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  • Terminator Salvation - Terminator die Erlösung

    Filmkritik zum Sommerblockbuster
    Die Welt steht am Abgrund. Armeen von kybernetischen Organismen – die Terminatoren – streifen im Jahr 2018 durch die postapokalyptische Landschaft, löschen unbarmherzig die menschlichen Überlebenden nach dem „Tag der Abrechnung“ aus oder nehmen sie gefangen. John Connor führt den Widerstand der Menschen gegen die künstliche Intelligenz des Netzwerks Skynet und die Terminatoren an...
    TERMINATOR SALVATION
    Regie
    McG
    Autoren
    John D. Brancato (written by) &
    Michael Ferris (written by)
    Darsteller
    Christian Bale ... John Connor
    Sam Worthington ... Marcus Wright
    Moon Bloodgood ... Blair Williams
    Helena Bonham Carter ... Dr. Serena Kogan
    Anton Yelchin ... Kyle Reese
    Jadagrace ... Star (as Jadagrace Berry)
    Bryce Dallas Howard ... Kate Connor
    Common ... Barnes
    Jane Alexander ... Virginia
    Michael Ironside ... General Ashdown
    Ivan G'Vera ... General Losenko
    Chris Browning ... Morrison
    Dorian Nkono ... David
    Beth Bailey ... Lisa
    Victor J. Ho ... Mark
    Trailer / Videos

    Terminator 4 Trailer 2 - Deutsch
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    Terminator 4 Trailer 2
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    Terminator 4 TV Spot mit Arni

    Szenenbilder
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    Die Welt steht am Abgrund. Armeen von kybernetischen Organismen – die Terminatoren – streifen im Jahr 2018 durch die postapokalyptische Landschaft, löschen unbarmherzig die menschlichen Überlebenden nach dem „Tag der Abrechnung“ aus oder nehmen sie gefangen. John Connor (CHRISTIAN BALE) führt den Widerstand der Menschen gegen die künstliche Intelligenz des Netzwerks Skynet und die Terminatoren an.

    Aber dann geschieht etwas, das Connor nicht vorhersehen konnte – selbst wenn er seit Kindesbeinen an auf diesen schicksalhaften Kampf vorbereitet wurde: die Ankunft des geheimnisvollen Marcus Wright (SAM WORTHINGTON). Das Einzige, an das dieser sich erinnern kann, ist, dass er zum Tode verurteilt wurde – danach fehlt Marcus jegliche Erinnerung, bis er in dieser fremden, lebensfeindlichen Welt aufwachte. Ist Marcus aus der Zukunft gesandt worden, um den Widerstand zu infiltrieren? Oder ist er aus der Vergangenheit gerettet worden? Connor muss sich entscheiden, ob er dem geheimnisvollen Fremden vertrauen kann.

    In der Zwischenzeit entwickelt Skynet neue Strategien und bereitet den finalen Vernichtungsschlag vor. Zusammen mit Marcus muss sich John Connor im direkten Kampf gegen Skynet stellen – und dabei decken sie jenes schreckliche Geheimnis auf, das hinter dem möglichen Ende der gesamten Menschheit steht…

    Filmkritik von Daniel Räbiger

    "Komm mit mir wenn du leben willst" - diesen Satz dürfte ja wohl fast jeder kennen der sich auch nur im entferntesten mit dem Terminator Franchise auseinandergesetzt hat. Terminator Salvation (Terminator - die Erlösung) macht da keine Ausnahme und zelebriert in seinen 115 Minuten Laufzeit einiges an alten Sprüchen. Doch neben dem offensichtlichen - wie schneidet der Film in Sachen Unterhaltung ab? Chefredakteur Daniel Räbiger hat sich den Streifen von McG angesehen.

    Als bekennender Fan der Terminator-Filme (Teil zwei geht immer. Und ich meine IMMER!) waren meine Erwartungen an Terminator Salvation durchaus hoch. Haben Teil eins und zwei schließlich ein ganzes Genre definiert und den modernen Actionfilm geschaffen. Auf der einen Seite mit der Terminator-Typischen harten, direkten und vor allem echten Action, auf der anderen Seite mit bahnbrechenden Special-Effects. Erst an dritter Stelle möchte ich hier die Story anführen. Während manch anderer Rezensent den ersten beiden Filmen die Faust von Arnold mit der von Goethe verglich war für mich die Handlung lediglich nettes Beiwerk.

    So war dies auch in Teil drei und ist es ebenfalls in Terminator Salvation. Die Zukunft ist grau, kaputt und die Maschinen sind Böse. Mehr ist da nicht. Mehr braucht es aber eigentlich auch nicht.

    In Sachen Special Effects machte McG hier alles richtig: Neben George Lucas' Industrial Light & Magic holte er sich gleich sieben weitere Special Effects Firmen mit an Bord um eine überzeugende und echte Vision der Zukunft zu schaffen. Dies gelingt auch über große Teile des Film, lediglich manchmal wirkt einiges in dem doch schon 2018 spielenden Action-Thriller unpassend.

    Auf der anderen Seite ist der Special Effects Supervisor Charles Gibson gleichzeitig auch der Second Unit Director und somit für die meisten Action-Aufnahmen zuständig. Und - Gott sei Dank muss man sagen - setzte auch er nicht zu stark auf Computergenerierte Effekte. Unvergessen bleibt z.B. die Szene aus Terminator 3 in welcher Arnold, hängend an einem schweren Kran, durch einen Häuserzug geschleudert wird. So eine Szene ist nur deshalb cool gewesen weil sie mit einem echten Haus gedreht wurde. Dies hat man sich auch bei Salvation zu Herzen genommen und zündet zahlreiche echte Explosionen. Besonders spektakulär ist sicherlich der Napalm-Angriff und die Sprengung eines Tanklasters samt Tankstelle.

    Schauspielerisch zeigt Christian Bale als John Connor solides. Für mich ist Bale jedoch durch seine Zahlreichen Rollen im Kino mittlerweile sehr verbraucht. Und mehr als Durchschnittskost kann er auf Basis des Drehbuchs ohnehin nicht liefern. Hier hätte ich mir einen neuen, unverbrauchten Schauspieler mit deutlich mehr natürlichem Charisma gewünscht. Wie zum Beispiel Anton Yelchin der in Terminator Salvation als Kyle Reese brilliert. Ganz im Kontrast zu seiner eher kindlichen Rolle in Star Trek 11 zeigt Yelchin hier dass er viel mehr kann als nur einen überzogenen russischen Akzent sprechen. An dieser Stelle vergeudet der Film allerdings viel Potential da er sich ständig auf John Connor - wohl auf Christian Bales Wunsch hin- konzentriert. In der neuen Zukunft ist Kyle Reese zusammen mit einem jungen Mädchen einer der letzten Menschen in einem zerstörten Los Angeles. Er scheint alles verloren zu haben. Darum hätte man durchaus noch einen Story-Arc spinnen können der dem Film sicher gut getan hätte.

    Was mich zu Sam Worthington alias Marcus Wright bringt. Wright ist eine Maschine. Ein Terminator. Jedoch mit einem menschlichen Herz - sowohl im technischen als auch gefühlten Sinne. Er sucht aus ungeklärten Gründen John Connor. Als dieser Ihn findet wird er gebrandmarkt - als Maschine. Große Überraschung. Es gibt aber jemanden der an Marcus glaubt und ihm zur Flucht verhilft. So weit so vorhersehbar. Das Hauptproblem daran ist jedoch, dass Terminator Salvation damit der Figur des Terminators allen Schrecken nimmt. Im Film gibt es ausschließlich große Kampfmaschinen wie den neuen, monströsen T-600, den Vorgänger des Terminator 1 T-800. Diese Roboter sind wirklich nur Roboter ohne lebendes Gewebe. Und sie stehen überall rum und werden platt gemacht. In Kombination mit dem ohnehin bereits guten Terminator Marcus Wright bleibt dem Film damit kein mysteriöses, beängstigendes Element mehr. Kein Arnold in Terminator 3 der jederzeit die Seiten wechseln kann, keine unbekannte Gefahr mehr wie in Terminator 2 mit dem formwandelnden T-1000. Nur plumpe Maschinen. Zack Peng. Explosion. HA!

    Während Terminator Salvation ein durchaus sehenswertes Actionspektakel ist fehlt ihm somit eins der wichtigsten Elemente die ein Film braucht: die Spannung.

    Einzig in den letzten Minuten wird es nochmals brenzlig als das erste Modell des T-800 sozusagen fertig ist. Und der sieht aus wie Arni damals 1984. Das ist geil. Da dachte ich mir 'jetzt gehts loohoos, Spätzle mit Sooooß'. Das Publikum applaudierte im Saal. Arnis computergenerierte Rückkehr sieht großartig aus. Seinen Kopf hat man auf den trainierten Körper des Österreichers Roland Kickinger montiert. So schnell er gekommen war ist es leider auch schon wieder vorbei und der Film endet Hollywoodtypisch mit einer Art Happy End. Warum nicht den Mut haben und ein offenes, tragisches Ende wie in Terminator 3? Warum baut man einen ganzen Film eine Figur mit Zukunft auf nur um Sie am Ende zu Opfern?

