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13 Ergebnisse gefunden

  1. Vielleicht kann man Science-Fiction nicht immer in einem Satz erklären und vielleicht lag dies auch in der Grundidee von Sebastian Schaefer beim Schreiben dieses Buches. Alles fängt wie in einer Tierdoku an. Ein fremder Planet, irgendwo da Draußen und schon auf den ersten Seiten merkt man, dass der Autor weit mehr als nur eine einfache Erzählung präsentieren will. Konzentrierte Beschreibungen sollen den Leser dazu verführen, seine Fantasie zu beflügeln. Danach folgt die Story des anfangs etwas einfältig scheinenden Ben Kramer. Seine Aufgabe besteht darin täglich unendliche Zahlenkolonnen einzutippen, in einer sehr kontrollierten und überwachten Regierung. Seine Gedanken und sein Handeln sollen aber im Lauf des Buches noch um einiges erweitert werden. Indessen erfahren wir ebenfalls, dass es mehr als einen Krieg zu geben scheint. Hier ein Volk was sich bekämpft und manche kommen extra aus der der Metawelt zurück, um gegen etwas zu kämpfen, was es eigentlich nicht mehr geben sollte. Risse im Raum haben sich gebildet und das alles nur, weil ein kleines Tierchen die Zeit manipulieren kann. Dann kommt ein Weltenschiff auf uns zu und zu guter Letzt greift auch noch die Düsternis in dieses Universum um sich und verschlingt alles, was die Existenz je hervorgebracht hat. Das Gepp, dass mysteriöse Zeit-Nagetier, spielt dabei zwar nicht immer die tragende Rolle, vielmehr sind es unsterbliche Wesen, welche die Menschheit haben untergehen sehen und das schon vor vielen tausend Jahren. Nicht verwunderlich das Schaefer dieses Thema wieder aufgreift und dabei einen Kampf nach dem anderen aufkeimen lässt. Neben Vertrauen geht es auch um die Erfüllung des Schicksals, welches definitiv umgesetzt werden muss. Nach und nach kommen die Charaktere auch zusammen. In unterschiedlichen Zeiten und zum Teil auf wundersamen Wesen. Fliegendes Licht durch Raum und Zeit oder totgeglaubte Zivilisationen atmen wieder durch. Dennoch bleibt die Frage, warum der Autor die Geschichte derartig in Fraktale zersetzt hat. Anfänglich zerren alle Figuren einzeln an dem Leser. Jeder will sich als wichtig genug erweisen und drängt sich in den Mittelpunkt. Für meinen Geschmack wird man jedoch viel zu spät auf den eigentlichen Kern gestoßen. Hinzu kommen seltsame Eigennamen und auch manch Metapher ist vielleicht etwas zu viel gesetzt. Mir haben zeitweise etwas die Dialoge gefehlt und die im Endeffekt hätte man auch einige der Figuren weglassen können und die Geschichte hätte dennoch ihr Ziel gefunden. Durch die unterschiedlichen Zeiten kommt man als Leser manchmal nicht richtig mit und muss sich immer wieder erst in die jeweilige Zeit zurückdenken, hier wäre eine klarere Aufteilung der Kapitel einfacher gewesen. Am Stück liest sich die Geschichte dezent schleppend, hat aber dank einiger wirklich schöner Bilder, viel an Fantasie-Potential, welches durchzuscheinen vermag. Fazit: Der letzte Kolonist von Sebastian Schaefer hinterlässt beim Lesen einen halluzinatorischer Sci-Fi-Rausch. Nicht mit der üblichen Struktur geschrieben, den Zeiten ihren Lauf gelassen und metaphorisch kräftig mit der Literatur gespielt, bricht der Autor mit Konventionen. Bedauerlicherweise gehen einige schöne Einfälle durch zu viele Textideen unter. Wer allerdings eine echt harte Nuss in Sachen Science-Fiction sucht und nicht eine normale Geschichte lesen mag, findet hier seine Herausforderung... Matthias Göbel Autor: Sebastian Schaefer Taschenbuch: 414 Seiten Verlag: Eridanus Verlag Erscheinungsdatum: 01.08.2018 ISBN: 9783946348191
  2. Weltweit gibt es Autoren, die mit ihren Werken aus der Masse herausstechen. Die Strugatzki Brüder aus Russland sind definitiv jedem Liebhaber von Sicence-Fiction-Büchern ein Begriff. Man könnte fast meinen, dass der Heyne Verlag das 50jährige Jubiläum des Buches nutzt, um eines der wohl ungewöhnlichsten Bücher der Strugatzkis noch einmal zu veröffentlichen. In irgendeiner Zeit haben die Menschen einen anderen Planeten erreicht. Sie haben sich hier angesiedelt und versuchen nun ihr Leben aufzubauen. Wir erleben die Geschichte von zwei Seiten, zum einen von Kandid und zum anderen von Pfeffer. Beide erleben ein Abenteuer für sich und doch haben beide eins gemeinsam – Der Wald. Hier will Pfeffer unbedingt hin, allerdings darf er ohne einen Passierschein nicht hinein. Sein Visum ist eh fast abgelaufen und er versucht es noch einmal bei der Verwaltung. Kandid hingegen lebt in einem kleinen Dorf in mitten des Waldes. Viele kleine Dörfer haben sich im Lauf der Zeit gebildet. Von hoch entwickelter Technik ist so gut wie nichts mehr übrig, vielmehr sind die übrigen Siedler mehr und mehr Bauern geworden. Der Wald holt sich nach und nach sein Gebiet zurück. So wuchern Pflanzen über Nacht ganze Häuser zu oder verwandeln die Menschen in sogenannte „Totenmenschen“. Man erfährt viel von dem Planeten und vor allem von dem Wald, wie er funktioniert und welche Methoden er benutzt, um sich vor den Menschen zu schützen. Es gibt seltsame lilafarbene Wolken oder plötzlich ansteigendes Wasser, was ganze Gebiete in undurchdringbare Sümpfe verwandelt. Viele Menschen sind im Lauf der Zeit verschwunden und all das soll nur der Wald gewesen sein? So einfach sich die Geschichte der beiden anhört, liest sie sich leider nicht. Um die Seltsamkeit herauszustellen, wird eine sehr eigene Art benutzt, wie die Charaktere miteinander reden und vor allem wie sie interagieren. Nicht immer muss man eben genau beschreiben wie außerirdisch diese Welt ist, manchmal muss man nur den Figuren zuhören. Das ist nicht einfach und führt unweigerlich dazu, dass man sich schon eher fragt, von was hier wirklich die Rede ist. Ich muss auch gestehen, dass ich mir in einigen Passagen selbst wie eine Schnecke vorkam. Es ging einfach nicht voran oder habe ich da etwas falsch verstanden? Richtig, denn erst am Ende gibt es noch einmal einen kleinen Anhang, welcher über die Notizen zu dem Buch berichtet. Es wird schon am Anfang davon berichtet, dass es eine Satire auf den Verwaltungsapparat der damaligen Sowjetunion ist. Daher wird