Jump to content

einz1975

Scifinews.DE Redaktion
  • Gesamte Inhalte

    1.232
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    2

Alle erstellten Inhalte von einz1975

  1. einz1975

    Andrew Bannister - Der Erschaffer

    Vor einigen Jahren erschien der erste Teil der Spin-Trilogie. Beeindruckend und mit einem starken zweiten Teil, nimmt Andrew Bannister nun Anlauf zum Finale und wer ihn bisher mochte, wird sich auch diesmal recht wohlfühlen. Kommen wir jedoch erst einmal zum Inhalt der Geschichte. Die Spin-Galaxie hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Welten sterben und die Bewohner versuchen auf jede erdenkliche Art und Weise zu fliehen. Neben Raumschiffen, ist besonders die virtuelle Realität der Mittelpunkt dieser Geschichte. Zeb ist Angestellter und dafür zuständige, dass die riesigen Server, in der die VRealtität existiert, immer mit genügend Energie versorgt wird. Er flüchtet in seiner Freizeit immer wieder in diese Welten und versucht so sein Leben in der realen Welt zu vergessen. Hier kann er sein was er will und erlebt auch so manches Abenteuer. Dann haben wir noch das insektoide Wesen Skarbo. Er lebt jetzt schon viele hundert Jahre und hat den Spin analysiert, nachgebaut und eine erschreckende Feststellung gemacht – Er stirbt. Er hat ihn selbst nie gesehen und doch findet sein aktueller Weg genau in diesen Sternenhaufen. Jetzt sollte man wissen, dass Andrew Bannister vielleicht nicht der geradlinigste Autor ist. Er schickt seine Figuren in ein zum Teil recht wirres Abenteuer. Zeb verliert sich in seiner virtuellen Welt und Skarbo reist durch eine Zukunft, in der Menschen sich zu einem Krieg sammeln. Schiffe leben mit ihren eigenen künstlichen Intelligenzen im All. Haben mehrere zehntausend Jahre auf dem Buckel und wollen die echte Welt vor der Vernichtung beschützen. Nicht immer sind sie dabei erfolgreich und auch Skarbo muss erkennen, dass man erst in der virtuellen Welt die Lösung für das Problem in der echten Welt findet. Dem Verlauf der Geschichte zu folgen ist manchmal nicht so einfach. Hier ein Querstrang und da ein kleines Zwischenerlebnis, so erfahren wir zwar mehr über die Zeit und die Wesen in der wir lesen, aber bringen den roten Faden manchmal stark durcheinander. Skarbo hat noch einen Begleiter, ein kleiner Vogel, welcher irgendwie schon immer an seiner Seite war. Die Gespräche zwischen den beiden ungleichen Figuren sind hin und wieder recht lustig, auch wenn man sich so seine Gedanken als Leser macht, was dieses Wesen in Wirklichkeit wohl ist. Ja, so eine Reise zwischen den Welten ist schon beeindruckend. Nicht nur einmal wird das Vorstellungsvermögen des Lesers auf die Probe gestellt. Kann man sich z.B. Vorstellen, wie ein mehrere hundert Meter langes Schiff Bäume von einem Planeten absaugt? Da hätten wir noch die riesigen Sonnenkollektoren, welche so mächtig geworden sind, dass sie kein Sonnenlicht mehr durchlassen und das Leben auf dem jeweiligen Planeten zu Nichte machen, nur damit genug Energie für die VR-Welt vorhanden ist. Am Ende stellt man sich natürlich auch die Frage, was ist real und was ist nicht real oder ob überhaupt von einer realen Welt auszugehen ist?! Vielleicht hüpfen die Figuren auch nur einfach von einer in die nächste Realität und merken nicht einmal mehr, in welcher Welt sie gerade feststecken. Fazit: Andrew Bannister ist und bleibt ein äußerst ungewöhnlicher Schriftsteller. Nicht nur der Inhalt der Geschichte, auch sein Schreibstil findet mit diesem Band seinen Höhepunkt. Die Spin-Trilogie bekommt ein Ende, welches in den beiden Vorromanen manchmal schon mit Ahnung anzunehmen war. Leider bekommt man diesmal nicht ganz die Spannung und den Aha-Effekt wie zuvor. Die beiden Hauptfiguren agieren zwar gekonnt in ihren Welten, dennoch fehlt öfter die Bindung und das Profil. Vielleicht ist es auch gar kein Ende, sondern nur der Anfang des Spin, den wir hier miterleben... Matthias Göbel Autor: Andrew Bannister Übersetzer: Simon Weinert Paperback: 352 Seiten Verlag: Piper Verlag Erscheinungsdatum: 04.12.2018 ISBN: 9783492704120
  2. einz1975

    Aliens: Defiance 1

    Wenn sich der Weyland-Yutani Konzern etwas vorgenommen hat, dann wird dies auch bis zum Ende durchgezogen, egal wie viele Verluste es gibt oder welche Kosten entstehen möchten. Willkommen in Aliens: Defiance, ein Comic, in dem Colonial Marine Zula Hendricks auf eine unheilvolle Mission geschickt wurde. Ein Trupp von Synth-Marines soll unter ihrer Führung einen alten verlassenen Frachter bergen. Der Inhalt ist nicht wichtig, nur der Erfolg der Mission zählt. Doch schon wenige Meter an Bord bedeuten den Tod für so jeden der einen Fuß auf dieses Schiff bekommt. Nur mit Glück kann sie und eine Handvoll Androiden entkommen. Besonders einer dieser Cyborgs scheint sich von den anderen zu unterscheiden. Er verfügt über erstaunlich viele Emotionen und hat sich im Lauf der Mission auch mehrfach selbst geupdatet. Diese Davis-Einheit ist auch der Grund dafür, dass sie es geschafft haben und noch am Leben sind. Zula und Davis finden heraus, was der Weyland-Yutani Konzern wirklich will und so verfolgen sie die Route des Frachters zurück. Während dieser mittlerweile selbstauferlegten Mission, erfährt der Leser auch mehr über Zula, wo sie herkommt und woher sie ihre schweren Verletzungen hat. Sie muss ein Korsett tragen, denn sie spürt seit einem Einsatz, bei dem sie die letzte Überlebende ihrer Einheit war, weder ihre Beine, noch dass sie die Schmerzen in ihren Nerven abstellen kann. Diese Mission wird sie zwar nicht von ihrer Verletzung heilen, aber vielleicht ihr Gewissen beruhigen, denn wenn erst einmal diese Aliens auf die Erde gelangen würden. Nicht auszudenken, wie viele Tote es auf unserer Heimatwelt geben würde. Die Zeichner hatten sichtlich Spaß sich in die Welt der Aliens hineinzuzeichnen. Die Xenomorphs sehen schön detailliert aus und sie lassen sich den ein oder anderen Colonial Marines schmecken. Facehugger dürfen natürlich auch nicht fehlen, denn schließlich liefern sie mehr als einmal den Grund für eine Fortsetzung. Explosionen und Schüsse in dunklen Gängen erhellen die verlassenen Raumschiffe und bringen die Schlachtfelder der Zukunft ans Tageslicht. Am Ende gibt es noch ein paar Seiten, welche als Auftakt erschienen sind. Sie beschrieben kurz, um was es in dem Comic geht und hinterlassen schon eine prächtige Atmosphäre, welche dank der unzähligen Alien-Geschichten gern weiter fortgeführt werden sollten. Fazit: Das Gewissen eines Cyborgs und eines Marines rettet uns Menschen auf der Erde das Leben. Mit einer düsteren Alien-Stimmung führt uns Brain Wood in ein von Xenomorphs verseuchtes Weltall. Perfekt passende Zeichnungen und eine überraschende Heldin übernehmen fast von ganz allein die Geschichte, welche dank Rückblenden und Actionszenen jeden Alien-Fan begeistern werden. Der nächste Teil lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten! Matthias Göbel Autor: Brain Wood Zeichner: Tristan Jones, Riccardo Burchielli, Tony Brescini, Dan Jackson Übersetzer: Michael Schuster Taschenbuch: 160 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 18.03.2018 ISBN: 9783959816052
  3. Es hat knapp ein Jahr gedauert, bis die US-Version des ersten Discovery Comics auch nach Deutschland gekommen ist. Pünktlich zum Auftakt in die zweite Staffel, schickt uns der Cross Cult Verlag noch einmal zum Anfang allen Übels - Der Aufstieg von T’Kuvma. Während Voq zusammen mit L´Rell auf dem Schiff von T’Kuvma gestrandet ist, erzählt sie ihm die Geschichte des großen Anführers. Vorab gönnen sie aber alle noch einen Happen von Philippa Georgiou, welche, wie wir wissen, auf dem Schiff ums Leben kam. Schon hier sieht man den engen Zusammenhang zur Serie und auch die Charaktere verhalten sich wie gewohnt. Kommen wir jetzt erst einmal zur Geschichte von T’Kuvma. Seine Vergangenheit bestimmt seine Zukunft, denn schon als kleiner Junge wird er von seinen Brüdern verachtet und muss oft Prügel einstecken. Irgendwann flüchtet er durch einen dunkeln Wald und entdeckt ein riesiges altes klingonisches Schiff. Als er es untersucht, trifft er auf seine Schwester, welche ihm von der Zukunft der Klingonen erzählt. Nur zusammen können sie es schaffen, wieder das Volk zu werden, was sie einmal waren. Er wird zum Kloster nach Boreth geschickt, um hier die Lehren des Kahless zu lernen. Die Jahre vergehen und kein anderer Schüler nimmt so viel theologische Ideologien in sich auf wie T’Kuvma. Er findet das Licht des Kahless in sich und mit der Zeit, wird sein Name unter den gläubigen Klingonen ein Begriff. Zuhause wird er hingegen weiterhin ausgestoßen und er verliert sogar sein Haus, seinen Namen und seine Ehre. Diese jedoch will er jedem Klingonen wiedergeben. Die Ehre des Volkes ging verloren und er will mit der Entzündung des Lichts die Ehre endlich wiederherstellen. Es wird weder einfach für ihn, noch ist er wirklich der starke Anführer, für den ihn alle halten. Er verliert sich in Zweifel und hofft, noch zu Lebzeiten das Licht zu finden. Alles eben eine Frage der Interpretation und genau das ist auch der Grund, warum Star Trek – Discovery für viele alte Fans nicht das Star Trek ist, was sie bis dato kannten. Das Kirsten Beyer an der Story mitgeschrieben hat, zeigt noch einmal deutlich wie viel Hilfe sich die Macher von Star Trek-Kennern geholt haben. Als führende Autorin der Star Trek – Voyager Romane und vor allem als Mitautorin von Star Trek – Discovery, wird hier nichts dem Zufall überlassen. Grafisch wird es sehr düster und dunkel. Schwarz ist die vorherrschende Grundstimmung. Nebenbei gesagt, es gibt überraschend wenig Kämpfe bei diesen gefürchteten Kriegern des Alls. Fazit: Die Vorgeschichte des klingonischen Messias T’Kuvma, zeigt die starke mythologische Verbindung seiner Ideale und den Grund, warum der Krieg mit den Menschen kommen musste. Um die Ehre seines Volkes wiederherzustellen, wurde das Licht von Kahless geboren. Ein finsterer Comicband mit seltenen Einblicken, in die neue klingonische Seele. Für Star Trek – Discovery-Fans lohnt sich auf jeden Fall ein Blick. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer, Mike Johnson Zeichner: Tony Shasteen, J.O. Mettler, Übersetzer: Helga Parmiter Paperback: 144 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 15.01.2019 ISBN: 9783864256813
  4. Endlich mal ein Abenteuer unser beiden Lieblings-Droiden, welches sie ganz allein, ohne Lea, Luke und Han bestreiten. Wir schreiben Anfang der 90er Jahre und Star Wars erwacht zu neuer Blüte. Eine kurze Trickfilm-Serie mit dem Namen „Star Wars: Droids“ erscheint und somit war auch klar, dass es ein Comic dazu geben muss. 1994 erschien dann der erste Band und R2-D2 und C-3PO erleben ihre Abenteuer auf dem Planeten Kalarba. Als Gefangene einer Lieferung von Droiden, kommen sie im Raumhafen an und treffen dabei das erste mal auf Olag Greck, einen undurchsichtigen Schurken, welcher überall seine Finger im Spiel hat, Hauptsache es bringt Geld. Kein Wunder, dass er sich im Lauf seiner Karriere einige Feinde gemacht hat. Einer der mitgelieferten Droiden ist ein bekannter Attentäter und hat es auf sein Leben abgesehen. Mit Glück kann sich Olag retten und R2-D2 und C-3PO finden somit die Freiheit. Sie gelangen jetzt in die Hände der Adelsfamilie Pitarreezes. Sie werden angestellt und C-3PO darf sich um den jungen Nak kümmern. Dieser ist allerdings ziemlich frech und heckt einen Streich nach dem anderen aus. Selbst gegenüber seiner Familie scheint er noch einiges zu lernen zu haben und schon haben wir wieder diesen Olag Greck, welcher sich den Prototypen des Urgroßvaters erpressen will. Die Geschichten verlaufen meist im gleichen Takt. Einer der Droiden gerät in ein Schlamassel, kommt am Ende aber mit heiler Haut davon. Es klingt fast so, als sei dieser Comic-Band für jüngere Leser – und dem ist auch so. Sehr Zielgruppengerecht, wird hier mit wenig Gewalt ein Problem gelöst. Schnell geht die Story vorbei und den beiden Helden passiert nicht wirklich etwas Böses. Vielleicht auch der Grund, warum die Serie damals schon nach einer Staffel abgesetzt wurde und auch der Comic eher nur als Nischenprodukt seine Käufer fand. Besonders Bill Hughes malte damals schon viele Kinderbücher für Star Wars und der Stil ist auch diesmal genauso eingehalten worden. Bis auf R2-D2 und C-3PO sind die Figuren schräg und manchmal etwas detailarm. Immerhin gibt es einen Killerdroiden namens C-3PX, welcher C-3PO zu verwechseln ähnlich sieht und auch der Kampf gegen einen gefräßigen Riesenroboter am Ende und einige neue Schiffe bringen dem Comic die typischen netten Star Wars Details. Jedi oder Sith werdet ihr jedoch vergeblich suchen, diese scheinen sich wohl gerade auf einem anderen Planeten gegenseitig zu bekämpfen... Fazit: Star Wars hatte schon immer ein großes Herz für Kinder. Mit R2-D2 & C-3PO haben sie zwei passende Heldenfiguren, welche auch eigene Abenteuer finden und sie meistern. Der zurückhaltende C-3PO und der technikverliebte R2-D2, beide haben, wie auch schon den Filmen, ständig das Glück auf ihrer Seite. Kurze Storys, leichter einfacher Comicstil, mehr braucht der Comic nicht und die kleinen Leser werden mehr von diesen beiden Droiden sehen wollen. Matthias Göbel Autor: Dan Thorsland, Ryder Windham Zeichner: Andy Mushynsky, Bill Hughes, Ian Gibson, Pamela Rambo, Lea Hernandez Übersetzung: Uwe Anton Hardcover: 192 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 31.08.2018 ISBN: 9783741609046
  5. einz1975

