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  1. Star Trek – Voyager 10: Erbsünde

    Admiral Kathryn Janeway ist zurück und befindet sich wieder mitten in dem Quadraten, den sie eigentlich nie wieder betreten wollte. Doch ihre Neugier und zum Ende hin, auch ihre Vergangenheit führt sie immer wieder zurück. Die in dem letzten Roman kennengelernte Spezies "Die Konföderation der Welten" sind an Verhandlungen interessiert, so dass sie ein Teil der Föderation werden könnten. Doch zuvor müssen sie sich beweisen. Janeway schickt alle Mitglieder der Flotte zu unterschiedlichen Planeten, um auch wirklich ein gutes durchschnittliches Bild von diesem Volk zu bekommen. Das zieht sich dann schon mal ordentlich und man weiß nicht wirklich als Leser, worauf die Autorin eigentlich hinaus will. Eine weitere Geschichte ist der Sorgerechtsstreit zwischen Tom und B'Elannas Kind und der Mutter von Tom. Sie will beweisen, dass er als Vater völlig ungeeignet ist und dem Kind nur Gutes will. Wenn man als Leser die Anhörung so miterlebt, muss man sich unweigerlich die Frage stellen, warum kann seine Mutter nur? Was genau treibt sie an? Es wird zwar versucht auch das genau zu erklären, aber selbst das, ist meiner Meinung nach viel zu umfangreich ausgefallen und trifft bei weitem nicht den Punkt. Wenn man schon mehr als einmal betont, dass man als Mutter seinen Sohn liebt, warum dann all der Zank und Streit? Zu guter Letzt geht es dann auch noch um die Borgseuche, welche immer noch tausende Menschen dahinrafft. Die Sternenflotte ruft Seven von der Voyager zurück ins Hauptquartier. Hier kümmert sich eine Spezialabteilung um dieses Thema und sie kann mit ihren Forschungen und ihren eigenen Catomen vielleicht weiterhelfen. Außerdem trifft sie ihn wieder, Axum, ihre große erste Liebe aus der Unimatrix Zero. Schon wenige Augenblicke reichen allerdings dem Leser aus, dass er schnell feststellen kann, das hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Kirsten Beyer ist sicherlich nicht umsonst manch sehr umständliche Wege gegangen. Sie wollte mehr Verständnis für die Figuren finden und auch mehr ins private Leben dabei abtauchen. Hin und wieder trifft sie dabei sogar gut den Punkt, aber manchmal ist es doch etwas zu viel des Guten. Das sich Janeway am Ende ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss, finde ich passend und greift viele Fragen der Fans auf, welche es schon seit der ersten Folge gab. Manch Entscheidung hätte sie damals sicherlich anders lösen können und nicht alles zu oft im Kampf enden lassen sollen. Da sie nicht nur eine zweite Chance für ihr Leben bekommen hat, scheint sie jetzt die Chance zu haben, einiges an Fehler noch einmal geraderücken zu können. Fazit: Egal was du in der Zukunft alles erleben wirst, räume immer gut in deiner Vergangenheit auf. Nach diesem Motto nimmt sich Kirsten Beyer das neue Abenteuer für Janeway und den restlichen Mitglieder der Voyager vor. Es wird viel debattiert, beobachtet, geforscht, diskutiert und natürlich auch ein klein wenig gekämpft. Fans werden viele alte Gesichter wiedererkennen und manch neues Geheimnis wird gelüftet. Mit Spannung geht dieser Roman sehr ungewiss zu ende, was hoffen lässt, dass die nächste Ausgabe genau dort weitergeht und wieder mehr Fahrt aufnimmt. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 510 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 03.04.2017 ISBN: 978-3-95981-204-7
  2. Star Trek – Voyager 8: Ewige Gezeiten

    Was ist das Ende? Wo fängt es an und was kommt danach? Mit solchen umfassenden Fragen muss sich aktuell nicht nur die Crew der Voyager herumschlagen, sondern auch die Q. Richtig gelesen, wir haben endlich wieder eine Geschichte in der diese Wesen ihren Auftritt feiern. Doch wie kam es jetzt zu diesen Endfragen… Captain Afsarah Eden ist der Schlüssel und mit ihr fängt auch alles an. Zuerst begibt sie sich auf eine Reise in der verschiedene Artefakte gefunden werden, welche schließlich am Ende zu einem Punkt führen, wo sie mehr über sich selbst und ihre Herkunft herausfinden könnte. Indessen sind die anderen