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  1. Was wir sind und was wir aus uns machen, entscheiden wir im Erwachsenenalter völlig allein. Das uns Umstände dabei formen und uns damit auch andere Wege bereitet werden ist genauso logisch, wie dass man nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft. Simon Wächter ist Sicherheitsfachmann und als er langsam aus einem gefühlten Koma erwacht, wird er von einem Polizisten verhört. Er soll den Bundeskanzler getötet haben. Nur das er sich an nichts der letzten Tage erinnern kann. Völlig wie im Nebel stochert er in seiner Vergangenheit und schafft es nicht ein klares Bild zu bekommen. So richtig Beweise haben die Ermittler anscheint auch nicht und als er wie durch ein Wunder wieder nach hause kommt, beginnt der Roman erst richtig. Der anfängliche Dunst und die Undurchsichtigkeit halten bis zum Ende an. Es wird erst später klar, was Simon getan hat und wer er in Wirklichkeit ist. Der Autor nimmt sich als Schauplatz Berlin und er kennt sich hier recht gut aus. Ob Straßen oder Gebäude, man findet sich schnell zurecht. Simon hingegen ist auf der Suche nach seinem Leben, Er findet hier ein Hinweis, da ein Zettel mit Buchstaben, aber immerhin hat er noch seine Freunde. Genauso Bruchstückhaft wie Simons Leben, tauchen auch die unterschiedlichen Figuren in dem Roman auf. Neben Kollegen und Vorgesetzten, gibt es später alte Freunde, Kioskmitarbeiter, eine vergangene Liebe und sogar ein Kind. Die Welt um Simon bekommt allerdings einige Risse. Nicht seine Gedächtnislücke ist dafür verantwortlich, vielmehr die Gesellschaft, welche anscheint einer Krankheit verfallen ist. Es tauchen überall in der Stadt seltsame Graffiti auf und sofort erinnert man sich an 12 Monkeys, denn auch hier wird das Ende der Welt vorausgesagt. Die Frage ist jetzt nicht nur was all das zu bedeuten hat, vielmehr ist die Frage, wer dahinter steckt. Sind es Außerirdische? Ist es eine künstlichen Intelligenz oder einfach nur verrückte Terroristen? Sehr versteckt gibt der Autor kleine Hinweise und behält sich die Aufdeckung für den Showdown auf. Zwischendurch schwimmt man als Leser auf der wackeligen Reise der Hauptfigur. Regelrecht trunken vor seiner selbst ist Simon an vielen Stellen erschreckend ehrlich zu seinem Wahnsinn. Mit dem Gedächtnisverlust als Startpunkt, hat der Autor raffiniert die Möglichkeit gefunden seine Hauptfigur aufzubauen. Alle Randfiguren kommen mir jedoch etwas zu plötzlich ins Bild und einige haben leider zu wenig Tiefe abbekommen, wie etwa die Mutter eines Jungen, den Simon suchen soll oder sein Kind selbst. Die Verschwörung im Hintergrund erscheint anfänglich völlig belanglos, nimmt dann aber später deutlich an Realität zu. Ob Simon nun Täter oder Opfer ist, muss jeder für sich entscheiden, allerdings hoffe ich wirklich inständig, dass nicht wirklich so viele enttäuschte Menschen auf unserem Planeten leben, die sich so leicht beeinflussen lassen. Fazit: Am Anfang war der Frust... Hendrik Kühn reißt einen jungen Mann aus seinem Leben und wirft ihn mit einer riesigen Erinnerungslücke zurück in den Roman. Von jetzt an beginnt eine wortgewandt geschriebene Reise eines Sicherheitsfachmanns, welcher trübe in seiner Vergangenheit fischt. Die Verwirrtheit spürt man ständig und jede weitere Figur gibt etwas mehr Klarheit, bis am Ende Simon selbst erkennt, was passiert ist und was gerade um ihn herum geschieht. Der Storyfluss hängt hin und wieder etwas fest, was aber vielleicht dem Zustand der Hauptperson geschuldet ist. Berlin im Zentrum einer weltweiten Verschwörung und manchmal reicht eine Person aus, um die Welt ins Wanken zu bringen... Matthias Göbel Autor: Hendrik Kühn Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Luzifer Verlag Erscheinungsdatum: 31.01.2020 ISBN: 9783958354760
  2. Wenn wir in den Himmel schauen und die Sonne sehen, wissen wir Dank der Wissenschaft, dass sie rund ist und ein gigantischer Stern. Was aber, wenn Teile dieses Wissens verloren gegangen sind? Helward Mann lebt schon immer in der Stadt. Er hat sie auch nie verlassen, bis zu dem Tag, an dem er in die Gilde seines Vaters aufgenommen wird. Ab jetzt beginnt das eigentliche Leben für ihn. Er muss zuerst körperlich schwere Arbeit leisten und hilft beim verlegenen von Bahnschienen. Auf diese wird die gesamte Stadt gezogen, immer Richtung Norden, dem Optimum entgegen. Eine Stadt auf Rädern? Warum das denn? Bevor diese Frage beantwortet wird, erzählt Priest erst einmal wie diese Welt funktioniert. Es gibt ein strenges Gilden-System, Ehen werden vereinbart und Fragen sollte man besser nicht stellen. Helward durchlebt jetzt jede Phase der Stadt und verstehst nach und nach warum sie sich bewegen muss. Nach Norden, um in der richtigen Zeit und Geschwindigkeit zu sein, denn im Süden ist alles andersherum. Hier vergeht die Zeit rasend schnell und der Boden wird tief in einen Abgrund gezogen - Das Ende der Welt! Gibt es das wirklich? Sind wir immer noch auf der Erde oder auf einem anderen Planeten? Keine Angst, so weit weg sind wir gar nicht, nur das Wann und das Wie ist diesmal entscheidend. Der Autor hat eine überraschende Art und Weise die Dinge zu erklären. Physikalische Gesetze werden hier auf den Kopf gestellt und mit diesem Geheimnis lässt er den Leser bis zum Schluss zappeln. Es ist anfänglich auch gar nicht so einfach sich diese Welt vorzustellen. Das gleiche gilt für die gesellschaftlichen Zwänge, in der die Figuren stecken, sowie ihre Ängste und Entdeckungen. Das führt auch beim Leser zum abschweifen der Gedanken. Anfänglich bleibt man gut am Wort hängen, doch später liest man zeitweise einfach nur weiter. Vielleicht ist es auch der Zeit geschuldet. Als Priest dieses Buch schrieb, waren wir mitten in den 70er Jahren. Die Welt war erneut im Wandel. Kriege gab es immer noch und dem Menschen wurde langsam bewusst, dass alles endlich ist. Zukunft ist auch hier ein Wort, welches man mit Unsicherheit in Verbindung bringt. Genauso Leben auch die Bewohner in der Stadt. Immer in Hetze das Optimum zu erreichen, nicht mehr zurückschauen, kein Stopp, es muss weiter gehen. Wohl einer der seltenen Ansätze, sich tiefgründiger mit dem Leben in der Gesellschaft auseinanderzusetzen, mit dem Wink der Technik und den Sprung in das Morgen. Fazit: Eine unvergleichliche Idee! In starken Zeilen verpackt, bekommt man hier eine Geschichte, welche von der Idee her so noch nicht dagewesen ist. Allein die fahrende Stadt ist schon faszinierend und erfährt man wie die Welt dazu funktioniert, findet man Bewunderung für den Autor. Es gibt sicherlich auch Passagen, welche nicht mehr zeitgemäß sind, aber dann gibt es wieder diese Momente, in denen man wundervoll vor dem Kopf gestoßen wird. Nicht immer leicht zu folgen, aber interessant und ungewöhnlich. Matthias Göbel Autor: Christopher Priest Übersetzung: Yoma Cap, Kristof Kurz Taschenbuch: 416 Seiten Verlag: Heyne Verlag ISBN: 9783453320659
  3. Die Physiker haben in den letzten Jahrzehnten so manche Überraschung erfunden oder zumindest in der Theorie entwickelt. Ein spannendes Thema aus diesem Bereich ist das Wurmloch. Eine Verbindung zwischen zwei extrem weit entfernten Punkten, welche mehrere Lichtjahre überwinden kann. Das klingt alles nach Humbug und doch hat ein Wissenschaftler sich dieser Thematik gewidmet und er findet einen Weg dies in die Realität umzusetzen. Von allen belächelt, zieht er sich auf eine kleine Insel zurück. Ab jetzt wird es etwas undurchsichtig, denn wo er all das Geld und weitere Mittel herbekommen hat bleibt weitestgehend ein Rätsel. Zumindest verändert sich diese Insel. Eine riesige Kuppel wird errichtet und in einigen Jahrzehnten entsteht hier etwas, was die Welt noch nicht gesehen hat – Die „Alien Biosphere“. Mit dem Wurmlochtor haben die Wissenschaftler eine kleine Welt im Sternbild Schwan entdeckt, auf der anderen Leben vermutet wird. Dieses wird auch gefunden und jetzt auf diese Insel transportiert und ein Themenpark entsteht. Richtig gelesen, hier wird nicht etwa mit dem Tor weitergeforscht, sondern fremde Wesen eines Planeten werden in einen Zoo gesteckt, so dass wir Menschen sie uns anschauen können. Ganz nach der Manier von Jurassic Park. Vor der Eröffnung des Themenparks wird eine Gruppe von Gästen durch das sechsstöckige Habitat geführt. Jede Ebene ist dabei mehrere Kilometer groß und wird durch verschiedene Mechanismen gesichert. Alles klingt so gemütlich und faszinierend, bis eine Gruppe von Terroristen das Unheil heraufbeschwört. Wo man noch auf den ersten Seiten von der Idee überrascht ist, was die Menschen hier geschaffen haben, fragt man sich später immer mehr, warum und wieso eine Biosphäre? Wäre es nicht sinnvoller gewesen durch das Wurmloch zu reisen und sich die Wesen in freier Wildbahn anzuschauen? Der Autor versucht zu erklären welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, aber mal ganz ehrlich, keiner wusste was da die letzten Jahre wirklich vor sich ging und keiner hat an so einen Zwischenfall gedacht? Die einzelnen Gruppen von Menschen fliehen nun durch die Ebenen, wobei man so manch seltsames Wesen kennenlernt. Nett beschrieben und mit anschaulichen Worten dargestellt, erinnern viele Wesen eher an Mutationen unserer heimischen Tiere, aber es gibt eben doch kleine Unterschiede. Das Ende wirkt leider auch recht abrupt, auch wenn es die Geschichte an sich schön abschließt. Es wird gestorben, gerannt, entschärft, gebetet und gestaunt. Eine Flucht, die eigentlich nicht hätte sein müssen und doch hat der Mensch mal wieder mehr Fehler gemacht als gute Ideen gehabt. Fazit: Leben gibt es überall und es gehört frei, nicht eingesperrt! Bücher, Filme und Geschichten sagen es voraus und doch machen die Menschen hier wieder gleiche Fehler. Das fremde Leben eines Planeten fangen, hier auf unserer Erde einsperren und bestaunen lassen… Es gibt kein Beispiel, ob in der Fiktion, noch in der Realität wo dies ungestraft funktioniert hat und auch hier schlägt das Schicksal zu. Roland Enders bringt neue Ideen des Lebens mit, vergisst aber dabei seine handelnden Figuren. Viele sind recht farblos und wenn es den ein oder anderen erwischt – es gibt genug. Selbst die Idee der Biosphäre klingt nach Jurassic Park und endet auch so. Eine leider in sich nicht gänzlich durchdachte Geschichte, aber mit vielen seltsamen neuen Wesen. Matthias Göbel Autor: Roland Enders Taschenbuch: 406 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 11.01.2016 ISBN: 9783426215647