    „durchaus sehenswertes Actionspektakel"

    Daniel Räbiger

    Chefredakteur
    Terminator Salvation ist ein Film mit verschenktem Potential.

    Terminator Salvation ist ein netter Actionfilm dem an vielen Stellen die Spannung fehlt.

    Terminator Salvation ist nicht die erhoffte, würdige Fortsetzung aber dennoch mit Einschränkungen sehenswert.

    Allein schon wegen Arnold!
    SpannungActionHumorErotikCharaktereKontiunitätAnspruch

    Produktionsnotizen

    „Das Schicksal liegt allein in unserer Hand“: Das Ende beginnt

    Premierenbilder

    Das menschliche Drama von TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG entfaltet sich in einem ausgebombten, postapokalyptischen Amerika, das an den Folgen des „Tags der Abrechnung“ leidet.

    „Wir erzählen die Geschichte der Welt nach dem Tag der Abrechnung“, sagt McG. „Es ist die Geschichte von John Connor, Kyle Reese, der Stärkung von Skynet und der Frage, wo die Menschheit letztendlich steht. Es ist der Moment, an dem die Menschheit sich gegen die Maschinen erhebt.“

    Bei der Umsetzung der lange versprochenen Zukunft des Terminator wollte McG eine Vision erschaffen, die nichts weniger als real ist. „Ich wollte nicht einfach Schauspieler vor einer Green Screen filmen, ich wollte, dass sie auf wahrhaftige Terminatoren reagieren“, sagt der Regisseur. „Ich wollte den verwüsteten amerikanischen Westen – eine weite Fläche, die ein Leben voller Härte suggeriert, das man fühlen und schmecken kann. Weil die Bomben explodiert sind und die Ozonschicht geschädigt haben, hat der Himmel eine andere Farbe bekommen. Die Erde hat sich verändert und man bemerkt sofort, dass etwas nicht stimmt.“

    Der Produzent Derek Anderson, der zusammen mit seinem Partner Victor Kubicek und der gemeinsamen Firma Halcyon Company die Terminator-Rechte besitzt, erinnert sich: „Als wir uns mit McG trafen, war seine Vision so klar, dass wir sie vor unserem inneren Auge erkennen konnten.“

    „Er hat das Talent, den Enthusiasmus und die Leidenschaft der Geschichte – es war klar, dass er der richtige Regisseur für diesen Film ist“, pflichtet ihm Kubicek bei. „Wir wussten von Anfang an, dass er es schaffen würde.“

    McG führte bei TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG die Regie, nachdem er sein halbes Leben lang ein Fan der Kinoserie war. The Terminator (Terminator, 1984), geschrieben und inszeniert von James Cameron, kam 1984 in die Kinos und machte die Welt mit dem Cyberdyne-Systems- Modell 101 T-800 bekannt – das von Arnold Schwarzenegger verkörpert wurde. Der T-800 wird von seinem Schöpfer, dem künstlich intelligenten Netzwerk Skynet, in der Zeit zurückgesandt, um zu verhindern, dass der zukünftige Anführer des Widerstands überhaupt zur Welt kommt. Aber genau dieser Anführer sendet einen menschlichen Soldaten zurück in der Zeit: Kyle Reese (Michael Biehn). Er soll Sarah Connor (Linda Hamilton) schützen und wird schließlich der Vater ihres Kindes – ein Kind, das zum größten Feind von Skynet heranwachsen wird.

    „Das, was man in dem ersten Film über den Terminator erfährt, ist, dass er ein unaufhaltsames Biest ist – er steht immer wieder auf“, erklärt McG. „Er ist eine Maschine, die ihr Opfer bis zum Ende jagt. Und selbst, wenn er schon in Stücke geschossen ist: Er wird nicht aufhören, bis sein Opfer tot ist.“

    James Camerons Fortsetzung Terminator 2: Judgment Day (Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991) avancierte weltweit zu einem Box-Office-Phänomen. Die Geschichte setzt ein, nachdem Sarah Connor in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde und ihr halbwüchsiger Sohn John (Edward Furlong) sich gegen einen hochentwickelten T-1000- Terminator (Robert Patrick) verteidigen muss, den Skynet aus der Zukunft geschickt hat, um John zu töten. Aber der zukünftige Connor schickt ein reprogrammiertes Modell des T-800 (Schwarzenegger) zurück, um sein jüngeres Selbst zu schützen. Zusammen versuchen Sarah, John und ihr neuer Verbündeter, dem T-1000 zu entkommen und den Tag der Abrechnung zu verhindern.

    „Ich war 17 Jahre alt und gerade in den USA angekommen, als T2 in die Kinos kam“, erinnert sich Christian Bale, der nun in TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG die Rolle des John Connor übernimmt. „Diese Begeisterung im Kino - so etwas hatte ich noch nie vorher erlebt. Man konnte den ganzen Film über nichts verstehen, weil die Zuschauer alle so laut schrieen.“

    Der Regisseur Jonathan Mostow schloss mit Terminator 3: Rise of the Machines (Terminator 3 – Rebellion der Maschinen, 2003) die erste Trilogie: Am Ende geschieht das Schreckliche – der Tag der Abrechnung, den John Connor (Nick Stahl) und seine Mutter ein Leben lang verhindern wollten, bringt auf das Kommando von Skynet den nuklearen Krieg über die Welt.

    Terminator 3 wurde von John Brancato und Michael Ferris geschrieben, die mit ihrem Drehbuch für TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG nun zu der Serie zurückkehren. „Seitdem wir die erste Terminator-Trilogie beendet und die Erde verwüstet hatten, wussten wir, dass die zeitreisenden Terminatoren ausgedient hatten“, bemerkt Brancato. „Der neue Film musste von den Ereignissen nach dem Fall der Bomben handeln.“

    „Wir wollten über den lange vorhergesagten Kampf zwischen Mensch und Maschine schreiben“, ergänzt Ferris. „Das gab uns die Möglichkeit, den gesamten Ansatz der Serie zu verändern. Die ersten drei Filme spielen in einer bekannten, zeitgenössischen Welt. Dieser Film ist ein Kriegsfilm – er spielt in einer düsteren, postapokalyptischen Zukunft.“

    TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG findet im Jahr 2018 statt, vierzehn Jahre nach der nuklearen Attacke am Ende der ersten Terminator-Trilogie. Produzent Moritz Borman, der schon als Ausführender Produzent an Terminator 3 beteiligt war, erläutert: „Am Anfang haben wir die bewusste Entscheidung getroffen, dass – so, wie die ersten drei Filme in einem uns bekannten Zeitfenster spielen – TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG eine Zukunft enthüllen sollte, von der wir in den ersten Filmen immer nur eine kleine Ahnung bekommen haben. Also springen wir in die Zeit, in der Kyle Reese noch ein Teenager war und die Menschen noch nicht herausgefunden haben, was geschehen wird – vor allem die Zeitreisen, die die Geschichte in Bewegung gebracht haben. Mit diesem Film befinden wir uns mitten in jenem Krieg, vor dem so lange gewarnt wurde und wir werden Zeugen von John Connors Aufstieg zum Anführer des Widerstands.“

    „In TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG ist Skynet bereits dominant, aber noch in einem Zustand der Evolution“, fährt Christian Bale fort. „Die Menschen sind definitiv in der Falle. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und ihre Lage ist verzweifelt. Dies ist der letzte, ultimative Kampf um das Überleben der Menschheit.“

    „Alles ist schwierig geworden für die Menschen“, stellt auch McG fest. „Es ist schwierig, an Lebensmittel zu gelangen, es ist schwierig, Energie zu bekommen. Alles ist aufgebraucht. Und die Menschen werden ständig gejagt.“
    „Aber dennoch besteht Hoffnung für die Menschheit“, bemerkt Borman. „Es gibt etwas in ihrer neuen Lebensweise, das ihren Glauben an die Zukunft nach den Maschinen zeigt – dass sich die Welt wieder aus der Asche erhebt. Und diese Hoffnung wird – natürlich – verkörpert von John Connor.“

    „Wenn Sie das hören, gehören Sie zum Widerstand“:
    Ein alter Feind in einer neuen Zukunft

    Als Darsteller der Figur, die Dreh- und Angelpunkt der gewaltigen Terminator-Saga ist, besetzte McG Christian Bale, der darüber hinaus zu einer sehr kritischen Komponente für McGs Vision des Films wurde. „Christian ist ein unfassbar talentierter Schauspieler und ein echter Mitarbeiter“, sagt der Regisseur. „Nur wenige Schauspieler bringen so viel Tiefe und Gewicht auf die Leinwand wie Christian.“

    Die Filmemacher suchten Bale auf, als er in London gerade The Dark Knight (The Dark Knight, 2008) drehte. „Wir haben ein Treffen zwischen McG und Christian arrangiert“, erinnert sich die Ausführende Produzentin Jeanne Allgood. „Christian war am Anfang zurückhaltend, denn er wollte sichergehen, dass es sich hier um mehr als nur einen Actionfilm handelte.“

    Schon früh im Entwicklungsprozess schärfte sich eine neue Vision für die Figur des John Connor. „Er ist älter geworden und hat den Tag der Abrechnung erlebt“, sagt Bale. „Ein Ereignis wie dieses zu überleben, verändert jeden auf jede mögliche Weise. Er ist ein völlig anderer Mensch geworden“.

