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einz1975

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Über einz1975

  • Geburtstag 02.08.1975

Basis-Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Berlin

Detail-Informationen

  • Vorname
    Matthias
  • Nachname
    Göbel
  • Postleitzahl
    10365
  • Land
    D

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  1. einz1975

    Hugh Howey - Sandtaucher

    Wer die letzten Jahre Hugh Howey verfolgt hat, der hat unsere Welt schon mehr als einmal untergehen sehen. Meist haben wir selbst die Schuld am Ende unserer Zivilisation und auch diesmal scheint es so, dass wir es mal wieder geschafft haben. Trockenheit durchzieht die gesamte Landschaft und Wasser ist kostbares Gut. Ich muss gestehen, dass ich mich gleich an Mad Max erinnert gefühlt habe und auch später kommen recht starke Ähnlichkeiten hinzu. Einige Menschen haben diese Katastrophe überlebt und siedeln in kleinen Ortschaften mitten in den Wüstenlandschaften. Um überleben zu können, haben die Menschen im Lauf der Zeit das Sandtauchen entwickelt. Hierbei kann man mit einem Anzug, Visier und den richtigen Stiefeln in den Sand eintauchen und mehrere hundert Meter tief in die Erde eindringen. Das klingt nicht nur abgefahren, es wird auch so beschrieben, wobei mir manchmal etwas die Vorstellungskraft dafür doch gefehlt hat. Die Geschichte wird jetzt aus der Sicht mehrerer Personen aufgebaut. Am Anfang haben wir zwei Taucher, welcher einen sehr gewagten Tauchgang vollziehen. Tiefer als sie jemals vorgedrungen sind, sollen sie eine vor vielen Jahren verschollene Stadt wiederentdecken. Nicht alles läuft dabei glatt... Dann gibt es zwei Jungs, welche von ihrem Vater erzählen und sie an ihn erinnern, indem sie zelten gehen. Zuletzt haben wie eine junge Frau, welche sich mit ihrem Gefährten auf dem Weg macht reich zu werden. Seite für Seite führen die einzelnen Stränge langsam zusammen und er erzählen dabei das Leben in dieser unwirklichen Welt. Der Sand ist überall und allgegenwärtig. Er kriecht durch jede einzelne Ritze und macht nicht nur den Bewohnern das Leben schwer, sondern er ist der Herr über Leben und Tod. Das Howey die Geschichte so kleingeteilt hat ist leider irgendwie überflüssig. Im Endeffekt dreht sich alles um den Bruch einer Familie und das zufällige Wiederfinden im endlosen Meer der Wüste. Allein solche Zufälle sind doch wirklich etwas zu einfach gestickt. Das gewaltige Ende war ebenfalls völlig unnötig, denn nur um der Action willen, hätte es keine so unnötige Auseinandersetzung geben müssen. Dennoch macht der Roman eins, man fragt sich unaufhörlich: Wie soll das mit dem Tauchen im Sand funktionieren? Wer am Strand schon einmal seine Füße in den weichen Sand gesteckt hat, der wird die ersten Zentimeter schnell eingesunken sein, hier sollen es jedoch mehre Meter sein und da kommt die Science-Fiction ebenen zur Hilfe. Schade das dieser Anzug dazu nicht wirklich erklärt wird. Hier und da ein Hinweis, aber die genaue Funktion und der Aufbau bleiben ein Geheimnis. Das Feuerwerk möchte gegenüber der Story dennoch nicht gänzlich zünden. Es gibt nette Beschreibungen und selbst einige der Figuren sind gut ausgebaut und greifbar, allerdings zerfällt an anderen Stellen genau diese aufgebaute Atmosphäre und man erinnert sich, so etwas ähnliches schon einmal gelesen/gesehen zu haben. Irgendwie schade, denn Hugh Howey war mit Silo, Level und Exit eindeutig stärker unterwegs. Fazit: Fließend wie Wasser und genauso gefährlich in der Tiefe. Hugh Howey lässt den letzten Menschen der Erde nur noch den Sand als Lebensraum. Mit einer schier unmöglichen Idee können sie jedoch in die Tiefen des Sandes tauchen und finden dabei längst vergessene Städte. Die hier verlorengegangene Familie findet dabei ihre eigene Vergangenheit und dank seltsamer Zufälle kommt die fade Story voran. Ich war begeistert von der Tauchidee, jedoch enttäuscht vom Grundgerüst. Wer „Planet der Affen“ oder „Mad Max“ mag, wird hier ebenfalls sehr viele Parallelen entdecken können, nur eben öfter unter und nicht über der Erde. Matthias Göbel Autor: Hugh Howey Übersetzung: Andreas Decker Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Piper Verlag Erscheinungsdatum: 01.10.2019 ISBN: 9783492705578
  2. einz1975

    René Auberjonois gestorben

    René Auberjonois Vater war Journalist und verheiratet mit der französischen Prinzessin Laure Louise Murat. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zogen sie nach Paris, wo sich Auberjonois im Alter von sechs Jahren entschied Schauspieler zu werden. Wenig später zogen sie nach New Yorker, wo er später seinen Mentor John Houseman kennenlernte. Mit 16 Jahren hatte er seinen ersten Job am Theater. Zusammen mit seiner Familie zog er nach London um, wo Auberjonois den High-School-Abschluss machte und weitere Theaterauftritte hatte. Es zog ihn wieder in die USA, wo er seinen Bachelor of Arts im Fach Drama an der Carnegie Mellon University in Pennsylvania machte. Für seinen Auftritt in dem Broadway-Musical über Coco Chanel, Coco mit Katharine Hepburn, gewann er einen Tony Award. Auberjonois erste Filmauftritte hatte er 1970 in der Serie M.A.S.H.. Danach folgten weitere Nebenrollen in erfolgreichen Filmproduktionen wie "Die Hindenburg", "King Kong", "Starsky & Hutch" und "Drei Engel für Charlie". 1980 übernahm er eine Rolle in der Fernsehserie "Benson", in der er sechs Jahre lang Clayton Endicott III darstellte. Seinen ersten Kontakt zu Star Trek hatte er 1991 in der Rolle des Colonel West in "Star Trek VI: Das unentdeckte Land", jedoch wurde diese Szene weitgehend aus der Kino- und Fernsehfassung des Films herausgeschnitten. Der gro0e Durchbruch gelang ihm nur kurze Zeit später in der Star-Trek-Produktion - "Star Trek: Deep Space Nine". Von 1993 bis 1999 spielte er den Formwandler Odo. Danach kehrte er zum Theater zurück und übernahm die Rolle des Professor Abronsius in "Dance of the Vampires". Bis zu seinem Tod arbeitete er an Projekten und sein letzter Film "First Cow" kam in diesem Jahr ins Kino. Nebenbei arbeitete er auch als Synchronsprecher z.B. für Disneys "Arielle, die Meerjungfrau", "Pound Puppies – Der Pfotenclub" und in der Uncharted-Videospielreihe sprach Auberjonois die Rolle des Karl Schaefer. 1999 wurde er mit dem OFTA Television Award als Bester Darsteller ausgezeichnet und zwei Mal war er für den Emmy nominiert. Auberjonois war mit der Schauspielerin Judith Mahalyi verheiratet und hinterlässt zwei Kinder, darunter den Schauspieler Remy Auberjonois. Die Redaktion trauert zu tiefst und drückt ihr Mitgefühl der Familie und Freunden aus. Wir haben nicht nur ein bekanntes Gesicht zu einen der besten Star Trek Serien verloren, sondern auch einen herausragenden Schauspieler und einen charismatischen Menschen.
  3. einz1975

