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...nicht immer - aber manchmal doch!
  • Enterprise 3x24: Zero Hour

    Stunde Null im Vierfach-Review!
    Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut: Alle vier TREKNews Rezensenten, Daniel Räbiger, Oliver-Daniel Kronberger, Sebastian Ostsieker und Marcel Labbé-Laurent haben sich für Euch das Season Finale angesehen und berichten Ausführlich über Star Trek und den Nationalsozialismus...
    TitelZERO HOUR / Stunde Null

    Trailer

    Episode076 - 3x24


    Enterprise 3x24 - "Zero Hour"
    Dateityp: mpg
    Größe:  5,47 MB


    Szenenausschnitte
    Dateityp: avi
    Größe:  12,61 MB

    DE Airdate27.02.2005
    US Airdate26.05.2004
    TeleplayManny Coto
    StoryAndré Bormanis & Chris Black
    RegieAllan Kroeker
    GaststarsScott MacDonald als Reptilian Commander 
    Rick Worthy als Xindi-Arboreal 
    Tucker Smallwood als Xindi-Humanoid 
    Josette DiCarlo als Sphere-Builder Woman 
    Bruce Thomals als Reptilian Soldier 
    Andrew Borba als Reptilian Lieutenant 
    Matt Winston als Daniels 
    Mary Mara als Sphere-Builder Presage 
    Ruth Williamson als Sphere-Builder Primary 
    Jeffrey Combs als Shran 
    Gunter Ziegler als Doctor 
    J. Paul Boehmer als Officer 
    Zachary Krebs als Andorian 

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    INHALT

    Mit rasender Geschwindigkeit nähert sich die Waffe der Xindi ihrem Bestimmungsort und Capt. Archer bittet mittlerweile eine bis ans Ende ihrer Kräfte geschwächte Hoshi Sato, die verschlüsselten Teile zur Deaktivierung der Waffe herauszufinden, welche Degra auf seinem Schiff hinterlassen hat.

    Nachdem er Reed von seinem Plan erzählte, das Schiff mit der Waffe an Bord zu entern und diese außer Kraft zu setzen, findet er sich plötzlich 7 Jahre in der Zukunft wieder, wo ihm Daniels auf ein geschichtsträchtiges Ereignis aufmerksam macht. Daniels gibt zu bedenken, dass es sehr riskant sei, sich persönlich um die Deaktivierung der Waffe zu kümmern, doch Archer meint nur, sein Platz sei da, wo man braucht: Zur Rettung der Erde!

    Seine Position bestätigt sich jedoch zunehmest, als man beobachtet, wie die Xindi-Reptilien eine der Orbitalstationen, welche um die Erde kreisen, zerstören.

    Tucker und T’Pol begeben sich zwischenzeitlich mit der Enterprise in den Bereich der Sphären, besonders Sphäre 41, welche eine Schlüsselposition innehat. Trotz der enormen Gefahren, die Guardians haben ihre Stätten mit mächtigen Anomalien geschützt, gelingt ihnen dies, obwohl Phlox davor warnt, jeder der sich länger als 15 Minuten sich im Einflussbereich der Anomalien befindet, wird unweigerlich sterben. Durch seine Hilfe, er entwickelt ein Mittel welches den Aufenthalt im Bereich der Anomalien erträglich macht, gelingt diese Aktion und das obwohl sich bereits Veränderungen am Körper der Mannschaft bemerkbar machen. Mit einem Deflektorstrahl versucht man die Verbindungen der Sphären untereinander zu zerstören. Dieses wird jedoch von den Wesen der Sphären entdeckt und eine Anzahl von ihnen erscheinen auf der Enterprise und beginnen, die Mannschaft anzugreifen um in den Maschinenraum zu gelangen. Tucker ist jedoch in der Lage diesem Angriff standzuhalten. Nach geraumer Zeit gelingt es die Sphären zu zerstören und die Guardians verschwinden vom Schiff, somit auch die Anomalien, welche die Ausdehnung umgestalten sollen.

