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8 Ergebnisse gefunden

  1. BioWare hat mit der Einführung von Star Wars: The Old Republic ein unglaubliches Geschenk für alle Fans von Star Wars auf die Beine gestellt. LucasArts hätte somit nichts besser machen können, als den kreativen Köpfen einfach freien Lauf zu lassen und die Ergebnisse sprechen für sich. Nach zwei wunderbaren Einzelspieler-Games, ging es mit dem Onlinespiel weiter und hier gibt es weiter viele Geschichten aus der alten Republik. Basierend darauf, startet man im ersten Sammelband mit der Story „ Eine unheilvolle Allianz“. Hier ist ein junger Jedi dabei, mitten in einen Kampf einzugreifen, wobei er zuvor erfahren hat, dass er noch nicht zur Ritterprüfung zugelassen wird. Ein Freibeuter entert ein Schiff und die Hutten bieten die Reste dieses Schiffes zum Verkauf an. Dabei wird das Imperium (die Sith) und die Republic eingeladen mitzubieten. Um was genau es geht, bleibt lange Zeit ungenannt. Es stellt sich heraus: Ein Navigationscomputer und ein außergewöhnliches Objekt aus seltenen Metallen steht zum Angebot. Da nun Sith, Jedi, Imperium und Republic hinter diesen Objekten her sind, macht das die Sache komplett und man darf sich auf eine wirklich wendungsvolle Geschichte freuen. Auf der Suche nach den Koordinaten aus dem Nav-Computer, gibt es allerhand Kämpfe und mächtige Schlachten. Miteinander und untereinander stehen sich die bekannten Feinde nicht immer gegenüber, denn manchmal ist der Feind meines Freundes... na ihr kennt den Spruch. Darauf zielt im Endeffekt die gesamte Story ab, jedoch dauert es schon eine ganze Weile, bis man alles aufgedeckt bekommt. Die Figuren bekommen mit jedem Schritt immer mehr Farbe. Ob der Jedi, welcher sich selbst findet und über seine bisherigen Fähigkeiten hinauswächst oder auch die Sith-Schülerin, welche am Ende selbst den Rat der Sith völlig überrascht. In diesem Band wurden sehr interessante Charaktere geboren, welche durchaus das Zeug haben zu mehr. Der Autor hat ebenfalls einen schönen Spannungsbogen gefunden, so dass sich Action und Inhalt gut abwechseln. Die Macht hat hier an vielen Stellen auch wieder ihren eigenen Weg und führt vielleicht auch unbewusst das Schicksal aller Protagonisten zusammen. Ein mehr als gelungener Auftakt und wer schon Fan der Spiele war, findet weiteres Futter. Nachdem man schon in der ersten Geschichte tief in Star Wars eintauchen konnte, geht es in „Betrogen“ mit einer völlig neuen Charakter-Gruppe weiter. Die Sith machen sich auf nach Coruscant. Ihr Ziel ist der Jedi-Tempel. Darth Malgus führt den Angriff an und sein Hass und seine Wut auf die Helle Seite ist so groß, dass er fast im Alleingang alle Jedi des Tempels tötet. Ein Schmuggler geht auf der anderen Seite seiner Arbeit nach, wobei das Glück ihm nur selten zur Seite steht. Vielmehr rutscht er immer tiefer in den Sog und muss am Ende auch noch Drogen schmuggeln, was er nie wollte, aber jetzt muss, um endlich abschließen zu können. Als der Tempel zerstört wird, spürt eine Schülerin, dass ihr Jedi-Meister sein Leben verloren hat. Von Anfang an weiß man, dass diese drei Einzel-Geschichten irgendwie zusammenfinden werden, was sie auch machen. Doch zuerst erfährt man, dass der Krieg zwischen Imperium und Republic erneut verschoben werden soll, denn im Hintergrund gibt es Friedensverhandlungen, so dass die Sith sich von Coruscant wieder zurückziehen werden. Darth Malgus hingegen erkennt für sich, dass dies der falsche Weg wäre. Nur der Kampf und der Hass kann das Imperium stärken und voranbringen. Das ist der einzige