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  1. Wer erinnert sich noch an die Ereignisse aus dem Film Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart? Eine verrückte Zeitreise der Crew der Enterprise, mit einem klingonischen Raumschiff, um zwei Wale in die Zukunft zurückzuholen, damit eine anscheint feindliche Sonde die Erde nicht vernichtet. Kurz nach dieser Geschichte, erhält die Regierung der Föderation eine Nachricht, dass der romulanische Praetor tot sei. Die alte Regierung ist gestürzt und eine neue Übergangsregierung möchte nach so langer Zeit endlich wieder Friedensgespräche führen. Kein anderer als Captain Kirk wird mit seiner Crew damit beauftragt auf diese Reise zu gehen. Mit einigen seltsamen Auflagen der Romulaner gibt es auch ein Wiedersehen eines alten Crewmitgliedes, mit dem man definitiv nicht rechnet - Kevin Riley. Er ist mittlerweile Botschafter und im Lauf der letzten Jahre hat er sich auch einen recht ansehnlichen Namen in diesem Bereich gemacht. Für ihn selbst ist es auch etwas seltsam seine alte Crew wiederzusehen und doch wird er empfangen, als sei kein einziger Tag vergangen. Während den Vorbereitungen für die Friedensgespräche wird die Sonde aus „Zurück in die Gegenwart“ weiterhin beobachtet. Sie ist auf dem Weg zur neutralen Zone. Im Endeffekt kann man sich schon denken, was passieren wird, allerdings bekommt die Story noch einige nette Details, aber auch viele typische Elemente. Während der Erforschung einer alten Ausgrabungsstätte werden seltsame Kristallformen gefunden, die Ähnlichkeit mit der Sonde haben und auch die Geräusche, welche die Sonde aussendet, enthält mehr als nur Lärm. Auf der einen Seite haben wir jetzt die Verhandlungen, welche mehr als zäh, wenn nicht eher gar nicht stattfinden. Der eingesetzte Botschafter der Romulaner entpuppt sich als völlig unerfahren und im Hintergrund passieren Dinge, von den er absolut nichts mitbekommt, aber immer mit der Maßgabe die Verhandlungen zu sabotieren, was zu einem gewissen Grad auch funktioniert. Indessen können wir als Leser auch aus der Sicht der Sonde die Dinge miterleben, was erfrischend klingt, hin und wieder sich aber wie die Gedanken eines kleinen Kindes anhören. Mit dieser Mischung aus Verrat, Hinterlist und Entdeckungen, zieht sich der Roman eine Weile, findet aber immer wieder sehr schöne Punkte, in denen Star Trek lebendig wird. Allein schon die Erklärungen zu dem alten Volk, welches nicht mehr existiert. Gepaart mit den Romulanern, welcher nicht alle nur mit Tücke unterwegs sind, findet Kirk und seine Crew erneut eine Möglichkeit die Krise abzuwenden. Wieder kurz vor knapp, wie immer ebnen, was irgendwie schade ist, denn die Faszination über das Unbekannte geht dabei manchmal verloren. Sehr routiniert spulen Kirk und Spok ihre Aufgaben ab, nur Riley überrascht mit einigen Hintergrundinformationen, die man so vielleicht noch nicht kannte. Nach all diesen Erlebnissen, wird diese Sonde wohl nicht noch einmal auftauchen, aber zumindest wurde ihre Herkunft erklärt, was vor all dem passiert ist und vor allem, was ihre eigentliche Aufgabe ist. Allein deswegen lohnt es sich schon hier einen Blick hineinzuwagen und ich wette, dass jeder sofort die Bilder wieder im Kopf hat und die Klänge der Wale beim Lesen automatisch hört. Fazit: Einmal hin und wieder zurück... Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart zählt zu den besten Filmen aus dem Star Trek Universum. Der Aspekt, dass wir Menschen durch unser Handeln irgendwann einmal selbst für unsere Vernichtung verantwortlich sind und nur durch die Korrektur der Zeit gerettet werden können, spricht auch heute noch für sich. Im Film wurde wenig über die Sonde selbst klar, was hier deutlich nachgeholt wird. Spannend erzählte Fiktion mit gelungener Science Fiction. Die Romulaner als Gegenspieler sind allerdings etwas zu typisch gehalten, auch wenn es kleine Ausreißer gibt und auch die Crew der Enterprise wirkt an einigen Stellen nicht mehr so begeisterungsfähig, hat aber genug Talent, den Fan mehr als glücklich zu machen. Autorin: Margaret Wander Bonanno Übersetzung: Harald Pusch eBook: 324 Seiten Verlag: Heyne Verlag Veröffentlichung: 25.02.2014 ISBN: 9783641117429
  2. Ganz entspannt, es geht hier nicht um einen Virus Namens „Corona“, welcher die Enterprise befällt. Vielmehr werden auf dem Schiff so einige neue technische Neuerungen ausprobiert. Es werden Computer einbaut, welche auf der einen Seite das Kommando übernehmen können und ein zweites Paar, dient zur Einschätzung der Behandlung von Patienten. Damit alles auch einen offiziellen Touch bekommt, wird eine Reporterin mit an Bord genommen. Captain Kirk hatte noch nicht einmal die Zeit sich genau mit den Neuerungen zu befassen, da wird er auch schon von der Sternenflotte zu einem Einsatz geschickt. Eine Gruppe von vulkanischen Forschern untersuchen im Black Box-Nebel den Entstehungsprozess von Protosternen. Irgendwann ging ihr Signal verloren und alle dachten, dass es sie nicht mehr gibt. Zehn Jahre später kommt nun dieser Hilferuf an. Ein perfekter Auftrag für die Crew der Enterprise, um auch gleich die neuen Gerätschaften zu testen. Eine erstaunlich umfangreiche Geschichte die Greg Bear sich ausgedacht hat. Er schafft es die Mehrteilung der Geschehnisse ruhig aneinanderzureihen. Die Crew erforscht zuerst die alte Station, welche verlassen scheint, doch wird viel später erst das wahre Geheimnis gelüftet. Wo McCoy sich Sorgen um die starke Strahlung des Nebels macht und seine ruppige Art immer wieder Mittelpunkt seines Seins ist, so kämpft Scotty mit den Maschinen, welche ebenfalls einiges zu leisten haben. Kirk, Uhura, Spock und Chekov bekommen ebenfalls ihre Auftritte und man ist sofort wieder mitten drin. Der Autor hat sich sehr genau an die Figuren gehalten. Selbst kleine Details, wie das Singen von Uhura oder Kirk's Nachdenken, über das Problem ein Schiff zu befehligen, finden ihren Platz, genauso wie die Idee mit den Monitoren. So eine KI kann sicherlich alles mögliche entscheiden, wenn sie richtig darauf programmiert wurde, aber was, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert? Reicht es aus das Wissen von ein paar Captains zu nehmen, um jeder Eventualität Herr zu werden? In Star Trek gab es dieses Dilemma nicht erst einmal, hier allerdings auf eine schön traditionelle Weise gelöst. Was hat das alles aber mit Corona zu tun? „Eine fremde Macht namens Corona will die Galaxis ins Chaos stürzen.“ heißt es in der Ankündigung zu diesem Roman und genau darum geht es auch im Hintergrund. Doch was sie ist und wie sie es machen will, da wünsche ich euch eher selbst den Spaß den ich beim Lesen hatte. Es wird so ziemlich alles aufgefahren, was man von der klassischen Enterprise kennt. Lange Dialoge, kurze Gefechte, ruhige Erzählweise, Kirk als Mittelpunkt, aber dennoch finden alle Figuren ihre Zeit den Platz mit ihm zu tauschen. Genau hier hat der Autor ein sehr gutes Händchen bewiesen. Inhaltlich ist Corona trotz ihrer anscheinenden Omnipotenz und des Alters, dennoch nur ein Lebewesen auf der Suche nach sich selbst und der Gesellschaft der gleichen Art. Fazit: Dem Ende so nah und doch so fern! Die Enterprise-Crew als Forscher, Entdecker, Retter und Testobjekt. Diesmal wäre es fast schief gegangen und doch hat die wohl beste Crew der Galaxis es wieder einmal gemeistert. Nicht ganz ohne fremde Hilfe, aber dafür mit absoluter Bravur. Der herrlich passende Charme der Serie wird von Greg Bear sehr gut aufgefangen. Kleine unnötige Wege der Story gehören dazu, sind aber schnell vergessen und der Name Corona, sollte keinen von euch abschrecken hier reinzuschauen, der Fan der Original-Crew wird hier begeistert sein und definitiv seine Freude haben. Autor: Greg Bear Übersetzung: Andreas Brandhorst eBook: 284 Seiten (Printausgabe) Verlag: Heyne Verlag Veröffentlichung: 25.02.2014 ISBN: 9783641114558
  3. Willkommen zum Finale der Legacies-Trilogie. Noch einmal erleben wir hier die legendäre Crew um Captain Kirk in einem bisher noch nicht dagewesenen Abenteuer. Wie in den beiden Büchern zuvor, versucht Kirk zusammen mit der restlichen Crew den interdimensionalen Transferschlüssel zu aktivieren, damit er die verschollenen Mitglieder der Crew von Captain April aus der anderen Dimension retten kann. Una, welche damals beim Verschwinden der Crewmitglieder dabei war, hat mittlerweile ihre Kameraden wiedergefunden und mit Überraschung stellt sie fest, dass sie immer noch genau so aussehen, wie damals vor 18 Jahren. Es gesellen sich noch Botschafter Sarek, Ratsmitglied Gorkon und McCoys Tockter Joanna hinzu. Jetzt muss noch noch ein Weg gefunden werden, wie sie diese Welt wieder verlassen können. Leichter gesagt als getan, denn die Klingonen sitzen noch auf dem Planeten, auf dem sich die Festung der Fremden befindet. Der Verlauf der Geschichte hat leider sehr vorhersehbare Wendungen, was zwar nicht all zu schwer ins Gewicht fällt, aber man sich schon gewünscht hätte, etwas mehr zum Geburtstag von Star Trek zu bekommen. Wo zuvor David Mack an sehr vielen kleinen Geschichten gearbeitet hat, nehmen Dayton Ward & Kevin Dilmore sich etwas zurück, was im allgemeinen der Story sehr bekommt. Starke Figuren wie Sarek, bekommen besondere Aufmerksamkeit und er kann seine Verbindung zu Amanda noch einmal deutlich unterstreichen. Über Dimensionen hinweg haben sie ein Band, welches sie für immer verbinden wird. Una hingegen entwickelt auch sehr mächtige Fähigkeiten, welche besonders in dieser Scheinrealität sehr nützlich sind. Damit der Spannung genüge getan wird, muss man sich auf viele Gefechte einstellen. Wobei auch hier weniger mehr gewesen wäre. Da man schon ähnliche Zusammenkünfte mehr als einmal gelesen hat, bringen sie langsam Ermüdungserscheinungen mit sich, dennoch ist man mitten drin, egal auf welcher Seite gerade ein Torpedo einschlägt oder ein Phaser seine Energie entlädt. Im Wohlwollen der Föderationsgeschichte, bekommt dann auch das Ende natürlich einen passenden Anstrich. Dennoch frage ich mich, warum diese Crew immer wieder so viele Vorschriften verletzen konnte/kann, ohne das es wirklich ernsthafte Konsequenzen hat? Una ist ebenfalls weit über ihre Kompetenzen hinweg aktiv geworden, auch wenn sie damit das Leben der verschollenen Crewmitglieder retten konnte. Es zeigt sich auch hier wieder deutlich, Geheimnisse bringen mehr Ärger als Nutzen. Ich glaube sogar, wenn offen und ehrlich über das Anliegen gesprochen worden wäre, dass es nie zu so viel Argwohn gekommen wäre. Die Einbindung einiger Ereignisse aus vergangenen Filmen oder Episoden ist hingegen herrlich gelungen und wer hätte gedacht, das Nomad noch einmal eine wichtige Rolle spielt? Fazit: Die Trilogie ist wie ein Geschenk, welches man mag, aber nicht unendlich liebt. Das Eintauchen in die Abenteuer der Enterprise-Crew funktioniert gut. Die Charaktere haben ihren klassischen Charme, die Sprüche stimmen und selbst die Klingonen benehmen sich wie sie es sollten. Doch genau das ist auch irgendwie das Problem, denn es gibt nur wenig, was Abwechslung oder Überraschung bringt. Der Transferschlüssel klingt interessant und auch diese Scheinwelt. Wo in Band eins noch die Aliens interessant waren, sind es jetzt Sarek und Amanda. Wer alternativ ein für mich besseres Roman-Geschenk zum 50. Geburtstag von Star Trek lesen will, sollte sich den deutschen Beitrag „Star Trek – Prometheus“ von Bernd Perplies und Christian Humberg zulegen. Matthias Göbel Autoren: Dayton Ward, Kevin Dilmore Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 454 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Veröffentlichung: 29.01.2021 ISBN: 9783966583299
