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  1. Wer bisher die Reise der Discovery mitverfolgt hat, der wird so einige Überraschungen erlebt haben. Nicht nur, dass die erste Staffel so viele Neuheiten beinhaltet hat, dass man in der zweiten Staffel umdenken musste, auch die verblüffende Verbindung zur Original-Serie ist mittlerweile allzeit bekannt. Captain Christopher Pike und Spock sind zurück auf dem Bildschirm. Dieser Roman spielt nun direkt vor den Ereignissen der zweiten Staffel von Star Trek – Discovery. Die Enterprise wurde von der Sterneflotte beauftragt einen Nebel zu untersuchen. Dieser ist so umfangreich, dass die Crew hier mehrere Monate verbringen und jeden Planeten genau unter die Lupe nehmen soll. Indessen überfallen die Klingonen die Föderation. Hier wundert man sich schon, dass gerade die Enterprise nicht zurück kommen soll, stattdessen muss sie ihre Mission weiterführen. Es wird auch später nicht klar, aber so muss sich Captain Pike eben doch noch länger in dieser undurchdringlichen Suppe zurechtfinden. Ein Planet der Klasse M erweist sich als recht vielversprechend und auch die ersten Stunden und Tage der Erforschung sind erholsam und lehrreich, doch wie zu erwarten, hält die Gefahr sich nicht lange zurück. Zuerst glaubt man das es ein paar Piraten sind, aber später wird klar, dass dieser Nebel mehr als nur von einem Volk bewohnt ist. Diese scheinen sich seit mehreren Jahrhunderten im Kriegszustand zu befinden. Das wird auch der Crew der U.S.S. Enterprise zum Verhängnis. Der Autor holt jetzt nicht einfach nur ein klassisches Abenteuer aus seinem Ärmel, vielmehr versucht er zu beschreiben, was die Mannschaft innerhalb eines ganzen Jahres miterleben muss. Dabei wird nicht nur auf Pike besonders eingegangen, welcher noch einmal von einem Erlebnis aus seiner Zeit als Jugendlicher berichtet und sich immer wieder daran erinnert. Spock bekommt ebenfalls einen Großteil der Geschichte spendiert und hier gibt es schon die ersten Ausblicke in die zweite Staffel Discovery. Da die deutsche Übersetzung um einiges später eintrifft, wird man als Fan schon wissen, um was sich später alles drehen wird. Miller hat sich zu Nutzen gemacht, dass er den Ausgang aller Ereignisse schon vorher kannte und den Leser nur nach und nach an das Geschehen heranlässt. Die Kämpfe sind gut beschrieben, wenn auch des Öfteren etwas zu lang. Interessant fand ich die Kampfanzüge, welche zwar später so nicht in der Serie zu sehen sind, aber hier das Leben des ein oder anderen retten. Die Idee der Völker und die Auflösung des eigentlichen Problems sind schön aufgeschlüsselt und beherbergen einen starken Aspekt, welchen vielleicht auch auf unseren Planeten heimische Volksgruppen sich einmal überlegen sollten. Das Leben in einer Gemeinschaft ist nie einfach und wird immer für Missverständnisse sorgen, nur wer bereit ist zuzuhören und auch mal auf den anderen zuzugehen vermag, hat die Chance die Wahrheit zu erkennen. Fazit: Hier erfährt man, warum Spock so wurde und warum Pike so ist. Was alles in einem Jahr passieren kann weiß jeder von sich selbst und John Jackson Miller lässt der Crew der Enterprise keine ruhige Minute. Mit einer ordentlichen Portion Action, in einem echten Krieg gefangen und mit seltsamen Wesen die man so noch nie gesehen hat. Das klingt nach Star Trek und es steckt auch viel davon in dieser Geschichte. Mutige Taten, geistreiche Wissenschaftsoffiziere und nur kleine Logikfragen geben dieser Ausgabe alles, was man erwartet. Ein interessanter Einstieg in die Welt von Star Trek – Discovery... Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 500 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.12.2019 ISBN: 9783966520311