    Dorothy Fontana verstorben

    Dorothy Catherine wurde 25. März 1939 in Sussex County, New Jersey geboren. 1960 stieg Fontana als Drehbuchautorin bei "Raumschiff Enterprise" ein. Star Trek: The Original Series (TOS): „Tomorrow Is Yesterday“, „Friday’s Child“, „Journey to Babel“ und „The Enterprise Incident“ stammen aus ihrer Feder, sowie Star Trek: The Animated Series: „Yesteryear“. Ihre Art zu schreiben war beliebt und so konnte sie später auch einige Folgen für Star Trek: The Next Generation schreiben: „Mission Farpoint“, „Lonely Among Us“, „Too Short A Season“, „Heart of Glory“ und für Deep Space 9 schrieb sie „Dax“. Später kam noch Babylon 5 hinzu und neben Serien, wurde sie gern für Computerspiele, Bücher und Comics aus dem Star-Trek-Universum gebucht. Sie war in diesem Genre eine der ersten weiblichen Drehbuchautorinnin überhaupt. 2001 wurde Fontana von der American Screenwriters Association in die Screenwriting Hall of Fame aufgenommen. Die Writers Guild of America zeichnete sie 2002 mit dem Morgan Cox Award aus. Dorothy Catherine starb am 02. Dezember 2019 im Alter von 80 Jahren.
  4. Mit Büchern kann man eigene kleine Universen erschaffen und auch Bernd Perplies hat sich mit diesem Buch diese Aufgabe gestellt. In einer fernen Zukunft haben sich unterschiedliche Völker und Rassen zu dem galaktischen Domenaion verbündet. Neben den Menschen gibt es noch andere Aliens, welche der Autor mit unterschiedlichen Erzählweisen dem Leser nahebringt. Alle leben auf Planeten und alle leben in dem bekannten Teil der Galaxis. Alles was sich darüber hinaus erstreckt ist die pure Leere des Alls, das Nichts, die Dunkelheit und für viele auch der Ausdruck für – Der Abgrund. Genau in diesen schauen Wissenschaftler schon seit vielen Jahrhunderten und immer wieder erwarten sie, dass daraus das personifizierte Böse kommen wird und genau das passiert eines Tages wirklich. Doch bevor es galaxieumgreifend wird, erleben wir eine kleine Rettungsmission der Raumretter unter Captain Bendis Kahain und seinem Raumschiff der „Leitstern“. Schon jetzt werden einige Figuren präsentiert, welche uns bis zum Ende hin begleiten werden. Die Retter sind nicht immer ganz so geradlinig bei ihrer Bergung, hier und da verschwindet schon mal ein Teil oder ein wenig Ladung, aber grundlegend sie die herzensgut und ihrer Taten bewusst. Jetzt kommt der etwas kompliziertere Teil der Geschichte, denn Perplies versucht auch die Gesellschaft und das soziale Leben seines kleinen Universums zu erläutern. Hier reisen Ritter durch das All, die im Auftrag der Regierung für Recht und Ordnung sorgen. Politisch werden auch einige Dinglichkeitssitzungen abgehalten, denn eine Welt nach der anderen scheint angegriffen zu werden. Selbst die besten Schiffe der Flotte können gegen diesen Gegner nichts ausrichten. Der Untergang scheint so gut wie besiegelt. Doch wie es das Schicksal will, kann Kahain mit seinem Team einen Wissenschaftler retten und doch bleibt die Frage, wie man diese Bedrohung aufhalten kann. Um was genau es sich handelt, kann man sich schnell denken, allein schon die Anzahl der Gegner lässt eine Vermutung aufkommen. Dennoch hält der Autor die Spannung gut oben und präsentiert erst spät das eigentliche Geheimnis. Vielmehr nimmt er sich unermüdlich viel Zeit und bringt die Figuren in die richtige Position. Hier ein kleines Wortgefecht und da ein Angriff, da wird Abwechslung geboten und diese wird herzlich willkommen geheißen. Der Zwist zwischen den beiden Schiffskapitänen wird schließlich auch aufgelöst und selbst hier versucht der Autor den Leser bei seinem Moralverständnis zu locken. In der Geschichte selbst trifft man ebenfalls auf allerhand Skrupellosigkeit, aber vielleicht gibt es gar keinen anderen Ausweg, oder doch? Zumindest wird euch die Raumrettertruppe gut unterhalten. Neben dem Kapitän gibt es so einige andere vielschichtige Figuren, wobei die Gegner selbst das dunkle Geheimnis bleiben. Mir haben auch die unterschiedlichen Völker sehr gut gefallen. Egal ob Aussehen oder ihre Art der Kommunikation, hier wird der Fantasie freien Lauf gelassen. Vielleicht geht die Reise der Leitstern irgendwann einmal weiter, zumindest könnte ich mir eine Fortsetzung gut vorstellen. Fazit: Der Abgrund mit seiner unermesslichen und gefährlichen Tiefe liegt nicht immer nur vor deinen Augen, manchmal auch in dir selbst. Bernd Perplies präsentiert einen klassischen Sci-Fi-Roman mit starken zwielichtigen Charakteren und einer Bedrohung, welche so unglaublich klingt und einen doch so natürlichen Ursprung hat. Das Leben zu schützen ist die Hauptaufgabe, um die es allen Rettern und Rittern geht, doch wie weit darf man über Leben und Tod wirklich entscheiden? Ein für sich schön geschlossenes eigenes Universum erlebt einen Schreckensmoment und eine unbedeutende Schiffscrew wächst über sich hinaus. Keine Angst vor dem Abgrund, das Licht ist allgegenwärtig. Matthias Göbel Autor: Bernd Perplies Taschenbuch: 365 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Verlag Erscheinungsdatum: 31.10.2019 ISBN: 9783404208753
  5. ...und plötzlich waren da diese Raumschiffe am Himmel. Der Wunsch, dass die Götter eines Tages wirklich zu uns kommen, ist in jeder Religion irgendwie verankert. Doch schon beim Anblick dieser Götter aus dieser Geschichte, muss man erst einmal schmunzeln. Alte menschliche Männer mit langen weißen Bärten und so gebrechlich wie ein getrocknetes Blatt. Der Autor spielt schon hier mit der Vorstellungskraft und verlangt noch einiges mehr vom Leser. Diese Alten berichten, dass sie damals die Saat auf die Erde gebracht hätten, damit wir Menschen entstehen können. Jetzt sei ihre Zeit gekommen, in der ihre Zivilisation ein Ende findet und sie wollen sich von ihren "Kindern" pflegen lassen. Eine schon sehr abgefahrene Idee und trotz der Kürze, hat Liu immer noch eine Steigerung der Geschichte paart. Die anfängliche Euphorie kippt um zu einer kompletten Ablehnung. Die Menschen wollen die Götter nicht mehr, denn sie liegen ihnen einfach nur zur Last. Ob Essen, Platz oder pure