explosion erfasste die sich im niedrigen Orbit befindende Voyager und drückte sie in Richtung des Planeten.<br>„Hüllenbrücke auf den Decks sieben bis dreizehn“, meldete Ayala an der taktischen Station. „Die Phaser und die Schutzschilde sind ausgefallen.“<br>„Wir sollten zusehen, dass wir die Schutzschilde wieder hochbekommen“, meinte der Steuermann. „Ich habe die Antriebskontrollen verloren und die Druckwelle schiebt uns in die Atmosphäre hinunter. Ohne Schilde werden wir verglühen.“<br>„Wann dringen wir ein?“, fragte Wildman, während die Voyager hin und hergeschüttelt wurde.<br>„In dreißig Sekunden“, antwortete der Steuermann.<br>„Brücke an Maschinenraum, wir brauchen sofort die Schutzschilde“, schrie Wildman in das Interkom.<br><br>Im Maschinenraum taumelte Vorik vom den Warpkernausstoßkontrollen zur Kommando- und Kontrollstation. Dort aktivierte er das Interkom: „Wir arbeiten daran.“ Er wandte sich ab vom Interkom und widmete sich eingehend der Kommandokonsole. Dort gab er blitzschnell eine Reihe von Befehlen ein, welche Energie aus unwesentlichen Systemen umleiten sollten.<br><br>„Schilde bei zehn Prozent“, meldete Ayala.<br>„Atmosphäreneintritt in drei...“, begann der Steuermann mit einem Countdown.<br>„Hoffentlich reicht das“, murmelte Wildman, während sie sich an den Armlehnen ihres Stuhles festhielt.<br>„Zwei... eins“, zählte der Steuermann. „Jetzt!“<br>Das „Jetzt!“ wäre gar nicht nötig gewesen, der Eintritt in die Atmosphäre war für alle an Bord deutlich spürbar, den die Erschütterungen an Bord wurden schlagartig stärker. Auf der Richterskala hätten sie mühelos die Stärke zehn gehabt.<br><br>Mit fast voller Impulsgeschwindigkeit raste die Voyager der Planetenoberfläche entgegen.<br><br>„Wir gehen zu schnell runter, Schubumkehr!“, schrie Wildman über die halbe Brücke zum Steuermann.<br>„Geht nicht, die Antriebskontrollen sind noch nicht wiederhergestellt“, antwortete dieser, ebenfalls schreiend.<br>Samantha stand auf ihrem Stuhl auf und taumelte zur Taktischen Station. „Ayala, machen Sie einen Traktorstrahl bereit. Stellen Sie ihn so ein, dass er uns von der Planetenoberfläche wegdrückt!“<br>„Ich versuche es, Commander“, bestätigte Ayala und gab einige Befehle in die Taktische Station ein. „Traktorstrahl aktiviert.“<br><br>Janeway und ihr Team näherten sich derweil weiter den Höhlen in der Bergkette. Die Sonne war nun kurz davor aufzugehen. Offenbar verlief der Wechsel von Nacht zum Tag auf diesem Planeten recht schnell.<br>In einem nahe gelegenen Gebüsch sah Janeway plötzlich die Mündung einer Hirogenwaffe aufblitzen. Bevor sie ihr Team warnen konnte, wurde diese Waffe auch schon abgefeuert und tötete eines ihrer Teammitglieder.<br>„Verteilen“, rief Janeway ihren restlichen Leuten zu, „dann sind wir schwerer aufzuspüren!“<br>Die Offiziere gehorchten blitzschnell und liefen in alle Himmelsrichtungen davon.<br><br>Schotten öffneten sich in der Außenhülle der Voyager. Aus ihnen kamen die Landungsstützen herausgefahren, während sich das Schiff auch weiterhin mit überhöhter Geschwindigkeit der Oberfläche näherte.<br><br>„Der Traktorstrahl hat unsere Geschwindigkeit nur unwesentlich verlangsamt“, meldete der Steuermann an der Conn.<br>Wildman war in der Zwischenzeit zu ihrem Stuhl zurückgekehrt und hatte sich dort niedergelassen. „Setzen Sie ihn noch einmal ein!“<br>Wieder aktivierte Ayala den Traktorstrahl, doch diesmal machte die Außenhülle dies nicht mit. Als der Traktorstrahl auf die Oberfläche traf und versuchte die Voyager zurückzudrängen, rissen die Emitter auf der Außenhülle und wurden von vorn durch das ganze Schiff gepresst. Ein ganzes Deck wurde verwüstet, etwa zwanzig Offiziere verloren dabei ihr Leben.<br><br>„Der Traktoremitter wurde durch das Schiff hindurchgepresst“, meldete Ayala. „Wir haben die inneren Sektionen von Deck zwölf verloren.“<br>„Unsere Geschwindigkeit ist für eine Landung noch immer zu hoch“, berichtete der Steuermann. „Außerdem sind wir nicht in der Richtigen Fluglage für eine Landung, wir fliegen mit der Nase nach unten.“<br>„Mr. Ayala“, sagte Wildman. „Machen Sie zwei Photonentorpedos scharf und feuern Sie sie auf meinen Befehl auf die Oberfläche ab!“<br><br>Janeway und ein weiterer Offizier hatten derweil die Höhlen erreicht. Kurz bevor sie den Eingang fanden und hineingehen konnten, raste in einigen Kilometern Entfernung ein Photonentorpedo vom Himmel. Janeway schreckte herum und sah die Voyager im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel fallen. Nun feuerte sie einen weiteren Photonentorpedo ab, während sie sich mit der Nase zur Oberfläche gerichtet dem Boden näherte. Das Schiff war nur noch etwa einen Kilometer von diesem Entfernt.<br>Der Torpedo traf auf die Oberfläche und detonierte. Die Druckwelle traf auf die Untertassensektion der Voyager und drückte diese himmelwärts.<br><br>Die Geschwindigkeit der Voyager war immer noch zu hoch, doch die Fluglage war nun für eine Landung besser geeignet. Es waren nur noch wenige Meter bis zur Oberfläche.<br>Der hintere Teil des Schiffes, in dem sich auch die Shuttlerampe befand, traf auf den Boden. Dadurch wurde auch der Rest des Schiffes auf die Oberfläche gedrückt. Die Landungsstützen wurden in den Boden gerammt und rissen Kilometer lange Furchen in den Planeten. Doch die Voyager kam zum Stillstand. Schwer beschädigt, aber sie stand still...<br> </p><blockquote><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER GRISSOM<br>CAPTAIN TALAY<br>NACHTARG</font><br>„Wir haben die Rettungsoperation der Malineshe abgeschlossen. Das Schiff war irreparabel. Wir haben die Crew des Schiffes deshalb an Bord der Grissom geholt. Nun fliegen wir mit maximaler Warpgeschwindigkeit zu den letzten bekannten Koordinaten der Voyager.“</blockquote><p align="“left“">„Laufen Sie, schnell!“, rief Janeway ihrem Begleiter zu. Doch eigentlich musste sie dies gar nicht befehlen, denn es war selbstverständlich. Die Höhle war eine Falle der Hirogen gewesen. Sie hatten auf Janeways Außenteam dort gewartet, in dem Wissen, dass sie versuchen würden dort Schutz zu suchen. Waffenfeuer fegte über die beiden hinweg, während sie in den Wald zurück liefen.<br>„Wohin sollen wir?“, fragte Janeways Begleiter rufend.<br>„Die Voyager ist nur wenige Kilometer von hier abgestürzt“, antwortete sie ebenfalls rufend. „Wenn wir sie erreichen sollten wir in Sicherheit sein.“<br><br>„Die Jäger auf der Oberfläche haben alle bis auf zwei Beutetiere erlegt“, meldete der Betahirogen seinem Alpha.<br>„Gut“, meinte dieser. „Die restlichen „Jagdtrupps sollen landen. Sie werden uns bei der Suche nach der übrigen Beute unterstützen.“<br><br>Samantha Wildman öffnete auf der Brücke der Voyager ihre Augen. Sie stellte fest, dass sie auf dem Boden lag. „Status!“, verlangte sie, erhielt jedoch keine Antwort. Mit schmerzenden Schädel richtete sie sich auf und sah sich um. Niemand sonst von der Brückencrew hatte den Absturz überlebt. Wildman berührte ihren Kommunikator: „Wildman an Maschinenraum.“ Keine Antwort. „Wildman an irgendjemanden.“ Wieder keine Antwort. Sie sah sich ein weiteres Mal auf der Brücke um. Alle Computer waren ausgefallen, es war also möglich, dass niemand antwortete, weil die Kommunikation ausgefallen war. Sie beschloss die Brücke zu verlassen und durch die Jeffries-Röhren in den Maschinenraum zu klettern.<br><br>Als Samantha den Maschinenraum erreichte, sah es dort beinahe noch schlimmer aus, als auf der Brücke. Überall lagen tote Ingenieure herum und Trümmerteile waren von der decke gefallen. Leitungen waren geplatzt, aus ihnen quoll nun unaufhörlich Gas heraus. Konsolen waren explodiert. Ihre Bestandteile waren überall auf dem Boden verstreut. Im Nebel des Gases bewegte sich etwas. Wildman zog ihren Phaser in der Vermutung, es könnte sich um einen Hirogen handeln. Doch als die Person durch das Gas kam, erkannte sie, dass es Vorik war. Er schien nur leicht verletzt zu sein. Am Kopf hatte er eine Platzwunde, aus welcher grünes Blut floss.<br>„Vorik“, sagte Wildman erfreut. Dabei schmerzte ihr Kopf fürchterlich. „Bin ich froh Sie zu sehen. Ich dachte schon fast, ich wäre die einzige Überlebende.“<br>„Es gibt noch weitere Überlebende, Commander“, berichtete Vorik. „Viele sind auf der Krankenstation, die übrigen versuchen das Schiff zu reparieren.“<br>„Gut“, meinte Wildman. „Wir müssen die Voyager wieder flugtauglich machen.“<br>„Sie sollten zuerst auf die Krankenstation gehen, Commander“, meinte Vorik. „Die Verletzung an Ihrem Schädel sieht bedenklich aus.“<br>Wildman fasste an ihren Kopf und sah sich dann ihre Hand an. Sie war nun voller Blut. „das hatte ich noch gar nicht bemerkt.“<br>Die Tür zum Maschinenraum wurde von Hirogenfeuer aufgesprengt. Wildman und Vorik sprangen hinter ein großes Trümmerteil und fanden dort Deckung. Zehn Jäger betraten den Maschinenraum. Wildman justierte ihren Phaser auf Töten und feuerte ihn auf die Angreifer ab. Einer von ihnen wurde getötet, die anderen feuerten gleichzeitig ihre Waffen ab und verdampften das Trümmerstück, welches Wildman und Vorik Deckung bot. Mit zwei weiteren Schüssen erlegten die Jäger die beiden Offiziere.<br><br>Überall auf der Voyager fand das gleiche statt. Jäger streiften durch die Korridore und töteten die überlebenden Crewmitglieder auf bestialische Weise.<br><br>„Wir erreichen jetzt die Koordinaten“, meldete Kart an der Conn der Grissom.<br>„Gibt es eine Spur von der Voyager?“, fragte Kim besorgt.<br>„Es gibt Restspuren einer Antimaterieexplosion“, sagte Walker. „Sie deuten auf den Bruch eines Föderationswarpkerns hin. – Es gibt auch Trümmer bestehend aus Föderationslegierungen, jedoch nicht genug, um ein ganzes Schiff zu sein.“<br>„Dann haben Sie es vielleicht auf die Oberfläche geschafft“, meinte Kim. „Die Voyager ist zur Landung fähig.“<br>„Die Sensoren orten zwei Schiffe, die von der Oberfläche aufsteigen, Sir“, meldete Benteen an der Taktik. „Sie sind hirogen.“<br>„Kampfstationen!“, befahl Talay und keine Sekunde später schlugen auch schon die ersten Torpedos der Hirogen in die Schutzschilde der Grissom ein.<br><br>Janeway und ihr Begleiter erreichten nun die abgestürzte Voyager.<br>„Wie sollen wir hereinkommen?“, fragte der Offizier.<br>Janeway sah sich ihr ehemaliges Schiff kurz an. „Durch einen Hüllenbruch“, meinte sie dann. „Davon scheint es ja nun mehr als genug zu geben. – Kommen Sie.“<br>Die beiden gingen längs der Voyager entlang, bis sie einen Hüllenbruch im unteren Deck fanden. Durch ihn gelangten sie ins Innere des Schiffes.<br><br>Janeway und ihr Begleiter durchstreiften die dunklen Korridore von Deck fünfzehn. Ihre Kompressionsgewehre hielten sie feuerbereit. Das ganze Deck war verwüstet und Janeway hatte den Eindruck, dass die Decke etwas niedriger war, als sonst. „Oder ist der Boden höher?“, murmelte sie.<br>„Admiral?“, fragte der Offizier.<br>„Ich habe laut gedacht“, antwortete Janeway.<br>Die beiden durchstreiften weiter die Korridore. Sie fanden überall blutige Leichen von Crewmitgliedern. Sie waren ausgeweidet.<br>„Die Hirogen waren also hier“, meinte Janeway.<br>Ein dumpfes Brummer erklang plötzlich und das Deck wurde von leichten Vibrationen erfasst. Dann begann die Voyager leicht zu schwanken.<br>„Was ist denn jetzt los?“, fragte Janeways Begleiter. Diese reagierte auf die Frage, indem sie zu einer nahegelegenen Tür taumelte, die zu einem Quartier mit Fenster führte. Sie bracht die Tür auf und trat ans Fenster heran. Durch dieses beobachtete sie, wie die Planetenoberfläche kleiner und kleiner wurde.<br>„Ich fürchte“, sagte sie zu ihrem Begleiter, „wir starten...“<br><br>„Angriffsphaser klar“, meldete Benteen auf der Brücke der Grissom in diesem Moment.<br>„Dann lassen Sie uns keine Zeit verschwenden“, meinte Talay. „Feuer!“<br>Die Grissom feuerte die bläulichen Phaserstrahlen auf das letzte Hirogenschiff ab. Sie durchbrachen mühelos die Außenhülle des feindlichen Schiffes und kurz darauf brach dieses auseinander.<br>„Das wär’s dann wohl“, meinte Riker.<br>„Ja“, stimmte Kim zu. „Bitte scannen Sie jetzt nach der Voyager.“<br>Doch das war unmöglich. Ein weiteres Mal erbebte die Grissom heftig, als sie von mehreren Photonentorpedos getroffen wurde.<br>„Wo kommt das her?“, wollte Talay wissen.<br>Walker sah kurz auf ihre Anzeigen: „Sehen Sie selbst“, sagte sie dann und legte das Bild auf den Wandschirm: Die Voyager, die mit allen Waffen auf die Grissom feuerte!<br>„Ausweichmanöver!“, befahl Talay. „Phaser klar machen und vorbereiten das Feuer zu erwidern.“<br>„Aye, Sir“, bestätigte Benteen.<br>„Walker öffnen Sie einen Kanal!“, bat Talay.<br>„Kanal offen, Captain.“<br>„Hier spricht Captain Zefram Talay von der Grissom. – Was zum Teufel ist in Sie gefahren, stellen Sie das Feuer ein!“<br>„Sir, ich orte nur zwei menschliche Lebenszeichen an Bord der Voyager“, meldete Walker. „Der Rest ist Hirogen.“<br>Die Grissom erbebte erneut, diesmal heftiger.<br>„Wir haben die hinteren Schutzschilde verloren“, meldete Furlong. „Hüllenbruch auf Deck einundzwanzig.“<br>„Mr. Benteen, Feuer frei!“, befahl Talay.<br>Die Grissom feuerte nun ihrerseits aus vollen Rohren auf die Voyager. Diese feuerte jedoch nun wieder Photonentorpedos auf die Grissom ab. Die Geschosse durchbrachen die Schilde mühelos.<br>„Sie haben unsere vorderen Schilde durchdrungen“, meldete Benteen.<br>„Das begreife ich nicht, sie hatten volle Energie“, sagte Furlong.<br>„Mr. Benteen“, sagte Talay, dann erbebte die Grissom wieder heftig. Funken sprühten aus Konsolen und eine Leitung platzte. „Ändern Sie die Schutzschildmodulation, möglicherweise kennen sie unsere.“<br>„Aye, Sir.“<br>„Der letzte Treffer hat unsere Angriffsphaser zerstört“, meldete Furlong.<br>„Schildmodulation geändert, Captain“, berichtete Benteen.<br>„Quantentorpedos ausrichten und abfeuern!“<br>„Beamen Sie mich rüber“, verlangte Kim.<br>„Was wollen Sie?“, fragte Riker.<br>„Transportieren Sie mich auf die Voyager!“<br>„Nein“, sagte Talay.<br>„Tun Sie es!“<br>„Und was wollen Sie damit erreichen? – Wollen Sie allein gegen die Hirogen kämpfen? – Außerdem sind die Schilde der Voyager oben, da können wir gar nicht beamen.“<br>Wieder erbebte die Grissom.<br>„Captain“, meldete Walker, „wir werden von der Voyager gerufen. Nur Audio.“<br>„Auf die Lautsprecher!“, befahl Talay.<br>„Janeway an Grissom“, drang die Stimme der Admiralin anschließend aus den Brückenlautsprechern.<br>„Wir hören Sie, Admiral“, sagte Talay. „Wo sind Sie?“<br>„Ich habe mich versteckt“, antwortete Janeway. „Auf deck fünfzehn. – Wie ist Ihr Status?“<br>„Die Voyager hat unser Hauptwaffensystem zerstört“, antwortete Talay und die Grissom erbebte erneut. „Schilde sind geschwächt, wir haben Hüllenbrüche über mehrere Decks.“<br>„Bringen Sie Ihr Schiff in Sicherheit, Captain Talay, das ist ein Befehl“, ordnete Janeway an. „Ich werde die Voyager von hier aus zur Detonation bringen.“<br>„Ja, Admiral“, bestätigte Talay.<br>„Nein“, schrie Harry. „Das können Sie nicht tun, Admiral!!!“<br>„Ich muss, Harry. Ich komme hier doch sowieso nicht raus“, antwortete Janeway.<br>„Captain, Sie müssen...“, Harry wurde unterbrochen.<br>„Nein, Harry“, sagte Janeway. „Ich habe mich entschieden, Janeway Ende.“<br>„Kanal geschlossen, Captain“, meldete Walker.<br>„Lieutenant Kart, Sie haben den Befehl gehört, bringen Sie uns außer Reichweite der Voyager“, befahl Talay.<br>„Aye, Sir“, bestätigte Kart. „Ich aktiviere den Impulsantrieb.“<br><br>Janeway war noch immer in dem Quartier, in den sie beim Start der Voyager eingedrungen war. Nun wandte sie sich vom Fenster ab. „Computer“, sagte sie. „Aktiviere die Selbstzerstörungssequenz. Berechtigung Janeway Pi eins eins null. Auf dreißig Sekunden einstellen! Audio auf Stumm schalten.“<br>„Warnung!“, sagte der Computer. „Die Selbstzerstörungssequenz wurde initiiert. Explosion erfolgt in dreißig Sekunden, es wird keine weitere Audiowarnung geben.“<br>Janeway ging wieder zurück zum Fenster und beobachtete, wie sich die Grissom von der Voyager entfernte.<br>„Das war’s das wohl“, meinte Janeway. „Dies hier ist für dich, Voyager! – Ich werde nicht zulassen, dass sie dich als Trophäe kriegen!!!“<br>Die Voyager feuerte einen letzten Torpedo auf die Grissom ab. Dann wurden die Antimaterieladungen der Selbstzerstörung gezündet und die Voyager zerriss in einer grellen Explosion.<br><br>Die Grissom wendete und flog zurück zu den Trümmern der Voyager.<br>„Lebenszeichen?“, fragte Harry Kim.<br>„Keine“, antwortete Walker nach einem kurzen Blick auf ihre Anzeigen. „Es gibt aber einen fast intakten Körper zwischen den Trümmern. – Admiral Janeway.“<br>Talay atmete tief durch: „Beamen Sie sie an Bord, Commander.“<br><br>Im Kasino der Grissom war ein Sarg auf einem Podest aufgestellt. Über dem Sarg hatte man eine Decke mit dem Logo der Vereinten Föderation der Planeten gelegt.<br>Harry Kim, die Führungsoffiziere der Grissom, sowie einige weitere Crewmitglieder hatten sich im Kasino versammelt, um Amiral Janeway die letzte Ehre zu erweisen. Talay hatte Bestattungszeremonie gerade beendet. Harry trat nun an den Sarg heran. „Entschuldigen Sie bitte, aber ich möchte noch etwas sagen“, meinte Kim. „Kathryn Janeway war mehr, als nur mein kommandierender Offizier. – Für mehr als sieben Jahre war sie so etwas, wie eine Mutter für mich. Ich verdanke ihr mein Leben. – Jeder hier verdankt ihr sein oder ihr Leben. Sie hat sich immer für ihre Crew aufgeopfert. Sie war sogar bereit sich für ihre Crew von den Borg assimilieren zu lassen. – Jetzt hat sie ein letztes Opfer für uns gebracht. Das Opfer ihres Schiffes und... ihres Lebens. – Kathryn Janeway hat uns gerettet – und ist dafür von uns gegangen. Aber sie würde nicht wollen, dass wir um sie trauern, sondern, dass wir uns an die guten Zeiten mit ihre erinnern. Und jetzt ihr Leben feiern. Das war immer ihr Wunsch. – Also: Erinnern wir uns gemeinsam an sie. Und ehren wir sie nun ein letztes Mal. – Setzen Sie die Kapsel aus.“<br>Die Sargkapsel wurde in die Torpedorampe gebeamt und von dort aus abgefeuert. Sie verließ die Grissom und brach auf zu einer letzten Reise in die unendlichen Weiten der Galaxien...</p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Sonntag den 23.12.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/material_episoden.php" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1"><b>DIE RÜCKKEHR DER JÄGER</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER and JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer ANDREAS KREBS<br>producers SARAH OSTSIEKER &amp; MILA FRERICHS lektor FRANK ZIARNO<br>co-producer TIM PRUESSMANN<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by THOMAS RAKEBRAND<br><br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #282</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">711</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x08: Q's Child</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x08-qs-child-r689/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0808.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0808.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x08 Voyager8 - Q's Child</font></b><br>Zip File<br>Größe: 313 Kb</font></td></tr></table></center></div><br><blockquote><br><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/pg.jpg"><br><br><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockquote><br><p align="left">Die Enterprise durchquerte gerade die Tiefen des Weltalls, als Captain Picard etwas ermüdet seinen Posten verlies. Es war jetzt Zeit für eine Ablösung. Diese war allerdings längst überfällig, deshalb entschied er, sich noch einmal hinzusetzen. Data nahm einige Kurskorrekturen vor und auch sonst war alles ganz normal. Er konnte sich nicht mehr zurückhalten und sprach den Captain auf seine Müdigkeit an. "Sir, ich denke es ist an der Zeit für Sie, sich zurückzuziehen. Nach Ihrer körperlichen Verfassung und Ihrer mangelnden Konzentration zu urteilen, werden Sie, wenn Sie sich jetzt nicht ausruhen, keine Energie für den in fünf Stunden stattfindenden Empfang haben. Sie sollten als..." <br>"Danke, dass Sie mich darauf hinweisen, Data. Wenn mich jemand braucht, ich bin in meinem Quartier." Picard machte sich etwas träge auf den Weg zum Bereitschaftsraum. Er konnte gerade noch sehen, wie seinen Ablösung die Brücke betrat, als sich die Tür auch schon schloss. Picard ging zum Waschbecken und säuberte sein Gesicht. Als er zum Spiegel aufblickte, erschrak er. Es war nicht seines, das ihn anblickte, sondern das von Q. "Mon Capitaine! Schön Sie mal wieder zu sehen, was machen ihre Kinder denn so? Oh, ich vergaß, Sie haben ja gar keine." <br>"Q, was soll das? Ich habe Ihnen doch gesagt, dass Sie nie wieder mein Schiff betreten sollen, also was wollen Sie?" Q stand plötzlich hinter Picard und tippte ihm auf die Schulter. Der Captain drehte sich zu ihm um und blickte auf die Sternenflottenuniform eines Admirals. <br>"Q, ich warne Sie, spielen Sie keine Streiche mit mir und ziehen Sie sofort diese Uniform aus!" <br>"Jetzt beruhigen Sie sich doch erst mal. Erstens hatten Sie mir gesagt, ich sollte nicht mehr auf Ihr altes Schiff kommen, und Picard, ist das Ihr altes Schiff? Oh und wenn Sie unbedingt wollen, dass ich mich für Sie ausziehe, gut, das kann ich gerne tun." Picard hatte sich längst gesetzt und hielt sich seine Hand vor die Augen. <br>"Nein Q, wir wollen doch kein öffentliches Aufsehen erregen, also bleiben Sie bitte angezogen. Was wollen sie überhaupt hier?" <br>"Was ich hier will, ist nicht wichtig Captain, die Frage ist, was Sie wollen." Picard öffnete seine Augen und blickte Q misstrauisch an. "Was soll das heißen Q, ist das wieder eines Ihrer Spielchen?" <br>"Aber nein, nein Picard. Es geht doch gar nicht um mich, wann kapiert denn ihr kleiner Menschenverstand das endlich? Ich bin hier, um Ihnen ein neues Mitglied für Ihre Besatzung vorzuschlagen, natürlich nur für eine Woche versteht sich." <br>"Natürlich." <br>"Hören Sie mir doch erst mal zu Picard. Es handelt sich um ein sehr begabtes Wesen. Genauer gesagt, um meinen Sohn." Picard sprang entsetzt auf. "Was denn, Sie haben einen Sohn?" <br>"Ja, genauer gesagt sogar zwei." <br>Der Captain begleitete Q hinaus zur Tür. "Picard an Sicherheit, schicken Sie ein paar ihrer Männer auf die Brücke." Aber Q ließ sich dadurch nicht einschüchtern. Er schnippte einmal mit dem Finger und ließ alle, die sich auf der Brücke befanden erstarren, außer Picard. "Warten Sie doch mal, Captain. Er ist doch noch so etwas wie ein Kind. Er soll doch gar nicht arbeiten, sondern nur das primitive Leben der Menschen kennen lernen, damit dieser Rotzbengel sieht, wie gut er es bei seinen Eltern hat." <br>Jetzt wurde Picard aber endgültig böse. Einen Q auf dem Schiff zu haben, damit konnte er leben. Aber ein Kind der Q, das war einfach zu viel. Er wollte gerade das Wort ergreifen, als sich der Turbolift öffnete und drei bewaffnete Sicherheitsoffiziere die Brücke betraten. "Alles in Ordnung hier, Captain?" <br>"Schon gut, Lieutenant. Q, bitte verschwinden Sie jetzt, ich habe hier keinen Platz für Kinder, nerven Sie doch zur Abwechslung mal andere Captains und nicht immer nur mich." <br>"Also gut Picard, es gibt noch andere geeignete Schiffe. Au revoir!" Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, löste Q die Starrung und verschwand. Trotzdem konnte man noch seine beleidigenden Worte bis in den Maschinenraum hören, als er schon Minuten lang weg war. <br>"Steuermann, überprüfen Sie unseren Kurs. Die Anderen, auf ihre Posten! Ich ziehe mich zurück und will bis zur Ankunft unserer Empfangsgäste nicht gestört werden." Picard ging gähnend in seinen Raum, legte sich in sein Bett und schlief sofort ein.</p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Q's Child"</font></b></p><p align="left">Am heutigen Tag war nicht besonders viel los. Crewman Chell sortierte die Gläser ein und las dabei ein paar neue Rezepte durch. Da sich ein paar Crewmitglieder über seinen ‚Alarmstufe-Rot-Chili' beschwerten, hatte er sich vorgenommen, es ein wenig zu variieren. Er war ganz in Gedanken vertieft, als er aus Versehen gegen einen stehen gelassenen Drink sties und diesen so auf dem Fußboden verschüttete. Er schrie auf und sprang verschreckt zur Seite. <br>Ein paar Crewmitglieder kamen ihm zu Hilfe und Andere lachten über ihn. "Oh nein, nicht schon wieder. Wo hab ich denn wieder den Lappen hingelegt?" <br>Nachdem sich alle beruhigt hatten und der Fleck, den das Getränk hinterlassen hatte, weggewischt war, gesellte sich Chell wieder zu seinen Gästen. Je mehr er über diese peinliche Situation nachdachte, desto harmloser erschien sie ihm. Er ging gut gelaunt auf den Tisch zu, an dem Chakotay und Seven of Nine zusammen saßen. "Benötigen Sie noch etwas Commander? Soll ich Ihnen noch etwas bringen?" "Schon gut Chell, danke. Seven, möchtest du noch etwas?" <br>"Nein, ich benötige derzeit keine Nahrung, danke." <br>Chell verschwand wieder hinter der Theke und Chakotay legte seine Hände in die von Seven. <br>"Seven, hast du eigentlich schon mal darüber nachgedacht, mit mir die Voyager für ein paar Tage zu verlassen? Ich meine, jetzt wo wir beide sechs Tage keinen Dienst haben." <br>"Nun, warum nicht? Du hast dir natürlich schon irgendeinen Planeten ausgesucht, zu dem du schon immer gern mal wolltest, hab ich Recht?" <br>"Oh nein, ich finde wir sollten gemeinsam entscheiden. Natürlich habe ich schon ein paar hübsche Orte zur näheren Wahl gestellt. Wie wäre es zum Beispiel mit Ferasa auf Cait? Die Caitianer sollen sehr fremdenfreundliche Geschöpfe sein und ihr Planet ist nur einen Tag entfernt." <br>"Nein, das ist ineffektiv. Die Voyager fliegt in die entgegengesetzte Richtung. Wir müssten uns ein Shuttle nehmen und damit bräuchten wir fast zwei Tage bis nach Cait. Unsere Urlaubszeit verkürzt sich somit rapide." <br>Plötzlich stand Chell vor den Beiden, der die halbe Diskussion zufällig mit angehört hatte. Er räumte das gebrauchte Geschirr bei Seite und blieb zunächst stehen. "Wenn ich mich dazu äußern dürfte Sir, ich schlage Ihnen Beiden Risa vor. Es ist ein Bekanntes Reiseziel und hat viele Attraktionen zu bieten. Und, es liegt auf unserem Kurs." <br>"Nun Crewman, wenn Sie das sagen. Was meinst du Seven?" <br>Seven schüttelte ihr Haar und legte es sich zurecht, sie stimmte Chakotay lächelnd zu und bedankte sich bei Chell für den guten Vorschlag. Plötzlich verzog sie ihr Gesicht. "Chakotay, lass uns bitte gehen, ich glaube, mir ist ein wenig schwindelig." <br>Chakotay nahm Seven bei der Hand und Beide verschwanden durch die Tür, die soeben von Lieutenant Kim betreten worden war. Er ging geradewegs auf Chell zu und dieser nahm seine Bestellung auf. "Was darf es diesmal sein Harry? Lassen Sie mich raten, vielleicht Pflaumensaft?" <br>"Ja, dasselbe wie immer bitte. Nur vielleicht diesmal einen, der noch nicht drei Monate offen rumstand, wie letztes mal." Kim lachte und drehte sich in Richtung der Tische. Außer ihm saßen nur noch Wenige im Casino, deshalb war es auch so still. "So, da bin ich wieder. Ich hatte keinen Traubensaft mehr, deshalb hab ich noch schnell welchen repliziert." <br>"Das ist ja sehr schön für Sie, Chell, aber ich wollte eigentlich Pflaumensaft und keinen Traubensaft. Kann es sein, dass Sie ein wenig überarbeitet sind?" <br>Chell stöhnte und stellte die Flasche ab. Er nahm zwei saubere Gläser vom Regal und holte die richtige Flasche hervor. "Ja, ich glaube, Sie haben recht. Vielleicht schließe ich das Casino heute früher und räum schon mal auf." <br>"Nun gut, wenn Sie lieber aufräumen wollen, als mit mir aufs Holodeck zu kommen, bitte, dann tun Sie das. Allerdings entgeht Ihnen dabei ein neues Abendteuer von Captain Proton. Also was ist?" <br>"Okay, überredet. Sie wissen, ich bin für jeden Spaß zu haben. Also worauf warten wir noch? Los geht's!" Chell verließ zusammen mit Kim das Casino und fühlte schon jetzt, dass er sich bereits erholte. <br><br>Captain Janeway saß gelangweilt vor ihren Tagesberichten und las einige davon flüchtig durch. Es war noch sehr früh, aber trotzdem verspürte sie eine große Müdigkeit. Sie legte die Berichte bei Seite und gähnte. Sonst war sie um diese Zeit nie müde, aber heute musste irgend etwas nicht mit den Systemen nicht stimmen. "Tuvok, überprüfen Sie bitte die Umweltkontrollen, ich glaube, sie produzieren zu wenig Sauerstoff." <br>Fähnrich Tema'na ergriff das Wort. "Tut mir leid Captain, aber mit den Kontrollen ist alles in Ordnung. Wahrscheinlich liegt es an Ihnen. Typisch Föderation, Nichts hat seine Ordnung. Auf einem romulanischen Schiff pflegen die kommandierenden Offiziere stets ausgeschlafen und bei der Sache zu sein. Was man hier wohl nicht behaupten kann." <br>"Ich glaube nicht, dass ich Sie nach ihrer Meinung gefragt hatte. Wenn ich anderen Offizieren einen Befehl gebe, haben Sie sich nicht einzumischen, also konzentrieren Sie sich jetzt wieder auf Ihre Arbeit." <br>"Aye Ma'am." <br>"Fähnrich Tema'na hat Recht Captain. Ich habe die Umweltkontrollen auf dem gesamten Schiff genauestens überprüft. Es liegen keine Fehlfunktionen vor." <br>Während Tuvok weiter sprach, musste Janeway weiterhin mehrmals gähnen. "Entschuldigen Sie Tuvok, was sagten Sie eben?" <br>"Sie sollten sich ausruhen Captain, ich werde für Sie solange übernehmen." <br>Janeway nahm ihren Sicherheitsoffizier beim Wort und verließ die Brücke. "Es ist unlogisch, dass der Captain dermaßen ermüdet ist, ich werde veranlassen, dass sich der Doctor diese Sache genauer ansieht." <br>"Das habe ich bereits erledigt, der Doctor befindet sich schon auf dem Weg zu ihr." <br>"Fähnrich Tema'na, ab sofort werden Sie solche Dinge unterlassen. Es steht Ihnen nicht zu, darüber zu entscheiden. Haben Sie mich verstanden?" <br>"Aye Sir." Der Fähnrich wendete sich wieder ihren Aufgaben zu und überhörte Tuvok's weitere Belehrungen einfach. "Vulkanier", flüsterte sie bei sich. <br><br>"Kaffee, schwarz!" Der Computer replizierte Janeway ihr Aufpuschmittel. Dort, wo vorher noch Leere war, stand plötzlich eine Tasse mit flüssigem Inhalt. Aber es war kein Kaffee, sondern warme, süßliche Milch. Janeway stellte das Getränk auf ihrem Tisch ab und versuchte es noch mal. Aber auch dieses Mal replizierte ihr der Computer keinen Kaffee, sondern eine Art flüssigen Brei. "Janeway an Lieutenant Commander Barclay." <br>"Barclay hier, gibt es denn ein Problem Captain?" <br>"Ja, überprüfen Sie, wenn Sie Zeit dafür finden sollten, mal wieder die Replikatoren." <br>"Gut, wenn Sie meinen, ich werde mich sofort darum kümmern Captain." <br>"Es hat keine Eile, seien Sie unbesorgt. Janeway Ende." Janeway ging in Richtung ihres Bettes und wollte sich darauf legen, als sie meinte, das Wimmern eines Kindes wahrzunehmen. Sie schaute zur Tür hinüber, aber konnte Niemanden ausmachen. Doch als sie wieder zum Replikator sah, entdeckte sie einen Strauß Blumen darin. Sie dachte sich ihren Teil. "Oh nein, nicht schon wieder! Q, Sie können ihr Versteckspiel jetzt beenden und rauskommen. Ich hätte wissen müssen, dass Sie dahinter stecken. Q?" Kaum hatte Janeway Q entlarvt, da stand er auch schon vor ihr. Er ging auf die Knie und übergab Janeway eine Distel. "Oh, wie aufmerksam, Q. Sie machen mich ja ganz verlegen. Ich dachte, Sie würden endlich damit aufhören. Weiß denn Ihre Frau davon?" <br>"Nein, äh ja, natürlich, die hat mich ja gewissermaßen geschickt. Keine Sorge Kathy, ich bin nicht wegen Ihnen hier, na ja, nicht nur, vielleicht. Ich komme wegen des Kindes." <br>Janeway legte die etwas unhandliche Pflanze bei Seite und führte Q schweigend zum Sofa. "Also mal im Ernst, was wollen Sie wirklich hier. Und von welchem Kind ist die Rede?" <br>"Aber Kathryn, warum fragst du ihn das denn nicht selbst? Q, du kannst dich jetzt zeigen. Tante Kathy freut sich schon auf dich." <br>Janeway schaute sich um und sah einen kleinen Jungen, von ungefähr vier Jahren. Als dieser Janeway sah, lächelte er sie an und kam auf sie zu. Er umarmte sie und setzte sich neben ihr auf die Couch. "Hallo Tante Kathy, hast du was zum Spielen für mich?"<br>Auf der Brücke öffnete sich der Turbolift und der Doctor trat ein. Er blickte fragend zu Tuvok. "Also, wo ist mein Patient?" <br>"Der Captain ist im Bereitschaftsraum, vielleicht ruht sie sich jetzt aus, Sie sollten später wiederkommen, Doctor." <br>Als der Doctor Tuvoks Worte hörte, regte er sich sehr darüber auf. "Also gut, wenn sie jetzt schläft, kann ich ja später wiederkommen. Und wenn sie später immer noch keine Zeit für mich hat, komm ich noch später. Am Besten ist es doch, wenn ich ab jetzt alle fünfzehn Minuten hier vorbei schaue, als wenn ich nicht schon genug zu tun hätte!" <br>Tuvok versuchte den Doctor zu beruhigen, aber es gelang ihm nicht. Stattdessen wurde der Doctor immer aufgebrachter. "Es gibt hier nicht nur eine Person um die ich mich kümmern muss. Also wenn mich jemand braucht, ich bin auf der Krankenstation." Der Doctor verließ wieder die Brücke, auf der sich jetzt alle ratlos ansahen. Er lehnte sich gegen die Wand des Turboliftes und tippte auf seinen Kommunikator. "Doctor an Chakotay, es sieht so aus, als hätte ich jetzt Zeit für Sie. Bitte kommen Sie mit Seven auf die Krankenstation." <br>"Verstanden Doctor. Danke, Chakotay Ende." <br>Wenige Minuten später traf der Doctor ein. Seven hatte sich bereits auf ein Krankenbett niedergelassen und Chakotay legte seine Hände auf ihren Unterleib. <br>Der Doctor nahm einen medizinischen Tricorder zur Hand und untersuchte Seven gründlich. "Alles in Ordnung, ich denke, es wird keine Komplikationen geben. Ihr Schwindelanfall kam wahrscheinlich von der heutigen Aufregung. Ich mache mir aber trotzdem noch Sorgen um Sie. Wer weiß, wie der Embryo auf ihre Implantate reagiert. Ich verschreibe Ihnen Beiden vorläufig Ruhe und ich rate Ihnen, Ihren Urlaub möglicht an einem Ort zu verbringen, an dem sich nicht zu viel verschiedene Rassen tummeln. Die Ansteckungsgefahr für Sie und ihr Kind ist extrem hoch." <br>Chakotay half Seven aufzustehen und schüttelte dem Doctor die Hand. "Danke noch mal Doctor. Wir können uns doch hoffentlich weiterhin auf ihr Schweigen verlassen?"