  4. Als die Menschen nur einen Planeten hatten, war es schon schwierig genug für Frieden zu sorgen. In dieser fernen Zukunft hat sich die Menschheit über viele hundert Welten verbreitet. Es sind riesige Reiche entstanden, welche anfangs auch nicht den Finger vom Abzug halten konnten, doch seit der Erfindung der N-Bombe, hat sich alles verändert. Über 300 Jahre herrscht mittlerweile Frieden. Plötzlich ist es aber passiert, ein Raumschiff mit einer solchen Waffe an Bord meldet einen Zwischenfall und gilt als verschollen. Daniel York, Agent des Reiches, soll sich der Sache annehmen. Er gilt als einer der Besten, wäre da nicht Myron Terle. Er ist nicht einfach nur ein Mensch, vielmehr hat er eine unglaubliche Fähigkeit - Er ist ein Teleporter. Die Mission ist jetzt erst einmal klar, finde das Schiff und verhindere das die Bombe in die falschen Hände gerät. Beide Agenten bewegen sich recht unbedeckt und das vielleicht auch mit etwas Absicht. Die Story baut darauf, dass man zuerst wissen will was mit dem Schiff ist und später kommt die Frage auf, wer hier wirklich die Fäden zieht. Immerhin wird der Name des Buches erst zum Ende hin aufgelöst, so dass die wirkliche Überraschung auch erst in den letzten Zeilen auf sich warten lässt. Zwischendurch muss man sich als Leser durch zum Teil ziehende Dialoge wälzen. Allein die Unterhaltungen zwischen den beiden Oberhäuptern der Agenteneinrichtung verwirren, bringen aber kleine Details des eigentlichen Plans ans Licht. Wie es sich für einen Thriller gehört, gibt es mehr als einen Spieler auf dem Schachbrett. Leider führt das in diesem Fall aber dazu, dass man zu sehr versetzt wird von den Autoren. Sie versuchen anschaulich die Reise durch das All zu beschreiben, was allerdings sehr gut funktioniert, nur bei den Schritten der Agenten fehlen einige Passagen. Die weiteren Figuren wie z.B. Kapitän Hull, sind gut ausgebaut, verlieren aber später leider an Gewicht. Genau hier spürt man zum Teil auch das Alter der Geschichte. Ende der 60er entstandenen, ist es inhaltlich nicht verwunderlich, dass eine Bombe hier mit im Mittelpunkt steht. Der Kalte Krieg ist im vollen Gange und genauso viel wie hier geredet und diskutiert wird, kann man sich die Treffen der Politiker von damals vorstellen. Spannend ist der Part der detektivischen Aufdeckung hinter Anschlag und Mord, nur schade das die wirklichen Beweggründe nicht besser erklärt werden. Gerade wenn man bedenkt, dass hier mehr auf dem Spiel steht, als nur der Überfall auf ein einzelnes Schiff. Fazit: Ein Spion, ist ein Spion, egal auf welcher Seite er steht. Jean und Jeff Sutton lebten in einer Zeit der Unsicherheit und ständigen Angst vor dem großen Knall. Dieses Gefühl haben sie in die Zukunft teleportiert und wie 007 die Welt schon damals rettete, ist es hier ein Einzelner, der die Geschicke der Welt am Laufen hält. An einigen Stellen etwas zu konfus gehalten und doch mit kleinen Überraschungen gefüllt, kommt der leichte Charme eines Agenten-Thrillers aus einer längst vergessenen Zeit auf. Matthias Göbel Autor: Jean & Jeff Sutton Übersetzung: G. Feidel und Christian Dörge Taschenbuch: 192 Seiten Verlag: Apex Verlag Erscheinungsdatum: 18.09.2019 ISBN: 9783750205321
  5. Unsere Welt hat sich seit der Industrialisierung so intensiv verändert, dass wir heute damit jetzt schon Probleme haben. Zwar haben wir das erkannt und reagieren langsam darauf, dennoch kostet das alles viel Geld und die Zeit bleibt nicht stehen. Der Autor beschreibt in seinem Roman jetzt die Abfallentsorgung von Elektroschrott gesammelt auf einer Insel nahe China. Hier wird recycelt, was die Welt nicht mehr benötigt. Er geht dabei sehr genau auf die Details ein, wie die Menschen hier leben und wie die Gewinnung der Rohstoffe von statten geht. Da wir in einer entfernten Zukunft lesen, findet man hier nicht nur irgendwelche Handys oder TV-Geräte. Interessant dabei sind die Exoskelettteile wie Arm- oder Beinprothesen. Die Müllmenschen hier leben nicht nur vom Müll, sondern leben auch direkt in ihm. Im Kopf kann man sich das leider sehr gut vorstellen, da es auch heute schon solche Bilder gibt. Hier geht die Geschichte jedoch noch weiter. Neben dem Müll ist auch die virtuelle Welt ein wichtiger Platz für die Erzählung. Bevor jedoch dieser Part seinen Lauf nimmt, werden uns weitere Figuren vorgestellt. Eine amerikanische Firma möchte auf dieser Insel eine Recyclingfabrik errichten. Dazu sind einige Beobachtungen wichtig. Denn erst wenn man versteht wie hier alles funktioniert, kann auch die Fabrik später richtig aufbauen. Doch gibt es von Anfang an Probleme. Die Unterwelt-Clans der Gegend haben seit Jahrzehnten das Geschäft in der Hand. Sie verdienen am Schrott und an den billigen Arbeitskräften. Menschen sind hier nur Mittel zum Zweck. Da verwundert es auch nicht, dass ein junges Mädchen von Clan-Mitgliedern schwer misshandelt wird. Das sie später noch der Grund für eine Revolution ist, würde man niemals vermuten. Heftig im Wort, beschreibt der Autor, was mit den Menschen hier zustößt. Jedoch rutscht er dabei immer wieder in Erzählungen ab, welche nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben. Die Tiefe der Figur gewinnt zwar, dennoch bleibt das Erzählte oft zu unwichtig für den Verlauf. Wer sich für chinesische Erzählungen oder Sprichwörter interessiert, wird hier ebenfalls fündig. Ob Lebensweisheit oder kleine Fabel, die Kultur bekommt ihren Platz. Die Story baut sich leider etwas lückenhaft auf. Es wird gut erklärt, wer hier gegen wen antritt, aber oft sind Geschehnisse doch sehr fabelumwoben fortgeführt. Besonders Hauptfigur Mimi erlebt von tiefster Verletzung, bis hin zur göttlichen Macht unterschiedliche Durchläufe. Die Sciencefiction selbst bekommt einen in wenigen Jahrzehnten möglichen Charme. Prothesen, welche den Menschen verbessern oder Teile komplett ersetzen und die virtuelle Welt, in der die Menschen der Zukunft zum Teil nur noch existieren. Nicht wirklich neu was der Autor hier beschreibt, dennoch versteht er sein Handwerk und mit einem kleinen Zusatz schafft er auch etwas Eigenes. Während man die Story so liest, fragt man sich unweigerlich wie real all das sein könnte und im Anhang erfährt man, dass es diese Insel heute schon gibt. Qiufan Chen war selbst vor Ort und konnte die Menschen im Müll mit eigenen Augen sehen. Nicht alles wohl so wie hier beschrieben, aber jetzt schon auf einem Level, der mehr als unglaublich und unwürdig ist. Fazit: Silizium, dass Gold der Zukunft! Geschürft aus dem Müll der reichsten Länder der Welt, leben und arbeiten hier Menschen unter schlimmsten Bedingungen. Hier erwacht in einem Mädchen ein neues Leben, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Schwierig und komplex verpackte Textpassagen hemmen hin und wieder den Lesefluss, der direkte Weg der Erzählung wäre meiner Meinung nach besser gewesen. Umfangreiche Erklärungen zu chinesischen Weisheiten sind lehrreich, keine Sciencefiction, aber davon hat der Roman noch genug. Manchmal etwas zu weit weg und oft so nah, dass man es beim aus dem Fenstersehen erblicken könnte. Matthias Göbel Autor: Qiufan Chen Übersetzung: Marc Hermann Paperback: 480 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 09.09.2019 ISBN: 9783453319226
  6. Was wir mit unserem Leben anfangen, ist ab einem gewissen Punkt uns selbst überlassen. Gehen wir ordentlich zur Schule, haben wir einen vernünftigen Abschluss und ergreifen wir danach die richtige Entscheidung für den passenden Job fürs Leben oder finden wir uns in der Struktur der Gesellschaft nicht zurecht und scheitern. So scheint es auch Karl zu gehen. Er ist Anfang 30 und hat sich im Lauf seiner Zeit mehr schlecht als recht mit Geld über Wasser gehalten. Bis er mit Kreditkarten anfing und hinzu kam noch ein Steuerbetrug. Immerhin hat seine Ehe mit Genevieve gehalten, doch nun ist eine Grenze erreicht, an der es nicht mehr weiter geht. Die Schulden sind so hoch, dass sie das Paar zu erdrücken scheinen. Da bekommen beide das Angebot bei dem Pilotprogramm „Transition“ teilzunehmen. Ich musste auch erst einmal nachlesen und als Transition werden bedeutende Übergänge im Leben eines Menschen beschrieben, die bewältigt werden müssen. So in etwa könnte man auch den Inhalt der Aufgaben des Programms beschreiben. Dennoch wird dabei darauf geachtet, nicht zu direkt darüber zu sprechen. Karl und Genevieve werden einem Mentoren-Paar zugeteilt. Sie leben mit ihren zusammen und gehen ihrem Job nach. Allerdings beziehen sie kein Gehalt mehr, dürfen nur raus, wenn sie die Erlaubnis haben und werden rund um die Uhr bewacht. Unweigerlich erinnert man sich hier an eine Sekte und die Züge welche Transition im Lauf der Zeit angenommen hat, sind auch zum Verwechseln gleich. Angestellte in den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten und jeder trägt einen kleinen Teil dazu bei, dass die Organisation wächst und gedeiht. Schon die ersten kleinen Schritte sollen den Neulingen zu denken geben und das passiert auch, zumindest bei Karl. Er ist sonst irgendwie nicht gerade der Hellste, wenn es um Geld und den Umgang damit geht, aber er hat eine Ader der Neugier, welche ihn nicht in Ruhe lässt. Er will wissen, was dieses Programm eigentlich ist und wer alles dahinter steckt. Er recherchiert und findet hier und da kleine Ansätze und findet dabei eine kleine und doch so traurige Wahrheit heraus. Zwischen diesen Erkenntnissen lernt man auch Karl und seine Frau besser kennen. Wie sie miteinander leben, reden und sich kennen. Es werden auch neue Seiten von beiden aufgedeckt die sie selbst wohl nie herausgefunden hätten und genau das versucht das Programm eben auch – finde dich selbst und werde zu einem besseren Teil der Gesellschaft. So wirklich nach Science-Fiction klingt das alles nicht und irgendwie ist es das auch nicht. Hier und da ein autonomes Auto, aber alles andere ist im Alltag des Jetzt verhaftet. Luke Kennard ging es vorrangig auch gar nicht um die Zukunft, sondern zerlegt eine Beziehung in ihre Einzelteile und versucht in Tests herauszufinden, ob man auch ohne den anderen funktioniert. Liebe ist ein schnell ausgesprochenes Wort und jeder weiß selbst was er hier hineininterpretiert. Karl fand seine Antwort und Genevieve weiß am Ende auch wo ihre eigene Zukunft steckt. Dennoch ist das Buch sehr lückenhaft geschrieben. Hier ein paar Fetzen aus der Vergangenheit, da eine Anekdote oder eine Parabel, das reicht leider nicht aus um den Charakter völlig auszuschmücken und an den Leser zu binden. Oft erscheint Karl auch aus seiner Lethargie gar nicht aufzuwachen und man wundert sich, was er alles über sich ergehen lässt oder wie völlig unbeholfen er mit Geld umgeht, was ihm gar nicht gehört. Sein Herz jedoch verliert er nie und das allein macht ihn schon sympathisch, auch wenn man ihn mehr als einmal gern schütteln würde wollen, dass er endlich aufwacht. Fazit: Wer nicht passt, wird passend gemacht! Das Leben in einer Gesellschaft ist immer ein Kampf um den richtigen Platz und manchmal passt man eben nicht. Wer sich dann helfen lässt und immer noch selbst ist, umso besser, wer jedoch nur geformt wird um zu passen, funktioniert nur und lebt nicht. Die Idee des Buches wirft eine interessante Frage auf und selbst heute fragt man sich schon, wie sehr man von wem auch immer gelenkt wird. Luke Kennard schreibt direkt, gerade aus und stellt seine Figuren zwar gut vor, geht jedoch nicht tief genug. Doch moralisch bleibt, wenn du Hilfe brauchst dann frage danach und ergebe dich nicht deiner Situation. Matthias Göbel Autor: Luke Kennard Übersetzung: Karl-Heinz Ebnet Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 03.04.2017 ISBN: 9783426281673
