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...die letzte Sache der Romantik
  • An Evening with Torri Higginson

    ...aus den Augen eines Fans
    Am 13. September 2008 fand im Ibis Hotel in Bonn der 'Evening with Torri Higginson, bekannt als Dr. Weir aus Stargate Atlantis, statt.Für Treknews.de war diesmal Leserreporter Karl F. Günther vor Ort und berichtet umfangreich vom Event.

    Am 13. September 2008 fand im Ibis Hotel in Bonn der 'Evening with Torri Higginson, bekannt als Dr. Weir aus Stargate Atlantis, statt.
    Für Treknews.de war diesmal Leserreporter Karl F. Günther vor Ort und berichtet.

    „Dr. Beckett war das Herz und Dr. Weir die Seele von Atlantis.“ – Diese Worte richtete ein junge Frau aus dem Publikum während des Panels von Torri Higginson in Bonn mit Tränen in der Stimme an die Schauspielerin, und ich glaube niemand hätte es besser auszudrücken vermocht, was Paul McGillion und Torri Higginson der Fangemeinde von Stargate Atlantis drei Staffeln lang bedeuteten!

    Nun, Stargate Atlantis hatte für viele Zuseher mit dem Ende der dritten Staffel sein Herz und seine Seele verloren, was nicht zuletzt auch für das jetzt nahende Ende der Serie verantwortlich ist, und gerade deshalb waren fast 120 Fans am 13.9. nach Bonn gekommen, um bei der Veranstaltung von FKM-Events „An Evening with Torri Higginson“ ihren weiblichen Lieblingsstar aus der Serie wieder einmal, und diesmal live und aus der Nähe, erleben zu können.

    Torri Higginson – unsere erste Begegnung
    Eindrücke von den Interviews

    Der inoffizielle Teil der Veranstaltung begann mit den Interviews für zwei verschiedene Webpublikationen knapp vor 17h, gleich nach dem Eintreffen von Torri (Kurzform für Victoria) Higginson, in einer kleinen Pizzaria vis-a-vis des Veranstaltungsortes im Hotel Ibis in Bonn. In meiner Funktion als Leserreporter von treknews.de gestattete mir der Veranstalter Filip Krejcik, die Anwesenheit bei diesen Interviews, jedoch durfte ich keine Fragen stellen. (Anmerkung der Redaktion: hatte er keinen Bild Leserreporter-Ausweis dabei? ;) )

    Nachdem Torri Higginson gut gelaunt den Raum betreten hatte, streckte sie mir als erstem der anwesenden Pressevertreter ihre Hand entgegen und begrüßte mich freundlich, worauf ich meinen Namen und den meiner Publikation nannte. Als sie dann mit meinen beiden Reporterkollegen und mir am Tisch Platz nahm und meine Fragen erwartete, musste ich ihr erklären, dass ich leider kein Interview mit ihr machen könnte. Darauf fragte sie mich lachend, ob ich den Leuten hier etwas getan hätte, oder etwas falsch gemacht habe. Damit war das Eis zwischen uns Presseleuten und der Schauspielerin schon einmal gebrochen.

    Es folgten die beiden Interviews, bei denen Torri Higginson mit natürlicher Offenheit über die Themen aus ihrem Leben und ihrer Arbeit sprach. Ich genoss als Fan dabei die Nähe zu meinem Lieblingsstar aus Stargate Atlantis und nutzte die Gelegenheit für mehrere Photos von der lebhaften und humorvollen Torri Higginson. Ihr Charme, ihre Cleverness aber auch ihre Tiefsinnigkeit zu ernsten Themen, wie ihren Charity-Projekten für Essen für Obdachlose und für Tier-Therapie für behinderte Menschen machten diesen Teil der Veranstaltung zum besten nicht-gegebenen Interview meiner bisherigen Journalistenlaufbahn!