Anwesenheit, die Götter werden nicht so behandelt wie sie es erwartet haben oder wie es sich für Kinder gegenüber ihren „Eltern“ gehört. Es ist doch sicher mehr als Anstand seinen Schöpfer zur Seite zu stehen, wenn er alt wird und nicht mehr selbst für sich sorgen kann oder? Die Frage bekommt jedoch weiteren Tiefgang vom Autor, denn auch die Götter selbst haben Schuld, dass es ihnen jetzt so schlecht geht. Wer kann hier jetzt Richter spielen und entscheiden was richtig ist und was nicht? Cixin Liu schreibt dabei wie gewohnt global und technisch sattelfest. Detailliert schildert er die Raumschifftechnologie und kehrt zurück zum Zusammenleben einer einfachen Familie in einem chinesischen Dorf. Alt und neu treffen hier aufeinander wie Alt und Jung. Ohne zu weit in der Geschichte herum zu stochern konzentriert er sich auf den moralischen Aspekt und das menschliche Dilemma der Uneinigkeit. Was wäre alles möglich, wenn wir zusammen an einem Strang ziehen würden? Wie viel Leben hätten wir schon auf andere Planeten gebracht und wie liebevoll wäre der Umgang egal welcher Herkunft, Alter oder Geschlecht? Ein schöner Denkanstoß und trotz der Tragik irgendwie auch komisch. Fazit: Eine Suppe für den Gott, auch wenn man ihn gar nicht mehr mag! Wo kommen wir Menschen her und wie würden wir reagieren, wenn plötzlich unsere Erschaffer vor uns stehen würden? Cixin Liu hat neben Sciencefiction eine stark soziale Komponente in die Geschichte eingefügt, welche die Figuren, trotz des geringen Umfangs, perfekt ausmalt und den Lerneffekt für den Leser unterstreicht. Wir sind und bleiben alle nur Kinder, alles eine Frage der Perspektive. Matthias Göbel Autor: Cixin Liu Übersetzung: Marc Hermann EBook: 100 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 01.04.2019 ISBN: 9783641253998
  6. Bevor der Autor Joe Schreiber sich mit Darth Scabrous beschäftigt hat, schickte er Star Wars schon einmal in dunkle Tiefe Abgründe. In "Der Todeskreuzer" traf ein Gefangenenschiff auf einen verlassenen imperialen Kreuzer, auf dem etwas Schreckliches erwacht war. So heftig hatte ich bisher Star Wars noch nicht erlebt und anscheinend war der Erfolg des Buches so groß, dass Schreiber noch einmal die Chance bekam erneut in die Hölle auf Erden abzutauchen. Der Roman fängt recht locker und leicht an. An einer Sith-Akademie irgendwo tief im All und zeitlich fast 4.000 Jahre vor "Eine neue Hoffnung", erfahren wir was es bedeutet ein Schüler der dunklen Seite der Macht zu sein. Nicht nur untereinander bekämpfen sich die Schüler, auch die Meister gehen nicht gerade zimperlich mit den Rekruten um. Verletzungen, Pein, Schmerz, Angst... alles nur die Anfänge dessen, was sie hier erleben müssen. Anfänglich dachte ich auch, dass könnte glatt ein entspannter Jugendroman werden... doch das sollte sich schon einige Seiten später ändern. Nachdem die Schüler und der mysteriöse Darth Scabrous etwas vorgestellt wurden, bekam auch langsam die helle Seite ihren Auftritt. Hestizo Trace hat die seltene Gabe der Macht mit Pflanzen kommunizieren zu können. Im Besonderen geht es dabei um eine schwarze Orchidee, welche von der Macht durchflutet wird wie kaum ein anderes Lebewesen. Die Jedi und die Pflanze bilden eine Symbiose für das Leben und genau hinter dieser Pflanze ist Darth Scabrous her. Den Grund dafür erfährt der Leser erst recht spät, wenn das Übel bereits freigelassen wurde. Mehr als ein Kopfgeldjäger macht sich im Namen des Darth auf die Suche und die meiner Meinung nach beeindruckendste Figur hat hier ihren Auftritt. Der sehr stark an einen Predator erinnernde Jäger schnappt sich die Jedi und der Roman wird immer schwärzer. Seite für Seite beginnt jetzt Joe Schreiber die Welt aufzubrechen und entlässt sie irgendwann wieder – Die Zombies. Da ich zuvor den Todeskreuzer las, wusste ich in etwa, was jetzt auf mich zukommt - Tod, Gemetzel, Verwesung - kurz gesagt: blutiger Horror. Da diesmal allerdings Sith und Jedi aufeinandertreffen, sind die Kämpfe um einiges geladener. Hier wird nicht nur das geliebte Lichtschwert benutzt, vielmehr auch die Macht selbst. Von Blitzen, Machtstößen bis Feuer ist alles vertreten. Eine besondere Überraschung war die Jedi, aber findet selbst heraus, welche Macht sie zusätzlich entfesseln kann. Im Endeffekt gibt es ab der Hälfte so gut wie keine Atempause mehr. Die Flucht vor den Horden Untoter beherrscht das Geschehen. Genau das fand ich zeitweise etwas zu viel. Die beklemmende und erdrückende Atmosphäre ist allgegenwärtig und da ist es egal, welche der Figuren es gerade erwischt. Irgendwann fängt man allerdings an zu ahnen was auf den nächsten Seiten zu passieren wird. Kratzende Geräusche und schmerzverzerrte Schreie sind so üppig, wie das Atmen der Überlebenden. Dennoch versucht Schreiber den Faden wieder zu fangen und scheidet dabei stark am Pool seiner Figuren. Das hier viele ihr Leben lassen werden: logisch. Das es nicht nur die eine Seite erwischt: richtig so. Das die Kreaturen sich nicht so leicht abschütteln lassen: so soll es sein. Doch wer bleibt übrig? Damit spielt er bis zum Ende hin und hat dabei ein paar unschöne Überraschungen für die Charaktere parat. Wenn ihr der Anfang noch harmlos fandet, die Steigerung hat es in sich. Nur Darth Scabrous hätte ich mir nicht so stereotypisch gewünscht. Fazit: Schreie ruhig toter Sith... solange du noch einen Kopf hast! Uralte Mächte zu verstehen und zu beherrschen bleibt ein schier unmögliches Unterfangen. Joe Schreiber lädt erneut die Zombieapokalypse ein, Einzug im Star Wars Universum Platz zu nehmen. Da diesmal Sith und Jedi mit von der Partie sind, gelingt der dunkle Ausflug erneut, auch wenn er etwas mehr vorhersehbarere Situationen beinhaltet. Würgender Todesgeruch auf unzähligen Seiten, bis das letzte Licht erlischt. Nichts für die Disneyfraktion, aber für alle die gern beim Lesen länger das Licht anlassen... Matthias Göbel Autor: Joe Schreiber Übersetzung: Andreas Kasprzak Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Erscheinungsdatum: 16.11.2012 ISBN: 9783641100506
  7. einz1975