    Connor kämpft an vorderster Front des Widerstands, aber er ist noch nicht ihr Anführer. Die neuen Entwicklungen von Skynet haben seine Vision von der Zukunft erschüttert, von der ihm seine Mutter sein Leben lang erzählt hat. Sie hat immer daran geglaubt, dass die Zukunft noch nicht fest steht, aber seine Zweifel wachsen und er glaubt, dass er nicht so lange überleben wird, um die Ereignisse in Gang zu setzen, die zu seiner eigenen Zeugung führen werden – nämlich Kyle Reese in der Zeit zurückzuschicken, um seine Mutter zu schützen.

    „John Connor hat keine Ahnung, wie er zu dem werden soll, von dem ihm seine Mutter erzählt hat“, sagt der Produzent Jeffrey Silver, „denn er weiß, dass es verschiedene Möglichkeiten einer Zukunft gibt. Er ist eine sehr komplexe, unglaublich couragierte Figur und nur Christian war in der Lage, ein so vielschichtiges Porträt abzuliefern, nach dem diese Rolle verlangt.“

    Der Mann, zu dem Connor sich entwickelt, ist einerseits eine Weiterentwicklung seines jüngeren Selbst und gleichzeitig jemand völlig anderer. „Er ist definitiv jemand, der viel mit sich herumschleppt“, bringt es Christian Bale auf den Punkt. „Er ist jemand, dem sein ganzes Leben lang von der Zukunft erzählt wurde und der die Bürde dieses Wissens nun auf seinen Schultern trägt. Aber seine Mutter hat ihm auch beigebracht, dass das Schicksal allein in unseren Händen liegt, also weiß er, dass er sich nicht einfach verstecken und darauf hoffen kann, dass alles gut wird. Er muss rausgehen und kämpfen. Und er ist ein Kämpfer! Ich sehe ihn als einen Charakter wie Achilles. Er ist jemand, der die Auseinandersetzung liebt. Aber er kämpft auch mit dem, mit dem alle Soldaten tagtäglich umgehen müssen: dem Verlust guter Freunde. Und er hat Angst, dass er nicht der Führer ist, den die Menschen zu diesem Zeitpunkt erwarten.“

    Neben seinen Zusammenstößen mit den Anführern des Widerstands und seinen Ängsten vor der Stärke und der Evolution von Skynet erschüttert ein weiteres Ereignis die Vision der Zukunft, an die Connor von Kindheit an geglaubt hat: das Erscheinen eines Mannes, dessen Existenz niemals erwähnt wurde – ein Mensch-Maschinen-Hybrid namens Marcus Wright. John Brancato erläutert: „Der Schlüssel zu der Geschichte war die Figur von Marcus, dessen innere Kämpfe einen größeren Konflikt reflektieren.“

    Für die Besetzung dieses starken Anti-Helden an der Seite von John Connor wandten sich die Filmemacher an Sam Worthington, der gerade frisch von der Arbeit mit dem Terminator-Schöpfer James Cameron an dessen Science-Fiction-Film Avatar (Avatar, 2009) kam. „Sam ist ein echt harter Typ, aber gleichzeitig zeigt er eine sehr große angeborene menschliche Sensibilität“, sagt McG. „Er kann mit Christian mithalten und das ist eine gewaltige Leistung, wenn man bedenkt, was für ein grandioser Schauspieler Christian ist. Es war von Anfang an klar, dass Sam unser Mann ist.“

    Die letzte Erinnerung von Marcus Wright ist die an sein Todesurteil, nachdem er ein Verbrechen begangen hatte. Er hat ansonsten keine Erinnerung daran, wie er in diese Welt kam und worin seine Aufgabe besteht. „Marcus saß in der Todeszelle“, sagt Sam Worthington. „Er war zum Tode verurteilt. Aber dann wacht er in dieser postapokalyptischen Welt auf und geht auf eine surreale Reise, in deren Verlauf er herausfinden will, warum er nicht tot ist.“

    „Niemand weiß, wer Marcus wirklich ist“, fährt Bale fort. „Er hat eine Vergangenheit und er bedauert eine ganze Menge. Das passt zum Thema des Films, denn es geht um die Sehnsucht nach einer zweiten Chance.“

    Die Vorstellung einer zweiten Chance ist es auch, die Dr. Serena Kogen antreibt, Marcus im Todestrakt aufzuspüren. Die Wissenschaftlerin aus der Abteilung für Genetik bei Cyberdyne Systems wird von Helena Bonham Carter gespielt. „Helena verkörpert eine sehr kompetente Wissenschaftlerin, die an den modernsten Entwicklungen der Technologie arbeitet“, sagt McG. „Die Tatsache, dass sie an einer tödlichen Krebserkrankung leidet, motiviert sie nur noch mehr. Sie glaubt fest daran, dass ihre Forschung Menschen wie ihr eine zweite Chance gibt. Aber ihre Ergebnisse fallen Skynet in die Hände und die Konsequenzen sind für die Maschinen geradezu revolutionär. Sie ist allerdings diejenige, die Marcus dazu bringt, seinen Körper ihrer ,Forschung‘ zur Verfügung zu stellen… und ihr Gesicht ist das letzte menschliche Antlitz, das Marcus sieht, bevor er stirbt.“

    Dahintreibend durch diese feindliche neue Welt, gestohlene Kleidung tragend und einen heftigen inneren Kampf ausfechtend mit der Frage, was nach seinem „Tod“ geschehen ist, wird Marcus von einem jungen Mann vor einem Terminator gerettet. Dieser – von Anton Yelchin gespielte – junge Mann stellt sich als Kyle Reese heraus. „Marcus verschanzt sich in einem verlassenen Gebäude, wo er von einem T-600 beschossen wird“, beschreibt Yelchin. „Und aus heiterem Himmel stürmt dieser Junge herein, schnappt ihn und rettet ihn. Dieser Junge ist Kyle Reese. Wir hören ihn sagen: ,Komm mit, wenn du am Leben bleiben willst!‘ – wie im ersten Film.“

    Kyle, der später in der Zeit zurückreisen und Sarah Connor retten wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch ein Teenager, der um sein eigenes Überleben kämpft. „Er ist rauflustig, ein grimmiger Überlebender“, beschreibt ihn McG. „Ich brauchte jemanden, der diese Qualitäten verkörpert und sozusagen eine jüngere Version von Michael Biehn ist, der den älteren Kyle Reese in The Terminator spielte. Denn unsere Geschichte findet über zehn Jahre vor seiner Mission in der Vergangenheit statt.“
    Yelchin ist Terminator-Fan, solange er denken kann – und er war begeistert von der Aussicht, Kyle Reese in dessen Jahren als Teenager spielen zu können. „McG und ich sprachen darüber, was er als Kind wohl durchmachen musste, damit er zu dem knallharten Typen aus dem ersten Film heranwächst“, sagt er. „Warum ist er als Mann so hart und stark? Man erkennt diese Elemente bereits in dem Jungen. Kyle überlebt von einem Tag zum nächsten, er isst das, was er finden kann. Er ist da draußen, umgeben von T-600s und vielen menschlichen Gaunern, die längst nicht alle freundlich gesinnt sind.“

    Immer wenn Kyle die Kurzwellen-Radiobotschaften von John Connor hört, träumt er davon, sich dessen Widerstand anzuschließen. Und Connor seinerseits ist auf der Suche nach Kyle. „Connor fahndet nach Kyle Reese, der sein Vater ist und andererseits zu diesem Zeitpunkt noch ein junger Bursche“, erläutert Bale. „Kyle hat noch keine Ahnung davon, welche zentrale Rolle er in der Zukunft spielen wird, und Connor kann es ihm nicht sagen. Zeitreisen können einen ganz schön verwirren“, grinst er.