Schiffe unterwegs und erforschen wie gewohnt den Raum. Eine weitere kleine Nebengeschichte erzählt, wie sich der Sohn des Q mit seiner Mutter unterhält. Es geht dabei um seine Tante – Kathryn Janeway. Er fragt ob ihr Tod wirklich so endgültig ist oder ob die Macht der Q sie nicht zurückbringen kann. Mit vielen Erklärungsversuchen kommen die beiden Q jedoch zu dem Punkt, dass es unabdingbar ist, dass sie zurückkehren muss. Plötzlich tauchen im Raum verschiedene Anomalien auf und viele Schiffe sind plötzlich in ihnen gefangen. Willkommen im Omega. Ab jetzt wird alles etwas umfangreicher und sehr philosophisch. Die Tragweite jeder Tat wird hier noch einmal deutlicher denn je. Die Rede ist auch von einem Multiversum in dem wir alle zuhause sind, egal ob Q, Mensch oder welche andere Spezies auch immer. Alles existiert im Gleichgewicht und genau dieses ist durch zwei Kinder durcheinandergeraten. Doch wie schafft man ein Ausgleich ohne dabei etwas zu verlieren? Über viele Seiten hinweg werden Lösungen gesucht und Analysen durchgeführt. Die Q und die Omega könnte man auch als die Helle und Dunkle Seite oder Plus und Minus usw. bezeichnen und genau jetzt soll Tanta Kathy hier Hilfe leisten und ein neues Ende finden. Was genau passiert, werde ich sicherlich nicht verraten, jedoch macht euch auf eine wahrlich geistige Reise durch Raum, Zeit und Theorie gefasst. Bis zum Ende hin hätte ich nicht gedacht das es doch noch passieren kann, dass die Voyager in einem Stück dieses Mal davon kommt, jedoch ist die Crew schon mehr als einmal dem Tod von der Schippe gesprungen und das nicht immer nur durch Glück. Dass die Q endlich wieder einen kleinen Auftritt haben, hat mich persönlich sehr gefreut und ich habe auch gleich Q vor meinen Augen wie er Arrogant wie immer herablassend die Menschen betrachtet. Das Zusammenspiel passt prima und auch die Dialoge sind wie üblich gespickt mit scharfen Antworten und Sarkasmus pur. Einzig manch Abschiede und Liebeserklärungen haben für mich etwas zu viel den Tränenteppich ausrollen wollen. Da gab es schon weitaus dramatischere Ereignisse wo manch dieser Sätze besser gepasst hätte. Dennoch schön zu sehen, dass nicht immer Technik die Lösung für Probleme ist, manchmal sind die Opfer die wir bringen so groß, dass man selbst in der Unendlichkeit damit nicht klarkommen wird. Fazit: Das Kirsten Beyer eine außerordentlich interessante und blühende Fantasie hat, konnte sie bereits in den vielen Büchern über die Crew der Voyager beweisen, doch dieses Mal ist sie noch einen Schritt weiter gegangen. Es geht nicht mehr um die Frage welche Spezies noch nicht entdeckt wurde oder welche Technologie sie als nächstes erfinden, vielmehr die Frage wer sind wir, wohin gehen wir und welche Macht auch immer da draußen ist, was hält sie zusammen. Ein Multiversum ist eben nicht nur eine Einbahnstraße, sonder die Vielfalt an Möglichkeiten. Nicht immer leicht zu lesen und an einigen Stelle etwas zu weich, aber am Ende gelungen! Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 518 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 18.04.2016 ISBN: 978-3-86425-775-9
  3. Was ist das denn? Seven of Nine und James T. Kirk auf dem Cover des Buches? Hier kann es sich doch nur um Zeitreisen handeln und so ist es auch. Die Voyager ist noch im Deltaquadranten gefangen, da empfängt sie ein altes Sternenflottensignal. Dem wird nachgegangen und auf einem toten kargen Planeten entdecken sie in einer Höhle ein seltsames Gerät. Plötzlich wird es aktiv und Seven befindet sich mitten an der Seite von Kirk und rettet ihm das Leben. Noch völlig überrascht was hier passiert ist, erklärt sie kurz allen Beteiligten, dass sie als Zeitreisende nun nichts sagen darf und sich der Temporalen Direktive verpflichtet sieht. Doch ein Artefakt legt nahe, dass sie noch ein paar andere Teile finden muss, damit sie vielleicht wieder zurück kann. Ab jetzt wird es ein Rennen gegen die Zeit, denn ein Haufen orionischer Söldner versucht Seven in ihren Besitz zu bekommen. Wer sich gut in der Originalserie auskennt, der wird auf den folgenden Seiten