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  1. Fans haben immer noch mit den Auswirkungen des letzten Romans zu kämpfen, da geht Peter David gar nicht mal so zimperlich weiter mit seinen Figuren um. Wir haben gleich zu Beginn eine Mutter, welche sich nicht von den heimischen Ärzten behandeln lassen will - Robin Lefler. Sie trägt den Sohn des ermordeten Cwan in sich, welcher nun das Licht der Welt erblicken will. Dank Captain Mackenzie Calhoun und der Besatzung der U.S.S. Excalibur findet dieses kleine Ereignis ein friedliches Ende, wobei das Abenteuer gerade erst begonnen hat. Denn wie sich herausstellt, ist der frischgebackene Mischling so selten, dass sich auch andere für ihn interessieren und damit meine ich nicht nur die Einwohner von Neu Thallon. Wie gewohnt wird nicht nur an einem Strang der Geschichte geschrieben. Vielmehr erleben wir wieder ausschweifend die gesamte Crew, was den Roman auch für Neueinsteiger interessant macht, auch wenn wir mittlerweile bei Band 16 sind. Ein Schiff mit einem bewusstlosen Piloten wird gefunden. Dabei findet Dr. Selar heraus, dass sie eventuell das Leben ihres eigenen Sohnes retten könnte, denn er hat das gleiche genetische Material wie der/die Partner/-in Burgoyne. Schon von Beginn an, ahnt man nichts Gutes und mit der Zeit verdichtet sich es auch, dass hier etwas viel Mächtigeres die Fäden zieht. Selar wird regelrecht besessen und als auch noch eine Stimme in ihrem Kopf auftaucht und ihr Befehle erteilt oder Heilung verspricht, ist man schon mitten im Thriller gefangen. Die Spannung nimmt auch weiterhin zu, als Morgan, die Mutter von Robin Lefler, welche durch ihr neues Leben als Computerwesen zur Übermutter mutiert. Ein schönes Beispiel, wie sehr der Autor hier an alle Mütter gedacht hat und deutlich aufzeigt, wie weit Eltern gehen, um ihren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Als Xyon, Sohn von Calhoun erscheint, sind schon wieder fast alle zusammen und selbst Soleta findet sich ein und Captain Müller. Ja, hier wird man wirklich als Fan wieder völlig bedient und kann überhaupt nicht meckern. Vielleicht sind einige zeitliche Zusammenkünfte doch etwas seltsam und auch diese neue Rasse, welche tiefgreifende Pläne schmiedet, ist wohl gar nicht so neu, doch hat Peter David nie seine Qualität verlassen. Gekonnt mischt er wieder die Szenen ineinander und lässt dem Leser viel Zeit, sich entspannt der Geschichte zu widmen. Das er wieder ein Mitglied opfert, liegt vielleicht auch daran, dass der Autor die Geschichte um Mackenzie Calhoun und der U.S.S. Excalibur bald beenden wird, was mich schon jetzt sehr traurig stimmt, aber vielleicht ist es auch nur eine kurze Schaffenspause. Dank starker Charaktere, hat jeder der Figuren das Potential auch selbst weitere Abenteuer zu erleben. Wie auch schon zuvor, verlässt man als Leser mit einem weinenden und einem lachenden Auge diesen Roman und denkt an so viele Situationen der gehenden Helden nach. Fazit: New Frontier ist und bleibt erstklassig! Mackenzie Calhoun kann sich mehr als glücklich schätzen solche eine Crew zu besitzen, auch wenn es manchmal haarig wird, die Abenteuer die er erlebt sind Star Trek pur. Kaum eine Seite die man nicht noch zusende lesen will, egal wie spät es ist oder ob man die nächste Bahn verpasst. Die Macht als Autor Welten zu erschaffen, hat sich Peter David wirklich zu Herzen genommen und möge er nie damit aufhören. Matthias Göbel Autor: Peter David Übersetzer: Helga Parmiter, Claudia Kern Taschenbuch: 341 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 04.07.2018 ISBN: 978-3-959-81535-2
  2. Oh Peter... wie sehr habe ich die Geschichten um Mackenzie Calhoun vermisst... endlich geht es weiter. Doch vorweg, hat uns der Autor gleich einiges zu sagen, denn er wollte nicht mehr einfach an die letzten Ereignisse anschließen, sondern springt einfach ein paar Jahre weiter und fängt damit an seine Figuren neu zu formen. Das hat den Vorteil, dass viel Spielraum bleibt für das, was passiert ist und warum der ein oder die andere so geworden ist, wie sie jetzt ist. So erfahren wir zum einen, dass Soleta der Sternenflotte den Rücken gekehrt hat und sich nun auf Romulus befindet. Sie möchte nicht länger ihre Wurzeln leugnen und geht dabei ein gefährliches Spiel ein. Wie genau es mit ihr weitergeht, erfahren wir wohl erst in den kommenden Romanen, zumindest scheint sie einen Gönner gefunden zu haben.Viel interessanter jedoch ist, dass sie mit jemand zusammengearbeitet hat, der eigentlich tot sein sollte – Xyon. Richtig gelesen, der Sohn von Mackenzie Calhoun lebt, obwohl er alle im Glauben lies, bei der Rettung der Excalibur ums Leben gekommen zu sein. Das