  4. Der Einstieg in die Legacies-Trilogie las sich schon sehr vielversprechend. Nicht nur, dass es ein Wiedersehen mit der original Enterprise-Crew gab, obendrein noch ein komplett neues Abenteuer, welches der Star Trek Autor schlecht hin - David Mack - nun fortführen kann. Una, die damalige Nummer 1 von Captain Pike, welche auch unter Captain April diente, hat sich auf die Suche nach den vermissten Crewmitgliedern von vor 18 Jahren gemacht. Mit dem erbeuteten Transferschlüssel gelangte sie in eine neue, unbekannte Dimension. Hier angekommen, muss sie sich erst einmal zurechtfinden, was angesichts der Unwirtlichkeit ihr anfangs doch recht schwer fällt. Cpatain Kirk muss indessen mit der Enterprise für Frieden sorgen oder besser gesagt, er versucht es. Botschafter Sarek hatte gehofft das die Ankunft von Kirk der Friedenskonferenz mit den Klingonen gut tun würde. Auslöser für die Aufruhr, ist das plötzliche Verschwinden von Ratsmitglied Gorkon. David Mack hört hier allerdings noch nicht auf und legt gleich noch einige kleine Nebengeschichte mehr bei, was diesmal leider nicht so gut funktioniert. Da haben wir eine Agentin des Orion-Syndikats, McCoys Tochter und nicht zu vergessen die Romulaner, welche aktuell den Transferschlüssel besitzen. Diese ganzen losen Fäden sollen irgendwann zusammenführen, was sie zwar auch machen, allerdings bleibt die Feinheit seiner Worte, wie sonst gewohnt, auf der Strecke. Kämpfe, Gefechte und allerhand Action versuchen aus den wenigen Story-Elementen eine passende Geschichte zu formen, schaffen es aber nicht, dass man von Anfang bis Ende gespannt bleibt. Für mich einfach zu viele Wechsel und Ablenkungen. Immerhin gibt es sehr schön klassische Momente. Kirks Anweisungen oder auch Spock & McCoy benehmen sich, wie man es von ihnen erwartet. Überrascht war ich etwas von der Einsatzfreudigkeit von Chekov, welcher hier zusammen mit Uhura selbst den besten Tatort-Ermittler in den Schatten stellen. Alle anderen Mitglieder bekommen ebenfalls ihren kleinen Bonus-Auftritt, was zumindest jeden Fan freuen wird. Wenn schon so viel geboten wird, gibt es immerhin auch allerhand Abwechslung. Die Grundgeschichte selbst bekommt kleine Fortschritte, was jedoch neue Geheimnisse aufwirft und man gespannt auf Teil drei warten darf. Was Una im Paralleluniversum erlebt, ist und bleibt das Highlight der Trilogie. Um Längen besser, als die nicht enden wollenden Schiffskämpfe. Taktische Spielereien im All mit der Enterrpise lesen sich nach einer Weile recht gleich, wobei Sulu hier mehr als nur ein Ass im Ärmel hat. Bellende Klingonen, fast spürbar fühlende Vulkanier und giftig listige Romulaner, bessere Feinde kann die alte Enterprise-Crew nicht finden. Fazit: Willkommen in der Mitte einer Trilogie, welche die Original-Crew der Enterprise, noch einmal richtig fordert. David Mack hat versucht aus einem kleinen Part der Geschichte eine Große zu zaubern, was ihm meiner Meinung nach, diesmal nicht an allen Stellen gelingt. Einige unnötige Figuren verstopfen eher den Fluss der Geschichte, auch wenn das Erlebnis als solches aber funktioniert. Die Geschichte greift das Thema Star Trek dennoch gut auf und vereint alle damaligen Völker und Figuren. Dafür gibt es Romanfiguren, welche schon fast vergessen waren und McCoys Tochter Joanna hat einen kurzen, aber bleibenden Eindruck hinterlassen. Für die Gesamtheit der Trilogie unabdingbar, jedoch weniger fesselnd als der Einstieg. Matthias Göbel Autor: David Mack Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 395 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Veröffentlichung: 16.12.2020 ISBN: 9783966583275
  5. Endlich geht es in die finale Runde, um Captain Jean-Luc Picard und seine Verhandlung, um seine Mittäterschaft an der Amtsenthebung des ehemaligen Föderationspräsidenten Min Zife. Eine Tat, welche Picard schon so viele schlaflose Nächte bereitet hat, kommt endlich ans Licht und er kann offen darüber sprechen, auch wenn es diesmal ausschließlich vor Gericht passiert. Ein Verteidiger steht ihm zur Seite, auch wenn dieser all seine Erfahrung und Kunst der Verteidigung auspackt, Picard will voll und ganz die Wahrheit erzählen, egal welche Konsequenzen das haben wird. Dieser Strang der Geschichte ist für mich das absolute Highlight des Romans. Es erinnert an ein Gerichtsdrama aller John Grisham und hat doch so viel eigene Elemente in sich, dass es als Sologeschichte super funktioniert hätte. Doch David Mack war dies nicht genug und er fügt noch viele kleine Storys mit ein. Da haben wir Thadiun Okona, ja, richtig, genau dieser Okona! Ihr erinnert euch an die Folge „Der unmögliche Captain Okona“ aus Star Trek: Next Generation? Dann wisst ihr genau wer hier am Werk ist und mittlerweile arbeitet er beim Sternenflottengeheimdienst als aktiver Agent. Er sollte verdeckt eine Waffe der Husnock zum Kauf anbieten, um damit einige gefährliche Individuen aus den Verkehr zu ziehen, doch das lief mächtig schief und die Nausikaaner bekommen erneut einen Auftritt. Mit so einer Waffe in ihren Händen, ist der gesamte Quadrant in Gefahr und es gilt sie aufzuhalten. So wird Worf, welcher Picard auf der Enterprise als Captain vertritt, mit der Aufgabe betraut nach ihnen zu suchen, genauso wie Okona versucht er jetzt die Nausikaaner aufzuhalten. Ein Katz- und Maus-Spiel, welches recht ausgedehnt erzählt wird. Da sie auf ihrem Weg viel Zerstörung hinterlassen, bekommt die Geschichte noch einige Nebenschauplätze, welche nicht minder gefährlich erzählt werden. Kurzzeitig bekommt sogar Riker einen kleiner Auftritt und auch die restlichen amtierenden hohen Admiräle und selbst die Präsidentin kommen zu Wort, was aber zu erwarten war, wenn eine solche Persönlichkeit wie Picard vor Gericht steht. David Mack hat sich bei Okona und dem Anführer der Nausikaaner einem literarischen Trick bedient. So wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was anfänglich gewöhnungsbedürftig war, aber auch eine gelungene Abwechslung bringt. Den Gedanken der beiden zu folgen und die Taten auf der anderen Seite zu beobachten, sind genau das, was die Geschichte um die Nausikaaner auch so besonders macht. Als gefürchtete Söldner bekannt, haben sie doch mehr Herz, als es bisher bekannt war. Okona hingegen erweist sich als der „Han Solo“ in seinen besten Tagen. Immer ein Spruch auf den Lippen, schönen Frauen nicht abgeneigt und trotzdem so trickreich unterwegs, dass er jede Situation meistern kann. Zudem noch witzig, was angesichts der grundlegenden Geschichte auch mal etwas Entspannung herbeiführt. Fazit: Schuldig oder nicht, die Wahrheit muss ans Licht! Captain Jean-Luc Picard in einer ungewohnt defensiven Situation, in der er nichts weiter machen kann, als seine Taten sprechen zu lassen und auf der anderen Seite ein Volk, welches bisher viel zu lange vergessen wurde. David Mack schafft es immer wieder Star Trek einen Rundumschlag zukommen zu lassen. Ob mit der Gerichtsverhandlung oder den Nausikaanern, er sortiert die Figuren korrekt und passend zusammen, lenkt mit kleinen Umwegen ab, bringt aber alle zum Schluss zusammen. Im Endeffekt, schafft Mack ein Abschluss, welcher auch schon zu lange hat auf sich warten lassen. Fans der Star Trek Romane kommen hier nicht drumherum! Matthias Göbel Autor: David Mack Übersetzung: Bernd Perplies Taschenbuch: 486 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Veröffentlichung: 05.10.2020 Erstveröffentlichung: 2020 ISBN: 9783966583237
  6. Die Sektion 31 ist jedem Star Trek Fan ein Begriff. Egal in welcher Serie, sie hat einen tiefen dunklen Schatten auf die Föderation geworfen, welcher durch ihre Auslösung der vorangegangenen Ereignisse nun endlich aufgedeckt wird. Viele hochrangige Offiziere der Sternenflotte und etliche Politiker müssen sich nun der Gerichtsbarkeit stellen und so fängt auch diese Geschichte an. Der Einstieg liest sich daher schon recht gewaltig und ermöglicht dem Leser noch einmal den Untergang dieser Geheimorganisation sich auf der Zunge zergehen zu lassen. Wer bis dato sich gut mit der Roman-Reihe der letzten Jahre befasst hat, wird auch die Story kennen, in der Captain Picard gezwungen war, einen ehemaligen Föderationspräsidenten zum Rücktritt zu bewegen. Damals war er schon nicht glücklich sich daran beteiligen zu müssen und jetzt steht Picard deswegen auch auf der Liste derer, die mit der Sektion 31 kooperiert haben sollen. Den Kampf mit seinem Gewissen, den er so viele Monate geführt hat, kann er endlich zu Ende bringen. Doch bevor es soweit ist, muss er noch seine Erforschung des Odysseeischen Passes fortsetzten. Hierbei finden sie ein scheinbar verlassenes altes Raumschiff. Es ist unglaublich, ja fast schon unmöglich groß. Ein Außenteam soll nun er forschen, was auf dem Schiff los ist, denn die Sensoren der Enterprise werden blockiert, egal wie dicht sie sich dem Schiff nähern. Im Verlauf der Geschichte wird eine weitere Partei auf dieses Schiff aufmerksam und ein neue Rasse präsentiert sich. Sie sind eher Schrottsammler, welche sich ihren Lebensunterhalt mit genau solchen Schiffen verdienen und sind nicht gerade erfreut, dass die Enterprise eingetroffen ist. Dafür beginnt peu à peu die Erforschung des riesigen Raumschiffs, was sich herrlich klassisch liest und für mich auch den typischen Star Trek Flair versprüht. Wie das Schiff funktioniert und wer sich hier alles doch noch darauf befindet, dass müsst ihr schon selbst erfahren. Dayton Ward nimmt euch dabei in eine virtuell, in echt agierende Welt mit, kein Holodeck, aber doch ein Leben, ohne Realität. Damit die Dramatik erhöht wird, gibt es auch allerhand Kämpfe, welche die Crew der Enterprise bestehen muss. Hier hätte es ruhig etwas weniger sein können, dennoch versucht der Autor die Abwechslung zu wahren. Im Hintergrund immer das Verfahren gegen die Sektion 31 Verschwörer, was eine gute Ablenkung zum eigentlichen Geschehen bringt. Gleichzeitig wird Picard und seine Haltung zur Föderation noch einmal deutlich unterstrichen. Ehre wem Ehre gebührt und Picard hat mehr als einmal nicht nur die Menschheit vor ihrem Untergang bewahrt, doch jetzt muss er selbst für Taten einstehen, welche er selbst so wohl nie wieder machen würde. Fazit: Ein Ende ist auch immer ein Anfang! Die Enterprise in ihrer Paraderolle – Entdecke neue Lebewesen und neue Zivilisationen. Das bringt ein althergebrachtes Star Trek Thema in die Geschichte, welche gut von Dayton Ward erzählt wird. Forschung, neue Technik und rätselhafte neue Wesen, gemixt mit ein wenig Kampfeinlagen und die Lösung in letzter Minute. Im Hintergrund dann noch der Einstieg in die Aufklärung um die Sektion 31 und die hat es in sich. Politisch und auch moralisch auf Messers Schneide, haben viele weit über ihre Befugnisse agiert und auch Picard scheint nun mitten in diesem Fall unterzugehen. Ein aufwühlender Schluss und eine angemessener Einstieg in eine neue Zeit. Matthias Göbel Autor: Dayton Ward Übersetzung: Aimée de Bruyn Ouboter Taschenbuch: 440 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Veröffentlichung: 07.09.2020 Erstveröffentlichung: 2020 ISBN: 9783966580731
