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37 Ergebnisse gefunden

  1. In den vorangegangenen Geschichten der Legacy-Reihe, konnten wir Cade Skywalker schon sehr gut kennenlernen. Ständig am Rand zur dunklen Seite, hat er sich im Lauf seines Lebens mehr Feinde als Freunde gemacht. Dennoch halten seine Schiffskameraden zu ihm und besonders Blue. Es ist unübersehbar, dass sie ihr Herz an ihn verloren hat, doch will er es einfach nicht sehen. Ein Auftrag führt sie nach Wayland, ein Planet mit einer schrecklichen Vergangenheit. Hier wollte Cades Vater, Kol Skywalker, den Planeten heilen, jedoch haben sich auch hier die Sith eingemischt und sein Projekt ist gescheitert. Um seine Freunde von dem sicheren Tod zu bewahren, muss Cade hier erneut beweisen, auf welcher Seite er nun stehen wird - Sith oder Jedi. Indessen wird auch der Kampf den Thron des Imperiums weitergeführt. Die Sith spüren, das mit ihrem Anführer Lord Krayt etwas nicht stimmt und der geflohene Imperator Roan Fel verbündet sich mit den Jedi. Allerdings werden sie bei ihren Verhandlungen heftig zu Schwert und Blaster greifen müssen. Der Planet Wayland ist jedoch die Hauptartaktion in diesem Comic. Nicht nur die titelgebenden Monster findet man hier, auch der Kampf von Cade nimmt diesmal einen etwas anderen Verlauf als sonst. Das Wort Liebe, welches in seinem Wortschatz bisher nicht vorkam, findet plötzlich Zugang und das Jedi mehr als nur mit dem Lichtschwert umgehen können, kann man hier auch noch einmal deutlich sehen. Da grafisch alles wie gewohnt behandelt wird, kommt man sehr schnell in den Comic und muss sich nicht umgewöhnen. Dank Wayland können diesmal auch sehr ausgefallene Kreaturen das Licht der Comicwelt erblicken. Oft erinnern sie zwar „nur“ an schlangenartige Drachen und der Rest der Welt scheint unter einem Wald aus Dornen unterzugehen, doch dafür ist diesmal so viel Düsternis zu sehen, wie schon lange nicht mehr. Die Kämpfe sind ebenfalls sehr üppig, egal ob auf dem Boden oder im All, denn auch die Flotten der jeweiligen Seite bereiten sich auf eine mächtige Schlacht vor. Mit diesem sehr spannenden offenen Ende, kann man nur hoffen, dass Cade sein Versprechen hält und er endlich den Krieg zu den Sith bringt. Fazit: Es wurde lange und viel geredet, doch endlich folgen auch Taten. Cade Skywalker muss sich dem Licht stellen und die Stih erwachen aus ihrer erzwungenen Führung. Der Imperator verbündet sich mit den Jedi und der endgültige Krieg, scheint unausweichlich. Die Zeichnungen haben passende neue Einflüsse, dank des verseuchten Planeten Wayland und schön zu sehen, dass die Geschichte wieder Stärke beweist und das die Macht es sich nicht nehmen lässt, ihren eigenen Weg zu gehen. Matthias Göbel Autor: John Ostrander, Jan Duursema Zeichnung: Dave Ross, Jan Duursema, Dan Parsons, Jesus Aburto, Brad Anderson Übersetzung: Michal Nagula Taschenbuch: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 04.01.2019 ISBN: 9783741610431
  2. Die Geschichten um Star Wars sind mittlerweile so vielzählig, dass vielleicht einige davon langsam in Vergessenheit geraten sind. Irgendwie schade, denn besonders in Comic-Form wurden damals wahre kleine Wunder geschaffen, welche auch heute noch, trotz optischer Schwächen, typischer nicht erzählt werden könnten. Wir schreiben sechs Jahre nach die „Rückkehr der Jedi-Ritter“. Das Imperium wurde zerschlagen und der Imperator getötet. Damit sollte eigentlich Ruhe für die Neue Republik herrschen, doch erneut haben sich imperiale Splittergruppen zusammengetan und greifen erneut an. Han Solo und Leia Organa sind mittlerweile ein Paar und kämpfen auch zusammen an der Front. Leia hat indessen auch ihre Jedi-Fähigkeiten entdeckt, auch wenn sie noch lange nicht so mächtig sind wie bei Luke. Dieser hat sich derweil auf die Suche nach der dunklen Seite begeben. Denn irgendwie ist er sich sicher, dass da ein neuer düsterer Schatten die Fäden zieht. Er verfolgt seine Spur und findet auch was er sucht. Da sie ihren Bruder nicht im Stich lassen will, muss Leia mehr als einmal über ihre Angst springen und der Macht vertrauen. Darauf baut auch der gesamte Comic auf. Die Macht ist nicht nur allgegenwärtig, sie fließt auch durch die Zeit. Das man Palpatine irgendwann noch einmal zu Gesicht bekommt, war irgendwie abzusehen und auch die Lösung dahinter klingt so einfach, dass es schon verwunderlich ist, warum man diese Lösung nicht für die offiziellen neuen Filme mit verwandt hat. Luke darf erneut einiges lernen, denn die dunkle Seite scheint ihn diesmal wirklich aufzufressen. Er begibt sich derart weit in die Höhle des Löwen, dass er von ihm fast verschlungen wird. Ein nettes Zwischenspiel bildet der Abstecher von Leia und Han auf der Heimatwelt der Hutt – Nal Hutta. Schöne viele alte Anspielungen auf das Leben als Schurke mit dem Herzen eines Helden werden hier aufgezeigt. Leider sind die Zeichnungen zum Teil sehr farblos und auch das Schwarz ist an vielen Stellen so matt, dass man am liebsten selbst nachmalen würde wollen. Dennoch sehen die neuen Kriegsmaschinen des Imperiums wieder sehr beeindruckend aus, egal ob Größe oder Detail und all die vielen Schlachten in dem Comic, bringen euch so viele kleine Feinheiten ins Bild, dass ihr ruhig etwas länger hinschauen könnt. Fazit: Diese Geschichte beschreibt eindrucksvoll, wie es hätte eigentlich weitergehen sollen mit den Helden aus Star Wars. Viele neue alte Gegner lassen sich blicken, mächtiges neues Kriegsmaterial kommt zum Einsatz und das Herz der Republik steht kurzzeitig still. Dunkelheit lässt sich nur mit Licht besiegen und genau aus diesem Grund versucht Luke allein sich dieser Bedrohung zu stellen, muss aber erkennen, dass man Hilfe nie ausschlagen sollte, denn darauf erwächst Stärke, welche man selbst nicht aufbringen kann. Schade das die Zeichnungen nicht aufgewertet wurden, den grundlegend sind sie großartig, nur die Farben sind oft zu schwach umgesetzt worden. Matthias Göbel Autor: Tom Veitch Zeichnung: Cam Kennedy Übersetzung: Uwe Anton Taschenbuch: 160 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 18.01.2019 ISBN: 9783741610448
  3. Der schon so viel besprochene Zweite der Teil der Sequel-Trilogie. Schwer zu sagen, ob die Fans den Film nun lieben oder die Mehrheit sich wünscht, er wäre nie erschienen. Die Erste Ordnung ist und bleibt der Nachfolger des Imperiums und kämpft gegen den Widerstand. General Leia Organa befindet sich mit den letzten Überlebenden Rebellen auf der Flucht und dank Poe Dameron schaffen sie die Flucht auch in die Tat umzusetzen. Indessen lernt Rey den letzten Jedi Luke Skywalker kennen, welcher sich sehr weit von der Welt und der Macht abgewandt hat. Er will von niemanden etwas wissen. Rey bekommt dennoch ihre Ausbildung und findet sogar Zugang zu Kylo Ren. Die Story nimmt im Comic natürlich den gleichen Verlauf wie im Film. Etwas kürzer in einigen Passagen und nicht jeder Witz funktioniert in Druckform, wie in bewegten Bildern. Doch auch die inhaltlichen Schwächen der Story greifen hier zum Teil schon vor. So muss Finn zusammen mit Rose auf einen Planeten, um einen Hacker zu finden, welcher den Großkampfkreuzer von Snoke aufhalten soll. Dann noch die Flucht der Rebellen, welche innerhalb weniger Stunden vor der Vernichtung stehen und doch kommen alle „plötzlich“ zusammen und es findet ein Ende. Wer einen seiner ältesten Helden dann auch noch in so einer verzweifelten Versfassung sieht, der gerät schon mal in tiefe Enttäuschung und wünschte am liebsten nicht mehr hinsehen zu müssen. Doch hat der Film auch etwas, dass man ihm nicht abstreiten kann. Er lässt irgendwie etwas Neues entstehen. Der klassische Jedi oder besser gesagt der mystische Jedi geht und eine neue Zeit bricht an. Dabei wurde grafisch mit netten, wenn auch nicht immer mit fein gearbeiteten Zeichnungen die Story aufs Papier gebracht. Mir persönlich haben einige Momente gefehlt, die zumindest im Film einen guten Eindruck hinterlassen haben. Allein schon der Kampf gegen die roten Wächter oder der Kampf im Schnee, wirken im Comic leider nicht ganz so bildgewaltig. Der Comic liefert zumindest den schnellen Zusammenhang der Story und wer noch einmal rekapitulieren will, warum jetzt alles so ist wie es ist, der findet hier noch einmal den Grund dafür. An einigen Stellen könnte man meine, dass hier das Storyboard noch einmal etwas aufpoliert wurde, aber auch das bleibt eine interessante Kunst der Comic-Kultur. Fazit: Wie schon als Film, hinterlässt auch der Comic den Leser viele Fragen und schickt ihn mit einem weinenden und einem lachenden Auge fort. Die Traurigkeit, dass auch wirklich die letzten alten Helden sich verabschieden und die Freude, dass etwas Neues entsteht, aus dem man wirklich etwas machen könnte. Solide mit dem Stift umgesetzt, muss man sich als Fan von Star Wars nur fragen, in wie weit man noch einmal die Schlüsselmomente des Films nachempfinden möchte, wenn ja, dann lohnt sich ein Blick in die Seiten, ansonsten aber behält man seine Gedanken an vergangene Zeiten und freut sich auf kommende neue Ideen. Matthias Göbel Autor: Garry Whitta Zeichner: Michael Walsh, Mike Spicer Übersetzer: Justin Aardvark Seiten: 136 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 18.12.2018 ISBN: 9783741609343