viele alte Schauplätze wiedererleben. Da haben wir zum ein ruhiges Volk, welches einen Gott in einer Höhle namens „Vaal“ verehrt. Genau hier befindet sich eines der Artefakte, welches Seven aufspüren muss. Dass sie dabei nicht ungestört vorgehen kann ist natürlich selbstverständlich. Gegen die orionischen Angreifer haben sie kaum eine Chance, aber dennoch gelingt das Glück. Als nächstes geht es zu einem Planeten auf dem seit vielen Jahrhunderten ein Bürgerkrieg die Nationen spaltet und das alles nur wegen der Hautfarbe. Ich denke ihr wisst sofort wovon ich spreche, denn die schwarz/weiß Halbgesichter sind mittlerweile Kult. Genau hier in mitten dieses Aufruhrs muss die Suche weitergehen. Ebenfalls mit viel Glück kommen Seven und Kirk gerade so an das Objekt der Begierde und ein langer Kampf von Schiff zu Schiff erwartet ab jetzt den Leser. Denn die Orioner wollen einfach nicht aufgeben und ziehen die Enterprise mit einem Trick in die Neutrale Zone. Am Ende kommen wir schlussendlich zum Ursprung dieser Reise und das Weltenprotal präsentiert den Erbauer dieser Technologie. Seven kann entscheiden wie alles enden soll und nimmt den Weg, der von Anfang an irgendwie klar war. Selbst wenn das alles spannend und nach einem typischen Abenteuer aller Kirk klingt, muss ich zugeben, dass ich es an vielen Stellen, von allem, als zu viel empfand. Ständig sterben Rothemden, die Kämpfe dauern über mehrere Seiten hinweg an und beherbergen Details, welche dem Roman nicht zwingend vorantreiben. Das Ende schließt sich meiner Meinung nach auch nicht richtig, denn dass Seven alles im Nachhinein noch wusste okay, aber warum auch Kirk? Wie Janeway es so schön schon sagte, Zeitreisen verursachen Kopfschmerzen, deshalb einfach akzeptieren oder eben ignorieren und wenigstens ein wenig in den alten Zeiten von Kirk und Co schwelgen. Fazit: Star Trek Original und Star Trek Voyager, ein seltsames Duo, welche zur selben Zeit irgendwie nicht ganz zusammenpassen. Es gibt schön dramatische Rückblicke auf viele alte Folgen der Serie und die Erinnerungen an die Abenteuer werden sofort wach, dennoch bleibt die aktuelle Geschichte dabei leider auf der Strecke. Seven ist gut passend unterwegs und auch Kirk, Spock, McCoy und Scotty sind in gewohnter Atmosphäre, nur dass sie alles eben nie so erleben werden, wie es hier beschrieben wurde. Für Fans der Calssics ein Muss, alle anderen können es getrost übersehen. Matthias Göbel Autor: Greg Cox Taschenbuch: 400 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 29.02.2016 ISBN: 978-3-86425-801-5
  4. Schon die Ankunft zurück im Delta-Quadranten verlief nicht gerade nach Plan und so geht es auch weiter. Wo noch immer über die Ereignisse des letzten Abenteuers nachgedacht wird, formt sich auf der anderen Seite des Konvois ein eigenes zusammen. Zu erforschen gilt es „Die Kinder des Sturms“. Eine Spezies, welche Ezri vor einiger Zeit entdeckt hat und sie sich als absolut furchteinflößender Gegner entpuppt haben. Die Kinder haben in ihrem Raum viele Tauschend zerstörte Schiffe der Borg hinterlassen, was allein schon für sie spricht. Zudem haben sie auch gesagt, dass die Menschen nie wiederkommen sollen, sonst werden sie vernichtet. Offensichtlich war diese Wahrung nicht deutlich genug, denn die U.S.S. Quirinal, die Planck und die Demeter befinden sich nun mitten in ihrem Gebiet und das erste Zusammentreffen lässt nicht lange auf sich warten. Doch es gibt noch mehr Geschichten die während dieser Reise erzählt werden. Da haben wir Seven, welche sich nicht nur mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzten soll, sondern sie muss sich auch mit dem Schiffs-Counselor herumschlagen. Was am Ende jedoch geschieht, ist nur eine logische Folge dessen, was Seven für richtig hält. Harry verträgt sich wieder mit Tom und verliebt sich erneut. Dann haben wir noch Tom und B´Elanna, welche erkennen müssen, wie sehr ihr Job ihr Leben bestimmt und wie wenig Zeit sie eigentlich für ihr Kind haben. Jeder möchte dennoch Karriere machen und seinen Pflichten nachkommen. Ob beide das schaffen ohne dabei aneinanderzugeraten, wird