  7. Der Weltraum, unendliche Weiten und wir sind noch lange davon entfernt der Unendlichkeit näher zu kommen. Suarez gibt den Menschen endlich die kleine Hoffnung, dass wir irgendwann doch in wenigen Jahrzehnten den Weltraum uns langsam erobern. Grundlegend geht es in diesem Buch um Rohstoffe, Wirtschaft, Recht und Wissenschaft. Der Einstieg gelingt schon mit der Darstellung einer misslungenen Forschungsmission. Das dies das Leben einer der Beteiligten irgendwann einmal derart verändert, hätte er wohl selbst nicht gedacht. Visionen sind der Baustein für Veränderungen und wenn man genug Mittel hat diese wahr werden zu lassen, ist der Weg nur noch durch die Zeit bestimmt. Bevor der Autor sich mit der eigentlichen Geschichte befasst hat, ist er in eine tiefe Recherche über die aktuelle Raumfahrt gesprungen. Dabei geht es um Antriebe, Schiffskonstruktionen und Asteroidenbergbau. Richtig gelesen, hier ist nicht das Ziel der Mond oder der Mars, vielmehr wird ein mehrere kilometergroßer Asteroid ausgesucht, welcher seiner Rohstoffe erleichtert werden soll. Die Frage ist jetzt, wer soll dieses waghalsige Unternehmen auf die Beine stellen? Ein Milliardär und tollkühne Abenteurer! So erleben wir erst einmal die Ausbildung von Forschern und Wissenschaftlern zu Astronauten. Bevor der Mensch den Weg in den Weltraum antreten kann, muss allerhand getestet werden. Nicht nur das Leben in geringer Schwerkraft, sondern auch das Zusammenleben unterschiedliche Charaktere. In dieser Phase des Romans lernen wir nach und nach die Figuren besser kennen, welche uns noch eine Weile begleiten werden. Ob Arzt, Höhlentaucher, Ingenieur oder ehemaliger Soldat, die Mischung scheint aufzugehen. Nah an den bekannten Trainingsmethoden der NASA werden Grenzen gefunden, die die Psyche und die Physis des menschlichen Körpers hergibt. Da alles wissenschaftlich logisch und fundiert klingt, bleibt man unweigerlich als Leser fasziniert und will einfach wissen wie es weitergeht. Ob Flug oder später der Abbau, alles ist zum greifen nah erklärt und könnte fast Wirklichkeit sein, aber eben nur fast... Da es auch hier um Geld und Macht geht, ist das menschliche Ego nicht weit. Dennoch muss es auch Pioniere geben. Nur sie lassen uns wissen das Unmögliches doch zu schaffen ist und das schon vor vielen hundert Jahren. Das sie dabei ihr Leben aufs Spiel setzen ist ebenfalls ein Part ihrer Geschichte, doch muss sie auch erzählt werden, damit nicht alles umsonst war. Der Autor gibt sich viel Mühe diesmal alles positiv verlaufen zu lassen, doch auch Unfälle sind an der Tagesordnung. Das Leben im All ist gefährlich und wird es auch bleiben. Nicht alles ist vorhersehbar und so auch manch Wendungen mit denen man nicht wirklich rechnet. Genau da hat der Autor auch ein sehr gutes Gespür für Momente und findet passende Worte der Heiterkeit und Traurigkeit. Fazit: Achtung Weltraum, wir Menschen kommen! Daniel Suarez liefert nicht einfach nur einen zeitnahen Science-Fiction-Roman ab, sondern er schenkt Hoffnung, Möglichkeiten und Mut. Keine Phase des Romans hat Längen. Der Verlauf erlebt Aufbruchstimmung, Gänsehaut,Trauer und Jubel. Dank wissenschaftlicher Hintergrundinformationen fasziniert der Weltraum erneut und Suarez schreibt sich in die Herzen der Leser. Zum Abschluss des Jahres noch einmal eines der Highlights 2019! Matthias Göbel Autor: Daniel Suarez Übersetzung: Cornelia Holfelder-von der Tann Paperback: 560 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 17.12.2019 ISBN: 9783499001512
  8. Die Frage ob wir Menschen unsere Zukunft meistern werden oder nicht, ist der Grundbaustein dieser kleinen Sammlung von Zukunftsgeschichten. In der ersten Geschichte „Mammons Diener“ hat sich der Autor einem recht klassischen Thema gewidmet. Ein Einsatztrupp von Soldaten kommt zu einem Planeten, von dessen Kolonie der Menschen es seit einigen Tagen keine Meldungen mehr gab. Einer hat es dennoch geschafft und es stellt sich heraus, dass bekannte Aliens diese Tat vollführt haben sollen. Einige Jahre später tobt noch immer ein Krieg. Väter verabschieden ihre Kinder in den Tod und andere... nun hier liegt eine schöne Überraschung in der Story, welche den Anfang mehr als gelungen macht. Christian Künne präsentiert danach in „Clash of Intelligences“ die Macht der Künstlichen Intelligenzen. Irgendwo auf der Welt sind bereits einige KIs im Einsatz, da die Rechenleistungen immer anspruchsvoller geworden sind. Nachdem ein gesamtes Gebäude in die Luft gesprengt wurde, steht plötzlich die Frage im Raum, wer es war und galt dieser Angriff vielleicht den KIs? Etwas schneller wird man zwar mit kleinen Hinweisen darauf aufmerksam gemacht, dass hier ein kleiner Krieg herrscht, die Frage ist nur, wer gegen wen? „Jagamasch“ von Thomas Heidemann erzählt die Geschichte von Meiying. Ein kleines junges Mädchen welches in einem Dorf lebt. Hier ist der Alltag geprägt von Arbeit auf dem Feld und die Angst vor den Jagamasch. Maschinenkämpfer, welche von einem Holzzaun abgehalten werden in das Dorf einzufallen und die Bewohner zu töten. Vor vielen Jahren haben die Menschen Krieg geführt, Meiying und ihr Dorf sind die letzten Menschen auf der Erde. Es gibt dann noch die sogenannten „Aufgestiegenen“, dabei handelt es sich um Menschen, welche nie gesehen werden, aber von ihren Taten her, handelt es sich um halbe Götter. Die Story nimmt erst einen Verlauf wie ein Märchen. Das Mädchen bekommt später aber die einmalige Chance, das Goldene Ticket sozusagen und sie entdeckt dabei die Wahrheit hinter den letzten Menschen, ihr Leben in dem Dorf und sie erfährt mehr über ihre eigene Herkunft und Vergangenheit. Den Abschluss bildet die Erzählung von Katharina Groth „Seelenfresser“. Ein Mann wird angeklagt die Seele einer Frau gestohlen und getötet zu haben. Eine Seelenfinderin muss nun über ihn richten. Die Menschen befinden sich in einer Art großen Verbindung, wenn die Seele den Körper verlassen hat, doch ist es wirklich der Wunsch oder ein Zwang dort leben zu müssen? Das Leben in der Zukunft wird uns alle mehr als seltsam vorkommen, wenn wir es in Wirklichkeit erleben würden. Die Autoren sind mit sehr unterschiedlichen Themen an ihre Geschichten herangegangen und auch wenn eine Story hier und da vielleicht die Charaktere nicht ganz einfängt, holt der moralische Aspekt dahinter die Faszination zurück. „Mammons Diener“ und „Jagamasch“ haben für mich die stärksten Aussagen und würden auch als vollwertiger Roman sehr gut funktionieren. Gute Charaktere und spannende Wendungen, die einem schon eine kleine Gänsehaut schenken. Fazit: Kurz, gut und mit weckenden Themen in die Zukunft geschaut. Ob künstliche Intelligenzen, Aliens oder unsere Gene und Seele. Hier findet jeder Fan von Sci-Fi eine mehrfarbige Mischung von Ideen, wie es uns Menschen irgendwann einmal ergehen kann. Jeder Autor hat seinen eigenen Stils und öfter wünschte man sich etwas tiefer in die Story eintauchen zu können, weil man einfach diese kleine Welt noch nicht verlassen will. Ich würde mich freuen, wenn sich die Autoren diese Geschichten als Grundlage nehmen und einen handfesten Roman verfassen würden, ihr Potential ist definitiv groß. Matthias Göbel Autor: Detlef Klewer, Thomas Heidemann, Katharina Groth, Christian Künne Taschenbuch: 216 Seiten Verlag: Eridanus Verlag Erscheinungsdatum: 03.02.2019 ISBN: 9783946348153
  9. Die aktuelle Lage in Deutschland ist politisch gesehen zwar ordentlich in Bewegung, dennoch haben wir uns gesellschaftlich und geistig alle doch recht gut weiterentwickelt. Mögen man da 80 Jahre zurückschauen, da sah das doch deutlich anders aus. Max Annas nahm sich die letzten europäischen Ereignisse und hat sie etwas zugespitzt, so dass das Europa so wie wir es kennen nicht mehr existiert. Einige Länder haben sich abgespalten und in vielen gibt es starke Gegenbewegungen, welche auch mit Terrorismus versuchen ihre Ziele durchzusetzen. Deutschland selbst hat sich ebenfalls wieder zurückentwickelt. Es gibt jetzt unterschiedliche Lager, in denen farbige Mitmenschen, welche aufgrund ihrer Hautfarbe in unterschiedliche Lager gesteckt werden. Hier lebt Marie, die noch nicht ganz versteht was hier eigentlich gerade geschieht. Indessen landet Theo direkt aus Griechenland in Berlin und will hier mit seiner jungen Frau ein neuen Leben anfangen. Um die Chance zu haben hier leben zu dürfen, muss der neue Einwanderer für eine gewisse Zeit eine Fußfessel tragen, mit der man jederzeit weiß wo er ist und was er gerade macht. Gleichfalls herrscht ein strikter Polizeistaat, welcher nicht davor zurückschreckt schnelle Festnahmen durchzuführen und sind die Aussagen gegen die Regierung noch so klein, wird sofort mit Haft gedroht. Das klingt nicht sonderlich demokratisch und nur in kleinen Dialogfetzen oder Radioübertragungen erfahren wir mehr über den Staat und seine Entwicklung. Da hätte Annas ruhig weiter ausholen sollen und mit ein paar tiefen Einblicken glänzen können. Die Geschichte um Marie geht weiter und der erste Tote wird im Lager gefunden. Schnell wird klar, dass er nicht einfach so gestorben ist – Er wurde ermordet. Bei dieser einen Leiche soll es nicht bleiben und nur durch einen Zufall kommt Marie an ein Handy, dessen Inhalt sie hoch motiviert nach Berlin zurückzukommen. Da ich selbst die Städte Berlin und Finsterwalde kenne, musste ich einfach dieses Buch lesen. Schöne kleine Erinnerungen werden dabei wach und man kann sich gut vorstellen, wo die Handlung gerade stattfindet. Theo ist ein ehemaliger Journalist und findet aktuell keinen Job, allerdings sucht er auch nicht wirklich danach, vielmehr trifft er sich mit ehemaligen alten Bekannten und hängt mit ihnen ab, bis er von irgendwelchen Lagern hört, in denen Menschen festgehalten werden. Natürlich kann man sich denken auf was das hinauslaufen wird und so ist es auch. Dennoch gibt es starke Wendungen, die auch mich deutlich überrascht haben. Zum einen lernen wir dabei die Figuren von einer ganz anderen Seite kennen und zum anderen nimmt der Verlauf der Geschichte einen doch merkwürdigen Verlauf. Was vorher noch wie eine Suche/Rettung aussah, wird erst einmal eine Flucht und zum anderen ein recht heftiger Kampf ums Überleben. Ob man wirklich so brutal und rücksichtslos wird, wenn man in so einer Situation ist, kann ich selbst nicht sagen, aber zeitweise war es mir doch etwas zu heftig und übertrieben. Die Tiefe der Story geht für meinen Geschmack im Verlauf nach und nach verloren. Wo es am Anfang noch spannend um eine dystopische Zukunft Deutschlands geht, dreht sich später alles nur um das Entkommen. Die Angst und Hast ist dennoch allgegenwärtig und man spürt durch kleinste Details wie sehr den Figuren der Atem fehlt. Das Sterben oder Verschwinden von einigen Figuren war unausweichlich, nur fehlen mir die wirklichen Emotionen oder sind sie alle schon so abgekühlt? Fazit: Oh Deutschland was ist mit dir passiert? Falls Max Annas mit seiner Version der Zukunft Recht haben sollte, dann werden wir alle hier keinen Spaß mehr haben. Düster, wie aus den 30/40er Jahren, wären Menschen anderer Hautfarben gefährdet und Überwachung gibt es an jeder Ecke und zu jeder Zeit. Der Autor verbindet die Geschichte der Zukunft mit einem Kriminalfall, einer Flucht und einer Suche. Der sehr interessant gestrickte Anfang geht später leider völlig unter. Ach ja, nur mal so nebenbei, so finster wie der Name, ist Finsterwalde übrigens gar nicht. Matthias Göbel Autor: Max Annas Taschenbuch: 344 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 23.07.2019 ISBN: 9783499291685
