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  • 2x02 - New Eden

    New Eden
    Episoden-Nummer: 2   Produktions-Nummer: 17   US-Erstausstrahlung: 24.01.2019   Deutsche Erstausstrahlung: 25.01.2019  
    Die Discovery entdeckt einen fremden Planeten auf welchem rückständige Menschen wohnen. Dort angekommen erkennt die Crew eine große Gefahr für die Bewohner...

    Vollständiger Inhalt (Achtung: Spoiler)

    Episodenkritik (Achtung: Spoiler)

    Tja, da hat man sich den Trailer angeschaut und die Plot-Zusammenfassung gelesen und gehofft, dass das mal eine richtig richtig trekkige Episode werden würde. Mit Dialog, moralischem Dilemann, etwas 'über den eigenen Schatten/Engel springen' und so weiter. Vielleicht sogar mal einem Drehbuch, dass ein wenig auf ein glaubwürdiges Konstrukt achtet. Und dann bemerkt man, dass man Star Trek: Discovery schaut und alles irgendwie passiert, weil es passieren muss und nicht, weil es zwingend Sinn ergibt.

    Die Discovery hat ja anscheinen 10000 Megapixel Kameras, die einen Drohnen-Zoom-artigen Fly-By (yeah, Technobabbel), aus dem Orbit auf eine Planetenoberfläche ermöglicht. Hat man Sarus Augen aus Episode 2x01 kurzerhand an die Schiffsaußenhülle gepappt und mit etwas Thunderbolt 3-Kabel mit dem Schiffscomputer verbunden? Oder warum musste der Kelpianer noch eine Folge zuvor die scheiß Grafikauflösung der Discovery durch Zusammenkneifen seiner Augen kompensieren? Ach halt, Amazon Prime (der Lieferdienst, der nicht ins JJ Universum liefert...) hatte die RTX 2070 von NVIDIA noch nicht zugestellt...

    Entschuldigen Sie, werter Leser, ich entgleite ob meines Alters bereits im ersten Absatz in verächtliches "Action-Knabe" Vokabular ab. "Rezensionen sollen objektiv sein." fordert der geneigte Facebook-Millennial fortwährend. Also halt, stop. Es ist hier schließlich Obst im Haus und ich fange nochmals von vorne an.

    Im Review zur letzten Episode hatte ich mich darüber gefreut, dass man sich offensichtlich diverse Kritikpunkte zur ersten Staffel zu Herzen genommen hat. Auch in "New Eden" erwarten uns daher erfreulicherweise deutlich mehr Dialoge und ein - im Vergleich zur ersten Staffel - glaubwürdigere Art und Weise der Geschichtenerzählung.

    Wir steigen also direkt ein in ein Gespräch zwischen Pike und Burnham, das sich über den seltsamen Logbucheintrag von Spock dreht. Eine plumpe Überleitung weiter fordert Pike Burnham auf, doch bitte offen mit im zu sein. Natürlich schlägt Burnham diese feine Gelegenheit, Pike vom mysteriösen toten Engel zu erzählen aus - irgendwie muss dem Zuschauer ja vorher noch klar gemacht werden, dass offenbar Burnham selbst der rote Engel ist.

    Zugegeben, das ist eine wilde Spekulation, in Anbetracht dessen, dass man es in dieser Folge gleich zwei mal visuell so hinbekommen hat, dass im Gesicht von Michael Burnham der Engel zu sehen ist, kommen aktuell für mich aber nur zwei Möglichkeiten in Frage: Es ist so plump wie es aussieht und Burnham ist der Red Angel oder: Chuzpe meine Herren, der einfache Junker wird an der Nase herumgeführt. Ich würde ja letzteres Begrüßen, da die Verwandlung von Tyler/Voq aus der letzten Staffel schon plump genug war...

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    Jetzt meine Lieblingsszene der Episode: Pikes verdutzte Reaktion auf die Verwendung von Pilzen und Bärtierchen. Man hat wohl wirklich dabei sein müssen, um das zu glauben. Warum nun die Entscheidung, den Antrieb erneut zu benutzen direkt von Pike auf der Brücke gefällt werden kann empfang ich hingegen als äußerst seltsam. Keine Rückfrage bei einem Gremium oder wenigstens ein Anruf beim Admiral? Mit welchem Kompetenzen ist Pike für diese Mission eigentlich ausgestattet? Hier sollten die Autoren deutlich mehr Informationen bieten. So wirkte es für mich nur nach einem Billigen "Trick" wieder ins alte Erzählmuster zurückzufallen und ist für den Zuschauer auch wenig befriedigend.