sich wohl noch im Lauf der Geschichte zeigen. Zumindest haben sie viel Hilfe und Unterstützung und manchmal aus völlig überraschenden Richtungen. Selbst Chakotay findet langsam zu sich und seiner Rolle als Captain. Zurück zu der Hauptgeschichte. Hier wird der Konvoi der Schiffe angegriffen, obwohl sie mit besten Wissen versucht haben diplomatisch wie möglich vorzugehen. Der Kampf dauert lange und ist aufreibend. Eines der Schiffe wird im Nuh vernichtet, ein anderes entkommt durch einen Trick und das Letzte wird gefangengenommen und mitgerissen. Indessen sucht auch der Rest der Schiffe nach den Vermissten und langsam wird mehr über die Kinder klar. Es sind nicht einfach nur Wesen die mit Hass erfüllt sind und alles vernichten was lebt, vielmehr sind sie wirklich unbeschreibliche Kreaturen und ich gebe zu, dass auch ich an vielen Stellen mit Faszination gepackt war, was sich Kirsten Beyer hier erneut ausgedacht hat. Vielleicht ist das Ende wiederum etwas zu versöhnlich, dennoch darf man all die Verluste der vorangegangenen Seiten nicht vergessen. Schon angekommen und so viele Tote zu beklagen, nicht leicht dann noch bei der Mission zu bleiben, aber Mut gehört anscheint wirklich zu einen der deutlichsten Eigeneschaften eines Sternenflottenangehörigen. Selbst wenn alles gerade so unglaublich klingt, muss ich dennoch gestehen, dass Beyer in den Büchern zuvor schneller zum Punkt kam als diesmal. An manchen Stellen holt sie wirklich sehr weit aus und findet erst zaghaft den Faden wieder zurück. Schmuck gehört sicherlich zu jeder schönen Geschichte, doch manchmal ist es eben doch nur Lametta und hängt belanglos mit am Baum. Fazit: Die Voyager hat längst einen Kultstatus und langsam bekommt auch der Rest des Teams einen beeindruckenden Schatz an Geschichten angedichtet. Allein diese Erfahrung mit den Kindern des Sturms ist imposant und Gewaltig zugleich. Etwas kürzer im Detail und das Buch hätte wieder als Pflichtbeweis dafür gestanden, dass die Voyager unsterblich scheint, wer sich dennoch zugreift ist definitiv nicht enttäuscht und bekommt eine brilliant ausgedachte Geschichte aus den Tiefen des Delta-Quadranten. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 460 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 28.09.2015 ISBN: 978-3-86425-424-6
  5. Wer hätte gedacht, dass aus dem Maquis Chakotay wieder ein Captain der Sternenflotte wird? Während den Ereignissen der letzten Jahre, wurden alle Maquis freigesprochen und somit auch die verschollenen Crewmitglieder der Voyager. Dank Admiral Janeway kann Chakotay sich nun auf der Voyager selbst als Captain versuchen und bekommt eine recht brisante Aufgabe zugeteilt. Er soll vertriebene Bewohner von Loran II zurückbringen. Damals hatten die Cardassianer ihren Planeten besetzt und es ist auch genau die Region, in der Chakotay damals für die Freiheit dieser Welten kämpfte. Er ist jedoch nicht allein mit dieser Vergangenheit. Dr. Jarem Kaz, ein Trill, mit dem Bewusstsein eines gestorbenen Maquis, erinnert sich ebenfalls recht deutlich an die damalige Zeit. B'elanna erholt sich langsam von ihrem Verlust und forscht indessen im Kloster über ihre Tochter, welche von einigen Klingonen als die Kuvah'Magh gesehen wird. Mit ihrer Ankunft soll ein neues Zeitalter für die Klingonen anbrechen. Tom Paris hat sich ebenfalls zu ihr gesellt, merkt aber schnell, dass ein Leben in diesem Kloster deutlich anders ist, als man sich vorstellen kann. Am liebsten würde er so schnell wie möglich verschwinden und wie passend das Janeway einen kleinen Auftrag für ihn hat. Doch zurück zu Chakotay. Er lernt nach und nach seine Crew kennen. Sein Erster Offizier ist ihm zu steif, dass will er gleich ändern. Eine kleine Überraschung wartet auch noch auf ihn, denn eine spirituelle Führerin soll die Siedler von Loran II begleiten. Wer das ist, dass werdet ihr schon selbst herausfinden. Christie Golden hat sich viel Mühe gemacht und in der Geschichte von Chakotay herumgekramt und dabei interessante Wesen gefunden, welche schon in der Serie für Aufsehen gesorgt haben. Mystisch und