  7. Wer erinnert sich nicht an die Folge aus Next Generation, als die Crew der Enterprise auf einen Planeten trifft, auf dem nur ein ganz kleiner Fleck von einer planetenumgreifenden Vernichtung übrig geblieben ist. Es stellt sich heraus, dass hier ein gottähnliches Wesen lebt, welches sich in einem Augenblick der Wut an einer Rasse gerächt hat. Somit starben in einem einzigen Wimpernschlag die Husnocks aus. Übrig blieben nur ihre Städte, Bauwerke und Raumschiffe. Diese Ereignisse liegen jetzt mehr als zwanzig Jahre zurück und bisher ist keiner aus dem Alpha-Quadranten auf die Idee gekommen nach den Resten zu forschen – Bis heute. Einer Gruppe von Wissenschaftlern der Föderation ist bei der Entschlüsselung der Schrift endlich der Durchbruch gelungen. Eine Feier bleibt leider aus, denn das Camp der Gelehrten wird überfallen, viele getötet und einige entführt. Das ruft die USS Titan auf den Tagesplan, jedoch sind mittlerweile auch andere auf der Suche nach den hinterlassenen Schätzen. Ganz nach dem Prinzip „Wie gewonnen, so zerronnen“, tauchen immer wieder neue bekannte Gegner der Föderation auf und halten für einen kurzen Moment diese unglaubliche Kostbarkeit in ihren Händen. Klingonen, Breen, Orioner, Ferengi, Nausikaaner und selbst die Pakleds haben hier ein Stelldichein. Recht nett und passend fand ich die Wiederkehr von Gaila und Brant, zwei Ferengi, welche man eher aus Deep Space Nine kennt. Hier in einer sehr ungewohnten neuen Rolle, aber immer noch aus nach Profit und Anerkennung. Da ständig neue Figuren auftauchen und wieder verschwinden, wird der Lesefluss leicht zerrissen, dennoch bringt Mack damit eine frische neue Art seiner Schreibkunst mit. Gut gelöst fand ich die Rolle von Admiral Riker, welcher sich mit Diana immer noch an Bord der Titan befindet. An der Seite von Captain Christine Vale zwar ranghöher, aber nicht der Captain und damit auch nicht sein Schiff! Die Crew der Titan bekommt kleine Aufmerksamkeiten am Anfang und in der Mitte, zum Ende hin gibt es mehr Kämpfe und Gefechte, welche auch recht ungewöhnlich umfangreich ausfallen für David Mack. Ob Einsatz in der Schlacht am Boden oder im All, es verlieren viele ihr Leben, jedoch nichts im Vergleich dazu, was egal wer, mit der Flotte der Husnocks hätte anstellen können. Die Waffen waren weit entwickelt, dass sie ganze Planeten oder Sonnen vernichten konnten. Ich habe mich die ganze Zeit nur gefragt, warum nicht schon eher jemand auf die Idee kam danach zu suchen oder warum die Feinde der Husnocks, sich nicht längst alles unter den Nagel gerissen haben? Fazit: Einer jagt den anderen... Die Titan hat allerhand zu tun, wenn man liest wer sich diesmal alles einmischt. Ein Potpourri an Star Trek Rassen sucht nach einer untergegangenen Großmacht, welche derart tödliche Waffen hervorgebracht hat, dass selbst die Föderation davor erzittert. David Mack spult gekonnt seine Story ab. Er nimmt und verwirft gleichzeitig einige Figuren, bringt aber im gleichen Augenblick neue ins Spiel. Die Crew der Titan hat sich gefunden und dürfte nach diesem Nachschlag noch für einige Überraschungen gut sein, auch wenn die Action diesmal an manchen Stellen etwas zu lang ausfiel. Matthias Göbel Autor: David Mack Übersetzung: Stephanie Pannen Taschenbuch: 351 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Veröffentlichung: 03.08.2020 Erstveröffentlichung: 2020 ISBN: 9783966580717
  8. Captain Benjamin Sisko hatte zum Ende der Serie den Weg in den Himmlischen Tempel gefunden und später in den folgenden Büchern wieder hinaus. Mittlerweile sind ein paar Jahre vergangen und doch gab es da Erlebnisse, die ihn und seine Familie bis heute prägen. Seine Tochter Rebecca ist mittlerweile in einem Alter, in dem sie versteht was passiert und nach dem die Sternenflotte Captain Sisko und die Mannschaft der U.S.S. Robinson erneut auf eine ausgedehnte Forschungsmission in den Gamma-Quadranten geschickt hat, ist sie und ihre Mutter mit an Bord. In einer Region des Quadranten, die bisher als unerforscht gilt, trifft die Crew auf eine völlig neue Spezies. Leider stellt sich heraus, dass sie weder an Kommunikation interessiert sind, noch dass sie zuhören wollen. Mit einer sehr interessanten Idee schickt der Autor diese Wesen nun auf die Menschen los und nimmt ihnen die Kinder von der Robinson. Währenddessen erleben wir was einige Jahre zuvor auf Bajor passiert ist, als Benjamin Sisko nicht mehr bei der Sternenflotte war und sich ausschließlich seiner Familie gewidmete. Hier kam es ebenfalls zu einer Entführung ihrer Tochter, nur diesmal von einem Anhänger der Ohalavaru, einer Sekte, die nach der Entdeckung alter Schriften neu aufgeflammt ist. Damals wie heute sind die Gefühle der Eltern völlig nachvollziehbar am Boden. Warum, weshalb und auch das wie, spielt jedes mal eine wichtige Rolle. Im Verlauf der beiden Geschichten wird auf der einen Seite mit detektivischen Mitteln das Problem gelöst, wobei im Jetzt Sisko nur mit Gewalt sein Ziel erreichen kann. Ich hatte eigentlich gehofft, dass es eine andere Lösung gibt, aber David R. George III zeigt uns den Abgesandten von seiner härteren Seite. Wenn man zurückblickt, nicht ganz im Stil von Star Trek, aber dafür mit neuen Waffen, Kreaturen und Wunder der Technik. Immerhin schön zu sehen, dass die Sternenflotte wenigstens wieder zurückfindet zu ihrer eigentlichen Mission – Erforschen und neue Zivilisationen kennenlernen. Im Endeffekt der richtige Weg, denn Deep Space Nine ist schon länger auf dem Weg eine völlig neue Geschichte für sich zu schreiben, mit neuen Figuren und eigenen Abenteuern und so bekommt Sisko auch eine zweite Chance neu anzufangen. Ich hoffe nur er besinnt sich wieder friedlicherer Mittel und es wäre schön die Crew der Robinson etwas näher kennenzulernen. Ansonsten gibt es mit der zweiten Geschichte einen guten Rückblick über Ereignisse, eines durch die Religion zum Wahnsinn getrieben Gläubigen, von denen es wohl zu jederzeit einige gibt. Fazit: Eine zweite Chance und neue Wege... Der Weg des Benjamin Sisko war nie einfach. Egal ob als Captain oder als Abgesandter, nie war er gewiss, dass seine Entscheidungen zu einem Guten Ergebnis führen, aber immer im Herz, Gutes zu tun. Eltern und ihre Kinder schweißt ein Band zusammen, dass wenn es unterbrochen wird, unheimlich viel Kraft und neue Gefühle aufbringt. Mit der Entführung seiner Tochter wird Sisko auch gewaltbereiter als bisher bekannt und doch hat er die Chance mit seiner Mission einen neuen Schritt für sich und seiner Familie zu machen. Ich hoffe auf neue Welten mit spannenden Geschichten, die eines Benjamin Sisko weiterhin würdig sind, der Anfang ist immerhin solide durch David R. George III eingeläutet worden. Matthias Göbel Autor: David R. George III Übersetzung: René Ulmer Taschenbuch: 448 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 06.04.2020 ISBN: 9783966580618
  9. Bajor und Cardassia haben im Star Trek Universuim schon oft eine Rolle gespielt. Nicht nur in Star Trek - Depp Space Nine bewegten die Völker und Charaktere die Gemüter. Einer der wohl geheimnisvollsten Personen war und ist Elim Garak, der aktuelle Kastellan der „Cardassianischen Union“. Als Oberhaupt der politischen Macht auf einem vom Krieg gebeutelten Planeten ist es seine Kraft und sein Geschick, wie sich das Volk in den nächsten Jahren verändern wird. Der Aufbau nach dem Dominion-Krieg nimmt immerhin langsam Formen an. Die Gebäude und Straßen erstrahlen im alten Glanz, wobei alles nicht mehr ganz so ist wie zuvor. Überraschend wird Katherine Pulaski einer Ehre zu Teil, mit welcher sie nicht gerechnet hätte. Aufgrund ihrer Teilnahme an der Heilung der Andorianer, bekommt sie eine der höchsten Auszeichnungen, welche die Universität von Cardassia zu bieten hat. Wehrendessen muss sich Garak mit dem Thema der Aufarbeitung der Kriegsverbrechen beschäftigen. Hierbei geht es nicht nur um das Militär, welches an vorderster Front stand, vielmehr geht es auch um das Aufdecken von Verbrechen die kaum einer kennt. Natima Lang gerät nun in die Ermittlungen und wird plötzlich mit einer Tat in Verbindung gebracht, welche nicht nur ihr Leben zerstört, sondern zuvor vielen Kindern keine echte Kindheit bescherte. Schon auf den ersten Seiten fragt man sich allerdings als Leser, worauf Una McCormack wirklich hinaus will. Es ist etwas schwer dem Thema zu folgen und auch wenn Garak als Meister der Täuschung und des Geheimnisvollen gilt, hat er hier meine Meinung nach nicht alle Fäden in der Hand. Die Seiten schwimmen so dahin und die Geschichte bekommt mit kleinen Nuancen zwar Tiefe und man erfährt wie Cardassia nach dem Dominion-Krieg aussah, doch reicht es nicht den Leser wirklich zu fesseln. Zudem kommt hinzu, dass Katherine Pulaski nicht nur in Star Trek - The Next Generation etwas unsympathisch rüberkam, hier ist sie genauso kratzbürstig und widerspenstig. Das stört zwar der Figur nicht, aber auch hier gewöhnt man sich nur schwer an ihre Art. Das „große“ Geheimnis ist am Ende auch sehr schnell gelöst und es hallt sehr wenig nach, was man aus der Geschichte mitnimmt. Die Frage allerdings bleibt, was ist mit Julian Bashir? Wird er aus seiner Starre wieder erwachen und wird Garak sein Volk als Führer wirklich in eine bessere neue Zukunft führen können? Ich gebe zu, dass ich schon sehr erstaunt war, dass gerade ein Spion, Mörder und Ausgestoßener der Führer dieses Volkes geworden ist, aber Cardassianer hatten schon immer den Hang Rätsel zu lieben, ob als Geschichte oder in Realität. Fazit: Garak und seine Geheimnisse... Spione, Lügen, Rätsel und Mysterien sind und bleiben das Hauptaugenmerk, wenn es um Elim Garak und Cardassia geht. Ein starker Auftritt seiner Person, doch der Geschichte selbst nicht ganz würdig. Zu oft verliert sich der Fanden und man wird von Nebensächlichkeiten abgelenkt. Agenten-Geschichten haftet immer ein wenig der Duft des Kalten Krieges an und genau davon hätte sich die Autorin befreien sollen. Wer dennoch Elim Garak mal wieder in seiner unnachahmlichen Art erleben mag, findet hier gute Ansätze. Matthias Göbel Autorin: Una McCormack Übersetzung: René Ulmer Taschenbuch: 345 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 11.03.2020 ISBN: 9783959811484
  10. Jean-Luc Picard, was für ein Name. Als ich die Zeilen las, dass es eine neue Serie geben wird, in der dieser charismatische Captain die Hauptrolle übernimmt, stiegen mir die Freudentränen ins Gesicht. Sicherlich war ich gewarnt durch Star Trek - Discovery, dass sich das Franchise mittlerweile entwickelt hat und Patrick Stewart auch älter geworden ist. Dennoch, eine gute Geschichte und dieser Schauspieler, was kann da schon schief gehen? Picard wird zum Sternenflotten-Hauptquartier nach San Francisco gerufen. Hier erfährt er, dass die Sonne des romulanischen Systems sich in den nächsten Jahren in eine Supernova verwandeln wird. Schock! Starre! Doch Picard, der über die Jahre schon immer das Leben liebt weiß, dass man hier sofort handeln muss. Keine Enterprise mehr und kein Captain mehr – Willkommen Admiral Picard. Die Aufgabe klingt relativ einfach - Rette so viele Leben wie es nur geht. Doch neben der logistischen Probleme, gibt es so viele mehr, an die man im ersten Moment gar nicht denken würde. Da haben wir die Romulaner selbst. Nicht nur, dass sie über Jahre hinweg die Erzfeinde der Föderation waren, selbst jetzt, im Angesicht der kommenden Katastrophe können sich diese beiden Parteien immer noch nicht vertrauen. Es geht sogar soweit, dass einige Welten der Föderation verlangen, dass all die Hilfe eingestellt wird. Diese Stimmung nutzen findige Politiker, um sich einen Namen zu machen, egal wie tief der moralische Aspekt des Lebens dahinter zu beleuchten ist. Für Picard zählt jedes einzelne Lebewesen, egal welchen Rang oder welche Herkunft sie haben. Doch auch die Romulaner untereinander scheinen sich mit ihren Lügen und Intrigen nicht weiterentwickelt haben. Der Tal Shiar spielt dabei wieder eine tiefgreifende Rolle, wird hier aber meiner Meinung nach etwas zu überspitzt dargestellt. Das der Admiral seine alten Freunde der Enterprise mit einbinden