er aus der Versenkung hervorkommt, hat einen ganz einfachen Grund, Kallinda, die Schwester vom Si Cwan, dem thallonischen Premierminister heiratet. Bevor sie einen Fehler macht, will er sie zu Rede stellen. Sein Plan scheint jedoch nicht ganz ausgereift zu sein, denn kurzerhand entscheidet er sich sie zu entführen, was natürlich schwerwiegende Folgen hat und Calhoun mit seiner Excalibur sich sofort zum Ort des Geschehens begibt. Dennoch hat Peter David nicht vergessen etwas Mysteriöses mit in den Roman zu packen. Ein altes Volk, welches vor vielen hundert Jahren seine Planeten an die Thallonianer verloren hat, möchte nun ihre Besitz zurück, denn ihre Vorfahren - Die Wanderer – sind auf dem Weg. Nicht überraschend glaubt niemand diesem Volk, was sich am Ende jedoch als großer Fehler herausstellen könnte. Captain Elizabeth Shelby ist inzwischen Admiral und Zak Kebron kann auf der Excalibur als Counselor seine neu entdeckte Redegewandtheit unter Beweis stellen. Viele andere Figuren erfahren ebenfalls eine durchmischte neue Vergangenheit, so dass ihr selbst als Neueinsteiger viel Spaß haben dürftet. Action und Spannung kommen nicht zu kurz, wobei sich Captain Müller doch etwas mehr davon erhofft hatte als sie aufbrach, um Kallinda zu befreien. Was die Hochzeit angeht und ob Xyon mit einer Strafe davonkommt, dass müsst ihr schon selbst herausfinden, aber ich verspreche euch, dass Ende wird euch süchtig machen nach dem hoffentlich bald kommenden Nachfolger. Fazit: Zeiten ändern sich, doch die Qualität bleibt. Peter David schafft mit „Neue Zeiten“ einen perfekten Neustart dieser mehr als unterhaltsamen Star Trek Buchreihe. Ich weiß nicht genau wie er das macht, aber er packt mich jedes mal. Die Abenteuer um Mackenzie Calhoun sind mittlerweile so legendär wie einst Kirk oder Picard und ich würde immer noch behaupten, dass ihr alle viel verpasst, wenn ihr euch nicht einmal genauer mit New Frontier befasst. Ein Hoch auf Peter David, möge er lang leben und noch viel schreiben. Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 339 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 28.11.2016 ISBN: 978-3-95981-160-6
  3. einz1975

    Star Trek – New Frontier: Grenzenlos

    Ein neues Buch aus der New Frontier Reihe – Immer her damit! Mit großen Augen nahm ich diesen wirklich heftigen Band in die Hand und war gespannt wie die aktuelle Geschichte der Crew um Mackenzie Calhoun weitergeht, doch schon im Vorwort wurde ich überrascht. Peter David selbst schreibt hier die Einleitung und berichtet, wie er von Keith R. A. De Candido überredet wurde, dass auch andere Autoren ein Teil seiner New Frontier Welt werden könnten. Mit ein wenig Bedenkzeit willigt er schließlich ein und das Ergebnis halte ich nun in den Händen. In „Grenzenlos“ gibt es jetzt 19 Kurzgeschichten, welche alle vor den aktuellen Ereignissen spielen. Dabei wird nicht nur Captain Calhoun noch einmal genauer unter die Lupe genommen, auch der Rest der Crew bekommt einige kleine Nebenerzählungen. Mackenzie selbst zeigt gleich in der ersten Geschichte, wie stark er damals in die Geheimaktivitäten der Sterneflotte eingebunden war. Wir alle kennen sicherlich noch die Folge, in der Captain Picard eine heimliche Tarntechnologie der Sternenflotte entdeckt. Am Ende wurde diese, um den Frieden zu wahren, den Romulanern übergeben. Doch diese sollten sie nicht lange haben, denn hier beginnt die Geschichte, welche erneut zeigt, wie ausgefuchst der Captain ist und warum er der Beste für diese Angelegenheit war. Shelbys erste Begegnung mit den Borg ist ebenfalls ein Thema, welches sich meiner Meinung nach aber viel zu holprig liest, nicht nur das sie selbst etwas anders dargestellt wird, auch die Borg sind meiner Meinung nach irgendwie nicht ganz die gleichen. Ein für mich kleines Highlight, war die Geschichte von Susan Shwartz. Hier dürfen wir Solet und niemand geringeren als Botschafter Spock auf einer Flucht begleiten. Gerade aus dem Gefängnis entkommen, schaffen sie es gerade so auf einen Frachter der sie aus dem feindlichen Gebiet bringen soll, doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass diese Flucht noch lange kein Ende hat. Spock schafft es die Kommunikation des Schiffes anzuzapfen und als sie herausbekommen, dass dieses Schiff einem neuen Besitzer übergeben werden soll, scheint ihre Flucht in Gefahr. Doch Spock ist nicht umsonst einer der größten Strategen und schon haben wir ein fantastisches Ende mit dem wirklich keiner gerechnet hätte. Eine weitere absolut lesenswerte Geschichte ist von Terri Osbornes und behandelt die Aufzeichnung von Selars Begegnung mit den Q. Wir schreiben die Zeit, in der die Q selbst einen