geisterhaft haben sie das Volk von Chakotay beeinflusst und nun scheint, nach so vielen Jahren, ein anderer selbst ernannter Gott es darauf abgezielt zu haben. Eine schön spannende Story, die in der Hälfte des Romans kippt und man sich plötzlich auf etwas völlig anderes konzentrieren muss. Die Furcht und die Ängste der Kolonisten sind gut und anschaulich beschrieben. Jeder der einmal seine Heimat verloren hat, dem wird es ganz genauso gehen. Wie die Cardassianer damals auf das Volk von Chakotay aufmerksam geworden sind, wird leider nicht genau beschrieben. Dennoch fragt man sich schon, was es mit diesem Arzt nun auf sich und was er mit der restlichen Bevölkerung wohl angestellt hat. Mit diesem Cliffhanger lässt uns Christie Golden nun stehen und macht wirklich Appetit auf Teil Zwei. Selbst die kleine Story um B'elanna und Tom nimmt langsam ihren Lauf und findet nach und nach mehr Sinn. Janeway hat sich diesmal recht zurückgezogen, was aber nicht verwundert, denn die Voyager und ihre neue Crew sollten im Vordergrund stehen, was definitiv gelungen ist. Einzig Harrys Freundin Libby kommt mir irgendwie überflüssig vor. Fazit: Nach dem überaus spannenden Start, findet die Voyager nicht nur einen neuen Captain, sondern auch neue Charaktere und neue Ideen. Wenn Christie Golden in diesem Stil fortfährt, sollte Star Trek – Voyager ohne Probleme die nächsten Jahre noch gut überstehen können. Die Fans werden nicht nur bedient, sondern es werden sich auch neue hinzufinden. Ich bin erneut positiv überrascht und kann euch auch diesmal das Buch nur wärmstens ans Herz legen. Matthias Göbel Autor: Christie Golden Taschenbuch: 270 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 26.05.2014 ISBN: 978-3-86425-420-8
  6. Star Trek – Voyager 2: Ferne Ufer

    Schon der Auftakt verriet, dass es nach der Wiedersehensfeier nicht ruhig, sondern ordentlich spannend mit der Crew der Voyager weitergeht. Der Doktor wird gefangen gehalten, weil er als Anführer eines Aufstands von Hologrammen gilt. Seven und Icheb sind ebenfalls verhaftet worden, weil sich plötzlich ein Borg-Virus auf der Erde breit macht und das erst, seitdem die Voyager wieder zurückgekehrt ist. B`Elanna macht sich indessen auf die Suche nach sich selbst und ihrer Mutter, der Rest der Crew arbeitet mit Kathryn Janeway an einem Plan. Denn so kann die Geschichte nicht enden. Als erstes müssen die beiden Borg dringend in ihre Alkoven, um sich zu regenerieren, doch das Gefängnis scheint undurchdringlich. Vielleicht könnte hier der wirkliche Verursacher des Aufstandes der Hologramme mithelfen? Immerhin hat er es dank seiner äußerst umfangreichen Fähigkeiten sehr weit geschafft, in das tägliche Leben der Bewohner der Erde einzugreifen. Doch das reicht ihm nicht aus, er will direkt zeigen, wie deutlich die Hologramme unter den Menschen leiden. Das sie auch Künstler sein können, Gefühle haben und sich ihrer selbst bewusst sind. Deshalb schnappt er sich einfach eine Handvoll Menschen und lässt sie ein Programm durchlaufen, indem sie erkennen wie wenig beide Rassen voneinander trennt. B`Elanna kämpft sich indessen durch ein undurchdringlichen Dschungel mit wilden Bestien und Gefahren um jeder Ecke. Nur mit dem Herz einer Klingonin findet sie schließlich die Person, die sie eigentlich nie wieder sehen wollte – Ihre Mutter. Dann haben wir noch Libby, Harrys Freundin, welche erkennt, dass etwas Schreckliches vor sich geht und sie der Crew der Voyager wichtige Tipps gibt. Langsam wird der Fluchtplan für die Insassen immer gründlicher und prompt von der alten Crew und mit Hilfe von Data umgesetzt. Dennoch gilt es aber das Hauptproblem zu lösen, denn die Borg-Seuche ist immer noch in Begriff die Menschheit umzuwandeln. Wie genau dies passiert und auf was ihr euch hier noch alles einlassen müsst, das solltet ihr besser selbst erlesen. Ich war sehr überrascht, auch wenn ich das Thema "Borg" für mehr als abgearbeitet fand, hat Christie Golden immer noch eine Schippe dazugelegt und eine völlig neue eigene Version geschaffen. Selbst die Geschichte um B`Elanna und ihre Mutter liest sich