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...die Krankheit ohne Heilung
  • Star Trek 08: Der erste Kontakt

    Der erste Star Trek Kinofilm ausschließlich mit der TNG Crew - ein voller Erfolg!

    Inhalt

    Als ein Borgwürfel die Erde attackiert, greift Picard an Bord der neuen Enterprise E entgegen seiner Befehle in die Schlacht um die Erde ein. Es gelingt der Flotte, den Würfel zu zerstören, doch während er explodiert, verlässt ihn eine Borgsphäre, die daraufhin einen Zeitsprung macht, und die Erde in der Vergangenheit assimiliert. Die Enterprise folgt dem sich wieder schließenden Zeitwirbel der Sphäre in die Vergangenheit, ins Jahr 2061. Kaum angekommen, zerstören sie die Sphäre, die mehrere Torpedos auf eine Raketenabschussbasis in Montana abgefeuert hat. Dort befindet sich nämlich die Phönix, das erste Schiff mit Warpkapazität, das nur wenig später ihren Jungfernflug haben soll, dem nach Föderationsgeschichte der erste Kontakt mit einer fremden Rasse folgen würde. Die Enterprise muss ein Ingenieursteam abstellen, um die beschädigte Phönix zu reparieren, und so ihr und ihrem Erbauer Zefram Cochrain den ersten Kontakt zu ermöglichen.
    Unterdessen stößt man an Bord der Enterprise auf ein gewaltiges Problem: Die Borg konnten sich kurz vor Zerstörung ihrer Sphäre auf die Enterprise beamen, und sind nun dabei, das Schiff und ihre Crew Deck um Deck zu assimilieren. Der Hauptcomputer wird gesperrt und es entbrennt ein erbitterter Kampf um die Enterprise, bei dem die Borg Data gefangen nehmen, und er vor ihr Oberhaupt geführt wird, die Borgqueen. Sie versucht Data mit lebender Haut und Gewebe zu überziehen und ihn somit der Menschlichkeit so nahe zu bringen, wie er es noch nie war, um ihn für sich zu gewinnen. Die Borg sind derweil auf dem Vormarsch, und trotz der Zerstörung der Deflektorphalanx lassen sich die Pläne des Kollektivs kaum durchkreuzen. Nach einem heißen Wortgefecht erklärt sich Picard bereit, den sinnlosen, weil aussichtslosen Kampf zu beenden, und er befiehlt die Selbstzerstörung und Evakuierung des Schiffs einzuleiten. Picard selbst bleibt an Bord und versucht Data zu retten. Er trifft auf die Borgqueen und bietet sich ihr freiwillig an, um Data gehen zu lassen. Doch der scheint sich den Borg angeschlossen zu haben, denn auf Kommando der Queen deaktiviert Data die Selbstzerstörung, gibt den Borg die Kontrolle über die Enterprise und feuert eine Reihe von Quantentorpedos auf die mittlerweile gestartete und warpsprungbereite Phönix ab. Doch die Torpedos verfehlen die Phönix, und Data setzt Kühlplasma frei, das die organischen Komponenten der Borg auflöst, und die Queen tötet. 
    Der Sprung der Phönix ist geglückt und die Crew der Enterprise, ehe sie in ihre Zeit zurückkehrt, wohnt des Abends noch dem historischen Moment bei, als ein Patrouillenschiff in Montana landet und der erste Kontakt hergestellt wird - mit spitzohrigen Außerirdischen.

