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6 Ergebnisse gefunden

  1. Die Zukunft: Längst haben die Menschen die Erde hinter sich gelassen und sich aufgemacht, neue Welten zu entdecken. So in etwa der Anfang auf dem man erst einmal gestoßen wird und man auch gleich in das erste Abenteuer springt. Die Space Beagle als Schiff, ist bewohnt von etwa eintausend Forschern, Sicherheitspersonal und Technikern, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben, innerhalb von fünf Jahren den Weltraum zu erforschen. Wie schon viele Schiffe zuvor, stoßen sie dabei auf unheimliche Wesen. Den Anfang macht ein katzenartiges Wesen, welches sich selbst Coeurl nennt. Als Leser sieht man die Dinge aus der Sicht des Wesens und auch aus der Sicht der Crew. Dabei ist ein Besatzungsmitglied besonders interessant - Dr. Elliott Grosvenor. Er selbst bezeichnet sich als Nexialist, was man als Universalgelehrter übersetzen könnte. Egal auf welchem Gebiet, ob Chemie, Physik, Mathematik, Biologie, etc. - er kennt sich überall aus und lässt sich durch Implantate sein Wissen stetig erweitern. Kommen wir zurück zu diesem Alien, welches sich als intelligent herausstellt, aber auch einen Hunger verspürt, welcher zu einigen tödlichen Zwischenfällen führt. Hier hat die Besatzung wirklich sehr blauäugig gehandelt, was wohl nicht ganz nachzuvollziehen ist und nicht wirklich daraus lernt. Denn die Reise geht weiter und es folgt eine seltsame vogelähnliche Art, welche mit der Space Beagle kommunizieren will. Leider auf eine Weise, welche die Menschen noch nicht nachvollziehen können und es eher für einen Angriff, als für den friedlichen Versuch eines Erstkontaktes halten. Da auch hier die Crew sich zu wehren weiß, kann man auf die nächste Geschichte warten, welche nicht lange auf sich warten lässt. Ein seltsames rotes Wesen wird schwebend im All gefunden. Bis hier hin nicht so ungewöhnlich, doch dann kommt es zu einigen Zwischenfällen, welche euch doch recht bekannt vorkommen könnten. Am Ende des Buches wird auch noch einmal deutlicher auf diese Passage eingegangen, denn kein geringerer Film als „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ hat sich dieser grundlegenden Story angenommen. Am Ende kämpft die Crew noch gegen einen kosmischen Staub und verfängt sich mehr als einmal in Diskussionen, wie das Schiff eigentlich zu führen sei. Besonders diese Stellen hindern den Roman manchmal daran, dass eigentliche Abenteuer immer spannend erzählt zu bekommen. Erstaunlich wiederum, dass Vogt es geschafft hat, in so wenig Text so viele Abenteuer zu packen und bedenkt man, dass dieses Buch in den 50er Jahren entstanden ist, war er mit seinen Ideen wirklich sehr sehr weit. Allein die Arbeit mit den Computern oder auch die Implantate und selbst das Reisen zwischen den Sternen und die Fähigkeiten der Wesen. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie weit sein Horizont schon damals war. Von der Crew selbst sticht nur Elliott Grosvenor heraus, welcher bis zum Ende an die positive Entwicklung der Menschheit glaubt und weiß, dass seine Entwicklung nie zu Ende sein wird. Fazit: Gute Klassiker altern selten und die Abenteuer der Space Beagle, zählen dazu. A.E. van Vogt schuf eine Zukunft, in der die Menschen sich gegen unheimliche Wesen erwehren müssen, wovon eines die Menschenheit selbst ist. Kurze Episoden aus dem Leben der Crew lassen uns in eine Zukunft schauen, in der man als Mensch über sich hinauswachsen muss, denn jede Herausforderung bringt neue Probleme mit sich. Nicht immer flüssig zu lesen, aber wenn man weiß, welcher Film hier seine Inspiration hergezogen hat, erkennt man deutlich den Einfallsreichtum des Autors. Matthias Göbel Autor: A.E. van Vogt Übersetzer: Rainer Prof. Dr. Eisfeld Taschenbuch: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 09.07.2018 ISBN: 978-3-453-31952-3
