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...echt krasse Schnecken Alter
  • Star Trek 09: Der Aufstand

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    • Daniel Räbiger
    Für manche ein genialer Film, für viele ein Veriss - dieser Film spaltet die Fangemeinde...

    Inhalt

    Admiral Dougherty fordert Datas Baupläne an, um den Androiden zu deaktivieren oder zu zerstören, da dieser bei einer Beobachtungsmission scheinbar außer Kontrolle geraten ist. Picard beschließt, sich der Sache selbst anzunehmen und begibt sich mit der Enterprise in den Brior Patch, einer Region des Alls, die voller Störungen ist und Subraumkommunikation erschwert, und in dem der Planet liegt, auf dem Data seine Mission erfüllen sollte. Picard und Worf fangen Data, und Geordi repariert ihn, wobei er feststellt, dass Datas Beschädigung durch einen Phaserbeschuss keine Notwehr war, wie Admiral Dougherty an Bord eines Schiffes der verschlagenen Son´a behauptet, sondern vielmehr die Ursache für dessen Funktionsstörung. Picard und Co stellen Nachforschungen an und beamen auf den Planeten, auf dem das pazifistische Volk der Ba´ku lebt, und deren Sprecherin Anij auf Picard eine Faszination ausübt. Sie finden nicht nur heraus, dass die Ba´ku trotz ihrer einfachen Lebensweise den Warpantrieb kennen, ihn jedoch nicht benutzen, sondern sie entdecken in einem See ein getarntes Schiff der Föderation, in dem eine holografische Nachbildung des Ba´kudorfes ist, die offenbar zur Zwangsumsiedelung des kleinen Volkes gedacht ist. Der Grund dafür findet sich bald: Die Ringe um den Planeten strahlen eine Energie aus, die auf seine Bewohner wie ein Jungbrunnen wirkt und das Leben enorm verlängert. Die Son´a haben eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, sich diese Macht nutzbar zu machen, allerdings würde die Heimat der Ba´ku für Generationen unbewohnbar werden. Der Föderationsrat scheint dafür die Zwangsumsiedlung in Kauf zu nehmen und damit die Prinzipien der Föderation zu verraten, doch Picard spielt da nicht mit. Bis auf Riker und Geordi verlassen die anderen Offiziere die Enterprise und bringen die Ba´ku unter den Angriffen der Son´a in die Berge, damit sie nicht gewaltsam vom Planeten weggebeamt werden können. Die Enterprise versucht derweil den Brior Patch zu verlassen, um die Öffentlichkeit der Föderation von den Ereignissen in Kenntnis zu setzen, wird unterwegs jedoch von zwei Son´a-Schlachtschiffen attackiert, doch Riker gelingt es durch ein gewagtes Manöver die Son´a außer Gefecht zu setzen. Unterdessen sind weitere Ba´ku entführt worden, unter ihnen Anij und Picard. An Bord des Son´a-Kommandoschiffes kommt es zur Stunde der Wahrheit - Picard deckt auf, das die Son´a und Ba´ku von derselben Rasse stammen und die Föderation mitten in eine Blutfehde geschlittert ist. Dougherty kehrt sich von Ru´afo, dem Führer der Son´a, ab und wird von ihm ermordet. Ru´afo setzt den Countdown für seine Technik in Gang und nimmt damit den Tod des ganzen Ba´kuvolkes in Kauf, was seinen treuesten Gefolgen dazu bringt, dies verhindern zu wollen. Er befreit Picard und es gelingt ihnen, die Technologie zu zerstören, wobei Ru´afo umkommt. Die Ba´ku sind gerettet, und die Enterprise bricht wieder auf, gefährliche Zeiten für die Föderation vor Augen sehend...

