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...denn im Dunkeln ist gut munkeln

Christian Krecks - Harsh Future: Band 1


einz1975
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Die Zukunft und wir Menschen mitten drin. Als Erstes erleben wir den Einsatz eines Spezialkommandos. Die globalen Kriege sind langsam zur Ruhe gekommen und doch kämpfen die Großkonzerne immer noch, um Macht und Forschungsergebnisse. Agent Keller bekommt für seinen Einsatz einen Androiden an seine Seite gestellt, welcher wohl zu den höchst entwickeltesten seiner Art zählt. Klein, wendig, bestens militärisch ausgebildet und mit dem Verstand eines Menschen konstruiert, ist er die beste Waffe, welche Großbritannien aktuell nach Frankreich schicken kann. Während des Einsatzes springt man zwischen dem Androiden, der Einsatzleitung, einem Wissenschaftler und der Wachmannschaft hin und her. Das bringt überraschend viele Blickwinkel und Abwechslung.

Zwar ist die Action allzeit recht ähnlich, wie sie auch heute ablaufen könnte, dennoch wurde alles unterhaltsam zusammengebunden und es entsteht ein kleiner, wenn auch nicht ganz bis zum Schluss aufgelöster Thriller. Einige Rätsel bleiben offen und ich könnte mir gut vorstellen, dass Christian Krecks hier noch weitere Ideen hat, das Thema auszubauen. In der zweiten Geschichte landen wir mitten auf dem Mars. Zumindest wollte der hier eingesetzte Wartungstechniker zielgenau hingelangen, doch eine Fehlfunktion lässt ihn einige Kilometer von seinem Einsatzort ankommen. Schnell bricht auch Panik aus, denn Sauerstoff ist und bleibt auf dem Mars ein rares Gut. Ob er es schafft oder nicht, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Ich fand die Idee selbst sehr passend und könnte wirklich einmal genau so ablaufen. An manchen Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Bilder gewünscht, wie der Mars wohl in dieser Zeit ausschaut, aber auch so liest man sehr schnell mit und hofft, dass Jeroen Tyler rechtzeitig ans Ziel gelangt. Anders als „Der Marsianer“ und doch mit gleichem Schauplatz. Zum Schluss haben wir noch eine Geschichte über ein paar Bergarbeiter/Techniker. Irgendwo draußen im Kuiper-Gürtel existiert eine Miene. Das hier gewonnene Erz ist so selten und wertvoll, dass sich der Einsatz mehr als lohnt, nur ist diese Substanz auch hochgefährlich. Selbst kleinste Mengen führen beim Menschen schon zum Tod. Als eine der automatisierten Stationen ausfällt, müssen ein paar Techniker nach dem Rechten sehen.

Schnell wird der Einsatz zum Desaster und trotz größter Anstrengungen ist eine Rettung kaum noch möglich. Die Frage ist auch, warum meldet sich keiner von der Station? Warum bleiben die Schleusen verschlossen und könnte man doch überleben, trotz des Kontaktes mit dem gefährlichen Stoff? Recht spannend und wie in einem Horror-Szenario, stellt man sich die beschriebene Situationen vor. Selbst in dieser unwirklichen Zukunft, scheinen alle drei Geschichten miteinander verbunden und ich bin mir auch hier sicher, dass der Autor bereits mehr für kommende Fans vorbereitet hat, denn was zählen schon Menschenleben, der Konzern muss wachsen, alles andere ist irrelevant!

Fazit:
Harsh Future = Eine harte Zukunft! In Band 1 zeigt Autor Christian Krecks sehr anschaulich, in drei Kurzgeschichten, wie er sich die Zukunft der Menschheit vorstellt. Konzern getriebene Einsätze und technisch auf höchstem Niveau, erleben die Figuren kurzweilige Szenarien, vom Überlebenskampf auf dem Mars, über einen Agenten-/Militär-Thriller, bis hin zu einem Sci-Fi-Horror-Trip. Einige Action-Passagen sind vielleicht etwas zu lang geraten und auch beim Ausflug auf den Mars, hätte es etwas genauer zur Sache gehen können, dennoch hat sich der Ausflug ins Harsh Futur Universum für mich gelohnt und ich kann alle Sci-Fi-Fans beruhigt dazu einladen.

Matthias Göbel

Autorin: Christian Krecks
Taschenbuch: 119 Seiten
Verlag: Selfpublisher
Veröffentlichung: 23.11.2021

Mehr Infos: christian.krecks.novels

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  • Hallo Gast - Aufgrund des vielen Spams müssen leider ein paar Fragen beantwortet werden.

    Bitte der Reihe nach durchführen, sonst kann das Captcha nicht erfolgreich abgeschlossen werden...
    Schritt 1: Wenn Picard ein Captain ist, sollte hier ein Haken rein...
    Schritt 2: und wenn es in der Nacht nicht hell ist, sollte hier der Haken raus!
    Schritt 3:
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