    Jetzt beginnt der eigentlich Kampf um die Erde. The Xindi-Reptilien greifen mittlerweile Degra´s Schiff an, während die Mannschaft verzweifelt versucht, sich auf das Schiff mit der Waffe an Bord zu begeben. Unerwartet tauchen die Andorianer unter Shran auf und verteidigen die Xindi und Archer´s Team. Shran zerstört das Schiff der Xindi-Reptilien. Deren Führer gelingt es jedoch Archer auf das Schiff mit der Waffe zu folgen. Reed und die MACOs stehen ihrem Captain als Verteidigung zur Seite, während Archer versucht, den von Sato entschlüsselten Code anzuwenden, um so die Waffe zu deaktivieren und heil auf Degra´s Schiff zu bringen. Doch der Commander der Xindi-Reptilien attackiert Archer noch bevor dieser den Reaktor vollständig zerstören kann. Archer tötet den Commander der Xindi-Reptilien mit einer Fernzündung, doch Degra´s Schiff ist nicht in der Lage, Archer auf das Schiff zurückzubringen, da der Transporter darauf nicht anspricht. Die Waffe explodiert im Weltraum, die Erde ist gerettet.

    Die überlebenden Xindi treffen mit der ENTERPRISE zusammen. Dort erzählt ein zutiefst betrübter Ltn. Reed Commander Tucker, dass Archer die Zerstörung der Waffe nicht überlebt hat. Während die Xindi-Aquatic die schwer in Mitleidenschaft gezogenen Enterprise nach Hause befördern, bedankt sich T’Pol bei den Xindi für ihre Hilfe und zeigt sich sehr erfreut darüber, dass der Rat der Xindi plant, sich neu zu versammeln, obwohl noch keine Zustimmung seitens der Xindi-Reptilien vorliegt. Diese glauben weiterhin den Aussagen der Sphärenbauer. Einer der Xindi-Humanoiden versichert den Anwesenden dass „Das Opfer, welches eurer Captain erbrachte, wird nicht umsonst gewesen sein“.

    Zurück auf der Enterprise stellt Phlox fest, dass sich die Schädigungen, welche die Anomalien auf der Haut und dem Körper der beteiligten Personen gebildet habe, in absehbarer Zeit verschwunden sein werden und auch Porthos wird über den Verlust seines Herrchens hinwegkommen.

    Man erreicht schließlich die Erde, doch jeder Funkverkehr zu Starfleet verläuft im Sande. Auch sind keine Orbitalstationen zu sehen und auch die Mondbasis scheint verschwunden zu sein. Auf Befehl T’Pols, begeben sich Tucker und Mayweather mit einem Shuttle nach San Francisco, um herauszufinden, was denn eigentlich los sei. Ihr Shuttle wird jedoch von Flugzeugen aus dem zweiten Weltkrieg angegriffen.

    In einem Hospital auf der Erde, welches mit einem Symbol des dritten Reiches versehen ist, zeigt eindeutsch sprechender Arzt einem Nazi-Offizier den verbrannten und bewusstlosen Körper eines Gefangenen: Capt. Archer! Kurz darauf tritt ein Außerirdischer in der Uniform eines Nazis vor und beginnt den Körper zu untersuchen...

    Meinung zur Episode von Daniel Räbiger

    Meinung zur Episode von Oliver-Daniel Kronberger

    Star Trek – ein Wort, dass bei Fans des Genres, wenn seit ‚Enterprise’ auch zweideutig, für höchste Ergüsse der Unterhaltung steht. Star Trek – das steht für Emotionen, Spannung, Intelligenz. In den letzten drei Jahren kam dann noch Banal-Erotik, hirnloses Weltraumgeballer und ein Captain mit Hundeblick dazu. Und nun – am Wendepunkt der Gezeiten - bescheren uns Berman und Braga remanische Nazis. Ist doch ein Remaner weder schwarzbraun wie die Haselnuss noch arisch wohl gebaut (dem langen Schuften in den Minen auf Reman sei Dank). Nicht mal die Augen sind blau - na ja dafür glühen sie schön hübsch rot. Ist auch etwas.

    Ich habe selten einen derart krank konstruierten Cliffhanger gesehen: Nach einer heroischen Mission, geprägt von gut inszeniertem Pathos, einer mitreißenden Szene mit Hoshi, einer spannenden Verfolgungsjagd, gut dosiertem Humor, Archers ungläubigen Pantomimenblick bei der Zerstörung der Raumstation im Erdorbit und der unerwarteten Explosion der Xindi-Waffe kommt was? Ganz klar, ein deutsches Kriegslazarett mit remanischem General im zweiten Weltkrieg. Was wäre nahe liegender… na ja Gruppensex in der Krankenstation vielleicht.