Bürgerkrieg abhielten und da Selar Doktor ist, landet sie auch mitten in einem Feldlazarett. Q sind eigentlich allmächtig und man wundert sich schon warum es plötzlich Verletzte geben soll, aber so ist es nun einmal im Krieg und Selar bringt den jungen Q bei, wie man Verletzungen heilt oder zumindest die Erstversorgung übernimmt. Dabei lernt sie viel über die Q aber auch über sich selbst und als der uns bekannte Q auftaucht, fühlt man sich wieder wie in einer passenden Folge einer Star Trek Serie gefangen. Weitere Favoriten wären noch der längste Tags in Zak Kebrons Leben und Peter David Geschichte von Calhouns und Shelbys Flitterwochen auf Xenex. Fazit: Ja ich bin Fan von New Fontier und ich bin begeistert. Gern hätte ich noch weiter viele kleine Geschichten von dieser verblüffenden Crew gelesen und vielleicht lässt sich Peter David ja noch einmal überreden, denn es gibt sicher noch Vieles was es zu erzählen gibt. Oft wünschte ich sie wären etwas länger und manchmal war es absolut ausreichend. Auch hier hat Peter David genau die richtige Mischung gefunden und bleibt bei mir in vorderster Front, wenn es um Star Trek und Mut zu neuen unglaublichen Helden geht. Matthias Göbel Autor: Peter David, David Mack, Dayton Ward, Loren L. Colemans, Robert Greenberger, Susan Shwartz, Terri Osbornes, Keith R. A. De Candido, Susan Wright, Josepha Sherman, Ilsa J. Bick, Kevin Dilmore, Christina F. York, Robert T. Jeschonek, Peg Robinson, Mary Scott-Wiecek, Allyn Gibson, Glenn Hauman, Lisa Sullivan Taschenbuch: 592 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 19.05.2016 ISBN: 978-3-86425-802-2
  4. Ob man ihn als Rebell oder Einzelgänger bezeichnen will, liegt immer im Auge des Betrachters, dennoch hat Mackenzie Calhoun eine völlig eigene Art und Weise seinen Weg zu gehen und seine Mannschaft zu führen. Genau aus diesem Grund hat sich Peter David auch den Anfangsjahren auf der Akademie gewidmet. So springen wir zwischen dem Jetzt und Damals hin und her, jedoch bindet sich Geschichte am Ende herrlich zusammen. Dank Jean-Luc Picard findet Calhoun schnell den Weg zur Akademie und lernt dort auch Shelby kennen, welche damals jedoch noch mit einem anderen Mann zusammen war. Das sollte sich jedoch ändern, denn wenn Mackenzie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann bringt er es auch zu Ende. In der anderen Geschichte geht es um einen Mord an Bord der Trident, welcher aufgeklärt werden muss. Alle Beweise sprechen für sich, dass es Janos war, ein Mitglied der Crew der Excalibur. Doch so einfach wie sich der Fall darstellt ist er leider nicht, schließlich ist Janos nicht ein ganz normales Mitglied der Sternenflotte. Er ist das Ergebnis eines Gen-Experiments und seit Jahren unauffälliges Mitglied der Crew. Doch plötzlich scheint ihn irgendetwas zu verändern und nur noch ein rasendes Tier in ihm wird wach. Das Volk des getöteten möchte nun seine Auslieferung, doch das kann Mackenzie nicht zulassen. Er weiß genau wen er fragen kann, was mit Janos los ist und macht sich auf den Weg zu seinem Erschaffer. Schon damals zu seinen Tagen auf der Akademie ist er mit ihm in Kontakt geraten und nun treffen sich die beiden wieder. Calhoun war kein leichter Schüler. Immer wieder geriet er mit den Vorgesetzten aneinander und es gab besonders anfangs mehr als eine Schlägerei in die er verwickelt war. Mit der Zeit konnte er sich besser kontrollieren. Für die Laufbahn als Führungsoffizier muss man auch den berühmten Kobayashi Maru Test absolvieren. Hier zeigt sich noch einmal, dass er sofort handeln und dabei Entscheidungen, ob furchtbar oder nicht, sofort umsetzten kann. Ein Charaktertest, den nicht all auf diese Weise lösen und Shelby lernt dabei auch viel über sich selbst. Sein Weg vom Freiheitskämpfer, bis hin zum Captain ist mit diesem Buch sicherlich nur in Bruchstücken erzählt, zeigt aber eindrucksvoll, wie aus einem ungestümen jungen Mann, einer der wichtigsten Personen für die Sternenflotte erwachsen ist. Die Passagen in den sich Calhoun seiner schon damals großen Liebe Eppy stellt sind hin und wieder etwas trocken, aber gehören genauso zur Geschichte, wie all die Abenteuer die er allein und in Zukunft noch erleben wird. Trotz seines oft unnötigen Starrkopfes schafft er es durchzuhalten. Jean-Luc Picard wusste von Anfang an, dass hinter diesem Namen eine ganz große Persönlichkeit steckt, auch wenn sie am Ende des Romans sich mit geladenen Waffen gegenüberstehen, siegt dieses Mal mehr der Verstand als die Gewalt. Fazit: Der Autor kann mit seinen Figuren perfekt umgehen und findet immer wieder neue, spannende, mitreißende, nachdenkliche und abenteuerliche Geschichten. Mackenzie Calhoun wirkt nach all den Büchern schon so vertraut und dennoch schafft er es, immer wieder zu überraschen. Dank der kleinen Detektivgeschichte im Jetzt und der schön zurückgeblendeten Jahre auf der Akademie, bleibt er Roman in keiner Zeit stecken und vollendet wieder einmal mehr einen absolut lesenswerten Roman aus der Feder von Peter David. Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 380 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 22.06.2015 ISBN: 978-3-86425-777-3