    Star Trek - 3 Captains, 3 Geschichten

    Alles fängt sehr harmlos an. Die Enterprise-A befindet sich auf einer diplomatischen Mission. Eine Delegation soll zu einer Verhandlung gebracht werden, bis plötzlich ein seltsames und nicht zu identifizierendes Signal auftaucht. Kirk ist sofort Feuer und Flamme, denn es ist immer seine erste Aufgabe neue Zivilisationen und Völker kennen zu lernen. Also nehmen sie einen kleinen Umweg und schauen sich genauer an was Uhura da empfangen hat. Spock, Doktor McCoy, Chekov und ein paar Sicherheitsmitglieder nehmen an dem Außenteam teil und schon befinden wir uns wieder mitten in einer der bekannten klassischen TV Folgen. Nicht etwa wegen dem Trupp selbst, sondern eher das was passiert. In der zweiten Geschichte darf sich Captain Picard erneut einer Herausforderung stellen, welche er bereits im Kino überstanden hat - Der Nexus. In „Treffen der Generationen“ musste er zusammen mit Kirk versuchen einen Wissenschaftler aufzuhalten, welcher unbedingt in dieses kosmische Band wollte und im Endeffekt wird die Geschichte hier nur noch einmal, nahe dem Raum zu den Kinshaya, neu interpretiert. Picard hat diesmal jedoch deutlicher die Frage im Hinterkopf, ob er vielleicht selbst so reagieren würde, wenn er seine frisch gebackene Familie verlieren würde. Tod und Verlust rückgängig zu machen und ein erfülltes Leben leben, auch wenn es nur eine Illusion wäre… doch zunächst ist eine kleine Detektivarbeit nötig, um den Nexus vor feindlichen Mächten zu schützen. Zum Ende erleben wir William Riker als Admiral… das hatte er sich damals nicht träumen lassen und auch jetzt wirkt es immer noch recht unwirklich. Dennoch ist er sich seiner Pflichten und Aufgaben bewusst. Viel schwieriger wiegen dann genau diese Einsätze, in denen man am liebsten schon von Anfang an weglaufen möchte. Diese kurze Geschichte spielt direkt nach den Ereignissen der Star Trek – The Fall Reihe. Riker befindet sich auf der Titan, als er zu einem Einsatz gerufen wird. Er soll als Friedensvermittler zwischen zwei Völkern fungieren. Doch kommen ihm sofort alte Erinnerungen hoch, denn bereits zur Zeit auf der Enterprise hat er versucht hier zusammen mit Captain Picard eine Einigung zu finden. Was damals nicht funktionierte, soll jetzt möglich sein? Fazit zu „Miasma“: John Jackson Miller hat es geschafft, aus einer kleinen Novelle einen Leckerbissen für Zwischendurch zu schreiben. Die Figuren finden sich schnell in ihrer Rolle zurecht und er vergeudet keine Zeile in der nicht etwas Wichtiges passiert. Viele Erinnerungen an die Enterprise werden wach und die Auflösung am Ende liest sich rund und logisch. Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr solcher kleinen Geschichten gibt und zusammen würden sie wieder eine schöne Sammlung ergeben, welche am Ende die Serienausgaben komplettieren. Fazit zu „Der Stoff, aus dem die Träume sind“: Ohne Picard wäre das Universum schon längst en anderes. Der Nexus ist ein faszinierendes Phänomen, welches in dieser kleinen Geschichte tiefer beleuchtet wird, auch wenn seine Herkunft und sein Sein nicht wirklich erklärt werden. Spannend wird es trotzdem, da Picard sich erneut der starken und glücklichen Illusion erwehren muss. Vielleicht nicht so ausschweifend erzählt wie der Kinofilm, aber schön zu sehen, dass es ihn noch gibt und vielleicht löst eine der nächsten Generationen das Geheimnis. Fazit zu „Abwesende Feinde“: Im Großen und Ganzen erlebt man genau das, was der Titel einem schon verrät - Star Trek – The Original Series. Eine schön klassisch erzählte Geschichte, mit ein wenig mehr Action, toten Rothemden und einem Kirk, der seine Kameraden niemals im Stich lassen würde. Ich für meinen Teil war wie immer herrlich unterhalten und kann Fans der alten Serie diese kleine Geschichte ohne Bedenken in den E-Book-Reader legen. Fazit: Wenn man alle drei Geschichten in Ruhe durchgelesen hat, wird man sich danach einfach wünschen es würde unaufhörlich weitergehen. Die kleinen Einblicke und Anekdoten bringen einen zurück in die jeweilige Zeit und erinnern an spannende Momente mit seinen Lieblingscharakteren. Ebenfalls wird hier bewiesen, dass Star Trek selbst in Kurzgeschichten gut funktioniert. Diese Ausgabe ist ein sehr passendes kleines Geschenk für jeden Fan, der gern Zeit in Zeilen verliert. Matthias Göbel Autor: Greg Cox, James Swallow, John Jackson Miller Taschenbuch: 384 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 22.10.2019 ISBN: 9783959813846
  8. Jeder hat schon einmal von der Krankheit Alzheimer gehört und jeder weiß, dass sie degenerativ ist und unheilbar. Je mehr die Krankheit fortschreitet, umso schlimmer wird es mit dem Gedächtnis und irgendwann tritt unweigerlich der Tod ein. In „Transfusion“ von Jens Lubbadeh haben es Wissenschaftler wirklich geschafft ein Heilmittel für diese Krankheit zu finden. liana Kornblum, Wissenschaftlerin bei Astrada, ist maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt, doch passiert plötzlich etwas, welches ihr gesamtes Leben durcheinanderbringt. In Hamburg läuft ein Schiff mit fünf Kinderleichen ein und Astrada wird damit in Verbindung gebracht. War sie die letzten Jahre wirklich so blind? Hat sie wirklich nicht mitbekommen was hier gespielt wird? Allein diese Frage will der Leser beantwortet wissen und es kommt noch viel schlimmer. Während sie ein wenig in geheimen Akten ihres Kollegen forscht, stellt sich heraus, wie das Wundermittel Bimini wirklich entstanden ist. Da läuft es nicht nur der Wissenschaftlerin eiskalt den Rücken runter, auch als Leser ist man erst einmal geschockt und vor allem aber ist man gebannt, was sie noch alles herausfinden wird. Das der Pharmakonzern wackelt kann man sich denken, denn solch schlechte Presse führt immer zu einem verehrenden Aktienrutsch. Iliana geht der Sache genau auf die Spur und so gelangt sie nach Indien. Ob man nun selbst ein Kind hat oder es sich nur vorstellt, was der Autor hier in Zeilen verpackt hat, muss ihm selbst sehr schwer gefallen sein. Ein Leben für das Leben vieler anderer Menschen? Ist die Rechnung wirklich so einfach? Grundlegend soll es das Blutplasma sein, welches es möglich macht, dass dieses Mittel funktioniert. Dieses Thema ist nicht neu und aktuell gibt es jetzt erst kürzlich publizierte Daten, die zeigen, dass bestimmte Proteine im Blutplasma bestimmte Organe verjüngen können. Mit diesem Prinzip geht der Autor noch einen Schritt weiter und vor allem der Kollege von liana. Seine Experimente an sich sind schon grausam, wie skrupellos er sich sein Medikament herstellt bringt einem eine erneut ungewollte Gänsehaut. Der Kampf von liana wird am Ende noch um einiges heftiger, da sie nicht nur gegen den Konzern antritt, vielmehr muss sie sich auch um ihr eigenes Leben sorgen machen. Lubbadeh nimmt auch die Presse mit ins Boot und versucht auch sonst alle Schritte seiner Personen so logisch wie möglich zu erklären. Für meinen Geschmack funktioniert das sehr gut. Kurze Dialoge mit passendem Inhalt und schön abwechslungsreiche Schauplätze lassen der Story kaum eine Atempause. Iiana ist in dieser Geschichte auch mehr als nur die Heldin, welche alles aufdeckt, vielmehr sieht man hier auch schön den Kampf mit ihrem Gewissen, gegenüber ihrem Kind, ihrem kranken Vater und dem Menschsein. Denn erst wenn wir alle so handeln würden wie die Chefetage dieser Firma, wäre unsere Welt wirklich am Ende. Ein passender Ausflug in die über leichengehende Wirtschaft und der tödliche Eigensinn. Fazit: Die pharmazeutische Industrie entdeckt, entwickelt, produziert und vermarktet Arzneimittel oder Arzneimittel zur Verwendung als Medikamente, die Patienten verabreicht werden sollen, um sie zu heilen, zu impfen oder die Symptome zu lindern... und was wenn diese Medikamente durch unbeschreibliches Unrecht hergestellt werden? Jens Lubbadeh hat eine hemmungslos starke Geschichte über die Medikamentenindustrie geschrieben, welche euch noch nach dem Lesen beschäftigen wird. Die Story hat eine ausgewogene Balance zwischen Wahrheit und Fiktion und enthält unvergessliche grausame Bilder. Mögen wir in der Wirklichkeit ein Mittel gegen Alzheimer finden, aber hoffentlich auf einem anderen Weg. Matthias Göbel Autor: Jens Lubbadeh Klappenbroschur: 384 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 11.11.2019 ISBN: 9783453320086
  9. einz1975