    Was habe ich mir vor tiefer Bestürzung über Archers Tod verschmitzt die Hände gerieben und bis über beide Ohren gegrinst – und dann so etwas! Nichts gegen überraschende Wendungen. Aber um des Schockmomentes willen einfach mal den Captain explodieren lassen und ihn dann bei den Nazis wieder auferstehen lassen (hatten die damals nicht mit so etwas experimentiert?) halte ich für übertrieben. Das schlimme an Science-Fiction ist ja, man kann solche Dinge dann einfach mit einem kollabierten Metaphysiomembran im Raum-Zeit-Kontinuum erklären. Ein Freibrief für alle gescheiterten Autoren.

    „Hey mir fällt nichts mehr ein…“

    „Nimm doch einfach Nazis. Die sind böse und ein Reizthema in der Gesellschaft. So etwas wie Überfettung dank Fast-Food Konsum.“

    „Klasse Idee – und arisch sieht Archer ohnehin aus. Hoshi hat auch sicher deutsche Sprachsampels im Universaltranslator.“

    *Händereib*

    Ja genau – Über-Archer! Das ist es – die Endlösung der Cliffhangerfrage: Dank des Captains Einfluss in der Vergangenheit - und jetzt aufpassen Untergebene, jetzt verrät der DR die Auflösung der 4. Staffel Enterprise - wird sich die Geschichte ändern, die Menschen der Zukunft werden vor dem ursprünglichen Angriff der Xindi gewarnt, die erste Sonde wird zerstört, die Xindi begreifen dass die Sphärenbauer nur ein übles Spiel mit ihnen treiben und die ganze dritte Staffel hat nicht stattgefunden. All das dank Über-Archer, der mit blondem Haupthaar geschmückt als Untergebener des Führers Teile seiner Reden schreibt und darin geheime Botschaften einbaut, welche Gelehrte viele Jahre später entschlüsseln. Somit ist die Star Trek Zeitlinie gewahrt, alles wie vorher und - wie immer bei Enterprise - alles ist umsonst gewesen.

    Dank dem zeitlichen Paradoxon ist dann die Explosion der Megawaffe der Xindi nie passiert und Archer ist wieder auf der Enterprise…

    Klingt unglaubwürdig? Ist aber so.

    Jetzt aber mal zum guten Teil der Folge: die ernorme Dynamik und Spannung. Selten war Enterprise so rasant und ‚flüssig’. Besonders hervorheben möchte ich den Nervenzusammenbruch von Hoshi welcher ans Eingemachte ging. Auch T’Pols fürsorglicher Griff nach Über-Archers Hund Porthos war eine nicht zu verachtende Charakterentwicklung. Zusammen mit der spannungsgeladenen Verfolgungsjagd war ‚Zero Hour’ durchaus sehenswerte Unterhaltung. Nur eben kein Star Trek. Da mögen Über-Archers blaue Augen noch so böse funkeln…

    Apropos blaue Augen – wo kam Shran eigentlich plötzlich her? Ach halt, den hat ja der Führer dank Über-Archer herbefohlen…

    Jetzt stehe ich als Rezensent etwas im Regen. Die Folge war unterhaltsam, spannend und sinnfrei. Gut inszenierte klassische Unterhaltungskost. Kann man das honorieren? Oder sollte man die Messlatte ruhig da anlegen wo sie einmal gewesen ist? Sollte man das Season Finale ‚Zero Hour’ mit anderen Folgen der Star Trek Familie vergleichen? Mit ‚The inner Light’ oder ‚Best of both Worlds’ aus TNG zum Beispiel. Oder mit ‚Inter Arma Enim Silent Leges’ und ‚The Siege Of AR-558’. Sollte man sich die Freiheit herausnehmen und sagen „Nein, so etwas muss ich mir nicht gefallen lassen – ich möchte Anspruch und Tiefgründigkeit“? Oder sollte man schweigen, die Tüte mit Popcorn in die Hand nehmen und mit sabbernden Mundwinkeln vor lauter Freude vor dem Fernseher auf und ab hopsen?

