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  • Monitor-Special: Nachlese zu "Die Summe aller Ängste"

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    Die beiden Teile von "Die Summe aller Ängste" zählen sicherlich zu den komplexesten Geschichten der sechsten Monitor-Staffel. Grund genug für Autor Christian Gaus etwas Licht ins Dunkel zu bringen...
    STAR TREK
    MONITOR

    „Making of: Die Summe aller Ängste“

    DIE ZEITLINIE AUS „DIE SUMME ALLER ÄNGSTE“


    Ende 2380: „Nox Vacua“ Zwischenfall
    2381: Gegenwart
    2385: Price verlässt Monitor
    2386: Romulaner beginnen sich zu isolieren
    2387: Doktor Frasier verlässt die Monitor ↳Botschaften werden geschlossen
    2389: Lewinski verlässt die Monitor
    2390: Erster Anschlag eines „Talarianischen
    Falken“ auf dem Vulkan
    2391: Danny Bird stirbt bei einem Anschlag
    auf Risa
    2394: Immer mehr Anschläge finden statt
    bis 2402: Die Klingonen und die Föderation
    töten beinahe alle Talarianer
    2401: Letzter Anschlag eines Falken
    bis 2409: Die Föderation verliert beinah
    die Hälfte ihrer Mitglieder
    2409: Bruce Land stirbt
    2410: Tellom und Ardev gehen in Ruhestand
    Die Monitor wird verschrottet
    2411: Lewinski verschwindet, ebenso die
    Kopie der Monitor
    2413: Zweite Anschlagserie von
    Talarianischen Falken beginnt


    DER INHALT

    Zuerst ein wenig zum Verständnis des Inhalts und zur Erläuterung des Schaubilds oben. Zu Beginn haben die drei Handlungsstränge scheinbar wenig miteinander zu tun. Denn gerade, wenn man eine Art Weiterführung erwartet, wechselt die Handlung zu einem anderen Ort und auch manchmal in eine andere Zeit. Je weiter die Geschichte jedoch fortschreitet umso klarer wird, wie eng die Handlungen miteiner verwoben sind und werden.
    Da haben wir Danny Bird und seinen Arzt Chester Phoenix. Phoenix ist ein Verlierer Typ. Immer spielte er nur die zweite Geige. Sogar Tolbar hat den Posten der Leiterin der Anstalt vor ihm bekommen, obwohl er schon länger dort tätig war. Und auch Privat sieht es bei ihm trostlos aus. Da kreuzt der kopierte Bird aus der Episode „Nox Vacua“ auf und stellt ihn vor das größte Rätsel seines Lebens. Ist er wirklich von einem fremden Wesen in Besitz genommen?
    Zum zweiten haben wir John Lewinski, der einiges auf der Erde zu erledigen. Der Besuch bei McMor, am Grab seines Vaters und die Krebsdiagnose erschüttern ihn. Die Krebsdiagnose war ursprünglich als größerer Teil der Staffel geplant, wurde jedoch durch andere Entwicklungen stark zurückgedrängt. Dann offenbart ihm ein Zeitreisender McMor, dass ein zukünftiger Lewinski für Massenmorde verantwortlich ist. Was steckt da dahinter?
    Zuletzt sehen wir Matt Price. Der 23 Jahre in der Zukunft immer noch als Commander seinen Dienst verrichtet und damit beauftragt wird, Lewinski zu finden. Der für die Anschläge verantwortlich sein soll. Was ist mit ihnen geschehen?
    Schon bald zeigt sich, dass die beiden letzteren Handlungsstränge unweigerlich zusammengehören. Price/Ardev und Lewinski/McMor haben dasselbe Ziel, die beiden Zeitreisenden dürfen sich jedoch nicht offen zeigen um die Zeitlinie nicht noch zusätzlich zu verletzen.
    Dass die Bird Handlung die Triebfeder der beiden anderen ist, wird erst gegen Ende klar. Es gibt verschiedene Anzeichen, die dies belegen. Zum einen haben Bird und der zukünftige Lewinski den gleichen Charakter. In einigen Fällen sagen sie sogar dasselbe, besonders wenn es Bezug nimmt auf ihre Vergangenheit. Und schlussendlich erkennen wir die Parallele, als sich das Wesen, das von Bird Besitz ergriffen hat, als Variigo zu erkennen gibt. So nannte sich auch der zukünftige Lewinski.
    Und wir sehen sogar wie das Ganze seinen Anfang nahm oder besser, nehmen sollte. Als nämlich Lewinski Bird besuchen will, tritt er im letzten Moment nicht ein. Somit hatte Variigo keine Chance von Birds Körper in Lewinskis Körper zu wechseln. Zumindest noch nicht.
    Und damit ist die Zukunft, die wir in dieser Episode gesehen haben, wieder sehr fraglich. Um genauer zu sein. Ist sie nur eine von vielen Möglichkeiten.

    „Die Summe aller Ängste“ präsentiert uns eine umfangreiche Palette an Charakteren. Doch viel neue sehen wir nicht in diesen Episoden. Jeroen McMor sah man bereits zwei mal in Star Trek: Monitor („Der Spion, der von der Erde kam“; „Dreimal im Leben“) und auch Counselor Tolbar, die Leiterin der psychiatrischen Anstalt, hatte sogar schon in der ersten Staffel ihren Auftritt. Im übrigen kommt die Episode (abgesehen von Price Vorgesetzten Suvek und des J’naii Admirals) ohne große Gaststars aus, bis auf einen.
    Dies ist der Psychologe Doktor Chester Phoenix.
    Phoenix ist ein Betazoid mittleren Alters. Er betreut Danny Bird seit seiner Ankunft auf der Erde. Auch wenn er nicht viel an seinem Zustand bewirkt, kümmert er sich konsequent um den Sternenflottenoffizier mit dem mysteriösen Geheimnis.