    Peter Cawdron - Habitat

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn ich es noch erleben könnte, dass Menschen auf dem Mars landen. Der erste Planet, auf dem die Menschheit ein zweites Zuhause sucht und vielleicht sind wir wirklich gar nicht so weit davon entfernt. Die Habitatsiedlung „Endeavor“ bildet in diesem Roman den Kern der Handlung. Wissenschaftler, Techniker, Siedler und Astronauten haben es sich zur Aufgabe gemacht den Roten Planeten zu besiedeln, wobei wir hier auch gleich lernen, dass er gar nicht rot ist, sondern er uns von der Ferne her nur so wirkt. Astrobiologin Liz seht im Mittelpunkt und berichtet aus ihrem Leben in dieser Station. Peter Cawdron hat sich bei seiner Recherche für das Buch an viele aktuelle mögliche technische und wissenschaftliche Umsetzungen gehalten. Da hätten wir zum Beispiel die 3D-Drucker, welche uns wohl auch in unserer nahen Zukunft immer mehr das Leben erleichtern werden. Hier werden sie jedoch für viel mehr benutzt. Große Bauteile für das Habitat entstehen so oder auch Mikrochips und Computerbauteile. Diese werden wiederum in selbstagierende Roboter eingebaut, welche sich dann wiederum um die Gemüse- und Obst-Plantagen kümmern. Anschaulich und wissenschaftlich analysiert man als Leser dabei selbst, ob das alles wirklich so stattfinden könnte und ja, es klingt alles sehr plausibel. Das Leben der Kolonisten kommt eines Tages allerdings ins Wanken, als sie eine Nachricht von der Erde bekommen. Etwas Undenkbares ist passiert und hat Millionen von Menschen das Leben gekostet. Im nächsten Moment bricht für jeden Siedler, egal ob Wissenschaftler oder Astronaut seine eigene Welt in sich zusammen. Der Autor zieht sich dabei wohl auch in sein eigenes Inneres zurück und versucht die Trauer und den Schmerz, den man bei solch einer Nachricht fühlt, in Worten auszudrücken. Ich muss zugeben, dass man selbst überlegt, wie man wohl reagieren würde und der Roman fesselt an dieser Stelle besonders gut den Leser. Jetzt steht der Mars nicht mehr im Mittelpunkt, sondern das Rätsel, was auf der Erde passiert ist. Millionen von Kilometern entfernt, weiß Liz, dass sie alle nur zusammen diese Krise überleben können. Sie versucht sich mit den anderen Nationen zu unterhalten, aber das Misstrauen untereinander wächst immer weiter. Egal ob Russen, Chinesen oder Europäer, alle sind erst einmal vorsichtig und versuchen das Ereignis zu verarbeiten. Informationen gibt es wenig und eine Nation beschuldigt die andere Schuld an der Katastrophe zu sein. Immerhin bleibt es nicht bei diesem einen Desaster, denn auch auf dem Mars passieren plötzlich und unerwartet seltsame Unfälle. Hier geht der Autor den nächsten Schritt und will aus der klaustrophobischen Angst, eine Suche nach dem Schuldigen heraufbeschwören und auch das gelingt ihm recht gut. Zwischendurch erfährt man noch einiges über Liz, ihr Liebesleben und über das Training als angehender Astronaut. Egal ob in der Arktis oder im Überlebenskampf auf den Bergen, es ist kein Kinderspiel später ins All zu fliegen, denn man muss immer auf das Unvorhersehbare gefasst sein. Das Ende ergießt sich in einer geladenen Portion Kampf und Action, welche von mir aus auch hätte weggelassen werden können, aber ein Held muss nun einmal deutlich hervorstechen, damit das Leben weitergehen kann. Fazit: Das Leben ist ein ständiger Kampf, um den nächsten Atemzug, egal ob auf der Erde oder auf dem Mars. Peter Cawdron schickt die Menschheit auf den Roten Planeten und lässt sie nicht allein. Vielmehr versucht er die heutige Wissenschaft, mit einer Odyssee im Weltraum zu verbinden und führt die Hauptfigur an die Grenzen ihrer menschlichen Kraft. Nicht nur die Isolation spielt eine tragende Rolle, auch das Geheimnis, welches auf diesem Planeten lauert. Starke Bilder, etwas weiche Figuren, mit einer überraschenden Wendung und einem traurigen Ende. Matthias Göbel Autor: Peter Cawdron Übersetzer: Bernhard Kempen Paperback: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 14.01.2019 ISBN: 9783453319639
  6. einz1975