    Warum öffnet man jetzt wieder die Büchse der Pandora und lässt den Spore-Drive aus dem Sack? Wo er doch in jeglicher Hinsicht nicht zur Art und Weise der Föderation passt? Es sind gerade dieser erzählerischen Abkürzungen, die mich als "erfahrenen Zuschauer" mehr und mehr zur Weißglut bringen. Hätte das Signal nicht auch im Alpha-Quadranten sein können? Gut, das könnte später mal einen Sinn ergeben. Aber ohne das Hadern zur Entscheidung, den Spore-Drive zu verwenden, fühle ich mich in die 60er Jahre zurückversetzt, als Batman für jeglich nur denkbare Gefahr ein Gadget in seinem Bat-Gürtel hatte.

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    Es ist dann natürlich ergänzend dazu auch total praktisch, dass man punktgenau zum nuklearen Winter im Orbit der neuen Erde landet. Und damit bin ich auch schon wieder bei der Einleitung zu diesem Review. Alles passiert, weil es passieren muss.

    Und so geht es auch weiter: Nachdem in der letzten Folge ein großer Brocken dunkle Materie eingeladen wurde ist, und da würde sicherlich jeder auch nur mit der halben Gehirnhälfte denkender Wissenschaftler der heutigen Zeit zustimmen, die Discovery in einer überaus instabilen und gefährlichen Lage. Es wäre also angebracht, mit dem Schiff zum nächsten Raumhafen zu fliegen und den Brocken auszuladen. Anstelle dessen bedient man sich einer höchst instabilen und unerprobten Reisetechnik. Was passiert, wenn Staments beim Sporen-Sprung der Nießanfall packt und das hübsche Eindämmungsfeld im Shuttle-Hangar zusammenbricht? Die Antwort darauf liefert Ensign Tilly: "Booom!". Natürlich konnte man nicht das logische tun, sonst hätte man ja für die nukleare Bedrohung aus dem Orbit keine Lösung an Bord.

    Ohnehin erschließt sich mich nicht, wie man einen Azubi mit nem dicken Laserstrahl inmitten einer offenbar wichtigen Mission völlig frei und ohne Supervision am Gestein herumhantieren lassen kann. Außer natürlich um den zarten Schneeflocken, die sich als Apache Helikopter identifzieren, in grausam triefender political correctness zu sagen: "Glaub an dich, du kannst alles werden was du dir vorstellst, du bist das Genie, das du glaubst zu sein. Mach einfach dein Ding." Aber, Achtung Spoiler, das klappt so nicht. Packt mir so viel übergewichtige besondere Frauen mit mangelnder Sozialkompetenz ungewöhnlichen Charakteristika in TV Serien wie ihr wollt - das ist mir total egal. Was mir nicht egal ist, ist, dass eine Handlung einen Sinn zu ergeben hat. Und in dieser Hinsicht schlägt Discovery echt dem Fass den Boden aus. Es ist lobenswert, dass neue Rollenbilder, Chancengleichheit und all die Errungenschaften der modernenen Gesellschaft in TV und Film Einzug halten. Andere Filme und Serien bekommen das auch prima hin. Bei Discovery ist nach wie vor das Problem vorhanden, dass man offenbar nicht darüber nachdenkt, an welcher Stelle der Story welches Element überhaupt sinnvoll ist. Es werden derartige Figuren in die Story geschmissen, ohne zu prüfen, ob diese dort auch Sinn ergeben.

    Wie kann es also sein, dass ein Azubi, ganz egal wie viel Genie in ihm steckt, mit einem Lasercutter sowohl Mission als auch Schiff und Besatzung in Gefahr bringen kann? Wie kann es sein, dass der Azubi den PC/Konsole vom Vorgesetzten nutzt? Das ging früher nicht, das geht heute nicht und das geht auch in Zukunft nicht. Egal wie offen die Gesellschaft ist.

