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  1. Bajor und die Föderation sind vereint, doch schon gibt es neue Anzeichen für kommende Probleme. Bevor diese jedoch wach werden, kann sich Sisco erst einmal an seiner Famile erfreuen. Einen schönen ruhigen und familiären Einstieg hat Kym gewählt, was meiner Meinung nach auch sehr gut funktioniert. Das Jacke sich auf die Reise zu sich selbst begibt verwundert nicht, schließlich ist er Schriftsteller und will eine neue Geschichte finden, eine die er selbst erlebe hat und die noch geschrieben werden muss. So zieht er los und… dazu dann später. Erst einmal zu Ro, die sich auf den Planeten begibt, da hier ein schrecklicher Angriff auf ein Dorf untersucht werden muss. Schließlich findet sie dabei nicht nur Freunde, denn viele vom bajoranischen Militär treten jetzt in die Föderation ein, was alt eingesessenen Bajoranern nicht gut schmeckt. Dieses Dorf war übrigens nicht unbekannt, es gab eine Folge in DS9 wo Miles und der Doctor ein Wesen vertreiben mussten, welches sich durch die Manifestation der Bewohner gebildet hatte, aber warum genau hier und warum jetzt? Ein weiteres Thema ist die Neubesetzung politischer Ämter im bajoranischen Alltag. Da fällt es der Ministerin nicht leicht einen geeigneten Kandidaten zu finden, schließlich bleibt die Frage ob man Politik und Religion wieder vereinen kann. Was jedoch nie passieren wird und nur einer in Frage kommt, der aber weit weg davon entfernt ist, es der Regierung wirklich einfach zu machen – Ihr Ex-Ehemann. Klingt erst einmal verwunderlich, aber es löst sich alles auf und man staunt über den Scharfsinn der dahinter steckt. Jacke hingegen zieht durch das Land und trifft irgendwann unverhofft eine junge Frau, welche selbst gerade auf einer Reise ist. Beide kommen sich näher, erleben eine turbulente Reise mit vielen Hürden und gefährlichen Wegen, verlieren sich aber wieder aus den Augen, denn sie ist einem anderen versprochen. Ihr Kampf mit sich selbst und ob Jacke sie doch in seine Arme locken kann müsst ihr schon selbst erlesen, nur so viel sei gesagt, er erlebt eine wirklich spannend romantische Geschichte, die es lohnt aufgeschrieben zu werden. Das es auch hier wieder Kämpfe und Verwicklungen in alles Richtungen gibt ist nicht verwunderlich, schließlich sind wir auf Bajor, einen der wohl mysteriösesten Planeten im Star Trek Universum. Selbst Voughn bekommt einen kleinen Part in der Geschichte und darf seinen Geburtstag feiern und wenn man liest wie alt er wirklich ist - Hut ab - ich wünschte das könnte ich auch erleben. Leider bleiben am Ende wirklich einige Fragen offen, denn was dieses Dorf mit dem Wurmlochwesen zu tun hat und ob es wirklich bald einen großen Wandel geben wird, erfahren wir leider nicht genau. Fazit: Für mich das bisher beste Star Trek - Die Welten von Deep Space Nine Buch. Die Charaktere sind gut, die Geschichten sind stimmig, gut erzählt und Sicso kommt langsam wieder in die Story. Noah Kym hat sich viel Mühe gegeben die bisherigen Geschehnisse noch einmal zusammen zu fassen und auf neue kleine Ausblicke zu geben. Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht, denn wenn das stimmt was hier am Ende steht, ist es vielleicht… lest selbst! Matthias Göbel Autor: J. Noah Kym Taschenbuch: 200 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 29.10.2012 ISBN: 978-3-86425-032-3
  2. Die Mission Gamma scheint für keinen der Beteiligten ein wirklich gutes Ende zu nehmen, denn irgendwie entwickelt sich die Geschichte nicht wie eine Komödie, sondern eher wie ein Drama. Was im ersten Teil schon recht zäh begann, wird nun auch in Teil Zwei ziemlich nahtlos fortgeführt. Dennoch enthält der Roman auch einige, wenn auch nur kleine Momente der Lesefreue. Nachdem die Defiant gerade so einen Planeten retten konnte, gerät sie plötzlich in eine Raumfalle einer außerirdischen Rasse. Hierbei werden Nanoroboter eingesetzt, welche die Schilde durchdringen und die Energie des Schiffes lahmlegen. Selbst Nog weiß sich nicht gleich zu helfen und es scheint, als sei das Schiff verloren. Doch dann taucht eine andere Rasse des Gammaquadranten auf, welche sich mit diesem Problem auskennt und sie helfen wo sie nur können. Noch ist das Schiff nicht gerettet, also werden sie zu ihrem Planeten geschleppt. Dort erfährt die Crew der Defiant, dass sie sich mitten in einem Kriegsgebiet befinden und