  2. Geschichten über Reisen durch den Weltraum, gibt es mittlerweile wirklich viele, doch diese Geschichte ist wirklich ganz anders. Bereits von der ersten Minute spürt man eine Stimmung, welche man irgendwie nicht beschreiben kann. Roy Complain lebt mit seiner Frau zusammen das Leben eines Jägers. Hin und wieder zieht er los und fängt ein wildes Tier. Der Dschungel um ihn herum ist üppig und die Tiere sind flinker als man denken möchte. Doch eines Tages wird seine Frau entführt und der Anfang einer unglaublichen Reise nimmt seinen Lauf. Wir erfahren, dass er sich nicht etwa draußen in der freien Natur befindet, sondern anscheint eingeschlossen, in Räumen, welche für ihn die normale Umgebung darstellen. Er wird für das Verschwinden seiner Frau verantwortlich gemacht und wird dafür bestraft. Doch der Priester seines Stammes will sich auf eine Reise begeben und benötigt dafür noch einige tüchtige Männer, wobei Roy einer davon wird. Sie ziehen los und was sie alles erleben, nun, ich kann euch folgendes verraten: Alles spielt auf einem gigantischen Raumschiff. Einige Kilometer groß und in verschiedene Ebenen eingeteilt. Leider verrät der Klappentext schon sehr viel, so dass etwa die ursprünglichen Besatzung gestorben ist und ihre Nachkommen sich auf primitive Art und Weise zurückentwickelt haben. Sie leben zwar in dieser Technik, verstehen sie aber nicht, auch wenn sie ihr Zuhause ist. An sich ist dies nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass dieses Schiff viele hundert Jahre unterwegs ist und sich eine Generation mit der nächsten abwechselt und dabei nicht all das Wissen weitergibt. Complain und seine Gefährten erleben gleichzeitig auch den Anfang einer neuen Ära. Man muss sich überlegen, wie weltfremd man sein muss, wenn man erklärt bekommt, wer man ist und wo man eigentlich herkommt. Dabei nutzt Brian Aldiss selten den großen Kampf, sondern lässt kleine Ereignisse für sich sprechen. Da haben wir zum einen auch die Ratten, welche auf einem Schiff einfach nicht fehlen dürfen. Das auch sie sich im Lauf der Zeit entwickelt haben, ist mehr als logisch und auch wenn man hier eher Bilder aus Märchen vor seinen Augen wachsen sieht und so klingen später Begriffe wie Riesen und Geister, gar nicht mal mehr so abwegig. Der Autor nahm sich viel Zeit, spielt aber nicht mit seinen Figuren. Vielmehr schreibt er zielstrebig auf das Ende zu. Natürlich gibt es die ganz große Auflösung am Ende, aber zuvor sind kleine Häppchen immer wieder versteckt, welche uns genau erklären, wo wir uns befinden, was passiert ist und wie wir uns das Leben an Bord vorstellen können. Vielleicht sind einige Begriffe etwas seltsam anmutend und auch die Kombination an Sprechweise und Taten hat sich selbst erfunden, aber genau das macht Science Fiction eben aus, man weiß eben nie was kommen mag. Ob es nun Außerirdische sind welche ihr zu sehen bekommt oder einfach nur Menschen, welche eine Verwandlung durchgemacht haben, ich für meinen Teil wurde wunderbar unterhalten. Fazit: Als dieser Roman 1958 erschien, wurde er zurecht gelobt und auch 60 Jahre später wird er hocherfreute Leser finden. Das ewig fliegende Raumschiff, mit seiner neugeborenen Mannschaft, welche