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  • Illuminati - Angels & Demons

    Die Buchverfilmung im Leserreview
    Trotz, oder vielleicht gerade wegen der Vehemenz, mit der die katholische Kirche vor drei Jahren gegen "The Da Vinci Code - Das Sakrileg" agitierte, erreichte die Verfilmung des gleichnamigen Dan Brown Bestsellers ein Einspielergebnis von 757 Millionen Doller und eroberte damit den 24. Platz im Olymp der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Nun ist die Fortsetzung da...

    ILLUMINATI

    REGIE & STORY

    David Koepp (screenplay) and
    Akiva Goldsman (screenplay)
    Dan Brown (novel)

    BESETZUNG

    VIDEOS UND TRAILER


    Illuminati - Angels And Demons Trailer 1 (Deutsch) Quicktime


    Illuminati - Angels And Demons Superbowl Trailer HDTV 1080p


    Illuminati - Angels And Demons Teaser Trailer (Englisch) HDTV 1080p

    SZENENBILDER

    HINWEIS: Dies ist ein Leser-Review

    Tom Hanks im alten Gewand

    Trotz, oder vielleicht gerade wegen der Vehemenz, mit der die katholische Kirche vor drei Jahren gegen "The Da Vinci Code - Das Sakrileg" agitierte, erreichte die Verfilmung des gleichnamigen Dan Brown Bestsellers ein Einspielergebnis von 757 Millionen Doller und eroberte damit den 24. Platz im Olymp der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Der Erfolg gab den Machern recht und man machte sich prompt an den zweiten Bestsellerroman um den distinguierten Harvardprofessor Robert Langdon, der im belletristischen Vorgänger „Illuminati“ Vatikanstadt im Kampf gegen gleichnamigen Todfeind unterstützt.
    Wie schon beim Sakrileg zeichnete sich der Oscar® prämierte Erfolgsregisseur Ron Howard für die filmische Umsetzung verantwortlich. Robert Langdon wird erneut von Tom Hanks zum Leben erweckt, der für die Darstellung des Symbologen die Rekordgage von 100 Millionen Doller erhalten haben soll. Dieses Mal an Hanks Seite: Der israelische Exportschlager Ayelet Zurer als anmutige CERN-Wissenschaftlerin Vittoria Vetra.

    Handlung

    Vittoria Vetra und einem Team europäischer Wissenschaftler geling es erstmals, nennenswerte Mengen an Antimaterie zu generieren. Kaum hat man seine Meisterleistung richtig realisiert, ist die erste Leiche im Keller und eine Antimaterieeinheit verschwunden. Als wäre das noch nicht genug, scheint ein alter Todfeind der katholischen Kirche zum Leben erweckt und droht dem Vatikan mitten in der Konklave mit der Ermordung der vier aussichtsreichsten Bewerber auf den Papstposten im Stundentakt, gleichzeitig mit der Vernichtung des Vatikan als abschließenden Höhepunkt durch eine Antimaterieexplosion.
    Aus Verzweiflung beordert die Kirche den in katholischen Kreisen ungeliebten Harvardprofessor und Illuminati-Experten Robert Langdon nach Rom, der zusammen mit Vittoria Vetra alles daran setzt, mithilfe über ganz Rom verteilter Symbolik die Tatorte vorauszusagen und die Antimaterie aufzuspüren.

