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einz1975

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Alle erstellten Inhalte von einz1975

  1. Die Physiker haben in den letzten Jahrzehnten so manche Überraschung erfunden oder zumindest in der Theorie entwickelt. Ein spannendes Thema aus diesem Bereich ist das Wurmloch. Eine Verbindung zwischen zwei extrem weit entfernten Punkten, welche mehrere Lichtjahre überwinden kann. Das klingt alles nach Humbug und doch hat ein Wissenschaftler sich dieser Thematik gewidmet und er findet einen Weg dies in die Realität umzusetzen. Von allen belächelt, zieht er sich auf eine kleine Insel zurück. Ab jetzt wird es etwas undurchsichtig, denn wo er all das Geld und weitere Mittel herbekommen hat bleibt weitestgehend ein Rätsel. Zumindest verändert sich diese Insel. Eine riesige Kuppel wird errichtet und in einigen Jahrzehnten entsteht hier etwas, was die Welt noch nicht gesehen hat – Die „Alien Biosphere“. Mit dem Wurmlochtor haben die Wissenschaftler eine kleine Welt im Sternbild Schwan entdeckt, auf der anderen Leben vermutet wird. Dieses wird auch gefunden und jetzt auf diese Insel transportiert und ein Themenpark entsteht. Richtig gelesen, hier wird nicht etwa mit dem Tor weitergeforscht, sondern fremde Wesen eines Planeten werden in einen Zoo gesteckt, so dass wir Menschen sie uns anschauen können. Ganz nach der Manier von Jurassic Park. Vor der Eröffnung des Themenparks wird eine Gruppe von Gästen durch das sechsstöckige Habitat geführt. Jede Ebene ist dabei mehrere Kilometer groß und wird durch verschiedene Mechanismen gesichert. Alles klingt so gemütlich und faszinierend, bis eine Gruppe von Terroristen das Unheil heraufbeschwört. Wo man noch auf den ersten Seiten von der Idee überrascht ist, was die Menschen hier geschaffen haben, fragt man sich später immer mehr, warum und wieso eine Biosphäre? Wäre es nicht sinnvoller gewesen durch das Wurmloch zu reisen und sich die Wesen in freier Wildbahn anzuschauen? Der Autor versucht zu erklären welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, aber mal ganz ehrlich, keiner wusste was da die letzten Jahre wirklich vor sich ging und keiner hat an so einen Zwischenfall gedacht? Die einzelnen Gruppen von Menschen fliehen nun durch die Ebenen, wobei man so manch seltsames Wesen kennenlernt. Nett beschrieben und mit anschaulichen Worten dargestellt, erinnern viele Wesen eher an Mutationen unserer heimischen Tiere, aber es gibt eben doch kleine Unterschiede. Das Ende wirkt leider auch recht abrupt, auch wenn es die Geschichte an sich schön abschließt. Es wird gestorben, gerannt, entschärft, gebetet und gestaunt. Eine Flucht, die eigentlich nicht hätte sein müssen und doch hat der Mensch mal wieder mehr Fehler gemacht als gute Ideen gehabt. Fazit: Leben gibt es überall und es gehört frei, nicht eingesperrt! Bücher, Filme und Geschichten sagen es voraus und doch machen die Menschen hier wieder gleiche Fehler. Das fremde Leben eines Planeten fangen, hier auf unserer Erde einsperren und bestaunen lassen… Es gibt kein Beispiel, ob in der Fiktion, noch in der Realität wo dies ungestraft funktioniert hat und auch hier schlägt das Schicksal zu. Roland Enders bringt neue Ideen des Lebens mit, vergisst aber dabei seine handelnden Figuren. Viele sind recht farblos und wenn es den ein oder anderen erwischt – es gibt genug. Selbst die Idee der Biosphäre klingt nach Jurassic Park und endet auch so. Eine leider in sich nicht gänzlich durchdachte Geschichte, aber mit vielen seltsamen neuen Wesen. Matthias Göbel Autor: Roland Enders Taschenbuch: 406 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 11.01.2016 ISBN: 9783426215647
  2. Als die Menschen nur einen Planeten hatten, war es schon schwierig genug für Frieden zu sorgen. In dieser fernen Zukunft hat sich die Menschheit über viele hundert Welten verbreitet. Es sind riesige Reiche entstanden, welche anfangs auch nicht den Finger vom Abzug halten konnten, doch seit der Erfindung der N-Bombe, hat sich alles verändert. Über 300 Jahre herrscht mittlerweile Frieden. Plötzlich ist es aber passiert, ein Raumschiff mit einer solchen Waffe an Bord meldet einen Zwischenfall und gilt als verschollen. Daniel York, Agent des Reiches, soll sich der Sache annehmen. Er gilt als einer der Besten, wäre da nicht Myron Terle. Er ist nicht einfach nur ein Mensch, vielmehr hat er eine unglaubliche Fähigkeit - Er ist ein Teleporter. Die Mission ist jetzt erst einmal klar, finde das Schiff und verhindere das die Bombe in die falschen Hände gerät. Beide Agenten bewegen sich recht unbedeckt und das vielleicht auch mit etwas Absicht. Die Story baut darauf, dass man zuerst wissen will was mit dem Schiff ist und später kommt die Frage auf, wer hier wirklich die Fäden zieht. Immerhin wird der Name des Buches erst zum Ende hin aufgelöst, so dass die wirkliche Überraschung auch erst in den letzten Zeilen auf sich warten lässt. Zwischendurch muss man sich als Leser durch zum Teil ziehende Dialoge wälzen. Allein die Unterhaltungen zwischen den beiden Oberhäuptern der Agenteneinrichtung verwirren, bringen aber kleine Details des eigentlichen Plans ans Licht. Wie es sich für einen Thriller gehört, gibt es mehr als einen Spieler auf dem Schachbrett. Leider führt das in diesem Fall aber dazu, dass man zu sehr versetzt wird von den Autoren. Sie versuchen anschaulich die Reise durch das All zu beschreiben, was allerdings sehr gut funktioniert, nur bei den Schritten der Agenten fehlen einige Passagen. Die weiteren Figuren wie z.B. Kapitän Hull, sind gut ausgebaut, verlieren aber später leider an Gewicht. Genau hier spürt man zum Teil auch das Alter der Geschichte. Ende der 60er entstandenen, ist es inhaltlich nicht verwunderlich, dass eine Bombe hier mit im Mittelpunkt steht. Der Kalte Krieg ist im vollen Gange und genauso viel wie hier geredet und diskutiert wird, kann man sich die Treffen der Politiker von damals vorstellen. Spannend ist der Part der detektivischen Aufdeckung hinter Anschlag und Mord, nur schade das die wirklichen Beweggründe nicht besser erklärt werden. Gerade wenn man bedenkt, dass hier mehr auf dem Spiel steht, als nur der Überfall auf ein einzelnes Schiff. Fazit: Ein Spion, ist ein Spion, egal auf welcher Seite er steht. Jean und Jeff Sutton lebten in einer Zeit der Unsicherheit und ständigen Angst vor dem großen Knall. Dieses Gefühl haben sie in die Zukunft teleportiert und wie 007 die Welt schon damals rettete, ist es hier ein Einzelner, der die Geschicke der Welt am Laufen hält. An einigen Stellen etwas zu konfus gehalten und doch mit kleinen Überraschungen gefüllt, kommt der leichte Charme eines Agenten-Thrillers aus einer längst vergessenen Zeit auf. Matthias Göbel Autor: Jean & Jeff Sutton Übersetzung: G. Feidel und Christian Dörge Taschenbuch: 192 Seiten Verlag: Apex Verlag Erscheinungsdatum: 18.09.2019 ISBN: 9783750205321
  3. Die Welt ist schon ein wunderbarer Ort. Er gibt so viel zu entdecken und so viel wurde in den letzten Jahren erfunden. Glaube und Religion hat nicht immer den Fortschritt vorangebracht, vielleicht manchmal sogar eher gehemmt. Chris Beckett beschreibt in seinem Roman eine Zukunft, in der das Land Illyria als Mekka für Technik und Fortschritt entstand. Hier leben Menschen zusammen mit Maschinen. Roboter, welche so täuschend echt aussehen, dass man nicht weiß wo man einen Unterschied finden kann. Dieser wird jedoch schnell gefunden, denn eine Seele kann so ein „Ding“ doch nicht besitzen, oder? Der Hauptprotagonist George ist ein sozial recht unterentwickelter junger Mann. Als Übersetzter, welcher mehr als sieben Sprachen fließen sprechen kann, ist er intelligent, jedoch so schüchtern, dass er mit echten Menschen kaum etwas zu tun hat. Vielmehr verliebt er sich in eine mechanische Prostituierte. Im Verlauf der Geschichte wird berichtet, wie die Menschen in der Vergangenheit schon einmal wegen ihres Glaubens aneinandergeraten sind. Das gleiche beginnt langsam wieder zu entbrennen, nur das sie diesmal nicht untereinander kämpfen, sondern gegen einen Feind den sie selbst geschaffen haben. Der Staat Illyria steht nun gegen den Rest der Welt, da alle Religionen die Roboter-Menschen verachten und sie als die Ausgeburt der Hölle sehen. Der Mensch ist Gottes Ebenbild und der Mensch sollte nicht selbst Gott spielen. Die ewige Frage, was ist Leben und was nicht, wird dabei zum zentralen Thema. George´s Mutter spielt ebenfalls eine interessante Rolle, da sie ihr Leben so gut wie komplett in einer virtuellen Welt stattfinden lässt. Sie getraut sich nicht mehr nach draußen und später... Das Leben ist eben nicht einfach nur ein Satz, in dem man ausdrücken kann, was Leben zu sein scheint und was es definiert. Das gleiche gilt für die Seele. Was ist sie? Wo kommt sie her? Gibt es sie überhaupt? Es gibt dazu sicherlich viele philosophische Abhandlungen und auch die Theologen werden sich ihre Gedanken dazu gemacht haben, aber am Ende muss jedoch jeder selbst entscheiden was er davon hält. Die Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen. George selbst wirkt oft sehr unbeholfen und so handelt er auch. Die sozialen Ängste kann man nicht immer ganz nachvollziehen und die zwischenmenschlichen Zärtlichkeiten gleiten nur über in einen Zwang. Die sehr seltsamen Zufälle der Begegnungen muss man auch so hinnehmen, sonst würde die Geschichte nicht funktionieren. Sehr gut hingegen fand ich den Perspektivwechsel zur Maschine und auch die Nebengeschichte mit der Mutter, welche erst am Ende hin abgeschlossen ist, wühlt einen innerlich schon auf. Das Thema ist nicht neu, wird hier aber etwas globaler in Augenschein genommen. Fazit: Erst wenn du erkennst was du bist, weißt du was das Leben bedeutet. Chris Beckett stellt nicht Glauben, Religion oder die Wissenschaft in Frage, er hinterfragt lediglich warum der Mensch nicht einfach akzeptieren kann, dass es mehr gibt, als die eine Sicht der Dinge. Es liegt wohl in uns selbst, dass alles was Anders ist auf Ablehnung trifft. Eine Zukunft in der Mensch und Maschine eins werden ist auch diesmal nicht gelungen. Die vielen Zufälle nehmen Kraft und die Nebengeschichten sind fast interessanter als der Hauptcharakter. Dennoch denkt man unweigerlich während man liest nach und fragt sich selbst, ob man nicht eigentlich doch nur eine Maschine ist, eben nur nicht aus Metall, sondern aus Fleisch und Knochen... Matthias Göbel Autor: Chris Beckett Übersetzung: Jakob Schmidt Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 02.07.2012 ISBN: 9783426511190