    Ich für meinen Teil möchte mich nicht damit zu frieden geben was die Masse gerne sieht. Die Masse ist mir egal. Ich will keine Mainstream-Action. Ich will genau das Gegenteil. Das was Star Trek immer ausgemacht hat. Ich will intelligente Dialoge, ich will Behandlung zeitkritischer Themen, ich will keine Nazis am Folgenende.

    Jeder der Enterprise Charaktere hat so viel Potential – man müsste sie nur einmal dorthin vordringen lassen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist…

    BEWERTUNG


    Gesamt: 5/10 Punkten

    Fußpilz:
    Erotik:
    Action:
    Spannung:
    Anspruch:

    Hier ist es nun, das lang erwartete Finale der dritten Season von Star Trek ENTEPRISE. Mit einem überraschendem und auch gefährlichem Ende, doch mehr dazu später.

    In gewohnter Manier erleben wir ein rasendes Finale in dem alle bekannten und bisher gezeigten Elemente der Geschichte zu einem, in erster Linie völlig überraschendem Ende gebracht werden, falls man wirklich von einem Ende reden darf. Oder ist es erst der Anfang? Unweigerlich hat sich die Geschichte zu einer actionreichen, bewegenden und mitreißenden Handlung entwickelt, welche mit dieser Episode fortgesetzt wird. Zweifellos ist diese Staffel die bisher beste, falls man von vielen Einzelepisoden der vergangenen beiden Staffeln mal absieht. Ich gehe davon aus, dass das dieses gezeigte Ende von langer Hand vorbereitet wurde und auch unter dem Eindruck der bevorstehenden Absetzung der Serie zustande kam. Jedenfalls zeigt es sich, dass es mit Mut und Risiko gelingen kann, den Zuschauer dennoch von den Sitzen zu reißen. Auch wenn mir hier einige widersprechen möchten.

    Ich rechnete mit einem guten Ausgang des Geschehens, deutete sich doch die Überlegenheit des Konzepts schon vor einigen Folgen an und wurde doch wieder einmal, völlig überrascht.

    Imponierend ist der Auftritt der Sphärenbauer, welche mit dieser Folge so schnell verschwunden sind wie sie auftauchten. Das finde ich bedauerlich, ich hätte gerne mehr über sie und ihre Absichten erfahren.

    Ihr Auftreten auf der Enterprise, während diese sich trotz der gravierenden Gefahren in den tödlichen Bereich der Sphären begibt und man an der Mannschaft Veränderungen des Körpers bemerken kann, ist rasant, wild und mit einer ungeheuren Dynamik inszeniert, welche in einem „First Contact“ Gefühle aufkommen lassen.

    Mit der Hilfe unseres beliebten Bordarztes gelingt es den MACOs, und durch eine Veränderung der Waffeneinstellung, die Guardians in Schach zu halten und ihnen Schaden zuzufügen. Während sich die ENT in die Nähe der Sphären begibt, tauchen 9 dieser mysteriösen Wesen auf der ENTERPRISE auf und es beginnt eine mitreißende Sequenz. Die Guardians verstärken die Anomalien als die ENT sich in ihre Nähe begibt und als sich Veränderungen and der Körperstruktur der Mannschaft bemerkbar machen erreicht die Dramatik ihren ersten Höhepunkt. Die Zerstörung der Sphären mittels eines modifizierten Deflektorstrahls. Zugegeben, nicht ganz neu und innovativ, aber effektiv. Etwas mehr Imagination wäre wünschenswert. Die Szenen und technische Realisierung der Effekte sind nach wie vor alle erste Güte. Auf Degra´s Schiff spielt sich mittlerweile ein anderes Drama ab. Und endlich sehen wir eine verzweifelte Hoshi, Archer drängt sie die verschlüsselten Daten zur Ausschaltung der Waffe herauszufinden. Diese Aufgabe bringt die Kommunikationswissenschaftlerin bis kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Dennoch so kurz am Ende ihrer Kräfte bietet sich hierin eine bemerkenswerte Leistung, welche Linda Park viel Können und Einfühlung abverlangt. Hierzu mein großes Kompliment. Mit viel Mut lassen sich große Dinge bewältigen, trotz aller Anfeindungen. Angesichts der vergangenen Erlebnisse war diese Reaktion längst überfällig. Zu schnell schien sie sich von den Ereignissen erholt zu haben, welche sie kürzlich erlebte.