    Anthony O'Neill - Dark Side

    So schön er abends immer leuchtet, in der Zukunft wird der Mond mehr sein als ein kahler toter Trabant der Erde. Multimilliardär Fletcher Brass hat hier vor vielen Jahren die Kolonie Purgatory gegründet. Mit seinem Geld schuf er sich ein Reich, welches über viele Jahre hinweg gewachsen ist. Natürlich geschehen hier auch Verbrechen und genau aus diesem Grund, wird der frisch eingetroffene Polizeileutnant Damien Justus nach einem kleinen Interview mit der hiesigen Zeitung mit dem ersten Fall beauftragt – Ein Bombenanschlag. Währenddessen erfährt man als Leser, dass der Mond noch viel mehr ist als nur Vergnügungsstätte. Hier werden seit Jahrzehnten Experimente durchgeführt oder besser gesagt, Menschen leben hier und werden dabei beobachtet, was der Mond aus ihnen macht. Dabei sind es nicht immer Freiwillige, aber immer Schuldige. Die Verbrecher sind alle sehr unterschiedlich in ihren Taten, aber das Ergebnis war immer das selbe, Tod und Verderben für alle anderen. Plötzlich taucht ein Androide auf, welcher die niedergeschriebenen Gesetzte von Fletcher Brass derart wörtlich umsetzt, dass man schon mehr als nur ein paar Blutstropfen an seinen Händen finden wird. Nach dieser kurzen Einleitung war ich zeitweise wirklich überrascht, wie brutal hier Anthony O'Neill mit seinen Figuren umgeht. Manche halten nicht einmal fünf Seiten aus und segnen schon das zeitliche. Interessant fand ich die wissenschaftlichen Aspekte des Buches. Hier wird über die Auswirkungen gesprochen, was mit dem menschlichen Körper passiert, wenn er nicht mehr auf der Erde sein Zuhause hat. Neben der geringen Schwerkraft, welche dem Körper mehr schadet als nützlich ist, ist besonders die Strahlung und nicht zu vergessen die fehlende Atmosphäre überaus strapazierend für unseren Organismus. Dennoch ist der Mond ein Magnet und hier wird gefeiert und neuerdings auch in rauen Mengen gemordet. Das Spiel der Figuren führt am Ende unweigerlich zusammen, auch wenn es zwischendurch noch so einige Umwege gibt, welche der Autor gut erklärt und man sich einiges selbst zusammenreimen kann. Das Noir-Flair geht dabei niemals verloren, was nicht nur am Polizisten Damien Justus liegt. Vielmehr beschreibt der Autor die drückende und stickige Luft in jedem der Habitate so gut, als wäre man selbst vor Ort. Vielleicht an einigen Stellen etwas unpassend heftig, doch der Autor hat sich etwas dabei gedacht. Fletcher Brass ist nur mit dieser Kaltschnäuzigkeit jetzt da, wo er jetzt ist und seine selbsterdachten Gebote sind so nazistisch und rücksichtslos, dass sie jedem noch so klischeehaften Oberboss anzuheften wären. Das Spiel seiner Tochter ist auch recht offensichtlich. Damien hingegen bleibt bis zum Ende eine Figur, welche in all dem Chaos einen Täter findet und am Ende erkennen muss, dass auch er nur eine Schachfigur war. Komplex ineinander geschachtelt, aber leider etwas zu lang, denn all die Nebencharaktere helfen zwar die Welt und das Handeln zu unterstreichen, dennoch bleibt das Ziel identisch und der Schlussakt auch. Fazit: Selbst ein Quentin Tarantino hätte Freude an diesem düsteren Sci-Fi-Thriller. Wenn die Justiz bis zur Spitze durchgreift, rollt meist mehr als nur ein Kopf. Anthony O'Neill schickt den Leser auf eine Reise zur dunklen Seite des Mondes und lässt ihn auch vom Inhalt her dort. Mord, Verschwörung und ein zynischer Ausblick das Ende eines Machtbesessenen, der bis zum Ende nicht versteht, dass er schon lange machtlos war. Hart im Wort und in den Taten, darf man auch mal Erwachsen ein Buch zum Mond vorschlagen. Matthias Göbel Autor: Anthony O'Neill Übersetzung: Gerd Rottenecker Paperback: 416 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 01.07.2017 ISBN: 9783426518656
  10. Im ersten Band wurden uns die fünf Teenager in einem spannenden Abenteuer vorgestellt und schon dort konnten sie beweisen, was alles in ihnen steckt. Neben dem Kampf gegen König Zarkon, stehen die Paladine von Voltron weiterhin allein dem Galra-Imperium entgegen. Ein Hilferuf von einem Minen-Planeten führt sie mitten in eine Schlacht. Dank der Stärke von Voltron verhelfen sie den Siedlern zur Flucht, doch die Reise hat damit gerade erst begonnen. Ab jetzt beginnt die Suche nach den „Heiligen Jagdgründen“. Einfach wird die Reise nicht, denn so einige Hürden und Gefahren müssen genommen werden. Da haben wir zum einen ein riesiges Monster, welche einfach so im All schwebt. Selbst Voltron sieht im Vergleich dazu aus wie eine Ameise. Die Frage ist jetzt, ob es bösartig ist oder ob Voltron hier gar nicht erst kämpfen muss. Es werden noch einige andere Herausforderungen auf unsere fünf jungen Helden warten. Diesmal sind auch ihr Ausbilder und die Prinzessin mit dabei, welche sich als äußerst nützlich erweisen. Nebenbei wird recht spaßig miteinander geschäkert, was noch einmal deutlich für die Zielgruppe optimiert wurde. Die Kämpfe laufen meist nach einem ähnlichen Chema ab, auch wenn hin und wieder mit dem Kopf gearbeitet wird und nicht mit dem Schwert. Dennoch wirkt alles etwas zu schnell abgespult. Hier wären doch ein wenig mehr Infos zu den Gegnern interessant gewesen. Da Tim Hendrick (Avatar: Der Herr der Elemente) schon deutlich Erfahrung mit dem Genre hat, merkt man auch ähnliche Passagen und Elemente. Die Herausforderung lag eher daran Voltron mehr in den Vordergrund zu stellen, was bei den Kämpfen eindeutig funktioniert. Schön bunt und mit viel Schwung schießt und schlägt er sich durch Gegnerhorden. Sehr ebenbürtig, aber dank der Erfahrung der fünf Paladine, können sie langsam ihre Fähigkeiten sehr gut einsetzten. Oft etwas zu einfach gehalten, aber nette Manga-Emotionen, über die man schon schmunzeln muss. Fazit: Nur hier erfahrt ihr, wie es nach der ersten Staffel weitergeht. Gemischt mit Witz und Action, kann Voltron der legendäre Verteidiger mit seinen fünf Paladine das Zielpublikum weiter unterhalten. Nicht immer getreu der Story, aber leichte schnelle Kämpfe und kleine nette Ideen, lassen die Neuauflage ansprechend aussehen. Für sehr junge Leser geeignet, auch wenn es mal etwas düsterer wird, Voltron regelt das schon! Matthias Göbel Autor: Tim Hedrick, Mitch Iverson Zeichner: Digital Art Chefs, Mariko Yamashin, Übersetzer: Michael Schuster Softcover: 136 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 14.08.2019 ISBN: 9783959819466
  11. Schaut man zurück auf die ersten Folgen von Star Trek - The Next Generation, dann wird einem hier dieser Riker sehr bekannt vorkommen. Auf einer Mission viele Jahre zuvor, hat er zusammen mit einem alten Freund eine diplomatische Mission durchgeführt. Imprima ist ein in sich sehr geschlossener Planet und die Bewohner haben gegenüber Außenweltlern nicht die beste Meinung. Teller Conlon hat sich nach dieser Mission hier niedergelassen und war Ansprechpartner für alle Belange der Föderation. Plötzlich wird er jedoch vermisst und auch ein seltsam wichtiges Juwel. Riker bekommt von aller höchster Stelle die Aufgabe der Sache auf den Grund zu gehen und schon ist die Enterprise auf dem Weg. Das er allein die Mission bestreitet ist nicht wirklich wunderlich und das es auch eine kleine zweite Story gibt auch nicht. Hier darf sich erneut Data über das menschliche Verhalten wundern. Es geht um ein Holoprogramm, welches Riker vor seiner Mission nach Imprima geschrieben hat. Ein Baseballspiel einer der wenigen kanadischen Mannschaften, welche es in die amerikanische Profiliga geschafft haben. Wer als Laie schon einmal versucht hat ein Baseballspiel zu schauen, der war mehr als einmal über manch Regel und System verwundert. Genau darum geht es hier auch, denn neben dem eigentlichen Spiel, wird auch versucht zu erklären, wie Baseball funktioniert und das die Interaktion mit Trainer und Spieler mehr als entscheidend ist. Rikers Ermittlungen auf dem Planeten klingen schon nach den ersten Schritten nach einer sehr klassischen Abfolge von Detektiv und Actioneinlagen. Die ihm zur Seite gestellte Hüterin ist ebenfalls eher unsympathisch, nicht nur Riker gegenüber, auch dem Leser kommt sie eher suspekt vor. Schade das Picard so wenig in Erscheinung tritt und wenn, dann wirkt er auch eher nicht so intellektuell wie in der Serie. Seltsam fand ich auch den Kurzauftritt von Wesley Crusher. So wie hier beschrieben, hat er sich meiner Meinung nach nie benommen, aber vielleicht war es auch nur eine Phase. Datas Erlebnisse sollen eine Mischung aus den bereits gezeigten Interaktionen sein, verfehlen aber auch den tieferen Sinn seines Unterfangens. Immerhin kann Riker auf dem Planeten für ein wenig Spannung sorgen. Erst ein Kampf gegen wilde Tiere, dann ein Labyrinth und er schreckt auch nicht vor einem umfangreichen Messerkampf zurück. Das es immer wieder kleine Rückblenden mit Riker und seinem alten Freund gibt, mischt die Story ein wenig durch und dank kleiner Anhaltspunkte in den Dialogen, befinden wir uns schon tief in der Serie, so dass die Figuren sich eigentlich gefunden haben sollten. Hier jedoch wirken alle eher als Einzelgänger und der sonst so gelobte Teamgeist schwebt nicht wirklich in der Luft. Ob Imprima noch einmal in Erscheinung tritt mag ich auch bezweifeln, zumindest hat Riker sehr viel auf diesem Planeten gelernt, nicht nur dass, man sich besser um seine alten Freunde kümmern sollte, sondern auch, dass sein Charme Grenzen hat. Fazit: William Riker allein auf Mission und doch wirkt alles so bekannt wie eh und je. Das Zusammenspiel der Star Trek - The Next Generation Crew war schon damals ein Grund für den Erfolg, hier jedoch muss man eher danach suchen. Die Nebenstory von Data wirkt auch zu sehr gewollt und dennoch, wer es sehr einfach und altbewährt mag, findet hier eine kleine Randgeschichte mit winzigen Spannungskurven und Kurzauftritten aller Bordmitglieder. Matthias Göbel Autor: Michael Jan Friedman Übersetzung: Andreas Brandhorst Taschenbuch: 360 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 25.02.2014 ISBN: 9783641115395
  12. einz1975