  4. Star Wars hat so viele facettenreiche Figuren, dass die Idee des Han Solo ihn schon damals unfreiwillig zum Liebling machten. Seine undurchschaubare Art sich aus allen Missgeschicken herauszuwinden und sein verschmitzter Charme sind legendär und kommen nicht von ungefähr. In seinem Soloabenteuer konnte er die Kinozuschauer zwar nicht ganz überzeugen, dennoch trägt er so viel Geschichte mit sich, dass es mehr als einen Roman auch über ihn selbst gibt. In diesem Fall spielt alles einige Jahre vor seinem Film. Willkommen auf Corellia, einem Planeten der Kernwelten der Galaxis. Armut und Hoffnungslosigkeit beherrschen hier den Alltag und ein Ausweg muss man sich über viele Jahre hin erarbeiten. Han und Qi’ra sind beide Mitglied der „White Worms“ unter der Führung von Lady Proxima. Ein Verbrechersyndikat, welches sich besonders im Armenviertel herumtreibt und hier seine Leute rekrutiert und diese mit unterschiedlichen Aufträgen in die besseren Teile der Stadt schickt. Aktuell soll ein neuer Unterführer gewählt werden und beide bekommen von Lady Proxima einen einfachen und sehr ähnlichen Auftrag. Sie sollen lediglich zu einem geheimen Treffen und dort ein Angebot für den Kauf eines kleinen Päckchens abgeben. Wie man es schon vorahnt, geht dabei aber so einiges schief. Auf beiden Seiten bricht ein Kampf aus und der Roman beginnt mit seiner unaufhörlichen Flucht von Han und Qi’ra vor so ziemlich jeden, der auf Corellia etwas zu sagen hat. Damit sind wir beim namengebenden Titel des Buches. Meistgesucht ist damit Tagesordnung und die Autorin hat sich Mühe gegeben, so ziemlich alles zu verarbeiten, was man sich dabei nur vorstellen kann. Rennen, schwimmen, fahren, fliegen und zu guter Letzt auch im Weltraum flüchten. Das dabei das Glück und der Zufall immer auf der Seite von Han und Qi’ra ist, nun ja, dass hat eben Star Wars für sich gebunkert, wird hier aber in vielen Fällen für meinen Geschmack etwas zu viel ausgepackt. Das Hin und Her war zeitweise auch etwas verwirrend, aber es beweist das Sprichwort, dass der Verbrecher oft zum Ort des Verbrechens zurückkehrt. Da hier alle Helden noch sehr jung sind, machen sie auch einige Fehler, welche das ein oder andere Leben kosten. Damit gab es in Star Wars ebenfalls schon immer wenig Probleme – Opfer gibt es eben immer. Han übernimmt dennoch einen starken Part der Geschichte ein und präsentiert sich von einer unglaublichen Gewandtheit mit Wort und Tat. Seine ungewollt soziale Ader gegenüber allen Lebewesen und Doriden bringen ihm den ein oder anderen Freund und man weiß nie, wann man einen guten Freund gebrauchen kann. Qi’ra hingegen bekommt die Chance ihres Lebens, dank ihrer gewieften Art, überzeugt sie nicht nur ihre Anführerin, sondern auch so manch Gegenpartei. Allerdings so richtig sympathisch wirkt sie nicht. Überrascht war ich von kleinen technischen Details, welche zwar später nie wirklich auftauchen, aber für diesen Roman gut funktionieren. Fazit: Auf der Flucht und doch so zuhause wie noch nie. Han Solo bekommt in dieser Geschichte Farbe, wirkt nicht ganz so hart wie in anderen Geschichten und es gibt viele Infos zu seinem Leben vor Luke und Leia. Als Vorgeschichte und Einstimmung zu seinem Film passend arrangiert. Sehr temporeich und mit viel Bewegung erzählt Rae Carson die Flucht durch ganz Coronet, der Hauptstadt Corellia, von zwei kleinen Gaunern, die das Glück gepachtet haben und ihr Ideenreichtum ihr Überleben sichert. Ein wenig sehr üppig mit vierblättrigen Kleeblättern behaftete Situationen, aber sieht man darüber hinweg, weckt das Buch sogar Lust auf den Film. Matthias Göbel Autor: Rae Carson Übersetzung: Timothy Stahl Taschenbuch: 332 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 24.07.2018 ISBN: 9783833236372
  5. Wer bisher die Reise der Discovery mitverfolgt hat, der wird so einige Überraschungen erlebt haben. Nicht nur, dass die erste Staffel so viele Neuheiten beinhaltet hat, dass man in der zweiten Staffel umdenken musste, auch die verblüffende Verbindung zur Original-Serie ist mittlerweile allzeit bekannt. Captain Christopher Pike und Spock sind zurück auf dem Bildschirm. Dieser Roman spielt nun direkt vor den Ereignissen der zweiten Staffel von Star Trek – Discovery. Die Enterprise wurde von der Sterneflotte beauftragt einen Nebel zu untersuchen. Dieser ist so umfangreich, dass die Crew hier mehrere Monate verbringen und jeden Planeten genau unter die Lupe nehmen soll. Indessen überfallen die Klingonen die Föderation. Hier wundert man sich schon, dass gerade die Enterprise nicht zurück kommen soll, stattdessen muss sie ihre Mission weiterführen. Es wird auch später nicht klar, aber so muss sich Captain Pike eben doch noch länger in dieser undurchdringlichen Suppe zurechtfinden. Ein Planet der Klasse M erweist sich als recht vielversprechend und auch die ersten Stunden und Tage der Erforschung sind erholsam und lehrreich, doch wie zu erwarten, hält die Gefahr sich nicht lange zurück. Zuerst glaubt man das es ein paar Piraten sind, aber später wird klar, dass dieser Nebel mehr als nur von einem Volk bewohnt ist. Diese scheinen sich seit mehreren Jahrhunderten im Kriegszustand zu befinden. Das wird auch der Crew der U.S.S. Enterprise zum Verhängnis. Der Autor holt jetzt nicht einfach nur ein klassisches Abenteuer aus seinem Ärmel, vielmehr versucht er zu beschreiben, was die Mannschaft innerhalb eines ganzen Jahres miterleben muss. Dabei wird nicht nur auf Pike besonders eingegangen, welcher noch einmal von einem Erlebnis aus seiner Zeit als Jugendlicher berichtet und sich immer wieder daran erinnert. Spock bekommt ebenfalls einen Großteil der Geschichte spendiert und hier gibt es schon die ersten Ausblicke in die zweite Staffel Discovery. Da die deutsche Übersetzung um einiges später eintrifft, wird man als Fan schon wissen, um was sich später alles drehen wird. Miller hat sich zu Nutzen gemacht, dass er den Ausgang aller Ereignisse schon vorher kannte und den Leser nur nach und nach an das Geschehen heranlässt. Die Kämpfe sind gut beschrieben, wenn auch des Öfteren etwas zu lang. Interessant fand ich die Kampfanzüge, welche zwar später so nicht in der Serie zu sehen sind, aber hier das Leben des ein oder anderen retten. Die Idee der Völker und die Auflösung des eigentlichen Problems sind schön aufgeschlüsselt und beherbergen einen starken Aspekt, welchen vielleicht auch auf unseren Planeten heimische Volksgruppen sich einmal überlegen sollten. Das Leben in einer Gemeinschaft ist nie einfach und wird immer für Missverständnisse sorgen, nur wer bereit ist zuzuhören und auch mal auf den anderen zuzugehen vermag, hat die Chance die Wahrheit zu erkennen. Fazit: Hier erfährt man, warum Spock so wurde und warum Pike so ist. Was alles in einem Jahr passieren kann weiß jeder von sich selbst und John Jackson Miller lässt der Crew der Enterprise keine ruhige Minute. Mit einer ordentlichen Portion Action, in einem echten Krieg gefangen und mit seltsamen Wesen die man so noch nie gesehen hat. Das klingt nach Star Trek und es steckt auch viel davon in dieser Geschichte. Mutige Taten, geistreiche Wissenschaftsoffiziere und nur kleine Logikfragen geben dieser Ausgabe alles, was man erwartet. Ein interessanter Einstieg in die Welt von Star Trek – Discovery... Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 500 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.12.2019 ISBN: 9783966520311
  6. einz1975

    Xcom 2: Eskalation

    Wer Strategiespiele mag, der wird mit Sicherheit auch über den Titel Xcom gestoßen sein. Rundenbasierte Taktik trifft dabei auf ein ausgeklügeltes Sci-Fi-Setting. Nach dem großen Erfolg der Neuauflage, war es besonders der zweite Teil, welcher noch einmal von der Story her einiges mehr bieten konnte. Hier haben sich die Menschen mit den Aliens geeinigt und leben nun "friedlich" miteinander. Das damalige Einsatzteam der Xcom ist verschollen und mit der offensichtlichen Unterdrückung durch gezüchtete ADVENT-Truppen, wird das Volk unter Kontrolle gehalten. Hier setzt jetzt auch der Roman ein. Irgendwo in den Bergen in Colorado ist eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern unterwegs. Sie jagen gerade eine Gruppe Aliens, welche in einer verlassenen Siedlung irgendetwas suchen. Sie selbst nennen sich "Schnitter" und sind exzellente Scharfschützen. Unfreiwillig treffen sie irgendwann auf die "Scharmützler". Auch diese Gruppe hat sich dem Kampf gegen die Aliens gewidmet. Allerdings sind es ehemalige ADVENT-Soldaten, welche jedoch endlich wieder frei denken können. Durch ihre gemeinsame Aktivität wird auch die verschollen geglaubte Xcom-Einheit auf diese Teams aufmerksam. Doch es soll noch einige Zeiten dauern, bis wirklich alle zusammenfinden. In der Story baut der Autor einige Gefechte mit ein. Wie im Spiel beschreibt er dabei den Angriff mit EMP-Granaten, den Nahkampf mit dem Schwert oder wie die Scharfschützen sich ihre Ziele suchen. Klingt alles sehr militärisch und das ist es auch. Zwar lockern einige Sprüche der Kämpfer untereinander die Runde auf, dennoch läuft alles strickt nach Plan ab. Wer das Spiel gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden. Hier eine halbe Deckung, da eine zu hackende Konsole oder ein Medipack, was das Leben eines Verwundeten rettet. Der Autor geht auch auf die Waffen ein, behält sich jedoch vor, nichts zu verraten, was der Spieler später selbst freischalten kann. Nebenbei wird auch erklärt, was mit den Menschen passiert ist. Warum Xcom verschwunden ist und was sonst noch in den letzten Jahren geschah. Es stellt sich auch heraus, dass die Aliens ebenfalls Eliteeinheiten ins Feld schicken, um den letzten Widerstand auszumerzen. Inhaltlich befinden wir uns vor dem Beginn des Spiels, denn hier spielt man selbst den Commander, welcher erst gerettet werden muss. Interessant fand ich auch die Erklärung zur Avenger. Das getarnte Flugzeug, welches jetzt als Operationsbasis für Xcom dient. Im Spiel nur nebenbei erwähnt, bekommt man noch ein paar Hintergrundinfos, genauso wie zu den beliebten Wissenschaftlern der Widerstandsgruppe. Warum Rick Barba das Ende des Romans so offen lässt möchte vielleicht auch daran liegen, dass man sich selbst in diese Welt hineinspielt und hier nur Appetit bekommen soll. Es funktioniert in so weit, dass man den Aliens wirklich gern selbst in den Hintern treten möchte, aber wirft der Roman viele Fragen auf, welche nur im Spiel erklärt werden. Fazit: Widerstand ist niemals zwecklos! Als Fan des Spiels, wollte ich gar nicht aufhören zu lesen und war sofort wieder an der Front. Mit angelegtem Gewehr, im Visier die Köpfe der fiesen Aliens und viele der beschriebenen Taktiken werden zum wiederholten male umgesetzt. Wer sich nicht auskennt und einfach so einen Sci-Fi-Roman erwartet, der wird sich etwas wundern. Dennoch stimmt die Aktion und militärisch liegt der Autor auch auf nachvollziehbaren Wegen. Definitiv guter Fanservice und von mir aus könnte es weitergehen. Matthias Göbel Autor: Rick Barba Übersetzung: Andreas Kasprzak Softcover: 288 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 03.07.2018 ISBN: 9783833236983
  7. einz1975

    Marj Dusay verstorben

    1967 und nur ein jahr später spiele sie bei Raumschiff Enterprise in der Folge "Spock's Brain" mit. Der Erfolg war da und so spielte sie kurze Zeit später an der Seite von Elvis Presley in "Nur nicht Millionär sein". Daraufhin folgten zahlreiche Auftritte in Fernsehserien wie Hawaii Five-O, Bonanza, Ein Käfig voller Helden, Quincy, Hart aber herzlich und viele mehr. 1977 spielte sie im Kriegsfilm "MacArthur – Held des Pazifik" an der Seite von Gregory Peck, wobei sie später wieder zu TV-Serien wechselte und besonders in ihren Rollen aus California Clan und Springfield Story bekannt wurde. Dusay starb am 28. Januar 2020 im Alter von 83 Jahren.
