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...die letzte Sache der Romantik
  • Das große Ira Steven Behr Interview

    Hier nun der 2. Teil und seine Gedanken über das Franchise
    Nach Teil 1 des Interviews mit Ira Steven Behr möchten wir euch nicht den 2. Teil vorenthalten. In dem Interview mit TrekWeb redet er wieder über seine Zeit bei DS9, wie er die Zukunft von Star Trek sieht und was er von ENTERPRISE denkt.

    TW: Was ist der größte Beitrag von DS9 für das Star TRek Franchise?

    IB: Ich denke die gesamte Serie ist der größte Beitrag. Von dem charakterorientierten Stories, über die Konflikte zwischen den einzelnen Personen;der Plot diente der Charakterentwicklung. Wir hatten auch unsere Raumanomalien, mit denen wir O'Brien verwirrten, aber ich denke, wir erschufen ein sehr komplexes Universum in dem Wir all diese Charaktere mit ihren Hintergründen, all diese Spezies und die Nebendarsteller hatten. Man wusste am Ende mehr über "Garak" oder "Gul Dukat", als man über "Riker" wusste. DAS ist für mich ein großer Beitrag. UND wir brachten das Geld zurück, die Gier und den Krieg, all die Dinge die verschwunden waren.Wir taten unser Ding und in Season 2 sah ich Möglichkeiten, die ich vorher nicht hatte. Wir entschieden, dass die Erde das Paradies ist. Es ist einzigartig, denn in "Maquis, Teil II" sagte Sisko "Es ist einfach ein Heiliger im Paradies zu sein". Das jemand zu einem Cardassianer/Bajoraner/Ferengi agen zu lassen, der in der Föderation großgeworden war (Sisko), zeigte, dass der Charakter etwas gelernt hatte. Das öffnete eine Tür in meinem Kopf für den Rest der Serie. Wir brachten die Serie zu einem Punkt, den sich Michael Piller [Co-Creator] nie hätte Vorstellen können.

    TW: Was halten Sie von der Kritik, dass Sie sich nicht dan die Vision von Gene Roddenbarry gehalten haben?

    IB: Jeder spricht für Gene Roddenberry, doch ich würde nicht so schnell sagen, das hätte er gewollt, das nicht. Der Gene Roddenberry von 1966 war um einiges anders, als der Gene Roddenberry von 1989 und wäre er 1997 dabei gewesen, könnte ich schwören, dass er wieder anders als 1989 gewesen wäre. Deshalb kümmere ich mich nich um solche Kritik. Als ich mir damals die beiden Serien, TOS (von der ich ein großer Fan war) und TNG fiel mir ihre Einstellung auf. Wenn sie Schiffe in die Luft jagen mussten, dann taten sie es. Aber es gab kein Bedauern, obwohl viele Leben verloren gingen, es gab keine Bedenken, keine Angst. Es wirkte unnatürlich und ich denke, dass es ein schlechtes Bild ist, wenn nicht sogar schlechtes Erzählen einer Story. Wir wollten sagen: "Hey Leute, in der Welt in der wir leben kann man nicht immer den Krieg vermeiden, auch wenn man es gerne würde". Wir wollten das bekannte Universum mal aus einem anderen Winkel zeigen, also gingen wir in Straßen, in die sonst keiner gehen würde. Wir wollten Dinge zeigen, die man nicht aus dem Star Trek Universum kannte. Genausowenig wollten wir immer nur einzelne Geschichten erzählen, wir wollten Geschichten erzählen, die auch mal länger andauerten, als nur eine Episode. Jeder Autor wusste das und jeder stand hinter dem Konzept.

    TW: Was denken sie über Voyager, welche ja viel Aufmerksamkeit vom Studio bekommen hat und es möglicherweise DS9 erlaubt hat, seinen eigenen Weg zu gehen?

    IB: Ich habe ausser dem Piloten, als diese im Studio gezeigt wurde, keine Folge gesehen. Mir gefiel die Idee nicht, Maquis in Starfleet-Uniformen zu stecken - das war kein Weg, wie ich eine Serie gemacht hätte.