kann ist ein logischer Schritt, nur fehlt mir hier die Beratung mit ihnen und auch mit seiner neuen Crew ist er mehr unterwegs, als das sie zusammen Entscheidungen treffen. Ich muss auch gestehen, dass mir die neue Nummer 1 mit ihrem „JL“ doch deutlich fehl am Platz vorkam und wer bereits die Serie gesehen hat wird wissen was ich meine. Una McCormack gibt Pirard nicht nur eine neue Uniform, er hat sich auch verändert. Er ist zwar immer noch im Begriff wortgewandt Situationen zu klären und er schlägt auch mit seinen Taten mal einen der Oberen vor den Bug, aber woher kommt diese extreme Verbissenheit? Er zwingt sich regelrecht alles richtig machen zu wollen und ist nicht mehr so analytisch und scharfsinnig wie zuvor. Im Buch wird leider auch nicht geklärt, warum die Sonne explodiert und das Problem mit den Droiden, auch da bekommen wir keine Antworten. Das möge daran liegen, dass alles erst in der Serie zur vollen Reife erzählt wird. Immerhin erfährt man warum die Droiden gebaut wurden und wer die Idee dahinter hatte. Milliarden von Leben stehen auf dem Spiel und alle schauen weg? Ist der Plot so einfach? Leider ja. Dennoch schafft Picard mit seinen ersten Schritten einen kleinen Teil der Romulaner zu retten, viel zu wenig und doch so viel, dass er weiß, dass er das richtige macht. Fazit: Rette andere und rette dich selbst! Das Leben ist das kostbarste Gut was ein jeder besitzt. Egal welche Herkunft, Hautfarbe oder Religion, am Ende sind wir alle nur Lebewesen. Picard hat dies in seinem Herzen verwurzelt und schon in der Star Trek - Next Generation - Serie hat er ganze Welten vor dem Untergang bewahrt. Dies ist die größte Herausforderung seines Lebens, doch die Steine die im in den Weg gelegt werden sind schier unüberwindbar groß. Auf jeder Seite des Buches spürt man diese drückende Last auf dem Herzen von Picard. Er kämpft sich stetig voran, verliert aber auch immer wieder viele Meter. Das Buch ergänzt die ersten Folgen der Serie perfekt, liefert aber selbst wenig Antworten. Vielmehr erkennt man auch hier, dass Picard nicht mehr der gleiche ist, der er einmal war. Die Fassungslosigkeit beim Scheitern der Mission, lässt selbst einen Picard daran zerbrechen. Allerdings ist es nicht das Ende seiner Reise... Matthias Göbel Autor: Una McCormack Übersetzung: Stephanie Pannen Taschenbuch: 404 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 12.02.2020 ISBN: 978-3-426-52435-0
  11. Kirsten Beyer schreibt seit so vielen Jahren schon die Geschichte der Voyager weiter, dass man sich langsam fragt, wo genau sie mit den Figuren hinwill. Wieder zurück im Gamma Quadranten, gab schon so einige schöne, aber auch viele schreckliche Momente. Aktuell ist die kleine Flotte dicht beieinander und jedes Schiff wird leicht überholt. Interesse weckt ein kleiner Planet in einem binären Sternensystem. Es wurde kein Leben oder eine Zivilisation entdeckt, vielmehr verschiedene Habitate, in denen unterschiedliche Lebensräume für Pflanzen geschaffen wurden. Schon die Beschreibungen der Gewächse klingen beeindruckend. Das denken sich auch Janeway & Chakotay und lassen die ungleichen Crews auf den Planeten los. Gemischt sollen sie zusammenarbeiten und herausfinden, wer die Erbauer dieser Biosphären sind. Immerhin wird auch ein völlig neues Element entdeckt, welches den Namen der Finderin bekommt: Sevenofnineonium. Doch die Autorin vergisst nicht ihrer Linie treu zu bleiben und bringt einige private Momente der Figuren in den Roman mit ein. Da haben wir Kim, welcher sich um seine äußerst kranke Freundin und das ungeborene Kind Sorgen macht. Wenn den Ärzten keine Heilung einfällt... doch sie arbeiten intensiv und die Lösungsansätze sind sehr vielversprechend und unterschiedlich. Tom hingegen erlebt endlich die Zeit, in der er Vater sein kann und genießt dies offensichtlich. Dennoch bleibt das Geheimnis um die Architekten der eigentliche Kern der Story. Die Untersuchungen dauern diesmal besonders lange, da erst einmal überprüft wird, wie gefährlich es vor Ort ist. Das haben sie zumindest gelernt, nicht mehr blindlings ins Chaos laufen, sondern Scannen was das Zeug hält. Das Kirsten Beyer sich bei den Entdeckungen nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnt, geht in Ordnung. Ähnliche Ideen gab es schon, werden hier aber gut erklärt und arrangiert. Der technische Teil der Geschichte kann damit gut überzeugen. Die Vertiefung der Figuren versucht die Autorin über kleine Erzählungen aus der Vergangenheit zu unterstreichen, was nicht immer, aber doch überwiegend funktioniert. Einmal etwas von der Ausbildung auf der Akademie und ein anderes Mal wird an eine Story aus der Serie zurückgedacht. Da das Ende genau an der Stelle abbricht, wo es richtig spannend wird, kann man sich auf einen saftigen Anfang des Teils zwei freuen. Die neue Zeit im unbekannten Quadraten bringt also wieder viele neue Aliens, Ideen und Technik mit. Ich hoffe nur, dass die Verluste sich langsam in Grenzen halten, sonst ist keiner mehr übrig, der nach Hause kommen kann. Fazit: Gebaut für die Ewigkeit und die Neugier ist so groß. Fremde Welten - Check. Unbekannte Zivilisation - Check. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt - Check. Nur das es die Voyager ist und nicht die Enterprise und doch steckt diesmal etwas mehr Star Trek als zuvor in der Geschichte. Die Figuren haben sich gefunden und das Geheimnis des Planeten klingt großartig. Das Hummeln auf Band zwei wird schwer, aber schön zu sehen, dass Kirsten Beyer sich wieder in die richtige Richtung bewegt. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Übersetzung: René Ulmer Taschenbuch: 384 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 03.02.2020 ISBN: 9783864257612
  12. Wer bisher die Reise der Discovery mitverfolgt hat, der wird so einige Überraschungen erlebt haben. Nicht nur, dass die erste Staffel so viele Neuheiten beinhaltet hat, dass man in der zweiten Staffel umdenken musste, auch die verblüffende Verbindung zur Original-Serie ist mittlerweile allzeit bekannt. Captain Christopher Pike und Spock sind zurück auf dem Bildschirm. Dieser Roman spielt nun direkt vor den Ereignissen der zweiten Staffel von Star Trek – Discovery. Die Enterprise wurde von der Sterneflotte beauftragt einen Nebel zu untersuchen. Dieser ist so umfangreich, dass die Crew hier mehrere Monate verbringen und jeden Planeten genau unter die Lupe nehmen soll. Indessen überfallen die Klingonen die Föderation. Hier wundert man sich schon, dass gerade die Enterprise nicht zurück kommen soll, stattdessen muss sie ihre Mission weiterführen. Es wird auch später nicht klar, aber so muss sich Captain Pike eben doch noch länger in dieser undurchdringlichen Suppe zurechtfinden. Ein Planet der Klasse M erweist sich als recht vielversprechend und auch die ersten Stunden und Tage der Erforschung sind erholsam und lehrreich, doch wie zu erwarten, hält die Gefahr sich nicht lange zurück. Zuerst glaubt man das es ein paar Piraten sind, aber später wird klar, dass dieser Nebel mehr als nur von einem Volk bewohnt ist. Diese scheinen sich seit mehreren Jahrhunderten im Kriegszustand zu befinden. Das wird auch der Crew der U.S.S. Enterprise zum Verhängnis. Der Autor holt jetzt nicht einfach nur ein klassisches Abenteuer aus seinem Ärmel, vielmehr versucht er zu beschreiben, was die Mannschaft innerhalb eines ganzen Jahres miterleben muss. Dabei wird nicht nur auf Pike besonders eingegangen, welcher noch einmal von einem Erlebnis aus seiner Zeit als Jugendlicher berichtet und sich immer wieder daran erinnert. Spock bekommt ebenfalls einen Großteil der Geschichte spendiert und hier gibt es schon die ersten Ausblicke in die zweite Staffel Discovery. Da die deutsche Übersetzung um einiges später eintrifft, wird man als Fan schon wissen, um was sich später alles drehen wird. Miller hat sich zu Nutzen gemacht, dass er den Ausgang aller Ereignisse schon vorher kannte und den Leser nur nach und nach an das Geschehen heranlässt. Die Kämpfe sind gut beschrieben, wenn auch des Öfteren etwas zu lang. Interessant fand ich die Kampfanzüge, welche zwar später so nicht in der Serie zu sehen sind, aber hier das Leben des ein oder anderen retten. Die Idee der Völker und die Auflösung des eigentlichen Problems sind schön aufgeschlüsselt und beherbergen einen starken Aspekt, welchen vielleicht auch auf unseren Planeten heimische Volksgruppen sich einmal überlegen sollten. Das Leben in einer Gemeinschaft ist nie einfach und wird immer für Missverständnisse sorgen, nur wer bereit ist zuzuhören und auch mal auf den anderen zuzugehen vermag, hat die Chance die Wahrheit zu erkennen. Fazit: Hier erfährt man, warum Spock so wurde und warum Pike so ist. Was alles in einem Jahr passieren kann weiß jeder von sich selbst und John Jackson Miller lässt der Crew der Enterprise keine ruhige Minute. Mit einer ordentlichen Portion Action, in einem echten Krieg gefangen und mit seltsamen Wesen die man so noch nie gesehen hat. Das klingt nach Star Trek und es steckt auch viel davon in dieser Geschichte. Mutige Taten, geistreiche Wissenschaftsoffiziere und nur kleine Logikfragen geben dieser Ausgabe alles, was man erwartet. Ein interessanter Einstieg in die Welt von Star Trek – Discovery... Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 500 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.12.2019 ISBN: 9783966520311
  13. Schon wenn man den Namen Captain Jean-Luc Picard liest ist die Enterprise nicht weit. Die letzten Ereignisse sind noch gar nicht so lange her und während der Erforschung einer Passage wird ein bewohnter Planet entdeckt. Doch bevor Picard hier selbst sich ein Bild machen kann, wird er erst einmal vom Sternenflottenkommando hingehalten und mit viel zu wenig Informationen ans Ziel geschickt. Schön zu sehen, dass er immer noch den Oberen die Stirn bieten kann, denn genau das passiert hier mehr als deutlich. Im Orbit des Planeten angekommen muss die Crew feststellen, dass hier ein schrecklicher Nuklearkrieg gewütet hat. Viele Millionen Lebewesen sind wohl dabei ums Leben gekommen, die Frage ist jetzt, wie konnte das geschehen und warum hat die Sternenflotte so ein Geheimnis darum gemacht? Dayton Ward geht dabei herrlich zurück auf Ereignisse, welche über dreihundert Jahre zurückliegen. Auf der Erde sind die ersten kleinen Schritte zur Raumfahrt zu spüren, doch noch steckt alles in den Anfängen fest. Als ein außerirdisches Raumschiff irgendwo in den Bergen abstürzt und das eine seltsame Geheimorganisation auf den Plan ruft, könnte man meinen, die Geschichte nimmt einen klaren Verlauf, aber weit gefehlt. Je weiter man kommt, desto mehr erfährt man was hier auf der Erde passiert ist und in wie weit hier Agenten unterschiedlicher Organisationen ihre Finger im Spiel hatten. Erinnert ihr euch noch an Gary Seven? Er selbst ist zwar nicht mehr aktiv, aber es gibt Nachfolger. Star Trek spielt gern mit der Zeit und auch in diesem Fall gibt es Wissen welches einige haben, was sie eigentlich nicht haben sollten. Doch anwenden können sie es nur selten, dafür ist die Menschheit noch nicht bereit genug. Im Verlauf der Jahrhunderte mussten viele Brücken überwunden werden und auch der 3. Weltkrieg wird viel Leid und Elend bringen, aber die Zukunft schreibt eben Geschichte und wir wissen ja wie alles ausgegangen ist. Interessant fand ich auch, dass der Autor sich viel Mühe gegeben hat und geht auf die verschiedenen Bücher oder Serienelemente ein. Kleine Dinge wie etwa der Servo oder der Aufbruch der ersten Raumfahrer ins tiefe All sind spannend und geschichtsträchtig beschrieben. Es gibt auch allerhand Gefechte, die wiederum kurzgehalten sind, nicht zu ausufernd und auch wenn Leben verloren geht, wird wenigstens eine Wahrheit ans Tageslicht gefördert, welche wohl sonst für immer verloren gegangen wäre. Schrecklich, dass die Angst oft die Früchte des Todes trägt und wir können alle froh sein, dass der Kalte Krieg nicht zu unserem Ende geführt hat. Erwachsen werden ist für das einzelne Lebewesen schon eine Herausforderung, für eine ganze Zivilisation jedoch mehr als eine schier überwindbare Hürde. Ich habe Star Trek immer als die positive Variante für die Menschen gesehen, auch wenn wir hier geschichtlich noch viele Fehler machen, wurde viel Hass und Angst überwunden und entstanden ist eine Gemeinschaft, die hoffentlich auch unsere Nachkommen erschaffen werden. Fazit: Star Trek wie man es liebt! Dayton Ward nimmt einen klassischen Anfang, einen der beliebtesten Captains und schickt ihn in ein überraschendes Abenteuer. Die Menschheit hat in ihrer Vergangenheit schon wirklich viele Dummheiten begangen und auch hier glaubt man kaum, was geheime Organisationen alles umsetzten wollen. Jean-Luc Picard glänzt endlich wieder als Diplomat, auch wenn es kurzweilige Action gibt. Autorität und Führung sind diesmal ein zweiseitiges Schwert und wenn man aus der Vergangenheit lernen kann, dann dass was diese Geschichte lehrt. Matthias Göbel Autor: Dayton Ward Übersetzung: Aimée de Bruyn Ouboter Taschenbuch: 405 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.12.2019 ISBN: 9783864258749