    Kritik

    In letzter Zeit erobern immer mehr seelenlose Machwerke die Kinoleinwand. Gleichförmiger Brei, der von fader Action lebt und austauschbare Schablonencharaktere unbeholfen durch die Handlungsattrappe mogelt. Das ist eine unschöne Entwicklung, die ich mit Bedauernd und einem Gefühl von Erhabenheit zugleich verfolge. Namen wie Tom Hanks und Ron Howard strahlen dafür um so greller wie Leuchtfeuer in der Einheitsgrütze und sind ob ihres Könnens ein Garant für einen qualitativen Streifen. Angesichts dessen bin ich mit großen Erwartungen in den vermeintlichen Qualitätsstreifen gegangen und wurde anschließend in keinster Weise enttäuscht. Zugegeben, wenn man mit naiver Erwartung, eine 1:1-Umsetzung des Buches zu erleben, die Kinosäle stürmt, dürfte man das anders sehen. Dazu hat Howard die Handlung dieses Mal zu radikal gestrafft. Wichtige Figuren wurden rücksichtslos gestrichen, Zusammenhänge anders dargestellt, Rollen umgeschrieben und eminente Eckpfeiler im Buch überraschend modifiziert. Wer die filmische Umsetzung des Sakrilegs schon als solches empfand, sollte den Kinogang nun lieber von vornherein vergessen. Ich nehme es bei Buchverfilmungen nicht so genau und bin mir darüber im Klaren, dass man Bücher generell nicht unverändert verfilmen kann. Sinnlose Veränderungen können auch mich zur Weißglut treiben, von denen bleiben wir aber im neuen Brown Abenteuer Gott sei Dank verschont. Ron Howard mag bei seinen Änderungen ja radikal gewesen sein, Willkür kann man ihm jedoch nicht bescheinigen, was man an der umstrittensten Szene des Buches besonders eindrucksvoll erkennen kann. Im Film erscheint sie jetzt um ein Vielfaches realistischer, man möchte beinahe sagen, sie wurde um ihre peinliche Idiotie gekürzt. Dramaturgisch verfolgt die Buchverfilmung dagegen ein konservatives Muster. Die Charaktere werden nachvollziehbar in die Handlung eingeführt, der Spannungsfaden steigt stetig an und die Abstände zwischen Entspannung und Spannung verkürzen sich zunehmen und münden in einem monumentalen Showdown, der einem die Kinnlade entkoppelt. Dabei verzichtet der Oscarpreisträger größtenteils auf Stilmittel wie Wackelkamera oder Lensflares und würzt seine größtenteils nicht hektischen Kamerafahrten mit einem sehr präsenten Soundtrack, der einerseits vertraute Sakrilegmelodien serviert, andererseits mit neuen und innovativen Tönen aus dem Hause Zimmer daherkommt.

    Wie schon im filmischen Vorgänger, der im Gegensatz zum Buch chronologisch vor Illuminati ansiedelt, merkt man den Darstellern an, dass ihnen die Arbeit verdammt viel Spaß gemacht haben muss. Hanks und seine Weggefährten überzeugen auf ganzer Linie, durch die unzähligen Dialekte und Akzente wirkt der Film unheimlich authentisch – und das hat sogar die Synchro richtig gemacht. Schön anzusehen ist übrigens nicht nur die israelische Schönheit Ayelet Zurer, sondern auch die zahlreichen Kulissen und Computerbauten, die teilweise real existierende Gebilde imitieren mussten, weil sich der Vatikan in gewohnter Borniertheit der Zusammenarbeit verweigerte und Drehgenehmigungen nicht erteilte. Wer den Film gesehen hat, kann über derlei Engstirnigkeit bestenfalls den Kopf schütteln. Die heutige Inkarnation der vatikanischen Kirche kommt in Illuminati erstaunlich gut weg, mir als Atheist ist das schon beinahe zu viel des Guten. Insgesamt versteht sich der Film sogar als kleine Ehrerweisung an den Glauben und verfügt damit über jene moralische Komponente, mit der viele Blockbuster heute nicht mehr aufwarten.

    „Hanks und seine Weggefährten überzeugen auf ganzer Linie."

    Knut85
    Tolle Schauspieler, intelligente Handlung, ein mitreißender Soundrack, überzeugende Optik und die solide Regiearbeit machen aus Illuminati einen sehenswerten Blockbuster, den man unbedingt im Kino erleben sollte. Wer eine 1:1-Kopie des Buches erwartet, sollte seiner Gesundheit willen dem Kino fernbleiben.
    SpannungActionHumorErotikCharaktereKontiunitätAnspruch

    Quelle: treknews.de

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