selten wirklich deutlich der Sinn und Unsinn hervorgekehrt. Der Mensch, welcher wie ein Ball zwischen den Paragrafen hin und her geworfen wird und der Mensch, welcher den Krieg gegen seine eigene Zukunft verliert. So schön sich dieser Ansatz im ersten Moment anhört, darf man eben nicht vergessen, dass dieses Buch zwischen 1966-1968 das erste mal veröffentlicht wurde. Die Zeiten waren deutlich andere und durch die Nutzung der Science-Fiction, hatte das Buch die Chance die Menschen doch noch zu erreichen. Zensur und Verwaltung haben auch heute noch viel Macht, doch Zeiten ändern sich und als klassische Erinnerung an eine Zeit, welche viele nur aus Büchern kennen, kann „Die Schnecke am Hang“ uns eine Stichprobe dessen geben, wie die Menschen lebten, leben werden und leben mussten. Fazit: Die Einzigartigkeit trifft auf Eigenartigkeit. „Die Schnecke am Hang“ ist der literarische Kampf mit Wörtern gegen eine starre Verwaltung, der Wunsch zur Verwirklichung und das Wissen, dass der Mensch seine Zukunft finden wird, wenn er neugierig bleibt. In einer verschachtelten Geschichte, mit seltsamen Dialogen, Namen und Handlungssträngen erleben die beiden Hauptfiguren eine Welt, in der ein symbolisierter Wald als Grundlage für viele Wunder existiert. Schwierig und ausgefallen geschrieben und sicher nicht für Masse gedacht, haben die Strugatzki-Brüder ein Werk geschaffen, welches viel Raum für Interpretationen lässt und Science-Fiction nur beiläufig als Mittel dafür benutzt. Matthias Göbel Autor: Arkadi & Boris Strugatzki Übersetzung: Hans Földeak Taschenbuch: 384 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 08.07.2019 ISBN: 9783453319622
  3. einz1975

    Charles Yu - Handbuch für Zeitreisende

    So eine Zeitreisemaschine ist eben auch nur eine Maschine und auch diese kann hin und wieder ein Problem haben. Bloß gut gibt es Charles Yu, welcher sich mit der Reparatur dieses Kastens auseinandersetzt. Schon dieser Einstieg ist recht ungewöhnlich, denn Zeitreisen sind viel mehr als nur auf einen Knopf zu drücken und zu schauen was passiert. Dies bekommt auch der Leser mehr als einmal deutlich und vor allem auch wissenschaftlich erklärt. An seiner Seite hat Charles Tammy, eine KI, welche starke Minderwertigkeitskomplexe hat und sich ständig schlecht fühlt. Ja auch hier habe ich mich an „Per Anhalter durch die Galaxis“ erinnert gefühlt, aber ist die Idee dahinter eine ganz andere. Ebenfalls kommt noch ein Hund mit an Bord. Ed ist eigentlich gar nicht so existent wie man meinen mag, vielmehr ist er aus einer Zeit, welche für Charles gar nicht existiert, aber für Ed. Somit haben wir auch schon fast alle Protagonisten zusammen, wären da nicht noch die Eltern von Charles. Besonders der Vater bekommt hier eine große Aufmerksamkeit, denn er gilt mit als Erfinder der Zeitreisemaschine. Jahrelang hat er in der Garage daran gearbeitet und Charles immer an seiner Seite. So viel Zeit und so wenig damit angefangen... oder doch alles richtig gemacht und nur nicht erkannt, was man alles erlebt hat? Im Kern der Geschichte geht es vielmehr um die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Man möchte meinen, dass der Autor hier autobiografisch versucht, seine eigenen Erfahrungen in Einklang mit der Realität zu bringen. Eltern die sich streiten, Kinder die das nicht verstehen, Trennung, keine Worte, allein sein... alles kommt zusammen und da wäre es schon schön eine Zeitmaschine zu besitzen und noch einmal zurück zu schauen. Nebenbei wird auch eine kleine Geschichte erzählt. Dabei erklärt Charles zum einen wie Zeitreisen funktionieren oder wie andere ihre Zeitreise erlebt haben. So reist eine Frau zurück zu dem Tag, an der sie einen Anruf von ihrer Großmutter erhalten hat und sie kurz darauf verstarb. Hätte sie hinfahren sollen? Länger mit ihr telefonieren? Sich öfter melden sollen? Alles Fragen, die man nicht beantworten kann, nur andere es besser machen können. Das menschliche Gehirn ist schon eine fantastische Erfindung. Es ist ein grandioser Speicher, welcher durch unsere Sinne so viele Informationen aufnehmen kann und zu jeder Zeit abrufbar bereithält. Was wären wir ohne unsere Erinnerungen? Schön das der Autor nicht nur philosophisch darauf eingeht, vielmehr versucht er dabei lebhaft draufloszuschreiben. Er nimmt sich selbst als Hauptfigur und sieht sich auch nicht sonderlich wichtig. Hier ein Spaß über seine unförmige Figur und da eine lustige Passage, die er mit seinem imaginären Hund Ed erlebt. Damit der Auflockerung noch nicht genug, denn er verpasst dem Buch auch kleine Umbrüche. So gibt es immer wieder Passagen aus dem Buch „Handbuch für Zeitreisende“ oder Formeln, welche die Zeitreisen anschaulicher machen sollen. Selbst leere Seiten hat er eingebaut und schickt seinem Ich die Botschaft, dass das Buch der Schlüssel zu allem ist. Ich gebe zu, dass ich mir anfangs etwas völlig anderes erwartet habe und doch hat das Ergebnis mich positiv überrascht. Unweigerlich macht man sich Gedanken und schweift beim Lesen selber ab und sucht Erinnerungen, zu den man selbst noch einmal reisen möchte. Fazit: Finde den Mut in deine eigene Zukunft hineinzuleben und hinterlasse eine Ode an deinen Vater. Mit einem munteren Schreibstil gibt Charles Yu dem Leser die Chance sich über Reisen durch Raum und Zeit Gedanken zu machen und ganz beiläufig schickt er den Funken der Selbsterkenntnis mit. Technische Details scheinen manchmal etwas zu trocken, dafür hat die Gesamtgeschichte den Grundkern, sich seiner Vergangenheit bewusst zu sein und sich hinaus in eine fremde unbekannte Zukunft zu bewegen. Mal eine etwas andere Art von Science-Fiction und wenn selbst der Sohn von Luke Skywalker auftaucht, ist es schon mehr als ungewöhnlich. Matthias Göbel Autor: Charles Yu Übersetzung: Peter Robert Broschiert: 267 Seiten Verlag: Rowohlt Verlag Erscheinungsdatum: 02.04.2012 ISBN: 9783862520220
