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einz1975

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Alle erstellten Inhalte von einz1975

  1. Manchmal entscheiden ganz kleine Details wie eine Geschichte verläuft oder eben nicht mehr so verläuft, wie wir sie gekannt haben. Ihr erinnert euch sicherlich noch daran, dass Leia verkleidet als Kopfgeldjäger in Jabbas Palast eilt, um den eingefrorenen Han Solo zu befreien. Doch diesmal geht einiges schief. Nicht nur das Boba Fett mit Han Solo flieht, auch der Rest der Geschichte nimmt einen ganz andren Verlauf. Luke sollte sich mittlerweile auf dem Weg zu Yoda befinden, damit er seine Ausbildung zum Jedi-Ritter abschließen kann, doch durch all den aktuellen Schlamassel, kommt er zu spät. Indessen treiben Leia und Lando das Versteck von Boba Fett auf und schaffen es Han zu befreien. Luke muss sich jetzt als nicht voll ausgebildeter Jedi seinem Erzfeind stellen – Darth Vader. Selbst hier ist das Ende überraschender als ihr es euch vorstellen könnt. Allerdings muss sich gestehen, dass die Geschichte etwas holpriger daherkommt und vielleicht ist das auch der Grund, warum noch als Bonus „Tag und Bink – Die dunkle Rache der Klon-Bedrohung“ mit beigelegt wurde. Hier haben wir wieder diese beiden Ausnahme-Charaktere, welche dank ihres Glücks durch verschiedene Comics schon gestolpert sind und immer wieder hautnah am Hauptgeschehen beteiligt waren. Aktuell befinden sie sich im Tempel der Jedi und auch als Padawane leisten sie nicht immer sonderlich gute Arbeit. Im Gegenteil, ihnen kommt ein Sternensystem abhanden… ja, hier sollten Fans auch wieder Erinnerungen an Anakin und Obi Wan haben. Mit netten kleinen verstecken Zeichnungen aus anderen Universen oder der Popkultur, erleben sie wieder ein passend witziges Abenteuer. Nicht zwingen für den Erwachsenden, denn das ist schon im Zeichenstil zu erkennen. Die Geschichte zuvor glänzt schon eher mit manch netten Details, hat aber auch ein paar Schnitzer dabei. Fazit: Die Unendlichkeit des Möglichen, bringt euch eine ganz andere Version, wie Luke und sein Vater in die Zukunft schauen. Vielleicht eine bessere Variante, allerdings nicht so heldenhaft und düster erzählt wie das Original. Tag und Bink als Bonus bringen noch etwas Witz für Zwischendurch, so dass man eben nur Fan sein muss und der Comic gefällt, ansonsten schenkt er euch eine Person in weiß, welche nie dunkler in Star Wars war. Matthias Göbel Autor: Adam Gallardo, Kevin Rubio Zeichner: Ryan Benjamin, Lucas Marangon, Saleem Crawford, Joel Benjamin Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 23.11.2018
  2. einz1975

    John Scalzi - Frontal

    Auf geht’s in die nächste Runde. John Scalzi gilt nach seinen Romanen „Krieg der Klone“ und „Kollaps“ als aktueller Star in der Sci-Fi--Autoren-Szene. Diesmal nimmt er sich jedoch einem ganz anderen Thema an. „Frontal“ beginnt mit dem Besuch bei einem Sportevent. In einer entfernten Zukunft verbringen die Menschen zum Teil ihre Freizeit damit, dass sie sich anschauen, wie menschenähnliche Roboter, gesteuert von Menschen, sich gegenseitig versuchen den Kopf abzuschlagen, um damit ein Tor zu erzielen. Schon hier kann man bemerken, dass es ähnliche zukünftige Spielideen schon gab, nur muss man wissen, dass die Menschen, die diese Roboter steuern, einer Krankheit unterlegen sind. Sie liegen in einer Art Koma, können aber durch die Verbindung mit einer virtuellen Welt kommunizieren und sich in den Robotern frei in unserer Realität bewegen. Genau hier wird man sich ebenfalls an „Surrogates - Mein zweites Ich“ erinnern, in dem es ähnlich lief, nur das hier eben keine „normalen“ Menschen den Zugang zu diesen Robotern haben – Noch nicht. Kommen wir zurück zu dem Spiel. Hier besucht FBI-Agent Chris Shane, ebenfalls ein Roboter, dieses Spiel, als plötzlich ein Spieler nach mehrmaligem Kopf ab, tödlich zusammenbricht. Die Frage ist jetzt, war es ein Unfall oder Mord? Chris beginnt mit seiner Partnerin Leslie Vann, eine normale menschliche Frau, mit den Untersuchungen. Dabei hat sich Scalzi ein ausgehecktes Motiv ausgedacht, welches wirklich erst zum Ende des Romans aufgedeckt wird, davor werden wir als Leser und auch unsere beiden Agenten, immer wieder auf die falsche Spur gelockt. Wo es einmal danach aussieht, dass es wirklich nur ein Unfall war, fragt man sich später, ob es vielleicht doch die Rache einer Ehefrau ist oder steckten vielleicht die Funktionäre der Liga des Spiel Hilketa dahinter? Besonders auf den letzten Seiten versucht der Autor sehr nahtlos durch die gesammelten kleine Puzzleteile das Komplott aufzudecken. Ohne großartig in Action zu versinken, lässt er eher gute alte Polizeiarbeit walten und da geht es von Befragungen bis hin zu Tatrotanalyse und Informationsrecherche. Doch allein damit landen wir nicht zwingend in der Zukunft. Um das Verständnis für diese Zeit zu bekommen, erklärt er viele Einzelheiten, wie etwa das Leben eines Menschen mit dieser Krankheit abläuft, wie er sich in diesen Robotern fühlt oder wie er sich in der realen und in der virtuellen Welt zurechtfinden muss. Dennoch entstanden bei mir viele Fragen, welche nicht beantwortet wurden. Ist man als Roboter nicht doch stärker und schneller als „normale Menschen“? Warum nutzen die anderen nicht auch diese Technik? Warum gibt es noch Auto, wenn man sich egal wo einen „Threep“ mieten kann und von der einen zur anderen Sekunde, von der einen, zur nächsten Stadt reisen kann? Sicherlich kommen noch mehr Fragen auf, wie etwa die Frage nach dem Spiel und warum es trotz Zukunft so alt-backend erscheint? Egal in welche der Fragen man sich einreihen möchte, der Krimi dahinter ist dennoch mit schönen Umwegen bis zum Ende hin durchdacht. Die Zukunft möchte schon anders aussehen als das was wir jetzt vor unseren Augen haben und ich bin froh, dass es auch da immer noch Gesetzeshüter gibt, welche einen Mord nicht einfach hinnehmen, sondern den wahren Grund bis zum Ende hin untersuchen. Fazit: Sport frei und Kopf ab! John Scalzi hat sich in seinem Sci-Fi-Thriller mit dem Entertainment der Zukunft auseinandergesetzt. Er schenkt den Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten neue Wege und nimmt als Rahmen seiner Handlung einen Mord als Grundlage. Obwohl nicht alle Fragen dem Leser beantwortet werden, zieht der Krimi sich gnadenlos ohne große Action, aber mit vielen Opfern durch. Vielleicht nicht der stärkste Scalzi, dafür mit netten Charakteren und einer, zwar nicht ganz Neuen, aber dennoch interessanten Zukunft. Matthias Göbel Autor: John Scalzi Broschur: 368 Seiten Verlag: Fischer Tor Verlag Erscheinungsdatum: 24.10.2018 ISBN: 9783596299799
  3. Was passierte mit unseren Rebellen wohl zwischen vier und fünf? Es gibt unzählige Geschichten und einige davon bekommt ihr hier zu sehen. In der ersten Story müssen Luke und Leia auf einem Planeten nach einer geheimen Mission notlanden. Für beide auch mal eine kleine Auszeit, doch diese nutzen sie nicht etwa um sich auszuruhen, vielmehr lernen sie ein fremdes Wasservolk kennen und treten zu zweit gegen eine halbe Sturmtruppenarmee an. Danach bekommt es Lando Calrissian mit einer Meisterin in Sachen „Kaufen und Verkaufen“ zu tun. Er soll sie eigentlich nur begleiten, doch dass er dabei in höchster Gefahr schwebt, bekommt er nach und nach mit jedem einzelnen Coup von Sana mit. Han und Chewie dürfen ebenfalls wieder als Schmuggler arbeiten und bekommen dabei enge Gesellschaft mit einem Hutt. Nicht ganz verwunderlich, schließlich hatte er ja schon einmal recht nah das Vergnügen. Doch warum soll unbedingt Solo diese Mission durchführen? R2-D2 präsentiert sich in seiner Story auch von seiner kämpferischen Seite und man erinnert sich an manch Kampf, den er allein oder mit seinem alten Freund C-3PO bestritten hat. Es folgt noch eine Geschichte aus der Sicht eines treu ergebenen Sturmtruppler, ein kurzer Einblick in das Leben eines Tusken-Räubers und zum Ende hin dürfen Han und Leia noch zusammen eine Mission überleben. Egal welcher der Charaktere sich gerade mit dem Imperium herumschlägt, alle sehen gut getuscht und gezeichnet aus. Die letzte Story etwas weniger mit Details, aber manchmal reichen auch die passenden Umrisse. Optisch also ganz nett und auch inhaltlich machen die Protagonisten nicht viel falsch. Irgendwie schade, dass es nicht ein wenig zusammenhängender geworden ist und auch der Verlauf geht bei einigen der Story zu schnell vorbei. Doch dafür kann man diesmal nicht nur den Verlauf des Krieges von der Rebellenseite, sondern auch hautnah aus der Sicht des Imperiums miterleben. Fazit: In Summe erzählen die Geschichten vielleicht nicht wirklich etwas Neues oder bringen einen sich lange danach noch einmal Gedanken darüber zu machen was geschehen ist, aber die Lebensfreude der alten Charaktere und insbesondere Han Solo und R2-D2, bringen den eigentlichen Charme des Comics. Als deutsche Erstveröffentlichung enthält der Band viele Geschichten, welche bis dato nur in Heftform erschienen sind und damit vielleicht dem ein oder anderen in seiner Sammlung fehlen. Matthias Göbel Autor: Jason Aaron, Dash Aaron, Jason Latour Zeichner: Salvador Larroca, Edgar Delgado, Andrea Sorrentino, Lee Loughridge, Michael Walsch Übersetzer: Michael Nagula, Justin Aardvark Hardcover: 160 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 23.10.2018 ISBN: 9783741607608
  4. einz1975