    TW: Einige aus dem DS9 Cast sagten, DS9 hätte noch eine 8. Season geschafft. Was hätte man erzählen können, wenn es so gekommen wäre?

    IB: Ich habe erst gestern mit David Weddle und Bradley Thompson (DS9 Autoren in Staffel 6 und 7) gesprochen und ich erwähnte dieses Interview und ob man noch fragen würde, was wäre, wenn die Serie noch weitergegangen wäre. Sie stimmten mir zu, dass wir hätten weitermachen können. Fakt ist, dass wir sieben Jahre lang eine tolle, großartige Serie gemacht haben und das wir sehr glücklich waren, dass wir so lange durchgehalten haben. Die Beatles haben '69 aufgehört und viele fanden das absolut nicht toll. Doch wäre es eine bessere
    Welt, wenn es noch weiter 12 Alben von ihnen gegeben hätte? Man sollte sich an den über 170 Episoden erfreuen, aber ich denke, das es auch reicht. Leider ist es heute eine schlechte Angewohnheit, dass man immer mehr will, auch wenn die Qualität drunter leidet.

    TW: Sie hatten vor der letzten Season von ENTERPRISE ein Gespräch mit Braga und Berman. Was können sie uns darüber erzählen?

    IB: Rick hat mich angerufen und gefragt, ob ich die ENTERPRISE gesehen hätte. Ich sagte ihm, dass ich sie nicht gesehen hätte und sie baten mich, mir ein paar Folgen anzusehen. Ich sah mir drei Folgen an, danach traf ich mich mit ihnen und wir sprachen über die Serie. Ich war sehr ehrlich zu ihnen und ich bin mir sicher, dass sie nicht glücklich über das waren, was ich ihnen zu erzählen hatte. Beide Seiten fühlten sich am Ende sehr unwohl. Wir verabschiedeten uns und sie sagten, dass sie sich nochmal melden würden. Bis heute habe ich nichts von ihnen gehört. Das Gespräch hatte auch keinen weiteren Einfluss auf die Serie, es war einfach nur ein Gespräch, dass passiert ist.

    TW: Was denken Sie über die Zukunft des Franchises? Braucht es eine Pause?

    IB: Was ich denke ist unwichtig, denn wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft in der es nur ums Geldmachen geht.
    In einer perfekten Welt wäre es besser eine Pause zu machen, doch Berman macht das schon seit 15, 16 Jahren, was sollte er denn sonst machen? Also fährt das Schiff Star Trek weiter und die Löcher im Rumpf werden nur geflickt, statt richtig repariert zu werden. Mein Fazit: Wasimmer gut für das Franchise ist, ist auch gut für DS9. Wenn das Franchise gut läuft, dann werden die Leute sehen wollen, was es noch für Star Trek Serien gibt und dann auch bei DS9 landen und sehr wahrscheinlich werden sie begeistert sein. Doch wenn das Franchise verkommt, dann ist DS9 nur eine weitere lausige Star Trek Serie.
    Ich möchte einfach nur, dass das Franchise gut läuft, das hat nichts mit persönlichen Gefühlen zu tun.

    TW: Sie haben Michael Piller's frühes Script zu Insurrection gelesen und ihm bei Verbesserungen geholfen.

    IB: Er fragte mich, ob ich seine frühe Version des Scripts lesen wolle und er bat mich vorbeizukommen, um ihn etwas dabei zu helfen. Ich ging also zu ihm und, viele Leute wissen, dass ich gerne Sonnenbrillen trage, nahm meine Sonnenbrille ab und setzte meine richtige Brille auf. Er dachte in dem Moment, dass er in großen Schwierigkeiten wäre, weil ich die Brillen wechselte. Doch Michael ist ein alter Freund und ich wollte ihm nur helfen. Ich gab ihm einige Hinweise und er stimmte den meisten Dingen zu, weil er sie entweder selbst schon im Kopf hatte, oder Dinge, dier er schon vermutete.

    Wenn ihr mehr von dem Interview lesen wollt, dann folgt einfach dem Link.

    Quelle: treknews.de

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    • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

      Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
      Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
      Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
      Schritt 3:

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