gar nicht weiß wo sie sich befindet – einfach genial und einfallsreich! Im Vorwort geht Brian Aldiss auf diese Neuauflage ein und beweist, dass er bis zu Letzt an seinen Werken gearbeitet hat, denn er verstarb 2017 mit 92 Jahren, einen Tag nach seinem Geburtstag. Eine wunderbare Ehrung mit dieser Wiederkehr und ein ungewöhnlicher Science Fiction-Roman, welcher auch noch weitere Generationen erfreuen wird. Matthias Göbel Autor: Brian Aldiss Übersetzer: Andrea Blendl Taschenbuch: 340 Seiten Verlag: Mantikore-Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 18.07.2018 ISBN: 978-3961880171
  3. einz1975

    Jake Bible - Salvage Merc One

    Joseph Laribeau, ein ehemaliger Marine der Galaktischen Flotte. Bestens ausgebildet und an der Front steht er seinen Kameraden bis zum bitteren Ende an der Seite. Er verlor dabei sogar seine beiden Beine, welche durch kybernetische Prothesen ersetzt wurden. Doch der Krieg ist nun vorbei und was soll ein derart gut ausgebildeter Soldat jetzt machen? - Er heuert als Söldner an! Das SMC - Salvage Merc Corp dient ihm dabei als neuer Auftraggeber. „Eingeladen“ wurde er von einer geheimnisvollen Außerirdischen, welche ihm später noch mehr als zur Seite stehen wird. Doch zurück zu Joe. Er macht sich auf, seine ersten Aufträge zu erledigen. Immer mit dabei sein Partner Mgurn. Der Name klingt nicht nur seltsam, er ist ein Alien, was eher an einen Käfer erinnert, aber herzensgut ist, hoch intelligent und immer bei der Sache. Zwar etwas geschwätzig, aber bei solch einem Vorgesetzten wie Joe, hilft das manchmal und bringt etwas Stimmung. Joe selbst, nun, wie soll man ihn bezeichnen, er ist im Wortlaut eher sehr grob, rau und ungehobelt unterwegs. Oft muss er wohl auch mehr über seine eigenen Witze lachen als alle anderen. Genau das bringt leider Minuspunkte und ja, er nervt an einigen Stellen ungemein. Im Verlauf der Story trifft er dabei mehr als einmal die falschen Leute und bekommt dank seiner Art auch mal Redeverbot. Ihr seht, unser Held ist gar nicht so einer, wie man ihn sich vorstellen würde. Joe hat aber eine ganz besondere Gabe, er kann sich in den schlimmsten Situationen voll und ganz konzentrieren und weiß immer was zu tun ist. Genau deshalb ist er beim SMC gelandet und als Salvage Merc 1-84 soll er nun Salvage Merc One finden. Hier trifft die Geschichte auf den Kern. Nach und nach schlüsselt sich das Geheimnis hinter mancher Intrige auf und egal ob Mordanschlag, Gefangenahme oder Jagd, man bekommt als Leser nur kleine Bruchstücke vorgesetzt und schaut oft verdutzt wie Joe, was hier passiert. Damit hat Autor Jake Bible im Grunde einen ordentlichen Thriller abgeliefert. Hier und da ein Raumschiff, mal ein Planet mit Sümpfen oder Höhlen in denen finstere Aliens hausen, eigentlich alles da, um Science-Fiction genießen zu können, wenn da nicht Joseph Laribeau wäre. Irgendwie kann er einem einfach nicht ans Herz wachsen, egal wie viel Prügel er einsteckt und wie hartgesotten er ist, alles wirkt manchmal einfach zu viel. Salvage Merc One hingegen hat schon eher den Charme, den Joe mitbringen sollte. Die Geschichte selbst entpuppt sich als ein schöner Kreislauf des Lebens, in einer doch recht düsteren Zukunft. Fazit: Knallharte Typen, viel Action, ein großes Mundwerk und ein Held, dem man gern mal jenes welches verbieten würde. Jake Bible versucht erst gar nicht um den heißen Brei herumzureden. Joe säuft, schlägt und schießt sich durch die Seiten, wie es ein echter Marine wohl machen muss. Die Sci-Fi-Elemente sind anschaulich beschrieben, machen wirklich Spaß und einige der Aliens, würde man wirklich nicht gern in Echt begegnen wollen. Wer auf Militär-Action steht und dazu noch einen gut verpackten Thriller lesen will, ist hier genau richtig. Matthias Göbel Autor: Jake Bible Klappbroschur: 312 Seiten Verlag: Luzifer Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 30.04.2017 ISBN: 978-3-95835-206-3