  4. Man möge es kaum glauben, aber auch der beste Jedi-Meister ist nicht davor gefeit Fehler zu machen. Wir haben es schon bei Anakin gesehen und nun auch bei Aurra Sing. Mittlerweile ist sie erwachsen geworden, doch vor vielen Jahren war sie noch eine junge Schülerin der Jedi. Sie wurde ausgebildet mit dem Lichtschwert umzugehen und die Macht einzusetzen, doch irgendetwas lief schief und sie drehte dem Orden der Jedi den Rücken zu und wurde Kopfgeldjägerin. Ihr Lieblingsziel – Die Jedi. So beginnt auch der Comic und man kann schon deutlich sehen, dass sie es locker mit selbst dem geübtesten Kämpfer aufnehmen kann. Dem Rat der Jedi bleiben ihre Taten nicht ungehört und so beschließen sie, dass sich einer ihr annehmen muss. Erst meldet sich ihre Meisterin „Die dunkle Frau“, doch es wird entschieden das Ki-Adi-Mundi mit zwei jungen Jedi sich auf die Suche machen soll. Interessanterweise werden dabei Kleinigkeiten zu den Mitstreitern bekannt, welche später noch Auswirkungen haben sollen. Indessen bekommt Aurra Sing einen neuen Auftrag und es darf davon ausgegangen werden, dass sie mehr als nur ein Ziel dabei im Auge hat. So schön und gut die Helle Seite auch ist, interessanter sind eben die Geschichten der dunklen Gestalten. Man erfährt leider nicht genau warum sie so geworden ist und warum sie die Jedi so hasst, aber dafür sind ihre Kräfte und Kampfeslust beeindruckend. Als Bonus gibt es am Ende eine Story welche kurz vor der Schlacht von Yavin stattfindet. Man sieht die Ereignisse aus der Sicht eines Sturmtrupplers, welcher nichts weiter will als dem Imperium zu dienen. Eine großartige Geschichte, welche zeigt, dass egal auf welcher Seite der Krieg stattfindet, es Tote gibt. Sobald man sich aber genauer über sein Handeln bewusst wird, erkennt man eben die Sinnlosigkeit seiner Taten und manchmal büßen die richtigen dafür. Optisch haben beide Geschichten zwar ihren eigenen Stil, sind aber künstlerisch gut umgesetzt worden. Aurra Sing bekommt viele Action-Szenen, welche ihr anmutig stehen und der Sturmtruppler darf einige Explosionen übererleben. Fazit: Ausnahmecharaktere wie Aura Sing haben definitiv eine eigene Geschichte verdient. Die gelungene Mischung aus gescheiterter Jedi-Ausbildung und das Leben eines Kopfgeldjägers, bringt sie an die Spitze ihrer Zunft. Starke Action und eine gelungene Bonusgeschichte, machen diesen Band zu einem kleinen Highlight. Der Anfang ist gemacht und ich hoffe, dass wir von Aurra Sing noch mehr zu sehen bekommen. Matthias Göbel Autor: Timothy Truman, Jeremy Barlow Zeichner: Christian Dalla Vecchia, Davidé Fabbri, Patrick Blaine, Dave Mccaig, Studio F Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 122 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 08.01.2019 ISBN: 9783741610424
  5. Han Solo - Was für ein Name! Schon so wenig Buchstaben reichen aus, um eine Legende zu schmieden. Neben seiner Haupttätigkeit als Schmuggler, hat er schon mehr als einen seiner Freunde übers Ohr gehauen, was ihm auch einen eher unrühmlichen Namen gemacht hat, er aber überall bekannt ist und stets auf der Hut sein muss, dass nicht gerade ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird. Aktuell scheint alles entspannt, wobei er zuletzt einen wichtigen Auftrag für Jabba vermasselt hat. Nicht seine Schuld, aber der Hut ist dennoch nicht erfreut. Er trifft sich indessen mit ein paar seiner Kollegen. Die dicken wohlgenährten Hutten kommen auf die Idee eine Wette abzuschließen. Eine Dienerin namens Jozzel, erzählt von der Yavin-Vassilika, ein altes Artefakt, welches es zu finden gilt. Jeder Hut kann nun seine besten Leute darauf ansetzten und so kommen neben Han Solo und Chewbacca auch Lando Calrissian, 4-Lom, Bossk und sogar Boba Fett an diesen Auftrag. Letzter ist allerdings mehr hinter Solo her und auch Bossk möchte Solo in seine Finger bekommen. Ab jetzt beginnt die Schnitzeljagd, denn viele Informationen gibt es nicht und erst nach und nach kommen alle mit ein wenig Hindernissen ans Ziel. Ich war sehr überrascht, wie lang diese Geschichte ist, nur passt leider das abrupte Ende nicht ganz dazu. Stilistisch muss man sich auch auf einen sehr eigenen Zeichenstil einlassen. Mit vielen auffallenden Extremdarstellungen schafft es Carlos Meglia diesen Comic wirklich sein Eigen zu nennen. Am Ende gibt es noch die Ministory „Beute“. Hier dürfen wir Boba Fett und Darth Vader auf einer Jagd begleiten. Das Ziel – Han Solo. Das diese beiden einmal aufeinandertreffen haben sich sicherlich auch einige unter euch gewünscht, leider fällt die Geschichte zu kurz aus, um sich ausgiebig freuen zu können. Das gleiche gilt für die Zeichnungen, welche in den Rüstungen gut aussehen, nur bei den Gesichtern hätte es etwas mehr Originaldetails geben dürfen. Fazit: Wer könnte besser den Millennium Falken fliegen als Captain Han Solo – Niemand. Die Geschichte ist witzig, hat Action und einen eigenen Stil. Im Endeffekt alles was man von einem Comic erwarten würde, welches sich dieser Person widmet. Auch wenn grafisch nicht immer brillant, wird man als Leser dennoch unterhalten und bekommt einen Part aus Solos Leben, welches noch vor den Ereignissen von „Eine neue Hoffnung“ spielt. Schön zu sehen, dass auch Nicht-Jedi die Chance auf eigene Geschichten haben... Matthias Göbel Autor: Mike Kennedy, Kia Asamiya Zeichner: Carlos Meglia, Kia Asamiya, David Stevart, Helen Bach Übersetzer: Benjamin Feuer Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 07.12.2018 ISBN: 9783741610417
  6. Ach Cade... ich dachte langsam wirst du erwachsen. Cade Skywalker hat sich mit seiner Crew zurückgezogen und nimmt es nach den letzten Ereignissen versteckt mit dem Imperium auf. Er wartet bis Piraten einen Frachter überfallen und zur selben Zeit lässt er sich blicken, um am Ende mit der Beute zu verschwinden. Diese Aktionen bleiben natürlich nicht unentdeckt und so legt er sich dabei mit dem Verbrechersyndikat der „Schwarzen Sonne“ an. Lun Rask will es sich nicht nehmen lassen, dass seine Bemühungen um die Fracht umsonst sind und so schickt er drei recht düstere Attentäter aus, die sich um dieses Ärgernis kümmern sollen. Indessen macht sich auch das Imperium Gedanken was sie davon halten sollen und auch sie entsenden zwei Agenten, welche im Sand von Tatooine ermitteln sollen. Nyny Calixte alias Morrigan Corde bekommt erneut die Chance ihren Sohn zu sehen. Doch was diese beiden sich nach all den Jahren zu sagen haben, wird euch genauso wie mich enttäuschen. Das Cade immer noch nicht mit seiner Vergangenheit umgehen kann ist wohl auch der Grund, warum der Geist von Luke Skywalker auftaucht und er ihm noch einmal zeigt, was es heißt, zu sehr auf die dunkle Seite zu hören. Nicht wirklich überraschend verläuft die Geschichte nahtlos ohne dabei groß aufzufallen. Indessen muss sich Darth Mynock um die Sith und das Imperium kümmern. Da sich Darth Krayt angeblich im Heilungstank befindet, ist er seine Stimme. Dieser Strang der Geschichte ist fast interessanter als das der Jedi, welcher keiner sein will und sich mit aller Macht dagegenstemmt, nicht erwachsen werden will. Die Zeichnungen haben auch in den vorangegangenen Geschichten schon gut funktioniert und sind auch diesmal nett anzuschauen. Die Bonus-Geschichte „Star Wars Legacy: Unter Beschuss“, erzählt vom Kampf gegen den Mandalore. Die Mandalorianer kämpfen gegen das Imperium, doch sind sie in der Unterzahl und nur einer schafft es zu entkommen. Hondo Karr verschleiert seine Vergangenheit und trifft irgendwann auf seine Ehefrau... Ja, das klingt verirrend und irgendwie passt diese Geschichte nicht wirklich zu den Ereignissen davor. Fazit: Cade Skywalker bleibt der Typ, den man weder in der Nacht, noch am Tag begegnen möchte. Jedi nein, die Macht ja, aber immer noch im Herz so zerrissen, dass er sich es nicht zutraut auf der hellen Seite in die Zukunft zu schauen. Der Kurzauftritt von Luke Skywalker ist nett, aber der Rest der Geschichte verläuft einfach zu sehr nach Plan. Grafisch gab es schon bessere Ausgaben und die Bonusgeschichte enthält nur ein Anriss, eines kleinen eigenen Universums. Matthias Göbel Autor: Jan Duursema, John Ostrander Zeichner: Dan Parsons, Jan Duursema, Kajo Baldisimo, -Brad Anderson, Jesus Aburto Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 09.11.2018 ISBN: 9783741607608