    Nun beginnt Discovery im Verlauf der Erzählung auch immer stärker den Glauben vs. Wissenschaft Aspekt aufzugreifen. Ein spannendes Thema. Battlestar Galactica bestritt damit ganze Staffeln. Und blieb dabei fast immer tiefgründig und regte zum Nachdenken an. Discovery beschränkt sich hier auf sehr oberflächliche Glückskekse-Sprüche im Sinne von "Ein Mensch ist erst wirklich tot, wenn keiner mehr an einen denkt".

    So vermag 2x02 New Eden weder auf den Glaubenskonflikt eine Antwort zu geben als interessante Fragen für den Zuschauer aufzuwerfen. Allerdings, ich hab mich ja schon gefragt: Warum entwickeln sich Menschen in 200 Jahren nicht weiter? Warum verschreibt man sich völlig dem Amish-Paradise, wenn doch selbst für uns rückständige Menschen in 2019 klar wäre, dass wenn ein roter Engel kommt und einen samt Kirche in einen anderen Quadranten beamt es sicherlich nicht unser Grate Lord war?

    Ohnehin ist das gesamte Religionskonstrukt absurd - zumindest nach heutigem Standpunkt völlig undenkbar, dass sich religiöse fundamentalisten der in Discovery gezeigten Religionen in einer gemeinsamen Kirche organisieren würden. Und genau deswegen fehlt der Kontext, der ja angeblich nur für Kings ist, in "New Eden" umso mehr. Für mich persönlich, verrent sich Discovery hier aber auch etwas zusehr in der "Religion- und Mysterie-Schublade" die für manche Zuschauer Serien wie Lost schon untragbar gemacht haben. Nochmal zurück zu Tilly. Hätte ja nicht gedacht, dass es eine noch nervigere Figur als sie gibt. Jetzt hat sie auch noch eine halluzigene Freundin bekommen. Vermutlich gibt es von Ihr in Zukunft mehr. Nach wie vor bin ich durchaus bereit derartige Elemente hinzunehmen und zu ertragen - wenn sie denn vernünftig aufgelöst und erklärt werden. Aktuell fühle ich mich aber mehr und mehr an Lost und die Luke aus der ersten Staffel erinnert die, in einem völlig antiklimatischen Cliffhanger für einen deutlichen Zuschauerrückgang sorgte. Bleibt bei Science Fiction, liebe Autoren.

    Dass das Außenteam letztendlich nur durch das bockige Verhalten von Burnham auffliegt ist erneut ein Paradebeispiel für sinnbefreite Drehbücher. Warum muss Michael mit der Holzhammer-Methode darauf "hinweisen", dass man auch an Wissenschaft glauben könnte? Solche Nuancen sollte sich der Zuschauer selbst denken. Es passt nicht zur obersten Direktive, nicht zur Mission - nein, zu gar nichts. Es ist erneut nur ein weiteres "Stil"-Mittel, um den Vorgang des Auffliegens zu beschleunigen bzw. zu erreichen.

    Bei all der Kritik verbleibt allerdings zum Glück dennoch noch eine ganz ansehbare Episode. Die Interaktion auf dem Planeten ist von Ausnahmen abgesehen ansprechend, ebenso, dass der Gesamteindruck einer Crew, die an einem Strang zieht, der auch mit 2x02 wieder zugenommen hat. Mir persönlich gefällt die Krankenstation und die Ärztin ohne Namen.

    Fazit und Wertung

    Episode die zwar gut anzusehen ist, aber weit hinter ihrem Potential zurückbleibt.
    2/5
    Gesamtwertung
    Action: 2 Spannung: 2 Humor: 1 Anspruch: 1 Kontinuität: 1 Figuren: 3 Erotik: 0

    bearbeitet von Daniel Räbiger

    Rückmeldungen von Benutzern

    Empfohlene Kommentare

     

