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einz1975

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Über einz1975

  • Geburtstag 02.08.1975

Basis-Informationen

  • Geschlecht
    Männlich
  • Wohnort
    Berlin

Detail-Informationen

  • Vorname
    Matthias
  • Nachname
    Göbel
  • Postleitzahl
    10365
  • Land
    D

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  1. Macht hin oder her, wenn man von ihr berührt wird, gerät man unweigerlich in Versuchung. Asajj Ventress ist im Star Wars Universum nicht nur mit offenen Armen willkommen geheißen worden, sie hat mehr als einmal die Wege der mächtigsten Jedi gekreuzt die wir kennen. Aktuell verdient sie ihr Geld als Kopfgeldjägerin und geht ihrem ehemaligen Meister Count Dooku aus dem Weg. Dieser hingegen verübt ein Verbrechen nach dem anderen an den verschiedenen Völkern der Republik und dem Jedi-Rat bleibt kein anderer Ausweg, als dass sie ein Attentat auf ihn verüben müssen. Denn erst wenn er nicht mehr ist, wird das Blutvergießen endlich ein Ende finden. Wie wir aus Star Wars: The Clone Wars wissen, dauert der Krieg wahrlich schon viel zu lange. Der Rat schickt nun Quinlan Voss aus, ein Jedi, welcher nicht immer den geraden Weg gegangen ist, aber in vielen Bereichen mit der Macht bestens vertraut ist. Er soll sich zuerst Asajj nähern und sie überreden mit ihm zusammen Dooku zu töten. Diese Phase des Buches liest sich so schnell, dass man wünschte, sie würde nicht aufhören. Die kleinen Sticheleien untereinander und die verstohlenen Blicke, welche am Ende zu Liebe führen, finden hier ihren Anfang. Ja, richtig gelesen, Asajj Ventress ist mehr als nur das kalte Monster, welches man sonst so kennt. Quinlan hingegen ist von Anfang bis Ende ein sehr sympathischer Charakter, auch wenn er seine Schwächen hat, wie eben jedes Lebewesen. Genau diese macht sich aber auch der dunkle Lord zu nutzen. Nachdem Asajj sich schon ordentlich um Voss gekümmert hat und ihm die ersten Wege zur dunkeln Seite gezeigt hat, vollendet er nun das Werk. Genau darum geht es in der zweiten Hälfte des Buches. Neben dem eigentlichen Auftrag Dooku zu töten, wird hier wieder der Kampf Hell gegen Dunkel aufgezeigt. Die Macht im inneren und das Zerreißen der Seele auf der Suche nach dem richtigen Weg. Nicht jeder schafft den Sprung wieder hinaus und Quinlan hält nur eine Person am Leben - Asajj Ventress. Nicht das hier etwa eine schmalzige Liebesgeschichte geschrieben wurde, es geht eher darum aufzuzeigen, wie sehr sich zwei einsame Herzen finden und ihren Hass und Trauer im Innern umwandeln in ein Gefühl, dass für beide unmöglich gehalten wurde. Da Star Wars gern den Weg des Dramas geht, müsst ihr am Ende schon mit ein wenig Gänsehaut rechnen. Dafür werdet ihr unentwegt mit vielen Kämpfen und Jagden belohnt. Hier wird ein Kopfgeld eingeholt, da eine Flucht vor Dooku und seinen Droiden. Schön fand ich auch die Einbindung aller bekannten Figuren zu dieser Zeit. Von Boba Fett, über Yoda, Obi Wan Kenobi, Anakin Skywalker oder Mace Windu, alle sind dabei und spielen überraschend nur eine Nebenrolle. Die beiden Hauptfiguren Asajj Ventress und Quinlan Voss schreiben hier mehr als ihre eigene Geschichte und ich hätte mich wirklich gefreut, wenn diese Geschichte auch optisch noch einmal umgesetzt worden wäre, denn die Qualität und die Tragik ist weitreichend und mitreißend. Fazit: Möge die Macht mit ihr sein... Christie Golden fühlt sich in den Sternen ob in Star Trek: Voyager oder wie hier in Star Wars mehr als wohl und das spürt man auch. Die Geschichte reißt den Leser von Anfang an mit. Man wünscht sich das Dooku endlich sein Ende findet und Quinlans Art das Leben zu sehen und zu erleben, bringt selbst das kälteste Herz der Galaxis zum erweichen. Mutig, taktvoll, ehrlich und mit einer schönen Mischung aus hetzenden Szenen und ruhigen liebevoll gestalteten Momenten, hat Star Wars hier viel mehr zu bieten, als in manch Hauptgeschichte. Matthias Göbel Autorin: Christie Golden Übersetzung: Tobias Toneguzzo, Andreas Kasprzak Broschur: 409 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Erscheinungsdatum: 21.11.2016 ISBN: 9783734161063
  2. Bajor und Cardassia haben im Star Trek Universuim schon oft eine Rolle gespielt. Nicht nur in Star Trek - Depp Space Nine bewegten die Völker und Charaktere die Gemüter. Einer der wohl geheimnisvollsten Personen war und ist Elim Garak, der aktuelle Kastellan der „Cardassianischen Union“. Als Oberhaupt der politischen Macht auf einem vom Krieg gebeutelten Planeten ist es seine Kraft und sein Geschick, wie sich das Volk in den nächsten Jahren verändern wird. Der Aufbau nach dem Dominion-Krieg nimmt immerhin langsam Formen an. Die Gebäude und Straßen erstrahlen im alten Glanz, wobei alles nicht mehr ganz so ist wie zuvor. Überraschend wird Katherine Pulaski einer Ehre zu Teil, mit welcher sie nicht gerechnet hätte. Aufgrund ihrer Teilnahme an der Heilung der Andorianer, bekommt sie eine der höchsten Auszeichnungen, welche die Universität von Cardassia zu bieten hat. Wehrendessen muss sich Garak mit dem Thema der Aufarbeitung der Kriegsverbrechen beschäftigen. Hierbei geht es nicht nur um das Militär, welches an vorderster Front stand, vielmehr geht es auch um das Aufdecken von Verbrechen die kaum einer kennt. Natima Lang gerät nun in die Ermittlungen und wird plötzlich mit einer Tat in Verbindung gebracht, welche nicht nur ihr Leben zerstört, sondern zuvor vielen Kindern keine echte Kindheit bescherte. Schon auf den ersten Seiten fragt man sich allerdings als Leser, worauf Una McCormack wirklich hinaus will. Es ist etwas schwer dem Thema zu folgen und auch wenn Garak als Meister der Täuschung und des Geheimnisvollen gilt, hat er hier meine Meinung nach nicht alle Fäden in der Hand. Die Seiten schwimmen so dahin und die Geschichte bekommt mit kleinen Nuancen zwar Tiefe und man erfährt wie Cardassia nach dem Dominion-Krieg aussah, doch reicht es nicht den Leser wirklich zu fesseln. Zudem kommt hinzu, dass Katherine Pulaski nicht nur in Star Trek - The Next Generation etwas unsympathisch rüberkam, hier ist sie genauso kratzbürstig und widerspenstig. Das stört zwar der Figur nicht, aber auch hier gewöhnt man sich nur schwer an ihre Art. Das „große“ Geheimnis ist am Ende auch sehr schnell gelöst und es hallt sehr wenig