Weg und er versteht nicht, warum die anderen Sith nicht seinen Idealen folgen wollen. Diese lächerliche Schwäche wird sie alle fallen lassen... Na solche Sprüche sind nichts Neues und haben die Jahrtausende überdauert. Doch ist dieser Sith auch etwas anders, denn er ist auch verliebt. Gefühle sind auch nicht den Jedi fremd, jedoch sollen sie sich davon verhalten, denn nur so sind sie unantastbar für die Dunkle Seite. Das Zwischenspiel ist auch hier wieder schön ausgewogen. Es wird allerhand gekämpft, mit Blaster und Schwert, aber auch Raumschiffe bekommen ihren Auftritt. Die Charaktere werden schön langsam eingeführt und man erfährt jeweils so viel Hintergrund, dass jeder Einzelne den Leser ans Herz wächst. Sehr interessant fand ich diesmal die Seite der Sith, wie anschaulich beschrieben wurde, dass der Hass und die Emotionen die Macht stärken, aber den Lenker dahinter auch auffressen. Die Jedi-Schülerin hingegen kann aus ihrer Trauer kaum ausbrechen und schafft es nur in dem sie sich von den Jedi selbst abwendet, auch keine alltägliche, aber notwendige Entscheidung. Fazit: Zwei brillante und herausragende Geschichten, aus der Old Republic und da steckt noch viel mehr drin. Vielleicht liegt es an den neuen Charakteren und ihre unbekannten Wegen, dass diese Storys so fesseln. Inhaltlich greifen Hell und Dunkel nach der Macht und schicken ihre Jünger aus, um den Leser zu fesseln, was sie auch mit Leichtigkeit schaffen. Das Mysterium hinter Star Wars bekommt kleine Einblicke in die Macht und der jeweiligen Seite, vergisst aber niemals die Figuren. Hier werden selbst einfachste Menschen zu Helden, von den man gern mehr erfahren würde. Wer sich bisher noch nicht getraut hat Star Wars: The Old Republic eine Chance zu geben, sollte mit dieser Sammelausgabe im hochwertigen Hardcoverband den Anfang machen. Matthias Göbel Autorin: Sean Williams, Paul S. Kemp Übersetzung: Jan Dinter Klappenbroschur: 764 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 03.07.2018 ISBN: 9783833236303
  2. Macht hin oder her, wenn man von ihr berührt wird, gerät man unweigerlich in Versuchung. Asajj Ventress ist im Star Wars Universum nicht nur mit offenen Armen willkommen geheißen worden, sie hat mehr als einmal die Wege der mächtigsten Jedi gekreuzt die wir kennen. Aktuell verdient sie ihr Geld als Kopfgeldjägerin und geht ihrem ehemaligen Meister Count Dooku aus dem Weg. Dieser hingegen verübt ein Verbrechen nach dem anderen an den verschiedenen Völkern der Republik und dem Jedi-Rat bleibt kein anderer Ausweg, als dass sie ein Attentat auf ihn verüben müssen. Denn erst wenn er nicht mehr ist, wird das Blutvergießen endlich ein Ende finden. Wie wir aus Star Wars: The Clone Wars wissen, dauert der Krieg wahrlich schon viel zu lange. Der Rat schickt nun Quinlan Voss aus, ein Jedi, welcher nicht immer den geraden Weg gegangen ist, aber in vielen Bereichen mit der Macht bestens vertraut ist. Er soll sich zuerst Asajj nähern und sie überreden mit ihm zusammen Dooku zu töten. Diese Phase des Buches liest sich so schnell, dass man wünschte, sie würde nicht aufhören. Die kleinen Sticheleien untereinander und die verstohlenen Blicke, welche am Ende zu Liebe führen, finden hier ihren Anfang. Ja, richtig gelesen, Asajj Ventress ist mehr als nur das kalte Monster, welches man sonst so kennt. Quinlan hingegen ist von Anfang bis Ende ein sehr sympathischer Charakter, auch wenn er seine Schwächen hat, wie eben jedes Lebewesen. Genau diese macht sich aber auch der dunkle Lord zu nutzen. Nachdem Asajj sich schon ordentlich um Voss gekümmert hat und ihm