    Enter Shran! Sein Auftauchen bringt zusätzlich Bewegung in die mittlerweile flüssige und strukturierte Handlung. Aber noch zusätzlich Überraschungen warten auf, sie alle hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

    Neben einigen Kleinigkeiten - so erfahren wir T’Pols Alter sie ist 66 - einigen guten und intensiven Dialogen und Charakterentwicklungen, so ist es nur eine Minute, welche das Bild von ENT über den Haufen wirft. Und mit einem Cliffhanger endet. Brutal und erwartet erleben wir und ich meine persönlich, ein sehr gewagtes Ende. Die Enterprise kehrt zwar sicher zur Erde zurück, doch nicht auf die Erde wie wir sie kennen, sondern eine, welche von Aliens beherrscht wird, die in Naziuniformen auftreten. Anfänglich war ich baff, ehrlich, mittlerweile weiß ich nicht so recht wie ich die Sache einschätzen soll. Es ist nicht gerade Neuland, auf dass sich ENT hier begibt, hatten wir doch diese Thematik in der VOY „The Killing Game“ und wurde dort sehr gut umgesetzt. Auch die TOS Serie hatte eine Folge „Patterns of Force“, welche es jedoch nicht in das deutsche Fernsehen geschafft hat, eben aufgrund der heiklen Thematik. Ich bin von der Gestaltung und Ausführung der Schlusssequenz zwar beeindruckt, doch auch enttäuscht. Mir wäre es lieber gewesen, ENT wäre in eine Zeit zurückgekehrt, welche die Französische Revolution oder das Mittelalter (ha - Archer vor dem Großinquisitor, mir fallen hierzu einige gute Dialogmöglichkeiten ein) umfassen würde, doch müssen es unbedingt wieder als Nazi verkleidete Aliens sein? Man fällt wieder leicht in altbekannte Clinches zurück. Kann es denn auch sein, dass man die Nazis als Symbol des Bösen benutzt? Und schließlich betonten die Xindi-Reptilien immer wieder ihre Stellung und Aufgabe, die Welt der Xindi vom Bösen zu beschützen. Zufall aber nicht, Parallelen mit der heutigen Zeit sind offensichtlich. Wie der Ausgang der Situation ist, hat sich nicht nur in Realität gezeigt. Auch bei ENT kam es zu einem sehr ergreifenden Ende. Hier möchte ich mich für den Einwand einer lieben Leserin bedanken, der mich zwischenzeitlich nachdenklich stimmte. Andererseits erwartete ich, dass man einen flotten Übergang in die mittlerweile bestätigte vierte Staffel finden würde. Der Handlungsbogen der Xindi mag ja jetzt zufrieden stellend geklärt sein, noch ist jedoch der temporale kalte Krieg nicht gelöst. Fragen tauchen auf. Wo sind die Suliban? Ist das Spiel mit den Xindi nur eine Täuschung gewesen um von diesem eigentlichen Problem abzulenken? Von den Suliban und dem Future Guy, der nach wie vor sein Unwesen treibt, fehlt jede Spur? Haben etwa die Xindi selbst und hier in besonderen die Xindi-Aquatics nur gute Miene zum bösen Spiel getrieben? Welche Zeit ist die, in der die Enterprise zurückgekehrt ist? Dutzende Fragen, die sich mir und einigen Freunden in unserer nächtlichen Diskussionsrunde stellten. Ich muss jedoch schon zugeben, dass sich auch Gefahren in dieser Vorgehensweise eröffnen. Gerade der Wechsel auf den Sendeplatz am Freitag, birgt Risiken und man sollte bitte nicht die Handlung überdrehen, sie ist aufgrund des temporalen kalten Krieges sowieso schon sehr undurchsichtig. Es besteht die Gefahr, die ganze Handlung in absurde Bahnen zu lenken. Doch wer weiß, vielleicht haben die Macher von ENT schon ihre Handlung weit darüber hinaus geplant. Zumindest wünsche ich mir keine Auflösung in nur einer Episode, wir wissen ja, dass man in der vierten Staffel mit kleineren Storybögen rechnen kann.