nach, was man aus der Geschichte mitnimmt. Die Frage allerdings bleibt, was ist mit Julian Bashir? Wird er aus seiner Starre wieder erwachen und wird Garak sein Volk als Führer wirklich in eine bessere neue Zukunft führen können? Ich gebe zu, dass ich schon sehr erstaunt war, dass gerade ein Spion, Mörder und Ausgestoßener der Führer dieses Volkes geworden ist, aber Cardassianer hatten schon immer den Hang Rätsel zu lieben, ob als Geschichte oder in Realität. Fazit: Garak und seine Geheimnisse... Spione, Lügen, Rätsel und Mysterien sind und bleiben das Hauptaugenmerk, wenn es um Elim Garak und Cardassia geht. Ein starker Auftritt seiner Person, doch der Geschichte selbst nicht ganz würdig. Zu oft verliert sich der Fanden und man wird von Nebensächlichkeiten abgelenkt. Agenten-Geschichten haftet immer ein wenig der Duft des Kalten Krieges an und genau davon hätte sich die Autorin befreien sollen. Wer dennoch Elim Garak mal wieder in seiner unnachahmlichen Art erleben mag, findet hier gute Ansätze. Matthias Göbel Autorin: Una McCormack Übersetzung: René Ulmer Taschenbuch: 345 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.2020 ISBN: 9783959811484
  3. Einsamkeit macht nicht nur traurig, sondern auch krank. Wer nie gelernt hat sich sozial mit anderen auseinanderzusetzen, kann davon mehr als ein treffendes Lied singen. Meist liegt es nicht daran, dass man nicht will, vielmehr hat man so genaue Vorstellungen wie der Partner/in an seiner Seite sein sollte, dass nie der/die Richtige in Sichtweite scheint. Kelly ist eine neunundzwanzigjährige Roboteringenieurin. Kaum einer kann ihr das Wasser reichen. Schon seit vielen Jahren ist sie weltweit gefragt und zählt zur absoluten Spitze ihrer Zunft. Die Technologie der Robotik hat sich gut entwickelt, so dass man heute schon Bewegungen und Körper so gut nachbauen kann, dass sie dem echten Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen. Was jedoch noch immer fehlt ist die Gestik, Mimik und ein Intellekt, der eine Maschine menschlich machen soll. Kelly arbeitet, wie viele andere, an einem Pflegeroboter. Dieser soll nicht nur zuhören und im Haushalt helfen können, vielmehr soll er ein Freund und Begleiter sein. Überstunden und endlose Fragen, die zu beantworten sind, beherrschen ihren Alltag. Dabei hat sie ihr Privatleben völlig außer acht gelassen. Wo ihre Geschwister Familien gegründet haben und sich ihre jüngere Schwester auf eine Hochzeit vorbereitet, ist sie immer noch allein, was Kellys Mutter langsam große Sorgen bereitet. Jetzt soll sie zumindest auf der Hochzeit mit einem Mann auftauchen und schon beginnt auch noch der private Stress. Mit ihrer besten Freundin begibt sich Kelly ins Nachtleben und versucht hier ihr Glück an der Männerfront. Dann noch einmal online mit einer Dating-App, doch Mr. Right scheint es einfach nicht zu geben. Wie der Name des Buches es schon verrät, schnappt sie sich ein paar Teile von der Arbeit und bastelt sich ihren eigenen Mann aus Draht, Metall und Plastik. Bevor sie ihn präsentiert, lernt Kelly sich erst einmal selbst kennen. Sie erlebt wie sich ein Leben zu zweit anfühlt. Sie lernt wie es ist zusammen auszugehen, überrascht zu werden, zusammen zu lachen, getröstet zu werden und sie lernt wie es ist sich zu verlieren. Doch so leicht sich alles anhört ist es am Ende nicht. Kann man eine Maschine lieben? Vielleicht ist dies die grundsätzliche Frage in dieser Geschichte, zumindest kämpft die Autorin darum, dass man sich als Leser die Frage selbst stellt. Kellys Entscheidungen, ein riesiges Geflecht aus undurchdringlichen Lügen auszubauen, konnte nicht ewig halten und so wird aus der Liebeskomödie ein Drama, ohne im Happyend zu enden. Sarah Archer möchte allen noch einmal mitgeben, dass das Leben wirklich stattfindet, draußen in der Realität, ohne dass man mit dem Schraubenziehen daran drehen kann und es sich so zurechtrückt, wie man es gern hätte. Fazit: Aus der Not heraus geboren, ein Leben verändert und doch kein eigenes Leben gefunden. Wir werden in der Zukunft sicherlich mit Robotern zusammenleben. Sarah Archer hat mit ihrer Geschichte über die Liebe zu einem Roboter keine innovativen Blicke auf die Zukunft gewährt, beschreibt aber anschaulich und gedankenversunken, wie sich sozial zurückgezogene Genies in ihrer Haut und in ihrem Kopf fühlen. Der Hauptfigur nimmt man ihre unschuldige Art ab und Ethan scheint wahrlich mehr zu sein, als nur ein Flickenteppich aus Computerkomponenten. Nichts für den Leser der wirklich knallharte Science Fiction erwartet, aber eine Abwechslung bei all der Action, ob im All oder in einer unwirklichen Zeit. Matthias Göbel Autorin: Sarah Archer Übersetzung: Stefanie Frida Lemke Klappenbroschur: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 13.01.2020 ISBN: 9783453320338
  4. Jean-Luc Picard, was für ein Name. Als ich die Zeilen las, dass es eine neue Serie geben wird, in der dieser charismatische Captain die Hauptrolle übernimmt, stiegen mir die Freudentränen ins Gesicht. Sicherlich war ich gewarnt durch Star Trek - Discovery, dass sich das Franchise mittlerweile entwickelt hat und Patrick Stewart auch älter geworden ist. Dennoch, eine gute Geschichte und dieser Schauspieler, was kann da schon schief gehen? Picard wird zum Sternenflotten-Hauptquartier nach San Francisco gerufen. Hier erfährt er, dass die Sonne des romulanischen Systems sich in den nächsten Jahren in eine Supernova verwandeln wird. Schock! Starre! Doch Picard, der über die Jahre schon immer das Leben liebt weiß, dass man hier sofort handeln muss. Keine Enterprise mehr und kein Captain mehr – Willkommen Admiral Picard. Die Aufgabe klingt relativ einfach - Rette so viele Leben wie es nur geht. Doch neben der logistischen Probleme, gibt es so viele mehr, an die man im ersten Moment gar nicht denken würde. Da haben wir die Romulaner selbst. Nicht nur, dass sie über Jahre hinweg die Erzfeinde der Föderation waren, selbst jetzt, im Angesicht der kommenden Katastrophe können sich diese beiden Parteien immer noch nicht vertrauen. Es geht sogar soweit, dass einige Welten der Föderation verlangen, dass all die Hilfe eingestellt wird. Diese Stimmung nutzen findige Politiker, um sich einen Namen zu machen, egal wie tief der moralische Aspekt des Lebens dahinter zu beleuchten ist. Für Picard zählt jedes einzelne