    So einiges kann ich in DRs Kritik durchaus nachempfinden, aber ich glaube, dass DR die Rolle des roten Engels falsch einschätzt. Womöglich ist das ein Faden, der sich über mehrere Episoden hinwegziehen wird, wenn nicht sogar durch die ganze Staffel. Ich mag mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster hängen, doch ich könnte mir vorstellen, dass dieses Wesen auf seine Weise die Discovery zu Hilfe geholt hat - um seine Schützlinge, die es vor 200 Jahren gerettet hat,  erneut zu beschützen.  Erst lockt es die Discovery zu dem Asteroiden mit der dunklen Materie und dann nach New Eden. Das Burnham der rote Engel sei, scheint mir tatsächlich als sehr wilde Spekulation. Womöglich ist sie durch ihre irdisch-vulkanische Erziehung - ähnlich wie Spock (der vielleicht wegen ähnlicher Erkenntnisse im Sanatorium sitzt) - solchen Phänomenen gegenüber empfindlicher als andere. Möglicherweise liegt es auch nur daran, dass sie zufällig diejenige war, die auf dem Asteroiden in unmittelbarer Gefahr war. Sa sieht man schon mal rote Engel ;-) Als dann klar wird, dass das plappernde Genie an Bord der Discouvery nur eine Lösung finden kann, wenn es ein Gegenüber hat, das Kontra gibt oder zustimmt, erscheint das Wesen in Gestalt der Freundin aus Tillys Kindheit. Oder es lässt sie als Haluzination auftreten. Wie auch immer: es funktioniert. Tilly findet plappernd die Lösung. Nervig, aber es gibt solche Leute tatsächlich. Und langsam fange ich tatsächlich an, diese Nervensäge zu mögen. Endlich mal nicht die überlegene, kühle Schönheit, sondern ein schnellredendes, pummeliges junges Mädchen mit Pickeln im Gesicht, einer Neigung zu Panikanfällen und einem großen Herzen. So normal, so menschlich.

    Ich würde diese Episode im Star-Trek-Konsens als durchschnittlich bewerten. Für Discovery im Vergleich zur ersten Staffel sogar als durchaus gelungen. Die Crew bekommt immer mehr Form, die Gesichter haben inszwischen nicht nur Namen sondern bilden langsam auch Charaktere aus (die namenlose Ärztin kommt hoffentlich auch noch an die Reihe), Discovery reiht sich langsam in die traditionellen Star-Trek-Themen ein. Die Idee der Vermischung der Weltreligionen gefällt mir gut (DR - wo war da was zu sehen oder hören von religiösem Fundamentalismus? Diese "Bibel-Zitate"? Sorry - solche Zitate wirken immer krass, wenn sie ohne Zusammenhang dargestellt werden. Diese Gesellschaft wirkt auf mich nicht fanatisch). Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie das mit dem roten Engel weitergeht :-)

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    Zum Thema, wie man den Azubi alleine auf etwas loslassen kann, das das gesamte Schiff vernichten könnte, und dass eben dieser Azubi dann am Ende den Tag rettet, möchte ich nur zwei Worte sagen:

    Wesley Crusher.

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    Alles wird hier zu Tode geschrieben, nur weil man DSC nicht mag. Kann man so machen, muss man aber nicht. Schon allein das mit Sarus Augen wurde doch in der ersten Episode erklärt, dass das Asteroidenfeld eine Störung der Sensoren veranlasst hat. Hier gab es keine Störung und die ganze Crew kann sehen, was auf dem Planeten abgeht. Man sollte sich die Folgen schon genau ansehen. Ich fühlte mich zum ersten Mal bei DSC an Star Trek erinnert. Hoffe es geht so weiter. Die erste Folge war schon ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.

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    @Daniel Räbiger Ich finde deine Rezensionen immer sehr erfrischend, weil man sich immer schön an ihnen reiben und sich aufregen kann, aber auch um einfach eine andere Meinung / Perspektive auf das gesehene zu bekommen. Auch wenn ich sie inhaltlich oft nicht teile, danke dafür.

    Ich wäre mal interessiert, ob du wirklich so wenig Spaß am Star Trek schauen hast, wie man vermuten muss, bei den vielen Kleinigkeiten an denen du dich aufhängst, bzw. dir überhaupt auffallen. Oft verkaufst du Fehler / Ungereimtheiten als DSC spezifisch (war früher bei ENT genauso), obwohl dieselben "Fehler" auch bei allen anderen Star Trek Serien gab. Bestes Beispiel die optischen Sensoren / Saurons Auge: Seit jeher kann der Bildschirm in jeder Folge irgendetwas, was gerade gut ins Drehbuch passt, bzw. nicht mehr was gestern noch ging. Wie man sich über so etwas in epischer Breite aufregen kann ist mir schleierhaft. Außerdem findet man zu fast jeder Ungereimtheit immer eine tolle Technobabble Herleitung, die es wieder "schönredet / erklärt", siehe vier Kommentare weiter oben :) .  

