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...nicht immer - aber manchmal doch!
  • Star Trek Nemesis - der Soundtrack

    Meisterwerk oder Rohrkrepierer?
    Mit großen Erwartungen riss ich heute Morgen das frisch gelieferte Päcken mit dem Star Trek Nemesis Soundtrack auf – endlich da! Die CD wird in der Standarthülle geliefert. Auf der Vorderseite ziert das schon bekannt Nemesisplakat das Cover mit dem Hinweis, dass es sich bei dieser CD um den originalen Soundtrack, komponiert von Jerry Goldsmith, handelt. Auf der Rückseite befindet sich eine Großaufnahme von einem finster blickenden Picard und natürlich den Trackangaben, sowie noch einmal der Nemesisschriftzug...

    Star Trek Nemesis Soundtrack
    - Music Composes and conducted by Jerry Goldsmith -

    Eine Kritik verfasst von Daniel Faßbender

    Laufzeit: 48:31 min
    Tracks: 14

    1.Remus
    2.The Box
    3.My Right Arm
    4.Odds and Ends
    5.Repairs
    6.The Knife
    7.Ideals
    8.The Mirror
    9.The Scorpion
    10.Lateral Run
    11.Engage
    12.Final Flight
    13.A New Friend
    14.A New Ending

    Publisher: Varèse Sarabande Records(USA)|Colosseum Schallplatten/Nürnberg(Deutschland)

    Kritik

    Mit großen Erwartungen riss ich heute Morgen das frisch gelieferte Päcken mit dem Star Trek Nemesis Soundtrack auf – endlich da!

    Die CD wird in der Standarthülle geliefert. Auf der Vorderseite ziert das schon bekannt Nemesisplakat das Cover mit dem Hinweis, dass es sich bei dieser CD um den originalen Soundtrack, komponiert von Jerry Goldsmith, handelt. Auf der Rückseite befindet sich eine Großaufnahme von einem finster blickenden Picard und natürlich den Trackangaben, sowie noch einmal der Nemesisschriftzug. Alles in allem sieht das Cover etwas schicker aus, als von den beiden Vorgängern „First Contact“ und „Insurrection“, das liegt aber vor allem daran, dass man sich beim Filmplakat diesmal etwas mehr Mühe gegeben hat!
    Öffnet man die Hülle, bekommt man das neue romulanische Logo (Vogel mit zwei Planeten) zu Gesicht, welches den Silberling schmückt. Auf der Rückseite des Inlays prangt Shinzon, umhüllt von grünem Nebel. In dessen innerem bekommt man einige neue Fotos aus dem Film zusehen, sowie eine kurze schriftliche Einleitung von Robert Townson – dem Executive Album Producer. Die Mühe mit einem versteckten runden Bild unterhalb der CD hat man sich diesmal nicht gemacht, sondern man sieht schon den halben Kopf von Riker und Troi (zusammen mit Worf, Data und Picard) vor einem grauen Hintergrund rausschauen. Dies wirkt als Hintergrund der in Grün gehaltenen CD etwas unpassend, ist ja aber im Endeffekt nicht so wichtig – auf den Inhalt kommt es an! Also ab mit der Scheibe in den CD – Player.

    Enttäuschung! Dem sehr kurzen Intro „Remus“ und damit dem Beginn des Films, fehlt jede Aussagekraft, aber und das ist besonders wichtig, ein einprägsames und durchgängiges bombastisches Thema. Nach der bekannten Star Trek Fanfare zu Beginn, folgt ein düsterer Paukenschlag und dann…nichts was sich wirklich durchsetzen kann. Und kaum meint man vielleicht doch etwas rausgehört zu haben, da ist der erste Track auch schon vorbei.
    Es folgen 13 weiter Tracks, dich sich vor allem durch zwei Dinge auszeichnen Kürze und Langweile. Auch hier fehlt ein Thema bzw. das Thema des Films. Man muss dazu sagen, es ist von Goldsmith so gewollt, ob gut oder schlecht, darüber lässt sich streiten! Alle Stücke bringen zwar eine bedrohliche und düstere Stimmung mit sich, jedoch kann sich diese durch nichts abheben, geschweige denn Begeistern oder Erschaudern. Kurze bekannte Melodiebruchteile sind selten und wenn dann abgekupfert aus dem „First Contact“ bzw. dem „Star Trek: The Motion Pictures“ Soundtrack.
    Was mich aber vor allem stört ist der schlechte Beginn (der sich leider über die ganze CD hinweg fortsetzt). Nach dem genialen Thema von „First Contact“ und dem beschaulichen und stimmungsvollem „Insurrection“ Beginn, ist dies hier eine bittere Enttäuschung. Vor allem nach den bisherigen Berichten war meine Erwartung in diesen Film und diesen Soundtrack enorm. Ich zitiere: „Wie gut der Score auch bei den Musikern während der Einspielung angekommen ist, zeigt sich daran, dass die Instrumentalisten Jerry Goldsmith nach den einzelnen Aufnahmen für seine Kompositionen applaudierten. Und als "A New Ending" im Kasten war, ehrten die Beteiligten den Großmeister mit einer Standing Ovation“.