Lebewesen, egal welchen Rang oder welche Herkunft sie haben. Doch auch die Romulaner untereinander scheinen sich mit ihren Lügen und Intrigen nicht weiterentwickelt haben. Der Tal Shiar spielt dabei wieder eine tiefgreifende Rolle, wird hier aber meiner Meinung nach etwas zu überspitzt dargestellt. Das der Admiral seine alten Freunde der Enterprise mit einbinden kann ist ein logischer Schritt, nur fehlt mir hier die Beratung mit ihnen und auch mit seiner neuen Crew ist er mehr unterwegs, als das sie zusammen Entscheidungen treffen. Ich muss auch gestehen, dass mir die neue Nummer 1 mit ihrem „JL“ doch deutlich fehl am Platz vorkam und wer bereits die Serie gesehen hat wird wissen was ich meine. Una McCormack gibt Pirard nicht nur eine neue Uniform, er hat sich auch verändert. Er ist zwar immer noch im Begriff wortgewandt Situationen zu klären und er schlägt auch mit seinen Taten mal einen der Oberen vor den Bug, aber woher kommt diese extreme Verbissenheit? Er zwingt sich regelrecht alles richtig machen zu wollen und ist nicht mehr so analytisch und scharfsinnig wie zuvor. Im Buch wird leider auch nicht geklärt, warum die Sonne explodiert und das Problem mit den Droiden, auch da bekommen wir keine Antworten. Das möge daran liegen, dass alles erst in der Serie zur vollen Reife erzählt wird. Immerhin erfährt man warum die Droiden gebaut wurden und wer die Idee dahinter hatte. Milliarden von Leben stehen auf dem Spiel und alle schauen weg? Ist der Plot so einfach? Leider ja. Dennoch schafft Picard mit seinen ersten Schritten einen kleinen Teil der Romulaner zu retten, viel zu wenig und doch so viel, dass er weiß, dass er das richtige macht. Fazit: Rette andere und rette dich selbst! Das Leben ist das kostbarste Gut was ein jeder besitzt. Egal welche Herkunft, Hautfarbe oder Religion, am Ende sind wir alle nur Lebewesen. Picard hat dies in seinem Herzen verwurzelt und schon in der Star Trek - Next Generation - Serie hat er ganze Welten vor dem Untergang bewahrt. Dies ist die größte Herausforderung seines Lebens, doch die Steine die im in den Weg gelegt werden sind schier unüberwindbar groß. Auf jeder Seite des Buches spürt man diese drückende Last auf dem Herzen von Picard. Er kämpft sich stetig voran, verliert aber auch immer wieder viele Meter. Das Buch ergänzt die ersten Folgen der Serie perfekt, liefert aber selbst wenig Antworten. Vielmehr erkennt man auch hier, dass Picard nicht mehr der gleiche ist, der er einmal war. Die Fassungslosigkeit beim Scheitern der Mission, lässt selbst einen Picard daran zerbrechen. Allerdings ist es nicht das Ende seiner Reise... Matthias Göbel Autor: Una McCormack Übersetzung: Stephanie Pannen Taschenbuch: 404 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 12.02.2020 ISBN: 978-3-426-52435-0
  5. Was wir sind und was wir aus uns machen, entscheiden wir im Erwachsenenalter völlig allein. Das uns Umstände dabei formen und uns damit auch andere Wege bereitet werden ist genauso logisch, wie dass man nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Simon Wächter ist Sicherheitsfachmann und als er langsam aus einem gefühlten Koma erwacht, wird er von einem Polizisten verhört. Er soll den Bundeskanzler getötet haben. Nur das er sich an nichts der letzten Tage erinnern kann. Völlig wie im Nebel stochert er in seiner Vergangenheit und schafft es nicht ein klares Bild zu bekommen. So richtig Beweise haben die Ermittler anscheint auch nicht und als er wie durch ein Wunder wieder nach hause kommt, beginnt der Roman erst richtig. Der anfängliche Dunst und die Undurchsichtigkeit halten bis zum Ende an. Es wird erst später klar, was Simon getan hat und wer er in Wirklichkeit ist. Der Autor nimmt sich als Schauplatz Berlin und er kennt sich hier recht gut aus. Ob Straßen oder Gebäude, man findet sich schnell zurecht. Simon hingegen ist auf der Suche nach seinem Leben, Er findet hier ein Hinweis, da ein Zettel mit Buchstaben, aber immerhin hat er noch seine Freunde. Genauso Bruchstückhaft wie Simons Leben, tauchen auch die unterschiedlichen Figuren in dem Roman auf. Neben Kollegen und Vorgesetzten, gibt es später alte Freunde, Kioskmitarbeiter, eine vergangene Liebe und sogar ein Kind. Die Welt um Simon bekommt allerdings einige Risse. Nicht seine Gedächtnislücke ist dafür verantwortlich, vielmehr die Gesellschaft, welche anscheint einer Krankheit verfallen ist. Es tauchen überall in der Stadt seltsame Graffiti auf und sofort erinnert man sich an 12 Monkeys, denn auch hier wird das Ende der Welt vorausgesagt. Die Frage ist jetzt nicht nur was all das zu bedeuten hat, vielmehr ist die Frage, wer dahinter steckt. Sind es Außerirdische? Ist es eine künstlichen Intelligenz oder einfach nur verrückte Terroristen? Sehr versteckt gibt der Autor kleine Hinweise und behält sich die Aufdeckung für den Showdown auf. Zwischendurch schwimmt man als Leser auf der wackeligen Reise der Hauptfigur. Regelrecht trunken vor seiner selbst ist Simon an vielen Stellen erschreckend ehrlich zu seinem Wahnsinn. Mit dem Gedächtnisverlust als Startpunkt, hat der Autor raffiniert die Möglichkeit gefunden seine Hauptfigur aufzubauen. Alle Randfiguren kommen mir jedoch etwas zu plötzlich ins Bild und einige haben leider zu wenig Tiefe abbekommen, wie etwa die Mutter eines Jungen, den Simon suchen soll oder sein Kind selbst. Die Verschwörung im Hintergrund erscheint anfänglich völlig belanglos, nimmt dann aber später deutlich an Realität zu. Ob Simon nun Täter oder Opfer ist, muss jeder für sich entscheiden, allerdings hoffe ich wirklich inständig, dass nicht wirklich so viele enttäuschte Menschen auf unserem Planeten leben, die sich so leicht beeinflussen lassen. Fazit: Am Anfang war der Frust... Hendrik Kühn reißt einen jungen Mann aus seinem Leben und wirft ihn mit einer riesigen Erinnerungslücke zurück in den Roman. Von jetzt an beginnt eine wortgewandt geschriebene Reise eines Sicherheitsfachmanns, welcher trübe in seiner Vergangenheit fischt. Die Verwirrtheit spürt man ständig und jede weitere Figur gibt etwas mehr Klarheit, bis am Ende Simon selbst erkennt, was passiert ist und was gerade um ihn herum geschieht. Der Storyfluss hängt hin und wieder etwas fest, was aber vielleicht dem Zustand der Hauptperson geschuldet ist. Berlin im Zentrum einer weltweiten Verschwörung und manchmal reicht eine Person aus, um die Welt ins Wanken zu bringen... Matthias Göbel Autor: Hendrik Kühn Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Luzifer Verlag Erscheinungsdatum: 31.01.2020 ISBN: 9783958354760
