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  • Episoden-Nummer: 7   Produktions-Nummer: 7   US-Erstausstrahlung: 05.03.2020   Deutsche Erstausstrahlung: 06.03.2020  
    Picard und Soji suchen Zuflucht auf dem Planeten Nepenthe, wo alte, zuverlässige Freunde wohnen. Während die übrige La-Sirena-Crew auf dem Weg zu ihnen ist, hilft Picard Soji, ihre jüngst gewonnenen Erinnerungen zu ordnen. Hugh und Elnor müssen sich auf dem Borg-Kubus gegen eine wütende Narissa wehren.

    Vollständiger Inhalt (Achtung: Spoiler)

    Episodenkritik (Achtung: Spoiler)

    Noch nie glaube ich, habe ich derart lange gebraucht, um mir selbst eine Meinung zu einer Trek Episode zu machen. Primär lag das wohl daran, dass man sich oftmals nicht eingestehen kann, dass man falsch liegt. Und als jemand, dessen einziger Fehler im Leben es war, einmal geglaubt zu haben, er hätte sich geirrt, ist es umso schlimmer, nun noch ein zweites Mal zu dieser Erkenntnis zu kommen. (Satz für alle Hater die das Review auf Basis dieser Zeile in der Luft zerreißen wollen. Bitteschön, gern geschehen.) Star Trek: Picard ist kein anspruchsvolles Fernsehen, Star Trek: Picard ist nicht tiefgründig, Star Trek: Picard ist kein sehenswertes Produkt. Nach der ersten Episode war ich da noch ganz gegenteiliger Meinung. Mittlerweile ist aber klar: Was man hier zu sehen bekommt bewegt sich zwischen "Die Gruppe veganer antisozialistischen Diverse der Klasse 7B haben ein Theaterstück zum Thema 'Meta Ebene' geschrieben" und einem Besuch im Zoo. Beides ist vorhersehbar, beides bleibt oberflächlich und beides eignet sich nicht für längere Beobachtung. 

    Andere Zuschauer schreiben bezüglich dem Wiedersehen von Picard, Riker und Troi, dass sie "Pipi in den Augen" hatten. Warum? Wenn ihr diese Figuren auf ihrem Zenit erleben wollt, legt euch die Blu-Ray mit "Der Aufstand" oder "Generations" ins Laufwerk, aber flüchtet euch nicht in die verblassten Schatten von vergangenen Herrlichkeiten, die "Star Trek: Picard" serviert. 

    Nepenthe ist in jeglicher Hinsicht schlechte Unterhaltung. Tut mir leid - aber nahezu jede Szene ist so mies zurecht geschnitten wie die grauenhaften Gesichter der Borg. Alles steckt hier voll mit Anschlussfehlern. Auf welchem Niveau ist Unterhaltung eigentlich angekommen, wenn man Mittags eine Pizza im Ofen verbrennen lässt und die dann Stunden später serviert, weil es die Szene offenbar erfordert dass Picard im Kerzenlicht auf die Klangfarbe seiner Stimme hinweist?

    Commodore Stöhn

    Wie so oft steigen wir mit einer Rückblende ein. Dr. Jurati sitzt lustig auf dem Berg und dreht Däumchen. Da kommt eine überraschende Gedankenverschmelzung mit Commodore Stöhn gerade recht. Schon sehr beeindruckend, wie man also einer Wissenschaftlerin mit ein paar gruseligen Bildern die (letzte??) Hemmschwelle zum Meuchelmord nimmt. Keine Rückfragen, keine Erläuterung. Hätte man eigentlich auch weg lassen können. Wäre sogar besser gewesen, dann hätte sich der Zuschauer nämlich selbst eine glaubhaftere Begegnung vorstellen können, als die Gezeigte im Stile von "Hier ist die DVD zu Terminator 2" - "Ah, ich verstehe. Beim morgigen Treffen mit Bill Gates erdrossel ich den guten Mann." Dass Dr. Jurati dann irgendwie sofort wusste, dass sie das Minzbonbon in den Mund stecken muss... ach macht euch eure dreckigen Gags bitte selbst.

    Ja und nun? Soll die Szene den Zuschauer nun dazu bewegen, Mitgefühl oder gar Verständnis für Agnes zu haben? So im Stile von Jack Bauers Folter-Arien in "24"? Ist das die progressive, fortschrittliche Zukunft auf die wir alle Warten? Was ist das überhaupt für ein absurder Ansatz? Wenn die Bedrohung durch Androiden so groß ist, warum legt man die Karten da nicht offen auf den Tisch? Und falls nein: Warum hinterfragt die "brillanteste Wissenschaftlerin der Erde" das nicht mal wenigstens? Uns wenns nur ein kurzes "Du, Bruce, sag mal hast du wieder eine Armee von Killerrobotern in der Mittagspause erschaffen?" ist...

    Hackerwoman.

    Die La Sirena ist derweil vom Traktorstrahl des Borg-Kubus erfasst. Und während Rafi versucht den Borg-Maschinencode zu hacken, der offenbar aus Kohle-Zeichnungen eines dreijährigen besteht (perfekt visualisiert für den Zuschauer in ähnlicher Gemütslage) mein Dr. Jurati doch allen ernstes, dass man doch mal freundlich fragen könnte, ob man weiterfliegen darf.

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    Aber wie sagte Data schon so schön in "Sinnlos im Weltraum"? "Joa ich mein wenn das mit dem Traktorstrahl nicht geht, können wir ja vielleicht noch den Wasserstrahl nehmen...".

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    Zitat

    "Brav lieber Kevin. Dein Gekritzel wird später mal zu Borg Maschinencode, du hast eine große Zukunft als Programmierer vor dir!"

    Die gesamte Szene strotzt nur so vor Unsinnigkeit und liefert zudem ein erneutes großes Fragezeichen in Bezug auf den Intelligenzquotient von Captain Rios. Rafi weißt noch extra darauf hin, dass es komisch sei, dass der Traktorstrahl gelöst wurde und dass dies aller Wahrscheinlichkeit ein Trick der Romulaner sei. Dennoch verdächtigt Rios später im 4-Augen-Gespräch mit Jurati mal eben Frau Musiker. 

