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  • Silent Hill - Willkommen in der Hölle

    Review, Special und Gewinnspiel zum Film!
    Mit der Adaption eines der populärsten Videogames der letzten Jahre wirft das französische Regie-Genie Christophe Gans jegliche Genre-Regeln über Bord und präsentiert mit SILENT HILL eine Mischung aus Horror, Science Fiction und Drama. Ob dies geglückt ist, lest ihr in unsrem Special. Außerdem gibt es fünf Poster zum Film zu gewinnen!

    S I L E N T   H I L L

    REGIE

    Christophe Gans

    BESETZUNG

    Radha Mitchell.... Rose Da Silva
    Sean Bean.... Christopher Da Silva
    Laurie Holden.... Cybil Bennett
    Deborah Kara Unger.... Dahlia Gillespie
    Kim Coates.... Officer Thomas Gucci
    Tanya Allen.... Anna
    Alice Krige.... Christabella
    Jodelle Ferland.... Sharon DaSilva/Alessa Gillespie
    Colleen Williams.... Archivist
    Ron Gabriel.... Old Mechanic
    Eve Crawford.... Sister Margaret

    TRAILER


    Silent Hill Trailer 1 - Englisch HDTV 1080p


    Silent Hill Trailer 1 - Englisch HDTV 720p


    Silent Hill Trailer 1 - Englisch HDTV 480p

    SZENENBILDER

    Mit der Adaption eines der populärsten Videogames der letzten Jahre wirft das französische Regie-Genie Christophe Gans („Pakt der Wölfe“) einmal mehr jegliche Genre-Regeln über Bord und präsentiert mit SILENT HILL eine erschreckend-spannende Mischung aus Horror, Science Fiction und Drama. Unterstützt wird der Grusel-Visionär von einem stimmigen Drehbuch, das aus der Feder von „Pulp Fiction“-Co-Autor Roger Avary stammt, unheimlichen Bildern vom dänischen Kameramann Dan Lautsten („Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“) und schaurig-schönen Make-Up-Effekten von Patrick Tatopoulos („Underworld“). Für den romantischen Aspekt in dieser surrealistischen Science Fiction, die den Zuschauer mit vier Raum/Zeit-Ebenen konfrontiert, sorgen die Schauspieler, allen voran Sean Bean („Flight Plan“), der als liebender Ehemann und Vater einen ganzen Film lang versucht, seine Frau, Radha Mitchell („Melinda und Melinda“) und seine Tochter, sensationell: die erst zehnjährige Jodelle Ferland in einer höchst komplizierten Dreifachrolle, wieder zu finden.

    Gewinne zum Kinostart von Silent Hill fünf Poster des Films!

    Zum Gewinnen maile einfach deine Adresse an:
    d.raebiger@treknews.de

    INHALT

    Die junge Mutter Rose (RADHA MITCHELL) ist verzweifelt auf der Suche nach einem Heilmittel für ihre Tochter Sharon, die an einer seltsamen Krankheit leidet. Als die Ärzte ihr den Rat geben, Sharon in eine psychiatrische Anstalt einweisen zu lassen, ergreift sie mit ihrer Tochter die Flucht. Sie will sich auf den Weg nach Silent Hill machen, einer Stadt, deren Namen Sharon immer im Schlaf vor sich hin murmelt.

    Rose ist fest davon überzeugt, dass sie dort die Antworten auf all ihre Fragen finden wird. Ihr Ehemann Christopher (SEAN BEAN) hält dagegen gar nichts von Roses Idee, das Geheimnis von Silent Hill ergründen zu wollen.

    Rose macht sich zusammen mit ihrer Tochter auf den Weg in die mysteriöse Stadt, doch kurz vor der Stadtgrenze taucht plötzlich eine seltsame Gestalt mitten auf der Straße auf. Rose versucht auszuweichen, doch ihr Auto gerät außer Kontrolle. Als sie wieder zu sich kommt, ist ihre Tochter verschwunden. Zusammen mit einer Polizistin (LAURIE HOLDEN) aus der Nachbarstadt macht sich Rose auf die verzweifelte Suche nach ihrem Kind.