  5. Das mit dem Tod auch immer wieder ein neuer Anfang verbunden ist, spielt nicht nur in unserer Gegenwart eine Rolle, sondern auch in einer fernen Zukunft. Captain Mackenzie Calhoun hatte im letzten Roman nicht nur fast sein Schiff verloren, es starben auch einige Mannschaftsmitglieder, weil sie von einem gottähnlichen Wesen angegriffen wurden. Diese Wesen haben schon zu Zeiten des Captain Kirk den Menschen das Leben schwer gemacht und sie kommen jetzt zurück, um ein neues Zeitalter einzuläuten. Dazu benutzen sie einen Planeten, auf dem sich zufälliger weise auch Si Cwan und seine Schwester Kallinda, die Erben des Thallonische Imperium befinden. Sie sollen überzeugt werden, dass die Substanz der Götter, dass sogenannte Ambrosia, eine friedvolle und glorreiche Zukunft für alle bringen wird. Doch schnell wird klar, wer den Willen der Götter nicht folgt, muss vernichtet werden. Indessen wird die Excalibur wieder zusammengeflickt und begibt sich zu genau diesem Planeten, genauso wie Captain Shelby und die Crew der Trident. Sie sollen im Namen der Föderation untersuchen was hier vor sich geht und was dieses Ambrosia wirklich ist. Eher per Zufall gelingt Si Cwan die Flucht und wird von niemand geringeren als Botschafter Spok aufgesammelt, der sich ebenfalls zu diesem Planeten einfinden soll, da er schon einmal mit diesen Wesen zu tun hatte. Damals war es Apoll welcher sich die Crew der Enterprise zu Nutzen machen wollte, um eine neue Zivilisation aufzubauen. Damals wie heute beziehen diese Wesen ihre Kraft aus dem Glauben ihrer Anhänger und Dank des Ambrosias werden sie in einen Zustand der Glückseligkeit versetzt, welcher zudem auch noch fast übermenschliche Kräfte verleiht. Indessen befindet sich Mark McHenry als Geist auf dem Schiff und kann dank eines Gottwesens namens Woden (Zeus, Odin) den Übergang zu einer neuen Existenzebene erleben und Moke erfährt wer sein wirklicher Vater ist und warum er immer noch recht außergewöhnliche Kräfte besitzt. Wie soll man jedoch Götter mit unbegrenzter Macht stoppen? Genau diese Frage stellt sich Mackenzie Calhoun findet am Ende aber eine brillant technische und geistige Lösung. Dank der Erfahrungen die Spok schon damals sammeln konnte, sind die irdischen Götter der griechischen, römischen und nordischen Sagen irgendwann selbst Geschichte. Zwischendurch gibt es noch einige kleine Extrageschichten, welche sich zwischen den Crewmitgliedern abspielen.Wer bisher die Abenteuer von Calhoun und seiner Crew erlebt hat, wird auch hier wieder staunen wie fantastisch diese Reise ist und was sie alles schon erlebt haben. Hinzu kommt der reibungslose Schreibstil von Peter David. Ein geschmeidiger Fluss aus Wörtern ergießt sich hier zu einer wunderbar ausgedachten Geschichte über Götter, die keine sind und wie sie durch ihren Hochmut zu Fall geraten. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die ein oder andere Figur nicht das Letzte mal gesehen haben. Fazit: Peter David nimmt selbst bei einem solch übersinnlichen Thema die richtigen Worte zusammen und lässt daraus ein brillantes Abenteuer für alle Star Trek Fans ob Jung oder Alt entstehen. Die Symbiose aus Enterprisezeiten und Captain Mackenzie Calhoun eigener Geschichte funktioniert fabelhaft. Der Humor, die Wortwahl und die Szenendarstellung lesen sich ungebrochen flüssig und das Finale verschlingt man regelrecht. Star Trek und Peter David, möget ihr euch nie trennen!!! Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 330 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 27.04.2015 ISBN: 978-3-86425-776-6