    Science Fiction, ein Genre, mit dem Torri Higginson vor ihrer Arbeit an Stargate Atlantis wenig in Berührung gekommen war, bezeichnete die Schauspielerin als Darstellungsform um gegenwärtige Probleme unserer Welt zur Diskussion aufzuwerfen. An ihre Zusammenarbeit mit Bill Shatner bei Tekwars dachte sie gerne zurück und sie erinnerte sich dabei an Shatner wie an einen guten Onkel. Und ich erfuhr, dass Torri Higginson einen Hund zu Hause hat, den sie über alles liebt (wir Fans kennen diesen Hund aus der Stargate Atlantis Episode „Home“).

    Im Anschluss an die Interviews ging es dann gleich zum Panel in den Konferenzsaal des Hotel Ibis, wo wir alle noch mehr über die Person, die drei Jahre lang hinter der Rolle von Dr. Elizabeth Weir gestanden hatte, erfahren sollten.

    Impressionen vom Panel mit Torri Higginson
    Vom Leben ohne Kabelfernsehen bis zu Inselträumen

    Der Saal war nahezu voll, als Torri Higginson unter tosendem Applaus ihrer Fans die Bühne betrat. Diese Frau brachte einfach Schwung und gute Laune mit! Nachdem sich der Applaus gelegt hatte, begann das obligatorische Q & A Panel, das im folgenden frei übersetzt und auszugsweise wiedergegeben wird:

    Q: Was sind Ihre derzeitigen Projekte?
    A: Ich habe einen Film mit dem Titel Titel „Desperate Hours“ gemeinsam mit Tom Berrenger in Vancouver fürs Fernsehen gedreht, in dem Tom Berenger den Bösewicht und ich einen guten Cop spiele. Auch habe ich noch zwei weitere Filme im vergangenen Jahr gemacht „A smile of April“ and „Yumi in love“ deren Veröffentlichung ist aber ungewiss.
    Ich habe eine Freundin in Deutschland mit der ich gemeinsam einen Dokumentarfilm plane, in dem es um Gefühle wie Inspiration und Obsession gehen wird (Inspiration hatte Torri Higginson schon zuvor im Rahmen der Interviews als positiven Einfluss auf einen Menschen bezeichnet, Obsession hingegen als etwas, das einen taub macht und sie hatte scherzhaft hinzugefügt, Inspiration und Obsession wären Dinge, die ihr auch von Conventions bekannt seien...)

    Q: Was ist der „Soundtrack Ihres Lebens“?
    A: Shakespeare...und der punk-rock aus meiner Jugend hat mich inspiriert.

    Q: Mit wem auf Atlantis würden Sie gerne ausgehen?
    A: (lächelt augenzwinkernd) Dr. Weir würde mit Col. Sheppard ausgehen oder vielleicht mit Rodney. Torri Higginson hingegen...mit Ronon!

    Q: Hat man Ihnen angeboten in der fünften Staffel von Stargate Atlantis für einen Gastauftritt zurückzukehren?
    A: Ja, die nächste Frage... (allerdings hatte Torri Higginson zuvor bei den Interviews angegeben, für eine Rückkehr als Dr. Weir im Rahmen einer direct-to-DVD-production offen zu sein, falls die Rolle eine Herausforderung wäre)

    Q: Möchten Sie mehr Theater in London spielen?
    A: Ja, allerdings habe ich gerade ein Haus gekauft, was für jemanden, der ständig unterwegs ist, eigentlich keinen Sinn macht, und ich möchte jetzt erst einmal das Haus einrichten.

    Q: Möchten sie mehr Theaterarbeit machen?
    A: Ja, aber ich habe meine Sachen aus dem eben genannten Grund vorerst für ungefähr ein Jahr ausgepackt. Ich hoffe vielleicht ein Straßentheater ins Leben zu rufen, wofür ich mich interessiere. Es gibt z.B. eine Gruppe von Ex-Soldaten, keine ausgebildeten Schauspieler, die ihre Kriegserlebnisse aufführen um dem Publikum die Gräuel des Krieges vor Augen zu führen und die amerikanische Politik zum umdenken zu bewegen.