  8. Anfang der 2000er Jahre gab es in Sachen Science Fiction so einiges was mittlerweile Kult geworden ist. Serenity und die dazugehörige TV-Serie „Firefly“ zählen unumstritten dazu. Die Fangemeinde ist groß und wurde nicht zuletzt durch die Comicreihe bedient. Das Firefly Universum spielt viele Jahre in der Zukunft. Die Menschen haben schon lange die Erde verlassen und neue Planeten besiedelt. Der Krieg zwischen der Allianz und den freien Welten ist Geschichte. Malcolm Reynolds und seine Crew halten sich mit kleinen Aufträgen über Wasser. Hier ein kleiner Diebstahl und da ein Schiff voller Gold im Weltall finden. Es fällt leider auf, dass der Comic etwas anders als alle anderen abläuft. Oft wird zwischen den Szenen zu schnell hin und her gesprungen. In der Serie war das anders und selbst im Film gab es bessere Erklärungen und Einführungen zu dem Gezeigten. Immerhin gibt es interessante Bezüge, so dass der Fan hier definitiv bedient wird. Leider haben mir persönlich die witzigen Passagen gefehlt. Es gibt zwar ein paar nette Sprüche der Crewmitglieder, aber das war es dann auch schon. Immerhin kann Reynolds mehr als einmal sich wieder durchboxen und die Kämpfe werden auch in Comicform sehr oft zur Untermalung eingesetzt. Dennoch wird in Summe aber zu wenig zusammenhängend erzählt. Die Gegner halten sich nicht zurück und die Aufträge purzeln einfach so nacheinander herein. Gerade da hätte man kleine Episoden oder Vorgeschichten zu Folgen entwickeln können, was dem Comic besser gestanden hätte. Immerhin stimmt die Optik. Malcolm Reynolds, gespielt von Nathan Fillion, bekommt seinen gewissen verschmitzten Look. Ein kleines Lächeln wo es nicht angebracht ist und das ein oder andere blaue Auge oder die blutige Lippe zählen auch dazu. Die Raumschiffe haben alle einen zur Seite passenden Anstrich und selbst das Chaos nach einer Schlacht ist gut im Bild eingefangen. Es bleibt das Sci-Fi-Western-Flair, egal ob man in einer Bar ist oder sogar an Bord der Serenity. Wie auch im Text ist es schade, dass einige Szenen zu schnell abgeschlossen wurden. Es kommt vor das Seiten hintereinander die Schauplätze wechseln und man schnell aus der jeweiligen Atmosphäre gerissen wird. Positiv daran, es wird Abwechslung geboten und man darf sich bunt durch die Galaxie freuen. Fazit: Nathan Fillion als Comicfan, hätte wohl nie damit gerechnet, selbst als Comicfigur einmal zu enden. Mit der ersten Ausgabe zu Serenity werden Fans gut bedient. Es gibt die komplette Crew, ihre Eigenarten und ihr etwas vom Pech verfolgter Capatin. Leider ist die Storystruktur teilweise nur skizzenhaft erzählt und gezeichnet. Wer wo gerade was macht reimt man sich zwar zusammen, doch einen kompletten Fluss gibt es nicht. Grafisch auf einem sehr guten Niveau, ist der Service für den Firefly-Anbeter dennoch gelungen, nur Neueinsteiger sollten zuerst die Serie schauen, um mithalten zu können. Matthias Göbel Autor: Joss Whedon, Brett Matthews Zeichnung: Will Conrad, Michele Madsen Übersetzung: Claudia Kern Softcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 24.02.2010 ISBN: 9783866079847
  9. Schon wenn man den Namen Captain Jean-Luc Picard liest ist die Enterprise nicht weit. Die letzten Ereignisse sind noch gar nicht so lange her und während der Erforschung einer Passage wird ein bewohnter Planet entdeckt. Doch bevor Picard hier selbst sich ein Bild machen kann, wird er erst einmal vom Sternenflottenkommando hingehalten und mit viel zu wenig Informationen ans Ziel geschickt. Schön zu sehen, dass er immer noch den Oberen die Stirn bieten kann, denn genau das passiert hier mehr als deutlich. Im Orbit des Planeten angekommen muss die Crew feststellen, dass hier ein schrecklicher Nuklearkrieg gewütet hat. Viele Millionen Lebewesen sind wohl dabei ums Leben gekommen, die Frage ist jetzt, wie konnte das geschehen und warum hat die Sternenflotte so ein Geheimnis darum gemacht? Dayton Ward geht dabei herrlich zurück auf Ereignisse, welche über dreihundert Jahre zurückliegen. Auf der Erde sind die ersten kleinen Schritte zur Raumfahrt zu spüren, doch noch steckt alles in den Anfängen fest. Als ein außerirdisches Raumschiff irgendwo in den Bergen abstürzt und das eine seltsame Geheimorganisation auf den Plan ruft, könnte man meinen, die Geschichte nimmt einen klaren Verlauf, aber weit gefehlt. Je weiter man kommt, desto mehr erfährt man was hier auf der Erde passiert ist und in wie weit hier Agenten unterschiedlicher Organisationen ihre Finger im Spiel hatten. Erinnert ihr euch noch an Gary Seven? Er selbst ist zwar nicht mehr aktiv, aber es gibt Nachfolger. Star Trek spielt gern mit der Zeit und auch in diesem Fall gibt es Wissen welches einige haben, was sie eigentlich nicht haben sollten. Doch anwenden können sie es nur selten, dafür ist die Menschheit noch nicht bereit genug. Im Verlauf der Jahrhunderte mussten viele Brücken überwunden werden und auch der 3. Weltkrieg wird viel Leid und Elend bringen, aber die Zukunft schreibt eben Geschichte und wir wissen ja wie alles ausgegangen ist. Interessant fand ich auch, dass der Autor sich viel Mühe gegeben hat und geht auf die verschiedenen Bücher oder Serienelemente ein. Kleine Dinge wie etwa der Servo oder der Aufbruch der ersten Raumfahrer ins tiefe All sind spannend und geschichtsträchtig beschrieben. Es gibt auch allerhand Gefechte, die wiederum kurzgehalten sind, nicht zu ausufernd und auch wenn Leben verloren geht, wird wenigstens eine Wahrheit ans Tageslicht gefördert, welche wohl sonst für immer verloren gegangen wäre. Schrecklich, dass die Angst oft die Früchte des Todes trägt und wir können alle froh sein, dass der Kalte Krieg nicht zu unserem Ende geführt hat. Erwachsen werden ist für das einzelne Lebewesen schon eine Herausforderung, für eine ganze Zivilisation jedoch mehr als eine schier überwindbare Hürde. Ich habe Star Trek immer als die positive Variante für die Menschen gesehen, auch wenn wir hier geschichtlich noch viele Fehler machen, wurde viel Hass und Angst überwunden und entstanden ist eine Gemeinschaft, die hoffentlich auch unsere Nachkommen erschaffen werden. Fazit: Star Trek wie man es liebt! Dayton Ward nimmt einen klassischen Anfang, einen der beliebtesten Captains und schickt ihn in ein überraschendes Abenteuer. Die Menschheit hat in ihrer Vergangenheit schon wirklich viele Dummheiten begangen und auch hier glaubt man kaum, was geheime Organisationen alles umsetzten wollen. Jean-Luc Picard glänzt endlich wieder als Diplomat, auch wenn es kurzweilige Action gibt. Autorität und Führung sind diesmal ein zweiseitiges Schwert und wenn man aus der Vergangenheit lernen kann, dann dass was diese Geschichte lehrt. Matthias Göbel Autor: Dayton Ward Übersetzung: Aimée de Bruyn Ouboter Taschenbuch: 405 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.12.2019 ISBN: 9783864258749