die ersten Wege zur dunkeln Seite gezeigt hat, vollendet er nun das Werk. Genau darum geht es in der zweiten Hälfte des Buches. Neben dem eigentlichen Auftrag Dooku zu töten, wird hier wieder der Kampf Hell gegen Dunkel aufgezeigt. Die Macht im inneren und das Zerreißen der Seele auf der Suche nach dem richtigen Weg. Nicht jeder schafft den Sprung wieder hinaus und Quinlan hält nur eine Person am Leben - Asajj Ventress. Nicht das hier etwa eine schmalzige Liebesgeschichte geschrieben wurde, es geht eher darum aufzuzeigen, wie sehr sich zwei einsame Herzen finden und ihren Hass und Trauer im Innern umwandeln in ein Gefühl, dass für beide unmöglich gehalten wurde. Da Star Wars gern den Weg des Dramas geht, müsst ihr am Ende schon mit ein wenig Gänsehaut rechnen. Dafür werdet ihr unentwegt mit vielen Kämpfen und Jagden belohnt. Hier wird ein Kopfgeld eingeholt, da eine Flucht vor Dooku und seinen Droiden. Schön fand ich auch die Einbindung aller bekannten Figuren zu dieser Zeit. Von Boba Fett, über Yoda, Obi Wan Kenobi, Anakin Skywalker oder Mace Windu, alle sind dabei und spielen überraschend nur eine Nebenrolle. Die beiden Hauptfiguren Asajj Ventress und Quinlan Voss schreiben hier mehr als ihre eigene Geschichte und ich hätte mich wirklich gefreut, wenn diese Geschichte auch optisch noch einmal umgesetzt worden wäre, denn die Qualität und die Tragik ist weitreichend und mitreißend. Fazit: Möge die Macht mit ihr sein... Christie Golden fühlt sich in den Sternen ob in Star Trek: Voyager oder wie hier in Star Wars mehr als wohl und das spürt man auch. Die Geschichte reißt den Leser von Anfang an mit. Man wünscht sich das Dooku endlich sein Ende findet und Quinlans Art das Leben zu sehen und zu erleben, bringt selbst das kälteste Herz der Galaxis zum erweichen. Mutig, taktvoll, ehrlich und mit einer schönen Mischung aus hetzenden Szenen und ruhigen liebevoll gestalteten Momenten, hat Star Wars hier viel mehr zu bieten, als in manch Hauptgeschichte. Matthias Göbel Autorin: Christie Golden Übersetzung: Tobias Toneguzzo, Andreas Kasprzak Broschur: 409 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Erscheinungsdatum: 21.11.2016 ISBN: 9783734161063
  3. Bevor der Autor Joe Schreiber sich mit Darth Scabrous beschäftigt hat, schickte er Star Wars schon einmal in dunkle Tiefe Abgründe. In "Der Todeskreuzer" traf ein Gefangenenschiff auf einen verlassenen imperialen Kreuzer, auf dem etwas Schreckliches erwacht war. So heftig hatte ich bisher Star Wars noch nicht erlebt und anscheinend war der Erfolg des Buches so groß, dass Schreiber noch einmal die Chance bekam erneut in die Hölle auf Erden abzutauchen. Der Roman fängt recht locker und leicht an. An einer Sith-Akademie irgendwo tief im All und zeitlich fast 4.000 Jahre vor "Eine neue Hoffnung", erfahren wir was es bedeutet ein Schüler der dunklen Seite der Macht zu sein. Nicht nur untereinander bekämpfen sich die Schüler, auch die Meister gehen nicht gerade zimperlich mit den Rekruten um. Verletzungen, Pein, Schmerz, Angst... alles nur die Anfänge dessen, was sie hier erleben müssen. Anfänglich dachte ich auch, dass könnte glatt ein entspannter Jugendroman werden... doch das sollte sich schon einige Seiten später ändern. Nachdem die Schüler und der mysteriöse Darth Scabrous etwas vorgestellt wurden, bekam auch langsam die helle Seite ihren Auftritt. Hestizo Trace hat die seltene Gabe der Macht mit Pflanzen kommunizieren zu können. Im Besonderen geht es dabei um eine schwarze Orchidee, welche von der Macht durchflutet wird wie kaum ein anderes Lebewesen. Die Jedi und die