    Aber Kyle ist nicht allein auf seiner Reise. Er ist in Gesellschaft von Star, einem neunjährigen Mädchen, das durch das Trauma des Kriegs und der Vertreibung von zu Hause stumm geworden ist. Die von Jadagrace Berry gespielte Star hat außerdem die Gabe, die Anwesenheit von Terminatoren zu spüren, bevor sie zu sehen sind. Wichtiger als das ist jedoch, dass sie Kyle eine Aufgabe gibt: „Sie macht Kyle sehr verwundbar, denn er fühlt sich für sie verantwortlich“, sagt Yelchin. „Ich glaube, wenn er sich nicht um sie kümmern würde, würde er sich nicht so viel Mühe geben – Widerstand hin oder her.“

    „Star verkörpert die Unschuld in diesem Film“, stellt McG fest. „Sie verkörpert Hoffnung. Man schaut sie an und sagt: ,Das ist es, wofür wir kämpfen. Wir wollen, dass Menschen wie sie überleben. Sie ist die Zukunft.‘ Anders als die Menschen, die sich an die Welt vor dem Tag der Abrechnung erinnern, ist sie in dieser Welt aufgewachsen, die von der Brutalität der Maschinen beherrscht wird. Das hat ihr die Fähigkeit gegeben, ihr Auftreten zu spüren und so kann sie den Helden ab und zu eine große Hilfe sein.“

    Von Tag zu Tag ums Überleben kämpfend, werden Kyle, Star und auch Marcus von anderen menschlichen Flüchtlingen, die sie auf ihrer Odyssee treffen, bedroht oder unterstützt– unter anderem von Virginia, die von Jane Alexander gespielt wird. Während die anderen aus ihrer Gruppe das Trio ignorieren wollen, besteht Virginia darauf, die wenigen Vorräte mit ihnen zu teilen. „Die Ironie dieser Szene besteht darin, dass nur hier, wo das Leben selbst eine Herausforderung ist, Marcus wahre Menschlichkeit, Freundlichkeit und Mitgefühl erfährt“, bemerkt Worthington.

    Marcus, Kyle und Star werden plötzlich getrennt, als sie von einem Harvester attackiert werden – einer riesigen insektenartigen Maschine mit vielen Armen und Beinen, mit denen sie nach ihren Opfern greift, sie in einen Transporter lädt und sie zu Skynet schafft. Kyle und Star werden von einer Armee von Terminatoren kilometerweit über Straßen, Brücken und Flüsse hinweg verfolgt – von den massiven Hunter-Killers bis hin zu den geschmeidigen, zweirädrigen Moto-Terminatoren – und am Ende doch von dem Harvester gefangengenommen und in dem Transporter einem ungewissen Schicksal entgegengeführt.

    „Das ist ein Teil des großen Leids in dieser Maschinenwelt“, kommentiert McG. „Du tust alles, zu dem du als Mensch imstande bist, aber es reicht einfach nicht. Du kannst diese Maschinen nicht besiegen. Alles, was ihnen Kyle und Marcus entgegen schleudern, ist nutzlos. Sie sind unaufhaltsam.“

    Marcus dagegen kann der Gefangenschaft entkommen und rettet das Leben eines abgestürzten A-10-Piloten, der bei dem Versuch, die Menschen vor dem Harvester zu beschützen, seinen Schleudersitz betätigen musste. Der Pilot stellt sich als die atemberaubende Blair Williams heraus, die Marcus mit in das Hauptquartier des Widerstands nimmt. „Blair ist eine großartige Kampfpilotin und eine echte Überlebenskünstlerin“, erläutert McG. „Sie weiß, wie sie manövrieren muss, wie sie Maschinen zerstören kann und vor allem, wie sie überleben kann. Marcus rettet ihr das Leben, also fühlt sie sich in seiner Schuld.“

    Moon Bloodgood verkörpert Blair Williams und personifiziert die Qualitäten, die die Filmemacher in dieser selbstbewussten Widerstandskämpferin sahen. Gleichzeitig bringt sie auch jene Art weiblicher Stärke mit, die auch schon die vorigen Terminator-Filme ausgezeichnet hat. „Wenn eine Atombombe in Los Angeles explodiert, wäre Moon bestimmt die letzte Frau, die noch am Leben wäre“, scherzt McG. „Also gab ich ihr den Job.“

    Auf ihrem Weg zur Basis des Widerstands wird Marcus durch eine Landmine verletzt. Bei der Ankunft im Außenposten der Rebellen wird er sofort von Johns Frau Kate Connor versorgt, die von Bryce Dallas Howard gespielt wird. „In den Jahren seit dem Tag der Abrechnung ist Kate Ärztin geworden und hat, so gut sie unter diesen Umständen konnte, ihre Fähigkeiten trainiert“, erläutert Howard. „Sie hat Bücher gefunden und mit so vielen Überlebenden wie möglich gesprochen, um sich so verschiedene Techniken anzueignen, mit denen sie Leben retten kann.“

    KKate ist außerdem die Partnerin von John in dem tobenden Kampf. „John ist ein Soldat, Kate ist eine Ärztin – die beiden verbindet ein starkes Band und sie sind ein großartiges Team“, fährt McG fort. „Sie verfügen beide über eine ausgeprägte Intelligenz und einen starken Führungswillen. Es war unerlässlich, dass wir eine Kate Connor finden mussten, die es Wert ist, den Widerstand anzuführen – und ich wusste, dass Bryce über die Eleganz und die Intelligenz verfügt, das Kommando zu übernehmen, wenn John irgendetwas zustoßen sollte. Kate und Blair führen die Tradition der starken Frauenfiguren in den Terminator-Filmen fort.“

    Kate ist darüber hinaus die Erste, die bemerkt, dass der Körper von Marcus in ein neues, bisher unbekanntes Terminator-Modell modifiziert wurde – einen Hybrid mit menschlichem Herz, Hirn und Äußeren, aber mit dem sonstigen Innenleben eines Roboters. br>
    MMarcus, bislang komplett ahnungslos von dieser Verwandlung, wird von der Tatsache überwältigt, dass seine Exekution nur das Vorspiel für seinen derzeitigen Zustand war. „Marcus hat Arme und Beine aus Metall, aber immer noch das Herz und das Gehirn eines Menschen“, erklärt Worthington, „und darin liegt der Haken. Ist das genug, um seine Menschlichkeit zu wahren? Er glaubt, dass er ein Mensch ist, aber alle um ihn herum außer Blair sehen ihn als Feind an – darunter auch Skynet. Aber ich glaube, der Film erforscht anhand dieser Figur die Macht der menschlichen Entscheidungsgewalt und des freien Willens. Obwohl er mit Maschinenteilen verbessert wurde, ist sein menschliches Herz noch real.“

    „Sobald feststeht, dass Marcus ein Hybrid ist, gibt es kein Vertrauen mehr“, sagt Moon Bloodgood. „Aber Blair bemerkt seine Courage und seinen inneren Kampf. Sie kennt einen Teil von ihm, der den anderen verborgen geblieben ist. Er hat ihr Leben gerettet und sich ihr geöffnet. Und Blair fürchtet sich nicht, sich gegen John Connor zu erheben, weil ihr ihre Werte wichtiger sind als er – und sogar wichtiger als der Kampf gegen Skynet.“
    Barnes ist der Stellvertreter von John Connor – er ist Auge und Ohr seines Anführers und wacht über Marcus, bis die Menschen ihn studieren können. Barnes wird von dem Schauspieler und Musiker Common gespielt, den Bale als „fantastisch“ bezeichnet: „Er ist einer der coolsten Typen, die ich kenne. Er ist locker und entspannt und ein exzellenter Schauspieler. Sein Part ist der Lieutenant von Connor und er macht diesen Job großartig.“

    „Barnes ist auf vielerlei Art ein spiritueller Krieger, der an der Seite von Connor um die Zukunft der Menschheit kämpft. Und er sieht Marcus als Bedrohung an“, sagt Common. „Aber gleichzeitig hat er eine Menge durchgemacht, das ihn zu einem spirituellen Verständnis gezwungen hat - über seinen Kampf und das Schicksal von John Connor. Und viel davon hat mit Marcus zu tun.“ br>
    AAls sich die Lage drastisch verändert, glaubt Connor, dass auch er seine Strategie radikal ändern muss – was ihn in einen Konflikt mit General Ashdown, dem angesehenen Anführer des Widerstands stürzt. Ashdown wird von dem Science-Fiction-Veteranen Michael Ironside gespielt. „Michael Ironside, mit dem ich schon bei The Machinist (Der Maschinist, 2003) zusammengearbeitet habe, spielt den Anführer des Widerstands und wir stehen im Laufe des Films miteinander auf Kriegsfuß. Aber er ist definitiv jemand, dem man abnimmt, dass er der Anführer einer neuen Untergrund-Miliz ist“, erläutert Bale.