    Daniel H. Wilson - Das Implantat

    Wissenschaft und Technik haben uns dahin gebracht wo wir heute stehen. Vieles ist dabei besser geworden und hat uns Menschen auch verändert. Nehmen wir nur einmal die Entwicklung des Handys, wer kommt heute schon ohne aus? In dieser beschriebenen Zukunft von Daniel H. Wilson kann durch ein Implantat Menschen geholfen werden. Es leiden unzählige an Epilepsie und auch heute schon kann man mit Technik diesen Menschen helfen. Dieses Implantat kann jedoch noch viel mehr. Owen ist Lehrer an einer Schule. Als eines Tages ein junges Mädchen aus seiner Klasse Selbstmord begeht, gerät sein Leben und das aller Implantatträger aus den Fugen. Die sogenannten Amps werden beschuldigt, nicht mehr richtige Menschen zu sein. Dieses kleine Stück Technik verhalf Kindern, welche sich nicht konzentrieren konnten, zu einer Veränderung, die sie plötzlich zu Klassenbesten machte. Owen selbst hat auch ein Implantat und als er an einer Kundgebung vorbeikommt, welche die Amps nicht mehr als richtige Menschen propangiert, schwingt in der Luft schon die Stimmung von Hass und Krieg. Jetzt erfährt Owen auch, was genau er für ein Stück Technik in seinem Kopf trägt, denn es ist nicht nur irgendein Implantat, vielmehr ist es so speziell, dass es für das Militär entwickelt wurde. Der Roman hat ab jetzt eine recht nette Spannung, denn schließlich will man wissen, was er beim Einschalten für neue Fähigkeiten entdecken wird. Doch bis dahin ist es leider ein etwas zu weiter Weg. Zunächst wird sehr deutlich gezeigt, wie sehr die Amps unter den „Normalos“ zu leiden haben. Geschlagen, getreten, beleidigt… man könnte fast meinen, dass Amerika wieder einmal mitten in Rassenunruhen der 60/70er steckt. Haben sie wirklich nicht daraus gelernt? Egal ob Kind oder Erwachsener, alle spüren das sie nicht mehr dazugehören. Um die Geschichte etwas aufzufrischen, hat der Autor zwischen den Kapiteln kleine Nachrichten, Berichte, Blogeinträge oder Gesetztestexte eingebaut. Für mein Verständnis entwickelt sich der Hass der Menschen jedoch etwas zu schnell. Selbst wenn Anschläge beiderseits zu solch einem Aufruhr führen könnten, würde der Staat doch schon viel eher eingreifen, oder nicht? Zudem im Rest der Welt alle sehr entspannt mit dieser Technik umgehen. Owen selbst entdeckt seine neuen Fähigkeiten auch erst recht spät. Die Beschreibungen der neuen Möglichkeiten klingen jedoch schon recht interessant. Der Fokus auf einzelne Bereiche des Gehirns und die möglichen kämpferischen Aktivitäten sind sehr beeindruckend, auch wenn unser Held der Geschichte sie sehr wenig einsetzt. Wer wirklich die Fäden zieht, ist an sich auch recht schnell sichtbar, zwar schön versteckt, aber über die Lösung ist man am Ende nicht wirklich überrascht. Dafür läst der Autor viele Schauplätze entstehen, welche in solche einer Situation recht realistisch klingen und hat Owen erst einmal Level fünf erreicht, scheinen die Möglichkeiten eines jeden Menschen fast grenzenlos. Fazit: Die Angst vor Veränderung, war schon immer der größte Hinderungsgrund für Weiterentwicklung. Menschen sind mit oft einfachen Mitteln beinflussbar und umso schlimmer, wenn es in Hass und Rassismus umschlägt. Daniel H. Wilson zeigt eine Zukunft, in der die Angst vor Technik, den Menschen überfordert und er mit Gewalt reagiert. Tief aufwühlende Ereignisse über Diskriminierung und Tod führen am Ende fast zum Krieg gegeneinander. Ein klassischer Ablauf, mit kleinen Highlights und einem Helden, der keiner sein will und doch einer wird. Mögen wir selbst einmal bessere Menschen sein, ob mit oder ohne Implantat. Matthias Göbel Autor: Daniel H. Wilson Übersetzung: Markus Bennemann Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 03.03.2014 ISBN: 9783426513484
  13. Mehr als einmal stand Sektion 31 im Mittelpunkt einer Geschichte im Star Trek Universum. Immer wieder wird dabei klar, wie umfassend ihr Wissen ist und wie überwältigend sie agieren und reagieren können. Wir schreiben das Jahr 2140. Ein intelligenter Wissenschaftler an der Universität in Dresden entwickelt ein Programm, welches mehr ist als nur eine einfache Überwachungssoftware. Dieses Programm soll in der Lage sein umfassend alles zu sammeln, was es an Informationen gibt. Von jedem, überall und ausnahmslos. Damit noch nicht genug, denn dieses Programm soll ebenfalls die Möglichkeit haben sich weiterzuentwickeln, sich seiner Umgebung anzupassen, um sich seinen kommenden Herausforderungen stellen zu können. Das perfekte an dem System, es kann sich in alle möglichen Geräte integrieren, vom einfachen Phaser, bis hin zum Raumschiff. Schon bei der Vorführung sind alle mehr als begeistert, erkennen aber auch die Gefahr hinter dieser Macht. Zweihundert Jahre später entdeckt eine Journalistin teile des Codes, der dafür verantwortlich ist und erstaunlicher Weise ist er immer noch aktiv. Im gleichen Atemzug erfahren wir von Doktor Julian Bashir, dass er mit seinem Feldzug gegen die Sektion 31 noch nicht allzu weit gekommen ist. Mit Sarina an seiner Seite hat er zwar die Liebe seines Lebens gefunden, aber noch sind beide nicht in Sicherheit und können ihr Leben in Ruhe genießen. Eine weitere sehr schöne Überraschung ist das Wiedersehen mit einem sehr alten Bekannten aus der Next Generation. Allein deswegen schon ein Grund für Fans dingend hier hineinzuschauen. Selbst Deep Space Nine wird mit eingebunden und wenn man genau hinschaut sogar Star Trek Discovery. Im Verlauf der Geschichte lernt man auch automatisch viel über