    Ziemlich schnell wird klar, dass die Stadt aus Sharons Träumen ein höchst merkwürdiger Ort ist: Nach einer verheerenden Brandkatastrophe scheint Silent Hill wie ausgestorben. Umgeben von dichten Nebelschwaden hausen dort seltsame Spukgestalten. Die Stadt wird immer wieder von einer dunklen Macht heimgesucht, die alles, was mit ihr in Berührung kommt, zerstört. Auf der Suche nach ihrer Tochter stößt Rose auf die düstere Geschichte von Silent Hill und die Gründe, warum auf der einst streng puritanischen Stadt nun ein grausamer Fluch liegt. Doch das ist noch nicht alles. Erschrocken muss sie feststellen, dass ihre Tochter Teil eines noch viel größeren und furchtbaren Geheimnisses ist...

    DANIEL RÄBIGER

     

    d.raebiger@treknews.de

    »Endlich eine wirkliche unterhaltsame Umsetzung eines Videospiels die den Flair und die Stimmung des Spiels einfangen kann und dabei auch nahe an der Vorlage bleibt. Trotz der starken Spiele-Affinität auch für Nichtkenner der Vorlage eine Empfehlung!«

    SpannungActionHumorErotikAnspruch

    ÜBER DIE PRODUKTION

    Die spannende Mischung aus Horror, Science Fiction und Drama, die jeglichen Genre-Regeln widerspricht – das war es, das Regisseur Christophe Gans an SILENT HILL besonders gereizt hat. „Eigentlich handelt es sich bei dem Film um eine klassische Twilight Zone Story, in der es sowohl um Gefühle als auch um übernatürliche Phänomene geht“, so Gans. „Die Geschichte spielt in verschiedenen Dimensionen, die durch die Tatsache verbunden sind, dass alle Personen, egal in welcher Dimension sie sich befinden, leiden müssen. Das Ergebnis ist ein sehr interessanter Mix aus romantischem Melodram und surrealistischer Science Fiction. Mir gefällt besonders gut, dass Silent Hill auf den ersten Blick ein normaler Ort zu sein scheint. Aber er birgt ein düsteres Geheimnis: alle, die ihren Fuß in diese Stadt setzten, sind dazu verflucht, ewig dort herumzuirren. Es ist keine normale Geschichte, sondern etwas sehr Mythologisches. Und genau das hat mich fasziniert.“

    Die Idee, aus dem beliebten Videospiel-Klassiker SILENT HILL einen Film zu machen, entstand zusammen mit Produzent Samuel Hadida, Chef von Metropolitan FilmExport und Davis Films, am Set von LE PACTE DES LOUPS („Pakt der Wölfe“). Gans und Hadida, die auch schon bei dem Film CRYING FREEMAN („Crying Freeman – Der Sohn des Drachen“) zusammengearbeitet hatten, waren sofort begeistert von der packenden Geschichte über eine zwischen Himmel und Hölle gefangene Stadt, die ein dunkles Geheimnis birgt.

    „SILENT HILL geht einen Schritt weiter und bietet ein Erlebnis, das so zuvor noch nie auf der Leinwand zu sehen war. Das Videospiel ist besonders deshalb so beliebt, da jeder Spieler seine ganz eigenen Erfahrungen sammeln kann. Mit dem Film vertiefen wir diese Erlebnisse und erweitern das herausragende Konzept des Videospiels um neue Dimensionen und Rätsel“, so Hadida. „Als ich Christophe zum ersten Mal traf, stellte ich gerade einen meiner Filme, EVIL DEAD, auf dem Festival du Film Fantastique de Paris vor. Das war 1982 und Christophe war mit seinem Kurzfilm „Silver Slime“ vertreten. Seit wir zusammenarbeiten, träumten wir beide davon, einmal einen Film als Hommage an das Horror-Genre zu drehen. Dies ist uns mit SILENT HILL nun gelungen.“

    Es war eine große Herausforderung, die Macher des Videospiels, Konami, davon zu überzeugen, die Rechte für den Film an Gans und Hadida abzutreten. Doch Hadida wusste, dass Gans´ enormes Filmwissen perfekt zu der visuellen Darstellung und der gruseligen Erzählung passen. „Da die japanischen Entwickler sich bei der Gestaltung des Videospiels von Meilensteinen des Horror-Genres inspirieren haben lassen, weist das Spiel viele Parallelen zum heutigen Kino auf. Christophe, der beinahe jeden Film, der jemals gemacht wurde, gesehen hat, ist genau der Richtige dafür, um diese Parallelen auch im Film herauszuarbeiten“, so Hadida. Die Konkurrenz im Kampf um die Filmrechte zu SILENT HILL war hart. Neben Gans und Hadida buhlten auch einige der größten Filmproduktionsfirmen Hollywoods um die Gunst der Spieleentwickler. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztendlich ein 30-minütiges Videoband, auf dem Gans den Spieleherstellern seine Visionen und Vorstellungen zum Film erläuterte. Das Filmstatement überzeugte die Chefetage von Konami sofort. Die Firma fand, dass Gans als einziger den ganz speziellen Charakter des Spiels verstanden hatte und so erhielt er den Zuschlag.