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    vor 7 Stunden schrieb TheOssi:

    Zum Thema, wie man den Azubi alleine auf etwas loslassen kann, das das gesamte Schiff vernichten könnte, und dass eben dieser Azubi dann am Ende den Tag rettet, möchte ich nur zwei Worte sagen:

    Wesley Crusher.

    :-) führte ja nicht gerade dazu, dass der Kerl beliebt war... Aber mal ganz im Ernst: bei Wesley gabs wenigstens die gehörige Tracht Tadel... Tilly gratuliert man hingegen fast schon dazu.

    Am 27.1.2019 um 01:55 schrieb Brynhild:

    Die Idee der Vermischung der Weltreligionen gefällt mir gut (DR - wo war da was zu sehen oder hören von religiösem Fundamentalismus? Diese "Bibel-Zitate"? Sorry - solche Zitate wirken immer krass, wenn sie ohne Zusammenhang dargestellt werden. Diese Gesellschaft wirkt auf mich nicht fanatisch).

    Das liegt ggfs. an meiner Betrachtungsweise für Religion im Allgemeinen. Meine Schlussfolgerung war folgende:

    Nach dem Transport der Kirche war dies für die transportierten Menschen derart wundersam, dass deren Schlussfolgerung offenbar war: "omfg, gott/buddha/allah/fliegendes spaghetti monster". Menschen im Jahre 2053 - also durchaus weiterentwickelt als wir. Und selbst wir stellen auch innerhalb der katholischen Glaubensgemeinschaft eine Akzeptanz des Urknalls fest. Der Vatikan lädt rennomierte Forscher wie den Physik-Nobellpreisträger Gerard't Hooft zu sich ein um über den Urknall zu sprechen.

    Wer würde sich nun also, nach einem solchen Ereignis derart einem Gott verschreiben ohne technische und wissenschaftliche Dinge in betracht zu ziehen? Fundamentalisten. Das würde zumindest dazu passen, dass sich die Menschen dort null komma null weiterentwickelt haben. Und gerade für diese Personen wäre eine Vermischung von teils eklatant unterschiedlichen Glaubenswegen (zumindest nach aktuellem Maßstab) doch unmöglich, oder?

    Für mich war das irgendwie unglaubwürdig. Man wollte das Element "Kirche" mit in die Serie bringen. Hätte man auch prima tun können. In dieser Form fand ichs allerdings tatsächlich höchst seltsam.

    vor 5 Stunden schrieb duckinio:

    Alles wird hier zu Tode geschrieben, nur weil man DSC nicht mag. Kann man so machen, muss man aber nicht. Schon allein das mit Sarus Augen wurde doch in der ersten Episode erklärt, dass das Asteroidenfeld eine Störung der Sensoren veranlasst hat.

    Die Erklärung war Banane... Sensoren gestört alles schön und gut. Aber was hält den Schiffscomputer davon ab, das digitale Bild zu vergrößern? Das kann jedes Handy. Und wie soll Saru auf nem Viewscreen etwas erkennen, was in dem Bild, das der Computer am Viewscreen einblendet gar nicht vorhanden ist? Die Szene war ja nicht so, dass er tatsächlich aus dem Fenster geschaut hätte, sondern er blickte auf eine Einblendung des Computers.

    vor 3 Stunden schrieb Gast Ripleyllab:

     Ich finde deine Rezensionen immer sehr erfrischend, weil man sich immer schön an ihnen reiben und sich aufregen kann, aber auch um einfach eine andere Meinung / Perspektive auf das gesehene zu bekommen. Auch wenn ich sie inhaltlich oft nicht teile, danke dafür.

    Ich wäre mal interessiert, ob du wirklich so wenig Spaß am Star Trek schauen hast, wie man vermuten muss, bei den vielen Kleinigkeiten an denen du dich aufhängst, bzw. dir überhaupt auffallen. Oft verkaufst du Fehler / Ungereimtheiten als DSC spezifisch (war früher bei ENT genauso), obwohl dieselben "Fehler" auch bei allen anderen Star Trek Serien gab. Bestes Beispiel die optischen Sensoren / Saurons Auge: Seit jeher kann der Bildschirm in jeder Folge irgendetwas, was gerade gut ins Drehbuch passt, bzw. nicht mehr was gestern noch ging. Wie man sich über so etwas in epischer Breite aufregen kann ist mir schleierhaft.

    mmm ja, reib dich...  ;)

    Danke für die offenen Worte, das freut mich in der Tat sehr!