<br>"Natürlich, das versteht sich doch von selbst. Ich sollte jetzt wohl doch mal besser nach dem Captain...." <br>"Janeway an Chakotay und Seven of Nine, melden Sie sich bitte bei mir im Bereitschaftsraum." "Wir sind schon auf dem Weg Captain, Chakotay Ende." <br>"Warten Sie, ich werde Sie Beide begleiten." Die Drei verließen die Krankenstation und machten sich sofort auf den Weg.<br><br>Janeway und die beiden Q warteten ungeduldig auf Chakotay und Seven. Als diese eintrafen, erzählte Janeway ihnen, was passiert war. "... und deshalb, habe ich mich als Patin von Q's erstem Kind, Junior, dafür entschlossen, dass Sie sich beide um sein Zweites kümmern werden. Na ja, ich habe nicht viel Erfahrung mit Kindern und ich brauche auch keine zu haben. Jetzt noch nicht. Aber Sie, Seven, hatten bereits das Vergnügen mit den jungen Borg, die wir an Bord hatten und da Chakotay nun ihr Gefährte ist, steht meine Entscheidung fest." <br>Q hörte sich die Unterhaltung angeregt an und wartete höflich, bis Chakotay und Seven schließlich zusagten. Erst dann meldete er sich zu Wort. "Ich bin Ihnen sehr dankbar, wissen Sie? Na ja, jetzt kann ich endlich mal wieder Zeit mit meiner geliebten Q verbringen, ohne, dass wir gestört werden. Ich sage Ihnen was, Sie allein übernehmen die Verantwortung, wenn meinem Kleinen was passiert. Oh, und ich werde mich nicht einmischen, wenn Sie nicht mehr mit ihm zurechtkommen. Außerdem habe ich noch eine kleine Bitte, sorgen Sie dafür, dass Q seine Kräfte nicht einsetzt, wir wissen ja bereits, was dann passieren könnte. Nicht wahr? Schließlich soll das Ganze doch beweisen, dass wir Q auch ohne solche Hilfen auskommen können. Ich verabschiede mich. Und denken Sie daran, wenn Sie mich brauchen, ich bin nicht da. Au revoir!" Q verschwand ohne weitere Worte. <br>Und Janeway schickte den jungen Q mit seinen neuen Eltern hinaus. Der Doctor, der die Situation die ganze Zeit beobachtet hatte, war entsetzt. Das Aufpassen eines erwachsenen Q war schon Recht schwer, aber ein Kind konnte unberechenbar sein. <br>So viel Aufregung für Seven war in ihrem jetzigem Zustand nicht gesund. <br>Der Doctor kam zu dem Schluss, dass er Captain Janeway von der Schwangerschaft erzählen musste. "Captain, ich..." "Ich weiß, was Sie sagen wollen Doctor. Ich muss mehr schlafen und das tue ich jetzt auch. Also, Sie können sich jetzt ganz Ihren anderen Patienten widmen." <br>"Ja aber Captain, was ich sagen wollte war eigentlich, ach ähm, schon gut. Ab ins Bett mit Ihnen und gute Nachtruhe wünsche ich. Ach übrigens, ich wusste gar nicht, dass Ihnen auch die Patenschaft für Q's zweites Kind zusteht, so sehr, wie Sie sich um den Jungen sorgen!" <br>"Wieso, das tue ich doch gar nicht. Doctor, ich denke, ich fühle mich einfach ein wenig verantwortlich für den Kleinen. Schließlich bin ich ja auch die rechtmäßige Patin seines Bruders. Was wohl aus Junior geworden ist?" <br>"Nun, es ist schon fast ein Jahr her, seit wir ihn an Bord hatten. Und er war ja auch kein Kleinkind mehr, wahrscheinlich ist er seinen eigenen Weg gegangen, nachdem er seine Kräfte zurück hatte. Mal sehen, vielleicht wird es ja dieses mal etwas anders." <br>"Ja, vielleicht!" Auch der Doctor verließ den Raum und Janeway konnte endlich schlafen. Nur, dass sie gar nicht müde war, denn für ihre Müdigkeit und der Captain Picards, war nur Q verantwortlich.</p><p align="center">***</p><p align="left">"Wir werden die Prinzessin befreien, Chaotica. Sie sind schon so gut wie besiegt." Kim blickte Dr. Chaotica mutig ins Gesicht. Das es schwarz-weiß war, bemerkte er schon gar nicht mehr. <br>"Ah, Captain Proton mit seinem Raketenschiff. Und wer ist der da?" Chaotica zeigte auf Chell, den er in diesem Holoprogramm zuvor noch nie gesehen hatte. <br>"Das ist mein treuer Kumpan und ich werde dich mit seiner Hilfe besiegen." <br>"Kann er denn nicht selbst sprechen, dein Kumpan? Na egal, man lasse unsere neuen verbesserten Kampfroboter Captain Proton vernichten, los wir..."  Noch bevor Chaotica seine Befehle zu Ende erteilen konnte, fielen plötzlich die Emitter aus und das Programm wurde beendet. <br>"Verdammt, was ist passiert, Chell?" "Ich weiß nicht, wir sollten Lieutenant Commander Barclay bescheid sagen." <br>"Ich würde mich nicht wundern, wenn er dahinter steckt. Kommen Sie Chell, wir statten ihm mal einen Besuch ab." <br>Kim und Chell begaben sich direkt in den Maschinenraum und suchten Barclay, der gerade das Problem für das Flackern des Lichtes suchte. Er hatte eine Verkleidung aus der Wand genommen und berührte vorsichtig die Schaltkreise. Das Flackern verschwand und er setzte die Verkleidung wieder ein. "So, das hätten wir. Ähm Crewman, Sie können den Holodecks jetzt wieder Energie geben, ja?" <br>"Aye Sir." <br>Als Kim Barclay gefunden hatte, stellte er sich ihm in den Weg. "Aha, wusste ich doch, dass Sie dahinter stecken!" <br>Barclay machte ein besorgtes Gesicht und verschränkte die Arme hinter seinem Rücken. "Oh mein Gott, ist denn etwas passiert Lieutenant? Mir äh ist ähm nichts aufgefallen." <br>Kim fasste Barclay auf die Schulter und fing zu Lachen an. "Ha, ha, bleiben Sie ganz ruhig, das sollte nur ein Scherz sein. Wir waren nur gerade im Holodeck und als es spannend wurde, ist unser Programm leider ausgefallen." <br>"Oh äh, ich glaube, das ist meine Schuld. Ich dachte, wir hätten hier einen Kurzschluss und da hatte ich vorsichtshalber auch die Holoemitter deaktiviert, weil...oh nein, der Doctor, ich muss nach ihm sehen!" Barclay wollte den Maschinenraum verlassen, aber Chell hielt ihn auf. <br>"Stopp, immer langsam. Der Doctor ist doch sowieso an seinem mobilen Emitter angeschlossen. Und selbst wenn Sie ihn für ein paar Minuten ausgeschaltet hätten, wäre er Ihnen bestimmt nicht böse." <br>Barclay verlangsamte seine Schritte, bis er anhielt und sich wieder umdrehte. "Meinen Sie?" <br>"Ja natürlich, was denn sonst? So, ich glaube, ich und Mr. Kim machen uns jetzt wieder auf den Weg, kommen Sie Harry?" <br>"Ja, gehen Sie schon mal vor, ich komme gleich nach. Sagen Sie Barclay, mögen Sie Holodeckprogramme?" <br>"Nun ja, schon, aber ich..." <br>"Gut, dann sind Sie eingeladen. Kommen Sie nach Dienstschluss doch vorbei. Holodeck drei."Mit diesen Worten verschwand Kim und die Tür schloss sich hinter ihm.<br><br>Chakotay hielt Q bei der Hand und betrat mit ihm das gemeinsame Quartier, das er und Seven bewohnten. Q schaute sich alle Gegenstände genau an und stellte andauernd Fragen. Er trat in einen hinteren, kleineren Raum und sah ein großes und grün schimmerndes Ding. "Was ist das, Onkel Commander?" <br>Chakotay holte Q schnell daraus. Der kleine hatte Sevens Borgalkoven entdeckt. Er musste wirklich nicht wissen, dass Seven eine Ex-Borg war. "Komm da lieber weg Kleiner, das ist nichts besonderes. Komm, ich zeig dir dein Bett, wo du schlafen wirst." <br>Q guckte Chakotay ungläubig an und schaute sich um. "Was ist das, ein Bett?" <br>"Das ist ein Platz zum ausruhen, wenn man müde ist. Sag bloß, du schläfst nicht?" <br>"Schlafen?" <br>Chakotay machte es Q vor und legte sich auf sein Bett, er schloss dabei die Augen. "Siehst du, so geht das. Man muss sich nur entspannen. Q bist du noch da? Q?" Chakotay öffnete wieder seine Augen und konnte ihnen erst nicht recht trauen, als er sah, dass Q neben ihm schwebte! Er wahr eingeschlafen und Chakotay verließ das Zimmer. Noch bevor sich die Tür hinter ihm schloss, wachte Q auf. "Onkel Commander, warte doch." Von einem Moment auf den anderen war Q nicht mehr im Quartier, sondern stand neben Chakotay. "Oh nein, erschreck mich doch nicht so! Und bitte, nenn mich nicht Commander. Für dich bin ich Chakotay." <br>"Ist gut Onkel Chakotay, was ist das da eigentlich auf deiner Stirn, hat dich da wer angemalt?"<br>"Nein, das ist ein Tattoo meines Stammes, wir alle tragen so was." <br>"Kann ich das auch haben, bitte?" Chakotay nahm Q bei der Hand und ging mit ihm zum Turbolift. <br>"Nein, aber vielleicht, wenn du mal groß bist." Die Tür schnappte zu und der Turbolift setzte sich in Bewegung. <br>"Oh, ich will aber schon jetzt. Los, ich will, ich will, ich..." <br>"Computer, Turbolift anhalten. Ich sagte nein, Q. Also finde dich damit ab. In unserer Welt gibt es Regeln." <br>"Das finde ich aber gemein!" Q bekam ein kleines leuchten in seinen Augen und schnippte voller Wut mit seinem Finger, aber weil seine Kräfte noch nicht ausgereift waren, gingen sie meist nach hinten los. Doch dieses Mal nicht, denn Chakotay und Q waren von der Voyager verschwunden. "So, ich hab uns zu den Vulkanen auf Terakus fünf gebracht. Jetzt kannst du sehen, was du davon hast, Onkel." <br>Chakotay blickte sich um, doch er konnte keine Vulkane ausmachen. Q musste sich geirrt haben. "Aber Q, das hier ist nicht Terakus fünf, jedenfalls gibt es hier keine Vulkane oder siehst du hier..." <br>Auf einmal erschien Q's Vater mit einem Cooktaille in der Hand. "Nein Commander, natürlich gibt es hier keine Vulkane. Ich habe Q's Kräfte umgeleitet, weil ich wusste, dass er das versuchen würde. Wir hatten eine Abmachung, ich mische mich eine Woche nicht ein und Sie passen auf meinen Sohn auf. Sie konnten die Abmachung nicht einhalten und ich auch nicht. Ich würde sagen, wir sind quitt. Jetzt muss ich aber los, meine Frau wartet auf ihr Getränk. Ist das nicht verrückt, ich musste es extra für sie auf einem Lichtjahre entfernten Planeten beschaffen. Ich schick euch jetzt zurück, oh und Q, sei jetzt gehorsamer, die Menschen bemühen sich doch. Salut!" <br>Im nächsten Augenblick lag der junge Q in seinem Bett und Chakotay befand sich mit Seven im Casino. <br><br>Inzwischen hatten Kim und Chell zusammen mit Barclay das Captain Proton-Programm wieder aktiviert und spielten es durch. Kim, der den edlen Part des mutigen Captain Proton spielte, setzte sich mit voller Begeisterung für das Holo Szenario ein und spielte seine Rolle gut. <br>Auch Chell hatte großen Spaß, Kim hatte extra für ihn eine neue Figur erschaffen mit dem nicht sehr einfallsreichem Namen Neutron. Nur Barclay saß ein wenig unbeholfen in einer Ecke des Schiffes und starrte die Wand an. "Los kommen Sie Barclay, das macht doch Spaß, oder?" <br>"Äh tja, wissen Sie, ich ähm bin nicht so für Abenteuer und so. Vielleicht wäre es ja doch besser, wenn ich jetzt gehe und Sie allein lasse. Ähm, ich habe ja auch noch soviel zu tun. Die, äh Plasmaverteiler müssen überprüft werden." Barclay drehte sich mit seinem nervösen Gesicht zur Tür und wartete, dass die anderen jetzt darauf reagierten. <br>"Hey, Steuermann Neutron befiehlt Ihnen hier zubleiben, ha, ha. Nein im Ernst! Bleiben Sie doch noch eine Weile bei uns, ich glaube, ich glaube Sie werden sich schon einfügen." <br>"Na gut, wenn Sie meinen. Aber ich kann nichts versprechen, ja?" <br>Die drei hatten weiterhin Ihren Spaß. Ihr Schiff wurde ein paar mal beschossen, aber sie konnten die bösen Mächte von Chaotica überwinden und gelangten schließlich in sein Hauptquartier. Normalerweise hatte auch Barclay seinen Spaß im Holodeck, allerdings nur, wenn er dabei allein war. Er trottete also den anderen langsam und ohne irgendwelche Lust dabei zu verspüren nach, als das Trio plötzlich von Chaotica's Mannen überrumpelt und entwaffnet wurde. Barclay war der einzige, der noch eine Strahlenkanone in seiner Hand versteckt hielt. In seinen Gedanken spielte sich nun ab, wie er mit der Waffe auf die feindlichen Roboter zielte und abdrückte. Aber dann waren alle Gedanken verschwunden und Barclay fand sich in der Realität wieder, auch wenn es eigentlich keine war. Jetzt hatte er plötzlich mechanische Kampfmaschinen vor sich und wusste nicht, was er tun sollte. Er entschied sich für das, was er am Besten hielt. "Computer, Programm stoppen bitte." <br>Kim und Chell befreiten sich von den Bewegungslosen Holofiguren und schauten Barclay unverständlich an. "Was sollte denn das? Sie hätten doch nur Ihre Kanone ziehen müssen. Warum haben Sie das Programm gestoppt?" <br>"Ähm, es tut mir wirklich leid Lieutenant Kim, aber es ist wirklich besser, wenn ich jetzt gehe." Barclay redete noch weiter, als er schon mit dem halben Fuß im Gang stand. "Machen Sie es gut, äh, und viel Spaß noch." Barclay stolperte hinaus und seufzte, als er sich draußen an die Wand lehnte.    <br><br>Chakotay ging ungeduldig im Quartier umher und wartete darauf, dass Q endlich wieder einschlief, nachdem er schon drei mal aufgewacht war. Seven versuchte ihn ständig zu beruhigen, aber er hatte heute einfach zu viel erlebt. "Tante Seven, liest du mir noch eine Geschichte vor? Aber eine, wo ich vorkomme ja?" <br>"Na gut, aber wenn du danach nicht sofort einschläfst oder es wenigstens versuchst, gibt es für diese Woche nicht eine Geschichte mehr für dich. Also, ich fange jetzt an." Seven zögerte noch einige Sekunden, weil Sie noch nie Geschichten erzählt hatte. Außerdem musste man dafür Dinge oder Personen erfinden. Da ihr nicht die richtigen Einfälle dafür kamen, beschloss sie, über die Borg zu berichten. "Also, dein Vater Q war mit dafür verantwortlich, als die Föderation zum ersten mal auf die Borg traf. Sie streben nach Perfektion und assimilieren fremde Kulturen. Du und andere Q seid bisher noch nicht assimiliert, freu dich. Widerstand ist eben nicht zwecklos, gute Nacht Q!" Aber Q war schon längst eingedöst und hatte nicht eins von Sevens Worten mitbekommen. Sie verzog ein wenig ihr Gesicht, aber setzte sich selbst ein ungezwungenes Lächeln auf und gab Q einen Kuss auf die Stirn. <br>Chakotay sah Seven erleichtert an und ging mit ihr Arm in Arm hinaus. Auf dem Gang berichtete Chakotay Seven von seinen Ideen, den Urlaub doch noch zu verbringen. "Also Schatz, was hältst du eigentlich vom Holodeck, ich habe es extra für uns reserviert. Der Mars und seine künstlichen heißen Quellen oder die Erde in jedem Jahrhundert, das du dir wünschst." <br>"Das klingt verlockend, aber vielleicht sollten wir doch lieber den Mount Everest besteigen!" <br>Chakotay fasste an Sevens Schulter und drehte sie zu sich. "Was hast du da gerade gesagt, Bergsteigen? Aber Seven, in deinem Zustand, das erlaube ich nicht!" <br>Seven begann zu lächeln und nahm Chakotays Arm von ihrer Schulter. "Es besteht kein Grund zur Sorge, das war nur ein Scherz. Der Doctor rat mir, Humor in unsere Beziehung einzubinden." <br>Chakotay blickte Seven nun beruhigt an. "Ja Schatz, äh, der war gut, wirklich. Komm, lass uns jetzt weitergehen. Am Holodeck angekommen, wollte Chakotay zusammen mit Seven das Programm auswählen, als er sah, dass bereits eines aktiv war. "Oh man, da hat schon wieder jemand vergessen das Ding abzuschalten." <br>Seven versuchte es zu deaktivieren, aber es ging nicht, denn das Programm wurde mit einem Persönlichkeitscode versehen. Die Beiden entschlossen sich dann, den Raum zu betreten. Doch alles war auf einmal schwarz-weiß und Chakotay dachte nun zu wissen, wer wieder so schlampig gewesen war und das Holodeck einfach verlassen hatte, ohne das Programm abzuschalten. "Also dieser Harry! Immer dieses Captain Proton Programm." <br>Doch Seven hatte sich die eingegeben Daten genauer angeschaut und wusste, wer sich mit ihnen im Holodeck befand. "Es ist nicht Harry, sondern Lieutenant Commander Barclay. Der Code ergibt das eindeutig." <br>Seven und Chakotay gingen weiter und trafen auf Berge und Täler, im Hintergrund war eine Festung auszumachen. Plötzlich sahen sie, wie jemand von Maschinen angegriffen wurde, es war Barclay, der Schüchterne. Doch die Angreifer hatten keine Chance gegen ihn. Einen nach dem anderen verarbeitete der Lieutenant Commander zu Schrott. Er war nun kaum mehr aufzuhalten und verhielt sich wie ein Held. <br>"Was denn, war das schon alles?", schrie er und blickte sich um. Als er dann aber Seven und Chakotay sah verließ ihn sein Mut sehr schnell und er nahm seine typische, nervöse und schüchterne Haltung an. Chakotay zwinkerte ihm zu und verließ mit Seven das Holodeck und ein ratloser Barclay blieb zurück.</p><p align="center">***</p><p align="left">Seven arbeitete freiwillig in der Astrometrie und ließ die letzten Daten verarbeiten, als Kim durch die Tür herein kam. Er stellte sich mit verschränkten Armen vor sie. "Also Seven, Sie wollten etwas mit mir besprechen?" <br>"Korrekt. Ich und Chakotay haben beobachtet, wie Lieutenant Commander Barclay das Holodeck benutzte." <br>"Ja, und?" <br>"Er ließ Ihr Captain Proton Programm laufen. Als er bemerkte, dass wir ihn beobachteten, wurde er sehr nervös und begann zu stottern. Daraus schlussfolgerte ich, dass er Ihr Programm unrechtmäßig benutzte." <br>"Nun, eigentlich ist das Proton Programm für jeden zugänglich, nur nicht die Erweiterungen mit diesen Kampfmaschinen von Dr. Chaotica. Sagen Sie bloß nicht, die wären auch dabei gewesen?" <br>"Ja, wir haben maschinenartige Wesen gesehen." <br>"Das ist seltsam, er sagte, dass er sich bei diesem Programm nicht wohl fühle. Das wollen wir doch mal sehen! Danke Seven." Kim drehte Seven den Rücken zu und verschwand in Richtung Brücke. <br>Als er dort ankam, wurde Chakotay von Janeway in den Bereitschaftsraum gerufen. Er trat ein und setzte sich. "Ja Captain?" <br>"Chakotay, ich bin neugierig. Also wie geht es mit meinem Patenkind voran?" <br>"Es läuft ganz gut, aber ich weiß nicht, ob es wirklich eine so tolle Idee war, ihn hier aufzunehmen. Captain, ein Kind der Q kann unberechenbar sein. Ich habe es bereits einmal erlebt." <br>"Nun Chakotay, Sie sollten das alles nicht so ernst nehmen. Er ist doch, wie Sie sagten, noch ein Kind. Noch drei Tage, das schaffen Sie schon." <br>"Sie haben Recht Kathryn, ich werde dem Jungen jetzt..." <br>"Seven of Nine an Chakotay, Q ist außer Kontrolle. Du musst sofort in den Maschinenraum kommen." <br>"Seven, was ist passiert?" <br>"Er möchte dich sehen, er ist irgendwie übergeschnappt. Bitte beeil dich." Chakotay schaute Janeway geängstigt ins Gesicht. Er sprang sofort auf und eilte mit Janeway auf die Brücke. Sie nahm ihren Platz ein, während Chakotay in den Turbolift sprang. "Tuvok, beamen Sie Q direkt in die Arrestzelle." <br>Tuvok gleite mit seinen Fingern geschickt über die Kontrollen, aber schaffte es nicht. "Es funktioniert nicht Captain. Er hat eine Art inneren Schutzschild um sich aufgebaut." <br>"Verdammt. Brücke an Maschinenraum, wie ist die Lage?" <br>"Barclay hier. Captain, Q hat sich irgendwie aufgeladen, er entzieht dem Warpkern Energie. Ich...Aahhh" <br>Eine Erschütterung hatte die Voyager erfasst, sie war von Q ausgelöst worden. <br>"Reg, Bericht!" <br>"Hier unten gab es eine Explosion Captain. Sie hat zwei meiner Männer schwer verletzt. Ich muss sie auf die Krankenstation bringen. Wo bleibt Chakotay?"   <br><br>Q de- und aktivierte ständig den Antrieb und das Schiff wurde mehrfach durchgeschüttelt, bis die Hauptenergie ausfiel. <br>Der Turbolift, indem sich immer noch Chakotay befand, blieb ruckartig stehen und er wurde gegen die Decke geschleudert. <br>Inzwischen drohte im Maschinenraum alles auseinander zu fliegen und die Stimme des Bordcomputers ertönte. "Warnung, die Systeme des Maschinenraumes wurden überlastet. Warpkernbruch in acht Minuten." <br>Barclay rannte von einer Seite des Raumes zur anderen und versuchte wieder die Kontrolle zu erlangen. "Ich kann den Kern nicht abstoßen, alle raus hier!" <br>Seven, die bis vorhin noch bei Q gestanden hatte, versuchte jetzt vergebens die Türen zu öffnen. <br>Q blickte sie mit glühenden Augen an. "Nein Mutter!" <br>Seven machte ein nachdenkliches Gesicht und kam wieder auf Q zu. "Du denkst doch nicht, dass ich und Chakotay deine Eltern sind? Wir sollten uns nur um dich kümmern. Weißt du noch, wer dein Vater und deine richtige Mutter sind?" <br>"Du und Vater, ihr seid meine Eltern, ich will zu meinem Vater." <br>"Meinst du damit deinen richtigen Vater, oder meinst du damit Chakotay?" <br>"Ich will, dass beide kommen." <br>Zwei weitere Explosionen erfassten den Maschineraum und auch die Brücke. <br>"Warnung Warpkernbruch in sieben Minuten und dreißig Sekunden. <br>Barclay kam auf Q und Seven zu und beugte sich zu ihnen hinunter. "Ähm, Entschuldigung Kleiner, aber könntest du vielleicht freundlicher Weise damit, äh damit  aufhören?" Barclays Bemühungen Q so aufzuhalten, schlugen fehl. <br>Stattdessen schleuderte er Barclay gegen ein paar Techniker.<br><br>Während man im Maschinenraum weiterhin versuchte, Q doch aufzuhalten, war auf allen anderen Decks Panik ausgebrochen. <br>Das Schiff wurde alle paar Sekunden durchgeschüttelt und auf der Brücke war Captain Janeway in der Tür des Turboliftes eingesperrt. Als sie sich befreit hatte setzte sie sich wieder auf ihren Platz. <br>"Bericht!" <br>Kim blickte auf seine Anzeigen und wollte es einfach nicht wahrhaben, aber es sah ganz danach aus, dass die Crew zusammen mit ihrem Schiff unterging. "Es werden Verletzte von allen Decks gemeldet Captain. Hüllenbrüche auf den Decks acht bis zehn. Ich habe bereits Leute hinunter geschickt. Aber sie sind in den Turboliften eingesperrt. Warpkernbruch in...." <br>Aber der Computer kam Kim zuvor. "Warnung, Warpkernbruch in sechs Minuten." <br>Janeway erhob sich von ihrem Platz, rückte ihre Uniform zurecht und stellte sich in die Mitte des Raumes, so das jeder sie sehen konnte. "Q, ich weiß, dass Sie hier sind. Also zeigen Sie sich." <br>Es tat sich nichts und Janeway setzte sich wieder hin, als Sevens sanfte Stimme erklang. "Seven of Nine an Captain Janeway. Captain, ich glaube, dass Q ein wenig durcheinander geraten ist. Er glaubt, ich und Chakotay seien seine Eltern." <br>"Janeway hier. Versuchen Sie wieder die Kontrolle zu erlangen oder lenken sie ihn für eine Weile ab, bis Chakotay einen Weg zu Ihnen gefunden hat. Ich versuche derweil Q's Vater zu finden. Janeway Ende." Wieder erhob sich Janeway und versuchte es noch einmal. "Okay Q, das Experiment ist vorbei. Es war nicht gut, ein so kleines Kind des Kontinuums, das die Kräfte der Q besitzt, bei Menschen zu lassen. Das arme Ding ist völlig durcheinander, also machen Sie ihm klar, dass er damit aufhören soll, sonst zerstört er mein Schiff. Q?" Aber auch dieses Mal gab Q keine Antwort und zeigte sich nicht. <br>"Captain, die Logik gebietet, dass Q Sie nicht hören kann oder will, deshalb sollten wir uns nicht darauf konzentrieren mit ihm zu kommunizieren, sondern lieber versuchen, seinen  verwirrten Sohn von der Realität zu überzeugen." <br>"Nein Tuvok, er kann mich ganz bestimmt hören. Aber Sie haben Recht, er will nicht."</p><p align="center">***</p><p align="left">Endlich hatte es Chakotay geschafft, sich aus dem Turbolift zu befreien. Er stieg die kleinen Stufen hinauf, die sich an den Wänden befanden. <br>Die Notbeleuchtung war aktiviert worden und als er nach oben blickte, konnte er nur versperrte Schotts ausmachen. Immer wieder musste er sie nacheinander öffnen und stieß dabei mit dem Kopf dagegen, da er sie zu spät sah. <br>"Warnung, Warpkernbruch in vier Minuten und zwanzig Sekunden."  <br>Jetzt hatte Chakotay Deck neun erreicht und konnte von hier durch die Jeffriesröhren weiter bis nach Deck elf klettern. Er hatte immerhin noch drei Decks vor sich und musste sich nun sehr beeilen, um rechtzeitig in den Maschinenraum zu gelangen. <br>Dort hatte der Warpkern bereits die kritische Temperaturgrenze überschritten. <br>Niemand konnte den Maschinenraum verlassen, weil Q immer noch die Kontrolle über alle Systeme hatte. <br>Crewman Dincoln, der sich inzwischen mit einem Phaser bewaffnet hatte, richtete diesen auf das Kind. <br>"Alle weg da!" <br>Er schoss einmal ins Leere und die übrigen Techniker sprangen zur Seite. <br>Nur Seven war neben Q stehen geblieben. "Crewman, was soll dieses inakzeptable Verhalten? Erklärung!" <br>"Was das soll? Ihre kleine Göre wird uns alle in den Tod reißen, wenn wir nichts unternehmen. Ich werde das nicht zulassen." Dincoln senkte den Phaser nicht, sondern zielte genau auf Q's Kopf. <br>"Hören Sie sofort auf damit Crewman!" <br>Aber Lincoln lies sich nicht davon abbringen, berührte den Auslöser und ein schmaler und gerader Energiestrahl hielt schnell auf Q zu. <br>Instinktiv stürzte sich Seven vor ihren Schützling und wurde dabei selbst getroffen. <br>Die Waffe war nicht auf Töten eingestellt, jedoch wurde Seven drei Meter weit gegen eine Planke geschleudert. Sie erlag ihren Verletzungen, die sie sich dabei zugezogen hatte und blieb bewusstlos liegen. <br>Sofort eilten ein paar Offiziere auf Seven zu und versuchten sie in eine stabile Lage zu bringen. Einer davon nahm ihren reglosen Arm und versuchte ihren Puls zu messen. Doch er konnte keinen mehr ausmachen. "Sie, sie ist tot!" <br><br>Chakotay  trennten nur noch wenige Meter von Deck elf. Stufe für Stufe kletterte er weiter nach oben. Er war schon nahe daran aufzugeben, aber er musste immer wieder an die Bedrohung denken und schöpfte so neue Kraft. <br>"Warnung, Warpkernbruch in drei Minuten." <br>Doch Chakotay konnte nun wirklich nicht mehr. Er war so geschafft, dass er keinen Halt mehr fand und fasst abgestürzt wäre, wenn sich sein Bein nicht zufällig in den kleinen Stufen verhakt hätte. <br>"Aahhh!" <br>Jetzt pendelte er kopfüber in dieser misslichen Lage. Er hielt sich mit dem linken Arm am Geländer fest und berührte seinen Kommunikator. "Verdammt, Chakotay an Krankenstation." <br>Aber Niemand konnte ihn hören, weil die Kommunikation anscheinend ausgefallen war. Trotzdem versuchte er es ein zweites Mal. Aber auch jetzt bekam er keine Antwort. Er dachte nur, ein leises, kicherndes Geräusch hinter sich zu hören. <br>Chakotay drehte und wendete sich, aber sah Niemanden. Das Kichern wurde langsam zu einem immer lauter werdendem Gelächter und kam nun von allen Seiten auf Chakotay zu. "Wer ist da? Zeig dich!" <br>"Ha, ha, ha." <br>Jetzt hörte Chakotay schon zwei Stimmen. Von den Beiden musste eine männlich und eine weiblich sein. <br>Nach weiterer Überlegung kam Chakotay nun zu dem Schluss, dass nur zwei Personen dahinter stecken konnten. "Q, ich habe Sie und Ihre Frau durchschaut. Also zeigen Sie sich endlich!"<br>Jetzt setzten die Stimmen von Q und seiner Gemahlin gleichzeitig ein. <br>"Warnung, Warpkernbruch steht unmittelbar bevor, jedenfalls wenn du unseren Sohn nicht aufhältst, Chakotay!" Wenigstens zeigten die zwei empörten Elternteile jetzt ihre Gesichter. Ihre Köpfe schwebten neben Chakotay und blickten sehr zornig in sein Gesicht. <br>"Helfen Sie mir, mein Bein ist einquetscht." <br>Die Arme der weiblichen Q erschienen und verschränkten sich. "Ja, ja, seien Sie doch mal still Mensch. Es geht jetzt erst einmal um unser Kind, also, wo ist er? <br>"Das wissen Sie wahrscheinlich ganz genau, aber ich verdeutliche es Ihnen. Er ist im Maschinenraum und will mich sehen, sonst zerstört er das Schiff. Q, er denkt, ich bin sein Vater. Es war nicht gut, ihn hierher zu bringen. Sie müssen ihn aufhalten, bitte!" <br>Q und seine Gefährtin materialisierten vollständig und befreiten Chakotay aus seiner Falle durch ein Fingerschnippen. Danach verschränkten sie wieder die Arme und Q begann zu sprechen. "Das ist mal wieder typisch für deine Rasse. Kaum geht irgendwas schief, muss euch geholfen werden. Also schön, wir bringen dich auf Deck elf und den Rest erledigst gefälligst du. Wir hatten eine Abmachung, eigentlich wären wir jetzt gar nicht hier, sondern irgendwo auf der Sonne. Ich werde meinen Sohn nicht durch meine Kräfte aufhalten, er soll sehen, dass man auch so klar kommt!" Wieder schnippten die Q mit ihren Fingern und brachten sich in den Bereitschaftsraum des Captains um Janeway guten Tag zu sagen. <br>Auch Chakotay hatte einen Standortwechsel vollzogen und befand sich vor der Tür des Hauptmaschinenraumes. <br>"Warnung, Warpkernbruch in zwei Minuten und zehn Sekunden." <br>"Computer, Tür öffnen." Doch der Bordcomputer gab nur einen kurzen Rhythmus von Tonfolgen von sich. "Befehl nicht ausführbar, die Hauptenergie ist ausgefallen." <br>Chakotay war schon nahe der Verzweiflung, als er plötzlich einen schweren Gegenstand, der in einer Art Geschenkpapier eingewickelt war, in den Händen hielt. <br>Kaum noch verwundert zerfetzte er schnell das Papier und wickelte ein antikes Brecheisen aus. "Oh, wie aufmerksam Q, können Sie nicht einfach mal nur die Tür öffnen?" Chakotay stellte sich seitlich vor die Schwere Tür und versuchte, das rostige, alte Teil in einer Ritze darin zu verankern. <br>"Warnung, Warpkernbruch..." <br>"Ja doch, ich weiß. So, jetzt!" Mit letzter Kraft konnte Chakotay die Tür um einen kleinen Spalt öffnen. Dieser war gerade so groß, dass er hindurch passte. <br>Q stand nun direkt vor ihm, allerdings hatte er Chakotay den Rücken zu gewand und konnte ihn daher noch nicht sehen. <br>"Q, ich bin es. Chakotay!" Der Junge drehte sich um und blickte dem Commander begeistert an. <br>"Vater!" Er blieb wie angewurzelt stehen und wartete, dass Chakotay was sagte. <br>"Nein Q, nein. Ich bin nicht dein Vater. Ich bin doch Chakotay, weißt du nicht mehr?" <br>Der Junge fing langsam an sich zu erinnern und senkte den Kopf. "Doch Onkel Chakotay." <br>"Gut, wo ist Seven? Ist sie hier?" <br>Doch der Junge hielt seinen Kopf gesenkt und deutete mit seiner Hand auf den leblosen Körper am Boden. <br>Als Chakotay Seven sah, lief er schnell auf sie zu und hielt ihren Kopf. Als er merkte, dass sie tot war, brach er unter Tränen zusammen. "Oh nein, Seven, wie konnte das nur passieren?" <br>Q, der den Tod noch nicht kennen konnte, kam zögernd auf seine Aufpasser zu und kniete sich zu ihnen hinunter. <br>"Wieso spricht Tante Seven nicht, ist sie böse auf uns oder schläft sie nur?" Q's Glühen verschwand und der Junge fing an, wieder eine normale Gestalt anzunehmen. <br>"Nein Q, sie ist nicht böse auf uns. Schau mal, nicht alle Lebewesen können so lange wie du in dieser Welt leben. Es gibt da etwas, das nennt sich das Sterben. Sevens Körper ist leider von uns gegangen, aber ihr Geist ist bei uns. Verstehst du, was ich dir sagen will?" <br>Q verstand es sehr wohl. Sein Vater hatte ihm oft genug von den primitiven Rassen der Galaxie erzählt und dass sie nicht ewig existieren konnten. "Ja, ich verstehe. Ist es meine Schuld, dass sie nicht mehr zurück kommt?" <br>Chakotay drückte Q fest an sich und der Kleine konnte seine innere Wärme spüren. "Nein, es ist nicht deine Schuld. Komm jetzt, wir wollen deinen Vater rufen, dann kannst du wieder nach Hause." <br>Aber Q wollte nicht aufstehen und begann wieder ein wenig zu leuchten. <br>Da fasste Chakotay ihm unter die Schultern und half ihm auf. "Q, bitte lass das. Du kannst nicht immer deine überlegenen Fähigkeiten einsetzten, wenn dir irgendetwas nicht passt. Komm jetzt, du gehörst hier einfach nicht her. Das Kontinuum ist deine Heimat, du bist zu jung, um es zu verlassen. Ein Schmetterling kann als Raupe nun mal noch nicht fliegen, verstehst du, Q?" <br>Auch das hatte Q verstanden. <br>"Warnung, Warpkernbruch in sechzig Sekunden, neunundfünfzig, achtundfünfzig..."  <br>Q hob seinen kleinen Arm und versuchte ein Schnippen hinzubekommen. Das gelang ihm nicht sofort, er versuchte es immer wieder, bis Chakotay ihm dabei half. Der ganze Raum wurde nun hell von einem weißen Licht erleuchtet. Ein kleines Feuer, dass ausgebrochen war erlosch, die Systeme bekamen wieder Energie. Kaputte Schaltflächen schalteten sich ein. Etliche verletzte Techniker konnten von alleine aufstehen. <br>Q selbst verwandelte sich in einen schimmernden Schmetterling, der anfing, Chakotay zu umschwirren und der dann zur Decke zuhielt. Schließlich verschwand er hindurch. <br>Chakotay sah auf den Boden, doch zu seiner Überraschung lag Seven nicht mehr dort. <br>Plötzlich flüsterte jemand etwas in sein Ohr, es war ihre Stimme. Chakotay wendete sich zur Seite und als er sie so lebendig sah, umarmte er sie. Erst nach weiteren zwei Minuten, als das Schiff schon längst auseinander geflogen wäre, ließen sie sich wieder los. <br>"Janeway an Chakotay, alles in Ordnung bei Ihnen?" <br>"Chakotay hier. Ja Captain, uns geht es gut." <br>"Das freut mich. Die Q lassen nach ihrem Sohn fragen und sie wollten noch mal mit Ihnen sprechen." <br>"Ja, ich höre?" <br>"Wo ist Q und was hat dieses lästige Insekt hier zu bedeuten, hä?" Der Junge musste zu seinen Eltern geflogen sein. Sonst hätte Q nicht danach gefragt. <br>"Ich bin mir sicher Q, dass ihr Sohn ganz in Ihrer Nähe flattern, äh ich meine, sein muss. Chakotay Ende!"