    Mitgefangen, mitgehangen

    Anschlussfehler gibt es nicht nur bei den Borg-Prothesen: Die gesamte Kampf- und Verfolgungssequenz ist voll damit. Einmal ist Elnor da, dann wieder weg. Und zwischen dem "Dialog" mit "Jetzt reicht es aber hier, wir holen uns den Kubus zurück" und der Rückkehr der Inzest-Domina steckt erneut ein riesengroßes Fragezeichen darüber, wie und wo am Kubus sich das ganze überhaupt abspielt. Es gibt seitens des Drehbuchs keine List, keine Täuschung, keine große Enthüllung - einfach nur plumpes Auftauchen und Verschwinden. 

    Das ganze Konstrukt der zwei Szenen ist ohnehin reichlich fragwürdig. Narissa Rizzo erzählt ihm erst das gesamte Ausmaß der Geheimoperation, lässt ihn dann aber wegen einem Föderations-Vertrag am leben. Als Hugh dann mit Elnor durch den Kubus spaziert und davon spricht die XBs zu beschützen, spielt das keine Rolle mehr, weil er den "Aufstand" plant. Nun stelle ich mir aber die Frage: Was hätte Miss Domina zuvor daran gehindert ihn zu töten? Hat er nicht längst den Aufstand vollbracht? Hätte jegliches belastendes Material ohnehin nicht nur auf Hörensagen bestanden? Ein völlig unsinniges Konstrukt, das lediglich dazu dient, noch einmal eine weitere Action-Sequenz in die Episode zu schreiben. Abgesehen davon muss man sich den Vertrag mal vor Augen führen.

    "Ich bin dankbar - ich bin nun autorisiert Sie zu töten" - so Miss Rizzo. Gibt's da extra einen Paragraph für derartiges, der jegliches Recht auf eine faire Verhandlung oder Ähnliches außer Kraft setzt? Die ganzen ehemaligen Borg, die sie zuvor erschießen lässt sind also alles nur Lebewesen zweiter Klasse? Dass Hugh dann auch noch ohne jegliches emotionales Payoff um mit einem Ninja-Stern um die Ecke gebracht wird fällt in all diesen Absurditäten dann auch nicht mehr sonderlich ins Gewicht. Man stelle sich an dieser Stelle auch ruhig mal einen Zuschauer vor, der Star Trek: The Next Generation nicht in seiner Vollständigkeit gesehen, und blind aus dem Gedächtnis rezitieren kann. Macht diese Serie da überhaupt noch zu 10% Sinn für den Zuschauer? Haben wir hier nicht tatsächlich nur eine wilde Sammlung alter Fragmente die in der damaligen Zeit und in ihrer damaligen Rolle gut funktioniert haben? Und während der Käse das A und Commodore Oh auf dem Kartoffel-Gratin ist - auf einem Marmeladenbrot macht er keinen Sinn. So kommt mir "Picard" mittlerweile vor: Eine Ansammlung der beliebtesten Elemente der Vergangenheit, gemischt zu einer Abscheulichkeit die ihresgleichen sucht.

    Es ist gleich so viel blöd, plump, unsinnig und Schwachfug an dieser Episode bzw. dem Punkt der Handlung, dass ich, um hier nicht auf Buchlänge anzuschwellen, es nun bei Stichpunkten belassen werde:

    • Raumtrajektor bringt Picard direkt vor Rikers Tochter. Natürlich.
    • Töchterchen ist Wunderkind. Achso. Praktisch.
    • Auf dem Gameboy Advanced findet man nun auch Planeten für die andere eine gesamte Talshiar Geheimorganisation benötigen
    • Pizza kocht man neuerdings von 11 bis 16 Uhr, lässt sie verbrennen und serviert sie dann kalt vier Stunden später bei Kerzenschein
    • Raumtrajektor: Geil. Aber warum auf Nepenthe? Warum nicht heim ins Chateau?
    • Raumtrajektor bringt Picard nicht in Sicherheit, sondern macht das was er in Episode 2-4 nicht wollte: Alte Freunde in Gefahr bringen
    • Raumtrajektor hat nur den Zweck Troi und Riker noch mal zu zeigen
    • Narek hält sich im "Randbereich der Sensoren" auf. Man sieht sein verdammtes Schiff aus dem FENSTER!
    • Geschwindigkeit ist jetzt offenbar nicht mehr linear. Diese einzelne Szene entwertet also nun jede Weltraum-Verfolgungsjagd die wir jemals gesehen haben. Man muss also nur mal auf die Bremse treten?
    • "Tante Rafi" hat alles was du brauchst. Alk, Drogen und Kuchen!
    • Rios hat die Episode vorher noch ein tiefes Vertrauensverhältnis und Vergangenheit mit Rafi - jetzt verdächtigt er Sie des Verrats weil Dr. Jurati einmal an seiner Zigarre gezogen hat? 
    • Seit ihr eigentlich alle Bescheuert? Fallt ihr beim Kacken vom Thron?
    • Hasenpizza - nur original Wagner mit echten Tomate und selbst gejagtem Hasen aus dem Steinofen. Weil Replikatoren offenbar gar nicht Moleküle nachbauen können so wie das Jahrzehnte lang erzählt wurde.
    • 3D Drucker. Überall. Baut doch wenigstens mit etwas Liebe zum Detail das Set. 
    • Riker hat Schilde und Scanner offenbar über den gesamten Planeten verteilt. Auch am See. Romantisch!
    • Ich will jetzt auch einen eigenen Planeten mit Heilkräften. Picard hat sein Chateau, Riker seinen See der Wiederauferstehung. Der Rest der Überbevölkerten Erde lebt vermutlich in 2qm Wohnungen um für den Rest der Enterprise-Crew Platz zu machen?
    • Thaddeus Troi Riker muss sterben, weil es keine positronischen Matritzen mehr gibt dank dem Forschungsverbot an Killer-Robotern. Das ist in etwa so logisch, wie wenn man in unserer Zeit aufgehört hätte, nukleare Energie zu verwenden, weil man daraus auch eine Atombombe bauen könnte. 
    • Dümmstes Tracking-Device aller Zeiten: Hört im Koma auf zu funktionieren. Welcher Logik folgt das? Mehr so "Oh, armer Wirt liegt völlig lebendig auf nem Tisch aber ist halt nicht bei Bewusstsein? GEIL, PAUSE!!! *bieraufmach*"
    • Schlauestes Tracking-Device aller Zeiten: Seven of Nines Fenris-Notsignal hängt praktischerweise plötzlich auf dem Kubus an einer Konsole und funktioniert durch die halbe Galaxis und die Schilde eines Borg-Kubus hindurch. 
    • Lausche dem Timbre meiner Stimme und schau mir in die Augen, Kleines. Picard überzeugt Soji genau mit dem Mittel, das sie wenige Szenen zuvor noch für unglaubwürdig erklärt hat. 