  10. Hallo Nick, ich weiß nicht genau was du meinst?
  11. Unsere Welt hat sich seit der Industrialisierung so intensiv verändert, dass wir heute damit jetzt schon Probleme haben. Zwar haben wir das erkannt und reagieren langsam darauf, dennoch kostet das alles viel Geld und die Zeit bleibt nicht stehen. Der Autor beschreibt in seinem Roman jetzt die Abfallentsorgung von Elektroschrott gesammelt auf einer Insel nahe China. Hier wird recycelt, was die Welt nicht mehr benötigt. Er geht dabei sehr genau auf die Details ein, wie die Menschen hier leben und wie die Gewinnung der Rohstoffe von statten geht. Da wir in einer entfernten Zukunft lesen, findet man hier nicht nur irgendwelche Handys oder TV-Geräte. Interessant dabei sind die Exoskelettteile wie Arm- oder Beinprothesen. Die Müllmenschen hier leben nicht nur vom Müll, sondern leben auch direkt in ihm. Im Kopf kann man sich das leider sehr gut vorstellen, da es auch heute schon solche Bilder gibt. Hier geht die Geschichte jedoch noch weiter. Neben dem Müll ist auch die virtuelle Welt ein wichtiger Platz für die Erzählung. Bevor jedoch dieser Part seinen Lauf nimmt, werden uns weitere Figuren vorgestellt. Eine amerikanische Firma möchte auf dieser Insel eine Recyclingfabrik errichten. Dazu sind einige Beobachtungen wichtig. Denn erst wenn man versteht wie hier alles funktioniert, kann auch die Fabrik später richtig aufbauen. Doch gibt es von Anfang an Probleme. Die Unterwelt-Clans der Gegend haben seit Jahrzehnten das Geschäft in der Hand. Sie verdienen am Schrott und an den billigen Arbeitskräften. Menschen sind hier nur Mittel zum Zweck. Da verwundert es auch nicht, dass ein junges Mädchen von Clan-Mitgliedern schwer misshandelt wird. Das sie später noch der Grund für eine Revolution ist, würde man niemals vermuten. Heftig im Wort, beschreibt der Autor, was mit den Menschen hier zustößt. Jedoch rutscht er dabei immer wieder in Erzählungen ab, welche nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben. Die Tiefe der Figur gewinnt zwar, dennoch bleibt das Erzählte oft zu unwichtig für den Verlauf. Wer sich für chinesische Erzählungen oder Sprichwörter interessiert, wird hier ebenfalls fündig. Ob Lebensweisheit oder kleine Fabel, die Kultur bekommt ihren Platz. Die Story baut sich leider etwas lückenhaft auf. Es wird gut erklärt, wer hier gegen wen antritt, aber oft sind Geschehnisse doch sehr fabelumwoben fortgeführt. Besonders Hauptfigur Mimi erlebt von tiefster Verletzung, bis hin zur göttlichen Macht unterschiedliche Durchläufe. Die Sciencefiction selbst bekommt einen in wenigen Jahrzehnten möglichen Charme. Prothesen, welche den Menschen verbessern oder Teile komplett ersetzen und die virtuelle Welt, in der die Menschen der Zukunft zum Teil nur noch existieren. Nicht wirklich neu was der Autor hier beschreibt, dennoch versteht er sein Handwerk und mit einem kleinen Zusatz schafft er auch etwas Eigenes. Während man die Story so liest, fragt man sich unweigerlich wie real all das sein könnte und im Anhang erfährt man, dass es diese Insel heute schon gibt. Qiufan Chen war selbst vor Ort und konnte die Menschen im Müll mit eigenen Augen sehen. Nicht alles wohl so wie hier beschrieben, aber jetzt schon auf einem Level, der mehr als unglaublich und unwürdig ist. Fazit: Silizium, dass Gold der Zukunft! Geschürft aus dem Müll der reichsten Länder der Welt, leben und arbeiten hier Menschen unter schlimmsten Bedingungen. Hier erwacht in einem Mädchen ein neues Leben, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Schwierig und komplex verpackte Textpassagen hemmen hin und wieder den Lesefluss, der direkte Weg der Erzählung wäre meiner Meinung nach besser gewesen. Umfangreiche Erklärungen zu chinesischen Weisheiten sind lehrreich, keine Sciencefiction, aber davon hat der Roman noch genug. Manchmal etwas zu weit weg und oft so nah, dass man es beim aus dem Fenstersehen erblicken könnte. Matthias Göbel Autor: Qiufan Chen Übersetzung: Marc Hermann Paperback: 480 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 09.09.2019 ISBN: 9783453319226
  12. Für manche ist es schon Science Fiction an den morgigen Tag zu denken und andere denken sich in fantastische Welten und schreiben diese auf. Caroline Hofstätter schrieb mit „Das Ewigkeitsprojekt“ ihren Debüt-Roman und kann dank einer schönen Idee und überraschenden Wendungen mehr als gut unterhalten. Die aus Österreich stammende Autorin lass schon als Kind Bücher von Asimov, Robert Bradbury und Arther C. Clarke und die Sterne waren ihr dank eins Teleskops immer etwas näher als anderen. In diesem Interview gibt es ein paar Hintergrundinformation zu ihrem Roman, ihre Gedanken zu Science Fiction und ihr Leben als Autorin. In welcher Situation kam dir die Idee deines Buches „Das Ewigkeitsprojekt“? Die Idee kam mir beim Joggen durch die im Herbst ziemlich nebligen Weinberge rund um Wien. Ich entwickle die meisten meiner Ideen beim Laufen. Schwierig ist nur, mir das alles auch zu merken, bis ich am heimischen Laptop sitze. Die Aufwachszene am Anfang, wie viel davon schreibst du dabei von dir selbst? Die Aufwachszene ist - genau wie der Rest des Romans - überhaupt nicht autobiographisch. Mit zwei Kindern habe ich normalerweise keine Chance, mich morgens noch ein paar Minuten unter der Bettdecke zu verkriechen. Mit der Art, wie Sarah sich den Ereignissen in Hills View stellt, hat sie allerdings dann doch einiges von mir. Sie ist keine Kämpferin mit schussbereitem Blaster in der Hand, sondern versucht lange, friedliche Lösungen zu finden. Ihr Leben im idyllischen Hills View hat sie nicht auf das vorbereitet, was ich mit ihr vorhatte. Aber man wächst mit den Monstern, denen man sich stellt, nicht wahr? In dem Buch geht es auch um Einsamkeit, was hilft dir dagegen? Hab ich das mit den zwei Kindern schon erwähnt? Alleine zu sein ist für mich mehr Utopie als Angstgegner. Um an sich selbst und neuen Zielen zu arbeiten ist es manchmal gar nicht so schlecht, eine Weile für sich selbst zu sein. Man muss natürlich zwischen Einsamkeit und Alleinsein unterscheiden. Einsamkeit ist das Gefühl, nicht gebraucht und nicht geschätzt zu werden - das ist natürlich furchtbar. Sarah ist im Ewigkeitsprojekt nicht nur alleine, sie erhält auch lange Zeit keine Rückmeldung, welchen Sinn ihre Arbeit und ihre Gefangenschaft überhaupt hat. Diese Form der Isolation durchzuhalten, verlangt ihr einiges ab. Ihre Strategie, einen Fuß vor den anderen zu setzten und ihre Aufgaben so gut es geht zu erledigen, ist wohl das Beste, was sie in dieser Situation tun kann. Selbst schon Erfahrungen mit Virtuellen Welten gemacht? Ich liebe virtuelle Welten wie World of Warcraft. Was könnte besser sein, als im Bademantel und in Kuschelsocken gemütlich auf der Couch zu liegen und gleichzeitig als Elfe auf einem Greifen in den Kampf zu ziehen? Virtuelle Welten bieten mir als Autorin auch die Gelegenheit, ganz unkompliziert einen Abend mit Lesern aus verschiedenen Ländern zu verbringen. Letzten Monat durfte ich zum Beispiel zusammen mit dem Gewinner des Deutschen Science Fiction Preises, Thorsten Küper, in Second Live eine Lesung halten. Es hat wirklich Spaß gemacht, sich dort zu treffen. Das Ende lässt ja viel offen, könnte es weitergehen in Hills View? Gut möglich, für Sarah und Nicolai gäbe es ja tatsächlich noch einiges zu tun. Mein nächster Roman wird allerdings erstmal ins Wien der Zukunft führen, in dem eine recht dominante KI über das Wohlergehen der Bewohner wacht. Mein Protagonist Joben Murphy wurde von ihr auf eine zuckerfreie Diät gesetzt. Ich fühle bei jedem Wort, das ich schreibe, mit ihm. Welche Lösungen könntest du dir noch vorstellen, um der Nachwelt etwas von uns mitzugeben? Eine spannende Frage! Unsere Persönlichkeit und unsere Erinnerungen auf ein externes Speichermedium zu übertragen wird vielleicht eines Tages möglich sein. Aber wird es die Nachwelt tatsächlich interessieren, sich mit uns über die gute alte Zeit zu unterhalten? Was fasziniert dich an Science Fiction? Ich denke, das Streben nach Neuem ist ganz zentral in uns verankert. Wir haben unsere Höhlen verlassen, Kontinente durchquert und wollten immer schon herausfinden, was hinter dem Horizont liegt. Science Fiction lässt uns von neuen Abenteuern träumen - und manchmal warnt sie uns auch vor Gefahren, denen wir vielleicht gegenübersehen werden. Science Fiction ist das Genre für Entdecker, Träumer und alle, die gerne ein bisschen weiter als nur bis zu den eigenen Fußspitzen blicken. Wie hat sich dein Leben verändert seit du Autorin geworden bist? Meine Recherche bringt mich immer wieder in Kontakt mit Menschen in spannenden Berufsfeldern und ich genieße den Entstehungsprozess der Geschichten, wenn sich die Puzzleteile langsam zusammenfügen, sehr. An dieser Stelle danke an alle, die geduldig meine nächtlichen Emails beantworten mit Fragen wie „welches Giftgas ist geruchlos und schwerer als Luft?“ Erzähle etwas über deine Seite www.carolinehofstaetter.at und die Geschichten, welche du kostenlos zur Verfügung stellst. Als kleine Überbrückung bis zu meinem nächsten Roman findet man auf meiner Website immer wieder eine neue Kurzgeschichte, die dann für ein paar Wochen kostenlos zu lesen ist. Wer keine verpassen möchte, sollte sich natürlich unbedingt für meinen Newsletter anmelden. Nenne uns deine Lieblingsautor-in/Vorbilder? Ich bewundere Stephen King sehr. Egal welches Genre man als Autor wählen möchte - sein Schreibratgeber „Das Leben und das Schreiben“ ist ein guter erster Schritt ins Autorenleben. Mit deinem Debüt hast du schon sehr gut vorgelegt, welche neuen Projekte stehen an? Danke, freut mich sehr, dass du das so siehst! Ich arbeite gerade an meinem nächsten Roman „Sohn der Sterne“, in dem ich den Leser mitnehmen möchte ins Wien der Zukunft. Hast du noch einen Lesetipp? Von allen Büchern, die ich 2019 gelesen habe, hat mich Becky Chambers mit „Die lange Reise zu einem zornigen kleinen Planeten“ am meisten beeindruckt. Es gibt viele gute Space Operas, aber Becky Chambers führt uns optimistisch in eine Welt, in der wir im besten Sinne über uns hinausgewachsen sind.