  10. Wer die letzten Jahre Hugh Howey verfolgt hat, der hat unsere Welt schon mehr als einmal untergehen sehen. Meist haben wir selbst die Schuld am Ende unserer Zivilisation und auch diesmal scheint es so, dass wir es mal wieder geschafft haben. Trockenheit durchzieht die gesamte Landschaft und Wasser ist kostbares Gut. Ich muss gestehen, dass ich mich gleich an Mad Max erinnert gefühlt habe und auch später kommen recht starke Ähnlichkeiten hinzu. Einige Menschen haben diese Katastrophe überlebt und siedeln in kleinen Ortschaften mitten in den Wüstenlandschaften. Um überleben zu können, haben die Menschen im Lauf der Zeit das Sandtauchen entwickelt. Hierbei kann man mit einem Anzug, Visier und den richtigen Stiefeln in den Sand eintauchen und mehrere hundert Meter tief in die Erde eindringen. Das klingt nicht nur abgefahren, es wird auch so beschrieben, wobei mir manchmal etwas die Vorstellungskraft dafür doch gefehlt hat. Die Geschichte wird jetzt aus der Sicht mehrerer Personen aufgebaut. Am Anfang haben wir zwei Taucher, welcher einen sehr gewagten Tauchgang vollziehen. Tiefer als sie jemals vorgedrungen sind, sollen sie eine vor vielen Jahren verschollene Stadt wiederentdecken. Nicht alles läuft dabei glatt... Dann gibt es zwei Jungs, welche von ihrem Vater erzählen und sie an ihn erinnern, indem sie zelten gehen. Zuletzt haben wie eine junge Frau, welche sich mit ihrem Gefährten auf dem Weg macht reich zu werden. Seite für Seite führen die einzelnen Stränge langsam zusammen und er erzählen dabei das Leben in dieser unwirklichen Welt. Der Sand ist überall und allgegenwärtig. Er kriecht durch jede einzelne Ritze und macht nicht nur den Bewohnern das Leben schwer, sondern er ist der Herr über Leben und Tod. Das Howey die Geschichte so kleingeteilt hat ist leider irgendwie überflüssig. Im Endeffekt dreht sich alles um den Bruch einer Familie und das zufällige Wiederfinden im endlosen Meer der Wüste. Allein solche Zufälle sind doch wirklich etwas zu einfach gestickt. Das gewaltige Ende war ebenfalls völlig unnötig, denn nur um der Action willen, hätte es keine so unnötige Auseinandersetzung geben müssen. Dennoch macht der Roman eins, man fragt sich unaufhörlich: Wie soll das mit dem Tauchen im Sand funktionieren? Wer am Strand schon einmal seine Füße in den weichen Sand gesteckt hat, der wird die ersten Zentimeter schnell eingesunken sein, hier sollen es jedoch mehre Meter sein und da kommt die Science-Fiction ebenen zur Hilfe. Schade das dieser Anzug dazu nicht wirklich erklärt wird. Hier und da ein Hinweis, aber die genaue Funktion und der Aufbau bleiben ein Geheimnis. Das Feuerwerk möchte gegenüber der Story dennoch nicht gänzlich zünden. Es gibt nette Beschreibungen und selbst einige der Figuren sind gut ausgebaut und greifbar, allerdings zerfällt an anderen Stellen genau diese aufgebaute Atmosphäre und man erinnert sich, so etwas ähnliches schon einmal gelesen/gesehen zu haben. Irgendwie schade, denn Hugh Howey war mit Silo, Level und Exit eindeutig stärker unterwegs. Fazit: Fließend wie Wasser und genauso gefährlich in der Tiefe. Hugh Howey lässt den letzten Menschen der Erde nur noch den Sand als Lebensraum. Mit einer schier unmöglichen Idee können sie jedoch in die Tiefen des Sandes tauchen und finden dabei längst vergessene Städte. Die hier verlorengegangene Familie findet dabei ihre eigene Vergangenheit und dank seltsamer Zufälle kommt die fade Story voran. Ich war begeistert von der Tauchidee, jedoch enttäuscht vom Grundgerüst. Wer „Planet der Affen“ oder „Mad Max“ mag, wird hier ebenfalls sehr viele Parallelen entdecken können, nur eben öfter unter und nicht über der Erde. Matthias Göbel Autor: Hugh Howey Übersetzung: Andreas Decker Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Piper Verlag Erscheinungsdatum: 01.10.2019 ISBN: 9783492705578
  11. Mit Büchern kann man eigene kleine Universen erschaffen und auch Bernd Perplies hat sich mit diesem Buch diese Aufgabe gestellt. In einer fernen Zukunft haben sich unterschiedliche Völker und Rassen zu dem galaktischen Domenaion verbündet. Neben den Menschen gibt es noch andere Aliens, welche der Autor mit unterschiedlichen Erzählweisen dem Leser nahebringt. Alle leben auf Planeten und alle leben in dem bekannten Teil der Galaxis. Alles was sich darüber hinaus erstreckt ist die pure Leere des Alls, das Nichts, die Dunkelheit und für viele auch der Ausdruck für – Der Abgrund. Genau in diesen schauen Wissenschaftler schon seit vielen Jahrhunderten und immer wieder erwarten sie, dass daraus das personifizierte Böse kommen wird und genau das passiert eines Tages wirklich. Doch bevor es galaxieumgreifend wird, erleben wir eine kleine Rettungsmission der Raumretter unter Captain Bendis Kahain und seinem Raumschiff der „Leitstern“. Schon jetzt werden einige Figuren präsentiert, welche uns bis zum Ende hin begleiten werden. Die Retter sind nicht immer ganz so geradlinig bei ihrer Bergung, hier und da verschwindet schon mal ein Teil oder ein wenig Ladung, aber grundlegend sie die herzensgut und ihrer Taten bewusst. Jetzt kommt der etwas kompliziertere Teil der Geschichte, denn Perplies versucht auch die Gesellschaft und das soziale Leben seines kleinen Universums zu erläutern. Hier reisen Ritter durch das All, die im Auftrag der Regierung für Recht und Ordnung sorgen. Politisch werden auch einige Dinglichkeitssitzungen abgehalten, denn eine Welt nach der anderen scheint angegriffen zu werden. Selbst die besten Schiffe der Flotte können gegen diesen Gegner nichts ausrichten. Der Untergang scheint so gut wie besiegelt. Doch wie es das Schicksal will, kann Kahain mit seinem Team einen Wissenschaftler retten und doch bleibt die Frage, wie man diese Bedrohung aufhalten kann. Um was genau es sich handelt, kann man sich schnell denken, allein schon die Anzahl der Gegner lässt eine Vermutung aufkommen. Dennoch hält der Autor die Spannung gut oben und präsentiert erst spät das eigentliche Geheimnis. Vielmehr nimmt er sich unermüdlich viel Zeit und bringt die Figuren in die richtige Position. Hier ein kleines Wortgefecht und da ein Angriff, da wird Abwechslung geboten und diese wird herzlich willkommen geheißen. Der Zwist zwischen den beiden Schiffskapitänen wird schließlich auch aufgelöst und selbst hier versucht der Autor den Leser bei seinem Moralverständnis zu locken. In der Geschichte selbst trifft man ebenfalls auf allerhand Skrupellosigkeit, aber vielleicht gibt es gar keinen anderen Ausweg, oder doch? Zumindest wird euch die Raumrettertruppe gut unterhalten. Neben dem Kapitän gibt es so einige andere vielschichtige Figuren, wobei die Gegner selbst das dunkle Geheimnis bleiben. Mir haben auch die unterschiedlichen Völker sehr gut gefallen. Egal ob Aussehen oder ihre Art der Kommunikation, hier wird der Fantasie freien Lauf gelassen. Vielleicht geht die Reise der Leitstern irgendwann einmal weiter, zumindest könnte ich mir eine Fortsetzung gut vorstellen. Fazit: Der Abgrund mit seiner unermesslichen und gefährlichen Tiefe liegt nicht immer nur vor deinen Augen, manchmal auch in dir selbst. Bernd Perplies präsentiert einen klassischen Sci-Fi-Roman mit starken zwielichtigen Charakteren und einer Bedrohung, welche so unglaublich klingt und einen doch so natürlichen Ursprung hat. Das Leben zu schützen ist die Hauptaufgabe, um die es allen Rettern und Rittern geht, doch wie weit darf man über Leben und Tod wirklich entscheiden? Ein für sich schön geschlossenes eigenes Universum erlebt einen Schreckensmoment und eine unbedeutende Schiffscrew wächst über sich hinaus. Keine Angst vor dem Abgrund, das Licht ist allgegenwärtig. Matthias Göbel Autor: Bernd Perplies Taschenbuch: 365 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Verlag Erscheinungsdatum: 31.10.2019 ISBN: 9783404208753
  12. ...und plötzlich waren da diese Raumschiffe am Himmel. Der Wunsch, dass die Götter eines Tages wirklich zu uns kommen, ist in jeder Religion irgendwie verankert. Doch schon beim Anblick dieser Götter aus dieser Geschichte, muss man erst einmal schmunzeln. Alte menschliche Männer mit langen weißen Bärten und so gebrechlich wie ein getrocknetes Blatt. Der Autor spielt schon hier mit der Vorstellungskraft und verlangt noch einiges mehr vom Leser. Diese Alten berichten, dass sie damals die Saat auf die Erde gebracht hätten, damit wir Menschen entstehen können. Jetzt sei ihre Zeit gekommen, in der ihre Zivilisation ein Ende findet und sie wollen sich von ihren "Kindern" pflegen lassen. Eine schon sehr abgefahrene Idee und trotz der Kürze, hat Liu immer noch eine Steigerung der Geschichte paart. Die anfängliche Euphorie kippt um zu einer kompletten Ablehnung. Die Menschen wollen die Götter nicht mehr, denn sie liegen ihnen einfach nur zur Last. Ob Essen, Platz oder pure Anwesenheit, die Götter werden nicht so behandelt wie sie es erwartet haben oder wie es sich für Kinder gegenüber ihren „Eltern“ gehört. Es ist doch sicher mehr als Anstand seinen Schöpfer zur Seite zu stehen, wenn er alt wird und nicht mehr selbst für sich sorgen kann oder? Die Frage bekommt jedoch weiteren Tiefgang vom Autor, denn auch die Götter selbst haben Schuld, dass es ihnen jetzt so schlecht geht. Wer kann hier jetzt Richter spielen und entscheiden was richtig ist und was nicht? Cixin Liu schreibt dabei wie gewohnt global und technisch sattelfest. Detailliert schildert er die Raumschifftechnologie und kehrt zurück zum Zusammenleben einer einfachen Familie in einem chinesischen Dorf. Alt und neu treffen hier aufeinander wie Alt und Jung. Ohne zu weit in der Geschichte herum zu stochern konzentriert er sich auf den moralischen Aspekt und das menschliche Dilemma der Uneinigkeit. Was wäre alles möglich, wenn wir zusammen an einem Strang ziehen würden? Wie viel Leben hätten wir schon auf andere Planeten gebracht und wie liebevoll wäre der Umgang egal welcher Herkunft, Alter oder Geschlecht? Ein schöner Denkanstoß und trotz der Tragik irgendwie auch komisch. Fazit: Eine Suppe für den Gott, auch wenn man ihn gar nicht mehr mag! Wo kommen wir Menschen her und wie würden wir reagieren, wenn plötzlich unsere Erschaffer vor uns stehen würden? Cixin Liu hat neben Sciencefiction eine stark soziale Komponente in die Geschichte eingefügt, welche die Figuren, trotz des geringen Umfangs, perfekt ausmalt und den Lerneffekt für den Leser unterstreicht. Wir sind und bleiben alle nur Kinder, alles eine Frage der Perspektive. Matthias Göbel Autor: Cixin Liu Übersetzung: Marc Hermann EBook: 100 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 01.04.2019 ISBN: 9783641253998
  13. Jeder hat schon einmal von der Krankheit Alzheimer gehört und jeder weiß, dass sie degenerativ ist und unheilbar. Je mehr die Krankheit fortschreitet, umso schlimmer wird es mit dem Gedächtnis und irgendwann tritt unweigerlich der Tod ein. In „Transfusion“ von Jens Lubbadeh haben es Wissenschaftler wirklich geschafft ein Heilmittel für diese Krankheit zu finden. liana Kornblum, Wissenschaftlerin bei Astrada, ist maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt, doch passiert plötzlich etwas, welches ihr gesamtes Leben durcheinanderbringt. In Hamburg läuft ein Schiff mit fünf Kinderleichen ein und Astrada wird damit in Verbindung gebracht. War sie die letzten Jahre wirklich so blind? Hat sie wirklich nicht mitbekommen was hier gespielt wird? Allein diese Frage will der Leser beantwortet wissen und es kommt noch viel schlimmer. Während sie ein wenig in geheimen Akten ihres Kollegen forscht, stellt sich heraus, wie das Wundermittel Bimini wirklich entstanden ist. Da läuft es nicht nur der Wissenschaftlerin eiskalt den Rücken runter, auch als Leser ist man erst einmal geschockt und vor allem aber ist man gebannt, was sie noch alles herausfinden wird. Das der Pharmakonzern wackelt kann man sich denken, denn solch schlechte Presse führt immer zu einem verehrenden Aktienrutsch. Iliana geht der Sache genau auf die Spur und so gelangt sie nach Indien. Ob man nun selbst ein Kind hat oder es sich nur vorstellt, was der Autor hier in Zeilen verpackt hat, muss ihm selbst sehr schwer gefallen sein. Ein Leben für das Leben vieler anderer Menschen? Ist die Rechnung wirklich so einfach? Grundlegend soll es das Blutplasma sein, welches es möglich macht, dass dieses Mittel funktioniert. Dieses Thema ist nicht neu und aktuell gibt es jetzt erst kürzlich publizierte Daten, die zeigen, dass bestimmte Proteine im Blutplasma bestimmte Organe verjüngen können. Mit diesem Prinzip geht der Autor noch einen Schritt weiter und vor allem der Kollege von liana. Seine Experimente an sich sind schon grausam, wie skrupellos er sich sein Medikament herstellt bringt einem eine erneut ungewollte Gänsehaut. Der Kampf von liana wird am Ende noch um einiges heftiger, da sie nicht nur gegen den Konzern antritt, vielmehr muss sie sich auch um ihr eigenes Leben sorgen machen. Lubbadeh nimmt auch die Presse mit ins Boot und versucht auch sonst alle Schritte seiner Personen so logisch wie möglich zu erklären. Für meinen Geschmack funktioniert das sehr gut. Kurze Dialoge mit passendem Inhalt und schön abwechslungsreiche Schauplätze lassen der Story kaum eine Atempause. Iiana ist in dieser Geschichte auch mehr als nur die Heldin, welche alles aufdeckt, vielmehr sieht man hier auch schön den Kampf mit ihrem Gewissen, gegenüber ihrem Kind, ihrem kranken Vater und dem Menschsein. Denn erst wenn wir alle so handeln würden wie die Chefetage dieser Firma, wäre unsere Welt wirklich am Ende. Ein passender Ausflug in die über leichengehende Wirtschaft und der tödliche Eigensinn. Fazit: Die pharmazeutische Industrie entdeckt, entwickelt, produziert und vermarktet Arzneimittel oder Arzneimittel zur Verwendung als Medikamente, die Patienten verabreicht werden sollen, um sie zu heilen, zu impfen oder die Symptome zu lindern... und was wenn diese Medikamente durch unbeschreibliches Unrecht hergestellt werden? Jens Lubbadeh hat eine hemmungslos starke Geschichte über die Medikamentenindustrie geschrieben, welche euch noch nach dem Lesen beschäftigen wird. Die Story hat eine ausgewogene Balance zwischen Wahrheit und Fiktion und enthält unvergessliche grausame Bilder. Mögen wir in der Wirklichkeit ein Mittel gegen Alzheimer finden, aber hoffentlich auf einem anderen Weg. Matthias Göbel Autor: Jens Lubbadeh Klappenbroschur: 384 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 11.11.2019 ISBN: 9783453320086