    Deconstruction of Falling Stars

    Die Demontage des bekannten Star Trek Universums geht ungebremst weiter. Etablierte Figuren sind völlig rollenfremd, ändern selbst innerhalb einzelner Episoden plump Ihren Standpunkt und lassen keine nachvollziehbare Motivation erkennen. Das Einzige was das Drehbuch hier noch drehen lässt ist mein Kopf, ob all des gebotenen Unsinns.

    Und die bitterste Erkenntnis ist: In hundert Jahren, in tausend Jahren wird keine Deleenn ins Studio marschieren und in Ihrem letzten Akt verkünden: "Jean-Luc Picard war ein gütiger, ein redlicher und anständiger Mann". Und somit bleibt nur zu sagen wie zu tiefst bedauerlich es ist, dass das Franchise, die Vision von Star Trek nun soweit gekommen ist - um schlussendlich nichts (mehr) zu sagen. 

    Fazit und Wertung

    Trotz des Wiedersehens mit Riker und Troi eine inhaltlich schwache, widersprüchliche und oberflächliche Episode.
    1/5
    Gesamtwertung
    Action: 3 Spannung: 0 Humor: 0 Anspruch: 1 Kontinuität: 0 Figuren: 0 Erotik: 0

    bearbeitet von Daniel Räbiger

    Rückmeldungen von Benutzern

    Empfohlene Kommentare

    Gast Schöne Folge/ Gehirn aus

    Geschrieben

    Nun ja, ich bin mit der Rezession durch...im Grunde hat Daniel ja Recht. Die Serie hat natürlich von dem damaligen Star Trek nichts mehr zu tun. Man muss nur noch Gehirn ausschalten und sich freuen, dass es nach so langer Zeit weitergeht. Das Star Trek wie in den 90er nicht mehr funktionieren soll, kann ich nicht glauben aber man hält leider auf der jetzigen Discovery Art zu erzählen fest. Fand das wiedersehen mit Troi und Riker schon schön..sagen wir mal so TNG war in Staffel 1 auch ein wüst an kauderwelsch aber mal sehen wie es nun weiter geht :D

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    Sorry aber wer hier 1 von 5 Punkten gibt, der hat die Serie nicht verstanden und ist / war nie ein Star Trek Fan...
    Die Folge lässt die Fanherzen höher schlagen.

    Einfach nur Brilliant!

    5 / 5

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    Ich sehe es auch als die beste Folge der Serie an (evtl. nach der Pilotfolge). Gerade die A-Story auf Nepenthe ist herausragend. Das, was die letzten Folgen immer wieder gefordert wurde, gab es hier: Charaktermomente. Picard ist ein völlig anderer, als im Rest der Serie, ja. Aber das liegt an Riker und Troi. EIn Captain ist immer nur so gut, wie seine Besatzung. Und gerade, wenn Riker ihm zur Seite steht, oder Troi ihm seine Grenzen aufzeigt, haben wir wieder altes TNG-Feeling.

    Klar gibts ein paar Mängel, vor allem in der B-Story auf der La Sirena. Aber die sind nicht sonderlich groß. Dass man am äußeren Ende der Sensorreichweite den Gegner durchs Fenster sehen kann, kommt nicht nur hier vor, sondern auch in anderen Serien und ist der Optik geschuldet. "Schlimmer" finde ich hier, dass der Warpeffekt plötzlich wieder der aus TNG-ENT gewohnte ist.

    Über den Raumtrajektor sage ich jetzt nichts, da der zur letzten Episode gehört (warum sollte so ein tatktischer Vorteil der Königin in Notsituationen vorbehalten sein!? Verdammt. Jetzt hab ich doch was gesagt). Dass er direkt bei den Rikers landet, na ja, das ist so ein Storytwist, wie damals, wo die Enterprise immer das einzige Schiff in Reichweite war.

    Über die Pizza kann man sich aufregen, oder man stellt sich vor, dass Riker Off-Screen eine neue gemacht hat. Kann man sich drüber aufregen, oder es lassen.

    Zu Juratis Tracker: Vielleicht ist er ja gar nicht ausgefallen, weil Jurati ins Koma gefallen ist, vielleicht ist sie ja ins Koma gefallen, weil sie ihn ausgeschaltet hat. Sie hat sich was injiziert, das den Tracker auflöst und die Abbauprodukte haben sie ins Koma fallen lassen.

    Ach ja und zum Kindergekritzel. Auffallen soll sicherlich beim Borg-Maschinencode, dass es sich überschneidende Ringe sind, wie Dahj's/Soji's Kette. Sonst wüsste ich keinen Grund, warum man den so groß hätte zeigen sollen.

    Von mir gibts ne 4/5.

    bearbeitet von TheOssi

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    vor 54 Minuten schrieb TheOssi:

    Gerade die A-Story auf Nepenthe ist herausragend.

    Muss leider sagen: ich seh da nicht mal groß eine "Story" sondern nur etwas völlig wirr Zusammengewürfeltes. Hab die Folge zwei mal gesehen, der Eindruck war beim zweiten Mal sogar noch schlimmer. 