    Q: Wie war ihre Beziehung zu Paul McGillion, der Dr. Beckett spielte, auf dem Set und wie fühlten Sie sich, als Paul McGillion die Serie verlassen musste? Konnten Sie sich dabei vorstellen, dass sie die nächste sind, die gehen muss?
    A: (lässt die Frage, die sie nicht verstanden hat wiederholen und antwortet dann) Wir waren befreundet, jedermann im Cast war mit Paul McGillion befreundet, es wäre schwer gewesen, nicht mit ihm befreundet zu sein. Aber so ist das in der Schauspielerei, Freunde gehen auch wieder und es kommt oft sehr unerwartet. Als wir aus der Serie geschrieben wurden, haben wir beide das erst in letzter Minute erfahren, aber so ist das eben...

    Q: Wie hätten Sie selbst Dr. Weir aus der Serie geschrieben?
    A: Ich hätte mir gewünscht, dass Dr. Weir mehr Aktivität im Bezug auf Diplomatie gezeigt hätte. Sie war diesbezüglich auf Atlantis zu sehr zur Passivität verurteilt und wurde mehr und mehr militaristisch. Vielleicht hätte sie eine fremde Kultur gefunden, bei der sie ihre diplomatischen Fähigkeiten besser hätte einsetzen können und wäre dann zu dieser Kultur gegangen um dort zu leben. Oder sie wäre nach Hause in die USA zurückgekehrt zu ihrem Hund.“

    Q: Welche Rolle würden sie gerne spielen?
    A: Shakespeare ist der Grund, warum ich eine Schauspielerin bin. Ich würde gerne alles von Sam Shepard spielen, alles über den Balanceakt von Philosophie und verstehen erforschen und vielleicht möchte ich gerne einmal „Mutter Courage“ spielen...später...in ein paar Jahren...“

    Q: Gibt es eine TV-Serie, in der Sie gerne einen Gastauftritt hätten?
    A: Ich habe lange nicht ferngesehen, ich habe Kabelfernsehen erst seit zwei Wochen und hatte bisher keine Zeit zum Fernsehen, da ich ständig auf Reisen war. Ich hatte zuletzt einen Fernseher vor zehn Jahren. ...aber ich würde gerne in „Deadwood“ auftreten. Diese Serie ist wie Shakespeare mit derber Sprache (bad language). Ich wäre gerne auch einmal bei West Wing dabei gewesen.

    Q: (den Tränen nahe) Dr. Beckett war das Herz, Dr. Weir die Seele von Atlantis. Nun sind beide aus der Serie weg. Ist das der Grund für die Einstellung von Stargate Atlantis?
    A: Ja, sicher. Die wechselnden Schauspieler, die Politik, das alles hat dazu geführt.
    Q: Sie würden keinen Gastauftritt annehmen?
    A: Nein, aber ich danke Euch für Eure Unterstützung und Euren Einsatz dafür, danke!

    Q: Warum lehnen sie einen Gastauftritt ab?
    A: Ich weiß, ich hatte diesbezüglich viel Unterstützung von den Fans. Ich würde vielleicht zurückkehren, wenn sie (die Autoren und Produzenten) Dr. Weir endgültig sterben lassen, aber nicht für wiederholte Gastauftritte. Aber danke für Deine netten Worte!

