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...mit der besessenen Kraft paradiesischer Kenner
  • Panel Nana Visitor + Rene Auberjonois

    Nicht nur im TV ein gutes Gespann...
    Mit leichter Verspätung betraten Nana Visitor und Rene Auberjonois die Bühne der Galileo7. Tosender Applaus für das Traumpaar aus Star Trek: Deep Space Nine. Als der Applaus nachlässt, setzten sich Nana und Rene auf die Stühle, die für sie auf der Bühne standen...

    Mit leichter Verspätung betraten Nana Visitor und Rene Auberjonois die Bühne der Galileo7. Tosender Applaus für das Traumpaar aus Star Trek: Deep Space Nine. Als der Applaus nachlässt, setzten sich Nana und Rene auf die Stühle, die für sie auf der Bühne standen. Doch Nana stand sofort wieder auf: „Nein… sitzen fühlt sich falsch an.“ Rene sah das genauso, also standen beide wieder auf und die Stühle sollten. Nana wunderte sich über die vielen Liebesszenen zwischen ihrem Charakter und Rene’s. Sie konnte sich gar nicht daran erinnern so viele solcher Szenen erinnern konnte. „Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass wir so viele solche Szenen gedreht haben….“ Sie erinnert sich nur an den ersten und den letzten Kuss.

    Rene erzählte, dass es für ihn komisch gewesen sei, Nana auf dem Promenadendeck zu küssen. Beide seien immer gute Freunde gewesen und so sei es für ihn gewesen, als würde er seine eigene Schwester küssen. Beide probten den Kuss mehrmals. Resultat der ganzen Aktion war, dass Nana Rene’s Make-Up im Gesicht hatte und Rene falsche Nase einen Knick hatte. „Ich habe das natürlich nicht gemerkt, da ich in der Nase kein Gefühl hatte.“

    Singen wollten beide nicht. Nana sang bereits gestern bei ihrem Panel und Rene war der Meinung, dass er nicht gut genug singen könne, aber immerhin sei ihm der Text des Liedes wenigstens teilweise eingefallen, den er gestern nicht mehr wusste. Er sang es kurz an, doch nach wenigen Zeilen ging ihm der Text wieder aus. „Das ist bei mir auch so. Mein Gehirn ist wie ein Computer. Wenn ich eine Show gemacht habe, dann vergesse ich danach alles wieder recht schnell“, gestand Nana.

    Man hört oft von den Schauspielern, dass die Conventions in Deutschland etwas besonderes sein und Nana konnte dafür auch Gründe nennen. „Hier sind die Fragen viel persönlicher, das ist schön“, so Nana. In den Vereinigten Staaten sei es eher so, dass man einfach versuche ein guten Congänger zu sein und großteils Fragen zu der Serie stelle. Rene fand das Motto der Con „Joint the family“ sehr angemessen, denn man seien die Personen sich sehr nah, so das der Begriff Familie sehr angemessen ist. Außerdem seien die Fragen überlegter, da Englisch nicht die Muttersprache der meisten Besucher sei, so dass sie die Fragen bereits vorher gut überlegen.

    Für viele sei das Problem an Deep Space Nine gewesen, dass die Serie zu düster gewesen sei, so Rene. Doch alle die einmal wirklich in den Bann der Serie hineingezogen worden sind, die kamen auch nicht mehr aus ihm heraus. Gerade dieser Realismus ist es, der DS9 laut Nana so besonders macht. Immer wieder gab es Lacher, die sowohl durch Mimik, als auch durch Gestik der Schauspieler provoziert wurden.

    Als aus dem Publikum die Feststellung kam, dass sich die politische Lage in den USA derartig verändert habe, dass es nicht mehr möglich sei eine Serie wie DS9 zu produzieren in der es viele Schattierungen von Grau gibt und nicht nur schwarz-weiß Malerei, wie er es Enterprise vorwirft. „Ja… was könnte man heute aus meinem Charakter machen? Ich weiß man nennt Kira Freiheitskämpferin, aber da gibt es auch einen anderen Begriff für…“, sagte Nana. Rene selbst staunte über die Analyse aus dem Publikum. Er selbst könne Enterprise nicht sehen, weil er recht viel arbeiten müsse. Doch wenn er sehe, dass ein Land, dass Star Trek hervorgebracht habe, sich so geändert hat. Er kommt sich heute vor, als würde er in einem Land leben, dass er im Star Trek Universum bekämpft hätte. Gerade deshalb sei er froh, dass die Leute zwischen der Regierung eines Landes und dem Volk zu unterscheiden wissen.

    Die beiden identifizierten sich mehr oder weniger mit ihrem Seriencharakter. So dachte Nana, als Michael Dorn (Worf) zu Deep Space Nine kam: „Verdammt, ich darf nicht mehr die Defiant kommandieren.“ Auch über ihre Beförderung habe sie sich riesig gefreut, auch wenn das ganze keinerlei Einfluss auf ihre Rolle in der Serie hatte. Rene tauchte niemals so tief in seine Rolle ein. Das lag zum einen an der Maske und daran, dass er für Odo seine Stimme verstellte.

    „Die Diätcola schmeckt hier anders“, stellte Nana fest und nutzte dies später auch wieder als Aufhänger, als eine Frage nach einem Maler Rene Viktor Auberjonois kam, bei dem es sich um Rene’s Großvater handelt. Dieser arbeitete mit Igor Strawinsky zusammen. „Ich arbeite sieben Jahre mit dir zusammen und das weiß ich nicht?“ staunte Nana, „da muss ich mich nächstes Mal ins Publikum setzen…“ In der Heimatstadt von seines Großvaters, Lausanne, ist sogar eine Stadt nach ihm benannt. Als dieser starb musste Rene überall in der Stadt lesen „Rene Auberjonois ist gestorben“. Trotz des traurigen Hintergrunds, war das Ganze aufgrund von Rene’s Mimik für einen Lacher gut.