  7. Anakin ist in seinem Tank erwacht. Er hat seine neue Rüstung an und von nun an wird ihn die Galaxie nur noch unter dem Namen Darth Vader kennen. Noch ganz benebelt von den Strapazen den Operationen kommt er langsam wieder in der Realität an und muss erkennen, dass alles was er liebte nicht mehr existiert. An seiner Seite der Imperator, dessen Worte nur noch mehr Gift in sein Herz pumpen. Von nun an soll Vader als rechte Hand des Imperators dienen, doch zuvor muss er sich sein Lichtschwert verdienen. Palpatine schickt ihn auf die Suche nach einem noch lebenden Jedi, denn dies ist die Grundlage für das Schwert eines Sith. Durch die Order 66 wurden jedoch so gut wie alle Jedi vernichtet. Nur sehr vereinzelt und versteckt kann man sie noch finden. So macht sich Vader auf den Weg, um einen finden und muss dabei erkennen, dass er noch nicht perfekt ist, aber der Perfektion sehr nahe. Leichen pflastern seinen Weg, denn egal wo er auftaucht, man muss einfach damit rechnen, dass sein Hass und seine Trauer in ihm die dunklen Mächte beflügeln und Leben nehmen. Er findet schließlich wonach er sucht und darf sich am Ende neben seinen neuen Lehrmeister stellen, dem er noch viele Jahre schenken wird. Eine kleine Bonusgeschichte erzählt am Ende von einem Tag von Darth Vader. Dieser möchte eigentlich meditieren, doch ständig wird er gestört und eine schlechte Nachricht ereilt die nächste. Die Überbringer überleben natürlich nicht ihre Botschaft. Ein kleiner Droide räumt artig hinter Vader hinter her, bis... ihr werdet schon sehen was passiert. Hier sollte auch neben den dunklen Taten etwas Witz aufkommen, was nicht an jeder Ecke funktioniert, aber als Ergänzung passt. Ansonsten darf man sich Vader wieder auf äußerst gut gestaltete Comic-Seiten anschauen. Egal ob im Kampf oder in seinen Machtposen, er schenkt dem Comic eine wunderbare Atmosphäre, in der sich der dunkle Fürst wirklich wohl fühlt. Schade fand ich nur, dass es so wenig Text gab. Auch wenn die Bilder alles sehr gut erzählen, hätte man gern noch mit ein paar Einzelheiten oder geschichtlichem Wissen aufwarten können. Fazit: Darth Vader hat die Dunkelheit zwar nicht erfunden, präsentiert sie aber dafür prächtig. Ein optisch gelungener Comic, über einen der mächtigsten Sith-Lords welche je gelebt haben. Seine Ausbildung wird hier komplettiert und er verdient sich sein Schwert. Ohne Rücksicht auf Verluste, greift er nach der Macht und hält sie bis zum Ende hin fest. Ich habe immer gewusst, dass dieser Charakter so viel mehr zu erzählen hat und endlich kann man tiefer in die Seele von Vader schauen. Matthias Göbel Autor: Charles Soule, Chris Eliopoulos Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Cam Smith, David Curiel, Jordie Bellaire Übersetzer: Michael Nagula, Jürgen Zahn Softcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 20.11.2018 ISBN: 9783741609305
  8. Manchmal entscheiden ganz kleine Details wie eine Geschichte verläuft oder eben nicht mehr so verläuft, wie wir sie gekannt haben. Ihr erinnert euch sicherlich noch daran, dass Leia verkleidet als Kopfgeldjäger in Jabbas Palast eilt, um den eingefrorenen Han Solo zu befreien. Doch diesmal geht einiges schief. Nicht nur das Boba Fett mit Han Solo flieht, auch der Rest der Geschichte nimmt einen ganz andren Verlauf. Luke sollte sich mittlerweile auf dem Weg zu Yoda befinden, damit er seine Ausbildung zum Jedi-Ritter abschließen kann, doch durch all den aktuellen Schlamassel, kommt er zu spät. Indessen treiben Leia und Lando das Versteck von Boba Fett auf und schaffen es Han zu befreien. Luke muss sich jetzt als nicht voll ausgebildeter Jedi seinem Erzfeind stellen – Darth Vader. Selbst hier ist das Ende überraschender als ihr es euch vorstellen könnt. Allerdings muss sich gestehen, dass die Geschichte etwas holpriger daherkommt und vielleicht ist das auch der Grund, warum noch als Bonus „Tag und Bink – Die dunkle Rache der Klon-Bedrohung“ mit beigelegt wurde. Hier haben wir wieder diese beiden Ausnahme-Charaktere, welche dank ihres Glücks durch verschiedene Comics schon gestolpert sind und immer wieder hautnah am Hauptgeschehen beteiligt waren. Aktuell befinden sie sich im Tempel der Jedi und auch als Padawane leisten sie nicht immer sonderlich gute Arbeit. Im Gegenteil, ihnen kommt ein Sternensystem abhanden… ja, hier sollten Fans auch wieder Erinnerungen an Anakin und Obi Wan haben. Mit netten kleinen verstecken Zeichnungen aus anderen Universen oder der Popkultur, erleben sie wieder ein passend witziges Abenteuer. Nicht zwingen für den Erwachsenden, denn das ist schon im Zeichenstil zu erkennen. Die Geschichte zuvor glänzt schon eher mit manch netten Details, hat aber auch ein paar Schnitzer dabei. Fazit: Die Unendlichkeit des Möglichen, bringt euch eine ganz andere Version, wie Luke und sein Vater in die Zukunft schauen. Vielleicht eine bessere Variante, allerdings nicht so heldenhaft und düster erzählt wie das Original. Tag und Bink als Bonus bringen noch etwas Witz für Zwischendurch, so dass man eben nur Fan sein muss und der Comic gefällt, ansonsten schenkt er euch eine Person in weiß, welche nie dunkler in Star Wars war. Matthias Göbel Autor: Adam Gallardo, Kevin Rubio Zeichner: Ryan Benjamin, Lucas Marangon, Saleem Crawford, Joel Benjamin Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 23.11.2018
  9. Was passierte mit unseren Rebellen wohl zwischen vier und fünf? Es gibt unzählige Geschichten und einige davon bekommt ihr hier zu sehen. In der ersten Story müssen Luke und Leia auf einem Planeten nach einer geheimen Mission notlanden. Für beide auch mal eine kleine Auszeit, doch diese nutzen sie nicht etwa um sich auszuruhen, vielmehr lernen sie ein fremdes Wasservolk kennen und treten zu zweit gegen eine halbe Sturmtruppenarmee an. Danach bekommt es Lando Calrissian mit einer Meisterin in Sachen „Kaufen und Verkaufen“ zu tun. Er soll sie eigentlich nur begleiten, doch dass er dabei in höchster Gefahr schwebt, bekommt er nach und nach mit jedem einzelnen Coup von Sana mit. Han und Chewie dürfen ebenfalls wieder als Schmuggler arbeiten und bekommen dabei enge Gesellschaft mit einem Hutt. Nicht ganz verwunderlich, schließlich hatte er ja schon einmal recht nah das Vergnügen. Doch warum soll unbedingt Solo diese Mission durchführen? R2-D2 präsentiert sich in seiner Story auch von seiner kämpferischen Seite und man erinnert sich an manch Kampf, den er allein oder mit seinem alten Freund C-3PO bestritten hat. Es folgt noch eine Geschichte aus der Sicht eines treu ergebenen Sturmtruppler, ein kurzer Einblick in das Leben eines Tusken-Räubers und zum Ende hin dürfen Han und Leia noch zusammen eine Mission überleben. Egal welcher der Charaktere sich gerade mit dem Imperium herumschlägt, alle sehen gut getuscht und gezeichnet aus. Die letzte Story etwas weniger mit Details, aber manchmal reichen auch die passenden Umrisse. Optisch also ganz nett und auch inhaltlich machen die Protagonisten nicht viel falsch. Irgendwie schade, dass es nicht ein wenig zusammenhängender geworden ist und auch der Verlauf geht bei einigen der Story zu schnell vorbei. Doch dafür kann man diesmal nicht nur den Verlauf des Krieges von der Rebellenseite, sondern auch hautnah aus der Sicht des Imperiums miterleben. Fazit: In Summe erzählen die Geschichten vielleicht nicht wirklich etwas Neues oder bringen einen sich lange danach noch einmal Gedanken darüber zu machen was geschehen ist, aber die Lebensfreude der alten Charaktere und insbesondere Han Solo und R2-D2, bringen den eigentlichen Charme des Comics. Als deutsche Erstveröffentlichung enthält der Band viele Geschichten, welche bis dato nur in Heftform erschienen sind und damit vielleicht dem ein oder anderen in seiner Sammlung fehlen. Matthias Göbel Autor: Jason Aaron, Dash Aaron, Jason Latour Zeichner: Salvador Larroca, Edgar Delgado, Andrea Sorrentino, Lee Loughridge, Michael Walsch Übersetzer: Michael Nagula, Justin Aardvark Hardcover: 160 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 23.10.2018 ISBN: 9783741607608
  10. Willkommen zu den Ereignissen, knapp zehn Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. In der Version des Crimson Empires hat ebenfalls Leia Organa Solo die Führung der neuen Republik übernommen. An ihrer Seite ihr Ehemann Han Solo und ihre drei Kinder. Wie man sieht, geht es auch hier immer wieder darum, dass die alten Helden nicht ganz von der Bildfläche verschwunden sind. Luke Skywalker fehlt genauso wenig und da fragt man sich schon, was diesen Comic so anders macht? Im Endeffekt ist es Kir Kanos, der letzte Vertreter der Imperialen Ehrengarde des Imperators Palpatine. In den beiden vorangegangenen Geschichten, schwor er Rache und setzte diese auch in die Tat um. In all der Zeit hat er jedoch so viel Tod und Leid gesehen, dass er wohl langsam einen anderen Weg zu suchen scheint. Er wird dennoch als Symbolfigur gern gesehen und das angeschlagene Imperium versucht immer noch, Ordnung in den eigenen Reihen zu finden. Ein Drahtzieher ist unter anderem Ennix Devian. Ein ebenfalls ehemaliger Auftragskiller des Imperators Palpatine. Seine Methoden sind jedoch derart brutal und rücksichtslos, dass selbst ein Darth Vader staunen würde. Devian versucht nun mit seinem Plan an die Macht zu gelangen und egal wie viele Opfer es dabei geben wird, er will an die Spitze des Imperiums. Der Kampf Kir Kanos mit seiner eigenen Vergangenheit und der aktuellen Zukunft des Imperiums ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Ob er seine Rache wirklich vollendet oder einen anderen Weg gehen wird, erfahrt ihr genau hier. Übrigens, ein interessanter Nebenfakt: Wer die ersten beiden Teile von Crimson Empire damals Anfang der neunziger Jahre gelesen hat, musste sage und schreibe zwölf Jahre auf das Ende der Geschichte warten. Paul Gulacy nahm sich bei den Zeichnungen sehr viel Zeit, als es um die rote Rüstung der Ehrengarde ging und Michael Bartolo brachte die Farben dazu perfekt in Einklang. Ansonsten sind die Gesichter hin und wieder etwas starr, doch dafür stimmen Raumschiffe und Umgebungen. Fazit: Ein langersehntes Wiedersehen, mit einem offenen Ende. Crimson Empire schlug damals schon mit einigen Ideen recht gute Wellen, doch die lange Wartezeit auf eine Fortsetzung, tat der Geschichte nicht an jeder Stelle gut. Viele Passagen passen nicht ganz zu den vorangegangenen Ausgaben, dennoch ist der Verlauf schlüssig und nachvollziehbar. Als Abschluss nicht für jeden zu erkennen, dennoch gut in Szene gesetzt und zeigt deutlich, wie zerrissen das Imperium, auch nach so vielen Jahren nach Palpatines Tod noch ist. Matthias Göbel Autor: Mike Richardson, Randy Stradley Zeichner: Paul Gulacy, Michael Bartolo Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 26.10.2018 ISBN: 9783741609084