    Q: Worin besteht für Sie der Unterschied, wenn sie am Theater oder beim Fernsehen spielen?
    A: (bringt es wie aus der Pistole geschossen auf einen Punkt) Theater ist für die Schauspieler, Film für die Regisseure und Fernsehen für die Produzenten.
    Arbeit fürs Fernsehen bedeutet, sehr, sehr schnell arbeiten zu müssen und manchmal fragt man sich, war man heute wirklich ein Schauspieler, oder hat man seinen Text bloß ausgespuckt? Stargate Atlantis diente oft mehr der Übung meiner Vorstellungskraft, als dem echten schauspielern, dem agieren und reagieren, wenn ich ständig mit Mikrofonen und Greenscreen-Monitoren sprach, statt mit Leuten. Arbeit beim Fernsehen fördert aber schnelles Entscheiden und Spontanität. Alles muss schnell gehen, denn es dreht sich ums Geld. Manchmal steckte ich da in einem Rhythmus fest, ...aber es hat meinen hungrigen Magen gefüllt. Fernsehen ist mehr Spaß und Spiel, Theater mehr Schauspielerei.

    Q: Alexis Cruz, der Skaara gespielt hat und schon vor Stargate ein großer Schauspieler war, sagte einmal, er wählt seine Rollen sorgfältig aus. Peter Williams, ein anderer guter Schauspieler hingegen, der Apophis gespielt hat, sagte immer, er könne es sich nicht leisten, seine Rollen auszuwählen. Wie denken Sie darüber?
    A: Peter ist der Ehrlichere von Beiden (lacht). Man ist dankbar dafür, dass man für seine Schauspielerei bezahlt wird, auch wenn es nicht DIE Rolle ist... Ich wollte, ich könnte so stark sein, wie Alexis.

    Q: Stehen sie noch mit anderen Mitgliedern des Stargate Atlantis Casts in Kontakt?
    A: Ja, mit Rachel (Rachel Luttrell). Rachel und ich sind eng befreundet. Letzte Woche habe ich Rainbow (Rainbow Sun Fracks) getroffen...zum ersten Mal seit zwei Jahren. Es war sehr spaßig und wir wollen jetzt auch in Kontakt bleiben.

    Q: Haben Sie schon einmal ans Regie führen gedacht?
    A: Die meisten Schauspieler tun das irgendwann, es ist ein Teil des Entwicklungsprozesses, ...auch wenn man älter wird. Als Schauspieler geht es einem nicht so wie einem Maler, der zu Hause malen kann, oder einem Musiker, der daheim komponiert. Sicher man könnte durchs Haus laufen und Shakespeare rezitieren, aber man würde nichts damit erreichen, ausser, dass einen die Leute für verrückt halten. Man sitzt daheim und wartet, bis man angerufen wird, damit man einen Job bekommt. Sicher, man könnte auch Autor werden, aber dazu fehlt den meisten Schauspielern die Disziplin.

    Q: Wie sind sie Schauspieler geworden?
    A: Meine Mutter war Theaterschauspielerin und eine alleinstehende Frau. Ich wollte zuerst Rechtsanwältin werden und meine beste Freundin Schauspielerin. Jetzt ist sie Rechtsanwältin und ich bin Schauspielerin... Ich kam wegen eines Sprachtrainings zu Patsy Rodenburg. Sie weckte mein Interesse für die Schauspielerei und hat mich inspiriert. Schauspielerei ist das Einzige wofür ich ausgebildet bin.

    Q: Sie sind in ihrem Leben viel gereist und haben viele Kulturen gesehen. Hat sie das beeinflusst?
    A: Ja, sicher! Ich denke jeder junge Mensch sollte für ein Jahr irgendwo Dienst tun – damit meine ich nicht unbedingt beim Militär, sondern beim Roten Kreuz, oder beim Friedenskorps etwa. Einfach um dabei andere Ideen kennen zu lernen, andere Politik und andere Kulturen. Als ich jung war, war ich eine „Ausreisserin“. Viele meiner Freunde waren Hippies und wir reisten viel umher. So bekamen wir auch viel Wissen über verschiedene Kulturen, ja.

    A: Würden Sie gerne mehr Conventions in Deutschland besuchen?
    Q: Ja, ich bin gerne hier!