Pflanze bilden eine Symbiose für das Leben und genau hinter dieser Pflanze ist Darth Scabrous her. Den Grund dafür erfährt der Leser erst recht spät, wenn das Übel bereits freigelassen wurde. Mehr als ein Kopfgeldjäger macht sich im Namen des Darth auf die Suche und die meiner Meinung nach beeindruckendste Figur hat hier ihren Auftritt. Der sehr stark an einen Predator erinnernde Jäger schnappt sich die Jedi und der Roman wird immer schwärzer. Seite für Seite beginnt jetzt Joe Schreiber die Welt aufzubrechen und entlässt sie irgendwann wieder – Die Zombies. Da ich zuvor den Todeskreuzer las, wusste ich in etwa, was jetzt auf mich zukommt - Tod, Gemetzel, Verwesung - kurz gesagt: blutiger Horror. Da diesmal allerdings Sith und Jedi aufeinandertreffen, sind die Kämpfe um einiges geladener. Hier wird nicht nur das geliebte Lichtschwert benutzt, vielmehr auch die Macht selbst. Von Blitzen, Machtstößen bis Feuer ist alles vertreten. Eine besondere Überraschung war die Jedi, aber findet selbst heraus, welche Macht sie zusätzlich entfesseln kann. Im Endeffekt gibt es ab der Hälfte so gut wie keine Atempause mehr. Die Flucht vor den Horden Untoter beherrscht das Geschehen. Genau das fand ich zeitweise etwas zu viel. Die beklemmende und erdrückende Atmosphäre ist allgegenwärtig und da ist es egal, welche der Figuren es gerade erwischt. Irgendwann fängt man allerdings an zu ahnen was auf den nächsten Seiten zu passieren wird. Kratzende Geräusche und schmerzverzerrte Schreie sind so üppig, wie das Atmen der Überlebenden. Dennoch versucht Schreiber den Faden wieder zu fangen und scheidet dabei stark am Pool seiner Figuren. Das hier viele ihr Leben lassen werden: logisch. Das es nicht nur die eine Seite erwischt: richtig so. Das die Kreaturen sich nicht so leicht abschütteln lassen: so soll es sein. Doch wer bleibt übrig? Damit spielt er bis zum Ende hin und hat dabei ein paar unschöne Überraschungen für die Charaktere parat. Wenn ihr der Anfang noch harmlos fandet, die Steigerung hat es in sich. Nur Darth Scabrous hätte ich mir nicht so stereotypisch gewünscht. Fazit: Schreie ruhig toter Sith... solange du noch einen Kopf hast! Uralte Mächte zu verstehen und zu beherrschen bleibt ein schier unmögliches Unterfangen. Joe Schreiber lädt erneut die Zombieapokalypse ein, Einzug im Star Wars Universum Platz zu nehmen. Da diesmal Sith und Jedi mit von der Partie sind, gelingt der dunkle Ausflug erneut, auch wenn er etwas mehr vorhersehbarere Situationen beinhaltet. Würgender Todesgeruch auf unzähligen Seiten, bis das letzte Licht erlischt. Nichts für die Disneyfraktion, aber für alle die gern beim Lesen länger das Licht anlassen... Matthias Göbel Autor: Joe Schreiber Übersetzung: Andreas Kasprzak Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Erscheinungsdatum: 16.11.2012 ISBN: 9783641100506
  4. Die Ausgabe lässt schon sehr viel hoffen: „Cade Skywalker, Sith-Jäger“. Erkennt er endlich wer er ist und findet er seine Bestimmung? Doch bevor es um Cade geht, erleben wir General Stazi, welcher mit seiner Flotte den Mon Calamari zur Hilfe eilt. Die Sith haben den Auftrag bekommen den Planeten komplett zu vernichten und setzen dafür ein Gift ein, welches sofort wirkt und viele tausende schon dahingerafft hat. Der organisierte Konvoi von Schiffen schafft es eine geringe Anzahl Überlebender auf andere Planeten zu bringen, doch werden auch diese Planeten für ihre Hilfe von den Sith bestraft und verseucht. Jetzt kommt auch Cade ins Spiel, denn er erfährt von diesen Gräueltaten und schwört sofort Rache. Der Sith der dafür verantwortlich