  13. Ich muss gestehen, dass es in diesem Fall wirklich schwer ist völlig spoilerfrei eine Rezension zu schreiben, wer also nicht wissen will, um was genau es sich handelt, der sollte sich so diese Geschichte zulegen – Es lohnt sich definitiv! Dr. Sarah Berger ist eine äußerst talentierte und herausragende Ärztin. Sie wacht an einem schönen Frühlingsmorgen auf. Die Sonne scheint und es sieht so aus, als ob dies ein wirklich wundervoller Tag wird. Seltsam nur, dass ihr Mann nicht neben ihr liegt. Diese ersten Zeilen lesen sich schön ruhig und man träumt regelrecht mit, wie angenehm so ein Morgen wäre. Dazu eine Tasse Kaffee und… doch plötzlich tauchen die ersten seltsamen Dinge auf. Die Autorin schafft es schnell die Fragezeichen des Lesers wachsen zu lassen. Nicht nur die Frage was mit ihrem Mann passiert ist kommt auf, auch sonst verhält sich der Rest des Hauses und vor allem ihr Arbeitsweg sehr viel anders als sonst. Hinzu kommt noch ein seltsamer Nebel… Bis hier hin erinnert alles an einen Mystery -Thriller, doch das soll sich noch heftig ändern. Es stellt sich heraus, dass sie gar nicht in der realen Welt unterwegs ist. Über ihren Laptop bekommt sie Zugang zur realen Welt und kann zumindest ansatzweise mit der Außenwelt kommunizieren. Sie erfährt, dass es möglich ist, dass das Gedächtnis etwas Schaden nimmt und man sich erst nach und nach an das erinnern, kann was passiert ist. Sie bekommt immer wieder Aufträge, in denen sie Medikamente zusammenbrauen muss, bis eines Tages erneut ein Auftrag hereinkommt, der alles verändert. So viel zur Story, denn was genau es mit dem Ewigkeitsprojekt auf sich hat und was Sarah alles hier noch erlebt, sind es mehr als wert gelesen zu werden. Caroline Hofstätter nimmt sich einem Thema an, was hier und da schon sicherlich ähnlich verarbeitet wurde, aber nicht auf diesem Level. Die Chance der Menschen mit den virtuellen Welten etwas Neues zu schaffen, ist aktuell sicherlich noch begrenzt, aber in einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft, sollte das definitiv anders aussehen. Die verarbeiteten Ideen klingen überraschend fantastisch und die Gedanken der Hauptperson sind nachvollziehbar, sowie ihr Handeln. Alle weiteren Figuren haben ihr Mysterium in sich und ergänzen die Story nahtlos, wobei auch ein unerwarteter Gegenspieler seinen Auftritt feiern darf. Wenn man sich das Ewigkeitsprojekt jedoch genauer anschaut, muss den Erfindern selbst irgendwann dabei aufgefallen sein, dass es niemals so in seiner Funktion die Zeit überdauern kann. Der Mensch ist und bleibt freiheitsliebend und Gesellschaft ist wichtig, auch wenn man manchmal gern allein ist. Wir haben schon viel über uns gelernt, doch bleibt jeder einzelne ein Rätsel mit guten und schlechten Seiten, die oft erst viel später ans Tageslicht kommen. Fazit: Für immer allein und doch für alle da! Das Ewigkeitsprojekt beschreibt eine Idee einer virtuellen Welt, in der viel möglich ist, manchmal sogar zu viel. Warum dieses Projekt geschaffen wurde ist ehrbar, nachvollziehbar, aber nicht bis zu Ende gedacht. Caroline Hofstätter lässt ihrer Hauptfigur erst eine mystische, dann eine technische und zu guter Letzt eine zerstörte Welt übrig und schafft es, den Leser von Anfang an zu überraschen. Schöne Wendungen, nachvollziehbare Handlungen und eine Welt, die man mal sehen, aber nicht darin existieren möchte. Uneingeschränkte Leseempfehlung! Matthias Göbel Autor: Caroline Hofstätter Taschenbuch: 210 Seiten Verlag: Atlantis Verlag Erscheinungsdatum: 30.09.2019 ISBN: 9783864026768
  14. Zayne Carrick hat es nicht leicht. Wo er im ersten Teil der Knights of the Old Republic schon einer unglaublichen Tat beschuldigt wurde, die er nicht begangen hat, wird er nun von der gesamten Galaxie gesucht. Vielleicht ist er auch der Grund dafür, dass ein neuer Krieg zwischen den Mandalorianern und der Republik entbrennt. So richtig Frieden gab es zwar nie, daher sind die Mandalorianischen Kriege auch etwas für die Geschichtsbücher. Genau in diesen Konflikt gerät Zayne mit seiner unfreiwilligen Crew. Der wohl spannendste Teil der Geschichte beginnt, denn hier erfahren wir zum einen mehr über die Mandalorianern - ihr Handeln, ihr Wille zu kämpfen und sogar ein wenig über ihre Herkunft. Warum genau der Krieg jedoch ausbricht bleibt eher noch im Dunkeln. Sehr interessant fand ich auch, dass sie selbst Jagd auf Jedis machen, da einer ihrer Anführer herausfinden will wo die Macht herkommt und ob man sie stoppen oder vielleicht sogar für die eigenen Soldaten nutzbar machen kann. Nicht das erste mal, dass solche Experimente unternommen wurden, aber wir befinden uns 4.000 Jahre vor „Die dunkle Bedrohung“ und da kommt noch einiges auf die Jedis zu. Da der Rat der Jedi jetzt weiß, wer der eigentliche Mörder der Jünglinge war, ist es erstaunlich, wie sehr sie den Vorhausahnungen vertrauen und das es keine Konsequenzen für den Mörder gab. Die Geschichte von Lucien Draay bekommt ebenfalls einen sehr schönen und tiefen Einblick. Es ist fast davon auszugehen, dass die dunkle Seite hier schon länger im Spiel ist. Leider endet der Comic etwas einfacher, dafür kann Zayne noch einmal seinen Vater wiedersehen. Die ersten Seiten sind auch um einiges ausgefeilter gezeichnet. Sehr gute Details bei den Mandalorianern lassen den Leser interessiert auf den Seiten verweilen. Allein schon die Anzahl der Kämpfer ist beeindruckend, nur die Kämpfe sind etwas weniger in Szene gesetzt. Es bleibt zumindest alles auf einem recht düsteren Level. Die Schritte von Zayne Carrick sind nicht mehr ganz so ungeschickt wie im ersten Teil. Er scheint seiner Ausbildung durch die Flucht einige Besonderheiten hinzufügen zu können, was ihm als Jedi gut steht und ihn interessanter werden lässt. Fazit: Die Mandalorianischen Kriege finden ihren Anfang! Schon von der ersten Seite an wird die alte Republik auf den Untergang eingestimmt. Nicht nur das die Jedi sich aufgrund der Suche nach den Sith zurückgezogen haben, auch die Mandalorianer beginnen ihren Großangriff und der wird definitiv heftig werden. Die Geschichte um Zayne Carrick, den gejagten Jedi-Schüler, bekommt weiter Futter und die Spannung bleibt, ob er die Schuld für die Rückkehr der Sith ist oder nicht. Schöne düstere Optik in Kombination mit passenden Farben bringen dem Comic ebenfalls gute Punkte. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Zeichnung: Brian Ching, Dustin Weaver, Harvey Tolbao, Michael Atiyeh, Jay David Ramos Übersetzung: Michael Nagula Taschenbuch: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 26.04.2019 ISBN: 9783741610516
  15. Christopher L. Bennett hat es sich zur Aufgabe gemacht die Geschichte um Jonathan Archer und der Föderation so genau zu erklären, dass feste Grundbausteine der Zukunft gelegt werden. So haben wir zum einen die Erklärung der Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Völker. Dies ist besonders später in den Serien wichtig und führt den ein oder anderen Captain in eine ungewollte Bedrängnis. Noch bevor die vielen Schiffe der Flotte das Weltall weiter erforschen, muss diese Frage jedoch geklärt sein und genau da setzt das Buch an. Grundlegend keine schlechte Idee da noch einmal genauer hinzuschauen, warum all das geschehen ist und nebenbei will Agent Trip Tucker die Sektion 31 ein für alle mal zu Fall bringen. Dazu hat er einen sehr umfangreichen Plan ausgeheckt. Er will den neuen Machthaber von Sauria vorführen. Maltuvis als despotischer Herrscher hat schon so einige Gräueltaten an seinem Volk begangen und doch ist er immer noch an der Macht. Er hasst Außenweltler und doch arbeitet er mit innen zusammen. Wir erleben die drei Schwestern von Orion wieder, welcher erneut nach der Macht greifen, aber irgendwie muss ich gestehen, dass ihr Plan nicht ganz logisch klingt. Geht es hier wirklich nur um Rohstoffe? Hoshi Sato hat für mich den spannendsten Part der Geschichte. Sie wird zu einem Planeten gerufen, welcher eine neue Art von Leben beherbergt, was jedoch erst einmal bewiesen werden muss. Baumartige Wesen und der Beschreibung her gar nicht mal so weit weg von unseren bekannten Pflanzen und doch so anders. Malcolm Reed hat auch seinen Auftritt und im gelingt endlich der große Wurf der Liebe, auch wenn sich sein Leben mit dem Ende des Buches ordentlich ändert. Nach der Ware-Krise hatte ich eigentlich gedacht, dass es inhaltlich wieder Berg auf geht. Die Figuren sind bekannt und man weiß wo sie stehen, dennoch hat der Autor sie meiner Meinung nach zum Teil aus den Augen verloren. Weder T´Pol noch Phlox kommen wirklich zu Wort, auch wenn sie beteiligt sind und da stellt sich die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, sich auf nur eine der Geschichten zu konzentrieren. Allein die Story um Hoshi Sato hätte vollkommen ausgereicht, um dieses Hauptthema der Nichteinmischung zu bearbeiten, warum die Sektion 31 auch noch ins Visier genommen werden musste bleibt ein Rätsel. Da wir aus den restlichen Serien wissen, dass es sie weiterhin geben wird, war es auch unnötig ein Komplott nach der anderen aufzubauen, um einen Verschwörer zum Fall zu bringen. Da hat sich der Autor zu sehr an dem Bösewicht festgebissen. Auch Trip sein auf und abtauchen ist langsam nicht mehr wirklich spannend. Große Trauer gibt es bedauerlicherweise bei Jonathan Archer, er verliert in diesem Roman, den wohl besten und engsten Freund, den er je gehabt hat. Fazit: Loyalität kann man sich nicht erkaufen, auch wenn man das richtige machen will. Das Leben der Föderationsmitglieder zu schützen, ist und bleibt der Kern der Sektion 31. Ihr Weg dahin geht über Leichen und genau diese will Trip nicht mehr sehen und doch sind sie wieder zahlreich vorhanden. Die Föderation hatte es offensichtlich nicht leicht zum Anfang und wenn Christopher L. Bennett die Themen hätte alle einzeln abgearbeitet, wären schöne einzelne Geschichten entstanden, so jedoch hat er diesmal leider eine der schwächeren Geschichten um Archer und sein Team geschrieben. Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Übersetzung: Bernd Perplies Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 16.12.2019 ISBN: 9783959813907
