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  • Panel Patrick Stewart

    ...und er war doch da!
    Tosender Applaus. Standing Ovations. Minutenlang. Richtig, die Rede ist von Patrick Stewart’s erstem Panel am Samstag Abend. Der wohl einzig wirkliche Hollywood-Star unter den Star Trek Darstellern betrat die Bühne der Galileo7-8 im Swissôtels in Neuss. Doch bevor er sein Panel begann, bat er Conleiter René Ahlberg sein Vorstellungsvideo noch einmal abzuspielen, da er auf Grund einer technischen Panne den Film hinter der Bühne nicht sehen konnte...

    Tosender Applaus. Standing Ovations. Minutenlang. Richtig, die Rede ist von Patrick Stewart’s erstem Panel am Samstag Abend. Der wohl einzig wirkliche Hollywood-Star unter den Star Trek Darstellern betrat die Bühne der Galileo7-8 im Swissôtels in Neuss. Doch bevor er sein Panel begann, bat er Conleiter René Ahlberg sein Vorstellungsvideo noch einmal abzuspielen, da er auf Grund einer technischen Panne den Film hinter der Bühne nicht sehen konnte.

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    Natürlich erfüllte René seinem Stargast Patrick diesen Wunsch. Das Video wurde erneut abgespielt. Nach wenigen Sekunden bemerkte das Publikum aber, dass der Ton fehlte. So startete der Film ein weiteres Mal. Wieder ohne Ton. Das Publikum wurde unruhig, da es auf das eigentliche Panel mit Patrick gewartet hatte. René kam wieder auf die Bühne. Er ging auf Patrick zu und fragte ihn, was los sei, er wollte doch das Video sehen. Stewart entgegnete, das schließe auch Audio ein und bedeute ebenfalls, dass das Ganze auch in der richtigen Geschwindigkeit und vorwärts abgespielt werden sollte. Das müsse er natürlich dazu sagen, so René, denn immerhin sei er in Deutschland, wo man sehr präzise sei. Wie zu erwarten, stimmte Patrick zu und bat darum, das Video mit Audio und vorwärts sehen zu dürfen.

    Der Wunsch wurde schlussendlich doch erfüllt und nach den Abschlussworten des Videos „The Galileo 7 convention proudly presents Mr. Patrick Stewart…“ brandete erneut Jubel auf und Patrick begann endlich mit seinem heiß erwarteten ersten Panel auf einer deutschen Convention. Gleich vorweg verriet er dem gespannt lauschenden Publikum, dass er kaum Fragen zu aktuellen Projekten beantworten könne, denn in den letzten neun Monaten habe er nichts gedreht und auch nicht auf der Bühne gestanden. Dennoch bestätigte er gleich zu Beginn eine Meldung, die bereits kürzlich aus Toronto zu uns herüberschwappte: Die Dreharbeiten zu „X-Men 3“ werden im nächsten Sommer beginnen.

    Zudem verriet er dem Publikum, dass er nach seiner kürzlich erfolgten Herzbehandlung wieder völlig genesen sei, es ihm jetzt sogar noch besser gehe als zuvor. Neben „X-Men 3“ steht bisher nur ein weiteres Projekt an, das im April aus der Preproduction kommen soll: Eine zeitgenössische Version von Shakespeare’s „Der Kaufmann von Venedig“, ähnlich der Inszenierung von „Romeo und Julia“ mit Leonardo DiCaprio und Claire Danes. Gedreht wird allerdings nicht in Venedig, nicht in Italien, nein, nicht einmal in Europa, sondern in Nevada.

    Bekanntlich ist Shakespeare eine der Leidenschaften von Stewart. Doch wie kam es dazu? Alles nahm im Alter von zwölf Jahren seinen Anfang, als er von seinem Englischlehrer zum ersten Mal Shakespeare hörte. Von eben diesem Englischlehrer wird er nun im November mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet werden. Da seine Liebe Shakespeare gehört, würde er auch gerne wieder Shakespeare spielen. Die Bühnenarbeit hat für Patrick ohnehin einen riesigen Vorteil, weil man eine Rolle immer wieder spielen oder auch eine andere im gleichen Stück übernehmen kann, was bei Filmen nicht möglich ist.

    Patrick erzählte auch über die letzten Momente am Set der Next Generation, die interessanterweise nicht auf einer der drei Soundstages der Serie abgedreht wurden, sondern auf einem Set, das ursprünglich für Deep Space Nine konstruiert worden war. Am frühen Morgen war er dort mit John deLancie und drehte die Szene, in der Picard und Q auf der Erde zu sehen sind, auf der sich soeben das erste Leben entwickelt. Die Ironie an der Geschichte war, dass beim Dreh an diesem Morgen außer den beiden Schauspielern nur ein paar Mitglieder der technischen Crew anwesend waren, sie ansonsten aber gänzlich alleine waren. Am Abend zuvor waren aber sämtliche Verantwortlichen von Paramount am Set gewesen und hätten die Serie so aus der Produktion verabschiedet. Irgendwie sei das ein komisches Gefühl gewesen, dass bei der tatsächlich letzten Szene niemand anwesend war, gestand Stewart dem amüsierten Publikum.