    Feuer und Stein - Aliens

    Ob Prometheus nun Fluch oder Segen für die Alien-Reihe war, muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Comic startet auch gleich mit voller Action. Eine Gruppe Siedler wird in ihrer Kolonie von einer Horde Xenomorphs angegriffen. Auf der Flucht sterben schon viele Menschen und nur ein kleines Transportschiff steht noch zur Rettung bereit. Mit letzter Kraft und in der letzten Minute, schaffen sie es dennoch abzuheben. Es gibt jedoch ein Problem, das Schiff ist nicht in der Lage weite Strecken durchs All zu fliegen. Sie müssen also auf den nächstgelegenen Planetenmond LV-223 notlanden. Mit Überraschung stellen die Siedler fest, dass sie die Aliens leider auch an Bord hatten und ihr Überlebenskampf geht weiter. Eine weitere Überraschung ist die Atmosphäre und ein schier undurchdringlicher Dschungel. Während der Flucht von Bord, schaffen es nicht alle, aber ein Großteil findet sich mit der Zeit in einer schnell angelegten Siedlung wieder. Ingenieur Derrick Russel entdeckt indessen eine Sonde, welche so einige Geheimnisse ans Tageslicht fördert. Genau hier erkennt man schon das fliegende Werkzeug, welches schon bei Prometheus durch die Gegend geflogen ist. Er findet auch alte Raumschiffe und auch noch eine verschlossene Kapsel mit einem Konstrukteur. Interessanter ist jedoch der Schwarze Schleim, welcher auf die Lebewesen dieses Mondes reagiert und sie verändert. Ich kann euch nur so viel sagen, es gibt heftige Mutationen, welche wirklich Wesen aus Alpträumen zum Leben erweckt. Derrick zeichnet so viel auf wie er kann und versucht hinter das Gesamtbild dieses Geheimnis zu kommen. Ein Biss, Blut, Schreie, Flucht, Angst... alles in passenden Bildern eingefangen. Mit einer finsteren Grundstimmung gezeichnet, hat Patric Reynolds einen wunderbaren Stil gefunden Menschen, aber auch Aliens zu zeichnen. Abgerundet wird alles mit den furchterregenden Coverbildern von David Palumbo. Neben der Hauptgeschichte spendiert uns Cross Cult noch eine kleine Bonus-Story. „Statusbericht“ erzählt von dem Kampf einiger Soldaten gegen die Aliens, in einer undurchsichtigen Kommandostruktur, versuchen sie überlebende Kolonisten von Hadleys Hope zu finden, doch die Chancen stehen schlecht. Überall diese scheußlichen Monster und ein Entkommen, wird hier wohl nicht möglich. Im Grunde wird hier nichts Neues erzählt, aber für die Fans, gibt es eben ein paar Seiten Horror mehr. Fazit: Volltreffer! Mit Feuer und Stein – Aliens bringt euch Cross Cult die Scheusale aus dem All hautnah nach Hause. Eine ausgezeichnet durchdachte Geschichte, trifft auf einen begabten Zeichner. Spannung hält nicht nur bei jedem Angriff der Aliens an, sondern auch bei dem Geheimnis, welches auf diesem Mond zu finden ist. Ich bin mir sicher, wer einmal mit der „Feuer und Stein“-Serie angefangen hat, bleibt dran und will wissen wie es weitergeht. Was ist dieser schwarze Schleim, was haben die Konstrukteure damit zu tun und was werden die Menschen aus den Erkenntnissen machen? Matthias Göbel Autor: Chris Roberson, Zeichner: Patric Reynolds, Dave Stewart, David Palumbo, Paul Lee Übersetzer: Jacqueline Stumpf Softcover: 114 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 13.07.2015 ISBN: 9783864256813
  7. Na wenn das nicht mal richtig abgefahren ist – Selbstfahrende Städte! Ich muss gestehen, dass ich erst durch den aktuellen Kinofilm auf das Buch aufmerksam geworden bin. Der Trailer hat wohl schon so einiges verraten, aber ein Buch bietet eben doch mehr die Möglichkeit, der Fantasie Flügel zu verleihen. Am Anfang haben wir Tom, ein Hilfsbursche, welcher sich in London, einer der größten Städte weit und breit wohl fühlt. Schon nach wenigen Seiten wird diese besondere Stadt genau erklärt, denn sie macht Jagd auch eine andere. Richtig gelesen, die Stadt fährt hinter einer kleineren Stadt hinterher. Der Grund ist recht einfach, denn in dieser Zukunft, gibt es kaum noch Ressourcen auf der Erde. Ein Minutenkrieg, hat die Menschheit in eine maschinenbeherrschende industrielle Zeit zurückversetzt. Die Gerätschaften werden gewartet und die Ingenieure sind immer noch sehr erfinderisch, nur Computer gehören der Vergangenheit an. Doch ein KI-Artefakt aus dieser Vorzeit, ist genau der Anstoß dieser Geschichte. Denn als Tom sich im Büro des obersten Historikers Thaddeus Valentine befindet, stürmt plötzlich ein Mädchen mit dem Tuch vor dem Gesicht herein. In der Hand hält sie eine Waffe und es scheint so, als würde sie ihn töten wollen. Hier beginnt auch gleichzeitig die Hauptstory, denn so lernen sich Tom und Hester kennen. Es beginnt eine Flucht und gleichzeitig eine Jagd. Beide erzählen sich im Verlauf ihre eigene Geschichte und es gibt unausweichlich Zusammenhänge, welche Tom erst gar nicht glauben kann, sie aber dann absolut stimmig zusammenpassen. Valentine als Vater und obersten Historiker, steht zusammen mit dem Bürgermeister auf der Gegenseite. Das dürfte auch nicht verwundern und seine Tochter bekommt erst nach und nach die Wahrheit über ihren Vater heraus. Die Erzählung wurde sicherlich absichtlich sehr einfach gehalten, denn in vielen Passagen ahnt man sehr schnell wie die Situation gleich ausgehen wird. Zum Ende hin nimmt die Action noch einmal Fahrt auf und es werden auch einige ihr Leben lassen müssen. Interessant fand ich noch die Stalker. Es sind roboterähnliche Wesen, welche anscheinend aus Maschinenteilen zusammengesetzt wurden. In Körpern von toten Menschen, werden sie wie durch Magie, wieder zum Leben erweckt. Rauch, Dampf, glühende Augen und übermenschliche Stärke, klingt genauso punkig, wie das restliche Szenario. Wenn man genau hinschaut, ist dieser Vierteiler auch eher was für jüngere Leser. Nicht nur weil die beiden Helden der Geschichte in dem passenden Alter sind, auch sonst hält sich der Autor mit Gewalt ein wenig zurück. Die Geschichte der Menschheit, über ihren Krieg und Untergang, wird immer nur beiläufig erwähnt, hier wird sicherlich in den kommenden Bänden noch mehr zu erfahren sein. Dieser Band schließt zumindest feuerreich ab und hinterlässt dem Leser die Option weiterlesen zu wollen oder es eben dabei zu belassen. Leider bleiben die einzelnen Figuren sehr stereotypisch in ihren Rollen gefangen. Besonders der Kurzausflug zu den Piraten scheint fast im Nachhinein hineingeschrieben worden zu sein. Fazit: Ein Steampunk-Abenteuer, welches euch London, mit seiner St. Pauls Kuppel, von einer ganz neuen Seite zeigt. Eine weit entfernte Zukunft, in der zwei Teenager vereint im Kampf gegen einen Bösewicht viele Hürden einer Flucht/Jagd überleben müssen. Zielgruppengerecht geschrieben und mit Ausschau auf mehr, muss man sich nur dem Genre wohlwollend gegenüberstellen und findet hier einen unterhaltsamen Roman, dessen Figuren nicht alle hängen bleiben, aber mit einer ungewöhnlichen Idee der fahrenden Städte aufwarten kann. Matthias Göbel Autor: Philip Reeve Übersetzer: Gesine Schröder, Nadine Püschel Paperback: 336 Seiten Verlag: FISCHER Tor Erscheinungsdatum: 24.10.2018 ISBN: 9783596702121
  8. Die Vergangenheit, trifft auf eine noch düstere Zukunft. Vector II bringt euch endlich in der Geschichte weiter, im Kampf um den Muur Talisman. Wo im ersten Teil Celeste Morne 4.000 Jahre ausharren musste, um endlich wieder das Licht der Welt zu erblicken, sind es diesmal nur wenige Jahrzehnte, welche sie allein mit ihren Rakghouls ausharren muss. Darth Vader schickt noch einmal einen Trupp hin, welcher auch wieder vernichtet wird. Warum nicht dieses Monster nutzen, um sich der Rebellion mit Luke und Leia & Co. zu entledigen? Genau nach diesem Plan, lässt Vader durch einen Mittelsmann die Rebellen mitten in diese Falle laufen. Ich will nur so viel verraten – Luke ist noch lange nicht der Jedi, der er später einmal werden wird. Nach diesem kleinen Intermezzo gerät Celeste erneut in Vergessenheit, wobei auch hier der Zufall es wieder will, dass ein Skywalker mit diesem Artefakt zusammentrifft - Cade Skywalker. Gerade noch war er in tiefer Mediation und plötzlich taucht ein Sternenkreuzer auf. Celeste stellt sich auch ihm entgegen, doch erkennt sie seine ungewöhnliche Art mit der Macht umzugehen. Neben seinen starken Heilkräften, ist besonders die Gradwanderung zwischen Gut und Böse der Schlüssel zum Erfolg und so schließt sich Celeste Morne Cade an, um Darth Krayt endgültig zur Strecke zu bringen. Klingt allerdings leichter als es am Ende wird, denn auch Sith-Lord Muur, dessen Geist im Talisman haust, spürt, dass er endlich einen würdigen Träger seines Amuletts gefunden hat. So ein Kampf kann natürlich nicht ohne Opfer von statten gehen und ihr werdet euch damit abfinden müssen, dass einige bekannte Gesichter ihr Leben lassen werden. Wie der Kampf gegen Darth Krayt ausgeht, solltet ihr euch selbst anschauen, denn was sich hier die Zeichner haben einfallen lassen, war schon lange nicht mehr so actiongeladen und düster wie in dieser Ausgabe. In schnellen Bildern erzählen sie schon fast ohne Text, wie der Verlauf der Geschichte enden wird. Mit vielen Effekten und einer hochgeladenen Grundstimmung, kann man sich endlich wieder Star Wars von seiner dunklen Seite genießen. Sith oder Jedi, jeder hat diesmal viel zu gewinnen. Das Ende lässt zwar kleine Fragen offen, aber in Summe findet jeder seinen Weg. Fazit: Bildgewaltig!!! Genau so sollte man sich einen Comic vorstellen, in dem Star Wars nicht nur von Politik beherrscht, sondern der Kampf zwischen Gut und Böse direkt ausgefochten wird. Den Autoren ist mit dieser Story ein wirklich interessanter Clou gelungen. Egal in welcher Zeit man sich bei Star Wars wohl fühlt, hier findet jeder Fan sein zu Hause. Die Macht hat wohl auch ihren ganz eigenen Willen, denn keiner konnte hier vorausahnen, wie der Weg des Muur Talisman die Zeiten beeinflusst. Matthias Göbel Autor: John Ostrander, Rob Williams Zeichner: Dan Parsons, Dustin Weaver, Jan Duursema, Will Glass, Brad Anderson Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 17.08.2018 ISBN: 9783741605697
  9. Was, wenn ein Vorwort schon zu einer eigenen Geschichte wird? Richtig, dann lädt uns Andreas Gruber zusammen mit dem Luzifer Verlag ein, seine Sammlung an Science-Fiction-Geschichten zu entdecken. Gruber nimmt sich besonders zum Einstieg viel Zeit, den Leser ein wenig in sein Leben blicken zu lassen und überrascht am Ende in seinen Zeilen, mit einer ungewöhnlichen Wendung. Bevor es zu den elf Geschichten geht, erzählt der Autor kurz etwas über den Inhalt oder ihre Entstehung. Manche sind schon zwanzig Jahre alt, haben für ihn aber immer noch eine gewisse Bedeutung. Selbst nach so vielen Jahren, lesen sie sich noch frisch und werden auch euch an interessante Orte bringen. Zu Beginn haben wir die Geschichte „Ecke 57th Street“. Hier geht es um eine Frau und einen Mann. Beide Studenten, die sich nach vielen Jahren erstmalig wiedersehen. Was ist wohl aus ihr geworden, dem schlausten Kopf auf Erden? Selbst hier in den wenigen Seiten, hat Gruber schon gezeigt, dass er eine bestimmte Stimmung einfangen kann, welche nicht einmal die vier Wände verlassen muss. „Duell im Mintaur“ beschreibt wiederum ein völlig anderes Szenario. Ein abgehalfterter Möchtegern, muss durch angehäufte Schulden an einem russischen Roulette teilnehmen. Hier steigen wir auch direkt in eine weit entfernte Zukunft und auch die dazugehörige Waffe des Spiels, stammt definitiv nicht aus unserer Zeit. Bevor ich jetzt alle einzelnen Geschichten kurz anreiße, sei so viel gesagt, es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas. Wer z.B. auf Zeitreisen steht, der wird diese auf jeden Fall einige bekommen und wer auf Action im All steht, kann auch glücklich werden. Er nimmt sich auch künstliche Intelligenzen vor oder lässt uns Menschen selbst als Laborraten auf unserem Planeten umherziehen. Das traurige an Kurzgeschichte ist jedoch, man gelangt oft zu schnell ans Ende und wünscht sich, dass man noch viel länger in diesem kleinen Universum verweilen könnte. „Die letzte Fahrt der Endora Time“ ist die Abschlussgeschichte, in der uns der Autor ins Jahr 2758 katapultiert. Hier herrscht ein Krieg gegen eine Alien-Rasse und die Menschen scheinen diesen Monstern nicht viel entgegen zusetzten zu haben. Ein Kriegsschiff mit mehr als 40.000 Soldaten an Bord wird durch einen Navigationsfehler in einen völlig anderen Teil der Galaxis befördert. Einige der Crewmitglieder sind bereits aus dem Kryoschlaf erwacht und so langsam baut sich die Story auf. Denn nicht alles als sie wissen, ist auch wirklich so. Nicht nur einmal spielt Andreas Gruber genau mit diesem Prinzip und lässt den Leser bis ganz kurz vor Schluss an der langen Leine. Er hat definitiv das Zeug zu mehr und schafft es, das Charaktere der kleinen Storys sich innerhalb von Minuten im Kopf aufbauen. „Zeitreise Inc. - Wir korrigieren alles“ bringt uns z.B. ins Jahr 1939. Wie der Name es schon verrät, geht es um eine Firma, welche Zeitreisen anbietet, doch die Folgen können verheerend sein, egal für wen. Mein Highlight war allerdings seine älteste Geschichte „Das Planspiel“ aus dem Jahr 1999. Im Endeffekt geht es hier nur um einen Dialog, zwischen zwei sich zufällig treffenden Personen, aber der Inhalt hat wiederum so viel Wirkung, dass man danach erst einmal aufschaut und darüber nachdenkt. Fazit: Andreas Gruber kann mit wenigen Worten Welt zum Leben erwecken. Mit insgesamt elf ungewöhnlichen Geschichten aus der Science-Fiction, findet jeder Fan des Genres definitiv seine kleinen Perlen, welche zum Nachdenken anregen. Egal ob Zeitreise, Künstliche Intelligenzen, ferne Welten oder Aliens, alles findet sich in knackigen Zeilen zusammen. Wer nicht immer dicke Wälzer lesen mag, aber sich dennoch an das Thema mal heran getrauen will, dem lege ich gute kurzweilige deutsche Science-Fiction aller Andreas Gruber nahe. Matthias Göbel Autor: Andreas Gruber Klappenbroschur: 360 Seiten Verlag: Luzifer Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 15.06.2018 ISBN: 9783958353435
  10. einz1975