    John Connor realisiert, dass es nur einen Weg gibt, wie er die sich immer mehr entfaltenden Schlachtstrategien von Skynet wirksam bekämpfen kann: im Inneren von Skynet selbst. Und Marcus könnte der Schlüssel sein, durch den er das Netzwerk infiltrieren kann. „Connor steht vor einer schier hoffnungslosen Aufgabe“, sagt Bale. „Natürlich hat er – abgesehen von Marcus – Waffen, aber es ist so, als würde man eine Festung mit ein paar Steinen und Stöcken bewerfen. Also muss Connor einen gewaltigen Vertrauensvorschuss leisten und alle Regeln brechen, die er sich selbst aufgestellt hat. Er weiß, dass die Maschinen die besten Teile der Menschlichkeit gegen uns verwenden. Wie soll er also Vertrauen in jemanden fassen, von dem er weiß, dass er eine Maschine ist?“

    Die einzige Hoffnung für die beiden ist, einander zu vertrauen – allein dieses Vertrauen kann schon ausreichen. „Wo steht die Menschheit wirklich?“, fragt McG. „In der Stärke des menschlichen Herzens? Was bringt uns dazu, unser Leben für jemand anderen zu opfern? Das ist es, was Maschinen niemals erfassen können.“

    „Die Hände des Teufels waren sehr feißig“:
    Eine Armee von Terminatoren wird gebaut

    „Das Tolle an diesem Film ist, dass man sämtliche Maschinen von Skynet zu sehen bekommt“, sagt McG. „Das ist wie beim aktuellen Militär: Man hat Kampffahrzeuge im Wasser, auf dem Land, in der Luft… Es war schon ein gewaltiges Abenteuer, allein die verschiedenen Terminatoren dieser Welt zu beobachten, weil man wissen will, wobei Skynet Erfolge und Fehlschläge zu verbuchen hatte, als es auf dem Weg zum T-800 – dieser wahnsinnig effizienten Tötungsmaschine – experimentierte.“

    Die Armee der Maschinen, die ihren Vernichtungszug durch TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG antreten, wurde aufgrund der Zeichnungen von Produktionsdesigner Martin Laing und seinem Team von Art Directors unter der Regie von Stan Winston angefertigt, dem legendären „creature creator“, der schon den Original-T-800 designt hatte. Leider verstarb Winston während der Arbeit an dem Film. „Stan erzählte mir, dass er schon als Kind Monster erfunden hatte, die ihm Gesellschaft leisten konnten“, erinnert sich McG. „Er dachte, er sei das einzige Kind auf der Welt, das dies tat. Er konnte nicht ahnen, dass die Freunde aus seiner Kindheit später die Helden von Millionen werden würden. Aber vor allem war Stan ein prima Kerl, der das geliebt hat, was er tat. Es war für mich eine große Ehre, mit Stan Winston arbeiten zu können. Ich werde diesen Film seinem Andenken widmen.“

    John Rosengrant, ein Effects Supervisor des Stan Winston Studios, führte das 60-köpfige Team bei der Erschaffung dieser Generation von Terminatoren und überwachte außerdem das Special-Effects-Make-up. Winston engagierte Rosengrant damals für die Arbeit an The Terminator und wurde zum Mentor des Künstlers. Es war der Beginn einer unglaublichen Reise, in deren Verlauf das Duo phänomenale Fortschritte bei der Konstruktion von Animatronics und Special-Effects erzielte.

    Für Rosengrant bedeutete das schiere Arbeitsvolumen, das diese Produktion erforderte, schon die Einführung einiger Neuerungen. „Die Herausforderung bei TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG war es, ein leichteres Material zu finden, das dem Look von Metall gleicht“, sagt Rosengrant. „Wir haben eine Mischung aus Urethan und Plastik ausprobiert, die mit Hilfe von völlig neuen Techniken angemalt wurde, so dass sie wie Metall aussieht.“

    Eine weitere gewaltige Herausforderung von TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG war es, Terminatoren zu erschaffen, die im Universum der Saga eine logische Ergänzung sein könnten. „Wir befinden uns in einem Zeitrahmen, der vor den Ereignissen der ersten drei Filme spielt“, erläutert Laing. „Also mussten wir sozusagen rückwirkend konstruieren. Vergleichen wir das mal mit einem Laptop: Der war vor zehn Jahren noch so dick wie ein Ziegelstein und wurde im Lauf der Zeit immer kleiner und schmaler. Die uns bekannten Terminatoren sind nun die dünnen Laptops – und die, die wir für diesen Film designt haben, sind die Ziegelsteine. Sie sind in ihrer Brutalität primitiver und in ihrem Design größer.“

    Darüber hinaus hatte McG eine ganz besondere Ästhetik im Sinn, die den ganzen Film bestimmen sollte, aber ganz besonders die Maschinen. „Ich wollte keine glänzende Roboter-Welt“, sagt er. „Ich wollte keine saubere, sondern eine echt verstörende Zukunft. Ich wollte Dreck und Patina auf dem Metall der Maschinen sehen, so, wie auf den Panzern aus der Zeit der Sowjetunion, die eine lange Zeit nicht neu gestrichen wurden.“

    Und weil der Film in der postapokalyptischen Zeit nach dem Tag der Abrechnung spielt, enthüllt er eine ganze Palette von Terminatoren, auf die in den ersten Filmen nur hingewiesen wurde. „Wir befinden uns in einer Übergangszeit“, sagt Christian Bale. „In den Ausblicken auf das Jahr 2029, die wir in den vorigen Filmen sehen, beherrscht Skynet die Armeen von T-880 und den Hunter-Killers. Aber hier werden wir Zeuge der Geburt des T-800. In unserer Gegenwart dominieren die T-600, primitive Vorgänger des T-800, und ein gewaltiges Aufgebot an anderen Maschinen.“

    Skynets hervorstechender Fußsoldat ist der T-600, den McG als „größer und fieser als den T-800“ beschreibt, „ein 57er-Buick im Vergleich zu einem Mercedes Benz von 2009.“

    Die massige, 2,20 Meter große rudimentäre Version dessen, was in absehbarer Zeit zum T-800 werden wird, die eine einfache Gummihaut über dem Gesicht trägt und in zerschlissene Kleidung gesteckt wurde, um das Endoskelett zu verbergen, „streunt durch das Ödland und sucht nach allem mit einem Herzschlag. Es ist eine gnadenlose Maschine, die allein das Töten im Sinn hat“, fährt McG fort.

    Die Terminatoren tragen ein Mini-Gewehr, eine M203-Einheit, die pro Minute 3.000 bis 6.000 Schüsse abfeuern kann, sowie einen Rucksack voller Munition. Die Filmemacher wollten ihr Design der Maschinen so gestalten, als würden sie nicht mehr hergestellt, aber weiterhin ihre Patrouillenarbeit auf dem Schlachtfeld leisten – sie sollten heruntergekommen aussehen, ihre Tarnung sollte weitgehend verloren, beschädigt oder von den Elementen zerfressen sein. Oder wie es Kyle Reese im ersten Terminator-Film formuliert: „Die Ersten waren leicht zu erkennen“.

    Der T-600 tritt in dem Film in verschiedenen Stadien der Baufälligkeit auf, was mithilfe von bemannten und drahtgesteuerten Puppen in Kombination mit computergenerierten Effekten erzeugt wurde. „Es verleiht ihnen einen gruseligen, Zombie-artigen Look, wenn zum Beispiel ihr Unterkiefer oder Teile ihres Gesichts fehlen“, sagt Rosengrant.

    In den Zukunftsvisionen der ersten Filme wurde bereits das Flugzeug der Terminatoren gezeigt – der Hunter-Killer, abgekürzt H-K. Die H-Ks patrouillieren durch die Luft und suchen den Erdboden mit gewaltigen Scheinwerfern ab. Wie die T-600 sind die H-K-Versionen aus TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG rudimentärere Ausgaben des mechanischen Biests, das Skynet schließlich entwickelt.

    Die Dronen, die nach menschlichen Überlebenden suchen, sind kleine technische Geräte namens Aerostats. Die 1,20 Meter langen fliegenden Wachposten schwirren über das Land und suchen nach Anzeichen menschlichen Lebens. Ausgestattet mit digitalen Kameras und lasergestützter Technologie, schicken sie drahtlos Berichte an Skynet, das schließlich den Harvester aktiviert.

    „Einer meiner Lieblings-Terminatoren ist der Harvester, der die Menschen einsammelt“, sagt McG. Der Harvester ist ca. 24 Meter hoch und mutet mit seinen vielen stählernen Armen und Beinen, die mit scharfen krallenähnlichen Enden aus seinem Thorax-ähnlichen Torso hervorstehen, wie eine Spinne an. Er fängt die Beute ein, die seine Vielzahl von Kameraaugen lange vorher bereits fixiert haben. „Sein Job ist es, in jedes Gebäude vorzustoßen, in denen sich Menschen verschanzt haben, seine Beute einzufangen und sie im Transporter zu Skynet zu bringen“, erklärt McG.

    Wenn diese Strategie jedoch fehlschlägt, entfesselt der Harvester die Moto-Terminatoren. „Weil der Harvester so ein riesiges Ding ist, gibt es immer wieder ein paar Menschen, die flüchten können“, fährt Laing fort. „Und wie ein Schäfer seine Schäferhunde losschickt, nutzt der Harvester die Moto-Terminatoren, die Motorrädern ähneln, hinter den Menschen her rasen und sie wieder einfangen. Diese Maschinen verfügen ebenfalls über Kanonen und die Fähigkeit zu töten, aber ihre Aufgabe ist es, die Flüchtigen wieder einzufangen und sie zurück zu dem Harvester zu bringen, der sie dann wiederum in den Transporter verfrachtet.“

    Diese glänzenden Terminatoren basieren auf den Maschinen von Ducati, McGs persönlichen Lieblings-Motorrädern. Die Filmemacher wandten sich an das italienische Unternehmen, das begeistert war, an dem Film mitzuwirken: Es stellte der Produktion vier hyper-moderne Motorräder zur Verfügung.