  16. Was wir mit unserem Leben anfangen, ist ab einem gewissen Punkt uns selbst überlassen. Gehen wir ordentlich zur Schule, haben wir einen vernünftigen Abschluss und ergreifen wir danach die richtige Entscheidung für den passenden Job fürs Leben oder finden wir uns in der Struktur der Gesellschaft nicht zurecht und scheitern. So scheint es auch Karl zu gehen. Er ist Anfang 30 und hat sich im Lauf seiner Zeit mehr schlecht als recht mit Geld über Wasser gehalten. Bis er mit Kreditkarten anfing und hinzu kam noch ein Steuerbetrug. Immerhin hat seine Ehe mit Genevieve gehalten, doch nun ist eine Grenze erreicht, an der es nicht mehr weiter geht. Die Schulden sind so hoch, dass sie das Paar zu erdrücken scheinen. Da bekommen beide das Angebot bei dem Pilotprogramm „Transition“ teilzunehmen. Ich musste auch erst einmal nachlesen und als Transition werden bedeutende Übergänge im Leben eines Menschen beschrieben, die bewältigt werden müssen. So in etwa könnte man auch den Inhalt der Aufgaben des Programms beschreiben. Dennoch wird dabei darauf geachtet, nicht zu direkt darüber zu sprechen. Karl und Genevieve werden einem Mentoren-Paar zugeteilt. Sie leben mit ihren zusammen und gehen ihrem Job nach. Allerdings beziehen sie kein Gehalt mehr, dürfen nur raus, wenn sie die Erlaubnis haben und werden rund um die Uhr bewacht. Unweigerlich erinnert man sich hier an eine Sekte und die Züge welche Transition im Lauf der Zeit angenommen hat, sind auch zum Verwechseln gleich. Angestellte in den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten und jeder trägt einen kleinen Teil dazu bei, dass die Organisation wächst und gedeiht. Schon die ersten kleinen Schritte sollen den Neulingen zu denken geben und das passiert auch, zumindest bei Karl. Er ist sonst irgendwie nicht gerade der Hellste, wenn es um Geld und den Umgang damit geht, aber er hat eine Ader der Neugier, welche ihn nicht in Ruhe lässt. Er will wissen, was dieses Programm eigentlich ist und wer alles dahinter steckt. Er recherchiert und findet hier und da kleine Ansätze und findet dabei eine kleine und doch so traurige Wahrheit heraus. Zwischen diesen Erkenntnissen lernt man auch Karl und seine Frau besser kennen. Wie sie miteinander leben, reden und sich kennen. Es werden auch neue Seiten von beiden aufgedeckt die sie selbst wohl nie herausgefunden hätten und genau das versucht das Programm eben auch – finde dich selbst und werde zu einem besseren Teil der Gesellschaft. So wirklich nach Science-Fiction klingt das alles nicht und irgendwie ist es das auch nicht. Hier und da ein autonomes Auto, aber alles andere ist im Alltag des Jetzt verhaftet. Luke Kennard ging es vorrangig auch gar nicht um die Zukunft, sondern zerlegt eine Beziehung in ihre Einzelteile und versucht in Tests herauszufinden, ob man auch ohne den anderen funktioniert. Liebe ist ein schnell ausgesprochenes Wort und jeder weiß selbst was er hier hineininterpretiert. Karl fand seine Antwort und Genevieve weiß am Ende auch wo ihre eigene Zukunft steckt. Dennoch ist das Buch sehr lückenhaft geschrieben. Hier ein paar Fetzen aus der Vergangenheit, da eine Anekdote oder eine Parabel, das reicht leider nicht aus um den Charakter völlig auszuschmücken und an den Leser zu binden. Oft erscheint Karl auch aus seiner Lethargie gar nicht aufzuwachen und man wundert sich, was er alles über sich ergehen lässt oder wie völlig unbeholfen er mit Geld umgeht, was ihm gar nicht gehört. Sein Herz jedoch verliert er nie und das allein macht ihn schon sympathisch, auch wenn man ihn mehr als einmal gern schütteln würde wollen, dass er endlich aufwacht. Fazit: Wer nicht passt, wird passend gemacht! Das Leben in einer Gesellschaft ist immer ein Kampf um den richtigen Platz und manchmal passt man eben nicht. Wer sich dann helfen lässt und immer noch selbst ist, umso besser, wer jedoch nur geformt wird um zu passen, funktioniert nur und lebt nicht. Die Idee des Buches wirft eine interessante Frage auf und selbst heute fragt man sich schon, wie sehr man von wem auch immer gelenkt wird. Luke Kennard schreibt direkt, gerade aus und stellt seine Figuren zwar gut vor, geht jedoch nicht tief genug. Doch moralisch bleibt, wenn du Hilfe brauchst dann frage danach und ergebe dich nicht deiner Situation. Matthias Göbel Autor: Luke Kennard Übersetzung: Karl-Heinz Ebnet Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 03.04.2017 ISBN: 9783426281673
  17. Acht Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Luke Skywalker hat sich zurückgezogen und bildet eine neue Reihe von Jedi-Rittern aus, denn die Galaxie ist und bleibt ein gefährlicher Ort. Vorgestellt werden uns einige der Neuen, doch am meisten unterhält uns Kyp Durron. Zusammen mit dem Klon Dorsk 82 begibt er sich auf eine Mission. Eine Minenkolonie weit außerhalb der bekannten Routen fleht um Hilfe und laut Luke wäre es eine gute Gelegenheit die Fähigkeiten seiner neuen Ritter zu testen. Hier angekommen merkt Kyp schon, dass etwas furchtbares passiert ist. Nicht nur die Vernichtung der Einrichtungen zeigt es deutlich, sondern auch die verlorenen Stimmen in seinem Kopf bereiten ihm Schmerz. Auf der Suche nach Überlebenden kommen sie dem eigentlichen Geheimnis auf die Spur und wie der Name der Ausgabe es schon verrät, weiß man welches Biest hier gewütet hat. Doch damit nicht genug, es gibt noch eine zweite Geschichte. Hier wird die Vermählung von Palpatines Ex-Agentin Mara Jade vor den Traualtar und Luke Skywalker aufgezeigt. Ja richtig gelesen, Luke heiratet und auch wenn es in manch Büchern schon behandelt wurde, hier kann man noch einmal live dabei sein. Es erübrigt sich jedoch vorauszuahnen, dass nicht alles glatt läuft. Nicht nur das es schwierig wird ein Kleid zu finden, auch Luke hat so seine Probleme mit ein paar Attentätern. Denn das geschlagene Imperium ist noch immer da draußen und versucht seine Macht durchzusetzen. Schon interessant, dass es einen einzelnen Comic über dieses Ereignis gibt, denn so spektakulär es klingt, sieht es am Ende leider nicht so aus. Doch geht es vielmehr um die Vorbereitungen und die erwähnten Ruhestörer, welche es aufzuhalten gilt. Da die beiden Geschichten auch völlig anders vom Verlauf sind, war es richtig unterschiedliche Zeichner zu engagieren. In dem ersten wird viel gekämpft und besonders wenn die Untiere auftreten sieht man mehr als einmal ein Lichtschwert blitzen. Damit ist der große Action-Part erledigt und man kann sich etwas ruhiger der zweiten Geschichte widmen. Hier wird zwar auch gekämpft, aber alles auf eine schnelle und kurzweilige Art und Weise. Hier eine Kleideranprobe, da eine Barschlägerei und dann wieder ein Saunaaufenthalt und natürlich das traute Paar vor dem Altar. Vielleicht hätte ich mir etwas mehr Details gewünscht, denn manchmal sind die Gesichter sehr einfarbig, dafür aber den Schauspielern gut entnommen. Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern, auch wenn die Lichtschwerter zur Hochzeit eindeutig zu kurz kommen. Fazit: Ein Hoch auf das Paar und des Meisters neue Schüler. Star Wars beweist in dieser Ausgabe, dass es weiterhin glücklich in eine Zukunft schauen kann. Luke Skywalker hat starke Schüler an seiner Seite und die Liebe zu Mara Jade wird, wie wir wissen, später Früchte tragen. Zwei bis dato selten zu erlebende Momente in einem Band zusammengefasst und für Star Wars Anhänger definitiv ein Blick wert, auch wenn die Hochzeit gesitteter ausfällt, als ich es mir gedacht hätte. Bei einem Freund wie Han Solo sollte der Junggesellenabschied doch eigentlich heftiger ausfallen, als nur der Besuch in einer Bar... oder? Die Zeichner haben sich ansonsten viel Mühe gegeben und unterstreichen viele Szenen mit netten Bildern. Matthias Göbel Autor: Michael A. Stackpole, Kevin J. Anderson Zeichnung: Robert Teranishi, Dario Carrasco Jr., Christopher Chuckry, Ray Murtaugh, David Jacob Beckett, Mark G. Heike, Bill Black, Übersetzung: Benjamin Feuer, Michael Nagula Taschenbuch: 192 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 12.04.2019 ISBN: 9783741610509
  18. Der Weltraum, unendliche Weiten und wir sind noch lange davon entfernt der Unendlichkeit näher zu kommen. Suarez gibt den Menschen endlich die kleine Hoffnung, dass wir irgendwann doch in wenigen Jahrzehnten den Weltraum uns langsam erobern. Grundlegend geht es in diesem Buch um Rohstoffe, Wirtschaft, Recht und Wissenschaft. Der Einstieg gelingt schon mit der Darstellung einer misslungenen Forschungsmission. Das dies das Leben einer der Beteiligten irgendwann einmal derart verändert, hätte er wohl selbst nicht gedacht. Visionen sind der Baustein für Veränderungen und wenn man genug Mittel hat diese wahr werden zu lassen, ist der Weg nur noch durch die Zeit bestimmt. Bevor der Autor sich mit der eigentlichen Geschichte befasst hat, ist er in eine tiefe Recherche über die aktuelle Raumfahrt gesprungen. Dabei geht es um Antriebe, Schiffskonstruktionen und Asteroidenbergbau. Richtig gelesen, hier ist nicht das Ziel der Mond oder der Mars, vielmehr wird ein mehrere kilometergroßer Asteroid ausgesucht, welcher seiner Rohstoffe erleichtert werden soll. Die Frage ist jetzt, wer soll dieses waghalsige Unternehmen auf die Beine stellen? Ein Milliardär und tollkühne Abenteurer! So erleben wir erst einmal die Ausbildung von Forschern und Wissenschaftlern zu Astronauten. Bevor der Mensch den Weg in den Weltraum antreten kann, muss allerhand getestet werden. Nicht nur das Leben in geringer Schwerkraft, sondern auch das Zusammenleben unterschiedliche Charaktere. In dieser Phase des Romans lernen wir nach und nach die Figuren besser kennen, welche uns noch eine Weile begleiten werden. Ob Arzt, Höhlentaucher, Ingenieur oder ehemaliger Soldat, die Mischung scheint aufzugehen. Nah an den bekannten Trainingsmethoden der NASA werden Grenzen gefunden, die die Psyche und die Physis des menschlichen Körpers hergibt. Da alles wissenschaftlich logisch und fundiert klingt, bleibt man unweigerlich als Leser fasziniert und will einfach wissen wie es weitergeht. Ob Flug oder später der Abbau, alles ist zum greifen nah erklärt und könnte fast Wirklichkeit sein, aber eben nur fast... Da es auch hier um Geld und Macht geht, ist das menschliche Ego nicht weit. Dennoch muss es auch Pioniere geben. Nur sie lassen uns wissen das Unmögliches doch zu schaffen ist und das schon vor vielen hundert Jahren. Das sie dabei ihr Leben aufs Spiel setzen ist ebenfalls ein Part ihrer Geschichte, doch muss sie auch erzählt werden, damit nicht alles umsonst war. Der Autor gibt sich viel Mühe diesmal alles positiv verlaufen zu lassen, doch auch Unfälle sind an der Tagesordnung. Das Leben im All ist gefährlich und wird es auch bleiben. Nicht alles ist vorhersehbar und so auch manch Wendungen mit denen man nicht wirklich rechnet. Genau da hat der Autor auch ein sehr gutes Gespür für Momente und findet passende Worte der Heiterkeit und Traurigkeit. Fazit: Achtung Weltraum, wir Menschen kommen! Daniel Suarez liefert nicht einfach nur einen zeitnahen Science-Fiction-Roman ab, sondern er schenkt Hoffnung, Möglichkeiten und Mut. Keine Phase des Romans hat Längen. Der Verlauf erlebt Aufbruchstimmung, Gänsehaut,Trauer und Jubel. Dank wissenschaftlicher Hintergrundinformationen fasziniert der Weltraum erneut und Suarez schreibt sich in die Herzen der Leser. Zum Abschluss des Jahres noch einmal eines der Highlights 2019! Matthias Göbel Autor: Daniel Suarez Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann Paperback: 560 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 17.12.2019 ISBN: 9783499001512