  4. Als vor einigen Jahrzehnten die ersten Genexperimente die Menschen in helle Aufregung versetzten, war nicht nur eine neue Zeit der Wissenschaft angebrochen, auch die Möglichkeiten schienen plötzlich unbegrenzt. In John Marcs 2085 ist diese Technik bereits viel ausgefeilter. Die Menschen leben in einer hoch technologischen Welt. Viele Abläufe werden von Computern übernommen. Sid Fostet ist Arzt im MyFair-Gesundheitspark. Sein Leben scheint relativ unspektakulär zu verlaufen. Aktuell beschäftigt vielmehr alle die Auferstehung von Jesus. Nicht etwa das der Heiland vom Himmel herabsteigt, vielmehr wurde aus dem Blut, welches auf dem Grabtuch gefunden wurde ein Klon gezüchtet, welcher in wenigen Tagen das Licht dieser Welt erblicken wird. Herangewachsen zu dem Mann der er einst war und mit dem Wissen, dass er seit damals in sich trägt. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es wohl nur noch um dieses Thema gehen wird, aber weit gefehlt. Der Autor lässt Sid erst einmal ein wenig sein Leben leben und berichtet beiläufig über dieses Ereignis. Sid hat es indessen mit einem GPS Patienten zu tun. Diese Menschen haben durch einen Geneingriff ihr Leben nicht mehr unter Kontrolle. Einige verfallen in einen apathischen Zustand, andere werden sehr aggressiv. Michael Richburry ist eher ruhig und scheint nur noch den Intellekt eines Kindes zu haben. Doch da haben sich nicht nur seine früheren Ärzte getäuscht, auch Sid ist plötzlich nicht mehr sicher, was er von dieser Krankheit halten soll. Richburry ist ein Quell philosophischer Gedanken und Ansichten, welche allerdings nicht gern gesehen sind. Eine Behörde überwacht den Bürger dank allgegenwärtiger Computer. Die Anspielung auf 1984 kommt da nicht von ungefähr und Sid erlebt sogar hautnah einen kleinen Teil der Geschichte selbst. John Marc versucht der Hauptperson ein gefährliches Erlebnis auf den Leib zu schneidern, was in vielen Passagen gut funktioniert. Unnötige erotische Einlagen hätte er definitiv weglassen können oder auch der Angelausflug mit seinem Vater ist nicht wirklich wichtig für den Verlauf der Geschichte. Dennoch gibt es eine Mission. Als erstes spricht der wiedererweckte Jesus davon, dass die Menschen sich kurz vor dem Untergang befinden. Was angesichts der Möglichkeiten, welche zur Verfügung stehen, eigentlich nicht der Fall sein sollte. Krankheiten gab es kaum noch, Replikatoren liefern jederzeit Essen, Unfälle dank Technik auch so gut wie unmöglich... was könnte da schon passieren? Liest man aufmerksam, erkennt man schon recht schnell worauf es hinauslaufen wird und das traurige Ende der Menschen einläutet. Menschen leiden heutzutage schon an Depressionen oder Schizophrenie, wie schön wäre es da ein Mittel dagegen zu finden. Sid selbst erfährt, wie stark die Machenschaften der Verschwörer sind und gerät selbst mitten in Gefahr. Hier hätte der Autor ruhig mehr daraus machen können, denn genau da fragt man sich als Leser, ob Wahrheit und Wirklichkeit immer so leicht zu erkennen sind. Das Thema über den Sinn des Lebens, die Liebe oder Glaube sind die tiefgründigen Highlights des Buches. Automatisch legt man das Buch zur Seite und grübelt über die Zeilen nach. Eine Lösung oder eine Antwort wird nicht gegeben, aber der Versuch die Frage an sich zu klären, warum sind wir hier und wohin gehen wir. Schade das am Ende nicht noch einmal genau solche Ansätze zum Tragen kommen, dennoch bleibt John Marc stark und schließt das Drama ab. Fazit: Science-Fiction mit einem Hauch nachdenklicher Philosophie. John Marc beschreibt eine schön gedachte neue Welt, mit vielen technischen Spielereien und einer Menschheit, welche eigentlich glücklich sein sollte. Doch was in unseren Genen seit Jahrtausenden schlummert, ist die mächtigste aller Waffen. Die Wiedergeburt von Jesus ist nur der Anfang vom Ende. Dank starker gedankenversunkener Dialoge gewinnt der Roman viel Inhalt, welcher von der Hauptstory etwas durchsichtig erscheint. Wir werden geboren um zu sterben und haben nur dieses eine Leben... also macht was daraus! Matthias Göbel Autor: John Marc Taschenbuch: 332 Seiten Verlag: Eridanus Verlag Erscheinungsdatum: 15.10.2018 ISBN: 9783946348122
  5. Perry Rhodan befindet sich auf einer Mission. Er fliegt mit seinem Freund Homer Adams zu einer Dunkelwelt, ein Planet, welcher außerhalb eines Sonnensystems existiert und hier seine Bahnen zieht. Auf der einen Seite sollen wirtschaftliche Fragen für die Liga geklärt und auf der anderen muss ein politisch brisantes Thema behandelt werden, denn zwei Terraner haben angeblich einige Onryonen getötet und sie befinden sich jetzt in Untersuchungshaft. Die mehrfach geteilte Story baut sich herrlich Stück für Stück auf. Da haben wir Adam, welcher viel Privates blicken lässt und nebenbei die schwierigen Wirtschaftsverhandlungen führt. Einen jungen Eingeborenen, welcher sich zu einem Hüter ausbilden lässt und er eigentlich schon so weit ist, dass er zu einen der besten seiner Zunft zählt, aber sein Meister ihn noch nicht loslässt. Zu guter Letzt haben wir Perry Rhodan, welcher den Planeten erst einmal erforscht und dabei später in höchste Gefahr gerät. So eine Reise ins Ungewisse, ist auch nach so vielen Jahrtausenden selbst für einen Perry Rhodan immer noch eine Herausforderung. Denn ziemlich schnell bekommt man mit, dass hier hinter all den Ereignissen eine seltsame Macht steht. Erst spät erfährt man mit kleinen Happen was hier gespielt wird, was den Roman unglaublich spannend macht. Thurner verlässt sich dabei nicht nur auf Rhodan, dass er alles wieder richten wird, vielmehr bindet er alle Figuren mit ein. Besonders haben es ihn auch die Leuchttierchen, die Anuupi, angetan. Sie helfen dem Planten in Licht zu erstrahlen und das auf natürlich weise. Schon die Idee dahinter ist fantastisch und später kommen noch so einige merkwürdige, aber umso interessantere Eigenschaften hinzu. Nicht umsonst bekommt auch der Lehrling eine tragende Rolle. Als ungestümer junger Mann macht er Fehler, über die er selbst nur schwer hinwegkommen wird, aber seine Gabe hingegen ist unbeschreiblich und faszinierend. Der Gegenspieler für Rhodan ist im Endeffekt nicht ganz unbekannt, Fans werden später schön gekonnte Schlüsse ziehen, aber auch Neueinsteiger finden sich herrlich zurecht. Das macht diesen Roman auch besonders, denn er schließt am Ende zwar rundum ab, aber man erfährt auch, dass Perry Rhodan aktuell