  6. Nachdem wir im letzten Roman erfahren haben, wie Captain Calhoun sein letztes Abenteuer überlebt hat und wieder zurück in seinen Kapitänssessel gelangt ist, wirft er sich schon in das nächste sehr fantastische Abenteuer. Als erstes geht es um zwei Völker, welche sich seit unendlich vielen Jahren bekämpfen und der Hass über all die Jahrhunderte immer noch ansteht. Ein erneuter Angriff der einen Seite schürt erneut das Feuer, nur dass diesmal eine Technologie benutzt wurde, welche sie gar nicht besitzen können. Indessen sucht die Föderation nach den Iconianer und ihren interdimensionalen Teleportationsportalen. Diese sind nicht nur besonders selten, sondern stellen eine riesige Gefahr dar wenn sie in die falschen Finger gelangen. Captain Calhoun von der U.S.S. Excalibur und Captain Elizabeth Shelby von der U.S.S. Trident sind jetzt unterwegs diese beiden Völker sind näher anzuschauen. Dabei stellen sie schnell fest, dass hier die Fronten derart festgefahren sind, dass jeder auf seiner Seite versuchen muss sie an einen Tisch zu bringen. Mit ein wenig List schaffen beide ihre Ziele und erfahren so, dass hier ein Thallonianer sich eingemischt hat. Offensichtlich gibt es auf beiden Planeten eines dieser Portale, jedoch können sie nur von den Thallonianern bedient werden. In erster Linie soll aber endgültig der Krieg zwischen den beiden Völkern beendet werden, was anscheint auch funktioniert und da beide Völker vor vielen Jahren von einem Planten auf zwei weit entfernte getrennt wurden, fügt man nun die beiden Oberhäupter auf den einst gemeinesamen Planeten wieder zusammen. Leider entpuppt sich diese Reise am Ende allerdings als bizarr und extrem Unwirklich. Die Thallonianer bringen plötzlich ihre Portale in Bewegung. Dabei werden Shelby und Calhoun an einen Ort gebracht den sie selbst nicht für möglich gehalten hätten. An dieser Stelle möchte ich zur Geschichte lieber keine weiteren Worte mehr verlieren. Peter David schafft es Calhoun und Shelby gleichermaßen im Vordergrund zu halten. Egal an welcher Stelle man sich im Roman befindet, als Leser bekommt man nie lange Weile und der moralische Aspekt hinter dieser Geschichte, würde auch heute einigen sich verfeindeten Völkern gut tun. Das führt hin und wieder dazu, dass auch über Politik und Macht philosophiert wird, allerdings auf einer angenehmen und nachvollziehbaren Ebene. Passend finde ich auch die Einbindung alter Charaktere aus der Classic Serie mit Kirk. Allein Fans werden hier genau wissen aus welchen Folgen diese Figuren stammen und wie sie sich in dieser neuen Zeit zurechtfinden müssen, wird anschaulich beschrieben. Einzig die Iconianer bleiben auch hier weiterhin ein Rätsel und selbst das Ende sorgt für Fragezeichen, denn es ist nicht gesagt wie die beiden Völker wohl jetzt ihren Frieden finden werden. Ich hoffe, dass sich alles im nächsten Roman klärt und dass unsere beiden Captains Calhoun und Shelby weiterhin als ein so fantastisches Team zusammenarbeiten. Fazit: Selbst mit trockenen und sehr ernsten Themen kann Peter David brillant umgehen und schafft erneut eine perfekte Fortführung seiner New Frontier Geschichte zu präsentieren. Mit der Zeit hat Calhoun viel seiner Erfahrung und seines doch recht eigenwilligen Führungsstils weitergegeben und Shelby führt diesen mit einer Prise eigener Ideen weiter. Ich freue mich über mehr und kann euch wieder nur raten auch endlich hier in diesem spannenden Geschichtsstrang um Star Trek einzusteigen. Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 350 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 27.01.2014 ISBN: 978-3-86425-313-3
  7. Willkommen zurück! Captain Calhoun befindet sich mit seiner Excalibur tief im ehemaligen thallonianischen Raum. Seine Besatzung begrüßt die verloren geglaubte Schwester von Si Cwan und der Captain selbst seinen unbekannten Sohn – Xyon. Als dieser mit der befreiten Schwester auch noch etwas anfängt, entbrennt ein Kampf auf dem Schiff. Das ist jedoch nicht das einzige Problem um das sich Calhoun kümmern muss, denn die Erlöser treten mal wieder auf die Tagesordnung und bedrohen einen Planeten und wollen mit niemanden anderen als den Captain sprechen. Was sich wie eine Falle anhört entpuppt sich auch als eine solche, nur das Calhoun gut vorgesorgt hat. Die Erlöser erpressen ihn mit der Vernichtung eines Volkes wenn er nicht die Schwarze Masse stoppt. Eine Lebensform im All, welche immer wieder auftaucht und ganze Planeten und Sonnensysteme verschlingt. Aktuell bewegt sie sich auf den Heimatplaneten der Erlöser zu und niemand konnte sie bisher stoppen. Mit viel List und Tücke auf beiden Seiten werden Verhandlungen zu einem Hochgenuss an Strategie und Führung. Jeder Gegner spielt nur mit den Karten die man sieht, hat aber in der Hinterhand noch mehr als einen Plan. Bis zum Ende wird man überrascht wie weit Calhoun und der oberste Erlöser ihre Schritte vorausgeplant haben und selbst Xyon sorgt am Ende für viel Emotionen und überraschende Taktik. Das hin und wieder der Roman mehr über Gefühle und Beziehungen spricht ist nicht verwunderlich, zum einen geht es um Vater und Sohn, Bruder und Schwester, frisch verliebte oder werdende Eltern. Selbst hier erkennt man auch, dass selbst der härteste Soldat Gefühle hat und diese hin und wieder zeigen kann. Für den