    Feuer und Stein - Prometheus

    Ich habe mich damals wirklich gefreut, als Prometheus die Geschichte um Alien weiter vertiefen konnte. Dennoch wurden mehr Fragen, als Antworten aufgerufen und allein deswegen lohnt sich schon ein Blick in diesen Comic. Der Weyland Yutani Konzern hat seit je her keine Kosten und Mühen gescheut, um das Weltall und vor allem die dort lebenden Aliens zu untersuchen. Aktuell schickt er ein Bergungsteam zum Planetenmond LV-223. Nicht das allen wirklich klar ist, auf was sie hier treffen werden. Vielmehr ist die Rede von einer ganz normalen Bergungsmission. Die Truppe selbst ist entspannt und freut sich sogar schon auf den Einsatz. Auf den ersten Seiten lernen wir das Team und auch die jeweiligen Spezialgebiete kennen. Schon bei der Ankunft wird der Trupp völlig überrascht, denn der eigentlich wüstenähnliche Mond, scheint plötzlich in einen tiefen Dschungel gehüllt zu sein. Die ersten Kreaturen auf, die sie treffen sehen auch mehr als ungewöhnlich aus. Als das verschollene Schiff gefunden wird, ergießt sich die Hölle über die Crew. Der Kampf ums Überleben hält ab jetzt auf jeder Seite an. Egal ob im Dschungel, auf dem Schiff oder in einem alten Wacks eines Alien-Raumschiffes. Ja, die Crew trifft auch auf die Konstrukteure, welche man aus Prometheus kennt und ja, es gibt mehr als einen Xenomorph, der sich den Weg durch Fleisch, Knochen und Maschinengewehrsalven bahnt. Wenn man genau hineinliest, wird hier auch noch einmal der Ursprung unseres eigenen Lebens erklärt. Es fehlen natürlich auch nicht die Androiden. Elden übernimmt dabei eine Aufgabe, welche wohl erst im nächsten Band sein Ende nimmt. Durch die Infizierung mit dem Alien-Schleim, verändert er sich deutlich in seinem Aussehen und Taten. Kämpfen können die Jungs und Mädels optisch anschaulich, nur sollten sie manchmal einfach die Klappe halten. Einige Dialoge sind doch recht derb und führen den Comic nicht wirklich voran. Zeichner Juan Ferreyra nahm sich bei den Xenomorphs sehr viel Zeit und traf sie gut mit Stift und Farbe. Er erschuf sogar noch einige neue Monster, welche es bis dato nicht gab, wie etwa Haie oder Alien-Affen. Die einzelnen Cover von David Palumbo sind übrigens auch eine Augenweide und lassen euch in schaurig düsteren Bildern das Erlebnis deutlich verinnerlichen. Fazit: Feuer und Stein – Prometheus ist ein gekonnter Anfang, um hinter die Konstrukteure der Xenomorphs zu schauen. Ein düster gehaltener Comic, mit ordentlich Action, einer sich wehrenden Crew und einem unheilvollen Geheimnis. Neben dem recht klassischen Ablauf der Geschichte, warten noch einige neuen Bestien auf euch, sowie kommentierte Skizzenseiten. Der Alien-Fan freut sich und ist definitiv gespannt auf mehr! Matthias Göbel Autor: Paul Tobin Zeichner: Juan Ferreyra, Eduardo Ferreyra, David Palumbo Übersetzer: Hudson Hicks Softcover: 114 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 22.06.2015 ISBN: 9783864856806
  11. einz1975

    Captain Future 01: Der Sternenkaiser

    Welchen größeren Helden als Captain Future könnte es geben? Vor knapp achtzig Jahren erschien die erste Ausgabe von Edmond Hamiltons sternenreisenden Retter. Es folgten unzählige Abenteuer auf den unterschiedlichsten Welten des Alls. Captain Future selbst ist ein rothaariger junger Mann, welcher es sich mit seinen drei Begleitern zur Aufgabe gemacht hat, die Zukunft der Menschen zu beschützen. Ein zwei Meter großer Roboter - mit übermenschlichen Fähigkeiten, ein Androide - mit der Möglichkeit in alles zu verwandeln und das Gehirn eines der schlausten Wissenschaftlers dieser Galaxie, haben aus Curtis Newton einen der beeindruckendsten Helden gemacht, die je das Licht der Welt erblickt haben. Aufgewachsen in einer geheimen Basis auf dem Mond, musste er früh erkennen, wer Feind und wer Freund ist. Seine Eltern wurden getötet und seither ist er der Beschützer für uns Menschen. Aktuell wird er von Präsident James Carthew gerufen, weil sich etwas Seltsames auf dem Jupiter ereignet hat. Ein Agent brachte unter dem Einsatz seines Lebens in Erfahrung, dass der sogenannte "Sternenkaiser" Menschen in affenähnliche Wesen verwandelt. Curtis merkt schon bei seiner Ankunft, dass er es diesmal mit einem wahrlich ausgekochten Schlitzohr zu tun hat. Diesen Schurken zur Strecke zu bringen, wird all sein Geschick in Anspruch nehmen und dem ist auch so. Von Anfang an überlässt Edmond Hamilton nichts dem Zufall. Alles hat seinen Platz und der rote Faden geht an keiner Stelle verloren. Vielmehr verliert man sich in eine spannend gehaltene Detektivgeschichte, welche mit vielen Wendungen und Schauplätzen aufwarten kann. Das der Jupiter als Bühne gewählt wurde verwundert schon etwas, denn eigentlich ist er ein Gasriese, auf dem es keine feste Materie gibt, aber wissen wir das wirklich? Captain Future macht sich nun auf die Suche nach dem Verbrecher und lernt dabei allerhand über die einheimische Bevölkerung. Die Jovianer sind aufgebracht und wünschen sich die Menschen weg von ihrem Planeten, schließlich sind sie schuld an dieser „Seuche“. Es gelingt Newton erste Hinweise zu finden und nur im Zusammenspiel mit seinen drei Helfern gelingt es ihm auch den "Sternenkaiser" ausfindig zu machen. Nicht das die Geschichte hier schon vorbei wäre, ganz im Gegenteil, denn jetzt beginnt ausgeklügeltes Katz- und Mausspiel. Der Captain muss auch immer wieder Tiefschläge einstecken und das zeigt noch einmal die Klasse des Gegners. Im Kampf selbst verlässt er sich nicht immer nur auf seine Stärke, oft wird auch mit List gearbeitet oder seine kurze Unsichtbarkeit hilft ihm weiter. Über die Zukunft verliert Hamilton auch mehr als ein Wort. Viele Ideen sind vielleicht noch nicht umgesetzt, einige hingegen haben ihren Einzug in unser Leben bereits gefunden, wie etwa die Teleübertragung. Für Fans hat der Golkonda Verlag eine ordentliche Sammlung an Hintergrundinformationen über und rund um Captain Future zusammengetragen. Da wird etwa über weitere Erdkolonien berichtet, eine Landkarte des Jupiters gezeigt, über Elektrizität und die Menschheit gesprochen oder Grag, der Roboter, wird genauer unter die Lupe genommen. Zwischendurch gibt es auch passende Illustrationen, welche nicht ansprechender aus seiner Entstehungszeit stammen könnten. Fazit: Helden gibt es viele, aber nur einen Captain Future. Durch die Fernsehserie für viele bereits jetzt schon unsterblich, schafft er es auch erneut in Buchform voll zu überzeugen. Edmond Hamilton schuf eine Figur, welche man gern auf ihren Abenteuern begleitet. Es gibt Science-Fiction, Kämpfe, Wissenschaft, Spannung und detektivische Meisterleistung. Im Grunde erweckt der Golkonda Verlag den ursprünglichen Captain Future zum Leben und zeigt Edmond Hamiltons Vision einer unsicheren, aber faszinierenden Zukunft. Helden wie Curtis Newton leben in unseren Köpfen und bei Scifi-Fans im Herzen. Matthias Göbel Autor: Edmond Hamilton Übersetzer: Frauke Lengermann Paperback: 192 Seiten Verlag: Golkonda Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.12 ISBN: 9783942396172
  12. einz1975