ist, muss zur Rechenschaft gezogen werden. Doch erst einmal muss er gefunden werden. Genau hier kann man sich auf einige schöne Kämpfe freuen und Cade ist nicht gerade zimperlich. Dennoch steht noch viel mehr auf dem Spiel als den Beteiligten aktuell bewusst ist. Das Böse der Sith bekommt einen neuen Aufschwung. Nachdem Darth Krayt getötet wurde, schien es, dass die Jedi endlich wieder die Oberhand gewinnen könnten, doch in diesem Band gibt es glatt eine heftige Überraschung. Es wäre auch zu einfach gewesen, ein Kampf und das Übel wird ausradiert. Wo die Sith sich anfänglich noch fast selbst vernichtet hätten, da sie herausgefunden haben, dass Krayt tot ist, umso stärker stehen sie am Ende dieses Bandes da. Dass die Getreuen um Exil-Imperators Roan Fel ebenfalls ein Wörtchen mitzureden haben, erscheint fast als Nebengeschichte, hat wohl aber später noch deutliche Auswirkungen. Als Bonus gibt es noch eine Geschichte zwischen dem rebellentreuen Schmuggler/Mechaniker Boshek und Agentin Captain Bex. Im Verlauf dieser kleinen Story muss der äußerst Han-Holo-Ähnliche Boshek erkennen, dass man nicht immer einer schönen Frau blind vertrauen sollte und auf der anderen Seite hat Bex sich zu entscheiden, auf welche Weise sie dem Imperium dienen mag. Grafisch darf es dank der vielen Sith diesmal wieder dunkler sein und genau das steht dem Comic wunderbar. Schön viele Kämpfe und die Sith haben mit ihren Rot/Schwarzen-Bemalungen immer wieder neue Muster parat. Weniger mit dem Blaster, geht es diesmal viel mit dem Schwert zur Sache und auch im All treffen viele Laser manch Defensivschild der Raumschiffe. Fazit: Cade Skywalker findet endlich seinen Weg in der Geschichte von Star Wars. Der Start des Endes der Reihe ist gesetzt. Neben den wirklich schrecklichen Taten der Sith, bekommen sie endlich einen Gegner, den sie selbst nicht einschätzen können. Cade ist gewandt und schließt langsam seine Ausbildung unfreiwillig als Jedi ab. Zumindest steht er auf der richtigen Seite und der Comic-Fan kann sich auf einen unterhaltsamen Band freuen, mit einer starken Überraschung für das große Finale! Matthias Göbel Autor: John Ostrander, Jeremy Barlow Zeichner: Jan Duursema, Bradon Badeaux, Dan Parsons, Brad Anderson, Michael Atiyeh Übersetzung: Michael Nagula Hardcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 15.02.2019 ISBN: 9783741610462
  5. Während der Klonkriege sind so einige Schlachten ausgefochten worden, von denen man bisher gar nichts wusste. Eine davon erlebt man hier und vorweg gesagt, der Comic hat es wirklich in sich. Jedi-Meister Quinlan Vos hat sich bereits mehr als einmal weit auf die dunkle Seite begeben. Aktuell ist er immer noch auf der Suche nach dem zweiten Sith und er will ihn unbedingt zur Strecke bringen. Als Doppelagent für die Jedi und auf der Seite für Count Dooku, gerät er mehr als einmal in Gefahr die helle Seite in sich zu verlieren. Quinlans Meister Tholme, hat sich ebenfalls auf die Suche gemacht und findet in Sora Bulo den Feind, der es geschafft hat, dem Count eine neue Klon-Armee zu züchten. Quinlan Vos ist nicht nur ein Jedi, er hat auch seltene psychometische Kräfte und kann von Gegenständen Bilder empfangen. Diese weisen ihm dann den Weg oder er bekommt so Informationen, die er von töten Körpern lesen kann. Genau das ist es auch, was ihn so besonders macht und nicht nur der Count, sondern auch die Jedi ihn für äußerst wichtig halten. Da er aber innerlich selbst einen Kampf zu führen hat, trifft er oft Entscheidungen, welche ihn zwar näher an die Sith bringen, aber er sich immer weiter von den Jedi entfernt. In diesem Band muss er sich entscheiden und es kommt zu einem wirklich grandiosen Finale. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Kämpfe in einem Comic-Band von Star Was gesehen wie hier. Egal ob Sturmtruppler oder völlig neue Aliens, hier wird mit allen Mitteln gekämpft, bis am Ende nur der Tod entscheidet, welche Seite übrig bleibt. Genau hier haben die Zeichner sich besonders Mühe gegeben. Nicht nur die Kampfszenen sind gut eingefangen, auch die Farben und Hintergründe sind diesmal schön miteinander kombiniert worden. Dunkel und düster, so wie man es auch von einem solchen Comic erwarten würde, werden Geheimnisse gelüftet, tote Jedi der Macht übergeben und den Separatisten ein erheblicher Schlag versetzt. Fazit: Star Wars lebt genau von solchen Geschichten. Jedi-Meister Quinlan Vos zählt sicherlich nicht zu den bekanntesten der Jedi-Meister, doch ist seine Geschichte umso aufwühlender. Ob dunkele oder helle Seite, diesen Kampf wird jeder Jedi in seinem Inneren ständig mit sich selbst ausfechten. Manchmal gibt man nach, wie damals Darth Vader und manchmal ist die Macht in der Lage die Dinge auf die richtige Bahn zu lenken. Sehr actionreich und mit sehr passend gezeichneten Kampfposen, haben Dan Parsons & Jan Duursema erneut sehr gute Arbeit abgeliefert. Matthias Göbel Autor: John Ostrander Zeichnung: Dan Parsons, Jan Duursema, Brad Anderson Übersetzung: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 01.02.2019 ISBN: 9783741610455
  6. Anakin ist in seinem Tank erwacht. Er hat seine neue Rüstung an und von nun an wird ihn die Galaxie nur noch unter dem Namen Darth Vader kennen. Noch ganz benebelt von den Strapazen den Operationen kommt er langsam wieder in der Realität an und muss erkennen, dass alles was er liebte nicht mehr existiert. An seiner Seite der Imperator, dessen Worte nur noch mehr Gift in sein Herz pumpen. Von nun an soll Vader als rechte Hand des Imperators dienen, doch zuvor muss er sich sein Lichtschwert verdienen. Palpatine schickt ihn auf die Suche nach einem noch lebenden Jedi, denn dies ist die Grundlage für das Schwert eines Sith. Durch die Order 66 wurden jedoch so gut wie alle Jedi vernichtet. Nur sehr vereinzelt und versteckt kann man sie noch finden. So macht sich Vader auf den Weg, um einen finden und muss dabei erkennen, dass er noch nicht perfekt ist, aber der Perfektion sehr nahe. Leichen pflastern seinen Weg, denn egal wo er auftaucht, man muss einfach damit rechnen, dass sein Hass und seine Trauer in ihm die dunklen Mächte beflügeln und Leben nehmen. Er findet schließlich wonach er sucht und darf sich am Ende neben seinen neuen Lehrmeister stellen, dem er noch viele Jahre schenken wird. Eine kleine Bonusgeschichte erzählt am Ende von einem Tag von Darth Vader. Dieser möchte eigentlich meditieren, doch ständig wird er gestört und eine schlechte Nachricht ereilt die nächste. Die Überbringer überleben natürlich nicht ihre Botschaft. Ein kleiner Droide räumt artig hinter Vader hinter her, bis... ihr werdet schon sehen was passiert. Hier sollte auch neben den dunklen Taten etwas Witz aufkommen, was nicht an jeder Ecke funktioniert, aber als Ergänzung passt. Ansonsten darf man sich Vader wieder auf äußerst gut gestaltete Comic-Seiten anschauen. Egal ob im Kampf oder in seinen Machtposen, er schenkt dem Comic eine wunderbare Atmosphäre, in der sich der dunkle Fürst wirklich wohl fühlt. Schade fand ich nur, dass es so wenig Text gab. Auch wenn die Bilder alles sehr gut erzählen, hätte man gern noch mit ein paar Einzelheiten oder geschichtlichem Wissen aufwarten