  14. Wissenschaft und Technik haben uns dahin gebracht wo wir heute stehen. Vieles ist dabei besser geworden und hat uns Menschen auch verändert. Nehmen wir nur einmal die Entwicklung des Handys, wer kommt heute schon ohne aus? In dieser beschriebenen Zukunft von Daniel H. Wilson kann durch ein Implantat Menschen geholfen werden. Es leiden unzählige an Epilepsie und auch heute schon kann man mit Technik diesen Menschen helfen. Dieses Implantat kann jedoch noch viel mehr. Owen ist Lehrer an einer Schule. Als eines Tages ein junges Mädchen aus seiner Klasse Selbstmord begeht, gerät sein Leben und das aller Implantatträger aus den Fugen. Die sogenannten Amps werden beschuldigt, nicht mehr richtige Menschen zu sein. Dieses kleine Stück Technik verhalf Kindern, welche sich nicht konzentrieren konnten, zu einer Veränderung, die sie plötzlich zu Klassenbesten machte. Owen selbst hat auch ein Implantat und als er an einer Kundgebung vorbeikommt, welche die Amps nicht mehr als richtige Menschen propangiert, schwingt in der Luft schon die Stimmung von Hass und Krieg. Jetzt erfährt Owen auch, was genau er für ein Stück Technik in seinem Kopf trägt, denn es ist nicht nur irgendein Implantat, vielmehr ist es so speziell, dass es für das Militär entwickelt wurde. Der Roman hat ab jetzt eine recht nette Spannung, denn schließlich will man wissen, was er beim Einschalten für neue Fähigkeiten entdecken wird. Doch bis dahin ist es leider ein etwas zu weiter Weg. Zunächst wird sehr deutlich gezeigt, wie sehr die Amps unter den „Normalos“ zu leiden haben. Geschlagen, getreten, beleidigt… man könnte fast meinen, dass Amerika wieder einmal mitten in Rassenunruhen der 60/70er steckt. Haben sie wirklich nicht daraus gelernt? Egal ob Kind oder Erwachsener, alle spüren das sie nicht mehr dazugehören. Um die Geschichte etwas aufzufrischen, hat der Autor zwischen den Kapiteln kleine Nachrichten, Berichte, Blogeinträge oder Gesetztestexte eingebaut. Für mein Verständnis entwickelt sich der Hass der Menschen jedoch etwas zu schnell. Selbst wenn Anschläge beiderseits zu solch einem Aufruhr führen könnten, würde der Staat doch schon viel eher eingreifen, oder nicht? Zudem im Rest der Welt alle sehr entspannt mit dieser Technik umgehen. Owen selbst entdeckt seine neuen Fähigkeiten auch erst recht spät. Die Beschreibungen der neuen Möglichkeiten klingen jedoch schon recht interessant. Der Fokus auf einzelne Bereiche des Gehirns und die möglichen kämpferischen Aktivitäten sind sehr beeindruckend, auch wenn unser Held der Geschichte sie sehr wenig einsetzt. Wer wirklich die Fäden zieht, ist an sich auch recht schnell sichtbar, zwar schön versteckt, aber über die Lösung ist man am Ende nicht wirklich überrascht. Dafür läst der Autor viele Schauplätze entstehen, welche in solche einer Situation recht realistisch klingen und hat Owen erst einmal Level fünf erreicht, scheinen die Möglichkeiten eines jeden Menschen fast grenzenlos. Fazit: Die Angst vor Veränderung, war schon immer der größte Hinderungsgrund für Weiterentwicklung. Menschen sind mit oft einfachen Mitteln beinflussbar und umso schlimmer, wenn es in Hass und Rassismus umschlägt. Daniel H. Wilson zeigt eine Zukunft, in der die Angst vor Technik, den Menschen überfordert und er mit Gewalt reagiert. Tief aufwühlende Ereignisse über Diskriminierung und Tod führen am Ende fast zum Krieg gegeneinander. Ein klassischer Ablauf, mit kleinen Highlights und einem Helden, der keiner sein will und doch einer wird. Mögen wir selbst einmal bessere Menschen sein, ob mit oder ohne Implantat. Matthias Göbel Autor: Daniel H. Wilson Übersetzung: Markus Bennemann Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: Droemer Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 03.03.2014 ISBN: 9783426513484
  15. Ein Mann erscheint ganz plötzlich in deiner Wohnung. Du weißt nicht wie er hereingekommen ist und er kann sich auch an nichts erinnern. Er ist verängstigt und wirkt völlig verwirrt. Wie würdest du reagieren? Als Leser erfahren wir weiterhin das Doktor Gerald Sundberg Patient 17 L. vermisst. Er ist einfach aus seinem Zimmer verschwunden. Ohne eine Tür zu öffnen, ein Fenster oder sonst etwas zu beschädigen. Craxton Wehl, der Premier des solaren Imperiums, ein Mann der über mehrere Jahrzehnte an der Macht war. Was ist hier passiert? Ein Privatdetektiv wird eingeschaltet, er soll den Patienten wiederfinden, weiterhin erfährt der Leser nur genau so viel wie der Patient selbst. Sein Wahn und ein kleiner Tumor in seinem Gehirn soll ihn dermaßen zugesetzt haben, dass ihn nur noch eine Operation retten konnte. Jetzt wird es fantastisch, denn dieser Patient, Craxton Wehl, genau dieser Premier, ist in der Lage zu Teleportieren. Richtig gelesen, allein mit der Macht der Gedanken kann er sich an Orte beamen, eine Fähigkeit, welche wohl erst durch die Entfernung des Tumors zum Vorschein kam. Ist dem aber wirklich so? Eine ziemlich verstricke Geschichte nimmt ihren Lauf. Jeder möchte jetzt irgendetwas von Wehl und selbst seine Tochter scheint ihr eigenes Spiel zu spielen. Vielleicht sind es aber doch nur Einbildungen und alle sprechen die Wahrheit? Schon seltsam wenn man sich an nichts erinnern kann. Nicht einmal der Name ist geblieben. Hier ein paar Erinnerungsfetzen, aber die haben mit der eigentlichen Welt nichts zu tun. Craxton Wehl schien, Zeit seiner Regenschaft nicht der netteste Premier gewesen zu sein. Hartherzig und derart verstört, dass er am Ende niemand mehr über den Weg traute. Dem Leser bleibt im Endeffekt nichts weiter übrig als bis zum Schluss zu warten. Erst auf den allerletzten Seiten enthüllt der Autor warum sich Wehl nicht mehr erinnern kann und was mit seinem Leben zuvor geschah. Es gibt Parks die nach ihm benannt wurden, in den mechanische Tauben fliegen und selbst als er in diesem Park aufgegriffen, verhaftet wird und eingesperrt wird, soll ihn wirklich keiner erkennen? Schon interessant, wie weit man als Leser selbst mehr als nur einmal auf die falsche Spur geschickt wird. In vielen Dialogen baut sich eine Stimmung der Unsicherheit und der Verwirrtheit auf, welche dem Buch unheimlich gut stehen. Schade das einige Figuren so schnell wieder verschwinden, sie sind zwar für den weiteren Verlauf nicht mehr von Bedeutung, jedoch hätte ich mir ein wenig mehr vom Privatdetektiv gewünscht. In dieser Zukunft wurde unser gesamtes Sonnensystem bereits besiedelt und einer der schlimmsten Orte scheint der Pluto zu sein. Ein Ort ohne Licht, nur Dunkelheit und Kälte. Selbst der Mars wird beschrieben, wie die Menschen in kleinen Kuppeln überleben und von dort aus die Sterne bewundern. Vielleicht hätte der Roman gar nicht so weit in der Zukunft spielen müssen und auch wenn das Teleportieren etwas zu fantastisch klingt, ist es die Prise Sci-Fi, welche den Roman besonders macht. Fazit: Jeff Sutton schrieb bereits 1972 einen heute noch funktionierenden packenden Sci-Fi-Roman. Ohne zu wissen wer man ist, seine Vergangenheit nicht zu kennen, nicht einmal mehr seinen Namen, was wäre das für ein Leben? Die Suche nach der Wahrheit, wird auch die Suche nach sich selbst. Viele Figuren, viele Dialoge und ein immer wiederkehrendes Thema verknüpfen sich zu einer treibenden Handlung mit viel Utopie, aber auch ganz normalen Ängsten und Fragen. „Der verwirrte Mann“ ist immer noch ein unterhaltsames Abenteuer, welches euch auf die Probe stellt, ob ihr schon vorher erahnt was hier eigentlich gespielt wird. Matthias Göbel Autor: Jeff Sutton Übersetzung: Horst Pukallus Taschenbuch: 216 Seiten Verlag: Apex Verlag Erscheinungsdatum: 14.08.2019 ISBN: 9783748712893
  16. Die Welt im Jahr 2264. Wie wird sie wohl aussehen und wie werden sich die Menschen in dieser Zeit an uns erinnern? Zuerst einmal muss man wissen, dass es eine Katastrophe gab. Ein Virus hat einen Großteil Europas vernichtet, besonders betroffen davon Deutschland. Der „Dark Winter“ ist jetzt etwa zweihundert Jahren Geschichte. Die neue Gesellschaft ist eine in sich geschlossenes kühles Zusammenleben der Menschen. Finn Nordstrom ist Historiker für deutsche Sprache, besonders für das handgeschriebene Wort. Vor wenigen Wochen hat er seine komplette Familie verloren und sein Leben scheint völlig aus den Bahnen zu laufen. Doch eine neue Aufgabe könnte ihn aus seiner Trauer holen. Vor einiger Zeit hat ein Institut bei Ausgrabungen ein Tagebuch gefunden. Ein 13jähriges Mädchen hat es verfasst und anfänglich glaubt Finn nicht daran, dass seine neue Aufgabe ihn wirklich weiterbringen wird. Doch welch große Überraschung, dass Buch liest sich überraschend gut. Er taucht immer weiter in die Welt des jungen Mädchens ein. Später soll er auch die Virtual-Reality-Umsetzung dazu testen und schon kann man sich als Leser fast denken was passiert… und es passiert auch. Rahlens nimmt von Anfang an den Leser mit und treibt, dank der unterschiedlichen Zeiten in der die Geschichte spielt, die Erzählung gut voran. Die Beschreibungen der modernen Errungenschaften klingen gut überlegt und nicht zu weit hergeholt. Hier ein schneller Gleiter zum nächsten Ort oder Klonprojekte für die Wirtschaft. Interessant fand ich auch die Auswirkung auf die Sprache und die Schrift. Kaum einer kann mehr handschriftlich schreiben, fast alle europäischen Sprachen als tote Sprachen und Bücher gibt es schon viele hundert Jahre nicht mehr. Erstaunlich wie Finn sich im Lauf der Story auch entwickelt. Erst ist er etwas abgeneigt, aber umso näher er dem Mädchen kommt, desto mehr verändert er sich und seine Umgebung. Die Erklärung zum Dark Winter wird eher nur beiläufig an den Leser herangetragen, vielmehr will der Leser eh wissen, was mit Finn wirklich passiert. Das es irgendwann auch um Liebe gehen wird, nun, das ist schon aus dem Klappentext deutlich herauszulesen, dennoch ist es ein weiter Weg, den beide zu bestreiten haben bis es auch wirklich soweit ist. Wer von euch zum Beispiel „Das Haus am See“ oder „Kate & Leopold“ kennt und mag, der wird sich hier ziemlich wohlfühlen. Dabei geht die Autorin auch deutlich auf das Paradox ein, welches bei 250 Jahren automatisch entsteht. Viele kleine Hinweise streut sie immer wieder ein und löst sie erst ziemlich spät auf. Die durchgängig gut geführten Dialoge und die dazugehörige Charakterisierung der Figuren, fügen ein schönes Gesamtbild, was zwar nicht zwingend für Erwachsene geschaffen wurde, aber auch hier deutlich Zielgruppenausreißer finden wird. Mit dem Ende schenkt die Autorin auch dem Leser die Hoffnung, dass jeder das finden kann was er schon ewig sucht und manchmal darf Science Fiction auch mehr sein als Raumschiffe und Aliens, die die Erde vernichten wollen. Fazit: In einer leidenschaftslosen Zukunft, findet die verlorengeglaubte Liebe, tiefe Gefühle in einem Tagebuch der Vergangenheit. Trotz der Möglichkeiten der Zukunft, sind es die täglichen Entscheidungen, die wir fällen und manchmal auch die Zufallsbegegnungen was aus uns wird. Vielleicht an einigen Stellen etwas zu gefühlsselig, aber da diese Zukunft schon so viel von unserem Leben verloren hat, schön zu sehen das wenigstens einer noch richtig weiß was Liebe ist. Ein kleiner Tipp noch nebenbei, da das Buch in Berlin spielt, vielleicht fährt man einfach mal nach dem Lesen an die besagten Orte und erlebt das Buch mit anderen Augen. Matthias Göbel Autor: Holly-Jane Rahlens Taschenbuch: 421 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 01.10.2013 ISBN: 9783499256660