    Devolution

    Da präsentiert uns Rick Remender mal eine richtig düstere Zukunft. Der ursprüngliche Grund, warum all dies geschieht, ist eigentlich gar nicht mal so weit hergeholt. Die Menschen streiten und töten sich seit Jahrhunderten aufgrund ihres Glaubens. Schaut man heutzutage in die Zeitungen, gibt es kein Tag, an dem nicht irgendwo in der Welt, irgendein Anschlag im Namen eines Gottes begannen wird. Selbst in der Vergangenheit wurden Kriege geführt oder Menschen aufgrund ihres Glaubens hingerichtet. Findige Wissenschaftler wollten aus diesem Grund diesen Glauben aus dem Genpool der Menschen treiben. DVO-8 war das Ergebnis und leider ein verehrendes, wie sich am Ende herausstellen sollte. Es führte definitiv dazu, dass keiner mehr an einen Gott glaubte, denn alles Leben degenerierte sich zurück und wir befinden uns in einer grauen Vorzeit, als das Leben auf der Erde erst erwachte. Neben Neandertaler, Riesenspinnen oder Mammuts, gibt es nur noch wenige kleine Camps des Homo Sapiens. In einem dieser Camps herrscht Gil, ein riesiger, fieser Nazityp, dessen Lebensaufgabe Gewalt und Fortpflanzung ist. Unsere Hauptprotagonistin Raja, gerät nun in seine Finger und eine Flucht wird schwer. Allein wird sie es nicht schaffen nach San Francisco zu kommen, wo ein Wissenschaftler ein Gegenmittel entwickelt hatte, es aber nicht mehr rechtzeitig freisetzten konnte – Ihr Vater. Im Lauf der Geschichte erfahren wir noch einige Details mehr und treffen dabei auf einige urtümliche Viecher. Gil als Gegenspieler schenkt dem Comic den herrlich dreckigen und ekelhaften Bodensatz, den die Menschheit übrig gelassen hat. Rajas Flucht auf der Suche nach dem Gegenmittel, lässt viele Opfer folgen. Mehr als ein Kopf wird gespalten, Blut verteilt sich seitenweise über den Comic und Gliedmaßen fliegen im hohen Bogen durch die Reste unserer Zivilisation. Jonathan Wayshak hat dank seines außergewöhnlichen Zeichentalents die Szenerie sehr passend eingefangen. Er rückt die fiesen Fratzen und lüsternen Leiber der Zukunft ins rechte Licht und vergisst dabei nicht den Inhalt zu transportieren. Schön zu sehen, dass es auch noch ohne Computer gelingt, Zeichnungen in Comicform zu bringen und am Ende erfährt man auch noch einmal, wie einzelne Passagen entstanden sind oder wie die Charaktere entwickelt wurden. Fazit: Heftig, dreckig, düster und ein entzückender Schlag in die Fresse unserer aktuellen Gesellschaft. Neben dem eigentlichen Problem der Vergötterung, geht es auch auf die Verschwendungssucht und dem „Scheiß-Egal-Gefühl“ nach und findet dabei die passende Antwort. Egal was wir machen, wir Menschen haben es eben doch selbst in der Hand wie wir untergehen. Wer mal kein Hochglanz mag, sondern auch mal in der Asche der Zukunft wühlen will, findet hier ein passend abgefahrenen Comic-Band für Erwachsene. Matthias Göbel Autor: Rick Remender Zeichner: Jonathan Wayshak, Jordan Boyd, Jae Lee Übersetzer: Bernd Kronsbein Hardcover: 160 Seiten Verlag: Splitter Verlag Erscheinungsdatum: 01.08.2017 ISBN: 9783958391390
  5. Willkommen zu den Ereignissen, knapp zehn Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. In der Version des Crimson Empires hat ebenfalls Leia Organa Solo die Führung der neuen Republik übernommen. An ihrer Seite ihr Ehemann Han Solo und ihre drei Kinder. Wie man sieht, geht es auch hier immer wieder darum, dass die alten Helden nicht ganz von der Bildfläche verschwunden sind. Luke Skywalker fehlt genauso wenig und da fragt man sich schon, was diesen Comic so anders macht? Im Endeffekt ist es Kir Kanos, der letzte Vertreter der Imperialen Ehrengarde des Imperators Palpatine. In den beiden vorangegangenen Geschichten, schwor er Rache und setzte diese auch in die Tat um. In all der Zeit hat er jedoch so viel Tod und Leid gesehen, dass er wohl langsam einen anderen Weg zu suchen scheint. Er wird dennoch als Symbolfigur gern gesehen und das angeschlagene Imperium versucht immer noch, Ordnung in den eigenen Reihen zu finden. Ein Drahtzieher ist unter anderem Ennix Devian. Ein ebenfalls ehemaliger Auftragskiller des Imperators Palpatine. Seine Methoden sind jedoch derart brutal und rücksichtslos, dass selbst ein Darth Vader staunen würde. Devian versucht nun mit seinem Plan an die Macht zu gelangen und egal wie viele Opfer es dabei geben wird, er will an die Spitze des Imperiums. Der Kampf Kir Kanos mit seiner eigenen Vergangenheit und der aktuellen Zukunft des Imperiums ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Ob er seine Rache wirklich vollendet oder einen anderen Weg gehen wird, erfahrt ihr genau hier. Übrigens, ein interessanter Nebenfakt: Wer die ersten beiden Teile von Crimson Empire damals Anfang der neunziger Jahre gelesen hat, musste sage und schreibe zwölf Jahre auf das Ende der Geschichte warten. Paul Gulacy nahm sich bei den Zeichnungen sehr viel Zeit, als es um die rote Rüstung der Ehrengarde ging und Michael Bartolo brachte die Farben dazu perfekt in Einklang. Ansonsten sind die Gesichter hin und wieder etwas starr, doch dafür stimmen Raumschiffe und Umgebungen. Fazit: Ein langersehntes Wiedersehen, mit einem offenen Ende. Crimson Empire schlug damals schon mit einigen Ideen recht gute Wellen, doch die lange Wartezeit auf eine Fortsetzung, tat der Geschichte nicht an jeder Stelle gut. Viele Passagen passen nicht ganz zu den vorangegangenen Ausgaben, dennoch ist der Verlauf schlüssig und nachvollziehbar. Als Abschluss nicht für jeden zu erkennen, dennoch gut in Szene gesetzt und zeigt deutlich, wie zerrissen das Imperium, auch nach so vielen Jahren nach Palpatines Tod noch ist. Matthias Göbel Autor: Mike Richardson, Randy Stradley Zeichner: Paul Gulacy, Michael Bartolo Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 26.10.2018 ISBN: 9783741609084
  6. Alles begann mit einer seltsamen Sphäre, welche durch das Universum reiste. In all den Jahrhunderten sammelte sie dabei viele verschiedene Spezies ein und flog stets weiter. Ein klares Ziel war nicht zu erkennen und doch irgendwann kam sie an. Währenddessen ist viel innerhalb der Sphäre passiert, denn die unterschiedlichen Wesen mussten ihr Leben zusammen neu organisieren. Der Polizeikreuzers Scythe war nur auf der Suche nach einem unheimlich schlauen Verbrecher und gelangte in die Sphäre und dabei verändert diese Crew alles. Dirk van den Boom schrieb den ersten Teil der Trilogie eher klassisch, so dass man sich in einer schönen interessanten Sci-Fi-Welt wiederfand. In Teil zwei ging er einen ähnlichen Weg, wobei hier schon Anzeichen erkennbar waren, dass es mehr als nur fantastisch wird. Vielmehr lässt der Autor in Teil drei fast ausschließlich die Fantasie sprechen. Die Rede ist irgendwann von Paralleluniversen, Zeitreisen und nicht realen Welten. Er versucht mit Gleichnissen und Dialogen die Geschehnisse für den Leser vorstellbar zu machen, was aufgrund des Themas doch recht gut funktioniert. Er bezieht dabei wieder alle Figuren mit ein und verhilft so dem aktuellen Universum zu einem Neustart. Anfänglich steuert er noch durch vier Einzelgeschichten und man muss sich immer wieder neu darauf einstellen. Doch nach und nach kommen sich alle Protagonisten näher und der Sonnenkönig wird der Endschauplatz. Zeitweise haben mich einige Dialoge oder auch Vorkommnisse an Q aus Star Trek erinnert. Die Entdeckungen aus dem zweiten Teil werden nahtlos fortgeführt. Nachdem Ellisi so zaghaft ihr Leben entdeckt hat und Jordan ihr stets zur Seite stand, so unfassbar weitsichtig löst sie ein Problem, welches schon so viele Male aufgetreten ist. Der Verbrecher Gracen und seine Gegenspielerin, die Polizistin Apostol, finden auch eine erschreckende Gemeinsamkeit, allerdings wird für einen der beiden das Ende anders ausfallen, als man es anfänglich dachte. Im Grunde schließt van den Boom die Trilogie mit diesem Roman wirklich grenzenlos ab. Er hinterlässt uns eine Welt, in der Möglichkeiten für jeden wieder neu geboren werden. Zwischendurch analysiert er einige Komponenten des Lebens wie: Liebe, Eltern, Pubertät, Hass, Angst, Nazismus oder auch das Leben selbst. Nichts im Universum ist vielleicht wirklich so, wie wir es aktuell wahrnehmen. Der Endkampf beweist übrigens auch, dass der Autor es sich nicht hat nehmen lassen ein wenig Action mit hineinzubringen, dennoch will er es nicht nur darauf beruhen lassen. Die Gedanken des Lesers sollen durch die Bilder, die in seinem Kopf entstehen, erst wirklich zeigen, wie unglaublich diese Welt ist, welche er in seinem Buch geschaffen hat. Fazit: Genie und Wahnsinn treffen auf Fantasie und Science-Fiction. Dirk van den Boom bringt euch an den Rand eurer Vorstellungskraft und schließt seine Scythe-Trilogie mit einem ordentlichen Gedankenfeuerwerk ab. Die Größe des Alls, die unendlichen Weiten und die unmöglichen Möglichkeiten, alles trifft hier auf eine kleine Gruppe von Lebewesen, welche das Universum endgültig für sich zurechtrücken. Ich bin überrascht und fasziniert zugleich... Matthias Göbel Autor: Dirk van den Boom Taschenbuch: 426 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 04.03.2019 ISBN: 9783959815314
  7. Im ersten Teil lernten wir bereits die doppelte Kathryn Janeway kennen. Wie durch ein Wunder, wurde auf einem Planeten eine absolut identische Version der Kathryn entdeckt, welche als Admiral aktuell die Flotte um die Voyager befehligt. Diese andere Version, befindet sich aber auf einem Planeten, auf dem sich seit vielen hundert Jahren die Rilnar und die Zahl bekämpfen. Der Krieg ist schon lange im Gange, so dass keiner mehr weiß, warum er eigentlich angefangen hat, aber aufhören will auch keiner. Nach Voyager-Manier wird erst einmal im Wespennest herumgestochert, was unwiderruflich weiteren Stress heraufbeschwört. Selbst als Tuvok eintrifft und mit der anderen Janeway redet, lenkt sie nicht ein und will aus „privaten Gründen“, um den Sieg gegen die Zahl kämpfen. Die Flotte teilt sich wieder auf und ermittelt eine uns bereits bekannte Rasse – Die Krenim. Es ist die Rasse, welche sich mit dem Fluss der Zeit beschäftigt und immer wieder Veränderungen daran vornimmt, bis es ihnen passt. Vielleicht haben sie hier mehr damit zu tun, als es anfänglich den Schein hatte? Denn die zweite Kathryn berichtet von einem Mann an ihrer Seite und dieser sei wohl gefangen genommen worden. Ungeachtet der Obersten Direktive, stürzt sich zum wiederholten male ein Außenteam auf den Planeten. Sie haben seltsame Anzeichen gefunden, welche für temporale Aktivitäten gehalten werden und erinnert man sich an die Krenim, kommen im Leser schon Vermutungen auf. Hier schließt sich zumindest der Kreis und der Krieg erfährt ein Geheimnis über den Nachschub der Truppen der Zahl. Kirsten Beyer geht noch ein Schritt weiter und wir haben wieder einige kleine Zeitreiseerlebnisse zu erlesen, welche die Lösung für das Gesamtproblem mitbringen. Sicherlich bleibt selbst Kathryn Janeway von all den Ereignissen nicht verschont. Ihr Leben zu sehen, wie es auch hätte anders kommen können und das Verhalten ihrer Vertrauten, macht ihr am Ende ordentlich zu schaffen. An einigen Stellen fragt man sich allerdings wieder, warum die Crew dermaßen die Obersten Direktive verletzt und das obwohl sogar ein Admiral an Bord ist? Sollte Kathryn Janeway nicht endlich gelernt haben, dass man manchmal einfach weiterziehen sollte und sich nicht ständig einzumischen hat? Und wären auch alle die Toten auf dem Planeten nicht zu vermeiden gewesen? Etwas später im Roman gibt es eine kleine Überraschung, obwohl man diese fast mit einem Augenzwinkern sich hätte denken können und es klingt auch fast danach, als das wir von dieser Geschichte aus, vielleicht noch etwas Größeres zu erwarten haben. Tuvok beleuchtet die Autoren erneut sehr genau und gerade er als Vulkanier, scheint diesmal mehr Mitgefühl als manch anderer mitzubringen. Kleine Nebenschauplätze wie Harry und seine Freundin oder Icheb und seine Erkenntnis über die Protokolle der Sternenflotte, bringen uns wieder schön an die Mannschaft heran. Fazit: Kathryn Janeway ist eine Heldin, Anführerin, Beschützerin und mehr Mutter als sie sich manchmal eingestehen möchte. Wenn man auf ihr Leben zurückschaut, wurde ihre Vergangenheit so viel von anderen beeinflusst und unabhängig davon, wie viel sie Einfluss auf andere Lebewesen hatte, ihr Wille zu überleben, war stehts Kern der Handlung. Kirsten Beyer lässt die kämpferische Janeway auf eine nachdenkliche treffen, was inhaltlich zu kleinen Fragen führt, aber Voyager-Fans sehr gut bedient. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Übersetzer: René Ulmer Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 04.03.2019 ISBN: 9783959816922
  8. einz1975