  14. Christopher L. Bennett hat es sich zur Aufgabe gemacht die Geschichte um Jonathan Archer und der Föderation so genau zu erklären, dass feste Grundbausteine der Zukunft gelegt werden. So haben wir zum einen die Erklärung der Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Völker. Dies ist besonders später in den Serien wichtig und führt den ein oder anderen Captain in eine ungewollte Bedrängnis. Noch bevor die vielen Schiffe der Flotte das Weltall weiter erforschen, muss diese Frage jedoch geklärt sein und genau da setzt das Buch an. Grundlegend keine schlechte Idee da noch einmal genauer hinzuschauen, warum all das geschehen ist und nebenbei will Agent Trip Tucker die Sektion 31 ein für alle mal zu Fall bringen. Dazu hat er einen sehr umfangreichen Plan ausgeheckt. Er will den neuen Machthaber von Sauria vorführen. Maltuvis als despotischer Herrscher hat schon so einige Gräueltaten an seinem Volk begangen und doch ist er immer noch an der Macht. Er hasst Außenweltler und doch arbeitet er mit innen zusammen. Wir erleben die drei Schwestern von Orion wieder, welcher erneut nach der Macht greifen, aber irgendwie muss ich gestehen, dass ihr Plan nicht ganz logisch klingt. Geht es hier wirklich nur um Rohstoffe? Hoshi Sato hat für mich den spannendsten Part der Geschichte. Sie wird zu einem Planeten gerufen, welcher eine neue Art von Leben beherbergt, was jedoch erst einmal bewiesen werden muss. Baumartige Wesen und der Beschreibung her gar nicht mal so weit weg von unseren bekannten Pflanzen und doch so anders. Malcolm Reed hat auch seinen Auftritt und im gelingt endlich der große Wurf der Liebe, auch wenn sich sein Leben mit dem Ende des Buches ordentlich ändert. Nach der Ware-Krise hatte ich eigentlich gedacht, dass es inhaltlich wieder Berg auf geht. Die Figuren sind bekannt und man weiß wo sie stehen, dennoch hat der Autor sie meiner Meinung nach zum Teil aus den Augen verloren. Weder T´Pol noch Phlox kommen wirklich zu Wort, auch wenn sie beteiligt sind und da stellt sich die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, sich auf nur eine der Geschichten zu konzentrieren. Allein die Story um Hoshi Sato hätte vollkommen ausgereicht, um dieses Hauptthema der Nichteinmischung zu bearbeiten, warum die Sektion 31 auch noch ins Visier genommen werden musste bleibt ein Rätsel. Da wir aus den restlichen Serien wissen, dass es sie weiterhin geben wird, war es auch unnötig ein Komplott nach der anderen aufzubauen, um einen Verschwörer zum Fall zu bringen. Da hat sich der Autor zu sehr an dem Bösewicht festgebissen. Auch Trip sein auf und abtauchen ist langsam nicht mehr wirklich spannend. Große Trauer gibt es bedauerlicherweise bei Jonathan Archer, er verliert in diesem Roman, den wohl besten und engsten Freund, den er je gehabt hat. Fazit: Loyalität kann man sich nicht erkaufen, auch wenn man das richtige machen will. Das Leben der Föderationsmitglieder zu schützen, ist und bleibt der Kern der Sektion 31. Ihr Weg dahin geht über Leichen und genau diese will Trip nicht mehr sehen und doch sind sie wieder zahlreich vorhanden. Die Föderation hatte es offensichtlich nicht leicht zum Anfang und wenn Christopher L. Bennett die Themen hätte alle einzeln abgearbeitet, wären schöne einzelne Geschichten entstanden, so jedoch hat er diesmal leider eine der schwächeren Geschichten um Archer und sein Team geschrieben. Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Übersetzung: Bernd Perplies Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 16.12.2019 ISBN: 9783959813907
  15. Das William Shatner Bücher schreibt und das auch noch zum Thema Star Trek, wird niemanden überraschen. Der ehemalige Captain der Enterprise hat sich im Lauf der Zeit so sehr mit seiner Filmrolle identifiziert, dass er nicht mehr heraustreten kann. Als Grundlage für seinen Roman nutzt er eine eigene Zeitlinie und springt direkt in die Zeit nach dem vereitelten Angriff des Picard-Klons Shinzon. Spock befindet sich aktuell auf Romulus, da er immer noch versucht die Vulkanier und Romulaner kulturell zusammenzubringen. Doch ein Bombenattentat auf ihn beendet sein Leben. Das bekommt der Föderationsgeheimdienst mit und lässt sich einen bunt gemischten Plan einfallen, warum diese beiden Star Trek Generationen wieder aufeinandertreffen sollen. Ja, Kirk lebt und er ist Vater eines Jungen. Dessen Mutter ist bereits gestorben und mehr erfährt der Leser erst einmal nicht. Indessen ist Riker auf der Titan Captain und Worf zweiter Offizier auf der Enterprise. Jean-Luc Picard wird nun mit Kirk unter dem Befehl von Admiral Janeway nach Romulus geschickt, damit sie den Tod von Spock untersuchen können. Doch irgendwie steckt da noch viel mehr dahinter, als nur die Suche nach den Attentätern. McCoy, Scotty, der Doktor von der Voyager und noch einige mehr, an Figuren hat Shatner nicht gespart. Vielmehr versucht er in der Kürzer seiner Geschichte alle unter zubekommen, was ein wenig zu viel ist und zum Teil auch völlig unlogische Entscheidungen entstehen. Allein das die Föderation das Leben des Kindes aufs Spiel setzt ist schon mehr als ungewöhnlich und auch Picard wirkt diesmal so, als ob er bei dieser Mission richtig anwesend ist. Im Verlauf geht es natürlich in das Gebiet der Romulaner. Ich fand es schon interessant das der Autor noch einmal das aufgeworfene Thema des Films mitnimmt und man mehr über die Kulturen der zwei Völker, der Romulaner und der Remaner kennenlernt. Dennoch sind die politischen Spannungen eher im Vordergrund und es taucht im zweiten Drittel noch eine Überraschung auf, mit der wirklich keiner gerechnet hätte. Schön und gut das Shatner hier an die Fans gedacht hat und ein kleines Ass aus dem Ärmel zaubert. Er präsentiert einen Charakter aus der Classic-Serie, der nur einen kurzen, aber interessanten Auftritt hatte. Einige Wendungen sind auch nicht vorhersehbar, was der Story hilft, denn es werden auch recht viele klischeehafte Kämpfe präsentiert, welche teilweise unglaubwürdig erscheinen. Die geheimnisvollen Remaner bleiben weiterhin im Dunklen der Geschichte, was schade ist, da sie als Rasse mehr als interessant klingen. Über Kirks Sohn erfährt man nur kleine Bruchstücke, hier wären ein paar mehr Infos auch schön gewesen. Die Frage warum Kirk noch lebt, obwohl er ja einige Filme zuvor gegangen ist, bleibt auch ungelöst. Daher kann man diesen Roman eher als Nebengeschichte sehen, die weder hier noch da wirklich in den Kontext passt. Das diese Charaktere gut zusammenarbeiten können, beweisen nicht ihre Herkunft aus der Vergangenheit, vielmehr ihre unbeschreiblichen Heldentaten, die auch diesmal der Grundstein dafür sind, dass die Galaxie vor einer Bedrohung bewahrt wird. Der Einstieg in die Geschichte ist allerdings sehr besonders, denn wer redet schon davon zu wissen, dass der heute sterben wird? Fazit: Alte Helden, neue Missionen und doch so viele Fragen. William Shatner vollführt mit seiner Version der Zukunft von Captain Kirk einen Drahtseilakt, welcher mir persönlich zu wackelig ist. Die vielen bekannten Charaktere wirken eher in die Story gequetscht, keiner kann sich richtig entfalten. Die grundlegende Idee klingt allerdings interessant und auch einige überraschende Wendungen sind gut platziert. Da hier in keiner bekannten Zeitlinie weitergeschrieben wird, hat der Autor freie Wahl für den Verlauf seiner Geschichte. Es gibt viel Action, Kämpfe und hektisches Gerangel, eben ganz die alte Schule und mehr ist es leider nicht. Als zweiter Teil der Shatner-Trilogie, ist dieser Roman wirklich nur Fans zu empfehlen. Matthias Göbel Autor: William Shatner Übersetzung: Andreas Brandhorst Taschenbuch: 344 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 25.02.2014 ISBN: 9783641115197
  16. Alles fängt sehr harmlos an. Die Enterprise-A befindet sich auf einer diplomatischen Mission. Eine Delegation soll zu einer Verhandlung gebracht werden, bis plötzlich ein seltsames und nicht zu identifizierendes Signal auftaucht. Kirk ist sofort Feuer und Flamme, denn es ist immer seine erste Aufgabe neue Zivilisationen und Völker kennen zu lernen. Also nehmen sie einen kleinen Umweg und schauen sich genauer an was Uhura da empfangen hat. Spock, Doktor McCoy, Chekov und ein paar Sicherheitsmitglieder nehmen an dem Außenteam teil und schon befinden wir uns wieder mitten in einer der bekannten klassischen TV Folgen. Nicht etwa wegen dem Trupp selbst, sondern eher das was passiert. In der zweiten Geschichte darf sich Captain Picard erneut einer Herausforderung stellen, welche er bereits im Kino überstanden hat - Der Nexus. In „Treffen der Generationen“ musste er zusammen mit Kirk versuchen einen Wissenschaftler aufzuhalten, welcher unbedingt in dieses kosmische Band wollte und im Endeffekt wird die Geschichte hier nur noch einmal, nahe dem Raum zu den Kinshaya, neu interpretiert. Picard hat diesmal jedoch deutlicher die Frage im Hinterkopf, ob er vielleicht selbst so reagieren würde, wenn er seine frisch gebackene Familie verlieren würde. Tod und Verlust rückgängig zu machen und ein erfülltes Leben leben, auch wenn es nur eine Illusion wäre… doch zunächst ist eine kleine Detektivarbeit nötig, um den Nexus vor feindlichen Mächten zu schützen. Zum Ende erleben wir William Riker als Admiral… das hatte er sich damals nicht träumen lassen und auch jetzt wirkt es immer noch recht unwirklich. Dennoch ist er sich seiner Pflichten und Aufgaben bewusst. Viel schwieriger wiegen dann genau diese Einsätze, in denen man am liebsten schon von Anfang an weglaufen möchte. Diese kurze Geschichte spielt direkt nach den Ereignissen der Star Trek – The Fall Reihe. Riker befindet sich auf der Titan, als er zu einem Einsatz gerufen wird. Er soll als Friedensvermittler zwischen zwei Völkern fungieren. Doch kommen ihm sofort alte Erinnerungen hoch, denn bereits zur Zeit auf der Enterprise hat er versucht hier zusammen mit Captain Picard eine Einigung zu finden. Was damals nicht funktionierte, soll jetzt möglich sein? Fazit zu „Miasma“: John Jackson Miller hat es geschafft, aus einer kleinen Novelle einen Leckerbissen für Zwischendurch zu schreiben. Die Figuren finden sich schnell in ihrer Rolle zurecht und er vergeudet keine Zeile in der nicht etwas Wichtiges passiert. Viele Erinnerungen an die Enterprise werden wach und die Auflösung am Ende liest sich rund und logisch. Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr solcher kleinen Geschichten gibt und zusammen würden sie wieder eine schöne Sammlung ergeben, welche am Ende die Serienausgaben komplettieren. Fazit zu „Der Stoff, aus dem die Träume sind“: Ohne Picard wäre das Universum schon längst en anderes. Der Nexus ist ein faszinierendes Phänomen, welches in dieser kleinen Geschichte tiefer beleuchtet wird, auch wenn seine Herkunft und sein Sein nicht wirklich erklärt werden. Spannend wird es trotzdem, da Picard sich erneut der starken und glücklichen Illusion erwehren muss. Vielleicht nicht so ausschweifend erzählt wie der Kinofilm, aber schön zu sehen, dass es ihn noch gibt und vielleicht löst eine der nächsten Generationen das Geheimnis. Fazit zu „Abwesende Feinde“: Im Großen und Ganzen erlebt man genau das, was der Titel einem schon verrät - Star Trek – The Original Series. Eine schön klassisch erzählte Geschichte, mit ein wenig mehr Action, toten Rothemden und einem Kirk, der seine Kameraden niemals im Stich lassen würde. Ich für meinen Teil war wie immer herrlich unterhalten und kann Fans der alten Serie diese kleine Geschichte ohne Bedenken in den E-Book-Reader legen. Fazit: Wenn man alle drei Geschichten in Ruhe durchgelesen hat, wird man sich danach einfach wünschen es würde unaufhörlich weitergehen. Die kleinen Einblicke und Anekdoten bringen einen zurück in die jeweilige Zeit und erinnern an spannende Momente mit seinen Lieblingscharakteren. Ebenfalls wird hier bewiesen, dass Star Trek selbst in Kurzgeschichten gut funktioniert. Diese Ausgabe ist ein sehr passendes kleines Geschenk für jeden Fan, der gern Zeit in Zeilen verliert. Matthias Göbel Autor: Greg Cox, James Swallow, John Jackson Miller Taschenbuch: 384 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 22.10.2019 ISBN: 9783959813846
  17. Schaut man zurück auf die ersten Folgen von Star Trek - The Next Generation, dann wird einem hier dieser Riker sehr bekannt vorkommen. Auf einer Mission viele Jahre zuvor, hat er zusammen mit einem alten Freund eine diplomatische Mission durchgeführt. Imprima ist ein in sich sehr geschlossener Planet und die Bewohner haben gegenüber Außenweltlern nicht die beste Meinung. Teller Conlon hat sich nach dieser Mission hier niedergelassen und war Ansprechpartner für alle Belange der Föderation. Plötzlich wird er jedoch vermisst und auch ein seltsam wichtiges Juwel. Riker bekommt von aller höchster Stelle die Aufgabe der Sache auf den Grund zu gehen und schon ist die Enterprise auf dem Weg. Das er allein die Mission bestreitet ist nicht wirklich wunderlich und das es auch eine kleine zweite Story gibt auch nicht. Hier darf sich erneut Data über das menschliche Verhalten wundern. Es geht um ein Holoprogramm, welches Riker vor seiner Mission nach Imprima geschrieben hat. Ein Baseballspiel einer der wenigen kanadischen Mannschaften, welche es in die amerikanische Profiliga geschafft haben. Wer als Laie schon einmal versucht hat ein Baseballspiel zu schauen, der war mehr als einmal über manch Regel und System verwundert. Genau darum geht es hier auch, denn neben dem eigentlichen Spiel, wird auch versucht zu erklären, wie Baseball funktioniert und das die Interaktion mit Trainer und Spieler mehr als entscheidend ist. Rikers Ermittlungen auf dem Planeten klingen schon nach den ersten Schritten nach einer sehr klassischen Abfolge von Detektiv und Actioneinlagen. Die ihm zur Seite gestellte Hüterin ist ebenfalls eher unsympathisch, nicht nur Riker gegenüber, auch dem Leser kommt sie eher suspekt vor. Schade das Picard so wenig in Erscheinung tritt und wenn, dann wirkt er auch eher nicht so intellektuell wie in der Serie. Seltsam fand ich auch den Kurzauftritt von Wesley Crusher. So wie hier beschrieben, hat er sich meiner Meinung nach nie benommen, aber vielleicht war es auch nur eine Phase. Datas Erlebnisse sollen eine Mischung aus den bereits gezeigten Interaktionen sein, verfehlen aber auch den tieferen Sinn seines Unterfangens. Immerhin kann Riker auf dem Planeten für ein wenig Spannung sorgen. Erst ein Kampf gegen wilde Tiere, dann ein Labyrinth und er schreckt auch nicht vor einem umfangreichen Messerkampf zurück. Das es immer wieder kleine Rückblenden mit Riker und seinem alten Freund gibt, mischt die Story ein wenig durch und dank kleiner Anhaltspunkte in den Dialogen, befinden wir uns schon tief in der Serie, so dass die Figuren sich eigentlich gefunden haben sollten. Hier jedoch wirken alle eher als Einzelgänger und der sonst so gelobte Teamgeist schwebt nicht wirklich in der Luft. Ob Imprima noch einmal in Erscheinung tritt mag ich auch bezweifeln, zumindest hat Riker sehr viel auf diesem Planeten gelernt, nicht nur dass, man sich besser um seine alten Freunde kümmern sollte, sondern auch, dass sein Charme Grenzen hat. Fazit: William Riker allein auf Mission und doch wirkt alles so bekannt wie eh und je. Das Zusammenspiel der Star Trek - The Next Generation Crew war schon damals ein Grund für den Erfolg, hier jedoch muss man eher danach suchen. Die Nebenstory von Data wirkt auch zu sehr gewollt und dennoch, wer es sehr einfach und altbewährt mag, findet hier eine kleine Randgeschichte mit winzigen Spannungskurven und Kurzauftritten aller Bordmitglieder. Matthias Göbel Autor: Michael Jan Friedman Übersetzung: Andreas Brandhorst Taschenbuch: 360 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 25.02.2014 ISBN: 9783641115395
  18. Mehr als einmal stand Sektion 31 im Mittelpunkt einer Geschichte im Star Trek Universum. Immer wieder wird dabei klar, wie umfassend ihr Wissen ist und wie überwältigend sie agieren und reagieren können. Wir schreiben das Jahr 2140. Ein intelligenter Wissenschaftler an der Universität in Dresden entwickelt ein Programm, welches mehr ist als nur eine einfache Überwachungssoftware. Dieses Programm soll in der Lage sein umfassend alles zu sammeln, was es an Informationen gibt. Von jedem, überall und ausnahmslos. Damit noch nicht genug, denn dieses Programm soll ebenfalls die Möglichkeit haben sich weiterzuentwickeln, sich seiner Umgebung anzupassen, um sich seinen kommenden Herausforderungen stellen zu können. Das perfekte an dem System, es kann sich in alle möglichen Geräte integrieren, vom einfachen Phaser, bis hin zum Raumschiff. Schon bei der Vorführung sind alle mehr als begeistert, erkennen aber auch die Gefahr hinter dieser Macht. Zweihundert Jahre später entdeckt eine Journalistin teile des Codes, der dafür verantwortlich ist und erstaunlicher Weise ist er immer noch aktiv. Im gleichen Atemzug erfahren wir von Doktor Julian Bashir, dass er mit seinem Feldzug gegen die Sektion 31 noch nicht allzu weit gekommen ist. Mit Sarina an seiner Seite hat er zwar die Liebe seines Lebens gefunden, aber noch sind beide nicht in Sicherheit und können ihr Leben in Ruhe genießen. Eine weitere sehr schöne Überraschung ist das Wiedersehen mit einem sehr alten Bekannten aus der Next Generation. Allein deswegen schon ein Grund für Fans dingend hier hineinzuschauen. Selbst Deep Space Nine wird mit eingebunden und wenn man genau hinschaut sogar Star Trek Discovery. Im Verlauf der Geschichte lernt man auch automatisch viel über Programmierung, Programmstruktur, Datenfluss und Künstliche Intelligenzen. Man wird damit zwar nicht zum Experten, aber man versteht die Idee dahinter und ihre Funktion. Mack hat wie immer ein unbeschreibliches Gespür für Tiefe seiner Charaktere. Egal welchen man herauspickt, er schreibt nicht einfach nur die Handlungen auf welche er vollführt, sondern begibt sich in ihr Leben. Hier ein Gedanken an die Liebe, da eine alte Geschichte aus der Vergangenheit und wenn dann auch noch so viele Jahrhunderte verbindet wie hier, kann man erneut von einer gewaltigen Story sprechen. Besonders auf den letzten Seiten zaubert er mit einer unaufhörlichen Spannung den Lesefluss auf den Höhepunkt. Die Figuren leiden noch einmal deutlich und das Geheimnis wird endgültig gelüftet. Ich bin mir sicher, dass er mit diesem Roman wieder einmal bewiesen hat, dass nur er so etwas beenden oder zum Leben erwecken kann. Star Trek hatte schon immer den Grundkern mehr zu sein als nur Aliens und Weltraum, hier wird die Geburt und das Ende von etwas Ursprünglichen dieser Fiktion großartig beschrieben. Fazit: Ende und Anfang, dichter als hier, können sie gar nicht beieinanderliegen. David Macks magische Idee hinter der Föderation und ihrer Geschichte ist so unglaublich, dass man selbst als Leser das Geschehen nicht wahrhaben will. Sektion 31 hat es immer in der Hand gehabt, was aus Star Trek wird oder steckt doch etwas anderes dahinter? Ich kann David Mack hiermit bescheinigen, dass er das Herz der aktuellen Star Trek Romanreihe ist. Ein Star Trek Roman mit einer Brisanz, die unser eigenes Leben vielleicht auch heute schon betrifft. Matthias Göbel Autor: David Mack Übersetzung: Helga Parmiter Taschenbuch: 423 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 18.09.2019 ISBN: 9783959819671
  19. Die letzten Ereignisse um Deep Space 9 liegen schon einige Zeit zurück. Nicht nur für uns Leser, auch für die teilnehmenden Figuren. So einiges ist passiert und nach dem Aufbau der neuen Station unter der Führung von Captain Ro Laren war es Zeit mit einigen Strängen der letzten Geschichten fortzufahren. David R. George III. Bringt zum einen Kira Nerys zurück. Ihre Geschichte ist schon lange mit Bajor verbunden und wird es auch für immer bleiben. Ihre Reise in die Vergangenheit und zurück, beschäftigt diesmal das Geschehen. Zusammen mit dem anscheint aus der Vergangenheit zu stammenden Altek Dans, werden auf dem zuletzt fast vernichteten Mond Endalla interessante Entdeckungen gemacht. Denn die geistliche Führung Bajors spürt deutlich die Brisanz des gefundenen uralten Gerüsts im inneren des Mondes. Die nächste Geschichte handelt von Nog, welcher immer noch versucht das Holoprogramm um Vic Fontaine zu retten. Nach der Abschaltung auf der alten Station scheint irgendetwas vorgefallen zu sein und keiner kann sich ein Reim darauf machen. Erstaunlich das später auch die Story um Ro und Quark mit einfließt, denn diese beiden machen sich auf die Suche nach Morn. Dieser ist verschwunden und seit zwei Jahren nicht mehr gesehen worden. Der für mich ein sehr typischer aber auch sehr passender Plot, welcher die Verbundenheit der Figuren zu der guten alten Zeit schön umschreibt. Es wird sogar etwas spannend und bei all den erlebten Holoabenteuern, scheint die Erde der 60er immer noch ein passender Ort für Geschichten zu sein. Odo bekommt nur einen kleinen Teil spendiert, aber der Anfang für folgende Ereignisse sollte hier eingeläutet sein. Leider war nichts von Dax, Bashir, Sisco oder seinem Sohn zu erfahren, aber es werden schon genug Spielplätze bearbeitet. Die letzten Ausgaben waren doch etwas verwirrend, da viel mit der Zeit gespielt wurde, diesmal läuft alles etwas ruhiger ab. Selbst die Spannung basiert diesmal eher auf der ruhigen Erzählung der Ereignisse und dem Wissen welches die Figuren tragen. So erfahren wir über Fontaine erstaunliche Details, welche in der Serie vielleicht nie besprochen wurden oder auch Morn, welcher plötzlich einen ganz anderen Charakter darstellt als sonst. Quark und Ro hingegen lösen zumindest endgültig ihre „Beziehung“ auf, was im Nachhinein auch für keinen Leser weder optisch noch inhaltlich funktionieren hätte können. Dafür darf Kira noch einmal deutlich zeigen, wie weit sie sich entwickelt hat und das sie schon immer mehr mit dem Kopf durch die Wand gearbeitet hat, als sich in Grenzen einsperren zu lassen. Irgendwie klingt der Roman nach einem kleinen Aufbruch in eine neue Zeit. Alle alten Gegner sind gegangen und dank der neuen Station und des wiedergekehrten Wurmlochs können die Geschichten wieder fließen und die Figuren sich weiterentwickeln. Mal schauen was die Propheten noch so mit Bajor vorhaben. Fazit: Deep Space Nine findet sich wieder, trotz der Lichter im Dunkel. So viele Gefahren die schon gemeistert wurden, da wurde es Zeit, dass eine ruhigere Geschichte geschrieben wird und David R. George III. nimmt sich einen Großteil der bekannten Figuren und findet schöne Anschlüsse für die Weitererzählung. Einiges wird komplett abgeschlossen, anders aufgefangen und in die richtigen neuen Bahnen gelenkt und mit der Wiederkehr von Kira, Odo und dem Wurmloch, können die Autoren mit DS9 endlich wieder richtig durchstarten... Matthias Göbel Autor: David R. George III. Übersetzung: René Ulmer Taschenbuch: 421 Seiten Verlag: Cross Cult Verlag Erscheinungsdatum: 05.08.2019 ISBN: 9783959819657