    Tobias O. Meißner – Dungeon Planet

    Dungeon Planet… allein der Name weckt irgendwie Interesse. Handelt es sich wirklich um einen Planeten bestehend aus einem einzigem Dungeon? Leider nicht! Auf den ersten Seiten berichtet Tobias O. Meißner über die Entwicklung der Menschheit. Wie sie nach einigen raffinierten Erfindungen den Weg ins All geschafft haben und später mit tausendfacher Lichtgeschwindigkeit das All erobert haben. Dabei lernen wir auch Jephron Girant kennen. Ein Pilot, welcher sich durch kleine Kurierfahrten sein Lebensunterhalt verdient. Erst später erfahren wir, dass er vor einigen Jahren Teilnehmer einer Gameshow war - „Dungeoncrawler“. Hierbei werden die Teilnehmer, zusammen mit tödlichen Kreaturen, in ein schier unüberwindbares Verlieslabyrinth eingesperrt. Es gibt verschiedene Ebenen und je nach Farbe nimmt die Gefahr zu. Als Waffen werden lediglich mittelalterliche Gegenstände wie Schild, Schwert, Speer, Armbrust, Bogen oder Axt herausgegeben. Der Tod wird hier vollends in Kauf genommen und keine Show hat mehr Zuschauer oder Anhänger wie diese. Jephron hatte das Glück und überlebte seinen Run. Zwanzig Jahre später, ist er wieder vor Ort, um als Zuschauer dabei zu sein, doch zwei junge Mädchen möchten, dass er eine von beiden noch einmal durch die Dunkelheit begleitet. Das Honorar ist unübertrefflich hoch und wohl auch der ausschlaggebende Punkt, um wieder daran teilzunehmen. Genau hier sei aber auch gleich ein wenig Kritik angebracht, denn so sehr wie er sich windet und mit sich hadert, fällt er doch seiner Gier zum Opfer. Er erkennt zwar später seinen Fehler, doch muss er jetzt erst einmal erneut als Überlebender das Tageslicht erblicken. Ich habe mich auch gefragt, wie erstaunlich es ist, dass eine wohlhabende Zwanzigjährige so unvernünftig mit ihrem Leben umgeht und vor allem auch blutrünstigen Bestien das Leben nehmen will?! Jephron selbst kommt auch mit mehr als einem Widerspruch daher. Ohne viel verraten zu wollen, es wird nicht das letzte Mal sein, dass Jephron in die dunklen Tiefen steigt. Meißner hat sich besonders am Anfang viel Mühe gegeben seine Idee einer Zukunft aufzubauen, was auch gut aufgeht. Selbst den BER hat er einfließen lassen und berichtet von manch anderen entscheidenden Errungenschaften unserer Nachkommen. Diese Gameshow hingegen scheint dann völlig unpassend, denn bei so viel Weitsicht, sollten die Menschen doch mittlerweile über so viel Brutalität erhaben sein. Im Labyrinth selbst, nimmt der Autor sich einige der Teilnehmer ordentlich vor. Es wird genügend Blut vergossen und mit der Angst gespielt. Jagd und Hatz bestimmen das Spiel. Hinter jeder Tür könnte etwas Furchtbares lauern und nicht zu vergessen all die Fallen und Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Das Zwischenspiel der Figuren funktioniert und Spannung kommt in einigen Situationen auch gut auf. Der Schlusskampf war unausweichlich, denn einen Endboss muss es nun einmal geben. Jephron spielt mit seinem Leben, wie alle anderen Teilnehmer. Egal wie oft er in die Augen des Todes geschaut hat, er scheint nichts besseres mit seinem Leben anfangen zu wollen. Möge eine solche Show nie Wirklichkeit werden, dann doch lieber noch eine Staffel Big Brother. Fazit: Eine prachtvolle Zukunft, mit einer unrühmlichen Show. Tobias O. Meißner verlässt sich bei seiner Geschichte auf seine Erfahrungen aus dem Fantasie-Genre und findet überraschend interessante Ideen für unsere Zukunft. Gekonnt beschreibt er Kampf, Angst und Beklemmungen, auch wenn die wirklichen Gründe der Figuren nie greifbar werden. Anschauliche Beschreibungen lassen gekonnt Bilder im Kopf der Leser entstehen, nur schade das die große Überraschung am Ende fehlt und die lebensverneinende Haltung der Helden nicht nachvollziehbar ist. Matthias Göbel Autor: Tobias O. Meißner Paperback: 400 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.10.2018 ISBN: 9783492704878
  13. einz1975

    Marvel-Tag

    Beim Marvel-Tag, am 26.01.2019, haben die teilnehmenden Comic-Händler und -Shops alle im Januar erscheinenden neuen Serien und die dazugehörigen Sammler-Varianten für euch parat. Es gibt außerdem ein Marvel-Tag exklusives Avengers-Angebot und die streng limitierte Marvel-Neustart-Metallbox, die die Variants der drei neuen Heft-Serien und limitierte Prints enthält, sowie Thor 1 und Tony Stark: Iron Man 1 im exklusiven Vorverkauf. Solange der Vorrat reicht, können die Händler außerdem gratis einen speziell für den Tag aufgelegten Marvel-Comic, Pins, Postkarten und vieles mehr an ihre Kunden verteilen – ein Gang zum Comic-Händler des Vertrauens lohnt sich also definitiv. Mehr Infos: www.paninishop.de/MarvelTag
  14. Dann tauchen wir mal in eine mehrere tausend Jahre umfassende Geschichte ein. Wie der Name der Ausgabe es schon verrät, geht es um den Muur-Talisman. Dabei handelt es sich um ein uraltes Sith-Artefakt, welches eine ganz besondere Gabe hat. Als erstes kann nur aktiviert werden, wenn man mit der Macht vertraut ist. Hat man es einmal geschafft, dann kann der Besitzer Menschen und auch andere Lebewesen in Rakghouls verwandeln und sie auch steuern. Na wenn das nicht nach Knights of the old Republic klingt und genau da findet diese Geschichte ihren Ursprung. Wir schreiben etwa 4.000 Jahre vor „Eine neue Hoffnung“. Die Republik und die Mandalorianer befinden sich im Krieg und die Jedi führen einen Geheimbund, welcher die Sith mit allen Mitteln versucht aufzuhalten. Zu dieser Zeit ist Lucien Draay Anführer dieses Bundes und er schickt die Jedi-Kämpferin Celeste Morne aus, um den abtrünnigen Padawan Zayne Carrick zu finden. Sie begibt sich nach Taris und versucht dort als erstes den Talisman zu finden und nebenbei läuft ihr Zayne Carrick über den Weg. Wie das Schicksal es so wollte, gelangt sie sogar in dessen Besitz oder besser gesagt, der Talisman nimmt sich ihrer an. Erst 4.000 Jahre später, erweckt sie kein geringerer als Darth Vader wieder aus einem Sarg und der Rest folgt im zweiten Teil. In groben Zügen wisst ihr jetzt, um was es geht und schaut man genau hin, erlebt man wahrlich ein ungewöhnliches Abenteuer. Die Jedi nahmen sich schon damals deutlicher den Sith an, als es später zu sehen war und mit den Rakghouls und den Mandalorianer haben besonders eingefleischte Fans ein schönes Wiedersehen zu feiern. Mit dem Sprung durch die Zeit, wurden auch die Zeichner getauscht und ganz persönlich, finde ich die ersten zwei Drittel manchmal etwas seltsam bei den Darstellungen der Gesichter, aber dennoch wurden Körper und Bewegung schwungvoll umgesetzt. Später nimmt alles eine gewohnte Art und Weise an, wobei durchweg Farben und Texturen immer stimmig sind. Man merkt wirklich, dass der Comic eine komplett eigene Geschichte erzählen will. Er verlässt sich nicht nur auf bekannte Figuren, sondern fügt immer wieder auch neue hinzu und man darf sogar mit etwas Witz rechnen. Der Talisman als Verbindung zwischen den unterschiedlichen Zeiten funktioniert wunderbar und auch seine ausgesprochen ungewöhnliche Macht, lässt ihn schon fast omnipotent erscheinen. Wenn er jetzt noch in die falschen Hände geraten würde, man möchte sich nicht ausmalen, was wohl mit Luke und den Rebellen passieren würde. Fazit: Die Sith haben schon so einige Artefakte in ihrer Vergangenheit heraufbeschworen und der Muur-Talisman zählt wohl zu einen der eindrucksvollsten Waffen. Dank dieser Comic-Ausgabe erlebt ihr seinen Werdegang. Rakghouls, Mandalorianer, Jedi und Sith, was will man mehr aus der Old Republic und man bekommt am Ende sogar noch Darth Vader zu sehen. Mit etwas mehr Feingefühl bei den Gesichtern wäre der Comic perfekt, allerdings trifft er mit seiner Geschichte jeden Fan beim Nerv. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller, Randy Stradley Zeichner: Dan Parsons, Dave Ross, Douglas Wheatley, Joe Pimentel, Scott Hepburn, Michael Atiyeh, Dave McCaig Übersetzung: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 03.08.2018 ISBN: 9783741605680
  15. Auf zum Finale und ich kann vor weg sagen, es lohnt sich definitiv. Die „Unbesungenen“ (Ausgestoßene Klingonen) haben in den beiden Bänden zuvor viel Chaos und Schaden angerichtet. Worf und der Klon des Kahless, stehen mitten in den Ereignissen und mittlerweile dreht sich das Blatt. Lord Korgh seine hinterlistigen Pläne haben die Wahrheitsfabrik (Diebische Schauspieler, welche mit Hilfe von Holotechnologie unterschiedlichste Völker hinters Licht führen) an den Rand der Vernichtung gebracht. Jetzt setzt der Autor zum Schlussakt an und zieht dabei alle Register. Die „Unbesungenen“ sind mittlerweile bereit zu erkennen, dass ihr Weg ein falscher war und sie nur benutzt und getäuscht wurden. Genau in diesem Moment, versucht die letzte Angehörige des Zirkels der Wahrheitsfabrik ihren letzten Coup auszuführen, den auch sie einige Jahre bereits führt. Mit Hilfe der Breen und der Kinshaya versucht sie einen Krieg heraufzubeschwören, um dem Typhon Pact eine neue Machtposition zu geben. Ich den beiden Bänden zuvor war Shift schon eine sehr undurchsichtige Person und sie jetzt erneut im Sessel des zweiten Drahtziehers zu sehen überrascht nicht, aber ihre Herkunft schon. Hier zeigt sich auch der lange Aufbau der Romanreihe, denn erst jetzt lässt sich erkennen, auf was das alles hinauslaufen sollte. Die Machtbesessenheit von Korgh war und ist der Dreh und Angelpunkt. Er lässt das Abkommen zwischen dem Klingonischen Reich und der Föderation am seidenen Faden hängen, welcher immer weiter zu zerreißen droht. Worf hingegen führt seine Rolle als der mit Ehre erfüllte Klingone bis zum Schluss erhaben und glaubwürdig durch. Selbst Kahless scheint noch einiges von ihm zu lernen und auch das Volk der Klingonen geht ab sofort anders mit der Entehrung der eigenen Art um. Immerhin ist das Wort Ehre mehr als nur Ansehen aufgrund offenbarer oder vorausgesetzter Wertschätzung. Genau hier trifft der Autor ebenfalls die Seele der Klingonen und fügt ihr kleine Anekdoten hinzu, welche im Star Trek Universum vielleicht nicht an jeder Ecke auf Verständnis stoßen werden, aber das Volk und seine Lebensweise uns näherbringen. Kämpfe gibt es diesmal auch allerhand, welche erst durch das Blutvergießen zu den Heldentaten werden, die auch besungen werden können. Admiral William T. Riker und Captain Jean-Luc Picard haben diesmal eine, für meinen Geschmack, passendere Rolle abbekommen, als in den beiden Bänden zuvor. Picards Crew darf wie in den guten alten Zeiten ermitteln und findet detektivische Hinweise, die am Ende zur Auflösung des Falls beitragen. Riker als Admiral muss sich der Politik stellen, aber weiß dank seiner Pokerspielererfahrung, dass man auch mit einem schlechten Blatt ziemlich weit kommen kann. Es sieht auch zeitweise wirklich düster aus, doch lichtet sich nach und nach das Geheimnis hinter einhundert Jahre Hass und Abwarten auf den richtigen Zeitpunkt. Das Wiedersehen mit Ardra - einer alten Bekannten aus Star Trek - Next Generation, verbindet passend die neuen und alten Elemente. Die Wahrheitsfabrik erneut wiederzuentdecken, war nur ein logischer Schritt und man darf davon ausgehen, dass auch in der Zukunft Völker mit ihren Tricks beeinflusst werden. Die Klingonen hingegen haben in dieser Schlacht so viel mehr gewonnen und den Bund mit den Menschen gestärkt. Fazit: Danke John Jackson Miller, möge er platz nehmen in der Halle der Helden! Die raubeinigen Krieger aus Star Trek erheben sich aus ihrer Starre und finden in dieser Trilogie neuer Stärke. Der Autor nimmt sich neben den Lebensweisen und Weisheiten des Volkes auch vieler Fragen der Ehre an und definiert dabei Antworten, die man sich auch als Mensch stellen könnte. Mit vielen Details aus Star Trek - Next Generation verbringt man eine spannende Zeit und darf am Ende Zeuge des Untergangs einer mehrschichtigen Intrige sein. Dank unterschiedlichster Schauplätzen, kurzen Kapiteln und einem durchdachten roten Faden, darf hier wieder Star Trek in seiner ursprünglichen Form erlebt werden. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Übersetzer: Katrin Aust Taschenbuch: 485 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 03.09.2018 ISBN: 9783959816700
  16. einz1975