    Q: Ich weiß von anderen Serien, wie etwa Star Trek, dass die Schauspieler einander am Set gerne Streiche gespielt haben. Haben Sie das auf dem Stargate Atlantis Set auch getan?
    A: Ja, Stargate ist darin wirklich schlimm! Jason (Jason Momoa) war der Schlimmste und ich vermisse Richard Dean Anderson. Er war so frech...

    Q: Haben Sie versucht, etwas vom Set mitzunehmen, vielleicht die Lederjacke aus Ihrer letzten Folge?
    A: Nein. (denkt nach) – Sollte ich zurückgehen und vielleicht etwas stehlen...

    Q: Konnten Sie bei den Produzenten eigene Vorschläge für die Entwicklung des Charakters, den sie spielten, einbringen?
    A: Ja, besonders Brad Wright war dazu bereit, er sagte, die Tür stehe immer offen dafür. Das war auch so, aber getan haben die Produzenten, dann doch, was sie wollten (lächelt). Die hatten einfach auch zuviel um die Ohren da ja zugleich SG-1 lief... Irgendwann hatten Rachel (Rachel Luttrell) und ich dann die Idee, Dr. Weir, die nun auf Atlantis unvorbereitet in einer sehr feindlichen Umgebung lebt, sollte vielleicht von Teyla Selbstverteidigung lernen. Wir gingen damit zu den Produzenten und irgendwann in der dritten Staffel verwirklichten sie das dann.

    Q: Was war der eindrucksvollste Moment in Ihrer Karriere?
    A: Meine kleine Rolle in „Der englische Patient“ weil ich Michael Ondaatjes Novellen einfach liebe.

    Q: Mochten sie die Veränderungen in den Folgen der 4. und 5. Staffel?
    A: Ich liebe Amanda und ich liebe Picardo, Roberto Picardo...(sie klingt ironisch). Ich habe die Folgen aber nicht gesehen, ich hatte bis vor kurzem ja kein Kabelfernsehen. Ich sehe mir auch nie die Serien an, in denen ich mitgespielt habe. Das hält mich vom Schauspielern ab...

    Q: Was ist der Unterschied zwischen Torri Higginson und Dr. Weir?
    A: Dr. Weir hat mehr Disziplin, ich bewundere das. Sie hat mehr Geduld und besitzt die Bereitschaft zur Selbstaufopferung.

    Q: Würde es Ihnen gefallen, einfach in eine fremde neue Welt zu gehen, wenn sie vielleicht nicht mehr die Möglichkeit hätten zurückzukehren?
    A: Nein. Ich mag es fremde Kulturen kennen zu lernen, aber ich muss nach Hause kommen können um die Leute zu sehen, die ich liebe! Ich liebe diesen Planeten, ich habe bisher keinen anderen gesehen, der es wert wäre die Erde zu verlassen.

    Q: Welchen Kaugummi kauen Sie und haben Sie schon einmal Schnecken gegessen?
    A: (schiebt den unvermeidlichen Kaugummi in ihrem Mund hin und her) Ich denke, das ist ein Orbit...und ja.

    Q: Ist David Hewlett wirklich eine Frau (allgemeines Gelächter)?
    A: (Torri lacht auch) Ja!

    Q: Macht es Ihnen Spaß selbst Kampfszenen zu drehen?
    A: Oh ja. Während meines Schauspielstudiums hatte ich fechten als Unterrichtsfach, es war wie ein Tanz, wie eine Choreographie. Ja, das ist großartig!

    Letzte Q: Gibt es einen Schauspieler, mit dem Sie gerne einmal arbeiten würden?
    A: Johnny Depp.

    Allerletzte Q: Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
    A: (ohne lange nachzudenken) Meinen Hund, Johnny Depp und meinen iPod.

    Damit war das Panel beendet und ich als alter Congänger muss sagen, dass ich mich durch diesen wirklich kurzweiligen Auftritt sehr gut unterhalten fühlte und auch die eine oder andere Antwort zum Nachdenken mitnehmen konnte. Torri Higginson hinterließ nach diesem Auftritt den Eindruck einer lebhaften und für ihre Projekte engagierten Frau, die auch sehr gerne für ihre Fans da ist.