  19. Mit „Solo – A Star Wars Story“ legte Disney die erste Kinobruchlandung hin, wobei der Umsatz im Verhältnis zu anderen Filmen doch noch weit im Millionenbereich lag. Neben Han Solo wurde auch sein Kollege Lando Calrissian in seiner besten Zeit vorgestellt. Der als Falschspieler und Schmuggler bekannte Charakter hat sich im Lauf seiner Karriere mehr Feinde als Freunde gemacht. Kein Wunder, dass egal wo er sich blicken lässt, irgendeiner dabei ist, den Lando schon einmal übers Ohr gehauen hat. Aktuell befindet er sich wieder mitten in einem Kartenspiel, als eine junge Frau die Bar betritt. Noch lange vor der Rebellion und der Wolkenstadt ist der Millennium Falken sein Domizil und genau dieses Gespann benötigt die Auftraggeberin. Im Film zu Solo wurde auch der treue Droide(in) Eldrei vorgestellt. Ein frei denkender Roboter, welcher auch mal etwas schnippischer reagiert. Dieser Schlagabtausch sorgte für so einige Lacher und soll auch im Comic dazu führen. Ich muss allerdings zugeben, dass es mir doch etwas zu viel unnötige Dialoge gab. Der eine schwärmt nur von sich wie toll er ist, was schon über Narzissmus hinaus erscheint und die andere ergibt sich in ihrer künstlichen Gefangenschaft als nicht lebendes Wesen. Doch damit nicht genug, denn der Comic will auch eine Geschichte erzählen. Die Auftraggeberin konnte Lando überreden den Auftrag anzunehmen Waffen für die Befreiung ihres Volkes zu schmuggeln. Selbst in den unmöglichsten Situationen hat Lando immer eine lockere Zunge und witzelt sich durch die Gefahren hindurch. Für den Comic passend, für die Story leider ermüdend. Das so viel mehr in ihm steckt weiß er und wissen wir aus seinen späteren Taten, warum er aber einfach nicht mal die Klappe hält... Die kleine Rebellion, welche er anführt, befreit einige Sklaven aus ihrer Gefangenschaft, jedoch verliert er seinen Falken. Vielleicht der Anfang von weiteren Geschichten? Gezeichnet wurde alles in einem schön modernen und lockeren Stil. Lando bekommt sein schelmisches Lächeln und erinnert stark an den Schauspieler Donald Glover. Actionreich, farbenfroh und abwechslungsreiche Szenen, da wird zumindest kaum ein Schwachpunkt zu finden sein. Fazit: Lando Calrissian, wahrlich ein Typ, aber mögen muss man ihn nicht. Mit dem Ansatz des tiefer blickenden Backgrounds vergibt der Comic die Möglichkeit Lando wirklich in einem anderen Licht darzustellen. Arrogant, oberflächlich und doch gerissen und mit dem gewissen Glück an seiner Seite überlebt er ein Abenteuer nach dem anderen. Imposant in Szene gesetzt und hübsch getuscht, kann man optisch dem Comic einiges abgewinnen, nur die Story schafft es leider nicht im Gleichgewicht zu bleiben. Zumindest steht Lando Calrissian von Anfang an auf der halbwegs richtigen Seite. Matthias Göbel Autor: Paolo Villanelli Zeichnung: Rodney Barnes, Andres Mossa, Übersetzung: Justin Aardvark Taschenbuch: 116 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 23.04.2019 ISBN: 9783741610721
  20. Die Frage ob wir Menschen unsere Zukunft meistern werden oder nicht, ist der Grundbaustein dieser kleinen Sammlung von Zukunftsgeschichten. In der ersten Geschichte „Mammons Diener“ hat sich der Autor einem recht klassischen Thema gewidmet. Ein Einsatztrupp von Soldaten kommt zu einem Planeten, von dessen Kolonie der Menschen es seit einigen Tagen keine Meldungen mehr gab. Einer hat es dennoch geschafft und es stellt sich heraus, dass bekannte Aliens diese Tat vollführt haben sollen. Einige Jahre später tobt noch immer ein Krieg. Väter verabschieden ihre Kinder in den Tod und andere... nun hier liegt eine schöne Überraschung in der Story, welche den Anfang mehr als gelungen macht. Christian Künne präsentiert danach in „Clash of Intelligences“ die Macht der Künstlichen Intelligenzen. Irgendwo auf der Welt sind bereits einige KIs im Einsatz, da die Rechenleistungen immer anspruchsvoller geworden sind. Nachdem ein gesamtes Gebäude in die Luft gesprengt wurde, steht plötzlich die Frage im Raum, wer es war und galt dieser Angriff vielleicht den KIs? Etwas schneller wird man zwar mit kleinen Hinweisen darauf aufmerksam gemacht, dass hier ein kleiner Krieg herrscht, die Frage ist nur, wer gegen wen? „Jagamasch“ von Thomas Heidemann erzählt die Geschichte von Meiying. Ein kleines junges Mädchen welches in einem Dorf lebt. Hier ist der Alltag geprägt von Arbeit auf dem Feld und die Angst vor den Jagamasch. Maschinenkämpfer, welche von einem Holzzaun abgehalten werden in das Dorf einzufallen und die Bewohner zu töten. Vor vielen Jahren haben die Menschen Krieg geführt, Meiying und ihr Dorf sind die letzten Menschen auf der Erde. Es gibt dann noch die sogenannten „Aufgestiegenen“, dabei handelt es sich um Menschen, welche nie gesehen werden, aber von ihren Taten her, handelt es sich um halbe Götter. Die Story nimmt erst einen Verlauf wie ein Märchen. Das Mädchen bekommt später aber die einmalige Chance, das Goldene Ticket sozusagen und sie entdeckt dabei die Wahrheit hinter den letzten Menschen, ihr Leben in dem Dorf und sie erfährt mehr über ihre eigene Herkunft und Vergangenheit. Den Abschluss bildet die Erzählung von Katharina Groth „Seelenfresser“. Ein Mann wird angeklagt die Seele einer Frau gestohlen und getötet zu haben. Eine Seelenfinderin muss nun über ihn richten. Die Menschen befinden sich in einer Art großen Verbindung, wenn die Seele den Körper verlassen hat, doch ist es wirklich der Wunsch oder ein Zwang dort leben zu müssen? Das Leben in der Zukunft wird uns alle mehr als seltsam vorkommen, wenn wir es in Wirklichkeit erleben würden. Die Autoren sind mit sehr unterschiedlichen Themen an ihre Geschichten herangegangen und auch wenn eine Story hier und da vielleicht die Charaktere nicht ganz einfängt, holt der moralische Aspekt dahinter die Faszination zurück. „Mammons Diener“ und „Jagamasch“ haben für mich die stärksten Aussagen und würden auch als vollwertiger Roman sehr gut funktionieren. Gute Charaktere und spannende Wendungen, die einem schon eine kleine Gänsehaut schenken. Fazit: Kurz, gut und mit weckenden Themen in die Zukunft geschaut. Ob künstliche Intelligenzen, Aliens oder unsere Gene und Seele. Hier findet jeder Fan von Sci-Fi eine mehrfarbige Mischung von Ideen, wie es uns Menschen irgendwann einmal ergehen kann. Jeder Autor hat seinen eigenen Stils und öfter wünschte man sich etwas tiefer in die Story eintauchen zu können, weil man einfach diese kleine Welt noch nicht verlassen will. Ich würde mich freuen, wenn sich die Autoren diese Geschichten als Grundlage nehmen und einen handfesten Roman verfassen würden, ihr Potential ist definitiv groß. Matthias Göbel Autor: Detlef Klewer, Thomas Heidemann, Katharina Groth, Christian Künne Taschenbuch: 216 Seiten Verlag: Eridanus Verlag Erscheinungsdatum: 03.02.2019 ISBN: 9783946348153
  21. Die aktuelle Lage in Deutschland ist politisch gesehen zwar ordentlich in Bewegung, dennoch haben wir uns gesellschaftlich und geistig alle doch recht gut weiterentwickelt. Mögen man da 80 Jahre zurückschauen, da sah das doch deutlich anders aus. Max Annas nahm sich die letzten europäischen Ereignisse und hat sie etwas zugespitzt, so dass das Europa so wie wir es kennen nicht mehr existiert. Einige Länder haben sich abgespalten und in vielen gibt es starke Gegenbewegungen, welche auch mit Terrorismus versuchen ihre Ziele durchzusetzen. Deutschland selbst hat sich ebenfalls wieder zurückentwickelt. Es gibt jetzt unterschiedliche Lager, in denen farbige Mitmenschen, welche aufgrund ihrer Hautfarbe in unterschiedliche Lager gesteckt werden. Hier lebt Marie, die noch nicht ganz versteht was hier eigentlich gerade geschieht. Indessen landet Theo direkt aus Griechenland in Berlin und will hier mit seiner jungen Frau ein neuen Leben anfangen. Um die Chance zu haben hier leben zu dürfen, muss der neue Einwanderer für eine gewisse Zeit eine Fußfessel tragen, mit der man jederzeit weiß wo er ist und was er gerade macht. Gleichfalls herrscht ein strikter Polizeistaat, welcher nicht davor zurückschreckt schnelle Festnahmen durchzuführen und sind die Aussagen gegen die Regierung noch so klein, wird sofort mit Haft gedroht. Das klingt nicht sonderlich demokratisch und nur in kleinen Dialogfetzen oder Radioübertragungen erfahren wir mehr über den Staat und seine Entwicklung. Da hätte Annas ruhig weiter ausholen sollen und mit ein paar tiefen Einblicken glänzen können. Die Geschichte um Marie geht weiter und der erste Tote wird im Lager gefunden. Schnell wird klar, dass er nicht einfach so gestorben ist – Er wurde ermordet. Bei dieser einen Leiche soll es nicht bleiben und nur durch einen Zufall kommt Marie an ein Handy, dessen Inhalt sie hoch motiviert nach Berlin zurückzukommen. Da ich selbst die Städte Berlin und Finsterwalde kenne, musste ich einfach dieses Buch lesen. Schöne kleine Erinnerungen werden dabei wach und man kann sich gut vorstellen, wo die Handlung gerade stattfindet. Theo ist ein ehemaliger Journalist und findet aktuell keinen Job, allerdings sucht er auch nicht wirklich danach, vielmehr trifft er sich mit ehemaligen alten Bekannten und hängt mit ihnen ab, bis er von irgendwelchen Lagern hört, in denen Menschen festgehalten werden. Natürlich kann man sich denken auf was das hinauslaufen wird und so ist es auch. Dennoch gibt es starke Wendungen, die auch mich deutlich überrascht haben. Zum einen lernen wir dabei die Figuren von einer ganz anderen Seite kennen und zum anderen nimmt der Verlauf der Geschichte einen doch merkwürdigen Verlauf. Was vorher noch wie eine Suche/Rettung aussah, wird erst einmal eine Flucht und zum anderen ein recht heftiger Kampf ums Überleben. Ob man wirklich so brutal und rücksichtslos wird, wenn man in so einer Situation ist, kann ich selbst nicht sagen, aber zeitweise war es mir doch etwas zu heftig und übertrieben. Die Tiefe der Story geht für meinen Geschmack im Verlauf nach und nach verloren. Wo es am Anfang noch spannend um eine dystopische Zukunft Deutschlands geht, dreht sich später alles nur um das Entkommen. Die Angst und Hast ist dennoch allgegenwärtig und man spürt durch kleinste Details wie sehr den Figuren der Atem fehlt. Das Sterben oder Verschwinden von einigen Figuren war unausweichlich, nur fehlen mir die wirklichen Emotionen oder sind sie alle schon so abgekühlt? Fazit: Oh Deutschland was ist mit dir passiert? Falls Max Annas mit seiner Version der Zukunft Recht haben sollte, dann werden wir alle hier keinen Spaß mehr haben. Düster, wie aus den 30/40er Jahren, wären Menschen anderer Hautfarben gefährdet und Überwachung gibt es an jeder Ecke und zu jeder Zeit. Der Autor verbindet die Geschichte der Zukunft mit einem Kriminalfall, einer Flucht und einer Suche. Der sehr interessant gestrickte Anfang geht später leider völlig unter. Ach ja, nur mal so nebenbei, so finster wie der Name, ist Finsterwalde übrigens gar nicht. Matthias Göbel Autor: Max Annas Taschenbuch: 344 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 23.07.2019 ISBN: 9783499291685