    Einen riesigen Beifallssturm löste er aus, als er von seiner Lieblingsepisode bei Next Generation sprach. „The Inner Light/Das zweite Leben“ sei eine besondere Episode gewesen, sowohl für ihn, als auch für seinen Charakter Jean-Luc Picard, kommentierte Stewart. Man zeigte Picard von einer komplett anderen Seite, mit der Familie, die er niemals hatte, einem Leben, das er niemals führte und doch hatte das Ganze einen solchen Einfluss auf seinen Charakter. Besonders sei die Episode auch, da sein Sohn dort mit von der Partie gewesen ist und damals seine ersten Erfahrungen als Schauspieler sammelte. Auch „Chain of Command/Geheime Mission auf Celtris 3“ sei eine Episode, die ihm sehr gefallen hat, allein schon deshalb, weil er an der Seite von Shakespeare Darsteller David Warner spielen konnte, so Stewart. Um sich auf die Dreharbeiten zu der Folterszene vorzubereiten, arbeitete man mit Amnesty International zusammen, für die Patrick auch heute noch aktiv ist. Mit einem Augenzwinkern gestand Stewart: „Ich habe es genossen mich für diese Episode vor der Kamera auszuziehen.“

    Auch wenn er über fünfzehn Jahre seine Rolle als Jean-Luc Picard spielte, so war Picard in seinen Augen doch immer etwas zu intellektuell und zurückhaltend. „Er macht nie das, was man von einem Helden erwarten würde“, sagte Stewart. Um gewisse Verhaltensmuster bei Picard zu relativieren sei es dann wahrscheinlich auch dazu gekommen, dass die Autoren von „Treffen der Generationen“, Ronald D. Moore und Brannon Braga, Picard im Nexus zum Vater machten. „Es hielt sich lange das Gerücht, dass Wesley Crusher der Sohn von Picard sei… das stimmt aber nicht“, sagte Stewart mit einem Lächeln auf den Lippen.

    Was zeichnete die sieben Jahre am Set der Next Generation besonders aus? In Stewart’s Augen war die Zeit, die er mit seinen Freunden und Schauspielerkollegen und auch seinem Freund Rick Berman verbringen durfte, großartig. Ihm fiel auf Anhieb auch nichts ein, das er als negativ bezeichnen würde: „Wissen sie… manchmal hasse ich mich selbst, aber mir fällt jetzt nichts ein, von dem ich sagen könnte, dass ich es an der Serie nicht mochte.“ Diese großartige Zeit, die er in den ganzen Jahren mit seinen Kollegen gehabt hat, kam auch in der Szene zum tragen, in der Picard in „Nemesis“ auf Riker’s „Es war mir eine Ehre unter ihnen zu dienen“ erwidert „Die Ehre war ganz auf meiner Seite“. Obwohl die Szene mitten während der Dreharbeiten gedreht wurde, kamen Stewart die Tränen, da es ihm wie ein Abschied von Jonathan Frakes vorkam.

    Als ein Klingone mit einer Frage an Stewart herantrat, rief dieser unter dem Beifall des Publikums: „Ich habe keine Angst vor euch! Mit euch Kerlen habe ich mich oft genug herumgeschlagen.“ Es entwickelte sich ein kurzer Wortwechsel, in dem Stewart Teile seiner alten Rolle einfließen ließ. Schließlich konnte der Fragesteller seine Botschaft doch noch überbringen: Er war im Jahr 2000 bei der Expotrek in Hannover. Dort bat Nicole deBoer (Ezri Dax) die Zuschauer, falls jemand Patrick sehen sollte, ihm auszurichten, dass sie in ihn verliebt sei. Mission erfüllt.

    Seine deutsche Synchronstimme kenne er, ebenso die italienische und er sei mit ihnen sehr zufrieden, auch wenn er nichts davon wusste, dass er bei uns sogar zwei Stimmen gehabt hat. „Ich habe mir auch sagen lassen, dass die japanische Stimme gut sein soll, aber ich habe sie noch nicht gehört“, ließ Stewart durchblicken.

    Neben seinen Rollen bei Star Trek und „X-Men“ war Patrick auch in einem weiteren Genre Klassiker zu sehen: David Lynch’s Dune. Zu diesem Film kam er nur, weil der ursprüngliche Darsteller des Gurney Halleck ausfiel. Er nahm das Angebot an, ohne zu wissen worum es ging oder auch nur den Film verstanden zu haben, verriet er. Während der Dreharbeiten freundete er sich mit Kyle MacLachlan an, mit dem ihn heute noch eine enge Freundschaft verbindet.

    Abschließend gab Stewart noch eine Kostprobe aus Shakespeare’s „Der Sturm“, die vom Publikum erneut mit riesigen Beifallsstürmen bedacht wurde. Der Applaus hielt minutenlang an, so dass Stewart, nachdem er die Bühne bereits einmal verlassen hatte, noch einmal zurückkam. In einem großartigen Panel verzauberte Patrick Stewart das Publikum mit seiner unglaublichen Bühnenpräsens, die selbst in den letzten Reihen noch zu spüren war. Dieses Panel war definitiv ein Erlebnis und das nicht nur für den Fan von Star Trek, sondern auch für Liebhaber von Shakespeare. Kurzum in den Worten von Montgomery Burns: „Excellent“.

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    Steffen Henkel


    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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