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  1. Das Deep Space Nine mehr als nur Action geboten hat, werden Kenner wissen und zu schätzen gelernt haben. Die tiefgreifende Story über die Zeit der Besatzung der Cardassianer auf Bajor ist legendär und es gibt anscheint immer noch Geschichten die geschrieben werden müssen. So haben wir die cardassianische Agentin namens Iliana Ghemor, welche chirurgisch verändert wurde, um wie Kira Nerys auszusehen, um so dem Obsidianischen Orden wertvolle Insiderinformationen zu liefern. Doch soweit kam es nicht, denn kein geringerer als Gul Dukat hat sich hier eingeschalten und diese Mission vereitelt. Vielmehr hat er sie in einem geheimen Stützpunkt gefangen gehalten, über Jahre hinweg missbraucht, bis der Krieg mit dem Dominion ein Ende fand und somit ihre Gefangenschaft. Ihr einziges und absolut nachvollziehbares Ziel ist es jetzt, dass Dukat für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird. Doch ihr Wahnsinn scheint kein Ende zu nehmen, denn auch die echte Kira Nerys steht ihr im Weg. Ab jetzt wird es ein wenig kompliziert, denn wo wir im vorangegangenen Roman noch mit dem Spieluniversum zu kämpfen hatten, wird diesmal nicht wirklich aufgedeckt wer und was dahinter steckt. Die echte Kira erkennt, dass sie damals in der Besatzungszeit wirklich mehr als einmal manipuliert wurde und jetzt stellt sich die Frage, was hat Iliana Ghemor mit der anderen Seite des Universums zu tun? Ich gebe zu, dass ich hin und wieder wirklich im Gedächtnis blättern musste auf welche Folge hier angespielt wird, aber nach und nach kommt man drauf. Was jedoch die bösartige Intendantin vorhat, bleibt weiterhin ein Rätzel. Steht das Wurmloch auf dem Spiel und vor allem warum gibt es in diesem Universum einen Abgesandten und im anderen keinen Sisco? Sehr komplex erfahren wir, dass Vaughn nun die Aufgabe hat, den Sisco der anderen Seite zu finden und zu überreden, dass er das Wurmloch findet und Bajor in eine neue Zeit begleitet. Dann endet der Roman und man kann wirklich nicht sagen wo und wie welche Seite zuschlagen wird. Überrascht war ich von der möglichen Kommunikation mit dem Paralleluniversum und auch der zielsichere Transport erscheint mir doch etwas zu fantastisch, aber solange es der Geschichte hilft, ist alles gut. Interessant und abwechslungsreich war hingegen der Dreh des Buches ab der Mitte. Auf der einen Seite geht es normal mit der bekannten Zeitlinie weiter und auf der anderen erhalten wir einen Einblick in das Leben von Iliana Ghemor. Ein wenig mehr Linie hätte dem Buch dennoch gut getan, denn auch auf der anderen Seite springt man ständig in der Geschichte hin und her. Schön nachvollziehbar wird hingegen der Wandel von Iliana beschrieben, denn einst war sie eine begabte Künstlerin, doch durch den Tod ihres Geliebten, geriet sie zwischen die Fornten der Politik, des Geheimdienstes und der Gier von Dukat. Manche Dialoge verlaufen sicher ins Leere und helfen der Story nicht zwingend, dennoch schafft der Roman eine gewissen passende Stimmung aufzubauen, welche sehr typisch für DS9 ist. Fazit: Hass, Tod und Intrigen, alles liegt so nah beieinander und alles findet einen Schuldigen. In diesem Fall müssen wir sicher noch auf den nächsten Roman warten, denn eine Komplettlösung gibt es hier nicht. Dafür bekommen wir Deep Space Nine, wie man es schon lange nicht mehr gewohnt war. Der alte Krieg wird wieder aufgerollt und neue Figuren bekommen einen Platz. Wenn der Faden etwas straffer gespannt gewesen wäre, blieben nicht so viele Fragen offen, daher konzentriert euch beim Lesen und erinnert euch an gute alte Zeiten mit Kira Nerys in der Hauptrolle. Matthias Göbel Autor: Olivia Woods Taschenbuch: 310 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 26.04.2013 ISBN: 978-3-86425-170-2