    Aliens: Defiance 2

    Alien und der Weyland-Yutani Konzern, eine unheilvolle Partnerschaft, welche schon seit einigen Jahren durch Kinos, Bücher oder Comics geistert. In Aliens: Defiance 2 erleben wir, wie es mit Private Zula Hendricks, Dr. Hollis und dem Androiden Davis weitergeht. Alle befinden sich aktuell auf dem Raumschiff Europa. Mehr ein Wrack, als das es wirklich flugtauglich ist, aber irgendwie schaffen sie es und begeben sich auf dem Weg nach Hause - Zur Erde. Ihre Mission war und ist es ein lebendes Exemplar des Aliens zurückzubringen, welches sie auch immer noch in die Tat umsetzten wollen. Dr. Hollis trägt eines dieser Bastarde in sich und bevor es zu spät ist und sie nicht mehr reagieren kann, wollen sie es ihr entfernen. Ja, das klingt schon recht gruselig und es kommt noch mehr. Denn dieses kleine Biest, können sie nicht einfach so auf dem Schiff herumlaufen lassen und so wird ein Frachtraum zu einem Kryoraum umfunktioniert. Natürlich nicht ohne Folgen, denn so ein altes und fast schrottreifes Schiff verträgt solche Experimente nicht sonderlich gut. Dank Davis schaffen sie es dennoch und der Weg zu Erde wird fortgesetzt. Schon hier zeigt sich, dass dieser Comic weit mehr erzählt, als nur starr die eigentliche Geschichte. Wir erfahren auch, wie Zula Hendricks zu den Marines gekommen ist oder wie Davis sich seitdem er mit den beiden zusammenarbeitet verändert hat. Er ist menschlicher geworden, als manch Weyland-Yutani Angestellter. Einige kleine Überraschungen warten noch in der Geschichte, welche ihr selbst erfahren solltet. Dafür gibt es zwischendurch immer wieder kurze Szenen, in denen die Charaktere noch einmal gegen die Aliens kämpfen müssen. Egal wie viele Magazine sie auf diese Monster leer schießen, sie sind einfach nicht auszurotten und ich gehe auch fest davon aus, dass dieses Ende noch Folgen haben könnte. Zurück auf der Erde, dreht sich die Story noch einmal und bekommt mehr Tiefe als zuvor und dank der unterschiedlichen Zeichner, kann man sich immer wieder einer etwas neuen Optik erfreuen. Die Schwärze und Dunkelheit führt zwar Hauptregie, doch auch Rot und einige schöne Lichteffekte werden euch in die passende Alien-Stimmung versetzen. Fazit: Mission completed! Die Aliens bleiben ein unaufhaltsamer Alptraum, der einen, der sie erlebt hat, nicht mehr loslässt. Zula Hendricks, Dr. Hollis und Android Davis füllen den Comic mit überraschend viel Gefühl und durch einige brutale Alien-Szenen, vergesst ihr einzelne Bilder so schnell nicht. Als Abschluss schön düster und mit einem Ende, welches sich noch die Überraschung für eine Fortsetzung offenhält. Grafisch kann sich jeder Alien-Fan zuhause fühlen, es gibt sie in all ihren Formen und Größen zu bestaunen. Matthias Göbel Autor: Brain Wood Zeichner: Stephen Thompson, Tony Brescini, Eduardo Francisco, Dan Jackson Übersetzer: Michael Schuster Softcover: 152 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 11.12.2018 ISBN: 9783959817967
  17. William Morgan Sheppard wurde am 24. August 1932 in London geboren. Mit 24 lernte er an der Royal Academy of Dramatic Art und machte 1958 seinen Abschluss. In den 60er Jahren spielte er in der Royal Shakespeare Company und trat auch am Broadway in dem preisgekrönten Theaterstück Marat/Sade auf. Zur selben Zeit, kam er auch zum Film und spiele seine erste Filmrolle in dem Film "Strongroom". Doch erst in den 80er Jahren fand er hier mehrere Rollen. Er spielte unter anderem mit in: Max Headroom, MacGyver, Navy CIS, Charmed, Mit Schirm, Charme und Melone, Criminal Minds und Mad Men. SciFi-Fans ist er bekannt aus: Transformers, Babylon 5, Doctor Who und auch im Star Trek Universum hat er seine Spuren hinterlassen: Star Trek: Raumschiff Voyager, Star Trek: The Next Generation, Star Trek VI: Das unentdeckte Land und Star Trek (2009). Nebenbei synchonisierte er auch Computerspiele wie: Medal of Honor, Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty und The Chronicles of Riddick.
  18. einz1975