    Vonda N. McIntyre verstorben

    Vonda N. McIntyre studierte Biologie bevor sie 1970 am Clarion Science-Fiction Writers’ Workshop für angehende Science-Fiction-Schriftsteller teilnahm. Kurze Zeit später wurde ihre erste Kurzgeschichte (Breaking Point) veröffentlicht. Ihre Erzählung "Of Mist, and Grass and Sand" erhielt sie bereits 1973 ihren ersten Nebula Award. Ausgehend von dieser Story, schrieb sie 1978 daraus die erweiterte Geschichte und veröffentlichte ihren erfolgreichsten Roman "Dreamsnake". Sie erhielt den Nebula Award, den Hugo Award und den Locus Award. Das Buch wurde in insgesamt 13 Sprachen veröffentlicht. Sie schrieb auch allerhand Geschichten für Star-Trek und Star-Wars. Star Trek - Der Entropie-Effekt (1983 - Heyne Verlag) und Enterprise: Die erste Mission (1997 - Heyne Verlag) - Star Wars - Star Wars: Der Kristallstern (1996 - Heyne Verlag). Vonda N. McIntyre wurde Anfang 2019 Bauchspeicheldüsenkrebs diagnostiziert, worauf sie kurze Zeit später im Kreis ihrer Freunde verstarb.
  9. Die Frage nach dem „Was wäre wenn“ beschäftigt sicherlich jeden irgendwann einmal in seinem Leben. Das Star Wars - Imperium schlägt zurück schrieb Geschichte und ist in seiner Story den Fans so bekannt, wie der eigene Vorname. Luke befindet sich auf dem Eisplaneten Hoth und macht sich auf, den Absturz eines Meteoriten zu untersuchen. Dann wird er angegriffen und landet kopfüber in einer Eishöhle. Leia spürt das etwas nicht stimmt und Han rückt aus, um nach ihm zu suchen. Bis hier hin klingt die Geschichte absolut vertraut, doch in diesem Comic, verläuft die Rettung von Luke etwas anders. Er schafft es nicht und seine letzten Worte: „Du musst nach Dagobah fliegen“, ermutigen Han Solo dazu, dass er zum Jedi ausgebildet werden soll. Ja wir treffen auch auf Yoda und natürlich darf auch der Vater der beiden nicht fehlen – Darth Vader. Die Geschichte wird schon ordentlich durcheinandergebracht und bevor ich zu viel verrate, halte ich mich vom Inhalt erst einmal fern. Die Schauplätze sind hingegen alle bekannt – Die Wolkenstadt von Lando oder die tiefen Dschungel von Dagobah. Jedi und Sith begegnen sich hier und Gut gegen Böse tritt an. Auf der einen Seite schon interessant zu sehen, wie hier alles einen anderen Lauf nimmt, aber auf der anderen auch nicht ganz so flüssig wie im Original. Schön fand ich noch Vader, wie er sich mit seiner Menschlichkeit auseinandersetzen muss und sich seinen alten Meistern stellen darf. Dennoch ist das Original eben das Original. Als Bonus schenkt euch Panini noch die Geschichte „Star Wars: The Return of Tag & Bink: Special Edition“. Hier sind die beiden beliebten Comic-Helden Tag und Bink erneut in Schwierigkeiten. Sie bewegen sich aktuell in der Zeit der „Rückkehr der Jedi-Ritter“ und da verwundert es nicht, dass wir Boba Fett, den Imperator und auch Darth Vader wiedersehen. Selbst der berühmten Endszene wohnen diese beiden bei und haben mit ihrem Glück immer die Chance mit heiler Haut davonzukommen. Wer sie bis dato mochte, wird auch in dieser Episode einen Spaß finden, allen anderen ist es vielleicht ein wenig zu albern. Immerhin haben die Zeichner den Mut bewiesen einen anderen bekannten „Boy“ aus dem All, in einen der Bilder zu verstecken. Fazit: Alles Neu und doch bekannt, denn dieser Comic würfelt die euch bekannte Geschichte durcheinander und präsentiert euch eine Zukunft, in der nicht Luke Skywalker zum Jedi ausgebildet wurde. Leia steht im Focus und Han Solo darf seine eigene Zukunft schmieden. Mit viel Witz gibt es noch das Tag & Bink Spezial, welches den Comic-Band abschließt und nicht einmal Fragen offenlässt. Wer schon immer wissen wollte, wie die Geschichte auch hätte anders laufen können, der findet hier seine Antworten... Matthias Göbel Autor: Dave Land, Kevin Rubio Zeichner: Christian Dalla Vecchia, Davide Fabbri, Lucas Marangon; Dan Jackson, Christian Dalla Vecchia Übersetzer: Michael Nagula Softcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 12.10.2018 ISBN: 9783741609077
  10. Shannon Moss ist Spezialagentin und Sonderermittlerin des NCIS, wobei das im Endeffekt nur eine Tarnung ist, denn obwohl diese Behörde auf der Erde wirklich existiert und hier echte Fälle untersucht, geht es viel mehr um die Untersuchung der Zukunft. Dabei muss man folgendes wissen, irgendwann erfand jemand den B-L-Antrieb, welcher Reisen durchs All und durch die Zeit ermöglicht. Mit jedem Flug wurde die Technik verbessert, denn man brachte neue Pläne aus der Zukunft mit. Dennoch gibt es immer nur einen Startpunkt, so dass Reisen in die Vergangenheit nicht möglich sind, nur zurück zu dem Tag, an dem man gestartet ist. Shannon ist wie gesagt eine Agentin, welche im Prolog auch gleich die Tiefe der Zeit und somit die Zukunft erlebt. Unwirklich, erschreckend und kurz vor dem Tod, schafft sie es dennoch und landet wieder im Jahr 1997. Dieses Jahr wird auch Dreh und Angelpunkt der Geschichte. Sie ermittelt in einem Mordfall. Die Familie eines Ex-Navy-SEALs wird auf brutale Weise getötet und alles deutet auf den Soldaten hin. Eine Tochter von ihm gilt als vermisst, doch findet sich keine Spur von ihr. Moss reist in die Zukunft, um zu schauen, was aus ihr geworden ist. Die Ermittlungen gehen dabei immer tiefer in die eigene Vergangenheit, denn sie verlor damals ihre beste Freundin und im gleichen Haus jetzt dieser Mord… ist das ein Zufall? Obwohl man als Leser sie immer wieder aus der Ich-Perspektive verfolgt, steht man dennoch nur daneben. Bei jeder Reise in die Zukunft erlebt sie nur eine der Möglichkeiten, die passieren können, dabei ist nie gewiss, dass es, wenn sie zurückkommt, auch so sein wird. Doch die Indizien führen sie so irgendwann zu dem wirklichen Mörder und sogar ans Ende unserer Existenz. Denn in ferner Zukunft wird die Erde von dem sogenannten Terminus vernichtet. Kleine Nanopartikel dringen in die Menschen ein, die sich dann selbst oder gegenseitig töten und die Erde wird wie von einem weißen Loch verschluckt. Es ist sicherlich schwer zu beschreiben und auch der Autor gibt sich größte Mühe, den Leser bei Laune zu halten. Anschaulich beschreibt er kleinste Details und sei es nur das Massieren von Shannons fehlenden Bein. Zeitreisen faszinieren nicht nur, sondern sie regen auch immer selbst zum Nachdenken an. Unsere Agentin erklärt auch immer wieder, wie man sich als Person fühlt, die in eine Zeit reist, welche, wenn sie zurück ist, nicht mehr existieren wird. Wie würde man darüber denken, wenn man weiß, dass dies alles nicht aus der eigenen Realität stammt? Welche Änderungen kann man vornehmen, dass ein Ereignis in der einen Zukunft beeinflusst wird? Spannende Fragen, mit der uns Sweterlitsch ordentlich auf Trapp hält und auch die Aktion kommt nicht zu kurz, denn Shannon darf sich mehr als einmal ein paar wirklich finsteren Gegnern stellen. Die Passage mit der Landung auf dem Planeten… mehr verrate ist nicht, sie war einfach faszinierend abscheulich… Fazit: Das Ende der Zeit, hat schon lange nicht mehr eine so umfangreich erstaunliche Geschichte geschrieben bekommen. Die Reise durch die Zeit klingt logisch, der Verlauf der Story ist nahtlos und all die Personen, in ihren unterschiedlichen Realitäten, lassen dem Leser die Gedanken kreisen. Shannon Moss als Hauptfigur funktioniert wunderbar und selbst wenn KI´s und utopische Raumschiffantriebe wie weit entfernte Zukunft klingen, lässt der Autor uns in unserer Zeit. Ein spannender Roman, wo aus einem Mordfall die Rettung der Menschheit erwächst. Matthias Göbel Autor: Thomas Carl Sweterlitsch Übersetzer: Friedrich Mader Paperback: 480 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.2019 ISBN: 9783453316492