  17. Das Leben als Flüchtling hat viele Seite, die ein Einheimischer gar nicht erst kennenlernt. Salima ist eine junge Frau, welche vor einiger Zeit ihre Eltern verloren hat. Allein und nur mit der Hilfe einiger Mitflüchtlinge, schlägt sie sich im Lager durchs Leben, bis sie eines Tages die Möglichkeit bekommt, in ein Hochhausapartment zu ziehen. Diese Wohnungen kosten nicht so viel Geld, der Grund dafür ist die Einrichtung. Jedes Gerät ob Toaster, Waschmaschine, Geschirrspüler usw. alle stammen von bestimmten Firmen und werden über eine Software gesteuert. Als einige der Firmen pleite gingen und diese Geräte plötzlich nicht mehr funktionierten, standen die Bewohner ohne Herd und Toaster da. Was sollten sie machen? Diese Geräte waren so konzipiert, dass sie nur bestimmte Lebensmittel oder Waschmittel aufnehmen, die zudem auch noch teurer als die Konkurrenzprodukte waren. Salima kam irgendwann auf die Idee sich im Darknet umzuschauen und fand heraus, dass man diese Geräte auch manipulieren kann. Das funktionierte so gut, dass nach und nach alle Geräte in ihrer Wohnung umprogrammiert wurden. Das bekamen auch die anderen Bewohner des Blocks mit und auch sie haben sich ihrer Hackkünste bedient und den Geräten neues Leben eingehaucht. Alles schien gut und schön zu werden, bis die insolventen Firmen aufgekauft wurden. Eine neue Software kam heraus, welche die gehackten Geräte aufzuspüren vermochte. Durch einen Zufall lernt Salima eine Frau kennen, die bei einer der Firmen arbeitet... oder war es gar kein Zufall? Genau damit spielt der Autor und lässt den Leser ein wenig mitfiebern. Schließlich muss Salima sich jetzt kümmern, dass alles wieder auf Werkseinstellung zurückgestellt wird und die Zeit wird knapp. Im Endeffekt beschreibt Cory Doctorow eine schöne kleine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und ein kleine Revolution gegen die Unterdrückung der Firmenmächte. Wenn schon so wenig Geld am Ende des Monats übrig bleibt, muss es auch noch für Lebensmittel draufgehen, aber muss es das wirklich? Allein die Möglichkeit das es heute schon Geräte gibt die uns sagen was wir neu bestellen sollen, lässt schon einen interessanten Ausblick auf diese Zukunft zu. Vielleicht werden wir irgendwann alle selbst zu Hackern und versuchen unser Essen wieder selbst zu kochen, ohne uns sagen zu lassen, was wir Essen müssen und von welcher Firma wir es kaufen sollen. Salimas Pflichtbewusstsein gegenüber den anderen Bewohnern zeigt zudem ihre tiefe Verbundenheit und ihre Suche nach einer Familie, welche sie längst gefunden hat. Fazit: Widerstand ist nicht zwecklos! Was beim Toaster anfängt, hört bei der Waschmaschine auf und endlich ergibt das Wort Freiheit wieder einen Sinn. Mit der Freischaltung der Maschinen wird der Mensch auch frei und die Hauptfigur findet dabei endlich ihre Bestimmung. Die Angst bleibt, dass alles verloren gehen kann und doch ist die Solidarität unter Hackern so groß, wie Freunde sich nur nah sein können. Ein überaus überraschendes kleines Buch, mit einer traurigen Zukunft, einer starken Heldin und ein Kampf der ewig währt – Mensch gegen Maschine. Matthias Göbel Autor: Cory Doctorow Übersetzung: Jürgen Langowski Pappband: 176 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 30.08.2019 ISBN: 9783453320154
  18. Eine kleine Siedlung, weit draußen im All. Viele Jahre haben sich hier die Menschen langsam entwickelt und die Zahl der Bewohner stieg stetig an. Mittlerweile sind wir bei über eintausend und das Rezept des Erfolges ist die Ernte. Gordian Prime ist eine der seltenen Welten, auf den die Nixen, eine außerirdische Rasse von Tieren, prächtig gedeihen. Sie sammeln dank Photosynthese das Licht und die Siedler Ernten was von den Tieren gegeben wird. Doch irgendwann bleiben plötzlich die Lieferungen aus. Keine Nachrichten mehr und auch sonst ist seit Monaten der Kontakt völlig abgebrochen. Der Großkonzern X-Logistic schickt nun eine Crew von Söldnern aus, welche sich der Sache annehmen sollen. Tom Turtschi stellt uns auch gleich zu Beginn des Romans jeden einzelnen ein wenig vor. Vom Captain, bis hin zur Bordärztin, alle fragen sich ebenfalls, was hier passiert sein kann. Mit diesen Fragen beschäftigt man sich auch als Leser und es kommt ein wenig Stimmung wie in „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ auf. Verlassene Transportereinrichtungen im Orbit und eine unheimliche Totenstille auf dem Boden. Als auch noch die erste Leiche gefunden wird, ist man in der Spannung gefangen und will wissen was hier vorgefallen ist. Erstaunt war ich, als sich das Bodenteam trennt, in so einer Situation wäre ich doch eher definitiv zusammengeblieben. Es werden sogar Überlebende gefunden, doch sind diese beiden nicht wirklich ansprechbar. Damit baut der Autor gut das Rätzel weiter auf, dennoch kippt der Roman. Das letzte Drittel wirkt etwas holprig, wobei hier gerade die Auflösung auf uns wartet. Es wird für meinen Geschmack noch viel zu viel von Nebenereignissen geredet. Der namensgebende Titel spielt dabei wirklich eine entscheidende Rolle. Interessant fand ich die Idee der Hyperreligiosität. Hier wird ein Teil des Gehirns besonders stimuliert und man ist sehr anfällig für Glauben und Macht. Da es dieses Phänomen wirklich gibt, könnte man selbst heute manch fanatische Gefolgschaft erklären. Leider wurde mir viel zu wenig über die Nixen gesprochen. Da sie als Nutztiere gehalten werden, weiß man doch schon so Einiges über sie und auch ihre Herkunft wäre eindeutig einige Seiten wert gewesen. Die Crew selbst macht in vielen Momenten alles soweit richtig. Besonders die Ärztin mit ihrem Spanisch sticht dabei deutlich hervor und kann mit ihren Entdeckungen auch am meisten zur Lösung beitragen. Der „Endkampf“ läuft allerdings viel zu harmlos, sehr kurz und in schnellen Schnitten ab. Irgendwie schade, denn darauf sollte der Thriller ja eigentlich hinauslaufen. Dafür hat der Autor einige schöne Schlussätze parat, welche als Denkanstoß für die Menschen gelten. Nicht nur für die Zukunft, sondern auch aktuell bleibt die Frage nach dem Leben, wie es sich entwickelt und was der Mensch daraus macht. Fazit: Gottes Licht auf fremden Welten, für fremde Wesen ohne die Menschheit. Die Gotteszone fängt als Sci-Fi-Thriller sehr stark an und zieht euch mit einer gelungenen Spannung in den Bann. Nach und nach wird die verlassene Siedlung erforscht und die Gänsehaut ist stetig anwesend. Tom Turtschi beschreibt schön diese unheimliche Stimmung, doch geht zum Ende hin dabei leider einiges davon verloren. Die moralischen Schlusssätze sind passend gewählt und wenn ihr euch optisch ein Bild von dem Roman machen wollt, schaut einfach mal unter: www.tom-turtschi.ch. Möge das Licht euch in dunklen Stunden zur Seite stehen… Matthias Göbel Autor: Tom Turtschi eBook: 464 Seiten Seitenzahl der Print-Ausgabe: 312 Seiten Verlag: P.Machinery Verlag Erscheinungsdatum: 05.08.2019 ISBN: 9783957651686
  19. Alles hat seine Ordnung und keiner fällt mehr durch das Raster... solche Zukunftsfantasien gab es schon mehr als einmal und dabei spreche ich nicht nur von 1984. Mia Faber hält sich mit ihrer Version der kommenden Welt auf einem ähnlichen Level. Aubrine ist eine junge Frau, welche plötzlich in einem Zimmer erwacht. Sie kann sich an nichts mehr erinnern, nur spürt sie, dass alles irgendwie anders ist. Sie trägt zu dem eine Maske und kann nicht mehr sprechen, sie hat nur noch ihre Gedanken. Schon diese Szene sind im Buch derart gut beschrieben, dass man ziemlich gebannt vor dem Text sitzt und mit der Frau mitfiebert. Auf der anderen Seite haben wir Robert. Ein ziemlich gelangweilter Angestellter und angehender Senator, welcher vor einigen Jahren so einiges durchmachen musste. Er verlor seine Frau und ihm ist nur noch die gemeinsame Tochter geblieben. Dank der geordnet, geregelten Welt, gibt es nichts wovor er Angst haben müsste. Schon hier hat die Autorin sehr schön beschrieben, wie diese Welt funktioniert und wie sehr der Mensch nur noch verwaltet und kontrolliert wird. Doch zurück zu Aubrine, welche sich langsam erholt und Bekanntschaft mit Alex macht. Ab jetzt erinnert mich ihre Reise durch eine angeblich verlassene Station auf dem Mond an den Film Cube oder Event Horizon. Ziemlich düster und gruselig was hier passiert ist und was noch alles geschehen wird. Bis etwa zur Mitte hält sich auch der Roman in dieser Enge auf und bricht danach weiter auf. Hier kommt der Part der Fantasie mit ins Spiel. Wer oder was Aubrine ist, wird schon auf dem Klappentext verraten. Als Straftäterin soll sie auf der Station Buße tun. Das Robert irgendwie mit ihr zu tun hat, ist auch schnell dem Leser logisch, doch reißen einige Ereignisse Löcher in den Erzählstrang. Sicherlich hat es auch damit zu tun, dass die Hauptfigur ihrer Erinnerungen beraubt wurde und erst nach und nach durch Bilder die vergessene Welt zurückgerufen wird. Heftig ist auch der Bruch der Familie und das die Regierung so viel Macht hat sie zu entzweien. Der Mond scheint im Endeffekt wohl weniger wirklich als Handlungsort zu existieren, aber dafür mehr und mehr der Geist von Aubrine selbst. Wenn man schon in eine derart trostlose Zukunft geboren wurde, hat man nur noch die Möglichkeit sich darin zu verlieren. Zudem kommt eine seltsame, leider zu wenig beschriebene, Kindererscheinung hinzu, welche irgendwie schwer einzuordnen ist. Hier geht es weder um das Verändern einer Gesellschaft, die indoktriniert die Menschen in eine Richtung drängt, noch um den Kampf mit der Waffe als Revolution dagegen. Vielmehr ist es der Kampf einer Frau, gepaart mit dunkler Fantasie, in einer Zukunft ohne Menschlichkeit. Für das Ende, welcher meiner Meinung nach etwas zu vorhersehbar daherkommt, lässt sich Mia Faber viel Zeit, dennoch hängt sie nicht an ihren Figuren. Den ein oder anderen schickt sie doch überraschend ins Jenseits, wobei andere eine Zukunft für sich finden, die man nicht für möglich gehalten hätte. Trotz der sehr guten Ansätze in diesem Buch, fehlen mir hin und wieder die Gründe für die Handlungen einzelner Figuren. Fazit: Düstere Sciencefiction trifft auf eine unmögliche Revolution. Aubrine bringt euch durch einsame düstere Gänge einer toten Station, lässt euch Zuneigung erfahren, wo sie nicht sein sollte und findet eine Zukunft, in der die Gesellschaft dich erdrückt. Die Geschichte fängt unheimlich stark an und man fiebert mit der Hauptperson unweigerlich mit. Dennoch verlieren sich einige Stränge der Story und durch das transparente Ende verzerren die guten Ansätze der Erzählung. Ein für mich dennoch interessanter Roman, mit wunderbaren Ideen, über eine einengende Gesellschaft und dunkle Ecken, in die man nicht schauen möchte. Matthias Göbel Autor: Mia Faber Broschiert: 385 Seiten Verlag: Amrun Verlag Erscheinungsdatum: 15.10.2018 ISBN: 9783958693302
