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  1. Das die Föderation von Anfang an einen nicht ganz so leichten Start hatte, konnten wir nicht nur in der Serie miterleben, auch im ersten Teil zu „Rise of the Federation“ ging es turbulent her und der Frieden in der Galaxis schien in Gefahr zu sein. Auch dieses mal erleben wir wieder Admiral Jonathan Archer, welcher diesmal versucht die Bewohner des wohlhabenden Rigel-Systems zum Beitritt in die Föderation zu bewegen. Christopher L. Bennett hat uns dafür nicht nur eine Geschichte geschrieben, sondern versucht wieder mehrere Parallelstorys ineinanderlaufen zu lassen. Da haben wir zum einen Archer selbst, der sich „endlich“ mal wieder verliebt, wobei er am Ende erkennt, dass man das Glück meist schon lange kennt. T´Pol und Trip, sind sich nicht mehr sicher ob ihre Beziehung so funktioniert, denn er kann eben nicht von Sektion 31 lassen. Er begibt sich auf eine Mission, welche noch einmal zeigt, wie wichtig es ist auch im Schatten zu agieren, was offizielle Kräfte eben nicht immer können. Dann wird auch noch ein neuer Präsident gewählt, ja genau, Politik ist diesmal ein wichtiger Bestandteil des Buches, was unweigerlich zu langen Reden, mit fragwürdigen Inhalten führt. Wichtig für den Fortlauf der Geschichte vielleicht, aber wahrlich gähnend zu lesen. Reed,macht sich mit seinem Raumschiff, die Pionier, auf den Weg und muss das Verschwinden einiger Crewmitglieder klären, welche von einer Organisation gekidnappt werden, um geheime Daten zu entschlüsseln. Doch auch dieses Katz und Mausspiel ergibt sicher seiner Handlung und führt mehr zu einem zähen Fluss und nicht zu einer spannenden Jagd. Das die gleichen Drahtzieher wie in Teil eins wieder ihre Finger nach Archer ausstrecken, ist sicher auch logisch, aber irgendwie auch schade. All die Macht welche aktuell offen steht, warum nicht mal andere neue Figuren mit einbringen? Jedes einzelne Komplott welches heimlich und tückisch geschmiedet wurde, zerfällt nach und nach und das nicht nur weil Archer aufgepasst hat, vielmehr weil viele Köche eben den Brei dann doch verderben.Genau das gleich passiert dem Autor, welcher sich einfach zu sehr auf Abwechslung konzentriert hat, als auf die eigentliche Story. An vielen Stellen möchte man gar nicht wissen, was der ein oder andere denkt und gerade was die Reden der politischen Gegner angeht, sie zehren einfach nur am Geduldsfaden des Lesers. Da es mit dieser Buchreihe weitergehen wird, hoffe ich nur, dass der Autor sich wieder fängt und sich mehr auf die Einzelgeschichten konzentriert, als das er an zu vielen Plätzen zu gleich ist. Ebenfalls hat mir die Weiterzählung aus dem ersten Teil gefehlt, denn was ist nun mit dem Transporter? Wird er je wieder eingesetzt werden können? Dennoch war es schön alle alten Figuren wieder in Aktion zu erleben und Trip hat mir diesmal am besten gefallen. Fazit: Wer viele Hasen jagt, fängt keinen. Genau das passiert in diesem Fall Autor Christopher L. Bennett. Die Ideen sind alle gut und könnten jeweils einen Einzelroman hervorbringen, aber dennoch hat er versucht alles in einen einzigen zu quetschen. Obwohl am Ende alles gut wird und wir die Zukunft der Föderation weiter erleben können, sollten sich die Geschichten zukünftig mehr konzentrieren, denn es gibt sicherlich noch so viel was Archer selbst oder Red mit seiner eigenen Crew erleben könnte. Ich für meinen Teil hoffe es sehr. Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Taschenbuch: 375 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 06.06.2017 ISBN: 978-3-95981-196-5