  11. In den Zeiten des Krieges, gibt es immer wieder Missionen, welche von ganz besonderen Personen erledigt werden müssen. Wir schreiben die Zeit zum Anfang der Klonkriege. Jedi-Meister/General Mace Windu bekommt von dem Rat der Jedi den Auftrag, auf einen Dschungelplaneten zu fliegen. Dort haben sich Truppen der Separatisten eingenistet und keiner weiß den Grund. Windu hat sein Team auch schon zusammengestellt und es gesellen sich hinzu: Kit Fisto, Prosset Dibs und Rissa Mano. Alle, bis auf Rissa, erfahrene Jedi, welche nun an der Seite von Mace Windu in die Mission starten. Anfänglich wissen sie noch nicht genau, was hier gespielt wird. Ein paar Droiden werden schnell zur Strecke gebracht und da haben wir auch den typischen Witz dieser Roboter, welchen man auch schon aus der Serie „Star Wars – Clone Wars“ kennt. Die Jedi finden schließlich doch das Geheimnis des Planeten, doch wird es nicht leicht die Bevölkerung zu schützen, denn ein Söldner-Killer-Droide führt die Armee an und er scheint den Jedi gewachsen zu sein. Sicherlich kein Sith, aber kampferfahren und ernst zu nehmen. In dem Comic geht es aber um mehr als die Rettung der Lebewesen, vielmehr stellt einer der Jedi die Frage, ob er auf der richtigen Seite steht. Wären auch so viele Leben gestorben, wenn er nicht hier gewesen wäre? Sind die Jedi nicht besser als die, gegen die sie kämpfen? Um Mace Windu besser verstehen zu können, gibt es noch eine kleine Anekdote aus seinem Leben als Padawan. Hier lernt er welcher der bessere Weg ist, wenn Gefühle einen zu schnell das Schwert ziehen lassen. Optisch kommt ihr hier ordentlich auf eure Kosten. Besonders der Endkampf kann mit buntgemischten Seiten aufwarten. Es ist egal welches Lichtschwert die Umgebung erhellt, ob es das Lila von Mace Windu oder das Grün von Kit Fisto, gekonnt bringen sie die Macht zum Einsatz und lassen dem Leser gern eine Weile auf die Bilder schauen. Interessant fand ich noch die Cover-Galerie, denn die Hardcover-Version hat definitiv das bessere Motiv von Jesús Saiz abbekommen. Fazit: Bevor der Krieg gegen die Klone seinen Lauf nimmt, erleben wir Jedi-Meister Mace Windu auf einen seiner geheimen Missionen. Mit moralischen Fragen im Gepäck und einer gut gezeichneten und bunten Farbwahl, macht der Comic genau das was er soll – Er unterhält. Die Droiden sind manchmal etwas überflüssig mit ihrem Witz, aber dafür bringen die Jedi und auch der Söldner-Droide den Erst der Lage zurück. Wer mehr über Mace Windu, sein Handeln und Denken erfahren will, der findet hier einige gute Antworten. Matthias Göbel Autor: Matt Owen Zeichner: Denys Cowan, Edgar Salazar, Roberto Poggi, Scott Hanna, Jesús Saiz, Guru-eFX Übersetzer: Dennis Dusella Softcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 28.08.2018 ISBN: 9783741609329
  12. Wer die Geschichte um den Muur Talisman verfolgt hat, der wird ähnlich wie ich gedacht haben, dass die Story um Cade Skywalker nun endlich auch ein Ende gefunden hat, aber dem ist nicht so. Cade konnte in einem Kampf Darth Krayt besiegen, wobei erst Darth Wyyrlok im endgültig das Leben nahm. Jetzt muss Wyyrlok die Tarnung aufrechterhalten, denn der Machtkampf, welcher jetzt in den Reihen der Sith stattfinden würde, wäre das Ende des Imperiums. Doch zunächst erleben wir die Vernichtung der Mon Calamari. Durch den Verrat an die Sith, soll ihr Volk ausgelöscht werden, doch ein imperialer Ritter Namens Sinde unterstützt sie im Kampf. Der gefallene Imperator Roan Fel möchte zwar das er zurückkehrt, aber Sinde kann den Völkermord einfach nicht mit ansehen. Im eindrucksvollen Finale gegen den Meeresleviathan der Sith, bekommt ihr optisch noch einmal schönste Comickunst. Danach geht es mit Cade Skywalker weiter, welcher seine verletzte Freundin Azlyn Rae retten will. Dazu begibt er sich in die Hände zweier bekannter Heiler, welche schon damals Darth Vader retten konnten. Cade hingegen kann nicht still ausharren und zettelt ein Kampf nach dem anderen an. Bis Azlyn erwacht und aus ihr etwas anderes geworden ist, als sie es sich je vorstellen hätten können/wollen. Skywalker und seine Crew müssen erneut fliehen... Am Ende erleben wir noch eine gewaltige Raumschlacht mit General Gar Stazi. Er hatte sich bisher zwar mit dem Imperator Roan Fel verbündet, doch möchte er keine Marionette des Imperiums sein. Die Sith unterliegen zwar der Übermacht dieser Flotte, aber ob dieses Bündnis von Dauer ist, möchte man doch bezweifeln. Wie man sieht, geht es munter weiter in der Geschichte um Star Wars nach die „Rückkehr der Jedi-Ritter“. Diesmal gibt es einige schöne Großformatbilder, in den die Details der Raumschiffe oder zu Beginn auch der Meeresungeheuer, herrlich zu sehen sind. Farblich wieder bunter und sonst alles in gewohnt guter Qualität. Fazit: Darth Krayt ist Geschichte, doch Cade Skywalker schreibt weiter an seiner Zukunft. Ob Jedi oder Sith, diesmal haben imperiale Ritter und Generäle auch das Wort, denn ein Imperium ist immer nur so stark, wie die Mannschaft, welche die Befehle ausführt. Der Band ist eine schöne Fortführung zu den vorangegangenen Ereignissen und die Zukunft der Sith bewegt sich aktuell auf einer hauchdünnen Klinge, welche jederzeit zu zerbrechen droht. Matthias Göbel Autor: John Ostrander Zeichner: Jan Duursema, Omar Francia, Dan Parsons, Brad Anderson Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 28.09.2018 ISBN: 9783741609060
  13. Wer den Namen des Autors kennt und ihn mit all seinen Geschichten zu schätzen gelernt hat, der wird sich auch mit seinen nicht viele Seiten füllenden Erzählungen beschäftigt haben. Kurzgeschichten bieten Autoren die Möglichkeit eine Idee in ihrer Grundform schnell niederzuschreiben und manchmal reichen auch ganz wenige Worte aus, um den Leser zu faszinieren. In diesem Band finden sich insgesamt sechs Geschichten wieder, welche nicht zwingend mit Science-Fiction zu tun haben, aber dennoch voller Fiktion und Wunder sind. Ein kleines Meisterwerk verbirgt sich gleich in der ersten Geschichte. Denn hier beschreibt der Autor einen Detektiv, der einen Auftrag bekommt, welcher ihn fast um den Verstand bringt. Ein Mann kommt zu ihm und möchte das er beschattet wird, da er sich nicht daran erinnern kann was seine Arbeit ist. Klingt nach leicht verdientem Geld, doch nach einer Weile weiß der Detektiv nicht mehr was er davon halten soll. Er sieht andere Sachen als seine Frau und Männer steigen durch einen Spiegel? Ja, das klingt schon abgefahren und ich muss auch sagen, dass das Ende noch eine kleine Überraschung mehr parat hält. Nach dieser Story geht es um einen Witwer, der um die Welt reist und dabei von imaginären Tieren begleitet wird, denn er ist „Der Mann, der in Elefanten reist“. Schon die Überschrift ist nicht ganz durchsichtig, wie die Geschichte später selbst. Doch dafür kommt danach für mich das eigentliche Highlight dieser Ausgabe. „Entführung in die Zeit“ erzählt von einem Zeitagenten, welcher nebenbei in einer Bar arbeitet und eines Tages einen jungen Mann zur Mitarbeit überredet. Schon als ich angefangen habe zu lesen, erinnerte ich mich an einen Film „Predestination“ und Bingo, diese Kurzgeschichte lieferte die Grundlage für die Story. Eine schön verworrene Geschichte mit Zeitreisen und ihren Folgen. Die darauffolgende Geschichte „Sie“ ist auch mehr ein Selbstfindungstrip und „Unsere schöne Stadt“ hat wieder fantastische Wesen an Bord, von Katzen, welche sich in Wirbelwinden verwandeln können. Zum Schluss betreten wir noch das „Das 4-D Haus“, aus dem keiner wirklich entkommen wird. Nimmt man alle Geschichten zusammen, hat man einen sehr kleinen, aber für alle welche den Autor noch nicht kennen, guten Querschnitt seiner Denkweise. Hier ein wenig Fabelwesen, da fantastische Zeitreisen und wieder eine Gedankenwelt, in die man gar nicht oder nur schwer vordringen kann. So ist nun einmal Robert A. Heinlein gewesen und ich finde gut, dass sein Schaffen nicht vergessen wird, sondern immer wieder auch andere beflügeln kann. Sei es wie bei „Entführung in die Zeit“ einen Film oder wie bei „Das unerfreuliche Gewerbe des Jonathan Hoag“, dass man sich selbst die Frage stellt, was hätte ich anders designt an unserer Welt. Fazit: Eine bunte Reise durch Robert A. Heinleins kleine Werke. Die Geschichten gestalten sich wunderlich und fantastisch, so dass man nicht nur in der Science-Fiction landet, sondern auch in die Psyche verschiedener Menschen. Seine Ideen sind abwechslungsreich und selbst wenn die Dokumente dazu schon mehrere Jahrzehnte alt sind, hat er einen sehr eigenen Stil gefunden, welcher auch heute noch für Denkanstöße sorgt. Fans finden seltene Geschichten zusammengefasst in einem Band und wer einfach mal Robert A. Heinlein kennenlernen will, findet hier einen guten Einstieg. Matthias Göbel Autor: Robert A. Heinlein Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.2019 ISBN: 9783453316300