    „Wir brauchten glaubwürdig aussehende Moto-Terminatoren in dem Film, also wandten wir uns an die Designer und das Team von Ducati“, erinnert sich McG. „Ducatis sind geschmeidige, kraftvolle, agile Maschinen und das war ein guter Start, als wir begannen, den Look der Moto-Terminatoren zu erschaffen.“

    Das Visual-Effects-Team war in der Lage, die echten Ducatis mit dem Look der Moto-Terminatoren zu versehen. Die Produktion verfügte darüber hinaus über einen funktionstüchtigen Moto-Terminator, der in Los Angeles hergestellt und im Film benutzt werden konnte.

    Mit diesen Maschinen beherrscht Skynet das Land. Aber für die Seen, Teiche und Flüsse hat es einen einzigartigen Unterwasser-Terminator entwickelt: den Hydrobot. Mit seinen 1,20 Meter langen schlangenartigen Tentakeln und deren augenlosen, aber rasiermesserscharfen Köpfen, die sich in seine Opfer bohren können, reagiert der Hydrobot auf Geräusche und Vibrationen in den Gewässern, die er durchstreift. „Die Hydrobots stellten sich als ziemlich witzige, interessante Figuren heraus“, sagt Rosengrant, „eine Art Kreuzung zwischen einer psychotischen Krabbe und einer Seeschlange. Es sind wilde, boshafte Dinger mit diesen gemeinen Krallen vorne und diesem Stangenbohrer. Wenn sie dich damit zu fassen kriegen, bist du erledigt.“

    Diese Maschinen stellten Rosengrant und sein Team vor eine besondere Herausforderung, „nicht nur, weil sie so detailliert sind, sondern weil sie auch unter Wasser funktionieren und dabei ziemlich hart rangenommen werden mussten“, fährt er fort. „Wenn man im Wasser arbeitet, kann man keine Funkfernsteuerungen benutzen, sondern muss mit Kabeln oder pneumatischen Mechanismen arbeiten. Und der Hydrobot musste so haltbar sein, dass man mit ihm ringen, ihn herumschleudern, aus Helikoptern abwerfen und durch Dinge hindurchprügeln konnte. Dabei durfte er aber auch nicht so sperrig und schwerfällig sein, dass wir ihn nicht mehr manövrieren konnten.“

    Am Ende benutzte das Team eine Kombination aus stählernen Strukturen, die so leicht wie möglich konstruiert wurden, und leichte Urethan-Teile, die wie Metall lackiert wurden. „Wir haben etliche Extra-Aufnahmen gemacht, von denen niemand dachte, dass wir sie je mit einem tatsächlichen Modell zustande bekommen würden“, sagt Rosengrant stolz. „Wir dachten, dass wir mehr mit computeranimierten Bildern arbeiten müssten, also waren wir ganz überrascht, wie gut unser Modell funktionierte.“

    Die Puppenspieler von Stan Winston bei der Arbeit mit den verschiedenen Takelagen zu beobachteten, war für Christian Bale eine echte Inspiration. „Sie haben über einen so langen Zeitraum hinweg geübt, bis ihnen die Bewegungen in Fleisch und Blut übergegangen sind“, sagt Bale. „Es ist unglaublich, wie viel Sorgfalt Stan Winstons Mitarbeiter bei den Details in ihrer Arbeit walten lassen, ihre unglaubliche Geduld und die bedingungslose Liebe für das, was sie tun. Ich liebe es, Menschen bei etwas zuzusehen, von dem sie besessen sind. Und diese Jungs sind davon besessen, Modelle zu bauen. Sie wollten es perfekt haben, wie der T-600 aussieht, wenn er seinen Kopf dreht und jemanden attackiert. Sie nahmen das sehr, sehr ernst und ich finde, das Ergebnis ist fantastisch.“

    Allerdings besteht die bei weitem größte Innovation von Skynet nicht ausschließlich aus Metall: Marcus, der menschliche Terminator-Hybrid, der erst im Verlauf des Films von seiner Umarbeitung in einen Cyborg erfährt.

    Das Special-Effects-Make-up und die Prothesen für Marcus wurden von Rosengrant geschaffen, dessen Team mehrere Variationen entwickelte, um die verschiedenen Zustände, in denen sich Marcus befindet, darstellen zu können, darunter der Anblick auf sein komplettes Endoskelett, nachdem er von dem Widerstand untersucht wird.

    Die Kombination von großen Prothesen-Teilen, die mit Hilfe modernster Technik geformt wurden, Make-up und CGI war bei der Kreation von Marcus ein kompliziertes Verfahren, das ein Höchstmaß an Kreativität und Geduld erforderte – vor allem von Sam Worthington, der über sechs Stunden in seinem Make-up-Stuhl verbrachte und von einem dreiköpfigen Team bearbeitet wurde.

    So erreichte McG mit Hilfe des kreativen Teams von Handwerkern aus jedem Bereich der Produktion eine ikonische Vision, die ein wahrhaft neues Kapitel in der Terminator-Saga aufschlägt. „Jeder Film aus der Reihe spielt in der heutigen Zeit“, bemerkt der Regisseur. „Unser Film ist ein neuer Anfang. Wir zeigen die Genesis dieser schrecklichen Maschinen, wir dringen in Skynet ein. Wir zeigen den Prozessor, der die Rebellion der Maschinen und ihre spätere Schreckensherrschaft repräsentiert. Es war ein grandioser Thrill für mich, eine Rolle in der Fortsetzung dieser unglaublichen Geschichte zu spielen, die mich mein ganzes Leben hindurch immer wieder inspiriert hat und auch heute noch so visionär und relevant ist.“

    Für Christian Bale, der im Verlauf der Produktion das Material sehen konnte, in dem die Terminatoren in Aktion sind, war der Thrill ähnlich aufregend. „Wir haben die Dreharbeiten absolviert und dachten, wir seien die Hauptdarsteller“, bemerkt er mit einem ironischen Lächeln. „Natürlich ist das nicht der Fall. Die Leute kommen nicht ins Kino, um uns zu sehen. Wir müssen eine schlüssige Geschichte abliefern, denn – egal, wie cool die Terminatoren und die Explosionen sind – man muss eine gute Geschichte erzählen, sonst hat ein Film keinen Zweck. Aber mal ehrlich: Die Terminatoren sind die wahren Stars dieses Films. Und sie werden die Zuschauer aus den Sitzen fegen.“


    „Der Tag der Abrechnung ist eingetroffen“:
    Die Welt von TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG wird geschaffen

    Eine weitere große Herausforderung für die Filmemacher von TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG war es, das Amerika des Jahres 2018 zum Leben zu erwecken – ein Land mit sonnenverstrahlten Flächen, skelettierten Städten sowie menschlichen und metallenen Bewohnern. Von der Suche nach idealen Schauplätzen und Drehorten über die Herstellung aller physischen Elemente bis hin zu dem Filmmaterial, das die unwirtlichen Ansichten, die sich der Regisseur vorstellte, am besten einfangen kann, arbeitete McG eng mit seinem Team zusammen. Das Ziel war es, eine einheitliche und absolut neue Vision einer postapokalyptischen Realität für diese Geschichte zu schaffen.

    Um die Bilder mit einer Nachkriegsatmosphäre anzureichern, drehten McG und sein Chefkameramann Shane Hurlbut den Film mit Hilfe einer experimentellen Version des sogenannten „Oz process“ bei der Filmbelichtung. „Wir haben altes Filmmaterial von Kodak lange in die Sonne gelegt und damit seine Beschaffenheiten geschwächt“, erläutert McG. „Danach haben wir es belichtet und dabei mehr Silber hinzugefügt als traditionell bei Farbfilmmaterial üblich. Und im anschließenden digitalen Bearbeitungsprozess haben wir das Material noch mehr manipuliert, um dem Film einen unwirtlichen Look zu verleihen – so bekommt man gleich den Eindruck, dass etwas nicht stimmt mit dieser Welt. Und das bestimmt die Stimmung den ganzen Film hindurch.“

    Die Locations spielten ebenfalls eine zentrale Rolle bei der Verankerung des Films in einer beinahe spürbaren Realität. „Wir wollten eine gewaltige, verwüstete Welt zeigen“, bestätigt McG weiter. „Um das zu erreichen, benötigten wir eine riesige Bandbreite an Schauplätzen. In diesem Film fahren wir aufs Meer, klettern auf Bergspitzen, reisen in die Wüste und in den Dschungel. Außerdem wollten wir natürlich eine Welt im Kriegszustand einfangen. Die ganze Welt ist in diesen Konflikt eingebunden, und schon bei der Eröffnung wollten wir dies mit einer gewaltigen kinetischen Erfahrung klarstellen.“

    Das Team erreichte all das an einem einzigen Drehort – es wählte Albuquerque in New Mexico aus, wo den Filmemachern weitläufige Wüstenflächen und Berglandschaften sowie die modernen Hallen der Albuquerque Studios zur Verfügung standen.

