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  • Enterprise 3x10: Similitude

    Ebenbild
    Spannung, Erotik, Fußpilz?! Was schöneres kann sich der geistig kranke Häftling im Hochsicherheitstrakt eigentlich wünschen, als mit der drallen und gefühlslosen Oberschwerster Abends die Verwirrungen des Tages mit einer geruchsintensiven Fußmassage abzubauen und dabei mit ihr mal von Patient zu Arzt über die Pläne der kommenden Tage zu reden?
    TitelSIMILITUDE / Ebenbild

    Trailer

    Episode62 - 3x10


    Enterprise 3x10 - "Similitude"
    Dateityp: wmv
    Größe: 0,91 MB

    DE Airdate09.01.2004
    US Airdate19.11.2003
    BuchManny Coto
    RegieLeVar Burton
    GaststarsShane Sweet als Sim-Trip (17)
    Adam Taylor Gordon als Sim-Trip (8)
    Maximillian Orion Kesmodel als Sim-Trip (4)
    -> Bildergallery zur Episode   -> Trailerarchiv Enterprise   -> Alle Episodenkritiken

     

    INHALT

    Nachdem er T'Pol bei einer Neuropressursitzung einen experimentellen Plan zur Verbesserung der Maschineneffizienz erklärt hat, führt Tucker dieses Experiment durch, doch durch ein polarisches Feld, in das die Enterprise eintritt, werden die Maschinen überladen und verursachen einen Unfall, der Trip ins Koma fallen lässt. Phlox erklärt Archer, dass Trip sich wahrscheinlich nie erholen wird, er aber einen nachahmenden Symbioten aus einer nicht empfindungsfähigen Lebensform erschaffen kann, die er wegen ihrer virusunterdrückenden Eigenschaften züchtet. Der Symbiont wird ein physischer Klon von Tucker sein, jedoch innerhalb von 15 Tagen seine komplette Lebensspanne durchleben und Phlox wird sein Gewebe auf Tucker transplantieren können.

    T'Pol hat ethische Bedenken ein fühlendes Wesen als Ersatzteillager zu erschaffen, doch Archer besteht darauf, dass die Erde Tucker braucht, damit die Enterprise ihre Mission vollenden kann, die in dem Moment gefährdet ist, in dem unbekannte magnetische Partikel sich an die Hülle heften. Während sich der Embryo des Klons in ein Baby und dann in ein Kind weiterentwickelt, steigt die Partikeldichte. Phlox ist überrascht, dass Sim, wie er den Symbionten getauft hat, während des Wachstums Trips Erinnerungen erlangt. Manche Spezies speichern ihre Erinnerungen in ihren Genen und das scheint auch bei den Menschen der Fall zu sein. Erst freundet sich der Doktor mit dem Jungen an, dann der Captain.

    Als Sim ausgewachsen ist, entdeckt T'Pol, dass die Partikel das Schiff komplett außer Gefecht setzen werden, wenn die Enterprise das Feld nicht innerhalb von zwei Tagen verlassen hat. Sim hat viele hilfreiche Vorschläge, auch den Plan das Schiff mit Hilfe von zwei Shuttles aus dem Feld zu ziehen. Ihm wird aber auch klar, dass er T'Pol liebt und Phlox entdeckt, dass Sim die für Trip nötige Gewebetransplantation nicht überleben wird. Währenddessen findet Sim einen Forschungsbericht über ein experimentelles Enzym, dass das rasante Altern anderer Symbionten gestoppt hat und ihm ermöglichen könnte, so lange zu leben, wie es Tucker tun würde. Er will nicht sterben.