    Die Reise der Scythe 2: Varianz

    Der Polizeikreuzers Scythe war eigentlich auf der Jagd nach einem Serienmörder, doch gerät Captain Lyma Apostol mitten in den Erstkontakt mit einer unheimlichen Sphäre. Die Licht, ein Forschungsschiff der Menschen, gerät zusammen mit der Scythe in die Sphäre, welche sie nicht mehr verlassen können. Hier lernen sie die unterschiedlichsten Alien-Rassen kennen. Hunderte Schiffe befinden sich bereits seit Generationen hier und durch Platzmangel und Ressourcenknappheit entsteht ein Konflikt, in dessen Kerbe nun auch noch die Menschen stoßen. Die beiden jungen Wissenschaftler Jordan und Elissi waren die ersten welche auf diese Sphäre aufmerksam wurden, jetzt geht es darum herauszufinden, was sie will und zu welchem Zweck sie erschaffen wurde. Im Grunde sind wir Leser nur Beobachter und können uns auf den ersten Seiten nur damit begnügen, sehr langsam an die nächsten Geheimisse herangetragen zu werden. Van den Boom versucht, wie auch schon im ersten Teil, die Spannung zu teilen. Auf der einen Seite haben wir die Forscher, welche immer mehr herausfinden und auf der anderen Seite sind da noch die Machtkämpfe zwischen den einzelnen Parteien innerhalb der Sphäre. Besonders letztere sind nicht immer spannend, lassen aber das Verhalten mancher Völker/Personen erklären. Davon abgesehen, entsteht erst durch eine dieser Konflikte eine völlig neue Situation, mit der man überhaupt nicht rechnet und der Autor für schöne kleine Überraschungen sorgt. Es ist schwer davon zu schreiben, um nicht zu viel zu verraten, denn schließlich wollt auch ihr die Spannung hinter der Geschichte finden. Ich kann nur noch so viel sagen. Die Wissenschaftler finden den Zentralkern der Sphäre. Dieser ist mehrere tausend Jahr alt. Jordan begibt sich in die Tiefe und findet... Dann haben wir noch die Licht, welche unter der Kontrolle feindlicher Aliens steht. Die Besatzung versucht nun zu verhandeln, was auch funktioniert und ein kleines Schiff schafft es sogar aus der Sphäre hinaus, genau in dem Moment, als die Menschen eintreten. Andere Aliens verfolgen die Sphäre schon seit vielen Jahren und es scheint, dass sie endlich an ihr Ziel gekommen zu sein scheint. Allianzen werden geschlossen und Krankheiten geheilt. Es scheint, als habe der Autor seine Figuren gut im Griff und dem ist auch so. In jeder Position findet man sich gut zurecht, wobei man bei den einzelnen Kapiteln ruhig hätte kurz erklären können, wo wir uns gerade befinden, denn es gibt mehr als einen Schauplatz und manchmal ist eine Seite nicht ausreichend, um sich wieder zurechtzufinden. Dennoch treibt einen die Neugier immer wieder nach vorn und da wir uns erst in der Mitte der Trilogie befinden, endet der Roman auch mit einem passenden Aufhänger für den dritten Teil. Einige Fragen werden beantwortet, aber viel mehr neue werden gestellt und vor allem wird das Mysterium hinter der Scythe immer größer, als ob wir uns nicht am richtigen Platz und zur falschen Zeit befinden. Fazit: Nichts ist schlimmer als neugierig zu sein und nicht alle Antworten zu bekommen. Genauso wie uns Lesern, ergeht es auch den Hauptprotagonisten von „Die Reise der Scythe 2: Varianz“. Die rätselhafte Sphäre aus dem ersten Teil bekommt nur schrittweise eine Vergangenheit, dafür werden alle Aliens und Figuren näher an uns herangebracht. Spannendes Rätselraten bis zum Schluss und erneut beweist Dirk van den Boom, dass er vollkommen in seinem Element ist. Matthias Göbel Autor: Dirk van den Boom Taschenbuch: 421 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.09.2018 ISBN: 9783959815291
  19. Autor John Jackson Miller geht mit „Der Trick des Schakals“ in die zweite Runde seiner Prey Trilogie. Im ersten Teil haben wir erfahren, dass eine Gruppe von ausgestoßenen Klingonen, „Die Unbesungenen“, sich auf einem Rachefeldzug befinden. Sie werden dabei angeführt von einem alten Klingonen, Kruge, welcher vor einhundert Jahren im Kampf gegen Kirk auf dem Planeten Genesis ums Leben gekommen sein sollte. Korgh, ein Nachfahre, fordert nun sein Erbe und hat sich dabei einen umfangreichen Plan ausgedacht. Mit Hilfe der sogenannten Wahrheitsfabrik und dem Illusionisten Cross, gelang es ihm sein Werk zu vollenden. Er muss nur noch seine Komplizen bezahlen und sich der Unbesungenen entledigen und der Sieg ist seiner. Genau davon handelt diese Ausgabe. Schon von Beginn an wird man eingestimmt, denn vorab erfahren wir, wie er damals auf die Idee kam und wie Cross sich im Lauf der Zeit entwickelt hat. Mit dabei sind auch wieder Admiral William T. Riker, die U.S.S. Titan, Captain Jean-Luc Picard und die U.S.S. Enterprise. Eine wichtigere Rolle übernimmt aber wieder Worf, welcher auch der Aufhänger für Teil drei ist. Er versucht den Tod vom Klon von Kahless mit Ehre zu füllen, damit auch seine Seele gerettet werden kann. Dabei gerät er, wie schon in Teil eins, wieder in Gefangenschaft. Die Hauptrolle übernimmt jedoch diesmal Cross. Welcher nicht besser als Schakal sein eigenes Schicksal mit seinen Taten besiegelt. Vielleicht wurde er einfach nur übermütig, weil seine Darstellung als Kruge so perfekt verlief. Er will auf jeden Fall so unsterblich in den Mythen anderer weiterleben, dass er dabei unvorsichtig wird. Riker muss sich indessen mit einer Versammlung herumschlagen, denn ein Handelskorridor soll eingerichtet werden. Dazu kommt es jedoch nicht und die Unbesungenen haben ihren großen Auftritt. Doch bis zum Ende des Buches bleibt die Frage offen, wie es jetzt wohl weitergehen wird. Hier hat sich der Autor eben das kleine Hintertürchen offen gelassen. Indessen erforscht man als Leser oft auch die Beweggründe der Unbesungenen. Nicht nur einmal fragt man sich, wie fanatisch man sein muss, um so blindlings in den Krieg zu ziehen. Durch die Angriffe der Klingonen, scheint nun auch die Beziehung zur Föderation in Gefahr und immer noch zu klären ist auch, wie ihre Technik funktioniert. In Summe bleibt Miller ziemlich gut am Thema und versucht durch kleine Rückblenden oder Hintergrundinformationen alles auf dem Niveau der ersten Teils zu halten. Nicht immer trifft er dabei auch die gleiche Spannungskurve, aber er findet neue serienbezogene Inhalte, welche quer durch die Star Trek Geschichte gehen. Ob Wahrheitsfabrik oder Kruge, die bekannten Bilder spinnt man sich als Leser neu zusammen und schafft dabei etwas Neues entstehen zu lassen. Das ein Trick hinter einem Trick und dann doch noch jemand anderes die eigentlichen Fäden zieht, scheint etwas sehr weit entfernt, doch wer wartet schon einfach nur so einhundert Jahre, um seine Rache zu vollenden? Fazit: Der Schakal findet sein Publikum und bleibt dem Vorgänger inhaltstreu. Neben den bekannten Figuren, werden diesmal besonders die neuen Charaktere unter die Lupe genommen. Das klingonische Reich im Herzen von Star Trek erwacht endlich wieder und Worf zieht letztendlich mehr Aufmerksamkeit auf sich. Willkommen zurück ihr wilden Krieger und Qapla'! Ich hoffe auf ein unvergessliches Finale! Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Übersetzer: Katrin Aust Taschenbuch: 505 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 01.08.2018 ISBN: 9783959816625
  20. Bevor wir mit dem eigentlichen Roman beginnen, gibt es ein kurzes Vorwort, welches uns die Geschichte hinter der Geschichte erzählt. So erfährt man, dass die Terranauten bereits in den siebziger Jahren ihren Ursprung haben und dort als Heft- und später als Buchromane erschienen sind. Wie wohl damals leider mit vielen Sci-Fi-Ausgaben, war auch bei dieser Reihe irgendwann Schluss, kann aber durch den Apex-Verlag jetzt wieder neu entdeckt werden und so habt auch ihr erneut die Chance in diese doch recht eigene Welt einzutauchen... Wir schreiben das Jahr 2499. Die Menschheit hat den Weltraum besiedelt und bereist ihn seit vielen Jahrhunderten. Dies war nur möglich, da sich im Lauf der menschlichen Entwicklung Psi-Kräfte bei einigen Personen entwickelt haben, welche mit den Misteln des Welturbaums Yggdrasil die Raumfahrt möglich machten. Ja, das klingt wirklich absonderlich und eher nach Fantasie und genau da liegt auch der springende Punkt der Geschichte, denn Robert Quint hat sich in seiner Version der Zukunft nicht darauf verlassen, dass wir Menschen es durch eigene Kraft ins All schaffen, sondern lässt auch unsere Geisteskraft mit ins All. Der Ansatz klingt dabei erstaunlich nach einer Geschichte, welche Millionen Zuschauer vor einigen Jahren im Kino begeisterte – Avatar. Doch geht der Held hier andere Wege. Wir begleiten einen jungen Treiber (Psi-Begabter) welcher sich plötzlich auf der Flucht befindet. Erst mit der Zeit erfahren wir, dass es sich um den Erben der Familie terGorden handelt, welche seit Jahren für die Misteln des Welturbaums zuständig sind. Keine Frage, dass hier Begehrlichkeiten geweckt werden, aber da gibt es noch eine andere Seite, denn die Menschen, und besonders die Treiber selbst, werden seit Jahren unterdrückt und nur die Konzerne führen ein Leben in Freiheit. Damit soll laut einer Weissagung Schluss sein, wenn der Erbe auftaucht und allen Menschen die Unabhängigkeit bringt. Doch bis es soweit ist, gibt es allerhand Abenteuer welche Dave zu meistern hat. Nicht nur der Angriff der Grauen Garde (Spezialeinheit gegen Psi-Feinde), auch die eigenen Reihen sehen endlich eine neue Zukunft. Wie es sich für einen Einstiegs-Roman gehört, endet er mit einem guten, aber halboffenen Ende. Viele Wege der Geschichte können noch begangen werden und noch sind alle Figuren im Spiel, auch wenn es fast so auszieht, dass ein besonderer Terranaut/Treiber sein Leben lassen müsste. Man spürt auch nur in wirklich kleinen Details, dass dieser Roman schon ein Oldie ist. Die Mischung aus Sci-Fi und Fantasie lässt genug Freiraum für eigene Visualisierungen. Schiffe reisen im sogenannten Weltraum II, was man wohl mit einer neuen Dimension über unsere übersetzten kann. Yggdrasil selbst bekommt auch eine Stimme, welche einem beim Lesen mächtig und allgegenwertig vorkommt. Einzig der Gegenspieler wirkt etwas stereotypisch, aber vielleicht entwickelt sich das Ganze noch, denn am Ende haben wir noch eine Kurzgeschichte von Christian Dörge, welche einen kleinen Einblick in weiteren mystischen Wege der Terranauten aufzeigt. Fazit: Allein der Name „Terranaut“ weckt schon Interesse und man wird reich belohnt. Die Reise durch Raum und Zeit, durch Fiktion und Wirklichkeit, hat schon vor so vielen Jahren begeistert und schafft es erneut sein Publikum zu finden. Neben der Heldengeschichte, gibt es interessante Kleinigkeiten über die Welt und die Geschichte der Menschheit dieser Zeit. Lässt man sich darauf ein, bekommt man ein rundum gelungenen Einstieg in die Welt der Terranauten... Matthias Göbel Autor: Robert Quint, Christian Dörge E-Book: 124 Seiten Printausgabe: 243 Seiten Verlag: Apex Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 18.09.2018 ISBN: 978-3-7438-6479-5
  21. Starke Charaktere lassen Star Wars schon immer das Herz der Fans höher schlagen und schön zu sehen, dass es endlich auch ein weiterer Nicht-Jedi geschafft hat, in diese Riege neu mit aufzusteigen. Poe Dameron hat schon in den beiden letzten Kino-Filmen gezeigt, dass er nicht mehr wegzudenken ist und daher verwundert es nicht, dass nun auch nach und nach Geschichten über ihn erzählt werden. Das Fliegerass ist Teil der berühmten Schwarzen Staffel, welche den Widerstand mehr als einen Sieg schon bescherte. Doch bevor er zurück in die geheime Basis fliegt, muss er noch eine alte Freundin besuchen, welche sich als Journalistin verdient und aktuell auf der Suche nach einer neuen Story ist. Der Kampf des Wiederstandes gegen die Erste Ordnung kommt da gerade recht. Nur haben beide nicht damit gerechnet, dass sie dabei selbst zur Zielscheibe werden. Poe schafft es dennoch und wir treffen auf General Organa. So ein Wiedersehen mit der Prinzessin bringt schon alte Erinnerungen zurück. Der Job der Schwarzen Staffel ist nun folgender, sie sollen zum einen Rohstoffe für den Wiedererstand besorgen und danach einen Verräter stellen. Im Verlauf der Geschichte treten sie dabei immer wieder in die Fallen der Ersten Ordnung, können aber durch ihr Glück immer wieder auch entkommen. Vielleicht nicht die innovativste Idee und Opfer gibt es auf beiden Seiten. Die Reporterin als Figur bringt eine neue Wendung in der Story, hat aber auch einen uncharmanten Liebreiz. Nett ist der Kurzauftritt von Captain Phasma und Agent Terex, welcher umprogrammiert der Ordnung dient. Alles wie gehabt und doch kann durch die neue Zeit auch etwas Neues geschaffen werden. Da bei den Zeichnungen in vielen Fällen auch neuste Technik zum Tragen kommt, kann man kaum etwas Negatives sagen, nur sind die Gesichter in einigen Passagen vielleicht etwas starr, was aber auch wiederum nur Geschmackssache ist. Dafür prachtvoll in Farbe gesetzt und man vermisst ein wenig mehr Innovationen bei den Raumschiffen oder Stationen. Die Konzentration auf die Schwarzen Staffel erklärt schön einige Details aus dieser Zeit, welche durch die Filme vielleicht nicht bekannt sind. Wie etwa, dass das geschlagene Imperium zwar durch die Erste Ordnung ersetzt wurde, aber sie selbst noch lange nicht die Macht des Imperiums besitzen. Es gibt also noch viel Material, welches in den nächsten Jahren umgesetzt werden kann. Fazit: Ja, in Poe Damero schlägt das Herz von Star Wars. Nicht mit der Macht, aber mit viel Geschick und einer gerechten Mission im Gepäck. Ein Pilot, welcher sich im Stil von Solo den Weg für den Widerstand bahnt und sich mit seiner Flotte der Ersten Ordnung stellt. Vielleicht nicht in alles Punkten wirklich erfindungsreich genug, um etwas ganz Eigenes zu schaffen, aber stilistisch auf aktuell neustem Stand. Matthias Göbel Autor: Charles Soule Zeichner: Angel Unzueta, Frank D´Armata, Arif Prianto, Phil Noto Softcover: 172 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 26.06.2018 ISBN: 978-3-741-600760-8
  22. einz1975

