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...empfohlen von Dr. Prof. Prügelpeitsch
  • Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt wird keine "Star Trek"-Serie produziert

    Die Streaming-Ära fing mit der Ankündigung von „Star Trek: Discovery“ im November 2015 an
    Letzte Woche sind in Toronto die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von "Star Trek: Starfleet Academy" abgeschlossen worden. Damit erreicht die Produktion einen wichtigen Meilenstein: Die Serie bildet zugleich den vorläufigen Abschluss einer Reihe von Projekten, die Ende 2015 mit der ersten Streaming-Ära-Produktion des Franchise, "Star Trek: Discovery", ihren Anfang nahm.

    Ein Jahrzehnt Streaming von Trek TV

    Am 2. November 2015 – rund zehn Jahre nachdem Star Trek: Enterprise beim Sender UPN eingestellt worden war – kündigte CBS die Entwicklung einer neuen Star-Trek-Serie an. Das Projekt, das später unter dem Titel Star Trek: Discovery veröffentlicht wurde, war als zentrales Zugpferd für den neu gestarteten Streamingdienst CBS All Access vorgesehen.

    Die zweite Staffel wurde bereits kurz nach dem Start der ersten Staffel im Oktober 2017 offiziell angekündigt, obwohl die Produktion intern offenbar schon zuvor eine vorläufige Fortsetzungsfreigabe erhalten hatte – ein Umstand, auf den auch der Cliffhanger am Ende der ersten Staffel hindeutete. Mit der Serie begann zugleich die neue Streaming-Ära des Franchise unter der kreativen Leitung von Executive Producer Alex Kurtzman.

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    Nichelle Nichols, Sonequa Martin-Green und William Shatner bei der Premiere von Star Trek: Discovery im Jahr 2017 (CBS)

    Die Ausweitung des Star-Trek-Fernsehuniversums in der Streaming-Ära begann im November 2015 mit der Ankündigung der ersten Staffel von Star Trek: Discovery. Nach dem Start der Serie folgte im Oktober 2017 bereits die Bestätigung einer zweiten Staffel, im Februar 2019 dann Staffel drei. In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Fortsetzungen angekündigt, darunter die vierte Staffel im Oktober 2020 sowie eine fünfte und finale Staffel im Januar 2022.

    Parallel begann Paramount+ – beziehungsweise zunächst CBS All Access – das Serienuniversum deutlich auszubauen. Bereits im Juli 2018 wurde die Kurzformatreihe Star Trek: Short Treks angekündigt, deren zweite Staffel im Juli 2019 folgte. Im August 2018 bestätigte der Streamingdienst außerdem die erste Staffel von Star Trek: Picard; weitere Staffeln wurden im Februar 2020 und im September 2021 angekündigt.

    Auch Animationsformate hielten Einzug in das Franchise: Im Oktober 2018 wurden die ersten beiden Staffeln von Star Trek: Lower Decks bestellt, gefolgt von weiteren Staffeln im April 2021, Januar 2022 und März 2023. Für jüngere Zuschauer entstand zudem die Animationsserie Star Trek: Prodigy, deren erste Staffel im April 2019 angekündigt wurde; eine zweite Staffel folgte im November 2021.

    Ein weiterer Meilenstein war die Ankündigung von Star Trek: Strange New Worlds im Mai 2020. Die Serie erhielt anschließend mehrere Verlängerungen: Staffel zwei und drei wurden im Januar 2022 beziehungsweise März 2023 bestätigt, gefolgt von Staffel vier im April 2024 und einer fünften sowie abschließenden Staffel im Juni 2025.

    Neuere Projekte erweiterten das Franchise zusätzlich. Im März 2023 wurde die erste Staffel von Star Trek: Starfleet Academy angekündigt, im Oktober 2024 folgte die Bestätigung einer zweiten Staffel. Ebenfalls im April 2023 wurde der Streaming-Film Star Trek: Section 31 angekündigt. Ergänzt wurde das Portfolio durch kleinere Formate wie Star Trek: Very Short Treks (Juli 2023) sowie die animierte Webserie Star Trek: Scouts, deren erste Staffel im September 2025 angekündigt wurde.

    Insgesamt zeigt die Chronologie, wie sich das Star-Trek-Franchise seit 2015 Schritt für Schritt zu einem umfangreichen Streaming-Universum entwickelt hat, in dem parallel mehrere Live-Action-Serien, Animationsformate, Kurzprogramme und Einzelprojekte entstehen.

    Der Anfang vom Ende einer Ära?

    Nachdem in der vergangenen Woche die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von Star Trek: Starfleet Academy abgeschlossen wurden, ist derzeit die Produktion aller offiziell angekündigten Star-Trek-TV-Projekte beendet. Das Finale der ersten Staffel der Serie erscheint am 12. März auf Paramount+. Darüber hinaus befinden sich noch weitere Produktionen in der Postproduktion: Die vierte Staffel von Star Trek: Strange New Worlds wurde bereits im vergangenen Sommer fertiggestellt und soll voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen. Die fünfte und zugleich letzte Staffel wurde im Dezember abgedreht und wird derzeit für 2027 erwartet.

    Alle Star-Trek-Serien, die vor diesem Jahr auf CBS All Access beziehungsweise später auf Paramount+ gestartet sind, wurden inzwischen offiziell beendet oder waren nur als Kurzformate angelegt, wie etwa Star Trek: Short Treks. Auch bei den animierten Webserien Star Trek: Very Short Treks und Star Trek: Scouts gilt eine Fortsetzung derzeit als unwahrscheinlich. Gleichzeitig gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass weitere Serien oder Staffeln bereits grünes Licht erhalten haben, ohne angekündigt worden zu sein.