  6. Mit dem Namen Madeleine Puljic verbindet man automatisch Perry Rhodan, denn die Autorin fühlt in der Zukunft und im Weltall so wohl, dass sie hier auch andere Helden durch diese Dunkelheit begleitet. Der Name „Zweite Heimat“ lässt schon erahnen um was es sich handelt. Der nächstgelegene für uns zu erreichende Planet ist der Mars. Nicht nur jetzt schielen wir nach ihm, auch hier in einer relativ nahen Zukunft wird der Weg dorthin unternommen. Die Autorin greift dabei auf aktuelles Wissen zurück und schickt einen ordentlichen Tross von Wissenschaftlern auf den roten Planeten. Nicht ganz herausgefunden habe ich, warum es plötzlich so eilig war die Reise anzutreten – Umwelt? Überbevölkerung? etc. Die ersten Seiten lesen sich schnell, fast genauso wird der Ablauf des Starts und dessen Vorbereitungen abgehandelt. Als Leser wird man dann völlig überraschend vor die Situation geworfen, dass sich ein Raumschiff von Aliens ebenfalls dem Planeten nähert. Erst einmal eine fantastische Idee und ich hatte später wirklich gehofft, dass der Verstand seinen Sieg feiern kann. Denn schon von der ersten Sekunde nach der Entdeckung, schwingt eine extrem negative Stimmung mit. Alle sind gereizt und wollen die Aliens am liebsten gar nicht kennenlernen. Wäre das wirklich so? Ich kann mir denken, dass besonders die Wissenschaftler doch eher Interesse hätten das außerirdische Leben kennenzulernen, oder? Es stellt sich heraus, dass die E’Kturi die Menschen schon eine ganze Weile beobachtet haben und sich nun endgültig eine Meinung über uns bilden wollen. Dazu wollen sie die Kolonisten beobachten und somit soll für die gesamte Menschheit entschieden werden, ob sie in den Völkerbund aufgenommen werden oder nicht. Das so eine Beurteilung mehr als Stress hervorruft, kann man sich denken. Ob Azubi oder Schüler, man kennt das Gefühl, wenn ständig einer einem auf die Finger schaut und entspannt ist man dabei nie. Dennoch, wo ist die Neugier der Menschen hin? Alles wirklich schon verlernt und vergessen? Wollen sie immer noch sich untereinander lieber mit der Keule den Kopf einschlagen, als das sie lernen und forschen? Ich muss gestehen, dass ich einige Beweggründe der Menschen absolut nicht nachvollziehen konnte. Was bewegt das Militär zu solch fatalen Entscheidungen? Warum kann ein einzelner General über so viel Macht verfügen und das kein Wissen über die Aliens je nach draußen gelangt bei so vielen Mitarbeitern? Mit einem hat Madeleine Puljic allerdings recht. Solange wir Menschen es nicht schaffen auf unserem eigenen Planeten für Frieden zu sorgen, warum einen anderen Planeten besiedeln? Ich wünschte mir endlich mal eine positive Stimmung, so dass wir alle in eine Zukunft blicken können, die es wert ist erlebt zu werden. Perry Rhodan hat sehr gute Ansätze, nur endet hier die Reise der Celeste völlig anders, als man es sich von Anfang an gewünscht hätte. Fazit: Lügen, Intrigen, Hass, Angst, Krieg... macht nur das uns als Menschen aus? Nicht ganz, es gibt viele gute Ansätze, wie in dieser Geschichte deutlich beschrieben. Ehrlichkeit, Demut, Reue und Offenheit können Türen öffnen, doch nicht jeder kann sich in einem Dialog unterhalten. Die Idee, dass wir Menschen einer Beurteilung unterzogen werden, ist nicht neu und aktuell würden wir als Barbaren unseren Ruf zurecht abbekommen. Autorin Madeleine Puljic versucht es nicht zu beschönigen, wir haben einfach nichts dazugelernt, auch wenn einige sich größte Mühe geben. Neben der erwähnten Kernaussage fehlt der Geschichte an einigen Stellen die Plausibilität des Dargestellten und oft huschen Momente zu schnell am Leser vorbei. Matthias Göbel Autor: Madeleine Puljic Taschenbuch: 304 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 02.03.2020 ISBN: 9783426524350
  7. Kirsten Beyer schreibt seit so vielen Jahren schon die Geschichte der Voyager weiter, dass man sich langsam fragt, wo genau sie mit den Figuren hinwill. Wieder zurück im Gamma Quadranten, gab schon so einige schöne, aber auch viele schreckliche Momente. Aktuell ist die kleine Flotte dicht beieinander und jedes Schiff wird leicht überholt. Interesse weckt ein kleiner Planet in einem binären Sternensystem. Es wurde kein Leben oder eine Zivilisation entdeckt, vielmehr verschiedene Habitate, in denen unterschiedliche Lebensräume für Pflanzen geschaffen wurden. Schon die Beschreibungen der Gewächse klingen beeindruckend. Das denken sich auch Janeway & Chakotay und lassen die ungleichen Crews auf den Planeten los. Gemischt sollen sie zusammenarbeiten und herausfinden, wer die Erbauer dieser Biosphären sind. Immerhin wird auch ein völlig neues Element entdeckt, welches den Namen der Finderin bekommt: Sevenofnineonium. Doch die Autorin vergisst nicht ihrer Linie treu zu bleiben und bringt einige private Momente der Figuren in den Roman mit ein. Da haben wir Kim, welcher sich um seine äußerst kranke Freundin und das ungeborene Kind Sorgen macht. Wenn den Ärzten keine Heilung einfällt... doch sie arbeiten intensiv und die Lösungsansätze sind sehr vielversprechend und unterschiedlich. Tom hingegen erlebt endlich die Zeit, in der er Vater sein kann und genießt dies offensichtlich. Dennoch bleibt das Geheimnis um die Architekten der eigentliche Kern der Story. Die Untersuchungen dauern diesmal besonders lange, da erst einmal überprüft wird, wie gefährlich es vor Ort ist. Das haben sie zumindest gelernt, nicht mehr blindlings ins Chaos laufen, sondern Scannen was das Zeug hält. Das Kirsten Beyer sich bei den Entdeckungen nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnt, geht in Ordnung. Ähnliche Ideen gab es schon, werden hier aber gut erklärt und arrangiert. Der technische Teil der Geschichte kann damit gut überzeugen. Die Vertiefung der Figuren versucht die Autorin über kleine Erzählungen aus der Vergangenheit zu unterstreichen, was nicht immer, aber doch überwiegend funktioniert. Einmal etwas von der Ausbildung auf der Akademie und ein anderes Mal wird an eine Story aus der Serie zurückgedacht. Da das Ende genau an der Stelle abbricht, wo es richtig spannend wird, kann man sich auf einen saftigen Anfang des Teils zwei freuen. Die neue Zeit im unbekannten Quadraten bringt also wieder viele neue Aliens, Ideen und Technik mit. Ich hoffe nur, dass die Verluste sich langsam in Grenzen halten, sonst ist keiner mehr übrig, der nach Hause kommen kann. Fazit: Gebaut für die Ewigkeit und die Neugier ist so groß. Fremde Welten - Check. Unbekannte Zivilisation - Check. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt - Check. Nur das es die Voyager ist und nicht die Enterprise und doch steckt diesmal etwas mehr Star Trek als zuvor in der Geschichte. Die Figuren haben sich gefunden und das Geheimnis des Planeten klingt großartig. Das Hummeln auf Band zwei wird schwer, aber schön zu sehen, dass Kirsten Beyer sich wieder in die richtige Richtung bewegt. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Übersetzung: René Ulmer Taschenbuch: 384 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 03.02.2020 ISBN: 9783864257612