  2. Captain, oder besser gesagt Admiral Archer ist zurück mit einer Geschichte weit vor Kirk und noch weiter vor Picard. Doch was diese frühen Helden schon alles erleben, ist wirklich beeindruckend. Neben Archer, welcher nur noch politisch eingreifen muss, gibt es alle anderen bekannten Figuren der Serie, welche sich wieder ordentlich ins Zeug legen, um uns doch noch von ihrem Können zu überzeugen. Da haben wir z.B. Reed, welcher dank seines alten Captains befördert wird und sich mit seinem eigenen Schiff auf eine Entdeckungsreise begibt. T´Pol hingegen ist Captain der Enterprise und kann zumindest Dr. Phlox und Sato bei sich behalten. Sie untersuchen unter anderem geheimnisvolle Angriffe auf Schiffe und Außenposten. Keiner weiß wer diese Angreifer sind.. Doch damit nicht genug, es gibt noch eine dritte Geschichte. Diese handelt ausschließlich von Politik und die Erkenntnis, dass man manchmal weniger bekommt, aber am Ende mehr erreicht. Die Einzelstorys laufen am Ende zwar nicht zusammen, haben aber einen doch recht gleichen Tenor, denn es soll der Kampf so gut es geht vermieden werden, vielmehr Wissenschaft und Kommunikation stehen im Vordergrund. Was dem Roman in Summe auch recht gut steht, abgesehen von kleineren Kampfeinlagen. Dabei geht es gegen ein Volk welches nur die „Stummen“ genannt wird. Hier helfen, eher nicht überraschend, die außergewöhnlichen vulkanischen Fähigkeiten einer Gedankenverschmelzung. Ach ja, wir haben auch noch unseren Spion bei Sektion 31. Trip ist ganz der Alte und gelangt an Informationen, welche sonst keiner hätte organisieren können. Das sich diesmal nicht alle zur selben Zeit und am selben Ort befinden, macht die Sache auf der einen Seite umfangreich, aber auf der anderen zerreißt man damit auch manch frisch aufgebaute Spannung. Da haben wir zum einen Archer und Trip, wie sie zusammen einige herausfinden, doch plötzlich landet man wieder bei Reed und muss miterleben wie er mit seiner Besatzung fast das zeitliche segnet. Bereitet euch also darauf vor, viel hin und her zu springen. Immerhin sind die Absätze schön kurz gehalten und man kommt nie wirklich aus dem Lesefluss, nur schade dass man über manch neues Volk oder Wesen so wenig erfährt. Was mir an dieser Enterprise schon immer gefallen hat waren zum Teil die unbekannten, aber für Fans, alten Gesichter. Planeten, Namen, Völker oder Technik, alles kennt man und lernt es doch gerade erst kennen. Die staunenden Augen, wenn man plötzlich schneller als mit Warp 5 fliegen kann oder das ein Transporter vielleicht doch nicht die beste Möglichkeit ist zu reisen, all das findet noch einmal aus einem völlig neuen Blickwinkel statt. Das die Föderation nur mit Frieden Stärke beweisen kann, ist nach dem gerade erst gewonnenen romulanischen Krieg logisch, auch dass die Völker sich erst richtig kennen lernen müssen und nur zusammen ans Ziel kommen ist ebenfalls nur verständlich, aber warum haben wir Menschen das nicht schon früher auf unserer eigenen Erde erkannt? Fazit: Star Trek - Enterprise, schön dass es dich wieder gibt und ich freue mich mehr von dir und deiner Mannschaft zu erfahren. Ich wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt, ein waches Auge auf fremde Welten, neue Lebensformen und selbst wenn sie noch so unwirklich erscheinen, begegne ihnen mit Ehrfurcht und Frieden. Christopher L. Bennett schenkt uns einen kleinen Einblick in eine Zeit, bevor man sich auf die Stärke der Föderation verlassen konnte und zeigt wie schon damals Intrigen und Machtspielchen an der Tagesordnung waren, um das Kartenhaus zusammenfallen zu lassen. Matthias Göbel Autor: Christopher L. Bennett Taschenbuch: 380 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 02.05.2017 ISBN: 978-3-95981-188-0