  11. Die Frage nach dem „Was wäre wenn“ beschäftigt sicherlich jeden irgendwann einmal in seinem Leben. Das Star Wars - Imperium schlägt zurück schrieb Geschichte und ist in seiner Story den Fans so bekannt, wie der eigene Vorname. Luke befindet sich auf dem Eisplaneten Hoth und macht sich auf, den Absturz eines Meteoriten zu untersuchen. Dann wird er angegriffen und landet kopfüber in einer Eishöhle. Leia spürt das etwas nicht stimmt und Han rückt aus, um nach ihm zu suchen. Bis hier hin klingt die Geschichte absolut vertraut, doch in diesem Comic, verläuft die Rettung von Luke etwas anders. Er schafft es nicht und seine letzten Worte: „Du musst nach Dagobah fliegen“, ermutigen Han Solo dazu, dass er zum Jedi ausgebildet werden soll. Ja wir treffen auch auf Yoda und natürlich darf auch der Vater der beiden nicht fehlen – Darth Vader. Die Geschichte wird schon ordentlich durcheinandergebracht und bevor ich zu viel verrate, halte ich mich vom Inhalt erst einmal fern. Die Schauplätze sind hingegen alle bekannt – Die Wolkenstadt von Lando oder die tiefen Dschungel von Dagobah. Jedi und Sith begegnen sich hier und Gut gegen Böse tritt an. Auf der einen Seite schon interessant zu sehen, wie hier alles einen anderen Lauf nimmt, aber auf der anderen auch nicht ganz so flüssig wie im Original. Schön fand ich noch Vader, wie er sich mit seiner Menschlichkeit auseinandersetzen muss und sich seinen alten Meistern stellen darf. Dennoch ist das Original eben das Original. Als Bonus schenkt euch Panini noch die Geschichte „Star Wars: The Return of Tag & Bink: Special Edition“. Hier sind die beiden beliebten Comic-Helden Tag und Bink erneut in Schwierigkeiten. Sie bewegen sich aktuell in der Zeit der „Rückkehr der Jedi-Ritter“ und da verwundert es nicht, dass wir Boba Fett, den Imperator und auch Darth Vader wiedersehen. Selbst der berühmten Endszene wohnen diese beiden bei und haben mit ihrem Glück immer die Chance mit heiler Haut davonzukommen. Wer sie bis dato mochte, wird auch in dieser Episode einen Spaß finden, allen anderen ist es vielleicht ein wenig zu albern. Immerhin haben die Zeichner den Mut bewiesen einen anderen bekannten „Boy“ aus dem All, in einen der Bilder zu verstecken. Fazit: Alles Neu und doch bekannt, denn dieser Comic würfelt die euch bekannte Geschichte durcheinander und präsentiert euch eine Zukunft, in der nicht Luke Skywalker zum Jedi ausgebildet wurde. Leia steht im Focus und Han Solo darf seine eigene Zukunft schmieden. Mit viel Witz gibt es noch das Tag & Bink Spezial, welches den Comic-Band abschließt und nicht einmal Fragen offenlässt. Wer schon immer wissen wollte, wie die Geschichte auch hätte anders laufen können, der findet hier seine Antworten... Matthias Göbel Autor: Dave Land, Kevin Rubio Zeichner: Christian Dalla Vecchia, Davide Fabbri, Lucas Marangon; Dan Jackson, Christian Dalla Vecchia Übersetzer: Michael Nagula Softcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 12.10.2018 ISBN: 9783741609077
  12. In den Zeiten des Krieges, gibt es immer wieder Missionen, welche von ganz besonderen Personen erledigt werden müssen. Wir schreiben die Zeit zum Anfang der Klonkriege. Jedi-Meister/General Mace Windu bekommt von dem Rat der Jedi den Auftrag, auf einen Dschungelplaneten zu fliegen. Dort haben sich Truppen der Separatisten eingenistet und keiner weiß den Grund. Windu hat sein Team auch schon zusammengestellt und es gesellen sich hinzu: Kit Fisto, Prosset Dibs und Rissa Mano. Alle, bis auf Rissa, erfahrene Jedi, welche nun an der Seite von Mace Windu in die Mission starten. Anfänglich wissen sie noch nicht genau, was hier gespielt wird. Ein paar Droiden werden schnell zur Strecke gebracht und da haben wir auch den typischen Witz dieser Roboter, welchen man auch schon aus der Serie „Star Wars – Clone Wars“ kennt. Die Jedi finden schließlich doch das Geheimnis des Planeten, doch wird es nicht leicht die Bevölkerung zu schützen, denn ein Söldner-Killer-Droide führt die Armee an und er scheint den Jedi gewachsen zu sein. Sicherlich kein Sith, aber kampferfahren und ernst zu nehmen. In dem Comic geht es aber um mehr als die Rettung der Lebewesen, vielmehr stellt einer der Jedi die Frage, ob er auf der richtigen Seite steht. Wären auch so viele Leben gestorben, wenn er nicht hier gewesen wäre? Sind die Jedi nicht besser als die, gegen die sie kämpfen? Um Mace Windu besser verstehen zu können, gibt es noch eine kleine Anekdote aus seinem Leben als Padawan. Hier lernt er welcher der bessere Weg ist, wenn Gefühle einen zu schnell das Schwert ziehen lassen. Optisch kommt ihr hier ordentlich auf eure Kosten. Besonders der Endkampf kann mit buntgemischten Seiten aufwarten. Es ist egal welches Lichtschwert die Umgebung erhellt, ob es das Lila von Mace Windu oder das Grün von Kit Fisto, gekonnt bringen sie die Macht zum Einsatz und lassen dem Leser gern eine Weile auf die Bilder schauen. Interessant fand ich noch die Cover-Galerie, denn die Hardcover-Version hat definitiv das bessere Motiv von Jesús Saiz abbekommen. Fazit: Bevor der Krieg gegen die Klone seinen Lauf nimmt, erleben wir Jedi-Meister Mace Windu auf einen seiner geheimen Missionen. Mit moralischen Fragen im Gepäck und einer gut gezeichneten und bunten Farbwahl, macht der Comic genau das was er soll – Er unterhält. Die Droiden sind manchmal etwas überflüssig mit ihrem Witz, aber dafür bringen die Jedi und auch der Söldner-Droide den Erst der Lage zurück. Wer mehr über Mace Windu, sein Handeln und Denken erfahren will, der findet hier einige gute Antworten. Matthias Göbel Autor: Matt Owen Zeichner: Denys Cowan, Edgar Salazar, Roberto Poggi, Scott Hanna, Jesús Saiz, Guru-eFX Übersetzer: Dennis Dusella Softcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 28.08.2018 ISBN: 9783741609329
  13. Wer die Geschichte um den Muur Talisman verfolgt hat, der wird ähnlich wie ich gedacht haben, dass die Story um Cade Skywalker nun endlich auch ein Ende gefunden hat, aber dem ist nicht so. Cade konnte in einem Kampf Darth Krayt besiegen, wobei erst Darth Wyyrlok im endgültig das Leben nahm. Jetzt muss Wyyrlok die Tarnung aufrechterhalten, denn der Machtkampf, welcher jetzt in den Reihen der Sith stattfinden würde, wäre das Ende des Imperiums. Doch zunächst erleben wir die Vernichtung der Mon Calamari. Durch den Verrat an die Sith, soll ihr Volk ausgelöscht werden, doch ein imperialer Ritter Namens Sinde unterstützt sie im Kampf. Der gefallene Imperator Roan Fel möchte zwar das er zurückkehrt, aber Sinde kann den Völkermord einfach nicht mit ansehen. Im eindrucksvollen Finale gegen den Meeresleviathan der Sith, bekommt ihr optisch noch einmal schönste Comickunst. Danach geht es mit Cade Skywalker weiter, welcher seine verletzte Freundin Azlyn Rae retten will. Dazu begibt er sich in die Hände zweier bekannter Heiler, welche schon damals Darth Vader retten konnten. Cade hingegen kann nicht still ausharren und zettelt ein Kampf nach dem anderen an. Bis Azlyn erwacht und aus ihr etwas anderes geworden ist, als sie es sich je vorstellen hätten können/wollen. Skywalker und seine Crew müssen erneut fliehen... Am Ende erleben wir noch eine gewaltige Raumschlacht mit General Gar Stazi. Er hatte sich bisher zwar mit dem Imperator Roan Fel verbündet, doch möchte er keine Marionette des Imperiums sein. Die Sith unterliegen zwar der Übermacht dieser Flotte, aber ob dieses Bündnis von Dauer ist, möchte man doch bezweifeln. Wie man sieht, geht es munter weiter in der Geschichte um Star Wars nach die „Rückkehr der Jedi-Ritter“. Diesmal gibt es einige schöne Großformatbilder, in den die Details der Raumschiffe oder zu Beginn auch der Meeresungeheuer, herrlich zu sehen sind. Farblich wieder bunter und sonst alles in gewohnt guter Qualität. Fazit: Darth Krayt ist Geschichte, doch Cade Skywalker schreibt weiter an seiner Zukunft. Ob Jedi oder Sith, diesmal haben imperiale Ritter und Generäle auch das Wort, denn ein Imperium ist immer nur so stark, wie die Mannschaft, welche die Befehle ausführt. Der Band ist eine schöne Fortführung zu den vorangegangenen Ereignissen und die Zukunft der Sith bewegt sich aktuell auf einer hauchdünnen Klinge, welche jederzeit zu zerbrechen droht. Matthias Göbel Autor: John Ostrander Zeichner: Jan Duursema, Omar Francia, Dan Parsons, Brad Anderson Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 120 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 28.09.2018 ISBN: 9783741609060