    Ich bin alt. Ich hab neben allen Star Trek Episoden schon so endlos viel anderen Science Fiction Kram gesehen. Und da ists halt wie mit allen Dingen im Leben. Das erste Auto ist immer geil. Egal wie sehr die Rostlaube klappert. Egal wie bescheuert die Knöpfe im Cockpit angeordnet sind. Beim zweiten Auto sucht man sich was raus, das einiges Besser macht. Beim dritten Wagen erneut und so weiter und so weiter.

    Ähnlich gehts mir mit TV- und Film-Unterhaltung. Ich hab schon so viel gesehen, dass einerseits von anderen Serien und Filmen weiß, dass es auch besser geht und mich daher (mittlerweile) derartige Details stören. Früher war das Anders. Da wars "einfach geil" wenn die Borg bei Voyager wieder da waren. Da war ich auch 16. Mittlerweile ist Rückblickend Voyager in vielerlei Hinsicht genauso schwach wie vieles an Discovery. Bei Enterprise war es oft genauso unsinnig. Insbesondere diese bescheuerten Nazi-Folgen.

    Dann schaue ich mir zum hundersten Mal Babylon 5 an. Und da stellt man im normalen Fluss einfach deutlich viel weniger offensichtlich unsinniges fest. Natürlich, hier und dort gibts überall etwas. Bei Discovery stört mich sehr, dass sich die Autoren offenbar gar keine Mühe geben. So gut wie jedes Element das ich kritisiere  hätte man durch kleine Änderungen viel sinnvoller, glaubwürdiger und besser nachvollziehbar machen können.

    Der Fokus der Serie ist vielmehr darauf, kurzweilige Action, flotte Sprüche und Effekte zu verkaufen. Nachhaltig war an Staffel 1 bislang irgendwie gar nichts. Ich kann mich an keine einzige wirklich beeindruckende Szene oder Dialog erinnern. Es geht - und das sehe ich ja nicht nur bei Discovery sondern auch bei zahlreichen anderen Serien wie Arrow, The Giftet usw. - nur um die kurzfristige Unterhaltung. Solche Serien haben ihre Daseinsberechtigung - nur erwarte ich ganz grundlegend von "Star Trek" etwas anderes.

    Gestern hab ich die erste Staffel "Jack Ryan" fertig geschaut. Auch dort gibts das eine oder andere unsinnige Element. Aber: es bleibt ein intensiver Eindruck zurück. Ich als Zuschauer war zwischen Sympahtie und Empathie für den Gegenspieler von Ryan hin und her gerissen. Die Szenen im Flüchtlingslager waren hart, ehrlich und glaubwürdig. Mitreißend. Gutes Schauspiel, Szenen zum nachdenken. Daran erinnere ich mich. Das vermisse ich aktuell bei Discovery.

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    Ui. Wenn man Reviews Reviewen könnte dann würd ich dieses als Mangelhaft bezeichnen.

    https://trekzone.de/wp/index.php/2019/01/27/rezension-discovery-2x02-new-eden-alter-wein-in-neuen-schlaeuchen/

    So sieht eine Asgewogene Kritik aus.

    Aber fangen wir von vorne an.