  3. Als Star Trek Fan ist man mehr als einmal über den Namen Kobayashi Maru gestolpert. Eine Situation aus der es eigentlich nur eine Lösung gibt. Doch wie kam es zu dieser Situation und was steckt dahinter? Genau diese Frage wird von diesem Buch beantwortet. Die Enterprise unter Captain Archer befindet sich auf Patrouille, weil immer wieder Schiffe der Koalitionswelten von angeblichen Piraten angegriffen werden. Dann haben wir noch Trip, welcher immer noch versucht den Warp Sieben Antrieb der Romulaner zu sabotieren oder zu stehlen. Beides stellt sich jedoch als äußerst schwierig dar, denn die Forschungsstation wird angegriffen und der leitende Wissenschaftler dabei getötet. Jetzt soll er beenden was der Professor angefangen hat. Allerdings soll er zuerst die Angreifer ausschalten und somit ist der Spion, ein Spion, im Spion. Die Romulanische Regierung indessen führt ihre Tests mit einer geheimen Waffe weiter, welche fremde Schiffe per Fernübernahme lenken lässt und somit ein Krieg gegen die Koalition heraufbeschworen werden soll. Als erstes werden klingonische Schiffe benutzt und da sie als Aggressoren bekannt sind, könnte ein Krieg schon schneller vom Zaun brechen als gedacht. Archer indessen erfährt von diesen seltsamen Überfallen und begibt sich auf den Heimatplaneten der Klinonen, um herauszufinden ob diese wirklich einen Krieg planen oder ob etwas anderes dahinter steckt. Mit Kampf und List bekommt er Informationen und kann diese der Koalition vorlegen. Es ist erwiesen dass die Romulaner hinter all dem stecken, allerdings haben sie noch keine wirksamen Gegenmaßnahmen gegen ihre Übernahmewaffe. T´Pol bekommt auch einen kleinen Sonderauftritt, da sie über viele Lichtjahre hinweg spürt, dass Trip in unmittelbarer Gefahr steckt. Rechtzeitig wie durch Wunder findet sie ihn und kann einen Hinterhalt stoppen. Doch seine Mission ist noch nicht vorbei, er muss sich noch einmal mitten in die Höhle des Löwen wagen, denn es gilt jetzt Informationen über die neue Waffe zu bekommen. Am Ende kommt alles zusammen und es steht die Kobayashi Maru zusammen mit der Enterprise im Visier von Romulanern. Genau in dem Moment, wo die Enterprise eingreifen will, fällt die Lebenserhaltung aus und weitere Systeme. Was soll Archer machen? Als einzige Maßnahme bleibt ihm nur noch die Flucht, welche er auch ergreift und damit das Urteil für die Mannschaft der Kobayashi Maru fällt. Damit ist der Krieg unausweichlich und für Archer bricht eine Welt zusammen. Ab jetzt entscheiden Politiker und Armeen über die Zukunft der Koalition. Die Romulaner feiern indessen ihre ersten Siege und es scheint so, als ob sie nichts und niemand aufhalten kann. Fazit: Das gewählte Thema schließt sich herrlich in die Zeit der Enterprise ein und die Dramatik über den bevorstehenden Krieg schnürt sich bis zum Schluss immer fester zusammen. Leider ermüden die vielen endlosen Debatten und hin und wieder zähen Dialoge, dennoch treiben die Autoren die Geschichte voran und führen die Menschheit erneut in eine unheilvolle Krise. Auf das die Romulaner ihre Hinterlist büßen und in Schande untergehen!!! Matthias Göbel Autor: Michael A. Martin, Andy Mangels Taschenbuch: 528 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 24.02.2014 ISBN: 978-3-86425-299-0