    Trotz der vielen Parallelen zwischen Spiel und Film ist es wichtig, den grundlegenden Unterschied dieser beiden Medienformen nicht aus den Augen zu verlieren: „Ein Spiel ist ein Spiel, und ein Film ist nun mal ein Film“, so Gans. „Im Spiel geht es besonders darum, Teil einer Furcht einflößenden Welt zu sein und in diese einzutauchen. Für den Film war es mir wichtig, die eigentliche Hintergrundgeschichte in den Vordergrund zu rücken. Außerdem sollten alle Charaktere vieldeutig und mehrdimensional gezeichnet werden.“

    Produzent Don Carmody arbeitete mit Samuel Hadida bereits bei einer anderen erfolgreichen Computerspiel-Verfilmung zusammen: RESIDENT EVIL: APOCALYPSE („Resident Evil: Apocalypse“). Als er von SILENT HILL erfuhr, war er sofort Feuer und Flamme und versprach sich von dem Projekt „ein kluges, interessantes, aufregendes und natürlich filmisch anspruchsvolles Kinoerlebnis“.

    Die Welt von Silent Hill

    Um das komplexe SILENT HILL Universum verstehen zu können, muss man die vielen verschiedenen Wirklichkeiten und Unwirklichkeiten dieses Ortes begreifen. „SILENT HILL unterscheidet sich von all den anderen Genrefilmen. Es gibt nicht nur eine Realität, sondern die Welt existiert in vier verschiedenen Dimensionen. Da gibt es zum einen die Stadt Silent Hill, wie sie tatsächlich in den 70ern war, dann das Silent Hill von heute, das Silent Hill im Nebel und natürlich das Silent Hill in der Dunkelheit“, so Hadida. Carmody fügt hinzu: „Es ist eine enorme Herausforderung, all diese Parallelwelten zu zeigen. Um sie visuell so anspruchsvoll wie möglich zu gestalten, bauten wir riesige Sets, für die wir ganze fünf Studios benötigten. Jedes Set gab es wiederum in zwei oder drei verschiedenen Arten entsprechend der Parallelwelten.“

    Zwei der vier Dimensionen, in denen der Film spielt, rücken die Zeit als Aspekt in den Vordergrund – das echte Silent Hill aus den 70er Jahren, das, ganz im Stil verkratzter Archivaufnahmen, immer wieder in Flashbacks gezeigt wird, und das Silent Hill von heute, in dem Christopher (Sean Bean) seine Frau sucht. Die anderen beiden Parallelwelten der Stadt spielen mit dem räumlichen Aspekt: Die nebelige Stadt, in der Rose versucht, ihre Tochter zu finden, und das Silent Hill, das in Dunkelheit getaucht ist und wie eine Heraufbeschwörung der Hölle zu verstehen ist. „Die Idee, dass wir mit diesem Film viele verschiedene zeitliche, räumliche und manchmal sogar metaphysische Dimensionen erforschen konnten, gefiel mir besonders gut“, so Gans.

    Andrew Mason (ausführender Produzent) konnte dank seiner Arbeit an Filmen wie THE CROW („The Crow – Die Krähe“), DARK CITY („Dark City“) und MATRIX („Matrix“) auf Erfahrungen mit Werken, die mit verschiedenen Dimensionen spielen, zurückgreifen. Bereits als Kind war er leidenschaftlicher Science-Fiction-Fan. Kein Wunder, dass er für diese speziellen Welten eine ganz besondere Vorliebe entwickelt hat: „Es gibt zwei Ansätze für diese Geschichte. Entweder erzählt sie von den Momenten zwischen dem Tod und dem Schicksal, oder es ist eine Story über eine tatsächlich existierende fremde Dimension, in der Menschen gefangen werden, die ihr Schicksal verleugnen“, so Mason. „Der Film handelt von Angst. Angst vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, vor der eigenen dunklen Seite und vor dem Schicksal. Im Videospiel wird der Spieler immer wieder in fremde, bedrohliche Welten gestoßen. Der Film versucht genau diese Stimmung einzufangen und sie einem größeren Publikum zu vermitteln.“