  20. Mit „The Ark“ hatte mich Patrick S. Tomlinson wahrlich überrascht und irgendwie schien der Roman auch für sich schlüssig und abgeschlossen. Jedoch hat sich der Autor erneut Zeit genommen und lässt uns weiterverfolgen, was aus den letzten Menschen geworden ist. Wo im ersten Teil noch Detektiv Bryan Benson aktiv einen Fall bearbeitet hat und damit die Erdenbewohner retten konnte, geht es diesmal auf dem Zufluchtsplaneten Gaja weiter. Nach der Landung haben es sich die Menschen langsam gemütlich gemacht und es ist eine kleine Stadt entstanden. Nach und nach wurden Häuser gebaut und Straßen errichtet. Das Leben nahm also die gewohnten Züge an. Von den dort heimischen Aliens haben zwar alle gewusst, aber die letzten drei Jahre kam niemand auf die Idee mit ihnen in Kontakt zu treten. Selbst wenn sie nur wie amerikanische Ureinwohner ihr Leben führen, wäre meiner Meinung nach, dass Interesse der Wissenschaftler doch wohl um einiges höher oder? Benson ist mittlerweile Footballtrainer und kümmert sich um sein Team. Doch eine seltsame Entdeckung, bringt ihn zurück zu seinem alten Job. Er soll sich zu den Aliens begeben und hier den Erstkontakt herstellen. Im Lauf der Geschichte übernimmt er dabei wieder die Rolle als Detektiv und diesmal deutlich auch die Rolle als Soldat. Es gibt viel mehr Kampf und Action-Passagen als im ersten Teil. Selbst die große Verschwörung, welche aufgedeckt wird, verliert zwar hin und wieder an Reiz, fängt sich aber dank kleiner Überraschungen. Die beschrieben technischen Details lassen eine interessante Sci-Fi-Welt entstehen. Wieder wir das augmentierte Implantat für Kommunikation und mehr benutzt. Die Shuttles hätten etwas feiner beschrieben werden können, scheinen aber tadellos zu funktionieren. Etwas enttäuscht war ich allerdings von den Aliens. Hier gibt es den humanoiden Körperbau, von Kopf bis Fuß. Tomlinson war jedoch nicht ganz einfallslos, er beschreibt die Atlanter mit selbstleuchtender Haut und einer amphibischen Abstammung. Damit kann man sich schon recht gut vorstellen, mit wem es Benson diesmal zu tun hat. Neben dem Volk auf dem Planeten, gibt es noch ein zweites, welches in Höhlen lebt. Schade das die Story dann deutlich kippt und es zu unnötigen Reibereien kommt. Sicherlich im Hinblick auf das Komplott im Background notwendig, aber im Endeffekt wäre vielleicht wirklich keiner darauf gekommen, dass hier mehr dahintersteckt, als ein Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Völkern. Damit ist die eigentliche Detektivarbeit diesmal etwas anders und wird nebenbei auch von Bensons Frau in der heimischen Stadt geführt. Zwei Schauplätze, ein Fall. Damit lockert der Roman wieder auf und auch die Art der Hauptfigur bringt dem Roman einen schönen Humor. Vielleicht ist der Roman auch eher eine Hommage an die Menschheit selbst. Denn wo all der Hass, die Gier oder der Kampf uns auseinandertreibt, führt auch hier der Mensch dazu, dass sich eine komplett neue Welt durch das Übel Menschheit verändert. Zum Abschluss gibt der Autor noch eine kleine Kurzgeschichte zum Besten und schaut zurück zum Start der Arche, wobei ich fast die Danksagung interessanter fand. Hier sagt er selbst, dass der erste Teil an sich abgeschlossen war und nur durch seinen Agenten erst an einem zweiten Teil gedacht wurde. Wo noch im ersten Teil davon berichtet wurde, dass die Erde nicht unabsichtlich vernichtet wurde, erfährt man diesmal gar nichts mehr von diesen unheimlichen Hintergründen. Fazit: Der Neuanfang der Menschheit, ist fast der Untergang einer neuen Welt. Patrick S. Tomlinson lädt uns auf einen actiongeladenen Sci-Fi-Thriller ein, mit neuen Lebensformen, neuer Technologie und einer detektivischen Meisterleistung. Wer bereits den ersten Teil kennt, wird sich sofort heimisch fühlen und auch die Hauptfigur Bryan Benson wieder lieben. Dennoch ist es schade, dass der Roman zu viel auf Kampf, als auf Köpfchen setzt. Vielleicht muss der Autor noch einen dritten Teil abliefern, damit die Geschichte erst wirklich komplett zu Ende erzählt wird. Matthias Göbel Autor: Patrick S. Tomlinson Übersetzung: Oliver Hoffmann Taschenbuch: 528 Seiten Verlag: Knaur Verlag Erscheinungsdatum: 01.08.2019 ISBN: 978-3-426-52260-8
  21. Erst einmal durchatmen... denn wenn ihr diese gewaltige Geschichte hinter euch habt, dann schwirren euch noch eine ganze Weile die Gedanken. Andreas Brandhorst nimmt uns diesmal mit auf eine erneut sehr fantastische Reise. Alles fängt mit dem Raumschiff Eklipse an. Nach einer fünfzigjährigen Mission kann es endlich zur Erde zurückkehren. Die Aufgabe der Crew lag in der Bergung seltener Artefakte. Sie stammen von Aliens, welche vor über eintausend Jahren verschwunden sind. Ein Institut erforscht seit vielen Jahren diese Artefakte und konnte damit unter anderem den Antrieb der Eklipse bauen, um noch tiefer in den Weltraum vorzudringen. Bis hier hin hört sich die Geschichte noch recht normal an, auch wenn schon klar wird, dass der Autor schon seine Fühler nach einem zweiten Strang der Story ausstreckt. Da haben wir ein junges Mädchen, welches sich der Flucht befindet. Wer oder was hinter ihr her ist, wird erst im Lauf ihres Abenteuers dem Leser bewusst, doch zeigt Brandhorst schon, dass er diesmal viel mystischer hinter der Wahrheit hält. Die ersten Situationen auf dem Schiff klingen fast wie eine Episode aus Alien. Denn irgendwie hat sich zwischen all den gesammelten Schätzen auch eine unheimliche Kreatur auf das Schiff eingeschlichen. Es ist zwar verschwunden, doch so ausgefallen gefährlich, dass schon die kleinste Berührung den Menschen verändern kann. Noch interessanter wird es, als sie in die Reichweite der Erde gelangen. Erst antwortet niemand nicht und später... Genau hier packt der Autor den Leser bei seinen Augen. Ein Geheimnis jagt das nächste, wobei er nicht seine Figuren vergisst. Angefangen von der Crew der Eklipse, kommen später noch einige mehrere Personen hinzu, welche die Geschichte erst komplettieren. Der Bösewicht ist meiner Meinung nach an einigen Stellen etwas zu stereotypisch dargestellt worden, da wären mir ein paar Raffinessen lieber gewesen, dafür bekommt aber ein anderes außerirdisches Crewmitglied besonders viel Aufmerksamkeit und das zurecht. „Kralle“ ist ein katzenähnliches Wesen, welche mit den Menschen unterwegs ist, um mehr über die verschwundenen Aliens zu erfahren, denn ihr Volk und die Tahota verbindet eine schreckliche Vergangenheit. Was auf der Erde selbst passiert ist und wie die Welt sich verändert hat, ist zwar das große Geheimnis dieses Buches, doch werdet ihr immer wieder auf Wege gestoßen und Rätzel stoßen. Portale, Zeitreisen, mächtige Artefakte, unheimliche Wesen, Raumschiffe und Printer, welches alles herstellen…. Im Endeffekt alles für den Science-Fiction-Fan perfekt zusammengestellt und wer noch eine ordentliche Prise Mystik dazu verträgt, darf sich mehr als eingeladen fühlen in die Zeilen zu springen. Vielleicht sind einige Passagen nicht immer voll mit tiefer Spannung, doch erklären sie mehr das Tun und Handeln einzelner Personen oder erklären dem Leser diese unwirkliche Erde. Zum Ende hin übernimmt Brandhorst dann völlig das Ruder und lässt den Leser nicht mehr los. Die Auflösung aller Rätsel liegen endlich auf dem Tisch und all die verworrenen Scherben bilden ein Spiegelbild einer Zeit, die vielleicht nie existiert hat oder vielleicht existieren wird oder... Fazit: Science-Fiction-Geschichten bieten immer multiple Möglichkeiten und Andreas Brandhorst hat erneut den passenden Faden gefunden, um ein schier ungreifbares Universum zusammenzufügen. Die handelnden Figuren werden zu Monumenten ihrer selbst, denn die Neugier des Lesers treibt den Roman unaufhörlich voran. Ruhige Passagen werden mit Wissen und Tiefe gefüllt, wobei die Szenen mit Kampf und Action kurzgehalten werden. Die Zeit dient zwar als Rahmen, doch ist dieser so unendlich, dass die Vorstellungskraft manchmal fast zur Erschöpfung neigt. Andreas Brandhorst hat mit der Eklipse eine Fahrt aufgenommen, die eure Fantasie beflügeln wird. Matthias Göbel Autor: Andreas Brandhorst Klappenbroschur: 496 Seiten Verlag: Piper Verlag Erscheinungsdatum: 04.06.2019 ISBN: 9783492705110
  22. „Spring in die Zukunft! Rette die Welt!“ Kann man auf der Rückseite in großen Lettern lesen und es beschreibt sofort den gesamten Inhalt des Buches. Doch die Frage bleibt, wie es eben zu all diesen Ereignissen gekommen ist. Dazu muss man wissen, dass es im Jahr 1978 einen Unfall bei dem Ionen-Speicherring kam und seither ein Portal besteht, aus dem nach und nach seltsame Geräte zum Vorschein kommen. Manchmal völlig unbedeutend von der Optik, aber von der Funktion her unbeschreiblich. Es wurde später eine eigene Stadt um dieses Portal gebaut, damit alle Mitarbeiter direkt vor Ort intensiv forschen können. Diese Informationen bekommt der Leser vorab als kleinen Geheimdienstbericht vorgesetzt. Indessen ist eine Wissenschaftlerin mit einem dieser seltsamen Geräte aus dem Portal zum Präsidenten unterwegs. Der Inhalt und die Funktion des Geräts sind noch sehr unbekannt, zumindest für den Leser. Erst als die Wissenschaftlerin in einen Hinterhalt gerät, nimmt der Roman eine komplett andere Richtung auf. Ein ehemaliger Agent wird mit eingeschalten und eine gute Freundin der Entführten. Ab jetzt gilt es herauszufinden, was hier vorgefallen ist. Eine spannende Detektivgeschichte nimmt ihren Lauf. Kleine Hinweise werden gefunden, ihnen nachgegangen und später wird auch genau das gefunden, um was es hier eigentlich geht sollte – Zeitreisen. Allerdings nicht so wie man es vielleicht aus anderen Geschichten gewohnt ist, vielmehr bleibt der Autor bei seiner ursprünglichen Geschichte und entwickelt daraus einen Thriller, mit einer umfangreichen Verschwörung im Hintergrund. Patrick Lee schenkt dem Leser so einige Actionszenen. An einigen Stellen hätte es ruhig weniger sein können, besonders zum Ende hin haben viele Waffen das Sagen. Wie dem auch sei, dass ursprüngliche Komplott klingt auf jeden Fall sehr interessant. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber solche Experimente, wie hier beschrieben, gab es in der Vergangenheit wirklich, allerdings mit etwas harmloseren Auswirkungen. Damit landen wir bei der Science-Fiction, welche durch die erwähnte Zeitreise auch eher düster für uns ausschaut. Es gibt keine fliegenden Autos oder Städte aus Glas, nur einen Ausblick auf das Ende und dieses scheint nicht veränderbar zu sein... oder vielleicht doch? Genau da gibt es einige Lücken in der Erzählung. Das Artefakt bekommt meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit, da die Funktion und das Wie nicht wirklich erklärt werden. Das gleiche gilt für die vielen Ortswechsel, welche zum Teil gar nicht wirklich nötig sind und das Portal wird leider auch nicht weit genug unter die Lupe genommen. Der Autor hat allerdings ein Ass im Ärmel, er lässt den Figuren so viel Spielraum, dass sie all ihre Schritte genau erklären und analysieren. Was könnte wer jetzt wie machen und was wäre wirklich der sinnvollste nächste Schritt? Nicht jeder würde genauso handeln, aber Vieles ist absolut korrekt und nachvollziehbar und der aufmerksame Leser bekommt kleine versteckte Andeutungen auf das Ende hin mit. Fazit: Eine Dystopie ist ein Gegenbild zur positiven Utopie und genau da schickt uns Patrick Lee mit seiner Geschichte hin. Das Ende der Welt ist auf dem Vormarsch und dank eines Gerätes aus einer unbekannten Zukunft, bekommt die Menschheit vielleicht noch einmal eine zweite Chance. Ein durchdachter Sci-Fi-Thriller mit einer spannenden Suche, knallharter Action und der Wahnsinn, den nur die Menschen selbst entwickeln können. Manchmal etwas wenig Details zur Utopie der Gerätschaften, aber viele passende Worte für das trockene tote Ende unserer Gesellschaft. Matthias Göbel Autor: Patrick Lee Taschenbuch: 412 Seiten Übersetzung: Ulrike Thiesmeyer Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 01.03.2012 ISBN: 9783499254796