    • Warum sollten die Sensoren nicht diese Auflösung haben. Wie du selbst zugibst kann das heute schon jedes Handy - ist also durchaus Glaubhaft.
      • Ja in der letzten Episode ging es noch nicht. Deine Kritik whäre im Review zur LETZTEN Episode also richtig gewesen, in  DIESER Episode allerdings völlig deplaziert.
    • Wie genau kommst du zu der föllig absurden Schlussfolgerung mit dem Roten Engel. Burnham hat den Engel ja gesehen. Ergo kann sie ihn unmöglich selbst gewesen sein . Hat sie sich etwa selbst gesehen?
    • Spore Drive: OMG hast du wirklich (Alles Ernstes ja? ) Gedacht sie würden den fallen lassen? Was für ein Plot hole wär das denn gewesen? Ja wir haben da zwar diesen tollen SporeDrive aber den benutzten wir einfach nicht und tüteln stattdessen 5000 Jahre bei Warp herum. Echt ja, das wär dir lieber gewesen. Nene, solange der Spore Drive noch DA ist, wird man ihn auch benutzen
      • Ja doch TNG hat den SporeDrive nicht benutzt. Meine persöhnliche Theorie diesbezüglich ist, das dieses Myzelnetzwerk am Ende der Serie entweder zerstört oder unbenutzbar genacht wird. Dies sind die einzigen zufriedenstellenden Erklährungen und eine von denen wird man nehmen.
    • Ok, ja Tilly mit dem Schwarzen Material ist in dieser Episode eine Kritik wert. Das passt nicht, das ist wenig Glaubwürdig (Obwohl ich den Char eigentlich mag). Droht hier tatsächlich zu Wunderkind Weasly zu werden - was schade währe.
    • Dann zu der Geschichte mit den Religionen. Och es gibt noch viele Religiöse Funtamentalisten auf der Welt auch im 2019. Ich seh hier nicht wie die bis 2026 aussterben sollten. Der Papst ist ja nun mal nicht der einzige Grad messer. Und der Urknall ist auch weniger Problematisch. Wenn sich der Papst jetzt zur Evolution bekennen würde, JA dann vieleicht. aber das tut er nicht. Wird er auch bis 2026 nicht.
      • Das die Religionen vereinigt werden hat mich erst auch gestört, da eher unglaubwürdig bei Fundamentalisten. Allerdings denke ich das dies eine Notwendigkeit der Geschichtenerzählung war. Man wollte halt nicht eine einzige Relligion zeigen (z.b nur Christen oder Moslems oder such dir eine aus), weil man dann die religiösen Gefühle derjenigen Partei verletzt hätte. (Ja im derart aufgeklährten Jahr 2019). Ergo hat man alle zusammengeworfen. Holpert zwar an der Stelle, war aber unter dem Strich tatsächlich sinnvoll um böses Blut zu vermeiden.
    • Bei Tilly verweise ich auf die andere Rezension. Da kommt vermutlich noch eine brauchbare Erklährung zu dem "Gespengst"
    • Burnham lässt die Deckung aufliegen ja. Äusserst ungeschickt, darf man festhalten. Aber hey in dem von dir derart heissgeliebten Orvill hat es dich nicht die Bohne gestört das ein Mittglied der Bridge Crew die Tarnung für einen Tabledance mit einer Statue auffliegen lässt. Jedenfalls lese ich davon nichts in deiner Rezension. Da misst du nicht wirklich mir der gleichen Elle.

     

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    Oups sorry - jetzt ist mir ein Fehler unterlaufen. Tut mir leid. Die Orville episode mit der Statue war natürlich "Majority Rule" und nicht Krill, da bin ich verrutscht. und diese Bewertung war nicht von dir, isofern zieh ich meinen Einwand mit der ungleichen elle zurück.

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    Gast JacknJean-Buddy-Movie

    Geschrieben

    Mir kam die Episode wie eine Voyager-Folge in modernem Gewand vor: Dieses gefühlt x-mal gesehene "U.S.-Farming-Parallelwelt mit einem Spleen" führt zu Problemen. Aber dennoch gut unterhalten und insgesamt Spaß gehabt.

    Musste mit dem Scannen der Bibel an die Krill-Orville-Folge denken :-).

    Aber auch insgesamt habe ich den Eindruck, dass man sich "The Orville" ganz genau amgeschaut hat und sich überlegt hat, warum das von vielen als mehr Trek empfunden wird als die eigene Show (Stichwort: Brückencrew-Namen). Wenn Seth MacFarlanes Serie allein dafür genutzt hat, hat sie meines Erachtens schon alles richtig gemacht ;-).

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    Am 28.1.2019 um 17:45 schrieb Daniel Räbiger:

    "omfg, gott/buddha/allah/fliegendes spaghetti monster".

    Frevel! Wie kannst Du den einzig wahren Schöpfer in einem Satz (dann auch noch mir Schrägstrichen, um sie gleichzustellen) nennen!?

