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  • Kulissen fallen, Zukunft ungewiss: "Star Trek: Starfleet Academy" wird bereits zerlegt

    Auch "Strange New Worlds" Kulissen betroffen
    Während Paramount noch Episoden fertigstellt, verschwinden in Toronto bereits die physischen Spuren der neuesten "Star Trek-Ära"; ein Signal mit klarer Botschaft. Der parallele Rückbau zentraler Sets deutet dabei nicht nur auf das Ende einzelner Produktionen hin, sondern auf eine strategische Neuausrichtung des gesamten Franchise, deren Tragweite sich erst in den kommenden Jahren vollständig zeigen dürfte.

    In Toronto werden aktuell Fakten geschaffen: Die aufwendig gebauten Kulissen von Star Trek: Starfleet Academy werden abgebaut. Zeitgleich sollen auch große Teile der Sets von Star Trek: Strange New Worlds bereits zerlegt worden sein. Was zunächst wie ein routinemäßiger Produktionsschritt wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als deutliches Signal für einen tiefgreifenden Einschnitt im Franchise. Denn beide Serien sind inzwischen offiziell beendet, Starfleet Academy nach zwei Staffeln, Strange New Worlds nach fünf. Dennoch befinden sich aktuell noch zahlreiche Episoden in der Postproduktion: Insgesamt sollen rund 26 bereits abgedrehte Folgen bis 2027 gestaffelt veröffentlicht werden. Der parallele Rückbau der Kulissen wirkt daher wie ein bewusst gesetzter Schlusspunkt, nicht wie eine Pause.

    Zusätzliche Hinweise verdichten dieses Bild: Laut Berichten aus der Crew laufen die Abbauarbeiten bereits auf Hochtouren. Parallel dazu soll sogar eine lokale Online-Auktion für Requisiten und Set-Elemente stattfinden – ein ungewöhnlich endgültiger Schritt für Produktionen, die oft zumindest Teile ihrer Infrastruktur einlagern, um spätere Fortsetzungen zu ermöglichen.

    Kein Platz mehr für Nachdrehs?

    Besonders brisant ist der Zeitpunkt. Die zweite Staffel von Starfleet Academy ist zwar vollständig abgedreht, die Dreharbeiten wurden erst Ende Februar 2026 abgeschlossen, befindet sich aber noch in der Endfertigung. Normalerweise bleiben zentrale Sets in solchen Fällen zumindest temporär bestehen, um auf mögliche Nachdrehs reagieren zu können. Diese sogenannten „Reshoots“ sind in der Serienproduktion Standard, etwa um Storylines zu schärfen oder auf Testscreenings zu reagieren.

    Der aktuelle Rückbau spricht jedoch eine andere Sprache: Offenbar rechnet man bei Paramount nicht mehr mit größeren Nachdrehs. Das deckt sich auch mit der inhaltlichen Situation der Serie – Staffel 2 soll laut Showrunner-Aussagen sogar mit einem Cliffhanger enden, da ursprünglich weitere Staffeln geplant waren. Ein nachträgliches „Abrunden“ des Endes scheint damit zunehmend unwahrscheinlich.

    Strategischer Kahlschlag statt Produktionsroutine

    Zwar ist es grundsätzlich üblich, Sets nach Abschluss von Dreharbeiten abzubauen – schließlich werden Studios nur temporär angemietet. Doch im Kontext der aktuellen Entwicklung wirkt der Schritt deutlich weitreichender. Denn: Es gibt aktuell keinerlei Hinweise darauf, dass die Kulissen für zukünftige Star-Trek-Produktionen in Toronto weiterverwendet werden sollen. Weder für neue Serien noch für den geplanten Kinofilm scheint eine Nachnutzung vorgesehen. Branchenbeobachter sprechen bereits von einer Konsolidierungsphase innerhalb des Franchise. Nach Jahren massiver Expansion, mit teils parallelen Produktionen, scheint Paramount nun auf Rückbau und Neuausrichtung zu setzen.

    Ein sichtbares Ende – und ein unsichtbarer Neuanfang?

    Der Abbau der Kulissen ist damit mehr als nur ein logistischer Vorgang. Er ist ein sichtbares Symbol für das Ende einer Ära im modernen Star-Trek-Universum unter Alex Kurtzman. Gleichzeitig markiert er einen Punkt maximaler Unsicherheit: Während noch Inhalte erscheinen werden, ist völlig offen, wie es danach weitergeht. Neue Projekte sind bislang nicht konkret angekündigt.

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