</p><p align="center">***</p><p align="left">Kim und Chell bereiteten alles für ihren kleinen Streich vor, den sie Barclay spielen wollten. <br>Kim rekalibrierte noch schnell das Programm und versteckte sich neben seinem schwarz-weißes Freund, der ja sonst eine bläuliche Hautfarbe hatte. "Okay, ich bin fertig. Wie steht's mit Ihnen, Chell?" <br>"Alles bereit, das Programm ist so kalibriert, das es startet, wenn er rein kommt. Also, rufen wir ihn." <br>"Ganz meine Meinung. Kim an Lieutenant Commander Barclay. Bitte kommen Sie schnell zu Holodeck zwei, ein technischer Notfall." <br>Kim bekam sofort von Barclay Antwort. "Ein Notfall, äh, ich bin sofort da Lieutenant." <br>Einige Zeit später trat Barclay ein und das Programm startete automatisch. Barclay blieb verdutzt stehen, weil er plötzlich exakt die Holoszene sah, die er noch vor wenigen Stunden gespielt hatte, als er alleine im Holodeck war und von Chakotay und Seven gestört wurde. Aber dieses mal war ein Hologramm von ihm selbst erstellt wurden, dass jetzt fünf Kampfmaschinen in Schach hielt. <br>"Oh nein, Computer, das Programm sofort beenden!" <br>"Ausführung nicht möglich. Autorisation erforderlich." <br>"Und äh, warum?" <br>"Das Programm wurde verschlüsselt." <br>"Ja doch, aber von wem?" <br>"Lieutenant Harry Kim." <br>Barclay blickte sich um, aber konnte Kim natürlich nicht entdecken. "Computer, Lieutenant Kim lokalisieren." <br>"Stopp, Befehl widerrufen." Kim kam mit Chell aus seinem Versteck und schaute zu Barclay und dann zu seinem Holo-Abbild. "Verblüffende Ähnlichkeit Reg, ob Sie es glauben oder nicht, das sind Sie, der da steht und mutig kämpft. Ich konnte mit Hilfe des Computers eine Simulation nach Chakotays Angaben herstellen. Ich dachte, Sie würden sich vielleicht selbst mal gerne zusehen wollen." <br>"Aber verstehen Sie doch Lieutenant. Das ist eben nicht meine Art, wissen Sie? Wenn ich alleine bin, ja, dann kann ich alles tun, was ich will, aber äh, na ja, kaum bin ich unter Leuten, fange ich an, wirres Zeug zu reden. Ich bekomme Schweißausbrüche oder ich stottere." <br>"Oh, tut mir leid Reg, ich wollte Ihnen nur zeigen, dass Sie nicht der schüchterne Typ sind, für den Sie sich halten. Computer, Programm beenden. Autorisation, Kim, Harry. Omega fünfzehn." <br>Sämtliche Figuren und sonstige Teile des Programms lösten sich auf. <br>"So, jetzt können wir ja gehen, kommen Sie Chell." <br>"Gehen Sie ruhig schon mal vor Harry, ich komme gleich nach." <br>Chell und Barclay waren jetzt völlig alleine im Holodeck, nachdem Kim hinaus gegangen war. <br>"Also Mister Barclay, Sie können jetzt hier bleiben und hier irgendein Programm spielen oder Sie kommen heute Abend ins Casino, sagen wir um neunzehn Uhr. Wir geben so eine Art Abschiedsparty für diesen kleinen Jungen und seine Eltern, auf dass sie nie wieder dieses Schiff betreten werden, ha, ha, ha. Also, ich muss jetzt noch etwas vorbereiten. Entscheiden Sie sich, ich würde mich freuen, wenn Sie kämen." <br>"Ja, äh, ich werde es mir überlegen." <br>Auch Chell verließ den leeren Raum und Barclay überlegte noch. "Computer, das Programm Barclay eins und alle dazugehörigen Unterprogramme löschen, halt, außer Programm acht. Das müssen wir noch zu Ende spielen." <br>Nachdem auch Barclay das Holodeck verlasen hatte, schloss sich hinter ihm die Tür und er ging mit einem entschlossenem Gesicht und einem kleinen Lächeln darauf in sein Quartier.<br></p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Montag den 17.12.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/material_episoden.php" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1"><b>Q'S CHILD</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER and JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer ANDREAS KREBS<br>producers SARAH OSTSIEKER &amp; MILA FRERICHS co-producer TIM PRUESSMANN<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by THOMAS RAKEBRAND<br><br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #283</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">689</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x07: Destination Gorn (2)</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x07-destination-gorn-2-r673/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0807.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0807.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x07 Voyager8 - Destination: Gorn (Teil 2)<br></font></b>Zip File<br>Größe: 189 Kb</font></td></tr></table></center></div><blockquote><p><b><i><font>Und nun die Fortsetzung:</font></i></b></p></blockquote><p>Ein weiters Mal öffnete sich die Wand. Wieder eine Chance zu entfliehen. Doch der Gorn-Wärter stand zu schnell bereit. Janeway sah, wie ein zweiter Wärter einen Menschen in die Zelle stieß. Dann schloss sich die Tür wieder.<br>Janeway erkannte den Menschen. <br>„Captain Carter!?“<br>„Ja. Ich bin's, definitiv“, antwortete Carter.<br>Janeway stand auf und schüttelte Carter die Hand. Er sah auch ziemlich mitgenommen aus und trug ebenfalls kein Gorn-Outfit mehr.<br>„Ich bin Captain Kathryn Janeway vom Raumschiff Voyager.“ stellte sie sich vor. „Und das ist mein Sicherheitschef Commander Tuvok.“<br>„Ah. Die Heroischen.“<br>„Wie bitte?“<br>Carter lachte. „Selbst hier auf Gihdahr kennt man die Geschichte des Schiffes, dessen Crew durch die gefährlichste Mission aller Zeiten ging. Glauben sie mir. In den Gorn-Kneipen wird ein Witz nach dem anderen über sie gerissen.“ <br>Auf Tuvoks Stirn bildeten sich Falten. „Ich glaube, es ist jetzt der falsche Augenblick, um über Witze zu reden. Was ist passiert? Was meinten sie mit ihrer Nachricht?“<br>„Zunächst einmal: was machen sie hier?“, er sah Janeway vorwurfsvoll an. „Ich habe ihnen ausdrücklich gesagt, dass hier kein Sternenflottenschiff herkommen soll. Aber nein. Was ich sage kann man ja leider ignorieren. Wissen sie eigentlich, wie dass ist, tagtäglich so ein Make-up zu tragen?“<br>„Ich kann es mir vorstellen.“ Sie wusste nicht, was das mit ihrem aktuellen Problem zu tun hatte, aber egal. Carter hat viel durchgemacht. Doch für ihren Geschmack redet er zu viel.<br>„Wissen sie, in den zwei Jahren, in denen ich hier bin, habe ich mir immer eine Frage gestellt: wie halten sich die Gorn auseinander: die sehen ja alle gleich aus. Einmal hab ich meinen Chef für einen Zivilisten gehalten, da er nicht in Uniform war. Dann durfte ich einen Monat Phaserbänke schrubben.“<br>„Das ist ja alles sehr faszinierend“, unterbracht ihn Janeway. „Aber was ist mit unserem aktuellen Problem?“<br>„Sagen sie bloß, die Nachricht ist nicht vollständig übertragen worden?“<br>„Ja!“<br>„Dann müssen mich die Gorn eher entdeckt haben, als ich gedacht habe.“ Eine tiefe Falte bildete sich in Carters Stirn. „Wollen sie die ganze Geschichte hören?“<br>„Ja.“<br>Carter lehnte sich auf dem Bett ein wenig zurück. Dies würde eine lange Geschichte werden. „Wie sie vielleicht wissen, oder auch nicht, bin ich hier Assistent eines Gornischen Generals. Da kriegt man einige wichtige Informationen mit. Zum Beispiel, dass der Chef der Königlichen Flottenwache, also des Militärs, sein Name ist Mookiar, ein Schiff der Föderation kapern will. Er will damit einen realen Angriff auf ein Gorn-Schiff vortäuschen. Das wird die Föderation in ein mehr als schlechtes Licht stellen und schon zerbrechen die Friedensverträge, die wir nach dem Krieg mit einigen Rassen geschlossen haben, die uns immer noch misstrauisch entgegenstehen, sprich Miradorn, Thollianer. Die Gorn werden uns den Krieg erklären und die ganzen kleinen Rassen werden ihnen folgen. Und da die Föderation durch den Dominion-Krieg geschwächt genug ist, werden wir verlieren.“<br>„Aber die Gorn haben keine starken Schiffe und wir haben eine Allianz mit den Klingonen.“<br>Carter lachte. „Die Gorn haben geheime Schlachtkreuzer, stärker als alles was die Föderation hat. Und die Klingonen sind vom Krieg noch stärker getroffen als die Föderation. Sie werden uns nicht helfen.“<br>„Dann müssen wir das verhindern.“<br>„Möglicherweise ist ihr Schiff schon gekapert und wird für die Simulation vorbereitet.“<br>Janeway überlegte. Wie konnte man hier raus. Sie glaubte nicht daran, dass die Gorn die Tür aufmachen würden, wenn sie irgendeinen Krankheitsfall vortäuschen würden. Sie müssten einfach warten, bis jemand die Tür von außen aufmachte. „Erzählen sie etwas über die geheimen Schiffe.“</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Destination: Gorn Teil2"</font></b></p><p>Es sah nicht gut aus. Das einzige, was der Doktor machen konnte, war Tema'nas Verband zu wechseln. Die Wunde hatte schon vor drei Tagen aufgehört zu bluten, dennoch zeigte Tema'nas Zustand keine Besserung. Sie wachte zwar manchmal kurz auf, aber die meiste Zeit schlieft sie. Das Messer, mit dem sie der Gorn damals attackiert hatte, war mit einer seltenen Giftsubstanz versehen. <br>Das hat jedenfalls der Anführer des Gornmilitärs, Mookiar gesagt. Wenn sie nicht behandelt wird, wäre sie morgen Mittag tot. Doch leider verwehren die Gorn jegliche medizinischen Hilfsgüter. Das einzige, was die Crew hier vorgesetzt bekam, war Trockennahrung und dreckiges Wasser.<br>Tema'nas Augen öffneten sich langsam. „Was ist passiert? Sind wir schon frei?“<br>„Nein, ich muss sie enttäuschen.“<br>Tema'na legte der Kopf auf die Seite, um sich einen Überblick zu verschaffen. „Wie ist mein Zustand.“<br>Der Doktor zögerte mit der Antwort. „Es geht ihnen schon besser.“<br>„Lügen sie mich nicht an.“<br>Er seufze. „Unverändert. Und ich habe noch keine Medikamente bekommen.“<br>„Doktor, dass ist vielleicht das letzte mal, das ich mit klarem Kopf denken kann. Könnte ich Chell sprechen?“<br>„Aber natürlich.“<br>Der Doktor stand auf und ging in die andere Ecke des Raumes, wo Chell gerade die Nahrung rationierte. <br>„Tema'na möchte sie sprechen. Halten sie sich kurz, sie braucht Ruhe.“<br>Chell schaute verblüfft den Doktor an. „Mich! Warum sollte sie mich sprechen wollen?“<br>Mit einem Schulterzucken ging der Doktor wieder. Chell überlegte kurz, dann entschloss er sich, ihm zu folgen. Er kniete neben Tema'na nieder und schaute ihr verlegen in die Augen. „Sie wollten mich sprechen?“<br>„Ja. Ich möchte ihnen nur eine kleine Kleinigkeit verraten, bevor ich sterbe.“ Sie packte mit der Hand Chells Kopf und zog ihn näher an sich heran. „Ich mag sie. Ich habe noch nie Spielchen mit ihnen getrieben. Das will ich nur klarstellen.“ Dann ließ sie Chell los. <br>Dieser schaute sie verblüfft an. „Danke“, brachte er hervor. <br>Tema'na nickte ihm zu und kurz darauf verlor sie das Bewusstsein. Der Doktor eilte zu ihr und überprüfte ihren Puls. „Sie lebt. Aber ich weiß nicht ob sie noch einmal aufwacht.“</p><p align="center">***</p><p>„Wecken sie sie auf“, befahl Mookiar. „Sie arbeitet zwar in der Astrometrie, aber ich glaube, sie kennt die Technik dieses Schiffes so gut, wie kein anderer.“<br>Daer'nar beobachtete den Mediziner, wie er das Hypospray an der Borg ansetzte. Seven bewegte sich langsam, bevor sie aufwachte. Sie erhob sich und beobachtete die Leute in diesen Raum. Dann schaute sie aus dem Fenster und entdeckte ihr Raumschiff Voyager, wie es in einem Raumdock festhing. „Nennen sie ihre Intentionen.“<br>Mookiar lachte. „Typisch Borg.“ Er nickte kurz einem Wachmann zu, welcher zu einer Konsole ging, und Sevens Fesseln löste. Mookiar half Seven von ihrer Liege. „Ich möchte, dass sie mir helfen.“<br>Seven stieß ihn beiseite. Ein Wächter kam sofort und richtete seine Waffe auf Seven, doch Mookiar winkte ihn ab. Er ging auf Seven zu und war kurz davor, sie mit seinem Handrücken niederzuschlagen, doch er überlegte es sich doch anders. Er brauchte sie. „Ich möchte, dass sie mir helfen, die Phaserbänke der Voyager zu entkoppeln.“<br>Seven ging noch einen Schritt von Mookiar zurück. „Nur, wenn sie meiner Crew medizinische Hilfe zukommen lassen.“<br>Mookiar seufzte. Was blieb ihm anderes übrig. Sie war das letzte Crewmitglied, welches dazu in der Lage war, ihm zu helfen. Die anderen, die er vor ihr geholt hatte, waren sehr stur. Sie hatten ihm nicht einmal unter Drogen geholfen.<br>„Einverstanden.“</p><p>Die Tür zu der Halle öffnete sich und die Wächter traten ein. Chakotay sprang sofort auf, um die Gäste zu begrüßen. Er war fest entschlossen, sich an Mookiar zu rächen, immerhin hat er ihm die Nase gebrochen. <br>Mookiar trat ein. Sein Gesicht zeigt diesmal nicht das übliche Lächeln, sondern einen eher wehmütigen Ausdruck. Seven hatte ihn zu der Erkenntnis gebracht, dass er die Crew der Voyager noch brauchte. Er winkte und die zwei Wächter ließen ihre Waffen sinken, woraufhin zwei Helfer eine Kiste mit medizinischen Gütern hineintrugen. Mookiar hatte sich natürlich davon überzeugt, dass alles ungefährlich war und nicht als Sprengstoff oder ähnliches verwendet werden konnte. <br>Chakotay trat vor. Er hatte ein schmerzverzerrtes Gesicht. Es freute Mookiar zu sehen, wie der Mensch litt. Chakotay schien das gar nicht zu gefallen. „Was ist das?“<br>„Sie wollten doch medizinische Güter.“<br>Chakotay konnte es nicht glauben. Mookiar machte ein Zugeständnis. Bestimmt hatte Seven ihn dazu überredet. Aber zu welchem Preis?<br>„Wie geht es Seven?“<br>„Oh, ihre Drohne leistet ausgezeichnete Arbeit. Nämlich Keine.“ Mookiar kam näher an Chakotay heran. „Erziehen sie ihre Drohnen besser.“ Er zeigt auf die Ecke, in der die Patienten lagen. „Sobald die Techniker wieder auf den Beinen sind, holen wir sie uns.“</p><p>Der Doktor öffnete sofort die Kiste mit den medizinischen Gütern. Die Hälfte von dem Zeug, welches darin war, war sinnlos. Als erstes holte er einen medizinischen Tricorder. Es war ein primitives Gorn-Modell, kaum darauf ausgelegt, Krankheiten zu erkennen. Er öffnete die hintere Klappe, um an die Schaltkreise heranzukommen. Als sie noch im Delta-Quadranten waren, hat der Doktor von B'Elanna Torres einiges über Tricorder-Modifizierung gelernt. <br>Der Doktor entfernte einen Schaltkreis aus einem anderen Tricorder gleichen Baustils und setzte ihn in das erste Modell ein. Dann programmierte er das Hauptprogramm um, damit der Tricorder mehr Daten sammeln konnte. Es war schon eine erstaunliche Leistung, dass er es in so kurzer Zeit geschafft hat, den Tricorder fast auf Sternenflottenniveau zu bringen. <br>Als Probelauf scannte er den Raum, um alle Lebensformen zu registrieren. Viele Völker der Föderation waren anwesend. Das verblüffte den Doktor. Fünf Klingonen. Die DNA war eindeutig klingonisch, aber irgendwie war sie es auch nicht. Sie schien modifiziert wurden zu sein. Er rekonfigurierte den Tricorder und scannte erneut. Definitiv Klingone. An der DNA wurde rumgepfuscht, um es nach Gorn aussehen zu lassen.<br>Dabei fiel ihm auf, dass keine Gorn im Raum waren. Aber er sah eindeutig fünf Gorn. Er wollte seine Entdeckung jetzt noch nicht bekannt geben, erst wenn die Gorn/Klingonen weg waren. Er kümmerte sich weiter um seine Patienten.</p><p>„Warum sollte ich ihnen helfen?“<br>„Ich bitte sie noch mal, Seven. Ich darf sie doch Seven nennen.“ Daer'nar wartete eine Antwort ab, doch als er keine erhielt, fuhr er fort. „Sie haben versprochen, uns zu helfen. Wir haben ihrer Crew medizinische Hilfe zukommen lassen.“<br>Seven drehte ihren Kopf in die entgegengesetzte Richtung. Sie hatte derzeit ein Gefühl, welches sie nicht beschreiben konnte. Sehnsucht. Sehnsucht nach Chakotay. Sie wollte unbedingt zu ihm zurück. Andererseits wollte sie auch nicht dem Feind helfen. Laut Sternenflottenprotokoll sollte sie versuchen, Informationen über den Feind zu sammeln. Sie versuchte es auf dem direkten Weg. „Erzählen sie mir etwas über sich.“<br>Das überraschte Daer'nar. Diese Gefangene wollte ihn wohl anmachen. Er schaute sich im Raum um. Nur ein Wächter war anwesend. Er winkte ihn zu verschwinden. Seven konnte eh nicht wegrennen, immerhin war sie festgebunden. „Sagen sie bloß, sie sind an mir interessiert.“<br>Seven war verwirrt. „Wie kommen sie auf diese Idee.“<br>„Sie wollen mehr über mich wissen. Bei den Gorn ist dies die typische Anmache. Bei ihnen etwa nicht?“<br>„Es ist schon möglich, aber nicht immer zutreffend“, sagte Seven kühl. <br>„Würde es sie anmachen, wenn ich sage, dass ich der Bruder des derzeitigen Königs des Imperiums bin?“<br>„Wohl kaum.“<br>Das war's. Daer'nar glaubte nicht, dass er beidieser Borg eine Chance hätte. Er gab es auf. Mit einem kurzen Druck auf seinen Kommunikator befahl er dem Wächter, wieder hereinzukommen um Seven abzuführen.</p><p>„Verdammt, die Medizin wirkt nicht“, fluchte der Doktor. <br>Chakotay hörte dies, und kam zum Doktor und Tema'na geeilt. „Was ist?“<br>„Die Medizin scheint bei Tema'na nicht zu wirken. Es scheint an ihrer romulanischen Physiologie zu liegen.“<br>„Ich werde Mookiar herrufen lassen. Er soll bessere Medizin bringen. Wenn nicht, schlage ich ihm die Nase ein.“<br>Der Doktor bemerkte Chakotays Wut. Es musste unerträglich zu sein, nicht zu wissen, ob Seven lebt oder tot ist. Auch für ihn war es schwer. Er hatte mit der Zeit eine starke Bindung zu Seven aufgebaut. Er könnte diesen Verlust genauso wenig vertragen, wie Chakotay. Aber er musste ihm die interessanten Neuigkeiten berichten.<br>„Commander ich habe interessante Neuigkeiten, aber bevor ich sie ihnen sage: die Gorn haben keine Nase, die man zerschlagen kann. Nur eine lange Hundeschnauze.“ Chakotay sah ihn vorwurfsvoll an. Der Doktor begriff. Es war nicht an der Zeit für solche Scherze. „Ich habe diesen Tricorder verbessert. Und ich habe etwas herausgefunden. „Mookiar und die vier anderen Gorn sind Klingonen.“</p><p align="center">***</p><p>Wenn sich die Gorn auch heute an den Plan halten, sind wir in drei Minuten hier raus.“<br>Carter ging bereits in Position und war bereit, jeden Gorn, der diesen Raum betrat niederzuschlagen.<br>Janeway setzte sich auf das Bett und wartete. „Und sie sind sicher, dass dieser Raum abhörsicher ist?“, fragte sie Carter.<br>„Mr. Tuvok konnte keine Abhörgeräte entdecken und meiner Meinung nach sind die Gorn viel zu geizig, um sich so etwas zu leisten.“<br>Die Zeit verging. Wie lang doch drei Minuten sein konnten. Janeway bewunderte Carter, wie lange er es auf der Gorn-Welt ausgehalten hatte. Diesen Job anzunehmen, war für ihn eine einzigartige Gelegenheit. Aber für sie wäre dies nichts. Sie liebte das All. Doch Carter hatte als Kommandant von Raumschiffen schon zwei herbe Verluste einstecken müssen. Obwohl diese nicht seine Schuld waren und die Sternenflotte ihm wieder ein Schiff anbieten wollte, entschied er, sich als Agent durchzuschlagen.<br>Endlich, die drei Minuten waren vorbei. Und genau wie in den letzten drei Tagen öffnete sich auch heute zur gleichen Zeit die Tür und ein Gorn trat ein, der neue Nahrung brachte. Carter reagierte blitzschnell und stieß diesen Gorn gegen die Wächter. Er sprang aus dem Raum und zog einem Wächter eine Waffe aus dem Halfter. Mit einem Faustschlag streckte er diesen Gorn nieder. Der zweite war bereits wieder auf den Beinen und bereit zu kämpfen. Er zog seine Waffe, doch Janeway war schneller: sie lenkte den Schuss an die Decke und Tuvok überwältigte ihn mit seinem Nervengriff. Die drei Gorn wurden gefesselt und in der Zelle verstaut. <br>Janeway, Tuvok und Carter gingen den Gang entlang, bis sie zu einer großen Tür kamen. Ihre Priorität bestand darin, ein funktionierendes Kommunikationssystem zu finden. Doch bevor sie dazu die Gelegenheit bekamen, wurden sie aus dem Gang gebeamt.</p><p>Chakotay sprang sofort auf, als er Seven sah. Er ging auf sie zu und sie begrüßten sich herzlich. Auch alle anderen Crewmitglieder waren wieder da. Doch zwei fehlten: Janeway und Tuvok. Man hatte alle anderen Crewmitglieder in die Halle gebeamt. In der Mitte materialisierte Mookiar mit seinen Wächtern. Er nickte Zweien zu, welche sofort damit begannen, sämtliche Vorräte und medizinische Güter einzusammeln.<br>Mookiar näherte sich Chakotay. „Ich möchte ihnen jemanden vorstellen“, war alles, was er sagte. Er trat zurück und entmaterialisierte mit seinen Wächtern und den Vorräten und genau an der Stelle, wo sie eben standen, erschienen Captain Janeway, Commander Tuvok und Captain Carter.</p><p>Eine Stunde später warteten alle Crewmitglieder der Voyager immer noch in der Halle darauf, dass etwas passierte. Janeway hatte in der Zwischenzeit ihre Geschichte erzählt und Chakotay redete über seine Begegnungen mit Mookiar.<br>Tema'na schien es immer schlechter zu gehen. Sie hatte Krämpfe und konnte kaum noch klar denken. Der Doktor gab ihr höchstens noch eine Stunde. Es war erstaunlich, dass sie so lange durchgehalten hatte.<br>Schließlich wurde die Aufmerksamkeit aller durch eine Sirene an der Decke geweckt.<br>„Hatten sie so etwas schon mal?“, fragte Janeway Chakotay.<br>„Bis jetzt noch nie.“<br>Dann verschwamm allen das Bild vor den Augen und sie wurden weggebeamt. Aber sie landeten dort, wo sie am wenigsten gerechnet hatten, zu sein. Auf der Voyager.</p><p>Warum waren sie jetzt wieder auf der Voyager? Wollte man sie gehen lassen. Doch dann erkannten alle, dass dies nicht so war. Alle Instrumente auf der Brücke waren offline. Das Schiff wurde offensichtlich automatisch gesteuert. Höchstwahrscheinlich von Mookiar. Janeway ging zu ihrem Sessel und überprüfte die Anzeigen. Es stimmte, alle Systeme auf Automatik. Außer...<br>„Harry, die Sensoren?“<br>Der Fähnrich ging zu seiner Station, welche als einzige noch funktionierte, wenn auch nur zu Hälfte. „Die gesamte Crew ist an Bord. Alle Systeme werden automatisch vom Bordcomputer gesteuert.“<br>Dann setzte sich das Schiff auf einmal in Bewegung. Niemand spürte es, aber es war am Hauptschirm zu erkennen, auf dem sich Asteroiden langsam am Schiff vorbeibewegten. Das Bild wurde nach kurzer Zeit jedoch dunkel, um dann gleich wieder von Mookiar ersetzt zu werden. <br>„Was machen sie mit meinem Schiff?“, fragte Janeway scharf bevor Mookiar zu Wort kam.<br>„Ich?“, er lachte verächtlich. „Ihr Bordcomputer steuert das Schiff. Wir werden jetzt einen Angriff simulieren und zwar auf die Gorn. Und dann wird sich der gesamte Alpha-Quadrant gegen die Föderation stellen. Viel Glück!“<br>Mookiar verschwand.<br>Janeway hatte zwar nicht mehr die Kontrolle über ihr Schiff, aber sie konnte jetzt endlich wieder von ihrem Captainsessel aus Befehle erteilen.<br>„Okay. Jeder auf seinen Posten. Mr. Barclay. Versuchen sie vom Maschinenraum aus, den Computer zu entsperren. Seven, sie versuchen es mit den Konsolen auf der Brücke.“<br>„Aye.“ Sagten beide gleichzeitig.<br>„Gut. Doktor, versuchen sie etwas für Tema'na zu tun. Mr. Kim, sorgen sie dafür, dass das Kommunikationssystem funktioniert. Der Rest der Crew macht sich für einen passiven Kampf bereit.“<br>Das Schiff beschleunigte immer mehr und verließ schließlich das Asteroidenfeld und näherte sich dem Verteidigungsperimeter der Gorn. Auf der Brücke machte sich Anspannung breit. Alle wussten, wenn sie nicht bald den Computer entsperren würden, müssten sie sterben. Selbst Captain Janeways Sicherheitscode war außer Funktion gesetzt wurden. „Mr. Kim, sehen sie irgendwo die Schiffe, die die Voyager gekapert haben?“<br>„Nein, ich sehe nur Fregatten, orbitale Abwehrstationen und Sensorrelais.“<br>Die Stille auf der Brücke wurde nur von den Geräuschen arbeitender Mechaniker und der Instrumente unterbrochen. Barclay hatte bereits versucht, den Computer manuell abzuschalten oder zu zerstören, aber der gesamte Computer war mit Kraftfeldern geschützt.<br>„Doktor an Brücke!“, ertönte es aus den Lautsprechern. „Ich habe Tema'na untersucht. Ich habe kein Heilmittel. Das Gift fraß sich durch ihre Zellen. Sie hat maximall nur noch eine halbe Stunde zu leben.“<br>„Verstanden Doktor. Geben sie ihr bestes.“</p><p align="center">***</p><p>Das Schiff drehte sich ein paar Mal und griff anschließend die Fregatten an. Die erste explodierte unter der ersten Salve Photonentorpedos. Die Disruptoren der zweiten kratzten nicht einmal die Schilde der Voyager an. Auch diese fiel dem großen Föderationsschiff zum Opfer. Den orbitalen Verteidigungsstationen erging es ähnlich. Nun flog das Schiff ungehindert auf den dritten Planeten des Systems zu. Die Brücke erzitterte, als das Schiff in die Atmosphäre eindrang. <br>„Warum fliegen wir auf den Planeten?“, fragte Harry Kim. <br>„Ich kann es mir denken“, antwortete Janeway. Die Voyager erreichte eine Position oberhalb der Hauptstadt und begann, sie in Trümmer zu setzten. Ein Gebäude nach dem anderen wurde in Schutt und Asche gelegt. Die Gornischen Zivilisten rannte um ihr Leben, versteckten sich in Kellern oder suchten auf freiem Gelände Schutz vor zusammenstürzenden Gebäuden. Einige versuchten, dass Föderationschiff mit ihrem Handdisruptoren zu treffen, aber dies zeigte keine Wirkung.<br>Janeway konnte dieses Grauen keineswegs ertragen. Sie ging zum internen Kommunikationsport und rief den Maschinenraum. „Mr. Barclay, Wie weit?“<br>„Es dauert seine Zeit Captain.“<br>„Dann haben wir keine Wahl. Commander, zerstören sie den Warpkern und damit auch...“<br>„Moment, Captain“, unterbrach Kim sie. Das Schiff wurde von einer Erschütterung erfasst und hörte auf, zu feuern. „Wir werden von einem Gornischen Schlachtschiff mit einen Traktorstrahl erfasst.“<br>Gute Show, dachte Janeway. Mookiar war wirklich zu allem fähig, sogar eine ganze Stadt auszulöschen, um den Hass gegen die Föderation zu schüren.<br>Die Erschütterungen auf den Brücke ließen nicht nach. Das Gornische Schlachtschiff feuerte unentwegt Salven auf die Voyager ab.<br>„Mr. Kim, wie sieht es mit dem Kommunikationssystem aus“, drängte Janeway.<br>„Fast fertig.“ Kim arbeitete hastig an seinen Konsolen. „Ich habs. Das System funktioniert.“<br>„Schnell. Rufen sie die Gornische Regierung. Den Monarchen.“<br>„Sie antworten nicht“, sagte Kim.<br>„Ist egal. Sorgen sie nur dafür, dass man mich hört.“ Janeway wartete Kim Bestätigung ab, dass sie jetzt sprechen konnte. Mit einem leichten Nicken bestätigte er ihr, dass die Frequenz geöffnet ist.<br>„Hier ist Captain Kathryn Janeway von der Voyager. Hören sie mir nur zu. Mookiar, der Kommandant ihre Königlichen Flottenwache und einige andere sind Klingonen. Sie wollen einen Krieg heraufbeschwören, der die Gorn und die Föderation vernichtet.“<br>Janeway wartete einige Sekunden. Als keine Antwort kam, wollte sie noch mal von vorne anfangen, doch dann erschien das Bild des Gornischen König auf dem Schirm. Neben ihm stand Daer'nar, dessen Bruder.<br>Der König stand auf und ging auf die Kamera zu. „Ich bin der Gornische König. Mein Bruder Daer'nar hat mir gerade von Mookiars Vorhaben erzählt. Wir haben die Militärbasis gescannt. Sie ist überschwemmt mit Klingonen. Wir werden sie vernichten und danach werden wir mit der Föderation Krieg führen.“<br>Kurz bevor der König die Frequenz beenden wollte, aktivierte sich die Konferenzschaltung und Mookiar erschien auf dem anderen Display.<br>„Ich bin beeindruckt, Captain Janeway.“ Er schaute scharf in die Kamera und wendete sich dann an den König. „Ich habe die Kontrolle über das Militär. Alle ihre Kommunikationswege sind unterbrochen. Ich habe das Kommando. Und sie sind bald tot.“<br>Der König schien entsetzt zu sein. „Ich habe das Kommando über das Militär. Ich habe noch Kontakt zu genügend Schiffen.“<br>„Diese Fregatten?“, fragte Mookiar sarkastisch.<br>„Sie sind der Stolz der Gornischen Marine.“<br>Mookiar wollte sich das nicht mehr anhören, doch er beendete die Verbindung nicht. Er winkte eine Person außerhalb der Blickfeldes zu, und dass Feuern auf die Voyager wurde eingestellt. „Captain Janeway, ich möchte, dass sie den Untergang der Gornischen Monarchie live miterleben.“ Er winkte ein zweites Mal und die Frequenz brach ab. Das Bild wurde durch einen Klingonisches Schiff ersetzt, welches sich gerade enttarnte. Es war größer, als alles, was Janeway jemals gesehen hatte. Es schien die Größe eines Borg-Würfels zu haben. Jeder auf der Brücke war sprachlos von diesem Anblick und bevor auch nur der erste Atemzug gefallen war, beschoss dieses Schiff auch schon den Planeten. Doch es verfehlte sein Ziel. Eine gornische Fregatte schob sich blitzschnell in den Weg des Torpedos. Dann meldete sich Mookiar wieder und die Dreier-Konferenz wurde wiederhergestellt. Der König sprang empört auf. „Was tun sie?“<br>Mookiar musste sich unweigerlich kratzen. Dieses Gornische Make-up machte ihm zu schaffen. „Ich bin von meinem Plan abgekommen, nur die Föderation in einen Krieg zu stürzen. Jetzt wird auch die Klingonische Regierung untergehen.“<br>„Sie verraten ihr eigenes Volk?“, fragte Janeway.<br>„Es ist in dieser Zeit nicht mein Volk. Mein Volk lebt auf einer klingonischen Kolonie weitab des Imperiums. Mann hat uns verstoßen und nun nehmen wir Rache.“<br>„Aber wie kommen sie an so eine Technologie?“<br>„Da sie in zwanzig Sekunden eh sterben, werde ich es ihnen verraten. Wir sind aus der Zukunft und möchten eine Zukunft unter unserer Flagge.“<br>Der König des Gornischen Imperiums erhob sich abermals. „Mookiar, ich biete ihnen das Kommando über die Gorn an.“ Janeway und Daer'nar waren sichtlich geschockt. Beide hätten niemals annehmen können, dass der Monarch jetzt aufgibt. Der Monarch setzte seine Rede fort. „Ich fordere sie zum klingonischen Ritual des Blutfriedens heraus.“<br>„Ha. Sie sind ein kleiner Gorn und kein Klingone.“<br>Der Monarch ballte die Fäuste. „Haben sie etwa Angst, gegen mich zu verlieren.“ Er schaute Mookiar genau in die Augen. Jedenfalls auf den Bildschirm. „Ich fordere sie zum Duell heraus.“<br>Mookiar überlegte kurz. Dann setzte er sich sein übliches klingonisches Lächeln auf und drückte auf eine Taste auf seiner Konsole. Er näherte sich noch näher der Kamera, als wolle er dem König etwas ins Ohr flüstern. Dann sagte mit leiser Stimme: „Abgelehnt.“<br>In diesem Augenblick schoss ein weiterer Torpedo aus dem Klingonischen Schlachtschiff und flog direkt auf den ersten Planeten zu und schlug ein. Er traf das Hauptquartier. <br>Auf dem Hauptschirm der Voyager waren nur noch Rauchschwaden und das Geschrei fliehender Gorn zu vernehmen. „Daer'nar!“, rief Chakotay. „König.“<br>Der Rauch verflüchtigte sich. Auf der einen Bildhälfte war noch immer ein hochzufriedener Mookiar zu sehen. Er wandte sich nun an die Voyager. „Und jetzt sind sie dran.“<br>Auf der anderen Seite des Bildschirm im Gornischen Hauptquartier wurde es still. „Der König ist tot“, rief jemand. Hinter dem Schreibtisch lag des Königs Leiche und neben ihr kniete Daer'nar. Er stand langsam auf und brachte die hysterischen Gorn wieder zur Ruhe. „Der König ist tot“, sprach er leise. „Es lebe der König. Als sein Bruder trete ich sein Erbe an und nun Mookiar fordere ich sie zum Blutfrieden heraus.“<br>Nun war Mookiar sprachlos. Doch er wusste seine Antwort. „Nein.“ Er wollte schon den Feuerbefehl geben, als ein anderer als Gorn verkleideter Klingone auf Mookiar zukam. „Herrscher, es ist unehrenhaft, ein zweites Duell abzulehnen.“<br>„Pah. Das ist eine uralte Tradition.“<br>„Aber sie ist bindend.“<br>Mookiar schaute sich auf seiner Brücke um. Alle starrten ihn an. Er wusste, was man von ihm erwartete. Er nickte einem Techniker zu. Dieser bediente einige Kontrollen und Mookiar wurde direkt zu Daer'nar gebeamt. Er zog sein D'targ-Messer und richtete es auf Daer'nar. „Machen wir es schnell.“<br>Der erste Hieb sollte dem neuen König direkt die Kehle durchschnitzen, doch Mookiar verfehlte sein Ziel. Daer'nar sprang zur Seite und rollte sich auf dem Boden ab. Er hatte während seiner Zeit unter Mookiar viel gelernt. Ein Wachmann gab ihm ein Messer. Er rannte direkt auf Mookiar zu. Ein Anfängerfehler. Mookiar wich aus, Daer'nar rannte zu weit und der Klingone rammte ihm das Messer direkt in den Rücken. Der König ging in die Knie. Der Schmerz war kaum noch auszuhalten und er konnte sich nicht mehr bewegen. Das Messer fiel auf den Boden und Daer'nar fiel hinterher. Mookiar stemmte sein D'ark in die Höhe. Ein letzter Schlag und das Gornische Imperium war in seinen Händen. Das war zwar mehr als er wollte, aber egal. Der stieß zu. Doch mit letzter Kraft rollte sich Daer'nar auf die Seite. Er packte sein Messer und warf es nach Mookiar. Dieses traf direkt in seinen Bauch. Er stieß einen dumpfen Schrei aus und viel auf den Boden. Länger konnte Daer'nar den Schmerz nicht mehr unterdrücken. Er fiel ebenfalls zu Boden. Ein Gorn rannte zu seiner Konsole. „Sir!“, reif er. Die Klingonen ergeben sich. Sie bitten um die Erlaubnis, in ihre Zeit zurückzukehren.“<br>„Erlaubnis erteilt“, keuchte Daer'nar. Er wollte keine weiteren Probleme mit den Klingonen.</p><p align="center">***</p><blockquote><p><b><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>STERNZEIT 55330,0<br></font></b>„Mookiar ist tot, die Klingonen sind in ihre Zeit zurückgereist. Tema'na wird sich dank eines Gornischen Gegenmittels wieder ganz erholen. Der Hauptcomputer der Voyager ist wieder frei und Daer'nar ist bereit, mit der Föderation in enge Beziehungen zu treten. Er hat sogar vor, die gornische Monarchie in eine Demokratie umzuwandeln.“</p></blockquote><p>Die Voyager befand sich wieder zu Hause im sicheren Territorium der Föderation. Daer'nar hatte Captain Janeway gebeten, dass Gornische Imperium so schnell wie möglich zu verlassen. Sie hatten genug interne Probleme, so dass ein Starfleet-Schiff jetzt nur noch für mehr Unruhe sorgen würde. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung und das Militär müsste wieder gestärkt werden. Immerhin wollte man bei den anstehenden Wahlen gut abschneiden. <br>Daer'nar sicherte der Föderation zu, dass man sämtliche Beziehungen ausbauen wollte, und das man es nie wieder zu einer derartigen Unterwanderung kommen lassen wollte. Alle als Gorn-Schiffe getarnten Klingonenkreuzer wurden von den Klingonen wieder entfernt. <br>Die Voyager flog nun zur nächsten Raumbasis, um sämtliche Schäden reparieren zu lassen. Es war ein Wunder, dass dieses Schiff in diesem Zustand noch Warpgeschwindigkeit erreichen konnte. Indes versammelte sich die Crew im Kasino.<br>Tema'na ging es in den letzten Tagen immer besser. Man merkte kaum noch etwas von den Nachwirkungen ihres Todeskampfes. Als sie das Kasino betrat, war es fast überfüllt. Die gesamte Crew sehnte sich nach Entspannung - kein Wunder nach diesen vier harten Tagen.<br>Sie ging hinüber zum Tresen, wo Chell bereits eifrig damit beschäftigt war, für alle ausreichend Nahrung zu bieten. „Hallo, Chell“, sagte sie gutgelaunt.<br>„Oh, Fähnrich Tema'na. Wie geht es ihnen?“<br>„Mir geht's bestens. Leider kann ich mich an nichts erinnern, was geschah, nachdem die Voyager gekapert wurde.“<br>Chell ließ seine Arbeit sein und ging zu Tema'na rüber. „Auch nicht an das, was sie mir im Gefängnis erzählt haben?“, fragte er hoffnungsvoll.<br>„Nein“, was hab ich den gesagt. Etwa das ich sie liebe, oder so etwas?“<br>Chell blickte sie verlegen an. „Nein. Es ist eigentlich auch nicht so wichtig. Wenn sie mich entschuldigen. Ich habe viel Arbeit.“<br>Wunderlich, wie aufgekratzt Bolianer doch sein können, dachte Tema'na.</p><p>„Was werden sie jetzt tun?“, fragte Janeway Captain Carter. Beide saßen zusammen mit Chakotay und Tuvok an einem großen Tisch am Hauptfenster des Casinos.<br>„Ich habe bereits mit der Sternenflotte gesprochen. Sie haben mir doch tatsächlich ein neues Kommando angeboten.“<br>„So schnell?“, fragte Chakotay. <br>„Ja. Sie dachten wohl, sie müssten mich so schnell wie möglich beschäftigen, damit ich nichts dummes anstelle. Ich gehe auf die U.S.S. Vancouver. Sie ist wie die Voyager ein Schiff der Intrepid-Klasse.“<br>„Ich hoffe, sie machen dieser stolzen Schiffsklasse keine Schande“, bemerkte Janeway. „Ich bin froh, dass dieser Auftrag beendet ist.“ Sie wollte noch weiter in Gedanken ausschweifen, doch dann bemerkte sie, wie Reg Barclay den Raum betrat. Sie winkte ihm, sich zu ihnen zu setzen. „Mr. Barclay. Ich hoffe, sie kennen Captain Carter.“<br>„Ähh. Ich hab von ihnen gehört. Freut mich.“<br>Carter nickte ihm leicht zu. Janeway wandte sich an Barclay und flüsterte ihm ins Ohr. „Sie haben also meinen Rat befolgt.“<br>Barclay schaute sie kurz an. „Ich habe gerade zwanzig Stunden auf dem Maschinendeck gearbeitet. Ich dachte, etwas Erholung täte mir gut.“<br>„Meine Meinung.“</p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Montag den 10.12.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/episodenguide.shtml" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1">DESTINATION: GORN II<br>BASED UPON „STAR TREK“ CREATED BY GENE RODDENBERRY<br>PRODUCED FOR <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>CREATED BY RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER AND JERI TAYLOR<br>EXECUTIVE PRODUCERS MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>CO-EXECUTIVE PRODUCER ANDREAS KREBS <br>PRODUCER SARAH OSTSIEKER CO-PRODUCER TIM PRUESSMANN<br>PRODUCTION-DESIGNER PARTICK VENETZ<br>WRITTEN BY STEFAN ALEX<br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved. <br>„STAR TREK“ is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #281</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">673</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x06: Destination Gorn</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x06-destination-gorn-r651/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Folge als PDF-Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0806.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0806.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x06 Voyager8 - Destination: Gorn (Teil 1)<br></font></b>Zip File<br>Größe: 273 Kb</font></td></tr></table></center></div><br><blockquote><br><img src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/pg.jpg"><br><br><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockquote><p align="left">Wie ist ihr Leben langweilig geworden. Als man sie als Fähnrich auf die Voyager versetzt hat, dachte sie, es wäre der aufregendste Job der Welt. Na ja, jedenfalls in der Sternenflotte. Das heldenhafte Schiff, welches sieben Jahre verschollen war und nun das Vorzeigeobjekt der Föderation ist, mal von der Enterprise abgesehen. Doch nun passiert seit einer Woche immer das Gleiche: nämlich nichts. Die Voyager hatte den Auftrag, an der Gornisch-Miradornischen-Föderationsgrenze zu patrouillieren und das war nicht gerade sehr aufregend.<br>Tema'na hatte also nichts weiter zu tun, als die Voyager auf Kurs zu halten, was - wenn nichts passiert - nicht gerade abwechslungsreich ist. Und das als Senior-Offizier.<br>Sie stieß einen tiefen Seufzer aus.<br>"Ist etwas, Fähnrich?", fragte Commander Chakotay.<br>Sie hatte lauter geseufzt, als sie es beabsichtigt hatte. Wahrscheinlich hat sogar Tuvok es gehört. Natürlich hat er es gehört, er ist Vulkanier.<br>Langsam drehte sie sich zu Chakotay um. Sie wurde außerdem noch von Tuvok und Harry Kim beobachtet.<br>"Alles in Ordnung", sagte sie.<br>"Sie sehen heute nicht sehr arbeitswillig aus!", stellte Chakotay fest.<br>"Sir, es ist nur..."<br>"Ja?"<br>"...ist es wirklich das, was wir hier tun müssen? Ich meine, was suchen wir hier?"<br>Chakotay stand auf und ging zu Tema'nas Steuerkonsole. "Sie suchen das Abenteuer. Aber es gehört auch dazu, sich um langweilige Dinge zu kümmern."<br>"Aber warum haben wir diesen Auftrag bekommen? Hier gibt es nichts, und die Fähigkeiten dieser Crew sind viel zu wertvoll, um mit diesen Tätigkeiten verschwendet zu werden."<br>Chakotay überlegte kurz. "Sehen sie es positiv", sagte er. "Sie haben Zeit sich zu entspannen. Sie können auf das Holodeck gehen, oder sonst etwas."<br>Tema'na lachte. "Holodeck? Das ist Zeitverschwendung."<br>"Das ist ihr Problem."<br>Tema'na wollte kontern, überlegte es sich dann doch anders und widmete ihre ungeteilte Aufmerksamkeit wieder ihrer ernüchternden Aufgabe.</p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Destination: Gorn"</font></b></p><p align="left">Die großen Türen öffneten sich, und Captain Janeway betrat den Maschinenraum. Es herrschte große Hektik. Sie schaute sich um und entdeckte Chefingenieur Reginald Barclay auf der zweiten Ebene.<br>"Lieutenant!", rief sie.<br>Barclay ließ vor Schreck sein Padd fallen. "Oh, Captain. Wie schön...sie zu sehen. Wie kann ich ihnen helfen?"<br>"Kommen sie erstmal runter." befahl Janeway.<br>Barclay kletterte die Leiter herunter und erreichte Janeway.<br>"Wie läuft es mit der Warpkernüberprüfung?", fragte Janeway.<br>"Wir können jederzeit wieder auf Warp gehen wenn sie wollen. Captain!"<br>"Nein, ich wollte wissen wie weit sie sind."<br>"Fast fertig!"<br>"Gut." Sie überlegte kurz. "Eigentlich bin ich nicht deswegen gekommen."<br>Barclay sah sie verwundert und verschwitzt an.<br>"Wir haben eine Tradition von früher übernommen", setzte Janeway an. "Oft trifft sich die Crew im Kasino. Allerdings habe ich sie da noch nicht gesehen."<br>"Ich hatte zu tun."<br>"Normalerweise mische ich mich nicht ins Privatleben meiner Crew ein, aber in diesem Fall.... Wie haben sie sich eingelebt?"<br>Barclay schaute erfreut auf. "Gut. Ich hab zwar bis jetzt immer noch nicht richtig mein Quartier eingeräumt. Aber..."<br>"Haben sie Freunde gefunden?", unterbrach ihn Janeway<br>"Sicher. Ähh!!! Harry, ich meine Mr. Kim. Den Doktor. Und so weiter."<br>"Warum kommen sie nicht zu unseren Treffen? Ich hoffe, sie kennen Mr. Chells Spezialität: Patrouillien-Suflet."<br>"Ich werde kommen, wenn sie es wünschen."<br>"Nein!", sagte Janeway scharf. "Sie müssen es von sich aus wollen. Ich will sie nicht zwingen."<br>"Ich werde kommen", sagte Barclay. "Ich habe gerade Lust bekommen."<br><br>Tema'na muss sich erst an die Sternenflotte gewöhnen. So hat Chakotay vor Wochen gedacht und ihr aufbrausendes Verhalten toleriert. Doch langsam musste sie beginnen, mehr Rücksicht auf die Prinzipien der Sternenflotte zu nehmen.<br>Er hatte ja eigentlich nichts gegen ihren Widerstand gegen diesen Auftrag. Irgendwie verstand er sie, doch ihr Verhalten war zu unangepasst, zu unkonventionell für dieses Schiff. Daran musste sie unbedingt etwas ändern. Er sollte sie deswegen zur Rede stellen und wenn es ginge noch heute, nach ihrer Schicht. Solange dieser Auftrag andauert, wer weiß was sie anstellt, um etwas Aufregung zu erleben.<br>Wahrscheinlich übertrieb Chakotay. Er sollte toleranter sein. Auf romulanischen Schiffen ist die Arbeitsmoral eben anders. Vielleicht sollte er ihr noch mehr Zeit geben.<br>Sein Gedankengang wurde durch ein leises Fiepen an Harry Kims Station gestört.<br>"Commander! Wir empfangen eine Nachricht", begann der Fähnrich. "Von der Sternenflotte für den Captain."<br><br>Captain Janeway erreichte gerade ihr Quartier, als sie von Chakotay benachrichtigt wurde, dass die Sternenflotte sie sprechen wollte. Die Tür öffnete sich und sie betrat ihren bescheidenen Wohnraum.<br>Es überraschte sie, dass sie in die Konsole ihren Sicherheitscode eingeben musste. Wahrscheinlich hatte die Sternenflotte Angst, das so nah am Gornischen Reich jemand Wind von der Mitteilung und deren Inhalt bekommen könnte.<br>"Janeway, Gamma, Echo, Tryango, 4, 7, Alpha."<br>Der Bildschirm veränderte sich und zeigte das Föderationslogo. Am unteren Bildschirmrand war die Schrift "ZUGANG GEWÄHRT" zu lesen. Als das Föderationslogo verschwand erhellte das Gesicht von Admiral Paris das Bild.<br>"Admiral!", begrüßte Janeway ihren Vorgesetzten.<br>"Bitte Kathryn. Sagen sie Owen."<br>"Wie sie wünschen." Janeway entspannte sich innerlich. Vermutlich war die Nachricht nicht so wichtig. Der Admiral wirkte sehr locker. Doch sie hoffte, dass sie endlich einen neuen Auftrag erhalten würden.<br>"Wie geht es B'Elanna?"<br>Paris lachte. "Genauso wie beim letzten Mal, als sie gefragt haben. Aber Miral geht es dafür wenigstens gut. Natürlich versteht sie noch nicht, was passiert ist, aber... - Na ja, wir haben leider zu wenig Zeit, um darüber zu reden."<br>Mit einem Schlag war Janeway wieder voll bei der Sache.<br>Paris tippte auf ein paar Tasten, welche sich außerhalb des Bilderfassungsbereichs befanden. Das Bild von Paris verschwand und wurde durch die Datei der Akte eines Sternenflottenmitgliedes ersetzt.<br>"Kennen sie diesen Mann?", fragte Paris.<br>Janeway überlegte kurz und schaute sich die Daten an. Captain Thomas Carter. Bis Sternzeit 50893.5 Captain der U.S.S. Atlantis. Danach Commander einer Spezialeinheit bis Sternzeit 52458.9. Und jetzt? Danach endeten die Aufzeichnungen. "Nein", erwiederte Janeway. "Ich war wohl zu lange weg."<br>"Dies ist Captain Thomas Carter. Das was ich ihnen jetzt sage, wissen weniger als zwanzig Leute. Er ist momentan Geheimagent auf dem Hauptplaneten des Gornischen Reiches, Gihdahr."<br>"Ist er immer noch dort?", fragte Janeway.<br>"Das wissen wir nicht. Seine letzte Nachricht ist nur bruchstückhaft übertragen worden."</p><p align="center">***</p><p align="left">"Sie...kommen...Zerstörung...Judgement Day...eventuell ent..." Dann war plötzlich Stille. Niemand sagte etwas.<br>Janeway hatte beschlossen, ihre Führungsoffiziere in diesen Auftrag einzuweihen. Immerhin konnte sie ihnen voll vertrauen. Bis auf Tema'na! Sie musste sich das Vertrauen erst erarbeiten, aber dennoch erkannte Janeway hohes Potential in ihr und hegte Sympathien für ihre Person. "Admiral Paris hat uns volle Befugnis erteilt, der Sache nachzugehen."<br>"Moment mal!", warf Tema'na ein. "Pflegt es die Föderation immer, Spione auf anderen Welten einzusetzen?"<br>"Diese Informationen sind geheim und stehen uns nicht zur Verfügung", sagte Tuvok gelassen.<br>"Also ja", sagte Tema'na wütend. Sie wusste schon immer, dass die "Ach so saubere Sternenflottenpolitik" doch mit viel Dreck beschmutzt war. "Mhh! Auch bei uns?"<br>"Uns?", fragte Tuvok.<br>"Sie wissen schon, das Romulanische Imperium."<br>"Diese Angaben sind geheim."<br>"Und stehen uns nicht zur Verfügung, ich weiß."<br>"Reisen sie sich zusammen, Fähnrich", sagte Chakotay etwas schärfer, als er eigentlich beabsichtigt hat.<br>"Commander!", protestierte Tema'na. "Das Ausspionieren verletzt ihre doch so hoch geschätzten Völkerrechte, oder?"<br>"Was man von dem romulanischen Informationsbeschaffungspraktiken ja nicht behaupten kann", sagte der Doktor sarkastisch.<br>"Was soll das den heißen?"<br>"Fähnrich, sie kennen doch bestimmt die Gerüchte über diese Praktiken. Das brutale Foltern zählt wohl neuerdings unter Menschenrechte. Ich glaube nicht, dass sie die Methoden der Sternenflotte kritisieren können, ohne auch auf die des Romulanischen Imperiums hinzuweisen."<br>"Das reicht", unterbrach Janeway. "Wenn sie dienstfrei haben, können sie gerne darüber weiterdiskutieren. Wir haben einen Auftrag zu erledigen."<br>Sofort war alles still. Sogar Tema'na hatte dies begriffen. Ein Zeichen, dass sie die Autorität des Captains respektierte. Chakotay hätte eigentlich damit gerechnet, dass Tema'na gleich widerspricht, doch es beruhigte ihn, das sie es nicht tat.<br>Janeway nickte Kim zu, welcher das Display des Monitors aktivierte. Die erscheinende Karte zeigte die Region des Raumes, in der das Gornische Reich lag.<br>"Dies...", begann Kim. "...sind die stellaren Daten, die wir über das Gornische Reich haben."<br>Janeway schaute sich die Karte genau an. Eigentlich war das Territorium im Gegensatz zur Föderation nicht besonders groß. Doch es war strategisch gut gelegen. Die Gorn hatten Kontakt zu den Miradorn, Thollianern und Breen, alles Rassen, mit denen die Föderation seit langer Zeit verzweifelt versuchte, in einen diplomatischen Dialog zu treten. "Wir müssen es irgendwie schaffen, unbemerkt in das zentrale System zu fliegen."<br>"Es gibt eine Reihen von Asteroidenfeldern und Nebeln, durch die wir die Überwachungsstationen umgehen können", stellte Tema'na interessiert fest.<br>"Ja, aber wir müssen es irgendwie schaffen, durch das Sensorgitter an der Grenze zu gelangen", sagte Barclay.<br>Dies überraschte Janeway und freute sie außerdem. Normalerweise sagte Barclay bei den Konferenzen nur etwas, wenn er gefragt wurde. Der Captain schaute ihn einige Sekunden an, bis sie bemerkte, das alle Blicke auf ihr ruhten. Offenbar waren alle ratlos.<br>"Wir haben von Captain Carter vor einiger Zeit einige Umgehungscodes bekommen. Damit müsste es funktionieren", sagte Janeway. "Wenn wir im Zentralen System sind, können wir uns in diesem Asteroidenfeld verstecken."<br>Alle schienen einverstanden zu seien.<br>"Gut. Wenn wir da sind, werden wir nach Captain Carter suchen. Ich wünsche, das sie sich alle mit den Gorn befassen." Sie schaute Chakotay an. "Mr. Chakotay, unterrichten sie die Crew über unser Reiseziel, aber kein Wort über die Mission und Carter."<br>"Ja, Captain."</p><p align="center">***</p><p align="left">Eigentlich erschien es Tema'na logisch. Sie wusste, dass das Ausspionieren anderer Völker vom Tal Shiar praktiziert wurde. Und es funktionierte. Da war es nur logisch, dass sich auch die Sternenflotte dieser Praktiken bediente.<br>Der Captain hatte ihnen den Befehl gegeben, sich über die Gorn zu informieren. In ihrem Quartier konnte sie sich nicht konzentrieren. Alles viel zu sternenflottenmäßig. Sie wollte schon auf das Holodeck gehen und eine romulanische Umgebung konstruieren. Eventuell hatte Chakotay doch Recht und es konnte doch entspannend sein, sich auf dem Holodeck aufzuhalten. Doch leider waren alle Holodecks von Crewmitgliedern ausgebucht.<br>Tema'na beschloss, ins Kasino zu gehen, um dort zu lernen. Vielleicht konnte sie sich entspannen, wenn sie den weiten Blick der Sterne vor sich hatte.<br>Als sie das Kasino betrat, bemerkte sie, dass auffällig wenig Leute anwesend waren. Außer Chell, dem Küchenmeister waren noch drei Besatzungsmitglieder da, aber niemand, den sie kannte.<br>"Oh, Miss Tema'na!", begrüßte sie Chell. "Darf ich ihnen etwas anbieten. Meine neuste Kreation ist der Gorn-Killer-Chilli."<br>"Nein, Danke." erwiderte sie trocken.<br>Chell musterte sie aufmerksam.<br>"Warum sind sie nicht auf der Brücke, und fliegen uns in diese Todeszone?", fragte er schließlich.<br>"Ich habe Dienstfrei. Wir werden erst in einer Stunde starten."<br>"Und was wollen sie hier? Ich seh sie doch so selten im Kasino."<br>"Ich..."<br>Sie schien verlegen zu wirken, dachte Chell.<br>"Ich konnte mich nicht konzentrieren, als ich mich über die Gorn informierte."<br>"So, so", kommentierte Chell. "Wir haben jede Menge Plätze frei."<br>"Sie scheinen eine gewisse Abneigung gegen mich zu haben", stellte Tema'na fest. "Darf ich fragen, wieso? Ist es wegen meiner Herkunft?"<br>"Nein, nein", sagte Chell hastig. "Ich hab nichts gegen sie. Ich finde sie sehr sympathisch."<br>Jetzt schleimt er, ging es Tema'na durch den Kopf. Es war vielleicht unfair, ihn so zu kritisieren. Sie sollte aufhören, Spielchen mit Chell zu spielen.<br>Sie musste lernen.</p><blockquote><p align="left"><b><font size="1">FÜNF TAGE SPÄTER</font></b></p><p align="left"><b><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>STERNZEIT 55326,1<br></font></b>"Dank Tema'nas Flugkünsten sind wir nur noch sechs Flugstunden vom Gornischen Heimatsystem entfernt. Es war ein schwerer Flug, aber wir haben es geschafft, unentdeckt hierher zu fliegen. Wir befinden uns jetzt in einer langen Nebelausdehnung in der Nähe des Heimatsystems. Ich habe der Crew befohlen, sich mit den Gorn auseinander zu setzen. Es ist schon eine interessante Kultur. Ganz besonders der Aspekt, dass sie noch eine Monarchie besitzen. Zwar ist sie nicht mehr so stark wie früher, aber sie hat immer noch die Kontrolle über das Militär. Ich hoffe, dieser Auftrag wird genauso einfach, wie unser Flug."</p></blockquote><p align="left">"Captain, wir verlassen den Nebel und treten in das System ein", meldete Tema'na von der Navigationsstation.<br>"Gut", bestätigte Janeway. "Tuvok, scannen sie nach einem Asteroiden mit einer Höhle, in die Voyager hineinpasst."<br>"Ich habe einen gefunden. Ich übermittle die Daten an die Navigationsstation."<br>Die Voyager verließ elegant den Nebel und steuerte durch die Asteroiden. Es war erstaunlich, wie gut Tema'na das Schiff bei dieser Geschwindigkeit manövrieren konnte. Nach einigen scharfen Kurven und Wendungen erreichte das Schiff einen Asteroiden, der ausreichend Schutz bot.<br>"Captain, wir sind am Ende der Höhle angelangt", meldete Tema'na.<br>"Gut, Fähnrich. Harry, was sagen die Sensoren?"<br>Harry Kim überprüfte schnell seine Messinstrumente. "Ich habe das gornische Überwachungssystem geprüft. Es ist auf einem sehr alten Stand. Kaum noch funktionsfähig. Ich glaube, wir können unbemerkt beamen."<br>Das erleichterte Janeway. Wenn es anders gewesen wäre, wäre ihr ganze Mission gefährdet.<br>"Was können sie uns noch sagen?"<br>"Drei Planeten. Zwei mit hoher Bevölkerung. Der Dritte ist nur leicht besiedelt. Eine Raumbasis im Orbit des ersten Planeten. Ich registriere zwei starke Schlachtkreuzer, nach Gorn-Maßstäben", er runzelte die Stirn. "Fünf kleinere Kreuzer und eine ganze Menge interplanetarer Transporter. Ich kann nicht genauer scannen, ansonsten würde uns das Sensorennetz entdecken."<br>"Na schön", sagte Janeway. "Doktor?"<br>"Ja, Captain?", meldete sich die Stimme des Doktors via Interkom.<br>"Es wird Zeit für einen kosmetischen Eingriff."</p><p align="center">***</p><p align="left">Der Transporterchief wollte schon seinen Phaser herausholen, als er die beiden Gorn den Transporterraum betreten sah, doch er erkannte, dass Chakotay und der Doktor ihnen folgten.<br>"Alles in Ordnung", sagte der Doktor. "Das sind Captain Janeway und Commander Tuvok. Es freut mich, dass mein Make-up sie überzeugt hat."<br>"Verschwenden wir keine Zeit, Doktor", mahnte Janeway. "Wir müssen Captain Carter so schnell wie möglich finden. Energie."<br>"Gute Jagd", verabschiedete sich Chakotay.<br>Janeway nickte ihm nur leicht zu. Unter diesem Make-up war es schwer zu sprechen. Es war ihr ein Rätsel, wie die Gorn mit dieser Hundeschnauze überhaupt reden konnten. Und wie sie durch diese silbernen Augen zu sehen vermochten. Biologische Wunder.</p><p align="left">Janeway und Tuvok materialisierten in einem großen Wohnviertel. Hochhäuser zierten den Straßenrand. Auf den kleinen Straßen schwebten altmodische Anti-Grav-Fahrzeuge. Janeway sah weitere Fahrzeuge in höheren Ebenen. Es herrschte wenig Verkehr, aber es gab viele Fußgänger.<br>"Wir sollten keine Zeit verlieren", sagte Tuvok. Ihm fiel das Sprechen offenbar leichter.<br>"Den Daten nach befindet sich Carters Wohnung dort drüben." Er zeigte auf das größte Hochhaus in der Umgebung. "Meinen Tricorderdaten zu Folge befinden sich keine Lebensformen in der Wohnung und auch keine Überwachungsgeräte."<br>"Dann gehen wir", schlug Janeway vor.<br>Sie überquerten die Straße und erreichten die Tür. Man musste offensichtlich einen Code eingeben, um hineinzugelangen. Tuvok studierte die Kontrollkonsole mit seinem Tricorder. Das kleine Gerät fand den Code und öffnete die Tür.<br>Im Inneren befand sich ein Lift und mehrere Türen. Sie betraten den Lift und fuhren in den fünfunddreißigsten Stock.<br>Die Tür zu Carters Wohnung ließ sich ebenfalls leicht öffnen. Das Innere der Wohnung war nur sehr spartanisch eingerichtet. Ein Terminal auf einem Tisch, ein Bett, ein primitiver Nahrungsreplikator, ein Sofa und ein Bad in einem abgetrennten Bereich.<br>Nun holte auch Janeway ihren Tricorder heraus und untersuchte den Computer, während Tuvok die Wohnung sondierte.<br>"Nicht außergewöhnliches", meldete er schließlich.<br>"Carters persönliche Files sind durch ein Passwort geschützt", stellte Janeway fest. Sie versuchte einige Varianten wie 'Sternenflotte', oder 'Föderation'. Dann versuchte sie 'U.S.S. Atlantis' und es funktionierte.<br>Doch als sie die Dateien öffnen wollte, erschien die Aufschrift ALL FILES DELETED.<br>"Offenbar hat Carter alle Dateien gelöscht."<br>Dann verdunkelte sich der Bildschirm und auch das Licht in der Wohnung ging aus.<br>"Stromausfall", sagte Janeway.<br>Plötzlich hörte sie ein Geräusch, welches an einen Transporter erinnerte. Dann begriff sie: sie wurden weggebeamt. Aber nicht von der Voyager.<br>Doch bevor sie materialisierten, verloren sie das Bewusstsein. Sie fielen in einen tiefen Graben, aus dem sie so schnell nicht wieder herauskommen würde.</p><blockquote><p align="left"><font size="1"><b>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>ERSTER OFFIZIER CHAKOTAY<br>NACHTRAG<br></b></font>"Der Kontakt zum Captain und Tuvok ist vor drei Stunden abgebrochen und wir können ihre Lebenszeichen nirgendwo registrieren. Doch leider haben wir uns um größere Probleme zu kümmern."</p></blockquote><p align="left">"Sie sind in zehn Sekunden in Waffenreichweite."<br>"Bringen sie uns hier raus, Tema'na", befahl Chakotay. "Alle Energie in die Schilde und in den Antrieb."<br>"Sir!", Kim schaute überrascht von seiner Kontrollkonsole auf. "Ich registriere den Abschuss eines hochkonzentrierten Plasmatorpedos. Die Gorn dürften so etwas gar nicht haben. Die sind noch nicht so weit."<br>"Sie haben es aber, Mr. Kim. Ausweichmanöver."<br>Die Voyager schwenkte zur Seite und entwich dem tödlichen Geschoß. Zwei Gorn-Schlachtkreuzer näherten sich dem Föderationschiff und kreisten es ein. Die Voyager konnte nicht mehr ausweichen, als der Torpedo seine Flugbahn änderte und wieder auf die Voyager zusteuerte. Als er einschlug, durchdrang er Schilde und Hülle mit einmal. Er trat am Bug in das Schiff ein, durchbohrte drei Decks und verließ das Schiff wieder, bevor ihn seine Energie verließ und er explodierte.<br>Auf der Brücke der Voyager roch es nach verbranntem Fleisch. Zwei Crewmitglieder waren von ihren explodierenden Konsolen weggeschleudert wurden. Chakotay untersuchte sie sofort, doch er konnte nur noch ihren Tod feststellen.<br>"Bericht", schrie er.<br>Harry Kim kehrte zu seiner Konsole zurück. Er hatte nur noch ein funktionierendes Terminal.<br>"Der Torpedo hat drei Decks getroffen. Er ist aber außerhalb des Schiffes explodiert."<br>Tema'na war durch die ganze Brücke geschleudert worden. Sie musste erst die Orientierung wiedergewinnen, bevor sie zu ihrer Steuerkonsole zurückkehren konnte.<br>"Der Antrieb ist offline, Sir", stellte sie fest.<br>Es war für Chakotay an der Zeit, Prioritäten zu setzen. Er musste die Voyager in den Nebel bringen, und sich später um den Captain und Tuvok kümmern. "Maschinenraum?", brüllte er in das Interkom.<br>Keine Antwort.<br>Er kam gar nicht dazu, es noch mal zu versuchen. Überall auf der Brücke materialisierten sich Gorn. Der erste zielte auf Kim und streckte ihn mit einem gezielten Schuss nieder. Chakotay konnte einen niederschlagen und sich seine Waffe aneignen. Damit zielte er auf zwei weitere. Auch Tema'na gelang es, einem die Waffe aus der Hand zuschlagen. Doch dieser zückte Blitzschnell ein Messer und rammte es ihr in den Bauch. Sie fiel mit einem dumpfen Schlag auf den Boden. Chakotay eilte zu seiner Kontrollkonsole. In einem Zug gab er seinen Zugangscode ein und sperrte den Hauptcomputer. Als letztes wollte er noch eine Logbuchboje in Richtung Föderation schicken, doch er wurde schon von einem Disruptor getroffen.<br>Der Kampf war verloren.<br>Ein weiterer Gorn materialisierte auf der Brücke. "Status?", fragte er.<br>Sein Assistent Daer'nar, welcher den Angriff geleitet hat, ging zu Kims Station. Er schubste den leblosen Körper Kims zur Seite und überprüfte die Anzeigen. Er erlangte keinen Zugriff auf das System.<br>"Sie haben den Computer gesperrt."<br>"Dann regeln sie das", befahl der Commander. "Hier spricht Mookiar an alle Einsatztrupps", sprach er in seinen Kommunikator. "Bericht!"<br>Er erhielt von allen Decks die Meldung, dass die Crew gefangen genommen wurde. Es erstaunte ihn, was für Besatzungsmitglieder sich unter dieser Crew befanden. Ein Hologramm, eine Borg.<br>Mookiar setzte sich in den Sessel des Captains. Aufräumtrupps brachten die Voyager-Crew von Bord und das Schiff wurde von einem Traktorstrahl erfasst.<br>"Bringen sie uns zur Raumbasis", befahl er seinem Schlachtkreuzer. Sein erstes Ziel hatte er erreicht. Aber es war ein langer Weg, bis er auf den Trümmern des Sternenflottenhauptquartiers auf der Erde seine Flagge aufstellen konnte. Es war zwar ein langer Weg, aber der erste Schritt war getan.<br>Die Voyager gehörte ihm.</p><p align="center">***</p><p align="left">Das Licht schaltete sich ein. Sie befand sich direkt darunter. Janeway schaute verblüfft nach oben. Wie war sie hierher gekommen? Das Licht erlosch wieder.<br>Sie war allein.<br>Doch dann, ein Blitz, und noch einer. Das Licht war wieder da. Nun war sie nicht allein. Überall um sie herum waren ihre Freunde anwesend. Längst verloren geglaubte Kameraden und alte Bekannte: Tom Paris begrüßte sie. Und dann kam Mark. Er umarmte sie. Die Menge klatschte. Janeway fühlte sich wie in einem Traum.<br>Und dann?<br>Sie erwachte.<br>Das Licht war seltsam matt. Ihre Augen mussten sich erst daran gewöhnen. Sie befand sich in einem kleinen Raum. Das Bett, auf dem sie lag, war die einzige Besonderheit in diesem Raum. Es gab weder Fenster, noch eine Tür. Nur eine kleine schwache Lampe an der Decke.<br>Sie versuchte sich zu erinnern. Was war passiert? Sie wusste noch alles von ihrer Mission, wie sie auf den Planeten gebeamt waren. Doch dann verschwammen die vielen Bilder der Erinnerungen ineinander und zurück blieb nur Leere. Sie konnte sich nur noch erinnern, wie sie und Tuvok das Hochhaus betreten hatten.<br>Sie waren als Gorn getarnt. Janeway tastete ihr Gesicht ab. Ihr Make-up war weg. Man hatte sie offenbar entdeckt und sie war nun gefangen.<br>Ihr Gedankengang wurde durch ein auffälliges Geräusch unterbrochen. Die Wand schien sich zu bewegen. Ein Teil, der ihr gegenüberliegenden Seite glitt nach hinten und ging anschließend zur Seite. Der Blick wurde frei auf einen langen Gang.<br>Ihre Fluchtmöglichkeit. Doch sie war nicht schnell genug an der Tür. Kaum war sie aufgesprungen, kam ihr schon ein Gorn entgegen, der ihr ein Messer an die Kehle hielt.<br>Ein zweiter Gorn gab Tuvok, welchen Janeway jetzt sehen konnte, einen kräftigen Tritt und er stolperte in die Zelle. Die Gorn verließen den Raum wieder und schlossen die Tür.<br>Janeway bekam einen Schreck. Tuvok musste gefoltert worden sein. Sein ganzes Gesicht zeigte Schrammen und Blutergüsse.<br>"Was ist mit Ihnen passiert?", brachte Janeway erschrocken hervor.<br>Es schien Tuvok sichtlich schwer zu fallen, zu sprechen. Janeway begleitete ihn zum Bett. Tuvok musste unerträgliche Schmerzen haben, wenn selbst seine vulkanische Selbstkontrolle zu versagen drohte.<br>"Captain!", brachte er hervor.<br>"Ja!"<br>"Man hat mich verhört", er hustete. "Ich habe keine Auskunft gegeben."<br>"Was wollten sie wissen?"<br>"Informationen über die Voyager."<br>"Die Gorn wissen von der Voyager?", brachte Janeway hervor. Sie kannten vielleicht auch die Position des Schiffes. "Dann werden sie mich wohl bald zu Verhör holen."<br>Tuvok schaute Janeway mit einem wehleidigen Blick an.<br>"Man hat sie schon verhört."<br>"Oh, nein!", sagte Janeway. "Ich kann mich an nichts erinnern. Wer weiß, was ich denen erzählt habe. Die Sicherheitscodes der Voyager. Nein. Dann habe ich die Ersatzcodes genannt."<br>In der Sternenflotte gab es ein besonderes Verfahren, dass, wenn jemand die Sicherheitscodes wissen will, ein Captain einen falschen Code angibt und das Schiff, wenn es ihn erhält, zur nächsten Starbase fliegt. Aber Janeway konnte sich nicht erinnern. Sie konnte ihnen alles erzählt haben.<br>"Wir müssen hier raus."</p><p align="left">Am liebsten wäre Chakotay ihm an die Kehle gegangen. Mookiar benimmt sich, wie ein aufgeblasenes Arschloch. Seit drei Tagen musste er sich nun von ihm schikanieren lassen. Die Crew der Voyager war in einer großen Lagerhalle eingepfercht. Mookiar hatte sie fünfmal am Tag besucht und jedes Mal hat er sich ein Crewmitglied geholt. Der erste war Barclay.<br>"Wie kann ich ihnen heute helfen?", fragte Chakotay sarkastisch.<br>"Ich weiß nicht. Was bieten sie mir an?" Mookiar lachte. "Ahh, sie könne mir ja nichts mehr bieten. Wir haben ihren Sicherheitscode ja geknackt. Wir brauchen allerdings wieder einen fähigen Techniker."<br>"Lassen sie meine Crew in Ruhe", brüllte Chakotay. "Seit drei Tagen sind wir hier eingesperrt. Viele der Crew sind verletzt und brauchen umgehend medizinische Hilfe. Unser Doktor kann sie so nicht behandeln und die Energie seines Mobilen Emitters ist begrenzt."<br>Chakotay hob schon die Faust und wartete Mookiars Antwort ab. Er sah einen Sicherheitswächter hinter dem Gorn, welcher blitzschnell seine Waffe hob.<br>Mookiar kam Chakotay ganz Nahe. Nur wenige Zentimeter trennten beide. Mookiar durchbohrte ihn mit seinem Blick.<br>"Ich könnte sie töten. Ich werde sie töten. Aber nicht jetzt." Er wandte sich von Chakotay ab. "Bringt mir die Borg."<br>"Nein", schrie Chakotay. Er ging auf Mookiar zu, doch der Wärter reagierte sofort und schoss auf Chakotay. Einige Crewmitglieder stießen einen Schrei aus. Der Doktor eilte her und untersuchte Chakotay.<br>Der Wärter schupste Seven mit seinem Disruptor und geleitete sie hinaus. Mookiar beugte sich über Chakotay.<br>Dieser blinzelte leicht, als er Mookiar sah. Er war offenbar nicht mehr richtig bei Bewusstsein. Mookiar lächelte und schlug mit seiner Faust auf Chakotays Nase, welche mit einem lauten Knacken brach. Dann verließ er Chakotay zusammen mit seinen Sicherheitsbeamten und Wärtern die Zelle...</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/tbc2.jpg"></p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Montag den 03.12.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/material_episoden.php" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1"><b>DESTINATION: GORN</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER and JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer ANDREAS KREBS<br>producer SARAH OSTSIEKER co-producer TIM PRUESSMANN<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by STEFAN ALEX<br><br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #280</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">651</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x05: Memento Mori</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x05-memento-mori-r628/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Download als PDF-File</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0805.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0805.jpg" width="140" height="130"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x05 Voyager8 - Memento Mori<br></font></b>Zip File<br>Größe: 278 Kb</font></td></tr></table></center></div><blockquote><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockquote><p align="left"><i>Gloria Deo,</i><br>Flammen loderten in der sonst so dunkeln, unheimlichen Höhle.