erstaunlich frisch und darf im Reigen manch großer klingonischer Geschichten nicht fehlen. Seven findet ebenfalls viel über sich und ihre innere Stärke heraus. Nur Tom, Kim und Chakotay gehen diesmal sehr weit in den Hintergrund, bekommen aber in den kommenden Romanen einen größeren Anteil - versprochen! Vielleicht war es auch gut noch einmal die Borg kurz aufleben zu lassen, denn nach Destiny haben sie endlich ihre Ruhe gefunden und werden Gott sei Dank auch in Zukunft Geschichte bleiben. Der Doktor glänzt mit kleinen passenden Sprüchen und Janeway macht sich gut Luft gegenüber engstirniger Flottenpolitik. Auch wenn das Ende doch recht schnell stattfindet, bekommt man genug Action und Informationen, welche den Romans rundum abschließen. Fazit: Ich kann Christie Golden weiterhin nur beglückwünschen, einen so interessant und durchdachten Schreibstil zu haben. Schöne schnelle Kapitel, eine aufgeräumte Story, kein Abschweifen in Unwichtigkeiten und ständig das Ziel in Sicht. Ich bin froh wie schön spannend die Voyager sich weiterentwickelt und bin mir sicher, in diesem Tempo könnte man glatt meinen, dass es die beste nie ausgestrahlte Staffel der Serie ist. Matthias Göbel Autor: Christie Golden Taschenbuch: 260 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 21.11.2013 ISBN: 978-3-86425-288-4
  7. Star Trek – Voyager 6: Unwürdig

    Kaum zuhause und schon wieder zurück. Irgendwie scheint die ehemalige Crew der Voyager den Delta-Quadranten wohl als neue Heimat zu sehen, denn alle übrigen Führungsoffiziere hat es erneut zur Erforschung dort hingetrieben. Dank der neuen Slipstream-Technologie kann man diese Entfernungen jetzt in einigen Tagen zurücklegen und benötigt dafür jetzt nicht mehr Jahre. Neben der Voyage, sind noch einige andere Schiffe auf dieser Forschungsreise unterwegs und selbst ein Admiral schließt sich dieser Flottee an. Tom ist mittlerweile erster Offizier und dient seinem Captain Afsarah Eden aktuell besser denn je. Doch im Hinterkopf hat er längt einen langen Plan für den er durch die Hölle gehen musste. Nach dem ausgesprochenen Tod seiner Frau B`Elanna und seiner Tochter Miral fing für alle ein neues Leben an. Tom blieb im Einsatz und B`Elanna floh als totgeglaubt vor den klingonischen Fanatikern. Doch bald sollten sie sich wiedertreffen. Seven kämpft indessen immer noch mit der Umwandlung zum Menschen durch die Caeliar. An ihrer Seite Chakotay, der seiner guten Freundin in dieser Zeit zur Hilfe geeilt ist. Auch sie schließen sich der Reise an, obwohl beide nicht mehr der Sternenflotten angehören. Zuletzt noch Kim, der ebenfalls weiter auf der Voyager seinen Dienst, jetzt als Sicherheitschef, schiebt und der Doktor, welcher auf einem extra für Hologramme entwickelten Raumschiff unterwegs ist. Zu Beginn treffen wir auch gleich noch auf einen alten Bekannten – Nelix. Hier erfahren wir eher beiläufig wie es seinem Volk ergangen ist, vielmehr wird die Frage wach, sind die Borg wirklich weg? Denn B`Elanna wird plötzlich von einem Cubus angegriffen. Im letzten Moment kann durch das Eingreifen der Voyager Schlimmeres verhindert werden, dennoch bleibt die Angst. Mit ein wenig Forschung stellt sich jedoch heraus, dass diese Schiffe nicht von den Borg stammen, sondern von einem Volk, welches ganz in der Nähe beheimatet ist. Der erste Kontakt erweist sich schwierig, dennoch kann ein Hologramm Dank einer telepathischen Übertragung mit der Crew kommunizieren. Schließlich wollen sie aber in Ruhe gelassen werden und wünschen nicht wieder Belästigt zu werden. Indessen kämpft Seven um ihren Verstand, denn das Mädchen Annika Hansen in ihr möchte die Oberhand gewinnen. So seltsam wie das neu entdeckte Volk auch war, so komisch geht es mit ihm weiter, denn plötzlich hat dieses Hologramm eine eigene Identität und verfolgt einen eigenen Plan, der bis zum Ende des Romans nicht aufgedeckt wird. Eine weitere Geschichte betrifft den mitgebrachten Admiral, der sich als Spion zu erkennen gibt, von wem und wieso, dass dürft ihr gern selbst erlesen. Richtige Überraschungen gibt es eigentlich nicht und auch die restlichen