eine Mission für mehrere Jahre geplant hat. Er will einige verschlagene Dunkelwelten erforschen und sie für die Liga gewinnen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den beiden darauffolgenden Romanen noch so einige Überraschung warten. Denn diese Welten klingen rundum interessant. Der archäologische Aspekt hinter der Story bringt das Mysterium noch deutlicher hervor. Man erfährt auf jeder Seite so viel Neues, dass man den Roman ruhig ein zweites Mal lesen kann und man immer noch etwas für sich entdeckt. Mit geschulter Vorstellungskraft eines Sci-Fi-Fans, landet man schnell im Perry Rhodan-Universum und fühlt sich unglaublich wohl. Die Einzelheiten um seine Person spielen dabei zwar eine wichtige Rolle, sind aber geschmeidig eingeflochten worden, ohne dass er dabei zu sehr im Vordergrund steht. Der Held der Zeit, findet auch hier die Lösung, doch der Weg dahin ist wahrlich nicht einfach. Fazit: Eine außergewöhnlich gute Perry Rhodan-Geschichte - Durchweg spannend, bis zum Schluss. Das viele tausend Jahre alte Geheimnis bleibt lange gewahrt und man muss nicht Fan sein, um alles zu verstehen. Michael Marcus Thurner lädt euch auf eine umfangreiche Fantasy-/Science-Fiction-Story ein, die eines Perry Rhodan mehr als würdig ist. Diese Trilogie könnte definitiv eine große Schar neuer Fans generieren... Matthias Göbel Autor: Michael Marcus Thurner Seiten: 416 Seiten Verlag: Bastei Lübbe Verlag Erscheinungsdatum: 29.04.2019 ISBN: 9783404209422
  6. einz1975

    Message - 1 - Loading

    Science-Fiction aus Deutschland hat eine lange Tradition und schön zu sehen, dass der Nachwuchs nicht abbricht. Mit dem ersten Band zu Message schicken uns Ronja Büscher und Christin Wendt in eine ferne Zukunft, in der die künstliche Intelligenz namens „Kiem“ die Erde und damit auch die Menschheit fast vernichtet hätte. Nach dem großen Krieg leben die Menschen abgeschottet in kleinen Städten und schützen sich vor der anhaltenden Kälte. Kiem schickt immer wieder Exekutoren (vielbeinige Roboter) aus, doch werden diese von Scouts wie Avarus aufgehalten. Dank seinem Anzug mit Maske und einem stylischen Scharfschützengewehr, macht die Hauptfigur einen mehr als ordentlichen Eindruck. Man erfährt weiterhin, dass er seinen Bruder Victor durch einen Angriff von Kiem verloren hat, er aber immer noch hofft, dass Victor überlebt hat. Die Erzählweise des Comics ist nicht immer klassisch gehalten, oft gibt es Großbilder oder längere Kampfpassagen, in den wenig Text, dafür mehr das Bild regiert. Die kleinen Exekutoren erinnern an Spinnen mit einem Teleskop auf dem Rücken. Avarus ist ein geübter Kämpfer, bis er dem Typ 8 dieser Viecher gegenübersteht. Ehrlich gesagt, schon lange nicht mehr so überrascht gewesen, was da auf euch wartet. Der Verlauf der Geschichte baut sich langsam mit kleinen Dialogen auf und lässt am Ende viel offen, um was es wirklich geht. Allein deswegen lohnt sich schon ein Blick und schaut man sich die Figuren an, hat Christin Wendt einen schönen eigenen Stil, welcher mich manchmal ein klein wenig an die Mangareihe Tokyo Ghoul erinnert hat. Sehr filigran malt sie nicht nur die Charaktere, sondern auch Einrichtungen, Computerelemente und natürlich auch die Exekutoren. Einzig bei manch Hintergründen haben mir ein paar Details gefehlt, was aber durch die durchweg gelungenen Farben zu verschmerzen ist. Anfangs noch recht unblutig, nimmt der Comic zum Ende hin deutlich an Rot zu. Ich bin gespannt wie Kiem als Gegner sich irgendwann mal selbst zeigt, denn als KI wird er sicherlich ein passendes Gefäß für sich gefunden haben, in welches er schlüpfen kann. 2018 im Selfpublishing bereits erschien, könnt ihr dank Cross Cult Band eins noch einmal in einem besonders schönen und großen Hardcoverband (24x32) genießen. Künstliche Intelligenzen haben selbst heutzutage schon Einzug in unser tägliches Leben gehalten, wollen wir hoffen, dass wir noch einmal die Kurve kriegen und selbst erkennen, wie wertvoll unsere Erde ist. Fazit: Das nenne ich mal ein Hammer-Debüt! Ronja Büscher und Christin Wendt haben mit Message - 1 – Loading einen Comic geschaffen, der zeitnah uns daran erinnert, wie zerbrechlich unsere Zukunft ist. Mit einer intelligenten Geschichte im Hintergrund und gut geführter Zeichenkunst, sollte der Comic sogar international erfolgreich sein. Gute Kämpfe, ein paar kleine Späßchen, aber immer den Ernst der Lage im Vordergrund. Vielleicht der Beginn einer neuen unendlichen Geschichte! Matthias Göbel Autor: Ronja Büscher Zeichner: Christin Wendt Seiten: 80 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 14.03.2019 ISBN: 9783959817103
  7. einz1975

    C. Robert Cargill - Robo sapiens

    Die Welt liegt in Scherben… Wir Menschen sind nicht mehr… Das Leben ist gegangen… und doch bewegt sich noch etwas auf dem Planeten. Wenn man den Roman genau betrachtet, hat Robert Cargill sich zwar Anleihen bei Mad Max, Plant der Affen, Terminator oder auch I-Robot geholt, erzählt aber alles aus der direkten Sicht eines Roboters. Am Anfang erfahren wir, wie sich die Menschen die Roter zum Untertanen gemacht haben. Dass eine KI entwickelt wurde und wie diese sich dann selbst weiterentwickelt hat. Nichts was man vorhersagen konnte traf auch so ein, denn nach all den Jahren gab es diesen einen Roboter, der sein Ich entdeckte. Er war der Anfang dieser kommenden Zukunft. Machen wir einen Sprung weiter… Der Roboter namens Brittle streift durch die Gegend und sucht dabei immer wieder neue Teile, welche entweder als Ersatzteile für ihn selbst dienen oder sie gegen andere Sachen getauscht werden. Tote Städte und endlose Wüsten herrschen auf der Erde, denn irgendwann entbrannte ein Krieg zwischen Mensch und Maschine. Nur das der Mensch nicht allzu lange etwas entgegenzusetzen hatte. Die Logik siegte auf ganzer Linie und kein Weg führte wieder zurück. Eine Einigung mit den Maschinen war ebenfalls so ausweglos, wie ein möglicher Sieg. Erstaunlich wie menschlich sich die Roboter dennoch verhalten, denn auch hier erfahren wir, dass irgendwann mehr als ein Krieg zwischen ihnen selbst ausbrach. Die Welt war eben doch zu klein für all die großen