<br><i>Domino Inferi,</i><br>Obskure Gestalten in schwarzen Kutten tummelten sich um einen dunkel, aus Stein gefertigten Altar herum.<br><i>et in terra vita hominibus fortibus.</i><br>Leise Orgelmusik klang von den Wänden der Höhle wider, als der Meister eintrat. Er schritt langsam zu einem Tisch, auf dem ein blitzender silberner Dolch lag.<br><i>Laudamus te, benedicimus te, adoramus te,</i><br>Zwei der in Kutten gekleideten schwarzen Mönche verließen diese große, unheimliche Kammer der Höhle und kamen wenig später zurück. Jedoch nicht allein. Sie führten eine nackte blonde Humanoide herein. Sie setzte sich nicht zu Wehr. Der Blick willenlos.<br><i>glorificamus te propter magnam potentiam tuam:</i><br>Die Augen des Meisters weiteten sich, als der die Frau erblickte. Der Anblick gefiel ihm sichtlich.<br>Die beiden schwarzen Mönche führten die Frau zu dem Altar aus Stein und legten sie auf ihn herauf. Der Rücken nach unten, die Arme nahe am Körper in Richtung der Füße.<br><i>Domine Satanas,</i><br>Der Meister trat zum Altar. Die zwei Mönche deuteten eine kurze Verbeugung an und begaben sich zurück zu den übrigen Mönchen, die im Kreis um den Altar herumstanden.<br>Ein anderer Mönch trat an den Meister heran und übergab ihn einen Kelch mit roter Flüssigkeit. Dieser gab ihn der Frau, welche ihn austrank.<br><i>Rex Inferus Imperator omnipotens.</i><br>Der Meister stellte den Kelch bei Seite und hob seinen Dolch. Mit ihm schlitze er ein umgekehrtes Pentagramm in den Bauch der Frau. Sie schrie nicht. Sie gab überhaupt keinen Laut von sich.<br>Der Meister hob den Dolch bis hoch über seinen Kopf.<br>"Gloria Deo, Domino Inferi, et in terra vita hominibus fortibus. Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te propter magnam potentiam tuam: Domine Satanas, Rex Inferus Imperator omnipotens", flüsterte er. Dann ließ er seine Hände herabschnellen und der Dolch bohrte sich in das Herz der Frau...</p><p align="center" class="MsoNormal"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font>"Memento Mori"</font></b></p><p align="left">"Sechsundzwanzig Jahre alt." Der zuständige Pathologe zog das weiße Tuch zurück über den Kopf der Frau. Sie war am Morgen von einem Sparziergänger an einem Wegesrand aufgefunden worden. "Mein Gott. - Hat man sie inzwischen identifizieren können?"<br>"Ihr Name war Johanna Samuels", antwortete ihm Constabler Matthews, der zuständige Polizist in dieser abgeschiedenen Föderationskolonie. "Sie war Lieutenant Junior Grade bei der Sternenflotte und hat ihren Landurlaub hier verbracht."<br>"Das wird sicherlich die Sternenflotte auf den Plan rufen", meinte der Arzt.<br>Matthews nickte. "Und das wird verdammt noch mal Zeit. Schließlich ist sie die siebte innerhalb von sieben Wochen."</p><blockquote><p align="left"><b><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPATIN JANEWAY<br>STERNZEIT 55310,2<br></font>"Die Voyager wurde von der Sternenflotte zur Föderationskolonie im Vegar-System geschickt. In den letzten zwei Monaten gab es dort eine Reihe unaufgeklärter Morde, die allesamt auf okkultistische Rituale hindeuten."</b></p></blockquote><p align="left">Im Konferenzraum der Voyager hatten sich alle Führungsoffiziere eingefunden. Alle saßen sie um den länglichen Tisch verteilt. Bis auf Tuvok. Er stand an dem Bildschirm an der Backbordseite des Konferenzraumes.<br>"Sieben Frauen in sieben Wochen", berichtete der Vulkanier. "Alle waren menschlich und wurden an unterschiedlichen Stellen aufgefunden..."<br>"Das weist nicht auf ein Muster hin", unterbrach Harry.<br>"Lieutenant Kim, wenn Sie mich freundlicherweise meine Ausführungen beenden lassen würden." Tuvok sah Harry mit einem typisch vulkanischen Blick an, der den Lieutenant in seinem Stuhl scheinbar klein werden ließ.<br>"Danke." Das war abgeharkt und Tuvok konnte fortfahren. "Jedes Opfer war zwischen einundzwanzig und vierunddreißig Jahre alt. Ihnen alle wurde offenbar die Brust aufgestochen und das Herz entfernt. In ihren Mägen fanden sich größere Mengen ihres eigenen Blutes wieder. Jedoch gab es keine inneren Verletzungen, die dies erklären könnten."<br>"Wie ist es dann hineingelangt?", wollte Chakotay wissen.<br>"Offenbar haben sie es getrunken. - Wunden an ihren Armen weisen darauf hin, dass ihnen dort Blut entnommen wurde. Jedoch ohne Nadel. Offenbar wurde ihnen die Haut aufgeschnitten und das Blut lief."<br>"W-w-widerlich!", entfuhr es Reg Barclay. Er sah zum Doctor und meinte eine gewisse Blässe in seinem Gesicht zu sehen. Obwohl dies eigentlich unmöglich war, das es nicht zu seinem Programm gehörte.<br>"Es gibt neben ihrer Abstammung noch einen weiteren Zusammenhang zwischen den Opfern", fuhr Tuvok fort und rief einige Bilder von den ermordeten Frauen auf dem Bildschirm auf.<br>"Sie alle waren blond", erkannte Janeway.<br>"In der Tat. Dies scheint die auffälligste Gemeinsamkeit zwischen den Opfern zu sein."<br>Janeway nickte. "Commander Chakotay, stellen Sie ein Außenteam zusammen. Beraten Sie sich mit dem zuständigen Constabler und löchern Sie die Leute mit Fragen. - Ich will wissen, was dort vorgefallen ist. - Wegtreten."<br>Die Offiziere verließen den Raum. Janeway blieb zurück und blickte aus den Fenstern zu der großen sich drehenden Kugel unter der Voyager.<br><br>Das Außenteam, bestehend aus Chakotay, Tuvok, Harry und Barclay befand sich nun schon seit einigen Stunden auf der Oberfläche. Die vier hatten sich getrennt und jedem Kolonisten Fragen gestellt.<br>"Hatten Sie Glück?", fragte Chakotay.<br>"Negativ", entgegnete Tuvok.<br>"Ich auch nicht", gab Harry zu.<br>"B-b-ei mir auch n-n-nichts", kam es von Barclay.<br>"Ebenso", machte Chakotay die Runde komplett. "Offenbar hat niemand in der Kolonie eine Ahnung, was hier geschehen ist. - Oder niemand will eine Ahnung haben."<br>"Ich denke auf diese Weise kommen wir nicht weiter", meinte Harry. Er seufzte einmal laut.<br>"Was schlagen Sie dann vor, Harry?"<br>"Wenn Sternenflottenoffiziere sich auf dem Planeten umhören ist das zu auffällig. Also lassen wir jemanden hier, der Undercover ermittelt."<br>"Und an wen denken Sie da, Lieutenant?"<br>"An jemanden, der ins Schema passt."</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">"Das kommt überhaupt nicht in Frage", betonte Chakotay im Konferenzraum der Voyager. Hier hatten sich wieder alle Führungsoffiziere versammelt. "Ich werde ganz bestimmt nicht zulassen, dass sich Seven in solch eine Gefahr begibt."<br>Janeway hob ihre Hand. "Seven. Was sagen Sie dazu?"<br>Seven blickte zu Chakotay und legte eine Hand auf ihren Bauch, was Janeways Neugierde erweckte. "Ich würde mich sehr - unwohl - fühlen dem Gedanken mich auf der Oberfläche als Lockvogel anzubieten, Captain. - Aber ich würde es tun."<br>Chakotay sah seine Freundin wütend an: "Seven!"<br>"Ich melde mich freiwillig", meldete sich Tema'na zu Worte.<br>"Tut mit leid, wenn ich das so sage, Fähnrich, aber ich denke, Sie sind nicht geeignet dafür", sagte Harry.<br>"Sie bezweifeln meine Fähigkeiten diese Situation zu meistern, Lieutenant?" Die Romulanerin sah ihn beinahe ebenso an, wie es Tuvok im vorherigen Meeting getan hatte.<br>"Nein." Harry wollte nur, dass sie aufhörte ihn so anzustarren und es klappte. "Ich meine nur, Sie passen nicht in das Schema."<br>"Ich bin 22 Jahre", entgegnete Tema'na. "Ich passe genau ins Schema."<br>"Dummerweise sind Sie weder blond, noch menschlich."<br>Tema'na blickte zum Doctor hinüber. "Ich denke dafür kann der Doctor schon sorgen."<br>Erneut hob Janeway ihre Hand. "Sagen wir einmal ich wäre damit einverstanden. - Sind Sie sich der Gefahren bewusst, Fähnrich?"<br>"Mir wird schon nichts passieren, Captain", meinte die Romulanerin mit einem arroganten Unterton, der Janeway nicht entging.<br>"Ihre Arroganz wird Sie nicht schützen." Janeway überlegte kurz und nickte dann. "Ich bin einverstanden, Fähnrich. Unter einer Bedingung."<br>"Und die wäre?"<br>"Vergessen Sie nicht, das Romulaner auch nur sterblich sind. Begeben Sie sich also nicht leichtsinnig in Gefahr."<br>Tema'na nickte.<br>"Gut." Janeway sah den Doc an. "Doctor, ich bin sicher, Sie können Tema'na chirurgisch so verändern, dass sie menschlich aussieht."<br>Der Doctor nickte. Ihm war sichtlich nicht wohl bei dem Gedanken die junge Romulanerin allein auf den Planeten zu schicken.<br><br>Zwei Stunden später hatte der Doctor die Prozedur abgeschlossen. Tema'na war nun eine mehr als gut aussehende blonde menschliche Frau. Ihre Ohren waren rund, die Haare hingen ihr bis auf die Schultern und ihre Wülste über den Augen waren verschwunden. Janeway begutachtete sein Werk.<br>"Ich muss schon sagen, Doctor, Sie haben sich wieder einmal selbst übertroffen", drückte sie ihre Bewunderung aus.<br>"Danke." Der Doc wirkte verlegen. "Ich finde die Haare sind mir besonders gut gelungen. - Aber Haare sind ja auch meine Spezialität."<br>Janeway blickte zu Tema'na, die sich in einem Spiegel, den ihr der Doc gereicht hatte, ansah. "Was halten Sie von Ihrem neuen Äußeren, Fähnrich?"<br>"Ich hoffe Sie werden genau so erfolgreich sein, wenn Sie mein altes Aussehen wieder herstellen, Doctor", meinte die Romulanerin kalt.<br>Janeway verdrehte amüsiert die Augen.<br>Mit einem Zischen glitten die Türen der Krankenstation auf und Tuvok kam mit mehreren PADDs in den Händen herein. Er ging direkt auf Tema'na zu und gab ihr das erste. "Dies ist Ihre neue Identität, Fähnrich."<br>"Tea McLaren", las Tema'na vom PADD ab. "<i>Tea</i>? Etwas einfallsreicheres hätten Sie sich nicht einfallen lassen können?"<br>"Der Namensvorschlag stammt von Commander Chakotay." Tuvok gab ihr ein weiteres PADD. "Dies sind Ihre Papiere, sowie die Einreiseerlaubnis."<br>Tema'na nahm es entgegen und sah das PADD durch. "Hat sich Commander Chakotay auch diese Daten ausgedacht?"<br>"Dem ist so", entgegnete Tuvok.<br>"Geboren in Virginia, Sternzeichen Jungfrau." Tema'na schüttelte ihren nun menschlichen Kopf. Dabei strichen ihre Haare über ihre Schultern. Die Romulanerin - die es nicht gewohnt war ihre Haare so lang zu tragen - strich sie sofort zurück. "Captain, würden Sie Commander Chakotay bitte meinen Dank für diese einfallsreichen Daten übermitteln."<br>Janeway schmunzelte. "Mit dem größten Vergnügen, Fähnrich. - Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?"<br>"Sie könnten mir ein Haargummi besorgen." Erneut strich die Romulanerin ein paar blonde Strähnen zurück, die ihr ins Gesicht gefallen waren. "Diese Länge ist etwas störend."<br>"Ich denke, da kann ich Ihnen etwas organisieren, Fähnrich. Warten Sie einen Moment." Janeway verließ die Krankenstation.<br>"Sie sollten sich mit diesen Daten vertraut machen, Fähnrich", sagte Tuvok und deutete auf die PADDs in Tema'nas Händen. "Es wäre sicherlich nützlich für Sie zu wissen wo sie herkommen und wann Sie geboren wurden, wenn Sie danach gefragt werden sollten."<br>"Aye, Sir."<br>Tuvok machte kehrt und verließ die Krankenstation. Kurz darauf kam Janeway zurück und gab Tema'na ein Haargummi. "Was halten Sie davon, Fähnrich?"<br>Tema'na sah es lange an und benutzte es, um sich einen Pferdeschwanz zu machen. Dann antwortete sie: "Es ist farblich gesehen widerlich. - Aber es erfüllt seinen Zweck."<br>"Wissen Sie, Fähnrich", sagte Janeway. "Sie klangen gerade fast wie Tuvok."<br>Tema'na sah Janeway mit einem Hasserfüllten Blick an und verließ die Krankenstation in Richtung Transporterraum.<br><br>Tema'na stellte ihre Tasche im Schlafzimmer ihres Hauses ab. Es war ein großes Haus, das zu der Geschichte passte, die Chakotay sich für sie ausgedacht hatte.<br>Die Romulanerin sah sich um. Ihr gefiel nicht wirklich, was sie sah. Das Haus war nach menschlichen Maßstäben gemütlich eingerichtet. Im Wohnzimmer im Untergeschoss gab es sogar einen Karmin. "So menschlich!", fluchte Tema'na leise. Sie packte ihre Tasche aus und legte ihre Sachen - mit romulanischen Ordnung sortiert - in den Schrank.<br>Eine halbe Stunde später ging sie die Treppe hinunter ins Wohnzimmer, setzte sich vor den Karmin und starrte ins Feuer. <i>Ich könnte mich vielleicht doch daran gewöhnen</i>, dachte sie schließlich.<br>"Janeway an Fähnrich Tema'na."<br>Die Romulanerin wurde aus ihrem Tagtraum heraus in die Wirklichkeit zurückgerissen. Sie griff nach dem Kommunikator, der auf einem nahen Tisch lag und tippte ihn an. "Sprechen Sie."<br>"Wir haben den Behörden mitgeteilt, dass wir nichts gefunden haben und werden den Orbit gleich verlassen", erzählte Janeway. "Tuvok, Harry, Murphy und Munroe sind im Alpha Flyer und werden im Mondschatten bleiben, so lange Sie auf der Oberfläche sind, Tema'na."<br>"Ich habe bei der Einsatzbesprechung zugehört, Captain. Ich bin mit der Mission und ihren Spezifikationen vertraut."<br>"Ich wollte es Ihnen nur noch einmal ins Gedächtnis rufen, Fähnrich. - Entschuldigen Sie die Störung. Janeway Ende."<br>Tema'na tippte ihren Kommunikator noch einmal an und schloss damit den Kom-Link. Wieder lehnte sie sich in dem Sessel vor dem Feuer zurück.</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">Tema'na befand sich nun schon seit fast einer Woche auf der Oberfläche und sie hatte bisher noch nichts herausgefunden.<br>Sie hatte einige Besorgungen gemacht und war nun unterwegs zurück zu ihrem Haus. Mittlerweile war es bereits recht dunkel geworden. Hinter sich hörte sie Schritte näher kommen. Sie war sich sicher, dass sie verfolgt wurde. Da sie aber nicht wollte, dass der vermeintliche Verfolger merkte, dass sie ihn - oder sie - bemerkt hatte, drehte sie sich nicht um. Stattdessen entschloss sie sich einen kleinen Unfalls zu haben.<br>Mit einem gezielten Griff riss sie ein Loch in die Tüte, in der sie ihre Besorgungen transportierte. Der Inhalt fiel zu Boden. Tema'na fluchte und bückte sich nach den Sachen.<br>"Kann ich Ihnen helfen?"<br>Tema'na sah sich um und sah, dass sie von der Person angesprochen wurde, von der sie verfolgt wurde.<br>"Danke, nein", erwiderte Tema'na.<br>Der Mann kniete sich neben sie und half ihr dennoch. "Sie sollten nicht so lange allein im Dunkeln unterwegs sein. - Sie haben sicher gehört, dass es hier in letzter Zeit recht gefährlich ist."<br>"Das habe ich."<br>Der Mann hob die letzten Sachen auf und packte sie zurück in die Tüte. Tema'na hielt das Loch zu.<br>"Ich habe Sie hier noch nie zuvor gesehen", sagte der Mann. "Sind Sie neu hier?"<br>"Ich bin erst vor einer Woche her gekommen", antwortete Tema'na. "Ich bin Tea McLaren. - Und Sie?"<br>"Michael Krichton", antwortete der Mann. "Kommen Sie ich bringe Sie nach Hause."<br>Die beiden gingen los. Unterwegs kamen sie ins Gespräch miteinander.<br>"Und?", fragte Michael. "Haben Sie hier schon Anschluss gefunden?"<br>"Noch nicht", erwiderte Tema'na, die nun offiziell als Tea McLaren durchging.<br>"Das müssen wir ändern", meinte Michael. "Ein paar von uns treffen sich morgen wieder. Wenn Sie wollen, können Sie zu uns stoßen."<br>"Und was machen Sie dann so?"<br>Michael lächelte. "Lassen Sie sich einfach überraschen."<br>Die beiden erreichten Tema'nas Haus.<br>Tema'na nickte. "Okay."<br>"Gut. - Ich hole Sie dann morgen gegen sieben Uhr ab."<br>Wieder nickte Tema'na. "Ich freue mich schon darauf", schwindelte sie. "Danke, dass Sie mir tragen geholfen haben."<br>"Das war doch nicht der Rede wert. - Bis morgen." Michael drehte um und ging den Weg zurück, den er mit Tema'na gekommen war.<br>Die Romulanerin betrat unterdessen das Haus, schloss die Tür hinter sich ab und ging in die Küche. Dort lud sie ihre Tüte aus. Wenig später ging sie ins Wohnzimmer, wo noch immer ihr Kommunikator lag. Sie nahm ihn und tippte ihn kurz an. "Tema'na an den Alpha Flyer."<br>"Murphy hier", meldete sich Telsia von Flyer aus. "Na, wie läuft's, Tema'na? Hast du schon ein paar Mörder kennen gelernt?"<br>"Ich weiß es nicht genau", meinte Tema'na. "Vielleicht."<br>"Ah, hast du endlich jemanden getroffen? - Erzähl schon, wie ist er so?"<br>"Er hat mich zu einem Treffen mit ein paar anderen Leuten eingeladen. Ich weiß nicht, was es damit auf sich hat."<br>"Denk dran, du bist jetzt eine hübsche Blondine. - Sei vorsichtig."<br>Tema'na lächelte. "Ich werde schon auf mich aufpassen. - Tema'na Ende."<br><br>Seven of Nine betrat zusammen mit Commander Chakotay die Krankenstation der Voyager. Der Commander stützte seine Freundin dabei.<br>"Computer, das Medizinisch Holografische Notfallprogramm aktivieren", befahl Chakotay.<br>Der Doctor erschien augenblicklich. "Bitte definieren Sie die Art des medizinischen Notfalls."<br>"Seven ist schon wieder schlecht, Doctor", antwortete Chakotay.<br>Doc holte sofort einen Medizinischen Tricorder her und scannte die Ex-Borg. "Aha. - Das übliche. Morgendliche Übelkeit. - Dies hier müsste die Übelkeit lindern." Der Doc verabreichte Seven ein Hypospray.<br>"Ist auch wirklich alles mit dem Kind in Ordnung?", wollte Seven wissen.<br>Doc scannte sie noch einmal. "Ihr Baby wird völlig gesund sein, Seven. Machen Sie sich keine Sorgen."<br>Seven und Chakotay nickten.<br><br>Tema'na sah sich in der Höhle um. Sie wurde nur von Fackeln beleuchtet. Es erinnerte sie ein wenig an die Feuerfälle auf Romulus.<br>"Was ist das hier, Michael?", fragte sie Michael.<br>"Wir führen eine kleine Zeremonie durch, Tea." Michael nahm eine schwarze Kutte und gab sie Tema'na. "Hier, ziehen Sie das bitte über."<br>Die Romulanerin sah sich die Kutte misstrauisch an. Aber sie tat es.<br>Michael selbst nahm sich ebenfalls eine Kutte und streifte sie sich über.<br>Weitere schwarze Mönche betraten die Höhle und stellten sich um den Altar herum.<br>Michaels griff Tema'na leicht an der Schulter und führte sie ebenfalls zum Altar. "Kommen Sie, stellen wir uns auf."<br>Die beiden stellten sich zu den anderen in den Kreis um den Altar herum.<br>Orgelmusik setzte ein und der Meister betrat die Höhle. Er ging zum Altar und stellte sich vor diesen. "Deo, Domino Inferi, et in terra vita hominibus fortibus. Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te propter magnam potentiam tuam: Domine Satanas, Rex Inferus Imperator omnipotens", sagte der Meister.<br>"Was hat er gesagt?", flüsterte Tema'na<br>"Pssst!", machte Michael.<br>Zwei weitere schwarze Mönche kamen, sie hatten jeweils eine schwarze Katze in den Händen. Diese legten sie auf den Altar. - Die Tiere konnten sich nicht bewegen, man hatte ihnen das Rückrad gebrochen.<br>Der Meister holte wieder seinen silbern glänzenden Dolch hervor. Er hob ihn wieder über seinen Kopf und...<br>Die erste Katze mauzte ein letztes Mal auf.</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">"Und wie fanden Sie es, Tea?", fragte Michael nach der Zeremonie.<br>"Es war sehr interessant", antwortete Tema'na.<br>"Das freut mich", sagte Michael. "Morgen sich unser Zirkel wieder treffen. Möchten Sie dann wieder mitkommen?"<br>"Ich würde ihrem Zirkel gerne beitreten", antwortete Tema'na. Die Romulanerin überlegte nach den richtigen Worten. "Ich fand es cool."</p><blockquote><p align="left"><b><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>NACHTRAG<br></font></b>"Seit nunmehr einer Woche befindet sich Fähnrich Tema'na in der Kolonie. Bisher hat sie noch nichts herausfinden können und langsam denke ich, wir sollten sie da heraus holen und die Mission abbrechen. - Andererseits könnte das gerade jetzt ein entscheidender Fehler sein, denn zwischen den Morden lag grundsätzlich eine Woche."</p></blockquote><p align="left">Janeway lehnte sich in ihrem Stuhl im Bereitschaftsraum zurück. "Computer, Logbuchnachtrag fortsetzen."<br>Der Computer piepte zur Bestätigung.<br>"Seven of Nine hat sich in den letzten Tagen öfter wegen Übelkeit krank gemeldet. Unter normalen Umständen würde ich mir deswegen Sorgen machen. Diesmal allerdings nichts, da es meine Vermutung, dass Seven schwanger ist untermauert. - Logbucheintrag Ende." Janeway lehnte sich wieder zurück in ihrem Stuhl. "Vielleicht haben wir bald Nachwuchs."</p><p align="left">Am nächsten Abend befand sich Tema'na wieder zusammen mit Michael in der Höhle der Satanisten. Wie alle anderen trug sie wieder die schwarze Kutte, ebenso die schwarze Kopfbedeckung.<br>Der Meister trat an sie heran. Sein Gesicht konnte Tema'na nicht erkennen. "Sie wollen unserem Zirkel also beitreten?"<br>Tema'na nickte. "Ja, Meister."<br>"Ich nehme an Michael hat Ihnen bereits gesagt, was Sie hier machen müssen."<br>"Ich fürchte das hat er nicht."<br>"Macht auch nichts. Sie werden es schon erfahren."<br>Wieder setzte Orgelmusik ein. Die übrigen schwarzen Mönche betraten die Höhle und stellten sich wieder im Kreis um den Altar herum.<br>Der Meister nahm Tema'na und führte sie zum Altar. Dort stand ein leerer Kelch, neben welchem der Dolch des Meisters lag.<br>Der Meister griff nach dem Kelch und reichte ihn Tema'na. "Halten Sie ihn unter Ihre rechte Hand."<br>Tema'na gehorchte.<br>Der Meister nahm den Dolch. "Sprechen Sie mir nach: Deo, Domino Inferi."<br>"Deo, Domino Inferi."<br>"Et in terra vita hominibus fortibus."<br>"Et in terra vita hominibus fortibus."<br>"Laudamus te, benedicimus te."<br>"Laudamus te, benedicimus te."<br>"Adoramus te, glorificamus te propter magnam potentiam tuam."<br>"Adoramus te, glorificamus te propter magnam potentiam tuam."<br>"Domine Satanas, Rex Inferus Imperator omnipotens."<br>"Domine Satanas, Rex Inferus Imperator omnipotens."<br>Mit der linken Hand griff der Meister Tema'nas rechte. Mit seiner rechten führte er den Dolch an Tema'nas Hand.<br>Die Romulanerin wollte sie zurückziehen, doch der Meister hielt sie fest. Mit dem Dolch schlitzte er ihre Handfläche auf. Grünes Blut kam zum Vorschein.<br>Der Meister starrte auf das Blut. Er schien entgeistert. "Sie sind gar kein Mensch!"<br>Tema'na riss sich aus dem Griff des Meisters frei und versuchte zu fliehen.<br>"Ergreift Sie!", schrie der Meister.<br>Die schwarzen Mönche liefen los und packten Tema'na. Wild strampelnd versuchte sie sich zu befreien, doch sie scheiterte.</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">"Schon etwas Neues?", fragte Harry, als er das Cockpit des Alpha Flyers betrat. Er und Tuvok waren nun an der Reihe Murphy und Munroe abzulösen.<br>Telsia schüttelte den Kopf. "Sie hat sich nicht gemeldet. - Seit zwei Tagen." Telsia stand aus dem Pilotensessel auf und ging zu Tuvok, der neben Harry stand. "Wir sollten dort runter und sie holen, Commander."<br>"Wir sollten keine voreiligen Schlüsse ziehen, Fähnrich Murphy", mahnte Tuvok.<br>Telsia und Munroe sahen ihn verständnislos an.<br>"Jedoch verlangt das Sternenflottenprotokoll von uns der Sache auf den Grund zu gehen", fuhr Tuvok fort. "Lieutenant Munroe, bringen Sie uns in Transporterreichweite."<br>Alexander Munroe reagierte sofort. Er sprang in den Pilotensessel und setzte Kurs.<br><br>Tema'na war in einen absolut dunkel Raum innerhalb der Höhle gesperrt worden. Es war unerträglich heiß. Um diesen Raum herum schienen sich mehrere Wärmequellen zu befinden.<br>Tema'na schwitzte fürchterlich.<br>Quietschend öffnete sich eine schwere Holztür und der Meister betrat den Raum. Er trug eine Fackel bei sich, die den Raum nun erhellte. Er stellte sie in eine dafür vorgesehene Vorrichtung und ging zu Tema'na, die in einer Ecke des Raumes kauerte.<br>"Wer sind Sie?", fragte sie kleinlaut.<br>"Ich bin dein Meister."<br>Tema'na schüttelte den Kopf. "Das sind Sie nicht. Und das meinte ich auch nicht."<br>Der Meister trat näher an sie heran und nahm seine Kopfbedeckung ab. Sein Kopf kam zum Vorschein. Spitze Ohren zeigten sich und teuflisch wirkende Augenbraue.<br>"Sie sind Vulkanier?", fragte Tema'na ungläubig.<br>Der Meister nickte. "Aber ich wurde verstoßen, weil ich mich den Emotionen widme."<br>"Was wollen Sie von mir?"<br>"Ich brauche dich. Ein weiteres Opfer ist fällig."<br>Tema'na wollte aufspringen, doch der Vulkanier hielt sie durch seine übermenschliche Kraft mit nur der linken Hand am Boden. Mit seiner rechten hand berührte er Tema'nas Gesicht. "Mein Geist zu deinem Geist. - Meine Gedanken zu deinen Gedanken. - Ich bin dein Meister, du gehörst nur Satan und mir. Und du wirst tun, was er durch mich von dir verlangt..."<br>"Ja, Meister."<br>"Gut. Zieh dich aus!"<br>"Ja, Meister."<br><br>Das Außenteam materialisierte in Tema'nas Haus auf der Oberfläche. Jeder von ihnen hatte einen Tricorder in einer Hand.<br>Harry scannte das Haus. "Sie war schon seit zwei Tagen nicht mehr hier."<br>"Commander", rief Munroe. Er hielt Tema'nas Kommunikator in der Hand und hielt ihn hoch. "Der lag auf dem Wohnzimmertisch."<br>"Also werden wir sie nur anhand ihrer Biozeichen orten können", folgerte Tuvok.<br>"Allzu viele Romulaner sollten ja nicht hier sein", meinte Telsia.<br>"Dann mal los", entschied Harry.<br><br>Eine nackte Tema'na wurde von zwei schwarzen Mönchen - einer von ihnen war Michael - in die Zeremonienkammer der Höhle.<br>Der Meister stand - wieder mit Kopfbedeckung - vor dem Altar. "Bringt sie zu mir."<br>Die beiden Mönche führten die willenlose Tema'na zum Altar.<br>"Setz dich", sagte der Meister zu Tema'na.<br>Die nackte Romulanerin in Menschengestalt setzte sich auf den Altar.<br>"Gibt mir deinen Arm!"<br>Tema'na hielt ihren rechten Arm hin.<br>Mit seinem Dolch schlitze der Meister ihren Arm auf. Das herauslaufende Blut ließ er in den Kelch fließen. Als dieser voll war gab er ihn Tema'na. "Trink!"<br>Die Romulanerin nahm den Kelch entgegen und leerte ihn recht schnell. dabei verzog sie keine Miene.<br><br>"Commander", sagte Harry zu Tuvok. "Ich habe ein Abschirmfeld ausgemacht. Es umschließt offenbar einen Berg. Ich kann nicht scannen, was dort hinter ist."<br>"Wir werden uns dorthin begeben", entschied Tuvok. "Wir können davon ausgehen, dass sich Fähnrich Tema'na innerhalb dieses Feldes befindet."<br><br>"Hinlegen!", befahl der Meister.<br>Tema'na legte sich auf den Altar und der Meister nahm wieder seinen Dolch. Er hob ihn bis hoch über seinen Kopf.<br>"Deo, Domino Inferi, et in terra vita hominibus fortibus. Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te propter magnam potentiam tuam: Domine Satanas, Rex Inferus Imperator omnipotens."<br>Der Meister ließ den Dolch wieder sinken und schlitzte mit ihm ein umgekehrtes Pentagramm in die Haut ihres Bauches.<br>Tema'na ließ dies mit sich geschehen, ohne einen Laut von sich zu lassen. Sie war voll und ganz unter der geistigen Kontrolle des Meisters.<br>Wieder hob dieser den Dolch weit über seinen Kopf hoch und bereitete sich darauf vor ihn Tema'na ins Herz zu stoßen.<br>In gerade diesem Augenblick stürmten Tuvok, Harry, Munroe und Telsia in die Kammer herein. Phaser in den Händen. Sie waren auf breite Streuung gestellt und betäubten die schwarzen Mönche mit nur einem Schuss.<br>Der Meister und Tema'na jedoch wurden nicht betäubt. Sie waren von einem Kraftfeld umgeben.<br>Einer der schwarzen Mönche brauch betäubt zusammen. Mit seinem Kopf fiel er ins Kraftfeld und durchdrang es.<br>Munroe wurde klar, dass dieses Kraftfeld lediglich Waffen aufhalten konnte, jedoch keine Menschen. Er stürmte auf den Meister zu, der den Dolch noch immer hoch über sich hielt. Nun setzte er zum tödlichen Stoß an.<br>Munroe sprang den Meister an, welcher seinen Dolch verlor. Dies war jedoch alles, was er erreichte. Dank seiner vulkanischen Stärke konnte der Meister Munroe ohne großen Kraftaufwand durch die halbe Höhle schleudern.<br>Harry und Telsia eröffneten erneut das Feuer auf das Kraftfeld, während Tuvok auf dieses zulief. Wie Munroe zuvor stürzte er sich auf den Meister. Ein Kampf Vulkanier gegen Vulkanier folgte. Keiner der beiden war im Vorteil, ihre Kräfte waren in etwa gleich. Beide versuchten sich gegenseitig durch den Nackengriff außer Gefecht zu setzen.<br>Schließlich war es Tuvok, dem es gelang. Dabei setzte er den Griff zu stark ein und tötete den Meister somit.<br>Harry und Telsia hatten derweil das Feuer eingestellt und Murphy lief zu Munroe, der noch immer bewusstlos am Boden lag.<br>Harry ging zu Tuvok und Tema'na. Bei ihnen zog er seine Uniformjacke aus und legte sie Tema'na über die Schultern, damit sie wenigstens etwas hatte, um ihre Blöße zu bedecken.</p><blockquote><p align="left"><font size="1"><b>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>STERNZEIT 55319,1<br></b></font>"Das Außenteam ist mit Fähnrich Tema'na auf die Voyager zurückgekehrt. Alle Mitglieder des Satankultes wurden gefangen genommen und werden sich vor einem Föderationsgericht für ihre Taten verantworten müssen.<br>Tema'na erholt sich unterdessen auf der Krankenstation. Sie hat einige schwere Verletzungen erlitten, sowohl körperliche, als auch psychische. Der Doctor glaubt jedoch, dass sie sich wieder vollkommen erholen wird."</p></blockquote><p align="left">Janeway und Tuvok waren auf der Krankenstation bei Tema'na. Der Doc hatte sie inzwischen wieder in eine Romulanerin zurückverwandelt.<br>"Wie geht es Ihnen, Fähnrich?", fragte Janeway.<br>"Einigermaßen", antwortete Fähnrich. "Aber ich kann nicht schlafen. Ich habe Albträume. Vom Meister und von dem Zirkel."<br>"Sie sagten, er hätte seine Gedanken mit Ihnen verschmelzt", sagte Tuvok. "Eine weitere Geistesverschmelzung könnte die erlittenen Qualen rückgängig machen."<br>Tema'na schüttelte den Kopf. "Ich verzichte lieber. - Die Vorstellung meinen Verstand mit einem weiteren Vulkanier zu teilen ist nicht gerade verlockend."<br>Tuvoks Reaktion darauf bestand lediglich durch das Hochziehen einer Augenbraue. Er nickte und verließ die Krankenstation.<br>"Wissen Sie was, Fähnrich?", fragte Janeway. "Vielleicht sollten Sie Tuvoks Hilfe annehmen. Es würde Ihnen eine Menge Qualen ersparen."<br>"Nein, Captain!" Tema'na schüttelte ihren Kopf. "Ich brauche einfach etwas Ruhe."<br>Janeway nickte. "Dann lasse ich Sie jetzt allein." Der Captain verließ die Krankenstation.<br>Tema'na blieb allein zurück und schloss ihre Augen. Sie schlief ein und begann zu Träumen. Doch es waren keine schönen Träume. Und immer wieder hörte sie dabei einen Satz: <i>Domine Satanas.</i></p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Montag den 26.11.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/episodenguide.shtml" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1"><b>MEMENTO MORI</b><br>based upon "STAR TREK" created by GENE RODDENBERRY<br>produced for <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>created by RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER AND JERI TAYLOR<br>executive producers MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>co-executive producer ANDREAS KREBS<br>producers SARAH OSTSIEKER &amp; MILA FRERICHS<br>co-producers TIM PRUESSMANN &amp; FLORIAN TSCHIRPKE<br>production-designer PARTICK VENETZ<br>written by SEBASTIAN OSTSIEKER<br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #294</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">628</guid><pubDate>Mon, 19 Nov 2001 09:11:52 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x04: Zweiunddrei&#xDF;ig, Beta</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x04-zweiunddrei%C3%9Fig-beta-r606/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Die Episode als PDF Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0804.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0804.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x04 Voyager8 - Zweiunddreißig, Beta<br></font></b>Zip File<br>Größe: 175 Kb</font></td></tr></table></center></div><p align="center"> </p><blockquote><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockquote><p align="left">"Diana?", fragte Tema'na zögern. "Diana, bis du das?" Sie drehte sich um. War es doch nicht Diana?<br>"Hallo, ist hier noch jemand?", stotterte eine männliche Stimme aus einer Ecke. Die Stimme wurde während des Satzes lauter, woraus Tema'na schloss, dass sich die sprechende Person auf sie zu bewegte. Tema'na kauerte sich an einer Wand zusammen und versteckte ihr Gesicht hinter ihren verschränkten Armen. Der Mann kam nun um die Ecke und leuchtete mit einer Taschenlampe durch den dunklen Raum. Der Schein des Lichtstrahls traf auf Tema'na, die zitternd und vor Schmerzen wimmernd am Boden saß. "Was ist mit Ihnen?", wollte der Mann - es war Chefingenieur Reginald Barclay - stotternd wissen. "Sie sollten den Maschinenraum schon längst verlassen haben. Dank eines Computerfehlers haben wir hier nur noch für fünfzehn Minuten Sauerstoff." "Diana hat mich geschlagen", wimmerte Tema'na. "Mein Arm...m mein Arm, tun Sie doch etwas!!!" Die Romulanerin wandte sich vor Schmerzen. Reg berührte geistesgegenwärtig seinen Kommunikator. "Barclay an Krankenstation, Nottransport, zwei Personen, <i>schnell</i>!"</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><br><b><font>"Zweiunddreißig, Beta"</font></b></p><p align="left">Barclay und Tema'na rematerialisierten im blauen Schein des Transporterstrahls in der Krankenstation.<br>"Bitte definieren Sie die Art des medizinischen Notfalls", sagte der holografische Doktor, sofort nachdem die beiden feste Gestalt angenommen hatten. "Sie ist verletzt", antwortete Barclay unsicher. "Schnell auf eine Liege mit ihr." Gemeinsam mit dem Doktor hob er die junge Romulanerin auf das zentrale Biobett. Das MHN holte einen medizinischen Tricorder hervor und scannte mit diesem die Patientin. "Ihr wurde mit roher Gewalt der Arm dreimal herumgedreht. Er wurde stark ausgekugelt und ist mehrfach gebrochen. Außerdem wurde ihr ein Nasenknochen ins Kleinhirn getrieben. Ich muss sofort operieren. - Ein Wunder, dass sie noch bei Bewusstsein ist."