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...der Unterschied im Unterschied
  • Betatest: Star Trek Armada 2

    Auf was wartet ein Star Trek Fan der auch gerne am PC spielt in diesen Tagen? Ganz klar: auf den Nachfolger zu Activisions Echtzeitkracher ‚Star Trek Armada‘. Der zweite Teil wird in den kommenden Tagen voll lokalisiert, natürlich mit den bekannten Synchronsprechern aus der Next Generation Serie und mit vielen neuen Features in die deutschen Händlerregale kommen.

    Star Trek Armada 2
    Genre: Echtzeitstrategie
    Entwickler
    : Mad Doc Software
    Publisher: Activision
    Sprache: Deutsch
    Preis: ca. 90,00 DM
    Anspruch: moderat ansteigend
    Testversion: 1.0

    Veröffentlichung: Dezember 2001

    a_cover02.jpg Wertung

    DETAILS
     
    Grafik:
    Sound:
    Bedienung:
    Spieltiefe:
    Mulitplayer:-
    MULTIPLAYER
     
    Internet:8 Spieler
    Lan:8 Spieler
    an 1 PC:0 Spieler
    Modem:0 Spieler
    Besonderheit: 3D Karte erforderlich

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    Star Trek Armada 2 Demo (Englisch)
    Windows Program
    Größe: 86.92 Mb

    TREKNews Chefredakteur Daniel Räbiger hatte für TREKGames.de letzte Woche die Möglichkeit, das neue Werk in einer aktuellen Version vor Ort bei Activision Probezuspielen.
    Was auf den ersten Blick ins Auge sticht: man hat offenbar sehr viel Recycling betrieben was die verwendete Präsentation angeht: Das Menüsystem gleicht sehr stark dem Vorgänger und ist wie auch dort nur in einer Auflösung von 640x480 Bildpunkten darstellbar was immer wieder zu lästigem Wechseln der Auflösung führt. Auch einige Texturen und 3D Objekte sind eindeutig aus dem ersten Teil – hallo Wurmloch ;-)

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    Intro-Video

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    -> Musik aus Armada 2

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    Auch das Intro ist wenig innovativ – ein Videoclip, wie schon im ersten Teil, welcher vor Allem nicht zusammenhängende Kampfszenen gegen die Borg zeigt. Eine Überraschung ist allerdings dabei: Spezies 8472 ist offenbar auch dabei...
    Wo die Introsequenz eher enttäuschend ist begeistert die erste Mission der Föderation in ganzer Hinsicht: Nicht mehr nur eine paar-minütige Mission wird hier geboten – ganze 20 Minuten brauch man zum Spielen – natürlich inklusive dem Erkunden der verschiedenen neuen Funktionen (sofern man das Tutorial nicht gespielt hat). Hier stößt man auch gleich auf eine ganz wichtige Neuigkeit, den zwei neuen Ressourcen die es im Spielverlauf zu sammeln gilt. Zu dem schon bekannten Dilithium gesellt sich das Latinum welches aus hübsch gelb leuchtenden Nebelwolken gesammelt wird und das Metall welches eine Orbitale Einrichtung von den verschiedenen Planeten der nun viel größeren Levelkarten sammelt.
    Nicht unbedingt als Ressource bezeichnen kann man die ‚Bevölkerung‘ die benötigt wird um die ganzen Schiffe welche man erbaut zu betreiben. Mit einem gewissen Startkontingent ausgestattet kommt man zwar ganz gut über die Runden, wahre Armaden kann man jedoch nur durch die Besiedlung von Klasse H und M Planeten bemannen. Hierbei wichtig ist auch, dass man die Anzahl der maximalen Offiziere die manchmal sehr stark beschränkt sind nicht überschreitet. Starcraft lässt grüßen!

    Wo man sich anfangs noch dachte “Oh Mann das ist ja genau wie in Teil eins” merkt man spätestens nach 10 Minuten den gewaltigen Unterschied der im Gameplay liegt. Die meisten Raumschiffe verfügen nun über einen Warpantrieb – unsere Freunde die Borg reisen sogar mit einem schmucken Transwarp Antrieb durch das virtuelle Weltall. So kann man nun mal auf die Schnelle Nachschub aus der Basis zur Front ‚warpen‘ lassen oder einfach nur beim Erkunden der Karte Zeit sparen.

    Was in der Spielumgebung des weiteren positiv auffällt sind die nun noch umfangreicheren Nebelarten die die Karte bevölkern. In der zweiten Föderationsmission kann man z.B. sofern man alle Sensorenphalaxen der Borg außer Gefecht gesetzt hat unbemerkt, da von einem netten blauen Mutara-Nebel geschützt, fast direkt in dem borgschen Außenposten spionieren.

    Starcraft war offenbar nicht nur einmal die Vorlage für Star Trek Armada 2 was aber auf keinen Fall ein Nachteil ist: Neben der neuen Ressource ‚Offiziere‘ die es genau in dieser Form auch in Starcraft gibt um die Anzahl der starken Einheiten in einer Spielrunde etwas einzuschränken, finden sich die größten Übereinstimmungen bei der sich von allen Rassen am stärksten unterscheidenden Spezies 8472: hier fühlt man sich plötzlich wie ein Kommender des Zerebraten aus Starcraft... Einheiten werden nicht gebaut sondern aus Larven ‚ausgebrütet‘ – eben genauso wie aus Blizzards Echtzeithit aus dem Jahre 97 der auch heute immer noch Genrereferenz ist. Auch Gebäude entstehen auf diese Weise: immer zuerst eine Larve erschaffen welche sich dann verpuppt und nach ein paar Minuten steht das neue ‚Gebäude‘. Die Starcraftschen Zerg im Weltall also.
    Trotz dieser starken Parallele wirkt das ganze Spiel auf keinen Fall wie eine billige Kopie sondern wie ein sauber durchdesigntes Produkt. Keine Blamage also aus dem Hause Activision, aus dem man bisher ausschließlich gute Software auf die heimische Festplatte bekam.