eigentlich wollen die neuen „Freunde“ noch viel mehr. Auf der Station entbrennt ebenfalls eine heikle Situation, denn Gul Macets Kriegsschiff liefert niemand geringeren als Botschafterin Natima Lang ab, welche an Verhandlungen mit Bajor interessiert ist. Colonel Kira Nerys kann dies kaum glauben, doch irrt sie sich und erkennt schnell, dass die Cardassianer diesmal wohl wirklich daran interessiert sind, die alte Feindschaft endlich zu begraben. Dennoch sind sie keine willkommenen Gäste und der erst so friedliche Anschein trügt, denn später eskaliert alles und ein wahrer Regen der Gewalt bricht über die Station hinein. Eine dritte Geschichte handelt von Ensign Thirishar ch’Thane (Shar), welcher als Andorianer ein Bund fürs Leben mit mehr als einem Partner eingehen muss, um sich fortpflanzen zu können, er jedoch sich aktuell nicht binden möchte. Hier bereits ein Kritikpunkt, denn ich weiß nicht über wie viele Seiten sich Heather Jarman über die andorianische Fortpflanzung auslässt, es sind einfach viel zu viele. Ezri Dax und Shar haben eine besondere Aufgabe bekommen, sie sollen dem Volk der Yrythnyaner helfen sich zu einigen und somit die Defiant wieder flott zu machen. Doch leichter gesagt als getan, denn die unterschiedlichen Kasten in den dieses Volk lebt, wollen sich nicht einigen, bis es eben zum Äußersten kommt und mit Gewalt versucht wird etwas zu ändern. Hier erzählt die Autorin ebenfalls über viele Seiten wie schwer es die eine und wie leicht doch die andere Seite hat, lähmt allerdings nur die Gesamtstory und lässt den Leser oft völlig kalt. Kira hat indessen ordentlich auf der Station zu tun, denn es gibt Morddrohungen und Schlägereinen und das alles wegen der Cardassianer. Sie findet sogar einen Draht zu Gul Macet, was sie selbst für nie möglich gehalten hätte und erkennt, wie schwer es ist zu vergeben, aber dass es der einzige Weg ist, um voranzukommen. Leider wird man erst im dritten Buch erfahren wie die Verhandlungen ausgehen, denn hier endet der Roman. Immerhin kommt die Defiant wieder frei und macht sich auf in ein neues Abenteuer, Shar hingegen findet endlich zu sich selbst, verliert jedoch einen Bündnispartner, was wohl noch lange ein Thema dieser Reihe bleiben wird. Ach ja, da hatten wir ja noch Quark und Ro, welche anscheint wirklich versuchen mehr als nur Freunde zu sein, allerdings bleibt auch dieser Strang der Geschichte leider nur trocken und beinhaltet wenig Spannung. Genau dieser Fakt ist es auch, welcher den Roman so langsam macht. An keiner Stelle ist man wirklich überrascht was passiert und selbst wenn ein Fluchtmanöver funktioniert, wusste man schon vorher, dass hier wenig schief gehen kann. Jarman hätte sich viele Seiten sparen können, in denen es um die Andorianer geht oder die Lebensweise der Yrythnyaner. Dafür bleibt sie aber den Bajoranern und ihrem Glauben treu. So wie man sie aus der Serie kennt benehmen sie sich auch hier und das gleiche gilt für die Cardassianer, bei denen man nie genau weiß, warum sie was, wie und warum machen. Leider fällt Jacke nur als Randbemerkung, aber weckt damit Hoffnung, dass es auch da bald weitergehen wird. Fazit: Deep Space Nine hat schon wahrlich spannendere Geschichten erlebt als diese. Kira muss politisch dafür sorgen das alles im Lot bleibt und selbst Dax darf sich als Botschafterin versuchen, die Defiant schafft es neue feindliche Technologien abzuwimmeln und ein Selbstmord verändert das Leben eines Bordmitgliedes. Sicherlich sind die genauen Beschreibungen gut recherchiert und versiert zusammengefasst, dennoch sind es viele überflüssige Informationen mit denen Heather Jarman den Leser hier füttern will. Etwas weniger davon und das Erlebte hätte sicher einen besseren Tiefgang, so bleibt das Buch leider nur im Mittelmaß hängen… Matthias Göbel Autor: Heather Jarman Taschenbuch: 514 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 31.03.2011