  14. Anfang der neunziger Jahre erfreute Timothy Zahn die Star Wars Fans mit seiner Thrawn-Trilogie. Die dazugehörige Comic-Umsetzung endet mit dieser Ausgabe und schließt somit den Kreis, welcher sich über einige verschlungene Abenteuer hingezogen hat. Nicht nur Luke Skywalker stellt sich einem waschechten Imperatornachfolger, auch Prinzessin Leia und Han Solo müssen sich um ihren Nachwuchs Sorgen machen. Denn diese beiden sind für Großadmiral Thrawn der Schlüssel für seine Zukunft. Aktuell hat er immer noch die volle Kontrolle über Palpatines ehemalige Truppen, welche er mit den Noghi verstärkt hat und jetzt sogar noch eine Klon-Produktion starten will. Selbst die verschollene Katana-Flotte viel nun in seine Hände. Jedi-Meister C`baoth führt weiterhin seinen eigenen Plan aus und versucht als Nachfolger des Imperators an die Macht zu kommen. Luke und Leia sollen ihn dabei zur Seite stehen. Einzig Mara Jade stellt sich zu den Rebellen, obwohl sie damals als rechte Hand des Imperators galt, verrät sie nun die Lage der Klon-Anlage. Im Kopf immer noch die Worte ihres Meisters, soll sie Luke töten. Ich war überrascht, wie viel Text diesmal für den Comic benutzt wurde. Inhaltich erfährt man so viel tiefer, wer mit wem ein Spielchen treibt. Denn jeder scheint hier eigene Pläne zu verfolgen, welche dank der Macht, nicht immer ganz aufgehen. Luke führt dennoch das Happyend herbei und schaut man auf die aktuelle Entwicklung von Star Wars, spielen die Kinder von Leia und Han schon jetzt eine Rolle und vielleicht ist die Idee mit den Klonen gar nicht mal so weit hergeholt. Edvin Biukovic schuf mit seinen Zeichnungen schnelle Szenen und verband so die komplexe Story von Mike Baron & Timothy Zahn mit seinen Bildern. Nicht immer so farbenfroh wie heute und manchmal auch fast erschlagen vom Text, aber in Summe gelungen und im Stil der Charaktere sehr treu unterwegs. Ein Fact noch am Ende, Edvin Biukovic starb knapp ein Jahr nach Vollendung des Bandes an den Folgen eines Gehirntumors. Fazit: Thrawn-Trilogie findet auch optisch ihr Ende und gibt der Neue Republik eine neue Hoffnung. Leia und Han´s Kinder sind bei bester Gesundheit und Luke Skywalker findet sein Schicksal im Kampf gegen Jedi-Meister C`baoth. Thrawn hingegen spielt alle seine Karten aus und versucht seinen lang geschmiedeten Plan endlich mit Ergebnissen zur krönen. Grafisch gelungen und passend in den 90ern anzusiedeln, ist vielleicht der Text nur etwas zu viel, aber aufgrund der Tiefe der Story notwendig. Matthias Göbel Autor: Mike Baron, Timothy Zahn Zeichner: Edvin Biukovic, Eric Shanower, Pamela Rambo Übersetzer: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 14.09.2018 ISBN: 9783741609053
  15. Immer wieder dieser Darth Vader... oder doch nicht? Genau hier könnte man meinen, dass es doch noch andere Geschichten zu erzählen gibt, als immer wieder nur auf die bekannten Figuren zurückzugreifen. Charles Soule hat sich als Autor jedoch genau das Gegenteil gedacht und präsentiert die fortführende Story der Dath Vader Vergangenheit. Wie ging es weiter mit Anakin Skywalker nach „Die Rache der Sith“? Nachdem er bereits einige Anschläge auf sein Leben überlebt hat, bekommt er eine neue Aufgabe vom Imperator. Nach der Säuberung gegen die Jedi, sind kaum noch welche zu finden und dennoch gibt es sie noch. Vader soll sich um eine ganz besondere Meisterin kümmern - Jocasta Nu. Sie hat die Jedi-Archive geführt und keiner kennt sich hier besser aus als sie. Allein schon deswegen ist sie wertvoll, aber im Hintergrund, gibt es noch viel mehr Storystränge, welche unserem Dunklen Lord erst später bewusst werden. Jocasta versucht indessen alle Geheimnisse zu sichern. Ein Holocron nach dem anderen füttert sie mit Informationen, so dass die kommenden Gegenrationen, auch noch etwas aus den Vorzeiten der Jedi erfahren können und wir alle wissen, wer später das Vermächtnis tragen durfte. Im Endeffekt ist der Comic nicht einfach nur eine Jagd, Sith vs. Jedi, vielmehr wird hier auch gezeigt, wie sehr Vader auf der Suche nach dem Kampf ist. Er sucht jede Konfrontation. Am liebsten agiert er dabei mit seinem Schwert und mit der Macht an seiner Seite. Der Tod begleitet ihn in jeder erdenklichen Situation und überlegt man, wie er mal enden wird, müsste man sich wirklich fragen ob man mit ihm Mitleid haben sollte. Zudem wird auch eine neue Gruppe aus übergelaufenen Jedi unter seine Führung gestellt - Die Inquisitoren. Viele neue Charaktere lassen sich blicken und sie sehen zum Teil schon recht finster aus, egal wie viel Jedi mal in ihnen war. Giuseppe Camuncoli als Zeichner hat sich derart viel Mühe gegeben, dass man sich gern jede Seite extra lange anschaut. Ergänzt werden die Bilder mit den Farben von Daniele Orlandini und David Curiel. Licht, Schatten, Effekte, alles auf einem hohen Niveau, welches modern daherkommt und besonders Darth Vader oft in den Vordergrund stellt. Nicht immer mit besonders viel Text gefüllt, aber in einem Comic darf eben auch ein Bild komplett für sich sprechen und das gelingt hier tadellos. Fazit: All der Hass und all die Intrigen, bringen die düstere Stimmung in Lord Vader in diesem Comic perfekt zum Vorschein. Sein Leben ist geprägt vom Kampf gegen die Jedi, mit sich selbst und mit der Macht. Es ist interessant zu sehen, wie Anakin Skywalker sich mehr und mehr in die Rolle des Sith-Lord einlebt und fast nicht mehr davon loskommen wird. Sehr zu empfehlen und das nicht nur wegen der Bilder, sondern auch von der Kraft der Geschichte. Matthias Göbel Autor: Charles Soule Zeichner: Giuseppe Camuncoli, Daniele Orlandini, David Curiel Übersetzer: Michael Nagula Softcover: 140 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 22.01.2019 ISBN: 9783741610363
  16. Endlich mal ein Abenteuer unser beiden Lieblings-Droiden, welches sie ganz allein, ohne Lea, Luke und Han bestreiten. Wir schreiben Anfang der 90er Jahre und Star Wars erwacht zu neuer Blüte. Eine kurze Trickfilm-Serie mit dem Namen „Star Wars: Droids“ erscheint und somit war auch klar, dass es ein Comic dazu geben muss. 1994 erschien dann der erste Band und R2-D2 und C-3PO erleben ihre Abenteuer auf dem Planeten Kalarba. Als Gefangene einer Lieferung von Droiden, kommen sie im Raumhafen an und treffen dabei das erste mal auf Olag Greck, einen undurchsichtigen Schurken, welcher überall seine Finger im Spiel hat, Hauptsache es bringt Geld. Kein Wunder, dass er sich im Lauf seiner Karriere einige Feinde gemacht hat. Einer der mitgelieferten Droiden ist ein bekannter Attentäter und hat es auf sein Leben abgesehen. Mit Glück kann sich Olag retten und R2-D2 und C-3PO finden somit die Freiheit. Sie gelangen jetzt in die Hände der Adelsfamilie Pitarreezes. Sie werden angestellt und C-3PO darf sich um den jungen Nak kümmern. Dieser ist allerdings ziemlich frech und heckt einen Streich nach dem anderen aus. Selbst gegenüber seiner Familie scheint er noch einiges zu lernen zu haben und schon haben wir wieder diesen Olag Greck, welcher sich den Prototypen des Urgroßvaters erpressen will. Die Geschichten verlaufen meist im gleichen Takt. Einer der Droiden gerät in ein Schlamassel, kommt am Ende aber mit heiler Haut davon. Es klingt fast so, als sei dieser Comic-Band für jüngere Leser – und dem ist auch so. Sehr Zielgruppengerecht, wird hier mit wenig Gewalt ein Problem gelöst. Schnell geht die Story vorbei und den beiden Helden passiert nicht wirklich etwas Böses. Vielleicht auch der Grund, warum die Serie damals schon nach einer Staffel abgesetzt wurde und auch der Comic eher nur als Nischenprodukt seine Käufer fand. Besonders Bill Hughes malte damals schon viele Kinderbücher für Star Wars und der Stil ist auch diesmal genauso eingehalten worden. Bis auf R2-D2 und C-3PO sind die Figuren schräg und manchmal etwas detailarm. Immerhin gibt es einen Killerdroiden namens C-3PX, welcher C-3PO zu verwechseln ähnlich sieht und auch der Kampf gegen einen gefräßigen Riesenroboter am Ende und einige neue Schiffe bringen dem Comic die typischen netten Star Wars Details. Jedi oder Sith werdet ihr jedoch vergeblich suchen, diese scheinen sich wohl gerade auf einem anderen Planeten gegenseitig zu bekämpfen... Fazit: Star Wars hatte schon immer ein großes Herz für Kinder. Mit R2-D2 & C-3PO haben sie zwei passende Heldenfiguren, welche auch eigene Abenteuer finden und sie meistern. Der zurückhaltende C-3PO und der technikverliebte R2-D2, beide haben, wie auch schon den Filmen, ständig das Glück auf ihrer Seite. Kurze Storys, leichter einfacher Comicstil, mehr braucht der Comic nicht und die kleinen Leser werden mehr von diesen beiden Droiden sehen wollen. Matthias Göbel Autor: Dan Thorsland, Ryder Windham Zeichner: Andy Mushynsky, Bill Hughes, Ian Gibson, Pamela Rambo, Lea Hernandez Übersetzung: Uwe Anton Hardcover: 192 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 31.08.2018 ISBN: 9783741609046