    Damit bleibt Star Trek: Starfleet Academy vorerst die einzige laufende Trek-Serie auf Paramount+ mit möglicher Zukunft. Die ausführenden Produzenten Noga Landau und Gaia Violo erklärten kürzlich, dass das Finale der zweiten Staffel nicht als Serienabschluss konzipiert sei. Im Gegenteil: Die Handlung sei Teil eines größeren Konzepts. Franchise-Chef Alex Kurtzman habe die Serie von Anfang an als vier Staffeln umfassenden Handlungsbogen angelegt, der einer vierjährigen Ausbildung an der Sternenflotten-Akademie entspricht. Allerdings gelten die bisherigen Zuschauerzahlen der Serie als durchwachsen, sodass unklar bleibt, ob diese Planung vollständig umgesetzt werden kann.

    Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch Kurtzmans eigenen Vertrag mit Paramount, der in diesem Jahr ausläuft. Der Produzent kündigte an, nach Abschluss der Dreharbeiten zur zweiten Staffel Gespräche mit der Unternehmensführung über die Zukunft des Franchise führen zu wollen und zeigte sich dabei „hoffnungsvoll“. Gleichzeitig deutete er an, dass sich derzeit mehrere neue Projekte in Entwicklung befänden und dass bereits über Pläne für Star-Trek-Produktionen bis 2027 und darüber hinaus nachgedacht werde. Auf die Frage, ob „Starfleet Academy“ möglicherweise die letzte Serie sei, die er für das Franchise initiiert habe, antwortete Kurtzman mit einem klaren „Nein“.

    Konkrete Details zu möglichen neuen Serien sind bislang allerdings rar. Bekannt ist lediglich ein Projekt für eine Live-Action-Arbeitsplatzkomödie im Star-Trek-Universum, die von Tawny Newsome – Sprecherin aus Star Trek: Lower Decks und Autorin bei „Starfleet Academy“ – gemeinsam mit dem Autor und Regisseur Justin Simien entwickelt wird. Nach Angaben Newsomes sei der Pitch inzwischen abgeschlossen, eine Entscheidung über eine mögliche Serienbestellung stehe jedoch noch aus.

    Darüber hinaus kursieren mehrere weitere Konzeptideen für neue Star-Trek-Serien. Dazu zählt ein mögliches Spin-off von Star Trek: Strange New Worlds mit dem Arbeitstitel „Star Trek: Year One“, entwickelt von den Showrunnern Akiva Goldsman und Henry Alonso Myers. Ebenfalls im Gespräch ist „Star Trek: United“, eine Serie, die zeitlich nach Star Trek: Enterprise angesiedelt sein soll und den früheren Captain Jonathan Archer als Präsidenten der Föderation zeigt. Das Projekt wird von Scott Bakula und Autor Mike Sussman entwickelt. Zudem hat Terry Matalas Interesse daran bekundet, die Geschichte von Captain Seven und der USS Enterprise-G aus Star Trek: Picard in einer Serie mit dem Titel „Star Trek: Legacy“ fortzuführen. Ein weiteres Konzept stammt von Aaron Waltke, der eine neue animierte Anthologieserie vorgeschlagen hat.

    Parallel dazu befindet sich die Medienlandschaft selbst im Umbruch. Paramount Global hat einer Fusion mit Warner Bros. Discovery zugestimmt, wodurch Paramount+ künftig mit HBO Max in einem gemeinsamen Streaming-Dienst aufgehen könnte. Ein solcher „Mega-Streamer“ würde in direkter Konkurrenz zu Plattformen wie Netflix, Prime Video oder Disney+ stehen. Während der Bekanntgabe der Fusion betonte Paramount-Chef David Ellison mehrfach die Bedeutung von Star Trek als zentrales Franchise – konkrete Pläne für dessen Zukunft wurden jedoch nicht genannt. Sollte die Fusion umgesetzt werden, würde Star Trek künftig neben Marken wie Harry Potter, Dune, Batman und Game of Thrones im gleichen Streaming-Portfolio erscheinen.

    Ein konkreter Schritt betrifft bislang nur den Kinobereich: Im vergangenen Herbst wurden Jonathan Goldstein und John Francis Daley beauftragt, eine neue kreative Idee für einen Star-Trek-Kinofilm zu entwickeln. Im Fernsehbereich hingegen hat es seit der Übernahme von Paramount durch Skydance Media kaum sichtbare Fortschritte gegeben. Möglich ist daher, dass das neue Management zunächst seine Filmstrategie festlegen möchte, bevor weitere TV-Projekte beschlossen werden.

    Fest steht: Mit neuen Staffeln von „Starfleet Academy“ und „Strange New Worlds“ ist das Franchise im Serienbereich mindestens bis 2027 abgesichert. Denkbar wäre danach sogar eine erneute Pause für Star-Trek-TV – insbesondere, wenn zukünftige Serien stärker mit neuen Kinofilmen verknüpft werden sollen, die möglicherweise erst ab 2028 erscheinen. Sollte das Unternehmen jedoch weiterhin jedes Jahr neue Trek-Inhalte veröffentlichen wollen, müssten entsprechende Entscheidungen schon bald getroffen werden. Eine Übergangslösung könnte darin bestehen, „Starfleet Academy“ um weitere Staffeln zu verlängern, während gleichzeitig eine langfristige Strategie für die nächste Phase des Franchise entwickelt wird.

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    Magazinwerbung für Star Trek: The Next Generation im Jahr 1987 (via TrekCore)


    Quelle: trekmovie.com

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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