  8. Nicht jeder Jedi-Meister ist gleich. Die unterschiedlichen Fähigkeiten in der Beherrschung der Macht, machen jeden so besonders, sowie individuell. Mander Zuma hatte im Lauf seiner Jahre als Jedi-Meister ebenfalls einen Schüler. Die Jahre der Ausbildung sind vorbei und nun wurde es Zeit, dass der Schüler selbst eine Mission antritt. Im Prolog erfahren wir, was mit Toro Irana passiert. Ein letzter Kampf, eine Unachtsamkeit und das Ende seines Lebens. Das ruft nicht nur Mander Zuma zum Tatort, ziemlich schnell tummeln sich so einige andere Figuren der Geschichte auf den Seiten. Die Story baut jetzt darauf, dass man getreu einer Detektiv-Geschichte den Spuren folgt, welche hinterlassen wurden. Hier eine Information, da ein wenig seltsames Kristall und dann auch noch die Hutten. Diese mächtigen Unterweltbosse, haben in der Vergangenheit von Star Wars ebenfalls Tradition, denn mehr als einmal haben sie sich schon in die Geschichten geschlichen. Einer dieser fetten Würmer hat zwar erst einmal nicht direkt etwas mit dem Tod des Schülers zu tun, aber das soll sich später noch ändern. Denn der Jedi bleibt nicht mit seinem neugewonnenen Team nicht auf dem Planeten, vielmehr wird jetzt recht gut Abwechslung geboten. Hier eine alte verlassene Welt, da ein Asteroid und dann wieder ein altes Schiff, welches eigentlich nicht mehr existieren sollte. Unabhängig zu erwähnen, dass es auch mehr als einmal zu Kämpfen kommt. Ob Lichtschwert oder Gedankentrick, alles ist dabei. Später wird man auch erfahren, warum alle Mander Zuma für einen eher ungewöhnlichen Jedi halten. Nicht das er nicht die Kräfte beherrscht, vielmehr lag sein Interesse in der Vergangenheit eher nicht im Kampf, sondern im Wort, was wiederum gar nicht so ungewöhnlich ist. Besonders interessant fand ich die Geschichte über den Heimatplaneten der Hutten. So genau wie hier beschrieben, tauchte diese Erzählung nur selten auf. Dennoch muss man sich auch auf eine sehr durchsichtige Story gefasst machen. Der eigentliche Drahtzieher ist schnell durchschaut und damit fehlen die wirklich echten Überraschungen, auch wenn einige Methoden des Ablebens einzelner Figuren, wiederum unterhalten können. Vertrauen ist und bleibt eine Sache, die man sich verdienen muss. Das auch Jedi Fehler machen ist nicht neu und das die Hutten durch und durch verdorben sind auch. Wie Han Solo es schon wusste, einem Hutt, kann man niemals trauen! Fazit: Drogen haben noch nie zu etwas Gutem geführt! Star Wars findet in diesem Roman im Endeffekt neue Figuren, alte bekannte Aliens und eine leichte Unterhaltung, mit einem traurigen Kern. Die Welten sind anschaulich dargestellt, die Figuren wackeln hin und wieder, aufgrund zu wenig Hintergrundinformationen, aber dennoch hält das Grundgerüst. Die Kämpfe sind nett, auch wenn es der Hauptstory ein wenig an Pfeffer fehlt. Nicht jeder Jedi wird ein Meister und nicht jedes Buch zu einem Bestseller. Nett als Ergänzung, aber nicht wichtig genug um Pflicht zu sein. Matthias Göbel Autor: Jeff Grubb Übersetzung: Andreas Kasprzak Paperback: 384 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Erscheinungsdatum: 16.09.2013 ISBN: 9783442269389
  9. hm... also ich denke da gäbe es bessere Romane... hier wird der Focus eher aus den Horror gesetzt, auch wenn es Passagen gibt, in den die Schüler von den Meistern gut getriezt werden... auch untereinander gehen die Schüler sich an... es sind ja auch Sith....
  10. Wenn wir in den Himmel schauen und die Sonne sehen, wissen wir Dank der Wissenschaft, dass sie rund ist und ein gigantischer Stern. Was aber, wenn Teile dieses Wissens verloren gegangen sind? Helward Mann lebt schon immer in der Stadt. Er hat sie auch nie verlassen, bis zu dem Tag, an dem er in die Gilde seines Vaters aufgenommen wird. Ab jetzt beginnt das eigentliche Leben für ihn. Er muss zuerst körperlich schwere Arbeit leisten und hilft beim verlegenen von Bahnschienen. Auf diese wird die gesamte Stadt gezogen, immer Richtung Norden, dem Optimum entgegen. Eine Stadt auf Rädern? Warum das denn? Bevor diese Frage beantwortet wird, erzählt Priest erst einmal wie diese Welt funktioniert. Es gibt ein strenges Gilden-System, Ehen werden vereinbart und Fragen sollte man besser nicht stellen. Helward durchlebt jetzt jede Phase der Stadt und verstehst nach und nach warum sie sich bewegen muss. Nach Norden, um in der richtigen Zeit und Geschwindigkeit zu sein, denn im Süden ist alles andersherum. Hier vergeht die Zeit rasend schnell und der Boden wird tief in einen Abgrund gezogen - Das Ende der Welt! Gibt es das wirklich? Sind wir immer noch auf der Erde oder auf einem anderen Planeten? Keine Angst, so weit weg sind wir gar nicht, nur das Wann und das Wie ist diesmal entscheidend. Der Autor hat eine überraschende Art und Weise die Dinge zu erklären. Physikalische Gesetze werden hier auf den Kopf gestellt und mit diesem Geheimnis lässt er den Leser bis zum Schluss zappeln. Es ist anfänglich auch gar nicht so einfach sich diese Welt vorzustellen. Das gleiche gilt für die gesellschaftlichen Zwänge, in der die Figuren stecken, sowie ihre Ängste und Entdeckungen. Das führt auch beim Leser zum abschweifen der Gedanken. Anfänglich bleibt man gut am Wort hängen, doch später liest man zeitweise einfach nur weiter. Vielleicht ist es auch der Zeit geschuldet. Als Priest dieses Buch schrieb, waren wir mitten in den 