Leser nur Anfangs etwas zäh, was aber dank des Witzes immer wieder aufgelockert wird. Das dramatisch und überraschend wendige Ende ist wahrlich wieder ein Paradebeispiel dafür, dass Peter David ein ausgezeichneter Schriftsteller ist. Die fantastisch neuen Gegner, Aliens und Phänomene sind gut bildlich beschrieben und bei jeder Kampfszene, ob mit Fäusten in den Fluren des Excalibur oder mit Schiffswaffen gegen Riesenwesen, hört man regelrecht das Kriegsgeschrei in seinen Leseohren. Der letzte Satz des Buches verrät auch das es definitiv weitergehen wird, allerdings bleibt die Frage ob wirklich alle Beteiligten die Reise überleben werden. Fazit: Sicherlich wiederhole ich mich nur wenn ich schreibe wie toll ich diese Buchreihe finde, aber ehrlich sie ist einfach gut. Schon lange haben mich Geschichten nicht mehr so gefesselt, zum lachen, staunen und nachdenken gebracht wie Star Trek - New Frontier. Selbst als nicht Fan von Star Trek kann man mit vielen Figuren mit fiebern und beißt sich regelrecht an der Story fest. Möge Peter David´s Schreibmaschine nie stillstehen! Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 11.02.2013 ISBN: 978-3-942649-06-3
  8. Was mit Captain Colhoun begann, geht nun in ein neues Abenteuer. Völlig eigenständig und von allen bekannten Star Trek Figuren befreit, konnte sich Peter David getrost auslassen und hat wieder einen fantastischen Roman abgeliefert. Am Ende von Band Vier wurde das thallonianische Imperium endgültig zerschlagen und Botschafter Si Cwan stand vor dem Ende seiner königlichen Herkunft. Auf dem Planeten Montos hingegen kämpft ein kleines Mädchen nicht nur mit ihrem seltsamen Äußeren, sondern auch mit Alpträumen die sie jede Nacht plagen und zuletzt haben wir noch Xyon, ein Abenteurer, Weltenbummler, Träumer und äußerst guter Kämpfer. Kurz vor seiner Hinrichtung erfährt er von einem geheimnisvollen Mädchen, welches ein Geheimnis bewahrt, denn sie kennt den „Ort der Stille“. Eine Gruppe von Söldnern, die sogenannten Hunde des Krieges - genmanipulierte Wesen in der Form eines Wolfes – suchen ebenfalls diesen Ort und begeben sich nach einigen Auseinandersetzungen ebenfalls auf den Planeten Montos. Hier werden alle Hauptfiguren nun zusammen geführt – das Mädchen, Xyon und Si Cwan. Letzterer war eher auf einer Friedensmission, doch gerät er mitten in den Angriff der Hunde. Xyon hingegen schafft es das Mädchen aus den Klauen dieser zu befreien und zu fliehen, doch die Reise ist nicht allzu lang, denn eine weitere Fraktion erfährt von dem Ort der Stille und will das Mädchen und somit auch das Wissen wo dieser sich befindet. Die Erlöser, eine Gruppe fanatischer Religiöser, können Xyon jedoch auch nicht ewig aufhalten und irgendwann landen wieder alle Beteiligten an dem oft genannten Ort der Stille. An diesem Punkt unterbreche ich die Geschichte, denn was dieser Ort ist, oder besser, was man sich darunter vorzustellen hat, liegt wohl bei jedem Leser selbst. Zumindest wird Si Cwan in dieser Geschichte von dem überleben einer seiner Angehörigen überrascht, die Hunde finden nicht das was die zu hoffen gewagt haben und Xyon trifft am Ende auf jemand, den er lieber nicht wieder sehen wollte. Jetzt bleibt nur noch die Frage was ist mit Captain Colhoun passiert? Nichts, er bedient lediglich kurz das Ende und einige Zeilen den Anfang, allerdings kommt er schon im nächsten Roman mit voller Besatzung zurück. Peter David hat in vielen Nahkampfszenen wahrlich kein Blatt vor dem Mund genommen und sehr genau beschrieben, wann wo und wie welche Kehle gerade durchgeschnitten wird. Dennoch hat er nicht vergessen das auch zwischen all der Gewalt ein wenig Witz mit eingesponnen werden muss und selbst die bisher unbekannten Rassen kann man sich erstaunlich gut vorstellen. Schade das Colhoun etwas zu kurz kommt, dafür hat er aber bald jemand ganz besonderes an seiner Seite und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung! Fazit: Star Trek - New Frontier ist und bleibt für mich eine wahrlich brillante Entdeckung für sich selbst. Die Charaktere sind gut ausbalanciert, die Geschichten gewaltig umfangreich und bisher nie zäh und der Zeitrahmen passend in die Star Trek Welt adoptiert. Ich bin mir sicher das jeder der einmal angefangen hat zu lesen, dringend weiter wissen will wie es weitergeht oder vielleicht sogar endet. Daher Fan werden und Star Trek - New Frontier lesen! Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 21.11.2012 ISBN: 978-3-942649-05-6
  9. einz1975

    Star Trek - New Frontier 3: Märtyrer