  2. Bajor und die Föderation sind vereint, doch schon gibt es neue Anzeichen für kommende Probleme. Bevor diese jedoch wach werden, kann sich Sisco erst einmal an seiner Famile erfreuen. Einen schönen ruhigen und familiären Einstieg hat Kym gewählt, was meiner Meinung nach auch sehr gut funktioniert. Das Jacke sich auf die Reise zu sich selbst begibt verwundert nicht, schließlich ist er Schriftsteller und will eine neue Geschichte finden, eine die er selbst erlebe hat und die noch geschrieben werden muss. So zieht er los und… dazu dann später. Erst einmal zu Ro, die sich auf den Planeten begibt, da hier ein schrecklicher Angriff auf ein Dorf untersucht werden muss. Schließlich findet sie dabei nicht nur Freunde, denn viele vom bajoranischen Militär treten jetzt in die Föderation ein, was alt eingesessenen Bajoranern nicht gut schmeckt. Dieses Dorf war übrigens nicht unbekannt, es gab eine Folge in DS9 wo Miles und der Doctor ein Wesen vertreiben mussten, welches sich durch die Manifestation der Bewohner gebildet hatte, aber warum genau hier und warum jetzt? Ein weiteres Thema ist die Neubesetzung politischer Ämter im bajoranischen Alltag. Da fällt es der Ministerin nicht leicht einen geeigneten Kandidaten zu finden, schließlich bleibt die Frage ob man Politik und Religion wieder vereinen kann. Was jedoch nie passieren wird und nur einer in Frage kommt, der aber weit weg davon entfernt ist, es der Regierung wirklich einfach zu machen – Ihr Ex-Ehemann. Klingt erst einmal verwunderlich, aber es löst sich alles auf und man staunt über den Scharfsinn der dahinter steckt. Jacke hingegen zieht durch das Land und trifft irgendwann unverhofft eine junge Frau, welche selbst gerade auf einer Reise ist. Beide kommen sich näher, erleben eine turbulente Reise mit vielen Hürden und gefährlichen Wegen, verlieren sich aber wieder aus den Augen, denn sie ist einem anderen versprochen. Ihr Kampf mit sich selbst und ob Jacke sie doch in seine Arme locken kann müsst ihr schon selbst erlesen, nur so viel sei gesagt, er erlebt eine wirklich spannend romantische Geschichte, die es lohnt aufgeschrieben zu werden. Das es auch hier wieder Kämpfe und Verwicklungen in alles Richtungen gibt ist nicht verwunderlich, schließlich sind wir auf Bajor, einen der wohl mysteriösesten Planeten im Star Trek Universum. Selbst Voughn bekommt einen kleinen Part in der Geschichte und darf seinen Geburtstag feiern und wenn man liest wie alt er wirklich ist - Hut ab - ich wünschte das könnte ich auch erleben. Leider bleiben am Ende wirklich einige Fragen offen, denn was dieses Dorf mit dem Wurmlochwesen zu tun hat und ob es wirklich bald einen großen Wandel geben wird, erfahren wir leider nicht genau. Fazit: Für mich das bisher beste Star Trek - Die Welten von Deep Space Nine Buch. Die Charaktere sind gut, die Geschichten sind stimmig, gut erzählt und Sicso kommt langsam wieder in die Story. Noah Kym hat sich viel Mühe gegeben die bisherigen Geschehnisse noch einmal zusammen zu fassen und auf neue kleine Ausblicke zu geben. Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht, denn wenn das stimmt was hier am Ende steht, ist es vielleicht… lest selbst! Matthias Göbel Autor: J. Noah Kym Taschenbuch: 200 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 29.10.2012 ISBN: 978-3-86425-032-3
  3. Eine Bedrohung nach der anderen hat Deep Space Nine nach dem Krieg gegen das Dominion ereilt und langsam könnte doch wirklich etwas Ruhe aufkommen. Eine wahrhaft glorreiche Idee, denn es gibt nach der Evakuierung vieler Flüchtlinge durch die Ereignisse im Vorroman endlich auch wieder mehr als unheimliche Aliens die irgendwelche Technologien benutzen, um die Föderation in die Dunkelheit zu schicken – dachte ich zumindest noch am Anfang. Was auf den ersten Seiten noch mit Spannung anfängt, kleckert sich die nächsten 200 Seiten durch belangloses Zusammenleben auf der Station und Beziehungsproblemen. Bei knapp 600 Seiten ist es sicherlich nicht leicht die Spannung ständig oben zu halten, deshalb hat sich der Autor gedacht, dass er einfach drei oder vier Handlungsstränge aufbaut und diese dann nach und nach abarbeitet. Als erstes hätten wir Commander