können. Fazit: Darth Vader hat die Dunkelheit zwar nicht erfunden, präsentiert sie aber dafür prächtig. Ein optisch gelungener Comic, über einen der mächtigsten Sith-Lords welche je gelebt haben. Seine Ausbildung wird hier komplettiert und er verdient sich sein Schwert. Ohne Rücksicht auf Verluste, greift er nach der Macht und hält sie bis zum Ende hin fest. Ich habe immer gewusst, dass dieser Charakter so viel mehr zu erzählen hat und endlich kann man tiefer in die Seele von Vader schauen. Matthias Göbel Autor: Charles Soule, Chris Eliopoulos Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Cam Smith, David Curiel, Jordie Bellaire Übersetzer: Michael Nagula, Jürgen Zahn Softcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 20.11.2018 ISBN: 9783741609305
  7. Immer wieder dieser Darth Vader... oder doch nicht? Genau hier könnte man meinen, dass es doch noch andere Geschichten zu erzählen gibt, als immer wieder nur auf die bekannten Figuren zurückzugreifen. Charles Soule hat sich als Autor jedoch genau das Gegenteil gedacht und präsentiert die fortführende Story der Dath Vader Vergangenheit. Wie ging es weiter mit Anakin Skywalker nach „Die Rache der Sith“? Nachdem er bereits einige Anschläge auf sein Leben überlebt hat, bekommt er eine neue Aufgabe vom Imperator. Nach der Säuberung gegen die Jedi, sind kaum noch welche zu finden und dennoch gibt es sie noch. Vader soll sich um eine ganz besondere Meisterin kümmern - Jocasta Nu. Sie hat die Jedi-Archive geführt und keiner kennt sich hier besser aus als sie. Allein schon deswegen ist sie wertvoll, aber im Hintergrund, gibt es noch viel mehr Storystränge, welche unserem Dunklen Lord erst später bewusst werden. Jocasta versucht indessen alle Geheimnisse zu sichern. Ein Holocron nach dem anderen füttert sie mit Informationen, so dass die kommenden Gegenrationen, auch noch etwas aus den Vorzeiten der Jedi erfahren können und wir alle wissen, wer später das Vermächtnis tragen durfte. Im Endeffekt ist der Comic nicht einfach nur eine Jagd, Sith vs. Jedi, vielmehr wird hier auch gezeigt, wie sehr Vader auf der Suche nach dem Kampf ist. Er sucht jede Konfrontation. Am liebsten agiert er dabei mit seinem Schwert und mit der Macht an seiner Seite. Der Tod begleitet ihn in jeder erdenklichen Situation und überlegt man, wie er mal enden wird, müsste man sich wirklich fragen ob man mit ihm Mitleid haben sollte. Zudem wird auch eine neue Gruppe aus übergelaufenen Jedi unter seine Führung gestellt - Die Inquisitoren. Viele neue Charaktere lassen sich blicken und sie sehen zum Teil schon recht finster aus, egal wie viel Jedi mal in ihnen war. Giuseppe Camuncoli als Zeichner hat sich derart viel Mühe gegeben, dass man sich gern jede Seite extra lange anschaut. Ergänzt werden die Bilder mit den Farben von Daniele Orlandini und David Curiel. Licht, Schatten, Effekte, alles auf einem hohen Niveau, welches modern daherkommt und besonders Darth Vader oft in den Vordergrund stellt. Nicht immer mit besonders viel Text gefüllt, aber in einem Comic darf eben auch ein Bild komplett für sich sprechen und das gelingt hier tadellos. Fazit: All der Hass und all die Intrigen, bringen die düstere Stimmung in Lord Vader in diesem Comic perfekt zum Vorschein. Sein Leben ist geprägt vom Kampf gegen die Jedi, mit sich selbst und mit der Macht. Es ist interessant zu sehen, wie Anakin Skywalker sich mehr und mehr in die Rolle des Sith-Lord einlebt und fast nicht mehr davon loskommen wird. Sehr zu empfehlen und das nicht nur wegen der Bilder, sondern auch von der Kraft der Geschichte. Matthias Göbel Autor: Charles Soule Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Daniele Orlandini, David Curiel Übersetzer: Michael Nagula Softcover: 140 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 22.01.2019 ISBN: 9783741610363