    Lifeforce - Die tödliche Bedrohung

    Eine britische Raummission zur Erforschung des Halley'schen Kometen entdeckt in seinem Schweif ein geheimnisvolles Flugobjekt. An Bord findet die Crew Leichen, zwei unbekannte Männer und eine verführerisch-schöne Frau im Tiefschlaf. Sie beginnt mit der Bergung und löst damit eine Katastrophe aus. Als das Raumschiff wieder auf der Erde landet, ist es ausgebrannt und die Besatzung bis auf Kommandant Carlsen tot. Die drei Passagiere stürzen als blutsaugende Aliens London in ein apokalyptisches Chaos. Carlsen nimmt als einziger Überlebender der Forschungsmissionden Kampf gegen die Vernichtung der Menschheit auf - und gegen Mathilda May, die den Zuschauern als erotische und furchterregende Außerirdische den Atem raubt... Bonusmaterial: Originaltrailer, Filmographie Darsteller: Steve Railsback, Peter Firth, Frank Finlay, Mathilda May, Sir Patrick Stewart Regisseur: Tobe Hooper Erscheinungstermin: 7. Oktober 2018 Produktionsjahr: 2001 Trailer:
  23. Es ist schon eine Weile her, dass die Klingonen in den letzten Romanjahren wirklich in Erscheinung getreten sind. Weder bei Destiny noch bei Deep Space Nine waren sind lautstark vertreten. Doch das soll sich jetzt mit dieser Trilogie ändern. Dabei wird besonders an die alten Fans gedacht, denn wir müssen uns zurückerinnern an die Zeiten des Films - STAR TREK III - THE SEARCH FOR SPOCK. Genau hier findet diese Geschichte ihren Ursprung. Der klingonische Commander Kruge fiel im Kampf gegen James T. Kirk auf dem Planeten Genesis in den Tod und ließ dabei sein mächtiges Erbe zurück. Doch das war noch nicht alles, denn in einen seiner Pläne, ließ er ein Dutzend Bird-of-Preys bauen, welche nach seinem Tod ebenfalls verschwunden sind. Mit dem jungen Anführer namens Korgh, verschwand das letzte Puzzleteil, welches sich jetzt einhundert Jahre später zusammenfinden. Rache ist das einzige Ziel, was in diesem Klingonen jetzt noch keimt. Im späteren Verlauf der Geschichte wird deutlicher warum welcher Klingone wie handelt, jedoch springen wir erst einmal in der Zeit voraus und landen mit Captain Jean-Luc Picard und der U.S.S. Enterprise wieder in das mittlerweile uns bekannte Jahrhundert. Die Enterprise soll eine Gruppe von Klingonen abholen, welche eine besondere Ehrung erhalten sollen. Dass es sich dabei um die Mitglieder der Familie des Kruge´s handelt, scheint erst einmal nicht zu verwundern. Doch auch Worf merkt, dass hier etwas nicht stimmt, denn die Geschichten der Familienmitglieder klingen auf dem Papier beeindruckend, sind es aber wohl in Wirklichkeit gar nicht gewesen. Immerhin erleben wir ein Wiedersehen mit dem Klon von Kahless. Als amtierender Imperator, hat er die Ehre diese Familie auszuzeichnen. Doch wird die Zeremonie durch einen Überfall unterbrochen. Worf und der Imperator werden entführt und wir machen wieder eine Zeitreise und erleben Spock und Kirk, wie sie in einem Nebel auf eine Gruppe ausgestoßener Klingonen treffen. Dies führt alles am Ende zu dem Ergebnis, welches sich immer enger schnürt und man sich fragt, warum hat Korgh mit der Rache so lange gewartet? Auf diese Frage gibt es leider noch keine ausreichenden Antworten, dafür aber allerhand neue Informationen über Klingonen und ihr Leben. Ich habe mich auch immer gefragt, ob wirklich Klingonen alle Krieger sind, aber wer baut dann z.B. die Schiffe? Ja, es gibt sie die Ingenieure und Wissenschaftler. Interessant ist auch der erneute Kampf um Ehre und was man als Nachkomme macht, wenn ein Vorfahre als Ausgestoßener das Reich der Klingonen nicht mehr betreten darf. Hier greift der Autor viele bekannte Elemente auf, welche Worf auch schon widerfahren sind. Im Grunde liest sich der erste Teil recht schnell weg, auch wenn er für meinen Geschmack des ein oder Öfteren etwas in die Länge gezogen wurde. Die einzelnen Schritte wie Korgh seine Rache geplant hat, werden dabei zwar beschrieben, sind aber nicht immer stichhaltig. So viele Jahre und Jahrzehnte, nur um eine Generation von Klingonen wachsen zu lassen, welche nicht mehr ins Reich passen und sie die klingonische Gesellschaft neu aufbauen? Sollte es so einfach sein, die amtierende Regierung zu stürzen? Der Autor hat es aber dennoch geschafft und lässt viele Spekulationen im Raum stehen und macht damit unweigerlich Appetit auf alle drei Bände. Schön zu sehen, dass die einzelnen Zeiten wunderbar ineinanderpassen und wir ein paar Abenteuer Kirk und Spock aus dieser Zeit miterleben können. Fazit: Starrköpfigkeit und der tiefe Drang zur Rache, lässt diese Trilogie mit einem gelungenen Start in den Köpfen der Leser zurück. Der modrige Moschusgeruch der Klingonen, schwellt über viele Seiten hinweg und bringt gesellschaftliche, aber auch kulturelle Eigenarten ans Tageslicht. Helden gehen, Helden kommen und immer im Hinterkopf, dass wir erst am Anfang einer Vergeltung stehen, welche vor einhundert Jahren ihren Start genommen hat. Ob Picard oder Spock, Autor John Jackson Miller kennt beide Zeiten so gut, dass man sich gern hineinliest, auch wenn einige Figuren Entscheidungen treffen, welche wohl erst später völlig klar werden. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Übersetzer: Katrin Aust Taschenbuch: 524 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 17.07.2018 ISBN: 9783959816588
  24. Ihr kennt sie sicherlich langsam - Dr. Chelli Aphra. Eine berühmte, oder wohl besser gesagt, berüchtigte Archäologin, welche auf der Suche nach seltenen Relikten immer wieder gegen das ein oder andere Gesetz verstößt. Zuletzt war sie zusammen mit Luke Skywalker unterwegs und hat nach dem Rur Kristall gesucht. Ein Artefakt, welches das Wesen eines uralten Jedi enthält. An ihrer Seite die Droiden BT-1 und Triple Zero. Ebenfalls dabei Krrsantan, welcher in den letzten Comics immer wieder mal ein Kurzauftritt bekommen hat. Aphra hat nun diesen Kristall in ihrem Besitz und möchte mit einem Verkauf reich werden. Sie lädt dazu allerhand bekannte Unterweltverbrecher ein, damit sie auch in den Genuss dieses seltenen Objektes kommen können. Unvermeidlich wird diese Versteigerung jedoch zu einem Desaster, denn es gesellt sich noch jemand hinzu, mit dem wirklich keiner gerechnet hat. Wenn man es jedoch genau bedenkt, hier ist die Rede von einem Jedi-Artefakt und wer hast zu dieser Zeit diese Ritter des Lichts mehr als jeder andere in dieser Galaxie? Die Antwort dürft ihr euch selbst geben, wobei der Comic durch diese Wendung erst richtig Fahrt aufnimmt. Ein Kampf nach dem anderen und dank der Macht jedoch etwas einseitig. Die Körper fliegen durch die Gegend und die Blaster lassen ihre Läufe glühen. Es gibt ein eher unspektakuläres Ende, aber dafür ist Doctor Aphra ihr Team erst einmal los, so dass jeder jetzt ein völlig neues Abenteuer erleben kann. Zum Schluss gibt es noch einmal eine Vorgeschichte. In dieser wird beschrieben, wie es zu dieser Versteigerung kam und welche Hürde Chelli und Krrsantan nehmen mussten. Dabei ist die Herkunft von Krrsantan gar nicht mal so uninteressant, denn das er zu vielen Teilen aus kybernetischen Komponenten besteht war kein Unfall, vielmehr sein eigener Wille. Es gibt noch einige andere kleinere Hintergrundinfos, welche aber nur wirklich echte Fans interessieren mag. Optisch gibt es gemischte Seiten. Manchmal farbenfroh und mit netten Details, dann wieder etwas einfacher und ein wenig weiter wieder alles im modernen Comicstil. Dr. Aphra schafft sich mit dieser Geschichte sicherlich nicht viele Freunde unter ihresgleichen, jedoch macht ihre Art und vielleicht auch ihre Gerissenheit Lust auf mehr. Ich denke, dass wir sie nicht das letzte Mal gesehen haben und vielleicht läuft ihr wieder ein uns altbekannter Held über den Weg. Fazit: Ohne Luke, dafür mit dunkler Überraschung! Doctor Aphra schafft es als Nebenfigur, im schier unendlichen Star Wars Universum, den Leser positiv zu überraschen. Die Geschichte selbst ist sicherlich vorhersehbar, jedoch wird ein dunkler Herrscher euch positiv überraschen. Warum die Vorgeschichte erst am Ende kommt, mag seltsam sein, jedoch passt sie herrlich und bringt interessante Details mit sich. Matthias Göbel Autor: Kieron Gillen Zeichner: Kev Walker, Marc Laming, Marc Deering, Antonio Fabela, Will Sliney, Jordan Boyd Softcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 24.07.2018 ISBN: 978-3-741-60931-2
  25. einz1975

    Andreas Brandhorst - Ewiges Leben

    Wie wäre das wohl, keine Krankheiten mehr, für immer jung und die Zeit scheint für einen scheinbar stehen zu bleiben? Die Journalistin Sophia Marchetti ist mit ihren Berichterstattungen über den Technologiekonzern Futuria vielen Kollegen immer einen Schritt voraus und auch auf der neusten Ankündigung ist sie zugegen. Doch ein Anschlag auf das genmanipulierte Feld führt Sophia zu genaueren Untersuchungen. Der legendäre Salomon Leclerq, Gründer der Firma, ist seit einigen Jahren nicht mehr zu sehen gewesen und immer wieder gibt es Stimmen, welche sich gegen Futuria stellen, denn sie versprechen seit Jahren das ewige Leben der Menschheit zu schenken, doch bisher sind sie noch nicht soweit. Besonders die Kirche, scheint mit dieser Vorstellung in keine gute Zukunft zu sehen. Neben dem Papst, welcher sich ernsthaft Sorgen macht, gibt es auch eine radikale Gruppe unter der Führung von einem Priester namens Jossul. Dieser geht die Sache viel deutlicher an. Seine Reden führen zu erwähnten Anschlag und im Verlauf der Geschichte wird noch einiges mehr an Blut fließen. Das Geheimnis der Firma Futuria ist nicht etwa nur das Versprechen des ewigen Lebens, als Leser stößt man immer wieder auf neue Rätzel und versucht sich zusammenzureimen, was das Ziel dieser Firma wirklich ist. Sophia deckt mit ihrem Kameramann so einige dunkle Machenschaften auf und da wir hier von Science Fiction sprechen, werdet ihr euch auch das ein oder andere Mal nicht in der realen Welt zurechtfinden müssen. Erstaunt war ich nur, dass die Staatsgewalt nicht schon lange eingegriffen hat. Wenn man bedenkt, um welches Thema es sich hier handelt… Der genetische Schlüssel für die Unsterblichkeit wird von Brandhorst ziemlich genau erklärt und klingt schon fast zum Greifen nah. Die Möglichkeiten der Unvergänglichkeit sind allerdings vielfältig und so lenkt uns der Autor das ein oder andermal in eine völlig neue Richtung. Ein wenig hat mich der Thriller an einen der Dan Brown Romane erinnert und wer die letzten Bücher oder Filme gesehen hat, dem wird es ähnlich gehen. Immerhin gibt es selbstfahrende Elektroautos, Überwachungsdrohnen und Künstliche Intelligenzen, welche schon heute alle auf der möglichen Agenda stehen. Der Autor versucht auch den Zwist der Kirche zu erklären und die Angst, dass der Glaube an Gott verloren gehen könnte. Denn es gibt nur ein ewiges Leben und das findet bekanntlich erst nach dem Tod statt. Das Sophia selbst an einer schlimmen Krankheit leidet und sich von Futuria behandeln lässt, möchte den ein oder anderen Bericht von ihr in der Vergangenheit beeinflusst haben, doch was sie jetzt erlebt, verändert die Welt für alle. Jossul als Bösewicht macht seinen Job ausgesprochen gut und auch er muss am Ende erkennen, wo Gott gerade wirklich ist und wen er in sein Reich lässt und wen nicht. Mächtige Firmen, welche über ihre Ziele hinausschießen, gibt es heutzutage schon, nur sind die Konsequenzen weitaus harmloser, als das was hier passiert. Dennoch würde es mich freuen, wenn eine der Erfindungen in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden würde und wir alle miterleben können, welche Zukunft uns Menschen noch bevorsteht. Fazit: Wer braucht schon einen Dan Brown, wenn man einen Andreas Brandhorst haben kann? „Ewiges Leben“ ist ein wunderbar anregender Sci-Fi-Roman, welcher euch in eine nahe Zukunft erführt und mit der Frage konfrontiert, welche Unsterblichkeit ihr wählen würdet. Gelungene Charaktere und eine immer wieder hinterfragende Hauptstory lassen nie lange Weile aufkommen. Theologisch und philosophisch greift Andreas Brandhorst diesmal ganz anders nach den Sternen und findet dabei überraschende Antworten. Matthias Göbel Autor: Andreas Brandhorst Broschur: 704 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.10.2018 ISBN: 978-3-492-06133-9
×

Nerviger Cookie Hinweis

Diese Seite verwendet Cookies um Funktionalität zu bieten und um generell zu funktionieren. Es werden technisch notwendige Cookies auf deinem Gerät gesetzt. Du kannst deine Cookie Einstellungen anpassen. Beim Fortfahren stimmst Du einer erweiterten Cookie-Nutzung zu. Datenschutzerklärung Beim Abensden von Formularen für Kontakt, Kommentare, Beiträge usw. werden die Daten dem Zweck des Formulars nach erhoben und verarbeitet.