    Götter gibt es viele, doch was, wenn man zu einem gemacht wird, ohne zu wissen warum? Genau diese Frage muss sich Captain Mackenzie Calhoun im Lauf dieser Geschichte beantworten. Nachdem Calhoun „erfolgreich“ das Ende der thallonianischen Welt eingeleitet hat und der große Vogel der Galaxis seine Feuerschwingen durch den Quartanten zog, hat die Crew der U.S.S. Excalibur ein neues Ziel – der Planet Zondar. Hier lebt ein sehr religiöses Volk, aber auch ein sehr streitlustiges, denn seit Jahrhunderten tobt auf dem Planeten ein Krieg, der aber mit der Sichtung des Feuervogels ein Ende haben soll. Ein Heiland soll kommen und endlich Frieden bringen. Er wird kommen aus der Luft, er ist stark, ein grandioser Anführer und hat eine lange Narbe im Gesicht… ist es wirklich Captain Mackenzie Calhoun? Nicht alle sind von der Idee begeistert dies herauszufinden, schließlich weiß kaum einer etwas über das Volk, doch Calhoun lässt sich nicht abbringen, schließlich ist es seine Mission Frieden zu bringen und wie könnte er das besser als jetzt? Doch bevor sie ankommen, gilt es noch an Bord einige Probleme zu klären. Denn die vulkanische Chefärztin Selar kämpft immer noch mit ihrem Pon Farr und denkt dafür eine Lösung gefunden zu haben. Sie muss sich so schnell wie möglich einen Partner suchen und ihre Wahl fällt dabei auf niemand geringeren als den Captain. Dass es dann doch nicht so einfach wird, kann man sich denken, denn schließlich ist der erste Offizier, die Ex vom Captain und auch sonst sollte er eher eine Vorbildfunktion sein und nicht wild mit irgendjemand an Bord seines Schiffes verkehren… so zumindest besagt es die Etikette und einige Vorschriften der Sternenflotte. Dabei erfährt man auch einiges über Mackenzies Vergangenheit. Er ist nicht der große Aufreißer für den man ihn halten könnte, vielmehr der Kämpfer, der alles andere immer verdrängt hat und nie mehr als an seinen Kampf gedacht hat. Selar hat jedoch noch ein weiteres Problem, den/die Schiffsingenieur/in Burgyone. Halb Mann, halb Frau, hat er/sie sich in den beiden vorangegangenen Romanen bereits mehr als einmal an Selar herangemacht, doch ist ständig abgeblitzt, obwohl er/sie eine tiefe Verbindung zu ihr von Anfang an gespürt hat. Diese Verbindung ist es auch, welche am Ende Leben retten wird. Mittlerweile ist die Excalibur in der Umlaufbahn des Planeten und das Volk feiert mit großer Freude die Ankunft ihres Erlösers. Alle sind gespannt und haben Hoffnung, dass endlich Frieden auf ihrer Heimatwelt einkehrt. Calhoun wird wie ein Gott empfangen und ist sichtlich gerührt von dem was er sieht und hört, dennoch möchte er so schnell wie möglich die Sache hinter sich bringen. Schließlich warten noch andere Missionen, doch diese müssen eben warten, denn nach der großen Empfangsfeier, verschwindet er plötzlich. Die Crew macht sich auf die Suche, kann ihn jedoch nicht finden. Viel schlimmer noch, sie werden bei der Suche fast getötet. Am Ende macht sich Burgyone auf die Suche und die Excalibur steht einem neuen Feind im All gegenüber. Wird die Prophezeiung erfüllt und kommt der Captain zurück auf sein Schiff? Ist er der Heiland für den ihn alle halten? Wird es einen neuen Krieg gegen die Föderation geben oder schafft es die Crew alles abzuwenden? Wahrlich ein spannendes Ende was uns Peter David hier präsentiert. Auch sonst hat er es wieder geschafft viel Witz einzubinden und besonders bei den Passagen in den es um Sex und Beziehungen geht, wird jeder mehr als ein Schmunzeln auf den Lippen haben. Die Kampfszenen hat er diesmal etwas heftiger und vielleicht etwas zu lang beschrieben, dennoch schafft es David die Balance zwischen Spannung und Erzählen immer aufrechtzuhalten. Das Ende läutet den vierten Teil ein, was allerdings noch nicht sonderlich spannend klingt, dennoch scheint der thallonianische Raum eine faszinierende Entdeckung für die gesamte Star Trek Welt zu sein. Fazit: Star Trek - New Frontier 3: Märtyrer knüpft ohne Pause an die Erlebnisse der Vorromane an und schafft es genauso witzig und spannend wie zu vor zu bleiben. Peter David versucht philosophisch zu ergründen was Götter göttlich macht und was eine Beziehung mit Sex zu tun hat. Erstaunlich, dass New Frontier damals keinen kommerziellen Erfolg hatte, denn inhaltlich findet man kaum Mängel und auch vom Schreibstil des Autors können sich viele noch eine wahrlich dicke Scheibe abschneiden. Ein TV-Format hätte meiner Meinung nach gleichfalls sehr gute Chancen… Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 310 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 10.02.2011 ISBN: 978-3-942649-03-2