    Noch mehr Torri
    Photosession und Autogramme

    Bei der nachfolgenden Photosession, die im Eintrittspreis für alle Teilnehmer inbegriffen war, begrüßte Torri Higginson noch einmal jeden von uns persönlich und nahm sich die Zeit, fürs Photo herzlich den Arm um jeden Fan zu legen. Die anschließende Autogrammstunde war nicht im Preis mit inbegriffen und Autogramme kosteten mit Bild von Torri Higginson faire 25 Euro (bei selbstmitgebrachten Gegenständen konnte das Bild dann ebenfalls mitgenommen werden) und 30 Euro beim Erwerb eines Stargate Atlantis Crewphotos.
    Bei der Autogrammstunde konnte jeder mit dem Star noch einige Worte wechseln und Torri Higginson war zu ihren Fans so herzlich, dass es da auch mal die eine oder andere dicke Umarmung gab.

    Die Stimme der „Familie“
    Die Fans kommen zu Wort

    Ich nutzte die Zeit, während die Teilnehmer in der Warteschlange standen um anderen Fans fünf Fragen zum heutigen Abend und zu Stargate zu stellen. Um einen repräsentativen Querschnitt zu erreichen befragte ich 18 Personen beiderlei Geschlechtes und aus allen vertretenen Altersgruppen:

    1. Fanfrage: Wie hat Euch dieses Event gefallen und würdet Ihr wiederkommen, wenn wieder ein Star aus dem SG-Universum auf der Bühne steht?
    Hier antworteten ALLE befragten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass ihnen der von FKM Events veranstaltete Abend sehr gut gefallen hat, und dass sie gerne wieder kommen würden. – Na, wenn man das nicht eine erfolgreiche Veranstaltung nennen kann!

    2. Fanfrage: Stargate Atlantis wird nun abgesetzt. Hat Dir Stargate Atlantis besser gefallen als Stargate SG-1 oder weniger gut und warum?
    An dieser Frage schieden sich die Geister.
    SECHS der befragten entschieden sich dafür, dass Stargate Atlantis die bessere Serie ist und führten als Gründe dafür an, dass Stargate Atlantis weniger militärisch sei, mehr Wissenschaft ins Spiel bringe und daher mehr an Star Trek erinnert. Einige fanden Stargate Atlantis „stylisher“ oder interessanter, weil es nicht auf der Erde, sondern in einer fernen Galaxie spielt – das „dorthin gehen, wo noch nie jemand zuvor gewesen ist“, wie es ein Fan ausdrückte. Ein weiblicher Fan verglich ihr derzeitiges Idol Dr. Weir mit Capt. Janeway aus Star Trek Voyager, die die Heldin ihrer Kindheit war. Man konnte also gleich erkennen, dass sich Star Trek Fans eher zu Stargate Atlantis hingezogen fühlen als zu Stargate SG-1. Einige fanden die Charaktere von Stargate Atlantis einfach besser und ausgefeilter als die von SG-1, bedauerten aber, dass Torri ab der dritten Staffel fehlt.

    NEUN, also die Mehrheit der Befragten, entschieden sich für Col. O´Neill und sein Team. Ihre Gründe waren, dass das Team von SG-1 einfach lustiger wäre und die Charaktere besser, und dass es vernünftiger war, das Team acht Jahre lang nicht zu verändern im Vergleich zu den ständigen Castveränderungen bei Stargate Atlantis. Einer dieser Fraktion fand bei Stargate Atlantis keine richtige Spannung und andere vermissten den durchgehenden Handlungsbogen, den es bei SG-1 durch die Goa´uld gab, oder bemängelten, dass die Produzenten bei Stargate Atlantis keine neuen Ideen hatten.
    DREI der Fans mochten beide Serien gleich gerne, nicht zuletzt weil sie eben unterschiedlich sind.