  20. Es gab schon so einige Zeitreisen, in der die Crew der Enterprise eine wichtige Rolle gespielt hat. Diesmal sind sie ebenfalls wieder mittendrin und ganz vorn mit dabei Spock und Kirk. Seit Tagen erleben sie schon seltsame Träume und sie scheinen so real, als ob sie in einer anderen Realität stattfinden. Selbst Spock ist davon nicht unberührt, doch dank seiner vulkanischen Physiologie, kommt er mit diesen Problemen besser zurecht als der menschliche Körper. Irgendwann wurde es jedoch so schlimm, dass fast die Hälfte der Besatzung betroffen war und das Schiff bekam zudem seltsame Befehle von der Sternenflotte. Sie sollen sich an der Neutralen Zone einfinden, da ein Angriff der Romulaner droht. Im selben Moment verschwimmt jedoch die Realität und als Leser landen wir in einem parallelen Universum, in dem wahrlich einiges anders ist. So stehen z.B. die Vulkanier an der Stelle der Menschen und befehligen die Schiffe der Sternenflotte und Captain Spock trifft auf Fähnrich James T. Kirk. Diese Idee hat wirklich einen gewissen Reiz, denn wer würde nicht gern einmal sehen, wie sich Kirk schlägt, wenn er nicht das Kommando hat? Es stellt sich weiterhin heraus, dass die Romulaner ein Zeitexperiment durchgeführt haben, so dass es nie zur ursprünglichen Gründung der Föderation kam. Das Wie ist dabei kaum richtig erklärt, auch wenn man hier die Idee der Kinofilme aus den 80er zur Hilfe genommen hat. Ab jetzt beginnt der Wettlauf gegen die Zeit, denn auch in dieser Realität, bekommt Spock mit, dass etwas nicht stimmt. Dank der Hilfe von McCoy findet er eine plausible Idee, welche sich erschreckend als wahr erweist. Sie haben nur wenige Tage, um das alte Universum zu retten... Die Romulaner hingegen versuchen jetzt die Macht an sich zu reißen. Leider schwimmt die Story jetzt etwas, denn so logisch wie bisher alles klang, entwickelt sich der Inhalt leider nicht mehr. Kirk und Spock einen eine unbeschreibliche Freundschaft, welche auch über Dimensionen hinweg zu spüren ist. Etwas sehr mystisch, aber es kommen noch fantastischere Ideen hinzu. So ist Kirk etwa sehr aufsässig als Fähnrich und seine Akte liest sich auch eher sehr unreif, als dass der den Dienst auf so einem Schiff vollziehen könnte. Spock hält dennoch fest an diesem jungen Mann, denn irgendetwas sagt ihm, dass es richtig sei. Später kommunizieren sie auch über Lichtjahre hinweg, nur in Form von Gedanken und als Bindeglied dient das „alte“ Universum. Die Romulaner hingegen entpuppen sich später als nicht wirklich Handlungswillig und als Spock auch noch gezwungen wird Theater zu spielen und sein Pon farr ausbricht, zerfällt leider die schöne Idee hinter dem Roman. Dennoch rundet auch diese Zeitreise sich wieder vollkommen ab und der Kreis schließt sich wohlwollend. Das nur wenige sich an die Ereignisse erinnern können, mag auch am kurzen Ende liegen. Der bereits 1985 erstmalig erschienene Roman hat für die damalige Zeit erstaunlich viel Gefühl parat. Nicht nur zwischen Spock und Kirk scheint es fast mehr als nur eine Freundschaft, auch manch andere Mitglieder an Bord gehen, neben einigen kleinen Sticheleien, doch sehr sorgsam miteinander um. McCoy hat erneut wieder alle Sympathiepunkte auf seiner Seite. Seine raue Art und der dennoch bedächtige Freund, in einer Person vereint, machen ihn zur schimmernden Randfigur. „Ich bin Arzt und kein Architekt…“ oder „Ich bin Arzt und kein Gärtner...“ lassen sogar die Synchronstimme im Kopf auferstehen und man erinnert sich an manch Wortgefecht auf der Brücke der Enterprise. Fazit: Zeitreisen und neue Universen, treffen auf eine überdimensionale Männerfreundschaft. Kirk und Spock stehen im Mittelpunkt der Geschichte einer seltsamen Zeitreise, in der ein Universum entsteht, welches nicht sein sollte. Autorin Della van Hise erklärt das tiefe freundschaftliche Band, zwischen Kirk und Spock vergisst dabei jedoch gelegentlich die eigentliche Story. Die Gegner haben großartig angefangen, verlieren sich jedoch nach und nach und somit bleiben nur die bekannten Hauptpersonen der Enterprise, welche alles herausreißen. Charmante Dialoge und ein McCoy in Höchstform, lassen das Gefühl von Star Trek aufleben. Matthias Göbel Autor: Della van Hise Übersetzung: Andreas Brandhorst eBook: 645 Seiten Seitenzahl der Print-Ausgabe: 308 Seiten Verlag: Heyne Verlag Erscheinungsdatum: 25.02.2014 ISBN: 9783641114657
  21. Es scheint fast so, als könnte man Star Trek in so ziemlich jedem Universum wiederfinden. In diesem Fall findet sich die Crew der Enterprise zu einem Besuch bei dem wohl bekanntesten Vertreter der Science Fiction wieder - Planet der Affen. Bevor es mit der Geschichte losgeht, es ist schön zu sehen, dass die Zeichner und auch die Story selbst, sich komplett auf die Enterprise aus Kirk-Zeiten bezieht. Somit haben wir neben dem Original-Captain auch, Spock, Pille, Scotty, Sulu und Uhura mit von der Partie. Der Sternenflotte ist zu Ohren gekommen, dass die Klingonen einen neuen Weg gefunden haben, ihre Expansion doch weiterzuführen. Kirk findet ein seltsames Portal, welches dafür verantwortlich ist und es führt die Crew der Enterprise eben genau zu dieser seltsamen Parallel-Erde und somit zum Planet der Affen. Wie auch schon bei der Crew, wurde darauf geachtet, dass die Affen und auch die beteiligten Menschen den Originalen aus den 60ern ähneln. So hat George Taylor eben unverwechselbar den Blick von Charlton Heston. Doch damit noch nicht genug, denn die gesuchten Klingonen führen auch hier wieder nichts Gutes im Schilde. Sie geben den Gorillas Schnellfeuerwaffen und wollen, dass sie sich den Planet Untertan machen. Kein geringerer als der klingonische Schurke Kor zieht hierbei die Fäden. Sehr ähnliches dem was auch in den Filmen geschehen ist, verfolgen Kirk & Co. das Geschehen und versuchen sich so gut es geht herauszuhalten, was mehr oder minder gut funktioniert. Besonders Taylor scheint nicht mit seinem Schicksal spielen zu wollen und nimmt den Verlauf selbst in die Hand. Die Gemeinsamkeiten zu den Originalen sind schön miteinander verwoben worden, auch wenn es hin und wieder doch etwas zu sehr nach dem klassischen Enterprise Prozedere abläuft. Kämpfe gibt zu Hauf und das nicht nur gegen die Primaten, sondern auch untereinander greift Affe, Affe an. Hier hatte Rachael Stott absolute Freiheit gehabt und konnte zeigen was alles in ihrem Stift steckt. Passende Posen, gute Bewegungen und gelungene Szenenbilder erzählen den Comic schon fast von ganz allein. Nur bei den Raumschiffen fehlen mir manchmal die Feinheiten. Ob die Klingonen es schaffen diese Erde auszubeuten und wie die Affen miteinander klarkommen oder nicht, dass solltet ihr selbst herausfinden, interessant ist dieses Aufeinandertreffen auf jeden Fall. Fazit: Ein affenstarkes Crossover! Krik trifft mit seiner Enterprise auf eine Parallel-Welt, auf der der Planet der Affen seinen Lauf nimmt. Schön zusammengewürfelte Story-Elemente aus den ursprünglichen Universen kommen zusammen und es fühlt sich so an, als ob es nie anders gewesen wäre. Hinzu kommen die gekonnt umgesetzten Zeichnungen von Rachael Stott, welche den Fan der jeweiligen Seite mehr als zufriedenstellen. Ich bin gespannt, mit wem es die Crew der Enterprise noch so alles aufnehmen darf... Matthias Göbel Autor: Scott Tipton, David Tipton Zeichnung: Rachael Stott, Charlie Kirchoff Übersetzung: Andreas Kasprzak Softcover: 128 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 21.09.2015 ISBN: 9783864256851
  22. Captain Jean-Luc Picard ist mit der Enterprise-E unterwegs, um einen seltsamen Nebel zu untersuchen. Interessant ist auch ein Planet, welcher sich mitten in diesem Nebel befindet, denn eigentlich ist es völlig unmöglich, dass er sich hier befindet. Es werden Lebenszeichen und Energiewerte gemessen und Spuren von Quantenfelder werden entdeckt. Dann kommen wir zu Captain Riker, ja richtig gelesen, in einer der anderen Quantenebenen treffen wir auf die Enterprise-D. Neben der zeitlichen Trennung hat sich auch die Reise der Enterprise hier etwas anders entwickelt. Einige Personen die nicht mehr sind gibt es wieder und andere gibt es eben nicht mehr. Bis hier hin hätte es Dayton Ward belassen sollen, aber es kommt noch eine dritte Partei dazu. Unterdessen schickt Captain Picard Commander Worf auf den Planeten, denn das Geheimnis ist zu groß, um nicht gelüftet zu werden. Jetzt kommt auch der Name des Buches zum Tragen, denn wie es kommen musste, stürzt Worf mit seiner Crew ab. Der Roman benötigt schon etwas Zeit, um die Ereignisse auch in Gang zu bringen. Vielmehr konzentriert sich der Autor auf die unterschiedlichen vergangenen Ereignisse. Wie etwa Riker seinen Posten als Captain der Enterprise bekam oder wie dieser reisende Planet entstand. Damit hat er versucht die Nähe zu den Charakteren aufzubauen, was allerdings nicht an jeder Stelle funktioniert. Der neue Geschichtsverlauf der Enterprise-D klingt auf jeden Fall interessant, den viele der Ereignisse kennt man und ihren Ausgang auch. Egal ob der Kampf gegen die Borg, Klingonen oder Romulaner, alles wird in Zukunft für diese Dimension anders verlaufen, als wir es aus den Geschichten kennen. Ward verlässt sich nicht darauf, dass hier nur alte Hasen das Buch in die Hand nehmen, der versucht die letzten Jahrzehnte zusammenzufassen und bindet dabei den Absturz und die Quantenreise des Planeten mit ein. Vielleicht ist das eine nicht zwingend gute Entscheidung gewesen, denn so klassisch sich das Abenteuer liest, so verläuft es auch. Der ganz große Sprung in der Handlung fehlt leider. Zum Ende hin ein wenig Action und der Ausblick, dass alles doch noch anders kommen kann, aber das war es dann auch schon. Was die temporale Direktive angeht, nun ich bin mir sicher, dass sie in diesem Fall wohl etwas anders greift, da ein Paralleluniversum ganz anders auf die Entwicklungen reagiert, als das eigene. Die außerirdische Technik des Volkes ist zumindest von der Idee her wirklich beeindruckend und dürfte so ziemlich jedes machthungrige Volk, egal aus welchem Quadranten, interessieren. Die beiden Geordi La Forge haben zumindest alle Hände voll zu tun, um die jeweilige Enterprise zusammenzuhalten. Da man sich nicht wirklich viel von der Stelle bewegt, sondern „nur“ zwischen Dimensionen, bleiben die Schauplätze auch recht übersichtlich. Das hilft den schnellen Überblick über das Geschehen zu behalten. Für mich gab es etwas zu wenig von dem neuen Volk und zu viel von bereits bekannten Geschichten, da hätte der Autor ruhig mehr ausholen können. Fazit: Zwei mal Enterprise und zurück! Dayton Ward erzählt euch eine sehr klassische Geschichte aus dem Star Trek – Next Generation Universum. Er verhilft einigen alten Figuren erneut zusammen zu agieren und kreiert sogar ein eigenes Paralleluniversum. Dennoch fehlen die wirklich echten Überraschungen im Verlauf und hinter der Idee selbst. Technisch dennoch sehr interessant, hindert nur der der übliche Gegner am Vorankommen einer wirklich neuen Geschichte. Wer es dennoch klassisch mag, findet hier schöne alt geschmückte Bilder. Matthias Göbel Autor: Dayton Ward Übersetzer: Stephanie Pannen Seiten: 350 Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 06.05.2019 ISBN: 9783743897496