  4. einz1975

    Andrew Bannister - Die Verlorenen

    Die Spin-Galaxie. Eine Ansammlung von Sternen, irgendwo im All. Die Menschen gibt es immer noch, auch wenn die Zeit in der wir diese Geschichte erleben, nicht mehr genau in Zahlen zu fassen ist. Was sind schon tausend Jahre? Andrew Bannister lässt von seinem Vorgänger-Roman „Die Maschine“ genug übrig, damit man sich auch ohne Kenntnis in dieses Abenteuer stürzen kann. Da haben wir Sklavin Seldya, welche auf der sogenannten Waben-Welt ihr Dasein fristet. Doch sie und eine handvoll Freunde haben genug und planen einen Ausbruch. Dann haben wir noch Belbis, den Maler, er lebt auf einem Planeten, der durch das Erwachen eines neuen Sterns religiös in die Krise gestürzt wird. Doch zurück zu Seldya. Ihre Flucht gelingt und sie landet mit ihrer Mannschaft auf einem riesigen Raumschiff. Es ist kein normales Schiff, vielmehr ein ehemaliges Kriegsschiff, mit einer ausgesprochen hochentwickelten KI, welche jedoch die letzten Jahrtausende auf Eis gelegt wurde. Kurzerhand übernimmt sie die Führung und es dürfte nicht verwundern, dass so ein Kidnapping nicht unbemerkt bleibt. Sie flüchten zu einer neuen Welt, doch auch hier spielen sich merkwürdige Dinge ab. Den Hafenmeister Vess, fällt es schwer diesen Diebstahl zu erklären und er muss sich auf die Suche nach den Dieben begeben. Jeder einzelne erlebt dabei seine eigene Geschichte und erst am Ende wird klar, was der Spin eigentlich ist und was er für eine Bedeutung hat. Nicht nur das Leben wie die Bewohner es geführt haben wird sich nach den Ereignissen verändern, auch die Planeten selbst sieht man jetzt in einem ganz anderen Licht. Kleine Nebengeschichten helfen den im Hintergrund lauernden Geheimnissen zu lauschen und man kann mit jeder Seite seine Fantasie freien Lauf lassen. Nicht immer geht es zwingend um Science-Fiction, hin und wieder kommt man sich eher wie im tiefen Mittelalter vor. Doch dann gibt es eben diese Momente, in den Bannister Ideen beschreibt, welche mehr als interessant klingen. Manch Gegenspieler unserer Helden, entwickeln im Lauf der Story ein ungeahntes Eigenleben und selbst wenn man denkt alles vorhersagen zu können, passiert doch noch etwas überraschendes. Ob wir bereits das Ende der Spin-Galaxie erlebt haben mag ich bezweifeln, denn inhaltlich könnte der Autor wohl noch hundert neue Figuren erfinden und sie in dieses spannende Universum hineinversetzen. Überrascht war ich jedoch von manch Wortwahl, was wiederum dem Roman auch Frische mitbringt. Was Seldyan erlebt und ob Belbis seinen Anfang als Maler überlebt, werdet ihr mit Genuss in Erfahrung bringen und wenn ihr dann noch seht Vess bei seiner Reise durchlebt, habt ihr ein wirklich gutes Buch gelesen. Fazit: Science-Fiction-Romane beschreiben nicht nur die Faszination des Unbekannten, manchmal sind es mehr die Charaktere, welche eine Geschichte so lebendig machen, dass man sie nicht vergessen kann. Die Spin-Galaxie beherbergt so viel mehr als nur ein unglaubliches Geheimnis, dass selbst der Bettler am Straßenrand eine tragende Rolle spiele könnte. Andrew Bannister hat ein gutes Timing für Spannung und Muße. Keine gähnenden Passagen durch die man sich quälen muss und dank der Auflösung der zum Schluss, kann man als Leser jeder Seite durchweg genießen. Matthias Göbel Autor: Andrew Bannister Klappenbroschur: 400 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.10.2017 ISBN: 978-3-492-70411-3