    FAZIT: Eine abermals spannende und actionreiche Geschichte, welche einige Details zum Ende bringt, jedoch auch viele neue Fragen und Eindrücke aufwirft. Eine gute flüssige Handlung, gemischt mit herausragenden Bildern und abgerundet mit kleineren Charakterentwicklungen und Dialogen. Aufgrund des völlig überraschenden Endes und der nach wie vor großen Anzahl ungeklärter Fragen, sowie mangels neuer Innovationen besonders im Bezug auf den Schluss, gibt es diesmal keine 9/10. Es mag sein, dass zwar die Erklärung uns für manches noch nachgereicht wird, es wird jedoch verdammt schwer für eine plausible Begründung zu sorgen.

    BEWERTUNG


    Gesamt: 8/10 Punkten

    Spaß
    Erotik
    Action:
    Spannung:
     
    Meinung zur Episode von Sebastian Ostsieker Meinung zur Episode von Marcel Labbé-Laurent

    Wow! War mein erster Gedanke, nachdem ich diese Folge zu Ende geschaut hatte. Nicht so ein großes „Wow!“, wie bei „Azati Prime“ oder „The Council“, aber dennoch Wow!

    Fangen wir mit dem an, was mir an dieser gefallen hat: Da hätten wir zum einen Linda Park, die als Hoshi ja bereits in der letzten Folge einiges zutun hatte. In dieser Folge zeigt sie uns noch ein weiteres Mal ihr schauspielerisches Talent, denn die gequälte Sato stellt sie hervorragend dar!

    Jeffrey Combs zu sehen ist auch immer wie eine Erleuchtung. Einmal mehr zeigt er sich uns in der Rolle als Shran, die in dieser Folge leider zu einer eher unbedeutenden Nebenrolle degradiert wurde. Schade, da hätte man mehr draus machen können.

    Zur Story: Rick Berman und Brannon Braga haben hier ein würdiges Ende für den Xindi-Handlungsbogen geschaffen, das durchweg spannend und mitreißend ist. Besonders hervorzuheben sind hier Hoshis Schuldgefühle, die wunderbar geschrieben und – wie bereits gesagt – auch wunderbar dargestellt wurden.

    Positiv zu erwähnen sind sicherlich auch einmal mehr die Special Effects, hier ganz besonders die im Innern der Waffe und die Vernichtung von Sphäre 41. Was leider zum Einheitsbrei verkommen ist, sind die Szenen im Vortex. Da hätte man sich etwas Besseres einfallen lassen können, statt den Slipstream-Effekt aus Voyager (der im Serien-Finale der Serie auch nebenbei noch als Transwarpeffekt herhalten musste) zu nehmen. Aber das war ja schon aus der vorherigen Folge „Countdown“ vorherzusehen.

    Jetzt zu dem, was mir nicht gefallen hat: Die Sphere-Builder. Ich mag die nicht. Die kommen mir seit ihrem ersten Auftritt in „Damage“ wie eine schlechte Kopie der Gründer aus Deep Space Nine vor und zwar gekreuzt mit den Propheten aus gleicher Serie.

    Der SFX-Einheitsbreit im Vortex und im Erdorbit. Die Vernichtung der Waffe sah zwar beeindruckend aus, aber dank ihrer Form und Farbe/Beleuchtung erinnerte sie doch stark an die Vernichtung der Borgsphäre in First Contact. Und dann die Forschungsstation im Erdorbit. Da hat man die Midas-Phalax aus Voyager wieder belebt. Toll. Sieht nur zu neu aus für die Zeit, in der Enterprise spielt.

    Und kommen wir nun zum – für mich – größten Manko dieser Folge: Das Ende. Klar, es lässt für Season 4 großes erwarten und ich bin echt gespannt auf die neue Staffel und ich habe auch nichts dagegen, dass ein Alien (war es ein Remaner, denn danach sieht er wirklich sehr aus) in der Vergangenheit (oder alternativen Zeitlinie) offenbar auf der Erde Befehlsgewalt zu haben scheint, ABER: Aber müssen es denn schon wieder die Nazis sein? Sollte man nicht meinen, dass es nach 1945 genug Schlechtes und Böses auf der Welt gegeben hat? Brauchen wir denn in allen Serie den Standart-Bösen Deutschland? Akte X, Voyager und jetzt Enterprise, um nur ein paar zu nennen. Es fängt langsam an mich ehrlich anzukotzen. Mir würden jetzt spontan zwei bis drei „Regime“ einfallen, die wesentlich aktueller sind und sicherlich ohne Probleme in dieser Folge an die Stelle der Nazis hätten treten können. Aber nein! Es müssen mal wieder die bösen, bösen Deutschen herhalten.