    Archer beharrt darauf, dass er seinen Ingenieur wiederhaben will, auch wenn das bedeutet Sim sein Leben zu nehmen. Sim bittet T'Pol seine letzten Stunden im Maschinenraum verbringen zu können, in der Nähe der Dinge um die er sich sorgt. Doch dann übernimmt er den Computer und leitet die Shuttlehangarkontrollen um, damit er ein Shuttle stehlen kann. Als Archer ankommt ist Sim immer noch dort. Er sagt, dass es für ihn keinen Ort gebe, an den er könne, und er zu seiner Schwester gehöre, die er genauso als seine, als auch als Trips ansieht. Er wolle helfen die Xindi zu stoppen, indem er Tuckers Leben rette. Archer antwortet, dass dies der Grund sei, warum er ursprünglich den Befehl gab Sim zu erschaffen. T'Pol gibt Sim einen Abschiedskuss bevor er in die Krankenstation geht, um durch die Operation Trips Leben zu retten und seines zu verlieren. Auf dem Begräbnis sagt Archer, dass sie weitermachen müssen, damit sein Opfer nicht nur für das Schiff wichtig gewesen ist, sondern für die gesamte Erdbevölkerung. (von Steffen Henkel)

    Meinung zur Episode

    Spannung, Erotik, Fußpilz?! Was schöneres kann sich der geistig kranke Häftling im Hochsicherheitstrakt eigentlich wünschen, als mit der drallen und gefühlslosen Oberschwerster Abends die Verwirrungen des Tages mit einer geruchsintensiven Fußmassage abzubauen und dabei mit ihr mal von Patient zu Arzt über die Pläne der kommenden Tage zu reden? Aber jetzt mal ernsthaft – schließlich wurde diese Thematik im Klassiker ‚Und einer flog über das Kuckucksnest ‚ schon ausreichend behandelt.

    Wisst ihr, schön langsam werde ich neidisch. Und obgleich mir Anfangs die Sitzungen T’Pols auf Trip als Produkt des Hormonüberschusses von B&B vorkamen, entdecke ich nun zunehmend die Fiction in der Science. Eine von ambrosischer Schönheit gezeichnete, alle Gefühle unterdrückende Dame besten Alters, die sich trotz ihres Keuschheitsschwurs mit dem Waschbrettbauch unter den kommandierenden Offizieren einlässt, ist einfach nur Fiktion. Aber näher waren die Autoren eigentlich noch nie an der Realität. ‚In der Tiefe der Schönheit liegt etwas Unmenschliches’ sagte schon Albert Camus.

    Wie dem auch sei – komischerweise finde ich mit dieser Episode gefallen an der kleinen Romanze. Obgleich der abstrusen Situation ist es komischerweise das einzige was mich am Handlungsbogen bei Enterprise wirklich interessiert. Nein, ich will nicht wieder Xindi-Rasse #1 im Streit mit Xindi-Rasse #2 sehen. Ich möchte endlich eine Handlung mit der ich mich identifizieren und nachvollziehen kann (Ich, ambrosisch schön und Waschbrettbauch). Bei der ich mitfiebere, mir die Tränen kommen. Nicht irgendwelche utopischen Umstände, schlecht präsentiert von Schauspielerleichen aus der dritten Ersatzreserve. Und hallo – darum war Similitude auch eine sehenswerte Episode. Wäre Ltd. Reed am Sterbebett gelegen oder hätte Arscher die Archkarte gezogen, tja – egal wärs mir gewesen. Manny Coto, Autor der Episode hat aber zum Glück auf die beiden Charaktere zurückgegriffen die bei mir als Zuschauer das gewisse Familiengefühl aufkommen ließ. Jeden Abend mal zur netten Massage, ungezwungene Unterhaltung – so ist es in der Realität. In gewisser Weise erreichte die Serie mit dieser Folge eine Tiefe wie sie bisher nicht gewesen ist: T’Pol offenbart ihre Liebe zum falschen Trip, verleugnet ihre Gefühle dabei jedoch in gewisser Weise und gleichzeitig wird der Zuseher in die Position gesetzt, selbst nicht zu wissen, was der echte Trip darüber denken würde. Und nun ja – wer wäre nicht gern in seiner Position. Man wird so oder so zum Nachdenken angeregt. Sei es nun der ethische Hintergrund oder die banale Frage und das Interesse nach einer Fortsetzung der zwischenmenschlichen Beziehung.