    Die CD-Hülle von Hinten

    Vielleicht war dieser Soundtrack für Goldsmith mehr ein Experiment und für professionelle Musiker vielleicht ein phantastisches Erlebnis diesem beiwohnen zu dürfen, doch der normale Zuhörer kann damit wohl nicht viel anfangen. Die Musik scheint unvollständig, abgehackt und lieblos. Spannung und Dramatik wollen sich nicht aufbauen. Ich hoffe, dass in Kombination mit den Bildern des Films, wieder ein positiverer Eindruck entsteht, doch der will sich bei mir irgendwie nicht aufbauen. Wenn man zum Beispiel an die Szene in „First Contact“ denkt, in der Picard und Worf in zwei Gruppen sich zum ersten Mal in den von den Borg kontrollieren Bereich des Schiffes vordringen: Jede Gruppe hat ihr eigenes Thema und in Kombination mit den Bildern ergibt sich eine unglaubliche Musik mit einer unglaublichen Spannung. Doch das fehlt hier und ich hege Zweifel, dass auch in Kombination mit dem Film der Funke nicht überspringen will!
    Doch diesmal ist ihm etwas völlig Neues gelungen! […] Des weiteren konzentriert er sich im ersten Teil des Scores auf eher ruhige, aber sehr ansprechende Musik und dringt im zweiten Teil in für Star Trek unerwartete Sphären ein.“ Dies mag zwar stimmen, doch selten war ein Star Trek Soundtrack so ausdruckslos und eintönig. Das düstere und bedrohliche Musik auch anders sein kann zeigt sich vor allem in „First Contact“ oder aber auch im Soundtrack zum zweiten Star Trek Film „Der Zorn des Kahn“: Grade die ersten Sekunden und die letzte Minute des Intros bewirkt Schaudern, während dazwischen ein großes Thema zu hören ist, welches man wieder erkennen kann und welches sich in Variationen durch den gesamten Film zieht und auch in „Auf der Suche nach Mr. Spock“ wieder verwendet wird (wenn auch hier nicht ganz so überzeugend). Auch „Battle in the Muntera Nebula“, ebenfalls aus „Star Trek II“ zeigt eine unglaubliche Variation und bombastische Höhen und Tiefen, die einen mitreißen.
    Noch ein Zitat aus einer anderen (sehr positiven) Kritik: „Vielmehr trifft man in diesem Score etwas Goldsmith Untypisches, aber aus "Sum Of All Fears" bereits Bekanntes an, nämlich eine Aneinanderreihung passender Musikstücke, die in ihrem Zusammenspiel, sowie in ihrer Individualität durch Genialität und Abwechslungsreichtum bestechen - nicht das bekannte Hauptmotiv, dass als Aufhänger oder Gerüst für den restlichen Film dient.“ Doch darin besteht meiner Meinung nach der Fehler an diesem Soundtrack. Es fehlt etwas wieder erkennbares beim Hören. Es fehlen Klänge, Töne und Melodien, die einem zeigen, dass es sich um einen Star Trek Film oder zumindest um einen Science-Fiction-Film handelt. Das zuhören macht einem keinen Spaß und vor allem die Kürze der einzelnen Stücke stören. Hat man sich gerade an eins gewöhnt ist es auch schon wieder vorbei.

    Eine andere Rezension des Films spricht von einem „erstaunlich Schwachen“ Soundtrack von Goldsmith. Ich kann dem leider nur zustimmen. Meine Vorfreunde auf den kommenden Film hat mit dieser CD einen starken Dämpfer erlitten und ich kann nur hoffen, dass die ebenfalls so großen Vorankündigungen, wie es sie ja auch für diesen Soundtrack gab, nicht so haltlos und großmäulig sind. Bald werden wir es wissen. Bestellt werden kann der Soundtrack hier bei Amazon.de

    Auch der Film auf DVD und VHS Kassette ist bereits bei Amazon.de bestellbar. Das Video zum Preis von 15,99 € und die DVD für 24,99 erscheinen laut amazon.de am 1. Juli 2003 - technische Details zur DVD Version gibt es selbstverständlich noch nicht, jedoch rechnen wir mit den üblichen Features. Nur eins steht schon fest: die Altersfreigabe FSK 12.

    Fazit


    4/10 Punkten

    Ein ungewöhnlich schwacher Soundtrack, der glanz- und lieblos daherkommt und zu keiner Zeit den Zuhörer mitreißen kann!

    Daniel Faßbender


    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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