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    Ich hab sie auch zweimal gesehen. Die Story ist - neben der bei Soji wächst Vertrauen Sache - halt, dass Picard mal verschnaufen und seine Gedanken sammeln kann. Dazu braucht es eine Pause. Dass diese bei den Rikers stattfindet, ist sicherlich ein Fan-Service, macht die Sache aber nicht schlechter. War ne gute, alte TNG-Laber-Folge.

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    @Daniel Räbiger Du versteifst dich leider viel zu sehr auf "Logiklöcher" anstatt die Serie einfach zu genießen.
    Klar: Das man das Romulanische Schiff direkt hinter der La Sirena sieht, ist streng genommen unlogisch, aber diese Art von Fehler gab es in JEDER Star Trek Serie.
    Die Schiffe werden meist direkt nebeneinander gezeigt. Dann sagt aber jemand etwas wie "Romulanischer Warbird 2.000 Km voraus".
    Auch so Dinge wie der Unterschied der Tageszeit. Klar. Ist etwas unsauber, aber das ist auch kein Beinbruch. Theoretisch hätte man die ganze Sequenz vor dem Essen bei Sonnenuntergang drehen müssen, aber das ist zu aufwändig, da dafür die Zeit nicht reicht. Sonnenuntergangsstimmung kannst du halt nur ca. eine Stunde drehen.
    Da kriegst du das Pensum was die hatten aber nicht mal ansatzweise hin. Daher: So What?

    Lass dich mal fallen und genieße es das wir Deanna Troi und Riker wiedersehen.
    Ich kann die Folge z.B. nicht anschauen ohne lächeln zu müssen, wenn Riker und Picard sich umarmen. Ich kann die Folge auch nicht anschauen, ohne weinen zu müssen, wenn uns Deanna von ihrem schweren Verlust erzählt.

    Ist nicht Böse gemeint, aber man merkt krass, dass du echt nur nach Fehlern suchst, die teilweise keine sind. Stichwort Tracker bei Doctor Jurati. Die hat den Tracker logischerweise mit dem Medikament zerstört und ist dadurch dann ins Koma gefallen.
    Daher mein Tipp. Lass den Kritiker zuhause und genieße die Serie einfach. Es ist wohl das tollste das wir seit DS9 in Sachen Star Trek bekommen haben...

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    Ganz einfach Herr Kritiker, Du hast TNG 2.0 erwartet. Das kann ich sogar ein Stück weit nachvollziehen. Aber, um es mal klar zu benennen, es ist nicht TNG. Es wird nie nie nie TNG sein. Im Gegenteil, man sollte sich komplett von TNG verabschieden, um PCD richtig genießen zu können. 

    O Captain! My Captain!  Das Thema ist Picard, dieser gealterte, starrsinnige Mann, der so viel gesehen, erlebt und erreicht hat. Ein Mann, dem seine Überzeugungen mit den Idealen der Föderation kongruent waren. Sein Einfluss, seine Stimme galt etwas. Er war schlichtweg die Verkörperung der Föderation. Seine Stimme wurde immer kleiner, je größer die Zukunft vor ihm stand. Neue Probleme, neue Feinde, neue Zeiten. Er war nicht mehr gefragt. Er, der nunmehr alte, starrsinnige Mann verlor erst seine Kraft, dann den Kampf um das Richtige. Ihm blieb nur der Rückzug und das Warten auf das Ende. Enttäuscht und desillusioniert. 

    Sein Erwachen verdankt er einer Person, und manchmal ist es eben nur eine Person, die all das in einem Wachrufen kann, das einmal war und noch tief verborgen irgendwo steckt. Seine Wiedererweckung ist für mich persönlich das ganz große Highlight der Serie. Man sieht, ja man spürt in jeder Folge, in jeder Szene, in jedem Wort seine Alterung aber auch seine Ideale und das Erstarken seines Kampfgeistes. Natürlich ist das alles nicht entbehrungslos, natürlich kostet das Kraft, natürlich ist er nicht mehr der Captain von vor 20 Jahren. Picard sitzt nicht mehr auf seiner Brücke. Im Gegenteil, Picard ist hilflos, Picard fehlen die Worte, Picard ist zerbrechlich. Die ruhigen Folgen zeigen dies auf so wunderbare Weise, wie man es Dank Streamingdienste produzieren kann. Ein großer Vorteil dieser Welt. 

    Herrlich, ich kann davon nicht genug bekommen. Die 8. Folge war für mich daher so spannend zu sehen. Wie wirkt er, wie geht der Captain mit seiner alten Crew um. Das Treffen mit Troi und Riker war ein auch für mich ein tränenreiches Wiedersehen. Weniger aus dem aktuellen Stoff heraus als vielmehr weil sie einfach sie sind und ich mit ihnen aufgewachsen bin. 

    Picard wirkt auch gegenüber seinen alten Weggefährten als eine alter, zerbrechlicher Mann. Er ist auch hier nicht der ehemalige Captain der Enterprise, sondern ein Freund, die Freunde um Hilfe bittet. Und allein diese Szenen sind so anrührend zu sehen, es lässt einem das Herz höherschlagen. Man hört ganz genau die veränderten Zustände zu TNG Zeiten. Troi macht Picard ja regelrecht runter. Sie gibt quasi den Ton an, sie ist es, die ihm sehr deutlich zu verstehen gibt, dass er nicht mehr der Captain von damals ist und sein Handeln ändern muss. (Das ist für mich insofern noch auf anderer Ebene interessant, da Stewart Sirtis zu Beginn von TNG nicht ausstehen konnte und ihre Rolle nicht mochte.) Riker und Troi haben hier sogar eine ganz eigene Geschichte in der Folge zu erzählen, die uns alten Fans so sehr ans Herz geht, und die vielen Querverweise...

    Riker ist Riker, er war sicherlich lange Zeit nach der Enterprise Captain auf einem anderen Schiff. Er hat seine Pflicht erfüllt, er ist noch immer pflichtbewusst und hat für seine Familie ein kleines Paradies geschaffen. Seine Verantwortung liegt nun hier. Gleichwohl bietet er Schutz und Hilfe wo immer er kann. Sie alle sind seine Familie in der ein oder anderen Weise. (Man merkt allen an, aber ich meine, insbesondere Frakes, dass der Dreh der Folge ein großer Spaß gewesen sein muss. Ich hoffe auf weitere, logisch passende Auftritte alter Wegbegleiter.) 