    3. Fanfrage: Wie fandest Du die direct-to-DVD-production Stargate – the Arc of Truth (Die Quelle der Wahrheit)?
    ZWÖLF fanden Stargate – The Arc of Truth gut, obwohl einige einräumten, dass dies mehr eine TV-Doppelfolge als ein Film wäre. FÜNF hatten den Film noch nicht gesehen und EINER fand ihn einfach nur schlecht.

    4. Fanfrage: Stargate Continuum ist seit gestern auf dem deutschen Markt im Handel. Wirst Du Dir diese DVD ansehen und was erwartest Du Dir von Continuum?
    Hier antworteten ELF Fans mit einem klaren ja, dass sie sich diese DVD kaufen würden, EINER mit einem klaren nein und SECHS hatten die DVD schon gesehen, entweder die brandneue deutsche Version gleich gestern, oder zuvor schon die englische Ausgabe.
    Erwartet wird von Stargate Continuum unter anderem ein Abschluß der Geschichte um die Goa´uld, Unterhaltung, Humor, viel neues und Überraschungen und einige träumten sogar von einer Hochzeit von Sam und Jack! Alle bis auf einen, die den Film schon gesehen hatten, fanden Continuum besser als Arc of Truth weil es ein für sich eigenständiger richtiger Film war, weil die alten SG-1 Zeiten mit Richard Dean Anderson und dem leider inzwischen verstorbenen Don S. Davis wieder da waren, und weil die Zeitreise cool war – und da soll noch einer sagen, Zeitreisen wären im SciFi-Genre abgedroschen!

    5. Fanfrage: Eine Frage, die nichts mit Stargate zu tun hat: Kennst Du die Website http://www.treknews.de, die nicht bloß über Star Trek, sondern über alle Filme und Serien aus dem SciFi-Bereich berichtet?
    Hier kannten immerhin VIERZEHN unsere Website und die verbleibenden VIER habe ich gleich zum Besuch der Seite eingeladen um unsere Berichterstattung über das Event in Bonn zu lesen. (Anmerkung des Chefs: Coole Sache!!)

    Die Stimmung bei den Fans war entsprechend der Größe des Events sehr familiär und gut, obwohl nicht alle blieben um den Abend beim reichhaltigen Buffet ausklingen zu lassen. Auffallend war, dass es bei dieser Abendveranstaltung keine kostümierten oder uniformierten Fans, wie auf größeren Cons, zu sehen gab (auch ich hatte dem Anlass entsprechend und natürlich für Torri Higginson als seriöser TN-Leserreporter meine TNG-Uniform diesmal gegen Sakko und Krawatte eingetauscht).

    Der letzte Blick zurück
    Reflexion und Abschied

    Für mich war dies der erste Besuch bei einer „An Evening with...“ Veranstaltung von FKM-Events und, mit den Augen des langjährigen conerfahrenen SciFi-Veteranen betrachtet, hat dieser Abend wirklich Freude bereitet! Während Torri Higginson die letzten Bilder für den Autogrammservice zum Versand signierte, bedankte ich mich bei der fleißigen Pressebetreuerin Fr. Gabi Scharf, die alles bestens im Griff hatte und stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Pressevertreter.
    Dann schüttelte ich Torri Higginson noch einmal zum Abschied die Hand, bedankte mich bei ihr und ließ sie wissen, wie gut mir ihr Panel gefallen hatte. Torri Higginson bat mich dabei um die Webadresse von treknews.de, da sie unseren Bericht von ihrem Auftritt in Bonn aus den Augen eines Fans gerne mit ihrer Freundin hier in Deutschland lesen möchte, und was das Interview betraf, versprach sie, dass wir das sicher bei einem weiteren Besuch in Deutschland nachholen könnten....

    Karl F. GÜNTHER

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    Quelle: treknews.de

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