<br>Der Doktor lief zu einem Instrumentenkasten, holte ihn herbei und griff sofort nach einem Hypospray. Mit diesem betäubte er Tema'na. Reg setzte sich geschafft auf eines der leeren Biobetten und berührte seinen Kommunikator. "Barclay an Janeway. Wir haben - glaube ich - ein Problem." "Was für ein Problem?", drang die Stimme des Captain aus Regs Kommunikator zurück. "Ich fand Fähnrich Tema'na im Maschinenraum", berichtete Barclay. "Sie wurde von einer Person namens Diana angegriffen, sagte sie. Über weiteres sprechen Sie bitte mit dem Doktor, C-captain." Janeway bemerkte, dass der Chefingenieur mit den Nerven am Ende war. "Mister Barclay, ich gebe Ihnen die nächsten fünf Stunden frei. Dann hätte ich gern einen genauen Bericht über das, was geschehen ist." "Verstanden."</p><p align="left">Barclay torkelte geschlagen in sein Quartier hinein und ging sofort zum Replikator. "Einen starken Kaffee, ohne Milch und Zucker!", befahl er dem Replikator müde. Und siehe da, im Ausgabefach des Replikators erschien der Kaffee. Er nahm ihn heraus und setzte sich damit in seinen Sessel, der mitten im kleinen Quartier des Chefingenieurs stand. Er hatte einen Sternenflotten-Standart-Sessel in Standartfarbe: Grau. Aber er hatte ihn mit einer grünen Bajoranischen Gebetsdecke überdeckt. Das war eine Farbe, die er schön fand. "Computer, Musik bitte! Etwas vor dem 20. Jahrhundert."<br>"Bitte spezifizieren", quäkte sogleich die Computerstimme.<br>"Das E-Moll-Konzert von Bertholdi", entgegnete Reg. Es war ein Stück, das er vor kurzer Zeit im Archiv des Doktors gefunden hatte.</p><p align="left"><i>Wer war bloß diese Diana?</i> Das war dem Doktor immer noch nicht klar. Es wurde aber Zeit seine im Moment einzige Patientin zu wecken. Und wer weiß, vielleicht würde sie die Antworten auf all seine diesbezüglichen Fragen haben. Der Doc nahm ein Hypospray und setzte es an Tema'nas Hals an. Er aktivierte es und kurz darauf schlug die junge Romulanerin die Augen auf.<br>"Willkommen im Lande derer, die bei Bewusstsein sind", begrüßte der Doktor sie mit sanfter Stimme. "Ich würde gern Mister Barclay sehen", waren Tema'nas erste Worte. Der Doktor tippte einmal auf seinen Kommunikator: "Reg, ähh, ich meine: Mister Barclay. Könnten Sie bitte kurz auf die Krankenstation kommen, Fähnrich Tema'na bittet um Ihre Anwesenheit." Reg Barclay meldete sich nicht.<br>Der Doktor holte einmal tief Luft. Sofern dies dem Hologramm möglich war und sprach nun lauter: "Mr. Barclay, Spezies 8472 greift an, wir brauchen Sie im Maschinenraum!" Über das Interkom gähnte der gerufene. "Wir haben Spezies 8472 geschlagen, Doktor", meldete sich der Chefingenieur verschlafen. "Entschuldigen Sie, dass ich eingenickt bin. - Was wollten Sie?" "Dass Sie auf die Krankenstation kommen." Nach einem kleinen Small Talk über wesentliche Dinge machte sich Barclay auf den Weg zur Krankenstation.</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">Auf der Brücke war an diesem Tag nicht viel los. Also war Janeway in ihren Bereitschaftsraum gegangen und wartete darauf, dass Reg Barclay in circa zwei Stunden seinen bericht abliefern würde. Aber ohne es zu merken setzte sie ihren eben angefangenen Logbucheintrag fort:</p><blockquote><p align="left"><font size="1"><b>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>NACHTRAG<br></b></font>"Heute wurde Fähnrich Tema'na von einer noch unbekannten Person verletzt. Mr. Barclay wird in knapp zwei Stunden einen Bericht abliefern. Vom Doktor erwarte ich morgen einen. - Und was Seven und Chakotay angeht, so glaube ich, dass unsere Besatzung in spätestens neun Monaten um ein Crewmitglied reicher sein wird. Seven war in letzter Zeit häufig beim Doktor und ich glaube, ihr Bauch ist etwas dicker geworden."</p></blockquote><p align="left">Janeway schmunzelte. "Eintrag Ende."<br>Kathryn stand auf und verließ ihren Bereitschaftsraum. Vor der Tür, lief sie beinahe mit Harry Kim zusammen. "Captain", sagte der frischgebackene Lieutenant. "Ich wollte Sie gerade aufsuchen." "Worum geht es denn, Harry?", wollte Janeway wissen. "Wir scheinen ein Problem mit den Sensoren zu haben", antwortete Kim. "Was für eins?", fragte Janeway, doch bevor Harry antworten konnte ging sie schon zu seiner Station und warf selbst einen Blick auf die Anzeigen. Und was sie sah ließ ihre Augen groß werden: "Cardassianische Schriftzeichen!" Das Display zeigte - für die Menschen - wirre Symbole. "Ich lasse die Übersetzung durchlaufen", meinte Harry. "Aber ist das wirklich cardassianisch?" Janeway nickte. "Da kommt die Übersetzung." Zweiunddreißig, Beta zeigte nun das Display an. "32, Beta?", las Janeway. "Das klingt sehr komisch." Da piepste es an der Phalanx: Zulassungsnummer einer nicht registrierten Hologramm-Einheit auf dem Schiff.</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left"><i>Was sollte das?</i>, fragte sich Harry Kim immer wieder. Ein Geheimcode? "Captain", sagte Kim. "Ich kann versuchen die Einheit ausfindig zu machen. Ich habe da auch noch einen Freund: Markus Carol. Er wohnt auf der Erde. Er ist ein Experte in solchen Dingen. Momentan ist er auf Risa."<br>"Ja, Lieutenant?", fragte Janeway. "Fahren Sie fort."<br>"Sie haben doch Landurlaub auf Risa für die Crew gewährt", sagte Harry. "Wir könnten ihn doch für die Zeit an Bord holen." Harry machte nun ein sehr vertrautes Gesicht. Janeway lächelte und nickte. "Bewilligt", sagte sie und verließ die Brücke, um in ihr Quartier zu gehen.</p><p align="left">Als Lieutenant Commander Reginald Barclay zwei Stunden später seinen Bericht abliefern wollte, fand er den Captain nicht auf der Brücke vor. Baer in ihrem Quartier, dort übergab er Janeway den Bericht und kehrte anschließend in sein Quartier - ehemals von B'Elanna Torres bewohnt - zurück. Währenddessen nahm sich Janeway dem Bericht an:</p><blockquote><p align="left"><i>Ich fand Steuermann Tema'na im Maschinenraum, obwohl sich dort wegen eines Computerfehlers niemand mehr aufhalten sollte. Sie erzählte mir, dass sie von einer Diana am Arm verletzt wurde.<br>Ich beamte mich mit ihr auf die Krankenstation, wo der Doktor feststellte, dass ihr Arm ausgekugelt und gebrochen war. Außerdem ist ihr ein Nasenknochen ins Kleinhirn getrieben worden.<br>Wie durch ein Wunder blieb sie bei Bewusstsein. Der Doktor betäubte sie sofort und führte eine Operation an ihr durch. Nach einiger Zeit wurde ich von ihr herbestellt. Sie hielt die ganze Zeit meine Hand. Jedoch wollte sie mir und dem Doktor nicht erzählen, um wen es sich bei Diana handelt. - nach Bewilligung des Doktors durfte Fähnrich Tema'na die Krankenstation verlassen. ENDE DES BERICHTES.</i></p></blockquote><p align="left">Janeway legte das PADD bei Seite und verzog das Gesicht. Sie hoffte, dass nicht alle Berichte von Reg so aussehen würden und dachte nur: <i>Wäre ich doch schon in Frührente gegangen. Chakotay wäre auch ein guter Captain.</i></p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">Tema'na hatte vor wenigen Minuten das Kasino betreten, um sich dort mit ihrer Freundin Telsia Murphy zu treffen. Beide hatten sich Alarmstufe-Rot-Chili bei Chell bestellt. Auf einmal stieß die Romulanerin Telsia an. "Schau mal zur Tür", sagte sie. "Barclay ist gerade herein gekommen. Ich finde ihn irgendwie süß, und du?"<br>Telsia nickte nur und rief: "Mister Barclay, wir haben hier noch einen freien Platz für Sie." Etwas schüchtern kam der Chefingenieur auf die beiden zu und setzte sich.<br>Da sonst niemand etwas wollte konnte Crewman Chell, der das Kasino übernommen hatte, sofort kommen, um die Bestellung aufzunehmen: "Hey! Was wünschen Sie, Reg?"<br>Barclay versuchte so entschlossen zu klingen, wie möglich. "Auf...", quiekte er, räusperte sich und sprach in einem recht normalen Tonfall weiter. "Auf keinen Fall Alarmstufe-Rot-Chili. - Ich nehme eine Bohnensuppe."</p><p align="left">"Captain, wir erreichen Risa in zwei Stunden", meldete Harry Kim auf der Brücke. "Soll ich Markus bescheid geben?" Janeway nickte. "Stellen Sie Kontakt her." Kim befolgte den befehl und kurz darauf erschien Markus Carol, ein mittelgroßer Mann in sommerlicher Kleidung, auf dem Wandschirm. Janeway schätzte ihn auf wenig älter als Harry. "Mister Carol nehme ich an", sagte Janeway. Der Mann nickte. "Was kann ich für Sie tun, Captain?" "Mister Kim", sagte Janeway, "erzählen Sie es ihm?" Harry nickte und erklärte Markus die Situation. Als er fertig war nickte dieser. "Okay. Ich komme gern. Auf Wiedersehen", sagte er und schloss den Kanal.</p><p align="left">Drei Stunden später betraten Harry und Markus Carol die Brücke und gingen sofort zur OPS. "Mister Carol", sagte Janeway und reichte dem Besucher die Hand. "Willkommen an Bord der Voyager." "Es freut mich hier zu sein, Captain Janeway", entgegnete Markus. "Als Sie vor sieben Jahren verschwanden haben Sie uns allen einen großen Schrecken eingejagt." "Na ja, wir hatten uns ein wenig verirrt", meinte Janeway. Markus lächelte. "Über solche Dinge sollten wir uns vielleicht später unterhalten. Zeigen Sie mir jetzt erst einmal Ihre Sensordaten." "Harry", sagte Janeway und deutete zur OPS.<br>Der Lieutenant nickte und zeigte seinem Freund die Anzeigen. Nach einer Weile hatten die beiden die Quelle des Holosignals geortet. "Sie kommt aus Quartier 132", berichtete Harry.<br>"Computer", sagte Janeway, "wem gehört Quartier 132?" Der Computer brauchte nur einige Sekundenbruchteile, um die Datenbanken nach der gewünschten Information zu durchforsten. "Quartier 132 gehört Fähnrich Tema'na." "Fähnrich Tema'na lokalisieren!" "Fähnrich Tema'na befindet sich auf Deck zwei im Kasino." Janeway ging zu Chakotay und zog ihn ein Stück mit sich in einen Bereich der Brücke, in welchem sie fast unter vier Augen mit ihm sprechen konnte. "Sie wird angegriffen, stark verletzt von einer unbekannten namens Diana", fasste Janeway zusammen. "Sie sagt und nichts weiter über die Person und jetzt scheint sie auch noch ein cardassianisches Holoprogramm in ihrem Quartier zu haben."<br>"Wenn Sie mich fragen, dann ist das mehr als nur bloßer Zufall", meinte Chakotay. Janeway nickte und sah zu Tuvok. Der verstand und verließ die Brücke in Richtung des Quartiers 132.</p><p align="left">Tuvok hasste Tema'na. Oder besser gesagt: Er war nicht in der Lage sie zu tolerieren, da er als Vulkanier nicht fähig war, eine solch starke Emotion wie Hass zu empfinden. Tema'na war in seinen Augen egoistisch und ordinär.<br>"Computer, Türverriegelung von Quartier 132 aufheben, Berechtigung Tuvok Pi Alpha!", befahl der Sicherheitschef der Voyager.<br>Der Computer gehorchte und gab ihm den Weg ins spärlich eingerichtete Quartier des romulanischen Crewmitglieds frei. Es stand nur ein einziger Tisch im Raum und auf ihm lag ein Holo-Emitter, der dem Mobilen Emitter des Doktors zum Verwechseln ähnlich sah. Und dennoch unterschied er sich von der Farbe. Er war nicht silbern, sondern in einem goldenen Farbton. Tuvok tippte auf seinen Kommunikator: "Tuvok an Janeway." "Sprechen Sie", meldete sich die Kommandantin. "Ich habe einen Fund gemacht, Captain", berichtete Tuvok. "Schicken Sie ein Sicherheitsteam zu mir hinunter."</p><p align="left">"Verstanden", bestätigte Janeway auf der Brücke. "Chakotay, erledigen Sie das. - Janeway an Barclay." Als der interne Kom-Kanal geöffnet wurde, hörte Kathryn erst ein kurzes Schmatzen, dann ein Schlucken. Und dann erst: "J-ja, Captain?" "Sind Sie allein, Reg?", fragte Janeway. "Nein, Ma'am." "Gehen Sie bitte außer Hörweite aller Anwesenden."<br>"Ja", bestätigte Barclay. Und nach einer Weile sprach er weiter: "Ich höre, Captain." "Laut Computer sind Sie mit Fähnrich Tema'na im Kasino." "Ja, Captain."<br>"Halten Sie sie so lange hin, wie möglich", sagte Kathryn. "Fragen Sie nicht wieso, tun Sie es einfach! Janeway Ende."</p><p align="left">Völlig verwirrt kehrte Barclay zu Tema'na und Telsia zurück. Sie hatten mittlerweile aufgegessen."So, wir sind fertig", meinte Telsia. "Ich muss wieder zum Dienst." Telsia stand auf und ging einige Schritte. "Warte, ich komme mit", sagte Tema'na und stand ebenfalls auf.<br>"B-b-b-bleiben Sie b-bitte noch etwas", bat Reg. Tema'na setzte sich wieder, während Telsia ging. "Wollen Sie mir etwas sagen, Mister Barclay?", wollte die Romulanerin wissen."J-ja", stotterte der Chefingenieur. "Ihre Ohren... f-f-finde ich einfach z-z-zum anb-b-beißen und..." "Mister Barclay", sagte Tema'na überrascht. "Das hätte ich nicht von Ihnen erwartet." "... u-u-und Ihr Augen sind d-der Wahahahnsinnn!" Tema'na sah Reg verlegen an.</p><p align="left">Tuvok betrat zusammen mit einem Sicherheitsteam den Zellenbereich der Voyager. Der Sicherheitschef hielt den Mobilen Emitter, den er in Quartier 132 gefunden hatte, in den Händen. Mit ihm betrat er eine Zelle.<br>"Aktivieren Sie das Kraftfeld", befahl der Tuvok einem seiner Untergebenen. Octron, der angesprochene, befolgte den Befehl und die elektronische Begrenzung baute sich auf. Tuvok nahm den Emitter und aktivierte das in ihm gespeicherte Hologramm. Es handelte sich dabei um eine romulanische Frau von stattlicher Größe. "Meine Bezeichnung ist Diana", sagte das Hologramm aggressiv. "Wie lautet Ihre, Vulkanier?" "Ich bin Tuvok", stellte sich der Sicherheitschef mit gezogenem und ausgerichtetem Handphaser vor. "Erklären Sie mir Ihre Autonome Funktion!" "Anfrage verweigert", erwiderte das Hologramm und versetzte Tuvok einen so starken Schlag in den Magen, dass dieser zu Boden sank.</p><p align="left">Auf der Krankenstation studierte der Doktor gerade sämtliche Bücher des zweiundzwanzigsten Jahrhunderts, als ihn ein Notruf erreichte: "Krankenstation, hier Octron! Notfalltransport. Zwei Personen zum Beamen!"<br>Der Doc berührte eine Sensorfläche an einer nahe gelegenen Schalttafel und leitete damit den Nottransportvorgang ein. Im bläulichen Schein des Transporterstrahls erschienen Tuvok und Octron. "Was ist passiert?", wollte der Doktor wissen.<br>"Diese Diana hat ihn angegriffen", antwortete der Sicherheitsoffizier und half dem MHN Tuvok auf ein Biobett zu legen. "Ich muss zurück. Octron an Transporterraum, eine Person zum Beamen!" Während der Offizier entmaterialisierte begann der Doktor mit seiner Behandlung. Der Vulkanier setzte sich derweil auf dem Biobett auf. "Commander, bleiben Sie liegen, sonst kann ich Sie nicht behandeln", sagte der Doktor. "Meine Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich, Doktor", meinte Tuvok. "Sie können Sie später behandeln." "Legen Sie sich hin, Commander!", drängte der Doktor.</p><p align="left">Octron war mit zwei weiteren Leuten unterwegs zum Kasino, um von dort Tema'na abzuholen.<br>"Ayala an Lieutenant Octron", meldete sich ein ehemaliger Maquiscrewman über Interkom beim stellvertretenden Sicherheitschef der Voyager. "Sprechen Sie."<br>"Es ist uns nicht gelungen Diana zu deaktivieren, Sir." "Versuchen Sie es weiter, Octron Ende."<br>Die drei hatten nun das Kasino erreicht und betraten es. Tema'na saß noch immer mit Barclay am Tisch und ließ sich von ihm mit Komplimenten überschütten. Octron stellte sich zu den beiden. "Fähnrich Tema'na, ich muss Sie bitten uns zu begleiten." Die Romulanerin sah zu Octron auf. "Worum geht es denn, Lieutenant?"<br>"Um Diana."</p><p align="left">Octron führte Tema'na in Janeways Bereitschaftsraum und ließ die beiden dort allein. "Nun, Fähnrich", sagte Janeway. "Erzählen Sie mir alles über Diana!" Tema'na schwieg. "Ihre romulanische Verschwiegenheit wird Sie nicht retten, Fähnrich", meinte Janeway. "Diesmal nicht. Es wird die Sache nur verschlimmern."<br>Tema'na nickte. "Okay", gab sie sich geschlagen. "Als wir vor drei Wochen diesem Cardassianischen Frachtschiff begegneten schloss ich mit dem Gul des Schiffes einen Handel ab. Er gab mir den Holo-Emitter. Es ist ein beinahe exakter Nachbau von dem des Doktors. Dem Cardassianischen Geheimdienst ist es irgendwie gelungen an die Föderationspläne zu gelangen. Die Technologie, die wir nicht hatten, um den Emitter nachzubauen hatten die Cardassianer. Ich gab ihm dafür zwei Barren Goldgepresstes Latinum und durfte mir dafür auch noch ein Programm bei ihm bauen. Ich nannte es 3-2 Beta. 3-2 für das Erstellungsdatum. Irdische Zeitrechnung." Tema'na holte tief Luft. "Und Beta, weil es die zweite Version war. - Ich baute mir somit eine Freundin, denn ich habe - oder jetzt wahrscheinlich hatte - hier nur Telsia. Ich habe bisher nichts gesagt, weil... weil... . Ich wollte keinen Ärger." Tema'na brach in Tränen aus, was bei Janeway Mitgefühl erweckte. "Sie hätten sie niemals aktivieren sollen!", schluchzte Tema'na.</p><p align="center"><b>***</b></p><p align="left">Auf der Krankenstation schloss der Doktor Tuvoks Behandlung gerade ab, als sich die Türen zischend öffneten. Hinein kam Diana. "Sie sind auch ein Hologramm. Sie haben einen Emitter", erkannte sie.<br>Der Doktor war von Tuvok über die Frau informiert worden und wusste alles über sie. "Das stimmt", sagte er. Das MHN verschwand und tauchte fast im selben Augenblick neben Diana wieder auf. Es deaktivierte blitzschnell deren Emitter und schloss ihn in seiner Hand ein. "Computer", sagte der Doktor. "Das Programm, welches sich in dem cardassianischen Emitter befindet auf einen Chip übertragen." Der Computer bestätigte piepend. "Und den Speicher des Emitters löschen!", fügte der Doc hinzu. "Verstanden", bestätigte der Computer. "Transfer komplett. Speicherbereinigung durchgeführt."</p><p align="left">Einige Tage später betrat Chakotay das Quartier des Captains, wo Janeway ihn schon erwartete. "Tema'na bleibt noch zwei Wochen im Arrest", berichtete der Erste Offizier. "Mister Carol fliegt noch mit bis nach Teldarius III." "Sonst ist alles in Ordnung?", fragte Janeway. Chakotay bejahte.<br>Das erfreute Janeway nach all der Aufregung und - ohne es zu merken - umarmte sie Chakotay.</p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Montag den 19.11.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/episodenguide.shtml" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><font size="1"><b>ZWEIUNDDREISSIG, BETA</b><br>BASED UPON "STAR TREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY<br>PRODUCED FOR <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETOWRK<br>CREATED BY RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER AND JERI TAYLOR<br>EXECUTIVE PRODUCERS MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>CO-EXECUTIVE PRODUCER ANDREAS KREBS<br>PRODUCER SARAH OSTSIEKER CO-PRODUCER TIM PRUESSMANN<br>PRODUCTION-DESIGNER PARTICK VENETZ<br>WRITTEN BY MANUEL STÜBECKE<br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a>-Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #275</font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">606</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x03: Erinnerungen</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x03-erinnerungen-r578/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Download als PDF File:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="center"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0803.zip&amp;img=&amp;tt=all" target><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0803.jpg" width="140" height="130"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top" align="center"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1"><b><font>08x03 Voyager8 - Erinnerungen<br></font></b>Zip File<br>Größe: 147 Kb</font></td></tr></table></center></div><blockquote><p><b><i><font>Prolog:</font></i></b></p></blockquote><p>In schwarzer Galauniform betrat Janeway das Kasino der Voyager. Die Führungsoffiziere waren hier anwesend, ebenfalls in schwarzen Galauniformen. Wie die anderen trug auch Janeway keine normalen goldenen Rangabzeichen am Kragen, sondern tiefschwarze. Kathryn sah sich um und entdeckte B’Elanna. Sie stand an der zum Sarg umfunktionierten Torpedohülle und hatte Tränen in den Augen.<br>Janeway wollte die Trauerfeier gerade beginnen, als ihr auffiel, dass noch jemand fehlte. Und in diesem Moment betrat die Person das Kasino: Admiral Owen Paris, Toms Vater. Traurig sah er zu Janeway, diese nickte.<br>Kathryn ging zum Sarg und stellte sich dahinter auf. Eine Föderationsflagge war über die Torpedohülle gelegt worden. „Wir haben uns hier heute versammelt“, begann Janeway traurig mit feuchten Augen, „um einem großartigen Mann die letzte Ehre zu erweisen. Lieutenant Tomas Eugene Paris, geliebter Sohn, Ehemann, Vater und Freund… starb in Ausübung seiner Pflicht. – Als Raumfahrer kommt für jeden von uns der Tag, an dem wir jemanden verlieren. Und wir werden trauern.“<br>Janeway sah zu Torres, du nun völlig in Tränen ausgebrochen war. Admiral Paris war zu ihr gegangen und hatte sie in den Arm genommen.<br>„Aber wir müssen nicht allein trauern“, fuhr Janeway fort. „Wir trauern gemeinsam, auf diese Weise werden wir den Schmerz des Verlustes eher überwinden. – Wir werden trauern und uns an die guten Zeiten mit unserem Kameraden erinnern. – Ja, wir werden trauern. – Janeway an Transporterraum. – Energie!“<br>B’Elanna wischte sich Tränen aus ihrem Gesicht. „Auf Wiedersehen, Tom.“<br>Der Sarg wurde vom Transporterstrahl erfasst und entmaterialisiert. Er wurde in den Weltraum hinaus gebeamt, wo Tom Paris zu seiner letzten Reise aufbrechen würde. In die unendlichen Weiten des Weltraumes…</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><br><b><font size="3">Erinnerungen</font></b></p><p>„B’Elanna.“ Janeway ging von den Ständern weg, die bis vor wenigen Augenblicken noch Toms Sarg gehalten hatten. „Wie geht es Ihnen?“<br>„Wie soll es ihr schon gehen“, kläffte Admiral Paris, der seine Schwiegertochter noch immer im Arm hielt. „Ihr Ehemann ist gerade beigesetzt worden!“<br>„Ist schon gut“, schluchzte B’Elanna. „Es geht mir mies, Captain. Absolut mies. Das letzte Mal fühlte ich mich so, als ich vor drei Jahren die Nachricht vom Tod fast aller Maquis erhalten habe.“<br>Janeway sah B’Elanna tief in die Augen und erkannte ihren Schmerz. „Sie können sich natürlich so lange freinehmen, wie Sie wollen.“<br>„Danke, Captain.“ B’Elanna löste sich aus Admiral Paris Umarmung. „Aber ich denke das wird wohl kaum nötig sein.“<br>„B’Elanna, Sie sollten sich jetzt nicht in Ihre Arbeit stürzen“, meinte Janeway. „Nehmen Sie sich zumindest ein paar Tage frei.“<br>„Sie haben mich falsch verstanden, Captain.“ Die Halbklingonin wischte sich eine weitere Träne aus ihrem Gesicht. „Ich werde die Voyager verlassen.“<br>Unter anderen Umständen hätte Janeway versucht zu widersprechen, es B’Elanna auszureden, sie hätte sie sogar angefleht es sich noch einmal gründlich zu überlegen. Doch nicht in diesem Fall. Janeway hatte eine ungefähre Vorstellung, was Tom für B’Elanna bedeutet hatte. Sie wusste, wie sie selbst sich gefühlt, als sie erfuhr, dass ihr Verlobter Marc eine andere geheiratet hatte. Und dies musste für B’Elanna noch wesentlich schlimmer sein. Da sie zu keinem Wort mehr fähig war, nickte sie einfach und spürte erneut, wie ihre Augen feucht wurden. „Gott, Sie werden mir fehlen“, brachte Kathryn schließlich doch heraus.<br>„Danke, Captain.“ B’Elanna begann wieder zu weinen. „Danke für alles.“ Eine herzliche Umarmung der beiden folgte und dann machte sich B’Elanna auf zum Transporterraum. Bevor sie jedoch das Kasino verlassen konnte, rief Janeway ihr etwas nach: „Passen Sie gut auf sich und Ihre kleine Tochter auf, B’Elanna!“<br>„Das werde ich. Das werde ich.“ B’Elanna spürte, dass sie ihre Emotionen nun gar nicht mehr kontrollieren konnte und verließ laufend das Kasino.</p><p align="center">***</p><p><b><i>Zwei Monate später…</i></b><br>Kathryn Janeway saß in ihrem verdunkelten Quartier und starrte mit leerem Blick aus den Fenstern, durch welche die Erde zu sehen war. Die Voyager befand sich in der Raumwerft McKinley, in einem hohen Orbit über dem Kommando der Sternenflotte.<br>Tränen liefen der Kommandantin über ihr Gesicht, die sie schnell wegwischte, als der Türmelder summte. „Herein!“<br>Die Türen öffneten sich automatisch und gestatteten dem Ersten Offizier der Voyager hereinzukommen. „Captain!?“<br>Janeway wandte sich vom Fenster ab. „Chakotay“, sagte sie erfreut. „Was kann ich für Sie tun?“<br>„Ich habe soeben eine Liste mit möglichen Kandidaten für den Job des Steuermanns erhalten“, antwortete Chakotay. „Allesamt sind frisch von der Akademie und haben noch keine oder wenig Einsatzerfahrung.“ Der Commander übergab Janeway ein PADD. Sie nahm es entgegen und sah es sogleich durch.<br>„Fähnrich Mark Ellington schein ein guter Offizier zu werden“, meinte Chakotay.<br>Janeway rief seine Akte auf. „Er hatte in Quantenmechanik nur eine vier minus. Scheint mir nicht gerade der beste Kandidat zu sein.“<br>„Ein Steuermann braucht keine Erfahrung in Quantenmechanik, Captain“, gab Chakotay zu bedenken.<br>„Ein anderer!“, meinte Janeway und sah die Liste weiter durch. „Hier! Fähnrich Elizabeth Tenori. Nur Bestnoten.“<br>„Lesen Sie weiter“, sagte Chakotay. „Sie hat einige Schwierigkeiten sich an Zeitpläne zu halten. So wie es mir gesagt wurde, kam sie regelmäßig zu spät.“<br>„Also die auch nicht. Fähnrich Michael John Rusho.“<br>„Rusho hat deutlichst zu verstehen gegeben, dass er nicht unter dem Kommando einer Frau arbeiten wird.“<br>„In welchem Jahrhundert leben wird denn?“, fragte Janeway empört. „Der steckt wohl noch ziemlich in der Vergangenheit fest. – Der Nächste!“<br>„Das wäre Fähnrich Tema’na“, sagte Chakotay. „Bestnoten in beinahe allen Fächern, sowie Auszeichnungen über Auszeichnungen als Pilotin.“<br>„Wenn Sie nur halb so gut wie Tom ist, dann nehme ich sie“, meinte Janeway. „Ich will aber erst sehen, wie sie fliegt. Bitten Sie sie für eine Flugsimulation her.“<br>„Aye, Captain“, nickte Chakotay. „Dann wäre da nur noch eins, was vielleicht ein Problem darstellen könnte.“<br>„Und zwar?“, hakte Janeway nach.<br>„Sie wird viel auf der Brücke arbeiten“, sagte Chakotay. „Zweifellos wird sie dort viel mit Tuvok zutun haben.“<br>„Ich sehe das Problem nicht genau, Commander“, lies Janeway verlauten.<br>„Nun, sie ist Romulanerin“, erklärte Chakotay.<br>„Tuvok wird mit ihr klarkommen“, meinte Janeway.<br>„Meine Sorge gilt nicht Tuvok“, entgegnete der Erste Offizier der Voyager. „Aus Tema’nas Personalakte geht hervor, dass sie manchmal Probleme hat ihr Temperament zu zügeln. Und wir beide wissen, wie temperamentvolle Romulaner auf Vulkanier reagieren.“<br>„In den meisten Fällen nicht besonders gut“, meinte Janeway. „Bestellen Sie sie trotzdem her.“<br>„Ja, Captain“, bestätigte Chakotay und verließ den Bereitschaftsraum.<br>Janeway, die hinter ihrem Schreibtisch saß, stand nun auf und ging zum Replikator. „Ein Kaffee. Schwarz!“<br>Wenige Augenblicke später materialisierte das Getränk im Ausgabefach. Janeway nahm die Tasse heraus und trank einen tiefen Schluck. Mit der Tasse ausgestattet setzte sie ich zurück an ihren Schreibtisch und aktivierte ihren Computer. Sie rief Fähnrich Tema’nas Personalakte auf und studierte sie sorgfältig.</p><p>Die zwei Türhälften des Turbolifts der Brücke glitten zischend auseinander und eine junge gutaussehende Romulanerin betrat die Brücke. Auf dem Sichtschirm war die Erde zu sehen. Die Romulanerin ging in dem Kommandobereich, wo Harry Kim im Kommandosessel saß. Vor ihm nahm sie Haltung an: „Fähnrich Tema’na meldet sich wie befohlen.“<br>„Ah, Fähnrich“, meinte Harry. „Captain Janeway erwartet Sie in ihrem Bereitschaftsraum.“<br>„Danke, Sir“, meinte Tema’na und wandte sich von Kim ab. Sie ging schnurstracks zum Bereitschaftsraum und betätigte den Türmelder.<br>„Herein!“, drang Janeways Stimme von Innen heraus. Die Türen öffneten sich und Tema’na betrat Janeways Büro. „Fähnrich Tema’na meldet sich wie befohlen zur Stelle“, sagte die Romulanerin und nahm erneut Haltung an.<br>„Stehen Sie bequem“, meinte Janeway. „Möchten Sie einen Kaffee?“<br>„Bitte verschonen Sie mich mit dieser Brühe“, entgegnete Tema’na. „Es ekelt mich an.“<br>Janeway zuckte mit den Schultern und sah Tema’na kurz verständnislos an. „Wie Sie meinen, Fähnrich.“<br>„Ich habe mich nun an Bord gemeldet, Captain“, sagte Tema’na. „Was wollen Sie jetzt noch?“<br>Janeway stand aus ihrem Stuhl auf und blickte die Romulanerin mit einem missfallenden Blick an: „Melden Sie sich auf Deck sieben bei Holodeck eins. Man erwartet Sie dort. – Wegtreten, Fähnrich!“<br>Tema’na wandte sich von Janeway ab und verließ den Bereitschaftsraum. Janeway blieb allein in ihrem Bereitschaftsraum zurück und schüttelte den Kopf wegen Tema’nas Verhalten. So etwas war sie von keinem Crewmitglied, das jemals unter ihr gedient war gewohnt. Seven of Nine war ja schon bei ihren ersten Begegnungen schwierig, aber Janeway spürte, dass Tema’na, sollte sie ein neues Crewmitglied werden, noch schwieriger sein würde…</p><p align="center">***</p><p>„Herein!“, schrie Janeway in ihrem Bereitschaftsraum.<br>Chakotay öffnete die Türen und kam hinein. „Schlechte Laune?“<br>„Ich hatte eine Unterhaltung mit Fähnrich Tema’na“, antwortete Janeway beruhigter. „Sie hat mich etwas aufgeregt.“<br>„Etwas scheint mir ein wenig untertrieben zu sein“, meinte Chakotay.<br>„Tja, vielleicht haben Sie recht“, gab Janeway zu. „Was haben Sie, Chakotay?“<br>„Die Ergebnisse von Fähnrich Tema’nas Flugsimulation sind da“, antwortete Janeways Erster Offizier.<br>„Und?“, wollte der Captain wissen. „Wie sieht’s aus?“<br>„Sie stellt sogar Tom in den Schatten“, antwortete Chakotay. „Jemand besseren können wir nicht finden, Captain.“<br>„Dann soll es wohl so sein, Commander“, meinte Janeway. „Wir nehmen sie.“<br>„Gut“, sagte Chakotay und ging zur Tür.<br>„Chakotay“, stoppte Janeway ihn. „Würden Sie mir einen Gefallen tun?“<br>„Natürlich“, antwortete der Erste Offizier.<br>„Halten Sie sie mir wenigsten für heute vom Leib, okay?“<br>„Okay“, nickte Chakotay und verließ dann den Bereitschaftsraum.<br>Janeway setzte sich auf ihre Couch, die unter den Fenstern stand. Sie lehnte sich zurück und lies den Kopf in ihren Nacken fallen.</p><p><i>Auf Deck zwölf stoppte der Turbolift und Janeway und Paris verließen ihn. Sie eilten die Korridore zur Shuttlerampe entlang und erreichten sie schließlich.<br>„Beeilen Sie sich aber mit Ihrem Systemcheck, Lieutenant“, sagte Janeway. „Ich möchte so schnell wie möglich aufbrechen.“<br>„Aye, Captain“, bestätigte Tom. Aber anstatt zur nächsten Konsole zu gehen, zog er seinen Handphaser und richtete ihn auf Janeway.<br>„Was zum Teufel soll das?“, fragte Janeway wütend und etwas verwirrt.<br>„Ich werde nicht zulassen, dass Sie das tun, Captain“, antwortete Tom.<br>„Wenn ich es nicht tue, wir Spezies 8472 erst die Erde und dann die Föderation vernichten.“ Janeway wandte sich von Paris ab und ging zum Delta Flyer. Sie öffnete die Einstiegsluke.<br>„Captain!“, schrie Tom.<br>Janeway blieb stehen und drehte sich zu ihm um. „Sie werden mich erschießen müssen, wenn Sie mich aufhalten wollen.“ Kathryn wandte sich erneut von ihm ab und betrat das Shuttle. Sie versuchte es jedenfalls, schaffte es jedoch nicht: Tom hatte seinen Phaser abgefeuert. Betäubt sackte Janeway in der Einstiegsluke zusammen.<br>Paris steckte seinen Phaser weg und zog seine Kommandantin aus der Luke. Danach betrat er den Flyer und leitete die Startsequenz ein.<br>Die Hangartore der Voyager öffneten sich und der Delta Flyer startete. Mit Tom am Steuer.</i></p><p><i>Benommen betrat Janeway die Brücke, auf der Chakotay wieder das Kommando übernommen hatte.<br>„Captain“, sagte der Erste Offizier überrascht. „Ich dachte Sie wären im Flyer.“<br>„Rufen Sie den Flyer!“, befahl Janeway wütend, während sie sich in ihren Stuhl setzte.<br>„Kanal offen“, bestätigte Kim und auf dem Wandschirm erschien Tom.<br>„Kehren Sie sofort zum Schiff zurück, Tom“, sagte Janeway streng. „Das ist ein Befehl.“<br>„Ich kann ihn leider nicht befolgen, Captain“, antwortete Paris. „Ich bringe diese Mission zu Ende.“<br>„Ich will nicht, dass Sie Ihr Leben gefährden, Lieutenant“, sagte Janeway. „Es ist meine Mission, kehren Sie zurück und lassen Sie mich fliegen.“<br>„Keine Zeit, Captain.“<br>„Tom!“<br>„Captain. Sie haben mein Leben so oft gerettet. – Ich bin es Ihnen schuldig!“ Dann verschwand Paris vom Bildschirm.<br>„Wir können ihn noch mit dem Traktorstrahl erfassen“, bemerkte Tuvok.<br>Janeway schüttelte den Kopf. „Nein“, meinte sie geschlagen. „Lassen Sie ihn fliegen. – Und hoffen wir, dass er zurückkommt.“</i><br>Janeway schreckte schweißgebadet in ihrem Bett auf. Sie verließ es und ging zum Replikator. „Ein Wasser, kalt!“ Der Replikator gehorchte und nur einen Sekundenbruchteil später erschien das Wasser im Ausgabefach. Janeway nahm das Glas mit zitternden Händen heraus und versuchte zu trinken, doch sie verschüttete das meiste.<br><br>Janeway ging durch die Korridore der Voyager auf Deck 3. Dort befanden sich die Offiziersquartiere. Auf diesem Deck befand sich auch das Quartier von Tom Paris. Janeway hatte es nicht übers Herz gebracht, es einem neuen Crewmitglied zuzuteilen.