  14. Anfang der neunziger Jahre erfreute Timothy Zahn die Star Wars Fans mit seiner Thrawn-Trilogie. Die dazugehörige Comic-Umsetzung endet mit dieser Ausgabe und schließt somit den Kreis, welcher sich über einige verschlungene Abenteuer hingezogen hat. Nicht nur Luke Skywalker stellt sich einem waschechten Imperatornachfolger, auch Prinzessin Leia und Han Solo müssen sich um ihren Nachwuchs Sorgen machen. Denn diese beiden sind für Großadmiral Thrawn der Schlüssel für seine Zukunft. Aktuell hat er immer noch die volle Kontrolle über Palpatines ehemalige Truppen, welche er mit den Noghi verstärkt hat und jetzt sogar noch eine Klon-Produktion starten will. Selbst die verschollene Katana-Flotte viel nun in seine Hände. Jedi-Meister C`baoth führt weiterhin seinen eigenen Plan aus und versucht als Nachfolger des Imperators an die Macht zu kommen. Luke und Leia sollen ihn dabei zur Seite stehen. Einzig Mara Jade stellt sich zu den Rebellen, obwohl sie damals als rechte Hand des Imperators galt, verrät sie nun die Lage der Klon-Anlage. Im Kopf immer noch die Worte ihres Meisters, soll sie Luke töten. Ich war überrascht, wie viel Text diesmal für den Comic benutzt wurde. Inhaltich erfährt man so viel tiefer, wer mit wem ein Spielchen treibt. Denn jeder scheint hier eigene Pläne zu verfolgen, welche dank der Macht, nicht immer ganz aufgehen. Luke führt dennoch das Happyend herbei und schaut man auf die aktuelle Entwicklung von Star Wars, spielen die Kinder von Leia und Han schon jetzt eine Rolle und vielleicht ist die Idee mit den Klonen gar nicht mal so weit hergeholt. Edvin Biukovic schuf mit seinen Zeichnungen schnelle Szenen und verband so die komplexe Story von Mike Baron & Timothy Zahn mit seinen Bildern. Nicht immer so farbenfroh wie heute und manchmal auch fast erschlagen vom Text, aber in Summe gelungen und im Stil der Charaktere sehr treu unterwegs. Ein Fact noch am Ende, Edvin Biukovic starb knapp ein Jahr nach Vollendung des Bandes an den Folgen eines Gehirntumors. Fazit: Thrawn-Trilogie findet auch optisch ihr Ende und gibt der Neue Republik eine neue Hoffnung. Leia und Han´s Kinder sind bei bester Gesundheit und Luke Skywalker findet sein Schicksal im Kampf gegen Jedi-Meister C`baoth. Thrawn hingegen spielt alle seine Karten aus und versucht seinen lang geschmiedeten Plan endlich mit Ergebnissen zur krönen. Grafisch gelungen und passend in den 90ern anzusiedeln, ist vielleicht der Text nur etwas zu viel, aber aufgrund der Tiefe der Story notwendig. Matthias Göbel Autor: Mike Baron, Timothy Zahn Zeichner: Edvin Biukovic, Eric Shanower, Pamela Rambo Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 14.09.2018 ISBN: 9783741609053
  15. Springen wir als erstes in das Jahr 1938, denn hier veröffentlichte John W. Campbell die Novelle „Who Goes There?“. Bereits 13 Jahre später war das Thema so interessant, dass der Roman mit dem Namen „Das Ding aus einer anderen Welt“ unter der Regie von Christian Nyby erstmals verfilmt wurde. Damals sorgte der Film für Aufsehen in den Kinos und 30 Jahre später nahm sich John Carpenter noch einmal der Geschichte an und präsentierte seine Version des Sci-Fi-Horror-Klassikers. Damals mit bahnbrechenden Spezialeffekten, konnte er nicht nur Kinogeschichte schreiben, auch das dazugehörige Buch von Alan Dean Foster, welches den Film in Zeilen verpackte, fand seine Leser. Dank des Apex-Verlages kann man erneut in die Tiefe der Arktis eintauchen und das Grauen hautnah miterleben. Schon der Anfang liest sich sehr ungewöhnlich, denn in einer amerikanischen Forschungsmission landet ein Helikopter und die Insassen ballern wild um sich. Für alle beteiligten ist das mehr als verwirrend, denn das Ziel ist ein Hund. Schon hier weicht der Film etwas weiter vom eigentlichen Buch ab, aber der Spannung wird damit trotzdem mehr als Genüge getan. Einzig der beschossene Hund überlebt. Die Mannschaft macht sich auf in das Lager der einige Kilometer entfernten Kollegen aus Norwegen. Hier finden sie nur brennende Gebäudereste, Leichen, aber auch einige Videobänder, welche mitgenommen werden, denn vielleicht lässt sich so erahnen, was hier passiert ist. Ein einfacher „Lagerkoller“ kann es definitiv nicht sein, dafür waren sie nicht lange genug allein. Ab jetzt beginnt der Roman auch sein Horror langsam aufzubauen. Zuerst die Entdeckung der Norweger und die plötzlichen Verwandlungen der Hunde sind nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Die Angst jeder einzelnen Person wird immer spürbarer und selbst wenn man den Film vor vielen Jahren das letzte Mal gesehen hat, die Bilder werden wieder zurückgeholt. Dazu auch noch die eisige Kälte, der Wind und die Leere der Region. In einer derart ausweglosen Situation festzuhängen und dem ausgesprochenen Teufel zu begegnen, wünscht man sicherlich nicht einmal seinem ärgsten Feind. Interessant sind auch die kleinen Zwischengedanken, welche im Film nicht so deutlich umzusetzen sind. Da träumt einer von der Wärme der Karibik und einem Cocktail oder ein anderer erinnert sich an seine Vergangenheit, welche auch im Film nicht so herausgeschält wurde. Damit bekommen die Personen einen ordentlichen Hintergrund, auch wenn einige etwas zu schnell Lösungen präsentieren, was aber wiederum kaum Pause zum Ausruhen lässt und man sich als Leser sehr gut unterhalten fühlt. Die Kampfszenen, besonders zum Ende hin, sind gewaltig und können locker mit jedem aktuellen Skript mithalten. Der Tod ist hier so allgegenwärtig, dass man fast vermuten möchte, dass keiner hier lebend das Lager verlassen wird. Vielleicht wäre es auch das bessere Ende gewesen, denn wo dieses Ding herkommt und was es eigentlich ist, wird bis zum Ende nicht wirklich erklärt und vielleicht gibt es doch noch einmal irgendwann eine weitere Fortsetzung. Fazit: Horror, Angst und eisige Kälte - Alan Dean Foster bringt euch John Carpenters Film noch einmal eindrucksvoll nach Hause. Die klaustrophobische Enge, in der die Bedrohung für jeden so deutlich erwacht wie selten zuvor, bringt dem Leser eine beklemmende Spannung und vertraute Nähe zu den Figuren. Ein Roman, welcher mit den Bildern des Films bemerkenswert beweist, dass Geschichten, egal wie alt sie sind, immer noch fesseln und begeistern können. Matthias Göbel Autor: Alan Dean Foster Übersetzer: Heinz Nagel, Christian Dörge E-Book: 236 Seiten Verlag: Apex Verlag Erscheinungsdatum: 06.11.2018 ISBN: 9783743885288
  16. Wer 1971 die Erstveröffentlichung des Buches „Der Herr des Wüstenplaneten“ schon gelesen hat, bekommt jetzt eine komplett neu übersetzte Variante und vielleicht entdeckt man noch so einige verstecke Neuigkeiten. Dies ist der zweite Teil der großen Wüstenplaneten-Saga. Der Kampf um Arrakis (der Wüstenplanet) wurde von Paul Atreides erfolgreich gewonnen und wird ab sofort auch Muad’dib genannt und von den Einheimischen, den Fremen, zu ihrem Propheten ernannt. Er muss jetzt nicht nur die Gewürz-Produktion überprüfen, sondern auch den aufkeimenden Djihad versuchen unter Kontrolle zu halten. Die gesamte Galaxis ist in Aufruhr und er steht ihr als Galionsfigur vorn an. Währenddessen versuchen sich mehrere Mächte gegen ihn zu verschwören. Allein schon die Nichtschwangerschaft seiner Konkubine Chani und die Verhandlungen mit der Ehrwürdigen Mutter Mohiam, zeugen von aufkeimenden Problemen. Diese schwierige Zeit, in denen er sich befindet, werden mehre Figuren ihn noch entgegengestellt, welche er anfänglich nicht einordnen kann, aber dank seiner Kräfte erkennt er, zu welcher Zeit sie ihre Karten ausspielen. Wir erleben auch einen verstorbenen Freund von Paul wieder - Duncan Idaho. Dieser war sein Lehrmeister und wurde jetzt von der Raumfahrergilde geschickt, um an der Seite von Muad’dib zu sein, doch hat er insgeheim noch einen weiteren Auftrag? Mit derart vielen Intrigen und Spielereien im Hintergrund, gerät der eigentliche Planet schon fast in Vergessenheit. Doch einige Ausflüge von Paul erinnern an den ersten Roman und bringen uns wieder in diese verwunschene Gegend zurück. Kein Wasser – Denn nur die Wüste ist rein! Es wird sehr wenig von der Zeit gesprochen, in der wir uns befinden. Es müssen schon viele tausend Jahre vergangen sein, denn die Menschen selbst haben nicht nur die Galaxie erobert, sie haben sich auch selbst verändert. Das Gewürz bleibt Dreh- und Angelpunkt, denn daraus entsteht die eigentliche Macht des Imperators. Die blau glühenden Augen sind nur ein Merkmal, interessanter ist die Vorausschau in die Zeit. Nicht nur Paul beherrscht diese Kraft, auch einige seiner Gegner. Das er hier sein Schicksal erneut finden wird, war irgendwie von Anfang an herauszulesen. Die Kraft, welche er noch im ersten Roman besaß, verfällt von Seite zu Seite. Nicht das die Gegner stärker wären, vielmehr ergibt er sich seinem selbstgeschaffenen Mythos und erkennt sein eigenes Opfer, zum Wohle der Menschheit. Ich gebe zu, dass es nicht immer einfach war sich jede Situation auch akkurat vorzustellen oder jedem Wortlaut zu folgen. Dies mag zum einen am Autor selbst liegen, aber zum anderen auch an der Übersetzung. Das Mitleid mit der Hauptfigur hat man dennoch und sein Ziel in Frieden leben zu können, wird erst am Ende des Romans Wirklichkeit. Fazit: Der Herr des Wüstenplaneten übergibt sein Zepter, doch der Weg dahin, ist von Intrigen und Hinterlist gesät. Frank Herbert schuf mit dem Wüstenplaneten ein wirklich beeindruckendes eigenes Universum, an das kaum ein anderes heranreicht. Dennoch hinterlassen kompliziert verstricke Szenen den Eindruck einer unwirklichen Welt. Fans des ersten Teils finden sich schnell zurecht, da es viele bekannte Figuren gibt, welche ihre bekannten Gesichter zeigen. Möge der Wüstenplanet zurück ins Kino kommen und uns optisch erfreuen. Matthias Göbel Autor: Frank Herbert Übersetzer: Jakob Schmidt Klappenbroschur: 336 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 11.02.2019 ISBN: 9783453319547
  17. einz1975