    Ich möchte mich jetzt nicht an Einzelheiten aufhängen wo wie was wann welches Gerät nicht das gemacht hat oder komisch aussah etc. das ist mir zu sehr klein klein Erbsenzählerei. Das überlasse ich gerne denen, die seltsamen Spaß und komische Freude dabei empfinden. (Gelacht über den 3D-Drucker-Replikator habe ich natürlich auch, sogar seeehr laut.)

    Als Fazit bleibt mir, dass ich mich Picard auch morgen wieder mitnimmt auf seine Reise. Es gibt viele offene Fragen und ich bin gespannt. O Captain! My Captain! 

     

    tr

     

     

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    Picard ist eigentlich nur eine Comedy Serie. 
    Weil eigentlich ist das alles nur als Witz zu ertragen.

    Picard wird zum senilen grinse Opa. Will man das Hirn soweit ausschalten das einem hier nichts unlogisches auffällt sollte man aufpassen das man nicht aufhört zu atmen.

    Was gibt es an Picard zu verstehen?

    Es ist das selbe wie Discovery Staffel 2.

    Ein paar Fans werden bedient indem man ihnen ein paar Dinge mit Wiedererkennung vor die Nase hält. Denn Fans die noch weiter Star Trek verfolgen genügt es sowieso schon nur den Namen Star Trek zu lesen.

    Die sich von Star Trek abgewandt haben bekommt man damit nicht zurück da man immer noch nicht verstanden hat wo das Problem bei Enterprise und Nemesis gelegen hat.

    Man hat vor ein paar Monaten wieder Wissenschaftler als Berater eingestellt.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/star-trek-picard-so-genau-nimmt-es-die-scifi-serie-mit-der-wissenschaft-a-6272b92b-a45b-4b3d-a2e3-eaa466c85104
    Die Änderungen wenn überhaupt würde man erst ab Staffel 2 von Picard oder Discovery Staffel 4 zu spüren bekommen. Ob das etwas großartig verändern wird wage ich zu bezweifeln.

    Mich hat Star Trek verloren wer das hier für Star Trek hält war nie und ist kein echter Star Trek Fan. Star Trek war immer mehr als nur dämliche Uniformen in der Gegend herumzutragen. Für das Star Trek von heute kann man sich nur noch schämen.

     

     

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    Björn1976: „wer das hier für Star Trek hält war nie und ist kein echter Star Trek Fan“

    Nö. Ihr dürft die Star Trek Picard ja gern kritisieren und verreißen, meinetwegen auch die alten Serien verklären. Ein bisschen kann ich es ja auch verstehen, weil Picard wirklich anders erzählt als TNG und durch die fehlende Episodenstruktur weniger Hoffnungsvolles vermittelt. (Mit Discovery bin ich selbst nicht wirklich warm geworden.)

    Was aber nicht geht, ist, anderen Menschen ihr Fan-Sein abzusprechen. Das ist ein altes Phänomen, ruft heute zwar nur noch Gähnen hervor (Stichwort „TrueFan“), aber geht trotzdem nicht. ;-) 

    Jedenfalls sollte ein Gatekeeping hier nicht aufkommen. Ich besuche diese Seite (damals noch treknews.de) seit fast 20 Jahren, damals ging es noch um das brandneue Enterprise, Nemesis und Fanfic (Voyager Season 8 und so). Eine Spaltung der Community drohte nie, auch nicht während des ganzen JJ-Bashings. Und das sollte jetzt auch nicht passieren.

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    Es gab nie eine Spaltung? Es gab eine Massive Abkehr von Star Trek. Zwischen DS9 etwa Staffel 5 und Anfang Voy. Ich hab selbst zwei Trekdinner besucht und ihr Ende mitbekommen. Von über 160 und einer eigenen kleinen Zeitung zu 10 bis 20 und von 60 zu 8 am Ende.

    Der höchste Umsatz mit Star Trek Artikeln lag bei etwas 1 Milliarde Euro. 
    Jetzt kann man natürlich noch die Definition Fan festlegen. Ist ein Fan jemand der alles gut findet was in und um Star Trek gemacht wird? Oder ist es jemand der einen Mindestanspruch an Qualität, Niveau und Handlung hat? Oder vielleicht die Werte für die Star Trek seid über 50 Jahre stand?

    Ich halte nun mal das letzte für ausschlaggebend. 
    In Star Trek ging es nie um eine einzelne Person. Das sagte schon der Name Star Trek. Wissenschaft und Technik war immer ein wichtiges Element. Damit haben die Filme schon massiv gebrochen. Seid 2005 werden nur noch alte Kamellen wieder und wieder durchgekaut. Gewalt und Sex spielen eine immer größere Rolle. Die Story’s sind nur noch eine einzige Zumutung. Es geht nicht darum keine Auffrischung oder Veränderung zuzulassen. Seth MacFarlane und seine Leute geben sich 10 mal mehr Mühe mit allem was die da machen. Und das ist nur eine Comedy Serie. In der 1. Folge Discovery kann ich schon 5 Massive Fehler aufzählen ohne mich anzustrengen. Und die werden nicht weniger sondern mehr.

    Für mich ist ein Fan kein Ja sager der alles akzeptierst was ihm aufgetischt wird. Mit denen ist eine Besserung auch nicht zu erwarten.

    Die Star Trek Fans von früher sind in Star Trek aufgegangen. Haben sich selbst darin gesehen. Story’s, Schiffe und Crews erfunden. Wer will das noch in Kurzmans Version von Star Trek? 
    Ich werde oft gefragt willst du das es kein Star Trek mehr gibt? Wenn Kuzman nicht wäre gäbe es kein Star Trek mehr.

    Dazu meine Antwort: Schon jetzt gibt es kein Star Trek mehr. Und Kurzman hat den letzten Rest auf dem Gewissen.

    bearbeitet von Björn1976

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    Mehr den je Lebt Star Trek nun auf ob Picard oder Discovery. 