    BEWERTUNG


    Gesamt: 7/10 Punkten

    Spaß:
    Erotik:
    Action:
    Spannung:
    Anspruch:

    ACH DU SCHEIßE. Okay, das zeugt jetzt nicht von meiner sprachlichen Gewandtheit, aber was anderes fällt mir zu dem Cliffhanger nicht mehr ein. Selten wurden wir wohl so in der Luft hängen gelassen, mit so wenig Wissen, was denn nun los ist. Ist dies die Vergangenheit oder eine parallele Zeitlinie der Spherebuilder. Ist das wirklich ein Remaner gewesen? Was hat Daniels damit zu tun? Der sollte mal lieber kommen und das wieder gerade biegen. Das wird ein sehr, sehr, sehr langer Sommer!

    Zu der Folge an sich: Hoshi kann man wohl getrost mit zu den psychischen Opfern des Xindi-Krieges rechnen. Archer schleift sie ganz schön über ihre Grenzen. Zum Glück hat sie es geschafft. Aber ihre psychische Erschöpfung war schauspielerisch sehr gut rüber gebracht. Die Make-Up Abteilung hat mit ihren Anomalien-Nebenwirkungen auch sehr schöne Arbeit geleistet. Gebangt saß ich vorm Schirm, hoffend, dass die NX-01 es schafft diese Sphären endlich zu vernichten, als dann auch noch diese Spherebuilders auftauchten. In meiner persönlichen Feind-Hass-Hitliste in ST stehen die auf Platz eins. Ihre arrogante und hochmütige Art, sich einfach in ganze Zeitlinien zu ihren Gunsten einzumischen, bringt mich ziemlich auf die Palme und als sie dann auch noch versuchten das Schiff zu „sabotieren“, wollte ich ihnen am liebsten persönlich an den Kragen.

    Als Shran erschienen ist, habe ich mich sehr gefreut, auch wenn sein Auftritt nicht durch besondere Substanz glänzte und mehr als unvermittelt kam. In „Proving Ground“ gefiel er mir besser und war einfach logischer eingebaut.

    Archers Heldennummer fand ich angesichts dem, was Daniels uns und ihm über seine Rolle in der Zukunft verraten hat, irgendwie unpassend und sehr dickköpfig. Aber das scheint seine Art zu sein. Als dann auch noch seine Flucht aufgehalten wurde und er sich mit dem Reptilien-Commander Dolan rumschlagen musste, kam in mir schon das Gefühl auf, dass wird zu knapp. Die beiden haben sich ja für eine Kernüberladung ganz schön lange duelliert, einige Gerüchte besagten ja auch, dass Archer es nicht überleben wird. Und so hielt sich die Überraschung dahingehend in Grenzen. Die Trauer an Board war zwar deutlich spürbar, aber doch recht kurzweilig und ich fragte mich, endet so wirklich Season 3?

    Doch dann war die Enterprise wieder Zuhause. Zuhause? Nunja, anscheinend doch nicht. Die Erde ist es. Aber sonst stimmt gar nichts mehr. Ich habe immer noch keinen rechten Plan, was da schiefgelaufen ist und fiebere Season 4 entgegen. Ein Glück, dass sie kommt.

    Größter Kritikpunkt war das Auftauchen der Nazis. Müssen es immer Nazis sein, wenn wir böse brauchen? Ich habe mich gefreut, dass mal deutsch in StarTrek gesprochen wird. Aber so? Naja, amerikanische Serie eben...

    Fazit: Sehr spannendes Finale, das ein absolut unvermitteltes Ende dransetzt, dass einen wirklich die Haare zu Berge stehen lässt. Doch im Hauptteil erreicht es nicht ganz das Niveau der vorherigen Folgen.

    BEWERTUNG


    Gesamt: 8/10 Punkten

    Spaß:
    Erotik:
    Action:
    Spannung:
    Anspruch:

    Quelle: treknews.de

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