  10. Mackenzie Calhoun, der wohl beeindruckteste neue Captain der Star Trek Romangeschichten kehrt mit einem eigenen Roman zurück. Mit New Frontier schuf Peter David eine faszinierende Crew mit ebensolchen Geschichten. Damit man einige der doch recht drastischen und auch sehr listigen Entscheidungen des Captains besser nachvollziehen kann, gibt es jetzt eine Geschichte, die sich mit dem Werdegang von Calhoun in der Sternenflotte beschäftigt. Alles fängt nach einem doch recht heftigen Einsatz an, der ihm bis heute noch in den Knochen steckt und er irgendwo in einer Bar plötzlich ein Gespräch hat, welches er nie vergessen wird. Der „The Captain’s Table“ ist nicht etwa nur eine einfache Bar, in der jeder beliebige Gast sein Drink bestellen kann, nein, vielmehr treffen sich hier genau die, deren Entscheidungen das Leben vieler beeinflusst. Willkommen sind nur die, die es auch verdient haben hier zu sein, was Mackenzie auch am eigenen Leib erfahren muss, er sich jedoch ohne Probleme durchsetzen kann. Am Ende soll er eine Geschichte erzählen, doch dazu kommt es erst viel später. Denn zunächst verschwindet die Bar und niemand außer ihm hat sie gesehen. Jahre später tritt er plötzlich wieder in diese Bar und kann kaum glauben wen er alles hier wiederfindet. Die Zeit scheint stehengeblieben zu sein und erstmals erzählt er eine Geschichte, die sein gesamtes Leben beeinflusste. Als guter Offizier machte er nach und nach Karriere und irgendwann landete er auch auf U.S.S. Grissom. Sein Posten sollte der des Ersten Offiziers werden, schließlich wurde er von höchster Stelle empfohlen, auch wenn er sich selbst noch nicht in der Lage sah dies zu übernehmen. Captain Kenyon begrüßte ihn und stelle ihn auch gleich auf die Probe, denn ein erster Offizier muss eben mehr können als nur Befehle auszuführen. Schnell wird klar, dass Calhoun genau der Richtige für diesen Job ist und seiner Karriere wird damit ein weiterer Baustein hinzugefügt wird. Die Zeit auf der Grissom genießt er und freundet sich gar mit der Sicherheitschefin an. Keine feste Beziehung, aber eben die Entspannung welche man als Mann und Frau hin und wieder braucht. Als das Schiff den Auftrag erhält den Streit zwischen zwei Völkern zu schlichten, werden noch zwei Personen auf das Schiff geholt - Die Tochter und der Bruder des Captains. Beide sind bekannte Vermittler, welche die Herausforderung annehmen. Doch der Verlauf der Geschichte ist leider anders als sich alle gewünscht hatten. Beide werden bestialisch ermordet, was in der Tat an sich schon verheerend ist, doch es sollte noch viel schlimmer kommen. Der Captain verkraftet den Verlust anscheint sehr gut, denn er entschließt sich mit der anderen Seite des Konflikts auseinander zu setzen. Nach der angeblichen Absprache mit der Sternenflotte, soll die Crew dem Volk helfen sich besser gegen die Angriffe der anderen zu verteidigen und so sorgt Calhoun dafür, dass sie beste Anleitung im Kampf und Angriff bekommen. Schließlich konnte er damals als Anführer seinen ganzen Planeten von den Unterdrücken befreien. Nach ein wenig hin und her stehen sich plötzlich die beiden Völker im offenen Krieg gegenüber und Calhoun kann es nicht verhindern das der Captain mit in den Krieg zieht. Hier steht nicht nur die Erste Direktive in Gefahr, sondern auch das Leben vieler Unschuldiger Lebewesen. Die letzten Seiten und das Ende der Geschichte werde ich nicht verraten nur so viel, es war wie immer ein absoluter, spannender Hochgenuss Peter Davids Worten zu folgen. Mit einer brillanten Erzählweise, holt er selbst aus der kleinsten Begebenheit das Maximum an Action heraus. Mackenzie Calhoun wird dadurch zu einem noch interessanteren Charakter, auch wenn seine Vergangenheit und sein brutales Leben ihn dermaßen gebrandmarkt haben, weiß er immer noch was falsch und was richtig ist und wie weit man gehen kann und wo man besser einen Schlussstrich ziehen sollte. Auf jeden Fall kein leichter Stoff und ein Ende, welches keiner so von Anfang an erwartet hätte. Fazit: Für Fans der Star Trek - New Frontier Reihe kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Es vertieft die bereits gesammelten Eindrücke über Mackenzie Calhoun und macht ihn zu einem außergewöhnlichen Antihelden, welcher eine Mischung aus Kirk und ein wenig Picard gleichkommt. Auf der einen Seite die Rauheit und sich mit Gewalt auch mal den Weg bahnen und auf der anderen mit List und Strategie voranschreiten. Die eingebettete Idee des Captain's Table ist sicherlich etwas sehr weit hergeholt, führt aber zu vielen Möglichkeiten, was dieser Ort eigentlich ist und die erzählte Lebensgeschichte von Calhoun macht den Roman runder, als manch andere Star Trek Geschichte. Bitte mehr davon!!! Matthias Göbel Autor: Peter David Taschenbuch: 250 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 10.08.2011
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