<br>Kathryn gab ihren Sicherheitscode in den Computer ein und er öffnete ihr die Tür. Sie betrat den Raum und sah sich – wie so oft in den vergangenen zwei Monaten – um. Alles war noch so, wie an dem Tag, an dem Tom es zum letzten Mal verlassen hatte. Ein Captain Proton-Poster hing an der Wand. PADDs waren über den Esstisch verstreut. Sowohl welche von B’Elanna mit technischen Einzelheiten, sowie welche, die Navigation betrafen von Tom. Außerdem noch ein PADD mit Toms Sammlung der – wie er gemeint hatte – besten Captain Proton Folgen.<br>Kathryn nahm letzteres PADD und setzte sich auf das Bett. Und während sie las, begann sie einmal mehr zu weinen.</p><p align="center">***</p><p>„Reinkommen“, keifte Janeway, als der Türmelder ihres Bereitschaftsraumes gesummt hatte.<br>Die Türen glitten auf und Chakotay kam mit einem PADD in der Hand herein. „Erste Beschwerden über Fähnrich Tema’na“, berichtete er und gab Janeway das PADD. „Offenbar hatte sie eine Meinungsverschiedenheit mir Lieutenant Vorik über die Vulkanier. Während er versucht logisch zu argumentieren, versuchte sie ihn mit einem gezielten Faustschlag zu überzeugen.“<br>Janeway sah sich das PADD kurz durch. „Sie hat ihm den Unterkiefer gebrochen.“<br>„Nichts ernstes“, meinte Chakotay. „Aber natürlich auch nicht unbedingt das, was man von einem Führungsoffizier erwartet.“<br>Janeway warf das PADD wütend bei Seite. „Verdammt!“, schrie sie. „Das wird Folgen haben!“<br>„Captain“, sagte Chakotay überrascht. „So kenne ich Sie ja überhaupt nicht. Geht es Ihnen nicht gut.“<br>„Es geht mir bestens, Commander“, keifte Janeway.<br>„Kathryn“, sagte Chakotay sanft. „Wir kennen uns jetzt seit sieben Jahren. Und wie sehr Sie sich auch bemühen, Sie können mir nichts mehr vormachen. Irgendetwas stimmt nicht.“<br>„Ich habe letzte Nacht nicht gut geschlafen“, antwortete Janeway. „Albtraum.“ Janeway schmunzelte. „Ist das nicht lächerlich? In meinem Alter werde ich noch von Albträumen geplagt.“<br>„Das ist ganz und gar nicht lächerlich, Kathryn“, meinte der Erste Offizier. „Worum ging es denn in Ihrem Traum?“<br>„Das ist nicht wichtig.“<br>„Aber vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich ausreden.“<br>Janeway überlegte kurz und fragte dann: „Wie läuft es mit Seven?“<br>„Gut, aber jetzt nicht vom Thema ablenken, Captain. – Worum ging es in Ihrem Traum?“<br>Kathryn stand aus ihrem Drehstuhl auf und ging zum Fenster. Sie genoss ein weiteres Mal den herrlichen Blick auf die Erde. „Toms letzte Augenblicke“, sagte sie schließlich. „Seit er tot ist habe ich diesen Traum. – Nacht für Nacht, immer und immer wieder derselbe Traum!“ Janeway wandte sich vom Fenster ab und sah den Commander an. „Chakotay, ich hätte im Flyer sitzen sollen. Ich hätte bei dieser Mission umkommen sollen, nicht Tom.“<br>„Captain“, begann Chakotay. „Sie machen sich für etwas verantwortlich für das Sie nichts können. – Es war Toms Entscheidung diese Mission zu fliegen. Er hat es aus freien Stücken getan.“<br>Janeway begann zu schluchzen und kurz darauf auch zu weinen. „Er hat es aus einem nichtnachvollziehbaren Anfall von Schuldgefühlen getan. Er glaubte, er hätte mir etwas geschuldet. – Er hatte Frau und Kind, denen schuldete er was, nämlich seine Rückkehr. Aber… Chakotay, ich bin schuld daran, dass seine Tochter ohne Vater aufwachsen und B’Elanna sie ganz allein erziehen muss.“<br>Chakotay ging auf Janeway zu und nahm sie in den Arm. „Kathryn. Es gab nichts, das Sie hätten tun können.“<br>„Ich hätte ihn mit dem Traktorstrahl zurückholen können!!!“, schrie Janeway weinend. „Aber ich habe ihn sein Leben wegwerfen lassen…“<br>„Tom hat sein Leben bestimmt nicht weggeworfen. Er hat es für etwas, woran er glaubte geopfert.“<br>„Aus einem verdammten Schuldgefühl heraus…!“<br>„Er hat es getan, um seine Familie zu schützen“, entgegnete Chakotay. „Und Sie gehörten dazu, für ihn waren Sie wie für Harry so etwas wie eine Mutter!“<br>„Danke für den Versuch, Chakotay“, schluchzte Janeway. „Aber ich muss allein damit klarkommen.“<br>Chakotay lies Janeway los und ging zur Tür, blieb dort aber noch einmal stehen. „Was soll ich jetzt mit Fähnrich Tema’na machen?“<br>„Entscheiden Sie“, meinte Janeway. Sie ging zurück zum Fenster und starrte hinaus. Doch sie konnte den Anblick ihres Heimatplaneten nicht mehr genießen.</p><p align="center">***</p><p>„I-i-ich hab-be mich wirklich sehr gefreut, da-a-ass Sie Ihren Landurlaub mit mir verbringen, Captain J-janeway“, stotterte Lieutenant Senior Grade Reginald Barclay, als er zusammen mit Janeway auf der Farm ihres Onkels in Idaho Hunde streichelte.<br>„Mister Barclay, Sie brauchen wirklich nicht nervös zu sein“, meinte Janeway und lächelte.<br>„Ver-verzeihung, Captain“, sagte Barclay. „I-ich bin in f-f-fremder Umgebung i-immer etwas nervös.“<br>„Das merke ich, Lieutenant“, lachte Janeway. „Aber ich dachte, ich wäre keine Fremde für Sie. Schließlich haben Sie ein Holodeckprogramm der Voyager geschrieben.“<br>„Das sind dann d-doch zw-zw-zwei verschiedene Dinge, C-captain“, meinte Barclay. „Woher wissen Sie eigentl-l-lich von meinem Programm?“<br>„Der Doktor hat geplaudert“, antwortete Janeway. „Und ich hatte mich gefragt, ob Sie anstatt in einer simulierten lieber auf der echten Voyager arbeiten würden.“<br>„C-captain?“<br>„Als Chefingenieur…“<br>„Ch-ch-chefingenieur?“, stotterte Barclay flüsternd.<br>„Ich habe mir Ihre Akte angeschaut, Reg“, erklärte Janeway. „Ich habe gesehen, dass Sie als Ingenieur auf der Enterprise gearbeitet haben. – Und die Bemerkungen, die Commander LaForge in über Sie gemacht hat sind mehr als gut.“<br>„S-so, s-s-sind sie d-das?“, hakte Reginald nach.<br>„Sie sind herausragend“, meinte Janeway. „Außerdem sollten wir auch nicht vergessen, dass Sie der Voyager ihre Heimreise erheblich verkürzt haben.“<br>„G-g-geben Sie mir etwas Z-zeit, b-bitte“, sagte Reg.<br>„Einverstanden“, meinte Janeway. „Aber ich brauche Ihre Entscheidung bis Ende der Woche.“</p><p>„Captain, Sie sprühen ja heute förmlich vor Lebensfreude“, bemerkte Chakotay, als er Janeway auf einem Korridor der Voyager traf.<br>„Ja.“ Der Captain blickte zum Ersten Offizier. „Und Sie haben letzte Woche nicht wenig dazu beigetragen. Und dafür möchte ich mich bedanken.“<br>„Wofür?“, wollte Chakotay wissen.<br>„Dafür, dass Sie mich im Bereitschaftsraum wachgerüttelt haben.“</p><p>Janeway, die hinter ihrem Schreibtisch im Bereitschaftsraum saß, stand nun auf und ging zum Replikator. „Ein Kaffee. Schwarz!“<br>Wenige Augenblicke später materialisierte das Getränk im Ausgabefach. Janeway nahm die Tasse heraus und trank einen tiefen Schluck. Mit der Tasse ausgestattet setzte sie ich zurück an ihren Schreibtisch und aktivierte ihren Computer. Sie rief Fähnrich Tema’nas Personalakte auf und studierte sie sorgfältig.<br>Kaum war sie damit fertig, klingelte es auch schon an der Tür. „Herein!“<br>Die beiden Türhälften glitten mit einem leisen Zischen auseinander und von der Brücke her betrat Reginald Barclay den Raum.<br>„Hallo, Reg“, begrüßte Janeway ihn erfreut. „Haben Sie sich meinen Vorschlag durch den Kopf gehen lassen?“<br>„J-ja, C-c-captain“, antwortete Barclay.<br>„Und wie lautet Ihre Antwort, Reg?“, wollte Janeway ungeduldig wissen.</p><blockquote><p><font size="1"><b>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>STERNZEIT 55296,3<br>CAPTAIN JANEWAY<br></b></font>„Nach zwei Monaten und drei Wochen ist die Voyager nun endlich überholt und startbereit. Es freut mich, dass wir auch für alle offenen Stellen Offiziere gefunden haben. Im Großen und Ganzen ist unsere Crew jedoch unverändert geblieben. Die wichtigsten Neuzugänge sind Fähnrich Tema’na, die den verstorbenen Tom Paris am Steuer ersetzen wird, und Lieutenant Barclay, als Chefingenieur.“</p></blockquote><p>„In Anbetracht Ihrer Bemühungen, die Sie zur Heimkehr der Voyager beisteuerten“, sagte Janeway im Konferenzraum, in dem alle Führungsoffiziere in Galauniformen anwesend waren, „ist es mir eine Ehre Sie offiziell in den Rang eines Lieutenant Commanders zu befördern. – Mit allen dazugehörigen Rechten, Privilegien und Pflichten. – Herzlichen Glückwunsch, Mr. Barclay.“<br>„D-danke, Captain“, stotterte Barclay und schüttelte Janeway die Hand.<br>„Computer“, sagte Chakotay. „Champagner für achte Personen!“</p><p align="center"><b><font size="3"><i>...und die Reise geht weiter - am nächsten Montag den 12.11.2001</i></font></b></p><p align="center"><b><i>Ältere Episoden findet ihr in unserem <a href="http://www.treknews.de/voyager8/episodenguide.shtml" target="_self">Episodearchiv</a>...</i></b></p><p align="right"><b><font size="1">ERINNERUNGEN<br>BASED UPON "STAR TREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY<br>PRODUCED FOR <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>CREATED BY RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER AND JERI TAYLOR<br>EXECUTIVE PRODUCERS MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>CO-EXECUTIVE PRODUCER ANDREAS KREBS<br>PRODUCER SARAH OSTSIEKER CO-PRODUCER TIM PRUESSMANN<br>PRODUCTION-DESIGNER PARTICK VENETZ<br>WRITTEN BY SEBASTIAN OSTSIEKER<br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #277</font></b></p>]]></description><guid isPermaLink="false">578</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x02: Erstschlag</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x02-erstschlag-r522/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Episode als PDF Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="middle"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0802.zip&amp;img=&amp;tt=all" target="_top"><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0802.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1">Zip File<br>Größe: 0,32 MB</font></td></tr></table></center></div><blockquote><p><b><i><font>In der letzten Episode geschah das folgende:</font></i></b></p></blockquote><p>Nach der Rückkehr der Voyager in den Alphaquadranten wurde diese außer Dienst gestellt und die Crew auf neue Posten verteilt. Captain Janeway sollte das Kommando über das Sovereignklasse-Raumschiff U.S.S. Carolina erhalten, welches sich noch in den Docks von Utopia Planetia befand und noch nicht komplett fertig gestellt war. Während Admiral Paris in seinem Büro der nicht gerade erfreuten Janeway Bilder ihres zukünftigen Schiffes zeigte, erreichte die Erde ein Notruf von einem Zeitschiff aus dem 29. Jahrhundert. Es wurde von einer Flotte von Schiffen der Spezies 8472 angegriffen. Der Bedrohung bewusst schickte Admiral Paris alle verfügbaren Schiffe zum Ursprung des Notrufs, darunter auch die außer Dienst gestellte Voyager. Bei den Koordinaten angekommen, fand sich die Flotte sofort in einem Gefecht auf Leben und Tod wieder…</p><blockquote><p><b><i><font>Und nun die Fortsetzung…</font></i></b></p></blockquote><p>„Mein Gott“, flüsterte Janeway erneut mit Entsetzen. Sie starrte noch immer zum großen Wandschirm auf dem das gigantische Raumschiff von Spezies 8472 aus dem Nichts aufgetaucht war. „Was ist das?“<br>Seven of Nine sah auf ihre Konsole, auf welcher Sensordaten angezeigt wurden. „Offenbar handelt es sich um eine Art Muttertier“, meinte sie nach kurzer Zeit.<br>„Du meinst Mutterschiff“, sagte Chakotay.<br>„Nein, ich meine Muttertier“, wiederholte Seven. „Offenbar sorgt es durch Zellteilung dafür, dass die Flotte immer aus gleich vielen Schiffen besteht.“<br>„Das Schiff betreibt Zellteilung?“, fragte Janeway ungläubig.<br>„Ja, Captain“, antwortete Seven. „Jedes Mal, wenn wir ein kleineres Raumschiff vernichten teilt sich ein Teil des Muttertiers und produziert ein neues.“<br>Die Voyager erbebte und Janeway verlor den Boden unter den Füßen. Sie fiel lang auf den harten Brückenboden. Was ihr beim Aufprall durch den Kopf ging war jedoch nicht der Schmerz, sondern die Demütigung vor der gesamten Brückencrew das Gleichgewicht verloren zu haben. Kathryn richtete sich wieder auf und setzte sich in ihren Kommandosessel.<br>„Status, Mister Tuvok“, wollte sie wissen.<br>„Die Ablativpanzerung hat eine Strukturintegrität von siebenundachtzig Prozent“, antwortete der Vulkanier.<br>„Captain“, meldete Harry von der OPS aus. „Das Zeitschiff ist schwer beschädigt, es kann jeden Moment explodieren.“<br>„Stellt es eine Gefahr für die Flotte dar?“, fragte Janeway.<br>„Nein, ich dachte nur, Sie sollten es wissen“, meinte Harry. „Captain, ein Shuttle startet vom Zeitschiff. Es fliegt auf das Muttertier zu.“<br>„Auf den Schirm!“<br>Auf dem Schirm erschien die unter schwerem Beschuss liegende Enterprise, das Zeitschiff aus dem 29. Jahrhundert. Das Shuttle verließ die Hangartore der Shuttlerampe und flog auf das gigantische 8472-Schiff zu.<br>„Es nimmt Kurs auf die hintere Antriebsöffnung, Captain“, meldete Tom Paris von der Conn aus.<br><br>Das Shuttle flog frontal auf das Muttertier zu. Dies jedoch bemerkte das kleine Raumschiff und eröffnete das Feuer. Das Shuttle der Enterprise geriet außer Kontrolle und trudelte dem Muttertier entgegen.</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><b><br><font size="3" color="#FFFF00">Erstschlag!</font></b></p><p>„Das Shuttle wird an der Außenhülle zerplatzen“, meldete Harry. „Die Sensoren orten minimale<br>Vitalzeichen von der Fähre.“<br>„Mister Kim“, sagte Janeway, „richten Sie die Transporter aus und beamen Sie den Piloten auf die Krankenstation!“<br>Wieder erbebte die Voyager.<br>„Dafür müssten wir die Schilde senken, Captain“, sagte Harry schockiert.<br>„Ich weiß, tun Sie es!“<br>Harry nickte, senkte die Schutzschilde und leitete den Transportvorgang ein. Unterdessen trafen mehrere Volltreffer in die Ablativpanzerung der Voyager. Diese konnte dem Beschuss nicht lange standhalten. Nach einer kurzen Zeit gab sie nach. Feindliche Torpedos durchdrangen sie und explodierten an der ungeschützten Außenhülle. Dasselbe geschah an den Warpgondeln.<br>Funken sprühten aus Konsolen und Leitungen, das Schiff wackelte, wie bei einem Erbeben der Stärke neun. Janeway und Chakotay konnten sich nicht in ihren Stühlen halten und purzelten über die Brücke. Den anderen an Bord erging es nicht anders. Niemand konnte sich an seinen Stationen halten.<br>Harry Kim kroch zur OPS zurück und reaktivierte die Schilde: „Transport komplett“, meldete er schreiend, um sich durch den Lärm der ganzen Explosionen auf der Brücke verständlich zu machen.<br>Die Vibrationen an Bord wurden nun wieder leichter und die Crew konnte sich wieder zu ihren Stationen begeben.<br>„Captain, im Antriebskern der Enterprise gibt es starke Temporale Fluktuationen“, meldete Tuvok. „Er wird in kürze brechen.“<br>„Bringen Sie uns außer Reichweite, Tom!“, befahl Janeway.<br>Dieser schüttelte seinen Kopf: „Keine Chance, Captain, der Antrieb ist hin.“</p><p>Im All explodierte die Enterprise und eine enorme Druckwelle folgte. Alle Schiffe – mit Ausnahme des 8472-Muttertieres- wurden einige Kilometer von ihr mitgerissen.<br>Das Muttertier änderte nun seine Position. Es schien seinen Antrieb zu aktivieren. Und tatsächlich: Es beschleunigte auf Warpgeschwindigkeit und verschwand in einem grellen Lichtblitz. Die kleineren 8472-Schiffe folgten ihm. Hinter ihnen die Föderationsflotte. Die Voyager blieb allein und schwer beschädigt zurück.</p><p>„Brücke an Krankenstation, Bericht“, verlangte Chakotay, nachdem er seinen Kommunikator berührt hatte. Doch es erfolgte keine Antwort.<br>„Das Kom-System ist ausgefallen“, meldete Harry von der OPS aus.<br>Janeway nickte und ging zum Turbolift: „Chakotay, Sie haben die Brücke.“ Mit diesen Worten verließ sie das Kommandozentrum ihres Schiffes.</p><p>Als Captain Janeway die Krankenstation der Voyager betrat war diese überfüllt. Zahlreiche Verwundete lagen nicht nur auf den Biobetten. Mindestens ein Duzend lag überall im Raum verstreut, es waren einfach nicht genug Betten vorhanden. Der Doktor eilte von einem Patienten zu nächsten, während seine Sanitäter das gleiche taten.<br>Janeway hielt den Doktor am Arm fest. „Ihr Bericht.“<br>„Elf Tote, siebzehn Verletzte“, antwortete das MHN.<br>„Was ist mit dem Piloten des Shuttles?“<br>„Für ihn kann ich nichts mehr tun. Er liegt auf dem Operationstisch und ich schätze, er wird in den nächsten Minuten sterben.“<br>Janeway sah zu dem Mann. „Ist er bei Bewusstsein?“<br>„Ja“, antwortete der Doktor. „Aber bestimmt nicht mehr lange.“<br>Kathryn nickte und ging zum Operationstisch hinüber, auf dem der Pilot des Shuttles lag. Janeway hatte schon einmal eine Uniform, wie die seine gesehen. Captain Braxton den der Relativity trug die gleiche. Anhand seiner Rangabzeichen erkannte sie, dass es sich bei dem Piloten um den Kommandanten des Zeitschiffes handelte.<br>„Ich bin Captain Kathryn Janeway, Sie sind an Bord der Voyager“, sagte die Kommandantin.<br>„Simmons“, stellte sich der Kommandant des Zeitschiffs schwach vor. Es war deutlich, dass er all seine Kraft aufbrachte, um sprechen zu können. „Captain Alex T. Simmons von der Enterprise.“<br>„Was hatten Sie vor, Captain?“<br>„Das Muttertier töten.“<br>„Mit einem Shuttle?“<br>„Das ist die einzige Möglichkeit. Man muss Tranphasenmienen in seiner Hauptantriebsöffnung absetzen und zünden. Nur so kann man es töten.“<br>„Sie sind schon einmal einem solchen Schiff begegnet“, erkannte Janeway. „Wie sonst wüssten Sie, wie es zu zerstören ist.“<br>„Es ist nicht zu zerstören“, widersprach Simmons mit aller Kraft, die er noch hatte. „Man muss es töten. – Und nein. Ich selbst bin noch niemals einem solchen Wesen direkt begegnet. Aber andere Föderationscaptains. Nur wenige von ihnen haben es zurück geschafft.“</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/0802_01.jpg" width="443" height="310"></p><p>„Wieso kämpfen Sie überhaupt gegen Spezies 8472?“, wollte Janeway wissen. „Was mich angeht haben wir einen Nichtangriffspakt mit ihnen geschlossen.“<br>„Es war alles ein Missverständnis“, erklärte Simmons mit letzter Kraft. „Eines unserer Forschungsschiffe hat mit einer künstlich erzeugten Quantensingularität experimentiert und geriet dabei in den fluiden Raum von Spezies 8472. Millionen Mitglieder ihrer Spezies wurden verseucht und starben deshalb.“<br>„Und warum kommen Sie ins 24. Jahrhundert?“<br><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/0802_02.jpg" align="right" width="249" height="148">„Das war ebenfalls ein Unfall. Spezies 8472 hat in meiner Zeit einen groß angelegten Vergeltungsschlag gestartet. Sie haben Vulkan, Romulus, Risa… und die Erde vernichtet. Mein Schiff wurde ausgeschickt um das ausschlaggebende Ereignis, die Kontaminierung des fluiden Raumes, zu verhindern. – Doch wird wurden von Spezies 8472 angegriffen, sie folgten uns in den Zeitstrudel und eröffneten darin das Feuer. Das muss die temporalen Zielkoordinaten verändert haben.“<br>Simmons begann zu husten und Blut zu spucken. Janeway schreckte herum. „Doktor, kommen Sie schnell!“<br>Das MHN lies alles stehen und liegen und lief zu Janeway und Simmons. Er klappte seinen medizinischen Tricorder auf und scannte den Zeitschiffkommandanten. Simmons schloss die Augen und hörte auf zu husten. Im selben Augenblick gab der Tricorder nur noch einen pfeifenden Laut von sich.<br>Das MHN klappte seinen Tricorder zu und sah Janeway ernst an: „Er ist tot.“</p><p align="center"><b>***</b></p><p>„Den Antrieb wieder auf Vordermann zu bringen ist nicht das Problem, Captain“, sagte B’Elanna Torres, während Janeway ihr im Maschinenraum auf Schritt und Tritt folgte. „Die Antriebsspulen in den Warpgondeln zu ersetzen dauert nur etwa eine Stunden, wenn ich das angeforderte Personal bekomme.“<br>„Das bekommen Sie“, versicherte Janeway.<br>„Das Problem liegt bei der Widerherstellung der Ablativpanzerung“, meinte Torres. „Diese Technologie ist und dreißig Jahre voraus. Sie einzubauen war eine Sache, aber sie zu reparieren…“<br>„Ich bin sicher, dass Sie das schaffen werden“, sagte Janeway. „Was glauben Sie, wie lange wird das dauern?“<br>Torres sah Janeway an, als hätte B’Elanna die ganze Zeit mit einem der Schotts gesprochen. Sie hatte ihr gerade erklärt, dass sie nicht wisse, wie die Panzerung zu reparieren sei. „Wie ich schon sagte, ich weiß es nicht“, wiederholte Torres.<br>„Okay, dann also in einer Stunde“, meinte Janeway und verließ den Maschinenraum.</p><blockquote><p><b><font size="1">COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>STERNZEIT 55060,1<br>CAPTAIN JANEWAY<br></font></b>„Während Lieutenant Torres letzte Reparaturen am Warpantrieb vornimmt, bewegen wir uns nur mit Impulsgeschwindigkeit zur Erde, die Spezies 8472 mittlerweile erreicht hat. Dank Captain Alex T. Simmons vom Zeitschiff Enterprise kennen wir nun eine Methode das Muttertier der feindlichen Flotte zu vernichten.“</p></blockquote><p>Auf dem Wandschirm der Brücke war Admiral Paris kaum noch zu erkennen. Bildstörungen verzerrten die Darstellung. Auch die Audiosignale waren nur bruchstückhaft zu verstehen.<br>„Spezies 8472 hat die orbitalen Kommunikationsrelais vernichtet“, berichtete der Admiral. „Wir verfügen nur noch über Kurzstrecken-Kom.“<br>„Konnten Sie die Romulaner kontakten?“, fragte Janeway besorgt.<br>„Ja und auch die Klingonen“, antwortete der Admiral und für einen weiteren Augenblick verschwand das Bild vom Schirm. „…ausfiel. Sie werden aber erst in Stunden hier sein können.“<br>„Wir arbeiten an einer Möglichkeit das Muttertier zu töten“, meinte Janeway. „Sobald…“<br>Kathryn sprach nicht weiter, denn in diesem Augenblick brach die Kommunikation gänzlich zusammen. Paris Abbild verschwand vom Wandschirm und wich dem Logo der Föderation. Janeway wandte sich vom Schirm ab und ging zur Taktischen Station, an welcher Tuvok stand. „Tuvok, Sie kennen Simmons Plan. Halten Sie ihn für durchführbar?“<br>„Er klingt viel versprechend, Captain“, antwortete der Vulkanier. „Jedoch sind die Überlebenschancen gleich null.“<br>Janeway nickte. „Ich verstehe. Modifizieren Sie den Delta Flyer für diese Mission. Bestücken Sie ihn mit Transphasenminen und integrieren Sie ein entsprechendes Abwurfsystem.“<br>„Aye, Captain“, bestätigte Tuvok. Dann verließ er die Brücke.<br>Janeway ging von der Taktischen Station zurück zu ihrem Kommandosessel und ließ sich in diesem nieder. Kurz darauf piepte das Interkomsystem. „Torres an Brücke.“<br>„Sprechen Sie, Lieutenant“, erlaubte Janeway.<br>„Der Warpantrieb ist wieder online, Captain“, berichtete B’Elanna. „Die Ablativpanzerung ist bei sechsundsiebzig Prozent.“<br>„Dann sollten wir keine Zeit verlieren“, meinte Janeway. „Mister Paris, setzen Sie Kurs auf die Erde. Maximumwarp!“<br>„Aye, Captain“, bestätigte Admiral Paris’ Sohn und gab Kurs und Geschwindigkeit ein. Er wartete nicht auf einen weiteren Befehl und aktivierte den Warpantrieb. Er kannte Janeway mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass sie so schnell wie möglich ihr Ziel erreichen wollte.</p><p>Quantentorpedos und Phaserstrahlen zuckten durch den Erdsektor. Als Antwort kamen Torpedos von Spezies 8472.<br>Die Föderationsflotte hatte in der Zwischenzeit eine beträchtliche Anzahl von Schiffen verloren. Von den ursprünglich fünfzig Raumschiffen waren nun nicht einmal mehr die Hälfte intakt. Spezies 8472 hatte unterdessen noch immer dieselbe Flottenstärke, wie zu Beginn des Gefechts. Dies war hauptsächlich dem Muttertier zu verdanken, welches fleißig Schiffe herstellte.<br>Das Muttertier flog nun am Marsorbit vorbei und feuerte mit gewaltigen Disruptorkanonen auf die Flottenwerften von Utopia Planetia. In einer gewaltigen Explosion wurde ein großer Teil der Fertigungseinrichtungen vernichtet, darunter auch der Trockendock, in dem sich die Carolina befand.<br>In mehreren tausend Kilometern Entfernung kam die Voyager aus dem Warp und näherte sich schnell den kämpfenden Flotten.</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/0802_03.jpg" width="500" height="375"></p><p align="center"><b>***</b></p><p>„Unsere Flotte hat 27 Schiffe verloren“, berichtete Tuvok, der nun wieder an der Taktischen Station stand.<br>„Spezies 8472?“, fragte Chakotay.<br>„Unverändert elf Schiffe.“<br>„Greifen wir ins Geschehen ein, Chakotay“, entschied Janeway. „Tom, setzen Sie Angriffskurs Kappa drei zwei sechs.“<br>„Ja, Ma’am“, bestätigte Paris.<br>Janeway beobachtete auf dem Wandschirm, wie sich die Voyager dem Muttertier näherte. Es wurde größer und größer, füllte bereits jetzt den gesamten Sichtschirm aus. Und die Voyager war noch mehrere hundert Kilometer entfernt.<br>Plötzlich erbebte das Föderationsraumschiff. Funken sprühten aus einer Leitung, die in der Decke verlief.<br>„Ablative Panzerung bei neunundsechzig Prozent“, meldete Torres via Interkomsystem vom Maschinenraum aus.<br>Die Voyager erbebte ein weiteres Mal und wieder sprühten Funken. „Schilde zusammengebrochen“, warnte Tuvok. Ein Alarm an seiner Station zog seine Aufmerksamkeit auf eine weitere Anzeige. „Captain. Eindringlinge auf Deck elf. Maschinenraum.“<br>„Sicherheitsteam in den Maschinenraum“, befahl Janeway.</p><p>Da Tuvok auf der Brücke gebraucht wurde führte Chakotay das Sicherheitsteam an. Die Türen zum Maschinenraum waren verschlossen.<br>„Okay“, meinte er zu seinem sechsköpfigen Team. „Phaser. – Feuer!“<br>Die Offiziere zogen ihre Waffen und feuerten auf die Zugangsschotts der Maschinensektion. Die Türen gaben bereits nach wenigen Sekunden nach und das Team erhielt Zugang.<br>Chakotay sah sich um, um einen Überblick über die Situation zu bekommen. Offenbar waren vier 8472 eingedrungen und hatten es irgendwie geschafft das gesamte Personal des Maschinenraums hinter einem Kraftfeld festzuhalten. Die vier Wesen selbst sprangen nun immer wieder gegen den Warpkern, der bereits unregelmäßig flackerte. Von dem Sicherheitsteam nahmen sie keine Notiz.<br>Einer der Offiziere, Fähnrich Ayala, ein ehemaliger Maquis, richtete seinen Phaser auf einen der Aliens aus und wollte feuern, doch Chakotay hielt ihn zurück. „Nein. Sie könnten den Warpkern treffen.“<br>„Ja, Sir.“ Ayala lies seinen Phaser sinken.<br>Der Erste Offizier der Voyager steckte seinen Phaser in die dafür vorgesehene Halterung an seiner Uniform und berührte dann seinen Kommunikator. „Chakotay an Brücke. Spezies 8472 hat die Kontrolle über den Maschinenraum erlangt und versucht anscheinend den Warmkern zu Bruch zu bringen.“<br>„Was schlagen Sie vor?“, wollte Janeway wissen.<br>„Sie stehen in direktem Kontakt zum Warpkern“, sagte Chakotay. „Wir sollten ihn zusammen mit Spezies 8472 ausstoßen.“<br>„Commander, wir sind mitten in einem Gefecht, wir brauchen die Warpenergie.“<br>„Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Nicht ohne die Voyager zu gefährden.“<br>Für einige Sekunden herrschte Ruhe in der Kom-Leitung, dann hatte Janeway sich entschieden: „Einverstanden. Stoßen Sie den Kern aus, Commander.“<br>„Ja, Captain.“ Chakotay berührte seinen Kommunikator ein weiteres Mal und beendete somit die Kommunikation. Danach deutete er zu einer der Konsolen, die dem Warpkern am nächsten waren. „Fähnrich Ayala, gehen Sie zu der Konsole und errichten Sie ein Kraftfeld um den Warpkern. Und zwar so, dass Spezies 8472 davon eingeschlossen wird.“<br>„Ja.“ Ayala ging vorsichtig zu der Konsole und behielt dabei stets Spezies 8472 im Auge. Nach einigen Sekunden hatte er die Konsole endlich erreicht und versuchte das Kraftfeld zu aktivieren. Es gelang ihm, jedoch sprang vorher einer der 8472s vom Warpkern auf die zweite Maschinenraumebene und wurde somit nicht vom Kraftfeld eingeschlossen.<br>„Warnung!“, sagte der Computer. „Warpkernbruch in zehn Sekunden. Neun – Acht. – Sieben…“<br>„Den Kern raus!“, schrie Chakotay und Ayala hämmerte auf eine Sensorfläche an der Konsole vor ihm. Als der Kern vom Rest des Schiffes gelöst und ausgestoßen wurde, erbebte die Voyager fürchterlich. Chakotay konnte sich nur mit aller Mühe auf den Beinen halten.<br>„Feuer!“ Chakotay feuerte ebenfalls auf den verbliebenen 8472 auf der zweiten Ebene. Dieser wich den Phaserstrahlen jedoch aus und sprang im hohen Bogen auf Chakotay zu. Der Alien stürzte sich förmlich auf den Ersten Offizier. Während der 8472 auf ihn zukam erinnerte sich Chakotay zurück, was mit Harry beim ersten direkten Kontakt mit Spezies 8472 passiert war.<br>Der Commander wollte zur Seite springen, jedoch war ihm klar, dass es dafür zu spät war. Der 8472 kam immer näher und näher. Vor seinem Auge verlief alles in Zeitlupe. Plötzlich jedoch zerplatzte der Außerirdische und Chakotay nahm wieder alles in normaler Geschwindigkeit wahr. Die schleimigen Reste des 8472 verteilten sich über den Maschinenraum und über Chakotay. Der Commander blickte zur Seite und sah Ayala, der sein Phasergewehr in die Richtung hielt, in der 8472 zerplatzt war. Chakotay atmete tief auf. „Danke, Ayala“, meinte er schließlich.<br>„Keine Ursache“, sagte der Ex-Maquis.</p><p>Die Voyager erbebte wieder, gerade als Janeway aus ihrem Kommandosessel aufstand. „Mister Tuvok, Sie übernehmen das Kommando“, befahl sie. Kathryn ging zum Turbolift.<br>Tom Paris verließ seine Station und lief ihr hinterher. „Was haben Sie vor, Captain?“<br>„Es gibt nur noch eine Möglichkeit die Schlacht zu gewinnen“, antwortete Janeway. „Ich führe das Shuttlemanöver durch. – Shuttlerampe!“<br>Die Turbolifttüren schlossen sich, doch Tom öffnete sie noch einmal und betrat ebenfalls den Lift.<br>„Kehren Sie auf Ihre Station zurück, Lieutenant!“, befahl Janeway.<br>„Nein. – Wenn Sie schon auf diese Selbstmordmission gehen, Captain, will ich verdammt sein, wenn Sie es nicht einmal bis zu Ihrem Ziel schaffen.“<br>„Falls Sie darauf hinauswollen, dass ich unseren besten Piloten am Steuer brauche, vergessen Sie es gleich wieder, Tom. Ich mache das allein.“<br>„Dann lassen Sie mich wenigstens einen letzten Systemcheck am Flyer durchführen“, bat Tom.<br>Janeway nickte. „Einverstanden. – Weiterfahren, Shuttlerampe.“</p><p>Auf Deck zwölf stoppte der Turbolift und Janeway und Paris verließen ihn. Sie eilten die Korridore zur Shuttlerampe entlang und erreichten sie schließlich.<br>„Beeilen Sie sich aber mit Ihrem Systemcheck, Lieutenant“, sagte Janeway. „Ich möchte so schnell wie möglich aufbrechen.“<br>„Aye, Captain“, bestätigte Tom. Aber anstatt zur nächsten Konsole zu gehen, zog er seinen Handphaser und richtete ihn auf Janeway.<br>„Was zum Teufel soll das?“, fragte Janeway wütend und etwas verwirrt.<br>„Ich werde nicht zulassen, dass Sie das tun, Captain“, antwortete Tom.<br>„Wenn ich es nicht tue, wir Spezies 8472 erst die Erde und dann die Föderation vernichten.“ Janeway wandte sich von Paris ab und ging zum Delta Flyer. Sie öffnete die Einstiegsluke.<br>„Captain!“, schrie Tom.<br>Janeway blieb stehen und drehte sich zu ihm um. „Sie werden mich erschießen müssen, wenn Sie mich aufhalten wollen.“ Kathryn wandte sich erneut von ihm ab und betrat das Shuttle. Sie versuchte es jedenfalls, schaffte es jedoch nicht: Tom hatte seinen Phaser abgefeuert. Betäubt sackte Janeway in der Einstiegsluke zusammen.<br>Paris steckte seinen Phaser weg und zog seine Kommandantin aus der Luke. Danach betrat er den Flyer und leitete die Startsequenz ein.<br>Die Hangartore der Voyager öffneten sich und der Delta Flyer startete. Mit Tom am Steuer.</p><p align="center"><b>***</b></p><p>Benommen betrat Janeway die Brücke, auf der Chakotay wieder das Kommando übernommen hatte.<br>„Captain“, sagte der Erste Offizier überrascht. „Ich dachte Sie wären im Flyer.“<br>„Rufen Sie den Flyer!“, befahl Janeway wütend, während sie sich in ihren Stuhl setzte.<br>„Kanal offen“, bestätigte Kim und auf dem Wandschirm erschien Tom.<br>„Kehren Sie sofort zum Schiff zurück, Tom“, sagte Janeway streng. „Das ist ein Befehl.“<br>„Ich kann ihn leider nicht befolgen, Captain“, antwortete Paris. „Ich bringe diese Mission zu Ende.“<br>„Ich will nicht, dass Sie Ihr Leben gefährden, Lieutenant“, sagte Janeway. „Es ist meine Mission, kehren Sie zurück und lassen Sie mich fliegen.“<br>„Keine Zeit, Captain.“<br>„Tom!“<br>„Captain. Sie haben mein Leben so oft gerettet. – Ich bin es Ihnen schuldig!“ Dann verschwand Paris vom Bildschirm.<br>„Wir können ihn noch mit dem Traktorstrahl erfassen“, bemerkte Tuvok.<br>Janeway schüttelte den Kopf. „Nein“, meinte sie geschlagen. „Lassen Sie ihn fliegen. – Und hoffen wir, dass er zurückkommt.“</p><p>Der Delta Flyer raste auf die Hauptantriebsöffnung des 8472-Muttertiers zu. Feindlichen Torpedos wich er gekonnt aus.<br>Am Steuer hatte Tom alle Hände voll zu tun. „Computer, wann werden wir in Reichweite sein?“<br>„In dreißig Sekunden“, antworteten ihm die Sprachprozessoren des Computers.<br>Der Delta Flyer erbebte. In den Sekunden, in denen Tom mit dem Computer gesprochen hatte, war er unaufmerksam gewesen und so kam es, dass Spezies 8472 ihn mit einer Torpedosalve treffen konnte.<br>„Achtung!“, warnte der Computer. „Die Sekundärsysteme sind ausgefallen.“<br>„Verdammt!“, fluchte Tom, denn er wusste, dass die Abschussvorrichtung für die Transphasenminen ebenfalls unter die Rubrik Sekundärsysteme fielen.<br>Der Flyer erbebte ein weiteres Mal.<br>„Warnung“, meldete der Computer diesmal. „Warpkernbruch in zwanzig Sekunden.“<br>„Oh, Schieße!“, meinte Tom und erhöhte die Impulsantriebsleistung. Der Flyer beschleunigte und näherte sich der Antriebsöffnung.</p><p>„Captain, die Sensoren zeigen an, das der Warpkern des Delta Flyers jeden Moment brechen wird“, meldete Harry Kim von der OPS aus.<br>„Können wir Tom daraus beamen?“, wollte Chakotay wissen.