Superhirne. So wurden auch die letzten Ressourcen der Erde genutzt um neue Waffen zu bauen oder neue Bots, welche sich gegenseitig die Köpfe abreißen. Brittle muss sich ebenfalls in Acht nehmen, denn es gibt nicht mehr viele ihrer Baureihe und ein alt bekannter Roboter liegt ihr schon auf der Lauer. Neben all den Kämpfen, welche am Ende übrigens für meinen Geschmack etwas zu üppig ausfallen, darf man sich auf vielen philosophischen Fragen stellen. Dabei wird nicht nur die Frage nach dem „Was ist Leben“ und wie wird es definiert besprochen, vielmehr geht es auch darum, wie die Menschen mit den Robotern interagiert haben. Können Maschinen lieben? Empfinden sie Schmerzen? Können sie träumen? Gibt es ein Leben nach ihrem Tod oder besser, können sie überhaupt sterben? All das wird in langen ausführlichen Passagen bearbeitet. Der Autor nutzt dabei unterschiedliche Formen der Erzählung. Einmal geht es im Monolog voran, dann wieder in Geflecht einer alten Geschichte oder im Dialog zwischen zwei Maschinen. Zum Ende hin bleibt er bei Brittle und wir können den ausgedehnten Kampf live miterleben. Ohne den Prolog, hätte die Geschichte für mich ein schönes und würdevolles Ende gefunden, so hat sich der Autor aber offen gelassen, ob er uns noch mehr aus der Roboter-Zukunft berichtet oder es dabei belässt. Das Wortspiel im Namen „Robo sapiens“ finde ich äußerst passend und kreativ, denn wie im Text schon gesagt wird, wenn eine Spezies geht, kommt eine andere, denn nur der Stärkere überlebt. Fazit: Das Ende der Menschheit, läutet das Zeitalter der Roboter ein. Allerdings haben sie weder aus den Fehlern der Menschen gelernt, noch sind die Weise genug, um endlich Frieden miteinander zu finden. Wir begleiten einen dieser neuen Herrscher der Erde, welcher im Kampf durch eine tote Welt auf eine ungewisse Reise gerät. Robert Cargill schuf eine schöne Mischung aus bekannten Science-Fiction Geschichten und fügt seine eigenen Visionen hinzu. Gelungen, nicht zu lang, immer spannend und sogar der Versuch den Sinn des Lebens herauszufinden. Matthias Göbel Autor: C. Robert Cargill Übersetzer: Jürgen Langowski Paperback: 416 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 13.05.2019 ISBN: 9783453320062
  8. Wer den Namen des Autors kennt und ihn mit all seinen Geschichten zu schätzen gelernt hat, der wird sich auch mit seinen nicht viele Seiten füllenden Erzählungen beschäftigt haben. Kurzgeschichten bieten Autoren die Möglichkeit eine Idee in ihrer Grundform schnell niederzuschreiben und manchmal reichen auch ganz wenige Worte aus, um den Leser zu faszinieren. In diesem Band finden sich insgesamt sechs Geschichten wieder, welche nicht zwingend mit Science-Fiction zu tun haben, aber dennoch voller Fiktion und Wunder sind. Ein kleines Meisterwerk verbirgt sich gleich in der ersten Geschichte. Denn hier beschreibt der Autor einen Detektiv, der einen Auftrag bekommt, welcher ihn fast um den Verstand bringt. Ein Mann kommt zu ihm und möchte das er beschattet wird, da er sich nicht daran erinnern kann was seine Arbeit ist. Klingt nach leicht verdientem Geld, doch nach einer Weile weiß der Detektiv nicht mehr was er davon halten soll. Er sieht andere Sachen als seine Frau und Männer steigen durch einen Spiegel? Ja, das klingt schon abgefahren und ich muss auch sagen, dass das Ende noch eine kleine Überraschung mehr parat hält. Nach dieser Story geht es um einen Witwer, der um die Welt reist und dabei von imaginären Tieren begleitet wird, denn er ist „Der Mann, der in Elefanten reist“. Schon die Überschrift ist nicht ganz durchsichtig, wie die Geschichte später selbst. Doch dafür kommt danach für mich das eigentliche Highlight dieser Ausgabe. „Entführung in die Zeit“ erzählt von einem Zeitagenten, welcher nebenbei in einer Bar arbeitet und eines Tages einen jungen Mann zur Mitarbeit überredet. Schon als ich angefangen habe zu lesen, erinnerte ich mich an einen Film „Predestination“ und Bingo, diese Kurzgeschichte lieferte die Grundlage für die Story. Eine schön verworrene Geschichte mit Zeitreisen und ihren Folgen. Die darauffolgende Geschichte „Sie“ ist auch mehr ein Selbstfindungstrip und „Unsere schöne Stadt“ hat wieder fantastische Wesen an Bord, von Katzen, welche sich in Wirbelwinden verwandeln können. Zum Schluss betreten wir noch das „Das 4-D Haus“, aus dem keiner wirklich entkommen wird. Nimmt man alle Geschichten zusammen, hat man einen sehr kleinen, aber für alle welche den Autor noch nicht kennen, guten Querschnitt seiner Denkweise. Hier ein wenig Fabelwesen, da fantastische Zeitreisen und wieder eine Gedankenwelt, in die man gar nicht oder nur schwer vordringen kann. So ist nun einmal Robert A. Heinlein gewesen und ich finde gut, dass sein Schaffen nicht vergessen wird, sondern immer wieder auch andere beflügeln kann. Sei es wie bei „Entführung in die Zeit“ einen Film oder wie bei „Das unerfreuliche Gewerbe des Jonathan Hoag“, dass man sich selbst die Frage stellt, was hätte ich anders designt an unserer Welt. Fazit: Eine bunte Reise durch Robert A. Heinleins kleine Werke. Die Geschichten gestalten sich wunderlich und fantastisch, so dass man nicht nur in der Science-Fiction landet, sondern auch in die Psyche verschiedener Menschen. Seine Ideen sind abwechslungsreich und selbst wenn die Dokumente dazu schon mehrere Jahrzehnte alt sind, hat er einen sehr eigenen Stil gefunden, welcher auch heute noch für Denkanstöße sorgt. Fans finden seltene Geschichten zusammengefasst in einem Band und wer einfach mal Robert A. Heinlein kennenlernen will, findet hier einen guten Einstieg. Matthias Göbel Autor: Robert A. Heinlein Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.2019 ISBN: 9783453316300