70er Jahren. Die Welt war erneut im Wandel. Kriege gab es immer noch und dem Menschen wurde langsam bewusst, dass alles endlich ist. Zukunft ist auch hier ein Wort, welches man mit Unsicherheit in Verbindung bringt. Genauso Leben auch die Bewohner in der Stadt. Immer in Hetze das Optimum zu erreichen, nicht mehr zurückschauen, kein Stopp, es muss weiter gehen. Wohl einer der seltenen Ansätze, sich tiefgründiger mit dem Leben in der Gesellschaft auseinanderzusetzen, mit dem Wink der Technik und den Sprung in das Morgen. Fazit: Eine unvergleichliche Idee! In starken Zeilen verpackt, bekommt man hier eine Geschichte, welche von der Idee her so noch nicht dagewesen ist. Allein die fahrende Stadt ist schon faszinierend und erfährt man wie die Welt dazu funktioniert, findet man Bewunderung für den Autor. Es gibt sicherlich auch Passagen, welche nicht mehr zeitgemäß sind, aber dann gibt es wieder diese Momente, in denen man wundervoll vor dem Kopf gestoßen wird. Nicht immer leicht zu folgen, aber interessant und ungewöhnlich. Matthias Göbel Autor: Christopher Priest Übersetzung: Yoma Cap, Kristof Kurz Taschenbuch: 416 Seiten Verlag: Heyne Verlag ISBN: 9783453320659
  11. Wenn man heutzutage an Wissenschaft denkt, kommt man unweigerlich auch auf das in Genf liegende CERN. Hier arbeitet Matthieu Savary, ein außergewöhnlich intelligenter Wissenschaftler, welcher schon so einige Theorien neu aufbauen und untermauern konnte. Dennoch ist er sehr exzentrisch und führt im geheimen einen Plan durch, der die Welt verändern soll. Hier greifen die Autoren auf das zurück, was allgemein bekannt ist. Denn ob Einstein oder Hawking, beide haben Zeiteisen als Theorie zwar nie komplett ausgeschlossen, aber Beweise dafür sind bis heute nicht gefunden worden. Savary hat nun eine Idee entwickelt, wie dies in die Tat umgesetzt werden könnte. Doch sein Experiment geht schief... oder doch nicht? Zumindest erwacht er schwer verletzt im völlig zerstörten Labor und als er endgültig im Krankenhaus die die Augen öffnet, .wird ihm ein unschlagbares Angebot gemacht. Er soll sein Experiment wiederholen, allerdings für den britischen Geheimdienst. Nicht sonderlich innovativ, aber immerhin wird so die Geschichte weitererzählt. Ein sehr pikanter Auftrag liegt nun in seiner Hand. Er soll in das Jahr 1888 zurückreisen und die Morde eines gewissen Jack untersuchen. Ja, richtig gelesen, hier geht es um Jack the Ripper. Er stellt sich sein Team zusammen, die in die Vergangenheit reisen, um die Identität des Killers festzustellen. So zumindest der grundlegende Plan. Leider haben es die Autoren nicht wirklich für nötig gehalten die Reise in ihrer Eigenart zu erklären. Lediglich ein kleines Schwarzes Loch wird zur Hilfe genommen und damit können sie zwischen dem Jetzt und Damals wechseln. Immerhin gehen sie gut auf die Paradoxen ein, welche durch kleinste Änderungen passieren könnten. Doch schon bei dem ersten Ausflug hat das Team so seine Schwierigkeiten sich in dieser Zeit wirklich zurechtzufinden. Der Ekel, der Gestank und die Trostlosigkeit dieser Zeit, greifen unweigerlich auch auf den Leser über. Besonders wenn man später direkt aus der Sicht der Opfer von Jack liest, ist man wirklich froh jetzt und nicht damals zu leben. Die recherchierten Augenzeugenberichte und detaillierten Autopsieschriftstücke werden hier noch einmal genau unter die Lupe genommen und auch da würgt man schon selbst wie brutal der Mörder seine Opfer verstümmelte. Bei all dem was später passiert, habe ich mich allerdings am Ende gefragt, warum man nicht zum Anfang wieder zurückgekehrt ist und einfach die Fehler vermieden hat, welche man vorher begangen hat? Außerdem gibt es sicherlich viel interessantere Orte welche man besuchen könnte... aber wer weiß schon wie Zeitreisen funktionieren? Dies ist eben die Version von Tess Riley & Christian Brandt und mit etwas mehr technischen Details und einem nachvollziehbaren Ziel, wären ein paar mehr Leser abgeholt worden. Fazit: Selbst ein Jack the Ripper ist in der Zukunft nichts anderes als eine Leiche. Eine Mordserie in London, welche bis heute nicht aufgelöst wurde, bekommt hier endlich eine neue Chance. Tess Riley & Christian Brandt haben viele historische Fakten einfließen lassen, eine kleine Zeitreise-Crew zusammengestellt und lassen sie einfach auf die Vergangenheit los. Ohne die Details der Reise an sich zu vertiefen, bleiben sie eher bei jedem einzelnen des Teams. Verstricken sich allerdings ein wenig im Verlauf der Story, welche zeitweise doch etwas zu schleierhaft erscheint, aber mit anschaulichen Feinheiten der damaligen Zeiten punkten kann. Matthias Göbel Autor: Tess Riley & Christian Brandt Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 30.05.2015 ISBN: 9783499269578
  12. Die Physiker haben in den letzten Jahrzehnten so manche Überraschung erfunden oder zumindest in der Theorie entwickelt. Ein spannendes Thema aus diesem Bereich ist das Wurmloch. Eine Verbindung zwischen zwei extrem weit entfernten Punkten, welche mehrere Lichtjahre überwinden kann. Das klingt alles nach Humbug und doch hat ein Wissenschaftler sich dieser Thematik gewidmet und er findet einen Weg dies in die Realität umzusetzen. Von allen belächelt, zieht er sich auf eine kleine Insel zurück. Ab jetzt wird es etwas undurchsichtig, denn wo er all das Geld und weitere Mittel herbekommen hat bleibt weitestgehend ein Rätsel. Zumindest verändert sich diese Insel. Eine riesige Kuppel wird errichtet und in einigen Jahrzehnten entsteht hier etwas, was die Welt noch nicht gesehen hat – Die „Alien Biosphere“. Mit dem Wurmlochtor haben die Wissenschaftler eine kleine Welt im Sternbild Schwan entdeckt, auf der anderen Leben vermutet wird. Dieses wird auch gefunden und jetzt auf diese Insel transportiert und ein Themenpark entsteht. Richtig gelesen, hier wird nicht etwa mit dem Tor weitergeforscht, sondern fremde Wesen eines Planeten werden in einen Zoo gesteckt, so dass wir Menschen sie uns anschauen können. Ganz nach der Manier von Jurassic Park. Vor der Eröffnung des Themenparks wird eine Gruppe von Gästen durch das sechsstöckige Habitat geführt. Jede Ebene ist dabei mehrere Kilometer groß und wird durch verschiedene Mechanismen gesichert. Alles klingt so gemütlich und faszinierend, bis eine Gruppe von Terroristen das Unheil heraufbeschwört. Wo