  23. Der Kalte Krieg ist Gott sei Dank Geschichte. Wenn man jetzt als Schriftsteller all diese Jahre miterlebt hat und zudem auch noch der Science-Fiction zugetan ist, dann lässt man auch das aktuelle Geschehen automatisch in seine Geschichten mit einfließen. Liest man jetzt diesen Roman von Vernor Vinge, dann werden viele Parallelen zu der damaligen Situation wach. Wir befinden uns im 22. Jahrhundert. Die Welt hat einen neuen großen Krieg hinter sich. Damit all das nie wieder passiert, wurden Wissenschaft und Technologie abgeschafft. Das „Friedensamt“ hat nun die Kontrolle übernommen und überwacht, dass es auch so bleibt. Im Lauf des Krieges, welcher jetzt etwa fünfzig Jahre her ist, wurden um bestimmte Städte oder Gefahren sogenannte Blasen geschaffen. Erst viel später im Roman erfährt man, was es damit auf sich hat und automatisch hat der Autor geschafft was er wollte, er weckt die Neugier beim Leser. Die Geschichte beginnt mit einer Pilotin und ein zweiter Plot handelt von einem Jungen. Die Pilotin stürzt irgendwann ab und kann sich an nicht mehr erinnern und der Junge strotzt nur so vor Intelligenz. Er wird durch einen alten Mann entdeckt und einladen sein Schüler zu werden. Was er als Weise auch sehr gern annimmt. Jetzt erfährt man auch, dass es neben dem Friedensamt, auch noch die sogenannten Tüftler gibt. Diese haben nicht ganz aufgehört an Wissenschaft und Technik zu glauben, müssen jedoch im Geheimen daran arbeiten. Nicht ganz einfach, wenn man nicht weiß, wann das Amt zuschlagen könnte. Unausweichlich kann man sich allerdings schon recht schnell denken, wie es weitergeht, es bleibt nur die Frage offen, warum diese Blasen und was passiert, wenn man in eine selbst gerät? Vinge hat durch kleine Nebenstränge die neue Welt zwar gut im Griff und erklärt damit viele Ereignisse, allerdings bleiben für meinen Geschmack viele Figuren dabei selbst auf der Strecke. Der Junge wird zum unausgesprochenen Helden, hat aber selten wirklich die Kraft all das allein zu stemmen. Da helfen auch nicht die restlichen Rebellen und gerade zum Ende hin fragt man sich doch, wenn schon keine Technik mehr zugelassen ist, warum das Amt selbst mit so viel unterwegs ist? Ob Hubschrauber oder Panzer, der Krieg wird auch in dieser Zukunft nicht anders ausgefochten. Interessant waren später Implantate, Hologramme und virtuelle Personen. Da muss man Vernor Vinge wirklich eine unglaubliche Weitsicht einräumen. Als Mathematiker und Informatiker war es schön zu sehen, dass der Autor dem Schachspiel so viel Bedeutung widmet. Das Friedensamt kommt mir an einigen Stellen auch recht bekannt aus George Orwells „1984“ vor. Vielleicht nicht ganz so umfangreich in der Spionage, aber grundlegend machtbewusst und zu jeder Zeit den Finger am Kopf der Katastrophe. Leider hält sich die Wage zwischen Spannung und Erzählung nicht immer Gleichklang. Oft verfällt sie zu sehr auf eine Seite und auch bei manch Dialogen erfährt man nicht wirklich etwas Neues. Dafür spielt in diesem Roman die Zeit mehr eine Rolle, als man anfangs glauben mag. Vielleicht erinnert euch auch alles etwas an Matrix, zumindest ging es mir so… Fazit: Nur wenn die Zeit stillsteht, bekommt man die Chance auf eine zweite Runde. 1984 erschien „Der Friedenskrieg“ (The Peace War) und spiegelte gut das aktuelle Weltgeschehen wieder. Zurückblickend ist diese Zukunft nichts anderes, als die Konsequenz aus der Angst, vor einem endgültigen Krieg. Sehr weitblickend hat Autor Vernor Vinge einige schöne Ideen für die Zukunft parat, erzählt sie leider nur nicht an jeder Stelle so fantastisch. Über Umwege kommt er dennoch ans Ziel. Die Faszination über seine Blasen und ihr Ergebnis schenken dem Roman einige gute Pluspunkte. Matthias Göbel Autor: Vernor Vinge Übersetzer: Rosemarie Hundertmarck Seiten: 432 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 10.12.2018 ISBN: 978345339608
  24. Wer erinnert sich nicht an den Sommer von 2018. Eine schier endlos lange Phase ohne Regen. Flüsse haben noch nie so wenig Wasser getragen und einige Felder wuchsen zu Wüsten heran. Viel heftiger nimmt sich diesem Thema die Autoren Neal & Jarrod Shusterman an. Kaliforniern hat schon immer extreme Sommer erlebt, doch dieses Mal sollte es viel heftiger kommen. Aus der Sicht einer Schülerin nimmt alles seinen Lauf. Wir erfahren, dass ein Gouverneur eines Nachbarstaates die Zuflüsse gesperrt hat und so klein diese Anweisung, so groß das Chaos. Denn plötzlich bleibt das Wasser aus. Dauerhaft Sonne, immer um 35 Grad im Schatten, da sollte man sich wirklich so wenig wie möglich bewegen. Die Wiesen werden nicht mehr bewässert und die Pools stehen leer. Alles halb so wild, wenn nicht auch das Trinkwasser langsam zur Neige gehen würde. Bei dem Versuch noch etwas Wasser in dem nahegelegenen Shop zu kaufen, kommen die ersten Streitigkeiten ans Tageslicht, denn jeder muss eben schauen wo er bleibt. Alyssa und ihr kleiner Bruder Garrett erleben hautnah, wie weit Menschen auf einmal für Wasser gehen würden. Als Leser muss ich gestehen, dass ich bis hier hin mich recht gut unterhalten gefühlt habe. Doch schon als die nächsten Figuren hinzukamen und man immer wieder aus der Ich-Perspektive die Geschichte erzählt bekommt verschwamm die Hauptfigur mit den anderen zu sehr. Da gibt es den Nachbarsjungen, welcher aus einer Familie stammt, die sich schon immer für eine Katastrophe gewappnet hatten. Später noch ein taffes Mädchen ohne Zuhause und später alle zusammen ohne Eltern unterwegs. Damit könnte der Roman ideal als Jugendroman durchgehen, wenn da nicht das Ende wäre. Bis dahin erlebt man verschiedene Elemente einer Reise. Das Kommen und Gehen von Charakteren ist gelungen und auch viele Taten nachvollziehbar. Bis die Kids eben doch an einen Punkt kommen, wo sie nicht mehr ganz so logisch handeln. Ich frage mich auch, warum nicht alle viel zeitiger losgezogen sind und das nur das Abdrehen eines Flusses ausreicht, um ein halbes Land ins Chaos zu stürzen?! Nun ja, auch hier habe ich meine Zweifel, aber vielleicht geht es auch gar nicht um den Grund warum hier etwas passiert. Ich denke die beiden Autoren haben versucht die Trockenheit als Rahmen zu nutzen und wollen aufzeigen, wie wir Menschen untereinander in einer solchen Situation agieren. Kleine Anekdoten zwischendurch berichten von anderen Zwischenfällen, wie die Menschen im wahrsten Sinn über Leichen gehen, um selbst an eine Falsche Wasser zu gelangen. Die Flucht vor der Trockenheit, wird auch zur Flucht vor den Menschen. Wahrscheinlich gar nicht mal so abwegig, nur haben wir unsere Zivilisation nicht erst seit gestern und vielleicht bleibt ein Funken Menschlichkeit doch in jedem übrig, auch wenn der Kampf um das eigene Überleben an erster Stelle steht. Wie erwähnt kippt der Roman am Ende, so dass unnötige Gewalt Einzug hält, auch wenn sie sonst gefühlt ständig allgegenwärtig ist. Ich muss auch zugeben, dass ich beim Lesen wirklich Durst bekommen habe und mir ein schönes großes Glas, mit kaltem Wasser gegönnt habe. Fazit: Jeder Mensch weiß, drei Tage ohne Wasser und du bist tot. Wie weit würdest du nach dieser Zeit gehen, wenn es nur um eine Flasche Wasser geht? Wie menschlich bleibst du und wie viel davon übernimmt dein Überlebensinstinkt? Alles Fragen die sich auch die Jugendlichen in diesem Roman stellen und sie treffen dabei auf Grenzen und manchmal überschreiten sie diese auch. Der Verlauf der Geschichte hat kleine Überraschungen parat, auch wenn nicht alle Wendungen konsequent zu Ende gebracht werden, erlebt ihr spannende zeitnahe Science-Fiction, welche vielleicht schon diesen Sommer Wirklichkeit werden könnte. Matthias Göbel Autor: Neal Shusterman & Jarrod Shusterman Übersetzer: Pauline Kurbasik, Kristian Lutze Klappenbroschur: 448 Seiten Verlag: Fischer / Sauerländer Verlag Erscheinungsdatum: 22.05.2019 ISBN: 9783737356381
  25. Ach ja... der Mars. Vielleicht schaffen wir es ja wirklich einmal und landen auf dem roten Planeten. Doch bis dahin müssen wir erst einmal die Ressourcen unserer Erde nutzen. In dieser Geschichte gingen sie im Jahr 2132 endgültig aus und das Ziel den Mars zu kolonisieren, wurde Wirklichkeit. Doch noch ist es nicht soweit und der Planet ist zu lebensfeindlich, als dass die Menschen hier ihr gewohntes Leben führen könnten. Eine Firma wurde beauftragt den Planeten lebensfähig zu machen und da Arbeiter zu teuer wären, werden Sträflinge zur Zwangsarbeit eingesetzt. Hier reichen dann manchmal schon kleinste Vergehen aus, um an diesen trostlosen Ort zu gelangen. Sie sollen jetzt Bewässerungssysteme aufbauen und die Sauerstoffversorgung durch Wälder garantieren. Ein kleiner Teil ist schon geschafft, doch viele Monate harter Arbeit stehen noch bevor. Jasmin Stenford ist nun eine dieser Gefangenen und von Anfang an hat sie es nicht leicht. Selbst als Leser kann man sie noch nicht so richtig einschätzen und harrt der Dinge, die da kommen möchten. Sie will allein sein, sucht keinen Streit, findet ihn aber ständig und weiß sich aber deutlich zu wehren. So kommt es vor, dass einige Gefangene zwar Übergriffe versuchen, diese landen dann aber schneller im Lazarett als es ihnen lieb ist. Doch irgendwann verlässt sie das Glück und sie gerät in einen Hinterhalt. Die Geschichte ist damit noch lange nicht erzählt, denn auf dem Mars läuft irgendetwas hinter den Kulissen. Eine seltsame Sekte scharrt dort ihre Anhänger und der gesellschaftliche Druck um die Fertigstellung des Projektes nimmt immer mehr zu. Sylvain Runberg nimmt zwar etwas viel Anlauf für seine Geschichte, erzählt sie aber spannend und mit kleinen Überraschungen. Die Kombination zu den Bildern von Gruns sind ebenfalls ansprechend. Man sieht deutlich die kleinen technischen Spielereien und auch die Augmentierung des Körpers, scheint eine nur logische Konsequenz aus der dort herrschenden Umwelt zu sein. Farblich bleibt alles in einem Orangeton, welcher auch unweigerlich an den Mars und seine Trockenheit erinnert. Manch Actionszene hätte ein wenig ausführlicher dargestellt werden können, aber in Summe bekommt auch der Erwachsene etwas zu sehen. Da das Ende offen bleibt, kann man sich auf den nächsten Teil freuen, welcher wohl noch tiefer greifen wird. Fazit: Aufbruch zum Mars und die Drecksarbeit erledigt das Gesindel… Wenn alle an einem Strang ziehen würden, aber so ist der Mensch anscheint nicht und die Hauptfigur der Geschichte muss das mehr als einmal miterleben, egal ob auf der Erde oder dem Mars. Mit gut geführter Spannung unterhält der Comic bis zum Schluss und legt dabei auch Fragen über die kommende Gesellschaft auf den Tisch. Optisch gibt Gruns mit seiner Zeichenkunst den passenden i-Tüpfel und dank des farblichen Grundtons, stimmt man sich gut auf den Mars ein. Matthias Göbel Autor: Sylvain Runberg Zeichner: Gruns Hardcover: 80 Seiten Verlag: Spliter Verlag Erscheinungsdatum: 19.02.2019 ISBN: 9783962192518
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