    Kritik

    Der achte Teil der Saga war ein voller Erfolg an den Kinokassen, und ein guter Start für die neue Crew der Enterprise in ihr erstes eigenes Kinoabenteuer. Der Film wusste äußerlich auf ganzer Linie zu überzeugen: Die Spezialeffekte aus der Schmiede von ILM ließen keine Wünsche offen, die neue Enterprise ist schnittig und spritzig designed (wenngleich ich den Hals vermisse), das Makeup ist oscarnominiert und die Musik von Altmeister Goldsmith mit Unterstützung seines Sohnes ist exzellent, speziell das First Contact-Thema ist einfach wunderbar trekkig. Die Handlung selbst ist actiongeladen, es kommt keinerlei Langeweile auf, einige witzige Szenen sind auch diesesmal dabei, wie etwa Deanna Trois Vollrausch, und es geht dennoch um einen Urgedanken Star Treks, den ersten FRIEDLICHEN Kontakt mit einer fremden Rasse, den Vulkaniern.
    Speziell das Thema des ersten Kontakts, des damit verbundenen gegenseitigen Vertrauens ist wundervoll gewählt, und wird nicht nur am Ende des Films gezeigt, denn das wäre etwas dünn, sondern auch im Verhältnis zwischen Picard und Lilly. Insbesondere die Ahab-Szene ist bemerkenswert, denn hier wird der rachsüchtige Picard, was ein Charakterzug ist, der dem sonst so besonnenen Captain der Enterprise überhaupt nicht zu Gesicht steht, zur Ordnung gerufen. Und zwar von der außenstehenden Lilly, die von all den Geschehnissen an Bord und Picards Verfehlung eigentlich gar nichts weiß, jedoch einen klaren Maßstab an das Beobachtete legt, und äußerst scharf zwischen richtig und falsch zu unterscheiden vermag. Ähnlich wie dies die Föderation mit ihren Direktiven handhabt, die sinngemäß ausgelegt auf jede Situation passen (auch im Deltaquadranten, Miss Janeway), und als moralischer Verhaltenskatalog gelten können. Sie, Lilly, die eine der Grundsteinlegerinnen der künftigen Föderation ist, muss Picard, gewissermaßen das Endprodukt zu dem mahnen, was die Föderation, was Star Trek ausmacht. Zum Glück hält er sich daran. Bei einem Warlord wie Sisko wären diese Worte wahrscheinlich auf taube Ohren gestoßen, ähnlich taub, wie Sisko gegenüber den Propheten in den letzten DS9-Staffeln war.
    Doch es gibt auch einige Kritikpunkte. Wie immer stellen Zeitreisen an sich ein großes logisches Problem dar. Warum haben die Borg nicht einfach ein Lichtjahr vor Erreichen der Erde ihren Zeitsprung gemacht? Keiner hätte sie daran hindern können, und kein feindliches Schiff wäre in ihren Zeitsog geraten. Ist der Beschuss der Raketenbasis an sich nicht schon so drastisch genug, dass die Zeitlinie nachhaltig beeinflusst wurde? Nach Chaostheorie kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in China genügen, um in Florida einen Hurricane auszulösen. Was könnte ein Duzend Torpedos verursachen? Sei es drum. Auch die Borg an sich sind zu bemäkeln. Sämtliche Entwicklungen, die sie in der Serie durchgemacht hatten wurden ignoriert, stattdessen wurde eine Queen, von der noch nie zuvor jemand gehört hat eingeführt, die dem Sinn des Kollektivs völlig widerspricht. Denn sie bringt in das sogenannte Chaos Ordnung, und zwar eine hierarchische, die dem, was das Kollektiv sein soll, nämlich ein Wille, der das gemeinschaftliche Produkt seiner Köpfe ist, komplett entgegensteht. Andererseits würde das erklären, wie es möglich ist, dass ein Volk, das sich aus so vielen Individuen zusammensetzt, dem Individualismus entsagt und sich in eine Sklaverei des Gemeinschaftsgeistes begibt - die Sklaverei entstammt nicht dem Gemeinschaftsgeist, sondern den Borgqueens, die diesen Geist beherrschen. Ebenfalls kritisch zu hinterfragen ist, ob dieser Film nicht zu militant ist, denn schließlich wurde hier massiv von Alien/ Aliens abgekupfert, und es stellt sich die Frage, was das noch mit Star Trek zu tun haben soll.
    Fazit: Star Trek VIII ist einer der besten, wenn nicht gar der beste Star Trek-Film von allen. In ihm finden sich eine geschlossene und spannende Handlung, auch Humor ist auffindbar, die Äußerlichkeiten sind exzellent und das Thema des ersten Kontakts ist Star Trek pur. Berücksichtigt man das Grundproblem einer Zeitreise, sowie die leicht von der Serie abgekehrte Borgart und hinterfragt das recht militante Spektrum des Films, bleibt dennoch ein Werk, das für jedes Publikum mehr als nur zu empfehlen ist. Anschauen!

    Markus Sampl


    Quelle: http://www.treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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