    In Uniform kommt Nana aus einem einfachen Grund nicht zu einer Convention: „In Uniform kann ich als Kira Nerys reden, aber nicht über sie“, sagte Nana. Rene wirft an dem Punkt ein, dass er auch nicht gerne wie Odo spreche, da er dafür seine Tonlage etwas verändern müsse. Auch über Alexander Siddig sprach Nana: „Siddig war in Planung für Captain Sisko, aber er war zu jung.“ Mit einem Seitenblick auf Rene sagte sie: „Du auch“. Als Rene antwortete „Ich dachte ich wäre eine gute Kira…. Odo hätte das gekonnt“, brach im Publikum Gelächter aus. „Aber ich hätte es gerne gesehen, wenn Odo einmal einen Borg imitiert hätte, alle assimiliert und dann Urlaub macht“, scherzte Rene.

    Einfluss auf die Rollen nahmen beide mehr oder weniger. Rene sagte, dass die Autoren einmal festlegen, wie das Ganze sein soll, danach könne man nur noch durch die Art der Darstellung Einfluss auf das Ganze nehmen. Nana selbst hatte keinerlei Erinnerung mehr daran, wo und was ihre Ideen für Kira waren, jedoch bat sie Rick Berman das Promenadendeck nicht wie John Wayne hinab zu gehen.

    Rene erzählte auch über die Zeit, als er mit Katherine Hepburn auf der Bühne stand. Ein Grund dafür, dass sie eine solch gute Schauspielerin war, sei gewesen, dass sie verstanden habe, dass Schauspiel eine Teamarbeit ist. Man arbeitet nicht gegen, sondern mit einander. Auch Richard Dreyfuss, mit dem er kürzlich in „Sly Fox“ auf der Bühne stand, habe dies, im Gegensatz zu Michael Crawford aus „Tanz der Vampire“ auch verstanden. Kate Mulgrew’s „Tea at Five“ konnte Rene leider nicht sehen, denn als sie es in New York aufführte, war er mit selbst auf der Bühne beschäftigt.

    Probleme mit der Maske hatte Rene im Gegensatz zu Michael Dorn und Armin Shimerman nie. „Ich bin alt und ledrig“, scherzte Rene. Auch Nana hatte bis auf die Tatsache, dass sie ein paar Narben dabei davon getragen haben, weil sie sich ihre Maske einfach abgerissen habe, um zu ihrem Sohn zu kommen. Zum Thema Maske gab sie noch etwas zum Besten: „Armin vergaß einmal seine Maske abnehmen zulassen und fuhr nach Hause. Als er an der Ampel, guckte der Autofahrer neben ihn entsetzt an. Er muss gedacht haben, die Hölle hätte ihre Pforten geöffnet.“

    Für Conventions in Osteuropa oder Asien wäre Rene immer gerne zu haben, doch die großen und treuen Fangemeinden außerhalb der Vereinigten Staaten seien eben die Briten, Deutschen und Australier. Insgesamt ist er den Fans dankbar, dass sie ihm die Möglichkeit geben in fremde Länder zu reisen. In der Serie waren die Charaktere von Terry Farrell und Nana befreundet, doch wie sah es in der Realität aus. „Terry traf sich abends mit Leuten und ich fuhr abends zu meinem Kind. Als wir uns das letzte Mal trafen, zeigte sie mir dann Bilder von ihrem Kind.“ Der Ausstieg von Terry rührte daher, dass die gesamte Crew nur 6-Jahres Verträge unterschrieben hatte und Terry zum einen mehr Geld verdienen und zum anderen eine Sitcom drehen wollte.

    Wie Nana schon in unserem Interview mit ihr sagte, würde sie wieder als Kira bei „Star Trek“ mitspielen. Das ganze war eine Zeit, die sie nicht vermissen möchte. Rene sagte, es sei so, als ob man sich eine Familie schaffe. Trifft man sich mit den alten Kollegen wieder, dann sind die Gespräche heute um einiges persönlicher, als sie zu Zeiten der Serie waren. Doch eine weitere Rolle zu übernehmen, werden die wenigsten machen wollen, denn man alle Darsteller haben sich fortentwickelt.

    Meist erkennen sie die Leute erst an der Stimme, verriet Nana. Rene ergeht es meist so, dass ihn die Leute erkennen, aber nicht wissen woher. Wenn er in einen Supermarkt geht, dann kann es passieren, dass er erkannt wird, aber das mache ihm nichts aus. Bei ihm halte sich das alles in Maßen. Ein Patrick Stewart habe damit schon eher Probleme und die möchte er gar nicht haben. Nana erzählte noch, dass sie bei einem Spaziergang am Rhein einen Stein mitnahm, was sie überall macht. Mit Pflanzen ist es in Las Vegas ja nicht so gut bestellt. Die Steine ersetzen bei ihr den Rasen und, ob man es glaubt oder nicht, Nana sagte: „man sieht dann abends aus dem Fenster und sagt: Guck mal wie der Stein dort in der Sonne schimmert.“

    Unter tosendem Applaus und Standing Ovation verließen zwei Schauspieler die Bühne, bei denen man merkt, dass sie sowohl Spaß an der Veranstaltung hatten und sie sich auch auf der Bühne gut verstehen. Die beiden hinterließen wirklich den Eindruck, als hätten sie sich der Familie angeschlossen.

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    Steffen Henkel


    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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