Spannungen halten sich oft im mittleren Maß auf, dennoch fühlt man sich langsam wieder zuhause. Der Zwist zwischen Tom und Kim wird auch aufgeklärt, Chakotay findet wieder zu sich selbst und B`Elanna kann zwischen Beruf und Familie wählen. Im Endeffekt haben wir alles was den perfekten Neustart der Voyager Saga unterstreichen würde, doch irgendwie fehlt mir an einigen Stellen Biss. Die Mischung zwischen neuen und alten Charakteren funktioniert hingegen gut und auch die Ideen zu den neuen Völkern und der ungeklärte Zwischenfall mit dem Hologramm machen Freude auf mehr News aus dem Delta-Quadranten. Fazit: Mit einem großen Schwung aus alten Bekannten, mischt Kirsten Beyer die Crew der Voyager auf und schickt sie erneut ins Unbekannte. Ab jetzt stehen viele Möglichkeiten für Autoren offen mehr aus der Geschichte herauszuholen. Mit mehr als einem Schiff und neuster Technik an Bord, schwebt diesmal nicht die Angst nicht mehr nachhause zukommen mit, sondern der Forscherdang und Neues zu entdecken. Ein solider Neustart und mit der Zuversicht, dass die Voyager noch lange nicht gelandet ist. Matthias Göbel Autor: Kirsten Beyer Taschenbuch: 405 Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 16.03.2015 ISBN: 978-3-86425-423-9
  8. Star Trek – Voyager 1: Heimkehr

    Janeway und ihre Crew hat es endlich nach Hause geschafft. Wie durch ein Wunder haben sie die letzten sieben Jahre überstanden, sich mutig allen Gefahren gestellt und derart viele Abenteuer erlebt, dass selbst die Enterprise zeitweise überrascht gewesen wäre. Doch so erfreulich das Ergebnis ihrer Ankunft auch ist, so ernüchternd ist der Empfang. Eine kleine schlichte Feier und eine fast nebenbei bemerkte Beförderung von Captain Janeway zum Admiral sind der Einstieg in die Geschichte. Als nächstes begibt sich jeder zu seinen Verwandten, welche das Wiedersehen kaum erwarten können. Paris stellt seine Frau und sein Kind vor, Harry begibt sich zu seiner Langzeitfreundin Libby, Tuvok wird dank seines Sohnes von einer Krankheit geheilt. Seven besucht ihre Tante, der Doktor hat Langeweile, B’Elana sucht nach ihren Eltern, Icheb geht zur Akademie und Chakotay sucht sich selbst. Wie man sieht, hat jedes Crewmitglied mehr als genug um die Ohren und so verwundert es nicht, dass bei der Sternenflotte etwas mehr passiert. Libby wird vom Sternenflottengeheimdienst beauftragt einen Maulwurf zu enttarnen, welcher zusammen mit dem Orion-Syndikat fortschrittliche Technik der Voyager stehlen will. Dabei geriet sie automatisch in einen Gewissenskonflikt, denn selbst wenn sie sich wieder an Harry gewöhnt und ihn lieben lernt, bleibt die Frage ob alles Echt ist. Der Doktor hingegen unterliegt einem ganz anderen Problem. Erst noch frönt er das Leben eines Babysitters und im nächsten Augenblick wird er festgenommen. Der Hintergrund ist erschreckend, denn plötzlich, überall auf der Erde begeben sich Hologramme in einen Streik und verweigern jegliche Arbeit. Kein Wunder, dass der in Verdacht gerät, denn sein Roman „Photonen brauchen Freiheit“ sorgte damals und auch jetzt für Aufsehen. Schlimmer jedoch ist, die Tatsache, dass seit dem Auftauchen der Voyager sich eine Borg-Seuche auf der Erde zu verbreiten scheint. Erst ähnelt alles einer ganz normalen Grippe und plötzlich erscheinen Implantate auf der Haut und verwandeln die Erkrankten nach und nach in Borg. Schon seltsam wie der Zufall sich hier sein Zuhause gesucht hat, aber irgendwie auch Spannung pur. Vielleicht wird an zu vielen Enden geschrieben und man muss sich ständig umgewöhnen wo sich gerade wer befindet, aber das bringt dem Roman auch gut Abwechslung und Unterhaltung. Da sich wirklich alle Mitglieder im Thema wiederfinden, macht den Auftakt in eine neue Reihe wunderbar einfach und unterstreicht noch einmal wie sehr sich die Crew die letzten Jahre zusammengeschweißt hat. Selbst der Marquis wird allen verziehen, denn dank des umfangreichen Krieges gegen das Dominion ist jeder gute Offizier derzeit gefragter denn je. Fazit: Christie Golden wartet nicht ab, sondern bringt den Start der neuen Voyager gleich auf 100 Prozent. Man erkennt sofort seine liebgewonnenen Figuren wieder und selbst wenn die Action mal etwas auf der Strecke bleibt, verweilt man dennoch vor Spannung an jeder Seite und will wissen wie es mit jedem einzelnen weitergehen wird. Ein herrlicher Auftakt und hat wirklich für jeden Leser, ob Neu oder Fan, etwas dabei. Matthias Göbel Autor: Christie Golden Taschenbuch: 260 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 30.10.2013 ISBN: 978-3-86425-287-7