    „Wenn man einen Film über eine amerikanische Ikone dreht und der Odyssee von John Connor auf seiner Jagd nach Terminatoren folgt, muss man das vor einem amerikanischen Hintergrund tun“, erläutert Produktionsdesigner Laing. „Der Tag der Abrechnung ist eingetroffen, also brauchten wir ein verwüstetes Land. Hier war es buchstäblich so, dass wir nur die Tür der Halle öffnen mussten und in diese fantastische Wüste blickten. Und abgesehen davon, dass die Albuquerque Studios ein modernes und vielseitiges Filmstudio bieten, liegen sie inmitten einer riesigen Fläche Land, auf dem wir unsere Sets bauen konnten.“

    Weil die ehemals mächtige militärische Kraft des Widerstands eine zentrale Rolle in TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG spielt und die Filmemacher dafür Anleitung, Unterstützung und nicht zuletzt die entsprechende Hardware benötigten, wandten sie sich an das US-Verteidigungsministerium in der nahegelegenen Kirtland Air Force Base. „TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG spielt in einer Zeit nach der Air Force und nach der Armee… hier kämpft allein der Widerstand“, erklärt Produzent Jeffrey Silver. „Aber wir waren der Ansicht, wir sollten den Widerstand aufgrund der Disziplin und der Organisation der aktuellen Armee modellieren. Also sprachen wir mit Chuck Davis, dem Koordinator des Verteidigungsministeriums in Los Angeles, und seinem Verbindungsoffizier zur Filmindustrie. Er machte uns mit der Air Force bekannt und da öffnete man uns alle Türen. Sie stellten uns alle Hardware zur Verfügung, die wir brauchten, wir durften auf dem Gelände der Air Force drehen. Es war eine fantastische Zusammenarbeit, denn sie begriffen, dass in diesem Film die Zukunft dargestellt wird, und dass dort das Militär immer noch aus Männern und Frauen besteht, die uns schützen – egal, was geschehen mag.“

    Die Produktion nutzte auch Flugzeuge und Waffen, um das Material zu zeigen, bei dem es denkbar war, dass die Menschen im Kontext der Geschichte Zugang haben könnten. „Der Widerstand verfügt über Waffen und technisches Gerät, sie kämpfen nicht mit Stöcken und Steinen gegen die Maschinen“, sagt McG. „Sie haben A-10-Flugzeuge und einige andere ältere mechanische Geräte, mit denen sie zurückschlagen.“

    Ein besonderer Jet, der exzellent in die Geschichte passte, war der A-10 Thunderbolt Two – auch bekannt als Mighty Warthog, Flying Gun oder Tankbuster. Die A-10 wird von Blair Williams geflogen und ist die beste Luftunterstützung, die sich der Widerstand im Kampf gegen Skynets massive Maschinen wünschen kann. Air Force Captain Jennifer Shoeck, ihres Zeichens selbst A-10-Pilotin, war die Frau, die Moon Bloodgood für diesen Part ihrer Rolle anleitete. Sie erklärt: „Die A-10 geht tief runter bis ins Unkraut, sie wird dreckig, weil sie bei ihrer hauptsächlichen Mission tief und langsam fliegt. Sie ist ein Flugzeug für die unmittelbare Luftunterstützung, das den Bodentruppen zu Hilfe kommt.“

    Weitere Flugzeuge, die die Produktion mit Hilfe der Air Force und ihrer Piloten nutzen konnten, waren die CV-22 Osprey, die mit der Geschwindigkeit eines Starrflüglers fliegen kann, aber über Rotoren verfügt und somit wie ein Helikopter starten und landen kann, eine massive C-130 Hercules Transportmaschine und der HH-60 Pave Hawk Helikopter, ein modifizierter Blackhawk-Hubschrauber mit externem Waffenanbau.

    Weil nicht für sämtliche Sequenzen funktionstüchtige Flugzeuge benötigt wurden, baute das Produktionsteam auch Attrappen und kaufte ausgemusterte Exemplare auf, die auf Bewegungssimulatoren befestigt wurden, um die Flugdynamik der Maschinen künstlich herzustellen. Die Special-Effects-Crew unter Leitung von Special Effects Supervisor Mike Meinardus errichtete einen Tragrahmen und hängte einen Helikopter von einem Kran herab, der auf glaubwürdige Art von oben bedienbar war. McG konnte so das Flugzeug von unten filmen, wie es sich vom Boden entfernte – allerdings ohne den wirbelnden Rotor.

    Die Kirtland Air Force Base, die sich eine Start- und Landebahn mit dem kommerziellen Flughafen Albuquerque Sunport teilt, stellte der Produktion einen ungenutzten Hangar als Dreh-Halle zur Verfügung, die unter anderem zur Festung des Widerstands umgebaut wurde.

    Im Film besteht dieser Vorposten aus einer ganzen Reihe Raketensilos aus den sechziger Jahren, die durch ein großes unterirdisches Tunnelsystem miteinander verbunden sind. „Alles, was man in dem Vorposten zu sehen bekommt, haben die Kämpfer des Widerstands aufgebaut – sie erzeugen Energie, bauen ihre Nahrung an, haben ein Filtersystem für das Wasser konstruiert und ein Krankenhaus eingerichtet. Und zwar mit dem Zeug, das sie von ihren Erkundungs-Expeditionen mitgebracht und dann zusammengebastelt haben, damit sie über eine funktionierende Basis verfügen können“, sagt Laing.

    Um den Look der Widerstands-Basis zu recherchieren, besuchte Laing die Schutzbunker für Nuklearstörfälle im ungarischen Budapest und schaute sich auch andere Katastrophenschutz-Gebäude an. „Ich habe jede Menge Fotos gemacht und konnte aufgrund dessen eine Umgebung gestalten, in der der Widerstand lebt und plant“, sagt er. „Diese Männer und Frauen kämpfen nicht nur gegen Skynet. Sie kämpfen auch mit der Umgebung, in der sie leben müssen. Fast alle Rohstoffe sind so gut wie aufgebraucht, sie müssen mit dem leben, was sie haben.“

    Die Filmemacher sprachen weiterhin mit Zukunftsforschern darüber, was im Falle der Prämisse des Films mit der Flora und Fauna und mit von Menschen hergestellten Objekten geschehen würde. „Wir wollten all diese realistischen Details in unseren Film einbauen“, sagt der Kostümdesigner Michael Wilkinson. „Wir haben die Fragen gestellt: ,Was wäre übrig, wenn vor ungefähr 14 Jahren die Bomben explodiert wären und den größten Teil Nordamerikas zerstört hätten? Was würden die Menschen aufsammeln und zusammenflicken, um zu kämpfen und zu überleben?‘“

    Veraltete, aber funktionstüchtige Waffen, wiederverwendete Kleidung, elektronisches Equipment, das aus dem Schutt ausgegraben und wieder zusammengebastelt wurde, vom Feind erbeutete oder gefundene Munition – das sind die limitierten Mittel, die dem Widerstand zur Verfügung stehen. Das Design-Team suchte in ganz New Mexico – in dem lange eine sehr große militärische Präsenz herrschte – ausgiebig auf ehemaligen Militärgeländen und bei privaten Sammlern nach authentischen Stücken.

    Wilkinson erinnert sich: „McG wollte nicht, dass der Film wie ein an den Haaren herbeigezogener Fantasy-Science-Fiction-Film aussieht. Er spielt im Jahr 2018, in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft also. Also haben wir in Bezug auf Momente, die eine unglaubliche Bedeutung für die menschliche Psyche haben, sehr viel Recherchearbeit geleistet – bei Geschichten über vertriebene Menschen und apokalyptische Erzählungen.“

    Bei der Gestaltung der Garderobe für die Schlüsselcharaktere des Films arbeitete Wilkinson eng mit McG, Laing und den Darstellern selbst zusammen. Jedes Kostüm sollte bestimmte Anforderungen erfüllen – an erster Stelle sollte es authentisch sein. „Wir haben ein ganzes Arsenal an Kleidung aus verschiedenen Quellen geschaffen – Uniformen von verschiedenen Armeen aus Nordamerika, Kampf- und Polizeikleidung, technische Klamotten oder reguläre Straßenkleidung. Dabei haben wir uns überlegt, welche Kleidung die Menschen nach einem nuklearen Krieg noch tragen würden“, erläutert er. „Was hat überlebt? Was haben die Soldaten zusammengeflickt, um es als Uniform nutzen zu können? Wir haben einerseits versucht, dem Realismus und der Authentizität, die wir angestrebt haben, gerecht zu werden, und andererseits die Dinge künstlerisch überhöht, um interessante und innovative visuelle Eindrücke zu schaffen.“

    Der Anschluss an die ersten drei Filme war ein weiterer Faktor, den Wilkinson beim Design der Kostüme berücksichtigen musste. Für die Garderobe von John Connor arbeitete Wilkinson die tigergestreiften Armeehosen ein, die an die Kleidung von dem jungen Connor in Terminator 2 erinnern. Aber darüber hinaus wollte er die Silhouette von Connor sachlich halten. „Bei Christian ist weniger mehr“, gibt er zu Protokoll. „Die Intensität seiner Performance und seine dominierende Präsenz vermitteln einem, wer John Connor ist. Sein Look hat eine gewisse Neutralität, und die hilft dem Zuschauer, den echten John Connor zu erkennen.“

    Ein weiterer Wink mit dem Zaunpfahl besteht in den Sneakers von Kyle Reese – eine Anspielung auf die Schuhe, die er als Erwachsener in The Terminator trägt. Dies adaptierten die Kostümdesigner in dem gefütterten Inneren und in den Cord-Senkeln der Schuhe. „Es war ein Spaß, mit diesen fantastischen, ikonischen Figuren zu beginnen und sie in das zu stecken, was unserer eigenen Vision dieses Films entsprach“, lächelt Wilkinson.