  8. Dann tauchen wir mal in eine mehrere tausend Jahre umfassende Geschichte ein. Wie der Name der Ausgabe es schon verrät, geht es um den Muur-Talisman. Dabei handelt es sich um ein uraltes Sith-Artefakt, welches eine ganz besondere Gabe hat. Als erstes kann nur aktiviert werden, wenn man mit der Macht vertraut ist. Hat man es einmal geschafft, dann kann der Besitzer Menschen und auch andere Lebewesen in Rakghouls verwandeln und sie auch steuern. Na wenn das nicht nach Knights of the old Republic klingt und genau da findet diese Geschichte ihren Ursprung. Wir schreiben etwa 4.000 Jahre vor „Eine neue Hoffnung“. Die Republik und die Mandalorianer befinden sich im Krieg und die Jedi führen einen Geheimbund, welcher die Sith mit allen Mitteln versucht aufzuhalten. Zu dieser Zeit ist Lucien Draay Anführer dieses Bundes und er schickt die Jedi-Kämpferin Celeste Morne aus, um den abtrünnigen Padawan Zayne Carrick zu finden. Sie begibt sich nach Taris und versucht dort als erstes den Talisman zu finden und nebenbei läuft ihr Zayne Carrick über den Weg. Wie das Schicksal es so wollte, gelangt sie sogar in dessen Besitz oder besser gesagt, der Talisman nimmt sich ihrer an. Erst 4.000 Jahre später, erweckt sie kein geringerer als Darth Vader wieder aus einem Sarg und der Rest folgt im zweiten Teil. In groben Zügen wisst ihr jetzt, um was es geht und schaut man genau hin, erlebt man wahrlich ein ungewöhnliches Abenteuer. Die Jedi nahmen sich schon damals deutlicher den Sith an, als es später zu sehen war und mit den Rakghouls und den Mandalorianer haben besonders eingefleischte Fans ein schönes Wiedersehen zu feiern. Mit dem Sprung durch die Zeit, wurden auch die Zeichner getauscht und ganz persönlich, finde ich die ersten zwei Drittel manchmal etwas seltsam bei den Darstellungen der Gesichter, aber dennoch wurden Körper und Bewegung schwungvoll umgesetzt. Später nimmt alles eine gewohnte Art und Weise an, wobei durchweg Farben und Texturen immer stimmig sind. Man merkt wirklich, dass der Comic eine komplett eigene Geschichte erzählen will. Er verlässt sich nicht nur auf bekannte Figuren, sondern fügt immer wieder auch neue hinzu und man darf sogar mit etwas Witz rechnen. Der Talisman als Verbindung zwischen den unterschiedlichen Zeiten funktioniert wunderbar und auch seine ausgesprochen ungewöhnliche Macht, lässt ihn schon fast omnipotent erscheinen. Wenn er jetzt noch in die falschen Hände geraten würde, man möchte sich nicht ausmalen, was wohl mit Luke und den Rebellen passieren würde. Fazit: Die Sith haben schon so einige Artefakte in ihrer Vergangenheit heraufbeschworen und der Muur-Talisman zählt wohl zu einen der eindrucksvollsten Waffen. Dank dieser Comic-Ausgabe erlebt ihr seinen Werdegang. Rakghouls, Mandalorianer, Jedi und Sith, was will man mehr aus der Old Republic und man bekommt am Ende sogar noch Darth Vader zu sehen. Mit etwas mehr Feingefühl bei den Gesichtern wäre der Comic perfekt, allerdings trifft er mit seiner Geschichte jeden Fan beim Nerv. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller, Randy Stradley Zeichner: Dan Parsons, Dave Ross, Douglas Wheatley, Joe Pimentel, Scott Hepburn, Michael Atiyeh, Dave McCaig Übersetzung: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 03.08.2018 ISBN: 9783741605680
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