    Ich musste mich erst daran gewöhnen, aber dann ließ ich mich darauf ein und ich bin begeistert. Bei Picard erkenne ich eine Idee ein Ziel und freue mich auf 3 Tolle Staffeln. 

    Bei Discovery denke ich passiert in Staffel 3 eine wunderbare Veränderung, die mehr Star Trek beinhalten wird als je zuvor. 

    Ich bin froh über die Diversität die Vielfalt, ich bin begeistert über Menschen die an sich arbeiten und sich ändern wollen und nicht mehr so perfekt so unnahbar sind. 

    Diese schwarzmalerei die hier oft betrieben wird, wird gottseidank aufgelockert durch Leute die auch den Mut haben ihre Positiven Meinungen hier nieder zuschreiben 

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    vor 15 Stunden schrieb Björn1976:

    Es gab nie eine Spaltung? Es gab eine Massive Abkehr von Star Trek. Zwischen DS9 etwa Staffel 5 und Anfang Voy.

     

    Dem muss ich drastisch wiedersprechen. Damals in den 90ern war das neueste Star Trek immer das angesagteste. TOS/Classic wurde dagegen belächelt, wegen „peinlichem“ Schauspiel etc. . Klar gab es Leute die sagten, ihnen gefalle DS9 weniger, weil es auf einer Raumstation spielt und nicht mehr Reisen durch das All zeigt. Die konnten dann Voyager schauen. Aber kaum einer von denen (die TNG vorher schon gemocht hatten) hat gesagt "Das ist kein Star Trek mehr."

    Am meisten wurden vor allem DS9 und VOY vor allem von irgendwelchen Schreiberlingen von irgendwelchen allgemeinen TV- und Filmzeitschriften auseinandergenommen, wie z.B. TV-Movie. Die hatten damals natürlich eine große Leserschafft, waren aber keine Trekkies, keine Ahnung und  waren wahrscheinlich damals schon alte Säcke, die aus ihrer Jugend nur TOS kannten und mochten.

    Daraus wird allzu oft abgeleitet, dass auch damals schon immer von allen Trekkies auf dem jeweils neusten Star Trek rumgehackt wurde. Das entspricht nicht meinen Erfahrungen aus der Fanszene in den 90ern. Ich war damals beim Mannheimer STAR TREK FAN CLUB ENTERPRISE GERMANY unterwegs, der sehr groß war. Es gab rege Diskussionen, und klar fand der eine diese Serie besser und der andere eine andere.

    Erst als die Macher sich entschieden, beim Erzählen nicht weiter in die Zukunft zu gehen sondern zurück in die Zeit vor TOS, wurde das Verhältnis zu den Fans schwieriger. Viele hielten es für eine falsche Entscheidung der der Macher, nachdem man nun ein so wunderbares, großes Universum aufgebaut hatte, wieder alles kleiner zu machen, und mit einem Prequel Gefahr zu laufen, sich in Ungereimtheiten und Wiedersprüche zu verstricken.

    Den richtigen massiven Bruch gab es m.E. aber erst  mit den Reboot-Filmen ab 2008.

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    Lieber Daniel,

    ich stimme deiner Einschätzung zu STAR TREK Picard im allgemeinen zu, aber bei dieser Rezension muss ich dir doch in einigen Punkte wiedersprechen. Außerdem bin ich der Meinung, dass auch eine Klasse nicht veganer, rein männlicher und weiblicher Schüler, kein besseres oder schlechteres Niveau abgeliefert hätte. :ugly:

    Das Zusammenspiel von Riker, Troi und Picard funktioniert wirklich sehr gut und auch ihre Tochter finde ich sehr gut besetzt. Ja, die Umstände die dazu führten, wirken alle super konstruiert. Das ändert aber nichts an der tollen Wärme, die die Rikers ausstrahlen. Marina Sirtis spielt überzeugend die Emapthin, wobei sie dabei wesentlich weniger overacted ist als zum Teil bei TNG und auch noch bei Nemesis.

    Das echtes und am besten selbst angebautes Essen repliziertem Essen vorgezogen wird, ist nichts neues, das gab‘s schon in anderen Trek-Serien. Dass man aber ein empfindungsfähiges Wesen tötet, um daraus Wurst zu machen, passt wirklich nicht so richtig. Das hätte die Veganer-Klasse bestimmt nicht so geschrieben.

    Anderseits wurde das mit dem „kein echtes Fleisch essen“ nicht immer ganz so konsequent durchgezogen. Spätestens dann nicht, wenn lebendiges Gagh gegessen wird. ;-)
     

    Kestra ist nicht hochbegabt, aber sehr clever und sehr empathisch. Wo Sojis Heimatplanet ist hat sich nicht selbst rausgefunden, sondern sie hat eine Space-WhatsApp an Captain Okona/Mudd geschickt. Und der hatte natürlich gleich die Lösung.

    bearbeitet von Scotty 1981

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    Jede Woche ein neues Abenteuer, es ist schon fast ein Ritual nach einer neuen Folge Picard im Anschluss Herrn Räbigers Zusammenfassung zu lesen. 

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    Am 12.3.2020 um 00:59 schrieb Björn1976:

    Zitat: Picard ist eigentlich nur eine Comedy Serie. 

    Man sollte schon den Unterschied zwischen Comedy und Science Fiction kennen!

     

    Zitat: Picard wird zum senilen grinse Opa. Will man das Hirn soweit ausschalten das einem hier nichts unlogisches auffällt sollte man aufpassen das man nicht aufhört zu atmen.

    Es gibt keine Science Fiction Serie ohne Logiklöcher . Wie soll das auch gehen ohne die Dramaturgie einzuschränken!

     

    Zitat: Was gibt es an Picard zu verstehen?

    Warum er sich so verhält, wie er sich verhält. Seine Beweggründe!

     

    Zitat: Es ist das selbe wie Discovery Staffel 2.

    Dazwischen liegen Welten. Schon aus Sicht der Chronlogischen und technisch verfügbaren Einordnung 10 Jahre vor Kirk!