man noch auf den ersten Seiten von der Idee überrascht ist, was die Menschen hier geschaffen haben, fragt man sich später immer mehr, warum und wieso eine Biosphäre? Wäre es nicht sinnvoller gewesen durch das Wurmloch zu reisen und sich die Wesen in freier Wildbahn anzuschauen? Der Autor versucht zu erklären welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, aber mal ganz ehrlich, keiner wusste was da die letzten Jahre wirklich vor sich ging und keiner hat an so einen Zwischenfall gedacht? Die einzelnen Gruppen von Menschen fliehen nun durch die Ebenen, wobei man so manch seltsames Wesen kennenlernt. Nett beschrieben und mit anschaulichen Worten dargestellt, erinnern viele Wesen eher an Mutationen unserer heimischen Tiere, aber es gibt eben doch kleine Unterschiede. Das Ende wirkt leider auch recht abrupt, auch wenn es die Geschichte an sich schön abschließt. Es wird gestorben, gerannt, entschärft, gebetet und gestaunt. Eine Flucht, die eigentlich nicht hätte sein müssen und doch hat der Mensch mal wieder mehr Fehler gemacht als gute Ideen gehabt. Fazit: Leben gibt es überall und es gehört frei, nicht eingesperrt! Bücher, Filme und Geschichten sagen es voraus und doch machen die Menschen hier wieder gleiche Fehler. Das fremde Leben eines Planeten fangen, hier auf unserer Erde einsperren und bestaunen lassen… Es gibt kein Beispiel, ob in der Fiktion, noch in der Realität wo dies ungestraft funktioniert hat und auch hier schlägt das Schicksal zu. Roland Enders bringt neue Ideen des Lebens mit, vergisst aber dabei seine handelnden Figuren. Viele sind recht farblos und wenn es den ein oder anderen erwischt – es gibt genug. Selbst die Idee der Biosphäre klingt nach Jurassic Park und endet auch so. Eine leider in sich nicht gänzlich durchdachte Geschichte, aber mit vielen seltsamen neuen Wesen. Matthias Göbel Autor: Roland Enders Taschenbuch: 406 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 11.01.2016 ISBN: 9783426215647
  13. Als die Menschen nur einen Planeten hatten, war es schon schwierig genug für Frieden zu sorgen. In dieser fernen Zukunft hat sich die Menschheit über viele hundert Welten verbreitet. Es sind riesige Reiche entstanden, welche anfangs auch nicht den Finger vom Abzug halten konnten, doch seit der Erfindung der N-Bombe, hat sich alles verändert. Über 300 Jahre herrscht mittlerweile Frieden. Plötzlich ist es aber passiert, ein Raumschiff mit einer solchen Waffe an Bord meldet einen Zwischenfall und gilt als verschollen. Daniel York, Agent des Reiches, soll sich der Sache annehmen. Er gilt als einer der Besten, wäre da nicht Myron Terle. Er ist nicht einfach nur ein Mensch, vielmehr hat er eine unglaubliche Fähigkeit - Er ist ein Teleporter. Die Mission ist jetzt erst einmal klar, finde das Schiff und verhindere das die Bombe in die falschen Hände gerät. Beide Agenten bewegen sich recht unbedeckt und das vielleicht auch mit etwas Absicht. Die Story baut darauf, dass man zuerst wissen will was mit dem Schiff ist und später kommt die Frage auf, wer hier wirklich die Fäden zieht. Immerhin wird der Name des Buches erst zum Ende hin aufgelöst, so dass die wirkliche Überraschung auch erst in den letzten Zeilen auf sich warten lässt. Zwischendurch muss man sich als Leser durch zum Teil ziehende Dialoge wälzen. Allein die Unterhaltungen zwischen den beiden Oberhäuptern der Agenteneinrichtung verwirren, bringen aber kleine Details des eigentlichen Plans ans Licht. Wie es sich für einen Thriller gehört, gibt es mehr als einen Spieler auf dem Schachbrett. Leider führt das in diesem Fall aber dazu, dass man zu sehr versetzt wird von den Autoren. Sie versuchen anschaulich die Reise durch das All zu beschreiben, was allerdings sehr gut funktioniert, nur bei den Schritten der Agenten fehlen einige Passagen. Die weiteren Figuren wie z.B. Kapitän Hull, sind gut ausgebaut, verlieren aber später leider an Gewicht. Genau hier spürt man zum Teil auch das Alter der Geschichte. Ende der 60er entstandenen, ist es inhaltlich nicht verwunderlich, dass eine Bombe hier mit im Mittelpunkt steht. Der Kalte Krieg ist im vollen Gange und genauso viel wie hier geredet und diskutiert wird, kann man sich die Treffen der Politiker von damals vorstellen. Spannend ist der Part der detektivischen Aufdeckung hinter Anschlag und Mord, nur schade das die wirklichen Beweggründe nicht besser erklärt werden. Gerade wenn man bedenkt, dass hier mehr auf dem Spiel steht, als nur der Überfall auf ein einzelnes Schiff. Fazit: Ein Spion, ist ein Spion, egal auf welcher Seite er steht. Jean und Jeff Sutton lebten in einer Zeit der Unsicherheit und ständigen Angst vor dem großen Knall. Dieses Gefühl haben sie in die Zukunft teleportiert und wie 007 die Welt schon damals rettete, ist es hier ein Einzelner, der die Geschicke der Welt am Laufen hält. An einigen Stellen etwas zu konfus gehalten und doch mit kleinen Überraschungen gefüllt, kommt der leichte Charme eines Agenten-Thrillers aus einer längst vergessenen Zeit auf. Matthias Göbel Autor: Jean & Jeff Sutton Übersetzung: G. Feidel und Christian Dörge Taschenbuch: 192 Seiten Verlag: Apex Verlag Erscheinungsdatum: 18.09.2019 ISBN: 9783750205321
  14. Die Welt ist schon ein wunderbarer Ort. Er gibt so viel zu entdecken und so viel wurde in den letzten Jahren erfunden. Glaube und Religion hat nicht immer den Fortschritt vorangebracht, vielleicht manchmal sogar eher gehemmt. Chris Beckett beschreibt in seinem Roman eine Zukunft, in der das Land Illyria als Mekka für Technik und Fortschritt entstand. Hier leben Menschen zusammen mit Maschinen. Roboter, welche so täuschend echt aussehen, dass man nicht weiß wo man einen Unterschied finden kann. Dieser wird jedoch schnell gefunden, denn eine Seele kann so ein „Ding“ doch nicht besitzen, oder? Der Hauptprotagonist George ist ein sozial recht unterentwickelter junger Mann. Als Übersetzter, welcher mehr als sieben Sprachen fließen sprechen kann, ist er intelligent, jedoch so schüchtern, dass er mit echten Menschen kaum etwas zu tun hat. Vielmehr verliebt er sich in eine mechanische Prostituierte. Im Verlauf der Geschichte wird berichtet, wie die Menschen in der Vergangenheit schon einmal wegen ihres Glaubens aneinandergeraten sind. Das gleiche beginnt langsam wieder zu entbrennen, nur das sie diesmal nicht untereinander