  5. einz1975

    Paradox - Am Abgrund der Ewigkeit

    Da haben wir Menschen es wirklich geschafft und wer dieses Buch zu Ende gelesen hat weiß auch, dass ich mehr meine als den Flug ins All. Von der ersten Seite an fühlt man sich sehr wohl in der Welt von Peterson. David ist ein guter Wissenschaftler, welcher sich auf Signale der ausgesandten Raumsonden der NASA spezialisiert hat. Während die Welt durch viele Terroranschläge den Atem anhält, versucht er herauszufinden, warum plötzlich kein Kontakt mehr mit den Sonden herzustellen ist. Doch er ist nicht die einzige Hauptfigur. Da haben wir noch Ed. Ein älterer aber grundlegend erfahrener Astronaut, welcher sich auf seiner letzten Mission befindet. Er und seine Crew sind die letzten Besatzungsmitglieder der ISS. Richtig gelesen, sie hat nur noch wenige Wochen bis sie im Pazifik versenkt wird. Doch bei dieser letzten Mission läuft einiges schief. Nur mit sehr viel Glück und dank der Führung von Ed, kommen alle heil zur Erde zurück. In anbetracht dieser Ereignisse sollte man meinen, er habe seinen Job verloren und so wäre es auch fast gekommen, wenn nicht Privatunternehmen und die NASA zusammen eine neue Mission ins Leben gerufen hätten. Dank neu entwickelter Fusionsenergie ist es den Menschen gelungen Antimaterie herzustellen und das ist der Grundbaustein für einen neuen Schiffsantrieb. Nebenher werden immer wieder News mit eingestreut, wie die Menschen unserer Zeit um jede Ressource kämpfen und dabei alles riskieren. Ein wirklich beeindruckender Teil des Buches beschreibt die Astronautenausbildung. Detailliert geht Peterson auf das Leben im All ein und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Wusste ihr, dass einige Astronauten unter Platzangst leiden? Doch ein spezielles Training hilft, mit dieser Angst umzugehen. Jetzt ist der Roman schon zwei Drittel zu Ende, was soll da jetzt noch kommen? Ich sage euch, es lohnt sich! Schon der Start der Rakete ist so anschaulich beschrieben, dass man als Leser fast neben einen der Helden sitzt. Doch alle vier Mitglieder des Raumschiffs werden noch etwas weitaus beeindruckenderes erleben. Dabei geht der Autor sehr wissenschaftlich vor und bedient sich einiger bekannter Theorien. Es handelt sich dabei um ein Paradox, auf welches bis dato keiner eine Antwort gefunden hat. Ich gestehe, dass ich beim lesen Raum und Zeit vergessen habe. Alles klingt so plausibel und man nimmt ihm wahrlich all die Ereignisse als Wirklichkeit ab. Dennoch kann ich nur hoffen, dass wir Menschen uns besinnen und uns eine hoffentlich glücklichere Zukunft bevorsteht, als jene welche dir hier beschrieben wird. An alle Star Trek Fans, ihr werdet sehen, dass auch der Autor ein Fan dieser Franchise ist. Fazit: Nichts beeinflusst uns Menschen so sehr wie die Unendlichkeit der Fantasie. Sie ist der Grundstein für manch Wissenschaft und Philipp P. Peterson verbindet beides zu einem beeindruckenden und mitreißenden Science-Fiction-Roman. Der technische Stand der Dinge wird auf anschauliche wissenschaftliche weise beschrieben und das Finale lässt euch definitiv noch lange über die hier geschriebenen Worte grübeln. Matthias Göbel Autor: Phillip P. Peterson Taschenbuch: 478 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 10.12.2015 ISBN: 978-3-404-20843-2