     

    Zitat: Ein paar Fans werden bedient indem man ihnen ein paar Dinge mit Wiedererkennung vor die Nase hält. Denn Fans die noch weiter Star Trek verfolgen genügt es sowieso schon nur den Namen Star Trek zu lesen.

    Zum 1. Satz: Ja und das ist auch gut so und macht Spaß. Warum sollten auch nicht Themen aus anderen "Star Trek" Serien aufgegriffen werden?

    Zum 2. Satz: Jeder hat bestimmte Marken auf die er immer wieder aus Überzeugung zurück greift. Sie haben mit Sicherheit auch Marken auf die Sie immer wieder aus Überzeugung zurück greifen. Warum kaufen so viele Menschen Geräte mit dem Namen "SAMSUNG". Weil "SAMSUNG" drauf steht und die Leute davon überzeugt sind?!  Das nennt man Loyalität. Und genau das sind wir Trekkies, loyal und überzeugt von der Serie! Aber ich gebe gerne zu, das ich nicht unbedingt ein Fan von "Star Trek: Discovery" bin. Dort steht auch "Star Trek" drauf. Ich dulde die Serie bestenfalls und ordne sie für mich als 2. Kanon, also als eigenständige Serie ein!

     

    Zitat: Mich hat Star Trek verloren wer das hier für Star Trek hält war nie und ist kein echter Star Trek Fan.

    Ich bin "Star Trek" Fan der ersten Stunde und halte mich schon für einen waschechten Fan, auch wenn ich anfänglich mit jedem neuen Ableger auch so meine Probleme hatte. Nachdem ich mich damit mehr und mehr auseinander gesetzt hatte, sind diese Probleme verschwunden! Ich denke, jeder geht anders damit um. Deshalb kann man niemanden vorwerfen kein "echter Fan" zu sein!

     

    Zitat: Star Trek war immer mehr als nur dämliche Uniformen in der Gegend herumzutragen.

    Da ist ein dummer Satz. Nennen Sie das etwa Uniform, das Picard und seine Leute tragen?

     

    Zitat: Für das Star Trek von heute kann man sich nur noch schämen.

    Dann schauen Sie es sich doch einfach nicht mehr an. Das ist Ihr gutes Recht und ihre eigene Meinung.

    Schauen Sie sich "Star Wars" an. Achja, da sieht´s ja auch nicht besser aus! Wenn man danach sucht, gibt es immer etwas zu mosern!

     

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    Hi! Ich habe schon einige Picard-Reviews von dir gelesen und war oft ganz anderer Meinung. Ich hatte immer das Gefühl, dass du dich an Kleinigkeiten störst und einige wirklich gelungene Aspekte gar nicht bemerkst. Aber dieses Review steckt so voller Hass, dass ich zu jedem deiner Punkte mal was sagen muss. Dir entgeht hier vieles, weil dich Irrelevanzen stören, und die Dinge die wirklich stören könnten bemerkst (erwähnst) du nicht einmal.