    Weil wir gerade von ethischen Hintergründen sprechen: was dachte sich Archer nur dabei?

    Phlox:    „Hey Captain ich hab hier so ein Teil das aussieht wie ein bleicher Wirsing, das kann zu einem Trip mutieren dem wir dann etwas Hirn rausschnibbeln können..."
    Archer:    „Äh ja geil - und was iss dann nach dem Schnibbeln mit dem Klon?“
    Phlox:    „Ach der kann weiterleben...“
    Archer:    „Achso na dann... machen sie mal ihr Experiment Dr. Frankenstein.“

    Die für mich sehr schnelle und ohne Nachdenken durchgeführte Entscheidung von Archer macht die Figur für mich immer unerfreulicher. Gut, Phlox hatte mehr oder weniger versichert, dass der Klon in seiner kurzen Lebensspanne nicht an der Operation leiden würde. Dennoch – Leben ist für mich zu kompliziert und wertvoll um darüber einfach in einem einzigen Satz über Sein und Nichtsein entscheiden zu können. Ebenso abschreckend war für mich Archers Drohung gegen Ende der Episode. Mord und Totschlag um Trip zu retten? Sicherlich wiegt das Wohl von vielen schwerer als das Wohl von wenigen oder gar eines Einzelnen. Doch wer glaubt Archer zu sein, dass er darüber entscheiden könnte? Zu dieser Erkenntnis kann man nur selbst gelangen und, wie dann am Ende, doch das Richtige aus eigener Überzeugung zu tun.

    Nun wage ich eine These: angenommen es würde zum Handlungsbogen gehören, Archer immer verbissener, zynischer und zurückgezogener zu machen so fände ich seine Handlung gut. Ein Captain, der langsam die Kontrolle über Sich und seine Taten verliert... eine verlockende Vorstellung die man ergreifend bis zum Ende der 3. Staffel aufbauen könnte. Die wenigen Momente (3x02 – Anomaly) die man bisher vom verbissenen Archer zu sehen bekam sind für mich aber leider eher Zufall und billiges Mittel der Autoren, noch ein wenig mehr Spannung in die Episode bringen zu wollen.

    Und hier sind wir wieder beim Knackpunkt: kann ich mich mit der Handlung identifizieren? Kann ich mitfühlen, mich mit den Charakteren freuen und leiden? Im Falle des Captains könnte ich, wäre es nur konsequenter durchgeführt worden. Ein Kommandant, erfüllt von Pflichtbewusstsein der aufgrund dieser einer Tugend die Fähigkeit zur klaren Entscheidung verliert, immer vernarrter und gehässiger wird. Ein Mensch der unter der immensen Belastung die ihm Auferlegt wird zusammenbricht und resigniert; in wenige Momenten sich aufrafft um mit fatalen Befehlen das Wohl der Menschheit zu sichern. Bis ihn jemand seines Kommandos entbindet und er, am ende seiner Hoffnungen im eigenen Quartier Selbstmord begeht.

    War dies der gewollte Anfang einer neuen, fortlaufenden Handlung rund um den Captain? Oder nur wieder eine Enttäuschung ohne Folgen? Ich bin positiv gestimmt und glaube, dass diese Folge zwei bedeutende Grundsteine für Charakterentwicklungen, die wirklich interessant sind, gelegt haben könnte. Und so schließe ich mit einem Zitat des allwissenden Goethe, der die Entscheidung von Sim, dem Klon nicht treffender hätte beschreiben können.

    Augenblick Verweile doch du bist so schön!
    Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
    dann will ich gern zugrunde gehen...

    Spaß:
    Action:
    Erotik:
    Spannung:
    Anspruch:

    Gesamt: 8/10 Punten
    Fazit

    Eine rasante Episode die hoffentlich Grundstein für zwei sehr interessante Charakterentwicklungen ist.

    Kritik von Daniel Räbiger


    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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