  22. Das William Shatner Bücher schreibt und das auch noch zum Thema Star Trek, wird niemanden überraschen. Der ehemalige Captain der Enterprise hat sich im Lauf der Zeit so sehr mit seiner Filmrolle identifiziert, dass er nicht mehr heraustreten kann. Als Grundlage für seinen Roman nutzt er eine eigene Zeitlinie und springt direkt in die Zeit nach dem vereitelten Angriff des Picard-Klons Shinzon. Spock befindet sich aktuell auf Romulus, da er immer noch versucht die Vulkanier und Romulaner kulturell zusammenzubringen. Doch ein Bombenattentat auf ihn beendet sein Leben. Das bekommt der Föderationsgeheimdienst mit und lässt sich einen bunt gemischten Plan einfallen, warum diese beiden Star Trek Generationen wieder aufeinandertreffen sollen. Ja, Kirk lebt und er ist Vater eines Jungen. Dessen Mutter ist bereits gestorben und mehr erfährt der Leser erst einmal nicht. Indessen ist Riker auf der Titan Captain und Worf zweiter Offizier auf der Enterprise. Jean-Luc Picard wird nun mit Kirk unter dem Befehl von Admiral Janeway nach Romulus geschickt, damit sie den Tod von Spock untersuchen können. Doch irgendwie steckt da noch viel mehr dahinter, als nur die Suche nach den Attentätern. McCoy, Scotty, der Doktor von der Voyager und noch einige mehr, an Figuren hat Shatner nicht gespart. Vielmehr versucht er in der Kürzer seiner Geschichte alle unter zubekommen, was ein wenig zu viel ist und zum Teil auch völlig unlogische Entscheidungen entstehen. Allein das die Föderation das Leben des Kindes aufs Spiel setzt ist schon mehr als ungewöhnlich und auch Picard wirkt diesmal so, als ob er bei dieser Mission richtig anwesend ist. Im Verlauf geht es natürlich in das Gebiet der Romulaner. Ich fand es schon interessant das der Autor noch einmal das aufgeworfene Thema des Films mitnimmt und man mehr über die Kulturen der zwei Völker, der Romulaner und der Remaner kennenlernt. Dennoch sind die politischen Spannungen eher im Vordergrund und es taucht im zweiten Drittel noch eine Überraschung auf, mit der wirklich keiner gerechnet hätte. Schön und gut das Shatner hier an die Fans gedacht hat und ein kleines Ass aus dem Ärmel zaubert. Er präsentiert einen Charakter aus der Classic-Serie, der nur einen kurzen, aber interessanten Auftritt hatte. Einige Wendungen sind auch nicht vorhersehbar, was der Story hilft, denn es werden auch recht viele klischeehafte Kämpfe präsentiert, welche teilweise unglaubwürdig erscheinen. Die geheimnisvollen Remaner bleiben weiterhin im Dunklen der Geschichte, was schade ist, da sie als Rasse mehr als interessant klingen. Über Kirks Sohn erfährt man nur kleine Bruchstücke, hier wären ein paar mehr Infos auch schön gewesen. Die Frage warum Kirk noch lebt, obwohl er ja einige Filme zuvor gegangen ist, bleibt auch ungelöst. Daher kann man diesen Roman eher als Nebengeschichte sehen, die weder hier noch da wirklich in den Kontext passt. Das diese Charaktere gut zusammenarbeiten können, beweisen nicht ihre Herkunft aus der Vergangenheit, vielmehr ihre unbeschreiblichen Heldentaten, die auch diesmal der Grundstein dafür sind, dass die Galaxie vor einer Bedrohung bewahrt wird. Der Einstieg in die Geschichte ist allerdings sehr besonders, denn wer redet schon davon zu wissen, dass der heute sterben wird? Fazit: Alte Helden, neue Missionen und doch so viele Fragen. William Shatner vollführt mit seiner Version der Zukunft von Captain Kirk einen Drahtseilakt, welcher mir persönlich zu wackelig ist. Die vielen bekannten Charaktere wirken eher in die Story gequetscht, keiner kann sich richtig entfalten. Die grundlegende Idee klingt allerdings interessant und auch einige überraschende Wendungen sind gut platziert. Da hier in keiner bekannten Zeitlinie weitergeschrieben wird, hat der Autor freie Wahl für den Verlauf seiner Geschichte. Es gibt viel Action, Kämpfe und hektisches Gerangel, eben ganz die alte Schule und mehr ist es leider nicht. Als zweiter Teil der Shatner-Trilogie, ist dieser Roman wirklich nur Fans zu empfehlen. Matthias Göbel Autor: William Shatner Übersetzung: Andreas Brandhorst Taschenbuch: 344 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 25.02.2014 ISBN: 9783641115197
  23. Wer die letzten Jahre Hugh Howey verfolgt hat, der hat unsere Welt schon mehr als einmal untergehen sehen. Meist haben wir selbst die Schuld am Ende unserer Zivilisation und auch diesmal scheint es so, dass wir es mal wieder geschafft haben. Trockenheit durchzieht die gesamte Landschaft und Wasser ist kostbares Gut. Ich muss gestehen, dass ich mich gleich an Mad Max erinnert gefühlt habe und auch später kommen recht starke Ähnlichkeiten hinzu. Einige Menschen haben diese Katastrophe überlebt und siedeln in kleinen Ortschaften mitten in den Wüstenlandschaften. Um überleben zu können, haben die Menschen im Lauf der Zeit das Sandtauchen entwickelt. Hierbei kann man mit einem Anzug, Visier und den richtigen Stiefeln in den Sand eintauchen und mehrere hundert Meter tief in die Erde eindringen. Das klingt nicht nur abgefahren, es wird auch so beschrieben, wobei mir manchmal etwas die Vorstellungskraft dafür doch gefehlt hat. Die Geschichte wird jetzt aus der Sicht mehrerer Personen aufgebaut. Am Anfang haben wir zwei Taucher, welcher einen sehr gewagten Tauchgang vollziehen. Tiefer als sie jemals vorgedrungen sind, sollen sie eine vor vielen Jahren verschollene Stadt wiederentdecken. Nicht alles läuft dabei glatt... Dann gibt es zwei Jungs, welche von ihrem Vater erzählen und sie an ihn erinnern, indem sie zelten gehen. Zuletzt haben wie eine junge Frau, welche sich mit ihrem Gefährten auf dem Weg macht reich zu werden. Seite für Seite führen die einzelnen Stränge langsam zusammen und er erzählen dabei das Leben in dieser unwirklichen Welt. Der Sand ist überall und allgegenwärtig. Er kriecht durch jede einzelne Ritze und macht nicht nur den Bewohnern das Leben schwer, sondern er ist der Herr über Leben und Tod. Das Howey die Geschichte so kleingeteilt hat ist leider irgendwie überflüssig. Im Endeffekt dreht sich alles um den Bruch einer Familie und das zufällige Wiederfinden im endlosen Meer der Wüste. Allein solche Zufälle sind doch wirklich etwas zu einfach gestickt. Das gewaltige Ende war ebenfalls völlig unnötig, denn nur um der Action willen, hätte es keine so unnötige Auseinandersetzung geben müssen. Dennoch macht der Roman eins, man fragt sich unaufhörlich: Wie soll das mit dem Tauchen im Sand funktionieren? Wer am Strand schon einmal seine Füße in den weichen Sand gesteckt hat, der wird die ersten Zentimeter schnell eingesunken sein, hier sollen es jedoch mehre Meter sein und da kommt die Science-Fiction ebenen zur Hilfe. Schade das dieser Anzug dazu nicht wirklich erklärt wird. Hier und da ein Hinweis, aber die genaue Funktion und der Aufbau bleiben ein Geheimnis. Das Feuerwerk möchte gegenüber der Story dennoch nicht gänzlich zünden. Es gibt nette Beschreibungen und selbst einige der Figuren sind gut ausgebaut und greifbar, allerdings zerfällt an anderen Stellen genau diese aufgebaute Atmosphäre und man erinnert sich, so etwas ähnliches schon einmal gelesen/gesehen zu haben. Irgendwie schade, denn Hugh Howey war mit Silo, Level und Exit eindeutig stärker unterwegs. Fazit: Fließend wie Wasser und genauso gefährlich in der Tiefe. Hugh Howey lässt den letzten Menschen der Erde nur noch den Sand als Lebensraum. Mit einer schier unmöglichen Idee können sie jedoch in die Tiefen des Sandes tauchen und finden dabei längst vergessene Städte. Die hier verlorengegangene Familie findet dabei ihre eigene Vergangenheit und dank seltsamer Zufälle kommt die fade Story voran. Ich war begeistert von der Tauchidee, jedoch enttäuscht vom Grundgerüst. Wer „Planet der Affen“ oder „Mad Max“ mag, wird hier ebenfalls sehr viele Parallelen entdecken können, nur eben öfter unter und nicht über der Erde. Matthias Göbel Autor: Hugh Howey Übersetzung: Andreas Decker Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Piper Verlag Erscheinungsdatum: 01.10.2019 ISBN: 9783492705578
  24. René Auberjonois Vater war Journalist und verheiratet mit der französischen Prinzessin Laure Louise Murat. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zogen sie nach Paris, wo sich Auberjonois im Alter von sechs Jahren entschied Schauspieler zu werden. Wenig später zogen sie nach New Yorker, wo er später seinen Mentor John Houseman kennenlernte. Mit 16 Jahren hatte er seinen ersten Job am Theater. Zusammen mit seiner Familie zog er nach London um, wo Auberjonois den High-School-Abschluss machte und weitere Theaterauftritte hatte. Es zog ihn wieder in die USA, wo er seinen Bachelor of Arts im Fach Drama an der Carnegie Mellon University in Pennsylvania machte. Für seinen Auftritt in dem Broadway-Musical über Coco Chanel, Coco mit Katharine Hepburn, gewann er einen Tony Award. Auberjonois erste Filmauftritte hatte er 1970 in der Serie M.A.S.H.. Danach folgten weitere Nebenrollen in erfolgreichen Filmproduktionen wie "Die Hindenburg", "King Kong", "Starsky & Hutch" und "Drei Engel für Charlie". 1980 übernahm er eine Rolle in der Fernsehserie "Benson", in der er sechs Jahre lang Clayton Endicott III darstellte. Seinen ersten Kontakt zu Star Trek hatte er 1991 in der Rolle des Colonel West in "Star Trek VI: Das unentdeckte Land", jedoch wurde diese Szene weitgehend aus der Kino- und Fernsehfassung des Films herausgeschnitten. Der gro0e Durchbruch gelang ihm nur kurze Zeit später in der Star-Trek-Produktion - "Star Trek: Deep Space Nine". Von 1993 bis 1999 spielte er den Formwandler Odo. Danach kehrte er zum Theater zurück und übernahm die Rolle des Professor Abronsius in "Dance of the Vampires". Bis zu seinem Tod arbeitete er an Projekten und sein letzter Film "First Cow" kam in diesem Jahr ins Kino. Nebenbei arbeitete er auch als Synchronsprecher z.B. für Disneys "Arielle, die Meerjungfrau", "Pound Puppies – Der Pfotenclub" und in der Uncharted-Videospielreihe sprach Auberjonois die Rolle des Karl Schaefer. 1999 wurde er mit dem OFTA Television Award als Bester Darsteller ausgezeichnet und zwei Mal war er für den Emmy nominiert. Auberjonois war mit der Schauspielerin Judith Mahalyi verheiratet und hinterlässt zwei Kinder, darunter den Schauspieler Remy Auberjonois. Die Redaktion trauert zu tiefst und drückt ihr Mitgefühl der Familie und Freunden aus. Wir haben nicht nur ein bekanntes Gesicht zu einen der besten Star Trek Serien verloren, sondern auch einen herausragenden Schauspieler und einen charismatischen Menschen.
  25. einz1975

    Dorothy Fontana verstorben

    Dorothy Catherine wurde 25. März 1939 in Sussex County, New Jersey geboren. 1960 stieg Fontana als Drehbuchautorin bei "Raumschiff Enterprise" ein. Star Trek: The Original Series (TOS): „Tomorrow Is Yesterday“, „Friday’s Child“, „Journey to Babel“ und „The Enterprise Incident“ stammen aus ihrer Feder, sowie Star Trek: The Animated Series: „Yesteryear“. Ihre Art zu schreiben war beliebt und so konnte sie später auch einige Folgen für Star Trek: The Next Generation schreiben: „Mission Farpoint“, „Lonely Among Us“, „Too Short A Season“, „Heart of Glory“ und für Deep Space 9 schrieb sie „Dax“. Später kam noch Babylon 5 hinzu und neben Serien, wurde sie gern für Computerspiele, Bücher und Comics aus dem Star-Trek-Universum gebucht. Sie war in diesem Genre eine der ersten weiblichen Drehbuchautorinnin überhaupt. 2001 wurde Fontana von der American Screenwriters Association in die Screenwriting Hall of Fame aufgenommen. Die Writers Guild of America zeichnete sie 2002 mit dem Morgan Cox Award aus. Dorothy Catherine starb am 02. Dezember 2019 im Alter von 80 Jahren.
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