    Mit vier verschiedenen Parallelwelten als Schauplatz kann es schon mal sein, dass der Zuschauer etwas verwirrt ist. Doch das ist beabsichtigt. Dazu Gans: „Wir haben darauf verzichtet, alles zu erklären, weil es doch viel spannender ist, wenn das Publikum selbst mitdenkt und versucht, eine Erklärung zu finden. Diese Undurchsichtigkeit ist eine Herausforderung, eine Einladung zum Nachdenken, wenn man so will.“

    Bei der Adaption des Spiels für die Leinwand nahm Gans einige Veränderungen vor. So ist die Hauptfigur im Film, im Gegensatz zum Videospiel, eine Frau. „Wenn man eine so verstörende und furchteinflößende Geschichte erzählt, muss man eine Art friedlichen Rettungsanker, einen ruhenden Pol mit einbauen. Ich habe mich dazu entschieden, dies dadurch zu erzielen, indem ich viele Frauencharaktere in die Handlung einbaue. Auf diese Weise wird die Geschichte komplexer und zur gleichen Zeit auch zweideutiger.“

    Als Leitmotiv dienen in SILENT HILL Mutterschaft, Glaube und Verfolgung. Gans spielt mit diesen Aspekten besonders auf einer symbolischen Ebene. In LE PACTE DES LOUPS („Pakt der Wölfe“) verkörpert Mani, ein indianischer Schamane, der an die Kräfte der Natur glaubt, diese Aspekte. In SILENT HILL ist Rose (Rahda Mitchell) das weibliche Gegenstück zu diesem Part. Sie kämpft mit der Kraft der Mutterliebe gegen Intoleranz. „Obwohl Sharon von Rose adoptiert wurde, liebt sie das Mädchen wie ihre eigene Tochter. Die Mutterschaft im Film ähnelt also auch ein wenig der unbefleckten Empfängnis, der großmütigsten Art, Mutter zu werden. Genau das ist der „Rettungsanker“ des Films. Alle weiblichen Charaktere besitzen verschiedene Art und Weisen, mit ihrem Dasein als Mutter umzugehen.“

    Das Gegenstück zu Rose ist Cybil, eine kinderlose Polizistin, die Rose bei der Suche nach ihrer Tochter hilft. Weitere weibliche Figuren aus dem Film sind Dahlia, eine Mutter, die schwer darunter leidet, ihre Tochter an eine fanatische Sekte verloren zu haben; Cristabella, die als religiöses Oberhaupt der Stadt der Mutterschaft zugunsten des Allgemeinwohls ganz entsagt hat; Anna, eine Unschuldige, die sich an alles, was einer Mutter ähnlich kommt, klammert; und Dark Alessa, die sich mit der Kraft ihrer mütterlichen Instinkte um Sharon kümmert.

    Seinen verheerenden Schluss findet SILENT HILL im Heiligtum eines von Hexen besessenen Kults. Bis dahin hat sich der Film bereits zu einer warnenden Geschichte über die Gefahren religiösen Fanatismus´ entwickelt und erinnert an die blutige Geschichte der Inquisition.

    „Im Europa des 17. und 18 Jahrhunderts wurden Frauen, die frei von allen Zwängen sein wollten, die als eigenständig gelten wollten, als Hexen verfolgt und hingerichtet. Monotheistische Religionen greifen das weibliche Ideal immer wieder an und stellen sich dagegen. Das war mir auch im Film durchaus bewusst, aber trotzdem wollte ich nicht den Moralapostel spielen. Zu allererst möchte ich eine Geschichte erzählen und wenn die Zuschauer noch tiefer in den Film eintauchen, können sie meine Einstellung zu verschiedenen Themen entdecken. Jemand, der LE PACTE DES LOUPS („Der Pakt der Wölfe“) und SILENT HILL gesehen hat, kennt mich und meine Meinung danach sehr gut“, so Gans.

    „Jeder, der LE PACTE DES LOUPS („Der Pakt der Wölfe“) kennt, weiß, dass da jemand am Werk war, der wirklich etwas von seiner Arbeit versteht. Jemand, der die vielen Möglichkeiten eines Kinofilms zu schätzen weiß und der ein überwältigendes Abenteuer auf die Leinwand bringen kann. Allerdings trat dabei in den Hintergrund, dass Christophe auch viele verdrehte und surrealistische Ideen besitzt, und genau die kann er nun in SILENT HILL unter Beweis stellen“, so Mason.