  3. Eine Bedrohung nach der anderen hat Deep Space Nine nach dem Krieg gegen das Dominion ereilt und langsam könnte doch wirklich etwas Ruhe aufkommen. Eine wahrhaft glorreiche Idee, denn es gibt nach der Evakuierung vieler Flüchtlinge durch die Ereignisse im Vorroman endlich auch wieder mehr als unheimliche Aliens die irgendwelche Technologien benutzen, um die Föderation in die Dunkelheit zu schicken – dachte ich zumindest noch am Anfang. Was auf den ersten Seiten noch mit Spannung anfängt, kleckert sich die nächsten 200 Seiten durch belangloses Zusammenleben auf der Station und Beziehungsproblemen. Bei knapp 600 Seiten ist es sicherlich nicht leicht die Spannung ständig oben zu halten, deshalb hat sich der Autor gedacht, dass er einfach drei oder vier Handlungsstränge aufbaut und diese dann nach und nach abarbeitet. Als erstes hätten wir Commander Elias Vaughn, der sich nach seiner Rückkehr auf der Station vorbereitet die erste wirkliche Erkundungsmission mit der Defiant im Gamma-Quadranten durchzuführen. Doch bevor es soweit ist, muss er sich seiner Tochter stellen – Prynn, wobei diese ihren Vater immer noch für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht. Diese Vater-Tochter-Geschichte zieht sich auch bis zum Ende durch den gesamten Roman, ist jedoch nicht immer logisch, aber schmückendes Beiwerk. Natürlich läuft bei dieser Mission nicht alles glatt und auf einmal finden sie einen Planeten… dazu dann später mehr. Kira Nerys hingegen muss sich um viele Kleinigkeiten auf der Station kümmern. Da reicht es nicht mehr, dass sie für Bajor repräsentativ vor Ort ist, denn schon bei der Ankunft eines hohen Admirals der Sternenflotte wundert sie sich über seine doch recht ausführlichen Fragen in Bezug auf ihre Person und Bajor. Schnell stellt sich heraus, dass sich die Regierung ihres Heimatplaneten dazu entschlossen hat nun doch der Föderation beizutreten. Damals hatte Sisco es verhindert, weil er durch die Propheten sah, dass es Bajor damit nicht gut gehen würde, doch anscheint ist genug Zeit verstrichen, um jetzt zuzugreifen. Die Dialoge schwimmen so daher. Kira stellt sich unendlich viele Fragen, warum und weshalb, was gar nicht so sehr zu ihrer Person passt. Nebenbei wird noch erzählt, wie Ro sich hingezogen zu Quark fühlt, aber mal ehrlich … Ro und Quark? Schon wieder kann der Autor meiner Meinung nach nicht ganz überzeugen, auch wenn Quark wie immer seine Rolle am besten übernimmt. Ob man über die beiden in den kommenden Romanen mehr erfahren wird bleibt abzuwarten, denn weder Ro noch Quark sind mit der Föderation in den vergangenen Jahren ganz warm geworden. Selbst die schwangere Kasidy wird erwähnt, wobei langsam das Kind des Abgesandten doch das Licht der Welt Bajors erblicken müsste? Am Ende wird noch Ezri mit in die Geschichte genommen, schließlich spielt sie später wie aus der Destiny bekannt, eine doch nicht ganz unerhebliche Rolle als Captain. Da sie mit auf der Defiant ist, muss sie sich ebenfalls der Situation mit diesem unheimlichen Planeten stellen. Wolkenverhangen schwebt er im All und hat einen doch so tödlichen Impuls ausgesendet. Deshalb wird ein Team zur Erforschung entsendet und Vaughn und seine Tochter sind mit dabei. Schon hier merkt man wie gezwungen der Autor versucht die Geschichte am Faden zu halten. Es stellt sich heraus, dass die ehemaligen Bewohner dieser Welt ein anderes lebendiges Universum entdeckt haben, welches nun versucht in unseres zu gelangen und ein Riss im Raum verursacht hat. Etwas verwirrend wird versucht zu erklären, wie unbeschreiblich es ist, diesen Zustand der Wesen zu beschreiben. Ezri verbindet sich mit ihnen und Vaughn erlebt in Träumen ihre Kommunikation und ihre Vergangenheit. Am Ende passiert alles sehr schnell und keiner unserer Helden verliert sein Leben. Ganz im Gegenteil, Vaughn kann endlich seine Tochter wieder in den Arm nehmen, Quark verabredet sich mit Ro, Kira ist über den Beitritt in die Föderation froh, Ezri und der Doktor lieben sich wieder und Kasidy freut sich über Schnee… Fazit: Lohnt es sich nun diesen Roman zu lesen? Schwer zu sagen, denn die Geschichte selbst liest sich zwar flott und ist auch nett geschrieben, nur ist der Inhalt oft auch langatmig und ohne Spannung. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Föderation wirklich noch andere Probleme hat, aber anscheint ist der Forscherdrang in den nächsten Jahrhunderten größer als gedacht. Vaughn und die Defiant erleben sicherlich noch einige merkwürdige Erlebnisse im Gamma-Quadranten und Kira wird noch viel auf DS9 bewegen können, doch entfernen sich die Autoren meiner Meinung nach immer weiter von der eigentlichen Idee von Deep Space Nine. Matthias Göbel Autor: David R. George III. Taschenbuch: 589 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 03.12.2010
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