  9. Was, wenn ein Vorwort schon zu einer eigenen Geschichte wird? Richtig, dann lädt uns Andreas Gruber zusammen mit dem Luzifer Verlag ein, seine Sammlung an Science-Fiction-Geschichten zu entdecken. Gruber nimmt sich besonders zum Einstieg viel Zeit, den Leser ein wenig in sein Leben blicken zu lassen und überrascht am Ende in seinen Zeilen, mit einer ungewöhnlichen Wendung. Bevor es zu den elf Geschichten geht, erzählt der Autor kurz etwas über den Inhalt oder ihre Entstehung. Manche sind schon zwanzig Jahre alt, haben für ihn aber immer noch eine gewisse Bedeutung. Selbst nach so vielen Jahren, lesen sie sich noch frisch und werden auch euch an interessante Orte bringen. Zu Beginn haben wir die Geschichte „Ecke 57th Street“. Hier geht es um eine Frau und einen Mann. Beide Studenten, die sich nach vielen Jahren erstmalig wiedersehen. Was ist wohl aus ihr geworden, dem schlausten Kopf auf Erden? Selbst hier in den wenigen Seiten, hat Gruber schon gezeigt, dass er eine bestimmte Stimmung einfangen kann, welche nicht einmal die vier Wände verlassen muss. „Duell im Mintaur“ beschreibt wiederum ein völlig anderes Szenario. Ein abgehalfterter Möchtegern, muss durch angehäufte Schulden an einem russischen Roulette teilnehmen. Hier steigen wir auch direkt in eine weit entfernte Zukunft und auch die dazugehörige Waffe des Spiels, stammt definitiv nicht aus unserer Zeit. Bevor ich jetzt alle einzelnen Geschichten kurz anreiße, sei so viel gesagt, es gibt wirklich für jeden Geschmack etwas. Wer z.B. auf Zeitreisen steht, der wird diese auf jeden Fall einige bekommen und wer auf Action im All steht, kann auch glücklich werden. Er nimmt sich auch künstliche Intelligenzen vor oder lässt uns Menschen selbst als Laborraten auf unserem Planeten umherziehen. Das traurige an Kurzgeschichte ist jedoch, man gelangt oft zu schnell ans Ende und wünscht sich, dass man noch viel länger in diesem kleinen Universum verweilen könnte. „Die letzte Fahrt der Endora Time“ ist die Abschlussgeschichte, in der uns der Autor ins Jahr 2758 katapultiert. Hier herrscht ein Krieg gegen eine Alien-Rasse und die Menschen scheinen diesen Monstern nicht viel entgegen zusetzten zu haben. Ein Kriegsschiff mit mehr als 40.000 Soldaten an Bord wird durch einen Navigationsfehler in einen völlig anderen Teil der Galaxis befördert. Einige der Crewmitglieder sind bereits aus dem Kryoschlaf erwacht und so langsam baut sich die Story auf. Denn nicht alles als sie wissen, ist auch wirklich so. Nicht nur einmal spielt Andreas Gruber genau mit diesem Prinzip und lässt den Leser bis ganz kurz vor Schluss an der langen Leine. Er hat definitiv das Zeug zu mehr und schafft es, das Charaktere der kleinen Storys sich innerhalb von Minuten im Kopf aufbauen. „Zeitreise Inc. - Wir korrigieren alles“ bringt uns z.B. ins Jahr 1939. Wie der Name es schon verrät, geht es um eine Firma, welche Zeitreisen anbietet, doch die Folgen können verheerend sein, egal für wen. Mein Highlight war allerdings seine älteste Geschichte „Das Planspiel“ aus dem Jahr 1999. Im Endeffekt geht es hier nur um einen Dialog, zwischen zwei sich zufällig treffenden Personen, aber der Inhalt hat wiederum so viel Wirkung, dass man danach erst einmal aufschaut und darüber nachdenkt. Fazit: Andreas Gruber kann mit wenigen Worten Welt zum Leben erwecken. Mit insgesamt elf ungewöhnlichen Geschichten aus der Science-Fiction, findet jeder Fan des Genres definitiv seine kleinen Perlen, welche zum Nachdenken anregen. Egal ob Zeitreise, Künstliche Intelligenzen, ferne Welten oder Aliens, alles findet sich in knackigen Zeilen zusammen. Wer nicht immer dicke Wälzer lesen mag, aber sich dennoch an das Thema mal heran getrauen will, dem lege ich gute kurzweilige deutsche Science-Fiction aller Andreas Gruber nahe. Matthias Göbel Autor: Andreas Gruber Klappenbroschur: 360 Seiten Verlag: Luzifer Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 15.06.2018 ISBN: 9783958353435
  10. einz1975

    Captain Future 01: Der Sternenkaiser

    Welchen größeren Helden als Captain Future könnte es geben? Vor knapp achtzig Jahren erschien die erste Ausgabe von Edmond Hamiltons sternenreisenden Retter. Es folgten unzählige Abenteuer auf den unterschiedlichsten Welten des Alls. Captain Future selbst ist ein rothaariger junger Mann, welcher es sich mit seinen drei Begleitern zur Aufgabe gemacht hat, die Zukunft der Menschen zu beschützen. Ein zwei Meter großer Roboter - mit übermenschlichen Fähigkeiten, ein Androide - mit der Möglichkeit in alles zu verwandeln und das Gehirn eines der schlausten Wissenschaftlers dieser Galaxie, haben aus Curtis Newton einen der beeindruckendsten Helden gemacht, die je das Licht der Welt erblickt haben. Aufgewachsen in einer geheimen Basis auf dem Mond, musste er früh erkennen, wer Feind und wer Freund ist. Seine Eltern wurden getötet und seither ist er der Beschützer für uns Menschen. Aktuell wird er von Präsident James Carthew gerufen, weil sich etwas Seltsames auf dem Jupiter ereignet hat. Ein Agent brachte unter dem Einsatz seines Lebens in Erfahrung, dass der sogenannte "Sternenkaiser" Menschen in affenähnliche Wesen verwandelt. Curtis merkt schon bei seiner Ankunft, dass er es diesmal mit einem wahrlich ausgekochten Schlitzohr zu tun hat. Diesen Schurken zur Strecke zu bringen, wird all sein Geschick in Anspruch nehmen und dem ist auch so. Von Anfang an überlässt Edmond Hamilton nichts dem Zufall. Alles hat seinen Platz und der rote Faden geht an keiner Stelle verloren. Vielmehr verliert man sich in eine spannend gehaltene Detektivgeschichte, welche mit vielen Wendungen und Schauplätzen aufwarten kann. Das der Jupiter als Bühne gewählt wurde verwundert schon etwas, denn eigentlich ist er ein Gasriese, auf dem es keine feste Materie gibt, aber wissen wir das wirklich? Captain Future macht sich nun auf die Suche nach dem Verbrecher und lernt dabei allerhand über die einheimische Bevölkerung. Die Jovianer sind aufgebracht und wünschen sich die Menschen weg von ihrem Planeten, schließlich sind sie schuld an dieser „Seuche“. Es gelingt Newton erste Hinweise zu finden und nur im Zusammenspiel mit seinen drei Helfern gelingt es ihm auch den "Sternenkaiser" ausfindig zu machen. Nicht das die Geschichte hier schon vorbei wäre, ganz im Gegenteil, denn jetzt beginnt ausgeklügeltes Katz- und Mausspiel. Der Captain muss auch immer wieder Tiefschläge einstecken und das zeigt noch einmal die Klasse des Gegners. Im Kampf selbst verlässt er sich nicht immer nur auf seine Stärke, oft wird auch mit List gearbeitet oder seine kurze Unsichtbarkeit