    • Raumtrajektor bringt Picard direkt vor Rikers Tochter. Natürlich. -> Na und? Das ist genauso wahrscheinlich oder dumm, wie bei Stargate die immer wiederkehrende Szene: Man kommt durchs Stargate auf einen Planeten, guckt links und rechts und sagt: "Hmm, hier scheint es kein intelligentes Leben zu geben..." - ja blöd, aber doch nicht entscheidend für die Qualität der Serie.
    • Töchterchen ist Wunderkind. Achso. Praktisch. -> In keinster Weise praktisch, denn obwohl sie ein "Wunderkind" ist (warum auch nicht bei diesen Eltern! Ernsthaft!) trägt ihr Wunderkind-sein nur wenig zur Story bei. Insofern also nicht schlimm, vor allem wenn man mal daran denkt was Wesley für ein Wunderkind war. Rettet Rikers Tochter etwa alle? Nicht im geringsten, also bitte.
    • Auf dem Gameboy Advanced findet man nun auch Planeten für die andere eine gesamte Talshiar Geheimorganisation benötigen -> Das ist kein Gameboy Advance, sondern ein Standard Tablet aus dieser Zeit womit sie irgendeinen Typen den sie kennt gefragt hat, was das für eine Welt sein könnte mit den 2 roten Monden und den Blitzen. Und die Romulaner brauchten da auch keine "gesamte Geheimorganisation" sondern hatten die Info doch auch mit irgendeiner Abfrage schnell bei der Hand oder?!
    • Pizza kocht man neuerdings von 11 bis 16 Uhr, lässt sie verbrennen und serviert sie dann kalt vier Stunden später bei Kerzenschein -> Weil sie verbrannt ist, wurde sie eben NICHT serviert. Sondern es wurde später eine neue gemacht und dann abends gegessen?! Was ist daran so schlimm? Und wenn selbst wenn's die verbrannte vom Mittag ist, für die Geschichte ist das irrelevant. War es überhaupt Mittag? Kann doch auch später Nachmittag gewesen sein und dann wurde es halt schnell dunkel, wer weiß wie lang die Tage auf diesem Planeten sind?
    • Raumtrajektor: Geil. Aber warum auf Nepenthe? Warum nicht heim ins Chateau? -> Vielleicht weil er mit Soji nicht unbedingt zur Erde wollte wo schon Daj gestorben ist?!
    • Raumtrajektor bringt Picard nicht in Sicherheit, sondern macht das was er in Episode 2-4 nicht wollte: Alte Freunde in Gefahr bringen -> Picard sagt doch selber, dass er genau das nicht wollte (alte Freunde in Gefahr bringen) und die Folge strotzt nur so vor tollen Momenten zwischen Picard, Riker und Troi, wo es genau darum geht... dass er es jetzt machen muss, weil er verzweifelt ist. Das sich die beiden ihm gegenüber verpflichtet fühlen aber trotzdem nicht so wirklich Lust haben sich da reinziehen zu lassen... usw.
    • Raumtrajektor hat nur den Zweck Troi und Riker noch mal zu zeigen -> Dazu hätte man nicht den Raumtrajektor benötigt, allerdings ist doch die Frage, was Riker und Troi nun wirklich zum Erfolg von Picard beitragen! DA sehe ich ein Manko, aber das sprichst du nicht so richtig an...?!
    • Narek hält sich im "Randbereich der Sensoren" auf. Man sieht sein verdammtes Schiff aus dem FENSTER! -> Punkt für dich, das war dusselig.
    • Geschwindigkeit ist jetzt offenbar nicht mehr linear. Diese einzelne Szene entwertet also nun jede Weltraum-Verfolgungsjagd die wir jemals gesehen haben. Man muss also nur mal auf die Bremse treten? -> Sie haben halt irgendein Manöver gemacht um den Verfolger abzuschütteln. Wirklich gut umgesetzt war das nicht, ok. Aber für die Story als solches war es wichtig, um aufzudecken dass Agnes langsam unter Druck gerät.
    • "Tante Rafi" hat alles was du brauchst. Alk, Drogen und Kuchen! -> Warum trampelst du so auf Raffi herum? Sie ist eine gescheiterte Existenz, die alle Ideale verloren hat und alles was sie liebte. Hast du sowas noch nie erlebt? Nein? Dein Glück! Ich hab sowas erlebt, zum Glück nicht ganz so krass, so dass ich heute keine Drogen benötige - aber ihren verdammten Schmerz, diesen Scheiß Schmerz, den kann ich nachfühlen!
    • Rios hat die Episode vorher noch ein tiefes Vertrauensverhältnis und Vergangenheit mit Rafi - jetzt verdächtigt er Sie des Verrats weil Dr. Jurati einmal an seiner Zigarre gezogen hat? -> Nein, sie wird nicht der Verrats verdächtigt sondern er hat den Verdacht dass sie getrackt wird. Ohne ihr Wissen. Oder?
    • Hasenpizza - nur original Wagner mit echten Tomate und selbst gejagtem Hasen aus dem Steinofen. Weil Replikatoren offenbar gar nicht Moleküle nachbauen können so wie das Jahrzehnte lang erzählt wurde. -> So what?
    • 3D Drucker. Überall. Baut doch wenigstens mit etwas Liebe zum Detail das Set. -> Nicht immer auf Pause drücken und die Beamer-Leinwand anstarrend nach Fehlern suchen, einfach mal auf einem normal großen TV gucken und laufenlassen... Guck dir auf der TNG Remastered Bluray mal so manches Set an! Schon die Diskettenlaufwerke im Borg-Kubus entdeckt? Hahaha, ja TNG war so richtig scheiße oder?! Nein war es nicht...
    • Riker hat Schilde und Scanner offenbar über den gesamten Planeten verteilt. Auch am See. Romantisch! -> Warum auch nicht?
    • Ich will jetzt auch einen eigenen Planeten mit Heilkräften. Picard hat sein Chateau, Riker seinen See der Wiederauferstehung. Der Rest der Überbevölkerten Erde lebt vermutlich in 2qm Wohnungen um für den Rest der Enterprise-Crew Platz zu machen? -> wieso überbevölkert? Bei Millionen bewohnbaren Planeten im Universum?
    • Thaddeus Troi Riker muss sterben, weil es keine positronischen Matritzen mehr gibt dank dem Forschungsverbot an Killer-Robotern. Das ist in etwa so logisch, wie wenn man in unserer Zeit aufgehört hätte, nukleare Energie zu verwenden, weil man daraus auch eine Atombombe bauen könnte. -> wenn die Atombomben die auf Hiroshima geworfen wurden, ganz Japan vernichtet hätten, wäre es vielleicht genau so gekommen... Mann.
    • Dümmstes Tracking-Device aller Zeiten: Hört im Koma auf zu funktionieren. Welcher Logik folgt das? Mehr so "Oh, armer Wirt liegt völlig lebendig auf nem Tisch aber ist halt nicht bei Bewusstsein? GEIL, PAUSE!!! *bieraufmach*" -> Ich glaube nicht dass dies am Koma lag. Sie hatte so weißen Schaum vor dem Mund. Das Tracking-Device wurde wahrscheinlich durch das Mittel, das sie sich gab, neutralisiert. Nebenwirkung leider der Koma. Komm, das ist doch jetzt nicht so scher nachzuvollziehen...
    • Schlauestes Tracking-Device aller Zeiten: Seven of Nines Fenris-Notsignal hängt praktischerweise plötzlich auf dem Kubus an einer Konsole und funktioniert durch die halbe Galaxis und die Schilde eines Borg-Kubus hindurch. -> da muss ich wohl was verpasst haben, denn Seven war doch gar nicht auf dem Kubus und wird in dieser Folge auch gar nicht erwähnt...?
    • Lausche dem Timbre meiner Stimme und schau mir in die Augen, Kleines. Picard überzeugt Soji genau mit dem Mittel, das sie wenige Szenen zuvor noch für unglaubwürdig erklärt hat. -> überzeugt ist sie noch lange nicht... sie ist hin- und hergerissen. Sie hat das Mittel auch nicht für unglaubwürdig erklärt, sondern damit zum Ausdruck bringen wollen dass sie im Moment alles in Frage stellt, vor allem nachdem gerade erlebten.

    Fazit: "Wir bringen Picard zurück, aber es wird ganz anders sein als TNG" - ja, wieso ganz anders, wenn doch Picard in TNG gerade so beliebt war, weshalb macht man dann was ganz anderes? Das verstehe ich auch nicht. Und der manchmal verworrene Erzählstil, die übertriebene Dunkelheit in manchen Szenen (Event Horizon lässt grüßen - lasst uns uuuuuunheimlich sein!), zu viel Gewalt, das sind alles Negativpunkte - die du aber nicht ansprichst. Stattdessen wird sich über Kleinigkeiten aufgeregt. Gehörst du zu der "Haha schon wieder eine Konsole explodiert" Fraktion? Bist du jemand der in der Kampfszene bei "Die alte Enterprise", als Riker stirbt sagt: "Wo kommen plötzlich die Steine her?". Empfindest du "Technobabble" als ein übertrieben eingesetztes Stilelement? DANN IST STAR TREK NICHTS FÜR DICH! ;-)

     

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