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  1. Amerika und die Weltherrschaft... in Jack Campbells Zukunft haben sie es geschafft und kein anderes Land ist so mächtig wie die USA. Ob Rohstoffe, Geld oder Militär, Nichts und Niemand kann sich gegen sie stellen. Den restlichen Ländern blieb irgendwann nichts anderes übrig und sie haben ihr Glück auf dem Mond versucht. Kolonien entstehen hier und Bodenschätze werden abgebaut. Kein Wunder, dass nach einigen Jahrzehnten auch Amerika auf dieses Treiben aufmerksam wurde und nun ein Stückchen von dem Kuchen abhaben will. Das klingt ganz nach einer Aufgabe für Sergeant Ethan Stark. Als erfahrener Soldat, begibt es sich auf ein bisher für ihn unbekanntes Terrain. Das Ziel klingt nicht sonderlich schwierig. Eine kleine Forschungsstation soll eingenommen werden. Überraschenderweise bleiben auch Probleme völlig aus und der Auftrag ist schneller vorbei, als der Leser folgen kann. Wer bis dato einige Fragen im Hinterkopf hat, der sollte sie am besten gleich völlig löschen, denn Campbell geht es in seinem Buch nicht vordergründig darum zu erklären, warum die USA so mächtig geworden sind und dabei den Mond vergessen haben, vielmehr zeigt er in dem Roman, dass es zwischen Soldaten mehr gibt als nur den Eid den sie geschworen haben. In einer Umgebung wie dieser, ist nicht die Waffe deine Lebensversicherung, sondern dein Kamerad neben dir. Egal welchen Schritt man auch macht, gehe nie allein hinaus und vergewissere dich, dass dein Anzug tadellos funktioniert. Diese Kleinigkeiten versucht Ethan Stark seinen Männern einzubläuen und doch steht er für mehr ein, als nur sein eigenes Leben. Die Verhandlungen zwischen den Freien Staaten und den USA verlaufen nicht sonderlich gut und da ein Krieg unmittelbar bevorsteht, sollte jedes Gefecht gut überlegt sein. Die Ressourcen sind knapp und das Gelände voller Tücke. Einen interessanten Ansatz verfolgt der Autor, in dem er den Soldaten Videoübertragungstechnik in den Anzügen mit einbaut, damit die Angriffe live übertragen werden können. Hier kommt auch das Geld her, mit dem sich das Militär aktuell finanziert. Klingt gar nicht mal so abwegig und vielleicht in Ansätzen heute schon umgesetzt. Ansonsten versucht er eher Ethan Stark dem Leser näher zu bringen. Wie er zuhause von seinem Vater nicht ernst genommen wurde oder wie Zivilisten auf ihn reagiert haben, als er seine Eltern besuchen wollte. Als erfahrener, mittlerweile pensionierter Soldat wird Campbell vielleicht so etwas selbst passiert sein. Dennoch treibt die Geschichte nur eins voran – Stillgestanden! Dank vieler Dialoge, kann man sich in das Geschehen gut einlesen und gewinnt dabei einen kleinen Eindruck, wie miteinander umgegangen wird. Ethan ist vielleicht an einigen Stellen wirklich naiv, was ihn aber auch sympathisch macht, denn ihm geht es nicht um seinen eigenen Vorteil, vielmehr will er wissen, dass es seinen Leuten gut geht und alle heil wieder nach Hause kommen. Wie auch immer er sich später entscheiden wird, bisher galt seine Loyalität immer seinem Land, egal wie die Befehle ausgesehen haben. Er hat sie sich hin und wieder zurechtgerückt, aber am Ende wurden seine Vorgesetzten nie von ihm enttäuscht. Nur wenn man Unrecht, dumme Befehle und ein sinnloses Sterben sieht, sollte man immer noch treu gehorsam folgen oder aufwachen und selbst das Ruder in die Hand nehmen? Fazit: Das Militär fasziniert euch und ihr fragt euch wie es in der Zukunft geführt wird? Dann solltet ihr auf Jack Campbell vertrauen, welcher euch erneut mit einer Militär-Sci-Fi-Geschichte unterhält. Ethan Stark ist der Kamerad und Vorgesetzte, den man sich selbst wünschen würde, wäre man Soldat. Die Grundstory, dass Amerika als Supermacht die Erde regiert, mag dünn erscheinen, aber dafür stehen wir auch erst am Anfang einer Trilogie, welcher noch an Inhalt zulegen kann. Matthias Göbel Autor: Jack Campbell Übersetzer: Ralph Sander Taschenbuch: 383 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 29.06.2018 ISBN: 978-3-404-20915-6