    Kritik

    Ein Moment kann ein ganzes Universum sein - Star Trek neun nimmt sich diesen Moment und zeigt ein Star Trek-Universum von einer ganz eigenen Warte aus; einer überaus humorvollen. Auch dieser Film hat eine ganze Reihe positiver Seiten, sei es nun die Musik, die abermals von Altmeister Goldsmith komponiert wurde, die Kameraführung, das Makeup, das riesige Set oder die Spezialeffekte, die diesesmal nicht von der Episode I-ausgelasteten Lucas-Schmiede ILM, sondern von VIFX geschaffen wurden, ohne Modelle komplett aus dem Rechner. Der Unterschied fällt jedoch kaum auf, so dass festzuhalten bleibt, dass VIFX wirklich großartige Arbeit abgeliefert hat. Zahllose Außenaufnahmen lassen den Film frischer und freier wirken als seinen Vorgänger. Auch die Handlung ist spannend erzählt, es gibt keine Durchhänger und der Plot von der Jagd nach dem ´Gral´ der ewigen Jugend ist interessant, weil er einerseits die Crew Verjüngungen durchleben lässt und vor allem weil er zum Nachdenken anregt, allerdings wäre er alleinstehend etwas zu wenig. Glücklicherweise wartet der Film noch mit vielen andern Elementen auf und erzählt zu jedem Charakter eine kleine Geschichte: Picard darf sich in Anij verlieben, Riker und Troi wärmen ihre alte Geschichte wieder schwungvoll auf, Data hat ohne Emotionschip wieder etwas von seinem pinocchiohaftem zurückgewonnen und Geordi kann wieder sehen. Worf pubertiert und Crushers Brüste werden straffer, womit wir beim nächsten, auffälligsten Punkt wären: Der Humor. Im Vergleich zu dem sehr ernsten First Contact ist Insurrection beinahe eine Komödie oder vielmehr eine Parodie, schon fast die Galaxy Quest der Next Generation. Ich habe selten so gelacht in einem Star Trek-Film (außer bei Teil 1, aber das lag nicht in der Absicht des Films), sei es nun die Szene, in der Data überprüft, ob Rikers Rasur wirklich so glatt ist wie ein Androidenpopo oder Worfs Pickel, der von jedem Crewmitglied kommentiert wird, und speziell von Riker in der deutschen Übersetzung (die in diesem Fall witziger ist als das englische Original) mit einem herrlichen Spruch bedacht wird. Auch sehr schön bereits am Anfang ist das Ineinanderübergreifen und Auseinandergleiten der Dialoge. Der Zuschauer bekommt einen Teil des einen Dialogs mit, der im Hintergrund entschwindet und stolpert in den nächsten hinein. Endlich rührt sich einmal was auf der Enterprise, es herrscht emsiges Treiben und man steht mitten in der Feier. Wunderbare Dynamik! Das Erleben des Moments und die Andeutungen zur menschlichen Wahrnehmung sind schon fast philosophisch, allerdings mehr angedeutet und nicht die Message des Films. Picards Widerstand gegen den Verrat an den Föderationsgrundsätzen ist schön und lässt für Teil zehn auf mehr hoffen.
    Was uns zur Kritik führt. Was mir den Kinospaß etwas gedämpft hatte, war die falsche Erwartungshaltung, die der Titel des Films in mir geweckt hatte. ´Insurrection´ ist doch wohl ein Witz. Star Trek - Der Zwergerlaufstand wäre ein weitaus treffenderer Titel, denn Picards Aufbegehren gegen den Admiral ist nichts wirklich weltbewegendes. Auch der Umstand, dass die Son´a die Bösewichte spielen fand ich bedauerlich. Ich hätte beim Aufstand erwartet, dass bürgerkriegshaft Föderationsschiffe sich gegenseitig bekämpfen; das wäre schon wesentlich dramatischer gewesen, ähnlich wie in der DS9-Folge Paradise Lost (84). Aber es wird am Ende ja angedeutet, dass schwere Zeiten auf die Föderation zukämen, was nicht nur Appetit macht auf mehr, sondern den Aufstand eher als Einleitung zu einem viel größeren Ereignis gelten lässt. Was neben dem leider nicht allzu starken durchschaubaren Plot noch häufig kritisiert wird, ist das, was am häufigsten gelobt wird: Der Humor. Manchen ist es einfach zu viel, es fehlt dem Film etwas an Ernsthaftigkeit. Gerade dadurch wirkt die Crew jedoch viel lebendiger und nicht so steif. Sicher, Worf hat es voll erwischt, der Klingone wird fast nur verschaukelt, aber was ein echter Krieger ist, der muss auch einstecken können. Wirklich lächerlich ist jene Szene, in der Riker die Enterprise mit dem Joystick lenkt, aber solche Dinger sollte man nicht überbewerten.
    Fazit: Star Trek - Insurrection ist ein guter Film. Die Äußerlichkeiten stimmen, der Film ist sehr dynamisch, spannend und enorm humorvoll. Hier liegt auch die Crux des Ganzen, denn nicht jeder verträgt so viel Spaß, und so kann es sein, dass sich manch ein Fan auf den Schlipps getreten fühlt, wenn er Star Trek zur Komödie werden sieht. Das passiert jedoch nicht. Der Plot ist etwas Schwach, ansonsten ist der Film für jeden Nicht-Trekkie sehenswert, und für jeden Trekkie, der Spaß versteht, ganz besonders.

    Markus Sampl


    Quelle: http://www.treknews.de
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    • Daniel Räbiger

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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