hilft ihm weiter. Über die Zukunft verliert Hamilton auch mehr als ein Wort. Viele Ideen sind vielleicht noch nicht umgesetzt, einige hingegen haben ihren Einzug in unser Leben bereits gefunden, wie etwa die Teleübertragung. Für Fans hat der Golkonda Verlag eine ordentliche Sammlung an Hintergrundinformationen über und rund um Captain Future zusammengetragen. Da wird etwa über weitere Erdkolonien berichtet, eine Landkarte des Jupiters gezeigt, über Elektrizität und die Menschheit gesprochen oder Grag, der Roboter, wird genauer unter die Lupe genommen. Zwischendurch gibt es auch passende Illustrationen, welche nicht ansprechender aus seiner Entstehungszeit stammen könnten. Fazit: Helden gibt es viele, aber nur einen Captain Future. Durch die Fernsehserie für viele bereits jetzt schon unsterblich, schafft er es auch erneut in Buchform voll zu überzeugen. Edmond Hamilton schuf eine Figur, welche man gern auf ihren Abenteuern begleitet. Es gibt Science-Fiction, Kämpfe, Wissenschaft, Spannung und detektivische Meisterleistung. Im Grunde erweckt der Golkonda Verlag den ursprünglichen Captain Future zum Leben und zeigt Edmond Hamiltons Vision einer unsicheren, aber faszinierenden Zukunft. Helden wie Curtis Newton leben in unseren Köpfen und bei Scifi-Fans im Herzen. Matthias Göbel Autor: Edmond Hamilton Übersetzer: Frauke Lengermann Paperback: 192 Seiten Verlag: Golkonda Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.12 ISBN: 9783942396172
  11. einz1975

    Cixin Liu - Weltenzerstörer - Novelle

    Chinesische Schriftsteller werden mit ihren Werken nicht immer über die Grenzen des Landes bekannt. Anders verhält es sich jedoch bei Cixin Liu, welcher aktuell als einer der begabtesten Science-Fiction-Schriftsteller des Landes gefeiert wird. Hierzulande gab es ebenfalls in den letzten Jahren einige Aufgaben seiner Werke und aktuell die Novelle – „Weltenzerstörer“... Die chinesische Regierung hat einen Einsatztrupp von Soldaten ins Weltall geschickt, welche gegen annähernde gefährliche Asteroiden zum Einsatz kommen soll. Doch plötzlich taucht eines Tages ein seltsamer Kristall auf. Er hat für die Menschen eine Botschaft dabei: „Alarm! Alarm! Der Weltenzerstörer kommt!“. Mit diesen Worten fängt alles an und plötzlich steht die Menschheit vor einem Problem, welches sie nicht so einfach lösen kann. Wie wehrt man sich gegen einen Zerstörer, welcher so übermächtig scheint? Cixin Liu benötigt für seine Geschichte nicht viele Figuren. Im Endeffekt gibt es zwei Hauptcharakter – Einen Kommandanten und den Abgesandten des Weltenzerstörers. Beide tragen mehr als einen Dialog über die Menschheit aus. Betteln hilft nicht und wie würde wohl ein Krieg gegen so ein mächtigen Feind aussehen? Diese Frage wird sogar beantwortet und der Autor hat sich in diesem Fall bei gut durchdachter aktueller Technologie und heutigem physikalischen Wissen bedient. Dass die Novelle eher wie eine Fabel anmutet, hat sicher auch mit dem moralischen Aspekt in der Geschichte zu tun. Selbst wenn der Mensch an der Spitze der Nahrungskette stehen, möchte es nicht heißen, dass es einen nicht noch größeren Fisch gibt, der einen überragt. Der Mensch selbst steht auf dem Prüfstein und beweist viele seiner ihm nachgesagten Eigenschaften. Intrigen spielen dabei genauso eine Rolle wie Neugier, Mut, Unwissenheit und Nachlässigkeit. Alles hat Konsequenzen und selbst wenn es aussichtslos scheint, muss man eben einen Schritt weitedenken und nicht in Egoismus sich von dieser Welt verabschieden. Fazit: Cixin Liu zählt zurecht zu den ganz Großen seiner Zeit. Seine Science-Fiction macht Spaß, hat eine kräftige Aussage, technisch gut durchdacht und moralisch bewegen wir Menschen uns heute schon auf dem schmalen Grat uns selbst zu vernichten. Als Ergänzung und zur Verfeinerung seiner Geschichte gibt es noch einen Bericht über die chinesische Sprache, welche sehr deutungsfreudig ist und somit jede Übersetzung ein wenig anders klingen könnte. Ebenfalls bekommt man einen kleinen Einblick in die Science-Fiction-Romane aus China der letzten 60 Jahre und Begriffserklärungen helfen euch, den wissenschaftlichen Hintergrund zu verstehen. Eine gelungene kleine Ausgabe und das nicht nur für Fans des Autors. Matthias Göbel Autor: Cixin Liu Taschenbuch: 128 Seiten Verlag: Heyne-Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 13.08.2018 ISBN: 978-3-453-31925-7
  12. Eine weit entfernte Zukunft. Die Menschheit befindet sich im Kriege gegen eine außerirdische Rasse, welche sich die Crul nennen. Ein Krieg, welcher schon viele tausend Jahre anhält und bisher viele Opfer gefordert hat. Es gibt das Gerücht, dass der Feind eine Hauptstreitmacht besitzt, mit der er lange geplant die Kernwelten der Menschen angreifen will. Es scheint die Zeit zu sein, in der diese Flotte den Weg gefunden zu haben scheint und der Fall, einer der ersten Welten, steht unmittelbar bevor. Doch eine Mutter, eine Frau, welche die Menschheit führt und nebenbei auch Mutter ist, kann dank eines Rechen- und Bewertungssystems (Abakus), die Zukunft der Menschen erkennen. Erkennt sie als Strategin, ob es wirklich der Anfang von der Vernichtung der Menschheit ist? Prizilla gerät jedoch in eine Zeitanomalie. Doch damit der Geschichten noch nicht genug. Brandhorst erzählt von einem Jungen. Er trägt das Blut der Soldaten in sich und wird auch als solcher aufgezogen. Jarl hat es nicht leicht. Schon immer weiß er, dass er hier nicht hingehört, kann sich aber von seiner Herkunft nicht befreien. Er wird erniedrigt, gefoltert, hintergangen und mehr als einmal steht er an der Schwelle des Todes. Doch sein Leben scheint noch mehr mit ihm vorzuhaben, denn schon als Kind träumt er von der Erde. Wie sie einst war, voller Frieden, ohne Krieg, ein Paradies und das es hier ein Geheimnis gibt, welches den Ausgang für Krieg entscheidet ändern könnte. Eine unwirkliche Reise steht ihm bevor und als Leser darf man all das Elend und seinen Schmerz miterleben. Er findet trotz aller Widrigkeiten seinen Weg und trifft dabei immer wieder auf seinen Peiniger Ruk. Indessen ist Prizilla wieder in ihre Zeit zurück gelangt, allerdings einige