<br>„Nein, antwortete Seven of Nine. „Er ist außer Reichweite. Aber wir können ihn noch erreichen.“<br>„Captain, wenn der Flyer in der Antriebsöffnung des Muttertiers explodiert und dieses ebenfalls zerstört wird, gibt es eine enorme Druckwelle“, warnte Tuvok. „Wir sollten Distanz zwischen und bringen.“<br>Janeway saß in ihrem Sessel und wusste nicht, wie sie sich entscheiden sollte. Sie fühlte sich Tom gegenüber verpflichtet und wollte ihn unbedingt retten. Aber das hätte mit großer Wahrscheinlichkeit die Vernichtung der Voyager zur Folge. Und wenn Sie Rückzug befahl, würde sie Tom aufgeben.<br><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/0802_04.jpg" align="right" width="200" height="167">„Captain, was sollen wir tun?“, fragte Chakotay leicht nervös. Er saß am Steuer.<br>Kathryn atmete tief durch. Ihre Augen wurden feucht und eine Träne rann ihre Wange hinunter. „Wir ziehen uns zurück“, entschied sie schweren Herzens. „Halten Sie den Flyer mit den Sensoren erfasst.“<br><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/0802_05.jpg" align="left" width="200" height="144">„Ja, Captain.“ Chakotay wendete die Voyager und aktivierte den Impulsantrieb.<br>Auf dem Wandschirm beobachtete Janeway traurig, wie der Delta Flyer – und damit auch Tom – in die Antriebsöffnung des Muttertiers flog… und dort kurz darauf explodierte. Die geballte Ladung der Antimaterieexplosion und die Sprengkraft der fast gleichzeitig gezündeten Transphasenminen in der Antriebsöffnung lösten eine Kettenreaktion aus, die das Muttertier erfasste. Und kurz darauf zerbrach aus dieses in einer ungeheuren Explosion. Eine gigantische Druckwelle breitete sich rasendschnell von ihm aus und erfasste acht der kleineren 8472-Schiffe und riss sie mit ins Verderben. Dasselbe geschah mit fünfzehn Sternenflottenschiffen.<br>Die Voyager entkam der Druckwelle, jedoch schwer beschädigt. Drei der 8472-Jäger überstanden die Explosion ihres Muttertieres unbeschadet und setzten den Angriff auf die Föderation fort. Sie feuerten auf die Voyager, welche dem Beschuss mit Transphasentorpedos antwortete. Erschreckt musste die Crew jedoch feststellen, dass auch die kleinen Schiffe in der Lage waren sich zu teilen, so dass die Flotte nie lange unter drei Schiffe sank. Sie feuerten weiter auf die verbliebenen Sternenflottenschiffe.<br>Plötzlich jagten grüne Plasmatorpedos durchs All. Sie stammten von einer Staffel romulanischer Warbirds. Ihre Torpedos trafen die feindlichen Schiffe fast gleichzeitig, so dass keines der 8472-Schiffe Gelegenheit hatte sich zu teilen, um die vernichteten zu ersetzen.</p><p align="center"><b>***</b></p><p>In schwarzer Galauniform betrat Janeway das Kasino der Voyager. Die Führungsoffiziere waren hier anwesend, ebenfalls in schwarzen Galauniformen. Wie die anderen trug auch Janeway keine normalen goldenen Rangabzeichen am Kragen, sondern tiefschwarze. Kathryn sah sich um und entdeckte B’Elanna. Sie stand an der zum Sarg umfunktionierten Torpedohülle und hatte Tränen in den Augen.<br>Janeway wollte die Trauerfeier gerade beginnen, als ihr auffiel, dass noch jemand fehlte. Und in diesem Moment betrat die Person das Kasino: Admiral Owen Paris, Toms Vater. Traurig sah er zu Janeway, diese nickte.<br>Kathryn ging zum Sarg und stellte sich dahinter auf. Eine Föderationsflagge war über die Torpedohülle gelegt worden. „Wir haben uns hier heute versammelt“, begann Janeway traurig mit feuchten Augen, „um einem großartigen Mann die letzte Ehre zu erweisen. Lieutenant Tomas Eugene Paris, geliebter Sohn, Ehemann, Vater und Freund… starb in Ausübung seiner Pflicht. – Als Raumfahrer kommt für jeden von uns der Tag, an dem wir jemanden verlieren. Und wir werden trauern.“<br>Janeway sah zu Torres, du nun völlig in Tränen ausgebrochen war. Admiral Paris war zu ihr gegangen und hatte sie in den Arm genommen.<br>„Aber wir müssen nicht allein trauern“, fuhr Janeway fort. „Wir trauern gemeinsam, auf diese Weise werden wir den Schmerz des Verlustes eher überwinden. – Wir werden trauern und uns an die guten Zeiten mit unserem Kameraden erinnern. – Ja, wir werden trauern. – Janeway an Transporterraum. – Energie!“<br>B’Elanna wischte sich Tränen aus ihrem Gesicht. „Auf Wiedersehen, Tom.“<br>Der Sarg wurde vom Transporterstrahl erfasst und entmaterialisiert. Er wurde in den Weltraum hinaus gebeamt, wo Tom Paris zu seiner letzten Reise aufbrechen würde. In die unendlichen Weiten des Weltraumes…</p><p align="center"><b><font size="3" color="#FFFF00"><i>...und die Reise geht weiter - am Montag den 05.11.2001</i></font></b></p><p align="right"><font size="1"><b><font>ERSTSCHLAG!<br></font>BASED UPON "STAR TREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY<br>CREATED BY RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER AND JERI TAYLOR<br>PRODUCED FOR <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>EXECUTIVE PRODUCERS MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>CO-EXECUTIVE PRODUCER ANDREAS KREBS<br>PRODUCER SARAH OSTSIEKER CO-PRODUCER TIM PRUESSMANN<br>PRODUCTION-DESIGNER PARTICK VENETZ<br>WRITTEN BY SEBASTIAN OSTSIEKER<br>ADAPTED FROM A STORY BY MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #274</b></font></p>]]></description><guid isPermaLink="false">522</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>Voyager8 - 8x01: Abschiede</title><link>https://www.scifinews.de/news/fanfiction/star-trek-voyager-8-9-episoden/voyager8-8x01-abschiede-r520/</link><description><![CDATA[<p align="center"><b>Diese Episode als PDF Download:</b></p><div align="center"><center><table><tr><td align="middle"><a href="http://www.treknews.de/cgi-bin/gallery-treknews/imageFolio.cgi?action=view&amp;link=Fanfiction/Voyager_8/Episoden&amp;image=0801.zip&amp;img=&amp;tt=all" target="_top"><img alt="Download" border="0" src="http://www.treknews.de/treknews/gallery-treknews/gallery/Fanfiction/Voyager_8/Episoden/t_0801.jpg" width="140" height="129"></a></td></tr><tr><td bgcolor="#202020" valign="top"><font color="#ffffff" face="Verdana,Arial,Helvetica" size="1">Zip File<br>Größe: 0,25 MB</font></td></tr></table></center></div><blockquote><p><b><i><font>Prolog</font></i></b></p></blockquote><p>Captain Kathryn Janeway blickte zum Wandschirm und sah dort eine Armada von Sternenflottenschiffen. Sie hatte am Ausgang des Transwarpkorridors auf die Sphäre der Borg gewartet und diese sofort nach diesem Austritt unter Beschuss genommen. Nun war die Gefahr gebannt.<br>„Wir sind da“, meinte Janeway beinahe ungläubig. Keiner der Brückenoffiziere konnte etwas sagen. Sie alle sahen nur zum Wandschirm.<br>Von der OPS – Harry Kims Station – gab der Computer einen Laut von sich. „Wir werden gerufen“, meldete Harry.<br>„Auf den Schirm!“, befahl Janeway.<br>Auf dem Wandschirm erschien das Innere von Starfleet Comunications. Im Raum standen Lieutenant Reginald Barclay und Admiral Owen Paris, der Vater von Tom Paris.<br>„Tut mir leid Sie zu überraschen“, sagte Janeway. „Nächstes Mal rufen wir vorher an.“<br>„Willkommen zurück“, meinte der Admiral erfreut. „Wie sind Sie…“<br>„Das wird alles in meinem Bericht stehen, Sir“, unterbrach Janeway ihren Vorgesetzten.<br>„Ich freue mich schon darauf“, nickte Admiral Paris. Kurz darauf schloss er den Kanal und der Sichtschirm zeigte wieder die Armada der Sternenflotte.<br>Captain Janeway sah zum Boden ihrer Brücke. „Danke für Ihre Hilfe, Admiral Janeway“, flüsterte sie.<br>„Doktor an die Brücke“, meldete sich das Medizinisch Holografische Notfallprogramm über das interne Kommunikationssystem der Voyager. Der Doktor sprach nicht weiter. Das war auch nicht notwendig, denn jemand anderes übernahm es für ihn Bericht zu erstatten. Ein lachendes Baby.<br>Als Janeway dies hörte musste sie sofort lächeln. Den anderen Führungsoffizieren erging es nicht anders.<br>Tom Paris wandte sich von der Steuerkonsole ab und sah seinen Captain an.</p><p>Auf der Krankenstation lag B’Elanna Torres noch immer auf dem zentralen Operationstisch. Der Doktor kam zu ihr. Er hatte ihr frischgeborenes Baby auf dem Arm und übergab es nun den Armen seiner Mutter.<br>„Doktor an Lieutenant Paris“, fuhr der Doktor nun fort. „Hier möchte Ihnen jemand ‚Hallo’ sagen.“</p><p>„Sie sollten besser runtergehen, Tom“, meinte Janeway auf der Brücke.<br>„Ja, Ma’am“, nickte Tom und verließ eiligst die Brücke.<br>Janeway entfernte sich einige Schritte von der Conn und stellte sich etwa in die Mitte der Brücke. Sie sah Chakotay an, der neben Seven of Nine an der Statuskonsole der Brücke stand. „Mister Chakotay“, sagte Janeway. „Das Steuer.“<br>„Aye, Captain“, bestätigte der Erste Offizier der Voyager und setzte sich ans Navigationspult.<br>Janeway ihrerseits lies sich nun in ihrem Kommandosessel nieder und schlug die Beine übereinander. „Setzen Sie einen Kurs“, entschied sie. „Nach Hause.“<br>Chakotay gab den Kurs in die Steuerkonsole ein und die Voyager flog in Begleitung der Sternenflottenarmada auf die nahe gelegene Erde zu.</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/voyager8logo01.gif" width="204" height="78"><br><b><font size="3" color="#FFFF00">Abschiede</font></b></p><p>Fünf Stunden später lag die Voyager in einem der Docks von Utopia Planetia im Marsorbit. Captain Kathryn Janeway war unterwegs zum Transporterraum, wo sie Admiral Owen Paris und ein paar seiner Begleiter empfangen würde. Chakotay, Tom Paris und Tuvok waren bereits dort, als Janeway den Raum betrat. Hinter den Kontrollen stand B’Elanna Torres, sozusagen als Ehrengast.<br>„Admiral Paris und sein Team stehen zum Transport bereit, Captain“, sagte Torres, gleich nachdem Janeway herein gekommen war.<br>„Dann wollen wir ihn lieber nicht warten lassen“, meinte Kathryn. „Energie!“<br>B’Elanna nickte kurz und leitete den Transportvorgang ein. Auf der Plattform erschienen die Umrisse von fünf Humanoiden. Einer von ihnen war Paris. Nachdem der Rematerialisierungsprozess abgeschlossen war, trat der etwas dickliche ergraute Admiral mit Halbglatze von der Transporterplattform herunter und reichte Janeway die Hand. „Willkommen zurück, Captain“, meinte der Admiral.<br>„Danke, Sir“, sagte Janeway erfreut. „Darf ich vorstellen, Sir, dies sind Commander…“<br>„Tom“, unterbracht der Admiral Janeway erfreut.<br>„Hi, Dad“, meinte Tom und trat einen Schritt auf seinen Vater zu.<br>Admiral Paris wusste nicht, was er sagen wollte. Er schnappte förmlich nach seinem Sohn und umarmte ihn. „Ich bin so verdammt stolz auf dich, Junge“, meinte er.<br>Zum ersten Mal seit sie ihn kannte sah Janeway Tom nun völlig sprachlos. Er rang nach Worten, fand aber offenbar keine.<br>Nach etwa zwanzig Sekunden lies Admiral Paris seinen Sohn wieder los. Dieser nutzte die Gelegenheit, um einmal tief Luft zuschnappen, die ihm sein Vater bei der Umarmung aus den Lungen gedrückt hatte. „Willkommen an Bord, Dad“, brachte Tom nun gerührt hervor.<br>Janeway sah ihren Steuermann an und glaubte seinem Gesicht anzusehen, dass er bald in Tränen ausbrechen würde, wenn diese Begrüßung noch etwas länger andauern würde.<br>„Dad“, sagte Tom und deutete dann auf den Chefingenieur der Voyager. „Ich möchte dir B’Elanna vorstellen. – Meine Frau.“<br>Der Admiral blickte etwas verstört zu Torres. Nach einem Augenblick ging er auf sie zu und reichte ihr die Hand: „Sie sind also die Frau, von der mit Tom so rein gar nichts erzählt hat. – In keinem seiner Briefe.“<br>„Ich wollte dein Gesicht sehen können, wenn du es erfährst, Dad“, meinte Tom. „Direkt und live, nicht über irgendeinen Bildschirm. – Und ich muss sagen: Das war es wert zu warten.“<br>„Wenn Sie mich jetzt bitte alle entschuldigen würden“, sagte B’Elanna. „Ich muss zur Krankenstation, ich möchte nicht, dass der Doktor so lange mit Miral allein ist.“<br>„Aber natürlich“, meinte Janeway und nickte. Torres verließ dann auch sogleich den Transporterraum.<br>„Sie ist Maquis, nicht wahr?“, fragte Admiral Paris, nachdem Torres gegangen war.<br>Bevor Tom antworten konnte, tat dies Janeway: „Sie war Maquis. Nun gehören sie, Commander Chakotay und die anderen zu meiner Crew.“<br>Der Admiral nickte kurz. „Natürlich“, meinte er. Dann wandte er sich an Tom: „Wer ist Miral?“<br>„Unsere Tochter“, antwortete der Steuermann.<br>Das Gesicht des Admirals zeigte nun eine Mischung aus Freude, Überraschung und Schock. Tom grinste, als er dies sah. „Die Überraschung ist aber gelungen“, meinte der Admiral. „Gibt es noch etwas, wovon ich vielleicht wissen sollte, Tom?“<br>Tom zuckte mit den Schultern. „Im Augenblick nicht.“<br>„Ich erwarte, dass du und B’Elanna heute Abend zum Essen zu Mom und mir kommt“, sagte der Admiral seinem Sohn und fügte scherzhaft hinzu: „Das ist ein Befehl.“<br>„Ja, Sir“, stieg Tom auf den Scherz ein.<br>„Wenn Sie alle mich jetzt bitte entschuldigen würden“, sagte der Admiral. „Ich muss allein mit Captain Janeway sprechen.“</p><p>Captain Janeway und Admiral Paris betraten Kathryns Bereitschaftsraum auf Deck eins, direkt neben der Brücke.<br>„Nehmen Sie doch Platz, Admiral“, bot Janeway an und deutete auf die Couch unter den großen Fenstern. Während der Admiral sich dankend setzte, ging Kathryn zum Replikator weiter. „Möchten Sie etwas, Admiral?“<br>„Ein Earl Grey Tea wäre nett“, bat der Admiral.<br>Janeway wandte sich nun dem Replikator zu: „Computer einen heißen Earl Grey Tea und einen Kaffee. – Schwarz!“<br>Es dauerte keine Sekunde und schon erschienen die gewünschten Getränke im Ausgabefach des Replikators. Janeway nahm sie heraus und ging damit zur Couch. Sie setzte sich neben Paris und gab dem Admiral seinen Tee.<br>„Danke, Captain.“<br>„Nun, Admiral“, fragte Janeway, „was gibt es denn so wichtiges zu besprechen, dass wir es nicht vor meiner Crew tun konnten?“<br>„Nun, Captain“, meinte Paris, „ich weiß gar nicht, wie ich es Ihnen am Besten sagen soll. – Die Voyager ist jetzt sieben Jahre alt. Seit sieben Jahre wurde sie nicht mehr gewartet, hat keine Modifikationen bekommen. Sie hat zahlreiche Schlachten mitgemacht und enormen Schaden davongetragen. Kurz: Die Voyager ist nicht mehr zu gebrauchen. Sie ist überholt.“<br>„Admiral“, sagte Janeway schockiert. „Die Voyager mag ja nicht in einem Raumdock gewartet worden sein, aber B’Elanna und die anderen haben die Voyager regelmäßig inspiziert. Und alle Gefechtsschäden wurden behoben. Außerdem haben wir sie mit Technik aus dem Deltaquadranten modifiziert.“<br>„Mit Borgtechnologie, Captain?“, fragte der Admiral. „Das gehört wohl kaum zu den Standartverbesserungen. – Wissen Sie überhaupt, was Sie sich da an Bord geholt haben? Wer weiß, vielleicht haben Sie die Voyager in eine fliegende Assimilationskammer verwandelt.“<br>„Ich versichere Ihnen, das haben wir nicht“, sagte Janeway. „Seven of Nine hat die Technologie überprüft, sie ist keinesfalls gefährlich. – Außerdem haben wir auch Zugang zu Sternenflottentechnologie gehabt.“<br>„Wie das?“, wollte Paris wissen.<br>„Wir hatten Besuch aus der Zukunft“, antwortete Kathryn. „Admiral Janeway hat uns mit neuen Waffen und Schilden versorgt: Transphasentorpedos und Ablativpanzerungen. – Wir haben Borgschiffe mit nur einem Schuss vernichtet, Admiral.“<br>„Zugegeben, einige Ihrer Systeme sind besser, als alles, was wir hier entwickelt haben“, meinte Paris. „Aber dennoch: Allein schon wegen der enormen Hüllenbelastung, die Sie während Ihres Transwarpfluges durchgemacht haben: Die Voyager ist reif für den Schrott. – Die Technologie, von der Sie gesprochen haben… Ich werde sie untersuchen lassen. Wenn sie wirklich so gut ist, wie Sie behaupten, werden wir sie wahrscheinlich in der gesamten Flotte einsetzten. Aber die Voyager ist Vergangenheit.“<br>Paris stand von der Couch auf und ging zur Tür. Bevor er den Raum verlassen konnte stoppte ihn Janeway: „Bitte überlegen Sie es sich noch einmal, Sir.“<br>„Da gibt es nichts zu überlegen, Captain“, meinte Paris. „Die Entscheidung steht fest. Einen schönen Tag wünsche ich.“ Mit diesen Worten verließ der Admiral den Raum und ließ Janeway allein zurück.</p><blockquote><p><font size="1"><b>COMPUTERLOGBUCH DER VOYAGER<br>CAPTAIN JANEWAY<br>STERNZEIT 55043,6<br>LETZTER EINTRAG<br></b></font>„Die Entscheidung der Sternenflotte steht fest und scheint unumstößlich. Die Voyager wird außer Dienst gestellt. Die Crew bereitet sich darauf vor das Schiff ein letztes Mal zu verlassen. – Mir fällt dies besonders schwer.“</p></blockquote><p>Janeway ging die Korridore der Voyager entlang. Vermutlich ein allerletztes Mal. Sie machte sich gedanklich schon einmal damit vertraut. Sie wusste nicht, wie ihre Zukunft aussehen würde: Würde sie das Kommando über ein neues Raumschiff bekommen, oder würde man sie zum Admiral befördern. Vielleicht würde man sie aber auch wegen ihren zahlreichen Verstößen gegen Föderationsvorschriften aus der Sternenflotte ausweisen.<br>Mehrere Crewmitglieder liefen Janeway über den Weg. Sie alle trugen Tragetaschen, in denen sie ihr Hab und Gut aufbewahrten. Sie waren unterwegs zu den Luftschleusen und Transporterräumen.</p><p>Vier Stunden später traf Janeway kein Crewmitglied mehr in den Korridoren. Das Schiff schien völlig verlassen. Kathryn war unterwegs zum Maschinenraum. Die Türen glitten vor ihr auseinander und Kathryn betrat Technikzentrale. Auch hier war alles leer. Janeway ging bis zum Warpkern und starrte ihn eine Zeit lang an.<br>„Captain“, sprach sie eine vertraute männliche Stimme von Hinten an.<br>Janeway drehte sich um und sah Tuvok ins Gesicht. „Sie sind noch an Bord, Commander?“, fragte Kathryn.<br>„Sie auch, Captain“, meinte Tuvok.<br>„Es ist meine Pflicht, Tuvok“, entgegnete Kathryn. „Ich bin der Captain, ich gehe als letzte von Bord. Ich muss die Abschaltung starten. – Aber zuerst muss ich mich verabschieden.“<br>„Das menschliche Verlangen sich an leblose Objekte zu binden ist für mich unverständlich“, meinte Tuvok.<br>„Wie können Sie das sagen, Tuvok?“, fragte Janeway. „Die Voyager hat uns getragen, Commander. Sie hat uns immer treu dahin gebracht, wohin wir wollten. Sie hat uns ernährt und beschützt. – Sie hat sich immer gut um uns gekümmert.“<br>„Die Voyager hat sich nicht um uns gekümmert, Captain“, meinte Tuvok. „Sie ist nur eine Ansammlung von Schotts und Schaltkreisen. Sie hat getan, wofür sie gebaut wurde. Nichts weiter.“<br>„Sie haben wie immer Recht, Tuvok“, sagte Janeway. „Aber ich möchte mich trotzdem noch von ihr verabschieden.“<br>Tuvok hob eine Braue, während Janeway sich wieder zum Warpkern drehte und kurz mit der Hand an ihm herunterstreichelte. „Auf Wiedersehen, Voyager“, meinte Janeway mit einer Träne im Auge. „Du wirst mir fehlen.“ Kathryn drehte sich vom Warpkern weg und sah erneut Tuvok an: „Wir können gehen, Tuvok.“<br>Der Vulkanier nickte knapp. Nebeneinander verließen die beiden den Maschinenraum. Sie gingen zur nächsten Luftschleuse, die drei Decks höher lag.<br>Angekommen an der Schleuse, blieb Janeway noch einmal stehen. „Computer“, sagte Janeway. „Dreißig Sekunden Abschlatungsequenz initiieren.“<br>„Verstanden“, bestätigte der Computer. „Dreißig Sekunden bis zu Deaktivierung der Primärsysteme.“<br>Bis zur Deaktivierung blieben die zwei Offiziere in der Luftschleuse stehen. Danach gingen sie zur Shuttlerampe und nahmen den nächsten Flyer zur Erde.</p><p>„Es ist wunderschön“, meinte Seven of Nine, als sie zusammen mit Janeway am Haus deren Eltern stand. „Die Aufzeichnungen in der Voyager-Datenbank werden dem nicht gerecht.“<br>„Ich dachte mit, dass Ihnen das gefallen würde“, sagte Janeway. Kathryn hatte sich in einen Schaukelstuhl auf der Veranda gesetzt und die Füße aufs Verandageländer gelegt. Neben ihr war noch ein freier Schaukelstuhl.<br>Janeway trug ländliche Privatkleidung. Die Borg hatte wie immer ihren Anzug an. „Setzen Sie sich doch, Seven“, meinte Janeway und deutete auf den freien Stuhl.<br>„Dieser Stuhl sieht mir zu gebrechlich aus, Captain“, entgegnete Seven. „Er scheint zu wacklig.“<br>„Es ist ein Schaukelstuhl, Seven“, meinte Janeway und verdrehte grinsend die Augen. „Der soll so sein.“</p><p>„Moment, ich komme gleich“, rief eine müde Stimme aus dem Inneren des Hauses. Harry Kim hatte bereits dreimal an der Tür geläutet, doch niemand hatte ihm geöffnet. Nun hörte er Schritte näher kommen. Schritte, die er seit Jahren nicht mehr gehört hatte. Diese Schritte hatten nun die Tür erreicht und die zu ihnen gehörende Person öffnete sie.<br>„Hi, Mom“, meinte Harry.<br>Harrys Mutter musste zweimal hinsehen, bevor sie glauben konnte, dass der junge Fähnrich wirklich vor ihr stand.</p><p align="center"><b>***</b></p><p>"Captain Janeway“, sagte Admiral Owen Paris in seinem Büro zur ehemaligen Kommandantin der Voyager und schob ihr ein PADD rüber, „dies ist Ihr neues Schiff.“<br>Kathryn nahm das PADD und sah es kurz durch. „U.S.S. Carolina. Sovereign-Klasse.“<br>Janeway „blätterte“ das PADD weiter und auf dessen Display erschienen Zeichnungen des Schiffes. Janeway sah sie sich kurz an und flüsterte: „Grässlich.“<br>„Die Carolina ist noch in den Docks von Utopia Planetia“, fügte Paris hinzu. „Aber in circa drei Wochen wird sie fertig gestellt sein.“<br>„Um ganz ehrlich zu sein, Admiral“, begann Janeway und machte eine längere Pause. „Wenn ich schon nicht die Voyager behalten kann, würde ich gern wieder ein Schiff der Intrepid-Klasse haben.“<br>„Aber die Carolina ist zehnmal besser, als ein Schiff der Intrepid-Klasse“, sagte Paris. „Vertrauen Sie mir, Captain. Sie wird Ihnen gefallen, wenn Sie erst einmal das Kommando übernommen haben.“<br>„Admiral, Sie waren selbst einmal Captain“, begann Janeway zu widersprechen. „Sie wissen, wie stark die Bindung ist, die zwischen einem Kommandanten und seinem Schiff entsteht.“<br>„Ja“, nickte Paris. „Und deshalb weiß ich, dass Sie ebenfalls eine starke Bindung zur Carolina aufbauen werden.“<br>Janeway machte eine abwertenden Handbewegung: „Sie wissen doch genau, wie ich das meine, Sir“, schimpfte Janeway. „Ich will die Voyager!“<br>„Das steht aber nicht zur Debatte, Captain“, sagte Paris lauter, als zuvor. „Die Voyager ist Geschichte. Sie wird untersucht und danach ausgeschlachtet. Und Sie können daran rein gar nichts ändern.“<br>„War das Ihre Entscheidung, Sir?“, wollte Janeway wissen. „Ich frage nur aus reinem Interesse.“<br>„Der Befehl kam von ganz oben, Captain“, antwortete der Admiral. „Der Kommandant der Raumflotte war der Meinung, dass sich eine Umrüstung nicht lohnen würde. Und ich stimme ihm zu. Ich kann und will nichts an der Außerdienststellung der Voyager ändern.“<br>Die Türen des Büros öffneten sich, ohne ein vorheriges Klingeln. Ein Commander der Logistikabteilung kam in den Raum gelaufen und stellte sich vor Paris: „Sir, wir haben soeben einen Notruf von einem unidentifizierten Raumschiff empfangen.“<br>„Stellen Sie ihn zu mir durch“, verlangte der Admiral.<br>Der Commander nickte und verließ das Büro eiligst. Wenig später piepte Paris’ Computer. Der Admiral berührte eine Sensorfläche und das Gerät erwachte zu elektronischem Leben: Auf dem Bildschirm erschien das Föderationslogo, darunter, etwas kleiner, das der Sternenflotte.<br>„Computer, Playback des Notrufs“, befahl Paris, während Janeway um den Tisch kam, um den Bildschirm einsehen zu können. Doch auf diesem war nur Schnee zu sehen. Akustische Störungen drangen aus den Kom-Lautsprechern des Büros. Dazwischen bruchstückhafte Teile eines Notrufes: „…Captain Alex T. Simmons vom Zeitschiff Enterprise… 29. Jahrhundert… Spezies 8472… unterwegs zur Erde….“<br>Damit endete der Notruf und auf dem Bildschirm erschien wieder das Föderationswappen. Paris berührte seinen Kommunikator: „Paris an Starfleet-Communications, die Quelle des Notrufs ermitteln.“<br>„Hier spricht Commander Hawkins, Sir“, meldete sich der zuständige Offizier. „Die Quelle des Signals befindet sich im Alpha-Centauri-System. Unsere Langstreckensensoren orten dort zwölf Schiffe unbekannter Herkunft. Elf davon sind auf organischer Basis.“<br>„Admiral“, sagte Janeway. „Sie sollten sofort alle Verfügbaren Schiffe zu diesem System schicken. Wir stehen vor einem großen Problem.“<br>Paris nickte. „Ich schicke alle Schiffe in Reichweite.“<br>„Sie wollten wirklich alle Schiffe schicken“, meinte Janeway. „Auch die alten, die außer Dienst gestellt, aber noch flugtauglich sind.“<br>„Mehrere Schiffe der Constitutionklasse befinden sich bei Utopia Planetia im Trockendock“, sagte Paris.<br>„Die Voyager auch“, fügte Janeway hinzu.<br>„Einverstanden“, nickte Paris. „Für diese Mission wird sie noch einmal reaktiviert. Aber danach übernehmen Sie die Carolina, verstanden?“<br>Janeway nickte erfreut: „Ja, Sir.“</p><p align="center"><b>***</b></p><p>„Tom, wir sind es Captain Janeway schuldig“, versuchte B’Elanna Torres ihren Mann davon zu überzeugen, dass es auf jeden Fall das richtige war, für eine letzte Mission auf die Voyager zurückzukehren.<br>„Und was ist mit Miral?“, fragte Tom. „Sollen wir sie allein hier lassen?“<br>„Wir können sie zu deinen Eltern bringen, Tom“, antwortete B’Elanna. „Oder zu meinem Vater.“<br>„Es ist dir also wirklich ernst mit dieser Mission“, erkannte Tom. „Sonst hättest du niemals vorgeschlagen unsere Tochter zu deinem Vater zu bringen.“<br>„Es ist mir sehr ernst mit dieser Mission“, entgegnete B’Elanna. „Captain Janeway hat uns nach hause gebracht. Trotz aller Widrigkeiten. – Sind wir ihr da nicht etwas schuldig?“<br>„Es wäre unehrenhaft, wenn wir sie allein ziehen lassen würden?“, fragte Tom vorsichtig.<br>„Ja“, antwortete seine Frau. „Ja, genau. – Die Ehre verlangt es von uns. Und zwar unsere Ehre als Sternenflottenoffiziere.“</p><p>Das Kominterface des Computers begann mitten in der Nacht zu piepen. „Computer, Licht!“, befahl Chakotay. Der Computer gehorchte.<br>Chakotay sah an seine Seite, an der Seven of Nine lag. Sie öffnete in diesem Moment ihre Augen.<br>„Guten morgen“, meinte sie.<br>„Guten morgen“, sagte auch Chakotay. „Eigentlich ‚Gute Nacht’. Es ist drei Uhr morgens.“ Chakotay verließ das gemeinsame Bett, zog sich eine Hose an und ging zum nahen Computer, der auf einem Schreibtisch stand.<br>„Bericht, Computer“, verlangte Chakotay.<br>„Eine Kom-Transmission wartet“, antwortete der Computer.<br>„Auf den Schirm“, befahl Chakotay.<br>Auf dem Bildschirm des Computers erschien Captain Janeway, die offenbar in ihrem Bereitschaftsraum auf der Voyager saß. Das Bild zeigte ihr völlig ernstes Gesicht. „Tut mir leid Sie zu stören, Chakotay“, sagte Janeway. „Aber das kann nicht warten.“<br>„Worum geht es, Captain?“, wollte Chakotay wissen.<br>„Eine zukünftige Version von Spezies 8472 wird morgen früh die Erde erreichen und angreifen“, antwortete Kathryn. „Admiral Paris versammelt alle verfügbaren Schiffe im Sektor, auch die Voyager soll mit von der Partie sein. – Dazu brauche ich aber meine Crew zurück.“<br>„Die Sternenflotte will mich zurück?“, fragte Chakotay ungläubig.<br>„Sie, die restlichen Maquis und Seven“, sagte Janeway nickend. „Ich weiß, Sie haben mit der Sternenflotte abgeschlossen, aber ich brauche Sie, Chakotay. – Bitte.“<br>Chakotay überlegte kurz und nickte dann. „Einverstanden.“<br>„Wissen Sie, wo Seven of Nine ist?“, wollte Janeway wissen. „Ich kann sie nirgends erreichen.“<br>„Lassen Sie mich das erledigen, Captain“, meinte Chakotay. „Seven und ich werden in zwei Stunden auf der Voyager sein.“<br>„Danke, Chakotay“, sagte Janeway lächelnd.<br>„Nicht der Rede wert“, entgegnete dieser.</p><p>Die Voyager befand sich in den Docks von Utopia Planetia. Die komplette Schiffsenergie war wiederhergestellt worden. Und die letzten Crewmitglieder hatten sich vor wenigen Minuten an Bord gemeldet.<br>„Wie sieht es mit den Reparaturen aus, B’Elanna?“, fragte die in ihrem Bereitschftsraum sitzende Kathryn Janeway, obwohl sie glaubte die Antwort zu kennen: ‚Es wird noch mindestens drei Stunden dauern, um…’.<br>„Fast fertig, Captain“, kam jedoch die Antwort via Interkom. „Ich nehme gerade noch die letzten Einstellungen an der Ablativpanzerung und den Transphasentorpedos vor.“<br>„Gute Arbeit, B’Elanna“, lobte Kathryn. „Machen Sie weiter. – Janeway Ende.“</p><p>Kathryn kam aus ihrem Bereitschaftsraum und betrat die Brücke. „Bericht!“<br>„B’Elanna hat sich gemeldet“, antwortete Chakotay, der in seinem Sessel saß. „Sie hat die Reparaturen abgeschlossen. Wir warten nur noch auf Ihren Startbefehl, Captain.“<br>Janeway sah zu Seven of Nine, die an der Station direkt hinter Chakotay stand. Sie lächelte Janeway an. Kathryn war etwas überrascht über dies, ließ sich aber nichts anmerken. Stattdessen setzte sie sich in ihrem Kommandosessel.<br>„Mister Paris“, sagte sie zum Steuermann. „Aktivieren Sie die Manövrierdüsen an Achtern.“<br>Tom berührte einige Sensorflächen an der Conn und meldete dann: „Manövrierdüsen gestartet, Captain.“<br>Janeway nickte. „Bringen Sie uns raus.“<br>Paris startete den Antrieb und flog die Voyager aus dem Raumdock von Utopia Planetia. Draußen angekommen schloss sich die Voyager einer gewaltigen Flotte an und flog mit ihr in Richtung Alpha Centauri.</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/0801_01.jpg" width="500" height="346"></p><p align="center"><b>***</b></p><p>Die Flotte näherte sich dem Alpha Centauri System. Die fünfzig Schiffe aller jemals existierender Klassen von Sternenflottenraumschiffen bildeten eine Art von Verteidigungsperimeter.<br>Janeway stand im Kommandobereich auf der Brücke der Voyager. Es herrschte Alarmstufe Rot sowohl an Bord der Voyager, wie auch an Bord der anderen Raumschiffe der Flotte. Und sogar die Erde war im Alarmzustand. Bewaffnete Offiziere standen in fast jeder Straße und hofften darauf nicht zum Einsatz zu kommen.<br>Kathryn ging auf der Brücke nervös auf und ab. Fast drei Jahre waren seit ihrer letzten Begegnung mit Spezies 8472 vergangen und damals waren sie ihnen mehr oder weniger freundlich gesinnt. Doch diese 8472 kamen aus der Zukunft und offenbar hatte sie dort jemand oder etwas provoziert.<br>„Wir erreichen jetzt Alpha Centauri“, meldete Tom Paris an der Conn.<br>„Auf Impuls verlangsamen“, entschied Janeway. „Mister Kim, können Sie die Schiffe orten?“<br>Harry sah kurz auf die Anzeigen, die ihm seine Station boten: „Ja, Captain“, bestätigte er und legte sie auf den Wandschirm. Dort erschienen zehn Schiffe von Spezies 8472, sowie die Enterprise, das Zeitschiff aus der Zukunft. Sie befanden sich in einem heftigen Kampf gegeneinander.<br>Janeway sah sich zu ihren Offizieren um, die das Spektakel gebannt und schockiert auf dem Wandschirm beobachteten.<br>Kathryn ging zurück zu ihrem Kommandosessel und ließ sich dort nieder. Sie schlug die Beine übereinander. „Mister Tuvok“, sagte sie. „Kampfstationen!“<br>Der Vulkanier gehorchte und aktivierte einen weiteren Alarm.<br>„Die Ablativpanzerung aktivieren“, befahl Janeway. „Tuvok, die Transphasentorpedos ausrichten und abfeuern!“<br>Die Voyager und die übrigen Schiffe der Flotte eröffneten das Feuer. Mehrere gegnerische Raumschiffe wurden vernichtet. Doch die 8472-Flotte schien und schien nicht kleiner zu werden.<br>„Captain“, meldete Harry. „Für jedes vernichtete 8472-Schiff taucht ein neues auf.“<br>„Und von wo?“, wollte Chakotay wissen.<br>Seven of Nine, die an der Station direkt hinter dem Kommandobereich stand, sah kurz auf die sich ihr darbietenden Anzeigen. „Sie tauchen von einer Stelle mit den Koordinaten 174,369 Markierung sechs auf.“<br>„Und was ist dort?“, fragte Janeway. „Vielleicht ein Temporaler Riss?“<br>„Negativ, dann gäbe es dort einen ungewöhnlich hohen Ausstoß von Tachionpartikeln“, meinte Seven.<br>„Tuvok, feuern Sie einen Transphasentorpedo auf diese Koordinaten“, entschied Janeway zögernd.<br>Tuvok gehorchte und feuerte den Torpedo. Janeway und der Rest der Brückencrew verfolgten dessen Flugbahn auf dem Wandschirm. Er jagte dem von Seven beschriebenen Punkt entgegen und traf dort auf etwas Festes. Es gab eine gigantische Explosion und plötzlich wurde ein Raumschiff sicher. Ein riesiges Raumschiff. So enorm große, dass ein Borgkubus dagegen winzig gewirkt hätte. Es verdeckte die Sonne des Systems und brachte einen enormen Schatten über die kämpfenden Flotten.<br>Kathryn starrte zum Wandschirm. Entsetzen war deutlich in ihrem Gesicht zu kennen: „Mein Gott“, flüsterte sie…</p><p align="center"><img border="0" src="/_legacy_inhalte/upload/newsbilder/voyager8/continued.gif" width="231" height="44"></p><p align="right"><b><font size="1"><font>ABSCHIEDE<br></font>BASED UPON "STAR TREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY<br>CREATED BY RICK BERMAN &amp; MICHAEL PILLER AND JERI TAYLOR<br>PRODUCED FOR <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> NETWORK<br>EXECUTIVE PRODUCERS MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>CO-EXECUTIVE PRODUCER ANDREAS KREBS<br>PRODUCER SARAH OSTSIEKER CO-PRODUCER TIM PRUESSMANN<br>PRODUCTION-DESIGNER PARTICK VENETZ<br>WRITTEN BY SEBASTIAN OSTSIEKER<br>ADAPTED FROM A STORY BY MAX S. PFAFFSTALLER &amp; SEBASTIAN OSTSIEKER<br>TM &amp; Copyright © 2001 by <a href="http://www.treknews.de">TREKNews</a> Network. All Rights Reserved.<br>"STAR TREK" is a registered trademark and related marks are trademarks of PARAMOUNT PICTURES<br>This is a FanFiction-Story for fans. We do not get money for our work!<br>Production-Code #273</font></b><br></p>]]></description><guid isPermaLink="false">520</guid><pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