kämpfen, sondern gegen einen Feind den sie selbst geschaffen haben. Der Staat Illyria steht nun gegen den Rest der Welt, da alle Religionen die Roboter-Menschen verachten und sie als die Ausgeburt der Hölle sehen. Der Mensch ist Gottes Ebenbild und der Mensch sollte nicht selbst Gott spielen. Die ewige Frage, was ist Leben und was nicht, wird dabei zum zentralen Thema. George´s Mutter spielt ebenfalls eine interessante Rolle, da sie ihr Leben so gut wie komplett in einer virtuellen Welt stattfinden lässt. Sie getraut sich nicht mehr nach draußen und später... Das Leben ist eben nicht einfach nur ein Satz, in dem man ausdrücken kann, was Leben zu sein scheint und was es definiert. Das gleiche gilt für die Seele. Was ist sie? Wo kommt sie her? Gibt es sie überhaupt? Es gibt dazu sicherlich viele philosophische Abhandlungen und auch die Theologen werden sich ihre Gedanken dazu gemacht haben, aber am Ende muss jedoch jeder selbst entscheiden was er davon hält. Die Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen. George selbst wirkt oft sehr unbeholfen und so handelt er auch. Die sozialen Ängste kann man nicht immer ganz nachvollziehen und die zwischenmenschlichen Zärtlichkeiten gleiten nur über in einen Zwang. Die sehr seltsamen Zufälle der Begegnungen muss man auch so hinnehmen, sonst würde die Geschichte nicht funktionieren. Sehr gut hingegen fand ich den Perspektivwechsel zur Maschine und auch die Nebengeschichte mit der Mutter, welche erst am Ende hin abgeschlossen ist, wühlt einen innerlich schon auf. Das Thema ist nicht neu, wird hier aber etwas globaler in Augenschein genommen. Fazit: Erst wenn du erkennst was du bist, weißt du was das Leben bedeutet. Chris Beckett stellt nicht Glauben, Religion oder die Wissenschaft in Frage, er hinterfragt lediglich warum der Mensch nicht einfach akzeptieren kann, dass es mehr gibt, als die eine Sicht der Dinge. Es liegt wohl in uns selbst, dass alles was Anders ist auf Ablehnung trifft. Eine Zukunft in der Mensch und Maschine eins werden ist auch diesmal nicht gelungen. Die vielen Zufälle nehmen Kraft und die Nebengeschichten sind fast interessanter als der Hauptcharakter. Dennoch denkt man unweigerlich während man liest nach und fragt sich selbst, ob man nicht eigentlich doch nur eine Maschine ist, eben nur nicht aus Metall, sondern aus Fleisch und Knochen... Matthias Göbel Autor: Chris Beckett Übersetzung: Jakob Schmidt Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 02.07.2012 ISBN: 9783426511190
  15. Star Wars hat so viele facettenreiche Figuren, dass die Idee des Han Solo ihn schon damals unfreiwillig zum Liebling machten. Seine undurchschaubare Art sich aus allen Missgeschicken herauszuwinden und sein verschmitzter Charme sind legendär und kommen nicht von ungefähr. In seinem Soloabenteuer konnte er die Kinozuschauer zwar nicht ganz überzeugen, dennoch trägt er so viel Geschichte mit sich, dass es mehr als einen Roman auch über ihn selbst gibt. In diesem Fall spielt alles einige Jahre vor seinem Film. Willkommen auf Corellia, einem Planeten der Kernwelten der Galaxis. Armut und Hoffnungslosigkeit beherrschen hier den Alltag und ein Ausweg muss man sich über viele Jahre hin erarbeiten. Han und Qi’ra sind beide Mitglied der „White Worms“ unter der Führung von Lady Proxima. Ein Verbrechersyndikat, welches sich besonders im Armenviertel herumtreibt und hier seine Leute rekrutiert und diese mit unterschiedlichen Aufträgen in die besseren Teile der Stadt schickt. Aktuell soll ein neuer Unterführer gewählt werden und beide bekommen von Lady Proxima einen einfachen und sehr ähnlichen Auftrag. Sie sollen lediglich zu einem geheimen Treffen und dort ein Angebot für den Kauf eines kleinen Päckchens abgeben. Wie man es schon vorahnt, geht dabei aber so einiges schief. Auf beiden Seiten bricht ein Kampf aus und der Roman beginnt mit seiner unaufhörlichen Flucht von Han und Qi’ra vor so ziemlich jeden, der auf Corellia etwas zu sagen hat. Damit sind wir beim namengebenden Titel des Buches. Meistgesucht ist damit Tagesordnung und die Autorin hat sich Mühe gegeben, so ziemlich alles zu verarbeiten, was man sich dabei nur vorstellen kann. Rennen, schwimmen, fahren, fliegen und zu guter Letzt auch im Weltraum flüchten. Das dabei das Glück und der Zufall immer auf der Seite von Han und Qi’ra ist, nun ja, dass hat eben Star Wars für sich gebunkert, wird hier aber in vielen Fällen für meinen Geschmack etwas zu viel ausgepackt. Das Hin und Her war zeitweise auch etwas verwirrend, aber es beweist das Sprichwort, dass der Verbrecher oft zum Ort des Verbrechens zurückkehrt. Da hier alle Helden noch sehr jung sind, machen sie auch einige Fehler, welche das ein oder andere Leben kosten. Damit gab es in Star Wars ebenfalls schon immer wenig Probleme – Opfer gibt es eben immer. Han übernimmt dennoch einen starken Part der Geschichte ein und präsentiert sich von einer unglaublichen Gewandtheit mit Wort und Tat. Seine ungewollt soziale Ader gegenüber allen Lebewesen und Doriden bringen ihm den ein oder anderen Freund und man weiß nie, wann man einen guten Freund gebrauchen kann. Qi’ra hingegen bekommt die Chance ihres Lebens, dank ihrer gewieften Art, überzeugt sie nicht nur ihre Anführerin, sondern auch so manch Gegenpartei. Allerdings so richtig sympathisch wirkt sie nicht. Überrascht war ich von kleinen technischen Details, welche zwar später nie wirklich auftauchen, aber für diesen Roman gut funktionieren. Fazit: Auf der Flucht und doch so zuhause wie noch nie. Han Solo bekommt in dieser Geschichte Farbe, wirkt nicht ganz so hart wie in anderen Geschichten und es gibt viele Infos zu seinem Leben vor Luke und Leia. Als Vorgeschichte und Einstimmung zu seinem Film passend arrangiert. Sehr temporeich und mit viel Bewegung erzählt Rae Carson die Flucht durch ganz Coronet, der Hauptstadt Corellia, von zwei kleinen Gaunern, die das Glück gepachtet haben und ihr Ideenreichtum ihr Überleben sichert. Ein wenig sehr üppig mit vierblättrigen Kleeblättern behaftete Situationen, aber sieht man darüber hinweg, weckt das Buch sogar Lust auf den Film. Matthias Göbel Autor: Rae Carson Übersetzung: Timothy Stahl Taschenbuch: 332 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 24.07.2018 ISBN: 9783833236372
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