Elias Vaughn, der sich nach seiner Rückkehr auf der Station vorbereitet die erste wirkliche Erkundungsmission mit der Defiant im Gamma-Quadranten durchzuführen. Doch bevor es soweit ist, muss er sich seiner Tochter stellen – Prynn, wobei diese ihren Vater immer noch für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht. Diese Vater-Tochter-Geschichte zieht sich auch bis zum Ende durch den gesamten Roman, ist jedoch nicht immer logisch, aber schmückendes Beiwerk. Natürlich läuft bei dieser Mission nicht alles glatt und auf einmal finden sie einen Planeten… dazu dann später mehr. Kira Nerys hingegen muss sich um viele Kleinigkeiten auf der Station kümmern. Da reicht es nicht mehr, dass sie für Bajor repräsentativ vor Ort ist, denn schon bei der Ankunft eines hohen Admirals der Sternenflotte wundert sie sich über seine doch recht ausführlichen Fragen in Bezug auf ihre Person und Bajor. Schnell stellt sich heraus, dass sich die Regierung ihres Heimatplaneten dazu entschlossen hat nun doch der Föderation beizutreten. Damals hatte Sisco es verhindert, weil er durch die Propheten sah, dass es Bajor damit nicht gut gehen würde, doch anscheint ist genug Zeit verstrichen, um jetzt zuzugreifen. Die Dialoge schwimmen so daher. Kira stellt sich unendlich viele Fragen, warum und weshalb, was gar nicht so sehr zu ihrer Person passt. Nebenbei wird noch erzählt, wie Ro sich hingezogen zu Quark fühlt, aber mal ehrlich … Ro und Quark? Schon wieder kann der Autor meiner Meinung nach nicht ganz überzeugen, auch wenn Quark wie immer seine Rolle am besten übernimmt. Ob man über die beiden in den kommenden Romanen mehr erfahren wird bleibt abzuwarten, denn weder Ro noch Quark sind mit der Föderation in den vergangenen Jahren ganz warm geworden. Selbst die schwangere Kasidy wird erwähnt, wobei langsam das Kind des Abgesandten doch das Licht der Welt Bajors erblicken müsste? Am Ende wird noch Ezri mit in die Geschichte genommen, schließlich spielt sie später wie aus der Destiny bekannt, eine doch nicht ganz unerhebliche Rolle als Captain. Da sie mit auf der Defiant ist, muss sie sich ebenfalls der Situation mit diesem unheimlichen Planeten stellen. Wolkenverhangen schwebt er im All und hat einen doch so tödlichen Impuls ausgesendet. Deshalb wird ein Team zur Erforschung entsendet und Vaughn und seine Tochter sind mit dabei. Schon hier merkt man wie gezwungen der Autor versucht die Geschichte am Faden zu halten. Es stellt sich heraus, dass die ehemaligen Bewohner dieser Welt ein anderes lebendiges Universum entdeckt haben, welches nun versucht in unseres zu gelangen und ein Riss im Raum verursacht hat. Etwas verwirrend wird versucht zu erklären, wie unbeschreiblich es ist, diesen Zustand der Wesen zu beschreiben. Ezri verbindet sich mit ihnen und Vaughn erlebt in Träumen ihre Kommunikation und ihre Vergangenheit. Am Ende passiert alles sehr schnell und keiner unserer Helden verliert sein Leben. Ganz im Gegenteil, Vaughn kann endlich seine Tochter wieder in den Arm nehmen, Quark verabredet sich mit Ro, Kira ist über den Beitritt in die Föderation froh, Ezri und der Doktor lieben sich wieder und Kasidy freut sich über Schnee… Fazit: Lohnt es sich nun diesen Roman zu lesen? Schwer zu sagen, denn die Geschichte selbst liest sich zwar flott und ist auch nett geschrieben, nur ist der Inhalt oft auch langatmig und ohne Spannung. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Föderation wirklich noch andere Probleme hat, aber anscheint ist der Forscherdrang in den nächsten Jahrhunderten größer als gedacht. Vaughn und die Defiant erleben sicherlich noch einige merkwürdige Erlebnisse im Gamma-Quadranten und Kira wird noch viel auf DS9 bewegen können, doch entfernen sich die Autoren meiner Meinung nach immer weiter von der eigentlichen Idee von Deep Space Nine. Matthias Göbel Autor: David R. George III. Taschenbuch: 589 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 03.12.2010
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