  2. Es hat knapp ein Jahr gedauert, bis die US-Version des ersten Discovery Comics auch nach Deutschland gekommen ist. Pünktlich zum Auftakt in die zweite Staffel, schickt uns der Cross Cult Verlag noch einmal zum Anfang allen Übels - Der Aufstieg von T’Kuvma. Während Voq zusammen mit L´Rell auf dem Schiff von T’Kuvma gestrandet ist, erzählt sie ihm die Geschichte des großen Anführers. Vorab gönnen sie aber alle noch einen Happen von Philippa Georgiou, welche, wie wir wissen, auf dem Schiff ums Leben kam. Schon hier sieht man den engen Zusammenhang zur Serie und auch die Charaktere verhalten sich wie gewohnt. Kommen wir jetzt erst einmal zur Geschichte von T’Kuvma. Seine Vergangenheit bestimmt seine Zukunft, denn schon als kleiner Junge wird er von seinen Brüdern verachtet und muss oft Prügel einstecken. Irgendwann flüchtet er durch einen dunkeln Wald und entdeckt ein riesiges altes klingonisches Schiff. Als er es untersucht, trifft er auf seine Schwester, welche ihm von der Zukunft der Klingonen erzählt. Nur zusammen können sie es schaffen, wieder das Volk zu werden, was sie einmal waren. Er wird zum Kloster nach Boreth geschickt, um hier die Lehren des Kahless zu lernen. Die Jahre vergehen und kein anderer Schüler nimmt so viel theologische Ideologien in sich auf wie T’Kuvma. Er findet das Licht des Kahless in sich und mit der Zeit, wird sein Name unter den gläubigen Klingonen ein Begriff. Zuhause wird er hingegen weiterhin ausgestoßen und er verliert sogar sein Haus, seinen Namen und seine Ehre. Diese jedoch will er jedem Klingonen wiedergeben. Die Ehre des Volkes ging verloren und er will mit der Entzündung des Lichts die Ehre endlich wiederherstellen. Es wird weder einfach für ihn, noch ist er wirklich der starke Anführer, für den ihn alle halten. Er verliert sich in Zweifel und hofft, noch zu Lebzeiten das Licht zu finden. Alles eben eine Frage der Interpretation und genau das ist auch der Grund, warum Star Trek – Discovery für viele alte Fans nicht das Star Trek ist, was sie bis dato kannten. Das Kirsten Beyer an der Story mitgeschrieben hat, zeigt noch einmal deutlich wie viel Hilfe sich die Macher von Star Trek-Kennern geholt haben. Als führende Autorin der Star Trek – Voyager Romane und vor allem als Mitautorin von Star Trek – Discovery, wird hier nichts dem Zufall überlassen. Grafisch wird es sehr düster und dunkel. Schwarz ist die vorherrschende Grundstimmung. Nebenbei gesagt, es gibt überraschend wenig Kämpfe bei diesen gefürchteten Kriegern des Alls. Fazit: Die Vorgeschichte des klingonischen Messias T’Kuvma, zeigt die starke mythologische Verbindung seiner Ideale und den Grund, warum der Krieg mit den Menschen kommen musste. Um die Ehre seines Volkes wiederherzustellen, wurde das Licht von Kahless geboren. Ein finsterer Comicband mit seltenen Einblicken, in die neue klingonische Seele. Für Star Trek – Discovery-Fans lohnt sich auf jeden Fall ein Blick. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer, Mike Johnson Zeichner: Tony Shasteen, J.O. Mettler, Übersetzer: Helga Parmiter Paperback: 144 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 15.01.2019 ISBN: 9783864256813