  17. Die Vergangenheit, trifft auf eine noch düstere Zukunft. Vector II bringt euch endlich in der Geschichte weiter, im Kampf um den Muur Talisman. Wo im ersten Teil Celeste Morne 4.000 Jahre ausharren musste, um endlich wieder das Licht der Welt zu erblicken, sind es diesmal nur wenige Jahrzehnte, welche sie allein mit ihren Rakghouls ausharren muss. Darth Vader schickt noch einmal einen Trupp hin, welcher auch wieder vernichtet wird. Warum nicht dieses Monster nutzen, um sich der Rebellion mit Luke und Leia & Co. zu entledigen? Genau nach diesem Plan, lässt Vader durch einen Mittelsmann die Rebellen mitten in diese Falle laufen. Ich will nur so viel verraten – Luke ist noch lange nicht der Jedi, der er später einmal werden wird. Nach diesem kleinen Intermezzo gerät Celeste erneut in Vergessenheit, wobei auch hier der Zufall es wieder will, dass ein Skywalker mit diesem Artefakt zusammentrifft - Cade Skywalker. Gerade noch war er in tiefer Mediation und plötzlich taucht ein Sternenkreuzer auf. Celeste stellt sich auch ihm entgegen, doch erkennt sie seine ungewöhnliche Art mit der Macht umzugehen. Neben seinen starken Heilkräften, ist besonders die Gradwanderung zwischen Gut und Böse der Schlüssel zum Erfolg und so schließt sich Celeste Morne Cade an, um Darth Krayt endgültig zur Strecke zu bringen. Klingt allerdings leichter als es am Ende wird, denn auch Sith-Lord Muur, dessen Geist im Talisman haust, spürt, dass er endlich einen würdigen Träger seines Amuletts gefunden hat. So ein Kampf kann natürlich nicht ohne Opfer von statten gehen und ihr werdet euch damit abfinden müssen, dass einige bekannte Gesichter ihr Leben lassen werden. Wie der Kampf gegen Darth Krayt ausgeht, solltet ihr euch selbst anschauen, denn was sich hier die Zeichner haben einfallen lassen, war schon lange nicht mehr so actiongeladen und düster wie in dieser Ausgabe. In schnellen Bildern erzählen sie schon fast ohne Text, wie der Verlauf der Geschichte enden wird. Mit vielen Effekten und einer hochgeladenen Grundstimmung, kann man sich endlich wieder Star Wars von seiner dunklen Seite genießen. Sith oder Jedi, jeder hat diesmal viel zu gewinnen. Das Ende lässt zwar kleine Fragen offen, aber in Summe findet jeder seinen Weg. Fazit: Bildgewaltig!!! Genau so sollte man sich einen Comic vorstellen, in dem Star Wars nicht nur von Politik beherrscht, sondern der Kampf zwischen Gut und Böse direkt ausgefochten wird. Den Autoren ist mit dieser Story ein wirklich interessanter Clou gelungen. Egal in welcher Zeit man sich bei Star Wars wohl fühlt, hier findet jeder Fan sein zu Hause. Die Macht hat wohl auch ihren ganz eigenen Willen, denn keiner konnte hier vorausahnen, wie der Weg des Muur Talisman die Zeiten beeinflusst. Matthias Göbel Autor: John Ostrander, Rob Williams Zeichner: Dan Parsons, Dustin Weaver, Jan Duursema, Will Glass, Brad Anderson Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 17.08.2018 ISBN: 9783741605697
  18. Dann tauchen wir mal in eine mehrere tausend Jahre umfassende Geschichte ein. Wie der Name der Ausgabe es schon verrät, geht es um den Muur-Talisman. Dabei handelt es sich um ein uraltes Sith-Artefakt, welches eine ganz besondere Gabe hat. Als erstes kann nur aktiviert werden, wenn man mit der Macht vertraut ist. Hat man es einmal geschafft, dann kann der Besitzer Menschen und auch andere Lebewesen in Rakghouls verwandeln und sie auch steuern. Na wenn das nicht nach Knights of the old Republic klingt und genau da findet diese Geschichte ihren Ursprung. Wir schreiben etwa 4.000 Jahre vor „Eine neue Hoffnung“. Die Republik und die Mandalorianer befinden sich im Krieg und die Jedi führen einen Geheimbund, welcher die Sith mit allen Mitteln versucht aufzuhalten. Zu dieser Zeit ist Lucien Draay Anführer dieses Bundes und er schickt die Jedi-Kämpferin Celeste Morne aus, um den abtrünnigen Padawan Zayne Carrick zu finden. Sie begibt sich nach Taris und versucht dort als erstes den Talisman zu finden und nebenbei läuft ihr Zayne Carrick über den Weg. Wie das Schicksal es so wollte, gelangt sie sogar in dessen Besitz oder besser gesagt, der Talisman nimmt sich ihrer an. Erst 4.000 Jahre später, erweckt sie kein geringerer als Darth Vader wieder aus einem Sarg und der Rest folgt im zweiten Teil. In groben Zügen wisst ihr jetzt, um was es geht und schaut man genau hin, erlebt man wahrlich ein ungewöhnliches Abenteuer. Die Jedi nahmen sich schon damals deutlicher den Sith an, als es später zu sehen war und mit den Rakghouls und den Mandalorianer haben besonders eingefleischte Fans ein schönes Wiedersehen zu feiern. Mit dem Sprung durch die Zeit, wurden auch die Zeichner getauscht und ganz persönlich, finde ich die ersten zwei Drittel manchmal etwas seltsam bei den Darstellungen der Gesichter, aber dennoch wurden Körper und Bewegung schwungvoll umgesetzt. Später nimmt alles eine gewohnte Art und Weise an, wobei durchweg Farben und Texturen immer stimmig sind. Man merkt wirklich, dass der Comic eine komplett eigene Geschichte erzählen will. Er verlässt sich nicht nur auf bekannte Figuren, sondern fügt immer wieder auch neue hinzu und man darf sogar mit etwas Witz rechnen. Der Talisman als Verbindung zwischen den unterschiedlichen Zeiten funktioniert wunderbar und auch seine ausgesprochen ungewöhnliche Macht, lässt ihn schon fast omnipotent erscheinen. Wenn er jetzt noch in die falschen Hände geraten würde, man möchte sich nicht ausmalen, was wohl mit Luke und den Rebellen passieren würde. Fazit: Die Sith haben schon so einige Artefakte in ihrer Vergangenheit heraufbeschworen und der Muur-Talisman zählt wohl zu einen der eindrucksvollsten Waffen. Dank dieser Comic-Ausgabe erlebt ihr seinen Werdegang. Rakghouls, Mandalorianer, Jedi und Sith, was will man mehr aus der Old Republic und man bekommt am Ende sogar noch Darth Vader zu sehen. Mit etwas mehr Feingefühl bei den Gesichtern wäre der Comic perfekt, allerdings trifft er mit seiner Geschichte jeden Fan beim Nerv. Matthias Göbel Autor: John Jackson Miller, Randy Stradley Zeichner: Dan Parsons, Dave Ross, Douglas Wheatley, Joe Pimentel, Scott Hepburn, Michael Atiyeh, Dave McCaig Übersetzung: Michael Nagula Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 03.08.2018 ISBN: 9783741605680
  19. Starke Charaktere lassen Star Wars schon immer das Herz der Fans höher schlagen und schön zu sehen, dass es endlich auch ein weiterer Nicht-Jedi geschafft hat, in diese Riege neu mit aufzusteigen. Poe Dameron hat schon in den beiden letzten Kino-Filmen gezeigt, dass er nicht mehr wegzudenken ist und daher verwundert es nicht, dass nun auch nach und nach Geschichten über ihn erzählt werden. Das Fliegerass ist Teil der berühmten Schwarzen Staffel, welche den Widerstand mehr als einen Sieg schon bescherte. Doch bevor er zurück in die geheime Basis fliegt, muss er noch eine alte Freundin besuchen, welche sich als Journalistin verdient und aktuell auf der Suche nach einer neuen Story ist. Der Kampf des Wiederstandes gegen die Erste Ordnung kommt da gerade recht. Nur haben beide nicht damit gerechnet, dass sie dabei selbst zur Zielscheibe werden. Poe schafft es dennoch und wir treffen auf General Organa. So ein Wiedersehen mit der Prinzessin bringt schon alte Erinnerungen zurück. Der Job der Schwarzen Staffel ist nun folgender, sie sollen zum einen Rohstoffe für den Wiedererstand besorgen und danach einen Verräter stellen. Im Verlauf der Geschichte treten sie dabei immer wieder in die Fallen der Ersten Ordnung, können aber durch ihr Glück immer wieder auch entkommen. Vielleicht nicht die innovativste Idee und Opfer gibt es auf beiden Seiten. Die Reporterin als Figur bringt eine neue Wendung in der Story, hat aber auch einen uncharmanten Liebreiz. Nett ist der Kurzauftritt von Captain Phasma und Agent Terex, welcher umprogrammiert der Ordnung dient. Alles wie gehabt und doch kann durch die neue Zeit auch etwas Neues geschaffen werden. Da bei den Zeichnungen in vielen Fällen auch neuste Technik zum Tragen kommt, kann man kaum etwas Negatives sagen, nur sind die Gesichter in einigen Passagen vielleicht etwas starr, was aber auch wiederum nur Geschmackssache ist. Dafür prachtvoll in Farbe gesetzt und man vermisst ein wenig mehr Innovationen bei den Raumschiffen oder Stationen. Die Konzentration auf die Schwarzen Staffel erklärt schön einige Details aus dieser Zeit, welche durch die Filme vielleicht nicht bekannt sind. Wie etwa, dass das geschlagene Imperium zwar durch die Erste Ordnung ersetzt wurde, aber sie selbst noch lange nicht die Macht des Imperiums besitzen. Es gibt also noch viel Material, welches in den nächsten Jahren umgesetzt werden kann. Fazit: Ja, in Poe Damero schlägt das Herz von Star Wars. Nicht mit der Macht, aber mit viel Geschick und einer gerechten Mission im Gepäck. Ein Pilot, welcher sich im Stil von Solo den Weg für den Widerstand bahnt und sich mit seiner Flotte der Ersten Ordnung stellt. Vielleicht nicht in alles Punkten wirklich erfindungsreich genug, um etwas ganz Eigenes zu schaffen, aber stilistisch auf aktuell neustem Stand. Matthias Göbel Autor: Charles Soule Zeichner: Angel Unzueta, Frank D´Armata, Arif Prianto, Phil Noto Softcover: 172 Seiten Verlag: Panini Verlag Erscheinungsdatum: 26.06.2018 ISBN: 978-3-741-600760-8