Programmierung, Programmstruktur, Datenfluss und Künstliche Intelligenzen. Man wird damit zwar nicht zum Experten, aber man versteht die Idee dahinter und ihre Funktion. Mack hat wie immer ein unbeschreibliches Gespür für Tiefe seiner Charaktere. Egal welchen man herauspickt, er schreibt nicht einfach nur die Handlungen auf welche er vollführt, sondern begibt sich in ihr Leben. Hier ein Gedanken an die Liebe, da eine alte Geschichte aus der Vergangenheit und wenn dann auch noch so viele Jahrhunderte verbindet wie hier, kann man erneut von einer gewaltigen Story sprechen. Besonders auf den letzten Seiten zaubert er mit einer unaufhörlichen Spannung den Lesefluss auf den Höhepunkt. Die Figuren leiden noch einmal deutlich und das Geheimnis wird endgültig gelüftet. Ich bin mir sicher, dass er mit diesem Roman wieder einmal bewiesen hat, dass nur er so etwas beenden oder zum Leben erwecken kann. Star Trek hatte schon immer den Grundkern mehr zu sein als nur Aliens und Weltraum, hier wird die Geburt und das Ende von etwas Ursprünglichen dieser Fiktion großartig beschrieben. Fazit: Ende und Anfang, dichter als hier, können sie gar nicht beieinanderliegen. David Macks magische Idee hinter der Föderation und ihrer Geschichte ist so unglaublich, dass man selbst als Leser das Geschehen nicht wahrhaben will. Sektion 31 hat es immer in der Hand gehabt, was aus Star Trek wird oder steckt doch etwas anderes dahinter? Ich kann David Mack hiermit bescheinigen, dass er das Herz der aktuellen Star Trek Romanreihe ist. Ein Star Trek Roman mit einer Brisanz, die unser eigenes Leben vielleicht auch heute schon betrifft. Matthias Göbel Autor: David Mack Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 423 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.09.2019 ISBN: 9783959819671
  14. Oft liefen die Star Wars Geschichten nach dem gleichen Schema ab. Gut gegen Böse und das Böse zieht dabei den Kürzeren. Selbst wenn es diesmal anfänglich ähnlich klingt, ist der Verlauf so heftig, wie ihn wohl noch keiner mit Star Wars in Verbindung gebracht hätte. Auf dem Gefangenenkreuzers „Sühne“ leben mehr als 500 Gefangene unterschiedlichster Spezies zusammen. Ihr Ziel ist ein Arbeitslager und abgesehen davon, dass hier einige wohl zurecht ihrer Strafe zugeführt werden, hat es auch zwei Jugendliche auf die Fahrt verschlagen. Ihr Vater wurde festgenommen und sie gleich mit. Durch kleine Gaunereien versuchen sich beide über Wasser zu halten, doch werden sie bald schlimmere Probleme bekommen, als sie sich je ausmalen konnten. Warum plötzlich die Triebwerke des Schiffes ausfielen, wird schlussendlich nicht geklärt, aber es ist nun einmal so und wie es der Zufall will, befindet sich ein Sternenzerstörer in der Nähe. Sie bekommen zwar keine Antwort auf ihre Rufe, aber eine andere Hilfe ist derzeit nicht in Sicht. Mit einem Shuttle versucht der Captain und eine Gruppe Sturmtruppler herauszufinden was hier los ist. Allein schon der Hangar ist ungewöhnlich still. Kein Lebewesen in Sichtweite. Bei einer Besatzung von fast zehntausend Mann ist das schon sehr erschreckend. Ab jetzt beginnt der Roman auch seine dunklen Flügel auszubreiten, denn die ersten seltsamen Funde werden gemacht. In der Krankenstation findet das Erkundungsteam eigenartige Versuchsaufbauten und das sollte nur der Anfang des Übels sein. Nachdem sich das Team die Ersatzteile für ihr Schiff besorgt hat, geht es so schnell wie möglich zurück auf ihr eigenes Schiff. Anfänglich ist es nur der Husten, doch dann... Hier nimmt der Autor sich, so klischeehaft es klingt, zwar keine neuen Ideen vor, sondern präsentiert uns durch einen Virus verwandelte Wesen – Zombies. Der Virus scheint so ansteckend, dass es schwer wird sich davor zu schützen. Selbst die Ärztin und ihr Droide müssen um ihr Leben bangen. Ziemlich spät und gar nicht im Vordergrund treffen wir auch auf zwei alte Bekannte. Han Solo und Chewbacca wurde nicht nur der Millennium Falken abgenommen, sie selbst wurden verhaftet und sollen in ein Lager gebracht werden. Es scheint, dass hier Fans ein Abenteuer weit vor der Begegnung mit Luke und Leia erleben. Joe Schreiber hat den Roman in verschiedene Phasen eingeteilt. Der Anfang liest sich ruhiger und man bekommt die einzelnen Figuren vorgestellt. Danach folgen schon die erste Horrorelemente, welche im letzten Teil ganz deutlich vorherrschen. Hier wird nicht mehr nur von einem Scharren oder lauten Schreien gesprochen, vielmehr von verwesendem Fleisch, Blut und brechenden Knochen. Damit lässt der Autor auch mal die andere dunkle Seite von Star Wars aufleben. Bisher hatte alles einen leichten Charme mit kleinen Witzen und niedlichen Tierchen, hier jedoch ist alles düster, brutal und lebensfeindlich. Kein Jedi und kein Sith, hier geht es einfach ums nackte Überleben. Fazit: Star Wars meets Walking Dead! Es schon erstaunlich wie gut Han Solo und Chewbacca selbst in solch einer düsteren Umgebung hineinpassen, auch wenn sie nur Nebenfiguren sind. Vielleicht funktioniert der Roman auch, weil man es eben nicht gewohnt ist, dass es in Star Wars so heftig zu Sache geht. Morbide und blutüberströmt stapfen die Sturmtruppler diesmal als Untote durch die dunklen kalten Flure eines Sternenzerstörers. Ich bin mir fast sicher, dass Disney dieses Buch heute so niemals zugelassen hätte. Matthias Göbel Autor: Joe Schreiber Übersetzung: Andreas Kasprzak Taschenbuch: 288 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Erscheinungsdatum: 09.02.2012 ISBN: 9783641077778
  15. einz1975