  4. Captain Archer mit seiner Crew war es nicht vergönnt die magischen sieben TV-Staffeln zu erreichen, dennoch soll nun die Reise weitergehen. Die Ideen und Charaktere der Serie waren grundsätzlich nicht falsch gewählt, nur die Zeit war vielleicht etwas unglücklich. Die Autoren Andy Mangels und Michael A. Martin haben sich für den Einstieg einer altbekannten und raffinierten Methode bedient – Schau mit altbekannten Figuren zurück. Nichts leichter als das und schon besucht Nog seinen alten Freund Jacke in der Zukunft, unter dem Arm ein Holodatenpacket mit brisantem Inhalt. Hier wird eine Geschichte von Captain Archer und besonders von Trip seinem Chefingenieur erzählt. Alles begann vor 200 Jahren. Die Föderation steht gerade am Anfang und die ersten Vertragsunterzeichnungen sollen beginnen, als der Captain von seinem Freund Shran einen Hilferuf bekommt. Eine Frau und einige andere ihrer Rasse wurden von orionnischen Söldnern entführt, doch es steckt viel mehr dahinter als man am Anfang glauben mag. Schnell wird klar, dass hier auch die Romulaner ihre Hand im Spiel haben. Dennoch will die Sternenflotte nicht, dass diesen Spuren nachgegangen wird, schließlich muss Archer in den nächsten Wochen dafür sorgen, dass er vor den ersten Nationen spricht, welche in die Föderation eintreten werden. Wie schon immer von allen Captains aus Star Trek bekannt, entschließt sich auch Archer Shran zu helfen. Doch allein schafft er es nicht und so entschließt sich Trip für die Sektion 31 zu arbeiten. Hier muss er jedoch erst einmal seinen eigenen Tod vortäuschen, damit er ungehindert spionieren kann. Leider erschließt sich mir bis zum Ende hin nicht warum er unbedingt sterben muss, denn später wird er optisch verändert und auch genetisch in ein Romulaner umgewandelt. Das Ziel ist es die Romulaner daran zu hindern einen neuen Antrieb in Gang zu bekommen und einen Krieg soweit es geht hinauszuzögern. Die Enterprise hingegen versucht die entführten Telepaten zu retten, was mit ein wenig Glück und Kampf auch gut funktioniert, am Ende finden dennoch viele Leben ihren Tod, aber manchmal kann eben ein einzelner Mann auch etwas verändern, so wie Trip. Seine Reise führt ihn tief in den romulanischen Raum, wo er als ehemaliger Assistent eines Wissenschaftlers den anstehenden Krieg zumindest für einen kleinen Zeitraum aufhält und die Unterzeichnung zur Grundsteinlegung der Föderation sichert. Selbst Jacke und Nog können kaum glauben was hier alles geschrieben steht und auch ich musste hin und wieder über viele Zufälle staunen und mich über einige Inhalte wundern. Romulaner hat niemand vorher gesehen, aber alle kennen sie?! Über Lichtjahre hinweg können Telepaten mit einander in Verbindung treten? Ein Drei-Mann Enterkommando erobert die gesamte Enterprise? Mangels und Martin haben sich für meinen Geschmack teilweise zu weit aus dem Fenster gelehnt, um eine spannende Star Trek Geschichte zu schreiben. Als Einstieg in die neue Ära der Enterprise sicherlich auch nicht ganz geeignet, eher aber noch einmal ein Abschluss, denn hier bekommt man noch einmal hautnah mit wie empfindlich der Vertrag auf der Kippe stand. Sicherlich war es auch schön das Nog und Jacke einen kleinen Gastauftritt haben, hilfreich als Bindemittel und schön zu sehen das es beiden auch in ihrem hohen Alter noch gut geht. Fazit: Die Serie geht weiter, macht jedoch gleiche Fehler in Buch- wie in Film-Form. Die Figuren sind zeitweise sehr unglaubwürdig und der Weg der Geschichte nimmt einen zu holprigen Weg. Immerhin sind alle bekannten Serienhelden an Bord und wir reisen quer durch den Alphaquadranten. Die Spannung hat ihre Kurven, fällt aber in den Kämpfen immer gut aus und selbst die neuen Aliens werden anschaulich dargestellt. Im Endeffekt kein wirklicher Neuanfang für die Enterprise, aber ein netter Auftakt um Serie zurück in die Erinnerung zu bringen. Matthias Göbel Autor: Andy Mangels, Michael A. Martin Taschenbuch: 504 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 15.12.2011 ISBN: 978-3-942649-42-1
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