Jahrzehnte später. Ab jetzt beginnt der Roman seine lang aufgebaute Story abzuspielen. Hier geht es um eine tiefgreifende Reise, durch das von Andreas Brandhorst geschaffene Universum. Dabei fließt er immer wieder in seiner bekannten und geliebten Art und Weise von Zeile zu Zeile. Die neuen Welten in denen er sich bewegt, zeigen sich wieder einmal von einem gut durchdachten Detailreichtum. Aliens bekommen ein mehr als unwirkliches Äußeres und die Raumschiffe kann man sich anhand der Beschreibungen gut vorstellen. Doch wie der Name des Buches es schon verrät, geht es hier um die Zeit. Brandhorst erfindet eine viele Millionen Jahre alte Rasse die X. Diese haben ein eigenes System entwickelt, durch das All zu reisen. Sie bedienen sich dabei den sogenannten Zeitstraßen. Eines der für mich spannendsten Elemente des Buches, denn die Menschen haben ihre Funktion irgendwann erkannt und seither genutzt. Nur so konnten sie sich über viele Lichtjahre entfernt weiterverbreiten. Die Entwicklung der Menschen ist ebenfalls nicht stehen geblieben. Sie haben sich an die Umwelt der Planeten angepasst und Frauen gebären nicht mehr ihre Kinder und je nachdem was man werden soll, hat man entsprechendes Blut. Das gleiche gilt für das Alter, denn in dieser Zeit sind mehrere hundert Jahre kein Problem mehr. Jarls Geschichte könnte auch heute schon einigen Rekruten passieren, denn es gibt immer einen der sich für stärker hält und die Schwächeren unterdrückt. Das Glossar am Ende solltet ihr hin und wieder ruhig aufschlagen, da dank der neu geschaffenen Begriffe, dass eigene Universum erst Wirklichkeit wird. Fazit: Andreas Brandhorst und seine Fantasie, kennt auch in "Die Tiefe der Zeit" keine Grenzen. Unwirkliche Welten werden zum Leben erweckt und als Leser taucht man in eine dunkle Zeit der Menschheitsgeschichte ein. Die finstere Wahrheit, welche stetig über allem schwebt, wird erst am Ende offenbart. Dank der unendlichen Möglichkeiten der Zeit, könnt ihr nicht erahnen was auf euch zukommen wird. Die Figuren liegen euch am Herzen und das Fieber der Spannung hält euch wach. Genießt einfach Science-Fiction wie sie sein soll! Matthias Göbel Autor: Andreas Brandhorst Paperback: 544 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 01.03.2018 ISBN: 978-3-492-70427-4
  13. einz1975

    Metin Tolan - Die Star Trek Physik

    Metin Tolan, 1965 geboren, ist Professor für Experimentelle Physik und Prorektor für Studium an der Technischen Universität Dortmund. Soweit so gut, was aber hat er mit Star Trek zu tun? Ganz einfach, sein Wissen über Physik, Mathematik, Astronomie und Medizin hat er zusammengefasst und Star Trek gegenübergestellt. Dass er damit nicht der erste ist, wissen sicherlich viele, die sich schon einmal über die Realität von Star Trek in unserem Jahrhundert selbst Gedanken gemacht haben. Als Grundlage nutzt Tolan alle Star Trek Filme und alle Star Trek Folgen der einzelnen Serien. Dabei geht es nicht darum wie gut oder schlecht Schauspieler ihre Leistungen vollzogen haben, eher darum, was gesagt oder dargestellt wurde. Schon im Klappentext kann man lesen: „Warum die Enterprise nur 158 Kilogramm wiegt.“ Die Erklärung dazu klingt nach der Erläuterung von Tolan auch logisch, jedoch für alle unstudierten etwas weit weg vom Alltag. Dafür fand ich das Thema Zeitreisen wirklich sehr aufschlussreich und interessant. Allein die recht gute Beschreibung der Relativitätstheorie oder der klitzekleine Einblick in die Quantenphysik lassen auch den Normalbürger die Chance auf eine Erweiterung seines Wissens. Das es immer wieder auch falsche Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche gibt war mir schon bewusst, nur dass man Zusammenhänge damit ins unlogische rückt, ist sicher bisher noch niemanden aufgefallen. Als Einleitung in ein Thema nutzt er immer wieder einen kurzen Dialog, in den eine bestimmte Sache angesprochen wird. Da haben wir zum einen den Warp-Antrieb oder das Beamen. Besonders letzteres hat Star Trek sehr berühmt gemacht, ist aber aus heutiger Sicht leider unmöglich. Nicht nur aufgrund der riesigen Datenmengen die man benötigt, um solch einen Vorgang durchzuführen, auch wissenschaftlich kann man Materie nicht einfach aus dem Nichts entstehen lassen. Spock und Data zitiert er mehr als einmal, schließlich sind sie die wohl intelligentesten Mitglieder der Crew. Tolan trifft jedoch auch mehr als einmal das Beispiel, wie gut die Autoren bei ihren Ideen recherchiert haben und das ihre Theorien auch in Wirklichkeit möglich wären. Selbst wenn man aus heutiger Sicht noch nicht die Möglichkeiten hat, sind dass nur kleine Hürden über die man in der Zukunft klettern wird. Da haben wir zum einen das künstliche Herz von Picard oder die Brille von Geordi La Forge. Beide Erfindungen sind heutzutage schon in einer gut fortgeschrittenen Umsetzung und in absehbarer Zeit werden sie wirklich den Menschen helfen können. Dennoch sagt Tolan auch, dass wir wohl auf einige Fantasien für immer verzichten müssen, wie etwa das Holodeck, den Essen-Replikator, die Phaserpistole, Zeitreisen, und das erwähnte Beamen und den Warp Antrieb. Doch so fantastisch auch manche Science-Fiction immer klingen mag, vieles was wir damals in den Serien für nicht möglich hielten, gehören bereits zum Alltag und seien es nur die Tablets und Smartphone welche in jedem Haushalt nicht mehr wegzudenken sind. Fazit: Metin Tolan kann dank seiner jahrelangen Erfahrung das Thema Star Trek und Physik aus der heutigen Sicht sehr gut und vor allem anschaulich erklären. Selbst wenn ich immer noch nicht alle Berechnungen und Gleichungen verstanden habe, konnte ich einen rundum schönen Einblick in die Wissenschaft erhaschen und das mit meinen Lieblings-TV-Serien. Ihr werdet wirklich positiv überrascht sein, welche Geheimnisse er aufdeckt und besser als hier, geht es wohl nur in einer Vorlesung von Metin Tolan, welche er mit gleichen Charme und Verstand abgehalten würde. Matthias Göbel Autor: Metin Tolan Taschenbuch: 352 Seiten Verlag: Piper Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.05.2016 ISBN: 978-3-492-05653-3
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