    Das Kostüm von Marcus, dem Terminator-Hybrid aus dem 21. Jahrhundert, fertigten die Designer aus Lederstoffen an, die an die Garderobe des T-800 erinnert. „Wir hatten eine Biker-Hose aus Leder und haben sie im Grunde kaputtgemacht – wir ließen sie künstlich altern, so dass sie richtig abgewetzt war. Und dann haben wir aus zwei verschiedenen Lederjacken eine neue geschneidert“, führt Wilkinson weiter aus.

    Darüber hinaus koordinierte Wilkinson seine Arbeit mit der von den Künstlern aus dem Stan Winston Studio, damit die Kostüme und die Haut der Figur im Verlauf des Films den Blick auf das mechanische Endoskelett freigeben konnten. „Wir besprachen genau, was wir wann und in welcher Form zeigen wollten“, sagt er. „Marcus hat drei Looks in dem Film und jeder Look erforderte zehn bis zwanzig verschiedene Versionen des Kostüms in verschiedenen Stadien: sauber, zerrissen, in Fetzen, verfilzt, angekokelt, durchschossen und so weiter.“

    Auch für die Frauen in TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG gestaltete Wilkinson Kostüme mit individuell eingearbeiteten Details. Darunter waren die eigens angepasste, hautenge Fluguniform von Blair und Stars übergroßes Outfit. „McG und ich mochten die Idee, dass die Menschen allesamt anders aussehen – dank ihrer Kleidung, mit denen sie ihr Wesen ausdrücken. Damit stehen sie im kompletten Gegensatz zu den Maschinen, die alle gleich aussehen“, bemerkt er. „Wir besuchten die amerikanischen Ureinwohner in der Gegend und schauten uns an, wie sie ihre Ornamente in die Nutzkleidung eingearbeitet haben. Neben den sehr militärischen Kampf-Kostümen haben wir so noch eine Schicht sehr ausdrucksstarker, handgemachter Elemente. Star trägt zum Beispiel an ihrer Kopfbedeckung einen Polizeistern, und Blair trägt eine Handvoll Ketten, Medaillons, Federn und andere Objekte als Schmuckstücke.“

    Die Bewaffnung der Figuren erforderte ebenfalls eine Mischung aus Kreativität und praktischem Realismus. Das Design-Team stattete John Connor mit einem HK 416D-Gewehr aus, der deutschen Version des amerikanischen M4. Barnes, Connors rechte Hand, trägt ein gigantisches Grizzly 50, Blair ist mit einer handlichen Desert Eagle 50 bewaffnet.

    Bei den umfangreichen Schusswechseln, Verfolgungsjagden und Explosionen mussten die Filmemacher auf eine gewaltige Feuerkraft zugreifen, die sie so effizient und sicher wie menschenmöglich einsetzen konnten. „Wir wollten alles vor der Kamera drehen“, sagt McG. „Wir haben natürlich CGI eingesetzt, wenn es erforderlich war. Aber wir wollten die Dinge physisch bauen, wieder in die Luft jagen und die Autos zertrümmern. Es ist großartig, wenn die Druckwelle einer richtigen Explosion zusätzlich ein gewisses Maß an Realität in eine Szene bringt. Man sieht die Aufregung in den Augen der Beteiligten, man spürt, wie der Adrenalinspiegel steigt. Natürlich haben wir alles so sicher wie möglich durchgeführt, aber wir wollten dabei wirklich an die Grenzen gehen. Nur so konnten wir einen Film schaffen, der im Kern ein Kriegsfilm ist und die Realität dieses enormen Drucks widerspiegelt.“

    Fotorealismus war auch das erklärte Ziel für die Künstler, die die physischen und visuellen Effekte herstellten. Der Visual Effects Supervisor (und Second Unit Regisseur) Charles Gibson erläutert: „McG wollte echte Pyro-Effekte, Explosionen und Action in einem Eins-zu-eins-Maßstab, keine Miniaturen oder Computereffekte. Darum ist dies ein Actionfilm im wahrsten Sinne des Wortes. Also haben wir uns entschlossen, die visuellen Effekte so intelligent wie möglich einzubauen und es dabei nicht zu übertreiben. Und immer, wenn es ging, haben wir echte Effekte erzeugt.“ Gibson arbeitete für den Film mit nicht weniger als acht Firmen zusammen, darunter Industrial Light & Magic, Asylum, Kerner Studios, Whiskey Tree und Rising Sun Studios.
    Eine der potentesten Herausforderungen bei den Special-Effects war die Zerstörung einer Tankstelle im Verlauf des Kampfs zwischen Marcus, Kyle und dem Harvester: Marcus erblickt einen Tanklaster und jagt ihn unterhalb des Harvester in die Luft, um weitere Angriffe zu verhindern. Dafür wurde ein Tanklaster mit rund 950 Litern Benzin gefüllt – der Feuerball hatte einen Radius von 48 Metern und war 60 Meter hoch. Die Explosion setzt sich an der Tankstelle selbst fort, gefolgt von einer Detonation der Zapfsäulen. Dieser Effekt erforderte eine Vorbereitungszeit von zwölf Wochen und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen am Tag des Drehs.

    Die Produktion hatte dabei natürlich nur einen einzigen Versuch, diese Szene zu drehen. McG ging auf Nummer sicher und filmte die Szene aus etlichen Perspektiven mit ferngesteuerten Kameras: nah positionierten Kameras, Kameras, die in drucksicheren Gehäusen gesichert waren, von Kameramännern bediente Kameras hinter Bunkern und sogar Kameras, die mit Weitwinkelobjektiven aus Helikoptern heraus filmten.

    Spektakulärer noch als diese Szene waren allerdings der Abwurf der Napalmbomben und die Bruchlandung von Connors Helikopter im Fluss. Für diese Sequenz hob die Crew mitten in der Wüste ein über 60 Meter langes künstliches Flussbett aus, in dem ein fünf Meter tiefes Becken mit einem hydraulischen Scherenlift eingelassen war, der den Helikopter auf und ab bewegen konnte und so konstruiert war, dass der Hubschrauber ins Wasser stürzen und dort wieder hochgekurbelt werden konnte. Am Rand des „Flussbetts“ standen echte und künstliche Bäume, die mit Benzinleitungen präpariert wurden, um später ein kontrolliertes Feuer erzeugen zu können. Dahinter brannte ein Ring aus Schutzfeuern, die von einem Schwadron Feuerwehrmänner im Auge behalten wurden.

    Das „Napalm“ wurde durch eine Reihe von Explosionen über eine Länge von gut 90 Metern am Fluss entlang abgeworfen. Jede Explosion jagte über 375 Liter Benzin in die Luft und erreichte eine Höhe von Dutzenden Metern. Der Effekt dauerte nur sieben Sekunden und mutete an wie der Trommelfeuerbeschuss eines Maschinengewehrs, bei dem eine große Hitzewelle generiert wurde – „und glücklicherweise nicht mehr als das“, schmunzelt Gibson.

    „Dabei sprudelte das Adrenalin geradezu“, erinnert sich Moon Bloodgood. „Wir hatten ein paar ziemlich verrückte Stunts – wir liefen los, und auf einmal standen wir mitten in einer Staubwolke, um uns herum explodierten Dinge und ich hatte keine Ahnung, was mir gerade um die Ohren flog. Wir hatten eine solche Angst, dass wir immer wieder hysterische Lachanfälle hatten. Aber ich habe es geliebt!“

    „Meine Figur wird richtig in die Mangel genommen“, lacht Worthington. „Er wird gefesselt, geschnitten, in die Luft gejagt, und das bedeutete, dass ich selbst gefesselt, geschnitten und in die Luft gejagt wurde. Wir haben alle Beulen und blaue Flecken davon getragen, aber hey: Wir haben TERMINATOR gedreht und nicht Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil, 2005)!“

    Hunderte von Menschen arbeiteten täglich auf dem 7,5 Quadratkilometer großen Gelände und in der Wüste um die Albuquerque Film Studios. TERMINATOR – DIE ERLÖSUNG war, laut Jeffrey Silver, „ein unfassbar gewaltiges Unterfangen. Dafür benötigten wir jeden denkbaren Trick aus dem Lehrbuch: Animatronics, Spezialeffekte, visuelle Effekte, Stunts… alles was man sich vorstellen kann – der Film bietet es.“

    Und McG bringt es abschließend auf den Punkt: „Es war heftig… aber wir hatten unglaublich viel Spaß.“

    (Pressetext)


    Quelle: treknews.de

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