  9. Das Chakotay schon immer mehr als nur ein einfacher Mensch war/ist, wissen alle Star-Trek-Kenner bereits aus der Serie, jetzt wird dieses Thema um ein vielfaches noch einmal vertieft. Captain Chakotay und seine Schwester Sekaya wurden auf dem Planeten Loran II von einem Formwandler gefangen genommen und müssen sich jetzt mit einem gewissen cardassianischen Wissenschaftler namens Crell Moset auseinandersetzten. Dieser ist der Star Trek Gemeinde ebenfalls bekannt, denn als der berüchtigte "Schlächter von Bajor", hat er sich einen unverwechselbaren Namen gemacht. Unzählige Tote hat er auf seinem Versuchskonto, auch wenn seine Ziele, wie er selber schwört, immer nur gute Ideale verfolgt haben. Dieses Mal geht es dem Wissenschaftler um die DNA von Chakotays Volk, welche vor vielen Tausend Jahren Kontakt mit einer Außerirdischen Rasse namens „Die Geister des Himmels“ hatte. Als Geschenk haben sie Teile der DNA in Chakotays Stamm zurückgelassen und bis heute kann man diese Veränderung finden. Die Macht welche dahintersteckt war dem Captain nie bewusst. Von Telekinese, Wetterkontrolle, Zeitmanipulation, selbst bis hin zur Erschaffung von Materie ist alles möglich. An dieser Stelle möchte ich kurz einlenken, denn selbst damals in der Serie waren die Götter nicht ganz so mächtig, dennoch hat Christie Golden einen brillanten Spagat geschafft und uns einen weiteren alten Bekannten aus dem Next Generation Universum zurückgeschickt. Der Wechselbalg hat durch eine Strafe der Großen Verbindung die Fähigkeit verloren sich zu verwandeln, was er aber dank Moset wieder kann und er somit die Form von Captain Chakotay annimmt. Er begibt sich auf die Voyager, um sie von dem Planeten wegzulocken, was allerdings nicht funktioniert, denn die Crew kennt ihren Captain und ist über sein Verhalten völlig verwirrt. Nach und Nach wird er enttarnt, kann aber durch ein Verwirrspiel wieder auf den Planeten zurück. Diese verwirrenden Wendungen sprechen an sich schon selbst dafür, dass hier etwas nicht stimmt und auch als Leser fragt man sich warum nur eine Handvoll darauf aufmerksam wird. Chakotay und seine Schwester Sekaya erfahren indessen, nicht nur die DNA der Schlüssel ist, sondern auch der Geist. Wie bereits in der Serie begibt sich Chakotay zu seinem tierischen Wegbegleiter, welcher am Ende des Romans sogar Wirklichkeit wird. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas schwer in die Geschichte gefunden habe, dennoch hat sich der Spannungsbogen immer weiter aufgebaut und es wurden bis zum Ende hin alle Fragen beantwortet. Die Einbindung der Geschichte um Tom Paris und B`Elannas Baby wurde nur kurz angerissen, nimmt aber hier ihren Lauf und wird später noch ein großen Teil der kommenden Abenteuer einnehmen. Selbst die Zurückführung zu Charakteren aus Deep Space Nine und Next Generation hat gut funktioniert, nur schade, dass der Hauptverursacher aller Dinge nicht seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Fazit: Christie Golden beweist, dass die Crew der Voyager immer noch gute neue Abenteuer erleben kann. Alle Charaktere finden ihren Platz in der Geschichte und selbst wenn der spirituelle Grundgedanke der Geschichte sehr fantastisch klingt, kann man sich jetzt noch genauer in die Welt von Chakotay und seinem Volk hineindenken. Dank vieler bekannter Charaktere, von denen man lange nichts gelesen hat, gibt es weitaus mehr Erklärungen als man anfangs vermuten mag. Matthias Göbel Autor: Christie Golden Taschenbuch: 260 Seiten Verlag: Cross Cult Sprache: Deutsch Erscheinungsdatum: 30.06.2014 ISBN: 978-3-86425-421-5
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