    Jeff Sutton – Der verwirrte Mann

    Ein Mann erscheint ganz plötzlich in deiner Wohnung. Du weißt nicht wie er hereingekommen ist und er kann sich auch an nichts erinnern. Er ist verängstigt und wirkt völlig verwirrt. Wie würdest du reagieren? Als Leser erfahren wir weiterhin das Doktor Gerald Sundberg Patient 17 L. vermisst. Er ist einfach aus seinem Zimmer verschwunden. Ohne eine Tür zu öffnen, ein Fenster oder sonst etwas zu beschädigen. Craxton Wehl, der Premier des solaren Imperiums, ein Mann der über mehrere Jahrzehnte an der Macht war. Was ist hier passiert? Ein Privatdetektiv wird eingeschaltet, er soll den Patienten wiederfinden, weiterhin erfährt der Leser nur genau so viel wie der Patient selbst. Sein Wahn und ein kleiner Tumor in seinem Gehirn soll ihn dermaßen zugesetzt haben, dass ihn nur noch eine Operation retten konnte. Jetzt wird es fantastisch, denn dieser Patient, Craxton Wehl, genau dieser Premier, ist in der Lage zu Teleportieren. Richtig gelesen, allein mit der Macht der Gedanken kann er sich an Orte beamen, eine Fähigkeit, welche wohl erst durch die Entfernung des Tumors zum Vorschein kam. Ist dem aber wirklich so? Eine ziemlich verstricke Geschichte nimmt ihren Lauf. Jeder möchte jetzt irgendetwas von Wehl und selbst seine Tochter scheint ihr eigenes Spiel zu spielen. Vielleicht sind es aber doch nur Einbildungen und alle sprechen die Wahrheit? Schon seltsam wenn man sich an nichts erinnern kann. Nicht einmal der Name ist geblieben. Hier ein paar Erinnerungsfetzen, aber die haben mit der eigentlichen Welt nichts zu tun. Craxton Wehl schien, Zeit seiner Regenschaft nicht der netteste Premier gewesen zu sein. Hartherzig und derart verstört, dass er am Ende niemand mehr über den Weg traute. Dem Leser bleibt im Endeffekt nichts weiter übrig als bis zum Schluss zu warten. Erst auf den allerletzten Seiten enthüllt der Autor warum sich Wehl nicht mehr erinnern kann und was mit seinem Leben zuvor geschah. Es gibt Parks die nach ihm benannt wurden, in den mechanische Tauben fliegen und selbst als er in diesem Park aufgegriffen, verhaftet wird und eingesperrt wird, soll ihn wirklich keiner erkennen? Schon interessant, wie weit man als Leser selbst mehr als nur einmal auf die falsche Spur geschickt wird. In vielen Dialogen baut sich eine Stimmung der Unsicherheit und der Verwirrtheit auf, welche dem Buch unheimlich gut stehen. Schade das einige Figuren so schnell wieder verschwinden, sie sind zwar für den weiteren Verlauf nicht mehr von Bedeutung, jedoch hätte ich mir ein wenig mehr vom Privatdetektiv gewünscht. In dieser Zukunft wurde unser gesamtes Sonnensystem bereits besiedelt und einer der schlimmsten Orte scheint der Pluto zu sein. Ein Ort ohne Licht, nur Dunkelheit und Kälte. Selbst der Mars wird beschrieben, wie die Menschen in kleinen Kuppeln überleben und von dort aus die Sterne bewundern. Vielleicht hätte der Roman gar nicht so weit in der Zukunft spielen müssen und auch wenn das Teleportieren etwas zu fantastisch klingt, ist es die Prise Sci-Fi, welche den Roman besonders macht. Fazit: Jeff Sutton schrieb bereits 1972 einen heute noch funktionierenden packenden Sci-Fi-Roman. Ohne zu wissen wer man ist, seine Vergangenheit nicht zu kennen, nicht einmal mehr seinen Namen, was wäre das für ein Leben? Die Suche nach der Wahrheit, wird auch die Suche nach sich selbst. Viele Figuren, viele Dialoge und ein immer wiederkehrendes Thema verknüpfen sich zu einer treibenden Handlung mit viel Utopie, aber auch ganz normalen Ängsten und Fragen. „Der verwirrte Mann“ ist immer noch ein unterhaltsames Abenteuer, welches euch auf die Probe stellt, ob ihr schon vorher erahnt was hier eigentlich gespielt wird. Matthias Göbel Autor: Jeff Sutton Übersetzung: Horst Pukallus Taschenbuch: 216 Seiten Verlag: Apex Verlag Erscheinungsdatum: 14.08.2019 ISBN: 9783748712893
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