    Star Trek Comic 10 - Die neue Zeit 5

    So einige Jahre ist die neue Crew der Enterprise jetzt im All und in ihrer Zeit unterwegs, da könnte der ein oder andere auf die Frage stoßen, wie war es denn bevor sie zur Sternenflotte kamen? Genau mit diesem Hintergrund befasst sich dieser Comic-Band. Den Anfang nimmt dabei Dr. Leonard "Pille" McCoy. Während eines schwierigen medizinischen Falls, berichtet er, dass er damals eigentlich eher Basketballprofi werden wollte. Nicht nur die Patientin muss darüber schmunzeln, selbst als Leser stellt man sich McCoy auf dem Feld vor. Er ist vielleicht nicht der beste Spieler, aber seine Leistung in Sachen Medizin, sind so beeindruckend, dass er doch noch seinen Weg findet und er dabei mehr als ein Leben in seiner Kariere retten wird. Sein Kredo ist und bleibt, komme mit dem aus, was du zur Verfügung hast. Uhura und Spock führen uns als nächstes in ihre Vergangenheit. Dabei sehen wir, wie Nyota ihre Eltern fast verloren hätte und wie ihr geliebter Onkel ums Leben kam. Eine wirklich rührende Geschichte, in der mehr als eine Träne vergossen wird. Nicht nur Spock lernt seine Freundin besser kennen, auch wir als Leser erkennen, wie sehr die Vergangenheit Uhura zu der gemacht hat, die sie heute ist. Montgomery Scott tritt als nächster in Erscheinung. Seine Laufbahn ist wohl eine der verworrensten, denn der Weg zur Sternenflotte war mehr als steinig. Immerhin ist sein Erfindergeist und das in seinem Blut steckende Ingenieur-Gene dennoch der Grund für seinen Zugang zur Enterprise. Selbst später wird er zwar die Maschinen immer wieder am Laufen halten, aber der Kontakt zu Menschen fällt ihm weiterhin schwer. Zum Abschluss erleben wir noch Sulus und Chekovs Erlebnisse während ihrer Ausbildung in der Sternenflottenakademie. Dabei spielt das Red Suqard genauso eine wichtige Rolle, sowie ihre Fähigkeiten, bis zu ihrem Wiedersehen auf der Enterprise. Die Autoren haben sich nicht immer mit viel Text an die Geschichten gewagt, was etwas schade ist, denn hier wären die Infos doch umso interessanter gewesen. Bei den Zeichnungen ist man bisher gewohnt, dass sie ohne viele Details auskommen. Die Figuren selbst erkennt man deutlich gut, auch wenn sie zum Teil noch Kinder sind. An manchen Stellen etwas zu karg, aber dafür schön im Comicstil verpackt und in Summe eben genau das, was man erwartet. Fazit: Erlebt die neuen Geschichten aus der Jugend der jungen Crew der Enterprise! Wer ein wenig genauer wissen will, warum sie heute da sind, wo sie sind, der sollte sich diesen Comicband zur Hand nehmen. Manchmal witzig, manchmal traurig und doch immer mit Kleinigkeiten geschmückt, welche man bisher noch nicht kannte. Optisch solide und nur im Text etwas zu kurz, bekommt der Star Trek-Fan seine Helden unter der Lupe gelegt. Matthias Göbel Autor: Mike Johnson, F. Leonard Johnson, Ryan Parrott Zeichner: Claudia Balboni, Luca Lamberti, Erica Durante, Claudia SGC, Arianna Florean, Tim Bradstreet, Grant Goleash Übersetzer: Christian Langenhagen Softcover: 104 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 27.05.2014 ISBN: 9783864252075
  18. einz1975

    Nicholas Sansbury Smith - Orbs

    Das Jahr 2061 behält so einige Überraschungen für uns, denn zum einen wurde ein Großteil von Mittelamerika von kosmischer Strahlung verseucht und zum anderen scheint die Welt dem Ende geweiht zu sein. Autor Nicholas Sansbury Smith hat sich als Setting also ein Endzeitszenario vorgenommen und das spult er auch bis zum Ende hin ab. Der Anfang klingt jedoch noch sehr vielversprechend, denn eine junge Wissenschaftlerin wird eingeladen in ein Habitat einzuziehen. Hier soll eine Hand voll Menschen versuchen autark von der Erde zu überleben. Sie sollen sich für eine Reise zum Mars vorbereiten. Ein halbes Jahr, abgeschottet von allen anderen Menschen und doch alles was man zum Überleben braucht. Wasser, Pflanzen Tiere und genug Platz für alle. Die ersten Tage vergehen und schon passiert etwas Seltsames. Die mitgebrachten Tiere, in diesem Fall Geflügel, sterben plötzlich. Sehr unverständlich warum nicht gleich alle Tiere zum Opfer fallen, aber als erste Erklärung wird der sechste Sinn der Lebewesen genannt. Eine weitere Nebengeschichte sind die sehr realen Träume unserer jungen Wissenschaftlerin. Hier sieht sie schreckliche Bilder, welche sie nicht loslassen. Um nicht allzu viel zu spoilern, sie sieht seltsame blaue Kugeln, welche wie umhüllt von Wasser durch die Gegend schwirren. Irgendwann müssen sie dann doch ihr Habitat verlassen und treffen dabei genau auf diese Wesen/Dinger. Interessanter Nebeneffekt, dass gesamte Wasser auf dem Land scheint verschwunden zu sein, genauso wie die Menschen. Der Roman kippt irgendwann und man bekommt immer wieder neuen Figuren präsentiert. Hier ein Soldat, da ein Überlebender oder ein verrückter Wissenschaftler. Leider bleibt der Autor dabei oft von eigener Kreativität verschont und bedient sich dabei von bisher bekannten Geschichten. Ob „Krieg der Welten“ oder „Independence Day“, er greift ordentlich hinein und mischt sich damit seine eigene Story. An sich nicht verwerflich, wenn die Spannung wenigstens gleichbleibend wäre. Da fällt schon der ein oder andere Kampf eher ins Beiläufige und man wundert sich nicht mehr über all die blauen Gegner. Wo genau sie herkommen und ihre ganz genauen Ziele, werden auch nicht erklärt. Kleine Erläuterungen gibt es dennoch. Wasser ist diesmal so wichtig wie noch nie, egal ob für uns Menschen oder diese mysteriösen blauen Kugeln. Gut fand ich wiederum, dass wenn schon die Erde dem Untergang geweiht ist, dass die Helden auch wirklich gehen müssen. Es wird mehr als eine Figur erwischen, ob ihr wollt oder nicht. Um einige ist es sogar nicht einmal schade, da sie eh nicht viel Profil hatten. Ja, der Roman rutscht auch ab und an ins B-Movie-Genre, auch wenn er genau das vermeiden wollte. Allein schon das Aussehen der anderen blauen Besucher oder der Kampf gegen jene welche wirkt an einigen Stellen einfach nur überzogen und gestellt. Schade, dass der Mars so weit weg bleibt, vielleicht wäre eine Begegnung dort schlüssiger und einfallsreicher geworden, als hier zuhause im Bunker. Fazit: Science-Fiction hatte schon viele Gesichter und einige aus diesem Roman kennt man schon. Die Menschen haben es nicht leicht, sich gegen einen ausgesprochen feindlichen Eindringling zur Wehr zu setzen. Das Überleben der eigenen Rasse wird zur Pflicht, auch wenn die Figuren dem Leser manchmal egal sind. Genau hier trifft der Autor nicht immer jeden Leser bei seinem Nerv. Einfach gestrickte Szenen und eine zu einfache Auflösung am Ende lassen einen Folgeroman vermuten, dieser sollte allerdings die postapokalyptische Stimmung viel tiefer greifen und die Figuren besser an den Leser binden. Matthias Göbel Autor: Nicholas Sansbury Smith Übersetzer: Marcel Häußler Paperback: 398 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 10.09.2018 ISBN: 9783453319530
  19. einz1975