  23. Die Besatzung der Excalibur hat im Lauf ihrer Dienstzeit schon so manches Wunder gesehen und mehr als eine Krise überstehen müssen. Captain MacKenzie Calhoun geht es da nicht anders und nachdem er zuletzt erst ein Mitglied seiner Crew verloren hat, scheint sich die Mannschaft weiter zu dezimieren. Doch erst einmal wird er überraschenderweise ins Büro der Sternenflotte gerufen, da seine Aufdeckung über das Volk der D´myurj für viel Wirbel gesorgt hat. Sie können Körper jeder Person herstellen und sie damit vollständig ersetzten, ohne dass man ahnt, wen man vor sich stehen hat. Zudem sind sie verbündet mit seltsam gepanzertern Kriegern, welche sich „Die Brüder“ nennen. Calhoun und die Crew seiner Frau standen ihnen schon gegenüber und es wird leider nicht das letzte mal der Fall sein. Doch zurück zu seiner Crew und diesmal spielt Morgan die Hauptrolle. Als KI auf dem Schiff installiert, reagiert sie in letzter Zeit wirklich seltsam und von Seite zu Seite nimmt dieser Zustand zu. MacKenzie hat bereits einen Plan, jedoch haben auch andere Pläne, welcher bereits ihre ersten Bewegungen begonnen haben. So wird Calhoun im Lauf der Geschichte seinem Volk wieder ganz nah sein, Mütter werden ihre Kinder loszulassen lernen müssen und die Frage was ist Leben und was ist nur Existenz, wird auf den Prüfstein gestellt. Peter David hat sich für seinen mittlerweile siebzehnten Band eine ebenfalls recht interessante Schreibweise einfallen lassen. Er springt ein wenig hin und her. Manchmal ist er vor den aktuellen Ereignissen und manchmal wieder mitten drin. Ich hatte erst die Befürchtung, dass es vielleicht zu viel werden könnte, aber weit gefehlt. David hat eben seinen eigenen Stil, welcher fesselt und man dank kleiner Details an den Figuren hängen bleibt. Selbst die Diskussionen über Künstliche Intelligenz und das Sein als Lebewesen machen Spaß und man verfolgt den philosophischen Gedanken dahinter. Das Wiedersehen mit Seven of Nine und dem Doktor aus Star Trek Voyager kam ehrlich gesagt etwas überraschend, denn es gibt sicher noch einige andere Wissenschaftler zu dieser Zeit, welche gleich oder sogar besser qualifiziert gewesen wären für die anstehende Mission. Dennoch findet sich alles und das Ende ist mehr als erschütternd. Überrascht war ich ebenfalls, dass es deutlich mehr Action gibt, was wohl auch daran liegt, dass das xenexianische Volk den Kampf regelrecht anzieht. Nichtsdestotrotz haben wir auch Neu Thallon wieder im Visier und die Sternenflotte selbst darf sich hinterfragen. Das die Excalibur auch anders kann, beweisen kleine Sticheleien innerhalb mancher Dialoge und nicht zuletzt Calhoun selbst kann einen mit seiner Art köstlich amüsieren oder auch zur Weißglut bringen. Der Autor hält an seiner vorangegangenen inhaltlichen Stärke fest und lässt die Figuren nicht mehr aus den Augen. Manchmal sind es nur kleine Auftritte einzelner Personen, aber diese Momente reichen schon aus, um das gesamte Universum um Star Trek – New Frontier zu füllen. Fazit: Science-Fiction, Star Trek und New Frontier, eine der wohl schönsten Kombinationen die man sich als Leser zulegen kann. Das Leben vieler Geschöpfe steht auf dem Spiel und Captain MacKenzie Calhoun hat schon vor langer Zeit geahnt, dass dieser Tag kommen wird. Ein erst undurchsichtiger Plan nimmt seinen Lauf und schenkt dem Leser einen erneut spannenden Roman. Falls dies wirklich die letzte Ausgabe sein sollte, plädiere ich dafür eine Petition zu starten, damit Peter David sein Werk fortsetzen kann. Selten gelingt es einem Autor eine Buchreihe so fantastisch, bildgewaltig und emotional in ein Science-Fiction-Gewand zu verpacken wie es Peter David geschafft hat. Danke! Matthias Göbel Autor: Peter David Übersetzer: Helga Parmiter, Claudia Kern Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 01.04.2019 ISBN: 9783959819589
  24. Man möge es kaum glauben, aber selbst nach den ersten Schwierigkeiten, welche die Föderation bei ihrer Gründung hatte, kommen immer wieder neue hinzu. Bereits in Teil drei ging es schon um die Technologie der sogenannten "Ware". Automatisierte Stationen, welche hilfsbereit jedem zur Seite stehen. Die Bezahlung als Gegenleistung, ist hingegen alles andere als normal. Im Kern dieser Stationen werden lebende Personen benötigt, denn nur ihre Gehirne erlauben dieser Technologie ihre Funktion. Über viele hundert Jahre hat sich die Ware in einem bestimmten Gebiet verbreitet. Einige Völker gelangten so zu einem Fortschritt, den sie noch viele Generationen hätten überstehen müssen. Der nächsten Nebenschauplatz ist die Hochzeit der Tochter von Doktor Phlox. Sie als Denobulanerin heiratet einen Mann aus einem verfeindeten Volk, was unweigerlich alten Hass bei bestimmten Personengruppen hervorruft. Sehr ausführlich beschäftigt sich der Autor mit dem Thema der Vergebung und das man nicht immer nur blind jemanden folgen, sondern sich selbst sein Bild machen sollte. Als Bindeglied zwischen den Ereignissen dienen diesmal erneut die Klingonen. Die durch den Virus veränderten Klingonen, welche jetzt mehr menschlich als außerirdisch aussehen, werden gejagt und ihre Vernichtung wird eingeläutet. Bennett bleibt somit seinen Vorgängern treu und schickt die ehemalige komplette Crew der Enterprise auf eine heikle Mission. Sie wollen egal wie die "Ware" stoppen, vergessen dabei aber völlig, dass manche Völker damit vielleicht sogar ganz gut klar kommen. Die Idee der "Obersten Direktive" und die dazugehörige Nichteinmischung wird erneut in die Diskussion eingebracht, wobei es wohl noch eine Weile dauern wird, bis alle Fehler begangen sind und man daraus gelernt hat. Vielleicht konzentriert sich der Autor an manchen Stellen etwas zu sehr um Nebensächlichkeiten, was unweigerlich das Thema in die Länge zieht. Durch wiederholte ähnliche Inhalte wird man zwar als Leser kräftig an das Thema gebunden, dennoch kommt er zu langsam für meinen Geschmack auf den Punkt. Inhaltlich belohnt er dennoch zurückdenkend alle die sich bereits gut in Star Trek auskennen. Der Ausblick auf das nächste Ziel ist ebenfalls im Epilog enthaltenen und ich bin gespannt, wie Tripp sich aus seiner Zugehörigkeit erneut befreien wird. Ob die "Ware" wirklich als der große Feind anzusehen ist, muss ebenfalls jeder für sich beantworten. Interessant fand ich dabei die Analogie mit unserer eigenen Geschichte. Was unsere Vorfahren bei einigen Völkern, mit manch technologischen Fortschritten angerichtet haben, welche so nie Zugang dazu gehabt hätten und heute noch darunter leiden, wird man wohl nie endgültig erklären können. Fazit: Der Roman enthält so viel Star Trek wie man sich nur wünschen kann: Neue Technologien, Raumschiffe, neue Völker, Diplomatie, Kämpfe und Klingonen. Christopher L. Bennett schickt wenig Admiral Archer, dafür mehr den Rest seiner Crew in eine undurchsichtige Situation. Hilfe ja, doch ist sie wirklich notwendig? Ein klein wenig zu detailliert, dafür stark in der Moral. Danke für den Einblick in diese wilde Zeit der Föderation und es darf ruhig weitergehen... Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Übersetzer: Bernd Perplies Taschenbuch: 464 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 06.03.2019 ISBN: 9783959816885
  25. Im ersten Teil lernten wir bereits die doppelte Kathryn Janeway kennen. Wie durch ein Wunder, wurde auf einem Planeten eine absolut identische Version der Kathryn entdeckt, welche als Admiral aktuell die Flotte um die Voyager befehligt. Diese andere Version, befindet sich aber auf einem Planeten, auf dem sich seit vielen hundert Jahren die Rilnar und die Zahl bekämpfen. Der Krieg ist schon lange im Gange, so dass keiner mehr weiß, warum er eigentlich angefangen hat, aber aufhören will auch keiner. Nach Voyager-Manier wird erst einmal im Wespennest herumgestochert, was unwiderruflich weiteren Stress heraufbeschwört. Selbst als Tuvok eintrifft und mit der anderen Janeway redet, lenkt sie nicht ein und will aus „privaten Gründen“, um den Sieg gegen die Zahl kämpfen. Die Flotte teilt sich wieder auf und ermittelt eine uns bereits bekannte Rasse – Die Krenim. Es ist die Rasse, welche sich mit dem Fluss der Zeit beschäftigt und immer wieder Veränderungen daran vornimmt, bis es ihnen passt. Vielleicht haben sie hier mehr damit zu tun, als es anfänglich den Schein hatte? Denn die zweite Kathryn berichtet von einem Mann an ihrer Seite und dieser sei wohl gefangen genommen worden. Ungeachtet der Obersten Direktive, stürzt sich zum wiederholten male ein Außenteam auf den Planeten. Sie haben seltsame Anzeichen gefunden, welche für temporale Aktivitäten gehalten werden und erinnert man sich an die Krenim, kommen im Leser schon Vermutungen auf. Hier schließt sich zumindest der Kreis und der Krieg erfährt ein Geheimnis über den Nachschub der Truppen der Zahl. Kirsten Beyer geht noch ein Schritt weiter und wir haben wieder einige kleine Zeitreiseerlebnisse zu erlesen, welche die Lösung für das Gesamtproblem mitbringen. Sicherlich bleibt selbst Kathryn Janeway von all den Ereignissen nicht verschont. Ihr Leben zu sehen, wie es auch hätte anders kommen können und das Verhalten ihrer Vertrauten, macht ihr am Ende ordentlich zu schaffen. An einigen Stellen fragt man sich allerdings wieder, warum die Crew dermaßen die Obersten Direktive verletzt und das obwohl sogar ein Admiral an Bord ist? Sollte Kathryn Janeway nicht endlich gelernt haben, dass man manchmal einfach weiterziehen sollte und sich nicht ständig einzumischen hat? Und wären auch alle die Toten auf dem Planeten nicht zu vermeiden gewesen? Etwas später im Roman gibt es eine kleine Überraschung, obwohl man diese fast mit einem Augenzwinkern sich hätte denken können und es klingt auch fast danach, als das wir von dieser Geschichte aus, vielleicht noch etwas Größeres zu erwarten haben. Tuvok beleuchtet die Autoren erneut sehr genau und gerade er als Vulkanier, scheint diesmal mehr Mitgefühl als manch anderer mitzubringen. Kleine Nebenschauplätze wie Harry und seine Freundin oder Icheb und seine Erkenntnis über die Protokolle der Sternenflotte, bringen uns wieder schön an die Mannschaft heran. Fazit: Kathryn Janeway ist eine Heldin, Anführerin, Beschützerin und mehr Mutter als sie sich manchmal eingestehen möchte. Wenn man auf ihr Leben zurückschaut, wurde ihre Vergangenheit so viel von anderen beeinflusst und unabhängig davon, wie viel sie Einfluss auf andere Lebewesen hatte, ihr Wille zu überleben, war stehts Kern der Handlung. Kirsten Beyer lässt die kämpferische Janeway auf eine nachdenkliche treffen, was inhaltlich zu kleinen Fragen führt, aber Voyager-Fans sehr gut bedient. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Übersetzer: René Ulmer Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: Cross Cult Erscheinungsdatum: 04.03.2019 ISBN: 9783959816922
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