    Am 28.1.2019 um 17:45 schrieb Daniel Räbiger:

    :-) führte ja nicht gerade dazu, dass der Kerl beliebt war... Aber mal ganz im Ernst: bei Wesley gabs wenigstens die gehörige Tracht Tadel... Tilly gratuliert man hingegen fast schon dazu.

    Dass Wesley keine beliebte Figur war, steht außer Frage. Aber das mit der gehörigen Tracht Tadel wage ich doch zu bezweifeln. Zwar viel häufig "Shut up, Wesley!", aber das wars dann auch schon. Bzw. wenn getadelt wurde, hat es keinen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen, denn in der nächsten Folge hat er ja direkt weitergemacht.

    YT: "The 47th time I saved the ship..."

    bearbeitet von TheOssi
    Gaga gugu

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    Am 29.1.2019 um 12:43 schrieb Gast BuffaloBill:

    Warum sollten die Sensoren nicht diese Auflösung haben. Wie du selbst zugibst kann das heute schon jedes Handy - ist also durchaus Glaubhaft.

    • Ja in der letzten Episode ging es noch nicht. Deine Kritik whäre im Review zur LETZTEN Episode also richtig gewesen, in  DIESER Episode allerdings völlig deplaziert.

    Mir gehts im Konsistenz. In der letzten Episode war es offenbar nicht möglich das Bild am Viewscreen zu vergrößern weil so etwas der Computer der Discovery nicht kann. Saru kann ja selbst mit den besten Augen nichts sehen was nicht im Bild gewesen wäre.

    In Folge 2x02 wird klar: der Schiffscomputer kann (wie eben jedes Handy heutzutage) Bildinhalte vergrößert darstellen.

    Am 29.1.2019 um 12:43 schrieb Gast BuffaloBill:

    Wie genau kommst du zu der föllig absurden Schlussfolgerung mit dem Roten Engel. Burnham hat den Engel ja gesehen. Ergo kann sie ihn unmöglich selbst gewesen sein . Hat sie sich etwa selbst gesehen?

    Ich komme darauf, weils ein beliebtes (und abgenutztes) Element in der Bildgestaltung ist, das Mysterium in Form von Blenden auf die jeweilige Person zu schneiden. Ich hoffe nicht dass ich hier richtig liege.

    Am 29.1.2019 um 12:43 schrieb Gast BuffaloBill:

    Spore Drive: OMG hast du wirklich (Alles Ernstes ja? ) Gedacht sie würden den fallen lassen? Was für ein Plot hole wär das denn gewesen? Ja wir haben da zwar diesen tollen SporeDrive aber den benutzten wir einfach nicht und tüteln stattdessen 5000 Jahre bei Warp herum. Echt ja, das wär dir lieber gewesen. Nene, solange der Spore Drive noch DA ist, wird man ihn auch benutzen

    • Ja doch TNG hat den SporeDrive nicht benutzt. Meine persöhnliche Theorie diesbezüglich ist, das dieses Myzelnetzwerk am Ende der Serie entweder zerstört oder unbenutzbar genacht wird. Dies sind die einzigen zufriedenstellenden Erklährungen und eine von denen wird man nehmen.

    Ja, habe ich. Der Spore-Drive ist sowohl aus dramaturgischer als auch inhalticher Sicht für mich ziemlich bescheuert.

    Am 29.1.2019 um 12:43 schrieb Gast BuffaloBill:

    Burnham lässt die Deckung aufliegen ja. Äusserst ungeschickt, darf man festhalten. Aber hey in dem von dir derart heissgeliebten Orvill hat es dich nicht die Bohne gestört das ein Mittglied der Bridge Crew die Tarnung für einen Tabledance mit einer Statue auffliegen lässt. Jedenfalls lese ich davon nichts in deiner Rezension. Da misst du nicht wirklich mir der gleichen Elle.

    Nein, tu ich nicht. Die eine Serie heißt ja auch nicht "Star Trek" sondern "The Orville" - und deren gesamte Prämisse ist eine andere :)

     

    vor 12 Stunden schrieb TheOssi:

    Frevel! Wie kannst Du den einzig wahren Schöpfer in einem Satz (dann auch noch mir Schrägstrichen, um sie gleichzustellen) nennen!?

    Pass blos auf, nicht dass das noch Chutulu oder Xenu hört. :muha:

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