  6. Auf dem Weg durch Raum und Zeit, entdeckt die TARDIS, dass Raumschiff des Doktors, eine Zeitanomalie und springt mit der gesamten Besatzung mitten in ein neues Abenteuer. Neben dem Doktor befinden sich noch seine Begleiter Jamie und Zoe an Bord. Die Ankunft in diese Zeitlinie ist holprig und gefährlich, denn sie landen mitten in den Eis- und Asteroid-Überfluteten Ringen des Saturns. Ein kleines Mädchen mit ihrem hochentwickelten spinnenartigen Roboter rettet sie aus dieser Situation und bringt sie zu einer Raumstation in der Form eines riesigen Rades um einen Mond. Die Menschen bauen hier eine sehr seltene und wertvolle Substanz ab. Auf dieser Station scheint sich jedoch etwas Seltsames zuzutragen, denn immer wieder wird hier von Sabotage berichtet und das es die Jugendlichen oder Kinder sein sollen, welche hier die Unfälle verursachen. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sich etwas ganz anderes dahinter verbirgt. Kleine blaue Puppen scheinen der Grund für diese Sabotageakte zu sein. Woher kommen sie oder wer hat sie geschickt? Genau dieser Frage geht der Doktor und sein Team nach, muss sich dabei jedoch auch mit der Bevölkerung der Station anlegen. Hier gibt es Gruppen die Kinderarbeit für richtig halten, genauso wie es starke Unterschiede zwischen den einzelnen Arbeitern gibt, je nach Rang ihrer Herkunft, arbeiten und leben sie in verschiedenen Bereichen. Als die Unfälle immer heftiger werden und auch die ersten Menschen sterben, ist Schluss mit Samthandschuhen und schon entbrennt ein Kampf. Die Jugendlichen müssen fliehen und aus den kleinen blauen Puppen erwachsen plötzlich Soldaten die anscheint etwas zu beschützen versuchen. Der Doktor forscht weiter und findet schlussendlich auch die Lösung. Ein seit mehreren Millionen Jahren verborgenes Artefakt scheint wieder zum Leben erweckt. Als sich auch noch herausstellt, dass ein Mädchen seit vielen Generationen, ein immer wieder aufleuchtendes Amulett mit sich trägt und dieses auch noch zur Auflösung des Rätsels gehört, scheint der Fall abgeschlossen. Wäre da nicht das typische Denken der Menschen und der Zwang des Vernichtens alles Unbekannten. Ob es dem Doktor gelingt all das aufzuhalten und was dieses Artefakt wirklich ist, müsst ihr schon selbst erlesen. Zwischen all den Auseinandersetzungen gibt es immer wieder schöne Beschreibungen der Station, Roboter und sonstigen Lebewesen. Die Passagen mit den Jugendlichen sind etwas fand und auch das Ende rennt schnell davon, zumindest hat der Doktor erneut genug Einfluss auf das Geschehen und scheint immer zu wissen was er als nächstes machen muss. Alle anderen Charaktere sind schmückendes Beiwerk, finden sich dennoch selbst in manchen Situationen wieder aus denen sie sich nur selbst retten können. Fazit: Eine schöne Mischung aus Zeitreise und naher Zukunft. Stephen Baxter schafft es den Doktor erneut zu einem spannenden Abenteuer aufbrechen zulassen und erfindet dabei eine eigene längst vergangene Zivilisation. Bildreiche neue Technik trifft auf Sci-Fi, so dass nur noch der Rest der Geschichte zusammenpassen muss. Vielleicht nicht an allen Stellen unheimlich aufregend und auch der Gegenspieler scheint harmloser denn je, aber dennoch ein Doctor-Who-Roman mit Witz, Ideen und britischem Akzent. Matthias Göbel Autor: Stephen Baxter Taschenbuch: 430 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 14.05.2013 ISBN: 978-3-86425-195-5
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