    Lewinskis Name in der Zukunft ist wieder ein Name aus dem Esperanto. Variigo bedeutet dort „Veränderung“. Im Übrigen gilt dies auch für Price Arbeitsstelle. Nekonsolebla ist das Esperanto Wort für „trostlos“.

    Ich begann die Arbeiten für diese Episoden mit der Frage was wohl aus dem zweiten Danny Bird wurde. Die Ausgangssituation war mir klar, jedoch ging es nun darum eine Geschichte zu entwickeln. Zuerst fand ich dir Vorstellung interessant, die Leerräume von Nox Vacuus auszunutzen, sprich den Zeitraum von der Deaktivierung aller Energie über den Logbucheintrag bis hin zur Auffindung Birds durch Land und die Voyager.
    Bird sollte noch einiges erleben in diesen zwei Tagen, auch sollte ein unbekanntes Wesen auftauchen, dass ihm das Leben zur Hölle macht. Jedoch trat ich mit den Ideen auf der Stelle.
    Parallel arbeite ich an einer zweiten Geschichte. Sie sollte das dritte Aufeinandertreffen Lewinkis und McMors zum Inhalt haben. Dabei kamen mir zwei Alternativen in den Sinn.
    In der ersten sollten die beiden entführt werden und so eine geheimnisvolle Geschichte beginnen. Und in der zweiten sollte McMor ein Zeitreisender sein.
    Schlussendlich kam es mir in den Sinn beide Geschichten zusammenzuwerfen und noch etwas drittes anzuhängen, dass die anderen Charaktere des Schiffs berücksichtigt.
    So wurde aus der von mir geplanten kleinen einteiligen Episode dieses zweiteilige Mammutwerk.
    Und von der Idee Bird mit einigen Insassen ausbrechen zu lassen, nur damit sie von den beiden Zeitreisenden Lewinski und McMor wieder eingefangen werden blieb gerade mal eine Szene übrig.
    Die, in der Danny Bird seinen letzten Tag auf der Monitor wieder erlebt. Und selbst diese Szene war in der Originalversion von „Die Summe aller Ängste“ noch nicht drin. Sie kam erst rein, als klar wurde, dass diese Episode geteilt werden musste.

    Die Episoden verlangen viel vom Leser. Man muss zwischen drei Handlungen hin und her wechseln, die teilweise überhaupt nichts gemeinsam haben und erst am Ende zueinander finden. Zudem ist auch das Ende alles andere als ein Ende. Schließlich müsst ihr euch damit abfinden, dass die Geschehnisse in dieser Episode kein Blick in eine in Stein gemeißelte Zukunft sind. Denn am Ende des zweiten Teiles betritt Lewinski nicht den Raum, in dem dieses böse Wesen noch in Besitz von Birds Körper ist. Damit ist es Variigo nicht möglich (zumindest noch nicht) in Lewinskis Körper überzuwechseln. Wodurch die ganze geschilderte Zukunft auf wackligen Beinen steht.
    Auch aus einem anderen Grund fordert diese Episode viel von den Lesenden. Schon zu Beginn war mir klar, dass diese Episode meine letzte Stand Alone Episode werden würde. Schließlich wusste ich, dass danach nur noch Folgen kämen, die sich dem Haupthandlungsstrang widmen würden und ich war mir auch den Planung für die Zukunft von Star Trek: Monitor bewusst. Daher vollzog ich in dieser Episode rigoros was ich auch in den anderen Episoden tat. Ich schrieb nur das, was ich lesen wollte. Eines der Elemente, die ich unbedingt drin haben wollte, war der Batleth Kampf. Schon frühzeitig war dieser Kampf Bestandteil der Episode. Auch wenn sich die Gegner zu jedem Planungsstand anders entwickelten. Aus McMor vs. Lewinski wurde mal Price vs. Lewinski und schlussendlich Price vs. McMor.
    Auch schrieb ich diese Episode bewusst sehr düster. Zu keinem Zeitpunkt wecken die Charaktere Hoffnung. Sie sind zwar alle bemüht die Situation zum Besseren zu wenden, jedoch liegt über ihnen allen der Schatten der Ereignisse ihrer Vergangenheit. Alle wissen, dass die Geschehnisse zu groß für sie sind. Selbst das Wissen, dass eine bessere Zukunft kommt, schafft es nicht, die Personen aus ihrer Lethargie zu reißen.
    Zumal es für jeden in dieser Geschichte eigentlich nur Rückschläge gibt. So wie durch den Besuch Prices und Ardevs auf dieser alten Station. Zwar bekommen sie einige Hinweise, die sie jedoch mit einem zu hohen Blutzoll bezahlen müssen.

    So entstand die Geschichte die ich zeigen wollte. Eine Star Trek Geschichte die düster, brutal, kompromisslos, mutig und hoffnungslos ist. Etwas das ich zu selten in den Serien sehe.

    Somit schließe ich diese Nachlese in der Hoffnung, einige Verwirrungen gelöst zu haben. Falls doch noch Fragen da sind, bin ich im Forum zu finden.

    Quelle: treknews.de
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