    Morgan Woodward verstorben

    Morgan Woodward startete 1956 in dem Film "In geheimer Mission" sein Filmdebüt. Besonders in Western hat er sich in den Anfängen einen Namen gemacht. Als hochgewachsener und athletischer Darsteller spielte er oft Schurken oder Gesetzeshüter. Serien wie "Rauchende Colts", "Bonanza", "Dallas", "Ein Colt für alle Fälle" oder das "Das A-Team" zählten zu seinen bekanntesten Rollen. Für alle Star Trek-Fans ist er bekannt aus "Raumschiff Enterprise" aus den Episoden "The Omega Glory" und "Dagger of the Mind". 1988 bekam er den Golden Boot Award für sein Lebenswerk verliehen. Der Schauspieler starb im Februar 2019 im Alter von 93 Jahren.
  20. Nach den letzten Ereignissen des Voyager-Konvois im Delta-Quadranten, war es eher anzunehmen, dass es wieder etwas ruhiger wird und die unterschiedlichen Crews sich mehr auf die reine Forschung zurückbesinnen, doch dem ist nicht so. Mit Informationen des Botschafters Neelix, wird eine neuen Rasse entdeckt, welche auch gleich untersucht werden soll. Die Kommunikation mit ihnen ist jedoch recht schwer, bis ein findiger Sternenflottler eine Idee hat und der Kontakt findet doch statt. Die Besucher sind allerdings regelrecht geschockt, wen sie hier antreffen, denn eigentlich kann es nicht sein, dass sie in einem Raumschiff durch den Quadranten unterwegs ist – Die Rede ist von Kathryn Janeway. Diese soll sich nämlich auf einem anderen Planeten befinden und dort den Widerstand anführen. Wie kann das sein? Wie kann noch eine Version von Janeway überlebt haben, nachdem sie Q zurückgebracht hatte? Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele Mitglieder der Crew. Bis sie entschließen direkt nachzusehen. Sie werden jedoch freundlich darauf hingewiesen, dass sie bitte den Planeten verlassen und sich nicht einmischen sollen. Genau das, wird aber nach alter Voyager-Manier, nicht getan und es kommt zu einem Absturz, einer eingeschleusten Crew. Um jedoch die gesamte Geschichte hinter der doppelten Janeway herauszufinden, teilt sich der Konvoi erneut. Eine nahegelegene Station wird zusätzlich angeflogen und ein ländlicher Planet. Als Leser erhält man, ebenso wie die Mitglieder der Sternenflotte, nur bruchstückhafte Informationen, warum sich die Zahl und die Rilnar auf diesem Planeten bereits seit Jahrhunderten bekämpfen. Geschichten und Legenden bilden sich bereits um diesen Konflikt, aber keine Seite hat bisher wirklich eingelenkt. Wie passt Janeway jetzt da hinein und was haben die Krenim und ein Chronotontorpedo damit zu tun? Verblüfft war ich auch, als Tuvok, extra von der Titan eingeflogen wird, um mit Janeway zu reden. Es ist zwar schön, die alte Crew fast komplett wieder beisammen zu haben, aber ob er wirklich notwendig ist, wird wohl erst im Teil zwei wirklich sichtbar, denn der Roman endet abrupt mitten in einem Gefecht. Kirsten Beyer versucht zwar dank der anderen Schiffe etwas von dem Voyager-Fluch abzulenken, was auch zum Teil funktioniert, allerdings ist es schon verwunderlich, wie sehr man ständig über Grenzen tritt, obwohl man diesmal doch alles besser machen wollte. Wenn jemand sagt, bitte nicht betreten, wird das schon seinen Grund haben. Warum nicht doch mehr mit Diplomatie arbeiten? Hat Janeway all die Jahre nichts gelernt? Immerhin entfaltet sich die Geschichte mit der Zeit recht spannend und macht sogar Lust auf die nächste Ausgabe. Schöne viele kleine Puzzle ergeben nach und nach ein Bild. Ach ja und herzlichen Glückwunsch an B´elanna Torres und Tom Paris, mögen die Kinder gesund und munter bleiben und nie wieder ein „Jahr der Hölle“ erleben. Fazit: Mal richtig was für Voyager-Fachexperten! Der Bezug zur Serie findet hier viele Rückblicke und Ereignisse, welche von damals wieder zum Vorschein kommen. Janeway trifft sich selbst und Versionen unterscheiden sich mittlerweile in ihrer Art und Handelsweise. Mit bekannter Brechstangen-Diplomatie wird wieder nach vorn gegangen, dafür kommt Tuvok zurück und Fans können in Erinnerungen schwelgen. Die Spannung steigt bis zum Schluss und ein ausharren auf den nächsten Teil ist unausweichlich... Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Übersetzer: René Ulmer Paperback: 288 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 06.01.2019 ISBN: 9783959816908
  21. Immer wieder dieser Darth Vader... oder doch nicht? Genau hier könnte man meinen, dass es doch noch andere Geschichten zu erzählen gibt, als immer wieder nur auf die bekannten Figuren zurückzugreifen. Charles Soule hat sich als Autor jedoch genau das Gegenteil gedacht und präsentiert die fortführende Story der Dath Vader Vergangenheit. Wie ging es weiter mit Anakin Skywalker nach „Die Rache der Sith“? Nachdem er bereits einige Anschläge auf sein Leben überlebt hat, bekommt er eine neue Aufgabe vom Imperator. Nach der Säuberung gegen die Jedi, sind kaum noch welche zu finden und dennoch gibt es sie noch. Vader soll sich um eine ganz besondere Meisterin kümmern - Jocasta Nu. Sie hat die Jedi-Archive geführt und keiner kennt sich hier besser aus als sie. Allein schon deswegen ist sie wertvoll, aber im Hintergrund, gibt es noch viel mehr Storystränge, welche unserem Dunklen Lord erst später bewusst werden. Jocasta versucht indessen alle Geheimnisse zu sichern. Ein Holocron nach dem anderen füttert sie mit Informationen, so dass die kommenden Gegenrationen, auch noch etwas aus den Vorzeiten der Jedi erfahren können und wir alle wissen, wer später das Vermächtnis tragen durfte. Im Endeffekt ist der Comic nicht einfach nur eine Jagd, Sith vs. Jedi, vielmehr wird hier auch gezeigt, wie sehr Vader auf der Suche nach dem Kampf ist. Er sucht jede Konfrontation. Am liebsten agiert er dabei mit seinem Schwert und mit der Macht an seiner Seite. Der Tod begleitet ihn in jeder erdenklichen Situation und überlegt man, wie er mal enden wird, müsste man sich wirklich fragen ob man mit ihm Mitleid haben sollte. Zudem wird auch eine neue Gruppe aus übergelaufenen Jedi unter seine Führung gestellt - Die Inquisitoren. Viele neue Charaktere lassen sich blicken und sie sehen zum Teil schon recht finster aus, egal wie viel Jedi mal in ihnen war. Giuseppe Camuncoli als Zeichner hat sich derart viel Mühe gegeben, dass man sich gern jede Seite extra lange anschaut. Ergänzt werden die Bilder mit den Farben von Daniele Orlandini und David Curiel. Licht, Schatten, Effekte, alles auf einem hohen Niveau, welches modern daherkommt und besonders Darth Vader oft in den Vordergrund stellt. Nicht immer mit besonders viel Text gefüllt, aber in einem Comic darf eben auch ein Bild komplett für sich sprechen und das gelingt hier tadellos. Fazit: All der Hass und all die Intrigen, bringen die düstere Stimmung in Lord Vader in diesem Comic perfekt zum Vorschein. Sein Leben ist geprägt vom Kampf gegen die Jedi, mit sich selbst und mit der Macht. Es ist interessant zu sehen, wie Anakin Skywalker sich mehr und mehr in die Rolle des Sith-Lord einlebt und fast nicht mehr davon loskommen wird. Sehr zu empfehlen und das nicht nur wegen der Bilder, sondern auch von der Kraft der Geschichte. Matthias Göbel Autor: Charles Soule Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Daniele Orlandini, David Curiel Übersetzer: Michael Nagula Softcover: 140 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 22.01.2019 ISBN: 9783741610363
  22. einz1975

    Andrew Bannister - Der Erschaffer

    Vor einigen Jahren erschien der erste Teil der Spin-Trilogie. Beeindruckend und mit einem starken zweiten Teil, nimmt Andrew Bannister nun Anlauf zum Finale und wer ihn bisher mochte, wird sich auch diesmal recht wohlfühlen. Kommen wir jedoch erst einmal zum Inhalt der Geschichte. Die Spin-Galaxie hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Welten sterben und die Bewohner versuchen auf jede erdenkliche Art und Weise zu fliehen. Neben Raumschiffen, ist besonders die virtuelle Realität der Mittelpunkt dieser Geschichte. Zeb ist Angestellter und dafür zuständige, dass die riesigen Server, in der die VRealtität existiert, immer mit genügend Energie versorgt wird. Er flüchtet in seiner Freizeit immer wieder in diese Welten und versucht so sein Leben in der realen Welt zu vergessen. Hier kann er sein was er will und erlebt auch so manches Abenteuer. Dann haben wir noch das insektoide Wesen Skarbo. Er lebt jetzt schon viele hundert Jahre und hat den Spin analysiert, nachgebaut und eine erschreckende Feststellung gemacht – Er stirbt. Er hat ihn selbst nie gesehen und doch findet sein aktueller Weg genau in diesen Sternenhaufen. Jetzt sollte man wissen, dass Andrew Bannister vielleicht nicht der geradlinigste Autor ist. Er schickt seine Figuren in ein zum Teil recht wirres Abenteuer. Zeb verliert sich in seiner virtuellen Welt und Skarbo reist durch eine Zukunft, in der Menschen sich zu einem Krieg sammeln. Schiffe leben mit ihren eigenen künstlichen Intelligenzen im All. Haben mehrere zehntausend Jahre auf dem Buckel und wollen die echte Welt vor der Vernichtung beschützen. Nicht immer sind sie dabei erfolgreich und auch Skarbo muss erkennen, dass man erst in der virtuellen Welt die Lösung für das Problem in der echten Welt findet. Dem Verlauf der Geschichte zu folgen ist manchmal nicht so einfach. Hier ein Querstrang und da ein kleines Zwischenerlebnis, so erfahren wir zwar mehr über die Zeit und die Wesen in der wir lesen, aber bringen den roten Faden manchmal stark durcheinander. Skarbo hat noch einen Begleiter, ein kleiner Vogel, welcher irgendwie schon immer an seiner Seite war. Die Gespräche zwischen den beiden ungleichen Figuren sind hin und wieder recht lustig, auch wenn man sich so seine Gedanken als Leser macht, was dieses Wesen in Wirklichkeit wohl ist. Ja, so eine Reise zwischen den Welten ist schon beeindruckend. Nicht nur einmal wird das Vorstellungsvermögen des Lesers auf die Probe gestellt. Kann man sich z.B. Vorstellen, wie ein mehrere hundert Meter langes Schiff Bäume von einem Planeten absaugt? Da hätten wir noch die riesigen Sonnenkollektoren, welche so mächtig geworden sind, dass sie kein Sonnenlicht mehr durchlassen und das Leben auf dem jeweiligen Planeten zu Nichte machen, nur damit genug Energie für die VR-Welt vorhanden ist. Am Ende stellt man sich natürlich auch die Frage, was ist real und was ist nicht real oder ob überhaupt von einer realen Welt auszugehen ist?! Vielleicht hüpfen die Figuren auch nur einfach von einer in die nächste Realität und merken nicht einmal mehr, in welcher Welt sie gerade feststecken. Fazit: Andrew Bannister ist und bleibt ein äußerst ungewöhnlicher Schriftsteller. Nicht nur der Inhalt der Geschichte, auch sein Schreibstil findet mit diesem Band seinen Höhepunkt. Die Spin-Trilogie bekommt ein Ende, welches in den beiden Vorromanen manchmal schon mit Ahnung anzunehmen war. Leider bekommt man diesmal nicht ganz die Spannung und den Aha-Effekt wie zuvor. Die beiden Hauptfiguren agieren zwar gekonnt in ihren Welten, dennoch fehlt öfter die Bindung und das Profil. Vielleicht ist es auch gar kein Ende, sondern nur der Anfang des Spin, den wir hier miterleben... Matthias Göbel Autor: Andrew Bannister Übersetzer: Simon Weinert Paperback: 352 Seiten Verlag: Piper Verlag Erscheinungsdatum: 04.12.2018 ISBN: 9783492704120
  23. einz1975