  2. einz1975

    Doctor Who - Die Hand des Omega

    Im Endeffekt ist es wie immer, entweder man mag den Doctor oder eben nicht. In meinem Fall bin ich immer wieder hin und hergerissen. Ben Aaronovitch hat versucht aus einem Drehbuch einen Roman zu schreiben, was nicht nur für ihn, wie er zu Anfang berichtet einen Herausforderung war, sich am Ende auch für den Leser anders darstellt, als man es sonst aus Romanen gewohnt ist. Willkommen in der Coal Hill School in London im Jahr 1963 Nicht das der Doctor hier etwas lehrt, vielmehr befindet sich hier ein Geheimnis, welches er aus dunkler Vergangenheit wieder in Ordnung bringen muss. . An seiner Seite die etwas durchgedrehte Ace, welche schon als Kind gern Sachen in die Luft gejagt hat und an der Seite des Doctor mehr als ein Abenteuer erlebt hat, in dem Explosionen recht hilfreich waren. Auch diesmal kann der erste Angriff der Daleks mit etwas Sprengstoff gewonnen werden. Aber was machen die Todfeinde des Doctors hier? Das fragt sich nicht nur der besorgte Leser, sondern auch die restlichen Figuren des Romans. Da haben wir noch viel britisches Militär, welches wundersamer weise sich nicht sonderlich wundert, dass man hier gegen ein paar Außerirdische kämpfen muss. Hm... Wir erfahren, dass die Daleks sich vor vielen Jahren entzweit haben und nun versuchen eine Waffe in die Finger zu bekommen, welche die Zeit verändern kann. Ein Gefecht folgt dem nächsten und genau hier ist Knackpunkt. Der Roman beschreibt in vielen kleinen Schritten wie sich wer gegen wen zur Wehr setzt, vergisst dabei aber die Story. Das Kämpfen, wird hier ohne lange zu zucken durchgeführt. Soldaten fallen, Daleks benutze ihre Strahlenkanonen und als der Doctor auf dem feindlichen Raumschiff landet, war ich nicht überrascht, wie sich wohl das Ende gestalten wird. Nichts hat Aaronovitch dem Zufall überlassen, ähnlich wie der Doctor. Ich gebe zu, dass ich mir unter der „Hand des Omega“ auch etwas ganz anderes vorgestellt habe, als das, was es am Ende ist. Ich gehe auch davon aus, dass es nicht das letzte Mal war, dass man dieses Ding zu Gesicht bekommen hat. Alle anderen Figuren der Geschichte sind wahrlich nur Beiwerk, einzig der Doctor kann dank seiner Art und Weise auch ein kleines Schmunzeln dem Leser entlocken. Trocken britisch und mit einer ordentlichen Portion Selbstsicherheit, huscht er durch die Geschichte, wobei sie irgendwie nicht hängen bleiben will. Fazit: Der Doctor, hat mit der Hand des Omega, wahrlich alle Hände voll zu tun. Nicht nur seine Erzfeinde, die Daleks, sitzen ihm im Nacken, auch das einheimische Militär steckt mitten in einem Krieg gegen diese Außerirdischen. Was das Omega ist und wie er den Fall löst, sollten Fans sich nicht entgehen lassen, allen die bei Doctor Who einsteigen wollen, rate ich eher davon ab, denn manchmal kann der Doctor nichts dafür, dass die Spezies Mensch so sehr auf Gewalt und Kampf steht wie hier. Matthias Göbel Autor: Ben Aaronovitch Taschenbuch: 238 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 21.07.2017 ISBN: 978-3-404-20881-4
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