  20. Ihr kennt sie sicherlich langsam - Dr. Chelli Aphra. Eine berühmte, oder wohl besser gesagt, berüchtigte Archäologin, welche auf der Suche nach seltenen Relikten immer wieder gegen das ein oder andere Gesetz verstößt. Zuletzt war sie zusammen mit Luke Skywalker unterwegs und hat nach dem Rur Kristall gesucht. Ein Artefakt, welches das Wesen eines uralten Jedi enthält. An ihrer Seite die Droiden BT-1 und Triple Zero. Ebenfalls dabei Krrsantan, welcher in den letzten Comics immer wieder mal ein Kurzauftritt bekommen hat. Aphra hat nun diesen Kristall in ihrem Besitz und möchte mit einem Verkauf reich werden. Sie lädt dazu allerhand bekannte Unterweltverbrecher ein, damit sie auch in den Genuss dieses seltenen Objektes kommen können. Unvermeidlich wird diese Versteigerung jedoch zu einem Desaster, denn es gesellt sich noch jemand hinzu, mit dem wirklich keiner gerechnet hat. Wenn man es jedoch genau bedenkt, hier ist die Rede von einem Jedi-Artefakt und wer hast zu dieser Zeit diese Ritter des Lichts mehr als jeder andere in dieser Galaxie? Die Antwort dürft ihr euch selbst geben, wobei der Comic durch diese Wendung erst richtig Fahrt aufnimmt. Ein Kampf nach dem anderen und dank der Macht jedoch etwas einseitig. Die Körper fliegen durch die Gegend und die Blaster lassen ihre Läufe glühen. Es gibt ein eher unspektakuläres Ende, aber dafür ist Doctor Aphra ihr Team erst einmal los, so dass jeder jetzt ein völlig neues Abenteuer erleben kann. Zum Schluss gibt es noch einmal eine Vorgeschichte. In dieser wird beschrieben, wie es zu dieser Versteigerung kam und welche Hürde Chelli und Krrsantan nehmen mussten. Dabei ist die Herkunft von Krrsantan gar nicht mal so uninteressant, denn das er zu vielen Teilen aus kybernetischen Komponenten besteht war kein Unfall, vielmehr sein eigener Wille. Es gibt noch einige andere kleinere Hintergrundinfos, welche aber nur wirklich echte Fans interessieren mag. Optisch gibt es gemischte Seiten. Manchmal farbenfroh und mit netten Details, dann wieder etwas einfacher und ein wenig weiter wieder alles im modernen Comicstil. Dr. Aphra schafft sich mit dieser Geschichte sicherlich nicht viele Freunde unter ihresgleichen, jedoch macht ihre Art und vielleicht auch ihre Gerissenheit Lust auf mehr. Ich denke, dass wir sie nicht das letzte Mal gesehen haben und vielleicht läuft ihr wieder ein uns altbekannter Held über den Weg. Fazit: Ohne Luke, dafür mit dunkler Überraschung! Doctor Aphra schafft es als Nebenfigur, im schier unendlichen Star Wars Universum, den Leser positiv zu überraschen. Die Geschichte selbst ist sicherlich vorhersehbar, jedoch wird ein dunkler Herrscher euch positiv überraschen. Warum die Vorgeschichte erst am Ende kommt, mag seltsam sein, jedoch passt sie herrlich und bringt interessante Details mit sich. Matthias Göbel Autor: Kieron Gillen Zeichner: Kev Walker, Marc Laming, Marc Deering, Antonio Fabela, Will Sliney, Jordan Boyd Softcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 24.07.2018 ISBN: 978-3-741-60931-2
  21. Der Schrecken der Galaxis, hat wohl so manchen Sieg, einfach nur durch bloße Anwesenheit geholt. Darth Vader ist der Charakter, welcher Star Wars deutlicher nicht präsentieren könnte und selbst nach seinem Ableben, ist er immer noch eine unheimliche Inspirationsquelle. Wir schreibe kurz nach „Die Rache der Sith“. Das Imperium steht im Krieg – Die berüchtigten Klonkriege sind entbrannt. Einer dieser Klone hat die Nummer CT-5539. Er dient seinen Jedi-Generälen, bis er von ihnen im Stich gelassen wird. Ab jetzt muss er sich allein durchschlagen und sein Leben selbst in die Hand nehmen. Verwundet auf einem Wüstenplaneten zu überleben ist nicht einfach und eine tiefe Verbitterung nimmt ihren Lauf. CT-5539 ändert seinen Namen und nennt sich fortan - Hock. Er findet einen neuen Anführer, welcher ihn schon seit seiner Erschaffung inspiriert hat - Darth Vader. Mehr als ein Kampf an seiner Seite wird gefochten und doch erkennt Hock zu spät, was es heißt unter diesem dunklen Fürsten zu dienen. Der Tod ist mehr als allgegenwärtig. Bilder und Schreie seiner Taten werden diesen Soldaten, bis an Ende seiner Zeit begleiten. Eine Geschichte die es wahrlich in sich hat und brillant erzählt wird. Passend in Szene gesetzt und ihr werdet selbst tief in die Augen von Darth Vader schauen können. Der moralische Aspekt hinter der Geschichte ist deutlich höher, als man sonst Star Wars Abenteuern zu erleben ist. Blinder Gehorsam führt nicht immer zu eigener Erfüllung, daher prüfe dich selbst, wer dein Vorbild ist. Als Bonus gibt es noch die Geschichte „Verfluchter Sand“. Während eine Rebellenbasis angegriffen wird, kann ein Schiff, beladen mit Droiden flüchten, jedoch stürzen sie auf einem Planeten ab. Hier werden sie von Jawas entdeckt und auf ihr Schiff mitgenommen, doch hat man nicht damit gerechnet einen Kampf-Droiden zu finden. Zwei Piraten geraten mitten in die Szenerie und kommen zwar mit heiler Haut davon, aber verlieren aber eines ihrer geliebten Bikes. So richtig wird nicht klar, warum diese Geschichte hier mitgeliefert wird, aber ein Text am Ende hilft herauszufinden, um was es sich handelt und wie man sie zeitlich einzuordnen hat. Fazit: Böse, aber dafür einfach gut! Der Star Wars Comic Kollektion Band 48 glänzt mit einer düsteren Geschichte, in der ein einfacher Soldat auf der Suche nach seinem Anführer das Vertrauen nur in sich selbst findet und dabei das Entsetzen der Taten von Darth Vader miterlebt. Ein bis zum Ende hin durchdachter Comic, mit optischer Raffinesse und einer gelungenen Pointe. Die Bonusgeschichte am Ende fühlt sich nicht wirklich passend an, bringt aber einen vergessenen Part der Lucas-Ideen zurück. Matthias Göbel Autor: Tim Siedell, Kilian Plunkett Zeichner: Gabriel Guzman, Kilian Plunkett, Michael Atiyeh, David Neselle Hardcover: 152 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 22.06.2018 ISBN: 978-3-741-60565-9
  22. Timothy Zahn schlug mit der Thrawn Trilogie genau das Kapitel auf, welches die Fans damals lesen wollten. Luke, Leia, Han und Chewbacca erleben die Abenteuer nach Palpatines und Darth Vaders Tod und dennoch scheint es, dass das Imperium nicht gänzlich zu vernichten ist. Großadmiral Thrawn legt sich als Nachfolger mächtig ins Zeug sich gegen die Republik zu stellen, doch ein Fehlschlag folgt dem nächsten. So starten wir auch in den zweiten Comicband, welcher sich auch mit dem zweiten Roman der Trilogie befasst. Leia begibt sich mit Chewbacca auf einen Planeten, welcher in Kriegszeiten verwüstet wurde. Das Imperium und Vader halfen den Einwohnern, obwohl sich am Ende etwas ganz anderes herausstellt. Luke macht sich auf die Suche nach dem letzten Jedi-Meister - Jorus C´baoth. Dieser scheint jedoch nicht wirklich den Weg der Jedi zu folgen und genau das muss Luke mit eignen Augen miterleben. Lando und Han hingegen versuchen etwas über die verschollene Katana-Flotte herauszufinden. Dabei handelt es sich um 200 Dreadnaughts, welche durch einen Autopiloten im Krieg verschollen gegangen sind. Der Wettlauf um diese Flotte ist das Herzstück der Geschichte, auch wenn es noch einiges mehr zu erforschen gibt, wie etwa die Unschuld von Admiral Ackbar und ob es in den eigenen Reihen vielleicht doch einen Verräter gibt und auf welcher Seite wohl Mara Jade steht. Ja, dass liest sich ganz nach dem getreuen Konzept von den ersten Teilen und irgendwie bekommt die Geschichte langsam Ermüdungserscheinungen. Da verkleidet man sich, um unentdeckt auf einem feindlichen Schiff unterwegs zu sein, hier ein kleiner Trick, um Thrawn eins auszuwischen und Politik beherrscht den Geist der Macht. Verstrickt und zum Teil nicht wirklich nachvollziehbar, gibt es harte Sprünge in der Geschichte und Luke ist auch kaum als Jedi aktiv. Einige kleine Kämpfe im All sind schön actiongeladen, aber dafür ziehen sich die Dialoge über Seiten hinweg, welche kein genaues Ziel zu haben scheinen. Die Zeichnungen haben einen durchweg einheitlichen Stil, sind nett, aber auch nicht mehr ganz auf dem Höhepunkt der Zeit. Vielleicht haben einfach ein paar Seiten gefehlt, um auch in Gänze zu erzählen, um was es hier eigentlich geht. Fazit: „Die dunkle Seite der Macht“, bringt euch in der Trilogie voran, erzählt die Geschichte aber etwas schwerfällig. Luke Skywalker & Co machen ihren Job an sich tadellos, nur fehlen irgendwie die wirklich neuen Abenteuer. Alles scheint man schon einmal erlebt zu haben, nur in einer etwas anderen Reihenfolge. In Summe wirklich etwas für Liebhaber, welche sich den Roman noch einmal in Bildern anschauen möchten. Matthias Göbel Autor: Mike Baron, Timothy Zahn Zeichner: Kevin Nowlan, Terry Dodson; Pamela Rambo Hardcover: 160 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 08.06.2018 ISBN: 978-3-741-60563-5