    Aliens: Defiance 1

    Wenn sich der Weyland-Yutani Konzern etwas vorgenommen hat, dann wird dies auch bis zum Ende durchgezogen, egal wie viele Verluste es gibt oder welche Kosten entstehen möchten. Willkommen in Aliens: Defiance, ein Comic, in dem Colonial Marine Zula Hendricks auf eine unheilvolle Mission geschickt wurde. Ein Trupp von Synth-Marines soll unter ihrer Führung einen alten verlassenen Frachter bergen. Der Inhalt ist nicht wichtig, nur der Erfolg der Mission zählt. Doch schon wenige Meter an Bord bedeuten den Tod für so jeden der einen Fuß auf dieses Schiff bekommt. Nur mit Glück kann sie und eine Handvoll Androiden entkommen. Besonders einer dieser Cyborgs scheint sich von den anderen zu unterscheiden. Er verfügt über erstaunlich viele Emotionen und hat sich im Lauf der Mission auch mehrfach selbst geupdatet. Diese Davis-Einheit ist auch der Grund dafür, dass sie es geschafft haben und noch am Leben sind. Zula und Davis finden heraus, was der Weyland-Yutani Konzern wirklich will und so verfolgen sie die Route des Frachters zurück. Während dieser mittlerweile selbstauferlegten Mission, erfährt der Leser auch mehr über Zula, wo sie herkommt und woher sie ihre schweren Verletzungen hat. Sie muss ein Korsett tragen, denn sie spürt seit einem Einsatz, bei dem sie die letzte Überlebende ihrer Einheit war, weder ihre Beine, noch dass sie die Schmerzen in ihren Nerven abstellen kann. Diese Mission wird sie zwar nicht von ihrer Verletzung heilen, aber vielleicht ihr Gewissen beruhigen, denn wenn erst einmal diese Aliens auf die Erde gelangen würden. Nicht auszudenken, wie viele Tote es auf unserer Heimatwelt geben würde. Die Zeichner hatten sichtlich Spaß sich in die Welt der Aliens hineinzuzeichnen. Die Xenomorphs sehen schön detailliert aus und sie lassen sich den ein oder anderen Colonial Marines schmecken. Facehugger dürfen natürlich auch nicht fehlen, denn schließlich liefern sie mehr als einmal den Grund für eine Fortsetzung. Explosionen und Schüsse in dunklen Gängen erhellen die verlassenen Raumschiffe und bringen die Schlachtfelder der Zukunft ans Tageslicht. Am Ende gibt es noch ein paar Seiten, welche als Auftakt erschienen sind. Sie beschrieben kurz, um was es in dem Comic geht und hinterlassen schon eine prächtige Atmosphäre, welche dank der unzähligen Alien-Geschichten gern weiter fortgeführt werden sollten. Fazit: Das Gewissen eines Cyborgs und eines Marines rettet uns Menschen auf der Erde das Leben. Mit einer düsteren Alien-Stimmung führt uns Brain Wood in ein von Xenomorphs verseuchtes Weltall. Perfekt passende Zeichnungen und eine überraschende Heldin übernehmen fast von ganz allein die Geschichte, welche dank Rückblenden und Actionszenen jeden Alien-Fan begeistern werden. Der nächste Teil lässt hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten! Matthias Göbel Autor: Brain Wood Zeichner: Tristan Jones, Riccardo Burchielli, Tony Brescini, Dan Jackson Übersetzer: Michael Schuster Taschenbuch: 160 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 18.03.2018 ISBN: 9783959816052
  24. Es hat knapp ein Jahr gedauert, bis die US-Version des ersten Discovery Comics auch nach Deutschland gekommen ist. Pünktlich zum Auftakt in die zweite Staffel, schickt uns der Cross Cult Verlag noch einmal zum Anfang allen Übels - Der Aufstieg von T’Kuvma. Während Voq zusammen mit L´Rell auf dem Schiff von T’Kuvma gestrandet ist, erzählt sie ihm die Geschichte des großen Anführers. Vorab gönnen sie aber alle noch einen Happen von Philippa Georgiou, welche, wie wir wissen, auf dem Schiff ums Leben kam. Schon hier sieht man den engen Zusammenhang zur Serie und auch die Charaktere verhalten sich wie gewohnt. Kommen wir jetzt erst einmal zur Geschichte von T’Kuvma. Seine Vergangenheit bestimmt seine Zukunft, denn schon als kleiner Junge wird er von seinen Brüdern verachtet und muss oft Prügel einstecken. Irgendwann flüchtet er durch einen dunkeln Wald und entdeckt ein riesiges altes klingonisches Schiff. Als er es untersucht, trifft er auf seine Schwester, welche ihm von der Zukunft der Klingonen erzählt. Nur zusammen können sie es schaffen, wieder das Volk zu werden, was sie einmal waren. Er wird zum Kloster nach Boreth geschickt, um hier die Lehren des Kahless zu lernen. Die Jahre vergehen und kein anderer Schüler nimmt so viel theologische Ideologien in sich auf wie T’Kuvma. Er findet das Licht des Kahless in sich und mit der Zeit, wird sein Name unter den gläubigen Klingonen ein Begriff. Zuhause wird er hingegen weiterhin ausgestoßen und er verliert sogar sein Haus, seinen Namen und seine Ehre. Diese jedoch will er jedem Klingonen wiedergeben. Die Ehre des Volkes ging verloren und er will mit der Entzündung des Lichts die Ehre endlich wiederherstellen. Es wird weder einfach für ihn, noch ist er wirklich der starke Anführer, für den ihn alle halten. Er verliert sich in Zweifel und hofft, noch zu Lebzeiten das Licht zu finden. Alles eben eine Frage der Interpretation und genau das ist auch der Grund, warum Star Trek – Discovery für viele alte Fans nicht das Star Trek ist, was sie bis dato kannten. Das Kirsten Beyer an der Story mitgeschrieben hat, zeigt noch einmal deutlich wie viel Hilfe sich die Macher von Star Trek-Kennern geholt haben. Als führende Autorin der Star Trek – Voyager Romane und vor allem als Mitautorin von Star Trek – Discovery, wird hier nichts dem Zufall überlassen. Grafisch wird es sehr düster und dunkel. Schwarz ist die vorherrschende Grundstimmung. Nebenbei gesagt, es gibt überraschend wenig Kämpfe bei diesen gefürchteten Kriegern des Alls. Fazit: Die Vorgeschichte des klingonischen Messias T’Kuvma, zeigt die starke mythologische Verbindung seiner Ideale und den Grund, warum der Krieg mit den Menschen kommen musste. Um die Ehre seines Volkes wiederherzustellen, wurde das Licht von Kahless geboren. Ein finsterer Comicband mit seltenen Einblicken, in die neue klingonische Seele. Für Star Trek – Discovery-Fans lohnt sich auf jeden Fall ein Blick. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer, Mike Johnson Zeichner: Tony Shasteen, J.O. Mettler, Übersetzer: Helga Parmiter Paperback: 144 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 15.01.2019 ISBN: 9783864256813
  25. Endlich mal ein Abenteuer unser beiden Lieblings-Droiden, welches sie ganz allein, ohne Lea, Luke und Han bestreiten. Wir schreiben Anfang der 90er Jahre und Star Wars erwacht zu neuer Blüte. Eine kurze Trickfilm-Serie mit dem Namen „Star Wars: Droids“ erscheint und somit war auch klar, dass es ein Comic dazu geben muss. 1994 erschien dann der erste Band und R2-D2 und C-3PO erleben ihre Abenteuer auf dem Planeten Kalarba. Als Gefangene einer Lieferung von Droiden, kommen sie im Raumhafen an und treffen dabei das erste mal auf Olag Greck, einen undurchsichtigen Schurken, welcher überall seine Finger im Spiel hat, Hauptsache es bringt Geld. Kein Wunder, dass er sich im Lauf seiner Karriere einige Feinde gemacht hat. Einer der mitgelieferten Droiden ist ein bekannter Attentäter und hat es auf sein Leben abgesehen. Mit Glück kann sich Olag retten und R2-D2 und C-3PO finden somit die Freiheit. Sie gelangen jetzt in die Hände der Adelsfamilie Pitarreezes. Sie werden angestellt und C-3PO darf sich um den jungen Nak kümmern. Dieser ist allerdings ziemlich frech und heckt einen Streich nach dem anderen aus. Selbst gegenüber seiner Familie scheint er noch einiges zu lernen zu haben und schon haben wir wieder diesen Olag Greck, welcher sich den Prototypen des Urgroßvaters erpressen will. Die Geschichten verlaufen meist im gleichen Takt. Einer der Droiden gerät in ein Schlamassel, kommt am Ende aber mit heiler Haut davon. Es klingt fast so, als sei dieser Comic-Band für jüngere Leser – und dem ist auch so. Sehr Zielgruppengerecht, wird hier mit wenig Gewalt ein Problem gelöst. Schnell geht die Story vorbei und den beiden Helden passiert nicht wirklich etwas Böses. Vielleicht auch der Grund, warum die Serie damals schon nach einer Staffel abgesetzt wurde und auch der Comic eher nur als Nischenprodukt seine Käufer fand. Besonders Bill Hughes malte damals schon viele Kinderbücher für Star Wars und der Stil ist auch diesmal genauso eingehalten worden. Bis auf R2-D2 und C-3PO sind die Figuren schräg und manchmal etwas detailarm. Immerhin gibt es einen Killerdroiden namens C-3PX, welcher C-3PO zu verwechseln ähnlich sieht und auch der Kampf gegen einen gefräßigen Riesenroboter am Ende und einige neue Schiffe bringen dem Comic die typischen netten Star Wars Details. Jedi oder Sith werdet ihr jedoch vergeblich suchen, diese scheinen sich wohl gerade auf einem anderen Planeten gegenseitig zu bekämpfen... Fazit: Star Wars hatte schon immer ein großes Herz für Kinder. Mit R2-D2 & C-3PO haben sie zwei passende Heldenfiguren, welche auch eigene Abenteuer finden und sie meistern. Der zurückhaltende C-3PO und der technikverliebte R2-D2, beide haben, wie auch schon den Filmen, ständig das Glück auf ihrer Seite. Kurze Storys, leichter einfacher Comicstil, mehr braucht der Comic nicht und die kleinen Leser werden mehr von diesen beiden Droiden sehen wollen. Matthias Göbel Autor: Dan Thorsland, Ryder Windham Zeichner: Andy Mushynsky, Bill Hughes, Ian Gibson, Pamela Rambo, Lea Hernandez Übersetzung: Uwe Anton Hardcover: 192 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 31.08.2018 ISBN: 9783741609046
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