    Nachdem Dan Laustsen (Kamera) bereits bei LE PACTE DES LOUPS („Der Pakt der Wölfe“) mit Gans zusammengearbeitet hat, gehört er erneut zum Team von Gans. „Christophe hat eine ganz klare Vorstellung von dem, was ihm gefällt und wie er den Film haben will. Das ist einfach fantastisch. Ich habe noch nie mit jemandem zusammengearbeitet, der soviel Ahnung von Film hat. Er hat eine riesige Vorstellungskraft und ich bin mir sicher, dass er fast alle Filme dieser Welt schon mal gesehen hat. Bei SILENT HILL dreht sich nicht alles nur um Horror, Horror, Horror. Der Film ist zwar gruselig, aber zur gleichen Zeit auch wunderbar poetisch mit schönen, mitreißenden Aufnahmen. Genau das zeichnet den Film aus“, so Laustsen.

    Auch wenn die Arbeitsschritte bei der Adaption eines Romans und der eines Videospiels doch sehr ähnlich klingen, gibt es gravierende Unterschiede. Ein Roman wird für die Filmversion oft heruntergekürzt und komprimiert, bei einem Videospiel spielen noch viele andere Faktoren eine wichtige Rolle. Akira Yamaoka, der Erfinder des Silent Hill Videospiels, ließ bei der Entwicklung die Arbeiten französischer Surrealisten wie Hans Beller und moderner Künstler wie Francis Bacon mit einfließen. Auch die Geschichten und Ideen von Franz Kafka spielen eine wichtige Rolle. „Christophe entschied sich dafür, die Geschichte aus dem Blickwinkel eines französischen Surrealisten zu betrachten. SILENT HILL erzählt eine sehr vielschichtige Story. Immer, wenn man denkt, das Rätsel gelöst zu haben, passiert etwas Neues und man muss seine Interpretation überdenken. Bei der Adaption ging es uns darum, die Quintessenz des Spiels zu finden und zu vermitteln, aber zur gleichen Zeit auch so viel bekanntes Material wie möglich einzubauen, um diese intensive und mysteriöse Spannung beizubehalten“, so Mason.

    „Als ich ´Silent Hill 2´ spielte, musste ich weinen. Es ist viel mehr als ein Videospiel, nämlich ein wunderschönes Kunstwerk, das ewig existieren wird. Um etwas gänzlich Neues zu entwerfen, mussten wir das Spiel allerdings auseinander nehmen“, so Drehbuchautor Roger Avary. Gans und Avary verbrachten viele Stunden damit, das Spiel bis ins kleinste Detail zu studieren. Nicht nur die wichtigen Storyelemente spielten dabei eine Rolle, auch die Kameraführung wurde genauestens analysiert. „Eines war uns von Anfang an klar. Wir wollten unbedingt die einzigartige Stimmung des Spiels beibehalten. Wenn diese verloren geht, ist alles verloren“, so Avary weiter.

    Doch was genau ist diese spezielle Stimmung in SILENT HILL? „Darüber haben Christophe und ich oft gestritten, da wir verschiedene Ansichten vertreten. Ich glaube an Vergebung, Christophe allerdings an gerechtfertige Rache und ich denke, Christophe hat hierbei gewonnen. Er versteht SILENT HILL mindestens genau so gut wie der Erfinder des Spiels, wenn nicht sogar besser. Dadurch dass er auf drei verschiedene Arten an das Spiel herangegangen ist, erst als Spieler, dann als Autor und nun als Regisseur, konnte er alle für den Film notwendigen Elemente und Metaphern herausfinden. Allerdings beruht der Film nicht nur auf seinem Ansatz, auch meine Interpretation und die vieler anderer flossen in das Projekt mit ein. Man hätte viele verschiedene Regisseure ihre eigene Interpretation von SILENT HILL drehen lassen können, aber nur Christophe kann den Stoff so treffend vermitteln. Er kennt sich mit sämtlichen Medienformen, sei es Mangas, Romane, Filme, Fernsehsendungen, Videospiele oder Musik, bestens aus. Deshalb war er als Regisseur auch die perfekte Wahl. Er lebt und atmet das Material förmlich“, so Avary. Laut Avary hat SILENT HILL einen ganz speziellen, undefinierbaren Charakter: „Ist es ein Beziehungsdrama? Ist es Science Fiction? Ist es spannungsgeladener Horror? Ist es eine Endzeitsaga? Was Christophe da geschaffen hat, ist eine absolute Neuheit auf der Leinwand. SILENT HILL kann nicht in irgendeine Genre-Schublade gesteckt werden, der Film hat seine eigene Kategorie geschaffen.“


    Quelle: treknews.de

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