  3. Wenn es einen Autor in Sachen Star Trek gibt, der ein Thema wirklich auf den Punkt bringen kann, gibt es wohl keinen besseren als David Mack. In den letzten Jahren konnte er mit seiner Art und Weise wirklich bei jedem Ausflug ins Universum glänzen. Es verwundert daher nicht, dass Byan Fuller (Produzent von Star Trek – Discovery) auf ihn zuging und ihn bat, diese Geschichte zu schreiben. Alles fängt recht harmlos an. Auf einer Bohrplattform eines Planeten gerät der Bohrer ins stocken. Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass er nicht mehr zu retten ist und auch die gesamte Station scheint dem Untergang geweiht. Aus dem Wasser erhebt sich ein gigantisches Raumschiff. Captain Philippa Georgiou von der Shenzhou hat hingegen ein anderes kleines Problem, sie muss einen neuen ersten Offizier ernennen. Zur Wahl hat sie Lieutenant Michael Burnham und Lieutenant Saru. Beide sind qualifiziert, doch nur einer kann es werden. Aus Raumschiff auf dem Planeten ist mittlerweile eine Drohne ausgesandt worden, welche die naheliegende Stadt angreift. Der Hilferuf dieses Planeten könnte somit eine gute Prüfung für die Besatzung der Shenzhou werden. Da diese Kolonie sich von der Sternenflotte losgesagt hat, ist eine Rettung nicht ganz so einfach, aber hilfsbereit wie die Sternenflotte nun einmal ist... Das fremde Schiff wird von allen Seiten untersucht, doch irgendwie sind die Daten sehr unschlüssig. Saru und Burnham geben sich größte Mühe und auch hier erkennt man, wie gewissenhaft die Sternenflotte an solch einem Thema arbeitet. Alle Eventualitäten werden durchgegangen, gescannt, geprüft, katalogisiert, nachgebaut und es wird geforscht, damit am Ende das richtige Ergebnis gefunden wird. Doch allein scheint die Shenzhou dem Gegner nicht gewachsen und der zuständige Admiral sendet die Enterprise hinaus. Captain Pike und kein geringerer als … stehen nun mitten im Geschehen. Selbst wenn ich gerade etwas zu viel verraten habe, da kommt noch mehr und ihr werdet wirklich überrascht sein, wie weit Mack hier ausholen darf. Einzig die Tatsache, dass Pike geschickt wurde, um egal wie dieses Schiff zu zerstören hat mich sehr verwundert. Denn einhergehend damit, würde er auch den Planten und die dort ansässigen Kolonisten töten. Er hat zwar seine Zweifel, würde aber ohne Captain Georgious Entgegenwirken diese Tat sofort umsetzten. So befehlshörig habe ich ihn bis dato nicht erlebt. Als Fan von Kämpfen, bekommt man allerhand Action geboten. Selbst das fremdartige Raumschiff birgt so manch unglaubliche Entdeckung mit sich. Der Wettkampf zwischen Saru und Burnham, um den Posten des erste Offiziers ist schön subtil eingebettet und wer die Serie schon gesehen hat, nun, der weiß wie das hier wohl ausgehen wird. Fazit: Autoren haben es wahrlich nicht leicht. Fans erwarten Alles und Nichts darf außer acht gelassen werden. David Mack hat hier ohne mit der Wimper zu zucken erneut bewiesen, dass Star Trek sich immer wieder neu erfinden kann. Michael Burnham spielt auch in diesem Roman die vordergründige Hauptrolle und meistert gekonnt ihrer Herkunft nach jede Situation. Das Buch bietet Spannung, Witz, Action und einem gewissen Charme, der dank des Autors, eine breite Fangemeinde finden wird. Matthias Göbel Autor: David Mack Taschenbuch: 408 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.10.2017 ISBN: 978-3-95981-190-3
  4. Die neue Serie "Star Trek: Discovery" startet am 25. September auf Netflix und mittlerweile sind die Titel der ersten vier Episoden bekannt gegeben worden: Episode 1: The Vulcan Hello Episode 2: Battle at the Binary Stars Episode 3: Context Is for Kings Episode 4: The Butcher's Knife Cares Not for the Lamb's Cry Dabei sollte es nicht verwundern, dass auch hier die Vulkanier eine wichtige Rolle spielen werden. Ein weitere Detail trifft dabei besonders ins Auge, denn die Erste Offizierin Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) ist zwar ein Mensch, wurde aber auf Vulkan von Spocks Vater Sarek aufgezogen. Somit hat Spock eine Schwester, von der wir bisher noch nichts gewusst haben.
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