  23. Die Clon-Kriege sind schon recht geheimnisvoll und keiner wird wohl alle Ereignisse in der Gesamtheit zusammenfassen können. Wir erleben in dieser Ausgabe Obi-Wan Kenobi, wie er sich auf die Suche nach einer mächtigen Gegnerin begibt - Asajj Ventress. Bei einem Einsatz zusammen mit Anakin trafen die drei schon einmal aufeinander und dabei stürzte sie in den Tod. Obi-Wan hingegen ist sich ziemlich sicher, dass sie immer noch lebt, denn er kann sie immer noch in der Macht spüren. Doch schon jetzt muss man sich die Frage stellen, warum sucht er sie so verbissen nach ihr? Sinnt er nur nach Rache oder steckt da etwas ganz anderes dahinter? Jedi hegen eigentlich keine Rache, denn schließlich führt dieser Weg zur dunklen Seite der Macht… Doch Kenobi ist nicht zu halten und findet erste Informationen. Der zwielichtige Lord Xist erzählt von einer Händlerin welche getötet werden soll und Count Dooku schickt angeblich seine „Beste Kriegerin“. Das klingt ganz nach Ventress und jetzt fehlt Obi-Wan nur noch ein wenig Hilfe von seinem ehemaligen Schüler Anakin. Beide begeben sich auf diese Rettungsmission, wobei die zwei wissen, wonach eigentlich gesucht wird. Ja es ist sehr durchsichtig was hier wohl passieren wird und auch wenn das offensichtliche Ziel von Obi-Wan lange ungenannt bleibt. Man darf sich auf mehr als nur Asajj Ventress freuen, denn auch eine große Anzahl an bekannten Jedi lassen sich kurz blicken. Die anstehenden Schlachten und Kämpfe, machen jedoch manch Storyschwäche wett. Nicht nur die beiden Hauptcharaktere zeigen anmutige Kampfszenen, auch die Schurken wie Durge können überzeugen. Die Zeichnungen selbst haben diesmal schöne kleine Stichansätze, welche manch Kontur gut hervorhebt. Dafür sind einige Hintergründe etwas einfacher gehalten und die Kampfszenen im All sind manchmal starrer dargestellt. Am Ende gibt es noch eine Geschichte, welche zum Gratis-Comic-Tag 2005 veröffentlicht wurde. “Brothers in Arms“ zeigt Obi-Wan und Anakin auf einer Mission. Sie wollen in die Festung von Count Dooku vordringen. Der Auftrag läuft leider nicht rund und doch erreichen sie ihr Ziel. Das es am Ende dann doch so kommen musste und sie mitten in eine Falle tappen, scheint bei Star Wars in Stein gemeißelt zu sein. Fazit: Obi-Wan Kenobi bleibt einer der beliebtesten Charaktere der Star Wars Geschichte. Mit seiner selbsterwählten Mission Asajj Ventress zur Strecke zu bringen, verwundert er anfänglich mit seinem Starrsinn. Die erzielten Ergebnisse sprechen auch nicht für all die Opfer, doch erfährt man schlussendlich wer wie immer die Fäden zieht. Grafisch im guten eigenen Stil, folgt man den beiden Jedi und wünscht eigentlich nur mehr Obi-Wan allein in Aktion zu erleben. Matthias Göbel Autor: Miles Lane, W. Haden Blackman Zeichner: Brian Ching, Nicola Scott, Sno Cone Studios, Michael Atiyeh Hardcover: 144 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 25.05.2018 ISBN: 978-3-741-60563-5
  24. Eigentlich dachte ich, dass nach dem letzten Band die Geschichte um Cade, den letzten Skywalker, schon zu Ende erzählt sei, doch da habe ich mich, wie auch einige Gegner wohl getäuscht. An sich besteht der Roman aus drei Einzelgeschichten, welche tiefer ineinandergreifen. Alles fängt mit Darth Azard an, welcher über das Versagen seiner Untergebenen nicht sonderlich erfreut ist und schickt Admiral Valan in die Schlacht. Er soll endgültig Admiral Stazi aufhalten. Bisher hat er sich als äußerst kluger Taktiker erwiesen und konnte mehr als einmal den Sith entkommen. Eine neue Falle beim Raumhafen von Mon Calamari, soll ihm nun zum Verhängnis werden. Wie auch immer dieser Zweig der Geschichte ausgeht, er trifft wie immer viele Unschuldige und Unbeteiligte. Im zweiten Hauptakt, erleben wir Darth Wyyrlok. Er macht sich auf die Suche nach einem Heilmittel für Lord Krayt, welcher immer weiter von innen her zerfressen wird. Er begibt sich dazu an einen geheimnisvollen Ort – Die Mitte der Galaxis. Von hier erhofft er sich neue Erkenntnisse zu gewinnen, denn das Holocron von Sith Andeddu verspricht, dass Wissen über seine Unsterblichkeit zu teilen. Eine für mich passend düstere Geschichte, die optisch und inhaltlich deutlich alle anderen Teile in den Schatten stellt, denn danach geht es wieder mit Cade Skywalker weiter. Er entledigt sich erst einmal seiner Vergangenheit und lässt die Mitglieder der Kopfgeldjäger in kleinen Stückchen zurück und holt sich nebenbei sein Raumschiff. Danach wird es leider etwas langatmig. Cade muss einmal mehr auf den richtigen Weg gebracht werden, denn wieder scheinen die Liebe zur „Dunklen Seite“ durchzubrechen. Da helfen auch nicht die Geisterscheinungen seines Vaters oder von Luke. Immerhin geben die Jedi eine ihrer geheimen Basen preis und wir wissen, was in der nächsten Ausgabe auf uns zukommt. Der Jedi/Sith Cade macht es dem Leser weiterhin nicht leicht ihn liebzugewinnen. Entweder/Oder, so schwer kann es doch nicht sein – Oder doch? Dafür spielen die dunklen Lords mit mächtigen Karten, welche ungeheuerlich in der ganzen Galaxie für Aufsehen sorgen. Allein deswegen lohnt sich diesmal der comicliebende Blick ins Schwarze Herz der Stih. Fazit: Unbezwingbar und doch nicht unschlagbar. Die Story um Cade, dass Schicksal der Jedi und die Zukunft der Sith, alles in kleinen Stückchen zerlegt und in diesem Band auch genauso erzählt. Grafisch im gewohnt guten Stil, legt man meiner Meinung nach diesmal zu oft Wert auf Dialoge, welche zwar die Gesamtgeschichte vertiefen, aber die Schritte zum Ende in die Länge ziehen. Immerhin spielen die Sith eine überraschend starke Rolle, so dass man schon fast an ihren endgültigen Sieg glauben könnte. Matthias Göbel Autor: John Ostrander Zeichner: Omar Francia, Jan Duursema, Alan Robinson, Dan Parsons, Brad Anderson Softcover: 192 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 11.05.2018 ISBN: 978-3-741-60562-8
  25. Das Erbe um die Geschichte von Star Wars, hat so einige neue Helden hervorgebracht unter anderem Captain Phasma. Phasma ist ein weiblicher Sturmtruppen-Captain und dient aktuell unter Brendol Hux. Sie ist nicht nur zuständig für die Ausbildung neuer Sturmtruppen, sie leitet auch bestimmte Kampfeinsätze und Geheimoperationen. Zeitlich befinden wir uns mitten in der Angriffsphase der Widerstandskräfte von General Organa auf die Starkiller-Basis der Ersten Ordnung. Hier spielt Captain Phasma ebenfalls eine wichtige Rolle, denn sie findet heraus, wer für die eigentliche Abschaltung des Energieschildes verantwortlich ist, auch wenn sie selbst nicht ganz ohne Schuld ist, soll jeder andere Soldat zur Rechenschaft gezogen werden. Nachdem sie Lieutenant Sol Rivas ausfindig gemacht hat, nimmt sie die Verfolgung auf. Dabei kommt es fast zu einer Zusammenkunft mit Kylo Ren, welcher sich gerade Rey im Lichtschwert-Duell stellt. Doch Phasma ist voll auf den Verräter konzentriert und bleibt ihm dicht auf den Fersen. Sie gelangen auf den Planeten Luprora. Etwas weiter außerhalb und doch eher sehr unwirklich. Hier herrscht stürmisches verregnetes Wetter und das erste Zusammentreffen mit einer unheimlichen Wasserkreatur, soll in diesem Fall nicht das letzte Treffen gewesen sein. Das heimische Volk feiert Phasma als Erlöser und erstaunlich, wie man sie plötzlich von einer völlig neuen Seite kennenlernt. Oder ist doch nur alles Mittel zum Zweck? Die Geschichte nimmt einen spannenden, wenn auch vorhersehbaren verlauf. Einmal böse – Immer böse! In diesem Fall schon, wenn auch Mut und Heldentum ein Wörtchen mitreden. Der Kampf gegen die Monster der See und die Schneeregenszenen sind meisterlich umgesetzt und lassen den Comic definitiv auf einem sehr hohen zeichnerischen Level in Erinnerung. Da es wenig Text gib, kann man sich zumindest sehr schön an den Bildern sattsehen und hin und wieder gibt es ganz kleine Einblicke in die wirkliche Gefühlswelt von Captain Phasma. Vielleicht kein Charakter der die Klasse eines Han Solo oder eines Boba Fett hat, aber der starke Wille zu überleben, um seine Pflicht zu erfüllen, hinterlässt ungeahnt viel neue Star Wars Kraft. Fazit: „Star Wars: Die letzten Jedi“ ist schon wieder fast Geschichte, da wird ein Nebencharakter mit einer neuen Story ins Rennen geschickt. Captain Phasma erlebt ein eigens, spannendes und besonders bildgewaltiges Abenteuer, welches beweist, dass Star Wars aus mehr als nur auch eine Handvoll Figuren besteht. Diese kleinen Nebengeschichten lassen tiefer in dieses Universum blicken und dank gekonnter Comickunst, bleiben sie noch lange in Erinnerung. Matthias Göbel Autor: Kelly Thompson Zeichner: Marco Checchetto, Andres Mossa Softcover: 100 Seiten Verlag: Panini Verlag Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 22.05.2018 ISBN: 978-3-741-60763-9
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