    Was ist eigentlich so wirklich neu an der Grafik? Als aller Erstes möchte ich hier den optisch fantastischen, allerdings nur auf Systemen der höheren Prozessorklasse flüssig genießbaren ‚Free View‘ Kameramodus anführen. Mit einem Knopfdruck schaltet die Kamera von der statischen schräg-von-Oben Perspektive auf eine frei steuerbare Kameraansicht um, mit welcher man sich frei im Weltall bewegen darf und so die spektakulären Kämpfe in ihrer ganzen Pracht bewundern kann. Spielerischen Wert hat das ganze zwar nicht gerade aber es wirkt einfach toll, wenn man bei einem sicheren Sieg der eigenen Armada aus allen erdenklichen Winkeln über die Schultern, oder besser gesagt den Warpgondeln kucken kann.

    Die Steuerung der Einheiten geschieht über ein komfortables Interface das, sofern keine Einheiten Markiert sind automatisch in den Hintergrund tritt und man dort nach belieben seine Schiffchen und Gebäude markieren kann. Das ganze gleicht vom Design her stark dem Starcraft-Prinzip. So hat auch hier jede Rasse wieder ein eigen gestaltetes HUD – die Borg mögen es gerne technologisch, die Föderation mit klaren kalten Konturen und das Romulanische Imperium eher eckig.

    Am besten gestyled wirkt hierbei komischerweise nicht die Föderation sondern unsere Freunde die Borg, welche mit einer erstaunlichen bedrückenden Atmosphäre am Bildschirm fesseln. Die sehr Gute Sprachausgabe der Einheiten tut ihr übriges.
    Etwas mehr Feinarbeit hätte jedoch den Texturen gut getan: in der höchsten Zoomstufe wirkt das ganze etwas verwaschen.

    Gute gelang auch die Steuerung: viele Tastenkombinationen erleichtern das Navigieren auf der Karte und das selektieren von Einheiten. Jetzt lassen sich ganze 20 Schiffe zu einer Gruppe zusammenfassen – und dann mit einem simplen Klick ausschwärmen lassen um den Gegner zu vernichten.

    Erinnert ihr euch noch an die stupiden Sammler aus Command & Conquer? Nicht? Zur Auffrischung des Gedächtnisses: Diese netten Fahrzeuge nahmen immer den blödesten aller nur erdenklichen Wege mit den Ressourcen zurück zur Basis. Nicht so die Wegfindungsroutinen in Star Trek Armada 2: die offenbar dynamisch reagierende Routinen die die Pfade der Einheiten regeln ist äußerst geschickt programmiert worden. Typische Szene: ihr braucht dringend Latinum aus einem Nebel. Dumm nur, dass das Transportschiff sehr sehr langsam zur weit abgelegenen Raumbasis fliegt. Also trefft ihr die Entscheidung einfach eine zweite Basis direkt neben dem Nebel zu erbauen. Kurz bevor der Bau der Station abgeschlossen ist tritt das Transportschiff mit dem Latinum, welches ihr dringend zum Bau weiterer Schachtkreuzer benötigen würdet, die Heimreise an... Eben vor der Hälfte der Strecke zwischen Heimatbasis und Latinumnebel ist die neue Station fertig – und was mach der Frachter? Er dreht um! Ja, so stelle ich mir gute KI vor!

    Wo wir schon bei einer weiteren Neuerung währen: der ‚automatischen KI‘ die dem Spieler so einiges erleichtert. In drei Abstufungen lässt sich wählen wie weit die Einheit nach eigenem Ermessen vorgehen darf, ob Spezialwaffen automatisch eingesetzt werden dürfen und welche Alarmstufe gerade herrscht.

    Auch wieder dabei ist natürlich der Geplänkelmodus wo man sich nach Lust und Laune mit dem Computer messen kann. Hier lässt sich Alles noch schöner einstellen wie das Schachtfeld auszusehen hat: viele Ressourcen, wenige Ressourcen oder doch lieber Unendlich gleich von Beginn an? Wo ist mein Startpunkt, wo soll der Gegner hin? All das wird hier eingestellt. Und wo ist eigentlich Spezies 8472 geblieben? Nur hier und im Multiplayermodus ist sie zu finden – eine eigene Singleplayer Kampagne gibt es leider dazu nicht.

    War der Erste Teil von Armada eine klassische Kopie von Command & Conquer könnte Star Trek Armada 2 durch das perfekte Design, die stimmige Grafik, die tolle Synchronisation, das perfekte Gameplay und die unterschiedlichen und ausbalancierten Rassen sogar das offenbare Vorbild Starcraft vom Genrethron stoßen!

    Fazit

    Wenn das fertige Spiel auch nur annähernd das Niveau und die Klasse der Missionen behält welche wir bei Activision spielen konnten ist eine 90% Wertung mehr als gerechtfertigt

    Daniel Räbiger


    Quelle: http://www.treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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